Geschäftsbericht 2007 - Volksbank Hameln-Stadthagen eG

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Geschäftsbericht 2007 - Volksbank Hameln-Stadthagen eG

Geschäftsbericht 2007

Volksbank

Hameln-Stadthagen eG


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Mit freundlicher Empfehlung überreicht Ihnen der Vorstand

der Volksbank Hameln-Stadthagen eG den Geschäftsbericht

für das Jahr 2007.


Inhalt

Organe und Leitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Bericht des Vorstandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Wir sind vor Ort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Unternehmensporträt – Telekommunikation Axel Heppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Unternehmensporträt – MASCHE Schornsteintechnik GmbH / AKM GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Jahresabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Bericht des Aufsichtsrates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

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Geschäftsstellen

So erreichen Sie uns ...

Hauptstellen

Hameln 05151 207-0

Stadthagen 05721 781-0

Geschäftsstellen

Am Sonnenbrink 05721 9765-0

Bad Pyrmont-Baarsen 05285 99099-0

Bad Pyrmont 05281 6051-0

Bodenwerder 05533 9747-0

Börry 05157 95918-0

Emmerthal 05155 621-0

Fischbeck 05152 69084-0

Hameln, Bahnhof 05151 207-259

Hameln, Breiter Weg 05151 60969-0

Hameln, Mertensplatz 05151 95636-0

Hessisch Oldendorf 05152 94709-0

Holzhausen 05281 9402-0

Lauenau 05043 9116-0

Lauenhagen 05721 9776-0

Lügde 05281 9805-0

Meerbeck 05721 9775-0

Münchehagen 05037 9707-0

Neuenknick 05705 9400-0

Niedernwöhren 05721 9777-0

Nienstädt 05721 9778-0

Nordsehl 05721 9774-0

Pollhagen 05721 9773-0

Rodenberg 05723 9448-0

Sachsenhagen 05725 9404-0

Tündern 05151 82208-0

Vahlbruch 05535 95196-0

Welsede 05155 28101-0

Wiedensahl 05726 969-0

SB-Geschäftsstellen

Hameln-Ohrberg

Hameln-Reimerdeskamp

Apelern

Grohnde

Weitere Geldautomaten:

Stadthagen, Ratio-Markt

Stadthagen, WEZ-Markt

Hameln, Stadtgalerie

Individuelle Beratungszeiten

Nach Vereinbarung täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr


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Organe und Leitung

Organe und Leitung

Vorstand

Heinz-Walter Wiedbrauck

Vorsitzender

Michael Joop

Klaus Meyer

Vertreterversammlung

Die Vertreterversammlung ist das oberste

Organ unserer Volksbank. Die Vertreter

werden alle vier Jahre gemäß § 43a des

Genossenschaftsgesetzes gewählt. Die letzte

Wahl fand am 7. Oktober 2004 statt.

Prokuristen

Holger Brandt

Kreditrisikomanagement

Juliane Djouimai

Vertriebsmanagement

Wolfgang Dreyer

Private-Banking Stadthagen

Ernst Hörning

Volksbank-Immobilien-Service

Jörg Kuck

Zentrale Dienste/Organisation und IT

Reinhold Reker

Private-Banking Hameln-Pyrmont

Stephan Sassenberg

Kreditbearbeitung

Uwe Walter

Controlling

Michael Welsch

Firmenkundenbetreuung


Organe und Leitung

Aufsichtsrat

Otto Baukmeier

Vorsitzender

Dipl.-Ingenieur

Heinz Stelzer

Stellvertretender Vorsitzender

Kfz-Meister

Günter Baumeister

Steuerberater

Bernd Brase

Landmaschinenmeister

Hans-Harm Damke

Kaufmann

Johannes Dieckmann (bis 22. Mai 2007)

Kaufmann

Fritz-Peter Klocke (ab 22. Mai 2007)

Dipl.-Ingenieur

Wolfgang Maasch

Juwelier

Wilfried Mensching

Landwirt

Günther Niemeyer

Dipl.-Volkswirt

Dr. Hans-Detlev von Stietencron

leitender Angestellter

Monika Stork-Meier

Kauffrau

Jörg Strüver

Rechtsanwalt und Notar

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Bericht Vorwort des Vorstandes

Vorwort des Vorstandes

Der Erfolg unserer Volksbank Hameln-Stadthagen eG

wurde in starkem Maße geprägt durch die wirtschaftliche

Entwicklung im heimischen Raum, durch den Wettbewerb

mit Internet- und Großbanken und die darauf aufsetzende

eigene Geschäftsstrategie. Insgesamt ist das Ganze eingebettet

in die wirtschaftliche Situation der Bundesrepublik

Deutschland, die wir Ihnen anhand von einigen Zahlen

darstellen wollen.

Heinz-Walter Wiedbrauck

Vorstandsvorsitzender

Michael Joop

Vorstandsmitglied

Klaus Meyer

Vorstandsmitglied

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

der Bundesrepublik Deutschland

Die Konjunktur in Deutschland blieb im vergangenen

Jahr auf ihrem stabilen Entwicklungspfad

mit einem Wirtschaftswachstum

von 2,5 %. Die Nachfrage nach Investitionsund

Konsumgütern verharrte auf hohem

Niveau. Einige kritische Faktoren trüben

dennoch den Gesamteindruck. Die Subprime-

Krise, also die Immobilienkrise in den USA,

und steigende Ölpreise haben ihre Spuren an

den weltweiten Kapitalmärkten hinterlassen.

Der Aufschwung in Deutschland wird sich

trotzdem in diesem Jahr fortsetzen. Allerdings

wird sich das Tempo spürbar verlangsamen.

Die Wachstumskräfte verlagern sich von der

Außenwirtschaft auf das Inland. Die Wirtschaftsforschungsinstitute

rechnen für 2008

mit einem realen Wachstum von 1,7 %.

Träger des Wachstums wird der private

Konsum sein. Der wichtigste Grund hierfür

ist die anhaltende positive Entwicklung am

Arbeitsmarkt. Diese Entwicklung wird sich

trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums

fortsetzen.


Die Zahl der Erwerbstätigen ist von 39,1 Mio.

im Jahr 2006 auf 39,7 Mio. im Jahr 2007

gestiegen und wird in diesem Jahr auf über

40 Mio. zunehmen. Erfreulich ist dabei, dass

die Zahl der sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigten in einer ähnlichen Größenordnung

ansteigen wird. Im Gegenzug sinkt

die Arbeitslosigkeit. Waren im Jahr 2006

im Jahresdurchschnitt noch rund 4,5 Mio.

Menschen arbeitslos, so waren es im Durchschnitt

des Jahres 2007 rund 3,8 Mio. und

in diesem Jahr werden es 3,5 Mio. sein.

Finanzmärkte im Umbruch

Die Subprime-Krise ist noch nicht ausgestanden.

Landesbanken und international tätige

Großbanken mussten hohe Abschreibungen

auf strukturierte Anleihen im Zusammenhang

mit der Subprime-Krise vornehmen. Diese Abschreibungen

haben das Vertrauen der Banken

untereinander belastet und die Funktion der

Geld- und Kapitalmärkte in erheblichem Maße

gestört. Da auch nach den Bilanzveröffentlichungen

der internationalen Großbanken

wieder neue Abschreibungen bekannt gegeben

wurden, wird die Finanzmarktkrise auch

im Jahr 2008 die Finanzmärkte weiter belasten.

Die Europäische Zentralbank hat bisher

die Liquidität im Bankensystem aufrecht erhalten

und aus diesem Grund ihren Hauptrefinanzierungssatz

von 4 % seit dem 6. Juni

2007 nicht erhöht. Nach wie vor haben wir

eine inverse Zinsstruktur, d. h., dass z. B. zweioder

dreijährige Anlagen niedriger verzinst

werden als einjährige oder 6-Monats-Anlagen.

Aber nicht nur hierdurch haben sich

Zinsmarge und Marktstrukturen grundsätzlich

verändert, sondern es werden durch immer

neue Anbieter am Finanzmarkt Kunden mit

aggressiven Konditionen abgeworben. Diese

Konditionen liegen zum großen Teil über

denen des Geld- und Kapitalmarktes. Dadurch,

dass diese Anbieter nur einmal in Deutschland

bzw. in der Region ansässig sind, nutzen sie

ihre Kostenvorteile gegenüber den geschäftsstellenintensiven

und ortsverbundenen Volksbanken

massiv aus. Inwieweit die Großbanken

und ausländische Bankkonzerne das

Drei-Säulen-System des deutschen Kreditgewerbes

verändern können, bleibt abzuwarten.

Durch die Änderung unserer Geschäftsstrategie

vor drei Jahren sind wir für diesen

Wettbewerb gerüstet. Wir setzen seitdem

verstärkt auf das außerbilanzielle Geschäft

und haben damit große Erfolge.

Heimische Region

Die wirtschaftliche Entwicklung in unserer

Region ist sehr unterschiedlich verlaufen.

Während Unternehmen, die ihre Waren und

Dienstleistungen über die heimische Region

hinaus europaweit oder auch weltweit vermarkten,

zum Teil zweistellige Zuwachsraten

erzielten und stark investiert haben, profitierten

das heimische Handwerk und der

Einzelhandel nur wenig von diesem Wachstum.

Investitionen wurden nur vereinzelt

getätigt. Die Arbeitslosenquote ging in unserem

Geschäftsgebiet im vergangenen Jahr

zwar von 10,7 % auf 9,4 % zurück, liegt aber

nach wie vor über dem Landes- und Bundesdurchschnitt.

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10

Vorwort des Vorstandes

Geschäftsentwicklung unserer Volksbank

Das Marktumfeld, in dem wir geschäftlich

tätig sind, ist durch einen aggressiven Konditionswettbewerb

gekennzeichnet. Durch

unsere vor drei Jahren geänderte Geschäftsstrategie

konnten wir trotzdem unseren

Marktanteil bei den Kundeneinlagen leicht

ausbauen. Im Rahmen dieser Geschäftsstrategie

legen wir unseren Fokus auf das außerbilanzielle

Geschäft, d. h. auf das Kundenwertpapiergeschäft,

auf das Altersvorsorgegeschäft

und auf den Verkauf von Bauspar- und

Lebensversicherungsverträgen.

Wachstum im Einlagengeschäft in Mio. €

1400

1200

1000

800

600

400

200

0

■ 2005

■ 2006

2007

Kundeneinlagen

(Bilanz)

Außerbilanzielle

Einlagen

Kundeneinlagen

Gesamt

Bei einem Rückgang unseres bilanziellen Einlagengeschäftes

aufgrund des hart umkämpften

Marktes in diesem Bereich um 15,2 Mio.,

konnten wir unser außerbilanzielles Geschäft

um 57,8 Mio. Euro bzw. 12,3 % auf 526 Mio.

Euro steigern. Insgesamt haben wir einen

Zuwachs im bilanziellen und außerbilanziellen

Einlagengeschäft von 42,6 Mio. Euro bzw.

3,5 % auf 1.272 Mio. Euro erzielt.

Kundenkredite

Durch den Einbruch beim Einfamilienhausbau

und der nur verhaltenen kreditfinanzierten

Investitionstätigkeit unserer angestammten

gewerblichen Kundschaft stieg unser bilanzielles

und außerbilanzielles Geschäft nur

leicht um 7,7 Mio. Euro bzw. 1,01 % auf

767,4 Mio. Euro.

Kreditgeschäft in Mio. €

Bilanzielles und vermitteltes Geschäft

800

700

600

500

400

300

200

100

0

■ 2005

■ 2006

2007

Dienstleistungs- und Provisionserträge

Gemäß unserer Geschäftsstrategie, mehr

außerbilanzielles Geschäft zu generieren,

konnten wir unsere Dienstleistungs- und

Provisionserträge um 823.000 Euro bzw.

8,4 % auf 10,641 Mio. Euro steigern.

12000

10000

8000

6000

4000

2000

0

Bilanziertes

Kredtigeschäft inkl.

