Zum Jahresheftchen 2011 - Herz

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Zum Jahresheftchen 2011 - Herz

Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a.d. Fulda

Heinz-Meise-Straße 100 • 36199 Rotenburg a. d. Fulda

Telefon 0 66 23 – 88 - 0 • Telefax 0 66 23 – 88 - 70 05

info@hkz-rotenburg.de • www.hkz-rotenburg.de

Viele Grüße

aus Rotenburg


Zwölf Titelseiten aus 2011 ...

Monat für Monat gibt das Herz- und Kreislaufzentrum ein Heftchen heraus,

das im Hause ausgelegt wird und in dem die täglichen Veranstaltungen aufgeführt

werden. Darüber hinaus hält es Informationen und manche Geschichte am

Rande bereit. Aus diesem Heftchen leitet sich auch der tägliche Newsletter ab.

Inhalt

Impressum 3

Grußworte 4 - 5

Kardiologie – Herzchirurgie 6 - 7

Kardiologie – Institut für Klinische Forschung 8 - 9

Herzchirurgie 10 - 11

Kardiologische Rehabilitation 12 - 13

Neurologie 14 - 15

Orthopädie 16 - 17

Pneumologie / Schlaflabor 18 - 19

Aus den Kliniken 20 - 21

Aus den Kliniken – Trempa 22 - 23

Aus den Kliniken 24 - 25

Rezeption – HKZ Aktiv – Technik 26 - 27

Klinkseelsorge – Grüne Damen 28 - 29

Sonstiges & Sportliches in Kürze 30 - 31

Aus dem Mitarbeiterkreis 32 - 33

Vorschau / Kontaktadressen / Ausklang 34 - 35

Impressum:

Herausgeber: HKZ GmbH & Co. Betriebs KG, Heinz-Meise-Straße 100, 36199

Rotenburg a.d. Fulda; Geschäftsführer: Guido Wernert, Vorsitzender des Aufsichtsrates

der Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a.d. Fulda GmbH & Co.

Pergola KG: Dr. Kurt Albus; 6. Ausgabe 12/2011; Konzept, Fotos, Satz & Layout:

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit unter Mitarbeit verschiedener Fachabteilungen

des Hauses – andere Fotos: Seite 9 Mitte Siemens AG und Seite 30 Mitte Hersfelder

Zeitung; Druck: Hoehl Druck, Bad Hersfeld, Auflage: 5.000 Exemplare.

3


4 5

Grußworte

Liebe Patienten

und Freunde unserer Klinik,

in der Weihnachtszeit kann uns der Wert vieler Dinge wieder bewusst

werden, die im Alltag nur allzu oft in den Hintergrund gedrängt werden: das

Wohlergehen der eigenen Familie, Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen

sind, Freunde, die wir lange nicht mehr gesehen haben oder auch die

eigene Gesundheit.

Auch die Mitarbeiter eines Krankenhauses, Schwestern, Pfleger und Ärzte,

die sich tagein tagaus um die Patienten kümmern und hunderte von

Schicksalen im Laufe eines Jahres begleiten, wissen um die Einzigartigkeit

dieser Wochen, die hier noch intensiver empfunden werden.

Gleichzeitig kommt mit dem Ende des Jahres die Zeit des Rückblicks und

der Planung; die vorliegende Zusammenstellung will Ihnen einige Besonderheiten

des Jahres 2011 in unserem Zentrum vorstellen. Als markante

Themen übernehmen wir aus diesem Jahr in die abwechslungsreiche HKZ-

Geschichte:

• Notfallstandort für Schlaganfall

• Eröffnung einer Pneumologischen Abteilung

• Aufnahme von rund 50 libyschen Kriegsverletzten

Mit diesem Jahresheftchen wollen wir aber auch einen Blick auf so manche

Dinge am Rande werfen und verschiedene Themen und Personen beleuchten,

die mit dem HKZ in Zusammenhang stehen.

Die Geschäftsleitung sowie alle Chefärzte und Mitarbeiter des Herz- und

Kreislaufzentrums Rotenburg a.d. Fulda wünschen Ihnen auf diesem Wege

eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit, Gesundheit für Sie und Ihre

Familie und ein glückliches neues Jahr.

Rotenburg a.d. Fulda, im Dezember 2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

liebe Patientin, lieber Patient,

obwohl uns das elektrische Licht mittlerweile überall und zu jeder Zeit zur

Verfügung steht, russfrei und sicher, möchte doch auf den sanften Schein

einer Wachskerze nach wie vor kaum jemand verzichten. Das zeigt, dass wir

uns ein Gefühl dafür bewahrt haben, dass zum Leben mehr gehört, als der

möglichst störungsfreie Ablauf technischer und wirtschaftlicher Vorgänge.

Wir sehnen uns nach dem, was uns jenseits aller Zwänge und Belastungen

des Alltags Freude und Sinn, Geborgenheit und Zuversicht schenken kann,

nach dem, was uns eigentlich ganz wichtig ist und doch so oft unterzugehen

droht. So, wie es eine unbekannte Autorin in der Geschichte von den

vier Adventskerzen beschreibt:

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet,

aber die Menschen halten keinen Frieden.“ Ihr Licht wurde kleiner und war

schließlich ganz verloschen. Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße

Glauben. Aber ganz offensichtlich bin ich überflüssig. Es hat keinen Sinn

mehr, dass ich leuchte.“ Leise meldete sich die dritte Kerze zu Wort. „Ich

heiße Liebe. Doch die Menschen sehen nur sich selbst und nicht die, die sie

lieb haben sollten.“ Und mit dem letzten Aufflackern war auch dieses Licht

verlöscht. Da kam ein Kind ins Zimmer. Erschrocken schaute es die drei Kerzen

an. Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. „Hab keine Angst“ sagte

sie. „So lange ich brenne, können wir die anderen Kerzen wieder anzünden.

Denn ich heiße Hoffnung.“ Da nahm das Kind mit einem Hölzchen Licht von

dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Dass diese Lichter Sie auf Ihrem Weg durch das neue Jahr 2012 alle Zeit

begleiten wünscht Ihnen auch im Namen meiner Kolleginnen Pfarrerin Dorothea

Alogas und Pfarrerin Karin Ludwig-Heiderich sowie Herrn Diakon

Johannes Wiegard

Ihre

Pfarrerin Gerlinde Rothhardt, Evangelische Klinikseelsorge


6 7

Mit der Kamera dabei: Die Aufnahmen aus dem Hybrid-OP-Saal wurden

live in den Festsaal im Dr. Durstewitz-Haus übertragen.

Dort saßen die Kongressteilnehmer quasi in der ersten Reihe und konnten den

Eingriff in allen Einzelheiten verfolgen.

Gruppenbild mit Referenten und Beteiligten im Festsaal der Klinik nach dem erfolgreichen

Symposium.

Kardiologie – Herzchirurgie

Ärztekongress im Herz- und Kreislaufzentrum –

Ersatz einer Herzklappe ohne Operation

Im Juni 2011 fand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft

für Kardiologie und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

im Herz- und Kreislaufzentrum ein Symposium über neue

Behandlungstechniken verkalkter Herzklappen statt. Beteiligt waren international

renommierte Experten aus den Universitätskliniken Frankfurt, Jena,

Leipzig, Köln, Mainz und Bonn. Neben Fachvorträgen wurden zwei Eingriffe

aus dem neuen Hybrid-Operationssaal des HKZ direkt in den Vortragsraum

übertragen. Die Zuschauer konnten unmittelbar live den Ablauf dieser faszinierenden

neuen Eingriffe mitverfolgen, wobei nicht nur ein Kamerabild der

Abläufe im Operationssaal, sondern auch die

Bilder des Computertomogrammes, der

Druck- und EKG-Kurven, des Röntgenbildes

und des Echokardiogrammes eingespielt

wurden. Gleichzeitig bestand ständiger

Sprechkontakt mit den Ärzten im Hybrid-OP,

so dass Fragen aus dem Auditorium direkt

beantwortet werden konnten.

„Die technische Ausrüstung unseres neuen

Hybrid-OP-Raumes entspricht dem derzeit erreichbaren Optimum und ist so

in nur ganz wenigen Zentren vorhanden“, so Professor Vallbracht, Direktor

der Kardiologie im Herz- und Kreislaufzentrum und Organisator der Veranstaltung.

