Schnappschuss 05/2015

RainerHoffmann

Das Magazin von Hoffmann-Photography

Schnappschuss

05/2015

Titelthema

Herbstimpressionen

Making of:

Glory Hole, Jasper NP, Kanada

Bilderwelten: Barockkirchen

Bildkritik

HOFFMANN

Photography


Inhalt 05/2015

Vorwort........................................................................................ 3

Titelthema

Herbstimpressionen...................................................................... 4

Bilderwelten

Barockkirchen............................................................................. 28

Technik und Bildbearbeitung

Weißabgleich leicht gemacht....................................................... 14

Making of: Glory Hole, Jasper NP............................................... 18

Kolumnen

Nachbelichtet – Leser fragen....................................................... 17

Was stimmt hier nicht? Bildkritik................................................... 22

Kurz belichtet ............................................................................. 27

Abgewatschelt – Louises Welt....................................................... 29

News

Neuer Kurs „Reif für die Insel – fotografieren mit allen Sinnen....... 10

Neuer Kurs „S/W sehen – S/W verstehen“.................................... 24

Termine...................................................................................... 30

Impressum................................................................................. 33

Schnappschuss-Archiv....................................... vierte Umschlagseite

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Vorwort

Der Sommer war mal wieder recht kurz. Jedenfalls

fühlt es sich im Rückblick so an.

Wenn Sie im Urlaub viel fotografiert haben,

dann ist jetzt die Zeit, die Fotos auszusortieren

(seien Sie tapfer!) und zu katalogisieren. Und natürlich

kann man jetzt, wo die Tage kürzer und kühler werden, auch das eine oder andere

Fotobuch gestalten.

Wir haben den Sommer genutzt und einige neue Fotokurse auf den Weg gebracht.

Zwei dieser neuen Kurse stellen wir Ihnen in diesem Schnappschuss vor. Aber wir haben

noch weitere neue Kurse und Reisen in der Vorbereitung. In den kommenden Ausgaben

werden wir Sie darüber informieren.

In dieser Folge starten wir eine Miniserie, die in loser Folge erscheinen wird: Das

„Making of “ eines Fotos mit technischen Daten und ein der Hintergrundinformation

zur Entstehung und Nachbearbeitung des Bildes. Los geht‘s mit „Glory Hole, Jasper

Nationalpark, Kanada“.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Rainer & Simone Hoffmann

Übrigens, um bei Facebook und Twitter mitlesen zu können, müssen Sie nicht Mitglied

sein. Folgen Sie einfach den Links unten auf dieser Seite oder auf unserer Website.

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Titelthema

Herbst-

Impressionen

Nach den Sommerferien mussten wir ja immer einen Aufsatz schreiben. „Was war

Dein schönstes Ferienerlebnis“ oder so ähnlich war die Aufgabenstellung. Charlie

Brown ist dazu nur eingefallen: „Der Sommer war sehr kurz“. Und in der Tat fühlt

es sich so an. Schon steht der Herbst vor der Tür. Aber mal ganz ehrlich: Der Herbst

ist ja sowieso die bessere Zeit zum Fotografieren, oder?

Herbstfarben

Wohl jeder verbindet mit dem Herbst die

Gelb-, Orange- und Rottöne des Laubes.

Wenn die Blätter sich zu verfärben beginnen,

die Tage aber noch sonnig und spätsommerlich

warm sind, dann ist es Zeit, die Kamera

aus dem Tiefschlaf zu holen. Garten, Wald

oder Felder verändern im Herbst ihren Charakter

vollständig und bieten eine Fülle von

Motiven. Das Grün des Sommers wird jetzt

langsam aber sicher von den warmen Farben

des Herbstes verdrängt.

Herbstlicht

Da die Sonne nicht mehr so hoch über dem

Horizont steht, ist den ganzen Tag über

„Fotografierlicht“, selbst in

der Mittagszeit. Je tiefer die

Sonne steht, desto gelblicher

wird das Licht und desto

stärker werden auch die

herbstlichen Farben betont.

Dies kann im Einzelfall zu

fehlerhaftem Weißabgleich

führen, da die Automatik

versucht, dominierende

Farben (z. B. formatfüllendes

gelbes Laub) zu kompensieren,

denn die Kamera

„glaubt“, dass ein Motiv

immer aus verschiedenen

Farben besteht. Einfarbige,

monochrome Motive gibt

4

HOFFMANN

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es in der kleinen Welt der Kamera einfach

nicht. Das Ergebniss sind dann häufig flaue,

ungesättigte Farben, die unserem Eindruck

von der Szene gar nicht entsprechen.

In solchen Fällen sollte man den Weißabgleich

auf „Tageslicht“ stellen. Kräftige,

leuchtende Farben sind dann auch bei

Motiven mit starken Farbdominanten sicher

gestellt (mehr dazu auf Seite 14).

Herbstwetter

Wenn die Tage kürzer und die Nächte kühler

werden, besteht gute Aussicht auf Morgennebel.

Wenn dann die Sonne den Nebel

langsam auflöst, ergeben sich

wunderbare Motive. Die

winzigen Wassertröpfchen

in der Luft streuen

das Licht und geben

den Objekten in der

Landschaft eine schöne

Tiefenstaffelung.

Allerdings muss

man rechtzeitig

vor Ort sein,

denn diese

Nebelstimmungen

dauern

normalerweise

nicht

sehr lange. Innerhalb

weniger Minuten kann der

Zauber verschwunden sein. Deshalb sollte

man, wenn möglich, bereits im Vorfeld geeignete

Motive ausfindig machen.

Aber auch Regen gehört zum Herbst.

