Download - Landesjugendring Niedersachsen e.V.

ljr.de

Download - Landesjugendring Niedersachsen e.V.

Mädchenarbeit

und Mädchenpolitik

in Niedersachsen

Heft 21

2/2003

Schwer punkt:

Migration und

Mädchenarbeit

Nds. Nachwuchs-Filmfest

für Mädchen

und junge Frauen

mehr auf

Seite 22+23!


2

Inhalt

Editorial 2

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“ 3-8

Kunterbunt 9

RG-Bezirk Braunschweig 10-11

RG-Bezirk Lüneburg 12-13

RG-Bezirk Weser-Ems 14-15

RG-Bezirk Hannover 16-17

Pinnwand 18-19

Lebenswelten hautnah 20-21

Mädchenpolitik 22-24

„Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“ 25-27

Termine 28-29

Lesen, Sehen, Hören 30-31

Adressen im Förderprogramm 32

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Migration und Mädchenarbeit“ -

so lautet das Thema des Schwerpunktartikels.

Auf diesem Feld ist

viel geschehen - in der „Donna

Lotta“, Heft 6 (Dez. 1995) hieß

das Schwerpunktthema „Arbeit

mit ausländischen Mädchen“

- gleichwohl bleibt noch viel zu

tun, wie die Autorinnen dieser

Ausgabe deutlich machen.

An dieser Stelle möchten wir auf

eine Neuerung hinweisen. Es

soll allen Interessierten die Möglichkeit

gegeben werden, sich zu

unserem Schwerpunktartikel zu

äußern oder Anregungen zu geben.

Wer Lust dazu hat, schreibt

bitte an:

„Donna Lotta“-Redaktionsteam,

Stichwort: „Leser/-innen-Briefe

Schwerpunkt“, z. Hd. Sabine

Koch (Adr. s. S. 32). Die Briefe

können dann in der Rubrik „Le-

sen, Sehen, Hören“ nachgelesen

werden.

Die Spannung steigt: Vom

26. bis 28. September fi ndet

im Kino im Künstlerhaus

in Hannover das COLOURS

statt. Das erste niedersächsische

Nachwuchsfi lmfest

für Mädchen und junge

Frauen bietet ein prall

gefülltes Wochenende mit

Filmen, Workshops, Konzert

und Party. Nähere Informationen

gibt es auf den

Seiten 22 und 23.

In der letzten „Donna Lotta“

ist uns leider ein Fehler durchgerutscht:

Die Verfasserin des

Schwerpunktartikels „Armutsgefährdete

Mädchen“ heißt nicht Dr.

Anke Richter, sondern Dr. Antje

Richter. Sorry

IMPRESSUM

Herausgerberin:

Vernetzungsstelle des Nds. För der pro gramms

„Le bens welt be zo ge ne Mäd chen ar beit“

(Träger: Lan des ju gend ring Nie der sach sen e.V.)

V.i.S.d.P.: Barbara Grill

Redaktionsanschrift:

Vernetzungsstelle des Nds. För der pro gramms

„Le bens welt be zo ge ne Mäd chen ar beit“,

Schwarzer Bär 4, 30449 Hannover,

Tel: 0511-2 153 153,

Fax: 0511-2 153 154

E-Mail: info@maedchenwelten.de

Redaktionsteam:

Gunda Ennen, Judith Nagel, Petra Kar ger,

Sabine Koch, Kirsten Laging, Astrid Schwarz,

Michaela Truß, Sa bi ne Zielinski

Redaktionelle Mitarbeit: Sabine Sundermeyer

Titelfoto:

Aus dem Film „Kick it like Beckham“, GB/USA 2002

Druck: BWH Buchdruckwerkstätten Hannover GmbH

Gestaltung: Anja Pape

Papier: 100% Recycling-Papier

Aufl age: 5.500

Verteiler:

Kostenlos zu erhalten bei den Mäd chen re fe ren tin nen

oder in der Ver net zungs stel le (Seite 32).

Hinweis:

Namentlich ge kenn zeich ne te Beiträge ent spre chen

nicht automatisch der Meinung der Redaktion.

Vervielfältigung und Veröffentlichung gerne unter

Angabe der Quelle und ggf. der Autorin.

Viel Spaß und wir freuen uns über

große Resonanz

Euer Redaktionsteam


Schwerpunkt

„Auf meinen Spuren - weibliche Identitäten“ - ein Projekt für Konfi rmandinnen.

Kontakt: Michaela Truß (Adr. s. S. 32)

Migration und Mädchenarbeit

Die Lebenssituation von Migrantinnen

ist ebenso vielschichtig

wie die Lebenssituation von

deutschen Mädchen und jungen

Frauen. Ebenso vielschichtig sind

die Konfl ikte, die aus diesen Lebenssituationen

erwachsen. Dies

bezieht sich selbstverständlich

nicht nur auf die jungen Frauen

und Mädchen, sondern auch auf

ihre Familien. Insgesamt sind bei

vielen Familien aufgrund der verschlechterten

sozioökonomischen

Situation höhere Problemdichte

und Mehrfachbelastungen zu

verzeichnen (vgl. MAGS 1997, S.

178). Migrationsfamilien sind nicht

nur stärker als deutsche Familien

von den sozioökonomischen Ver-

schlechterungen betroffen, sie

sind auch durch ausländergesetzliche

Restriktionen und alltägliche

Erfahrungen von rassistischen

Diskriminierungen zusätzlich belastet.

Gerade aus der Erkenntnis

heraus, dass die Lebenssituation

von Migrantinnen vielschichtig ist,

ist es erforderlich, in den Feldern

der Jugendhilfe eine differenzierte

interkulturelle Mädchenarbeit zu

gestalten. Mädchenarbeit alleine

kann selbstverständlich nicht zur

Lösung aller Konflikte bzw. zur

Verbesserung der Lebenssituation

der jungen Frauen und Mädchen

führen. Werden z.B. Konfl ikte zwischen

Eltern und Töchtern in Migrationsfamilien

nicht einfach als

Kulturkonfl ikte angesehen, wird

eher die Notwendigkeit einer Erziehungs-

oder Familienberatung

deutlich. Daher ist die interkulturelle

Öffnung der Regelversorgungseinrichtungen

zu fordern.

Entwicklungen seit dem 6.

Kinder- und Jugendbericht des

Bundes für die Arbeit mit jungen

Migrantinnen

Seit dem 6. Kinder- und Jugendbericht

des Bundes, der

sich erstmalig ausführlich den

Lebenslagen von Mädchen und

jungen Frauen widmete und nach

Inkrafttreten des § 9.3 KJHG, mit

dem Mädchenarbeit eine gesetz-

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“

3


4

liche Grundlage hat, vernachlässigen

die Angebote der Jugendhilfe

auch heute noch insbesondere

die zentralen Anforderungen für

eine Weiterentwicklung der pädagogischen

Arbeit mit jungen

Migrantinnen.

Die Ergebnisse jüngerer Studien

im Bereich der Erziehungshilfen,

die sich nach Erfahrung der

Autorinnen auf andere Bereiche

der Jugendhilfe übertragen

lassen, zeigen ausführlich, dass

„eine breite Auseinandersetzung

mit Fragen der interkulturellen

Erziehung sowie deren Grenzen

(wenn Konfl ikte weniger kulturell

als durch soziale Ausgrenzung

bedingt sind)“ nötig ist, damit

Angebote der Jugendhilfe u.a.

adäquat die Interessen und Bedarfe

von Mädchen und jungen

Frauen mit Migratrionshintergrund

berücksichtigen (BMFSFJ 1998a,

S. 421). Es besteht ein erheblicher

Qualifi zierungsbedarf in Sachen

interkultureller und geschlechtsbezogener

Kompetenz und einer

entsprechenden Ausrichtung

sozialpädagogischer Dienste.

Mädchen und junge Frauen

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“

Raus aus dem Alltag: im April 2003

auf der Insel Spiekeroog!

Kontakt: Michaela Truß (Adr. s. S.

32)

mit Migrationshintergrund sind

doppelt benachteiligt: „Eine wiederum

auf die geschlechts- und

staatsangehörigkeitsspezifische

Gleichaltrigengruppe bezogene

Relationierung ergibt, dass am

31.12.1998 nichtdeutsche Mädchen

und junge Frauen in den

meisten Hilfeformen gegenüber

Kooperation Sportjugend Nds. mit dem Jugendzentrum Linden (Hannover).

Kontakt: Karin Solsky (Adr. s. S. 32)

ausländischen jungen Männern

noch schlechter repräsentiert sind

als es die deutschen Mädchen /

jungen Frauen sind... Selbst im

Bereich der Inobhutnahme - dies

ist der einzige Bereich in dem

deutsche Mädchen überrepräsentiert

sind - sind ausländische Mädchen

gegenüber ausländischen

Jungen unterrepräsentiert. Die

doppelte Benachteiligung ausländischer

Mädchen wird damit

in der Statistik gut abgebildet“

(Trede, 2000, S. 4).

Was hat sich also geändert seit

dem 6. Jugendbericht? Hat sich

etwas geändert in der Jugendhilfe

für Mädchen und junge Frauen mit

Migrationshintergrund?

• Positiv verändert hat

sich, dass es zumindest einige

Studien und Analysen gibt, die

geschlechts- und staatsangehörigkeitsspezifi

sche Faktoren berücksichtigen,

wenn auch solche

Ergebnisse noch viel zu selten in

breite Fachdiskussionen und in

Fachpraxis einziehen.

• In den Jahren seit dem

Zirkusgruppe beim Sommerfest

2003.

Kontakt: Interkulturelles

Mädchenzentrum Gladbeck (NRW)


„Sommer, Sonne, Abenteuer.“, hier: Feuerspucken ist aufregend!

Kontakt: Astrid Schwarz (Adr. s. S. 32)

6. Kinder- und Jugendbericht haben

sich auch einige spezifi sche

Angebote für diese Mädchen und

jungen Frauen entwickelt, wenn

es auch insgesamt viel zu wenige

Angebote gibt und die Angebote

der Jugendhilfe im Querschnitt die

Zielgruppe nach wie vor vernachlässigen.

• Verändert haben sich

auch die Mädchen und jungen

Frauen selbst. Junge Migrantinnen

der zweiten und dritten

Generation sind in Deutschland

aufgewachsen und sie sind in

der Lage kompetent an der gesellschaftlichen

Kommunikation

verschiedener Kulturen teilzunehmen.

Gleichberechtigte Chancen

zur Partizipation an gesellschaftlichen

Gütern wie Bildung, Ausbildung

und Arbeit erhalten sie aber

nach wie vor nicht.

• Verändert haben sich

auch die Konzepte der Arbeit mit

Migrantinnen und der interkulturellen

Mädchenarbeit: weg von

einer defizitorientierten Wahrnehmung

der Migrantinnen, die

z.B. die spezifi sche Stärken und

Ressourcen dieser Mädchen völlig

unberücksichtigt lässt und die

auch rechtliche und strukturelle

Benachteiligungen nicht wahrnimmt.

Die wenigen existierenden Angebote

interkultureller Mädchenarbeit

haben es sich zur Aufgabe

gemacht, die Lebenssituationen

dieser Mädchen differenziert

wahrzunehmen, d.h. die Konfl ikte,

die sich beispielsweise aus einem

patriarchal geprägten Familien-

und Rollenbild ergeben, genau

so wahr und ernst zu nehmen,

wie die Stärken und Ressourcen,

die sich z.B. aus stabilen

Familienbezügen und bilingualer

Sozialisation ergeben.

Die Lebensentwürfe dieser Mädchen

und jungen Frauen setzen

sich mit den Werten und Bildern

verschiedener Kulturen auseinander.

Interkulturelle Mädchenarbeit

akzeptiert Gemeinsamkeiten und

Unterschiede. Sie zielt darauf ab,

Chancengleichheit herzustellen

und den jungen Frauen Wege zu

einem selbstbestimmten Leben

zu eröffnen.

Impulse aus der

interkulturellen

Mädchenarbeit

• Interkulturelle Mädchenarbeit

ist präventive Arbeit gegen

Sexismus und Rassismus. Ein

roter Faden der Prävention zieht

sich durch die gesamte Arbeit, als

Prävention gegen sexualisierte

Gewalt, wie auch gegen rassistische

An- und Übergriffe.

• Kulturelle Unterschiede

und Gemeinsamkeiten erfordern,

Im Juni 2003: durch die Natur

streifen und Kunstwerke erschaffen!

Kontakt: Astrid Schwarz (Adr. s. S.

32)

die Mädchen selbst als Expertinnen

für ihre Lebenslagen ernst zu

nehmen. Sie sind Ausgangspunkt,

Mittelpunkt und Orientierung für

die interkulturelle Mädchenarbeit.

Sie werden sowohl in die Konzepte

als auch in die mädchenpolitische

Öffentlichkeitsarbeit mit einbezogen.

Den Mädchen werden

Möglichkeiten zur Partizipation

an politischen Prozessen geboten,

indem sie ihre Interessen in

der Öffentlichkeit vertreten. Interkulturelle

Mädchenarbeit hat das

Interesse der Verbesserung der

Lebenslagen der Mädchen und

damit ein starkes Engagement

im Bereich der Mädchenpolitik.

• Im Spannungsfeld zwischen

Gleichstellungs- und sogenannter

Ausländerpolitik sucht

die interkulturelle Mädchenarbeit

stets nach Kooperationen. Ziel ist

es, eine Lobby für diese fi nanziell

zumeist schlecht oder gar nicht

abgesicherte Arbeit zu gewinnen

und im Sinne der Mädchen jede

Chance zu nutzen.

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“

5


6

Erlebnispädagogik für acht- bis zwölfjährige Mädchen!

Kontakt: Astrid Schwarz (Adr. s. S. 32)

• Gesellschaftlich relevante

Themen werden in der Mädchenarbeit

aufgeworfen und regen

öffentliche Diskussionen zu den

spezifischen Lebenslagen von

Mädchen an, z.B. Gewalt gegen

Mädchen. Interkulturelle Mädchenarbeit

hat die Gewalt gegen

Migrantinnen und die damit verbundene

spezifi sche Problematik

im Zusammenwirken verschiedener

sich teils widersprechender

Gesetze, z.B. dem Aufenthaltsbestimmungsrecht

und dem KJHG,

öffentlich thematisiert.

• Mädchenarbeit hat die

Notwendigkeit von Mädchen-

und Frauenräumen erkannt und

praktisch erprobt. Mädchenräume

gehen in ihrer Wirkung weit über

die Möglichkeiten zum Rückzug

und zur Stärkung hinaus; sie

sind Orte für Spaß, Bildung, Kultur

und Politik. Die dort gesammelten

Erfahrungen werden von

Mädchen auf vielfältige Weise in

andere Lebenszusammenhänge

transportiert. Die Bedingungen

außerhalb der Mädchenräume

setzen den Erfahrungen Grenzen.

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“

Widersprüche zwischen formal

verankerter Chancengleichheit

der Geschlechter und der realen

Ungleichheit verstärken sich für

Migrantinnen durch rechtliche

Restriktionen.

Migration und Mädchenarbeit

- Erfordernisse an eine zeitgemäße

mädchengerechte

Jugendhilfe

• Mädchengerechte Jugendhilfe

muss an den sozialen

Lebensbedingungen von Mädchen

ansetzen. Sie erfordert die

konsequente Umsetzung der

gesetzlichen Vorgaben aus dem

Grundgesetz, dem KJHG und

den Ausführungsgesetzen der

Länder, sowie die bessere Verankerung

geschlechtsspezifischer

und interkultureller Aspekte in Gesetzen,

Richtlinien und Erlassen.

Mädchengerechte Jugendhilfe

muss ihre Angebote für Mädchen

öffnen und spezifi sche Angebote

für sie schaffen.

• Jugendhilfe muss die

Pluralität widerspiegeln, die

unsere plurale multi-ethnische

Gesellschaft ausmacht. Im Sinne

der Interkulturalität soll es eine

gemeinsame Mädchenarbeit für

Angehörige der Majorität und

der Minoritäten geben, die das

gleichberechtigte Miteinander aller

fördert. Dabei geht es nicht darum,

Unterschiede in den Lebenswelten

auszublenden, sondern einen konstruktiven

Umgang mit Differenzen

zu erlangen. Nötig ist eine interkulturelle

und geschlechtsbezogene

Öffnung der Regelangebote.

• Jugendhilfe muss dem

Bedarf entsprechende räumliche,

personelle und finanzielle Ausstattung

für interkulturelle Mädchenarbeit

zur Verfügung stellen

(Umverteilung der vorhandenen

Ressourcen und Erweiterung um

Personalstellen für Migrantinnen).

Der Erhalt und die Neuschaffung

von Mädchenräumen sind über

ihre Bedeutung für die interkulturelle

Mädchenarbeit hinaus als

grundlegender Qualitätsstandard

geschlechtsspezifi scher Jugendhilfe

weiter umzusetzen und auszubauen.

• Im Sinne einer gleichstellungsorientiertenMigrationspolitik

ist die Einstellung von

Teampartnerinnen beim Üben mit der Kamera

Kontakt: Sabine Koch (Adr. s. S. 32)


Migrantinnen und Migranten in

alle Beschäftigungsbereiche und

Ebenen der Jugendhilfe mindestens

ihrem Bevölkerungsanteil

entsprechend zu gewährleisten.

Neben der Einstellung von Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern

mit Migrationshintergrund ist die

interkulturelle Fortbildung deutscher

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

erforderlich. Supervision,

die auch die Konfl ikte, Differenz

und Macht im multi-ethnischen

Team thematisiert und bearbeitet,

sollte gewährleistet sein. Zu den

institutionellen Rahmenbedingungen

gehören neben einem allgemeinen

interkulturellen Leitbild

gute mehrsprachige Öffentlichkeitsarbeit

und die Vernetzung

mit möglichen Kooperations- und

Austauschpartnerinnen und

Austauschpartnern, d.h. auch

die paritätische interkulturelle

Zusammensetzung von Gremien

(vgl. Hinz-Rommel 1994, S. 85

ff.).