„Kardiologe und Herzchirurg – beide arbeiten bei diesen Eingriffen

immer gemeinsam – können während des Eingriffes die genaue

Platzierung der Herzklappe mit einem Computertomogramm steuern und

alle Daten und Bilder auf zwei überdimensionalen Flachbildschirmen verfolgen.“

Zwei Wege des Einbaus der neuen Herzklappe stehen zur Verfügung: einmal

mit dem Katheter über die Schlagader in der Leiste – wie ein Herzkatheter

– oder aber durch ein kleines Loch an der Herzspitze. „Wenn möglich,

wird der Weg über die Leiste bevorzugt; manchmal sind aber die Adern

zu stark verkalkt und dann wird über die Herzspitze vorgegangen“, erklärt

Prof. Vallbracht. „Das Verfahren kommt zurzeit für die Patienten in Betracht,

bei denen die herkömmliche Operation aufgrund von weiteren Erkrankungen

als zu risikoreich angesehen wird. Es entwickelt sich aber so schnell,

dass in Zukunft diese Eingriffe immer mehr zunehmen werden.“

Die Teilnehmer der Tagung, die die Eingriffe mit großer Anspannung verfolgten,

reagierten mit spontanem Beifall nach dem erfolgreichen Einbau

der Herzklappen. „Beide Patienten waren am Abend danach bereits wach

und fröhlich; die alte Dame hat mich gefragt, wann denn nun endlich die

Herzklappe eingebaut wird“, schmunzelt Professor Vallbracht.


8 9

Kardiologie

Patientengeschichte: Herzklappe ohne Operation

„In den letzten Monaten fiel mir das Laufen immer schwerer; besonders

beim Treppensteigen oder wenn es ein wenig den Berg hinauf ging bekam

ich immer weniger Luft. Als mir die Ärzte in Rotenburg nach der Untersuchung

sagten, dass eine Herzklappe ganz verkalkt sei und ausgetauscht

werden müsste, habe ich mir große Sorgen gemacht, ich bin schließlich schon

81 Jahre alt.“ Der ehemalige Heizungs- und Installateurmeister Willy Fey

aus Schenklengsfeld war von seinem Hausarzt geschickt worden, weil er

schon von den neuen Möglichkeiten der Behandlung gehört hatte.

„Die Verkalkung und Verengung der Aortenklappe (eine der vier Herzklappen)

betrifft ganz überwiegend alte Menschen, die dann häufig auch noch

weitere Erkrankungen z. B. der Nieren oder der Lunge haben. Das Risiko

einer großen Operation mit Eröffnung des Brustkorbes wird dann oft als zu

hoch angesehen“, erklärt Professor Vallbracht. „Seit einigen Jahren hat sich

nun eine neue Methode entwickelt, bei der die Herzklappe in einem Maschendrahtgitter

(Stent) befestigt ist und entweder über die Leistenarterie

(wie beim Herzkatheter) oder aber über einen ganz kleinen Schnitt an der

Brustwand eingesetzt werden kann.“ ➞ Seite 6/7

„Als ich von der neuen Methode gehört habe, fiel mir ein Stein vom Herzen.

Die Ärzte haben mir alles ganz genau erklärt und im Januar dieses

Jahres ist der Eingriff dann gemacht worden. Am nächsten Tag war

ich schon fast wieder ganz fit, es war kaum zu glauben“, freut

sich Willy Fey. „Und heute nach einem halben Jahr kann ich wieder

gut laufen und Treppen steigen, die Luftnot ist fast weg.“

Beim Rotenburger Arzt-Patienten-Seminar im September in der

Göbel-Hotels-Arena wurde dieses Beispiel vorgestellt und die Methoden

des neuen Verfahrens ausführlich und anschaulich erklärt.

Institut für Klinische Forschung

Auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie im

April 2011 in Mannheim wurden die drei Jahresdaten einer klinischen Studie

vorgestellt. Die Koordination dieser randomisierten klinischen Studie in

zehn kardiologischen Zentren in Deutschland führte das Institut für Klinische

Forschung am HKZ durch. Im Rahmen dieser Untersuchung zum Medikamenten

abgebenden Ballon SeQuent TM Please der Firma BBraun Melsungen

konnte die Überlegenheit dieses neuen Verfahrens auch drei Jahre

nach der Behandlung in den Herzkranzgefäßen gezeigt werden. In diesem

speziellen Fall wurden Patienten behandelt bei denen eine Behandlung mit

herkömmlichen Methoden nicht zum erhofften Langzeiterfolg geführt hatte.

Der Vorteil dieser neuen Methode zeigt sich besonders durch ein geringeres

Auftreten von erneuten Verengungen in den behandelten Herzkranzgefäßen.

Institutsleiter Dr. Ralf Degenhardt präsentierte diese aktuellen Daten

beim Kongress in Mannheim vor einem interessierten Fachpublikum.

Willi Fey (l.) zeigt das Foto einer Herzklappe in einem Stent, so wie

sie bei ihm eingesetzt wurde. Mit ihm freut sich Prof. Dr. Christian

Vallbracht über den gelungenen

Eingriff.

Bei Brustschmerzen ist

man bei den Spezialisten

in den besten Händen:

24-Std./365-Tage

Notfallbereitschaft, zertifizierte Chest-Pain-Unit mit zwölf Intensivbetten,

vier Linksherzkathetermessplätze, Herz- und Gefäßchirurgie mit einem

hochmodernen Hybrid-OP-Saal (Foto oben) in nächster Nähe.

Das Team des Instituts für Klinische Forschung: (v.l.) Studienassistentin Claudia

Krapf, Institutsleiter Dr. Ralf Degenhardt und StudienassistentinVanessa Schäfer.


10 11

Seit 1989 wurden am HKZ 34.293 Patienten

am Herzen operiert, davon entfallen 79 % auf

die Koronarchirugie (Bypässe), 18 % Klappenchirurgie

und 3 % andere, bilanzierte PD Dr.

Oster u. a. in seinem Vortrag. Im weiteren Verlauf

des Symposiums wünschte er seinem Nachfolger, PD Dr. Ardawan Rastan,

alles Gute für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Rotenburger Herzchirurgie.

Nach dem Herzchirurgischen Symposium: (v.l.) die Oberärzte Dr. Frank Reitmeier,

Dr. Wigand Knake (Moderator des Symposiums) und Dr. Jürgen Graff, Chefarzt

PD Dr. Hartmut Oster, HKZ-Geschäftsführer Guido Wernert, Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Kurt Albus, PD Dr. Ardawan Rastan und Prof. Dr. Christian Vallbracht,

Direktor der Kardiologie am HKZ.

Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie

Pionier der Herzchirurgie im HKZ sagt Adieu:

PD Dr. Hartmut Oster im Ruhestand

22 Jahre Herzchirurgie in Rotenburg sind seit der Eröffnung 1989 untrennbar

verbunden mit dem Chefarzt PD Dr. Hartmut Oster, der in diesen langen

Jahren die Klinik durch Blütezeiten und schwierige Zeiten führte und seine

Klinik in diesen Wochen in geordnetem stabilem Zustand zukunftsfähig in

neue Hände gibt.

1989 war nach jahrelangem Bemühen die Rotenburger Herzchirurgie endlich

in den Krankenhausplan des Landes Hessen aufgenommen worden. Bei

der Chefarztposition fiel die Wahl auf PD Dr. Hartmut Oster. Aufgewachsen

in Waldkappel, erlernte er sein „Handwerk“ – nach einem Studienaufenthalt

in Salt Lake City – in Wien, Hannover und Göttingen. Ab 1983 war er bis

zu seinem Dienstantritt in Rotenburg Oberarzt bei Prof. Knut Leitz am Klinikum

Links der Weser in Bremen. Die Herzchirurgie in Rotenburg erwarb sich

durch PD Dr. Oster und seinem Team in kurzer Zeit einen exzellenten Ruf.

In 22 Jahren hat sich natürlich auch eine so junge Disziplin wie die Herzchirurgie

gewandelt. Um den unveränderten Kern der Koronarbypasschirurgie

und der Klappenersatzchirurgie entwickelten sich unter Dr. Osters Führung

insbesondere die Defibrillator-Implantationen und zuletzt der kathetergestützte

Klappenersatz. 22 Jahre bedeuten auch, dass die Rotenburger Herzchirurgie

zum Lebenswerk eines aus Berufung rührigen und menschlich allseits

überaus geschätzten Kollegen und Vorgesetzten geworden ist. Das HKZ

bedankt sich von Herzen für seine Leistungen und wünscht Dr. Oster und

seiner Ehefrau für die kommenden Jahre alles Gute und die Erfüllung der

vielleicht bisher gelegentlich zu kurz gekommenen Wünsche.

