DIENST - Zentralverband Gartenbau eV
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INFORMATIONS-<br />
<strong>DIENST</strong><br />
13. September 2012<br />
Nr.: 36/2012<br />
I N H A L T<br />
<strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong><br />
41. Steuerkolloquium 2012 in Bonn<br />
Teilnehmer informieren sich und diskutieren aktuelle Steuerfragen<br />
Pressereferat<br />
HAUSANSCHRIFT Claire-Waldoff-Straße 7, D 10117 Berlin<br />
TEL<br />
+49 (0) 30 200065-20<br />
+49 (0) 160 4713585<br />
FAX +49 (0) 30 200065-121<br />
E-MAIL pressereferat@g-net.de<br />
INTERNET www.g-net.de<br />
Memorandum zum 1. Symposium Zierpflanzenzüchtung verabschiedet<br />
Forschung und Entwicklung stehen im Mittelpunkt<br />
Nachhaltigkeit und der CO2-Fußabdruck<br />
Fachtagung zeigt Möglichkeiten für den Unterglasgartenbau auf<br />
Zukunftsweisende Themen im Spargelanbau angepackt<br />
Arbeitskreis Spargel der Fachgruppe Gemüsebau tagte in Geisenheim<br />
Heide im skandinavischen Stil<br />
Erfolgreiche Exportförderungsaktion der Azerca in Dänemark<br />
Aus den Landesverbänden<br />
182 neue Fachkräfte für den <strong>Gartenbau</strong><br />
Großer Wirtschaftswert und Arbeitgeber im ländlichen Raum<br />
Aus den Mitgliedsorganisationen<br />
6. Europäischer Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner<br />
Italien gewinnt, Deutschland erringt Silber<br />
Spektrum <strong>Gartenbau</strong><br />
ZINEG: 80% Energieeinsparung bei Pelargonien im Niedrigenergiegewächshaus<br />
Konsumenten sahen in großen Pflanzen mit niedrigstem Heizenergieverbrauch beste Qualität<br />
Gartenschau-Arbeit<br />
<strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG)<br />
igs 2013 in Hamburg: „Wir liegen im Plan, sind gut gerüstet“<br />
Priorität für Arbeiten an Gärten / Infrastrukturarbeiten im Gelände, Pflanzungen von Gehölzen<br />
und Stauden weit fortgeschritten<br />
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13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 2<br />
Termine<br />
Erstes Symposium des DGG-Projektes Netzwerk Pflanzensammlungen<br />
Aufbau eines Qualitätslabels zum Schutz wertvoller Pflanzensammlungen im Fokus<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de<br />
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13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 3<br />
41. Steuerkolloquium 2012 in Bonn<br />
Teilnehmer informieren sich und diskutieren aktuelle Steuerfragen<br />
(ZVG) Das 41. Kolloquium über Steuerfragen im <strong>Gartenbau</strong>, das am Dienstag, 11.<br />
September, in Bonn gemeinsam vom <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> (ZVG) und dem<br />
HLBS - Hauptverband der landwirtschaftlichen Buchstellen und Sachverständigen<br />
veranstaltet wurde, verzeichnete in diesem Jahr erneut mit mehr als 180 Teilnehmern<br />
einen Besucherrekord. Unter der Leitung von Michael Speth, Vorsitzender des<br />
Arbeitsausschusses für Recht und Steuern des ZVG, und Dipl.-Finanzwirt, Steuerberater<br />
Ernst Gossert, Vorsitzender des Steuerausschusses des HLBS, wurde ein<br />
breites Spektrum an Themen erörtert.<br />
Den Auftakt machte Rechtsanwalt und Steuerberater Simon Beyme vom Deutschen<br />
Bauernverband (DBV) in Berlin, der einen Überblick über aktuelle steuergesetzliche<br />
Änderungen gab und dabei ein besonderes Augenmerk auf das Jahressteuergesetz<br />
2013 und das Verkehrsteueränderungsgesetz legte. Dabei wies er auch darauf hin,<br />
zu welchen Punkten die Verbände schon Stellung bezogen haben und noch die<br />
Notwendigkeit von Veränderungen sehen. Ganz aktuell gab er auch noch einen<br />
ersten Überblick über angedachte Änderungen bei der steuerlichen Berücksichtigung<br />
von Reisekosten und geplanten Verbesserungen bei der Unternehmensbesteuerung.<br />
Gerade bei den angedachten Verbesserungen der Unternehmensbesteuerung<br />
sei allerdings festzustellen, dass die Erleichterungen eher den großen<br />
Betrieben zugute kämen und bisher keine Verbesserungen festzustellen seien, die<br />
für kleinere mittelständische Betriebe Entlastungen brächten.<br />
Intensiv setzte sich Rechtsanwalt und Steuerberater Ralf Stephany von der PARTA<br />
in Bonn mit Zweifelsfragen zur ertragsteuerlichen Abgrenzung zwischen Landwirtschaft<br />
und Gewerbe bei Mitunternehmerschaften auseinander, die sich aufgrund der<br />
neuen Abgrenzungskriterien ergeben könnten. Einen Schwerpunkt legte er dabei<br />
auf die Frage, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen gewerbliche Einkünfte<br />
bei faktischen Ehegatten-Gesellschaften, die einen landwirtschaftlichen Betrieb leiten,<br />
dazu führen, dass der gesamte landwirtschaftliche Betrieb gewerblich werde.<br />
Dabei arbeitete er heraus, dass es sich bei der faktischen Ehegatten-Gesellschaft in<br />
der Land- und Forstwirtschaft - und damit auch bei <strong>Gartenbau</strong>betrieben mit landwirtschaftlichen<br />
Einkünften - um eine spezifische Mitunternehmerschaft bezogen auf die<br />
Einkunftsart „landwirtschaftliche Einkünfte“ handele und daher nach seiner Auffassung<br />
in einem solchen Fall es nicht zu einer Abfärbung eventueller gewerblicher<br />
Einkünfte komme.<br />
Auf weitere Veränderungen, auf die sich eine Reihe von <strong>Gartenbau</strong>betrieben einstellen<br />
müssten, ging Dipl.-Ing. agr. Benjamin Scherm, bbv-Computerdienst GmbH,<br />
München, unter der Fragestellung „Die Unmöglichkeit der E-Bilanz für <strong>Gartenbau</strong>betriebe?“<br />
ein. Er zeigte im Rahmen seines Vortrags den Stand der Entwicklung auf<br />
und machte dabei deutlich, dass sich Steuerberater und Betriebe auf die Veränderungen<br />
einstellen müssten. Dabei werde man sich auch die Frage stellen müssen,<br />
ob sich die Buchführung in Zukunft eher an der Kerntaxonomie ausrichte oder an<br />
der speziellen Branchentaxonomie Land- und Forstwirtschaft. In der Diskussion<br />
wurde deutlich, dass von Seiten der Steuerberater praktische Probleme für die <strong>Gartenbau</strong>betriebe<br />
gesehen werden, da es geplant sei, die Branchentaxonomie für<br />
Land- und Forstwirtschaft an dem Rahmen zu orientieren, der bisher für das<br />
BMELV-Testbetriebsnetz gelte. Dieser sei für <strong>Gartenbau</strong>betriebe, die neben der<br />
Produktion oft auch Dienstleistungen ausführten, nicht vollständig geeignet und im<br />
Rahmen der Kerntaxonomie fehle es dann an spezifischen Möglichkeiten, z. B. Ge-<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 4<br />
wächshäuser anzugeben. Diese müssten dann als „Gebäude“ bilanziert werden. Ob<br />
hier noch Verbesserungen erzielt werden können, ließe sich erst nach der Sitzung<br />
der Branchenarbeitsgruppe Land- und Forstwirtschaft sagen, die im Oktober 2012<br />
tagen soll.<br />
Die bewertungsrechtliche Beurteilung eines <strong>Gartenbau</strong>betriebs mit Blick auf „steuerschädliche“<br />
Verwendungen in der Erbschaftsteuer war das Thema des letzten Vortrags<br />
