Wissenschaftliche Texte schreiben - Hochschule Coburg

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Wissenschaftliche Texte schreiben - Hochschule Coburg

Easy Papers ap rs Wissenschaftliche Texte

4 easy Understanding

von Prof. Dr. Ralf Bohrhardt

Das Schreiben wissenschaftlicher Texte

ist ein sehr kreativer Prozess und kann im

Studium der Sozialen Arbeit viel Spaß

machen. Damit der Text auch formal

wissenschaftlichen Ansprüchen genügt,

sind i ddbi dabei einige i i KKonventionen ti zu bbe‐

achten. Worin bestehen diese formalen

Regeln? Welchen Sinn haben sie?

Worauf noch sollte ich beim Schreiben

achten achten, und wie organisiere ich am

besten den Arbeitsprozess?

Diese kleine Einführung will Ihnen Ant‐

worten auf diese Fragen geben und da‐

mit zugleich eine grundlegende wissen wissen‐

schaftliche Arbeitsweise erläutern.

Wissenschaftliche Texte schreiben

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Wissenschaftliche Texte

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Prof. Dr. Ralf Bohrhardt, Hochschule Coburg


Gebrauchsinformation ☺ Inhalt

Easy Papers dienen der ersten und mög‐

lichst einfachen Orientierung in einem

Themenfeld und sind keine wissenschaft‐

li liche h Li Literatur. Sie Si sind i dki kein EErsatz fü für di die

Lektüre von Lehrbüchern, das gemeinsame

Arbeiten in Lehrveranstaltungen oder für

die eigene nachforschende Auseinander‐

setzung mit dem Thema Thema.

Weiterführende Literatur sowie zu‐

sätzliche Materialien und Internetlinks

finden Sie, wie dieses ‚E‐Paper‘, über die im

Zitier Zitiervorschlag orschlag angegebene Webseite Webseite.

Viel Spaß beim Nach‐ und Weiterdenken!

Zitiervorschlag

Bohrhardt, Ralf (2011): Wissenschaftliche

Texte schreiben, online unter: www.hs‐

coburg.de/rbo‐wissArb g / (am: ( ...) )

Wissenschaftliche Texte schreiben

© Ralf Bohrhardt. Alle Rechte

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vorbehalten.

Wissenschaftliche Texte

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03 Wozu wissenschaftliche Texte schreiben?

04 Wie organisiere ich die Arbeit am Text?

09 Worauf f sollte ll ich h bbeim Schreiben h b achten? h ?

10 Gibt es einen verbindlichen Aufbau?

13 WWorauf fmuss ich ihi inhaltlich h l li hachten? h ?

15 Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

24 WWorauf fsollte llt ihb ich bei idder Sprache S h achten? ht ?

27 Wie muss die äußere Form aussehen?

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Seite 3

Wozu wissenschaftliche Texte schreiben?

Ohne wissenschaftliche Texte gäbe es keine

Wissenschaft. In ihnen steckt das gesamte

Wissen eines Faches. Faches Durch D rchdiese diese Texte Te te wird ird es Mitdenkaufgabe

zur Diskussion gestellt. Nur durch sie kann es

fundiert kritisiert und weiterentwickelt werden.

Wer profitiert am meisten vom

Abgesehen von dieser zentralen Funktion für die

Wissenschaft ist das Schreiben wissenschaftlicher

Texte die ergiebigste und umfassenste Form, sich

wissenschaftlich1 Schreiben einer wissenschaftlichen

Arbeit?

mit einem Thema auseinander‐

zusetzen. t IIm Studium St di it ist es dh daher die di beste b t und d

vielversprechendste Form, sich ein neues Thema

zu erarbeiten und sich im wissenschaftlichen

Denken und Arbeiten zu üben. Und es ist die Bei aller anfänglichen Unsicherheit sollten Sie

befriedigenste Form, weil Sie am Ende auf ein sich klar machen, dass Sie es sind, für die oder

Ergebnis blicken können, das Ihnen etwas sagt den Sie die Arbeit schreiben! Nutzen Sie diese

und das Sie selbst geschaffen haben.

Chance so gut Sie können! Besuchen Sie die

IIm SStudium di werden d Si Sie wissenschaftliche i h f li h TTexte in i SSpechstunden h t d Ihrer Ih DozentInnen D tI und d holen h l sich ih

aller Regel in der Form einer Hausarbeit schrei‐ dort Unterstützung, wenn Sie sie brauchen – und

ben, aber auch andere Formate sind denkbar, ein Feedback nach Abgabe der Arbeit, das aus

etwa ein Poster, ein Artikel für eine Fachzeit‐ mehr besteht als einer guten Note! Zeigen Sie

schrift oder ein Buchkapitel.

dass und was Sie lernen wollen!

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Was ist und

wozu Wissenschaft in der Sozialen Arbeit?‘

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Seite 4

Wie organisiere ich die Arbeit am Text?

Klären Sie zunächst, was genau Sie wissen wollen!

Dies sollten Sie in einer möglichst konkreten

Frage form formulieren. lieren Die Arbeit an einer Frage ist

einfacher als an einem ‚Thema‘, weil Themen in

der Regel schier unerschöpflich sind, Fragen hin‐

gegen den Fokus auf ein bestimmtes Erkenntnis‐

ziel richten. Grenzen Sie sodann die Frage so ein

(etwa räumlich und zeitlich), dass Sie sie auch im

Rahmen der Arbeit beantworten können!

Klä Klären Si Sie als l nächstes, äht warum Si Sie eine i Antwort A t t

auf diese Frage wollen! Ihr Interesse an der Ant‐

wort wird den Gang der Arbeit beeinflussen. An

einer Frage können im Laufe der Auseinander‐

setzung unterschiedliche Aspekte wichtig werden.

Hier ist es gut, von Anfang an ein klares Ziel vor

Augen zu haben.

UUnd dschließlich hli ßli h sollten ll Si Sie auch h danach d hf fragen,

was ein Fachpublikum an einer Antwort auf die

von Ihnen gestellte Frage interessieren könnte.

Inwieweit ist sie für die Theorie und/oder die

Praxis der Sozialen Arbeit relevant?

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Seite 5

Wie organisiere ich die Arbeit am Text?