Kein Grund, die Kamera im Rucksack zu

lassen. Gerade leichter Nieselregen kann zu

besonders reizvollen Aufnahmen führen.

Die Feuchtigkeit lässt die Blatter glänzen

und das sanfte, weiche Licht lässt die Farben

besonders intensiv und differenziert

erscheinen.

Herbstmotive

Natürlich bieten sich in

dieser Jahreszeit ganz

besonders Landschaften

mit Wald und

Herbstlaub an. Aber

auch im Garten finden

sich jede Menge Motive.

Insbesondere Detailaufnahmen

von Blättern

oder Beeren sind immer wieder

ein Foto wert.

Vergessen Sie aber auch nicht all die Verkaufsstände

am Straßenrand, die mit phantasievoll

gestalteten Kürbissen und anderen

herbstlichen Produkten auf sich aufmerksam

machen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie ein

paar Anregungen für Ihre eigenen Fotos.

Nutzen Sie den Herbst gut. Und vielleicht

machen Sie ja mal ein Fotobuch nur mit

herbstlichen Motiven.

Viel Spaß!

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Titelthema

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Titelthema

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News

Neu!

Reif für die Insel –

fotografieren mit allen Sinnen

23. bis 27. Oktober 2016

Die digitale Fotografie verführt uns nur allzu leicht dazu, einfach „draufzuhalten“

und Unmengen von Bildern auf die Speicherkarte zu bannen. Doch diese Methode

führt durchaus nicht immer zu wirklich überzeugenden Fotos. Wir wollen dagegen

unsere Motive genau betrachten und deren wesentliche Merkmale mit unseren Fotos

herausarbeiten. Die intensive Beschäftigung mit dem Bild steht im Vordergrund

dieses Workshops. Fernab von Hektik und Stress bietet die kleine ostfriesische Insel

Spiekeroog beste Voraussetzungen für entspanntes und aufmerksames Fotografieren

mit allen Sinnen.

Was Sie erwartet

Intensives, aufmerksames Fotografieren ohne

Hektik und Ihre persönliche fotografische

Weiterentwicklung sind das Ziel dieses Kurses.

Was Sie nicht erwarten sollten ist die Vermittlung

von trockenem, abprüfbarem Fotowissen.

Tag 1: Anreise und Kennenlernen

Sie treffen Rainer und Simone Hoffmann am

Fährhafen Neuharlingersiel. Auf der etwa

45minütigen Überfahrt nach Spiekeroog ist

bereits Gelegenheit zum Kennenlernen und

Fachsimpeln. Nach dem Einchecken im Hotel

gibt wir Ihnen zunächst einen Überblick über

die kommenden Tage und eine erste theoretische

Einführung. Den Abschluss des ersten

Tages bildet das gemeinsame Abendessen und

vielleicht ein Bier im Sir George’s Pub.

Tag 2: Die Wahrnehmung schärfen

In unserer hektischen Zeit nehmen wir uns

häufig kaum Zeit, genau hinzusehen und

die verborgenen Qualitäten unserer Motive

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zu entdecken. Allzu schnell drücken wir auf

den Auslöser und wenden uns dem nächsten

Objekt zu. Oder wir verzichten auf eine

Aufnahme, weil unsere „Schere im Kopf “ die

Situation als uninteressant, als banal oder

unattraktiv bewertet hat. Deshalb werden

wir uns heute ganz bewusst mit nur wenigen

Motiven (oder auch nur mit einem Motiv)

beschäftigen und sie intensiv zunächst

ohne, dann mit der Kamera erkunden. Nach

Möglichkeit versuchen wir dabei, unsere

Bewertung des Motivs auszuschalten und

uns ganz auf eine wertneutrale Betrachtung

zu beschränken. Rainer und Simone stehen

Ihnen dabei natürlich jederzeit mit Tipps und

Anregungen zur Seite.

Am frühen Nachmittag sichten Sie Ihre

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Fotos und wählen ein oder zwei Bilder für

die positive Bildbesprechung aus.

Die Zeit bis zum Abendessen nutzen wir

für weitere Fotos bei hoffentlich schönem

Licht.

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News

Tag 3: Die Stimmung spüren

Heute wollen wir versuchen, unsere Eindrücke

und Stimmungen in Bilder umzusetzen.

Licht, Wind, Gerüche, das Meeresrauschen,

all diese Sinneseindrücke können uns motivieren,

Fotos zu machen. Aber wie können

wir diese Stimmungen in einem Bild sichtbar

machen? Dazu müssen wir uns zunächst

darüber klar werden, was genau in uns den

Impuls auslöst, ein Foto zu machen.

Bereits vor dem Frühstück werden wir die

Insel erkunden und uns dabei ganz von unseren

subjektiven Eindrücken leiten lassen.

Nach dem herzhaften Frühstück haben

Sie nochmals ausgiebig Gelegenheit, weitere

stimmungsvolle Fotos zu machen.

Der Nachmittag steht wieder im Zeichen

der Bildbesprechung.

Tag 4: Die eigene Sichtweise entwickeln

Wer schon länger fotografiert hat irgendwann

das Gefühl, dass die eigenen Bilder alle

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irgendwie gleich oder doch zumindest sehr

ähnlich aussehen. Deshalb wollen wir heute

versuchen, unsere eigene Sichtweise der

Dinge zu entwickeln. Vergessen Sie alles, was

Sie über Bildgestaltung gelesen oder gehört

haben. Machen Sie es einfach ganz anders!

Alles ist erlaubt. Allerdings müssen Sie dann

akzeptieren, dass Ihre Ergebnisse vielleicht

nicht jedem gefallen.

