Programm als PDF - Zermatt Festival 2012

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Programm als PDF - Zermatt Festival 2012

Chamber Music & Academy with

Ensembles and Soloists of the Berliner Philharmoniker

3–19 September 2010

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Welcome

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Willkommen beim Zermatt Festival

Es ist ein Privileg, Ihnen die sechste Ausgabe des Zermatt

Festivals präsentieren zu dürfen. Einmal mehr sind erstklassige

Künstler zu Gast – allen voran das Scharoun Ensemble Berlin,

das uns seit Beginn des Festivals seine Treue erweist.

Das Programm lässt wunderschöne Meisterwerke des

Repertoires erklingen: Mendelssohns «Italienische

Symphonie», Mozarts «Krönungsmesse», Schuberts

«Tragische Symphonie» und das weltliche Oratorium «Le vin herbé» des Schweizer

Komponisten Frank Martin sind nur ein paar Beispiele. Um Sie mit aussergewöhnlichen

Interpretationen zu bescheren, setzen wir wie üblich auf das Talent junger Musiker aus

aller Welt, die an der Chamber Music Academy teilnehmen. Zwei Wochen lang werden

sie mit den Mitgliedern des Scharoun Ensembles Berlin studieren und konzertieren –

ganz im Zeichen der beidseitigen Begeisterung.

Diverse Werke von Heinz Holliger stechen hier besonders hervor: In drei Konzerten wird

der Schweizer Komponist, Dirigent und Oboist den Künstlern wie auch dem Publikum

seine Leidenschaft für Musik höchstpersönlich bezeugen. Auch auf den Zauber des

Klavierspiels dürfen Sie sich freuen. Mit Joseph Moog wird einer der herausragendsten

Pianisten der jungen Generation in Zermatt auftreten. Sein Rezital widmet er der

Sonatenform in all ihrer Vielfalt. Von der traumhaft gelegenen Riffelalp-Kapelle aus

begibt sich Michel Dalberto seinerseits auf die Spuren von Liszt, Debussy und Schumann.

Zudem hat sich das Programm dieses Jahr um eine neue Veranstaltungsreihe

bereichert. Im Vorfeld einiger Konzerte werden Ihnen Musikwissenschaftler und Musiker

spannende Hintergründe in einem entspannten Rahmen präsentieren, um Ihr Gehör für

die feinsten Tonsprachen zu öffnen. Massgeschneiderte Kinderkonzerte des Scharoun

Ensemble Berlin werden wiederum das junge Publikum beglücken. Ausserdem werden

die Klangwelten den Zuhörern von der Schule für Gestaltung Wallis im Rahmen der

«Discovery»-Workshops näher gebracht.

Last but not least – zur feierlichen Eröffnung begrüsst das Zermatt Festival das

kammerorchesterbasel. Solistin ist die Sängerin Vesselina Kasarova aus Bulgarien, die

mit Opernarien von Händel einen besonders glanzvollen Auftakt verspricht.

Giovanna Panese

Leitung


It is a privilege to present to you the sixth Zermatt Festival. Once again we have many

first-class artists as our guests – in particular the Scharoun Ensemble Berlin who have

been with us every year since the festival began.

Our programme includes many wonderful masterpieces: Mendelssohn's “Italian

Symphony”, Mozart's “Coronation Mass”, Schubert's “Tragic Symphony” and the

secular oratorio “Le vin herbé” by the Swiss composer Frank Martin are just some

examples.

As usual, the talents of young musicians from all over the world, the

students of the Chamber Music Academy, will guarantee performances of the highest

order. With enthusiasm on both sides, the students study, rehearse and perform with

members of the Scharoun Ensemble for a period of two weeks.

A selection of works by Heinz Holliger stand out in particular: in three concerts, the

Swiss composer, conductor and oboist will demonstrate in person his passion for

music to the artists as well as the audience.

There is also some spectacular piano playing to look forward to: Joseph Moog is one of

the most outstanding pianists of the younger generation. In his recital, he will devote

himself to the sonata in all its diversity. And in the idyllically situated Riffelalp-Kapelle,

Michel Dalberto will perform works by Liszt, Debussy und Schumann.

In addition, this year's programme includes a new series of events. Musicologists and

musicians will give some pre-concert talks explaining the fascinating background to

the works, increasing both your appreciation and enjoyment of the performances.

Younger audiences will particularly enjoy the special children's concerts by the

Scharoun Ensemble Berlin. In the “Discovery”-Workshops, the Valais School of Arts will

allow them to visually explore the world of music.

Last but not least – for the gala opening, the Zermatt Festival welcomes the Basel

Chamber Orchestra, with Bulgarian singer Vesselina Kasarova as soloist. With arias by

Handel, this promises to be a particularly glittering start to the Festival.

Giovanna Panese

Festival Director

Welcome

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Welcome

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Haut lieu

Das Zermatt Festival beginnt mit dieser sechsten Ausgabe

einen neuen Abschnitt seines jungen Lebens. Einerseits wird

es die frühreifen Talente unter Beweis stellen, die es bislang

vermuten liess. Fortan träumt es aber auch davon, andere

Gipfel zu stürmen. So verbindet das diesjährige Programm

grosse Rezitale, grosse Solisten und Meisterwerke.

Das Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker erweist

uns die Ehre und die Freundschaft, seiner Akademie wiederum fast zwei Wochen zu

widmen und mit dem Zermatt Festival Orchestra Konzerte zu geben. Damit aber

nicht genug: Der zauberhafte Ort zieht immer mehr bedeutende Künstler an, die den

hervorragenden Ruf des Festivals nicht besser stärken könnten.

All dies verdankt das Festival zweifelsohne an erster Stelle seinen Gönnern und

Sponsoren. Die Hotelpartner, die sich seit Jahrzehnten für die Entwicklung von Zermatt

einsetzen, beweisen auch heute, was ihnen Gastfreundschaft bedeutet. Das Festival

wünscht sich, ihnen eine immer grössere Kundschaft zu vermitteln!

Die Credit Suisse hat aus unserem Festival einen bevorzugten Kulturtreffpunkt gemacht.

Und Zermatt Tourismus hat es verstanden, dem Ferienort einen wirklich universellen

Hauch zu verleihen. Dieser erreicht nun zum Ausklang seiner Sommersaison seinen

absoluten Höhepunkt.

Auch all unseren anderen Partnern – insbesondere den Walliser und Zermatter Behörden

– möchten wir für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen danken. Wir freuen uns, dass

sie sich einer Veranstaltung verbunden fühlen, die von Liebhabern dieser Region ins

Leben gerufen wurde. Möge sie der gesamten Gemeinschaft zu Gute kommen und dem

Publikum von nah und fern ein Fest der Sinne bescheren: In den Kirchen und Kapellen

sorgen stimmungsvolle Konzerte für erlesene, gar einzigartige Momente. Pablo Casals

hatte es in den 1950er und 1960er Jahren erkannt: Ein so erhabener Ort wie Zermatt

muss auch eine Hochburg der Kultur sein.

Olivier Verrey

Stiftungsratspräsident


In its sixth year, the Zermatt Festival has already entered its teen age years:

if it confirms the precocious talents which it has shown sofar, the Festival now dreams

of conquering new summits as illustrated by this year's programme, combining great

recitals, great soloists and masterpieces.

The Scharoun Ensemble of the Berliner Philharmoniker continues to grace the Festival

with its friendly presence, dedicating almost two weeks to the Academy and to

concerts as an ensemble or as pillars of the Zermatt Festival Orchestra: the magical

venue of Zermatt is attracting even more major artists, who strengthen the reputation

of excellence of the Festival.

Unquestionably, the Festival has first and foremost its patrons and sponsors to thank

for all this. The hotel partners, who have done so much for the development of Zermatt

over so many years, have taken this opportunity to demonstrate what true hospitality

means: the Festival hopes to be able to bring them more and more guests!

Credit Suisse has made our Festival a true meeting place and Zermatt Tourismus well

realized the exceptional contribution of the Festival to Zermatt becoming a pervasive

resort : the summer season now ends up in apotheosis!

We would also like to thank all our other partners – in particular the Valais and Zermatt

authorities – for their support and their confidence. We are pleased that they feel

connected to an event, brought to life by people who have a special affinity to the

region, for the benefit of the whole community and the spiritual elevation of audiences

seduced by the rare character of concerts given in the intimist settings of the churches

and the chapels. Pablo Casals, chanter of classical music in Zermatt in the 1950s and

60s, was himself convinced that the sublime Zermatt could not be but a cultural

haut lieu.

Olivier Verrey

Foundation President

Welcome

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Einmalige Erlebnisse

Zermatt und das Matterhorn sind für unzählige Menschen

weltweit ein Traumreiseziel. Der Faszination des Mattertals

und seiner majestätischen Bergwelt vermag sich kaum jemand

zu entziehen. Umso erfreulicher ist es, dass man in Zermatt

auch zu einmaligen, kulturellen Erlebnissen kommt.

Das Zermatt Festival, das in diesem Jahr zum sechsten

Mal stattfindet, hat bereits eine treue Fangemeinde und

überzeugt miteinem ausgezeichneten Programm. Neben den Konzerten sind

insbesondere die Meisterkurse für junge Musikerinnen und Musiker sowie die

Initiativen des Festivals im Bereich der Musik- und Kunstvermittlung verdienstvoll.

Die Credit Suisse ist stolz, Presenting Sponsor des Zermatt Festivals zu sein

und freut sich, die vielen Aktivitäten mitzuermöglichen. Allen Festival-

besucherinnen und -besuchern wünscht die Credit Suisse draussen in der Natur und

natürlich auch drinnen im Konzertsaal inspirierende Stunden an einem der schönsten

Orte der Welt.

For a great many, Zermatt and the Matterhorn are a dream destination. The fascination

of the Matter valley and its majestic Alpine backdrop is nearly impossible to resist. The

unique cultural events that are staged at this venue only add to its appeal.

The Zermatt Festival, entering its sixth season, has already won over a loyal fan following

and earned acclaim for its excellent programme. In addition to the concerts, the Festival

merits particular attention for the masterclasses on offer to young musicians and for

its initiatives to promote music and art.

Credit Suisse is proud to be the presenting sponsor of the Zermatt Festival and to help

make the various activities possible. Credit Suisse wishes all Festival guests many hours

of inspiration indoors and out at one of the most beautiful places on the planet.

Jean-Luc Rochat

Credit Suisse

Leiter der Region Romandie

Head of French-speaking Switzerland

Welcome

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*genuss pur.

Wir wünschen Ihnen

ein erstklassiges Hörvergnügen

beim Zermatt Festival.

www.zermatt.ch

member of: best of the alps


Herzlich Willkommen

Ich heisse Sie herzlich im Matterhorndorf willkommen – schön,

dass wir Ihre Gastgeber sein dürfen. Die wohl eindrücklichste

Bergkulisse paart sich mit den schönsten Klängen aus der

klassischen Musik – Weltstars spielen vor dem majestätischen

Matterhorn auf. Was für eine glorreiche Idee, diese zwei für

unsere Seelen wohltuenden Ereignisse zu vereinen.

Die Kraft des Matterhorns wirkt schon seit Jahrhunderten

inspirierend auf Dichter, Maler und Musiker. Aber besonders

Alpinisten hat es in seinen Bann gezogen: seit seiner Erstbesteigung versuchen sich

jedes Jahr Tausende am Berg der Berge. Dramatisch spektakulär wird es, wenn Sie mit

modernen Bergbahnen die Welt aus Fels, Schnee und Eis erkunden können. Pionierwerke

wie die Gornergratbahn bieten Ihnen grandiose Aussichten auf die von Wind und Wetter

charaktervoll dargestellten Bergriesen.