Wenn die Frage feststeht, sollten Sie zunächst Versuchen Sie nun auf der Basis Ihres eigenen

versuchen, eine erste eigene Antwort zu geben. Wissens und Ihrer eigenen Überlegungen das

Einfach so. so AAus sdem dem Ba Bauch ch hera heraus. s So wie ie Sie es

Thema zu strukturieren! Was müssen Sie in wel‐ el

sich denken oder wie es sich nach Ihrer Vorstel‐ cher Reihenfolge klären, um eine Antwort auf

lung wohl verhalten könnte. Sie sollten dies no‐ Ihre Frage zu finden? Versuchen Sie diese Struk‐

tieren! Nur so können Sie am Ende überprüfen, tur in einer ersten, vorläufigen Gliederung der

ob und wenn ja welchen Erkenntnisfortschritt Arbeit festzuhalten. Zwischen jedem Gliederungs‐

Ihre Arbeit gebracht hat.

punkt sollten sie in knappen Stichworten fest‐

Im nächsten Schritt sollten Sie nur mit Ihrem

eigenen i Wi Wissen ein i BBrainstorming i t i machen h und d

halten, was Sie dort bearbeiten resp. schreiben

wollen.

alle Ideen zu Ihrer Frage, mögen sie auch noch so Diese Gliederung wird und soll sich im nächsten

abwegig erscheinen, zu Papier bringen. Dies ist Schritt verändern und weiter wachsen. Wichtig ist

der kreativste und authentischste Teil der Arbeit! jedoch, dass Sie einen eigenen Ausgangspunkt

All das sind noch Ihre eigenen Ideen. Sobald Sie gefunden haben. Hätten Sie dies nicht, bliebe

anfangen, Literatur zum Thema zu lesen, werden Ihnen nicht mehr übrig als nachzuerzählen, was

Ihre eigenen Gedanken immer weiter verloren Sie in der Literatur gefunden haben. Das ist wenig

gehen da die Gedanken der anderen eben weil produktiv produktiv, auch für Sie eher langweilig und es

wäre keine Wissenschaft. 1 gehen, da die Gedanken der anderen, eben weil

sie schon so durchdacht sind, Ihre eigenen Denk‐

Bleiben Sie bei Ihrer

strukturen überprägen werden. Dann wird es Frage und bei Ihrem Zugang, diese zu beant‐

schwieriger, noch Neues zu denken. worten! Dann wird es eine originelle Arbeit;

d id Ih Ab it!

1

dann wird es Ihre Arbeit!

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Was ist und

wozu Wissenschaft in der Sozialen Arbeit?‘

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Seite 6

Wie organisiere ich die Arbeit am Text?

Sollten Sie im Rahmen der Arbeit empirisch

forschen, wäre nun die Planung und Durch‐

führ ng der Unters ch ng an der Reihe 3

Der nächste Schritt besteht in der Schatzsuche,

also in der wissenschaftlichen Literatur‐

recherche 1 Er eitern oder erändern Sie dabei führung der Untersuchung an der Reihe. 3

recherche.

Nun sollten Sie einen Punkt erreicht haben, wo

Sie nicht mehr viel Neues in der Literatur erfahren

resp alle für Sie erreichbaren Schätze gehoben

1 Erweitern oder verändern Sie dabei

Ihre ursprüngliche Gliederung entsprechend

ihres jeweiligen Erkenntnisstandes! In dieser

Phase geht es darum, neues Wissen zu sammeln,

es in Ihr bereits vorhandenes Wissen einzufügen

und wo nötig altes Wissen neu zu deuten und

neu zur ordnen.

resp. alle für Sie erreichbaren Schätze gehoben

sind und ggf. auch die bereits interpretierten

Ergebnisse der empirischen Untersuchung vor‐

liegen. An dieser Stelle geht es darum, eine

ölihtb hli ß d Od Ih

2 Für die Ablage von Material

empfehlen sich viele Haufen auf dem Boden Ihres

Arbeitszimmers – bisweilen reicht aber auch ein

Hängeregister. ☺ Dieses hat den Vorteil, dass Sie

Materialien wie Aufschriebe oder Notizen relativ

schnell h llverschieben hi b und d neue UUnterlagen t l ddort t

stetig einsortieren können.

möglichst abschließende Ordnung Ihres gegen‐

wärtigen Wissens vorzunehmen. Dies sollte nun

durchaus auch schon mit Blick auf die Präsenta‐

tion Ihrer Ergebnisse erfolgen. An dieser Stelle

sollten Sie die möglichst endgültige Gliederung

der Arbeit erstellen.

Die Gliederung ist das Herzstück Ihrer Arbeit, weil

sie i Ihre Ih gedankliche d kli h Od Ordnung2 d G d

2 des Gegenstandes

repräsentiert. Sie sollte so strukturiert sein, dass

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Wissen‐

schaftliche Schätze finden und behalten‘

Ihre LeserIn allein mit ihr resp. dem späteren In‐

haltsverzeichnis den inhaltlichen Gang Ihrer Argu‐

mentation verstehen kann. Die Gliederung muss

trennscharf2 2 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Was ist und

wozu Wissenschaft in der Sozialen Arbeit?‘

sein, d.h., was unter einen Punkt ge‐

hört, gehört nicht auch unter einen anderen.

3 Vgl. hierzu die Seite www.hs‐coburg.de/rbo‐mep

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Seite 7

Wie organisiere ich die Arbeit am Text?

Gliedern heißt unterscheiden und macht ent‐

sprechend nur dann Sinn, wenn in mindestens

zwei ei Punkte P nkteuntergliedert ntergliedert wird. ird Es gibt also keine

Gliederungsebene mit nur einem Punkt.

Drei Gliederungsebenen reichen. Alles andere

wird schnell unübersichtlich. unübersichtlich Sollten Untergliede Untergliede‐

rungen auf der vierten oder fünften Ebene Sinn

machen, reicht es, dies im Text durch Zwischen‐

überschriften ohne eigene Gliederungsnummern

ddeutlich tli hzu machen. h Di Diese müssen ü nicht ihtiim

Inhaltsverzeichnis erscheinen.

Gestalten Sie die Gliederung vom Layout her so,

dass ihre Logik auch visuell schnell erfassbar ist!

Rücken Sie Untergliederungen ein, lassen Sie

zwischen Kapitelüberschriften mehr Platz als

zwischen Absätzen etc.! Einleitung und Fazit

kö können, VVerzeichnisse i h i u.ä. ä sollten ll ohne h Gli Gliede‐ d

rungsnummern erscheinen. Das Inhaltsverzeich‐

nis steht selbst nicht im Inhaltsverzeichnis.

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Beispielgliederung

Tabellen‐ und Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1 Kapitel eins

1.1 Unterkapitel eins

1.2 Unterkapitel zwei

1.3 Unterkapitel drei

2 Kapitel zwei

2.1 Unterkapitel eins

22U 2.2 Unterkapitel k i lzweii 2.2.1 Abschnitt eins

2.2.2 Abschnitt zwei

3 Kapitel K it ld dreii

Zusammenfassung und Fazit

Literatur

Eidesstattliche Erklärung

Anhang

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Seite 8

Wie organisiere ich die Arbeit am Text?

Nun erst folgt das eigentliche Schreiben der Achten Sie beim Schreiben der Arbeit auch auf

Arbeit. Um nicht immer wieder ins Stocken zu Ihr Zeitmanagement! Fangen Sie rechtzeitig an!

geraten geraten, macht es Sinn Sinn, den Te Text t ersteinmal Am Ende wird ird die Zeit meist völlig öllig unnötig nnötig knapp knapp.

herunterzuschreiben, so wie er Ihnen in den Planen Sie nur wenige Stunden pro Tag für die

Sinn kommt und ihn dann Stück für Stück mit Arbeit ein! Erfahrungsgemäß lässt sich nicht sehr

Blick auf eine angemessene Sprache, die Ver‐ viel länger konzentriert arbeiten. Planen Sie auch

meidung von Wiederholungen, den Einbau

freie Tage ein, an denen Sie sich eine Pause

von Querverweisen etc. zu überarbeiten.

gönnen oder ggf. auch Nicht‐Geschafftes

Lesen Sie den Text am Ende nochmals mit den

nachholen können (Puffer).

