04.09.2015 Aufrufe

Kicker 072-2015

  • Keine Tags gefunden...

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Schweiz 5,– sFr., Österreich € 2,85, BeNeLux € 3,–, Frankreich € 3,40, Italien € 3,40, Portugal (Cont.) € 3,60, Spanien (Cont.) € 3,60, Kanaren (Luftfracht) € 3,90, Ungarn 1190 Ft., Griechenland € 3,90, Dänemark 28,– Dkr<br />

FC BAYERN<br />

Zwei Tore beim<br />

Jubiläum: Müller<br />

jagt seinen Rekord<br />

VFL WOLFSBURG<br />

Transferwahnsinn –<br />

das sagt VW-Boss<br />

Winterkorn<br />

VFB STUTTGART<br />

Kopflos.<br />

Hilflos.<br />

Punktlos.<br />

LÖW<br />

EM-Quali gegen Polen und<br />

in Schottland: Der Bundestrainer<br />

über „zwei Spiele der Wahrheit“<br />

Titelfoto: Sven Simon/Hoermann<br />

HANNOVER 96<br />

Dufners Bilanz –<br />

Frontzecks Probleme<br />

HAMBURGER SV<br />

Der große Zoff<br />

um den Elfmeter<br />

SCHALKE 04<br />

Breitenreiter<br />

will zu viel<br />

Nr. 72<br />

31. 8. <strong>2015</strong><br />

36. Woche<br />

€ 2,60<br />

Deutschland<br />

EUROPAPOKAL Infos über die 21 deutschen Gruppengegner


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 3<br />

In dieser Ausgabe<br />

6<br />

Treffpunkt Berlin:<br />

Oliver Hartmann und<br />

Karlheinz Wild<br />

im Gespräch mit<br />

Joachim Löw. Rechts<br />

DFB-Pressesprecher<br />

Jens Grittner<br />

Von Löw nominiert: Emre Can<br />

10vom FC Liverpool. Das Porträt<br />

eines ungewöhnlichen jungen Profis<br />

Die Ligen. Die Rubriken.<br />

78<br />

Er ist wieder oben: Lionel Messi<br />

ist erneut Europas Spieler des<br />

Jahres. Hintergründe eines Comebacks<br />

Neu!<br />

Ehre, wem Ehre gebührt:<br />

Franz Beckenbauer feiert seinen<br />

70. Geburtstag, dazu startet unsere<br />

neue Heftreihe „Legenden & Idole“.<br />

Alles über die Champions League<br />

und die Europa League <strong>2015</strong>/16<br />

erfahren Sie im neuen Sonderheft.<br />

Foto: Winter<br />

Kaiser und<br />

Königsklasse<br />

Libero, Trainer, Teamchef. WM-<br />

Botschafter, Werbe-Ikone, Wasweißichnochalles.<br />

Gut, das Wetter<br />

im Sommer 2006 hat er nicht gemacht.<br />

Obwohl: Spätestens, als<br />

Franz Beckenbauer den Ball von<br />

einem Weißbierglas feinfühlig in<br />

die Torwand des Aktuellen Sport-<br />

Studios spitzelte, war man versucht<br />

zu glauben, dass dem Mann einfach<br />

alles und alles auch einfach gelingt.<br />

Dem ist natürlich nicht so, und wer<br />

dem „Kaiser“ begegnet ist, weiß zu<br />

schätzen, wie menschlich er im Umgang<br />

stets geblieben ist. Sehr persönliche<br />

Beiträge von Weggefährten<br />

wie Pelé, Uli Hoeneß, Günter<br />

Netzer oder Jürgen Klinsmann sowie<br />

verblüffende Motive unter den mehr<br />

als 200 Fotos aus seinem Leben<br />

zeichnen das Franz Beckenbauer<br />

gewidmete kicker-Werk aus, das<br />

ab Mittwoch im Handel ist und mit<br />

dem wir unsere neue Heftreihe „Legenden<br />

& Idole“ starten; pünktlich<br />

zum 70. Geburtstag der „Lichtgestalt“<br />

am 11. September.<br />

Am Samstag, 5. September, erscheint<br />

unser Sonderheft zur<br />

Königsklasse und Europa League.<br />

Mit exklusiven Interviews, großem<br />

Spielplan-Poster, allen Transfers,<br />

Daten und Fakten auf 184 Seiten.<br />

Wir wünschen Ihnen<br />

eine gute Woche!<br />

Was war da los? 4<br />

Bundesliga Berichte vom 3. Spieltag 21<br />

International Aktuelles aus aller Welt 50<br />

Kolumnistenkreis, Scheinwerfer 57<br />

2. Bundesliga Berichte vom 5. Spieltag 58<br />

3. Liga Berichte vom 6. Spieltag 69<br />

4. Liga Aktuelles aus den Regionen 73<br />

Business 88<br />

Leserforum 92<br />

Nachspielzeit und Abpfiff 94<br />

Jörg Jakob,<br />

kicker-Chefredaktion<br />

kicker-sportmagazin ist Mitglied im Verbund „EUROPEAN SPORTS MEDIA“. Dazu gehören: A Bola (Portugal), De Telegraaf (Niederlande),<br />

ELF (Niederlande), Fanatik (Türkei), Goal News (Griechenland), Marca (Spanien), Nemzeti Sport (Ungarn), So Foot (Frankreich),<br />

Sportal Korea (Südkorea), Sport-Express (Russland), Sport-Magazine (Belgien), Tipsbladet (Dänemark), World Soccer (England).


4 kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

WAS<br />

WAR<br />

DA<br />

LOS?<br />

Ein Bild für<br />

die Götter<br />

Was haben sie in Mainz gehofft. Und<br />

vielleicht auch gebetet. Am Ende aber<br />

hat Tuchel-Nachfolger Kasper Hjulmand<br />

die Kurve einfach nicht gekriegt. Deshalb<br />

zogen die Rheinhessen im Februar die<br />

Notbremse, zauberten Martin Schmidt aus<br />

dem Hut. Der ehemalige U-23-Coach sah<br />

sich selbst eher als Stabilisator, wurde von<br />

den Fans der 05er aber schnell als Retter<br />

gefeiert. Nein, Schmidt ist kein Messias.<br />

Auch wenn der Schriftzug „heiler“ auf dem<br />

Podest prangt, er ein Holzkreuz um den<br />

Hals trägt und die Sonne genau in dem<br />

heroischen Augenblick seine Stoppuhr<br />

als Reflektor auserwählt … Ein Denkmal,<br />

selbst wenn es so aussieht, haben sie dem<br />

Schweizer nicht gebaut. Der stellt sich<br />

einfach nur gerne auf eine Erhöhung, um<br />

so einen besseren Überblick zu bekommen<br />

und – zu seinen Schäflein zu sprechen.<br />

Im “ vor 5 Jahren<br />

Schalke: Magaths<br />

Transfer-Roulette<br />

6. 9. 2010: Der Mann geht ins Risiko! Verursacht er Chaos?<br />

Oder hat alles System? Felix Magath jedenfalls krempelt den<br />

FC Schalke 04 um. Nach drei Transferperioden sind es 27 Zuund<br />

21 Abgänge. Der Erfolg aber bleibt aus. Sechs Monate<br />

später, der S04 steht auf Platz zehn, trennen sich die Wege.<br />

Foto: Huebner/Klein


6 INTERVIEW<br />

Fotos: imago (6), Winter<br />

„Schweinsteigers Wechsel war wichtig.<br />

Er ist noch immer ein Weltklassespieler.“<br />

„Die Entwicklung bei Khedira kommt<br />

nicht ganz unerwartet für mich.“<br />

„Hector lernt schnell, er hat<br />

insgesamt ein enormes Potenzial.“<br />

Treffpunkt ist ein Hotel am<br />

Potsdamer Platz in Berlin. Joachim<br />

Löw ist aus London in<br />

der Hauptstadt eingetroffen, am<br />

Vorabend hatte er Mesut Özil und<br />

Emre Can im Spiel zwischen Arsenal<br />

und Liverpool angeschaut. Der<br />

Bundestrainer wirkt entspannt und<br />

entschlossen im Gespräch mit dem<br />

kicker, und er präsentiert sich in<br />

allen Fragen meinungsstark.<br />

Ist die Partie gegen Polen das Endspiel<br />

um den Gruppensieg, Herr Löw?<br />

Das Endspiel wahrscheinlich noch<br />

nicht, aber für uns stehen zwei<br />

Spiele der Wahrheit an. Wir wollen<br />

sechs Punkte holen, um unsere<br />

Ausgangsposition zu verbessern<br />

und um der EM ein Stückchen näherzukommen.<br />

Nachdem wir in<br />

den letzten Spielen nicht immer<br />

weltmeisterlich aufgetreten sind,<br />

sind wir jetzt gefordert.<br />

Sind Sie sicher, dass die Mannschaft jetzt<br />

wieder in die Spur findet?<br />

Da bin ich mir sehr sicher. Nach der<br />

WM waren etliche Spieler körperlich<br />

und geistig müde, ein gewisser<br />

Spannungsabfall nach einem großen<br />

Turnier ist normal. Jetzt war die<br />

Sommerpause für alle lang genug,<br />

der Großteil der Spieler konnte die<br />

Vorbereitung komplett durchziehen.<br />

Deshalb erwarte ich, dass sich<br />

die Mannschaft in einer anderen<br />

Verfassung präsentieren wird.<br />

Wir werden eine Mannschaft auf<br />

dem Platz haben, die Polen schlägt.<br />

Bedauern Sie es, anders als in den Vorjahren<br />

gleich mit einem Pflichtspiel in die<br />

Saison starten zu müssen?<br />

Wir können es nicht ändern und<br />

nehmen die Situation, wie sie<br />

ist. Außerdem kommt es auch<br />

gar nicht so sehr darauf an, in<br />

welcher Form sich die Spieler<br />

gerade befinden. Die beiden<br />

Partien sind primär eine Frage<br />

des unbedingten Siegeswillens.<br />

Die WM in Brasilien ist Geschichte, nun geht es in<br />

der EM-Qualifikation gegen Polen und dann nach<br />

Schottland. Bundestrainer JOACHIM LÖW (55) spricht<br />

zuvor über einen Spannungsabfall nach dem Titel,<br />

Hierarchien, Olympia und natürlich seinen Kader.<br />

Sie haben mehrmals betont, die Mannschaft<br />

müsse sich ein bisschen neu erfinden,<br />

dürfe die Entwicklung nicht verschlafen.<br />

Reicht dafür die Zeit bis zur EM?<br />

Wir befinden uns in einem Prozess,<br />

der 2016 nicht endet, sondern auf<br />

vier Jahre ausgerichtet ist. Die EM<br />

ist ein großes Ziel, aber die Planungen<br />

enden nicht mit dem Turnier<br />

in Frankreich. Wir orientieren uns<br />

schon jetzt auch an dem, was für<br />

die Mission WM-Titelverteidigung<br />

gefordert sein wird. Darum drehen<br />

sich die Fragen, mit denen wir uns<br />

beschäftigen: Wohin entwickelt sich<br />

der Weltfußball? Was bedeutet dies<br />

für unser Spiel? Welche Anforderungen<br />

werden an uns gestellt? Wie<br />

wollen wir spielen? Welche Spieler<br />

wollen wir in Russland haben?<br />

Was sind die Antworten?<br />

Eine Erkenntnis ist: Die starken<br />

Mannschaften sehen sich immer<br />

mehr einer extremen Defensive des<br />

Gegners ausgesetzt. Die vermeintlich<br />

schwächeren Mannschaften<br />

sind inzwischen in der Lage, gut organisiert<br />

zu spielen, weil ihre Spieler<br />

eine elementar gute taktische<br />

und technische Ausbildung besitzen,<br />

körperlich über eine Grundfitness<br />

verfügen. Für die Weltspitze<br />

wird es extrem wichtig, Lösungen<br />

gegen solche Gegner zu finden.<br />

Wie sehen diese Lösungen aus?<br />

Wir kommen damit klar, wenn<br />

auch nicht in jedem Spiel über die<br />

gesamte Distanz. Wir sind eine<br />

Mannschaft, die in der Lage ist, ein<br />

Spiel zu machen und die gelernt<br />

hat, einen Gegner zu dominieren.<br />

Die Laufwege, die Raumaufteilung,<br />

das Spiel im letzten Drittel sind entscheidend,<br />

vor allem der letzte Pass.<br />

Wir machen das noch nicht perfekt,<br />

aber schon sehr gut.<br />

Haben sich ein Jahr nach der WM neue<br />

Hierarchien im Team verfestigt?<br />

Der Prozess ist noch nicht ganz<br />

abgeschlossen. Miroslav Klose,<br />

Philipp Lahm und Per Mertesacker<br />

haben die Mannschaft jahrelang<br />

geprägt und natürlich eine Lücke<br />

hinterlassen: Das hat aber zu keinerlei<br />

Problemen im Gefüge der<br />

Mannschaft geführt. Denn wir haben<br />

genügend Spieler, die Verantwortung<br />

annehmen und in der Lage<br />

sind, eine Mannschaft zu führen:<br />

Bastian Schweinsteiger natürlich,<br />

mittlerweile auch Manuel Neuer<br />

oder Sami Khedira. Thomas Müller<br />

bringt sich in seiner Art und Weise<br />

hervorragend mit ein, er ist einer,<br />

der integriert. Und Jerome Boateng,<br />

Mats Hummels und Toni Kroos sind<br />

mittlerweile ebenfalls Spieler, die<br />

Führung übernehmen können.<br />

Was halten Sie von Schweinsteigers<br />

Wechsel zu Manchester United?<br />

Ich glaube, dass der Wechsel gut<br />

und wichtig für ihn ist. Basti hat<br />

eine neue Herausforderung gesucht.<br />

Er hat den Charakter, sich<br />

verändern und nochmals neue Reize<br />

in der Premier League erleben<br />

zu wollen. Wenn er körperlich gesund<br />

ist, weiß man doch, was er für<br />

die Mannschaft bedeutet: Er sorgt<br />

für eine gute Symmetrie auf dem<br />

Platz, er ist ein Stratege, er führt<br />

die Mannschaft, er ist mit einem<br />

unglaublichen Kampfes- und Siegeswillen<br />

ausgestattet.<br />

Skeptiker fürchten, er werde in England<br />

Tempoprobleme bekommen.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 7<br />

„Can selbst war sein größter Kritiker,<br />

diese Art der Reflexion gefällt mir.“<br />

„Ich ziehe den Hut vor Weidenfeller.<br />

Wir wissen, was wir an ihm haben.“<br />

„Gomez ist im Sechzehner einer<br />

der besten Spieler, die es gibt.“<br />

Das glaube ich nicht. Basti ist ein<br />

anpassungsfähiger Spieler, und<br />

seine körperliche Robustheit war<br />

eine seiner größten Stärken. Vielleicht<br />

ist er etwas verletzungsanfälliger<br />

geworden und auch nicht<br />

mehr dauerhaft in jedem Spiel über<br />

90 Minuten einsetzbar. Bei Spielern<br />

über 30, die über Jahre hinweg einer<br />

unglaublich hohen Belastung<br />

ausgesetzt waren, muss man als<br />

Vereins- oder Nationaltrainer auch<br />

wissen, wann man ihnen eine Pause<br />

zugesteht. Ich brauche ihn nicht in<br />

jedem Testspiel, aber ich bin sicher:<br />

Wenn es drauf ankommt, ist er immer<br />

noch ein Weltklassespieler.<br />

Macht Ihnen Sami Khediras Verletzungsanfälligkeit<br />

allmählich Sorgen?<br />

Ich sehe keine grundlegenden Probleme.<br />

Die erneute Verletzung ist<br />

bedauerlich, aber die Entwicklung<br />

kommt nicht ganz unerwartet. Diese<br />

muskulären Probleme resultieren<br />

aus den Anstrengungen, die er nach<br />

seinem Kreuzbandriss unternommen<br />

hat, als er sich mit aller Energie<br />

wieder fit machte für die WM. Das<br />

war ein Kraftakt, das hat man in<br />

den Monaten danach gemerkt. Aber<br />

ich weiß, dass es Sami mit seinem<br />

Charakter und seiner Willensstärke<br />

schaffen wird, wieder heranzukommen.<br />

Ich bin mir sicher, er kommt<br />

topfit wieder zurück.<br />

Geht es im zentralen Mittelfeld nur darum,<br />

wer neben Toni Kroos spielen darf?<br />

Über Tonis Klasse müssen wir nicht<br />

reden, seine Pässe, seine Übersicht,<br />

sein Spielverständnis, all das ist<br />

überragend. Im Mittelfeld haben<br />

wir ein Überangebot an<br />

Ausnahmespielern, auch<br />

wenn Sami jetzt ausfällt.<br />

Für mich ist diese Auswahl<br />

an Topspielern allenfalls<br />

ein Luxusproblem.<br />

Deshalb bin ich<br />

auch glücklich, dass<br />

Ilkay Gündogan wieder<br />

auf einem hohen<br />

Niveau spielt. Er war<br />

ja bei uns schon Ende<br />

2012, 2013 in einer<br />

überragenden Form, hat da unser<br />

Spiel mitgeprägt.<br />

Wo liegt Mesut Özils Zukunft?<br />

Mesut sehe ich in der Mitte, obwohl<br />

er bei Arsenal von der Seite kommt.<br />

Mesut ist der Spieler, der mit seiner<br />

überragenden Technik und Übersicht<br />

die Spieler in der vordersten<br />

Reihe richtig einsetzen kann.<br />

Bleibt die Viererkette das Maß der Dinge<br />

oder wird es die Dreierkette?<br />

Die Systeme spielen nicht die entscheidende<br />

Rolle, sondern die<br />

taktische Vorgabe. Ich will keinen<br />

Zufallsfußball, den wird es bei mir<br />

nicht geben. Ich will keine langen<br />

Bälle und auf Glück hoffen, dass der<br />

Ball irgendwie abgefälscht oder verlängert<br />

wird und dann jemandem<br />

vor die Füße fällt. Für uns ist wichtig,<br />

wie wir aus der Dreier- oder<br />

Viererkette Lösungen nach vorn<br />

finden können.<br />

Wie meinen Sie das?<br />

Gegen Mannschaften, die ein<br />

frühes Pressing spielen wie beispielsweise<br />

zuletzt die USA<br />

oder Australien gegen uns,<br />

war immer das Thema, wie<br />

es gelingt, mit einer Überzahl<br />

an Spielern aus der<br />

Abwehr heraus zu spielen.<br />

Wir beschäftigen<br />

uns genauso damit,<br />

wie man aus einer<br />

Unterzahl das Spiel<br />

von hinten aufbauen<br />

Lesen Sie weiter auf Seite 8


8 INTERVIEW<br />

„Götze hat eine ganz hohe Präsenz,<br />

er setzt Maßstäbe. Ich vertraue ihm.“<br />

„Ginczek steht schon seit einiger<br />

Zeit unter unserer Beobachtung.“<br />

„Ich erwarte, dass Draxler sein enormes<br />

Potenzial nun dauerhaft ausschöpft.“<br />

Fortsetzung von Seite 7<br />

kann, um weiter vorn mehr Möglichkeiten<br />

und Anspielstationen zu<br />

haben und eine Überzahl zu schaffen.<br />

Vielleicht ist das in Zukunft die<br />

Kunst – erst recht, wenn man einen<br />

Torhüter hat wie Manuel Neuer, der<br />

quasi wie ein Feldspieler agiert.<br />

Sie haben zuletzt mehrmals Jonas Hector<br />

gelobt. Ist er die Lösung für die Problemzone<br />

Linksverteidigung?<br />

Jonas ist auf jeden Fall ein Spieler,<br />

der schnell lernt und die Dinge<br />

zumindest in seinem Offensivspiel<br />

so umsetzt, wie man das von ihm<br />

möchte. Defensiv kann er sich noch<br />

entwickeln, aber er hat insgesamt<br />

enormes Potenzial.<br />

Sehen Sie auf der linken Seite neue oder<br />

wieder aufgeblühte Alternativen?<br />

Ich halte Erik Durm nach wie vor<br />

für einen talentierten Spieler, der<br />

über eine gute Physis verfügt und<br />

auch technisch gute Möglichkeiten<br />

hat. Er hatte jetzt das Pech, dass<br />

er sich in der Vorbereitung wieder<br />

verletzt und seinen Rhythmus verloren<br />

hat. Aber ihn werde ich auf<br />

gar keinen Fall abschreiben. Außerdem<br />

gibt es noch einen Marcel<br />

Schmelzer oder einen Dennis Aogo.<br />

Bei diesen beiden muss man sehen,<br />

wie die Saison läuft. Auch für sie<br />

gilt, dass die Tür weiterhin offen ist.<br />

Sie haben erstmals Emre Can nominiert.<br />

Ist er eine Rechtsverteidiger-Alternative?<br />

Er wäre auch eine Möglichkeit, das<br />

stimmt. Er ist von seinem Naturell<br />

her zwar eher ein Sechser, aber er<br />

ist vielfältig einsetzbar. Mir gefällt<br />

die Art und Weise, wie er spielt. Er<br />

ist technisch sehr versiert, spielt<br />

den sauberen, einfachen Pass, hat<br />

ein gutes Positionsgefühl. Und er<br />

wirkt mitunter, wenngleich nicht<br />

immer, sehr dynamisch. Wenn er<br />

das verbessern kann, dann bin ich<br />

mir sicher, dass ihm der Sprung zu<br />

uns auch konstant gelingen kann.<br />

Can stand nach der Halbfinal-Pleite gegen<br />

Portugal bei der U-21-EM in Tschechien<br />

stark in der Kritik.<br />

Sein größter Kritiker war er selbst,<br />

diese Art der Reflexion hat mir gefallen.<br />

Die Erwartung an die U 21<br />

war insgesamt hoch. Zumindest<br />

die öffentliche. Ich habe schon früh<br />

gemahnt und darauf hingewiesen,<br />

dass wir nicht davon ausgehen, im<br />

U-Bereich nun automatisch alles<br />

zu gewinnen. Vielleicht sind diese<br />

Spieler doch noch nicht so weit gewesen,<br />

wie viele glaubten.<br />

Schauen genau hin: Löw und Co-Trainer Thomas Schneider bereiten ihr<br />

Team auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Polen und Schottland vor.<br />

Fotos: imago (4), firo<br />

Rafinha will deutscher Staatsbürger werden.<br />

Ist er damit ein Kandidat?<br />

Das ist für uns kein Thema. Wir haben<br />

auch in den vergangenen Jahren<br />

nie versucht, mithilfe der Nationalmannschaft<br />

den Wechsel einer<br />

Staatsbürgerschaft zu forcieren.<br />

Werden Mario Gomez und Lukas Podolski<br />

in der Türkei noch mal Schwung in ihre<br />

Karrieren bringen?<br />

Die Erwartungen und Ansprüche<br />

sind hoch in der Türkei, das weiß<br />

ich aus eigener Erfahrung. Für beide<br />

war es notwendig, dass sie die<br />

Wechsel vollzogen haben. Beide<br />

hatten zu wenige Einsätze, damit<br />

zu wenig Wettkampfpraxis. Sie sind<br />

jetzt in einer Liga, die europaweit<br />

nicht zur absoluten Spitze gehört,<br />

die Süper Lig wird aber immer stärker.<br />

Außerdem spielen Galatasaray<br />

und Besiktas international.<br />

Haben Sie Gomez denn überhaupt noch<br />

auf der Rechnung?<br />

Er hat jetzt zwei schwierige Jahre<br />

hinter sich. Aber wenn er seinen<br />

Rhythmus findet und sich schnell<br />

integriert, ist er ein Spieler, der Tore<br />

erzielt. Im Sechzehner ist er einer<br />

der besten Spieler, die es gibt.<br />

Könnte Daniel Ginczek zur Lösung des<br />

Sturmproblems werden?<br />

Er ist auch ein Spieler mit guten Abschlussqualitäten,<br />

hat es im vergangenen<br />

Halbjahr sehr gut gemacht in<br />

Stuttgart und steht schon seit einiger<br />

Zeit unter unserer Beobachtung.<br />

Wenn wir gerade bei Stürmern sind: Tut<br />

sich ein Talent wie Davie Selke mit dem<br />

Wechsel in die 2. Liga einen Gefallen?<br />

RB Leipzig ist ein Verein mit Perspektive<br />

und einem klaren Plan für<br />

die nächsten Jahre, Selke ist ein junger<br />

Spieler. Ich denke, er hat keinen<br />

Fehler gemacht mit dem Wechsel.<br />

Warum halten Sie noch an Podolski fest?<br />

Weil wir ihn kennen, weil wir wissen,<br />

was er leisten kann und weil<br />

er bei der Nationalmannschaft fast<br />

noch nie enttäuscht hat. Es gibt für<br />

mich zum jetzigen Zeitpunkt auch<br />

überhaupt keinen Grund, endgültige<br />

Entscheidungen zu treffen.<br />

Gibt es Spieler, auf deren Saison-Entwicklung<br />

Sie besonders gespannt sind?<br />

Es gibt nicht so viele, wie alle immer<br />

denken. Aber es gibt einige Spieler<br />

mit hervorragenden Anlagen, die es<br />

mal in die Weltspitze schaffen und<br />

damit unseren Ansprüchen genügen<br />

könnten. Die Messlatte ist hoch.<br />

Zum Beispiel bei Julian Brandt?<br />

Julian ist ein hervorragender Spieler,<br />

ebenso Leon Goretzka, der aber<br />

sehr lange verletzt war. Julian Draxler<br />

hat sehr gute Möglichkeiten,<br />

hat diese in den vergangenen zwei<br />

Jahren aus verschiedenen Gründen<br />

auch nicht ausgeschöpft. Das sind<br />

Spieler, bei denen ich erwarte, dass<br />

sie im nächsten Jahr oder in den<br />

nächsten beiden Jahren einen richtigen<br />

Sprung machen. Aber mehr<br />

Namen möchte ich nicht nennen.<br />

Es wäre nicht seriös, wenn ich jetzt<br />

sagen würde, ich bin sicher, dass<br />

der und der es schafft. Die Spieler<br />

sollen sich in Ruhe weiterentwickeln<br />

können.<br />

Muss man bei Draxler die Sorge haben,<br />

dass er den Anschluss verliert?<br />

2012 in der Vorbereitung zur EM<br />

war ich angetan von diesem unwiderstehlichen<br />

Tempo, das er hatte,<br />

und von dieser Qualität im Eins-gegen-eins.<br />

Dieses enorme Potenzial<br />

muss er dauerhaft ausschöpfen, das<br />

erhoffe und erwarte ich mir schon.<br />

Ist die Berufung von Champions-League-<br />

Sieger Marc-André ter Stegen schon eine<br />

Richtungsentscheidung?<br />

Unsere Gedanken sind die, dass<br />

wir diese drei Doppelspieltage in<br />

diesem Jahr nutzen, um die jungen<br />

Torhüter zu sehen. Generell gilt:<br />

Wir haben eine klare Nummer 1 mit<br />

Neuer, dahinter gibt es weder Baustellen<br />

noch Hierarchien. Auch dies<br />

ist ein Luxusproblem. Viele unserer<br />

besten Torhüter sind noch sehr


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 9<br />

jung. Und unsere Aufgabe muss es<br />

generell sein, immer wieder auch<br />

junge Spieler an die Nationalmannschaft<br />

heranzuführen, das gilt auch<br />

für die Torhüter.<br />

Ist damit Roman Weidenfeller abgeschrieben<br />

für die EM in Frankreich?<br />

Bei Roman wissen wir, was wir an<br />

ihm haben, auch wenn er jetzt in<br />

Dortmund nicht gespielt hat. Roman<br />

hat bei der WM in jeder Beziehung<br />

einen wichtigen Teil zum<br />

Titel beigetragen. Seine Trainingsleistungen<br />

waren hervorragend,<br />

seine Persönlichkeit innerhalb der<br />

Mannschaft war wahnsinnig wertvoll.<br />

Er hat sich voll eingebracht, hat<br />

intern eine riesige Akzeptanz. Ich<br />

ziehe den Hut vor Roman. Am Ende<br />

einer Saison und vor einem Turnier<br />

gilt es, dies alles zu bewerten.<br />

Inwieweit verfolgen Sie die Debatte über<br />

Mario Götze beim FC Bayern?<br />

Für mich ist wichtig, dass ich zu<br />

Mario direkt einen guten Draht<br />

habe. Ich bin mit ihm sehr häufig<br />

im Austausch.<br />

Welchen Stellenwert hat er für Sie?<br />

Mario hat eine ganz hohe Präsenz,<br />

in der Wahrnehmung und Orientierung<br />

auf engem Raum setzt er Maßstäbe.<br />

Er ist ein Spieler, der mit das<br />

beste Orientierungsvermögen hat.<br />

Dank dieser Gabe kann er schnelle<br />

Entscheidungen treffen, er findet<br />

immer spielerische Lösungen. Mario<br />

macht in der Nationalmannschaft<br />

Tore gegen die allerbesten<br />

Gegner, gegen Brasilien in einem<br />

seiner ersten Länderspiele erzielte<br />

er ein Weltklassetor, er trifft auch<br />

gegen Argentinien im WM-Finale.<br />

Mario ist sehr wichtig für uns. Ich<br />

vertraue ihm zu 100 Prozent.<br />

Haben Sie ihm einen Rat für seine Zukunft<br />

im Klub gegeben?<br />

Natürlich haben wir darüber gesprochen,<br />

mehrmals. Mario hat sich<br />

entschieden, beim FC Bayern zu<br />

bleiben. Er will sich durchsetzen.<br />

Das finde ich gut, er ist eine Bereicherung<br />

für Bayern und die Liga.<br />

Im Sommer folgen auf die Europameisterschaft<br />

die Olympischen Spiele. Wie soll<br />

dieser Spagat bewältigt werden?<br />

Olympia ist eine völlig emotionale<br />

Geschichte. Das erlebt ein Fußballer,<br />

wenn überhaupt, nur einmal.<br />

Intern haben wir das Bestreben, die<br />

bestmögliche Mannschaft nach Rio<br />

zu schicken, wie immer die auch<br />

aussehen wird. Da gilt es natürlich<br />

auch, mit der Liga und den Vereinen<br />

diese Terminproblematik zu<br />

bewältigen.<br />

Sehen Sie eine Möglichkeit, dass ein<br />

Spieler beide Turniere bestreitet?<br />

Nein, das kann ich mir angesichts<br />

der Terminkonstellation fast nicht<br />

vorstellen. Das würde schwierig.<br />

INTERVIEW: OLIVER HARTMANN<br />

UND KARLHEINZ WILD<br />

Gesucht & Gefunden<br />

Genug der Anlaufzeit.<br />

POLEN setzt im Sturm<br />

auf Arkadiusz Milik<br />

und Bayern-Angreifer<br />

Robert Lewandowski.<br />

Bayern-Star Robert Lewandowski<br />

gehört zweifelsohne zu<br />

den Topstürmern in Europa.<br />

Jahrelang aber gab es für ihn Probleme<br />

in Polens Nationalmannschaft.<br />

Das ist Vergangenheit. Seit<br />

Arkadiusz Milik an seiner Seite<br />

stürmt, ist Polens Angriff brandgefährlich.<br />

Fast könnte man sagen,<br />

der junge Milik verleiht den<br />

Weißen Adlern Flügel …<br />

Das sah vor einem Jahr noch<br />

ganz anders aus. Im September<br />

2014 vor dem Auftakt zur EM-<br />

Qualifikation forderten viele<br />

Experten, dass der junge Milik<br />

besser die Qualifikation der U 21<br />

in Griechenland spielen solle –<br />

zumal die A-Mannschaft in Gibraltar<br />

ja ohnehin gewinnen<br />

würde. Zudem war<br />

Milik bei seinem neuen<br />

Klub Ajax Amsterdam<br />

kein Stammspieler, sondern<br />

hinter dem Isländer Kolbeinn<br />

Sigthorsson zweite Wahl.<br />

Doch Nationaltrainer Adam<br />

Nawalka entschied sich anders. Er<br />

nahm den jungen Milik mit nach<br />

Faro, wo die A-Mannschaft ihr<br />

Spiel gegen Gibraltar bestritt. Und<br />

stellte ihn prompt neben Lewandowski<br />

in den Angriff. Milik aber<br />

wirkte leblos beim 7:0 über den<br />

Fußballzwerg, Lewandowski erzielte<br />

vier Treffer. Nawalka nahm<br />

sich den Youngster zur Brust. „Ja“,<br />

gestand Milik damals, „das waren<br />

deutliche Worte!“<br />

Einen Monat später dann,<br />

beim Quali-Doppelpack gegen<br />

Deutschland und Schottland, forderte<br />

ein Journalist, gegen den<br />

Weltmeister eine bessere Reserve<br />

ins Rennen zu schicken, um so<br />

die besten Kräfte für die Schotten<br />

zu schonen. Doch davon wollte<br />

Nawalka nichts wissen, er setzte<br />

im Angriff auf seine Top-Elf mit<br />

Lewandowski und – Milik. Mit<br />

viel Glück und großem Kampf<br />

holten die Polen einen historischen<br />

2:0-Sieg, den ersten in der<br />

Länderspielgeschichte! Milik traf<br />

per Kopf zur Führung. Nur wenige<br />

Tage später gab es dann ein<br />

schwer umkämpftes 2:2 gegen die<br />

Schotten. Nachdem Lewandowski<br />

Torhungrige Weiße Adler: Der ehemalige Bundesligaprofi Milik und<br />

Lewandowski harmonieren prächtig in Polens Nationalmannschaft.<br />

früh brutal gefoult worden war und<br />

sich durch die Partie schleppte, gelang<br />

seinem Partner das Tor zum<br />

verdienten 2:2-Endstand. Spätestens<br />

nach dieser Partie stand fest,<br />

dass der Youngster neben dem Kapitän<br />

in den Angriff gehört.<br />

Dies bestätigte sich auch in den<br />

nächsten Quali-Spielen.<br />

Beim 4:0 in Georgien traf<br />

Milik in der Nachspielzeit –<br />

nach brillanter Vorarbeit<br />

Lewandowskis, der selbst<br />

ohne Treffer blieb und unkte: „Da<br />

mache ich vier Tore gegen Gibraltar<br />

und treffe in den folgenden drei<br />

Spielen nichts. Solch einen Treffer<br />

wie Arek schieße ich auch gerne.“<br />

Dafür war Lewandowski nach einem<br />

schmucklosen 1:1 in Irland<br />

dann beim 4:0 im Rückspiel über<br />

Georgien wieder dran, markierte<br />

einen Hattrick. Den Führungstreffer<br />

musste er aber seinem Pendant<br />

überlassen: Milik traf mit einem<br />

fantastischen Schuss aus 25 Metern.<br />

Lewandowski und Milik – zwei, die<br />

sich gesucht und gefunden haben.<br />

Die bisherige Bilanz des Duos kann<br />

sich sehen lassen: Lewandowski erzielte<br />

sieben Tore (drei Assists) nach<br />

sechs Spielen, Milik vier Tore und<br />

gab vier Assists. Nebenbei ist der<br />

Bayern-Stürmer auch sein Vorbild,<br />

wie er nach seinem Erstligadebüt<br />

2011 für Gornik Zabrze bekannte.<br />

Doch dort blieb Milik nur eineinhalb<br />

Jahre, das Talent zog es gen<br />

Westen. Im Januar 2013 wechselte<br />

es zu Leverkusen (6 Einsätze/<br />

0 Tore/1 Assist), wurde aber nach<br />

Startschwierigkeiten an Augsburg<br />

ausgeliehen. Dort brachte Milik es<br />

in 18 Spielen ebenfalls nur auf 616<br />

Minuten Einsatzzeit (18/2/0), sodass<br />

er sich zu Beginn der Saison<br />

2014/15 zu Ajax ausleihen ließ.<br />

Und dort will Milik vorerst auch<br />

bleiben. Bis 2019 hat der niederländische<br />

Rekordmeister das polnische<br />

Talent gebunden, nachdem man<br />

ihn dank einer Klausel für 2,5 Millionen<br />

Euro von Bayer Leverkusen<br />

kaufte. Ein aktuelles Angebot von<br />

Olympique Marseille (elf Millionen)<br />

ist vom Tisch. „Arek braucht<br />

Stabilität, das habe ich mit ihm<br />

abgesprochen“, erklärt sein Berater<br />

Przemyslaw Dawid Pantak. „Bitte<br />

nicht falsch verstehen, aber Zlatan<br />

Ibrahimovic war auch drei Jahre<br />

in Amsterdam und ging dann erst<br />

zu Juventus. Und auch Luis Suarez<br />

kickte dreieinhalb Jahre bei Ajax,<br />

bevor er nach Liverpool wechselte.“<br />

Setzt Milik diese Serie fort? Polens<br />

Verbandspräsident Zbigniew<br />

Boniek, schließlich früher selbst ein<br />

Weltklassespieler, frohlockt schon:<br />

„Deutschland arbeitet vorbildlich<br />

mit der Jugend, die Mannschaft ist<br />

Weltmeister – aber so starke Stürmer<br />

wie wir haben die Deutschen<br />

nicht.“<br />

ROMAN KOLTON<br />

Arkadiusz Milik<br />

Geboren: 28. 2. 1994 in Tichy/Polen<br />

Größe 1,86 m, Gewicht 76 kg<br />

Seine Vereine<br />

seit 1.7. 2014 Ajax Amsterdam<br />

08/13 – 06/14 FC Augsburg<br />

01/13 – 08/13 Bayer Leverkusen<br />

07/11 – 12/12 Gornik Zabrze<br />

07/00 – 06/11 Rozwoj Kattowitz<br />

Seine Einsätze/seine Tore<br />

24 Bundesligaspiele 2<br />

38 Erstligaspiele in Polen 11<br />

24 Erstligaspiele in Holland 13<br />

14 Europapokalspiele 6<br />

17 A-Länderspiele für Polen 7<br />

Stand: 28. 8. <strong>2015</strong>


10 LÄNDERSPIEL<br />

Vor dem Polen-Länderspiel<br />

wurde erstmals EMRE CAN (21) in<br />

den deutschen A-Kader berufen.<br />

Was spricht für den jungen<br />

Profi des FC Liverpool?<br />

Wer mit Emre Can spricht, der muss gut<br />

hinhören. Leise, beinahe zaghaft kommen<br />

ihm die Sätze über die Lippen. Fast könnte<br />

man einen Leisetreter vor sich vermuten und<br />

keineswegs den Lautsprecher, der Emre Can<br />

auch sein kann. Oder sein muss?<br />

Zuweilen bekommt der Beobachter den Eindruck,<br />

dass da einer in eine (Führungs-)Rolle<br />

hineingedrängt wurde, die seinem eigentlichen<br />

Naturell gar nicht recht entspricht. „Es war von<br />

klein auf meine Art voranzugehen“, behauptet<br />

Can von sich, „ich übernehme gerne Verantwortung.<br />

Das ist mein Charakter, meine Mentalität.<br />

Zwischen<br />

Größe und Größenwahn<br />

Ich bin vom Typ her Führungsspieler.“ Das mag<br />

durchaus sein, was den Fußball betrifft. Da war<br />

der Hochbegabte Gleichaltrigen stets überlegen,<br />

athletisch wie fußballerisch in der Entwicklung<br />

seinem Alter deutlich voraus. Geborene Führungsspieler<br />

aber artikulieren sich in der Regel<br />

anders. Unmissverständlich. „Es ist nicht selten<br />

der Fall, dass der Spieler und die Privatperson<br />

sich unterscheiden“, räumt Can ein, „das ist bei<br />

mir auch so.“<br />

Mit 15 schon zu gut für Eintracht Frankfurt,<br />

wechselte Can ins Internat des FC Bayern München.<br />

Früh wurde das Talent aus seinem gewohnten<br />

Umfeld gerissen und musste alleine<br />

klarkommen. Mit 17 war der Frühreife Kapitän<br />

Neun aus der Premier League<br />

Hier die Einsätze der Profis, die Joachim Löw als<br />

Spieler der Premier League bislang eingesetzt hat:<br />

Name LS gesamt LS als Premier-League-Spieler<br />

Lukas Podolski 125 20 Arsenal<br />

Per Mertesacker 104 29 Arsenal<br />

Michael Ballack 98 28 Chelsea<br />

Mesut Özil 66 19 Arsenal<br />

Jens Lehmann 61 23 Arsenal<br />

Jerome Boateng 52 3 Manchester City<br />

Thomas Hitzlsperger 52 1 Aston Villa, West Ham,<br />

FC Everton<br />

André Schürrle 46 18 Chelsea<br />

Robert Huth 19 2 Chelsea, Middlesbrough,<br />

Stoke, Leicester<br />

der deutschen U 17, debütierte mit 18 für die<br />

Bayern, spielte mit 19 seine erste U-21-EM, im<br />

Sommer nun schon seine zweite. Eine mögliche<br />

dritte unterstreicht das Tempo seines Aufstieges.<br />

Doch dazu wird es nicht kommen, Bundestrainer<br />

Joachim Löw hat den Durchstarter nun<br />

auch in Deutschlands Elitekader befördert. Der<br />

nächste logische Schritt für<br />

den Karrieristen, der rechtzeitig<br />

die Gefährdung seiner<br />

kontinuierlichen Weiterentwicklung<br />

im brutalen Konkurrenzkampf<br />

des Münchner<br />

Edelkaders erkannte und sich<br />

deshalb 2013 nach Leverkusen absetzte. Dort<br />

vollzog Can schnell den Schritt zur Stammkraft.<br />

Und schaffte nur ein Jahr später den Sprung zum<br />

FC Liverpool und in eine der anspruchsvollsten<br />

Ligen. Auch auf der Insel ist der Frankfurter mit<br />

den türkischen Wurzeln rasant zum Stammspieler<br />

gereift. Die dynamische, körperbetonte<br />

Spielweise kommt ihm entgegen. Zunächst als<br />

sehr offensivfreudiger Rechtsverteidiger in einer<br />

Dreier-Abwehrreihe, nähert sich Can nun auch<br />

in Liverpool seiner als Bestimmung ersehnten<br />

Position im zentralen Mittelfeld immer mehr an<br />

(„Dort fühle ich mich zu Hause“), aktuell bei den<br />

Reds als Achter im 4-1-4-1-System.<br />

So richtig im Zentrum hat man ihn bislang<br />

eigentlich nur in den DFB-Teams gesehen. Horst<br />

Hrubesch signalisierte von Anfang an, auf wen<br />

er in dieser Legislaturperiode setzen würde, als<br />

er Emre Can im August 2013 in dessen zweitem<br />

Spiel für die U 21 gleich mal die Kapitänsbinde<br />

„Vielleicht habe ich gedacht,<br />

ich bin der Größte.“<br />

überstreifte. Jenes 0:0 gegen Frankreich offenbarte<br />

freilich, dass die designierte Führungsfigur<br />

sowohl in der hierarchischen als auch in der<br />

taktischen Rolle noch überfordert war. Schon<br />

zur Pause brach Hrubesch das Experiment ab.<br />

Beim Endturnier diesen Sommer in Tschechien<br />

schließlich schien Can den Erwartungen<br />

zunächst auch ohne Binde<br />

gerecht zu werden. Als kaum<br />

zu zügelnder Antreiber auf der<br />

Doppelsechs spielte das Energiebündel<br />

seine Qualitäten<br />

EMRE CAN aus. Mit resoluten Zweikämpfen<br />

eroberte er einen Ball nach<br />

dem andern, stieß mit seiner enormen Schnelligkeit<br />

in des Gegners Nahtstellen, suchte mit<br />

beeindruckender Schusskraft in beiden Füßen<br />

selbst den Abschluss oder servierte passgenau<br />

dem Nebenmann. So erzielte Can den deutschen<br />

Treffer beim 1:1 gegen Serbien und brachte das<br />

DFB-Team mit überragender Vorarbeit zu Kevin<br />

Vollands 1:0 auf die Siegerstraße beim 3:0 gegen<br />

Dänemark.<br />

Doch schon beim 1:1 gegen Tschechien entglitt<br />

der Führungskraft die Leitung des Geschehens.<br />

Erst auf dem Platz, wo sich das DFB-Team<br />

über die Zeit rettete, später aber auch im Mannschaftskreis,<br />

wo sich Can wohl zu allzu selbstgefälligen<br />

und -sicheren Parolen hinreißen ließ vor<br />

dem Halbfinale gegen Portugal. Worte, denen<br />

keine Taten folgten.<br />

Nach dem 0:5-Desaster platzte Matthias Ginter<br />

der Kragen. Diplomatisch-kryptisch förderte<br />

der Dortmunder das Fehlverhalten Cans zutage.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 11<br />

Willkommen in Liverpool:<br />

Emre Can will sich dort<br />

durchsetzen – wie in den<br />

deutschen U-Teams.<br />

Fotos: Witters<br />

„Jeder Spieler muss sich an die eigene Nase fassen,<br />

ob er sich bei der Vorbereitung auf dieses<br />

Spiel professionell verhalten hat.“ Der Angeklagte<br />

gab sich schnell geständig. „Ich wurde<br />

viel gelobt, vielleicht war es ein bisschen zu viel“,<br />

ahnte Can, „vielleicht habe ich nur gedacht, ich<br />

bin der Größte. Ich glaube, ich muss wieder auf<br />

den Boden kommen.“ Die kaum zu überbietende<br />

Deutlichkeit der kleinlaut, aber offen und<br />

öffentlich vorgetragenen<br />

Selbstkritik sprach<br />

wiederum für Emre Can.<br />

„Ich werde daraus lernen“,<br />

versprach er.<br />

Das sollte und das<br />

kann er auch. Er ist ja<br />

gerade mal 21. Zeit genug<br />

zu realisieren, dass<br />

Führungsanspruch<br />

nicht mit Sprüchen oder<br />

aufgesetzten Chef-Attitüden<br />

zu untermauern<br />

ist. Nicht mit unnötigen<br />

Wortgefechten mit<br />

Schiedsrichtern, nicht<br />

mit demonstrativem<br />

Abwinken oder Austrudeln.<br />

Sondern durch<br />

Leistung, im besten Fall<br />

gepaart mit einem guten<br />

Schuss Demut.<br />

Die Rolle des jungen<br />

Herausforderers spielt<br />

Can tadellos. Das wird sicher auch in der Nationalelf<br />

so sein, wo er sich erst einmal behaupten<br />

muss. Mit steigender Selbstsicherheit neigt Can<br />

(noch) zur Selbstgefälligkeit. Dann wandelt er<br />

auf einem schmalen Grat. Ein Balanceakt zwischen<br />

fußballerischer Größe und Größenwahn.<br />

„Ich bin der Größte“, ganz in Anlehnung an sein<br />

Vorbild Muhammad Ali. Überhöhung und Überheblichkeit<br />

könnten diesen Überflieger bremsen.<br />

Spannend bleibt allerdings auch die Frage, ob<br />

Can seine Anlagen tatsächlich in der Mitte des<br />

Spielfeldes am besten entfalten kann. Bei aller<br />

vorhandenen Dynamik und Technik präsentiert<br />

sich Can eher als gradliniger Spieler. Unter hohem<br />

Zeit- und Gegnerdruck aus allen Richtungen<br />

wirkt er zuweilen hölzern, weniger wendig<br />

als andere Sechser. Das macht das Spiel auf<br />

engem Raum problematisch. Eine Aufgabe, die<br />

die deutsche Auswahl indes sehr oft zu lösen hat.<br />

In den Grenzbereichen des Spielfeldes tut sich<br />

Can leichter. Da kann er seine Geschwindigkeit<br />

voll ausleben. Weil Löw nach wie vor nach einer<br />

Ideallösung auf der rechten Seite fahndet, könnte<br />

das durchaus Cans künftiges Einsatzgebiet sein<br />

(siehe auch Löw-Interview, ab Seite 6)<br />

Wo auch immer – sollte Emre Can in den EM-<br />

Qualifikationsspielen gegen Polen und/oder in<br />

Schottland zum Einsatz kommen, hat er jedenfalls<br />

eine Option verspielt: Die Möglichkeit, auch<br />

für die Nationalmannschaft der Türkei aufzulaufen,<br />

wäre mit dem ersten Pflichtspiel für das<br />

deutsche A-Team hinfällig.<br />

MICHAEL PFEIFER<br />

ANZEIGE


12 BUNDESLIGA<br />

Er ist gekommen, um<br />

zu gehen. Als Manager<br />

wurde DIRK DUFNER (47)<br />

bei Hannover 96 nie<br />

wirklich heimisch.<br />

Einfach aber hatte er<br />

es während seiner nur<br />

28-monatigen Amtszeit<br />

nicht. Eine Bilanz.<br />

Nur im Regen vereint: Dufner und<br />

96-Klubboss Martin Kind<br />

Abschied<br />

mit Anlauf<br />

Fotos: Witters, imago<br />

Die letzte Phase seiner Amtszeit<br />

kann Dirk Dufner entspannt für<br />

all jene Dinge nutzen, die halt<br />

so anstehen bei einem, der aufhört.<br />

Sachen packen, Schreibtisch ausräumen,<br />

sich von den Mitarbeitern<br />

verabschieden, die letzten Interviews<br />

geben. Transfertätigkeiten,<br />

wohl die wichtigste Aufgabe der<br />

meisten Bundesliga-Manager in<br />

diesen Tagen, waren zuletzt nicht<br />

mehr geplant. Und am 7. September<br />

ist quasi Schluss, ruht Dufners<br />

Vertrag, der bis Juni 2016 läuft.<br />

Der Mann hat es nicht einfach<br />

gehabt in 28 Monaten Hannover.<br />

Nur vier Tage nach der Demission<br />

des beliebten und erfolgreichen<br />

Jörg Schmadtke trat der Volljurist<br />

Ende April 2013 dort an. Steinig war<br />

der Weg hin zum Gewinn eines eigenen<br />

Profils zwischen zwei Alphatieren<br />

wie Klubboss Martin Kind<br />

und dem damaligen 96-Trainer<br />

Mirko Slomka. Dufner<br />

meisterte ihn zunächst auch<br />

deshalb, weil er offen mit den<br />

internen Problemen rund um<br />

Slomka, dessen Funktionsteam<br />

und der Mannschaft umging – obwohl<br />

es für ihn durchaus ein Spagat<br />

war. „Ich war in der Vergangenheit<br />

nicht da, habe es nicht selbst erlebt“,<br />

sagte er damals, „dennoch wird da<br />

eine Analyse von mir erwartet.“ So<br />

„Man kann auch von<br />

Stagnation sprechen …“<br />

MARTIN KIND, 96-Klubboss<br />

habe er eben Dinge beurteilen müssen,<br />

die er „aus zweiter Hand“ erfahren<br />

habe, ehe er sie dann später<br />

selbst erlebte. Und handelte.<br />

Kurioserweise wuchsen ausgerechnet<br />

infolge der Entlassung<br />

Slomkas im Dezember 2013 auch<br />

erste Zweifel an Dufner. Dieser hatte<br />

den Niederländer Ricardo Moniz<br />

als neuen Coach quasi eingetütet.<br />

Ein Nobody wie Tayfun Korkut, mit<br />

dem er zuvor als möglichem „Co“<br />

an Slomkas Seite mal verhandelt<br />

hatte, wäre ihm nach eigenem Bekunden<br />

damals nicht in den Sinn<br />

gekommen. Auf diese Idee musste<br />

ihn Kind stoßen, der Moniz einen<br />

Abstand zahlte, Korkut verpflichtete<br />

– und Dufner damit düpierte.<br />

Der Zersetzungsprozess zwischen<br />

Klubboss und Manager<br />

begann. „Man könnte einige Einzelbeispiele<br />

nennen“, deutet Kind<br />

heute an, dass es an verschiedenen<br />

Stellen mit seinem Angestellten<br />

hakte – im Lizenzspielerbereich wie<br />

im Unterbau, wo Dufner zur dringend<br />

notwendigen personellen und<br />

strukturellen Modernisierung des<br />

Nachwuchsleistungszentrums we-


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 13<br />

In bester Gesellschaft<br />

Seit dem Aufstieg 2002 blieb kein<br />

96-Manager bis zum Vertragsende.<br />

Ricardo Moar (2002 bis 2004): Geht<br />

nach Kaenzigs Verpflichtung ein Jahr<br />

vor Vertragsende mit einer Abfindung.<br />

Ilja Kaenzig (2004 bis 2006): Auch<br />

er verlässt 96 mit einer Abfindung,<br />

eineinhalb Jahre vor Vertragsende.<br />

Christian Hochstätter (2006 bis<br />

2009): Sein Vertrag wird nicht verlängert,<br />

er wirft fünf Monate vorher hin.<br />

Jörg Schmadtke (2009 bis 2013):<br />

Auch er tritt zurück – trotz eines<br />

unbefristeten Vertrags.<br />

nig beisteuerte. Doch der 96-Boss<br />

formuliert seine Kritik komprimiert:<br />

„Wir haben uns in den Jahren nicht<br />

weiterentwickelt. Man kann auch<br />

von Stagnation sprechen …“ Groß<br />

waren die Hoffnungen, nach zwei<br />

Europa-League-Saison 2011 bis<br />

2013 dauerhaft zur Upper Class aufzuschließen.<br />

2014 investierte der<br />

Klub wie nie in seiner Geschichte:<br />

elf Millionen Euro, vor allem für<br />

Torjäger Joselu und Mittelfeld-<br />

Mann Kiyotake. Ein Jahr zuvor von<br />

Dufner verpflichtete Neue wie Marcelo,<br />

Bittencourt, Prib oder Sané<br />

hatten zusammen ebenfalls über<br />

zehn Millionen gekostet. Große Einnahmen<br />

wurden in Zeiten des Umbruchs<br />

nicht erwartet. Immerhin,<br />

Beifall gab’s für den Verkauf Joselus<br />

in diesem Juni für stolze acht Millionen<br />

plus Boni nach Stoke.<br />

Martin Kinds Urteil über die Ära<br />

Dufner fällt nach zwei Jahren Abstiegskampf<br />

durchaus auch selbstkritisch<br />

aus: „Unsere gemeinsame<br />

Meinung, mehr Qualität und Stabilität<br />

zu erreichen, hat sich nicht bestätigt.“<br />

Bei der Analyse direkt nach<br />

Saisonschluss hatten beide Seiten<br />

daraufhin die Übereinkunft erzielt,<br />

die Sommer-Transfers noch abzuwickeln<br />

und dann auseinanderzugehen.<br />

„Wir haben darüber gesprochen<br />

und sind dann gemeinsam<br />

zu dem Ergebnis gekommen, dass<br />

wir es vorzeitig beenden“, bestätigt<br />

Dufner, führt allerdings eher organisatorische<br />

Dinge als Grund ins<br />

Feld: „Martin Kind will die Struktur<br />

verändern und die Führung idealerweise<br />

mit zwei Mann besetzen.<br />

Ich habe ihm auch gesagt, dass ich<br />

mich perspektivisch verändern will.<br />

Da war es nur logisch, dass man es<br />

eventuell schon früher macht.“<br />

Es war ein schleichender Prozess,<br />

der zu diesem Abschied mit<br />

Anlauf führte. Gekommen, um zu<br />

gehen – so der finale Eindruck. Lob<br />

gab es wenig in Hannover, wo Dufner<br />

repräsentative Aufgaben eher<br />

unwillig bis gar nicht wahrnahm<br />

und vielleicht auch deshalb nie heimisch<br />

wurde. Bei der Suche nach<br />

Schuldigen für den Abschwung<br />

war auch der nun Scheidende stets<br />

ein Genannter, der freilich weniger<br />

zu ertragen hatte als Kind, der von<br />

Teilen der Fanszene permanent attackiert<br />

wurde. Die Chance, hier als<br />

Vermittler zu punkten, verpasste<br />

Dufner. Während der Boss einsteckte,<br />

entzog sich sein Manager auffällig<br />

oft schwierigen Situationen und<br />

ging auf Tauchstation. Dennoch<br />

klagte er noch zuletzt in der Bild.<br />

Mit unsachlicher Kritik müsse man<br />

in diesem Job umgehen können.<br />

„Aber die Art und Weise, wie das<br />

hier zum Teil über einen langen<br />

Zeitraum passiert ist, das war für<br />

mich schon eine neue Erfahrung.“<br />

Alte Erfahrung aus Klubs mit<br />

charismatischen Präsidenten besaß<br />

der gebürtige Schwarzwälder<br />

derweil. Bis 2004 hatte er beim TSV<br />

1860 mit Karl-Heinz Wildmoser zusammengearbeitet,<br />

später in Freiburg<br />

mit Achim Stocker und Fritz<br />

Keller. Mit Kind jedoch klappte es<br />

auch bei ihm nicht, wie der 71-jährige<br />

Unternehmer bestätigt: „Wir<br />

sind unterschiedliche Menschen,<br />

mit den Philosophien, die dazugehören.<br />

Uns verbindet die Führungsverantwortung<br />

– wir müssen uns<br />

messen lassen an den Ergebnissen.“<br />

Diese stimmten eben nicht und lieferten<br />

den Hauptgrund für Dufners<br />

vorzeitiges Aus. Die offizielle Form<br />

der Trennung von dem 47-Jährigen<br />

präzisiert Kind: „Arbeitsrechtlich ist<br />

es eine Freistellung. Herr Dufner<br />

beendet seine Tätigkeit unter Fortzahlung<br />

der Bezüge.“<br />

Das Geld fließt, bis er anderswo<br />

unterschreibt. Was er nach 20 Jahren<br />

im Geschäft irgendwann wieder<br />

vorhat. Es muss sich erst zeigen,<br />

ob der Ruf gelitten hat mit dieser<br />

Episode bei 96. „Ich habe, obwohl<br />

ich wusste, dass es dem Ende entgegengeht,<br />

alles gemacht, was ich<br />

machen konnte“, sagt Dirk Dufner<br />

und hofft auf bessere Tage. Dass es<br />

mit ihm in Hannover einfach nicht<br />

gepasst hat, muss ja nicht zwangsläufig<br />

auch für künftige Aufgaben<br />

gelten. MICHAEL RICHTER<br />

ANZEIGE


14 CHAMPIONS LEAGUE kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

Sempre San Siro<br />

Die U-Bahn-Treppen der Station<br />

„Lotto“ hoch, die Straße am<br />

Hippodrom vorbei, wo die italienischen<br />

Bratwürste Salsicce in<br />

den Imbiss-Wagen brutzeln und Läden<br />

gefälschte Original-Merchandising-Artikel<br />

günstig feilbieten.<br />

Eine Salsiccia mit Mayo, Zwiebeln<br />

und Paprika ist Pflicht, und kurz<br />

bevor sie verdrückt ist, nimmt man<br />

eine Kurve. Dann taucht es plötzlich<br />

wie aus dem Nichts am Horizont<br />

auf, das San Siro.<br />

Seine pompösen Türme, über<br />

die sich der Besucher hoch zu den<br />

drei Rängen schlängeln muss. Besonders<br />

im Flutlicht eines stickigen<br />

Mailänder Frühlingsabends nimmt<br />

die Arena mystische Züge an. Aus<br />

seitlicher Perspektive scheint sie<br />

über dem Erdboden auf- und abzuschwingen.<br />

Wenn man ein vollgepacktes<br />

San Siro betritt, versteht<br />

man mühelos die Worte von Milan-<br />

Geschäftsführer Adriano Galliani,<br />

das sei die Scala des Fußballs. Er<br />

nannte die Arena einst auch Wohnzimmer<br />

der Champions League,<br />

doch die beiden Mailänder Klubs<br />

schauen in diesem Jahr nostalgisch<br />

berührt nur zu, wenn sich Europas<br />

Elite auf den Weg zum berühmten<br />

Endspielort des 28. Mai macht.<br />

Die Endstation heißt MAILAND. Und der Endspielort<br />

in der Königsklasse heißt 2016 Stadio Giuseppe<br />

Meazza. Da werden deutsche Erinnerungen wach.<br />

Die Deutschen genossen hier<br />

fantastische Erfahrungen. 1990<br />

schoss sich die DFB-Elf bei der<br />

WM in fünf San-Siro-Auftritten als<br />

„adoptierte Heimelf“ ins Halbfinale<br />

von Turin – der Rest ist bekannt.<br />

Lothar Matthäus und Andreas Brehme<br />

hatten mit Inter ein Jahr zuvor<br />

schließlich eine Rekord-Meisterschaft<br />

(58 von 68 möglichen Punkten)<br />

gefeiert. Jürgen Klinsmann<br />

gesellte sich in der Folge zu den<br />

vortrefflich teutonischen Erinnerungen<br />

an Karl-Heinz Rummenigge,<br />

Hansi Müller oder Karl-Heinz<br />

Schnellinger. Es kommt schon<br />

zum vierten Endspiel des Landesmeister-Cups<br />

im San Siro, im letzten<br />

triumphierten die Bayern am<br />

23. Mai 2001 über Valencia.<br />

Krönung: Die Bayern feiern 2001 den Sieg in der Königsklasse in Mailand.<br />

Fotos: imago<br />

Milan-Präsident Piero Pirelli<br />

strengte die Konstruktion 1925 an<br />

und ließ binnen 13 Monaten eine<br />

neue AC-Heimat erstellen. Ingenieur<br />

Ulisse Stacchini, der auch das<br />

Projekt für den Mailänder Hauptbahnhof<br />

austüftelte, stellte das Design<br />

fertig. 10 000 Doppelzentner<br />

Zement, 3500 Kubikmeter Sand,<br />

1500 Doppelzentner Rundeisen<br />

auf einer Fläche von 37 000 Quadratmetern<br />

für damals fünf Millionen<br />

Lire und 30 000 Zuschauer. Zur<br />

Einweihung am 19. September 1926<br />

gewann Stadtrivale Inter 6:3, der in<br />

der Arena Civica kickte.<br />

Seit 1947 beherbergt das San Siro<br />

auch Inter. Am 2. März 1980 verlieh<br />

man dem Tempel den Namen „Stadio<br />

Giuseppe Meazza“, in Gedenken<br />

an den ein Jahr zuvor verstorbenen<br />

Star. Der zweimalige Weltmeister<br />

trug 42-mal das Milan-Trikot und<br />

408-mal das von Inter. Italien nennt<br />

die Arena weiterhin meist San Siro,<br />

wo sich das Stadion im gleichnamigen<br />

Viertel erhebt. Hier gaben auch<br />

die Rolling Stones, U2, Michael<br />

Jackson oder Bruce Springsteen<br />

legendäre Konzerte. Kommenden<br />

Mai hoffen derzeit noch vier<br />

Bundesligaklubs auf deutschen<br />

Fußball-Rock. OLIVER BIRKNER


16 CHAMPIONS LEAGUE<br />

Die Bayern-Gegner<br />

Piräus Zagreb Arsenal<br />

1Olympiakos ist zwar Dauergast<br />

in der Champions League, doch in<br />

der Regel ist das Kapitel zum Jahreswechsel<br />

beendet. Beständig ist<br />

beim griechischen Abonnementsmeister<br />

(42 Titel!) nur der personelle<br />

Wechsel im Kader. Erfahrenster<br />

Neuzugang in diesem Sommer ist<br />

der Argentinier Esteban Cambiasso<br />

(Leicester City) im defensiven Mittelfeld.<br />

Zum Stamm gehört auch<br />

der Ex-Lauterer Fortounis. Trainer<br />

ist der Portugiese Marco Silva (38).<br />

1Dinamo hat in Kroatien die Dauerkarte<br />

in Sachen Meisterschaft<br />

gezogen – man feierte zuletzt den<br />

zehnten Titel in Folge. Europäisch<br />

ist die Gruppenphase das höchste<br />

der Gefühle, diesmal qualifizierte<br />

sich Zagreb gegen die Albaner von<br />

Skenderbeu Korce. Zurückgekehrt<br />

ist der Ex-Frankfurter Schildenfeld<br />

(Dynamo Moskau). Top-Angreifer<br />

ist der torgefährliche algerische<br />

WM-Akteur Soudani, Trainer der<br />

Ex-Leverkusener Zoran Mamic (43).<br />

1Einen weiteren, den 18. Angriff<br />

starten die Gunners in der Champions<br />

League. Diesmal mit dem<br />

neuen Keeper Petr Cech, der sicher<br />

eine Verstärkung bei Arsenal ist. Die<br />

deutschen Weltmeister Per Mertesacker<br />

und Mesut Özil sind ebenso<br />

Fixpunkte im Team von Coach<br />

Arsene Wenger wie auch Angreifer<br />

Alexis Sanchez. Ob’s in dieser Saison<br />

zum großen Wurf langt? Wohl<br />

eher nicht, es fehlt an Effizienz im<br />

Angriff – trotz Theo Walcott.<br />

Die neue Nummer 1 bei Arsenal:<br />

Petr Cech kam vom FC Chelsea.<br />

Die Wolfsburger Gegner<br />

ZSKA Moskau<br />

1Erst in den letzten Minuten<br />

konnte sich der Vizemeister<br />

Russlands in den Play-offs gegen<br />

Sporting Lissabon behaupten.<br />

Ausschlaggebend waren die beiden<br />

afrikanischen Angreifer Seydou<br />

Doumbia (2 Tore) und Ahmed<br />

Musa, der erneut das Tor zur Königsklasse<br />

aufstieß. Der stoische<br />

Trainer Leonid Slutskiy arbeitet inzwischen<br />

in doppelter Funktion – er<br />

ist auch Nationaltrainer Russlands.<br />

ManUnited<br />

1Nach einjähriger Abwesenheit in<br />

Europa ist der Sieger von 1999 und<br />

2008 zurück: mit Wunschspieler<br />

Bastian Schweinsteiger, fürs Mittelfeld<br />

kam auch Morgan Schneiderlin<br />

(Southampton). Memphis Depay<br />

(PSV) soll die Offensive beleben,<br />

der trotz Wayne Rooney nach den<br />

Abgängen von Angel di Maria, Robin<br />

van Persie und Falcao, die sich<br />

unter van Gaal nicht durchsetzen<br />

konnten, ein Stoßstürmer fehlt.<br />

Eindhoven<br />

1Der Meister aus den Niederlanden<br />

ist erstmals seit 2008 wieder dabei.<br />

Auf dem Transfermarkt nahm<br />

man 50 Millionen Euro ein, doch<br />

der Aderlass war mit Memphis Depay<br />

(zu ManUnited) und Georginio<br />

Wijnaldum (Newcastle) groß. Immerhin<br />

wurde der Ex-Leverkusener<br />

Andres Guardado gehalten. Coach<br />

Cocu sagt: „Ich freue mich auf United,<br />

aber auch Wolfsburg und ZSKA<br />

sind große Herausforderungen.“<br />

Routinier im United-Mittelfeld:<br />

Bastian Schweinsteiger<br />

CHAMPIONS LEAGUE <strong>2015</strong>/16: GRUPPENPHASE<br />

Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale, die Dritten für die Zwischenrunde der Europa League. Sind nach Abschluss der Gruppenphase zwei oder mehr Mannschaften<br />

punktgleich, so entscheidet über das Weiterkommen: 1. die höhere Punktzahl aus den Direktbegegnungen, 2. die Tordifferenz aus den Direktbegegnungen, 3. die höhere Anzahl erzielter Tore in den Direktbegegnungen,<br />

4. die höhere Anzahl an Auswärtstoren aus den Direktbegegnungen. Sollten danach immer noch Mannschaften gleich sein, werden die Kriterien 1 bis 4 erneut angewendet. Erst danach<br />

GRUPPE A<br />

GRUPPE B<br />

GRUPPE C<br />

GRUPPE D<br />

SCHACHTAR DONEZK<br />

PARIS SAINT-GERMAIN<br />

MALMÖ FF<br />

REAL MADRID<br />

Dienstag, 15. September (20.45 Uhr):<br />

Paris Saint-Germain – Malmö FF<br />

Real Madrid – Schachtar Donezk<br />

Mittwoch, 30. September (20.45 Uhr):<br />

Schachtar Donezk – Paris Saint-Germain<br />

Malmö FF – Real Madrid<br />

Mittwoch, 21. Oktober (20.45 Uhr):<br />

Paris Saint-Germain – Real Madrid<br />

Malmö FF – Schachtar Donezk<br />

Dienstag, 3. November (20.45 Uhr):<br />

Real Madrid – Paris Saint-Germain<br />

Schachtar Donezk – Malmö FF<br />

Mittwoch, 25. November (20.45 Uhr):<br />

Schachtar Donezk – Real Madrid<br />

Malmö FF – Paris Saint-Germain<br />

Dienstag, 8. Dezember (20.45 Uhr):<br />

Paris Saint-Germain – Schachtar Donezk<br />

Real Madrid – Malmö FF<br />

MANCHESTER UNITED<br />

VFL WOLFSBURG<br />

ZSKA MOSKAU<br />

PSV EINDHOVEN<br />

Dienstag, 15. September (20.45 Uhr):<br />

PSV Eindhoven – Manchester United<br />

VfL Wolfsburg – ZSKA Moskau<br />

Mittwoch, 30. September (20.45 Uhr):<br />

Manchester United – VfL Wolfsburg<br />

ZSKA Moskau – PSV Eindhoven<br />

Mittwoch, 21. Oktober (20.45 Uhr):<br />

ZSKA Moskau – Manchester United<br />

VfL Wolfsburg – PSV Eindhoven<br />

Dienstag, 3. November (20.45 Uhr):<br />

PSV Eindhoven – VfL Wolfsburg<br />

Manchester United – ZSKA Moskau<br />

Mittwoch, 25. November (20.45 Uhr):<br />

ZSKA Moskau – VfL Wolfsburg (18.00)<br />

Manchester United – PSV Eindhoven<br />

Dienstag, 8. Dezember (20.45 Uhr):<br />

PSV Eindhoven – ZSKA Moskau<br />

VfL Wolfsburg – Manchester United<br />

FC ASTANA<br />

GALATASARAY ISTANBUL<br />

ATLETICO MADRID<br />

BENFICA LISSABON<br />

Dienstag, 15. September (20.45 Uhr):<br />

Benfica Lissabon – FC Astana<br />

Galatasaray Istanbul – Atletico Madrid<br />

Mittwoch, 30. September (20.45 Uhr):<br />

FC Astana – Galatasaray Istanbul (18.00)<br />

Atletico Madrid – Benfica Lissabon<br />

Mittwoch, 21. Oktober (20.45 Uhr):<br />

Atletico Madrid – FC Astana<br />

Galatasaray Istanbul – Benfica Lissabon<br />

Dienstag, 3. November (20.45 Uhr):<br />

FC Astana – Atletico Madrid (16.00)<br />

Benfica Lissabon – Galatasaray Istanbul<br />

Mittwoch, 25. November (20.45 Uhr):<br />

FC Astana – Benfica Lissabon (16.00)<br />

Atletico Madrid – Galatasaray Istanbul<br />

Dienstag, 8. Dezember (20.45 Uhr):<br />

Benfica Lissabon – Atletico Madrid<br />

Galatasaray Istanbul – FC Astana<br />

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH<br />

MANCHESTER CITY<br />

JUVENTUS TURIN<br />

FC SEVILLA<br />

Dienstag, 15. September (20.45 Uhr):<br />

Manchester City – Juventus Turin<br />

FC Sevilla – Bor. Mönchengladbach<br />

Mittwoch, 30. September (20.45 Uhr):<br />

Juventus Turin – FC Sevilla<br />

Bor. Mönchengladbach – Manchester City<br />

Mittwoch, 21. Oktober (20.45 Uhr):<br />

Juventus Turin – Bor. Mönchengladbach<br />

Manchester City – FC Sevilla<br />

Dienstag, 3. November (20.45 Uhr):<br />

FC Sevilla – Manchester City<br />

Bor. Mönchengladbach – Juventus Turin<br />

Mittwoch, 25. November (20.45 Uhr):<br />

Juventus Turin – Manchester City<br />

Bor. Mönchengladbach – FC Sevilla<br />

Dienstag, 8. Dezember (20.45 Uhr):<br />

Manchester City – Bor. Mönchengladbach<br />

FC Sevilla – Juventus Turin


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 17<br />

Die Gladbacher Gegner<br />

FC Sevilla<br />

1Der Europa-League-Sieger verteidigte<br />

nicht nur seinen Titel, sondern<br />

profitierte von einer Regelung<br />

der UEFA, die den aktuellen Gewinner<br />

erstmals für die Königsklasse<br />

zuließ. Dass man Barca beim 4:5<br />

fast den europäischen Supercup<br />

wegschnappte, zeigt: Trotz wichtiger<br />

Abgänge (Aleix Vidal zu Barca,<br />

Carlos Bacca zu Milan) sind die Andalusier<br />

zu Großem fähig. Vor allem<br />

Ciro Immobile will beweisen, dass<br />

er mehr kann als beim BVB gezeigt.<br />

ManCity<br />

1Der Klub hat mit Manuel Pellegrini<br />

bis 2017 verlängert, obwohl<br />

der Chilene im Vorjahr gehäuft taktisch<br />

wie personell danebengriff.<br />

Da die Skyblues im Vorjahr in der<br />

Königsklasse erneut chancenlos<br />

waren, wurde erneut geklotzt: Für<br />

200 Millionen Euro kamen Raheem<br />

Sterling (Liverpool), Nico Otamendi<br />

(Valencia) und wohl auch der<br />

Wolfsburger Kevin De Bruyne.<br />

Edin Dzeko, ein Ex-Wolf, wurde zur<br />

Roma verliehen.<br />

Juventus<br />

1Im neuen Gewand tritt Juve, zuletzt<br />

im CL-Finale von Berlin, in der<br />

neuen Saison an. Ohne Pirlo, Tevez<br />

und Vidal wird Coach Allegri ein<br />

neues Team aufbauen müssen: mit<br />

Weltmeister Sami Khedira (Real),<br />

mit Mandzukic (Atletico), mit Cuadrado,<br />

der von Chelsea ausgeliehen<br />

wurde. Ob der Rekordmeister<br />

(31 Titel) schon die Stärke der Vorsaison<br />

hat, muss bezweifelt werden:<br />

Zum Auftakt der Serie A gab’s eine<br />

Heimpleite gegen Udinese Calcio.<br />

Ein Ex-Münchner bei Juventus:<br />

Mario Mandzukic im neuen Dress<br />

Die Leverkusener Gegner<br />

BATE<br />

1Weißrusslands Serienmeister<br />

aus Baryssau (9 Titel in Folge) hat<br />

sich in den vergangenen Jahren fast<br />

zum Dauergast in der Königsklasse<br />

entwickelt, war immerhin schon<br />

fünfmal dabei. Zur neuen Saison<br />

kehrte auch Nationalspieler Aliaksandr<br />

Hleb (34, Ex-Stuttgart) aus<br />

der Türkei wieder mal zu seinem<br />

Klub zurück. Für die größte Sensation<br />

sorgte BATE 2012, als man<br />

Bayern München mit 3:1 besiegte.<br />

Barcelona<br />

1Dass der Titelverteidiger verwundbar<br />

ist, zeigten Europas und<br />

Spaniens Supercup: acht Gegentore<br />

beim 5:4 gegen Sevilla und dem 0:4<br />

gegen Bilbao. Die Defensive wackelt<br />

oft, die Außenverteidiger haben defensiv<br />

Probleme, Mascherano im<br />

Luftkampf. Oft kann sich Barca das<br />

leisten, dank des tollen Mittelfeldes<br />

und, vorne, Messi, Neymar und<br />

Suarez. Ob Marc-André ter Stegen<br />

wie 2014/15 im Tor steht, ist unklar.<br />

AS Rom<br />

1Italiens Vize setzt Saison auf<br />

neue Angreifer. Neben dem wuchtigen<br />

Edin Dzeko (von ManCity)<br />

stürmt auch der Ägypter Mohamed<br />

Salah, der aus Florenz kam. Da auch<br />

Gervinho vorerst blieb, kommt Kapitän<br />

Francesco Totti (38) nur noch<br />

die Rolle des Stand-by-Stürmers zu.<br />

Im Tor verstärkten sich die Römer<br />

mit dem Polen Maciej Szczesny (Arsenal),<br />

in der Defensive mit Antonio<br />

Rüdiger (Stuttgart.)<br />

Fotos: imago<br />

Neuer Torjäger für die Roma: Der<br />

Bosnier Edin Dzeko am Ball<br />

entscheidet: 5. die bessere Tordifferenz aus allen Gruppenspielen, 6. die höhere Anzahl erzielter Tore aus allen Gruppenspielen, 7. die höhere Anzahl an Auswärtstoren aus allen Gruppenspielen, 8. die höhere Anzahl an Siegen<br />

aus allen Gruppenspielen, 9. die höhere Anzahl an Auswärtssiegen aus allen Gruppenspielen, 10. die niedrigere Gesamtzahl an Strafpunkten (UEFA-Fair-Play-Wertung), 11. der UEFA-Koeffizient – Weitere Termine: Auslosung<br />

Achtelfinale: 14. 12. – Spiele: 16./17./23./24. 2. und 8./9./15./16. 3. – Auslosung Viertelfinale: 18. 3. – Spiele: 5./6. und 12./13. 4. – Auslosung Halbfinale: 15. 4. – Spiele: 26./27. 4. und 3./4. 5. – Endspiel: 28. 5. in Mailand.<br />

GRUPPE E<br />

GRUPPE F<br />

GRUPPE G<br />

GRUPPE H<br />

FC BARCELONA<br />

BAYER 04 LEVERKUSEN<br />

BATE BARYSSAU<br />

AS ROM<br />

Mittwoch, 16. September (20.45 Uhr):<br />

Bayer 04 Leverkusen – BATE Baryssau<br />

AS Rom – FC Barcelona<br />

Dienstag, 29. September (20.45 Uhr):<br />

FC Barcelona – Bayer 04 Leverkusen<br />

BATE Baryssau – AS Rom<br />

Dienstag, 20. Oktober (20.45 Uhr):<br />

Bayer 04 Leverkusen – AS Rom<br />

BATE Baryssau – FC Barcelona<br />

Mittwoch, 4. November (20.45 Uhr):<br />

FC Barcelona – BATE Baryssau<br />

AS Rom – Bayer 04 Leverkusen<br />

Dienstag, 24. November (20.45 Uhr):<br />

BATE Baryssau – Bayer Leverkusen (18.00)<br />

FC Barcelona – AS Rom<br />

Mittwoch, 9. Dezember (20.45 Uhr):<br />

Bayer 04 Leverkusen – FC Barcelona<br />

AS Rom – BATE Baryssau<br />

BAYERN MÜNCHEN<br />

DINAMO ZAGREB<br />

FC ARSENAL<br />

OLYMPIAKOS PIRÄUS<br />

Mittwoch, 16. September (20.45 Uhr):<br />

Olympiakos Piräus – Bayern München<br />

Dinamo Zagreb – FC Arsenal<br />

Dienstag, 29. September (20.45 Uhr):<br />

Bayern München – Dinamo Zagreb<br />

FC Arsenal – Olympiakos Piräus<br />

Dienstag, 20. Oktober (20.45 Uhr):<br />

FC Arsenal – Bayern München<br />

Dinamo Zagreb – Olympiakos Piräus<br />

Mittwoch, 4. November (20.45 Uhr):<br />

Bayern München – FC Arsenal<br />

Olympiakos Piräus – Dinamo Zagreb<br />

Dienstag, 24. November (20.45 Uhr):<br />

Bayern München – Olympiakos Piräus<br />

FC Arsenal – Dinamo Zagreb<br />

Mittwoch, 9. Dezember (20.45 Uhr):<br />

Olympiakos Piräus – FC Arsenal<br />

Dinamo Zagreb – Bayern München<br />

MACCABI TEL AVIV<br />

DYNAMO KIEW<br />

FC PORTO<br />

FC CHELSEA<br />

Mittwoch, 16. September (20.45 Uhr):<br />

FC Chelsea – Maccabi Tel Aviv<br />

Dynamo Kiew – FC Porto<br />

Dienstag, 29. September (20.45 Uhr):<br />

FC Porto – FC Chelsea<br />

Maccabi Tel Aviv – Dynamo Kiew<br />

Dienstag, 20. Oktober (20.45 Uhr):<br />

FC Porto – Maccabi Tel Aviv<br />

Dynamo Kiew – FC Chelsea<br />

Mittwoch, 4. November (20.45 Uhr):<br />

FC Chelsea – Dynamo Kiew<br />

Maccabi Tel Aviv – FC Porto<br />

Dienstag, 24. November (20.45 Uhr):<br />

FC Porto – Dynamo Kiew<br />

Maccabi Tel Aviv – FC Chelsea<br />

Mittwoch, 9. Dezember (20.45 Uhr):<br />

FC Chelsea – FC Porto<br />

Dynamo Kiew – Maccabi Tel Aviv<br />

OLYMPIQUE LYON<br />

FC VALENCIA<br />

ZENIT ST. PETERSBURG<br />

KAA GENT<br />

Mittwoch, 16. September (20.45 Uhr):<br />

FC Valencia – Zenit St. Petersburg<br />

KAA Gent – Olympique Lyon<br />

Dienstag, 29. September (20.45 Uhr):<br />

Zenit St. Petersburg – KAA Gent<br />

Olympique Lyon – FC Valencia<br />

Dienstag, 20. Oktober (20.45 Uhr):<br />

Zenit St. Petersburg – Olympique Lyon<br />

FC Valencia – KAA Gent<br />

Mittwoch, 4. November (20.45 Uhr):<br />

Olympique Lyon – Zenit St. Petersburg<br />

KAA Gent – FC Valencia<br />

Dienstag, 24. November (20.45 Uhr):<br />

Zenit St. Petersburg – FC Valencia (18.00)<br />

Olympique Lyon – KAA Gent<br />

Mittwoch, 9. Dezember (20.45 Uhr):<br />

FC Valencia – Olympique Lyon<br />

KAA Gent – Zenit St. Petersburg


18 EUROPA LEAGUE<br />

GRUPPE A<br />

EUROPA LEAGUE <strong>2015</strong>/16: GRUPPENPHASE<br />

Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde (letzte 32). Sind nach Abschluss der Gruppenphase zwei oder mehr Mannschaften punktgleich, so entscheidet über das Weiterkommen:<br />

1. die höhere Punktzahl aus den Direktbegegnungen, 2. die Tordifferenz aus den Direktbegegnungen, 3. die höhere Anzahl erzielter Tore in den Direktbegegnungen, 4. die höhere Anzahl an Auswärtstoren aus den<br />

Direktbegegnungen. Sollten danach immer noch Mannschaften gleich sein, werden die Kriterien 1 bis 4 erneut angewendet. Erst danach entscheidet: 5. die bessere Tordifferenz aus allen Gruppenspielen, 6. die<br />

höhere Anzahl erzielter Tore aus allen Gruppenspielen, 7. die höhere Anzahl an Auswärtstoren aus allen Gruppenspielen, 8. die höhere Anzahl an Siegen aus allen Gruppenspielen, 9. die höhere Anzahl an Auswärtssiegen<br />

aus allen Gruppenspielen, 10. die niedrigere Gesamtzahl an Strafpunkten (UEFA-Fair-Play-Wertung), 11. der UEFA-Koeffizient. – Weitere Termine: Auslosung Zwischenrunde: 14. 12. – Spiele: 18. und 25. 2. –<br />

Auslosung Achtelfinale: voraussichtlich am 26. 2. – Spiele: 10. und 17. 3. – Auslosung Viertelfinale: 18. 3. – Spiele: 7. und 14. 4. – Auslosung Halbfinale: 15. 4. – Spiele: 28. 4. und 5. 5. – Endspiel: 18. 5. in Basel.<br />

GRUPPE B<br />

GRUPPE C<br />

GRUPPE D<br />

CELTIC GLASGOW<br />

FENERBAHCE ISTANBUL<br />

MOLDE FK<br />

AJAX AMSTERDAM<br />

Donnerstag, 17. September (19 Uhr):<br />

Ajax Amsterdam – Celtic Glasgow<br />

Fenerbahce Istanbul – Molde FK<br />

Donnerstag, 1. Oktober (21.05 Uhr):<br />

Celtic Glasgow – Fenerbahce Istanbul<br />

Molde FK – Ajax Amsterdam<br />

Donnerstag, 22. Oktober (21.05 Uhr):<br />

Fenerbahce Istanbul – Ajax Amsterdam<br />

Molde FK – Celtic Glasgow<br />

Donnerstag, 5. November (19 Uhr):<br />

Ajax Amsterdam – Fenerbahce Istanbul<br />

Celtic Glasgow – Molde FK<br />

Donnerstag, 26. November (21.05 Uhr):<br />

Celtic Glasgow – Ajax Amsterdam<br />

Molde FK – Fenerbahce Istanbul<br />

Donnerstag, 10. Dezember (19 Uhr):<br />

Ajax Amsterdam – Molde FK<br />

Fenerbahce Istanbul – Celtic Glasgow<br />

GRUPPE E<br />

DINAMO MINSK<br />

RAPID WIEN<br />

FC VILLARREAL<br />

VIKTORIA PILSEN<br />

Donnerstag, 17. September (19 Uhr):<br />

Viktoria Pilsen – Dinamo Minsk<br />

Rapid Wien – FC Villarreal<br />

Donnerstag, 1. Oktober (21.05 Uhr):<br />

FC Villarreal – Viktoria Pilsen<br />

Dinamo Minsk – Rapid Wien<br />

Donnerstag, 22. Oktober (21.05 Uhr):<br />

FC Villarreal – Dinamo Minsk<br />

Rapid Wien – Viktoria Pilsen<br />

Donnerstag, 5. November (19 Uhr):<br />

Viktoria Pilsen – Rapid Wien<br />

Dinamo Minsk – FC Villarreal<br />

Donnerstag, 26. November (21.05 Uhr):<br />

FC Villarreal – Rapid Wien<br />

Dinamo Minsk – Viktoria Pilsen<br />

Donnerstag, 10. Dezember (19 Uhr):<br />

Viktoria Pilsen – FC Villarreal<br />

Rapid Wien – Dinamo Minsk<br />

GRUPPE I<br />

BELENENSES LISSABON<br />

AC FLORENZ<br />

FC BASEL<br />

LECH POSEN<br />

Donnerstag, 17. September (21.05 Uhr):<br />

AC Florenz – FC Basel<br />

Lech Posen – Belenenses Lissabon<br />

Donnerstag, 1. Oktober (19 Uhr):<br />

FC Basel – Lech Posen<br />

Belenenses Lissabon – AC Florenz<br />

Donnerstag, 22. Oktober (19 Uhr):<br />

FC Basel – Belenenses Lissabon<br />

AC Florenz – Lech Posen<br />

Donnerstag, 5. November (21.05 Uhr):<br />

Lech Posen – AC Florenz<br />

Belenenses Lissabon – FC Basel<br />

Donnerstag, 26. November (19 Uhr):<br />

FC Basel – AC Florenz<br />

Belenenses Lissabon – Lech Posen<br />

Donnerstag, 10. Dezember (21.05 Uhr):<br />

AC Florenz – Belenenses Lissabon<br />

Lech Posen – FC Basel<br />

Endgültige Anstoßzeiten der Heimspiele von Dinamo Minsk am 1. September<br />

RUBIN KASAN<br />

GIRONDINS BORDEAUX<br />

FC LIVERPOOL<br />

FC SION<br />

Donnerstag, 17. September (19 Uhr):<br />

Girondins Bordeaux – FC Liverpool<br />

FC Sion – Rubin Kasan<br />

Donnerstag, 1. Oktober (21.05 Uhr):<br />

Rubin Kasan – Girondins Bordeaux<br />

FC Liverpool – FC Sion<br />

Donnerstag, 22. Oktober (21.05 Uhr):<br />

FC Liverpool – Rubin Kasan<br />

Girondins Bordeaux – FC Sion<br />

Donnerstag, 5. November (19 Uhr):<br />

Rubin Kasan – FC Liverpool<br />

FC Sion – Girondins Bordeaux<br />

Donnerstag, 26. November (21.05 Uhr):<br />

Rubin Kasan – FC Sion<br />

FC Liverpool – Girondins Bordeaux<br />

Donnerstag, 10. Dezember (19 Uhr):<br />

Girondins Bordeaux – Rubin Kasan<br />

FC Sion – FC Liverpool<br />

GRUPPE F<br />

OLYMPIQUE MARSEILLE<br />

SLOVAN LIBEREC<br />

SPORTING BRAGA<br />

FC GRONINGEN<br />

Donnerstag, 17. September (19 Uhr):<br />

Slovan Liberec – Sporting Braga<br />

FC Groningen – Olympique Marseille<br />

Donnerstag, 1. Oktober (21.05 Uhr):<br />

Olympique Marseille – Slovan Liberec<br />

Sporting Braga – FC Groningen<br />

Donnerstag, 22. Oktober (21.05 Uhr):<br />

Sporting Braga – Olympique Marseille<br />

Slovan Liberec – FC Groningen<br />

Donnerstag, 5. November (19 Uhr):<br />

Olympique Marseille – Sporting Braga<br />

FC Groningen – Slovan Liberec<br />

Donnerstag, 26. November (21.05 Uhr):<br />

Olympique Marseille – FC Groningen<br />

Sporting Braga – Slovan Liberec<br />

Donnerstag, 10. Dezember (19 Uhr):<br />

Slovan Liberec – Olympique Marseille<br />

FC Groningen – Sporting Braga<br />

GRUPPE J<br />

QARABAG AGDAM<br />

RSC ANDERLECHT<br />

AS MONACO<br />

TOTTENHAM HOTSPUR<br />

Donnerstag, 17. September (21.05 Uhr):<br />

Tottenham Hotspur – Qarabag Agdam<br />

RSC Anderlecht – AS Monaco<br />

Donnerstag, 1. Oktober (19 Uhr):<br />

AS Monaco – Tottenham Hotspur<br />

Qarabag Agdam – RSC Anderlecht<br />

Donnerstag, 22. Oktober (19 Uhr):<br />

RSC Anderlecht – Tottenham Hotspur<br />

AS Monaco – Qarabag Agdam<br />

Donnerstag, 5. November (21.05 Uhr):<br />

Tottenham Hotspur – RSC Anderlecht<br />

Qarabag Agdam – AS Monaco<br />

Donnerstag, 26. November (19 Uhr):<br />

AS Monaco – RSC Anderlecht<br />

Qarabag Agdam – Tottenham Hotspur<br />

Donnerstag, 10. Dezember (21.05 Uhr):<br />

Tottenham Hotspur – AS Monaco<br />

RSC Anderlecht – Qarabag Agdam<br />

Endgültige Anstoßzeiten der Heimspiele von Qarabag Agdam am 1. September Endgültige Anstoßzeiten der Heimspiele von Rubin Kasan am 1. September<br />

FK KRASNODAR<br />

FK QÄBÄLA<br />

PAOK SALONIKI<br />

BORUSSIA DORTMUND<br />

Donnerstag, 17. September (19 Uhr):<br />

Borussia Dortmund – FK Krasnodar<br />

FK Qäbälä – PAOK Saloniki<br />

Donnerstag, 1. Oktober (21.05 Uhr):<br />

PAOK Saloniki – Borussia Dortmund<br />

FK Krasnodar – FK Qäbälä<br />

Donnerstag, 22. Oktober (21.05 Uhr):<br />

PAOK Saloniki – FK Krasnodar<br />

FK Qäbälä – Borussia Dortmund<br />

Donnerstag, 5. November (19 Uhr):<br />

Borussia Dortmund – FK Qäbälä<br />

FK Krasnodar – PAOK Saloniki<br />

Donnerstag, 26. November (21.05 Uhr):<br />

PAOK Saloniki – FK Qäbälä<br />

FK Krasnodar – Borussia Dortmund<br />

Donnerstag, 10. Dezember (19 Uhr):<br />

Borussia Dortmund – PAOK Saloniki<br />

FK Qäbälä – FK Krasnodar<br />

GRUPPE G<br />

ROSENBORG TRONDHEIM<br />

DNIPRO DNIPROPETROWSK<br />

LAZIO ROM<br />

AS SAINT-ETIENNE<br />

Donnerstag, 17. September (21.05 Uhr):<br />

Dnipro Dnipropetrowsk – Lazio Rom<br />

AS Saint-Etienne – Rosenborg Trondheim<br />

Donnerstag, 1. Oktober (19 Uhr):<br />

Lazio Rom – AS Saint-Etienne<br />

Rosenborg Trondheim – Dnipro Dnipropetrowsk<br />

Donnerstag, 22. Oktober (19 Uhr):<br />

Dnipro Dnipropetrowsk – AS Saint-Etienne<br />

Lazio Rom – Rosenborg Trondheim<br />

Donnerstag, 5. November (21.05 Uhr):<br />

AS Saint-Etienne – Dnipro Dnipropetrowsk<br />

Rosenborg Trondheim – Lazio Rom<br />

Donnerstag, 26. November (19 Uhr):<br />

Lazio Rom – Dnipro Dnipropetrowsk<br />

Rosenborg Trondheim – AS Saint-Etienne<br />

Donnerstag, 10. Dezember (21.05 Uhr):<br />

Dnipro Dnipropetrowsk – Rosenborg Trondheim<br />

AS Saint-Etienne – Lazio Rom<br />

GRUPPE K<br />

SPARTA PRAG<br />

APOEL NIKOSIA<br />

FC SCHALKE 04<br />

ASTERAS TRIPOLIS<br />

Donnerstag, 17. September (21.05 Uhr):<br />

APOEL Nikosia – FC Schalke 04<br />

Asteras Tripolis – Sparta Prag<br />

Donnerstag, 1. Oktober (19 Uhr):<br />

FC Schalke 04 – Asteras Tripolis<br />

Sparta Prag – APOEL Nikosia<br />

Donnerstag, 22. Oktober (19 Uhr):<br />

FC Schalke 04 – Sparta Prag<br />

APOEL Nikosia – Asteras Tripolis<br />

Donnerstag, 5. November (21.05 Uhr):<br />

Sparta Prag – FC Schalke 04<br />

Asteras Tripolis – APOEL Nikosia<br />

Donnerstag, 26. November (19 Uhr):<br />

FC Schalke 04 – APOEL Nikosia<br />

Sparta Prag – Asteras Tripolis<br />

Donnerstag, 10. Dezember (21.05 Uhr):<br />

APOEL Nikosia – Sparta Prag<br />

Asteras Tripolis – FC Schalke 04<br />

Endgültige Anstoßzeiten der Heimspiele von FK Qäbälä und FK Krasnodar am 1. September<br />

FC BRÜGGE<br />

FC MIDTJYLLAND<br />

LEGIA WARSCHAU<br />

SSC NEAPEL<br />

Donnerstag, 17. September (19 Uhr):<br />

SSC Neapel – FC Brügge<br />

FC Midtjylland – Legia Warschau<br />

Donnerstag, 1. Oktober (21.05 Uhr):<br />

FC Brügge – FC Midtjylland<br />

Legia Warschau – SSC Neapel<br />

Donnerstag, 22. Oktober (21.05 Uhr):<br />

Legia Warschau – FC Brügge<br />

FC Midtjylland – SSC Neapel<br />

Donnerstag, 5. November (19 Uhr):<br />

SSC Neapel – FC Midtjylland<br />

FC Brügge – Legia Warschau<br />

Donnerstag, 26. November (21.05 Uhr):<br />

FC Brügge – SSC Neapel<br />

Legia Warschau – FC Midtjylland<br />

Donnerstag, 10. Dezember (19 Uhr):<br />

SSC Neapel – Legia Warschau<br />

FC Midtjylland – FC Brügge<br />

GRUPPE H<br />

BESIKTAS ISTANBUL<br />

SPORTING LISSABON<br />

LOKOMOTIVE MOSKAU<br />

SKENDERBEU KORCE<br />

Donnerstag, 17. September (21.05 Uhr):<br />

Sporting Lissabon – Lokomotive Moskau<br />

Skenderbeu Korce – Besiktas Istanbul<br />

Donnerstag, 1. Oktober (19 Uhr):<br />

Besiktas Istanbul – Sporting Lissabon<br />

Lokomotive Moskau – Skenderbeu Korce<br />

Donnerstag, 22. Oktober (19 Uhr):<br />

Sporting Lissabon – Skenderbeu Korce<br />

Lokomotive Moskau – Besiktas Istanbul<br />

Donnerstag, 5. November (21.05 Uhr):<br />

Besiktas Istanbul – Lokomotive Moskau<br />

Skenderbeu Korce – Sporting Lissabon<br />

Donnerstag, 26. November (19 Uhr):<br />

Besiktas Istanbul – Skenderbeu Korce<br />

Lokomotive Moskau – Sporting Lissabon<br />

Donnerstag, 10. Dezember (21.05 Uhr):<br />

Sporting Lissabon – Besiktas Istanbul<br />

Skenderbeu Korce – Lokomotive Moskau<br />

GRUPPE L<br />

FC AUGSBURG<br />

PARTIZAN BELGRAD<br />

AZ ALKMAAR<br />

ATHLETIC BILBAO<br />

Donnerstag, 17. September (21.05 Uhr):<br />

Athletic Bilbao – FC Augsburg<br />

Partizan Belgrad – AZ Alkmaar<br />

Donnerstag, 1. Oktober (19 Uhr):<br />

AZ Alkmaar – Athletic Bilbao<br />

FC Augsburg – Partizan Belgrad<br />

Donnerstag, 22. Oktober (19 Uhr):<br />

AZ Alkmaar – FC Augsburg<br />

Partizan Belgrad – Athletic Bilbao<br />

Donnerstag, 5. November (21.05 Uhr):<br />

Athletic Bilbao – Partizan Belgrad<br />

FC Augsburg – AZ Alkmaar<br />

Donnerstag, 26. November (19 Uhr):<br />

AZ Alkmaar – Partizan Belgrad<br />

FC Augsburg – Athletic Bilbao<br />

Donnerstag, 10. Dezember (21.05 Uhr):<br />

Athletic Bilbao – AZ Alkmaar<br />

Partizan Belgrad – FC Augsburg<br />

Endgültige Anstoßzeiten der Heimspiele von Lokomotive Moskau am 1. September


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 19<br />

Die Augsburger Gegner<br />

Bilbao Alkmaar Partizan<br />

131 Jahre nach dem nationalen<br />

Triple gewann Athletic gegen Barca<br />

den Supercup und den ersten Titel<br />

seit 1984. Zehntausende feierten<br />

das Team von Trainer Valverde,<br />

der einst noch unter Jupp Heynckes<br />

spielte, sowie Aritz „Super-<br />

Aduriz“, den vierfachen Torschützen<br />

gegen Barca. Bilbao hat eben<br />

die heißesten Fans Spaniens. Vom<br />

Stamm sind nur Aduriz, Iraizoz<br />

(beide 34) und Gurpegi (35) jenseits<br />

der 30, auf Verteidiger Laporte hatte<br />

bereits Bayern ein Auge geworfen,<br />

an Benat war einst Wolfsburg dran.<br />

1Ein Team im Umbau: Dem überraschenden<br />

3. Platz der Vorsaison<br />

folgte der Exodus: Ein halbes Dutzend<br />

Stammspieler verließ AZ, etwa<br />

Aron Johannsson (zu Bremen), Nemanja<br />

Gudelj (Ajax), Simon Poulsen<br />

(PSV) oder Steven Berghuis<br />

(Watford). Geholt wurden eher<br />

unbekannte Profis, am bekanntesten<br />

noch Alireza Jahanbakhsh von<br />

NEC Nijmegen, WM-Teilnehmer<br />

2014 mit dem Iran. Verloren hat AZ<br />

auch Marco van Basten. Bisher „Co“<br />

von John van den Brom, assistiert er<br />

nun Nationaltrainer Danny Blind.<br />

1Einst zählte Partizan Belgrad zu<br />

den Topklubs in Europa. Doch das<br />

ist Vergangenheit. Trainer Zoran<br />

Milinkovic (47, ehemals Hansa<br />

Rostock) will „attraktiven Angriffsfußball“<br />

spielen lassen. Hoffnungsträger<br />

sind die beiden U-20-Weltmeister<br />

Andrija Zivkovic und Ivan<br />

Saponjic, beides Stürmer. Rechtsaußen<br />

Zivkovic war mit 17 Jahren<br />

schon Kapitän bei den Schwarz-<br />

Weißen und jüngster Nationalspieler<br />

Serbiens. Leader im Team sind<br />

Sasa Ilic und Bulgariens Weltenbummler<br />

Valeri Bojinov.<br />

Verfügt über ein außergewöhnlich<br />

großes Talent: Andrija Zivkovic<br />

Die Schalker Gegner<br />

APOEL<br />

1Für APOEL fängt die Saison nach<br />

dem überraschenden Aus in den<br />

Play-offs zur Champions League<br />

gegen Astana jetzt erst an. Mit dem<br />

am Freitag verpflichteten neuen<br />

Trainer Temuri Ketsbaia (47, der<br />

Domingo Paciencia ablöste) und<br />

dem neuen argentinischen Torjäger<br />

Fernando Cavenaghi. Mit den beiden<br />

Hoffnungsträgern will Zyperns<br />

Top-Klub seine Titel (2014 und<br />

<strong>2015</strong> holte man jeweils das Double)<br />

verteidigen. Und nebenbei in die<br />

K.-o.-Phase der Europa League<br />

vordringen. Wenn nicht, folgt der<br />

nächste Trainerwechsel!<br />

PAOK<br />

Sparta Prag<br />

Die Dortmunder Gegner<br />

1PAOK Saloniki ist neben Serienmeister<br />

Olympiakos der wohl<br />

beliebteste Klub in Griechenland.<br />

Unter der Führung des russischen<br />

Griechen Ivan Savvidis (Tabak-Industrie),<br />

der den Klub 2012 übernahm<br />

und ein enger Vertrauter<br />

Putins ist, heißt die Devise jetzt<br />

Erneuerung und Verjüngung. Verantwortlich<br />

dafür sind Sportdirektor<br />

Frank Arnesen (58, Ex-HSV-Sportdirektor)<br />

und Trainer Ivan Tudor. So<br />

musste Ikone und Torjäger Dimitrios<br />

Salpingidis gehen. Auffällig:<br />

der Ex-Nürnberger Robert Mak, der<br />

sehr torgefährlich ist.<br />

1Während Sparta-Coach Zdenek<br />

Scasny (58) nicht gerade glücklich<br />

über die Auslosung ist, freut sich<br />

Nationalspieler Ladislav Krejci. „Eigentlich<br />

hatte ich auf Dortmund<br />

gehofft, aber Schalke ist auch ein<br />

sehr guter Gegner“, meint Krejci,<br />

der auch Chancen aufs Weiterkommen<br />

sieht. Mit dem Ex-HSVer<br />

Petr Jiracek und Markus Steinhöfer<br />

(unter anderem Frankfurt) stehen<br />

zwei ehemalige Bundesliga-Profis<br />

in den Reihen von Sparta. In der<br />

Champions-League-Qualifikation<br />

scheiterte Sparta nur knapp an<br />

ZSKA Moskau (2:2 und 2:3).<br />

Krasnodar<br />

1Wegen einer Schwächephase in<br />

den letzten Spielen der Vorsaison<br />

verpasste der FK Krasnodar die sicher<br />

geglaubte Königsklasse. Schon<br />

im letzten Jahr gastierte der Klub<br />

in der Europa League, scheiterte<br />

in der Gruppenphase an Everton<br />

und Wolfsburg. Der Klub wurde erst<br />

2008 von Geschäftsmann Sergey<br />

Galitskiy gegründet und entwickelte<br />

sich rasend schnell. Wegen Problemen<br />

mit dem Financial Fair Play<br />

verlor das Team von Trainer Kononov<br />

mit Marat Izmaylov (nach Porto<br />

zurück) und Roman Shirokov (Spartak)<br />

gleich zwei Schlüsselspieler.<br />

Tripolis<br />

1Asteras? Da war doch was. In der<br />

Vorsaison scheiterte Mainz 05 in<br />

der Qualifikation an den Griechen.<br />

Der Klub aus der 40 000-Einwohner-Stadt<br />

auf dem Peleponnes, der<br />

erst seit 2007 in der 1. Liga spielt,<br />

wird sehr solide geführt. Seit Oktober<br />

2013 ist Staikos Vergetis (39)<br />

Trainer. Der setzt auf Latinos – auf<br />

Argentinier und Spanier. Wie schon<br />

in der Vorsaison, als Mainz nach<br />

dem Aus den Argentinier de Blasis<br />

von Asteras holte. Fraglich allerdings,<br />

wie der Klub den Weggang<br />

des besten Torschützen Jeronimo<br />

Barrales (Sivas) verkraftet hat.<br />

Qäbälä<br />

1Das Team aus Aserbaidschan<br />

ist ein Überraschungsgast in der<br />

Gruppenphase der Europa League.<br />

Immerhin schalteten die Azeris<br />

mit Panathinaikos Athen ein höher<br />

gehandeltes Team aus. Beim<br />

2:2 in Athen (nach 0:0 im Hinspiel)<br />

gelangen beide entscheidenden<br />

Treffer dem Brasilianer Dodo. Er ist<br />

einer der Leistungsträger im Team<br />

des ukrainischen Trainers Roman<br />

Hryhorchuk (50), der im Dezember<br />

2014 die Nachfolge des ehemaligen<br />

Bundesliga-Profis Dorinel Munteanu<br />

antrat. Qäbäla verfügt über ein<br />

Stadion für 15 000 Zuschauern.<br />

Muss ohne einen Top-Torjäger<br />

auskommen: Staikos Vergetis<br />

Er sorgte für den Einzug in die<br />

Gruppenphase: Stürmer Dodo<br />

Fotos: imago


31. August <strong>2015</strong> % -TOP-THEMA 21<br />

Kevin De Brunye<br />

war zum Abschied<br />

in Wolfsburg nur<br />

noch Tribünengast.<br />

Foto: imago/Eisenhuth, Getty Images/Rose, firo<br />

Klaus Allofs weiß, wovon er<br />

spricht. Der Wolfsburger Geschäftsführer<br />

kaufte dem<br />

FC Chelsea vor zwei Jahren Kevin<br />

De Bruyne für rund 25 Millionen<br />

Euro ab. Heute, wo er für diesen<br />

Spieler rund 75 Millionen (Rekordtransfer<br />

der Bundesliga) kassiert,<br />

sagt er: „Das ist eine neue Situation,<br />

auf die wir uns alle einstellen müssen.<br />

Bislang hat man geglaubt, dass<br />

man einen Spieler, den man für<br />

20 Millionen verpflichtet,<br />

nicht mehr gewinnbringend<br />

verkaufen kann.<br />

Das scheint jetzt möglich.<br />

Aber vielleicht sieht es in zwei<br />

Jahren schon wieder ganz anders<br />

aus.“ Hat der Wahnsinn Methode?<br />

Oder verändert sich gerade die Realität?<br />

„Ja“, sagt Jörg Schmadtke, Geschäftsführer<br />

des 1. FC Köln, „was<br />

aktuell passiert, ist völlig irreal.“<br />

Jeden Tag passiert etwas, jede<br />

Stunde, jede Minute. Julian Draxlers<br />

Wechsel zum VfL Wolfsburg wurde<br />

am Sonntagmorgen vermeldet –<br />

und dementiert. Dante bekam aus<br />

München zu hören, wie wichtig er<br />

sei – und gleichzeitig die Freigabe<br />

für den VfL. Das Transferfenster<br />

steht weit offen, scheint gleichsam<br />

mit den Angeln aus der Wand gerissen.<br />

Und wenn es am Montag um<br />

18 Uhr in Deutschland geschlossen<br />

wird (in England am Dienstag um<br />

19 Uhr MESZ), dann wird Bilanz<br />

gezogen, und sie wird völlig anders<br />

aussehen als in den Jahren zuvor.<br />

Über 200 Millionen für 16 Spieler<br />

Von einem deutschen Profiklub nach England – alle 16 Wechsel dieses Sommers:<br />