Herzchirurgisches Symposium zum Abschied

Anfang Dezember kamen über 100 Teilnehmer zu einem Herzchirurgischen

Symposium in den Festsaal des HKZ. Unter dem Titel „22 Jahre arterielle

Myocardrevaskularisation am HKZ Rotenburg“ zog vor allem der scheidende

Chefarzt PD Dr. Hartmut Oster eine Bilanz seines Wirkens. Der besonderer

Schwerpunkt lag von Anfang an auf der Entwicklung der komplett arteriellen

Bypasschirurgie, unabhängig von Alter und Morbidität der Patienten.

Diese zukunftsweisende Entwicklung gelang am HKZ einzigartig, so dass

heute über 90 Prozent der Patienten mit koronarer Herzkrankheit auf diese

Weise versorgt werden. Nach einem zeitlichen Überblick über die Entwicklung

am HKZ durch Geschäftsführer Guido Wernert, einem Grußwort von

Prof. Dr. Christian Vallbracht und einem Vortrag von Prof. Dr. Axel Haverich

(Medizinische Hochschule Hannover) gab PD Dr. Ardawan Rastan vom Herzzentrum

Leipzig Ausblicke in die Zukunft der modernen Herzchirurgie. Der

Leipziger Herzchirurg wird ab 1. Januar 2012 die Nachfolge Dr. Osters als

Chefarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Herz- und Kreislaufzentrum

antreten.


12 13

Kardiologische Rehabilitation und Prävention

Schulungsstation für „Der herzkranke Diabetiker“

Mit viel Fleiß und Ehrgeiz Ziel erreicht! In Hessen ist zum ersten Mal das

Zertifikat „AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker“ verliehen worden. Im

August 2011 wurde dem Herz- und Kreislaufzentrum diese Auszeichnung

von der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ und der Deutschen Gesellschaft

für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen

e.V. ausgestellt. Grund dafür ist eine eigens für herzkranke Diabetiker eingerichtete

Schulungsstation, die die Versorgungslücke zwischen den Volkskrankheiten

Herz-Kreislauferkrankungen und der Zuckerkrankheit schließt.

Alle Jahre wieder – Grippe oder banale Erkältung?

Erwachsene leiden durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr an einer Erkältung,

Kinder bis zu zehnmal. Ob mit oder ohne Grippemittel klingen die

Beschwerden innerhalb einer Woche von allein wieder ab. Die häufigsten

Erreger akuter, unkomplizierter Atemwegsinfektionen sind Viren, vor allem

Rhino- und Coronaviren. Davon abzugrenzen ist eine echte Grippe (Influenza),

die durch Influenza-A und B-Viren hervorgerufen wird und einen wesentlich

schwereren Verlauf nehmen kann. Charakteristisch für eine Influenza

sind der plötzliche Erkrankungsbeginn mit Fieber (über 38,5°C), trockenem

Reizhusten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Ein grippaler Infekt

beginnt dagegen meist schleichend. Bakterien sind lediglich für acht Prozent

aller akuten Atemwegsinfektionen verantwortlich, so dass Antibiotika

bei einem Großteil der Betroffenen keine Wirkung zeigen. Für einen bakteriellen

Infekt sprechen über mehrere Tage anhaltendes Fieber und Schüttelfrost.

Fieber ist ein Alarmsignal für Herzklappenpatienten!

Die Situation für Menschen mit Herzklappenprothesen unterscheidet sich

bei der echten Grippe von der eines Nicht-Herzklappenpatienten. Bei künstlichen

Herzklappen biologischer oder mechanischer Natur besteht die Gefahr

einer Keimbesiedlung. Das ist eine schwerwiegende Erkrankung, die in

Deutschland am Häufigsten durch einen Aufenthalt im Krankenhaus oder

Pflegeheim bedingt ist. Das führt unter anderem dazu, dass in großen internationalen

Registern ein deutlicher Anstieg der Infektionen mit Staphylococcus

aureus berichtet wird. Dieses Bakterium ist ein ganz normaler Bewohner

unserer Haut. Unter Krankenhausbedingungen aber kann die Balance

der natürlichen Keime empfindlich gestört werden. Dann wird aus

dem Freund ein unerbittlicher Feind, der mit Antibiotika unschädlich gemacht

werden muss.

Fazit: Bei Fieber grundsätzlich zum Arzt gehen und ein Antibiotikum verschreiben

lassen. Bei Einnahme von Antibiotika bitte den INR-Wert (Blutgerinnung)

enger kontrollieren, da dieser sich verändern könnte. Wer chronisch

krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das

Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken.

aus „Die Gerinnung”, Artikel von Dr. Klaus Edel, ungekürzt unter www.hkz-rotenburg.de

Auf dem Balkon der Schulungsstation, hoch droben im 11. Stock des Reha-Bettenhauses,

präsentieren die Verantwortlichen die Anerkennungsurkunde: (v.l.) Dr.

Klaus Edel, Chefarzt der Klinik für Kardiologische Rehabilitation

und Prävention, Heidi Hüttner-Roth, Diabetesberaterin

DDG und Oecotrophologin Tina Sauermann.

Nebel, Nässe und „Schietwetter“ sorgen im Herbst und Winter für eine erhöhte

Erkältungsgefahr – trotzdem haben natürlich auch diese Jahreszeiten ihre schönen

Seiten. Unsere Reha-Patienten profitieren gerade dann oft von ihrer gehobenen

Position im Bettenhaus mit einem tollen Ausblick, quasi „über den Wolken“,

u. a. auf das das benachbarte Göbel´s Hotel Rodenberg über dem Fuldatal.


14 15

Im obersten Stockwerk des Gebäudes der Kardiologischen Fachklinik ist die neurologische

Station 29 mit ihrer Schlaganfall-Einheit (Foto) rund um die Uhr bereit.

Auf der neurologischen Station 29 – Teamfoto mit Mitgliedern des „Stroketeams“

aus verschiedenen Abteilungen der Neurologie.

Neuro-Vortragsforum im HKZ-Festsaal u. a. mit dem Team der Neuro-Physiotherapie

(o.r.), der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe (u.l.) und den drei Referenten

(v.l.) Dr. Andreas Nachtmann, Dr. Klaus Edel und Dr. Rainer Michulla.

Neurologie

Schlaganfall-Einheit: Rotenburg ist für Notfälle gerüstet

Seit Januar 2011 gibt es im Kreis Hersfeld-Rotenburg eine weitere Anlaufstelle

für akute Schlaganfälle und damit verbunden die größere Chance, ein

akutes Ereignis schnellstmöglich zu behandeln. Nach einem Schlaganfall

zählt bekanntlich jede Minute. Neben der Lyse-Therapie, die innerhalb der

ersten Stunden ein Gerinnsel auflösen kann, ist die Überwachung und rasche

Diagnostik für den Patienten wichtig, um weitere Probleme zu vermeiden.

Ein Schlaganfall gehört in die Hände eines damit erfahrenen Teams,

was auf einer „Stroke Unit“ gewährleistet ist.

Nachdem die ersten beiden Stationen der Neurologischen Akutklinik im HKZ

bereits im Sommer und Herbst 2010 ihren Betrieb aufgenommen hatten,

ging zum Jahresanfang 2011 die Schlaganfall-Einheit an den Start. Eine

solche Einrichtung setzt einen hohen Qualitätsstandard voraus, verschiedene

Vorgaben müssen erfüllt werden. Von den vier Betten der Schlaganfall-

Einheit muss immer eines für Notfälle unbelegt bleiben. Eine sofortige Behandlung

verbessert das Endergebnis, und je eher mit den ersten rehabilitativen

Maßnahmen begonnen werden kann – was bereits in der Akut-Phase

passiert –, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, bleibende Schäden zu

minimieren. „Besonders erfreulich ist, dass wir für die Akutstationen 29

und 16 bereits im ersten Jahr die Zertifizierungen nach DIN ISO erreichen

konnten,“ zeigt sich Chefarzt Dr. Andreas Nachtmann sehr zufrieden. In Zusammenarbeit

mit der bereits seit 2003 am HKZ beheimateten Klinik für

Neurologische Rehabilitation sind die Patienten in Rotenburg bestens aufgehoben.

Rückblickend hat das erste Jahr der Neurologischen Akutklinik

bewiesen, dass der Bedarf enorm ist und weiter wächst.

Neurologisches Vortragsforum

Mit einem vielfältigen Programm stellte sich die Neurologie Anfang September

der Öffentlichkeit vor. Das Vortragsforum mit vier Fachvorträgen

verfolgten rund 140 Zuhörer, an den Info-Ständen der Partner aus dem Gesundheitswesen

herrschte rege Betriebsamkeit. Mit verschiedenen Aktionen,

zum Beispiel einem kleinen Gesundheitscheck oder Bewegungsübungen

mit WII-Computerspielen, wurden die Gäste auf das Angebot im Hause aufmerksam

gemacht – Fotogalerie im Internet: www.hkz-rotenburg.de.