• Als Grundlage für die Weiterentwicklung

von Jugendhilfe ist

eine breit angelegte bundesweite

Studie über den Bestand und die

Entwicklung der interkulturellen

Mädchenarbeit dringend erforderlich.

Dabei ist die inhaltlich oftmals

sehr unterschiedliche Ausrichtung

der Arbeit zu berücksichtigen; diese

sollte Gegenstand der Untersuchung

sein.

Berrin Özlem Otyakmaz (Universität

GHS Essen, FB Erziehungswissenschaften,

AG Interkulturelle

Pädagogik),

Cäcilia Debbing und Marita Ingenfeld

(FUMA – Fachstelle Mädchenarbeit

NRW)

„Puella‘s“:

Streetdanceprojekt

im August 2003.

Kontakt: Karin

Solsky (Adr. s. S. 32)

Bei dem Schwerpunktartikel

handelt es sich um Auszüge aus:

„Mädchen- und Jungenarbeit

– eine uneingelöste fachliche

Herausforderung, Der 6. Jugendbericht

und zehn Jahre Paragraph

9.3 im Kinder- und Jugendgesetz“,

Materialien zum 11. Kinder- und

Jugendbericht, Band 3, Hrsg.:

Sachverständigenkommission

11. Kinder- und Jugendbericht,

Verlag Deutsches Jugendinstitut;

Migration und Mädchenarbeit

(S. 249 – 264)

von Berrin Özlem Otyakmaz,

Cäcilia Debbing und Marita Ingenfeld

(s.o.)

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“

7


8

Projekt „Schönheit: Spieglein,

Spieglein. Ich weiß, wie schön ich

bin!“.

Kontakt: Michaela Truß (Adr. s. S.

32)

Literatur

BAG JAW (Hrsg.) (1995): Geschlechtsspezifische

Arbeit in

der Jugendsozialarbeit – Dokumentation

zur Fachtagung der

Bundesarbeitsgemeinschaft

Jugendaufbauwerk (mit guten

Beiträgen zur interkulturellen

Mädchenarbeit)

Beinzger, D./ Kallert, H. / Kolmer,

C. (1995): “Ich meine man muss

kämpfen können: Gerade als Ausländerin“.

Frankfurt

BMFFSJ Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend

(Hrsg.) (1998a): Leistungen

und Grenzen von Heimerziehung,

Stuttgart

BMFFSJ Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen und

Jugend (Hrsg.) (1984):

6. Jugendbericht – Verbesserung

und Chancengleichheit von Mäd-

Schwerpunkt: „Migration und Mädchenarbeit“

chen in der BRD. Bonn

Boos-Nünning, U. (1994): Die Definition

von Mädchen türkischer

Herkunft als Außenseiterinnen.

In: Nestvogel, R. (Hrsg.): “Fremdes”

oder “Eigenes”? Rassismus,

Antisemitismus, Kolonialismus,

Rechtsextremismus aus Frauensicht.

Frankfurt, S. 165 ff.

Boos-Nünning, U. und Otyakmaz,

B. Ö. (2000): Multikultiviert oder

doppelt benachteiligt? Lebenslagen

junger Migrantinnenfamilien,

Expertise zum 7. Kinder- und Jugendbericht

der Landesregierung.

NRW Düsseldorf

Ehlers, J./ Benter, A./ Kowalzyk, M.

(Hrsg.) (1997): Mädchen zwischen

den Kulturen. Anforderungen an

eine interkulturelle Pädagogik.

Frankfurt

FUMA - Fachstelle Mädchenarbeit

NRW (Hrsg.) (1999): Verschiedenes

und Gleiches – Entwicklungen

und Perspektiven interkultureller

Mädchenarbeit. Dokumentation

der gleichnamigen Fachtagung

vom Dezember 1998. Gladbeck

Hebenstreit, S. (1986): Frauenräume

und weibliche Identität

- Ein Beitrag zu einem ökologisch

orientierten Perspektivenwechsel

in der sozialpädagogischen Arbeit

mit Migrantinnen. Berlin

Hinz-Rommel, W. (1994): Interkulturelle

Kompetenz. Ein neues

Anforderungsprofi l für die soziale

Arbeit. Münster / New York

Kalpaka, A./ Räthzel, N. (1990):

Wirkungsweisen von Rassismus

und Ethnozentrismus. In: Die

Schwierigkeit nicht rassistisch zu

sein. Leer, S.12 ff.

Kalpaka, A. (1997): Interkulturelle

Kompetenz. Kompetentes

(sozial)pädagogisches Handeln

in der Einwanderungsgesellschaft,

in: Betrifft – Zeitschrift

der Ausländerbeauftragten des

Landes Niedersachsen, 4/97

Kraheck, N. (1997): Wer hätte

das gedacht. Mädchen sind nicht

gleich Mädchen. In: Ehlers, J./

Benter, A./ Kowalczyk, M. (Hrsg.):

Mädchen zwischen den Kulturen.

Anforderungen an eine interkulturelle

Pädagogik. Frankfurt

Mädchenzentrum Gladbeck

(Hrsg.) (1995): Weil es Mädchen

sind. Dokumentation des Mädchenzentrum

Gladbeck. Gladbeck

(sehr praxisbezogen)

MAGS Ministerium für Arbeit,

Gesundheit und Soziales des

Landes NRW (Hrsg.) (1997): Soziale

Beratungseinrichtungen in

Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf

Otyakmaz, B.Ö. (1995): Auf allen

Stühlen. Das Selbstverständnis

junger türkischer Migrantinnen in

Deutschland. Köln

Trede,W. (2000): Nichtdeutsche

junge Menschen in den Hilfen

zur Erziehung. In: KOMDAT-Jugendhilfe.

Kommentierte Daten

der Kinder- und Jugendhilfe. Informationsdienst

der Dortmunder

Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik.

Dortmund, S. 2-4

Karakasoglu, Y. (2002): Mädchen

aus Migrantenfamilien: Arm dran

oder gut drauf? In: Betrifft – Zeitschrift

der Ausländerbeauftragten

des Landes Niedersachsen,

3/02.


Fachtagung: „Partizipation in der

Praxis – Qualifi zierung von

Mädchenarbeit

Kunterbunt

Kunterbunt

Die LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. organisiert in Kooperation mit

der Heimvolkshochschule „Alte Molkerei Frille“ eine Weiterbildung zum

Thema: „Partizipation: Kernpunkt zur Qualifi kation von Mädchenarbeit“.

Mädchenarbeit wird derzeit mit verschiedenen Herausforderungen

und kritischen Anfragen konfrontiert, die konzeptionelle und praxisbezogene

Standortbestimmungen verlangen. Von den Einen wird

die Frage nach einer „zeitgemäßen“ Mädchenarbeit gestellt, die den

Interessen und aktuellen Lebenslagen von Mädchen gerecht wird.

Andere provozieren mit der These, dass Mädchenarbeit aufgrund von

Modernisierungsprozessen überfl üssig würde. Und dann bleiben da

auch noch die eigenen Fragen aus der Praxis, wenn die Mädchen keine

Interessen an den Angeboten haben oder Pädagoginnen selber die

Ideen oder die Motivation ausbleiben. Partizipation von Mädchen stellt

den zentralen Schlüssel dar, Mädchenarbeit qualitativ zu erneuern.

Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiterinnen aus der Jugendarbeit,

die mit Mädchen in geschlechtshomogenen oder koedukativen Zusammenhängen

pädagogisch arbeiten.

Teil 1: 13.-15.10.2003 – Selbstrefl exive und theoretische Zugänge zu

Partizipation und Mädchenarbeit

Teil 2: 10.- 12.12.2003 – Methodisch-praktische Zugänge für Partizipation

in der Mädchenarbeit

Leitung: Regina Rauw

Anmeldungen bitte bis zum 30.9.2003 an: LAG Mädchenarbeit, Alsenstr.

28, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521-13 95 94, Fax: 0521-329 21 05

Junglesbengruppen lustvoll leiten

Die BAG Mädchenpolitik e.V. veranstaltet in Kooperation mit der Lesben

Informations- und Beratungsstelle (LIBS) e.V. in Frankfurt/a. M. und dem

bundesweiten Netzwerk lesbische Pädagoginnen in der feministischen

Mädchenarbeit ein praktisches Training.

Angesprochen sind Mitarbeiterinnen aus Einrichtungen der Frauen-,

Mädchen- und Familienbildung, Frauen- und Lesbenberatungsstellen,

Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Selbsthilfebereich, die haupt-

oder ehrenamtlich mit lesbischen und bisexuellen Mädchen und jungen

Frauen arbeiten oder arbeiten wollen.

Themen, die bearbeitet werden:

- Gruppendynamik in Junglesbengruppen,

- Refl exion/Klärung der Leiterinnenrolle in Junglesbengruppen,

- Bedeutung und Gestaltung von Anfangsphasen,

- Situation und Motivation der Teilnehmerinnen,

- Themenkonzepte: zielgerechte Planung/kreative Gestaltung,

- Umgang mit schwierigen Situationen.

Kontakt

Elke Kreß, c/o LIBS e.V., Alte Gasse 38, 60385 Frankfurt a. M.

Tel.: 069-28 28 83, Fax: 069-219 997 16, E-Mail: info@libs.w4w.net.

Leitlinien Mädchenarbeit

NRW

Nach langjährigen Bemühungen

ist nun gemeinsam von beiden

NRW-Landesjugendämtern die

„Verankerung der Leitlinien zur

strukturellen Arbeit mit Mädchen

und jungen Frauen in der Jugendhilfe“

verabschiedet worden.

Im PDF-Format sind sie abzurufen

auf der Internetseite: www.ljawl.de

(auf Jugendhilfe A-Z, dann

auf Mädchenarbeit klicken).

Arbeit mit Mädchen

und jungen Frauen im

neuen Jahrtausend

Trends aus den fünf neuen

Bundesländern

Anlässlich ihres zehnjährigen

Bestehens veranstaltet die LAG

Mädchen und junge Frauen in

Kooperation mit der Landesstelle

für Mädchen in Sachsen Anhalt

vom 8.-10.10.2003 in Dresden

die Fachtagung: Arbeit mit Mädchen

und jungen Frauen im neuen

Jahrtausend – Trends aus den fünf

neuen Bundesländern. Mit dieser

Tagung soll die Mädchenarbeit in

den neuen Bundesländern ins

Zentrum der Fachöffentlichkeit

gerückt und Perspektiven für die

dort lebenden Mädchen und jungen

Frauen diskutiert werden.

Kontakt

Landestelle Mädchenarbeit

Sachsen Anhalt e.V.

Goethestr. 19

39108 Magdeburg

Tel.: 0391-631 05 06

Fax: 0391-736 284 87

E-Mail:

landesstellemaedchenarbeit@

web.de

Kunterbunt

9


10

Regierungsbezirk Braunschweig

Voll von der Rolle?!

Mädchenarbeit und Jungenarbeit

Fachtag am 20. Mai 2003 in

Göttingen war ein voller Erfolg

Großes Interesse an neuen

Impulsen

Mit über 100 Teilnehmenden aus

Schule, Jugendarbeit und Ausbildung

stieß der Fachtag auf ein

großes Interesse in der Region.

Die Sozialdezernentin der Stadt

Göttingen, Dr. Schlapeit-Beck,

betonte die Notwendigkeit von

geschlechtsbewusster Pädagogik

und warnte davor, die Errungenschaften

der Mädchenarbeit in

Zeiten leerer Kassen zu opfern.

Regina Meyer, Mitarbeiterin im

Frauenbüro der Stadt Göttingen,

wies auf die Entwicklungspotentiale

im koedukativen pädagogischen

Bereich hin, wenn

geschlechterbewusstes Arbeiten

dort zu einer Regelaufgabe

würde. Olaf Janz, Sprecher der

Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit

Niedersachsen, stellte

die These auf: „Jungenarbeit

braucht Mädchenarbeit – und

umgekehrt.“ Nur wenn sich alle

bewegen, kommen wir dem Ziel

einer geschlechterdemokratischen

Gesellschaft näher.

In der lebhaften und an Praxisproblemen

orientierten Diskussion

wurde auch auf die Grenzen

einer guten Pädagogik eingegangen.

Jungen- und Mädchenarbeit

alleine können z. B. nicht die Folgen

von Migration und verfehlter

Arbeitsmarktpolitik auffangen.

Einhellige Meinung bestand auch

bezüglich der Ressourcenverteilung.

„Jungenarbeit kann nicht

aus den sowieso gekürzten Mädchentöpfen

fi nanziert werden“ so

eine Teilnehmerin.

RG-Bezirk Braunschweig

Kickern alleine

reicht nicht

Neue Impulse erhielten

die Fachkräfte vor allem

aus den praktischen Beispielen

im Umgang mit Jungen. „Jungenarbeit

braucht mehr als eine

kickernde Jungengruppe. Jungenarbeit

braucht eine veränderte

Haltung des Pädagogen, braucht

Beziehungsarbeit, braucht den

authentischen Kontakt“, so Olaf

Jantz.

Der Fachtag schuf neue Freiräume

für den Dialog zwischen Mädchenarbeit

und Jungenarbeit, deren

Methoden sich sehr ähneln, die

sich in ihren jeweiligen Zugängen

jedoch unterscheiden.

Unterschiede nutzen

An verschiedenen Punkten wurde

deutlich, dass die „Genderbrille“

nicht die einzige Brille ist, die

Pädagogen und Pädagoginnen

aufsetzen sollten. Kulturelle

Herkunft, Behinderung, sexuelle

Orientierung sind nur einige

Faktoren, die oft im Verborgenen

wirken. Je mehr unterschiedliche

Erfahrungen und Prägungen in

einer Gruppe Sichtbar werden,

desto größer ist die Lernchance.

Girls‘ Day ist nicht gleich

Boys‘ Day

Am Beispiel des diesjährigen

Girls‘ Days wurde der Unterschied

von Mädchenarbeit und Jungenarbeit

deutlich. Wenn Jungen

neidvoll auf die Exkursionen ihrer

Mitschülerinnen schauen, dann

ist das nachvollziehbar. Wenn

aber Lehrer und Lehrerinnen

den Girls‘ Day boykottieren, weil

sie darin eine Benachteiligung

der Jungen sehen, dann kann

das nur als unprofessionelle pädagogische

Haltung angesehen

werden, so ein Statement aus

dem Publikum.

Kontakt

Regina Meyer, Mitarbeiterin im

Frauenbüro der Stadt Göttingen,

Tel.: 0551-400 28 66,

E-Mail: R.Meyer@goettingen.de


fi t for fun – only for girls

Dritter Mädchenaktionstag in Goslar

Am 12. Juni strömten nachmittags

ca. 200 Mädchen in das Jugendzentrum

B6. An diesen Tag war

das Zentrum mal jungenfrei und

die Mädchen konnten voll in Aktion

treten. Alles drehte sich um

Fitness und Gesundheit. Neben

neuen Frisuren und Schminktechniken

zeigten Mädchen des

Jugendrotkreuzes ihr Können

in erster Hilfe an „Wunden“,

die geschminkt wurden. Es ging

auch um gesunde Ernährung.

Mädchen beteiligten sich an der

Herstellung eines vegetarischen

Buffets und tranken genüsslich

Milchshakes. Auf der Wiese konn-

Mädels Go!

Am 19. Juni 2003 konnte in Braunschweig

die Zeitschrift „Mädels

Go!“ feierlich der Öffentlichkeit

vorgestellt werden.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes

des Paritätischen

Jugendwerks, Jugendverband

des Paritätischen Niedersachsen

e.V. mit dem Jugendgemeinschaftswerk

des Paritätischen

Braunschweig, trafen sich über

acht Monate lang eine Gruppe

von jungen Aussiedlerinnen, um

eine zweisprachige Zeitschrift zu

erstellen, die neu immigrierten

Mädchen Unterstützung geben

will, sich in Braunschweig besser

einzuleben.

Ziel des Projekts, welches im

Rahmen des Landesprogramms

„Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“

gefördert wurde, war

einerseits die Begrüßung und

Unterstützung neu ankommender

Mädchen in Braunschweig.

Andererseits sollte es insbesondere

aber auch den teilnehmenden

Mädchen und jungen Frauen

die Möglichkeit eröffnen, ihre

eigenen Migrationserfahrungen

zu refl ektieren. Sie sollten ein Fo-

ten die Mädchen eine Reise durch

den Körper an Stationen des Body

& Grips Mobils machen. Bei einer

„Hexe“ konnten sie Kräuter für

Duft- und Badesäckchen sammeln.

Auch der Sport kam nicht zu

kurz. Fußball und Tae Bo wurden

angeboten. Der aktionsreiche Tag

schloss

rum erhalten, die Situation junger

Migrantinnen aus der ehemaligen

Sowjetunion sichtbar zu machen.

Als Expertinnen ihrer eigenen

Lebenswelt bestimmten sie (mit

Ausnahme einer Vorgabe) die

Themenauswahl und entschieden

über Aufmachung und Layout der

Beiträge.

Mit Unterstützung dreier Studentinnen

der Fachhochschule

Braunschweig/Wolfenbüttel erinnerten

sich die Projektteilnehmerinnen

an ihre eigene Anfangszeit

in Deutschland und sammelten

und bearbeiteten Themen, die

für sie in den unterschiedlichen

Phasen ihres Einlebens in Braunschweig

wichtig waren und sind.

Mit einer Grafikdesignerin gestalteten

sie anschließend ihre

Zeitschrift.