Die heutige Bildbesprechung wird sicher

kontrovers ausfallen, aber auf jeden Fall wird

es spannend werden. Wir alle werden dabei

sehr viel lernen und für unsere weitere fotografische

Entwicklung mitnehmen.

Tag 5: Abreise

Nach dem Frühstück begeben wir uns zum

Fährhafen Spiekeroog und setzen über zum

Festland. Während der Fahrt können wir die

vergangenen Tage nochmal Revue passieren

lassen und uns über gelungene Fotos „von der

Insel“ freuen.

Fotokurs

„Reif für die Insel“

Termin: 23. - 27. Oktober 2016

Preis: 1095,00 EUR p.P. im Einzelzimmer

Min. 7, max. 10 Teilnehmer

Weitere Informationen und

Buchung bei

Fototrainer4you

Eingeschlossene Leistungen

• Kursleitung

• Positive Bildkritik

• 4 Übernachtungen mit Frühstück im Einzelzimmer

mit Dusche/WC

• 4 x 3-Gänge Abendessen

• 2 Freigetränke im Sir George’s Pub (eingeschränkte

Auswahl)

• Fährüberfahrt Neuharlingersiel – Spiekeroog

und zurück

• Kurtaxe

• Reisesicherungsschein der tourVERS AG

Nicht eingeschlossen sind:

• An- und Abreise bis/ab Neuharlingersiel

• Parkgebühren in Neuharlingersiel

• optionaler Koffertransport Spiekeroog Hafen

– Hotel und zurück per Inselspedition

• Getränke und Verpflegung außer den oben

angeführten

• Trinkgelder

• Ausgaben persönlicher Natur

Anmeldeschluss: 15. September 2016

Falls die Mindestteilnehmerzahl bis zu diesem

Zeitpunkt nicht erreicht ist, fällt der Kurs aus.

Ist die Mindestteilnehmerzahl erreicht, bedarf

eine spätere Anmeldung der vorherigen Absprache.

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Technik und Bildbearbeitung

Leuchtstoffröhren sind ein Sonderfall und

können nicht genau einer bestimmten Lichtfarbe

zugeordnet werden. Üblicherweise

nimmt man eine Farbtemperatur von etwa

3.800 K an.

Damit das Foto keinen Farbstich hat, sollte

die Kamera in aller Regel auf die Farbtemperatur

des herrschenden Lichts eingestellt

sein. Ist das nicht der Fall, hat das resultierende

Foto einen mehr oder weniger starken

Farbstich.

Macht man etwa an einem sonnigen Tag

eine Außenaufnahme mit dem Weißabgleich

für Kunstlicht, hat das fertige Foto einen

starken Blaustich (siehe Foto nächste Seite

oben). Da die Kamera „glaubt“, das Licht

wäre sehr gelblich (2.850 K), es in Wirklichleicht

gemacht

Der Weißabgleich ist eine der Einstellungen einer digitalen Kamera, die wir aus der

analogen Zeit nicht wirklich kannten. Die Diafotografen hatten zwar die Auswahl

zwischen Tageslicht- und Kunstlichtfilm, aber das war es dann auch schon. Wer mit

Negativfilm für Abzüge gearbeitet hat, hatte in dieser Hinsicht gar keine Wahl. Entsprechend

groß ist bei Einsteigern in die Digitalfotografie häufig die Verunsicherung

beim Thema Weißabgleich.

Warum überhaupt Weißabgleich?

Entgegen unserer persönlichen Wahrnehmung

ist Licht nicht farblos. Es variiert

stattdessen zwischen gelblich und bläulich,

je nach Art der Lichtquelle, Tageszeit oder

Wetter. Die Lichtfarbe wird auch Farbtemperatur

genannt und in Kelvin (K) gemessen.

Klassisches Glühlampenlicht ist gelblich-rötlich,

entsprechend einer Farbtemperatur von

2.800 bis 3.200 K. Mittleres Tageslicht entspricht

etwa 5.500 K, genauso wie Blitzlicht.

An einem bewölkten Tag liegt die Farbtemperatur

bei ca. 6.500 K. Befindet man sich an

einem wolkenlosen Tag im Schatten eines

großen Gebäudes, reflektiert Himmelsblau

in die Schattenpartien und das Licht nimmt

eine deutliche Blaufärbung an (ca. 7.500 K).

2.850 K 3.800 K

5.500 K 6.500 K

7.500 K

Kunstlicht Leuchtstoffröhre Tageslicht / Blitz Bewölkt Schatten

14 HOFFMANN

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keit aber deutlich in Richtung bläulich geht

(5.500 K), ist das Ergebnis tatsächlich blaustichig:

Weißabgleich führt wegen der großen blauen

Fläche nicht zu einer korrekten Farbwiedergabe.

Während die roten Beeren noch

akzeptabel aussehen, sind die kräftig grünen

Minzeblatter viel zu gelblich und der Hintergrund

kippt in Richtung Violett.

Weißabgleich bei JPG und RAW

Welche Auswirkungen ein fehlerhafter Weißabgleich

im Extremfall haben kann, zeigen

die Bildbeispiele oben sehr deutlich.

Nun könnte man argumentieren, dass ja

in jedem Bildbearbeitungsprogramm Funktionen

zur Farbkorrektur vorhanden sind

und man folglich Farbstiche in der Nachautomatischer

Weißabgleich

Weißabgleich

„Kunstlicht“

Zu Diazeiten haben manche Fotografen

diesen Effekt ganz bewusst eingesetzt, indem

sie Kunstlichtfilm bei Tageslicht benutzt

haben.

