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Das Magazin Der HanDwerkskaMMern Flensburg Hamburg lübeck scHwerin 10

Politik und Wirtschaft

Imagekampagne startet

im Januar 2010

rePortage

Industriekletterer

Torsten Nitzsche

Kammer-Infos (ab S. 24)

thema des monats

Wieder mittendrin

Über den Weg in ein

neues Arbeitsleben

sPecial

Fuhrpark/Nutzfahrzeuge

ab Seite 44

OktOber 2009

www.hwk-schwerin.de


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Fuhrpark/Nutzfahrzeuge

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Packt es an!

Andreas Katschke,

Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer

Lübeck.

Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben wir alle

einen neuen Bundestag und die Schleswig-

Holsteiner auch einen neuen Landtag gewählt.

Wir wissen vielleicht sogar schon,

wie sich die neuen Regierungen zusammensetzen.

Wir wissen jedenfalls, dass Horst

Schlämmer nicht Kanzler sein wird.

Es gibt aber auch Wichtigeres, als Personalfragen

zu klären, denn unabhängig

vom Ausgang der Wahlen lassen sich

zentrale Aufgaben für die nächsten Jahre

skizzieren.

Kurz-/mittelfristig steht die Überwindung

der Wirtschaftskrise im Vordergrund.

Das setzt auf Landesebene voraus, dass die

Aufträge aus den Konjunkturpaketen breitflächig

beim Handwerk ankommen. Dazu

gehört auch eine intensivere Finanzaufsicht,

damit sich diese Art von Krise nicht wiederholen

kann.

Langfristig ist die Palette natürlich noch

breiter: Unsere Zukunft wird davon abhängen,

inwieweit es uns gelingt, die Auswirkungen

der Bevölkerungsentwicklung

(immer weniger Jüngere – immer mehr

Ältere) zu gestalten, den Klimawandel zu

stoppen (oder zumindest in einem ersten

Schritt zu verlangsamen) und die öffentlichen

Haushalte auszugleichen.

Bildungs- und Familienpolitik

Wenn Deutschland als Wirtschafts- und

Lebensstandort auch mit einer alternden

und zahlenmäßig sinkenden Bevölkerung

wettbewerbsfähig bleiben soll, ist eine konsequente

Bildungs- und Familienpolitik

unerlässlich. Sie muss bereits bei frühkindlicher

Förderung (und ggf. Betreuung) sowie

Integration ansetzen. Weitere Elemente

sind die Schaffung solider Fundamente für

die Berufsreife und für ein lebenslanges

Lernen. Den jeweils Erwerbstätigen müssen

Spielräume für Eigenvorsorge ermöglicht

werden, damit die sozialen Sicherungssysteme

auch in 20 oder 50 Jahren noch

funktionieren können.

Dies zeigt, dass z. B. voreilige Überlegungen

zu einer höheren Mehrwertsteuer

direkten Einfluss auf die Familienpolitik

haben, weil dadurch der Spielraum für

die dringend notwendige Eigenvorsorge

verringert wird.

Klimawandel gestalten

Der Klimawandel, verbunden mit einer

zunehmenden Erwärmung der Erde, macht

deutlich, dass am verstärkten Einsatz erneuerbarer

Energien kein Weg vorbei geht.

Heute müssen die Weichen gestellt werden,

damit auch in einigen Jahrzehnten

die Erde bewohnbar ist und gleichzeitig

die Versorgung mit Strom und Wärme sichergestellt

werden kann. Daher muss die

Förderung erneuerbarer Energien sicherstellen,

dass Innovationen auch tatsächlich

schnell marktreif werden. Der Bau neuer

konventioneller Kraftwerke darf nicht von

vornherein verteufelt werden.

Haushaltssanierung

Diese Aufgaben sind schon schwierig genug,

aber sie müssen mit weniger Geld gelöst

werden als heute zur Verfügung steht. Bund

und Länder werden ums Sparen nicht herumkommen,

wenn das ehrgeizige Ziel „Keine

Neuverschuldung ab 2016 bzw. 2020“

erreicht werden soll. Aber das Ziel muss erreicht

werden, denn schon heute zahlt der

Bund 78.000 € Zinsen pro Minute!

Ich weiß, dass diese Überlegungen teilweise

abstrakt geblieben sind und natürlich

nur einen Auszug darstellen. Mir geht es

darum, zentrale und langfristige Herausforderungen

zu skizzieren, die jedes Parlament

und jede Regierung angehen muss. Sie

sind für unsere Zukunft entscheidend und

wichtiger als die Frage, wer wann welchen

Dienstwagen benutzen darf und ob Horst

Schlämmer in vier Jahren noch mal als

Kanzlerkandidat antritt.

Ihre Meinung unter E-Mail

akatschke@hwk-luebeck.de

standpunkt

Oktober 2009 NordHandwerk 3


Inhalt 10 | 2009

Standpunkt

03 Packt es an!

thema deS monatS

08 Wieder mittendrin

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

10 helfende hände bei der eingliederung

Interview mit Disability-Manager Klaus Leuchter.

12 ohne angebot keine kündigung

BEM-Verpflichtung stärkt Arbeitnehmerrechte.

12 Fünf Fragen zum eingliederungsmanagement

politik & WirtSchaFt

18 handwerk ist attraktiv – und bald weiß es jeder

Im Januar 2010 startet umfassende Imagekampagne.

19 umwelttechnik verspricht gute Geschäfte

Rasant wachsender Markt.

20 Streit um fehlende preislisten im Schaufenster

Verstöße gegen die Preisangabenverordnung.

20 hilfe bei den ersten Schritten

EU-Kommission schlägt Mikrofinanzierungsinstrument vor.

22 da wackelt etwas auf uns zu

Kinder fahren weniger und schlechter Fahrrad.

reGionalteil

24 Berichte und Bekanntmachungen aus

Kammerbezirk und Bundesland.

reportaGe

40 aussichtsreiche perspektive

Industriekletterer Torsten Nitzsche.

Unser Onlinearchiv finden Sie unter: www.nord-handwerk.de

40

44

aussichtsreiche perspektiven

Höhenangst kennen die Industriekletterer der

Hamburger Firma Ropeworx nicht. Ein Ausflug

bei Wind und Regen auf ein 100 Meter hohes

Windrad – Rotorblätter müssen am Seil

hängend repariert werden.

Fahrzeuge sinnvoll managen

Fuhrparkmanagementsysteme sind nicht nur

etwas für große Fahrzeugflotten. Auch kleinere

Handwerksbetriebe können die Vorteile nutzen

und an vielen Stellen Kosten einsparen.

4 NordHandwerk Oktober 2009 Oktober 2009 NordHandwerk 5

Foto: BilderBox

Special: Fuhrpark und nutzFahrzeuGe

44 Fernrohr nach draußen

Vorteile von Fuhrparkmanagementsystemen.

46 Fuhrparkmanagementsysteme

Worauf Sie achten sollten.

tippS Für den BetrieB

50 mit Werkzeug zollfrei ins ausland

Augen auf beim Auslandsgeschäft (6).

5 1 norwegisch und dänisch lernen

Sprachkurse für Handwerker.

52 rechtstipp: Vergütung schriftlich vereinbaren

Kostenvoranschlag ist für den Kunden meistens kostenlos.

54 Steuertipp: Bessere absetzbarkeit

Berücksichtigung von Kranken-/Pfegeversicherungsbeiträgen.

ruBriken

06 Kurz & knapp

39 Leute

48 Branchen

57 Impressum und Kleinanzeigen

58 Betriebsbörse

Foto: Seemann

Großer Schutz

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PFIFFIKUS-Kinderschutz. Wo die

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kurz und knapp

ZDH in KürZe

„Unverantwortlich“

Als „unverantwortlich“ hat Otto Kentzler, Prä-

sident des Zentralsverbands des Deutschen

Handwerks (ZDH), Empfehlungen einiger Wirt-

schaftsforschungsinstitute zurückgewiesen,

die Mehrwertsteuer im kommenden Jahr um

Foto: imago

6 NordHandwerk Oktober 2009

bis zu 6 % zu erhö-

hen. „In den Ber-

liner Kulissen wird

unverhohlen über

eine rasche Erhö-

hung der Mehr-

wertsteuer nach

der Wahl diskutiert.

Diese Diskussion

verunsichert Bürger

und Betriebe. Das ist gerade in der aktuellen

wirtschaftlichen Lage Gift“, so Kentzler in

einem Beitrag für die Berliner Zeitung. Gewin-

ner der Steuererhöhung wäre nur die Schat-

tenwirtschaft. Das arbeitsintensive Handwerk

hingegen, das sich gerade in der aktuellen

Krise als „Stabilitätsanker“ erwiesen habe,

drohe durch das Drehen der Steuerschraube

ausgebremst zu werden .


Betriebliche Eingliederung

Wieder mittendrin

Viele Handwerker haben von der Pflicht zur Einführung eines Betrieblichen

Eingliederungsmanagements (BEM) für langfristig erkrankte Mitarbeiter bisher nicht

gehört. Auch für Metallbauer Gebhard Grebien war das Thema neu. Als sein Mitarbeiter

Jan Göben bei einem Motorradunfall verunglückte, setzte er alles dran, ihn im Betrieb

zu halten. Die Eingliederung glückte.

8 NordHandwerk Oktober 2009

Gebhard Grebien setzte alle Hebel in Bewegung,

um seinen Mitarbeiter Jan Göben nach

dessen Motorradunfall im Betrieb halten zu

können. Im August begann seine Umschulung

zum Bürokommunikationskaufmann.

Foto: Seemann

Leichtsinn, Geschwindigkeitsrausch

oder einfach nur Pech sorgen immer

wieder für folgenschwere Unfälle auf

Deutschlands Straßen und Autobahnen.

Besonders Motorradfahrer sind gefährdet.

Nahezu ungeschützt prallen sie bei einem

Unfall auf den Asphalt. Die Unfallstatistik

des Statistischen Bundesamtes für das Jahr

2008 zeigt, dass sich bundesweit 30.419

Biker schwer verletzten. Jedes Schicksal

veränderte unterschiedlich stark das Leben

der Betroffenen, deren Familien und

stellte auch die Arbeitgeber vor Herausforderungen.

Diese Erfahrungen machte auch Jan

Göben. Der Landmaschinenmechaniker

von der Insel Fehmarn hatte 2008 einen

schweren Motorradunfall. Seit dem 21.Juni

ist der 25-Jährige vom fünften Wirbel abwärts

gelähmt und kann nur noch seine

Arme bewegen. Sein Rückenmark wurde

beim Sturz gequetscht. Heilungschancen

gibt es nicht.

An den Unfall auf der Bundesstraße

430 nahe dem schleswig-holsteinischen

Plön erinnert er sich nicht. Freunde, die

ihn begleiteten, erzählten ihm, er sei in

einer Kurve weggerutscht, stieß an einen

Baumstumpf und wurde durch die

Luft geschleudert. Ob zuvor ein Rad

der 180 PS starken Maschine blockierte

oder er zu schnell war, kann bis heute

niemand sagen. Fest steht: Der Unfall hat

sein Leben auf den Kopf gestellt.

„Ich bin erst im Kieler Krankenhaus

wieder aufgewacht und konnte bis auf

+++ Polizeimeldungen (21. Juni 2008, 17.30 Uhr) +++

Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt +++

Rantzau – Am Samstagnachmittag

ist ein 24-jähriger Motorradfahrer

im Kreis Plön auf der Bundesstraße

430 verunglückt. Der

Mann erlitt dabei schwere, aber

keine lebensgefährlichen Verletzungen.

Gegen 16 Uhr befuhr der

Ostholsteiner die B430 in Richtung

Plön. Vermutlich aufgrund

nicht angepasster Geschwindig-

keit verlor der 24-Jährige in Höhe

Großkoppel im Eingangsbereich

einer scharfen Rechtskurve die

Kontrolle über sein Fahrzeug

und geriet nach links von der

Fahrbahn ab. Bei dem Sturz zog

sich der Biker eine schwere Wirbelsäulenverletzung

zu, ein Rettungshubschrauber

brachte ihn in

ein Krankenhaus.

meine Arme nichts mehr spüren“, sagt Göben

ein Jahr nach dem Unglück. Schnell

wurde ihm klar, dass er nicht mehr in einer

Werkstatt würde arbeiten können. „Da

bekommt man Angst“, sagt der 25-Jährige.

Umso dankbarer ist er seinem Chef Gebhard

Grebien: „Der hat sich unheimlich

für mich eingesetzt.“

Der Inhaber eines Metallbaubetriebes

mit 40 Angestellten in Bannesdorf wird

den Morgen des 22. Juni 2008 niemals

vergessen. Das Telefon klingelte. Am anderen

Ende berichtete ihm Jan Göbens

Mutter vom Unfall und den Folgen für

1. Informieren und überzeugen

Machen Sie zunächst die Führungskräfte

Ihres Unternehmens mit den Zielen eines

BEM vertraut. Informieren Sie anschließend

die Angestellten z.B. mit Hilfe eines Rundschreibens

oder einer Versammlung über Ihr

Vorhaben. Tragen Sie alle Informationen über

betriebliche Strukturen, Prozesse und Zu-

THema des moNaTs

ihren Sohn. „Mir stockte der Atem“, sagt

Gebhard Grebien rückblickend.

Als er einen Tag später seine Mitarbeiter

in der Werkstatthalle versammelte und vom

Unfall des jungen Kollegen und den Folgen

berichtete, schwiegen alle. „Ich kenne Jan

schon seit seiner Lehre. Seit 1999 ist er bei

uns. Die Kollegen pflegen ein enges Verhältnis.

Mir wurde schnell bewusst, was für

eine Welt für den leidenschaftlichen Jäger,

Landwirtssohn und Handwerker zusammengebrochen

sein musste. In dieser Situation

wollte ich ihm helfen“, sagt Grebien.

Heute blickt er voller Freude in >>

eiNfüHruNg eiNes BeTrieBlicHeN eiNgliederuNgsmaNagemeNTs (Bem)

Foto: imago

ständigkeiten zusammen und ermitteln Sie

Unterstützungsangebote und Ansprechpartner

bei den Leistungsträgern wie beispielsweise

der Krankenkassen.

2. Integrationsteam einrichten

Klären Sie die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten

in einem BEM und benennen

Sie ein Integrationsteam, das sich regelmäßig

treffen sollte.

3. BEM installieren

Passen Sie die Strukturen, Verläufe und

Verfahren Ihres künftigen BEM an die Bedürfnisse

Ihres Betriebes an. Werten Sie

Erfahrungen und Ergebnisse aus, um das

System zu optimieren. Anschließend sollten

sie verbindliche Regelungen festlegen.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)

Oktober 2009 NordHandwerk 9


THema des moNaTs

Disability-Manager Klaus Leuchter vom Projekt ESA - Eingliedern statt ausgliedern

Helfende Hände bei der Eingliederung

Herr Leuchter, Sie sind zertifizierter Disability-Manager.

Was verbirgt sich hinter diesem

englischen Begriff?

Leuchter Ich weiß aus vielen Gesprächen,

dass der Begriff im Handwerk

nicht gemocht wird. Deshalb spreche ich

lieber vom Betrieblichen Eingliederungsmanagement

(BEM).

Nennen wir es also Betriebliches Eingliederungsmanagement.

Woher stammt der Begriff?

Leuchter Im Jahr 2001 hat die Internationale

Arbeitsorganisation (ILO) einen entsprechenden

Leitfaden entwickelt, der weltweit

den jeweiligen Landesgesetzen angepasst

wurde. In Deutschland entstand daher 2004

die gesetzliche Bestimmung im Paragraphen

84 des Sozialgesetzbuches IX. Dieser regelt,

dass ein BEM durchgeführt werden muss,

wenn ein Mitarbeiter innerhalb eines Jahres

länger als sechs Wochen ununterbrochen

oder wiederholt arbeitsunfähig ist.

Also muss seither jeder Betrieb ein solches

Management eingerichtet haben?

Leuchter Theoretisch ist das so. Aber

beim genauen Lesen des Gesetzes ist

schnell zu erkennen, dass es für die Industrie

geschrieben ist und das Handwerk

zum Handeln zwingt. Kleine Unternehmen

können die Anforderung nur

selten alleine bewältigen. Deshalb gibt

es deutschlandweit bereits 760 zertifizierte

Helfer wie mich, die kleine und

mittelständische Betriebe im Notfall

unterstützen.

Das heißt, dass Sie die Regelung eines

solchen Falles übernehmen?

Leuchter Richtig. Dafür haben wir 2007

den Verein zur Förderung der Betrieblichen

Eingliederung im Handwerk mit

den Kreishandwerkerschaften in Schleswig-Holstein

gegründet, um das Projekt

„eingliedern statt ausgliedern“ (esa) zu

starten. Ich bin zentraler Ansprechpartner

für die Betriebe. Viele wollen ihren

Mitarbeitern neue Perspektiven schaffen,

10 NordHandwerk Oktober 2009

Klaus Leuchter hilft Betrieben beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement.

wissen aber nicht wie. Das Projekt esa

agiert dann wie die Feuerwehr.

Wenn es also brennt, kommen Sie?

Leuchter Ich sage niemandem, dass er

ein solches System nur für den Fall einrichten

muss, wenn jemand mal irgendwann

länger krank wird. Der Grundgedanke

ist, dass die Betriebe uns kennen und im

Notfall eine zentrale Anlaufstelle haben. In

konkreten Fällen hole ich möglichst alle

Beteiligten an einen Tisch, um ergebnisoffen

und stressfrei nach Lösungen zu suchen.

Unternehmer bekommen anschließend

Mustertexte, um ihre Mitarbeiter über das

BEM zu informieren.

Wie häufig sind diese Fälle im Handwerk?

Leuchter Nach fast zwei Jahren Projektarbeit

und kräftigem Rühren der Werbetrommel

häufen sich die Anfragen. Im

Was isT esa?

Das Projekt „eingliedern statt ausgliedern

e.V.“ (esa) wird getragen von den Kreis-

handwerkerschaften Schleswig-Holsteins

sowie der IKK Nord, finanziert durch das

Sozialministerium. Es hilft Betrieben bei

der Durchführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements.

Weitere Infos: www.esa-sh.de

Jahr 2008 habe ich in 48 Fällen beraten.

In diesem Jahr waren es bis August schon

50. Es spricht sich herum.

Müssen die Beteiligten zu Ihnen nach

Schleswig kommen?

Leuchter Unternehmer haben wenig

Zeit. Deshalb fanden bisher 80 % der Beratungen

in den Betrieben statt. Zudem

ist dort die Atmosphäre gelöster.

Woher nehmen Sie das Wissen für solch ein

komplexes Thema?

Leuchter Bis 2008 habe ich mich in

20 Jahren als Mitarbeiter der IKK Nord

der Eingliederung und Rehabilitation

verschrieben. Zudem bot die Mitarbeit

in den Vereinen Handwerker-Fonds

Suchtkrankheit und im Netzwerk Betrieb

& Rehabilitation Möglichkeiten

ein enges Netz von Kontakten zu Fachleuten

zu knüpfen.

Wird dieses Thema überall bundesweit so

zielstrebig angepackt?

Leuchter Leider nein. Ich halte zwar

viele Vorträge und hatte auch einige Anfragen.

Aber bisher weiß ich nur, dass im

August in Mecklenburg-Vorpommern ein

Verein nach unserem Vorbild gegründet

wurde. Das stimmt mich mit Blick in die

Zukunft zuversichtlich.

Die Fragen stellte Jens Seemann

Foto: Seemann

>> das Nachbarbüro. Dort arbeitet Jan

Göben. Statt in der Werkstatt an Motoren

zu schrauben, führt er Kundengespräche,

entwirft Kostenvoranschläge und bestellt

Material. Am 1. August begann er eine Umschulung

zum Kaufmann für Bürokommunikation.

Grebien sagt heute stolz: „Ich freue

mich jeden Tag, dass Jan wieder bei uns ist.

Wir haben mit ihm eine Arbeitskraft bekommen,

die die Strukturen unseres Betriebs

kennt, viel Wissen hat und mit Ehrgeiz und

Zielstrebigkeit ihre Chance nutzen möchte.“

Doch bis dahin war es nicht immer leicht.

Vorsorgepflicht ist kaum bekannt

Nach dem Unfall seines Mitarbeiters lernte

Gebhard Grebien viel über die Tücken

der Wiedereingliederung. Beispielsweise

wusste er nicht, dass er bereits seit 2004

zur Vorsorge für solch einen Fall verpflichtet

gewesen wäre. Der Paragraph 84 des

Sozialgesetzbuches IX regelt, dass Unternehmer

ein Betriebliches Eingliederungsmanagement

(BEM) einrichten müssen

– für den Fall, dass Angestellte mehr als

exTerNe ParTNer

Folgende Partner außerhalb Ihres

Betriebes können Sie bei der Betrieblichen

Eingliederung mit Fachkompetenz unterstützen:

Rehabilitationsträger: Krankenkassen,

Rentenversicherungsträger, Unfallversicherungen,

Agentur für Arbeit

Integrationsamt

Reha-Fachkliniken

Einrichtungen der beruflichen

Rehabilitation z.B. Berufförderungswerke

sechs Wochen am Stück oder mehrfach

langfristig im Jahr ausfallen. Kein Gericht

würde einer krankheitsbedingten Kündigung

zustimmen, wenn ein BEM fehlt.

Der Deutsche Gewerksschaftsbund (DGB)

bewertet das BEM als wirkungsvolles Instrument,

Fachkräfte im Beruf zu halten

Kfz-Versicherung: Mehr Leistung,

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Rabattschutz, Kollision mit Tieren aller Art und vieles mehr.

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Sparkasse in Ihrer Nähe.

THema des moNaTs

oder für diese neue Aufgabenbereiche zu

schaffen. Die Alternative ist teuer: Jährlich

werden rund 500.000 Mitarbeiter krankheitsbedingt

gekündigt. Problematisch ist

die Unkenntnis vieler Unternehmer. Auch

in Grebiens Firma war seit Jahren keiner

mehr länger als sechs Wochen krank. Der

Unternehmer hatte deshalb nie an solch

einen Fall gedacht.

Damit bestätigt der Handwerker die Erkenntnisse

von Professor Dr. Felix Welti,

Forscher an der Hochschule Neubrandenburg:

„Wir haben festgestellt, dass das

Eingliederungsmanagement in kleinen und

mittelständischen Betrieben bislang nur

sehr wenig verbreitet ist und versuchen

derzeit, Erklärungen und Lösungsvorschläge

zu erarbeiten.“ Im November werde

er einen Forschungsbericht zum BEM in

Handwerksbetrieben veröffentlichen.

Der Wissenschaftler arbeitet mit

Klaus Leuchter aus Schleswig zusammen.

Seit über 20 Jahren hat sich dieser

der Eingliederung verschrieben. Er leitet

in Schleswig-Holstein das Projekt >>

KFZ_09_FZ_180x116_Nord-Handwerk.indd 1 01.09.09 15:17

Oktober 2009 NordHandwerk 11


THema des moNaTs

Rechtshinweis

Ohne Angebot

keine Kündigung

Fällt ein Arbeitnehmer häufig durch

Kurzerkrankungen auf, ist lange krank

oder kann krankheitsbedingt seine

vertraglich vereinbarten Tätigkeiten

nicht ausführen, darf ihn der Arbeitgeber

krankheitsbedingt kündigen.

Zuvor muss der Arbeitgeber anhand

eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements

(BEM [(§ 84 Abs. 2 SGB

IX)]) prüfen, ob es ihm zumutbar ist,

den Arbeitnehmer auf einem anderen

Arbeitsplatz weiter zu beschäftigen. Gekündigt

werden darf nur, wenn dies

nicht durch mildere Maßnahmen vermieden

werden kann. Ein BEM kann

diese erkennen und entwickeln.

Führt der Arbeitgeber kein BEM

durch, führt dies dazu, dass der Arbeitgeber

sich nicht pauschal darauf berufen

darf, ihm seien keine alternativen, der

Erkrankung angemessenen, Einsatzmöglichkeiten

bekannt (BAG vom 7.