Name von (Bundesligist) zu Ablöse in Mio. Euro<br />

Kevin De Bruyne VfL Wolfsburg Manchester City 75<br />

Roberto Firmino TSG Hoffenheim FC Liverpool 41<br />

Heung-Min Son Bayer Leverkusen Tottenham Hotspur 30<br />

Abdul Rahman Baba FC Augsburg FC Chelsea 20<br />

Shinji Okazaki 1. FSV Mainz 05 Leicester City 10<br />

Bastian Schweinsteiger Bayern München Manchester United 10<br />

Joselu Hannover 96 Stoke City 8<br />

Kevin Wimmer 1. FC Köln Tottenham Hotspur 7<br />

Philipp Wollscheid Bayer Leverkusen Stoke City 5<br />

Sebastian Polter 1. FSV Mainz 05 Queens Park Rangers 2,35<br />

Valon Behrami Hamburger SV FC Watford 2<br />

Christian Fuchs FC Schalke 04 Leicester City 0<br />

Sebastian Prödl Werder Bremen FC Watford 0<br />

Name von (Zweitligist) zu Ablöse in Mio. Euro<br />

Uwe Hünemeier SC Paderborn 07 Brighton Hove & Albion 2,7<br />

Rouwen Hennings Karlsruher SC FC Burnley 2,1<br />

Philipp Hofmann 1. FC Kaiserslautern FC Brentford 2<br />

Gesamt:<br />

Der Drahtseilakt<br />

Der TRANSFERSCHLUSS steht bevor. Die Bundesliga verliert namhafte Spieler,<br />

nimmt aber unglaublich viel Geld ein. Zumindest manche Vereine. Eine<br />

neue Situation – und eine Herausforderung für die gesamte Bundesliga.<br />

Was ist passiert? Der englische<br />

Fußball hat den deutschen Markt<br />

entdeckt. Und im Sommer <strong>2015</strong><br />

knapp 200 Millionen Euro mehr in<br />

Bundesligaprofis investiert als in<br />

den beiden Jahren zuvor. „Das Geld<br />

217,15 Millionen<br />

Als Ersatz für<br />

De Bruyne vom<br />

VfL umworben:<br />

Julian Draxler<br />

kommt zu uns“, sagt Matthias<br />

Sammer und fragt:<br />

„Ist das so schlecht?“<br />

Ist es natürlich nicht.<br />

Aber was ist es wert?<br />

Und was stellt es an? Jörg<br />

Schmadtke fürchtet um die<br />

wirtschaftliche Balance der<br />

Liga. Weil Klubs, die gerade<br />

kein Juwel im Kader haben,<br />

keine 30 oder 40 Millionen<br />

Euro kassieren können.<br />

Gewachsene Strukturen geraten<br />

in Gefahr, wenn der<br />

FC Augsburg plötzlich dank<br />

des Transfers seines Linksverteidigers<br />

Baba zum<br />

Mehr Transfers, mehr Geld<br />

Aus Deutschland nach England<br />

Spieler<br />

4<br />

Transfersumme<br />

29,4<br />

Mio.<br />

10<br />

Spieler<br />

15<br />

Mio.<br />

16<br />

Spieler<br />

2013 2014 <strong>2015</strong><br />

217<br />

Mio.<br />

kickerinfografik<br />

FC Chelsea um knapp 20 Millionen<br />

Euro reicher ist. Können Vereine,<br />

die bisher knapsen mussten, plötzlich<br />

auf große Einkaufstour gehen?<br />

Oder explodieren die Preise dermaßen,<br />

dass man bald für viel Kohle<br />

nur noch wenig Klasse bekommt?<br />

Das Kaufverhalten der Engländer<br />

wirft Fragen auf. Aufarbeitungen<br />

sind nötig, die Bundesliga muss sich<br />

der neuen Situation stellen. Christian<br />

Heidel, der Mainzer Manager,<br />

war einer der ersten Protagonisten,<br />

die sich analytisch damit auseinandersetzten:<br />

„Ich habe gesagt, dass<br />

es ein anderer Wettbewerb wird<br />

durch England. Aber dorthin werden<br />

doch nicht plötzlich 50 Prozent<br />

der Bundesligaspieler wechseln. Ich<br />

habe keine Angst vor England. Der<br />

Plan muss sein, viel Geld aus England<br />

nach Deutschland zu holen<br />

und trotzdem wettbewerbsfähig zu<br />

bleiben“, sagte er Anfang Juli im kicker.<br />

Im Spiegel legte er nun nach:<br />

„Ich finde, es wird ein zu großer<br />

Lesen Sie weiter auf Seite 22


22 BUNDESLIGA<br />

Fortsetzung von Seite 21<br />

Hype um das Geld aus der Premier<br />

League gemacht.“ Würden zukünftig<br />

noch mehr Spieler deutscher Klubs<br />

auf die Insel gelockt, „sollten wir<br />

Danke sagen und das viele Geld<br />

erneut in unser Scouting und in<br />

unsere Jugendarbeit investieren.<br />

Das rentiert sich“, sagte der Mainzer<br />

Manager.<br />

So weit, so gut. Dann aber spricht<br />

er ein Thema an, das in Zukunft viel<br />

heftiger unter den Nägeln brennen<br />

wird: „Die Engländer geben irre Gehälter<br />

für durchschnittliche Spieler<br />

aus. Was wir im Monat zahlen, gibt<br />

es dort in einer Woche. Wenn ein<br />

Spieler dann vorzeitig den Klub verlassen<br />

soll, weil es sportlich nicht<br />

mehr passt, gibt es kaum noch<br />

einen Markt für ihn.“ Annähernd<br />

hohe Gehälter könnten höchstens<br />

noch Klubs „in der Golfregion, in<br />

Russland und mit Abstrichen in<br />

der Türkei“ zahlen. Allerdings: Zunächst<br />

einmal gibt es diese hohen<br />

Gehälter – ein verführerischer Lockstoff<br />

für Spieler und deren Berater.<br />

Das bedeutet: Spieler, die es<br />

auf der Insel nicht schaffen, werden<br />

im Normalfall nicht mehr in<br />

die Bundesliga zurückkehren – es<br />

sei denn, diese passt die Gehälter<br />

an. Eine Vorstellung, der man nicht<br />

folgen möchte. Robin Dutt vom VfB<br />

Stuttgart („Die Gier frisst unseren<br />

Fußball auf!“) brachte eine Gehaltsobergrenze<br />

in die Diskussion ein,<br />

Matthias Sammer konterte sofort<br />

und barsch: „Der Sozialismus ist<br />

kickerinfografik<br />

gescheitert und der Kommunismus<br />

gleich mit!“ Doch der Münchner<br />

gibt zu: „Wir müssen uns über die<br />

veränderte Situation Gedanken<br />

machen, konstruktiv nach vorne<br />

schauen und nicht kapitulieren.“<br />

Solange das Konsumverhalten<br />

des britischen TV-Fußballfans sich<br />

nicht ändert (rund 15 Millionen<br />

Kunden verbuchen Sky UK und<br />

BT Sport, „nur“ rund 4,5 Millionen<br />

Sky Deutschland, dazu kommt<br />

der große finanzielle Vorsprung in<br />

der internationalen Vermarktung),<br />

wird die Premier League ihren<br />

Vorsprung halten. Und solange in<br />

Deutschland so gut ausgebildet und<br />

gescoutet wird, bleibt es ein interessanter<br />

Markt. Es ist ein Drahtseilakt<br />

für die Bundesliga, der möglicherweise<br />

auf Sicht ein Substanzverlust<br />

droht. Die Fragen, die sich stellen,<br />

müssen beantwortet werden. Im<br />

kommenden Jahr verfügen die Engländer<br />

über noch mehr Geld. Kaum<br />

auszudenken, was dann passiert.<br />

FRANK LUßEM<br />

750<br />

Mio. €<br />

2013<br />

Englands Transferausgaben<br />

1,051<br />

Mrd. €<br />

?<br />

2014<br />

<strong>2015</strong><br />

Sie spielen bereits in England: Roberto Firmino wechselte aus<br />

Hoffenheim nach Liverpool, Baba von Augsburg zum FC Chelsea.<br />

DIE AUFREGER: Elfmeter,<br />

Holtby: Was<br />

Aufregung:<br />

Labbadia<br />

und Holtby<br />

reklamieren.<br />

Foto: Team2<br />

1Es war die Szene,<br />

an der alle Hamburger<br />

ihre Niederlage in Köln<br />

festmachten. Elfmeter<br />

und Rote Karte nach Emir Spahics<br />

Körperkontakt im Laufduell mit Anthony<br />

Modeste. „Ein Witz“, schimpfte<br />

HSV-Coach Bruno Labbadia,<br />

„wir sind um einen Punkt betrogen<br />

worden.“ Nachvollziehbare Empörung,<br />

auch wenn sich Schiedsrichter<br />

Deniz Aytekin im Rahmen der<br />

vorgeschriebenen Regelauslegung<br />

bewegte (siehe Kommentar auf Seite<br />

27). Unter anderem auch Kölns<br />

Sportdirektor Jörg Schmadtke bezeichnete<br />

die Entscheidung noch<br />

am nächsten Morgen im „Doppelpass“<br />

auf Sport 1 sportlich-fair als<br />

„sehr fragwürdig“. Denn: „Es gibt<br />

einen kleinen Kontakt, aber wenn<br />

der ausreicht für einen Elfmeter …“


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 23<br />

Sagen<br />

Sie mal . . .<br />

Martin Winterkorn<br />

CHEF DES WOLFSBURG-EIGNERS VW<br />

Neu in der Premier League: Heung-Min Son verließ Leverkusen und<br />

ging zu Tottenham Hotspur – für eine Ablöse von 30 Millionen Euro.<br />

Rot – und ein Profi, der sich vergaloppiert<br />

er Aytekin verdankt<br />

Überlagert wurde die Entscheidung<br />

an sich freilich schon am<br />

Samstagabend von einem Aufreger,<br />

den HSV-Profi Lewis Holtby produziert<br />

hatte. Während Spahic alle<br />

Interviewanfragen ablehnte, plauderte<br />

Holtby drauflos: Aytekin sei in<br />

der Kabine gewesen und habe sich<br />

bei Spahic „für die Fehlentscheidung<br />

entschuldigt“. Aytekin indes<br />

bestritt dies komplett – und erhielt<br />

umgehend Bestätigung von Hamburgs<br />

Mediendirektor Jörn Wolf:<br />

„Der Schiedsrichter war nicht in<br />

der Kabine und hat sich auch nicht<br />

entschuldigt für irgendwas. Da war<br />

Lewis falsch informiert.“<br />

Am Sonntag ruderte auch Holtby<br />

zurück, der die Story zunächst so<br />

erzählt hatte, als hätte er sie live<br />

miterlebt: „Ich habe das in der<br />

Hektik nach dem Spiel falsch verstanden.<br />

Ganz sicher habe ich nicht<br />

bewusst irgendetwas erfunden. Ich<br />

weiß jetzt, dass es nur einen kurzen<br />

Wortwechsel zwischen Herrn Aytekin<br />

und Emir Spahic im Kabinengang<br />

gab, in dem Herr Aytekin seine<br />

Wahrnehmung geschildert hat.“<br />

Womöglich aus persönlichem<br />

Frust, dass sein erstes HSV-Tor nicht<br />

wenigstens zu einem Punkt reichte,<br />

schoss der 24-Jährige übers Ziel hinaus.<br />

Nach Abpfiff stürmte er noch<br />

vor Labbadia zu Aytekin, um diesen<br />

als Erster ins Gebet zu nehmen. Dabei<br />

hatte Holtby schon bei seiner<br />

Auswechslung Glück, nicht selbst<br />

mit Rot bestraft zu werden, als er<br />

im Zuge wilder Beschwerden sogar<br />

Körperkontakt zum vierten Offiziellen<br />

aufnahm. So gesehen müsste<br />

sich Holtby bei Aytekin sogar noch<br />

bedanken. THIEMO MÜLLER<br />

Fotos: imago (3)<br />

Kevin De Bruyne verlässt den VfL Wolfsburg<br />

und wechselt zu Manchester City.<br />

Sagen Sie mal, Herr Winterkorn, wie<br />

sehr bedauern Sie das?<br />

Das ist sehr schade, es tut uns<br />

leid, aber so ist die Branche. Ich<br />

glaube, man hat gegen Schalke<br />

gesehen, dass unsere Mannschaft<br />

dieses Thema wegspielen wollte,<br />

was ihr gut gelungen ist. Vielleicht<br />

gibt es einen gewissen Auftrieb<br />

für die Mannschaft, die zeigen<br />

will, dass sie auch ohne De Bruyne<br />

erfolgreich sein kann. Ich habe<br />

eine völlig andere Köperhaltung,<br />

völlig andere Laufbereitschaft,<br />

völlig andere Konzentriertheit<br />

im Vergleich zur Partie vorher<br />

gesehen.<br />

Schlägt Ihr Herz als Wirtschaftsboss<br />

höher bei den 75 Millionen Euro, die<br />

ManCity für De Bruyne zahlt?<br />

Ob die Summen gerechtfertigt<br />

sind oder nicht: Uns wäre es lieber<br />

gewesen, wenn Kevin hiergeblieben<br />

wäre. Aber wenn in<br />

England genügend Geldgeber da<br />

sind, muss man sich in Deutschland<br />

überlegen, was gemacht werden<br />

muss, um den Ausverkauf zu<br />

verhindern.<br />

Es war Ihnen ein großes Anliegen, dass<br />

De Bruyne bleibt. Ist man machtlos<br />

gegen derartige Summen?<br />

Ja, man ist irgendwann machtlos.<br />

Selbst der FC Bayern, der interessiert<br />

war, hat am Ende des Tages<br />

gesagt: Gegen diese Summen<br />

können wir momentan nicht antreten.<br />

Muss man sich Sorgen machen um den<br />

deutschen Fußball?<br />

Sorgen sicher nicht. Aber man<br />

muss sich überlegen, was man<br />

tut, um sich gegen die vermeintliche<br />

Übermacht der Engländer,<br />

die mit viel Geld um sich werfen,<br />

zu behaupten und den deutschen<br />

Fußball aufrechtzuerhalten.<br />

Ivan Perisic wechselt wiederum nach<br />

Italien zu Inter Mailand.<br />

Auch da zählt natürlich, was der<br />

andere Verein bietet.<br />

Machen Sie sich gar keine Sorgen, in<br />

dieser Champions-League-Saison zwei<br />

Leistungsträger verloren zu haben?<br />

Ein Ausnahmespieler wie<br />

De Bruyne wird in der Saison<br />

sicher fehlen. Das können wir<br />

nicht wegdiskutieren. Aber es<br />

gibt Überlegungen, wie man den<br />

sportlichen Verlust auffangen<br />

kann. Die Reaktion des Teams<br />

gegen Schalke hat zudem gezeigt,<br />

dass eine Mannschaft nicht nur<br />

aus einem Spieler besteht, sondern<br />

aus einem Kollektiv.<br />

Haben Sie noch mal versucht, De Bruyne<br />

vom Bleiben zu überzeugen?<br />

Nein, das habe ich nicht gemacht.<br />

Das war Sache des Aufsichtsrates<br />

und der sportlichen Führung.<br />

„Ja, irgendwann<br />

ist man machtlos“<br />

De Bruyne stand bis 2019 unter Vertrag.<br />

Haben diese Laufzeiten gar keine<br />

Relevanz mehr?<br />

Das ist ein Thema, das nicht erst<br />

seit gestern existiert. Denken Sie<br />

an Diego oder Dzeko, so ist nun<br />

mal die Branche. Aber das gibt es<br />

auch anderswo.<br />

Haben Sie Verständnis für Kevin<br />

De Bruyne, der sich nach nur anderthalb<br />

Jahren in Wolfsburg gegen den VfL<br />

entschieden hat?<br />

Aus finanziellen Gründen ja, aus<br />

sportlichen Gründen verstehe ich<br />

ihn nicht. Ich bin nicht überzeugt<br />

davon, dass er bei Manchester<br />

City diese Rolle spielt, die er auch<br />

bei uns gespielt hat. Ich glaube,<br />

ein weiteres Jahr bei uns hätte<br />

ihm noch gutgetan. Das wäre<br />

für seine sportliche Karriere das<br />

Richtige gewesen. Und deswegen<br />

gab es ja unsere Überlegung, dass<br />

er noch ein Jahr bleibt und dann<br />

wechselt. Ich denke, das wäre der<br />

bessere Weg gewesen.<br />

Stört es Sie, dass diese nicht unbedeutenden<br />

Wechsel alle erst zum Ende<br />

dieser Transferperiode zustande gekommen<br />

sind?<br />

Sicher wäre es in der Transferphase<br />

jedem Verein lieber, früher<br />

Klarheit über die endgültige Zusammensetzung<br />

des Kaders zu<br />

haben, keine Frage. Jetzt ist die<br />

Reaktionszeit trotz aller getroffenen<br />

Vorbereitungen natürlich<br />

knapp. Aber ich habe Vertrauen in<br />

Klaus Allofs und Dieter Hecking.<br />

INTERVIEW: THOMAS HIETE


24 BUNDESLIGA<br />

3. SPIELTAG<br />

28. 8. – 30. 8. <strong>2015</strong><br />

VfL Wolfsburg – FC Schalke 04 3:0 (1:0)<br />

VfB Stuttgart – Eintr. Frankfurt 1:4 (1:2)<br />

FC Augsburg – FC Ingolstadt 04 0:1 (0:0)<br />

1. FC Köln – Hamburger SV 2:1 (0:0)<br />

1. FSV Mainz 05 – Hannover 96 3:0 (2:0)<br />

SV Darmstadt 98 – Hoffenheim 0:0<br />

FC Bayern – Bayer Leverkusen 3:0 (1:0)<br />

Bor. Dortmund – Hertha BSC 3:1 (1:0)<br />

W. Bremen – Mönchengladbach 2:1 (1:1)<br />

4. SPIELTAG<br />

Freitag, 11. September (20.30 Uhr)<br />

Mönchengladbach – HSV (1:0, 1:1)<br />

Samstag, 12. September (15.30 Uhr)<br />

Bayern München – FC Augsburg (0:1, 4:0)<br />

B. Leverkusen – Darmstadt 98 ( - , - )<br />

Hannover 96 – Bor. Dortmund (2:3, 1:0)<br />

Hertha BSC – VfB Stuttgart (3:2, 0:0)<br />

Ingolstadt 04 – VfL Wolfsburg ( - , - )<br />

Samstag, 12. September (18.30 Uhr)<br />

Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln (3:2, 2:4)<br />

Sonntag, 13. September (15.30 Uhr)<br />

TSG Hoffenheim – W. Bremen (1:2, 1:1)<br />

Sonntag, 13. September (17.30 Uhr)<br />

FC Schalke 04 – FSV Mainz 05 (4:1, 0:2)<br />

SPERREN<br />

Rote Karten<br />

Spahic (Hamburger SV)<br />

Tyton (VfB Stuttgart)<br />

Gesamtzahl <strong>2015</strong>/16 2<br />

Vergleich 3. Spieltag 2014/15 0<br />

Gesamt Saison 2014/15 25<br />

ANZEIGE<br />

BUNDESLIGA<br />

zu Hause<br />

auswärts<br />

Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt.<br />

1. (1) Borussia Dortmund 3 3 0 0 11:1 + 10 9 2 2 0 0 7:1 6 1 1 0 0 4:0 3<br />

2. (2) Bayern München (M) 3 3 0 0 10:1 + 9 9 2 2 0 0 8:0 6 1 1 0 0 2:1 3<br />

3. (6) VfL Wolfsburg (P) 3 2 1 0 6:2 + 4 7 2 2 0 0 5:1 6 1 0 1 0 1:1 1<br />

4. (5) 1. FC Köln 3 2 1 0 6:3 + 3 7 2 1 1 0 3:2 4 1 1 0 0 3:1 3<br />

5. (8) 1. FSV Mainz 05 3 2 0 1 5:2 + 3 6 2 1 0 1 3:1 3 1 1 0 0 2:1 3<br />

6. (3) Bayer 04 Leverkusen 3 2 0 1 3:4 - 1 6 1 1 0 0 2:1 3 2 1 0 1 1:3 3<br />

7. (9) FC Ingolstadt 04 (N) 3 2 0 1 2:4 - 2 6 1 0 0 1 0:4 0 2 2 0 0 2:0 6<br />

8. (12) Eintracht Frankfurt 3 1 1 1 6:4 + 2 4 1 0 1 0 1:1 1 2 1 0 1 5:3 3<br />

9. (4) FC Schalke 04 3 1 1 1 4:4 0 4 1 0 1 0 1:1 1 2 1 0 1 3:3 3<br />

10. (7) Hertha BSC 3 1 1 1 3:4 - 1 4 1 0 1 0 1:1 1 2 1 0 1 2:3 3<br />

11. (15) Werder Bremen 3 1 1 1 3:5 - 2 4 2 1 0 1 2:4 3 1 0 1 0 1:1 1<br />

12. (11) SV Darmstadt 98 (N) 3 0 3 0 3:3 0 3 2 0 2 0 2:2 2 1 0 1 0 1:1 1<br />

13. (10) Hamburger SV 3 1 0 2 4:9 - 5 3 1 1 0 0 3:2 3 2 0 0 2 1:7 0<br />

14. (16) TSG Hoffenheim 3 0 1 2 2:4 - 2 1 1 0 0 1 1:2 0 2 0 1 1 1:2 1<br />

15. (14) FC Augsburg 3 0 1 2 1:3 - 2 1 2 0 0 2 0:2 0 1 0 1 0 1:1 1<br />

16. (12) Hannover 96 3 0 1 2 2:6 - 4 1 1 0 0 1 0:1 0 2 0 1 1 2:5 1<br />

17. (17) VfB Stuttgart 3 0 0 3 4:10 - 6 0 2 0 0 2 2:7 0 1 0 0 1 2:3 0<br />

18. (18) Bor. Mönchengladbach 3 0 0 3 2:8 - 6 0 1 0 0 1 1:2 0 2 0 0 2 1:6 0<br />

%-ELF DES TAGES<br />

Muto (1) Castaignos (1)<br />

1. FSV Mainz 05 Eintracht Frankfurt<br />

Douglas Costa (3) Müller (2) Robben (1)<br />

Bayern München Bayern München Bayern München<br />

Roger (2)<br />

FC Ingolstadt 04<br />

R. Rodriguez (1) Hummels (2) Vestergaard (1) Träsch (1)<br />

VfL Wolfsburg Borussia Dortmund Werder Bremen VfL Wolfsburg<br />

Weiterhin gesperrte Spieler:<br />

niemand<br />

Gelb-Rote Karten<br />

Für das nächste Spiel gesperrt:<br />

Xhaka (Bor. Mönchengladbach)<br />

Gesamtzahl <strong>2015</strong>/16 5<br />

Vergleich 3. Spieltag 2014/15 1<br />

Gesamt Saison 2014/15 28<br />

TOP-SCHIEDSRICHTER<br />

mindestens 33 % der möglichen Spiele<br />

Pl. Schiedsrichter Notenschnitt/Spiele<br />

1. Günter Perl ......................... 1,00/ 1<br />

2. Dr. Jochen Drees ................ 2,00/ 1<br />

Knut Kircher ....................... 2,00/ 1<br />

Peter Sippel ....................... 2,00/ 1<br />

5. Christian Dingert................. 2,50/ 2<br />

Tobias Stieler ...................... 2,50/ 2<br />

Tobias Welz ......................... 2,50/ 1<br />

kicker-Ergebnisdienst<br />

Unter Telefon (0137) 82 23 32 22<br />

(0,50/Anruf/Festnetz), erreichbar aus<br />

Deutschland, erfahren Sie die Zwischenund<br />

Endresultate der Bundesligaspiele.<br />

Aus Österreich: (0900) 21 02 20<br />

(0,61 Euro/Min./Festnetz)<br />

Saison<br />

<strong>2015</strong>/16<br />

FC Augsburg<br />

Hertha BSC<br />

Werder Bremen<br />

SV Darmstadt 98<br />

Borussia Dortmund<br />

Eintracht Frankfurt<br />

Hamburger SV<br />

FC Augsburg K 0:1 7.11. 17.10. 19.3. 30.1. 14.5. 20.9. 26.9. 0:1 30.4. 5.3. 31.10. 27.2. 13.2. 12.12. 16.4. 28.11.<br />

Hertha BSC 23.1. I 1:1 7.5. 6.2. 2.3. 3.10. 9.4. 21.11. 19.3. 22.9. 5.12. 19.12. 31.10. 23.4. 12.3. 12.9. 20.2.<br />

Werder Bremen 9.4. 30.1. C 27.2. 31.10. 14.5. 28.11. 5.3. 13.2. 19.9. 12.12. 26.9. 19.3. 2:1 17.10. 0:3 30.4. 16.4.<br />

SV Darmstadt 98 12.3. 12.12. 22.9. K 2.3. 30.4. 7.11. 2:2 0:0 16.4. 28.11. 13.2. 3.10. 14.5. 19.9. 30.1. 2.4. 24.10.<br />

Borussia Dortmund 24.10. 3:1 2.4. 27.9. E 12.12. 16.4. 13.2. 27.2. 30.1. 14.5. 20.9. 12.3. 4:0 5.3. 7.11. 28.11. 30.4.<br />

Eintracht Frankfurt 1:1 27.9. 19.12. 5.12. 7.5. R 20.2. 19.3. 9.4. 5.3. 12.9. 21.11. 23.4. 17.10. 31.10. 27.2. 6.2. 23.1.<br />

Hamburger SV 19.12. 5.3. 23.4. 9.4. 21.11. 19.9. S 31.10. 19.3. 27.2. 6.2. 17.10. 5.12. 13.2. 23.1. 26.9. 3:2 7.5.<br />

Hannover 96 20.2. 7.11. 3.10. 23.1. 12.9. 24.10. 2.4. P 7.5. 28.11. 12.3. 0:1 6.2. 16.4. 19.12. 30.4. 23.9. 2.3.<br />

TSG Hoffenheim 2.3. 16.4. 13.9. 6.2. 23.9. 7.11. 24.10. 12.12. O 30.4. 2.4. 23.1. 20.2. 28.11. 1:2 14.5. 3.10. 12.3.<br />

FC Ingolstadt 04 6.2. 24.10. 20.2. 21.11. 0:4 3.10. 22.9. 23.4. 5.12. R 2.3. 19.12. 23.1. 9.4. 7.5. 2.4. 12.3. 12.9.<br />

1. FC Köln 5.12. 27.2. 7.5. 23.4. 19.12. 13.2. 2:1 17.10. 31.10. 25.9. T 9.4. 21.11. 19.9. 19.3. 5.3. 23.1. 1:1<br />

Bayer 04 Leverkusen 3.10. 30.4. 2.3. 12.9. 20.2. 16.4. 12.3. 30.1. 2:1 14.5. 7.11. M 23.9. 12.12. 6.2. 28.11. 24.10. 2.4.<br />

1. FSV Mainz 05 2.4. 14.5. 24.10. 5.3. 17.10. 28.11. 30.4. 3:0 18.9. 0:1 16.4. 27.2. A 30.1. 26.9. 13.2. 12.12. 7.11.<br />

Bor. Mönchengladbach 23.9. 2.4. 6.2. 19.12. 23.1. 12.3. 11.9. 21.11. 23.4. 7.11. 20.2. 7.5. 1:2 G 5.12. 24.10. 2.3. 3.10.<br />

Bayern München 12.9. 28.11. 12.3. 20.2. 3.10. 2.4. 5:0 14.5. 30.1. 12.12. 24.10. 3:0 2.3. 30.4. A 16.4. 7.11. 22.9.<br />

FC Schalke 04 7.5. 17.10. 23.1. 1:1 9.4. 23.9. 2.3. 5.12. 19.12. 31.10. 3.10. 23.4. 13.9. 19.3. 21.11. Z 20.2. 6.2.<br />

VfB Stuttgart 21.11. 13.2. 5.12. 31.10. 23.4. 1:4 30.1. 27.2. 5.3. 17.10. 1:3 19.3. 7.5. 26.9. 9.4. 20.9. I 19.12.<br />

VfL Wolfsburg 23.4. 19.9. 21.11. 19.3. 5.12. 2:1 12.12. 26.9. 17.10. 13.2. 30.1. 31.10. 9.4. 5.3. 27.2. 3:0 14.5. N<br />

Aus der waagrechten Reihe können Sie die Heimresultate und Heimtermine, aus der senkrechten die Auswärtsresultate und Auswärtstermine ablesen.<br />

Hannover 96<br />

Mathenia (1)<br />

SV Darmstadt 98<br />

In Klammern Anzahl der Berufungen in die Elf des Tages<br />

TSG Hoffenheim<br />

FC Ingolstadt 04<br />

1. FC Köln<br />

Bayer Leverkusen<br />

1. FSV Mainz 05<br />

Mönchengladbach<br />

Bayern München<br />

FC Schalke 04<br />

VfB Stuttgart<br />

VfL Wolfsburg


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 25<br />

Refugees welcome<br />

ANZEIGE<br />

Torschützenliste<br />

Tore am 3. Spieltag 25 (Schnitt 2,78) Gesamt <strong>2015</strong>/16: 77 (Schnitt 2,85)<br />

Vergleich 2014/15: 843 (Schnitt 2,75)<br />

Tore Spieler Verein rechts links Kopf davon Elfer<br />

5 (2) Müller Bayern München 3 1 1 1<br />

3 (1) Aubameyang Borussia Dortmund 1 1 1 -<br />

2 (1) Kalou Hertha BSC 2 - - 1<br />

2 (-) Heller SV Darmstadt 98 2 - - -<br />

2 (-) Mkhitaryan Borussia Dortmund 1 1 - -<br />

2 (-) Reus Borussia Dortmund 2 - - 1<br />

2 (2) Castaignos Eintracht Frankfurt 2 - - -<br />

2 (1) Modeste 1. FC Köln 2 - - 2<br />

2 (-) Zoller 1. FC Köln 1 - 1 -<br />

2 (2) Muto 1. FSV Mainz 05 - 1 1 -<br />

2 (-) Lewandowski Bayern München 2 - - -<br />

2 (1) Didavi VfB Stuttgart - 2 - 1<br />

2 (-) Ginczek VfB Stuttgart 1 1 - -<br />

2 (1) Dost VfL Wolfsburg 1 1 - -<br />

In Klammern Zahl der am letzten Spieltag erzielten Tore.<br />

Scorer-Liste<br />

Jeder Torschütze erhält für einen Treffer einen<br />

Punkt. Dem Spieler, der die Vorarbeit<br />

geleistet hat, wird ebenfalls ein Punkt gutgeschrieben.<br />

Bei Foulelfmetern erhält der<br />

gefoulte Spieler einen Scorer-Punkt.<br />

Punkte/Name/Verein (Tore + Vorarbeit)<br />

6 Modeste (1. FC Köln) (2+4)<br />

5 Douglas Costa (FC Bayern) (1+4)<br />

5 Müller (Bayern München) (5+0)<br />

Viele Fans setzten wie hier beim FC Bayern ein Zeichen,<br />

Klubs wie Mainz luden Flüchtlinge zu den Spielen ein.<br />

4 Aubameyang (Bor. Dortmund) (3+1)<br />

4 Mkhitaryan (Bor. Dortmund) (2+2)<br />

4 Seferovic (Eintracht Frankfurt) (1+3)<br />

3 Kalou (Hertha BSC) (2+1)<br />

3 Ginter (Borussia Dortmund) (1+2)<br />

3 Kagawa (Borussia Dortmund) (1+2)<br />

3 Reus (Borussia Dortmund) (2+1)<br />

3 Castaignos (Eintr. Frankfurt) (2+1)<br />

3 Jairo (1. FSV Mainz 05) (1+2)<br />

3 Lewandowski (FC Bayern) (2+1)<br />

3 Didavi (VfB Stuttgart) (2+1)<br />

Zuschauer<br />

am 3.<br />

Spieltag<br />

Foto: imago<br />

Auslastung<br />

bisher<br />

erreicht Ø<br />

Top-Torhüter<br />

Berücksichtigt sind nur Spieler, die in<br />

mind. 50 % der Spiele benotet wurden.<br />

Bei außergewöhnlichen Leistungen werden<br />

auch Spieler benotet, die weniger als<br />

30 Minuten eingesetzt wurden.<br />

Nach dem 3. Spieltag<br />

Pl. Name (Verein) Notenschnitt<br />

1. Baumann (TSG Hoffenheim) ....2,33<br />

2. Wiedwald (Werder Bremen) .....2,50<br />

3. Hradecky (Eintracht Frankfurt) ..2,67<br />

Casteels (VfL Wolfsburg) ..........2,67<br />

5. Özcan (FC Ingolstadt 04) .........2,75<br />

6. Zieler (Hannover 96) ...............2,83<br />

Karius (1. FSV Mainz 05) .........2,83<br />

Fährmann (FC Schalke 04) ......2,83<br />

letzte<br />

Saison Ø<br />

Dortmund 80 500 99 % 80 930 80 056<br />

München 75 000 100 % 75 000 72 966<br />

Schalke - - 61 565 61 343<br />

Berlin - - 56 376 47 324<br />

Hamburg - - 54 618 53 341<br />

Stuttgart 49 327 82 % 54 414 49 709<br />

Gladbach - - 50 172 50 364<br />

Köln 50 000 100 % 48 000 48 014<br />

Frankfurt - - 45 000 47 642<br />

Bremen 42 100 100 % 42 100 39 624<br />

Hannover - - 39 100 42 106<br />

Hoffenheim - - 30 150 25 040<br />

Wolfsburg 30 000 100 % 29 563 26 343<br />

Augsburg 30 003 98 % 29 067 27 431<br />

Leverkusen - - 27 125 29 093<br />

Mainz 26 872 79 % 27 012 29 780<br />

Darmstadt 17 000 100 % 17 000 13 953*<br />

Ingolstadt - - 15 000 9 823*<br />

Gesamt 400 802 95 % 782 192 768 330<br />

Schnitt 44 534 43 899 42 685<br />

*) = Zuschauerschnitt in der 2. Bundesliga<br />

Spieler des Tages<br />

Luc<br />

Castaignos<br />

Eintracht Frankfurt<br />

Die Zahlen sprechen für sich. Vier Treffer<br />

erzielte Frankfurt in Stuttgart, zwei besorgte<br />

Luc Castaignos, einen bereitete der Angreifer<br />

beim Foulelfmeter vor. Besser geht es eigentlich<br />

nicht – was Armin Veh etwas anders sieht. „Ich<br />

habe auch viele Dinge gesehen, die er verbessern<br />

muss“, meint der Eintracht-Coach. Und:<br />

„Ich glaube, der Junge weiß noch gar nicht,<br />

was in ihm steckt.“ Der Neuzugang von Twente<br />

Enschede (2,5 Millionen Euro teuer) habe beim<br />

4:1 in Stuttgart „ein bisschen angedeutet, was<br />

in ihm steckt. Aber er kann mehr, er ist erst 22.“<br />

Ob der von seinem Coach so streng beurteilte<br />

Stürmer deswegen nach seinem 2:1 einen<br />

wütenden Blick Richtung Bank schickte,<br />

statt sich ausgiebig feiern zu lassen? „Nein“,<br />

sagte Castaignos am Sonntag, „nach dem<br />

zweiten Tor habe ich ja auch gelacht.“ (siehe<br />

auch Seite 39).<br />

GEORGE MOISSIDIS<br />

Torchancen<br />

Die Zahl der erzielten Tore geteilt<br />

durch die Anzahl der Torchancen<br />

ergibt die Chancenverwertung.<br />

Chancenverwertung/Torchancen<br />

1. Wolfsburg 54,5 % 11<br />

2. Frankfurt 50,0 % 12<br />

3. Hamburg 40,0 % 10<br />

4. Köln 37,5 % 16<br />

5. Dortmund 35,5 % 31<br />

6. Darmstadt 33,3 % 9<br />

7. München 26,3 % 38<br />

8. Schalke 25,0 % 16<br />

9. Mainz 23,8 % 21<br />

10. Hannover 20,0 % 10<br />

11. Stuttgart 19,0 % 21<br />

12. Berlin 18,8 % 16<br />

13. Hoffenheim 18,2 % 11<br />

Ingolstadt 18,2 % 11<br />

15. Bremen 16,7 % 18<br />

16. Gladbach 16,7 % 12<br />

17. Leverkusen 13,6 % 22<br />

18. Augsburg 5,9 % 17<br />

Top-Feldspieler<br />

Pl. Name (Verein) Notenschnitt<br />

1. Douglas Costa (FC Bayern) ......1,67<br />

Müller (Bayern München) ........1,67<br />

3. Modeste (1. FC Köln) ..............2,00<br />

4. Hummels (Bor. Dortmund) .......2,17<br />

Kagawa (Bor. Dortmund) .........2,17<br />

Mkhitaryan (Bor. Dortmund) ....2,17<br />

Weigl (Borussia Dortmund) ......2,17<br />

Xabi Alonso (FC Bayern) ..........2,17<br />

9. Ginter (Borussia Dortmund).....2,25<br />

10. Ujah (Werder Bremen) .............2,50<br />

Aubameyang (Bor. Dortmund) ..2,50<br />

Reus (Borussia Dortmund) ......2,50<br />

Schmelzer (Bor. Dortmund) .....2,50<br />

Roger (FC Ingolstadt 04) .........2,50<br />

Dost (VfL Wolfsburg) ................2,50


26 DER 3. SPIELTAG: ANALYSIERT VON DER “-DATENREDAKTION<br />

Robben überflügelt<br />

3:0<br />

2:1<br />

Der Treffer von Ricardo Rodriguez<br />

bedeutet für den Schweizer die<br />

Einstellung eines Bundesligarekords.<br />

Alle seine zwölf Tore erzielte<br />

er in Heimspielen. Er schloss<br />

damit zu Fred Hoff auf, der für<br />

Hannover und Oberhausen (1965<br />

bis 1972) ebenfalls ausschließlich<br />

vor heimischer Kulisse zwölfmal<br />

getroffen hatte.<br />

In der letzten Saison war Schalke<br />

neben anderen Klubs das Team<br />

mit den wenigsten Elfmetern gegen<br />

sich (zwei geschossen, davon<br />

einen verwandelt). Mit dem Strafstoß<br />

von Rodriguez kassierte S 04<br />

schon jetzt so viele Gegentreffer<br />

vom Punkt wie in der kompletten<br />

Vorsaison.<br />

Santiago Garcia spielt seit 2013 in<br />

der Bundesliga – in jeder Saison<br />

erhielt er beim ersten Einsatz eine<br />

Gelbe Karte. Der letzte Spieler mit<br />

dieser Quote in seinen ersten<br />

drei Spielzeiten war mit Diego<br />

(2006-2008) auch ein Bremer.<br />

Saisonübergreifend blieb die Borussia<br />

in fünf Pflichtspielen hintereinander<br />

nicht mehr ohne Gegentor.<br />

Eine längere Phase gab es<br />

zuletzt von Dezember 2013 bis<br />

März 2014, damals waren es sogar<br />

neun Pflichtspiele in Serie.<br />

Überflügelt: Für den Rekordmeister absolvierte<br />

Arjen Robben sein 130. Ligaspiel, ist jetzt alleiniger<br />

niederländischer Rekordhalter bei Bayern.<br />

Roy Makaay kam in 129 Spielen auf 107 Scorerpunkte<br />

(78 Tore, 29 Vorlagen), Robben in jetzt<br />

130 Spielen auf 119 (74 Tore, 45 Vorlagen).<br />

Roman Bürki kassierte nach<br />

257 Minuten sein erstes Bundesligagegentor<br />

beim BVB und<br />

überholte in diesem Ranking Roman<br />

Weidenfeller (242 Minuten,<br />

2002/03). Spitzenreiter bleibt Marc<br />

Ziegler (287 Minuten, 2007/08).<br />

3:1<br />

Die Hertha kassierte erstmals in diesem Jahr und<br />

erstmals unter Pal Dardai mehr als zwei Gegentore.<br />

Positiv hingegen: In fünf Pflichtspielen in Folge<br />

treffen die Berliner, was eine neue Bestmarke für<br />

Dardai bedeutet.<br />

Als erster Bundesligaverein<br />

knackte Bayern<br />

München die Marke<br />

von 300 zugesprochenen<br />

Elfmetern. Von 301<br />

Strafstößen wurden<br />

235 verwandelt.<br />

In drei Duellen mit dem HSV traf<br />

Anthony Modeste viermal. So häufig<br />

traf er in der Bundesliga nur gegen<br />

Wolfsburg (in fünf Spielen).<br />

Das Dutzend ist voll: Der FC<br />

wurde in keinem der letzten zwölf<br />

BL-Heimspiele besiegt (zuletzt am<br />

6. 12. 2014 beim 1:2 gegen Augsburg).<br />

Eine solche Serie hatten die<br />

Kölner zuletzt 1991/92, damals<br />

waren es sogar 13 Heimspiele.<br />

2:1<br />

Am 3. Spieltag erhielt der Hamburger<br />

SV seine erste Ecke – das<br />

gab es noch nie, seit der kicker die<br />

Ecken erfasst (1998/99).<br />

René Adler wurde im 215. Bundesligaspiel<br />

das erste Mal ausgewechselt,<br />

nur 13 Spieler wurden noch später<br />

erstmals ausgewechselt. Rekordhalter<br />

ist Michael „Ata“ Lameck,<br />

der in seinem 335. Einsatz erstmals<br />

ausgewechselt wurde.<br />

Das bis Samstag letzte Darmstädter<br />

Bundesligaspiel ohne Gegentor<br />

datiert vom vom 15. 5. 1982 (2:0 in<br />

Duisburg). In einem BL-Heimspiel<br />

blieben die Lilien letztmals am<br />

16. 1. 1982 beim 1:0-Sieg gegen<br />

Bielefeld ohne Gegentreffer.<br />

0:0<br />

Kevin Kuranyi bestritt sein erstes<br />

Bundesligaspiel über 90 Minuten<br />

seit dem 1. 5. 2010 (damals mit<br />

Schalke 0:2 gegen Bremen).<br />

Von den vergangenen neun Auswärtsspielen<br />

bei Aufsteigern gewann<br />

Hoffenheim nur eines (vier Remis,<br />

vier Niederlagen): am 9. 3. 2013<br />

mit 3:0 in Fürth.


Landsmann Makaay<br />

kicker, 31. August <strong>2015</strong> 27<br />

Die Meinung<br />

THIEMO<br />

MÜLLER<br />

kicker-Redakteur<br />

3:0<br />

Eine frühere Einwechslung als die<br />

von Danny Latza (8. Minute) gab<br />

es zu Mainzer Bundesligazeiten<br />

dreimal: Milorad Pekovic kam am<br />

26. 9. 2009 in der 5. Minute für Tim<br />

Hoogland, Junior Diaz am 8. 2.<br />

2014 in 6. Minute für Christoph<br />

Moritz am 8.2.2014 und Florian<br />

Heller am 17. 4.2010 in der<br />

7. Minute für Elkin Soto.<br />

Seit seiner Bundesligarückkehr<br />

2013 verursachte<br />

Roberto Hilbert sieben<br />

Elfmeter. Damit ist er in<br />

diesem Zeitraum klar die<br />

Nummer eins vor Benedikt<br />

Höwedes (4). Drei der letzten<br />

vier Spieler, die zwei Elfmeter<br />

in einer Partie verursachten,<br />

„schafften“ das gegen Bayern<br />

München. Neben Hilbert<br />

der Gladbacher Alvaro<br />

Dominguez (9. 8. 2013) und<br />

der Herthaner Alfredo Morales<br />

(17.3.2012). Ausreißer<br />

ist HSV-Verteidiger Johan<br />

Djourou (am 28.2.<strong>2015</strong> gegen<br />

Frankfurt).<br />

3:0<br />

Der FCA kassierte das erste Weitschussgegentor<br />

der Saison. Vergangene Saison mussten<br />

die Augsburger neben Bayern und Schalke<br />

die wenigsten Distanztreffer (3) hinnehmen.<br />

Drei Spiele, nur drei Gegentore, aber dennoch<br />

nur einen Punkt. Eine solche Bilanz<br />

quittierte zuletzt Arminia Bielefeld 2004/05<br />

(ebenfalls ein Punkt bei 1:3 Toren).<br />

In seinem dritten Bundesligaspiel<br />

verursachte VfB-Keeper Przemyslaw<br />

Tyton bereits seinen zweiten<br />

Elfmeter. Einen solchen Start legte<br />

zuletzt der Mainzer Torhüter Heinz<br />

Müller 2009 hin, der nur zwei Partien<br />

für zwei Strafstöße benötigte.<br />

0:1<br />

1:4<br />

Ingolstadts Startelf war mit 27,46 Jahren<br />

die älteste, die Ralph Hasenhüttl je in<br />

einem Pflichtspiel für die Schanzer<br />

aufgeboten hat. Letztmals<br />

eine ältere Startelf gab es beim<br />

FCI am letzten Zweitligaspieltag<br />

2012/13 (0:3 gegen Köln).<br />

Tomas Oral schickte ein im Schnitt<br />

27,98 Jahre altes Team aufs Feld.<br />

Zum letzten Mal hielt<br />

96-Torhüter Ron-<br />

Robert Zieler am<br />

16. 12. 2014 beim 2:0<br />

gegen Augsburg seinen<br />

Kasten sauber. Seitdem<br />

folgten 21 Spiele mit<br />

mindestens einem Gegentor.<br />

Den BL-Rekord<br />

hält Duisburg, das in<br />

38 Partien ohne weiße<br />

Weste vom Platz ging<br />

(von Oktober 1974 bis<br />

November 1975).<br />

Land des Lächelns: In der Bundesliga ist<br />

Yoshinori Muto der sechste Japaner, dem zwei<br />

Tore in einem Spiel gelangen. Zuvor schafften<br />

das Yasuhiko Okudera (zwei Doppelpacks<br />

für Köln, einen für Bremen), Naohiro<br />

Takahara (zwei für den HSV, einmal sogar<br />

drei Tore für Frankfurt), Shinji Kagawa (3/<br />

Dortmund), Hiroshi Kiyotake (1/Nürnberg)<br />

und Shinji Okazaki (7/Mainz).<br />

Die Eintracht siegte in der Liga auswärts<br />

erstmals seit dem 22. 11. 2014<br />

(damals 3:1 in Gladbach). Vier<br />

Auswärtstore – so viele übrigens wie in<br />

den vergangenen sieben Auswärtsspielen<br />

zusammen – schoss Frankfurt<br />

letztmals am 23. 3. 2014 beim 5:2 in<br />

Nürnberg.<br />

Fotos: imago<br />

Das Manko der<br />

Regelauslegung<br />

Die zweifellos sachkundigen Experten<br />

fürs Schiedsrichterwesen<br />

sind sich einig: Den Körperkontakt<br />

zwischen Hamburgs<br />

Spahic und Kölns Modeste mit<br />

Elfmeter und Rot zu bestrafen,<br />

war korrekt. Also ist Schiri Aytekin<br />

aus dem Schneider. Und die vom<br />

HSV beklagte Benachteiligung<br />

eine rein subjektive Betrachtung.<br />

Ein ungutes Gefühl bleibt aber auch<br />

beim objektiven Beobachter. Ja,<br />

anscheinend sogar bei Aytekin<br />

selbst, der seine Entscheidung als<br />

„diskussionswürdig“ bezeichnet.<br />

Nicht von ungefähr. Auch wenn<br />

alle zweifelsfrei eine Berührung<br />

sehen – in den allermeisten, die<br />

sich dem Fußball verbunden fühlen,<br />

sträubt sich etwas dagegen,<br />

den Elfmeterpfiff als „gerecht“<br />

zu bezeichnen. Ob sie nun Hamburger,<br />

neutral oder sogar Kölner<br />

sind. Denn: Modeste strauchelt<br />

schon Sekundenbruchteile vor<br />

dem (leichten) Körperkontakt.<br />

Die TV-Bilder stützen die These,<br />

dass Spahics Berührung nicht<br />

zwingend ursächlich war für<br />

Modestes Fall. Das Gros der Zuschauer<br />

hatte das auch in Echtzeit<br />

im Stadion genau so wahrgenommen.<br />

Aytekin fehlte diese<br />

Intuition. Oder er überging sie,<br />

weil seine Fixierung auf die Regelauslegung<br />

stärker war. Halten und<br />

Schubsen im Strafraum vermehrt<br />

zu ahnden, hat sich die Schiri-Gilde<br />

ausdrücklich vorgenommen.<br />

Das irritiert schon deshalb, weil<br />

so zwangsläufig die auch von den<br />

Referees viel beklagte „Doppelbestrafung“<br />

(Elfer und Rot) noch<br />

häufiger greift. Vor allem aber<br />

wird ein fundamentaler Aspekt<br />

ignoriert: Besteht zwischen Berührung<br />

und Fall ein kausaler<br />

Zusammenhang? Die Verantwortung,<br />

das zu bewerten, ist<br />

jedem Spielleiter zuzumuten.<br />

Fehlentscheidungen sind nicht<br />

das Problem. Doch im Fall Spahic<br />

hat sich die offiziell vorgegebene<br />

Regelauslegung vom Geist des<br />

Spiels deutlich entfernt.


28 BUNDESLIGA<br />

Borussia Dortmund –<br />

Hertha BSC<br />

Bürki (3,5)<br />

3:1 (1:0)<br />

Trainer: Tuchel<br />

Ginter (2,5) Sokratis (3) Hummels (2) Schmelzer (3)<br />

Weigl (2,5)<br />

Gündogan (3) Kagawa (2)<br />

Mkhitaryan (3) Reus (3,5)<br />

Aubameyang (3)<br />

Haraguchi (4,5)<br />

van den Bergh (4,5) Darida (4,5) Skjelbred (4) Stocker (4,5)<br />

Plattenhardt (4,5) Brooks (4,5) Lustenberger (4) Langkamp (5) Pekarik (4,5)<br />

Trainer: Dardai Kraft (3,5)<br />

Eingewechselt: 71. Hofmann (–) für Aubameyang, 79. Piszczek (–) für Reus und<br />

Ramos (–) für Gündogan – 46. Weiser (4,5) für Stocker, 58. Baumjohann (3,5)<br />

für Skjelbred, 71. Kalou (–) für van den Bergh – Reservebank: Weidenfeller (Tor),<br />

Subotic, Bender, Castro – Jarstein (Tor), Stark, Beerens, Cigerci<br />

Tore: 1:0 Hummels (27., Kopfball, Vorarbeit Kagawa), 2:0 Aubameyang<br />

(51., Linksschuss, Ginter), 2:1 Kalou (78., Rechtsschuss, Darida), 3:1 Ramos<br />

(90./+3, Rechtsschuss, Mkhitaryan) – Chancen: 9:4 – Ecken: 5:1<br />

SR-Team: Winkmann (Kerken – Assistenten: Bandurski, Blos – Vierte Offizielle:<br />

Steinhaus), Note 4, lange souverän und sachlich, übersah allerdings die Abseitsstellung<br />

von Kalou bei Herthas Anschlusstor, pfiff Ramos wegen Abseits fälschlicherweise<br />

zurück, und vor dem 3:1 war Hofmann mit dem Ball im Aus. – Zuschauer:<br />

80 500 – Gelbe Karten: van den Bergh, Weiser – Spielnote: 3, spannende Partie<br />

mit einigen Längen, vor allem in der ersten Halbzeit.<br />

%-ANALYSE<br />

Defensivtaktik schmeckt dem BVB nicht<br />

Hertha agierte mit einer Fünfer-<br />

Abwehrkette gegen den Ball und<br />

schob bei Ballbesitz Lustenberger<br />

als Sechser hinter die vordere<br />

Viererkette. Eine defensive Gangart,<br />

der Kalou zunächst weichen<br />

musste. Coach Dardai setzte auf<br />

Konterstürmer Haraguchi ganz<br />

vorne. Eine Taktik, die nach<br />

15 Minuten fast aufgegangen<br />

wäre, doch der allein auf Bürki zustrebende<br />

Japaner wurde im letzten<br />

Moment noch von Hummels<br />

gestoppt. Dieses Berliner Bollwerk<br />

behagte der Borussia lange nicht,<br />

der Gastgeber brauchte<br />

fast eine halbe Stunde,<br />

ehe der Bann gebrochen<br />

werden konnte, als Kagawa<br />

(gegen Stocker) zum<br />

Flanken kam und Hummels<br />

(vor Langkamp)<br />

einköpfte. Nach dieser<br />

Dortmund<br />

Berlin<br />

Ø-Note 2,8 4,3<br />

Ø-Alter 25,8 26,4<br />

Teamlaufleistung (km) 108,9 109,4<br />

Laufstärkster 11,45 12,26<br />

Spieler (km) Weigl Darida<br />

Es berichten T. Hennecke, A. Hunzinger,<br />

T. Lieto und J. Reinold<br />

Führung übte Dortmund deutlich<br />

mehr Kontrolle aus, bekam die<br />

Partie in den Griff. Mit Baumjohanns<br />

Einwechslung beim Stand<br />

von 2:0 wurde Hertha offensiver.<br />

Lustenberger wechselte fest auf<br />

die Sechs, Berlin war fortan mutiger<br />

im 4-4-1-1, nahm mehr am<br />

Spiel teil und setzte mit Kalou am<br />

Ende alles auf eine Karte.<br />

FAZIT: Ein verdienter Dortmunder<br />

Sieg. Der BVB verpasste es<br />

allerdings, früher den Sack zuzumachen,<br />

musste am Ende zittern.<br />

Meiste Ballkontakte 112 Weigl 68 Kraft, Langkamp<br />

SPIELER DES SPIELS: Antreiber<br />

Shinji Kagawa war<br />

an allen drei Treffern<br />

beteiligt. Einmal direkt,<br />

zweimal mit dem vorletzten<br />

Pass führte der Japaner<br />

Dortmund zum Sieg.<br />

57+43<br />

62+38<br />

62 %<br />

38 %<br />

Ballbesitz<br />

72<br />

54<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Hummels stellt<br />

Borussia Dortmund geht als Spitzenreiter in die<br />

Pause. Sportdirektor MICHAEL ZORC (53) versucht<br />

weiter, den BVB-Kader zu optimieren.<br />

Darauf hat Adrian Ramos länger<br />

als zehn Monate gewartet.<br />

Mit seinem ersten Tor seit dem<br />

22. Oktober 2014, damals in der<br />

Champions-League-Partie<br />

bei Galatasaray Istanbul (4:0),<br />

schoss der Kolumbianer Borussia<br />

Dortmund wieder an die<br />

Tabellenspitze. Hochglanzfußball<br />

bot der BVB beim 3:1 gegen Hertha<br />

BSC diesmal nicht.<br />

„Das war von uns kein so gutes<br />

Spiel“, resümierte Mats Hummels,<br />

„aber wir haben es gewonnen. Das<br />

ist das Relevante.“ Der BVB-Kapitän<br />

macht körperliche Erschöpfung dafür<br />

verantwortlich, dass sich eine<br />

ganze Reihe leichter Fehler einschlichen,<br />

„wir waren etwas platt“.<br />

Hummels glänzte am Sonntag als<br />

Dortmunder Lebensversicherung:<br />

?<br />

FRAGE<br />

DER<br />

WOCHE<br />

Kann der BVB den<br />

Bayern den Titel abjagen?<br />

Stimmen Sie auf kicker.de ab.<br />

Ende der Umfrage:<br />

Mittwoch, 12 Uhr<br />

Ihre Meinung ist uns wichtig.<br />

Diskutieren Sie die Frage mit uns<br />

auch auf Facebook, wo Sie<br />

die wichtigsten Meldungen und<br />

Videos kommentieren können.<br />

Über 250 000 kicker-Fans sind dabei.<br />

BERLIN: Trainer rügt die „Tore aus dem<br />

Dardais Plan geht<br />

1Pal Dardai redete nicht um den<br />

heißen Brei herum. Der Hertha-<br />

Trainer räumte nach der ersten<br />

Niederlage in der noch jungen Saison<br />

ohne Umschweife ein, dass der<br />

Erfolg des BVB verdient war. Mit der<br />

Darbietung seines Teams, das unter<br />

seiner Führung erstmals mehr als<br />

zwei Gegentore kassierte, war der<br />

39-Jährige nur in der Anfangsphase<br />

einverstanden. „Die ersten 20 Minuten<br />

haben wir gut gespielt. Da lief<br />

alles nach Plan“, sagte Dardai. Nach<br />

Erst rettete er in letzter Sekunde<br />

gegen Berlins Haraguchi, dann<br />

nickte er nach Kagawas Vorarbeit<br />

zum wichtigen 1:0 ein.<br />

Letzte Zweifel am achten<br />

Sieg im achten Pflichtspiel der<br />

Saison (Torverhältnis 30:6) beseitigte<br />

Ramos in der Nachspielzeit.<br />

Um ihn ranken sich seit Tagen<br />

Wechselspekulationen. Überhaupt,<br />

in Dortmund dreht sich das Personalkarussell<br />

mit ordentlicher Geschwindigkeit:<br />

Michael Zorc kann<br />

sich über einen Mangel an Beschäftigung<br />

derzeit nicht beklagen.<br />

Als Sportdirektor wickelte er vier<br />

bereits feststehende Transfers ab:<br />

Kevin Kampl (Bayer Leverkusen),<br />

Jeremy Dudziak (St. Pauli) und<br />

Oliver Kirch (Paderborn) wurden<br />

abgegeben. Bis 2018 unter Vertrag<br />

genommen wurde Außenverteidiger<br />

Joo-Ho Park (Mainz, Ablöse drei<br />

Millionen Euro), den Trainer Thomas<br />

Tuchel als „tolle Ergänzung“<br />

und Back-up für Marcel Schmelzer,<br />

die klare Nummer 1 auf dieser Position,<br />

vorstellte: „Park ist ballsicher,<br />

verteidigt clever und besitzt ein gutes<br />

Gefühl fürs Gegenpressing.“<br />

Weitere Transfers liegen im Bereich<br />

des Möglichen: Ramos soll<br />

Premier-League-Klub FC Sunderland<br />

eine hohe Ablöse – deutlich<br />

über zehn Millionen Euro – wert<br />

sein. Diese Summe könnte Dortmund<br />

dann in die Lage versetzen,<br />

Andriy Yarmolenko von Dynamo<br />

Kiew zu holen, er ist eine der<br />

den ersten beiden Gegentoren sei<br />

Dortmund besser gewesen, während<br />

man bei seinem Team gesehen<br />

habe: „Es fehlt noch etwas.“<br />

Sein Vorhaben, die Dortmunder<br />

Offensivwucht mit einer kompakten<br />

Defensive auszubremsen, wurde<br />

durch Fehlverhalten bei der Ecke<br />

vor dem 0:1 konterkariert. „Wir<br />

bekommen zu viele Tore aus dem<br />

Nichts“, kritisierte der Coach, „das<br />

müssen wir abstellen. Deswegen<br />

tut die Niederlage weh.“ Ehe Mats


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 29<br />

die Weichen<br />

Dortmunder Offensiv-Optionen.<br />

Rechts vorne, links vorne oder als<br />

hängende Spitze hat sich der robuste<br />

Ukrainer einen Namen gemacht<br />

und in der Landesmeisterschaft<br />

mit 71 Treffern in 177 Spielen<br />

(Stand: 29. August) einen starken<br />

Arbeitsnachweis geliefert.<br />

Zwölf Tore in der Europa League<br />

(42 Spiele) und drei in der Champions<br />

League (22 Spiele) runden das<br />

Bild des Linksfüßers ab. Für Berichte<br />

ukrainischer Medien am Sonntagabend,<br />

dass der Transfer geplatzt<br />

sei, gibt es bisher keine offzielle Bestätigung.<br />

Zunächst war von einer<br />

Ablöse in Höhe von 19 Millionen<br />

Euro und einem Vertrag bis 2019<br />

die Rede gewesen.<br />

Noch immer unklar ist, ob sich<br />

Kevin Großkreutz und Jakub Blasz-<br />

czykowski verändern werden. Beide<br />

standen auch gegen Hertha BSC<br />

nicht im Kader. Bei Großkreutz spüre<br />

er „eine gewisse Unruhe“, verriet<br />

Tuchel am Samstag. Dann sagte er<br />

auch: „Das ist eine schwierige Situation<br />

für ihn, weil er im Moment<br />

hinten dran ist und er das in dieser<br />

Form nicht gewohnt ist. Kevin<br />

verkörpert etwas, was wir so nicht<br />

im Kader haben. Eine Schlitzohrigkeit,<br />

ein bisschen was Listiges und<br />

Freches, nicht ganz so filigran und<br />

technisch sauber wie die übrigen<br />

Offensivspieler.“ Dass Großkreutz<br />

sich in der U 23 Wettkampfpraxis<br />

holte, findet der Trainer „bemerkenswert<br />

und toll“. Es könne für<br />

Großkreutz „ein weiter Weg zurück<br />

in den Kader“ sein, sagte Tuchel,<br />

„aber die Tür ist nicht zu“.<br />

Foto: Huebner<br />

Auf die Siegerstraße: BVB-Kapitän Mats Hummels springt höher als<br />

Sebastian Langkamp und köpft zu Dortmunds Führung ein.<br />

Wird er ein Borusse? Andriy<br />

Yarmolenko von Dynamo Kiew<br />

Foto: imago<br />

Die Leidenszeit nähert sich nach sechs Monaten Pause dem Ende<br />

Wieder im Kommen: Tuchel bewundert Sahin<br />

1Auch am Sonntag saß<br />

Nuri Sahin nur auf der Tribüne.<br />

Er ist verletzt, jetzt schon<br />

seit einem halben Jahr, und<br />

noch ist nicht genau absehbar,<br />

wann er ins Rampenlicht<br />

zurückkehrt. Immerhin hat Thomas<br />

Tuchel jetzt in Aussicht gestellt,<br />

dass der Mittelfeldspieler nach der<br />

Länderspielpause ins Wiedereingliederungstraining<br />

einsteigen und<br />

„Teile mit der Mannschaft“ trainieren<br />

werde. „Das“, sagt Tuchel, „wäre<br />

ein enormer emotionaler Schritt.“<br />

Am 28. Februar hat Sahin das<br />

bisher letzte seiner 191 Bundesligaspiele<br />

bestritten, beim 3:0 über<br />

Schalke führte er glänzend<br />

Regie, bis er kurz vor dem<br />

Ende ausgewechselt wurde.<br />

Von einer kurzen Pause war<br />

danach die Rede, bis eine<br />

Sehnenansatzentzündung<br />

festgestellt wurde und eine Operation<br />

erfolgte. Vor dem Trainingslager<br />

in der Schweiz musste Sahin<br />

dann Mitte Juli einen Rückschlag<br />

verkraften: Bei Intervallläufen erlitt<br />

er „eine kleine Verletzung am<br />

Narbengewebe“, berichtet Tuchel.<br />

Er bewundere Sahin dafür, verrät<br />

der Coach, wie der mit diesem<br />

Rückschlag umgegangen sei – und<br />

„mit welcher Akribie, Zuverlässigkeit<br />

und Konsequenz“ der türkische<br />

Nationalspieler sein „Programm<br />

runtergerissen“ habe. Tuchel hatte<br />

sich auf die Zusammenarbeit mit<br />

Sahin gefreut, als ball- und passsicherer<br />

Spieler entspricht er genau<br />

seinen fußballerischen Wunschvorstellungen.<br />

Tuchel: „Ich kann<br />

es nicht erwarten, Nuri in Übungsformen<br />

oder im Spiel zu sehen.“<br />

Immerhin hat Sahin trotz der ihn<br />

belastenden Situation innerlich die<br />

Balance bewahrt. „Auf mich“, versichert<br />

Tuchel, „macht er einen sehr<br />

gefestigten und ruhigen Eindruck“.<br />

Außerdem komme es jetzt „nicht<br />

mehr auf Tage oder Wochen“ an.<br />

Nichts“– Langkamp vor Vertragsverlängerung<br />

nur 20 Minuten auf<br />

Hummels einköpfte, ließ Valentin<br />

Stocker Shinji Kagawa unbedrängt<br />

flanken und Sebastian Langkamp<br />

kam gegen den BVB-Kapitän zu<br />

spät. Langkamp gab denn auch zu:<br />

„Sicher, das ist mein Gegenspieler.“<br />

Nicht gut sah die Defensive auch<br />

beim 0:2 aus. Vor beiden Gegentoren<br />

habe man „schlecht verteidigt“,<br />

monierte auch Manager Preetz.<br />

Abwehrchef Langkamp sorgte<br />

aber auch für positive Signale. Der<br />

27-Jährige soll sich mit Hertha über<br />

eine Verlängerung seines noch bis<br />

2016 laufenden Vertrages bis 2019<br />

einig sein. „Der Verein und ich haben<br />

eine klare Vereinbarung“, sagte<br />

Langkamp, „wir hatten gute Gespräche.<br />

Ich glaube, dass wir die am<br />

Montag zum Ende bringen werden.“<br />

Auch Preetz sagt: „Es sieht gut aus.“<br />

Bliebe noch Ronny, der gehen<br />

soll. Das hat noch etwas Zeit. In<br />

Saudi-Arabien, wo sich zwei Klubs<br />

für ihn interessieren, ist ein Transfer<br />

bis Mitte September möglich.<br />

Angreifer wird bis 2016 geliehen – mit Option<br />

Die Lösung heißt Ibisevic<br />

1Herthas neuer Angreifer<br />

ist gefunden. Vedad Ibisevic<br />

kommt vom VfB Stuttgart<br />

nach Berlin. „Vedad ist<br />

ein Mann mit Erfahrung,<br />

der weiß, wo das Tor steht“,<br />

sagt Manager Michael Preetz. Der<br />

31-Jährige, der in Stuttgart zuletzt<br />

auf dem Abstellgleis stand (letzter<br />

Einsatz am 29. April in Augsburg),<br />

wird laut Preetz bis 2016 ausgeliehen,<br />

mit einer Übernahme-Vereinbarung<br />

für die kommende Saison.<br />

Seine neuen Kollegen wird Ibisevic<br />

erst am nächsten Montag<br />

kennenlernen. Dann erst<br />

tritt er seinen Dienst in Berlin<br />

an. Erst mal reist er zum<br />

Nationalteam Bosniens, das<br />

in der EM-Qualifikation am<br />

3. September in Belgien und am<br />

6. September zu Hause gegen Andorra<br />

antritt. Dass Ibisevic dann bei<br />

Hertha einen weiteren Neuzugang<br />

antrifft, ist nicht zu erwarten. Preetz<br />

will nichts ausschließen, „aber es<br />

ist unwahrscheinlich, dass bei uns<br />

noch was passiert.“


30 BUNDESLIGA<br />

Werder Bremen –<br />

Borussia Mönchengladbach<br />

Wiedwald (2,5)<br />

2:1 (1:1)<br />

Trainer: Skripnik<br />

Gebre Selassie (3,5) Lukimya (3,5) Vestergaard (1,5) S. Garcia (3)<br />

Bargfrede (2,5) Junuzovic (3)<br />

Fritz (3,5) U. Garcia (3)<br />

Ujah (2) Johannsson (3,5)<br />

Raffael (5)<br />

Herrmann (4) Stindl (3,5) Hazard (4)<br />

Xhaka (4) Nordtveit (4)<br />

Wendt (3,5) M. Schulz (4,5) Brouwers (4,5) Jantschke (3,5)<br />

Trainer: Favre Sommer (2,5)<br />

Eingewechselt: 70. Bartels (–) für Johannsson, 77. Kroos (–) für U. Garcia,<br />

86. Galvez (–) für Junuzovic – 68. Dahoud (–) für Nordtveit, 72. Hahn (–) für<br />

Herrmann, 81. Drmic (–) für Raffael – Reservebank: Zetterer (Tor), Sternberg,<br />

M. Eggestein, Öztunali – Sippel (Tor), Christensen, Korb, N. Schulz<br />

Tore: 1:0 Johannsson (39., Rechtsschuss, Foulelfmeter, M. Schulz an Ujah),<br />

1:1 Stindl (45., Rechtsschuss, Vorarbeit Hazard), 2:1 Vestergaard (53., Kopfball,<br />

Junuzovic) – Chancen: 10:5 – Ecken: 5:6<br />

SR-Team: Zwayer (Berlin – Assistenten: Steuer, Achmüller – Vierter Offizieller:<br />

Stark), Note 3, nicht immer souverän in einigen Zweikampfbeurteilungen und<br />

persönlichen Strafen. Die beiden Elfmeter-Entscheidungen waren indes korrekt. –<br />

Zuschauer: 42 100 (ausverkauft) – Gelbe Karten: S. Garcia, U. Garcia, Wiedwald –<br />

Nordtveit – Gelb-Rote Karte: Xhaka (87.) – Besonderes Vorkommnis: Kroos<br />

schießt Foulelfmeter neben das Tor (88., Xhaka an Lukimya) – Spielnote: 3,<br />

unterhaltsam und spannend bis zum Schluss, aber auch mit einigen Unzulänglichkeiten<br />

auf beiden Seiten.<br />

Es berichten Hans-Günter Klemm,<br />

%-ANALYSE Michael Richter und Oliver Bitter<br />

Bremen mutig, Borussia ist beeindruckt<br />

Bremen<br />

Gladbach<br />

Ø-Note 2,9 3,9<br />

Ø-Alter 26,5 25,5<br />

Teamlaufleistung (km) 112,5 112,9<br />

Laufstärkster 11,19 12,02<br />

Spieler (km) Fritz Stindl<br />

Meiste Ballkontakte 68 Vestergaard 94 Wendt, Xhaka<br />

Werder-Coach Skripnik beorderte<br />

Eggestein auf die Bank, Santiago<br />

Garcia feierte dafür sein Saisondebüt<br />

und Ulisses Garcia rückte<br />

vor. Bei Gladbach rotierte Korb<br />

auf die Bank, Traoré fehlte angeschlagen<br />

– dafür durften Nordtveit<br />

und Brouwers erstmals in dieser<br />

Saison ran. Diese Umstellung<br />

verhalf den Gästen aber nicht zu<br />

mehr Stabilität. Sie zeigten sich<br />

von mutigen Bremern beeindruckt,<br />

zumal Junuzovic sich nach<br />

der Balleroberung aus<br />

der Doppelsechs löste,<br />

das Werder-Mittelfeld zur<br />

offensiver Raute formte.<br />

Die Borussen konnte sich<br />

von dem Druck fast nur<br />

durch lange, unpräzise<br />

Zuspiele befreien. Offensiv<br />

fanden sie lediglich statt, wenn<br />

sie konstruktiv durchs Mittelfeld<br />

(Xhaka/Stindl) eine bessere Spielkontrolle<br />

anstrebten. Werder aber<br />

hielt den Druck konstant hoch,<br />

sodass sich die Gäste kaum befreien<br />

konnten. Werder ließ am Ende<br />

zu viele Chancen liegen (Ujah,<br />

Bartels, Kroos).<br />

FAZIT: Verdienter Sieg des engagierteren<br />

und zielstrebigeren<br />

Teams, Gladbach war zu ideenlos.<br />

SPIELER DES SPIELS:<br />

Wieder einmal bestach<br />

er durch seine Lufthoheit<br />

in der Defensive und der<br />

Offensive. Zudem gelang<br />

Jannik Vestergaard der entscheidende<br />

Siegtreffer.<br />

51+49<br />

38+62<br />

Ballbesitz<br />

38 % 62 % 74 72<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Der nächste<br />

Rückschlag<br />

Nach sechs Gegentreffern in den ersten beiden<br />

Partien krempelt LUCIEN FAVRE seine Defensive um.<br />

Dennoch bleibt Gladbach Tabellenletzter.<br />

Keine Frage: Neue Köpfe mussten<br />

her. Borussia Mönchengladbach<br />

zeigte sich zum Saisonstart<br />

ungewohnt wacklig, längst<br />

nicht so stabil wie in der überaus<br />

starken Rückrunde, als Yann<br />

Sommer insgesamt nur zehnmal<br />

hinter sich greifen musste.<br />

Also schickte Lucien Favre in<br />

Bremen erstmals den bewährten<br />

Roel Brouwers ins Rennen, zudem<br />

feierte Havard Nordtveit im defensiven<br />

Mittelfeld nach abgelaufener<br />

Sperre sein Saison-Debüt.<br />

Das Resultat: Insgesamt wirkte<br />

Borussia in Bremen etwas stabiler,<br />

war aber bei den Schlüsselszenen<br />

nicht im Bilde. Also gab es die dritte<br />

Saison-Niederlage; der Champions-<br />

League-Starter hängt mit null Punkten<br />

auf Platz 18 fest.<br />

Die frühere Stabilität in der Defensive<br />

fehlt, die Leichtigkeit im Angriffsspiel<br />

ebenfalls. Offensichtlich<br />

wurde erneut, dass die Aufteilung<br />

im Zentrum noch nicht passt. Diesmal<br />

schickte Favre Neu-Erwerbung<br />

BREMEN: Team löst Skripniks Versprechen ein –<br />

Jubel um Johannsson<br />

1Vier Punkte aus drei Spielen,<br />

gegen Champions-League-Starter<br />

Gladbach den ersten Saisonsieg unter<br />

Dach und Fach gebracht – „ein<br />

gelungener Start“ für Werder, wie<br />

Aufsichtsratschef Marco Bode<br />

frohlockt. „Nun können wir in<br />

Ruhe weiterarbeiten.“ Hörbares<br />

Durchatmen an der Weser.<br />

„Mutig spielen“ hatte Trainer<br />

Viktor Skripnik vor dem Anpfiff als<br />

Parole ausgegeben. Anders als beim<br />

0:3 gegen Schalke hielten sich seine<br />

Schützlinge diesmal an die Marschroute<br />

des Chefs. Aggressiv, mit hoher<br />

Lauf- und Einsatzbereitschaft<br />

gingen die Grün-Weißen zu Werke.<br />

Der Auftritt vom Sonntagabend beinhaltete<br />

somit genau die Trümpfe,<br />

die Werder gerade im Weserstadion<br />

Lars Stindl weiter nach vorne, doch<br />

auch in der Offensive erzielte der<br />

Ex-Hannoveraner zu Beginn wenig<br />

Wirkung. Erst in der Nachspielzeit<br />

der ersten Hälfte tauchte Stindl<br />

plötzlich aus der Versenkung auf,<br />

schirmte im Werder-Strafraum<br />

den Ball bestens ab und zeigte<br />

seine Abschluss-Qualitäten mit<br />

einem leicht abgefälschten Schuss<br />

zum 1:1 ins kurze Eck: sein erster<br />

Bundesligatreffer für Möchengladbach.<br />

Aber auch eine seiner wenigen<br />

sehenswerten Szenen.<br />

Stindl spielte diesmal zunächst<br />

in vorderer Linie, ebenso wie Raffael,<br />

der weiter äußerst rätselhaft<br />

auftritt. Mitunter ist er der Spielmacher<br />

mit glänzenden Ideen und<br />

feinem Abschluss, wie beim vorigen<br />

Auftritt im Weserstadion am<br />

16. Mai, als Raffael mit seinen zwei<br />

Treffern den 2:0-Sieg und damit am<br />

33. Spieltag Gladbachs Einzug in die<br />

Champions League sicherte.<br />

Manchmal aber taucht der Fein-<br />

Techniker auch völlig ab, so wie<br />

konstant ausspielen will. Dass Jannik<br />

Vestergaard das 2:1 nach einer<br />

Ecke erzielte, passte zudem exakt<br />

in Skripniks Konzept. Unter Ausschluss<br />

der Öffentlichkeit hatte der<br />

Fußballlehrer unter der Woche<br />

spezielles Standardtraining angesetzt.<br />

Der Siegtreffer fiel dann<br />

freilich nicht nach einer raffinierten<br />

Variante, sondern eher nach<br />

der Masche „Karo einfach“ durch<br />

ein gewonnenes Kopfballduell im<br />

Zentrum. Die Freude schmälerte<br />

das aber keineswegs.<br />

Ebenfalls zu den positiven Aspekten<br />

gehörte das Heimdebüt von<br />

Aron Johannsson in der Startelf. Mit<br />

einer starken Balleroberung leitete<br />

der US-Nationalspieler vor dem 1:0<br />

den Angriff ein, an dessen Ende


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 31<br />

KICKER-KULISSE<br />

NOTIERT VON THIEMO MÜLLER<br />

Schlechtester Start der Bundesligageschichte: Nach drei Spieltagen<br />

stand die Borussia noch nie ohne einen einzigen Punkt da.<br />

diesmal. „Einige Leistungsträger<br />

haben ihre Form noch nicht gefunden“,<br />

merkte Sportdirektor Max<br />

Eberl bereits vor dem Spiel an und<br />

nannte unter anderem den Brasilianer,<br />

der erneut weit unter seinen<br />

Möglichkeiten blieb. Damit war er<br />

allerdings nicht der Einzige.<br />

Ganz ungeachtet der Partie in<br />

Bremen könnte sich bei Borussia<br />

quasi in letzter Minute noch ein<br />

Transfer ergeben. Das Bemühen<br />

um eine Rückkehr des Brasilianers<br />

Dante vom FC Bayern zeigt: Gesucht<br />

wird noch eine Alternative für<br />

die Innenverteidigung, möglichst<br />

ein erfahrener Mann. Talentierte<br />

Kräfte für das Abwehrzentrum sind<br />

genug vorhanden: Andreas Christensen,<br />

Marvin Schulz und Nico<br />

Elvedi. Weil aber routinierte Profis<br />

wie Martin Stranzl, der seit März<br />

mit Sehnenbeschwerden ausfällt,<br />

sowie Alvaro Dominguez (anhaltende<br />

Rückenschmerzen) zunächst<br />

nicht zuverlässig einzuplanen sind,<br />

könnte Borussia hier auf den letzten<br />

Drücker noch nachlegen.<br />

Hajrovic-Ausleihe nach Eibar ist perfekt<br />

und Vestergaard<br />

Foto: Fishing 4<br />

Bemerkenswerte Betrachtungen<br />

des eigenen Berufsstands lieferte<br />

dieser Tage Michael Frontzeck.<br />

In einem Interview, das u. a. in<br />

der Hannoverschen Allgemeinen<br />

Zeitung erschien, erklärte der<br />

96-Coach: „Ich verstehe sogar<br />

Trainer, die in Erfolgszeiten ihr<br />

Ego über die Mannschaft stellen,<br />

um Eigenwerbung zu betreiben.<br />

(...) Weil sie auch die Ersten sind,<br />

die auf die Schnauze kriegen.“ Er<br />

selbst, betont Frontzeck jedoch,<br />

werde „dies nie machen“. Noch<br />

brisanter: Der Kommentar zu seinem<br />

Gladbach-Nachfolger Lucien<br />

Favre, der die Rettung der Borussia<br />

2011 als „Wunder“ bezeichnet<br />

habe. Frontzeck: „Das muss jeder<br />

für sich entscheiden, wie solidarisch<br />

er gegenüber seinem Vorgänger<br />

ist. (...) Er macht tolle Arbeit,<br />

bis heute. Aber ein Wunder<br />

ist, wenn einer übers Wasser gehen<br />

kann. Und ganz unabhängig<br />

von Lucien Favre: Der eine oder<br />

andere in unserer Branche meint<br />

das ganz bestimmt von sich.“<br />

2<br />

Unmutsbekundungen von der<br />

Tribüne sind bei einem 1:3-Rückstand<br />

vor heimischer Kulisse relativ<br />

normal. Für Aufsehen sorgte<br />

deshalb am Samstag die Durchsage<br />

von Stuttgarts Stadionsprecher<br />

Holger Laser, der gegen Frankfurt<br />

in der 78. Minute via Mikro<br />

verkündete: „Es wird gebeten, das<br />

Pfeifen von den Rängen zu unterlassen.“<br />

Die Folge: ein wütendes<br />

Pfeifkonzert der VfB-Fans, die einen<br />

Maulkorb-Erlass witterten. Mit seiner<br />

nachfolgenden Erklärung, die<br />

Aufforderung habe lediglich einem<br />

Besucher mit Trillerpfeife gegolten,<br />

der die Spieler irritierte, bekam Laser<br />

dann aber immerhin doch noch<br />

ein paar Lacher auf seine Seite.<br />

2<br />

Beim 3:2 gegen Stuttgart vor einer<br />

Woche zog sich Hamburgs Johan<br />

Djourou einen Faserriss zu, noch<br />

weitaus schlimmer erwischte es einen<br />

Fan auf der Tribüne kurz nach<br />

dem Siegtreffer des HSV-Kapitäns:<br />

Wie erst einige Tage später bekannt<br />

wurde, brach sich Anhänger Guenes<br />

Tarakci beim frenetischen Jubel den<br />

Unterschenkel, posierte dann im<br />

Internet mit originellem Shirt: „3:2 –<br />

Großer Einsatz, kleiner Bruch.“<br />

2<br />

Wahrlich nicht gesundheitsgefährdend<br />

war diesen Samstag das<br />

Einsteigen von Emir Spahic gegen<br />

Anthony Modeste. Die Rote Karte<br />

füttert gleichwohl die Statistik des<br />

Hamburgers als Liga-Rüpel. Im<br />

52. Bundesligaspiel flog Spahic zum<br />

vierten Mal vom Platz. Schneller<br />

„schafften“ das nur Luiz Gustavo (46<br />

Spiele) – und Bernhard Trares (36).<br />

Der Rekordhalter ist seit diesen<br />

Sommer übrigens Co-Trainer beim<br />

HSV und musste in Köln nach Spahics<br />

Platzverweis wegen Reklamierens<br />

auf die Tribüne. Erstmals im<br />

dritten Bundesligaspiel …<br />

Sturmkollege Anthony Ujah den Elfmeter<br />

sprichwörtlich herausholte.<br />

„Tony hat das Bein des Verteidigers<br />

gesehen und dankend angenommen“,<br />

wertete Sportdirektor Rouven<br />

Schröder auf Sky treffend. Zum folgerichtigen<br />

Strafstoß durfte prompt<br />

Neuling Johannsson ran, womit der<br />

Stürmer auch als Elfmeterschütze<br />

in die Fußstapfen von Franco di<br />

Santo tritt. Diese Wahl fiel ganz offensichtlich<br />

mit Bedacht. Schröder:<br />

„Für einen neuen Stürmer sind Tore<br />

natürlich besonders wichtig. Einfach<br />

schön für Aron, seinen Namen<br />

im Stadion zu hören.“ Ein Schritt<br />

nach vorne also für den 24-Jährigen,<br />

auch wenn er später abtauchte.<br />

Ein weiterer Grund zum Feiern:<br />

Das Comeback von Linksverteidiger<br />

Santiago Garcia nach monatelangen<br />

Patellasehnenproblemen.<br />

Erstmals seit dem 21. März (1:1 in<br />

Köln) stand der Argentinier wieder<br />

auf Bundesliga-Rasen, überzeugte<br />

in der Viererabwehrkette auf Anhieb<br />

mit einer stabilen Vorstellung.<br />

Anders als bei diversen Ligakonkurrenten<br />

beinhaltet die am<br />

Montagabend zu Ende gehende<br />

Transferperiode an der Weser<br />

keine große Spannung mehr. „Wir<br />

werden nichts mehr tun“, erklärte<br />

Schröder gegenüber dem kicker in<br />

Bezug auf etwaige Neuzugänge. Fix<br />

ist unterdessen die Ausleihe von<br />

Flügelspezialist Izet Hajrovic zum<br />

spanischen Erstligisten SD Eibar,<br />

wie Sportchef Thomas Eichin am<br />

Sonntagabend bestätigte.<br />

Foto: Sielski<br />

Der erste Werder-Dreier der Saison: Siegtorschütze Jannik Vestergaard<br />

und Anthony Ujah bejubeln den Treffer zum 2:1.


32 BUNDESLIGA<br />

Bayern München –<br />

Bayer 04 Leverkusen<br />

Neuer (3)<br />

3:0 (1:0)<br />

Trainer: Guardiola<br />

Lahm (3,5) Xabi Alonso (2) Alaba (2) Juan Bernat (4)<br />

Treffsicher: Thomas<br />

Müller erzielt das 1:0.<br />

Vidal (3) Thiago (4)<br />

Robben (2) Müller (1,5) Douglas Costa (1,5)<br />

Lewandowski (3,5)<br />

Mehmedi (4,5) Kießling (3,5)<br />

Calhanoglu (3,5) Bellarabi (3)<br />

Kramer (4,5) Bender (4,5)<br />

Wendell (4) Papadopoulos (5) Tah (4,5) Hilbert (5)<br />

Trainer: Schmidt Leno (3)<br />

Eingewechselt: 73. Dante (–) für Juan Bernat, 78. Götze (–) für Robben,<br />

83. Rode (–) für Thiago – 46. Brandt (4) für Mehmedi, 61. Kruse (–) für Calhanoglu,<br />

78. Boenisch (–) für Wendell – Reservebank: Ulreich (Tor), Rafinha,<br />

Steinhart, Kimmich – Kresic (Tor), Donati, Ramalho, Ryu<br />

Tore: 1:0 Müller (26., Rechtsschuss, Vorarbeit Douglas Costa), 2:0 Müller (60.,<br />

Rechtsschuss, Foulelfmeter, Hilbert an Vidal), 3:0 Robben (71., Linksschuss,<br />

Handelfmeter, Hilbert) – Chancen: 9:3 – Ecken: 7:5<br />

SR-Team: Meyer (Burgdorf – Assistenten: Bornhorst, Kleve – Vierter Offizieller:<br />

Siebert), Note 2, er behielt seine konsequente Linie über 90 Minuten bei, lag<br />

bei den Gelben Karten und aufgrund der Regelauslegung auch bei beiden Strafstößen<br />

richtig. – Zuschauer: 75 000 (ausverkauft) – Gelbe Karten: Juan Bernat,<br />

Thiago – Wendell, Kramer, Kruse – Spielnote: 2, eine in der ersten Hälfte von<br />

Taktik geprägte Partie mit wenigen Strafraumszenen. Im zweiten Durchgang dann<br />

mit mehr Tempo und Offensivdrang auf beiden Seiten.<br />

Es berichten F. Lußem, G. Holzner,<br />

%-ANALYSE K. Wild und M. Zitouni<br />

Bayer ohne Mittel gegen Bayerns Flügel<br />

Xabi Alonso, überraschend in der<br />

Innenverteidigung aufgestellt,<br />

rückte bei Ballbesitz oft aus der<br />

Vierabwehrkette heraus und übernahm<br />

größtenteils den Spielaufbau.<br />

Leverkusen versuchte früh<br />

mit seiner Doppelspitze zu stören,<br />

hatte aber schon vor der Pause<br />

Probleme, die meist über außen<br />

eingeleiteten Bayern-Angriffe<br />

(Robben, Douglas Costa) zu unterbinden<br />

– so wie auch beim 1:0.<br />

Die Gäste, mit zu wenigen Impulsen<br />

aus dem Mittelfeld, hatten<br />

in der ersten Hälfte nur<br />

eine Chance per Lattenfreistoß<br />

von Calhanoglu<br />

(37.). Danach spielten<br />

die Gäste, mit Brandt für<br />

Mehmedi, ein wenig mutiger<br />

nach vorne, fanden<br />

aber weiter keine Mittel<br />

München<br />

Leverkusen<br />

Ø-Note 2,7 4,1<br />

Ø-Alter 27,3 24,9<br />

Teamlaufleistung (km) 106,9 111,0<br />

Laufstärkster 11,12 12,33<br />

Spieler (km) Müller Bender<br />

Meiste Ballkontakte 98 Xabi Alonso 65 Wendell<br />

gegen die schnellen Außen der<br />

Münchner. Der Tempoerhöhung<br />

mussten die müder werdenden<br />

Leverkusener Tribut zollen. Bayern<br />

nutzte die freien Räume und<br />

hätte in der Schlussviertelstunde<br />

das Ergebnis noch deutlich klarer<br />

gestalten können.<br />

FAZIT: Leverkusen konnte in der<br />

zweiten Hälfte nicht mehr mithalten.<br />

Auch wenn Bayern nur ein<br />

Tor aus dem Spiel heraus erzielte,<br />

war das 3:0 hochverdient.<br />

SPIELER DES SPIELS: Mit<br />

seinem zweiten Doppelpack<br />

in dieser Saison<br />

avancierte Thomas Müller<br />

erneut zum Matchwinner.<br />

Er arbeitete gewohnt viel<br />

und war stets anspielbar.<br />

50+50<br />

65+35<br />

65 %<br />

35 %<br />

Ballbesitz<br />

70 71<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

4 x 13 – und<br />

In seinem 200. Spiel in der Bundesliga erzielte<br />

THOMAS MÜLLER zwei Treffer. In dieser Saison will er<br />

eine neuen persönlichen Rekord schaffen.<br />

Thomas Müller (25) hat es<br />

eilig, aber diese Klarstellung<br />

muss sein. „Die 13“,<br />

betont er, „nicht die 10.“ Viermal<br />

standen in der persönlichen<br />

Bundesligabilanz des Bayern-<br />

Stürmers jeweils 13 Treffer, „die 13<br />

will ich in diesem Jahr knacken“.<br />

Nach einem Traumstart mit fünf<br />

Toren in erst drei Spielen „stehe<br />

ich natürlich unter Druck“, sagt er<br />

eher witzelnd, „so darf es weitergehen“,<br />

werde es aber nicht, wie er<br />

vermutet: „Es werden nicht zehn<br />

Tore nach sechs Spielen sein.“ Die<br />

Bestmarke nach drei Liga-Partien<br />

setzte Gerd Müller – wer sonst! –,<br />

1977/78 mit sieben Einschüssen,<br />

am Saisonende waren es 24; mit<br />

einem anderen Müller, Dieter vom<br />

1. FC Köln, gewann der Bayern-Torjäger<br />

die kicker-Torjägerkanone.<br />

Auch Thomas Müller<br />

wird dieser persönliche Triumph<br />

in dieser noch jungen<br />

Spielzeit zugetraut. „Er hat gute<br />

Chancen, dass er Torschützenkönig<br />

wird, wenn er so weitermacht“,<br />

meint Arjen Robben. „Und das ist<br />

ihm gegönnt. Thomas ist ein super<br />

Typ, ein guter Junge.“<br />

Robben verdankt Müllers Kollegialität<br />

seinen ersten Saisontreffer,<br />

17 waren es in der vorigen Runde<br />

gewesen, Platz zwei im Gesamtranking.<br />

Als Florian Meyer zum<br />

zweiten Mal einen Elfmeter verfügte,<br />

machte der neue Kapitän der<br />

niederländischen Nationalelf „kurz<br />

eine fragende Kopfbewegung“, so<br />

Müller, der Robbens Anfrage großzügig<br />

bewilligte, obwohl er erster<br />

Götze: „Ich will mich bei Bayern durchbeißen“ –<br />

Coman: Ein Flügelmann<br />

1Während die Kollegen von<br />

Juventus am Sonntagabend<br />

beim AS Rom aufliefen,<br />

weilte Kingsley Coman (19,<br />

Foto) bereits in München<br />

zum Medizincheck. Der<br />

Franzose, der 2014 ablösefrei von<br />

Paris St. Germain nach Italien gewechselt<br />

war, wird von den Bayern<br />

für zwei Jahre ausgeliehen. Kosten:<br />

sieben Millionen Euro. Wollen<br />

die Münchner den französischen<br />

U- 21-Nationalspieler 2017 dann<br />

fest verpflichten, wären weitere<br />

21 Millionen Euro fällig.<br />

Viel Geld für ein Talent,<br />

das bisher noch nicht groß<br />

in Erscheinung getreten ist.<br />

In Turin war der 19-Jährige<br />

2014/15 Ergänzungsspieler (insgesamt<br />

20 Einsätze, siebenmal von<br />

Beginn an, ein Tor). Der beidfüßige<br />

Coman lebt von seiner Schnelligkeit,<br />

ist als offensiver Außen auf beiden<br />

Flügeln einsetzbar, kann aber<br />

auch als hängende Spitze oder gar


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 33<br />

LEVERKUSEN: Schmidt und Völler auf der Suche<br />

Folgen Hernandez und<br />

Kasami auf Kampl?<br />

jetzt mehr<br />

Schütze ist und seinen sechsten<br />

Saisontreffer hätte erzielen können.<br />

„Thomas hätte voll recht gehabt<br />

zu sagen, ich will auch den zweiten<br />

Elfer schießen“, sagte Robben, der<br />

dann noch Arturo Vidal verdeutlichen<br />

musste, dass der Neue aus Turin<br />

in dieser Abfolge auf Platz drei<br />

steht. Der Chilene musste den Ball<br />

rausrücken. Das ist es, was Sportvorstand<br />

Matthias Sammer vor einer<br />

Woche im kicker mit der neuen<br />

Selbstbestimmung der Mannschaft<br />

in dieser Saison meinte.<br />

Müller hatte zuvor bei seinem<br />

200. Bundesligaauftritt zum 1:0<br />

und 2:0 vollendet und damit seinen<br />

persönlichen Ausgleich geschafft:<br />

76 Tore plus 76 Vorlagen ergeben<br />

sagenhafte 152 Scorerpunkte.<br />

Ein guter Helfer ist ihm dabei<br />

Douglas Costa, der ihm bislang<br />

zu drei Toren servierte. Müller<br />

versteht es allerdings perfekt, im<br />

richtigen Moment nach vorne zu<br />

stoßen und diese Hereingaben zu<br />

veredeln. Costa selbst traf noch die<br />

Latte, später sorgte der Brasilianer<br />

mit einer spektakulären Einlage –<br />

er schlenzte den zwischen beide<br />

Hacken eingeklemmten Ball über<br />

den angreifenden Brandt – für kontroverses<br />

Aufsehen: Applaus hier,<br />

nachvollziehbare Kritik dort, bei<br />

Robben, der sagte: „Ich würde aufpassen.<br />

Das ist schön, das Publikum<br />

klatscht. Aber es steht 3:0, und man<br />

muss den Gegner respektieren.“<br />

Derweil hat Dante den FC Bayern<br />

in Richtung Wolfsburg verlassen<br />

(siehe Seite 34). Ein zusätzlicher Innenverteidiger<br />

wird dennoch nicht<br />

mehr eingestellt, so Sportvorstand<br />

Matthias Sammer, der auf die Fachkräfte<br />

Jerome Boateng und Medhi<br />

Benatia sowie die Rekonvaleszenten<br />

Holger Badstuber und Javi Martinez<br />

verwies, vor allem aber die<br />

Aushilfe Xabi Alonso lobte: „Er hat<br />

ein Weltklassespiel geboten, heute<br />

wurde ein neuer Innenverteidiger<br />

geboren.“ David Alaba spielte nicht<br />

schlechter. Er ist eine weitere gute<br />

Möglichkeit für diesen Job.<br />

Foto: pixathlon<br />

1So umstritten die erste Länderspielpause<br />

der noch jungen Saison<br />

bei vielen Beteiligten ist – in Leverkusen<br />

kommt sie gut an: „Ja“, sagt<br />

Rechtsverteidiger Roberto<br />

Hilbert, „das kommt schon<br />

zum richtigen Zeitpunkt.“ Der<br />

Start in die Saison sei durchaus<br />

gelungen mit zwei Siegen<br />

in der Liga und dem Erreichen der<br />

Gruppenphase in der Champions<br />

League. Doch in München wurde<br />

deutlich, dass die Reibungsverluste<br />

zu hoch sind in dieser Frühphase<br />

der Saison. Ob der Rekordmeister<br />

„die beste Mannschaft der Welt“<br />

(Trainer Roger Schmidt) ist oder<br />

nicht – für Bayer ist dieser FC Bayern<br />

eine Nummer zu groß, da muss<br />

man sich nicht grämen, das ist seit<br />

Jahrzehnten regelmäßig so, da<br />

ändert auch der eine oder andere<br />

Überraschungserfolg nichts dran.<br />

Es sind nicht diese „Top-Spiele“,<br />

die Bayer Leverkusen gewinnen<br />

muss. Diese Erfolge bringen Aufmerksamkeit,<br />

die ohnehin keiner<br />

wirklich will in diesem Verein. Trainer<br />

Schmidt hat eine Wagenburg-<br />

Mentalität um sein Team herum<br />

aufgebaut, Öffentlichkeitsarbeit<br />

beschränkt sich bei ihm fast ausschließlich<br />

auf die offiziellen Pressekonferenzen<br />

und Interviews mit<br />

den filmenden Geldgebern; wird<br />

regelmäßig gespielt, ist das Training<br />

meist „nicht öffentlich“.<br />

Immerhin: Solange der Erfolg da<br />

ist, wird Schmidt alles zugestanden.<br />

Anders ist auch der Transfer von<br />

Kevin Kampl (25) nicht zu verstehen.<br />

Man war nicht unglücklich, als<br />

der im Winter für zwölf Millionen<br />

Euro aus Salzburg nach Dortmund<br />

wechselte. Dass man ihn jetzt für<br />

die annähernd gleiche Summe<br />

kauft, verwundert nicht<br />

wenige Insider. Immerhin:<br />

Kampl und Schmidt gelten<br />

als „Traumpaar“. In München<br />

konnte er nicht eingesetzt werden,<br />

die nötigen Unterlagen waren nicht<br />

bis Freitag, 15 Uhr bei der Deutschen<br />

Fußball-Liga.<br />

Kampl soll nicht der letzte Neuzugang<br />

bleiben, hartnäckig hält sich<br />

der Name des Mexikaners Javier<br />

„Chicarito“ Hernandez, Edelreservist<br />

bei Manchester United mit Vertrag<br />

bis 2016. Zwar misst er nur 1, 75<br />

Meter, gilt jedoch als kopfballstark.<br />

Für rund zwölf Millionen Euro gäbe<br />

es einen Spieler mit interessanter<br />

Vita: Für Manchester United absolvierte<br />

er 102 Spiele, erzielte 37 Tore.<br />

Für Real Madrid traf er in 23 Spielen<br />

siebenmal. Der 27-Jährige ist aggressiv,<br />

technisch stark und schnell.<br />

Möglicherweise aber legt man<br />

auch im zentralen Mittelfeld – wo<br />

Neuzugang Charles Aranguiz ja bis<br />

ins kommende Jahr ausfällt – noch<br />

einmal nach. Hartnäckig halten<br />

sich die Gerüchte, wonach Bayer<br />

mit dem Schweizer Pajtim Kasami<br />

(23, Olympiakos Piräus) flirtet.<br />

Der Linksfuß spielt im zentralen<br />

Mittelfeld, als offensiver Sechser,<br />

Achter oder Zehner. Der Nationalspieler<br />

steht bis 2018 in Piräus unter<br />

Vertrag, wäre wohl für eine einstellige<br />

Millionensumme zu haben.<br />

Franzose kommt als Leihgabe von Juve<br />

mit Perspektiven<br />

ANZEIGE<br />

ganz vorne eingesetzt werden. „Er<br />

ist eines der größten Talente des<br />

europäischen Fußballs“, freut sich<br />

Sportvorstand Matthias Sammer.<br />

Coman, der „in München den<br />

nächsten Schritt“ machen will,<br />

kann als strategischer Transfer angsehen<br />

werden. Er ist ein Perspektivspieler,<br />

der mittelfristig als Alternative<br />

für den 32-jährigen und derzeit<br />

verletzten Franck Ribery aufgebaut<br />

werden soll. Für die Offensive bedeutet<br />

das: Pep Guardiola hat eine<br />

weitere Option. Der Franzose ist<br />

damit auch Konkurrenz für Mario<br />

Götze. Der Nationalspieler spielte<br />

gegen Leverkusen nur zwölf Minuten,<br />

präsentierte sich aber durchaus<br />

agil und elanvoll. Ein Wechsel ist für<br />

Götze endgültig vom Tisch. Trotz<br />

einiger Angebote sieht der 23-Jährige<br />

seine Zukunft in München.<br />

Zum kicker sagte er: „Ich will mich<br />

hier, beim FC Bayern, durchbeißen.“<br />

Eine Einstellung, die den Verantwortlichen<br />

und Fans gefallen wird.