Automatischer Weißabgleich (AWB)

Die Standardeinstellung der Kamera ist normalerweise

der automatische Weißabgleich

(AWB = Automatic White Balance). Dabei

analysiert die Kamerasoftware die Farben

des Motivs und berechnet daraus einen

Weißabgleich. In den meisten Fällen hat das

mit der Einstelllung AWB aufgenommene

Foto keinen oder keinen nennenswerten

Farbstich. Das liegt daran, dass durchschnittliche

Motive aus einer Mischung unterschiedlicher

Farben bestehen.

Hat das Motiv jedoch eine ausgeprägte

Farbdominante, kann es sein, dass die Kamera

diese dominierende Farbe als Farbstich interpretiert

und versucht, ihn zu kompensieren.

Das Resultat sind dann eher gedämpfte

und teilweise auch falsche Farben.

Die folgende Studioaufnahme wurde mit

Kunstlicht (ca. 3.000 K) aufgenommen. Die

Schale mit den Beeren stand dabei auf einem

intensiv blauen Karton. Der automatische

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Mit der Einstellung des Weißabgleichs

auf die korrekte Lichtfarbe, also Kunstlicht,

werden alle Farben im Bild richtig widergegeben.

Das die Beeren unten in der Schale

jetzt einen Blaustich haben, ist durchaus

normal. Der blaue Karton, auf dem die Schale

steht, reflektiert natürlich blaues Licht auf

die Beeren.

In solchen Fällen ist also die Einstellung

des Weißabgleichs durchaus wichtig.

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Technik und Bildbearbeitung

bearbeitung ausfiltern könnte. Das stimmt

allerdings nur bedingt. Wenn das Bild einen

sehr starken Farbstich aufweist, kann es sein,

dass eine nachträgliche Farbkorrektur nicht

mehr vollständig möglich ist.

Als Beispiel soll wieder das Foto des Bremer

Marktplatzes dienen, das bei Tageslicht

versehentlich mit der Einstellung „Kunstlicht“

aufgenommen wurde und daher einen

sehr starken Blaustich hat.

Auf den ersten Blick ist das eine deutliche

Verbesserung. Im direkten Vergleich zu einer

Aufnahme mit korrektem Weißabgleich

allerdings zeigt sich deutlich, dass das Foto

nicht mal halbwegs natürliche Farben aufweist.

In Photoshop kann man nun versuchen,

diesen Farbstich zu kompensieren, indem

z.B. das Kopfsteinpflaster vorne rechts im

Bild auf Neutralgrau gesetzt wird:

Leichte Farbstiche lassen sich in der

Nachbearbeitung weitgehend beseitigen.

Der richtige Weißabgleich ist allerdings

nur bei JPG-Dateien von entscheidender Bedeutung,

da hier ein falscher Weißabgleich

in die Farbe der einzelnen Pixel eingerechnet

wird. Das Bild wird also tatsächlich farblich

verändert.

Einer RAW Datei kann dagegen nachträglich

jeder beliebige Weißabgleich ohne

Qualtätsverslust zugeordnet werden.

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Kolumne

Nachbelichtet Leser fragen

Ich habe kürzlich in Zusammenhang mit Fotografie den Begriff „Luftperspektive“ gehört.

Ist das dasselbe wie Vogelperspektive?

Peter M.

Nein, diese beiden Begriffe bezeichnen völlig

unterschiedliche Dinge.

Von Aufnahmen aus der „Vogelperspektive“

spricht man ja bekanntlich, wenn das

Foto ein Motiv von oben zeigt, wenn es also

z. B. von einer Leiter, aus einem Flugzeug

oder von einem Berg aus gemacht wurde.

Der Begriff „Luftperspektive“ bezeichnet

dagegen einen atmosphärischen Effekt und

hat genau genommen gar nichts mit Perspektive

im eigentlichen Sinn zu tun.

Wenn z. B. in einem Landschaftsmotiv,

wie im Bild unten die Berge, unterschiedlich

weit von der Kamera entfernt sind, dann

erscheinen sie umso heller und umso bläulicher,

je weiter sie entfernt sind. Der Grund

dafür sind Staub und Feuchtigkeit in der

Luft, die sich immer stärker auswirken, je

größer die Luftmasse ist, die sich zwischen

Kamera und Objekt befindet.

Besonders ausgeprägt ist der Effekt morgens,

da dann noch viel Feuchtigkeit von

der Nacht vorhanden ist. Aber auch abends,

wenn mehr Staub in der Luft ist, ist dieses

Phänomen häufig zu beobachten.

Landschaftsfotografen machen sich diesen

Effekt gerne zu Nutzen, um dem Bild eine

optische Tiefenstaffelung zu verleihen.

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Technik und Bildbearbeitung

Making of:

Glory Hole, Jasper NP, Kan

Belichtungsmodus: Blendenpriorität,

Belichtungszeit: 2,5 sec.

Blende 22

ISO 200

24-105 mm / f 4.0 @ 32 mm

Grauverlaufsfilter ND 0.6

Color Enhancer

Stativ

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ada

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Technik und Bildbearbeitung

Making of:

Glory Hole, Jasper NP

Der Jasper Nationalpark in Alberta, Kanada, ist ein Eldorado für Landschaftsfotografen.

Hinter jeder Straßenbiegung halten die Kanadischen Rocky Mountains

neue visuelle Überraschungen bereit. Das Glory Hole, ein eher unscheinbarer Bach,

gehört nicht unbedingt zu den bekannten Ansichten des Parks.

Glory Hole?

Hätten wir nicht in Lake Louise ein kleines

Büchlein mit dem Titel „How to photograph

the Canadian Rocky Mountains“ gekauft, wir

hätten diesen Ort wohl nie gefunden. Der

Autor hatte uns neugierig gemacht, da er der

Meinung war, dass sich dort zu jeder Jahreszeit

und bei jedem Wetter eindrucksvolle

Aufnahmen machen lassen. Besonders gute

Chancen hätte man wohl bei Sonnenaufgang.