Und dann lauschen Sie den sanften Tönen der weltbesten Musiker – welch ein Erlebnis!

Ich wünsche Ihnen wunderschöne Erlebnisse am Zermatt Festival: profitieren sie von

den Gegensätzen und Gemeinsamkeiten von einmaliger Natur und Musik.

Welcome to Zermatt, the village at the foot of the Matterhorn – we are more than

delighted to have you as our guests. The possibly most impressive mountain scenery

paired with the most beautiful Classical music: world stars playing before the majestic

Matterhorn. It was a fantastic idea to combine two things that soothe the soul.

The power of the Matterhorn has inspired poets, painters and musicians for centuries,

but it has cast a spell over alpinists in particular: since the first ascent, thousands

have made their attempt on the mountain of mountains every year. It can be just as

dramatically spectacular to explore the world of mountains, snow and ice with modern

mountain railways – offering spectacular views of these mountain giants in all their

natural glory.

And then to be able to listen to the gentle sounds of the world's best musicians – what

an experience! I hope you have a wonderful time at the Zermatt Festival: make the most

of both the similarities and contrasts of music and a unique landscape.

Daniel Luggen

Kurdirektor

Zermatt Tourism Director

Welcome

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Programme

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Freitag, 3. September 2010 – 18.30 Uhr

Grand Hotel Zermatterhof | Eintritt frei Free entry

KOnZERTEInFühRUnG VOn PRE-COnCERT TALK By

AnSELM GERhARD

Die Opern Alcina und Ariodante von Georg Friedrich Händel stammen beide aus dem

Jahr 1735. Auch von Il pastor fido (Der treue Hirte) liegt eine späte Fassung von 1734

vor. Ursprünglich ist diese Opera seria aber eines der ersten Werke, die Händel in seiner

Wahlheimat London schrieb: 1712 liess sich der gebürtige Sachse dort nieder, nachdem

er vorübergehend drei Jahre in Italien gelebt hatte.

Der Weltbürger beherrschte sechs Sprachen und nahm überdies die Traditionen

verschiedener Länder in seine Kompositionen auf. Von den Opern im italienischen Stil

waren das englische Publikum und der königliche Hof über Jahre hinweg begeistert. Bei

der Gründung mehrerer Opernakademien spielte Händel eine Hauptrolle. Trotz seines

beachtlichen Einsatzes liess die Faszination aber allmählich nach, sodass er sich in den

späten 1730er Jahren anderen Gattungen wie dem Oratorio widmete.

George Friedrich Handel's operas Alcina and Ariodante both date back to 1735. There

also exists a late version of Il pastor fido (the faithful shepherd) from 1734, but this opera

seria is originally one of the first works Handel wrote in his adopted home, London. Born

in Saxony, he settled in London in 1712 following three years in Italy.

This citizen of the world did not just command six languages, but also adopted the

musical traditions of different countries in his compositions. English audiences and the

royal court were enthralled by Italian opera for many years, and Handel played a major

role in the founding of several opera academies. Despite his considerable involvement,

the fascination for Italian opera gradually waned and by the late 1730s, Handel had

turned to other genres, such as oratorio.


Freitag, 3. September 2010 – 19.30 Uhr

St. Mauritius-Pfarrkirche Zermatt | CHF 110 / 60 / 30

KAMMERORChESTERBASEL

JULIA SChRöDER Konzertmeisterin und Leitung

VESSELInA KASAROVA Mezzosopran

Georg Friedrich haendel (1685 – 1759)

Concerto Grosso op. 3 Nr. 2 in B-Dur

Vivace

Largo

Allegro

Moderato

Allegro

Alcina HWV 34

«Mi lusinga il dolce affetto» –

Ruggiero, Akt II / Szene 3 / Nr. 20

Aria – Andante larghetto

Il pastor fido HWV 8c

«Ballo di pastori e pastorelle» –

Ende Akt II

Ballo

Musette

Menuet I

Menuet II

«Sento brillar nel sen» –

Mirtillo, Akt I / Szene 4 / Nr. 3b

Aria – Presto

***

Concerto grosso op. 3 Nr. 4 in F-Dur

Andante – Allegro

Andante

Allegro

Minuetto alternativo: Allegro

Ariodante HWV 33

«E vivo ancora ?» – Ariodante, Akt II /

Szene 3

Rezitativ

«Scherza, infida, in grembo al drudo» –

Ariodante, Akt II / Szene 3 / Nr. 23

Aria

Balletsuite

«Dopo notte, atra e funesta» –

Ariodante, Akt III / Szene 8 / Nr. 47

Aria – Andante

Programme

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Programme

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Samstag, 4. September 2010 – 18.30 Uhr

Grand Hotel Zermatterhof | Eintritt frei Free entry

KOnZERTEInFühRUnG VOn PRE-COnCERT TALK By

AnSELM GERhARD

Das vom späten 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert gespannte Klavierrezital

spiegelt eine erstaunliche Entwicklung der Spieltechnik wider. Während sich Joseph

Haydn der klassischen Sonatenform in drei Sätzen und dem Wechselspiel zwischen

parallelen moll- und Dur-Tonarten widmete, wagte Frederic Chopin einen neuen

Ansatz. Die vier Sätze seiner Sonate Nr. 2 sind alle in moll, drücken aber verschiedenste

Gefühle aus – im Scherzo ist es kühne Leidenschaft, in der berühmten Marche funèbre

tiefe Trauer. Mit Chopins Musik verwandt sind die Nocturnes von Gabriel Fauré, der seine

Werke mit einer ganz eigenen Sinnlichkeit anhauchte. Auch der polnisch-amerikanische

Komponist und Pianist Leopold Godowsky stand Chopin sehr nahe, was insbesondere

seine 53 Studien nach Chopin-Etüden belegen. Alexander Skrjabin komponierte seine

zwölf Sonaten in freier Form. Die geheimnisvolle Weisse Messe zählte er gerne zu seinen

Lieblingswerken.

This piano recital with works which range from the late 18th century to the early 20th

century, reflects an astonishing development in playing technique. While Joseph Haydn

dedicated himself to the classical three movement sonata form, and the interplay of

relative major and minor keys, Frederic Chopin dared to try a new approach. The four

movements of his Sonate No. 2 are all in minor keys yet succeed in expressing very

different emotions: in the Scherzo, it is bold passion; in the famous Marche funèbre,

deepest mourning. The Nocturnes of Gabriel Fauré are related to the works of Chopin,

with Fauré giving his works a sensuousness of their own. The Polish-American composer

and pianist Leopold Godowsky is also close to Chopin, as can be heard particularly in his

53 Studies on Chopin's Etudes. Alexander Scriabin composed his sonatas in free form.

He regarded his mystical White Mass as one of his favourite works.


Samstag, 4. September 2010 – 19.30 Uhr

St. Mauritius-Pfarrkirche Zermatt | CHF 110 / 60 / 30

JOSEPh MOOG Klavier

Joseph haydn (1732 – 1809)

Sonate in h-moll Hob. XVI:32

Gabriel Fauré (1845 – 1924)

Nocturne Nr. 6 in Des-Dur op. 63

Leopold Godowsky (1870 – 1938)

Aus den «Studien nach Chopin-Etüden»

Nr. 12 in Ges-Dur

Nr. 17 in cis-moll

Nr. 33 in e-moll

Nr. 48 in F-Dur

Alexander Skrjabin (1871 – 1915)

Sonate Nr. 7 op. 64 «Weisse Messe»

Frederic Chopin (1810 – 1849)

Sonate Nr. 2 in b-moll op. 35

Grave; Doppio movimento

Scherzo

Marche funèbre: Lento

Finale: Presto

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Programme

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Während seiner Weimarer Jahre war Franz Liszt besonders produktiv: Viele

seiner Klavierwerke schrieb er zwischen 1843 und 1861, so die Sonata

in h-moll, fünfzehn Ungarische Rhapsodien, die endgültigen Fassungen

der Klavierkonzerte und den zehnteiligen Zyklus Harmonies poétiques et

religieuses. Auch die zwölf Etudes d'exécution transcendante schloss er

in dieser Zeit ab. Während die totale Verzweiflung der zehnten Etüde in der

folgenden durch friedliche Abendklänge ausgeglichen wird, setzt sich zuletzt

im Schneetreiben eine schwermütige, mit Tremolo-Figuren ausgemalte

Stimmung durch. Auch der Zyklus Carnaval (1835) von Robert Schumann

ist Inbegriff von höchster Klavierkunst. Er besteht aus 22 teils stürmischen, teils

äusserst lyrischen Miniaturen. Die von Claude Debussy komponierten Images

erschienen 1905 und 1907 in zwei Heften. Sie lassen die Musik abwechselnd

träumerisch, zärtlich, prachtvoll, feierlich und spielerisch erklingen.

For Franz Liszt, his years in Weimar were particularly productive: Many of his piano

works were composed between 1843 and 1861, such as the Sonata in B minor, fifteen

Hungarian Rhapsodies, the final version of his piano concerto and the ten-part cycle

Harmonies poétiques et religieuses. The twelve Transcendental Etudes were also

completed at this time. While the total desperation of the tenth Etude is balanced out

in the following Etude with the peaceful Harmonies du Soir, ultimately an atmosphere

of melancholy, drawn in tremolo figures asserts itself in Chasse-Neige. Robert

Schumann's cycle Carnaval (1835) is also the embodiment of piano writing at its best.

It consists of 22 partly stormy, partly extremely lyrical miniatures. Claude Debussy's

Images were published in two sets, in 1905 and 1907, with music that is in turn

dream-like, tender, magnificent, solemn and playful.


Sonntag, 5. September 2010 – 11.00 Uhr

Riffelalp Kapelle Zermatt | CHF 80

MIChEL DALBERTO Klavier

Franz Liszt (1811-1886)

«Bénédiction de Dieu dans la solitude» aus dem Zyklus

«Harmonies poétiques et religieuses»

Franz Liszt

«Etudes d'exécution transcendante»

Nr. 10 in f-moll

Nr. 11 in Des-Dur «Harmonies du soir»

Nr. 12 in b-moll «Chasse-neige»

Claude Debussy (1862-1918)

Aus dem Zyklus «Images»

«Et la lune descend sur le temple qui fut» –

«Cloches à travers les feuilles» aus dem 2. Heft

«Hommage à Rameau» –

«Reflets dans l'eau» aus dem 1. Heft

Robert Schumann (1810-1856)

«Carnaval» op. 9

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Programme

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Freitag, 10. September 2010 – 18.30 Uhr

Grand Hotel Zermatterhof | Eintritt frei Free entry

KOnZERTEInFühRUnG VOn PRE-COnCERT TALK By

CLAIRE BRAWAnD

Das Siegfried-Idyll (1870) ist ein Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk des 57jährigen

Richard Wagner für seine frisch angetraute junge Frau Cosima, der Tochter

Franz Liszts. Mit Anspielungen auf persönliche Erinnerungen sowie auf die Oper

Siegfried spiegelt es die Ruhe, die in seinem Leben eingetreten war, wider. Überwiegend

tragisch hingegen ist der programmatische Hintergrund des weltlichen Oratoriums

Der Zaubertrank, dem der Roman «Tristan und Isolde» des französischen Romanisten

und Mediävisten Joseph Bédier als Vorlage dient. Zur Entstehung seines 1942 in

Zürich uraufgeführten Werkes schrieb Martin: «Bédiers Sprache unterstützte mich,

wie es wohl keine andere Prosa hätte tun können, und er trug mich durch seinen

ausserordentlichen Sinn für Rhythmus, Verhältnisse und den psychologisch richtigen

Gang der Handlung. Ich konnte ihn, so wie er war, in Musik setzen, was unzweideutig

seine Vollkommenheit beweist.» Im Epilog kommt nach den Beglückungen und

Ängsten der Leidenschaft die Hoffnung zum Ausruck, dass der Tod Frieden bringen

möge.