Neues aus der Neuropsychologie

Seit Frühjahr 2011 ist die Neuropsychologie im HKZ

eine anerkannte bzw. akkreditierte Ausbildungseinrichtung

zur Ausbildung von Klinischen Neuropsychologen/-innen

bei der Gesellschaft für Neuropsychologie

(GNP). Im Foto: Der neuropsychologische Stand

beim Vortragsforum im September mit der Abteilungsleiterin

Brigitte Böttcher (r.) und Jessica Geier.


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Orthopädie

Vorbeugen ist besser als Heilen:

die Sturzprophylaxe im HKZ

Seit 2010 wurde im Herz- und Kreislaufzentrum unter der Federführung von

der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Ines Mohr die Sturzprophylaxe eingeführt.

Das neue Therapie-Modul befasst sich damit, Stürze bei Patienten

zu vermeiden und die Sturzgefahr innerhalb des Krankenhauses sowie darüber

hinaus auch im häuslichen Umfeld zu senken. Die Patienten werden

hierzu multiprofessionell von Schwestern, Physiotherapeuten, Psychologen

und Ärzten dahingehend geschult, wie Stürze entstehen, wo Sturzgefahren

lauern und wie vorbeugend etwas gegen das Stürzen unternommen werden

kann. Regelmäßig werden Vorträge angeboten, die über das Monatsheftchen

beworben werden und mit denen nicht ausdrücklich nur orthopädische

Patienten angesprochen werden sollen. Seit der Einführung dieses

Moduls konnte die Sturzrate von Patienten im HKZ um 25 Prozent reduziert

werden.

Libysche Kriegsverletzte finden im HKZ Aufnahme

Über 50.000 Menschen verloren in Libyen in den Kriegswirren der vergangenen

Monate ihr Leben. Noch höher ist die Zahl der Verletzten. Um die

dringend notwendige medizinische Versorgung zu erhalten, haben viele Freiheitskämpfer

das nordafrikanische Land verlassen und suchen Hilfe auch

in europäischen Ländern. Am 11. November kamen die ersten beiden Verwundeten

ins HKZ und fanden Aufnahme in der Klinik für Orthopädische

und Traumatologische Rehabilitation.

Das HKZ arbeitet seit Jahren mit vielen internationalen Konsulaten und Regierungen

zur medizinischen Behandlung im Bereich der Herzchirurgie, Kardiologie,

Orthopädie und Neurologie zusammen. Um den internationalen

Patienten auch bei uns ein Gefühl von Heimat zu ermöglichen, stehen ihnen

Internet, arabisches Fernsehen aus dem Heimatland, schriftliche Unterlagen

in englischer und arabischer Sprache und natürlich Englisch und Arabisch

sprechendes Personal aller Berufsgruppen zur Verfügung.

Aufgrund der dramatischen Ereignisse in Libyen hat sich das HKZ gegenüber

den offiziellen Institutionen bereit erklärt, libysche Kriegsverletzte aufzunehmen

und medizinisch weiter zu versorgen. Im Rahmen des internationalen

Gesundheitsplanes werden Menschen auch gezielt nach Deutschland

gebracht und in deutschen Krankenhaus-Spezialzentren wie z. B. dem HKZ

gezielt betreut. Sie sollen nach Erst-Operationen von Knochenbrüchen sowie

nach schweren Schussverletzungen in Deutschland gezielt körperlich

und auch psychisch wieder genesen. In Zusammenarbeit mit den umliegenden

Akutkrankenhäusern des Kreises sowie mit der langjährig etablierten

psychologischen Abteilung des HKZ wird der Notwendigkeit Rechnung getragen,

Kriegsopfer körperlich wie auch seelisch gesund werden zu lassen.

„Da legst di nieder ...“ – sie haben den Stürzen den Kampf angesagt hat: (v.l.)

Orthopädie-Chefarzt Dr. Joachim Schuchert, Angelika Bock (Psychologie), stellv.

Pflegedienstleiterin Ines Mohr und Ergotherapeut Matthias Pfetzing

Als erste libysche Patienten kamen Said Khaled Meshkan (5.v.l.) und Eltumi Abdurrazag

(2.v.r.) am 11. November ins Haus, in guten Händen bei (v.l.) Susanne Boettcher

und Angelika Bock (beide Psychologie), Ziad Jaber und Keis Bayan Satar Alzagna

(beide Dolmetscher), Dr. Hassan Ibrahim, Stationsleitung Kristin Schenk

und Oberarzt Dr. Uli Fülle.

Ende November konnte man dann weitere Patienten aus dem nordafrikanischen

Land aufnehmen, sie an andere Häuser überweisen oder ihnen direkt helfen –

die Physiotherapeuten Sebastian Blum und Viktoria Kwant in Aktion.


18 19

Willkommen im Luftkurort – Dr. Joachim Stumpner (2.v.l.) wird von (v.l.) Guido

Wernert, Dr. Kurt Albus (HKZ-Aufsichtsratsvorsitzender) und Rotenburgs Bürgermeister

Manfred Fehr im Fuldastädtchen begrüßt.

Die erste Nacht ist vollbracht

(linkes Foto) – am frühen Morgen

des 6. April 2011 berichten

die „Pionierpatienten“ von ihren Erfahrungen im neuen Schlaflabor: (v.l.)

Wilfried Vogeley, Fritz Adam, Herbert Lückert und Wilfried Lieberum von der

Selbsthilfegruppe Schlafapnoe / Atemstillstand Bad Sooden-Allendorf. Seit dem

Frühjahr 2011 gehören „verkabelte“ Patienten zum Alltag im HKZ (rechtes Foto).

Karsten Rasche (l.) und Marco Först-

Zöller bei der Auswertung einer

nächtlichen Aufzeichnung aus dem Schlaflabor. Hoher Besuch – auch der hessische

Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat sich zusammen mit Aufsichtsratsvorsitzendem

Dr. Kurt Albus bereits vom neuesten Angebot im HKZ überzeugt.

Kontakt: Pneumologie Tel. 0 66 23 – 88 - 61 51

Schlaflabor Tel. 0 66 23 – 88 - 43 26

Pneumologie / Schlaflabor

Aufbau einer Pneumologischen Abteilung

Luftkurort Rotenburg a.d. Fulda – bereits seit 1927 trägt die Fachwerkstadt

an der Fulda diesen Titel. Seit dem Sommer 2011 wird jetzt zusammengeführt,

was zusammengehört: der Luftkurort und die Pneumologie (=

Lungenheilkunde). Das Herz- und Kreislaufzentrum hat zum 1. Juli 2011

seine medizinische Kompetenz durch die Einrichtung einer Pneumologischen

Abteilung weiter ausgebaut. Ärztlicher Leiter der Pneumologie ist Dr. Joachim

Stumpner. Der 60-jährige Pneumologe war zuvor 19 Jahre als Chefarzt

im Werra-Meißner-Kreis tätig. Zudem konnte ein erfahrenes Team über

alle Berufsgruppen gewonnen werden.

Um kardiologische und neurologische Krankheitsbilder auf dem aktuellen

und erforderlichen Stand der Wissenschaft zu behandeln, hat das HKZ den

Aufbau einer Pneumologischen Abteilung schrittweise umgesetzt. Basis für

die Implementierung einer solchen Abteilung ist die durch zahlreiche wissenschaftliche

Studien belegte medizinische Erkenntnis, dass kardiale und

neurologische Erkrankungen das Atmungssystem mit betreffen. Die Organsysteme

des Herz-Kreislaufsystems und der Atmungsorgane weisen innige

anatomische, physiologische und krankheitsbezogene Zusammenhänge auf.

Diese bestehen insbesondere in übereinstimmenden Symptomen, wechselseitiger

Auslösung oder Verschlimmerung von Krankheiten aus beiden Organsystemen

und gemeinsamer Diagnostik und Therapie. So leiden beispielsweise

mehr als 70 Prozent aller Menschen mit einer chronischen Herzinsuffizienz

an einer schlafbezogenen Atemstörung, bei Patienten mit einem

Schlaganfall sind es 60 bis 70 Prozent. Eine hochkompetente Behandlung

von diesen Patienten kann deshalb nur unter Berücksichtigung und Mitbehandlung

dieser Begleiterkrankungen erfolgen.

Ein Teilbereich der PneumologischenAbteilung ist die nicht-invasive Beatmung.