34 BUNDESLIGA<br />

VfL Wolfsburg –<br />

FC Schalke 04<br />

Casteels (3)<br />

3:0 (1:0)<br />

Trainer: Hecking<br />

Träsch (2) Naldo (2,5) Klose (2) R. Rodriguez (2)<br />

Neue VfL-Stars:<br />

Dantes Wechsel ist fix,<br />

mit Draxler ist man<br />

sich einig.<br />

Guilavogui (3) Luiz Gustavo (2,5)<br />

Vieirinha (3,5) Kruse (4) Caligiuri (4)<br />

Dost (2)<br />

Huntelaar (4,5)<br />

Sané (3,5) Draxler (4,5) Choupo-Moting (5)<br />

Aogo (5) Geis (5)<br />

Kolasinac (5,5) Neustädter (4,5) Matip (4,5) Riether (4)<br />

Trainer: Breitenreiter Fährmann (3)<br />

Eingewechselt: 76. Schürrle (–) für Caligiuri, 79. Bendtner (–) für Dost,<br />

87. Arnold (–) für Kruse – 59. di Santo (5) für Choupo-Moting, 71. Goretzka (–)<br />

für Sané, 73. Meyer (–) für Draxler – Reservebank: Grün (Tor), Knoche, Schäfer,<br />

Hunt – Gspurning (Tor), Ayhan, Junior Caicara, Höger<br />

Tore: 1:0 Dost (17., Rechtsschuss, Vorarbeit Träsch), 2:0 R. Rodriguez (59., Linksschuss,<br />

Foulelfmeter, Kolasinac an Luiz Gustavo), 3:0 Klose (61., Linksschuss,<br />

R. Rodriguez) – Chancen: 5:4 – Ecken: 2:3<br />

SR-Team: Dr. Brych (München – Assistenten: Borsch, Lupp – Vierter Offizieller:<br />

Thomsen), Note 2, immer Herr der Lage, nahm mit den Verwarnungen von Luiz<br />

Gustavo und Riether aufkommende Härte aus dem Spiel. – Zuschauer: 30 000<br />

(ausverkauft) – Gelbe Karten: Luiz Gustavo – Riether, Aogo – Spielnote: 3,5, viele<br />

Fehler, vor allem auf Schalker Seite, nach einer Stunde war das Spiel entschieden.<br />

%-ANALYSE<br />

Heckings Geis-Plan geht voll auf<br />

VfL-Trainer Hecking verzichtete<br />

auf die wechselwilligen De Bruyne<br />

und Perisic und krempelte<br />

seine Mannschaft um. Vieirinha<br />

übernahm die offensive Flügelrolle,<br />

Träsch rückte als Verteidiger<br />

ins Team, Caligiuri spielte<br />

für De Bruyne. Zudem ersetzte<br />

Guilavogui den zuletzt schwachen<br />

Hunt. Auch Schalke veränderte<br />

das Team, Kolasinac, Riether und<br />

Sané starteten für Junior Caicara,<br />

Höger und di Santo. Anstatt<br />

mutig gegen die aufgrund der<br />

Wechselwirren vermeintlich verunsicherten<br />

Wolfsburger zu agieren,<br />

blieb der Gast jedoch<br />

überraschend passiv.<br />

Ohne Druck und Tempo<br />

arbeitete das Team gegen<br />

den Ball und ließ den VfL<br />

vor allem über die rechte<br />

Seite, auf der vor allem<br />

Träsch anschob, ins Spiel<br />

Wolfsburg<br />

Schalke<br />

Ø-Note 2,8 4,5<br />

Ø-Alter 26,6 25,0<br />

Teamlaufleistung (km) 111,3 113,1<br />

Laufstärkster 11,37 11,46<br />

Spieler (km) Luiz Gustavo Aogo<br />

Es berichten Thomas Hiete,<br />

Toni Lieto und Michael Richter<br />

Meiste Ballkontakte 99 Träsch 96 Neustädter<br />

finden. Der VfL hatte wiederum<br />

einen Geis-Plan, der voll aufging:<br />

Kruse und Dost attackierten den<br />

Schalker Sechser, der überhaupt<br />

nicht in die Partie fand. Einzig<br />

Sané brachte ein wenig Tempo<br />

ins S04-Spiel. Leicht hatte es der<br />

VfL nach der Pause bei Standards:<br />

Zwei Rodriguez-Ecken führten zu<br />

den Toren, vor allem Kolasinac<br />

präsentierte sich dabei völlig<br />

überfordert.<br />

FAZIT: Verdienter Wolfsburger Sieg<br />

gegen enorm passive und lustlos<br />

auftretende Schalker.<br />

SPIELER DES SPIELS: Für<br />

seine Gegenspieler war<br />

er nie zu kontrollieren.<br />

Bas Dost rackerte gegen<br />

den Ball, war spielerisch<br />

eingebunden und erzielte<br />

das wichtige Führungstor.<br />

50+50<br />

56+44<br />

56 % 44 %<br />

Ballbesitz<br />

62 61<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Wolfsburger<br />

Wahnsinn<br />

Der VfL reagiert auf seine Abgänge:<br />

Neben DANTE (31) soll JULIAN DRAXLER (21)<br />

kommen. Mit dem Schalker ist alles klar.<br />

Klaus Allofs wirkte entspannt, als<br />

er am Sonntag ans Telefon ging.<br />

„Wir müssen ruhig bleiben“,<br />

sagte der Manager des VfL Wolfsburg.<br />

Ruhig bleiben an Tagen, an<br />

denen mit Kevin De Bruyne (für 75<br />

Millionen Euro zu Manchester City)<br />

und Ivan Perisic (für 18 Millionen<br />

zu Inter Mailand) mal eben zwei<br />

Leistungsträger den Klub verlassen,<br />

an denen er mit Dante einen Spieler<br />

für 4,5 Millionen vom FC Bayern<br />

loseist, mit dem 17-jährigen Ismail<br />

Azzaoui ein belgisches Talent für 1,5<br />

Millionen aus Tottenham verpflichtet<br />

und sich mit Schalkes Julian<br />

Draxler auf eine Zusammenarbeit<br />

einigt. „Viele Dinge laufen parallel“,<br />

sagt Allofs, der natürlich vorbereitet<br />

war auf den Tag X. „Wir hatten Dinge<br />

im Kopf“, räumt der Geschäftsführer<br />

ein, „die Umsetzung ist aber<br />

noch mal etwas anderes.“<br />

Im Fall Dante auf jeden Fall sehr<br />

unproblematisch. Mit dem Brasilianer<br />

hatte sich Allofs schnell auf<br />

einen Vertrag bis 2018 geeinigt,<br />

und auch die Gespräche mit dem<br />

FC Bayern verliefen zügig. Warum<br />

kommt der 31-Jährige? Allofs: „Er<br />

verkörpert das, was wir in der jetzigen<br />

Situation benötigen. Hinten<br />

müssen wir sicher stehen.“ Was<br />

keine Kritik am zuletzt neben Abwehrchef<br />

Naldo spielenden Timm<br />

Klose sein soll. „Timm macht das<br />

sehr gut“, lobt Allofs. „Aber was<br />

ist, wenn jemand ausfällt?“ Zudem<br />

bringe Dante noch ein paar<br />

Dinge mit, die dem VfL gerade<br />

in Hinsicht auf die Champions<br />

League helfen sollen. „Er hat die<br />

Erfahrung in diesem Wettbewerb,<br />

ist zudem ein Linksfuß, der uns<br />

bislang in der Innenverteidigung<br />

gefehlt hat.“<br />

Fotos: firo, imago


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 35<br />

Über die Erfahrung von 25 Einsätzen<br />

(fünf Tore, vier Vorlagen)<br />

in der Königsklasse verfügt Julian<br />

Draxler. Damit hat er in diesem<br />

Wettbewerb ganze 16 Spiele mehr<br />

auf dem Buckel als Kevin De Bruyne,<br />

der für Genk und Chelsea in<br />

der Champions League im Einsatz<br />

war. Inwieweit Draxler, der auf<br />

Schalke eine schwere Zeit hinter<br />

sich hat, die hochkarätigen VfL-<br />

Abgänge ersetzen kann, bleibt<br />

hingegen abzuwarten. Eine Rolle<br />

in den Wolfsburger Überlegungen<br />

spielte jedoch, dass Draxler vom Typus<br />

her sowohl den temporeichen<br />

Spielgestalter De Bruyne als auch<br />

den kopfballstarken Flügelspezialisten<br />

Perisic in sich vereint. Am<br />

Freitag nach dem Spiel gegen Schalke<br />

nahm die Personalie an Fahrt<br />

auf, als sich abzeichnete, dass die<br />

„Wir haben weiterhin eine<br />

Mannschaft auf Topniveau.“<br />

DIETER HECKING, Trainer<br />

Verhandlungen der Gelsenkirchener<br />

bezüglich Draxler mit Juventus<br />

Turin nicht zur Einigung führen<br />

würden. Am Abend stieg der VfL<br />

in den Poker ein, am Samstag trafen<br />

sich nach kicker-Informationen<br />

Allofs und Trainer Dieter Hecking<br />

mit dem 21-Jährigen und überzeugten<br />

ihn vom VfL. Nach dem Gespräch<br />

machte Draxler bei seinem<br />

Noch-Klub deutlich, dass er nach<br />

Wolfsburg will. Allofs greift für den<br />

Nationalspieler tief in die Tasche. 36<br />

Millionen Euro, also vier mehr als<br />

für André Schürrle, sollen von Niedersachsen<br />

in den Ruhrpott wandern.<br />

In Wolfsburg und bei Draxler<br />

herrschten bei Redaktionsschluss<br />

großer Optimismus, dass der Deal<br />

über die Bühne gehen wird.<br />

Der Wolfsburger Wahnsinn. Binnen<br />

weniger Tage verändert sich<br />

das Gesicht einer Mannschaft, die<br />

sich anschickte, die Bayern attackieren<br />

zu können. Und jetzt? „Klar<br />

wünscht man sich als Trainer nicht,<br />

dass der Kader sich noch einmal so<br />

verändert“, sagt Trainer Dieter Hecking,<br />

der dennoch optimistisch ist,<br />

dass der VfL seine Ziele auch ohne<br />

De Bruyne und Perisic erreicht. „Ich<br />

lasse sie nur schweren Herzens gehen,<br />

aber wir werden weiterhin eine<br />

Mannschaft auf Topniveau haben.<br />

Das Team hat schon gegen Schalke<br />

die richtige Antwort gegeben.“<br />

Reagieren musste der Pokalsieger<br />

dennoch, weil der Kader durch die<br />

Abgänge zu klein geworden war.<br />

Einen weiteren Abgang könnte es<br />

trotzdem noch geben: Aaron Hunt,<br />

am Freitag 90 Minuten auf der<br />

Bank, steht beim HSV hoch im Kurs.<br />

Foto: Getty Images<br />

Breitenreiter will zu viel<br />

Der FC SCHALKE befindet sich im Umbruch. Mit drei Wechseln in der Startelf,<br />

zwei neuen Rollen und einem veränderten System kommt das Team noch<br />

nicht zurecht. Nun gilt es auch, Neuzugang Höjbjerg ins Team zu integrieren.<br />

Bei aller Enttäuschung<br />

müssen die Schalker<br />

das ernüchternde 0:3 in<br />

Wolfsburg auch unter dem<br />

Aspekt „Erfahrung sammeln“<br />

betrachten. Denn unterm Strich<br />

steht die unerschütterliche Erkenntnis,<br />

dass sich der Ruhrpottklub<br />

„noch im Umbruch befindet“,<br />

wie es Torwart Ralf Fährmann formulierte.<br />

Trainer André Breitenreiter<br />

warb ebenso um Geduld,<br />

betonte, dass seine Mannschaft<br />

„noch in der Findungsphase“<br />

stecke. Drei Personalwechsel im<br />

Vergleich zur Vorwoche, zwei<br />

Profis mit neuen Aufgabengebieten<br />

und zudem ein verändertes<br />

Startsystem scheinen in diesem<br />

Zusammenhang dann aber auch<br />

ein bisschen viel Veränderung<br />

auf einmal …<br />

Ein neues System: Zum ersten Mal<br />

vertraute Breitenreiter in einem<br />

Pflichtspiel nicht seiner Doppelsturm-Formation.<br />

Der aus Bremen<br />

gekommene Franco di Santo<br />

wurde auf die Reservebank<br />

versetzt, Klaas Jan Huntelaar<br />

bildete die einzige Spitze.<br />

Schalke wollte die Aufgabe<br />

beim VfL im 4-2-3-1 angehen,<br />

damit hatte das Team jedoch<br />

einige Probleme.<br />

Zwei neue Aufgabengebiete: Ihre erhoffte<br />

Wirkung verfehlte Breitenreiters<br />

Idee, insbesondere zwei<br />

tragende Rollen zu verändern.<br />

Dennis Aogo musste für Kolasinac<br />

zwar Platz in der Viererabwehrkette<br />

machen, kam allerdings im<br />

defensiven Mittelfeld unter – und<br />

Leon Goretzka saß wieder einmal<br />

nur auf der Bank. Zudem erhielt<br />

Julian Draxler, unter Breitenreiter<br />

bisher linker Flügelspieler,<br />

erstmals die Chance, sein Talent<br />

auch auf der Zehn zu entfalten.<br />

Es misslang.<br />

Drei Wechsel in der Startelf: Di-Santo-<br />

Ersatz Leroy Sané wirbelte zwar<br />

gut durch Wolfsburgs Reihen, offenbarte<br />

jedoch Schwächen in<br />

der Rückwärtsbewegung. Routi-<br />

Noch in der Findungsphase: Coach André Breitenreiter und seine Schützlinge<br />

nier Sascha Riether wirkte weniger<br />

souverän als einst beim 3:0 in<br />

Bremen, und Sead Kolasinac erwischte<br />

bei seinem Startelfdebüt<br />

einen ganz schlechten Tag – nicht<br />

nur, weil der Linksverteidiger<br />

den Strafstoß zum 0:2-Zwischenstand<br />

verursachte.<br />

Nun steht bei<br />

den Schalkern noch<br />

eine weitere Veränderung<br />

bevor:<br />

Pierre-Emile Höjbjerg,<br />

der bis zum<br />

Saisonende vom FC Bayern München<br />

ausgeliehen wird und für den<br />

die Königsblauen keine Kaufoption<br />

besitzen, soll zu möglichst vielen<br />

Einsätzen kommen. Für die Rolle<br />

im defensiven Mittelfeld sei er mit<br />

seiner „Aggressivität und der fußballerischen<br />

Qualität prädestiniert“,<br />

erklärt Sportvorstand Horst Heldt.<br />

Einen neuen Innenverteidiger wird<br />

es indes nicht mehr geben. „Das“, so<br />

Heldt, „hat sich mit der Personalie<br />

Höjbjerg erledigt.“


36 BUNDESLIGA<br />

1. FC Köln –<br />

Hamburger SV<br />

Horn (3)<br />

2:1 (0:0)<br />

Trainer: Stöger<br />

Olkowski (4) Sörensen (3) Heintz (3) Hector (3)<br />

Vogt (3,5) Lehmann (3,5)<br />

Risse (4) Zoller (3,5) Bittencourt (3)<br />

Modeste (2,5)<br />

Schipplock (3)<br />

Ilicevic (3,5) Holtby (3) Gregoritsch (4)<br />

Jung (4,5) Ekdal (3)<br />

Ostrzolek (3) Cleber (3,5) Spahic (3,5) Diekmeier (3,5)<br />

Trainer: Labbadia Adler (4)<br />

Eingewechselt: 59. Jojic (2,5) für Lehmann, 66. Hosiner (–) für Olkowski,<br />

81. Gerhardt (–) für Zoller – 40. Hirzel (3) für Adler, 46. Kacar (4) für Jung,<br />

83. Lasogga (–) für Holtby – Reservebank: Kessler (Tor), Nagasawa, Svento,<br />

Finne – Sakai, Diaz, N. Müller, Olic<br />

Tore: 0:1 Holtby (47., Linksschuss, Vorarbeit Schipplock), 1:1 Hosiner<br />

(76., Rechtsschuss, Hector), 2:1 Modeste (81., Rechtsschuss, Foulelfmeter, Spahic<br />

an Modeste) – Chancen: 6:5 – Ecken: 3:8<br />

SR-Team: Aytekin (Oberasbach – Assistenten: Cortus, Beitinger – Vierter Offizieller:<br />

Alt), Note 4, Elfmeter und Rot waren gemäß vorgegebener Regelauslegung<br />

vertretbar, ebenso Risses Handspiel im Strafraum als nicht strafbar zu werten<br />

(90./+2). Dennoch keine souveräne Spielleitung, verstärkte mit übertriebener<br />

Gestik die Hektik gegen Ende und verlor dabei selbst den Überblick. – Zuschauer:<br />

50 000 (ausverkauft) – Gelbe Karten: Zoller, Vogt, Risse – Schipplock, Ekdal –<br />

Rote Karte: Spahic (79., Notbremse an Modeste) – Besonderes Vorkommnis:<br />

Hamburgs Co-Trainer Trares wurde wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen<br />

(85.). – Spielnote: 3,5, vor der Pause fast ohne Höhepunkte, gewann die Partie<br />

im zweiten Abschnitt an Intensität und Rasse.<br />

%-ANALYSE<br />

Stögers Joker bringen die Wende<br />

Köln mit der gleichen Startelf<br />

wie beim 1:1 gegen Wolfsburg,<br />

beim HSV ersetzte Cleber den<br />

verletzten Djourou. Von Anfang<br />

an versuchten beide schnell nach<br />

vorne umzuschalten, doch fehlten<br />

offensiv jeweils zunächst Plan<br />

und Präzision. Schon gegen Ende<br />

der ersten Halbzeit entwickelte<br />

der HSV mehr Durchschlagskraft,<br />

ging kurz nach der Pause<br />

in Führung und drängte<br />

aufs 2:0. Mit den Einwechslungen<br />

von Jojic<br />

und Hosiner setzte aber<br />

auch FC-Coach Peter Stöger<br />

bei gleichbleibendem<br />

System auf totale Offensive.<br />

In einer Phase, in der<br />

Köln<br />

Hamburg<br />

Ø-Note 3,2 3,5<br />

Ø-Alter 24,6 26,1<br />

Teamlaufleistung (km) 114,2 114,4<br />

Laufstärkster 11,95 11,80<br />

Spieler (km) Bittencourt Ekdal<br />

Meiste Ballkontakte 81 Heintz 64 Cleber<br />

Es berichten Frank Lußem<br />

und Thiemo Müller<br />

bei Hamburg spürbar die Kräfte<br />

schwanden, genau das richtige<br />

Signal. Kardinalfehler des HSV,<br />

auch nach dem 1:1 trotz nachlassender<br />

Power mit vollem Risiko<br />

zu stürmen, was mit dem Konter<br />

vorm 2:1 prompt bestraft wurde.<br />

FAZIT: Der FC hatte am Ende mehr<br />

zuzusetzen, Hamburg agierte in<br />

letzter Konsequenz zu naiv.<br />

SPIELER DES SPIELS: Bei<br />

aller Hektik um den an<br />

ihm selbst verwirkten Elfer<br />

behielt Anthony Modeste<br />

die Nerven und sicherte<br />

dem FC einen immens<br />

wichtigen Heimsieg.<br />

46+54<br />

48+52<br />

48 % 52 %<br />

Ballbesitz<br />

61<br />

73<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Spürbar<br />

„Spürbar anders“ wählte der 1. FC KÖLN vor der<br />

Saison als Motto. Nach drei Spieltagen ohne<br />

Niederlage sind sie am Dom mehr als zufrieden.<br />

Mitunter überkam den Beobachter<br />

das Gefühl, Spieler<br />

und Verantwortliche des<br />

1. FC Köln müssten sich entschuldigen<br />

für den Sieg gegen den Hamburger<br />

SV. Als hätte nie ein anderer<br />

Verein von einer zweifelhaften<br />

Schiedsrichterentscheidung profitiert,<br />

als sei es nicht völlig normal<br />

im Mittelfeld der Liga, dass sich die<br />

Heimmannschaften schwer tun<br />

gegen Gegner, die wenig Räume<br />

anbieten.<br />

Als entscheidend für diesen Erfolg<br />

kann etwas verbucht werden,<br />

das der Trainer zwei Tage vor dem<br />

Spiel thematisiert hatte. Ein Lob für<br />

den Gegner kam von Peter Stöger<br />

am vergangenen Donnerstag für<br />

dessen Fähigkeit, während eines<br />

Spiels trotz Rückstandes zurück<br />

zu kommen und die Sache noch<br />

umzubiegen. So geschehen zuletzt<br />

gegen den VfB Stuttgart, als der<br />

Hamburger SV ins Hintertreffen geraten<br />

war und am Ende 3:2 gewonnen<br />

hatte. An solchen Ereignissen,<br />

so Stöger, könne sich eine Mannschaft<br />

nach vorne entwickeln.<br />

Am Samstag wusste man: Er<br />

kann exakt die gleichen Worte auf<br />

sein eigenes Team anwenden: „Natürlich<br />

entwickelt sich hier auch etwas.“<br />

Stöger weiß, woran es liegt:<br />

„Wir profitieren davon, dass wir seit<br />

zwei Jahren hier ein gesundes Herzstück<br />

haben“, sagt er und ergänzt:<br />

„Dazu kommt, dass die Jungs, die<br />

wir geholt haben, froh darüber sind,<br />

hier zu spielen.“<br />

Der Stamm mit Horn, Hector,<br />

Maroh, Gerhardt, Lehmann und<br />

Risse, dazu die Neuen, die nach<br />

dem Aufstieg kamen, zunächst Olkowski,<br />

Vogt und Zoller, nun die<br />

Zugänge Sörensen, Heintz, Bittencourt,<br />

Hosiner und Modeste. Ohne<br />

Probleme wurden die Verluste von<br />

Kevin Wimmer (Tottenham) und<br />

Tony Ujah (Werder Bremen) kompensiert,<br />

der FC wirkt heute stärker,<br />

homogener, gefestigter denn je.<br />

„Spürbar zufrieden“ – das ist die<br />

Momentaufnahme nach drei Spielen<br />

und vor der Länderspielpause,<br />

die Stöger gar nicht ungelegen<br />

kommt: „Wir haben jetzt die Möglichkeit,<br />

intensiv an dem zu arbeiten,<br />

was uns aufgefallen ist.“<br />

Trotz des momentanen Höhenfluges:<br />

Genug zu tun bleibt allemal.<br />

„Spürbar glücklich“ ist die Ausbeu-<br />

HAMBURG: Die Bosse basteln noch an einer<br />

Wird Hunt zum neuen<br />

1Wer die Hamburger Auftritte gegen<br />

Stuttgart und in Köln vergleicht,<br />

wird unschwer feststellen, wo das<br />

größte Problem dieser HSV-Mannschaft<br />

liegen muss: Nicht in den<br />

Füßen, sondern im Kopf. Mit dem<br />

glücklichen 3:2 über den VfB<br />

im Rücken, präsentierte sich<br />

das Team gleich wesentlich<br />

stabiler, entschlossener und<br />

spielstärker. Jedenfalls, anders als<br />

eine Woche zuvor, unterm Strich<br />

nicht wie ein Abstiegskandidat.<br />

Genau in diesem Zusammenhang<br />

liegt nun aber die Gefahr des eher<br />

unglücklichen 1:2 in Köln: Bricht<br />

beim nächsten Spiel in Mönchengladbach<br />

wieder die altbekannte<br />

Verunsicherung aus? Oder gelingt<br />

es, „das Positive mitzunehmen“, wie<br />

es Lewis Holtby fordert.<br />

Davon gab es gewiss einiges in<br />

Köln. Etwa, dass Cleber als Ersatz<br />

für den verletzten Kapitän Johan<br />

Djourou einen souveränen Part im<br />

Abwehrzentrum spielte, von<br />

der Teilschuld am 1:1 einmal<br />

abgesehen. Oder, dass Linksverteidiger<br />

Matthias Ostrzolek<br />

seine Nerven offenbar in den Griff<br />

bekommt und endlich Ballsicherheit<br />

ausstrahlte. Oder, dass Albin<br />

Ekdal kraft Physis und Vorwärtsdrang<br />

grundsätzlich in der Lage<br />

ist, das HSV-Spiel zu prägen. Außer<br />

Youngster Gideon Jung, der dem<br />

Bundesliga-Tempo diesmal nicht<br />

gewachsen war, durfte fast jeder


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 37<br />

glücklich<br />

te von sieben Punkten nämlich<br />

auch – sowohl in Stuttgart als auch<br />

gegen den HSV hätten es jeweils<br />

zwei Zähler weniger sein können.<br />

Andererseits: Mit etwas mehr Zielstrebigkeit<br />

wäre der VfL Wolfsburg<br />

geschlagen heim geschickt worden.<br />

Es gibt also reichlich Ansätze – und<br />

endlich auch reichlich Potenzial.<br />

Milos Jojic – am Samstag ein fußballerisch<br />

belebendes Element – soll<br />

endgültig integriert werden. Der<br />

Ex-Dortmunder zeigte gegen den<br />

„Diesen Jungs muss man<br />

doch die Fehler zugestehen.“<br />

PETER STÖGER, Trainer<br />

Hamburger SV in einigen Szenen,<br />

warum der FC um ihn warb: Sein<br />

wunderschöner Volley-Pass auf Hosiner<br />

führte letztlich zu der Szene,<br />

in der es Elfmeter gab. Einmal noch<br />

steckte er im Strafraum geschickt<br />

auf Modeste durch – das sind die<br />

Ansätze, die Stöger erwartet, jetzt<br />

soll der nächste Schritt gelingen:<br />

„Nicht nur mit ihm, wir haben viele<br />

U-21-Spieler. Diesen Jungs muss<br />

man Fehler zugestehen und mit ihnen<br />

gemeinsam geduldig arbeiten.“<br />

Was bislang erfolgreich klappt.<br />

Und vor allen Dingen auch deshalb<br />

sind sie beim FC derzeit „spürbar<br />

glücklich“.<br />

Was für ein<br />

Jubel: Anthony<br />

Modeste und<br />

Milos Jojic nach<br />

dem 2:1<br />

Foto: Müller<br />

Tor nach Nieren-OP<br />

Hosiner: „Ich bin<br />

einfach dankbar“<br />

1Die Emotionen kamen erst am<br />

Abend vor dem Bildschirm. Als er in<br />

Ruhe genießen konnte, was ihm da<br />

passiert war. Flanke von Jonas Hector,<br />

Fuß reingehalten – Tor Philipp<br />

Hosiner! Ausgerechnet Hosiner. In<br />

Köln wurde bei ihm im Januar am<br />

letzten Tag der Wechselfrist bei der<br />

sportärztlichen Untersuchung ein<br />

lebensbedrohender Nierentumor<br />

entdeckt. Eine sofortige Operation<br />

war unumgänglich. Dank eiserner<br />

Disziplin kämpft er sich zurück,<br />

kommt im Sommer wieder nach<br />

Köln und schießt genau sieben<br />

Monate nach der Diagnose im ersten<br />

Bundesligaeinsatz sein erstes<br />

Tor. Eine Story, die bewegt. Kollege<br />

Marc Janko vom FC Basel twitterte:<br />

„Der Fußball schreibt mitunter die<br />

schönsten Geschichten! Freu mich<br />

sehr für Dich! Ganz stark!“<br />

Der Burgenländer vermied den<br />

lauten Jubel, freute sich buchstäblich<br />

nach innen. Ihn beherrschte<br />

ein anderes Gefühl: „Ich bin einfach<br />

dankbar, nach dieser Geschichte<br />

noch einmal die Chance in der Bundesliga<br />

bekommen zu haben.“<br />

Verstärkung – In Köln fehlte die Cleverness<br />

Hoffnungsträger?<br />

Feldspieler für sich diverse hoffnungsvolle<br />

Momente reklamieren.<br />

Allerdings zeigte sich auch: Als<br />

Kollektiv fehlt dem HSV noch die<br />

Balance. Als Köln dank seiner Auswechslungen<br />

immer konterstärker<br />

wurde und Hamburg dem eigenen<br />

Aufwand zusehends Tribut zollen<br />

musste (vorm 1:1 konnte etwa Michael<br />

Gregoritsch auf dem Flügel<br />

nur noch hinterhertraben), fehlte<br />

eine ordnende Hand. Immerhin:<br />

Es folgten richtige Einsichten. „Wir<br />

rennen nach dem 1:1 mit sieben<br />

Mann nach vorne“, stellte Gregoritsch<br />

fest, „da wollten wir vielleicht<br />

zu viel.“ Auch Holtby bemerkte treffend:<br />

„Nach dem 1:1 müssen wir als<br />

Verbund cleverer agieren.“<br />

Derweil sickerte am späten<br />

Sonntagnachmittag durch, dass<br />

die Verantwortlichen auf den letzten<br />

Drücker noch intensiv an einer<br />

Verstärkung fürs offensive Mittelfeld<br />

basteln. Definitiv auf der Liste steht<br />

nach kicker-Informationen Wolfsburgs<br />

Aaron Hunt. Der VfL würde<br />

den 28-Jährigen (Vertrag bis 2018)<br />

gehen lassen. Doch Hunts Gehaltsvorstellungen<br />

gelten als Knackpunkt<br />

für die Hanseaten. Auch Jonathan<br />

de Guzman (SSC Neapel)<br />

wird gehandelt. Trainer Bruno Labbadia<br />

am Sonntag über einen etwaigen<br />

Transfer: „Das schließe ich<br />

nicht aus. Aber es ist kompliziert,<br />

wenn man sieht, welche Summen<br />

auf dem Markt gehandelt werden.“<br />

Erste Diagnose bringt vorläufig Entwarnung<br />

Adler: Ein Crash mit Folgen<br />

1Am Sonntag gab es zumindest<br />

eine vorläufige Entwarnung für<br />

René Adler: Der Torwart, so die erste<br />

Diagnose, erlitt beim Zusammenprall<br />

mit Mitspieler Cleber lediglich<br />

eine Schulterprellung. Allerdings:<br />

Lassen die Beschwerden nicht<br />

nach, sind für diesen Montag weitere<br />

Untersuchungen vorgesehen.<br />

Noch heißt es also bangen um den<br />

Keeper, der von Debütant Andreas<br />

Hirzel nach seiner Auswechslung<br />

fehlerfrei vertreten wurde.<br />

Adler selbst hatte derweil übermotiviert<br />

gewirkt, zunächst schon<br />

Modeste umgerannt (was Elfmeter<br />

hätte geben müssen, wäre der<br />

Stürmer nicht im Abseits gewesen).<br />

Auch in das für ihn dann fatale Luftduell<br />

ging Adler ohne Not und mit<br />

schlechtem Timing. Dass er danach<br />

verletzt raus musste, schränkte zu<br />

allem Überfluss die Wechselmöglichkeiten<br />

ein, die Trainer Bruno<br />

Labbadia am Ende dringend gebraucht<br />

hätte. Rundum also ein<br />

Nachmittag zum Vergessen für den<br />

einstigen Leverkusener in Köln.<br />

ANZEIGE


38 BUNDESLIGA<br />

VfB Stuttgart –<br />

Eintracht Frankfurt<br />

Tyton (3,5)<br />

1:4 (1:2)<br />

Trainer: Zorniger<br />

Schwaab (5) Baumgartl (5) Hlousek (5,5) Insua (4,5)<br />

Gentner (3,5) Serey Dié (2,5)<br />

Didavi (3,5) Kostic (4)<br />

Harnik (5,5) Ginczek (4)<br />

Castaignos (1) Seferovic (2)<br />

Stendera (2,5) Aigner (3,5)<br />

Reinartz (2,5) Hasebe (3,5)<br />

Oczipka (4) Russ (4) Zambrano (2,5) Chandler (4)<br />

Trainer: Veh Hradecky (3)<br />

Eingewechselt: 46. Werner (5) für Harnik, 68. Vlachodimos (–) für Didavi,<br />

85. Rupp (–) für Serey Dié – 46. Ignjovski (3,5) für Chandler und Abraham (3)<br />

für Russ, 79. Waldschmidt (–) für Stendera – Reservebank: Heise, Niedermeier,<br />

Ferati, Maxim – Lindner (Tor), Djakpa, Flum, Kadlec<br />

Tore: 0:1 Hlousek (11., Eigentor, Vorarbeit Seferovic), 1:1 Didavi (30., Linksschuss,<br />

Serey Dié), 1:2 Castaignos (42., Rechtsschuss, Seferovic), 1:3 Seferovic<br />

(69., Linksschuss, Foulelfmeter, Tyton an Castaignos), 1:4 Castaignos (87.,<br />

Rechtsschuss, Reinartz) – Chancen: 6:5 – Ecken: 6:1<br />

SR-Team: Dankert (Rostock – Assistenten: Osmers, Rohde – Vierter Offizieller:<br />

R. Kempter), Note 2,5, machte viel richtig, alle persönlichen Strafen waren okay,<br />

dass er das 1:1 trotz Abseitsstellung gelten ließ, war nicht spielentscheidend. –<br />

Zuschauer: 49 327 – Gelbe Karten: Didavi, Hlousek, Ginczek – Chandler, Stendera,<br />

Abraham – Rote Karte: Tyton (67., Notbremse an Castaignos) – Spielnote: 2,5,<br />

flotte Begegnung, mit vielen erzwungenen, aber auch mit leichtfertigen Fehlern.<br />

%-ANALYSE<br />

Eintracht-Wechsel sorgen für Stabilität<br />

Mit dem wiedergenesenen Serey<br />

Dié, aber ähnlich schwacher<br />

Zweikampfführung wie zuletzt,<br />

agierte der VfB wieder einmal<br />

mit hohem Aufwand, allerdings<br />

unglaublich naiv. Frankfurt nutzte<br />

die ersten beiden Chancen, während<br />

der Gastgeber mehrmals<br />

kläglich scheiterte (vor allem<br />

Harnik). Beide Teams auf dem<br />

Papier in einem ähnlichen System<br />

(4-2-2-2), jedoch mit komplett<br />

anderer Herangehensweise.<br />

Stuttgart lief hoch und riskant an,<br />

während die Eintracht<br />

konsequent verteidigte<br />

und auf Umschaltspiel<br />

setzte. Bei diesen Temperaturen<br />

letztlich die<br />

bessere Variante. Mit<br />

den beiden Wechseln<br />

zur Halbzeit reagierte<br />

Stuttgart<br />

Frankfurt<br />

Ø-Note 4,3 3,0<br />

Ø-Alter 25,4 25,7<br />

Teamlaufleistung (km) 106,5 108,3<br />

Laufstärkster 11,20 11,66<br />

Spieler (km) Schwaab Reinartz<br />

Meiste Ballkontakte 78 Baumgartl 69 Oczipka<br />

Es berichten Michael Ebert, Fabian Istel,<br />

Martin Messerer und George Moissidis<br />

Veh frühzeitig und richtig auf die<br />

schmeichelhafte Führung, um stabiler<br />

zu stehen – dieser Plan ging<br />

voll auf. Die Hessen mussten nur<br />

eine Schrecksekunde überstehen<br />

(Werner-Schuss, 56.), danach waren<br />

sie dem dritten Treffer immer<br />

näher als der VfB dem Ausgleich.<br />

FAZIT: Nach der Pause verdiente<br />

sich die Eintracht den Sieg mit<br />

einer sehr reifen Vorstellung<br />

und zwei Spitzen, die Stuttgarts<br />

Schwachpunkte klar aufzeigten.<br />

SPIELER DES SPIELS: Zwei<br />

Tore und ein an ihm verursachter<br />

Elfmeter standen<br />

für Luc Castaignos zu<br />

Buche. Insgesamt noch<br />

besser als sein starker<br />

Partner Seferovic.<br />

50+50<br />

53+47<br />

53 % 47 %<br />

Ballbesitz<br />

80 79<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Kopflos.<br />

Hilflos.<br />

Punktlos.<br />

Neue Negativrekorde beim<br />

VfB. ALEXANDER ZORNIGER (47)<br />

will aber dennoch an der<br />

Spielphilosophie festhalten.<br />

Eine neue Ära wollten sie einleiten,<br />

erfolgreich sein, Geschichte<br />

schreiben. Vor allem Letzteres<br />

ist gelungen, wenn auch anders,<br />

als es sich Sportvorstand Robin<br />

Dutt und Trainer Alexander Zorniger<br />

vorgestellt haben. Null Punkte<br />

und 4:10 Tore bedeuten für Stuttgart<br />

den schlechtesten Bundesligastart<br />

aller Zeiten. Zwar wurde auch<br />

2010/11 und 2013/14 kein Zähler<br />

geholt. Aber wenigstens war das<br />

Torverhältnis besser, in dem sich<br />

jetzt zehn Gegentore verewigt haben.<br />

Was es nach drei Bundesligaspielen<br />

ebenfalls noch nie gab.<br />

Dass Zorniger als erster VfB-Coach<br />

der Historie mit drei Bundesliganiederlagen<br />

zum Dienstantritt startete,<br />

bringt auch noch eine persönliche<br />

Note ein.<br />

Konnten die Schwaben nach den<br />

zwei Niederlagen gegen Köln und<br />

den HSV wenigstens mit der Umsetzung<br />

der neuen Spielphilosophie<br />

zufrieden sein, setzte es gegen<br />

Frankfurt einen herben Dämpfer.<br />

Nichts wollte richtig klappen, in<br />

keinem Mannschaftsteil. Erst recht<br />

nicht nach dem 1:2 und nach der<br />

Pause, als sich die Mannschaft in<br />

den Augen ihres Trainers „zum Teil<br />

FRANKFURT: Medojevic steht vor Wechsel –<br />

Vehs neue Achse<br />

1 Hradecky, Reinartz,<br />

Castaignos – drei Neue waren<br />

maßgeblich am ersten<br />

Frankfurter Dreier der Saison<br />

beteiligt. „Wenn man<br />

gegen eine Mannschaft wie<br />

Stuttgart zu solch einem tollen<br />

Auswärtssieg kommt, dann hilft<br />

einem das möglicherweise die<br />

ganze Saison über“, sagt Heribert<br />

Bruchhagen. Dem Vorstandsboss<br />

war ein Stein vom Herzen gefallen.<br />

Auch Trainer Armin Veh zeigt sich<br />

erleichtert: „Ich kenne es aus der<br />

vergangenen Saison, wie es ist, mit<br />

einer Niederlage in die Länderspielpause<br />

zu gehen.“<br />

Für die Eintracht waren die<br />

Punkte nach zwölf Auswärtsspielen<br />

ohne Sieg und lediglich einem<br />

Saisonzähler wie ein kleiner<br />

Befreiungsschlag, und so<br />

strahlten am Sonntag die<br />

Spieler mit der Sonne um<br />

die Wette. Ein Sonderlob<br />

erhielt der Torhüter von Armin<br />

Veh: „Er ist mit seinen Reflexen<br />

ein totaler Rückhalt. Wir haben mit<br />

Kevin Trapp einen richtig guten<br />

Torwart abgegeben und mit Lukas<br />

Hradecky einen richtig guten<br />

bekommen.“ Allzu oft musste der<br />

finnische Nationalkeeper allerdings<br />

nicht eingreifen. Sehr positiv<br />

registrierte der Trainer zudem das<br />

Zuspiel von Stefan Reinartz auf<br />

Luc Castaignos, das zum Elfmeter<br />

und zur Vorentscheidung führte.<br />

Gelungen war Vehs Schachzug,<br />

Kapitän Marco Russ in die Innen-


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 39<br />

ergeben“ hat. Zorniger weiter: „Bei<br />

allem Verständnis“ für die Situation,<br />

„so was darf nicht sein“.<br />

Wie so vieles mehr nicht. „Wir<br />

leisten uns in jedem Spiel viele einfache<br />

Fehler, die vom Gegner eiskalt<br />

bestraft werden“, erklärt Daniel<br />

Ginczek. „Wir hingegen verpassen<br />

es zu häufig, die Fehler des Gegners<br />

genauso eiskalt auszunutzen.“<br />

Offensiv kopflos, defensiv hilflos,<br />

insgesamt punktlos fürchten die<br />

Stuttgarter um die erhoffte ruhige<br />

Spielzeit und den erneuten Abstiegskampf.<br />

„Die Situation ist äußerst<br />

gefährlich“, warnt der Stürmer.<br />

Trotzdem bleibt Zorniger seiner<br />

Philosophie treu. „Davon werden<br />

wir nicht abgehen. Ich bin davon<br />

überzeugt, dass es erfolgreich ist“,<br />

sagt der Chefcoach und verweist<br />

auf die ähnlich auftretenden Leverkusener<br />

und Mainzer. „Das ist<br />

nichts, was wir im Labor ausprobieren.“<br />

Er werde in der nächsten<br />

Zeit allerdings intensiv mit seinem<br />

Personal üben, wie sich die vielen<br />

individuellen Aussetzer – vorne wie<br />

hinten –, die im Übrigen angesichts<br />

ihrer Häufigkeit in den vergangenen<br />

Jahren die Frage nach der Qualität<br />

aufwerfen, minimieren lassen.<br />

Grundsätzlich gehe es vor allem<br />

darum, vorne zu treffen und<br />

hinten „Zweikämpfe zu gewinnen“.<br />

Allerdings auch darum, „dass alle<br />

mitmachen“. Große Hoffnungen<br />

liegen dabei auf Toni Sunjic (26),<br />

der für rund drei Millionen Euro<br />

von Kuban Krasnodar kam. Schon<br />

allein, „wenn er seine Zweikämpfe<br />

gewinnt, hilft er uns“. Was gegen<br />

Frankfurt der VfB-Defensive unzureichend<br />

gelang. Blöd nur, dass<br />

der Bosnier, ein 1,93 m großer Innenverteidiger,<br />

jetzt erst einmal auf<br />

Länderspielreise ist. Ihn anzulernen<br />

muss dann in Rekordzeit gelingen.<br />

Fotos: GES/Prang, Baumann<br />

Kostic mit S04 einig<br />

Dutt fordert über<br />

30 Millionen Euro<br />

1Natürlich wolle er „nichts ausschließen“,<br />

erklärt Alexander Zorniger.<br />

Schließlich dreht das Transferkarussell<br />

derzeit regelrecht durch.<br />

Aber man könne sich „nicht erlauben,<br />

Qualität zu verlieren“. Robin<br />

Dutt ist offiziell sogar konkreter: Der<br />

VfB werde weder bei Daniel Didavi<br />

noch bei Filip Kostic (siehe auch<br />

S. 34), der sich mit Schalke einig<br />

ist und wechseln will, grünes Licht<br />

geben. Hinter den Kulissen wird allerdings<br />

nach kicker-Informationen<br />

durchaus geredet. Der Manager fordert<br />

eine Ablöse von über 30 Millionen<br />

Euro. Schalke bietet rund<br />

15 als Basisbetrag. Im Gegenzug<br />

beschäftigen sich die Schwaben mit<br />

Dortmunds Jakub Blaszczykowski,<br />

der angesichts eines Vertrags bis<br />

2018 und eines Jahressalärs von<br />

rund 3,5 Millionen ohne den Kostic-<br />

Verkauf nicht zu haben sein dürfte.<br />

Und zwar trotz der Einsparungen,<br />

die der ausgemusterte Vedad<br />

Ibisevic (Gehalt rund drei Millionen<br />

Euro im Jahr) bringt, dieser ist kostenfrei<br />

zu Hertha BSC gewechselt<br />

(siehe S. 29), erhielt eine Abfindung<br />

von rund 500 000 Euro. Unterdessen<br />

erwägt man aufgrund der Ausfälle<br />

von Mitch Langerak (Knie-OP) und<br />

der Rotsperre von Przemyslaw Tyton<br />

die Verpflichtung eines vierten<br />

Keepers „für hintendran“ (Zorniger).<br />

Benjamin Uphoff (22), bis zum<br />

Sommer vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen,<br />

soll fest verpflichtet werden.<br />

Chandler wird operiert<br />

dreht auf<br />

Castaignos über Emotionen, Seferovic und die Kritik des Trainers<br />

„Ich kann noch besser spielen“<br />

verteidigung zurückzuziehen, wo<br />

dieser sich wohler fühlt als auf der<br />

Sechs gegen einen wendigen Mittelfeldspieler.<br />

Zur Halbzeit ging Russ<br />

mit Adduktorenproblemen raus. Es<br />

ist nichts Schwerwiegendes. Anders<br />

bei Timothy Chandler, der sich das<br />

rechte Knie verdrehte. Am Sonntag<br />

wurde ein Außenmeniskusriss<br />

festgestellt. Chandler muss operiert<br />

werden, der Termin ist noch offen.<br />

Unterdessen mehren sich die<br />

Anzeichen, dass es Bewegung auf<br />

dem Transfermarkt geben könnte.<br />

Der defensive Mittelfeldspieler<br />

Slobodan Medojevic (24) steht vor<br />

dem Absprung. Stürmer Vaclav<br />

Kadlec (23) darf wohl nur gehen,<br />

wenn Ersatz gefunden wird. Dieser<br />

ist aber (noch) nicht in Sicht.<br />

1Trainer Armin Veh erkennt bei<br />

Luc Castaignos trotz dessen ersten<br />

Bundesligatoren noch viel Luft<br />

nach oben. Der niederländische<br />

Stürmer, der für Twente Enschede<br />

die vergangenen drei Jahre ständig<br />

zweistellig traf, freut sich derweil<br />

über seinen Erfolg. Am Tag nach der<br />

Partie sprach der 22-Jährige über …<br />

… die Kritik des Trainers: „Natürlich<br />

kann ich besser spielen. Es ist noch<br />

vieles neu für mich. Ich werde weiter<br />

hart an mir arbeiten. Hoffentlich<br />

werde ich dann irgendwann<br />

perfekt.“<br />

… die höheren Anforderungen in der Bundesliga:<br />

„Es ist anders als bei meinen<br />

bisherigen Stationen in Holland<br />

oder Italien, wo das Spiel sehr<br />

von der Taktik geprägt war. In der<br />

Bundesliga ist die Intensität sehr<br />

hoch. Die Gegenspieler haben ein<br />

höheres Niveau.“<br />

… den Doppelpack: „Natürlich sind<br />

meine Tore gut für das Selbstvertrauen.<br />

Es war ein tolles Gefühl, die<br />

ersten Treffer zu erzielen.“<br />

… den Unterschied zum enttäuschenden<br />

Heimspiel gegen Augsburg: „Ich hatte<br />

mehr Platz, wir haben auch insgesamt<br />

einfach besser gespielt. Es<br />

kamen gute Bälle an, die ich verwerten<br />

konnte. Wir haben es als<br />

Mannschaft einfach gut gemacht.<br />

Der Sieg ist wichtig für uns.“<br />

… den Jubel nach dem zweiten Tor: „Ich<br />

bin zur Bank gerannt. Dort saßen<br />

einige, die gesagt hatten, diesmal<br />

werde ich doppelt treffen. Bei ihnen<br />

wollte ich mich bedanken.“<br />

… die grimmige Miene nach dem ersten<br />

Tor: „Es war irgendwie aus der<br />

Emotion heraus, es gab keinen speziellen<br />

Grund. Es ist auch nicht so,<br />

dass ich meine Tore nicht feiern<br />

will, nach meinem zweiten Treffer<br />

habe ich ja auch gelacht.“<br />

… das Zusammenspiel mit Haris Seferovic:<br />

„Wir haben uns immer im<br />

Blick und schauen, was der andere<br />

macht. In Stuttgart hat er ein wirklich<br />

gutes Spiel gezeigt. Sein Tor war<br />

sehr wichtig.“<br />

… die Bestimmung des Elfmeterschützen<br />

ohne Alex Meier: „Elfmeter sind<br />

nicht mein Ding. Haris wollte den<br />

Strafstoß unbedingt schießen, damit<br />

hatte ich kein Problem. Er hat<br />

ihn verwandelt. Jetzt ist er unser<br />

Spezialist (lacht).“


40 BUNDESLIGA<br />

FC Augsburg –<br />

FC Ingolstadt 04<br />

Hitz (4,5)<br />

0:1 (0:0)<br />

Trainer: Weinzierl<br />

Verhaegh (3,5) Hong (3) Klavan (4) Max (4,5)<br />

Baier (4)<br />

Kohr (4)<br />

Bobadilla (3) Altintop (5) Werner (5)<br />

Caiuby (4,5)<br />

Hinterseer (4)<br />

Leckie (2,5) Hartmann (4)<br />

Morales (3) Groß (2,5)<br />

Roger (2)<br />

Suttner (3,5) Hübner (3) Matip (2,5) Levels (3,5)<br />

Trainer: Hasenhüttl Özcan (3)<br />

Eingewechselt: 46. Matavz (4,5) für Caiuby, 57. Esswein (4,5) für Altintop,<br />

83. Mölders (–) für Kohr – 61. Lex (–) für Hartmann, 76. Bauer (–) für Suttner,<br />

81. Bregerie (–) für Hinterseer – Reservebank: Manninger (Tor), Callsen-Bracker,<br />

Janker, Feulner – Nyland (Tor), da Costa, Cohen, Kachunga<br />

Tor: 0:1 Leckie (63., Linksschuss, Vorarbeit Groß) – Chancen: 4:5 – Ecken: 3:4<br />

SR-Team: Dr. Drees (Münster-Sarmsheim – Assistenten: Gerach, Gittelmann –<br />

Vierter Offizieller: Dr. Kampka), Note 2, hatte die intensive Partie durch seine<br />

konsequente Leitung gut im Griff; noch vertretbar, das grenzwertige Einsteigen<br />

von Klavan gegen Lex nicht mit Elfmeter zu ahnden (66.). – Zuschauer: 30 003 –<br />

Gelbe Karten: Caiuby, Hong, Matavz – Leckie, Hartmann, Matip – Spielnote: 4,<br />

zäh und weitgehend unansehnlich, Augsburg fand gegen taktisch extrem disziplinierte<br />

Ingolstädter keine spielerischen Lösungen.<br />

Es berichten David Bernreuther<br />

%-ANALYSE und Harald Kaiser<br />

Werner vergibt in der Schlüsselszene<br />

Trainer Hasenhüttl hatte seinem<br />

Team einen Plan an die Hand<br />

gegeben, der dem FC Augsburg<br />

überhaupt nicht schmeckte: disziplinierte<br />

Arbeit gegen den Ball,<br />

Verdichten der Räume, konsequentes<br />

Verschieben – und dazu<br />

situativ immer wieder frühes Anlaufen<br />

und Stören des Spielaufbaus.<br />

Die Gäste setzten diese<br />

Taktik vorbildlich um, dagegen<br />

fanden die Augsburger überhaupt<br />

keine Lösungen, weil sie zu statisch<br />

und fehlerhaft agierten. Nur<br />

selten gelangen schnelle Verlagerungen<br />

oder Zuspiele in den<br />

Rücken der Abwehr, die<br />

Außenverteidiger flankten<br />

oft aus dem Halbfeld,<br />

einzig Bobadilla riss mit<br />

seiner Wucht gelegentlich<br />

Lücken. Durch Suttner<br />

(31., Latte) und Hartmann<br />

(43., Hitz parierte<br />

Augsburg<br />

Ingolstadt<br />

Ø-Note 4,2 3,0<br />

Ø-Alter 27,9 26,9<br />

Teamlaufleistung (km) 107,8 112,6<br />

Laufstärkster 11,12 11,85<br />

Spieler (km) Werner Groß<br />

Meiste Ballkontakte 92 Hong 73 Groß<br />

stark) war Ingolstadt der Führung<br />

schon vor der Pause nahe. Eine<br />

Schlüsselszene ereignete sich in<br />

der 53. Minute, als Werner den<br />

Ball aus kurzer Distanz am leeren<br />

Tor vorbeischob. Auf der Gegenseite<br />

leitete Groß den Ball nach<br />

Fehlpass von Max zu Leckie, dessen<br />

haltbarer Schuss brachte das<br />

Siegtor. Weinzierls Elf fand darauf<br />

keine Antwort.<br />

FAZIT: Mit Leidenschaft und Konsequenz<br />

bei der Abwehrarbeit<br />

verdiente sich Ingolstadt den Sieg,<br />

von Augsburg kam viel zu wenig.<br />

SPIELER DES SPIELS:<br />

Zweikampfstark, aggressiv,<br />

robust – als Wellenbrecher<br />

vor der Ingolstädter<br />

Abwehrkette stoppte<br />

Roger zahlreiche Augsburger<br />

Angriffe.<br />

53+47<br />

64+36<br />

64 %<br />

36 %<br />

Ballbesitz<br />

80<br />

72<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Entschlüsselt<br />

Ganz am Ende seiner Ausführungen<br />

zum 0:1 gegen<br />

Ingolstadt sagte Stefan<br />

Reuter am Samstag zwei Sätze,<br />

die das große Problem des<br />

FC Augsburg entlarven: „Wir sind<br />

nicht mehr die Unbekannten. Ingolstadt<br />

war sehr gut vorbereitet, sie<br />

haben unsere Stärken aus dem Spiel<br />

genommen.“ Das klingt<br />

wie ein nettes Lob für den<br />

Gegner, es ist aber zugleich<br />

eine bittere Erkenntnis:<br />

Das Überraschungsteam<br />

der Vorsaison kann kaum<br />

noch überraschen, die auf<br />

schnelles Umschalten ausgelegte<br />

Spielweise ist entschlüsselt,<br />

sie bringt nichts<br />

gegen tiefstehende Teams.<br />

Das Problem ist alles<br />

andere als neu. Die Heimspiele<br />

gegen Mainz (0:2)<br />

und Köln (0:0) im ersten<br />

Halbjahr <strong>2015</strong> verliefen<br />

nach demselben Schema<br />

wie jetzt das bayerische<br />

Derby. Mit Siegen gegen<br />

die Topklubs Bayern,<br />

Gladbach, Dortmund und<br />

Wolfsburg kaschierte der<br />

FCA diese Schwäche damals<br />

glänzend, zum Start<br />

in die neue Saison fällt sie<br />

umso stärker ins Gewicht.<br />

Weil Augsburg nach drei<br />

Spielen gegen Teams auf<br />

Augenhöhe mit nur einem<br />

Punkt dasteht. Weil nach<br />

zwei Partien, in denen<br />

mangelnde Effizienz der<br />

größte Kritikpunkt war, nun<br />

auch die Leistung nicht<br />

stimmte. Weil die Mannschaft<br />

durch den Fehlstart<br />

die Chance verstreichen<br />

ließ, sich ein Polster für die<br />

folgenden englischen Wochen<br />

zu verschaffen.<br />

Die Dreifachbelastung<br />

ab Mitte September bietet<br />

angesichts der bisherigen<br />

Ausbeute eher Anlass zur<br />

Sorge als zur Euphorie.<br />

Zudem haben zwei Jahre<br />

Höhenflug und die sensationelle<br />

Qualifikation für die<br />

Europa League Ansprüche<br />

geweckt: Auf einmal pfeifen<br />

die Zuschauer, wenn<br />

der FCA das Spiel gegen<br />

Ingolstadt nicht gestalten<br />

kann, sondern immer<br />

wieder zu Rückpässen<br />

gezwungen wird. „Die Erwartungshaltung<br />

ist mir wurst“,<br />

kontert Torwart Marwin Hitz:<br />

„Niemand braucht uns daran<br />

zu messen, dass wir einmal<br />

Fünfter geworden sind. Das war<br />

eine riesige Sensation. Die Schalker<br />

und Dortmunder fragen sich jetzt<br />

noch, wie das sein kann. Wir kön-<br />

Er hat viele Gründe zum Nachdenken:<br />

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 41<br />

Es wartet viel Arbeit auf<br />

MARKUS WEINZIERL (40).<br />

Dem Fehlstart folgen<br />

die englischen Wochen.<br />

Entfesselt<br />

Zwei Spiele, zwei Siege:<br />

Auswärts geht der Plan<br />

von RALPH HASENHÜTTL (48)<br />

bislang perfekt auf.<br />

nen nicht meinen, wir spielen immer<br />

um den fünften, zehnten oder<br />

elften Platz. Es kann sein, dass wir<br />

das ganze Jahr gegen den Abstieg<br />

spielen. Dann ist das eben so.“<br />

Auch Markus Weinzierl ahnt:<br />

„Die nächsten Wochen werden<br />

hart.“ Für drei Wettbewerbe wurde<br />

der Kader zwar ein wenig verbreitert,<br />

als Verstärkung erwies sich bislang<br />

allerdings kein Einkauf. Mit<br />

Philipp Max stand gegen Ingolstadt<br />

nur ein Zugang im Aufgebot. Trotz<br />

der Baba-Millionen zog Augsburg<br />

bei der Spielersuche in einigen Fällen<br />

den Kürzeren: Hertha schnappte<br />

Vladimir Darida und Niklas Stark<br />

weg, bei Pierre-Emile Höjbjerg hatte<br />

der FCA letztlich keine Chance. Am<br />

Samstag zerschlug sich zudem eine<br />

Verpflichtung von Predrag Rajkovic<br />

(19), der serbische Keeper (ein<br />

Länderspiel) wechselte stattdessen<br />

zu Maccabi Tel Aviv. Reuter hält die<br />

Augen offen, gesucht wird vor allem<br />

fürs zentrale Mittelfeld und den<br />

Sturm. „Wir schauen, ob überhaupt<br />

etwas machbar ist, was wir stemmen<br />

können“, sagt der Manager.<br />

Der Kader ist zwar eingespielt,<br />

aber eben klar auf Konterspiel ausgerichtet.<br />

Und einige Schlüsselfiguren<br />

haben damit zu kämpfen,<br />

das überragende Niveau der Vorjahre<br />

zu halten. Sehr deutlich zu<br />

sehen bei Halil Altintop, an dem<br />

die Partie völlig vorbeilief. An guten<br />

Tagen ist der Deutsch-Türke<br />

der Fixpunkt in der Augsburger<br />

Offensive. Am Samstag wechselte<br />

ihn Weinzierl zum achten Mal in<br />

Folge deutlich vor der 70. Minute<br />

aus. „Halil tut sich im Moment<br />

schwer, ins Spiel zu kommen“, analysiert<br />

Reuter. „Er war im letzten<br />

Jahr häufig zwischen den Linien<br />

anspielbar, kam in den Schnitt,<br />

konnte aufdrehen. So kamen wir<br />

ins letzte Drittel, das geht uns im<br />

Moment ab.“ Zwei Wochen haben<br />

Altintop und der FCA, um diese<br />

Fähigkeiten neu zu beleben –<br />

dann geht es gegen die Bayern.<br />

ANZEIGE<br />

Fotos: DeFodi, imago/Eibner<br />

Er springt, er jubelt, er ballt die Faust: Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Sieg in Augsburg<br />

Fast schon hat man sich an die<br />

Bilder gewöhnt. Mit geballten<br />

Fäusten, immer wieder jubelnd<br />

in die Luft springend, stürmte<br />

Ralph Hasenhüttl wie entfesselt<br />

aufs Spielfeld und umarmte<br />

jeden einzelnen seiner Spieler,<br />

ehe er in der Kurve mit den<br />

rund 2000 mitgereisten Fans<br />

feierte. Als erster Neuling seit<br />

Fortuna Düsseldorf 1966 hat der<br />

FC Ingolstadt auch sein zweites<br />

Bundesliga-Auswärtsspiel gewonnen,<br />

erneut mit 1:0, und auch die<br />

Geschichte des Spiels liest sich ähnlich<br />

wie die des Sieges in Mainz vor<br />

zwei Wochen.<br />

Mit ihrer Spielweise des frühen<br />

Attackierens, häufig schon am gegnerischen<br />

Strafraum, bereitete der<br />

FCI dem Gegner erneut unlösbare<br />

Probleme im Spielaufbau. „Es<br />

ist nicht einfach, sich gegen uns<br />

Chancen zu erarbeiten“, sagt Hasenhüttl.<br />

„Ich hatte gehofft, dass<br />

1Im zwölften Anlauf erfüllte sich<br />

sein großer Traum. „Ich bin sehr<br />

glücklich über mein erstes Bundesligator“,<br />

sagte Mathew Leckie, „mit<br />

Mönchengladbach hat es damals ja<br />

leider nicht geklappt.“ Neun Bundesligaspiele<br />

absolvierte der Australier<br />

in der Saison 2011/12 nach<br />

seinem Wechsel von Down Under<br />

nach Europa für die Borussia,<br />

der FCA nicht so viele Lösungsmöglichkeiten<br />

findet wie Dortmund vor<br />

einer Woche.“ Und wie schon in<br />

Mainz gelang dem FCI mitten in<br />

die stärkste Phase des Gegners hinein<br />

der entscheidende Schlag:<br />

Kurz nachdem Tobias Werner<br />

die größte Augsburger Chance<br />

der gesamten Partie vergeben<br />

hatte, erzielte Mathew Leckie in<br />

der 63. Minute das goldene Tor; in<br />

Mainz hatte Lukas Hinterseer in der<br />

66. Minute getroffen.<br />

Zwischen den Pfosten des Ingolstädter<br />

Tores stand, wie in Mainz,<br />

Ramazan Özcan, dem gegen Dortmund<br />

überraschend der Norweger<br />

Örjan Nyland vorgezogen worden<br />

war. „Solange ich hier bin, werde<br />

ich alles geben“, sagt der Österreicher<br />

zum Duell der Torhüter nur.<br />

Auch den unter der Woche geäußerten<br />

Gedanken, seinem Sechser<br />

Roger einen zweiten defensiven<br />

Mittelfeldspieler an die Seite zu<br />

stellen, hatte Hasenhüttl wieder<br />

verworfen. „Wir wollten auftreten<br />

wie in Mainz und das Dortmund-<br />

Spiel einfach ausblenden“, erzählt<br />

der Trainer, „und wir sind mutig<br />

geblieben.“ Auch ohne Verstärkung<br />

neben sich schaffte es Roger – von<br />

seinen Mitspielern perfekt unterstützt<br />

–, die Augsburger Angriffe<br />

und vor allem den wuchtigen Raul<br />

Bobadilla zu stoppen. „Mein ganzer<br />

Körper tut weh“, erzählte der Brasilianer,<br />

„überall blaue Flecken. Gut,<br />

dass ich mich jetzt zwei Wochen<br />

lang behandeln lassen kann.“<br />

Genau – erst in zwei Wochen,<br />

nach der Länderspielpause, steht<br />

das zweite Heimspiel an, gegen den<br />

VfL Wolfsburg. Das gleiche Resultat<br />

wie bei der Premiere im Audi-<br />

Sportpark gegen Dortmund, ein 0:4,<br />

wollen die Ingolstädter dann um<br />

jeden Preis vermeiden. „Diesmal<br />

sollten wir nur 0:2 oder 0:3 verlieren“,<br />

witzelt Hasenhüttl.<br />

Der Australier schießt im zwölften Spiel sein erstes Bundesligator<br />

Leckie: Ein Traum aus über 20 Metern<br />

„doch damals war ich noch sehr<br />

jung“, meint er, der Angreifer ging<br />

leer aus. Schon in der dritten Partie<br />

mit Aufsteiger Ingolstadt nun trug<br />

er sich erstmals in die Torschützenliste<br />

ein: mit dem linken, seinem<br />

schwächeren Fuß erzielte er – unter<br />

freundlicher Mithilfe des Augsburger<br />

Torhüters Marwin Hitz – aus<br />

über 20 Metern den zweiten Bundesligatreffer<br />

der Oberbayern. „Ich<br />

habe den Ball perfekt getroffen“,<br />

freute sich der 24-Jährige, während<br />

sein Sturmkollege Lukas Hinterseer<br />

frotzelte: „Ich wusste gar nicht, dass<br />

Mathew mit links so einen Hammer<br />

hat.“ Der Bann also ist gebrochen,<br />

„und jetzt“, so Leckie, „hoffe ich,<br />

dass noch viele weitere Tore folgen<br />

werden“.


42 BUNDESLIGA<br />

SV Darmstadt 98 –<br />

TSG Hoffenheim<br />

Mathenia (2,5)<br />

0:0<br />

Trainer: Schuster<br />

Garics (5) Sulu (3,5) Caldirola (3,5) Holland (4)<br />

Niemeyer (5)<br />

Gondorf (4,5)<br />

Heller (5) Rausch (5)<br />

Sailer (4,5)<br />

Stroh-Engel (5)<br />

Kuranyi (4) Volland (4)<br />

Zuber (4) Uth (3)<br />

Polanski (3,5) Schwegler (3,5)<br />

Kim (3,5) Süle (2) Schär (3) Kaderabek (4)<br />

Trainer: Gisdol Baumann (3)<br />

Eingewechselt: 76. Rosenthal (–) für Sailer, 83. Jungwirth (–) für Niemeyer,<br />

86. Wagner (–) für Stroh-Engel – 67. Schmid (–) für Zuber, 68. Rudy (–) für<br />

Schwegler, 76. Vargas (–) für Uth – Reservebank: Platins (Tor), Junior Diaz,<br />

Kempe, Vrancic – Grahl (Tor), Bicakcic, Strobl, Toljan<br />

Chancen: 1:6 – Ecken: 4:6<br />

SR-Team: Fritz (Korb – Assistenten: Schaal, Pelgrim – Vierter Offizieller: Dingert),<br />

Note 4,5, keine Linie in der Beurteilung von Zweikämpfen, übersah viele Fouls,<br />

pfiff dann wiederum teils zu kleinlich, unterband das Darmstädter Zeitspiel nicht. –<br />

Zuschauer: 17 000 (ausverkauft) – Gelbe Karten: Niemeyer, Gondorf, Garics –<br />

Zuber, Uth – Spielnote: 5, viele Unterbrechungen, zäher Spielfluss, der Hauch<br />

an Spannung konnte die fußballerische Magerkost, die vor allem die Gastgeber<br />

zeigten, nicht wettmachen.<br />

Es berichten Julian Franzke<br />

%-ANALYSE und Michael Pfeifer<br />

Caldirola rettet den Lilien den Punkt<br />

Im Grunde präsentierten die spielerisch<br />

arg limitierten Gastgeber<br />

eine Fußball-Verhinderungs-<br />

Strategie. Mit oft übertriebener<br />

Härte und vielen versteckten<br />

Fouls unterbanden die Lilien den<br />

Spielfluss, provozierten jede nur<br />

mögliche Unterbrechung, die zudem<br />

– leider ungestraft – über Gebühr<br />

in die Länge gezogen wurde.<br />

Hoffenheims Spielaufbau aus der<br />

hintersten Reihe störten die Gastgeber<br />

mutig und lange auch wirkungsvoll.<br />

Aber mit schwindender<br />

Kraft der 98er rollten die Angriffe<br />

Hoffenheims immer massiver und<br />

nach diesem Muster: Im<br />

flachen 4-4-2 schoben<br />

die Außenverteidiger<br />

weit nach vorne, die offensiven<br />

Außen räumten<br />

dann den Flügel und erzeugten<br />

eine Zehn auf<br />

den Halbpositionen. In<br />

Darmstadt<br />

Hoffenheim<br />

Ø-Note 4,3 3,4<br />

Ø-Alter 28,0 25,3<br />

Teamlaufleistung (km) 107,9 106,5<br />

Laufstärkster 11,31 10,81<br />

Spieler (km) Gondorf Volland<br />

Meiste Ballkontakte 49 Garics 88 Süle<br />

diese Räume ließen sich häufig<br />

auch die beiden Spitzen fallen,<br />

dann überholten die Zehner. So<br />

schaffte die TSG Zuständigkeitsprobleme<br />

zwischen Darmstadts<br />

Innen- und Außenverteidigern.<br />

Erst gegen Ende resultierten daraus<br />

gute Chancen, weil zuvor die<br />

letzten Pässe zu ungenau gerieten.<br />

FAZIT: Ein glücklicher Punktgewinn<br />

für nur kämpferisch überzeugende,<br />

ansonsten biedere<br />

Darmstädter. Hoffenheim fehlten<br />

Entschlossenheit und Glück beim<br />

Abschluss zum verdienten Dreier.<br />

SPIELER DES SPIELS: Fast<br />

alle gegnerische Versuche<br />

erstickte Niklas Süle schon<br />

im Ansatz. Viele Standards<br />

räumte er mit dem<br />

Kopf ab und spielte gute<br />

Pässe in die Tiefe.<br />

50+50<br />

30+70<br />

70 %<br />

30 %<br />

Ballbesitz<br />

60 59<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Echte<br />

Falsche<br />

Im ersten Spiel über die volle Distanz verpasst<br />

KEVIN KURANYI (33) den verdienten Siegtreffer<br />

für Hoffenheim. Und macht sich Vorwürfe.<br />

Am Ende fehlten nur wenige<br />

Zentimeter und etwas<br />

Glück. Da hatte es<br />

Kevin Kuranyi in der Nachspielzeit<br />

doch noch geschafft,<br />

Darmstadts Torhüter Christian<br />

Mathenia zu überwinden, und der<br />

Ball trudelte zum vermeintlichen<br />

Siegtreffer für Hoffenheim Richtung<br />

Torlinie. Aber nicht drüber. Denn<br />

der eigentlich auf dem falschen Fuß<br />

erwischte Luca Caldirola fuhr doch<br />

noch den rechten Fuß weit nach<br />

hinten aus und bremste den Ball<br />

mit einem Spreizschritt.<br />

So nah war Kuranyi lange nicht<br />

mehr dran an einem Bundesligatreffer.<br />

In seinem ersten Spiel für<br />

die TSG über die volle Distanz war<br />

diese Szene allerdings bereits die<br />

dritte gute Einschussgelegenheit<br />

für den Angreifer, der alle ausließ.<br />

DARMSTADT: Der Aufsteiger überzeugt nur<br />

Schuster: „Vor uns<br />

1Wohl kaum jemand hätte Darmstadt<br />

98 vorher zugetraut, dass der<br />

Aufsteiger ungeschlagen in die erste<br />

Länderspielpause gehen würde. Insofern<br />

dürfen die Lilien durchaus<br />

zufrieden sein. Einerseits. Der<br />

schwache Auftritt gegen die<br />

TSG Hoffenheim zeigte andererseits,<br />

dass auf das Trainerteam<br />

noch Schwerstarbeit wartet.<br />

Kämpferisch stimmte die Leistung<br />

einmal mehr, die 98er stürzten<br />

sich in jeden Zweikampf, als<br />

ginge es bereits jetzt um die Existenz.<br />

Fußballerisch war der Auftritt<br />

jedoch nicht ansatzweise erstligareif.<br />

Zwar darf niemand ernsthaft<br />

erwarten, dass das Team wie aus<br />

„Kevin wird sich selbst sicher<br />

am meisten ärgern“, vermutete<br />

Manager Alexander<br />

Rosen, „der Zeitpunkt wird<br />

kommen, dass er sie über die<br />

Linie drückt.“<br />

Diesen Zeitpunkt sehnen sie<br />

herbei im Kraichgau, allen voran<br />

Kuranyi. Den plagte hinterher ein<br />

schlechtes Gewissen. „Ich mache<br />

mir Vorwürfe“, gab der Ex-Nationalspieler<br />

zu, „wir hätten uns<br />

belohnen müssen, ich hätte die<br />

Torchancen reinmachen müssen,<br />

dann gewinnen wir das Spiel.“ Vor<br />

allem sich selbst will Kuranyi beweisen,<br />

dass er den Ansprüchen<br />

der Liga noch gewachsen ist. Es<br />

schauen aber alle genau hin. „Wir<br />

müssen aus diesen Chancen mal<br />

ein Tor machen“, rügte auch Trainer<br />

Markus Gisdol, „das war der<br />

einem Guss nach vorne spielt und<br />

die Gegner fußballerisch dominiert.<br />

Dazu mangelt es ihm schlichtweg<br />

an individueller Klasse. Derart viele<br />

einfache Fehlpässe und blinde<br />

Befreiungsschläge darf sich der<br />

SVD dennoch nicht erlauben,<br />

will er mal ein Spiel gewinnen.<br />

Anders als in den ersten beiden<br />

Partien schafften es die Lilien<br />

so gut wie nie, in die gefährlichen<br />

Räume einzudringen. Bezeichnend:<br />

Joker Sandro Wagner besaß in der<br />

Nachspielzeit die einzige Torchance,<br />

als er mit einem satten Schuss<br />

an Baumann scheiterte.<br />

Dirk Schuster fasst die Gesamtsituation<br />

treffend zusammen. „Wir


9<br />

0<br />

Echte Neun, falscher Fuß: Kevin Kuranyi kann den Ball mit dem rechten Außenrist nicht ins Tor drücken.<br />

einzige Makel.“ Zuvor war Kuranyi<br />

aus spitzem Winkel an Mathenia<br />

gescheitert (73.), und um Sebastian<br />

Rudys Flanke am langen Pfosten<br />

aus kurzer Distanz zu verwerten,<br />

wählte der Rechtsfuß seinen starken<br />

Fuß – die falsche Entscheidung.<br />

Die Automatismen stimmten<br />

grundsätzlich bei Kuranyi. Er erahnte<br />

die Situationen und wählte<br />

die notwendigen Laufwege instinktiv<br />

wie ein richtiger Neuner.<br />

Doch beim Abschluss selbst wirkte<br />

Hoffenheims Nummer 22 noch fahrig<br />

und unruhig, ohne die nötige<br />

Selbstsicherheit und Entschlossenheit.<br />

Und am Ende stand dann die<br />

falsche Null, Hoffenheims Angriff<br />

lahmte. „Auf der einen Seite stimmt<br />

die Null, auf der anderen nicht“, resümierte<br />

Eugen Polanski.<br />

„Es fehlt noch ein bisschen in<br />

der Feinabstimmung, man sieht ja,<br />

dass es noch hakt“, beschreibt auch<br />

Kevin Volland den noch stockenden<br />

Hoffenheimer Offensivschwung.<br />

Auch Kollege Mark Uth findet: „Die<br />

Abschlüsse sind noch nicht gut genug,<br />

und der letzte Pass auch nicht.“<br />

Doch Kuranyi hat auch Positives<br />

erkannt: „Dass ich viele Chancen<br />

hatte, ist schon mal ein Fortschritt.<br />

Ich hatte nicht das Glück, dass der<br />

Ball reingeht.“ Der Druck, auch<br />

der selbstauferlegte, steigt für den<br />

Torjäger in Lauerstellung: „Ein Tor<br />

wäre eine Befreiung, dann werde<br />

ich der Mannschaft besser helfen<br />

können.“ Am besten bald.<br />

Foto: Holschneider<br />

kicker, 31. August <strong>2015</strong> 43<br />

Aufgeheizte Stimmung<br />

Uth: „Niemeyer hat<br />

ständig provoziert“<br />

1Seine Mannschaft habe „zu keiner<br />

Zeit die Disziplin verloren“, lobte<br />

Markus Gisdol, dabei meinte der<br />

TSG-Trainer freilich den taktischen<br />

Aspekt. Denn nach 24 Minuten verlor<br />

Mark Uth in seinem ersten Spiel<br />

von Beginn an für die TSG kurzzeitig<br />

die Beherrschung. Nachdem<br />

der schon mehrfach auffällige Peter<br />

Niemeyer erneut überhart zu Werke<br />

gegangen war, knöpfte sich Uth<br />

den Darmstädter vor. Uth baute sich<br />

vor dem Kontrahenten auf und versetzte<br />

ihm einen Schubser mit der<br />

Brust, worauf Niemeyer wie vom<br />

Blitz getroffen zu Boden sank.<br />

Schiedsrichter Marco Fritz beließ<br />

es trotz der nicht nur wegen<br />

der sommerlichen Temperaturen<br />

enorm aufgeheizten Stimmung<br />

am Böllenfalltor zu Recht bei zwei<br />

Verwarnungen. „Es war sicherlich<br />

unnötig von mir. Aber es war auch<br />

nicht so schlimm, dass er hätte<br />

Rot zeigen müssen, damit habe<br />

ich auch nie gerechnet“, schilderte<br />

Uth und erklärte seinen Aussetzer<br />

so: „Niemeyer hat die ganze Zeit<br />

provoziert. Das war nicht das erste<br />

Mal. Er ist in uns reingesprungen<br />

und hat sich dann auch noch beschwert,<br />

obwohl überhaupt nichts<br />

war.“ Da steigt wohl mit jeder Szene<br />

das Bedürfnis, sich auch mal wehren<br />

zu müssen. „Es wurden viele<br />

Zweikämpfe geführt, und wir haben<br />

gut dagegengehalten“, findet Uth,<br />

„aber unterm Strich haben wir zwei<br />

Punkte liegenlassen, eigentlich hätten<br />

wir gewinnen müssen.“<br />

kämpferisch – Erschreckend viele Fehlpässe<br />

liegt sehr viel Arbeit“<br />

Zaluska kommt als zusätzlicher Torwart<br />

Hilft das Karussell?<br />

freuen uns, dass wir den Nachweis<br />

erbracht haben, in der 1. Liga<br />

punkten und teilweise mithalten zu<br />

können, von der Einsatzbereitschaft<br />

und Willensstärke her angekommen<br />

zu sein. Ich weiß aber auch,<br />

dass wir in den Spielen das eine<br />

oder andere Mal einen Schluck aus<br />

der Pulle mit der Aufschrift Glück<br />

genommen haben“, resümiert der<br />

Trainer und erklärt: „Vor uns liegt<br />

noch sehr viel Arbeit, speziell in<br />

Hinblick auf Kontersituationen<br />

und die Spielfortsetzung nach<br />

Balleroberungen in der eigenen<br />

Hälfte. Oft wählen wir den Befreiungsschlag<br />

und sehen den gut postierten,<br />

freien Mitspieler nicht. Da<br />

müssen wir noch einiges tun.“ Eine<br />

Passquote von nur 47 Prozent ist<br />

alarmierend. „Toni“ Sailer sagt: „Wir<br />

haben nicht jeden Pass optimal gespielt.<br />

Es war sehr warm und wir<br />

sind viel gelaufen. Dabei ging ein<br />

bisschen die Konzentration verloren,<br />

die nötig ist, um den entscheidenden<br />

Pass zu spielen.“<br />

Darmstadt hat nun zwei Wochen<br />

Zeit, um „das Offensivspiel zu verfeinern“,<br />

wie es Aytac Sulu ausdrückt.<br />

Dann kommt es knüppeldick.<br />

Leverkusen, Bayern und Dortmund<br />

heißen drei der nächsten vier<br />

Gegner. Sailer: „Wir als kleines gallisches<br />

Dorf haben in solchen Spielen<br />

nichts zu verlieren.“<br />

1Bisher hat Darmstadt 98 Glück<br />

gehabt, ist durch die Vorbereitung<br />

und die ersten Pflichtspiele ohne<br />

größere Verletzungen gekommen.<br />

Gegen die TSG Hofffenheim standen<br />

Dirk Schuster alle Mann zur<br />

Verfügung. Das darf jedoch nicht<br />

darüber hinwegtäuschen, dass der<br />

Kader mit 21 Feldspielern in der<br />

Breite sehr dünn besetzt ist – zumal<br />

bei einigen Reservisten sehr fraglich<br />

ist, ob sie im Notfall einen adäquaten<br />

und bundesligatauglichen<br />

Ersatz darstellen würden.<br />

Die letzten Stunden bis zur<br />

Schließung des Transferfensters<br />

dürften deshalb spannend werden.<br />

„Das Karussell springt jetzt gerade<br />

richtig an. Vielleicht haben einige<br />

Vereine eine Idee, welcher Spieler<br />

in ihren Planungen keine große Rolle<br />

mehr spielt, sodass wir noch die<br />

eine oder andere Verstärkung zu<br />

uns holen können“, sagt Schuster.<br />

Einen zusätzlichen Torhüter haben<br />

die Lilien mit Lukasz Zaluska<br />

(33) bereits verpflichtet, nachdem<br />

bis Sonntag mit Christian Mathenia<br />

und Patrick Platins lediglich zwei<br />

Keeper unter Vertrag standen. Neben<br />

Zaluska, der sechs Jahre bei<br />

Celtic Glasgow spielte, zuletzt aber<br />

vereinslos war, hatte der Neuling<br />

auch Vanja Milinkovic-Savic (18,<br />

Manchester United) getestet. Zaluska<br />

unterschrieb bis Saisonende.


44 BUNDESLIGA<br />

1. FSV Mainz 05 –<br />

Hannover 96<br />

Karius (3)<br />

3:0 (2:0)<br />

Trainer: Schmidt<br />

Balogun (3) Bungert (2,5) Bell (2) Bengtsson (2,5)<br />

Baumgartlinger (2) Frei (–)<br />

Clemens (3) Jairo (2,5)<br />

Malli (1,5)<br />

Muto (1)<br />

Benschop (5)<br />

Klaus (4,5) Prib (5,5) Schmiedebach (4,5) Bech (4)<br />

Sané (4)<br />

Abstieg<br />

mit Anlauf?<br />

Große Probleme in HANNOVER. Nach dem Fehlstart<br />

wachsen Zweifel an der Tauglichkeit des Teams –<br />

Trainer Frontzeck hält konsequent dagegen.<br />

Sorg (5) Schulz (4,5) Marcelo (5,5) Sakai (5)<br />

Trainer: Frontzeck Zieler (3)<br />

Eingewechselt: 8. Latza (2,5) für Frei, 73. Brosinski (–) für Balogun, 87. Niederlechner<br />

(–) für Muto – 46. Saint-Maximin (3,5) für Bech und Karaman (4) für<br />

Klaus, 74. Sobiech (–) für Benschop – Reservebank: Huth (Tor), Sereno, Koo,<br />

Moritz – Tschauner (Tor), Albornoz, Felipe, Andreasen<br />

Tore: 1:0 Muto (15., Linksschuss, Vorarbeit Jairo), 2:0 Muto (29., Kopfball, Bell),<br />

3:0 Malli (47., Linksschuss, –) – Chancen: 11:4 – Ecken: 8:5<br />

SR-Team: Sippel (München – Assistenten: Leicher, Schüller – Vierter Offizieller:<br />

Siewer), Note 2, souveräne Leistung; richtig, bei Klaus’ Schuss nicht auf Handspiel<br />

gegen Bungert zu entscheiden (23.). – Zuschauer: 26 872 – Gelbe Karten:<br />

Prib, Sorg – Spielnote: 2,5, einseitige, dafür aber chancenreiche Partie, der logischerweise<br />

ab der 47. Minute die Spannung fehlte.<br />

%-ANALYSE<br />

Das 3:0 ist der frühe Knockout<br />

Mainz<br />

Hannover<br />

Ø-Note 2,3 4,5<br />

Ø-Alter 25,3 25,1<br />

Teamlaufleistung (km) 113,1 108,9<br />

Laufstärkster 11,55 11,39<br />

Spieler (km) Baumgartlinger Prib<br />

Meiste Ballkontakte 64 Bell 77 Marcelo<br />

Es berichten M. Ebert, B. Hofmann,<br />

T. König und M. Richter<br />

Mainz-Trainer Schmidt brachte<br />

mit Balogun für Brosinski mehr<br />

Körpergröße und musste bereits<br />

nach sieben Minuten Frei (Sehnenteilriss<br />

im hinteren Oberschenkel)<br />

durch Latza ersetzen,<br />

woran sich an der Statik aber<br />

nichts änderte. Bei den Gästen<br />

debütierte Neuzugang Bech. Der<br />

Däne und Klaus kamen für Karaman<br />

und Erdinc (Wadenprellung).<br />

Nach anfänglichem Abtasten zogen<br />

die Platzherren ihr gewohntes<br />

Angriffspressing über die fleißigen<br />

Muto und Malli auf, während<br />

bei Hannover ein systematisches<br />

Verschieben nicht zu erkennen<br />

war. Folgerichtig übernahm<br />

Mainz die Kontrolle<br />

und ging verdient<br />

in Führung. Frontzeck<br />

versuchte zu korrigieren,<br />

indem er Schmiedebach<br />

ab der 20. Minute neben<br />

Sané agieren ließ. Die erhoffte<br />

Stabilität brachte das nicht,<br />

die Rheinhessen führten bis zur<br />

Pause nach Chancen mit 5:0.<br />

Mallis 3:0 direkt nach dem Seitenwechsel<br />

war der Knockout für<br />

die Gäste, die nur dann Tempo<br />

in ihre Aktionen bekamen, wenn<br />

Sané eingebunden wurde. Mainz<br />

verlegte sich nun aufs Kontern,<br />

96 kam so noch zu der ein oder<br />

anderen Gelegenheit.<br />

FAZIT: Mit Tempo, Zweikampfhärte<br />

und Präzision nahm Mainz 05<br />

eine Hannoveraner Mannschaft<br />

auseinander, die in dieser Verfassung<br />

nicht erstligareif ist.<br />

SPIELER DES SPIELS: Zwei<br />

Tore erzielte er selbst, vor<br />

dem 3:0 setzte er Marcelo<br />

unter Druck. Yoshinori Muto<br />

glänzte als Vollstrecker<br />

und arbeitete mit leidenschaftlicher<br />

Hingabe.<br />

55+45<br />

48+52<br />

Ballbesitz<br />

48 % 52 % 66 55<br />

Gewonnene<br />

Zweikämpfe<br />

Daten: opta<br />

Am Samstag, so stöhnte Michael<br />

Frontzeck noch einen Tag später,<br />

habe ihm im Glutofen des<br />

Mainzer Stadions die Sonne fast unerträglich<br />

auf der Stirn gebrannt.<br />

„Gefühlt“, so Hannovers Coach mit<br />

Verweis auf die Stimmungslage<br />

im Umfeld, „sind wir hier aber im<br />

November. Es ist noch nicht ganz<br />

verhallt, dass wir gemeinsam etwas<br />

Großes erreicht haben. Doch nach<br />

vier Pflichtspielen entsteht ein Szenario,<br />

das düsterer nicht sein kann.“<br />

Endzeitstimmung zumindest<br />

auch für einen auf der 96-Bank.<br />

Zum letzten Mal saß dort in Mainz<br />

MAINZ: Nach U-21-Aus<br />

Die Türkei will Malli,<br />

Malli will Zeit<br />

1Den Frust über die für ihn wenig<br />

befriedigende U-21-Europameisterschaft<br />

dürfte sich Yunus Malli<br />

spätestens mit seinem Gala-Auftritt<br />

am Samstag von der Seele gespielt<br />

haben. In Tschechien kam der<br />

23-Jährige, der dem DFB-Nachwuchs<br />

nun entwachsen ist, nur<br />

zu einem Kurzeinsatz. Durch die<br />

96-Defensive marschierte der beste<br />

FSV-Torschütze der vergangenen<br />

Rückrunde (sechs Treffer) wie das<br />

Messer durch die Butter. „Es wird<br />

immer Spiele geben“, sagt der Techniker,<br />

„in denen man umschalten<br />

muss wie in Gladbach. Und solche,<br />

in denen man Ballbesitz hat. Da<br />

muss man sich weiterentwickeln.<br />

Diesmal sah es gut aus.“<br />

Die ganz persönliche Entwicklung<br />

Mallis ist auch dem türkischen<br />

Verband nicht verborgen geblieben.<br />

Nach kicker-Informationen klopfte<br />

Fatih Terim vor der Länderspielpause<br />

beim gebürtigen Kasselaner<br />

an. Malli aber, so heißt es aus gut<br />

unterrichteten Kreisen, will sich<br />

noch nicht festlegen und braucht<br />

für seine Entscheidung Zeit.<br />

Dirk Dufner. Dass nach dessen „Abschied<br />

mit Anlauf“ (Seiten 12/13)<br />

als nächstes sportlich ein „Abstieg<br />

mit Anlauf“ bevorsteht, glauben<br />

immer mehr Betrachter. Nach dem<br />

Fehlstart mit nur einem Punkt aus<br />

drei Spielen wachsen Zweifel an der<br />

Tauglichkeit des noch mit Dufner<br />

neu zusammengestellten Teams.<br />

Frontzeck hält konsequent dagegen.<br />

Motto des Trainers: „Überzeugung<br />

gegen Aktionismus – auch<br />

wenn das schwer fällt nach so einem<br />

Spiel, zumindest nach so einer<br />

halben Stunde.“ Doch spielte<br />

seine Mannschaft in Mainz wirk-<br />

Eine Mio. Euro Ablöse<br />

Bussmann kommt<br />

als Park-Ersatz<br />

1Bereits am Samstag<br />

hatte Christian<br />

Heidel erklärt, beim<br />

Transfer von Gaetan<br />

Bussmann fehlen<br />

nur noch Details.<br />

Nun ist klar: Der Franzose kommt<br />

für eine Million Euro vom FC Metz<br />

als Ersatz für den zum BVB abgewanderten<br />

Joo-Ho Park, für den<br />

Mainz 3,5 Millionen kassiert plus<br />

erfolgsorientiertem Nachschlag.<br />

Es ist nicht ganz risikofrei, zu<br />

einem so späten Zeitpunkt einen<br />

Leistungsträger abzugeben. Pierre<br />

Bengtsson, der vorerst hinten links<br />

die Nummer eins sein dürfte, bot<br />

gegen Hannover jedoch eine gute<br />

Leistung. Und Bussmann, dessen<br />

Vertrag mit Verlängerungsoption<br />

bis 2017 läuft, ist laut Heidel und<br />

Martin Schmidt ein anderer Spielertyp<br />

für die Position. „Er ist eine<br />

gute Ergänzung zu Bengtsson. Beide<br />

passen je nach Anforderung zu<br />

unserem Spiel.“ Vor allem aufgrund<br />

seiner Physis ist der kopfballstarke<br />

24-Jährige mit 1,84 Metern eine<br />

sinnvolle Option für den Schweizer.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 45<br />

„Steiniger Weg“:<br />

Christian Schulz<br />

und Artur Sobiech<br />

Foto: dpa/von Erichsen<br />

lich nur 30 Minuten lang „2. Liga“,<br />

wie 96-Idol Dieter Schatzschneider<br />

es ungeschminkt formulierte?<br />

Dass sein Team insgesamt in der<br />

Entwicklung dem gesteckten Zeitplan<br />

hinterherläuft, will Frontzeck<br />

jedenfalls nicht so stehen lassen.<br />

„Darmstadt war unterm Strich<br />

okay, Leverkusen waren wir unterlegen.“<br />

2:2 und 0:1 lauteten da<br />

die Resultate. Nun diese Pleite in<br />

Mainz, in der die Mannschaft in der<br />

entscheidenden Phase Basics wie<br />

Defensivarbeit, Laufstärke (erneut<br />

rannte der Gegner insgesamt über<br />

vier Kilometer mehr) und Geschlossenheit<br />

gefehlt hätten.<br />

Doch die Probleme sind da.<br />

„Nach den 90 Minuten muss man<br />

feststellen, dass die Mainzer uns in<br />

allen Belangen überlegen waren“, so<br />

Kapitän Christian Schulz, selbst nur<br />

mit 33 Prozent Zweikampfquote,<br />

deutlich. „Da gibt es Redebedarf.<br />

Mit der Leistung kommt man nicht<br />

weiter.“ Doch in der Länderspielpause<br />

lichten sich auch in Hannover<br />

die Reihen. Frontzeck: „Sicherlich<br />

hättest du sie jetzt gerne eng<br />

beieinander, um Dinge zu besprechen.<br />

Das fällt natürlich aus.“ Und<br />

so geht es in den nächsten Tagen<br />

weiter auf dem laut Frontzeck „steinigen“,<br />

aber alternativlosen Weg,<br />

aus dem vorhandenen Spieler-<br />

bestand eine wettbewerbsfähige<br />

Mannschaft zu bauen, die bestenfalls<br />

im Winter noch einmal Verstärkungen<br />

von außerhalb erhalten soll.<br />

Personelle Änderungen stehen<br />

dennoch intern erneut an, die Suche<br />

nach der idealen Form (Frontzeck:<br />

„Der eine oder andere ist im<br />

Moment nicht bei 100 Prozent“)<br />

und Formation geht weiter. Gewisse<br />

Erwartungen werden in Hiroshi<br />

Kiyotake gesetzt, der vor allem dem<br />

Spiel nach vorne endlich Struktur<br />

verleihen soll. Arbeitet sich der Japaner<br />

weiterhin so gut nach seinem<br />

Mittelfußbruch heran, ist er Samstag<br />

in einer Woche ein Thema.<br />

Dann folgt gegen Dortmund die<br />

Probe aufs Exempel. „Da kommt<br />

eine Monsteraufgabe auf uns zu.<br />

Aber das sind die Herausforderungen,<br />

denen wir uns stellen müssen“,<br />

weiß Frontzeck, der voll auf<br />

Vertrauen und Geduld auch seines<br />

Vorgesetzten baut. „Bin ich von<br />

Dingen überzeugt, dann vertrete<br />

ich sie, auch wenn es stürmisch<br />

wird. Wenn es auf meinem Kopf<br />

ausgetragen wird, stehe ich auch in<br />

ein paar Monaten dazu. Aber wenn<br />

Martin Kind nach dem zweiten<br />

Spiel gefragt wird, wie viel Kredit<br />

der Trainer noch besitzt, dann ist<br />

eine Zeit angebrochen, über die wir<br />

doch nicht ernsthaft reden müssen.“<br />

Japaner feiert Tordebüt mit Doppelpack, im Angriff könnte sich dennoch etwas tun<br />

Heidel lobt: „Muto läuft, bis der Arzt kommt“<br />

1Yoshinori Muto ist ein höflicher<br />

Mensch. Das ist sehr schön für die<br />

Fans. Denn obgleich der Japaner<br />

nach einem Interview-Marathon<br />

unter Zeitdruck stand, weil er den<br />

20.45-Uhr-Flieger nach Tokio zur<br />

Nationalelf erwischen musste,<br />

führte er auf dem Parkplatz vor<br />

der Arena ein grotesk-lustiges<br />

Schauspiel auf. Muto unterbrach<br />

seinen Dauerlauf gegen<br />

die Abflugzeit immer wieder<br />

für Foto- und Autogrammwünsche.<br />

Im Laufschritt signierte er Trikots,<br />

Poster und Tickets, ehe ihn<br />

sein mit nervösem Blick auf die Uhr<br />

wartender Fahrer am weinroten<br />

Kleinbus empfing und gemeinsam<br />

mit Landsmann Hiroki Sakai zum<br />

Flughafen Frankfurt karrte.<br />

Dass sich der 23-Jährige überhaupt<br />

noch ohne Rollator bewegen<br />

konnte, gleicht einem Wunder. Bis<br />

zu seiner Auswechslung nervte er<br />

Sakai und Co., arbeitete mit einem<br />

Elan, der in Mainz bislang untrennbar<br />

mit dem Namen Shinji Okazaki<br />

verbunden war, gegen den Ball und<br />

traf doppelt. „Der Junge läuft, bis<br />

der Arzt kommt“, lobte Christian<br />

Heidel seinen 2,8 Millionen Euro<br />

teuren Zugang vom FC Tokio. „Das<br />

ist genau das, was wir wollten.“<br />

Der FC Chelsea wollte das übrigens<br />

auch, allerdings erst nach<br />

einem mit einer Leihe zu Virtesse<br />

Arnheim verbundenen Europareifetest,<br />

weshalb sich Muto für<br />

Mainz entschied. Bereut haben<br />

wird er es nicht. Nach Schlusspfiff<br />

forderten ihn die Fans zur<br />

traditionellen Humba auf.<br />

Nach kurzem Zögern machte er<br />

mit, auch wenn er sich nicht ganz<br />

bewusst war, was er da so tat auf<br />

dem Kurvenzaun, wie er hinterher<br />

grinsend zugab: „Ich habe nicht<br />

ganz verstanden, was ich da gesungen<br />

habe. Aber ich gehe davon<br />

aus, dass es etwas über Mainz war.“<br />

Heidel freute sich über Mutos<br />

Tordebüt, nichtsdestotrotz kann<br />

im Angriff noch etwas passieren.<br />

Bereits vor Wochen war der Manager<br />

nach kicker-Informationen an<br />

Aston Villas Libor Kozak (26) dran,<br />

eine Verpflichtung zerschlug sich<br />

aber. Der englische Mirror berichtet<br />

nun erneut vom Mainzer Interesse –<br />

ob dies nur ein aufgewärmtes Ge-<br />

Foto: picture-alliance/dpa<br />

rücht ist oder Fakt, lässt sich nicht<br />

seriös beurteilen. Zumindest brächte<br />

der Tscheche mit 1,93 Metern die<br />

erforderliche Körpergröße für den<br />

gesuchten Wandstürmer mit.<br />

Sozusagen ein Gegenstück zu<br />

Muto, der „Schnelligkeit und Beweglichkeit“<br />

als seine Stärken<br />

nennt. Sofern er den Samstagseindruck<br />

auf Sicht bestätigt, hätte<br />

er auch noch seine feine Technik<br />

erwähnen können oder präzise Abschlüsse.<br />

Aber er ist ja ein höflicher<br />

und bescheidener Mensch.<br />

Langstreckenläufer und -flieger: Für Yoshinori Muto ging es nach dem<br />

Sieg gegen Hannover gleich zur japanischen Nationalmannschaft.


3. Spieltag<br />

28. – 30. August <strong>2015</strong><br />

Bundesliga-Saison <strong>2015</strong>/16:<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

VfL Wolfsburg<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Arnold 3/1 –/– 3,50<br />

Bendtner 3/– 1/– –<br />

Caligiuri 2/1 –/1 4,00<br />

Casteels 3/3 –/– 2,67<br />

De Bruyne 2/2 –/– 4,25<br />

Dost 3/3 2/– 2,50<br />

Guilavogui 2/2 –/– 3,50<br />

Hunt 2/1 –/– 4,50<br />

Klose 3/3 1/– 3,17<br />

Kruse 3/3 –/1 3,67<br />

Luiz Gustavo 2/2 –/1 2,75<br />

Naldo 3/3 –/– 3,33<br />

Perisic 2/2 1/– 3,25<br />

R. Rodriguez 3/3 1/1 3,00<br />

Schürrle 1/– –/– –<br />

Träsch 2/1 –/1 2,00<br />

Vieirinha 3/3 –/– 3,67<br />

17 Spieler 6/5 3,26<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Ascues, Azzaoui, Benaglio, Dante, Felipe,<br />

Grün, Jung, Knoche, F. Rodriguez, Schäfer,<br />

Seguin, Sprenger, Stolze, Zawada<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Ricardo Rodriguez 66,7 %<br />

Beste Passquote:<br />

Josuha Guilavogui 94,2 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Vieirinha 95,0<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

VfB Stuttgart<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Baumgartl 3/3 –/– 4,00<br />

Didavi 3/3 2/1 2,83<br />

Gentner 3/3 –/1 3,17<br />

Ginczek 3/3 2/– 3,33<br />

Gruezo 1/– –/– –<br />

Harnik 3/3 –/– 4,00<br />

Hlousek 3/3 –/– 4,33<br />

Insua 3/3 –/– 3,50<br />

Klein 2/2 –/– 3,75<br />

Kliment 1/– –/– –<br />

Kostic 3/3 –/1 3,50<br />

Maxim 1/– –/– –<br />

Rupp 3/2 –/– 3,00<br />

Schwaab 2/1 –/– 4,50<br />

Serey Dié 1/1 –/1 2,50<br />

Tyton 3/3 –/– 4,17<br />

Vlachodimos 1/– –/– –<br />

Werner 3/– –/– 5,00<br />

18 Spieler 4/4 3,67<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Ferati, Heise, Kiesewetter, Langerak, Niedermeier,<br />

Ristl, Sunjic, Wanitzek<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Timo Baumgartl 63,9 %<br />

Beste Passquote:<br />

Timo Baumgartl 79,3 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Emiliano Insua 65,9<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

FC Augsburg<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Altintop 3/3 –/1 4,33<br />

Baier 3/3 –/– 3,50<br />

Bobadilla 2/2 –/– 4,00<br />

Caiuby 3/2 1/– 3,50<br />

Esswein 3/2 –/– 3,67<br />

Feulner 2/1 –/– 4,50<br />

Hitz 3/3 –/– 3,33<br />

Hong 3/3 –/– 3,00<br />

Ji 1/– –/– –<br />

Klavan 3/3 –/– 3,83<br />

Kohr 3/3 –/– 3,83<br />

Matavz 1/– –/– 4,50<br />

Max 2/1 –/– 4,50<br />

Mölders 3/– –/– –<br />

Stafylidis 1/1 –/– 4,00<br />

Verhaegh 3/3 –/– 3,33<br />

Werner 3/3 –/– 4,33<br />

17 Spieler 1/1 3,76<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Callsen-Bracker, Ekin, Framberger,<br />

Janker, Kurz, Manninger, Moravek, Oettl,<br />

Opare, Parker, Reinthaler, Rieder, Schuster,<br />

Trochowski, Uhde<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Daniel Baier 71,1 %<br />

Beste Passquote:<br />

Ragnar Klavan 84,0 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Daniel Baier 79,0<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

1. FC Köln<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Bittencourt 3/3 –/– 3,00<br />

Gerhardt 3/1 –/– 4,50<br />

Hector 3/3 –/1 2,83<br />

Heintz 3/3 –/– 2,83<br />

Horn 3/3 –/– 3,00<br />

Hosiner 1/– 1/– –<br />

Jojic 3/1 –/– 3,50<br />

Lehmann 3/3 –/– 3,17<br />

Modeste 3/3 2/4 2,00<br />

Olkowski 3/3 –/– 4,00<br />

Osako 1/– 1/– 3,00<br />

Risse 3/3 –/– 3,50<br />

Sörensen 3/3 –/– 3,17<br />

Vogt 3/2 –/1 2,67<br />

Zoller 3/2 2/– 3,25<br />

15 Spieler 6/6 3,10<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Finne, Kessler, Maroh, Mavraj, Mesenhöler,<br />

Nagasawa, Peszko, Svento<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Dominique Heintz 64,7 %<br />

Beste Passquote:<br />

Frederik Sörensen 80,8 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Jonas Hector 57,0<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

1. FSV Mainz 05<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Balogun 3/1 –/– 3,00<br />

Baumgartlinger 3/3 –/– 2,83<br />

Bell 3/3 –/1 3,17<br />

Bengtsson 2/2 –/– 3,00<br />

Brosinski 3/2 –/– 3,75<br />

Bungert 3/3 –/– 3,17<br />

Clemens 3/3 1/1 3,17<br />

Frei 3/3 –/– 3,75<br />

Jairo 3/3 1/2 3,17<br />

Karius 3/3 –/– 2,83<br />

Koo 2/– –/– –<br />

Latza 2/– –/– 2,50<br />

Malli 3/3 1/– 2,83<br />

Muto 3/2 2/– 2,75<br />

Niederlechner 2/1 –/– 3,50<br />

Park 1/1 –/– 3,00<br />

16 Spieler 5/4 3,09<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Beister, Bussmann, Curci, De Blasis,<br />

Huth, Jara, Moritz, Nedelev, Parker, Serdar,<br />

Sereno, Soto, Zimling<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Stefan Bell 80,0 %<br />

Beste Passquote:<br />

Niko Bungert 86,4 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Stefan Bell 76,7<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

FC Schalke 04<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Aogo 3/3 –/– 4,00<br />

Choupo-Moting 3/3 1/– 3,33<br />

di Santo 3/2 –/1 4,50<br />

Draxler 3/3 1/– 3,00<br />

Fährmann 3/3 –/– 2,83<br />

Geis 3/3 –/– 3,83<br />

Goretzka 2/1 –/– 3,00<br />

Höger 2/1 –/– 4,00<br />

Huntelaar 3/3 1/– 4,00<br />

Junior Caicara 1/1 –/– 4,50<br />

Kolasinac 1/1 –/– 5,50<br />

Matip 3/3 –/2 3,17<br />

Meyer 2/– –/– –<br />

Nastasic 1/1 –/– –<br />

Neustädter 3/2 –/– 3,67<br />

Riether 2/2 –/– 3,75<br />

Sané 3/1 –/1 3,50<br />

17 Spieler 3/4 3,68<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Ayhan, Boateng, Felipe Santana, Friedrich,<br />

Giefer, Gspurning, Höjbjerg, Höwedes,<br />

Kehrer, Multhaup, Nübel, Platte,<br />

Sam, Uchida<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Roman Neustädter 63,3 %<br />

Beste Passquote:<br />

Roman Neustädter 93,0 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Roman Neustädter 81,9<br />

Eintracht Frankfurt<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Abraham 3/2 –/– 3,50<br />

Aigner 3/3 –/– 3,67<br />

Castaignos 3/3 2/1 3,17<br />

Chandler 2/1 –/– 4,00<br />

Gerezgiher 2/1 –/– 5,00<br />

Hasebe 3/3 –/– 4,33<br />

Hradecky 3/3 –/– 2,67<br />

Ignjovski 3/– –/– 3,25<br />

Inui 1/1 –/– 4,50<br />

Oczipka 3/3 –/– 4,17<br />

Reinartz 3/3 1/1 3,17<br />

Russ 3/3 1/– 3,67<br />

Seferovic 3/3 1/3 3,00<br />

Stendera 1/1 –/– 2,50<br />

Waldschmidt 3/– –/1 –<br />

Zambrano 3/3 –/– 3,17<br />

16 Spieler 5/6 3,51<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Anderson, Balayev, Djakpa, Flum, Gacinovic,<br />

Kadlec, Kinsombi, Kittel, Lindner,<br />

Medojevic, Meier, Zummack<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

David Abraham 67,5 %<br />

Beste Passquote:<br />

David Abraham 82,7 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Stefan Reinartz 67,3<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

FC Ingolstadt 04<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Bauer 2/– –/– –<br />

Bregerie 3/1 –/– 4,00<br />

Engel 2/2 –/– 4,25<br />

Groß 3/3 –/1 3,17<br />

Hartmann 3/3 –/– 4,17<br />

Hinterseer 3/3 1/– 3,50<br />

Hübner 3/3 –/– 3,17<br />

Kachunga 1/– –/– –<br />

Leckie 3/3 1/– 3,17<br />

Levels 3/3 –/– 3,33<br />

Lex 2/– –/– –<br />

Matip 3/2 –/– 3,00<br />

Morales 3/3 –/1 3,50<br />

Nyland 1/1 –/– 3,50<br />

Özcan 2/2 –/– 2,75<br />

Roger 3/3 –/– 2,50<br />

Suttner 2/1 –/– 3,50<br />

17 Spieler 2/2 3,34<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Christiansen, Cohen, da Costa, Danilo,<br />

Ortag, Pekhart, Pledl, Wannenwetsch<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Marvin Matip 69,0 %<br />

Beste Passquote:<br />

Marvin Matip 81,8 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Pascal Groß 71,7<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Hamburger SV<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Adler 3/3 –/– 3,50<br />

Cleber 1/1 –/– 3,50<br />

Diaz 1/– –/– –<br />

Diekmeier 3/3 –/– 3,67<br />

Djourou 2/2 1/1 3,75<br />

Ekdal 3/3 –/– 4,17<br />

Gregoritsch 3/3 –/– 4,50<br />

Hirzel 1/– –/– 3,00<br />

Holtby 3/3 1/– 4,00<br />

Ilicevic 3/3 1/– 3,67<br />

Jung 3/3 –/– 3,83<br />

Kacar 1/– –/– 4,00<br />

Lasogga 3/– 1/1 2,00<br />

N. Müller 1/– –/– –<br />

Olic 2/– –/1 –<br />

Ostrzolek 3/3 –/– 4,67<br />

Schipplock 3/3 –/1 3,83<br />

Spahic 3/3 –/– 4,33<br />

18 Spieler 4/4 3,90<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Altintas, Drobny, Götz, Marcos, P. Müller,<br />

Rudnevs, Sakai, Stieber<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Emir Spahic 75,8 %<br />

Beste Passquote:<br />

Ivo Ilicevic 79,5 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Emir Spahic 64,5<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Hannover 96<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Albornoz 1/1 –/– 5,50<br />

Andreasen 2/– –/– –<br />

Bech 1/1 –/– 4,00<br />

Benschop 3/2 1/– 4,00<br />

Erdinc 2/2 –/1 4,75<br />

Karaman 3/2 –/– 4,33<br />

Klaus 2/2 –/– 4,75<br />

Marcelo 3/3 –/– 4,50<br />

Prib 3/3 –/1 4,83<br />

Saint-Maximin 2/– –/– 4,00<br />

Sakai 2/2 –/– 4,50<br />

Sané 3/3 –/– 3,83<br />

Schmiedebach 3/3 –/– 4,17<br />

Schulz 3/3 –/– 3,83<br />

Sobiech 3/– –/– –<br />

Sorg 3/3 –/– 4,00<br />

Zieler 3/3 –/– 2,83<br />

17 Spieler 1/2 4,18<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Anton, Bähre, Dierßen, Ernst, Felipe,<br />

Gülselam, Hirsch, Hoffmann, Kiyotake,<br />

Königsmann, Radlinger, Rankovic, Sulejmani,<br />

Teichgräber, Tschauner<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Hiroki Sakai 66,7 %<br />

Beste Passquote:<br />

Marcelo 82,9 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Marcelo 67,0


Alle Spieler, alle Tore, alle Noten<br />

Am 3. Spieltag vor 39 Jahren<br />

Röntveds doppeltes Pech<br />

Saarbrücken war Gründungsmitglied<br />

der Bundesliga, stieg aber<br />

sofort als Letzter ab. 1976 schafften<br />

die Saarländer die Rückkehr<br />

ins Oberhaus und starteten mit<br />

zwei Niederlagen. Am 3. Spieltag<br />

war Bremen zu Gast und der FCS<br />

feierte den ersten Sieg nach dem<br />

Wiederaufstieg. Beide Tore beim<br />

2:0 erzielte Werders Per Röntved.<br />

Nur der Däne überwand Keeper<br />

Dieter Burdenski, der als Einziger<br />

die kicker-Note 1 erhielt – gegen<br />

die Treffer seines Mitspielers war er<br />

machtlos. Sechs Akteuren unterliefen<br />

bisher Eigentor-Doppelpacks,<br />

doch nur bei Röntved waren es<br />

die alleinigen Tore in dem Spiel.<br />

Insgesamt fabrizierte er fünf Eigentore,<br />

so traf er in der Saison zuvor<br />

schon an zwei Spieltagen in Folge<br />

ins eigene Netz. Damit liegt er im<br />

Eigentor-Ranking der Bundesliga<br />

nur knapp hinter den führenden<br />

Nikolce Noveski und Manfred Kaltz<br />

(je sechs), aber noch vor Franz<br />

Beckenbauer und 13 weiteren, die<br />

je viermal falsch trafen.<br />

Foto: imago/Hartung<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Bayern München<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Alaba 3/3 –/– 3,17<br />

Benatia 2/2 1/– 3,25<br />

Boateng 2/2 –/– 3,75<br />

Dante 1/– –/– –<br />

Douglas Costa 3/3 1/4 1,67<br />

Götze 3/1 –/– 2,50<br />

Juan Bernat 1/1 –/– 4,00<br />

Lahm 3/3 –/– 3,50<br />

Lewandowski 3/2 2/1 2,75<br />

Müller 3/3 5/– 1,67<br />

Neuer 3/3 –/– 3,00<br />

Rafinha 2/– –/1 3,25<br />

Robben 3/3 1/– 3,00<br />

Rode 1/– –/– –<br />

Thiago 3/1 –/– 3,75<br />

Vidal 3/3 –/1 3,00<br />

Xabi Alonso 3/3 –/1 2,17<br />

17 Spieler 10/8 2,88<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Badstuber, Coman, Gaudino, Green,<br />

Javi Martinez, Kimmich, Kirchhoff, Kurt,<br />

Ribery, Starke, Ulreich, Weihrauch<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Philipp Lahm 70,6 %<br />

Beste Passquote:<br />

Arturo Vidal 90,5 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Xabi Alonso 106,5<br />

Borussia Dortmund<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Aubameyang 3/3 3/1 2,50<br />

Bender 1/– –/– –<br />

Bürki 3/3 –/– 3,17<br />

Castro 1/– –/– –<br />

Ginter 2/2 1/2 2,25<br />

Gündogan 3/3 –/– 2,67<br />

Hofmann 2/– –/1 –<br />

Hummels 3/3 1/– 2,17<br />

Kagawa 3/3 1/2 2,17<br />

Kampl 1/– –/– –<br />

Mkhitaryan 3/3 2/2 2,17<br />

Piszczek 2/1 –/– 3,00<br />

Ramos 3/– 1/– –<br />

Reus 3/3 2/1 2,50<br />

Schmelzer 3/3 –/2 2,50<br />

Sokratis 2/2 –/– 2,75<br />

Subotic 1/1 –/– 4,00<br />

Weigl 3/3 –/– 2,17<br />

18 Spieler 11/11 2,52<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Blaszczykowski, Bonmann, Durm,<br />

Großkreutz, Kirch, Leitner, Park, Sahin,<br />

Weidenfeller<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Mats Hummels 78,6 %<br />

Beste Passquote:<br />

Julian Weigl 92,7 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Ilkay Gündogan 102,2<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Werder Bremen<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Bargfrede 3/3 –/– 2,83<br />

Bartels 3/1 –/– 4,00<br />

M. Eggestein 1/1 –/– 5,00<br />

Fritz 3/3 –/– 3,67<br />

Galvez 3/– –/– –<br />

S. Garcia 1/1 –/– 3,00<br />

U. Garcia 3/3 –/1 3,83<br />

Gebre Selassie 3/3 –/– 4,00<br />

Grillitsch 1/– –/– –<br />

Johannsson 3/2 1/– 3,67<br />

Junuzovic 3/3 –/1 3,67<br />

Kroos 1/– –/– –<br />

Lukimya 3/3 –/– 2,83<br />

Öztunali 2/1 –/– 5,00<br />

Ujah 3/3 1/1 2,50<br />

Vestergaard 3/3 1/– 2,67<br />

Wiedwald 3/3 –/– 2,50<br />

17 Spieler 3/3 3,34<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Aycicek, Busch, Fröde, Hajrovic, Husic,<br />

Hüsing, Lorenzen, Pavlovic, Sternberg,<br />

von Haacke, Wolf, Yildirim, Zander, Zetterer<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Jannik Vestergaard 69,0 %<br />

Beste Passquote:<br />

Jannik Vestergaard 81,7 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Jannik Vestergaard 72,3<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

SV Darmstadt 98<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Caldirola 3/3 –/– 3,50<br />

Garics 2/2 –/– 4,00<br />

Gondorf 3/3 –/– 4,00<br />

Heller 3/3 2/– 3,00<br />

Holland 3/3 –/– 3,83<br />

Jungwirth 2/1 –/– 4,00<br />

Kempe 2/– –/– –<br />

Mathenia 3/3 –/– 3,00<br />

Niemeyer 3/3 –/– 4,00<br />

Rausch 3/3 1/– 3,67<br />

Rosenthal 2/– –/– –<br />

Sailer 3/2 –/– 3,83<br />

Stroh-Engel 3/3 –/1 4,50<br />

Sulu 3/3 –/– 3,67<br />

Vrancic 1/1 –/– 4,50<br />

Wagner 3/– –/– –<br />

16 Spieler 3/1 3,75<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Finger, Gorka, Ivana, Junior Diaz, Kazimi,<br />

Platins, Sirigu, Stark, Stegmayer, Volk,<br />

Wembacher<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Aytac Sulu 65,5 %<br />

Beste Passquote:<br />

Marco Sailer 60,9 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Peter Niemeyer 40,9<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

TSG Hoffenheim<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Baumann 3/3 –/– 2,33<br />

Kaderabek 3/3 –/– 3,67<br />

Kim 3/3 –/– 4,17<br />

Kuranyi 3/3 –/– 4,00<br />

Ochs 2/– –/– –<br />

Polanski 3/3 –/1 3,50<br />

Rudy 2/– –/– –<br />

Schär 3/3 –/– 3,33<br />

Schmid 3/2 –/– 3,75<br />

Schwegler 3/3 –/– 3,33<br />

Strobl 1/– –/– 3,50<br />

Süle 3/3 –/– 2,67<br />

Uth 3/1 –/– 3,00<br />

Vargas 1/– –/– –<br />

Volland 3/3 1/– 3,83<br />

Zuber 3/3 1/– 3,17<br />

16 Spieler 2/1 3,41<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Amiri, Bicakcic, Elyounoussi, Gimber,<br />

Grahl, Hamad, Herdling, Joelinton, Malbasic,<br />

Mees, Rapp, Stolz, Szalai, Toljan<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Niklas Süle 75,0 %<br />

Beste Passquote:<br />

Niklas Süle 83,3 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Niklas Süle 59,3<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Bayer Leverkusen<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Bellarabi 3/2 –/– 2,75<br />

Bender 3/3 –/– 3,50<br />

Boenisch 1/– –/– –<br />

Brandt 3/1 1/– 4,00<br />

Calhanoglu 3/3 1/– 3,33<br />

Hilbert 3/3 –/– 3,67<br />

Kießling 3/3 1/– 3,17<br />

Kramer 3/3 –/– 3,83<br />

Kruse 2/– –/– –<br />

Leno 3/3 –/– 3,00<br />

Mehmedi 3/2 –/1 3,50<br />

Papadopoulos 3/2 –/– 4,25<br />

Ramalho 2/1 –/– 3,50<br />

Son 1/1 –/– 4,00<br />

Tah 3/3 –/– 3,17<br />

Wendell 3/3 –/1 3,17<br />

16 Spieler 3/2 3,44<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Aranguiz, Boeder, Donati, Frey, Jedvaj,<br />

Kampl, Kresic, Ryu, Toprak, Yelldell,<br />

Yurchenko<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Kyriakos Papadopoulos 71,0 %<br />

Beste Passquote:<br />

Christoph Kramer 89,0 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Wendell 81,9<br />

Der Trend der letzten Spiele<br />

Hertha BSC<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Baumjohann 2/– –/– 3,50<br />

Beerens 1/1 –/– 5,00<br />

Brooks 3/1 –/– 4,50<br />

Darida 3/3 –/1 4,00<br />

Haraguchi 3/2 –/– 3,75<br />

Hegeler 2/2 –/1 3,75<br />

Kalou 3/2 2/1 3,75<br />

Kraft 3/3 –/– 3,00<br />

Langkamp 3/3 –/– 3,67<br />

Lustenberger 3/3 –/– 3,50<br />

Pekarik 3/3 –/– 3,50<br />

Plattenhardt 3/3 –/– 4,00<br />

Schulz 1/– –/– 3,50<br />

Skjelbred 3/3 –/– 3,83<br />

Stocker 3/3 1/– 3,50<br />

van den Bergh 1/1 –/– 4,50<br />

Weiser 2/– –/– 4,50<br />

17 Spieler 3/3 3,75<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Allagui, Ben-Hatira, Cigerci, Gersbeck,<br />

Ibisevic, Jarstein, Kohls, N.-J. Körber,<br />

Mittelstädt, Ronny, Schieber, Stark<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Fabian Lustenberger 76,9 %<br />

Beste Passquote:<br />

Fabian Lustenberger 87,8 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Sebastian Langkamp 70,0<br />