In ihrem Produkt informieren die

jungen Frauen u. a. über das Schulsystem

in Deutschland, hilfreiche

Adressen in Braunschweig und

die „wirklich wichtigen Deutschkenntnisse“

in den ersten Tagen.

In „Mädels Go!“ dokumentieren sie

ihr Bedürfnis nach Integration und

Anerkennung.

In ihrer Zeitschrift teilen sie ihre

Erfahrungen mit und wollen

mit tänzerischen und akrobatischen

Darbietungen. Alles in allem

war der Tag ein voller Erfolg, denn

mit Prävention fängt die Gesundheit

an!

Kontakt

Susanne Smetan (Adr. s. S. 32)

„Mädels Go!“ - Eine

russisch-deutsche Zeitschrift

für junge Aussiedlerinnen

„Neuen“ Mut machen, sich aktiv

ein neues Leben in Deutschland

aufzubauen.

Nicht zuletzt aber hatten die

jungen Frauen im Rahmen ihres

Projekts und der kreativen

Zusammenarbeit in ihrem Team

und den gemeinsamen Aktionen

eine Menge Spaß!

Kontakt

Kirsten Laging (Adr. s. S. 32)

RG-Bezirk Braunschweig

11


12

Regierungsbezirk Lüneburg

Mädchen in Aktion

70 Mädchen entflohen ein

Wochenende lang dem trüben

Novemberwetter und beteiligten

sich am Mädchenaktionstag in

der Kreisstadt Rotenburg. Organisatorin

von Workshops, Fest

und Übernachtung war der Arbeitskreis

„Mädchen im Landkreis

Rotenburg”, in dem seit etlichen

Jahren Jugendpädagoginnen,

Frauenbeauftragte und interessierte

Frauen zusammen arbeiten

und sich für emanzipatorische

Jugendarbeit und bessere Chancen

für Mädchen einsetzen. Das

Besondere an der Veranstaltung

sind die durchweg auf Förderung

von Mädchen angelegten und

Gemeinde übergreifenden Angebote.

Werbung und Anmeldungen

In allen Gemeinden des Landkreises,

in dem sich aktive Mitglieder

des Arbeitskreises Mädchen

befi nden, wurde in den Klassen

fünf bis sieben kräftig für das Aktionswochenende

geworben. Dies

hatte zur Folge, dass sich etwa

150 Mädchen anmeldeten. Leider

konnte wegen der Übernachtung,

bei der die Betreuung gewährleistet

werden musste, nur etwa die

Hälfte teilnehmen.

Mädchen entscheiden sich

Jedes Mädchen hatte sich schon

bei der Anmeldung für einen der

Kurse „Theater”, „Zirkus”, „Stark

und selbstbewusst”, „Seidenmalerei”,

„Maskenbau”, „Bauen mit

Holz” oder „Internet” entschieden.

Hier konnten die Mädchen in kleinen

Gruppen einen Nachmittag

lang kreativ sein, ihr handwerkliches

Geschick und ihre Stärke

ausprobieren. Am Ende dieser

Arbeitsphase fand dann zunächst

RG-Bezirk Lüneburg

ein gemeinsames Abendessen mit

Hot Dogs und Salaten statt, bis

sich alle Teilnehmerinnen in der

Aula der Theodor-Heuss-Schule

zu den Aufführungen der verschiedenen

Workshops versammelten.

Daran nahmen unter großem Beifall

nahezu alle Gruppen teil: wunderschöne

Seidenmalereien folgten

dem lustigen und lautstarken

Theaterstück, die Präsentation der

Holzarbeiten schloss sich an die

Vorführungen der Selbstverteidigungsgruppe,

der Akrobatinnen

und der Clowninnen an.

„Stark und selbstbewusst“ ein Kurs

beim Mädchenaktionstag

Stolz präsentieren die Mädchen die

selbstgebauten Produkte aus der

Holzwerkstatt.

Nina und Laura haben übrigens

beschlossen, sich von nun an

zu wehren, wenn sie von Jungs

blöd angemacht werden und

Kerstin schenkt ihr Produkt aus

der Holzwerkstatt der Mutter zu

Weihnachten.

Kulturelles

Dann folgte der Höhepunkt des

Abends: die fünfköpfige Mädchenband

„Burning Flames” aus

Walsrode ließ bekannte und

weniger bekannte Songs mit

gekonnten Instrumentaleinlagen

hören. Die Zuhörerinnen forderten

nach ausgiebigen Applaus immer

weitere Zugaben. Leider mussten

dann auch die großen „Vorbilder”

auf Wunsch ihrer Eltern wieder

rechtzeitig nach Hause.

Dann hieß es auch schon

bald die Schlafsäcke

hervorholen und versuchen

zu schlafen.

Das klappte nicht immer, denn

einige Nachbarinnen fl üsterten,

lachten oder warfen mit Erdnüssen.

Eine kleine Gruppe hatte

sich zur Lesenacht gemeldet

und bekam die Gelegenheit, der

vorlesenden Betreuerin zuzuhören

oder selbst in einem der

Bücher aus der Bücherei Zeven

zu schmökern.

Fazit

Nach dieser langen Nacht wurde

am Sonntagmorgen dann zum

gemeinsamen Frühstück gerufen

– nicht nur die Mädchen hatten dabei

etwas blasse Gesichter. Zufrieden

und voller neuer Erlebnisse

fuhren die Mädchen anschließend

mit ihren Eltern nach Hause.

Kontakt

Brigitte Borchers, Frauenbeauftragte,

Stadt Rotenburg (Wümme),

Große Str. 1,

27356 Rotenburg (Wümme),

Tel.: 04261-712 22


Mädchenaktionswochen 2003 in der

Samtgemeinde Hagen

Kaum waren die Programme

in den Schulen verteilt, liefen

die Telefone in der Zentrale im

Rathaus heiß. Der Grund: Diese

Nummer war angegeben, um sich

für die Veranstaltungen der Mädchenaktionswochen

anzumelden.

In allerletzter Minute druckte ich

noch schnell Excel-Listen für die

Anmeldungen aus. Innerhalb von

zwei Tagen waren verschiedene

Aktionen bereits ausgebucht - immer

mit der Bitte verbunden, sich

im Fall des Falles abzumelden,

damit Mädchen von der Warteliste

aufrücken könnten. Besonders

beliebt waren erwartungsgemäß

„Auf dem Rücken der

Pferde...“, „Top bedrucken“ und

„Töpfern“.

Etwas enttäuscht wurden unsere

Erwartungen nur beim „Mofa-

Vom 22. - 24.11.2002 hatten wir

in Loxstedt (Landkreis Cuxhaven)

die beiden Dozentinnen der

„MädchenOnlineOnTour“ zu Gast.

Insgesamt haben acht Mädchen

im Alter von acht bis 16 Jahren an

diesem Workshop teilgenommen.

Von der anfänglichen Skepsis bezüglich

des Altersunterschiedes

war nach dem ersten Beschnuppern

nichts mehr zu spüren.

Normalerweise wird dieser Workshop

in zwei Gruppen zu acht

Mädchen aufgeteilt, wobei sich

eine Gruppe mit dem Internet

Berichtigung „Mädchenfreizeit

auf Texel!” , S. 13

Donna Lotta (Heft 20):

Hier ist uns ein Fehler unterlaufen:

Die Ansprechpartnerin ist natürlich

die Frauenbeauftragte aus

Hambergen: Katja Lipka, Tel.:

04793-78 12. Sorry!

Führerschein“ und beim „Kistenklettern“

- beide Veranstaltungen

konnten „mangels Masse“ nicht

durchgeführt werden. Aber auch

die „Inliner-Rallye“ und die „Übernachtung

mit anschließendem

Ausfl ug zur Skaterhalle“ wurden

begeistert angenommen.

Das Schöne bei diesen dritten

Mädchenaktionswochen war für

mich, dass außer der Verteilung

der Programme keine Werbung

mehr nötig war. In den beiden Jahren

zuvor, musste ich noch viele

Mädchen direkt ansprechen, um

sie auf die Möglichkeiten aufmerksam

zu machen - jetzt kommen

sie von sich aus - und mit Begeisterung!

Und wenn man dann noch

anschließend Anrufe von Müttern

bekommt, die sich bedanken, weil

es ihren Töchtern so gut gefallen

und dem Erstellen einer Homepage

beschäftigt und die andere die

Musikinstrumente ausprobieren.

Da bei dieser Veranstaltung die

Gruppe nicht groß war, durften

die Mädchen alles zusammen

machen. Ein paar Stunden in die

Welt der Rockmusik eintauchen

und danach die ersten Schritte

von HTML erlernen.

Bilder und Eindrücke kann man

unter der Homepage von MädchenOnline

nacherleben.

Im Internet unter:

www.maedchenonlineontour.de

Leider ist uns beim

oben genannten

Artikel ein falsches

Foto untergekommen.

Das Bild gehört

zum Artikel:

Schwanger? Und

nun?

(S.13 Heft 20)

hat... - was will man mehr?

Ich wünsche den Mädchen und

mir weiterhin die Möglichkeit,

solche Aktionswochen durchzuführen,

die nur mit Hilfe der

fi nanziellen Unterstützung durch

den Landkreis umgesetzt werden

können. Weitergehend würde ich

mir aber auch „Jungenaktionswochen“

wünschen. Was nützen uns

selbstbewusste, gut ausgebildete

junge Frauen, wenn sie nur schwer

Partner fi nden, die genau das zu

schätzen wissen?!

Kontakt

Angelika Becker, Frauenbeauftragte

der Samtgemeinde Hagen,

Amtsplatz 3, 27628 Hagen

Tel.: 04746-87 67

Mädchen online- www.maedchenonlineontour.de

Wegen des großen Anklangs

konnte die Veranstaltung im Mai

2003 wiederholt werden. Auch hier

gibt´s Ergebnisse unter der oben

genannten Internetseite.

Viel Spaß beim Angucken!

Kontakt

Silke Domdalski

Frauenbeauftragte der Gemeinde

Loxstedt

Internet: www.fbloxstedt.de

E-Mail:

frauenbeauftragteloxstedt@

web.de

Berichtigung „Erster Online-Guide für Mädchen”,

S. 12, Donna Lotta (Heft 20):

Außerdem ist alleinige Trägerin des

Projekts, das im Artikel beschrieben

wird, die Frauenbeauftragte des Landkreises

Stade: Anne Behrends,

Tel.: 04141-122 05.

Auch hier ein dickes Sorry!

RG-Bezirk Lüneburg

13


14

Regierungsbezirk Weser-Ems

Puppenmütter klettern auch auf Bäume!

Im Rahmen des Kongresses

„Bewegte Kindheit“ in Osnabrück

im März 2003 fand erstmals

ein Workshop zu dem Thema:

Geschlechtsbewusste Arbeit in

Kindertageseinrichtungen mit

dem Titel: „Puppenmütter klettern

auch auf Bäume!“ statt.

Jungen werden in frühester

Kindheit dazu ermutigt, sich

eigenverantwortlich mit der

Umwelt auseinander zu setzen.

Dabei entwickeln sie die motorischen

Kompetenzen, die sie

standfester, geschickter und

sicherer machen. Mädchen

hingegen werden stärker behütet.

Nicht Auseinandersetzung,

Durchsetzungsvermögen und

Stärke sondern Empathie, Einfühlungsvermögen,

Rücksicht

sind die zentralen Themen ihrer

Sozialisationsgeschichte. Ihnen

steht weniger Aktionsraum zur

Verfügung. Eigenwillige Aktivitäten

werden nicht gefördert.

Verhindert wird damit die Auseinandersetzung

mit eigenen

Grenzen und internalisiert wird

285 Schülerinnen konnten an

insgesamt 23 unterschiedlichen

Workshops oder Erzählcafes

teilnehmen und sich über verschiedene

„frauenuntypische“

Arbeitsfelder, wie Ver- und Entsorgerin,

Soldatin, Polizistin,

Schornsteinfegerin, Radio- und

Fernsehtechnikermeisterin sowie

Schiffbauerin einen realistischen

Einblick verschaffen. In

Workshops aus den Bereichen

Physik, Chemie, Metall, Holz,

IT, Elektro und Bau hatten die

Mädchen die Gelegenheit sich

auch praktisch auszuprobieren.

Sie konnten beispielsweise

Fliesen kleben und mauern. Im

Rahmenprogramm konnten die

RG-Bezirk Weser-Ems

die Warnung vor der Gefahr und

das elementare Gefühl, dieser

Gefahr nicht gewachsen zu sein.

Damit nehmen sich Mädchen im

gesamten Bewegungsbereich

zurück und die Entwicklung des

Selbstbildes wird eingeschränkt.

Werden Kinder sich selbst überlassen,

kommen die Mädchen zu

kurz. Ideen für geschlechtsbewusste

Angebote in der frühkindlichen

Bewegungsentwicklung sind

deshalb: Geschlechtergetrennte

und geschlechtsbewusste Angebote.

Ab Beginn der Kindergartenzeit

durchwechseln der Spielbereiche

(Jungen- und Mädchenbaueckenzeit,

Jungen- und Mädchenpuppenspielzeit);

Verwenden

von Bewegungsgeschichten bzw.

Literatur von ‚mutigen’ Mädchen;

Verzauberungs(fang)spiele in ‚mutige’

Mädchen und ‚liebe’ Jungs;

Mädchen und Jungen helfen beim

Auf- und Abbau innerhalb der Bewegungsstunde

mit; geschlechtsbewusste

Spielzeugüberprüfung

und -verwendung.

Zur Erweiterung des Bewegungs-

Girls´ Day 2003 in Papenburg für Mädchen

aus dem Altkreis Aschendorf-Hümmling

Schülerinnen unter anderem den

„Miss-Technik“-Test durchführen

und eine Berufsberaterin des

Arbeitsamtes war den ganzen

Tag vertreten.

Organisatorinnen waren Birgit

Berssen, Frauenbeauftragte der

Stadt Papenburg, Bettina Geiger,

Mädchenbeauftragte des Jugendzentrums

Wasserwerk, die Frauenbeauftragten

des Landkreises

Emsland, der Samtgemeinde

Werlte, Dörpen und Lathen gemeinsam

mit der „Region des

Lernens“ von der Berufsbildenden

Schule (gewerbliche und

und Handlungsspielraumes von

Mädchen brauchen diese Möglichkeiten,

eigene Grenzen zu erfahren;

richtig laut sein zu dürfen;

erlebnispädagogische Angebote

wie Klettern, Rollbrettparcours,

Raufen, Ringen und Ballwelten.

Zur Erweiterung des Bewegungs-

und Handlungsspielraumes von

Jungen brauchen diese die Möglichkeit,

Rücksicht auf andere

zu nehmen; sich gegenseitig zu

helfen; auch mal leise sein zu

können; Gefühle zeigen zu dürfen;

Puppenwelten; zu reden statt

zu schlagen.

Ein ausführlicherer Artikel mit

Hintergrundinformationen und

einem Beispiel zu einer praktischen

Bewegungsstunde wird

in der Kongressdokumentation

veröffentlicht:

www.kongress.kindheit.uniosnabrueck.de

oder

Tel.: 0541-969 44 54.

Kontakt

Gitte Gärtner-Klein und

Gitta Axmann (Adr. s. S. 32)

Girls‘ Day in Papenburg

kaufmännische Fachrichtung).

Kontakt

Birgit Berssen, Frauenbeauftragte

der Stadt Papenburg, Hauptkanal

rechts 68/69, 26871 Papenburg,

Tel.:04961-822 14; E-Mail: brigit.

berssen@papenburg.de.


Jugendamt geht neue Wege in der Gewaltprävention:

Mädchen-Träume – Mädchen-Stärken

Zehn Mädchen haben sich aus dem

Landkreis Oldenburg im April diesen

Jahres auf den Weg gemacht,

sechs Nachmittage lang Selbstverteidigung

(WenDo) zu trainieren und

die gewonnene Stärke und Klarheit

gleich in der Arbeit mit Ponys weiter

zu erproben. Das Pferd wurde

als Beziehungsmedium eingesetzt

und half so, eigenes Verhalten verändern

zu lernen. Im szenischen

Spiel des WenDo-Trainings wurde

schnell deutlich, dass z. B. das andere

Mädchen immer deshalb viel

zu nah heran kommt, weil Haltung

und Stimme nicht konsequent und

deutlich „nein“ sagen. In der Arbeit

mit den Pferden wurde dann genau

dieses klare stimmliche und

gestische „nein“ gebraucht, um ein

stures Pony davon abzuhalten immer

wieder in den Jackenärmel zu

zwicken. In „Mädchen-Träume Mädchen-Stärken“

ging es nicht nur um

Kontinuierlich parteiliche Mädchenarbeit

zu integrieren ist keineswegs

selbstverständlich und

wegen vieler Schwierigkeiten

- befristete Sozialarbeiterinnenstellen,

Teilzeit, Haushaltskürzungen,

permanentes Infrage stellen

der Notwendigkeit usw. - nicht

leicht. Wenn also ein Arbeitskreis

Mädchenarbeit zehn Jahre unermüdlich

über alle Hindernisse

hinweg besteht und erfolgreich

arbeitet, ist dies wahrlich ein

guter Grund zu feiern! Genau

dieses hat der Arbeitskreis Mädchen

in Stadt und Landkreis Leer

anlässlich seines zehnjährigen

Bestehens Ende 2002 getan und

hatte ehemalige Mitarbeiterinnen,

Personen aus Politik, Verwaltung,

Verbänden und sozialen Einrichtungen

zum Mitfeiern nach Leer

in den Kulturspeicher eingeladen.

das „Nein“, sondern auch

um das „Ja“. Nicht nur eine

defensive Verteidigungshaltung,

sondern auch das

Wahrnehmen und Durchsetzen

der eigenen Wünsche

waren zentrale Themen. Einem

Pony muss ich sagen,

was ich will, wohin ich will.