AAugen einer i völlig ölli unwissenden i d LLeserIn! I ! Kann K sie i SSollte llt Si Sie einmal i ldi die LLust tam Sh Schreiben ib oder d auch h

schon wissen, wovon Sie sprechen, wenn Sie z.B. die Phantasie verlassen, ist das ganz normal.

einen bestimmten Begriff verwenden, oder erläu‐ Auch dann ist es gut, etwas Luft im Zeitplan zu

tern Sie diesen erst später im Text? Vor allem haben und einfach

nach dem Verschieben von Text in einer Arbeit etwas anderes zu

kommt es immer wieder dazu, dass Ihnen alles tun. Die Lust

klar ist, weil ja alles irgendwo in der Arbeit steht, wird wieder‐

ihrer LeserIn das aber an bestimmten Stellen der kommen kommen. Da Da‐

Arbeit noch nicht klar sein kann, weil die entspre‐ für macht das

chenden Erläuterungen erst später kommen. Schreiben am

Besonders bei Abschlussarbeiten macht es Sinn,

sich vor der Abgabe ein Feedback von anderen

geben zu lassen, was gut gelungen und verständ‐

lich ist, und wo es ggf. auch noch etwas hakt.

Ende doch

einfach i f hzu

viel Spaß. ☺

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Seite 9

Worauf sollte ich beim Schreiben achten?

Der wichtigste Orientierungspunkt bei Schreiben soll, weil sie sich sonst verirrt und aus Ihrem Text

ist Ihre potentielle LeserIn. Diese müssen Sie zu aussteigt. Dann scheint nichts mehr plausibel,

Beginn aauf fIhre Ihre Arbeit ne neugierig gierig machen machen. Lesen und nd Sie werden erden die LeserIn nicht von on Ihrer

ist Arbeit. Sagen Sie Ihrer LeserIn, warum es sich gefundenen Antwort überzeugen können.

lohnt, Ihren Text zu lesen! Die Einleitung ist ein

guter Ort hierfür.

Nehmen Sie Ihre LeserIn also an die Hand und

schreiben lieber einmal zu viel als einmal zu

Erklären Sie Ihrer LeserIn gleich zu Beginn, wohin wenig, warum Sie an welcher Stelle im Text wie

die Reise geht, also wie Ihr Text aufgebaut ist, argumentieren und wohin die einzelnen Über‐

und wohin er führt! Legen Sie einen roten Faden legungen führen sollen. Besonders bietet sich

ddurch hdi die Arbeit, Ab itan dem d sie i sich ihorientieren i ti di dies am AAnfang f neuer KKapitel it lan. AAm EEnde d eines i

kann. Sie muss jederzeit wissen, wo sie warum Kapitels kann je eine kurze Zusammenfassung

welchen Weg durch Ihre Argumentation gehen hilfreich sein, um den Überblick zu behalten.

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Wann immer Sie sich unsicher sind sind, ob Sie nun

etwas so oder anders darstellen oder formulieren

sollen: Fragen Sie sich, was für Ihre LeserIn ein‐

facher zu verstehen ist, was es ihr leichter macht,

Ih Ihnen zu ffolgen! l !DDas iist dann d die di bessere b Lösung. Lö

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Seite 10

Gibt es einen verbindlichen Aufbau?

Wissenschaftliche Texte wollen immer eines: eine

Antwort auf eine Frage geben. Entsprechend hat

jeder wissenschaftliche issenschaftliche Te Text t mindestens drei

Teile: eine Einleitung, in der die Frage genannt

wird, einen Hauptteil, in dem die Antwort ent‐

wickelt wird, und einen Schlussteil, in dem die

Antwort gegeben wird. Einleitung und Schluss

werden in der Regel besonders sorgfältig gelesen,

der Hauptteil wird bisweilen auch nur über‐

flogen. Daher macht es Sinn, sich bei Einleitung

und Schluss besonders viel Mühe zu geben.

Egal in welchem Kontext und für welche konkre‐

ten LeserInnen eine Arbeit geschrieben wird,

wird sie immer so geschrieben, dass prinzipiell

jede LeserIn sie verstehen und ihrem Gedanken‐

gang folgen kann. In diesem Sinne ist zunächst

nichts aus sich heraus klar und alles muss

erläutert werden.

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Was gehört hö iin die di Einleitung? i l i ?

Die Einleitung ist der Schlüssel zur Arbeit, und

dieser Schlüssel muss leuchten.

Bennenen Sie die Frage, die in der Arbeit beant‐

wortet werden soll! Es muss klar werden, worum

es konkret gehen soll und vor allem auch warum.

Verspricht p die Arbeit einen Beitrag g zur akutellen

Fachdebatte? Warum ist sie interessant und viel‐

leicht sogar wichtig? Und welche eigenen Motive

verbinden Sie mit der Arbeit?

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Seite 11

Gibt es einen verbindlichen Aufbau?

In einer begrenzten Arbeit kann eine Frage nie Was gehört in den Hauptteil?

umfassend bearbeit werden. In der Einleitung

müssen auch a chdie die Gren Grenzen en der AAuseinanderset‐ seinanderset

zung klar werden und es muss deutlich werden,

was diese Begrenztheit für das mögliche Ergebnis

der Arbeit bedeutet.

In den Hauptteil gehört alles, was zur Beant‐

wortung der in der Einleitung gestellten Frage

wichtig und notwendig ist. Nicht weniger, aber

auch nicht mehr. Hierzu gehört in jedem Fall ein

Anschluss an die jeweilige theoretische Debatte

Schließlich muss in der Einleitung der rote Faden des Faches. In empirischen Arbeiten findet sich

deutlich werden. Am Ende der Einleitung wird hier auch die Beschreibung der verwendeten

stets geschildert, wie die Arbeit aufgebaut ist. Die Methoden, die Schilderung der Ergebnisse sowie

LLeserIn I muss dabei dbid den Gang G dder AAuseinander‐ i d ih ihre kiti kritische h Di Diskussion. k i

setzung als plausibel, ja geradezu als zwangs‐

läufig empfinden, sonst wird sie vielleicht einen

anderen Weg gehen und Ihnen damit nicht mehr

folgen wollen.

Oft stellen sich durch die Beantwortung einer

Frage gleich mehrere neue. Oder es haben sich

im Rahmen der Arbeit Forschungslücken auf auf‐

getan, die geschlossen werden sollten. Auch dies

sollte am Ende des Hauptteils erwähnt werden.

