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rhb.ch

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INFO

RETICA

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IN DIESER AUSGABE

IR 01/2006

Editorial/Editoriale .............................................................................................................. 3

Die Stimme der Geschäftsleitung ....................................................................................... 4

La voce della Direzione ...................................................................................................... 5

Jahresergebnis 2005 ........................................................................................................... 6

Vorstellung Controlling und Rechnungswesen................................................................... 10

Ausbildung Express-Zugbegleiter ....................................................................................... 11

Servicewagen Glacier Express ............................................................................................ 13

Premierenfahrt im Glacier Express ..................................................................................... 18

Unsere Partner: RailGourmino swissAlps AG...................................................................... 20

Kaderworkshop in Vulpera ................................................................................................. 23

Pensionskasse der Rhätischen Bahn.................................................................................. 24

Pensionskasse als Investor ................................................................................................ 27

Personalkommission ........................................................................................................... 28

Informatik stellt sich vor .................................................................................................... 29

Personenunterführung Untervaz ......................................................................................... 33

Hochrechnung der Erlöse im Personenverkehr .................................................................. 34

SELVA Generalversammlung ............................................................................................... 36

Tag der offenen Tür in Thusis ............................................................................................ 37

Tag der offenen Tür in Landquart ...................................................................................... 38

Damals vor 50 Jahren ......................................................................................................... 40

Aus dem Pressewald: St. Galler Nachrichten ..................................................................... 42

Damals vor 30 Jahren ......................................................................................................... 43

Neues in Kürze .................................................................................................................... 44

Kunst im GB I ...................................................................................................................... 47

Mekka der Bahnfans ........................................................................................................... 48

Instruktionstag Samedan.................................................................................................... 49

Deal or no Deal................................................................................................................... 50

Personalchronik vom 2. März – 1. Juni 2006 ..................................................................... 51

RhB In-Team ........................................................................................................................ 53

Spontan ............................................................................................................................... 54

Wortspiel ............................................................................................................................. 55

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch

Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild: Glacier Express – Start in eine neue Ära

Bild: Peter Donatsch, Trogen

Nächster

Redaktionsschluss: 14. August 2006

Auflage: 3’200 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland CHF 35.–/Ausland CHF 40.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht,

jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier


EDITORIAL / EDITORIALE

RhB-Team vs. Schweizer Nati

Es mag Ihnen absurd vorkommen, dass ich

das Wort «Versus» verwende, was ja soviel

heisst wie gegen, gegenüber oder im Gegensatz.

Dieses Wort kommt aus dem Lateinischen

und wird in Hollywood nicht selten für

grosse Leinwandfilme verwendet.

Ich benutze es aber nicht aus dem Grund,

hier einen Oskar zu verdienen, sondern weil

ich damit einen Vergleich anstelle. Eine Gegenüberstellung,

die aufzeigen soll, dass diese

beiden Teams gar nicht so unterschiedlich

sind.

Geht es nicht auch in unserem Unternehmen

um das Zusammenspiel eines Teams? Und um

ein gutes Teamwork zu erreichen, braucht es

auch hier einen Sturm, ein Mittelfeld und eine

Verteidigung und vor allem eine gute Offensivstrategie,

wie dies ja auch seit einiger Zeit

unser Motto ist.

Spiel bedeutet nicht nur Spass. Spiel heisst

nicht, dass wir nicht den nötigen Ernst erkennen

sollten. Auch die Schweizer Nationalmannschaft

ist sich bewusst, dass sie sich

an dieser WM hart durchkämpfen muss. Die

Mannschaft muss einen guten Job auf dem

Rasen erledigen und wir innerhalb unserer

Unternehmung, um weiterzukommen.

Aus einem Team kristallisieren sich auch immer

wieder Stars heraus. Diese so genannten

Stars werden aber nur zu diesen, weil sie

auf eine gute Rückendeckung von ihren Mitspieler

rechnen können. Werden diese Stars

dann zu Einzelgängern, kann es sein, dass

sie ihr Team im Hintergrund verlieren und ins

Abseits verbannt werden. Hier setzte wohl

Köbi Kuhn ein Zeichen, indem er sich entschied,

Hakan Yakin erst mitzunehmen, nachdem

der Teamplayer Johan Vonlanthen verletzt

ausfiel.

Dass Veränderungen hin und wieder markante

Zeichen setzen, spiegelt sich auch in unserem

WM-Song «Hymna» wieder, der unerwarteter

Weise vom Churer-Rapper Gimma

gesungen wird. Wie sich herausstellte, sind

aber leider nicht alle Schweizer und Schweizerinnen

für Veränderungen bereit.

Also, spielen wir miteinander und nicht gegeneinander.

In diesem Sinne wünsche ich

gute und offensive Matches!

Squadra della FR vs. Nazionale

Svizzera

Vi sembrerà assurdo che io utilizzi la parola

«Versus» che, in fin dei conti, significa contro,

a confronto oppure contrario. Questa parola

deriva dal latino e a Hollywood, non di rado,

viene usata nei grandi schermi.

Oggi, in ogni modo, non la utilizzo per vincere

un Oscar bensì per fare un paragone. Un

confronto volto a dimostrare che queste due

squadre non sono poi tanto diverse l’una

dall’altra.

Nella nostra impresa si tratta pure del gioco

d’insieme all’interno di un team? Per ottenere

una buona collaborazione anche noi necessitiamo

un forte attacco, un centrocampo,

una difesa e, soprattutto, un’ottima strategia

offensiva – il che, già da un po’ di tempo, è

divenuta la nostra massima.

Il gioco non vuol dire solo divertimento.

Giocare non significa che non siamo in grado

di riconoscere la serietà dovuta. Anche la

Nazionale Svizzera è pienamente cosciente del

fatto di dovere combattere la dura battaglia

dei mondiali. Per riuscire ad andare avanti, la

squadra deve fare un buon lavoro sul campo

e noi all’interno della nostra impresa.

Da un team sorgono sempre delle stelle. Le

cosiddette «Star» diventano tali però soltanto

grazie al fatto di poter contare sugli altri

giocatori pronti a coprire loro le spalle. Se

invece queste star diventano solitarie, può

succedere che vengano messe in disparte dal

loro team o addirittura fuorigioco. Köbi Kuhn

ha sicuramente dato un rispettivo segnale

decidendo di portare con se Hakan Yakin

soltanto dopo che il «teamplayer» Johan

Vonlanthen si è dovuto assentare per una

lesione.

Di tanto in tanto i cambiamenti aprono nuove

strade. Ce ne rendiamo conto con l’inno dei

mondiali «Hymna» che, del tutto inaspettatamente,

è cantato dal rapper di Coira noto

come Gimma. Come abbiamo dovuto costatare,

non tutte le cittadine e i cittadini svizzeri

sono aperti ai cambiamenti.

Lasciateci quindi giocare tutti assieme e non

gli uni contro gli altri. Vi auguro, in questo

senso, delle belle partite offensive!

Sandra Beeli

3

IR 02/2006


DIE STIMME DER

GESCHÄFTSLEITUNG

Liebe Mitarbeiterinnen,

liebe Mitarbeiter

Wir können erneut mit einem zufriedenen Blick

zurück schauen. Das vergangene Jahr ist in

verschiedener Hinsicht gut verlaufen und auch

finanziell können wir ein insgesamt positives

Ergebnis vorweisen. Das soll uns für die bevorstehenden

Herausforderungen der Zukunft

Mut machen.

Im Jahr 2005 haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

die Weichen für die nächsten

Jahre gestellt. Der Startschuss für die neue

Strategie «Offensive 2012» ist mit Überzeugung

im August 2005 anlässlich einem zweitägigen

Workshop erfolgt. Die zwei Hauptbestandteile

dieser Strategie, einerseits ein

Fitnessprogramm (Prozessoptimierung) und

andererseits die Lancierung einer Verkaufsoffensive

sind seither zu unserem ständigen

Begleiter geworden.

Auch sonst ist im Jahr 2005 sehr viel in die

Vorbereitungen zur neuen strategischen Stossrichtung

investiert worden. Die Geschäftsleitung

hat mit dem Höheren Kader und mit

dem Mittleren Kader diverse intensive Workshops

durchgeführt. Diese Tagungen sind

zentral im Hinblick auf die Entwicklung der

gemeinsamen neuen Unternehmens- und

Führungskultur.

Die durchgeführte Mitarbeiterbefragung 2005

hat uns zudem erlaubt, die Meinung jedes

einzelnen Mitarbeitenden zu erfassen und somit

eine wichtige, erste Standortbestimmung

vorzunehmen. Daraus wurden sehr viele Massnahmen

getroffen, die uns heute noch weiter

bringen.

Die Kommunikation ist im letzten Jahr stark

intensiviert worden. Mit den Geschäftsleitungssitzungen

in der Fläche wurde eine

wichtige Plattform geschaffen. Mit den kürzlich

durchgeführten Mitarbeiteranlässen in den

Regionen sind viele spannende und lebhafte

Gespräche entstanden.

Nicht zu vergessen ist auch, dass im vergangenen

Jahr die Geschäftsleitung neu formiert

und das Führungsteam komplettiert wurde.

Ich bin persönlich sehr positiv überrascht, wie

4 IR 02/2006

schnell wir uns dabei als gut funktionierendes

Team gefunden haben. Gemeinsam haben

wir Grundsätze für die Zusammenarbeit

und die Führung erarbeitet und versuchen,

diese täglich vorzuleben und umzusetzen.

Zusammenfassend können wir festhalten:

wenn wir alle offen und kooperativ mit der

gleichen Konsequenz und Hartnäckigkeit am

Erfolg der RhB weiterarbeiten und die Bedürfnisse

unserer vielen Kundinnen und Kunden

im Zentrum aller Aktivitäten behalten, dann

werden wir unsere Bahn auf Kurs behalten.

Auch im Jahr 2006 braucht es unseren motivierten

Einsatz, unsere Bereitschaft weiterhin

das Beste zu geben. Es lohnt sich!

Im Namen der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates

danke ich Ihnen nochmals herzlich

für den tatkräftigen und gelungenen Einsatz

während des letzten Jahres.

Silvio Briccola


LA VOCE DELLA DIREZIONE

Gentili collaboratrici,

stimati collaboratori

Ancora una volta possiamo volgere lo sguardo

indietro con soddisfazione. L’anno scorso ci

è andato bene sotto ogni aspetto. Siamo in

grado di presentare un esito positivo anche

dal lato finanziario. E questo ci incoraggerà

per le sfide future.

Nell’anno 2005 il Consiglio di amministrazione

e la Direzione hanno preparato il terreno per

gli anni a venire. In occasione di un workshop

tenutosi durante due giorni è stato dato, con

grande convinzione, il segnale di partenza

per la nuova strategia «Offensiva 2012». Le

due principali componenti di questa strategia,

ossia in primo luogo un programma fitness

(ottimizzazione dei processi) e dall’altra il

lancio di un’offensiva relativa alle vendite,

sono, d’allora, diventati i nostri accompagnatori

costanti.

Anche per quanto concerne altri aspetti, nel

2005 sono state investite molte energie nei

preparativi della nuova direzione strategica.

Assieme ai quadri superiori e medi la Direzione

ha eseguito dei workshop intensi. Tali

seminari sono d’importanza fondamentale per

lo sviluppo di una nuova cultura imprenditoriale

e dirigenziale comune.

Il sondaggio del 2005, svolto presso le collaboratrici

e i collaboratori, ci ha inoltre permesso

di rilevare l’opinione di ogni singola

collega e di ogni singolo collega e di quindi

definire, in un primo passo, la nostra posizione.

Sono, di conseguenza, state adottate

le più svariate misure proposte, che tutt’oggi

ci accompagnano e ci portano avanti.

Nel corso dell’ultimo anno la comunicazione

è stata molto intensificata. Con le sedute della

direzione eseguite fuori sede è stata istituita

una prima importante piattaforma. Grazie alle

riunioni delle collaboratrici e dei collaboratori,

tenutesi di recente nelle varie regioni, sono

sorte discussioni vivaci e avvincenti.

Non va inoltre dimenticato che lo scorso anno

la direzione è stata costituita a nuovo e che

il team dirigenziale è stato completato. Io

personalmente sono piacevolmente sorpreso

del la sveltezza con la quale ci siamo ritrovati

in un team ben funzionante. Insieme abbiamo

elaborato i principi per la collaborazione e

per la direzione e cerchiamo, giorno per giorno,

di essere di buon esempio e di metterli

in pratica.

In sintesi possiamo costatare che: se noi tutti

continuiamo a lavorare in modo aperto e

cooperativo, perseguendo con la stessa conseguenza

e persistenza il successo della FR,

ponendo al centro di ogni attività le esigenze

delle nostre numerose clienti e degli innumerevoli

clienti, allora riusciremo a mantenere

la rotta della nostra ferrovia. Anche nel 2006

è necessario il nostro impegno motivato e la

nostra disponibilità a dare del nostro meglio.

Ne vale proprio la pena!

A nome della Direzione e del Consiglio di

amministrazione Vi ringrazio nuovamente di

cuore per il Vostro efficace e riuscito impegno

durante l’anno scorso.

Silvio Briccola

5

IR 02/2006


RÜCKBLICK ERGEBNIS 2005,

AUSBLICK 2006

Von Silvio Briccola

Rückblick Erfolgsrechnung 2005

In vier Punkten zusammengefasst:

- Auch im 2005 insgesamt ein gutes Ergebnis

auf dem Weg zur Strategie «Offensive 2012».

- Neues Spitzenergebnis im Reiseverkehr dank

erfreulicher Entwicklung der Erträge bei Einzelreisenden

und Abonnementen. Der Druck

auf die Erträge im Güterverkehr und bei

Gruppenreisen wird uns in Zukunft noch

mehr fordern.

- Die Mehrkosten für Werbung und Verkaufsförderung

sowie für die Vorbereitung der

neuen Strategie werden durch das gute Resultat

bei den übrigen Betriebserträgen

(Pacht/Miete, Leistungen für Investitions-/

Lagerrechnung) und im Finanzergebnis gedeckt.

6 IR 02/2006

- Das aktive Kostenmanagement (vor allem

bei den Personalkosten) zahlt sich aus.

Im 2005 haben die Erträge im Einzelreiseverkehr

das Vorjahresergebnis um fast 4%

übertroffen, während dem im Gruppenreiseverkehr

das Resultat 2004 nicht ganz erreicht

worden ist (-2%). Bei den Abonnementen liegt

die Zunahme sogar bei +6%; die stärksten

Wachstumsraten gegenüber 2004 sind dabei

bei Generalabonnementen (+6%), Bündner-

Generalabonnementen (+11%) und Halbtax-

Abonnementen (+5%) sowie im internationalen

Verkehr bei Swiss Card und Swiss Pass

(+23%) erzielt worden. Im Autoreiseverkehr

ist das Ergebnis leicht unter dem Spitzenjahr

2004 ausgefallen (Autoverlad Vereina -2.5%).

Folgende Bilder verdeutlichen die Entwicklung

der Erträge im Reiseverkehr (links: indexierte

Entwicklung pro Kategorie 2001-2005; rechts:

Erträge pro Kategorie 2005 in CHF Mio.):


Der Bereich Güterverkehr verzeichnet mit CHF

15,8 Mio. einen Rückgang von 4%. Die

grössten Negativabweichungen liegen in den

Branchen Post (Verlagerung auf Strasse), Lebensmittel/Getränke

(verregnete Sommersaison,

Produktionsprobleme eines Mineralwasserherstellers),

Baumaterial (verhaltene

Nachfrage) und übriger Verkehr. Analog der

vorherigen Grafik präsentiert sich folgendes

Bild:

Die Abgeltungserträge basieren auf mit dem

Kanton und dem Bund für 2005 ausgehandelten

Abgeltungsvereinbarungen im Bereich

Infrastruktur (CHF 62.5 Mio.), Verkehr (CHF

52.0 Mio.) und Autoverlad Vereina (CHF 1.4

Mio.). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr

resultiert primär bei der Infrastruktur wegen

den stark angestiegenen Abschreibungen für

die Substanzerhaltung.

Der Finanzertrag fällt deutlich besser als erwartet

und auch höher als das Vorjahresergebnis

aus.

Die übrigen Betriebserträge haben sich ebenfalls

positiv entwickelt. Wenn man im 2004

bei den Drittleistungen den ausserordentlichen

Auftrag für die Griechische Staatsbahn

ausklammert, wird das sehr gute Ergebnis

auch gegenüber dem Vorjahr sichtbar.

Der Personalbestand 2005 unterschreitet das

Vorjahr um insgesamt 19 Personenjahre (PJ).

Die Reduktion beim ständigen Personal (-10

PJ) betrifft sämtliche Geschäftsbereiche. Der

Abbau ist über die natürliche Fluktuation sowie

vorzeitige Pensionierungen bewerkstelligt

worden. Die Reduktion bei den Lehrlingen

(-9 PJ) erklärt sich durch Bedarfsanpassungen

bei den Betriebsdisponenten und Zugbegleitern

sowie durch die nur 2-jährige

Einstellung von Logistikassistenten.