Konsortialkredite

Verbundkredite Gesamt

Dienstleistungsergebnis in TEUR

2006

2007

■ Provisionserträge ■ Provisionsaufwand ■ Provisionsüberschuss

2006

2007

2006

2007


Trotz des leicht gestiegenen Provisionsaufwandes

haben wir unseren Provisionsüberschuss

insgesamt um 761.000 Euro bzw.

8,2 % auf 10.093 Mio. Euro gesteigert.

Betriebsergebnis vor Bewertung

Durch unsere weitsichtig geänderte Geschäftsstrategie

ist es uns gelungen, auch im

Jahr 2007 ein auskömmliches Betriebsergebnis

vor Bewertung zu erzielen. Nur durch

Betriebsergebnisse, die uns eigenständiges

Handeln erlauben, sind und bleiben wir ein

starker Partner für unsere Kunden. Unser Betriebsergebnis

vor Bewertung beträgt 1,11 %

des durchschnittlichen Geschäftsvolumens.

Das durchschnittliche Betriebsergebnis vor

Bewertung der 153 Volks- und Raiffeisenbanken

des Genossenschaftsverbandes

Norddeutschland liegt bei 1,01 %.

Ertragslage Betriebsergebnis (vor Bewertung)

in Prozent zur durchschnittlichen Bilanzsumme

1,25

1,20

1,15

1,10

1,05

1,00

0,95

0,90

1,10

1,05

1,12

1,06

1,20

1,08

1,17

1,06

2003 2004 2005 2006 2007

■ Betriebsergebnis Bank ■ Verbandsdurchschnitt

1,11

1,01

Ziele 2008

Im Jahr 2008 haben wir ein besonderes Ziel:

Wir wollen unsere Vermögens-Anlageberatung

und unsere Altersvorsorgeberatung gemäß

unserer Geschäftsstrategie weiter ausbauen

und unsere gute Marktstellung in diesem

Bereich stark erweitern.

Dank an die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre

uneingeschränkte Tatkraft und die Motivation,

die die Volksbank zu dem gemacht hat, was

sie heute ist. Motivieren können sich unsere

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch nur

selber. Lediglich die optimalen Rahmenbedingungen

dazu sind seitens des Vorstandes zu

schaffen. Dieses haben wir mit dem Um- und

Neubau der Hauptstelle Stadthagen und dem

Umbau der Geschäftsstelle Mertensplatz in

Hameln tun können. Danken möchten wir

auch dem Betriebsrat, der sich in diesen Kontext

aktiv mit eingebracht hat. Ein herzliches

Dankeschön geht aber auch an alle die

Menschen, die bisher Wegbereiter unseres

Erfolges waren.

Wir bleiben für Sie, unsere Kunden, aber auch

für unsere heimische Region, in der wir

verwurzelt sind, eine starke Verbindung.

Heinz-Walter Wiedbrauck Michael Joop Klaus Meyer

11


12

Wir sind vor Ort

Wir sind vor Ort

Bankgeschäfte unabhängig von Ort und Zeit – im Internetzeitalter gar kein Problem. Doch nichts hat

das Bankgeschäft in den letzten Jahren so stark verändert wie der rasante Fortschritt in der Kommunikations-

und Informationstechnologie. Eine Entwicklung, die auch an uns nicht spurlos vorüber geht.

Hauptstelle Stadthagen

Für eine regional aufgestellte Volksbank

wie wir es sind, gilt es deutlich zu machen,

wo die entscheidenden Unterschiede und

unsere Mehrwerte gegenüber den Direktund

Discountbanken im Internet bestehen.

Ganz oben – wir sind vor Ort. Ein klarer Vorteil

für unsere Kunden. Persönlicher Kontakt

und Qualität in der Beratung – das sind unsere

Stärken, hier können und müssen wir punkten.

Aber auch das Umfeld muss stimmen.

Unsere Kunden sollen sich bei uns wohlfühlen.

Ein von Vertrauen geprägtes, persönliches

Gespräch in angenehmer und diskreter

Atmosphäre ist einfach nicht vergleichbar mit

der Anonymität virtuellen Bankings. So haben

wir im Jahr 2007 in unserer Hauptstelle in

Stadthagen sowie in unserer Geschäftsstelle

in Hameln am Mertensplatz mit grundlegenden

Umbauten die Rahmenbedingungen für den

persönlichen Kontakt mit unseren Kunden

erheblich verbessert. Wir möchten, dass sich

unsere Kunden bei uns wohlfühlen und Menschen

vorfinden, die sie ansprechen und mit

denen sie sich in Ruhe austauschen können.

Nach 35 Jahren ein Gebäude wie unsere

Hauptstelle in Stadthagen so grundlegend

zu modernisieren, war eine echte Herausforderung.

Galt es doch, das in die Jahre

gekommene äußere Erscheinungsbild so

ansprechend zu gestalten, dass es künftig

als städtebauliche Bereicherung angesehen

werden kann. Keine leichte Aufgabe, die

jedoch vom Architekturbüro fsvs-architekten,

Friedemann, Schmalisch, von Schilgen aus

Hameln in enger Abstimmung mit der Stadt

Stadthagen mit Bravour gelöst wurde.


Hauptstelle Stadthagen

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Hauptstelle Stadthagen

Wir sind vor Ort

Zunächst wurde die Fassade vertikal ansprechender

gegliedert. Mit Sandstein aus

Obernkirchen in Verbindung mit einer Putzfassade

kamen ortstypische Materialien zum

Einsatz. Durch den Wegfall der angemieteten

Teilflächen mit der Eingangsorientierung zum

Marktplatz war auch eine Verlegung des

Haupteingangs erforderlich. Nunmehr mittig

angeordnet, fällt der im volksbanktypischen

Blau gestaltete Eingang mit dem geschwungenen

Vordach von beiden Richtungen der

Marktstraße auf. Vor allem abends ist unsere

neu gestaltete Hauptstelle dank modernster,

energiesparender LED-Lichttechnik ein echter

Hingucker geworden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Planungen

lag in dem Wunsch nach mehr Tageslicht und

Helligkeit. Durch die Glasdachkonstruktion

über der neuen Haupttreppe und die offene

Gestaltung des neuen zweigeschossigen

Gebäudeteils wurde auch dieser Anspruch

optimal umgesetzt. Großflächige Fenster in

beiden Geschossen ermöglichen den Einblick

in den neuen, begrünten und ansprechend

gestalteten Innenhof. Zu den fast unveränderten

Räumen der Obergeschosse stehen

nunmehr ca. 730 m 2 im Erdgeschoss und

ca. 220 m 2

im 1. Obergeschoss zur Verfügung.

Immerhin betreuen wir in der

Hauptstelle Stadthagen 11.000 Kunden.

Eine Einrichtung, die zwar modern, aber dafür

kalt und steril wirkt, kommt für uns nicht in

Frage. Warme Farben zum Wohlfühlen sollen

den Innenbereich dominieren. Unsere Innenarchitektin

Barbara Johannink von der Firma

pro office hat sich hierfür wieder einige Highlights

einfallen lassen. Eine unkonventionelle

geometrische Linienführung und Gestaltung

im Innenbereich in Verbindung mit sorgsam

aufeinander abgestimmten Materialien schaffen

ein einzigartiges Ambiente.

Auch in Stadthagen haben wir das „integrierte

Einzonenkonzept“ verwirklicht. Dieses sorgt

dafür, dass sich Kunden, die unsere Selbstbedienungstechnik

nutzen, in die mitarbeiterbediente

Service- und Beratungslandschaft

eingebunden fühlen. Unsere Serviceberater

können ihre Kunden an jeweils eigenen Beratertischen

ohne trennende Tresen bedienen. Im

hinteren Teil schließen sich ruhigere Beratungsplätze

und -zimmer an. Selbstverständlich

haben wir in der Kundenhalle auch Sitzplätze

zum Verweilen unserer Kunden vorgesehen.

Hier können stets die neuesten Börsendaten

und Nachrichten verfolgt werden.


Hauptstelle Stadthagen

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16

Hauptstelle Stadthagen

Wir sind vor Ort

Unsere Spezialisten für den Bereich Anlageberatung

sitzen nun in gänzlich neu gebauten

Büros im 1. Obergeschoss. Passiert man über

die offene Treppe und die großzügige Galerie

die Büros der Wertpapierspezialisten, gelangt

man – vorbei an den Vorstandsbüros –

zu den Spezialisten der Baufinanzierung

und zu unseren Firmenkundenbetreuern.

Mit den bereits in den letzten drei Jahren

ebenfalls völlig neu gestalteten Räumen im

2. und 3. Obergeschoss sind wir nun mit dem

gesamten Gebäude auf der Höhe der Zeit.

Auch unsere Geschäftsstelle am Mertensplatz

wurde im Jahr 2007 völlig modernisiert.

Zwei neu geschaffene, diskrete Beraterzimmer

sorgen nunmehr dafür, sich auch einmal in aller

Ruhe mit unseren Mitarbeitern unterhalten

zu können. Auch am Mertensplatz dominieren

warme Farben und abgestimmte Materialien,

damit sich unsere Kunden wohlfühlen. Aber

auch das Wohl unserer Mitarbeiter liegt uns

sehr am Herzen, so wurde auch im Bereich

der Klimatisierung und der Sicherheitstechnik

enorm aufgerüstet. Neben einer umfassenden

Videoüberwachung ist der Zutritt zur Geschäftsstelle

nur noch über die Kundenkarte möglich.

Parken kann man nun sogar auf drei extra

gekennzeichneten Plätzen gegenüber auf

dem Gelände der Fa. Benze Bodenbeläge.

Unser besonderer Dank geht an das am Bau

beteiligte ausschließlich heimische Handwerk.

Wir legen besonderen Wert auf eine Vergabe

in der Region und sind von der Leistungsfähigkeit

des heimischen Handwerks überzeugt.

In nur acht Monaten Bauzeit in Stadthagen

und vier Wochen in Hameln am Mertensplatz

wurde dies eindrucksvoll bewiesen.

Wir sind mit unseren Geschäftsstellen teil

unserer Region und wollen auch künftig die

erste Wahl für Ihre Bankgeschäfte sein. Wir

haben ausgezeichnete Produkte und gut

ausgebildete Mitarbeiter, die gern mit Rat

und Tat zur Seite stehen. Damit setzen wir

auf Qualität und persönlichen Service – denn

hier sind wir besser als jede Direktbank.


Geschäftsstelle Mertensplatz

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Unternehmensporträt Telekommunikation Axel Heppe

Telekommunikation Axel Heppe

Ach, was waren das noch für Zeiten: Vor gut fünfzig Jahren

beschränkte sich die Welt der Informations- und Kommunikationstechnologie

in Deutschland für diejenigen,

die stolze Besitzer eines Telefons waren, auf ein schwarzes

Ungetüm mit Wählscheibe, im Fachjargon W48 genannt.

Selbst zu wählen war schon ein enormer Fortschritt, hatte

man zuvor nur die Möglichkeit, sich durch das „Fräulein

vom Amt“ verbinden zu lassen.

In fast allen europäischen Ländern wurde

der Bereich Telekommunikation bis in die achtziger

Jahre des letzten Jahrhunderts hinein

als öffentliche Aufgabe verstanden, die vom

Staat weitgehend gesetzlich reglementiert

und hinsichtlich der nötigen Infrastruktur

selbst wahrgenommen wurde. Wettbewerb

auf diesem Sektor wurde weder für nötig

noch für möglich gehalten. Die Technik war

analog, das Netz überwiegend drahtgebunden.

Das Innovationspotenzial ist natürlich

bei einer solchen Konstellation begrenzt. So

beschränkte man sich in den siebziger Jahren

immerhin auf eine dem Zeitgeist angepasste

Farbwahl der Endgeräte, technisch aber tat

sich nicht viel.