The Siegfried-Idyll (1870) was a Christmas and birthday present from the 57-year-old

Richard Wagner to his new bride Cosima, the daughter of Franz Liszt. With allusions

to personal memories as well as the opera Siegfried, it reflects the relieving peace

that had finally entered his life. The programmatic background to the secular oratorio

Le Vin herbé, based on the novel “Tristan et Iseut” by Joseph Bédier, the French

medievalist and scholar of Romance languages, is on the other hand overwhelmingly

tragic. Premiered in Zurich in 1942, Martin wrote about the work's origins, “Bédier's

language supported me, more than any other text could, and it carried me through

its extraordinary sense of rhythm, its relationships and the psychologically correct

tenor of the plot development. I was able to set it to music exactly as it was, which

unequivocally demonstrates its perfection.” In the epilogue, after all the delights and

fears of passion, the hope is expressed that peace may be achieved in death.


Freitag, 10. September 2010 – 19.30 Uhr

St. Mauritius-Pfarrkirche Zermatt | CHF 110 / 60 / 30

SChAROUn EnSEMBLE BERLIn

MARCUS CREED Leitung

ChRISTInA LAnDShAMER Sopran

TIMOThy ROBInSOn Tenor

VOCALCOnSORT BERLIn

Richard Wagner (1813-1883)

«Siegfried-Idyll» in E-Dur WWV 103

Ruhig bewegt

***

Frank Martin (1890 – 1974)

«Le vin herbé» – «Der Zaubertrank»

nach drei Kapiteln des «Roman de Tristan et Iseut» (Joseph Bédier)

Erster Teil: Der Liebestrank

Zweiter Teil: Der Wald von Morois

Dritter Teil: Der Tod

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Samstag, 11. September 2010 – 18.30 Uhr

Grand Hotel Zermatterhof | Eintritt frei Free entry

KOnZERTEInFühRUnG VOn PRE-COnCERT TALK By

CLAIRE BRAWAnD

Ob die Sinfonia Concertante für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott wirklich von Mozart

ist, steht noch immer in den Sternen. Wolfgang Amadeus soll sie 1778 während eines

Aufenthaltes in Paris komponiert haben. Allerdings scheint dem Veranstalter vor

dem geplanten Konzert das Manuskript verloren gegangen zu sein. Erst ein knappes

Jahrhundert später tauchte eine Abschrift des Werkes auf, an dessen Echtheit man

seit jeher Zweifel hat. Für die gleichen Solo-Instrumente in doppelter Besetzung

schrieb Mozart 1782 die Nacht Musique-Serenade in c-moll. Sie entstand anlässlich

der Gründung einer kaiserlichen Harmonie am Wiener Hof von Joseph II. Bereits

einige Jahre zuvor hatte Mozart seine C-Dur-Messe fertiggestellt. Dessen Beiname

Krönungsmesse stammt allerdings aus dem späteren 19. Jahrhundert. Aus heutiger

Sicht erscheint am wahrscheinlichsten, dass er auf die Verwendung der Messe bei den

Krönungsfeierlichkeiten von Leopold II (1790) oder Franz II (1792) zurückgeht.

The answer to whether the Sinfonia Concertante for oboe, clarinet, horn and bassoon

is really by Mozart can only be found in the stars. Wolfgang Amadeus is said to have

composed it during a stay in Paris in 1778. However the organizer appears to have lost

the manuscript before the planned concert. A copy of the work turned up almost a

century later, but there have always been doubts regarding its authenticity. In 1782

Mozart composed the “Nacht Musik” Serenade in C minor for the same instrumentation,

but with the soloists doubled. It was composed on the occasion of the founding of a

royal wind band at the Viennese court of Joseph II. Mozart had already completed his

C major Mass a few years before. The name by which it is now known, the Coronation

Mass comes from the late 19th century and most probably refers to the use of the Mass

at the coronation celebrations for Leopold II (1790) or Franz II (1792).


Samstag, 11. September 2010 – 19.30 Uhr

St. Mauritius-Pfarrkirche Zermatt | CHF 110 / 60 / 30

SChAROUn EnSEMBLE BERLIn

MARCUS CREED Leitung

ChRISTInA LAnDShAMER Sopran

ULRIKE BARTSCh, Alto

TIMOThy ROBInSOn Tenor

CLEMEnS hEIDRICh, Bass

VOCALCOnSORT BERLIn

OBERWALLISER VOKALEnSEMBLE

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Serenade Nr. 12 in c-moll KV 388

Allegro

Andante

Menuetto in canone – Trio

Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonia Concertante in Es-Dur KV 297b

Allegro

Andante

Andantino con variazioni

***

Wolfgang Amadeus Mozart

Messe in C-Dur KV 317

«Krönungsmesse»

Kyrie: Andante maestoso – Più andante

Gloria: Allegretto con spirito

Credo: Allegro molto – Adagio – Tempo I

Sanctus: Andante maestoso –

Allegro assai

Benedictus: Allegretto – Allegro assai

Agnus Dei: Andante sostenuto –

Allegro con spirito

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Programme

KOnZERTEInFühRUnG VOn PRE-COnCERT TALK By

ROMAn BROTBECK *

Heinz Holliger hat die Sonate für Oboe während seines Studiums beim ungarischen

Komponisten Sándor Veress geschrieben. «Sie spiegelt die grosse Liebe, die ich für

die Musik meines Lehrers empfinde, wider», erklärt er zu den vier Sätzen – einem

symmetrischen Preludium, einem eckigen Capriccio, einer dramatischen Aria und

einem von bulgarischen Rhythmen geprägten Moto perpetuo. Während die Lieder ohne

Worte von Klavier und Violine vorgetragen werden, sind die Nachtstücke «Elis» über

Gedichte von Georg Trakl «ganz aus den spezifischen Eigenarten des Klavierklangs

heraus entstanden».

Zu Zeiten Mozarts war Friedrich Ramm ein begnadeter Oboist. Das Quartett in F-Dur

wurde 1781 für ihn als Paradestück massgeschneidert. Zwischen zwei beschwingten

Ecksätzen gestaltet Mozart das Adagio als ein elegisches, wehmütiges Intermezzo. Das

durchaus aufheiternde Divertimento in D-Dur widmete er seiner Schwester Nannerl zu

deren 25. Geburtstag.

Heinz Holliger wrote his Sonata for Oboe while he was studying with the Hungarian

composer Sándor Veress. “It reflects the great love I feel for the music of my teacher,”

is how he explains the four movements – a symmetrical Prelude, an angular Capriccio,

a dramatic aria and a Moto perpetuo influenced by Bulgarian rhythms. While the Songs

without words are performed by piano and violin, the night pieces “Elis” based on

poems by Georg Trakl “arise totally from the specific sound world of the piano.”

Friedrich Ramm was an exceptionally gifted oboist in Mozart's time and the Quartet

in F major was written especially as a showpiece for him. Between the lively first and

final movement, Mozart makes the Adagio an elegiac melancholy intermezzo. He

dedicated the totally exhilarating Divertimento in D major to his sister Nannerl for her

25th birthday.

* Konzert direkt im Anschluss an die Einführung. Eintritt nur mit Konzertkarte.

Concert follows directly after the Introduction. Entry only with concert ticket.

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Sonntag, 12. September 2009 – 11.00 Uhr

Riffelalp Kapelle Zermatt | CHF 80

SChAROUn EnSEMBLE BERLIn

JOnAThAn KELLy Oboe

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Oboenquartett in F-Dur KV 370

Allegro

Adagio

Rondeau. Allegro

heinz holliger (*1939)

«Lieder ohne Worte» (1982/83)

Vier Stücke für Violine und Klavier

***

heinz holliger

Sonate für Oboe solo (1956/57)

Preludium (moderato, poco rubato)

Capriccio (Allegro marcato)

heinz holliger

Drei Nachtstücke für Klavier «Elis»

(1961/66)

I. «Elis, wenn die Amsel im

Schwarzen Walde ruft,

Dieses ist dein Untergang.»

(aus «An den Knaben Elis»)

II. «Blaue Tauben

Trinken nachts den eisigen

Schweiß

Der von Elis' kristalliner Stirne

Rinnt.»

(aus «Elis II»)

III. «Ein goldener Kahn

Schaukelt, Elis, dein Herz am

Einsamen Himmel.»

(aus «Elis I»)

Wolfgang Amadeus Mozart

Divertimento in D-Dur KV 251

«Nannerl-Septett»

Allegro molto

Menuetto – Trio

Andantino

Menuetto. Tempo con variazioni

Rondeau. Allegro assai

Marcia alla francese

Programme

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Programme

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1781 entstand die Bläserserenade in Es-Dur (wie auch die in c-moll im folgenden Jahr)

im Zuge der Einrichtung der «kaiserlich-königlichen Harmoniemusik» durch Kaiser

Joseph II. Wolfgang Amadeus Mozart hatte sich bereits in seinen Salzburger Jahren mit

Blasmusik auseinandergesetzt und nahm nun in Wien solche Aufträge dankend an.

Zu dem ursprünglichen Sextett kamen die zwei Oboen-Stimmen erst hinzu, als der

Kaiser sein Ensemble aus Stolz erweitern liess. Mozarts Vorliebe für dieses Instrument

führte ihn bereits 1777 dazu, ein Oboenkonzert zu schreiben. Die Arbeit beglückte

den Komponisten wie auch den Widmungsträger Friedrich Ramm: «Ich habe ihm ein

Präsent mit dem Hautbois Concert gemacht», schrieb er im November an seinen Vater,

«Der Mensch ist närrisch vor Freude!»

Über die Entstehungsgeschichte der «Tragischen» Symphonie von Franz Schubert ist

wenig bekannt. Wie manch andere seiner Werke wurde sie erst posthum uraufgeführt,

nämlich am 19. November 1849. Johannes Brahms war es, der im Jahr 1884 den

Erstdruck der frühen Symphonien Schuberts veranlasste.

The Serenade in E-flat major dating from 1781 (and the one in C minor the year after)

followed the establishment of the “Imperial and Royal Wind Band” by Emperor Joseph

II. Wolfgang Amadeus Mozart had already tackled music for woodwind during his years

in Salzburg and he was more than happy to accept such commissions now that he was

in Vienna. Two oboes were later added to the original sextet when the Emperor proudly

expanded his ensemble. Mozart's fondness for the instrument leads him to write a

concerto for it in 1777. The work pleased both the composer as well as Friedrich Ramm,

the dedicatee: “I made him a present of the oboe concerto,” he wrote to his father in

November, “The man is mad with joy!”

Little is known about the genesis of Franz Schubert's “Tragic” Symphony. Like some of

his other works, it was premiered posthumously, on the 19th of November 1849. It was

Johannes Brahms who brought about the publication of the first edition of Schubert's

early symphonies in 1884.