Der Personalaufwand reduziert sich gegenüber

dem Vorjahreswert um 0.5%. Gründe dafür

sind die Abnahme der Personenjahre und

die Minderkosten für Unfallversicherung, Vergütungen

und Zulagen, die insgesamt die

Mehrkosten der Lohnstufenentwicklung kompensieren

können. Für das Jahr 2005 ist dem

Personal wiederum für die guten Leistungen

eine Anerkennungsprämie im Umfang des

Vorjahres zugesprochen worden.

Beim Grossunterhalt resultiert eine Zunahme

von CHF 1.0 Mio.; nebst höheren Kosten für

Infrastrukturanlagen summieren sich im 2005

die Kosten des sich erstmalig voll auswirkenden

Refitprogramms für EW II-Wagen. Dem-

7

IR 02/2006


gegenüber gehen die laufenden Unterhaltskosten

um CHF 0.5 Mio. zurück, wobei dies

bei der Infrastruktur nur durch die Konzentration

der personellen Ressourcen auf die

vielen laufenden Investitionsprojekte mit entsprechenden

Verschiebungen von Unterhaltsarbeiten

begründet ist. Für Gebäude und Immobilien

müssen ebenfalls Mehrkosten ausgewiesen

werden.

Der Betriebsaufwand steigt gegenüber dem

Vorjahr stark an. Zunahmen sind verzeichnet

worden insbesondere beim allgemeinen Aufwand

Personal (Weiterbildungskosten, Konsumationen

und Spesen +CHF 0.8 Mio.), Marketing/Verkauf

(Werbung, Verkaufsförderung,

Kommunikation, Jubiläum Glacier Express,

Kostenbeiträge wie z.B. für UNESCO +CHF 0.5

Mio.) und Verwaltung (Strategie, Unternehmungsentwicklung

+CHF 0.4 Mio.). Die Kosten

für den Gemeinschaftsdienst SBB haben

8 IR 02/2006

sich gegenläufig entwickelt: Betriebsführung

Chur/Landquart -CHF 0.7 Mio.; Unterhalt, Land,

Energie +CHF 0.5 Mio.). Die Energiekosten

(Kosten für Traktions- und übrige Energie, inkl.

Brenn-/Treibstoffe) haben ebenfalls zugenommen

(+CHF 0.7 Mio.).

Die Abschreibungen übertreffen wiederum das

Vorjahr deutlich (Anlagen und Einrichtungen

+CHF 4.5 Mio., Fahrzeuge +CHF 0.5 Mio.). Die

Zunahmen betreffen hauptsächlich die Bereiche

Oberbauerneuerungen, Um- und Ausbauten

bei den Stationen, Kunstbauten, Streckenfernsteuerung

sowie Energieversorgung. Im

Hinblick auf eine wahrscheinliche Umstellung

der Rechnungslegung auf Swiss GAAP FER

wird neu, ab 1.1.2005, neben dem Rollmaterialbereich,

auch die gesamte Infrastruktur

nach Einzelwerten und nicht mehr nach

Gruppenwerten geführt.

Rückblick Investitionen 2005

Im Berichtsjahr resultiert ein Mittelbedarf Mittelbedarf von CHF 116.5 Mio. Im Zeitverlauf resultiert folgendes

Bild:


Im Jahr 2005 sind vor allem nachfolgende grössere Investitionen aktiviert worden:

Die notwendige notwendige Finanzierung

Finanzierung Finanzierung der Investitionen ist wiederum durch Bund/Kanton (CHF 78.4

Mio.), Dritte (CHF 3.0 Mio.) und Eigenmittel (CHF 35.1 Mio.) sichergestellt worden.

Ausblick 2006

Der Start ins Jahr 2006 ist geglückt. Trotz

ambitiösen Budgets auf der Ertrags- und Kostenseite

liegen wir nach wie vor im Rennen.

Die Markterträge Markterträge entwickeln sich nur leicht

unter Budget, aber deutlich über dem Vorjahr.

Die Erträge aus Abonnementen Abonnementen wachsen nach

wie vor kräftig. Die sehr ambitiösen Zielvorgaben

bei den Gruppenreisen Gruppenreisen (+7,4% vs.

2005) sollten aus heutiger Sicht erreicht werden

können (Mehrerträge Expresszüge Glacier/

Bernina). Im Güterverkehr Güterverkehr dürfte das ebenfalls

hoch angesetzte Budget 2006 (+4,0%

vs. 2005) knapp erreicht werden; nach 3

Monaten liegt der Vorsprung zum Vorjahr bei

fast 15%.

Auf der Kostenseite

Kostenseite Kostenseite sind wir im 2006 ebenfalls

gefordert. Die Budgets müssen unbedingt

eingehalten werden und die laufende Kostenüberwachung

bleibt eine vordringliche Aufgabe

für uns alle.

Die Geschäftsleitung ist nach wie vor zuversichtlich,

dass auch für 2006 ein ausgeglichenes

Resultat erzielt und die vielen wichtigen

Unternehmungsziele 2006 erreicht werden

können.

9

IR 02/2006

Ist Budget Vorjahr Diff. Ist/Budget Diff. Ist/Vorjahr

31.03.06 31.03.06 31.03.05 absolut in % absolut in %

Einzelreisende 8’856 9’136 8’693 - 280 -3.1% 163 1.9%

Gruppen 1’402 1’393 1’289 8 0.6% 112 8.7%

Abonnemente 7’847 7’495 7’331 352 4.7% 516 7.0%

Personenverkehr 18’105 18’025 17’314 80 0.4% 791 4.6%

Gepäckverkehr

Personen-

262 258 242 4 1.6% 20 8.1%

reiseverkehr 18’367 18’283 17’556 84 0.5% 811 4.6%

Autoverlad 4’861 4’907 4’925 -46 -0.9% -63 -1.3%

Güterverkehr 3’444 3’538 2’996 -94 -2.7% 448 14.9%

Total 26’672 26’728 25’477 -56 -0.2% 1’195 4.7%


ZAHLEN MACHEN LEUTE,

NICHT NUR KLEIDER…

Das Team Rechnungswesen

v.l.n.r.: Thomas Perl,

André Beerli, Reto Schelling und

Maria Pia Tschalèr

Von Silvio Briccola

Der Jahresabschluss ist auch die Zeit, um Bilanz

zu ziehen, um die erreichten Ergebnisse

mit den geplanten Zielen zu vergleichen und

um Massnahmen aus den verschiedenen

Abweichungsanalysen umzusetzen. Es ist aber

auch eine Zeit, um rückblickend festzuhalten,

was alles an Projekten erreicht worden ist.

Speziell erwähnt müssen aus Sicht der Finanzen

zwei Themenbereiche werden, die nur

dank des grossen und hartnäckigen Engagements

der betreffenden Mitarbeitenden während

des vergangen Jahres erfolgreich in die

Praxis umgesetzt worden sind.

Umstellung der Anlagenbuchhaltung

auf Einzelwerten

Ab dem Abschluss 2005 sind alle Anlagen der

RhB einzeln in der Buchhaltung erfasst und

können somit auch einzeln bewertet und abgeschrieben

werden. Die Aufarbeitung von

mehr als 110 Jahren Bahngeschichte resp. eines

Anlagenwertes von CHF 2,3 Mrd. ist soweit

abgeschlossen, dass eine Datenübernahme

ins System möglich geworden ist. Selbstverständlich

gilt es nun, diese Arbeit zu verfeinern

und zu vervollständigen; viele Details

haben gefehlt oder konnten in der kurzen

Zeitspanne nicht rekonstruiert werden. Dennoch

ist damit ein ganz grosser Meilenstein

erreicht worden, der auch im Hinblick auf die

Umstellung der Rechnungslegung auf Swiss

GAAP FER eine wesentliche Rolle spielt. Die

ganzen Arbeiten haben sich über zwei Jahre

erstreckt. Neben ganz praktischen Fragen der

Archivierung, galt es auch noch die alte deutsche

Schrift aus der ersten Zeit der RhB zu

verstehen und zu übersetzen!

Unser Dank gilt hier dem Team Rechnungswesen,

unter der Leitung von André Beerli,

allen voran Reto Schelling, der sehr kompetent

und zielstrebig die Aufarbeitung sichergestellt

hat.

10 IR 02/2006

Das Team Controlling v.l.n.r.: Roman Cadalbert,

Christoph Clavadetscher, René Vogel, Gertrud

Euchner und Dino Rada

Einführung der systemgestützten

Kosten- und Leistungsrechnung

Ab dem Abschluss 2005 ist ebenfalls die neu

aufgebaute unternehmensweite Kosten- und

Leistungsrechnung produktiv in Betrieb genommen

worden. Dies als Meilenstein für die

Weiterentwicklung des Rechnungswesens und

Controllings der RhB. Diese Art der Rechnung

soll uns in der Entscheidungsfindung klar

besser unterstützen und uns die nötige Transparenz

über Kosten, Erträge und Leistungen

geben. Alle Ergebnisse sind nach Sparten

aufgegliedert und aufeinander abgestimmt.

Wir können somit bessere Aussagen machen

über die finanzielle Lage der Infrastruktur,

des Reiseverkehrs (z.B. der Expresszüge, der

Pendler-Linien, usw.), des Güterverkehrs, der

Nebengeschäfte und der Nebenbetriebe

(Werkstätten, Infrastruktur, Bahnhöfe, usw.).

Die anzuwendenden Stundensätze für zu erbringende

Leistungen für (interne und externe)

Kunden basieren nun auf klaren Grundlagen

und Berechnungen.

Die Kosten- und Leistungsrechnung muss

selbstverständlich ebenfalls noch verfeinert

und verbessert werden. Der Grundstein dafür

ist aber gelegt.

Zu erwähnen ist auch, dass dieses neue Instrument

im letzten Jahr vom BAV offiziell

abgenommen worden ist.

Unser Dank gilt hier dem Ende 2005 neu formierten

Team Controlling, unter der Leitung

von Roman Cadalbert, allen voran Cristoph

Clavadetscher, der ebenfalls unter hohem

Zeitdruck die Umsetzung des definierten Konzeptes

sichergestellt hat.


PERFEKTE GASTGEBER

IM EXPRESSZUG

Von Peider Härtli

Seit dem 20. Mai 2006 ziehen die vier neuen

Glacier Express-Panoramazüge ihre Kreise

zwischen St. Moritz und Zermatt und umgekehrt.

Der weltbekannte Erlebniszug wird

ohne Zweifel eine neue Ära einläuten. Die

Fahrgäste werden verwöhnt: mehr Komfort

dank Luftfederung, grosszügige Sitzplatzverhältnisse

– und nach wie vor freie Sicht

dank Panoramafenster auf die einzigartige

Landschaft. Neu auch die Streckenbeschreibung:

über Kopfhörer erhält der Reisende

Informationen zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten

unterwegs. Diese Durchsagen

erfolgen in sechs Sprachen; nicht fehlen dürfen

dabei Japanisch und Mandarin – über 30%

unserer Besucher stammen aus dem südostasiatischen

Raum! Besonders stolz sind die

Partnerbahnen RhB und Matterhorn Gotthardbahn

(MGB) auf das neue Verpflegungskonzept:

der Fahrgast geht nicht mehr in den

Speisewagen zum Speisen, die Speise kommt

zu ihm! Natürlich achtet der neue Caterer,

RailGourmino swissAlps, dank frisch zubereiteten

Mahlzeiten auf bewährte höchste kulinarische

Genüsse.

Tipps von Profis

Die RhB will vom Start ihres Paradezuges an

auch bezüglich der Gästebetreuung einen

guten Eindruck hinterlassen. 35 ausgewählte

RhB-Expresszugbegleiter erhielten an zwei

intensiven Kurstagen in St. Moritz eine entsprechende

Schulung, begleitet von Profis aus

dem Tourismus- und Gastrobereich. Dr. Hanspeter

Danuser, Direktor vom Kur- und Verkehrsverein

St. Moritz, liess es sich nicht nehmen,

die RhB-Gäste persönlich zu begrüssen

und unterstrich die Bedeutung einer guten

Gästebetreuung. Und seine Mitarbeiterin, Alexandra

Knetsch doppelte gleich nach: «Die

ganze Dienstleistungskette ist so stark wie

ihr schwächstes Glied». Übertragen auf den

Glacier Express: Der neue Panoramazug mag

technisch, kulinarisch und bezüglich Fahrkomfort

noch so überzeugen, die Landschaft noch

so einzigartig, das Wetter noch so schön sein

- eine negative Erfahrung mit dem Zugbegleiter

kann alle diese Attribute zunichte machen.

Haften bleibt dann die schlechte Erinnerung

an den Glacier Express, an Graubünden, an

die ganze Schweiz. Von Gastgeber Claudio

Bernasconi erhielten die Kursteilnehmer wertvolle

Tipps in der korrekten und professio-

11

IR 02/2006

Glacier Express-

Team on Tour.

Gruppenbild nach

hartem Seminar.


v.l.n.r.: Kursmacher unter sich:

Jürg Baumgartner (SWISS), Alexandra

Knetsch KVV St. Moritz,

RhB-Kursleiter Martin Dolf und

Claudio Bernasconi (Kursreferent

und Gastgeber Hotel Waldhaus

am See). Im Hintergrund das Hotel

Waldhaus am See.

nellen Gästebetreuung. Besucher aus neuen

boomenden Märkten wie Indien oder China

wollen ganz besonders gepflegt sein. Jürg

Baumgartner von der SWISS konnte da aus

dem Vollen schöpfen und (ent-)führte die interessierten

Glacier Express-Gastgeber in fremde

Kulturen ein. Myriam Keller von Graubünden

Ferien erklärte die touristischen Zusammenhänge

in Graubünden. Einerseits «lebe»

der Kanton wesentlich vom Tourismus, andererseits

seien die Labels Glacier- und Bernina

Express bedeutende Marketinginstrumente

mit weltweiter Bekanntheit, so Myriam Keller.

Perfekte Gastgeber

Die künftigen RhB-Begleiterinnen und -Begleiter

werden aus diesem intensiven Kurs einige

Ansätze in den Arbeitsalltag mitnehmen

und bei ihrer Arbeit anwenden, bzw. «abrufen»

können. So sind auch Prioritäten klar

festgehalten worden: Die Expresszugbegleiter

sind primär für einen professionellen Kunden-

12 IR 02/2006

dienst besorgt. Es kann also durchaus vorkommen,

dass der Expresszugbegleiter im

Bedarfsfall auch im Service zupackt! Anfallende

andere Aufgaben wie Fahrdienst, betriebliche

Unregelmässigkeiten werden entsprechend

priorisiert. Auch auf das Erscheinungsbild

der Expresszugbegleiter wird grosses

Gewicht gelegt. So ist ein gepflegtes

Auftreten mit sauberem Haarschnitt und tadellos

sitzender Multiform ebenso selbstverständlich

wie ein angemessener freundlicher

Kundenkontakt – der Kunde soll sich wohl

fühlen.


GLACIER EXPRESS:

EIN ZUG MIT HERZ UND HIRN

Von David Wiegratz

Am 20. Mai 2006 wurden die neuen Glacier

Express Kompositionen der Partnerbahnen

MGB und RhB in Betrieb genommen. Jede

Komposition besteht aus sechs Wagen, davon

zwei Wagen erster und drei Wagen zweiter

Klasse. Etwa in der Mitte jeder Komposition

ist jeweils ein Wagen der Bezeichnung

WRp 3831-3834 eingereiht. Es handelt sich

dabei allerdings nicht um einen, wie man

anhand der Kennzeichnung meinen könnte,

Speisewagen, sondern um einen so genannte

Servicewagen. Im Gegensatz zu einem eigentlichen

Speisewagen sind diese nicht mit

einem Speisesaal-Abteil ausgerüstet. Die Verpflegung

des Fahrgastes erfolgt an seinem

Sitzplatz. Die Servicewagen sind Fahrzeuge,

welche eine veritable Küche, sowie an einem

Ende ein Bistroabteil mit Bar und am andern

Ende ein kleines Dienstabteil für das Zugsund

Servicepersonal aufweisen. Das Design

des Bistroabteils ist analog den Glacier Express

Personenwagen mit unteren und oberen

Panoramafenstern gehalten.

Herz und Hirn einer Glacier Express

Komposition

Die Servicewagen sind das eigentliche Herz

und Hirn einer jeden Glacier Express-Komposition.

Sie stechen nämlich nicht nur mit ihrem

besonderen Farbanstrich und dem angebrachten

«Glacier Express» Logo hervor, sondern

beherbergen zum einen mit dem Railvox-

Master und dem Eingabebildschirm das

elektronische Hirn des Kundeninformationssystems

KIS und zum anderen mit der Küche

das kulinarischgastronomische Herz jedes

Glacier Express-Zuges.

13

IR 02/2006

Glacier Express Komposition mit

Servicewagen

Typenbild Glacier Express

Servicewagen WRp 3831-3834


Servicewagen WRp 3832 mit

Logo «Glacier Express»

Das Verpflegungskonzept der neuen

Glacier Express Züge

Das Verpflegungskonzept der neuen Glacier

Express Kompositionen sieht vor, dass der

Reisende an seinem Sitzplatz bedient und

verpflegt wird. Und zwar, wie es bei der

Rhätischen Bahn schon lange Tradition und

Standard ist, und wie es sich für einen Premium-Class-Zug

gehört, mit in der Küche des

Servicewagen frisch zubereiteten Mahlzeiten.