Das wollten wir experimentell überprüfen.

Früh raus

Von unserem Motel zum Glory Hole rechneten

wir ca. 1 Stunde Anfahrt. Um rechtzeitig

vor Sonnenaufgang vor Ort zu sein, mussten

wir gegen 4:30 Uhr aufbrechen. Leichter

Nieselregen und Temperaturen wenig über

dem Gefrierpunkt fühlten sich nicht sonderlich

erfolgversprechend an. Doch bei unserer

Ankunft regnete es zumindest nicht mehr.

Also bauten wir unser Stativ auf und

machten die Kamera fertig. Dann hieß es

warten und sich angeregt und laut, vor allem

laut, zu unterhalten, denn Mitte September

sind in dieser Gegend noch einige Schwarzbären

unterwegs, um sich ein Fettpolster für

den Winter anzufuttern.

Während es langsam heller wurde, lösten

sich die Wolken auf und schon bald beleuchtete

die aufgehende Sonne die restlichen

Wolkenfetzen von unten. Da sich die Lichtstimmung

sehr schnell veränderte, entstanden

Fotos im Minutentakt.

Aufnahmetechnik

Wegen der hohen Kontraste zwischen Himmel

und den Bergen bzw. den Bäumen war

ein Grauverlaufsfilter (ND 0.6) notwendig,

damit der Himmel nicht überbelichtet bzw.

der Vordergrund nicht unterbelichtet wurden.

Die Verlaufszone wurde dabei schräg

von links oben nach rechts unten gelegt (der

Bergkette im Hintergrund folgend), um

möglichst den ganzen Himmel abzudecken

(siehe Grafik).

Da die Verlaufsone dem Gebirgszug im

Hintergrund folgt, wurden dadurch auch

20 HOFFMANN

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die Bäume rechts weiter abgedunkelt. Da sie

gegen den hellen Himmel aber sowieso als

Silhouette abgebildet wurden, war dies nicht

weiter problematisch.

Eine HDR Aufnahme war wegen der

schnell ziehenden Wolken nicht möglich.

Zusätzlich zum Grauverlaufsfilter wurde

ein „Color Enhancer“ benutzt, ein Filter, der

Rot-, Orange- und Gelbtöne verstärkt.

Blende 22 ergab durchgängige Schärfentiefe

für das Motiv.

Nachbearbeitung

In der Nachbearbeitung wurden die Schattenpartien

ein wenig aufgehellt (Regler „Shadows“)

und die Lichter wiederhergestellt

(Regler „Whites“), siehe Screenshot. Die Gradationskurve

erhielt einen leichten S-Schlag.

Dabei wurden die Schattenpartien (gelber

Kreis) wieder ein wenig angegoben (d. h. heller

gemacht). Eine Anhebung der Farbsättigung

war dank des Color Enhancers nicht erforderlich

(Regler „Vibrance“ und „Saturation“).

Schließlich wurde der Weißabgleich auf

Tageslicht (5.500 K) gestellt, da der automatische

Weißabgleich ein wenig zu sehr in

Richtung bläulich tendierte.

Fazit

Die richtigen Information zu haben und

rechtzeitig vor Ort zu sein ist zwar keine

Garantie für gute Fotos, aber es erhöht die

Chancen.

Ist der Color Enhancer im digitalen Zeitalter

noch nötig? Nein. Aber manch einer fühlt sich

damit wohler als mit dem Sättigungsregler.

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Technik Kolumneund Bildbearbeitung

Was stimmt hier nicht? Bildkritik

Der Herbst in Neuengland ist so

bunt und farbenfroh, dass man

als europäischer Fotograf fast permanent

auf den Auslöser drücken

möchte.

Aber diese Straßenszene in Weston,

Vermont, ist trotz der schönen

Laubfärbung und der Häuser im

Kolonialstil merkwürdig leblos. Es

fehlt einfach etwas, das das Foto zu

einem Hingucker macht.

Doch der Fotograf musste nicht

lange warten. Das Fahrzeug aus

den 70er Jahren passt einfach perfekt

und macht aus dem Foto ein

Bild. In der unteren rechten Bildecke

platziert, komplementiert es

die Bäume und führt zu einer ausgewogenen

Komposition. Glück

gehabt? Sicher, aber es hilft, vorbereitet

zu sein.

Neue E-Mail Adresse?

Beim Versand unseres Newsletters kommt es regelmäßig vor, dass

die Mail nicht zugestellt werden kann, weil die E-Mail Adresse des

Empfängers nicht mehr existiert.

Wenn Sie beabsichtigen, Ihren E-Mail Provider zu wechseln oder

Sie sich eine schickere Adresse zulegen wollen, dann denken Sie

bitte daran, sich neu für den Newsletter anzumelden.

Wenn der Newsletter dreimal nicht zugestellt werden kann, löschen

wir Ihre Adresse aus der Abonnentenliste.

22 HOFFMANN

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Fotoreise

Kaneval

in Venedig

Info und Buchung bei

fototrainer

4

you

31.01 – 06.02.2016

ab EUR 1490,--

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Buchungsschluss

20.0ktober 2015

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News

Neu!

SW sehen – SW verstehen

27. bis 29. Mai 2016

Auch im digitalen Zeitalter ist die Faszination der Schwarz-Weiß Fotografie ungebrochen.

Gerade die Abstraktion durch den Verzicht auf die Farben, die uns üblicherweise

umgeben, führt zu ungewöhnlichen Fotos. Allerdings erfordert das

Erkennen geeigneter Motive und die anschließende Umsetzung der Farben in gut

abgestufte Grautöne ein wenig Übung.