Freitag, 17. September 2010 – 19.30 Uhr

St. Mauritius-Pfarrkirche Zermatt | CHF 110 / 60 / 30

SChAROUn EnSEMBLE BERLIn

ZERMATT FESTIVAL ORChESTRA

hEInZ hOLLIGER Composer in Residence, Oboe, Leitung

JOnAThAn KELLy Oboe

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Serenade Nr. 11 in Es-Dur KV 375

Allegro maestoso

Menuetto I – Trio

Adagio

Menuetto II – Trio

Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart

Oboenkonzert in C-Dur KV 314 (285d)

Allegro aperto

Andante ma non troppo

Rondo. Allegretto

***

Franz Schubert (1797-1828)

Symphonie Nr. 4 in c-moll D 417

«Tragische»

Adagio molto

Andante

Menuetto. Allegro vivace

Allegro

Programme

23


Programme

24

Die selten aufgeführte Bläserserenade von Antonin Dvorak kommt den berühmten

Slawischen Tänzen rhytmisch und stilistisch sehr nahe. 1878 gelang sie in Prag unter

der Leitung des Komponisten zur Premiere. Italienischer Inspiration hingegen ist

die dritte (aber zuletzt veröffentlichte) Symphonie, die Felix Mendelssohn unter den

Eindrücken seiner zweijährigen Reise nach Venedig, Florenz, Rom, Neapel, Pompeji,

Genua und Mailand entwarf. 1833 stellte er sie in Berlin fertig, nahm aber noch

einige Veränderungen vor. Die «Italienische» gilt unter den klassisch-romantischen

Symphonien als ein besonders edles und temperamentvolles Meisterwerk.

Heinz Holligers «COncErto? Certo! cOn soli pEr tutti!» besteht aus kurzen

Charakterstücken, die in einer vom Dirigenten spontan bestimmten Reihenfolge zu

spielen sind. In dieser aussergewöhnlichen pièce d'occasion kommen die Musiker

als Solisten, in variablen Besetzungen oder als Tutti zum Zuge. So erscheinen die

verschiedenen Klangfarben wie durch ein Kaleidoskop betrachtet in einem faszinierenden

und unvorhersehbaren Wechselspiel.

The seldom performed Serenade for Wind Instruments by Antonin Dvorak is rhythmically

and stylistically very close to his famous Slavonic Dances. It was premiered in Prague in

1879 under the baton of the composer himself. Inspired by his two-year Italian trip to

Venice, Florence, Naples, Pompei, Genoa and Milan, Felix Mendelssohn wrote his third

(but finally published) symphony. He completed it in Berlin in 1833, but several changes

were still to follow. The “Italian” is regarded as a particularly fine and lively masterpiece

among classical romantic symphonies.

Heinz Holliger's “COncErto? Certo! cOn soli pEr tutti!” consists of short character pieces

which are to be played in an order determined spontaneously by the conductor. In this

unusual pièce d'occasion, the musicians take turns as soloists, variable instrumental

groupings, or tutti. In a fascinating and unpredictable interplay of sounds, the various

harmonic colours appear as if seen through a kaleidoscope.


Samstag, 18. September 2010 – 19.30 Uhr

St. Mauritius-Pfarrkirche Zermatt | CHF 110 / 60 / 30

SChAROUn EnSEMBLE BERLIn

ZERMATT FESTIVAL ORChESTRA

hEInZ hOLLIGER Composer in Residence, Oboe, Leitung

Antonin Dvorák (1841-1904)

Serenade für Bläser in d-moll op. 44

Moderato, quasi marcia

Minuetto

Andante con moto

Finale – Allegro molto

heinz holliger (*1939)

«COncErto? Certo! cOn soli pEr tutti!» (2000/01)

Dem Chamber Orchestra of Europe (COE)

zum 20. Geburtstag

***

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

Symphonie Nr. 4 in A-Dur

«Italienische Symphonie», 2. Fassung

Allegro vivace

Andante con moto

Con moto moderato

Saltarello. Presto

Programme

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Programme

26

Sonntag, 19. September 2010 – 11.00 Uhr

Riffelalp Kapelle Zermatt | CHF 30

STIPEnDIATEn DER ZERMATT FESTIVAL ChAMBER MUSIC ACADEMy

Abschlusskonzert der Zermatt Festival Academy mit einigen höhepunkten der

Akademiekonzerte.

Das Programm wird während des Festivals bekanntgegeben.

Closing concert of the Zermatt Festival Academy including highlights from the

Academy concerts.

The programme will be announced during the Festival.


kammErorcHEStErbaSEl

Das kammerorchesterbasel wurde 1984

von Absolventen verschiedener Schweizer

Musikhochschulen gegründet. Auftritte

in London, Amsterdam, Köln, Berlin,

Zürich, München, Wien, Valencia und

Paris sowie zahlreiche Auszeichnungen

spiegeln die aufstrebende Entwicklung zum

reisefreundlichsten Kulturbotschafter der

Stadt Basel wider. Mit seinen Programmkombinationen

von Alter und Neuer Musik führt das kammerorchesterbasel eine

Tradition fort, die der Musikmäzen und Dirigent Paul Sacher äusserst erfolgreich

etabliert hatte.

Konzerte mit Dirigenten und Solisten wie David Stern, Paul McCreesh, Kristjan Järvi,

Philippe Herreweghe, Cecilia Bartoli, Magdalena Kozena, Emma Kirkby, Jennifer

Larmore, Andreas Scholl, Christian Tetzlaff, Julia Fischer, Daniel Hope, Matthias Goerne,

Angelika Kirchschlager, Tabea Zimmermann, Renaud Capuçon, Pieter Wispelwey,

Thomas Zehetmair, Giuliano Carmignola, Bobby McFerrin, Emmanuel Pahud und Sabine

Meyer wurden von Publikum und Presse hochgelobt.

The Basel Chamber Orchestra was founded by graduates of several colleges of music in

Switzerland in 1984. With performances in London, Amsterdam, Cologne, Berlin, Zurich,

Munich, Vienna, Valencia and Paris as well as their many recordings, they are fast

becoming the most well-travelled cultural embassadors for the city of Basel. With its

programme combination of old and new music, the Basel Chamber Orchestra continues

the tradition established very successfully by their patron and conductor, Paul Sacher.

Concerts with conductors and soloists such as David Stern, Paul McCreesh, Kristjan

Järvi, Philippe Herreweghe, Cecilia Bartoli, Magdalena Kozena, Emma Kirkby, Jennifer

Larmore, Andreas Scholl, Christian Tetzlaff, Julia Fischer, Daniel Hope, Matthias Goerne,

Angelika Kirchschlager, Tabea Zimmermann, Renaud Capuçon, Pieter Wispelwey,

Thomas Zehetmair, Giuliano Carmignola, Bobby McFerrin, Emmanuel Pahud and Sabine

Meyer have been highly praised by press and public alike.

Biographies

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Biographies

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obErWalliSEr VokalEnSEmblE

Seit nunmehr 29 Jahren begeistert das von

Hansruedi Kämpfen gegründete Oberwalliser

Vokalensemble (OVE) sein stetig wachsendes

Publikum mit verschiedenartigen Konzerten

und Aufführungen. Der Bund schrieb

1996 die Zeilen, welche noch heute ihre

Gültigkeit haben: «Das Oberwalliser-

Elite-Ensemble gestaltet mit dem Können

von Professionellen, aber auch mit der

Begeisterung von echten Amateuren.»

Seit 1989 ist das OVE regelmässig Preisträger bei nationalen und internationalen

Chorwettbewerben. Neben CD-, Radio- und Fernsehaufnahmen sang es am Tibor Varga

Festival in Sion, bei den Interlakner Festwochen, am Bachfestival Mulhouse (F), am

Chorfestival in Jihlava (CZ), am Fest der Stimmen in Vorarlberg und am Festival Europa

Cantat Barcelona. Im April 2003 sang es anlässlich des Lucerne Festivals zusammen

mit dem Hilliard-Ensemble die Johannes-Passion von Arvo Pärt. 2001 wurde das

Oberwalliser Vokalensemble mit dem Kulturpreis des Kantons Wallis ausgezeichnet.

The Oberwalliser Vokalensemble (OVE), founded by Hansruedi Kämpfen, has been

enchanting its ever-growing audience with a wide range of concerts and performances

for more than 29 years. In 1996 the music group wrote: “the Oberwalliser-Elite-

Ensemble is characterised by the skills of professionals and the enthusiasm of amateurs

- in the true sense of the word,” something which still holds true today.

Since 1989, the OVE has won many national and international choral competitions.

In addition to CD, radio and television recordings, they have performed at the Tibor

Varga Festival in Sion, the Interlaken Music Festival, the Bach Festival at Mulhouse (F),

the Choir Festival in Jihlava (CZ), the Fest der Stimmen in Voralberg, and at the Festival

Europa Cantat in Barcelona. In 2003, they performed Arvo Pärt's St John Passion with

the Hilliard Ensemble at the Lucerne Festival. In 2001, the Oberwalliser Vokalensemble

has presented the Culture Award by the Canton of Valais.


ScHaroUn EnSEmblE bErlin

Das Scharoun Ensemble Berlin wurde 1983

von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker

gegründet. Der Name des Architekten

Hans Scharoun (1893-1972) ist untrennbar

mit der Berliner Philharmonie, seiner

bedeutendsten Schöpfung, verbunden.

Dieser Konzertsaal hat weltweit Massstäbe

gesetzt. Hier wurde Raum geschaffen für

ein Musizieren im Geist der Vermittlung von

Tradition und Experiment, im Dienst menschlicher Kommunikation und Verständigung.

Mit ihrer Orientierung am Vermächtnis Hans Scharouns bringen die acht Musiker ein

künstlerisches Selbstverständnis zum Ausdruck, das sich dem Erbe der Vergangenheit

und den Herausforderungen der Gegenwart gleichermassen verpflichtet.

Die Besetzung des Ensembles besteht aus der klassischen Oktettformation: Klarinette,

Fagott, Horn, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass. Das breit gefächerte

Repertoire des Scharoun Ensembles umfasst neben den grossen Werken der

klassischen und romantischen Literatur auch eine Vielzahl weniger bekannter Werke

für verschiedene Besetzungen. Häufig werden die Programme bereichert durch die

Mitwirkung weiterer Musiker der Berliner Philharmoniker sowie namhafter Dirigenten

und Solisten.

The Scharoun Ensemble Berlin was founded in 1983 by members of the Berliner

Philharmoniker. The name of the architect Hans Scharoun (1893-1972) is inextricably

linked with the Berlin Philharmonie, his greatest work. This concert hall has set

standards worldwide, creating a space for making music in the spirit of tradition and

experimentation in order to promote human communication and understanding. In

honouring the legacy of Hans Scharoun, the eight musicians express an artistic selfconcept

which reflects their commitment to both the heritage of the past and the

challenges of the present.

The ensemble corresponds to the standard octet instrumentation: clarinet, bassoon,

French horn, two violins, viola, cello and double bass. In addition to the great works of

the Classical and Romantic periods, the Scharoun Ensemble's wide-ranging repertoire

includes many lesser-known works for different instrumental groupings. The Scharoun

Ensemble's programmes are often enhanced through collaboration with other

members of the Berliner Philharmoniker, renowned soloists and conductors.

Biographies

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Biographies

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VocalconSort bErlin

Das Vocalconsort Berlin wurde 2003 von

dem Kulturmanager Folkert Uhde gegründet

und debütierte im selben Jahr erfolgreich

bei den Innsbrucker Festwochen in

Monteverdis «L'Orfeo» unter der Leitung

von René Jacobs. Das in Berlin beheimatete

Ensemble ist insbesondere auf frühbarocke

und barocke Musik spezialisiert. Darüber

hinaus präsentiert es Werke der Romantik

und zeitgenössische Musik.