am Vormittag von Dipl.-Finanzwirtin Andrea Köcher vom HLBS in St. Augustin.<br />
Sie erläuterte die Rechtslage auch mit Blick auf die Erbschaftsteuer-Richtlinien und<br />
zeigte nochmals dezidiert auf, worauf zu achten ist, um Nachversteuerungen zu<br />
vermeiden. Dabei setzte sie sich auch kritisch mit der Auffassung der Finanzverwaltung<br />
auseinander, dass eine Reinvestition von veräußertem Betriebsvermögen eines<br />
land- und forstwirtschaftlichen Betriebs immer in das Betriebsvermögen des<br />
land- und forstwirtschaftlichen Betriebs investiert werden müsse, was insbesondere<br />
bei Betrieben im Strukturwandel im Rahmen der Behaltefristen dann zu Schwierigkeiten<br />
führen würde, wenn aus dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb alleine<br />
aus diesen Gründen ein Gewerbebetrieb werde.<br />
Ganz im Zeichen des Umsatzsteuerrechts stand dann der Nachmittag der Veranstaltung.<br />
Den Auftakt machte hier Dipl.-Finanzwirt und Steuerberater Thomas<br />
Schuhmann, bbv-Beratungsdienst GmbH, München, der sich kritisch mit der<br />
Rechtsauffassung der Finanzverwaltung zur Besteuerung der Wärmeabgabe von<br />
Blockheizkraftwerken auseinandersetzte, soweit diese Wärme an nahe Angehörige<br />
abgegeben oder im eigenen Betrieb verbraucht wird. Dabei stellte er einerseits dar,<br />
dass es nach seiner Auffassung sehr wohl einen Marktpreis für die abgegebene<br />
Wärme gebe, der deutlich unterhalb der Sätze liege, die sich als Mindestbemessungsgrundlage<br />
nach Auffassung der Finanzverwaltung ergebe, so dass die Mindestbemessungsgrundlage<br />
schon dem Grunde nach nicht anzuwenden sei. Andererseits<br />
führte er aus, dass aufgrund von Berechnungen des Kuratoriums für Technik<br />
und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) deutlich werde, dass die Selbstkosten<br />
für die Erzeugung von Wärme deutlich unter dem Satz lägen, der sich aufgrund<br />
der Berechnungsmethode der Finanzverwaltung ergebe. Hier sei dringend Nachbesserungsbedarf<br />
erforderlich.<br />
Ein Thema, mit dem sich insbesondere <strong>Gartenbau</strong>betriebe beschäftigen müssen,<br />
die Waren umsatzsteuerfrei in andere EU-Staaten liefern wollen, griff Rechtsanwalt<br />
und Steuerberater Dr. Ulrich Grünwald, Flick Gocke Schaumburg Partnerschaft,<br />
Bonn, auf. In seinem Vortrag mit dem Thema „Anforderungen an umsatzsteuerfreie<br />
Lieferungen im Binnenmarkt durch eine Gelangensbestätigung: auch für <strong>Gartenbau</strong>betriebe<br />
ein neues bürokratisches Hindernis?“, zeigte er den aktuellen Sachstand<br />
der Rechtslage auf und gab einen Ausblick darauf, mit welchen Änderungen,<br />
die in der Praxis auch zu deutlichen Vereinfachungen führen sollen, noch im Rahmen<br />
der geplanten Änderung der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung zu<br />
rechnen seien. Dabei unterstrich er, dass bis zur endgültigen Neuregelung, die voraussichtlich<br />
erst im April 2013 in Kraft treten werde, die bisherigen Rechtsvorschriften<br />
aufgrund einer Nichtbeanstandungsregelung noch angewendet werden könnten.<br />
Im letzten Vortrag des Nachmittags setze sich Rechtsanwalt Franz Lübbehüsen<br />
vom HLBS in Sankt Augustin kritisch mit der Rechtsauffassung der Finanzverwaltung<br />
zur Umsatzbesteuerung der Vermietung von Räumlichkeiten auf dem Betrieb<br />
an Saisonarbeitskräfte auseinander. Er stellte dabei heraus, dass es sich nach der<br />
Rechtsauffassung des HLBS bei der Überlassung von Räumen an Saisonarbeitskräfte<br />
nicht um eine kurzfristige Beherbergung von Fremden handele, die der Umsatzsteuer<br />
unterläge. Vielmehr seien Arbeitnehmer keine Fremde und eine entgeltli-<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 5<br />
che Überlassung von Wohnraum während der Dauer des Arbeitsvertrags sei nach<br />
der Rechtsauffassung des HLBS umsatzsteuerfrei.<br />
In seinem Schlusswort verabschiedete sich der Vorsitzende des Arbeitsausschusses<br />
für Recht und Steuern des ZVG von den Teilnehmern, da er das Amt nicht mehr<br />
weiter ausüben werde. Seine Amtsperiode ende und er trete nicht mehr zur Wahl<br />
an. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und hoffe, dass die Veranstaltung auch<br />
weiterhin so erfolgreich bleibe.<br />
Sicher ist schon, dass auch im Jahr 2013 ZVG und HLBS wieder ein Steuerkolloquium<br />
in Bonn durchführen. Interessenten sollten sich schon jetzt den Termin 10.<br />
September 2013 in der Stadthalle in Bonn-Bad Godesberg vormerken.<br />
Bildunterschriften/Downloads:<br />
Das 41. Kolloquium über Steuerfragen im <strong>Gartenbau</strong> verzeichnete in diesem Jahr<br />
erneut mit mehr als 180 Teilnehmern einen Besucherrekord. Foto: ZVG/Gentzen<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/steuerkollo1_pd36_2012.jpg<br />
Experten für Recht und Steuern auf dem Podium des 41. Kolloquium über Steuerfragen<br />
im <strong>Gartenbau</strong> (von links): Hans-Josef Hartmann, Rechtsanwalt und Geschäftsführer<br />
HLBS, Steuerberater Ernst Gossert, Michael Speth, Vorsitzender des<br />
Arbeitsausschusses für Recht und Steuern des ZVG, sowie Romana Hoffmann,<br />
Rechtsanwältin und Juristin des ZVG. Foto: ZVG/Gentzen<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/steuerkollo2_pd36_2012.jpg<br />
Memorandum zum 1. Symposium Zierpflanzenzüchtung<br />
verabschiedet<br />
Forschung und Entwicklung stehen im Mittelpunkt<br />
(BVZ) Am 15./16.11.2011 veranstaltete das Julius Kühn-Institut (JKI) gemeinsam mit dem<br />
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), dem Bundesverband Zierpflanzen (BVZ)<br />
und der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP) am<br />
Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst (ZGO-Q) des JKI in<br />
Quedlinburg das 1. Symposium Zierpflanzenzüchtung. Im Mittelpunkt standen Inhalte zur<br />
Forschung und Entwicklung rund um die Zierpflanzenzüchtung.<br />
Zu den Ergebnissen beziehen die Veranstalter in einem eigens verabschiedeten Memorandum<br />
Stellung, das wir diesem Pressedienst in vollständigem Original-Wortlaut anhängen.<br />
Nachhaltigkeit und der CO2-Fußabdruck<br />
Fachtagung zeigt Möglichkeiten für den Unterglasgartenbau auf<br />
(ZVG) „Energieeffizienz ist das Thema der Zukunft. Mit dem 1. Klimaschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen<br />
unternehmen wir den Versuch, jenseits von Legislaturperioden Klimaschutz<br />
zum Leitgesetz zu machen. Ein Gemeinschaftswerk, das offen diskutiert und nicht hinter verschlossenen<br />
Türen mit Energieversorgern verhandelt werden soll“, so Johannes Remmel,<br />
Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes<br />
Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Fachtagung Energieeffizienz, die am Donnerstag, 6.<br />
September, in Venlo, Niederlande, durchgeführt wurde.<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 6<br />