Der für das Team gewonnene Pneumologe und Leitende Oberarzt,

Karsten Rasche, behandelt Patienten mit einer Erschöpfung der Atemmuskulatur.

Denn nur durch eine Behandlung dieser Begleiterkrankung kann

das gewünschte Therapieziel erreicht werden. Karsten Rasche gilt als Experte

auf dem Gebiet der nicht-invasiven Beatmung und war in gleicher Funktion

u. a. in den Niederlanden und zuletzt in Mühlhausen tätig.

Modernes Schlaflabor erfolgreich gestartet

Bereits im April 2011 ist das eigene Schlaflabor in Betrieb gegangen. Rund

vier Kilometer Kabel wurden verlegt, um jeden einzelnen der elf hochmodernen

Schlaflabormessplätze in einem zentralen Raum überwachen zu

können. Während der Nacht wird von jedem Patienten ein Video aufgezeichnet,

um die Bewegungen im Schlaf zu dokumentieren. Zusätzlich werden

weitere Vitalparameter wie die Atmung, die Sauerstoffsättigung und

die Herzfrequenz gemessen. Wird bei einem Patienten das Schlafapnoe-Syndrom

diagnostiziert, kann dieses z. B. mit Hilfe eines Atemtherapiegerätes

behandelt werden.


20 21

Aus den Kliniken

Eine Patientengeschichte: Glück im Unglück ...

Dass es HKZ-Patienten gibt, die gleich von mehreren im Hause angebotenen

Fachrichtungen profitieren können, kommt immer wieder mal vor. Überschneidungen

in den Bereichen Kardiologie, Neurologie und Orthopädie liegen

schon aufgrund der Altersstruktur der Patienten nahe. Ein Beispiel aus

dem Frühjahr 2011 zeigt nun, dass diese Kombination unter Umständen

sogar lebensrettend sein kann.

Inge Schuster aus Knüllwald-Remsfeld wurde am 10.2.11 in Bad Hersfeld

an der Hüfte operiert. Zur orthopädischen Rehabilitation kam sie am 21.

Februar ins HKZ. Ihre Genesung machte gute Fortschritte. Am 8. März passierte

dann das Unvorhersehbare: Morgens gegen 8.00 Uhr brach sie am

Fahrstuhl bewusstlos zusammen. Bereits nach 90 Sekunden konnte sie durch

das kardiologische Notfall-Team reanimiert werden. Der unfallchirurgischen

Erstversorgung der Platzwunde am Kopf folgte eine neurologische Sofortdiagnose.

Durch Trauma-Scan-CT von Schädel und Lunge konnten intracerebrale

Blutungen und eine Lungenembolie ausgeschlossen werden. Die

76-Jährige, die zuvor nie Probleme mit ihrem Herzen hatte, erlitt einen akuten

Vorderwandinfarkt mit Herzstillstand. Dieses Ergebnis brachte die sofortige

Koronarangiographie im nur wenige Meter entfernten Herzkatheterlabor.

Da ihr akuter Zustand durch Stents nicht zu beheben war, schloss sich

notfallmäßig noch am selben Tag eine Bypass-Operation im Nachbargebäude,

der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, an. Glück im Unglück ...

Inge Schuster erholte sich rasch vom operativen Eingriff. Seitens der neuen

Hüfte bestanden keine Probleme mehr, und so konnte sie gleich die kardiologische

Reha antreten. Ihr neues Patientenzimmer befand sich weiterhin

auch in direkter Nachbarschaft der Orthopäden. Im Therapiezentrum des

HKZ traf sie regelmäßig auch die Therapeuten, die sie schon aus ihrer orthopädischen

Reha kannte. In den folgenden drei Wochen wurde sie nun

kardiologisch wieder fit gemacht, sehr zur Freude ihres Ehemannes, Kurt

Schuster, der seine Frau all die Wochen ins HKZ begleitete und mit im Patientenzimmer

untergebracht war. Am 8. April durften die beiden den Hausberg

wieder verlassen. Ihre Vorfreude auf ihr Häuschen und den mittlerweile blühenden

Garten daheim in Remsfeld war natürlich riesig. Das Zusammenwirken

der vier HKZ-Disziplinen brachte also in diesem konkreten Fall ein höchst

erfreuliches Ergebnis.

Lehrklinik für Ernährungsmedizin

Nur 20 von rund 2.000 Kliniken in Deutschland tragen diesen Titel. Das HKZ

darf ihn seit 2004 führen. Zur ständigen Qualitätskontrolle müssen vierteljährlich

Proben der Speisen an das Institut für Qualitätssicherung in Ernährungsmedizin

und Diätetik (IQED) eingeschickt werden. Die Inhaltsstoffe

werden analysiert, ob sie den Richtlinien der DGE und den Rezepturen mit

der Nährwertberechnung entsprechen. Dem HKZ bescheinigt das Institut

dabei wieder „ausnahmslos gute bis hervorragende Übereinstimmungen“.

War im HKZ in guten Händen: Inge

Schuster beim Gehtraining mit den

Physiotherapeutinnen Sarah Meier

(l.) und Meike Schögin. „Hätte sie

den Herzinfarkt zu Hause oder in

einer abgelegenen Klinik erlitten,

wäre ihr wohl kaum noch zu helfen

gewesen“, zeigt sich Kurt Schuster

dankbar für die letztendlich

glücklichen Umstände, die zur Genesung

seiner Ehefrau beitrugen.

Lehrklinik für Ernährungsmedizin – für dieses Zertifikat steht das Ernährungsteam

des Hauses, hier in der Lehrküche: (v.l.) Cornelia Funk, Versorgungsleiter

Uwe Gathmann, Reha-Chefarzt Dr. Klaus Edel, Tina Sauermann, Cornelia Adolphi,

Hannelore Weber, Heidi Hüttner-Roth, Irene Maier, Ilona Wettlaufer und Nadja

Schulz.


22

„Auch die Mitglieder

der Defi-Selbsthilfegruppe

(links),

die sich seit 2008 regelmäßig im HKZ trifft, sollen

von dem neuen psychokardiologischen

Konzept in Zukunft profitieren,“ so Dipl.-Psych.

Susanne Boettcher, im Foto beim Psychokardiologischen

Symposium im Januar 2011.

Trempa-Gruppenbilder 2011: (o.) die Daheimgebliebenen am

HKZ-Haupteingang, während die anderen die Burg Hanstein

im Werratal besichtigten. Aus dem Hubschrauber

im Grenzmuseum Schifflersgrund – einer weiteren

Station – grüßt

Walter

Grebe.

Aus den Kliniken – Trempa

23

Konzept zur optimierten psychokardiologischen Betreuung

von Patienten mit implantiertem Defibrillator (ICD)

Ab Januar 2012 wird Patienten mit einem Defi im HKZ ein neues, optimiertes

psychokardiologisches Behandlungskonzept angeboten. Patienten, denen

ein Defi implantiert wird, werden dann gemeinsam durch Kardiologen

(Chefarzt Dr. Klaus Edel), Elektrophysiologen (Oberarzt Dr. Stefan Steiner)

und Psychologinnen (Dipl-Psych. Susanne Boettcher, Dipl.-Psych. Angelika

Bock, Dipl.-Psych. Britta Wegener) in einem ganzheitlichen, psychokardiologischen

Programm in Zusammenarbeit mit Defibrillator Deutschland, dem

Bundesverband für Selbsthilfegruppen von Defi-Trägern, betreut. Menschen,

die einen Defi tragen, sind besonderen physischen und psychischen Belastungen

ausgesetzt. Sie bedürfen daher einer besonders achtsamen fachlichen

Betreuung in beiden Bereichen. Der Krankheitsverlauf vor der ICD-Implantation

(Herzrhythmusstörungen, evtl. Herzstillstand mit Reanimation)

hat oftmals Spuren in der Psyche der Betroffenen hinterlassen. Die bleibende

körperliche Symptomatik (Luftnot, mögliche Schockauslösung, ...) nimmt

Einfluss auf die psychische Befindlichkeit. Sie kann z. B. Angst oder Depression

auslösen, bzw. u. a. zu sozialem Rückzug und Abhängigkeitsgefühlen

führen. Psychische Symptome wiederum können sich auf den somatischen

Krankheitsverlauf ungünstig auswirken. Darum ist eine zweigleisige Betreuung

unbedingt angesagt. Patienten, denen ein Defi implantiert wird, werden

zeitnah in ein engmaschiges Behandlungskonzept integriert, um sie bei

einer optimalen Krankheitsverarbeitung zu unterstützen und damit einen

günstigen Krankheitsverlauf und den Erhalt einer zufriedenstellenden Lebensqualität

für die Betroffenen und ihre Angehörigen zu ermöglichen.