Normaler- und vorzugsweise tut der Reisende

seine Menuwünsche bereits beim Kauf des

Fahrscheines kund, oder aber vor Reiseantritt

via Internet per Mausklick. Natürlich kann

auch im Zug ab Menukarte bestellt werden.

An der Kopfwand jedes neuen Glacier Express

Reisewagens befindet sich unterhalb der gelben

Haltanforderungstaste die blaue Service-

Ruftaste, über welchen der Reisende das

Servicepersonal in seinen Wagen rufen kann.

Beim Drücken dieser Taste leuchtet im Servicewagen

sowohl in der Küche als auch im

Dienstabteil eine gelbe Lampe auf und zusätzlich

macht ein Gong auf den Fahrgastwunsch

aufmerksam. Auf dem Eingabebildschirm

in der Küche kann dann abgelesen

werden, in welchem Wagen und zu welcher

Zeit die Service-Ruftaste betätigt wurde.

Für das Auf- und Abdecken der Tische werden

Bordtrolleys verwendet. Es handelt sich

dabei um Trolleys aus Restbeständen einer

Fluggesellschaft. Diese haben ihren Standplatz

in den zwei Bordtrolleymöbeln im Bistroabteil,

in welchen die 8 Trolleys bei Nichtgebrauch

parkiert werden.

14 IR 02/2006

Bistro mit Bar, Stehtischen und Bordtrolleymöbel

Parkplatzgestell für Bordtrolley

Muss aufgedeckt werden, fährt das Servicepersonal

mit einem Trolley gefüllt mit Tischdecken,

Servietten, Menükarten, Besteck, etc.

in den entsprechenden Reisewagen und parkiert

ihn in dem dafür vorgesehenen Trolleyparkplatzgestell.

Jeder Personenwagen weist

ein solches Möbel an einem der Wagenenden

auf. Anschliessend wird von hier aus auf- oder

abgedeckt.


Das Servieren der Mahlzeiten geschieht von

der Küche aus auf Tabletts, welche durch das

Servicepersonal zum Reisenden getragen

werden.

Die Küche der Servicewagen WRp

3831-3834

Aufgrund ihres Know-hows beim Umbau von

Speisewagen wurden die Küchen der neuen

Glacier Express Servicewagen durch den RhB

Geschäftsbereich Rollmaterial konstruiert und

gefertigt.

Die Komponente Küche wurde durch Stadler

Altenrhein bei der RhB im Sinne eines Unterlieferanten

in Auftrag gegeben.

8

8

7

5

6

9

1

10 11 12

Damit die bis zu 210 Reisenden einer Glacier

Express Komposition kulinarisch mit Frischküche

verwöhnt werden können, ist eine wohl

durchdachte und mit allen notwendigen

Features ausgerüstete Küche notwendig.

Das Layout der Küche wurde in enger Zusammenarbeit

mit dem Caterer RailGourmino

swissAlps (RGsA) und in Anlehnung an die

bestehenden RhB-Speisewagen entworfen

und festgelegt. Die Küche beinhaltet auf einer

Fläche von gerade mal 18m 2 im Wesentlichen

die folgenden Komponenten:

4

2

15

IR 02/2006

[1] Küchenkombination mit div. Kühlstellen, Spülbecken, Herdplatten, etc.

[2] Kombisteamer MKN HansDampf SCE61

[3] Umluftbackofen Blodgett CTB-1

[4] Toaster Salamander Franke FR 1/1

[5] Kaffeemaschinen Rex Royal S500 CST/MCST

[6] Kombischrank mit Küchen-Bedienpanel

[7] Mehrtemperatur-Weinschrank für 136 Flaschen, bahntauglich umgebaut

[8] Ladetüren für das Be- und Entladen der Küche

[9] Apparateschrank AKR Küche

[10] Wassertank 690 l (im Untergestell) mit Entkeimungsanlage

[11] Küchentrafo (im Untergestell)

[12] Kälteanlage für Plus- und Minuskühlen (im Untergestell)

[13] Alarmierungssystem AUTOCALL Mobile (in Sitzkiste Dienstabteil)

3

13


Sandwich fürs Abnehmen

Strenge Gewichtsvorgaben des Gesamtzuges

bezüglich der Anhängelast im Allgemeinen

sowie des Servicewagen bezüglich seiner

maximalen möglichen Drehgestellbelastung im

Besonderen führten dazu, dass die Küche

leichter werden musste.

Anlässlich der Startsitzung zu Beginn der

Konstruktionsarbeiten der Küche wurde durch

Stadler die Auflage gemacht, dass das projektierte

Küchengewicht von damals rund 7500

kg auf mindestens 7000 kg reduziert werden

muss. Die maximal zulässige Drehgestellbelastung

bei den Servicewagen hing somit

wie ein Damoklesschwert während der gesamten

Konstruktions- und Engineeringphase über

unseren Köpfen.

Sämtliche Baugruppen der Küche wurden einer

rigorosen Diät unterzogen. Wo immer

möglich, sinnvoll und machbar, wurde extreme

Leichtbauweise betrieben: der Fussboden

wurde dünner, der Wassertank kleiner (statt

der geplanten 1200 Liter nur noch 690 Liter),

die Wände hohler (Sandwichelemente statt

massive Platten), usw.

Selbst der Produzent der Küchenkombination

erhielt die Auflage, diese von offerierten 1980

kg auf mindestens 1600 kg zu reduzieren. Eine

Vorgabe, welche auch ihm etliches an Kopfzerbrechen

bereitete.

Servicewagen vor Einbau der Küche

16 IR 02/2006

Servicewagen mit eingebauter Küche

Alle diese konstruktiven Massnahmen führten

schliesslich dazu, dass wir die Zielvorgabe

von 7000 kg erreichten und sogar noch

um etwa 500 kg unterschritten. Nach Abschluss

der Konstruktionsphase schien die

Schlankheitskur zumindest rechnerisch auf Erfolgskurs

zu liegen.

Die während der Konstruktion errechneten

Gewichte wurden alsdann während der Bauphase

durch genaues tabellarisches Erfassen

der Gewichte aller Komponenten vor dem Einbau

laufend kontrolliert. Diese nicht unerheblichen

Aufwendungen zahlten sich schliesslich

aus: der Servicewagen ist nun mit einem gewogenen

Leergewicht von 19.3t insgesamt

1000 kg leichter als ursprünglich kalkuliert.

Da zu diesem Gewicht noch die Komponenten

Wasser, Geschirr, Lebensmittel, etc. hinzugerechnet

werden, wurde der Servicewagen

mit einem Dienstgewicht (=Taragewicht) von

20.9t angeschrieben.


Kitchen Warming

Nach erfolgreich bestandener Abnahme der

Küche durch das Amt für Lebensmittelsicherheit

am 15. März 2006 erfolgte die technische

Sicherheitsprüfung des Servicewagens

durch das Bundesamt für Verkehr BAV am

20. April 2006.

Damit bei den geplanten RhB- und MGB-Mitarbeiter-Spargelfahrten

vom 6. und 7. Mai

2006 gastronomisch nichts schief ginge, wurde

beschlossen, dem Caterer anlässlich einer

Extrafahrt die Gelegenheit zu bieten, die Küche

vorher unter «Real Time Bedingungen»

zu testen. Unter dem Motto «Kitchen Warm-

ing» (für alle die noch deutsch können: «Küchen-Einweihung»)

wurden alle am Projekt

beteiligten Mitarbeiter von Stadler, MGB und

RhB eingeladen, auf einer Extrafahrt von Chur

nach Andermatt und zurück für einen Tag zu

entspannen und sich kulinarisch verwöhnen

zu lassen.

Diese Fahrt war küchentechnisch ein voller

Erfolg und die «kulinarischen» Rückmeldungen

durchwegs positiv. Das Küchen- und

Servicepersonal konnte sich mit den neuen

Fahrzeugen und dem neuen Verpflegungskonzept

bekannt machen und ist bereit für

die neue Glacier Express Saison. En guata!

17

IR 02/2006

Foto: Peter Donatsch


GLACIER EXPRESS:

FEUERTAUFE MIT BRAVOUR

18 IR 02/2006

Text von Peider Härtli

Bilder von Peter Donatsch, Ingo Paternoster,

Gérard Cahn und Wolfgang Krebs

Nach einer intensiven Testphase mit Ballastsäcken

und technischen Spezialisten und später

mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

auf Spargelfahrten und «Kitchen warming»-Ausflügen

bestand der neue Glacier Express

am 10. Mai 2006 auch die mediale

Feuertaufe. Rund 150 Medienvertreter und

Touroperators durften den neuen Glacier Express-Panoramazug

auf Herz und Nieren testen.

Und die Gäste kamen – einmal mehr –

voll auf ihre Kosten. Das Programm hatte es

aber auch in sich. Nach dem Start im Bahnhof

Chur verwöhnte das Team unseres neuen

Caterers RailGourmino swissAlps (RGsA) die

Gästeschar mit einem Apéro. Nach einem

Zwischenhalt in Disentis/Mustér mit extrem

wichtigen technischen Ausführungen vom

ebenso extrem gestressten «Werkstattmeister»

Flurin Caviezel und weiteren nützlichen

Angaben zum neuen Star auf Schienen durch

MGB-Direktor Hans Ruedi Mooser und RhB-

GL-Vertreter Christian Florin ging es weiter –

steil über den Oberalppass nach Andermatt

und weiter nach Brig. Wieder war die überaus

charmante RGsA-Crew gefordert – und sie

tat es hervorragend. Die frisch zubereitete

Bündner Bramata mit zartem Engadiner Kalbsschnitzel,

gefüllt mit Bündnerfleisch und als

Beilage Ratatouille, wird Allen noch lange in

bester Erinnerung bleiben – der Beweis, dass

das neue Verpflegungskonzept auch kritische

Journalisten überzeugt hat!

Am 20. Mai 2006 hat der neue Panoramazug

seinen fahrplanmässigen Betrieb aufgenommen

und damit eine neue Ära eingeläutet. Je

zwei brandneue Premium-Glacier Expresszüge

werden jeweils in der Sommersaison zwischen

St. Moritz und Zermatt und umgekehrt unterwegs

sein. Dazu gesellt sich erstmals noch je

eine Komposition mit Panoramawagen ab/

nach Davos sowie eine konventionelle Zugskomposition

ab/nach Chur.


19

IR 02/2006


UNSERE PARTNER:

RAILGOURMINO SWISSALPS AG

Anna Schlager, Markus Frei,

rechts Sandra Beeli

«Die Führungsspanne

»

ist

kleiner, somit kann sehr

viel schneller auf Probleme

reagiert werden.

»

«Für eine Entwicklungsprognose

ist es

noch zu früh.

Text von Sandra Beeli

Fotos von Peider Härtli und Wolfgang Krebs

Interview mit dem Managing Director,

Markus Frei (MF), und der Stv. Managing

Director, Anna Schlager (AS) der

RailGourmino swissAlps AG

Wer oder was verbirgt sich hinter der

RailGourmino swissAlps AG (RGsA)?

MF: RGsA ist die neue Bahngastronomie-Unternehmung,

welche am 01.05.06 das Geschäft

auf der Rhätischen Bahn, der Matterhorn

Gotthard Bahn und des Glacier Express

übernommen hat.

Was hat sich für Sie grundsätzlich seit der

Loslösung von der elvetino verändert, ausser

dem Firmennamen und was für neue Chancen

ergeben sich aus dieser neuen Situation?

MF: Grundsätzlich hat sich alles geändert. Die

Firma ist um einiges grösser geworden (100

MitarbeiterInnen), der Zuständigkeitsbereich

für gastronomischen Service wurde auf das

Wallis ausgedehnt. Intern ergeben sich viele

neue Abläufe und somit neue organisatorische

Herausforderungen. Die Firma RGsA ist

um einiges komplexer als es elvetino gewesen

ist. Daraus resultieren auch neue Chancen:

die Führungsspanne ist kleiner, somit

kann sehr viel schneller auf Probleme reagiert

werden. Das Know how und die berufliche

Erfahrung kann im Sinne des Gastes

bedürfnisorientierter als bisher eingesetzt

werden.

Beschränken sich die Dienstleistungen der

RailGourmino swissAlps nur auf das Catering

im Glacier Express für die Rhätische Bahn

(RhB) und Matterhorn Gotthard Bahn (MGB)?

AS: Zur Zeit ist der Hauptfokus ganz klar auf

diese beiden geographischen Gebiete und unsere

Geschäftsfelder Speisewagen/Railbar und

Bordshop gerichtet. Wir können uns aber

durchaus vorstellen, unsere Dienstleistung

künftig auch anderswo – in anderen geographischen

Gebieten und in neuen Geschäftsfeldern

– zu erbringen. Interesse ist bereits

vorhanden.

20 IR 02/2006

Die RhB, MGB und RGsA haben mit der Einführung

der neuen Glacier Express Panoramazüge

auch ein neues Verpflegungskonzept

entwickelt. Wie sieht das in Zukunft aus?

MF: Für eine Entwicklungsprognose ist es

noch zu früh. Das neue System braucht Zeit

um vom Markt und damit von den Gästen

angenommen zu werden. Bis anhin war der

Reisende daran gewöhnt, in den Speisewagen

gehen zu können und nun wird er am

Sitzplatz bedient. Schlussendlich wird eine

persönliche Entscheidung des Gastes hinsichtlich

Reisekomfort, des Verwöhnkomfort und

die Affinität zu nostalgischem Rollmaterial

ausschlaggebend für die Buchung sein.

Werden Porzellangeschirr, Stahlbesteck und

echte Gläser auch weitergeführt?

AS: Selbstverständlich. Diese Accessoires sind

ein wesentlicher Bestandteil unserer Marketingstrategie.

Zu einer aussergewöhnlichen

Reise gehört ein aussergewöhnlicher kulinarischer

Rahmen. Dazu zählt die Frischküche

aber auch die gepflegte Atmosphäre, in der

die Speisen und Getränke zu sich genommen

werden.

Hat sich durch die Verpflegung am Platz auch

die personelle Situation verändert?

AS: Durch das neue Konzept mussten wir um

das Doppelte mehr Mitarbeiter einstellen, als

bis anhin. Das neue Konzept ist aus der Sicht

des Caterers sehr personal- und kostenintensiv.

Zum einen fährt die Crew nun die ganze

Strecke von St. Moritz – Zermatt oder umgekehrt.

Und zum anderen muss sichergestellt

werden, dass die Gäste in den Genuss eines

ordentlichen Services zu einer adäquaten

Mittagszeit kommen. Zum dritten ist der

Buchungsstand am Reisetag nur ein ungefährer.

Generell kann sich jeder Gast, der auf

den Premium-Zügen reist, auch ohne Buchung

noch kurzfristig für einen Snack oder ein Mittagessen

entscheiden. Im traditionellen Speisewagen

sind die Plätze limitiert und daher

die Mitarbeiter organisatorisch gezielt einzusetzen.

Das ist bei den Premium-Zügen leider

nicht ganz so einfach.


Die ersten Probeläufe sind nun schon bewältigt

worden. Eine Stärke der RailGourmino

swissAlps ist sicherlich die Frischküche, das

heisst, die Speisen werden frisch im neuen

Servicewagen zubereitet. Wo sehen Sie nach

diesen Testfahrten noch weitere Stärken und/

oder Schwachstellen im neuen Konzept?

MF: Die Stärke dieses Konzeptes liegt aus

unserer Sicht darin, dass der Gast in schönen,

geräumigen und klimatisierten Reisewagen

sitzen kann. Zudem wird er via Kopfhörer

in diversen Landessprachen auf die

Schönheiten der Reiseroute hingewiesen. Eine

weitere Stärke besteht darin, dass der Gast

sich nicht mehr die Mühe machen muss um

durch den fahrenden Zug zum Speisewagen

zu gelangen. Dies war für ältere Gäste doch

immer recht mühsam. Nun kann er bequem

sitzen bleiben und sein Essen ohne Hektik

geniessen. Durch die Serviceglocke bleibt er

mit dem Service zudem in Kontakt für allfällige

kulinarische Wünsche unterwegs.

Die Schwächen sind zur Zeit noch, dass die

Buchungen kreuz und quer erfolgen. Das bedeutet,

dass die Gäste, welche Essen vorgebucht

haben, nicht zusammen sitzen sondern

verstreut sind. Bei geringen Buchungen,

bedeutet das sehr weite Wege für die Servicecrew.

Wenn man bedenkt, dass die Platte,

von der geschöpft wird ungefähr 3 – 5 kg

schwer ist, dann ist das schon eine Belastung

für den Oberkörper und die Beine. Zudem

reagieren die Schiebetüren noch zu langsam,

was natürlich für den Service sehr mühsam

sein kann, speziell dann, wenn man mit einem

Stapel sehr schwerer Teller vor der Türe

steht, und diese nicht oder extrem langsam

aufgeht.

Was hat es mit dem neuen roten Servicewagen

auf sich, welche Funktionen hat er?