Für den <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> (ZVG) betonte stellvertretend Georg Hanka, Kempen,<br />
dass alle Aspekte der Nachhaltigkeit zusammengefasst werden müssten, um auf einen Nenner<br />
zu kommen. „Wir sitzen alle in einem Boot“, so Hanka. „Letztendlich geht es um Vertrauen.<br />
Vertrauen der Gesellschaft in unsere Produkte, für die wir alle gemeinsam in der Verantwortung<br />
stehen.“<br />
Die Fachtagung im NRW-Pavillon auf der Floriade wurde im Rahmen des Projektes „Effizienter<br />
Energieeinsatz im <strong>Gartenbau</strong>“ vom ZVG zusammen mit dem Ministerium für Klimaschutz,<br />
Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen<br />
durchgeführt und spannte einen inhaltlichen Bogen von den Grundlagen des CO2-<br />
Fußabdrucks, über Möglichkeiten der Bilanzierung, der Ausstoßminimierung bis zu den<br />
rechtlichen Aspekten in der Werbung.<br />
Dr. Michael Blanke, Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität<br />
Bonn, informierte die Teilnehmer der Tagung zum Einstieg über die Grundlagen von<br />
den Food Miles zum Carbon Footprint und der Entwicklung zum Carbon-Footprint-Standard<br />
<strong>Gartenbau</strong> PAS 2050-1 (April 2012) hort, der jetzt als weltweiter Standard für den <strong>Gartenbau</strong><br />
betrachtet wird. Eindrucksvoll dokumentierte er den Weg und die Perspektiven, die sich daraus<br />
für den <strong>Gartenbau</strong> ableiten lassen.<br />
Aufbauend auf den Ausführungen zu PAS 2050-1 dokumentierte Jasper Scholten, Blonk<br />
Milieu Advies, aus Gouda, NL, den Carbon-Footprint in sieben Schritten und präsentierte das<br />
neue niederländische Webtool www.tuinbouw.nl/artikel/co2-footprint-berekenen für Produzenten<br />
und Handelsfirmen mit der Möglichkeit, eigene CO2-Footprints zu erstellen. Modellhaft<br />
liegen bislang Berechnungen für etwa 100 gartenbauliche Produkte vor. Für Scholten<br />
kann der CO2-Fußabdruck für interne Hot-Spot-Analysen und internes Risikomanagement<br />
genutzt werden, in der externen Kommunikation zum Einsatz kommen und Entscheidungen<br />
im Prozessablauf unterstützen.<br />
Von ersten Erfahrungen zur CO2-Ausstoßminimierung und der Nutzung als Marketinginstrument<br />
berichtete Rupert Fey, beyond flora, Bargfeld-Stegen, für PlusPlants, einem<br />
Zusammenschluss von sieben <strong>Gartenbau</strong>produzenten. Konzept der Gruppe ist der Aufbau<br />
einer Top-Marke für Qualitätstopfpflanzen aus deutscher, nachhaltiger Produktion von Gärtnern,<br />
die ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen Produktion abgeben. Das Bemühen,<br />
den CO2-Ausstoß zu minimieren, ist dabei ein Baustein der Initiative zur Förderung der<br />
Nachhaltigkeit, die erst vor knapp einem Jahr startete.<br />
Die rechtlichen Aspekte der Werbung mit Carbon-Footprint-Labeln werden schnell vergessen,<br />
wenn man mit Enthusiasmus erreichte Ziele kommunizieren möchte. Professor Dr.<br />
Gerhard Roller von der Fachhochschule Bingen brachte Licht in den Dschungel zur Rechtsprechung<br />
bei umweltbezogener Werbung. Wesentliche rechtliche Grundlage ist das Gesetz<br />
gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das sowohl das Recht der Mitbewerber wie auch<br />
der Verbraucher im Focus hat. Wichtig ist dabei, möglichst konkret zu sein, nicht verallgemeinernd,<br />
methodisch belastbar und in Gänze wahr zu texten.<br />
Der CO2-Fußabdruck kann nur ein Baustein einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie<br />
sein und sollte nicht isoliert betrachtet werden, so der einhellige Tenor aller Referenten der<br />
Fachtagung.<br />
Dr. Christian Geßner, Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität<br />
Witten-Herdecke, erläuterte in seinem Schlussvortrag Studienergebnisse und Untersuchungen<br />
zu Nachhaltigkeitsstrategien insbesondere im Foodbereich und den Prozess in der Unternehmensentwicklung<br />
zur Nachhaltigkeit. Dabei stehe am Anfang die Standortbestimmung,<br />
dann komme das Handeln und Messen (Benchmarking) und am Ende der Kette die Kommu-<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 7<br />
nikation. Für Geßner ist es wichtig, alle relevanten Anspruchsgruppen von vorn herein einzubeziehen,<br />
insbesondere die Mitarbeiter. Alle Unternehmensebenen sollten in Sachen<br />
Nachhaltigkeit qualifiziert und befähigt werden. Als Ziel der Strategie dürfe weniger eine<br />
kurzfristige Gewinnmaximierung stehen, so Geßner, als der Weg hin zu einer mittel- und<br />
langfristigen „gesunden“ Rendite.<br />
Die Fachvorträge der Veranstaltung stehen zum Abruf zur Verfügung im Energieportal<br />
(www.energieportal-hortigate.de), das aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz<br />
und Reaktorsicherheit (BMU) unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung,<br />
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit Unterstützung der Bundesanstalt<br />
für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) finanziert wird.<br />
Kontakt: Gabriele Harring, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Telefon:<br />
0228 81002-60, Fax:0228 81002-48, Email: zvg.harring@g-net.de, Internet:<br />
www.energieportal-hortigate.de<br />
Bildunterschriften/Downloads:<br />
Jasper Scholten, Blonk Milieu Advies, aus Gouda, Niederlande, stellt sich den Fragen der<br />
Teilnehmer im Anschluss an seinen Vortrag. Foto: ZVG/Harring<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/energie1_pd36_2012.JPG<br />
Dr. Christian Geßner, ZNU, mit Martin Hannen vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,<br />
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW in der Diskussion mit dem<br />
Publikum. Foto: ZVG/Harring<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/energie2_pd36_2012.JPG<br />
Zukunftsweisende Themen im Spargelanbau angepackt<br />
Arbeitskreis Spargel der Fachgruppe Gemüsebau tagte in Geisenheim<br />
(ZVG) Die 70. Sitzung des Arbeitskreises Spargel der Bundesfachgruppe Gemüsebau fand<br />
unter der Leitung des Vorsitzenden Joachim Ziegler aus Neustadt vom 11. bis 12. September<br />
in der Forschungsanstalt Geisenheim statt. Hausherr Professor Dr. Hans-Reiner Schultz<br />
hieß die 27 Spargelspezialberater aus dem gesamten Bundesgebiet herzlich willkommen<br />
und stellte heraus, dass die Forschungsanstalt Geisenheim in Kürze zu einer Hochschule<br />
neuen Typs werden wird.<br />
Der <strong>Gartenbau</strong>referent des Landes Hessen, Helmut Eigemann, unterstrich die traditionelle<br />
Bedeutung des Gemüse- und Spargelanbaus im hessischen Ried. Die hessische Ministerpräsidentin<br />
Lucia Puttrich unterstütze Projekte zur regionalen Vermarktung, Grundwasser-<br />
und Umweltentlastung.<br />
In Hessen ist mit 2.200 Hektar der Spargel die bedeutendste Gemüsekultur. 213 Betriebe mit<br />
einer durchschnittlichen Anbaufläche von zwölf Hektar erwirtschafteten 2012 rund sechs<br />
Tonnen Ertrag je Hektar. Das liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt und spricht für den<br />