Erst im Jahr 1987 kam durch die EU-Kommission

Bewegung in den Telekommunikationsmarkt,

indem eine europaweite Öffnung der Märkte

und eine Stärkung des Wettbewerbs als Ziel

formuliert wurde. Mit der „Endgeräte-Liberalisierungsrichtlinie“

vom Mai 1987 wurde der

erste Schritt getan, für die Einfuhr, Vermarktung,

Einrichtung und Wartung von Endgeräten

den Markt zu öffnen. Von da an wurde es

bunt. Bis heute ist der Individualität in Form,

Farbe und Design der Endgeräte keine Grenze

gesetzt. Bis zur Haustür des Kunden war jedoch

durch die Deutsche Bundespost noch

immer alles fest in staatlicher Hand. Erst vor

zehn Jahren wurde der Telekommunikationsmarkt

vollständig geöffnet.

Die Postminister Dr. Schwarz-Schilling und

Dr. Bötsch vollbrachten damals die besondere

politische Leistung, ihr eigenes Ministerium

aufzulösen. Die Deutsche Telekom entstand,

und mit ihrem Börsengang und dem neu entstandenen

Wettbewerb setzte ein enormer

Innovationsschub ein. Heute bieten im ehemaligen

Monopolbereich 165 Netzbetreiber

Sprachtelefondienste an. Auf 100 Einwohner

in Deutschland kommen 117 Handyverträge

und nach dem Handyboom folgt nun der

Breitbandboom. Sogenannte ICT- bzw. Triple-

Play-Dienste (Internet, Telefonie und audiovisuelle

Unterhaltung) erfreuen sich wachsender

Beliebtheit – ein gewaltiger Wachstumsmarkt.

Wer hätte gedacht, dass wir mit der Firma

Axel Heppe Telekommunikation aus Emmerthal

ein Unternehmen in der Region haben,

das zu den großen bundesweit tätigen Spezialisten

im Bereich der Endstellenmontage

zählt. Bis zu 8.000 Anschlüsse pro Tag werden

von der Firma Heppe aktuell geschaltet und

installiert.

Axel Heppe ist ein Self-Made-Man, der die

Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt hat. Als

gelernter Energieelektroniker, Fachrichtung

Anlagentechnik, startete er 1998 mit fünf

Mitarbeitern in die Selbstständigkeit und

schloss erste Verträge mit der noch jungen

Deutschen Telekom für den Bereich der

Endstellenmontage. Heute erzielt Axel Heppe

mit über 300 Mitarbeitern bundesweit

(270 Techniker, 30 Mitarbeiter im Innendienst)

einen Jahresumsatz im zweistelligen Millionenbereich.

Neben der Zentrale in Emmerthal

bestehen Niederlassungen für die Disposition

in Hameln-Herkensen, Mönchengladbach,

Trier, Eschweiler, Leipzig und Berlin.


Axel Heppe

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Unternehmensporträt Telekommunikation – Fuchs Motorrad Axel GmbH Heppe

Der Erfolg der Firma Heppe zeigt, dass

Schnelligkeit und hohe Qualität sich nicht

widersprechen. Früher wurde die Endstellenmontage

von der Deutschen Bundespost

bzw. der Deutschen Telekom selbst vorgenommen.

Mit dem richtigen Know-how und

perfekter Organisation zeigt Axel Heppe,

dass ein Schnellboot in diesem Segment

besser ist als ein großer Tanker. Regelmäßige,

strenge Qualitätskontrollen durch die Telekom

bescheinigen ihm einen Spitzenplatz unter

den Top Ten ihrer Dienstleister. Aber auch

Netzanbieter wie Unitymedia oder Kabel

Deutschland vertrauen auf die Firma Heppe

aus dem Weserbergland.

Endstellenmontage beschränkt sich heute

bei weitem nicht nur auf die Installation von

Endgeräten beim Kunden. Die Firma Heppe

wird bereits ab der Vermittlungsstelle tätig

und nimmt dort Schaltarbeiten vor. Von dort

aus geht es weiter auf sogenannte Kreisverzweiger

(KVZ), auf den Abschlusspunkt (APL)

und dann auf die 1. TAE-Dose des Kunden.

Je nach Kundenwunsch kann dieser dann

neben der Telefonie über ISDN, DSL (Breitband-Internet)

oder andere Wege im Internet

surfen oder Mehrwertdienste nutzen. Derzeit

in aller Munde ist das Thema Voice over IP

(VoIP), Telefonie über das Internet. Da man

mit einem Internetanschluss faktisch bereits

mit der ganzen Welt vernetzt ist, lassen sich

über dieses Netzwerk problemlos und kostengünstig

auch Telefongespräche abwickeln.

Dem Branchenverband Bitkom zufolge telefonieren

bereits 11 % der deutschen Haushalte

über das Internet. Die Vorteile des Internet

vollständig nutzen kann jedoch nur derjenige,

der über eine schnelle Verbindung verfügt.

Der Bedarf für die Datenautobahn z. B.

mittels DSL verteilt sich geografisch und

über alle Alters- und Einkommensschichten

gleichermaßen.

Doch hier steckt die Politik in einem Dilemma.

Natürlich ist es für ein betriebswirtschaftlich

geführtes (privatisiertes) Unternehmen, das

letztlich Gewinne an seine Aktionäre ausschütten

soll, nicht rentabel, in jedem Dorf

mit vielleicht 100 Einwohnern die Infrastruktur

für einen schnellen Internetzugang zu

schaffen. Andererseits kann in den Städten

mittlerweile zwischen mehreren Breitband-

Anbietern gewählt werden. Studien warnen

deshalb vor den gesellschaftlichen Folgen

einer Öffnung der „Breitband-Schere“. Ohne

staatliche Infrastrukturförderung bleibt künftig

Regionen mit einem hohen Anteil dörflicher

Strukturen der Zugang an das Breitbandnetz

verwehrt. Langfristig führt am Aufbau von

Glasfasernetzen (FTTx) bzw. der Schaffung

schneller Funkverbindungen zur Versorgung

aller Regionen mit zweistelligen MBit-Raten

kein Weg vorbei.

Nicht nur der Klimawandel, auch die hohen

Lohnkosten in Deutschland werden die Unternehmen

künftig immer mehr dazu bringen,

Arbeitsprozesse in den Heimbereich „outzusourcen“

und damit Telearbeit und das

Home-Office zu fördern. Wo liegt denn auch

heutzutage der Sinn, für eine vielleicht noch

halbtägige Bürotätigkeit zig Kilometer täglich

zu pendeln und Familie und Kinder zu koordinieren,

wenn Auftrag und fertige Arbeit

zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

auch via Datenleitung ausgetauscht werden

könnten? Dumm nur, wenn man in einem

dieser weißen, nicht mit Breitband versorgten

Flecken wohnt. Es darf im Bereich der Telekommunikation

nicht zu Zwei-Klassen-Gesellschaften

zwischen Dörfern und Städten

kommen. Um die Infrastruktur unserer Dörfer

langfristig zu sichern, wäre hier sicher politisch

ein guter Ansatz, bestehende Subventionspolitiken

zu überprüfen.


22

Unternehmensporträt Telekommunikation Axel Heppe

Mittlerweile werden die Anforderungen an

die Datennetze immer höher und es stellt sich

die Frage, wie lange unsere bestehenden

Kupferleitungen noch ausreichen werden.

Schon jetzt rückt mit wachsenden Übertragungsraten

der Übergabepunkt immer näher

an den Endkunden. Unsere Netze modernisieren

sich von innen nach außen. Ein Großteil

der wichtigen „Strecken“ ist bereits auf Glasfaser

mit Lichtwellenleiter-Technologie (FTTx)

umgerüstet. Es ist nur noch eine Frage der

Zeit, wann der Lichtwellenleiter bis direkt in

die Wohnung des Teilnehmers geführt wird.

Europa ist damit zwar noch in den Anfängen,

FTTH (Fibre to the home) wird uns sicher in

den nächsten Jahren beschäftigen.

Axel Heppe zur Entwicklung

im Bereich Telekommunikation

Externe Marktbeobachter und auch wir

rechnen damit, dass schon in wenigen Jahren

IT, Telekommunikation und Anwendungen zu

einer ICT-Welt verschmelzen werden. Schon

heute wünschen sich unsere Kunden integrierte,

standardisierte Lösungen mit entsprechendem

Service. Wir sehen die weitere Entwicklung

unseres Unternehmens weitestgehend in

einem weiteren Ausbau des Dienstleistungsbereichs

in Hinsicht auf die neuen IT-Medien

und hierbei insbesondere den Bereich ICT/

Triple Play. Auch den Unternehmensbereich

Netzinfrastruktur werden wir weiter ausbauen.

Das heutige Fernmeldenetz stößt schon

fast an seine physikalischen Grenzen. FTTx

ist hier die Lösung und die Zukunft für das

Festnetz. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts

werden die Standard-Anschlüsse, also analoge

und ISDN-Anschlüsse, immer mehr an

Bedeutung verlieren und durch entbündelte

ADSL-Anschlüsse mit VoIP ersetzt, bevor sie

mit der Einführung von FTTx ganz wegfallen.

Hier werden wir künftig sicher stark eingebunden

sein.

Axel Heppe über Erfolg

Die Rahmenbedingungen für Erfolg sind in

Deutschland leider nicht die besten. Ich wünsche

mir, dass wir in unserem Land nicht immer

alles so kompliziert machen. Einfach denken

macht vieles leichter, gerade für Firmengründer

ließe sich so mancher Behördengang sparen.

Ich kann nicht verstehen, warum einem der

Erfolg in Deutschland nicht gegönnt wird. Es

werden negative Dinge verbreitet, anstatt mal

zu sagen – toll, wie der das geschafft hat. Ich

selber ziehe vor jedem den Hut, der etwas aus

eigener Kraft geschafft hat und freue mich

auch für die Menschen. Den Grundstein zu

meiner Firma und damit heute 300 Arbeitsplätzen

hat mir übrigens die Volksbank mit der aktiven

Gründungsunterstützung gelegt. Ihren

Beitrag zum Erfolg werde ich nie vergessen.


V. l.: Dagmar Schmalkuche (Leiterin der Buchhaltung),

Michael Tillner (Technischer Leiter) und Axel Heppe

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24

Unternehmensporträt MASCHE Schornsteintechnik GmbH / AKM GmbH

MASCHE Schornsteintechnik GmbH / AKM GmbH

Feuer übt seit Urzeiten eine besondere Faszination und

Anziehungskraft auf den Menschen aus. Das Betrachten

knisternder Holzscheite erzeugt ein angenehm entspanntes

Gefühl, Gemütlichkeit und wohlige Wärme. Ein Kaminfeuer

schafft pure Emotionen, die den hohen wirtschaftlichen

Nutzen moderner Kachel- und Kaminöfen angenehm

begleiten. Mit steigenden Öl- und Gaspreisen steigt auch

die Nachfrage nach Alternativen. Warum also nicht das

Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und mit einem

Brennstoff heizen, der sogar CO2-neutral verbrennt und

damit das Klima nicht belastet? Holz – der Brennstoff der

Vergangenheit und der Zukunft. Beim Verbrennen von Holz

wird nur so viel CO2 abgegeben, wie in der Wachstumsphase

benötigt und aufgenommen wurde. Die Probleme

fossiler Energieträger sind hinlänglich bekannt: sie sind

endlich und stellen für unser Ökosystem zunehmend eine

Bedrohung dar. Die Wiederentdeckung nachwachsender

Rohstoffe ist ein aktuelles Thema und ein Markt der Zukunft.

Moderne Kachel- oder Specksteinöfen tragen

nicht nur dem Umweltgedanken Rechnung,

sie sind wirtschaftlich und ästhetisch zugleich.

Ein solcher Ofen lässt sich heute als Wohnmöbel

in jeden Einrichtungsstil integrieren.

Wie bei einer klassischen Öl- oder Gasheizung

sollte man sich auch hier auf einen Fachmann

verlassen, der sein Handwerk versteht. Die

Firma AKM GmbH aus Meerbeck bei Stadthagen

mit ihrem Geschäftsführer Holger

Masche hat sich auf alle Varianten von häuslichen

Holzfeuerstätten spezialisiert. Sie plant

und baut nach individuellen Kundenwünschen

und -bedürfnissen Kamine und Kachelöfen.