So brauchten die Mädchen

Durchsetzungskraft, Führungsqualität,

aber auch

Einfühlungsvermögen, um

ihre Ponys durch den aufgebauten

Hindernisparcours zu

lenken. „Ach, das ist ja wie

beim WenDo“, war dann auf

dem Reitplatz zu hören.

Kontakt

Brigitte Malcharczyk, Reitvergnügen

Hespenbusch, Am Gräberfeld 9,

26197 Großenkneten, Tel.: 04435-

91 63 89 oder Mareike van´t Zet,

Zehn Jahre Arbeitskreis Mädchen

in Stadt und Landkreis Leer

In der Begrüßung wurden die Aktivitäten

und Inhalte des Arbeitskreises

von A wie „Ausstellung

– Alltag von Mädchen“ bis Z wie

„Zielgruppe Mädchen“, aber auch

„Zeit für Mädchen“ und „Zukunft

des Arbeitskreises“ vorgestellt.

Für den Festvortrag „Mädchengerechte

Jugendhilfe in Zeiten

von Gender Mainstreaming“

konnte der Arbeitskreis die Dipl.

Päd. Claudia Wallner, freie Autorin

und Referentin für Mädchenarbeit

und Mädchenpolitik, gewinnen.

Pointiert stellte sie die Eckpfeiler

mädchengerechter Jugendhilfe

vor, ging auf die Veränderungen

und Gefahren für Mädchenarbeit

durch Gender Mainstreaming ein

und ließ humorvoll die Hindernisse

und Vorurteile einfl ießen, mit denen

Frauen konfrontiert werden,

die sich für Mädchenarbeit en- en-

„Das Glück der Erde liegt auf dem

Rücken der Pferde“

Jugendamt des Landkreises Oldenburg,

Delmenhorster Str. 6, 27793

Delmenhorst, Tel.: 04431-853 23,

E-Mail: jugendschutz@oldenburgkreis.de.

gagieren. Musikalisch umrahmt

wurde die Veranstaltung von vier

jungen Saxophonistinnen. Das

Buffet mit Sekt und Saft zum Abschluss

sorgte dafür, dass nach

den geistigen Genüssen auch

das leibliche Wohl nicht zu kurz

kam. Für die Mitarbeiterinnen des

Arbeitskreises, die ihre Arbeit auf

Stellwänden und mit Dokumentationen

präsentiert hatten, war

die Feier Rückblick und Motivationsschub

für zukünftige Arbeit

zugleich.

Kontakt

Gisela Heuer, Frauenbeauftragte

der Stadt Leer, Rathausplatzstr. 1,

26789 Leer, Tel.: 0491-978 23 99,

Fax: 0491-978 23 99.

15


16

Regierungsbezirk Hannover

Die zweite Schaumburger Girls‘ Night

– Mädchen unter sich im Diskofi eber!

Am 7. März 2003 fand die zweite

Schaumburger Girls‘ Night in

Lindhorst – Landkreis Schaumburg

– statt. Alle Mädchen ab elf

Jahren waren vom Arbeitskreis

Mädchenarbeit des Landkreises

Schaumburg eingeladen, in gemütlicher

Atmosphäre bei Hot

Dog und Sandwich sowie Milchshakes

und Cola, ein Mädchenfest

im Rahmen des internationalen

Frauentages zu feiern. Schon

Wochen vorher war die Party in

aller Mädchen Munde. So war

die Stimmung der Mädchen,

z. B. im gecharterten Shuttle-Bus,

schon ordentlich angeheizt. Ab

19 Uhr eröffnete die Tanzgruppe

aus Stadthagen mit coolen

Hip-Hop-Tänzen die Girls‘ Night.

Auch die Jazzdancegruppe des

TUS Jahn Lindhorst im lustigen

Nonnenkostüm gab ihr Bestes.

Der Höhepunkt zeigte sich in den

Bauchtänzerinnen Re Schirah und

Perrizard aus Minden, die mit ihrer

Musik, Kostümen und orienta-

Muslimische Mädchen sind über

den organisierten Sport schwer

zu erreichen. Kommen sie aus

traditionellen Familien, sind sie

sogar teilweise vom Sportunterricht

befreit, insbesondere wenn

er in gemischtgeschlechtlichen

Gruppen stattfindet. Daraus

resultiert der Ansatz, diese

Mädchen in ihren Lebenswelten

aufzusuchen und ihnen dort die

Möglichkeit zu bieten, an identitäts-

und gesundheitsfördernden

Bewegungsangeboten teilzunehmen.

D.h., nicht die Integration in

den Sportverein, sondern die

Kontaktaufnahme durch aufsuchende

Arbeit steht zunächst

im Vordergrund. Auch rückt in

RG-Bezirk Hannover

Gebannt schauen die Mädchen der

Tänzerin zu!

lischen Bewegungen die Mädchen

zum Mittanzen begeisterten.

Die Mädchen tanzten, sangen,

probierten die unterschiedlichen

Milchshakes, ruhten sich in den

Sitzecken aus oder amüsierten

sich über die Jungs, die draußen

standen und mitfeiern wollten. Als

180 Mädchenstimmen „We have

a dream“ sangen, brodelte die

Mehrzweckhalle. Das Diskoteam

„Fets“ hätte noch die ganze Nacht

durchspielen können, um alle

Mädchensportprojekt in der Moschee

Hannover – Stiftstraße

diesem Projekt die Bedeutung

von Beratung und Qualifi zierung

von Berufsgruppen, die mit muslimischen

Mädchen arbeiten, ins

Blickfeld.

Freizeitaktivitäten traditionell

orientierter muslimischer Mädchen

spielen sich mehrheitlich

im näheren sozialen Umfeld der

Familie ab. Ein wichtiger Begegnungsort,

der das Vertrauen der

Eltern genießt, ist außerdem

die Moschee: Dort erhalten die

Mädchen Koranunterricht, feiern

Feste und singen gemeinsam. So

entstand die Idee, innerhalb einer

Moschee ein Mädchensportangebot

zu initiieren. Das Projekt soll

dazu beitragen, die Akzeptanz

180 Mädchen im Diskofi eber bei

der Girls‘ Night in Lindhorst

Musikwünsche der Mädchen zu

erfüllen. „So eine tolle Stimmung

habe ich schon lange nicht mehr

erlebt“, sagte DJ Stephan und

wollte auch bei der nächsten Feier

gerne wieder dabei sein. Um 22

Uhr erklang dann leider das letzte

Lied und nur ungern nahmen die

Mädchen Abschied. Kaputt vom

vielen Tanzen und beschwingt

von dem Diskofeeling waren sie

sich einig – nächstes Jahr sind sie

wieder bei der Girls‘ Night dabei!

(Claudia Kittel-Seifert)

Kontakt

Arbeitskreis Mädchenarbeit

Landkreis Schaumburg, c/o Jugendpfl

ege, Iris Burkardt-Pawlik,

Jahnstr. 20, 31655 Stadthagen,

Tel.: 05721-70 33 42

muslimischer Eltern zu steigern,

die Bewegungsinteressen ihrer

Töchter zu fördern.

Das Kooperationsteam für das

Projekt war interkulturell besetzt:

bestehend aus der Religionsbeauftragten

und dem Vorsitzenden

der Moschee, zwei Fachfrauen des

Beratungszentrums für Migrantinnen

(Kontaktherstellung und Übersetzen)

sowie dem Sportverein Pro

Judo (konzeptionelle Beratung).

Die Mädchenreferentin der Sportjugend

im Nds. Förderprogramm

„Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“

hatte die Projektleitung.

Außerdem war eine Praktikantin

aus der Türkei, die in Istanbul

Sportmanagement studiert hat,


überwiegend für die Übungsleitung

der Mädchensportgruppe

verantwortlich.

Insgesamt besuchen ca. 60 Mädchen

die Moschee in der Stiftstraße

regelmäßig. Sie werden

von der Religionsbeauftragten

betreut, die auch Kontakt zu den

Eltern hält. Anhand einer von der

Sportjugend durchgeführten Fragebogenaktion

machten 36 Mädchen

aus der Moschee deutlich,

dass sie gerne Selbstverteidigung,

Gymnastik und Tanz ausprobieren

möchten, aber auch gegenüber 23

anderen genannten Sportarten

aufgeschlossen seien. Hieraus

wird deutlich, dass die Zielgruppe

ein generelles Interesse an vielfältigen

Sport- und Bewegungsarten

hat. Wichtig war ihnen dabei, dass

die Übungsstunde von einer Frau

geleitet wird, deren Nationalität

für die meisten Mädchen jedoch

keine Rolle spielte.

Im November 2002 startete das

Projekt mit zwei Gruppen, eine

für sechs- bis elfjährige und

Wie schon an Wochenenden

zuvor trafen sich Mädchen am

Wochenende vom 20. - 22. Juni

2003 in den Räumen des AKA (Arbeitskreis

Ausländer). Der AKA ist

eine Einrichtung der Katholischen

Jugend Hannover, die sich seit

1975 in der interkulturellen Arbeit

mit Kindern, Jugendlichen und

Familien engagieren. Ziel ist es,

Toleranz, Akzeptanz und ein gegenseitiges

kulturelles Verständnis

zu schaffen. Die Mädchen

hatten beschlossen, am niedersächsischen

Nachwuchsfi lmfest

COLOURS teilzunehmen. An

diesem Wochenende wollten sie

einen Film dafür drehen. Das Thema

für den Film hatten die Mädchen

schnell gefunden: „Ausgren-

eine für zwölf- bis 18-jährige

Mädchen. Samstags nach dem

Koranunterricht kamen ca. zwölf

Mädchen in jede Gruppe. Neben

Gymnastik zum Aufwärmen und

Selbstverteidigungstechniken

standen Übungen zur Körperwahrnehmung,

z. B. das Erlernen

von Fallen und Rollen, im Vordergrund.

Oft konnten die Mädchen

ein erstes „Ich trau mich nicht“ bei

diesen Übungen überwinden und

ihr Selbstbewusstsein und ihre

Bewegungsfähigkeiten steigern.

Resümee

Durch einen Honorarkraftwechsel

wurde deutlich, wie

wichtig eine deutsch-türkischsprachige

Übungsleiterin ist, um

den Kontakt zu den Müttern zu

halten, die häufi g im Gegensatz

zu ihren Töchtern kein deutsch

sprechen. Die Akzeptanz der

Männer für das Angebot wurde

durch den Vorbeter der Moschee

erhöht, der das Mädchensportan-

gebot im Freitagabendgebet ankündigte

und auch seine Tochter

daran teilnehmen ließ. Der uns zur

Verfügung gestellte Raum wurde

allerdings manchmal spontan

anders genutzt, z.B. durch eine

Hochzeit. Das zeigte, dass das

Gemeinschaftsleben Prioritäten

setzt. Die Akzeptanz der Mädchen

dafür war groß – sie feierten mit.

Das Projekt bietet Mädchen aus

traditionellen Familien die Möglichkeit,

im geschützten Raum

Sport zu treiben und Erfahrungen

für ein positives Körperkonzept

zu sammeln. Das Raumnehmen

der Mädchen an Orten, die für sie

wichtig sind und die Erfahrung, direkt

als Gruppe angesprochen zu

werden, signalisiert ihnen, dass

sie mit ihren Bedürfnissen ernst

genommen werden. Dies hebt

das Selbstbewusstsein dieser

Mädchen und unterstützt sie, mit

muslimischen Wurzeln in Deutschland

zu leben.

Kontakt

Karin Solsky (Adr. s. S. 32)

„Abenteuer Spanien“ – ein Videowochenende

zung“, denn dazu hatte jede von

ihnen ihre eigenen Erfahrungen,

ob sie nun aus Spanien, Italien,

dem Kosovo oder Deutschland

kamen. Am Freitagabend wurde

fl eißig über das Drehbuch diskutiert

und die Rollen wurden verteilt.

Auch die ersten Szenen wurden

schon gedreht. Am Samstag und

Sonntag entstand der Film: „Abenteuer

Spanien“. Es geht dabei um

eine Mädchenclique, die zunächst

andere Mädchen ausschließt, sie

schließlich in ihre Planungen für

ihren Spanienurlaub mit einbezieht,

um dann festzustellen, dass

diese Mädchen auch total nett

sind: „Enjoy the difference!“ rufen

sie zum Schluss gemeinsam und

hoffen, dass sie bei COLOURS,

dem Mädchenfilmfest vom 26.-

28. September 2003 in Hannover

einen Preis gewinnen.

Kontakt

Cordula Canisius-Yavuz,

AKA - Arbeitskreis Ausländer

Allerweg 3-7, 30449 Hannover,

Tel.: 0511-45 61 32

Hannover

17


Pinnwand

Girls Action Plan - GAP

18

Die Ergebnisse des transnationalen Projektes „gap-europe - Partizipation und

nachhaltige Entwicklung“ liegen vor. Sie können ab sofort unter gartmann@lifeonline

bestellt werden. Entstanden sind eine Publikation und eine CD-Rom.

Die Publikation fasst auf 43 Seiten (pro Sprache) die zentralen Ergebnisse des

Projektes zusammen. Versehen mit vielen Fotos, gibt sie dreisprachigknapp

und präzise die wesentlichen Resultate und Empfehlungen wieder, ergänzt um

sechs good-practice-Projekte und diverse Defi nitionen von Chancengleichheit,

Gleichstellung, Gleichberechtigung, Gender Mainstreaming und Geschlechterdemokratie.

Die CD-Rom enthält sämtliche Produkte, die im Laufe des Projektes

erarbeitet wurden: die neun Länderstudien, die Deutschlandstudie, die Gesamtstudie,

die fünf Newsletter, 24 Good-practice-Projekte, Fotoimpressionen aus

Italien und von der Berlintagung, Videosequenzen und und und. Alles in englisch,

deutsch und italienisch.

Beides ist kostenfrei.

Gap-europe möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Mädchen und junge Frauen

entsprechend ihren Interessen an Politik, Naturwissenschaften/Technik und

Umweltschutz partizipieren können.

Kontakt

LIFE e. V., Dircksenstr. 47, 10178 Berlin, Tel.: 030-308 79 80.

„Finde deinen Weg

- Parcours zur Berufsorientierung und Lebenswegplanung“

Die Idee und Entwicklung des „Berufsorientierungsparcours“ stammt vom Fachdienst

Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit der Stadt Osnabrück, den Mitarbeiterinnen Ute Tromp und

Annette Brauckhoff. Sie setzen diesen Parcours seit 1998 erfolgreich in Schulen ein.

Für zwei bis dreitägige Projekte zum Thema „Berufl iche Orientierung und Lebenswegplanung“

kann dieser Parcour nun auch in der Region Südostniedersachsen ausgeliehen werden. Er

vermittelt anschaulich den Einstieg in das Thema und führt in die Auseinandersetzung zur

berufl ichen Orientierung und Lebenswegplanung. Er sollte möglichst in Kleingruppen (15

Personen) geschlechtergetrennt durchlaufen werden. Dabei stehen vielfältige Methoden zur

Verfügung, zum Beispiel:

• Acrylherzen, auf dem die Teilnehmerinnen schreiben können, wie sie sich ihr Leben

in zehn Jahren vorstellen

• oder Luftballons zur Thematik Erwartungen an die Partnerschaft

• oder Tierpostkarten, mit denen die Fähigkeiten und Eigenschaften der Anderen aus

der Gruppe eingeschätzt werden können usw.

Der Parcours ist in sechs Stationen zu folgenden Themenschwerpunkten gegliedert:

1. Traumberuf

2. Partnerschaft und Beruf

3. Lebenshaltungskosten

4. Berufe von A bis Z

5. Fähigkeiten und Stärken

6. Hürdenlauf zum Erfolg

Pinnwand

Kontakt

Silke Deibert (Adr. s. S. 32)

Projektdokumentation „Ko

tag- Fit fürs Leben“

Der Deutsche Verband IN VIA K

sozialarbeit hat eine Dokumentatio

weiten Projekt zur Armutspräventio

Jugendsozialarbeit herausgegeben.

für die praktische Projektarbeit enth

In Praxisprojekten wurde erprobt, w

von Haushaltsführungskompetenz

erreicht werden kann. Die Erfahrun

beziehen sich auf die Arbeitsfelder

Schulsozialarbeit, Jugendwohnen, b

von Frauen und Arbeit mit Migrantin

Die Dokumentation kann bezogen w

Meinwerkinstitut/IN VIA Akademie, M

mauer 35, 33098 Paderborn, Tel.

m.kelm@meinwerk.de.

Mädchenkul


mpetent im All-

atholischeMädchenn zu seinem bundesn

in der Mädchen- und

Darin sind Materialien

alten.

ie durch die Stärkung

en Armutsprävention

gen und Ergebnisse

Mädchentreffarbeit,

erufl iche Integration

nen.

erden bei:

arlies Kelm, Giers-

: 05251-29 08 57,

turspektakel 2003 in der Asse!

girls act!

Antirassistische Mädchenprojekte

Fortbildungen für Multiplikatorinnen aus pädagogischen Handlungsfeldern

Seit einigen Jahren führt der Mädchentreff Bielefeld das Projekt „ girls act – antirassistische

mädchenprojekte“ durch. Im Konzept werden antirassistische Sensibilisierung und

politische Bildung mit dynamischen Methoden verbunden. Das Ziel ist, die Bedeutung von

Rassismus im pädagogischen Kontext so zu thematisieren, dass Mädchen damit erreicht

werden können. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit werden in unterschiedlichen Workshops

an Pädagoginnen und Lehrerinnen weiter gegeben. Ebenso stehen die Fachfrauen auch

gern für externe Workshops zur Verfügung.