Die variable Besetzung reicht vom Doppelquartett bis zur Mehrchörigkeit und vermag

dabei gleichermassen solistische Partien einzubeziehen, ob im Konzert oder szenisch

auf der Opernbühne. Das homogene, dynamische Klangbild des Vocalconsorts Berlin

findet sowohl in der Zusammenarbeit mit renommierten Dirigenten wie Marcus Creed,

René Jacobs, Daniel Reuss, Olof Boman und Ottavio Dantone, als auch mit exzellenten

Orchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin, der Akademia Bizantina, dem

Kammerorchester Basel und der musikFabrik seine künstlerische Entsprechung. Für

seine Einspielungen erhielt das Vocalconsort Berlin bereits zahlreiche Auszeichnungen,

darunter den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2008.

The Vocalconsort Berlin was founded by culture manager Folkert Uhde in 2003 and,

in the same year, had its successful debut at the Innsbruck Festival Week in Claudio

Monteverdi's “L'Orfeo” under the direction of René Jacobs. The Berlin-based ensemble

specialized particularly in Early baroque and Baroque music. They also perform works

from the Romantic period and contemporary music.

The variability and flexibility of the Vocalconsort, which can range from double quartet

to multi-choir performance while at the same time allowing for the inclusion of solo

performances, gives the choir the ability to perform both in concert format as well

as on the opera and theatrical stage. The pure, inspiring and dynamic sound of the

Vocalconsort Berlin finds its artistic counterpart in the cooperation with renowned

conductors such as Marcus Creed, René Jacobs, Jos van Immerseel, Gary Cooper, Olof

Boman and Ottavio Dantone as well as with excellent orchestras such as the Akademie

für Alte Musik Berlin, the Accademia Bizantina, the Basel Chamber Orchestra and

musikFabrik. Vocalconsort Berlin has already received many awards for its recordings

including the German Record Critics' Award in 2008.


micHa aFkHam Viola

Micha Afkham studierte Viola zuerst bei Hatto Beyerle und

später bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik

Hanns Eisler in Berlin. Er ist mehrfacher Bundespreisträger

des Wettbewerbs «Jugend musiziert». Zudem war er

Stipendiat der Stiftung Musikleben, der Villa Musica und der

Karajan Akademie. Zahlreiche Meisterkurse bei Künstlern wie

Yuri Bashmet, Wolfram Christ und Serge Collot ergänzen seine

künstlerische Ausbildung. Seit 2004 ist er Mitglied der Berliner

Philharmoniker und spielt seit 2006 im Scharoun Ensemble.

Micha Afkham studied the viola with Hatto Beyerle and later with Tabea Zimmermann

at the Hanns Eisler Academy of Music in Berlin. More than once he has won

Germany's “Jugend Musiziert” Competition, and has held scholarships from the

Musikleben Foundation, the Villa Musica and the Karajan Academy in Berlin. Numerous

masterclasses with artists of the stature of Yuri Bashmet, Wolfram Christ and Serge

Collot have completed his artistic training. He has been a member of the Berliner

Philharmoniker since 2004 and joined the Scharoun Ensemble in 2006.

alExandEr badEr klarinette clarinet

Alexander Bader studierte zunächst Klavier, später auch

Klarinette an der Hochschule der Künste Berlin. Prägende

Lehrer waren Manfred Preis und Prof. Peter Rieckhoff. 1990

wurde er Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie

Bremen. Zusammen mit deren Bläsersolisten wurde er 1998

mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet. 2002 ging er als

Erster Solo-Klarinettist an die Komische Oper Berlin. Daneben

spielte er regelmässig u.a. an der Bayerischen Staatsoper

München und bei den Münchner Philharmonikern. 2006 wurde er Mitglied der Berliner

Philharmoniker und des Scharoun Ensembles.

Alexander Bader learnt to play the piano before studying the clarinet at the Academy

of the Arts in Berlin. He studied with Manfred Preis and Peter Rieckhoff. In 1990, he

became a member of the German Chamber Philharmonic in Bremen. He joined the

Komische Oper in Berlin in 2002 as the house's principal clarinettist, while at the same

time appearing with the Bavarian State Opera and the Munich Philharmonics. Alexander

Bader became a member of the Berlin Philharmonic and the Scharoun in 2006.

Biographies

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Biographies

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WolFram brandl Violine Violin

BBevor Wolfram Brandl in 2000 in die Gruppe der Ersten

Violinen bei den Berliner Philharmonikern aufgenommen

wurde, hatte er als Konzertmeister im Bundesjugendorchester

gespielt. Den ersten Violinunterricht erhielt er als Neunjähriger.

Ein Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung ermöglichte ihm

die weitere Ausbildung bei Uwe-Martin Haiberg. Wolfram

Brandl hat in der Vergangenheit mit verschiedenen Orchestern

als Solist konzertiert und ist für seine Aktivitäten mehrfach mit

Preisen ausgezeichnet worden. Seit 2002 spielt er im Scharoun Ensemble.

Before Wolfram Brandl joined the first-violin section of the Berliner Philharmoniker in

2000, he has been leader of the National Youth Orchestra of Germany. He received his

first violin lessons when he was nine. A scholarship from the Jürgen Ponto Foundation

enabled him to continue his studies with Uwe-Martin Haiberg. He has appeared as a

soloist with various orchestras and has received a number of awards not only for these

appearances but also for his work as a member of the Trio Echnaton. He joined the

Scharoun Ensemble in 2002.

marcUS crEEd leitung conductor

Marcus Creed studierte am King's College in Cambridge, am

Christ Church College in Oxford und an der Guildhall School

in London. Von 1977 bis 1998 wirkte er als Chordirektor an

der Deutschen Oper Berlin, als Dozent für Liedinterpretation

an der Hochschule der Künste sowie als Pianist und Dirigent

der Gruppe Neue Musik und des Scharoun Ensembles. Eine

enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute neben zahlreichen

internationalen Auftritten mit der Akademie für Alte Musik

Berlin, dem Freiburger Barockorchester, dem SWR Vokalensemble Stuttgart und dem

Concerto Köln.

Marcus Creed studied at King's College in Cambridge, Christ Church College in Oxford

and at the Guildhall School in London. He worked from 1977 to 1998 as chorusmaster at

the Deutsche Oper and lecturer at the Hochschule der Künste for Lieder interpretation,

as well as pianist and conductor of the Gruppe Neue Musik and the Scharoun Ensemble.

In addition to his many international performances, he has close connections to the

Akademie für Alte Musik Berlin, the Freiburger Barockorchester, the SWR Vokalensemble

Stuttgart and the Musikhochschule Köln.


micHEl dalbErto klavier Piano

Michel Dalberto studierte am Conservatoire National de

Musique von Paris bei Vlado Perlemuter. Nachdem er zwei der

wichtigsten internationalen Wettbewerbe gewonnen hatte –

Clara Haskil im Jahr 1975 und Leeds im Jahr 1978 – begann er

eine Laufbahn von weltweiter Bedeutung. Er gilt insbesondere

als einer der besten Interpreten von Mozart und Schubert. Als

angesehener Kammermusiker trat er u.a. mit Yuri Bashmet,

Renaud und Gautier Capuçon, Truls Mørk und Paul Meyer auf.

Als Solist arbeitet er mit Dirigenten wie Yuri Temirkanov, Sir Colin Davis, Kurt Masur und

Charles Dutoit.

Michel Dalberto studied at the Conservatoire National de Musique de Paris with Vlado

Perlemuter. After winning two of the most important international competitions - Clara

Haskil in 1975 and Leeds in 1978 – his international career took off. He is regarded in

particular as one of the best interpreters of Mozart and Schubert. As a much respected

chamber musician, he has performed with Yuri Bashmet, Renaud and Gautier Capuçon,

Truls Mørk and Paul Meyer, among others. As a soloist, he has performed with conductors

such as Yuri Temirkanov, Sir Colin Davis, Kurt Masur and Charles Dutoit.

ricHard dUVEn Violoncello

Richard Duven studierte Violincello bei Daniel Cahen und

Wolfgang Boettcher. Erste Orchestererfahrungen sammelte

er als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und der

Deutschen Kammerphilharmonie. Während seines Studiums

gewann er den Deutschen Hochschulwettbewerb und war

Preisträger des internationalen Kammermusikwettbewerbs in

Florenz. Seit 1986 ist er Mitglied der Berliner Philharmoniker,

der 12 Cellisten und des Scharoun Ensembles.

The cellist Richard Duven studied with Daniel Cahen and Wolfgang Boettcher. He gained

his earliest experience as an orchestral player with the Young German Philharmonic and

the German Chamber Philharmonic. While still a student he won the German University

Competition. The following year he was a prizewinner in the International Chamber

Music Competition in Florence. In 1986, he became a member of the Berliner

Philharmoniker, the 12 Cellists and the Scharoun Ensemble.

Biographies

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Biographies

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alEkSandar iVić Violine Violin

Aleksandar Ivić erhielt im Alter von 6 Jahren seinen ersten

Geigenunterricht. Mit 16 Jahren begann er, als Solist und

Kammermusiker aufzutreten. Sein Studium absolvierte er bei

Kristijan Petrović, Igor Ozim, Rosa Fain und dem Amadeus-

Quartett. Seine Orchesterlaufbahn begann er 1988 als 1.

Geiger im WDR-Sinfonieorchester Köln, 1996 wechselte er zu

den Berliner Philharmonikern. Er spielt ausserdem mit dem

Scharoun-Ensemble, den Berliner Barock Solisten und den

Philharmonischen Stradivari-Solisten.

Aleksandar Ivić received his first violin lessons when he was six. At the age of 16 he

began appearing as a soloist and chamber player. He completed his studies with Kritijan

Petrović, Igor Ozim, the Amadeus Quartet and Rosa Fain. In 1988 he began his orchestral

career as a first violin in the Cologne Radio Symphony Orchestra; in 1996 he moved

to the Berliner Philharmoniker. He has played with the Scharoun Ensemble, the Berlin

Baroque Soloists and the Philharmonic Stradivari Soloists.

HEinZ HolligEr oboe, leitung conductor

Nach dem Studium von Oboe, Klavier und Komposition

gehört Heinz Holliger zu den aussergewöhnlichsten Musikerpersönlichkeiten

unserer Zeit. Nach Preisen bei den

internationalen Wettbewerben von Genf und München beginnt

für ihn eine unvergleichliche Karriere als Oboist. Im ständigen

Austausch von Interpretation und Komposition erweitert er

die spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments. Auch als

Dirigent arbeitet er seit vielen Jahren mit weltweit führenden

Orchestern und Ensembles und setzt sich mit Engagement für die zeitgenössische Musik

ein. Zu seinen eigenen Hauptwerken zählen der Scardanelli-Zyklus, das Violinkonzert

und die Oper «Schneewittchen» nach Robert Walser.

Having studied oboe, piano and composition, Heinz Holliger is one of the most exceptional

musical personalities of our time. After winning the International Competitions in

Geneva and Munich, he began a career as an oboist. Moving constantly between

performer and composer, he extended the technical possibilities of the instrument. As

a conductor, he has worked with leading orchestras and is active in the promotion of

contemporary music. His major compositions include the Scardanelli-Zyklus, the Violin

Concerto and the opera “Schneewittchen” based on a text by Robert Walser.