Trempa 2011 – der Patientenclub hält weiter die Treue

Zum 37. Mal stand das Himmelfahrts-Wochenende im Juni 2011 ganz im

Zeichen der Wiedersehensfreude, als das Treffen der ehemaligen Patienten

– kurz: Trempa – stattfand. Rund 130 ehemalige Patienten und ihre Angehörigen

trafen sich für ein langes und wie immer äußerst abwechslungsreiches

Wochenende in Rotenburg. Thomas Scheibner vom Freizeitzentrum und

Ergotherapeut Peter Kreiling wurden bei der Organisation des Treffens von

ihren ehemaligen Kolleginnen Helma Göb und Rosi Scheibner sowie vom

früheren Leiter des Freizeitzentrums, Lothar Kolb, unterstützt. Bei allem, was

diese Fünf dann auf die Beine stellten lautete die oberste Devise: Der Spaß

und das gesellige, unbeschwerte Miteinander stehen stets im Vordergrund.

Ausgangspunkt der Aktivitäten ist immer das Freizeitzentrum mit seinen

fast rund um die Uhr geöffneten Werkstätten. Neben Spieleabend, Grillabend,

Show- und Unterhaltung, PC-Schulung, Wassergymastik sowie Ausflugsfahrten

kommen auch medizinische Informationen nicht zu kurz. Im

Patientenclub kann jeder ehemalige Patient kostenlos Mitglied werden. Vielleicht

wäre ja das nächste Treffen (28. Mai bis 3. Juni 2012) eine gute Gelegenheit

zum Kennenlernen – nähere Infos unter www.hkz-rotenburg.de.


24 25

Aus den Kliniken

Das Ethikkomitee im Herz- und Kreislaufzentrum

Ethik, die Lehre vom richtigen, vom sittlichen Handeln, durchdringt die gesamte

Medizin und Pflege. Der Wunsch, ethisch zu handeln, Gutes zu tun,

ist das wesentliche Motiv für die Berufswahl vieler Menschen in Gesundheitsberufen.

Also, so müsste man meinen, ist Ethik im Gesundheitswesen eine

Selbstverständlichkeit. Allerdings gibt es auch in ganz praktischen Fragen

im einzelnen Behandlungsfall immer wieder eine Wahlmöglichkeit zwischen

verschiedenen Vorgehensweisen. Gerade bei schwierigen Entscheidungssituationen

im Einzelfall fühlen sich die verantwortlichen Entscheidungsträger

ebenso wie die beteiligten Mitarbeiter und Angehörigen und mitunter

auch der Patient selbst aber allein gelassen oder überfordert.

Deshalb hat sich am HKZ aus der schon länger bestehenden Ethikrunde ein

Ethikkomitee gegründet, welches in solchen Situationen Rat und Unterstützung

bieten kann. Die beteiligten engagierten Mitarbeiter aus verschiedenen

Berufen haben sich in die Materie vertieft und bieten bei entsprechenden

Fragestellungen künftig so genannte „Ethikkonsile“ an. Außerdem sollen

Schulungen und Veranstaltungen zum Thema angeboten werden. Die

Vorsitzende des Ethikkomitees ist Klinikseelsorgerin Gerlinde Rothhardt. Zum

Vorstand gehören weiter Dr. Detlef Schellenberg und Ulrich Borgmann. Im

Dezember 2011 wurde Prof. Dr. Christian Vallbracht, Direktor der Kardiologie,

zum Ethikbeauftragten gem. Hessischem Krankenhausgesetz bestellt.

Die Patientenverfügung

Das Ethikkomitee des Herz- und Kreislaufzentrums hatte im September zu

einem Seminar über „Die Patientenverfügung“ eingeladen. Rund 80 Teilnehmer

aus dem HKZ und Gesundheitseinrichtungen der Region kamen in

den Festsaal. Mit Privatdozent Dr. Alfred Simon von der Akademie für Ethik

in der Medizin in Göttingen gab ein besonders kompetenter Referent Auskunft.

Nach einem präzise die komplizierte Rechtslage erläuternden Referat

wurden etwa eine Stunde lang intensiv Fragen verschiedener Teilnehmer

diskutiert und ganz praktische Maßnahmen erarbeitet.

Das Kodierteam – wichtige Arbeiten im Hintergrund

Im Jahr 2011 wurde das Kodierteam verstärkt, um den gestiegenen Anforderungen

hinsichtlich Kodierung und DRG-Abrechnung in den Bereichen

der Neurologie und der Pneumologie gerecht zu werden. Als neue Kräfte

wurden Christiane Müller und Marleen Reichl, beide mit langjähriger Erfahrung

im Gesundheitswesen, in die komplexe Materie der Krankenhausabrechnung

eingeführt. Zusätzlich ist die immer umfänglichere Fallerörterung

mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) täglich von der

Leiterin des Teams, Gabriele Steiner, zu bewältigen. Das Team unterstützt

außerdem spezielle Verwaltungsaufgaben und die Qualitätssicherung.

Die Mitglieder des Ethikkomitees: (v.l.) Sebastian Bönisch, Gabriele Steiner, Heidi

Sommer, Volker Kummer, Gerlinde Rothhardt, Ines Mohr, Ute Manns, Sigrun Geiß,

Ines Pescht-Schade, Ulrich Borgmann und Stefan Wild. Auf dem Foto fehlen: Dr.

Detlev Schellenberg, Manja Wittig und Martin Matthews.

Dr. Alfred Simon stellte auf einer Veranstaltung des Ethikkomitees im September

interessante Aspekte in Sachen „Patientenverfügung“ vor.

Im Reich der Patientenakten – das Kodierteam (v.l.) mit Leiterin Gabriele Steiner,

Manja Wittig, Petra Schörner, Michaela Schmidt, Marleen Reichl, Ahmet Ceylan

und Christiane Müller.


26

Schon am Tresen beginnt´s genesen – die HKZ-Rezeption: (v.l.) Martin Matthews,

Leiter des Patientenmanagements, Rezeptionsleiter Christoph Zwiener, Ute-Karola

Schäfer, Friederike Jourdan, Tamara Kratzenberg und Gisela Nattermüller.

Auch für die Information im HKZ Aktiv gilt die Zertifizierung – für die Umsetzung

der Vorgaben sorgen (v.l.) Abteilungsleiter Ludwig Möller, Robert Kruppa, Helga

Heckmann und Sandra Kerst-Renner.

Ein Kran war nötig, um die Teile für das

neue Blockheizkraftwerk an den vorgesehenen

Standort zu hieven. Ein Blick in

die Heizzentrale des Klinikzentrums.

Verwaltung – HKZ Aktiv – Technik

Von der „Zentrale“ zur zertifizierten Rezeption

27

Im Mai 2011 haben die Rezeption am Haupteingang und auch die Information

im „HKZ-Aktiv“ das Zertifikat der „Service-Qualität Deutschland“ erhalten.

Natürlich gehören die Rezeptionen zu den übergreifenden Bereichen,

die im Rahmen der ISO-Zertifizierung bereits nachgewiesen haben,

dass sie hohen Qualitätsansprüchen genügen. Die Eigenarten einer Rezeption

sind dort aber nur am Rande abgebildet, so dass eine Möglichkeit gesucht

wurde, die Rezeption noch wirksamer einer Qualitätsbetrachtung zu

unterziehen. Dazu war die vom Deutschen Tourismusverband ausgehende

Initiative „Service-Qualität Deutschland“ besonders geeignet. Dieses Verfahren

fordert die genaue Dokumentation der zentralen Strukturen und Prozesse

in Rezeptionen in Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen. Die

Dokumentationen sind einzureichen und werden von Experten beurteilt.

Mit dem Wunsch, alles einmal „von der anderen Seite des Tresens“, also

aus Kundensicht, zu sehen, fing alles an. Im Verlauf der Vorbereitung auf die

Zertifizierung wurde vom Team der Rezeption so einiges in Bewegung gebracht.

Dabei veränderte sich die Rezeption von einer bloßen Telefonzentrale,

an der man Zimmernummern erfragen konnte oder sich Anrufer telefonisch

verbinden lassen konnten, zu einer Dienstleistungsabteilung mit vielfältigem

Service, ähnlich einer Hotel-Rezeption, z. B. mit Gästezimmerreservierungen,

Zimmervermietungen, das Abrechnen von Telefonen und

Eigenanteilen. Durch die Einrichtung eines zweiten Arbeitsplatzes und einer

Doppelbesetzung in arbeitsintensiven Zeiten wurde die Bearbeitung externer

Telefonate beschleunigt und verbessert. Gleichzeitig wird die Verzahnung

der Arbeitsprozesse mit der Patientenaufnahme intensiviert und somit

der Kundenservice auch hier weiter optimiert.