guten Standort Hessen. 60 % des Spargels wird direkt vermarktet. Der Anteil von Grünspargel<br />
beträgt etwa fünf Prozent. Die Betriebe nutzen zur Qualitätssicherung in der Regel QS-<br />
GAP in Verbindung mit dem Label „Gutes aus Hessen“, betonte Stefan Nauheimer vom<br />
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH).<br />
Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren wurde das Dormanzverhalten<br />
von Spargelsorten untersucht. Ist der Kältereiz in der Dormanzphase (Kältephase)<br />
unzureichend, so kommt es zu einem verzögerten Austrieb der Spargelpflanze im<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 8<br />
Frühjahr. Eine ausreichende Kälteperiode im Winter ist für die Spargelerzeuger durchaus<br />
erwünscht.<br />
Eine bundesweite Erhebung wurde von der Forschungsanstalt Geisenheim im vergangenen<br />
Jahr durchgeführt. Die Spargelbetriebe wurden zur Bewässerungspraxis und zur Sortenwahl<br />
befragt. Eines der Ergebnisse war, dass größere Betriebe überdurchschnittlich häufig bewässern,<br />
und dass weiterer Forschungsbedarf hinsichtlich Präzisierung des Bewässerungszeitpunktes<br />
und hinsichtlich der Wassermenge besteht. Ziel der Forschung ist es, dass die<br />
Pflanzen direkt den Wasserbedarf angeben, betonte Professor Dr. Jana Zinkernagel.<br />
Verbräunungen von Spargelstangen entstehen meistens nach einer vorausgegangenen mechanischen<br />
Verletzung, die eine Glasigkeit zur Folge haben kann. Die Verbräunungen als<br />
Folge daraus treten oft über einen längeren Zeitraum auf. Der Schaden kann erheblich sein.<br />
Eine sehr nasse Lagerung im Kühlraum fördert offensichtlich das Phänomen der Glasigkeit.<br />
Zu hohe Kühlraumtemperaturen unterstützen offensichtlich den Verbräunungsvorgang,<br />
ergaben Untersuchungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.<br />
Die aktuellen Versuche zum Spargel in Schifferstadt hatten Fragestellungen zu Anbaumethoden,<br />
Pflanzsystemen, Verfrühungen und Neupflanzungen. Danach stehen neue Verfrühungssysteme,<br />
die aber noch abschließend getestet werden müssen, in Aussicht, (so z. B.<br />
die Dreifachabdeckung mit Fünfziglochfolie)<br />
Der Stand der Notfallzulassung im Gemüsebau war ein wichtiger Informationspunkt. Die<br />
Bundesfachgruppe Gemüsebau hat in diesem Jahr sich dafür eingesetzt, Notfallgenehmigungen<br />
für bestimmte Indikationslücken zu erreichen. Nicht alle Anträge wurden vom BVL<br />
genehmigt. Jedoch konnte in Einzelfällen die allergrößte Not abgewendet werden, so z.B. bei<br />
der Verwendung von Afalon für den Feldsalat im Herbstanbau. In 25 Mitgliedsstaaten der EU<br />
hat Afalon eine Grundzulassung, in Deutschland nicht.<br />
Wichtig war die Besichtigung des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen, <strong>Gartenbau</strong>zentrum<br />
Geisenheim, Fachgebiet Gemüsebau der Forschungsanstalt Geisenheim. Die Berater konnten<br />
sich vor Ort über den aktuellen Stand der Versuchsfragen im Gemüse- und <strong>Gartenbau</strong><br />
informieren. Besonders Bewässerungsfragen standen im Mittelpunkt. Die Beiträge werden<br />
ab 20. September 2012 in www.Hortigate.de eingestellt. Die Besichtigung der beiden Spargelbetriebe<br />
Spargelhof Georg Merlau in Darmstadt und Spargelhof Bodo Mönich rundeten<br />
die erfolgreiche Tagung ab.<br />
Die 71. Sitzung des AK-Spargel der Bundesfachgruppe Gemüsebau ist Mitte September<br />
2013 in Erfurt vorgesehen.<br />
Bildunterschriften/Downloads:<br />
Die Spargelberater waren beeindruckt von dem professionellen Konzept des Anbaus und der<br />
Vermarktung auf dem Spargelhof Georg Merlau in Darmstadt. Foto: ZVG/Winkhoff<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/merlau_pd36_2012.jpg<br />
Der Spargel wächst im hessischen Ried auf sandigem Boden sehr gut. Foto: ZVG/Winkhoff<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/spargel_pd36_2012.jpg<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 9<br />
Heide im skandinavischen Stil<br />
Erfolgreiche Exportförderungsaktion der Azerca in Dänemark<br />
(ZVG/Azerca) Gibt es eine skandinavische Floristik? Zumindest einen entsprechenden Stil,<br />
berichten die nordeuropäischen Fachleute. Daher setzte die Azerca bei ihrer Exportförderung<br />
in diesem Jahr auf eine Heidefloristik mit der Kopenhagener Floristin Jeanett Christensen,<br />
Estilo Blomsterdesign. In Kooperation mit der Gasa Dänemark wurden der gärtnerische<br />
Fachhandel und die Floristen zu einer Heideshow vom 11. bis 13. September eingeladen.<br />
Die Veranstaltungen in Odense und Aarhus am 11. und 12. September waren mit rund 100<br />
bzw. 160 Teilnehmern gut besucht. In Aalborg werden am 13. September ähnlich viele Interessierte<br />
erwartet.<br />
„Heide lässt sich wunderbar verarbeiten“, berichtete die Floristin ihren Kollegen. Mit der relativ<br />
preiswerten Pflanze kann sich zudem der Fachhandel mit seiner gestalterischen Kompetenz<br />
von dem Preisdruck auf dem Pflanzenmarkt abgrenzen. Zu der Preisgestaltung der<br />
Werkstücke diskutierte das Publikum intensiv. Die kreative Leistung werde in der eigenen<br />
Branche zu niedrig angesetzt, war ein Ergebnis. Im Vergleich der Arbeitszeitkosten würden<br />
sich andere Berufe ohnehin besser darstellen. Zu den Themen Hochzeit, Innenraumdekoration,<br />
Beerdigung und Grabgestaltung kreierte die Floristin Heidewerkstücke, die teilweise<br />
stark an Wohndesign erinnern und damit einen starken Kaufanreiz bieten. Die Werkstücke<br />
blieben noch einige Tage für die Kunden der Gasa zur Ansicht stehen.<br />
Die Fotos der Werkstücke werden über den dritten Kooperationspartner, die Fachzeitschrift<br />
Blomster, von einem Profifotografen aufgenommen und besonders im skandinavischen<br />
Raum verbreitet. Der Chefredakteur Jens Poulsen hatte die drei Verkauf fördernden Präsentationen<br />
in Dänemark koordiniert. Die Azerca wird sie für ihre Presseveröffentlichungen nutzen.<br />
Der Vermarkter wird seine Internetseite als Informationsplattform über die Veranstalter<br />
nutzen.<br />
Gasa Dänemark arrangierte vor der floristischen Präsentation einen anregenden Kollegentreff<br />
und einen Verkauf speziell deutscher Ware mit einem sehr hohen Heideanteil. In Gartencentern<br />
und auf Wochenmärkten ist Heide in Dänemark stark verbreitet. „Neue Ideen zur<br />
Verarbeitung können die Verwendung insgesamt bereichern und zu einem stärkeren Absatz<br />
im nördlichen Nachbarland führen“, schätzt Hanni Teloy, Vorsitzende des Azerca Werbeauschusses.<br />
„Der skandinavische Raum ist anhaltend ein wichtiges Exportland für die Azercaprodukte.“<br />
So zeigte Jeanett Christensen auch neue Kompositionen und erfüllte die Erwartungen<br />
von Seiten der Organisatoren und ihrer dänischen Kollegen.<br />
Bildunterschriften/Downloads:<br />
In Kooperation mit der Gasa Dänemark wurde der gärtnerische Fachhandel und die Floristen<br />
zu einer Heideshow eingeladen. Die Veranstaltungen – hier in Odense – waren mit 100 bis<br />