26.9. - 28.9.2003

Die Zukunftswerkstatt als Methode politischer Partizipation

10.10. - 12.10.2003

Handlungsfähig werden - das Forumtheater Augusto Boals

7.11. - 9.11.2003

Antirassistische Sensibilisierungsübungen für die pädagogische Praxis

Kontakt

Mädchentreff e.V, Alsenstr. 28, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521-17 94 50,

E-Mail: kontakt@maedchentreff-bielefeld.de.

Karllotta Karllotta

– – der der Ausschuss Ausschuss für für geschlechtsbewusste geschlechtsbewusste Arbeit Arbeit

Auf Auf Wunsch Wunsch der der Landesjugendkammer Landesjugendkammer (höchstes (höchstes ehrenamtliches

ehrenamtliches

Gremium Gremium der der Ev. Ev. Jugend Jugend in in der der Ev.-luth. Ev.-luth. Landeskirche Landeskirche Hannovers)

Hannovers)

ist ist im im Jahr Jahr 2000 2000 der der Ausschuss Ausschuss für geschlechtsbewusste geschlechtsbewusste Arbeit- Arbeit

Karlotta Karllotta entstanden. entstanden.

Um Um Mädchenarbeit Mädchenarbeit und und Jungenarbeit Jungenarbeit für für die die Evangelische Evangelische Jugend Jugend

greifbar greifbar zu zu machen, machen, wurden wurden „Standards „Standards für für geschlechtsbewusste

geschlechtsbewusste

Arbeit Arbeit mit mit Kindern Kindern und und Jugendlichen“ Jugendlichen“ entwickelt. entwickelt. Sie Sie wurden wurden in in der der

Kammer Kammer verabschiedet verabschiedet und und damit damit zu zu einem einem Meilenstein. Meilenstein. Daran Daran

anknüpfend anknüpfend hat hat Karllotta Karllotta ein ein Arbeitsheft Arbeitsheft mit mit dem dem Titel Titel „Bewusst „Bewusst gegewusst“wusst“ entwickelt. entwickelt. Hierfür Hierfür wurden wurden „Promis“ „Promis“ befragt, befragt, Praxisbeispiele

Praxisbeispiele

gesammelt, gesammelt, Fotos Fotos gemacht gemacht und und jede jede Menge Menge Haare Haare gerauft. gerauft.

In In den den nächsten nächsten Jahren Jahren sollen sollen die die Standards Standards ins ins Land Land gestreut gestreut

werden. werden. Der Der im im Frühjahr Frühjahr 2003 2003 neubesetzte neubesetzte Karllotta- Karllotta- Ausschuss Ausschuß hat hat

dazu dazu bereits bereits einige einige Ideen Ideen entwickelt, entwickelt, wie wie z.B. z.B. die die Standards Standards als als Poster Poster

herauszugeben, herauszugeben, damit damit sie sie gut gut sichtbar sichtbar in in Kinder- Kinder- und und Jugendräumen

Jugendräumen

aufgehängt aufgehängt werden werden können. können. Die Die geschlechtsbewusste geschlechtsbewußte Arbeit Arbeit ist ist nicht kein-

Schnee Schnee von von gestern, gestern, sondern sondern es gibt gibt unzählige unzählige Möglichkeiten, Möglichkeiten dieses dieses

Thema Thema in in aller aller Munde Munde zu zu bringen, bringen, damit damit den den Jungen Jungen und und Mädchen Mädchen

in in der der Ev. Ev. Jugend Jugend in in ihren ihren Rollen Rollen als als Jungen Jungen und und Mädchen Mädchen mehr mehr

Beachtung Beachtung entgegen entgegengebracht gebracht wird. wird.

Ansprechpartnerin Kontakt für Karllotta:

Gabriela Gabriela Gust, Gust, Referentin Referentin für für geschlechtsbewusste geschlechtsbewußte Arbeit Arbeit im im LandesLandesjugendpfarramtjugendpfarramt im Haus kirchlicher kirchlicher Dienste der der Ev.-luth. Landeskirche Landeskir-

Hannovers, che Hannovers, Archivstr. 3, 30169 3, 30169 Hannover Tel. Tel.: 0511-1241-693 0511-12 41-693 Fax.

0511- Fax. 0511-124 1241-978 19 Mail: 78, gust@kirchliche-dienste.de

E-Mail: gust@kirchliche-dienste.de.

Pinnwand

19


20

Lebenswelten hautnah

Das Leben in den Griff bekommen ...

Eine junge Frau berichtet

„Ich heiße J. , bin 23 Jahre alt

und Mutter eines fünf Monate

alten Sohnes. Ich lebe von Sozialhilfe

und wohne mit meinem

Sohn zur Zeit bei meiner Mutter.

Der Kindesvater lebt nicht bei

uns. Zu ihm habe ich zur Zeit

keine gute Beziehung. Ich habe

mit 15 Jahren angefangen Drogen

zu konsumieren. Auf diesen

Drogen- und Tablettenkonsum

sind auch die Straftaten (Körperverletzung,Beamtenbeleidigung,

Widerstand gegen die

Staatsgewalt, Verstoß gegen

das Betäubungsmittelgesetz),

die ich in meiner Vergangenheit

begangen habe, zurückzuführen.

Ich wurde zu Arbeitsstunden, einem

Wochenendseminar, einer

Woche Jugendarrest und Geldstrafe

verurteilt. Mit 20 Jahren

habe ich eine freiwillige Drogentherapie

angefangen. Zum einen

um einer Haftstrafe zu entgehen,

zum anderen, da mir der Mut zum

Leben fehlte, nachdem ich nach

Drogen- und Alkoholkonsum auf

der Intensivstation aufwachte und

mehrere Entgiftungen im LKH

Wildniscamp für Mädchen

Ein Erlebnisbericht

„… Als wir nach ca. zwei Stunden

da waren, in Lopau in der Lüneburger

Heide, einem abgesperrten

Militärgelände, gab es erst

einmal große Verwunderung:

Alle wollten ihre Eltern anrufen

und keiner hatte auf seinem Handy

Empfang. Aber was soll‘s! Es

heißt ja auch Wildniscamp und da

muss man eben mal ohne Handy

auskommen. …

Damit wir uns auch richtig kennen

lernen konnten, haben wir

Lebenswelten hautnah

durchgemacht hatte. Auch die 16monatige

Drogentherapie hat mir

damals keine neuen Perspektiven

gezeigt. Ich kam in meinen alten

Wohnort zurück und die Probleme

waren die gleichen. Also fl üchtete

ich mich wieder in den Alkohol, um

meine Probleme zu verdrängen.

Straftaten und Drogen gehörten

wieder zu meinem Leben dazu.

Im Oktober 2001 lernte ich den

Vater meines Sohnes kennen, den

ich bereits aus der Szene kannte,

der aber gerade aus dem Knast

entlassen worden war. Es stellte

sich schon bald heraus, dass er

zu Gewalt neigte. Im November

2001 wurde ich schließlich von

ihm schwanger (was ich heute

nicht mehr missen möchte). Ich

entschied mich für das Kind, ob

mit oder ohne Vater. Auch in der

Schwangerschaft kam es zu Streitereien

und Gewalt. Weshalb ich

auch schon mal die Polizei rufen

musste. Ich hatte in dieser Zeit

keine eigene Wohnung, nur ein

Zimmer bei meiner Mutter und

wohnte die meiste Zeit bei ihm.

Im November 2002 hatte ich mei-

dann erst einmal auf der großen

Wiese ein paar Kennenlern-Spiele

gemacht… dann konnten wir unsere

Zelte aufbauen. Jetzt hatten

wir aber auch alle ganz schönen

Hunger! Da wurden Spaghetti

mit Tomatensauce gekocht. Wo?

In der Herberge neben unserer

Zeltwiese. Wir fanden das Haus

zwar nicht sehr toll, aber zum

aufs Klo gehen und kochen für

diesen Abend hat es gereicht.

Das Essen sollte ja eigentlich

nicht in der Küche der Herberge

ne letzte Verhandlung, in der es

um Straftaten aus meiner Vergangenheit

ging. Ich habe vier Jahre

auf Bewährung bekommen. Durch

meinen Sohn habe ich mein Leben

in den Griff bekommen.“

J. ist Teilnehmerin bei „Orchidee:

Austausch von Erfahrungen /

Unterstützung bei Problemen /

Eine Chance auf Veränderung“,

einem Kooperationsprojekt des

Paritätischen Jugendwerks

Niedersachsen mit KWABSOS

e.V. in Hildesheim. Hier erhalten

junge straffällig gewordene

Schwangere und Mütter u. a. die

Möglichkeit, ihre im Rahmen des

Jugendgerichtgesetzes auferlegten

Arbeitsstunden abzuleisten,

sich mit ihrer Lebenssituation

auseinanderzusetzen, Unterstützung

zu organisieren und eine

weitergehende Lebensplanung in

den Blick zu nehmen.

Kontakt

Kirsten Laging (Adr. s. S. 32)

gemacht werden, sondern auf

einem Lagerfeuer. Was wir dann

die nächsten Tage auch gemacht

haben. Als wir alle satt waren,

sind wir schlafen gegangen…

Die Leute von uns, die Frühstück

gemacht haben, mussten schon

um acht Uhr aufstehen, aber Essen

gab es erst um neun Uhr. Das

Frühstück bestand aus selbst gemachten

Brötchen, die über dem

Lagerfeuer gemacht wurden, aus

verschiedenen Aufschnitten und

natürlich Nutella.


Vormittags sind wir in den

Wald gegangen, haben ihn

erkundet und einige Spiele

gespielt. Nach dem Mittagessen

haben wir angefangen drei

Floße zu bauen. Zwei aus Holz

und Schwimmreifen und eins aus

einer Plane sowie Luftballons. Als

wir fertig waren kam der große

Moment: Fahren die Flöße auch

alle? Und ... juhu, alle fuhren.

Sogar mit uns drauf. Nach den

super Floßfahrten hatten wir riesig

Hunger und aßen Kuchen und

Schokolade. Ein paar von uns sind

dann mit Bettina Holz sammeln

gegangen. Natürlich für unser

Lagerfeuer, wo das Abendessen

drauf gemacht werden sollte. Auf

einmal fi ng es an zu regnen. So

ein Shit aber auch! Das Essen

musste also in der Küche der

Herberge gemacht werden. Aber

nach ca. 20 Minuten hörte es

schon wieder auf zu regnen und

wir konnten unsere Kartoffeln mit

Kräuterquark doch noch draußen

am Lagerfeuer essen. Als wir so

am Feuer saßen und Geschichten

erzählten meinte Gitta auf einmal,

dass wir ja Feuerspucken könnten.

Gesagt getan! Gitta holte

das Pulver und eine Fackel und

wir konnten im Dunkeln mit Mehl

oder Bärlappsporen Feuerspucken...

Am Sonntag fing die

Frühstücksgruppe wieder um acht

Uhr an die Brötchen zu backen

und den Aufschnitt zuzubereiten.

Nach 1,5 Stunden konnten wir

endlich frühstücken. Jetzt konnten

wir machen, was wir wollten.

Manche sind baden gegangen

oder haben schon einmal ihre

Sachen gepackt… Zum Mittag

gab es Brühe und Bratkartoffeln.

Für den Tag hatten wir uns vorgenommen,

Pfeil und Bogen zu

bauen. Wir sind in den nahe gelegenen

Wald gegangen und haben

Holz für diese Sachen gesammelt.

Die Pfeile und die Bögen haben

wir mit unseren Taschenmessern

geschnitzt. Als wir fertig waren,

konnten wir auf einen Heuballen

„Und ... juhu, alle fuhren!“

schießen üben. Da wir nun bald

abfahren wollten, mussten wir

natürlich unsere Zelte abbauen.

Ziemlich schnell hatten wir alle

Sachen in die beiden Autos geladen

und konnten losfahren. Nach

ein bisschen mehr als die Hälfte

der Strecke, machten wir an einer

Tankstelle eine kleine Pause. Wir

konnten Süßigkeiten kaufen oder

auf Toilette gehen. Und endlich,

welch ein Wunder, ALLE hatten

Empfang auf ihren Handys und

konnten nun ihre Eltern anrufen...

Ich denke, dieses Wochenende

hat allen Spaß gemacht, mir auf

jeden Fall.“

(Vanessa-Nina Buttgereit, 13 J.)

Der Naturraum Wald bietet

viele Erlebnisangebote

Hier können die Teilnehmerinnen

Fertigkeiten zum Leben und Überleben

erwerben. Es gilt das Leben

im Wald und die Anpassung an

die Natur in Abhängigkeit zu den

Voraussetzungen der Teilnehmerinnen

zu verknüpfen. Gerade

Mädchen, die wenig in Außenräu-

men zu fi nden sind, sollen früh

mit Naturprogrammen und Überlebensfertigkeiten

konfrontiert

werden, ohne dabei Angst- und

Unfähigkeitsgefühle zu entwickeln.

Es sollen einfache Übungen und

Aufgaben angeboten werden, mit

denen sie wichtige Erfahrungen

für‘s Leben erhalten, Selbständigkeit

entwickeln und ihre Persönlichkeit

entfalten (z. B. Beschaffen

und Zubereiten von Nahrung aus

der Natur, Heilkräuter für Tees

und Pilzkunde, Feuerstellenbau

und Feuermachen, Holzkunde

und -bearbeitung, Knotenkunde,

Lageraufbau, Lagerfeuer mit

Geselligkeit, Floß- und Kanubau

und -fahren, Pfeil- und Bogenbau

und -schießen, Gewässerkunde,

Orientierung draußen, Klettern,

Walderfahrung, Tier- und

Pfl anzenwelt, Nachtwanderung,

verschiedene Sinnesstationen,

Erlebnisspiele, Entspannung).

Das Wildniscamp für Mädchen

fand vom 23.5. bis zum 25.5.2003

in Lopau statt.

Kontakt

Gitta Axmann (Adr. s. S. 32)

Lebenswelten hautnah

21


22

COLOURS zeigt Filme und Videos

junger Filmemacherinnen bis

27 Jahre - das Spektrum reicht

von ersten Schülerinnen-Produktionen

bis hin zu Beiträgen von

angehenden Journalistinnen und

Filmstudentinnen.

Fast hundert Mädchengruppen

und Nachwuchsfi lmerinnen aus

ganz Niedersachsen haben sich

am COLOURS-Wettbewerb beteiligt.

Damit sind unsere Erwartungen

bei weitem übertroffen worden:

Am liebsten würden wir alle

Filme zeigen, aber dafür reicht

ein Wochenende nicht aus. Die

Auswahlkommission hatte deswegen

die schwierige Aufgabe, rund

fünfzig Beiträge für das Festival

auszusuchen. Herausgekommen

ist ein zehnstündiges Programm

mit einer bunten Mischung aus

Dokumentar- und Kurzspielfi lmen,

Animationen, Experimentalfi lmen

und Musik-Clips. Die besten Filme

werden zum Abschluss des Filmfestes

von einer unabhängigen

Jury ausgezeichnet.

Neben den Nachwuchsproduktionen

zeigt COLOURS aktuelle

Spielfi lme, in denen die vielseitigen

Lebenswelten von Mädchen

und jungen Frauen im Mittelpunkt

stehen. Auf dem Spielplan stehen

preisgekrönte Debütfi lme

Mädchenpolitik

Freitag 26.9.03

17 Uhr

Eröffnung durch

die Nds. Sozialministerin,Wettbewerbsfi

lme

COLOURS - Programmübersicht - - CO

CO

wie MEIN STERN von Valeska

Grisebach, spritzige Komödien

wie KICK IT LIKE BECKHAM von

Gurinder Chadha und abenteuerliche,

nachdenkliche und witzige

Kurzfilme aus aller Welt über

das Erwachsenwerden aus Mädchensicht.

Das Festival ist nicht nur ein prall

gefülltes Kino-Wochenende: Zahlreiche

Praxis-Workshops bieten

die Möglichkeit, sich als Moderatorin,

Kamerafrau oder Multimedia-

Designerin auszuprobieren. Am

Samstagabend gibt es eine große

Filmfest-Party mit der Berliner

HipHop-Band „Die bösen Mädchen“.

Und zwischendurch bleibt

reichlich Gelegenheit, andere

Nachwuchsfi lmerinnen zu treffen

und sich auszutauschen…

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Das COLOURS-Team

Freitag 26.9.03

19 Uhr

Ballett ist ausgefallen

...

Kurzspielfi lme

Nds. Nachwuchs-Filmfest

für Mädchen

und junge Frauen and friends

Eröffnung

Die niedersächsische

Sozialministerin wird

das Filmfest am Freitag,

26. September

um 17 Uhr mit einer

Auswahl der Wettbewerbsfi

lme eröffnen.

Samstag 27.9.03

11 bis 19 Uhr

Wettbewerbsfi lme

„Mit dem Nachwuchsfi lmfest

schaffen wir ein Forum für

beispielhafte Medienprojekte aus

Jugendhilfe, Schule und Ausbildung

und fördern junge Frauen in der

Film- und Medienbranche.“

Ursula von der Leyen,

Nds. Ministerin für Soziales, Frauen,

Familie und Gesundheit

Schirmfrau des Festivals

Preisverleihung

Am Sonntag, 28.

September um 11

Uhr wird die Jury die

COLOURS-Nachwuchspreise

verleihen und

alle prämierten Filme

noch einmal vorstellen.