COMPOSER IN RESIDENCE


VESSElina kaSaroVa Sopran Soprano

Im Alter von vier Jahren begann Vesselina Kasarova mit

dem Klavierspiel, bevor sie eine Gesangsausbildung an der

Musikakademie von Sofia unternahm. Noch vor Abschluss ihres

Studiums wurde sie als Solistin an der Nationaloper in Sofia

verpflichtet. Ein Vertrag führte sie dann ans Opernhaus Zürich,

wo sie innert kurzer Zeit von der internationalen Fachwelt

als grosse Entdeckung gefeiert wurde. Im Mozartjahr 1991

debutierte Vesselina Kasarova bei den Salzburger Festspielen.

Später wirkte sie als Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper mit und gastierte am

Royal Opera House Covent Garden, am Teatre del Liceu und am Palais Garnier.

She started learning the piano at the age of four before starting her vocal training at

the State Academy of Music in Sofia. She performed as a solist at the National Opera

Sofia while she was still studying. A contract then took her to Zurich Opera House where

she was quickly recognized by the international music world as a great discovery. She

made her debut at the Salzburg Festival in the 1991 Mozart Year. She later became an

ensemble member of the Vienna State Opera and has made guest appearances at the

Royal Opera House Covent Garden, the Teatre del Liceu and the Palais Garnier.

JonatHan kElly oboe

Als Solo-Oboe der Berliner Philharmoniker zählt Jonathan

Kelly zu den herausragendsten Oboisten weltweit. Ehe er sich

an der Royal Academy of Music in London und am Pariser

Conservatoire zum Berufsmusiker ausbilden liess, studierte er

Geschichte an der Universität Cambridge. 1993 wurde er Solo-

Oboist im City of Birmingham Symphony Orchestra, dem er bis

2003 angehörte. Während dieser Zeit gastierte Jonathan Kelly

regelmässig beim Chamber Orchestra of Europe und trat als

Konzertsolist auf. In Berlin unterrichtet er zudem an der Akademie der Philharmonie.

Jonathan Kelly is one of the outstanding oboe virtuosos of the world and holds the

position of Solo Oboe of the Berliner Philharmoniker. After reading history at the

University of Cambridge, he attended the Royal Academy of Music in London and the

Paris Conservatoire. In 1993, he was appointed Principal Oboe of the City of Birmingham

Symphony Orchestra. Jonathan has regularly appeared as soloist and was a frequent

guest principal with the Chamber Orchestra of Europe. In Berlin he also teaches in the

Orchestra Academy of the Philharmoniker.

Biographies

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Biographies

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cHriStina landSHamEr Sopran Soprano

Die gebürtige Münchnerin Christina Landshamer studierte an

der Hochschule für Musik und Theater München und an der

Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

Stuttgart. Zahlreiche Preise schmücken ihre sängerische

Laufbahn. Wichtige Stationen ihrer bisherigen Laufbahn waren

internationale Opernrollen sowie Konzerte mit den Münchner

Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich und den

Orchestern des Bayerischen Rundfunks. Mit Leidenschaft

widmet sich die junge Sopranistin Kammermusikprojekten und Liederabenden oder

auch der zeitgenössischen Musik.

Munich-born Christina Landshamer studied at the University for Music and Performing

Arts, Munich and the State University of Music and Performing Arts, Stuttgart. During

her singing career, she has received numerous awards. Important landmarks of her

career so far include international opera roles as well as concerts with the Munich

Philharmonic Orchestra, the Tonhalleorchester Zürich and the orchestra of Bavarian

Radio. The young soprano has a passion for chamber music projects, Lieder concerts

and contemporary music.

StEFan dE lEVal JEZiErSki Horn

Stefan de Leval Jezierski begann 1970 sein Musikstudium an

der North Carolina School of the Arts und setzte es 1972 am

Cleveland Institute of Music bei Myron Bloom fort. Während

seines letzten Studienjahres wirkte er bei zahlreichen Konzerten

und Tourneen des Cleveland Orchestras mit. 1978 wurde er

von Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern

als hoher Hornist engagiert. 1983 gründete er mit einigen

philharmonischen Kollegen das Scharoun Ensemble.

The horn player Stefan de Leval Jezierski began his music studies at the North Carolina

School of the Arts in 1970. From 1972 he studied under Myron Bloom at the Cleveland

Institute of Music. During his final year as a student he played with the Cleveland

Orchestra. After his studies, he immediately joined the Kassel Staatstheater Orchestra

as principal horn player. Two years later he was engaged by Herbert von Karajan and the

Berliner Philharmoniker. In 1983 he and seven of his colleagues formed the Scharoun

Ensemble.


JoSEPH moog klavier Piano

Joseph Moog zählt bereits 22-jährig zu den herausragenden

Pianisten mit internationaler Reputation. Besondere

Aufmerksamkeit erweckt er durch sein hochvirtuoses

Spiel, seine reife Künstlerpersönlichkeit und durch seine

Kompositionen, die er regelmässig im Rahmen seiner Auftritte

vorstellt. International konzertierte Joseph Moog u.a. im

Wiener Konzerthaus, im Grossen Festspielhaus Salzburg und

im Rudolfinum Prag. Mit dem Colorado Symphony Orchestra

wird er im März 2011 sein USA-Debut geben. In 2009 erhielt Joseph Moog den «Young

Steinway Artist» Preis.

Born in 1978, Joseph Moog already belongs to an elite group of outstanding young

pianists. He is known for his highly virtuosic playing, his mature musicianship, and for

his compositions, which he regularly presents in his recitals. Internationally, Joseph

Moog has performed in the Konzerthaus in Vienna, the Grosses Festspielhaus in Salzburg

and the Rudolfinum in Prague. In March 2011, he will be making his debut in the USA with

the Colorado Symphony Orchestra. Joseph Moog was named “Young Steinway Artist” by

Steinway & Sons in 2009.

PEtEr riEgElbaUEr kontrabass double bass

Peter Riegelbauer wurde in Mittelfranken geboren. Sein

Kontrabass-Studium absolvierte er bei Georg Hörtnagel

in Nürnberg und Rainer Zepperitz in Berlin. Nachdem er

bereits als Stipendiat der Orchesterakademie im Berliner

Philharmonischen Orchester mitgespielt hatte, wurde er

1981 festes Mitglied der Berliner Philharmoniker. 1983

gründete er mit sieben weiteren Kollegen das Scharoun

Ensemble Berlin.

Peter Riegelbauer was born in Central Franconia and studied double bass with Georg

Hörtnagel in Nuremberg and with Rainer Zepperitz in Berlin. He gained a scholarship

from the Berliner Philharmoniker's Orchestral Academy and during this early period was

already taking part in the orchestra's concerts, becoming a permanent member in 1981.

Two years later he and seven of his colleagues formed the Scharoun Ensemble.

Biographies

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Biographies

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timotHy robinSon tenor

Seine Ausbildung in Chormusik am New College in Oxford

beendete Timothy Robinson 1985. Anschliessend setzte er sein

Studium an der Guildhall School of Music and Drama fort. In

ganz England trat er mit den bedeutendsten Orchestern sowie

an den BBC Promenade Concerts unter der Leitung von William

Christie, Sir Andrew Davis und Sir Simon Rattle auf. Weitere

Konzerte gab er in Amsterdam, Berlin, Wien sowie zahlreichen

Opernhäusern, u.a. The English National Opera, und Royal

Opera House – Covent Garden.

Timothy Robinson was a choral scholar at New College, Oxford. He continued his studies

at the Guildhall School of Music and Drama. He has appeared in concert throughout

the United Kingdom, including the BBC Symphony, City of Birmingham Symphony,

the Orchestra of the Age of Enlightenment and the BBC Promenade Concerts under

William Christie, Sir Andrew Davis and Sir Simon Rattle. Recent dates include concerts

in Amsterdam, Berlin, and Vienna as well as operatic engagements in famous opera

houses, e.g. English National Opera and Royal Opera House – Covent Garden.

racHEl ScHmidt Violine Violin

Bereits mit zwölf Jahren gab Rachel Schmidt ihr Konzertdebüt

mit dem Philharmonischen Staatsorchester Bremen. Ihr

Musikstudium absolvierte sie an den Hochschulen für Musik

in Hamburg, Lübeck, Saarbrücken und Berlin. Des Weiteren

besuchte sie die Meisterkurse von Igor Ozim in Bern. Parallel zu

dieser Ausbildung sammelte sie Orchestererfahrung in diversen

Hochschulorchestern, beim Rundfunk -Sinfonieorchester

Saarbrücken, beim RIAS-Jugendorchester und beim European

Festival Orchestra. Seit 2001 ist sie Mitglied der Berliner Philharmoniker und spielt seit

diesem Jahr auch als festes Mitglied im Scharoun Ensembles.

She made her concert debut with the Bremer Philharmoniker at the age of twelve, and

studied at music colleges in Hamburg, Lübeck, Saarbrücken and Berlin. She attended

masterclasses with Igor Ozim in Bern. While she was studying, she gained experience

with several college orchestras, the Rundfunk Sinfonieorchester Saarbrücken, the

RIAS youth orchestra and the European Festival Orchestra. A member of the Berliner

Philharmoniker since 2001, she is now as of this year also a member of the Scharoun

Ensemble.


JUlia ScHrödEr Violine Violin

Julia Schröder ist Konzertmeisterin und Leiterin des

kammerorchesterbasel. Neben der musikalischen Führung des

Ensembles tritt sie in den grossen Sälen Europas als Solistin

in Erscheinung. Sie arbeitet ständig mit Sol Gabetta, Pieter

Wispelwey und Cecilia Bartoli. Das Studium der Barockvioline

bei Chiara Banchini an der Schola Cantorum Basiliensis rundete

die vielseitige Ausbildung ab. Immer auf der Suche nach neuen

Wegen bringt sie ihre Interpretationen in gekonnter Verbindung

von historischem Wissen und moderner Spielweise an das Publikum.

Julia Schröder is concertmaster and leader of the Basel Chamber Orchestra. In addition

to her musical leadership of the ensemble, she often appears as a soloist in the great

concert halls of Europe. She regularly works together with Sol Gabetta, Pieter Wispelwey

and Cecilia Bartoli. She completed her studies of the baroque violin with Chiara Banchini

at the Schola Cantorum Basiliensis. With an accomplished combination of knowledge

of historical practice and modern performing techniques, she is always looking for new

ways to bring her performances of Classical music to the public.

markUS WEidmann Fagott bassoon

Markus Weidmann studierte Fagott bei Klaus Thunemann. Von

1993 bis 1995 war er als Stipendiat der Orchester-Akademie

der Berliner Philharmoniker Schüler von Stefan Schweigert.

Bevor Markus Weidmann bei den Berliner Philharmonikern in

1997 aufgenommen wurde, spielte er u. a. im European Union

Youth Orchestra und in der Südwestdeutschen Philharmonie.

Kammermusikalisch ist Markus Weidmann auch mit dem

Gutenberg-Ensemble und dem Philharmonischen Oktett

aufgetreten. Seit 2006 ist er festes Mitglied des Scharoun-Ensembles.

Markus Weidmann studied the bassoon with Klaus Thunemann. Between 1993 and

1995 he held a scholarship with the Berliner Philharmoniker's Orchestral Academy,

during which time he studied with Stefan Schweigert. Before joining the Berliner

Philharmoniker in 1997, he played with the European Union Youth Orchestra and the

South-West German Philharmonic. As a chamber musician, Markus Weidmann has also

appeared with the Gutenberg Ensemble and the Philharmonic Octet. He has been a

member of the Scharoun Ensemble since 2006.