160 Teilnehmern gut besucht. Foto: Azerca<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/azercashow_pd36_2012.JPG<br />
Heide lässt sich wunderbar verarbeiten. Dies wurde in kreativen und außergewöhnlichen<br />
Werkstücken auf der Exportförderungsveranstaltung der Azerca in Dänemark sichtbar. Mit<br />
der relativ preiswerten Pflanze kann sich zudem der Fachhandel mit seiner gestalterischen<br />
Kompetenz von dem Preisdruck auf dem Pflanzenmarkt abgrenzen. Foto: Azerca<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/live_pd36_2012.jpg<br />
Heide aus Deutschland – beliebt in Dänemark und kreativ zu verarbeiten. Foto: Azerca<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/container_pd36_2012.JPG<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 10<br />
Die Azerca setzte bei ihrer Exportförderung in diesem Jahr auf eine Heidefloristik mit der<br />
Kopenhagener Floristin Jeanett Christensen, Estilo Blomsterdesign. Foto: Azerca<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/jeanett_pd36_2012.jpg<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/jeanett2_pd36_2012.jpg<br />
Die Werkstücke blieben noch einige Tage für die Kunden der Gasa zur Ansicht stehen. Foto:<br />
Azerca<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/werkstueck_pd36_2012.jpg<br />
182 neue Fachkräfte für den <strong>Gartenbau</strong><br />
Großer Wirtschaftswert und Arbeitgeber im ländlichen Raum<br />
(GVN/LWK S-H) 182 fertig ausgebildete Gärtner (147) und Werker (35) im <strong>Gartenbau</strong> wurden<br />
am Freitag, 7. September, landesweit im <strong>Gartenbau</strong> in Neumünster freigesprochen, und<br />
zwar in den Fachrichtungen Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau,<br />
Gemüsebau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau.<br />
Der <strong>Gartenbau</strong> ist ein bedeutender Wirtschaftszweig in Schleswig-Holstein mit einem Jahresumsatz<br />
von rund 820 Millionen Euro. Die Vielfalt dieser Branche ist bemerkenswert. Vielen<br />
Arbeitskräften bietet der <strong>Gartenbau</strong> ein geregeltes Einkommen und gute Perspektiven,<br />
denn Fachkräfte sind gesucht. Erfreulich ist, dass in diesem Jahr 182 Auszubildende und<br />
Werker gerade ihre Ausbildung beenden und jetzt als qualifizierte Fachkräfte den Betrieben<br />
zur Verfügung stehen. Nach heutigem Stand hat ein großer Teil der Absolventen bereits Arbeitsverträge<br />
abgeschlossen.<br />
Gemeinsam mit den Verbänden des <strong>Gartenbau</strong>s beglückwünschte Kammerpräsident Claus<br />
Heller die neuen Fachkräfte in Neumünster. Dr. Hans Hermann Buchwald, Präsident der<br />
Landesgruppe Schleswig-Holstein im <strong>Gartenbau</strong>verband Nord (GVN), Knut Hansen, Mitglied<br />
des Präsidiums des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und Axel<br />
Huckfeldt, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen<br />
(BdB), sowie der Ausbildungsausschussvorsitzende, Arnd Schurig, sprachen für die<br />
einzelnen Fachrichtungen des Gärtnerberufes. Allesamt zeigten sich glücklich über die neuen<br />
Nachwuchskräfte. In Zeiten des demographischen Wandels sei diese noch hohe Zahl an<br />
Fachkräften keine Selbstverständlichkeit. In den kommenden Jahren werden weniger Auszubildende<br />
erwartet.<br />
Über alle Fachrichtungen hinweg gibt es in Schleswig-Holstein insgesamt 2.000 <strong>Gartenbau</strong>betriebe<br />
mit 4.000 Familienarbeitskräften und 8.000 Lohnarbeitskräften. Die Bedeutung des<br />
<strong>Gartenbau</strong>s zeigt sich z. B. am Anteil gartenbaulicher Erzeugung an der gesamten pflanzlichen<br />
Erzeugung. Dieser macht rund 21 % aus und entspricht einem Jahresumsatz von ca.<br />
520 Millionen Euro. Hinzu kommen die gartenbaulichen Dienstleistungen des Garten- und<br />
Landschaftsbaus und die vieler Produktionsbetriebe mit einem Jahresumsatz von ca. 300<br />
Millionen €. Damit stellt der <strong>Gartenbau</strong> einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar (820 Mio. €).<br />
Dieser Wirtschaftswert wird auf einer Fläche, die gemessen an der gesamten Ackerfläche in<br />
Schleswig-Holstein nur 1,2 % ausmacht, produziert.<br />
Um diese Wirtschaftskraft halten zu können, braucht der <strong>Gartenbau</strong> gut ausgebildete Nachwuchskräfte.<br />
Zurzeit werden in 320 Betrieben 550 Jugendliche zum Gärtner bzw. zur Gärtnerin<br />
und 140 Jugendliche zum Werker/Werkerin im <strong>Gartenbau</strong> ausgebildet. Die meisten Jugendlichen<br />
werden in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ausgebildet – gefolgt<br />
von den Fachrichtungen Baumschule und Zierpflanzenbau. Die Landwirtschaftskammer<br />
Schleswig-Holstein ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie ist ein neutraler Fach-<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 11<br />
dienstleister, deren Kernauftrag in Grundlagenarbeit, Ausbildung und Beratung besteht. Damit<br />
unterstützt die Landwirtschaftskammer die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel und<br />
das Erzielen angemessener Einkommen auf den Betrieben.<br />
Weitere Informationen: Daniela Rixen, Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer<br />
Schleswig-Holstein, Tel.: 0 43 31-94 53-110, E-Mail: drixen@lksh.de<br />
Bilder in Hochauflösung:<br />
www.bdb-schleswig-holstein.de/uploads/media/SH_Freisprechung_<strong>Gartenbau</strong>__2012.jpg<br />
6. Europäischer Berufswettbewerb für<br />
junge Gärtnerinnen und Gärtner<br />
Italien gewinnt, Deutschland erringt Silber<br />
(EU BWB) Zum ersten Mal in der Geschichte des zehnjährigen Wettbewerbs errang in Luxemburg<br />
ein Team aus Italien die Goldmedaille und darf für die nächsten zwei Jahre den<br />
Titel des Europameisters tragen. Die Silbermedaille erhielt das deutsche Team aus Baden-<br />
Württemberg mit Lisa Barthelmess, Petra Zöllner und Max Müller. Das Team ging in Stuttgart-Hohenheim<br />
zur Berufsschule, der betreuende Lehrer war Kurt Alber.<br />
105 junge Gärtner zeigten aus 17 verschiedenen Ländern vom 3. bis 8. September, fern jeden<br />
Prüfungsdrucks und Konkurrenzdenkens, ihre fachlichen Fähigkeiten, Kreativität und<br />
Findigkeit im Lycée technique Agricole in Ettelbruck/Luxemburg. Verantwortlich für die Austragung<br />
dieses alle zwei Jahre stattfindenden europäischen Wettbewerbs ist die Arbeitsgemeinschaft<br />
Europäischer <strong>Gartenbau</strong>lehrerinnen und -lehrer.<br />
Im Rahmen des 6. Europäischen Berufswettbewerbs für junge Gärtnerinnen und Gärtner,<br />
der in diesem Jahr erstmals in Luxemburg ausgetragen wurde, stellten sich die motivierten<br />
Jugendlichen einer ganzen Reihe fachbezogener Aufgaben aus dem gesamten Spektrum<br />
gärtnerischer Arbeiten. Hierzu gehörten floristische Kreativität, produktionstechnische Präzision<br />
und natürlich auch gartenlandschaftsbauliche Belastbarkeit. Aber auch das Allgemeinwissen<br />
