16-59 Kap2.pdf, pages 1-11 - AWI

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28 2. Ausgewählte Forschungsthemen Selected research topics

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Abb. 6: Pegelverlauf verschiedener Szenarien

(blau), des als Lagebeschreibung ausgewählten

Szenarios (rot) und des „realen“ Tsunami-Ereignisses

(schwarz). Der erste (höchste) Wellenberg

wird sehr gut repräsentiert.

Fig. 6: Tide gauge time series of several

scenarios (blue), of the scenario selected as

most probable hazard situation (red), and

the „true“ tsunami event (black). The first

(highest) wave is well represented.

software erstellt. Das Tsunami-Modell TsunAWI baut

auf langjährige Vorarbeiten mit Ozeanmodellen und

unstrukturierten Gittern auf und kann im Küstenbereich

hochgenaue Simulationsergebnisse liefern.

Tsunami-Szenarien, welche mit TsunAWI berechnet

wurden, bilden die Grundlage für eine schnelle

Situationsanalyse. Im Ernstfall liefern echtzeitfähige

und hoch-verfügbare Software-Dienste sofort eine

Auswahl von Szenarien zu den gegebenen Messdaten

(Abb. 6). Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe

aus Mathematikern, Physikern, Ozeanographen und

In formatikern erstellt diese Dienste. Begleitend werden

Analysen durchgeführt, um die Unsicherheiten

in den Daten und in der Modellierung im Entscheidungsprozess

berücksichtigen zu können.

Am Alfred-Wegener-Institut entsteht damit eine

zentrale Komponente des weltweit ersten Frühwarnsystems

speziell für küstennahe Tsunamis. Die simultane

Auswertung verschiedenartiger Sensoren erlaubt

eine zuverlässige Aussage über die Gefährdungslage

bei einem solchen Tsunami-Ereignis. Diese Methodik

kann künftig auch auf andere Gefährdungssituationen

erweitert werden. So ist denkbar, ein ähnliches

System für die Beobachtung und Bewertung

von Klimaveränderungen und deren Folgen aufzubauen.

the tsunami model TsunAWI builds on the longterm

expertise in unstructured grid ocean modelling

and will be capable to deliver precise simulation

results in coastal areas.

Tsunami scenarios computed with TsunAWI, form

the basis of a rapid situation assessment in early

warning. In case of emergency the high-availability

real-time software services immediately select scenarios

matching incoming measurements (Fig. 6).

These services are developed in the interdisciplinary

working group composed of mathematicians,

physicists, oceanographers and computer scientists.

Analysis is performed in order to account for uncertainty

in data and modelling for the decision process.

The Alfred Wegener Institute develops a crucial

component of the world’s first tsunami early warning

system that relies on simultaneous evaluation

of multiple measurements. This allows for rapid and

reliable hazard assessment in near field tsunami

warning. In future this technology may be utilized

in other geo-hazard situations. A similar monitoring

system could be employed for climate change

impact assessment.

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