Dezember 2006 - 2 AZR 182/06; BAG

vom 12. Juli 2007 - 2 AZR 716/06).

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) verpflichtet

den Arbeitgeber, eine betriebliche

Umorganisation der Abläufe bis

zur Grenze der Unzumutbarkeit vorzunehmen,

sprich einen leidensgerechten

Arbeitsplatz zu erhalten. Damit „kippt“

das BAG das bisher geltende Prinzip der

Notwendigkeit eines „freien“ Arbeitsplatzes.

Die Durchführung des BEM

wird zur Pflicht – sonst hat er keine

Chance eine Kündigung als sozial gerechtfertigt

durchzusetzen.

Fehlt aber die Zustimmung des Arbeitnehmers

zur Durchführung des

BEM oder erklärt der Arbeitnehmer

ausdrücklich, dass er an einem BEM

nicht teilnehmen möchte, ist eine

krankheitsbedingten Kündigung ohne

Weiteres möglich.> „eingliedern statt Ausgliedern“ (esa; siehe

Seite 10), das Handwerksbetrieben hilft,

ein Betriebliches Eingliederungsmanagement

einzurichten oder konkrete Maßnahmen

zu organisieren. Das Projekt kümmert

sich nicht nur um Behinderte, sondern alle

Langzeiterkrankten. „Man muss bedenken,

dass der Paragraph für das Handwerk gilt,

aber von den Anforderungen her für die

Industrie geschrieben ist“, sagt Leuchter.

Um kleine Betriebe

zu unterstützen, gäbe

es zertifizierte Eingliederungshelfer

oder

Disability-Manager, wie

es neudeutsch heißt. In

den vergangenen zwei

Jahren sensibilisierte er

die Handwerker mit zahlreichen Vorträgen

auf Innungsversammlungen und Obermeistertagungen.

„Mir ist wichtig, dass die

Unternehmer wissen, dass wir im Ernstfall

da sind und ihnen helfen“, so Leuchter,

der sich mit über 100 Beratungsfällen in

zwei Jahren zufrieden zeigt. Sein Konzept

findet bereits erste Nachahmer. Im August

gründeten einige Kreishandwerkerschaften

in Kooperation mit der IKK Nord in Mecklenburg-Vorpommern

den „Verein zur

Förderung der Betrieblichen Eingliederung

1. Was bedeutet BEM?

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement

(BEM) umfasst alle Aktivitäten, Maßnahmen

und Leistungen, die im Einzelfall zur Wiedereingliederung

nach längerer Arbeitsunfähigkeit

erforderlich sind.

2. Wozu dient BEM?

Im Mai 2004 wurden entsprechend die Vorschriften

zur Prävention in § 84 Sozialgesetzbuch

(SGB) IX erweitert, um erneuter Arbeitsunfähigkeit

vorzubeugen und den Arbeitsplatz

des Betroffenen zu erhalten.

3. Wann wird BEM angewendet?

Das BEM ist durchzuführen, wenn ein Mitarbeiter

innerhalb eines Jahres länger als

sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt

arbeitsunfähig ist. Es gilt für alle

Beschäftigten – egal ob behindert oder

nicht.

„Man macht sich so viele

Sorgen. Dann ist es schön

zu wissen, dass der Chef zu

einem steht“

Unfallopfer Jan Göben

M-V e.V.“ Schon bei der Vorstellung des Vorhabens

sei die Resonanz gut gewesen. „Wir

hatten erste Interessenten, die sich damals

meldeten“, so Hans-Werner Schäfer, der

die Vereinsgründung von Seiten der IKK

Nord mit anschob.

Hilfe von außen holen

Klaus Leuchter hingegen profitiert von seinem

Wissen als ehemaliger Mitarbeiter der

IKK Nord und 20 Jahren

Engagement für die

Vereine „Handwerker-

Fonds Suchtkrankheit“

und „Netzwerk Betrieb

& Rehabilitation“.

Auch im Fall von Jan

Göben half Leuchter. Als

er Gebhard Grebien kennen lernte, hatte der

bereits aus dem Bauch heraus vieles richtig

gemacht. Gebhard Grebien besuchte seinen

Facharbeiter wenige Tage nach dem Unfall im

Kieler Klinikum – ein Rat, den auch Leuchter

häufig gibt. Auf der Intensivstation hing

Jan Göben an Schläuchen und Geräten – kein

schöner Anblick für Grebien. Dennoch bestärkte

ihn das Gesehene, seinen Mitarbeiter

zu unterstützen.

In einem der wenigen Momente, in denen

Jan Göben an diesem Tag wach >>

5 frageN ruNd ums BeTrieBlicHe eiNgliederuNgsmaNagemeNT (Bem)

4. Wer muss handeln?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Initiative

zu ergreifen. Das heißt, er muss auf den Betroffenen

zugehen. Alle weiteren Schritte sind

von dessen Zustimmung abhängig.

5. Wer ist im Integrationsteam?

Ein Integrationsteam ist kein Muss. Dennoch

besteht die Möglichkeit, aus Arbeitgebervertretern,

Betrieb- oder Personalrat sowie

der Schwerbehindertenvertretung solch ein

Team zu bilden.

Fotos: imago / hfr

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)

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THema des moNaTs

>> war, versprach ihm der Chef, dass er

eine Lösung für ihn finden werde. Dabei

war es ihm ganz egal, ob Jan Göben

an seinem Unfall eventuell selbst Schuld

hatte: „So hart wird kein Schwerverbrecher

bestraft. Jan spürt sein Leben lang die

Folgen.“ Für den Verunglückten war dies

das wichtigste Signal: „Man macht sich so

viele Sorgen, dann ist es schön zu wissen,

dass der Chef zu einem steht.“ Regelmäßig

erhielt er Besuch vom Chef in Kiel und

später in Boberg, wo er in einer Spezialklinik

mit der Querschnittslähmung und

deren Folgen umzugehen lernte.

Rückkehr in die Firma

Ende November entließen ihn die Ärzte.

Sein Hausarzt riet ihm nach wenigen Ta-

eiNgliederuNg im eiNzelfall

1

Arbeitunfähigkeit

feststellen

2

Erstkontakt

aufnehmen

1. Arbeitsunfähigkeit feststellen

Zunächst sollten regelmäßig die Krankenbe-

stände ausgewertet werden, um betroffene

Mitarbeiter (6-Wochen-Frist) zu ermitteln.

Tritt ein Fall auf, ist zu klären, ob eine Schwer-

behinderung vorliegt und eine entsprechende

betriebsärztliche Stellungnahme vorliegt.

Anhand dessen lässt sich prüfen, ob weitere

Schritte des Betrieblichen Eingliederungsma-

nagements (BEM) notwendig sind.

2. Erstkontakt aufnehmen

Schreiben Sie Ihrem erkrankten Mitarbeiter,

rufen Sie ihn an oder besuchen Sie ihn persönlich.

Informieren Sie ihn über die Praxis

des BEM in Ihrem Betrieb und die Bedeutung

seiner Mitwirkung. Nur wenn er dem BEM

zustimmt, greifen die folgenden Schritte.

14 NordHandwerk Oktober 2009

3

Erstgespräch

führen

Beendigung

des BEM

BEM nicht erforderlich

Mitarbeiter lehnt BEM ab

gen zu einem Belastungstest. Ein Besuch

in der Firma sollte zeigen, wie er mit der

Situation zurechtkommen würde. „Ich hatte

„Meine Erfahrung zeigt,

je länger man den Kontakt

mit dem Betrieb hinauszögert,

umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit

der Rückkehr

des Arbeitnehmers.“

Eingliederungsmanager Klaus Leuchter

vorher Angst vor der Reaktion der Kollegen,

wenn ich im Rollstuhl komme. Aber meine

Sorgen waren unberechtigt. Es war schön,

4

Fall

besprechen

Keine

Maßnahmen

möglich

5

Maßnahmen

durchführen

Maßnahmen

erfolgreich

6

Eingliederung

bewerten

Maßnahmen

nicht

erfolgreich

3. Fall besprechen

Ermitteln Sie im Gespräch mit dem Mitarbeiter

seine Qualifikationen, Stärken und auch

krankheitsbedingten Einschränkungen. Der

Mitarbeiter sollte eigene Ziele definieren, bevor

das weitere Vorgehen vereinbart wird.

4. Maßnahme durchführen

Bei den zuständigen Leistungsträgern sollten

Sie mögliche Förderungen beantragen. Nach

dem Start der Maßnahme ist es wichtig,

den Mitarbeiter zu begleiten, um frühzeitig

Schwierigkeiten zu erkennen.

5. Eingliederung bewerten

Befragen Sie regelmäßig alle Beteiligten und

erfassen sie nach Abschluss des BEM die

Krankheitszeiten des Mitarbeiters.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)

wieder da zu sein“, erinnert sich Jan Göben.

Einige Kollegen hätten verständlicherweise

Berührungsängste gehabt. Mit ihnen sprach

er offen über seine Situation.

Für esa-Berater Klaus Leuchter war dies

ein bedeutender Schritt: „Meine Erfahrung

zeigt, je länger man den Kontakt mit dem

Betrieb hinauszögert, umso geringer wird

die Wahrscheinlichkeit der Rückkehr des

Arbeitnehmers“, erklärt er und lobt das

Engagement beider Seiten.

Frühzeitig fragte Gebhard Grebien seinen

Mitarbeiter, ob er sich eine stundenweise

Arbeit vorstellen könne. „Diese Frage ist die

Grundlage jedes Eingliederungsmanagements.

Der Arbeitnehmer, die Krankenkasse und der

Arzt müssen zustimmen“, so Klaus Leuchter.

Für den Betrieb bedeute solch ein Experiment

dann kein Risiko, da dem Unternehmer

keine Kosten entstünden. In den ersten 18

Monaten werde das Krankengeld von der

Krankenkasse bezahlt und der Arbeitnehmer

dürfe dennoch stundenweise arbeiten.

Im Büro begann das große Tischerücken,

um Raum für den Rollstuhlfahrer

zu schaffen. Mit einigen Handgriffen richteten

die Mitarbeiter einen provisorischen

Arbeitsplatz ein, an dem Jan Göben seine

Arbeitszeit kontinuierlich steigerte. „Anfänglich

musste sich meine Haut an die

Drucktstellen durch das viele Sitzen gewöhnen,

die ich nicht spüre. Ich hingegen

musste akzeptieren, dass mein Körper nicht

so schnell belastbar ist, wie ich es gerne

hätte. Doch mit jedem Tag stabilisierte sich

mein Kreislauf mehr und ich hatte sofort

Spaß an den neuen Aufgaben“, so Göben.

Lösungsfindung am runden Tisch

Fortan lautet das gemeinsame Ziel von Göben

und Grebien: Beginn einer Umschulung

zum Kaufmann für Bürokommunikation –

am 1.August. Unklar waren nur Zuständigkeiten

und Finanzierung. Dafür organisierte

Gebhard Grebien im Juni gemeinsam mit

Klaus Leuchter ein Treffen mit Vertretern

der Bundesagentur für Arbeit, Industrie-

und Handelskammer, des Integrationsamtes

Schleswig-Holsteins, sowie Jan Göben und

dessen Mutter in seiner Firma. Die Themen

des zweistündigen Gespräches: Umschulung,

Finanzierung, die Gestaltung des Arbeitsplatzes

und eine behindertengerechte

Umrüstung des Autos für den Weg zur 60

Kilometer entfernten Berufsschule in Eutin.

In allen Punkten fanden sie Lösungen und

erklärten ihr Einverständnis. Gebhard Grebien

sagte auch zu, Jan Göben für den Juni und

Juli übergangsweise einzustellen. „Weil er

für uns arbeitete, sollte er auch dafür bezahlt

werden“, so Grebien.

Umgestaltung der Büroräume

Während die Bundesagentur für Arbeit als

Träger der Maßnahme noch letzte Details

klärte, begannen in den Büroräumen die

Umbauarbeiten. Wände wurden versetzt,

Rampen eingebaut und elektrische Türöffner

eingesetzt. Gebhard Grebien und Jan Göben

analysierten Arbeitsabläufe und Wege und

stellten technische Geräte so weit runter,

dass sie vom Rollstuhl erreichbar sind. „Die

waren so gut vorbereitet, dass ich nicht mehr

viel beraten musste“, erinnert sich Wolfgang

Becker, technischer Berater der Bundesagentur

für Arbeit. In Norddeutschland unterstützt

er im Jahr rund 200 Betriebe bei der

Eingliederung von Mitarbeitern. „Die Fälle

reichen von geringerer Leistungsfähigkeit

über Erblindung bis hin zu Lähmungen“, so

Becker, der feststellte, dass insbesondere kleine

Unternehmen bereit wären, Umstrukturie-

Hilfe im iNTerNeT

Initiative Gesundheit und Arbeit

www.iga-info.de

Portal Betriebliche Eingliederung

www.betriebliche-eingliederung.de

Infos rund ums Disability-Management

www.disability-manager.de

Bundesweite Integrationsämter

www.integrationsaemter.de

Eingliedern statt Ausgliedern e.V

www.esa-sh.de

Handwerkerfonds Suchtkrankheit e.V.

www.handwerker-fonds.de

Netzwerk Betrieb & Rehabilitation e.V.

www.netzwerk-betrieb-reha.de

Dr. Markus Merk, dreimaliger Welt-Schiedsrichter www.inter.de

Foto: imago

Vertrauen.

Aufeinander eingehen, Fingerspitzengefühl zeigen,

dem anderen vermitteln: Ich bin für Dich da. Als

Schiedsrichter ist es wichtig, mit dem Spieler ein

Vertrauensverhältnis aufzubauen. Man muss ihn

schützen.

Bei Ihrer Versicherung muss das auch so sein. Vertrauen

in die Leistungen. Einfach da sein, wenn man

sie braucht.

THema des moNaTs

rungen des Betriebes in Kauf zu nehmen,

um Mitarbeiter in der Firma zu halten. So

zögerte auch Gebhard Grebien nicht, als er

der Verkleinerung seines Lagers zustimmte,

um einen gefließten Ruhe- und Sanitärraum

samt Toilette, Waschbecken und Liege

für Jan Göben einzurichten. Die Bundesagentur

übernahm die gesamten Kosten der

Maßnahmen in Höhe von rund 20.000 € .

„Wenn die Umschulung abschlossen ist,

können wir uns gut vorstellen, auch eine

spezielle Werkbank zu finanzieren, an der

Jan Göben neben seiner Bürotätigkeit auch

die Möglichkeit hat, noch handwerkliche

Arbeiten durchzuführen“, so Wolfgang Becker.

Bis dahin vergehen aber noch drei Jahre

Umschulung. Jan Göben ist aber bereits jetzt

ein wichtiges Bindeglied zwischen Werkstatt

und Büro. Wenn er Abwechslung braucht,

fährt er für Bestellungen zu den Werkstatt-

Kollegen. Das ist wichtig für ihn. Schließlich

war bei ihnen neun Jahre sein Arbeitsplatz. Er

braucht regelmäßig den Geruch von Eisen,

glühende Funken und ohrenbetäubenden

Maschinenlärm unweit seines neuen Arbeitsplatzes.


An alle Profis:

hier ein Angebot, wie für Sie gemacht.

Die Sondermodelle WORKER und WORKER Plus von Vito und Sprinter.

Leistung hat ihren Preis. In diesem Fall allerdings einen ausgesprochen günstigen. Denn jetzt gibt es die WORKER

Kastenwagen-Modelle von Vito und Sprinter zu besonders attraktiven Konditionen: den Vito ab 17.990 €* sowie den

Sprinter ab 19.990 €**. Und benötigen Sie dazu einen professionellen Handwerker-Ausbau für mehr Ordnung und

Ladungssicherheit, empfehlen sich die WORKER Plus Modelle – ebenso zum Aktionspreis erhältlich. Nur bis zum

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* Das Angebot bezieht sich auf einen Vito WORKER 109 CDI Kastenwagen Kompakt.

** Das Angebot bezieht sich auf einen Sprinter WORKER 210 CDI Kastenwagen Kompakt und gilt nur bis 30.11.2009. Die Preise verstehen sich zzgl. Überführungskosten und der gesetzlichen MwSt.


Politik & Wirtschaft

Kommentar: Udo Hansen

Imagekampagne: Ein Muss

Vielfalt des Handwerks, aber auch technisch

hoch anspruchsvolle und innovative Ausbil-

dungsberufe sind in der Bevölkerung und

bei Jugendlichen weitgehend unbekannt.

Schon deswegen gibt es keine Alternative

zu der beschlossenen bundesweiten Image-

kampagne des Handwerks!

Es muss aber auch ein Ruck durch das

Handwerk selbst gehen: Das Image des

Handwerks wird im Wesentlichen geprägt

durch den Umgang

mit der Kundschaft.

Viele unverzichtbare

Faktoren beeinflussen

die Kundenzufrieden-

heit. Sie kennen es

selbst: Ihren Hand-

werker möchten Sie

jederzeit erreichen.

Udo Hansen, Selbstverständlich

Hauptgeschäftsführer

erwarten Sie, dass

der HWK Flensburg.

er höflich und angemessen

gekleidet ist – auch Arbeitskleidung

muss nicht schäbig aussehen. Richtig zufrieden

sind Sie mit Ihrem Handwerker, wenn

Termine pünktlich eingehalten werden und

er auf Ihre Wünsche schnell und konstruktiv

reagiert. Als zufriedener Kunde werden Sie

Ihren Handwerker wieder beauftragen.

Die bevorstehende Kampagne soll und

wird aber auch den Stolz und das Selbstwertgefühl

innerhalb des Handwerks stärken.

Gerade in den jetzigen Zeiten einer

globalen Wirtschaftskrise ist es erforderlich,

dass ein Wirtschafts- und Gesellschaftsbereich

mit so hoher sozialer Verantwortung,

wie das Handwerk sie übernimmt, in den

Mittelpunkt des Interesses rückt. Es muss

ein „Wir-Gefühl“ entstehen, indem sich die

Betriebe des Handwerks und die Mitarbeiter

(!) mit der Kampagne identifizieren und

stolz die Leistungen des Handwerks nach

außen tragen.

Sehr geehrte Betriebsinhaber und Mitarbeiter:

Unterstützen Sie die Imagekampagne,

lassen Sie diese einmalige Aktion

zu Ihrer eigenen Kampagne werden! Ihre

Handwerkskammern geben Ihnen gern

Hilfestellung.


Politik & Wirtschaft

Da ich Maßanfertigung

mache, kann ich keine festen

Preise angeben. Jetzt habe

ich eine Preisinformation

im Fenster und weiß noch

immer nicht, ob diese den

Vorgaben entspricht.

Ulf Friedrich

Schneidermeister aus Hamburg.

Verstöße gegen Preisangabenverordnung

Streit um fehlende Preise im Schaufenster

Die Verbraucherzentrale Hamburg verschickte wegen Verstößen gegen die Preisangabenverordnung

mehr als 150 Mahnbescheide an Betriebe. Betroffene verurteilen das Vorgehen und bemängeln,

dass es in vielen Fällen nicht klar sei, wie die Preisangabe aussehen muss.

Schneidermeister Ulf Friedrich

wunderte sich, als er nach seinem

Urlaub einen Brief der Verbraucherzentrale

Hamburg im Briefkasten fand. Wegen eines

angeblichen Verstoßes gegen die Preisangabenverordnung

forderte ihn diese auf,

eine Strafe in Höhe von 150 € zu zahlen.

Grund: In seinem Schaufenster fehlten

EU-Kommision schlägt Mikrofinanzierungsinstrument vor

Hilfe bei den ersten Schritten

Die EU-Kommission will mit einem

neuen Mikrofinanzierungsinstrument

Gründer von Kleinunternehmen, Nichterwerbstätige

und Arbeitslose beim Sprung

in die Selbstständigkeit unterstützen. Einen

entsprechenden Vorschlag hat die Kommission

beim Ministerrat eingereicht.

Das Instrument soll zunächst mit Mitteln

in Höhe von 100 Mio. € ausgestattet

sein. Mit diesem ursprünglichen Etat – so

die Erwartung – sollen im Rahmen einer

gemeinsamen Initiative mit anderen in-

20 NordHandwerk Oktober 2009

Preisangaben. Das stellte ein Kontrolleur

fest, der sich zweimal das Schaufenster

angesehen hatte.

Seit Mitte des Jahres werden in Hamburg

derartige Kontrollen durchgeführt.

„Jeder Betrieb, der ein Schaufenster hat,

muss die darin gezeigten Waren mit den

entsprechenden Preisen kennzeichnen.

ternationalenFinanzeinrichtungen mehr als 500 Mio. €

mobilisiert werden.

Aus dem 100 Mio. €

schweren Topf können

Gründer von Kleinunternehmen

mit

weniger als zehn

Beschäftigten über

einen Zeitraum

von höchsten acht

Jahren Kredite bis

Foto: Bilderbox

Um die Verbraucher vor Lockangeboten

zu schützen, kontrollieren wir“, so Edda

Castello, Leiterin der Verbraucherzentrale

Hamburg.

Wie Ulf Friedrich erging es mehr als 150

Betriebsinhabern – vielen sicher zu Recht,

aber nicht allen. „Ich bin Maßschneider.

Meine Kleider sind Ausstellungsstücke. Da-

zu 25.000 € beantragen. Zinsvergünstigungen

sollen über den Europäischen

Sozialfonds (ESF) gewährt

werden. Gefördert werden Personen,

die keinen Zugang zu den klassischen

Bankleistungen haben.

Zurzeit erörtern Ministerrat

und Europäisches Parlament den

Vorschlag. Die EU-Kommission

rechnet damit, dass Gründern die

neue Kreditmöglichkeit ab 2010

zur Verfügung steht.

An die 99 % aller Unternehmensgründungen

in Europa sind

Klein- oder Kleinstunternehmen.

Ein Drittel von ihnen wird von Arbeitslosen

betrieben.


Politik & Wirtschaft

Kinder fahren weniger und schlechter Fahrrad

Da wackelt etwas auf uns zu

Alljährlich treten 95 % der Viertklässler zur Fahrradprüfung an.

Eigentlich braucht sich die Zweiradbranche

keine Sorgen zu machen. Seit vielen Jahren

bewegen sich die Absatzzahlen für Fahrräder

stabil um die 4,5-Millionen-Marke herum.

Angesichts verlässlich steigender Benzinkosten

entdecken immer mehr Menschen

ihre angerostete Liebe zum Drahtesel neu.

Radeln schont Geldbeutel und Umwelt, ist

gesund und – entsprechende Oberbekleidung

vorausgesetzt – richtig schick. Außer-

Infos für Handwerksbetriebe

Einfach und schnell

zur DIN-Norm

Normen sorgen für Sicherheit, Qualität

und Umsatz. Die Bundesregierung will das

Bewusstsein der mittelständischen

Wirtschaft und des Handwerks

für das Thema

Normen und deren

Anwendung durch

Sensibilisierung,

Information und

Weiterbildungsangebote

stärken.

In diesem Zusammenhang

hat der

DIN/Beuth-Verlag

Abb.: hfr/NH

22 NordHandwerk Oktober 2009

dem lässt sich Fahrradfahren kinderleicht

erlernen. Zumindest glaubten wir das.

Einer aktuellen Studie der Unfallforscher

der Versicherer (UDV) zufolge tun

sich Kinder im Grundschulalter immer

schwerer im Umgang mit dem Rad.

95 % aller Viertklässler legen jedes Jahr

ihre Fahrradprüfung ab. Dabei werden

Mängel im psychomotorischen Bereich

„schonungslos aufgedeckt“. So klagen fast

eine Info-Broschüre „Einfach und schnell

zur DIN-Norm. Fachinformationen für

Handwerksbetriebe aus erster Hand“ über

Bezugsmöglichkeiten von Normen aufgelegt.

Das Heft ist als kostenloser Download

erhältlich unter www.beuth.de.