über Europa und sportliche Fitness waren gefragt. Gleich am ersten Tag wurden die<br />
Aufgaben in „europäischen Teams" erledigt und am zweiten Tag mussten die fachlichen<br />
Aufgaben im Nationenteam gelöst werden. Am dritten Tag war die Herkulesaufgabe zu lösen:<br />
Teammitglieder aus neun verschiedenen Nationen mussten eine Brücke über einen<br />
stark fließenden Bach bauen. Symbolisch sollte dadurch die Kluft zwischen den Kulturen<br />
überwunden werden und alle Teams an den notwendigen Brückenschlag zwischen den Nationen<br />
erinnert werden.<br />
Der Ehrenpräsident des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> (ZVG), Karl Zwermann, überbrachte<br />
die herzlichen Grüße des Schirmherrn dieses Wettbewerbes, des ZVG-Präsidenten Heinz<br />
Herker. In seiner Festansprache sagte Karl Zwermann, dass schon Konfuzius treffend festgestellt<br />
habe, dass das ganze Leben Begegnung sei. „Das Land, in dem wir geboren wurden,<br />
in dem wir leben und arbeiten und uns in die Gemeinschaft einbringen, das ist unsere<br />
Heimat. Unsere Zukunft aber ist Europa, das Haus, das wir gemeinsam bauen und zu dem<br />
Sie mit Ihrer Teilnahme an diesem Wettbewerb als wichtigen Baustein beitragen.“ Auch bat<br />
Zwermann die jungen Gärtnerinnen und Gärtner in ihren Ländern Verantwortung im Berufsstand<br />
der Gärtner zu übernehmen und tatkräftig mit am europäischen Haus des <strong>Gartenbau</strong>s<br />
für ein grünes, blühendes Europa in Einigkeit, Frieden und Freiheit zu arbeiten.<br />
Stellvertretend für alle dankte Karl Zermann dem Leiter des Organisationsteams in Luxemburg,<br />
Thomas Völkening, und dem Initiator und unermüdlichen Motor des europäischen<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 12<br />
Wettbewerbes, Johannes Peperhove. Sein begeisterungsfähiges Kämpferherz und sein von<br />
Ideen sprühender Geist reißt uns alle mit, so Karl Zwermann.<br />
In einer sehr gelungenen Präsentation lud der Leiter der Berufsbildung von JardinSuisse,<br />
Heinz Hartmann, die Gärtnerjugend aus Europa in die <strong>Gartenbau</strong>schule Oeschberg/Schweiz<br />
im August 2014 ein. Der 2002 von Syngenta gestiftete Pokal wurde von Thomas Völkening<br />
aus Luxemburg weitergereicht an Peter Stadelmann von der <strong>Gartenbau</strong>schule Niederlenz.<br />
Die Dankesworte an die Organisatoren und die Überreichung der Blumensträuße erfolgten<br />
durch den Präsidenten der AG Europäischer <strong>Gartenbau</strong>lehrerinnen und –lehrer, Johannes<br />
Peperhove, stellvertretend für das ganze Team aus Luxemburg an Christel Gottschalk, Chris<br />
Hengen und Thomas Völkening.<br />
Bildunterschriften/Downloads:<br />
6. Europäischer Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner: 105 junge Gärtner<br />
zeigten aus 17 verschiedenen Ländern ihre fachlichen Fähigkeiten, Kreativität und Findigkeit<br />
im Lycée technique Agricole in Ettelbruck/Luxemburg. Foto: EU BWB<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/eu_bwb1_pd36_2012.jpeg<br />
Zum ersten Mal in der Geschichte des zehnjährigen Wettbewerbs errang in Luxemburg ein<br />
Team aus Italien die Goldmedaille und darf für die nächsten zwei Jahre den Titel des Europameisters<br />
tragen. Die Silbermedaille erhielt das deutsche Team aus Baden-Württemberg<br />
mit Lisa Barthelmess, Petra Zöllner und Max Müller. Foto: EU BWB<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/eu_bwb2_pd36_2012.JPG<br />
ZINEG: 80% Energieeinsparung bei Pelargonien<br />
im Niedrigenergiegewächshaus<br />
Konsumenten sahen in großen Pflanzen mit niedrigstem Heizenergieverbrauch<br />
beste Qualität<br />
(ZINEG) Erste Untersuchungsergebnisse zu einer Frühjahrskultur im Niedrigenergiegewächshaus<br />
in Hannover-Ahlem zeigen, dass sich durch innovative Technik und systemangepasste<br />
Temperaturregelstrategien erhebliche Energieeinsparungen von bis zu 80 % bei<br />
guter Pflanzenqualität realisieren lassen.<br />
Im Rahmen des Forschungsprojekts ZINEG (Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus)<br />
wurden in dem 960 qm großen Versuchsgewächshaus im Frühjahr 2011 (KW 9 bis 17) Pelargonien<br />
kultiviert. Dabei wurden erstmalig grundlegende Daten zur Wärmeisolierung der<br />
Gewächshaushülle, des Wärmebedarfs und der Speicherung von solarer Überschusswärme<br />
für das Frühjahr erarbeitet. Die Speicherung von Solarwärme erfolgt in dem überwiegend<br />
geschlossen betriebenen Gewächshaus durch Wärmetauscher, -pumpe und Wasserspeichertanks.<br />
Durch die Untersuchung von verschiedenen Temperaturstrategien konnten die<br />
Temperaturober- und -untergrenzen für die Kultur von Pelargonien erfasst werden, bei denen<br />
weder Wachstums- noch Qualitätsverluste auftreten.<br />
Zum Ende der Kultur wurde eine Standardkultur in einem konventionellen Gewächshaus<br />
bezüglich Pflanzenqualität und Energieverbrauch mit zwei Kulturvarianten im Niedrigenergiegewächshaus<br />
verglichen. In der Sparvariante wurde eine weite Spreizung von Heiz- und<br />
Lüftungssollwert zugelassen (Tab. 1) und keine Solarwärme gespeichert. Bei der Variante<br />
mit Wärmerückgewinnung wurde ab einer Temperatur von 20 °C die überschüssige Solarwärme<br />
gespeichert. Dadurch war in dieser Variante die Spreizung zwischen Heiz- und Lüftungssollwert<br />
deutlich kleiner.<br />
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13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 13<br />
Bei allen Temperaturvarianten waren die Tagesmitteltemperatur (Tab. 1) und die Kulturdauer<br />
der untersuchten Pelargonium zonale Sorten ('Red Fox Robina®', 'TOSCANA Sil Herma' und<br />
'sel®Moonlight®Paprika') vergleichbar. Allerdings gab es deutliche Unterschiede in der<br />
Pflanzenqualität. Die Sparvariante mit starker Temperaturspreizung und hohen Tagtemperaturen<br />
führte zu großen, locker aufgebauten Pflanzen mit gestreckten Trieben (Abb. 1). Der<br />
Heizenergieverbrauch der Sparvariante betrug für die gesamte Kulturdauer 7,0 kWh/m2.<br />
Immer noch kompakt, aber etwas größer als die Pflanzen aus der Standardkultur, waren die<br />
Pelargonien aus der Variante mit Wärmerückgewinnung und einem Energieverbrauch von<br />
12,8 kWh/m2. Im Vergleich zur Pelargonienkultur im Standardgewächshaus mit 39,1<br />
kWh/m2 konnte im Niedrigenergiegewächshaus in Abhängigkeit von der Temperaturstrategie<br />
67% bzw. 82% an Heizenergie eingespart werden.<br />
Die Energieeinsparung, die in dem Niedrigenergiegewächshaus im Vergleich zu einem konventionellen<br />
Gewächshaus erzielt werden kann, setzt sich aus verschiedenen Einsparungseffekten<br />
zusammen. Zum einen aus dem verringerten Wärmebedarf, der aus der sehr guten<br />
Isolierung der Gewächshaushülle hervorgeht. Zum anderen aus dem eingesparten Anteil an<br />
fossiler Energie, der durch gespeicherte, regenerative Solarenergie ersetzt wurde. Letztgenannter<br />
betrug bei der Pelargonienkultur im Frühjahr 2011 rund 50 % inklusive dem Primärenergieverbrauch,<br />