Weitere Niederlassungen bestehen in Bad

Salzdetfurth, Porta Westfalica und in Gehrden.

Der Name MASCHE ist schon seit vielen Jahren

ein Begriff in der Region im Bereich der

Schornsteintechnik, mit der AKM GmbH hat

Holger Masche die Kompetenz der Firma um

einen weiteren Geschäftszweig erfolgreich

erweitert.

Begonnen hat alles im Jahr 1971 mit der

Gründung einer Spezialfirma für Schornsteintechnik

durch Heinz Masche. Gegenstand der

Einzelunternehmung war zunächst der Einbau

von Schamotterohren (sog. „Plewa-Rohre“) in

vorhandene Schornsteinzüge, meist bedingt

durch den Einbau einer neuen Heizung. In

den 80er Jahren wurden anstelle der Schamotterohre

oftmals Edelstahlrohre eingebaut,

die den Anforderungen moderner Niedertemperaturkessel

besser gerecht wurden.

Nach Beendigung des Wehrdienstes stieg 1986

der heutige geschäftsführende Gesellschafter

Holger Masche in das Unternehmen ein. Die

Geschäftsbereiche wurden kontinuierlich erweitert

und ausgebaut. Neben der Erstellung

von neuen Schornsteinen wurden verstärkt

Schornsteinköpfe erneuert oder mit Schieferstrukturplatten

verkleidet. 1988 wurde das

Einzelunternehmen in die „MASCHE Schornsteintechnik

GmbH“ umgewandelt und es

wurden nach und nach weitere Mitarbeiter

eingestellt. Man wuchs kontinuierlich, so dass

die Räumlichkeiten in Pollhagen zu klein wurden.

So entstand 1990 im benachbarten

Meerbeck ein neues Firmengebäude mit

Büro, Halle und Außenlager. Das Programm

umfasste nunmehr sämtliche Leistungen im

Bereich Schornsteinbau – von der Sanierung

von Hausschornsteinen bis zur Errichtung von

Industrieschornsteinen. Im Bereich der

Schornsteinkopferneuerungen erfolgte ein

„Quantensprung“: Die Schornsteinköpfe werden

nunmehr maßgerecht unter Einsatz spezieller

Klinker und Mörtelsorten in der Halle

vorgefertigt und mittels Autokran auf der

Baustelle erneuert. Der alte, baufällige Schornsteinkopf

wird ebenso entfernt und sofort

entsorgt. Neben der relativen Witterungsunabhängigkeit

und kurzen Baustellenzeiten ist


Holger Masche

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26

Unternehmensporträt MASCHE Schornsteintechnik GmbH / AKM GmbH

der enorme Qualitätsvorteil im Gegensatz zu

konventionell erneuerten Schornsteinen zu

erwähnen. Die benötigten Spezialgeräte wurden

durch die Firma MASCHE selbst entwickelt

und in der Fertigungshalle ein spezieller Kran

für die Fertigung und Verladung installiert.

Bei der nachträglichen Erstellung von Schornsteinen,

z. B. für den Anschluss eines Kamins

oder Kachelofens, sind die Möglichkeiten und

Alternativen sehr umfangreich geworden.

Edelstahl-Außenwandschornsteine können in

verschiedenen optischen Außengestaltungen

gefertigt werden – z. B. in blankem oder mattem

Edelstahl, aber auch in den unterschiedlichsten

Farbgestaltungen oder in Kupfer. Für

Lösungen im Gebäude können Leichtbausysteme

in Trockenbauweise schnell, ohne

großen Dreck und auf Grund des geringen

Gewichts auf jeder Decke platziert werden.

1996 – im Jahr des 25-jährigen Betriebsjubiläums

– gründet Holger Masche gemeinsam

mit einem Geschäftspartner die AKM GmbH.

Zunächst beginnend mit dem Bau von Specksteinöfen

wurde hier das Programm schon

bald auf alle Varianten von häuslichen Feuerstätten

ausgedehnt.

Qualität zahlt sich aus …

Neben dem Fachhandelsangebot finden wir

heute in fast jedem Baumarktprospekt Holzöfen

in den unterschiedlichsten Ausführungen

und Qualitäten. Für den Laien wird es da

schwierig, die richtige Wahl zu treffen. Damit

es keine bösen Überraschungen gibt, sollte

man sich hier auf den Rat eines Fachmanns

verlassen. Das Team von AKM, bestehend aus

gut ausgebildeten Technikern und Handwerksmeistern,

stellt an den Anfang einer Beratung

erst einmal eine Bedarfsanalyse. Holger Masche,

Betriebswirt, Maurerpolier, Bautechniker und

Gebäudeenergieberater in einer Person hat

auch den umfassenden Blick, um Kosten und

Nutzen in Einklang zu bringen. Kachelöfen,

Pelletöfen, Kaminanlagen, Specksteinöfen

oder Kaminöfen gibt es in verschiedenen

Varianten mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Solche Öfen sollten von einem Kachelofen-

und Luftheizungsbau-Meisterbetrieb

beschafft und gebaut werden, sonst kann die

vermeintlich günstige Anschaffung eines

Ofens fragwürdiger Herkunft in einem Desaster

enden. Oberstes Gebot: die Sicherheit.

Um alle Aspekte des Brandschutzes zu beachten,

ist nun mal Fachwissen gefragt. Fangen

wir beim Ofen selbst an. Woran erkennt man

einen guten Ofen? Zunächst müssen alle

Öfen, die für den europäischen Markt zugelassen

sind, das CE-Gütezeichen tragen. Das

Verhältnis zwischen eingesetzter Energie (also

der Holzmenge) und abgegebener Energie

(also Heizwärme) ausgedrückt in Prozent

bezeichnet man als Wirkungsgrad. Ab einem

Wert von 75 % kann man von einem guten

Ofen sprechen. Besonderes Augenmerk gilt

auch den Türen. Deren Dichtigkeit ist besonders

wichtig, um ein Austreten von Ruß oder

schädlichen Gasen zu verhindern. Hier lohnt

es sich besonders, in Qualität zu investieren.

Viele Baumarktöfen machen in „kaltem“ Zustand

zwar einen ganz passablen Eindruck,

erhitzt sind die Türen jedoch nicht verwindungssicher

und die Dichtigkeit ist dahin.

Da wird das Abonnement zum regelmäßigen

Renovieren gleich mitverkauft.

Die Dimension des Ofens richtet sich nach der

zu beheizenden Fläche und der Zielsetzung.

Als Faustformel gilt: 1 KW Heizleistung heizt

ca. 10 qm eines durchschnittlich gedämmten

Zimmers normaler Raumhöhe.


28

Unternehmensporträt MASCHE Schornsteintechnik GmbH / AKM GmbH

Die Wahl des Standortes sollte wohl überlegt

sein. Durch eine intelligente Verlegung von

Luftkanälen können angrenzende Nebenräume

oder Räume im Obergeschoss mit geheizt

werden. Speicheröfen wiederum halten die

Wärme auch noch viele Stunden nach erfolgtem

Abbrand und geben sie als angenehme

Strahlungswärme langsam an die Umgebung

ab. Noch einen Schritt weiter gehen in den

Heizkreislauf integrierte Öfen. So kann eine

„Kachelofenheizung“ ein Haus ganz oder zumindest

teilweise komplett beheizen. Möglich

wird dies durch einen am Heizeinsatz vorhandenen

Warmwasser-Wärmetauscher, der einen

Großteil der im Ofen produzierten Wärme in

einen sogenannten Pufferspeicher abgibt.

Von dort aus werden die Heizkörper und der

Warmwasserbedarf des Hauses bedient. Eine

Kombination mit einer Solaranlage ist hierbei

möglich und sinnvoll. Auch die Zuluft ist ein

wichtiges Thema. Strömte früher durch

undichte Fenster und Türen ausreichend

Frischluft nach, muss heute bei modernen

Häusern unbedingt eine Möglichkeit der

Sauerstoffzufuhr geschaffen werden. Ohne

ausreichend Sauerstoff kann der Brennstoff

nicht vollständig verbrennen. Damit sinkt

die Wärmeleistung, Ruß und das gefährliche

Kohlenmonoxyd können entstehen.

Bei den Firmen AKM Kamin- und Kachelofenbau

und MASCHE Schornsteintechnik werden

alle genannten und viele weitere Aspekte

rund um das Thema Ofen und Schornstein

aufgegriffen und fachgerecht gelöst. Auf

diesem Gebiet hat sich das Team um Holger

Masche zwischen Hannover und Bielefeld

eine marktführende Stellung erarbeitet. Wir

als Volksbank freuen uns, solch kompetente

und innovative Unternehmen in unserer

Region zu haben.

Holger Masche zum Thema Schwarzarbeit

Ein großes Problem unserer Gesellschaft ist

leider immer noch das Thema Schwarzarbeit.

Dies trifft insbesondere das Handwerk. Ich

denke, ein halbierter Mehrwertsteuersatz auf

echte Handwerksleistungen eingetragener

Handwerksbetriebe wäre ein vernünftiger

Ansatz zur Problemlösung. Diese Maßnahme

würde die schwache Binnenkonjunktur ankurbeln

und auch keine Subvention des

Handwerks darstellen. Wenn dadurch anstelle

von Schwarzarbeit wieder ordentliche Aufträge

entstehen, ist die Gegenfinanzierung

gesichert. Je höher der Mehrwertsteuersatz

und die Sozialabgaben, desto eher blüht nun

mal die Schattenwirtschaft.

Holger Masche über Qualität im Handwerk

Ich freue mich, wenn der Qualitätsgedanke

immer mehr in den Vordergrund tritt. Wir

haben gut ausgebildete Mitarbeiter wie

Handwerksmeister, Bauingenieure, Maurer,

Dachdecker und Ofenbauer und sind damit

in der Lage, für private und gewerbliche Bauherren,

Architekten oder Bauträger ein professioneller

Partner mit einer entsprechenden

Qualitätsleistung zu sein. Wir sind uns auch

unserer sozialen Verantwortung bewusst und

bilden als einziges Unternehmen unserer

Branche in der Region aus. Ebenso arbeiten

wir ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern,

die auch künftig durch regelmäßige Aus- und

Weiterbildung unsere Kunden durch Kompetenz

und Leistung überzeugen.


Holger Masche im Beratungsgespräch

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30

Jahresabschluss

Jahresabschluss

Der vorliegende Geschäftsbericht dient zur

Information unserer Mitglieder, Kunden und

Geschäftsfreunde, ohne dass wir eine

satzungsmäßige Verpflichtung hierzu haben.

Der Genossenschaftsverband Norddeutschland

e.V. hat den lt. gesetzlichen Vorgaben

erstellten Jahresabschluss geprüft und mit

dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

versehen. Der vollständige Jahresabschluss

einschließlich Bestätigungsvermerk wird –

nach Feststellung durch die Vertreterversammlung

– im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung

von gerundeten Beträgen (volle EUR oder

TEUR) die kaufmännischen Rechenregeln

beachtet. Korrespondierende Summen

wurden ungerundet berechnet und danach

das jeweilige Ergebnis gerundet.


Hauptstelle Stadthagen

31


32

Lagebericht

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland hat sich auch im abgeschlossenen

Jahr fortgesetzt. Die Auftriebsfaktoren aus dem In- und Ausland waren stark

genug, um hemmende Einflüsse wie die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn,

die aktuelle Stärke des Euro oder die Unsicherheiten an den internationalen

Finanzmärkten zu verkraften. Das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts

(BIP) betrug im Jahresvergleich 2,5 % und lag damit deutlich über dem

Wachstum des Produktionspotenzials von ca. 1,5 % bzw. dem längerfristigen

Trend.