Handwerkskammer Hamburg Handwerkskammer Hamburg

Interview mit Staatsrat Ulrich Vieluf

Schulsanierung bietet

Chancen für den Mittelstand

Die Schulbehörde hat einen Instandhaltungsstau von circa

3 Mrd. Euro. Bei der Vergabe von Bauaufträgen möchte die

Behörde vor allem die lokale Wirtschaft und insbesondere

mittelständische Unternehmen unterstützen.

Herr Staatsrat, immer wieder

wird der große Sanierungsstau

in Hamburger Schulen kritisiert.

Wie ist dieses Thema in

den Griff zu bekommen?

Vieluf: Wir müssen mehr Geld

in den Erhalt der Gebäude investieren.

Das impliziert, dass wir nicht allein

die Kosten betrachten, sondern auch

die Vermögenswerte in den Blick

nehmen. Wir wollen weg von

der Kameralistik, hin zu einer

betriebswirtschaftlichen

Sichtweise, in der der langfristige

Vermögenserhalt

besser abgebildet werden

kann. Zu diesem Zweck

werden wir die über 400

allgemein- und berufsbildenden

Schulen in

ein Sondervermögen

übertragen.

Welche Vorteile

sehen Sie in einem

Sondervermögen?

Vieluf: Zunächst

einmal

führen wir

alle mit dem Schulbau befassten Stellen

zusammen. Das Sondervermögen wird

in der Finanzbehörde angesiedelt. Wir

kommen als Schulbehörde in die komfortable

Rolle, nicht mehr Besteller und

Ausführer in einem zu sein. Durch die

Entmischung dieser beiden Rollen erwarten

wir hohe Effizienzgewinne. Insgesamt

werden wir mit dem Sondervermögen

umstellen auf ein Lebenszyklusmodell.

Unsere ehrgeizige Aufgabe wird sein, den

Sanierungsstau innerhalb von 15 Jahren

abzubauen.

Was bedeutet das für Handwerksbetriebe?

Wird eine mittelstandsorientierte Vergabe

künftig noch sicher gestellt sein?

Vieluf: Das Vergaberecht lässt eine Stärkung

von kleinen und mittelständischen

Unternehmen durchaus zu und das ist unser

erklärtes Ziel. Beispielsweise kann man,

wo immer es geht, möglichst kleine Lose

vergeben, um ohne Generalunternehmer

zu arbeiten. Allerdings gibt es Projekte, wo

dies schlichtweg nicht möglich ist.

An welche Projekte denken Sie da?

Vieluf: Ich denke da an Projekte aus

dem Bundeskonjunkturprogramm wie

zum Beispiel den geplanten Konzertsaal

für die Jugendmusikschule oder das Haus

der Lehrerbildung.

Welche Möglichkeiten hat die Schulbehörde

Bauvorhaben zu realisieren?

Vieluf: Uns stehen grundsätzlich drei

Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen

bauen wir in Eigenregie, was zukünftig

die Aufgabe des Sondervermögens sein

wird. Die zweite Möglichkeit ist unsere

Partnerschaft mit der SAGA GWG.

Die dritte Form der Realisierung von

Bauvorhaben ist das sogenannte Modell

der Public Private Partnership. Die Behörde

bzw. das Sondervermögen arbeitet

hierbei mit einem privaten Partner

zusammen, der sich um die komplette

Bereitstellung, den Betrieb und die Instandhaltung

einer Immobilie kümmert.

Wir wollen alle drei Formen erproben

und sind sehr gespannt auf die Ergebnisse

im Vergleich.

In diesem Modell haben Handwerksbetriebe

allenfalls als Nachunternehmer eine Beteiligungschance.

Besteht da nicht die Gefahr,

dass der private Partner die Nachunternehmer

schlechter bezahlt?

Vieluf: Diese Gefahr besteht theoretisch

und praktisch grundsätzlich. Wir vergeben

daher nicht einfach an den günstigsten

Bieter, sondern es muss kalkulatorisch geprüft

werden, ob das Gebot auch seriös

gerechnet wurde. Wenn ein Angebot nur

mit Dumpinglöhnen realisierbar ist, dann

ist es nicht das Günstigste.

ZUr PersoN

Ulrich Vieluf wurde 1955 in Meldorf geboren

und verbrachte die Schulzeit in Eckernförde

und Norderstedt. Er studierte Erziehungswissenschaft,

Grundschulpädagogik, Deutsch

und Psychologie an der Universität Hamburg.

Nach seinem Studium war er unter anderem

als Redakteur, Pressesprecher, Büroleiter

und wissenschaftlicher Angestellter in der

Schulbehörde tätig. Danach leitete er am

Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

die Abteilung Qualitätsentwicklung

und Standardsicherung. Seit Mai 2008

ist er Staatsrat der Behörde für Schule und

Berufsbildung. Ulrich Vieluf ist verheiratet

und hat vier Töchter.

Über 3 Milliarden € Sanierungsstau muss die Hamburger Schulbehörde abbauen. 20 Maßnahmen

des Hamburger Konjunkturprogramms sollen hier ansetzen.

Sind weitere dieser Partnerschaften geplant?

Vieluf: Nein, derzeit nicht.

Welche Maßnahmen sind durch die Konjunkturprogramme

von der Schulbehörde zu

erwarten?

Vieluf: Mit dem Hamburger Konjunkturprogramm

werden Maßnahmen vorgezogen.

Im Juli haben wir den ersten Auftrag

vergeben. Wegen der unvermeidlichen

Planungs- und Baugenehmigungsvorläufe

sind einige Wochen ins Land gegangen. Im

Moment wird unter Hochdruck gearbeitet,

die Bauvorhaben umzusetzen. Jetzt ist

es wichtig, die Betriebe zu informieren,

welche Aufträge und welche Maßnahmen

geplant sind. Wir wollen jede Möglichkeit

nutzen, Informationsveranstaltungen wahrzunehmen

wie zum Beispiel bei Ihnen in

der Handwerkskammer am 7. Oktober.

Zum Schuljahresbeginn planen wir eine

Informationsoffensive.

Wie wichtig ist die energetische Sanierung?

Vieluf: Die energetische Sanierung hat

einen sehr hohen Stellenwert. Hamburg ist

Europäische Umwelthauptstadt 2011 und

setzt in diesem Bereich deutliche Akzente,

die deutschlandweit wahrgenommen werden.

Als Behörde haben wir eine Vorbildfunktion,

die wir sehr bewusst wahrnehmen

wollen. Gerade in den Schulen erziehen

wir die nachfolgende Generation. Wenn wir

energetisch bauen und die Schulgemeinde

mit einbeziehen, schärfen wir das Energiebewusstsein.

Über die Schüler erreichen

wir auch die Eltern. Wir erhoffen uns dadurch

eine Wirkung auch auf die privaten

Haushalte. Darüber hinaus wünschen wir

uns, dass die Hamburger Bauwirtschaft dies

zu einem ihrer Schwerpunkte macht und

die Expertise in diesem Bereich weiterentwickelt

und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit

weiter erhöhen kann.

Denken Sie da auch an den mittelständischen

Betrieb?

Vieluf: Wenn die lokale Wirtschaft energetisch

baut, wird sie gewiss davon profitieren

können.

Welche Wünsche haben Sie an Handwerksbetriebe?

Es wäre aus meiner Sicht gut, wenn sich

Betriebe häufiger zusammenschließen

würden, um Komplettlösungen anzubieten.

Das können Arbeitsgemeinschaften

verschiedener Gewerke sein oder auch ein

Pool kleinerer Betriebe, die in Arbeitsteilung

eine Region versorgen. Durch solche

Kooperationen könnten sie die eigene

Leistungsfähigkeit steigern und auch große

Bauaufträge annehmen.


Handwerkskammer Hamburg

InnovationsAgentur

„Mir hat es was gebracht!“

Seit August 2008 hat die

InnovationsAgentur der

Handwerkskammer Hamburg

über 200 Betriebe beraten.

Einer von ihnen ist Dieter

Eschmann, Inhaber der

Hans Meyer Elektrotechnik.

Als der Elektroinstallateurmeister

vor acht Jahren den alteingesessenen

Elektrotechnikbetrieb übernahm,

ging es darum, am Markt zu bleiben und

die Kunden zu halten. Sein Alltag: Angebote

kalkulieren, Kundengespräche führen,

Mitarbeiter instruieren und abends

Rechnungen schreiben. Ein Ablauf, den

jeder selbstständige Handwerker kennt.

Aber der 51-Jährige, ein innovativer, aktiverUnternehmer,

dachte auch

an morgen – er

wollte und will

seinen Betrieb mit

dem 10-köpfigen

Das Team der

InnovationsAgentur.

Foto: HWK Hamburg/Münchenbach

Team beständig

weiterentwickeln.

Sein aktuelles Ziel

lautet: Die Erschließung

neuer

Geschäftsfelder.

Jedoch: „Als kleiner

Betrieb hat

man eigentlich

nie Zeit, sich solche

Gedanken zu

machen“, so Eschmann.

Eigentlich

war auch nie

richtig Zeit, um

den Innovations-

Dieter Eschmann freut sich über seinen Betriebs-Check-up durch die InnovationsAgentur.

Check der Handwerkskammer zu machen.

Er hat ihn trotzdem gemacht – und erhielt

nach der Auswertung seiner Befragung

wertvolle Hinweise über die Stärken und

Potenziale seines Betriebes. Zudem nutzte

er das Angebot der InnovationsAgentur

einer Schulung zum Thema Finanzierung

und nahm ein Einzelcoaching wahr. Die

Schwerpunkte des 10-stündigen Trainings

im Betrieb nach Feierabend lagen in den

Themen „Geschäftsfeldanalyse“, „Entwicklung

und Aufbau neuer Geschäftsfelder“,

„Möglichkeiten für strategisches

und organisches Wachstum“ sowie im

„Risikomanagement“.

Gegenseitiges Vertrauen als Basis

Sein Stand heute: „Ich überlege konkret,

einen neuen Betrieb in einer weiteren

Branche als zweites Standbein zu kaufen.

Trotz Wirtschaftskrise möchte ich das Unternehmen

vergrößern.“ Und ergänzt: „Es

ist super, dass sich die InnovationsAgentur

für mich den Kopf zerbrochen hat.“

20 andere Handwerksbetriebe wollen

dem Beispiel von Dieter Eschmann folgen

und nach der Durchführung des Innovations-Checks

in ein Einzelcoaching gehen.

Grundlage des 10-stündigen Coachings

mit einem Trainer – vor Ort im Betrieb

- ist das Ergebnis des Innovations-Checks.

Auf dessen Basis entwickelt der Trainer ein

auf den Betrieb zugeschnittenes Coaching.

Vertrauen ist hier die Basis der Zusammenarbeit.

Neben dem Einzelcoaching bietet die

InnovationsAgentur ein durch den Europäischen

Sozialfonds und die Behörde für

Wirtschaft und Arbeit gefördertes Projekt,

ein Coaching zum Thema Öffentlichkeitsarbeit

sowie Schulungen in den Betrieben

zu den Themen „Finanzierung“, „Unternehmenskommunikation“,

„Planung&

Steuerung“ sowie zur „Unternehmenssituation“

an. Auch Mitarbeiterseminare

(„Kundenknigge“ und „Kommunikation“)

sind im Programm.


Handwerkskammer Hamburg

WIr FÜr sIe

Informationsveranstaltung zu Konjunkturmaßnahmen

Frühzeitig informieren über Bauaufträge

In mehreren Veranstaltungen informieren die Handwerkskammer

und die Behörden über Konjunkturmaßnahmen. Für Betriebe ist

es wichtig, frühzeitig über die zu erwartenden Aufträge Bescheid

zu wissen. Das verschafft Wettbewerbsvorteile und Erfolg.

Die Behörden haben millionenschwere

Maßnahmen nach Berlin

gemeldet, die aus dem Konjunkturprogramm

II des Bundes mitfinanziert

werden. Dazu kommen noch die Maßnahmen,

die aus der Hamburger Haushaltsplanung

vorgezogen werden.

Dabei handelt es sich unter anderem

um Baumaßnahmen in Schulen, bei der

Hafenbahn, um Lärmschutzmaßnahmen,

um Fachräume für Schulen, um den Bau

einer Jugendherberge, einen Neubau

im UKE, eine Polizeischießanlage, das

Eismeer Hagenbeck und Hochwasserschutzmaßnahmen.

Für Handwerksbetriebe ist es nicht

wichtig, aus welchem Programm die

Maßnahmen kommen. Aber sie müssen

wissen, ob für ihr Gewerk etwas dabei

ist und ob sie durch Angebotsabgabe

die Chance haben, einen öffentlichen

Auftrag zu ergattern. Das ist auch arbeitsmarktpolitisch

relevant: Wenn die

Auftragsbücher dünner werden und der

Gedanke an Kurzarbeit kursiert, bringen

öffentliche Aufträge neue Perspektiven,

mit denen sich Durststrecken überwinden

lassen.

Am Mittwoch, den 7. Oktober

wer den im Rahmen der Veranstaltung

Foto: HWK Hamburg

„Erfolgreiches Handwerk – trotz Krise“

zwischen 18.00 und 20.00 Uhr die

zahlreichen Maßnahmen an Schulen vorgestellt.

Für Donnerstag, den 5. November

ist eine Vorstellung der Maßnahmen

der Behörde für Soziales und Gesundheit

sowie der Behörde für Wissenschaft und

Forschung geplant.

Vergaberecht: Präqualifizierung

ist entscheidend!

An Ausschreibungen interessierte Betriebe

sollten beachten, dass durch die

Konjunkturprogramme neue Regeln

für die Auftragsvergabe gelten: In Hamburg

dürfen Bauaufträge bis 100.000 €

freihändig vergeben werden, Aufträge

bis zu einem Auftragswert von 1 Mio. €

– und damit die Mehrzahl der für das

Handwerk relevanten Bauaufträge –

werden in Form von „Beschränkten

Ausschreibungen“ vorrangig an präqualifizierte

Firmen vergeben. Das kostenpflichtige

Präqualifzierungssystem

(PQ-System) bildet den Marktzugang

zu größeren Aufträgen von Behörden

und Ämtern.

Die Handwerkskammer konnte erreichen,

dass die ersten 300 Unternehmen

die PQ-Kosten ersetzt bekommen. Infos

hierzu stellt die Kammer über Veranstaltungen

und die Kammer-Website unter

www.hwk-hamburg.de (Suchwort „Präqualifizierung“)

zur Verfügung. Ansprechpartner

für das Themenfeld Konjunktur

und öffentliche Auftragsvergabe ist Andreas

Rönnau.


Kunststoffzentrum Nord

„Wir können

auch Kunststoff“

Für den zunehmenden Einsatz von Kunststoff im

Baubereich ist qualifizierte Ausbildung entscheidend.

Das Kunststoffzentrum bietet ein breit gefächertes

Aus- und Weiterbildungsangebot an.

Das Kunststoffzentrum (KuZ) ist seit

über 50 Jahren kompetente Ausbildungsstätte

für Kunststoffschweißen und

-verarbeitung. Als Fachbereich der Schweißtechnischen

Lehr- und Versuchsanstalt

Nord (SLV Nord) ist das

KuZ eine vom Deutschen

Verband für Schweißen

und verwandte Verfahren

e.V. (DVS) und vom Deutschen

Verband des Gas- und

Wasserfaches (DVGW) anerkannte

Kursstätte.

Qualität in der

Weiterbildung

Der zunehmende Einsatz

von Kunststoff im Baubereich,

in Deponien und

Tanklagern ist ohne das

gewachsene System von

Qualifizierung, Überwachung

und Qualitätssicherung

heute nicht mehr

denkbar. „Kunststoff ist die

Werkstoffgruppe mit den

größten Wachstumsraten

weltweit“, sagt Dipl.-Ing.

Jan Zimmermann, seit

zwei Jahren Leiter des

Kunststoffzentrums. „Mit

den technischen Voraussetzungen,

die wir im ELB-

CAMPUS haben, sind wir

30 NordHandwerk Oktober 2009

exzellent aufgestellt. Das macht sich in der

Qualität der Weiterbildung definitiv bemerkbar.“

Das KuZ bietet mit mehr als 20 verschiedenen

Aus- und Weiterbildungskursen

Montage einer Anbohrarmatur an eine Polyehtylen-Leitung.

Die Rohrleitung kann so unter Druck verschweißt werden.

Foto: ELBCAMPUS / hfr

für die Verarbeitung von Thermoplasten

und Duroplasten ein breit gefächertes

Weiterbildungsangebot. Jährlich besuchen

etwa 1.500 Fachkräfte aus Handwerk

und Industrie die Fortbildungen

im Bereich des Rohrleitungsbaus sowie

des Chemie- und Behälterbaus. Die Teilnehmer

erlangen hierbei Fähigkeiten im

Schweißen, Kleben und Verarbeiten von

Kunststoffen. Innovative Fügetechniken

wie das Kleben oder spezielle Laminiertechniken

sind besonders attraktiv für

die Windenergiebranche oder den Fahrzeugbau.

„Wir hören genau hin, wenn

wir mit Unternehmen und kleineren

Betrieben sprechen. So können wir unser

Weiterbildungsangebot marktorientiert

erweitern“, erklärt Jan Zimmermann.

Neuentwicklungen sind beispielsweise

die Fachkraft für glasfaserverstärkte

Kunststoffe oder der DVS ®-EWF-

Klebpraktiker. Die aktuellen Lehrgänge

sind ausgebucht, Absolventen auf dem

Arbeitsmarkt heiß begehrt.

Enormes Entwicklungstempo

Die Kunststofftechnik ist ein innovatives

und dynamisches Feld: Verarbeitungsmethoden,

Reparaturtechniken und neue

Materialien – das Entwicklungstempo

ist hoch. Um immer auf der Höhe des

technischen Fortschritts zu bleiben, arbeitet

das Kunststoffzentrum Nord eng mit

Industrie und Forschung zusammen. Kooperationen

mit dem Fraunhofer-Institut

für Fertigungstechnik und Angewandte

Materialforschung (IFAM) in Bremen oder

dem Aachener Institut für Kunststoffverarbeitung

sichern den neuesten Wissensstand

über die Kunststoffe der Gegenwart und

Zukunft.

Fazit: Das Kunststoffzentrum bietet auch

die nächsten 50 Jahre mit seinen zertifizierten

Kursen und etablierten Partnern

eine Zukunftssicherung für die Teilnehmer.


Handwerkskammer Hamburg

Rundgang durch betroffene Betriebe

Probleme am

Standort Altona

Der zunehmende Wohnungsdruck in Altona

ist für Unternehmen ein großes Problem.

Viele müssen den Standort wechseln.

Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose

besuchte betroffene Betriebe, um sich

vor Ort zu informieren.

Als Gast des Altonaer Handwerks besuchte

der Altonaer Bezirksamtsleiter,

Jürgen Warmke-Rose im Gewerbegebiet

– Ruhrstraße, Leunastraße und Leverkusenstraße

Handwerks- und Gewerbebetriebe,

um sich vor Ort ein Bild von der wirtschaftlichen

Lage und der Standortsituation der

Betriebe zu machen. Mit dabei waren der

Beauftragte für Wirtschaftsförderung, Andree

Schattauer, sowie Dr. Gütter, Dezernatsleiter

Wirtschaft, Bauen, Umwelt. Burkhard Jansen,

der neue Bezirkshandwerksmeister für

Altona, und sein Vorgänger im Amt, Schlossermeister

Wolfgang Hennig, nutzten die

Gelegenheit, um auf die Standortprobleme

des Handwerks hinzuweisen. Der Wohnungsdruck

nicht nur in Ottensen ist eine Gefahr

für die Gewerbestandorte im Bezirk.

Veränderung durch Standortwechsel

Viel Lob bekam das Bezirksamt von

Burkhard Jansen, Jürgen Warmke-Rose und

Herbert Leonhard (v. li.).

32 NordHandwerk Oktober 2009

Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose, Bezirkshandwerksmeister Burkhard Jansen

und Kfz-Meister Holger Hansen (v. li.).

Herbert Leonhart, Inhaber der maleco

Farbwerk GmbH, eines wichtigen Partnerunternehmens

für das Malerhandwerk in

Hamburg und im norddeutschen Raum:

„Der Umzug aus Ottensen

hier an die

Schützenstraße war für

uns ein Meilenschritt in

die Zukunft. Dank der

Unterstützung durch

das Bezirksamt konnte

schnell ein passendes

Grundstück gefunden

werden.“ So konnte ein modernes Farbwerk

und ein Großhandel für Malerartikel

entstehen, das den Wettbewerb der Branchengiganten

nicht fürchtet.

Standortwechsel sind keine leichte Sache.

Kraftfahrzeugmeister Holger Hansen

musste seinen Standort in der Arnoldstraße

aufgeben und hat selbst einen neuen

Jürgen Warmke-Rose, Hella Häusler (HWK), Wolfgang

Hennig und Tischlermeisters Frank Leube (v. li.).

„Nun erfahren wir, dass wir

zukünftig keine langfristigen

Mietverträge mehr

bekommen. Damit haben

wir auch hier keine

Perspektive mehr.“

in der Leverkusenstraße gefunden. „Seit

drei Jahren sind wir jetzt hier und die Anfangszeit

war nicht leicht. Nicht alle unsere

Stammkunden aus Ottensen konnten

wir mitnehmen. Nun

erfahren wir, dass wir

zukünftig keine langfristigenMietverträge

mehr bekommen,

sondern nur noch von

Halbjahr zu Halbjahr.

Damit haben wir auch

hier keine Perspektive

mehr!“ Wahrlich keine optimalen Entwicklungsbedingungen

für einen Handwerksbetrieb,

denn jeder Standortwechsel

kostet erst einmal Substanz, die wieder

aufgebaut werden muss.

Wer zum Tischlermeister Leube durch

den kleinen Firmeneingang an der Leverkusenstraße

kommt, vermutet dort zunächst,

keine Tischlerei. Doch hinten bietet die

Halle optimale Bedingungen für An- und

Abtransporte. Frank Leube ist zufrieden

und setzt weiterhin auf diesen Standort.

Die Holzhandwerker sind seit 15 Jahren

in der Leverkusenstraße und haben einen

langfristigen Mietvertrag.

Zum Abschluss im Unternehmen des

Bezirkshandwerksmeisters Jansen, Allzweck-

Gebäudedienste, stellte Warmke-Rose klar,

dass die Gewerbeflächen in Altona zwar

knapp sind, aber dass man seitens des Amtes

bemüht sei, intensiv an Lösungen mitzuarbeiten,

um Betrieben bei ihren Standortproblemen

zu helfen.


Handwerkskammer Hamburg

‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑‑FortbIldUNg gesamtangebot im Internet auf www.

hwk‑hamburg.de/kurse

VZ = Vollzeit, TZ = Teilzeit

WE = Wochenende

MV = Meistervorbereitung

Hwk= Handwerkskarte

Akademie für Zahntechnik der

Handwerkskammer Hamburg (AZHH)

• Zahnformen in Keramik, VZ,

22.+23.10.2009, 16 U-Std., Do–Fr,

9–17 Uhr, 460,75 € mit Hwk-Karte,

485 € ohne.

Friseurakademie Hamburg

• Haarschnitt-Basis-Seminar, VZ,

19.+20.10.2009, 16 U-Std., Mo+Di,

9–17 Uhr, 285 € mit Hwk-Karte, 300 €

ohne.

• Visagistik-Startseminar, VZ,

26.+27.10.2009, 16 U-Std., Mo+Di,

9–17 Uhr, 237,50 € mit Hwk-Karte,

250 € ohne.

EDV-Seminare

• CAD-Fachkraft 3 D (HWK), Kommunikation,

VZ, 12.–23.10.2009,

80 U-Std., Mo–Fr, 8–15.15 Uhr,

864,50 € mit Hwk-Karte, 910 € ohne.

• PowerPoint, VZ, 16.–20.10.2009,

24 U-Std, Fr, Mo, Di, 8–15.15 Uhr,

208,05 € mit Hwk-Karte, 219 € ohne.

• Microsoft Project 2007, VZ,

21.–23.10.2009, 24 U-Std., Mi–Fr,

Angebot des Monats

Seminare mit Style!