AS: Die neuen Servicewagen sind quasi das

Herzstück des Glacier Express. Von dort aus

wird geschaltet und gewaltet. Einerseits ist

die elektronische/elektrische Infrastruktur dort

platziert, aber auch die Service- und Kücheninfrastruktur.

Die Hälfte der Servicewagen weist

zudem Grundzüge eines Bistros auf. Dort kann

man sich auf einen Snack oder Drink oder einfach

zu einem gemütlichen Plausch treffen. Der

Küchenteil des Servicewagens ist überaus funk-

tionell eingerichtet und erleichtert dem Küchenteam

die Arbeit ungemein. Modernste Geräte

wie zwei vollautomatische Kaffeemaschinen,

unzählige Kühl- und Tiefkühlfächer, Schränke,

grosse Kochplatten, eine endlos scheinende

Anrichtefläche, ein Umluftofen, ein Salamander

und eine echte Grillplatte machen das

Kochen zu einem Erlebnis.

Bisher wurde der Grappa zum Kaffee aus

spektakulärer Höhe von 60 cm ausgeschenkt.

Wird diese Attraktion weitergeführt oder wird

der Eintrittstest für die Mitarbeitenden bei

der RGsA vereinfacht?

AS: Selbstredend, dass wir diese traditionelle

und weltweit bekannte Ausschankmethode

weiterhin beibehalten. Das zeichnet die RGsA

und ihre OberkellnerInnen aus. Viele Gäste –

und nicht nur Stammgäste – fragen täglich

danach – die möchten wir doch nicht enttäuschen.

Was sind eure Erwartungen für die zukünftige

Zusammenarbeit mit den Partnern RhB

und MGB?

MF: Wir freuen uns auf eine weiterhin gute

und erfolgreiche Zusammenarbeit, wie sie

bereits in den letzten Jahren gepflegt worden

ist. Da die RGsA nun eine selbständige Unternehmung

geworden ist, deren Management

über klare Kompetenzen verfügt, wird die Zu-

21

IR 02/2006

«Durch das neue Konzept

»

mussten wir um das Doppelte

mehr Mitarbeiter einstellen

als bis anhin.

Der akrobatische Ausschank

begeistert auch im neuen Glacier

Express die Fahrgäste.


«Wir versuchen täglich

unser Bestes zu geben

»


für die Gäste, die Partner

und auch für unsere

junge Firma.

sammenarbeit sicher intensiver und zielgerichteter

von statten gehen. Entscheidungen

können rascher getroffen und umgesetzt werden.

Das wird die Arbeit zwischen den Partnern

künftig sicher auch erleichtern.

Wir versuchen täglich unser Bestes zu geben

– für die Gäste, die Partner und auch für unsere

junge Firma. Sollte es manchmal nicht

ganz so klappen, bitten wir um Nachsicht.

Wir arbeiten daran, uns permanent zu verbessern.

Qualität, Frische und Freundlichkeit sind

unser oberstes Gebot.

Welche Unternehmensziele hat Ihre neue

Firma?

AS: Aus qualitativer Sicht möchten wir ganz

sicherlich das positive Image der Bahngastronomie

auf der RhB / MGB beibehalten resp.

natürlich verbessern. Zudem möchten wir uns

qualitativ klar von der elvetino AG abheben.

Wir möchten den Bekanntheitsgrad RailGourmino

steigern und so viele positive Reaktionen

wie möglich bei den Gästen, Partnern,

Mitarbeitern, Lieferanten und Behörden hervorrufen.

22 IR 02/2006

Quantitativ steht die Existenzerhaltung, Wachstum

und Gewinnerzielung der neuen Firma

im Vordergrund. Nur eine langfristig gesunde

finanzielle Basis ist ein Erfolgsfaktor für alle

Beteiligten.

Welches war ihr schönstes Berufs-Erlebnis?

AS: Als Benedikt Weibel im Dezember 2004

auf unseren Speisewagen gewesen ist und

uns dann eine Karte mit persönlicher Dankes-Widmung

gesendet hat. Handschriftlich

geschrieben und mit Original-Unterschrift.

Hatten sie auch weitere hohe Persönlichkeiten

an Bord? Wenn ja, Welche?

MF: Im Laufe der Jahre waren schon einige

Persönlichkeiten unsere Gäste. Unter anderem

Hillary Clinton, die Verkehrsmininsterin

der EU, Walter Roderer, Johannes B. Kerner,

Peter Sauber, Königin Silvia von Schweden,

Polo Hofer, Coolman Peter Steiner, Mario

Pacchioli u.v.a.

Wir danken für das Gespräch und wünschen

RGsA einen guten Start in eine erfolgreiche

Zukunft!


WENN EIER FLIEGEN LERNEN…

Text von Peider Härtli

Bilder von Rolf Huber und Erwin Rageth

Bereits auf der gemeinsamen Fahrt am 19.

April nach Scuol machten die rund 100

Kaderworkshopteilnehmenden regen Gebrauch

vom Angebot «genügend Freiraum für

Gespräche und für den wichtigen Informationsaustausch».

Schwergewichtig stand das

Seminar klar im Zeichen der Themen Führung

und Unternehmungsentwicklung. Auf der Basis

unserer Strategie 2012 und der formulierten

Ziele 2006 stand für die Kaderleute die

Entwicklung als Führungsmannschaft RhB im

Zentrum.

Eine weitere zentrale Frage im Zusammenhang

mit der Führungsfunktion im Veränderungsprozess

beschäftigte die Kursteilnehmer. Hier

wurden klar die verschiedenen Stufen der

emotionalen Veränderung aufgezeigt; von der

Vorahnung über den Schock bis hin zur neuen

Bindung bzw. Wahrnehmung der Chancen

und letztlich zur Integration und damit zum

Produktivitätsgewinn. Oder gemäss unserem

externen Berater Hans Bernhard: U+V+M>W –

Unzufriedenheit mit dem aktuellen Zustand

plus Vision plus Massnahmen sind grösser

(positiver) als der Widerstand gegen die Veränderung.

Wichtige Voraussetzung zur Wahrnehmung

der Rolle einer Führungsfunktion

in einem Veränderungsprozess ist ein offener

Umgang mit den Mitarbeitenden. Mit Ehrlich-

keit (nicht beschönigen, aber auch nicht dramatisieren)

und Transparenz gewinnt die Führungsmannschaft

das Vertrauen der Mitarbeitenden

und schafft damit auch die notwendige

positive Einstellung, um die Prozessoptimierung

umzusetzen.

Symbolisch gestaltete sich der letzte Kursnachmittag:

Zufällig zusammengesetzte Gruppen

erhielten den Auftrag, mit einem Ei, einem

Papierbogen, einer Schnur und einem

Ballon ein flugtaugliches Objekt zu basteln.

Kriterien zur Beurteilung dieser Flugobjekte

waren: Flugverhalten (Dauer in Sekunden),

Originalität der Konstruktion sowie Kreativität

in der Namensgebung. Die Arbeiten

stiessen bei den «Mitkonkurrenten» auf

Stirnerunzeln, Anerkennung oder sogar Bewunderung.

Fazit: Ein gut harmonierendes

Team setzt die Kräfte und Qualitäten der einzelnen

Mitarbeitenden optimal ein!

Und die Bilanz des Workshops: Alle Beteiligten

blicken auf zwei interessante, spannende

und sehr intensive Tage zurück. Alle fühlten

sich sehr wohl in Vulpera – nicht zuletzt

dank den einzigartigen Gastgebern Rolf und

Sally Zollinger vom Hotel Villa Post mit ihrem

professionellen Team und Jon Vanzun,

der für eine eindrückliche und unvergessliche

Führung durch das Schloss Tarasp sorgte:

Grazcha fich!

23

IR 02/2006

Professionelle Gastgeber und

Schlossguides: Rolf Zollinger

und Jon Vanzun


PENSIONSKASSE:

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Von Urs Brunett

Allgemeines

Die Sozialversicherungen im Allgemeinen,

beziehungsweise die berufliche Vorsorge im

Speziellen, geraten immer wieder zum Spielball

der politischen Parteien. In den letzten

Jahren haben sich (zu) viele «Experten» aus

allen politischen Lagern um dieses Thema

gekümmert. Doch leider standen mehrheitlich

die Interessen einzelner Gruppen, statt

die Sache an und für sich im Vordergrund.

Kommunikationsfehler auf allen Seiten haben

auch dazu beigetragen, dass in den vergangenen

Jahren die zweite Säule (Berufliche

Vorsoge) zu Unrecht (Stichwort: Rentenklau)

in ein schlechtes Licht gestellt wurde.

Die Verantwortlichen der Pensionskasse der

Rhätischen Bahn haben sich in den letzten

Monaten eingehend mit der zukünftigen Ausgestaltung

unserer Kasse befasst und sich

vorwiegend mit Fragen der Organisation und

der Finanzierung auseinandergesetzt. Die

gefassten Beschlüsse unterstützen die stetige

Weiterentwicklung unserer nach wie vor

gesunden Pensionskasse. Im Nachfolgenden

informieren wir Sie über die wichtigsten Ereignisse.

Rücktritt von Helmut Bauschatz,

Geschäftsführer

Am 30. Juni 2006 wird Helmut Bauschatz seine

Tätigkeit als Geschäftsführer der Pensionskasse

beenden. In seiner Amtszeit, vorerst

als Mitglied der paritätischen Kommission und

später als Mitglied des Stiftungsrates, wurden

wegweisende Entscheide getroffen, wel-

Das Wichtigste in Kürze:

Zahlen 2005

Deckungsgrad der Kasse 106.86 %

Technischer Zinsfuss 3.5 %

Vermögen der Kasse 503.6 Mio. CHF

Anzahl Aktive per 31.12.2005 1367

Anzahl Rentner per 31.12.2005 933

24 IR 02/2006

che unsere Kasse nachhaltig geprägt haben.

Heute verdanken wir es hauptsächlich seiner

Initiative, dass unsere Kasse als selbständige

Stiftung erhalten blieb. Diese Selbständigkeit

ermöglicht es, dass die Kasse gesund

ausfinanziert ist und dass Sie heute als Versicherte

der Kasse von schmerzhaften, langjährigen

Sanierungsbeiträgen verschont bleiben.

Im Zusammenhang mit dem Wechsel zum

Beitragsprimat auf den 1. Januar 2002 nahm

die RhB zu ihren Lasten die Ausfinanzierung

der Deckungslücke im Umfang von rund 50

Mio. CHF vor, die aus der Einführung des

neuen Freizügigkeitsgesetzes entstanden war.

Als damaliger Finanzchef der RhB hat Helmut

Bauschatz rechtzeitig alle für die Sanierung

der Pensionskasse notwendigen Schritte unternommen,

damit die Kasse auf eine gesunde

Basis gestellt werden konnte. Während

seiner Amtszeit (1989 bis 2006) hat sich das

Vermögen der Pensionskasse von 198.2 Mio.

CHF auf 503.6 Mio. CHF erhöht. Der sorgfältige

Umgang mit diesem Vermögenszuwachs

wurde durch ihn massgeblich und erfolgreich

beeinflusst. Die Pensionskasse der Rhätischen

Bahn hat heute in der Bahnlandschaft Schweiz

Beispielcharakter. Dies gilt es zu bewahren.

Die Zukunft wird nicht einfacher. Die umsichtige

Geschäftsführung der letzten Jahre hat

aber gezeigt, dass auch sehr komplexe Aufgaben

in einem dynamischen Umfeld mit den

richtigen Entscheidungen gelöst werden können.

Helmut Bauschatz, für Ihren langjährigen, hervorragenden

Einsatz danken Ihnen der Verwaltungsrat

und die Geschäftsleitung, der

Stiftungsrat und alle Mitarbeitenden herzlich

und wünschen Ihnen für die weitere Zukunft

alles Gute.

Helmut Bauschatz


Stiftungsrat der Pensionskasse

Der Stiftungsrat der Pensionskasse ist das

leitende Organ und setzt sich seit diesem

Jahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Präsident

Faustin Carigiet

Konsultativrat, Breil/

Brigels

Arbeitgebervertreter

Mitglieder:

Arbeitgebervertreter:

Andreas Bass, Leiter Recht und Kommunikation,

Chur

Silvio Briccola, Leiter Finanzen,

Chur

Tino Zanetti, Konsultativrat und Gemeindepräsident,

Poschiavo

Organisation der Pensionskasse

Die Pensionskasse ist wie folgt organisiert:

Der Stiftungsrat, die Anlagekommission und

die Geschäftsführung werden durch bewährte

externe Experten unterstützt und beraten.

Diese langjährige Unterstützung trägt das Ihre

zur kontinuierlichen Entwicklung der Pensionskasse

bei.

Information Mitglieder

Die Intranet Plattform http://pkrhb wird laufend

aktualisiert und ausgebaut und steht

allen, primär den versicherten Aktiven, mit

den wichtigsten Informationen zur freien Verfügung.

In Zusammenhang mit der Erneuerung der

Internet-Plattform der RhB wird auch für die

Pensionskasse eine Internet-Homepage geschaffen,

die allen Mitgliedern zur Verfügung

stehen wird.

Vizepräsident

Marco Margadant

Leiter Produktion,

Chur

Arbeitnehmervertreter

Arbeitnehmervertreter:

Aldo Bellasi, Leiter Region,

Davos Platz

Claudio Cajacob, Leiter Betrieb,

Davos Platz

Franz Egger, Leiter Liegenschaften,

Chur

Herr Tino Zanetti wurde vom Verwaltungsrat der RhB als Nachfolger von Herrn

Reto Fischer gewählt. Herr Fischer war vom 1. Januar 1994 bis zum 30. April

2006 im Stiftungsrat tätig. Für seine langjährige, erfolgreiche und wertvolle

Mitarbeit bedanken wir uns herzlich.

25

IR 02/2006


Jahresabschluss 2005

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den

Fachempfehlungen zur Rechnungslegung

Swiss GAAP FER 26 erstellt. Das Geschäftsjahr

2005 konnte auf Grund der erfreulichen

Entwicklung der Anlagemärkte erfolgreich

abgeschlossen werden. Im Vergleich zu den

Vorjahren wurde eine überdurchschnittliche

Rendite erzielt. Dies hat dem Stiftungsrat ermöglicht,

zur finanziellen Stärkung der Kasse

und zur besseren Kontrolle von Anlagenrisiken,

den technischen Zinsfuss von 4% auf

3.5% zu senken. Der technische Zinsfuss

drückt die zukünftige Renditeerwartung aus,

mit welcher eine Pensionskasse langfristig

26 IR 02/2006

rechnet. Trotz dieser Senkung konnte der Deckungsbeitrag

der Kasse auf 106.86% erhöht

werden. Der Deckungsgrad dokumentiert, zu

wie viel Prozent die Verpflichtungen einer

Pensionskasse mit Vermögenswerten gedeckt

sind. Der Stiftungsrat visiert einen Ziel-Deckungsgrad

von mindestens 110% an.

Der Geschäftsbericht 2005 kann mit der entsprechenden

Bestellkarte bezogen werden.

Sobald er verfügbar ist, wird er auch im Intranet

zugänglich gemacht.

Liegenschaft Sorts in Ilanz

Das Gesetz über die Berufliche Vorsorge

schreibt vor, dass die Vorsorgeeinrichtung

einen dem Geld-, Kapital- und Immobilienmarkt

entsprechenden Ertrag anstreben muss.

Gleichzeitig hat die Pensionskasse die Anlage

des Vermögens nach den Grundsätzen einer

angemessenen Risikoverteilung vorzunehmen.

Die möglichen Investitionen werden

durch das Gesetz vorgeschrieben. Diese und

andere Gründe haben dazu geführt, dass der

Stiftungsrat den Bau eines Mehrfamilienhauses

in Ilanz beschlossen hat. Der Spatenstich

wurde am 13. Juni 2005 vorgenommen. Der

Bezug der Liegenschaft erfolgte termingerecht

am 1. April 2006. Entstanden ist eine Liegenschaft

mit 14 aussergewöhnlich schönen Wohnungen

mit komfortablen Innenräumen und

Einrichtungen. Dank dem sehr guten Preis-

Leistungsverhältnis sollten auch die letzten

zwei Wohnungen vermietet werden können.

Das gelungene Werk wird nachfolgend in dieser

Zeitschrift vorgestellt.


INVESTITION IN

WOHNÜBERBAUUNG «SORTS»

Von Lieni Senti

Im Herbst 2003 präsentierte die Carigiet Architektur

& Baumanagement AG der Pensionskasse

der RhB im Gebiet «Sorts» eine

Überbauungsprojektstudie auf Land der Erbengemeinschaft

Ragaz. Diverse Abklärungen

betr. der Nachfrage von Mietwohnungen in

Ilanz und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen

bildeten die Grundlage, dass der Stiftungsrat

beschloss, eine erste Etappe von 14 Wohnungen

zu bauen. Das Architekturbüro Carigiet

erarbeitete daraufhin einen Überbauungsplan

und anschliessend die Baueingabe.

Am 13. Juni 2005 konnte die Pensionskasse

mit dem Architekten und Vertretern der Stadt

Ilanz den Spatenstich vornehmen und somit

den Startschuss für die neunmonatige Bauzeit

geben.