Der private Konsum, mit einem Anteil von 55 % am realen BIP die wichtigste

Nachfragekomponente, sank 2007 in realer Rechnung um 0,3 %. Im Vorjahr war

er noch um 1 % expandiert. Der private Konsum entwickelt sich im typischen

Konjunkturmuster parallel zum Volkseinkommen – anders als Konsumentenstimmungen

und -erwartungen, welche der wirtschaftlichen Entwicklung vorauseilen.

Insofern wäre angesichts der steigenden Beschäftigung und steigender Nominallöhne

durchaus ein kräftiger Anstieg angelegt gewesen, wenn die Kaufkraft nicht

durch erhebliche Preissteigerungen und die Mehrwertsteueranhebung wieder

aufgezehrt worden wäre. Der private Konsum dämpfte damit das gesamtwirtschaftliche

Wachstum um 0,2 Prozentpunkte. Die Sparquote stieg leicht von

10,5 % auf 10,8 % an.

Die ungebrochene Nachfrage nach deutschen Gütern bescherte dem Export ein

Plus von 8,3 % und war damit kräftiger als bei den Importen (+ 5,7 %). In der Folge

konnte der Außenbeitrag mit 1,4 Prozentpunkten positiv zum Aufschwung beitragen

und erreichte mit einem Plus von 168,1 Mrd. Euro einen neuen Höchststand.

Die Verbraucherpreise haben in den letzten Monaten des Jahres 2007 kräftig

angezogen und seit September die Zwei-Prozent-Marke überschritten. Damit hat

sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2007 um

2,3 % erhöht. Für die Beschleunigung der Preisentwicklung 2007 sind neben der

Erhöhung der Mehrwert- und Versicherungssteuer zu Beginn des Jahres vor allem

die weiter gestiegenen Energiepreise verantwortlich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) führte in der ersten Hälfte des Jahres die in

2005 begonnene geldpolitische Straffung fort. Im März und im Juni hob sie ihren

Leitzins jeweils um 25 Basispunkte auf 4,0 % an und stellte auch für die darauf

folgenden Monate eine weitere Erhöhung des Leitzinses in Aussicht. Die Experten

des Eurosystems rechneten auf mittlere Sicht mit einem günstigen Wirtschaftswachstum

und guten Konjunkturperspektiven. In der zweiten Jahreshälfte änderte

sich die geldpolitische Lage. In den USA spitzte sich die US-Hypothekenkrise zu

und zog auch die europäischen Märkte in Mitleidenschaft. Auf den Finanz-


märkten stieg die Nervosität, die Volatilität der Kurse und Zinsen erhöhte sich

und die Banken fragten erheblich mehr Liquidität nach als sonst üblich. Die EZB

verzichtete vor diesem Hintergrund im September auf eine schon im Juli signalisierte

weitere Zinserhöhung und ließ den Leitzins bis zum Jahresende unverändert.

Stattdessen konzentrierte sie sich auf Maßnahmen zur Stabilisierung der

Zinsen am Geldmarkt.

In den USA beließ das Federal Reserve System (Fed) seinen Leitzins in der ersten

Jahreshälfte zunächst unverändert bei 5,25 %. Mit Zuspitzung der Lage am

US-Hypothekenmarkt stieg in der zweiten Jahreshälfte das Risiko einer Abkühlung

der Konjunktur stärker als zuvor erwartet. Die US-Notenbank reagierte ab

August auf die Zuspitzung der Subprime-Krise mit mehreren Zinssenkungen auf

4,25 % zum Jahresende.

Der Aufwärtstrend des Euro gegenüber dem US-Dollar hielt in 2007 an. Mit 1,49

Dollar erreichte der Kurs des Euro im November den höchsten Stand gegenüber

der US-Währung seit Beginn der europäischen Währungsunion. Zum Jahresende

kostete der Euro 1,47 Dollar, verglichen mit dem Jahresanfang entspricht dies einer

Aufwertung um 12 %.

Der deutsche Aktienmarkt setzte zu Beginn des Jahres seine Aufwärtsrallye fort.

Unter Schwankungen aufgrund der negativen internationalen Schlagzeilen und

der guten Unternehmensgewinne sowie positiver Konjunkturperspektiven stieg

der DAX bis zum Jahresende auf 8.067 Punkte. Dies entspricht einem Zuwachs

zum vorangegangenen Jahresultimo von 22 %.

Die Bilanzsumme der 153 Kreditgenossenschaften im Genossenschaftsverband

Norddeutschland e.V. (GVN), der acht Bundesländer umfasst, nahm um 1,5 % auf

68,2 Mrd. EUR zu. Die Forderungen an Kunden stiegen um 1,2 % auf 37,6 Mrd.

EUR, die Kundeneinlagen verminderten sich um 0,4 % auf 51,0 Mrd. EUR. Das gesamte

bilanzielle Kundenvolumen (Kundeneinlagen und Kundenkredite) beträgt

rund 89 Mrd. EUR. Dazu kommt das außerbilanzielle Kundenvolumen (vermittelte

Kredite, Kundenwertpapiere, Fonds, Guthaben in Bausparverträgen und Lebensversicherungen),

das um 3,6 % auf 47 Mrd. EUR gestiegen ist.

Entwicklungen in unserer Wirtschaftsregion

Die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region ist sehr unterschiedlich verlaufen.

Während Unternehmen, die ihre Waren und Dienstleistungen über die heimische

Region hinaus, europaweit oder auch weltweit vermarkten, zum Teil zweistellige

Zuwachsraten erzielten und stark investiert haben, bekamen das heimische Handwerk

und der Einzelhandel nur wenig von diesem Wachstum ab. Investitionen

wurden nur vereinzelt getätigt.

Im Jahresvergleich sank die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Hameln um 2.534

Frauen und Männer (minus 11,5 %) auf 19.445. Die Arbeitslosenquote, bezogen

auf alle Erwerbspersonen, sank im Jahr 2007 von 10,7 % auf 9,4 %. 745 freie Stellen

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34

Lagebericht

wurden im Dezember 2007 gemeldet. Schwerpunkte der Beschäftigungsentwicklung

lagen weiterhin bei den Leiharbeitsfirmen, im Gesundheits- und Sozialwesen

und im Gastgewerbe. Hervorzuheben sind die Stellenzugänge aus den Bereichen

Metallverarbeitung und Maschinenbau, zeigen sie doch die gute wirtschaftliche

Entwicklung in diesen Industriezweigen.

2. Entwicklung der Volksbank Hameln-Stadthagen eG

Aufgrund der geänderten Geschäftsstrategie haben sich bei gleichbleibender

Bilanzsumme die außerbilanziellen Geschäfte, wie das Kundenwertpapiergeschäft,

das Altersvorsorgegeschäft und der Verkauf von Bausparverträgen und Lebensversicherungen

sehr gut entwickelt. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:

Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Bilanzsumme 1.023.714 1.029.639 1.020.585 1.030.096 1.015.767

Positionen unter dem 52.192 54.426 64.113 46.472 48.159

Bilanzstrich *)

*)

Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen)

und Derivatgeschäfte.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Kundenkredite 522.285 525.111 522.870 525.938 531.780

Konsortialkredite mit der

DZ Bank und WGZ

18.375 10.560 7.688 7.946 7.517

Kundenkredite gesamt 540.660 535.671 530.558 533.884 539.297

Wertpapieranlagen 312.242 378.268 338.019 382.610 355.252

Forderungen an Banken 99.338 20.992 100.234 44.049 68.863

Die Kundenkredite stiegen um rund 5 Mio. EUR, bzw. 0,93 % auf 540,7 Mio. EUR.

Zusätzlich wurden Kredite in Höhe von 29,4 Mio. EUR (Hypothekenkredite und

e@syCredit) an Verbundinstitute vermittelt.

Die Anlage der freien Liquidität erfolgte entsprechend unserer Anlagestrategie

in festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfondsanteilen sowie täglich verfügbarer

Liquidität oder Festgeld bei Banken. Stichtagsbedingte Schwankungen

haben sich dabei nicht auf die Sicherstellung der ständigen Zahlungsbereitschaft

ausgewirkt.


Passivgeschäft Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Bankrefinanzierungen 179.327 170.058 156.909 156.267 138.937

Spareinlagen 377.355 404.524 410.213 424.868 434.140

täglich fällige Einlagen 223.697 215.406 216.507 189.285 147.534

Einlagen mit vereinbarter

Laufzeit oder Kündigungsfrist

124.175 119.527 127.266 150.569 186.358

eigene Inhaberschuldverschreibungen/verbriefteVerbindlichkeiten

20.943 21.927 18.778 20.261 24.522

Kundeneinlagen (Bilanz) 746.170 761.384 772.764 784.983 792.554

außerbilanzielle Kunden- 525.967 468.174 442.400 425.538 395.692

einlagen *)

Kundeneinlagen gesamt 1.272.137 1.229.558 1.215.164 1.210.521 1.188.246

*) Zu den außerbilanziellen Kundeneinlagen gehören die Kundenwertpapierdepots, die Bausparguthaben,

die Anlagen bei der Union Investment und die Guthaben in R+V Lebensversicherungen.

Zum Jahresende stiegen die Bankrefinanzierungen stichtagsbedingt leicht an.

Die bilanziellen Kundengelder sanken um 2,0 % oder 15,2 Mio. EUR auf 746,2 Mio.

EUR. Demgegenüber stiegen die außerbilanziellen Kundengelder im vermittelten

Einlagengeschäft stark um 57,8 Mio. EUR oder 12,3 % auf 526,0 Mio. EUR. Insgesamt

stiegen die Kundeneinlagen um rund 42,6 Mio. EUR bzw. 3,5 % auf

1.272 Mio. EUR.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Erträge aus Wertpapierdienstleistungs-

und

Depotgeschäften

2.063 2.014 2.090 1.826 1.797

Vermittlungserträge 4.174 3.557 3.413 3.374 3.530

Erträge aus Zahlungsverkehr 4.049 3.870 3.968 3.916 3.829

In den Vermittlungserträgen sowie den Erträgen aus Wertpapierdienstleistungs- und

Depotgeschäften spiegelt sich die Qualität unserer Beratung im Wertpapiergeschäft

wider. Die Erträge in diesem Bereich konnten weiter gesteigert werden und zeigen

die Vertriebsstärke unserer Volksbank.

Investitionen

Größere Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen haben wir in unserer

Hauptstelle in Stadthagen sowie in unserer Geschäftsstelle Mertensplatz in Hameln

vorgenommen. Weitere Investitionen erfolgten im üblichen Rahmen im Bereich der

Geschäftsausstattung.

35


36

Lagebericht

Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende beschäftigte die Volksbank Hameln-Stadthagen eG 164 Vollzeitund

43 Teilzeitmitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 26 Auszubildende. Die

Anzahl der Auszubildenden entspricht auf Vollzeitkräfte umgerechnet einer

Ausbildungsquote von 13,5 %. 8 Mitarbeiterinnen befanden sich in Mutterschutz

und Elternzeit.

Um auch weiterhin eine bedarfsgerechte und kompetente Beratung und Betreuung

unserer Mitglieder und Kunden zu gewährleisten, messen wir der gezielten

Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter große Bedeutung

bei. Hierfür wurden im Jahr 2007 insgesamt 712 Seminartage aufgewandt.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihr Engagement, ihre

Leistungsbereitschaft und ihre Flexibilität. Diese Stärken unseres Mitarbeiterteams

sind auch zukünftig Garant für Service und Beratungskompetenz zum Wohle

unserer Kunden.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen

Entwicklung der Volksbank Hameln-Stadthagen eG

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken wird vor dem Hintergrund

wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft immer wichtiger.

Wir verstehen dies daher als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen

Stabsbereiche berichten direkt dem Vorstand.

Mit unseren Grundsätzen der Gesamtbanksteuerung wurden unternehmenspolitische

Ziele und Strategien der Bank formuliert. Die Inhalte der strategischen

Planung werden im Rahmen der operativen Planung in Maßnahmen umgesetzt.