Wissen, was „in“ ist, welche Frisuren angesagt

sind und welche Farben beim Makeup

getragen werden? In der Friseurakademie

Hamburg im ELBCAMPUS wird

Ihr Können perfektioniert. Die erfahrene

Friseurmeisterin Andrea Bruhn und ihr

Kollege, Friseurmeister Thomas Dillmann,

bieten jetzt ein auf Gesellen und Meister

abgestimmtes Seminar an, das neueste Trends

34 NordHandwerk Oktober 2009

8–15.15 Uhr, 208,05 € mit Hwk-Karte,

219 € ohne.

• AutoCAD 2009, Aufbauseminar,VZ,

26.–30.10.2009, 40 U-Std., Mo–Fr,

9–16 Uhr, 860,25 € mit Hwk-Karte,

995 € ohne.

• Inventor, VZ, 26.–30.10.2009,

40 U-Std., Mo–Fr, 9–16 Uhr,

1.230,25 € mit Hwk-Karte, 1.295 €

ohne.

• Netzwerk-Grundlagen, VZ,

26.–30.10.2009, 40 U-Std., Mo–Fr,

9–16 Uhr, 660,25 € mit Hwk-Karte,

695 € ohne.

Fortbildung

• Fachqualifizierung Personaldisponent,

Modul Kommunikation, TZ,

7.–17.10.2009, 24 U-Std., Mi,

16.30–20 Uhr, Sa, 9–16.15 Uhr,

456 € mit Hwk-Karte, 480 € ohne.

• Fachwirt Gebäudemanagement

(HWK), kaufmännisches Gebäudemanagement,

WE, 10.10.–07.11.2009, 30

U-Std., Fr, 15–20 Uhr, Sa, 8–15 Uhr,

427,50 € mit Hwk-Karte, 450 € ohne.

• Praxiswissen Kundenorientierung,

17.10.2009, 8 U-Std., Sa, 10–17 Uhr,

190 € mit Hwk-Karte, 200 € ohne.

• Klima-Lüftungstechnik 1, WE,

17.10.–7.11.2009, 32 U-Std., Sa,

8–15 Uhr, 347,70 € mit Hwk-Karte,

366 € ohne.

• Hydraulik II, Aufbauseminar, TZ,

26.–28.10.2009, 24 U-Std., Mo–Mi,

8–15.15 Uhr, 413,25 € mit Hwk-Karte,

435 € ohne.

zum Thema hat. In kurzen Tageslehrgängen

und praxisbezogenen Workshops können

sich die Teilnehmer besonderes Wissen in

Foto: Handwerksbilder

Zentrum für Energie-, Wasserund

Umwelttechnik (ZEWU)

• Fehlersuche an Gas- und

Ölgeräten, TZ, 27.10.–26.11.2009,

40 U-Std., Fr+Sa, 8.30–15.30 Uhr,

280,25 € mit Hwk-Karte, 295 €

ohne.

• Sachkundelehrgang Abscheidetechnik,

VZ, 29.–31.10.2009,

20 U-Std., Do+Fr, 8.30–15.45 Uhr,

Sa, 8.30–12 Uhr, 332,50 € mit Hwk-

Karte, 350 € ohne.

Akademie des Handwerks

• Betriebswirt/-in (HWK), WE,

23.10.2009–2.7.2011, 520 U-Std.,

alle 3 Wo, Fr+ Sa, 9–18 Uhr,

3.250 €.

• Wo bitte geht`s zur Champions

League? TZ, 24.10.2009, 38 U-Std.,

Sa, 9–16 Uhr, 142,50 € mit Hwk-

Karte, 150 € ohne

• Grundlagenseminar für Sachverständige,

zielgerichtete Rhetorik,

TZ, 27.10.–20.11.2009,

8 U-Std., Di+Do, 18–21.15 Uhr, Sa,

9–15 Uhr, Fr, 9–12 Uhr, 522,50 €

mit Hwk-Karte, 550 € ohne.

Beratung und Information

zu allen Angeboten:

Tel.: 040 35905-777,

E-Mail: weiterbildung@elbcampus.de,

Internet: www.elbcampus.de.

Bereichen wie Make-up, Hochsteckfrisuren,

Färbtechnik oder außergewöhnliche Schnitttechniken

aneignen und anschließend an

hochwertigen Echthaar-Trainingsmedien

üben. Starttermin für das Herbstangebot ist

der 26.Oktober 2009 mit dem Visagistik-

Seminar. Alle angebotenen Seminare finden

auch in kleinen Gruppen statt.


Handwerkskammer Hamburg

Hängesideboard

aus Nussbaum

Robin Kiesler

Couchtisch

aus Kirsche

Dirk Meyer

36 NordHandwerk Oktober 2009

Dielenmöbel

aus Rüster und

Linoleum

Jens Pfister

Tischlermeisterausstellung

Meisterliche Möbel

Doppelbett

aus Ahorn und Wenge

Arne Rusch

Im August stellten Schüler der

Hamburger Tischlermeisterschule ihre

Meisterstücke in der Handwerkskam-

mer vor. Eindrucksvoll zeigte die Aus-

stellung, welche handwerklichen und

gestalterischen Fähigkeiten

den Beruf des Tischlers ausmachen.

Auf dem Weg von der ersten Idee

über Skizzen und Fertigungszeich-

nungen bis zum tatsächlichen Bau hat

jeder Tischlermeisterschüler

durchschnittlich 180 bis 200 Arbeits-

stunden in sein Meisterwerk

investiert. Insgesamt waren die

25 Ausstellungsstücke knapp

300.000 € wert.

Stehpultsekretär

aus Ahorn und Wenge

Christian Winzer

Schreibtisch

aus Nussbaum

Carsten Draeger

Wickelkommode

aus Erle

Hanno Möller

Fotos: Seemann

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Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.


Handwerkskammer Hamburg

Verabschiedung der technischen Betriebswirte

Ein letztes Mal

Im großen Saal am Holstenwall

verabschiedete die Handwerkskammer am

29. August den letzten Absolventen-Jahrgang

zum Technischen Betriebswirt (TBW).

Im kommenden Jahr schließen

die Studierenden der Berufsakademie

bereits mit dem Bachelor of Arts ab.

Mit dem Modell des Technischen

Betriebswirts fing die Erfolgsgeschichte

des dualen Studiums in der

Handwerkskammer Hamburg an. Abiturienten,

die sich dafür entschieden, haben

eine Ausbildung im Handwerk mit einem

Studium der Betriebswirtschaftslehre verbunden.

Die Qualifikationsphase war auf

vier Jahre angelegt.

Mehr als 400 Absolventen haben in Hamburg

in den vergangenen zehn Jahren die

Prüfungen zum Technischen Betriebswirt

Neues Ausbildungskonzept im Elektrohandwerk

In der Berufsschule war ein bestimmtes

Thema noch nicht dran, doch im Betrieb

ist das Wissen bereits gefragt: Diese Situation

kennen viele Azubis und Ausbilder.

Gemeinsam stehen sie vor der Herausforderung,

neu Gelerntes aus Schule, Betrieb

und überbetrieblicher Ausbildungsstätte

zusammenzubringen und aufeinander

abzustimmen.

Hier setzt die neue Lernsoftware

„Kompetenzwerkst@tt Elektrohandwerk“

an. Dahinter steht ein Ausbildungskonzept

für den Beruf des

Elektronikers der Fachrichtung Energie-

und Gebäudetechnik, das sich

an typischen Arbeitsabläufen orientiert.

Mit der klar strukturierten Software

können Azubis zusammenführen, was

38 NordHandwerk Oktober 2009

bestanden. Unter ihnen sind viele ausgezeichnete

Nachwuchs-Fachkräfte, wie zum

Beispiel Bundes- und Landessieger in den

Leistungswettbewerben der Handwerksjugend,

Jahrgangsbeste des Handwerks und

Auszubildende des Jahres.

Sie sind heute in der Geschäftsleitung,

Projektleitung, im Qualitätsmanagement

oder im Controlling tätig. Einige haben sich

selbstständig gemacht oder ein Bachelor-

Studium angeschlossen. Am häufigsten wurden

die ehrgeizigen Nachwuchskräfte von

Elektro-Ausbildung mit neuer Software

Handwerkskammerpräsident Josef Katzer (M.) freute sich über die guten Leistungen der

Absolventen zum Technischen Betriebswirt (TBW).

sie gelernt haben – ob im Betrieb, in der

Schule oder in der überbetrieblichen

Ausbildungsstätte. Das Programm bindet

zudem Videos und Animationen zum

Lernstoff ein. Verlinkungen zu bekannten

Arbeitsmitteln sowie elektronische Be-

größeren Tischlereien ausgebildet, gefolgt

von Unternehmen aus der IT-Branche.

Aufstiegs- und Karrierechancen im

Handwerk können Abiturienten sich heute

an der Berufsakademie Hamburg (BAH)

erarbeiten. Hauptgesellschafter der BAH

ist die Handwerkskammer. Die BAH bietet

einen dualen Studiengang zum international

gängigen Abschluss Bachelor of Arts an: Er

kombiniert in bewährter Weise Betriebswirtschaftslehre

mit einer kaufmännischen

oder handwerklichen Ausbildung.


Mitgliederwerbung für Innungen:

Ermutigende Anfangserfolge

Die Innungen im Kammerbezirk Flensburg vermelden seit Kurzem steigende Mitgliederzahlen.

Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklung ist ein von der

Handwerkskammer Flensburg unterstütztes Projekt der Kreishandwerkerschaften.

Hierzu sind seit Jahresbeginn fünf Akquisiteure im Kammerbezirk aktiv, die telefonisch und

auch im persönlichen Gespräch die Vorteile einer Innungsmitgliedschaft aufzeigen.

Ortstermin in Klixbüll: Der Akquisiteur

der Kreishandwerkerschaft

(KH) Nordfriesland-Nord, Lutz Martensen,

ist zu Gast bei der Malerei Hansen &

Koop. Malermeisterin Claudia Hansen-

Koop und ihr Mann Andreas führen den

Betrieb seit dem Jahr 1993. Sie sind der

Innung vor Kurzem beigetreten. Nicht als

24 NordHandwerk Oktober 2009

Lutz Martensen (re.) im Gespräch

mit Andreas Koop von der

Malerei Hansen & Koop.

neugeworbenes Mitglied, sondern als ein

Beispiel für einen Betrieb, der vor Jahren

bereits Mitglied der Innung war, die

letzten Jahre allerdings dieser Berufsver-

einigung den Rücken zugekehrt hatte.

„Im Laufe der Zeit haben wir aber

doch feststellen müssen, dass uns ziemlich

viel Information fehlte. Dies betrifft

besonders Informationen über Lehrgänge

oder auch Seminare, die über die Innung

angeboten werden“, sagt Andreas Koop.

Und auch für die Ausbildung von Lehrlingen

bedeute die Innungsmitgliedschaft

gewisse Vorteile, so Koop. Und er weiß,

wovon er spricht, denn der Klixbüller

Betrieb beschäftigt nicht nur zwei Ge-

IHRE ANSPRECHPARTNER

Informationen zum Thema „Innung“ erhalten

Sie bei:

Bereich der KH Flensburg Stadt und Land

Patrik Stöbe,

Tel.: 0172 9413941

Bereich der KH Schleswig und

Rendsburg-Eckernförde

Helmut Johannsen,

Tel.: 0170 2277024

Bereich der KH Nordfriesland-Süd

Birger Bahlo,

Tel.: 0177 4639111

Bereich der KH Dithmarschen

Manfred Bobe,

Tel.: 0162 4897499

Bereich der KH Nordfriesland-Nord

Lutz Martensen,

Tel.: 0171 9386607

Fotos: Haumann

sellen, sondern bildet auch noch einen

Lehrling aus.

Was die Koops sicherlich am ehesten

bewogen hat, den Schritt zurück in die

Innung zu finden, war der persönliche

Kontakt mit Lutz Martensen. „Wir hatten

wirklich das Gefühl, dass sich endlich

jemand mal die Zeit genommen hat, um

uns auch umfassend über die Möglichkeiten

der Innung zu informieren“, so

Koop.

Klare Botschaft:

Informieren lohnt sich!

Auch Martensen berichtet darüber, dass

häufig selbst bei langjährigen Innungsmitgliedern

bei weitem nicht bekannt

ist, wie man die zahlreichen Vorteile einer

Innungsmitgliedschaft für den eigenen

Betrieb nutzen kann. „Der persönliche

Kontakt ist natürlich das A und O. Ich

höre mir dabei zunächst einmal an, wo

es im Betrieb hakt und wo im Alltag

Probleme auftreten. Ein solcher Auftakt

zu einem Beratungsgespräch gibt mir

dann auch immer die Chance, zu filtern,

was für den betreffenden Betrieb wichtig

und was nicht wichtig ist“, so Lutz

Martensen. Zwei bis drei Stunden rechnet

dabei der 38-Jährige für ein Beratungsgespräch,

das im besten Fall den ersten

Schritt in die Innung bedeutet.

Betreuung auch für bestehende

Innungsmitglieder

Zum Aufgabengebiet der Innungs-

akquisiteure zählt dabei nicht nur die

Neugewinnung von Mitgliedern. Häufig

liegen auch Innungsaustritte bei

den Kreishandwerkerschaften vor, die

ebenfalls einen guten Einstieg zu einem

Gespräch bieten. „Man darf den Be-

griff des Innungsakquisiteurs nicht kom-

plett missverstehen. Wir sind selbst-

verständlich auch Betrieben mit einer

bestehenden Innungsmitgliedschaft mit

Informationen behilflich. Denn häufig

wissen selbst langjährige Innungsmitglieder

nicht um die Möglichkeiten dieser

Mitgliedschaft“, so Martensen.

Ermutigender Start

Der Erfolg von Lutz Martensen und seinen

vier Mitstreitern im Kammerbezirk

kann sich im Übrigen bereits sehen lassen.

Über 60 neue Mitgliedschaften wurden

seit Februar bzw. März, als das Projekt

im Kammerbezirk erst richtig Fahrt

aufnahm, begründet. Dabei würden die

Betriebe auch die Angebote zu schätzen

wissen, die ihnen über die Mitgliedschaft

auch von Seiten der jeweiligen

Landesinnungsverbände zur Verfügung

stehen. „Gerade in rechtlichen Dingen

wie im Arbeitsrecht und im Baurecht halten

etliche Landesinnungsverbände An-

gebote vor, die dann wiederum auch den

Innungsmitgliedern zugute kommen“,

so Martensen.

Das für zunächst drei Jahre geplante

Projekt, das zusätzlich durch handwerksnahe

Institutionen unterstützt wird,

ist somit sehr erfolgreich gestartet. Ein

Auftakt, der sämtliche Akteure und

Verantwortlichen zufriedenstimmt.


Handwerkskammer Flensburg

Bau-Innung Flensburg Stadt und Land

„Energieeinsparung“ als Zukunftsthema

Wissenschaftsstaatssekretär Jost de

Jager stellte in Flensburg auch die

Leistungsbereitschaft der jungen Handwerker

heraus: „Sie haben in der Ausbildung

und bei der Prüfung Leistungs- und Stehvermögen

bewiesen.“ Und dies sei wichtig,

denn „Ausbildung immunisiert gegen

Arbeitslosigkeit“. Im Weiteren riet de Jager,

sich die persönliche Wettbewerbsfähigkeit

in einem sich wandelnden Arbeitsumfeld

zu erhalten. „Es wäre falsch, sich schon

jetzt ausruhen zu wollen.“

Dem Handwerk dankte de Jager für seine

Standort- und Mitarbeitertreue und die hohe

Ausbildungsleistung. Angesichts der prinzi-

piell wieder guten Konjunkturaussichten

könnte der Nachwuchs zudem recht zuversichtlich

der Zukunft entgegensehen.

Obermeister Hans-Henning Hansen gratu-

lierte zum Erreichen der ersten wichtigen

Lebensetappe. „35 erfolgreiche Prüflinge

sind auch 35 Individuen mit unterschiedlichen

Stärken und Schwächen.“ Und da

Leistung sehr subjektiv sei, habe jeder „das

Recht, und zwar unabhängig vom Prüfungsergebnis,

stolz auf den Erfolg zu sein“.

Auch Hansen stellte eine allmähliche Belebung

der Konjunktur fest, erhofft sich aber

weitere Unterstützung durch die Politik, wie

beispielsweise die Aufstockung der Beträge

für die steuerliche Anrechenbarkeit von

Handwerkerrechnungen, um der Schwarzarbeit

noch besser entgegenzuwirken.

Bezüglich der Perspektiven im Bauhand-

werk verspricht sich Hansen viel vom Thema

„Energieeinsparung“ und damit auch von

der notwendigen Sanierung des großen Alt-

baubestandes. „Nutzt Fortbildungsmöglichkeiten,

geht auf Wanderschaft und sucht

euch stets die Region, die Arbeit bietet“, riet

Hansen den Junggesellen zum Abschluss.

Die besten Freigesprochenen waren bei den

Maurern Henning Jürgensen (Thiesen, Tarp),

Dimitrij Gerd (Molzen, Satrup) und David

Petersen (Höft, Flensburg) sowie bei den

Zimmerern Finn Jannsen (Abbild, Medelby),

Jean-Johan Thiesen (Kallsen-Bau, Flensburg)

und Stanislav Golovanov (Die Holzverbindung,

Wees).


Handwerkskammer Flensburg Handwerkskammer Flensburg

„Es wird sicherlich noch ein

haariger Weg bis zur Rente“,

lautete der humorvolle Ausblick

der jungen Friseurin Irina Stroh

in ihrer Dankesrede auf der Freisprechung

der Friseur-Innung

Rendsburg-Eckernförde.

Insgesamt 18 Gesellinnen und Gesellen

wurden im Hohen Arsenal in

Rendsburg freigesprochen. Zu den ersten

Gratulanten zählten der Landrat des

Kreises, Dr. Rolf-Oliver Schwemer, und

Obermeister Kay Nehls. Nehls fand zunächst

einige aufmunternde Worte für die

ebenfalls anwesenden neuen Lehrlinge. „Ihr

habt einen der schönsten Berufe gewählt.

Er ist aber auch recht anstrengend, denn

ihr müsst im Umgang mit dem Kunden

immer nett, freundlich und höflich sein.“

Das Schöne am Friseurberuf machte Nehls

daran fest, dass weder mit Akten, großen

Maschinen oder Computern gearbeitet

werde sondern direkt am Menschen. „Sie

tragen mit Ihrer Arbeit zur Schönheit und

zum Wohlbefinden der Kunden bei.“ Und

wenn man den Beruf als Berufung verstehen

würde, stünde einer erfolgreichen

Ausbildung nichts im Wege.

Landrat Schwemer verdeutlicht gegenüber

den Jungesellinnen und Junggesellen

die wesentliche Änderung für das weitere

Leben. „Sie stehen von nun an selbst in

der Verantwortung, Ihre Zukunft sorgfältig

zu planen.“ Für dieses – im übertragenen

kAmmERSERvICE

Sprechtage der Betriebsberater

KH Rendsburg-Eckernförde

in Rendsburg

am 14.10.2009 und 11.11.2009,

jeweils 9.30–16 Uhr,

Anmeldung Tel.: 04331 27047

KH Nordfriesland-Süd

in Husum

am 8.10.2009 und 12.11.2009,

jeweils 13–16.30 Uhr,

Anmeldung Tel.: 04841 89380

Friseur-Innung Rendsburg-Eckernförde

„Beste Statik für das Leben“

Die Freisprechung - ganz offensichtlich ein Grund zu großer Freude.

Sinne – „Haus der Zukunft“ sei eine Ausbildung

nun mal die „beste Statik“. Angesichts

der demografischen Entwicklung

bescheinigte er dem neuen Nachwuchs

beste Zukunftsperspektiven. „Heute fällt

es schwer, Fachkräfte zu binden. Das spüre

auch ich als Chef einer Verwaltung mit rund

700 Mitarbeitern.“

Nun hätten die Jungesellinnen und -gesellen

es selbst in der Hand, wie sich ihre

berufliche Zukunft entwickele. „Sie können

weiterhin abhängig beschäftigt sein oder

auch die Selbstständigkeit anstreben. Und

egal für was Sie sich entscheiden. Wichtig

ist eine positive Lebenseinstellung und der

Mut und die Bereitschaft, sich auf neue Si-

KH Dithmarschen in Heide

am 6.10.2009 und 3.11.2009,

jeweils 9.30–16 Uhr,

Anmeldung Tel.: 0481 85510

KH Dithmarschen in Meldorf

am 6.10.2009 und 4.11.2009,

jeweils 9.30–16 Uhr,

Anmeldung Tel.: 04832 95060

KH Nordfriesland-Nord in Niebüll

am 1.10.2009 und 5.11.2009,

jeweils 8.30–12 Uhr,

tuationen und fachliche Herausforderungen

einzulassen.“

Berufsschullehrer Matthias Flammiger

geht davon aus, dass einige der Junggesellinnen

und Junggesellen auch weiterhin

ihren beruflichen Weg konsequent bestreiten

und „etliche von Euch die Meisterprüfung

ablegen werden“. Seine Kollegin Andrea

Gutzmer sprach im Zusammenhang mit

der Freisprechung von einer „Befreiung“.

„Sie sind natürlich nun auch von allen

Bindungen befreit, Ich erhoffe mir aber

trotzdem, dass ihr das Maß an Wissbegierde

in Zukunft aufrechterhaltet, um einer

guten beruflichen Entwicklung entgegen

zustreben.“


Handwerkskammer Flensburg

Maler feierten Freisprechung

Gute Qualifikation wichtig

Die Maler- und Lackierer-Betriebe im

Bereich der Innung Flensburg-Schleswig

setzen weiterhin auf die Trumpfkarte

„Ausbildung“. 29 neue Lehrlinge wurden

im Rahmen der Einschreibungs- und

Freisprechungsfeier begrüßt, 24 nach

erfolgreicher Prüfung freigesprochen.

Landesinnungsmeister Andreas Kröger

dankte als Festredner der Innung für die

Ausbildungsleistung und die anerkannt

hohe Ausbildungsqualität. „Ihr habt schon

viele Landessieger

hervorgebracht.“

Kröger betonte die

Bedeutung des Be-

rufsstandes als

eines der ausbildungsstärksten

mit

derzeit 962 Lehr-

lingen landesweit.

An die Ausge-

Die neuen Lehrlinge

stellten sich und ihren

Lehrbetrieb vor. Rechts

Obermeister Jörg Jensen.

30 NordHandwerk Oktober 2009

lernten gerichtet

sprach Kröger von

einer neuen Erwar-

tungshaltung. „Sie

werden zukünftig

an dem gemessen,

was Sie tun.“ Mehr Eigenverantwortung

beinhalte auch mehr persönliche Vorsorge.

„Zukünftig dürfte beispielsweise die ge-

setzliche Rente im Alter nicht mehr ausrei-

chen.“ Dem Nachwuchs riet er, sich neuen

fachlichen Entwicklungen aufgeschlossen

zu zeigen. „Je besser Ihre Qualifikation ist,

desto sicherer ist auch Ihr Arbeitsplatz.“

Obermeister Jörg Jensen begrüßte im

Anschluss die neuen Lehrlinge. Noch vor

der Freisprechung ehrte Jensen den langjährigen

Prüfungsausschussvorsitzenden

Hans-Peter Brauer für seine Verdienste mit

der Ehrenmitgliedschaft der Innung. Im

Rahmen der Freisprechung wurden die

„guten“ Prüfungen besonders gewürdigt:

Innungsbester wurde André Dyhr (Hans-

Peter Dyhr, Medelby) vor Inga Neumann

(Norbert Vogt, Eggebek), gefolgt von

Sunna Jensen (Malerei Ottens, Harrislee),

Tim Carstensen (Fahrzeuglackierung

Lausen, Süderbrarup) und Sascha Heuer

(Alfred Hansen, Flensburg).