Damit wird die Arbeit anschlussfähig für nach‐

ffolgende l d Forschungsarbeiten.

F h b i

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Seite 12

Gibt es einen verbindlichen Aufbau?

Was gehört in den Schlussteil?

Der Schlussteil darf auch, sofern Sie diese als

Der Schlussteil ist die Zielscheibe Ihrer Arbeit.

solche erkennbar machen, eine eigene Stellung‐

Hier muss deutlich werden, dass Sie ins Zentrum

nahme zu den gefundenen gef ndenen Ergebnissen bein bein‐

getroffen und Ihre Ausgangsfrage zufrieden‐

halten. Diese ist dann aber, weil subjektiv, nicht

stellend beantwortet haben.

mehr Teil der wissenschaftlichen Arbeit. Schlie‐

ßen darf die Arbeit gerne mit einem Apell! Das

DDas Schlusskapitel Shl k itlbihltttt beinhaltet stets eine i ZZusam‐ richtet den Blick nach vorne und gibt der Arbeit

menfassung der gesamten Arbeit. Was war die auch abschließend eine erkennbare Relevanz.

Ausgangsfrage, wie ist man ihr im Hauptteil

nachgegangen und was ist schließlich als Ergebnis

herausgekommen? Wie ist dieses Ergebnis vor

dem Hintergrund der Grenzen der Arbeit einzu‐

schätzen und welche Konsequenzen ergeben sich

aus ihm? Welcher weitere Forschungsbedarf ist

deutlich geworden, oder welchen Fragen würde

es lohnen weiter nachzugehen?

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Seite 13

Worauf muss ich inhaltlich achten?

Grundsätzlich müssen Sie sich in einem wissen‐

schaftlichen Text an alle Standards der Wissen‐

schaft halten. halten Diese finden Sie ausführlicher a sführlicher er‐ er

läutert in dem Easy Paper ‚Was ist und wozu

Wissenschaft in der Sozialen Arbeit?‘. Wesentlich

ist also zunächst, dass Sie nicht nur wiedergeben,

was schon in der Literatur steht, sondern dass Sie

sich damit erkennbar auseinandergesetz haben,

etwa indem Sie Positionen verglichen und kritisch

gegeneinander abgewogen haben.

Neugier g Kreativität

Reine Reproduktion oder

routinierte Anwendung von Wissen

ist keine Wissenschaft

Wissenschaft.

Prinzipielle Präzision / Ordnung /

VVerständlichkeit tä dli hk it Ei Eindeutigkeit d ti k it SSystematik t tik

Regelorientierung /

Folgerichtigkeit

Transparenz Glaubwürdigkeit

Methodik (Logik)

Sachlichkeit

(Intersubjektivität, j Wertfreiheit)

(empirische)

Kritisierbarkeit

Generalisierbarkeit

Selbstreflexion Ergebnisoffenheit Redlichkeit Konventionalität

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Seite 14

Worauf muss ich inhaltlich achten?

Dabei sollten Sie die wesentliche aktuelle Litera‐

tur zur Kenntnis genommen haben, möglichst

a chPrimärliterat r 1 auch Primärliteratur. Achten Sie beim Schreiben

1 Achten Sie beim Schreiben

darauf, dass Sie die Darstellung fremder Gedan‐

ken nicht verkürzen und deutlich von Ihrer Pro‐

blematisierung trennen (Was überzeugt mich,

was warum nicht? …). Diese erfolgt immer erst im

zweiten Schritt. Beides ist die Grundlage für Ihre

Beurteilung, die dann im dritten Schritt erfolgt.

Ei Ein weiteres it QQualitätsmerkmal lität k l einer i Ab Arbeit itit ist

ihre inhaltliche Breite. Sind nur zwei Positionen

angesprochen oder kommt auch eine dritte in

den Blick? Wird ein Problem nur aus einer Pers‐

pektive gesehen oder aus mehreren, ggf. auch

aus der Perspektive anderer Disziplinen?

Hinweise, Einschränkungen, Verweise etc., die

nicht ih unmittelbar i lb zur Argumentation A i gehören, hö

für diese aber dennoch relevant sind, werden in

Fußnoten gesetzt.

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Wissen‐

schaftliche Schätze finden und behalten‘

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Der Bezug auf Theorien um ihrer selbst willen

(„Da muss halt Theorie rein.“) macht keinen Sinn.

Theoriebe Theoriebezüge üge müssen zu Ihrer Fragestell Fragestellung ng

passen und einen erkennbaren Beitrag für ihre

Beantwortung leisten.

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Seite 15

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Funktion und Form von Textbezügen

Zunächst: Der Kern Ihres Textes sollte aus Ihren

eigenen Gedanken bestehen. Was andere den‐

ken, haben andere geschrieben. Interessant ist,

was Sie zum Thema beizutragen haben.

EEs macht ht jedoch jd hSi Sinn, bid bei der EEntwicklung t i kl dder ei‐ i

genen Gedanken an die Gedanken anderer anzu‐

knüpfen, sie aufzugreifen, zu kommentieren und

einzuordnen und sich ggf. auch kritisch von ihnen

abzugrenzen. Sie können dies tun, indem Sie an‐

dere AutorInnen zitieren oder auf sie verweisen.

Dabei werden überlicherweise nur Nachnamen

ohne akademische Titel verwendet verwendet. Wichtig ist

das Argument, nicht die Position dessen, der es

formuliert hat. Gleichwohl müssen Sie die wissen‐

schaftliche Glaubwürdigkeit und Relevanz der

AAussage einschätzen, i hä auf f die di Sie Si sich ihb beziehen. i h

Diese wird sich in der Regel über den Namen der

AutorIn erschließen lassen. 1 Gehen Sie davon aus,

dass Ihre LeserInnen wissen, wer sich hinter dem

Namen einer WissenschaftlerIn verbirgt.

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Wissen‐

schaftliche Schätze finden und behalten‘

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IIm wörtlichen ötlih Zitat, Zit t ddas in i Anführungszeichen

A füh i h

stehen muss, geben Sie den exakten Wortlaut

eines fremden Textes wieder. Sollten Sie die

Rechtschreibung in Zitaten an die aktuell gelten‐

den Regeln anpassen, müssen Sie dies bei dem

ersten entsprechend korrigierten Zitat in einer

Fußnote anmerken. Auch offensichtliche Tipp‐

fehler werden nicht korrigiert. korrigiert Um deutlich zu

machen, dass der Tippfehler nicht von Ihnen

stammt, wird er durch ein [sic!] unmittelbar nach

dem Fehler kenntlich gemacht. Englischsprachige

TTexte werden d iin dder Oii Originalsprache l h zitiert, ii ande‐ d

re fremdsprachige Texte in deutsch, wobei anzu‐

geben ist, von wem die Übersetzung stammt (in

der Regel: [Übers. d. Verf., Initialien]).