Die Rezeption gab sich ein Teamversprechen, in dem die zentralen Elemente

der Leistungserbringung festgehalten sind. Mit dem ersten Zertifikat der

ersten Stufe ist ein Zwischenziel erreicht. Das ist aber gleichszeitig ein Ansporn

zu weiteren Zielen und zur Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Die Servicequalität ist, z. B. durch aktive Abfrage der

Kundenwünsche, kontinuierlich zu überprüfen, zu optimieren und den Bedürfnissen

der Kunden weiter anzupassen, um als Aushängeschild des HKZ

zum Erfolg der Kliniken wirksam beizutragen.

Blockheizkraftwerk, Wasserleitung, Brandmeldetechnik

Die Aufgaben der Haustechnik waren auch in diesem Jahr wieder recht vielseitig

und umfangreich. So kam es u. a. zu größeren Veränderungen in der

Heizzentrale. Die E.ON Mitte Wärme GmbH hat die vier technisch veralteten

BHKW-Module aus 1994 demontiert und an gleicher Stelle ein modernes

Erdgas-BHKW aufgestellt. Des Weiteren wurden Wasser- und Heizungsleitungen

erneuert, die Brandmeldetechnik ausgebaut und für die kardiologische

Reha 44 neue, elektrisch verstellbare Betten angeschafft.


28 29

Klinikseelsorge – Grüne Damen

Die neue Klinikkapelle am Haupteingang

„Glaube, Liebe, Hoffnung ...“ – die Botschaft an der

Schiebetür ist gleich nach Betreten durch den HKZ-

Haupteingang gut zu erkennen. Die neue Klinikkapelle

hat einen ganz prominenten Platz in der Eingangshalle

bekommen. Und nach nun gut einem Jahr kann man

sagen, dass sich der Umzug aus dem Untergeschoss des

Dr. Durstewitz-Hauses hinauf ins Rampenlicht absolut

gelohnt hat. Der neue Raum, ein künstlerisch wertvoller

Blickfang im Klinikensemble, lockt deutlich mehr Besucher

in die Gottesdienste am Samstagmorgen und in die Andachten am

frühen Dienstagabend. „Die Zahlen haben sich mehr als verdoppelt“, darf

die Klinikseelsorge nach dem ersten Jahr ohne Übertreibung feststellen. Ein

Grund mehr für Geschäftsleitung und Klinikseelsorge an dieser Stelle noch

mal ein Dankeschön an alle Unterstützer und Spender zu richten.

Am 8. Dezember 2010 fand nach einer rekordverdächtigen Umbauphase

die Einweihung mit einem feierlichen Gottesdienst statt. Zwei stimmungsvolle

Stunden mit vielen interessanten Beiträgen gaben dem Anlass einen

ganz besonderen Rahmen. Die Video-Übertragung auf eine Leinwand ins

Foyer sorgte dafür, dass rund 200 Gäste dem Ereignis beiwohnen konnten.

Neben dem Team der HKZ-Klinikseelsorge (s. rechts) gestalteten Prälatin

Marita Natt (ev. Kirche), Domkapitular Rudolf Hofmann (kath. Kirche) den

Gottesdienst, unterstützt auch von den HKZ-Mitarbeitern Martina Allmeroth-

Akien, Martin Matthews sowie Dr. Joachim Schuchert und seinem Sohn Marvin,

die an Orgel und Cello für einen musikalischen Beitrag sorgten.

Die Grünen Damen

Im Februar 2011 fanden im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung auch

die Grünen Damen vom HKZ und vom Kreiskrankenhaus Rotenburg den

Weg in die Klinikkapelle. Pfarrerin Gerlinde Rothhardt erläuterte ihnen die

Entstehungsgeschichte der Kapelle und die Inspiration des Künstlers Tobias

Kammerer bei der Ausgestaltung. Anschließend erfuhren sie in einem kleinen

Seminar noch Wissenswertes zum Thema „Gesprächsführung“. Solche

Treffen der Grünen Damen sollen künftig regelmäßig durchgeführt werden.

Ansonsten ist die Gruppe im HKZ, der zurzeit 13 Damen und ein Herr angehören,

mit ihren ehrenamtlichen Patientenbesuchen voll ausgelastet. Sie

kümmern sich vorbildlich um viele kleine und auch mal etwas größere Wünsche

der Patienten. Im Jahre 2012 wollen die Grünen Damen um Leiterin

Hannelene Drexler dann ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Natürlich würde

man sich auch freuen, im Jubiläumsjahr vielleicht ein paar Neuzugänge begrüßen

zu können – Kontakt zu den Grünen Damen im HKZ über die Rezeption

– Tel. 0 66 23 – 88 - 0, patienteninformation@hkz-rotenburg.de.

Viele Gäste und Patienten waren der Einladung zur Kapelleneinweihung gefolgt.

Per Leinwand wurde der Gottesdienst aus der voll besetzten Kapelle ins Foyer

übertragen und konnte auch dort mitgefeiert werden.

Am Adventskranz brennt die zweite Kerze. Nach dem ökumenischen Gottesdienst

zur Einweihung stellte sich das Team der Klinikseelsorge an den Altar: (v.l.) Pfarrerin

Dorothea Alogas, Diakon Johannes Wiegard, Pfarrerin Karin Ludwig-Heiderich

und Pfarrerin Gerlinde Rothhardt.

Die Grünen Damen aus dem HKZ und dem Kreiskrankenhaus besichtigten die Klinikkapelle

anlässlich einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung im Februar.


36 37

Sonstiges & Sportliches in Kürze ...

Reha-Re-Zertifizierung

Mit dem zweiten Überwachungsaudit,

das im August erfolgreich durchgeführt

wurde, hat schon der Countdown für

die Re-Zertifizierung der Reha-Kliniken

und der übergreifenden Bereiche begonnen.

Regelmäßig trifft sich deshalb

die Qualitätsmanagement-Moderatorengruppe

(Foto).

Hausarztakademie

Zusammen mit anderen Gesundheitseinrichtungen

und Arztpraxen im Kreis

Hersfeld-Rotenburg gehört das HKZ zu

den Gründungsmitgliedern der Hausarztakademie.

Der zur Sicherung der

hausärztlichen Versorgung gegründete

Verein wirbt gezielt im Internet um

Ärztenachwuchs für unsere Region.

Viele Politiker im HKZ

Der Patientenbeauftragte des Bundestages,

Wolfgang Zöller (CSU, Foto 6. v.l.),

und Prof. Dr. Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer

Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

sowie der hessische

Gesundheitsminister Stefan Grüttner

(CDU, Seite 18) und zahlreiche Lokalpolitiker

besuchten in 2011 unser Haus.

Hygienesymposium

Um Prävention postoperativer Wundinfektionen,

EHEC und Problemkeime

wie MRSA und ESBL ging es beim regelmäßig

stattfindenden Hygienesymposium

im November. Vier externe Referenten

informierten über die aktuellen

Themen. Die Fortbildungsveranstaltung

wurde erneut gut angenommen.

aus Hersfelder Zeitung vom 14.7.11

www.hausarztakademie-hersfeld-rotenburg.de

Jetzt kann sie wieder lachen

Über einen Arzt aus Nordhessen kam

eine junge Frau aus dem fernen Asien

ins HKZ, nachdem in ihrem Heimatland

eine Behandlung nicht möglich war. Die

lebensrettende Operation wurde kostenlos

durchgeführt. Stationsschwester

Annegret Heller, Dr. Edith Wegehenkel

und Stefan Wild (v.l.) freuen sich mit ihr.

Benefit: Herzen und Herzläufer

Ein herzliches Dankeschön geht an Irmgard

Reyer-Hummel, die im Laufe des

Jahres in der Ladenpassage ihre selbstgebastelten

Herzen verkauft hat. Der

Erlös geht zusammen mit den Startgeldeinnahmen

der beiden Herzläufe

an die Aktion für behinderte Menschen

im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Neuropa-Cup nach Bad Hersfeld

Auf dem Platz hinter der Rodenberg-

Klinik wurde zum achten Mal der von

Turnier-Initiator Dr. Andreas Nachtmann

gestiftete Neuropa-Cup ausgespielt. Im

Modus jeder-gegen-jeden setzte sich als

spielstärkste Mannschaft ganz klar das

Kleinfeldteam aus dem Klinikum durch.