Einfachheit und Reduktion sind die Stilmittel,

mit denen Carigiet Architektur & Baumanagement

AG ebenso kompetent zu arbeiten vermag,

wie mit interessanten Licht-, Materialund

Farbgestaltungen. Da das Grundstück freie

Sicht nach Süden und Westen bietet, vermitteln

die Wohnräume, besonders die Wohnzimmer

helle und freundliche Atmosphäre. Auch

die sehr grosszügigen Balkone bieten Erholungsraum

pur. Viel Glas kam zum Einsatz, was

auch die Treppenhäuser besonders freundlich

macht. Auch die gemeinschaftlichen Räume wie

Velo- und Waschräume wurden grosszügig

gestaltet. Schlussendlich entsteht der Eindruck

der Ruhe und Gelassenheit und jeder Mieter

kann seine Privatsphäre vollends geniessen.

Schon vor der offiziellen Herausgabe der Dokumentation

und vor Bekanntgabe der Mietzinsen

stiessen die drei 3 1 /2-Zi-Whg, sechs

4 1 /2-Zi-Whg, drei 5 1 /2-Zi-Whg und zwei Attikawohnungen

auf reges Interesse. So konnten

vor Weihnachten 2005 bereits 11 der 14 Wohnungen

definitiv vermietet werden. Das Preis-

Leistungsverhältnis stimmte und die Mietzinse

inkl. Nebenkosten von CHF 1350.00 für eine

3 1 /2-Zi-Whg und CHF 1570.00 für eine 4 1 /2-Zi-

Whg schienen den Interessenten zu gefallen.

Die letzte 3 1 /2-Zi-Whg und die letzte 5 1 /2-Zi-

Whg sind zur Vermietung ausgeschrieben.

Nähere Informationen mit der Dokumentation

des Neubaus kann bei der RhB-Liegenschaftenverwaltung

bezogen werden.

Der Mieterschaft wünschen wir viel Freude in

den neuen Wohnungen. Einen besonderen

Dank richten wir an das Architektur & Baumanagement

Büro Carigiet, welches allerbeste

Arbeit leistete und das Bauprogramm und

die Baukosten von rund 5 Mio. CHF gut im

Griff hatte. Wir danken auch allen Handwerkern

für die saubere und termingerechte Arbeit.

Wir dürfen mit Stolz erwähnen, dass der

grösste Teil der Arbeiten in der Region vergeben

werden konnte. Die Pensionskasse ist

erfreut, dass sie ein so schönes Objekt in der

Surselva realisieren durfte.

27

IR 02/2006


AUS DER PEKO-ECKE

Von Lieni Senti

Wie bereits in der letzten Ausgabe der Info

Retica angekündigt, wird die Personalkommission

der RhB (PEKO) an dieser Stelle über

die laufenden Geschäfte informieren. Um die

Informationen kurz und verständlich zu halten,

hat sich der PEKO-Ausschuss für eine grafische

Darstellung entschlossen, welche auch

von der RhB verwendet wird. Beachten Sie

bitte immer, dass die PEKO ein Informationsund

Mitspracherecht hat, jedoch nicht entscheiden

kann.

Pendenzenliste PEKO-Ausschuss Stand: 30.04.2006

Geschäftsoder

Fachbereich

GL

GL

alle

V

-Seite 1 -

Thema

Mitabeiterumfrage

Fitnessprogramm und

Prozessanalyse

Parkplatzbewirtschaftung

RhB-Netzweit

Personalräume für

Zugteam auf dem

Bahnhof Chur

Status

Bemerkungen zum Stand,

Erfüllungsgrad Kriterien

Die versch. GB führen die weitere

Umsetzung der Resultate im Detail

durch und versuchen z.B. die 5

wichtigsten Anliegen zu behandeln.

Erste Resultate und Massnahmen

bei Mitteilung an der RhB-VR.

Verträglichkeit mit PEKO absprechen.

Einsicht PEKO mit ev. Vorschlägen

vor Mitteilung und Umsetzung.

Grundsatz: Anreise mit ÖV soll Anreiz

sein.

Einsicht PEKO mit ev. Vorschlägen

vor Mitteilung und Umsetzung.

Massnahmen, Termine und

Handlungsbedarf

Stand den Mitarbeitern bis

Mitte 2006 z.B. im

Newsletter mitteilen.

Bis Ende August 2006.

Stellungnahmen PEKO

Wahlkreise I und V nötig.

Einführung Mitte 2006.

Bis Ende April 2006

Rückmeldung durch PEKO

Präsident. Besichtigung

vor Ort und Einsicht in

Planunterlagen demnächst.

Verantwortlich

GL RhB

Ausschuss PEKO

GL RhB

Ausschuss PEKO

GL RhB und zuständige GB

PEKO-Ausschuss V und I

GL RhB und zuständige GB

Präsident PEKO

A. Mügeli

Wahlkreisverant. R-B

Pendenzenliste PEKO-Ausschuss Stand: 30.04.2006

Geschäftsoder

Fachbereich

alle

alle

V-ZT

-Seite 2 -

Thema

RhB-Dienstfahrzeuge

Neue Weisung und

Reglement

Nutzung der RhB-

Informatiksysteme

Neue Weisung und

Reglement

Kasten für Lokführerkoffer

auf Arosaareal Bhf Chur

Status

Bemerkungen zum Stand,

Erfüllungsgrad Kriterien

PEKO-Ausschuss ist grundsätzlich mit

den neuen Weisungen einverstanden.

Begrüssenswert wäre eine Checkliste

im Fahrzeug selbst. In Kraft voraussichtlich

1.5.2006.

PEKO-Ausschuss ist grundsätzlich mit

den neuen Weisungen einverstanden

und unterstützt die baldige Umsetzung.

Voraussichtliche Einführung 1.5.2006.

Für die Ablage und Deponie während

kurzen Zugpausen sind 4 Normkästen

wie an anderen Orten (Depot Chur,

L quart) nötig.

Massnahmen, Termine und

Handlungsbedarf

Erlaubnis um Verteilung an

die PEKO-Wahlkreise.

Erlaubnis um Verteilung an

die PEKO-Wahlkreise.

Verantwortlich

GL RhB

Ausschuss PEKO

GL RhB

Ausschuss PEKO

Diverse Vorstösse von V-ZT GB V-ZT

haben keinen Erfolg gezeigt Präsident PEKO

und wurden neg. beurteilt

(Nachprojekte SBB-RhB

nicht mehr möglich).

28 IR 02/2006

Weitere Informationen, wie z.B. die Pendenzenlisten

der PEKO-Geschäftsbereiche können

im Intra- und Internet abgerufen werden. Benutzen

Sie diese zwei Plattformen, informieren

Sie sich laufend und teilen Sie uns Ihre

Anliegen mit.

Nächster PEKO-Termin:

29.06.2006 nächste Sitzung PEKO-Ausschuss

mit GL RhB


IT@RHB

Folgender Beitrag soll der erste einer regelmässigen

erscheinenden Rubrik «IT@RhB»

darstellen. Die Informatik der RhB möchte damit

die Mitarbeitenden regelmässig über aktuelle

Projekte und Themen informieren. Zusätzlich

beabsichtigen wir, in jeder Ausgabe

Tipps & Tricks anzubieten, die die Arbeit mit

Informatikwerkzeugen ein bisschen erleichtern

sollen.

IT@RhB – Quo Vadis?

Von Sandro Pfammatter

Die RhB hat in den letzten Wochen einen

Entwurf der IT-Strategie formuliert, welche die

Bedeutung der Informatik festhält, die wichtigsten

Strukturen (Organisation) definiert sowie

wichtige Standards, Methoden und Produkte

verbindlich vorgibt.

Mit diesem Beitrag sollen die wichtigsten Elemente

des Strategie-Entwurfs zusammenfassend

dargestellt werden und aufzeigen, welche

Akzente die RhB im Bereich Informatik in

den nächsten Jahren setzen will.

Struktur

Die Informatik der RhB soll in Zukunft folgendermassen

strukturiert werden:

Die Informatik wird auch bei der RhB traditionell

in Software (Anwendungen) und Hardware

(Technische Infrastruktur) unterteilt.

Die technische Infrastruktur beinhaltet Netzwerk-Systeme

(LAN, WAN, Remote Access,

etc.), Server-Systeme (Zentrale Speicher, Hardware

für zentrale Anwendungen, etc.) sowie

Arbeitsplatz-Systeme (PC's, Drucker, Digitale

Agendas, etc.).

Der Bereich Anwendungen wird in Datenbank-,

Büromatik- (Office Anwendungen) und Kommunikationsanwendungen

(Intranet/Internet,

Email/Groupware) unterteilt. Die Integration

der Daten und Anwendungen wird speziell

hervorgehoben.

Als übergeordnete Themen werden IT Sicherheit

und IT Prozesse behandelt.

Homogenisierung der technischen Infrastruktur

In den letzten Jahren ist die IT-Infrastruktur

der RhB stark gewachsen. In immer kürzeren

Zeitabständen haben Anwender und Management

nach neuesten Anwendungen mit

hoher Verfügbarkeit und Unterstützung verlangt.

Die Aufgabe der IT besteht nun darin,

die heute heterogen gewachsene IT-Landschaft

zu konsolidieren und zu standardisieren.

Anwendungen, Datenbanken und Services

sollen auf wenige, zuverlässige Systeme

zusammengefasst werden. Im Vordergrund

steht dabei das klare Ziel, die IT-Kosten zu

optimieren. Weitere wichtige Gründe sind

unter anderem Risikominderung, verbesserte

Auslastung, einfachere Verwaltung, optimale

Ressourcennutzung, gesteigerte Verfügbarkeit

und volle Skalierbarkeit.

Die Informatik-Abteilung ist dabei, eine klare

Roadmap zur schrittweisen Homogenisierung

der technischen Infrastruktur zu realisieren.

Dazu gehören im Wesentlichen die Erarbeitung

von Konzepten zu den folgenden Themen:

Server-Systeme, PC-Systeme, PDA/

Smartphones und Peripherie (Drucker, Scanner).

Im Folgenden finden Sie einige Ansätze,

die im Moment diskutiert werden:

• Im Bereich Server-Systeme hat sich die RhB

vorläufig auf eine Mixed Source Strategie

(Suse Linux und Windows) festgelegt.

Novell Netware soll komplett abgelöst werden.

Ebenfalls ein wichtiges Thema im

Bereich Server ist die sog. Virtualisierung,

die eine physische Reduzierung der Anzahl

Server zur Folge hat.

• PC-Arbeitsplätze sollen in Zukunft ebenfalls

auf ein paar wenige Typen (max. 3)

reduziert werden. Geräte werden also

blockweise und grosszügig durch neue ersetzt.

Ein entsprechender Realisierungsplan

ist ebenfalls in Arbeit.

29

IR 02/2006


• Der Einsatz von sog. Smartphones (Elektronische

Agenda und Handy in einem) wird

ebenfalls geprüft. Personen, die mittlerweilen

zu Geschäftszwecken eine elektronische

Agenda und ein Handy besitzen, werden

möglicherweise in Zukunft diese beiden Funktionen

mit einem Gerät handhaben können.

• Im Bereich Peripherie erstellt die F-IT in

Zusammenarbeit mit F-MW und I-EA im Moment

ein Konzept, welches den Einsatz von

Multifunktionsgeräten vorsieht. Dieses vereint

die Funktionen eines Druckers, eines

Kopierers, eines Scanners und eines Faxgerätes

in einem.

Integration der Applikations- und Datenlandschaft

Ähnlich der technischen Infrastruktur ist auch

die Anwendungslandschaft der RhB gewachsen.

Diese gewachsene Systemlandschaft besitzt

heute eine Vielzahl von Punkt-zu-Punkt-

Verbindungen und manuellen Schnittstellen

zwischen den Anwendungen. Die Anwendungsarchitektur

soll deshalb um eine zusätzliche

Ebene, einer Integrationsebene (konzeptionell),

erweitert werden. Diese soll die IT-Architektur

flexibilisieren und die eigenen Prozesse, Applikationen

und Daten geschäftsgetrieben integrieren.

Im Prinzip handelt es sich hierbei

ebenfalls um eine Homogenisierung und zwar

um eine Homogenisierung der Schnittstellen.

Im Vordergrund stehen die strukturierte Abbildung

der Geschäftsobjekte, Investitionssicherheit

durch Flexibilität bei Umstrukturierungen

und eine hohe Anpassungsfähigkeit an die

Geschäftsprozesse.

Ebenso ist der Aufbau einer zentralen Auswertungsplattform

(Management Information

System) geplant, welche sämtliche relevanten

Daten in einem zentralen Topf sammelt,

beschreibt, miteinander vernetzt und diese

zu Auswertungszwecken bereitstellt. In der

Fachliteratur redet man von einem sog. Data

Warehouse.

Kundenorientierung und Kommunikation

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Strategie

ist die konsequente Ausrichtung der Prozesse

auf den Kunden. Aus Sicht IT-Support

stellt der Mitarbeitende den Kunden dar. Im

Bereich der Informationsverarbeitung sollen

dem Mitarbeitenden optimale Arbeitsinstrumente

zur Verfügung gestellt werden, um eine

30 IR 02/2006

möglichst hohe Zufriedenheit am Arbeitsplatz

sicherzustellen.

Es sollen wo immer möglich Standards verwendet

werden. Ebenfalls sollen vermehrt

eigene Mitarbeiter als Projektleiter eingesetzt

werden, um die Kundenbedürfnisse und die

Geschäftsprozesse besser zu verstehen.

Die Kommunikationsfunktionen sollen weiterhin

stark gefördert werden. Das bereits vorhandene

Intranet soll weiter ausgebaut und

intensiver genutzt werden. Allen Mitarbeitern

mit entsprechendem Bedarf soll der Zugang

zu Internet generell gewährt werden.

Organisation

Es wird seit Anfang dieses Jahres neu ein Informatik-Lenkungsausschuss

(ILA) eingesetzt.

Dieses beratende Gremium, erarbeitet Empfehlungen

und Anträge zu Handen der Geschäftsleitung.

Der ILA überprüft die Informatik

Strategie, erarbeitet und empfiehlt Prioritäten

bezüglich Informatikprojekten und überprüft

konkrete Projektanträge. Er setzt sich

zusammen aus Vertretern der einzelnen Geschäftsbereiche,

dem Leiter Informatik sowie

einem externen Fachberater. Der Leiter Finanzen

hat den Vorsitz.

Zusammensetzung Informatik Lenkungsausschuss

(ILA):

• Erwin Rutishauser, Direktor

• Silvio Briccola, Leiter GB Finanzen

• Andreas Bass, Leiter Recht & Kommunikation

(GL Stab)

• Daniel Joss, Leiter Planung und Controlling

(GB Verkehr)

• Karl Jahn, Leiter R-Rechnungswesen/Planung

(GB Rollmaterial)

• Christoph Lauper, Leiter Fahrweg (GB Infrastruktur)

• Robert Welle, Berater (prolan systems AG)

• Sandro Pfammatter, Leiter Informatik (GB

Finanzen)

Der Leiter Informatik rapportiert via Leiter Finanzen

an den ILA und ist dabei für die strategische

und konzeptionelle Weiterentwicklung

sowie für die operative Umsetzung der Informatik

verantwortlich. Seine Kernaufgaben sind

das Um- und Durchsetzen der geltenden Informatik-Strategie,

das Führen der IT Abteilung,

sowie die Koordination aller Informatik-Aktivitäten

in der ganzen Unternehmung.


IT@RhB – Projekt Bilddatenbank

Von Nadine Ritter

Rückblick

Die RhB verwaltet eine grosse Menge an digitalem

Bildmaterial, das von Mitarbeitenden

für die tägliche Arbeit erstellt und genutzt

wird. Bisher wurden digitale Fotos in der Regel

ohne genaueren Beschrieb und an verschiedenen

Orten abgelegt. Eine zentrale und

strukturierte Ablage existierte nicht. Dies erschwerte

die Suche nach geeignetem Bildmaterial

erheblich. Teilweise wurden Bilder

auch redundant abgelegt.

Um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren

und eine Suche zu vereinfachen steht seit

Ende April eine Bilddatenbank auf dem Intranet

bereit. Zukünftig sollen mit Hilfe der neuen

Lösung, alle für die Mitarbeitenden interessanten

Bilder auf einem speziell dafür eingerichteten

Server abgelegt werden. Der

Vorteil einer Bilddatenbank liegt darin, dass

Bilder zentral zugängig sind und anhand von

Stichworten einfach und schnell wieder gefunden

werden können.

Benutzertypen

Es werden dabei 2 Benutzertypen unterschieden:

♦ Front End Benutzer ➠ Benutzer die freigegebene

Bilder suchen, ansehen und weiterverwenden

♦ Back End Benutzer ➠ Benutzer welche Bilder

bearbeiten, hochladen, beschreiben

und freigeben

Front End Benutzer haben via Intranet Zugriff

auf die Bilddatenbank (Eintrag in der

Intranet-Navigation). Hier stehen Bilder zur

Verfügung, die von Back End Benutzern explizit

frei gegeben wurden. Diese Bilder

können für den internen Gebrauch genutzt

werden.

Anhand von Suchoptionen kann nach dem

gewünschten Bild gesucht werden. Ist das

gesuchte Bild gefunden, erhalten Sie weitere

wichtige Informationen dazu.