Bor. Mönchengladbach<br />

Spiele/ Tore/ Note<br />

von Beginn Assists<br />

Brouwers 1/1 –/– 4,50<br />

Christensen 1/1 –/– 5,00<br />

Dahoud 3/– –/– –<br />

Drmic 3/1 –/– 5,00<br />

Hahn 1/– –/– –<br />

Hazard 3/2 –/1 4,00<br />

Herrmann 3/2 1/– 3,25<br />

Hrgota 1/– –/– –<br />

Jantschke 3/3 –/– 3,83<br />

Johnson 1/1 –/– 5,00<br />

Korb 1/1 –/– 4,00<br />

Nordtveit 1/1 –/– 4,00<br />

Raffael 3/3 –/– 4,67<br />

M. Schulz 3/3 –/– 4,33<br />

Sommer 3/3 –/– 3,17<br />

Stindl 3/3 1/1 4,00<br />

Traoré 2/2 –/– 4,50<br />

Wendt 3/3 –/– 3,83<br />

Xhaka 3/3 –/– 3,83<br />

19 Spieler 2/2 4,06<br />

Noch nicht eingesetzt:<br />

Alvaro Dominguez, Elvedi, Heimeroth,<br />

Ritter, N. Schulz, Sippel, Stranzl<br />

Beste Zweikampfquote:<br />

Tony Jantschke 71,4 %<br />

Beste Passquote:<br />

Marvin Schulz 90,8 %<br />

Meiste Ballkontakte pro 90 Minuten:<br />

Granit Xhaka 113,7<br />

Der Trend der letzten Spiele


48 NATIONALMANNSCHAFT/JUNIOREN kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

NATIONALMANNSCHAFT: Neuer sieht den Weltmeister „in Zugzwang“<br />

Özils Start wegen Knieprellung fraglich<br />

1An diesem Montag nimmt Joachim<br />

Löw sein Personal in Frankfurt<br />

in Empfang, allerdings stehen<br />

zunächst lediglich die Dreharbeiten<br />

für eine Kamapgne des Teamausrüsters<br />

adidas auf dem Programm.<br />

Erst für Dienstag hat der Bundestrainer<br />

vor dem Training eine<br />

Mannschaftssitzung anberaumt, in<br />

der er sein Team auf die wegweisenden<br />

EM-Qualifikationsspiele am<br />

Freitag gegen Polen und drei Tage<br />

später in Schottland einschwören<br />

will. „Wir wissen, dass wir möglichst<br />

sechs Punkte mitnehmen sollten.<br />

Wir sind in Zugzwang“, sagt Manuel<br />

Neuer treffend. Die Polen stehen<br />

in der Gruppe D mit 14 Zählern<br />

vor dem deutschen Team (13), die<br />

Schotten (11) liegen dicht dahinter.<br />

„Wir wissen, dass es in diesen Spielen<br />

keine Geschenke gibt, und dass<br />

wir wirklich etwas investieren müssen“,<br />

warnt deshalb Thomas Müller,<br />

„wir müssen wirklich guten Fußball<br />

spielen, den man lange nicht gesehen<br />

hat von uns“.<br />

Ob alle 23 berufenen Spieler in<br />

der ausverkauften Commerzbank-<br />

Arena einsatzfähig sind, war am<br />

Sonntag noch offen. Ein Fragezeichen<br />

stand hinter Mesut Özil.<br />

Der Mittelfeldspieler des FC Arsenal<br />

lief sich zwar am Samstag vor<br />

dem Duell bei Newcastle United<br />

warm, ließ sich dann aber wegen<br />

einer Knieprellung vom Spielberichtsbogen<br />

streichen. Am Sonntag<br />

mutmaßte der Weltmeister, dass es<br />

sich nicht um eine schwerwiegende<br />

Blessur handle, er aber wohl einige<br />

Tage mit dem Training aussetzen<br />

müsse.<br />

Das deutsche Aufgebot gegen Polen und Schottland<br />

Name Verein Alter Länderspiele/Tore<br />

TOR<br />

Manuel Neuer Bayern München 29 58/–<br />

Marc-André ter Stegen FC Barcelona 23 4/–<br />

Ron-Robert Zieler Hannover 96 26 6/–<br />

ABWEHR<br />

Jerome Boateng Bayern München 26 52/–<br />

Emre Can FC Liverpool 21 –/–<br />

Matthias Ginter Borussia Dortmund 21 5/–<br />

Jonas Hector 1. FC Köln 25 5/–<br />

Mats Hummels Borussia Dortmund 26 39/4<br />

Shkodran Mustafi FC Valencia 23 8/–<br />

Sebastain Rudy TSG Hoffenheim 25 9/–<br />

MITTELFELD<br />

Karim Bellarabi Bayer 04 Leverkusen 25 7/1<br />

Ilkay Gündogan Borussia Dortmund 24 11/3<br />

Christoph Kramer Bayer 04 Leverkusen 24 10/–<br />

Toni Kroos Real Madrid 25 58/9<br />

Thomas Müller Bayern München 25 63/27<br />

Mesut Özil FC Arsenal 26 66/18<br />

Lukas Podolski Galatasaray Istanbul 30 125/48<br />

Marco Reus Borussia Dortmund 26 25/9<br />

André Schürrle VfL Wolfsburg 24 46/20<br />

Bastian Schweinsteiger Manchester United 31 111/23<br />

ANGRIFF<br />

Mario Götze Bayern München 23 45/14<br />

Max Kruse VfL Wolfsburg 27 13/3<br />

Kevin Volland TSG Hoffenheim 23 3/–<br />

Keine schwerwiegende Blessur: Mesut Özil konnte beim Ligaspiel nicht<br />

mitwirken, muss aber ein paar Tage mit dem Training pausieren.<br />

Bei der Kader-Nominierung<br />

überraschte Löw mit dem Comeback<br />

von Matthias Ginter. Der<br />

Dortmunder stand zuletzt im November<br />

2014 bei der Dienstreise<br />

nach Spanien im Aufgebot, wurde<br />

danach in die U 21 zurückgestuft.<br />

Auch Sebastian Rudy erhielt wieder<br />

eine Einladung, obwohl der<br />

Hoffenheimer in seinem Klub den<br />

Status als Stammspieler eingebüßt<br />

hat. O.HARTMANN/K.WILD<br />

U 21: Jung und Wolf<br />

Hrubesch holt zwei<br />

völlige Neulinge<br />

1In seinem Aufgebot für die ersten<br />

beiden Länderspiele der neuen<br />

U-21-Generation hat Trainer Horst<br />

Hrubesch neben den erwarteten<br />

Kandidaten auch zwei Spieler nominiert,<br />

die noch nie für den DFB<br />

im Einsatz waren. Hamburgs Gideon<br />

Jung und Marius Wolf vom<br />

Zweitligisten TSV München 1860<br />

stehen im Testspiel am Donnerstag<br />

gegen Dänemark (18 Uhr in<br />

Lübeck) und im EM-Qualifikationsspiel<br />

am Dienstag darauf in<br />

Aserbaidschan vor ihrem Debüt. MP<br />

Tor: Schwäbe (Osnabrück), Vlachodimos<br />

(Stuttgart), Wellenreuther (Mallorca) –<br />

Abwehr: Akpoguma (Düsseldorf), Baumgartl<br />

(Stuttgart), Klostermann (Leipzig),<br />

Süle (Hoffenheim), Tah (Leverkusen), Toljan<br />

(Hoffenheim) – Mittelfeld: Arnold (Wolfsburg),<br />

Brandt (Leverkusen), Gerhardt (Köln),<br />

Gnabry (West Bromwich Albion), Goretzka,<br />

Meyer (beide Schalke), Jung (HSV),<br />

Kimmich (FC Bayern), Öztunali (Bremen),<br />

Stark (Hertha BSC), Weigl (Dortmund), Wolf<br />

(1860 München) – Angriff: Sané (Schalke),<br />

Selke (Leipzig), Werner (Stuttgart)<br />

Foto: picture-alliance/dpa<br />

A-JUNIOREN-<br />

BUNDESLIGA<br />

NORD<br />

4. SPIELTAG<br />

Holstein Kiel – RasenBallsport Leipzig 2:4 (0:1)<br />

FC St. Pauli – VfL Wolfsburg 0:11 (0:4)<br />

Carl Zeiss Jena – Hertha BSC 1:4 (0:2)<br />

Hannover 96 – Energie Cottbus 3:2 (0:1)<br />

Hamburger SV – Werder Bremen 3:4 (2:1)<br />

Eintr. Braunschweig – Rot-Weiß Erfurt 4:1 (1:0)<br />

Viktoria 1889 Berlin – TSV Havelse 4:2 (2:2)<br />

1. VfL Wolfsburg 4 23:2 12<br />

2. Werder Bremen 4 18:12 9<br />

3. FC St. Pauli 4 14:15 9<br />

4. Hannover 96 3 7:5 7<br />

5. Hertha BSC (P) 4 15:9 6<br />

6. RasenBallsport Leipzig (M) 4 11:11 6<br />

7. Energie Cottbus (N) 4 5:10 6<br />

8. Eintracht Braunschweig 3 8:6 4<br />

9. Hamburger SV 4 10:10 4<br />

10. Rot-Weiß Erfurt 3 4:6 4<br />

11. Viktoria 1889 Berlin (N) 3 6:8 3<br />

12. Carl Zeiss Jena 3 4:7 3<br />

13. Holstein Kiel 3 4:14 0<br />

14. TSV Havelse (N) 4 6:20 0<br />

TORJÄGER<br />

8 J. Eggestein (Werder Bremen)<br />

8 Putaro (VfL Wolfsburg)<br />

6 Morina (FC St. Pauli)<br />

WEST<br />

4. SPIELTAG<br />

1. FC M’gladbach – MSV Duisburg 3:3 (0:2)<br />

Schalke 04 – Bor. Mönchengladbach 1:1 (1:0)<br />

Bayer Leverkusen – Bor. Dortmund 1:5 (1:2)<br />

Rot-Weiss Essen – Fortuna Köln 4:1 (1:1)<br />

Wuppertaler SV – VfL Bochum 0:1 (0:1)<br />

1. FC Köln – TSG Sprockhövel 7:0 (2:0)<br />

Fortuna Düsseldorf – Preußen Münster 3:0 (0:0)<br />

1. Borussia Dortmund 4 21:3 12<br />

2. VfL Bochum 4 9:2 12<br />

3. FC Schalke 04 (M) 4 10:3 10<br />

4. 1. FC Köln 4 18:2 9<br />

5. Bor. Mönchengladbach 4 9:4 7<br />

6. Fortuna Düsseldorf 4 4:3 6<br />

7. Rot-Weiss Essen (N) 4 6:6 6<br />

8. 1. FC Mönchengladbach 4 6:6 5<br />

9. MSV Duisburg 4 8:12 4<br />

10. Bayer Leverkusen 4 7:10 3<br />

11. Fortuna Köln (N) 4 4:21 3<br />

12. TSG Sprockhövel (N) 3 2:14 1<br />

13. Preußen Münster 3 2:11 0<br />

14. Wuppertaler SV 4 1:10 0<br />

TORJÄGER<br />

7 Passlack (Borussia Dortmund)<br />

7 Mause (1. FC Köln)<br />

5 Risa (1. FC Köln)<br />

SÜD<br />

4. SPIELTAG<br />

1. FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt 2:1 (2:0)<br />

FC Ingolstadt 04 – 1. FC Saarbrücken 0:2 (0:1)<br />

SC Freiburg – Karlsruher SC 1:5 (1:2)<br />

TSG Hoffenheim – 1. FC Heidenheim 3:1 (3:0)<br />

1. FC Nürnberg – SV Darmstadt 98 4:0 (3:0)<br />

TSV München 1860 – Bayern München 1:0 (0:0)<br />

SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart 1:4 (1:3)<br />

1. TSV München 1860 4 18:4 12<br />

2. TSG Hoffenheim (M) 4 17:4 12<br />

3. 1. FSV Mainz 05 4 7:7 9<br />

4. 1. FC Nürnberg 3 6:1 7<br />

5. Bayern München 4 6:2 7<br />

6. Karlsruher SC 4 10:7 6<br />

7. VfB Stuttgart 3 6:3 6<br />

8. 1. FC Saarbrücken 4 5:12 6<br />

9. SC Freiburg 4 5:9 4<br />

10. FC Ingolstadt 04 (N) 4 5:7 3<br />

11. SpVgg Greuther Fürth 4 4:8 3<br />

12. 1. FC Heidenheim (N) 4 4:11 1<br />

13. Eintracht Frankfurt 3 2:6 0<br />

14. SV Darmstadt 98 (N) 3 0:14 0<br />

TORJÄGER<br />

7 Heinrich (TSV München 1860)<br />

4 Skenderovic (TSG Hoffenheim)<br />

4 Daferner (TSV München 1860)


kicker, 31. August <strong>2015</strong> FRAUEN/BUNDESLIGA 49<br />

FRAUEN-FUSSBALL<br />

Doppel-Ehrung: Die mittlerweile zurückgetretene Celia Sasic wurde<br />

als Deutschlands „Fußballerin des Jahres“ und mit der kicker-<br />

Torjägerkanone ausgezeichnet. Es gratulierten DFB-Vizepräsidentin<br />

Hannelore Ratzeburg und Rainer Franzke aus der kicker-Chefredaktion.<br />

NACHRICHTEN<br />

Champions League im Free-TV<br />

Pay-TV-Sender Sky überträgt alle<br />

Champions-League-Spiele live.<br />

Pro Spieltag kommt auch eine<br />

Partie im ZDF, das sich für die ersten<br />

vier Spieltage schon festgelegt<br />

hat: Jeweils an einem Mittwoch<br />

gibt’s Olympiakos Piräus – Bayern<br />

München (16. September), Manchester<br />

United – VfL Wolfsburg<br />

(30. September), Juventus Turin –<br />

Borussia Mönchengladbach<br />

(21. Oktober) und FC Bayern –<br />

FC Arsenal (4. November).<br />

Über 6 Millionen sahen Bayer<br />

Den Einzug von Bayer Leverkusen<br />

durch das 3:0 gegen Lazio<br />

Rom in die Gruppenphase der<br />

Champions League verfolgten<br />

am letzten Mittwoch im Durchschnitt<br />

6,1 Millionen Zuschauer.<br />

Dies bedeutete einen Marktanteil<br />

von 22,6 Prozent.<br />

FUSSBALL<br />

TVMehr Sportprogramm finden Sie unter www.tvdirekt.de<br />

Tests: BVB spielt bei St. Pauli<br />

Einige Vereine haben Tests in der<br />

nun folgenden Länderspielpause<br />

im September vereinbart: Bedburger<br />

SV – 1. FC Köln (1. September,<br />

17.30 Uhr), Germania<br />

Egestorf – Hannover 96 (2. September,<br />

18 Uhr in Barsinghausen) Auswahl<br />

Rhein-Erft-Kreis – 1. FC Köln<br />

(3. September, 18 Uhr in Bergheim-<br />

Niederaußem), Heeslinger SC –<br />

Werder Bremen (4. September,<br />

17.30 Uhr), 1. FC Heidenheim – VfB<br />

Stuttgart (5. September, 18 Uhr in<br />

Crailsheim), FC St. Pauli – Bor. Dortmund<br />

(8. September, 18.30 Uhr).<br />

FC Bayern verabschiedete Pizarro<br />

Torjäger Claudio Pizarro ist am<br />

Samstagabend im Vorfeld der Partie<br />

gegen Bayer 04 Leverkusen offiziell<br />

vom FC Bayern München verabschiedet<br />

worden. Der am Ende der<br />

vergangenen Saison ausgelaufene<br />

Vertrag des 36 Jahre alten Angreifers<br />

war vom deutschen Rekordmeister<br />

nicht noch einmal verlängert worden.<br />

Mit 176 Toren in 383 Partien ist<br />

Pizarro der erfolgreichste ausländische<br />

Torschütze in der Geschichte<br />

der Fußball-Bundesliga.<br />

Testspiel<br />

Fanclub Red Power – Bay. München 0:5<br />

Tore: Weihrauch (2), Green, Gaudino, Rode<br />

MONTAG<br />

20.15 Uhr Sport 1/Sky: VfL Bochum – TSV München 1860 (2. Liga)<br />

präsentiert von<br />

DIENSTAG<br />

20.15 Uhr Sport 1: SG Wattenscheid – Rot-Weiss Essen (Regionalliga West)<br />

Foto: Harder<br />

BUNDESLIGA: Bayern dreht das Spitzenspiel<br />

Joker Däbritz trifft doppelt<br />

Bayern München –<br />

Turbine Potsdam 3:1 (0:0)<br />

München: Korpela – Maier, Abbé, Manieri<br />

(35. Schnaderbeck), Lewandowski – Holstad<br />

Berge – Evans, Behringer, Leupolz,<br />

Bürki (57. Däbritz) – Miedema (82. Rolser)<br />

– Trainer: Wörle<br />

Potsdam: Fischer – Wesely, Siwinska, Kulis<br />

– Schmidt (78. Schwalm), Kellond-Knight,<br />

Wälti, Kemme – Hanebeck – Mauro, Huth<br />

(78. Makanza) – Trainer: Schröder<br />

Tore: 0:1 Kellond-Knight (51.), 1:1 Evans<br />

(65.), 2:1 Däbritz (76.), 3:1 Däbritz (84.)<br />

– SR: Rafalski (Baunatal) – Zuschauer:<br />

1720 – Gelb: Manieri<br />

XSara Däbritz hatte allen Grund zur<br />

Freude. „Viel besser hätte es nicht<br />

laufen können“, jubelte der Neuzugang<br />

des FC Bayern nach dem<br />

3:1-Erfolg zum Saisonauftakt gegen<br />

Turbine Potsdam. Däbritz war<br />

erst in der 57. Minute eingewechselt<br />

worden. Zu diesem Zeitpunkt<br />

lagen die Gäste aus Potsdam im<br />

Stadion an der Grünwalder Straße<br />

noch mit 1:0 in Führung. Nachdem<br />

Lisa Evans in der 65. Minute für den<br />

amtiernden Deutschen Meister ausgeglichen<br />

hatte, schlug die große<br />

Stunde von Däbritz, die innerhalb<br />

von neun Minuten zwei Treffer<br />

erzielte (76. und 84.). „Wir haben<br />

hinten zu viele Fehler gemacht“, ärgerte<br />

sich Potsdams Trainer Bernd<br />

Schröder, dessen Mannschaft in<br />

den ersten 45 Minuten überlegen<br />

war. In Halbzeit zwei wurden die-<br />

Müchnerinnen allerdings deutlich<br />

stärker. „Der Ausgleich durch Lisa<br />

Evans war für mich der Knackpunkt<br />

im Spiel“, meinte Schröder. Evans<br />

spielte in der abgelaufenen Saison<br />

noch für Turbine, war im Sommer<br />

nach München gewechselt und feierte<br />

einen gelungenen Einstand.<br />

Bayern-Trainer Thomas Wörle war<br />

allerdings nicht zufrieden. „Man hat<br />

gemerkt, dass noch Sand im Getriebe<br />

war nach der WM“, sagte der<br />

33-Jährige. GUNNAR MEGGERS<br />

D<br />

Die Statistik der Spiele:<br />

SC Freiburg – Hoffenheim 0:0<br />

Zuschauer: 612<br />

Werder Bremen – 1. FC Köln 6:2 (1:2)<br />

Tore: 0:1 Munk (6.), 0:2 Gerhardt (17.),<br />

1:2 Wallenhorst (45.+1), 2:2 Sanders<br />

Foto: Rauchensteiner<br />

Neu bei den Bayern: Sara Däbritz<br />

kam vom SC Freiburg.<br />

(46.), 3:2 Schiechtl (52.), 4:2 Eta (56.),<br />

5:2 Sanders (75.), 6:2 Goddard (89.,<br />

Foulelfmeter) – Zuschauer: 650 – Rote<br />

Karte: Nuding (Köln, 89.)<br />

USV Jena – VfL Wolfsburg 0:8 (0:4)<br />

Tore: 0:1 Wullaert (9.), 0:2 Popp (22.),<br />

0:3 Wullaert (26.), 0:4 Simic (36.), 0:5<br />

Faißt (71.), 0:6 Jensen (76.), 0:7 Bussaglia<br />

(80.), 0:8 Bernauer (86.) – Zuschauer:<br />

936<br />

1. FFC Frankfurt – SGS Essen 2:0 (0:0)<br />

Tore: 1:0 Ogimi (76.), 2:0 Linden<br />

(90.+2) – Zuschauer: 1870<br />

SC Sand – B. Leverkusen 4:0 (3:0)<br />

Tore: 1:0 Burger (7.), 2:0 Skorvankova<br />

(25), 3:0 Burger (32.), 4:0 Meyer<br />

(90. + 1) – Zuschauer: 580<br />

TABELLE<br />

1. VfL Wolfsburg (P) 1 8:0 3<br />

2. Werder Bremen (N) 1 6:2 3<br />

3. SC Sand 1 4:0 3<br />

4. Bayern München (M) 1 3:1 3<br />

5. 1. FFC Frankfurt 1 2:0 3<br />

6. SC Freiburg 1 0:0 1<br />

TSG Hoffenheim 1 0:0 1<br />

8. Turbine Potsdam 1 1:3 0<br />

9. SGS Essen 1 0:2 0<br />

10. 1. FC Köln (N) 1 2:6 0<br />

11. Bayer Leverkusen 1 0:4 0<br />

12. USV Jena 1 0:8 0<br />

2. SPIELTAG<br />

Samstag, 5. September (12 Uhr)<br />

TSG Hoffenheim – 1. FFC Frankfurt (1:7, 0:4)<br />

Sonntag, 6. September (14 Uhr)<br />

Turb. Potsdam – Freiburg (11.00) (6:1, 4:2)<br />

1. FC Köln – Bayern München ( - , - )<br />

SGS Essen – SC Sand (2:2, 1:0)<br />

Bayer Leverkusen – USV Jena (0:1, 2:1)<br />

VfL Wolfsburg – Werder Bremen ( - , - )


50 ENGLAND<br />

INTERNATIONAL<br />

AUS ENGLAND BERICHTET<br />

KEIR RADNEDGE<br />

Vier Spiele, vier Punkte – das<br />

ist die bescheidene Zwischenbilanz<br />

des amtierenden<br />

Meisters FC Chelsea. Auch<br />

wenn’s noch früh in der Saison<br />

ist, schon jetzt haben die Blues<br />

acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter<br />

Manchester City!<br />

Eigentlich lässt sich ein<br />

erfahrener und erfolgreicher<br />

Teammanager durch<br />

solch eine mageren Startbilanz<br />

nicht beirren. Erst<br />

recht dann nicht, wenn es<br />

sich um José Mourinho handelt.<br />

Doch die 1:2-Heimpleite gegen<br />

Crystal Palace (es war deren erster<br />

Sieg an der Stamford Bridge<br />

seit 1982!) hat den so selbstbewussten<br />

Coach, der ansonsten<br />

mit seiner Arroganz jede Kritik<br />

abprallen lässt, schon getroffen.<br />

Schließlich war es in seinem<br />

100. Premier-League-Heimspiel<br />

erst die zweite Niederlage überhaupt.<br />

Zudem war es die dritte<br />

Niederlage in den letzten fünf<br />

Wettbewerbsspielen. Und ganz<br />

nebenbei kassierte der FC Chelsea<br />

neun Gegentore in den bisherigen<br />

vier Begegnungen der<br />

Premier League.<br />

Chelsea entzaubert. Es gab am<br />

Samstag eine der bescheidensten<br />

Vorstellungen in den beiden<br />

Amtszeiten von Mourinho an der<br />

453<br />

Punkte holte José<br />

Mourinho in 200<br />

Spielen als Coach in der Premier<br />

League. Damit führt er deutlich vor<br />

Sir Alex Ferguson (416), Rafa Benitez<br />

(385), Arsene Wenger (380) und<br />

Kenny Dalglish (353).<br />

Entzaubert<br />

Erneute Niederlage für den FC Chelsea.<br />

Coach JOSE MOURINHO scheint ratlos, zumal<br />

er jetzt nur eingeschränkt arbeiten kann.<br />

Foto: imago<br />

Stamford Bridge. Die Schlüsselspieler<br />

sind alle gemeinsam außer<br />

Form. So konnte der eingewechselte<br />

Radamel Falcao (79.<br />

Minute) zwar die Führung des<br />

Maliers Bakary Sako noch egalisieren,<br />

doch nur zwei Minuten<br />

später legte Sako für Joel Ward<br />

zum spielentscheidenden 2:1 auf.<br />

Die Abwehr ohne den gesperrten<br />

Terry, dafür mit dem unsicheren<br />

Cahill und der aktuellen<br />

Schwachstelle Branislav Ivanovic,<br />

über dessen rechte Seite mehr<br />

und mehr Gegner die Angriffe<br />

fahren, wirkt anfällig. Zudem ist<br />

Regisseur Cesc Fabregas weit<br />

von der Vorjahresform entfernt –<br />

seine Kreativität ist dem Spanier<br />

abhandengekommen. „Ich kann<br />

nicht sagen, dass wir als Team<br />

aufgetreten sind“, gestand Mourinho,<br />

der sich diesmal nicht in<br />

Nebenkriegsschauplätze flüchtete,<br />

„zwei, drei Profis waren weit<br />

von ihrer Normalform entfernt.<br />

Ich mache mir Vorwürfe, dass<br />

ich nicht mal einen von ihnen<br />

ausgewechselt habe. Als ich die<br />

dritte Auswechslung vornahm,<br />

merkte ich, dass ich auch noch<br />

eine vierte benötige. . .“<br />

Die Frage ist jetzt, ob es mit<br />

einem Transfer von John Stones<br />

getan ist. Noch immer sperrt sich<br />

der FC Everton, das Abwehrtalent<br />

zu verkaufen. Setzt Mourinho auf<br />

weitere Transfers? „Ich kann versuchen,<br />

meine Profis besser zu<br />

machen“, meint der Coach, „vielleicht<br />

werden sie stärker. Vielleicht<br />

auch nicht.“ Doch da sind<br />

dem Portugiesen in den nächsten<br />

zwei Wochen die Hände gebunden.<br />

Der Großteil seines Kaders<br />

ist auf Länderspiel-Reisen, da<br />

kann er ihn auf dem Trainingsplatz<br />

nicht verbessern.<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Tore und Ergebnisse live auf kicker.de<br />

Heimpleite für Liverpool – Anfield Road verliert ihren Schrecken<br />

0:3 – Can muss zur Pause raus<br />

1Es ist schon sehr bemerkenswert,<br />

dass es bei den bisherigen<br />

40 Spielen der Premier League<br />

lediglich neun Heimsiege gab.<br />

Dennoch war es eine faustdicke<br />

Überraschung, dass der FC<br />

Liverpool 0:3 gegen West<br />

Ham United unterlag. Das<br />

letzte Mal, dass West Ham<br />

die Punkte an der Anfield<br />

Road entführte, war im Jahr<br />

1963 – damals waren die Beatles<br />

die Nr. 1 der Hitparade, John F.<br />

Kennedy war US-Präsident und<br />

die Top-Fußballer verdienten im<br />

Durchschnitt etwa knapp 40 Euro<br />

pro Woche.<br />

Doch Anfield hat viel von<br />

seinem einstigen Schrecken<br />

verloren. Schon in der Vorsaison<br />

konnten die Reds nur 14<br />

von insgesamt 28 Heimspielen<br />

(in allen Wettbewerben)<br />

gewinnen. Und auch am<br />

Samstag verließen viele der<br />

treuen 43 680 Anhänger das<br />

Stadion vorzeitig. Zu groß<br />

die Enttäuschung über ein<br />

Team, das keine Form, keinen<br />

Glauben und keine Identität hat.<br />

Im Mittelfeld setzte Coach<br />

Brendan Rodgers auf Lucas Leiva,<br />

James Milner und den Deutschen<br />

Emre Can. Doch der frisch<br />

in die Nationalmannschaft berufene<br />

21-Jährige musste schon<br />

zur Halbzeit raus. Aber auch die<br />

personellen und taktischen Änderungen<br />

halfen indes nicht.<br />

„Wir haben enttäuscht“, gestand<br />

Rogers, „das frühe Gegentor<br />

in der dritten Minute hat West<br />

Ham aufgebaut. Dann folgten<br />

das 0:2 und der Platzverweis für<br />

Coutinho. Wir kamen nie ins<br />

Spiel.“ Daran versucht Rodgers<br />

jetzt in der Länderspielpause zu<br />

arbeiten. Doch danach werden<br />

die Aufgaben nicht leichter – die<br />

Reds müssen zu ManUnited. Immerhin<br />

ein Auswärtsspiel . . .<br />

Enttäuscht gegen West Ham:<br />

Liverpools Emre Can<br />

Foto: picture-alliance/empics


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 51<br />

Premier League<br />

Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt.<br />

1. (1) Manchester City 4 4 0 0 10:0 + 10 12<br />

2. (5) Crystal Palace 4 3 0 1 8:5 + 3 9<br />

3. (2) Leicester City 4 2 2 0 8:5 + 3 8<br />

4. (6) Swansea City 4 2 2 0 7:4 + 3 8<br />

5. (3) Manchester United 4 2 1 1 3:2 + 1 7<br />

6. (9) FC Arsenal (P) 4 2 1 1 3:3 0 7<br />

7. (3) FC Liverpool 4 2 1 1 2:3 - 1 7<br />

8. (11) West Ham United 4 2 0 2 9:6 + 3 6<br />

9. (7) FC Everton 4 1 2 1 5:4 + 1 5<br />

10. (18) FC Southampton 4 1 2 1 5:5 0 5<br />

11. (13) AFC Bournemouth (N) 4 1 1 2 5:6 - 1 4<br />

12. (14) Aston Villa 4 1 1 2 4:5 - 1 4<br />

13. (10) FC Chelsea (M) 4 1 1 2 6:9 - 3 4<br />

14. (8) Norwich City (N) 4 1 1 2 5:8 - 3 4<br />

15. (20) West Bromwich Albion 4 1 1 2 3:6 - 3 4<br />

16. (15) Tottenham Hotspur 4 0 3 1 3:4 - 1 3<br />

17. (12) FC Watford (N) 4 0 3 1 2:4 - 2 3<br />

18. (15) Stoke City 4 0 2 2 3:5 - 2 2<br />

19. (17) Newcastle United 4 0 2 2 2:5 - 3 2<br />

20. (19) AFC Sunderland 4 0 2 2 6:10 - 4 2<br />

4. SPIELTAG<br />

Newcastle Utd. – FC Arsenal 0:1 (0:0)<br />

Aston Villa – AFC Sunderland 2:2 (2:1)<br />

Bournemouth – Leicester City 1:1 (1:0)<br />

FC Chelsea – Crystal Palace 1:2 (0:0)<br />

FC Liverpool – West Ham Utd. 0:3 (0:2)<br />

Manchester City – FC Watford 2:0 (0:0)<br />

Stoke City – West Bromwich 0:1 (0:1)<br />

Tottenham Hotsp. – FC Everton 0:0<br />

FC Southampton – Norwich City 3:0 (1:0)<br />

Swansea City – Manchester Utd. 2:1 (0:0)<br />

5. SPIELTAG<br />

Samstag, 12. September (16 Uhr)<br />

FC Everton – Chelsea (13.45) (3:6, 0:1)<br />

FC Arsenal – Stoke City (3:0, 2:3)<br />

Crystal Palace – ManCity (2:1, 0:3)<br />

Norwich City – Bournemouth (1:1, 2:1)<br />

FC Watford – Swansea City ( - , - )<br />

West Brom – FC Southampton (1:0, 0:0)<br />

ManUnited – Liverpool (18.30) (3:0, 2:1)<br />

Sonntag, 13. September (14.30 Uhr)<br />

AFC Sunderland – Tottenham (2:2, 1:2)<br />

Leicester – Aston Villa (17.00) (1:0, 1:2)<br />

Montag, 14. September (21 Uhr)<br />

West Ham Utd. – Newcastle Utd. (1:0, 0:2)<br />

TORJÄGER<br />

4 (1) Wilson (AFC Bournemouth)<br />

4 (–) Mahrez (Leicester City)<br />

4 (1) Gomis (Swansea City)<br />

3 (1) A. Ayew (Swansea City)<br />

18 Spieler erzielten je 2 Tore<br />

Newcastle Utd. – FC Arsenal 0:1 (0:0)<br />

Newcastle: Krul – Janmaat, Mbemba, Coloccini,<br />

Haidara – Anita (72. Ayoze Perez), Colback – Sissoko<br />

(78. Cissé), Wijnaldum, Thauvin (87. de<br />

Jong) – Mitrovic – Trainer: McClaren<br />

Arsenal: Cech – Bellerin, Gabriel Paulista, Koscielny,<br />

Monreal – Coquelin, Santi Cazorla – Oxlade-Chamberlain<br />

(81. Arteta), Ramsey, Sanchez –<br />

Walcott (70. Giroud) – Trainer: Wenger<br />

Tor: 0:1 Coloccini (52., ET) – SR: Marriner –<br />

Zuschauer: 50 388 – Rote Karte: Mitrovic<br />

(16., grobes Foulspiel)<br />

Aston Villa – AFC Sunderland 2:2 (2:1)<br />

Villa: Guzan – Hutton, Richards, Clark, Amavi –<br />

A. Westwood, Sanchez, Gueye – Bacuna (68.<br />

Gil), Gestede, Sinclair – Trainer: Sherwood<br />

Sunderland: Pantilimon – Bi. Jones, O’Shea,<br />

Kaboul, van Aanholt – M’Vila, Cattermole (46.<br />

Toivonen), Rodwell – Lens (77. Larsson), Graham<br />

(46. S. Fletcher), Defoe – Trainer: Advocaat<br />

Tore: 0:1 M’Vila (8.), 1:1 Sinclair (11., FE), 2:1<br />

Sinclair (41.), 2:2 Lens (52.) – SR: Madley –<br />

Zuschauer: 35 399<br />

Bournemouth – Leicester City 1:1 (1:0)<br />

Bournemouth: Boruc – Francis, Elphick, Cook,<br />

Daniels (46. Mings/57. Smith) – Ritchie,<br />

O’Kane, Surman, Gradel (67. Pugh) – Tomlin –<br />

Wilson – Trainer: Howe<br />

Leicester: Schmeichel – de Laet (90./+1 Benalouane),<br />

Huth, Morgan, Schlupp – Drinkwater,<br />

King – Mahrez (46. Okazaki), Kante, Albrighton<br />

(72. Dodoo) – Vardy – Trainer: Ranieri<br />

Tore: 1:0 Wilson (24.), 1:1 Vardy (86., FE) – SR:<br />

Swarbrick – Zuschauer: 11 155<br />

FC Chelsea – Crystal Palace 1:2 (0:0)<br />

Chelsea: Courtois – Ivanovic, Zouma, Cahill,<br />

Azpilicueta (68. Kenedy) – Fabregas, Matic (73.<br />

Loftus-Cheek) – Pedro, Willian (66. Falcao),<br />

Hazard – Diego Costa – Trainer: Mourinho<br />

Palace: McCarthy – Ward, Dann, Delaney, Souaré<br />

– McArthur, Cabaye (82. Ledley) – Puncheon,<br />

Sako (83. C.-Y. Lee), Zaha (55. Bolasie) – Wickham<br />

– Trainer: Pardew<br />

Tore: 0:1 Sako (65.), 1:1 Falcao (79.), 1:2 Ward<br />

(81.) – SR: Pawson – Zuschauer: 41 581<br />

FC Liverpool – West Ham Utd. 0:3 (0:2)<br />

Liverpool: Mignolet – Clyne, Skrtel, Lovren,<br />

Gomez (78. Ibe) – Can (46. Alberto Moreno),<br />

Lucas, Milner – Roberto Firmino (61. Ings), Benteke,<br />

Coutinho – Trainer: Rodgers<br />

West Ham: Randolph – Tomkins, W. Reid,<br />

Ogbonna, Cresswell – Kouyaté, Obiang, Noble –<br />

Lanzini (81. Oxford), Sakho (90./+6 Cullen),<br />

Payet (88. Jarvis) – Trainer: Bilic<br />

Tore: 0:1 Lanzini (3.), 0:2 Noble (29.), 0:3<br />

Sakho (90./+2) – SR: Friend – Zuschauer:<br />

43 680 – Gelb-Rote Karte: Coutinho (52.) –<br />

Rote Karte: Noble (78., grobes Foulspiel)<br />

Manchester City – FC Watford 2:0 (0:0)<br />

ManCity: Hart – Sagna, Kompany, Mangala,<br />

Kolarov – Yaya Touré, Fernandinho – Jesus Navas<br />

(46. Nasri), Silva (75. Delph), Sterling (89. Iheanacho)<br />

– Aguero – Trainer: Pellegrini<br />

Watford: Gomes – Nyom, Prödl, Cathcart, Holebas<br />

– Capoue (76. Watson), Behrami – Abdi (62.<br />

Anya), Jurado, Ighalo (72. Layun) – Deeney – Trainer:<br />

Quique Flores<br />

Tore: 1:0 Sterling (47.), 2:0 Fernandinho (56.) –<br />

SR: Clattenburg – Zuschauer: 53 218<br />

Stoke City – West Bromwich 0:1 (0:1)<br />

Stoke: Butland – Johnson (63. Wilson), Cameron,<br />

Muniesa, Pieters – Whelan, van Ginkel –<br />

Shaqiri (68. Arnautovic), Adam, Afellay – Diouf<br />

(81. Ireland) – Trainer: Hughes<br />

West Brom: Myhill – C. Dawson, McAuley, J. Olsson,<br />

Lescott – C. Gardner (46. McManaman),<br />

D. Fletcher, Yacob (33. Lambert), J. Morrison,<br />

McClean (63. Gamboa) – Rondon – Trainer: Pulis<br />

Tor: 0:1 Rondon (45.) – SR: Oliver – Zuschauer:<br />

26 747 – Rote Karten: Afellay (26., Tätlichkeit),<br />

Adam (32., Tätlichkeit)<br />

Tottenham Hotspur – FC Everton 0:0<br />

Tottenham: Lloris – Walker, Alderweireld, Vertonghen,<br />

Rose – Dier, Bentaleb – Dembelé (53.<br />

Alli), Mason (85. Pritchard), Chadli – Kane – Trainer:<br />

Pochettino<br />

Everton: Howard – Coleman, Stones, Jagielka,<br />

Oviedo – J. McCarthy, Barry – Koné (84. Deulofeu),<br />

Barkley, Cleverley (45./+1 Mirallas) – Lukaku<br />

(69. Naismith) – Trainer: Martinez<br />

SR: Jones – Zuschauer: 35 865<br />

Southampton – Norwich City 3:0 (1:0)<br />

Southampton: Stekelenburg – Cedric (72. Martina),<br />

José Fonte, Yoshida, Targett – Oriol Romeu,<br />

Ward-Prowse – Mané (81. Juanmi), St. Davis<br />

(46. Rodriguez), Tadic – Pelle – Trainer: Koeman<br />

Norwich: Ruddy – Whittaker, R. Martin, Bassong,<br />

Brady – Redmond, Dorrans (70. B. Johnson),<br />

Tettey, Howson – Hoolahan (32. Wisdom),<br />

Jerome (89. Hooper) – Trainer: Neil<br />

Tore: 1:0 Pelle (45./+1), 2:0 Tadic (64.), 3:0<br />

Tadic (67.) – SR: Moss – Zuschauer: 29 573 –<br />

Gelb-Rote Karte: Whittaker (31.)<br />

Swansea City – Manchester U. 2:1 (0:0)<br />

Swansea: Fabianski – Naughton, Fernandez,<br />

A. Williams, N. Taylor – Cork, Shelvey (89. Bartley)<br />

– A. Ayew, Sigurdsson, Routledge (58. Ki) –<br />

Gomis (81. Eder) – Trainer: Monk<br />

ManUnited: Romero – Darmian, Smalling, Blind,<br />

Shaw – Schneiderlin (70. Carrick), Schweinsteiger<br />

– Mata (70. Young), Ander Herrera (76. Fellaini),<br />

Depay – Rooney – Trainer: van Gaal<br />

Tore: 0:1 Mata (48.), 1:1 A. Ayew (61.), 2:1<br />

Gomis (66.) – SR: Atkinson – Zuschauer:<br />

20 828<br />

Foto: picture-alliance/dpa<br />

SZENE ENGLAND<br />

Erstes Ligator im neuen Trikot:<br />

Raheem Sterling<br />

Sterling mit Premierentor<br />

Raheem Sterling traf seit seinem<br />

Wechsel für 68 Millionen Euro<br />

zu ManCity nun zum ersten Mal.<br />

Kurz nach der Pause schoss er das<br />

1:0 gegen Watford. Seinen Status<br />

als teuerster Transfer der Citizens<br />

musste Sterling dank Kevin De<br />

Bruyne aber nun abgeben.<br />

1:2 – Dämpfer für ManUnited<br />

Erste Saison-Niederlage für Man-<br />

United in Swansea: Ein Doppelschlag<br />

von Ayew und Gomis<br />

drehte das Spiel, nachdem Juan<br />

Mata die Gäste in Front gebracht<br />

hatte. United kassierte nach 331<br />

Minuten das erste Saisongegentor.<br />

Bastian Schweinsteiger wirkte<br />

erstmals 90 Minuten bei den Red<br />

Devils mit und spielte gut.<br />

Gewonnen, aber nicht getroffen<br />

In drei der vier bisherigen Ligaspiele<br />

ist dem FC Arsenal kein Tor<br />

gelungen, doch die Gegner helfen<br />

aus. Nachdem schon gegen Crystal<br />

Palace ein Eigentor den Sieg<br />

brachte, sorgte in Newcastle der<br />

unfreiwillige Treffer von Coloccini<br />

für den 1:0-Sieg der Gunners.<br />

Mertesacker und Özil fehlten<br />

krank und leicht verletzt.<br />

Afellay fliegt vom Platz<br />

Ohne den Ex-Schalker Ibrahim<br />

Afellay und Charlie Adam, die<br />

beide schon in der ersten halben<br />

Stunde die Rote Karte sahen, war<br />

für Stoke City zu Hause nichts zu<br />

holen. Salomon Rondon schoss<br />

West Bromwich zum Sieg.<br />

Huth im Glück<br />

Beim 1:1 zwischen Bournemouth<br />

und Leicester hätte das Spiel für<br />

Robert Huth schon in der 48. Minute<br />

beendet sein können, als er<br />

Tyrone Mings die Hand ins Gesicht<br />

drückte. Er sah nur Gelb.<br />

Tottenham weiter ohne Sieg<br />

Evertons Tim Howard verhinderte<br />

mehrfach stark die ersten drei<br />

Punkte für Tottenham. Es reichte<br />

zu Hause nur zu einem 0:0.


52 SPANIEN<br />

Opferrolle<br />

Foto: Getty Images<br />

AUS SPANIEN BERICHTET<br />

PETER SCHWARZ-MANTEY<br />

Stell dir vor, Real Madrid schießt<br />

fünf Tore – und der Weltfußballer<br />

geht leer aus. Beim 5:0 gegen<br />

Aufsteiger Betis war das so. Nur ein<br />

Betriebsunfall? Linksverteidiger<br />

Marcelo erklärte: „Cristiano wird für<br />

uns da sein, wenn wir ihn wirklich<br />

brauchen.“ Und Coach Rafa Benitez<br />

dozierte: „Niemand hat mehr aufs<br />

Tor geschossen als Ronaldo, seine<br />

Tore werden noch fallen.“<br />

0<br />

Tore von Cristiano Ronaldo nach<br />

zwei Spielen gab’s bei Real auch<br />

in den Spielzeiten 10/11, 12/13 und<br />

13/14. Doch dass, wie aktuell, zeitgleich<br />

Rivale Messi torlos blieb, gab es<br />

noch nie. Der ging zuletzt 07/08 in den<br />

ersten zwei Spielen für Barca leer aus.<br />

Fünf Tore – und keines von CRISTIANO RONALDO (30).<br />

Einer der Gründe dafür: Gareth Bales Position.<br />

Formkrise bei Ronaldo?<br />

Nicht nur. Denn vor allem<br />

macht „CR7“ die von Benitez<br />

gesetzte neue Rolle für Gareth<br />

Bale zu schaffen. Die Folge:<br />

null Tore nach zwei Spielen.<br />

Der Waliser indes traf gegen Betis<br />

doppelt und legte als „Zehner“<br />

hinter Benzema diesem auch das<br />

3:0 auf. Und anders als in der Vorwoche<br />

beim 0:0 in Gijon, wo Bale<br />

noch Ronaldos Laufwege blockierte,<br />

stahl der von Präsident Perez designierte<br />

zukünftige Superstar der<br />

dereinst mal anbrechenden „Post-<br />

Ronaldo-Ära“ dem Portugiesen nun<br />

die Show. Äußern zu der heiklen<br />

Rollenverteilung wollten sich aber<br />

weder Bale noch Ronaldo.<br />

Der stand gleich auch noch<br />

im Schatten von James. Erst<br />

legte der Kolumbianer Bales<br />

1:0 auf, dann verwandelte er<br />

einen Freistoß und zum 4:0<br />

traf er nach missglücktem<br />

Schussversuch von Toni Kroos gar<br />

per Fallrückzieher. Und Ronaldo?<br />

Scheiterte zweimal frei vorm Tor am<br />

früheren Real-Ersatzkeeper Adan –<br />

während bei Madrid Navas unter<br />

den Ovationen der Fans einen Elfer<br />

hielt. Auch er ein Protagonist.<br />

Ob dem am Ende frustrierten<br />

Ronaldo, der zuletzt 2012 bei einem<br />

ähnlichen Torfestival (5:1 gegen<br />

Bilbao) leer ausgegangen war,<br />

bald die Rotation trifft? Auch die<br />

Stars müssen sich daran gewöhnen.<br />

So startete James in Gijon auf der<br />

Bank, Benzema machte gegen Betis<br />

nach der Pause Isco Platz. Und<br />

selbst Dauerläufer Toni Kroos, unter<br />

Ex-Trainer Carlo Ancelotti quasi<br />

„unauswechselbar“, ging nach solider,<br />

wenn auch glanzloser Ballverteilung<br />

früh, für ihn kam Casemiro.<br />

Benitez’ Idee dabei: ausgeruhte<br />

Spieler. „Wir wollen nicht nur am<br />

Anfang, sondern auch am Ende der<br />

Saison gewinnen“, sagt der Coach.<br />

Bei Betis fehlten derweil Rafael<br />

van der Vaart (Knöchelverstauchung)<br />

und Heiko Westermann.<br />

Bruno und German Pezzella konnten<br />

jedoch nicht für sich werben,<br />

gut möglich, dass Westermann nach<br />

der Länderspielpause eine Chance<br />

erhält. Ach ja, noch dies: Der Hybridrasen,<br />

der erstmals in der Historie<br />

des Bernabeu den Naturrasen<br />

ersetzte, hielt bestens.<br />

Trotz Supersturm: Verteidiger sichert das 1:0 über Malaga<br />

Vermaelen: Was lange währt, . . .<br />

1Wer hätte das gedacht: Da<br />

spielte der amtierende Triple-<br />

Gewinner Barca nach Neymars<br />

ausgestandener Mumpserkrankung<br />

wieder mit dem<br />

scheinbar unwiderstehlichen Dreizack-Sturm<br />

aus Lionel Messi, Luis<br />

Suarez und eben Neymar. Aber das<br />

einzige Tor gegen Malaga erzielte<br />

ein Verteidiger: ausgerechnet der<br />

zu Beginn seiner Barca-Zeit so geschmähte<br />

Thomas Vermaelen.<br />

Der Belgier war 2014 für 19 Millionen<br />

Euro vom längst geschassten<br />

Sportdirektor Andoni Zubizarreta<br />

(verletzt) von Arsenal geholt worden<br />

und hatte in seiner Premierensaison<br />

nicht eine Minute<br />

gespielt. Nun stand er, in<br />

Abwesenheit des gesperrten<br />

Gerard Piqué, zum zweiten<br />

Mal in Folge in der Startelf<br />

und erzielte sein erstes Tor.<br />

Trainer Luis Enrique, bis heute<br />

ein guter Freund Zubizarretas, erklärte<br />

souverän: „Vermaelen überrascht<br />

mich nicht, wir wussten immer,<br />

was er kann.“ Fakt ist: Messi,<br />

Neymar und Suarez (der in der Vorwoche<br />

zum 1:0-Startsieg in Bilbao<br />

getroffen hatte) scheiterten reihenweise<br />

an Malagas mehrfach klasse<br />

parierendem Keeper Kameni. So<br />

war das auch vergangene Saison, als<br />

Malaga das einzige Team war, gegen<br />

das Barca nicht gewann und beim<br />

0:0 auswärts und dem 0:1 im Camp<br />

Nou torlos blieb. Auch diesmal<br />

machte der geschickt, aber zahnlos<br />

konternde Gegner vieles richtig, am<br />

Ende verstolperte Charles gar das<br />

1:1 vor Keeper Claudio Bravo, der<br />

erneut den Vorzug vor Marc-André<br />

ter Stegen erhalten hatte. In der Defensive<br />

verbaute Malaga Iniesta und<br />

Rakitic die Passwege und ließ nur<br />

Flanken zu, die man dann mehr<br />

oder weniger kontrolliert bereinigte.<br />

Nur einmal nicht, als Suarez flankte,<br />

Kameni schlecht abwehrte – und<br />

Vermaelen traf.<br />

Premierentor: Der lange verletzte<br />

Thomas Vermaelen jubelt.<br />

Foto: picture-alliance/epa


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 53<br />

Primera Division<br />

Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt.<br />

1. (2) Celta Vigo 2 2 0 0 5:1 + 4 6<br />

2. (3) FC Barcelona (M, P) 2 2 0 0 2:0 + 2 6<br />

3. (8) Real Madrid 2 1 1 0 5:0 + 5 4<br />

4. (6) FC Villarreal 2 1 1 0 4:2 + 2 4<br />

5. (1) SD Eibar 1 1 0 0 3:1 + 2 3<br />

6. (3) Atletico Madrid 1 1 0 0 1:0 + 1 3<br />

7. (3) Espanyol Barcelona 2 1 0 1 2:3 - 1 3<br />

8. (8) Sporting Gijon (N) 2 0 2 0 0:0 0 2<br />

(8) Real Sociedad San Sebastian 2 0 2 0 0:0 0 2<br />

10. (8) Deportivo La Coruna 1 0 1 0 0:0 0 1<br />

(8) FC Sevilla 1 0 1 0 0:0 0 1<br />

(8) FC Valencia 1 0 1 0 0:0 0 1<br />

13. (8) FC Malaga 2 0 1 1 0:1 - 1 1<br />

14. (8) Rayo Vallecano 2 0 1 1 0:3 - 3 1<br />

15. (6) Real Betis Sevilla (N) 2 0 1 1 1:6 - 5 1<br />

16. (16) UD Levante 1 0 0 1 1:2 - 1 0<br />

17. (17) Athletic Bilbao 1 0 0 1 0:1 - 1 0<br />

(17) FC Getafe 1 0 0 1 0:1 - 1 0<br />

(17) UD Las Palmas (N) 1 0 0 1 0:1 - 1 0<br />

20. (20) FC Granada 1 0 0 1 1:3 - 2 0<br />

2. SPIELTAG<br />

FC Villarreal – Espanyol 3:1 (0:1)<br />

Real Sociedad – Sporting Gijon 0:0<br />

FC Barcelona – FC Malaga 1:0 (0:0)<br />

Celta Vigo – Rayo Vallecano 3:0 (1:0)<br />

Real Madrid – Betis Sevilla 5:0 (2:0)<br />

SD Eibar – Athletic Bilbao *<br />

FC Sevilla – Atletico Madrid *<br />

FC Valencia – Dep. La Coruna *<br />

UD Las Palmas – UD Levante *<br />

FC Getafe – FC Granada *<br />

*) Bei Redaktionsschluss nicht beendet<br />

3. SPIELTAG<br />

Freitag, 11. September (20.30 Uhr)<br />

UD Levante – FC Sevilla (1:2, 1:1)<br />

Samstag, 12. September (16 Uhr)<br />

Espanyol – Real Madrid (1:4, 0:3)<br />

Sport. Gijon – Valencia (18.15) ( - , - )<br />

Atl. Madrid – Barcelona (20.30) (0:1, 1:3)<br />

B. Sevilla – Real Soc. (22.00) ( - , - )<br />

Sonntag, 13. September (12 Uhr)<br />

FC Granada – FC Villarreal (0:0, 0:2)<br />

Athl. Bilbao – Getafe (16.00) (4:0, 2:1)<br />

C. Vigo – Las Palmas (18.15) ( - , - )<br />

FC Malaga – SD Eibar (20.30) (2:1, 0:1)<br />

Montag, 14. September (20.30 Uhr)<br />

R. Vallecano – Dep. La Coruna (1:2, 2:2)<br />

TORJÄGER<br />

2 (2) Bale (Real Madrid)<br />

2 (2) James (Real Madrid)<br />

2 (2) Nolito (Celta Vigo)<br />

2 (2) Bakambu (FC Villarreal)<br />

2 (1) Soldado (FC Villarreal)<br />

Real Madrid – Betis Sevilla 5:0 (2:0)<br />

Real: Navas – Danilo, Varane, Sergio<br />

Ramos, Marcelo – Modric (75. Kovacic),<br />

Kroos (64. Casemiro) – James, Bale, Cristiano<br />

Ronaldo – Benzema (53. Isco) – Trainer:<br />

Benitez<br />

Betis: Adan – Piccini, Pezzella, Bruno,<br />

Molinero (46. Jorge Molina) – Alvaro Cejudo,<br />

Xavi Torres, N‘Diaye (81. Petros), Vargas –<br />

Dani Ceballos (53. Digard), Ruben Castro –<br />

Trainer: Pepe Mel<br />

Tore: 1:0 Bale (2.), 2:0 James (39.), 3:0<br />

Benzema (47.), 4:0 James (50.), 5:0 Bale<br />

(89.) – SR: Hernandez Hernandez –<br />

Zuschauer: 70 876 – Bes. Vorkommnis:<br />

Navas hält FE von Ruben Castro (61.)<br />

FC Barcelona – FC Malaga 1:0 (0:0)<br />

Barcelona: Bravo – Sergi Roberto, Mascherano,<br />

Vermaelen (90. Mathieu), Jordi<br />

Alba – Rakitic (63. Rafinha), Busquets,<br />

Iniesta – Messi, Suarez, Neymar (87. Sandro<br />

Ramirez) – Trainer: Luis Enrique<br />

Malaga: Kameni – Rosales, Angeleri,<br />

Weligton (25. Albentosa), Torres – Ricardo<br />

Horta (75. Juanpi), Recio, Tissone, Juan<br />

Carlos – Cop, Amrabat (54. Charles) –<br />

Trainer: Javi Gracia<br />

Tor: 1:0 Vermaelen (73.) – SR: Jaime Latre –<br />

Zuschauer: 80 812<br />

FC Villarreal – Espanyol 3:1 (0:1)<br />

Villarreal: Areola – Mario, Bailly, Victor Ruiz,<br />

Jaume Costa – Nahuel, Pina (76. J. dos<br />

Santos), Manu Trigueros, Samu Castillejo<br />

(64. Samuel) – Baptistao (64. Bakambu),<br />

Soldado – Trainer: Marcelino<br />

Espanyol: Pau Lopez – Arbilla, Alvaro Gonzalez,<br />

Raillo, Duarte – Montanes (57. Hernan<br />

Perez), Victor Sanchez, Javi Lopez, Victor<br />

Alvarez (86. Burgui) – Caicedo (73. Canas),<br />

Gerard – Trainer: Sergio<br />

Tore: 0:1 Caicedo (5.), 1:1 Soldado<br />

(67.), 2:1 Bakambu (87.), 3:1 Bakambu<br />

(90./+3) – SR: Velasco Carballo – Zuschauer:<br />

16 698<br />

Real Sociedad – Sporting Gijon 0:0<br />

Real Sociedad: Rulli – A. Elustondo, Reyes,<br />

Inigo Martinez, de la Bella – Illarramendi<br />

(75. Markel Bergara), Ruben Pardo – Xabi<br />

Prieto (71. Canales), Vela, Bruma (71. Chori<br />

Castro) – Jonathas – Trainer: Moyes<br />

Gijon: Cuellar – Lora, Rodriguez, Bernardo,<br />

Isma Lopez – Carmona (56. Halilovic), Sergio<br />

Alvarez (68. Mascarell), Nacho Cases,<br />

Jony – Guerrero (77. Juan Muniz), Sanabria –<br />

Trainer: Abelardo<br />

SR: Sanchez Martinez – Zuschauer: 22 487<br />

Celta Vigo – Rayo Vallecano 3:0 (1:0)<br />

Celta: Sergio Alvarez – Hugo Mallo, Cabral,<br />

Fontas, Jonny Castro (70. Planas) – Wass<br />

(85. Radoja), Augusto, Hernandez (78.<br />

Guidetti) – Orellana, Iago Aspas, Nolito –<br />

Trainer: Berizzo<br />

Rayo: Tono – Quini, D. Llorente, Zé Castro<br />

(25. Amaya), Nacho – Trashorras, Raul<br />

Baena – Bangoura, Ebert, Bebé (10. Juan<br />

Carlos) – Manucho (72. Miku) – Trainer: Paco<br />

Jemez<br />

Tore: 1:0 Nolito (11., FE), 2:0 Nolito (50.),<br />

3:0 Fontas (88.) – SR: Martinez Munuera –<br />

Zuschauer: 17 606 – Rote Karte: Tono (9.,<br />

Notbremse)<br />

Foto: picture-alliance/epa<br />

SZENE SPANIEN<br />

Statt Real Madrid wieder Real<br />

Sociedad: Asier Illarramendi<br />

Torlose Rückkehr<br />

Auch mit dem von Real zurückgekehrten<br />

Asier Illarramendi wartet<br />

San Sebastian auf das erste<br />

Saisontor. Gegen Gijon, das auch<br />

noch nicht traf, gab es nach dem<br />

0:0 bei Depor erneut ein torloses<br />

Remis. Coach Moyes fand aber,<br />

dass sich der Kauf des 17-Millionen-Mannes<br />

gelohnt habe: „Illarra<br />

war auf Anhieb unser Bester.“<br />

2013 hatte Real für den Mittelfeldspieler<br />

noch 32 Millionen gezahlt.<br />

Starke Barca-Emigranten<br />

Beim Sieg Celtas gegen Rayo zeigten<br />

emigrierte Barcas-Profis, die<br />

es dort nicht schafften, was sie<br />

können: Nolito traf doppelt, Andreu<br />

Fontas nach einem Nolito-<br />

Assist zum 3:0. Rayos Neuzugang<br />

Patrick Ebert spielte wie in der<br />

Vorwoche durch, enttäuschte<br />

aber diesmal wie das ganze Team.<br />

Unterstützung für Mustafi<br />

Prominenter Neuer für Gladbachs<br />

Königsklassengegner Sevilla:<br />

Fernando Llorente kam ablösefrei<br />

von Juve. Valencia holte derweil<br />

die Verteidiger Santos (für zehn<br />

Millionen aus Braga) und Abdennour<br />

(20 Millionen, Monaco). Sie<br />

sollen nach Otamendis Abgang zu<br />

ManCity Weltmeister Mustafi in<br />

der Defensive unterstützen.<br />

Glänzender Soldado<br />

Roberto Soldado und Cedric Bakambu<br />

machten beim 3:1 den ersten<br />

Saisonsieg Villarreals klar. Gegen<br />

Espanyol überragte der von<br />

den Spurs geholte Soldado, der<br />

traf und Bakambu zweimal auflegte.<br />

Zudem wurde der zuletzt<br />

von Barca an Sevilla ausgeliehene<br />

Denis Suarez fest verpflichtet.<br />

ANZEIGE<br />

Zwei Spiele, zwei Tore: Villarreals Roberto Soldado hat sich nach zwei<br />

schwachen Jahren bei Tottenham bestens in der Liga zurückgemeldet.<br />

Foto: picture-alliance/dpa<br />

Atletico setzt auf die Zukunft<br />

Matias Kranevitter wechselt im<br />

Januar für acht Millionen Euro<br />

von River Plate zu Atletico. Der<br />

22-jährige Kranevitter gilt als Argentiniens<br />

„neuer Mascherano“,<br />

war zuletzt Schlüsselspieler bei<br />

Rivers Copa-Libertadores-Sieg.


54 ITALIEN kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

Serie A<br />

2. SPIELTAG<br />

FC Bologna – Sassuolo Calcio 0:1 (0:0)<br />

AC Mailand – FC Empoli 2:1 (1:1)<br />

AS Rom – Juventus Turin *<br />

Atalanta Bergamo – Frosinone *<br />

FC Carpi – Inter Mailand *<br />

AC Chievo – Lazio Rom *<br />

CFC Genua 1893 – Hellas Verona *<br />

SSC Neapel – Sampdoria Genua *<br />

FC Turin – AC Florenz *<br />

Udinese Calcio – US Palermo *<br />

*) Bei Redaktionsschluss nicht beendet<br />

TABELLE<br />

1. Sassuolo Calcio 2 3:1 6<br />

2. Sampdoria Genua 1 5:2 3<br />

3. AC Chievo 1 3:1 3<br />

4. AC Florenz 1 2:0 3<br />

5. Lazio Rom 1 2:1 3<br />

FC Turin 1 2:1 3<br />

7. Inter Mailand 1 1:0 3<br />

US Palermo 1 1:0 3<br />

Udinese Calcio 1 1:0 3<br />

10. AC Mailand 2 2:3 3<br />

11. AS Rom 1 1:1 1<br />

Hellas Verona 1 1:1 1<br />

13. Frosinone Calcio (N) 1 1:2 0<br />

SSC Neapel 1 1:2 0<br />

15. Atalanta Bergamo 1 0:1 0<br />

CFC Genua 1893 1 0:1 0<br />

Juventus Turin (M, P) 1 0:1 0<br />

18. FC Bologna (N) 2 1:3 0<br />

19. FC Carpi (N) 1 2:5 0<br />

FC Empoli 2 2:5 0<br />

FC Bologna – Sassuolo Calcio 0:1 (0:0)<br />

Bologna: Mirante – Mbaye (46. Ferrari), Rossettini,<br />

Maietta, Masina – Donsah (55. Diawara),<br />

Crisetig, Pulgar – Falco, Destro (70.<br />

Mancosu), Brienza – Trainer: Rossi<br />

Sassuolo: Consigli – Vrsaljko, Acerbi, Cannavaro,<br />

Peluso – Missiroli, Magnanelli, Duncan –<br />

Politano (62. Floro Flores), Defrel (74. Falcinelli),<br />

N. Sansone (80. Laribi) – Trainer:<br />

di Francesco<br />

Tor: 0:1 Floro Flores (86.) – SR: Russo –<br />

Zuschauer: 15 732<br />

AC Mailand – FC Empoli 2:1 (1:1)<br />

Milan: Diego Lopez – de Sciglio, Zapata,<br />

Romagnoli, Antonelli – Nocerino (46. Kucka),<br />

de Jong, Bertolacci (83. Poli) – Suso (55.<br />

Bonaventura) – Luiz Adriano, Bacca – Trainer:<br />

Mihajlovic<br />

Empoli: Skorupski – Zambelli, Tonelli, Barba<br />

(80. Costa), Mario Rui – Croce, Diousse (76.<br />

Maiello), Zielinski – Saponara – Maccarone<br />

(62. Mchedlidze), Pucciarelli – Trainer: Giampaolo<br />

Tore: 1:0 Bacca (16.), 1:1 Saponara (20.),<br />

2:1 Luiz Adriano (69.) – SR: Giacomelli –<br />

Zuschauer: 34 382<br />

3. SPIELTAG<br />

Samstag/Sonntag, 12./13. September<br />

FC Empoli – SSC Neapel (4:2, 2:2)<br />

AC Florenz – CFC Genua 1893 (0:0, 1:1)<br />

Frosinone Calcio – AS Rom ( - , - )<br />

Hellas Verona – FC Turin (1:3, 1:0)<br />

Inter Mailand – AC Mailand (0:0, 1:1)<br />

Juventus Turin – AC Chievo (2:0, 1:0)<br />

Lazio Rom – Udinese Calcio (0:1, 1:0)<br />

US Palermo – FC Carpi ( - , - )<br />

Sampdoria – FC Bologna ( - , - )<br />

Sassuolo Calcio – Bergamo (0:0, 1:2)<br />

„Unverdient gewonnen“<br />

Ganz neue Töne beim<br />

AC MAILAND. Neu-Trainer<br />

Sinisa Mihajlovic bringt<br />

die Leistung knallhart<br />

auf den Punkt.<br />

AUS ITALIEN BERICHTET<br />

OLIVER BIRKNER<br />

Der Samstagabend im San Siro<br />

zwischen Milan und Empoli<br />

bot eine Menge Episoden und<br />

Einblicke. Das scheu fordernde<br />

Dreinschauen von Mario Balotelli<br />

beispielsweise. Der alte neue Milanista<br />

erhielt zaghaften Applaus<br />

beim Warmlaufen, verweilte trotz<br />

seiner ständigen Blicke in Richtung<br />

Trainer Sinisa Mihajlovic jedoch<br />

90 Minuten auf der Bank.<br />

Carlos Bacca und Luiz Adriano<br />

schauten hingegen zweimal sich<br />

bekreuzigend gen Himmel, wie es<br />

Südamerikaner so an sich haben.<br />

Wenigstens im Sturm scheinen die<br />

hohen Investitionen des AC Milan<br />

Rendite auszuschütten. Der Kolumbianer<br />

Bacca kam für 30 Millionen<br />

Euro vom FC Sevilla und traf nach<br />

einem unwiderstehlichen Lauf über<br />

den halben Platz zur Führung (16.).<br />

Der millimetergenaue Pass kam von<br />

Luiz Adriano, ein Acht-Millionen-<br />

Kauf aus Donezk. Dem Brasilianer<br />

gelang später per majestätischem<br />

Kopfball das 2:1-Siegtor.<br />

Die restliche Zeit kämpfte Empoli<br />

bemerkenswert gegen sein zu<br />

Unrecht blasses Image. Im Sommer<br />

operierten die Provinzler aus der<br />

Nähe von Florenz auf dem Transfermarkt<br />

mit der Hälfte der Ablöse von<br />

1Unter der Woche setzte<br />

Giorgio Squinzi (Foto) zunächst<br />

eine ernste Miene auf.<br />

„Natürlich kann Sassuolo<br />

auch Meister werden“, sagte<br />

der 72-Jährige. Ein leichtes<br />

Lächeln ging ihm dann doch über<br />

die Lippen. Am Wochenende wurde<br />

es dann womöglich breiter.<br />

Die Tordifferenz gibt im Klassement<br />

keinen Ausschlag, demnach<br />

darf sich Sassuolo nach den Siegen<br />

über Napoli und in Bologna zumindest<br />

bis zum nächsten Spieltag zum<br />

ersten Mal Tabellenführer der Liga<br />

Erster Milan-Treffer in der neuen Saison: Carlos Bacca feiert sein Tor<br />

zum 1:0 gegen Empoli und dessen Torhüter Lukasz Skorupski.<br />

Luiz Adriano und erteilten Milan<br />

eine Lektion in Organisation und<br />

Spielwitz. Eine formidable Stafette<br />

führte zum Ausgleich des Ex-Milanistas<br />

Riccardo Saponara (20.), der<br />

neben dem 17 Jahre alten Eigengewächs<br />

Assane Dioussé im Mittelfeld<br />

eine prächtige Partie ablieferte.<br />

Letztlich triumphierte am Samstag<br />

jedoch millionenstarker Zynismus<br />

über die spielerisch gefälligeren<br />

Gäste. „Wir haben zweimal aufs<br />

Tor geschossen, und das langte für<br />

drei Punkte. Doch der Sieg fühlte<br />

sich wie eine Niederlage an“, seufzte<br />

AC-Coach Mihajlovic. „Zwei Klasse-<br />

Stürmer haben die Partie entschieden<br />

und basta. Bei dieser Leistung<br />

nennen. Squinzi ist Chef des<br />

Bauchemie-Unternehmens<br />

Mapei und Präsident des<br />

Arbeitgeberverbandes. Der<br />

flammende Milan-Fan aus<br />

der Lombardei kehrte einst<br />

dem Radsport den Rücken und entschied<br />

sich 2002 für das Calcio-Geschäft<br />

in Form der Provinz Sassuolo<br />

in der Nähe von Modena.<br />

Giorgio Squinzi könnte seine<br />

Millionen in den Fußball verschwenden,<br />

doch bis 2013 schaffte<br />

es der Klub aus der 4. Liga ohne<br />

wahnwitzige Investitionen in Liga 1<br />

haben die Fans uns viel zu höflich<br />

behandelt.“<br />

Angenehm drastische Worte,<br />

nachdem Vorgänger Filippo Inzaghi<br />

das inkohärente Geschnipsel<br />

häufig zu ordentlichem Fußball<br />

stilisiert hatte. Die Mailänder Malaise<br />

ist seit einigen Jahren offensichtlich.<br />

Bacca, Balotelli oder Luiz<br />

Adriano werden durch ihre Tore<br />

nur marginal eine eklatant fehlende<br />

Fantasie im Mittelfeld oder das defensive<br />

Durcheinander verdecken.<br />

Immerhin behielt Mihajlovic mit<br />

seinem Schlussfazit recht: „Wir haben<br />

unverdient gewonnen, doch<br />

solche Spiele hätte Milan vergangene<br />

Saison verloren.“<br />

Präsident Squinzi: „Natürlich können wir Meister werden“<br />

Sassuolo grüßt von der Spitze<br />

und hält sich dort bescheiden ordentlich.<br />

2013/14 rettete man sich<br />

auf Platz 17, in der Vorsaison rangierte<br />

man ungefährdet auf Rang<br />

12. Als Sinnbild mag der unaufgeregte<br />

Trainer Eusebio di Francesco<br />

(45) gelten, der unter anderem<br />

einst für die Roma kickte. Womöglich<br />

könnte Sassuolo nach dem<br />

nächsten Heimspiel gegen Squinzis<br />

Heimat Bergamo durchaus Spitzenreiter<br />

bleiben. Danach geht es<br />

wohl wieder in Richtung sanftem<br />

Klassenerhalt – ohne Millionen und<br />

Meisterschaft.<br />

Foto: Getty Images


kicker, 31. August <strong>2015</strong> INTERNATIONAL 55<br />

Portugal<br />

Vitoria Setubal - Rio Ave 2:2<br />

FC Porto - GD Estoril Praia 2:0<br />

Benfica - Moreirense FC 3:2<br />

Tondela - Nac. Funchal 1:0<br />

Pacos Ferreira - FC Arouca *<br />

Sporting Braga - Boavista Porto *<br />

Acad. Coimbra - Sporting *<br />

Belenenses - Maritimo Mo.<br />

Uniao Madeira - Guimaraes Mo.<br />

1. FC Porto 3 6:1 7<br />

2. Benfica (M) 3 7:3 6<br />

3. FC Arouca 2 3:0 6<br />

4. Vitoria Setubal 3 8:4 5<br />

5. FC Rio Ave 3 6:5 5<br />

6. Sporting Lissabon (P) 2 3:2 4<br />

Boavista Porto 2 3:2 4<br />

8. Pacos de Ferreira 2 2:1 4<br />

9. Sporting Braga 2 2:2 3<br />

Uniao Madeira (N) 2 2:2 3<br />

11. Nacional Funchal 3 2:3 3<br />

CD Tondela (N) 3 2:3 3<br />

13. GD Estoril Praia 3 2:6 3<br />

14. CF Belenenses 2 4:4 2<br />

15. Maritimo Funchal 2 2:3 1<br />

16. Vitoria Guimaraes 2 1:4 1<br />

17. Moreirense FC 3 2:7 0<br />

18. Acad. Coimbra 2 0:5 0<br />

Frankreich<br />

EA Guingamp - Ol. Marseille 2:0<br />

SM Caen - Olymp. Lyon 0:4<br />

SCO Angers - OGC Nizza 1:1<br />

ES Troyes - Montpellier 0:0<br />

Lille OSC - GFC Ajaccio 1:0<br />

Stade Reims - FC Lorient 4:1<br />

Stade Rennes - FC Toulouse 3:1<br />

AS St. Etienne - SC Bastia 2:1<br />

Bordeaux - FC Nantes 2:0<br />

AS Monaco - Paris SG *<br />

1. Stade Reims 4 7:3 9<br />

2. Paris St. Germain (M, P) 3 4:0 9<br />

3. Stade Rennes 4 7:4 9<br />

4. SCO Angers (N) 4 5:1 8<br />

5. Olympique Lyon 4 6:2 7<br />

6. SC Bastia 4 7:4 7<br />

7. AS St. Etienne 4 5:4 7<br />

8. FC Nantes 4 2:2 7<br />

9. SM Caen 4 3:6 6<br />

10. Girondins Bordeaux 4 4:3 5<br />

11. AS Monaco 3 3:2 5<br />

12. OGC Nizza 4 7:7 5<br />

13. Lille OSC 4 1:1 5<br />

14. FC Toulouse 4 4:6 4<br />

15. Olympique Marseille 4 6:4 3<br />

16. EA Guingamp 4 2:5 3<br />

17. ES Troyes (N) 4 3:9 3<br />

18. FC Lorient 4 2:6 2<br />

19. Montpellier HSC 4 0:4 1<br />

20. GFC Ajaccio (N) 4 0:5 1<br />

Russland<br />

U. Jekaterinburg - Terek Grosny 3:3<br />

FK Rostow - Amkar Perm 1:0<br />

Dyn. Moskau - FK Ufa 2:0<br />

Zenit - Samara 1:3<br />

Spartak Moskau - Machatschkala 1:2<br />

Lok Moskau - FK Krasnodar 2:1<br />

M. Saransk - Rubin Kasan 2:1<br />

Kuban Krasnodar - ZSKA Moskau *<br />

1. ZSKA Moskau 6 10:2 18<br />

2. Lok Moskau (P) 7 13:4 17<br />

3. Zenit St. Petersburg (M) 7 14:8 15<br />

4. Spartak Moskau 7 11:7 13<br />

5. FK Rostow 7 9:5 12<br />

6. Dynamo Moskau 7 11:8 12<br />

7. Krylia Sowj. Samara (N) 7 8:7 10<br />

8. FK Krasnodar 7 5:4 9<br />

9. Amkar Perm 7 5:8 7<br />

10. Mordowia Saransk 7 5:6 7<br />

11. Ural Jekaterinburg 7 9:13 6<br />

12. Terek Grosny 7 6:9 6<br />

13. A. Machatschkala (N) 7 7:11 5<br />

14. FK Ufa 7 5:11 5<br />

15. Rubin Kasan 7 3:12 3<br />

16. Kuban Krasnodar 6 3:9 3<br />

Ukraine<br />

Schachtar - Saporischschja 2:0<br />

Uschhorod - Dniprodserschynsk 0:0<br />

Worskla Poltawa - Met. Charkiw 1:0<br />

Wolyn Luzk - Olimpik Donezk 1:0<br />

PFK Oleksandrija - TM Odessa 0:0<br />

Sorja Luhansk - Dynamo Kiew *<br />

Dnipro - Karpaty Lwiw *<br />

1. Dynamo Kiew (M, P) 5 11:2 15<br />

2. Schachtar Donezk 6 12:5 13<br />

3. Wolyn Luzk 6 9:8 11<br />

4. Sorja Luhansk 5 12:2 10<br />

5. Karpaty Lwiw 5 6:5 9<br />

6. Dnipro Dnipropetrowsk 5 9:6 8<br />

7. Worskla Poltawa 6 7:6 8<br />

8. Metalist Charkiw 6 7:6 7<br />

9. Dniprodserschynsk 6 5:5 7<br />

10. Howerla Uschhorod 6 5:7 5<br />

11. PFK Oleksandrija (N) 6 2:5 5<br />

12. Olimpik Donezk 6 3:10 4<br />

13. Tschornom. Odessa 6 4:14 2<br />

14. Met. Saporischschja 6 2:13 2<br />

Niederlande<br />

Willem II - NEC Nijmegen 0:1<br />

FC Utrecht - FC Groningen 2:0<br />

Heerenveen - PEC Zwolle 1:1<br />

Excelsior - De Graafschap 3:0<br />

Heracles Almelo - FC Twente 2:0<br />

Ajax Amsterdam - ADO Den Haag 4:0<br />

AZ Alkmaar - Roda JC 0:1<br />

Vitesse Arnhem - SC Cambuur 4:1<br />

PSV Eindhoven - Feyenoord 3:1<br />

1. Ajax Amsterdam 4 12:0 12<br />

2. Heracles Almelo 4 12:4 9<br />

3. Feyenoord Rotterdam 4 8:5 9<br />

4. Roda JC Kerkrade (N) 4 5:4 9<br />

5. PSV Eindhoven (M) 4 8:4 8<br />

PEC Zwolle 4 8:4 8<br />

7. Vitesse Arnhem 4 8:4 7<br />

8. SC Heerenveen 4 6:4 6<br />

9. NEC Nijmegen (N) 4 2:5 6<br />

10. FC Utrecht 4 6:5 5<br />

11. ADO Den Haag 4 7:8 5<br />

12. Excelsior R’dam 4 5:5 4<br />

13. FC Groningen (P) 4 3:5 4<br />

14. AZ Alkmaar 4 2:6 2<br />

15. Willem II Tilburg 4 1:5 2<br />

16. FC Twente 4 3:9 1<br />

17. SC Cambuur 4 4:14 1<br />

18. De Graafschap (N) 4 1:10 0<br />

Belgien<br />

KRC Genk - RSC Charleroi 2:0<br />

Oud-Heverlee - St.-Truidense VV 1:0<br />

KV Oostende - Zulte Waregem 0:2<br />

Mouscron-P. - KV Kortrijk 0:1<br />

KAA Gent - KV Mechelen 2:2<br />

FC Brügge - Standard 7:1<br />

KVC Westerlo - RSC Anderlecht *<br />

KSC Lokeren - Waasland-Beveren *<br />

1. KV Oostende 6 11:7 13<br />

2. FC Brügge (P) 6 13:6 10<br />

3. SV Zulte Waregem 6 9:5 10<br />

4. St.-Truidense VV (N) 6 8:5 10<br />

5. RSC Anderlecht 5 8:6 10<br />

KRC Genk 6 8:6 10<br />

7. KAA Gent (M) 6 6:4 10<br />

8. KV Kortrijk 6 5:5 8<br />

9. Waasland-Beveren 5 9:9 7<br />

10. KV Mechelen 6 8:12 7<br />

11. Standard Lüttich 6 7:13 7<br />

12. Oud-Heverlee (N) 6 7:10 6<br />

13. RSC Charleroi 6 4:7 6<br />

14. KVC Westerlo 5 6:7 5<br />

15. KSC Lokeren 5 5:6 5<br />

16. Mouscron-Peruwelz 6 6:12 2<br />

Schweiz<br />

FC Lugano - FC Luzern 0:1<br />

FC Vaduz - FC St. Gallen 1:0<br />

FC Thun - FC Sion 0:2<br />

FC Basel - FC Zürich 3:1<br />

Grasshoppers - Young Boys 3:2<br />

1. FC Basel (M) 7 20:6 21<br />

2. Grasshoppers 7 24:14 16<br />

3. FC Luzern 7 11:9 11<br />

4. FC Sion (P) 7 10:10 11<br />

5. Young Boys Bern 7 11:9 9<br />

6. FC St. Gallen 7 4:7 7<br />

7. FC Vaduz 7 7:10 6<br />

8. FC Thun 7 9:16 6<br />

9. FC Lugano (N) 7 6:15 6<br />

10. FC Zürich 7 11:17 5<br />

Türkei<br />

Gaziantepspor - Besiktas 0:4<br />

Genclerbirligi - Kasimpasa 1:0<br />

Basaksehir - Bursaspor 2:1<br />

Konyaspor - Galatasaray 1:4<br />

Mersin I. Y. - Kayserispor 1:2<br />

Trabzonspor - Akhisar BGS *<br />

Eskisehirspor - Rizespor *<br />

Sivasspor - Osmanlispor FK *<br />

Fenerbahce - Antalyaspor *<br />

1. Besiktas 3 10:4 6<br />

2. Antalyaspor (N) 2 6:3 6<br />

3. Kasimpasaspor 3 4:1 6<br />

4. Trabzonspor 2 3:1 6<br />

5. Kayserispor (N) 3 4:3 5<br />

6. Galatasaray (M, P) 3 7:5 4<br />

7. Akhisar BGS 2 3:1 4<br />

Fenerbahce 2 3:1 4<br />

9. Rizespor 2 4:3 4<br />

10. Osmanlispor FK 2 3:2 4<br />

11. Eskisehirspor 2 4:4 3<br />

12. Basaksehir FK 3 4:5 3<br />

13. Genclerbirligi Ankara 3 4:6 3<br />

14. Gaziantepspor 3 1:7 3<br />

15. Konyaspor 3 3:6 2<br />

16. Sivasspor 2 4:6 1<br />

17. Bursaspor 3 1:4 0<br />

18. Mersin I. Y. 3 3:9 0<br />

Griechenland<br />

Panthrakikos - AE Veria 0:2<br />

Levadiakos - Olympiakos 0:2<br />

Skoda Xanthi - AEK Athen 0:0<br />

Asteras Tripolis - Panetolikos *<br />

Panathinaikos - AEL Kallonis *<br />

Iraklis - Panionios Athen *<br />

PAS Ioannina - PAOK Saloniki *<br />

AO Platanias - Atromitos Mo.<br />

1. Olympiakos (M, P) 2 5:0 6<br />

2. AEK Athen (N) 2 3:0 4<br />

3. AE Veria 2 3:1 4<br />

4. Asteras Tripolis 1 2:0 3<br />

5. Panathinaikos 1 2:1 3<br />

6. Atromitos Athen 1 1:0 3<br />

Iraklis Saloniki (N) 1 1:0 3<br />

8. Skoda Xanthi 2 0:0 2<br />

9. PAS Ioannina 1 1:1 1<br />

10. PAOK Saloniki 1 0:0 1<br />

11. Panetolikos Agrinio 1 1:2 0<br />

12. AEL Kallonis 1 0:1 0<br />

13. Panionios Athen 1 0:3 0<br />

Levadiakos (A) 2 0:3 0<br />

Platanias Chanion 1 0:3 0<br />

16. Panthrakikos Komotini 2 0:4 0<br />

Österreich<br />

FC Admira Wacker - Austria Wien 0:1<br />

Rapid Wien - SV Mattersburg 2:4<br />

SV Grödig - SV Ried 4:1<br />

Sturm Graz - RB Salzburg 2:3<br />

Wolfsberger AC - SCR Altach *<br />

1. Rapid Wien 7 19:10 16<br />

2. Austria Wien 7 17:11 14<br />

3. FC Admira Wacker 7 13:9 14<br />

4. SV Mattersburg (N) 7 14:14 12<br />

5. RB Salzburg (M, P) 7 15:11 11<br />

6. Sturm Graz 7 9:8 9<br />

7. SV Grödig 7 13:14 8<br />

8. Wolfsberger AC 6 4:9 4<br />

9. SV Ried 7 5:18 4<br />

10. SCR Altach 6 6:11 3<br />

Kroatien<br />

NK Zagreb - Lok Zagreb 1:2<br />

RNK Split - Istra Pula 3:0<br />

Dinamo Zagreb - Slaven Belupo 3:0<br />

Inter Zapresic - Hajduk Split *<br />

HNK Rijeka - NK Osijek *<br />

1. Dinamo Zagreb (M, P) 8 16:4 16<br />

2. RNK Split 8 10:7 14<br />

3. HNK Rijeka 7 11:7 11<br />

4. Lokomotiva Zagreb 8 15:13 10<br />

5. Hajduk Split 7 9:8 10<br />

6. Inter Zapresic (N) 7 6:8 10<br />

7. Istra Pula 8 12:15 10<br />

8. Slaven Belupo 8 14:16 9<br />

9. NK Osijek 7 5:12 5<br />

10. NK Zagreb 8 7:15 3<br />

Polen<br />

Bielsko-Biala - Lechia Danzig 1:1<br />

Wisla Krakau - Slask Breslau 4:2<br />

Piast Gleiwitz - Gornik Leczna 3:0<br />

Zaglebie Lubin - Ruch Chorzow 3:1<br />

Korona Kielce - Pogon Stettin 1:1<br />

LKS Nieciecza - Lech Posen 3:1<br />

Gornik Zabrze - Cracovia Krakau 1:1<br />

Jagiellonia - Legia Warschau *<br />

1. Piast Gleiwitz 7 12:6 18<br />

2. Cracovia Krakau 7 9:5 12<br />

3. Pogon Stettin 7 9:7 11<br />

4. Zaglebie Lubin (N) 7 10:9 11<br />

5. Korona Kielce 7 9:9 11<br />

6. Legia Warschau (P) 6 14:6 10<br />

7. Wisla Krakau 7 13:9 10<br />

8. Jagiellonia Bialystok 6 11:8 10<br />

9. Ruch Chorzow 7 11:10 10<br />

10. Slask Breslau 7 10:12 9<br />

11. LKS Nieciecza (N) 7 8:10 9<br />

12. Lechia Danzig 7 9:9 7<br />

13. Gornik Leczna 7 7:12 7<br />

14. Lech Posen (M) 7 5:11 4<br />

15. Podbesk. Bielsko-Biala 7 6:13 4<br />

16. Gornik Zabrze 7 8:15 2<br />

Dänemark<br />

Aarhus GF - Esbjerg fB 0:0<br />

SönderjyskE - Viborg FF 2:1<br />

Aalborg - Randers FC 0:2<br />

Nordsjaelland - Bröndby IF 0:2<br />

Odense BK - FC Kopenhagen *<br />

FC Midtjylland - Hobro IK *<br />

1. FC Midtjylland (M) 6 8:2 14<br />

2. SönderjyskE 7 13:7 12<br />

3. Randers FC 6 13:9 10<br />

4. Bröndby IF 7 12:9 10<br />

5. Aalborg BK 7 11:10 10<br />

Aarhus GF (N) 7 11:10 10<br />

7. FC Kopenhagen (P) 5 8:5 9<br />

8. Viborg FF (N) 7 5:10 8<br />

9. Odense BK 6 10:12 7<br />

10. FC Nordsjaelland 7 7:12 7<br />

11. Esbjerg fB 7 6:11 6<br />

12. Hobro IK 6 4:11 4<br />

Schottland<br />

Celtic - St. Johnstone 3:1<br />

FC Dundee - Inverness CT 1:1<br />

Hamilton Acad. - Hearts 3:2<br />

FC Motherwell - Kilmarnock 1:0<br />

Partick Thistle - FC Aberdeen 0:2<br />

Ross County - Dundee Utd. 2:1<br />

1. Celtic Glasgow (M) 6 16:6 16<br />

2. FC Aberdeen 5 9:1 15<br />

3. Heart of Midlothian (N) 6 15:8 15<br />

4. Hamilton Acad. 5 9:4 10<br />

5. Ross County 6 10:6 10<br />

6. FC Dundee 6 10:8 8<br />

7. FC Motherwell 6 4:8 6<br />

8. FC St. Johnstone 6 9:12 5<br />

9. Dundee United 6 6:12 4<br />

10. Inverness CT (P) 6 4:9 3<br />

11. Partick Thistle 6 2:9 3<br />

12. FC Kilmarnock 6 4:15 2<br />

Serbien<br />

FK Jagodina - Borac Cacak 0:0<br />

Radnik Surdulica - FK Vozdovac 1:3<br />

Partizan - OFK Belgrad 2:1<br />

FK Novi Pazar - FK Rad 1:0<br />

Javor Ivanjica - Radnicki Nis 0:0<br />

SZV Subotica - Vojvodina 2:1<br />

Met. G. Milanovac - Cukaricki *<br />

Mladost Lucani - Roter Stern *<br />

1. Roter Stern 7 16:6 17<br />

2. Javor Ivanjica (N) 8 9:4 16<br />

3. Partizan Belgrad (M) 7 21:9 15<br />

4. Radnicki Nis 8 7:4 13<br />

5. Vojvodina Novi Sad 7 14:12 13<br />

6. FK Novi Pazar 8 10:11 12<br />

7. Borac Cacak 8 7:7 11<br />

8. FK Vozdovac 8 9:9 9<br />

9. Met. G. Milanovac (N) 7 7:9 9<br />

10. Spartak ZV Subotica 8 5:8 9<br />

11. Cukaricki Belgrad (P) 7 7:6 8<br />

12. FK Rad Belgrad 7 9:10 8<br />

Mladost Lucani 7 9:10 8<br />

14. OFK Belgrad 8 9:14 6<br />

15. Radnik Surdulica (N) 8 6:15 6<br />

16. FK Jagodina 7 1:12 3<br />

Argentinien<br />

Argentinos Juni. - Crucero del Norte 4:0<br />

Quilmes AC - CA Temperley 0:0<br />

CA Aldosivi - CA San Martin 2:0<br />

Gimnasia LP - Boca Juniors 1:2<br />

Newell‘s OB - Colon Santa Fe 0:1<br />

Velez Sarsfield - Defensa y Justicia 2:1<br />

Die übrigen Sonntagsspiele waren bei<br />

Redaktionsschluss nicht beendet.<br />

Brasilien<br />

Vasco da Gama - Figueirense FC 0:1<br />

FC Sao Paulo - Ponte Preta 3:0<br />

Gremio - FC Coritiba 0:0<br />

Avai FC - Internacional 3:0<br />

Die übrigen Sonntagsspiele waren bei<br />

Redaktionsschluss nicht beendet.<br />

*) bei Redaktionsschluss nicht beendet<br />

NEWS<br />

Layvin Kurzawa (22) wechselt<br />

aus Monaco zum Ligakonkurrenten<br />

Paris Saint-Germain.<br />

Der Linksverteidiger<br />

unterschreibt einen Fünf-<br />

Jahresvertrag und kostet<br />

eine Ablöse von 25 Millionen<br />

Euro.<br />

Lazar Markovic (21) kommt<br />

für ein Jahr auf Leihbasis zu<br />

Fenerbahce Istanbul. Der<br />

Serbe steht in Liverpool unter<br />

Vertrag.<br />

Die Copa America findet 2016<br />

womöglich doch nicht wie<br />

geplant in den USA statt.<br />

Grund ist die Verwicklung<br />

der für die Entscheidung<br />

verantwortlichen Funktionäre<br />

der Verbände CON-<br />

MEBOL und CONCACAF<br />

in den FIFA-Korruptionsskandal.<br />

Zum 100-jährigen<br />

Bestehen der Meisterschaft<br />

soll das Turnier einmalig<br />

außerhalb des Vierjahres-<br />

Rhythmus stattfinden.<br />

Douglas (27) verlässt Dynamo<br />

Moskau und unterschreibt<br />

für drei Jahre bei<br />

Trabzonspor.<br />

Rony Lopes (19) spielt ab sofort<br />

für den AS Monaco. Er<br />

kommt für rund zwölf Millionen<br />

Euro von ManCity.<br />

Ola Toivonen (29) wurde von<br />

Stade Rennes an den AFC<br />

Sunderland verliehen.<br />

Eduardo Villegas (51) wird<br />

neuer Nationaltrainer Boliviens.<br />

Der Verband hatte<br />

eigentlich schon Miguel Angel<br />

Portugal (59) als neuen<br />

Coach vorgestellt, doch diese<br />

Personalie stieß auf großen<br />

Widerstand bei vielen<br />

bolivianischen Vereinen.<br />

Joey Barton (32) hat beim<br />

FC Burnley angeheuert. Der<br />

Engländer war vereinslos,<br />

sein Vertrag bei den Queens<br />

Park Rangers war im Sommer<br />

ausgelaufen.<br />

Twente Enschede hat sich<br />

nach der jüngsten 0:2-Niederlage<br />

bei Heracles Almelo<br />

von Trainer Alfred Schreuder<br />

(42) getrennt.<br />

Weitere Tabellen finden Sie auf unserer Website unter<br />

www.kicker.de/tabellen-international


56 EUROPA LEAGUE kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

ÖSTERREICH: Dem Europa-League-Aus folgt ein 3:2 über Fodas Sturm<br />

Zittersieg für die verunsicherten Bullen<br />

Erleichterung: Die angeschlagenen Salzburger, darunter der deutsche<br />

U-20-Nationalspieler Hany Mukhtar (z. v. l.), beim Sieg in Graz.<br />

1Nach 66 Minuten war klar: Sturm<br />

Graz würde am siebten Spieltag sein<br />

zweites Spiel verlieren, Red Bull<br />

Salzburg sein drittes gewinnen.<br />

Takumi Minamino, der Japaner im<br />

Dress der Gäste, hatte nach einem<br />

Fehler des deutschen Sturm-Keepers<br />

Michael Esser zur 3:0-Führung<br />

abgestaubt.<br />

Am Ende wurde es dann aber<br />

noch einmal knapp, Graz kam auf<br />

2:3 heran. Logisch fast, denn Coach<br />

Franco Foda hatte seine Truppe von<br />

Beginn an ganz auf Sieg eingestellt –<br />

was dann aber über weite Strecken<br />

nach hinten losging und auch mit<br />

dem Aufbäumen am Ende nicht<br />

mehr korrigiert werden konnte.<br />

Denn die Versager in der Champions-League-Qualifikation<br />

und<br />

der zur Europa League zeigten,<br />

dass sie auf nationaler Ebene noch<br />

immer ein schwer ausrechenbarer<br />

Brocken sind. Erst recht, wenn sie<br />

in der dritten Minute dank eines<br />

Grazer Eigentores (Spendlhofer) in<br />

Führung gehen. Die Situation<br />

hatte für RB Hany Mukhtar,<br />

der deutsche U-20-Nationalspieler,<br />

ausgelöst. Von<br />

Benfica ausgeliehen, stand<br />

er sofort in der Startaufstellung.<br />

In dieser fehlten aber Jonatan<br />

Soriano, der überragende Torjäger<br />

(107 Spiele, 91 Tore) und der<br />

22-jährige Jungnationalspieler Martin<br />

Hinteregger. Gemunkelt worden<br />

war ja, dass beide das Spiel boykottierten,<br />

um gegen die Personalpolitik<br />

zu protestieren. Beiden war<br />

vom Klub ein international<br />

wettbewerbsfähiges Team<br />

versprochen worden. Die<br />

Realität ist eine andere, wie<br />

sich zeigte. Von der Bullen-<br />

Führung hieß es jedoch, beide Profis<br />

hätten in Graz verletzt gefehlt.<br />

Und weil Sturm vor der Pause<br />

zu viele Chancen vergab, konnten<br />

die Gäste aus Salzburg kurz nach<br />

EUROPA LEAGUE <strong>2015</strong>/16: PLAY-OFFS, RÜCKSPIELE<br />

dem Seitenwechsel 2:0 in Führung<br />

gehen: Yordy Reyna, zurückgeholt<br />

aus Leipzig, traf für die konternden<br />

Gäste. Und als Minamino zum 3:0<br />

traf, schien alles klar für den kriselnden<br />

Großklub. Doch es wurde<br />

noch eine Zitterpartie für den Titelverteidiger,<br />

der in Keeper Alexander<br />

Walke seinen besten Akteur hatte.<br />

Anel Hadzic (70.) und Josip Tadic<br />

(88.) brachten Sturm auf 2:3 ran<br />

und zeigten, dass RB auch bei einer<br />

3:0-Führung zu verunsichern ist.<br />

HUBERT WINKLBAUER<br />

Foto: imago/GEPA<br />

TÜRKEI<br />

Gomez spielt, aber<br />

trifft noch nicht<br />

1Lukas Podolski und Galatasaray<br />

feierten mit einem 4:1 in Konya am<br />

dritten Spieltag den ersten Saisonsieg.<br />

Trotz des Ergebnisses war es<br />

aber kein spektakuläres Spiel. Podolski<br />

war über linksaußen bemüht,<br />

aber blieb ohne Torerfolg. In der 79.<br />

Minute musste der deutsche Nationalspieler<br />

aus taktischen Gründen<br />

– Galatasaray spielte ab der<br />

67. Minute in Unterzahl – für José<br />

Rodriguez raus. Erst Sneijder sorgte<br />

in den letzten beiden Minuten mit<br />

einem Doppelpack für den hohen<br />

Sieg gegen die schwachen Hausherren.<br />

„Das war ein sehr wichtiger<br />

Auswärtssieg für uns“, freute sich<br />

Podolski über den Dreier, der wenigstens<br />

schon einen Ligatreffer<br />

(beim 2:2 in Sivas) für sich verbuchen<br />

konnte.<br />

Auf einen persönlichen Torjubel<br />

wartet Mario Gomez bei Besiktas<br />

noch immer. Beim 4:0-Sieg in Gaziantep<br />

durfte der Goalgetter von<br />

Beginn an ran. Doch Besiktas nutzte<br />

die Stärken des Deutschen nicht<br />

aus und vernachlässigte das Flügelspiel.<br />

Nach dem Freistoßtreffer<br />

von Oguzhan Özyakub (76.) wurde<br />

Gomez ausgewechselt und musste<br />

auf der Bank die drei weiteren<br />

Tore miterleben, wodurch sein Klub<br />

vorübergehend die Tabellenspitze<br />

erklomm.<br />

HAKAN UZUN<br />

Borussia Dortmund – Odds BK Skien (NOR) .............................................. 7:2 (4:3)<br />

Qairat Almaty (KAZ) – Girondins Bordeaux (FRA) ........................................ 2:1 (0:1)<br />

FK Jablonec (CZE) – Ajax Amsterdam (NED) ............................................... 0:0 (0:1)<br />

Qarabag Agdam (AZE) – Young Boys Bern (SUI) .......................................... 3:0 (1:0)<br />

Rubin Kasan (RUS) – Rabotnicki Skopje (MKD) .......................................... 1:0 (1:1)<br />

Videoton Szekesfehervar (HUN) – Lech Posen (POL) ................................... 0:1 (0:3)<br />

HJK Helsinki (FIN) – FK Krasnodar (RUS) .................................................... 0:0 (1:5)<br />

AS Saint-Etienne (FRA) – Milsami Orhei (MDA) .......................................... 1:0 (1:1)<br />

FC Thun (SUI) – Sparta Prag (CZE).............................................................. 3:3 (1:3)<br />

Rosenborg Trondheim (NOR) – Steaua Bukarest (ROU) .............................. 0:1 (3:0)<br />

Bröndby IF (DEN) – PAOK Saloniki (GRE) .................................................... 1:1 (0:5)<br />

Panathinaikos Athen (GRE) – FK Qäbälä (AZE) ............................................ 2:2 (0:0)<br />

AZ Alkmaar (NED) – Astra Giurgiu (ROU) ..................................................... 2:0 (2:3)<br />

Hajduk Split (CRO) – Slovan Liberec (CZE) ................................................. 0:1 (0:1)<br />

Fenerbahce Istanbul (TUR) – Atromitos Athen (GRE) .................................. 3:0 (1:0)<br />

Standard Lüttich (BEL) – Molde FK (NOR)................................................... 3:1 (0:2)<br />

Vojvodina Novi Sad (SER) – Viktoria Pilsen (CZE) ....................................... 0:2 (0:3)<br />

RB Salzburg (AUT) – Dinamo Minsk (BLR) ........ n. V. 2:0, Elfmeterschießen 2:3 (0:2)<br />

Athletic Bilbao (ESP) – MSK Zilina (SVK) ................................................... 1:0 (2:3)<br />

FC Midtjylland (DEN) – FC Southampton (ENG) ......................................... 1:0 (1:1)<br />

Legia Warschau (POL) – Sorja Luhansk (UKR) ............................................ 3:2 (1:0)<br />

Belenenses Lissabon (POR) – SCR Altach (AUT) ......................................... 0:0 (1:0)<br />

(In Klammern Hinspielergebnisse – Vereine, die die Gruppenphase erreicht haben, in<br />

Fettdruck. Den Spielplan der Gruppenphase finden Sie auf S. 18)<br />

Borussia Dortmund –<br />

Odds BK Skien 7:2 (4:1)<br />

Dortmund: Weidenfeller (3,5) – Ginter (3),<br />

Sokratis (3; 64. Piszczek/–), Hummels (2,5),<br />

Schmelzer (2,5) – Weigl (2) – Gündogan (1; 66.<br />

Bender/–) – Hofmann (3,5), Kagawa (2), Mkhitaryan<br />

(1,5; 64. Aubameyang/–) – Reus (1,5) –<br />

Trainer: Tuchel<br />

Skien: Rossbach (5) – Hurme (5), Bergan (5),<br />

Hagen (5), Grögaard (5) – Jensen (5) – Nordkvelle<br />

(5; 64. Gashi/–), Berg (4) – Halvorsen<br />

(3,5), Zekhnini (4; 76. Akabueze/–) – Occean<br />

(5; 46. Flo/5) – Trainer: Fagermo<br />

Tore: 0:1 Halvorsen (19., Kopfball, Grögaard),<br />

1:1 Mkhitaryan (25., Rechtsschuss, Hummels),<br />

2:1 Reus (27., Rechtsschuss, Gündogan), 3:1<br />

Reus (32., Rechtsschuss, Mkhitaryan), 4:1<br />

Kagawa (40., Linksschuss, Ginter), 5:1 Gündogan<br />

(51., Rechtsschuss, Hofmann), 6:1 Reus<br />

(57., Rechtsschuss, Mkhitaryan), 6:2 Berg (64.,<br />

Rechtsschuss, Halvorsen), 7:2 Kagawa (90.,<br />

Rechtsschuss, Aubameyang) – Chancen: 18:2 –<br />

Ecken: 9:1 – SR: Aranovskiy (Ukraine), Note 2,<br />

brachte die wohltuend faire Partie ohne Mühe<br />

über die Runden. – Zuschauer: 64 200 – Gelbe<br />

Karte: Halvorsen – Spielnote: 2, streckenweise<br />

Fußball vom Feinsten – gegen hoffnungslos unterlegene<br />

Norweger. – Spieler des Spiels: Ilkay<br />

Gündogan<br />

UEFA-Fünfjahreswertung<br />

Pl. Land 15/16 Ges. Vereine *<br />

1. Spanien 3,357 85,142 7/7<br />

2. Deutschland 3,000 66,749 7/7<br />

3. England 3,000 65,034 6/8<br />

4. Italien 1,666 60,605 5/6<br />

5. Portugal 2,000 44,582 5/6<br />

6. Frankreich 2,750 44,416 6/6<br />

7. Russland 3,300 42,882 5/5<br />

8. Ukraine 2,800 37,883 3/5<br />

9. Belgien 2,000 34,600 3/5<br />

10. Niederlande 1,583 31,396 4/6<br />

11. Türkei 1,800 29,800 3/5<br />

12. Schweiz 1,300 29,775 2/5<br />

13. Tschechien 2,300 27,925 3/5<br />

14. Griechenland 2,400 26,700 3/5<br />

15. Rumänien 2,250 25,383 0/4<br />

Platz 1 bis 3: Drei Plätze in der Champions-<br />

League-Gruppenphase, ein Platz in der Champions-League-Qualifikation,<br />

zwei Plätze in der<br />

Europa League (3/1/2); Platz 4 bis 6: 2/1/2;<br />

Platz 7 bis 12: 1/1/2; Platz 13 bis 15: 0/2/2 –<br />

Dazu kommt noch der nationale Pokalsieger<br />

oder der bestplatzierte Klub aus der Liga nach<br />

den Europa-League-Rängen.<br />

*) Erste Zahl = noch im Wettbewerb verbliebene<br />

Europapokalstarter; zweite Zahl = Gesamtzahl<br />

der Teilnehmer eines Landes


kicker, 31. August <strong>2015</strong> MEINUNGEN 57<br />

kicker-Kolumnisten-Kreis<br />

JOACHIM<br />

STREICH<br />

Rekordnationalspieler<br />

und -Torjäger der DDR<br />

Transfersummen:<br />

Ich finde sie Wahnsinn<br />

An diesem 3. Bundesligaspieltag ging es weniger<br />

um den Sport, als darum, welcher<br />

Transfer noch getätigt wird. Die Schnelllebigkeit,<br />

vor allem aber die Beträge, die kursieren<br />

– vor allem der, den Manchester City für Kevin<br />

De Bruyne bezahlt –, sind Wahnsinn. Wenn<br />

zudem für gute, aber nicht herausragende<br />

Spieler wie Heung-Min Son 30 Millionen bezahlt<br />

werden, finde ich das bedenklich. Der<br />

Premier League kann man nicht vorwerfen,<br />

dass sie einen solche gigantischen TV-Vertrag<br />

ausgehandelt hat. Aber der englische Verband<br />

sollte sich darüber im Klaren sein: Wenn mit<br />

viel Geld herumgeschmissen wird, bleibt auf<br />

Dauer die Nationalmannschaft auf der Strecke.<br />

Die jungen Leute haben keine Chance mehr<br />

zu spielen. Die Auswirkungen hat man zuletzt<br />

gesehen. England hat bei großen Turnieren<br />

schon lange nichts mehr gerissen.<br />

Der klare Sieg der Bayern gegen Leverkusen war<br />

derweil ein klares Signal. Obwohl fast alle<br />

Abwehrspieler gefehlt haben, hat Pep Guardiolas<br />

Team gegen Bayer, das in der Champions-League-Qualifikation<br />

überzeugt hatte,<br />

beeindruckt. Trotzdem erwarte ich keinen<br />

Durchmarsch der Münchner. Wolfsburg hat<br />

in den vergangenen Jahren den Kader nicht<br />

nur aufgebläht, sondern gezielt verstärkt. Und<br />

die Partie gegen Schalke hat gezeigt, dass der<br />

VfL auch ohne De Bruyne und Ivan Perisic<br />

guten Fußball spielen kann. Ich denke, dass<br />

Wolfsburg, aber auch Dortmund ein Wort mitsprechen<br />

können und sich mit Bayern einen<br />

Dreikampf liefern. Noch ein Wort zum Spiel<br />

Köln gegen den HSV: Bei einem Duell wie dem<br />

von Modeste mit Spahic Elfmeter zu pfeifen,<br />

ist Wahnsinn. Für mich ist Modeste gestolpert.<br />

Überhaupt gab es an diesem Spieltag die eine<br />

oder andere Fehlentscheidung zu viel.<br />

Die Entwicklung meines 1. FC Magdeburg bereitet<br />

mir dagegen große Freude. Der FCM hat gezeigt,<br />

dass er in der 3. Liga angekommen ist.<br />

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit<br />

ist bemerkenswert. Allerdings sollte man<br />

realistisch bleiben. Natürlich träumen die Fans<br />

von einem Weg, wie ihn Darmstadt 98 genommen<br />

hat. Aber die 3. Liga ist sehr ausgeglichen,<br />

deswegen muss das vordringlichste Ziel sein,<br />

sich zu etablieren.<br />

Der kicker-Kolumnistenkreis: Sergej Barbarez,<br />

Giuseppe Bergomi, Thomas Berthold, Fredi Bobic, Marco<br />

Bode, Didier Deschamps, Eduard Geyer, Thomas Helmer,<br />

Bernd Heynemann, Jürgen Kohler, Morten Olsen, Uli Stein,<br />

Joachim Streich, Olaf Thon, Rudi Völler, Marc Wilmots<br />

kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh dreht den<br />

SCHEINWERFER<br />

De Bruyne und die Chance für Wolfsburg<br />

Ein schwerwiegender Verlust, dauerhaft viel<br />

größerer Nutzen oder einfach eine Chance<br />

für eine Neuausrichtung des VfL Wolfsburg? Der<br />

Verkauf von De Bruyne an Manchester City spült<br />

eine Unsumme Geld in die alles andere als klammen<br />

Kassen des Vizemeisters, schwächt aber<br />

zweifellos – gemäß seines überdurchschnittlichen<br />

Könnens – die sportlichen Ambitionen.<br />

Zumindest vorerst. Denn dank dieser Zusatzeinnahme<br />

kann das Duo Allofs/Hecking endlich die<br />

sportliche Substanz des gesamten Kaders peu à<br />

peu, damit aber entscheidend verbreitern, ohne<br />

das Damoklesschwert des Financial Fair Play<br />

über sich zu wissen. Wobei die Finanztechniker<br />

in Verein und Werk sicherlich eine Menge Ahnung<br />

einbringen müssen, um die Ablösesumme<br />

optimal in Rendite umzusetzen. Dennoch: Ein<br />

erheblicher Batzen wird dem VfL für Investitionen<br />

bleiben. Denn noch ist das mannschaftliche<br />

Gefüge nicht ausgereift genug, um international<br />

in die absolute Elite vorzudringen. Der klare<br />

Sieg über Schalke und die ohne den zuletzt verunsicherten<br />

De Bruyne gesteigerte Spielfreude<br />

verdecken diese Erkenntnis nicht. Klar ist: Auch<br />

wenn der Verlust eines formstarken De Bruyne<br />

nachhaltig richtig schmerzen mag, so kann man<br />

mit einer Summe, die in die Kategorie der Superstars<br />

vorstößt, mit Sinn und Verstand ganz<br />

andere Stärken einbauen als bisher. Gerade dem<br />

Wolfsburger Führungsduo ist diese Weitsicht<br />

eher zuzutrauen als dem fast blindwütig zu nennenden<br />

Kaufgehabe der Engländer.<br />

Am Freitag gegen Polen fällt wohl schon die Vorentscheidung,<br />

ob die deutsche Nationalmannschaft<br />

problemlos die EM-Endrunde 2016 in<br />

Frankreich erreicht oder wie 2001 in der WM-<br />

Qualifikation bis zur allerletzten Stunde zittern<br />

muss. In der vergangenen Saison ist die DFB-<br />

Auswahl ihrem Ruf als frischgebackener Weltmeister<br />

nicht annähernd gerecht geworden. Jetzt<br />

gelten weder mentale Nachwehen des Titels<br />

noch Verletzungsprobleme: Jogi Löw muss seine<br />

Truppe auf Erfolgskurs trimmen, um das Bild<br />

der strahlenden Helden nicht allzu schnell verblassen<br />

zu lassen. Der Münchner Talente-Born<br />

fließt zwar nicht mehr so üppig nach dem Masse-<br />

Zukauf aus Latino-Ländern. Doch die nominierten<br />

Namen genießen durchaus einen international<br />

hohen Ruf. Gerade rechtzeitig scheinen<br />

vor allem die Dortmunder ihre Begeisterung<br />

der großen Jahre unter Klopp wiedergefunden<br />

zu haben, sodass die Mischung aus München,<br />

Dortmund und einigen Ergänzungsklubs schon<br />

erfolgversprechend klingt. Überzeugenden Fußball<br />

zu spielen sind zumindest alle in der Lage …


58 2. BUNDESLIGA<br />

2. BUNDESLIGA<br />

Mehr als ein Tor: Hanno Behrens schiebt den nach einem Pfostenschuss von Kevin Möhwald zurückprallenden Ball über die Linie.<br />

Foto: Zink<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_2bl_li<br />

Die höchsten Wogen sind fürs Erste geglättet.<br />

„Ich bin glücklich, dass wir gewonnen<br />

haben. Bei beiden Mannschaften hat man<br />

den Resultatsdruck gespürt“, sagte Nürnbergs<br />

Trainer René Weiler nach dem 1:0 über Fortuna<br />

Düsseldorf. Mit seinem zweiten Saisonsieg<br />

vermied der Club am Sonntag den Absturz<br />

in den Tabellenkeller und schaffte den Anschluss<br />

ans Mittelfeld. „Wer heute verliert,<br />

kriegt ein Problem“, hatte auch der sportliche<br />

Leiter Wolfgang Wolf vor dem Anpfiff erklärt.<br />

Durch das goldene Tor von Hanno Behrens<br />

dürfte sich die Aufregung bei den Franken<br />

ein wenig legen. „Zwei Wochen sollten wir<br />

nun Ruhe haben“, hofft Weiler.<br />

In einer zähen ersten Halbzeit hatte man<br />

seiner Elf die Anspannung und den Druck<br />

angemerkt. Es gab allerdings auch positive<br />

Aspekte: Etwa die defensive<br />

Stabilität beim ersten Spiel<br />

ohne Gegentor in dieser<br />

Saison. Oder das überraschend<br />

gute Debüt des<br />

neuen Innenverteidigers<br />

Georg Margreitter bis zu<br />

seiner kräftebedingten Auswechslung. Oder<br />

die starke Leistung von Kevin Möhwald auf<br />

seiner angestammten Position im defensiven<br />

Mittelfeld. „Wir wissen, was wir können. Das<br />

haben wir bisher zwar noch nicht gespielt.<br />

Aber es war ein erster Schritt in die richtige<br />

Richtung“, fasste der 22-Jährige zusammen.<br />

Für Torschütze Behrens war „der Sieg das<br />

Einzige, was zählt“. Auch er aber ist „der Überzeugung,<br />

dass wir es besser können, als wir es<br />

bisher gezeigt haben“.<br />

„Wir können es besser, als wir<br />

es bisher gezeigt haben.“<br />

Die Befreiung<br />

Mit dem 1:0-Erfolg gegen die Fortuna, dem zweiten<br />

Saisonsieg, hat der 1. FC NÜRNBERG zumindest für ein<br />

bisschen Ruhe in seinem aufgeregten Umfeld gesorgt.<br />

Die Spieler also glauben an die Stärke des<br />

Kaders. In Nürnberg wird in diesen wieder<br />

einmal turbulenten Tagen munter gestritten,<br />

wer für welchen der in diesem Sommer<br />

getätigten Transfers verantwortlich zeichnet<br />

– ob nun Sportvorstand Martin Bader, Wolf<br />

oder Weiler –, anstatt die<br />

auch von Trainerseite aus<br />

immer wieder verbreitete<br />

Ansicht, dem Kader fehle<br />

es an Qualität, zu hinterfragen.<br />

Thorsten Kirschbaum –<br />

ein bundesligaerfahrener<br />

Torhüter. Miso Brecko, Even Hovland, der<br />

noch verletzte Laszlo Sepsi, Jan Polak, Rurik<br />

Gislason, Guido Burgstaller, Jakub Sylvestr –<br />

allesamt aktuelle bzw. frühere Nationalspieler.<br />

Hanno Behrens und Alessandro Schöpf – zwei<br />

der noch vor einem halben Jahr meistumworbenen<br />

Mittelfeldspieler der 2. Liga. Dass ein<br />

Sylvestr, der in drei deutschen Zweitligajahren<br />

32 Tore erzielte, in dieser Saison außen vor<br />

ist – fehlende Qualität? Dass auch der ins All-<br />

Star-Team der diesjährigen U-21-EM gewählte<br />

HANNO BEHRENS, Siegtorschütze<br />

Ondrej Petrak gegen die Fortuna nicht im<br />

Kader stand – fehlende Qualität?<br />

Nein, die vor dem Start von Wolf leise geäußerten<br />

Aufstiegshoffnungen erscheinen<br />

angesichts des Formats der Einzelspieler alles<br />

andere als utopisch. Doch der Club hat nach<br />

fünf Saisonspielen nur sieben Punkte auf seinem<br />

Konto. In den ersten Partien fehlte es an<br />

Kompaktheit, Stabilität und einer klaren Spielidee,<br />

mit jedem Misserfolg schrumpfte das<br />

Selbstbewusstsein. „Insofern konnte niemand<br />

davon ausgehen, dass wir gegen die Fortuna<br />

ein völlig anderes Gesicht zeigen“, sagt Weiler.<br />

Es zählte allein das Ergebnis, das dem Club<br />

eine ruhigere Vorbereitung auf das Derby in<br />

Fürth in zwei Wochen ermöglicht.<br />

Ob sich die von Weiler gewünschte Verpflichtung<br />

eines weiteren Stürmers bis zum<br />

Ende der Transferfrist an diesem Montag verwirklichen<br />

lässt, ist offen. „Wir haben einen<br />

großen Kader“, sagt Wolf, „den müssten wir<br />

erst abspecken, bevor wir noch einen holen.“<br />

Gut möglich, dass Sylvestr und/oder Petrak<br />

noch gehen.<br />

HARALD KAISER


DÜSSELDORF: Trotz Verletzung ein Leader<br />

Koch: „Es fehlt<br />

die Initialzündung“<br />

1Julian Koch riss die Arme hoch,<br />

ließ sich kurz feiern, weil er dachte,<br />

dass ihm fast mit dem Pausenpfiff<br />

ein so wichtiger Treffer für Fortuna<br />

Düsseldorf beim 0:1 in Nürnberg<br />

gelungen war. Endlich schien die<br />

Initialzündung vollbracht. Doch<br />

zur grenzenlosen Enttäuschung<br />

des Vizekapitäns der Rheinländer<br />

erkannte Schiedsrichter<br />

Christian Dingert den Treffer<br />

nicht an. Über Pech wollte<br />

Koch nicht klagen, da kurz vorher<br />

auch den Nürnbergern ein reguläres<br />

Tor nicht anerkannt worden<br />

war. „Man kann es nicht ändern.<br />

Das ist vielleicht das Quäntchen<br />

Glück, das wir uns noch nicht verdient<br />

haben“, sagte Koch, der da<br />

noch nicht wusste, dass ihm Kollege<br />

Mike van Duinen mit einer ebenso<br />

knappen wie unabsichtlichen Abseitsposition<br />

dieses Erfolgserlebnis<br />

verdorben hatte.<br />

Ohnehin war es überraschend,<br />

dass Koch überhaupt in der Startelf<br />

gestanden hatte, nachdem er vor einer<br />

Woche im Spiel gegen Freiburg<br />

mit einer Sprunggelenkverletzung<br />

stark humpelnd vom Platz geführt<br />

worden war. „Am Mittwoch hatte<br />

ich nicht gedacht, dass es klappt“,<br />

sagte der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler.<br />

„Am Freitag ging es dann<br />

gut, und ich wollte mich reinhauen.“<br />

Und Trainer Frank Kramer<br />

setzte auf Koch und ging damit<br />

bewusst ein Risiko ein. Koch entschied<br />

letztlich selbst, meldete sich<br />

fit. „Ein solcher Spieler, der auch<br />

über den Schmerzpunkt hinaus<br />

geht und mehr als 100 Prozent geben<br />

will, den muss man dann bei<br />

diesen Temperaturen auch bringen“,<br />

sagte Kramer, der überraschenderweise<br />

statt Lukas Schmitz<br />

zudem den unerfahrenen Marcel<br />

Sobottka an die Seite von Koch in<br />

die Mittelfeldzentrale gestellt<br />

hatte. „Man hat gesehen, was<br />

Julian für uns bedeutet. Diese<br />

Präsenz in den Zweikämpfen<br />

ist für uns ganz wichtig. Die Qualitäten<br />

einer aggressiven Leaderfigur<br />

haben wir dringend gebraucht.“<br />

Doch letztlich nutzte auch das<br />

dem Spiel der Fortuna nicht so viel,<br />

dass endlich der erste Sieg dabei<br />

heraussprang. „Ganz ehrlich, ich<br />

habe gerade keine Antworten auf<br />

die Frage, warum es wieder nicht<br />

geklappt hat“, sagte Koch. „Ich bin<br />

brutal enttäuscht, dass wir jetzt<br />

wieder fünf Stunden nach Hause<br />

fahren und nichts in der Hand haben.“<br />

Eine oder zwei Unaufmerksamkeiten,<br />

ein Gegentor – das<br />

reicht derzeit, um die Fortuna zu<br />

bezwingen, weil die Düsseldorfer<br />

vorne zu harmlos sind. Julian Koch<br />

ist jetzt als Vizekapitän gefragt, die<br />

Einheit, die Trainer Frank Kramer<br />

nach innen und außen fordert, um<br />

aus der misslichen Situation herauszukommen,<br />

mit zu leben. „Wir<br />

betreiben Aufwand ohne Ende, die<br />

Initialzündung fehlt einfach“, meinte<br />

Koch. Um ihn noch mal jubeln<br />

zu lassen – und dann aus gutem<br />

Grund. NORBERT KRINGS<br />

Herr Khedira, warum hat es bei Union<br />

nicht zum Sieg gereicht?<br />

Bis zum gegnerischen 16er haben<br />

wir gut gespielt, dann haben<br />

der letzte Pass und die Präzision<br />

Richtung Tor gefehlt. Aber es ist<br />

auch schwer, wenn zehn Unioner<br />

mit allem, was sie haben, verteidigen.<br />

Dennoch: Wir haben es<br />

insgesamt gut gemacht.<br />

Fehlt dem RB-Spiel Entschlossenheit?<br />

Nein, das glaube ich nicht. Die<br />

Partie bei Union war ein<br />

Schritt in die richtige<br />

Richtung. Wir haben am<br />

Ende ein paar Möglichkeiten<br />

nicht verwertet. Das ist Pech,<br />

aber manchmal auch fehlende<br />

Durchschlagskraft.<br />

Fünf Spiele, acht Punkte: Ihr Urteil?<br />

Das bisherige Ergebnis ist gerecht.<br />

Wir haben gute Spiele gemacht<br />

und weniger gute. In Berlin<br />

war es ein gutes Spiel – mit einem<br />

normalen Ergebnis. Am 1. Spieltag<br />

in Frankfurt etwa haben wir<br />

nicht ganz so gut gespielt und drei<br />

Punkte geholt. In einer Saison<br />

gleicht sich alles aus. Wir lassen<br />

uns nicht verrückt machen.<br />

RB gilt als Topfavorit auf den Aufstieg.<br />

Erzeugt das zu viel Druck?<br />

Der Druck kommt immer nur von<br />

außen. Ob das Publikum gegen<br />

uns ist oder die Medien uns zum<br />

Aufstiegsfavoriten erklären, das<br />

kicker, 31. August <strong>2015</strong> 59<br />

Sagen<br />

Sie mal . . .<br />

Rani Khedira<br />

21, RB LEIPZIG<br />

ist nun mal so. Wir wissen intern,<br />

worauf es ankommt. Wenn wir<br />

unsere Qualitäten Woche für Woche<br />

auf den Platz bringen, dann<br />

kann es schon was werden damit,<br />

dass wir uns vorne festsetzen.<br />

Sie standen erstmals in dieser Saison<br />

Startelf. Zufrieden mit ihrem Spiel?<br />

Für den ersten Einsatz war es ordentlich.<br />

Wir hatten die Kontrolle<br />

über das Spiel und haben sowohl<br />

nach vorne als auch nach hinten<br />

wenige Fehler gemacht.<br />

War es schwer zu warten?<br />

Jeder Fußballer ist unglücklich,<br />

wenn er auf der<br />

„Der Druck kommt<br />

immer nur von außen“<br />

Bank sitzt. Ich bin 21 und will so<br />

viel spielen wie möglich. Natürlich<br />

befriedigt mich ein Bankplatz<br />

nicht, aber ich muss mich dem<br />

Trainer anbieten, damit ich im<br />

nächsten Spiel wieder auflaufen<br />

kann. Dazu habe ich jetzt knapp<br />

zwei Wochen Zeit.<br />

Auf Ihrer Position ist die Konkurrenz<br />

groß. Beflügelt das? Oder ist es Druck?<br />

Alle vier defensiven Mittelfeldspieler<br />

kann das beflügeln. Es<br />

ist immer gut, wenn Konkurrenz<br />

vorhanden ist – für Trainer und<br />

Spieler. Man muss sich an die Situation<br />

gewöhnen, mal draußen<br />

zu sitzen. Aber ich will mich nicht<br />

daran gewöhnen. Ich will zeigen,<br />

dass ich eine Startelf-Option bin.<br />

INTERVIEW: A. HUNZINGER<br />

Beim 2:1 in Paderborn gewinnt<br />

Bielefeld zum fünften Mal in seiner<br />

Zweitligageschichte ein Spiel bei<br />

einem Bundesliga-Absteiger trotz<br />

eines 0:1-Rückstandes. Letztmals<br />

gelang dies am 8. 4. 2004 in Cottbus.<br />

der 2. Bundesliga<br />

Ignoriert sein schmerzendes Sprunggelenk: Düsseldorfs Julian Koch<br />

lief in Nürnberg beim 0:1 nach kurzer Rekonvaleszenz als Sechser auf.<br />

Foto: Huebner<br />

In dieser Saison fielen<br />

erst drei Tore ab der<br />

89. Minute. Zweimal<br />

profitierte Greuther Fürth<br />

davon. Am 1. Spieltag<br />

durch Stiepermanns Siegtor gegen<br />

den KSC (89., 1:0), jetzt erneut<br />

durch Stiepermann beim 2:2-Ausgleichstreffer<br />

in Duisburg (90./+3).<br />

Das ist ein<br />

Novum in der<br />

2. Liga! Sören Brandy von Union<br />

Berlin sieht in jedem der ersten<br />

fünf Spiele eine Gelbe Karte. In<br />

der Bundesliga „gelang“ dies nur<br />

dem Rostocker René Rydlewicz<br />

(2001/02), in der 3. Liga Christopher<br />

Lamprecht (Kiel 2009/10).