Grundlage der Messung und Steuerung der Risikolage der Bank ist die Ermittlung

des Risikotragfähigkeitspotenzials und die Bestimmung von Risikobudgets

für das Adressenausfallrisiko sowie das Marktpreisrisiko für Liquiditätsanlagen.

Zur Handhabung des Kreditrisikomanagements wurde eine Leitlinie aufgestellt,

die auch risikopolitische Grundsätze zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes

beinhaltet. Zins-, Währungs- und Kursrisiken werden durch ein Controlling- und

Managementsystem überwacht, das den von der Bankenaufsicht vorgegebenen

Anforderungen voll entspricht.

Im Rahmen der festgelegten periodisierten Berichterstattung wird der Vorstand

regelmäßig über die Risikolage der Bank unterrichtet. Die Marktpreisrisiken bewegen

sich im Rahmen der geschäftspolitischen Zielsetzung und der bankindividuellen

Tragfähigkeit.


1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation

unserer Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung

entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Kunden in allen Fragen

der Finanzierung und Vermögensanlage sicherstellt.

Die Entwicklung unserer Bank planen und steuern wir mit Hilfe von Kennzahlen

und Limitsystemen. Die Ausgestaltung unserer Limitsysteme ist an der Risikotragfähigkeit

unseres Hauses ausgerichtet. Durch Funktionstrennungen in den

Arbeitsabläufen und die Tätigkeit der Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit

der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung

sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund

einer wachsenden Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher

Bedeutung.

Risikomanagementziele und -methoden

Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue

Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen)

bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken. Die Kontrolle und das

Management der Risiken sind für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz

ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren,

zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen sowie negative Abweichungen

von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden.

Die für das Risikocontrolling zuständigen Stabsbereiche berichten direkt

dem Vorstand. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Kontrollen

die vorhandenen Abläufe.

Zur Steuerung und Bewertung der Risiken nutzen wir EDV-gestützte Systeme

(ZinsManagement, Ziabris, RisCaServ und CreditMetrics); diese finden auch

Berücksichtigung bei der Chancenbewertung. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen

sind Verlustobergrenzen für unterschiedliche

Risikoarten definiert, an denen wir u. a. unsere geschäftspolitischen Maßnahmen

ausrichten. Die Risikotragfähigkeit ermitteln wir auf Basis der bilanziellen

Eigenkapitalbestandteile und stiller Reserven.

Unser Haus unterscheidet zwischen Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken

(Zinsänderungs-, Währungs-, sonstige Preisrisiken), Liquiditäts- und operationellen

Risiken.

Adressenausfallrisiken

Für das Kreditgeschäft haben wir unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit

sowie der Einschätzung der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken

eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes festgelegt.

37


38

Lagebericht

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert auf Einstufungen

aller Kreditnehmer in Risikogruppen nach bankinternen Beurteilungskriterien.

Das aggregierte Ergebnis wird nach Volumen und Blankoanteilen ausgewertet

und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Die Einstufungen werden

regelmäßig überprüft. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft

über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und

Sicherheiten. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes bestehen

interne Limite.

Den Adressenausfallrisiken in unseren Wertpapieranlagen begegnen wir dadurch,

dass wir grundsätzlich keine Papiere mit einem Rating schlechter als A+ nach

Standard & Poor’s in den Bestand nehmen.

Bonitätsrisiken werden monatlich anhand historischer Bonitätsverschlechterungs-

und Ausfallwahrscheinlichkeiten gemessen und bewertet.

Marktpreisrisiken

Zur Überwachung der Auswirkungen der allgemeinen Zins-, Währungs- und

Kursrisiken auf unsere Wertpapiere haben wir ein Controlling- und Managementsystem

eingesetzt, das den von der Bankenaufsicht vorgegebenen

Anforderungen voll entspricht.

Zur Quantifizierung der Risiken bewerten wir unsere Wertpapierbestände

täglich unter Zugrundelegung tagesaktueller Zinssätze und Kurse. Darüber

hinaus analysieren wir täglich die potenziellen Verlustrisiken aus möglichen

künftigen Zins- und Kursänderungen.

Wir haben sichergestellt, dass Eigenhandelsgeschäfte nur im Rahmen klar definierter

Kompetenzregelungen getätigt werden. Art, Umfang und Risikopotenzial

dieser Geschäfte haben wir durch ein bankinternes Limitsystem und Kontrahentenlimite

begrenzt.

Die Zinsänderungsrisiken/-chancen messen wir regelmäßig mit Hilfe einer dynamischen

Zinselastizitätsbilanz. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden

die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis

ermittelt. Nach abgestuften Entwicklungsszenarien haben wir für die

möglichen Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, deren Überschreiten

die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst.

Für die ungedeckten Währungsbestände, die täglich bewertet werden, führen

wir entsprechende Bestands- und Verlustlimite. Für die Devisenkassageschäfte

mit unseren Kunden bestehen jeweils entsprechende Gegengeschäfte mit der

Zentralbank.


Liquiditätsrisiken/Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Das Liquiditätsrisiko wird durch den aufsichtsrechtlichen Grundsatz II begrenzt

und gesteuert. Daneben ist die Finanzplanung unseres Hauses streng darauf

ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen

pünktlich nachkommen zu können. Bei unseren Geldanlagen bei Korrespondenzbanken

bzw. in Wertpapieren tragen wir entsprechend neben Ertragsauch

Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen

Finanzverbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten,

um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können.

Operationelle Risiken

Neben den Adressenausfall- und Marktpreisrisiken hat sich unsere Bank auch auf

operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge,

Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken)

eingestellt. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt

dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu

begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit

mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV-Bereich oder im Bereich

der Rechtsberatung). Für den Ausfall technischer Einrichtungen und unvorhergesehener

Personalausfälle besteht eine Notfallplanung. Versicherbare Gefahrenpotenziale,

z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge

in banküblichem Umfang abgeschirmt.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität

gemäß § 10 KWG haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Eigenmittel, Solvabilität Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Eigenkapital laut Bilanz *)

81.793 80.424 75.677 72.107 68.501

Haftendes Eigenkapital 100.949 89.701 90.008 85.716 82.080

Eigenmittel 100.949 89.701 90.008 85.716 82.080

Solvabilitätskennziffer **)

15,0 % 13,8 % 13,7 % 13,1 % 14,3 %

*)

Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

**)

Gesamtkennziffer gemäß Grundsatz I

39


40

Lagebericht

Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen

des Kreditwesengesetzes aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung

wurde von uns im Geschäftsjahr 2007 stets eingehalten. Wir verfügen

damit über eine angemessene Eigenkapitalausstattung, die auch als

Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen dient. Der Grundsatz I, der

die Höhe der gewichteten Risikoaktiva im Verhältnis zum haftenden Eigenkapital

ausdrückt, liegt mit einem Koeffizienten von 15,0 % deutlich über der geforderten

Norm von 8,0 % und bietet ausreichend Spielraum für das geplante Geschäftswachstum

der nächsten Jahre. Im Ergänzungskapital wurde von der Möglichkeit,

Neubewertungsreserven im Wertpapierbestand oder in Immobilien einzubeziehen,

kein Gebrauch gemacht.

Kundenforderungen

Die Struktur und der räumliche Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichen

uns eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die Kundenforderungen machen wie im Vorjahr rund 51,0 % der

gesamten Bilanzsumme aus. Zu der Struktur des Kreditgeschäftes ist der hohe

Anteil langfristiger Ausleihungen hervorzuheben. 56,1 % (Vorjahr 55,0 %) des

Kundenkreditvolumens sind an Unternehmen und wirtschaftlich selbständige

Personen gegeben.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2007 wieder mit

besonderer Vorsicht bewertet. Die für akute und latente Risiken gebildeten Einzel-

und Pauschalwertberichtigungen sowie die vorhandenen Vorsorgereserven

wurden von der entsprechenden Aktivposition abgesetzt. Akute Risiken im Kreditgeschäft

sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgesichert. Die

durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen

Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des Kreditwesengesetzes

wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Wertpapieranlagen

Die eigenen Wertpapieranlagen dienen ausschließlich der Anlage liquider Mittel.

Von dem Gesamtvolumen von 312,5 Mio. EUR sind 299,9 Mio. EUR in festverzinslichen

Wertpapieren und der Rest von 12,6 Mio. EUR in Genussscheinen

und Anteilen an Investmentfonds angelegt. Zum 31.12.2007 beträgt der Anteil

der Wertpapieranlagen am Geschäftsvolumen 30,5 % (Vorjahr 36,7 %). Die Handelsgeschäfte

waren von untergeordneter Bedeutung. Alle Wertpapiere wurden

zu den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert angesetzt.


Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Liquiditätsreserve 310.529 378.268 338.019 382.610 355.252

Handelsbestand 1.713 0 0 0 0

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Die Aktiv- und Passivstrukturen haben sich nicht wesentlich verändert. Für die Beurteilung

der Lage der Genossenschaft ergeben sich aus der Bilanzstruktur keine

Risiken für die künftige Entwicklung.

Derivatgeschäfte

Zum Jahresende bestanden zwei Zinsswaps als Microhedge für eigene Inhaberschuldverschreibungen

über insgesamt 10 Mio. EUR sowie Kreditderivate von

2,1 Mio. EUR zur Absicherung von Kundenforderungen.

Zinsänderungsrisiko

Nach den zum 31.12.2007 festgestellten Zinsänderungsrisiken wird die Ergebnisentwicklung

nur im Falle ungewöhnlich hoher Marktzinsveränderungen

beeinträchtigt werden.

Währungsrisiko

Die bestehenden Währungsrisiken sind von geringer Bedeutung.

Sonstige Risiken

Sonstige Risiken sind nach unserer Einschätzung durch die künftige Entwicklung

nicht zu erkennen.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der

Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds

und dem Garantieverbund besteht.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquidität wurden jederzeit eingehalten.

Die Liquiditätskennzahl des Grundsatz II lag mit 1,7 über der Mindestgröße

von 1,0. Auch künftig wird die Zahlungsfähigkeit gegeben sein.

41


42

Lagebericht

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den

letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2006 2005 2004 2003

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Zinsüberschuss 1)

22.036 24.285 25.647 25.482 25.098

Provisionsüberschuss 2)

10.093 9.333 9.370 9.127 9.173

Handelsergebnis 33 11 15 12 27

Verwaltungsaufwendungen 21.914 24.362 22.556 23.130 22.368

a) Personalaufwendungen 12.469 15.748 13.744 13.310 13.578

b) andere Verwaltungsaufwendungen

9.446 8.615 8.813 9.820 8.790

Betriebsergebnis

vor Bewertung

11.180 11.712 11.781 11.276 11.215

Bewertungsergebnis 3)

-4.625 -8.787 -4.193 -2.903 -2.393

Ergebnis der normalen

Geschäftstätigkeit

3.868 5.982 7.299 7.838 7.966

Steueraufwand 1.607 454 3.363 3.902 4.021

Jahresüberschuss 2.260 5.528 4.299 3.935 3.945

1)

GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2)

GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3)

Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Rückgang des Zinsüberschusses resultiert aus einem anhaltenden Druck auf

die Zinsmarge durch eine teilweise inverse Zinsstrukturkurve. Der Provisionsüberschuss

konnte um erfreuliche 8,14 % auf 10,1 Mio. Euro gesteigert werden und

damit einen Teil des sinkenden Zinsüberschusses ausgleichen.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken um fast 2,5 Mio. Euro auf 21,9 Mio. Euro

trotz des darin enthaltenen Erhaltungsaufwandes im Rahmen des Umbaus

unserer Hauptstelle in Stadthagen.

Die Cost-Income-Ratio lag bei 66,9 % (Vorjahr 66,1 %), d. h. mit 66,9 Eurocent

erwirtschaften wir 1 Euro. Dies ist deutlich besser als der Durchschnitt mit einer

Cost-Income-Ratio von 72,0 % der Banken im Gebiet des Genossenschaftsverbandes

Norddeutschland e.V. (GVN).

Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag nach Herausrechnung aller Sonderfaktoren

(zum Beispiel Umbau der Hauptstelle Stadthagen) lt. unserem Prüfungsverband,

dem Genossenschaftsverband Norddeutschland e.V. (GVN), bei 1,11 %

des durchschnittlichen Geschäftsvolumens und damit 0,10 % höher als der

Durchschnitt der 153 Volks- und Raiffeisenbanken im GVN mit 1,01 %.


Weiterhin wurde das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit durch die Verlustübernahme

für die Immobilien-Service Am Markt GmbH mit 640 TEUR belastet.

Zum überwiegenden Teil resultiert der Verlust aus einer Neubewertung von

Grundstücken in den Neubaugebieten Lüdersfeld; Stadthagen, Sandkuhle sowie

Neuenknick, Bockmühle.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung

geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und

latenten Risiken in den Kundenforderungen sind angemessen; für erhöht latente

Risiken im Kreditgeschäft besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial in Form

versteuerter Wertberichtigungen.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen

Erfordernissen. Die Ertragslage des Berichtsjahres war zufriedenstellend.

Aufgrund unserer soliden und risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten

Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich

die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren

und für unser Haus tragbaren Rahmen.

Ertragschancen sehen wir für unsere Bank auf der Grundlage unserer Eckwertplanung

insbesondere in dem Ausbau unseres Dienstleistungsgeschäftes und

den damit verbundenen Erträgen. Weiterhin wird unser aktives Kostenmanagement

die Verwaltungskosten weiter reduzieren.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des

Geschäftsjahres

Vorgänge von Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht

ereignet.

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Für das Geschäftsjahr 2008 erwarten wir gesamtwirtschaftlich eine weiter moderate

Konjunkturentwicklung, die neben den Exporten auch von einer höheren

Binnennachfrage getragen wird, einhergehend mit einer leichten Entspannung

auf dem Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund gehen wir für unser Geschäftsgebiet

von einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung aus.

Nach unserer Unternehmensplanung rechnen wir auf dieser Grundlage für das

laufende und darauf folgende Geschäftsjahr mit einem leichten Wachstum im

bilanziellen Aktiv- und Passivgeschäft. Für das außerbilanzielle Geschäft sehen

unsere Planungen weiterhin eine Marktanteilausweitung vor. Der Steuerung

und Überwachung der Kreditausfallrisiken kommt unverändert eine besondere

Bedeutung zu.

43


44

Lagebericht

Ausgehend von einer angemessenen Vermögenslage erwarten wir auch für die

Zukunft eine weitere Stärkung unserer Eigenkapitalbasis. Negative Auswirkungen

aus Kredit- oder Marktpreisrisiken auf unsere Vermögenslage erwarten wir nicht.

Aufgrund einer unverändert sorgfältigen Finanzplanung sowie der Einbindung

unserer Bank in den genossenschaftlichen Finanzverbund gehen wir auch zukünftig

von einer geordneten Finanzlage aus.

Die Risiken der künftigen Entwicklung bewegen sich nach unserer Einschätzung

wie dargestellt in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen,

sodass wir davon ausgehen, dass hieraus keine wesentlichen Beeinträchtigungen

zu erwarten sind. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auch für die nächsten

beiden Geschäftsjahre eine geordnete Vermögens- und Finanzlage sowie eine

zufriedenstellende Ertragslage.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den

Jahresüberschuss von 2.260.322,47 EUR unter Einbeziehung eines

Gewinnvortrages von 2.300,56 EUR (Bilanzgewinn von 2.262.623,03 EUR)

wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 6,00 %

Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen

887.393,64 EUR

a) Gesetzliche Rücklagen 300.000,00 EUR

b) Andere Ergebnisrücklagen 1.070.000,00 EUR

Vortrag auf neue Rechnung 5.229,39 EUR

Hameln, 14. März 2008

Volksbank Hameln-Stadthagen eG

Der Vorstand:

Heinz-Walter Wiedbrauck Michael Joop Klaus Meyer

2.262.623,03 EUR


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung

obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und

fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen

über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über

besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem

engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2007 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband

Norddeutschland e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der

Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des

Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der

Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses – unter Einbeziehung des Gewinnvortrages

– entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten

Jahresabschluss zum 31.12.2007 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung

des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Hans-Harm Damke, Herr Günther

Niemeyer, Herr Heinz Stelzer und Herr Dr. Hans-Detlev von Stietencron aus dem

Aufsichtsrat aus. Herr Heinz Stelzer steht aus Altersgründen für eine Wiederwahl nicht

zur Verfügung. Die Wiederwahl der übrigen ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates

ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete

Arbeit aus.

Hameln, 14. März 2008

Der Aufsichtsrat Vorsitzender

Bericht des Aufsichtsrates

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46

1. Jahresbilanz zum 31.12.2007

Aktivseite Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 6.262.015,17 6.256

b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 29.911.678,70 46.927

darunter: bei der Deutschen Bundesbank 29.911.678,70 (46.927)

c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 36.173.693,87 0

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung

bei Zentralnotenbanken zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen

sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen

0,00 0

darunter: bei der Deutschen Bundesbank

refinanzierbar

0,00 (0)

b) Wechsel 0,00 0,00 0

darunter: bei der Deutschen Bundesbank

refinanzierbar

3. Forderungen an Kreditinstitute

0,00 (0)

a) täglich fällig 9.563.079,37 12.468

b) andere Forderungen 89.774.785,38 99.337.864,75 8.523

4. Forderungen an Kunden 522.285.080,06 525.111

darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 106.425.242,12 (122.635)

durch Schiffshypotheken gesichert 231.537,32 (232)

Kommunalkredite 8.883.409,67 (9.232)

5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche

Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)

ab) von anderen Emittenten 82.528.513,02 82.528.513,02 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

51.392.745,90 (0)

ba) von öffentlichen Emittenten 17.915.383,00 47.157

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 17.915.383,00 (47.157)

bb) von anderen Emittenten 199.159.992,57 217.075.375,57 306.732

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 196.455.537,59 (305.880)

c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 299.603.888,59 0

Nennbetrag 0,00 (0)

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei

Genossenschaften

12.638.267,74 24.379

a) Beteiligungen 22.695.253,87 22.695

darunter: an Kreditinstituten 295.808,00 (296)

an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 894.024,52 23.589.278,39 887

darunter: bei Kreditgenossenschaften 287.150,00 (287)

bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 346.000,00 346

darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)

an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

9. Treuhandvermögen 1.207.359,58 1.297

darunter: Treuhandkredite 1.207.359,58 (1.297)

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich

Schuldverschreibungen aus deren Umtausch

0,00 0

11. Immaterielle Anlagewerte 31.518,00 30

12. Sachanlagen 16.676.048,16 15.410

13. Sonstige Vermögensgegenstände 11.058.215,37 10.713

14. Rechnungsabgrenzungsposten 766.516,12 708

Summe der Aktiva 1.023.713.730,63 1.029.639


Passivseite Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 5.452,53 10.003

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist

179.321.560,83 179.327.013,36 160.055

aa) von drei Monaten 227.185.032,91 271.412

ab) von mehr als drei Monaten

b) andere Verbindlichkeiten

150.170.445,09 377.355.478,00 133.112

ba) täglich fällig 223.697.083,80 215.406

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

124.174.551,67 347.871.635,47 725.227.113,47 119.527

a) begebene Schuldverschreibungen 18.802.263,19 21.927

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 2.140.642,64 20.942.905,83 0

darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)

eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)

4. Treuhandverbindlichkeiten 1.207.359,58 1.297

darunter: Treuhandkredite 1.207.359,58 (1.297)

5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.094.112,44 1.626

6. Rechnungsabgrenzungsposten

7. Rückstellungen

738.509,59 709

a) Rückstellungen für Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen

9.647.738,00 9.645

b) Steuerrückstellungen 0,00 346

c) andere Rückstellungen 2.736.251,24 12.383.989,24 4.150

8. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0

10. Genussrechtskapital 0,00 0

darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.800.000,00 1.800

12. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital 14.920.104,09 14.928

b) Kapitalrücklage

c) Ergebnisrücklagen

0,00 0

ca) gesetzliche Rücklage 20.100.000,00 20.100

cb) andere Ergebnisrücklagen 42.710.000,00 62.810.000,00 41.260

d) Bilanzgewinn 2.262.623,03 79.992.727,12 2.336

Summe der Passiva 1.023.713.730,63 1.029.639

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen

abgerechneten Wechseln

0,00 0

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und

Gewährleistungsverträgen

15.880.530,68 12.778

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für

fremde Verbindlichkeiten

2. Andere Verpflichtungen

0,00 15.880.530,68 0

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten

Pensionsgeschäften

0,00 0

b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 24.118.197,22 24.118.197,22 31.418

darunter: Lieferverpflichtungen aus

zinsbezogenen Termingeschäften

0,00 (0)

47


48

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2007 bis 31.12.2007

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 32.887.326,46 31.130

b) festverzinslichen Wertp. u. Schuldbuchforderungen 12.579.930,49 45.467.256,95 12.969

2. Zinsaufwendungen

3. Laufende Erträge aus

24.360.987,87 21.106.269,08 21.238

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen

Wertpapieren

384.426,00 865

b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften

495.207,28 372

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 50.000,00 929.633,28 93

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-

oder Teilgewinnabführungsverträgen

0,00 0

5. Provisionserträge 10.640.969,72 9.818

6. Provisionsaufwendungen 548.014,99 10.092.954,73 485

7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 32.667,15 11

8. Sonstige betriebliche Erträge 1.078.312,21 9.582

9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten

mit Rücklageanteil

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

0,00 0

aa) Löhne und Gehälter 9.746.092,59 10.327

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung

2.722.463,10 12.468.555,69 5.420

darunter: für Altersversorgung 1.004.691,15 (3.651)

b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.445.614,88 21.914.170,57 8.615

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

2.082.810,13 2.030

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 109.886,02 1.926

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie

Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

4.625.096,07 13.797

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und

bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung

von Rückstellungen im Kreditgeschäft

0,00 - 4.625.096,07 0

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,

Anteile an verbundenen Unternehmen

und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

0,00 0

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,

Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie

Anlagevermögen behandelten Wertpapieren

0,00 0,00 5.011

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 640.158,72 31

18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.867.714,94 5.982

20. Außerordentliche Erträge 0,00 0

21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0

22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.699.377,76 366

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten

12 ausgewiesen

- 91.985,29 1.607.392,47 88

25. Jahresüberschuss 2.260.322,47 5.528

26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.300,56 8

27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen

2.262.623,03 5.536

a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0

b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0

28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen

2.262.623,03 5.536

a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 600

b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 2.600

29. Bilanzgewinn 2.262.623,03 2.336


Anhang

A. Allgemeine Angaben

In der Gliederung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine

Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden

folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anhang

Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die

Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der

Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag

in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen wurde.

Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig,

aufgelöst. Die den Forderungen an Kunden anhaftenden Bonitätsrisiken haben

wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen

in ausreichendem Umfang abgedeckt. Die Ermittlung der

unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage der

Verlustmethode des Schreibens des BMF vom 10. Januar 1994.

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien

und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere haben wir nach dem strengen

Niederstwertprinzip bewertet. Da die Wertpapiere im Girosammeldepot

verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung

nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 als strukturierte Produkte bezeichneten

Vermögensgegenstände werden, soweit sie lediglich ein Zinsänderungs- und

Emittentenrisiko enthalten, als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert

und bewertet. Soweit eine Verzinsung von Anleiheanteilen nicht mehr erfolgt,

wurden diese mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente wurden als Sicherungsgeschäft für zwei

bilanzwirksame Geschäfte eingesetzt. Diese Zinsswaps wurden als Micro-Hedge

zu eigenen Inhaberschuldverschreibungen abgeschlossen.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem

niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und,

soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen

Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden

Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden.