Biographies

39


Academy

40

Zermatt Festival chamber music academy

Vom 6. bis 19. September 2010 findet die sechste internationale Zermatt Festival

Chamber Music Academy statt. Somit wird eine alte Tradition fortgesetzt – Pablo Casals

veranstaltete schon vor 50 Jahren in Zermatt Sommerkonzerte und Meisterkurse mit

anderen namhaften Musikern seiner Zeit.

Mittlerweile zählt die Akademie zu den renommiertesten Kammermusik-Meisterkursen

der internationalen Musikszene. So kommen auch dieses Jahr wieder 30 hochbegabte

Musiker aus der ganzen Welt nach Zermatt. In verschiedenen Kammermusikformationen

proben sie unter der Leitung von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker. Gemeinsam

mit dem Scharoun Ensemble bilden sie das Zermatt Festival Orchestra.

In Konzerten vom 14. bis 16. September sowie in dem Abschlusskonzert am 19.

September können Sie die Ergebnisse dieser sehr intensiven Probenphase erleben.

Auch die Proben sind öffentlich – Zeitauskünfte erhalten Sie bei Zermatt Tourismus.

The sixth international Zermatt Festival Chamber Music Academy will take place from

the 6th to the 19th of September 2010, and so continues an old tradition: as long as

50 years ago, Pablo Casals held summer concerts and masterclasses along with other

famous musicians of the day, here in Zermatt.

Since then, the academy has become one of the most renowned chamber music

master courses on the international music scene. Again this year, 30 highly gifted

young musicians from all over the world will come to Zermatt. In a variety of chamber

music groups, they will rehearse under the direction of members of the Berliner

Philharmoniker. The students, together with the Scharoun Ensemble, form the Zermatt

Festival Orchestra.

You can hear the results of this highly intensive rehearsal period in a series of concerts

from the 14th to the 16th of September and in the closing concert on the 19th of

September. The rehearsals are also open to the public – information about times can

be obtained from Zermatt Tourism.


teilnehmer 2010

VIOLInE VIOLIn

Magdalena Bednarek, Polen

Giulia Bellingeri, Italien

Stefanie Claucig, Österreich

Laura Jaillet, Frankreich

Olga Kysla, Ukraine

Rahel Leiser, Schweiz

Carolina Kurkowski Perez, Kolumbien

Julia Simon, Deutschland

Tiphanie Trémureau, Frankreich

Katharina Weiß, Deutschland

VIOLA

Maria Opotskaya, Russland

Francesca Piccioni, Italien

Isabelle-Fleur Reber, Deutschland

Emilia Renner, Deutschland

Emiliano Travasino, Italien

CELLO

Michal Beck, Israel

Irini Dimitriadou, Zypern

Julius Himmler, Deutschland

Saara Ida Wilhelmina Laine, Finnland

KOnTRABASS DOUBLE BASS

Jilan Anwar, Ägypten

Sophie Lücke, Deutschland

FLöTE FLUTE

Johanna Dömötör, Deutschland

OBOE

Vicente Castello Sansaloni, Spanien

Suzanne Thorn, England

KLARInETTE CLARInET

Claudia Mendel, Deutschland

Maja Pawelke, Deutschland

FAGOTT BASSOOn

Hannah Bregler, Deutschland

Amber Mallee, Niederlande

hORn

Victoria Duffin, Deutschland

Christina Kloft, Deutschland

Swantje Vesper, Deutschland

Academy

41


Academy

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kammerkonzerte der Stipendiaten

Dienstag, 14. September 2010 – 20.00 Uhr

Englische Kirche | Eintritt frei Free entry

Wolfgang Amadeus Mozart – Flötenquartett Nr. 4 in A-Dur KV 298

Einojuhani Rautavaara – Streichquartett Nr. 1 «Quartettino»

***

Wolfgang Amadeus Mozart – Klarinettenquintett «Stadler-Quintett» in A-Dur KV 581

Mittwoch, 15. September 2010 – 20.00 Uhr

Parkhotel Beau Site | Eintritt frei Free entry

Muzio Clementi – Nonett in Es-Dur WO 30/31

Paul Hindemith – Oktett für Bläser und Streicher (1957/58)

***

Ludwig van Beethoven – Septett in Es-Dur op. 20

Donnerstag, 16. September 2010 - 20.00 Uhr

Grand Hotel Zermatterhof, Matterhorn Saal | Eintritt frei Free entry

Francis Poulenc– Trois Mouvements perpétuels für Nonett

Jean Sibelius – Streichquartett «Voces intimae» in d-moll op. 56

***

Andrew Norman – «Gran Turismo» (2004) für Violin-Oktett

Johannes Brahms – Streichquintett Nr. 2 in G-Dur op. 111

13. - 20. September 2010

Täglich öffentliche Proben und Kammermusikunterricht.

Public rehearsals and chamber music classes every day.


WORKSHOP

discovery

Entdecken Sie das Discovery-Angebot des Zermatt Festivals! nicht nur Konzerte bietet

das Zermatt Festival. Auch Workshops mit Künstlern aus verschiedenen Branchen

erwarten junge und neugierige Besucher.

Discovery Workshops at the Zermatt Festival! In addition to concerts, the Zermatt

Festival organizes a series of activities for our young inquisitive festival visitors, lead by

artists from a variety of disciplines.

höREn, SPIELEn, SChAFFEn

Dieser Workshop mit Yannick Nanette & Katherine Oggier Chanda der Walliser Schule

für Gestaltung bietet 7 bis 12-jährigen die Gelegenheit, Klangwelten zu schaffen und sie

im Raum sicht- und hörbar zu machen.

Zunächst lernen die jungen TeilnehmerInnen die Schlaginstrumente von Mauritius

kennen. Dann wird die musikalische Reise draussen fortgeführt – auf der Spur nach

Schätzen der Natur. Visuell und klanglich werden diese Elemente dann so angebracht,

dass sie im Wind schwingen und aufeinander reagieren. Abschliessend wird das

tönende, kunstvolle Ergebnis mit einer musikalischen Performance vorgestellt.

LISTEn, PLAy AnD CREATE

This workshop with Yannick Nanette & Katherine Oggier Chanda, Valais School of Arts,

offers 7 – 12 year-olds the opportunity to create both aural and visual sound worlds.

Firstly, the young participants will get to know the percussion instruments of the island

of Mauritius, they will then go on a musical walk, looking for natural materials for an

installation, suspending the elements in such a way as to allow them to move in the

wind and create new sounds. The day culminates in a musical performance, showing

the results of their musical and artistic experiences.

Samstag, 18. September 2010 – 09.00 - 17.00 Uhr

Triftbachhalle, Zermatt | Teilnahme kostenlos Free of charge

Anmeldung erforderlich unter Registration required at:

info@zermattfestival.com

Discovery

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Discovery

44

konzerteinführungen

Zum ersten Mal sind beim Zermatt Festival neben Musikern auch Musikwissenschaftler

und historiker zu Gast, um Konzerteinführungen zu geben. Diese Treffen sind nicht nur

anschaulich und unterhaltsam, sie bieten auch die Gelegenheit zum gemeinsamen

Austausch in einem gediegenen Rahmen. Ob aus reiner neugier oder aus Liebe zur

klassischen Musik – erkunden Sie die spannenden hintergründe der gespielten Werke!

Das Konzertprogramm der sechsten Ausgabe des Festivals beweist aufs Neue, dass

Klassik in Zermatt für jedermann zugänglich ist: An drei Wochenenden werden

Meisterwerke des grossen Repertoires wie auch neuere Kompositionen erklingen. Neue

Einblicke ins zeitgenössische Schaffen und Musizieren lassen Sie einen Genuss der

Sinne erleben.

For the first time, the Zermatt Festival has invited not only musicians, but also

musicologists and historians as their guests, to give a series of pre-concert talks -

presenting the opportunity for a mutual exchange of ideas. The talks are intended not

only for serious classical music fans but also for anyone who wants to find out more

about the works that are to be performed.

The concert programme of the sixth Zermatt Festival shows yet again that classical

music is accessible to everyone: Over three weekends, major works of the classical

repertoire as well as newer pieces will be performed. A feast for the senses with new

insights into contemporary writing and music playing.

Anselm Gerhard studierte in Frankfurt am Main, Berlin, Parma und Paris. Seit 1994

ordentlicher Professor für Musikwissenschaft an der Universität Bern. Gast-Professuren

in Fribourg, Genf, Pavia und an der Ecole Normale Supérieure Paris. Publikationen

zur Oper des 18. und 19. Jahrhunderts, zur Klaviermusik und Musikästhetik um

1800, zu Methodenfragen der Musikwissenschaft sowie zur historisch informierten

Aufführungspraxis.

Anselm Gerhard studied at Frankfurt, Berlin, Parma and Paris. He is professor of

Musicology at the University of Bern since 1994, and guest professor in Fribourg, Geneva,

Pavia and the Ecole Normale Supérieure, Paris. Publications particularly on opera in

the 18th and 19th centuries, piano music, musical aesthetics in 1800, methodological

questions of musicology, and historically informed performance practice.


Claire Brawand studierte Klavier an der Genfer Musikhochschule bei Mayumi Kameda.

Anschliessend schliesst sie an der Universität Genf mit einem Bachelor in Romanistik

und Musikwissenschaften sowie einem Master in Germanistik ab. Sie unterrichtet nun

Deutsche Sprache an der Musikhochschule und arbeitet als Redakteurin für das Genfer

Kammerorchester, verschiedene Musikfestivals sowie das Scènes Magazine. Sie ist

Vorstandsmitglied des Festivals Amadeus (Meinier/Genève).

Claire Brawand studied piano at the Conservatory in Geneva with Mayumi Kameda and

subsequently went to the University of Geneva, gaining a Masters in German Studies

and a Bachelor degree in Romance Studies and Musicology. Following two years as

assistant at the Geneva Institue of Modern German Literature, she now teaches German

at the Music College and works as an editor for the Geneva Chamber Orchestra, various

music festivals and Scènes Magazine. She is a member of the Amadeus Festival board.

Roman Brotbeck studierte Musikwissenschaft und Literaturkritik in Zürich. Er war

Musikredakteur und -produzent bei Radio DRS2 und und forschte für den Schweizer

Nationalfonds über frühe Mikrotonalität in der Musik des 20. Jahrhunderts.

Anschliessend war er Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins und Direktor

der Hochschule für Musik und Theater Bern. Er ist jetzt Vizedirektor der Hochschule der

Künste Bern. Ausserdem veröffentlichte er zahlreiche Publikationen und Referate vor

allem über die Musik des 20. Jahrhunderts.

Roman Brotbeck studied music science and literary criticism in Zurich. He was musical

editor and producer at Radio DRS2 and conducted a research assignment for the

Swiss National Science Foundation on early microtonality in 20th-century music.

He subsequently was President of the Swiss Musicians' Association and Director of

the College of Music and Theatre in Berne and is now the Deputy director at Berne

University of the Arts. He also wrote numerous publications and papers, especially on

20th-century music.

Zeit und Ort der Konzerteinführungen finden Sie im musikalischen Programm.

Location and times of the pre-concert talks are listed inside the musical programme.

Discovery

45


Discovery

46

kunst und Erlebnis

Sommerakademie in Zusammenarbeit mit der Walliser Schule für Gestaltung und dem

Institut Wirtschaft & Tourismus.

Das Programm Kunst & Erleben beabsichtigt, künstlerischer Erfahrung ihre konkrete

und gelebte Dimension zu gestatten. Es wendet sich in erster Linie an Kunstliebhaber,

die von ihrem Urlaub profitieren möchten, um ihre Begabung und ihr Talent zu

entwickeln. Unter der Leitung von Künstlern, die sich auch als Lehrer bestätigt sehen,

können die Teilnehmer zwischen verschiedenen Praktiken wählen und mit sich selbst

ein künstlerisches Experiment eingehen, das in enger Wechselwirkung mit dem Ort

abläuft.