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Seite 16

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Im indirekten Zitat, das ohne Anführungszeichen Sollte doch das Zitat längerer Textpassagen nötig

steht, wird eine Textpassage in eigenen Worten sein, werden diese in einem Blockzitat wieder‐

wiedergegeben, iedergegeben ohne jedoch den Inhalt des gegeben gegeben, also nicht im laufenden la fenden Text, Te t sondern

Zitates zu verändern oder zu verkürzen.

in einem eigenen, eingerückten Absatz, der mit

Unmittelbar nach einem Zitat –ggf. auch mitten

kleinerer Schrift und engerem Zeilenabstand

im Satz – muss die exakte Quelle des Fundortes

formatiert wird. So ist sofort ersichtlich ist, dass

angegeben werden.

längere Passagen nicht von Ihnen, sondern von

anderen stammen. Längere Zitate machen (nur)

Zitate dienen nur der Erläuterung der eigenen dann Sinn, wenn sie selbst Gegenstand einer

Gedanken und sind von daher kurz zu halten ausführlicheren Deutung sind. Dies könnte z.B.

(max. um die 15 Worte). Entsprechend sollte die migrationspolitische Äußerung einer Ent‐

auch nicht ein Zitat ans nächste gereiht werden, scheidungsträgerIn sein oder die Aussage einer

weil dann nicht mehr klar ist, was eigentlich Ihr selbst interviewten KlientIn.

eigener Beitrag zum Thema ist ist.

Bei einem Verweis wird nicht zitiert, sondern

darauf aufmerksam gemacht, dass in einem

anderen Text etwas Wichtiges zu diesem Thema

steht steht, das im eigenen Text nicht näher ausgeführt

werden kann / soll.

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Seite 17

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Bisweilen dient der Bezug auf andere Texte auch

als Beleg für die eigene Aussage. Hier ist große

Vorsicht geboten! Etwas Et as wird ird nicht dadurch dad rch wahr ahr

oder richtig, dass auch jemand anderes es so ge‐

sagt hat! Und dies ist völlig unabhängig davon,

wer es gesagt hat. Eine falsche Information oder

eine falsche Schlussfolgerung wird nicht dadurch

richtig, dass sie von einer bedeutenden Persön‐

lichkeit stammt. Wissenschaft ist an dieser Stelle

relativ respektlos. Sie fordert von jedem gute

Gründe ohne Ansehen der Person.

Ein Beleg durch Verweis funktioniert also nur

dann, wenn in dem Text, auf den verwiesen wird,

nicht ebenfalls nur etwas behauptet, sondern

dies durch solide Quellen glaubhaft gemacht

wird. Dann sollte aber besser gleich auf diese

Quellen verweisen werden – möglichst nachdem

auch diese geprüft worden sind!

Die Wissenschaftsgeschichte ist voll von Irrtü‐

mern, die durch ungeprüfte Belege in die Welt

gekommen sind. Peinlich wird es, wenn solche

Nachlässigkeiten ans Licht kommen.

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Besonders in Frankreich ist es ein akademischer

Sport, Theorien in die Welt zu setzen oder ange‐

blich berühmte Denker, die es gar nicht gibt. Wenn

di diese dann d iin dder Wi Wissenschaft h ft oder d iim KKultur‐ lt

betrieb zitiert werden, ist es blamabel und ent‐

larvend für die, die es tut. Die wissenschaftliche

Reputation ist dann dahin und die selbsternannte

Zitierpolizei l hat h ihren h Spaß ß dabei. db Wer sagt, dass d es

diese Sport nicht auch bald in Deutschland gibt? …

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Seite 18

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Hörensagen ist prinzipiell keine verlässliche

Quelle, um eigene Aussagen belegen zu können.

Damit scheiden auch a chVeranstaltungsmitschriften

Veranstaltungsmitschriften

als Belegquellen aus. Ebenso verhält es sich mit

den Handouts Ihrer DozentInnen.

Niemand weiß weiß, ob Sie richtig mitgeschrieben

haben und was die DozentIn während der Ver‐

anstaltung zu den Unterrichtsmaterialien erläu‐

tert hat. Aus didaktischen Gründen kann es not‐

wendig di sein, i di die Mt Materialien ili so rudimentär di tä zu

halten, dass sie ohne Erläuterung nicht eindeutig

zu verstehen sind. Dies gilt insbesondere für

Folien und Powerpoint‐Präsentationen.

Das Meiste von dem, was Ihre DozentInnen Ihnen

vermitteln, finden Sie auch in der publizierten

Fachliteratur. Diese ist zitierfähig und sollte von

Ih Ihnen ddann auch h fü für Bl Belege etc. verwendet d

werden! Die meisten DozentInnen nennen Ihnen

zu Beginn des Semesters die Fachliteratur, auf die

sie sich in ihrer Veranstaltung beziehen, so dass

Sie die Belegstellen auch nachträglich ohne

großen Aufwand schnell finden werden.

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Beispiele

Nehmen wir an, eine JuristIn erklärt

Ihnen, wie das Asylbewerberleistungs‐

gesetz g in einem konkreten Fall auszu‐

legen ist. Dann zitieren Sie zu diesem

Thema in Ihrer Arbeit nicht Ihre Veran‐

staltungsmitschrift aus der Rechtsvor‐

lesung lesung, sondern den einschlägigen

Fachkommentar zum Asylbewerber‐

leistungsgesetz.

Wenn Ihnen Ihre DozentIn im Fach

Empirische Praxisforschung erklärt, was

die Vorzüge einer Beobachtung als

Evaluationsinstrument sind, zitieren Sie

im Methodenteil Ihrer Arbeit nicht die

entsprechende DozentIn, sondern ein

einschlägiges Methodenlehrbuch, in

dem genau das steht, was auch Ihre

DozentIn Ihnen erklärt hat.

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Seite 19

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Notation von Textbezügen

Wie Zitate, Verweise und Belege in einem Text

kenntlich gemacht werden, kann einer unter‐

schiedlichen Logik folgen. Auch in Deutschland

hat sich mittlerweile weitgehend das amerikani‐

sche ‚Harvard Harvard System System‘ durchgesetzt durchgesetzt, das nach nach‐

folgend vorgestellt wird:

Anhand dieses Beispieltextes will ich Ihnen das

„richtige Zitieren“ (Himmel/Hölle 2009a: 38)

samt seiner wichtigsten Besonderheiten

erläutern, wobei auch das „Belegen […] und

Verweisen“ Verweisen (ebd (ebd.: : 39) mitbehandelt werden soll soll.

Teufel u.a. (1970, 2010) hatten dies auch

versucht, waren aber gescheitert:

„Nichts [Hervorheb. RB] hatte geklappt. Keiner

hatte etwas verstanden, oder, wie Engel es

formulierte: ‚Niemand wollte es verstehen.‘

(Engel 1866: 217).“ (Teufel u.a. 1970: 14)

Ich hoffe, hieran kann nun einiges g klarer werden,

denn „eigentlich [ist dies] ganz einfach“

(Himmel/Hölle 2009b: 20‐21).