Samstag 27.9.03

19 Uhr

„Engel und Joe“

Vanessa Jopp,

D e u t s c h l a n d

2001

Gast: V. Jopp

Samstag

21 Uhr

Konzert u

„Die bös

chen“ R

HipHop-B

Berlin


27.9.03

nd Party

en Mädap-

und

and aus

Sonntag 28.9.03

11 Uhr

Preisverleihung

Vorführung der

prämierten Filme

Sonntag 28.9.03

13 Uhr

„Frag nicht warum“

Sabiha Sumar,

Deutschland/

Paktistan 2000

Ausführliche Informationen über

das Film- und Workshop-Programm

und die Eintrittspreise

gibt es im Filmfest-Flyer, im Programmheft

und im Internet unter

www.colours-fi lmfest.de! lmfest.de

Veranstalterin/Kontakt

Nds. Förderprogramm „Lebensweltbezogene

Mädchenarbeit“

Schwarzer Bär 4

30449 Hannover

Tel.: 0511-215 31 50/-55

Fax: 0511-215 31 54

post@colours-fi lmfest.de

www.colours-fi lmfest.de

www.maedchenwelten.de

Veranstaltungsort

Kino im Künstlerhaus

Sophienstr. 2

30159 Hannover

Wir bewegen Mädchen!!!

„wir bewegen“: Jugendverbände starten

konstruktiv-kreative Protestaktion!

In ganz Niedersachsen werden

in diesen Tagen auf unterschiedlichen

Wegen individuell gestaltete

Postkarten bewegt – überwiegend

in die (elektronischen) Briefkästen

von jugendpolitischen Entscheidungsträgerinnen

und Entscheidungsträgern,

insbesondere aus

der Politik. Die Mitgliedsverbände

des Landesjugendringes Niedersachsen

wollen mit dieser Aktion

deutlich machen, dass bei den

Sparzielen der Landesregierung

für den Haushalt 2004 viel auf

dem Spiel steht.

„Wir bewegen“ umfasst vielfältige

Aktionen, mit denen die Jugendverbände

auf ihre Arbeit und ihre

Leistungen aufmerksam machen

und zeigen, was es zu erhalten

gibt.

Raum zur aktiven Beteiligung

bietet neben der Postkarten-Aktion

auch die Webseite www.wirbewegen.de.

Unter dem Motto „wir

bewegen Geschlechterthemen“

Sonntag 28.9.03

15 Uhr

Kinderkino: „Der

Mistkerl“ Andrea

Katzenberger,

Deutschland 2001

Gast: Ines Nieri

Sonntag 28.9.03

17 Uhr

Kurzfilme aus

Bosnien, Kanada,

Norwegen, Großbritannien

und der

Schweiz

LOURS - Programmübersicht - COLOURS - Programmübersicht -

Kartenreservierung

0511-168 455 22

kokikasse@hannover-stadt.de

Übernachtung

Es gibt kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten

in Turnhallen.

Bitte meldet euch bis zum 10.

September unter oben genannter

Adresse per E-Mail, Fax oder

Postkarte schriftlich an. Eine

Übersicht anderer günstiger Unterkünfte

findet ihr auf unserer

Website.

sind bereits Einträge zur MädMädchenarbeit und Mädchenpolitik

zu finden (unter Aktionen und

Fotostrecke zum Beispiel). Wir

möchten alle Mädchenarbeiterinnen

aus dem ljr-Verbandsspektrum

herzlich einladen, sich an der

Aktion zu beteiligen, indem sowohl

eigene Maßnahmen, wie auch

Gespräche mit Politik, Proteste,

Sonntag 28.9.03

19 Uhr

„Mein erstes Wunder“

Anne Wild,

D e u t s c h l a n d

2003

Gast: Anne Wild

Sonntag 28.9.03

21 Uhr

Filmstudentinnen

aus Hannover,

Braunschweig und

Hildesheim stellen

sich vor.

Mit zahlreichen orangen Postkarten machte das

Nds. Förderprogramm „Lebensweltbezogene

Mädchenarbeit“ die beiden Landtagsausschüsse

Soziales und Haushalt mit Originalzitaten von

Teilnehmerinnen auf die Fachtagung „Mädchenwelten

heute“ aufmerksam!

Beteiligung an der Postkarten-

Nummer dokumentiert werden.

Kontakt

Landesjugendring Niedersachsen

Maschstr. 24, 30169 Hannover

Tel.: 0511-80 50 55

Fax: 0511-80 50 57

E-Mail: wir-bewegen@ljr.de

Mädchenpolitik

23


24

Mäd chen po li tik

Vom Globalziel zum Fachstandard

Die Umsetzung der Osnabrücker Leitlinien zur Förderung der Mädchenarbeit

Die „Osnabrücker Leitlinien zur

Förderung der Mädchenarbeit in der

Kinder- und Jugendhilfe“ beziehen

sich auf die Verankerung, Absicherung

und Weiterentwicklung von

konzeptionellen, personellen und

fi nanziellen Rahmenbedingungen.

Mädchenarbeit wird begriffen als

Querschnittsaufgabe, die selbstverständlich

die Zielgruppe in den verschiedenen

Ebenen der Jugendhilfe

im Blick hat. Der öffentliche und die

freien Träger sind gleichermaßen

aufgefordert, konkrete Maßnahmen

zu mehr Chancengleichheit für Mädchen

und junge Frauen zu ergreifen.

Die Leitlinien sind im Fachbereich

für Kinder, Jugendliche und Familien

-Mädchenarbeit in Kooperation mit

der Frauenbeauftragten erarbeitet

und im Jugendhilfeausschuss im

November 2000 verabschiedet

worden (vgl. Donna Lotta, Heft 16,

1/2001).

Um die Umsetzung dieser Leitlinien

sicherzustellen, ist auf der Verwaltungsebene

im Januar 2001 ein

Fachgremium gebildet worden, welches

aus Vertreterinnen der unterschiedlichen

Kinder- und Jugendhilfefelder

und der Frauenbeauftragten

besteht. In der Geschäftsordnung

des Fachgremiums sind Auftrag/

Ziele/Verantwortung, Kommunikationsstruktur

innerhalb der Stadt

Osnabrück und die Aufgaben genau

defi niert. Der Auftrag lautet die

Sicherstellung der Umsetzung der

Leitlinien durch die Überprüfung des

jeweiligen Standes der Umsetzung

und die Schaffung von Vorausset-

zungen für

die Umsetzung.

Zur fachlichenÜberprüfung

und

Bewertung

Mädchenpolitik

des Stan- Stan-

des zur Umsetzung der Mädchenarbeit

hat das Fachgremium einen

Fragebogen zur Bestandserhebung

der Mädchenarbeit im Fachbereich

erstellt. Ziel war eine Standortbestimmung,

die Thematisierung von

Mädchenarbeit und damit die Anregung

zur Diskussion innerhalb der

unterschiedlichen Arbeitsbereiche.

An der Auswertung haben sich 23

Teams des Fachbereichs beteiligt.

Die Auswertung und die

daraus resultierenden

Empfehlungen des Fachgremiums

wurden der

Leitungskonferenz des

Fachbereichs und dem

Jugendhilfe-ausschuss

im August 2002 vorgelegt.

Eine der zentralen Empfehlungen

lautet: Erarbeitung

eines Gesamtkonzeptes

zur Mädchenarbeit

für den Fachbereich und

daraus ableitbar Teilkonzepte bzw.

Fachstandards für die einzelnen

Fachdienste.

Im März 2003 ist vom Fachbereichsleiter

und vier Fachdienstleitern beschlossen

worden, eben diese Standards

in den einzelnen Fachdiensten

bis zum Sommer zu entwickeln,

um dann im Anschluss ein Gesamtkonzept

zu erstellen. Entsprechend

dem top-down-Verfahren forderten

die Fachdienstleiter die Leiter/-innen

der städtischen Einrichtungen und

die Verantwortlichen der Leistungsbereiche

ihres Fachdienstes sowie

die Mädchenarbeiterinnen auf,

fachliche Standards zur Mädchenarbeit

zu entwickeln. Das bedeutete,

dass überwiegend männliche bzw.

ungeschulte Leitungskräfte und die

Mädchenarbeiterinnen, zumindest

im Fachdienst Jugendarbeit, nun

gemeinsam Fachstandards zur

Mädchenarbeit entwickeln sollten.

In einem ersten Treffen wurde über

die notwendigen Voraussetzungen

diskutiert, um überhaupt Standards

entwickeln zu können. Es wurde beschlossen,

dass Verfahren mit zwei

eintägigen durch Claudia Wallner

angeleiteten und moderierten Fortbildungstagen

zu starten. Inhalte

dieser Qualifi zierungsmaßnahme

waren: Referate und Diskussionen

zu Lebenslagen von Mädchen heute

und die Grundsätze parteilicher

Mädchenarbeit sowie die Entwicklung

eines Arbeitsplanes zur Erarbeitung

der fachlichen Standards.

Zur weiteren Qualifi zierung wurde

im Mai ein Fachtag für den gesam-

ten Fachbereich mit

folgenden Themenschwerpunktendurchgeführt:

Lebenswelten

von Mädchen, Gender

Mainstreaming in der

Kinder- und Jugendhilfe

und die Bedeutung

für die Mädchenarbeit

und die Entwicklung

von fachlichen Standards.

An der Fortbil-

dung haben über 50 Mitarbeiter/-

Mitarbeiter/-

innen teilgenommen.

Der Fachdienst Jugendarbeit entwickelte

im Anschluss die fachlichen

Standards auf der Basis der

parteilichen Mädchenarbeit. Nach

nochmaliger Diskussion und letzten

Korrekturen sind die Standards dem

Leitungsgremium vorgelegt worden

und werden im Anschluss dem Jugendhilfeausschuss

vorgestellt. Für

die Einrichtungen in öffentlicher

Trägerschaft bedeutet dies, ihre

Konzepte, unter Beachtung der

Standards, zu modifi zieren, d.h. es

gibt keine „extra“ Mädchenkonzepte

mehr.

Bei genauer Betrachtung des gesamten

Prozessverlaufs wird deutlich,

wie sich Strukturen geändert

haben. Von der Leitlinienerarbeitung

aus reiner „Frauenhand“ hin

zum Standardwerk im gemischtgeschlechtlichen

Kontext, ist ein Verfahren

– ganz in Sinne des Gender

Mainstream – vollzogen worden.

Kontakt

Stadt Osnabrück, Fachdienst

Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit

– Mädchenarbeit, Ute Tromp,

Krahnstraße 49, 49074 Osnabrück,

Tel.: 0541-323 20 09,

E-Mail: tromp@osnabrueck.de.


Lebensweltbezogene

Mädchenarbeit

Fachtagung „Mädchenwelten heute“:

informativ, kreativ und spritzig!

„Es lebe die Schatzsuche!!!“ Nach dieser Aussage einer Teilnehmerin muss sie sich

gelohnt haben – die Teilnahme an der o.g. Fachtagung, die am 5. Mai 2003 vom

Nds. Förderprogramm „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“ veranstaltet wurde.

120 Frauen und einige Männer nahmen an der Fachtagung „Mädchenwelten heute“ im

Freizeitheim Vahrenwald in Hannover teil.

Der Staatssekretär des Nds.

Sozialministeriums, Herr

Hoofe, bedankte sich in seinem

Grußwort für das Engagement der

Förderprogramm-Mitarbeiterinnen

und betonte, dass Mädchenarbeit

auf der Prioritätenliste der

Ministerin, Dr. Ursula von der

Leyen, weit oben stehe.

Herr Hoofe (Nds. Ministerium für

Soziales, Frauen, Familie und

Gesundheit - MS -) in seiner Begrüßung:

„Das Niedersächsische

Förderprogramm „Lebensweltbezogene

Mädchenarbeit“ ist ein

Anschlussprogramm des zehnjährigen

Modellprojekts „Mädchen

in der Jugendarbeit“, das

bundesweit eine Vorreiterrolle in

der Mädchenarbeit einnahm. Das

Förderprogramm knüpft an die Erfahrungen

der Modellprojektphase

an und ermöglicht darüber hinaus

in weiteren Jugendhilfebereichen

und in thematischen Vertiefungs-

gebieten neue Erkenntnisse.

Meine Würdigung gilt dem großen

Engagement für die Zielgruppe

und richtet sich an dieser Stelle

besonders an die Mädchenreferentinnen

an den 15 Standorten

im Land und an die Koordinatorin

der Vernetzungsstelle. Durch das

außerordentliche Engagement

der Mitarbeiterinnen im Förderprogramm

kann nachdrücklich

verdeutlicht werden, dass es

und wie es gelingen kann, den

Blickwinkel für die Interessenlage

von Mädchen und jungen Frauen

zu schärfen.“ Der Staatssekretär

betonte weiterhin, dass die Verankerung

der Mädchenförderung

als Querschnittsaufgabe im Sinne

des Gender Mainstreaming deshalb

als eine wesentliche Weiterentwicklung

der Kinder- und

Jugendhilfe zu betrachten sei. Es

bliebe als künftige Anforderung

an die Mädchenförderung in

Niedersachsen im Rahmen von

Angeboten und Maßnahmen auf

aktuelle Entwicklungen zu reagieren.

Herr Hoofe versicherte,

dass sich das MS, trotz der angespannten

Haushaltslage auch

weiterhin dafür einsetzt, dass

der Gleichbehandlungsgrundsatz

in allen Leistungen des Landes

verankert wird.

Barbara Grill und Frank Ahrens

(beide Vorstand Landesjugendring

Niedersachsen) unterstützten die

Mitarbeiterinnen des Förderprogramms

in ihrem Grußwort mit

anerkennenden Worten und einem

großen Korb vitaminreicher

Wegzehrung.

Dr. Maria Bitzan, Tübinger

Institut für frauenpolitische

Sozialforschung/tifs referierte

zum Thema „Mit Eigensinn einmischen...

– zur Lebensweltorientierung

in der Mädchenarbeit“.

Die Teilnehmer/-innen bekamen

hierbei einen Einblick in den Fragekomplex,

was die Lebensweltorientierung

von der Mädchenarbeit

lernen kann, bzw. gelernt hat,

sowie umkehrt.

Berrin Özlem Otyakmaz

(Universität Essen) zu den

Lebenswelten von Mädchen mit

Migrationshintergrund (vgl. auch S.

3-8 dieser Ausgabe)

Der Workshop der Referentin

Berrin Özlem Otyakmaz (Universität

Essen, Fachbereich Interkulturelle

Pädagogik) beschäftigte

sich mit dem Thema „Auf allen

Lebensweltbezogene Mädchenarbeit

25


26

Stühlen...“ – Lebenswelten von

Mädchen mit Migrationshintergrund“

(vgl. auch Schwerpunktthema

in dieser Ausgabe).

Die Lebenswelten von Mädchen

mit Migrationshintergrund werden

durch stereotype Zuschreibungen

oftmals als traditionell und defi zitär

dargestellt. Die Vermutung,

dass sie aufgrund ihrer kulturellen

Herkunft eine „Identitätskrise

als Dauerzustand“ erleben, lässt

übersehen, dass Mädchen und

junge Frauen mit Migrationshintergrund

ihr Leben individuell

entwerfen sowie variabel und erfolgreich

meistern. Interkulturelle

Mädchenarbeit öffnet den Blick für

die Ressourcen der Mädchen und

die Vielfalt ihrer Lebensentwürfe

unter Berücksichtigung struktureller

Ausgrenzung.

Das Eingangsreferat von Doro

Thea Chwalek im Workshop

„Heute anders und doch gleich

– Ungelöste Widersprüche in

Berufs- und Lebensplanung von

Mädchen“ beleuchtete aktuelle

Entwicklungen, wie die Individualisierung

und Pluralisierung von

Lebensentwürfen. Den Mädchen

wird zwar mehr Eigenverantwortlichkeit

zugetraut und abverlangt,

gleichzeitig sehen sie sich aber

auch neuen Unsicherheiten

und Abhängigkeiten gegenüber.

Neue (Berufs-)Wahlmöglichkeiten

erhöhen, so die These, nicht

automatisch die Chancengleichheit.

Junge Frauen verschieben

Entscheidungen zwischen Kind,

Partner und Beruf in Richtung

höherer Familienzentriertheit

(vgl. Shell-Studie 2000).

Im Workshop „Mir ist es egal, ob

wir Geld haben oder nicht… – die

Folgen und Wirkungen der Armut

auf Mädchen“ stellte Gisela Wuttke

einige zentrale Ergebnisse des

Forschungsprojektes „Soziale Bewältigungsstrategien

von Kindern

in benachteiligten Lebenslagen“,

welches an der FH Münster angesiedelt

war, sowie die besonderen

Auswirkungen und Folgen von Ar-

Lebensweltbezogene Mädchenarbeit

mut auf Mädchen vor.

Insbesondere die vielseitige Projektpräsentation

der 15 Standorte

sowie der Vernetzungsstelle des

Förderprogramms unter dem

Motto „Schätze aus der Mädchenarbeit“

kam beim Publikum

sehr gut an. 16 Projekte aus der

konkreten Arbeit wurden exemplarisch

vorgestellt. Die Statements

der Mädchenreferentinnen zu fünf

Themenkomplexen (siehe Bildunterschrift)

gaben Einblick in die

Arbeit mit Mädchen und jungen

Frauen bzw. Multiplikatorinnen.

Aus einer Schatztruhe wurden

symbolische Schätze hervorgeholt.