60 2. BUNDESLIGA<br />

5. SPIELTAG<br />

28. 8. – 31. 8. <strong>2015</strong><br />

SC Freiburg – SV Sandhausen 4:1 (3:0)<br />

1. FC Union Berlin – RB Leipzig 1:1 (1:0)<br />

Heidenheim – Kaiserslautern 3:1 (0:1)<br />

SC Paderborn – Arm. Bielefeld 1:2 (1:0)<br />

MSV Duisburg – Greuther Fürth 2:2 (1:0)<br />

Braunschweig – Karlsruher SC 6:0 (2:0)<br />

1. FC Nürnberg – F. Düsseldorf 1:0 (0:0)<br />

FSV Frankfurt – FC St. Pauli 1:0 (0:0)<br />

Montag, 31. August (20.15 Uhr):<br />

VfL Bochum – 1860 München (0:3, 1:2)<br />

6. SPIELTAG<br />

Freitag, 11. September (18.30 Uhr)<br />

Kaiserslautern – SC Freiburg ( - , - )<br />

RB Leipzig – SC Paderborn 07 ( - , - )<br />

SV Sandhausen – VfL Bochum (0:0, 0:0)<br />

Samstag, 12. September (13 Uhr)<br />

Karlsruher SC – 1. FC Union (0:0, 0:2)<br />

Arm. Bielefeld – Heidenheim ( - , - )<br />

Sonntag, 13. September (13.30 Uhr)<br />

F. Düsseldorf – 1860 München (1:1, 1:0)<br />

Greuther Fürth – 1. FC Nürnberg (5:1, 0:0)<br />

FSV Frankfurt – E. Braunschweig (0:3, 0:2)<br />

Montag, 14. September (20.15 Uhr)<br />

FC St. Pauli – MSV Duisburg ( - , - )<br />

Rote Karten<br />

niemand<br />

Gesamtzahl <strong>2015</strong>/16 4<br />

Vergleich 5. Spieltag 2014/15 3<br />

Gesamt Saison 2014/15 21<br />

Weiterhin gesperrte Spieler:<br />

Kessel (1. FC Union Berlin) noch 1 Spiel<br />

Bittroff (FSV Frankfurt) noch 1 Spiel<br />

Torrejon (SC Freiburg) noch 1 Spiel<br />

2. Bundesliga<br />

zu Hause<br />

auswärts<br />

Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt.<br />

1. (1) VfL Bochum 4 4 0 0 9:2 + 7 12 2 2 0 0 5:1 6 2 2 0 0 4:1 6<br />

2. (3) SC Freiburg (A) 5 4 0 1 14:8 + 6 12 3 2 0 1 11:7 6 2 2 0 0 3:1 6<br />

3. (7) 1. FC Heidenheim 5 3 1 1 7:4 + 3 10 3 3 0 0 5:1 9 2 0 1 1 2:3 1<br />

4. (2) FC St. Pauli 5 3 1 1 6:4 + 2 10 2 1 1 0 3:2 4 3 2 0 1 3:2 6<br />

5. (6) RB Leipzig 5 2 2 1 6:4 + 2 8 2 0 1 1 2:3 1 3 2 1 0 4:1 7<br />

6. (4) 1. FC Kaiserslautern 5 2 2 1 7:6 + 1 8 2 1 1 0 1:0 4 3 1 1 1 6:6 4<br />

7. (5) SV Sandhausen 5 3 1 1 14:8 + 6 7 2 1 1 0 4:3 4 3 2 0 1 10:5 6<br />

8. (11) Eintr. Braunschweig 5 2 1 2 9:5 + 4 7 3 1 0 2 7:5 3 2 1 1 0 2:0 4<br />

9. (9) FSV Frankfurt 5 2 1 2 4:3 + 1 7 3 1 0 2 2:3 3 2 1 1 0 2:0 4<br />

10. (12) 1. FC Nürnberg 5 2 1 2 10:12 - 2 7 3 2 1 0 6:4 7 2 0 0 2 4:8 0<br />

11. (14) Arminia Bielefeld (N) 5 1 3 1 4:5 - 1 6 2 0 1 1 0:2 1 3 1 2 0 4:3 5<br />

12. (8) Karlsruher SC 5 2 0 3 5:10 - 5 6 2 1 0 1 3:2 3 3 1 0 2 2:8 3<br />

13. (10) SpVgg Greuther Fürth 5 1 2 2 7:9 - 2 5 2 1 0 1 1:2 3 3 0 2 1 6:7 2<br />

14. (13) 1. FC Union Berlin 5 0 4 1 7:8 - 1 4 3 0 3 0 4:4 3 2 0 1 1 3:4 1<br />

15. (15) SC Paderborn 07 (A) 5 1 0 4 3:11 - 8 3 3 0 0 3 1:9 0 2 1 0 1 2:2 3<br />

16. (16) TSV München 1860 4 0 2 2 2:4 - 2 2 2 0 1 1 0:1 1 2 0 1 1 2:3 1<br />

17. (18) MSV Duisburg (N) 5 0 2 3 5:12 - 7 2 3 0 2 1 5:7 2 2 0 0 2 0:5 0<br />

18. (17) Fortuna Düsseldorf 5 0 1 4 3:7 - 4 1 2 0 0 2 2:4 0 3 0 1 2 1:3 1<br />

Wegen Verstößen gegen Lizenzierungsauflagen wurden dem SV Sandhausen drei Punkte abgezogen.<br />

Torjäger<br />

5 (1) Petersen (SC Freiburg)<br />

5 (–) Wooten (SV Sandhausen)<br />

4 (–) Terodde (VfL Bochum)<br />

3 (1) Halimi (FSV Frankfurt)<br />

3 (2) Grifo (SC Freiburg)<br />

3 (1) Przybylko (1. FC Kaiserslautern)<br />

3 (–) Bouhaddouz (SV Sandhausen)<br />

3 (1) Hübner (SV Sandhausen)<br />

%-ELF DES TAGES<br />

Berggreen<br />

Braunschweig<br />

Morabit<br />

Heidenheim<br />

Grifo Stiepermann Frantz<br />

SC Freiburg Fürth SC Freiburg<br />

Behrendt<br />

Bielefeld<br />

Feick Decarli Correia Feltscher<br />

Heidenheim Braunschweig Braunschweig Duisburg<br />

Weis<br />

Frankfurt<br />

Die endgültige Elf des Tages – einschließlich des Spiels<br />

vom Montag – lesen Sie in unserer Donnerstagsausgabe.<br />

Gelb-Rote Karten<br />

Für das nächste Spiel gesperrt:<br />

niemand<br />

Gesamtzahl <strong>2015</strong>/16 3<br />

Vergleich 5. Spieltag 2014/15 4<br />

Gesamt Saison 2014/15 27<br />

Gelbe Karten<br />

Für das nächste Spiel gesperrt<br />

5 Brandy (1. FC Union Berlin)<br />

kicker-Ergebnisdienst<br />

Unter Telefon (0137) 82 23 32 22<br />

(0,50 Euro/Anruf), erreichbar aus<br />

Deutschland, erfahren Sie die Zwischenund<br />

Endresultate der Bundesligaspiele.<br />

Aus Österreich: (0900) 21 02 20<br />

(0,61 Euro/Min.)<br />

Saison<br />

<strong>2015</strong>/16<br />

1. FC Union Berlin<br />

Arminia Bielefeld<br />

VfL Bochum<br />

Eintr. Braunschweig<br />

MSV Duisburg<br />

Fortuna Düsseldorf<br />

FSV Frankfurt<br />

1. FC Union Berlin K 29.11. 1.5. 20.3. 26.9. 1:1 6.3. 15.5. 20.9. 17.4. 2:2 28.2. 1:1 14.2. 8.11. 25.10. 20.12. 18.10.<br />

Arminia Bielefeld 8.5. I 22.9. 0:2 7.2. 3.4. 0:0 2.3. 24.4. 12.9. 17.4. 6.12. 22.11. 4.10. 13.3. 21.2. 25.10. 13.12.<br />

VfL Bochum 22.11. 6.3. C 8.5. 3:0 18.9. 10.4. 7.2. 20.3. 6.12. 25.9. 24.4. 18.10. 31.8. 2:1 13.12. 28.2. 1.11.<br />

Eintracht Braunschweig 4.10. 14.2. 29.11. K 6.3. 15.5. 28.2. 17.4. 28.9. 25.10. 20.12. 6:0 0:2 8.11. 1.5. 3.4. 1:3 20.9.<br />

MSV Duisburg 13.3. 2:2 20.12. 23.9. E 1.5. 20.9. 8.11. 2:2 3.4. 1:3 14.2. 15.5. 17.4. 25.10. 4.10. 29.11. 28.2.<br />

Fortuna Düsseldorf 13.12. 18.10. 2.3. 6.12. 22.11. R 8.5. 1:2 1.11. 7.2. 20.3. 6.3. 10.4. 13.9. 21.2. 1:2 25.9. 24.4.<br />

FSV Frankfurt 23.9. 20.12. 25.10. 13.9. 2.3. 29.11. S 13.3. 14.2. 4.10. 1.5. 1:2 0:1 15.5. 3.4. 17.4. 8.11. 1:0<br />

SC Freiburg 6.12. 18.9. 1:3 1.11. 24.4. 14.2. 27.9. P 18.10. 8.5. 28.2. 20.3. 6.3. 20.12. 6:3 22.11. 4:1 10.4.<br />

SpVgg Greuther Fürth 2.3. 8.11. 4.10. 13.3. 21.2. 17.4. 0:2 3.4. O 1.5. 29.11. 1:0 20.12. 25.10. 13.9. 23.9. 15.5. 7.2.<br />

1. FC Heidenheim 1.11. 28.2. 15.5. 10.4. 18.10. 1:0 20.3. 29.11. 22.11. R 3:1 27.9. 18.9. 1:0 20.12. 24.4. 14.2. 6.3.<br />

1. FC Kaiserslautern 7.2. 1.11. 13.3. 0:0 13.12. 4.10. 22.11. 11.9. 8.5. 21.2. T 10.4. 24.4. 2.3. 22.9. 1:0 3.4. 6.12.<br />

Karlsruher SC 12.9. 15.5. 8.11. 21.2. 2:0 22.9. 7.2. 4.10. 13.12. 13.3. 25.10. M 29.11. 3.4. 17.4. 2.3. 1.5. 1:2<br />

RasenBallsport Leipzig 21.2. 1.5. 3.4. 7.2. 6.12. 25.10. 13.12. 24.9. 2:2 2.3. 8.11. 8.5. A 13.3. 4.10. 11.9. 17.4. 0:1<br />

1860 München 0:0 20.3. 21.2. 24.4. 1.11. 28.2. 6.12. 0:1 10.4. 13.12. 19.9. 18.10. 27.9. G 7.2. 8.5. 6.3. 22.11.<br />

1. FC Nürnberg 24.4. 25.9. 14.2. 22.11. 10.4. 1:0 18.10. 13.12. 28.2. 3:2 6.3. 1.11. 20.3. 2:2 A 6.12. 19.9. 8.5.<br />

SC Paderborn 07 10.4. 1:2 0:1 18.10. 20.3. 20.12. 1.11. 1.5. 6.3. 8.11. 14.2. 19.9. 28.2. 29.11. 15.5. Z 0:6 26.9.<br />

SV Sandhausen 4:3 10.4. 11.9. 13.12. 8.5. 13.3. 24.4. 21.2. 6.12. 0:0 18.10. 22.11. 1.11. 22.9. 2.3. 7.2. I 20.3.<br />

FC St. Pauli 3.4. 0:0 17.4. 2.3. 14.9. 8.11. 21.2. 25.10. 3:2 23.9. 15.5. 20.12. 14.2. 1.5. 29.11. 13.3. 4.10. N<br />

Aus der waagrechten Reihe können Sie die Heimresultate und Heimtermine, aus der senkrechten die Auswärtsresultate und Auswärtstermine ablesen.<br />

SC Freiburg<br />

Greuther Fürth<br />

1. FC Heidenheim<br />

1. FC Kaiserslautern<br />

Karlsruher SC<br />

RB Leipzig<br />

1860 München<br />

1. FC Nürnberg<br />

SC Paderborn 07<br />

SV Sandhausen<br />

FC St. Pauli


Das Top-Spiel an diesem Montag<br />

kicker, 31. August <strong>2015</strong> 61<br />

„Jetzt müssen Ergebnisse her“<br />

Seit einem Monat ist NECAT AYGÜN (34) Sportchef von<br />

1860. Gerne würde der Ex-Profi das auch bleiben.<br />

Necat Aygün ist Löwe durch und<br />

durch. Sechs Jahre spielte der<br />

gebürtige Münchner in der<br />

1860-Jugend, dann bei den Amateuren<br />

und später auch für die Profis.<br />

2014 wechselte Aygün in die Scoutingabteilung.<br />

Seit dem 31. Juli ist<br />

er Nachfolger des zurückgetretenen<br />

Sportdirektors Gerhard Poschner.<br />

Herr Aygün, Sie wurden als „Übergangslösung“<br />

bezeichnet. Stört Sie das?<br />

Nein. Für mich war klar, dass ich<br />

den Job des Sportchefs erst mal bis<br />

Ende August mache. Was danach<br />

passiert, entscheiden andere. Klar<br />

ist, dass ich Gas gebe.<br />

Sie wollen den Klub überzeugen, dass Sie<br />

der richtige Mann sind?<br />

VfL Bochum –<br />

1860 München<br />

Montag, 20.15 Uhr<br />

live bei Sky und Sport1<br />

Voraussichtliche Aufstellungen:<br />

BOCHUM: Luthe – Celozzi, Fabian, Bastians,<br />

Perthel – Losilla, Hoogland – Bulut,<br />

Haberer, Terrazzino – Terodde<br />

MÜNCHEN: Eicher – Kagelmacher, Schindler,<br />

Bülow, Wittek – Degenek, Adlung –<br />

Claasen, Rama – Liendl – Okotie<br />

Foto: sampics<br />

Meine Motivation liegt darin, dass<br />

ich jetzt das Beste für den Verein<br />

mache. Es ist für mich natürlich<br />

eine große Chance. Ich bin nicht<br />

abgeneigt, weiter zu machen.<br />

Was war die größte Umstellung?<br />

Ich habe natürlich eine größere Verantwortung.<br />

Dazu steht man mehr<br />

in der Öffentlichkeit. Das hat schon<br />

eine andere Dimension.<br />

Im Sommer 2014 waren Sie noch Spieler,<br />

jetzt sind Sie der Chef des Profiteams.<br />

Natürlich juckt es noch in den Beinen.<br />

Ich kenne die Jungs gut, mit<br />

mehr als der Hälfte habe ich selbst<br />

zusammengespielt. Das Verhältnis<br />

ist dadurch eng. Das kann durchaus<br />

vorteilhaft sein.<br />

Wie war für Sie die Ausgangsposition, als<br />

Sie Ende Juli anfingen?<br />

Fakt war, dass wir uns verstärken<br />

mussten. In der Breite waren wir<br />

nicht so gut aufgestellt. Wir haben<br />

eine Kandidatenliste aufgestellt<br />

und die abgearbeitet. Wir sind jetzt<br />

glücklich, dass Stefan Mugosa und<br />

Michael Liendl da sind.<br />

Inwiefern gehen Sie Ihre eigenen Wege?<br />

Zunächst bin dankbar, dass Gerhard<br />

Poschner mir die Möglichkeit<br />

gab, als Scout anzufangen. Das war<br />

sein Verdienst. Ich habe natürlich<br />

auch meine eigenen Ideen. Die versuche<br />

ich jetzt einzubringen und<br />

kann die Dinge selbst anpacken,<br />

von denen wir überzeugt sind.<br />

Wie wichtig war der Liendl-Transfer?<br />

Alle Transfers haben ihre Wichtigkeit.<br />

Michael will und wird hier eine<br />

Führungsrolle übernehmen. Das ist<br />

auch sein Anspruch.<br />

Nun wartet das Spitzenteam aus Bochum.<br />

Bochum ist super aus den Startlöchern<br />

gekommen. Es hat einen<br />

Grund, dass sie da oben stehen,<br />

aber wir stellen uns der Herausforderung.<br />

Wir fahren selbstbewusst<br />

nach Bochum und wollen dort mindestens<br />

einen Punkt holen.<br />

Was ist mit dieser Mannschaft möglich?<br />

Wir müssen Torsten Fröhling ein<br />

Kompliment machen, wie er in den<br />

letzten Monaten mit dieser Mannschaft<br />

gearbeitet hat. Er hat sie geformt.<br />

Die Mannschaft entwickelt<br />

sich fußballerisch, doch jetzt müssen<br />

auch die Ergebnisse her. Das<br />

wissen die Spieler.<br />

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass<br />

Sie auch 2016 noch Sportchef sind?<br />

Ich hätte nichts dagegen, aber ich<br />

lebe im Hier und Jetzt. Ich konzentriere<br />

mich auf die sportliche Situation,<br />

den Rest wird man sehen.<br />

INTERVIEW: MOUNIR ZITOUNI<br />

BOCHUM: Ein Last-minute-Transfer von Torjäger Terodde ist endgültig vom Tisch<br />

Verbeeks Startelf-Vergleich mit der glücklichen Ehe<br />

1Die aktuelle Tabellenkonstellation weist dem<br />

VfL Bochum für das Heimspiel gegen 1860 München<br />

eindeutig die Favoritenrolle zu. Doch VfL-<br />

Trainer Gertjan Verbeek will sich davon nicht<br />

beeindrucken lassen. „Damit beschäftige ich<br />

mich nicht. Ich befasse mich nur mit dem jeweiligen<br />

Spiel und damit, meine Spieler immer besser<br />

zu machen.“ Und trotz fünf Pflichtspielsiegen in<br />

Serie bleibt der Niederländer, der den Offensivfußball<br />

lehrt, in seinen Aussagen lieber defensiv:<br />

„Wir werden auch mal ein Spiel verlieren, und<br />

wenn wir nicht aufpassen, kann das auch gegen<br />

1860 München passieren.“<br />

Zwar waren die Verteidiger Stefano Celozzi<br />

und Felix Bastians in der Trainingswoche leicht<br />

angeschlagen, doch es spricht viel dafür, dass<br />

im Heimspiel gegen die Löwen zum fünften Mal<br />

in Serie dieselbe Startfelf aufläuft. Dass Verbeek<br />

auch dazu tendiert, unterstrich er in der obligatorischen<br />

Pressekonferenz zum Spieltag mit<br />

diesem launigen Zitat: „Wenn du glücklich bist<br />

in der Ehe, nimmst du dir auch keine neue Frau.“<br />

Unmittelbar vor dem Ende der Transferperiode<br />

ist auch klar, dass die Spekulationen über einen<br />

Transfer von Torjäger Simon Terodde nichts<br />

als heiße Luft waren. „Es sieht ganz danach aus,<br />

dass wir mit unserem aktuellen Kader zunächst<br />

einmal bis in den Winter gehen“, erklärte Christian<br />

Hochstätter. Bochums Sportvorstand machte<br />

deutlich, dass er ab September bereits mit den<br />

personellen Planungen für die nächste Spielzeit<br />

beginnen werde. Welche Nahziele derVfL verfolgt,<br />

wird nicht kommuniziert. ULI KIENEL<br />

ANZEIGE


62 2. BUNDESLIGA<br />

STATISTIK Der 5. Spieltag im Überblick: die Tore,<br />

Scorer-Liste<br />

Punkte/Name/Verein (Tore + Vorarbeit)<br />

7 Petersen (SC Freiburg) (5+2)<br />

5 Frantz (SC Freiburg) (2+3)<br />

5 Philipp (SC Freiburg) (1+4)<br />

5 Blum (1. FC Nürnberg) (1+4)<br />

5 Bouhaddouz (SV Sandhausen) (3+2)<br />

5 Wooten (SV Sandhausen) (5+0)<br />

Weiße Weste<br />

Zu-null-Spiele Name (Verein)<br />

3 Gikiewicz (Eintracht Braunschweig)<br />

3 Weis (FSV Frankfurt)<br />

3 Zimmermann (1. FC Heidenheim)<br />

2 Hesl (Arminia Bielefeld)<br />

2 Luthe (VfL Bochum)<br />

2 Marius Müller (Kaiserslautern)<br />

2 Coltorti (RasenBallsport Leipzig)<br />

2 Knaller (SV Sandhausen)<br />

2 Himmelmann (FC St. Pauli)<br />

SC Freiburg – SV Sandhausen 4:1 (3:0)<br />

SC Freiburg: Schwolow (2,5) Trainer: Streich<br />

Mujdza (2,5) Höhn (2,5) Föhrenbach (3,5) Günter (3)<br />

Abrashi (2,5) Höfler (2,5)<br />

Frantz (2) Grifo (1,5)<br />

Philipp (2)<br />

Petersen (2,5)<br />

Wooten (4)<br />

Zillner (4) Kratz (4,5) Thiede (4)<br />

Kulovits (3,5) Linsmayer (4)<br />

Paqarada (4,5) Hübner (3,5) Kister (4) Klingmann (4,5)<br />

Sandhausen: Knaller (4,5) Trainer: Schwartz<br />

Eingewechselt: 81. Hufnagel (–) für Grifo, 84. Guedé (–) für Philipp, 85. Schuster<br />

(–) für Abrashi – 76. Kuhn (–) für Kratz, 84. Roßbach (–) für Paqarada – Reservebank:<br />

Klandt (Tor), Hedenstad, Kempf, Kath – Kühn (Tor), Hammann, Schulz, Bieler,<br />

Jovanovic<br />

Tore: 1:0 Frantz (9., Rechtsschuss, Vorarbeit Petersen), 2:0 Petersen (30., Linksschuss,<br />

Frantz), 3:0 Grifo (37., Rechtsschuss, Philipp), 4:0 Grifo (79., Rechtsschuss,<br />

direkter Freistoß), 4:1 Hübner (88., Kopfball, Zillner) – Chancen: 10:3 –<br />

Ecken: 4:1<br />

SR-Team: Dietz (Kronach – Assistenten: Mix, Ostheimer – Vierter Offizieller: Christ),<br />

Note 2,5, hatte wenig Probleme mit einem sehr fairen Spiel, ließ viel laufen, vielleicht<br />

ein bisschen zu viel. – Zuschauer: 21900 – Gelbe Karten: Grifo – Hübner –<br />

Spielnote: 2, das Spiel brauchte keine Anlaufphase, viele Offensivaktionen und<br />

teilweise sehenswerte Kombinationen der Freiburger, bis auf eine kurze Phase im<br />

zweiten Abschnitt eine unterhaltsame Partie. – Spieler des Spiels: Vincenzo Grifo,<br />

mit Doppelpack, guten Offensivaktionen und gefährlichen Standards.<br />

MSV Duisburg – SpVgg Greuther Fürth 2:2 (1:0)<br />

Duisburg: Ratajczak (2) Trainer: Lettieri<br />

Feltscher (1,5) Meißner (2,5) Bajic (3) Wolze (3)<br />

Holland (3,5) Albutat (3,5)<br />

Dausch (2) Bohl (2)<br />

Scheidhauer (3) Brandstetter (–)<br />

Berisha (4)<br />

Freis (5) Gjasula (2,5) Stiepermann (2) Weilandt (3,5)<br />

Hofmann (3,5)<br />

Gießelmann (5) Röcker (3) Caligiuri (4) Schröck (3,5)<br />

Fürth: Mielitz (4,5) Trainer: Ruthenbeck<br />

Eingewechselt: 8. Iljutcenko (3,5) für Brandstetter, 59. De Wit (3) für Albutat,<br />

78. Grote (–) für Scheidhauer – 58. Tripic (5) für Freis, 75. Trinks (–) für Berisha,<br />

86. Sukalo (–) für Hofmann – Reservebank: Lenz (Tor), Bomheuer, Klotz,<br />

Onuegbu – Flekken (Tor), Franke, Thesker, Zulj<br />

Tore: 1:0 Feltscher (35., Rechtsschuss, Vorarbeit Scheidhauer), 1:1 Gjasula<br />

(50., Rechtsschuss, Foulelfmeter, Dausch an Gjasula), 2:1 Bohl (73., Kopfball,<br />

Feltscher), 2:2 Stiepermann (90./+3, Linksschuss, Sukalo) – Chancen: 8:11 –<br />

Ecken: 4:5<br />

SR-Team: Aarnink (Nordhorn – Assistenten: Pfeifer, Steffens – Vierter Offizieller:<br />

Gasteier), Note 4, hatte keine klare Linie bei der Bewertung von Zweikämpfen, die<br />

Elfmeterentscheidung war hart, aber vertretbar. – Zuschauer: 12 695 – Gelbe<br />

Karten: Albutat, Meißner, De Wit, Holland – Gjasula, Hofmann – Spielnote: 2,5,<br />

fünf Aluminiumtreffer, vier Tore und zahlreiche Chancen sorgten für ein Spektakel. –<br />

Spieler des Spiels: Rolf Feltscher, Torschütze, Vorbereiter und mit dem meisten<br />

Ballkontakten beim MSV ein Antreiber auf der rechten Seite.<br />

Top-Torhüter<br />

Pl. Name (Verein) Notenschnitt<br />

1. Haas (1. FC Union Berlin) ........ 2,60<br />

Rensing (Fortuna Düsseldorf) .. 2,60<br />

Himmelmann (FC St. Pauli) ...... 2,60<br />

4. Weis (FSV Frankfurt) ................ 2,80<br />

Schwolow (SC Freiburg) ........... 2,80<br />

6. Hesl (Arminia Bielefeld) ........... 2,90<br />

Gikiewicz (E. Braunschweig) ..... 2,90<br />

Kruse (SC Paderborn 07) ........ 2,90<br />

9. Eicher (TSV München 1860) .... 3,00<br />

10. Coltorti (RB Leipzig) ................. 3,10<br />

Top-Feldspieler<br />

Pl. Name (Verein) Notenschnitt<br />

1. Bouhaddouz (Sandhausen) ..... 2,33<br />

2. Philipp (SC Freiburg) ............... 2,50<br />

Kosecki (SV Sandhausen) ....... 2,50<br />

4. Rzatkowski (FC St. Pauli) .......... 2,60<br />

5. Petersen (SC Freiburg) ............. 2,63<br />

6. Halstenberg (FC St. Pauli) ........ 2,67<br />

7. Grifo (SC Freiburg) ................... 2,70<br />

Forsberg (RB Leipzig) ............... 2,70<br />

9. Bastians (VfL Bochum) ............ 2,75<br />

1. FC Union Berlin – RasenBallsport Leipzig 1:1 (1:0)<br />

Berlin: Haas (2,5) Trainer: Düwel<br />

Trimmel (3,5) Leistner (4) Parensen (3) Schönheim (3)<br />

Zejnullahu (3)<br />

Skrzybski (4) Kreilach (5) Brandy (2,5) Thiel (–)<br />

Wood (4)<br />

Selke (4)<br />

Sabitzer (4)<br />

Bruno (4) Poulsen (5)<br />

Demme (3) Khedira (3,5)<br />

Klostermann (3) Orban (3) Ilsanker (3,5) Teigl (3)<br />

Leipzig: Coltorti (3) Trainer: Rangnick<br />

Eingewechselt: 19. Korte (4) für Thiel, 80. Fürstner (–) für Wood – 46. Forsberg<br />

(3) für Poulsen, 69. Kalmar (–) für Bruno, 78. Quaschner (–) für Khedira –<br />

Reservebank: Amsif (Tor), Prychynenko, Puncec, Daube, Nikci – Gulacsi (Tor),<br />

Jung, Sorge, Strauß<br />

Tore: 1:0 Brandy (25., Kopfball, Vorarbeit Parensen), 1:1 Parensen (83., Eigentor,<br />

Kalmar) – Chancen: 4:4 – Ecken: 3:5<br />

SR-Team: Ittrich (Hamburg – Assistenten: Schult, Neitzel – Vierter Offizieller:<br />

Pflaum), Note 3,5, insgesamt Herr der Lage, mit einigen kleineren Fehlern und einem<br />

folgenreichen: Der Freistoß vor dem 1:0 für Union war unberechtigt. – Zuschauer:<br />

21283 – Gelbe Karten: Schönheim, Brandy (5., gesperrt) – Spielnote: 3,5,<br />

intensive und spannende Begegnung, die fußballerisch allerdings nur auf mittelmäßigem<br />

Niveau war. – Spieler des Spiels: Sören Brandy, stark einsatzfreudig<br />

und mit entschlossenem Handeln beim Führungstor. Kleinere technische Patzer.<br />

Eintracht Braunschweig – Karlsruher SC 6:0 (2:0)<br />

Braunschweig: Gikiewicz (2,5) Trainer: Lieberknecht<br />

Correia (2) Decarli (2) Baffo (2,5)<br />

Matuschyk (2,5) Boland (3)<br />

Sauer (2) Reichel (1,5)<br />

Khelifi (2,5) Holtmann (3,5)<br />

Berggreen (1)<br />

Hoffer (3,5)<br />

Yamada (5,5) Barry (5) Torres (5)<br />

Meffert (5) Peitz (4,5)<br />

Sallahi (5) Mauersberger (5,5) Gulde (6) Prömel (5,5)<br />

Karlsruhe: Orlishausen (4) Trainer: Kauczinski<br />

Eingewechselt: 44. Pfitzner (2,5) für Boland, 46. Zuck (2,5) für Holtmann,<br />

74. Hochscheidt (–) für Berggreen – 46. Valentini (3,5) für Prömel und Gouaida (4)<br />

für Barry, 62. Krebs (–) für Meffert – Reservebank: Fejzic (Tor), Baghdadi, Schönfeld,<br />

Ademi – Vollath (Tor), Thoelke, Marvin Mehlem, Nazarov<br />

Tore: 1:0 Berggreen (9., Rechtsschuss, Vorarbeit Matuschyk), 2:0 Reichel (43.,<br />

Linksschuss, Berggreen), 3:0 Peitz (53., Eigentor, Zuck), 4:0 Pfitzner (58., Rechtsschuss,<br />

Sauer), 5:0 Berggreen (64., Rechtsschuss, direkter Freistoß), 6:0 Reichel<br />

(71., Linksschuss, Sauer) – Chancen: 10:2 – Ecken: 3:5<br />

SR-Team: Stieler (Hamburg – Assistenten: Thielert, Gorniak – Vierter Offizieller:<br />

Jablonski), Note 2, hatte keine Probleme mit der leicht zu leitenden Partie. –<br />

Zuschauer: 20630 – Gelbe Karte: Meffert – Spielnote: 2,5, dank Braunschweig<br />

erlebten die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel, weil die Gastgeber auch nach<br />

der hohen Führung weiter Powerfußball boten. – Spieler des Spiels: Emil Berggreen,<br />

von der KSC-Defensive nie in den Griff zu bekommen, traf doppelt und<br />

legte einen weiteren Treffer vor.


die Spiele, die Fakten<br />

Zuschauer<br />

Verein<br />

Zuschauerschnitt<br />

1. RasenBallsport Leipzig 34 506<br />

2. Kaiserslautern 30 420<br />

3. 1. FC Nürnberg 29 250<br />

4. FC St. Pauli 28 984<br />

5. Fortuna Düsseldorf 28 825<br />

6. SC Freiburg 23 100<br />

7. VfL Bochum 22 337<br />

8. TSV München 1860 22 050<br />

9. Eintracht Braunschweig 20 875<br />

10. 1. FC Union Berlin 20 739<br />

Torchancen<br />

Chancenverwertung/Torchancen<br />

1. Nürnberg 47,6 % 21<br />

2. Freiburg 46,7 % 30<br />

3. Sandhausen 45,2 % 31<br />

4. Braunschweig 39,1 % 23<br />

5. Bochum 36,0 % 25<br />

6. Duisburg 31,3 % 16<br />

7. FSV Frankfurt 28,6 % 14<br />

8. Union 28,0 % 25<br />

9. Karlsruhe 25,0 % 20<br />

10. Kaiserslautern 24,1 % 29<br />

1. FC Heidenheim – 1. FC Kaiserslautern 3:1 (0:1)<br />

Heidenheim: Zimmermann (3) Trainer: Schmidt<br />

Heidinger (3) Wittek (4) Kraus (3,5) Feick (2,5)<br />

Theuerkauf (4) Griesbeck (2,5)<br />

Leipertz (4) Schnatterer (2,5)<br />

Morabit (2) Voglsammer (3,5)<br />

Colak (5,5) Przybylko (3)<br />

Jenssen (4) Halfar (3)<br />

Ring (3,5) Karl (3)<br />

Löwe (3) Heubach (4) Vucur (5) Zimmer (3)<br />

Kaiserslautern: Marius Müller (6) Trainer: Runjaic<br />

Eingewechselt: 72. Halloran (–) für Voglsammer, 90. Göhlert (–) für Leipertz,<br />

90./+2 Reinhardt (–) für Morabit – 66. Deville (–) für Colak, 70. Fomitschow (–)<br />

für Jenssen, 82. Thommy (–) für Karl – Reservebank: Müller (Tor), Scioscia, Widemann,<br />

Frahn – Alomerovic (Tor), Mockenhaupt, Klich, Ziegler<br />

Tore: 0:1 Przybylko (19., Kopfball, Vorarbeit Karl), 1:1 Morabit (58., Rechtsschuss,<br />

–), 2:1 Schnatterer (62., Rechtsschuss, Heidinger), 3:1 Leipertz (86.,<br />

Rechtsschuss, Wittek) – Chancen: 6:7 – Ecken: 2:4<br />

SR-Team: Ben. Brand (Bamberg – Assistenten: Schröder, Assmuth – Vierter<br />

Offizieller: Färber), Note 6, erkannte die Notbremse von Heubach (30.) nicht als<br />

solche und auch das klar reguläre vermeintliche 2:0 der Lauterer durch Zimmer<br />

sah er nicht (47.), griff zudem bei einigen Fouls nicht konsequent genug durch. –<br />

Zuschauer: 14553 – Gelbe Karten: Jenssen, Deville – Spielnote: 2, kurioser<br />

Spielverlauf, für die Zuschauer intensiv und abwechslungsreich, zudem mit<br />

Diskussionsstoff für jeden DFB-Lehrfilm. – Spieler des Spiels: Smail Morabit,<br />

spulte wieder zig Kilometer ab, cool beim 1:1-Ausgleich.<br />

1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)<br />

Nürnberg: Kirschbaum (2,5) Trainer: Weiler<br />

Brecko (3,5) Hovland (2,5) Margreitter (3) Leibold (3,5)<br />

Möhwald (3) Polak (4)<br />

Gislason (4,5) Kerk (3,5)<br />

Burgstaller (3) Blum (3)<br />

Ya Konan (3,5) van Duinen (4,5)<br />

Sararer (4) Bolly (4,5)<br />

Sobottka (3,5) Koch (2,5)<br />

Bellinghausen (3,5) Strohdiek (3) Haggui (3,5) Schauerte (3,5)<br />

Düsseldorf: Rensing (3) Trainer: Kramer<br />

Eingewechselt: 46. Behrens (3) für Polak, 57. Bulthuis (4) für Margreitter, 59.<br />

Schöpf (3) für Kerk – 41. Bebou (5) für Bolly, 72. Demirbay (–) für Sobottka,<br />

76. Pohjanpalo (–) für Bebou – Reservebank: Rakovsky (Tor), Füllkrug, Hercher,<br />

Kutschke – Unnerstall (Tor), Akpoguma, Schmitz, Fink<br />

Tor: 1:0 Behrens (67., Rechtsschuss, Vorarbeit Möhwald) – Chancen: 4:4 –<br />

Ecken: 0:4<br />

SR-Team: Dingert (Lebecksmühle – Assistenten: Reichel, Zorn – Vierter Offizieller:<br />

Schiffner), Note 4, mit einer Fehlentscheidung: erkannte in der 38. Minute zu<br />

Unrecht auf Abseits bei Burgstallers Tor. – Zuschauer: 26379 – Gelbe Karten:<br />

Möhwald, Polak, Gislason – Strohdiek, Haggui, Ya Konan, Koch – Besonderes<br />

Vorkommnis: Schiedsrichter Christian Dingert ersetzte den erkrankten Martin<br />

Petersen. – Spielnote: 4, die Partie bekam erst nach ganz schwachem ersten<br />

Abschnitt etwas mehr Schwung. – Spieler des Spiels: Even Hovland, souveräner<br />

Abwehrchef, hauptverantwortlich für das erste Zu-null des FCN in dieser Saison.<br />

Emil<br />

Berggreen<br />

Eintracht<br />

Braunschweig<br />

Spieler des Tages<br />

kicker, 31. August <strong>2015</strong> 63<br />

Seit Saisonbeginn wirkte Emil Berggreen gehemmt,<br />

die starken Auftritte aus der vergangenen Spielzeit<br />

schienen Geschichte. Kein Treffer bis zum Spiel gegen<br />

den KSC. Zu sehr machten dem 22-Jährigen die Spekulationen<br />

um einen Wechsel in die Bundesliga zu<br />

schaffen. Kürzlich erklärte Eintracht-Manager Marc<br />

Arnold den Angreifer für unverkäuftlich – und diese<br />

Gewissheit scheint Berggreen zu beflügeln. Beim 6:0<br />

gegen Karlsruhe traf der Däne doppelt, per direktem<br />

Freistoß und per Hacke. Für Arnold kommt die Leistungsexplosion<br />

vielleicht einen Tag zu früh – auch<br />

wenn Berggreen als unverkäuflich gilt, die Bundesliga<br />

hat sicher zugeschaut. THOMAS FRÖHLICH<br />

SC Paderborn 07 – Arminia Bielefeld 1:2 (1:0)<br />

Paderborn: Kruse (3) Trainer: Gellhaus<br />

Ndjeng (4,5) Wahl (3,5) Hoheneder (4) Hartherz (4,5)<br />

Bakalorz (3,5)<br />

Koc (4) Saglik (5) Stöger (4) Stoppelkamp (4,5)<br />

Proschwitz (4)<br />

Klos (3,5)<br />

Nöthe (4) Schütz (3,5) Junglas (4,5) Hemlein (3,5)<br />

Behrendt (2,5)<br />

Schuppan (4,5) Salger (2,5) Börner (3,5) Dick (4)<br />

Bielefeld: Hesl (2,5) Trainer: Meier<br />

Eingewechselt: 67. Bickel (–) für Koc und Wydra (–) für Saglik, 85. Brasnic (–)<br />

für Ndjeng – 70. Görlitz (–) für Hemlein, 81. Ulm (–) für Behrendt, 90. Mast (–) für<br />

Nöthe – Reservebank: Heuer Fernandes (Tor), Ruck, Schonlau, Vucinovic – Davari<br />

(Tor), Burmeister, Hornig, van der Biezen<br />

Tore: 1:0 Proschwitz (33., Linksschuss, Vorarbeit Stoppelkamp), 1:1 Behrendt<br />

(53., Rechtsschuss, direkter Freistoß), 1:2 Görlitz (78., Linksschuss, Klos) –<br />

Chancen: 5:8 – Ecken: 6:4<br />

SR-Team: Hartmann (Wangen – Assistenten: Grudzinski, Henschel – Vierter Offizieller:<br />

Bauer), Note 3, mit wenigen Fehlern in der Zweikampfbeurteilung; Gelb gegen<br />

Klos (30.) war zu hart. – Zuschauer: 15000 (ausverkauft) – Gelbe Karten: Dick,<br />

Klos, Nöthe – Spielnote: 3,5, nach einer zähen ersten Hälfte steigerten sich die<br />

Arminen mit zunehmender Spieldauer; in der Schlussphase lebte die Partie von<br />

der Spannung. – Spieler des Spiels: Brian Behrendt, leitete mit dem wuchtigen<br />

Freistoßtor zum Ausgleich die Spielwende ein, zudem ein aufmerksamer Sechser.<br />

FSV Frankfurt – FC St. Pauli 1:0 (0:0)<br />

Frankfurt: Weis (1,5) Trainer: Oral<br />

Huber (4) Gugganig (4) Oumari (4) Epstein (4)<br />

Perdedaj (3) Konrad (3,5)<br />

Halimi (2,5) Engels (4,5)<br />

Felipe Pires (4,5) Schahin (4,5)<br />

Thy (4,5)<br />

Buchtmann (5) Maier (4) Sobota (4,5)<br />

Rzatkowski (4) Alushi (4)<br />

Buballa (3,5) Ziereis (3) Sobiech (3) Nehrig (4)<br />

St. Pauli: Himmelmann (3) Trainer: Lienen<br />

Eingewechselt: 45./+1 Golley (4,5) für Felipe Pires, 77. Kruska (–) für Halimi,<br />

80. Kapllani (–) für Schahin – 63. Deichmann (–) für Nehrig und Dudziak (–) für<br />

Rzatkowski, 85. Choi (–) für Alushi – Reservebank: Pirson (Tor), Barry, Yann, Dedic –<br />

Heerwagen (Tor), Drobo-Ampem, Startsev<br />

Tor: 1:0 Halimi (46., Linksschuss, ohne Vorarbeit) – Chancen: 1:6 – Ecken: 3:6<br />

SR-Team: Storks (Velen – Assistenten: Börner, Wollenweber – Vierter Offizieller:<br />

Schütz), Note 2,5, lediglich kleinere Fehleinschätzungen, hatte meist alles im<br />

Griff. – Zuschauer: 10 217 – Gelbe Karten: Huber, Oumari, Perdedaj, Kruska,<br />

Konrad – Nehrig – Spielnote: 4, durchwachsene Partie, der FSV präsentierte sich<br />

offensiv einfallslos, St. Pauli ging zu großzügig mit seinen Chancen um. Immerhin<br />

war es spannend. – Spieler des Spiels: André Weis, rettete seiner Mannschaft bei<br />

mehreren Aktionen den Sieg.


64 2. BUNDESLIGA<br />

Erwischt – das<br />

gleich doppelt<br />

In Frankfurt kassiert der FC ST. PAULI seine erste<br />

Niederlage der Saison. Dazu muss der Klub<br />

den Abgang eines Leistungsträgers verkraften.<br />

Nun hat es den FC St. Pauli erwischt,<br />

und das gleich in doppelter<br />

Hinsicht. Zum einen<br />

müssen die Hamburger doch noch<br />

den Abgang eines Leistungsträgers<br />

verkraften, nachdem am Sonntag<br />

bekannt wurde, dass Marcel<br />

Halstenberg (fehlte in Frankfurt<br />

verletzt) per sofort den<br />

Verein verlässt – der 23-Jährige<br />

wechselt ausgerechnet zum<br />

wenig beliebten Liga-Rivalen RasenBallsport<br />

Leipzig. Und während<br />

diese schlechte Nachricht noch die<br />

Runde machte, kassierte die Elf von<br />

Trainer Ewald Lienen durch das 0:1<br />

beim FSV die erste Saisonniederlage.<br />

„Das haben wir uns selbst zuzuschreiben“,<br />

übte Daniel Buballa (25)<br />

Selbstkritik. „Wir waren lange Zeit<br />

nicht mutig genug.“ In der Tat legten<br />

die Gäste bei brütender Hitze erst<br />

nach dem unglücklichen Rückstand<br />

eine Schippe drauf. Ein Rückstand,<br />

der auf die Kappe des sonst sehr<br />

agilen Christopher Buchtmann ging<br />

(mit 10,58 km laufstärkster Spieler<br />

auf dem Platz). „Das hätte mir nicht<br />

Das ging daneben: Kyoung-Rok Choi und Lennart Thy (rechts) verlieren<br />

mit dem FC St. Pauli erstmals in dieser Saison.<br />

passieren dürfen“, ärgerte sich der<br />

23-Jährige über den unfreiwilligen<br />

Assist beim FSV-Siegtreffer. „So ein<br />

Mist, wir hätten unser Punktekonto<br />

ausbauen können.“<br />

In der Tat hätte der FC St. Pauli<br />

nicht nur aus der Sicht von<br />

Trainer Ewald Lienen „einen<br />

Punkt verdient gehabt. Wir<br />

haben wenig zugelassen, aber<br />

insgesamt auch zu wenig für das<br />

Spiel nach vorne getan“. So aber<br />

standen die Braun-Weißen erstmals<br />

in dieser Serie mit leeren Händen<br />

da. „Aber das“, versprach Stürmer<br />

Lennart Thy (23), „wirft uns nicht<br />

um.“<br />

Unabhängig von der ersten Euphoriebremse<br />

ergebnistechnischer<br />

Natur stellt sich die Frage, ob, beziehungsweise<br />

wie, der Kiezklub<br />

die durch den Verkauf Halstenbergs<br />

eingenommenen drei Millionen<br />

Euro sofort reinvestiert. Wie dünn<br />

das Aufgebot aufgestellt ist, zeigt<br />

die Tatsache, dass der erst am Freitag<br />

von Borussia Dortmund verpflichtete<br />

Jeremy Dudziak (20) in<br />

Frankfurt bereits zu einem 27-Minuten-Einsatz<br />

kam. Lienen glaubt<br />

trotzdem, dass Quantität und Qualität<br />

seines kickenden Personals ausreichen:<br />

„Wir werden keinen Neuen<br />

mehr holen, wir können das Kaderintern<br />

auffangen.“<br />

Für Kopfschütteln sorgte derweil<br />

ein Vorgehen um den ebenfalls<br />

frisch unter Vertrag genommenen<br />

Davidson Drobo-Ampem (27), ohne<br />

dass der etwas dafür könnte. Der<br />

Rückkehrer bekam ohne jede Not<br />

die Rückennummer 17 – jene Nummer,<br />

die zwölf Jahre lang Ex-Profi<br />

Fabian Boll trug und die eigentlich<br />

vorerst nicht mehr vergeben werden<br />

sollte. Warum der Klub den<br />

noch als Co-Trainer bei der U 23<br />

beschäftigten Boll derart vergrätzt,<br />

bleibt ein Geheimnis. Ex-Coach<br />

Holger Stanislawski ist mit seiner<br />

Meinung über die Aktion jedenfalls<br />

nicht alleine: „Ich finde das traurig.“<br />

STEFAN KRAUSE<br />

Foto: Huebner<br />

FSV FRANKFURT: Orals Anerkennung für Halimi<br />

„Ein besonderer Spielertyp“<br />

1Mit hoher Einsatzbereitschaft<br />

und dem nötigen<br />

Quäntchen Glück beendete<br />

der FSV nach zuvor acht sieglosen<br />

Spielen in Serie seine<br />

Heimmisere. Für das Tor des Tages<br />

sorgte Besar Halimi mit einem<br />

herrlichen Distanzschuss. „Ich habe<br />

gesehen, dass der Ball vor mir gut<br />

aufhüpft, und gedacht, ich zieh einfach<br />

mal ab. Er hat dann perfekt<br />

gepasst“, freut sich die 20-jährige<br />

Leihgabe aus Mainz. Sein Coach<br />

Tomas Oral sagt: „Wir wissen, dass<br />

Besar ein besonderer Spielertyp ist,<br />

man sieht aber auch in vielen Phasen<br />

des Spiels, dass er Luft nach<br />

oben hat.“ So muss sich der Offensivspieler<br />

noch weiter an das Tempo<br />

in der 2. Liga gewöhnen und an<br />

Zweikampfhärte zulegen. Den<br />

Unterschied ausmachen kann<br />

er schon jetzt. Gegen St. Pauli<br />

traf er im dritten Spiel in Serie.<br />

Bedanken muss sich die<br />

Mannschaft vor allem aber bei<br />

Torhüter André Weis, der mit einigen<br />

Glanztaten den Sieg festhielt.<br />

Nach dominanter und druckvoller<br />

Anfangsphase lud der FSV die Gäste<br />

mit leichten Fehlern zu Großchancen<br />

ein. Die eigenen Angriffe spielte<br />

Frankfurt wiederum nicht gut aus,<br />

es fehlte an Ideen und Passpräzision,<br />

sodass Halimis Treffer die einzige<br />

echte Chance in 90 Minuten war.<br />

Am Montag wird noch ein variabler<br />

Mann für die linke Seite<br />

präsentiert, Florijon Belegu soll gehen.<br />

JULIAN FRANZKE<br />

HEIDENHEIM: Stürmer ist derzeit unverzichtbar<br />

Morabit übertrifft sich selbst<br />

1Die Trainingsleistungen<br />

hatten Frank Schmidt letztlich<br />

überzeugt. „Da hat er ein Tor<br />

nach dem anderen gemacht“,<br />

erklärte der Heidenheimer<br />

Trainer die Maßnahme, Andreas<br />

Voglsammer beim 3:1 gegen Kaiserlautern<br />

für den noch glücklosen<br />

Daniel Frahn im Sturm zu bringen.<br />

Voglsammers Startelf-Premiere war<br />

passabel, der andere Debütant in<br />

der ersten Elf, Sebastian Heidinger,<br />

sammelte einen Scorerpunkt, als<br />

er Schnatterer mit feinem Solo das<br />

2:1 auflegte.<br />

Wesentlich mehr im Mittelpunkt<br />

als diese beiden stand allerdings<br />

Schiedsrichter Benjamin Brand, der<br />

eine klare Notbremse von Tim Heubach<br />

an Voglsammer nicht ahndete<br />

und ein reguläres Tor von<br />

Lauterns Jean Zimmer nicht<br />

gab. Speziell wegen letzterer<br />

Szene avancierte der fleißige<br />

Stürmer Smail Morabit zum<br />

Mann der Partie. Den Ball von<br />

Zimmer grätschte er deutlich hinter<br />

der Torlinie aus der Gefahrenzone<br />

und bewahrte den FCH somit<br />

vor dem 0:2. Vorne nutze er einen<br />

Aussetzer von FCK-Torwart Marius<br />

Müller kaltschnäuzig zum 1:1. Für<br />

Schmidt ist der Stürmer „derzeit<br />

unverzichtbar“. In der vergangenen<br />

Saison stand der Franko-Marokkaner<br />

meist im Schatten von Torjäger<br />

Florian Niederlechner – jetzt trifft er<br />

selbst. Bereits zweimal und damit<br />

schon einmal öfter als in der Saison<br />

2014/15. TIMO LÄMMERHIRT


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 65<br />

„Wir müssen Eier zeigen“<br />

Drei Niederlagen in Folge. Bei<br />

Kapitän MARVIN BAKALORZ (25)<br />

schrillen die Alarmglocken. Ein<br />

Neuer soll für Stabilität sorgen.<br />

Erst 0:1 gegen den VfL Bochum, dann 0:6 gegen<br />

den SV Sandhausen und jetzt 1:2 gegen Arminia<br />

Bielefeld. Der SC Paderborn hat auch<br />

das dritte Heimspiel der neuen Saison verloren.<br />

Der Fehlstart ist komplett. Nach der<br />

Niederlage im Ostwestfalenderby wurde<br />

die Mannschaft von den eigenen Fans im<br />

ausverkauften Stadion ausgepfiffen.<br />

Die Unmutsäußerungen galten einer zweiten<br />

Hälfte, in der den Paderbornern der nötige<br />

Biss fehlte. Der Bundesligaabsteiger ließ den<br />

Arminen zu viel Raum, agierte selbst zu passiv<br />

und zweikampfschwach. So verloren die Hausherren<br />

vor dem Bielefelder Siegtor gleich drei<br />

Zweikämpfe in Folge. Eine ordentliche erste<br />

Hälfte, in der der SCP zum ersten Mal in dieser<br />

Spielzeit mit 1:0 in Führung gegangen war, geriet<br />

zur Makulatur.<br />

Immerhin mangelte es den Akteuren nicht<br />

an Selbstkritik. „Wir hatten in der zweiten Hälfte<br />

zu wenig Zugriff. Wir brauchen aber volles<br />

Engagement über 90 Minuten“, befand Marcel<br />

Ndjeng. Florian Hartherz erklärte das Problem<br />

ähnlich. „Wir haben nach der Pause zu wenig<br />

gemacht.“ Eine Erklärung dafür, warum sogar<br />

im Prestigeduell gegen den Nachbarn die Einstellung<br />

nicht stimmte, konnte auch Markus<br />

Gellhaus nicht liefern. Der Leistungsabfall nach<br />

der Pause sei für ihn nicht nachvollziehbar, gab<br />

der SCP-Trainer zu und bemängelte die fehlende<br />

Stabilität. Dieses Manko sei angesichts der jüngsten<br />

Personalwechsel aber nicht verwunderlich.<br />

Findungsphase beendet: SCP-Kapitän Marvin Bakalorz fordert endlich Siege von seinem Team.<br />

Gegen die Arminia hatten zwei nachverpflichtete<br />

Akteure debütiert. Hauke Wahl (21), aus Kiel<br />

gekommen, lieferte bei seinem Zweitliga-Debüt<br />

eine gute Leistung ab und war in einer wackligen<br />

Viererkette noch der beste Paderborner. Der als<br />

Spielgestalter geholte Kevin Stöger (22), vergangene<br />

Saison vom VfB Stuttgart an Kaiserslautern<br />

ausgeliehen, hatte in den ersten 45 Minuten gute<br />

Momente, baute aber später ab. „Hauke hat uns<br />

Stabilität geben. Kevin hat das Spiel belebt“,<br />

stärkte Marvin Bakalorz den Neuen den Rücken.<br />

Der Kapitän ließ ansonsten keine Ausreden<br />

mehr zu. „Ich kann das mit der Findungsphase<br />

nicht mehr hören. Wir müssen jetzt Eier zeigen<br />

und punkten“, redete Bakalorz Klartext. Der ist<br />

sicher auch nötig. Mit der dritten Niederlage in<br />

Folge ist der SCP ins Trudeln geraten.<br />

Um für mehr Stabiltät in der Defensive zu<br />

sorgen, wurde Oliver Kirch von Bundesligist<br />

Borussia Dortmund verpflichtet. Der 33-jährige<br />

Sechser unterschreibt bis 2017. In Leipzig und<br />

gegen Karlsruhe müssen nach der Länderspielpause<br />

Punkte unbedingt her, sonst könnte es für<br />

Gellhaus eng werden. JOCHEM SCHULZE<br />

BERLIN: Personell wird nicht nachgebessert<br />

Düwel macht in Optimismus<br />

1Wenn es bei Union nicht<br />

läuft, verordnet Coach Norbert<br />

Düwel dem Team ein<br />

Kurztrainingslager. So auch jetzt.<br />

Nach zwei Tests in dieser Woche<br />

– am Dienstag bei Lichtenberg 47<br />

und tags darauf beim SV Babelsberg<br />

– gehen die Eisernen vom<br />

7. bis zum 10. September erneut<br />

in Kienbaum in Klausur. Das letzte<br />

Mal passierte das im Herbst 2014,<br />

damals steckte Union in der Krise.<br />

Davon ist derzeit noch nicht die<br />

Rede. Unstrittig ist aber: Union läuft<br />

den Erwartungen hinterher. Nach<br />

dem Umbruchsjahr 2014/15 sollte<br />

der nächste Schritt erfolgen, stattdessen<br />

findet Union wieder schwer<br />

in Tritt. Düwel muss in diesem Jahr<br />

indes Fortschritte liefern. Er sieht<br />

nach dem erneut verpassten<br />

ersten Sieg „keinen Grund,<br />

dass wir bedröppelt da stehen.<br />

Wir haben sehr viel richtig gemacht“.<br />

Für die Defensive gilt das,<br />

aber sie erlaubte sich wieder einen<br />

entscheidenden Aussetzer, das Umschalten<br />

in die Offensive wirkte oft<br />

hektisch. Zudem haben die neun<br />

Zugänge bisher nicht bewiesen,<br />

dass sie dem Team den gewünschten<br />

Qualitätsschub zu verleihen<br />

können. Da Benjamin Kessel gesperrt<br />

fehlte, stand gegen Leipzig<br />

nur Bobby Wood in der Startelf.<br />

Personell soll nicht nachgebessert<br />

werden. Und ob ein Reservist<br />

(Bajram Nebihi) noch geht, ist offen<br />

– aber eher nicht wahrscheinlich.<br />

ANDREAS HUNZINGER<br />

BIELEFELD: Meier sieht Team „absolut“ im Soll<br />

Behrendts Schritt nach vorne<br />

1Mit einem guten Gefühl<br />

geht Bielefeld in die Länderspielpause.<br />

„Es ist wichtig zu<br />

wissen, dass wir gewinnen<br />

können“, sagte Michael Görlitz,<br />

Siegtorschütze beim 2:1 in Paderborn.<br />

Für den Aufsteiger war es<br />

der erste Erfolg der Saison. „Sechs<br />

Punkte aus fünf Spielen, wir sind<br />

absolut im Soll“, erklärte Trainer<br />

Norbert Meier, der sich vor allem<br />

darüber freute, dass sich sein Team<br />

endlich für den Aufwand belohnte.<br />

Zudem brachte die Begegnung<br />

in Paderborn einige Erkenntnisse,<br />

die den Arminen weiteres Selbstvertrauen<br />

geben sollte. Die Mannschaft<br />

zeigte nach dem schwachen<br />

Spiel gegen Braunschweig gleich<br />

eine doppelte Reaktion. Zum einen<br />

auf die Partie der Vorwoche,<br />

zum anderen drehte sie einen<br />

Rückstand noch in einen<br />

Dreier um.<br />

Im Mittelpunkt standen dabei<br />

drei Neuzugänge. Wolfgang<br />

Hesl war ein sicherer Rückhalt im<br />

Tor, Brian Behrendt und Görlitz<br />

schossen die Treffer. Vor allem für<br />

Behrendt war Paderborn ein Schritt<br />

nach vorne. In seinen bisherigen<br />

Auftritten in dieser Spielzeit (in St.<br />

Pauli zur Pause raus, Gelb-Rot in<br />

Duisburg) agierte der 23-Jährige<br />

glücklos. Dieses Mal war er einer<br />

der Garanten für den Erfolg: Sein<br />

Freistoßhammer zum 1:1 bedeutete<br />

die Wende. „Die Schussgewalt ist<br />

eine meiner Stärken“, meint Behrendt.<br />

CARSTEN BLUMENSTEIN<br />

iKiMo


66 2. BUNDESLIGA<br />

Ratlose<br />

Auch DANIEL HALFAR<br />

(27) findet keine<br />

Erklärung für Lauterns<br />

Schwächen. Piossek<br />

kommt aus Münster.<br />

Bitter: Ein<br />

klares Tor von<br />

Jean Zimmer<br />

wird nicht<br />

anerkannt,<br />

Kosta Runjaic<br />

und seine Elf<br />

verlieren in<br />

Heidenheim.<br />

Foto: dpa/Puchner<br />

Mit dem nicht anerkannten regulären<br />

Tor von Jean Zimmer<br />

(47.), das das 2:0 und möglicherweise<br />

die Vorentscheidung in<br />

Heidenheim bedeutet hätte, hielten<br />

sich die Roten Teufel nach der ersten<br />

Saisonniederlage nicht lange<br />

auf. Sie taten gut daran. Denn<br />

das 1:3 war selbst verschuldet.<br />

Die Quittung für peinliche<br />

Fehler in der Abwehr und<br />

haarsträubendes Versagen beim<br />

Abschluss. Hinten patzte diesmal<br />

gleich zweimal der zuvor so starke<br />

Marius Müller, vorne waren es<br />

Kacper Przybylko, Ruben Jenssen<br />

und Maurice Deville, die sich in die<br />

Misere beim Torschuss einreihten.<br />

Alles nichts Neues in der Pfalz.<br />

Im Vorjahr wurde auf der Zielgeraden<br />

ein Aufstiegsplatz verspielt,<br />

durch einen Leistungsabfall mit<br />

nur zwei Punkten in den letzten<br />

vier Spielen. In dieser Saison könnte<br />

durch die anhaltende Großzügigkeit<br />

beim Punkteverschenken<br />

schon nach fünf Spieltagen die<br />

Aufstiegschance dahin sein.<br />

So schwarz will Daniel Halfar<br />

(noch) nicht sehen: „Für Vorhersa-<br />

KARLSRUHE: Kauczinski will nach der schlechtesten Leistung seit Jahren die Ruhe bewahren<br />

0:6 – Todt: „Das war eine Abreibung erster Güte“<br />

1Nach zwei Siegen in Serie gab<br />

es in Braunschweig eine absolut<br />

verdiente 0:6-Klatsche für den<br />

KSC – die höchste Niederlage unter<br />

Cheftrainer Markus Kauczinski.<br />

Der KSC ist nach dem „Höhenrausch<br />

Relegation“ wieder<br />

auf dem Boden der Realität.<br />

Allen muss so langsam klar<br />

werden: Bringt nicht jeder in<br />

jedem Zweikampf alles – dann wird<br />

das eine knallharte Saison.<br />

Sportdirektor Jens Todt beschönigte<br />

nichts: „Das war eine Abreibung<br />

erster Güte. Wir haben es<br />

zugelassen, dass der Gegner sich<br />

in einen Rausch spielen konnte.<br />

Wir waren heute in allen Belangen<br />

unterlegen.“ Weitere Neuverpflichtungen<br />

wird Todt aber wohl<br />

nicht mehr verpflichten. Fast jeder<br />

Braunschweiger Torschuss war ein<br />

Treffer, Kapitän Dirk Orlishausen<br />

konnte es kaum fassen: „Die hatten<br />

goldene Schuhe an.“<br />

Dennoch: die Badener enttäuschten<br />

total. In den ersten<br />

45 Minuten trafen die Gäste<br />

nicht einmal das Tor. Ein Offensivspiel<br />

des KSC fand nicht<br />

statt. Ungenaues Passspiel am<br />

Fließband, behäbiger Breitwandfußball<br />

brachte die Gastgeber nicht<br />

einmal in Gefahr. Der emsige Angreifer<br />

Erwin Hoffer konnte einem<br />

leid tun, war im Angriff auf verloren<br />

Posten. Dabei hatte Kauczinski<br />

noch vor dem Anpfiff gesagt:<br />

„Alle sind heiß, alle wollen mit aller<br />

Macht gewinnen.“ Wenn aber nur<br />

jeder dritte Zweikampf gewonnen<br />

wird – dann ist das nicht so. Der<br />

KSC legte Lethargie an den Tag, lieferte<br />

die schlechteste Leistung seit<br />

Jahren ab. Spielerisch – aber auch in<br />

Sachen Kampf und Konzentration.<br />

Nach zuletzt zwei Siegen wollten<br />

die Karlsruher mit Selbstbewusstsein<br />

agieren, doch das gelang nie.<br />

Das schnelle Umschaltspiel war nie<br />

zu sehen, auch weil die offensiven<br />

Außenbahnen, Manuel Torres und<br />

Hiroki Yamada, Totalausfälle waren.<br />

Doch Kauczinski versucht, die Pleite<br />

zu erklären und dennoch positiv<br />

in die Zukunft zu blicken. „Wir sind<br />

im Umbruch, das dauert. Wir müssen<br />

Ruhe bewahren.“ Die hat der<br />

KSC nun in der Länderspielpause<br />

zur Genüge. PETER PUTZING<br />

Plant ohne weitere Neuzugänge:<br />

KSC-Sportdirektor Jens Todt<br />

Foto: imago/Baumann


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 67<br />

Rote Teufel<br />

BRAUNSCHWEIG: Zufrieden mit der neuen Rolle<br />

Reichels perfekter Tag<br />

gen ist es noch zu früh.“ Gleichwohl<br />

räumt er ein: „Fünf Siege wären aktuell<br />

eine bessere Ausgangslage um<br />

oben mitzuspielen, aber auch noch<br />

keine Garantie für den Aufstieg. In<br />

der Tat lassen wir unnötig Punkte<br />

liegen, die uns guttun würden.“<br />

Woran krankt es beim FCK? Drei<br />

Auswärtsspiele, drei starke Leistungen<br />

– zumindest eine Stunde lang.<br />

Ein Gegentor in Duisburg, zwei in<br />

Berlin, nun drei in Heidenheim.<br />

Ist es eine Frage der Konzentration,<br />

der Kondition oder einfach der<br />

Qualität? Halfar ist ratlos: „Es gibt<br />

keine Erklärung, warum wir unsere<br />

Chancen nicht zu Toren nutzen,<br />

warum wir uns als Mannschaft mit<br />

unnötigen Fehlern selbst bestrafen,<br />

warum wir Punkte in Spielen verlieren,<br />

die wir gewinnen müssen.“<br />

Was kann helfen? „Verstärkungen,<br />

die die Qualität heben und die<br />

Mannschaft voranbringen, sind immer<br />

gut“, sagt Halfar. Den 27-Jährigen<br />

mit seiner Erfahrung aus Köln<br />

heimzuholen, zahlt sich auf Anhieb<br />

aus. Doch Kosta Runjaics Team<br />

braucht mehr Typen wie Halfar, der<br />

mit Leistung vorangeht und dem<br />

Anspruch eines Führungsspielers<br />

gerecht wird.<br />

Andere Hoffnungsträger wie Antonio<br />

Colak, Erik Thommy, Lukas<br />

Görtler (alle 21) mögen Talent haben,<br />

sind aber keine Soforthilfe. Die<br />

aber braucht Lautern.<br />

Deshalb ist Markus Schupp im<br />

Stress. Der Sportdirektor meldete<br />

am Sonntabend zumindest Vollzug<br />

in Sachen Außenbahnspieler: Von<br />

Preußen Münster kommt Marcus<br />

Piossek (Vertrag bis 2018). Der<br />

26-Jährige, der 72 Spiele (14 Tore,<br />

12 Assists) für den Drittligisten bestritt,<br />

bekam nun doch die Freigabe.<br />

Ab sagte Alexander Gorgon (Austria<br />

Wien); er war zu teuer. ULI GERKE<br />

KOMMENTAR<br />

von kicker-Redakteur<br />

Thomas Roth<br />

Hawk-Eye auch<br />

in der 2. Liga<br />

S<br />

ie gilt als die beste<br />

ihrer Art in Europa,<br />

wenn nicht der<br />

Welt: Die deutsche<br />

2. Liga. Doch in einem<br />

Punkt hinkt<br />

sie der Entwicklung<br />

hinterher. Während in der Bundesliga<br />

seit Saisonbeginn Torlinientechnologie<br />

verpflichtend<br />

ist, will das Unterhaus noch ohne<br />

auskommen. Was nicht klappt,<br />

wie das Beispiel Heidenheim<br />

zeigt, wo Bundesliga-Aufsteiger (!)<br />

Benjamin Brand ein klar reguläres<br />

Tor nicht anerkannte. Vereine wie<br />

der betroffene FCK haben einen<br />

zweistelligen Millionenetat pro<br />

Saison. 150 000 Euro für das Hawk-<br />

Eye sollten da für alle drin sein.<br />

1Helmut Kohl ist Bundeskanzler<br />

und Dieter Baumann holt Olympia-<br />

Gold in Barcelona – wir schreiben<br />

das Jahr 1992. 23 Jahre ist das her,<br />

genauso lange wie der letzte 6:0-<br />

Sieg der Eintracht in der 2. Liga,<br />

damals gegen Mainz 05. Am<br />

Sonntag musste der Karlsruher<br />

SC daran glauben. Entsprechend<br />

begeistert gab sich<br />

Torsten Lieberknecht nach der<br />

Partie: „Das war eine geschlossene<br />

Mannschaftsleistung. Mein Team<br />

hat alles von der Trainingswoche<br />

umgesetzt.“ Besonders freute den<br />

Trainer, „dass wir uns nach dem<br />

3:0 nicht zufriedengegeben haben“.<br />

Zu erwarten war das Schützenfest<br />

nicht unbedingt. In den letzten<br />

drei Heimspielen gegen den KSC<br />

blieb die Eintracht jeweils tor- und<br />

punktlos. Die Elf von Trainer Lieberknecht<br />

zeigte aber von Beginn<br />

an, dass diese Statistik keine Fortsetzung<br />

finden sollte. Die Karlsruher<br />

wurden weit in der eigenen<br />

Hälfte attackiert, das Pressing<br />

funktionierte und schnelle Ballgewinne<br />

waren die Folge – ebenso<br />

wie eine positive Zweikampfquote<br />

von 70 Prozent. Besonders Ken<br />

Reichel, der zum zweiten Mal auf<br />

der rechten Offensivseite agieren<br />

durfte, dankte es mit zwei Treffern.<br />

„Ich kann dort meine Athletik und<br />

Dynamik besser einbringen“, erklärte<br />

der 28-Jährige. Sein Tor zum<br />

6:0-Schlusspunkt, ein Volleyschuss<br />

vom Strafraumeck, war ein Duplikat<br />

Foto: picture-alliance/Steffen<br />

Treffsicher: Gegen Karlsruhe trifft<br />

Eintrachts Ken Reichel doppelt.<br />

zu seinem einzigen Bundesligatreffer<br />

beim 1:1 in der Saison 2013/14<br />

in Leverkusen. „Beim letzten Tor<br />

hat alles gepasst, an einem schlechten<br />

Tag geht so ein Ball auf die Tribüne.“<br />

Getoppt wurde Reichels Leistung<br />

nur noch von Emil Berggreen.<br />

Der Stürmer traf erstmals in dieser<br />

Saison, dafür doppelt. „Ein geiles<br />

Spiel. Es war wichtig, den ersten<br />

Heimsieg einzufahren.“ Zwar waren<br />

beide Tore sehenswert, das Tor<br />

des Tages erzielte aber Marc Pfitzner.<br />

Der Sechser, für den am Oberschenkel<br />

verletzten Mirko Boland<br />

eingewechselt, traf per Fallrückzieher.<br />

„Das gehört einfach zu so<br />

einem Sahnetag“, schmunzelte Lieberknecht.<br />

THOMAS FRÖHLICH<br />

LEIPZIG: Rangnick sieht trotz Remis „Schritt in die richtige Richtung“ – Vertrauen in Bruno<br />

Der letzte Sommer-Millionendeal: Halstenberg<br />

1Leipzig hat ein Tor weniger erzielt<br />

als zum selben Zeitpunkt des<br />

Vorjahres, drei Gegentore mehr<br />

kassiert und vor allem drei Punkte<br />

weniger auf dem Konto. Zahlen,<br />

die belegen, dass es beim Aufstiegsfavoriten<br />

längst noch<br />

nicht wie gewünscht läuft.<br />

Trotzdem zog Ralf Rangnick<br />

aus dem Remis in Berlin vornehmlich<br />

positive Erkenntnisse.<br />

„Das war ein Schritt in die richtige<br />

Richtung“, lautet das Urteil des Trainers,<br />

der konkretisiert: „Wir sind im<br />

Stil einer Heimmannschaft aufgetreten,<br />

hatten im Mannschaftsverbund<br />

eine viel bessere Platzbelegung<br />

als zuletzt. Und ich hatte nie<br />

das Gefühl, dass hinten etwas aus<br />

dem Spiel heraus passieren könnte.“<br />

Allerdings: Die hochdekorierte<br />

Offensivabteilung hat weiterhin<br />

arge Probleme, aus der spielerischen<br />

Überlegenheit hochkarätige<br />

Chancen zu kreieren. Auch Rangnick<br />

räumt ein: „Die Pässe in<br />

der Endzone, da müssen<br />

wir uns verbessern.“ Dies<br />

gilt für Marcel Sabitzer (21),<br />

Yussuf Poulsen (21) und vor allem<br />

für Massimo Bruno (21). Es<br />

ist eine Augenweide, dem für fünf<br />

Millionen Euro aus Anderlecht geholten<br />

Belgier bei der Ballarbeit zuzuschauen.<br />

Doch in den Schlüsselszenen<br />

agiert der Mittelfeldspieler<br />

zögerlich, trifft oft die falschen Entscheidungen.<br />

„Ein bisschen mehr<br />

Entschlossenheit und Zielstrebigkeit<br />

kann dazukommen“, meint<br />

auch Rangnick, „aber er ist auf einem<br />

guten Weg und körperlich in<br />

einer Verfassung, in der er zuvor<br />

lange nicht war. Ich bin überzeugt,<br />

dass er noch weiterkommen wird.“<br />

Offensiv waren die Transferbemühungen<br />

längst abgeschlossen,<br />

defensiv hat Rangnick kurz vor<br />

Toreschluss noch einmal nachgerüstet.<br />

Linksverteidiger Marcel<br />

Halstenberg (23) vom FC St. Pauli<br />

erhält einen langfristigen Vertrag.<br />

Er soll Anthony Jung den Startplatz<br />

streitig machen, nachdem der aus<br />

St. Petersburg geholte Dmitri Skopintcev<br />

(18) dazu nicht in der Lage<br />

war. Knapp drei Millionen Euro<br />

Ablöse lassen sich die Sachsen<br />

ihren letzten Deal des Sommers<br />

kosten. OLIVER HARTMANN<br />

Foto: Witters<br />

Neu in der Abwehr: Von St. Pauli<br />

kommt Marcel Halstenberg zu RB.


68 2. BUNDESLIGA kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

Offensiv flexibel zum Erfolg<br />

Für den souveränen 4:1-Sieg gegen<br />

die zuvor torgefährlichste<br />

Mannschaft aus Sandhausen<br />

waren die vier Offensivspieler des<br />

SC Freiburg zwar nicht allein verantwortlich,<br />

sie hatten aber großen<br />

Anteil daran. Und das nicht nur wegen<br />

der vier Tore, die sie allesamt<br />

erzielt und vorbereitet haben. Mit<br />

konsequenter Defensivarbeit und<br />

frühem Stören sorgten sie dafür,<br />

dass die eigene Viererkette nur selten<br />

gefordert wurde. „Sie haben<br />

gut gegen den Ball gearbeitet“,<br />

lobte Trainer Christian Streich.<br />

In der Offensive scheint er<br />

also genau die richtige Konstellation<br />

gefunden zu haben. Nils Petersen,<br />

Vincenzo Grifo, Maximilian<br />

Philipp und Mike Frantz haben<br />

zwar schon in den ersten beiden<br />

Partien gegen Nürnberg und in<br />

München die vorderste Reihe gebildet,<br />

inzwischen haben Grifo<br />

und Philipp aber die Positionen<br />

getauscht und fühlen sich so offensichtlich<br />

wohler. Der zweifache<br />

Torschütze Grifo rückte auf die linke<br />

Offensivseite und Philipp dafür<br />

in die Mitte. Allerdings hält beim<br />

Sportclub ohnehin keiner der Offensiven<br />

statisch seine Position ein.<br />

Grifo findet es „gut, dass wir rotieren<br />

können“. Damit werde auch der<br />

Gegner verwirrt. „Das kriegt nicht<br />

jede Mannschaft so hin.“ Durch<br />

den Neuzugang vom FSV Frankfurt<br />

Mit dem vierten Saisonsieg bleibt FREIBURG dran an<br />

der Spitze. Defensiv stabil sucht der SC trotz der<br />

Erfolge weiterhin noch nach zwei Verstärkungen.<br />

Zwei Torschützen mit defensiven Aufgaben: Freiburgs Nils Petersen<br />

und Mike Frantz jubeln zusammen über ihre Treffer zum 1:0 und 2:0.<br />

Foto: picture-alliance/dpa<br />

hat sich der Sportclub außerdem<br />

Qualität bei Standards dazu geholt.<br />

Besonders eindrucksvoll demonstrierte<br />

Grifo das bei seinem direkt<br />

verwandelten Freistoß zum 4:0.<br />

„Vince hat eine außergewöhnliche<br />

Schusstechnik“, sagt Streich, „das<br />

hat man schon bei seinem ersten<br />

Tor gesehen, und das sieht man<br />

auch im Training.“<br />

Beim Verteidigen der gegnerischen<br />

Standards hat der SC hingegen<br />

noch Verbesserungspotenzial.<br />

Der Kopfballtreffer von Florian<br />

Hübner (88. Minute) nach einer<br />

Ecke schmerzte die Freiburger diesmal<br />

aber nicht so sehr wie die vielen<br />

späten Gegentore der vergangenen<br />

Saison. Schließlich kostete es diesmal<br />

keine Punkte, sondern nur die<br />

vorübergehende Tabellenführung.<br />

Trotz des gelungenen Saisonstarts<br />

mit zwölf Punkten aus fünf Spielen<br />

will sich der SC auf der offensiven<br />

Außenbahn und in der Defensive<br />

immer noch verstärken. Die<br />

Wunschspieler werden allerdings<br />

nicht kommen, es fehlte die Zustimmung<br />

der abgebenden Vereine.<br />

„Wir würden deshalb gerne noch<br />

zwei junge und hoffnungsvolle Talente<br />

holen“, sagt Sportdirektor Klemens<br />

Hartenbach. Mit einem seien<br />

die Verhandlungen schon sehr weit<br />

fortgeschritten. Vollzug könne aber<br />

wohl erst an diesem Montag gemeldet<br />

werden. DANIELA FRAHM<br />

SANDHAUSEN<br />

Hoffen auf Kosecki<br />

1Das spielfreie Wochenende kommt<br />

Sandhausen gerade recht. Jürgen<br />

Machmeier riet seinen Spielern, die<br />

Zeit zu nutzen, um die Köpfe wieder<br />

freizubekommen. Die Mannschaft sei<br />

„wieder auf dem Boden angekommen“,<br />

sagte der Präsident. Gleichwohl ist er nicht unzufrieden:<br />

„Mit den drei Punkten, die uns abgezogen<br />

wurden, hätten wir jetzt zehn Zähler aus<br />

fünf Spielen. Das ist ein hervorragender Start.“<br />

Machmeier ist froh, dass der nächste Gegner<br />

ein Spitzenteam ist: „Einen besseren Gegner als<br />

Bochum kann es nicht geben, um sich für die<br />

Niederlage in Freiburg zu rehabilitieren.“<br />

Eine Entschuldigung für das 1:4: Es fehlten<br />

zwei ganz wichtige Offensivspieler. Während<br />

Stürmer Aziz Bouhaddouz wegen seines doppelten<br />

Bänderrisses wohl noch drei bis vier Wochen<br />

ausfallen wird, hofft Trainer Alois Schwartz, dass<br />

Flügelflitzer Jakub Kosecki gegen Bochum wieder<br />

dabei sein kann. Der Pole hat sich ein Band im<br />

Sprunggelenk gerissen, das andere hängt noch<br />

an Fasern.<br />

CLAUS WEBER<br />

DUISBURG<br />

Brandstetter im Pech<br />

1Weiter sieglos, aber irgendwie doch<br />

gewonnen: Trotz des spät kassierten 2:2<br />

gegen Greuther Fürth überwog bei<br />

Aufsteiger MSV Duisburg das Positive.<br />

„Wenn wir immer so spielen,<br />

dann wird es für jeden Gegner schwer,<br />

uns zu schlagen“, sagt Mittelfeldmotor Martin<br />

Dausch. Der MSV kombinierte mit Mut, Leidenschaft,<br />

Entschlossenheit und Kampfstärke.<br />

Symbolfiguren des Aufschwungs waren der zuletzt<br />

nicht berücksichtigte Steffen Bohl und Außenverteidiger<br />

Rolf Feltscher, die beide trafen.<br />

„So richtig genießen kann ich es nicht. Ich bin<br />

glücklich, dass wir als Team aufgetreten sind.<br />

Noch glücklicher wäre ich aber mit drei Punkten<br />

gewesen“, erklärte Feltscher.<br />

Einziger Wermutstropfen: Angreifer Simon<br />

Brandstetter brach sich gegen Fürth nach wenigen<br />

Minuten den Knöchel und fällt mehrere<br />

Monate aus. Der Schuh drückt beim MSV aber<br />

in der Abwehr auf der offensiven Außenbahn.<br />

Dort will Duisburg bis Transferschluss nochmals<br />

nachbessern.<br />

THOMAS TARTEMANN<br />

FÜRTH<br />

„Uns fehlt die Gier“<br />

1Zweimal ärgerte er sich über Aluminium,<br />

ehe sich Marco Stiepermann<br />

in der Nachspielzeit mit dem Ausgleichstreffer<br />

zum 2:2 belohnte und<br />

dem Team einen Punkt sicherte. „Es<br />

ist natürlich bitter, dass wir zwei Punkte<br />

haben liegen lassen“, sagte der 24-Jährige<br />

enttäuscht über die vergebenen Möglichkeiten.<br />

Klar, es ist positiv, vor fremder Kulisse zwei Tore<br />

zu erzielen, aber „wir müssen den Fokus mehr<br />

auf die Defensive richten“, fordert Stiepermann,<br />

der mit seinem Team zum vierten Mal in Folge<br />

sieglos blieb. Er ergänzt: „Mit derselben Aggressivität<br />

wie Duisburg hätten wir das Spiel hundertprozentig<br />

gewonnen – leider fehlt uns in der<br />

Defensive die Gier.“<br />

In zwei Wochen empfängt die SpVgg den Club<br />

zum Frankenschlager. Die Pause kommt den<br />

Fürthern daher entgegen. „Nun haben wir Zeit,<br />

uns perfekt auf das Derby vorzubereiten“, sagt<br />

Stiepermann. Die Gier muss also schleunigst zurückkehren<br />

– mit Nürnberg als nächstem Gegner<br />

dürfte das gelingen. GEORG HOLZNER


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 3. LIGA 69<br />

3. LIGA<br />

Die erste<br />

Trainerentlasssung<br />

der Saison gab es<br />

am Sonntag in HALLE.<br />

Sven Köhler hatte<br />

dort acht Jahre lang<br />

Erfolge gefeiert.<br />

Das Aus<br />

Ende einer Ära: Sven Köhler muss Halle nach acht Jahren verlassen.<br />

Foto: imago<br />

Am Sonntag Nachmittag, rund<br />

22 Stunden nach der fünften<br />

Niederlage im sechsten<br />

Saisonspiel, verkündete das<br />

Präsidium nach intensiven<br />

Beratungen, dass der bisherige<br />

Cheftrainer Sven Köhler<br />

mit sofortiger Wirkung freigestellt<br />

ist. Sicherlich keine<br />

leichte, aber in Anbetracht der<br />

jüngsten sportlichen Entwicklung<br />

eine nachvollziehbare Entscheidung.<br />

Nur gegen Wiesbaden<br />

gab es einen Dreier (3:0).<br />

Die jüngsten Ergebnisse waren<br />

nicht mehr mit Pech für die<br />

eigene Mannschaft und Glück<br />

für den Gegner zu erklären, alleine<br />

drei Mal genügte eine Führung<br />

am Ende nicht zu einem<br />

Punktgewinn. Immer öfter brach<br />

die Mannschaft förmlich in sich<br />

zusammen und leistete sich eklatante<br />

Abwehrfehler. Auch die<br />

Umstellungen, besonders in der<br />

Innenverteidigung, brachten<br />

keine Stabilität. Besonders bei<br />

gegnerischen Standardsituationen<br />

reagierte das Team oftmals<br />

nur amateurhaft. Die Mannschaft<br />

hat, von den Namen her, bemerkenswert<br />

viel Potenzial, konnte<br />

dies aber lediglich im Pokalspiel<br />

gegen Braunschweig (0:1) auch<br />

abrufen. Doch in dieser Partie<br />

wurden, wie auch in fast allen<br />

Partien, klare Chancen kläglich<br />

vergeben. In den ersten beiden<br />

Punktspielen war die Mannschaft<br />

sogar ganz ohne eigenen Treffer<br />

geblieben (0:2 in Cottbus, 0:2 zu<br />

Hause gegen Kiel)<br />

„Das Präsidium kam zu der<br />

Einschätzung, dass hier ein Impuls<br />

von außen vonnöten ist, um<br />

der Mannschaft wieder Selbstvertrauen,<br />

Siegermentalität und Leidenschaft<br />

einzuimpfen“, schrieb<br />

der Verein in seiner offiziellen<br />

Mitteilung. Er weist aber auch auf<br />

die Verdienste von Köhler hin,<br />

der seit dem 1. Juli 2007 im Amt<br />

und damit zuletzt der dienstälteste<br />

Trainer im deutschen Profifußball<br />

war: „Er hat mit seiner<br />

ruhigen, sachlichen und fleißigen<br />

Arbeitsweise den HFC in<br />

den letzten Jahren entscheidend<br />

geprägt.“ Unter Köhler hatte sich<br />

die Mannschaft entwickelt und<br />

war von der fünftklassigen Oberliga<br />

in die 3. Liga geklettert.<br />

Zunächst wird Co-Trainer<br />

Benjamin Duray das Training der<br />

Profimannschaft verantwortlich<br />

übernehmen. Bis zum nächsten<br />

Punktspiel zu Hause gegen den<br />

Tabellenletzten VfB Stuttgart II<br />

am 12. September (die fürs kommende<br />

Wochenende angesetzte<br />

Partie in Großaspach ist auf den<br />

15. September verlegt worden)<br />

soll ein neuer Cheftrainer her.<br />

ROLAND HEBESTREIT<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_3liga_li<br />

MAGDEBURG<br />

Doppelter Schmerz<br />

1Nun hat es auch den so fulminant<br />

gestarteten Neuling erwischt:<br />

Das 1:2 bei Fortuna Köln,<br />

die erste Auswärtspleite seit Oktober,<br />

schmerzt doppelt, denn neben<br />

drei Punkten verloren die Elbestädter<br />

am Rhein auch beide Innenverteidiger. Felix<br />

Schiller erlitt einen Achillessehnenriss, wurde<br />

noch in Köln operiert. Für den 25-Jährigen<br />

ist die Hinrunde gelaufen. Und Christopher<br />

Handke zog sich einen Faserriss in der Bauchmuskulatur<br />

zu, er hofft in vier Wochen wieder<br />

dabei sein zu können. Die eingewechselten<br />

Steffen Puttkammer und Silvio Bankert sind<br />

nun plötzlich wieder erste Wahl, zudem hoffen<br />

die Magdeburger Verantwortlichen auf<br />

die schnelle Rückkehr von Nils Butzen (Nasenbeinbruch).<br />

„Die Niederlage war ärgerlich, weil wir<br />

nach unserer Führung zehn Minuten lang so<br />

inaktiv waren“, so Sportchef Mario Kallnik, der<br />

nun noch eine weitere Defensivverpflichtung<br />

plant.<br />

HANS-JOACHIM MALLI<br />

CHEMNITZ<br />

Ein tolles Geschenk<br />

1Es ist nicht bekannt, was am<br />

Samstag alles auf dem Gabentisch<br />

von Alexander Dartsch lag. Aber<br />

das schönste Geschenk zu seinem<br />

21. Geburtstag machte sich der CFC-<br />

Spieler selbst. In der 80. Minute eingewechselt,<br />

donnerte er vier Minuten später das<br />

Leder zum 1:0-Siegtor in den Kasten der Gäste<br />

aus Wiesbaden. „Ich habe den Ball optimal<br />

getroffen“, freute sich Dartsch, „es ist einfach<br />

nicht in Worte zu fassen, dass ich zu meinem<br />

Geburtstag das Tor mache.“<br />

Dabei lief es bisher nicht besonders, bei<br />

einigen Spielen musste der Blondschopf sogar<br />

auf der Tribüne Platz nehmen. „Natürlich war<br />

ich darüber unzufrieden, aber ich bin noch<br />

jung, muss Geduld haben und will mich weiter<br />

anbieten,“ sagte Dartsch. Sein Einsatz war<br />

allerdings nicht als Geschenk zu verstehen.<br />

„Wenn ein Spieler Geburtstag hat, singen wir<br />

ihm ein Lied. Aber aufgestellt wird nach wie<br />

vor nach dem Leistungsprinzip“, stellte Trainer<br />

Karsten Heine klar. KNUT BERGER<br />

DRESDEN<br />

Wieder ein Kraftakt<br />

1Mit sieben Punkten aus der<br />

englischen Woche hat Dresden<br />

seine Position ausgebaut<br />

– Grund genug für Trainer Uwe<br />

Neuhaus, der Mannschaft zwei<br />

freie Tage zu spendieren. Die Kraftakte gegen<br />

Halle und in Bremen, bei denen jeweils<br />

ein Rückstand noch gedreht wurde – haben<br />

Spuren hinterlassen. „Der Kopf wollte, aber<br />

die Beine haben es irgendwie nicht gebracht“,<br />

sagte Kapitän Michael Hefele.<br />

Erneut gelang Dynamo aber eine bessere<br />

Spielkontrolle in Halbzeit zwei – trotz einer<br />

Ampelkarte gegen Andreas Lambertz, den<br />

Schützen des 1:1. Nach einem Foul an Jim-<br />

Patrick Müller verwandelte Justin Eilers den<br />

Strafstoß zum 2:1-Sieg. Der Gefoulte hatte ab<br />

der 31. Minute Aias Aosman ersetzt – und seine<br />

Chance mit einem guten Auftritt genutzt.<br />

„Ich bin froh, dass ich Jimmy das Vertrauen<br />

geschenkt habe“, sagte Neuhaus, „ich hatte<br />

keine Bedenken. Er ist der laufstärkste und<br />

fitteste Spieler überhaupt.“ EVA WAGNER


70 3. LIGA<br />

6. SPIELTAG<br />

28. 8. – 30. 8. <strong>2015</strong><br />

Fortuna Köln – 1. FC Magdeburg 2:1 (2:1)<br />

Chemnitzer FC – SV Wehen 1:0 (0:0)<br />

W. Bremen II – Dynamo Dresden 1:2 (1:0)<br />

Hallescher FC – Pr. Münster 1:3 (1:0)<br />

Rot-Weiß Erfurt – VfB Stuttgart II 3:0 (2:0)<br />

Würzb. <strong>Kicker</strong>s – Erzgebirge Aue 1:0 (0:0)<br />

Stuttg. <strong>Kicker</strong>s – Energie Cottbus 0:0<br />

VfL Osnabrück – Holstein Kiel 3:2 (3:0)<br />

FSV Mainz 05 II – Großaspach 2:1 (0:0)<br />

VfR Aalen – Hansa Rostock 1:1 (1:1)<br />

7. SPIELTAG<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

Erzgeb. Aue – Hansa Rostock ( - , - )<br />

SV Wehen – Fortuna Köln (0:1, 1:2)<br />

Holstein Kiel – Stuttg. <strong>Kicker</strong>s (0:2, 0:0)<br />

Energie Cottbus – VfR Aalen ( - , - )<br />

Würzburger <strong>Kicker</strong>s – RW Erfurt ( - , - )<br />

Pr. Münster – Werder Bremen II ( - , - )<br />

Sonntag, 6. September (14 Uhr)<br />

Dyn. Dresden – Chemnitzer FC (1:0, 0:2)<br />

Dienstag, 15. September (18.30 Uhr)<br />

1. FC Magdeburg – Osnabrück ( - , - )<br />

Großaspach – Hallescher FC (2:1, 2:0)<br />

VfB Stuttgart II – Mainz II (19.00) (1:0, 2:0)<br />

TORJÄGER<br />

6 (1) Eilers (Dynamo Dresden)<br />

5 (1) Beck (1. FC Magdeburg)<br />

5 (1) Höler (1. FSV Mainz 05 II)<br />

4 (–) A. Fink (Chemnitzer FC)<br />

4 (2) Kammlott (Rot-Weiß Erfurt)<br />

4 (1) Derstroff (1. FSV Mainz 05 II)<br />

3 (–) P. Breitkreuz (Energie Cottbus)<br />

3 (–) Rizzi (SGS Großaspach)<br />

3 (1) Schnellhardt (Holstein Kiel)<br />

3 (–) Jänicke (Hansa Rostock)<br />

ROTE KARTEN<br />

niemand<br />

GELB-ROTE KARTEN<br />

Für das nächste Spiel gesperrt:<br />

Könnecke (Erzgebirge Aue)<br />

Lambertz (Dynamo Dresden)<br />

Engelman (Fortuna Köln)<br />

ELF DES TAGES<br />

Kammlott (1) Reichwein (1)<br />

Erfurt Münster<br />

Kara (2) Rahn (1)<br />

Münster<br />

Fort. Köln<br />

Andersen (2) Judt (1)<br />

Fort. Köln Erfurt<br />

Czichos (1) Stenzel (1)<br />

Kiel<br />

Chemnitz<br />

Erb (1) Schoppenhauer (1)<br />

Erfurt Würzburg<br />

Kunz (1)<br />

Chemnitz<br />

In Klammern Anzahl der Berufungen<br />

in die Elf des Tages<br />

3. Liga<br />

Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt.<br />

1. (1) Dynamo Dresden 6 4 2 0 14:7 + 7 14<br />

2. (4) 1. FSV Mainz 05 II 6 3 3 0 11:5 + 6 12<br />

3. (2) 1. FC Magdeburg (N) 6 3 2 1 10:7 + 3 11<br />

4. (6) Chemnitzer FC 6 3 2 1 7:5 + 2 11<br />

5. (3) Erzgebirge Aue (A) 6 3 1 2 5:4 + 1 10<br />

6. (10) Preußen Münster 6 2 3 1 8:5 + 3 9<br />

7. (11) Würzburger <strong>Kicker</strong>s (N) 6 2 3 1 4:2 + 2 9<br />

8. (7) Stuttgarter <strong>Kicker</strong>s 6 2 3 1 4:4 0 9<br />

9. (15) Fortuna Köln 6 2 2 2 11:10 + 1 8<br />

10. (8) Hansa Rostock 6 2 2 2 8:7 + 1 8<br />

11. (5) SGS Großaspach 6 2 2 2 8:8 0 8<br />

12. (16) VfL Osnabrück 6 2 2 2 6:6 0 8<br />

13. (12) VfR Aalen (A) 6 1 4 1 3:3 0 7<br />

14. (13) Energie Cottbus 6 2 1 3 5:6 - 1 7<br />

15. (9) Holstein Kiel 6 2 1 3 11:13 - 2 7<br />

16. (19) Rot-Weiß Erfurt 6 1 3 2 8:8 0 6<br />

17. (14) SV Wehen Wiesbaden 6 1 3 2 4:6 - 2 6<br />

18. (17) Werder Bremen II (N) 6 1 1 4 5:12 - 7 4<br />

19. (18) Hallescher FC 6 1 0 5 7:12 - 5 3<br />

20. (20) VfB Stuttgart II 6 1 0 5 6:15 - 9 3<br />

Fort. Köln – 1. FC Magdeburg 2:1 (2:1)<br />

Fort. Köln: Poggenborg (2,5; 82. Boss/-) – Engelman<br />

(3), Uaferro (3), Hörnig (3,5), T. Fink (4,5) –<br />

Andersen (2; 74. O. Schröder/-), Pazurek (3) –<br />

Rahn (2), Kessel (2) – Biada (3; 58. Bender/3,5),<br />

Königs (3) – Trainer: Koschinat<br />

Magdeburg: Glinker (4) – Hainault (4,5), Handke<br />

(4; 36. Puttkammer/3), Schiller (4; 36. Bankert/3),<br />

Niemeyer (4) – Löhmannsröben (3,5),<br />

Brandt (3,5) – Razeek (2,5), L. Fuchs (4; 78.<br />

Hebisch/-), Farrona Pulido (4) – Beck (2,5) – Trainer:<br />

Härtel<br />

Tore: 0:1 Beck (19.), 1:1 Rahn (26., FE), 2:1<br />

Rahn (29., FE) – SR: Kempkes (Thür), Note 3 –<br />

Zuschauer: 3323 – Gelbe Karten: Biada, Poggenborg<br />

– Hainault, Handke – Gelb-Rote Karte:<br />

Engelman (90./+4)<br />

Chemnitzer FC – SV Wehen 1:0 (0:0)<br />

Chemnitz: Kunz (1,5) – Stenzel (2,5), Endres<br />

(2,5), Röseler (3), Conrad (3) – Steinmann (3;<br />

89. Rapp/-), Dem (3,5) – Türpitz (2,5; 69. Cappek/-),<br />

A. Fink (3), Ofosu (3,5; 80. Dartsch/-) –<br />

König (3,5) – Trainer: Heine<br />

Wehen: Kolke (2) – Wein (3), Dams (2,5), Geyer<br />

(2,5), Mintzel (3) – Pezzoni (3,5), Vitzthum (3,5) –<br />

Schindler (4), Blacha (4; 82. Lindner/-), Lorenz<br />

(4) – Mayer (4; 59. Schnellbacher/3) – Trainer:<br />

Demandt<br />

Tor: 1:0 Dartsch (84.) – SR: Waschitzki (Essen),<br />

Note 4 – Zuschauer: 8085 – Gelbe Karten: keine<br />

W. Bremen II – Dyn. Dresden 1:2 (1:0)<br />

Bremen II: Duffner (3) – Busch (2,5), Hüsing (3),<br />

Mainka (3,5), Argyris (3,5) – Fröde (2,5), Grillitsch<br />

(3,5) – von Haacke (3; 87. Papunashvili/-),<br />

Hilßner (2,5) – Manneh (3,5; 69. Kobylanski/-),<br />

Lorenzen (4; 55. Kazior/3,5) – Trainer: Nouri<br />

Dresden: Blaswich (3) – Fa. Müller (3,5), Modica<br />

(3), Hefele (2,5), Teixeira (3,5) – Lambertz (2,5),<br />

Moll (3) – Eilers (3,5), Aosman (4; 31. J.-P. Müller/3,5),<br />

Stefaniak (3,5; 79. Mar. Hartmann/-) –<br />

Testroet (3,5; 61. Tekerci/-) – Trainer: Neuhaus<br />

Tore: 1:0 Hilßner (10.), 1:1 Lambertz (71.), 1:2<br />

Eilers (90., FE) – SR: Kornblum (Grabenstätt),<br />

Note 3,5 – Zuschauer: 2900 – Gelbe Karten:<br />

Argyris, Duffner – Stefaniak, Hefele, J.-P. Müller –<br />

Gelb-Rote Karte: Lambertz (77.)<br />

Hallescher FC – Pr. Münster 1:3 (1:0)<br />

Halle: Bredlow (3,5) – Rau (4; 83. Baude/-),<br />

Acquistapace (4), Engelhardt (3), Brügmann<br />

(3,5; 83. Wallenborn/-) – Kruse (4,5), Diring (3) –<br />

Pfeffer (2,5; 83. Aydemir/-), Furuholm (3), Bertram<br />

(2,5) – Osawe (3,5) – Trainer: Köhler<br />

Münster: Lomb (2,5) – Kopplin (3), Heitmeier<br />

(2,5), Pischorn (2,5), Fe. Müller (3) – Laprevotte<br />

(3), Schwarz (3) – Piossek (4; 90. Wiebe/-),<br />

Bischoff (3,5; 57. P. Hoffmann/2), Kara (2) –<br />

Özkara (4; 57. Reichwein/1,5) – Trainer: Loose<br />

Tore: 1:0 Furuholm (34.), 1:1 Reichwein (59.),<br />

1:2 Kara (73., FE), 1:3 Reichwein (80.) – SR: Heft<br />

(Neuenkirchen), Note 4 – Zuschauer: 5214 –<br />

Gelbe Karten: Brügmann, Kruse, Diring, Aydemir –<br />

P. Hoffmann<br />

RW Erfurt – VfB Stuttgart II 3:0 (2:0)<br />

Erfurt: Klewin (3) – Odak (3), Laurito (2,5), Erb<br />

(2), Hergesell (2,5) – Judt (2; 69. Tyrala/-), Menz<br />

(3) – Bichler (3; 67. Pigl/-), Aydin (2,5) – Szimayer<br />

(2; 85. Nikolaou/-), Kammlott (1,5) – Trainer:<br />

Preußer<br />

Stuttgart II: M. Funk (3,5) – Mwene (4), Sama<br />

(4), Kirchhoff (4), Celik (3,5) – Zimmermann (5;<br />

46. Ripic/5), Rathgeb (4) – Kiesewetter (3,5),<br />

Owusu (3; 74. Elva/-) – Grüttner (3), Tashchy (5;<br />

46. Besuschkow/4) – Trainer: Kramny<br />

Tore: 1:0 Szimayer (33.), 2:0 Kammlott (40.),<br />

3:0 Kammlott (62.) – SR: Gräfe (Berlin), Note 1 –<br />

Zuschauer: 4298 – Gelbe Karten: Judt, Nikolaou<br />

– Zimmermann, Rathgeb, Grüttner<br />

Würzb. <strong>Kicker</strong>s – Erzgeb. Aue 1:0 (0:0)<br />

Würzburg: Wulnikowski (2) – Demirtas (3), Weil<br />

(3), Schoppenhauer (2), Kurzweg (4; 76. Nothnagel/-)<br />

– Karsanidis (3,5; 72. Vocaj/-), Fennell<br />

(4) – Russ (4), Benatelli (3), Shapourzadeh (4;<br />

58. Haller/4) – Bieber (3) – Trainer: Hollerbach<br />

Aue: Männel (3) – Rizzuto (3,5), Susac (2,5),<br />

S. Breitkreuz (3), Hertner (3,5) – Riese (4), Samson<br />

(3,5; 67. Yildiz/-) – Skarlatidis (3,5), Handle<br />

(4; 61. Wegner/-) – Könnecke (5), Kvesic (4; 82.<br />

Nattermann/-) – Trainer: Dotchev<br />

Tor: 1:0 Bieber (57.) – SR: Schriever (Wurster<br />

Nordseeküste), Note 3,5 – Zuschauer: 5359 –<br />

Gelbe Karten: Karsanidis, Benatelli, Demirtas –<br />

Rizzuto – Gelb-Rote Karte: Könnecke (83.)<br />

Stuttg. <strong>Kicker</strong>s – Energie Cottbus 0:0<br />

Stg. <strong>Kicker</strong>s: Sattelmaier (3) – Pachonik (4), Bihr<br />

(3), Stein (3), Baumgärtel (3) – Marchese (3,5),<br />

Braun (2,5) – Bahn (3; 74. Jordanov/-) – Berko<br />

(4; 79. Mendler/-), G. Müller (4; 65. Soriano/-),<br />

Badiane (3,5) – Trainer: Steffen<br />

Cottbus: Lück (2) – Mimbala (3), Hübener (3),<br />

Möhrle (3,5), Szarka (4) – Kauko (4), Zeitz (4) –<br />

Holz (4,5; 85. Zickert/-), Ledgerwood (4), P. Breitkreuz<br />

(4,5; 75. Bouziane/-) – Kaufmann (4; 85.<br />

Garbuschewski/-) – Trainer: Krämer<br />

Spieler des Tages<br />

Kevin<br />

Kunz<br />

Chemnitzer FC<br />

Das Lob erhielt Kevin Kunz vom<br />

Trainer persönlich. „Kevin hat<br />

in der Schlussphase einen Ball<br />

gehalten, den man eigentlich gar<br />

nicht halten kann“, stellte Karsten<br />

Heine den großen Anteil seines<br />

Keepers am 1:0 über Wiesbaden<br />

heraus. Der 23 Jahre junge Torwart,<br />

der aus Großaspach kam,<br />

demonstrierte dabei wiederholt,<br />

warum er verpflichtet wurde. KB<br />

SR: Sather (Grimma), Note 3 – Zuschauer:<br />

3840 – Gelbe Karten: Kaufmann, Zeitz<br />

VfL Osnabrück – Holstein Kiel 3:2 (3:0)<br />

Osnabrück: Schwäbe (2,5) – Bleker (3), Pisot<br />

(2,5), Willers (3,5), Dercho (3) – Tüting (2,5; 72.<br />

S. Chahed/-), C. Groß (3,5) – Ornatelli (3), Hohnstedt<br />

(2,5) – Savran (3; 80. Syhre/-), Alvarez (3;<br />

65. Kandziora/-) – Interimstrainer: Enochs<br />

Kiel: Zentner (3) – Herrmann (3), D. Schmidt (4),<br />

Krause (4,5; 50. Nyarko/2,5), Czichos (2,5) –<br />

Weidlich (4), Kegel (3,5) – Lewerenz (3,5; 46.<br />

Janzer/3), Schnellhardt (3,5) – Schäffler (4; 46.<br />

Sané/3), Heider (4) – Trainer: Neitzel<br />

Tore: 1:0 Pisot (12., FE), 2:0 Savran (40.), 3:0<br />

Tüting (44.), 3:1 Schnellhardt (67.), 3:2 Nyarko<br />

(74.) – SR: S. Stegemann (Niederkassel), Note<br />

2,5 – Zuschauer: 7265 – Gelbe Karten: Pisot –<br />

Schäffler, Weidlich, Kegel, Czichos<br />

Mainz 05 II – Großaspach 2:1 (0:0)<br />

Mainz II: Huth (3) – Schilk (3,5), Ihrig (4), Hack<br />

(3), Wachs (3,5) – Saller (3), D. Bohl (4) – Pflücke<br />

(4; 67. Derstroff/-), Klement (2,5; 80. Seydel/-),<br />

Parker (3; 83. Tim Müller/-) – Höler (2,5) – Trainer:<br />

Schwarz<br />

Großaspach: Gäng (3) – Schiek (3,5), Leist (3),<br />

R. Schuster (3,5), Kienast (4; 79. Schommer/-) –<br />

Rizzi (3,5), Schröck (4) – Röttger (4; 56. Breier<br />

/2,5), Binakaj (3) – Rühle (4), Dittgen (4; 62.<br />

Renneke/-) – Trainer: Rehm<br />

Tore: 1:0 Höler (52.), 2:0 Derstroff (79.), 2:1<br />

Breier (84.) – SR: Schlager (Niederbühl), Note 3 –<br />

Zuschauer: 832 – Gelbe Karte: Schröck<br />

VfR Aalen – Hansa Rostock 1:1 (1:1)<br />

Aalen: Bernhardt (2,5) – Menig (4), Barth (4),<br />

Neumann (4), Chessa (4) – Schwabl (3,5) – Welzmüller<br />

(2), Ojala (3; 63. Edwini-Bonsu/-), Kartalis<br />

(4; 66. Klauß/-) – Drexler (2,5; 87. Kienle<br />

/-), Wegkamp (3) – Trainer: Vollmann<br />

Rostock: Schuhen (2) – Ahlschwede (4), Henn<br />

(2,5), Erdmann (3), Dorda (4) – Jänicke (4; 84.<br />

M. Hoffmann/-), Kofler (4), Ikeng (4), Gardawski<br />

(3) – Lukowicz (2,5; 75. Ülker/-), Perstaller (5;<br />

46. Gottschling/4) – Trainer: Baumann<br />

Tore: 0:1 Gardawski (21.), 1:1 Ojala (41., FE) –<br />

SR: Welz (Wiesbaden), Note 3 – Zuschauer:<br />

5631 – Gelbe Karten: Welzmüller – Kofler, Ahlschwede


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 71<br />

Knipser und<br />

Matchwinner:<br />

Marcel Reichwein<br />

Der Knipser ist zurück<br />

Vor einem Monat wurde Marcel Reichwein, Angreifer aus MÜNSTER, am Knie<br />

operiert. Bei seinem dritten Einsatz als Einwechsler war er der Matchwinner.<br />