Der Back End Bereich steht Benutzern mit

speziellen Berechtigungen zur Verfügung. Dem

Back End Benutzer steht es frei, sein Bildmaterial

für die Front End Benutzer freizugeben.

Als Back End User ist man für die korrekte

Bildangabe und die Datenpflege verantwortlich.

Die Bilder werden über ein Formular erfasst

und in die Datenbank abgelegt. Das Erfassungsformular

teilt sich in zwei Bereiche auf.

Im ersten Teil sind allgemeine Bildinformationen

zu ergänzen. Der zweite Teil ist auf

31

IR 02/2006


die Bedürfnisse der Geschäftsbereiche angepasst

worden und unterscheidet sich in deren

Inhalt. Weitere wichtige Informationen können

so mit dem Bild abgespeichert werden.

Ausführung

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der

Firma IC Surselva aus Ilanz realisiert. Die Bilddatenbank

wurde auf die Bedürfnisse der RhB

zugeschnitten und konnte so ideal auf die

bestehenden Systeme angepasst und integriert

werden. Die Datenbank enthält zum

aktuellen Zeitpunkt bereits über 1500 Bilder,

das entspricht etwa einer Datenmenge von

über 3GB.

IT@RhB – Tipps & Tricks

von Dennys Hess

32 IR 02/2006

Windows Tastenbefehle

Das Arbeiten mit so genannten Shortcuts (Tastenbefehle),

erleichtert den täglichen Umgang

mit dem Computer um ein Vielfaches. Es

bringt vor allem «Geschwindigkeitsvorteile»

beim Arbeiten, da das Auswählen von Funktionen

– wie z.B. Speichern, Kopieren oder

Einfügen, aus einem Menü umgangen werden

kann. Diese Tastenbefehle stehen meist

schon im Programm selber, jeweils hinter der

Funktion im Menü.

Hier einige nützliche Tastenbefehle die generell

verwendet werden können.


EINE ETWAS ANDERE REZEPTUR

Von Manfred Bertsche

Wie baut man eine Personenunterführung

in zwei Tagen?

(Wochenende 18./19.3.2006)

1. Man sorgt für schönes Wetter, stellt vorfabrizierte

Elemente bereit, isoliert die

Fahrleitung im Arbeitsbereich ab, entfernt

die Gleise und macht ein «Loch».

2. Die Züge halten beidseits vom «Loch», damit

die Passagiere umsteigen können.

3. Die vorfabrizierten 11 Elemente mit je 21

Tonnen Gewicht und mit einer Gesamtlänge

von 26 m werden mit dem Kran in die

Baugrube gestellt …

1

Projektinformation

4. … und mit Verschubeinrichtungen in die

Endlage geschoben.

5. Nachdem alle Elemente versetzt und zusammengespannt

sind …

6. … kann die Konstruktion hinterfüllt, die

Gleise wieder eingebaut und die Fahrleitungstrenner

entfernt werden.

2

3

4

33

IR 02/2006

Projekt: Untervaz, Ausbau Station mit Doppelspurabschnitt Seite Trimmis.

Kurzbeschrieb: Die heutige Stationsanlage muss gesamthaft umgebaut werden. Die Perronanlagen von Gleis 1 und 5 werden behindertengerecht

ausgeführt. Es wird eine Buswendeschlaufe, eine behindertengerechte Personenunterführung und

ein neues Gebäude für die elektrischen Anlagen erstellt. Die Verladerampe des Güterschuppens wird angepasst.

Auf Seite Trimmis wird ein Doppelspurabschnitt von ca. 2.3 km Länge erstellt. Der Bahnübergang bei km 6.517 und

die Haltestelle Trimmis werden aufgehoben. Als Ersatz für die Aufhebung des Bahnüberganges wird bei der Haagrüfe

eine Wegüberführung gebaut. Die 3 Rüfendurchlässe werden erneuert. Grössere Kunstbauten fallen nicht an. Die

eisenbahntechnischen Anlagen werden grösstenteils ersetzt.

1. Etappe: Die 1. Etappe beinhaltet die Doppelspur auf Seite Trimmis, die Buswendeschlaufe, das neue Stationsgleis 5, die neue

Personenunterführung, die Wegüberführung und die 3 neuen Rüfendurchlässe.

2. Etappe: Die 2. Etappe beinhaltet den restlichen Stationsausbau.

Termine: 1. Etappe bis Ende 2006

2. Etappe bis Ende 2007

Fertigstellungsarbeiten im 2008

Kosten: CHF 26’800’000.–

5

6


HOP(P) SCHWIIZ

Von Anne Olesen

Bei der RhB spricht man auch vom HOP.

Aber was ist eigentlich dieses HOP? Dieses

HOP bedeutet «Hochrechnung der Erlöse im

Personenverkehr».

Und was ist eine Hochrechnung? Eine Hochrechnung

ist eine näherungsweise Extrapolation

eines Gesamtergebnisses aus einem Teilergebnis.

Diese wird angewendet, wenn noch

nicht alle Informationen für das Gesamtergebnis

vorliegen. Um eine möglichst präzise Hochrechnung

zu erhalten, muss das verwendete

Teilergebnis alle denkbaren Aspekte berücksichtigen

und hierbei zahlenmäßig gross genug

sein.

Eins ist klar, dass HOP bei der RhB hat also

nichts mit der kommenden Fussball-WM in

Deutschland, wo die HOPP Schweiz zum Zuge

kommen wird, zu tun!

Die Methode für das HOP baut auf folgendes

Prinzip auf:

Und was ist nun FRASY und FQ:

FRASY sind Daten der Frequenzen der einzelnen

Züge.

Mit anderen Wort:

In den begleiteten Zügen werden vom Zugpersonal

die Anzahl Fahrgäste ab definierten

Bahnhöfen gezählt. Beispiel: Ein begleiteter

Zug fährt von Landquart nach Davos. Bei Abfahrt

von Landquart zählt / schätzt der Zugbegleiter,

wie viele Personen in der 1. und in

der 2. Klasse sitzen (hoffentlich nicht stehen).

Dies gibt er im ZPG (Zugpersonalgerät) ein.

Das gleiche macht er nach Schiers und nach

Klosters. Wenn der Zugbegleiter das nächste

34 IR 02/2006

Mal einen Abgleich von seinem ZPG mit dem

Server macht, gelangen diese Zahlen ins

FRASY.

In den unbegleiteten Zügen kann diese Methode

selbstverständlich nicht angewendet

werden. Damit wir aber trotzdem die Anzahl

Fahrgäste in den unbegleiteten Zügen ermitteln

können, werden Wagen zurzeit mit dem

so genannten AFZ ausgerüstet. AFZ bedeutet

automatische Fahrgastzählung. Wie das Wort

sagt, werden die Fahrgäste automatisch gezählt.

Dies geschieht, indem ein Sensor am

oberen Türrahmen bei jeder Einstiegstür eines

Wagens die Anzahl Fahrgäste zählt, die

ein- respektiv aussteigen. Diese Daten werden

an einem PC in der Komposition transferiert.

Am Abend, wenn die Komposition ins

Depot kommt, werden die Daten weiter an

das FRASY transferiert.


Beim Ein- und Ausstieg registriert ein Zähler automatisch

die Fahrgäste

In einzelnen Fällen müssen trotz der modernen

Techniken manuelle Erfassungen durchgeführt

werden. Dies wird durch Personal, die

die Anzahl Fahrgäste auf ein Formular notiert,

ausgeführt. Diese Formulare werden gesammelt

und manuell in das FRASY eingegeben.

Jetzt haben wir sehr viele Daten im FRASY.

Wir haben nicht alle Frequenzen von sämtlichen

Zügen, aber sehr viele.


Für das HOP braucht es noch das FQ. FQ sind

Daten, über Billettart und Reiseweg des einzelnen

Fahrgastes. Diese Daten können nur

durch manuelle Befragungen jedes einzelnen

Fahrgastes ermittelt werden. Vielleicht haben

Sie schon selber eine solche Befragung erlebt:

«Wir führen eine Kundenbefragung

durch. Kann ich bitte Ihr Billett sehen. Von

wo bis wo reisen Sie?» …. (Die Antwort gibt

der FQ-Erheber ins FQ-Erhebungsgerät ein).

«Danke, auf wiedersehen». Diese Daten werden

bei Dienstende drahtlos per Knopfdruck

ins FQ transferiert. Diese Erfassungen sind

zeitaufwendig und daher personalintensiv.

Damit die Qualität der FQ Daten gut genug

sind, werden 5 Befragungen sämtlicher (wenn

möglich) Reisenden im Zug pro Zugnummer

und Jahr durchgeführt.

FQ Erfassungsgerät.

Das tönt ja super gut mit diesen automatischen

Übermittlungen von all diesen Daten.

Es hat nur einen kleinen Haken dabei. Die

Daten, die aus dem HOP herauskommen, sind

nur so gut, wie die Daten, die ins HOP hineinkommen.

Daher werden die FRASY und die

FQ Daten, bevor diese ins HOP gelangen, auf

ihre Qualität von zwei Systembetreuern überprüft.

Die Systembetreuer können Daten verwerfen,

ändern und gutheissen. Sie erkennen,

wenn AFZ Kompositionen (Ganz Kompositionen

bestehend nur aus Wagen wo AFZ

eingebaut sind) auseinander genommen und

nicht richtig wieder formatiert werden. Sie

erkennen auch Fehler bei der Eingabe von

FQ Daten. Bei Vorfällen können die Systembetreuer

die entsprechenden Personen informieren,

damit der Fehler schnell wieder behoben

werden kann und somit genügend

Daten für die Hochrechnung zur Verfügung

stehen.

Jetzt kommt die Hochrechnung zur Anwendung.

Im HOP wird jetzt mit den erfassten

Daten eine Hochrechnung der Frequenzen,

Personenkilometer und Erlöse je Zugnummer,

Linienabschnitt, Teilprodukt (1. Klasse, 2. Klasse),

Fahrausweisart berechnet.

Und wofür benötigt die RhB eigentlich solche

Zahlen? Ist der Aufwand überhaupt gerechtfertigt?

Dies sind Fragen, welche immer

wieder zu hören sind. Für die RhB und auch

für die Kunden der RhB haben diese Zahlen

einen Nutzen. Wenn wir die Frequenzen besser

kennen, kann der Einsatz der zur Verfügung

stehenden Wagen optimiert werden.

Zudem können auch Kompositionsumläufe –

unter der Voraussetzung, dass es betrieblich

möglich ist – nach den Anzahl Reisenden

optimiert werden. Für die Geschäftsleitung

und besonders die Finanzabteilung sind diese

Zahlen von grossem Wert, indem der Finanzbedarf

besser belegt werden kann.

Was das HOP nicht kann, ist

Vorhersagen! Es ist «nur» ein

Hilfsinstrument für eine Vorhersage

der Anzahl zu erwartenden

Reisenden unter den

gleichen Rahmenbedingungen

wie bei der Erhebung.

Alles Klar? HOP RhB!

ZPG

35

IR 02/2006


DIE RHB AUF DEM HOLZWEG

Begrüssung durch den SELVA-

Präsident, Christoffel Brändli

Von Peider Härtli

Mit ausgefeilten Logistikkonzepten bieten

unsere Verkaufsprofis den Güterkunden interessante

Transportmöglichkeiten an. Eine

besondere Herausforderung wird die Inbetriebnahme

des Grosssägewerks in Ems auch

für die RhB bedeuten. Ein flexibles Betriebskonzept

und neue Güterwagen sind Voraussetzung,

die grosse Transportmenge Holz für

die Firma Stallinger abzuwickeln.

Mit über 20% der Gesamtbeförderungsmenge

von rund 700’000 Tonnen sind die Transporte

in den Bereichen Holz/Erdöl bereits heute

beachtlich. Mit der erwarteten Menge von rund

80’000 bis 100’000 m 3 Holztransporte für die

Firma Stallinger in Domat/Ems wird dieser

Anteil nochmals entscheidend beeinflusst.

Nebst der neuen Gleisanlage im Werk wird

sich die RhB auf diese Herausforderung speziell

vorbereiten. So werden beispielsweise

reine «Stallinger-Züge» nach einem genauen

Wochenplan die Sägerei bedienen, wie Leiter

Güterverkehr Herbert April anlässlich der Generalversammlung

der Selva am 11. April

betonte. RhB-eigenes Rangierpersonal wird

diese Züge bis zum Übergabeort des Werkes

leiten. Um den erwarteten zusätzlichen Mehrverkehr

auch betrieblich bewältigen zu können,

muss auch in die Fahrzeugflotte investiert

werden. Die RhB sieht vor, dafür neue

Flachwagen mit je einer Ladefläche von 37.5 m 2

36 IR 02/2006

Roger Keller, Einkaufsleiter Stallinger, Werk Ems

und einem Ladegewicht von 47 Tonnen zu

beschaffen. Diese Fahrzeuge würden zudem

mit «Containerzapfen» ausgerüstet und könnten

folglich auch für den Wechselbehälterverkehr

eingesetzt werden. Herbert April: «Das

anfallende Holz für Stallinger kann auf vielen

Stationen verladen werden. Die entsprechenden

Lagerplätze werden – in Abstimmung mit

der jeweiligen Gleiskapazität auf der Station

– zur Verfügung gestellt». Damit werden die

Ladefristen verkürzt und dem Kunden attraktive

logistische Bedingungen angeboten. RhB

und Stallinger stehen in engem Kontakt und

sehen den Abschluss einer Zusammenarbeitsvereinbarung

vor.

Herbert April, Leiter Güterverkehr: «Das anfallende

Holz für Stallinger kann auf vielen RhB-Stationen

verladen werden.»


«KHUM UND LUAG»

Von Felix Ulber

Am 24. und 25. März 2006 luden wir die ganze

Domleschger Bevölkerung nach Thusis ein,

damit sie sich über aktuelle und neue Angebote

der Rhätischen Bahn informieren kann.

Selbstverständlich kamen nicht alle Domleschger,

aber doch mehrere hundert Personen.

Unser Ziel war es, diese Besucher individuell

durch den kleinen Rundgang zu führen und

ihnen dabei die umfangreiche Produktepalette

von Bahn und Post vor Augen zu führen.

Bekanntes und Neues

Als Lockvogel diente der neue Panoramawagen

des Glacier Express, welcher nebst den

bekannten Sonderwagen Stiva Retica, Pullman

und Star[c]kes Stück bestaunt werden konnte.

Wir nutzten gleich die Gelegenheit, neue

Produkte wie die Schnupperfahrten Glacier

Express, die Frühlingsaktion ins Vinschgau

oder das Angebot Showare (Eintritte für Konzerte,

HCD-Spiele usw.) bekanntzumachen.

PostAuto Graubünden präsentierte Angebote

zum 100jährigen Jubiläum.

Güterverkehr mit Krantaufe

Die Besucher wurden in einem offenen Aussichtswagen

von Gleis 1 über den Doppelspurabschnitt

und die Hinterrheinbrücke zum

Güterumschlagplatz gefahren, wo der Verlad

eines Wechselbehälters vom Bahnwagen auf

den Lastwagen vorgeführt wurde. Alle staunten,

wie unsere Betriebsangestellten es schafften,

den Container in weniger als 60 Sekunden

umzuladen. Die Güterkunden der Region

wurden separat über die Möglichkeiten im

Güterverkehr orientiert. Zudem wurde unser

Kran auf den Namen «Griffli» getauft.

VIP-Anlass

Auch wenn dieser Ausdruck vielleicht ein

bisschen übertrieben erscheinen mag, ist es

doch wichtig, dass wir uns auch mit den sogenannten

Beeinflussern beschäftigen. Wir

luden regionale Politiker, Firmeninhaber, touristische

Partner, Medien, ja sogar Pfarrherren

zu einem VIP-Apéro ein. Thomas Baumgartner,

Leiter Verkehr, Philipp Bühler, Marketingleiter

PostAuto Graubünden und Oscar

Prevost, Gemeindeammann Thusis, präsentierten

ihre Strategien für die zukünftige Entwicklung.

Danach ging es auf den bereits erwähnten

Rundgang mit Kurzinformationen zu den

Angeboten. Am Schluss gab es genug Gelegenheit,

beim Apéro im Bahnhofbuffett mit

den Gästen ins Gespräch zu kommen, oder

eben, «Networking» zu betreiben, wie es neuzeitlich

heisst.

Ergebnisse

Als Folge dieses Anlasses durften wir einige

Offerten für unsere Sonderwagen erstellen und

auch bereits mehrere Buchungen für den neuen

Glacier Express vornehmen. Der Kontakt

zu den Teilnehmern des VIP-Anlasses wird genützt,

um Geschäftsbeziehungen zu pflegen

und auszubauen. In der Lokalzeitung Pöschtli

erschien zudem ein ganzseitiger, farbiger

Bericht.

Nebensächlich – aber nicht

unwichtig

Ein solcher Anlass ist jedoch auch für die Pflege

der Beziehung gegen innen von Bedeutung.