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Hier die Grundregeln:

� Auf ein Zitat folgt unmittelbar im Text eine

Klammer, die den oder die Nachnamen der

AutorInnen des zitierten Textes enthält, die

Jahreszahl des Erscheinens dieses Textes

sowie die Seitenzahl, Seitenzahl auf der das Zitat zu

finden ist.

Bei mehreren AutorInnen erscheinen die Na‐

men immer in der gleichen Reihenfolge, wie sie

über dem Text stehen. Sind die Namen nicht

alphabetisch sortiert, haben die Erstgenannten

mehr zum Text beigetragen.

GGesetze werden d ohne h ‚AutorInnennamen‘ A I ‘ mit i

ihrem jeweiligen Kürzel angegeben. Gemeint ist

die jeweils aktuellste Fassung. Statt Seitenzah‐

len werden der Paragraf und ggf. Absatz und

Satz angegeben (z.B. §1, Abs. 1, Satz 1 SGB I).

� Werden unterschiedliche Texte der selben

AutorIn bzw. der selben AutorInnen mit der

selben lb Namenfolge f l aus dem d selben lb Jahr h zitiert,

werden die Jahreszahlen mit Kleinbuchstaben

indiziert (z.B. 2009a und 2009b).

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Seite 20

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

� Nur bei Verweisen und Belegen (s.o.) kann ein

‚vgl.‘ (vergleiche) vorangesetzt und ggf. auf die

Seitenangabe verzichtet er ichtet werden. erden AAuf feine eine ge‐ ge

genteilige Meinung wird durch ‚vgl. dagegen …‘

hingewiesen, auf eine Zusammenfassung durch

‚vgl. zusammenfassend …‘ etc.

� Ab vier Co‐AutorInnen wird nur die erste

AutorIn mit dem Zusatz ‚u.a.‘ [früher ‚et al.‘ für

lateinisch: et alii (m) bzw. aliae (f)] genannt.

� Folgen Zitate aus derselben Quelle unmittelbar

aufeinander, kann Name und Jahreszahl und

bei gleicher Seite auch die Seitenzahl durch

‚ebd. ebd ‘ (ebenda) ersetzt werden werden.

� Jeder zitierte Text erscheint dann am Ende des

Textes in einem Literaturverzeichnis. Zitiert

wird immer das Original. Nur wenn dieses prin‐

zipiell nicht zugänglich ist, was sehr selten der

Fall ist, ist ein Zitat nach einer anderen Quelle

erlaubt (etwa Engel 1866: 27, zit. nach

Himmel/Hölle 2009a: 211). 211)

� Im wörtlichen Zitat sind Auslassungen durch

drei Punkte sowie Umstellungen und ggf.

eigene g Hervorhebungen g durch Initialien als

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solche kenntlich zu machen. All dies sollte in

eckigen Klammern geschehen, da drei Punkte

und nd rrunde nde Klammern aauch chim im Original stehen

können.

Unmittelbar am Anfang und am Ende eines

Zitates stehen keine Auslassungszeichen, Auslassungszeichen da die

Anführungszeichen schon eine Auslassung in

beide Richtungen signalisieren.

� Zitate im Zitat (vgl. den Beispieltext im Block‐

zitat) werden nur mit einfachen Anführungs‐

zeichen markiert.

� Im laufenden Text ist es sinnvoll, immer das

EErscheinungsjahr h i j h dder letzten, l von den d AutorIn‐ A I

nen selbst bearbeiteten Fassung zu nennen,

auch wenn die tatsächlich zitierte Ausgabe

deutlich jünger ist (z.B. Engel 1866 statt Engel

2008). Nur so wird die historische Abfolge von

Argumenten und ihr tatsächliches Alter trans‐

parent. Erscheint ein Lehrbuch z.B. in der 11.,

unveränderten Auflage 2011, 2011 kann der Text

schon aus den 1970er Jahren stammen und ist

damit keineswegs mehr so aktuell wie es sonst

den Anschein macht.

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Seite 21

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Angaben im Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis erscheinen ausschließlich

die Texte, auf die im eigenen Text explizit Bezug

genommen wurde. Hat man Gedanken aus einem

Text übernommen und will ihn entsprechend ins

Literaturverzeichnis aufnehmen aufnehmen, muss auf diesen

Text an irgendeiner Stelle im eigenen Text ver‐

wiesen werden.

Das Literaturverzeichnis ist alphabetisch sortiert

und so formatiert, dass man die Textangaben

möglichst rasch finden kann. Wie die Texte im

Literaturverzeichnis aufgenommen werden,

hängt von der Art ab ab, wie sie veröffentlicht

worden sind. 1

Zum obigen Beispieltext könnte das Literatur‐

verzeichis wie nebenstehend aussehen. Die

einzelnen Einträge werden auf den nächsten

Seiten erläutert.

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Wissen‐

schaftliche Schätze finden und behalten‘

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Literatur

Engel, Gabriel (1866): Vom Willen und Wollen.

Grundlagen der Hermeneutik des Widerstandes,

2., überarb. Aufl. ( 11864), Leipzig: Verlag Wissen‐

schaftlicher Aufbruch (hier zitiert nach: ders.: Ge‐

sammelte Werke, Bd. 2, Leipzig: Reclam, 2008)

Himmel, Heidi / Hölle, Harald (2009a): Zitieren jetzt

noch leichter. Eine Kurzeinführung. In: Lucy

Seraphim (Hrsg.): Zitierkunst im Studium.

Interdisziplinäre Perspektiven, Perspektiven Eschweiler:

Eschenverlag, 30‐44

Himmel, Heidi / Hölle, Harald (2009b): Zitieren leicht

gemacht. Ein Studienbuch, 2., erw. Aufl.,

Eschweiler: h l Eschenverlag h l

Teufel, Thomas / Teufelchen, Bernd / Teufelin,

Michaela / Saytan, Achmed (1970): Zitieren. Die

Grundlagen leicht erklärt. In: Zeitschrift für

Zitierkunde, 28, H. 2, 8‐37

Teufel, Thomas / Teufelchen, Bernd / Teufelin,

Michaela / Saytan, Achmed (2010): Zitieren. Eine

Bil Bilanz nach h 40 Jh Jahren. IIn: Hochschule H h h l Hades Hd

(Hrsg.): Das Institut für Zitierwesen der Hoch‐

schule Hades, online unter: www.hs‐hades.de/

staff/hades/artikel/zitieren.html (am 17.03.2011)

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Seite 22

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Monografie

Nachname, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel.

Untertitel, ggf. Angaben zur Auflage, Verlagsort:

Verlag.

Himmel, Heidi / Hölle, Harald (2009b): Zitieren leicht

gemacht. Ein Studienbuch, 2., erw. Aufl., Eschweiler:

Eschenverlag

Engel, Gabriel (1866): Vom Willen und Wollen.

Grundlagen der Hermeneutik des Widerstandes, Widerstandes 2., 2

überarb. Aufl. ( 11864), Leipzig: Verlag Wissen‐

schaftlicher Aufbruch (hier zitiert nach: ders.:

Gesammelte Werke, Bd. 2, Leipzig: Reclam, 2008)

Beitrag in einem Sammelband

Nachname, Vorname (Erscheinungsjahr):

Titel. Untertitel. In: Vorname HerausgeberIn

Nachname HerausgeberIn (Hrsg): Titel.