Viel effektiver kann<br />

ein Trainer wohl<br />

nicht wechseln.<br />

Keine 60 Sekunden<br />

zuvor eingewechselt, sorgte die<br />

Co-Produktion von Passgeber<br />

Philipp Hoffmann und Torschütze<br />

Marcel Reichwein für das<br />

1:1 und damit die Wende beim<br />

Gastspiel in Halle. Reichwein<br />

und Hoffmann ließen sich auch<br />

in der 80. Minute nicht lumpen<br />

und stellten den 3:1-Endstand<br />

her. „Viel besser kann es nicht laufen,<br />

als mit dem ersten Ballkontakt<br />

ein Tor zu schießen. Ich war relativ<br />

frei im gegnerischen Strafraum, warum<br />

weiß ich auch nicht“, befand<br />

Reichwein. Außerdem hatte sich<br />

der 29-Jährige erst vor gut einem<br />

Monat einen Meniskusriss zugezo-<br />

Foto: firo<br />

gen, musste operiert werden und<br />

verpasste so die ersten drei Saisonspiele.<br />

Nun unterstrich er seinen<br />

Torriecher gleich doppelt. „Das<br />

funktioniert selten so gut mit Einwechselungen“,<br />

freute sich Trainer<br />

Ralf Loose über sein glückliches<br />

Händchen. Zuletzt stand er beim<br />

eigenen Anhang in der Kritik für<br />

späte und wenig effektive Wechsel.<br />

Nach dem 1:1-Ausgleich gerieten<br />

die Hausherren aus Halle dann<br />

auch völlig aus dem Takt, Münster<br />

übernahm spät, aber umso eindrucksvoller<br />

die Regie des Spiels.<br />

Der SCP, der kurz vor dem Ausgleich<br />

fast das 0:2 kassiert hatte<br />

und auf der Kippe stand, drehte<br />

nun die Partie. Mehmet Kara verwandelte<br />

nach 72 Minuten zudem<br />

einen Strafstoß zum 2:1, ehe das<br />

„Joker-Duett“ Reichwein und Hoffmann<br />

ein zweites Mal ganze Arbeit<br />

ablieferte.<br />

„Nach dem katastrophalen Spiel<br />

gegen Mainz war das eine brutale<br />

Kopfsache“, sagte Kara im Hinblick<br />

auf die 0:1-Heimniederlage am vergangenen<br />

Mittwoch. Lange Zeit sah<br />

es nicht nach einer Wiedergutmachung<br />

aus. „Nein, mit der ersten<br />

Halbzeit konnten wir nicht zufrieden<br />

sein“, sagte Mittelfeldspieler<br />

Benjamin Schwarz.<br />

„Zum Glück haben wir ein anderes<br />

Gesicht als gegen Mainz gezeigt“,<br />

meinte Loose. Er erlebte den<br />

Ausgleich seiner Schützlinge als<br />

eine Art Befreiung, fast eine Stunde<br />

hatten sie dafür Anlauf genommen.<br />

Die wichtigste Erkenntnis: „Wir<br />

müssen als Mannschaft von der<br />

ersten Minute an viel aggressiver<br />

agieren.“ ALEXANDER HEFLIK<br />

OSNABRÜCK<br />

Enochs Erleichterung<br />

1Viel länger hätte das Spiel nicht<br />

dauern dürfen. „Am Ende mussten<br />

wir froh sein, die drei Punkte behalten<br />

zu haben“, sagte der neue Trainer Joe<br />

Enochs. Von ihm war eine Zentnerlast<br />

abgefallen, nachdem sein Team in der<br />

zweiten Halbzeit fast schon fahrlässig mit der<br />

3:0-Pausenführung umgegangen war und noch<br />

zwei Gegentreffer schluckte. „Wir haben den Ball<br />

in der zweiten Halbzeit nicht mehr richtig laufen<br />

lassen. Es gab viel Licht, aber auch viel Schatten“,<br />

meinte Simon Tüting, der zum 3:0 traf. Er gehört<br />

zu den Gewinnern des Trainerwechsels, ist<br />

plötzlich Stammkraft wie Rechtsverteidiger Lars<br />

Bleker. „Am Ende fehlte uns nach der anstrengenden<br />

Woche etwas die Luft. Aber wir haben<br />

jetzt zwei Wochen Zeit, einige Dinge aufzuarbeiten“,<br />

äußerte Enochs, der nach zwei Spielen<br />

mit sechs Punkten gute Chancen hat, seinen<br />

Posten zu behalten. „Ich wünsche mir, dass Joe<br />

Cheftrainer bleibt“, sagte Geschäftsführer Jürgen<br />

Wehlend.<br />

ALFONS BATKE.<br />

WÜRZBURG<br />

Das Abwehrbollwerk<br />

1„So kann es weitergehen“, sagte<br />

Würzburgs Siegtorschütze Christopher<br />

Bieber nach dem 1:0 gegen<br />

Aue. Zwei Siege in Serie haben dem<br />

Aufsteiger frisches Selbstvertrauen<br />

verschafft. Trainer Bernd Hollerbach<br />

stellte nach dem knappen Erfolg gegen die Sachsen<br />

fest, „dass mein Team in dieser Woche einen<br />

Entwicklungsschritt gemacht hat.“ Geduldig<br />

und diszipliniert hatten die <strong>Kicker</strong>s auf die eine<br />

Chance gewartet, die Bieber zum Tor des Tages<br />

nutzte. „Wir sind ruhig geblieben und nicht<br />

hektisch geworden, obwohl sich nur wenige<br />

Gelegenheiten ergeben haben. Aber das wussten<br />

wir schon vorher“, so Hollerbach. Die Defensivarbeit<br />

ist die große Stärke des Aufsteigers aus<br />

Unterfranken. Nur zwei Gegentore haben die<br />

<strong>Kicker</strong>s bislang kassiert. „Wir sind für die Gegner<br />

eine eklige Mannschafft, das haben wir schon<br />

bewiesen“, sagt auch Torschütze Bieber und erklärt:<br />

„Bei uns arbeiten alle Spieler konsequent<br />

nach hinten.“ FRANK KRANEWITTER<br />

AUE<br />

„Ein bisschen unreif“<br />

1Im Vorjahr beendete Aue nur<br />

ein Spiel in Unterzahl, als Nils<br />

Miatke gegen Ingolstadt (0:3) die<br />

Ampelkarte sah. Jetzt gab es schon<br />

drei Platzverweise – nach nur sechs<br />

Spielen.<br />

Pawel Baranowski flog in Großaspach nach<br />

einem groben Foul vom Platz, Björn Kluft nach<br />

einer Tätlichkeit gegen Aalen. Nun erwischte es<br />

Mike Könnecke: Nachdem er schon Gelb wegen<br />

Ballwegschlagens gesehen hatte, wagte er<br />

sieben Minuten vor Schluss eine Schwalbe im<br />

gegnerischen Strafraum und sah dafür Gelb-Rot.<br />

„Wir sind da noch ein bisschen unreif“, ärgerte<br />

sich Trainer Pavel Dotchev. „Ich habe mit Mike<br />

gesprochen, er war am Boden zerstört. Er sagte<br />

mir, dass ein Kontakt da war. Für mich war das<br />

auch keine astreine Schwalbe.“ Der Coach fordert<br />

von seinem Team Aggressivität, „aber ich<br />

fordere positive Aggressivität, gesunde Härte und<br />

keine Dummheiten. Da müssen wir noch lernen,<br />

cleverer werden.“ THOMAS NAHRENDORF


72 3. LIGA kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

3. LIGA KOMPAKT<br />

Energie Cottbus<br />

Sukuta-Pasu kommt<br />

Der FC Energie hat mit der Verpflichtung<br />

des ehemaligen U-19-<br />

Europameisters Richard Sukuta-<br />

Pasu (25) den gewünschten Stoßstürmer<br />

bekommen. Der gebürtige<br />

Wuppertaler hat sich mit dem<br />

belgischen Zweitligisten Cercle<br />

Brügge auf eine Vertragsauflösung<br />

verständigt, in Cottbus muss er am<br />

Montag noch den Medizincheck<br />

bestehen. Trainer Stefan Krämer<br />

ist froh über den Neuzugang, der<br />

schon in Leverkusen, Kaiserslautern,<br />

St. Pauli und Bochum spielte:<br />

„Der Spieler vereinigt viel von dem,<br />

was wir brauchen. Er hat Größe,<br />

Wucht und Tempo und hat auch<br />

schon nachgewiesen, dass er Tore<br />

machen kann.“<br />

Stuttgarter <strong>Kicker</strong>s<br />

Debüt für Jordanov<br />

Edisson Jordanov (22), Neuzugang<br />

von Dortmund II, feierte beim<br />

0:0 gegen Cottbus sein Debüt im<br />

<strong>Kicker</strong>s-Trikot. Nach 74 Minuten<br />

kam er für Bentley Baxter Bahn, mit<br />

dem er sich künftig um die offensive<br />

Position im Dreier-Mittelfeld<br />

streiten wird. Aber auch er schaffte<br />

es nicht, die entscheidenden Akzente<br />

zu setzen, um die <strong>Kicker</strong>s für<br />

ihren großen Aufwand zu belohnen.<br />

Von Rechtsverteidiger Tobias<br />

Pachonik (20), der für den gelb-rotgesperrten<br />

Fabio Leutenecker sein<br />

Startelf-Debüt gab, kamen ebenfalls<br />

wenig Impulse – auch weil seine<br />

Geschwindigkeit gegen mauernde<br />

Cottbuser nicht zum Tragen kam.<br />

Werder Bremen II<br />

Weiteres Sturmtalent geht<br />

Mit Maik Lukowicz verliert<br />

Werders Nachwuchs eines seiner<br />

zahlreichen Sturmtalente,<br />

der 20-Jährige wurde bis Saisonende<br />

an Ligakonkurrent Rostock<br />

ausgeliehen. Lukowicz hatte 12<br />

seiner 13 Treffer der vergangenen<br />

Regionalliga-Saison in der ersten<br />

Saisonhälfte erzielt. Nach einer Verletzungspause<br />

schaffte er es allerdings<br />

nur noch selten in die Startelf.<br />

VfB Stuttgart II<br />

Analyse ohne Wirkung<br />

Unter der Woche war die instabile<br />

Defensivleistung gründlich analysiert<br />

worden, doch gefruchtet haben<br />

die Sitzungen letztlich wenig.<br />

Die zuletzt schwachen Thomas<br />

Hagn (Verdacht auf Fersenprellung)<br />

und Jan Kliment blieben unberücksichtigt.<br />

So kamen zwar Linksfuß<br />

Mete Celik und Caniggia Elva zu<br />

ihrem Debüt, doch die Kompaktheit<br />

im Team fehlt weiter.<br />

Hiergeblieben: Aalens Kapitän Markus Schwabl (links) gegen den<br />

Rostocker Marcel Gottschling. Der VfR und Hansa trennten sich 1:1.<br />

VfR Aalen<br />

Wegkamp sofort in Startelf<br />

Das wäre ein Einstand gewesen:<br />

Freistoß Ojala, Kopfball Wegkamp.<br />

Nach sieben Minuten bereits zappelte<br />

das Leder im Netz der Rostocker<br />

– doch der Schiedsrichter gab<br />

den Treffer nicht wegen einer mutmaßlichen<br />

Abseitsstellung. Doch<br />

Aalens Neuzugang Gerrit Wegkamp<br />

warf das nicht um. Der Stürmer, der<br />

vom FC Bayern II kam, hat gezeigt,<br />

dass er das Spiel des VfR beleben<br />

kann und hätte am Ende beinahe<br />

doch noch den siegbringenden<br />

Schlussakkord gesetzt – doch Hansa-Torwart<br />

Marcel Schuhen klärte<br />

mit einer Glanzparade. Davon<br />

ungetrübt war Wegkamps Freude<br />

darüber, dass er nach zwei Trainingseinheiten<br />

gleich das Vertrauen<br />

seines Trainers Peter Vollmann für<br />

die Startelf erhalten hat. Und die<br />

Tore, „die werden wir schon noch<br />

machen“, meint der 22-Jährige.<br />

Hansa Rostock<br />

Lange Pause für Grupe<br />

Mit Neuzugang Maik Lukowicz (20,<br />

Bremer Leihgabe, siehe Werder-<br />

Meldung links), aber ohne Tommy<br />

Grupe gelang Hansa ein 1:1 beim<br />

Zweitliga-Absteiger Aalen. Der<br />

23-jährige defensive Mittelfeldspieler<br />

zog sich am Donnerstag im Training<br />

einen Riss des vorderen Kreuzbandes<br />

im linken Knie zu. Grupe,<br />

der zuvor in allen fünf Punktspielen<br />

eingesetzt worden war (wenn auch<br />

viermal nur als Einwechsler in der<br />

Schlussphase), hatte bereits im<br />

März 2014 einen Kreuzbandriss im<br />

selben Knie erlitten.<br />

1. FSV Mainz 05 II<br />

Klement stabilisiert sich<br />

Nach mehrwöchiger Verletzungspause<br />

stand Regisseur Philipp<br />

Klement beim 2:1-Heimsieg gegen<br />

Großaspach zum zweiten Mal in<br />

Folge in der Mainzer Startelf. Der<br />

22-jährige Kreativspieler, der dem<br />

Spiel der 05er jede Menge Impulse<br />

gibt, gehörte in der vergangenen<br />

Rückrunde zu den besten offensiven<br />

Mittelfeldakteuren der 3. Liga<br />

und will sich mit weiteren starken<br />

Auftritten für die Bundesliga-<br />

Mannschaft empfehlen. „Natürlich<br />

ist die Hoffnung da. Aber die Basis<br />

dafür ist harte Arbeit und dass<br />

meine Leistung stimmt“, sagt Klement,<br />

den der Mainzer Chefcoach<br />

Martin Schmidt aus seiner Zeit als<br />

U-23-Trainer gut kennt.<br />

SG Sonnenhof Großaspach<br />

Kleiner Trend nach unten<br />

Einttäuschung in Aspach:<br />

Dem 2:2 gegen Erfurt (nach<br />

2:0-Pausenführung) folgte gestern<br />

eine 1:2-Niederlage in Mainz. Dabei<br />

gelang dem eingewechselten Pascal<br />

Breier (84.) der Anschlusstreffer.<br />

Trainer Rüdiger Rehm weiß, warum<br />

seine Mannschaft ohne Punktgewinn<br />

blieb: „Wir haben in den ersten<br />

60 Minuten nie richtig zu unserem<br />

gewohnten Spiel gefunden.<br />

Schlussendlich haben wir heute zu<br />

wenig gezeigt, daher ist der Sieg für<br />

Mainz auch verdient.“ Positiv aus<br />

Sicht des Coaches: „Nach den Gegentoren<br />

haben wir Druck gemacht<br />

und sind dann auch bedingt durch<br />

die Einwechselspieler besser in die<br />

Partie gekommen.“<br />

Foto: imago/Eibner<br />

SV Wehen Wiesbaden<br />

0:1 – Demandt zufrieden<br />

„Wir hätten einen Punkt verdient<br />

gehabt, die Jungs haben sich extremst<br />

reingehauen“, haderte Trainer<br />

Sven Demandt nach dem 0:1<br />

in Chemnitz. Der Ärger entzündete<br />

sich an einem Tor von Luca<br />

Schnellbacher, das wegen angeblicher<br />

Abseitsstellung nicht gegeben<br />

wurde – eine Fehlentscheidung. So<br />

verkam zu Nebenerscheinungen,<br />

dass Keeper Markus Kolke einmal<br />

mehr tolle Reflexe zeigte und dass<br />

Michael Vitzthum, der diesmal im<br />

defensiven Mittelfeld auflief, seine<br />

Vielseitigkeit bewies. „Entscheidend<br />

für mich ist, wie die Jungs aufgetreten<br />

sind, damit bin ich vollauf<br />

zufrieden“, sagt Demandt.<br />

RW Erfurt<br />

Judt reißt sein Team mit<br />

Erleichterung nach dem ersten<br />

Saisonsieg: Das 3:0 über Stuttgart II<br />

fiel auch deshalb so klar aus, weil<br />

die Rot-Weißen dem Tabellenletzten<br />

den Schneid abkauften – allen<br />

voran Juri Judt. Für Kapitän Sebastian<br />

Tyrala in die Startelf gerückt,<br />

erkämpfte der 29-Jährige zahlreiche<br />

Bälle und initiierte häufig Angriffe.<br />

Nach knapp 70 Minuten verließ er<br />

humpelnd, aber glücklich das Feld<br />

und gab sogleich Entwarnung, die<br />

Probleme am Oberschenkel seien<br />

halb so schlimm.<br />

Holstein Kiel<br />

Zentners Debüt verdorben<br />

Seinen Auftakt im Tor der Kieler<br />

hatte sich Robin Zentner (20) anders<br />

vorgestellt: Der nach dem<br />

Kreuzbandriss von Kenneth Kronholm<br />

vergangene Woche aus Mainz<br />

verpflichtete Schlussmann bekam<br />

sofort das Vertrauen von Trainer<br />

Karsten Neitzel. In seinen ersten<br />

45 Minuten im KSV-Dress musste<br />

Zentner jedoch gleich dreimal hinter<br />

sich greifen. „Wir sind nicht gut<br />

ins Spiel gekommen und haben uns<br />

von dem 0:1 zu sehr runterziehen<br />

lassen“, so Zentner.<br />

Fortuna Köln<br />

Vorsichtige Entwarnung<br />

Die schlimmste Befürchtung bei<br />

der Fortuna, dass sie das 2:1 gegen<br />

Magdeburg teuer würde bezahlen<br />

müssen, hat sich nicht bestätigt:<br />

Torwart André Poggenborg hatte<br />

sich in der Schlussphase am Knie<br />

verletzt und musste ausgewechselt<br />

werden, doch am Wochenende gab<br />

der Keeper vorsichtige Entwarnung:<br />

„Es war zum Glück wohl nicht das<br />

Knie, sondern die Wade“, sagte Poggenborg.<br />

„Ich hoffe, dass es nur ein<br />

Muskelfaserriss ist.“


kicker, 31. August <strong>2015</strong> REGIONALLIGA 73<br />

Mit Zuversicht voran<br />

Die drei AUFSTEIGER<br />

der Regionalliga<br />

sind nur gekommen,<br />

um auch zu bleiben.<br />

REGIONALLIGA<br />

AMBERG: Der beste Neuling<br />

Rost fühlt sich<br />

„bombastisch“<br />

1Ein schöneres Geschenk hätte<br />

es für Ambergs Trainer Timo<br />

Rost nicht geben können: Am<br />

Freitag ein 2:2-Unentschieden in<br />

Augsburg am achten Spieltag der<br />

Regionalliga Bayern, Platz fünf<br />

in der Tabelle – der FC Amberg<br />

ist der beste Aufsteiger.<br />

Der Chefcoach feierte<br />

danach am Samstag mit der<br />

ganzen Familie im Zillertal<br />

seinen 37. Geburtstag. „Da<br />

sind einige Überraschungsgäste<br />

gekommen, wir waren 40 Mann.“<br />

Seine Spieler wussten nichts vom<br />

zweitägigen Kurztrip, haben aber<br />

alle angerufen, um ihm zu gratulieren:<br />

„Ich habe den Jungs<br />

freigegeben, die haben sich das<br />

verdient.“ Timo Rost und seine<br />

Mannschaft: Er hat auf sie gesetzt<br />

nach der erfolgreichen Relegation<br />

(„Wer aufsteigt, hat auch<br />

verdient, in der Regionalliga im<br />

ersten Jahr zu spielen.“) und sie<br />

geformt. „Wir hätten es uns leicht<br />

machen können, und acht, neun<br />

Spieler holen. Aber das wollten<br />

wir nicht. Ich weiß, was die Jungs<br />

können“, erklärt Rost.<br />

Auf wenigen Positionen<br />

hat er seine Mannschaft<br />

ergänzt („Ich will einen<br />

kleinen Kader, aber qualitativ<br />

ausgeglichen.“) und<br />

den offensiven Stil weiterentwickelt:<br />

Mit 21 Toren hat der<br />

FC Amberg den zweitbesten Angriff<br />

der Liga hinter Tabellenführer<br />

Jahn Regensburg (22). Kein<br />

Wunder, dass Rost nicht viele<br />

Worte braucht, um die Stimmung<br />

beim Aufsteiger zu beschreiben:<br />

„Bombastisch, ein Traum.“ Er<br />

habe immer gesagt, wenn seine<br />

Mannschaft sich schnell an<br />

das Tempo in der Regionalliga<br />

gewöhne, dann könne sie gut<br />

Foto: imago<br />

Fixpunkt Klassenerhalt: Trainer Timo Rost genießt die aktuellen<br />

Erfolge seines Teams und hat doch nur den Nicht-Abstieg als Ziel.<br />

mitspielen. Aber dass sie so gut<br />

mitspiele, „damit hat kaum einer<br />

gerechnet.<br />

Jetzt stehen also weitere Aufgaben<br />

an, die Infrastruktur soll<br />

regionalligatauglich gemacht<br />

werden: ein Kunstrasenplatz,<br />

Umbau des Stadions und einige<br />

weitere Dinge im Umfeld. Sportlich<br />

will Rost am anfangs ausgegebenen<br />

Ziel festhalten: „Wir<br />

lassen uns durch den Tabellenstand<br />

nicht blenden. Wir wollen<br />

vier Mannschaften am Ende hinter<br />

uns lassen.“ Denn trotz aller<br />

Erfolge bisher habe sein Team<br />

noch viel zu lernen, wie beim<br />

2:2 in Augsburg: „Wir gehen<br />

in Führung, und dann müssen<br />

wir das zweite Tor machen.<br />

Aber wir lassen den Gegner kommen.“<br />

REINER FRÖHLICH<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Ergebnisse auch auf kicker.de<br />

ASCHAFFENBURG: Überall Zufriedenheit<br />

Komljenovic variiert mehr<br />

1Nach gut einem Viertel<br />

der Saison ist bei Viktoria<br />

Aschaffenburg die Zuversicht<br />

in Sachen Klassenerhalt<br />

gestiegen. Mit vier<br />

Punkten aus den letzten beiden<br />

Heimspielen hat sich der<br />

Aufsteiger auf Rang zehn vorgeschoben.<br />

Kevin Wittke (31),<br />

der zunehmend zum Taktgeber<br />

im Mittelfeld wird, sieht in der<br />

Kombination der beiden Partien<br />

den Schlüssel zum Erfolg: „Gegen<br />

Fürth haben wir die Aufgabe<br />

spielerisch gelöst, gegen Buchbach<br />

mit der kämpferischen<br />

Einstellung. Wenn wir beides<br />

durchhalten, dann sammeln wir<br />

schnell unsere Punkte.“ Auch<br />

Simon Schmidt (31) ist mit der<br />

Runde zufrieden. „Wir waren<br />

bis auf das Spiel bei 1860 immer<br />

mindestens gleichwertig, manchmal<br />

haben nur Kleinigkeiten<br />

gegen uns entschieden.“<br />

Das, so der Kapitän, werde<br />

die Mannschaft noch in<br />

den Griff bekommen. Dazu<br />

kommt eine deutlich bessere<br />

personelle Basis. „Ich habe mehr<br />

Variationsmöglichkeiten, der Kader<br />

ist breiter geworden“, freut<br />

sich Trainer Slobodan Komljenovic<br />

(44), der zuletzt mehrfach<br />

rotieren konnte. Zufriedenheit<br />

herrscht ebenfalls bei der Vereinsführung,<br />

wie bei Vorstandssprecher<br />

Holger Stenger (53):<br />

„Wir haben gezeigt, dass wir in<br />

diese Klasse gehören.“ Die Zuschauer<br />

honorieren den Erfolg.<br />

Fast 1300 kamen im Schnitt zu<br />

den bisherigen Heimspielen,<br />

rund 600 mehr als in der letztjährigen<br />

Meistersaison in der<br />

Bayernliga. KLAUS GAST<br />

RAIN/LECH: Behutsames Herantasten<br />

Steib trotzt Tiefschlägen<br />

1Die Worte „Harakiri“<br />

und „Wahnsinn“ fielen bei<br />

Trainer Jürgen Steib (47) zu<br />

Beginn der Saison, wenn<br />

er davon sprach, mit dem<br />

ihm zur Verfügung stehenden<br />

Kader in der Regionalliga Bayern<br />

zu spielen. Nach den Abgängen<br />

von Rekordtorjäger Sebastian<br />

Kinzel und Stürmer Patric<br />

Lemmer rückte das gesetzte Ziel<br />

Klassenerhalt für den Aufsteiger<br />

scheinbar in weite Ferne. Doch<br />

nun, nach acht Spielen und der<br />

Ausbeute von acht Punkten,<br />

herrscht im Team eine positive<br />

Grundstimmung. Und die kann<br />

auch die jüngste Niederlage gegen<br />

den 1. FC Nürnberg II nicht<br />

trüben. „Natürlich gibt es noch<br />

Leistungsschwankungen“, gibt<br />

Steib zu, „doch wir sind auf einem<br />

guten Weg.“ Die starken Vorstellungen<br />

der Rainer gegen<br />

Unterhaching und Memmingen<br />

und auch das Remis<br />

gegen Greuther Fürth II<br />

haben gezeigt, der TSV ist in<br />

der Regionalliga angekommen.<br />

Grund dafür ist sicherlich<br />

auch die Einstellung der Mannschaft,<br />

wie Steib erklärt: „Natürlich<br />

gab es einige Tiefschläge,<br />

etwa durch verletzungsbedingte<br />

Ausfälle. Aber die Spieler kämpfen<br />

für jeden, der nicht mitkicken<br />

kann.“ Zudem habe sich das<br />

Bewusstsein seiner Mannschaft<br />

deutlich gewandelt. „Die Spieler<br />

opfern nun viel mehr, sie sind<br />

topfit“, sagt Steib und verrät: „Wir<br />

haben ein Motto ausgegeben: Leben<br />

wie ein Profi.“ Neben Beruf,<br />

Schule und Freundin stehe nun<br />

auch der Fußball im Vordergrund.<br />

STEPHANIE UTZ


74 REGIONALLIGA<br />

RL BAYERN<br />

TABELLE<br />

1. Jahn Regensburg (A) 8 22:8 22<br />

2. Wacker Burghausen 8 16:7 17<br />

3. Bayern München II 6 15:7 14<br />

4. 1. FC Nürnberg II 8 15:14 14<br />

5. FC Amberg (N) 8 21:14 13<br />

6. 1860 München II 8 14:7 13<br />

7. SpVgg Bayreuth 8 10:8 10<br />

8. FC Memmingen 8 12:12 10<br />

9. Vikt. Aschaffenburg (N) 9 15:17 10<br />

10. SV Schalding-Heining 8 11:17 10<br />

11. FC Ingolstadt 04 II 8 12:10 9<br />

12. FV Illertissen 8 13:14 9<br />

13. SpVgg Unterhaching (A) 7 5:7 8<br />

14. TSV Rain/Lech (N) 8 12:22 8<br />

15. TSV Buchbach 7 11:12 6<br />

16. 1. FC Schweinfurt 05 8 9:16 6<br />

17. SpVgg Greuther Fürth II 9 9:20 6<br />

18. FC Augsburg II 8 3:13 3<br />

8. SPIELTAG<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

Schweinfurt 05 – FV Illertissen 1:1 (1:1)<br />

J. Regensburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

FC Ingolstadt 04 II – TSV 1860 II 1:1 (1:0)<br />

FC Memmingen – SV Schalding-H. 3:0 (0:0)<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain/Lech 2:0 (1:0)<br />

V. Aschaffenburg – TSV Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Greuther Fürth II – W. Burghausen 0:2 (0:1)<br />

FC Bayern II – SpVgg Unterhaching abges.<br />

9. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (18 Uhr)<br />

SpVgg Bayreuth – Schweinfurt 05 (2:0, 3:5)<br />

Bayern II – Memmingen (19.00) (3:0, 4:1)<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

SpVgg Unterhaching – FC Amberg ( - , - )<br />

FV Illertissen – FC Augsburg II (3:0, 2:0)<br />

Schalding-H. – Greuther Fürth II (1:3, 1:1)<br />

Burghausen – 1. FC Nürnberg II (2:1, 0:1)<br />

TSV Rain – Aschaffenburg (16.00) ( - , - )<br />

Sonntag, 6. September (13 Uhr)<br />

TSV Buchbach – Ingolstadt 04 II (2:1, 1:1)<br />

1860 II – J. Regensburg (14.00) ( - , - )<br />

TORJÄGER<br />

7 (1) Ziereis (Jahn Regensburg)<br />

5 (1) Mar. Duhnke (Wacker Burghausen)<br />

5 (2) Geldhauser (FC Memmingen)<br />

5 (–) Weihrauch (Bayern München II)<br />

4 (1) M. Wiedmann (FC Amberg)<br />

4 (–) Hämmerle (FV Illertissen)<br />

4 (1) Morina (FV Illertissen)<br />

4 (1) Ammari (FC Ingolstadt 04 II)<br />

4 (–) Lux (1. FC Nürnberg II)<br />

4 (–) Pillmeier (SV Schalding-Heining)<br />

3 (–) Hauck (FC Amberg)<br />

3 (–) Plänitz (FC Amberg)<br />

3 (–) S. Schmidt (Viktoria Aschaffenburg)<br />

3 (–) Petrovic (TSV Buchbach)<br />

3 (–) Maderer (SpVgg Greuther Fürth II)<br />

3 (–) Lappe (Bayern München II)<br />

3 (–) Karger (1860 München II)<br />

3 (–) Goia (TSV Rain/Lech)<br />

3 (–) Witasek (TSV Rain/Lech)<br />

3 (–) Hesse (Jahn Regensburg)<br />

3 (–) Pusch (Jahn Regensburg)<br />

3 (–) Krautschneider (Schweinfurt 05)<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

Augsburg II: Kastenmeier – Framberger,<br />

Künzel, Rieder (22. Vrenezi), Uhde – Richter,<br />

Tugbay, Thiel, Spies (90. Önat) – Kurz,<br />

Bekiroglu – Trainer: Luderschmid<br />

Amberg: Götz – Ceesay, Gorgiev, Göpfert<br />

(54. Knorr) – Hempel, Plänitz, T. Schneider,<br />

M. Wiedmann – Dietl (54. Jobst),<br />

Hauck, Wiesner (68. Werner) – Trainer:<br />

Rost<br />

Tore: 0:1 M. Wiedmann (13.), 1:1 Spies<br />

(41.), 2:1 Richter (61.), 2:2 Ceesay (75.) –<br />

SR: Bacher (Kirchensur) – Zuschauer:<br />

305 – Gelbe Karten: Thiel, Bekiroglu,<br />

Vrenezi – Hauck, Hempel<br />

Schweinfurt 05 – Illertissen 1:1 (1:1)<br />

Schweinfurt: Pfeiffer – Messingschlager,<br />

A. Bauer, Janz, Lunz – Fery, Krämer –<br />

Kraus (84. Jäckel), C. Kracun, Krautschneider<br />

(65. Mar. Müller) – Diroll – Trainer:<br />

Klaus<br />

Illertissen: Rösch – Ludmann, Rupp,<br />

Strahler, Heikenwälder – Nierichlo, Frick,<br />

L. Kling, Jocham (72. Hämmerle) –<br />

Morina (60. Kiral), Hindelang (80. Akaydin)<br />

– Trainer: Bachthaler<br />

Tore: 0:1 Morina (3.), 1:1 Diroll (29.) –<br />

SR: Fleischmann (Kreith/Pittersberg) –<br />

Zuschauer: 933 – Gelbe Karten: C. Kracun<br />

– Rupp, Morina<br />

Jahn Regensburg – Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

Regensburg: Pentke – Hofrath, T. Kurz,<br />

Palionis, Hein – Lais – George (68.<br />

Luge), Pusch, Knoll (76. Schöpf), Hesse<br />

(86. Trettenbach) – Ziereis – Trainer: Brand<br />

Bayreuth: Freiberger – Eckert (45. Jainta),<br />

Ascherl, Zitzmann, Horter – T. Özdemir,<br />

Gareis (62. Strangl), C. Wolf, Do. Schmitt,<br />

Makarenko (81. Lieder) – Ulbricht – Trainer:<br />

Starke<br />

Tore: 0:1 Ulbricht (26.), 1:1 Ziereis (30.) –<br />

SR: Stein (Weibersbrunn) – Zuschauer:<br />

7093 – Gelbe Karten: Hein, Pusch –<br />

Eckert, Ascherl, Horter, Ulbricht<br />

Ingolstadt II – TSV 1860 II 1:1 (1:0)<br />

Ingolstadt II: Ortag – Räuber, Hagmann,<br />

Blomeyer, Büch – Wannenwetsch –<br />

Pledl, Christiansen (76. Rasch), A. Gashi<br />

(65. Posselt), Buchner (86. St. Müller) –<br />

Ammari – Trainer: Leitl<br />

TSV 1860 II: Netolitzky – Scheidl, F. Weber,<br />

Yegenoglu (69. Marton), Genkinger –<br />

E. Taffertshofer (65. Seferings) – Helmbrecht,<br />

Andermatt, Hürzeler (46. Kokocinski),<br />

Karger – Pieper – Trainer: Bierofka<br />

Tore: 1:0 Ammari (38.), 1:1 Pieper (85.) –<br />

SR: Badstübner (Windsbach) – Zuschauer:<br />

450 – Gelbe Karten: Christiansen,<br />

Büch, Wannenwetsch – Hürzeler, Helmbrecht<br />

FC Memmingen – Schalding-H. 3:0 (0:0)<br />

Memmingen: Gruber – Robinson, Schmeiser,<br />

Anzenhofer (81. Weiler), Eisenmann –<br />

R. Friedrich (59. Lhotzky), Heger, D. Hoffmann,<br />

And. Mayer – Sapina (87.<br />

Ruiz), Geldhauser – Trainer: Reinhardt<br />

Schalding-H.: Resch – Buchinger (79.<br />

Rockinger), Escherich, D. Gashi, Gahabka –<br />

Alagöz – Krenn (59. R. Huber), Lüftl, Eibl –<br />

Wirth (69. Rott), Pillmeier – Trainer: Tanzer<br />

Tore: 1:0 And. Mayer (75., FE), 2:0 Geldhauser<br />

(85.), 3:0 Geldhauser (89.) – SR:<br />

Hanslbauer (Altenberg) – Zuschauer:<br />

1028 – Gelbe Karten: R. Friedrich,<br />

Robinson, Heger – Gahabka, Escherich<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain 2:0 (1:0)<br />

Nürnberg II: Uphoff – K. Sané, T. Weber,<br />

Erras, Lippert – Preißinger, Theisen – Kardovic<br />

(72. S. Wenninger), Evseev (88.<br />

Bergmeister), Weimar – Baumann (60.<br />

Knezevic) – Trainer: Prinzen<br />

Rain: Jozinovic – Riedelsheimer, Bobinger,<br />

Schuster, Liebsch – Nießner (46.<br />

Jorsch), Mitterhuber – Friedl (46. Habermeyer),<br />

Arkadas, Goia – Doll (64. J. Müller)<br />

– Trainer: Steib<br />

Tore: 1:0 Erras (16.), 2:0 Weimar (77.) –<br />

SR: Baumann (Seebach) – Zuschauer:<br />

187 – Gelbe Karten: Weimar, Lippert –<br />

Bobinger<br />

V. Aschaffenburg – Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Aschaffenburg: Steigerwald – Galm, Daudi,<br />

Lekaj – Alikhil, Wittke (85. Wolfert), Gerhart<br />

(59. Gavric), S. Schmidt, Cheron –<br />

Schnitzer (74. Arslan), Toch – Trainer:<br />

Komljenovic<br />

Buchbach: Max. Weber – M. Hain, Drum,<br />

Leberfi nger, Brucia – Löffl er (60. Alschinger),<br />

Walleth, Grübl (73. Dotzler) – Petrovic<br />

– M. Bauer (60. Breu), Drofa – Trainer:<br />

Bobenstetter<br />

Tore: 1:0 Alikhil (52.), 1:1 Dotzler (86.) –<br />

SR: Söder (Schwarzenbruck) – Zuschauer:<br />

686 – Gelbe Karten: Daudi, Lekaj –<br />

Alschinger, Drofa<br />

Gr. Fürth II – W. Burghausen 0:2 (0:1)<br />

Fürth II: Skowronek – Tischler (51. Guerra),<br />

Held (67. Gressel), Schlicke, Golla –<br />

Kolbeck, Trybull – Wartenfelser, Bajrami<br />

(76. Mar. Weber), Bodenröder – Steininger<br />

– Trainer: Kleine<br />

Burghausen: Eiban – Weiß, Hofstetter,<br />

Rech, Moser, Hingerl – Mar. Duhnke, Burkhard,<br />

Kauffmann (46. Knochner), Ebeling<br />

(63. Schulz) – Kadrijaj (46. Kindsvater) –<br />

Trainer: Wolf<br />

Tore: 0:1 Trybull (13., ET), 0:2 Mar.<br />

Duhnke (70.) – SR: Marx (Würzburg) –<br />

Zuschauer: 198 – Gelbe Karten: Kolbeck,<br />

Guerra, Wartenfelser – Moser<br />

PERSONALIEN<br />

FC Bayern München II<br />

Gerrit Wegkamp (22) wechselt zum<br />

Drittligisten VfR Aalen. Im Sommer<br />

2014 war der Stürmer von<br />

Fortuna Düsseldorf an die Säbener<br />

Straße gekommen. In der vergangenen<br />

Spielzeit wurde er in allen<br />

Regionalligapartien des FCB II<br />

eingesetzt. Dabei erzielte der<br />

ehemalige U-19-Nationalspieler<br />

15 Treffer und bereitete acht weitere<br />

Tore vor.<br />

1. FC Nürnberg II<br />

Abwehrspieler Özgür Özdemir (20)<br />

musste gegen Rain am Lech wegen<br />

einer Zerrung im rechten<br />

Oberschenkel passen. + + + Angreifer<br />

Vitalij Lux (26) weilt bei der<br />

kirgisischen Nationalmannschaft,<br />

die am Donnerstag in der WM-<br />

Qualifikation in Jordanien antritt.<br />

+ + + Co-Trainer Andreas Wolf (33)<br />

saß aufgrund des Engpasses in<br />

der Abwehrzentrale als Ersatzspieler<br />

auf der Bank.<br />

FC Memmingen<br />

Kapitän Sebastian Bonfert (27, Mittelfeld)<br />

muss sich kurzfristig einer<br />

Leistenoperation unterziehen<br />

und wird weitere Wochen ausfallen.<br />

+ + + Nach 544 Minuten hat<br />

Torjäger Michael Geldhauser (25)<br />

seine Torflaute beendet – seit 21.<br />

Juli hatte der Stürmer nicht mehr<br />

getroffen, nun gleich zweimal gegen<br />

Burghausen.<br />

Viktoria Aschaffenburg<br />

Von <strong>Kicker</strong>s Offenbach kommt<br />

Mittelfeldspieler Jan Biggel (25),<br />

der für den OFC und den SC<br />

Pfullingen insgesamt 86 Regionalligaspiele<br />

bestritten hat. + + +<br />

Yannick Franz (19, Mittelfeld) wechselt<br />

zum Bayernligisten Alemannia<br />

Haibach.<br />

SpVgg Greuther Fürth II<br />

Nach der Verletzung von Keeper<br />

Bastian Lerch (19) hat der Zweitligaverein<br />

reagiert und Torhüter Leopold<br />

Zingerle vom FC Bayern München<br />

II in den Kader geholt. Der<br />

21-Jährige wechselt mit sofortiger<br />

Wirkung und erhält zunächst<br />

einen Vertrag bis zum Saisonende.<br />

FC Augsburg II<br />

Abwehrspieler Tim Rieder (21)<br />

musste in der 22. Minute die<br />

Partie gegen den FC Amberg verletzungsbedingt<br />

und mit starken<br />

Schmerzen verlassen. Ihm war<br />

ein Gegenspieler auf das Sprunggelenk<br />

gefallen. Eine genauere<br />

Diagnose über Art und Dauer der<br />

Verletzung steht noch aus.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 75<br />

RL SÜDWEST<br />

TABELLE<br />

1. Hessen Kassel 6 14:3 16<br />

2. Waldhof Mannheim 6 13:2 16<br />

3. <strong>Kicker</strong>s Offenbach (M) 6 18:7 14<br />

4. SV Elversberg 6 10:3 14<br />

5. 1. FC Saarbrücken 6 7:0 14<br />

6. Eintracht Trier 6 10:4 13<br />

7. FC Astoria Walldorf 6 12:8 12<br />

8. 1. FC Kaiserslautern II 6 9:6 10<br />

9. FC Homburg 6 9:7 9<br />

10. TSG Hoffenheim II 6 15:12 7<br />

11. SV Spielberg (N) 6 4:9 7<br />

12. Bahlinger SC (N) 6 6:10 4<br />

13. Wormatia Worms 6 6:12 4<br />

14. FK Pirmasens 6 4:11 3<br />

15. SpVgg Neckarelz 6 4:12 3<br />

16. TSV Steinbach (N) 6 3:15 3<br />

17. SC Freiburg II 6 6:15 2<br />

18. Saar 05 Saarbrücken (N) 6 6:20 1<br />

6. SPIELTAG<br />

SV Waldhof – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

FK Pirmasens – <strong>Kicker</strong>s Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Wormatia Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

SV Saar 05 – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Eintracht Trier – SpVgg Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

TSG Hoffenheim II – FCA Walldorf 2:3 (0:0)<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (19 Uhr)<br />

1. FC Saarbrücken – SV Saar 05 ( - , - )<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

FC Homburg – SpVgg Neckarelz (1:0, 1:1)<br />

Bahlinger SC – SV Waldhof ( - , - )<br />

Kaiserslautern II – Hoffenheim II (0:1, 0:0)<br />

FC Ast. Walldorf – Eintracht Trier (2:1, 0:0)<br />

TSV Steinbach – Wormatia Worms ( - , - )<br />

SC Freiburg II – FK Pirmasens (2:1, 1:1)<br />

<strong>Kicker</strong>s Offenbach – SV Spielberg ( - , - )<br />

Hessen Kassel – SV Elversberg (1:0, 2:0)<br />

TORJÄGER<br />

8 (–) Bektasi (Hessen Kassel)<br />

5 (2) D. Gerlinger (Eintracht Trier)<br />

4 (–) Trümner (TSG Hoffenheim II)<br />

4 (–) Pat. Schmidt (FC Homburg)<br />

4 (–) Burgio (Waldhof Mannheim)<br />

4 (1) Dobros (<strong>Kicker</strong>s Offenbach)<br />

4 (–) M. Schäfer (SV Spielberg)<br />

4 (2) Bozic (FC Astoria Walldorf)<br />

3 (–) Maek (SV Elversberg)<br />

3 (–) Tunjic (SV Elversberg)<br />

3 (–) Mees (TSG Hoffenheim II)<br />

3 (2) Gallego (FC Homburg)<br />

3 (1) Sommer (Waldhof Mannheim)<br />

3 (–) Pintol (<strong>Kicker</strong>s Offenbach)<br />

3 (–) M. Röser (<strong>Kicker</strong>s Offenbach)<br />

3 (–) Taylor (1. FC Saarbrücken)<br />

3 (1) Treske (Wormatia Worms)<br />

SV Waldhof – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

Mannheim: Scholz – Marco Müller, M. Seegert,<br />

Fink, Mühlbauer – D. di Gregorio,<br />

Balitsch – Sommer (86. Sabah), P. Förster,<br />

Ibrahimaj (75. P. Haag) – Burgio (83. Lindner)<br />

– Trainer: Kocak<br />

Kaiserslautern II: Pollersbeck – C. Becker,<br />

Schultz, Schindele, Scheffer – Lensch, Reiß<br />

(74. Grösch), Pokar, T. Schmidt (65. Dorow) –<br />

Wekesser, Görtler (79. Glatzel) – Trainer:<br />

Fünfstück<br />

Tore: 1:0 Sommer (45.), 2:0 P. Förster (90.) –<br />

SR: M. Kempter (Sauldorf) – Zuschauer:<br />

7457 – Gelbe Karten: M. Seegert, P. Förster,<br />

Balitsch, Ibrahimaj – C. Becker, Scheffer,<br />

Görtler, Glatzel – Bes. Vorkommnis: Scholz<br />

hält FE von Pokar (35.)<br />

SV Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

Elversberg: M. Jensen – Gross, Feisthammel,<br />

Balkestein, Birk – J. Nagel (82. Sellentin),<br />

Cuntz, Leandro, Obernosterer – Tunjic<br />

(90. Merkel), Dulleck (61. Kohler) – Trainer:<br />

Wiesinger<br />

1. FC Saarbrücken: Hohs – Meyerhöfer,<br />

Chrappan, A. Hahn, Luksik – Fießer – Mendy,<br />

S. Sökler (84. Sauter), Taylor (63. Luz), Puclin<br />

(54. Amin) – Okoronkwo – Trainer: Götz<br />

SR: Weickenmeier (Frankfurt) – Zuschauer:<br />

7124 – Gelbe Karten: Gross – A. Hahn, Okoronkwo,<br />

Chrappan, Meyerhöfer, Fießer –<br />

Gelb-Rote Karte: Cuntz (59.)<br />

FK Pirmasens – K. Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Pirmasens: Kläs – Hammann, Steil, Heinze,<br />

K. Schug – Bouzid (85. Jorrin), D. Becker –<br />

Schmieden (57. Bürger), Reinert, Bier (70.<br />

Grimm) – Auer – Trainer i. V.: Schaufl er<br />

Offenbach: Endres – Vetter (60. Korb),<br />

Gebers, T. Franke, Theodosiadis – Gjasula,<br />

M. Schwarz – Dobros (60. Markus Müller),<br />

Pintol, M. Röser – Bäcker (87. Maslanka) –<br />

Trainer: Schmitt<br />

Tore: 0:1 Gebers (5.), 0:2 Dobros (22.), 1:2<br />

Auer (28.) – SR: Lehmann (Seitingen-Oberfl<br />

acht) – Zuschauer: 1350 – Gelbe Karten:<br />

Hammann, Reinert, Steil, Heinze, D. Becker –<br />

M. Schwarz, Vetter, Gjasula<br />

Worm. Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

Worms: Paterok – Just, Auracher, Raimondo-Metzger,<br />

Stulin – Pinheiro, Himmel (68.<br />

Antonaci) – Lahn, Saiti (73. M. Tahiri) –<br />

Akcam (55. Loechelt), Treske – Trainer: Eller<br />

Freiburg II: Steffen – Faller, Gbadamassi,<br />

T. Müller, Rodas Steeg – Hofgärtner (46.<br />

Dräger), Stanko – Kath (23. V.-L. Stenzel),<br />

Schleusener, Möller Daehli – Kinoshita (89.<br />

Brünker) – Trainer: Schweizer<br />

Tore: 0:1 Kinoshita (7.), 1:1 Treske (12.),<br />

2:1 Akcam (43.), 2:2 Kinoshita (65.), 2:3<br />

Dräger (67., FE), 3:3 M. Tahiri (90./+2) –<br />

SR: Hartmann (Groß-Zimmern) – Zuschauer:<br />

640 – Gelbe Karten: Raimondo-Metzger,<br />

Saiti, Antonaci, Treske, M. Tahiri – Gbadamassi,<br />

T. Müller, Rodas Steeg<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

Steinbach: Vogl – Below, Saighani, Waldschmidt,<br />

Missbach – Zeller, Pires Rodrigues<br />

(72. Burk) – Matsuda (46. Reith),<br />

Hamanaka (58. Jakobs), H. Tahiri – Göttel –<br />

Trainer: Cestonaro<br />

Homburg: Buchholz – Gaebler, S. Wolf, Noll,<br />

Stegerer – Kröner, N. Fischer – Gallego (82.<br />

Amri), Kilian (63. Steimetz), J. Schäfer (87.<br />

Timpone) – K. Hesse – Trainer: Kiefer<br />

Tore: 0:1 Gallego (43.), 0:2 Gallego (67.,<br />

FE) – SR: Göpferich (Bad Schönborn) – Zuschauer:<br />

1200 – Gelbe Karten: Vogl, H. Tahiri<br />

– Noll, N. Fischer, Gaebler – Rote Karte:<br />

Saighani (41., Notbremse)<br />

SV Saar 05 – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Saar 05: Lehmann – Löber (46. Hertel),<br />

Gornik, Britz, Krauß – D. Seibert, Cissé (70.<br />

Fuhr) – D. Engel, M. Schug, L. Anton – Dausend<br />

(61. Simon) – Trainer: T. Seibert<br />

Bahlingen: De. Müller – Wiesler, Nopper,<br />

Klein, Adam – Fiand (80. Göppert),<br />

Häringer, Schlegel, Bührer – Sautner (69.<br />

Barella), Fellanxa (72. Ulubiev) – Trainer:<br />

Pilipovic<br />

Tore: 0:1 Klein (26.), 1:1 Dausend (47.),<br />

1:2 Barella (73.), 2:2 Hertel (75.), 3:2 L.<br />

Anton (77.), 3:3 Ulubiev (83.) – SR: Schütz<br />

(Westhofen) – Zuschauer: 300 – Gelbe<br />

Karten: Britz, Gornik<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Spielberg: Günther – Kappler, S. Müller,<br />

Nirmaier, Can – Schoch (87. Jäckh), Weimer<br />

– Brunner (57. Ja. Malsam), Benz,<br />

Hasel (82. Jo. Malsam) – M. Schäfer – Trainer:<br />

Kaufmann<br />

Kassel: Rauhut – Welker, Brill (58. Evljuskin),<br />

Lorenzoni – Schmik, T. Becker,<br />

Pepic (90. T. Schulze), Giese – Bektasi,<br />

Damm, Feigenspan (46. Comvalius) – Trainer:<br />

Mink<br />

Tor: 0:1 Pepic (72.) – SR: Götte (Framersheim)<br />

– Zuschauer: 500 – Gelbe Karten:<br />

Hasel, Schoch – Welker, Schmik, Pepic, Rauhut,<br />

Giese, Brill – Gelb-Rote Karten: Bektasi<br />

(87.), Comvalius (90.) – Bes. Vorkommnis:<br />

Ja. Malsam verschießt FE (89.)<br />

Eintracht Trier – Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

Trier: Keilmann – Karpuz, Dingels, Fiedler,<br />

Mario Müller – D. Gerlinger, Telch, Spang,<br />

C. Anton (70. Garnier) – Lienhard (76. Varnhagen),<br />

Koep (65. Hammel) – Trainer: Rubeck<br />

Neckarelz: Tekin – Kiermeier, Bindnagel,<br />

Keusch, Bückle – Bellanave, Kizilyar, Gondorf,<br />

Beyazal (77. Cancar) – Krasniqi (59.<br />

Mau. Müller), Albrecht (59. Bo. Müller) –<br />

Trainer: P. Hogen<br />

Tore: 1:0 D. Gerlinger (2.), 2:0 D. Gerlinger<br />

(50., FE) – SR: Klein (Wiebelskirchen) – Zuschauer:<br />

1412 – Gelbe Karten: Karpuz,<br />

Mario Müller – Bückle, Bellanave, Krasniqi,<br />

Bindnagel<br />

Hoffenheim II – FCA Walldorf 2:3 (0:0)<br />

Hoffenheim II: Cymer – Dehm, Mann, Rapp,<br />

Gimber (84. Öztürk) – Canouse (66. Ademi) –<br />

Amiri, Atik – Trümner, Ochs (60. Schindler),<br />

Lohkemper – Trainer: Wildersinn<br />

Walldorf: Rennar – B. Hofmann, Kaufmann,<br />

Nyenty, Pellowski – N. Groß (74. Hofbauer),<br />

T. Kern, Horn, M. Meyer (63. Etzold) – Bozic,<br />

Carl (85. Mohr) – Trainer: Born<br />

Tore: 0:1 Bozic (49.), 0:2 T. Kern (54.), 1:2<br />

Gimber (69.), 2:2 Schindler (73.), 2:3 Bozic<br />

(78.) – SR: Gasteier (Weisel) – Zuschauer:<br />

288 – Gelbe Karten: Mann, Amiri, Atik,<br />

Ademi – T. Kern, Nyenty, Bozic<br />

RL NORD<br />

6. SPIELTAG<br />

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

E. Braunschweig II – BV Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 08 3:2 (1:0)<br />

BSV Rehden – Lüneburger SK Hansa 2:2 (1:1)<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Hamburger SV II – SV Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

Eintr. Norderstedt – VfV 06 Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Sonntag, 13. Dezember (14 Uhr):<br />

SV Meppen – ETSV Weiche Flensburg (2:2, 1:0)<br />

1. Eintracht Norderstedt 6 16:8 13<br />

2. VfB Oldenburg 6 11:7 13<br />

3. Eintracht Braunschweig II 6 8:5 12<br />

4. VfL Wolfsburg II 6 13:4 11<br />

5. SV Meppen 5 11:3 11<br />

6. ETSV Weiche Flensburg 5 15:6 10<br />

7. BSV Rehden 6 9:4 10<br />

8. TSV Havelse 6 11:10 10<br />

9. Lüneburger SK Hansa 6 9:8 9<br />

10. VfB Lübeck 6 12:12 9<br />

11. Hamburger SV II 6 9:12 8<br />

12. BV Cloppenburg 6 5:12 8<br />

13. Hannover 96 II 5 8:9 6<br />

14. FC St. Pauli II 6 10:15 5<br />

15. SV Drochtersen/A. (N) 6 4:9 5<br />

16. Goslarer SC 08 6 7:13 3<br />

17. VfV 06 Hildesheim (N) 6 7:16 3<br />

18. TSV Schilksee (N) 7 7:19 1<br />

RL WEST<br />

6. SPIELTAG<br />

Bor. Dortmund II – Alemannia Aachen 0:1 (0:0)<br />

SV Rödinghausen – FC Viktoria Köln 4:2 (2:1)<br />

TuS Erndtebrück – Fort. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

FC Wegberg-Beeck – SSVg Velbert 2:6 (0:4)<br />

1. FC Köln II – Sportfreunde Lotte 2:4 (1:2)<br />

SC Wiedenbrück – Rot Weiss Ahlen 1:1 (0:0)<br />

RW Oberhausen – Bor. M’gladbach II 2:0 (2:0)<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Dienstag, 1. September (20.15 Uhr):<br />

Wattenscheid 09 – Rot-Weiss Essen (0:3, 0:6)<br />

spielfrei: SC Verl<br />

1. SV Rödinghausen 6 16:5 14<br />

2. Sportfreunde Lotte 5 12:3 13<br />

3. Alemannia Aachen 5 8:2 13<br />

4. Bor. M'gladbach II (M) 6 17:7 11<br />

5. SSVg Velbert (N) 5 12:9 10<br />

6. FC Viktoria Köln 5 8:5 8<br />

7. Fortuna Düsseldorf II 5 6:3 8<br />

8. Rot Weiss Ahlen (N) 6 9:7 8<br />

9. Rot-Weiß Oberhausen 5 8:7 8<br />

10. SC Wiedenbrück 6 6:4 7<br />

11. SC Verl 5 5:4 7<br />

12. Rot-Weiss Essen 3 10:5 4<br />

13. SG Wattenscheid 09 3 8:4 4<br />

14. FC Schalke 04 II 5 6:11 3<br />

15. 1. FC Köln II 5 3:9 3<br />

16. TuS Erndtebrück (N) 5 6:17 3<br />

17. FC Kray 5 3:9 2<br />

18. Borussia Dortmund II (A) 6 3:13 1<br />

19. FC Wegberg-Beeck (N) 5 2:24 0<br />

RL NORDOST<br />

6. SPIELTAG<br />

SV Babelsberg 03 – Wack. Nordhausen 0:0<br />

Germ. Halberstadt – Optik Rathenow 4:2 (2:1)<br />

FC Oberlausitz – TSG Neustrelitz 2:1 (2:1)<br />

FC Schönberg 95 – ZFC Meuselwitz 3:0 (1:0)<br />

FSV Zwickau – FSV Luckenwalde 3:0 (3:0)<br />

RB Leipzig II – Hertha BSC II 2:3 (1:1)<br />

Berliner AK 07 – VfB Auerbach 3:0 (0:0)<br />

BFC Dynamo – Viktoria 89 Berlin 3:0 (1:0)<br />

Mittwoch, 2. September (17.30 Uhr):<br />

Carl Zeiss Jena – Budissa Bautzen (2:1, 1:0)<br />

ERGEBNIS VOM DONNERSTAG<br />

VfB Auerbach – BFC Dynamo 4:1 (1:0)<br />

1. FSV Zwickau 6 16:0 18<br />

2. Berliner AK 07 6 8:1 12<br />

3. Wacker Nordhausen 6 9:5 11<br />

4. FC Oberlausitz (N) 6 10:7 11<br />

5. TSG Neustrelitz 6 10:5 10<br />

6. SV Babelsberg 03 6 6:1 10<br />

7. Carl Zeiss Jena 5 7:3 10<br />

8. FC Schönberg 95 (N) 6 8:5 9<br />

9. Berliner FC Dynamo 6 14:13 9<br />

10. Hertha BSC II 6 8:9 9<br />

11. VfB Auerbach 6 7:12 7<br />

12. Budissa Bautzen 5 6:6 6<br />

13. ZFC Meuselwitz 6 4:9 6<br />

14. Optik Rathenow (N) 6 5:9 5<br />

15. RB Leipzig II (N) 6 7:13 4<br />

16. Germania Halberstadt 6 6:14 4<br />

17. Viktoria 89 Berlin 6 1:11 3<br />

18. FSV Luckenwalde (N) 6 2:11 1


76 TOURENWAGEN kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

Ekström mit Geduld ans Ziel<br />

In Moskau sichert der<br />

Schwede AUDI die<br />

Führung in der DTM.<br />

Noch kein Ende der<br />

Funkspruch-Affäre.<br />

MOTORSPORT<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Ergebnisse und Hintergründe auch auf kicker.de<br />

Erstmals in der diesjährigen<br />

DTM-Saison gab es am Wochenende<br />

in den beiden Rennen<br />

auf dem Moscow Raceway<br />

zwei Sieger, die nicht zu einer<br />

Marke gehörten: Pascal Wehrlein<br />

(Mercedes) und Mike Rockenfeller<br />

(Audi). Kurios: In ihrem<br />

jeweils zweiten Lauf belegten<br />

sie im äußerst engen DTM-Feld<br />

lediglich Rang zehn.<br />

Das letzte DTM-Rennen im<br />

österreichischen Spielberg hatte<br />

für Audi noch ein unerfreuliches<br />

Nachspiel: Der zweimalige DTM-<br />

Champion Timo Scheider, der<br />

zunächst Platz sechs belegt hatte,<br />

wurde einige Stunden nach<br />

dem zehnten Saisonlauf aus der<br />

Wertung genommen. Die Sportkommissare<br />

waren aufgrund der<br />

Fahrzeugdaten und der Videoaufnahmen<br />

davon überzeugt,<br />

dass die Kollision von Scheider<br />

mit Mercedes-Fahrer Robert Wickens<br />

„absichtlich herbeigeführt“<br />

worden sei. Kurz zuvor hatte<br />

Audi-Motorsportchef Wolfgang<br />

Ullrich seinen Schützling Scheider<br />

per Boxenfunk aufgefordert:<br />

„Timo, schieb ihn raus!“<br />

Scheider will den ungeheuerlichen<br />

Funkspruch allerdings<br />

nicht gehört haben. Trotzdem<br />

DTM in Zahlen: 11. und 12. Lauf in Moskau<br />

Lauf 1: 1. Pascal Wehrlein (GER) AMG-Mercedes C63 41:56,506 Min. (Ø 134,964 km/h),<br />

2. Marco Wittmann (GER) BMW M4 + 1,853 Sekunden, 3. Bruno Spengler (KAN)<br />

BMW M4 + 2,536, 4. Jamie Green (GBR) Audi RS5 + 2,967, 5. Daniel Juncadella (ESP)<br />

AMG-Mercedes C63 + 3,249, 6. Edoardo Mortara (ITA) Audi RS5 + 4,332, 7. Gary<br />

Paffett (GBR) AMG-Mercedes C63 + 8,867, 8. Tom Blomqvist (GBR) BMW M4 + 10,039,<br />

9. Nico Müller (SUI) Audi RS5 + 10,350, 10. Mike Rockenfeller (GER) Audi RS5 + 11,001.<br />

Schnellste Runde: Wehrlein (1:29,891 Min./23. Rd.). Pole-Position: Wittmann 1:28,810 Min.<br />

Lauf 2: 1. Mike Rockenfeller (GER) Audi RS5 1:02:14,818 Min. (Ø 155,353, km/h), 2. Bruno<br />

Spengler (KAN) BMW M4 + 4,132 Sek., 3. Mattias Ekström (SWE) Audi RS5 + 9,204,<br />

4. Maxime Martin (BEL) BMW M4 + 11,789, 5. Jamie Green (GBR) Audi RS5 + 12,585,<br />

6. Gary Paffett (GBR) AMG-Mercedes C63 + 14,393, 7. Marco Wittmann (GER) BMW M4<br />

+ 16,593, 8. Edoardo Mortara (ITA) Audi RS5 + 18,050, 9. Nico Müller (SUI) Audi RS5<br />

+ 18,548, 10. Pascal Wehrlein (GER) AMG-Mercedes + 18,810.<br />

Schnellste Runde: Rockenfeller (1:29,870 Min./21. Rd.) Pole-Position: Rockenfeller<br />

1:28,540 Min.<br />

Fahrerwertung (nach 12 von 18 Läufen): 1. Ekström 126 Punkte, 2. Wehrlein 120, 3. Mortara<br />

110, 4. Green 103, 5. Spengler 85, 6. Wittmann 75, 7. Paffett 75, 8. Rockenfeller 67, 9. Robert<br />

Wickens (KAN) Mercedes-AMG C63 57, 10. Christian Vietoris (GER) Mercedes-AMG C63 56.<br />

Markenwertung: 1. Audi 416 Punkte, 2. Mercedes 388, 3. BMW 321.<br />

Nächster Termin: Sa./So., 12./13. September, in Oschersleben.<br />

Haben gut lachen: Sieger Rockenfeller genießt die Dusche vom drittplatzierten Audi-Kollegen Ekström.<br />

drängte er Wickens von der Strecke.<br />

Der Kanadier riss in einer Art<br />

Kettenreaktion auch noch seinen<br />

Teamkollegen, den aktuellen Tabellenführer<br />

Pascal Wehrlein, mit<br />

ins Aus. Die beiden „Sternfahrer“<br />

blieben punktlos.<br />

In einer zweiten Entscheidung<br />

leiteten die Sportkommissare vor<br />

Ort die Vorfälle an das Sportgericht<br />

des Deutschen Motor Sport<br />

Bundes (DMSB) weiter. Am vergangenen<br />

Mittwoch bestätigte<br />

das Gremium in Frankfurt die<br />

Entscheidung der Sportkommissare<br />

in Spielberg. Außerdem<br />

wurden Audi Sport und das Audi<br />

Sport Team Phoenix – für das<br />

Scheider fährt – wegen unsportlichen<br />

Verhaltens mit der DTM-<br />

Rekordstrafe von 200 000 Euro<br />

belegt. Zudem verlor die Marke<br />

mit den vier Ringen die im zweiten<br />

Rennen in Spielberg erzielten<br />

62 Punkte in der Herstellerwertung.<br />

Audi-Motorsportchef Wolfgang<br />

Ullrich wurde das Betreten<br />

der Boxengasse sowie der Zugang<br />

zum Boxenfunk bis zum Saisonende<br />

verboten. Scheider durfte<br />

bei den Rennen in Moskau nicht<br />

starten. Für ihn fuhr der Italiener<br />

Antonio Giovinazzi, aktueller<br />

Spitzenreiter in der Formel-3-<br />

Europameisterschaft.<br />

Inzwischen ermittelt auch die<br />

Staatsanwalt in Leoben/Österreich<br />

in der Funkspruch-Affäre.<br />

Der Rennleiter des Spielberg-<br />

Rennens wurde bereits vernommen.<br />

Nach kicker-Informationen<br />

wurden auch Vertreter der DTM-<br />

Organisation ITR, des DMSB<br />

(Renndirektor und Sportkommissare)<br />

sowie von Audi (Scheider<br />

und Ullrich) zeitnah um Stellungnahmen<br />

gebeten. Audi-Sprecher<br />

Daniel Schuster bestätigte dem<br />

kicker am Rennort Wolokolamsk,<br />

dass gegen Scheider und Ullrich<br />

ermittelt werde.<br />

Auch im elften Saisonrennen<br />

am Samstag setzte sich der<br />

Ärger für die Ingolstädter fort.<br />

Tabellenführer Mattias Ekström<br />

wurde nach einer Kollision mit<br />

BMW-Pilot Timo Glock, die für<br />

beide das Aus bedeutete, von<br />

den Sportkommissaren für den<br />

zweiten Lauf am Sonntag um<br />

drei Plätze auf Startplatz fünf zurückversetzt.<br />

Wehrlein, der das<br />

Rennen vor den BMW-Piloten<br />

Marco Wittmann und Bruno<br />

Spengler gewonnen hatte, konnte<br />

die Gunst der Stunde aber nicht<br />

nutzen. So holte sich Ekström,<br />

der am Sonntag hinter Rockenfeller<br />

und Spengler auf Position<br />

drei fuhr, die Tabellenführung<br />

von dem zukünftigen Formel-1-<br />

Piloten zurück. „Am Samstag war<br />

ich zu ungeduldig – das habe ich<br />

heute besser gemacht“, lobte sich<br />

Ekström nach seinem fünften Podestplatz,<br />

der ihm im Klassement<br />

nun sechs Punkte Vorsprung bescherte.<br />

ARNO WESTER<br />

Foto: Audi


78 EHRUNG<br />

Das Comeback<br />

Fast einstimmig: Barcas<br />

LIONEL MESSI (28) hat<br />

Cristiano Ronaldo als<br />

Europas Fußballer des<br />

Jahres abgelöst. Schon<br />

2009 und 2011 siegte er.<br />

Als Eduardo Galeanos berühmtes<br />

Buch erschien, war Europas<br />

Fußballer des Jahres <strong>2015</strong><br />

gerade mal acht Jahre alt. 1995 veröffentlichte<br />

der im Frühjahr verstorbene<br />

Uruguayer Galeano eine<br />

Fußballfibel, in der es nicht nur um<br />

Traumtore von Maradona und Pelé,<br />

Helmut Rahns 3:2 oder Uwe Seelers<br />

Treue zum HSV geht, sondern auch<br />

um den Missbrauch des Fußballs<br />

durch Diktaturen, politische wie<br />

wirtschaftliche. „El Futbol a sol y<br />

sombra“, Fußball zwischen Sonne<br />

und Schatten, heißt das wunderbare<br />

Werk, doch weil Lionel Messi<br />

damals, 1995, noch nicht die Stadien<br />

dieser Welt, sondern vorerst nur<br />

den Pausenhof der Grundschule<br />

„Nummer 66 General Las Heras“<br />

in Rosario aufmischte, kommt<br />

der Wunderfußballer in Galeanos<br />

Schatzkästchen nicht vor.<br />

Der Journalist und Autor<br />

hatte vor seinem Tod im April<br />

aber eine wunderbare Theorie<br />

über den nun zum dritten<br />

Mal nach 2009 und 2011 ausgezeichneten<br />

Messi kreiert:<br />

„Während Maradona der Ball<br />

am Fuß klebte, steckt er bei<br />

Messi direkt im Fuß drin.“<br />

Messi hat der Ansatz über dieses<br />

„physische Phänomen“, so Galeano,<br />

offenbar gefallen, denn der Argentinier<br />

schenkte dem Uruguayer<br />

daraufhin ein Trikot. Das passt irgendwie.<br />

Wenn Messi spricht, dann<br />

selten mit Worten. Gesten und Tore<br />

sind es, über die der 28-Jährige<br />

kommuniziert. Am Donnerstag im<br />

Grimaldi Forum von Monte Carlo<br />

wurde dies einmal mehr deutlich.<br />

Als Messi auf der Bühne stand<br />

und im Beisein von kicker-Herausgeber<br />

Rainer Holzschuh von<br />

UEFA-Präsident Michel Platini die<br />

Auszeichnung erhielt, da war der<br />

Superstar vom FC Barcelona mal<br />

wieder fast sprachlos. Nicht, dass<br />

er den Triumph über den Zweiten,<br />

Foto: AFP/Getty Images


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 79<br />

So wurde<br />

abgestimmt<br />

Der Sieger wurde in drei Stufen ermittelt. In<br />

der ersten Runde konnten für fünf Spieler<br />

Punkte (5-1) verteilt werden. Die zehn Spieler<br />

mit den meisten Stimmen erreichten die<br />

zweite Runde. Dort waren für drei Spieler<br />

Punkte (3-1) zu verteilen. Die Top 3 dieser<br />

Runde standen am Ende zur Auswahl. Hier<br />

durfte nur noch ein Spieler gewählt werden –<br />

live im Grimaldi Forum in Monaco. Die Jury<br />

setzte sich aus je einem Journalisten aus<br />

allen 54 UEFA-Mitgliedsländern zusammen.<br />

Die deutsche Stimme vergab in Monte Carlo<br />

Rainer Franzke (kicker-Chefredaktion). Die<br />

Stimmenverteilung war im entscheidenden<br />

Wahlgang wie folgt: Messi 49, Suarez 3,<br />

Cristiano Ronaldo 2.<br />

90,7 %<br />

Lionel Messi<br />

Ausgezeichnet: Sieger Lionel Messi im Gespräch mit den Moderatoren Peter Schmeichel und Melanie Winiger.<br />

kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh beobachtet an der Seite von UEFA-Chef Michel Platini die Szenerie.<br />

5,6 %<br />

Luis Suarez<br />

3,7 %<br />

Cristiano<br />

Ronaldo<br />

Luis Suarez, und Cristiano Ronaldo<br />

nicht erwartet hätte, zu grandios<br />

waren seine Leistungen vergangene<br />

Saison: 58 Tore in 57 Pflichtspielen<br />

mit Barca, darunter der in der<br />

Online-Wahl der UEFA zu Europas<br />

Tor des Jahres gewählte Heber über<br />

Manuel Neuer hinweg im Halbfinal-<br />

Hinspiel der Champions League. Es<br />

war damals im Mai das 2:0 und das<br />

Ende für Bayerns Titelträume. Am<br />

Schluss stand es 3:0, Neymar hatte<br />

auf Pass von Messi vollendet.<br />

Der war in der Vorsaison ja viel<br />

mehr als ein Supertorjäger. Er war<br />

Barcas Spielmacher, Barcas Anführer.<br />

Trotz aller Iniestas oder Piqués.<br />

Auch dafür ist er als UEFA Best<br />

Player in Europe 2014/15 geehrt<br />

worden, dieser von der European<br />

Sports Media (ESM) unter Federführung<br />

des kicker und der UEFA<br />

organisierten Auszeichnung.<br />

In Monaco aber brachte der Gelobte<br />

kaum ein Wort heraus. Mal<br />

wieder. „Es war ein unglaubliches<br />

Jahr“, viel mehr sagte er nicht. Man,<br />

so spricht er: man. Und meint Barca.<br />

Also: Man habe „viel gearbeitet,<br />

Demut gezeigt, wir sind eine tolle<br />

Einheit“. Die Barca-Kollegen und er.<br />

Was bedeutet Ihnen nun dieser Erfolg,<br />

Herr Messi?<br />

Das ist ein großartiges Ende der vergangenen<br />

Saison und zugleich ein<br />

großartiger Start in die neue. Ich bin<br />

sehr glücklich.<br />

Der Grund für den Triple-Erfolg 2014/15?<br />

Dass wir uns bei Barca seit Jahren<br />

kennen. Nun werden alle versuchen,<br />

diese Erfolge zu wiederholen.<br />

Das, was noch keiner geschafft hat.<br />

Wollen Sie sich jetzt auch als Europas<br />

Fußballer des Jahres noch verbessern?<br />

Ich will mich stets weiterentwickeln,<br />

neue Varianten in mein Spiel<br />

einbauen, mich verbessern.<br />

Auch in puncto Elfmeter? Zum Ligastart<br />

vergaben Sie ja beim 1:0 in Bilbao.<br />

Lesen Sie weiter auf Seite 80<br />

Europas Fußballer des Jahres: Barca zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren – Lew Jaschin bleibt der einzige Keeper<br />

<strong>2015</strong> Lionel Messi (ARG/FC Barcelona)<br />

2014 Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid)<br />

2013 Franck Ribery (FRA/Bayern München)<br />

2012 Andres Iniesta (ESP/FC Barcelona)<br />

2011 Lionel Messi (ARG/FC Barcelona)<br />

2010 nicht vergeben<br />

2009 Lionel Messi (ARG/FC Barcelona)<br />

2008 Cristiano Ronaldo (POR/Manchester Utd.)<br />

2007 Kaka (BRA/AC Mailand)<br />

2006 Fabio Cannavaro (ITA/Real Madrid)<br />

2005 Ronaldinho (BRA/FC Barcelona)<br />

2004 Andriy Shevchenko (UKR/AC Mailand)<br />

2003 Pavel Nedved (CZE/Juventus Turin)<br />

2002 Ronaldo (BRA/Real Madrid)<br />

2001 Michael Owen (ENG/FC Liverpool)<br />

2000 Luis Figo (POR/Real Madrid)<br />

1999 Rivaldo (BRA/FC Barcelona)<br />

1998 Zinedine Zidane (FRA/Juventus Turin)<br />

1997 Ronaldo (BRA/Inter Mailand)<br />

1996 Matthias Sammer (Borussia Dortmund)<br />

1995 George Weah (LIB/AC Mailand)<br />

1994 Hristo Stoichkov (BUL/FC Barcelona)<br />

1993 Roberto Baggio (ITA/Juventus Turin)<br />

1992 Marco van Basten (NED/AC Mailand)<br />

1991 Jean-Pierre Papin (FRA/Olymp. Marseille)<br />

1990 Lothar Matthäus (Inter Mailand)<br />

1989 Marco van Basten (NED/AC Mailand)<br />

1988 Marco van Basten (NED/AC Mailand)<br />

1987 Ruud Gullit (NED/AC Mailand)<br />

1986 Igor Belanow (URS/Dynamo Kiew)<br />

1985 Michel Platini (FRA/Juventus Turin)<br />

1984 Michel Platini (FRA/Juventus Turin)<br />

1983 Michel Platini (FRA/Juventus Turin)<br />

1982 Paolo Rossi (ITA/Juventus Turin)<br />

1981 Karl-H. Rummenigge (Bayern München)<br />

1980 Karl-H. Rummenigge (Bayern München)<br />

1979 Kevin Keegan (ENG/Hamburger SV)<br />

1978 Kevin Keegan (ENG/Hamburger SV)<br />

1977 Allan Simonsen (DEN/Bor. M’gladbach)<br />

1976 Franz Beckenbauer (Bayern München)<br />

1975 Oleg Blochin (URS/Dynamo Kiew)<br />

1974 Johan Cruyff (NED/FC Barcelona)<br />

1973 Johan Cruyff (NED/FC Barcelona)<br />

1972 Franz Beckenbauer (Bayern München<br />

1971 Johan Cruyff (NED/Ajax Amsterdam)<br />

1970 Gerd Müller (Bayern München)<br />

1969 Gianni Rivera (ITA/AC Mailand)<br />

1968 George Best (NIR/Manchester United)<br />

1967 Florian Albert (HUN/Ferencvaros Budapest)<br />

1966 Bobby Charlton (ENG/Manchester United)<br />

1965 Eusebio (POR/Benfica Lissabon)<br />

1964 Denis Law (SCO/Manchester United)<br />

1963 Lew Jaschin (URS/Dynamo Moskau)<br />

1962 Josef Masopust (CSV/Dukla Prag)<br />

1961 Omar Sivori (ITA/Juventus Turin)<br />

1960 Luis Suarez (ESP/FC Barcelona)<br />

1959 Alfredo di Stefano (ESP/Real Madrid)<br />

1958 Raymond Kopa (FRA/Real Madrid)<br />

1957 Alfredo di Stefano (ESP/Real Madrid)<br />

1956 Stanley Matthews (ENG/FC Blackpool)<br />

Bis 2009 wurde die Auszeichnung jährlich von der<br />

französischen Fachzeitschrift „France Football“<br />

vergeben. 2011 führte die UEFA in Zusammenarbeit<br />

mit ESM (European Sports Media) die Auszeichnung<br />

„UEFA Best Player in Europe“ ein.<br />

Länderkürzel: ARG = Argentinien, BRA = Brasilien,<br />

BUL = Bulgarien, CSV = Tschechoslowakei,<br />

CZE = Tschechien, DEN = Dänemark,<br />

ENG = England, ESP = Spanien, FRA = Frankreich,<br />

HUN = Ungarn, ITA = Italien, LIB = Liberia,<br />

NED = Niederlande, NIR = Nordirland,<br />

POR = Portugal, SCO = Schottland,<br />

UKR = Ukraine, URS = Sowjetunion<br />

Deutsche Spieler sowie Spieler aus deutschen<br />

Vereinen in Fettdruck.


80 EHRUNG kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

Fortsetzung von Seite 79<br />

Das will ich hoffen, ich versuche es.<br />

Und ich werde auch weiter Elfmeter<br />

schießen (lacht).<br />

Ein wenig Selbstironie gönnte<br />

er sich dann doch. Es ist ja eine<br />

Art Comeback, auch als Preisträger.<br />

2014 hatte Messi es hinter Sieger<br />

Cristiano Ronaldo, Manuel Neuer<br />

und Arjen Robben nicht mal in die<br />

Top 3 geschafft. Doch fast traumtänzerisch<br />

fand der Ausnahmekönner<br />

zurück zu alter Sonderklasse,<br />

vergessen sind die ein, zwei schwächeren<br />

Jahre, ausgelöst durch eine<br />

langwierige Muskelverletzung, zugezogen<br />

im Frühjahr 2013 im Viertelfinale<br />

der Champions League in<br />

Paris. Im Januar wird vermutlich<br />

auch noch seine Auszeichnung zum<br />

Weltfußballer folgen.<br />

„Mehr killen können sie mich<br />

nicht mehr.“<br />

MESSI, zur Kritik in der Heimat<br />

Barca hatte ihn dann alibimäßig<br />

beim 0:4 im Münchner Halbfinale<br />

auf den Platz gestellt, beim 0:3 im<br />

Rückspiel im Camp Nou saß er verletzt<br />

nur auf der Bank.<br />

In seiner Tristesse erinnerte der<br />

Barca-Messi da an den Nationalspieler<br />

Messi. In der argentinischen<br />

Heimat ist das Verhältnis ja weiter<br />

angespannt, neulich erst hatte<br />

er gesagt: „Mehr killen können<br />

sie mich nicht mehr.“ Am Rio de la<br />

Plata hatten sie ihm ja zuletzt, wie<br />

2014 in Rio, die Final-Niederlage bei<br />

der Copa America gegen Chile angelastet.<br />

Dabei hatte er in Chile sein<br />

bis dato bestes Turnier im Trikot<br />

der Albiceleste gespielt, und hätte<br />

Gonzalo Higuain in der allerletzten<br />

Minute der regulären Spielzeit aus<br />

drei Metern nicht das Tor verfehlt . . .<br />

Messi war es, der den Konter lanciert<br />

hatte.<br />

Im Berliner Champions-League-<br />

Finale gegen Juventus Turin war es<br />

ähnlich gewesen – jedoch mit positivem<br />

Ausgang. Zwar traf er beim<br />

3:1 nicht selbst, doch in seiner neuen<br />

Rolle als Organisator war Messi<br />

Ausgangspunkt aller drei Tore.<br />

Viel Arbeit, das sei die Basis des<br />

Erfolgs. Seines Erfolges und dem<br />

Barcas natürlich. Ein „Geheimnis“<br />

dafür, hat Messi in Monaco noch<br />

gesagt, gebe es jedoch nicht. Vermutlich<br />

hat der große Uruguayer<br />

Galeano schlicht recht: Ein Ball war<br />

auf der Bühne des Grimaldi Forum<br />

nicht zu sehen. Wahrscheinlich war<br />

er mal wieder im Fuße von Lionel<br />

Messi versteckt. JÖRG WOLFRUM<br />

Top: Celia Sasic (re.) setzte sich gegen Ihre Ex-Kollegin Dzenifer Marozsan (li.) und Amandine Henry (Lyon) durch.<br />

FRAUEN: Celia Sasic über Teamgeist, Lionel Messi und ihr neues Leben<br />

„Das ist schon ein komisches Gefühl“<br />

1Sie hat eine tolle Saison abgeliefert,<br />

gewann mit dem 1. FFC Frankfurt<br />

die Champions League und<br />

wurde in der Bundesliga und bei der<br />

Weltmeisterschaft in Kanada Torschützenkönigin.<br />

Danach beendete<br />

Celia Sasic ihre Fußballkarriere –<br />

im Alter von 27 Jahren.<br />

Frau Sasic, wie ist denn das Gefühl, wenn<br />

man zu Europas Fußballerin des Jahres<br />

gewählt worden ist?<br />

Ich habe nicht damit gerechnet und<br />

bin einfach nur sehr glücklich über<br />

diese Wahl.<br />

Hat Lionel Messi Ihnen denn gratuliert?<br />

Ja, das hat er. Wir haben uns gegenseitig<br />

zur Wahl gratuliert. Ganz<br />

einfach war die Kommunikation<br />

allerdings nicht, weil Lionel Messi<br />

kein Englisch spricht.<br />

Sie haben im Juli Ihre Fußballkarriere<br />

beendet und wurden danach zu Deutschlands<br />

und Europas Fußballerin des Jahres<br />

gewählt. Am Sonntag in Frankfurt haben<br />

Sie außerdem die Torjägerkanone des<br />

kicker überreicht bekommen. Im Moment<br />

werden Sie mit Ehrungen förmlich<br />

überschüttet.<br />

Das ist schon ein komisches Gefühl,<br />

nach dem Ende der Karriere noch<br />

so viele Auszeichnungen zu bekommen.<br />

Aber auch ein schönes Gefühl<br />

und etwas Besonders.<br />

Haben Sie schon Abstand vom Fußball<br />

gewinnen können?<br />

Noch nicht so richtig. Ich habe ja<br />

noch Benefizspiele bestritten und<br />

viele Interviews gegeben. Insofern<br />

habe ich bislang gar keinen neuen<br />

Lebensrhythmus finden können,<br />

aber das kommt wohl noch mit der<br />

Zeit, obwohl mein Leben jetzt ohne<br />

Training und Spiele natürlich schon<br />

ein anderes ist.<br />

Treiben Sie noch Sport oder sind Sie froh,<br />

erst mal nichts mehr machen zu müssen?<br />

Ich mache schon noch Sport, aber<br />

nicht unbedingt Fußball, sondern<br />

andere Sportarten – so lange und<br />

so oft wie ich will.<br />

Sie haben nach der Wahl in Monaco ausdrücklich<br />

betont, dass der Teamgeist beim<br />

1. FFC Frankfurt Ihnen sehr geholfen<br />

habe, so gute Leistungen zu bringen.<br />

Fehlen Ihnen die Mitspielerinnen?<br />

Ja, das schon. Wir hatten in Frankfurt<br />

nicht nur einen sehr guten<br />

Teamgeist, sondern auch eine<br />

enorm hohe Qualität in der Mannschaft<br />

und konnten Ausfälle während<br />

der Saison immer gut kompensieren.<br />

Davon habe ich als<br />

Stürmerin ja auch sehr profitiert.<br />

Haben Sie schon mal gezweifelt, ob es<br />

richtig war, mit 27 Jahren die Fußballkarriere<br />

zu beenden?<br />

Ich habe diese Entscheidung, mit<br />

dem Fußball aufzuhören, selbst<br />

getroffen, und ich fühle mich<br />

wohl damit. Insofern war es auch<br />

schön, das Spiel meiner ehemaligen<br />

Mannschaft gegen Essen am Sonntag<br />

von der Tribüne aus verfolgen<br />

zu können.<br />

Haben die Verantwortlichen des 1. FFC<br />

mal angefragt, ob Sie Ihre Entscheidung<br />

vielleicht revidieren?<br />

Nein, danach hat mich keiner gefragt.<br />

INTERVIEW:<br />

GUNNAR MEGGERS<br />

Foto: Getty Images


82 FRANKREICH<br />

Ein heißer Sommer<br />

Es ist immer etwas los<br />

bei OLYMPIQUE MARSEILLE.<br />

Der Klub kommt selten<br />

zur Ruhe. Inzwischen<br />

ist der Rücktritt von<br />

Coach Bielsa am ersten<br />

Spieltag aber verdaut.<br />

Die Sonne hat es besonders gut<br />

gemeint. Über 40 Grad Celsius<br />

waren an Frankreichs Mittelmeerküste<br />

in diesem Sommer keine<br />

Seltenheit. Und es waren nicht nur<br />

die ungewöhnlichen Temperaturen,<br />

die die Gemüter der ohnehin<br />

heißblütigen Fans von Olympique<br />

Marseille überforderten.<br />

Schon wenige Tage vor dem<br />

Trainingsauftakt machten sie ihrem<br />

Frust Luft. „Scheiß Mercato!“, „Labrune,<br />

verschwinde!“, „MLD, hau ab!“<br />

– so ähnlich prangte es von den Plakaten,<br />

die die enttäuschten Anhänger<br />

am Trainingszentrum Robert<br />

Louis-Dreyfus aufgehängt hatten.<br />

Befeuert von der Enttäuschung der<br />

Vorsaison, als der Herbstmeister<br />

OM (und das erstmals seit 2003) am<br />

Ende nur auf dem enttäuschenden<br />

vierten Platz der Ligue 1 landete.<br />

Lediglich Europa League statt<br />

angestrebter Königsklasse – nicht<br />

nur sportlich eine Enttäuschung.<br />

Vielmehr auch ein finanzieller<br />

Rückschlag für den ambitionierten<br />

Klub von der Cote. Ohne die Einnahmen<br />

aus der Champions League<br />

musste Olympique bis zum 30. Juni<br />

ein Loch von insgesamt 30 Millionen<br />

Euro stopfen, um überhaupt<br />

die Lizenz zu bekommen.<br />

Neuer Trainer, neue<br />

Sitten: Während<br />

Marcelo Bielsa auf<br />

seinem Koffer<br />

kauerte, dirigiert<br />

der Spanier<br />

Michel seine<br />

Anweisungen von<br />

der Seitenlinie.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 83<br />

Schon zum Saisonende im Mai<br />

räumten Leistungsträger wie Torjäger<br />

André-Pierre Gignac (UNAL<br />

Tigres/Mexiko), Offensivspieler André<br />

Ayew (Swansea City) und Verteidiger<br />

Jeremy Morel (Olympique<br />

Lyon) ihren Spind. Das Problem:<br />

Bei auslaufenden Verträgen brachten<br />

die drei keinen müden Cent.<br />

Schlechte Stimmung schon beim<br />

Trainingsauftakt am 22. Juni. Nur<br />

der Trainer fehlte noch. Der Argentinier<br />

Marcelo Bielsa (60) erholte<br />

sich noch in der Nähe seiner Heimatstadt<br />

Rosario. Vor seinem Urlaub<br />

hatte „El loco“ (der Verrückte)<br />

noch die grobe Saison- und Personalplanung<br />

mit Präsident Vincent<br />

Labrune (44) abgesprochen. Dabei<br />

waren sie sich sogar wegen einer<br />

Verlängerung des bis 2016 laufenden<br />

Vertrages nähergekommen.<br />

Dennoch: Den Fans schmeckte<br />

die Entwicklung gar nicht. Entsprechend<br />

elektrisiert war auch die<br />

Stimmung beim Trainingsauftakt,<br />

zu dem zahlreiche<br />

Anhänger pilgerten. Olympique<br />

hatte vorsichtshalber<br />

eine große Zahl an Sicherheitskräften<br />

mobilisiert – in<br />

Marseille hat man Erfahrungen<br />

mit den Launen der<br />

Fans. Sie wähnen den Klub mit der<br />

wechselhaften Vergangenheit (1993<br />

gewann man die Champions<br />

League, im selben Jahr wurde der<br />

nationale Titel wegen Bestechung<br />

aberkannt) immer noch oben . . .<br />

Machthaber in Marseille: Margarita „MLD“ Louis-Dreyfus, die<br />

Hauptaktionärin von Olympique, und ihr Präsident Vincent Labrune<br />

Im Trainingslager von Figueras<br />

(Spanien) sollte das nur 17 Profis<br />

umfassende Team Ruhe finden.<br />

Immer noch ohne den Trainer. Der<br />

hatte die Profis in der Vorsaison<br />

mit ellenlangen Video-Sitzungen<br />

genervt – gesprochen hat er mit keinem<br />

Profi. Wichtige Ansagen ließ er<br />

über seinen Stab ausrichten.<br />

Die Stimmung verschlechterte<br />

sich weiter, weil<br />

mit Nationalspieler Dimitri<br />

Payet (28) auch noch der<br />

Assistkönig der Ligue 1 versilbert<br />

wurde. Ihm folgte das<br />

Mittelfeld-Talent Gianelli<br />

Imbula (22), das nach Porto<br />

wechselte. Die beiden Abgänge<br />

brachten 40 Millionen Euro Ablöse.<br />

Sehr zur Freude von Margarita<br />

Louis-Dreyfus (MLD), der Hauptaktionärin<br />

des Klubs und der Witwe<br />

von Robert, dem vormaligen<br />

Fotos: imago<br />

Aderlass bei OM<br />

Aufgeführt sind die wichtigsten<br />

Abgänge von Olympique Marseille<br />

der vergangenen drei Jahre.<br />

<strong>2015</strong>/16: Imbula (FC Porto, 25 Millionen<br />

Euro), Thauvin (Newcastle United,<br />

17 Millionen Euro), Payet (West Ham<br />

United, 15 Millionen Euro), A. Ayew<br />

(Swansea City, ablösefrei), Fanni (Al-<br />

Arabi Doha, ablösefrei), Gignac (Tigres<br />

Nuevo Leon, ablösefrei), Morel (Olympique<br />

Lyon, ablösefrei)<br />

2014/15: Valbuena (Dynamo Moskau,<br />

7 Millionen Euro), J. Ayew (FC Lorient,<br />

4 Millionen Euro), Lucas Mendes (Al-<br />

Jaish Doha, 4 Millionen Euro), Amalfitano<br />

(West Ham United, 1 Million Euro)<br />

2013/14: Amalfitano (West Bromwich<br />

Albion, ausgeliehen), Gadi (Lokomotive<br />

Plovdiv), Kadir (Stade Rennes,<br />

ausgeliehen), L. N’Diaye (FC Le Mont,<br />

ablösefrei), Omrani (AC Arles-Avignon,<br />

ausgeliehen), Raspentino (SC Bastia,<br />

ausgeliehen), Sougou (Evian TG, ausgeliehen)<br />

Olympique-Boss. Die gebürtige<br />

Russin taktiert vorsichtig und sparsam<br />

nach dem Motto: kein Erfolg,<br />

kein Geld. Nach dieser Devise muss<br />

auch Präsident Labrune handeln.<br />

Inwischen ohne „San Marcelo“,<br />

den argentinischen Trainer Bielsa.<br />

Der schmiss nach der Auftaktniederlage<br />

(0:1 gegen Caen) überraschend<br />

den Bettel hin. Weil Vertragsinhalte<br />

anders fixiert wurden<br />

als abgesprochen, verkündete<br />

Bielsa direkt im Anschluss an die<br />

Niederlage seinen Abschied. Sehr<br />

zur Überraschung des Präsidenten.<br />

Doch Labrune hat sich davon<br />

erholt. Er verpflichtete mit Abou<br />

Diaby (Arsenal) und Lassana Diarra<br />

(Lok Moskau) schnell zwei Ex-Nationalspieler.<br />

Und mit dem Spanier<br />

Michel (52, zuletzt Olympiakos<br />

Piräus) einen neuen Trainer. Die<br />

ehemalige Real-Legende bescherte<br />

Olympique am dritten Spieltag<br />

auch den ersten Saisonsieg beim<br />

6:0 über Aufsteiger Troyes.<br />

Vielleicht war es Zufall, aber vor<br />

dem Spiel fegte der Mistral über<br />

die Provence. Und brachte kühlere<br />

Temperaturen. Die Gemüter der<br />

heißblütigen Fans sind auch ein<br />

bisschen abgekühlt. In Marseille<br />

fragt man sich nur, für wie lange . . .<br />

L. MALTRET/H. HASSELBRUCH<br />

INTERVIEW: Der ehemalige OM-Coach Holger Osieck über seine Erfahrungen in Marseille<br />

„… dann erregt sich die Volksseele schnell“<br />

Der deutsche Trainer<br />

Holger Osieck (67) erlebte<br />

Olympique in der<br />

Saison 1990/91 mit Franz<br />

Beckenbauer. Das Duo, das<br />

Deutschland zum WM-Titel<br />

geführt hatte. Er spricht hier<br />

über seine Erfahrungen an<br />

der Mittelmeerküste.<br />

Was war damals für Sie anders in Marseille, Herr Osieck?<br />

Es war interessant, in einer anderen Liga zu<br />

arbeiten. Damals war das ja noch nicht so üblich.<br />

Die Atmosphäre war anders, aber für mich<br />

persönlich war alles eine große Bereicherung.<br />

Die Lebensart da unten war schon schön. Savoir<br />

vivre halt. Es war normal, dass die Spieler zum<br />

Essen ihr Gläschen Rotwein tranken . . .<br />

Ist Olympique in Marseille eine Glaubensfrage?<br />

Die Fans stehen absolut hinter dem Klub. Es<br />

war schon damals eine ganz spezielle Form der<br />

Begeisterung.<br />

Was heißt speziell?<br />

Ein bisschen heißblütig. Und das kann schnell<br />

umschlagen, wenn die Erfolge nicht da sind.<br />

Mit welchen Klubs würden Sie Olympique vergleichen?<br />

Spontan fallen mir Schalke oder Dortmund ein.<br />

Diese Klubs sind durchaus vergleichbar. Schalke<br />

ist doch ein Paradebeispiel. Die Leute empfinden<br />

den Klub als Religion, geben alles dafür. Aber<br />

wehe, es läuft nicht, dann kippt die Stimmung<br />

schnell um. So wie in der Vorsaison bei Schalke.<br />

Heißblütige Fans in Marseille: Ist dies teilweise auch<br />

eine Gefahr für den Klub?<br />

Ja, das ist sicherlich nicht einfach. Die Fangruppen<br />

sind mit den Jahren insgesamt stärker geworden,<br />

nehmen mehr Einfluss auf die Vereine. Sie<br />

bringen das Management in Zugzwang. Je mehr<br />

Emotionen da sind, desto intensiver wird die<br />

Geschichte. Und Gefühle sind nicht immer steuerbar.<br />

Das führt schnell zu extremen Reaktionen.<br />

Damals wurde Olympique von Bernard Tapie geführt, eine<br />

spezielle Erfahrung für Sie?<br />

Ja, Bernard war natürlich der grand patron. So<br />

wie Berlusconi. Wir spielten im Viertelfinale<br />

des Europapokals der Landesmeister bei Milan.<br />

Es herrschte eine große Rivalität zwischen den<br />

Klubs. Das übliche Essen der Präsidialen kam<br />

zwischen den beiden nicht zustande . . . Die beiden<br />

waren sich nicht ganz grün.<br />

Wie war Tapie?<br />

Interessant. Er war sehr emotional, und man<br />

musste sich manchmal wundern. Vor allem nach<br />

Niederlagen. Er hatte seine Lieblinge im Team,<br />

die er sehen wollte. Aber Franz Beckenbauer hatte<br />

seinen eigenen Kopf. Ich war dann teilweise<br />

der Moderator, bekam mitten in der Nacht einen<br />

Anruf von Tapie, Franz bekam am nächsten Morgen<br />

von mir die gefilterte Information.<br />

Olympique Marseille polarisiert in Frankreich wie die<br />

Bayern in Deutschland. Wird dadurch das Arbeiten im<br />

Klub erschwert?<br />

Sicherlich. Mannschaften, die so im Rampenlicht<br />

der Öffentlichkeit stehen, polarisieren immer.<br />

Wir waren damals Serienmeister, da gab’s schon<br />

gewisse Aversionen in Frankreich. Auch, weil<br />

Olympique Marseille den anderen Klubs die<br />

besten Spieler wegholte.<br />

Ist der Pulsschlag in Marseille für einen gedeihlichen<br />

Aufbau einfach zu hoch?<br />

Der Erwartungshorizont ist ziemlich hoch in<br />

Marseille. Der ist gekoppelt an Erfolge. Wenn die<br />

ausbleiben, dann erregt sich die Volksseele sehr<br />

schnell.<br />

INTERVIEW:<br />

HARDY HASSELBRUCH


84 2. BUNDESLIGA<br />

Jubel, Trubel, Heiterkeit:<br />

Das VfL-Team hat<br />

zueinandergefunden.<br />

Bochum brilliert<br />

Wenn graue Mäuse<br />

Pelz tragen: Trainer<br />

GERTJAN VERBEEK (53)<br />

führte den VfL nach<br />

oben. Die Gründe.<br />

Der Idealfall sieht wohl so aus:<br />

Der Gegner kann das Bochumer<br />

Tor nur mit dem Fernglas<br />

erkennen oder kommt nicht mal<br />

ansatzweise gefährlich in dessen<br />

Nähe. Er wird an die Wand gepresst,<br />

kann sich nur mit langen Schlägen<br />

befreien, die eine leichte Beute der<br />

VfL-Abwehr werden. Keeper Andreas<br />

Luthe muss sich mit Gymnastik<br />

warmhalten, kann genussvoll beobachten,<br />

was sich weit entfernt von<br />

seinem Kasten abspielt.<br />

Okay, ganz so entspannt verlaufen<br />

die Spiele nun doch nicht. Aber<br />

der VfL Bochum von 1848 e. V. hat<br />

sich in der Liga Respekt verschafft,<br />

indem er ein kniffliges Auftaktprogramm<br />

mit der vollen Punktzahl<br />

bewältigte. Siege bei den Absteigern<br />

Paderborn und Freiburg, gegen den<br />

1. FC Nürnberg nach frühem Rückstand<br />

die Partie noch umgebogen,<br />

zudem den überforderten MSV<br />

Duisburg in die Schranken gewiesen:<br />

Der VfL brilliert, und fast ein<br />

wenig neidisch schaut zum Beispiel<br />

Düsseldorfs Trainer Frank Kramer,<br />

was sich da im Revier abspielt. „Die<br />

Mannschaft hat sich schnell gefunden“,<br />

lobt der Fortuna-Coach,<br />

Augenzeuge<br />

des 2:1<br />

gegen den Club,<br />

„der VfL profitiert<br />

davon, dass die<br />

Truppe eingespielt<br />

ist, sich kaum verändert hat.“<br />

Während die Konkurrenz – zum<br />

Beispiel aus Düsseldorf – mit fünf,<br />

sechs neuen Leuten in der Startelf<br />

noch nach Balance und Struktur<br />

sucht, haben sie in Bochum schon<br />

ein halbes Jahr lang Anlauf genommen.<br />

Gertjan Verbeek übernahm im<br />

Januar, krempelte vieles um, startete<br />

mit einer ganz anderen Philosophie<br />

und konnte seine Vorgaben<br />

unbeirrt von kleinen Rückschlägen<br />

„Wir sind eklig zu bespielen.<br />

Da ermüden die Gegner.“<br />

durchziehen. Der VfL geriet nicht<br />

mehr in Abstiegsgefahr; ganz in<br />

Ruhe konnte Verbeek die Spielweise<br />

umstellen. Und nun? Ist der VfL<br />

gleich zum Start hellwach …<br />

„Alle wissen, was zu tun ist“,<br />

urteilt Andreas Luthe, schon zu<br />

Bundesligazeiten beim VfL dabei.<br />

„Auch bei einem Rückstand wie gegen<br />

Nürnberg bricht keine Hektik<br />

aus. Ein 0:1 ist kein<br />

Schock, da machen<br />

wir ganz normal<br />

weiter.“ Luthe<br />

hat eine Menge<br />

ANDREAS LUTHE erlebt in Bochum.<br />

Einen solchen Höhenflug<br />

aber noch nicht, auch wenn<br />

der VfL in der vorigen Saison zu<br />

Beginn mehrmals Tabellenführer<br />

war. „Wir sind eklig zu bespielen,<br />

da ermüden die Gegner schon mal“,<br />

berichtet der Torwart, der sich zwar<br />

nicht unterbeschäftigt, aber bestens<br />

unterstützt fühlt, auch wenn das<br />

Team unter Verbeek einen äußerst<br />

offensiven, aggressiven Stil pflegt.<br />

„Es ist unglaublich, wie unsere Offensivleute<br />

nach hinten arbeiten.<br />

Die leisten ein sensationelles Laufpensum.<br />

Für die Viererkette und<br />

den Torwart“, so Luthe, „bleibt kaum<br />

etwas übrig. Und das bisschen können<br />

wir da hinten schon regeln.“<br />

Das war zumindest in der Hinrunde<br />

der vorigen Saison nicht immer<br />

der Fall. Bochum, unter Peter<br />

Neururer glänzend gestartet, dann<br />

etwas abgefallen, spielte auch unter<br />

Verbeek zunächst wechselhaft<br />

und an Punkten gemessen nicht<br />

erfolgreicher als zuvor auch. Gesamtzahl<br />

der Gegentreffer in der<br />

Saison 2014/15: ganze 55. In der<br />

aktuellen Runde sind es zwei nach<br />

vier Partien. Bochum hat offensichtlich<br />

den Spagat gefunden zwischen<br />

frühem Stören und Absicherung.<br />

„Wir haben kein einziges Spiel<br />

glücklich gewonnen“, versichert<br />

Christian Hochstätter stolz, der<br />

den neuen Coach im Winter nach<br />

Bochum holte und damit zunächst<br />

fragende Blicke erntete. Verbeek?<br />

Der ist doch mit dem FCN grandios<br />

gescheitert, hieß es. Und aus<br />

Nürnberg klang auch die Kunde von<br />

einem harten, sturen, unbelehrba-


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 85<br />

Gute Arbeit:<br />

Applaus für<br />

Verbeek<br />

Fotos: imago/Team 2, firo<br />

ren Trainer, der gnadenlos offensiv<br />

stürmen ließ, obwohl eine Besinnung<br />

auf eine kompakte Defensive<br />

manchmal verheißungsvoller gewesen<br />

wäre. Außerdem habe der Hobby-Boxer<br />

zu häufig mit Maximalgewichten<br />

und extremer Belastung<br />

trainieren lassen, was ein Grund für<br />

die eine oder andere Muskelverletzung<br />

gewesen sein soll.<br />

In Bochum aber klopfen sie sich<br />

auf die Schulter, wie unter Verbeek<br />

die Trendwende gelang. Der VfL<br />

bietet Spektakel, auch wenn längst<br />

nicht alles optimal läuft. Aber alle<br />

haben verinnerlicht, welche Botschaft<br />

Verbeek vermittelt, wohin die<br />

Reise gehen soll:<br />

„Wir haben kein einziges<br />

Spiel glücklich gewonnen.“<br />

Aktiv sein, das ist<br />

die klare Vorgabe;<br />

das Spiel bestimmen,<br />

den Gegner<br />

früh anlaufen, wenig<br />

Räume bieten,<br />

selbstbewusst auftreten, das Heft in<br />

die Hand nehmen. Mit dem Startrekord<br />

wurden die Erwartungen sogar<br />

übertroffen, und es bleibt abzuwarten,<br />

wie stabil der VfL sich zeigt,<br />

wenn erste Rückschläge auftreten.<br />

Denn erneut musste Sportdirektor<br />

Hochstätter mit ganz wenig Geld<br />

einkaufen gehen, dabei Schulden<br />

tilgen und gleichzeitig die Qualität<br />

des Kaders erhöhen. So waren im<br />

Sommer Danny Latza (ging nach<br />

Mainz) und Michael Gregoritsch<br />

nicht zu halten; doch der junge Österreicher<br />

ist ein Paradebeispiel für<br />

den Bochumer Weg, der schon in<br />

der Ära des langjährigen Vereinspatrons<br />

Werner Altegoer den Bestand<br />

sicherte. Gregoritsch war zunächst<br />

ausgeliehen von Hoffenheim, entwickelte<br />

sich an der Castroper Straße<br />

prächtig, wurde für 500 000 Euro<br />

fest verpflichtet und sodann<br />

gewinnbringend an den HSV transferiert:<br />

für satte drei Millionen.<br />

Kaum zu glauben, wie effizient<br />

gewirtschaftet wird. Seit 2013<br />

gibt Hochstätter als Sportchef die<br />

Richtung vor, und in diesen zwei<br />

Jahren erwirtschaftete der VfL mit<br />

seinen Transfers einen Überschuss<br />

im zweistelligen Millionenbereich –<br />

zum Beispiel mit den Verkäufen von<br />

Leon Goretzka und Gregoritsch sowie<br />

Beteiligungen an den Weiter-<br />

Verkäufen von Matthias Ostrzolek<br />

oder Kevin Vogt, die zuvor in Bochum<br />

ihre ersten Schritte machten.<br />

Vom Stamm also sind nur Latza<br />

und Gregoritsch nicht mehr dabei,<br />

dafür entwickelten Hochstätter<br />

und Co. wieder enorme Fantasie<br />

bei den Einkäufen, wobei auf dem<br />

Transfermarkt erneut keine<br />

großen Investitionen möglich<br />

waren, auch wenn der Lizenzspieler-Etat<br />

leicht von 7,6 auf<br />

8,1 Millionen angehoben wurde.<br />

So erinnerte sich Hochstätter<br />

an Janik Haberer, der ihm einst bei<br />

einem U-20-Turnier aufgefallen war<br />

und nun in Hoffenheim in der zweiten<br />

Mannschaft kickte. In Bochum<br />

zaubert der Nachwuchsmann groß<br />

auf, war die Entdeckung der ersten<br />

Spieltage. Für Tobias Weis hatte<br />

Hoffenheim keine Verwendung<br />

mehr; er heuerte in Bochum an,<br />

war zunächst ausgeliehen und ist<br />

mittlerweile fest verpflichtet. Ähnlich<br />

liegt der Fall bei Thomas Eisfeld:<br />

Er kam zunächst auf Leihbasis<br />

aus Fulham, inzwischen hat auch<br />

er eine Festanstellung: eben geprüft<br />

und für tauglich gefunden in<br />

Verbeeks System.<br />

Bochum bietet<br />

seinen Anhängern<br />

Spektakel<br />

mit einer Idee,<br />

die mittlerweile<br />

den Verein durchdringt.<br />

Bis hinunter in die Jugendmannschaften<br />

wird Verbeeks Stil<br />

geprägt und eine aktive Spielweise<br />

gepflegt, auch wenn die Systeme<br />

durchaus variieren dürfen. Die U 23<br />

hat der VfL vor der Saison abgemeldet;<br />

damit hat der Verein rund<br />

eine Million gespart, sich aber auch<br />

eines wichtigen Instrumentes der<br />

Nachwuchsförderung beraubt. Das<br />

wird teilweise dadurch aufgefangen,<br />

dass täglich möglichst viele der<br />

zehn Top-Talente gemeinsam mit<br />

den Profis auf dem Platz stehen,<br />

auch die Trainer der U 19 und U 17<br />

sind ganz eng dabei. Noch eine weitere<br />

Verbeek-Maßnahme: Am Tag<br />

nach jedem Pflichtspiel bekommen<br />

diejenigen Spielpraxis, die am Wochenende<br />

nur Ersatz waren; auch<br />

sie sollen unter intensiven Wettbewerbsbedingungen<br />

zum Zuge<br />

kommen. Nach wie vor wird jedes<br />

Training aufgezeichnet und ausgewertet,<br />

„die Spieler sind physisch<br />

in einer Top-Verfassung, die Mannschaft<br />

kann 90 Minuten marschieren“,<br />

lobt Hochstätter.<br />

Das Umfeld werde entspannter<br />

angesichts der Siegesserie, die<br />

im Montagsspiel gegen 1860 München<br />

ihre Fortsetzung finden soll.<br />

„Und natürlich folgen die Spieler<br />

dem Trainer noch leichter, wenn<br />

sie jede Woche gewinnen“, sagt der<br />

Ex-Nationalspieler. Dass angesichts<br />

des Raketenstarts niemand zu Hirngespinsten<br />

und Höhenflügen neigt,<br />

ist für Hochstätter selbstverständlich.<br />

„Die Ergebnisse stehen schon<br />

mal da, mehr aber auch nicht. Wir<br />

haben noch nichts erreicht.“<br />

Immerhin sei der Verweis auf<br />

1993/94 gestattet. Auch damals gewann<br />

der VfL die ersten vier Zweitligaspiele.<br />

Und stieg am Ende der<br />

CHRISTIAN HOCHSTÄTTER<br />

Runde als Meister in die Bundesliga<br />

auf.<br />

OLIVER BITTER<br />

Sechs Aufstiegstrainer<br />

1971: Mit Eppenhoff<br />

erstmals in Liga 1<br />

Bochums letzter Aufstiegstrainer<br />

heißt Marcel Koller. Kurios:<br />

Am Ostermontag 2006<br />

machte der stark besetzte<br />

VfL unter dem Schweizer mit<br />

einem 2:0 in Aachen alles<br />

perfekt, die Alemannia stand<br />

bereits als Aufsteiger fest. So<br />

feierten beide Teams ausgelassen<br />

auf dem Tivoli.<br />

Nach gutem Start geriet<br />

der VfL 2001/02 unter<br />

Bernard Dietz ins Trudeln, es<br />

übernahm Peter Neururer.<br />

Eine Punktlandung folgte: Am<br />

letzten Spieltag half Union<br />

Berlin mit einem 3:1 gegen<br />

Mainz; Bochum kletterte mit<br />

einem 3:1 in Aachen doch<br />

noch auf Platz drei.<br />

Ex-Torhüter Ralf „Katze“<br />

Zumdick führte den VfL<br />

1999/2000 zurück nach<br />

oben, erstmals nicht als<br />

Meister. Bochum startete<br />

schwach, Bernard Dietz<br />

sprang ein für Ernst Middendorp,<br />

in der Rückrunde<br />

übernahm Zumdick und<br />

stabilisierte das Team.<br />

Klaus Toppmöller krempelte<br />

den Kader um; der VfL wurde<br />

1995/96 sofort der Favoritenrolle<br />

gerecht. Közle, Michalke,<br />

Peschel und Baluszynski<br />

waren die Haupt-Torschützen<br />

in dem offensiv auftretenden<br />

Team, das mit 17 Punkten<br />

Vorsprung auf Platz vier den<br />

Aufstieg schaffte.<br />

Unter Jürgen Gelsdorf<br />

reparierte der VfL 1993/94<br />

den ersten Abstieg sofort. Die<br />

Mannschaft, kaum verändert<br />

und für Zweitligaverhältnisse<br />

hochwertig besetzt, stand<br />

vom zweiten Spieltag an an<br />

der Spitze und marschierte<br />

unangefochten zurück in die<br />

Bundesliga.<br />

Herrmann Eppenhoff<br />

(gest. am 10. April 1992)<br />

stand seit 1967 unter<br />

Vertrag. Als Meister der<br />

Regionalliga West qualifizierte<br />

sich der VfL 1971 für die<br />

Aufstiegsrunde, wurde in<br />

seiner Gruppe mit 7 Punkten<br />

Vorsprung Erster: der erste<br />

Aufstieg in die Bundesliga!