Wir schlagen Ihnen vor, die grossartige Landschaft von Zermatt einmal anders zu

entdecken: mit einem Skizzenbuch oder einem Pinsel in der Hand. Diese gestalterische

Aktivität können Sie anschliessend musikalisch ausklingen lassen, indem Sie am Abend

ein Konzert geniessen.

Summer Academy in partnership with the Valais Academy of Arts and the Institute of

Economics and Tourism.

The aim of the Art and Discovery Programme is to return a concrete and real-life

dimension to the artistic experience. This programme is intended particularly for art

lovers who would like to develop their gifts and talents while on holiday. Under the

guidance of teaching artists, participants can choose between a variety of disciplines

and take part in an artistic experiment which involves close interaction with the local

environment.

We want to suggest that you explore the fantastic landscape around Zermatt in a

different way: with a sketch book or paintbrush in hand. You can then bring this artistic

activity to a close by enjoying a Festival concert in the evening.

10./11./12. September 2010

Information & Anmeldung: www.academie-ete.ch

Information & registration: www.academie-ete.ch


WORKSHOP

WEnn DIE BERGE BLühEn! – Zeichnen und/oder Malen

Dieser Kurs mit Pascal Seiler bietet den Teilnehmern an, die Berg- und Naturwelt

auf eine individuelle Art zu entdecken. Beobachtung und Wahrnehmung bilden die

Grundlage und sollen helfen, die Dinge anders zu sehen. Die Art des Sehen ermöglicht

die Realität in einen neuzeitlichen Dialog zu setzten. Erinnerung, Fantasie und

Emotionen sind Bestandteile dieses Kurses.

MOUnTAInS In FLOWER – Drawing and/or painting

This course run by Pascal Seiler offers participants the opportunity to explore the

mountains and countryside in a unique way. Observation and personal impressions are

the basis for this workshop, assisting participants to view the world differently. How

we view reality is given a different perspective through memories, imagination and

emotion, which are all integral parts of this course.

SHSR Image_148x105_cmyk_d 18.6.2010 11:20 Uhr Seite 1

Piano-Exklusivpartner des Zermatt Festivals

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, in einzigartigem Ambiente Ihren persönlichen Favoriten

auszuwählen. In der 1999 von Hug Musique eröffneten Steinway Hall erwartet Sie eine

exklusive Auswahl an Klavieren und Flügeln von Steinway & Sons, der renommiertesten

Klaviermarke aller Zeiten. Herzlich willkommen!

Lausanne, Grand Pont 4 / Arcades Pichard 13, Tel. 021 310 48 21, www.steinwayhall.ch

www.hugmusique.ch

Discovery


Information

48

das Erlebnis Zermatt

hochalpin, erhaben und ursprünglich – so präsentiert sich der Walliser Ferienort

Zermatt. Das Panorama bringt Besucher aus aller Welt zum Staunen. Zugleich verbirgt

es ein unendlich vielfältiges Freizeitangebot.

Ob Leistungssport oder Entspannung: Das idyllische Bergdorf am Fusse des Matterhorns

bietet sich sowohl für adrenalinreiche Entdeckungstouren wie auch für erholsame

Ruhetage im Einklang mit der Natur an. Pferdekutschen sind im Ort neben den

Elektromobilen die einzig erlaubten Beförderungsmittel. Modernste Infrastrukturen

bringen zur Vollendung, was der Slogan verspricht: «Zermatt – echte Ferien!»

Alpine, sublime and natural – this is how the Valais holiday resort proudly presents

itself, and visitors from all over the world come to marvel at the panoramas. At the

same time, the village also has an almost endless variety of recreational activities.

Whether serious sport or relaxation, the idyllic mountain village at the foot of the

Matterhorn offers both adrenaline-filled adventures and restful, peaceful days in

harmony with nature: the only means of transport allowed in the village are horsedrawn

carriages and electric vehicles. All this, combined with excellent transport

connections, makes for what our slogan promises: “Zermatt – real holidays”!

InFORMATIOnEn InFORMATIOn

Zermatt Tourismus

Bahnhofplatz 5

3920 Zermatt

T: +41 (0)27 966 81 00

F: +41 (0)27 966 81 01

info@zermatt.ch

www.zermatt.ch

haben Sie Lust, Ihren Aufenthalt mit kulturellen höhepunkten zu verzaubern? Im

Angebot der hotelpartner des Zermatt Festivals stehen interessante Pauschalofferten.

Mehr dazu unter www.zermattfestival.com

If you would like to enhance your stay with a few cultural highlights, the hotel partners

of the Zermatt Festival have some interesting special package offers available. More

information at: www.zermattfestival.com

SPECIAL OFFERS


HIN

RÜCK

allgemeine informationen

GGB

Station

BVZ

Station


Zermatt

Tourismus

Parkhotel

Beau Site

Gornergrat

0 200 m

Untenstehend finden Sie den Zugfahrplan der Gornergrat Bahn für ihre Fahrt zu den

Sonntagskonzerten in der Riffelalp Kapelle.

For your ride to the Sunday concerts at the Riffelalp Chapel, please find a timetable of

the Gornergrat Bahn below.

Zermatt 08.00 08.24 08.48 09.12 09.36 10.00 10.24

Riffelalp 08.15 08.39 09.03 09.27 09.51 10.15 10.39

Riffelalp 12.20 12.44 13.08 13.32 13.56 14.20 14.44

Zermatt 12.39 13.03 13.27 13.51 14.15 14.39 15.03


Grand Hotel

Zermatterhof

Mont Cervin

Palace

English

Church

Riffelalp Kapelle

St. Mauritius

Pfarrkirche

Information

49


Friends

50

Zermatt Festival Freunde

Anlässlich der sechsten Ausgabe des Zermatt Festivals dürfen wir uns über

unvergessliche Eindrücke freuen, die grosse Künstler über die Jahre hinweg hinterlassen

haben – nicht zuletzt dank der grosszügigen Unterstützung unserer Partner, Förderer

und Freunde.

Auch Sie können dazu beitragen, den Erfolg der künftigen Ausgaben zu schmieden.

Verschiedene Möglichkeiten stehen Ihnen zur Wahl und sind mit attraktiven Privilegien

verbunden – mehr Informationen unter www.zermattfestival.com/friends.

On the occasion of the sixth Zermatt Festival, we can look back and remember the

unforgettable moments great artists have given us here, not least due to the generous

support of our partners, sponsors and friends.

You too can contribute to the success of future festivals. There are a variety of ways

you can help, all with attractive privileges – information at:

www.zermattfestival.com/friends


PREVIEW

karten

So können Sie Karten beziehen:

InTERnET

Beim Online-Kartenkauf www.zermattfestival.com erhalten Sie rund um die Uhr eine

sofortige Bestätigung ihrer Bestellung.

TELEFOn

Unseren Karten-Service erreichen Sie unter der Nummer

+41 (0)27 967 30 88 (Mo-Fr 9-17 Uhr)

VOR ORT

Sie können an folgenden Schaltern Karten kaufen:

Zermatt Tourismus (Bahnhofplatz 5, 3920 Zermatt / Mo-So 8.30 - 18 Uhr)

Credit Suisse (Bahnhofplatz 57, 3920 Zermatt / Mo–Fr 9-12 Uhr & 14-17.30 Uhr)

you can purchase tickets in the following ways:

InTERnET

Buy your tickets online www.zermattfestival.com and receive an immediate

confirmation of your booking – available 24 hours a day.

TELEPhOnE

You can reach our ticket service at +41 (0)27 967 30 88 (Mon-Fri 9:00-17:00)

In ZERMATT

Tickets can be bought directly from:

Zermatt Tourismus (Bahnhofplatz 5, 3920 Zermatt / open Mon-Sun 8:30-18:00)

Credit Suisse (Bahnhofplatz 57, 3920 Zermatt) / open Mon-Fri 9:00 - 12:00 & 14:00 - 17:30)

Zermatt Festival 2011

2. – 18. September 2011

Wir hoffen Sie auch im nächsten Jahr wieder begrüssen zu dürfen!

We would be pleased, to welcome you again next year.

Tickets

51


Sponsoren

52

PRESEnTInG SPOnSOR

MAIn SPOnSORS

InSTITUTIOnS

SPOnSORS


OFFICIAL PARTnERS

MEDIA PARTnERS

hOTEL PARTnERS

Hotel Allalin Hotel Alpenblick

Hotel Alpenhof Hotel Alpenroyal

Hotel Alpina Garni Hotel Ambassador

Hotel Bella Vista Hotel Bijou

Hotel Butterfly Best Western Hotel Continental

Hotel Europe Grand Hotel Schönegg

Hotel Metropol & Spa Zermatt Hotel Mirabeau

Mountain Exposure Parkhotel Beau-Site

Hotel Parnass Schlosshotel Tenne

Hotel Schweizerhof & Résidence Hotel Simi

Hotel Tschugge

Sponsors

53


Impressum

54

impressum

ADMInISTRATIOn

Zermatt Festival

Postfach 220

3920 Zermatt

T: +41 (0)27 967 30 88 F: +41 (0)27 967 30 87

www.zermattfestival.com info@zermattfestival.com

STIFTUnGSRAT

Präsident Olivier Verrey

Mitglieder Daniel Lauber, Daniel Luggen, Ted Mate,

Silvo Perren, Christian Seiler,

Daniel Sieber, Patrick Wyer

ORGAnISATIOn

Leitung Giovanna Panese

Academy Anna von Lüneburg

Assistant Academy Annika Behounek

Kommunikation Aline Méan

Technische Leitung Alexandre Kriegler

Technischer Assistent Olivier Kučera-Ubbesen

Kartenverkauf Romy Biner-Hauser

Presse (Oberwallis, Deutschweiz, Deutschland) Helge von Giese

Presse (France et pays francophones) Ian Clavel, Clavel & Clavel

Editor Benjamin Ilschner

Übersetzung Innes Wilson

Discovery Workshops Walliser Schule für Gestaltung

Design Dear Old Stockholm

Druck SRO-Kundig

Fotos Aline Paley, Anne Hoffmann,

Caroline Hughes, Priska Ketterer,

Thomas Kierok, Thommy Mardo,

Jean-Philippe Raibaud, Laurent Ryser,

Hans Scherhaufer, Karsten Schirmer,

Daniel Vass

Für die wertvolle Zusammenarbeit danken wir: For their generous collaboration, we would like to thank:

Judith Amstutz, Alain Antille, Rafael Biner, Romy Biner-Hauser, Claire Brawand, Corinne Dormond, Petra Ellmeier,

Jan Foerster, Sybille Juling, Andreas Gartmann, Hansruedi Kaempfen, Kevin Kunz, Larissa Müller, Peter Kronig,

Hanspeter Perren, Hazel Perrin, Pfarrer Stefan Roth und die Pfarrkirche von Zermatt, Diego Salvadore, Franz

Schwegler, Georges Starobinski, Anne-Katrin Troger-Aufdenblatten, Edith Villiger, Hans-Jörg Walther, Alfred Willener

& allen anderen, die zur Entwicklung des Festivals beitragen & everyone who contributes to the festival's success.


www.loro.ch

Die Loterie Romande verteilt rund 190 Millionen Franken im Jahr an die Kultur,

die Sozialhilfe, den Sport und die Umwelt in der Westschweiz.

NEWCOM.CH

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