Untertitel, Verlagsort: Verlag, erste Seite des

Beitrages ‐ letzte Seite des Beitrages Beitrages.

Himmel, Heidi / Hölle, Harald (2009a): Zitieren jetzt

noch leichter. Eine Kurzeinführung. In: Lucy Seraphim

(Hrsg.): Zitierkunst im Studium. Interdisziplinäre

Perspektiven, Eschweiler: Eschenverlag, 30‐44

Angaben zur Auflage

Angaben zum Verlag

Bisweilen wird nur der Verlagsort angegeben.

Bei Erstauflagen gibt es keine Angabe zur

Sinnvoller ist es hingegen, auch den Verlag anzu‐

Auflage. Spätere Auflagen werden spezifi‐ geben, da er im Unterschied zum reinen Verlags‐

ziert, um erkennen zu können, ob es sich

ort auch einen Hinweis auf die Qualität des

um erweiterte oder überarbeitete Texte Textes geben kann kann. Fachverlage sprechen für

eine höhere Qualität als Selbstverlage. 1

um erweiterte oder überarbeitete Texte

handelt. Ist dem Erscheinungsjahr eine

hochgestellte Zahl vorausgestellt,

bezeichnet diese die Auflage.

1 Vgl. hierzu das Easy Paper ‚Wissen‐

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schaftliche Schätze finden und behalten

behalten‘

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Seite 23

Wie gehe ich mit fremden Gedanken um?

Beitrag in einer Zeitschrift

Internetdokumente

Nachname, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. Texte im Internet werden stets nach der gleichen

Untertitel. In: Name der Zeitschrift ohne Unter‐ Logik zitiert wird gedruckte Texte, also immer mit

titel, ggf. Jahrgang der Zeitschrift, H. Heftnum‐ Angabe der AutorInnen und des Titels des Textes

mer, erste Seite des Beitrages ‐ letzte Seite des resp. der Seite im Internet. Zusätzlich wird der

Beitrages Beitrages. Fundort im Netz dokumentiert sowie das Datum

Teufel, Thomas / Teufelchen, Bernd / Teufelin,

Michaela / Saytan, Achmed (1970): Zitieren. Die

Grundlagen g leicht erklärt. In: Zeitschrift für

des Zugriffs. Da der Kontext, in dem der Text ein‐

gestellt ist, wichtig ist für die Einschätzbarkeit der

Qualität des Textes, wird auch dieser benannt.

Zitierkunde, 28, H. 2, 8‐37

Teufel, Thomas / Teufelchen, Bernd / Teufelin,

Michaela / Saytan, Achmed (2010): Zitieren. Eine

Bilanz nach 40 Jahren. In: Institut für Zitierwesen der

Hochschule Hades (Hrsg.): Online‐Handbuch

Zitationskunde, online unter: www.hs‐hades.net/

institute/ifz/onlinehandbuch (am 17.03.2011)

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Sollte ein Text ohne erkennbare AutorIn als Quelle

belegt werden müssen, steht ggf. die BetreiberIn

der Seite als AutorIn (z.B. Diakonisches Werk

Bayern). Ist kein Veröffentlichungsdatum zu erken‐

nen, steht ‚o.J.‘ (ohne Jahr).

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Seite 24

Worauf sollte ich bei der Sprache achten?

Die Sprache sollte so einfach wie möglich sein.

Die darzustellenden Sachverhalte sind oft kom‐

pli pliziert iert gen genug. g Eine unnötig nnötig sch schwierige ierige Sprache

ist meist ein Zeichen für fehlende Substanz.

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� Formulieren Sie sachlich und präzise!

� Vermeiden Sie Fremdworte oder Anglizismen,

wo diese nicht nötig sind!

� Vermeiden Sie Alltagssprache! Alltagssprache

ist uneindeutig und macht gelegentlich auch

AAngst, t z.B. B wenn etwas t ‚unheimlich hi lihwichtig‘ ihti‘it ist

… ☺

� Formulieren Sie möglichst kurze Sätze! Dabei

sollte der Text flüssig lesbar bleiben. bleiben

� Verzichten Sie auf alles, das nicht gebraucht

wird, insbesondere auf Füllworte und unnötige

Adverbien (z.B. ‚natürlich‘ u.ä.)!

� Vermeiden Sie Abkürzungen! Wo diese unver‐

meidlich sind, müssen sie bei ihrer ersten Ver‐

wendung im Text ausgeschrieben und direkt

dh dahinter als l Abkürzung bk in Klammern l gesetzt

werden (z.B. ‚Im Strafgesetzbuch der Bundes‐

republik Deutschland (StGB) heißt es hierzu …‘)

�� Achten Sie auf korrekte Rechtschreibung und

Zeichensetzung! Der Text ließt sich dann ein‐

facher und wirkt vertrauenswürdiger.

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Seite 25

Worauf sollte ich bei der Sprache achten?

Frauen im allgemeinen Sprachgebrauch nur ‚mitge‐

meint‘ sind, während Männer immer eigens zu be‐

nennen sind. sind Gesellschaftskritisch ist hier ein sub‐ s b

tiler Unterdrückungsmechanismus auszumachen,

an dem wir uns in der Sozialen Arbeit nicht beteili‐

gen können, wenn wir glaubhaft gegen Diskriminie‐

rung und Ungerechtigkeit vorgehen wollen.

Sprache verändert sich im Laufe der Zeit und es

liegt an uns, sie durch unseren eigenen Gebrauch

mit it zu verändern. ä d So S macht ht es etwa t Sinn, Si zu glei‐ li

chen Teilen Frauen mitzumeinen, wenn die männ‐

liche Form verwendet wird, aber auch Männer mit‐

zumeinen, wenn die weibliche Form verwendet

wird. Sind nur Männer oder nur Frauen gemeint,

wird dies explizit formuliert (z.B. männliche Schü‐

ler, weibliche Schülerinnen). Auf diese sprachliche

Regelung sollte zu Beginn eines Textes hingewiesen

Schwierig ist im Deutschen der Umgang mit Be‐ werden. Alternativ kann auch durchweg die weib‐

zeichnungen, die beide Geschlechter umfassen liche Form mit großem ‚I‘ verwendet werden, was

sollen. Bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts gerade in der Sozialen Arbeit Sinn macht, in der

galt lt das d so genannte t ‚generische i h Maskulinum‘,

M k li ‘ üb überwiegend i d FFrauen täti tätig sind. i d Ni Nicht ht akzeptabel k t b lit ist

also die Verwendung der männlichen Form, wenn in der Sozialen Arbeit der unkritische Hinweis, dass

beide Geschlechter gemeint sind. Dies ist inso‐ Frauen in der männlichen Form ‚natürlich‘ oder

fern problematisch, als nicht einzusehen ist, dass ‚der Einfachheit halber‘ mitgemeint sind.