49


50

Anhang

Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll

abgeschrieben.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist durch eine Änderung des

Körperschaftsteuergesetzes im Jahr 2006 die Aktivierung des Körperschaftsteuerguthabens

erforderlich geworden. Da eine ratenweise Auszahlung

dieses Anspruchs innerhalb der kommenden elf Jahre erfolgt, wurde er mit

4,413 % (Vorjahr 3,913 %) abgezinst.

Unterschiedsbeträge zwischen dem Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit

und dem niedrigeren Ausgabebetrag haben wir in den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten

eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die

Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag.

Die abgezinsten Verbindlichkeiten wurden mit dem Zeitwert ausgewiesen.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge

sowie sonstige über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch

Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Für laufende Pensionen und Pensionsanwartschaften wurden nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen Rückstellungen gebildet. Zur Ermittlung des versicherungsmathematischen

Teilwertes wurden die Generationstafeln von 2005

nach Professor Heubeck verwendet. Im Hinblick auf die langfristig betrachtet

rückläufige Entwicklung des Zinsniveaus wurde ein Zinssatz von 3,5 % der Berechnung

zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener

Höhe gebildet.

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder

ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden in EURO umgerechnet.

Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten sowie am Bilanzstichtag

nicht abgewickelte Kassageschäfte haben wir gemäß § 340h Abs. 1 HGB mit

dem Kassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die sich aus der Umrechnung ergebenden Aufwendungen wurden grundsätzlich

in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Erträge aus der Umrechnung

von Devisen und Sorten wurden aus Vereinfachungsgründen auch dann

vereinnahmt, wenn die Anforderungen gemäß § 340 h Abs. 2 HGB an eine Deckung

nicht vorlagen.


C. Entwicklung des Anlagevermögens 2007

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Zugänge (a) Umbuchungen (a) Abschrei- Buchwerte Abschrei-

Herstellungs- Zuschreibung (b) Abgänge (b) bungen am Bilanz- bungen Gekosten

(kumuliert) stichtag schäftsjahr

des Geschäftsjahres

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

Immaterielle Anlagewerte 146.064 24.247 (a) 0 (a) 138.478 31.518 23.096

0 (b) 315 (b)

Sachanlagen:

a) Grundstücke und 20.669.538 2.363.906 (a) 0 (a) 9.086.245 13.296.467 1.120.293

Gebäude 0 (b) 650.732 (b)

b) Betriebs- und 11.141.361 1.623.968 (a) 0 (a) 7.536.106 3.379.581 939.421

Geschäftsausstattung 0 (b) 1.849.642 (b)

a 31.956.963 4.012.121 (a) 0 (a) 16.760.829 16.707.566 2.082.810

0 (b) 2.500.689 (b)

Buchwert Veränderungen (saldiert) Buchwerte

am Bilanzstichtag

EUR EUR EUR

Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften

23.582.248 7.030 23.589.278

Anteile an verbundenen Unternehmen

346.000 0 346.000

b 23.928.248 7.030 23.935.278

Summe a und b 55.885.211 40.642.844

D. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 43.378.298 EUR Forderungen an die

zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

51


52

Anhang

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate mehr als 3 Mo- mehr als ein Jahr mehr als

nate bis ein Jahr bis 5 Jahre 5 Jahre

EUR EUR EUR EUR

Andere Forderungen an

Kreditinstitute (A 3b)

(ohne Bausparguthaben)

61.000.000 20.000.000 2.500.000 5.000.000

Forderungen an Kunden (A 4) 29.151.520 48.605.702 152.890.644 261.412.644

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht

nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind 29.904.924 EUR Forderungen mit

unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen

Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden

Geschäftsjahr 170.904.550 EUR fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an

verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an

verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen

Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR

Forderungen an

Kreditinstitute (A 3)

0 0 1.029.299 621.779

Forderungen an Kunden (A 4) 2.517.806 3.068.089 1.000.452 0

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:

börsennotiert nicht börsen- nicht mit dem

notiert Niederstwert

bewertete

börsenfähige

Wertpapiere

EUR EUR EUR EUR

Schuldverschreibungen und

andere festverzinsliche Wertpapiere

(A 5)

299.603.889 270.013.666 29.590.222 0

Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere (A 6)

10.817.839 8.308.384 2.509.455 0

Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften (A 7)

21.239.632 0 21.239.632


Name und Sitz Anteil am Gesell- Eigenkapital Ergebnis des letzten vorlie-

schaftskapital der Gesellschaft genden Jahresabschlusses

% Jahr TEUR Jahr TEUR

a) Bonus Card Hameln GmbH, 25,0 2007 40 2006/2007 -5

Hameln

b) Immobilien-Service 100,0 2007 205 2007 0

Am Markt GmbH, Stadthagen

c) VIS Volksbank Immobilien 100,0 2007 26 2007 50

Service GmbH, Hameln

Wir besitzen an folgenden Unternehmen Kapitalanteile in Höhe von

mindestens 20 %:

Mit den unter Buchstaben b) und c) genannten Unternehmen besteht ein

Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, da aufgrund

untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

(§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Aufgrund

des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages hat die Bank zu b) einen Betrag

von 640.158,72 EUR übernommen.

In den Bilanzposten „Treuhandvermögen“ und „Treuhandverbindlichkeiten“ sind

ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung

halten.

Im Aktivposten „Sachanlagen“ sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen

eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von 13.249.141 EUR und Betriebs- und

Geschäftsausstattungen in Höhe von 3.379.581 EUR enthalten.

In dem Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“ ist folgender wesentlicher

Einzelbetrag enthalten:

31.12.2007

EUR

abgezinste Ford. Finanzamt aus § 37 Abs. 2 S. 2 KStG 6.748.645

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen

dem Ausgabebetrag und dem höheren Rückzahlungsbetrag von Verbindlichkeiten

in Höhe von 670.793 EUR (Vorjahr 523.788 EUR) enthalten.

In den folgenden Posten bzw. Unterposten sind bzw. waren Vermögensgegenstände,

für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

(siehe Tabelle nächste Seite)

53


54

Anhang

Posten/Unterposten Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR

3 b) 0 715.809

6) 233.492 233.492

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert

von 596.979 EUR enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 78.493.909 EUR

Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen

Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten

auf:

bis 3 Monate mehr als 3 Mo- mehr als ein Jahr mehr als

nate bis ein Jahr bis 5 Jahre 5 Jahre

EUR EUR EUR EUR

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten mit vereinbarter

Laufzeit oder Kündigungsfrist

(P 1b)

108.878.745 3.389.066 23.334.171 43.561.246

Spareinlagen mit vereinbarter

Kündigungsfrist von mehr

als drei Monaten (P 2ab)

31.418.826 58.236.804 60.088.060 384.823

Andere Verbindlichkeiten

gegenüber Kunden mit

vereinbarter Laufzeit oder

Kündigungsfrist (P 2bb)

83.021.479 25.945.368 13.856.830 708.072

Andere verbriefte

Verbindlichkeiten (P 3b)

0 0 0 2.125.000

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht

nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag

folgenden Jahr 2.500.000 EUR fällig.

Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“ sind folgende wesentliche

Einzelbeträge enthalten:

(siehe Tabelle nächste Seite)


31.12.2007

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der

Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag

von 693.304 EUR (Vorjahr 604.128 EUR) enthalten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten,

die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder

Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen

Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR

Verbindlichkeiten

gegenüber Kunden (P 2)

267.682 222.373 4.452.643 4.567.654

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 3.521.985 EUR

enthalten.

Die unter Passivposten 12a „Gezeichnetes Kapital“ ausgewiesenen Geschäftsguthaben

gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben

a) der verbleibenden Mitglieder 14.582.822 EUR

b) der ausscheidenden Mitglieder 334.582 EUR

c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 2.700 EUR

Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile bestehen nicht.

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen

EUR EUR

Stand 01.01.2007

Einstellungen aus

20.100.000 41.260.000

· Bilanzgewinn des Vorjahres 0 1.450.000

Stand 31.12.2007 20.100.000 42.710.000

EUR

Abführung Finanzamt Zinsabschlagsteuer 1.106.036

55


56

Anhang

In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten

Derivatgeschäfte zusammengefasst. Die Bewertung der Zinsswaps

erfolgte anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der

Marktbewertungsmethode.

Die Bewertung der Kreditderivate erfolgte auf den Datenbestand des letzten

Poolreports unter Berücksichtigung des Zeitwertes zum 31.12.2007 sowie den

in der Wertaufhellungsphase bis zum 08.01.2008 aktualisierten Ratings.

Volumen im Derivategeschäft (Angaben in TEUR)

Nominalbeträge beizulegender Zeitwert negativ (-)

Zinsbezogene Geschäfte 10.000 -100

Währungsbezogene Geschäfte 68 0

Kreditderivate 2.125 -7

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung

von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit

übertragenen Vermögenswerte

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 156.410.844

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

EUR

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung

und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen,

Versicherungen und Wertpapieranlagen, nehmen in der Ertragsrechnung

einen festen Bestandteil ein. Sie konnten gegenüber dem Vorjahr erneut

erhöht werden und machen 1,0 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge

in Höhe von 364.817 EUR und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von

107.667 EUR enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der

gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.


F. Sonstige Angaben

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 23.930 EUR.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten

483.130 EUR.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß

§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen

zum 31.12.2007 Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.028.640 EUR.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen

für Mitglieder des Vorstands 319.297 EUR, für Mitglieder des Aufsichtsrats

2.380.153 EUR.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für

die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von

Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes

der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund)

in Höhe von 1.828.408 EUR.

Die Zahl der 2007 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte

Prokuristen 9 0

Sonstige kaufmännische

Mitarbeiter

164 42

173 42

Außerdem wurden durchschnittlich 28 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen EUR

Anfang 2007 41.247 103.852 15.577.800

Zugang 2007 1.169 2.738 410.700

Abgang 2007 1.147 3.002 450.300

Ende 2007 41.269 103.588 15.538.200

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder

haben sich im Geschäftsjahr vermindert um 37.742 EUR

57


58

Anhang

Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr

vermindert um 39.600 EUR

Höhe des Geschäftsanteils 150 EUR

Höhe der Haftsumme 150 EUR

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband Norddeutschland e.V.

Hannoversche Straße 149, 30627 Hannover

Vor- und Zuname Ausgeübter Beruf Bemerkung

Mitglieder des Vorstands: Heinz-Walter Wiedbrauck Bankleiter Vorsitzender

Michael Joop Bankleiter

Klaus Meyer Bankleiter

Vor- und Zuname Ausgeübter Beruf Bemerkung

Mitglieder des Aufsichtsrats: Otto Baukmeier Dipl.-Ingenieur Vorsitzender

Heinz Stelzer Kfz-Meister stellv. Vorsitzender

Günter Baumeister Steuerberater

Bernd Brase Landmaschinenmeister

Hans-Harm Damke Kaufmann

Johannes Dieckmann Kaufmann (bis 22.05.2007)

Fritz-Peter Klocke Dipl.-Ingenieur (seit 22.05.2007)

Wolfgang Maasch Juwelier

Wilfried Mensching Landwirt

Günther Niemeyer Dipl.-Volkswirt

Dr. Hans-Detlev von Stietencron leitender Angestellter

Monika Stork-Meier Kauffrau

Jörg Strüver Rechtsanwalt u. Notar

Hameln, 14. März 2008

Volksbank Hameln-Stadthagen eG

Der Vorstand:

Heinz-Walter Wiedbrauck Michael Joop Klaus Meyer


Inhalt: Volksbank Hameln-Stadthagen eG,

Osterstraße 44, 31785 Hameln

Konzeption: die Querdenker c/o SUSA-VERLAG GmbH, Hameln

Volksbank Hameln-Stadthagen eG – Zentrale Dienste

Photographie: Photostudios Blesius, Hameln,

Regine Rabanus Fotodesign, Hannover (Seiten 12 bis 17)

Gestaltung: die Querdenker c/o SUSA-VERLAG GmbH, Hameln

Druck: Albert Matzow GmbH, Hameln

59


Volksbank

Hameln-Stadthagen eG

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