86 3. LIGA<br />

Positiv unberechenbar<br />

Die Euphorie ist geweckt. Dynamo<br />

Dresden ist der Favoritenrolle<br />

seit dem Saisonstart gerecht<br />

geworden, steht verdient an<br />

der Tabellenspitze – und hat zuletzt<br />

mächtig Selbstvertrauen getankt.<br />

Partien wie jene am vergangenen<br />

Mittwoch gegen den Halleschen FC,<br />

als Dresden in den letzten Minuten<br />

einen 1:2-Rückstand noch in einen<br />

3:2-Erfolg drehte, oder wie die am<br />

Samstag, als bei der Zweitvertretung<br />

Werder Bremens ein zwischenzeitliches<br />

0:1 sogar in Unterzahl noch<br />

umgebogen wurde, hätte man zum<br />

gleichen Zeitpunkt der Vorsaison<br />

vergeblich gesucht. Die Mannschaft<br />

spielte damals ebenfalls überzeugend,<br />

steckte Rückschlage aber<br />

nicht ohne Probleme weg, ließ sich<br />

irgendwann von der eigenen Unsicherheit<br />

vereinnahmen.<br />

Seit dem Spätsommer <strong>2015</strong> zeigt<br />

sich eine andere Dresdner Mannschaft,<br />

die eine stetige Weiterentwicklung<br />

erfährt. Fehlte in einigen<br />

Partien bisher noch die Balance<br />

zwischen Sicherheit und Risiko,<br />

strotzte das Team zuletzt nur so vor<br />

Selbstvertrauen. „Zu Hause kann<br />

Uwe Neuhaus: 102 Bundesligaspiele mit Wattenscheid<br />

Geboren am 26. 11. 1959 in Hattingen<br />

Seine Vereine als Spieler<br />

07/65 – 06/81 TuS Hattingen<br />

07/81 – 06/82 VfL Winz-Baak<br />

07/82 – 06/84 SpVgg Erkenschwick<br />

07/84 – 06/88 Rot-Weiss Essen<br />

07/88 – 07/89 BVL 08 Remscheid<br />

07/89 – 06/94 SG Wattenscheid 09<br />

Seine Einsätze/seine Tore<br />

102 Bundesligaspiele 12<br />

84 Zweitligaspiele 5<br />

151 Amateuroberligaspiele 54<br />

Seine Erfolge als Spieler<br />

Bundesliga-Aufstieg 1990,<br />

Zweitliga-Aufstieg 1986<br />

Seine Vereine als Trainer<br />

1993 bis 1995 SG Wattenscheid 09<br />

Amateure, danach 1. 11. 1995 bis 1996<br />

SG Wattenscheid 09, 1. 10. 1997 bis<br />

1998 VfB Hüls, 1998 bis 2004 Co-Trainer<br />

Borussia Dortmund, 2004 bis 22.<br />

4. 2005 Cheftrainer Borussia Dortmund<br />

Amateure, 23. 4. 2005 bis 8. 11. 2006<br />

Rot-Weiss Essen, 2007 bis 2014 beim<br />

1. FC Union Berlin und seit 1. 7. <strong>2015</strong><br />

Dynamo Dresden<br />

Seine Erfolge als Trainer<br />

Zweitliga-Aufstieg 2006 und 2009<br />

Obenauf: Uwe Neuhaus führte<br />

Union Berlin 2009 in die 2. Liga.<br />

der Gegner vorbeikommen, um sich<br />

das Stadion anzuschauen und die<br />

Kulisse zu erleben. Aber die Punkte,<br />

die bleiben hier“, machte Michael<br />

Hefele nach dem Erfolg gegen Halle<br />

klar. Auch er tritt anders auf als<br />

noch im Vorjahr, geht als Kapitän<br />

nun an bestimmten Stellen voran,<br />

wo er in der vergangenen Saison<br />

selbst noch keine persönliche Orientierung<br />

gefunden hatte.<br />

Nicht nur, aber doch maßgeblich<br />

liegt diese Entwicklung an einem<br />

Mann: Uwe Neuhaus. Es ist<br />

das Wörtchen ambivalent, das seine<br />

Persönlichkeit am treffendsten<br />

beschreibt. Gegenüber der Öffentlichkeit<br />

gibt sich der 55-Jährige professionell.<br />

Worthülsen und lange<br />

Reden sind nicht sein Ding. Prägnante<br />

Antworten hingegen schon,<br />

bisweilen gepaart mit einem treffenden<br />

Wortwitz. Genau das macht<br />

Neuhaus in gewisser Art und Weise<br />

positiv unberechenbar. So etwa, als<br />

er im Jubelsturm nach dem Lastminute-Sieg<br />

gegen Halle kurzzeitig<br />

mit dem auf dem Rasen liegenden<br />

Marvin Stefaniak auf Kuschelkurs<br />

ging. In der Pressekonferenz im Anschluss<br />

trat die zuvor gelebte Euphorie<br />

flux wieder zugunsten einer<br />

kritisch-realistischen Spielanalyse<br />

in den Hintergrund.<br />

Neuhaus produziert sich nicht<br />

über große Worte, sondern über<br />

Inhalte. Er legt extremen Wert auf<br />

Spielkultur und Ballbesitz. Hohe<br />

Bälle sind für den Coach nur Mittel<br />

zum Zweck, spielerische Elemente<br />

hingegen gern gesehen.<br />

Das schnelle Reagieren auf Situationen<br />

und eine variablere Taktik<br />

als im Vorjahr machen Dynamo<br />

eben unberechenbarer. Aus der<br />

im letzten Jahr bemühten Doppelsechs<br />

hat Neuhaus eine Doppelacht<br />

gemacht, um somit durch frühes<br />

Pressing ein besseres Attackieren<br />

zu ermöglichen. Der klare Spiel-


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 87<br />

Seit dem Sommer ist er neuer Dynamo-Coach.<br />

Und UWE NEUHAUS (55) sorgte gleich für Disziplin,<br />

Dynamik, Dominanz – und vor allem für Erfolg.<br />

macher des Vorjahres fehlt, stattdessen<br />

wird Wert auf die offensiven<br />

Außenpositionen gelegt. Und auf<br />

Erfahrung, die auch den Cheftrainer<br />

selbst auszeichnet. Sieben Jahre arbeitete<br />

er ab 2007 beim 1. FC Union<br />

Berlin, führte die Eisernen von der<br />

Regionalliga in die 2. Liga. Der aktive<br />

Fußballer Neuhaus erreichte<br />

erst im Alter von<br />

„Meine Ziele sind die des<br />

Klubs: Wir wollen aufsteigen.“<br />

30 Jahren mit der<br />

SG Wattenscheid<br />

als Verteidiger die<br />

Bundesliga. Als<br />

Trainer musste<br />

der gelernte Elektriker<br />

nicht so lang auf den Erfolg<br />

warten: Mit Borussia Dortmund<br />

bejubelte Neuhaus als Co-Trainer<br />

unter Matthias Sammer 2002 die<br />

Deutsche Meisterschaft.<br />

Dank dieser Erfolge im Rücken<br />

wird Neuhaus ein natürlicher Respekt<br />

zuteil, den seine klare Ansprache<br />

noch weiter unterstreicht.<br />

Disziplin nimmt dabei eine besondere<br />

Rolle ein. Was für ein Profiteam<br />

Normalität sein sollte, geriet<br />

zum Jahresbeginn teilweise aus den<br />

Fugen. Nicht jeder Spieler lebte wie<br />

ein Profi – und auch auf dem Platz<br />

hagelte es zwischenzeitlich jede<br />

Menge Verwarnungen. Ein Beispiel:<br />

Verbuchte Innenverteidiger Dennis<br />

Erdmann in der vergangenen Saison<br />

nach Spieltag drei schon drei<br />

Gelbe Karten, kam sein Nachfolger<br />

Giuliano Modica in nun sechs Partien<br />

ganz ohne Verwarnung aus.<br />

Fakt ist auch: Die Mannschaft agiert<br />

mittlerweile deutlich reifer. Charakterspieler<br />

wie Andreas Lambertz<br />

und Fabian Müller wurden nach<br />

Dresden gelotst, um ihre Erfahrung<br />

einzubringen.<br />

Der Plan<br />

ist aufgegangen.<br />

Nicht zu verachten<br />

ist das Team<br />

um den Cheftrainer:<br />

Mit Peter<br />

Nemeth steht Neuhaus ein loyaler<br />

Partner zur Seite, der Dresden und<br />

den Klub aus eigener Trainererfahrung<br />

und schwierigen Zeiten kennt.<br />

Und: Neuhaus lässt ihn gewähren.<br />

Nicht selten steht der Slowake bei<br />

Spielen selbst gestikulierend an der<br />

Seitenlinie oder zitiert sogar mal<br />

einen Spieler zu sich, um ihn zu<br />

instruieren.<br />

Neuhaus will den langfristigen<br />

Erfolg. Statt sich alle Möglichkeiten<br />

offenzulassen, nimmt er das Team<br />

und nicht zuletzt auch sich von<br />

Beginn an in die Pflicht. „Meine<br />

Ziele sind auch die des Klubs: Wir<br />

wollen aufsteigen“, sagt Neuhaus,<br />

er beendet den Satz mit dem Wörtchen<br />

„Punkt“ und einem schelmi-<br />

UWE NEUHAUS, Dynamo-Coach<br />

schen Grinsen. Spätestens da muss<br />

jedem klar sein: Nachfragen sind<br />

zwecklos. Dass in puncto Sicherheit<br />

und Ordnung sowie gleichzeitiger<br />

Torgefährlichkeit nicht alles gleich<br />

zu 100 Prozent funktionieren kann,<br />

weiß auch Neuhaus einzuordnen.<br />

„Es muss sich innerhalb der Mannschaft<br />

noch stärker breitmachen,<br />

dass wir in jeder Phase des Spieles<br />

selbstbewusst auftreten können.<br />

Und: Trotz ruhigen Spielaufbaus<br />

müssen wir mehr Gefahr vor das<br />

gegnerische Tor bringen.“<br />

Sieben Jahre kontinuierliche Arbeit<br />

von Neuhaus bei Union können<br />

nicht eins zu eins kopiert werden.<br />

Aber schon ein Bruchteil der Zeitspanne<br />

würde Dynamo, wo sich die<br />

Trainer zuletzt fast die Klinke in die<br />

Hand gaben, sehr guttun. Schließlich<br />

wollen auch die Schwarz-Gelben<br />

so sein wie ihr Trainer: positiv<br />

unberechenbar. EVA WAGNER<br />

Fotos: imago/Picture Point, imago/Hentschel, Getty


88 -BUSINESS<br />

„ Die Liga lebt von der<br />

Solidargemeinschaft“<br />

Er ist neu im DFL-Vorstand: KLAUS FILBRY (48) hält nichts von englischen<br />

Verhältnissen, kann sich Montagsspiele vorstellen und rüffelt die Bayern-Bosse.<br />

Fotos: imago/Ulmer, imago/Eibner


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 89<br />

Zu Interview-Terminen bittet er<br />

am liebsten in sein Büro. Im<br />

Turm des Bremer Weserstadions<br />

hat Klaus Filbry im obersten<br />

Stockwerk sein Reich. Direkt nebenan<br />

liegt das Zimmer von Thomas<br />

Eichin, dem Geschäftsführer<br />

Sport. Der neue DFL-Vorstand Filbry<br />

spricht über sein Amt und seine<br />

Pläne in der neuen Funktion.<br />

Im Vorstand der Deutschen Fußball-Liga<br />

haben Sie den Frankfurter Heribert<br />

Bruchhagen abgelöst, der als Anwalt der<br />

kleinen Klubs aufgetreten ist und sich<br />

das Image eines „Robin Hood“ erworben<br />

hat. Fühlen Sie sich nun auch als „Robin<br />

Hood“, Herr Filbry?<br />

Nein, ich fühle mich nicht so. Ich<br />

bin Klaus Filbry, der sich in dem<br />

Gremium für die Belange der Liga<br />

einsetzen wird.<br />

Dies ist sehr allgemein gesprochen. Werden<br />

Sie in Bruchhagens Nachfolge die<br />

Interessen der „kleinen“ Klubs vertreten?<br />

Mir liegt dieses Schubladendenken<br />

fern. Ich will einfach mithelfen, gute<br />

Entscheidungen für die Liga zu treffen.<br />

Aber man kann sicher sagen,<br />

dass ein Aspekt meiner Nominierung<br />

war, dass Werder und Frankfurt<br />

durchaus vergleichbar in Größe<br />

und Interessenslage sind.<br />

Gab es eine Absprache, wonach Bruchhagen<br />

nicht die volle dreijährige Amtszeit<br />

absolviert und Sie bereits als sein Nachfolger<br />

eingeplant waren?<br />

Davon ist mir nichts bekannt.<br />

Hatten Sie ursprünglich nicht vor, bereits<br />

vor zwei Jahren für den DFL-Aufsichtsrat<br />

zu kandidieren?<br />

Das stimmt, aber ich habe die<br />

Kandidatur damals sehr früh zurückgezogen,<br />

weil wir die Wahl des<br />

Berliners Ingo Schiller in den Aufsichtsrat<br />

unterstützen wollten.<br />

Noch mal nachgefragt: Was bedeutet konkret<br />

„Interessen der Liga“?<br />

Profispieler in England<br />

Der am 9. Januar 1967 in Münster<br />

geborene Betriebswirt gehört seit 2010<br />

der Geschäftsführung von Werder Bremen<br />

an. Seit 2012, seit dem Ausscheiden<br />

von Klaus Allofs, fungiert Filbry<br />

als Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der GmbH & Co. KgaA. Er verantwortet<br />

dabei die Bereiche Marketing, Finanzen<br />

und Management. Vor seinem Engagement<br />

in Bremen war der in den USA<br />

ausgebildete Wirtschaftsfachmann seit<br />

1994 beim Sportartikelriesen Adidas<br />

in verschiedenen Funktionen tätig;<br />

zunächst in Europa, später in Nordamerika,<br />

zuletzt als Vizepräsident der<br />

weltweiten Fußballvermarktung. Filbry<br />

spielte aktiv Fußball als Profi bei Wigan<br />

Athletic in der 3. Liga in England, zudem<br />

bei Jahn Forchheim und den Amateuren<br />

des 1. FC Nürnberg.<br />

Ich halte es für enorm wichtig, dass<br />

wir DFL-Geschäftsführer Christian<br />

Seifert und seinem Team den<br />

Rücken stärken. Und dass wir zudem<br />

den aktuellen Partner Sky,<br />

von dem wir sehr profitiert haben<br />

und der ein gutes Produkt liefert,<br />

unterstützen. Alle Anstrengungen<br />

müssen unternommen werden, um<br />

mit dem neuen TV-Vertrag einen<br />

Schritt nach vorn zu machen. Dies<br />

ist die vordringliche Aufgabe.<br />

Neuerdings flammt wieder die Diskussion<br />

auf, ob die TV-Gelder anders verteilt werden<br />

sollen. Ihre Meinung?<br />

Erst einmal muss der Vertrag unter<br />

Dach und Fach sein, dann können<br />

wir uns über den Verteilungsschlüssel<br />

unterhalten. Dass wir als Werder<br />

Bremen durchaus auch andere Kriterien<br />

als die rein sportlichen gern<br />

berücksichtigt hätten, diese Debatte<br />

haben wir ja mit angestoßen. Ich<br />

bin überzeugt, dass man sie auch<br />

ganz sachlich führen kann.<br />

Der Bremer Vorstoß geht in die Richtung,<br />

die unlängst HSV-Vorstand Dietmar Beiersdorfer<br />

angesprochen hat.<br />

Dass wir mit diesen Gedanken nicht<br />

allein stehen, ist nichts Neues. Neben<br />

den sportlichen Maßstäben<br />

sollten auch Nachfragekriterien ins<br />

Auge gefasst werden, beispielsweise<br />

die TV-Quoten oder das Zuschaueraufkommen<br />

bei Auswärtsspielen.<br />

Wie sieht Ihre Position aus bei den Überlegungen,<br />

den Spielplan künftig flexibler<br />

zu gestalten?<br />

Was gegenwärtig diskutiert wird,<br />

halte ich für gut ausbalanciert. Auf<br />

der einen Seite soll der Samstag und<br />

damit die gelebte Tradition weiter<br />

fortgeführt werden. Gleichzeitig sollen<br />

neue Anstoßzeiten erschlossen<br />

werden, um auch sportlichen Notwendigkeiten<br />

bei den in der Europa<br />

League vertretenden Klubs gerecht<br />

zu werden. Soll sagen: möglicherweise<br />

ein Spiel mehr am Sonntag<br />

oder gegebenenfalls auch ein Spiel<br />

am Montag – nicht an allen, aber an<br />

ausgewählten Spieltagen.<br />

Würden Sie zustimmen, dass es sich<br />

dabei nicht nur um sportliche Belange<br />

handelt, sondern auch um Anreize und<br />

Angebote bei den Verhandlungen um einen<br />

neuen TV-Vertrag?<br />

Sicherlich können wir durch das<br />

Schaffen neuer Sendeplätze gewisse<br />

Zusatzeinnahmen generieren, aber<br />

Christian Seifert hat schon deutlich<br />

gemacht, dass Vermarktungserlöse<br />

bei diesem Plan nachrangig sind.<br />

Das Ganze sollte ausgewogen und<br />

Er saß von 2007 bis <strong>2015</strong> im DFL-<br />

Vorstand: Heribert Bruchhagen<br />

moderat gestaltet werden, um das<br />

Kernprodukt, den Samstag-Spieltag<br />

der Liga, zu erhalten. Wir wollen<br />

keine italienischen, spanischen<br />

oder englischen Verhältnisse, wo<br />

gefühlt fast keine Spiele mehr parallel<br />

angepfiffen werden.<br />

Die deutsche Fernseh-Landschaft ist in<br />

Bewegung. Die öffentlich-rechtlichen<br />

Sender haben nicht mehr die Rechte<br />

für die Übertragungen von Olympia bekommen.<br />

Erwarten Sie nun auch große<br />

Überraschungen bei den Verhandlungen<br />

über die Bundesliga-Rechte?<br />

Wir müssen abwarten, wie die diversen<br />

Pakete aussehen werden.<br />

Wir erhoffen uns natürlich eine<br />

leichte Steigerung. Aber Vergleiche<br />

mit England sind unzulässig.<br />

Dort sind die Preise nach oben<br />

geschossen, weil es einen harten<br />

Bieterwettbewerb zweier profitabler<br />

Pay-TV-Unternehmen gegeben hat.<br />

Der Markt in Deutschland ist damit<br />

nicht vergleichbar.<br />

Bayerns Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge<br />

hat neulich wieder die Einzelvermarktung<br />

ins Gespräch gebracht. Wie<br />

beurteilen Sie diese Initiative?<br />

Ich bin ein strikter Gegner davon.<br />

Zudem empfinde ich es als kontraproduktiv,<br />

mit solchen Argumenten<br />

zu diesem Zeitpunkt an die Öffentlichkeit<br />

zu gehen. Die Liga lebt von<br />

der Solidargemeinschaft und somit<br />

auch von der Zentralvermarktung.<br />

Nun treten Sie also doch als „Robin<br />

Hood“ auf, oder?<br />

Wie gesagt, ich halte nichts von<br />

diesem Schubladendenken. Ich bin<br />

einfach überzeugt davon, dass wir<br />

die Verhandlungsposition der DFL<br />

gemeinsam stärken sollten.<br />

INTERVIEW:<br />

HANS-GÜNTER KLEMM<br />

MARKEN<br />

& MÄRKTE<br />

9. Sponsors-Kongress in Hamburg<br />

Hamburg hofft auf die Ausrichtung<br />

der Olympischen Spiele<br />

2024, der DFB auf die EURO<br />

2024. Diese beiden Bewerbungen<br />

stehen im Mittelpunkt beim<br />

9. Sponsors Sports Venue Summit<br />

am Dienstag und Mittwoch in der<br />

Handelskammer Hamburg.<br />

Neuer mit Talenten aus 27 Ländern<br />

75 Fußball-Talente aus 27 Ländern<br />

nahmen auf dem Trainingsgelände<br />

des FC Bayern München<br />

am 7. Allianz Junior Camp teil.<br />

Jugendtrainer des FC Bayern begleiteten<br />

die Talente über sechs<br />

Tage. Aus Deutschland waren<br />

acht Jugendliche dabei, die sich<br />

unter 80 000 Bewerbern durchgesetzt<br />

hatten. Zu den Höhepunkten<br />

zählte ein Treffen mit Nationaltorwart<br />

Manuel Neuer.<br />

Internationales Gruppenbild<br />

mit Weltmeister Manuel Neuer<br />

DFL-„Legends Tour“ mit Jens Lehmann<br />

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann<br />

traf im Rahmen einer weiteren<br />

„Legends Tour“ der DFL in<br />

Mexico City auch Junioren von<br />

Eintracht Frankfurt (U 16) und<br />

Gladbach (U 17). Die Talente nahmen<br />

mit Unterstützung der DFL<br />

an einem Turnier teil, bei dem<br />

sie auf Teams aus Brasilien und<br />

den USA trafen. Lehmann warb<br />

anschließend in Brasilien und in<br />

New York für die Bundesliga. Parallel<br />

war Rekordnationalspieler<br />

Lothar Matthäus in Kuala Lumpur<br />

und Singapur unterwegs. Die<br />

erste „Legends Tour“ hatte Ex-Nationalspieler<br />

Christoph Metzelder<br />

nach China geführt.<br />

R .F.<br />

„Legends Tour“ in Mexico City:<br />

Jens Lehmann war live vor Ort.


90 FORMEL 1<br />

Der<br />

Rote<br />

Platz<br />

Am Wochenende in Monza bestreitet<br />

SEBASTIAN VETTEL (28) seinen ersten<br />

Heim-Grand-Prix für Ferrari. Wie der<br />

Deutsche die Scuderia Runde um<br />

Runde zurück in die Erfolgsspur führt.<br />

Ein Aufmerksamkeitsdefizit muss<br />

Sebastian Vettel sicher nicht befürchten,<br />

wenn er am Wochenende<br />

zum ersten Mal ganz in Rot in<br />

Monza einziehen wird, wo im Autodromo<br />

Nazionale Herz und Seele<br />

des italienischen Motorsports ihre<br />

unvergleichliche Leidenschaft entfalten<br />

werden. Es ist das Heimspiel<br />

des Jahres. Und der große Knall<br />

von Spa, wo ein explodierter Hinterreifen<br />

den Heppenheimer nicht<br />

nur den dritten Platz, sondern vielleicht<br />

auch die letzte realistische<br />

WM-Chance gekostet hat, hat die<br />

Emotionen schon vorab gesteigert.<br />

Auch für Ferrari-Teamchef Maurizio<br />

Arrivabene (58) ist es der erste<br />

Grand Prix vor eigenem Publikum<br />

in seiner neuen Funktion, und alles,<br />

was der smarte Italiener gerade<br />

nicht brauchen kann, sind Negativschlagzeilen.<br />

Und noch weniger<br />

ein verbaler Krieg mit Pirelli,<br />

dem in Mailand beheimateten Rei-<br />

fenausrüster. Eine italienische Traditionsmarke<br />

gegen die andere, das<br />

ist Zündstoff. Und noch schwerer<br />

auszubalancieren als ein Formel-1-<br />

Rennwagen. Eine doppelte Frage<br />

der Ehre. Denn Vettel und Arrivabene<br />

bestehen darauf,<br />

dass ihre<br />

Taktik, in Belgien<br />

mit einem<br />

Boxenstopp das<br />

Treppchen erreichen<br />

zu wollen,<br />

nicht zu riskant gewesen ist.<br />

Pirelli aber kann ebenso wenig auf<br />

sich sitzen lassen, dass die eigenen<br />

Pneus unzuverlässig oder gar<br />

gefährlich sein sollen. Verbunden<br />

mit der bangen Frage, ob oder wie<br />

sich das Haltbarkeitsthema auf<br />

dem Hochgeschwindigkeitskurs<br />

in der Lombardei auswirken<br />

wird, wo die Grenze von<br />

300 km/h permanent<br />

überschritten wird.<br />

„Für uns war immer klar, dass<br />

wir nie zurückstecken werden.“<br />

MAURIZIO ARRIVABENE, Ferrari-Teamchef<br />

In dieser heiklen Situation bleibt<br />

Vettel fest bei seiner Meinung: „Das<br />

Team und ich haben uns gemeinsam<br />

für diese Strategie entschieden.<br />

Ich stehe hinter dem Team,<br />

und das Team steht hinter mir. Das<br />

macht uns zu einem<br />

Team. Das<br />

Team trifft keine<br />

Schuld.“ So oft in<br />

so wenigen Sätzen<br />

„Team“ zu<br />

sagen, das hat<br />

System. Es ist das System Vettel/<br />

Ferrari, stark nachempfunden dem<br />

System Schumacher/Ferrari. Und<br />

es funktioniert nach dem gleichen<br />

Prinzip: Ferrari, ach was, das ganze<br />

Land spürt, dass es der Teutone<br />

ernst meint mit dem Mannschaftsgedanken.<br />

Der Grand Prix von<br />

Italien ist erst der<br />

zwölfte, den der<br />

viermalige Weltmeister<br />

für die<br />

Zug-Pferd: Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel<br />

in seinem roten Flitzer namens „Eva“<br />

Vettel: Bisher 2 Siege, 5 Podestplätze – Ferrari wieder im Rennen<br />

Der Saisonverlauf <strong>2015</strong> des viermaligen Weltmeisters in seinem ersten Jahr bei der Scuderia<br />

GP-Platzierung<br />

1.<br />

2.<br />

3. 3. 3.<br />

5. 5.<br />

4.<br />

3.<br />

1.<br />

Australien Malaysia China Bahrain Spanien Monaco Kanada Österreich Groß- Ungarn Belgien<br />

britannien<br />

12.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 91<br />

Scuderia bestreiten wird, aber er<br />

hat jetzt schon die ihm zugedachte<br />

Rolle als Mannschaftskapitän in jenem<br />

Gebilde ausgefüllt, das Ferrari<br />

den ersten Titel seit Kimi Räikkönen<br />

2007 bescheren soll.<br />

Der Rote Platz.<br />

Als Vettel Anfang August in Ungarn<br />

den zweiten von erhofften drei<br />

Siegen in diesem Aufbaujahr bereits<br />

eingefahren hatte, schrieb Fiat-<br />

Lenker Sergio Marchionne seiner<br />

Mannschaft ins Stammbuch: „Ich<br />

bin mir sicher, dass die Scuderia<br />

nach der Sommerpause entschlossener<br />

denn je zurückkehren wird.“<br />

Spa war schon ein Ansatz, in Monza<br />

steigt der Druck entsprechend noch<br />

an, obwohl die Piste eher den Mercedes-Motoren<br />

entgegenkommt.<br />

Aber Ferrari setzt auf den Budapest-Effekt.<br />

„Im Frühsommer wurde<br />

uns oft vorgehalten, dass wir<br />

uns auf dem absteigenden Ast befänden.<br />

Doch diese Leute hätten<br />

unsere Ergebnisse besser verfolgen<br />

sollen. Wir wussten, dass es in einer<br />

Saison wie dieser Aufs und Abs geben<br />

würde, aber für uns war auch<br />

klar, dass wir nie zurückstecken<br />

werden“, sagt Arrivabene. Ferrari<br />

ist nach den vielen Umbauten im<br />

Team noch nicht ganz auf dem<br />

Hochplateau, aber der Aufwärtstrend<br />

ist unübersehbar. Entscheidend<br />

ist es momentan, immer dann<br />

zur Stelle zu sein, wenn sich auch<br />

nur eine klitzekleine Lücke auftut,<br />

wie bei der Strategie in Spa. Vettel<br />

ist nicht bloß versessen auf den<br />

schnellen Erfolg, er ist beinahe besessen.<br />

Sein jüngster Triumph war<br />

der 41. seiner Karriere, begonnen<br />

hatte alles 2008 im Regen von Monza<br />

mit dem Sensationserfolg für<br />

Toro Rosso. Inzwischen ist Vettel in<br />

der ewigen Siegerliste mit Ayrton<br />

Senna gleichgezogen. Der rasende<br />

Statistiker selbst bezeichnete seine<br />

Bestmarke als „unglaublich“.<br />

Das Hausblatt Gazzetta dello<br />

„Vettel will alle wissen lassen,<br />

wie wichtig der Einzelne ist.“<br />

JAMES ALLISON, Ferrari-Technikchef<br />

Sport begleitet<br />

jeden Triumph<br />

von Vettel bereits<br />

mit dem gelernten<br />

Pathos, siehe<br />

Ungarn: „Die Formel<br />

1 liegt Vettel<br />

zu Füßen. Das ist das Ferrari, das<br />

Enzo Ferrari geliebt hätte. Ein<br />

wahnsinniges Auto mit einem<br />

Phänomen wie Sebastian Vettel am<br />

Steuer. Ein perfekter Tag, in dem<br />

Ferrari die Mercedes-Rolle übernommen<br />

und von dem ersten Meter<br />

an das Rennen dominiert hat. Ferrari<br />

erlebt endlich eine Auferstehung.“<br />

Der Messias-Vergleich hat sich eingebürgert.<br />

Zunächst aber erscheint<br />

die Interpretation der Sonntag<br />

aktuell treffender, die Vettel bei<br />

allen schnellen Verdiensten den<br />

„Ersthelfer“ nennt, denn noch seien<br />

ja keine Heldentaten vollbracht.<br />

Aber üben dafür kann man ja<br />

schon mal. Dementsprechend zelebriert<br />

Vettel die Momente nach<br />

dem Rennen als Teambuilding – ob<br />

es der Bruchstückjubel auf Italienisch<br />

ist oder das Bekenntnis vom<br />

Podium: „Es ist fantastisch, von da<br />

oben in die glücklichen Gesichter<br />

der ganzen Mannschaft zu blicken.“<br />

Für solche Aussagen lieben sie ihn<br />

in Maranello fast noch mehr als für<br />

seine 160 WM-Punkte bisher. Auch<br />

James Allison, der den Weg zurück<br />

nach vorn technisch ebnen soll, ist<br />

von Vettels Aura begeistert: „Ich<br />

erkenne bei ihm<br />

die gleichen Führungsqualitäten<br />

wie bei Michael<br />

Schumacher. Er<br />

will alle in der<br />

Rennfabrik wissen<br />

lassen, wie wichtig der Beitrag<br />

des Einzelnen ist. Die Bewunderung,<br />

die das Team für Michael<br />

empfunden hat, lebt mit Sebastian<br />

wieder auf.“ In der früher so zerstrittenen,<br />

manchmal regelrecht<br />

depressiven Scuderia lebt ein neuer<br />

Geist – und der funktioniert als<br />

Selbstbeschleuniger.<br />

Vettel hat inzwischen den ewigen<br />

Maßstab für sich deuten gelernt:<br />

„Ich verstehe ja, warum die Leute<br />

mich immer mit ihm vergleichen.<br />

Wir sind beide deutsch und sind<br />

beide in schwierigen Zeiten zu Ferrari<br />

gewechselt. Auch von der Organisation<br />

und dem Spirit im Team<br />

gibt es Parallelen.“ Doch ihm ist es<br />

Der WM-Stand<br />

Platz Name<br />

Punkte<br />

1. Lewis Hamilton (GBR) 227<br />

2. Nico Rosberg (GER) 199<br />

3. Sebastian Vettel (GER) 160<br />

4. Kimi Räikkönen (FIN) 82<br />

5. Felipe Massa (BRA) 82<br />

6. Valtteri Bottas (FIN) 79<br />

7. Daniil Kvyat (RUS) 57<br />

8. Daniel Ricciardo (AUS) 51<br />

9. Romain Grosjean (FRA) 38<br />

10. Max Verstappen (NED) 26<br />

11. Sergio Perez (MEX) 25<br />

12. Nico Hülkenberg (GER) 24<br />

13. Felipe Nasr (BRA) 16<br />

14. Pastor Maldonado (VEN) 12<br />

15. Fernando Alonso (ESP) 11<br />

16. Carlos Sainz jr. (ESP) 9<br />

17. Marcus Ericsson (SWE) 7<br />

18. Jenson Button (GBR) 6<br />

auch wichtig, dass er sein eigenes<br />

Kapitel im Erfolgsbuch von Ferrari<br />

schreibt: „Michael hat Dinosaurier-<br />

Fußabdrücke in Maranello hinterlassen.<br />

Deshalb schauen wir nicht<br />

zurück, sondern machen unser eigenes<br />

Ding.“ Maurizio Arrivabene<br />

steht dann vielleicht doch noch die<br />

Erfüllung eines vor Saisonbeginn<br />

gegebenen Versprechens bevor:<br />

„Zwei Siege in diesem Jahr sind gut,<br />

drei wären perfekt. Und wenn es<br />

mehr werden, dann laufe ich 100 Kilometer<br />

barfuß durch die Berge von<br />

Maranello …“ ELMAR BRÜMMER<br />

Monza: Hier feiern<br />

die Italiener ihre<br />

Formel-1-Helden.<br />

Fotos: dpa/Ebener, picture-alliance/Hoch Zwei, imago/Perenyi


92 kicker, 31. August <strong>2015</strong><br />

IHRE MEINUNG<br />

leserforum@kicker.de<br />

Die Problematik des FC Bayern<br />

nachvollziehbar geschildert<br />

Betr.: „Knick statt Kick“ – Die Talente des<br />

FC Bayern und ihre Schwierigkeiten<br />

% Nr. 70<br />

Wenn ich den Artikel über die<br />

Nachwuchsausbildung beim<br />

FC Bayern so lese, kommt mir der<br />

Gedanke: „Was hat das eigentlich<br />

noch mit Fußball oder Sport zu<br />

tun?“ Der FC Bayern hat also keine<br />

Zeit, um Nachwuchs auszubilden.<br />

Lieber kaufen Sie den anderen Vereinen<br />

die „fertigen“ Spieler weg.<br />

Diese wiederum müssen dann<br />

wieder von Neuem anfangen und<br />

können den Bayern somit ja nicht<br />

mehr gefährlich sein. Ist der Spieler<br />

dann einmal da, fällt den Bayern<br />

plötzlich auf: „Ach nö, der Spieler<br />

ist doch nicht so gut, kaufen wir mal<br />

den nächsten.“ In meinen Augen<br />

ist das Wettbewerbsverzerrung. So<br />

können die anderen Vereine, die<br />

in die Ausbildung der Spieler viel<br />

Arbeit investiert haben, nie wirklich<br />

nach oben kommen.<br />

Claudia Pieritz, Schildau-Taura<br />

Im Artikel wird die Problematik des<br />

FC Bayern im Einsatz unfertiger Talente<br />

aufgrund des Erfolgsdruckes<br />

nachvollziehbar herausgearbeitet.<br />

Der Satz über Pep Guardiola, „in<br />

Barcelona holte Guardiola einen<br />

Jungprofi nach dem anderen aus<br />

dem B-Team zu den Profis hoch,<br />

baute damit das große Barca auf“,<br />

trifft zu 100 Prozent auf den Spielstil<br />

Barcelonas der jüngeren Vergangenheit<br />

zu, jedoch nicht auf die Integration<br />

von Nachwuchsspielern.<br />

Prägende Superstars wie Iniesta,<br />

Xavi und Messi spielten vor Guardiola<br />

bereits sechs respektive vier<br />

Saisons im Profiteam, holten als<br />

Ein Dortmunder<br />

Original: Alfred<br />

„Aki“ Schmidt<br />

wird 80 Jahre alt.<br />

Azubi und Chef: Gaudino lauscht Guardiolas Worten.<br />

Stammspieler schon unter Trainer<br />

Rijkaard 2006 die Champions<br />

League. Pascal Bigalk, Berlin<br />

Der FC Bayern entwickelt sich, was<br />

das Thema Jugend angeht, in eine<br />

ähnliche Richtung, wie es bei vielen<br />

englischen Vereinen der Fall ist. Es<br />

gibt kaum noch Spieler aus dem<br />

eigenen Stall, die sich auch zu einer<br />

festen Größe in der ersten Mannschaft<br />

entwickeln, da ihnen die nötige<br />

Zeit nicht zugesprochen wird.<br />

Wenn es die Bayern nicht schaffen,<br />

wieder den ein oder anderen<br />

Spieler aus der Jugend in die erste<br />

Mannschaft zu integrieren, findet<br />

eine weitere Internationalisierung<br />

im Kader statt, was auf lange Sicht<br />

zu einem Identifikationsproblem<br />

mit der Mannschaft führen könnte<br />

und das Mia-san-mia-Credo auf die<br />

Probe stellen wird.<br />

Patrick Heckler, Sulzfeld<br />

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!<br />

MONTAG, 31. AUGUST<br />

Trainer Holger Osieck wird 67 Jahre, Edwin Moses<br />

(USA, Leichtathletik, OS 1976, 1984, 2 x WM 400 m<br />

Hürden) 60, Schiedsrichter Markus Schmidt 42.<br />

DIENSTAG, 1. SEPTEMBER<br />

Günter Herrmann (9 A) 76, Gerhard Strack (10 A)<br />

60, Ruud Gullit (66 A Niederlande, EM 1988) 53,<br />

Trainer Uwe Koschinat 44.<br />

MITTWOCH, 2. SEPTEMBER<br />

Willi Giesemann (14 A) 78, Joachim Bäse (1 A,<br />

234 BL Braunschweig) 76, Hans-Ulrich Grapenthin<br />

(21 A DDR, OS 1976) 72, Lennox Lewis (Kanada/<br />

Großbritannien, Boxen, OS 1988 Superschwergewicht,<br />

Profi-WM 1992–2004) 50, Andreas Möller (85 A, WM<br />

1990, EM 1996) 48<br />

Mir ist ein Kämpfer lieber<br />

als ein Schauspieler<br />

Betr.: „Streitfall Zambrano“ – Die Eintracht<br />

fürchtet eine Treibjagd auf den Verteidiger<br />

% Nr. 70<br />

Es wird Zeit, dass der DFB der<br />

schon länger anhaltenden Hetze<br />

gegenüber Spielern wie Carlos<br />

Zambrano, der zugegebenermaßen<br />

eine oft „grenzwertige“ Zweikampfführung<br />

an den Tag legt, Einhalt<br />

gebietet. Meiner Meinung nach<br />

sollten unsportliche theatralische<br />

Schauspieleinlagen, die eine Rote<br />

Karte für den Gegner zum Ziel haben,<br />

auch mit der Roten Karte und<br />

einem Spiel Sperre bestraft werden.<br />

Klaus Hecht, Arzberg<br />

Keine Frage, Carlos Zambrano wandelt<br />

oft am Rande eines Platzverweises.<br />

Nicht immer zu Unrecht.<br />

DONNERSTAG, 3. SEPTEMBER<br />

Walter Kelsch (4 A) 60, Michael Schulz (7 A) 54,<br />

Jerome Boateng (52 A, WM 2014) 27.<br />

FREITAG, 4. SEPTEMBER<br />

Prof. Dr. Wilfried Kindermann (ehem. Mannschaftsarzt<br />

DFB-Nationalmannschaft) 75, Kerstin Garefrekes<br />

(130 A, WM 2003, 2007, EM 2005, 2009) 36, Aaron<br />

Hunt (3 A) 29.<br />

SAMSTAG, 5. SEPTEMBER<br />

Alfred Schmidt (25 A) 80, Paul Breitner (48 A, WM<br />

1974, EM 1972) 64, Matthias Sammer (23 A DDR,<br />

51 A DFB, EM 1996) 48.<br />

SONNTAG, 6. SEPTEMBER<br />

DFB-Trainer Bernd Stöber 63, Stephan Engels<br />

(8 A) 55, Holger Fach (5 A) 53.<br />

Foto: imago/Simon<br />

Bitte schreiben Sie an:<br />

Redaktion kicker-sportmagazin<br />

– Leserforum – Badstraße 4 – 6,<br />

90402 Nürnberg, Fax: 0911 / 2 16 - 22 52<br />

E-Mail: leserforum@kicker.de<br />

Erforderliche Angaben: Jeweils voller Vor- und<br />

Nachname sowie Anschrift des Verfassers<br />

plus kicker-Ausgabe und -Artikel, auf die sich<br />

der Leserbrief bezieht (gilt auch für E-Mails).<br />

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe<br />

zu kürzen. Kürzere Stellungnahmen haben<br />

größere Chancen auf Veröffentlichung.<br />

Meinungen der Leser entsprechen nicht<br />

unbedingt der kicker-Meinung.<br />

Man muss aber auch ganz klar sagen,<br />

dass es den meisten sogenannten<br />

Fußballfans wohl das liebste<br />

wäre, wenn der Peruaner schon<br />

alleine für das Betreten des Platzes<br />

die Gelbe Karte sehen würde. Mir<br />

persönlich ist so ein Kämpfer lieber<br />

als ein Fallensteller und Schauspieler.<br />

Andy Forster, Nürnberg<br />

Werner Schneyders Kolumne<br />

war wieder mal sehr schön<br />

Betr.: „Bayern spielt mit zwei Teams“ –<br />

Kolumne von Werner Schneyder<br />

% Nr. 70<br />

Eine sehr schöne Kolumne hat der<br />

Werner da wieder verfasst. Eine<br />

kleine Ergänzung habe ich dennoch.<br />

Der „Mann, der Deutschland<br />

mit einem kleinen Geniestreich<br />

zum Weltmeistertitel schoss“, könnte<br />

immer noch als Idol mit Stammplatz<br />

beim BVB spielen, wenn er<br />

und seine Berater nicht so geldgierig<br />

wären … Ulf Krüger, Panketal<br />

Wie wär’s mit einem<br />

Sportvorstand wie Effenberg?<br />

Betr.: „Das Pulverfass“ – Situationsanalyse<br />

des 1. FC Nürnberg<br />

% Nr. 71<br />

Hut ab vor Christian Biechele für<br />

den Artikel über den 1. FC Nürnberg<br />

– sehr, sehr gut. Er zeigt eindrucksvoll,<br />

dass weniger Mannschaft<br />

und Trainer derzeit das große<br />

Problem sind. Dieses liegt viel weiter<br />

oben in der Führungsetage und<br />

viel tiefer, dieses sollte sich auch<br />

mal der Aufsichtsratsvorsitzende<br />

vor Augen halten. Zum Schluss<br />

habe ich noch eine Bitte an Herrn<br />

Meeske: Bitte nehmen Sie ab dem<br />

1. 9. das Heft in die Hand und stellen<br />

alles auf den Kopf. Eventuell<br />

können Sie sich ja einen Charakter à<br />

la Effenberg als Sportvorstand dazuholen.<br />

Michael Schön, Nürnberg


94 MIXED ZONE<br />

NACHSPIELZEIT<br />

Olympia-Verlag GmbH<br />

Badstraße 4–6, 90402 Nürnberg<br />

info@olympia-verlag.de<br />

Direktwahl für<br />

Redaktion: +49 911 216 22 42 FAX: +49 911 216 22 52<br />

Abonnement: +49 911 216 22 22 FAX: +49 911 216 22 30<br />

Anzeigen: +49 911 216 22 13 FAX: +49 911 216 27 39<br />

Gegründet 1920 durch Walther Bensemann (†)<br />

Herausgeber: Rainer Holzschuh<br />

Chefredaktion:<br />

Jörg Jakob (Leitung Gesamt)<br />

Rainer Franzke (Geschäftsführend)<br />

Jean-Julien Beer (Leitung Print)<br />

Alexander Wagner (Leitung Digital)<br />

Zuständig für Kooperationen:<br />

Klaus Smentek<br />

Art Direction:<br />

Dieter Steinhauer, Sabine Klier (Stv.)<br />

Chefreporter: Karlheinz Wild, Oliver Hartmann (und Leitung<br />

Redaktion Berlin)<br />

Reporter: Hans-Günter Klemm (und Sonderaufgaben),<br />

Thomas Hennecke<br />

Leitende Redakteure:<br />

Stefan Bomhard, Manfred Ewald, Axel Heiber, Manfred Münchrath,<br />

Günter Wiese<br />

Redaktion:<br />

redaktion@kicker.de<br />

David Bernreuther, Christian Biechele, Thomas Böker, Martin<br />

Gruener, Hartwig Hasselbruch, Harald Kaiser, Marcus Lehmann,<br />

Frank Linkesch, Markus Löser, Klaus Meßenzehl, Martin Messerer,<br />

Georgios Moissidis, Peter Nickel, Michael Pfeifer, Uwe Röser,<br />

Thomas Roth, Bernd Salamon, Sabine Vögele, Jana Wiske,<br />

Jörg Wolfrum, Mounir Zitouni<br />

Datenredaktion/Dokumentation:<br />

Christoph Huber (Leitung), Georgios Vavritsas (Stv.),<br />

Conrad Carl, Stephan Epple, Robert Hohensee,<br />

Hanns-Peter Holzberger, Ulrich Matheja, Horst Wnuck<br />

Fotoredaktion: Peter Dworschak (Leitung),<br />

Michael Beims, Kenan Hakverdi<br />

Layout & Produktion: Tina Binder, Matthias Bracke, Claus Cheng,<br />

Uwe Fuchs, Horst Goebel, Birgit Messer, Heinz Neubauer,<br />

Sonja Pfaffenberger, Stefan Schmid, Andreas Stellwag,<br />

Christian Weber, Michael Zöllner<br />

Technische Produktion: Stefan Kemmether, Thomas Massler<br />

Herstellung: Hermann Draser (Leitung)<br />

Digitale Medien:<br />

Werner Wittmann (Leitung), Manuel Kröppelt (Stv.)<br />

Regionalredaktionen:<br />

West: Frank Lußem (Leitung)<br />

Oliver Bitter, Toni Lieto, Jan Lustig,<br />

Stephan von Nocks, Jan Reinold<br />

Robert-Perthel-Straße 4, 50739 Köln<br />

Telefon +49 221 17 08 59 - 0, FAX +49 221 17 08 59 22<br />

Nord: Michael Richter (Leitung)<br />

Thomas Hiete, Thiemo Müller<br />

Woltorfer Straße 77c, 31224 Peine<br />

Telefon +49 5171 66 66, FAX +49 5171 7 40 02<br />

Büro Hamburg:<br />

Sebastian Wolff, Margaretenstraße 48,<br />

20357 Hamburg, Telefon +49 40 444 65 38 62<br />

Südwest: Rainer Franzke (Leitung), Ulrich Gerke (Stv.),<br />

Michael Ebert, Julian Franzke, Benjamin Hofmann, Carsten Schröter<br />

Waldstraße 226, 63071 Offenbach<br />

Telefon +49 69 85 70 76 - 0, FAX +49 69 82 37 02 00<br />

Berlin:<br />

Andreas Hunzinger, Steffen Rohr<br />

Reuchlinstraße 10–11, 10553 Berlin<br />

Telefon +49 30 23 08 63 - 0, FAX +49 30 26 55 09 93<br />

Motorredaktion: Ulla Ellmer<br />

Hauptvertriebsleiter: André Kolb Wir unterstützen die Initiative<br />

Abonnement und Leserservice:<br />

kicker-sportmagazin Leserservice,<br />

90327 Nürnberg, leserservice@kicker.de<br />

kicker-sportmagazin erscheint wöchentlich<br />

montags und donnerstags. Das Print-<br />

Abonnement umfasst die Montag- und Donnerstag-Ausgabe<br />

und kostet im Inland monatlich € 17,00, für Studenten € 8,50<br />

(Nachweis erforderlich). Auslandspreise auf Anfrage. Eine<br />

Kündigung ist sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Zeitraums<br />

schriftlich mitzuteilen. Die Preise für eMagazine sind abrufbar unter<br />

www.kicker.de/abo<br />

Leiter Vermarktung Print und Digitale Medien:<br />

Martin Schumacher, Otto Hofbeck (Stv. Leiter<br />

Vermarktung Print und verantwortlich für Anzeigen),<br />

Marco Lutz (Stv. Leiter Vermarktung Digitale Medien)<br />

Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 46 vom 01.01.<strong>2015</strong><br />

anzeigen@kicker.de<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos, Dias, Bücher<br />

usw. keine Haftung. Die gesamte Zeitschrift einschließlich aller<br />

ihrer Teile ist urheberrechtlich geschützt, soweit sich aus dem<br />

Urheberrechtsgesetz und sonstigen Vorschriften nichts anderes<br />

ergibt. Jede Verwertung ist ohne schriftliche Zustimmung des<br />

Verlags unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen,<br />

Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und<br />

Verarbeitung in elektronischen Systemen. Copyright für Inhalt<br />

und Gestaltung — falls nicht ausdrücklich anders vermerkt — by<br />

Olympia-Verlag GmbH <strong>2015</strong>.<br />

Druck des aktuellen Teils: Verlag Nürnberger Presse Druckhaus<br />

Nürnberg GmbH & Co. KG; Heider Druck GmbH, Bergisch Gladbach;<br />

A. Beig Druckerei und Verlag GmbH & Co. KG, Pinneberg; Pressehaus<br />

Bintz-Verlag GmbH & Co. KG Zeitungsgruppe Offenbach-Post,<br />

Offenbach; Henke Pressedruck, Berlin, Schenkelberg Druck Weimar<br />

GmbH, Weimar. Druck des Tiefdruckteils: Burda Druck Nürnberg<br />

GmbH & Co. KG, Nürnberg. ISSN 0023-1290.<br />

kicker (Mon + Thu) (USPS no 0294600) is published semiweekly<br />

by Olympia-Verlag GmbH. Subscription price for USA is $ 450 per<br />

annum. K. O. P.: German Language Pub., 153 S Dean St, Englewood<br />

NJ 07631. Periodicals postage is paid at Paramus NJ 07652.<br />

Postmaster: Send address changes to: kicker (Mon + Thu), GLP,<br />

PO Box 9868, Englewood NJ 07631.<br />

Printed in Germany.<br />

Mit getönter Brille und<br />

Kappe: Max Merkel als<br />

Erfolgstrainer von<br />

1860 München. Als<br />

kantiger Verteidiger<br />

kannte Merkel (Foto<br />

Mitte, rechts) kein<br />

Pardon, hier gegen<br />

Austria (1953). Foto<br />

rechts: Als Routinier<br />

von Rapid (1951)<br />

Zweimal<br />

für die Ewigkeit<br />

War’s überhaupt ein richtiges<br />

Länderspiel? Offiziell schon.<br />

In Wirklichkeit spielte der<br />

Fußball aber gerade in diesen<br />

Tagen seine wichtigste Rolle abseits<br />

des Rasens. Die Partie gegen<br />

die Slowakei, ausgetragen am<br />

27. August 1939, sollte in erster<br />

Linie Propaganda pur sein für die<br />

Nationalsozialisten. Es ist ja bemerkenswert,<br />

dass gleichzeitig ein weiteres<br />

Länderspiel gegen die Schweden<br />

ausgetragen werden sollte, mit<br />

den besten Spielern von Reichstrainer<br />

Sepp Herberger. Sie hießen<br />

damals Bernhard Klodt, Paul Janes,<br />

Andreas Kupfer, Albin Kitzinger,<br />

Ernst Lehner oder Helmut Schön;<br />

ein Team, das stark an die berühmte<br />

Breslau-Elf erinnerte, die am<br />

16. Mai 1937 Dänemark 8:0 geschlagen<br />

hatte. Doch diese Begegnung<br />

der „ersten Garnitur“ in Stockholm<br />

wurde kurzfristig wegen drohender<br />

Kriegsgefahr abgesagt.<br />

Anders in Preßburg. Fünf Tage<br />

später brach zwar tatsächlich der<br />

Zweite Weltkrieg aus, doch dieses<br />

Spiel der „großdeutschen“ Elf, einer<br />

besseren Wiener Stadtauswahl,<br />

fand noch statt. Max Merkel kam<br />

so zu seinem einzigen Länderspiel<br />

für Deutschland. Der spätere Startrainer,<br />

der 1860 München (1966)<br />

und den 1. FC Nürnberg (1968) zur<br />

Deutschen Meisterschaft führen<br />

sollte, war schließlich einer von<br />

„Ein Techniker war ich nicht.<br />

Hart war ich, und robust.“<br />

acht Österreichern, die nach der<br />

Annexion des Nachbarlandes für<br />

diese Begegnung berufen wurden.<br />

Die Slowakei war gerade erst von<br />

der FIFA als unabhängiger Verband<br />

bestätigt worden, der erste Gegner<br />

sollte „Befreier“ Deutschland sein.<br />

Es war also nicht nur das erste Länderspiel<br />

für Max Merkel, sondern<br />

auch für die Slowakei.<br />

Preßburg, das heute Bratislava<br />

heißt, liegt wie Wien an der Donau.<br />

Etwa 80 Kilometer trennen<br />

die beiden Metropolen. Die schöne<br />

Er spielte je einmal für Deutschland<br />

und Österreich: MAX MERKEL sorgte<br />

bereits als Spieler für Schlagzeilen.<br />

MAX MERKEL<br />

Altstadt von Preßburg galt für viele<br />

damals schon als Ausflugsziel. Also<br />

fuhr auch die deutsche Mannschaft<br />

nach einer Nacht im Wiener Hotel<br />

„Kummer“ einfach mit dem Dampfer<br />

zum Spiel. „Die kleine Reise gestaltete<br />

sich sehr angenehm, man<br />

war in bester Laune“, schrieb der<br />

kicker über die ungewöhnlichen<br />

Umstände. Allerdings: Es gab kurzfristig<br />

weitere personelle Sorgen,<br />

nachdem bereits etliche Spieler abgesagt<br />

hatten, weil sie Militärdienst<br />

verrichteten oder verletzt waren. So<br />

mussten nun auch noch der Wiener<br />

Läufer Gall und der Stürmer<br />

Klingler passen. Quasi in allerletzter<br />

Minute kam dadurch Max Merkel<br />

ins Boot nach Preßburg, das am<br />

Sonntag früh ablegte. Am Ende<br />

des Tages erlebte er eine herbe<br />

Enttäuschung.<br />

Es war schon ein besonders heißer<br />

Tag in Preßburg, die Menschen<br />

strömten ins ausverkaufte Stadion,<br />

17 000 Besucher kamen schließlich –<br />

ein regelrechtes Volksfest wurde<br />

abgehalten, unsinnige Reden diverser<br />

Funktionäre und Politiker


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 95<br />

wurden vor dem Anpfiff auch noch<br />

geschwungen; sie sollten für die<br />

rechte Stimmung sorgen. Danach<br />

aber wurde schnell klar: Die zusammengewürfelte<br />

Truppe, die da<br />

von Herberger aufgeboten wurde,<br />

war überhaupt nicht eingespielt;<br />

zudem unterschätzten vor allem die<br />

bekannten Spieler aus Wien, angeführt<br />

von Franz „Bimbo“ Binder,<br />

den patriotischen Ehrgeiz der Slowaken,<br />

die am Ende überraschend,<br />

aber verdient 2:0 gewannen.<br />

Und Max Merkel? Der kicker<br />

schrieb über seine 90 Minuten: „Er<br />

ist ein großer, etwas schwerfälliger,<br />

aber nicht gerade untalentierter<br />

Spieler, der in der letzten Zeit<br />

vorwiegend im Angriff verwendet<br />

wurde und als Läufer zu langsam<br />

ist.“ Harte Worte. Merkel sah sich<br />

damals am liebsten als Stürmer.<br />

Viele, viele Tore wollte der junge<br />

Mann noch schießen, bald schon<br />

durfte er sie mangels Offensivtalent<br />

HINTERGRUND<br />

Nur einmal für die deutsche Nationalelf –<br />

das passierte beileibe nicht nur einem<br />

Max Merkel. Insgesamt standen bislang<br />

916 Spieler für die DFB-Auswahl auf dem<br />

Platz, und bei 251 Berufenen blieb es<br />

beim Debütantenball. Das sind immerhin<br />

27,4 Prozent, mehr als ein Viertel.<br />

Man denke nur an Spieler wie Manfred<br />

Bockenfeld, Martin Max oder Zoltan Sebescen,<br />

die ihre Karrieren längst beendet<br />

Vor 76 Jahren<br />

27,4 Prozent waren Eintagsfliegen<br />

Martin spielte nur drei Minuten<br />

Fotos: Horstmüller, picture-alliance/dpa (2)<br />

nur noch verhindern. Der „Landgendarm“,<br />

wie er von seinen Mitspielern<br />

nicht immer schmeichelhaft<br />

genannt wurde, spielte damals<br />

für den Wiener Sport-Club und war<br />

erst 20 Jahre alt. Merkels gute Zeit,<br />

als er mit Ernst Happel bei Rapid<br />

Wien ein legendäres, aber nicht gerade<br />

von großer persönlicher Zuneigung<br />

geprägtes Verteidigerpaar<br />

bildete, kam noch, auch wenn seine<br />

spielerischen Defizite stets blieben.<br />

Vier Meistertitel mit Rapid – keine<br />

schlechte Quote für einen Spieler<br />

dieser spartanischen Qualität.<br />

Der spätere Erfolgscoach der<br />

60er Jahre, der den Fußball als einer<br />

der Ersten auch als Unterhaltungsbetrieb<br />

verstand und mit flotten<br />

Sprüchen bis zu seinem Ableben<br />

am 28. November 2006 befeuerte,<br />

erhielt von Herberger keine zweite<br />

Chance mehr. Aus verständlichen<br />

Gründen. „Zu den großen Technikern<br />

gehörte ich nicht. Hart war ich,<br />

stämmig und robust“, beschrieb er<br />

sich selbst in seiner Biografie „Mit<br />

Zuckerbrot und Peitsche“, ein Titel,<br />

der für seine Trainertätigkeit steht,<br />

die einige Jahre sehr erfolgreich verlief,<br />

aber menschlich stets schwierig<br />

blieb. Vor allem für seine Spieler.<br />

Eine versöhnliche Pointe gibt’s<br />

aber für Merkels Laufbahn als Nationalspieler<br />

doch noch: Mit 33 absolvierte<br />

der Haudrauf in allen Gassen<br />

ein weiteres Länderspiel. Am<br />

22. Juni 1952 stand er plötzlich in<br />

der Auswahl Österreichs, es gelang<br />

ein 1:1 gegen die Schweiz. Ein<br />

Prestigeerfolg für einen Akteur, der<br />

kein Mozart war, sondern sich alles<br />

schwer erkämpfen musste. Merkel<br />

spielte also jeweils einmal für zwei<br />

Nationalteams. Zweimal für die<br />

Ewigkeit, was will man mehr „als<br />

Roboter“? So Merkel über Merkel.<br />

Im März 1954 beendete er seine<br />

Spielerlaufbahn. GÜNTER WIESE<br />

haben. Oder an Heiko Scholz, der im Oktober<br />

1992 gegen Mexiko zum Einsatz kam,<br />

zuvor aber schon für die DDR siebenmal<br />

gespielt hatte.<br />

Der Stuttgarter Bernd Martin stand am<br />

2. Mai 1979 bei seinem Deutschland-<br />

Debüt lediglich drei Minuten lang auf dem<br />

Platz. Trainer Jupp Derwall brachte ihn in<br />

Wales bei einem EM-Qualifikationsspiel.<br />

Auch ein Rekord – bis heute. cat<br />

abpfiff.<br />

HG BUTZKO ist direkt<br />

gegenüber der Glückauf-<br />

Kampfbahn in Gelsenkirchen<br />

geboren, trotzdem<br />

wurde er Kabarettist. Er<br />

erhielt 2014 den Deutschen<br />

Kleinkunstpreis in<br />

der Sparte Kabarett.<br />

www.butzkolonie.de<br />

Es war ein ganz normaler Montagmorgen<br />

in einem ganz normalen<br />

November, als ich, wie<br />

jeden Montagmorgen, in meiner<br />

popeligen Straße zum popeligen<br />

Bäcker wollte, um ganz normale<br />

Brötchen zu holen. Dann, wie<br />

jeden ganz normalen Montagmorgen,<br />

weiter in den popeligen<br />

Supermarkt, wegen Milch, Käse,<br />

Eiern. Zum Schluss noch zum<br />

popeligen Zeitschriftenhändler<br />

an der Ecke, um wie jeden ganz<br />

normalen Montag Spiegel, Süddeutsche,<br />

Reviersport, Taz zu besorgen,<br />

und . . . äh . . . ach<br />

ja, den kicker. Fast hätt ich<br />

den vergessen. Anschließend<br />

nach Hause, Kaffee<br />

aufsetzen, frühstücken,<br />

und in der ganz normalen<br />

Montagmorgen-Zeitungslektüre<br />

mal wieder den<br />

ganz normalen Schalke-<br />

Wahnsinn des ganz normalen<br />

vorangegangenen<br />

Spieltags nochmals ganz normal<br />

nachleiden. Und wenn ich „leiden“<br />

schreibe, dann meine ich<br />

„leiden“, denn egal, wie das Spiel<br />

war, Schalke-Spiele sind stets eine<br />

Angelegenheit des Leidens, und<br />

nur das macht es erst zu einem<br />

Schalker Leiden. Ein Umstand,<br />

der diesen Verein so unerreichbar<br />

macht. Hehre Worte, ich weiß,<br />

aber die sind nicht von mir, sondern<br />

von einem Weltstar. Unglaublich?<br />

Doch der Reihe nach.<br />

An diesem Montagmorgen im<br />

November geschah es, dass in<br />

meiner popeligen Straße in meinem<br />

popeligen Supermarkt plötzlich<br />

an der Kasse vor mir einem<br />

Kunden sein Wechselgeld aus den<br />

Fingern rutschte, und mir darauf<br />

das Herz in die Hose. Es gab<br />

schon mal vier Minuten in meinem<br />

Leben, die sich anfühlten<br />

wie das Verlassen des Raum-Zeit-<br />

Kontinuums. Schalker wissen,<br />

von welchen vier Minuten ich<br />

rede. Dies hier waren die zweiten.<br />

Ich habe als Sechsjähriger Autogramme<br />

sämtlicher Schalker Spieler<br />

gesammelt: Nigbur, Fischer, Rüssmann,<br />

Lütkebohmert, Sobieray,<br />

Libuda, Kremers, also beide. 40 Jahre<br />

später fühlte ich mich plötzlich<br />

nicht ein Jahr älter als damals. Ich<br />

hatte keine Wahl: „Senor Raul?“<br />

Ich konnte kein Spanisch, er<br />

kein Deutsch, und unser Englisch<br />

reichte grade mal für eine Simultanübersetzung<br />

in Gebärden-Esperanto.<br />

Trotzdem verstand er, was dieser<br />

erwachsene Mann da von ihm wollte:<br />

ein Handyfoto, ein Selfie mit mir<br />

und ihm, dieser Erscheinung aus<br />

Die Story eines Selfies<br />

Endlich<br />

wieder Sechs<br />

einer anderen Galaxie in meiner<br />

popeligen Straße. Obwohl er wahrscheinlich<br />

nur in Ruhe seinen ganz<br />

normalen Montagmorgen-Einkauf<br />

tätigen wollte, nahm er sich die<br />

zehn Sekunden, und gewährte einem<br />

46 Jahre alten Sechsjährigen<br />

diese Aufnahme. Das war vor drei<br />

Jahren.<br />

<strong>2015</strong> nun gab Raul ein kicker-<br />

Interview und sagte darin: „Schalke<br />

ist unerreichbar. (s. o.!) Es war erstaunlicherweise<br />

so, dass ich mich<br />

vielleicht nicht vom ersten Tag an,<br />

aber ganz sicher schon nach einer<br />

Woche wie zu Hause gefühlt habe,<br />

als wäre ich an meinen Ort gekommen.<br />

Von Anfang an bis zum letzten<br />

Tag war da eine ganz spezielle<br />

Bindung und Verbindung zwischen<br />

den Fans und mir. Ganz ehrlich: Ich<br />

kann diese tollen Anhänger nicht<br />

vergessen, niemals.“<br />

Lieber Senor Raul Gonzalez<br />

Blanco, lassen Sie mich meine<br />

Tränchen aus den Augen wischen<br />

und es mal so sagen: „Das geht uns<br />

mit Ihnen ganz genau so.“


kicker, 31. August <strong>2015</strong> FUSSBALL IM OSTEN 73<br />

FUSSBALL IM OSTEN<br />

Foto: Jan Hübner<br />

Der entscheidende<br />

Rückschlag für Aue:<br />

Das 1:0 für Würzburg<br />

Auszeit im Erzgebirge<br />

Entgegen vieler Prognosen ist Absteiger AUE gut in die Drittliga-Saison<br />

gekommen. Doch die neufomierte Mannschaft weist noch Defizite auf.<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Ergebnisse auch auf kicker.de<br />

Die Sportler-Weisheit ist nicht<br />

neu: Aus Niederlagen lernst<br />

du, siehst deine Fehler, die<br />

bei Siegen oft überdeckt werden.<br />

Pavel Dotchev (49), der Trainer<br />

des FC Erzgebirge Aue, wird daher<br />

in den kommenden Tagen<br />

so manche Unterrichtsstunde<br />

abhalten.<br />

Im Grunde war die Niederlage<br />

bei den Würzburger <strong>Kicker</strong>s eine<br />

logische Folge der vergangenen<br />

Wochen. Vier Pflichtspielsiege<br />

nacheinander hatte Aue<br />

zuvor geholt, das hatte der<br />

neuformierten Mannschaft<br />

kaum einer zugetraut. Der<br />

FCE fand schnell<br />

in die Drittliga-<br />

Spur. Schneller,<br />

als die kühns-<br />

Pavel Dotchevs Team fehlt<br />

die letzte Konsequenz.<br />

ten Optimisten<br />

glaubten. Zehn<br />

Punkte nach sechs Spielen und<br />

eine Runde weiter im Pokal: Am<br />

26. Juli, wenige Stunden vor dem<br />

Saisonstart gegen Osnabrück,<br />

hätten diese Bilanz sämtliche<br />

Verantwortlichen sofort unterschrieben.<br />

Die Mannschaft<br />

macht Spaß, sie passt. Aber sie ist<br />

trotzdem noch dabei, zu lernen.<br />

Sie muss noch wachsen.<br />

Neun Punkte in Folge waren<br />

sehr, sehr gut. So mancher<br />

schwere Fehler fiel dabei nicht<br />

ins Gewicht. In Würzburg waren<br />

sie umso deutlicher zu sehen.<br />

Aue war in Unterfranken keineswegs<br />

schlechter, aber irgendwo<br />

war etwas die Luft raus. Die letzte<br />

Konsequenz war vorne und<br />

hinten nicht zu sehen, Aue war<br />

gedanklich nicht bei 100 Prozent.<br />

Dotchevs Team nahm sich<br />

im Unterbewusstsein eine kleine<br />

Auszeit. Schlimm ist es nicht, es<br />

muss aber ausgewertet werden,<br />

denn gegen biedere Würzburger<br />

war ein Punkt mehr als nur drin.<br />

„Wir hatten in der englischen<br />

Woche zwei schwere Spiele in<br />

den Knochen, in denen wir<br />

viel investiert haben. Auf<br />

dem Platz waren gefühlte 40<br />

Grad. Daher wollten wir mit<br />

wenig Aufwand<br />

das Spiel kontrollieren“,<br />

sagt<br />

Dotchev. „Das<br />

ist uns über 90<br />

Minuten gelungen,<br />

wir haben nur eine Chance<br />

zugelassen. Umso bitterer ist die<br />

Niederlage. Sie muss uns eine<br />

Lehre sein.“ Eine der Lehren ist,<br />

stets voll konzentriert zu sein, in<br />

jeder Aktion. Aue leistete sich<br />

schlichtweg zu viele Ballverluste<br />

in der Vorwärtsbewegung, spielte<br />

oft zu hektisch. Die Ruhe am<br />

Ball war weg, und vorn fehlte die<br />

Durchschlagskraft.<br />

Dotchev hat also zu tun in diesen<br />

Tagen, denn jetzt beginnen<br />

drei Derby-Wochen. Am Samstag<br />

kommt Hansa Rostock, dann<br />

geht es zu Rot-Weiß Erfurt, bevor<br />

ANSTOSS<br />

Vier Vereine aus dem Osten<br />

sind derzeit in der 3. Liga<br />

oben dabei. Das ist schön und<br />

kommt für mich auch nicht<br />

überraschend. In den Klubs<br />

wird gute Arbeit geleistet. Dass<br />

Aufsteiger Magdeburg so gut<br />

in die Saison reingekommen<br />

ist, habe ich mir gedacht. Jens<br />

Härtel ist ein sehr guter Trainer,<br />

zudem hat der FCM im besten<br />

Sinne eine Mannschaft. Die<br />

Geschlossenheit ist ein Pfund.<br />

In Dresden ruhen die Hoffnungen<br />

zu Recht auf Trainer<br />

Uwe Neuhaus, der schon bei<br />

Cottbus ins Erzgebirge reist. „Die<br />

Spiele haben sicherlich mehr Brisanz<br />

als andere. Das ist für Fans<br />

etwas ganz Besonderes. Für uns<br />

geht es jetzt erstmal darum, die<br />

englische Woche aus dem Kopf<br />

zu bekommen“, sagt Kapitän<br />

Martin Männel (27). Der Keeper<br />

ergänzt: „Sie war mental und körperlich<br />

brutal. Wir werden uns<br />

jetzt ausruhen und gegen Rostock<br />

wieder frisch sein.“ Frisch im<br />

Kopf und in den Beinen. Klappt<br />

das, hat der Unterricht von Dotchev<br />

gefruchtet. Und Aue kann<br />

sich vielleicht doch mit dem Thema<br />

vordere Plätze befassen.<br />

THOMAS NAHRENDORF<br />

Marko Rehmer<br />

Vizeweltmeister 2002, spielte u.a. für Rostock und Union Berlin<br />

Dixie Dörner, Eduard Geyer, Steffen Heidrich, Martin Pieckenhagen, Marko<br />

Rehmer und Joachim Streich analysieren die Entwicklung im Ost-Fußball.<br />

Der Umbruch in Aue braucht Zeit<br />

anderen Klubs – etwa bei Union<br />

Berlin – gezeigt hat, dass er ein<br />

Team zum Aufstieg führen kann.<br />

Allerdings muss man abwarten,<br />

wie die junge Truppe mit dem<br />

Druck zurechtkommt. Zumal<br />

das Umfeld in Dresden durchaus<br />

speziell ist.<br />

Erzgebirge Aue sehe ich dagegen<br />

nicht als Aufstiegsanwärter,<br />

auch wenn das Team im Moment<br />

ganz gut steht. Aber die Mannschaft<br />

wurde nach dem Abstieg<br />

völlig neu zusammengestellt. Ein<br />

solcher Umbruch braucht erfahrungsgemäß<br />

Zeit.


74 REGIONALLIGA<br />

RL NORDOST<br />

TABELLE<br />

1. FSV Zwickau 6 16:0 18<br />

2. Berliner AK 07 6 8:1 12<br />

3. Wacker Nordhausen 6 9:5 11<br />

4. FC Oberlausitz (N) 6 10:7 11<br />

5. TSG Neustrelitz 6 10:5 10<br />

6. SV Babelsberg 03 6 6:1 10<br />

7. Carl Zeiss Jena 5 7:3 10<br />

8. FC Schönberg 95 (N) 6 8:5 9<br />

9. Berliner FC Dynamo 6 14:13 9<br />

10. Hertha BSC II 6 8:9 9<br />

11. VfB Auerbach 6 7:12 7<br />

12. Budissa Bautzen 5 6:6 6<br />

13. ZFC Meuselwitz 6 4:9 6<br />

14. Optik Rathenow (N) 6 5:9 5<br />

15. RB Leipzig II (N) 6 7:13 4<br />

16. Germania Halberstadt 6 6:14 4<br />

17. Viktoria 89 Berlin 6 1:11 3<br />

18. FSV Luckenwalde (N) 6 2:11 1<br />

6. SPIELTAG<br />

Babelsberg 03 – W. Nordhausen 0:0<br />

G. Halberstadt – Optik Rathenow 4:2 (2:1)<br />

FC Oberlausitz – TSG Neustrelitz 2:1 (2:1)<br />

FC Schönberg 95 – Meuselwitz 3:0 (1:0)<br />

FSV Zwickau – FSV Luckenwalde 3:0 (3:0)<br />

RB Leipzig II – Hertha BSC II 2:3 (1:1)<br />

Berliner AK 07 – VfB Auerbach 3:0 (0:0)<br />

BFC Dynamo – Viktoria 89 Berlin 3:0 (1:0)<br />

Mittwoch, 2. September (17.30 Uhr):<br />

Carl Zeiss Jena – Budissa Bautzen (2:1, 1:0)<br />

ERGEBNIS VOM DONNERSTAG<br />

VfB Auerbach – BFC Dynamo 4:1 (1:0)<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 11. September (19 Uhr)<br />

FSV Luckenwalde – G. Halberstadt ( - , - )<br />

ZFC Meuselwitz – BFC Dynamo (0:0, 1:3)<br />

Sonntag, 13. September (13.30 Uhr)<br />

B. Bautzen – Schönberg (13.00) ( - , - )<br />

VfB Auerbach – Viktoria 89 Berlin (1:0, 0:0)<br />

Optik Rathenow – Carl Zeiss Jena ( - , - )<br />

Berliner AK 07 – RB Leipzig II ( - , - )<br />

Hertha BSC II – FC Oberlausitz ( - , - )<br />

TSG Neustrelitz – Babelsberg 03 (1:0, 0:1)<br />

W. Nordhausen – FSV Zwickau (0:3, 0:3)<br />

TORJÄGER<br />

5 (–) N‘Diaye (BFC Dynamo)<br />

4 (1) Eisele (Hertha BSC II)<br />

4 (2) Benyamina (Berliner AK 07)<br />

4 (–) Nemec (FC Oberlausitz)<br />

4 (–) Semmer (Wacker Nordhausen)<br />

4 (1) Frick (FSV Zwickau)<br />

3 (–) A. Jakubov (Budissa Bautzen)<br />

3 (1) Mlynikowski (Hertha BSC II)<br />

3 (–) Jovanovic (Carl Zeiss Jena)<br />

3 (–) M.-P. Zimmermann (FSV Zwickau)<br />

VfB Auerbach – BFC Dynamo 4:1 (1:0)<br />

Auerbach: Ebersbach – Mattern, F. Paul,<br />

P. Müller, Lambach – Kötzsch (79. Herold) –<br />

Ratifo, Paradies, Schlosser, Wild (85. Melkonyan)<br />

– Hampf (17. Schuch) – Trainer:<br />

Hiemisch<br />

BFC Dynamo: Hendl – Pröger (46. Rockenbach<br />

da Silva), Steinhauer, Brendel, Zurawsky<br />

– Güntner – Weidlich, Putze, Muhovic,<br />

Preiß (46. Or. Yildirim) – N‘Diaye (64. Rehbein)<br />

– Trainer: Stratos<br />

Tore: 1:0 Schuch (21.), 2:0 Schuch (65.),<br />

3:0 Schlosser (70.), 3:1 Muhovic (78.), 4:1<br />

Herold (90.) – SR: Lossius (Sondershausen)<br />

– Zuschauer: 810 – Gelbe Karten:<br />

Lambach, Mattern, Kötzsch, Schuch – Weidlich<br />

SV Babelsberg 03 – W. Nordhausen 0:0<br />

Babelsberg: Gladrow – Mihm, von Piechowski,<br />

Akdari, Cepni – Sindik, Hellwig – Uzun,<br />

Cubukcu, Steinborn (90./+2 Fiegen) – Shala<br />

(79. Grundler) – Trainer: Efe<br />

Nordhausen: Berbig – Schulze, Becken,<br />

Blume, Schlüter – Peßolat – Hanne (81. M. Goslar),<br />

Rischker, Behrens (62. Pichinot) –<br />

Semmer, B. Förster (75. Makangu) – Trainer:<br />

J. Goslar<br />

SR: Schwermer (Magdeburg) – Zuschauer:<br />

1605 – Gelbe Karten: von Piechowski,<br />

Cepni, Uzun – Schlüter, Blume, Peßolat, Becken<br />

– Bes. Vorkommnis: Babelsbergs Trainer<br />

Efe wurde wegen Reklamierens auf die<br />

Tribüne verwiesen (90.).<br />

G. Halberstadt – O. Rathenow 4:2 (2:1)<br />

Halberstadt: P. Nagel – Beil, Schunke, Adomah,<br />

Ströhl (46. Einsiedel) – Bremer, Worbs –<br />

Tomita, Ristovski (74. Teixeira Rebelo),<br />

Kodes (77. Fraus) – Dadashov – Trainer:<br />

Fuchs<br />

Rathenow: Rogall – Bahr, Turan, Cakmakci,<br />

Stachnik (30. Printemps) – Wilcke, Leroy<br />

(56. Lindau), Ucar (56. Boachie) – Turhan,<br />

Deniz, Balde – Trainer: Kahlisch<br />

Tore: 1:0 Dadashov (3.), 1:1 Turhan (12.),<br />

2:1 Ristovski (17.), 3:1 Tomita (52.), 3:2 Beil<br />

(71., ET), 4:2 Schunke (88.) – SR: Herde<br />

(Dresden) – Zuschauer: 406 – Gelbe Karte:<br />

Balde<br />

FC Oberlausitz – Neustrelitz 2:1 (2:1)<br />

FC Oberlausitz: Flückiger – Kunze, Penc,<br />

Kusic (82. R. Wolf), Huth (37. Krautschick) –<br />

Loucka – Dittrich, Petrick – Sisler – Nemec<br />

(68. Pekdemir), Nezmar – Trainer: Da Silva<br />

Neustrelitz: Braunsdorf – Zolinski, S. Müller,<br />

Mustapha, Pütt (77. von Walsleben-Schied) –<br />

Viteritti, Ilter, P. Schulz, Franziskus (61.<br />

Behnke) – Adamyan, Albrecht (46. Brinkmann)<br />

– Trainer: Petersen<br />

Tore: 1:0 Nezmar (5.), 1:1 Adamyan (32.),<br />

2:1 Nezmar (39.) – SR: Müller (Cottbus) –<br />

Zuschauer: 327 – Gelbe Karten: Nezmar,<br />

Dittrich, Kunze – S. Müller – Gelb-Rote Karte:<br />

Ilter (74.) – Rote Karte: Zolinski (86.,<br />

grobes Foulspiel)<br />

FC Schönberg – Meuselwitz 3:0 (1:0)<br />

Schönberg: Hahnel – T. Schulz, K.-F. Schulz,<br />

Halke, R. Müller – Steinwarth, Max. Rausch,<br />

Gladrow (83. A. Müller), Matern (90. Rönnau)<br />

– Kunstmann, Haufe (74. M. Okada) –<br />

Trainer: Rietentiet<br />

Meuselwitz: Teichmann – le Beau, F. Müller,<br />

Urban, Schuhmann (36. Starke) – Lubsch<br />

(69. Weinert), Luck – Albert, Trübenbach,<br />

Kamm Al-Azzawe – Krieger (53. Vojta) – Trainer:<br />

Weber<br />

Tore: 1:0 T. Schulz (29.), 2:0 R. Müller (73.),<br />

3:0 Steinwarth (89., FE) – SR: Bärmann<br />

(Leipzig) – Zuschauer: 514 – Gelbe Karten:<br />

Max. Rausch, Steinwarth, K.-F. Schulz –<br />

le Beau<br />

FSV Zwickau – Luckenwalde 3:0 (3:0)<br />

Zwickau: Unger – P. Göbel, Mai, R. Paul –<br />

Lange (46. Nietfeld), Wachsmuth – M.-<br />

P. Zimmermann (72. Schröter), Frick (62.<br />

P. Wolf), C. Göbel – A. Öztürk, Genausch –<br />

Trainer: Ziegner<br />

Luckenwalde: Roggentin – Leimbach (46.<br />

Sprenger), Hadel, Koplin, Francisco – Repetylo,<br />

Ost (66. Goslinowski), Blazynski, Bogdan<br />

– Stober (46. F. Schmidt), Salhab – Trainer:<br />

Heinrich<br />

Tore: 1:0 Frick (6.), 2:0 A. Öztürk (15.), 3:0<br />

Genausch (26.) – SR: Wartmann (Großvargula)<br />

– Zuschauer: 1731 – Gelbe Karten:<br />

A. Öztürk – Koplin, Blazynski, Sprenger<br />

RB Leipzig II – Hertha BSC II 2:3 (1:1)<br />

RB Leipzig II: Bellot – Mäder (62. Sucsuz),<br />

Sorge, Reddemann, Jung – Strauß, Hierländer<br />

(88. Endres), Siebeck – Palacios Martinez<br />

– Rabiega (70. Barth), Quaschner – Trainer:<br />

Vogel<br />

Hertha II: N.-J. Körber – Regäsel (37. Mar.<br />

Rausch), Beyer (79. Morack), Torunarigha,<br />

Mittelstädt – Br. Henning, Pelivan – Mlynikowski,<br />

T. Fuchs – Eisele, Mirbach (75.<br />

Hasse) – Trainer: Covic<br />

Tore: 0:1 Mirbach (9.), 1:1 Rabiega (14.,<br />

HE), 1:2 Eisele (60.), 1:3 Mlynikowski (90.),<br />

2:3 Quaschner (90./+3) – SR: Wilske<br />

(Bretleben) – Zuschauer: 386 – Gelbe Karten:<br />

Mäder – Mittelstädt, Mlynikowski<br />

Berliner AK 07 – VfB Auerbach 3:0 (0:0)<br />

BAK 07: Flauder – Corbin-Ong, Trapp, Kahlert,<br />

Lichte – Skoda – Gottschick, Kapan,<br />

Gutsche (61. Stephan), Erkic (73. Kelbel) –<br />

Benyamina (86. Siemund) – Trainer: Baumgart<br />

Auerbach: Ebersbach – Mattern, F. Paul,<br />

P. Müller, Dressel (6. Ratifo) – Paradies (46.<br />

Lietz), Kötzsch (86. Melkonyan), Lambach –<br />

Schlosser – Wild, Schuch – Trainer: Hiemisch<br />

Tore: 1:0 Benyamina (56.), 2:0 Benyamina<br />

(75.), 3:0 Stephan (90.) – SR: Hösel (Rövershagen)<br />

– Zuschauer: 386 – Gelbe Karten:<br />

Erkic – Kötzsch<br />

BFC Dynamo – Viktoria 89 3:0 (1:0)<br />

BFC Dynamo: Hendl – Güntner, Brendel,<br />

Haastrup, Mannsfeld – Putze, Schünemann –<br />

Weidlich, Muhovic (66. Rockenbach da<br />

Silva), Or. Yildirim (59. Preiß) – Pröger (74.<br />

N‘Diaye) – Trainer: Stratos<br />

Viktoria Berlin: Merz – Hentschel (46. Jelitto),<br />

Eglseder, Joshua Silva, Zingu (58. Beyazit) –<br />

O. Hofmann, Hollwitz, Giese (46. Böttcher),<br />

Borowski – Watzka, Ergirdi – Trainer: Jaspert<br />

Tore: 1:0 Putze (36., FE), 2:0 Rockenbach<br />

da Silva (70.), 3:0 Rockenbach da Silva<br />

(87.) – SR: Koslowski (Berlin) – Zuschauer:<br />

732 – Gelbe Karten: Merz, O. Hofmann,<br />

Borowski, Hentschel, Ergirdi<br />

FSV ZWICKAU:<br />

Ziegner lobt und<br />

Heinrich tobt<br />

1Der FSV Zwickau<br />

bleibt das Team der<br />

Stunde. Auch am sechsten<br />

Spieltag baute der<br />

FSV seine Führung auf<br />

nunmehr 18 Zähler aus.<br />

Einmal mehr sorgte die<br />

mannschaftliche Geschlossenheit<br />

dafür, dass der FSV beim 3:0 gegen<br />

Luckenwalde die klar bessere<br />

Mannschaft war. Bereits in der<br />

ersten Halbzeit mussten die Gäste<br />

stark aufpassen, nicht unterzugehen<br />

und hoch in Rückstand zu geraten.<br />

Somit blieb auch in Halbzeit<br />

zwei nur die Schadensbegrenzung.<br />

Die Luckenwalder konnten nicht<br />

mehr, und Zwickau wollte nicht<br />

mehr. Trainer Jörg Heinrich blieb<br />

nur festzuhalten: „Wir haben uns<br />

heute einiges ausgedacht, doch<br />

der Plan ging von der ersten Minute<br />

an nach hinten los. Wir hatten keine<br />

Chance, wir hatten keine Mannschaft<br />

auf dem Platz“. Zwickaus<br />

Coach Torsten Ziegner war zufrieden:<br />

„Ich habe ein ordentliches<br />

Spiel meiner Mannschaft gesehen.“<br />

ANDRE PETZOLD<br />

PERSONALIEN<br />

BFC Dynamo<br />

Der offensive Mittelfeldspieler<br />

Tino Istvanic (20), der in der vergangenen<br />

Saison für die U 23<br />

des 1. FC Union Berlin aktiv war,<br />

unterschrieb einen Einjahresvertrag.<br />

Germania Halberstadt<br />

Mittelfeldakteur Torge Bremer (20)<br />

wechselt auf Leihbasis vorerst bis<br />

zum Winter vom 1. FC Magdeburg.<br />

FC Carl Zeiss Jena<br />

Niclas Erlbeck (22), zuletzt für die<br />

U 23 von Eintracht Braunschweig<br />

tätig, erhält in Jena einen Vertrag<br />

bis zum 30. Juni 2016.<br />

TSG Neustrelitz<br />

Matthias Zeugner (21, Abwehr) liegt<br />

nach Problemen mit dem Herzen<br />

zur weiteren Behandlung im Klinikum<br />

Karlsburg und fällt für die<br />

nächste Zeit erstmal aus.<br />

Berliner AK<br />

Defensivmann Atakan Yigitoglu hat<br />

sich am Dienstag während einer<br />

Trainingseinheit schwer am Knie<br />

verletzt. Der 22-Jährige zog sich<br />

einen Kreuzbandriss zu.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> REGIONALLIGA 75<br />

NORDHAUSEN: Ohne Tore und ohne Pascal Bieler in Babelsberg<br />

Goslars Ansage: „Wir sind gewappnet“<br />

1Unentschieden trennten sich<br />

am Samstag der SV Babelsberg 03<br />

und Wacker Nordhausen. Die Nordhausener<br />

verpassten mit dem 0:0<br />

in Babelsberg den dritten Sieg in<br />

Folge und konnten den Abstand<br />

zum Tabellenführer Zwickau am<br />

sechsten Spieltag nicht weiter verkürzen.<br />

Wacker-Trainer Jörg Goslar<br />

war dennoch mit dem Punktgewinn<br />

zufrieden „Mit sieben Punkten aus<br />

der englischen Woche haben wir<br />

eine gute Grundlage geschaffen.<br />

Dieser Zähler kann noch sehr wichtig<br />

werden.“<br />

Der Trainer schaut auch den<br />

kommenden Aufgaben optimistisch<br />

entgegen: „Erst wollen wir zeigen,<br />

dass Zwickau zu schlagen ist. Dann<br />

folgt das Derby gegen Halberstadt<br />

und schließlich erwarten wir Jena.“<br />

Schon vor der Saison hatte Goslar<br />

das Saisonziel formuliert, bis<br />

zum Ende um die Meisterschaft<br />

mitspielen zu wollen. „Dies muss<br />

unser Anspruch sein, wir wollen<br />

nach hinten heraus unsere Souveränität<br />

durchdrücken“, formuliert<br />

der Teamchef des Vorjahresdritten.<br />

Und er prophezeit:<br />

„Das wird ein interessanter<br />

Spätsommer, wir sind dafür<br />

gewappnet.“<br />

Von einer Dominanz der<br />

Zwickauer will der 51-Jährige,<br />

angesichts des Startrekords<br />

des FSV, trotzdem nichts wissen:<br />

„Keine Frage, derzeit geben die<br />

Zwickauer den Takt vor. Sie haben<br />

es sehr gut gemacht, aber auch wir<br />

Otimistischer Blick in die Zukunft: Nordhausens Trainer Jörg Goslar<br />

will von einer Zwickauer Dominanz nichts wissen.<br />

sind ordentlich gestartet.“ Der Kader<br />

von Nordhausen besitzt auch<br />

in der Breite die Qualität, um ein<br />

gewichtiges Wort um die Meisterschaft<br />

mitreden zu können. So<br />

konnte sich Goslar den Luxus<br />

erlauben, den Ex-Bundesligaspieler<br />

Pascal Bieler gar nicht<br />

in den Kader für das Spiel in<br />

Babelsberg zu berufen. Verbesserungswürdig,<br />

so Goslar,<br />

sei bei seiner Mannschaft, „das<br />

Passspiel beim Umkehrspiel<br />

und die Chancenverwertung“. In<br />

Babelsberg vergab Benjamin Förster<br />

die größte Möglichkeit, als er<br />

in der sechsten Minute eine Hereingabe<br />

von Tino Semmer an den<br />

Querbalken setzte. „Leider konnten<br />

wir das Spiel nicht in unsere<br />

Bahnen lenken“, analysiert Goslar,<br />

„nun müssen wir endlich mal auch<br />

ein Spitzenspiel gewinnen. Dies ist<br />

uns in der vergangenen Saison gar<br />

nicht gelungen“. Der Coach verweist<br />

dabei auch auf die beiden klaren<br />

0:3-Niederlagen gegen Zwickau im<br />

Vorjahr.<br />

Der Spätsommer wird darüber<br />

Aufschluss geben, ob Wacker Nordhausen<br />

seinen eigenen Ansprüchen<br />

gerecht werden kann und am Ende<br />

um die Meisterschaft mitspielen<br />

wird.<br />

MARTIN EISEN<br />

Foto: imago7streiflicht<br />

BFC DYNAMO:<br />

Rockenbach macht<br />

den Unterschied<br />

1Nach zuletzt zwei Heimniederlagen<br />

gelang dem BFC Dynamo mit<br />

einem 3:0 im Derby gegen Viktoria<br />

Berlin der erste Dreier im eigenen<br />

Haus. Von Beginn an drückten die<br />

Hausherren auf den Führungstreffer.<br />

Innerhalb der ersten 15 Minuten<br />

hatte der BFC drei Chancen, welche<br />

aber nicht genutzt werden<br />

konnten.<br />

Ein Foul an Kevin<br />

Weidlich und der folgende<br />

Elfmeter, der von<br />

Joshua Putze verwandelt<br />

wurde, lösten dann<br />

den Knoten. Noch vor<br />

der Halbzeitpause hatte Philipp<br />

Haastrup das 2:0 auf dem Fuß, ließ<br />

die Chance aber ungenutzt.<br />

Auch in der zweiten Halbzeit<br />

blieb Dynamo das dominierende<br />

Team. Mit der Einwechslung von<br />

Rockenbach da Silva kam es zur<br />

spielentscheidenen Aktion. Kaum<br />

auf dem Platz erhöhte dieser zum<br />

2:0 und markierte kurz vor Abpfiff<br />

sogar noch den Endstand. Offensichtlich<br />

hatte Trainer Thomas<br />

Stratos die richtigen Worte nach<br />

dem 1:4-Debakel in Auerbach gefunden.<br />

Zudem bewies er ein gutes<br />

Händchen bei den Einwechslungen<br />

sowie Umstellungen. Stratos selbst<br />

war nach dem Spiel erleichtert und<br />

resümierte: „Die Einstellung der<br />

Mannschaft war heute sehr gut.<br />

Auch wenn reihenweise Chancen<br />

nicht genutzt wurden, hatten wir<br />

alles im Griff.“<br />

FELIX NEY<br />

RL NORD<br />

6. SPIELTAG<br />

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

E. Braunschweig II – BV Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 08 3:2 (1:0)<br />

BSV Rehden – Lüneburger SK Hansa 2:2 (1:1)<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Hamburger SV II – SV Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

Eintr. Norderstedt – VfV 06 Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Sonntag, 13. Dezember (14 Uhr):<br />

SV Meppen – ETSV Weiche Flensburg (2:2, 1:0)<br />

RL WEST<br />

6. SPIELTAG<br />

Bor. Dortmund II – Alemannia Aachen 0:1 (0:0)<br />

SV Rödinghausen – FC Viktoria Köln 4:2 (2:1)<br />

TuS Erndtebrück – Fort. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

FC Wegberg-Beeck – SSVg Velbert 2:6 (0:4)<br />

1. FC Köln II – Sportfreunde Lotte 2:4 (1:2)<br />

SC Wiedenbrück – Rot Weiss Ahlen 1:1 (0:0)<br />

RW Oberhausen – Bor. M'gladbach II 2:0 (2:0)<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Dienstag, 1. September (20.15 Uhr):<br />

Wattenscheid 09 – Rot-Weiss Essen (0:3, 0:6)<br />

spielfrei: SC Verl<br />

RL SÜDWEST<br />

6. SPIELTAG<br />

Waldhof Mannheim – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

SV Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

FK Pirmasens – <strong>Kicker</strong>s Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Wormatia Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

Saar 05 Saarbrücken – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Eintracht Trier – SpVgg Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

TSG Hoffenheim II – FC Ast. Walldorf 2:3 (0:0)<br />

RL BAYERN<br />

8. SPIELTAG<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

1. FC Schweinfurt 05 – FV Illertissen 1:1 (1:1)<br />

Jahn Regensburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

FC Ingolstadt 04 II – 1860 München II 1:1 (1:0)<br />

FC Memmingen – SV Schalding-Hein. 3:0 (0:0)<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain/Lech 2:0 (1:0)<br />

Vikt. Aschaffenburg – TSV Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Greuther Fürth II – Wacker Burghausen 0:2 (0:1)<br />

FC Bayern II – SpVgg Unterhaching abges.<br />

1. Eintracht Norderstedt 6 16:8 13<br />

2. VfB Oldenburg 6 11:7 13<br />

3. Eintracht Braunschweig II 6 8:5 12<br />

4. VfL Wolfsburg II 6 13:4 11<br />

5. SV Meppen 5 11:3 11<br />

6. ETSV Weiche Flensburg 5 15:6 10<br />

7. BSV Rehden 6 9:4 10<br />

8. TSV Havelse 6 11:10 10<br />

9. Lüneburger SK Hansa 6 9:8 9<br />

10. VfB Lübeck 6 12:12 9<br />

11. Hamburger SV II 6 9:12 8<br />

12. BV Cloppenburg 6 5:12 8<br />

13. Hannover 96 II 5 8:9 6<br />

14. FC St. Pauli II 6 10:15 5<br />

15. SV Drochtersen/A. (N) 6 4:9 5<br />

16. Goslarer SC 08 6 7:13 3<br />

17. VfV 06 Hildesheim (N) 6 7:16 3<br />

18. TSV Schilksee (N) 7 7:19 1<br />

1. SV Rödinghausen 6 16:5 14<br />

2. Sportfreunde Lotte 5 12:3 13<br />

3. Alemannia Aachen 5 8:2 13<br />

4. Bor. M'gladbach II (M) 6 17:7 11<br />

5. SSVg Velbert (N) 5 12:9 10<br />

6. FC Viktoria Köln 5 8:5 8<br />

7. Fortuna Düsseldorf II 5 6:3 8<br />

8. Rot Weiss Ahlen (N) 6 9:7 8<br />

9. Rot-Weiß Oberhausen 5 8:7 8<br />

10. SC Wiedenbrück 6 6:4 7<br />

11. SC Verl 5 5:4 7<br />

12. Rot-Weiss Essen 3 10:5 4<br />

13. SG Wattenscheid 09 3 8:4 4<br />

14. FC Schalke 04 II 5 6:11 3<br />

15. 1. FC Köln II 5 3:9 3<br />

16. TuS Erndtebrück (N) 5 6:17 3<br />

17. FC Kray 5 3:9 2<br />

18. Borussia Dortmund II (A) 6 3:13 1<br />

19. FC Wegberg-Beeck (N) 5 2:24 0<br />

1. Hessen Kassel 6 14:3 16<br />

2. Waldhof Mannheim 6 13:2 16<br />

3. <strong>Kicker</strong>s Offenbach (M) 6 18:7 14<br />

4. SV Elversberg 6 10:3 14<br />

5. 1. FC Saarbrücken 6 7:0 14<br />

6. Eintracht Trier 6 10:4 13<br />

7. FC Astoria Walldorf 6 12:8 12<br />

8. 1. FC Kaiserslautern II 6 9:6 10<br />

9. FC Homburg 6 9:7 9<br />

10. TSG Hoffenheim II 6 15:12 7<br />

11. SV Spielberg (N) 6 4:9 7<br />

12. Bahlinger SC (N) 6 6:10 4<br />

13. Wormatia Worms 6 6:12 4<br />

14. FK Pirmasens 6 4:11 3<br />

15. SpVgg Neckarelz 6 4:12 3<br />

16. TSV Steinbach (N) 6 3:15 3<br />

17. SC Freiburg II 6 6:15 2<br />

18. Saar 05 Saarbrücken (N) 6 6:20 1<br />

1. Jahn Regensburg (A) 8 22:8 22<br />

2. Wacker Burghausen 8 16:7 17<br />

3. Bayern München II 6 15:7 14<br />

4. 1. FC Nürnberg II 8 15:14 14<br />

5. FC Amberg (N) 8 21:14 13<br />

6. 1860 München II 8 14:7 13<br />

7. SpVgg Bayreuth 8 10:8 10<br />

8. FC Memmingen 8 12:12 10<br />

9. Viktoria Aschaffenburg (N) 9 15:17 10<br />

10. SV Schalding-Heining 8 11:17 10<br />

11. FC Ingolstadt 04 II 8 12:10 9<br />

12. FV Illertissen 8 13:14 9<br />

13. SpVgg Unterhaching (A) 7 5:7 8<br />

14. TSV Rain/Lech (N) 8 12:22 8<br />

15. TSV Buchbach 7 11:12 6<br />

16. 1. FC Schweinfurt 05 8 9:16 6<br />

17. SpVgg Greuther Fürth II 9 9:20 6<br />

18. FC Augsburg II 8 3:13 3


kicker, 31. August <strong>2015</strong> REGIONALLIGA 73<br />

„Es war einfach zu wenig“<br />

REGIONALLIGA<br />

Wohin geht die Reise? Auch<br />

nach dem sechsten Spieltag<br />

der neuen Regionalligasaison<br />

sind konkrete Prognosen<br />

weiterhin schwierig. Denn auch<br />

im Heimspiel am Freitagabend<br />

gegen den BV Cloppenburg<br />

wusste der bisherige Tabellenführer<br />

Eintracht Braunschweig II<br />

über weite Strecken zu überzeugen,<br />

doch die Durchschlagskraft<br />

ließen die Braunschweiger vermissen.<br />

So gab es eine 0:1-Niederlage<br />

gegen den BV Cloppenburg.<br />

Eintracht-Kapitän<br />

Lukas Kierdorf war nach<br />

einer zweiten Halbzeit mit<br />

vielen strittigen Schiedsrichterentscheidungen<br />

enttäuscht: „Offensiv war<br />

das sicher nicht unser bester<br />

Auftritt, vielleicht haben einige<br />

den Gegner zu leicht genommen.“<br />

Fest steht: Gegen defensiv<br />

kompakt stehende Gegner wie<br />

Cloppenburg braucht das Team<br />

von Trainer Henning Bürger bislang<br />

eine zu lange Anlaufzeit. Erst<br />

nach dem Gegentor in der 50.<br />

Minute legte die Eintracht einen<br />

höheren Gang ein, schnürte die<br />

Cloppenburger in deren Hälfte<br />

ein und kam zwangsläufig zu guten<br />

Torchancen. Doch entweder<br />

scheiterten die Braunschweiger<br />

Zweite Saisonniederlage für den bisherigen<br />

Tabellenführer EINTRACHT BRAUNSCHWEIG II. Die<br />

Enttäuschung hält sich aber in Grenzen.<br />

Schon zwölf Punkte nach sechs Spielen: Braunschweigs Trainer<br />

Henning Bürger sorgt in dieser Saison für Überraschungen.<br />

Foto: imago/Hübner<br />

am starken Keeper Christian<br />

Meyer oder am eigenen Unvermögen.<br />

Die besten Torchancen<br />

besaßen Kyeremeh (78.) und Dogan<br />

per Freistoß (85.). Henning<br />

Bürger sprach nach dem Abpfiff<br />

von einer verdienten Niederlage:<br />

„Es war einfach zu wenig. Wir<br />

wussten, dass die Cloppenburger<br />

auswärts äußerst unangenehm<br />

zu spielen sind und hatten letztlich<br />

fast keine klaren Torchancen.“<br />

Mit zwölf Punkten nach sechs<br />

Spielen kann der Saisonstart trotz<br />

der aktuellen Enttäuschung als<br />

gelungen betrachtet werden. Die<br />

junge Mannschaft hat auch am<br />

Freitag erneut bewiesen, dass<br />

mehr als der sichere Klassenerhalt<br />

in dieser Spielzeit möglich<br />

ist. Aus einer soliden Defensive<br />

um den souveränen Deniz Dogan<br />

wird sich meist überlegt nach<br />

vorne durchkombiniert. Dank<br />

starker Techniker wie dem auch<br />

gegen Cloppenburg starken Belgier<br />

Gyamfi Kyeremeh oder Felix<br />

Drinkuth spielt sich die Braunschweiger<br />

Truppe bislang fast in<br />

jedem Spiel ihre Chancen heraus.<br />

Die Reise könnte am Ende der<br />

Saison also durchaus mit einem<br />

einstelligen Tabellenplatz für den<br />

Braunschweiger Nachwuchs enden.<br />

TORBEN RITZINGER<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Ergebnisse auch auf kicker.de<br />

REHDEN: Ein Spieler soll noch kommen<br />

Kiene zieht positives Fazit<br />

1War es nun ein Punktgewinn<br />

oder ein Punktverlust?<br />

Da musste Alexander Kiene<br />

am Samstag länger überlegen.<br />

„Natürlich hatten wir uns<br />

vorgenommen, dieses Heimspiel<br />

zu gewinnen“, stellte der Trainer<br />

des BSV Rehden nach dem 2:2<br />

gegen den Lüneburger SK klar.<br />

Dennoch zog Kiene ein positives<br />

Fazit. Vor allem, weil seine<br />

durch Verletzungen arg gebeutelte<br />

Mannschaft „Moral und Einstellung<br />

gezeigt hat“, lobte er das<br />

Aufbäumen nach dem Rückstand<br />

durch Kwasi Okyere Wriedt (32.)<br />

und Leon Heine (83.). Jeff Gyasi<br />

erzwang immerhin noch das<br />

2:2 (85.). Rehden bleibt damit in<br />

dieser Saison ungeschlagen. „Wir<br />

haben die Ausfälle also wieder<br />

mal kompensiert“, freute sich der<br />

Coach, wusste aber, dass das auf<br />

Dauer nicht immer funktionieren<br />

kann.<br />

Torschütze Gyasi ist<br />

da das beste Beispiel: Der<br />

etatmäßige Partner von Marcel<br />

Stutter auf der Doppelsechs<br />

musste in der Innenverteidigung<br />

aushelfen. Dies schwächte das<br />

defensive Mittelfeld. Deshalb<br />

will Rehden bis zum Ende der<br />

Wechselfrist noch auf dieser Position<br />

nachrüsten. Namen wollte<br />

BSV-Vereinsboss Friedrich Schilling<br />

noch nicht nennen, „denn<br />

bisher ist nichts unterschrieben“,<br />

mahnte der Vorsitzende. Doch<br />

Kiene ist sicher, dass dies schnell<br />

über die Bühne geht. „Es ist jemand,<br />

der die entsprechenden<br />

Körpermaße wie Jeff mitbringt“,<br />

verriet der Trainer mit Blick auf<br />

den breitschultrigen 1,90-Meter-<br />

Mann Gyasi. CORD KRÜGER<br />

LÜNEBURG: Guter Start in die Saison<br />

Ostermann wartet auf Kurt<br />

12:2 in Rehden – es war<br />

ein verdientes Remis für den<br />

Lüneburger SK, der mit zwei<br />

Siegen, drei Unentschieden<br />

und nur einer Niederlage gut<br />

in die Saison gestartet ist. „Wir<br />

sind mit dem Entwicklungsstand<br />

der Mannschaft zufrieden“, findet<br />

Trainer Elard Ostermann. Erst<br />

seit acht Wochen ist der Großteil<br />

der Mannschaft zusammen, deshalb<br />

„können wir mit dem Start<br />

insgesamt leben“, so der Coach.<br />

Neun Punkte sind für ihn in Ordnung.<br />

Dabei mussten der Coach<br />

und seine Mitstreiter wie LSK-<br />

Vorstand Gerald Kayser eine<br />

komplett neue Mannschaft zusammenstellen,<br />

was viel schneller<br />

klappt als erwartet. Ganz<br />

zufrieden ist Ostermann aber<br />

natürlich noch nicht. Ihm stößt<br />

etwa die Nachlässigkeit in<br />

der Schlussphase von Spielen<br />

auf, wie jetzt in Rehden<br />

oder zuletzt beim 3:3 gegen<br />

St. Pauli II. „Einige Spieler<br />

sind zu schnell zufrieden und so<br />

haben entscheidende Meter gefehlt.“<br />

Seine Mannschaft könne<br />

90 Minuten durchpowern, „aber<br />

es müssen eben alle tun“.<br />

Bald fest zum Kader soll Mehmet<br />

Kurt gehören. Der Defensivallrounder,<br />

der zuletzt bei Borussia<br />

Dortmund in der A-Jugend<br />

kickte, „passt vom Typ her super<br />

bei uns rein“, so Ostermann. Der<br />

19-Jährige, der auch Probetrainings<br />

beim türkischen Erstligisten<br />

Sivaspor und West-Regionalligisten<br />

Lotte absolvierte, müsste<br />

nach Lüneburg ziehen. Findet er<br />

eine Arbeitsstelle, spielt er künftig<br />

für den LSK. ULI POTT


74 REGIONALLIGA<br />

RL NORD<br />

TABELLE<br />

1. Eintracht Norderstedt 6 16:8 13<br />

2. VfB Oldenburg 6 11:7 13<br />

3. Eintracht Braunschweig II 6 8:5 12<br />

4. VfL Wolfsburg II 6 13:4 11<br />

5. SV Meppen 5 11:3 11<br />

6. ETSV Weiche Flensburg 5 15:6 10<br />

7. BSV Rehden 6 9:4 10<br />

8. TSV Havelse 6 11:10 10<br />

9. Lüneburger SK Hansa 6 9:8 9<br />

10. VfB Lübeck 6 12:12 9<br />

11. Hamburger SV II 6 9:12 8<br />

12. BV Cloppenburg 6 5:12 8<br />

13. Hannover 96 II 5 8:9 6<br />

14. FC St. Pauli II 6 10:15 5<br />

15. SV Drochtersen/A. (N) 6 4:9 5<br />

16. Goslarer SC 08 6 7:13 3<br />

17. VfV 06 Hildesheim (N) 6 7:16 3<br />

18. TSV Schilksee (N) 7 7:19 1<br />

6. SPIELTAG<br />

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

E. Braunschweig II – Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 08 3:2 (1:0)<br />

BSV Rehden – LSK Hansa 2:2 (1:1)<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Hamburger SV II – Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

E. Norderstedt – VfV Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Sonntag, 13. Dezember (14 Uhr):<br />

SV Meppen – ETSV Weiche (2:2, 1:0)<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (19 Uhr)<br />

BV Cloppenburg – Hannover 96 II (1:1, 1:2)<br />

Samstag, 5. September (13 Uhr)<br />

VfL Wolfsburg II – TSV Havelse (4:0, 2:1)<br />

Goslarer SC – Rehden (14.00) (4:1, 1:3)<br />

Sonntag, 6. September (14 Uhr)<br />

TSV Schilksee – FC St. Pauli II ( - , - )<br />

E. Norderstedt – Hamburger SV II (4:1, 0:3)<br />

ETSV Weiche – E. Braunschweig II (1:0, 1:0)<br />

Hildesheim – Oldenburg (15.00) ( - , - )<br />

LSK Hansa – VfB Lübeck (15.00) (2:3, 0:0)<br />

Drochtersen/A. – Meppen (15.00) ( - , - )<br />

TORJÄGER<br />

7 (1) Prokoph (Hannover 96 II)<br />

5 (2) D. Wolf (TSV Havelse)<br />

5 (–) Kramer (VfB Lübeck)<br />

4 (–) Shirdel (ETSV Weiche Flensburg)<br />

4 (–) Kremer (SV Meppen)<br />

4 (1) Toksöz (Eintracht Norderstedt)<br />

4 (1) Kifuta (VfB Oldenburg)<br />

4 (–) B. Schulz (VfL Wolfsburg II)<br />

3 (–) Drinkuth (Eintr. Braunschweig II)<br />

3 (–) Huseni (Eintr. Braunschweig II)<br />

3 (1) Mi. Faqiryar (BV Cloppenburg)<br />

3 (–) C. Jürgensen (ETSV Weiche)<br />

3 (1) A. Arslan (Hamburger SV II)<br />

3 (–) D. Hartmann (VfV 06 Hildesheim)<br />

3 (–) Senger (VfB Lübeck)<br />

3 (1) Wriedt (Lüneburger SK Hansa)<br />

3 (–) Lüneburg (Eintracht Norderstedt)<br />

3 (–) L. Meyer (Eintracht Norderstedt)<br />

3 (1) Kargbo (BSV Rehden)<br />

3 (1) Nath (TSV Schilksee)<br />

3 (–) Petrick (TSV Schilksee)<br />

3 (–) Empen (FC St. Pauli II)<br />

3 (–) Avdijaj (VfL Wolfsburg II)<br />

Hannover 96 II – Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

Hannover II: Radlinger – Arkenberg,<br />

Hoffmann, Schwarz, Wilton – Anton, Hirsch<br />

(80. Jahn) – Sarenren-Bazee (70. Sulejmani),<br />

Ernst (61. Dierßen), Hortum – Prokoph<br />

– Trainer: Krüger<br />

Wolfsburg II: Brunst – Kleihs, Klamt,<br />

Sprenger, Schick – B. Schulz, Seguin (46.<br />

Wimmer) – Stolze, F. Rodriguez (75. Hansen),<br />

Herrmann (65. Ebot-Etchi) – Medjedovic<br />

– Trainer: Ismael<br />

Tore: 0:1 F. Rodriguez (9.), 0:2 Medjedovic<br />

(32.), 1:2 Prokoph (61.) – SR: Yilmaz<br />

(Hamburg) – Zuschauer: 350 – Gelbe<br />

Karten: Hirsch – Brunst, Seguin, Schick<br />

Br'schweig II – Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

Braunschweig II: Engelhardt – Kaffenberger,<br />

L. Kierdorf, Dogan, Henschel (72.<br />

Capli) – Kabashi – Drinkuth, Hartwig (60.<br />

Dacaj), Kyeremeh – Düker (46. Sasso-<br />

Sant), Huseni – Trainer: Bürger<br />

Cloppenburg: C. Meyer – B. Gerdes (67.<br />

Köster), Willen, Niemeyer, D. Olthoff –<br />

Wangler, Westerveld, Thomes, Bentka<br />

(75. Suew) – Baloki (80. Assinouko), Mi.<br />

Faqiryar – Trainer: Groothuis<br />

Tor: 0:1 Mi. Faqiryar (50.) – SR: Mewes<br />

(Laatzen) – Zuschauer: 415 – Gelbe Karten:<br />

Dogan – B. Gerdes, Willen, Bentka,<br />

Köster<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 3:2 (1:0)<br />

St. Pauli II: Brodersen – Nadjem (63.<br />

Stegmann), Ambrosius, Rogowski, Keller –<br />

Pinarlik (60. Conteh), Kurt, Rosin, Kunze<br />

(75. Zazai) – Park – Schneider – Trainer:<br />

Elert<br />

Goslar: Junghan – Ziemann, Malembana,<br />

Luhaka, Schmidt (75. Maresch) – K.<br />

Fischer – Affo, Erbek, Golombek (66. Jahn) –<br />

Bezak, J. Schubert (63. Schaare) – Trainer:<br />

Thoß<br />

Tore: 1:0 Pinarlik (28.), 2:0 Kunze (59.),<br />

3:0 Conteh (73.), 3:1 Bezak (75.), 3:2<br />

Luhaka (90.) – SR: Schönheit (Lüneburg) –<br />

Zuschauer: 181 – Gelbe Karten: Nadjem,<br />

Ambrosius – Schmidt<br />

BSV Rehden – LSK Hansa 2:2 (1:1)<br />

Rehden: Mi. Mandic – Pekrul, Wessel,<br />

Gyasi, Kljajic – Stutter, Artmann –<br />

Siala (57. Fehr), Kargbo, Tietz – Gerdes-<br />

Wurpts (82. März) – Trainer: Kiene<br />

Lüneburg: Alberti – Tanidis, Pägelow,<br />

Opalka – Ungureanu (86. Ehrenberg),<br />

Büchler (60. Hübner), P. Eggert (60. Heine),<br />

Pauer, Owusu – A. Moslehe, Wriedt – Trainer:<br />

Ostermann<br />

Tore: 1:0 Kargbo (9.), 1:1 Wriedt (32.),<br />

1:2 Heine (83.), 2:2 Gyasi (85.) – SR:<br />

Rath (Bremen) – Zuschauer: 320 –<br />

Gelbe Karten: Tietz, Stutter – Owusu<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Havelse: Dlugaiczyk – Kina, Fölster,<br />

Strunkey, Hansmann – Hintzke, Holm –<br />

D. Wolf, Cicek (64. Deppe), Wenzel (51.<br />

Plume) – Undav (75. Kohn) – Trainer:<br />

Gehrke<br />

Schilksee: Kröhnert – Gürntke, Rook,<br />

von Randow, Bräunling – Schlagelambers<br />

(31. Warncke) – Schilling, Grützmacher<br />

(70. Durak), Vones (46. Cumur) – Petrick,<br />

Nath – Trainer: Th. Gutzeit<br />

Tore: 1:0 D. Wolf (8.), 2:0 D. Wolf (37.),<br />

2:1 Nath (50., FE) – SR: Jost Steenken<br />

(Nordhorn) – Zuschauer: 322 – Gelbe<br />

Karte: Warncke – Rote Karte: Kina (49.,<br />

Notbremse)<br />

HSV II – SV Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

HSV II: Mickel – D. Jordan, Kim, Marcos,<br />

Feka – P. Müller, A. Arslan, Küc (76. Limaj),<br />

Brand (63. Haut) – Jurcher, Benkarit (66.<br />

Charrier) – Trainer: Zinnbauer<br />

Drochtersen/A.: P. Siefkes – Mau, Behrmann,<br />

Johrden, Grahle – F. Nagel, Ioannou,<br />

Wolk, Ingreso (46. J. Gooßen) – Kühn,<br />

A. Neumann (90. Sung) – Trainer: Maaßen<br />

Tore: 1:0 A. Arslan (40.), 1:1 F. Nagel<br />

(60.), 2:1 Charrier (78.) – SR: Kunkel<br />

(Hamburg) – Zuschauer: 540 – Gelbe<br />

Karten: Küc, D. Jordan – Kühn, F. Nagel,<br />

Behrmann<br />

E. Norderstedt – Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

Norderstedt: Springer – Kunath (62. Kevac),<br />

T. Petersen, Ma. Mandic, Lindener – Koch –<br />

Jozic (69. Marxen), Toksöz, L. Meyer, Zekjiri<br />

(88. Schluchtmann) – Lüneburg – Trainer:<br />

Seeliger<br />

Hildesheim: Zumbeel – D. Franke, Rockahr<br />

(66. Schlichting), Lange, Papadopoulos<br />

(89. Rauch) – Magiera, Zlatkov – Plaschke,<br />

Panagiotidis, D. Hartmann – Fahmy – Trainer:<br />

Stoffregen<br />

Tore: 0:1 Fahmy (15.), 1:1 Ma. Mandic<br />

(18.), 2:1 T. Petersen (37.), 3:1 Toksöz<br />

(90.) – SR: Meermann (Vechta) – Zuschauer:<br />

415 – Gelbe Karten: L. Meyer,<br />

Toksöz – Plaschke, Lange<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Lübeck: Toboll – Bohnsack, Nogovic, Marheineke,<br />

Sirmais – Maletzki, Wehrendt,<br />

Voß (69. Sievers), Senger (69. Thiel) –<br />

Kramer, S. Richter (76. Barendt) – Trainer:<br />

Skwierczynski<br />

Oldenburg: Kisiel – Engel, Uzelac, Volkmer,<br />

Canizales – Hadzhiev, Stütz (82. Temin) –<br />

Kifuta, Winkelmann, Tönnies (88. Steinwender)<br />

– Tomas (72. N. Laabs) – Trainer:<br />

Uzelac<br />

Tor: 0:1 Kifuta (64.) – SR: Thiemann (Diepholz)<br />

– Zuschauer: 1455 – Gelbe Karten:<br />

Nogovic – Kifuta, Stütz, Temin, Kisiel<br />

PERSONALIEN<br />

FC St. Pauli II<br />

Die letzten acht Minuten musste<br />

St. Pauli im Spiel gegen den Goslarer<br />

SC in Unterzahl bestreiten,<br />

nachdem sich Innenverteidiger<br />

Laurens Rogowski (21) bei einem<br />

Zusammenprall mit seinem Mitspieler<br />

Michael Ambrosius (19) eine<br />

Sprunggelenkverletzung zugezogen<br />

hatte.<br />

VfB Lübeck<br />

Im Probetraining stellte sich Defensivakteur<br />

Julian Prochnow (29, SV<br />

Babelsberg 03) vor. Über eine Verpflichtung<br />

soll zu Wochenbeginn<br />

entschieden werden. +++ Mit<br />

einer Wadenzerrung fällt Nachwuchsstürmer<br />

Cemal Sezer (19)<br />

derzeit aus.<br />

VfV 06 Hildesheim<br />

Stürmer Omar El-Zein (30) steht aus<br />

privaten Gründen aktuell nicht<br />

zur Verfügung.<br />

Eintracht Norderstedt<br />

Der in Spanien aufgewachsene<br />

David Karg (22) ergänzt den Kader.<br />

Zuletzt war der Mittelfeldspieler<br />

beim Drittligisten Atletico Levante<br />

aktiv gewesen.<br />

SV Meppen<br />

Innenverteidiger Martin Hudec (33)<br />

soll nach mehrwöchiger Pause<br />

wegen Kniebeschwerden am<br />

Montag wieder ins Training einsteigen.<br />

+ + +Verteidiger Marcel<br />

Thomas (22) und Mittelfeldspieler<br />

Thorben Deters (20) trainieren nach<br />

Verletzungspause bereits wieder<br />

mit der Mannschaft.+ + + Offensivakteur<br />

Viktor Maier (25) hat erneut<br />

eine Einladung zu einem<br />

Länderspiel: Kirgisien muss im<br />

WM-Qualifikationsspiel der asiatischen<br />

Gruppe B am Donnerstag<br />

in Jordanien antreten.<br />

ETSV Weiche<br />

Mit einem 3:0-Sieg beim SH-Liga-Spitzenreiter<br />

TSB Flensburg<br />

hat der ETSV das Halbfinale im<br />

schleswig-holsteinischen Landespokal<br />

erreicht. Die Tore erzielten<br />

Jonas Walter (2 Elfmeter) und Christian<br />

Jürgensen. In der Schlussphase<br />

der Partie feierte Abwehrspieler<br />

Matthias Hummel (30) gut zehn Monate<br />

nach seinem Kreuzbandriss<br />

sein Comeback.<br />

Hannover 96 II<br />

Markus Ballmert (21) wechselt vom<br />

Zweitligisten FSV Frankfurt nach<br />

Hannover. „Markus ist ein junger<br />

Spieler, der universell einsetzbar<br />

ist“, sagt 96-Trainer Michael<br />

Krüger (61).