Musste der Analogfotograf bereits im Vorfeld

der Aufnahme eine genaue Vorstellung von

der Schwarz-Weiß Umsetzung haben und

durch den Einsatz verschiedener Filter die

Steuerung der Grautöne festlegen, so hat sich

die Entscheidung, ob und wie wir ein Foto in

S/W konvertieren, auf den Zeitpunkt nach der

Aufnahme verlagert. Dennoch sollte auch der

Digitalfotograf ein gutes Gespür für geeignete

Schwarz-Weiß Motive entwickeln. Denn

nicht selten stellt sich heraus, dass ein Bild in

Farbe sehr ansprechend ist, ohne die Farbe

aber eher langweilig wirkt. Ziel dieses Kurses

ist es daher, ein grundlegendes Verständnis

für „Bilder ohne Farbe“ zu entwickeln, geeignete

Motive für die S/W Umsetzung zu finden

und die gezielte Steuerung der Grauwerte im

Bild zu beherrschen.

Was Sie erwartet

Nach einer theoretischen Einführung am

Freitagabend widmen wir uns am Samstag

nach dem Frühstück ganz der Motivsuche.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele

Fotos zu machen, sondern einige besonders

eindrucksvolle Motive zu finden, die sich besonders

gut für eine S/W Umsetzung eignen.

Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

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• Wirkt das Motiv hauptsächlich wegen der

Farben oder sind es die Kontraste?

• Hat das Motiv ausgeprägte Linien und

Formen?

• Hat das Motiv interessante Strukturen und

Texturen?

• Modelliert das Licht die Form des Motivs

gut heraus?

• Gibt es Farbkombinationen, die in interessante

Hell-Dunkel Effekte umgesetzt

werden können?

Wenn Sie Ihr Motiv erforschen, steht Ihnen

Rainer Hoffmann natürlich jederzeit mit

Rat und Tat zu Seite.

Nach dem Mittagessen sichten Sie – wenn

Sie möchten gemeinsam mit dem Kursleiter

HOFFMANN

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- Ihre Bilder und wählen einige für die spätere

Bearbeitung aus. Besonderes Augenmerk

liegt dabei auf den Kriterien, die für ein

gutes S/W Foto wichtig sind. Im Anschluss

folgt dann eine positive Bildkritik der ausgewählten

Fotos.

Am Abend beschäftigen wir uns dann mit

den wichtigsten digitalen Werkzeugen zur

Umsetzung der Farbfotos in S/W-Bilder. Dabei

arbeiten wir an exemplarischen Fotos des

Kursleiters, die bestimmte Aspekte der S/W

Umsetzung besonders gut illustrieren.

Der Sonntagvormittag steht dann für die

Bearbeitung Ihrer am Samstag ausgewählten

Fotos zur Verfügung. Natürlich gibt Ihnen

auch dabei Rainer Hoffmann jederzeit Hilfestellung.

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News

Den Abschluss bildet eine kurze Einführung

in das Thema „Farbmanagement und

Druck“, denn für eine gelungen Präsentation

edler Graustufenbilder ist es unerlässlich,

sich damit auseinander zu setzen.

Kursort

Der Kurs findet in Rehburg-Loccum, einem

kleinen Ort in der Nähe von Hannover, statt.

Das nahegelegene Kloster bietet uns eine

Vielzahl von interessanten Motiven.

Bitte beachten Sie: Die günstige Kursgebühr

für das Wochenendseminar inkl. Übernachtungen

und sämtlicher Verpflegung

ergibt sich daraus, dass es sich bei dem Veranstaltungsort

nicht um einen klassischen

Hotelbetrieb handelt. Daher können bei den

Mahlzeiten auch keine anderen Getränke als

die angeführten bestellt werden. Das Mitbringen

von Getränken und Essen ist nicht

gestattet. Im Haus steht ein Getränkeautomat

zur Verfügung, und in der Zeit zwischen

20.00 – 23.30 Uhr hat das hauseigene Bistro

geöffnet, wo Ihnen Bier, Wein, alkoholfreie

Getränke sowie süße und herzhafte Knabbereien

angeboten werden.

Fotokurs

„SW sehen – SW verstehen“

Termin: 27. - 29. Mai 2016

Preis: 369,00 EUR p.P. im Einzelzimmer

Min. 6, max. 10 Teilnehmer

Weitere Informationen und

Buchung bei

Fototrainer4you

Eingeschlossene Leistungen

• Kursleitung

• Positive Bildkritik

• 2 Übernachtungen mit Frühstück im Einzelzimmer

mit Dusche/WC

• 2 x 3-Gänge Menue mit Wasser

• 2 x Kaffee und Kuchen

• 2 x Abendessen am Büfett inkl. Wasser und Tee

• Reisesicherungsschein der tourVERS AG

Nicht eingeschlossen sind:

• An- und Abreise

• Verpflegung, außer wie oben angegeben

• Getränke und Verpflegung außer den oben

angeführten

• Trinkgelder

• Ausgaben persönlicher Natur

Anmeldeschluss: 20. März 2016

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Kolumne

Vorankündigung

Kurz belichtet

Schwan

Vorweihnachtliche

Foto(aus)zeit

Haben Sie vom 2. bis 4. Dezember 2016

schon etwas vor? Falls nicht, wie wäre es mit

einer Alternative zur Weihnachtsfeier im

Betrieb oder im Verein?

Bei unserer vorweihnachtlichen Foto(aus)

zeit wird es eine bunte Mischung aus Vorträgen,

Bilderschauen und natürlich viel

Fachsimpelei unter Gleichgesinnten geben.