Handwerkskammer Flensburg

glüCkwuNSCH

Ehrungen

Goldener Meisterbrief

• Maler- und Lackierermeister

Karl-Heinz Jöhnk in Kronshagen

40-jähriges Arbeitsjubiläum

• Kraftfahrzeugmechaniker Rüdiger Peters

bei Kath GmbH & Co. KG in Rendsburg

• Landmaschinenmechaniker Andreas

Samson bei Andreas Petersen GmbH

& Co. KG in Niebüll

• Reifenfachmann Rolf Peter Hansen

bei point S andersch Reifen, Räder

Auto-Service GmbH in Eckernförde

• Maler und Lackierer Wulf Behr bei

Maler- und Lackierermeister

Ingo Matthiesen in Schleswig

• Maurer Dieter Bruhn bei

Bauunternehmen Schwember GmbH

& Co. KG in Lehe

• Kraftfahrzeugmechaniker Holger Gloe

bei Karl Raudzus & Söhne GmbH &

Co. KG in Husum

• Kraftfahrzeugmechaniker

Nikolaus Görrissen bei Kraftfahrzeugmechanikermeister

Burghard Schütt

vormals Ingo Andresen in Wanderup

• Friseurin Ilona Kremsier bei

Salon Ulrich Lagerpusch in Flensburg

• Bürokauffrau Karin Kreul bei

Bauunternehmen Hans Lorenzen u.

Sohn GmbH & Co. KG in Harrislee

• Brigitte Mund bei Friseurmeister

Tom Frahm in Schleswig

• Kraftfahrzeugmechaniker

Dieter Reimann bei

Klaus GmbH + Co. KG in Flensburg

• Lohnbuchhalterin Birgit Rose bei

Peter Jacobsen Straßen- und Tiefbau

GmbH & Co. KG in Westerland

• Heizungsbauer Friedrich Sickelko bei

Joh. Storm GmbH & Co. KG Heizung-

Sanitär-Kühlung in Rendsburg

• Tischlermeister Rolf Steffen bei

Tischlerei Vosgerau + Retzlaff GmbH

in Eckernförde

35-jähriges Arbeitsjubiläum

• Tischler Uwe Kraack bei Tischler-

meister Günter Lassen in Kappeln

• Tischler Rainer Kröger bei Tischlermeister

Michael Peters in Schleswig

32 NordHandwerk Oktober 2009

25-jähriges Arbeitsjubiläum

• Sachbearbeiterin Marlies Kroll bei

Heinrich Krumme Gesellschaft für

Heizungs- und Sanitärtechnik mbH

in Büdelsdorf

• Kraftfahrzeugmechanikermeister

Johannes-Martin Thomsen bei

Klaus GmbH + Co. KG in Flensburg

• Radio- und Fernsehtechnikermeister

Gerd Windmann bei

Radio- und Fernsehtechnikermeister

Gerhard Janott in Flensburg

• Technischer Angestellter

Dirk Camphausen bei Klaus + Co.

NAS Nutzfahrzeuge GmbH & Co.

KG in Flensburg

• Bäcker Thomas Carstens bei Bäcker

Meesenburg GmbH in Flensburg

• Metallbauer Arno Fiedler bei

Holm GmbH & Co. KG in Flensburg

• Straßenbauermeister Matthias Fuldt bei

Günter Fuldt Inh. K. H. Hiller Straßen-

und Tiefbau in Schacht-Audorf

• Stahlbetonbauer Lars Goldmann bei

Storm Bau GmbH in Hohn

• Brunnenbauer Jörn Kammann bei

Schmiede-, Schlosser- und Brunnenbauer-

meister Benno Paasch in Damendorf

• Maurer Ulf Krämer bei Baugeschäft

Uwe Wilstermann GmbH & Co. KG

in Friedrichskoog

• Metallbauer Horst Krüger bei Schlosserei

G. Lambert GmbH in Flensburg

• Heizungsbauer Holger Kurbjuhn bei

Joh. Storm GmbH & Co. KG Heizung-

Sanitär-Kühlung in Rendsburg

• Dachdecker Michael Möller bei Hans-

Heinrich Bothmann GmbH in Schleswig

• Technische Zeichnerin Kerstin Nielsen-

Schwarzer bei Heizung und Sanitär

Rolf Petersen GmbH in Osterrönfeld

• Kraftfahrzeugmechaniker Thomas

Petersen bei Autohaus Ohms GmbH

& Co. KG in Gettorf

• Kraftfahrzeug-Servicemechatroniker

Stefan Petznik bei Günter Thomsen

GmbH & Co. KG in Flensburg

• Kälteanlagenbauermeister Thorsten

Pöppel bei Steuer Kälte-Klima-Großküchen

GmbH in Husum

• Geschäftsführer Wolfgang Radke bei

Autohaus Ohms GmbH & Co. KG

in Gettorf

• Kraftfahrzeugmechanikermeister

Thomas Reimann bei Klaus GmbH +

Co. KG in Flensburg

• Kaufmännische Angestellte Birgit

Schablowski bei Joh. Storm GmbH &

Co. KG Heizung-Sanitär-Kühlung in

Rendsburg

• Facharbeiter im Straßen- und Tiefbau

Wilhelm Schmidt bei Günter Fuldt

Inh. K. H. Hiller Straßen- und Tiefbau

in Schacht-Audorf

• Kraftfahrzeugmechaniker Jörg Stolte bei

Autohaus Ohms GmbH & Co. KG in

Gettorf

• Malergeselle Torsten Wäsch bei Maler-

meister Jürgen Greve in Hemmingstedt

• Metallbauer Volker Werner bei

Holm GmbH & Co. KG in Flensburg

• Bau-Ingenieur Rüdiger Wiemer bei

Holm GmbH & Co. KG in Flensburg

• Straßenbauvorarbeiter Frank

Woitschätzke-Ungefrohrn bei

Sven Vogt Bau GmbH in Niebüll

• Kraftfahrzeugmechaniker Bernd

Ahrends bei Nord-Ostsee Automobile

GmbH & Co. KG in Marne

• Kraftfahrzeugmechanikergeselle

Jürgen Callsen bei Wilhelmsen Auto-

Mix GmbH in Enge-Sande

• Kraftfahrzeugmechanikergeselle Klaus

Denker bei MAN-Schmidt GmbH &

Co. Kommanditgesellschaft in Heide

• Malergeselle Heiko Laßen bei Hans

Harloff KG in Flensburg

100-jähriges Bestehen des Betriebes

• Maler- und Lackierermeister

Jens Preusler in Hemme

75-jähriges Bestehen des Betriebes

• Fleischerei Rolf Hansen GmbH in Tolk

• Friseurmeister Gunnar Köhne

in Flensburg

25-jähriges Bestehen des Betriebes

• Tischlermeister Thomas Hansen

in Harrislee

• Maler- und Lackierermeister

Gerd-Martin Lützen in Stedesand

• Änderungsschneiderin Marion Hach

in Tönning

• Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister

Uwe Hansen in Oeversee.


Handwerkskammer Lübeck

Interview

Auf nach Europa!

Sybille Rhein koordiniert das Projekt „Fit für Europa“ der Handwerkskammer Lübeck, das individuelle

Praktika organisiert.

24 NordHandwerk Oktober 2009

Fotos: Grünke

Damit Lehrjahre wieder mehr

zu Wanderjahren werden, hat

die Handwerkskammer ihr

Beratungsangebot um

die Projekte „MoiNN“ und

„Fit für Europa“ erweitert. Im

Gespräch mit NordHandwerk

verraten die Projektkoordinatorinnen

Sybille Rhein und

Maike Jansen, was sich

dahinter verbirgt und welches

die Vorteile für Lehrlinge und

Betriebe sind.

Worum geht es bei den beiden Projekten

„MoiNN“ und „Fit für Europa“ genau?

Jansen Wir bieten in beiden Projekten

Lehrlingen und jungen Gesellen die Möglichkeit,

Praktika im Ausland zu absolvieren,

dadurch berufliche Erfahrungen

zu sammeln und einen Einblick in den

Berufs- und Arbeitsalltag in einem anderen

Land zu erhalten.

Rhein Dabei unterstützen wir die jungen

Handwerker und ihre Betriebe dabei, das

Praktikum zu organisieren und zu planen.

Was unterscheidet die Projekte?

Rhein Wir sind zunächst einmal für andere

Länder zuständig. Frau Jansen betreut

über MoiNN, was für Mobilität im Netzwerk

Nord steht, die drei skandinavischen

Länder Dänemark, Schweden und Finnland.

Mein Projekt Fit für Europa bezieht

sich auf alle anderen Länder Europas.

Jansen Dann ist der Fokus unterschiedlich.

Bei MoiNN geht es vorrangig um

einwöchige Gruppenfahrten, bei denen

bis zu 20 Teilnehmer verschiedener Gewerke

ein Schnupperpraktikum machen

können. Das Besondere hierbei ist, dass

diese von mir und einem Ausbilder begleitet

werden.

Rhein Fit für Europa ist auf individuelle

Praktika spezialisiert, die mit unserer Hilfe

geplant und durchgeführt werden. Den

konkreten Auslandsaufenthalt begleiten

wir dann nicht, stehen aber jederzeit als

Ansprechpartner zur Verfügung.

Jansen Ein weiterer Unterschied ist die

Dauer. Individuelle Praktika haben meist eine

Dauer von drei Wochen. Sie können aber

auch bis zu einem halben Jahr dauern.

Was haben die Lehrlinge oder Gesellen davon?

Jansen Die jungen Beschäftigten lernen

andere Kulturen und Menschen kennen

und erwerben auch neue Fachkenntnisse.

Diese können sie dann zu Hause im Betrieb

gut einsetzen. Viele von ihnen werden

sogar Spezialisten für ein bestimmtes

Land, weil sie die Sprache, aber auch die

Arbeitsweise dort kennengelernt haben.

Nicht vergessen darf man den Aspekt der

Persönlichkeitsentwicklung.

Und die Betriebsinhaber? Immerhin ist der Lehr-

ling im Praktikum und nicht im Betrieb?

Rhein Betriebe können dies als Möglichkeit

nutzen, ihre besonders guten Lehrlinge

zu belohnen und gleichzeitig weiterzubilden.

Die Lehrlinge kommen mit einem

neuen Erfahrungsschatz, vielen Ideen und

Fachkenntnissen zurück, die sie auch für

den Ausbildungsbetrieb einsetzen können.

Gleichzeitig stellt der Lehrling schon einen

Kontakt zu einem Betrieb im europäischen

Ausland her. Möglicherweise kann hier eine

Betriebspartnerschaft entstehen.

Jansen Dies ist insbesondere auch für

Betriebe interessant, die schon erste Kontakte

ins Ausland haben. Vielleicht macht

es Sinn, durch einen Lehrlingsaustausch

auch Know-how auszutauschen.

Rhein Zusätzlich sind die Betriebe

selbst durch das Angebot von Auslandspraktika

noch attraktiver für leistungsstarke,

motivierte Schulabgänger. Diese suchen

oft nach einem Betrieb, der ein Praktikum

im Ausland ermöglicht und damit

ein „Extra“ anbietet.

Mit welchen Kosten muss ein Teilnehmer

rechnen?

Jansen Bei den Gruppenfahrten betragen

die Kosten pro Teilnehmer 80 €. Darin sind

dann aber auch die An- und Abreise, die

Verpflegung, Unterkunft sowie ein Freizeit-

und Kulturprogramm enthalten. Wir können

die Fahrten deshalb so günstig anbieten, weil

das Projekt aus dem Zukunftsprogramm

Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds

(ESF) gefördert wird.

Handwerkskammer Lübeck

Maike Jansen betreut das Projekt „MoiNN“, das einwöchige Gruppenfahrten in die skandinavischen Länder

anbietet.

Oktober 2009 NordHandwerk 25


Handwerkskammer Lübeck

„Die Auslandsbetriebe haben sich

sehr positiv über die Arbeitsein-

stellung und das fachliche Können

der Lehrlinge geäußert. “

Rhein Bei den individuellen Praktika

hängt dies von dem Land und der Dauer

des Aufenthalts ab. Es gibt vielfältige Förder-

möglichkeiten, die einen Zuschuss zu Vor-

bereitung, Reise und Aufenthalt einschließen.

Wir unterstützen bei der Beantragung der

Mittel und helfen bei der Budget-Planung.

Wird auch Fit für Europa gefördert?

Rhein Ja, und zwar vom Bundesministe-

rium für Arbeit und Soziales aus Mitteln

des ESF.

Gibt es schon erste Erfahrungen?

Jansen In diesem Jahr haben wir über

das Projekt MoiNN schon drei Fahrten

absolviert; nach Dänemark und Schweden.

Es hat sich gezeigt, dass von diesen Fahrten

beide Seiten, die Betriebe und die Lehrlinge,

profitieren konnten. Die Teilnehmer

wurden sehr herzlich aufgenommen und

gut in den Arbeitsalltag integriert. Die Aus-

IHre aNsprecHpartNerINNeN

MoiNN

Ansprechpartnerin:

Maike Jansen, Tel.: 0451 1506-265,

E-Mail: mjansen@hwk-luebeck.de,

Internet: www.moinn.de.

Das Projekt MoiNN wird aus dem Zukunftsprogramm

Arbeit mit Mitteln des Europäischen

Sozialfonds gefördert.

26 NordHandwerk Oktober 2009

landsbetriebe haben sich sehr positiv über

die Arbeitseinstellung und das fachliche

Können der Lehrlinge geäußert.

Rhein Bei Fit für Europa haben wir bereits

Anfragen von Handwerksbetrieben

erhalten und die ersten konkreten Auslandspraktika

befinden sich in der Planung. Zur

Vorbereitung bieten wir ab November Seminare

an, die kostenfrei und offen für alle

Interessenten sind. Anmeldungen sind ab

sofort möglich.

Gab es auf den Fahrten sprachliche Probleme?

Jansen Grundsätzlich nicht. Natürlich

standen die Lehrlinge vor einer großen

Herausforderung und mussten sich auch

schon mal mit Händen und Füßen weiterhelfen.

Sie sprachen eben von Seminaren. Was für

Seminare sind das?

Rhein Dies sind Vorbereitungsseminare,

die auch zur Information genutzt werden

können. Zunächst erfahren die Teilnehmer

alles über das Praktikum, sie bekommen

Hilfe bei der Organisation, wir besprechen,

worauf sie achten und was sie bis wann

erledigen müssen. Im zweiten Teil geht

es stärker um andere Länder, andere Kulturen

und Sprachen. Wir wollen versuchen,

Missverständnissen vorzubeugen, die durch

kulturelle Unterschiede entstehen können.

Ab Februar werden wir Sprachwochenenden

in Englisch und gegebenenfalls auch

Norwegisch anbieten. Da wollen wir uns

an der Nachfrage und den Wunschländern

orientieren.

Wann finden diese Seminare statt?

Rhein Der eintägige Informationstag

findet alternativ an drei Orten statt: am

1.11.09 in Kiel, am 14.11.09 in Elmshorn

und am 28.11.09 in Lübeck. Für den zweiten

Fit für Europa

Ansprechpartnerin:

Sybille Rhein, Tel.: 0451 1506-267,

E-Mail: srhein@hwk-luebeck.de,

Internet: www.fitfuereuropa.de.

Das Projekt Fit für Europa wird aus Mitteln des

Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums

für Arbeit und Soziales gefördert.

Teil bieten wir einen gemeinsamen Termin

am 29.11.09 in Lübeck an. Die Sprachpraxis

ist für Februar 2010 geplant. Näheres

zu den Inhalten der Seminare findet sich

auch auf unserer Website – dort stehen

auch die jeweils aktuellen Termine.

Bietet auch MoiNN Seminare an?

Jansen Ja. Allerdings handelt es sich bei

MoiNN um zwei Vorbereitungsseminare

speziell für die Teilnehmer. An zwei vor-

„Bei ‚Fit für Europa‘ haben wir

bereits Anfragen von Handwerksbetrieben

erhalten und die ersten

konkreten Auslandspraktika

befinden sich in der Planung. “

bereitenden Sonntagen erhalten diese alle

wichtigen Informationen zur aktuellen

Fahrt und einen kostenfreien Sprachkurs.

Bisher hatten wir schon Sprachkurse in

Dänisch und Schwedisch, die von den Teilnehmern

und Lehrern mit viel Spaß und

Begeisterung durchgeführt wurden.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Jansen Betriebe, Lehrlinge, Gesellen, aber

auch interessierte Eltern oder Lehrer können

sich gerne telefonisch oder per Mail

bei uns melden und einen Beratungstermin

vereinbaren.

Rhein Betriebe und Schulen besuchen wir

auch vor Ort und stellen die Projekte vor.

Weitere Informationen erhalten Sie außer-

dem auf unseren Internetseiten (s. Kasten).

Das Gespräch führte Ulf Grünke.


Handwerkskammer Lübeck

Seminarprogramm 2009/10

Passgenaue Angebote für die Zukunft

Die Fort- und Weiterbildungslehrgänge der Handwerkskammer

bieten zukunftsorientierte Inhalte – aus der Praxis für die Praxis.

Zum Ende der Sommerferien erschien das aktuelle Seminarprogramm

der Kammer mit allen Angeboten.

„Die Zukunft planen und sich und

seine Mitarbeiter auf die Anforderungen

des Marktes einzustellen, wird für

das Handwerk immer wichtiger. Wir wollen

unseren Betrieben durch passgenaue Fort-

und Weiterbildungsangebote dabei helfen“,

sagte Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer

Lübeck, anlässlich der Vorstellung

des neuen Seminarprogramms der

Kammer.

Traditionell erscheint das Programm zu

Beginn des zweiten Halbjahres und bietet

auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches

Fortbildungsangebot – mit Meistervorbereitungskursen,

kaufmännischen

und technischen Seminaren oder EDV-

Entspannte Lernatmosphäre im Fortbildungszentrum der Handwerkskammer.

Lehrgängen. Das Angebot ist breit gefächert

und die Themenpalette reicht von Kurzschulungen

zu Spezialthemen, wie z. B.

Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen, bis hin

zu Aufstiegsfortbildungen zum bundesweit

anerkannten Betriebswirt des Handwerks

oder zum Gebäudeenergieberater. „In unseren

Fort- und Weiterbildungslehrgängen

bieten wir zukunftsorientierte Inhalte an –

aus der Praxis für die Praxis“, betont Lucie

Fieber, Leiterin des Fortbildungszentrums

der Handwerkskammer Lübeck.

Beratung — persönlich und kompetent

Das Seminarprogramm fasst alle Angebote

der Handwerkskammer Lübeck mit den

Berufsbildungsstätten Travemünde, Kiel

und Elmshorn sowie dem Fortbildungszentrum

Lübeck und den Lehrgängen der

Kreishandwerkerschaft Lübeck zusammen.

Die Seminare richten sich aber nicht nur

an das Handwerk. Insbesondere die EDV-

Lehrgänge stehen allen Interessierten offen.

„Gerne unterstützen wir Sie dabei, herauszufinden,

welche Fortbildung für Sie oder

Ihre Mitarbeiter zweckmäßig ist“, betont

Lucie Fieber.


Serie: die Berater unterwegs

Es geht auch anders

Die aktuelle Umfrage zur Betriebsnachfolge der Handwerkskammern in Schleswig-Holstein

hat ergeben, dass sich zwar 60 % aller Befragten eine Fortführung ihres Betriebes durch

einen Nachfolger vorstellen können, aber fast die Hälfte der Befragten haben sich mit dem

Thema noch überhaupt nicht auseinandergesetzt. Dass es auch anders geht, beweist die

Übergabe des Bauunternehmens Hildebrandt aus Lübeck.

Stefan Seestädt kennt sich aus. In der

Theorie. Und in der Praxis. Deswegen

ist sein Rat bei Handwerksbetrieben gefragt.

Stefan Seestädt ist Betriebsberater der Handwerkskammer

Lübeck mit dem Schwerpunkt

Übergabeberatung und Mitautor

einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammern

Flensburg und Lübeck zum Thema

„Betriebsnachfolge im Handwerk“. „Ich

weiß aus vielen Beratungsgesprächen, dass

zahlreiche Handwerksunternehmer immer

noch die Augen davor verschließen, dass sie

für ihren Betrieb einen geeigneten Nachfolger

finden müssen“, sagt der 43-Jährige.

Diese Einschätzung spiegelt sich auch in

30 NordHandwerk Oktober 2009

Schlüsselübergabe: Daniel Hildebrandt

(re.) übergibt seinem Nachfolger Andreas

Behrens symbolisch die Schlüssel.

den Ergebnissen der aktuellen Umfrage zur

Betriebsnachfolge wider.

Positives Beispiel

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel von

Bauunternehmer Daniel Hildebrandt. Ex-

Bauunternehmer müsste man sagen, denn er

hat seinen Betrieb vor Kurzem an Andreas

Behrens übergeben. Reibungslos, ohne größere

Probleme. Und: Mit Hilfe von Stefan

Seestädt. Damit passe Bauunternehmer

Hildebrandt so gar nicht in seine aktuelle

Umfrage, berichtet der Betriebsberater.

Während weit über 40 % der Befragten

sich mit dem Thema bisher noch gar nicht

beschäftigt haben, ist Daniel Hildebrandt an

dem Thema schon seit drei Jahren dran: „Ich

wollte den Betrieb auf jeden Fall an einen Nach-

folger übergeben, das war klar.“ In einer Aus-

gabe des NordHandwerks las er dann von der

Betriebsvermittlungsbörse Change/Chance,

nahm Kontakt zu Stefan Seestädt auf und

versuchte so, einen Nachfolger zu finden.

„Das wurde aber nichts. Wir hatten zwar

zwei heiße Kandidaten, aber irgendwie hat

es nicht gepasst“, berichtet Hildebrandt.

Diese Erfahrung ist für Betriebsberater

Seestädt nicht neu. Nach seinen Erfahrun-

gen könne nicht jede Betriebsübergabe beim

ersten Mal reibungslos funktionieren. Nach

Foto: Grünke

Handwerkskammer Lübeck

seiner Ansicht sei ein rechtzeitiges Beschäfti-

gen mit dem Thema zwar wichtig; man dürfte

allerdings keinen zu langen zeitlichen Vorlauf

wählen. Die Übergabe des Betriebes inner-

halb von ein bis drei Jahren sei ein vernünf-

tiger Zeitraum. „Vielfach bringen sich die Be-

triebsinhaber in eine zeitliche Bedrängnis,

weil sie möglichst kurzfristig einen geeigneten

Nachfolger brauchen“, so Seestädt weiter.

Hindernisse der Betriebsübergabe

Über die Internetseite Change/Chance

fanden Daniel Hildebrandt und Betriebsübernehmer

Andreas Behrens dann doch

zusammen. „Ein Kollege von mir kannte

die Seite. Ich habe mir dann die Eckdaten

angesehen und Kontakt mit Herrn Hildebrandt

aufgenommen“, erzählt der 30-jährige

Behrens. „Gleich beim ersten Telefonat

haben wir dann über Geld gesprochen“,

ergänzt Hildebrandt lachend.

Damit fällt er schon wieder aus dem

Raster. Der aktuellen Umfrage zur Folge

wurden nämlich die Höhe von Miete, Pacht

und Verkaufspreis mit einem deutlich gestiegenen

Anteil von fast 45 % als größtes

Hemmnis bei der Betriebsübergabe genannt.

Das Problem der Finanzierung – 1998 noch

größter Stolperstein – folgt dann mit knapp

30 % an zweiter Stelle. Dies kann Bauunternehmer

Daniel Hildebrandt allerdings

bestätigen. „Nicht alle Banken sind super“,

sagt er und Betriebsberater Seestädt nickt,

kennt er doch das Problem mit vielen Geschäftsbanken.