Wir stellten den ganzen Anlass innerhalb

von weniger als sieben Wochen auf die

Beine, was nur dank einer gut funktionierenden

Teamleistung möglich war. Unser Vierer-

OK traf sich einmal pro Woche, um neue Aufgaben

anzunehmen und bis zur nächsten Sitzung

zu erledigen. Trotz der Hektik achteten

wir auch darauf, die Lehrlinge in die Vorbereitungsarbeiten

miteinzubeziehen und sie am

Anlass selber einzusetzen.

37

IR 02/2006


HEREINSPAZIERT!

Text von Peider Härtli

Bilder von Peter Donatsch, Othmar Müller und

Peter Pfeiffer

Am 29. April 2006 öffnete die RhB ihre Türen

in den Hauptwerkstätten in Landquart. Nach

dem Erfolg im Jahr 2004 mit rund 5000 Besucherinnen

und Besucher zeigte sich schon

nach wenigen Stunden, dass diese Marke dieses

Jahr schon ziemlich bald übertroffen würde.

6553 Eintritte zeigte denn abends die erstmals

eingesetzte elektronische Personenerfassung

– vielleicht auch dank der für einen

TdoT optimalen Witterung. Aber es wurde auch

einiges geboten. Nach bewährtem Muster wurde

an diesem Tag in den Werkstätten gearbeitet;

das interessierte Publikum schaute den

Spezialisten über die Schultern. Rustikaler und

gleichzeitig mit höchster Präzision ging es bei

den Gleis- und Fahrleitungsspezialisten zu und

her. Die Besucher erhielten an den verschiedensten

Arbeitsplätzen praktischen Anschauungsunterricht.

Einer der Höhepunkte spielte sich im Güterumschlagszentrum

GUZ ab: Unsere Güterspezialisten

betreuten da eine grosse Anzahl eingeladener

Güterkunden und quasi als Sahnehäubchen

signierten RhB-Direktor Erwin Rutishauser

und SBB-Cargo-Chef Daniel Nordmann

eine Zusammenarbeitsvereinbarung SBB/RhB.

Die perfekte Inszenierung dazu: Ein Contai-

38 IR 02/2006

ner schwebte mit dem vorbereiteten Tisch zu

Boden, wo das Papier unterzeichnet wurde.

Bei Drucklegung dieser InfoRetica-Ausgabe –

am 10. Juni – fanden auch in Samedan und

Poschiavo ein TdoT statt. Wir berichten in der

nächsten Nummer darüber.

Film ab:


39

IR 02/2006


AUS 3 MACH 2

Die typische 1. Klasse

mit Abteil und

rotem Plüschpolster.

Von Gian Brüngger

Am 3. Juni 2006 sind schon fünfzig Jahre vergangen,

seit europaweit bei den Eisenbahnen

die bisherigen Polsterklassen zusammengelegt

und zur neuen ersten Klasse erklärt

wurden. Die dritte Klasse taufte man gleichzeitig

zur neuen zweiten Klasse um. Ausser

den neuen Beschriftungen an den Fahrzeugen,

die augenblicklich passieren mussten

und daher grosse Vorbereitungen veranlasste,

mussten auch alle vorgedruckten Fahrausweise

die neuen Klassenbezeichnungen tragen.

Zu jener Zeit druckte man neue Edmonsonsche

Billette nur bei Destinationen über 1000 Billette

pro Jahr neu. Die übrigen, aufliegenden

Fahrausweise mussten von den Bahnhöfen mit

kleinen Stempeln einzeln geändert werden.

Die Inneneinrichtungen der Fahrzeuge hingegen

blieben wie bisher.

Geschichte der Klassen

40 IR 02/2006

Mittelgang-2.Klasse mit grauem Stoffpolster. Bis

1956 AB4 251, ab 1956 A4 1251.

Die einzelnen Wagenklassen unterscheiden

sich durch die Skalierung des Komforts und

in der Innenausstattung der Abteile. Während

die meisten europäischen Bahnen bis 1956

drei Klassen führten, hatten Deutschland und

Russland bis 1928 eine vierte Klasse. Die

beiden oberen Klassen hatten Polstersitze,

die beiden unteren Holzsitze; in der vierten

Klasse ist die Zahl der Sitze beschränkt, dafür

sind die Räume vorhanden, in denen die

Reisenden stehen und grössere Gepäckstücke

einbringen können. In Deutschland hiess

diese Klasse noch lange «Traglasten». Vielfach

waren hier die Sitzbänke längs zur Fahrrichtung

angeordnet. In England hatte man

fast durchwegs nur zwei Wagenklassen, die

erste und die dritte. Letztere hatte leicht gepolsterte

Sitze.

Die beiden Polsterklassen, 1. und 2. Klasse

unterschieden sich vorwiegend im Komfort,

in der Beinfreiheit und dort wo es möglich

war, hatte die erste Klasse geschlossene Abteile,

welche über einen Seitengang zugänglich

waren, während die zweite Klasse meistens

wie bei der dritten Klasse einen Mittelgang

aufwies. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg

hat man angefangen, vorwiegend bei


den Hauptbahnwagen und solchen für den

internationalen Fernverkehr, auch die dritte

Klasse mit einer leichten Polsterung und

Kunstlederüberzügen auszustatten.

Warum hat man die damalige erste Klasse

abgeschafft? Vergleicht man die Zahlen so

stellt man fest, dass im Jahre 1911 noch 7,2 %

aller Reisenden die erste Klasse benutzten,

1938 waren es dann nur noch 1,8 % und im

Jahre der Entscheidung, die erste Klasse aufzugeben,

1954, waren es noch 1,5 %. Einmal

hatten die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges

die Klassen bei den Menschen in Europa

stark verändert. England hatte nicht mehr

seine Weltherrschaft: Vor allem Engländer

waren die treuen Benutzer der ersten Klasse.

Hinzu kamen immer kleinere Komfortunterschiede

bei den drei Klassen und im Wagenbau.

Die Zusammenlegung in zwei Klassen

brachte betrieblich eine Reihe von Erleichterungen.

Musste man früher 6 verschiedene

Reisezugwagentypen vorhalten, so waren es

jetzt nur noch die Hälfte. A, AB und B werden

A; ABC und BC werden AB und C werden B.

Neu gibt es nur noch A, AB und B.

Bei den SBB verschwanden am 3. Juni 1956

die Klassenziffern-Emailtafeln. Eine grosse

Zahl älterer Wagen war noch mit Emailtafeln

ausgestattet. Schon sehr früh begann man

die neuen Klassenziffern aufzumalen und wieder

mit der Emailtafel zuzudecken, sodass

am 3. Juni nur die Emailtafel entfernt werden

konnte. Aber auch an Fahrzeugen ohne Emailtafeln

sind anlässlich von Revisionen und

Werkstattaufenthalten im Voraus die neuen

Ziffern und Bezeichnungen angebracht und

mit einem Kleber zugedeckt worden.

So erlebte ich als Neunjähriger in

Samedan den 3. Juni 1956

Die Abschaffung der 1. Klasse hatte ebenfalls

eine Anpassung der Bezeichnung der Reisezugwagen

und der Triebwagen zur Folge. Die

Buchstaben und Zahlen wurden mit den üblichen

Schablonen auf Segeltuch mit grüner

Grundfarbe aufgemalt und auf grossen Stelltafeln

bereitgestellt. Am Morgen des 3. Juni

1956 hatten die Wagenwarte (heute Visiteure)

die Aufgabe, diese Buchstaben und Zahlen

über die bestehenden zu kleben. Gleichzeitig

ist man bei der RhB von den zwei- und dreistelligen

Wagennummern abgekommen und

führte seither nur noch vierstellige Wagennummern

ein. Der ABC 4 603 z.B. wurde zum

AB 4 1620. Über dem C 4 wurde ein Kleber mit

der Anschrift 4 1 aufgeklebt. Diese Aufkleber

haben sich noch relativ gut gehalten, obwohl

man während des Sommers 1956 hie und da

wieder einen Wagen mit 3. Klasse sah, weil

der Kleber abgefallen war.

Gelber Streifen

Nach belgischem Vorbild sind zunächst ein

paar 1.-Klassewagen der SBB mit gelbem Streifen

oberhalb der Fenster zur besseren Unterscheidung

zwischen den beiden Klassen, gekennzeichnet

worden. Ab 1957 ist diese Kennzeichnung

europaweit eingeführt worden.

Leider haben heute diverse Bahnen aus ästhetischen

Gründen diese für den Fahrgast

so wichtige Kennzeichnung wieder abgeschafft.

41

IR 02/2006

… und typischer 3.-Klasswagen

mit Holzbänken, welcher in dieser

Form als 2.-Klasswagen bis 1980

im Einsatz stand.

Der im Text erwähnte Dreiklassenwagen

ABC 4 603 in St. Moritz


DIE MEDIENBAHN

HEUTE AUS DEN ST. GALLER NACHRICHTEN

42 IR 02/2006


DAMALS, VOR 30 JAHREN

43

IR 02/2006


NEUES IN KÜRZE

Der nächste Winter kommt bestimmt …

Von Peider Härtli

44 IR 02/2006

Seit anfangs Jahr wurde intensiv mit den ausgelieferten Fahrzeugen

des neuen Glacier Express getestet. Ungeduldig warteten unsere

Marketingspezialisten auf den Moment, eine komplette Zugsformation

in schöner Winterlandschaft abzubilden. Mit gutem Grund: Der Winter

neigte sich schon bedrohlich dem Ende zu und der neue Glacier Express

erhielt noch kein grünes Licht für Aufnahmen. Am 17. März 2006 war

es dann endlich soweit. Top geheim wurde eine ganze Komposition

bei Nacht und Nebel nach St. Moritz geführt und bei herrlichem Winterwetter

stand das neue Prunkstück den ganzen Tag Modell für Aufnahmen

aus allen Lagen. Sogar Flugaufnahmen zwischen Samedan und

Spinas haben wir den Fotografen Andreas Badrutt sowie Martin Rütschi

und Christoph Spiess von Keystonepress geboten! Weitere Aufnahmen

in tiefer Winterlandschaft konnten noch zwischen Preda und Bergün

realisiert werden; beim Landwasserviadukt hatte der Winter bereits

weitgehend kapituliert. Dank Reto Barblan von Bergün Ferien mussten

wir keinen «Geisterzug» fotografieren – er hat mächtig die Werbetrommel

gerührt und konnte eine fröhliche Schar Statisten aus dem

Albulatal für dieses «Projekt» gewinnen. So können wir doch schon

Winterbilder des neuen Glacier Express zeigen, bevor der Zug überhaupt

offiziell Schnee geschnuppert hat…

Vom Fliegenden Rätier zum (fliegenden) SPATZ

Bild und Text von Christoph Benz,

überarbeitet von Peider Härtli

Am Sonntag, 14. Mai 2006, absolvierte der in Samedan stationierte

und per 1. Juni 2006 zur Zentralbahn (ZB) wechselnde Lokführer Steve

Nef den letzten Dienst bei der RhB. Dazu habe ich für die InfoRetica

ein symbolisches Bild (Fotomontage; diese zeigt Steve im Führerstand

unseres historischen RhB-Triebwagens ABe 4/4 501, im Hintergrund ist

ein Bahnhofsmotiv seines neuen Arbeitgebers zu erkennen) kreiert.

Bei der ZB wird er auch die modernen SPATZ-Niederflur-Panorama-

Triebzüge durch die zweitschönste Region der Schweiz (die schönste

ist und bleibt Graubünden…) führen. Wir wünschen Steve Nef alles

Gute für die Zukunft.

Vandalismus am Bahnhof Schiers

Von Erwin Rageth

Nicht nur in Zürich Wollishofen, auch in Schiers hat das neue Zeitalter

der unerlaubten «Kommunikationsplattformen» Einzug gehalten.


Endstation Untervaz

Von Marc König

Im Zusammenhang mit dem Bahnhofumbau wurde am 18. und 19.

März 2006 in Untervaz eine neue Personenunterführung eingebaut.

Da die Strecke Chur – Landquart die meist befahrene Einspurlinie der

RhB ist, musste der Einbau an einem Wochenende abgewickelt werden.

Die Personenzüge konnten in Untervaz gewendet werden, und

die Reisenden mussten den kurzen Weg zu ihrem Anschlusszug zu

Fuss zurücklegen. Ausser dem Coopzug, welcher ab Chur das Engadin

mit Frischwaren versorgt, wurden alle anderen Dienst- und Güterzüge

gestrichen.

Nachdem die Gleise durchtrennt und entfernt wurden und die Baugrube

ausgehoben war, konnten die vorgefertigten Betonelemente mittels

Kran hinuntergelassen werden und mit einer hydraulischen Schubvorrichtung

an ihre endgültige Lage verschoben werden. Die Bedenken,

dass die zur Verfügung stehende Zeit nicht ausreichen würde,

stellten sich als unbegründet heraus.

Ich bedanke mich im Namen des Bahnhofteams Untervaz ganz herzlich

bei allen Beteiligten!

Auch der Finanzchef kommt ins Schwitzen

Von Silvio Briccola

Überarbeitet von Sandra Beeli

Einmal mehr, hat sich ein Geschäftsleitungsmitglied an der Front stark

gemacht. Sivio Briccola, war mit der Gruppe «Bernina Süd» von Bruno

Menghini und geführt von Plinio Crameri, einen Tag lang unterwegs.

Silvio Briccola: «Ich bin tatsächlich ins Schwitzen geraten. Das ‚Grampen’

oder Stopfen ist eine echt harte Arbeit! Ich bedanke mich für einen

tollen und lehrreichen Tag nahe der Station Miralago.»

AMAG Davos

Von Peter Wittwer

Am 8. und 9. April 2006 stellten wir unsere Modulanlage «Zügenschlucht»

in der AMAG Davos aus. Unter Mithilfe der Gruppe Malans

konnten wir einen regen Zugsverkehr bewerkstelligen. Zahlreiche Fans

hatten ihre helle Freude.

45

IR 02/2006

Hinten v.l.n.r.: Ch. Hartmann, A. Kauflin, P. Wittwer, U. Kauflin

und W. Hartmann; Vorne v.l.n.r.: T. Adank, S. Keller und

C. Keller


«Pensionitis» im Churer Rheintal

Von Marc König

46 IR 02/2006

Mehrere «einfache Stationen» waren seit den 50er Jahren mit einem

Blockkasten (im Bild rechts) zur Bedienung von Weichen, Streckenblockeinrichtung

und Signalen ausgerüstet. Mit Inbetriebnahme der

Kreuzungsstation Zizers-Altlöser am 18. November 2005 wurden die

letzten (ungetarnten) Blockkasten demontiert und sind nach über 50

Jahren meist störungsfreiem Betrieb in den Ruhestand übergegangen.

Wer weiss, ob sich im neuen Eisenbahnmuseum in Bergün eine freie

Wand für ein solches Unikat anbietet?

Ebenfalls auf dem Bild ist Betriebsdisponent Nikolaus Caminada zu

sehen. Er wird Ende Juni 2006 nach 45 Dienstjahren in den wohlverdienten

Ruhestand eintreten. Alles Gute aus Untervaz!


AUF DEN SPUREN VON

JOAN MIRÒ

Von Sonja Lubini

Anlässlich eines Kaderworkshops vom 2. Mai

2006 griffen die Teilnehmer zu Pinsel und

Farbe. Sie hatten die Aufgabe, anhand einer

Papier-Vorlage von ca. 8 x 9 cm eine Leinwand

von 24 x 30 cm mit Acrylfarbe zu bemalen.

Was niemand wusste: die einzelnen

Teile würden zusammen das Bild «King Ubu»

von Joan Mirò ergeben.

Mit Feuereifer ging man ans Werk, schätzte

Schnittstellen ab, mischte Farben und scheute

auch keine Spritzer auf der Kleidung. Jede

und jeder schaffte es, innert einer Stunde den

eigenen Anteil zum Gesamt-Kunstwerk zu liefern.

Gross waren die Überraschung und die

Freude, als wir zum Schluss alle Teile zusammensetzen

konnten und ein Bild dabei herauskam,

das dem Original zum Verwechseln

ähnlich sieht!

Das Kunstwerk ist täglich zu bewundern in

der Korridor-Galerie des Verwaltungs-Gebäudes

in Chur (2. OG zwischen den Büros Leiter

GB I und Sekretariat).

47

IR 02/2006


FILISUR –

DAS MEKKA DER BAHNFANS

Von Claudia Hintermeister, Hotel Schöntal, Filisur

Am Bahnhof Filisur, Knotenpunkt der Rhätischen

Bahn, beginnt eine neue Ära. Der Bahnhof

wird durch das Hotel Schöntal für die RhB

im Stationshaltermodell betrieben. Weiterhin

sind Billette für jede Destination, Reservationen

und Informationen aller Art am Schalter

erhältlich. Gerne beraten wir Sie zu Ihren ganz

persönlichen Reisen mit der Rhätischen Bahn.

Geniessen Sie das gemütliche Bahnambiente

bei einem Kaffee, bei einem erfrischenden

Getränk oder kleinen Imbiss in unserem

Bahnhofbuffet, im Winter in der Stationsstube

oder im Sommer auf dem sonnigen Vorplatz

mit Sicht auf die Bahn und das Dorf. Exklusiv

kann das Stellwerk besichtigt werden.