Treffen Sie alte Bekannte oder lernen Sie andere

Hobbyfotografen kennen. Vielleicht ist

auch Louise von Tharau mit von der Partie...

Und das Beste: Es ist fast alles inklusive.

Für Unterkunft und Vollverpflegung, inklusive

Kaffee und Kuchen am Nachmittag, ist

gesorgt. Nur für die An- und Abreise nach/

von Rehburg-Loccum müssen Sie selbst

sorgen.

Nähere Infos folgen in einer der nächsten

Ausgaben des Schnappschuss. Oder schauen

Sie einfach auf unsere Facebook Seite.

Dieser Schwan schwamm uns im Reenagross Park in Kenmare,

Co. Kerry, Irland „über den Weg“.

Das abendliche Licht war wunderbar weich und tauchte die

ganze Szene in pastellige, luftige Farben. Wie geschaffen für das

elegante Tier.

Eine Belichtungskorrektur von + 2/3 war erforderlich, um

die Stimmung der Situation zu erhalten. Ohne Belichtungskorrektur

wäre der Schwan zu dunkel geworden.

Essenz des Tanzens

Viele Jahre haben wir auf Tanzturnieren im norddeutschen

Raum fotografiert. Die meisten Aufnahmen sind scharf, unverwackelt,

richtig belichtet, eben technisch in Ordnung.

Dieses Foto, obwohl nur zum Teil scharf, da mit langer Belichtungszeit

(1/2 sek.) plus Blitz aufgenommen, mag technisch

nicht allen Ansprüchen genügen. Aber es zeigt die Essenz des

Tanzens: Bewegung und Eleganz.

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Bilderwelten

Wer in den Süden der Bundesrepublik und insbesondere nach Bayern fährt, der

sollte sich unbedingt die eine oder andere barocke Kirche anschauen. Visueller

„Overkill“ ist garantiert.

Außen schlicht, innen „woah“

So schlicht barocke Kirchen (rechts im Bild

die Wieskirche) im Vergleich zu gotischen

Kathedralen äußerlich auch aussehen mögen,

so überwältigend ist es im Inneren. Für uns

moderne Menschen, die wir eher schlichtes

Design gewohnt sind, mag es manchmal

zuviel des Guten sein. Für die Kamera bieten

sich aber ein Fülle von Motiven. Fresken,

vergoldete Statuen, Bilder mit religiösen Mo-

28 HOFFMANN

Photography


Kolumne

Abgewatschelt

Louises Welt

Fotografieren und Backen

Haben Sie sich schon mal gefragt,

was Fotografieren und Backen gemeinsam

haben?

Na?

Eben. Herzlich wenig. Um nicht

zu sagen: gar nichts.

Seit Uromas Zeiten geht Backen

in etwa so: Man nehme 150 Gramm

Mehl, 3 Eier, 100 Gramm Zucker, eine Tüte Backpulver und verrühre

alles zu einem glatten Einheitsbrei. Dann ab damit für 20

Minuten bei 200 Grad in den Ofen. Fertig ist der Kuchen.

Wenn man sich an das Rezept hält, dann ist der Erfolg ziemlich

sicher. Der Kuchen gelingt immer!

Und fotografieren? Einige Teilnehmer in den Fotografie-

Grundkursen erhoffen sich von Rainer und Simone Rezepte wie

aus Dr. Oetkers Backbuch: Man nehme 1/125 Sekunde, Blende

8, ISO 200 und drücke auf den Auslöser. Fertig ist das perfekte

Bild. Genau das suggeriert ja auch die Werbung der Kamerahersteller.

Auch einige Buchautoren haben erkannt, was der Hobbyfotograf

will. Eine kurze (vermutliche unvollständige) Suche bei

Amazon ergab folgende Treffer:

tiven und die polierten Sitzbänke aus dunklem

Holz, ganz gleich wo man hinschaut, es

gibt immer etwas zu fotografieren.

Herausforderungen

Da es in Kirchen meistens dunkel ist und die

Verwendung eines Stativs zumindest nicht

gerne gesehen wird, sind hohe ISO Zahlen

unumgänglich. ISO 1600 bis 3200 sind häufig

notwendig. Ältere Kameramodelle kommen

da schnell an ihre (Rausch-) Grenzen.

Der Spiegelschlag einer Spiegelreflexkamera

hört sich in einem Kirchenschiff mit

seiner hervorragenden Akustik leicht wie ein

Hammerschlag an und kann für andere Besucher

sehr störend sein. Der „Leise-Modus“

mancher DSLR ist dann hilfreich. Besitzer

spiegelloser Kameras sind hier von Haus aus

im Vorteil.

HOFFMANN

Photography

o Fotos nach Rezept: Schritt für Schritt zum perfekten Foto

o Scott Kelbys Fotorezepte: 180 Wege zu professionellen

Bildern

o Kreative Blitzpraxis: Rezepte für das entfesselte Blitzen

Fotografieren nach Rezept. So einfach ist das. Nur Rainer

und Simone haben das noch nicht erkannt. Die machen immer

noch so umständliche Kurse, in denen es darum geht, die

Grundprinzipien zu verstehen. Oder die eigene Wahrnehmung

zu schulen. Oder Bilder zu analysieren, um zu verstehen, warum

ein Foto auf den Betracher wirkt, oder eben nicht.

Die beiden glauben tatsächlich, das Fotografieren mehr mit

Kochen als mit Backen zu tun hat. Beim Backen wird halt alles

nach Rezept zusammengerührt und man hofft, dass am Ende

der Garzeit etwas Essbares dabei heraus kommt. Beim Kochen

dagegen werden die Mengen variiert, es wird abgeschmeckt, die

Garzeiten werden nach Bedarf angepasst und so weiter und so

weiter.