der für die Gewinnung der regenerativen Energie aufgewendet wurde<br />
(Strom für Wärmetauscher, Wärmepumpe etc.).<br />
Welche der erzielten Pflanzenqualität am besten ist, liegt im Auge des Betrachters. Eine zum<br />
Ende der Pelargonienkultur durchgeführte Befragung von 120 Produzenten und Konsumenten<br />
zeigte, dass die befragten Produzenten die kleinen, kompakten Pelargonien aus der<br />
Standardproduktion bevorzugten (Abb. 1). Die Konsumenten sahen dagegen in den großen<br />
Pelargonien mit dem niedrigsten Heizenergieverbrauch die beste Qualität. Der Absatzmarkt<br />
spielt bei der Qualitätsbeurteilung von Pflanzen daher auch eine entscheidende Rolle.<br />
Weitere Informationen zum Forschungsverbund ZINEG finden Sie im Internet unter<br />
www.zineg.de. Darüber hinaus steht Ihnen das KTBL auch für direkte Fragen zum ZINEG-<br />
Forschungsverbund zur Verfügung. Fragen zur beschriebenen Untersuchung beantwortet<br />
Ihnen auch Melanie Horscht (melanie.horscht@lwk-niedersachsen.de) von der Lehr- und<br />
Versuchsanstalt für <strong>Gartenbau</strong> Hannover-Ahlem.<br />
Hinweis für die Redaktion: Druckfähige Bilder und Logos können Sie bei Dr. Wolfgang Graf<br />
(E-Mail: w.graf@ktbl.de, Tel.: + 49 6151 7001 160) anfordern.<br />
Bildunterschrift/Download:<br />
Diese Tabelle veranschaulicht die Untersuchungsergebnisse zu Pelargonien im Niedrigenergiegewächshaus.<br />
Grafik: ZINEG<br />
www.g-net.de/content/pressedienst/bilder/zineg_pd36_2012.jpg<br />
igs 2013 in Hamburg: „Wir liegen im Plan, sind gut gerüstet“<br />
Priorität für Arbeiten an Gärten / Infrastrukturarbeiten im Gelände, Pflanzungen<br />
von Gehölzen und Stauden weit fortgeschritten<br />
(igs 2013) Die Arbeiten im zukünftigen Wilhelmsburger Inselpark kommen sehr gut voran.<br />
Davon konnten sich, sieben Monate vor Eröffnung der ersten Gartenschau an Alster und<br />
Elbe seit 40 Jahren, zahlreiche Pressevertreter aus ganz Deutschland bei einer mehrstündigen<br />
Info-Tour über das Gelände mit vielen Einblicken, Themen und hochrangigen Gesprächspartnern<br />
überzeugen.<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de
13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 14<br />
Am Ende waren sich alle Akteure einig: Die igs 2013 wächst, gedeiht und entwickelt sich<br />
prächtig in allen Segmenten und ist ein unverzichtbarer grüner Impulsgeber für eine nachhaltige<br />
stadtpolitische Erschließung des Hamburger Südens. Gemeinsam mit künftigen Nutzern,<br />
betroffenen Bürgern, privaten Investoren und öffentlichen Geldern entsteht mitten in der<br />
Stadt ein neues Quartier und eine grüne Oase mit vielfältigen Spiel-, Sport-, Bewegungs-<br />
und Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Generationen, Kulturen, Ethnien und Religionen, mit<br />
attraktiver Gastronomie und überraschenden Wasser- und Gartenanlagen.<br />
Die Senatorin und Aufsichtsratsvorsitzende der Gartenschau-Gesellschaft, Jutta Blankau,<br />
zeigte sich begeistert: „Die Großprojekte in Wilhelmsburg sind fast fertig und es lohnt sich,<br />
neugierig zu sein. Durch IBA und igs 2013 erhält der Stadtteil einen historischen Entwicklungsschub<br />
und viele Attraktionen wie den neuen Inselpark. Hamburg kann sich richtig auf<br />
seine doppelte Gastgeberrolle im nächsten Jahr freuen.“<br />
igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten sagte zum Stand der Vorbereitungen: „Die Gartenschau<br />
kann kommen in sieben Monaten. Wir sind gut gerüstet. Jetzt genießen die Arbeiten<br />
an den 80 Gärten hohe Priorität. Auch die Infrastrukturarbeiten im Gelände und die Pflanzungen<br />
von Gehölzen und Stauden sind schon sehr weit fortgeschritten. Dabei hat uns das<br />
feuchtwarme Sommerwetter sogar in die Karten gespielt. Im Herbst wird dann alles in die<br />
Erde eingebracht sein, so dass im Frühjahr 2013 nur noch Pflanzen für die Schau- und<br />
Wettbewerbsflächen gesetzt werden müssen. Die Hamburger Gartenschau ist nicht nur ein<br />
sommerlanges Blütenfest mit vielen floralen Höhepunkten. Weitere Angebote warten darauf,<br />
von den Besuchern aus Nah und Fern entdeckt und erlebt zu werden.“<br />
Im südlichen Bereich des 100-Hektar-Areals präsentieren sich die fünf größten Kulturlandschaften<br />
der Metropolregion Hamburg: das Obstanbaugebiet Altes Land, das Naherholungsgebiet<br />
Lüneburger Heide, die Vier- und Marschlande mit ihrer Blumen- und Gemüsezucht,<br />
die Knicklandschaften Schleswig-Holsteins mit ihren weiten Raps- und Getreidefeldern und<br />
das Pinneberger Baumschulland mit seinen Rosenstöcken. igs-Chef Heiner Baumgarten hob<br />
die Rolle der Kulturlandschaften im Gesamtkonzept der igs 2013 hervor: „Hamburg wird seit<br />
jeher stark geprägt durch die umgebenden Kulturlandschaften und ist wichtigster Absatzmarkt<br />
und Umschlagplatz für deren Produkte. Die Kulturlandschaften ihrerseits sind beliebte<br />
Naherholungsgebiete für die Hansestädter. Die igs 2013 hat den Prozess einer engen Verzahnung<br />
der Metropolregion angeregt. Die Kooperation soll sich auch nach der Gartenschau<br />
weiterentwickeln und als Netzwerk bestehen bleiben.“<br />
Auch für Baumschulen ist eine Gartenschau eine großartige Sache. Bernhard von Ehren,<br />
Geschäftsführer des Familienunternehmens in fünfter Generation Baumschule Lorenz von<br />
Ehren GmbH & Co. KG – eine der ältesten Baumschulen Europas, die seit fast 150 Jahren<br />
auf diesem Geschäftsfeld tätig ist – sagte: „Für uns als Hamburger Baumschule macht die<br />
unmittelbare räumliche Nähe zur igs 2013 einen besonderen Reiz aus. Es erfüllt mich mit<br />
Stolz, wenn die Besucher aus aller Welt zur Gartenschau nach Hamburg kommen und damit<br />
auch zu unseren Bäumen und Pflanzen, die in vielen der über 80 Gärten stehen.“<br />
Die Gartenschaubahn am Südbahnhof schwebt bis zu sechs Meter über der Erde, fährt 18<br />
Kilometer schnell und transportiert im Ausstellungsjahr auf einem 3,4 Kilometer langen<br />
Rundkurs bis zu 2000 Gäste stündlich durch die Gartenwelten. Alle acht Züge werden nach<br />
171 Gartenschautagen zusammengenommen fast 145.000 Kilometer auf dem Gelände unterwegs<br />
gewesen sein, damit umgerechnet etwa dreieinhalb Mal die Erdkugel umrundet haben.<br />
Zum Teil fertig gestellt sind die Gärten in der „Welt der Kontinente“ und der „Welt der Kulturen“.<br />
Am Kuckucksteich entsteht unter Mitwirkung von Kindern, Jugendlichen und Lehrern<br />
zweier Wilhelmsburger Schulen und mit fachlicher Anleitung des Berliner Landschaftsarchi-<br />
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13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 15<br />
tekturbüros „atelier le balto“ einer von zwei Gemeinschaftsgärten auf der igs 2013. Der Garten<br />
„Sit Down“ lädt zum Sitzen und damit auch zur Kommunikation ein. „So wird eine aktive<br />
Form des interkulturellen Dialogs auf den Weg gebracht“, sagte Ulrike Müller, Projektkoordinatorin<br />
Bildung auf der igs 2013.<br />