48 IR 02/2006

In unserem Souvenirshop stehen tolle Mitbringsel

aus der Region, Postkarten, Reiseführer,

Landkarten und, ganz speziell für alle

RhB-Freunde, die beliebten Bahnladenartikel

im Angebot. Wenn Sie den Daheimgebliebenen

eine Freude bereiten wollen, können wir

Ihnen eine einheimische Spezialität wie

Nusstorte, Birnbrot oder Filisurer Alpkäse als

Geschenk empfehlen.

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnungsfeier

unseres Bahnhofbuffets ein, die am 29. Juli

2006 stattfinden wird. Besuchen Sie unsere

Festwirtschaft, wo wir Sie mit Grillspezialitäten

verwöhnen. Für musikalische Unterhaltung

sowie Attraktionen, Extrafahrten und Ausstellung

von Sonderwagen, die das Herz eines

jeden Bahnfans höher schlagen lassen, ist

gesorgt!

Im Stationsgebäude selbst befindet sich die

Wohnung des ehemaligen Bahnhofsvorstandes,

die nun als Ferienwohnung gemietet

werden kann! Die Wohnung verfügt über

3 Doppelzimmer, ein grosses Wohnzimmer,

eine Küche mit Esszimmer, ein kleines Badezimmer

mit Dusche und WC und einen sonnigen

Balkon mit herrlicher Aussicht. Lassen

Sie sich in die Rolle des Bahnhofsvorstandes

versetzen und erleben Sie eine tolle Zeit in

dieser einzigartigen Ferienwohnung!

Gerne nehmen wir jederzeit Ihre Anfragen

entgegen unter:

Hotel Schöntal

Stationshalter RhB Bahnhof

Bahnhofstrasse 160

CH-7477 Filisur

www.schoental.ch

info@schoental.ch

Tel. +41 81 404 21 72

Tel. +41 81 288 33 15

Fax +41 81 404 19 93


INSTRUKTIONSTAGE

IN DER RE-OE

Von Eric Wyss

Am 11. und 12. April 2006 wurden in der Region

Oberengadin zwei Instruktionstage

durchgeführt. Anlass dazu waren die neuen

Sanitätsboxen, mit welchen die Bahnhöfe

ausgerüstet wurden. Ziel war es, den Mitarbeitenden

den Inhalt und Gebrauch dieser

Boxen zu demonstrieren und die Anwendung

des Sanitätmaterials unter Anleitung selber

ausprobieren zu lassen.

Ergänzt wurde die Ausbildung in erster Hilfe

mit einer Vertiefung der FDV-Vorschriften. Am

Morgen trafen sich die Kollegen um anhand

verschiedener Beispiele aus der Praxis die FDV

aufzufrischen. Das Einreihen von Loks und

Wagen in Zügen, die Reihung von ungebremsten

Fahrzeugen, das Berechnen des Teilbremsverhältnisses

sowie die verschiedenen

Arten der Bremsprobe wurden durchgegangen

und vertieft.

Am Nachmittag wurden unter Anleitung von

Frau Schocher Verbände geübt, Bewusstlose

richtig gelagert und an einer Puppe eine Herzmassage

durchgeführt. Sie erklärte den Inhalt

und den Verwendungszweck der grünen

Sanitätskisten.

Die kompetente Rettungssanitäterin erläuterte

die Rettungskette und das Vorgehen bei einem

Unfall. Die Aufgaben der Notrufnummer

144 wurden aufgezeigt und verdeutlicht, welche

Angaben für die Rettungskräfte wichtig

sind. Für viele war es neu zu wissen, dass

über die Nummer 144 alle Notdienste (Polizei,

Feuerwehr, REGA) angefordert werden

können und dass die Nummer 145 bei

Vergiftungsfällen Hilfe bieten kann. Anschaulich

konnte sie verschiedene Situationen auf

den Bahnbetrieb übertragen und die Verhaltensregeln

dazu erläutern.

Die Rückmeldungen des Personals waren sehr

positiv. Die Repetition der Vorschriften mit

der Möglichkeit, Fragen zu stellen und gewisse

Unklarheiten oder Unsicherheiten zu

beseitigen, wurden sehr geschätzt. Der Kurs

in der ersten Hilfe war für viele die erste Auffrischung

seit Absolvieren des Nothelferkurses

für die Autoprüfung.

Viele erkundigten sich, ob für das nächste

Jahr wieder etwas Ähnliches geplant sei, denn

dieser Instruktionstag sei sehr lehrreich und

interessant gewesen.

49

IR 02/2006

Üben der Bewusstlosen-Lagerung

Instruktion und Anwenden der

Herzmassage

Ausprobieren des vorhandenen

Verbandmaterials

Das vorhandene Material wird erklärt


DEAL OR NO DEAL

Von Walter Frei

Einmal mehr haben wir viele Rückmeldungen

erhalten, welche beschreiben, dass der Deal

angenommen wurde:

Ein Hamburger schrieb: «Erstaunt entnehme

ich Ihrem Bild, dass die 1. Klasse-Fahrgäste

Ihrer Panoramazüge während der Reise bestohlen

wurden. Anscheinend begehren die

Diebe Spitzenerzeugnisse Schweizer Uhrenmanufakturen

und edelste Spitzentücher». Aus

Mels kam der Vers «Wer die schöne Aussicht

in den Bergen möchte geniessen, der muss

sich für eine Fahrt mit der RhB entschliessen».

Dieter aus Köln meinte, dass der Kuchen

grösser wurde! Es war jedoch ein Bündner

50 IR 02/2006

Birnbrot, eine leckere Spezialität aus Graubünden.

Auch Herr Dubach hat die 6 Unterschiede

gefunden, denn er schreibt: «Hochstimmung

im Bernina Express auf Passhöhe!

Das Paar ist nicht unbedingt von Piz Cambrena

und Piz d’Arlas beeindruckt. Auf der andern

Seite ist es wohl spannender, und so merken

die beiden nicht, dass Uhr und Schal abhanden

kommen, das “Gebäck” auf dem Tisch

aufgeht, für die bevorstehenden Galeriefahrten

eine zusätzliche Lampe montiert wird,

eine Wolke aufzieht und eine der Gletscherzungen

erfreulicherweise zugenommen hat».

Die folgenden, ausgelosten Gewinner erhalten

wie versprochen je ein Cap «75 Jahre

Glacier Express« zugestellt.

♦ Martin Balz, Via Veglia 5, 7503 Samedan

♦ Paul Signer, Industriestrasse 24,

8205 Dietlikon

♦ Beat Antener, I-PP-SU-V, Bahnhofstrasse 25,

7002 Chur

Anlässlich der «Tag der offenen Tür» in Landquart

durfte die Rhätische Bahn einen Besucherrekord

verzeichnen. Als Hauptattraktionen

wurden die neuen Wagen der Expresszüge

vorgestellt. Deal or no Deal geht deshalb mit

einer Momentaufnahme in die 6. Runde.

Finden Sie die 6 Unterschiede, mailen diese

an w.frei@rhb.ch oder schreiben Sie eine Karte

an: Rhätische Bahn, Info Retica, Bahnhofstrasse

25, CH-7002 Chur.

Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen und

verlosen 3 Pin «Glacier Express».


PERSONALCHRONIK

VOM 2. MÄRZ – 1. JUNI 2006

Eintritte

als als Produkt Produkt Managerin: Managerin:

Franziska Frei, Chur

als als Leiter Leiter Personal Personal (HR): (HR):

Daniel Grünenfelder, Chur

als als Leiterin Leiterin Marketing: Marketing:

Diana Hofstetter, Chur

als als Betriebsangestellter: Betriebsangestellter:

Michael Stecher, Landquart

als als Spezialmonteur: Spezialmonteur:

René Arpagaus, Landquart

als als Spezialhandwerker: Spezialhandwerker:

André Willi, Landquart

als als Gleismonteur: Gleismonteur:

Vladan Miljkovic, Ilanz

als als Leiter Leiter Bahndienstregion: Bahndienstregion:

Ralph Rechsteiner, Chur

als als Kaufmännische Kaufmännische Kaufmännische Mitarbeiterin: Mitarbeiterin: Priska Hediger-Hartmann, Chur

als als Projektleiter: Projektleiter:

Jürg Hertner, Chur

als als Köchin: Köchin:

Jacqueline Schmid, Landquart

H e r z l i c h w i l l k o m m e n !

Austritte Jorge Manuel Almeida Oliviera, Wagenreiniger, Chur

Gildo Brunies, Bahnbetriebsdisponent, Landquart

Rosmarie Decurtins, Raumpflegerin Aushilfe, Untervaz

Jose Alberto Duarte Carreira, Wagenreiniger, Chur

Anna-Margrit Lüthi, Köchin, Landquart

Steve Nef, Lokführer, Samedan

Arno Pitschen, Betriebsangestellter, Landquart

Roberto Pola, Betriebsangestellter, Campocologno

David Stapfer, Lokführer, Davos Platz

Karin Valär, Köchin, Landquart

A l l e s G u t e f ü r d i e Z u k u n f t !

Beförderungen und Ernennungen

zum zum Leiter Leiter Hauptunterhalt: Hauptunterhalt:

Andreas Tinner, Landquart

zum zum Meister: Meister:

Urs Brosi, Landquart

H e r z l i c h e G r a t u l a t i o n !

51

IR 02/2006


25 Dienstjahre Aldo Branchi, Impiegato d’esercizio, Pontresina

Gian Reto Cantieni, Betriebsdisponent, Davos Platz

Leo Kienast, Stationsvorstand, Chur

Donato Menghini, Visiteur, Samedan

Markus Meier, Leiter Bahnhof, Davos Dorf

Giorgio Murbach, Macchinista, Poschiavo

Alexi Pally, Betriebsangestellter, Disentis/Mustér

Vincenzo Rossi, Impiegato d’esercizio, Campocologno

Florian Stricker, Kaufmännischer Angestellter, Landquart

Hans Jürg Widmer, Spezialmonteur, Landquart

40 Dienstjahre

Pensionierungen

Gian Brüngger

Sachbearbeiter, Chur

Gion Peder Mark

Betriebsdisponent, Thusis

Hanspeter Trepp

Sachbearbeiter, Chur

Reto Mischol, Gleismonteur, Schiers

Skender Murati, Gleismonteur, Landquart

Roberto Paravicini, Montatore di binari, Poschiavo

Ernst Tischhauser, Lokführer, Landquart

52 IR 02/2006

Remo Braun

Spezialhandwerker,

Poschiavo

H e r z l i c h e n

G l ü c k w u n s c h !

A l l e s G u t e u n d b e s t e G e s u n d h e i t

i m R u h e s t a n d !


RhB IN-TEAM

53

IR 02/2006

17.02.2006 Roger Chatelain, Gleismonteur, Klosters, mit Lorena Lumantam

07.04.2006 Stefan Joos, Fahrdienstleiter, Landquart, mit Seraina Giger

06.02.2006 Anja, des Slavisa Grozdanovic, Betriebsangestellter, Samedan

15.03.2006 Nadine, des Walter Meyer, Leiter Dienstbereich, Chur

03.04.2006 Gian Jerome, des Armin Luck, Kondukteur, Chur

18.04.2006 Jana, des Vladan Miljkovic, Gleismonteur, Ilanz

27.04.2006 Samuel, des Martin Pfranger, Betriebsangestellter, Zernez

09.05.2006 Mathia Ronald, des Martin Koch, Lokführer, Davos Platz

09.05.2006 Larina, des Beat Gartmann, Spezialhandwerker, Landquart

13.05.2006 Mauricio Pietro, des Luca Raselli, Lokführer, Samedan


SPONTAN

Olaf Ruchay

Senior Consultant (Fontin)*

Ihre spontane Meinung ...

… zur Chance der Schweizer-Nati an der Fussball-WM in Deutschland …

… gewiss ein harter Brocken

für alle…

… und zur Chance der Deutschen Elf?

Finale gegen Brasilien?!

… zur Hooligan-Problematik in den Fussballstadien?

Gibt es nur in England und Holland.

… zum neuen Glacier Express?

Wer bremst verliert …

… zur InfoRetica?

Umfangreich und dennoch

übersichtlich.

Mit wem würden Sie gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen?

Natürlich – ganz romantisch –

mit meiner Freundin.

Und mit wem nicht?

Da schliesse ich erstmal gar

keinen aus!

Matthias Verheyen

Senior Consultant (Fontin)*

Ich hoffe mal auf ein Finale Deutschland

– Schweiz.

Siehe oben, aber hoffentlich mit dem

besseren Ende für Deutschland :-)

Auch die schönste Nebensache hat

anscheinend ihre Schattenseiten.

Eine Fahrt steht ganz oben auf meiner

Agenda.

Sehr umfangreich und informativ. Sehr

gut aufgemachte Mitarbeiterzeitung.

Mit meiner Freundin.

Mit dem Spieler, der Deutschland aus

der WM rausschiesst.

* Fontin & Company GmbH begleitet die RhB bei der Offensivstrategie 2012

Mathias Fontin

CEO (Fontin)*

54 IR 02/2006

Sie sind sehr gut dieses Jahr. Spannend

wird es gegen Frankreich. Offensive

auch hier!

Schwieriges Thema. Mit Glück und

Gastgeber-Bonus bis ins Viertel- vielleicht

auch Halbfinale.

Sport sollte integrieren, nicht spalten!

Ein Angriff auf die Freiheit des Einzelnen.

Top! Muss ich dringend mal persönlich

testen.

Informativ! Und wichtig: Auch zum

Schmunzeln!

Mit Paul Bocuse gemeinsam kochen

und dann geniessen.

Jamie Oliver – für mich eher eine

Mode- und Medienerscheinung. Auch

auf die Gefahr hin, dass ich mich bei

den weiblichen Mitarbeitenden unbeliebt

mache!


WORTSPIEL

von Heinz Maurer, Kondukteur, Chur

Dr Dr Bus Bus vo vo Chur Chur begrüasst begrüasst sie sie sie vo vo Rhäzüns Rhäzüns Rhäzüns bis bis Zizers

Zizers

IR 01/2006

L Z U A B R U G G E N E O H C S A G N E R A L P G

U U R G F A F L E S I N N E T U A R E M M O S R P

T E F I K R J F B U T S T O M C T S U A U L E L R

Z R E T O I O T R R C S M S G S H T R H Y B A H J

T K L D S G D D E O E I O A O A T E C D N N S A T

U O D O T E E K I N D S R P L P L S M I K C H L E

R L B M L L I T S G R G E L U H E I E I H R E B R

N D O A V R T L C L A T E T A I L W S U E T S M S

A T E R C N R R B E L M Z L L Z V A L Z Z T U I T

P I D H I U U W L A U C L T S A L I E T E D R L U

L M E E R S E L U S H A E R T I M N R L A V F L T

A E H L C T I B S A U N O J R U S O L N I G U E Z

T R V H E S A E L S A D A F O E C E O Z N R L Z U

T A M I N G R D S M I D O Z S H K B A E N A D T I

A D R E I D N O K E L H L T U A R C H R Y B E A L

S T E P O J R I G E N U O R E E L C A V L E I L T

U K L R D T R T R H P K P Z D R R D A S O S T P E

R R F O S C H I A C I O U A E I A K I L E B I T U

D A E T H K G B B R S R S L K S V G S E A I N S R

A M L E G A N Z E T Z N Y T R A E T Z V G N G O H

P A L T E P O R N O I W E I S S T O R K E L D P C

F R O D R E T N U E Z G R E B S L E F O H N H A B

RHAE LUFTSEILBAHN RINGEL WEG GRABEN STR UVAZ BAHNHOF

RHAE DORF KIRCHEN STUTZ RIGA HAUS UVAZ BCU

UNDER CHRUEZLI KREUZ GASSE UVAZ KIRCH GASSE

BON CRUSCH FELSB POST STR WEINBERG UVAZ GEIDLA

BON ALTE POST CALANDA FELD KREUZ UVAZ DORF

SCHOENEGGSTR WEISSTORKEL UVAZ GIESACKER

REI ADLER STR

BAHNHOF

BRUGG KIRCHE MASANS STELLEWEG TAM POST BHF FELSBERG OLDTIMER BRUECKE RHEIN

HALBMILL POST

EMS-CHEMIE PLANKIS DORF

DO/E PADRUSA SOMMERAU TRI WEG CHUR SCHULHAUS DO/E TURNA PLATTA AGIP TRI SALIET STR

USSERDORF

DO/E POST HAUS ZEUG TRI GARGAELLIS

DO/E UNTERDORF QUADER KORN TRI ALTSTROSS

DO/E PLARENGA HALLE MARKT

MALTESER

ZIZ HALLE TENNIS

FELSB /AEULI RJTERSTUTZ POSTPLATZ (UMST.)

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt


Zwei RhB-Dampflokomotiven feiern ihren 100. Geburtstag und

laden zur grossen Feier: Ende Oktober findet in Untervaz ein

grosses Dampflokfestival mit internationalen Dampfteams statt.

Dieser Event ist der Höhepunkt der diesjährigen Dampfsaison und

soll in der Agenda rauchig unterstrichen werden.

DAMPFFESTIVAL

UNTERVAZ

Aktuelle Infos unter: www.dampffestival.ch

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