Bis Ende des Jahres wird Hildebrandt

dem Jungunternehmer Andreas Behrens

noch als Berater zur Seite stehen. Dann ist

Schluss. So ganz aufhören kann der 60-jährige

allerdings nicht. In Zukunft will er sich

verstärkt um seine Tätigkeit als Gebäudeenergieberater

kümmern. Seinen Betrieb

weiß er bei Andreas Behrens in guten Händen:

„Gerade meine Mitarbeiter sind gut

versorgt.“ Andreas Behrens ergänzt: „Die

Mitarbeiter sind das Kapital des Unternehmens

und Teamgeist ist unglaublich wichtig

für mich.“ So ist dann auch Stefan Seestädt

zufrieden, dass die Betriebsnachfolge in

diesem Fall so gut geklappt hat.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen

wollen: Die aktuelle Umfrage zur Betriebsnachfolge

finden Sie im Internet unter

www.hwk-luebeck.de oder Sie rufen

Stefan Seestädt (Tel.: 0451 1506-230) an.

Denn: Der kennt sich aus.


Handwerkskammer Lübeck

FortbIlduNg

Fortbildungszentrum der Handwerkskammer

Lübeck

Betriebswirt/-in (HWK)

Lübeck: ab 4.9.09, Fr 15–21 Uhr und

Vollzeit: ab 11.1.10, Mo–Fr 8.30–15.15 Uhr,

Elmshorn: ab Juni 10, Fr 15–21 Uhr,

Kiel: ab 6.11.09, Fr 16–20.15 +

Sa 9–15 Uhr, 504 U-Std., 3.100 €

Gebäudeenergieberater/-in (HWK)

Lübeck: ab 26.11.09, Do 18–21.15 +

Sa 8–13 Uhr,

Kiel: ab 25.9.09, Fr 16–20.15 +

Sa 8–15 Uhr,

Itzehoe: 12.3.10, Fr 18–21.15 +

Sa 8–13 Uhr, 200 U-Std., 1.490 €

Führungskraft im Qualitäts-

management

ab 19.10.09, Mo–Fr 8.30–15.30 Uhr,

96 U-Std., 800 €

Betriebsinformatiker/-in (HWK)

ab 14.11.09, Sa 8.30–15.30 Uhr,

300 U-Std., 1.990 €

Fachkraft für Solartechnik

ab 20.11.09, Fr 16–20.15 +

Sa 8.30–13.30 Uhr, 200 U-Std., 1.500 €

Haus sanieren – profitieren

8.10.09, Do 16–20.15 Uhr, 5 U-Std., 80 €

Moderne Farb- und Strähnen-

techniken

5.10.09, Mo 8–16.30 Uhr, 8 Zeit-Std.,

100 €

Englisch für Handwerker (max. 10 TN)

9.10.–12.12.09, Fr 15–20 + Sa 9–14 Uhr,

120 U-Std., 955 €

Dänisch für Handwerker (max. 10 TN)

10.10.–12.12.09, Sa 9–16 Uhr, 80 U-Std.,

670 €

Visagistic Basics

12.–19.10.09, Mo 8–16.30 Uhr, 16 Zeit-

Std., 200 €

EDV-Grundlagen

26.–30.10.09, Mo–Fr 8–15 Uhr,

40 U-Std., 320 €

Teammanagement

30.–31.10.09, Fr 16–19.15 + Sa 9–16 Uhr,

12 U-Std., 120 €

Fit im Handwerksbetrieb (A)

31.10.–21.11.09, Sa 8–15 Uhr, 32 U-Std.,

180 €

Buchführung mit Lexware

3.–24.11.09, Di + Do 18–21.15 Uhr,

28 U-Std., 225 €

32 NordHandwerk Oktober 2009

Meistervorbereitungslehrgänge

Maurer und Betonbauer I + II

VZ: ab 4.5.10, Di–Sa 8 U-Std. tägl.,

TZ: ab 6.11.09, Fr 17–21.15 +

Sa 8–15 Uhr, 800 U-Std., 4.990 €

Zimmerer I + II

Teilzeit: ab 6.11.09, Fr 17–21.15 +

Sa 8–15 Uhr, 800 U-Std., 5.850 €

Metallbauer und Feinwerkmechaniker

Vollzeit: 27.10.09–6.3.10, Di–Sa 8 U-Std.

tägl., 640 U-Std., 4.900 €

Anmeldung und Informationen:

Fortbildungszentrum der HWK Lübeck,

Juliane Wiesenhütter, Tel.: 0451 38887-710,

Nadire Aslan-Tut, Tel.: 0451 38887-711,

E-Mail: fbz@hwk-luebeck.de.

Berufsbildungsstätte Elmshorn

Abgasuntersuchungs-Prüflehrgänge

(AU) = Pkw, (AUK) = Kraftrad*

auf Anfrage, ab 8 Uhr, 1–2 Tage, 154/308 €

Nicole Klopp, Tel.: 04121 4739-611

Vorbereitung auf die

Schweißerprüfung (auf Anfrage)

Meistervorbereitungslehrgänge

Installateur und Heizungsbauer I + II

ab Okt. 09, Fr 17–20.15 + Sa 8–13 Uhr,

900 U-Std., 5.500 €

Zimmerer I + II

ab Okt. 09, Mo oder Di 18.30–21.45 +

Sa 8–13 Uhr, 800 U-Std., 5.850 €

Anmeldung und Informationen:

Berufsbildungsstätte Elmshorn,

Holger Hester, Tel.: 04121 4739-612,

E-Mail: bbe@hwk-luebeck.de.

Tipp des Monats

Gebäudeenergieberater/-in (HWK)

Für Handwerksmeister, Architekten und

Ingenieure bietet das Fortbildungszentrum

Lübeck ab dem 26.11.2009 einen Lehrgang

zum/zur Gebäudeenergieberater/-in

(HWK) in Lübeck an. Die Teilnehmer er-

lernen, wie sie Bauherren in Fragen der

wärmetechnischen Gebäudesanierung

umfassend beraten können. In 200 Unter-

richtsstunden werden folgende Schwer-

Berufsbildungsstätte Travemünde

Vakuum-Infusionsverfahren

29.-30.10.09, 16 Zeit-Std., 340 €

Meistervorbereitungslehrgang

Segelmacher Teil I + II

5.–23.10.09, 120 U-Std., 1.850 €

Anmeldung und Informationen:

Berufsbildungsstätte Travemünde,

Gabi Neuke, Tel.: 04502 887-399,

E-Mail: vlandschoof@hwk-luebeck.de.

Berufsbildungsstätte Kiel

Meistervorbereitungslehrgänge

Friseur I + II

Herbst 09–10, Do 18–22.15 +

Mo 9–17 Uhr, 335 U-Std., 2.100 €

Kfz I + II

Herbst 09–11, Fr 16–20.15 + Sa 8–15 Uhr,

770 U-Std., 4.155 €

Anmeldung und Informationen:

Berufsbildungsstätte Kiel,

Tel.: 0431 53332-0,

E-Mail: fortbildung@hwk-luebeck.de.

Kreishandwerkerschaft Lübeck

Meistervorbereitungslehrgang III + IV

TZ: ab 7.9.09, Mo + Do 18–21.15 Uhr,

330 U-Std., 1.300 €

Anmeldung und Informationen:

Kreishandwerkerschaft Lübeck,

Silke Wallentowitz, Tel.: 0451 38959-17,

E-Mail: info@khs-luebeck.de.


SchleSwig-holStein

Land übergibt Zuwendungsbescheide

„Gut angelegtes Kapital“

Die Ausbildung im Handwerk wird mit rund drei Millionen Euro unterstützt. Der schleswigholsteinische

Wirtschaftsminister Jörn Biel übergab im Rahmen einer Betriebsbesichtigung der

Knierim Yachtbau GmbH in Kiel die entsprechenden Zuwendungsbescheide zur Mitfinanzierung

der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) an die beiden Handwerkskammerpräsidenten

Horst Kruse aus Lübeck und Eberhard Jürgensen aus Flensburg.

Die Kammerpräsidenten dankten

dem Land für die Unterstützung

der Ausbildung. „Dieser Einsatz

ist vorbildlich und auch im bundes-

weiten Vergleich herausragende Spitze“,

sagte Kammerpräsident Jürgensen. Amtskollege

Kruse betonte, dass die För-

derung zeige, dass das Land die Aus-

bildung ernst nehme. „Die Unterstützung

ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der

hohen Ausbildungsleistung im Handwerk“,

so Kruse.

„Das Land trägt auf diese Weise dazu

bei, die Kosten der Betriebe zu reduzieren

und gleichzeitig die Qualität der Aus-

bildung zu steigern“, betonte Biel. „Die

überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

sichert dabei die gleiche Grundausbildung

für alle Auszubildenden, unabhängig von

betrieblichen Spezialisierungen. Sie bringt

zudem technische Neuerungen in die

34 NordHandwerk Oktober 2009

Ausbildung und in die Betriebe. Die Fördergelder

senken die Lehrgangsgebühren

der Ausbildungsbetriebe.“

Vorbildliche Förderung

Die Förderung der überbetrieblichen

Lehrlingsunterweisung ist Teil des Zukunftsprogramms

Arbeit der Landesregierung

für die Jahre 2007 bis 2013. Die

Förderangebote zielen auf den Abbau

der Jugendarbeitslosigkeit, eine höhere

Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

und Beschäftigten und die Integration

benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt.

Mehr als 22.000 Lehrlinge haben 2008

an den über 2.300 Lehrgängen als Ergänzung

der betrieblichen Ausbildung teilgenommen.

Von den rund 3 Millionen €

Fördergeldern stammen 1,7 Millionen €

aus dem Europäischen Sozialfond (ESF).

Die Handwerkskammerpräsidenten Horst Kruse (links) und

Eberhard Jürgensen (rechts) mit Wirtschaftsminister Jörn Biel.

Knapp 1,4 Millionen € bringt das Land

auf. Die Handwerkskammer Lübeck erhält

gut 2,3 Millionen €, die Handwerkskammer

Flensburg rund 770.000 €. „Das

ist gut angelegtes Kapital für die Zukunft,

denn nur gut ausgebildete Mitarbeiter

sichern den Fortbestand von Unternehmen“,

so der Wirtschaftsminister.

Als besonders herauszuheben würdigte

Biel das hohe Ausbildungsengagement

der Firma Knierim Yachtbau GmbH mit

zurzeit 15 Auszubildenden bei einer Betriebsgröße

von 36 festen Mitarbeitern.

„Das ist fast ein Drittel der Beschäftigten.

Ein derartiges Engagement für die Ausbildung

ist beachtlich. Große Betriebe

können mit dieser Ausbildungsleistung oft

nicht mithalten“, so der Minister. Gleichzeitig

appellierte er an alle Handwerksbetriebe,

bei den Anstrengungen für die

Ausbildung nicht nachzulassen.


SchleSwig-holStein

++ AusseNwirtscHAftsticker ++

Energieeffizientes Bauen

Dänische Einkäuferreise

nach Deutschland

Vom 4. bis 6. November 2009 werden

15 Bau- und Sanierungsunternehmen,

Bauträger, Immobiliengesellschaften

und öffentliche Entscheidungsträger

Dänemarks Frankfurt besuchen. Dabei

werden auch Referenzobjekte besichtigt.

Deutschen Anbietern energieeffizienter

Produkte aus Bau- und

Baustoffwirtschaft, Klima-, Heizungs-,

Mess- und Energietechnik und insbesondere

aus der Passivhausbranche bietet

sich während der Reise die Möglichkeit,

konkrete Kooperationsgespräche

mit dänischen Unternehmen zu führen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.


SchleSwig-holStein

Bekämpfung der Schwarzarbeit

Plakate und Flyer zum „Aufrütteln“

Schwarzarbeit vernichtet Arbeitsplätze, sie

schädigt die sozialen Sicherungssysteme

und kann Leib und Leben gefährden.

Schwarzarbeit ist Wirtschaftskriminalität.

Hierauf wollen die Handwerkskammer

Lübeck, die Handwerkskammer Flensburg

und Handwerk Schleswig-Holstein

e.V. gemeinsam mit der Landesregierung

durch eine Plakat- und Flyer-Aktion öffentlichkeitswirksam

hinweisen.

Deshalb sind dieser Ausgabe von Nord-

Handwerk

• ein Plakat (etwas kleiner als DIN A2),

das die Schädlichkeit von Schwarz-

arbeit verdeutlicht und das Sie in Ihrem

Betrieb aufhängen können, und

• ein Flyer, der Ihre Kunden über

Schwarzarbeit aufklärt und die Vorteile

bei der Beauftragung eines Handwerksbetriebes

zusammenfasst, beigelegt.

€ 99,00*

Anzahlung 5 2.117,-

€ 129,00*

Anzahlung 5 2.131,-

€ 129,00*

Anzahlung 5 2.131,-

Plakat und Flyer sollen sich vor allem an

die Verbraucher richten und deutlich machen,

dass Schwarzarbeit kein „Kavaliersdelikt“ ist.

Die Initiatoren hoffen gemeinsam, dass diese

Materialien bei Auftragsgesprächen zusätzliche

Argumente liefern können.


Handwerkskammer scHwerin

ZEIG DICH, MEIstEr!

Messe Handwerk 2009

Neu gestaltet

Handwerk 2009

9.–11. Oktober in Schwerin

Sport- und Kongresshalle

www.besser-ein-meister.de

In wenigen Tagen, am 9. Oktober, beginnt die Messe „Handwerk

2009“ in Schwerin. Drei Tage lang ist sie das Schaufenster

des Handwerks und seiner Partner in der Region.

Die seit Bestehen 17. Handwerksmesse

in der in diesem Jahr völlig

neu gestalteten Schweriner Sport- und

Kongresshalle zeigt mit neuem Veranstalter

und weiterentwickeltem Konzept, dass das

Handwerk einer der wichtigsten Motoren

des Mittelstands ist. Die Messe soll zeigen,

wie leistungsstark und innovativ die Handwerksbetriebe

des Landes sind.

Ziel ist es, Fachbesuchern wie auch Endverbrauchern

eine interessante Erlebnis-

und Familienausstellung zu präsentieren;

eine Verbraucherschau mit einer kommu-

nikativen Plattform für jedermann.

Schwerpunkte der Messe:

• Bau und Ausbau

• Nahrungsmittelhandwerk

• Wohnen - Einrichten - Renovieren

• Traditionelles Handwerk

• Kunsthandwerk

• Beratung/Dienstleistung für das

Handwerk

• Gesundheit/Styling

• Mobilität

• Energie und Umwelt

Anzeigenmotiv: Qbus

Partner und ideelle Träger der Messe sind

die Handwerkskammer Schwerin, die

Kreishandwerkerschaften und der Bauverband

Mecklenburg-Vorpommern.

Die Besucher erwartet neben der vielfältigen

Ausstellerpräsentation aus zahlreichen

Handwerksbereichen auch ein

umfangreiches Rahmenprogramm, z. B.

mit Schaufrisieren und Modenschauen,

der „Schlemmermeile“ oder auch einer

Handwerkerrallye.

Die diesjährigen Sonderschauen widmen

sich dem energieeffizienten Bauen

und Sanieren, dem Thema „Mobilität ist

Zukunft“, dem Traditionellen Handwerk

und der Berufsausbildung im Handwerk,

vermittelt durch die „Lebenden Werkstätten“

des Bildungszentrums der Handwerkskammer

Schwerin und der abc Bau

GmbH.

Fachvorträge zu Energiethemen

An allen drei Messetagen unterstützen

Fachvorträge die Aussteller bei der Vermittlung

verbraucherrelevanter Informationen.

Die Bandbreite erstreckt sich von der

energetischen Gebäudesanierung über die

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen

für Eigenheime, über die energieeffiziente

Stromnutzung in privaten Haushalten bis

hin zum Thema Wärmepumpen und der

steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen.

Mit zahlreichen Gewinnspielen, einem

Malwettbewerb für Kinder und der Handwerkerrallye

bietet die Messe „Handwerk

2009“ ein buntes Programm für die ganze

Familie. Der Messebesuch lohnt sich aber

besonders auch noch für Jugendliche, die

bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden

haben. Die Ausbildungsberater der

Handwerkskammer haben noch zahlreiche

freie Lehrstellen für das bereits angelaufene

Ausbildungsjahr im Gepäck. Sie können

auch über Angebote der Berufsfrühorientierung

und die Möglichkeiten von

Betriebspraktika Auskunft geben. Sie informieren

darüber hinaus Schulabgänger

und Ausbilder im Handwerk über die

Chancen von Einstiegsqualifizierungen

und über die Angebote an ausbildungsbegleitenden

Hilfen.

Vor-Ort-Beratung

Handwerker, die die Messe besuchen, können

sich am Stand der Handwerkskammer

nicht nur zu Fragen der Berufsausbildung,

sondern zu anderen betrieblichen Belangen

beraten lassen. Der Stand ist durchgehend

auch mit jeweils einem Betriebsberater

besetzt. Daneben präsentiert sich die Landeskampagne

„Besser ein Meister“ mit

einem eigenen Messestand und attraktiven

Aktionen.

Eröffnung mit Schirmherrn

Die Messe „Handwerk 2009“ wird am

9. Oktober um 13.00 Uhr offiziell von

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel eröffnet.

Er hat wie in den Vorjahren die Schirmherrschaft

übernommen. Zuvor werden

die Messebesucher von Handwerkskammerpräsident

Peter Günther und von

Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika

Gramkow begrüßt.

Bühne für den Top-Azubi

Da die Handwerkskammer Schwerin in

diesem Jahr Ausrichter des landesweiten

Top-Azubi-Wettbewerbes 2009 ist, der

am 6. Oktober ausgetragen wird, erfolgt

die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger

im Rahmen der Messeeröffnung.

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und

Kammerpräsident Peter Günther werden

gemeinsam mit den Sponsoren des Wettbewerbs

die Preise verleihen. Der erste

Preisträger wird mit einem Pokal, einer

Urkunde und 1.000 € ausgezeichnet. Der

oder die Zweitplatzierte bekommt 750 €,

der oder die Drittplatzierte geht mit 500 €

nach Hause.

Der Wettbewerb wird von vielen Partnern

unterstützt, u. a. von den Medien

des Landes wie Antenne MV, Schweriner

Volkszeitung, Ostsee-Zeitung und Nordkurier.

Mit dabei sind aber auch die Innungskrankenkasse

(IKK) Nord, die Inter

Versicherung sowie die Volks- und Raiffeisenbanken.

Der Top-Azubi-Wettbewerb wurde 2006

von der Handwerkskammer Schwerin

ins Leben gerufen, um das positive Image

der Ausbildung im Handwerk zu stärken

und möglichst viele Schulabgänger für

Handwerksberufe zu begeistern. Seit 2007

wird er gemeinsam mit der Handwerkskammer

Ostmecklenburg-Vorpommern

als landesweiter Wettbewerb ausgerichtet,

so dass die Kandidaten aus allen Teilen

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Wettbewerb Top-Azubi 2009

Wer macht das Rennen?

In wenigen Tagen müssen Sie sich vor einer

vielköpfigen Jury beweisen. 16 Auszubildende

aus dem ganzen Land treten am

6. Oktober zum diesjährigen Wettbewerb

„Top-Azubi“ an. In fünf Einzeldisziplinen

müssen die Lehrlinge überzeugend beweisen,

dass sie der oder die Beste sind.

Bei den Handwerkskammern waren

insgesamt fast fünfzig Bewerbungen

eingegangen. Die Auswahl der 16 Teilnehmer

war angesichts der Vielzahl von

überzeugenden Selbstdarstellungen und

positiven Beurteilungen der Ausbilder

äußerst schwer zu treffen.

Henry Peter,

19 Jahre, Auszubildender

zum Mechatroniker für

Kältetechnik

im 3. Lehrjahr bei:

Kälte-, Klimatechnik

Manfred Wegner GmbH,

Wismar.

Diotima Eißrich,

19 Jahre, Auszubildende

zur Konditorin im

2. Lehrjahr bei:

Mühlenbäckerei,

Mecklenburgs Bio-Backstube

in Schwerin.

Georg-Thorben Bruhn,

20 Jahre, Auszubildender

zum Mechaniker für

Land- und

Baumaschinentechnik,

2. Lehrjahr bei:

Ottomeyer MV,

Plau am See.

Patrick Blümke,

21 Jahre, Auszubildender

zum Maurer im 3. Lehrjahr

bei: Dieter Page

Bauunternehmen GmbH,

Brunow.

kommen.


Handwerkskammer scHwerin

Drei Generationen Kluth (v.li.): Dachdeckermeister Egon Kluth, Dachdeckermeister Michael Kluth und

Marian Kluth, der im Herbst seine Meisterprüfung ablegen wird.

Betriebsnachfolge

Werbung mit Familientradition

Bald sitzt die dritte Generation der

Schweriner Dachdecker-Dynastie Kluth

vor dem Meisterprüfungsausschuss. Im

Herbst wird Marian Kluth damit endgültig

in die väterlichen und großväterlichen

Fußstapfen treten. Nicht so streng

genommen, ist es eigentlich die vierte

Generation, die hier antritt. Wenn auch

kein Dachdeckermeister, so war Marian

Kluths Uropa Ernst mit seiner Firma

„Zementh-Kluth“ u. a. mit der Herstellung

Regionalmarketing zur BUGA

Gruß der Wirtschaft

Die Wirtschaft grüßt mit einem Banner

die Besucher der BUGA in Schwerin.

Das übergroße Plakat wurde durch den

amtierenden Hauptgeschäftsführer der

Schweriner IHK, Ulrich Unger (re.), den

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Schwerin, Edgar Hummelsheim

(2. v. re.), der Geschäftsführerin des Regionalmarketingvereins

Mecklenburg-

Schwerin e.V., Sandra Wandt, sowie den

Vorstandsmitgliedern des Regionalmarke-

26 NordHandwerk Oktober 2009

von Dachsteinen und Firsthauben befasst,

insofern also auch dem Thema Dach eng

verbunden.

Marian Kluth ist nicht nur stolz auf diese

Familientradition, er nutzt sie auch klug

zu Werbezwecken. Vor Kurzem hat er sich

mit Vater Michael und Großvater Egon

Kluth vor der prachtvollen Kulisse des

Schweriner Schlosses fotografieren lassen –

natürlich stilecht in Zunftkleidung (Foto).

Dieses Bild wird nun auf Folie übertragen

tingvereins Rolf Christiansen, Landrat des

Landkreises Ludwigslust (li.) und Diethrich

Roßmann, Niederlassungsleiter Mercedes

Benz Vertriebsgesellschaft mbH Niederlassung

Schwerin (2. v. li.) der Öffentlichkeit

übergeben. Direkt gegenüber den Gärten

des 21. Jahrhunderts, und damit für die

BUGA-Besucher gut sichtbar, wurde das

Banner an der Baustelle des „Ludwig-

Bölkow“-Hauses, des künftigen Sitzes der

IHK zu Schwerin, befestigt. Dazu Hummelsheim:

„Damit die Magnetwirkung der

Buga auch für wichtige Wirtschaftskontakte

genutzt wird, wollen wir gemeinsam

für die Region als Wirtschaftsstandort mit

hoher Lebensqualität werben.“


Handwerkskammer scHwerin

Gesellenprüfung im Bäckerhandwerk

Gute Werke

Prüfung ­ in diesem Wort klingen Adrenalin und Stress mit. Dass eine Gesellenprüfung im

Handwerk aber auch eine bunte, fröhliche und sehr kollegiale Angelegenheit sein kann,

bewiesen vor Kurzem die Prüflinge im Bäckerhandwerk.

Links: Die Themenvorgabe „BUGA“ sorgte vor allem bei den Torten für sehr kreative Exemplare wie hier die süße Darstellung von BUGA-Maskottchen „Fiete“.

Rechts: Höchste Konzentration statt Anspannung und Stress – Hans-Jürgen Kubin (re.) vom Prüfungsausschuss hatte immer alles im Blick.

Für elf junge Frauen und Männer

wurde die Backstube der Sternberger

Bäckerei GmbH vor Kurzem zum Ort

der Entscheidung. Sie absolvierten hier

ihre praktischen Gesellenprüfungen im

Bäckerhandwerk für die Landkreise Ludwigslust,

Parchim und für den Bereich

Schwerin. Um es vorwegzunehmen: Sie

haben es alle geschafft.