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Seite 26

Worauf sollte ich bei der Sprache achten?

Es spricht nichts dagegen, sich im Text zu er‐

kennen zu geben, eher im Gegenteil. Statt „Im

Folgenden wird gezeigt … …“ darf es gerne heißen

„Im Folgenden werde ich zeigen …“.

Texte werden von Menschen geschrieben. Sie

werden nicht dadurch objektiver, dass jeder Be‐

zug auf die UrheberInnenschaft des Textes durch

unpersönliche Formulierungen vermieden wird.

Der Text bleibt von einer AutorIn geschrieben

und damit unvermeidlich subjektiv subjektiv. Anliegen der

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Wissenschaft ist es nicht, Subjektivität auszu‐

schließen, was nicht gelingen kann, sondern sie zu

minimieren und nd in ihrem Einfluss Einfl ss zu reflektieren

(Intersubjektivität). Hierfür scheint es fruchtbarer,

die Relevanz der eigenen Person für den eigenen

Erkenntnisprozess offen zu benennen statt sie sys‐

tematisch zu verschleiern. Offengelegt kann sie

leichter reflektiert und auch kritisiert werden.

Inhaltlich ist in einem wissenschaftlichen Text Ihre

PPerson aber b nicht ihtvon Interesse. I t Dh Daher schreiben h ib

Sie nicht „In der Literatur habe ich gefunden …“,

sondern schlicht, was in der Literatur steht. Auch

schreiben Sie nicht, wie sich ggf. Ihre Einsicht im

Rahmen der Recherche geändert hat, sondern

schlicht, wie sie sich am Ende darstellt.

Vorsicht ist auch dort geboten, wo ein Rückzug auf

di die eigene i Person P einer i IImmunisierung i i gegen

sachliche Kritik gleichkommt. Dies ist immer dann

der Fall, wenn ‚ich meine‘, ‚meiner Meinung nach‘,

‚aus meiner Sicht‘ etc. im Raume steht. Sachaus‐

sagen werden also unpersönlich formuliert, damit

sie unabhängig von einer Person oder einer prinzi‐

piell nie widerlegbaren Meinung auch als falsch

erwiesen werden können können.

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Seite 27

Wie muss die äußere Form aussehen?

Beispielhaftes Deckblatt

Hochschule Coburg

Bachelorstudiengang Soziale Arbeit

Wintersemester 2011/2012

Name der StudentIn

Titel der Arbeit

Untertitel der Arbeit

Hausarbeit im Vertiefungsbereich xy

Vorgelegt bei Frau Prof. Dr. z

Abgabedatum: …

Email der VerfasserIn: …

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Layout

Wie im Inhaltsverzeichnis (s. S. 7) sollte auch im

Text die Struktur der Argumentation durch das

Layout unterstützt werden. Absätze sollten von

einander ‚abgesetzt‘ sein, Überschriften näher

an dem Text stehen stehen, zu dem sie gehören gehören, als am

Text hängen, zu dem sie nicht mehr gehören etc.

Die Größe der Überschriften sollte ihrer Gliede‐

rungsstufe entsprechen.

Verzeichnisse

Die Überschriften im Text müssen exakt dem

Wortlaut im Inhaltsverzeichnis entsprechen. Um

sich in der Arbeit schneller zurechtfinden zu

können, erscheint nach dem Inhaltsverzeichnis

ein Tabellen‐ und ein Abbildungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis, in

dem die durchnummerierten Tabellen und Ab‐

bildungen mit ihrem wörtlichen Titel und der

Seitenzahl, auf der sie zu finden sind, verzeichnet

sind. d In allen ll ddrei Verzeichnissen h stehen h ffür ddie

je

erste Seite eines Kapitels o.ä. nur Zahlen ohne

‚S.‘ oder ‚Seite‘. Am Ende des Textes steht das

Literaturverzeichnis (s. ( S. 20). )

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Seite 28

Wie muss die äußere Form aussehen?

Tabellen und Abbildungen

Selbstständigkeitserklärung

Tabellen und Abbildungen werden fortlaufend Im Rahmen von Studienarbeiten muss am Ende

durchnummeriert und haben jeweils einen Titel, eine Selbsständigkeitserklärung abgegeben wer‐

der exakt ausdrückt, was in der Tabelle oder der den, da sie als vorgezogener Teil der Abschluss‐

Abbildung zu sehen ist. Bei Tabellen sind im Titel prüfung zählen. Ein Zuwiderhandeln wird als

auch der Ort und die Zeit zu spezifizieren spezifizieren, für die Plagiat bezeichnet und hat prüfungsrechtliche

die präsentierten Daten gelten.

Tabellen und Abbildungen müssen aus sich her‐

aus verständlich sein. Ggf. nötige Anmerkungen

sowie ggf. auch strafrechtlich Konsequenzen.

sowie die Quellenangabe stehen direkt unter der

Tabelle oder Abbildung und nicht in einer Fuß‐

Selbstständigkeitserklärung

note am Seitenende o.ä. Sollten Tabellen oder

Abbildungen Eigenleistungen enthalten enthalten, steht in

der Quellenangabe (ggf. zusätzlich) ‚eigene Be‐

rechnungen‘ oder ‚eigene Darstellung‘.

Hiermit erkläre ich an Eides statt, dass

ich die vorliegende Arbeit selbstständig

verfasst, sie nicht für anderweitige Prü‐

fungszwecke vorgelegt, keine anderen

als asdea die angegebenen gegebe e Quellen Que e und u dHilfs‐ s

TIPP

mittel benutzt sowie wörtliche und

Schauen Sie bei Unsicherheiten, die

die äußere Form einer Arbeit betreffen,

sinngemäße Zitate als solche kenntlich

gemacht habe.

in ein beliebiges Buch eines guten Fach‐

verlages. Wie es dort gemacht ist,

können auch Sie es machen.

Ort, Datum, Unterschrift

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Easy Papers

Easy Papers sind als digitales Produkt und damit nicht für einen

Ausdruck konzipiert. p Schreiben Sie sich heraus, , was Sie für wichtig g

erachten, oder noch besser: Schreiben Sie Ihr eigenes ‚Paper‘!

Easy Papers sind ‚work in progress‘. Zögern Sie nicht, Verbesserungs‐

vorschläge zu machen, wo Ihnen diese sinnvoll erscheinen! Wo immer

möglich, werden diese in einer nächsten Version gerne aufgegriffen.

Easy Papers sollen Lust auf mehr machen. Denken Sie nach, denken

Sie weiter! Schauen Sie in die weiterführende Literatur und vor allem:

Probieren Sie aus, aus was Sie gelernt und verstanden haben!

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Gutes aus Bayern …

Easy Papers sind ein Produkt der

bayerischen Hochschullehre Hochschullehre. Sie sind

steuerfinanziert und stehen damit allen

InteressentInnen für nicht kommerzielle

Zwecke kostenlos zur Verfügung.

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