Das touristische Großereignis auf Europas größter bewohnter Flussinsel Hamburg-<br />
Wilhelmsburg nimmt seine Besucher mit auf eine Weltreise durch sieben Erlebniswelten voller<br />
internationaler und regionaler Bezüge, Klima- und Vegetationszonen dieser Erde. 80<br />
phantasievoll von renommierten nationalen und internationalen Landschaftsplanern und Gartenarchitekten<br />
gestaltete Gärten erzählen von Fernweh und Reisefieber, fremden Sprachen<br />
und Gebräuchen, exotischen Pflanzen und Gewürzen. Sie spiegeln in ihrer bunten Vielfalt<br />
auch die Interkulturalität und Internationalität Hamburgs und des ausstellenden Viertels wieder.<br />
Das 100 Hektar große Stück Paradies inmitten großstädtischer Geschäftigkeit ist mit der<br />
S-Bahn in nur acht Minuten vom Hamburger Hauptbahnhof zu erreichen und kann maritim<br />
auch von den Hamburger Landungsbrücken per Barkasse angesteuert werden. Die igs 2013<br />
erfüllt nicht nur Blütenträume. Der barrierefreie Wilhelmsburger Inselpark wird für die ganze<br />
Familie einen Sommer lang zur Freilichtbühne für kleine und große Konzerte, Kulturveranstaltungen<br />
und Mitmachaktionen, zum Sportparadies für Bewegungshungrige, zur Wohlfühloase<br />
für Kurzurlauber und gestresste Großstädter, zu einer ersten Adresse für Freunde<br />
heimischer und internationaler Küchen. Die Flussinsel-Gartenschau, erste internationale<br />
Gartenschau an Elbe und Alster nach 40 Jahren, wird auch zum großen Forschungslabor:<br />
Mit weit über 2.500 Bildungsangeboten werden Kinder, Schüler und Erwachsene für grüne<br />
Themen begeistert.<br />
Nach Plänen des Berliner Büros für Freiraumplanung und Projektsteuerung, sinai, entsteht in<br />
der Blumenhalle eine ozeanische Szenerie, u.a. mit Promenade, Sitzbänken, Pflanzflächen,<br />
Aquarien, Veranstaltungs- und Informationsbereichen und maritimen Ausstellungsobjekten.<br />
Renate Behrmann, Ausstellungsbevollmächtigte der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft<br />
(DBG): „Unsere Gärten und Gewächshäuser sind voll mit Pflanzen aus aller Welt. Die<br />
meisten Menschen haben keine Vorstellung davon, wie viele vertraute Arten fremdländischer<br />
Herkunft sind. Unsere Blumenhallen sollen zum Nachdenken über das Fremde und Vertraute<br />
in unserer Welt anregen.“<br />
Die Rolle von Gartenschauen für Stadtentwicklung verdeutlicht Jochen Sandner, Geschäftsführer<br />
der Bundesgartenschaugesellschaft (DBG): „Gartenschauen stoßen integrierte Stadt-<br />
und Regionalentwicklungsprozesse an. Wir schaffen und erneuern nicht nur die grüne Infrastruktur<br />
einer Stadt, sondern auch deren Verkehrsinfrastruktur, das Wohnen, Sport- und Kulturbauten.<br />
All das funktioniert nur in Partizipationsvorgängen. Dafür bringen wir die Bürger,<br />
die Politiker, die Wirtschaft und die Kultur an einen Tisch. So erreichen wir auch die Bündelung<br />
von öffentlichen und privaten Investitionsmaßnahmen. Und im Vorhinein entwickeln wir<br />
mit allen Beteiligten tragfähige Dauernutzungskonzepte, so wie hier bei der igs mit dem späteren<br />
Sportpark.“<br />
Downloads und weitere Infos unter:<br />
www.igs-hamburg.de/presse/infotag-der-medien/pressepaket-tag-der-medien/<br />
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13. September 2012 Informationsdienst des <strong>Zentralverband</strong>es <strong>Gartenbau</strong> e.V. (ZVG) Seite 16<br />
Erstes Symposium des DGG-Projektes<br />
Netzwerk Pflanzensammlungen<br />
Aufbau eines Qualitätslabels zum Schutz wertvoller Pflanzensammlungen im<br />
Fokus<br />
(DGG) Die Deutsche <strong>Gartenbau</strong>-Gesellschaft 1822 (DGG) veranstaltet in Zusammenarbeit<br />
mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dem Verband Botanischer<br />
Gärten und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und <strong>Gartenbau</strong> am 10. und 11.<br />
November das Symposium „Pflanzensammlungen im Fokus der Öffentlichkeit“. Die DGG lädt<br />
alle Pflanzensammler und Mitglieder von Pflanzenliebhaber-Gesellschaften, aber auch<br />
Vertreter aus der grünen Tourismusbranche dazu ein, nach Veitshöchheim zu kommen, um<br />
zukünftige Perspektiven für ein starkes Netzwerk Pflanzensammlungen zu diskutieren.<br />
Der Blick nach Europa und quer über den Atlantik zeigt: Pflanzensammlungen aus privaten<br />
Gärten, öffentlichen Anlagen und Botanischen Gärten werden dort in der Öffentlichkeit viel<br />
stärker als wichtige Orte der Bewahrung unserer Pflanzenvielfalt wahrgenommen und<br />
geschätzt. Sie arbeiten in der Regel stärker vernetzt zusammen und werden häufiger über<br />
Stiftungen bewahrt und in touristische Konzepte einbezogen. Auch in Deutschland wird dieses<br />
Vorgehen für sinnvoll gehalten und der Aufbau eines Qualitätslabels zum Schutz von<br />
wertvollen Pflanzensammlungen auf dem zweitägigen Symposium in den Fokus der<br />
Öffentlichkeit gerückt. Zudem soll eine zukünftige Basis geschaffen werden für die<br />
Zusammenarbeit zwischen privaten Sammlern und Pflanzenliebhaber-Gesellschaften im<br />
Netzwerk Pflanzensammlungen, den Botanischen Gärten und der Deutschen Genbank<br />
Zierpflanzen. Referenten aus Deutschland, Holland, Frankreich, England und Nordamerika<br />
geben am Beispiel ihrer bestehenden Schutzsammlungen Anregungen und Impulse zur<br />
Bewahrung von Pflanzensammlungen.<br />
Veranstaltungsort: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und <strong>Gartenbau</strong> (LWG), An der<br />
Steige 15, 97209 Veitshöchheim.<br />
Anmeldung und Kontakt: Deutsche <strong>Gartenbau</strong>-Gesellschaft 1822, Netzwerk Pflanzensammlungen,<br />
E-Mail: info@netzwerkpflanzensammlungen.de, Internet:<br />
www.netzwerkpflanzensammlungen.de, www.dgg1822.de.<br />
Infos und Flyer sind diesem Pressedienst angehängt.<br />
Wir freuen uns über den Abdruck unserer Artikel in Ihren Medien und bitten um einen entsprechenden Quellenverweis<br />
sowie Zusendung eines Belegexemplars.<br />
Die hier zum Download zur Verfügung gestellten Bilder unterliegen dem Schutz des Urheberrechts. Der <strong>Zentralverband</strong><br />
<strong>Gartenbau</strong> e.V. stellt sie Journalisten ausschließlich für publizistische Zwecke und im Rahmen des Presse-<br />
und Urheberrechts kostenfrei zur Verfügung. Jede anderweitige Verwendung, insbesondere die Weitergabe<br />
oder der Einsatz für gewerbliche Zwecke, bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch den ZVG. Veränderungen<br />
der Bilder, außer Größenanpassungen, sind untersagt; insbesondere dürfen die Bilder nicht verfremdet<br />
oder sinnverändernd, in einem sachfremden Zusammenhang oder Umfeld eingesetzt werden. Als Quellenangabe<br />
verwenden Sie bitte „Quelle: <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> e.V.“ und übersenden unserem Referat<br />
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein Belegexemplar.<br />
Mehr Informationen zum <strong>Zentralverband</strong> <strong>Gartenbau</strong> im Internet : www.g-net.de