Nachfolgend einige Beispiele der

„gehobenen Schätze“:

- Interessen und Aktivitäten

von Mädchen herausgefordert

(mit und ohne Migrationshintergrund)

- Unterschiedlichkeit als Ressource

interkultureller Teams

erkannt

- Sensibler Blick auf die Vielfalt

von Mädchenwelten und Bedingungen

des Aufwachsens

- Neue Strategien, Methoden und

Konfl iktbewätigungsstrategien

im Umgang miteinander aufgezeigt

(Mädchen/Mädchen,

Lehrer/-innen/Mädchen)

- Mädchen engagieren sich für

ihre Zukunft

- Erkenntnis der Mädchen:

Probleme sind nicht immer

schuldhaft/persönlich begründet,

sondern auch strukturell

bedingt

- Zugang zu Mädchen in Armut

geschaffen

- Konzeptionelle Weiterentwicklung

geschlechtsbewusster

Arbeit als Qualitätsstandard in

der Kita-Arbeit geleistet

- Neue Ausdrucksmöglichkeiten

Aus der Schatztruhe trat ein reicher

Erfahrungsschatz:

Symbole für die Themenschwerpunkte Migration,

Benachteiligung, Geschlechterdifferenzierung,

Lebensplanung/Berufsorientierung sowie

Gesundheit/Bewegung

für jüngere Mädchen geschaffen

- Auseinandersetzung mit der

Lebensplanung erreicht

- Lehrer/-innen neue Methoden

zur Förderung von Berufs-

und Lebensplanung nahe

gebracht

- Mädchen haben Berührungsängste

zum Handwerk und

zu den neuen Technologien

abgebaut

- Mädchen haben das Essen als

kommunikativen Akt mit Spaßcharakter

kennengelernt (Prävention

zu Essstörungen)

- Mädchensportprogramm in

der Moschee ermöglicht

- Neues Netzwerk zur Erlebnispädagogik

geschaffen

- Zusammenhalt und Austausch

von vielfältigen und unterschiedlichen

Menschen und

Themen gewährleistet und

Synergien ermöglicht

Durch die Möglichkeit, die Mädchenreferentinnen

persönlich

kennenzulernen und darüber

hinaus jede von ihnen mit einem

Themenkomplex verbinden zu

können, war es den Teilnehmer/

-innen und Teilnehmern der


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Tagung möglich, sowohl vor Ort �� Raumaufteilung; ���������� �������� Büchertisch

Kontakte zu knüpfen, ����������������������������������������

als auch

���������� - �� Gute ���������� Mischung �������� zwischen

zahl- und facettenreiche ����������������������������������������

fachli- ��������������������������������

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wissenschaftlichen und prakche

Impulse für die eigene Arbeit ����������������������

����������������������

tischen Aspekten

zu erhalten.

- Die Vorstellung der Projekte

aus allen Stellen der Mädchenreferentinnen

Kulturbeiträge von Mädchen und

jungen Frauen aus Niedersachsen

gaben den je unterschiedlichen

Talenten aus Tanz, Folkrock und

Samba eine Bühne. Während junge

Frauen mit Musical-Jazz-Tanz

und Trommlerinnen dem Publikum

einheizten, brachte Kati mit ihren

Klängen am Klavier und auf der

Gitarre das Publikum wieder in

ruhigere Sphären.

Anhand von Feedback-Bögen

konnten die Eindrücke der Teilnehmerinnen

festgehalten werden.

Hier einige exemplarische

Aussagen und Antworten.

Auf die Frage „Was hat Ihnen am

Besten gefallen?“ wurde z. B. geantwortet:

- Die Projektpräsentationen:

informativ, kreativ, „spritzig“,

nicht abgehoben, sondern aus

dem Praxisleben; mädchenkulturelle

Einlagen; souveränes

Ablaufmanagement; caféartige

Gitte Gärtner-Klein bekommt

drittes Kind

Als Referentin im Nds. Förderprogramm „Lebensweltbezogene

Mädchenarbeit“ verabschiede ich mich für

eine Zeitlang aus der Arbeit im Projekt. Im September

2003 bekomme ich mein drittes Kind und werde danach

in der Elternzeit sein. Ich bedanke mich für die

gute kollegiale Zusammenarbeit der vergangenen 18

Monate und das Interesse an meiner Arbeit. Zur Zeit

beende ich ein Musikprojekt mit Mädchen im Hort der

Stadt Osnabrück. Es wird eine Musik-CD erstellt mit

eigenen Texten der Mädchen aus ihrer Lebenswelt.

Die Musikstücke sind bereits aufgenommen, so dass

ich zum Jahresende diese CD gemeinsam mit meiner

Vertreterin präsentieren kann. Auch in Zukunft werde

ich dem Projekt verbunden bleiben und mit Interesse

die weiteren Fortschritte verfolgen.

Gitte Gärtner-Klein, Stadt Osnabrück

Einige Antworten auf die Frage

„Was ist das Wichtigste, dass Sie

heute gelernt haben?:“

- Wie wertvoll eine weitgehende

Vernetzung ist und wie

viele Anregungen und Ideen

dadurch entstehen!

- Dass die Erwartungen an

Mädchen hinsichtlich ihrer Lebensplanung

gestiegen sind!

- Ideen, Anregungen; mir zum

Thema Mädchenarbeit und

Migration weitere Gedanken

zu machen; Denkanstöße bekommen.

- Für versteckte Armut sensibilisiert

zu werden – Angebote

darauf abzustimmen. Armut

als Thema zu machen, ohne

einzelne Personen direkt zu

konfrontieren...

- Zielgruppen zu differenzieren

(auch Benachteiligte im Blick

zu haben)

- ... dass in schwierigen Zeiten

noch immer Schätze gehoben

werden können. Es lebe die

Schatzsuche!

Die Dokumentation zur Fachtagung

wird Ende diesen Jahres in

der Vernetzungsstelle des Nds.

Förderprogramms erhältlich sein.

„Hätt‘ nie gedacht, dass ich das kapier‘!“

Aus der Powerpoint-Präsentation der

Mädchenreferentinnen. Hier zum Projekt

„Handwerk und Technik – Werkstatt für

Mädchen“

Nicole Winkel-Levknecht

nimmt Elternzeit

Auch ich verabschiede mich für eine Weile aus dem

Nds. Förderprogramm „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“.

Wie unsere Kollegin Gitte Gärtner-Klein

bekomme ich im September diesen Jahres ein Baby.

Seit Februar 2002 habe ich in Stadt und Landkreis

Lüneburg und im Landkreis Lüchow-Dannenberg als

Referentin mit dem Arbeitsschwerpunkt „Mädchen

und Schulverweigerung“ gearbeitet. Ich bedanke

mich an dieser Stelle bei allen, die mit mir zusammengearbeitet

haben. Ich möchte allen Mädchen,

die mit dem Thema Schulverweigerung in Verbindung

stehen, einen Wunsch mit auf den Weg geben:

Ich hoffe, ihr haltet trotz individueller Probleme und

Schwierigkeiten durch und fi ndet euch im Schulalltag

zurecht, damit ihr später ein eigenverantwortliches

Leben führen könnt. Bis dahin alles Gute.

Nicole Winkel-Levknecht, VSE,

Mädchen- und Frauenprojekt Lüneburg

Lebensweltbezogene Mädchenarbeit

27


Termine

Angebote für Mädchen

und junge Frauen

Termine

September

5. September 2003

COLOURS Preview Braunschweig

Ein Kurzfi lmabend mit den sechs

Braunschweiger Beiträgen für

das COLOURS Filmfest. Für alle

Filmemacherinnen und deren

Freundinnen und Eltern und die,

die sie dabei haben wollen ...

Ort: Mädchencafé Luzie, An der

Neustadtmühle 3

18 Uhr bis 21 Uhr.

Anmeldung/Infos:

P. Karger (Adr. s. S. 32)

Bis 12. September 2003

Mädchen-CD-Projekt

Gesucht werden 14 Mädchen, Sängerinnen

von 14 bis 18 Jahre, die

gut und gerne singen. Im November

sind Aufnahmen im Tonstudio

LÖWENHERTZ.

Ort: Braunschweig,

Anmeldung/Infos:

P. Karger (Adr. s. S.32)

19. - 20. September 2003

Körper-Vorstellungen

Unter Anleitung einer Künstlerin

geht es darum sich mit dem eigenen

Körper und den Vorstellungen

von ihm kreativ auseinander zu setzen

und dies auf Papier mit Tusche

festzuhalten.

Für junge Frauen im Alter von 16

bis 27 Jahre.

Ort: Landkreishaus in Goslar.

Anmeldung/Infos:

S. Smetan (Adr. s. S. 32)

26. - 28. September 2003

Fahrt zum Filmfest nach

Hannover - Filmfest COLOURS

Das Mädchencafé Luzie bietet

eine Fahrt zum Filmfest nach

Hannover an. Wir fahren mit dem

Zug und übernachten in einer

city- und kinonahen Turnhalle am

Maschsee.

Ort: Hannover, Kino im Künstlerhaus.

Anmeldung/Infos: Mädchencafé

Luzie, 0531-121 698 25/24 von

14 - 18 Uhr

oder P. Karger (Adr. s. S. 32)

26. - 28. September 2003

COLOURS-Nachwuchsfi lmfest

für Mädchen und junge Frauen.

Schnell noch anmelden!!!

Siehe Seite 22 und 23!

28

2. - 5. Oktober 2003

music & dance

Mädchen/junge Frauen von 14 bis

18 Jahre vom Jugendrotkreuz oder

aus der Region Einbeck

Niedersächsisches JRK-Landestreffen

mit Workshops zu verschiedenen

Tänzen und zum Musikmachen. Für

Frauen wird ein zweitägiger Bauchtanz-Workshop

angeboten.

Ort: Einbeck,

Infos: S. Smetan (Adr. s. S. 32).

Oktober

2. - 5. Oktober 2003

3. Girlscamp der ev. Jugend Oldenburg:

Piratinnen - Erlebniswochenende

Für Mädchen ab elf Jahren aus der

Kirche Oldenburg: Workshops, Geländespiel,

Piratinnenschwimmfest,

Mädchengottesdienst, Schatzsuche

und vieles mehr.

Ort: Grundschule Neerstedt

Anmeldung/Infos: Kreisjugenddiakonin

Eva Frers, Grüne Straße 12

a, 27793 Wildeshausen

Tel.: 04431-94 29 79,

E-Mail: eva.frers@ejomail.de

16. - 19. Oktober 2003

WenDo-Grundkurs für Mädchen

Einführung in die Techniken der

Selbstbehauptung und Selbstverteidigung

Ort: Tagungshaus Bredbeck

Anmeldung/Infos:

Ursula Grzeschke (Adr. s. S. 32)

20. - 24. Oktober 2003

Take it, make it, move it ...

Sport-, Bewegungs- und Erlebniswoche

für Mädchen zwischen acht

und 18 Jahren aus der Region

Hannover.

Inlineskating, Mädchenfußballtraining,

Kistenklettern, Wahrnehmungsparcours.

Tanzwettbewerb

am 23. Oktober 2003.

Infos: K. Solsky (Adr. s. S. 32)

20. - 24. Oktober 2003

Abenteuer Geschlecht - Segelfreizeit

für Mädchen und

Jungen

Wir segeln auf einem Mädchen-

und einem Jungenschiff. Während

uns der Wind um die Nase weht,

wir beim Segeln unsere Kraft einsetzen,

sollen uns Fragen begleiten

wie: Wie will ich sein als Frau

/ als Mann? Was wünsche ich mir

vom Leben/in einer Partnerschaft?

Und vieles Weitere rund um die

eigene Geschlechterrolle. Ab 16

Jahre.

Ort: Ijsselmeer/Niederlande

Anmeldung/Infos:

Michaela Truß (Adr. s. S. 32)

November

1.-2. November 2003

„Ich bin schön“ - Digitalfotografi

e für Mädchen

Es ist schön, schön zu sein und

sich schön zu fi nden! Mit der Digitalkamera

gehen wir auf die Suche

nach Orten und Plätzen, nach Situationen

und Bildern, die für dich

Schönheit verkörpern.

Ort: Ev. Kirchengemeinde Belm &

Oesesde

Anmeldung/Infos:

Michaela Truß (Adr. s. S. 32), Anke

Meckfessel, Sprengeljugenddienst

Osnabrück, Tel.: 05401-342 52

Fortbildungsangebote für

Multiplikatorinnen

und Multiplikatoren

September

23. September 2003

Umgang mit aggressiven Mädchen

– mit Mitteln des szenischen

Spiels

Workshop für Erzieherinnen,

Lehrerinnen und anderer Multiplikatorinnen

Mit Hilfe des szenischen Spiels soll

an konkreten Situationen gearbeitet

werden. Es geht darum Aggressionen

der Mädchen nachzuempfi

nden und den Umgang damit

zu trainieren.

Ort: Europahaus Aurich, Von-Jhering-Str.

35, 26603 Aurich

Anmeldung/Infos:

Regina Horst, KVHS Aurich, Oldersumer

Str. 65-73, 26605 Aurich

Tel.: 04941-958 01 72

Oktober

6. - 8. Oktober 2003

Erlebnispädagogik für Mädchen

und Jungen

Einführung in die Methode der Erlebnispädagogik.

Dabei wird bewusst

auf mädchen- und jungenspezifi sche

Erlebnisweisen eingegangen.

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Kinder-

und Jugendarbeit, der Schule

und der Jugendsozialarbeit

Ort: Jugendhof Steinkimmen,

27777 Ganderkesee

Anmeldung/Infos:

Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck

Tel.: 04222-40 80,

E-Mail:

info@jugendhof-steinkimmen.de


8. Oktober 2003

Fachtag zum Thema „Berufsorientierung

von Mädchen“

Wissens-Input, ExpertInnen-

Hearing, dazu Impulsreferate zu

folgenden Themenblöcken: I. Berufswahlverhalten

von Mädchen

und Jungen, II. Mädchen und

Jungen im Ausbildungssystem, III.

Elternarbeit, im Anschluss: Podiumsdiskussion.

Zielgruppe: AWT-LehrerInnen,

Schulsozialarbeit, Jugendpfl egen,

Frauenbeauftragte, Mädchenarbeit,

Jugendsozialarbeit, sonstige

Interessierte.

Ort: Jugendherberge in Northeim,

Anmeldung/Infos:

S. Deibert (Adr. s . Seite 32)

15. - 17. Oktober 2003

Was wollen Mädchen heute? Was

ich will, sag ich schon selbst?

Für Multiplikatorinnen und Mädchen

ab 14 Jahre

Was wollen Mädchen heute? Wie

erleben Mädchen was? Wie erfahren

wir die Wünsche und Bedarfe

von Mädchen?

Ort: Jugendhof Steinkimmen

Anmeldung/Infos: Paritätisches Jugendwerk

(K. Laging) oder Jugendhof

Steinkimmen (A. Schwarz) (Adr.

s. S. 32)

November

5. - 7. November 2003

Mädchen stärken - Jungen stärken

Zweiteilige Fortbildungsreihe zur

geschlechtsbewussten Arbeit im

Kindergarten, in Kooperation mit

dem Landesjugendamt, Teil II vom

4. - 6. Februar 2004

Ort: Tagungshaus Bredbeck,

Bildungsstätte des Landkreises

Osterholz

Anmeldung/Infos:

Ursula Grzeschke (Adr. s. S. 32)

7. November 2003

Vernetzungstreffen „Arbeit mit

Aussiedlermädchen“

Für Frauen, die in der südlichen Weser-Ems-Region

Mädchenarbeit mit

Aussiedlermädchen machen oder

daran interessiert sind. Es soll ein

Austauschforum für die eigene

Praxis bieten und zur Vernetzung

anregen.

Ort: Vechta

Anmeldung/Infos:

Michaela Truß (Adr. s. S. 32)

JGW Cloppenburg, Petra Schokemüller,

Tel.: 04471-847 25

17. - 18. November 2003

Mädchenarbeit weiter vernetzen

Für Multiplikatorinnen und Mädchenarbeitskreisvertreterinnen.

Die Vernetzung von Pädagoginnen in

der Mädchenarbeit ist ein wichtiger

Bestandteil zur Verankerung und

Etablierung von Mädchenarbeit.

Austauschen und Sammeln von

Ideen, Entwicklung von Leitlinien

zur Qualitätssicherung.

Ort: Jugendhof Steinkimmen

Anmeldung/Infos:

Astrid Schwarz (Adr. s. S. 32)

19. - 21. November 2003

Mädchen stärken - Jungen stärken

Zweiteilige Fortbildungsreihe zur

geschlechtsbewussten Arbeit im

Kindergarten, in Kooperation mit

dem Landesjugendamt, Teil II vom

11. - 13. Februar 2004

Ort: Tagungshaus Bredbeck,

Bildungsstätte des Landkreises

Osterholz

Anmeldung/Infos:

Ursula Grzeschke (Adr. s. S. 32)

26. November 2003

Mädchenarbeit und Jungenarbeit

im Gender Mainstreaming

Welche Auswirkungen hat das

Gender Mainstreaming auf geschlechtshomogene

pädagogische

Arbeit? Macht diese noch Sinn?

Wie ergänzen sich Mädchenarbeit

und Jungenarbeit gegenseitig?

Ort: Aurich, Kreisvolkshochschule,

Oldersumer Str. 65 - 73, 26605

Aurich

Anmeldung/Infos:

Regina Horst, Kreisvolkshochschule

Aurich, Oldersumerstr. 65-73, 26605

Aurich, Tel.: 04941-958 01 72

26. - 28. November 2003

Genderkompetenz in der Kinder-

und Jugendarbeit

Einsteigerseminar für Frauen und

Männer zum aktuellen Stand von

Konzeptentwicklungen und methodischen

Ansätzen in der Kinder-

und Jugendarbeit. Einführung in das

Prinzip des Gender Mainstreaming.

Zielgruppe: Fachkräfte aus der

Kinder- und Jugendarbeit. Es wird

empfohlen diese Veranstaltung als

Tandem (eine Frau, ein Mann aus

einer Einrichtung) zu besuchen.

Ort: Jugendhof Steinkimmen

Anmeldung/Infos:

Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck

s. o.

Dezember

3. - 4.12.2003

„Alles gender, oder was?

Gender Training für Multiplikator/-innen

in der Jugendverbandsarbeit zur

eigenen Fortbildung und als Beginn

eines Gender-Mainstreaming-Prozesses

in den Jugendverbänden

lädt die AG G.M. des ljr ein.