Herzlichen Glückwunsch!

www.vitalregion.de

Musical-Hits in der HKZ-Arena

Holk Freytag (Mitte), Intendant der Bad

Hersfelder Festspiele, ist von der Atmosphäre

der Freilichtbühne am HKZ ganz

angetan. Deshalb präsentierten auch in

diesem Jahr wieder Muscial Stars aus

der Stiftsruine bekannte Melodien in

der „HKZ-Arena“. Und die vielen Besucher

waren einmal mehr ganz nah dran.

Verschönerungsarbeiten

Ob direkt vor dem Haupteingang, am

ehemaligen Brunnen gegenüber, den

Palmen im Schwimmbad oder in manchen

unscheinbaren Ecken im ganzen

Haus ... – mit geschickter Hand und Einfallsreichtum

gingen Ingrid Brückmann

(l.) und ihre Mitstreiter, hier Sonja Koch

und Enrico Schütz, zu Werke.

Im Mai dabei: Vitaltag 2012

Das Fuldatal bewegt sich! Am Sonntag,

dem 6. Mai 2012 soll der Vitaltag die

Menscheit wieder ins Freie locken. Das

Fachforum Vitalregion im Verein Pro

Region Mittleres Fuldatal lädt dann erneut

alle bewegungsfreudigen Zeitgenossen

zur Radtour, Wanderung oder

zum Lauf nach Ludwigsau-Mecklar ein.


32 33

Aus dem Mitarbeiterkreis

Langjährige Treue zum Unternehmen

Gerade in der heutigen recht wechselhaften Zeit darf eine langjährige Betriebszugehörigkeit

schon als etwas Besonderes gelten. So freut man sich

auch im HKZ, dass im zu Ende gehenden Jahr 2011 insgesamt 29 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter Glückwünsche für runde Jubiläen entgegennehmen

können. Geschäftsleitung und Betriebsrat gratulierten bei einem Empfang

im Dezember ganz herzlich – Foto rechts.

35 Jahre Betriebszugehörigkeit: Marie-Luise Bämpfer (Med. Schreibdienst),

Heidi Kairat (Küche), Erika Krah (Pflegedienst), Klaus Neuschäfer (Küche)

und Rainer Stunz (Technik).

30 Jahre Betriebszugehörigkeit: Waltraut Baldszuhn (Küche), Susanne

Hoyer (Pflegedienst), Maria Jacek (Pflegedienst), Irene Kirst (Chefarzt-Sekretariat),

Gerd Krebs (Pflegedienst), Irene Maier (Diätassistenz), Gisela

Menzel-Hoeft (Pflegedienst), Jutta Schlein (Diagnostik) und Klaus Werner

(Rezeption).

25 Jahre Betriebszugehörigkeit: Michaela Deist (Physiotherapie), Susanne

Hafermas, Anette Hedderich, Silvia Helbig, Claudia Jabren, Petra Kehres (alle

Pflegedienst), Ilianoush Khazarian (Diagnostik), Birgitt Klee-Borgmann, Margrit

Kuhnau (beide Labor), Monika Pross, Ute Schünke, Heidi Sommer (alle

Pflegedienst), Reinhilde Schreiber (Hauswirtschaft), Rosemaria Stiel (Med.

Schreibdienst) und Heike Witzel (Pflegedienst).

Seit März am Start: Die H-Gazett´

berichtet aktuell für die Belegschaft

Gazette heißt schlicht Zeitung und kommt aus dem

Italienischen, wo die erste Gazette 1536 herausgegeben

wurde. Heute kennt man vor allem die Gazetta

dello Sport. „La Gazetta Hakazetta“, kurz: die H-

Gazett´ ist die neue Mitarbeiterzeitung fürs HKZ. Seit

März sind in 2011 bereits vier Ausgaben erschienen.

Auf jeweils acht Seiten wird darin über Neuigkeiten

aus dem Hause berichtet. Eine kleine Redaktionsrunde

bereitet die Themen vor – mitarbeiten und Beiträge einreichen

darf jeder –, die Marketing-Abteilung sorgt für

die Fotos und das Layout, der Druck erfolgt in der Hausdruckerei

– der Informationsaustausch profitiert davon.

Attraktive Ausbildungsberufe im Hause

Im HKZ sind aktuell 22 Auszubildende, 13 Praktikanten/-innen und 3 Bundesfreiwilligendienstleistende

beschäftigt. Bei Interesse an den Ausbildungsberufen

können Sie gerne das Faltblatt „Ausbildungsberufe im HKZ“ anfordern

– Kontakt: Personalleiter Gerhard Mutter, Tel. 0 66 23 – 88 - 54 18.

Marie-Luise Bämpfer Heidi Kairat

Erika Krah Klaus Neuschäfer

Rainer Stunz

Herzlichen

Glückwunsch!

Maria Jacek Irene Kirst

Gisela Menzel-Hoeft

Gerd Krebs

Jutta Schlein Klaus Werner

Ehrung der Jubilare 2011 am 1. Dezember

Neue Auszubildende

und Bundesfreiwilligendienstleistende mit Personalleiter Gerhard Mutter

(r.), Ausbilderin Regina Klarius (6.v.l.) und Andrea Iffert (3.v.r.) im Neuro-Park.


34

Vorschau: Die ersten Termine für 2012

Mi., 18. Januar 2012

Pneumologisches Vortragsforum

Sa., 4. Februar 2012

Rotenburger Arzt-Patienten-Seminar

So., 6. Mai 2012

Vitaltag im Fuldatal mit Ziel in Ludwigsau-Mecklar

28. Mai - 3. Juni 2012

Treffen ehemaliger Patienten (TREMPA)

So., 3. Juni 2012

9. Rotenburger Sommer-Herzlauf

Sa., 8. Dezember 2012

10. Rotenburger Winter-Herzlauf

Kontakt

www.hkz-rotenburg.de

Kardiologische Fachklinik

0 66 23 – 88 - 60 10

Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie

0 66 23 – 88 - 58 58

Klinik für Kardiologische Rehabilitation und Prävention

0 66 23 – 88 - 61 05

Neurologische Akutklinik & Klinik für Neurologische Rehabilitation

0 66 23 – 88 - 61 11

Klinik für Orthopädische und Traumatologische Rehabilitation

Tel. 0 66 23 – 88 - 61 21

Pneumologische Abteilung / Schlaflabor

Tel. 0 66 23 – 88 - 61 51

Herzschrittmacher Ambulanz – Tel. 0 66 23 – 88 - 62 44

Institut für Klinische Forschung – Tel. 0 66 23 – 88 - 59 90

Praxis- und Versorgungszentrum:

Ambulanz für Ernährungsberatung – Tel. 0 66 23 – 88 - 30 43

AWO-Seniorenresidenz Rodenberg – Tel. 0 66 23 – 88 - 61 50

Dermatologische Facharztpraxis – Tel. 0 66 23 – 88 - 51 72

Dialysezentrum – Tel. 0 66 23 – 88 - 66 13

HKZ Aktiv – Tel. 0 66 23 – 88 - 72 15

Internistische Facharztpraxis – Tel. 0 66 23 – 88 - 20 00

Kardiologische Facharztpraxis – Tel. 0 66 23 – 88 - 61 03

Ocurana Augen-Tagesklinik – Tel. 0 66 23 – 88 - 50 35

Praxis für Ergotherapie – Tel. 0 66 23 – 88 - 72 15

Praxis für Podologie (Med. Fußpflege) – Tel. 0 66 23 – 88 - 72 15

Praxis für Radiologie – Tel. 0 66 23 – 88 - 57 70

Urologische Facharztpraxis – Tel. 0 66 23 – 88 - 51 74

Zahnarztpraxis – Tel. 0 66 23 – 73 82

Diagnostisch-medizinisches Zentrum – Bad Hersfeld, Tel. 0 66 21 – 51 09 10

Die BKK Akademie (oben), die Verwaltungsfachhochschule

(r.o.) und

das Kreiskrankenhaus komplettieren

den Adventskranz im Fuldatal.

Am HKZ brannte im Advent 2008 erstmals

die große Kerze an der Bettenhausfassade

– sozusagen als echtes

„Highlight“ über dem Fuldatal.

Das „hohe Licht“ animierte sogleich

die anderen hohen Gebäude

in Rotenburg, sich der Aktion

anzuschließen. Und im Advent

2009 leuchtete dann erstmals

der komplette Kranz ins Land.

Aus vielen Richtungen sind

die Lichter gut zu erkennen

und passen nun bestens

zu der kleinen Geschichte

am Heftanfang.

➞ Seite 5

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