Ist vielleicht auch gut so. Wenn wir alle nur nach Fotorezepten

fotografieren würden, käme auch nur Einheitsbrei heraus.

Ihre Louise von Tharau

29


Termine Fotoreisen & Fotokurse

fototrainer

4

Fotoreisen

31. Januar - 06. Februar 2016

Karneval in Venedig

4 Info & Anmeldung

8. bis 15 Mai 2016

Irland – der milde Südwesten

4 Info & Anmeldung

Fotokurse

04. - 07. Oktober 2015 (nur 3 Plätze frei)

Landschaftsfotografie im Harz

4 Info & Anmeldung

NEU!

09. - 11. Oktober 2015

Tierfotografie im Wildpark Lüneburger Heide

4 Info & Anmeldung

NEU!

27. - 29. Mai 2016

SW sehen – SW verstehen

4 Info & Anmeldung

23. - 27. Oktober 2016

Reif für die Insel

4 Info & Anmeldung

30 HOFFMANN

Photography


you

14.10.2015, 2.3.2016, 18.05.2016 (jeweils Beginn)

Landschaftsfotografie intensiv (6 Wochen)

Alle Facetten der Landschaftsfotografie

4 Info & Anmeldung

Reisefotografie intensiv (6 Wochen)

Aus Urlaubsbildern werden Reisefotos

4 Info & Anmeldung

Grundlagen der Bildgestaltung (6 Wochen)

„Goldener Schnitt“ und mehr

Die Welt der Farben (4 Wochen)

Farben als Gestaltungsmittel

4 Info & Anmeldung

4 Info & Anmeldung

Online-Kurse

Wenn es Nacht wird (4 Wochen)

Fotografieren in der Dämmerung und nachts

4 Info & Anmeldung

Entdecke die fotografische Vielfalt (6 Wochen)

Finden Sie Ihre fotografische Leidenschaft

4 Info & Anmeldung

Alle Online-Kurse sind auch in der Variante Online-Individuell mit einer Laufzeit von

12 Monaten und telefonischer Beratung buchbar.

Wichtiger Hinweis: Die nebenstehenden Fotokurse werden teilweise ohne Übernachtung/Verpflegung

und teilweise mit Übernachtung und Frühstück oder auch Halbbzw.

Vollpension angeboten.

Bitte beachten Sie in der Ausschreibung die eingeschlossenen Leistungen!

HOFFMANN

Photography

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Termine Fotokurse in Bremen

Tel.: 0421 / 323889

Kurse bei Foto-Bischoff, HB

17. Oktober 2015

Grundkurs Fotografie II

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

28. und 29. November 2015

Photoshop Lightroom

Adobes leistungsstarke Bildbearbeitungs- und

Bildverwaltungssoftware verständlich erklärt

4 Info & Anmeldung

9. Januar 2016

Grundkurs Fotografie I

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

16. Januar 2016

Wenn es Nacht wird

Fotografieren in der Dämmerung und bei Nacht

4 Info & Anmeldung

2. April 2016

Grundkurs Fotografie I

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

16. April 2016

Grundkurs Fotografie II

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

Kurse bei der

VHS Bremen

Die Anmeldung für diese Kurse erfolgt bei der

VHS Bremen, entweder Online vhs-bremen.de

oder telefonisch unter 0421 / 361-12345

Bitte Kursnummer angeben!

Fotokurse

27. September 2015

Basiswissen Fotografie Kurs-Nr. 71-040

Grundlagen der Fotografie

4 Warteliste

18. Oktober 2015

Basiswissen Fotografie Kurs-Nr. 71-042

Grundlagen der Fotografie

4 Warteliste

24. Oktober 2015 (Beginn)

Elemente der Bildgestaltung Kurs-Nr. 71-306

Jenseits des „Goldenen Schnitts“

4 Info

24. Oktober (Beginn)

Von Affe bis Zebra Kurs-Nr. 71-113

Fotografieren im Zoo (Hagenbeck)

4 Info

32 HOFFMANN

Photography


Impressum

Digitale Bildbearbeitung

19. Dezember 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 5

„S/W Digital“ Kurs-Nr. 71-812

4 Warteliste

10. Januar 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 6

„Automatisierte Bildbearbeitung

und Fotoverwaltung“ Kurs-Nr. 71-814

4 Info

23. Januar 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 7

„HDR und Panoramen“ Kurs-Nr. 71-816

4 Info

Bildungsurlaub

09. –13. November 2015

Bildungsurlaub „Digitale Bildbearbeitung“

Kurs-Nr. 71-803

4 Warteliste

22. –26. Februar 2016

Bildungsurlaub „Digitale Bildbearbeitung“

Kurs-Nr. 71-802

4 Warteliste

25. Oktober 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 1

„Basiswissen“ Kurs-Nr. 71-804

4 Info

21. November 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 2

„Digitale Farbe“ Kurs-Nr. 71-806

4 Info

22. November 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 3

„Collagen und Montagen“ Kurs-Nr. 71-808

4 Info

12. Dezember 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 4

„RAW Workflow“ Kurs-Nr. 71-810

4 Info

HOFFMANN

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Herausgeber:

Impressum

Rainer und Simone Hoffmann

Mühlenkamp 25

28857 Syke

Tel.: 04240 / 698

Verantwortlich für den Inhalt: Rainer Hoffmann

Redaktion:

Rainer Hoffmann

Tel.: 04240 / 698

E-Mail: rainer@hoffmann-photography.com

Alle Fotos © Rainer & Simone Hoffmann. Jegliche Verwendung

der Fotos bedarf der ausdrücklichen schriftlichen

Genehmigung durch die Bildautoren.

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