Anmeldeschluss: 15.9.2003

Ort: Lidice-Haus in Bremen

Anmeldung/Infos: DGB-Jugend

Oldenburg/Wilhelmshaven, Christine

Löhmann, Kaiserstr. 4-6,

26122 Oldenburg.

Tel.: 0441-218 76 14

Frühjahr 2004

Zwei Wochenenden im Frühjahr

Modul I: Inline-Skating

Im Rahmen der Qualifi zierungsreihe

„Erlebnisorientierte Mädchenarbeit“

von der DLRG-Jugend Nds. im Nds.

Förderprogramm „Lebensweltbezogene

Mädchenarbeit“

Inhalte: Vermittlung praktischer

Kenntnisse in den Bereichen Fall-

und Bremsschule, Fahrtechnik,

Rampen fahren.

Abschlusswochenende

Inhalte: Reflexion, Auswertung,

Planung

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen aus

der Mädchen- und Jugendarbeit,

haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen

aus den Vereinen und Verbänden,

Studentinnen und andere

an der Mädchenarbeit interessierte

Frauen.

Ort: Raum Hannover,

Anmeldung/Infos:

Gitta Axmann (Adr. s. S. 32)

Beginn Frühjahr 2004

Berufsbegleitende Qualifi zierung

Genderpädagogik „Mädchen sind

anders - Jungen auch“

Vier Module ab Mai 2004

Für Frauen und Männer in der Kinder-

und Jugendhilfe.Teilnahme als

Tandem (ein Mann/eine Frau aus je

einer Einrichtung). Vermittlung von

Genderkompetenz in der Kinder- und

Jugendhilfe. Zielgruppe: Fachkräfte

aus der Kinder- und Jugendarbeit,

der Jugendsozialarbeit, den Hilfen

zur Erziehung und der Schule.

Ort: Jugendhof Steinkimmen

Anmeldung/Infos:

Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck

s. o.

Termine

29


30

Lesen, Sehen, Hö ren

Mädchen und Medien: MiM – Newsletter

Der MiM-Newsletter (MiM-Mädchen

in Medienberufe) der LAG

Medienarbeit NRW e.V. wird per

E-Mail zugestellt und enthält

spannende Infos rund um das

Thema Mädchen und Medien.

So enthält die MiM–Newsletter-

Ausgabe Juni 2003 beispielsweise

Hinweise auf Fachtagungen

wie „Geschlechtsspezifische

Medienarbeit im Kontext von

Gender Mainstreaming“ oder

„Medienpädagogik in der Mädchenarbeit“,

aber auch Hinweise

www.loveline.de

Loveline, die Internetstation der

Bundeszentrale für gesundheitliche

Aufklärung, ist ganz speziell

für Jugendliche gemacht, die mehr

über die Themen Liebe, Partnerschaft,

Sexualität und Verhütung

wissen möchten. Inzwischen gibt

es auch Themenchats. Diese fi nden

auf dem Palace-Server von

Loveline jeden letzten Mittwoch

Das Buch mit diesem Titel ist für

Mädchen, aber auch für Erwachsene

spannend zu lesen. Es geht

um die Begegnung zweier junger

Frauen, die in völlig verschiedenen

Lebenswelten zu Hause

sind. Der Klappentext des Buches

verrät folgendes: „Babysitter

dringend gesucht“. Diese Anzeige

am schwarzen Brett kommt für La

Vaughn wie gerufen. Sie braucht

einen Job, denn sie will aufs College,

und das Geld dafür muss sie

sich erst noch verdienen. Doch

was so harmlos klang, entpuppt

sich als Katastrophe. Jolly mit ihren

zwei kleinen Kindern ist kaum

älter als La Vaughn, die Wohnung

Lesen, Sehen, Hören

auf Internetseiten, eine Online-Zeitung

für Jugendliche usw.

MiM ist ein Projekt der Lande

sarbeitsgemeinschaft Lokale

Medienarbeit NRW e.V. und wird

vom Ministerium für Schule,

Jugend und Kinder des Landes

Nordrhein-Westfalen gefördert.

Zu abonnieren bei: MiM – Mädchen

in Medienberufe, LAG

Medienarbeit NRW e.V., Anke

Linnemann, Emscherstr.71, 47137

Duisburg, Tel.: 0203-410 58 13,

mim.medienarbeit-nrw@web.de.

im Monat statt. Alle Jugendlichen

können dort ihre Fragen loswerden.

Außerdem können Mädchen

im Infoshop von www.loveline.de

kostenlos „Mädchensache(n) -

Wer als Mädchen auf Expedition

geht…“ bestellen: Darin geht es

um das Abenteuer, das von den

Erwachsenen „Pubertät“ genannt

wird und bei dem Mädchen auf ei-

„Wenn dir das Leben eine Zitrone

gibt, mach‘ Limonade draus“

ist ein Chaos, und Jollys Leben

sieht nicht viel besser aus. Am

liebsten würde La Vaughn die

Flucht ergreifen, aber sie bringt

es einfach nicht fertig, die drei im

Stich zu lassen. Irgendwas muss

passieren. Da kommt La Vaughn

eine Idee, die zunächst völlig ververrückt klingt.

Virginia E. Wolff (2002): „Wenn

dir das Leben eine Zitrone gibt,

mach‘ Limonade draus“. Deutscher

Taschenbuch Verlag

GmbH & Co. KG, München.

Medi@girls - Medienprojekte für

Mädchen.

Ein praxisnahes und ideenreiches

Buch für alle, die erlebnisorientierte

Medienarbeit unter den Gesichtspunktenhandlungsorientierter

und geschlechtsspezifi scher

Arbeitweisen realisieren möchten

(Hinweis aus MiM-Newsletter).

Karin Eble/Irene Schumacher

(Hrsg.): medi@girls.de - Medienprojekte

für Mädchen (zu

beziehen unter: kopaed, ISBN

3-935686-60-9).

niges gefasst sein müssen: Stimmungen,

Gefühle, das Verhältnis

zu Freundinnen und Freunden und

den Eltern - vieles verändert sich

und es wird spannend (Hinweis

aus MiM).


Erika Mustermann – Fotosammlung

für die Seminararbeit

Erika Mustermann ist eine Fotosammlung,

die prima für die Seminararbeit

mit Mädchen und Frauen

zu unterschiedlichen Themen eingesetzt

werden kann. Mit zahlreichen

Schwarz-Weiß-Fotografi en

im DinA5-Format auf Kartonpapier

zeigt sie Mädchen und Frauen aus

verschiedenen Ländern. Die Fotos

vermitteln dabei sehr unterschiedliche

Stimmungen und Gefühle.

Die Dokumentation enthält

die Beschreibung eines exemplarischen

Kursablaufs

und möchte Lehrerinnen,

Schulsozialarbeiterinnen

und Fachfrauen aus der

Mädchenarbeit ein fundiertes

Arbeitsmaterial an

die Hand geben. Der dokumentierte

Kursablauf wurde an mehreren

Schulen und an allen Schulformen

in den Jahrgängen vier bis acht

erprobt. Die Selbstbehauptungskurse

wurden von der Autorin,

Annette Scheffer, im Rahmen

Dieses neue Rollenspielheft will-

Mädchen stark machen gegen

Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit

und Antisemitismus.

„Das Rollenspiel und der Typentest

sieht Mädchen nicht in

der passiven Rolle ... es macht

Mädchen stark, um fl exibel auf

Konfl ikte reagieren zu können.“

So geht es in dem Rollenspielheft

um verschiedene Situationen wie

Vorurteile, Anwerbungsversuche

durch Rechtsextremisten, sexuelle

Belästigung, die Frauenbilder

Rechtsradikaler, Gruppengewalt,

Die abgebildeten Mädchen und

Frauen sind bei vielfältigen Tätigkeiten

zu sehen. Außerdem ist ein

kleines Heftchen mit Ideen dazu

beigefügt, wie die Fotokarten in

der Bildungsarbeit und auf Seminaren

eingesetzt werden können.

Gefördert wurde die Fotosammlung

durch das BMSJF aus Mitteln

des Bundesjugendplans.

(Übrigens: Es gibt auch eine Foto-

„Selbstbehauptung für Mädchen an Schulen“

Dokumentation und Arbeitsmaterialien

„Stress in der Disco“

einer AG in einem Schulhalbjahr

durchgeführt. In insgesamt zwölf

Kurseinheiten werden die Kursinhalte

„Auseinandersetzung mit der

eigenen Geschlechtsrolle“, „Distanzschwelle

/ Grenzen setzen /

NEIN sagen“, „Körpersprache und

ihre Wirkung“, „Körper und Sexualität“,

„Gute und schlechte Berührungen“,

„Gute und schlechte

Geheimnisse“ und „Hilfe holen und

geben“ behandelt. Die Themeneinheiten

werden durch Übungen,

Rollenspiele, Phantasiereisen und

verschiedene Arbeitsblätter erarbeitet

und in Gesprächskreisen

Rollenspiel und Typentest für Mädchen

Gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

Gruppendruck und die Lage als

Zeugin von Gewalt. Am Ende des

Heftes erfahren die Mädchen, was

für ein „Typ“ sie sind: Logikerin,

Organisatorin, Emotionale oder

Kreative. Das Heft (+ Beiheft) kann

viele Anregungen geben, Situationen

von Rechtsextremismus,

Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

handlungsbezogen

mit Mädchen zu bearbeiten. Eine

qualifi zierte pädagogische Begleitung

und Anleitung ist wichtig für

die Behandlung dieses Themas.

Mit einem individuellen „Typen-

sammlung „mannsbilder“, die z.B.

in der Jungenarbeit eingesetzt

werden kann.

Bestelladresse s.u.)

Erika Mustermann. Eine Fotosammlung

der GCL – MF ist

zu bestellen bei: Gemeinschaft

Christlichen Lebens

Mädchen und Frauen, Sterngasse

3, 86150 Augsburg, Tel.: 0821-

319 98 04.

vertieft. In einem umfangreichen

Anhang sind alle Übungen und

Spiele erklärt sowie die Arbeitsblätter,

Kopiervorlagen und

Lieder dokumentiert. Dabei geht

es nicht um die Vermittlung von

Selbstverteidigungstechniken, da

hierzu eine spezielle Ausbildung

Voraussetzung wäre.

Die Dokumentation kann bestellt

werden bei:

Frauenbeauftragte Stadt Uelzen,

Petra Heinzel, Herzogenplatz 2,

29525 Uelzen

Tel.: 0581-80 01 60.

test“ ist es nicht getan!

„Stress in der Disco“ wurde gefördert

im Rahmen des Aktionsprogramms

ENTIMON – „Jugend für

Toleranz und Demokratie – gegen

Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit

und Antisemitismus“

des Bundesministeriums für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend

und kann bestellt werden bei der

Bundeszentrale für politische Bildung,

Ulrich Dovermann, Berliner

Freiheit 7, 53111 Bonn,

Tel. 01888-51 55 15,

Fax: 01888-51 51 13.

Lesen, Sehen, Hören

31


Anschrift

Telefon, Fax

E-Mail des Dienstsitzes

Nds. Förderprogramm „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“

Vernetzungsstelle, Schwarzer Bär 4, 30449 Hannover

Tel.: 0511-2 153 153, Fax: 0511-2 153 154

sundermeyer@maedchenwelten.de

zielinski@maedchenwelten.de

info@maedchenwelten.de

Arbeitsgemeinschaft Ev. Jugend in Nds.

Marienstraße 14, 49377 Vechta

Tel.: 04441-85 45 41, Fax: 04441-85 45 42

michaela.truss@ejomail.de

DLRG-Jugend im LV Nds. e.V.

Karl-Thiele-Weg 41, 30519 Hannover

Tel.: 0511-837 92 12, Fax: 0511-83 36 64

Gitta.Axmann@niedersachsen.dlrg-jugend.de

Mädchen- und Frauenprojekt „Minna Faßhauer“

Im Kamp 3, 38300 Wolfenbüttel

Tel.: 05331-88 56 02, Fax: 05331-88 56 03

minna-fasshauer@t-online.de

Sportjugend (sj Nds.)

Ferd.-Wilh.-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Tel.: 0511-12 68 256, Fax: 0511-12 68 242

ksolsky@lsb-niedersachsen.de

DGB-Jugend, Region Niedersachsen-Mitte

Otto-Brenner-Str. 1, 30159 Hannover

Tel.: 0511-163 87-27, Fax: 0511-163 87-34

monika.berger@dgb.de

BDKJ Landesstelle Niedersachsen

Kopernikusstraße 3, 30167 Hannover

Tel.: 0511-161 46 67, Fax: 0511-161 46 66

sabine.koch@bdkj-niedersachsen.de

DRK-Kreisverband Goslar, Mädchenreferentin

Wachtelpforte 38, 38644 Goslar

Tel.: 05321-37 00 22, Fax: 05321-37 00 99

maedchenreferentin@jugendrotkreuz-nds.de

BDP Nds./Elbe-Weser

Albstedter Straße 29, 27628 Albstedt

Tel.: 04746-95 10 16, Fax: 04746-72 57 66

lv.niedersachsen@bdp.org

Paritätisches Jugendwerk Niedersachsen

Kommißstraße 5, 38300 Wolfenbüttel

Tel.: 05331-92 00 11, Fax: 05331-92 00 79

laging_k@paritaetischer.de

Jugendhof Steinkimmen

Am Jugendhof 35, 27777 Ganderkesee

Tel.: 04222-408 16, Fax: 04222-408 39

schwarz@jugendhof-steinkimmen.de

Stadt Braunschweig, Abt. Jugendförderung

Eiermarkt 4-5, 38100 Braunschweig

Tel.: 0531-470 84 85, Fax: 0531-470 80 74

petra.karger@braunschweig.de

Tagungshaus Bredbeck

An der Wassermühle 30, 27711 Osterholz-Scharnbeck

Tel.: 04791-96 18 36, Fax: 04791-96 18 13

grzeschke@bredbeck.de

VSE, Mädchen- und Frauenprojekt Lüneburg

Am Berge 36, 21335 Lüneburg

Tel.: 04131-26 81 39, Fax: 04131-40 43 42

Maedchenreferentin@vse-lueneburg.de

Landkreis Northeim, Mädchenreferentin (51.9)

Medenheimer Straße 6/8, 37154 Northeim

Tel.: 05551-708 326, Fax: 05551-708 300

sdeibert@landkreis-northeim.de

Stadt Osnabrück (51-21)

Natruper-Tor-Wall 2, 49074 Osnabrück

Tel.: 0541-323 20 60, Fax: 0541-323 15 20 60

gaertner-klein@osnabrueck.de

www.maedchenwelten.de

Referentin Träger/-in

Sabine Sundermeyer

Sabine Zielinski

Michaela Truß

Gitta Axmann

Susanne Koch

Karin Solsky

Monika Berger

Sabine Koch

Susanne Smetan

Judith Nagel

Kirsten Laging

Astrid Schwarz

Petra Karger

Ursula Grzeschke

Gunda Ennen

Silke Deibert

N. N.

Landesjugendring

Niedersachsen

Arbeitsgemeinschaft

Ev. Jugend in

Niedersachsen

(AEJN)

Jugend der Deutschen

Lebensrettungs-

Gesellschaft im

LV Nds.

Sozialistische Jugend

- Die Falken & Jugendwerk

der Arbeiterwohlfahrt

(beides Bezirk

Braunschweig)

Sportjugend Niedersachsen

im Landessportbund

Nds. e.V.

DGB Gewerkschaftsjugend,

Bezirk Niedersachsen

- Bremen -

Sachsen-Anhalt

Trägerwerk des BDKJ-

Diözesanverbandes

Hildesheim e. V.

Deutsches Jugendrotkreuz

Bund Deutscher

PfadfinderInnen

Niedersachsen

Paritätisches Jugendwerk

Niedersachsen

Jugendhof

Steinkimmen

Stadt Braunschweig,

Fachbereich Kinder,

Jugend und Familie

Arbeits-

schwerpunkt

Vernetzungsstelle,

Gesamtkoordination

Migration (Arbeit mit

jungen Spätaussiedlerinnen)

Erlebnis- und

bewegungsorientierte

Mädchenarbeit

Jugendhilfebereich

Vernetzungsstelle,

Gesamtkoordination

Wirkungs-

kreis

landesweit

südliches

Weser-Ems-Gebiet

Weser-Leine-

Bergland

Armut Landkreise und Städte

Helmstedt, Wolfenbüttel,

Salzgitter, Goslar

Migration (Körper-,

bewegungs- und

sportbezogene Arbeit

mit muslimischen Mädchen)

Berufliche

Orientierung und

Ausbildung

landesweit (mit regionalen

Schwerpunkten)

Stadt Hannover und

näheres Umland

Migration Regierungsbezirk

Hannover

Gesundheitsförderung Landkreise und Stadt

Goslar und Osterode (u.

JRK-Haus Einbeck)

Berufliche

Orientierung und

Ausbildung

Elbe-Weser-Dreieck

(v. a. Cuxhaven und

Rotenburg/W.)

Partizipation landesweit

(mit regionalen Schwerpunkten)

Jugendarbeit Regierungsbezirk

Weser-Ems

Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit,

Kinder-

und Jugendschutz

Landkreis Osterholz Tageseinrichtungen für

Kinder

Verbund

sozialtherapeutischer

Einrichtungen Celle

Stadt Braunschweig

Landkreise

Rotenburg, Osterholz,

Verden und Cuxhaven

Jugendsozialarbeit Stadt und Landkreis

Lüneburg und

Lüchow-Dannenberg

Landkreis Northeim Jugendsozialarbeit Region

Südniedersachsen

(Osterode, Northeim,

Göttingen)

Stadt Osnabrück Tageseinrichtungen für

Kinder

Stadt und Landkreis

Osnabrück

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