Morgens um 7 Uhr ging es los und damit

begann ein Prüfungsablauf, der es in sich

hatte. Wer hier die Zeit nicht ständig im

Blick hatte, konnte leicht ins Hintertreffen

geraten. Die hohe Konzentrationsleistung

und die gering ausgeprägte Nervosität der

Prüflinge war umso erstaunlicher, als der

gesamte Ablauf von einem Fernsehteam

des Norddeutschen Rundfunks begleitet

wurde. Keine Spur von Lampenfieber,

weder bei den Prüflingen, noch bei den

Prüfern.

Positiv fiel auch das kollegiale Mit-

einander der Prüflinge auf. Hier wurde

nicht konkurriert, sondern sich gegenseitig

unterstützt. Fand einer nicht auf Anhieb

die Zutaten, die er zur Anfertigung der

nächsten Prüfungsaufgabe brauchte, waren

auf einmal hilfreiche Hände da, die zeigten,

wo das Gesuchte zu finden war.

Jeder Prüfling hatte Weizenkleingebäck,

Roggenmischbrote, Plundergebäck, Flechtgebäck

und eine themenbezogene Torte

anzufertigen. Überall auf den lecker anzusehenden

und duftenden Backwaren zeigte

sich das Thema BUGA in zahlreichen

Variationen. Da gab es Sonnenblumen

aus Mohn und Sesam auf Brot und Brötchen,

Blumenmuster aus frischem Obst

auf Plunderstücken und die Krönung der

Prüfungsaufgabe stellte natürlich die Torte

dar. Was hier in erstaunlich kurzer Zeit

aus Marzipan, Schokolade, Nougat und

anderen Köstlichkeiten kreiert wurde, war

an sich schon eine tolle Leistung.

Einer guten Tradition folgend, wurde der

größte Teil der Prüfungsstücke für die

Sternberger Tafel gespendet. Die Zutaten

für die Backwaren wurden von der Sternberger

Bäckerei kostenlos zur Verfügung

gestellt.


Handwerkskammer scHwerin

Chef Hans-Werner Mrowiec (2. v. li.) führte die Schulklassen persönlich durch seinen Betrieb.

Nachwuchsgewinnung

Wandertag zum Ausbildungsbetrieb

Hans-Werner Mrowiec, Inhaber des

gleichnamigen großen Tischlerbetriebes in

Fresenbrügge und Kreishandwerksmeister

der Region Westmecklenburg-Süd klagt

nicht über drohenden Nachwuchsmangel.

Er setzt alles daran, erst gar keinen zu

bekommen.

Einen besonders guten Draht hat er zur

Friedrich-Rohr-Schule im benachbar-

Kreishandwerkerschaft Schwerin

An der Seite der Stadt

Über der Landeshauptstadt Schwerin

schwebt das Damoklesschwert der Zwangsverwaltung.

Die Feierlichkeiten zum

850-jährigen Stadtjubiläum werden im

kommenden Jahr deutlich magerer aus allen

als geplant. Die Finanzlage der Stadt erfordert

drastische Sparmaßnahmen. In dieser

Situation trafen sich die Vorstandsmitglieder

der Kreishandwerkerschaft Schwerin mit

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow

und trotz der aktuellen Problemlage gab es

auch viel Positives auszutauschen.

Rundum zufrieden zeigten sich alle mit

der bisherigen Besucherbilanz der BUGA.

In der gesamten Stadt, so die Handwerker,

sei die Dynamik zu spüren, die dieses

Groß ereignis ausgelöst habe. Die Ober-

ten Grabow. Viele seiner derzeitigen und

ehemaligen Auszubildenden sind über

ein Schülerpraktikum zu ihm gekommen.

Darüber hinaus bietet er jetzt aber

auch vermehrt bezahlte Ferienarbeit für

Schüler an. Dafür kann er in der Schule

sogar Aushänge anbringen. „Das wird sehr

gut angenommen“, sagt der Tischlermeister.

„Die Motivation ist stärker, wenn die

Jugendlichen sich dabei was verdienen

können.“ Aber Hans-Werner Mrowiec

fasst vorausschauend auch schon jüngere

Schüler ins Auge.

Kürzlich waren zwei Klassen der Jahrgangsstufe

6 auf Wandertag in seinem Betrieb.

Begleitet von den Lehrern machten

sich die beiden Klassen zu Fuß auf den

Weg nach Fresenbrügge und erkundeten,

geführt von Hans-Werner Mrowiec

und Sohn Andy, alle Betriebsbereiche.

Die Schüler zeigten sich neugierig und

erstaunlich wissensdurstig und hatten

auch mit der vom Chef eingeforderten

Disziplin während des Rundgangs keine

Probleme.

Belohnt wurden sie nicht nur durch den

interessanten Einblick in einen möglichen

zukünftigen Ausbildungsberuf. Hans-

Werner Mrowiec und seine Frau Roswitha

sorgten mit Cola, Bratwurst und einigen

Werbegeschenken für einen leckeren und

lohnenden Abschluss des Wandertages.

Die Tischlerei Mrowiec hat mit dieser

Aktion so etwas wie eine „Patenschaft“

für die beiden 6. Klassen übernommen. Da

die Schule ihre Aktivitäten im Bereich der

Berufsfrühorientierung deutlich ausbauen

will, wird der Betrieb bis zum Ende der

10. Klasse die weitere Entwicklung der

Schüler begleiten.


Handwerkskammer scHwerin

Neues Beratungsangebot

Lehrling mit Mehrwert

Bundesweit sind es im Schnitt nur 2 %

aller Lehrlinge, die während der Ausbildung

Berufserfahrungen im Ausland

sammeln. Bis zum Jahr 2012 sollen es

doppelt so viele werden. Mit diesem Ziel

sind bundesweit 40 Mobilitätsberater an

den Start gegangen, einer davon im Bildungszentrum

der Handwerkskammer

Schwerin.

Nach dem Berufsbildungsgesetz sind

insgesamt bis zu neun Monate Auslandsaufenthalt

während der Berufsausbildung

möglich. Gefördert wird die Mobilitätsberatung

mit Geldern aus dem Europäischen

Sozialfonds (ESF) und vom Bundesministerium

für Arbeit und Soziales

(BMAS). In Abstimmung mit Betrieb

und Berufsschule können Auszubildende

einen dreiwöchigen Schnupperkurs

absolvieren, auch eine Verlängerung ist

möglich. Bei einem längeren Aufenthalt

kann man mehr Fachkenntnisse erwerben,

tiefer in die fremde Kultur eintauchen

und die Sprachfähigkeit weiter verbessern.

Allerdings muss der an der Berufsschule

ausgefallene Stoff nachgeholt werden.

Die Mobilitätsberater suchen mit den

Lehrlingen, den Berufsbildungseinrichtungen

und Unternehmen nach Fördermöglichkeiten,

sie helfen bei der Auswahl

von Betrieben und stellen Kontakte her.

Sie organisieren auch Sprachkurse und

vermitteln auf Wunsch eine Ausbilderhospitation

im Gastland.

„Der Betrieb, der während des Auslandsaufenthaltes

das Lehrlingsentgelt weiter

zahlt, muss zwar vorübergehend auf die

Mitarbeit des Azubis verzichten, bekommt

ihn aber mit zusätzlichen Kompetenzen

zurück“, sagt Ronny Papp, Mobilitätsberater

der Handwerkskammer Schwerin.

„Auslandspraktika sind für Unternehmen

eine Chance, ihre Außenwirtschaftschancen

bereits über ihre Azubis zu prüfen

und zu erschließen.“


Mecklenburg-vorpoMMern

Karlheinz Bartlau, Vorstandsmitglied KH Schwerin.

Heinz Luks, Landesinnungsmeister der Dachdecker.

Jörg Schnell, Geschäftsführer des Bauverbandes

Mecklenburg-Vorpommern.

34 NordHandwerk Oktober 2009

Podium (v. li.): Hans-Joachim Hacker (SPD), Dr. Dietmar Bartsch (Die Linke), Eckhard Rehberg (CDU),

Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Grüne) und Christian Ahrendt (FDP).

Obermeistertag 2009

Zur Rede gestellt

Kurz vor der Bundestagswahl sollte der landesweite

Obermeistertag des Handwerks ein Forum bieten, auf dem

die Handwerksvertreter „ihren“ Abgeordneten noch einmal

auf den Zahn fühlen konnten. Mitten im heißen Wahlkampf

diskutierten die Kandidaten aber mehr untereinander

als mit dem Handwerk.

Vor der Podiumsdiskussion mit

den Bundestagskandidaten zeichnete

Jürgen Seidel, Wirtschaftsminister

des Landes, ein differenziertes Bild der

aktuellen wirtschaftlichen Situation und

der Auswirkungen der Werftenkrise auf

das Handwerk in MV.

Zur Diskussion und zur Wahl am 27.

September stellten sich anschließend die

Bundestagskandidaten Eckhard Rehberg

(CDU), Christian Ahrendt (FDP), Hans-

Joachim Hacker (SPD), Dr. Harald Terpe

(Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Dietmar

Bartsch (Die Linke).

Vor allem beim Thema gesetzlicher Mindestlohn

entwickelte sich auf dem Podium

ein kontroverser Schlagabtausch zwischen

den Parteivertretern, der die Handwerker

nur wenig zum Mitdiskutieren bewegen

konnte.

Deren Interesse galt in den Nachfragen

denn auch erkennbar mehr den Möglichkeiten

für Steuererleichterungen nach der

Wahl. Mit Blick auf den bereits aufgestockten

Steuerbonus für Handwerkerleistungen

wurde jedoch kritisiert, dass er

keine Barzahlung an die Betriebe erlaube.

Nach Ansicht von Handwerkern spiegele

sich darin ein unberechtigtes Misstrauen

der Bundesregierung gegenüber den

Betrieben. Der Obermeistertag wurde

in diesem Jahr vom Wirtschaftsverband

Handwerk MV e.V. ausgerichtet. Im kommenden

Jahr wird die Handwerkskammer

Ostmecklenburg-Vorpommern Organisator

sein.


Mecklenburg-vorpoMMern

Unter fachlicher Anleitung von Manufaktur-Chefin Kerstin Behrens (li.) und Mitarbeiterin Nora (M.) testete

Staatssekretär Dr. Rudolph sein handwerkliches Geschick bei der Gestaltung einer Tasse.

Handwerkstour 2009

Mehr als ein Besuch

Dr. Stephan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium

des Landes, hat eine jährliche „Handwerks-Tour“ ins Leben

gerufen. Mit viel Zeit im Gepäck, mit offenen Ohren und

begleitet von Kammerpräsident Peter Günther besuchte

er jetzt vier Betriebe.

Ziel der Tour war es, vor Ort Einblicke

in die wirtschaftliche Situation

der Betriebe zu erhalten, branchenspezifische

Probleme zu erkennen und mit

den Handwerksmeistern und Mitarbeitern

über Erfolge, Chancen und derzeitige Risiken

zu diskutieren.

Die Tour begann bei der Ersten Mecklenburgischen

Porzellanmanufaktur in

Schwerin, ging dann weiter zur Mühlenbäckerei

in Medewege, von dort zur Holztreppen

Derstappen GmbH in Lützow. Sie

endete bei der Röwe Automobile GmbH

in Bützow.

Geschäftsführerin Kerstin Behrens

führte ihren Besuch auf einem spannenden

36 NordHandwerk Oktober 2009

Fotos: Gansen

Rundgang durch ihre Porzellanmanufaktur,

in der Unikate für den täglichen als auch

für den speziellen Bedarf gefertigt werden.

Zu ihren Kunden gehört unter anderem

die BUGA 2009.

Die Medeweger Mühlenbäckerei, 1997

noch recht klein gestartet, beschäftigt mittlerweile

33 Mitarbeiter und drei Azubis. Sie

stellt Bio-Backwaren und Bio-Konditoreiprodukte

nach traditioneller Art her.

Die Tischlerei Holztreppen Derstappen

GmbH hat sich auf die Anfertigung und

Montage von hochwertigen Treppenkonstruktionen

und Türen spezialisiert. Die

Leistungen und Produkte des Unternehmens

werden in ganz Deutschland, aber

auch in der Schweiz, in Dänemark und in

den Niederlanden nachgefragt.

Das Kfz-Traditionsunternehmen Röwe

Automobile wurde bereits 1931 gegründet

und firmiert seit 1993 am jetzigen Standort.

Die Geschäftsführer Dr. Jürgen Röwe

und Tochter Susanne Röwe beschäftigen

24 Mitarbeiter und drei Azubis.

Differenzierter Einblick,

intensive Gespräche

Mit diesem Branchenmix erhielt Dr. Rudolph

einen differenzierten Einblick in

die aktuelle Situation und in Strukturen

des Handwerks im Land. Die Tour bot

ausreichend Zeit zum intensiven Gespräch,

für Führungen durch die Betriebe,

für Fragen an Mitarbeiter und Auszubildende

und gab den Handwerkern

Gelegenheit, Kritik und Forderungen

an einen Akteur aus der Landespolitik

zu richten.

Es wurde aber nicht nur geredet, sondern

auch ganz praktisch mitgestaltet:

Ob Porzellantasse oder Torte, mangelndes

handwerkliches

Geschick konnte

man dem Staatssekretär

wirklich

nicht vorwerfen.

Der Clou der

Tour: Aus jedem

besuchten Betrieb wurde ein Erzeugnis

als Geschenk für den nächsten mitgenommen.

Bäckermeister Christian Fries

freute sich über eine Porzellantasse, Tischlermeister

Oliver Guhl über die Marzipantorte.

Und Dr. Jürgen Röwes Büro

ziert seit dem Besuch eine Holzarbeit

aus Lützow.


Mecklenburg-vorpoMMern

Handwerk auf der MeLa 2009

Die ganze Vielfalt gezeigt

Die „MeLa“ in Mühlengeez, die größte

Landwirtschaftsmesse des Landes, wird

mehr und mehr auch zu einem wichtigen

Ausstellungsort für das Handwerk des

Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits seit mehreren Jahren unterstützt

Auf dem Gemeinschaftsstand der Handwerkskammer zu finden:

Schafwollverarbeitung Ralph Traber aus Neu Poserin.

38 NordHandwerk Oktober 2009

die Handwerkskammer Schwerin ausstellende

Betriebe mit einem von der Kammer

organisierten Gemeinschaftsstand. Für die

meist kleinen Betriebe hat sich dies zu

einer attraktiven Geschäftsplattform entwickelt,

die sie auch in Zukunft weiter

nutzen möchten. In diesem Jahr waren

die Parchimer Sattlerei Kägebein, die Keramikwerkstatt

von Margitta Kuhkmann

aus Schwiessel, die Tischlerei Thielk aus

Penzin, die Gerberei von Hartmut Schröder

aus Plau am See und die Schafwollverarbeitung

Ralph Traber aus Neu Poserin

auf dem Kammerstand zu finden.

Nah bei den Wurzeln

Die MeLa bot zudem die einzigartige Gelegenheit,

Brote aus allen Landesteilen zu

sehen, zu schmecken und zu vergleichen.

An jedem Tag war ein Bäcker aus einer

anderen Region vor Ort und brachte sein

eigenes handwerklich hergestelltes Brotsortiment

mit. Der erste Messetag zeigte den

Brotgeschmack aus dem Westen Mecklenburgs.

Bäckermeister Helmuth Lau aus

Lübz, der den fast

100 Jahre alten Familienbetrieb

in der

dritten Generation

führt, brachte unter

anderem sein Lübzer

Bierbrot mit. Es ist

ein Vollkornbrot, das

mit Lübzer Bier und Biertreber gebacken

wird. Am besten verkauft Helmuth Lau

sein Lübzer Vollkornbrot. Es wird seit 100

Jahren nach dem Rezept seines Großvaters

gebacken. Auch dieses Brot konnten die

Messebesucher probieren.

Mit Stahlbau Stieblich präsentierte sich

auch der Metallbau auf der MeLa. Mit

seinen Hallenkonzepten für die Landwirtschaft

ist der Güstrower Betrieb seit Jahren

Stammgast auf der MeLa.


SveN MarteNSeN iSt HaMburgS eiNzigeS LiNdeNberg-doubLe

Mit und ohne Outfit: Im heimischen

Musikstudio übt Sven Martensen für

seine Auftritte als Lindenberg-Double.

Leute

HAMBURG. Er ist 20 Jahre jünger, wiegt

20 Kilo weniger und ist 20 Zentimeter

kleiner als das Original. Doch: Schwarzer

Hut mit silbernem Stern, Sonnebrille,

originalgetreuer maßgeschneiderter Frack

und Panik-Gürtel verwandeln Sven Martensen

vom Maler in Udo Lindenberg.

In voller Montur sieht er ihm täuschend

ähnlich. Der Malermeister ist Hamburgs

einziges Double des Kult-Rockers. Seit

2003 singt er die Lindenberg-Songs auf

Stadtfesten, und zwar immer live.

Ein Kunde regte die Verwandlung an. Er

erinnerte sich, dass Martensen seit seiner

Kindheit E-Gitarre spielt und als „Sven

Heizer“ eine eigene CD veröffentlicht

hatte. Zum Geburtstag seiner Tochter

suchte er ein Lindenberg-Double und

fand in Hamburg keines. Er sprach Sven

Martensen an. Der kannte bis dato die

Lieder nur von den Udo-LPs, die er seit

seinem ersten Konzertbesuch mit seinem

Vater 1974 kaufte. Trotzdem sagte er zu und

fing an zu proben. Nach vielen Übungsstunden

im kleinen heimischen Musikstudio

und noch ohne Outfit begeisterte er die

Gäste. Mit jedem Auftritt wurden Show und

Aussehen immer professioneller. Obwohl

er sich früh für seinen Beruf als Maler und

gegen seine Berufung als Musiker entschieden

hatte, stand er mit einem Mal doch

auf großen Bühnen. Besonders stolz ist er,

dass ihn das Original bereits mehrfach ins

Hamburger Atlantic-Hotel einlud.


RepoRtage

Aussichtsreiche

Perspektive

40 NordHandwerk Oktober 2009 Oktober 2009 NordHandwerk 41

Foto: Noiwenhuis

RepoRtage

Schwindelfrei und ohne

Höhenangst seilen sich die

Industriekletterer der

Hamburger Firma Ropeworx

von Windkraftanlagen ab. Der

stetig wachsende Markt

bietet den Servicetechnikern

künftig mehr als nur

atemberaubende Ausblicke.

Dunkle Wolken bedecken den Himmel

über einem Kartoffelfeld nahe

Uelzen. Regen prasselt auf den weichen

Boden, in dem Torsten Nitzsche mit seinen

robusten schwarzen Arbeitsschuhen fast

versinkt. Nitzsche ist keiner der Erntehelfer,

die an diesem düsteren Sommertag auf

den Feldern Erdbeeren und Spargel ernten.

Der Hamburger ist Industriekletterer.

Am Körper des 1,60 Meter großen

Mannes hängen rund 15 Kilogramm Gepäck.

Neben der Sicherheitsausrüstung,

bestehend aus Helm, Karabinerhaken,

Seilen und Gurten, sind auch ein kleiner

Elektro-Schleifer, Kellen, Spachtel, Fotokamera

und ein Behälter mit einer klebrigen

weißen Masse angebunden. So bepackt will

er hoch hinaus – auf ein 100 Meter >>


RepoRtage

>> hohes Windrad. „Wenn ich dort oben

hänge, benötige ich zehn Minuten zum Abseilen.

Sollte ich also etwas vergessen haben,

kostet das unnötig Zeit“, sagt Nitzsche, der

den Aufstieg kaum erwarten kann. Schließlich

hängt er lieber in der Luft, als festen

Boden unter den Füßen zu haben.

Ein junger Beruf

Die gewerbliche Kletterei, wie Nitzsche

sie mit seiner Firma Ropeworx anbietet,

ist eine junge Disziplin. Laut des Fach- und

Interessenverbandes für seilunterstützte Arbeitstechniken

e.V. (FISA) gibt es aktuell

bundesweit rund 3.000 Kletterer. Die ersten

seilten sich 1995 vom Berliner Reichstag ab,

den sie mit Tüchern verhüllten.

Zwei Jahre zuvor hing Torsten Nitzsche seinen

sicheren Job als Spezialfachschweißer und

Werkstoffprüfer bei der Lufthansa-Technik

an den Nagel. Der begeisterte Marathonläufer

suchte die körperliche Herausforderung

und begann ein Sportstudium in Hamburg.

Dieses beinhaltete für den Flachländer auch

einen Kurs im Klettern. Ihn begeisterte das

federleichte Gefühl an der Kletterwand so

sehr, dass er sich darauf spezialisierte. „Damals

dachte ich nur an den Sport und nicht an

einen gewerblichen Nutzen“, sagt Nitzsche

heute, der nach seinem Studium eine eige-

Die iNDustriekletterer voN ropeworx

Instandhaltung eines alten Schornsteins.

Säuberungen am Dach des Hamburger Alsterhauses.

42 NordHandwerk Oktober 2009

Fotos: Seemann (3)

ne Halle mit Kletterwand leitete. Auf einer

Bergsteigertour im Jahr 1999 sprach ihn ein

Freund an, ob er am Seil auch Handwerkerarbeiten

ausführen könne. „Damit war

die Idee für Ropeworx geboren. Nach und

nach fand ich kletterverrückte, ausgebildete

Handwerker, mit denen ich unser Serviceangebot

immer mehr erweitern konnte“,

so Nitzsche. Mittlerweile überwinden sechs

Mitarbeiter jede Höhe. Ausgebildete Maurer,

Maler, Dachdecker und Schlosser arbeiten

am Seil dort, wo sonst niemand mehr

kostengünstig hinkommen würde. Ihren

Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen

gesetzt. Bei der Arbeit bewegen sie sich

horizontal und vertikal. Und wenn sie an

ihrem Ziel angekommen sind, werden aus

den Kletterern wetterfeste Handwerker, die

montieren, Fassaden ausbessern, aber auch

Bäume beschneiden. „Da spielt natürlich

auch eine Portion Abenteuerlust mit hinein“,

sagt Torsten Nitzsche, der für seine

Kletterer und sich selbst immer wieder neue

Einsatzorte sucht.

Immer neue Einsatzorte

Seit diesem Jahr dürfen sich die Ropeworx-

Kletterer auch von Windenergieanlagen abseilen.

Dafür investierte Nitzsche rund 50.000 €

und absolvierte gemeinsam mit seinen Mit-

Seit 1999 haben die Industriekletterer der

Hamburger Firma Ropeworx zahllose Gebäude

bestiegen und sich von ihnen abgeseilt.

Firmeninhaber und Gründer Torsten Nitzsche

arbeitete zunächst alleine und stellte sich

mit den Jahren ein Team zusammen, das

für unterschiedlichste Arbeiten eingesetzt

werden kann. Dazu zählen ausgebildete Maler,

Maurer, Schlosser, Dachdecker. Mit der

Seilzugangstechnik können sie kleine und

mittlere Schäden an Fassaden beseitigen,

Schornsteine abtragen, Blitzschutz installieren

und vieles mehr.

Torsten Nitzsche achtet darauf, dass seine

Mitarbeiter immer wieder Schulungen besuchen.

Seit diesem Jahr sind fast alle auch

als Servicetechniker für Windenergieanlagen

ausgebildet.

Internet:

www.ropeworx.com

arbeitern eine Fortbildung zum Servicetechniker

für Windenergieanlagen am Elbcampus

der Handwerkskammer Hamburg.

Wachsender Windenergie-Markt

Auf dem stetig wachsenden Markt sieht er

große Chancen für sein Unternehmen. Mit

Hilfe der Windenergie soll Deutschland unabhängiger

vom Öl und der Atomenergie

werden. Derzeit sind rund 20.000 Anlagen

im Betrieb. Die dabei im Jahr 2008 erzeugten

40 Terawattstunden Strom entsprachen rund

6,4 % des bundesweiten Bruttostromverbrauches.

Dieser Anteil soll nach den derzeitigen

Vorhaben der Bundesregierung

bis 2050 auf 50 % gesteigert werden. Der

Bundesverband WindEnergie e.V. rechnet

bis zum Jahr 2020 mit einem Anstieg der

Beschäftigtenzahlen von derzeit 90.000 auf

rund 112.000. Torsten Nitzsche will schon

jetzt dabei sein und knüpft Kontakte.