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 75<br />

RL WEST<br />

TABELLE<br />

1. SV Rödinghausen 6 16:5 14<br />

2. Sportfreunde Lotte 5 12:3 13<br />

3. Alemannia Aachen 5 8:2 13<br />

4. Bor. M'gladbach II (M) 6 17:7 11<br />

5. SSVg Velbert (N) 5 12:9 10<br />

6. FC Viktoria Köln 5 8:5 8<br />

7. Fortuna Düsseldorf II 5 6:3 8<br />

8. Rot Weiss Ahlen (N) 6 9:7 8<br />

9. Rot-Weiß Oberhausen 5 8:7 8<br />

10. SC Wiedenbrück 6 6:4 7<br />

11. SC Verl 5 5:4 7<br />

12. Rot-Weiss Essen 3 10:5 4<br />

13. SG Wattenscheid 09 3 8:4 4<br />

14. FC Schalke 04 II 5 6:11 3<br />

15. 1. FC Köln II 5 3:9 3<br />

16. TuS Erndtebrück (N) 5 6:17 3<br />

17. FC Kray 5 3:9 2<br />

18. Bor. Dortmund II (A) 6 3:13 1<br />

19. FC Wegberg-Beeck (N) 5 2:24 0<br />

6. SPIELTAG<br />

Bor. Dortmund II – Alem. Aachen 0:1 (0:0)<br />

SV Rödinghausen – FC Vikt. Köln 4:2 (2:1)<br />

TuS Erndtebrück – F. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

FC Wegberg-Beeck – SSVg Velbert 2:6 (0:4)<br />

1. FC Köln II – Sportfr. Lotte 2:4 (1:2)<br />

SC Wiedenbrück – RW Ahlen 1:1 (0:0)<br />

RW Oberhausen – M'gladbach II 2:0 (2:0)<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Dienstag, 1. September (20.15 Uhr):<br />

Wattenscheid 09 – RW Essen (0:3, 0:6)<br />

spielfrei: SC Verl<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (19.30 Uhr)<br />

Schalke II – Dortmund II (14.00) ( - , - )<br />

SF Lotte – Rödinghausen (19.00) (1:1, 2:1)<br />

RW Essen – FC Wegberg-Beeck ( - , - )<br />

Alem. Aachen – SC Wiedenbrück (2:1, 0:1)<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

Rot Weiss Ahlen – 1. FC Köln II ( - , - )<br />

RW Oberhausen – FC Kray (3:2, 0:0)<br />

Fort. Düsseldorf II – Wattenscheid (1:3, 2:0)<br />

Bor. M’gladbach II – SSVg Velbert ( - , - )<br />

SC Verl – TuS Erndtebrück ( - , - )<br />

spielfrei: FC Viktoria Köln<br />

TORJÄGER<br />

4 (–) Löhden (Alemannia Aachen)<br />

4 (–) Ritter (Bor. Mönchengladbach II)<br />

4 (–) Veselinovic (SV Rödinghausen)<br />

4 (1) Ph. Schmidt (SSVg Velbert)<br />

3 (–) Sangare (Fortuna Düsseldorf II)<br />

3 (–) Baier (Rot-Weiss Essen)<br />

3 (–) Studtrucker (Rot-Weiss Essen)<br />

3 (2) Freiberger (Sportfreunde Lotte)<br />

3 (–) Pisano (Bor. Mönchengladbach II)<br />

3 (–) Da. Jansen (RW Oberhausen)<br />

3 (1) Steinmetz (RW Oberhausen)<br />

3 (3) Tumanan (SSVg Velbert)<br />

3 (–) Buckmaier (SG Wattenscheid 09)<br />

3 (–) Glowacz (SG Wattenscheid 09)<br />

3 (–) Bednarski (SC Wiedenbrück)<br />

B. Dortmund II – Alem. Aachen 0:1 (0:0)<br />

Dortmund II: Bonmann – P. Stenzel, C. Zimmermann,<br />

Gorenc-Stankovic (60.<br />

Güll), M. Sarr – Sauerland (79. Eberwein),<br />

Karazor – Dieckmann, Harder, Hanke (88.<br />

Flores) – Ozbolt – Trainer: Wagner<br />

Aachen: Löhe – Winter, Hackenberg, Löhden,<br />

Vrzogic – B. Müller, Dowidat (65.<br />

Demai), Staffeldt, Graudenz – Maier (47.<br />

Propheter), Rüter (82. Gödde) – Trainer:<br />

Benbennek<br />

Tor: 0:1 Demai (76.) – SR: Visse (Recke) –<br />

Zuschauer: 3159 – Gelbe Karten: Sauerland<br />

– Löhden, Dowidat<br />

Rödinghausen – FC Vikt. Köln 4:2 (2:1)<br />

Rödinghausen: Schönwälder – Tünte,<br />

Kalkan, Leeneman, Langer – D. Müller (75.<br />

Buddecke), Siek – Schlottke, Bülter (88.<br />

Langemann) – Veselinovic, Jakubiak (75.<br />

Höner) – Trainer: Ermisch<br />

Vikt. Köln: Pellatz – Reiche, Costa,<br />

Brzenska, Guirino – Schwarz (65. Nottbeck),<br />

Wunderlich – Koronkiewicz (46.<br />

Mombongo-Dues), Schwadorf (60. Dias) –<br />

Kreyer, Reimerink – Trainer: Kaczmarek<br />

Tore: 1:0 Schlottke (9.), 2:0 Bülter (25.),<br />

2:1 Schwarz (42.), 3:1 Jakubiak (59.), 4:1<br />

Leeneman (64.), 4:2 Langer (82., ET) –<br />

SR: Sikorski (Moers) – Zuschauer: 1292 –<br />

Gelbe Karten: Leeneman, Siek – Brzenska,<br />

Schwadorf, Wunderlich, Koronkiewicz,<br />

Mombongo-Dues<br />

Erndtebrück – F. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

Erndtebrück: Bäcker – Tuysuz, Kröner,<br />

Miyazawa, Engelke – Kadiata (71. Lubaca),<br />

Kaminishi, Ziegler (46. Nakai), Andrijanic –<br />

Wassinger, R. Schmidt (67. Böhmer) – Trainer:<br />

Schnorrenberg<br />

Düsseldorf II: Kampmann – M. Ajani, Goralski,<br />

Bormuth, Budde – Sangare, Lippold,<br />

C. Weber, Garcia (63. Abdelkarim) –<br />

Rybacki (90. Rüzgar), Erat – Trainer: Aksoy<br />

Tor: 0:1 Erat (41.) – SR: Fischer (Hemer) –<br />

Zuschauer: 391 – Gelbe Karten: Kaminishi,<br />

Wassinger, Böhmer – Budde, M.<br />

Ajani, Erat – Bes. Vorkommnis: Bäcker<br />

hält FE von Sangare (15.)<br />

FC Wegberg-Beeck – Velbert 2:6 (0:4)<br />

Wegberg-Beeck: Nettekoven – Thelen,<br />

P. Ajani, Walbaum, Karamarko – Wirtz (72.<br />

Lambertz), Simoes Ribeiro, Azin, Bischoff<br />

(58. D. Richter) – Dagistan, Berkigt – Trainer:<br />

Henßen<br />

Velbert: Sprenger – Tumanan, Zander,<br />

Andersen, Mondello – Hagemann (58.<br />

Schlösser), Winking, D. Müller, Trisic (46.<br />

Zumbe) – Ph. Schmidt, Dogan (72. Mühlhause)<br />

– Trainer: Pawlak<br />

Tore: 0:1 Tumanan (7., FE), 0:2 Tumanan<br />

(23.), 0:3 Trisic (32.), 0:4 Ph. Schmidt<br />

(39.), 0:5 Winking (56.), 1:5 Zumbe (64.,<br />

ET), 1:6 Tumanan (76.), 2:6 Berkigt (78.) –<br />

SR: Heller (Köln) – Zuschauer: 361 –<br />

Gelbe Karten: Simoes Ribeiro, Wirtz –<br />

Andersen, Ph. Schmidt<br />

1. FC Köln II – Sportfr. Lotte 2:4 (1:2)<br />

Köln II: Mesenhöler – Klünter, Hübers,<br />

Tuncer, Mabanza – J. Hoffmann (68. Ban),<br />

Budimbu, M. Laux, Scepanik (61. Capkin),<br />

Cueto – Kühlwetter (46. Bors) – Trainer:<br />

Heck<br />

Lotte: Fernandez – Hazaimeh, G. Nauber,<br />

M. Rahn, Langlitz (78. Neidhart) – Hettich,<br />

Dej, Pas. Schmidt (51. Daglar), Rosinger,<br />

Wendel (70. Brock) – Freiberger –<br />

Trainer: Atalan<br />

Tore: 0:1 Freiberger (2.), 1:1 M. Laux (8.),<br />

1:2 Hazaimeh (41., FE), 1:3 Freiberger<br />

(60.), 1:4 Daglar (65.), 2:4 Cueto (84.) –<br />

SR: Weirich (Bergisch Gladbach) – Zuschauer:<br />

200 – Gelbe Karten: Tuncer,<br />

Kühlwetter – Dej<br />

SC Wiedenbrück – RW Ahlen 1:1 (0:0)<br />

Wiedenbrück: Hölscher – Volkmer, Twyrdy,<br />

Spinrath, Rogowski (70. Puhl) – Strickmann<br />

– Bockhorn, Wassey, Batarilo-Cerdic<br />

(86. Wilschrey) – Bednarski, Kotuljac<br />

(46. Zech) – Trainer: Beckstedde<br />

Ahlen: Kampe – Dahlhoff, Wolff, Klauke,<br />

Heermann – Schaffer, Meschede, Backszat,<br />

Yilmaz (67. Bechtold) – Yildirim (87.<br />

Kolodzig), Bolat (62. Marzullo) – Trainer:<br />

Antwerpen<br />

Tore: 0:1 Backszat (56.), 1:1 Wassey (60.) –<br />

SR: Brüggemann (Rheine) – Zuschauer:<br />

825 – Gelbe Karten: Bockhorn – Yildirim<br />

Oberhausen – M'gladbach II 2:0 (2:0)<br />

Oberhausen: Udegbe – Reinert, Nakowitsch,<br />

Weigelt (73. Hermes), Herzenbruch<br />

– Scheelen, Kurt – Bauder, Gügör<br />

(68. Steurer) – Steinmetz (63. Krystofi ak),<br />

Engelmann – Trainer: A. Zimmermann<br />

M'gladbach II: Kompalla – Berauer, Elvedi<br />

(64. Nkansah), Knipping, C. Lenz – T. Kraus –<br />

Ritter (37. Sezer), Ndenge (37. B. Mohr),<br />

Sow, Holzweiler – Pisano – Trainer: Schubert<br />

Tore: 1:0 Steinmetz (5.), 2:0 Scheelen<br />

(24.) – SR: Visse (Recke) – Zuschauer:<br />

1773 – Gelbe Karten: Gügör, Kurt – Sow<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Kray: Kunz – Meißner, Wagner (85.<br />

Alic), Mengert, J. Zimmermann – Aubameyang,<br />

Akman – Yahkem (57. Kadiu), Grumann,<br />

Steuke (65. Bluni) – Kehrmann –<br />

Trainer: Skorzenski<br />

Schalke II: Schilder – Göcer, Neubauer,<br />

Friedrich, Dum (14. Uphoff) – T. Öztürk –<br />

Pick, Talarski, Sam (86. J. Przybylko), J.-L.<br />

Mickels (69. Rathgeber) – Gasilin – Trainer:<br />

Luginger<br />

Tore: 0:1 Gasilin (57.), 1:1 Kadiu (78.) –<br />

SR: Brüster (Kaarst) – Zuschauer: 153 –<br />

Gelbe Karten: Wagner, Akman – Neubauer,<br />

Talarski, Göcer, J. Przybylk<br />

RL NORDOST<br />

6. SPIELTAG<br />

SV Babelsberg 03 – Wack. Nordhausen 0:0<br />

Germ. Halberstadt – Optik Rathenow 4:2 (2:1)<br />

FC Oberlausitz – TSG Neustrelitz 2:1 (2:1)<br />

FC Schönberg 95 – ZFC Meuselwitz 3:0 (1:0)<br />

FSV Zwickau – FSV Luckenwalde 3:0 (3:0)<br />

RB Leipzig II – Hertha BSC II 2:3 (1:1)<br />

Berliner AK 07 – VfB Auerbach 3:0 (0:0)<br />

BFC Dynamo – Viktoria 89 Berlin 3:0 (1:0)<br />

Mittwoch, 2. September (17.30 Uhr):<br />

Carl Zeiss Jena – Budissa Bautzen (2:1, 1:0)<br />

ERGEBNIS VOM DONNERSTAG<br />

VfB Auerbach – BFC Dynamo 4:1 (1:0)<br />

1. FSV Zwickau 6 16:0 18<br />

2. Berliner AK 07 6 8:1 12<br />

3. Wacker Nordhausen 6 9:5 11<br />

4. FC Oberlausitz (N) 6 10:7 11<br />

5. TSG Neustrelitz 6 10:5 10<br />

6. SV Babelsberg 03 6 6:1 10<br />

7. Carl Zeiss Jena 5 7:3 10<br />

8. FC Schönberg 95 (N) 6 8:5 9<br />

9. Berliner FC Dynamo 6 14:13 9<br />

10. Hertha BSC II 6 8:9 9<br />

11. VfB Auerbach 6 7:12 7<br />

12. Budissa Bautzen 5 6:6 6<br />

13. ZFC Meuselwitz 6 4:9 6<br />

14. Optik Rathenow (N) 6 5:9 5<br />

15. RB Leipzig II (N) 6 7:13 4<br />

16. Germania Halberstadt 6 6:14 4<br />

17. Viktoria 89 Berlin 6 1:11 3<br />

18. FSV Luckenwalde (N) 6 2:11 1<br />

RL SÜDWEST<br />

6. SPIELTAG<br />

Waldhof Mannheim – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

SV Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

FK Pirmasens – <strong>Kicker</strong>s Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Wormatia Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

Saar 05 Saarbrücken – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Eintracht Trier – SpVgg Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

TSG Hoffenheim II – FC Ast. Walldorf 2:3 (0:0)<br />

1. Hessen Kassel 6 14:3 16<br />

2. Waldhof Mannheim 6 13:2 16<br />

3. <strong>Kicker</strong>s Offenbach (M) 6 18:7 14<br />

4. SV Elversberg 6 10:3 14<br />

5. 1. FC Saarbrücken 6 7:0 14<br />

6. Eintracht Trier 6 10:4 13<br />

7. FC Astoria Walldorf 6 12:8 12<br />

8. 1. FC Kaiserslautern II 6 9:6 10<br />

9. FC Homburg 6 9:7 9<br />

10. TSG Hoffenheim II 6 15:12 7<br />

11. SV Spielberg (N) 6 4:9 7<br />

12. Bahlinger SC (N) 6 6:10 4<br />

13. Wormatia Worms 6 6:12 4<br />

14. FK Pirmasens 6 4:11 3<br />

15. SpVgg Neckarelz 6 4:12 3<br />

16. TSV Steinbach (N) 6 3:15 3<br />

17. SC Freiburg II 6 6:15 2<br />

18. Saar 05 Saarbrücken (N) 6 6:20 1<br />

RL BAYERN<br />

8. SPIELTAG<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

1. FC Schweinfurt 05 – FV Illertissen 1:1 (1:1)<br />

Jahn Regensburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

FC Ingolstadt 04 II – 1860 München II 1:1 (1:0)<br />

FC Memmingen – SV Schalding-Hein. 3:0 (0:0)<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain/Lech 2:0 (1:0)<br />

Vikt. Aschaffenburg – TSV Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Greuther Fürth II – Wacker Burghausen 0:2 (0:1)<br />

FC Bayern II – SpVgg Unterhaching abges.<br />

1. Jahn Regensburg (A) 8 22:8 22<br />

2. Wacker Burghausen 8 16:7 17<br />

3. Bayern München II 6 15:7 14<br />

4. 1. FC Nürnberg II 8 15:14 14<br />

5. FC Amberg (N) 8 21:14 13<br />

6. 1860 München II 8 14:7 13<br />

7. SpVgg Bayreuth 8 10:8 10<br />

8. FC Memmingen 8 12:12 10<br />

9. Viktoria Aschaffenburg (N) 9 15:17 10<br />

10. SV Schalding-Heining 8 11:17 10<br />

11. FC Ingolstadt 04 II 8 12:10 9<br />

12. FV Illertissen 8 13:14 9<br />

13. SpVgg Unterhaching (A) 7 5:7 8<br />

14. TSV Rain/Lech (N) 8 12:22 8<br />

15. TSV Buchbach 7 11:12 6<br />

16. 1. FC Schweinfurt 05 8 9:16 6<br />

17. SpVgg Greuther Fürth II 9 9:20 6<br />

18. FC Augsburg II 8 3:13 3


kicker, 31. August <strong>2015</strong> REGIONALLIGA 73<br />

Wagner sieht keine Krise<br />

REGIONALLIGA<br />

Ein einziger Punkt aus den ersten<br />

sechs Spielen – selbst in<br />

ihren vier Drittliga-Jahren ist<br />

die Reservemannschaft von Borussia<br />

Dortmund niemals auch<br />

nur annähernd so schlecht gestartet<br />

wie in diese Regionalliga-<br />

Saison.<br />

Die Partie in der Vorwoche<br />

gegen Lotte, als sie durch einen<br />

Treffer von Christoph Zimmermann<br />

in der Nachspielzeit<br />

wenigstens einen Zähler<br />

gerettet hatten, sollte die<br />

Wende einleiten. Doch<br />

nach dem Tiefpunkt drei<br />

Tage später bei der bösen<br />

1:5-Schlappe in Ahlen,<br />

erfüllten sich auch zum Abschluss<br />

der englischen Woche<br />

die Hoffnungen auf den ersten<br />

Saisonsieg nicht.<br />

Trotz der unglücklichen<br />

0:1-Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten<br />

Alemannia<br />

Aachen im heimischen Stadion<br />

Rote Erde sprach Trainer David<br />

Wagner von einem Neubeginn:<br />

„Das war eine deutliche Reaktion<br />

auf das Ahlen-Spiel. Die Jungs<br />

haben begriffen, dass man auch<br />

mal versuchen muss, ein Spiel<br />

über den Kampf zu entscheiden,<br />

und alles umgesetzt, was wir besprochen<br />

hatten. Leider haben<br />

wir uns wieder einmal nicht belohnt.“<br />

Mit einem Altersschnitt von<br />

19,8 (!) Jahren hatte Dortmunds<br />

Trainer die jüngste Startelf seiner<br />

Amtszeit aufgeboten. Das sei<br />

kein Experiment gewesen, sondern<br />

eine logische Konsequenz<br />

Momentan läuft es bei der Reserve<br />

– anders als bei der Bundesliga-<br />

Mannschaft des BVB – nicht rund.<br />

Wie kann das noch besser werden?<br />

Soll Schwung in den Angriff bringen: Marvin Ducksch (21) hat<br />

seinen Mittelfußbruch auskuriert und steht wieder zur Verfügung.<br />

Foto: picture-alliance/dpa<br />

aus der Philosophie des Vereins:<br />

„Wir haben nach dem Abstieg<br />

bewusst darauf verzichtet, den<br />

Kader mit älteren Spielern zu<br />

verstärken und werden diesen<br />

Weg weiter gehen, auch wenn<br />

die Jungs Lehrgeld zahlen müssen.“<br />

Wie gegen Aachen, als sie<br />

bereits ihr zehntes (!) Gegentor<br />

nach einem Standard kassierten.<br />

Von einer Krise will Wagner<br />

dennoch nichts wissen. Das<br />

Tabellenbild sei zwar erschreckend,<br />

dramatisch aber sei die<br />

Lage nicht: „Dafür präsentieren<br />

sich die Jungs insgesamt zu gut.<br />

In vier der sechs Spiele hätten<br />

wir punkten oder sogar gewinnen<br />

können. Oftmals fehlte auch ein<br />

wenig Glück.“ Sein Vertrauen in<br />

die Mannschaft hat in den letzten<br />

Woche nicht gelitten und ist<br />

„nach dieser Partie und diesem<br />

Auftritt sogar noch gestiegen“.<br />

Klar ist aber auch ihm, „dass<br />

die Jungs jetzt endlich einen<br />

Dreier einfahren müssen“. Helfen<br />

sollen dabei Kapitän David Solga,<br />

Wagners einziger Routinier,<br />

der nach einem Muskelfaserriss<br />

im nächsten Spiel gegen Oberhausen<br />

zurückkehren wird. Dazu<br />

kommt noch der Profi Marvin<br />

Ducksch, der nach seinem Mittelfußbruch<br />

früher als erwartet<br />

ins Teamtraining eingestiegene<br />

Stürmer soll schon im September<br />

sein Comeback feiern. Er könnte<br />

für diese junge Mannschaft, dessen<br />

Manko eindeutig der uneffektive<br />

Spielstil in der Offensive<br />

ist, einen enormen Wert haben.<br />

UDO STARK<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Ergebnisse auch auf kicker.de<br />

AACHEN: Innenverteidiger verlängert vorzeitig um ein Jahr – Benbennek lobt die Standards<br />

„Torjäger“ Löhden: „Es hat hier von Anfang an gepasst“<br />

1Besser hätte die englische Woche<br />

für Alemannia Aachen nicht<br />

laufen können. Die Tivoli-<strong>Kicker</strong><br />

bleiben nach dem 1:0-Sieg bei<br />

Borussia Dortmund II ungeschlagen<br />

und haben sich oben in<br />

der Tabelle der Regionalliga<br />

West festgesetzt. Klar ist<br />

aber auch: „Trotz des guten<br />

Saisonstarts müssen wir weiter<br />

an uns arbeiten, dürfen zu<br />

keinem Zeitpunkt nachlassen“,<br />

wie Trainer Christian Benbennek<br />

nach dem dritten 1:0-Erfolg<br />

im fünften Ligaspiel mahnend<br />

feststellte.<br />

Ungewöhnlich beim „Arbeitssieg“<br />

(Benbennek) im Stadion<br />

Rote Erde war allerdings, dass<br />

Jannik Löhden diesmal nicht als<br />

Torschütze glänzte, wie zuvor<br />

schon drei Mal in der englischen<br />

Woche und vier Mal<br />

insgesamt. „Wir werden das<br />

nicht sehen, dass ein Innenverteidiger<br />

36 Tore in 36 Spielen<br />

machen wird“, sagte Coach<br />

Benbennek zu seinem kopfballstarken<br />

Abwehrmann. „Es ist<br />

klar, dass das nicht immer funktioniert“,<br />

fügte er hinzu, „aber er<br />

bleibt gefährlich“.<br />

Und das bis 2017 für die Alemannia.<br />

Denn der 2,01-Meter-<br />

Mann, erst zu Saisonbeginn von<br />

Viktoria Köln gekommen und<br />

in Aachen zunächst mit einem<br />

Einjahresvertrag ausgestattet,<br />

verlängerte in der vergangenen<br />

Woche seinen Kontrakt um ein<br />

weiteres Jahr. „Es hat von Anfang<br />

an gepasst, ich spüre die Rückendeckung<br />

des Vereins und es<br />

macht einfach Spaß, hier zu spielen“,<br />

hatte Löhden seine frühzeitige<br />

Vertragsverlängerung mitten<br />

in der englischen Woche begründet,<br />

um sie beim 1:0 gegen Kray<br />

gleich mit dem „Tor des Tages“<br />

zu krönen. „Was will man mehr?“<br />

Gegen Dortmund II blieb Löhden<br />

zwar ohne Torerfolg – übrigens<br />

erst zum zweiten Mal im fünften<br />

Spiel – doch erneut war es mit<br />

Aimen Demais Freistoß (76.) eine<br />

Standardsituation, die nach einem<br />

mühsamen Spiel drei Punkte<br />

bescherte. „Wenn Du keinen<br />

Zugriff auf das Spiel bekommst,<br />

dann ist es gut zu wissen, dass die<br />

Standards funktionieren“, sagte<br />

Benbennek. „Aber das trainieren<br />

wir auch gezielt.“<br />

HOLGER RICHTER


74 REGIONALLIGA<br />

RL WEST<br />

TABELLE<br />

1. SV Rödinghausen 6 16:5 14<br />

2. Sportfreunde Lotte 5 12:3 13<br />

3. Alemannia Aachen 5 8:2 13<br />

4. Bor. M'gladbach II (M) 6 17:7 11<br />

5. SSVg Velbert (N) 5 12:9 10<br />

6. FC Viktoria Köln 5 8:5 8<br />

7. Fortuna Düsseldorf II 5 6:3 8<br />

8. Rot Weiss Ahlen (N) 6 9:7 8<br />

9. Rot-Weiß Oberhausen 5 8:7 8<br />

10. SC Wiedenbrück 6 6:4 7<br />

11. SC Verl 5 5:4 7<br />

12. Rot-Weiss Essen 3 10:5 4<br />

13. SG Wattenscheid 09 3 8:4 4<br />

14. FC Schalke 04 II 5 6:11 3<br />

15. 1. FC Köln II 5 3:9 3<br />

16. TuS Erndtebrück (N) 5 6:17 3<br />

17. FC Kray 5 3:9 2<br />

18. Bor. Dortmund II (A) 6 3:13 1<br />

19. FC Wegberg-Beeck (N) 5 2:24 0<br />

6. SPIELTAG<br />

Bor. Dortmund II – Alem. Aachen 0:1 (0:0)<br />

SV Rödinghausen – FC Vikt. Köln 4:2 (2:1)<br />

TuS Erndtebrück – F. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

FC Wegberg-Beeck – SSVg Velbert 2:6 (0:4)<br />

1. FC Köln II – Sportfr. Lotte 2:4 (1:2)<br />

SC Wiedenbrück – RW Ahlen 1:1 (0:0)<br />

RW Oberhausen – M'gladbach II 2:0 (2:0)<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Dienstag, 1. September (20.15 Uhr):<br />

Wattenscheid 09 – RW Essen (0:3, 0:6)<br />

spielfrei: SC Verl<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (19.30 Uhr)<br />

Schalke II – Dortmund II (14.00) ( - , - )<br />

SF Lotte – Rödinghausen (19.00) (1:1, 2:1)<br />

RW Essen – FC Wegberg-Beeck ( - , - )<br />

Alem. Aachen – SC Wiedenbrück (2:1, 0:1)<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

Rot Weiss Ahlen – 1. FC Köln II ( - , - )<br />

RW Oberhausen – FC Kray (3:2, 0:0)<br />

Fort. Düsseldorf II – Wattenscheid (1:3, 2:0)<br />

Bor. M’gladbach II – SSVg Velbert ( - , - )<br />

SC Verl – TuS Erndtebrück ( - , - )<br />

spielfrei: FC Viktoria Köln<br />

TORJÄGER<br />

4 (–) Löhden (Alemannia Aachen)<br />

4 (–) Ritter (Bor. Mönchengladbach II)<br />

4 (–) Veselinovic (SV Rödinghausen)<br />

4 (1) Ph. Schmidt (SSVg Velbert)<br />

3 (–) Sangare (Fortuna Düsseldorf II)<br />

3 (–) Baier (Rot-Weiss Essen)<br />

3 (–) Studtrucker (Rot-Weiss Essen)<br />

3 (2) Freiberger (Sportfreunde Lotte)<br />

3 (–) Pisano (Bor. Mönchengladbach II)<br />

3 (–) Da. Jansen (RW Oberhausen)<br />

3 (1) Steinmetz (RW Oberhausen)<br />

3 (3) Tumanan (SSVg Velbert)<br />

3 (–) Buckmaier (SG Wattenscheid 09)<br />

3 (–) Glowacz (SG Wattenscheid 09)<br />

3 (–) Bednarski (SC Wiedenbrück)<br />

B. Dortmund II – Alem. Aachen 0:1 (0:0)<br />

Dortmund II: Bonmann – P. Stenzel, C. Zimmermann,<br />

Gorenc-Stankovic (60.<br />

Güll), M. Sarr – Sauerland (79. Eberwein),<br />

Karazor – Dieckmann, Harder, Hanke (88.<br />

Flores) – Ozbolt – Trainer: Wagner<br />

Aachen: Löhe – Winter, Hackenberg, Löhden,<br />

Vrzogic – B. Müller, Dowidat (65.<br />

Demai), Staffeldt, Graudenz – Maier (47.<br />

Propheter), Rüter (82. Gödde) – Trainer:<br />

Benbennek<br />

Tor: 0:1 Demai (76.) – SR: Visse (Recke) –<br />

Zuschauer: 3159 – Gelbe Karten: Sauerland<br />

– Löhden, Dowidat<br />

Rödinghausen – FC Vikt. Köln 4:2 (2:1)<br />

Rödinghausen: Schönwälder – Tünte,<br />

Kalkan, Leeneman, Langer – D. Müller (75.<br />

Buddecke), Siek – Schlottke, Bülter (88.<br />

Langemann) – Veselinovic, Jakubiak (75.<br />

Höner) – Trainer: Ermisch<br />

Vikt. Köln: Pellatz – Reiche, Costa,<br />

Brzenska, Guirino – Schwarz (65. Nottbeck),<br />

Wunderlich – Koronkiewicz (46.<br />

Mombongo-Dues), Schwadorf (60. Dias) –<br />

Kreyer, Reimerink – Trainer: Kaczmarek<br />

Tore: 1:0 Schlottke (9.), 2:0 Bülter (25.),<br />

2:1 Schwarz (42.), 3:1 Jakubiak (59.), 4:1<br />

Leeneman (64.), 4:2 Langer (82., ET) –<br />

SR: Sikorski (Moers) – Zuschauer: 1292 –<br />

Gelbe Karten: Leeneman, Siek – Brzenska,<br />

Schwadorf, Wunderlich, Koronkiewicz,<br />

Mombongo-Dues<br />

Erndtebrück – F. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

Erndtebrück: Bäcker – Tuysuz, Kröner,<br />

Miyazawa, Engelke – Kadiata (71. Lubaca),<br />

Kaminishi, Ziegler (46. Nakai), Andrijanic –<br />

Wassinger, R. Schmidt (67. Böhmer) – Trainer:<br />

Schnorrenberg<br />

Düsseldorf II: Kampmann – M. Ajani, Goralski,<br />

Bormuth, Budde – Sangare, Lippold,<br />

C. Weber, Garcia (63. Abdelkarim) –<br />

Rybacki (90. Rüzgar), Erat – Trainer: Aksoy<br />

Tor: 0:1 Erat (41.) – SR: Fischer (Hemer) –<br />

Zuschauer: 391 – Gelbe Karten: Kaminishi,<br />

Wassinger, Böhmer – Budde, M.<br />

Ajani, Erat – Bes. Vorkommnis: Bäcker<br />

hält FE von Sangare (15.)<br />

FC Wegberg-Beeck – Velbert 2:6 (0:4)<br />

Wegberg-Beeck: Nettekoven – Thelen,<br />

P. Ajani, Walbaum, Karamarko – Wirtz (72.<br />

Lambertz), Simoes Ribeiro, Azin, Bischoff<br />

(58. D. Richter) – Dagistan, Berkigt – Trainer:<br />

Henßen<br />

Velbert: Sprenger – Tumanan, Zander,<br />

Andersen, Mondello – Hagemann (58.<br />

Schlösser), Winking, D. Müller, Trisic (46.<br />

Zumbe) – Ph. Schmidt, Dogan (72. Mühlhause)<br />

– Trainer: Pawlak<br />

Tore: 0:1 Tumanan (7., FE), 0:2 Tumanan<br />

(23.), 0:3 Trisic (32.), 0:4 Ph. Schmidt<br />

(39.), 0:5 Winking (56.), 1:5 Zumbe (64.,<br />

ET), 1:6 Tumanan (76.), 2:6 Berkigt (78.) –<br />

SR: Heller (Köln) – Zuschauer: 361 –<br />

Gelbe Karten: Simoes Ribeiro, Wirtz –<br />

Andersen, Ph. Schmidt<br />

1. FC Köln II – Sportfr. Lotte 2:4 (1:2)<br />

Köln II: Mesenhöler – Klünter, Hübers,<br />

Tuncer, Mabanza – J. Hoffmann (68. Ban),<br />

Budimbu, M. Laux, Scepanik (61. Capkin),<br />

Cueto – Kühlwetter (46. Bors) – Trainer:<br />

Heck<br />

Lotte: Fernandez – Hazaimeh, G. Nauber,<br />

M. Rahn, Langlitz (78. Neidhart) – Hettich,<br />

Dej, Pas. Schmidt (51. Daglar), Rosinger,<br />

Wendel (70. Brock) – Freiberger –<br />

Trainer: Atalan<br />

Tore: 0:1 Freiberger (2.), 1:1 M. Laux (8.),<br />

1:2 Hazaimeh (41., FE), 1:3 Freiberger<br />

(60.), 1:4 Daglar (65.), 2:4 Cueto (84.) –<br />

SR: Weirich (Bergisch Gladbach) – Zuschauer:<br />

200 – Gelbe Karten: Tuncer,<br />

Kühlwetter – Dej<br />

SC Wiedenbrück – RW Ahlen 1:1 (0:0)<br />

Wiedenbrück: Hölscher – Volkmer, Twyrdy,<br />

Spinrath, Rogowski (70. Puhl) – Strickmann<br />

– Bockhorn, Wassey, Batarilo-Cerdic<br />

(86. Wilschrey) – Bednarski, Kotuljac<br />

(46. Zech) – Trainer: Beckstedde<br />

Ahlen: Kampe – Dahlhoff, Wolff, Klauke,<br />

Heermann – Schaffer, Meschede, Backszat,<br />

Yilmaz (67. Bechtold) – Yildirim (87.<br />

Kolodzig), Bolat (62. Marzullo) – Trainer:<br />

Antwerpen<br />

Tore: 0:1 Backszat (56.), 1:1 Wassey (60.) –<br />

SR: Brüggemann (Rheine) – Zuschauer:<br />

825 – Gelbe Karten: Bockhorn – Yildirim<br />

Oberhausen – M'gladbach II 2:0 (2:0)<br />

Oberhausen: Udegbe – Reinert, Nakowitsch,<br />

Weigelt (73. Hermes), Herzenbruch<br />

– Scheelen, Kurt – Bauder, Gügör<br />

(68. Steurer) – Steinmetz (63. Krystofi ak),<br />

Engelmann – Trainer: A. Zimmermann<br />

M'gladbach II: Kompalla – Berauer, Elvedi<br />

(64. Nkansah), Knipping, C. Lenz – T. Kraus –<br />

Ritter (37. Sezer), Ndenge (37. B. Mohr),<br />

Sow, Holzweiler – Pisano – Trainer: Schubert<br />

Tore: 1:0 Steinmetz (5.), 2:0 Scheelen<br />

(24.) – SR: Visse (Recke) – Zuschauer:<br />

1773 – Gelbe Karten: Gügör, Kurt – Sow<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Kray: Kunz – Meißner, Wagner (85.<br />

Alic), Mengert, J. Zimmermann – Aubameyang,<br />

Akman – Yahkem (57. Kadiu), Grumann,<br />

Steuke (65. Bluni) – Kehrmann –<br />

Trainer: Skorzenski<br />

Schalke II: Schilder – Göcer, Neubauer,<br />

Friedrich, Dum (14. Uphoff) – T. Öztürk –<br />

Pick, Talarski, Sam (86. J. Przybylko), J.-L.<br />

Mickels (69. Rathgeber) – Gasilin – Trainer:<br />

Luginger<br />

Tore: 0:1 Gasilin (57.), 1:1 Kadiu (78.) –<br />

SR: Brüster (Kaarst) – Zuschauer: 153 –<br />

Gelbe Karten: Wagner, Akman – Neubauer,<br />

Talarski, Göcer, J. Przybylk<br />

PERSONALIEN<br />

SV Rödinghausen<br />

Angreifer Cellou Diallo (19, Sprunggelenk)<br />

gehörte gegen Viktoria<br />

Köln (4:2) erstmals wieder zum<br />

Kader, kam aber noch nicht<br />

zum Einsatz. David Loheider (24,<br />

Rückenprobleme) sammelte<br />

Spielpraxis in der U 23 (Westfalenliga).<br />

+ + + Rechtsverteidiger<br />

Kai-Bastian Evers (25, Schambeinreizung)<br />

soll in dieser Woche mit<br />

den ersten Trainingseinheiten beginnen.<br />

+ + + Trainer Mario Ermisch<br />

(56) spendierte zwei trainingsfreie<br />

Tage. Am Dienstag beginnt dann<br />

die Vorbereitung auf den „Doppelpack“<br />

bei den Sportfreunden<br />

Lotte (4. September Ligaspiel,<br />

8. September erste Runde des<br />

Westfalenpokals).<br />

Rot-Weiss Essen<br />

Rechtverteidiger Jeffrey Obst (21)<br />

kehrt im Derby bei der SG Wattenscheid<br />

09 am Dienstag (20.15<br />

Uhr, live bei Sport1) nach abgesessener<br />

Rotsperre aus dem Auftaktspiel<br />

gegen den SC Wiedenbrück<br />

(0:3) in den Kader zurück.<br />

FC Schalke 04 II<br />

Das für den 4. September angesetzte<br />

Derby gegen Dortmund II<br />

muss verlegt werden. Grund: Die<br />

Umkleidekabinen in der Herner<br />

Mondpalast-Arena stehen<br />

nicht zur Verfügung, weil dort<br />

Flüchtlinge untergebracht sind.<br />

Der Spielort und ein neuer Termin<br />

sollen Anfang dieser Woche<br />

geklärt werden. Alle anderen<br />

Schalker Heimspiele bis zur Winterpause<br />

können im Bottroper<br />

Jahnstadion ausgetragen werden,<br />

weil es bei diesen Partien keine<br />

Sicherheitsbedenken gibt.<br />

Wegberg-Beeck<br />

Wegberg-Beeck und Lennart Ingmann<br />

(19) gehen künftig getrennte<br />

Wege. Der Kontrakt des Angreifers<br />

wird in beiderseitigem Einvernehmen<br />

aufgelöst. Ingmann<br />

war im Sommer von Bayern München<br />

II nach Beeck gewechselt<br />

und hatte einen Dreijahresvertrag<br />

unterschrieben. + + + Stammtorhüter<br />

Stefan Zabel (23, Muskelblessur)<br />

fiel indes auch für das Spiel<br />

gegen Velbert aus. + + + Kurz vor<br />

Ende der Transferperiode ist der<br />

FC Wegberg-Beeck noch einmal<br />

aktiv geworden. Sowohl Torhüter<br />

Patrick Nettekoven (28, RW Oberhausen)<br />

als auch der defensive<br />

Mittelfeldakteur David Azin (25, CF<br />

Uniao Madeira) haben für ein<br />

Jahr unterschrieben. Beide standen<br />

beim jüngsten 2:6 gegen Velbert<br />

bereits in der Startelf.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 75<br />

RL NORD<br />

TABELLE<br />

1. Eintracht Norderstedt 6 16:8 13<br />

2. VfB Oldenburg 6 11:7 13<br />

3. Eintracht Braunschweig II 6 8:5 12<br />

4. VfL Wolfsburg II 6 13:4 11<br />

5. SV Meppen 5 11:3 11<br />

6. ETSV Weiche Flensburg 5 15:6 10<br />

7. BSV Rehden 6 9:4 10<br />

8. TSV Havelse 6 11:10 10<br />

9. Lüneburger SK Hansa 6 9:8 9<br />

10. VfB Lübeck 6 12:12 9<br />

11. Hamburger SV II 6 9:12 8<br />

12. BV Cloppenburg 6 5:12 8<br />

13. Hannover 96 II 5 8:9 6<br />

14. FC St. Pauli II 6 10:15 5<br />

15. SV Drochtersen/A. (N) 6 4:9 5<br />

16. Goslarer SC 08 6 7:13 3<br />

17. VfV 06 Hildesheim (N) 6 7:16 3<br />

18. TSV Schilksee (N) 7 7:19 1<br />

6. SPIELTAG<br />

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

E. Braunschweig II – Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 08 3:2 (1:0)<br />

BSV Rehden – LSK Hansa 2:2 (1:1)<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Hamburger SV II – Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

E. Norderstedt – VfV Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Sonntag, 13. Dezember (14 Uhr):<br />

SV Meppen – ETSV Weiche (2:2, 1:0)<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (19 Uhr)<br />

BV Cloppenburg – Hannover 96 II (1:1, 1:2)<br />

Samstag, 5. September (13 Uhr)<br />

VfL Wolfsburg II – TSV Havelse (4:0, 2:1)<br />

Goslarer SC – Rehden (14.00) (4:1, 1:3)<br />

Sonntag, 6. September (14 Uhr)<br />

TSV Schilksee – FC St. Pauli II ( - , - )<br />

E. Norderstedt – Hamburger SV II (4:1, 0:3)<br />

ETSV Weiche – E. Braunschweig II (1:0, 1:0)<br />

Hildesheim – Oldenburg (15.00) ( - , - )<br />

LSK Hansa – VfB Lübeck (15.00) (2:3, 0:0)<br />

Drochtersen/A. – Meppen (15.00) ( - , - )<br />

TORJÄGER<br />

7 (1) Prokoph (Hannover 96 II)<br />

5 (2) D. Wolf (TSV Havelse)<br />

5 (–) Kramer (VfB Lübeck)<br />

4 (–) Shirdel (ETSV Weiche Flensburg)<br />

4 (–) Kremer (SV Meppen)<br />

4 (1) Toksöz (Eintracht Norderstedt)<br />

4 (1) Kifuta (VfB Oldenburg)<br />

4 (–) B. Schulz (VfL Wolfsburg II)<br />

3 (–) Drinkuth (Eintr. Braunschweig II)<br />

3 (–) Huseni (Eintr. Braunschweig II)<br />

3 (1) Mi. Faqiryar (BV Cloppenburg)<br />

3 (–) C. Jürgensen (ETSV Weiche)<br />

3 (1) A. Arslan (Hamburger SV II)<br />

3 (–) D. Hartmann (VfV 06 Hildesheim)<br />

3 (–) Senger (VfB Lübeck)<br />

3 (1) Wriedt (Lüneburger SK Hansa)<br />

3 (–) Lüneburg (Eintracht Norderstedt)<br />

3 (–) L. Meyer (Eintracht Norderstedt)<br />

3 (1) Kargbo (BSV Rehden)<br />

3 (1) Nath (TSV Schilksee)<br />

3 (–) Petrick (TSV Schilksee)<br />

3 (–) Empen (FC St. Pauli II)<br />

3 (–) Avdijaj (VfL Wolfsburg II)<br />

Hannover 96 II – Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

Hannover II: Radlinger – Arkenberg,<br />

Hoffmann, Schwarz, Wilton – Anton, Hirsch<br />

(80. Jahn) – Sarenren-Bazee (70. Sulejmani),<br />

Ernst (61. Dierßen), Hortum – Prokoph<br />

– Trainer: Krüger<br />

Wolfsburg II: Brunst – Kleihs, Klamt,<br />

Sprenger, Schick – B. Schulz, Seguin (46.<br />

Wimmer) – Stolze, F. Rodriguez (75. Hansen),<br />

Herrmann (65. Ebot-Etchi) – Medjedovic<br />

– Trainer: Ismael<br />

Tore: 0:1 F. Rodriguez (9.), 0:2 Medjedovic<br />

(32.), 1:2 Prokoph (61.) – SR: Yilmaz<br />

(Hamburg) – Zuschauer: 350 – Gelbe<br />

Karten: Hirsch – Brunst, Seguin, Schick<br />

Br'schweig II – Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

Braunschweig II: Engelhardt – Kaffenberger,<br />

L. Kierdorf, Dogan, Henschel (72.<br />

Capli) – Kabashi – Drinkuth, Hartwig (60.<br />

Dacaj), Kyeremeh – Düker (46. Sasso-<br />

Sant), Huseni – Trainer: Bürger<br />

Cloppenburg: C. Meyer – B. Gerdes (67.<br />

Köster), Willen, Niemeyer, D. Olthoff –<br />

Wangler, Westerveld, Thomes, Bentka<br />

(75. Suew) – Baloki (80. Assinouko), Mi.<br />

Faqiryar – Trainer: Groothuis<br />

Tor: 0:1 Mi. Faqiryar (50.) – SR: Mewes<br />

(Laatzen) – Zuschauer: 415 – Gelbe Karten:<br />

Dogan – B. Gerdes, Willen, Bentka,<br />

Köster<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 3:2 (1:0)<br />

St. Pauli II: Brodersen – Nadjem (63.<br />

Stegmann), Ambrosius, Rogowski, Keller –<br />

Pinarlik (60. Conteh), Kurt, Rosin, Kunze<br />

(75. Zazai) – Park – Schneider – Trainer:<br />

Elert<br />

Goslar: Junghan – Ziemann, Malembana,<br />

Luhaka, Schmidt (75. Maresch) – K.<br />

Fischer – Affo, Erbek, Golombek (66. Jahn) –<br />

Bezak, J. Schubert (63. Schaare) – Trainer:<br />

Thoß<br />

Tore: 1:0 Pinarlik (28.), 2:0 Kunze (59.),<br />

3:0 Conteh (73.), 3:1 Bezak (75.), 3:2<br />

Luhaka (90.) – SR: Schönheit (Lüneburg) –<br />

Zuschauer: 181 – Gelbe Karten: Nadjem,<br />

Ambrosius – Schmidt<br />

BSV Rehden – LSK Hansa 2:2 (1:1)<br />

Rehden: Mi. Mandic – Pekrul, Wessel,<br />

Gyasi, Kljajic – Stutter, Artmann –<br />

Siala (57. Fehr), Kargbo, Tietz – Gerdes-<br />

Wurpts (82. März) – Trainer: Kiene<br />

Lüneburg: Alberti – Tanidis, Pägelow,<br />

Opalka – Ungureanu (86. Ehrenberg),<br />

Büchler (60. Hübner), P. Eggert (60. Heine),<br />

Pauer, Owusu – A. Moslehe, Wriedt – Trainer:<br />

Ostermann<br />

Tore: 1:0 Kargbo (9.), 1:1 Wriedt (32.),<br />

1:2 Heine (83.), 2:2 Gyasi (85.) – SR:<br />

Rath (Bremen) – Zuschauer: 320 –<br />

Gelbe Karten: Tietz, Stutter – Owusu<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Havelse: Dlugaiczyk – Kina, Fölster,<br />

Strunkey, Hansmann – Hintzke, Holm –<br />

D. Wolf, Cicek (64. Deppe), Wenzel (51.<br />

Plume) – Undav (75. Kohn) – Trainer:<br />

Gehrke<br />

Schilksee: Kröhnert – Gürntke, Rook,<br />

von Randow, Bräunling – Schlagelambers<br />

(31. Warncke) – Schilling, Grützmacher<br />

(70. Durak), Vones (46. Cumur) – Petrick,<br />

Nath – Trainer: Th. Gutzeit<br />

Tore: 1:0 D. Wolf (8.), 2:0 D. Wolf (37.),<br />

2:1 Nath (50., FE) – SR: Jost Steenken<br />

(Nordhorn) – Zuschauer: 322 – Gelbe<br />

Karte: Warncke – Rote Karte: Kina (49.,<br />

Notbremse)<br />

HSV II – SV Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

HSV II: Mickel – D. Jordan, Kim, Marcos,<br />

Feka – P. Müller, A. Arslan, Küc (76. Limaj),<br />

Brand (63. Haut) – Jurcher, Benkarit (66.<br />

Charrier) – Trainer: Zinnbauer<br />

Drochtersen/A.: P. Siefkes – Mau, Behrmann,<br />

Johrden, Grahle – F. Nagel, Ioannou,<br />

Wolk, Ingreso (46. J. Gooßen) – Kühn,<br />

A. Neumann (90. Sung) – Trainer: Maaßen<br />

Tore: 1:0 A. Arslan (40.), 1:1 F. Nagel<br />

(60.), 2:1 Charrier (78.) – SR: Kunkel<br />

(Hamburg) – Zuschauer: 540 – Gelbe<br />

Karten: Küc, D. Jordan – Kühn, F. Nagel,<br />

Behrmann<br />

E. Norderstedt – Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

Norderstedt: Springer – Kunath (62. Kevac),<br />

T. Petersen, Ma. Mandic, Lindener – Koch –<br />

Jozic (69. Marxen), Toksöz, L. Meyer, Zekjiri<br />

(88. Schluchtmann) – Lüneburg – Trainer:<br />

Seeliger<br />

Hildesheim: Zumbeel – D. Franke, Rockahr<br />

(66. Schlichting), Lange, Papadopoulos<br />

(89. Rauch) – Magiera, Zlatkov – Plaschke,<br />

Panagiotidis, D. Hartmann – Fahmy – Trainer:<br />

Stoffregen<br />

Tore: 0:1 Fahmy (15.), 1:1 Ma. Mandic<br />

(18.), 2:1 T. Petersen (37.), 3:1 Toksöz<br />

(90.) – SR: Meermann (Vechta) – Zuschauer:<br />

415 – Gelbe Karten: L. Meyer,<br />

Toksöz – Plaschke, Lange<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Lübeck: Toboll – Bohnsack, Nogovic, Marheineke,<br />

Sirmais – Maletzki, Wehrendt,<br />

Voß (69. Sievers), Senger (69. Thiel) –<br />

Kramer, S. Richter (76. Barendt) – Trainer:<br />

Skwierczynski<br />

Oldenburg: Kisiel – Engel, Uzelac, Volkmer,<br />

Canizales – Hadzhiev, Stütz (82. Temin) –<br />

Kifuta, Winkelmann, Tönnies (88. Steinwender)<br />

– Tomas (72. N. Laabs) – Trainer:<br />

Uzelac<br />

Tor: 0:1 Kifuta (64.) – SR: Thiemann (Diepholz)<br />

– Zuschauer: 1455 – Gelbe Karten:<br />

Nogovic – Kifuta, Stütz, Temin, Kisiel<br />

RL NORDOST<br />

6. SPIELTAG<br />

SV Babelsberg 03 – Wack. Nordhausen 0:0<br />

Germ. Halberstadt – Optik Rathenow 4:2 (2:1)<br />

FC Oberlausitz – TSG Neustrelitz 2:1 (2:1)<br />

FC Schönberg 95 – ZFC Meuselwitz 3:0 (1:0)<br />

FSV Zwickau – FSV Luckenwalde 3:0 (3:0)<br />

RB Leipzig II – Hertha BSC II 2:3 (1:1)<br />

Berliner AK 07 – VfB Auerbach 3:0 (0:0)<br />

BFC Dynamo – Viktoria 89 Berlin 3:0 (1:0)<br />

Mittwoch, 2. September (17.30 Uhr):<br />

Carl Zeiss Jena – Budissa Bautzen (2:1, 1:0)<br />

ERGEBNIS VOM DONNERSTAG<br />

VfB Auerbach – BFC Dynamo 4:1 (1:0)<br />

1. FSV Zwickau 6 16:0 18<br />

2. Berliner AK 07 6 8:1 12<br />

3. Wacker Nordhausen 6 9:5 11<br />

4. FC Oberlausitz (N) 6 10:7 11<br />

5. TSG Neustrelitz 6 10:5 10<br />

6. SV Babelsberg 03 6 6:1 10<br />

7. Carl Zeiss Jena 5 7:3 10<br />

8. FC Schönberg 95 (N) 6 8:5 9<br />

9. Berliner FC Dynamo 6 14:13 9<br />

10. Hertha BSC II 6 8:9 9<br />

11. VfB Auerbach 6 7:12 7<br />

12. Budissa Bautzen 5 6:6 6<br />

13. ZFC Meuselwitz 6 4:9 6<br />

14. Optik Rathenow (N) 6 5:9 5<br />

15. RB Leipzig II (N) 6 7:13 4<br />

16. Germania Halberstadt 6 6:14 4<br />

17. Viktoria 89 Berlin 6 1:11 3<br />

18. FSV Luckenwalde (N) 6 2:11 1<br />

RL SÜDWEST<br />

6. SPIELTAG<br />

Waldhof Mannheim – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

SV Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

FK Pirmasens – <strong>Kicker</strong>s Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Wormatia Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

Saar 05 Saarbrücken – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Eintracht Trier – SpVgg Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

TSG Hoffenheim II – FC Ast. Walldorf 2:3 (0:0)<br />

1. Hessen Kassel 6 14:3 16<br />

2. Waldhof Mannheim 6 13:2 16<br />

3. <strong>Kicker</strong>s Offenbach (M) 6 18:7 14<br />

4. SV Elversberg 6 10:3 14<br />

5. 1. FC Saarbrücken 6 7:0 14<br />

6. Eintracht Trier 6 10:4 13<br />

7. FC Astoria Walldorf 6 12:8 12<br />

8. 1. FC Kaiserslautern II 6 9:6 10<br />

9. FC Homburg 6 9:7 9<br />

10. TSG Hoffenheim II 6 15:12 7<br />

11. SV Spielberg (N) 6 4:9 7<br />

12. Bahlinger SC (N) 6 6:10 4<br />

13. Wormatia Worms 6 6:12 4<br />

14. FK Pirmasens 6 4:11 3<br />

15. SpVgg Neckarelz 6 4:12 3<br />

16. TSV Steinbach (N) 6 3:15 3<br />

17. SC Freiburg II 6 6:15 2<br />

18. Saar 05 Saarbrücken (N) 6 6:20 1<br />

RL BAYERN<br />

8. SPIELTAG<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

1. FC Schweinfurt 05 – FV Illertissen 1:1 (1:1)<br />

Jahn Regensburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

FC Ingolstadt 04 II – 1860 München II 1:1 (1:0)<br />

FC Memmingen – SV Schalding-Hein. 3:0 (0:0)<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain/Lech 2:0 (1:0)<br />

Vikt. Aschaffenburg – TSV Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Greuther Fürth II – Wacker Burghausen 0:2 (0:1)<br />

FC Bayern II – SpVgg Unterhaching abges.<br />

1. Jahn Regensburg (A) 8 22:8 22<br />

2. Wacker Burghausen 8 16:7 17<br />

3. Bayern München II 6 15:7 14<br />

4. 1. FC Nürnberg II 8 15:14 14<br />

5. FC Amberg (N) 8 21:14 13<br />

6. 1860 München II 8 14:7 13<br />

7. SpVgg Bayreuth 8 10:8 10<br />

8. FC Memmingen 8 12:12 10<br />

9. Viktoria Aschaffenburg (N) 9 15:17 10<br />

10. SV Schalding-Heining 8 11:17 10<br />

11. FC Ingolstadt 04 II 8 12:10 9<br />

12. FV Illertissen 8 13:14 9<br />

13. SpVgg Unterhaching (A) 7 5:7 8<br />

14. TSV Rain/Lech (N) 8 12:22 8<br />

15. TSV Buchbach 7 11:12 6<br />

16. 1. FC Schweinfurt 05 8 9:16 6<br />

17. SpVgg Greuther Fürth II 9 9:20 6<br />

18. FC Augsburg II 8 3:13 3


kicker, 31. August <strong>2015</strong> REGIONALLIGA 73<br />

Zum Topteam fehlen Tore<br />

REGIONALLIGA<br />

Für Elversbergs Abwehrchef<br />

Kevin Maek war es „ganz bitter“,<br />

ausgerechnet beim Saar-<br />

Derby gegen seinen Ex-Klub aus<br />

Saarbrücken rotgesperrt zu fehlen.<br />

Schließlich konnte er seinem<br />

Team beim 0:0 im Topspiel aber<br />

eine gute Leistung bescheinigen:<br />

„Bis zum Platzverweis hatten wir<br />

das Spiel eigentlich im Griff, haben<br />

es aber versäumt, Tore zu<br />

schießen.“<br />

Dabei hatte die SVE<br />

auch ohne ihren „Top-<br />

Torjäger“ Maek (3 Treffer)<br />

durchaus Chancen, konnte<br />

die Saarbrücker Defensive,<br />

die seit Saisonbeginn noch<br />

kein Gegentor kassiert hat,<br />

aber nicht überwinden.<br />

SVE-Trainer Michael Wiesinger<br />

war mit der Punkteteilung<br />

durchaus zufrieden: „Mein erstes<br />

Saar-Derby war sehr intensiv,<br />

ein richtiger Fight. Ich denke,<br />

mit dem Unentschieden können<br />

beide Mannschaften leben.“<br />

Sein Gegenüber Falko Götz tat<br />

sich damit schwer: „Mein Kollege<br />

kann mit dem Punkt sicher<br />

besser leben als ich, denn wir<br />

hatten mehr Chancen. Schon<br />

seit Saisonbeginn haben wir das<br />

Problem, dass wir zu wenig Tore<br />

machen“, haderte Götz mit der<br />

Chancenverwertung. Der FCS<br />

hat in sechs Spielen bislang erst<br />

sieben Treffer erzielt. Jetzt droht<br />

mit Matthew Taylor (3 Tore) auch<br />

noch der beste Schütze auszufallen.<br />

Der US-Amerikaner hat<br />

sich eine Muskelverletzung im<br />

Der 1. FC SAARBRÜCKEN bleibt auch im Derby bei<br />

der SV ELVERSBERG ohne Gegentor. Im Angriff<br />

fehlt jedoch die nötige Durchschlagskraft.<br />

Hinten top, vorne flop: FCS-Trainer Falko Götz (links) und SVE-<br />

Coach Michael Wiesinger haderten mit der Chancenverwertung.<br />

rechten Oberschenkel zugezogen,<br />

wurde durch den Ex-Elversberger<br />

Felix Luz ersetzt. „Wenigstens<br />

waren wir besser als letztes<br />

Jahr“, erinnerte sich Luz an die<br />

beiden Derby-Niederlagen der<br />

vergangenen Saison. „Nichtsdestotrotz<br />

wollten wir mehr. Vielleicht<br />

müssen wir vorne noch<br />

torgeiler und noch konsequenter<br />

werden“, hofft der Stürmer mit<br />

der ungeliebten Jokerrolle künftig<br />

auf mehr Durchschlagskraft, aber<br />

auch auf mehr Einsatzzeiten. Ein<br />

Schicksal, das im Derby auch Lukas<br />

Kohler ereilte. „Saarbrücken<br />

Foto: Schlichter<br />

ist und bleibt mein Heimatverein,<br />

ich habe dort die gesamte Jugend<br />

durchlaufen, daher war es für<br />

mich ein besonderes Spiel, das<br />

ich auch gerne gewonnen hätte“,<br />

ärgert sich der Ex-Saarbrücker<br />

in Reihen der SVE über den<br />

verpassten Sieg. Zum Topteam<br />

fehlten beiden die Tore. Durch<br />

die Punkteteilung haben die Aufstiegsanwärter<br />

jetzt zwei Zähler<br />

Rückstand auf die Tabellenspitze.<br />

Darin sieht Kohler aber kein Problem:<br />

„Wir sind beide ungeschlagen,<br />

haben uns oben festgesetzt.<br />

Da ist noch alles drin.“<br />

Auf Saarbrücken wartet gleich<br />

das nächste Derby, diesmal gegen<br />

Saar 05 sogar ein Stadtderby.<br />

„Das wird für Saar 05 das Spiel<br />

des Jahres und im Derby ist immer<br />

alles möglich, egal gegen<br />

wen du spielst“, warnt Felix Luz.<br />

„Das muss uns keine Angst machen,<br />

aber wir müssen konzentriert<br />

bleiben und dürfen die 05er<br />

auf keinen Fall unterschätzen.“<br />

Für Elversberg steht bei Hessen<br />

Kassel ein weiteres Spitzenspiel<br />

an: „Kassel hat eine gute Mannschaft<br />

und ist gut gestartet, aber<br />

wir fahren mit Sicherheit nicht<br />

dorthin, um zu verlieren“, gibt<br />

sich Lukas Kohler optimistisch.<br />

Dort ist Maek nach der Sperre<br />

wieder dabei und mit Aaron Berzel<br />

(Preußen Münster) vielleicht<br />

auch ein neuer rechter Verteidiger.<br />

Dagegen hat neben Max Nicu<br />

(Unterhaching) auch Christian<br />

Eggert (Saar 05) die SVE verlassen.<br />

SANDRA BERTRAND<br />

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:<br />

Ergebnisse auch auf kicker.de<br />

HOMBURG: Dooley hofft nach erneutem Auswärtserfolg nun auf eine Serie<br />

Gallego: Erst Vaterfreuden, dann der Matchwinner<br />

1Nach den ersten fünf Partien<br />

wurden im Umfeld des<br />

FC Homburg bereits Parallelen<br />

zur Vorsaison gezogen.<br />

Damals konnte die Elf<br />

von Trainer Jens Kiefer die vielen<br />

Punkte, die im schwachen ersten<br />

Saisondrittel verspielt wurden,<br />

trotz einer guten Restrunde nicht<br />

mehr aufholen.<br />

In dieser Saison war die Homburger<br />

Leistung lediglich bei der<br />

0:2-Heimniederlage gegen Eintracht<br />

Trier schwach. Bei den<br />

drei Remis zu Beginn hatten jeweils<br />

krasse individuelle Fehler<br />

dazu geführt, dass trotz starker<br />

Leistung kein Dreier heraussprang.<br />

Umso wichtiger war der<br />

2:0-Erfolg beim TSV Steinbach.<br />

Matchwinner war ausgerechnet<br />

Marc Gallego. Dessen<br />

Ehefrau hatte in der Nacht zuvor<br />

in Homburg einen Jungen<br />

zur Welt gebracht. Der 30-Jährige<br />

verbrachte fast die gesamte<br />

Nacht im Krankenhaus und<br />

wurde dann von Teammanager<br />

Angelo Vaccaro nach Steinbach<br />

gefahren. Trotz sehr wenig Schlaf<br />

zeigte sich der Mittelfeldspieler<br />

während der Partie hellwach und<br />

avancierte nicht nur aufgrund<br />

seiner beiden Treffer zum besten<br />

Spieler auf dem Platz.<br />

„Diesmal haben nur die drei<br />

Punkte gezählt“, sagten Kiefer<br />

und Sportkoordinator Steven<br />

Dooley nach dem wichtigen<br />

Sieg unisono. Laut Trainer sei es<br />

nach dem schwachen Auftritt gegen<br />

Trier darum gegangen, eine<br />

Trotzreaktion zu zeigen: „Zu Saisonbeginn<br />

musste ich nach drei<br />

guten Spielen die Unentschieden<br />

erklären. Nun bin ich froh, dass<br />

es andersherum ist.“<br />

Allerdings beträgt der Rückstand<br />

zur Spitze immer noch<br />

satte sieben Punkte. „Von daher<br />

heißt es bis zur Winterpause für<br />

uns, die individuellen Fehler<br />

abzustellen. Wenn wir näher an<br />

die Spitzengruppe heranrücken<br />

wollen, muss nun möglichst eine<br />

Serie her“, betont Dooley.<br />

Dem Vorsitzenden Herbert<br />

Eder ist jedenfalls vor den kommenden<br />

Aufgaben nicht bange:<br />

„Wir stehen doch erst am Saisonanfang.<br />

Es wird in der Tabelle<br />

noch viele Positionswechsel<br />

geben. Wir müssen versuchen,<br />

in den nächsten Wochen an die<br />

guten Leistungen aus den ersten<br />

vier Spielen anzuknüpfen.“<br />

STEFAN HOLZHAUSER


74 REGIONALLIGA<br />

RL SÜDWEST<br />

TABELLE<br />

1. Hessen Kassel 6 14:3 16<br />

2. Waldhof Mannheim 6 13:2 16<br />

3. <strong>Kicker</strong>s Offenbach (M) 6 18:7 14<br />

4. SV Elversberg 6 10:3 14<br />

5. 1. FC Saarbrücken 6 7:0 14<br />

6. Eintracht Trier 6 10:4 13<br />

7. FC Astoria Walldorf 6 12:8 12<br />

8. 1. FC Kaiserslautern II 6 9:6 10<br />

9. FC Homburg 6 9:7 9<br />

10. TSG Hoffenheim II 6 15:12 7<br />

11. SV Spielberg (N) 6 4:9 7<br />

12. Bahlinger SC (N) 6 6:10 4<br />

13. Wormatia Worms 6 6:12 4<br />

14. FK Pirmasens 6 4:11 3<br />

15. SpVgg Neckarelz 6 4:12 3<br />

16. TSV Steinbach (N) 6 3:15 3<br />

17. SC Freiburg II 6 6:15 2<br />

18. Saar 05 Saarbrücken (N) 6 6:20 1<br />

6. SPIELTAG<br />

SV Waldhof – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

FK Pirmasens – <strong>Kicker</strong>s Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Wormatia Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

SV Saar 05 – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Eintracht Trier – SpVgg Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

TSG Hoffenheim II – FCA Walldorf 2:3 (0:0)<br />

7. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (19 Uhr)<br />

1. FC Saarbrücken – SV Saar 05 ( - , - )<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

FC Homburg – SpVgg Neckarelz (1:0, 1:1)<br />

Bahlinger SC – SV Waldhof ( - , - )<br />

Kaiserslautern II – Hoffenheim II (0:1, 0:0)<br />

FC Ast. Walldorf – Eintracht Trier (2:1, 0:0)<br />

TSV Steinbach – Wormatia Worms ( - , - )<br />

SC Freiburg II – FK Pirmasens (2:1, 1:1)<br />

<strong>Kicker</strong>s Offenbach – SV Spielberg ( - , - )<br />

Hessen Kassel – SV Elversberg (1:0, 2:0)<br />

TORJÄGER<br />

8 (–) Bektasi (Hessen Kassel)<br />

5 (2) D. Gerlinger (Eintracht Trier)<br />

4 (–) Trümner (TSG Hoffenheim II)<br />

4 (–) Pat. Schmidt (FC Homburg)<br />

4 (–) Burgio (Waldhof Mannheim)<br />

4 (1) Dobros (<strong>Kicker</strong>s Offenbach)<br />

4 (–) M. Schäfer (SV Spielberg)<br />

4 (2) Bozic (FC Astoria Walldorf)<br />

3 (–) Maek (SV Elversberg)<br />

3 (–) Tunjic (SV Elversberg)<br />

3 (–) Mees (TSG Hoffenheim II)<br />

3 (2) Gallego (FC Homburg)<br />

3 (1) Sommer (Waldhof Mannheim)<br />

3 (–) Pintol (<strong>Kicker</strong>s Offenbach)<br />

3 (–) M. Röser (<strong>Kicker</strong>s Offenbach)<br />

3 (–) Taylor (1. FC Saarbrücken)<br />

3 (1) Treske (Wormatia Worms)<br />

SV Waldhof – Kaiserslautern II 2:0 (1:0)<br />

Mannheim: Scholz – Marco Müller, M. Seegert,<br />

Fink, Mühlbauer – D. di Gregorio,<br />

Balitsch – Sommer (86. Sabah), P. Förster,<br />

Ibrahimaj (75. P. Haag) – Burgio (83. Lindner)<br />

– Trainer: Kocak<br />

Kaiserslautern II: Pollersbeck – C. Becker,<br />

Schultz, Schindele, Scheffer – Lensch, Reiß<br />

(74. Grösch), Pokar, T. Schmidt (65. Dorow) –<br />

Wekesser, Görtler (79. Glatzel) – Trainer:<br />

Fünfstück<br />

Tore: 1:0 Sommer (45.), 2:0 P. Förster (90.) –<br />

SR: M. Kempter (Sauldorf) – Zuschauer:<br />

7457 – Gelbe Karten: M. Seegert, P. Förster,<br />

Balitsch, Ibrahimaj – C. Becker, Scheffer,<br />

Görtler, Glatzel – Bes. Vorkommnis: Scholz<br />

hält FE von Pokar (35.)<br />

SV Elversberg – 1. FC Saarbrücken 0:0<br />

Elversberg: M. Jensen – Gross, Feisthammel,<br />

Balkestein, Birk – J. Nagel (82. Sellentin),<br />

Cuntz, Leandro, Obernosterer – Tunjic<br />

(90. Merkel), Dulleck (61. Kohler) – Trainer:<br />

Wiesinger<br />

1. FC Saarbrücken: Hohs – Meyerhöfer,<br />

Chrappan, A. Hahn, Luksik – Fießer – Mendy,<br />

S. Sökler (84. Sauter), Taylor (63. Luz), Puclin<br />

(54. Amin) – Okoronkwo – Trainer: Götz<br />

SR: Weickenmeier (Frankfurt) – Zuschauer:<br />

7124 – Gelbe Karten: Gross – A. Hahn, Okoronkwo,<br />

Chrappan, Meyerhöfer, Fießer –<br />

Gelb-Rote Karte: Cuntz (59.)<br />

FK Pirmasens – K. Offenbach 1:2 (1:2)<br />

Pirmasens: Kläs – Hammann, Steil, Heinze,<br />

K. Schug – Bouzid (85. Jorrin), D. Becker –<br />

Schmieden (57. Bürger), Reinert, Bier (70.<br />

Grimm) – Auer – Trainer i. V.: Schaufl er<br />

Offenbach: Endres – Vetter (60. Korb),<br />

Gebers, T. Franke, Theodosiadis – Gjasula,<br />

M. Schwarz – Dobros (60. Markus Müller),<br />

Pintol, M. Röser – Bäcker (87. Maslanka) –<br />

Trainer: Schmitt<br />

Tore: 0:1 Gebers (5.), 0:2 Dobros (22.), 1:2<br />

Auer (28.) – SR: Lehmann (Seitingen-Oberfl<br />

acht) – Zuschauer: 1350 – Gelbe Karten:<br />

Hammann, Reinert, Steil, Heinze, D. Becker –<br />

M. Schwarz, Vetter, Gjasula<br />

Worm. Worms – SC Freiburg II 3:3 (2:1)<br />

Worms: Paterok – Just, Auracher, Raimondo-Metzger,<br />

Stulin – Pinheiro, Himmel (68.<br />

Antonaci) – Lahn, Saiti (73. M. Tahiri) –<br />

Akcam (55. Loechelt), Treske – Trainer: Eller<br />

Freiburg II: Steffen – Faller, Gbadamassi,<br />

T. Müller, Rodas Steeg – Hofgärtner (46.<br />

Dräger), Stanko – Kath (23. V.-L. Stenzel),<br />

Schleusener, Möller Daehli – Kinoshita (89.<br />

Brünker) – Trainer: Schweizer<br />

Tore: 0:1 Kinoshita (7.), 1:1 Treske (12.),<br />

2:1 Akcam (43.), 2:2 Kinoshita (65.), 2:3<br />

Dräger (67., FE), 3:3 M. Tahiri (90./+2) –<br />

SR: Hartmann (Groß-Zimmern) – Zuschauer:<br />

640 – Gelbe Karten: Raimondo-Metzger,<br />

Saiti, Antonaci, Treske, M. Tahiri – Gbadamassi,<br />

T. Müller, Rodas Steeg<br />

TSV Steinbach – FC Homburg 0:2 (0:1)<br />

Steinbach: Vogl – Below, Saighani, Waldschmidt,<br />

Missbach – Zeller, Pires Rodrigues<br />

(72. Burk) – Matsuda (46. Reith),<br />

Hamanaka (58. Jakobs), H. Tahiri – Göttel –<br />

Trainer: Cestonaro<br />

Homburg: Buchholz – Gaebler, S. Wolf, Noll,<br />

Stegerer – Kröner, N. Fischer – Gallego (82.<br />

Amri), Kilian (63. Steimetz), J. Schäfer (87.<br />

Timpone) – K. Hesse – Trainer: Kiefer<br />

Tore: 0:1 Gallego (43.), 0:2 Gallego (67.,<br />

FE) – SR: Göpferich (Bad Schönborn) – Zuschauer:<br />

1200 – Gelbe Karten: Vogl, H. Tahiri<br />

– Noll, N. Fischer, Gaebler – Rote Karte:<br />

Saighani (41., Notbremse)<br />

SV Saar 05 – Bahlinger SC 3:3 (0:1)<br />

SV Saar 05: Lehmann – Löber (46. Hertel),<br />

Gornik, Britz, Krauß – D. Seibert, Cissé (70.<br />

Fuhr) – D. Engel, M. Schug, L. Anton – Dausend<br />

(61. Simon) – Trainer: T. Seibert<br />

Bahlingen: De. Müller – Wiesler, Nopper,<br />

Klein, Adam – Fiand (80. Göppert),<br />

Häringer, Schlegel, Bührer – Sautner (69.<br />

Barella), Fellanxa (72. Ulubiev) – Trainer:<br />

Pilipovic<br />

Tore: 0:1 Klein (26.), 1:1 Dausend (47.),<br />

1:2 Barella (73.), 2:2 Hertel (75.), 3:2 L.<br />

Anton (77.), 3:3 Ulubiev (83.) – SR: Schütz<br />

(Westhofen) – Zuschauer: 300 – Gelbe<br />

Karten: Britz, Gornik<br />

SV Spielberg – Hessen Kassel 0:1 (0:0)<br />

Spielberg: Günther – Kappler, S. Müller,<br />

Nirmaier, Can – Schoch (87. Jäckh), Weimer<br />

– Brunner (57. Ja. Malsam), Benz,<br />

Hasel (82. Jo. Malsam) – M. Schäfer – Trainer:<br />

Kaufmann<br />

Kassel: Rauhut – Welker, Brill (58. Evljuskin),<br />

Lorenzoni – Schmik, T. Becker,<br />

Pepic (90. T. Schulze), Giese – Bektasi,<br />

Damm, Feigenspan (46. Comvalius) – Trainer:<br />

Mink<br />

Tor: 0:1 Pepic (72.) – SR: Götte (Framersheim)<br />

– Zuschauer: 500 – Gelbe Karten:<br />

Hasel, Schoch – Welker, Schmik, Pepic, Rauhut,<br />

Giese, Brill – Gelb-Rote Karten: Bektasi<br />

(87.), Comvalius (90.) – Bes. Vorkommnis:<br />

Ja. Malsam verschießt FE (89.)<br />

Eintracht Trier – Neckarelz 2:0 (1:0)<br />

Trier: Keilmann – Karpuz, Dingels, Fiedler,<br />

Mario Müller – D. Gerlinger, Telch, Spang,<br />

C. Anton (70. Garnier) – Lienhard (76. Varnhagen),<br />

Koep (65. Hammel) – Trainer: Rubeck<br />

Neckarelz: Tekin – Kiermeier, Bindnagel,<br />

Keusch, Bückle – Bellanave, Kizilyar, Gondorf,<br />

Beyazal (77. Cancar) – Krasniqi (59.<br />

Mau. Müller), Albrecht (59. Bo. Müller) –<br />

Trainer: P. Hogen<br />

Tore: 1:0 D. Gerlinger (2.), 2:0 D. Gerlinger<br />

(50., FE) – SR: Klein (Wiebelskirchen) – Zuschauer:<br />

1412 – Gelbe Karten: Karpuz,<br />

Mario Müller – Bückle, Bellanave, Krasniqi,<br />

Bindnagel<br />

Hoffenheim II – FCA Walldorf 2:3 (0:0)<br />

Hoffenheim II: Cymer – Dehm, Mann, Rapp,<br />

Gimber (84. Öztürk) – Canouse (66. Ademi) –<br />

Amiri, Atik – Trümner, Ochs (60. Schindler),<br />

Lohkemper – Trainer: Wildersinn<br />

Walldorf: Rennar – B. Hofmann, Kaufmann,<br />

Nyenty, Pellowski – N. Groß (74. Hofbauer),<br />

T. Kern, Horn, M. Meyer (63. Etzold) – Bozic,<br />

Carl (85. Mohr) – Trainer: Born<br />

Tore: 0:1 Bozic (49.), 0:2 T. Kern (54.), 1:2<br />

Gimber (69.), 2:2 Schindler (73.), 2:3 Bozic<br />

(78.) – SR: Gasteier (Weisel) – Zuschauer:<br />

288 – Gelbe Karten: Mann, Amiri, Atik,<br />

Ademi – T. Kern, Nyenty, Bozic<br />

PERSONALIEN<br />

Eintracht Trier<br />

Christoph Buchner (26, Abwehr)<br />

soll nach einer langwierigen Verletzung<br />

in der Leistengegend in<br />

dieser Woche wieder komplett ins<br />

Mannschaftstraining einsteigen.<br />

Sein bis dato letzter Regionalliga-<br />

Einsatz liegt bereits fast neun Monate<br />

zurück.<br />

TSV Steinbach<br />

Der Aufsteiger hat personell noch<br />

einmal nachgebessert und in dieser<br />

Woche die seit 1. Juli vertragslosen<br />

zentralen Mittelfeldspieler<br />

Kevin Pires-Rodrigues (23, zuletzt SF<br />

Lotte), Sascha Marquet und Dino<br />

Bisanovic (beide 25 und zuletzt<br />

Fortuna Köln) verpflichtet.<br />

FK Pirmasens<br />

Da Chefcoach Peter Tretter privat<br />

verhindert war, trug Co-Trainer<br />

Jens Schaufler gegen Offenbach<br />

(1:2) erstmals die Verantwortung.<br />

+++ Attila Baum (29), der aufgrund<br />

einer schweren Knieverletzung<br />

seine Karriere beenden musste<br />

und vor der Partie gegen Offenbach<br />

nach zwölf Jahren offiziell<br />

verabschiedet wurde, bleibt dem<br />

Verein als Spiel- und Spielerbeobachter<br />

erhalten.<br />

Wormatia Worms<br />

Alper Akcam (27) wurde verpflichtet.<br />

Der zuletzt vereinslose Stürmer,<br />

der bereits in der Saison<br />

13/14 und in der Rückrunde<br />

der abgelaufenen Saison für die<br />

Wormatia aktiv war, erhält einen<br />

Vertrag bis Saisonende. +++ Vom<br />

1. FC Kaiserslautern II kommt<br />

Abwehrspieler Marco Raimondo-<br />

Metzger (23). Ebenfalls neu ist Fatih<br />

Köksal (19, Mittelfeld). Beide<br />

erhalten in Worms einen Vertrag<br />

bis Saisonende.<br />

Bahlinger SC<br />

Mittelfeldspieler Gabriel Gallus<br />

(26) hat seinen Vertrag beim<br />

Aufsteiger aufgelöst. Gallus<br />

wechselte erst im Sommer zum<br />

BSC und sucht nun seine sportliche<br />

Zukunft beim Oberligisten<br />

SV Oberachern. +++ Mittelfeldspieler<br />

Colin Kanwischer (24)<br />

wechselt zum Verbandsligisten<br />

SV Endingen. +++ Aslan Ulubiev<br />

(23, Beinbruch) und Damir Ismanovic<br />

(19, Handbruch) sind wieder<br />

einsatzbereit. Ulubiev gab gegen<br />

Saar 05 (3:3) sein Ligadebüt und<br />

erzielte gleich einen Treffer.<br />

SC Freiburg II<br />

Verteidiger Denis Perger (22) hat<br />

sich dem polnischen Drittligisten<br />

Drava Ptuj angeschlossen.


kicker, 31. August <strong>2015</strong> 75<br />

RL BAYERN<br />

TABELLE<br />

1. Jahn Regensburg (A) 8 22:8 22<br />

2. Wacker Burghausen 8 16:7 17<br />

3. Bayern München II 6 15:7 14<br />

4. 1. FC Nürnberg II 8 15:14 14<br />

5. FC Amberg (N) 8 21:14 13<br />

6. 1860 München II 8 14:7 13<br />

7. SpVgg Bayreuth 8 10:8 10<br />

8. FC Memmingen 8 12:12 10<br />

9. Vikt. Aschaffenburg (N) 9 15:17 10<br />

10. SV Schalding-Heining 8 11:17 10<br />

11. FC Ingolstadt 04 II 8 12:10 9<br />

12. FV Illertissen 8 13:14 9<br />

13. SpVgg Unterhaching (A) 7 5:7 8<br />

14. TSV Rain/Lech (N) 8 12:22 8<br />

15. TSV Buchbach 7 11:12 6<br />

16. 1. FC Schweinfurt 05 8 9:16 6<br />

17. SpVgg Greuther Fürth II 9 9:20 6<br />

18. FC Augsburg II 8 3:13 3<br />

8. SPIELTAG<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

Schweinfurt 05 – FV Illertissen 1:1 (1:1)<br />

J. Regensburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

FC Ingolstadt 04 II – TSV 1860 II 1:1 (1:0)<br />

FC Memmingen – SV Schalding-H. 3:0 (0:0)<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain/Lech 2:0 (1:0)<br />

V. Aschaffenburg – TSV Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Greuther Fürth II – W. Burghausen 0:2 (0:1)<br />

FC Bayern II – SpVgg Unterhaching abges.<br />

9. SPIELTAG<br />

Freitag, 4. September (18 Uhr)<br />

SpVgg Bayreuth – Schweinfurt 05 (2:0, 3:5)<br />

Bayern II – Memmingen (19.00) (3:0, 4:1)<br />

Samstag, 5. September (14 Uhr)<br />

SpVgg Unterhaching – FC Amberg ( - , - )<br />

FV Illertissen – FC Augsburg II (3:0, 2:0)<br />

Schalding-H. – Greuther Fürth II (1:3, 1:1)<br />

Burghausen – 1. FC Nürnberg II (2:1, 0:1)<br />

TSV Rain – Aschaffenburg (16.00) ( - , - )<br />

Sonntag, 6. September (13 Uhr)<br />

TSV Buchbach – Ingolstadt 04 II (2:1, 1:1)<br />

1860 II – J. Regensburg (14.00) ( - , - )<br />

TORJÄGER<br />

7 (1) Ziereis (Jahn Regensburg)<br />

5 (1) Mar. Duhnke (Wacker Burghausen)<br />

5 (2) Geldhauser (FC Memmingen)<br />

5 (–) Weihrauch (Bayern München II)<br />

4 (1) M. Wiedmann (FC Amberg)<br />

4 (–) Hämmerle (FV Illertissen)<br />

4 (1) Morina (FV Illertissen)<br />

4 (1) Ammari (FC Ingolstadt 04 II)<br />

4 (–) Lux (1. FC Nürnberg II)<br />

4 (–) Pillmeier (SV Schalding-Heining)<br />

3 (–) Hauck (FC Amberg)<br />

3 (–) Plänitz (FC Amberg)<br />

3 (–) S. Schmidt (Viktoria Aschaffenburg)<br />

3 (–) Petrovic (TSV Buchbach)<br />

3 (–) Maderer (SpVgg Greuther Fürth II)<br />

3 (–) Lappe (Bayern München II)<br />

3 (–) Karger (1860 München II)<br />

3 (–) Goia (TSV Rain/Lech)<br />

3 (–) Witasek (TSV Rain/Lech)<br />

3 (–) Hesse (Jahn Regensburg)<br />

3 (–) Pusch (Jahn Regensburg)<br />

3 (–) Krautschneider (Schweinfurt 05)<br />

FC Augsburg II – FC Amberg 2:2 (1:1)<br />

Augsburg II: Kastenmeier – Framberger,<br />

Künzel, Rieder (22. Vrenezi), Uhde – Richter,<br />

Tugbay, Thiel, Spies (90. Önat) – Kurz,<br />

Bekiroglu – Trainer: Luderschmid<br />

Amberg: Götz – Ceesay, Gorgiev, Göpfert<br />

(54. Knorr) – Hempel, Plänitz, T. Schneider,<br />

M. Wiedmann – Dietl (54. Jobst),<br />

Hauck, Wiesner (68. Werner) – Trainer:<br />

Rost<br />

Tore: 0:1 M. Wiedmann (13.), 1:1 Spies<br />

(41.), 2:1 Richter (61.), 2:2 Ceesay (75.) –<br />

SR: Bacher (Kirchensur) – Zuschauer:<br />

305 – Gelbe Karten: Thiel, Bekiroglu,<br />

Vrenezi – Hauck, Hempel<br />

Schweinfurt 05 – Illertissen 1:1 (1:1)<br />

Schweinfurt: Pfeiffer – Messingschlager,<br />

A. Bauer, Janz, Lunz – Fery, Krämer –<br />

Kraus (84. Jäckel), C. Kracun, Krautschneider<br />

(65. Mar. Müller) – Diroll – Trainer:<br />

Klaus<br />

Illertissen: Rösch – Ludmann, Rupp,<br />

Strahler, Heikenwälder – Nierichlo, Frick,<br />

L. Kling, Jocham (72. Hämmerle) –<br />

Morina (60. Kiral), Hindelang (80. Akaydin)<br />

– Trainer: Bachthaler<br />

Tore: 0:1 Morina (3.), 1:1 Diroll (29.) –<br />

SR: Fleischmann (Kreith/Pittersberg) –<br />

Zuschauer: 933 – Gelbe Karten: C. Kracun<br />

– Rupp, Morina<br />

Jahn Regensburg – Bayreuth 1:1 (1:1)<br />

Regensburg: Pentke – Hofrath, T. Kurz,<br />

Palionis, Hein – Lais – George (68.<br />

Luge), Pusch, Knoll (76. Schöpf), Hesse<br />

(86. Trettenbach) – Ziereis – Trainer: Brand<br />

Bayreuth: Freiberger – Eckert (45. Jainta),<br />

Ascherl, Zitzmann, Horter – T. Özdemir,<br />

Gareis (62. Strangl), C. Wolf, Do. Schmitt,<br />

Makarenko (81. Lieder) – Ulbricht – Trainer:<br />

Starke<br />

Tore: 0:1 Ulbricht (26.), 1:1 Ziereis (30.) –<br />

SR: Stein (Weibersbrunn) – Zuschauer:<br />

7093 – Gelbe Karten: Hein, Pusch –<br />

Eckert, Ascherl, Horter, Ulbricht<br />

Ingolstadt II – TSV 1860 II 1:1 (1:0)<br />

Ingolstadt II: Ortag – Räuber, Hagmann,<br />

Blomeyer, Büch – Wannenwetsch –<br />

Pledl, Christiansen (76. Rasch), A. Gashi<br />

(65. Posselt), Buchner (86. St. Müller) –<br />

Ammari – Trainer: Leitl<br />

TSV 1860 II: Netolitzky – Scheidl, F. Weber,<br />

Yegenoglu (69. Marton), Genkinger –<br />

E. Taffertshofer (65. Seferings) – Helmbrecht,<br />

Andermatt, Hürzeler (46. Kokocinski),<br />

Karger – Pieper – Trainer: Bierofka<br />

Tore: 1:0 Ammari (38.), 1:1 Pieper (85.) –<br />

SR: Badstübner (Windsbach) – Zuschauer:<br />

450 – Gelbe Karten: Christiansen,<br />

Büch, Wannenwetsch – Hürzeler, Helmbrecht<br />

FC Memmingen – Schalding-H. 3:0 (0:0)<br />

Memmingen: Gruber – Robinson, Schmeiser,<br />

Anzenhofer (81. Weiler), Eisenmann –<br />

R. Friedrich (59. Lhotzky), Heger, D. Hoffmann,<br />

And. Mayer – Sapina (87.<br />

Ruiz), Geldhauser – Trainer: Reinhardt<br />

Schalding-H.: Resch – Buchinger (79.<br />

Rockinger), Escherich, D. Gashi, Gahabka –<br />

Alagöz – Krenn (59. R. Huber), Lüftl, Eibl –<br />

Wirth (69. Rott), Pillmeier – Trainer: Tanzer<br />

Tore: 1:0 And. Mayer (75., FE), 2:0 Geldhauser<br />

(85.), 3:0 Geldhauser (89.) – SR:<br />

Hanslbauer (Altenberg) – Zuschauer:<br />

1028 – Gelbe Karten: R. Friedrich,<br />

Robinson, Heger – Gahabka, Escherich<br />

1. FC Nürnberg II – TSV Rain 2:0 (1:0)<br />

Nürnberg II: Uphoff – K. Sané, T. Weber,<br />

Erras, Lippert – Preißinger, Theisen – Kardovic<br />

(72. S. Wenninger), Evseev (88.<br />

Bergmeister), Weimar – Baumann (60.<br />

Knezevic) – Trainer: Prinzen<br />

Rain: Jozinovic – Riedelsheimer, Bobinger,<br />

Schuster, Liebsch – Nießner (46.<br />

Jorsch), Mitterhuber – Friedl (46. Habermeyer),<br />

Arkadas, Goia – Doll (64. J. Müller)<br />

– Trainer: Steib<br />

Tore: 1:0 Erras (16.), 2:0 Weimar (77.) –<br />

SR: Baumann (Seebach) – Zuschauer:<br />

187 – Gelbe Karten: Weimar, Lippert –<br />

Bobinger<br />

V. Aschaffenburg – Buchbach 1:1 (0:0)<br />

Aschaffenburg: Steigerwald – Galm, Daudi,<br />

Lekaj – Alikhil, Wittke (85. Wolfert), Gerhart<br />

(59. Gavric), S. Schmidt, Cheron –<br />

Schnitzer (74. Arslan), Toch – Trainer:<br />

Komljenovic<br />

Buchbach: Max. Weber – M. Hain, Drum,<br />

Leberfi nger, Brucia – Löffl er (60. Alschinger),<br />

Walleth, Grübl (73. Dotzler) – Petrovic<br />

– M. Bauer (60. Breu), Drofa – Trainer:<br />

Bobenstetter<br />

Tore: 1:0 Alikhil (52.), 1:1 Dotzler (86.) –<br />

SR: Söder (Schwarzenbruck) – Zuschauer:<br />

686 – Gelbe Karten: Daudi, Lekaj –<br />

Alschinger, Drofa<br />

Gr. Fürth II – W. Burghausen 0:2 (0:1)<br />

Fürth II: Skowronek – Tischler (51. Guerra),<br />

Held (67. Gressel), Schlicke, Golla –<br />

Kolbeck, Trybull – Wartenfelser, Bajrami<br />

(76. Mar. Weber), Bodenröder – Steininger<br />

– Trainer: Kleine<br />

Burghausen: Eiban – Weiß, Hofstetter,<br />

Rech, Moser, Hingerl – Mar. Duhnke, Burkhard,<br />

Kauffmann (46. Knochner), Ebeling<br />

(63. Schulz) – Kadrijaj (46. Kindsvater) –<br />

Trainer: Wolf<br />

Tore: 0:1 Trybull (13., ET), 0:2 Mar.<br />

Duhnke (70.) – SR: Marx (Würzburg) –<br />

Zuschauer: 198 – Gelbe Karten: Kolbeck,<br />

Guerra, Wartenfelser – Moser<br />

RL NORD<br />

6. SPIELTAG<br />

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:2)<br />

E. Braunschweig II – BV Cloppenburg 0:1 (0:0)<br />

FC St. Pauli II – Goslarer SC 08 3:2 (1:0)<br />

BSV Rehden – Lüneburger SK Hansa 2:2 (1:1)<br />

TSV Havelse – TSV Schilksee 2:1 (2:0)<br />

Hamburger SV II – SV Drochtersen/A. 2:1 (1:0)<br />

Eintr. Norderstedt – VfV 06 Hildesheim 3:1 (2:1)<br />

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 0:1 (0:0)<br />

Sonntag, 13. Dezember (14 Uhr):<br />

SV Meppen – ETSV Weiche Flensburg (2:2, 1:0)<br />

1. Eintracht Norderstedt 6 16:8 13<br />

2. VfB Oldenburg 6 11:7 13<br />

3. Eintracht Braunschweig II 6 8:5 12<br />

4. VfL Wolfsburg II 6 13:4 11<br />

5. SV Meppen 5 11:3 11<br />

6. ETSV Weiche Flensburg 5 15:6 10<br />

7. BSV Rehden 6 9:4 10<br />

8. TSV Havelse 6 11:10 10<br />

9. Lüneburger SK Hansa 6 9:8 9<br />

10. VfB Lübeck 6 12:12 9<br />

11. Hamburger SV II 6 9:12 8<br />

12. BV Cloppenburg 6 5:12 8<br />

13. Hannover 96 II 5 8:9 6<br />

14. FC St. Pauli II 6 10:15 5<br />

15. SV Drochtersen/A. (N) 6 4:9 5<br />

16. Goslarer SC 08 6 7:13 3<br />

17. VfV 06 Hildesheim (N) 6 7:16 3<br />

18. TSV Schilksee (N) 7 7:19 1<br />

RL WEST<br />

6. SPIELTAG<br />

Bor. Dortmund II – Alemannia Aachen 0:1 (0:0)<br />

SV Rödinghausen – FC Viktoria Köln 4:2 (2:1)<br />

TuS Erndtebrück – Fort. Düsseldorf II 0:1 (0:1)<br />

FC Wegberg-Beeck – SSVg Velbert 2:6 (0:4)<br />

1. FC Köln II – Sportfreunde Lotte 2:4 (1:2)<br />

SC Wiedenbrück – Rot Weiss Ahlen 1:1 (0:0)<br />

RW Oberhausen – Bor. M’gladbach II 2:0 (2:0)<br />

FC Kray – FC Schalke 04 II 1:1 (0:0)<br />

Dienstag, 1. September (20.15 Uhr):<br />

Wattenscheid 09 – Rot-Weiss Essen (0:3, 0:6)<br />

spielfrei: SC Verl<br />

1. SV Rödinghausen 6 16:5 14<br />

2. Sportfreunde Lotte 5 12:3 13<br />

3. Alemannia Aachen 5 8:2 13<br />

4. Bor. M'gladbach II (M) 6 17:7 11<br />

5. SSVg Velbert (N) 5 12:9 10<br />

6. FC Viktoria Köln 5 8:5 8<br />

7. Fortuna Düsseldorf II 5 6:3 8<br />

8. Rot Weiss Ahlen (N) 6 9:7 8<br />

9. Rot-Weiß Oberhausen 5 8:7 8<br />

10. SC Wiedenbrück 6 6:4 7<br />

11. SC Verl 5 5:4 7<br />

12. Rot-Weiss Essen 3 10:5 4<br />

13. SG Wattenscheid 09 3 8:4 4<br />

14. FC Schalke 04 II 5 6:11 3<br />

15. 1. FC Köln II 5 3:9 3<br />

16. TuS Erndtebrück (N) 5 6:17 3<br />

17. FC Kray 5 3:9 2<br />

18. Borussia Dortmund II (A) 6 3:13 1<br />

19. FC Wegberg-Beeck (N) 5 2:24 0<br />

RL NORDOST<br />

6. SPIELTAG<br />

SV Babelsberg 03 – Wack. Nordhausen 0:0<br />

Germ. Halberstadt – Optik Rathenow 4:2 (2:1)<br />

FC Oberlausitz – TSG Neustrelitz 2:1 (2:1)<br />

FC Schönberg 95 – ZFC Meuselwitz 3:0 (1:0)<br />

FSV Zwickau – FSV Luckenwalde 3:0 (3:0)<br />

RB Leipzig II – Hertha BSC II 2:3 (1:1)<br />

Berliner AK 07 – VfB Auerbach 3:0 (0:0)<br />

BFC Dynamo – Viktoria 89 Berlin 3:0 (1:0)<br />

Mittwoch, 2. September (17.30 Uhr):<br />

Carl Zeiss Jena – Budissa Bautzen (2:1, 1:0)<br />

ERGEBNIS VOM DONNERSTAG<br />

VfB Auerbach – BFC Dynamo 4:1 (1:0)<br />

1. FSV Zwickau 6 16:0 18<br />

2. Berliner AK 07 6 8:1 12<br />

3. Wacker Nordhausen 6 9:5 11<br />

4. FC Oberlausitz (N) 6 10:7 11<br />

5. TSG Neustrelitz 6 10:5 10<br />

6. SV Babelsberg 03 6 6:1 10<br />

7. Carl Zeiss Jena 5 7:3 10<br />

8. FC Schönberg 95 (N) 6 8:5 9<br />

9. Berliner FC Dynamo 6 14:13 9<br />

10. Hertha BSC II 6 8:9 9<br />

11. VfB Auerbach 6 7:12 7<br />

12. Budissa Bautzen 5 6:6 6<br />

13. ZFC Meuselwitz 6 4:9 6<br />

14. Optik Rathenow (N) 6 5:9 5<br />

15. RB Leipzig II (N) 6 7:13 4<br />

16. Germania Halberstadt 6 6:14 4<br />

17. Viktoria 89 Berlin 6 1:11 3<br />

18. FSV Luckenwalde (N) 6 2:11 1

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!