Ausbessern von Rotorblättern

Den ersten Großauftrag konnte er sich bereits

sichern. Gemeinsam mit seinen Kollegen

wird er Rotorblätter ausbessern. Vor

Tagen seilte er sich erstmals an der Anlage

ab und fotografierte alle Schäden. Die Aufnahmen

und ergänzenden Zeichnungen

eines Ingenieurs zeigen, dass Regen, Sturm,

Schnee, Hagel und Dreck kleinste Löcher

und Risse im Kunststoff hinterließen, die

die Demontage zur Reparatur der Rotorblätterschäden

nicht rechtfertigen würden.

Tagelang würde die Mühle ausfallen. Kosten

und Nützen stünden in keiner Relation.

Seilen sich jedoch die Kletterer ab, kann

die Mühle nach ihrem Einsatz sofort wieder

angeschaltet werden. Ein Argument,

das den Windmüller bei einem Treffen auf

einem Wind-Forum von Nitzsches Serviceangebot

überzeugte. Der erste Auftrag für

Ropeworx für einen Windpark war schnell

unterzeichnet. Genauso schnell würde

Torsten Nitzsche jetzt gerne hinauf und

mit der Arbeit beginnen.

Doch die Kletterer, die für ihre Höhenarbeiten

schwindelfrei und nervenstark

seien müssen, sind jetzt gezwungen zu

warten. Sturm und Regen lassen das Abseilen

an der Mühle nicht zu. Für den Windmüller

herrschen ideale Bedingungen. Die

Service-Techniker könnten bei Windstärken

um 60 Stundenkilometer allerdings

durch die Luft geschleudert werden.

Lautstark rotieren die Flügel. Die digitale

Anzeige im Turm zeigt 1.500 Umdrehungen

pro Minute und eine Leistung von

rund 1,2 Megawatt. Damit könnten 12.000

Lampen mit je 100 Watt zum Leuchten

gebracht werden.

Torsten Nitzsche prüft seine Seile und

Gurte. Wegen der starken Belastungen,

muss er sie regelmäßig austauschen. Sicherheit

steht an erster Stelle.

Das Pfeifen der Flügel wird leiser. Die

Wolkendecke reißt auf. Der Windmesser

im Turm zeigt nur noch rund 12 Stundenkilometer

an. Torsten Nitzsche schaltet die

Mühle auf „Wartung“. Mit lautem Getöse

kommen die 40 Meter langen Flügel zum

Stillstand. Der Turm schwankt sichtbar 1,50

Meter in jede Richtung. Stünde Nitzsche

jetzt im 100 Meter hohen Maschinenraum,

der „Gondel“, würde er hin und her geschleudert

werden.

Ein letztes Mal zieht Nitzsche seine

Ausrüstung zurecht und zwängt sich gemeinsam

mit Wim Noiwenhuis in einen

engen blauen Aufzugskorb im Innern der

5 Meter breiten Mühle. Langsam überwindet

der Aufzug Meter um Meter. Das

Rattern des Korbes schallt in der langen

weißen Röhre. Nach dem Ausstieg in 70

Metern Höhe führen Leitern hinauf auf

100 Meter.

Der Turm schwankt noch immer etwa

40 Zentimeter. Oben angekommen treiben

den Servicetechnikern in der 3 Meter

breiten und 5 Meter langen Gondel 50 °C

den Schweiß auf die Stirn. „Die Wärme

entsteht durch den Generator. Der wird

über die Getriebe durch die Rotation der

Blätter angetrieben“, sagt Nitzsche. Langsam

öffnete er eine durchsichtige Deckenklappe.

Kalte Luft strömt in die Gondel.

RepoRtage

Mit beiden Armen stemmt er sich auf den

Rand. Vor ihm erstrecken sich die Felder

und in den wolkigen Himmel ragen zwei

der drei 40 Meter langen Rotorblätter.

Im Innern befestigt Wim Noiwenhuis die

Sicherungsseile. Unzählige Karabinerhaken

klicken. Zwei Seile werden gespannt –

eines zum Sichern, das andere zum Abseilen.

Scharfkantige Ecken werden abgepolstert.

Erst jetzt darf Nitzsche auf die Mühle

klettern und befestigt auch draußen weitere

Haken. „Unser Job ist sicher. Mir ist in

Deutschland kein Unglücksfall bekannt“,

sagt Nitzsche und genießt den Ausblick:

„Auch wenn ich schon auf 4.000 Meter

hohen Bergen stand, ist es hier oben auch

Jede Menge Gepäck müssen die Kletterer mit sich tragen, um sich sicher abzuseilen.

immer wieder ein tolles Erlebnis.“ Alleine

darf er sich nicht abseilen. Für eine eventuell

Höhenrettung muss er Wim Noiwenhuis

an seiner Seite haben.

An der Nabe, wo alle Flügel zusammenführen,

lassen sich beide in ihre Seile

fallen und beginnen mit dem Abseilen –

jeder an einer Seite des Flügels. Stück für

Stück hangeln sie sich an ihm hinunter,

schleifen die feinen Risse auf und spachteln

sie zu. An der Spitze angekommen,

sind es noch 60 Meter bis zum Boden.

„Die können wir jetzt genießen. Da die

Abseilgeräte zu heiß werden würden,

können wir uns nur langsam abseilen“,

sagt Nitzsche.

Dunkle Wolken trüben seinen Blick zum

Horizont. Der Wind nimmt zu. Kaum sind

die Männer am Boden angekommen, beginnt

der Regen. Alle Seile werden abgebaut

und die Mühle angeschaltet. Mit

lautem Getöse beginnt das reparierte Blatt

zu rotieren. Die Stromproduktion läuft auf

Hochtouren.


special

44 NordHandwerk Oktober 2009

Fuhrparkmanagementsysteme

sind nicht nur etwas für große Flotten.

Fotos: Imago (1); DigiCore (4)

Fuhrparkmanagementsysteme

Fernrohr

nach

draußen

Ein Fuhrparkmanagementsystem

macht die Abläufe von Monteuren

im Außendienst transparent:

Es erleichtert die Einsatzplanung,

schafft einen objektiven

Nachweis geleisteter Arbeitszeit

gegenüber kritischen Kunden,

spart Treibstoff und Zeit durch

verbesserte Routenplanung.

In Zeiten der Wirtschaftskrise entdecken

immer mehr Handwerksbetriebe

die elektronischen Unterstützungssysteme

für sich, um an vielen Stellen Kosten

zu senken. Eine unsichtbar im Fahrzeug

verbaute Blackbox verfolgt mittels Satelliten

ständig die Ortsposition und sendet diese

in Echtzeit per Mobilfunk an die Zentrale.

Dort stellt die zugehörige Software

des Flottenmanagementsystems (FMS) auf

dem Monitor alle Firmenfahrzeuge in einer

Karte dar. Zusätzlich zu Ortung und Beobachtung

bereiten verschiedene Berichte

die gesammelten Daten übersichtlich auf:

Routenverläufe, Fahrtberichte, Standzeiten,

Fahrverhalten, Kraftstoffverbrauch, aktueller

Kilometerstand und Wartungshinweise werden

protokolliert und grafisch angezeigt.

Breites Einsatzspektrum

Darüber hinaus lassen sich bei ausgereiften

Systemen speziell auf die Unternehmens-

bedürfnisse zugeschnittene Funktionen konfigurieren

und vorhandene Soft- bzw. Hard-

warekomponenten in das FMS einbinden.

Beispiele hierfür sind Dienst-/Privatschalter,

die zwischen beiden Fahrtarten unterscheiden;

ein übersichtliches und automatisiertes

Auftragsmanagement; textbasierte Kommunikation

zwischen Außendienstmitarbeiter

und Disponent; Navigation zum Zielort;

Fahrer-Identifikation; Geofencing, also das

Errichten eines virtuellen Zauns um ein be-

stimmtes geografisches Gebiet, verbunden

mit der Meldung, wenn ein Fahrzeug diesen

betritt oder verlässt.

Quasi nebenbei fungiert ein Fuhrparkma-

nagementsystem als Schloss zur Diebstahl-

sicherung. Ein Akku in der Blackbox sollte

gewährleisten, dass die Position auch weiter-

verfolgt werden kann, wenn Diebe die Fahrzeugbatterie

lahmlegen. Mitteilungen von

Ereignissen wie „Batterie abgeklemmt“ oder

„Fahrzeug heftig bewegt“ gehen in der Zentrale

ein. Lückenlos funktioniert das System erst,

wenn diese Nachrichten außerhalb der Geschäftszeiten

per SMS an mobile Endgeräte

wie Handys weitergeleitet werden. Meist lassen

sich bei so überwachten Fahrzeugen mit der

Versicherung ermäßigte Tarife aushandeln.

Service-Level erhöhen

Seit etwa einem Jahr unterstützt die Hamburger

Dechow Dienstleistungsgesellschaft ihre Arbeitsabläufe

mit C-Track, dem Fuhrparkmanagementsystem

der Firma DigiCore. Dadurch

kann das Handwerksunternehmen, das

im Bereich Heizung, Klima, Sanitär und Gebäudemanagement

tätig ist, bei kurzfristigen

Störeinsätzen schneller und wirtschaftlicher

agieren. Der zuständige Einsatzleiter für

special

den Bereich Wartung, Heizung, Sanitär und

Lüftung, Thorsten Jacobsen, sieht jederzeit

die Standorte der 23 Kundendienstfahrzeuge

auf seinem Monitor. „Unsere Flexibilität hat

sich deutlich erhöht“, resümiert er.

Mehr Transparenz und Sicherheit

Die Kundendienstmonteure von Dechow disponieren

ihre Termine eigenständig. Dies hatte

zur Folge, dass die Firma nicht jederzeit wusste,

wo die Monteure gerade im Einsatz waren.

Eine Situation, die dem Unternehmen, das

großen Wert auf Qualitätsmanagement und

Arbeitssicherheit legt, nicht behagte. Oft ist

ein Techniker allein unterwegs, um Gasanlagen

großer Zentralen zu überprüfen.

„Bei einem 24-Stunden-Notfall-Service

und einem Aktionsradius von Hamburg bis

Mölln, Lübeck und im Großraum Ahrensburg

müssen wir jederzeit im Blick haben,

dass ein Mitarbeiter eine Anlage wieder

verlassen hat“, erklärt Jacobsen das Problem.

Dank der gewonnenen Transparenz kann der

Einsatzleiter seine Leute nun geschickter >>

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>> disponieren. Kommt ein Anruf, dass

es nach Gas riecht, sieht er sofort auf dem

Monitor, wer in der Nähe ist. „Selbst wenn

ein Sanitär-Techniker gerade dort ist, kann

der meist schon helfen. Das spart uns jede

Menge Zeit“, nennt Jacobsen ein Beispiel,

wie ihn das FMS alltäglich unterstützt.

Einführung richtig kommunizieren

Gegen diese handfesten Argumente für eine

Einführung des Echtzeit-Ortungssystems hatte

auch der Betriebsrat nichts einzuwenden.

Dennoch mussten im Vorfeld einige Sitzun-

gen einberufen werden. Es ist sinnvoll, die

Belegschaft frühzeitig über eine geplante Anschaffung

aufzuklären und die zwingenden

Gründe dafür offenzulegen. Immerhin ist

auch eine gewisse Überwachung dabei nicht

auszuschließen, doch der Sicherheitsaspekt

und die wirtschaftlichen Vorzüge stehen

eindeutig im Vordergrund.

Um den Bedenken des Betriebsrates

nachzukommen, wurden entsprechende Regelungsabsprachen

getroffen. Diese wurden

vor der Einführung in einer Betriebsvereinbarung

festgeschrieben. Aufgrund der positiven

Erfahrungen wurde die Vereinbarung

gerade mit dem Betriebsrat verlängert.

Es hat sich gezeigt, dass auch die Monteure

von den objektiven Daten profitieren: Sie

sind keinen Pauschalverdächtigungen mehr

ausgeliefert, wenn sich ein Kunde beschwert.

Bei über 1.000 zu betreuenden Wartungsanlagen

wird Jacobsen häufiger mit einem

„Der Monteur war gar nicht so lange hier,

was kann man denn da machen?“ konfrontiert.

Nun kann er gelassen reagieren: „Kein

Problem, ich schau mal eben nach.“ Bei

einem Notfall rekonstruiert er den Anfahrtsweg.

Den Vorwurf, ein Mitarbeiter habe

• Etablierte Hersteller mit vielen Jahren

Erfahrung bieten ausgereifte FMS und

mehr Sicherheit, auch in fünf Jahren noch

Systeme beim Kunden nachrüsten und bei

Problemen weiterhelfen zu können.

• Prompter und qualifizierter Service ist

entscheidend für stabil und zuverlässig

funktionierende Systeme. Anbieter, die

Verkauf, Beratung und Technik unter einem

Dach vereinen, sind hier im Vorteil. Viele

Probleme lassen sich bereits per Fern-

wartung beheben.

46 NordHandwerk Oktober 2009

Den Einbau von

C-Track übernehmen

Servicetechniker.

überhöhte Arbeitszeiten aufgeschrieben,

entkräftet er mit handfesten Argumenten

und notfalls mit einem Fax des C-Track-

Fahrtenberichts.

Wer Windows kennt, kommt auch schnell

mit C-Track klar, urteilt Jacobsen über die

Eingewöhnung. Er habe nicht einmal in

die Beschreibung geguckt. Das System läuft

stabil, Ausfälle und Störungen gab es bisher

keine. Die erhofften Verbesserungen sind

eingetreten. Viele Monteure fragen nach,

ob noch etwas zu erledigen ist, bevor sie

nach Hause fahren.

Dechow spart schätzungsweise etwa zehn

bis zwanzig Arbeitsstunden pro Woche ein.

Die Auswertungen des Treibstoffverbrauchs

laufen noch. Viele Erleichterungen und Ef-

Worauf sie bei fuHrparkmaNagemeNtsystemeN (fms) acHteN sollteN

• Nicht alles neu kaufen: Manche Anbieter

nutzen im Unternehmen vorhandene Soft-

und Hardware-Komponenten, zum Beispiel

Software zur Einsatzplanung oder ein Navi.

Über eine Schnittstelle können diese in

das FMS eingebunden werden. Informa-

tionen werden verknüpft dargestellt, Daten

fließen papierlos weiter, Abläufe werden

optimiert.

• Individuell statt Standardpaket: Her-

steller modular aufgebauter FMS finden

auf die Anforderungen des Kunden zuge-

fizienzsteigerungen im Arbeitsalltag lassen

sich jedoch schlecht in Euros bemessen.

Jacobsen äußert sich zufrieden: „Eine tolle

Sache, ich kann C-Track nur weiterempfehlen.“


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48 nordhandwerk Oktober 2009

Nordeuropas größte

Baufachmesse NordBau

lockte in diesem Jahr

73.000 Besucher nach

Neumünster.

73.000 Besucher auf der NordBau 2009

Gute Signale für das Baujahr 2010

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit waren

die prägenden Themen der 54. NordBau,

der größten Baufachmesse in Nordeuropa.

An sechs Messetagen besuchten 73.000

Gäste das weitläufige Gelände der Messehallen

des schleswig-holsteinischen Neumünster.

Darunter waren neben vielen

privaten und öffentlichen Bauherren auch

in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise

zahlreiche Fachbesucher. Der Einzugsbereich

erstreckt sich seit Jahren über das gesamte

Bundesgebiet. Auch aus dem Ausland

reisten Besucher an, darunter sehr viele aus

Dänemark, Schweden und Finnland.

Auf den Flächen in den Hallen und im

Freien präsentierten sich 957 Aussteller aus

15 Nationen. Schon Monate zuvor war die

Messe ausgebucht. Eines der wichtigsten

Argumente für viele Aussteller sei nach

Angaben von Messeleiter Wolfgerd Jansch

gewesen, dass die NordBau viel Raum

und Zeit für Gespräche und Kontakte

biete. Vielfach ließen sich nicht zuletzt

aufgrund der erwarteten Aufträge durch

die Konjunkturpakete gute Signale für das

Baujahr 2010 ableiten. An den Ständen

tauschten sich Aussteller und Besucher

C

insbesondere über Umwelt, Energieeffi-

M

zienz, Wärmedämmung sowie Renovieren

Y

und Sanieren aus.

CM

Ihre Premiere feierte in diesem Jahr

MY

die Sonderschau „Farbe, Gestaltung,

CY

Bautenschutz – Energie sparen und gesund

wohnen. „Wir CMY konnten viel für

das Image des Malerhandwerks K tun“, so

Uwe Starke, Vorstandsmitglied der Malerinnung

in Schleswig-Holstein, der eine

erneute Teilnahme auf der 55. NordBau

vom 2. bis 9. September 2010 in Aussicht

stellte.


tipps für den betrieb

Augen auf beim Auslandsgeschäft (6)

Mit Werkzeug zollfrei

ins Ausland

Wer Arbeitsgeräte in Länder außerhalb der EU mitnimmt, muss es

dort teuer verzollen. Vermeiden lässt sich dies mit einem Carnet A.T.A.

Waren und Berufsausrüstung, die in

Länder außerhalb der EU gebracht

werden, unterliegen grundsätzlich Zoll und

Einfuhrumsatzsteuer des Ziellandes. Für

Ausrüstung, die der Betrieb wieder mit

nach Hause nimmt, können diese Summen

anteilig zurückgefordert werden. Das ist allerdings

aufwendig und bindet Liquidität.

„Das Geld und die Mühe wollten wir

uns natürlich sparen, als wir in Norwegen

arbeiten sollten“, so Dachdecker Karsten

Stieper aus Timmaspe. 25 % Einfuhrumsatzsteuer

auf all sein Werkzeug hätte er an

der Grenze hinterlegen müssen.

Die Lösung: Mit einem Carnet A.T.A.

muss Berufsausrüstung, die nur vorübergehend

im Ausland verwendet wird, weder

verzollt noch versteuert werden. Bedingung:

Sämtliches Werkzeug muss auch wieder

mit nach Hause genommen werden.

Ist dies nicht der Fall, kommt später eine

Rechnung über Zoll und Steuer für die

im Ausland verbliebenen Werkzeuge.

50 NordHandwerk Oktober 2009

Das Carnet A.T.A. (admission temporaire/

temporary admission) ist im Prinzip eine

Bürgschaft der Industrie- und Handelskammer

(IHK) dafür, dass die Berufsausrüstung

nicht im Ausland verbleibt. Es

wird daher auch bei der IHK beantragt.

Sie verlangt für die Ausstellung eine kleine

Versicherungsprämie, deren Höhe vom

aktuellen Wert der mitzunehmenden Berufsausrüstung

abhängt.

„Gemeinsam mit unserer Außenwirtschaftsberaterin

haben wir den Antrag

auf das Carnet ausgefüllt und eine

Auflistung aller Werkzeuge beigefügt“,

berichtet Stieper. Dann muss sich der

Betrieb beim Zoll im Heimatort noch

bestätigen lassen, dass das aufgelistete

Werkzeug auch dem tatsächlich mitgenommenem

entspricht. Während der

Reise meldet er sich bei verschiedenen

Zollstellen (siehe Kasten).

Ein Carnet gilt bis zu zwölf Monate

und kann daher für mehrere Reisen ver-

IHre CArNet-StAtIoNeN

Hinreise:

1. IHK: Carnet beantragen

2. Zoll Heimatort: Nämlichkeit der Waren

bestätigen lassen

3. Zoll EU-Außengrenze: Ausfuhr des Werkzeugs

4. Eventuell Zoll im Transitland

5. Zoll Grenze Zielland: Vorübergehende

Einfuhr des Werkzeugs

Rückreise:

1. Zoll Grenze Zielland: Wiederausfuhr

des Werkzeugs

2. Eventuell Zoll im Transitland

3. Zoll EU-Außengrenze: Wiedereinfuhr

des Werkzeugs

4. IHK: Carnet wieder abgeben

Ihre Außenwirtschaftsberater:

Flensburg: 0461 866-197

Hamburg: 040 35905-282

Lübeck: 0451 1506-278

Schwerin: 0385 7417-153

wendet werden. Nach Beendigung der

Fahrt, spätestens aber nach Ablauf eines

Jahres, muss das Carnet wieder bei der

IHK abgegeben werden.

Das Carnet-Verfahren verlief für Stieper

und seinen Kollegen unkompliziert. Ihre

größte Sorge: „Wenn uns Ausrüstung gestohlen

worden wäre, hätten wir dies bei

der Ausreise mit einer polizeilichen Anzeige

nachweisen müssen, damit wir die Einfuhrumsatzsteuer

nicht nachträglich hätten

zahlen müssen.“ Und wenn ihnen bei

ihrem Auftrag direkt am Wasser Werkzeug

in selbiges gefallen wäre? „Dann wären wir

hinterher getaucht“, lacht Stieper.


tipps für den betrieb

Kurierdienstleistung

Auch für Handwerker

interessant

Man muss im Leben auch vergessen können!

Stimmt häufig, aber nicht immer. Wer

morgens auf der Baustelle angekommt und

ein benötigtes Ersatzteil nicht im Wagen hat,

sieht alt aus. In solchem Falle schickt man

den Lehrling, den Gesellen oder tritt selbst

die zeitraubende Fahrt zurück an. Man

kann aber auch – zumindest im städtischen

Raum – einen Kurierdienst beauftragen.

Ein naheliegender Gedanke, der jedoch

Handwerkern eher nicht kommt.

„Wir werden vor allem mit der Medienbranche

in Verbindung gebracht“, sagt Kai

reCHtStIPP

Vergütung schriftlich vereinbaren

fAll Ein Klassiker – die Frage nach der

Vergütung für Kostenvoranschläge. Immer

wieder erstellen Handwerksmeister, so auch

Meister Hansen, umfangreiche Kostenvoranschläge

für ihre Kunden; aber nicht immer

kommt es zu einem Vertragsabschluss. Meister

Hansen will das nicht länger hinnehmen und

künftig mit seinen Kunden vereinbaren, dass

Kostenvoranschläge zu vergüten sind. Darf

er das?

löSung Der Streit um die Vergütung von

Kostenvoranschlägen ist fast so alt wie das

Handwerk selbst. Vielleicht nicht ganz so alt,

denn der Gesetzgeber hat in § 632 Abs. 3 des

Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) eindeutig

klargestellt: Ein Kostenvoranschlag ist im

Zweifel nicht zu vergüten. „Im Zweifel“,

meint, dass das Gesetz eine Auslegungsregel

enthält. Immer dann, wenn nicht eindeutig

ist, wovon die Vertragsparteien ausgingen,

oder dies im konkreten Fall nicht nachweisbar

ist, ist ein Kostenvoranschlag nicht zu

vergüten. Etwas anderes gilt, wenn eine ausdrückliche

Vereinbarung über die Vergütung

des Kostenvoranschlages getroffen wurde und

dies auch nachweisbar ist. Eine solche Absprache

ist nicht nur rechtlich möglich, bei

umfangreichen Kostenvoranschlägen kann

dies auch empfehlenswert sein. Doch ganz

52 NordHandwerk Oktober 2009

Wasmann, Marketing- und

Vertriebsleiter bei „inline

Kuriere“ Hamburg, einem

der größten Anbieter von

Kurierdienstleistungen

in Deutschland. „Dabei

überbringen wir beinahe

alles, was sich überbringen

lässt, tagtäglich und rund

um die Uhr – wahlweise

mit Fahrrad, Pkw, Kombi

oder Transporter.

Kurierdienste berechnen

in aller Regel eine

Anfahrtspauschale zuzüglich

Service und gefahrener Kilometerleistung.

Kurzstrecken in der Stadt werden

schon für rund 6 € unter die Räder genommen.

Wer selbst fährt investiert Zeit,

so einfach macht

es die Rechtsprechung

Meister

Hansen nicht. Zum

einen trifft ihn als

Werkunternehmer

im Streitfall die Beweislast

für eine solche Vereinbarung. Daher

sollte man die Vergütungsabrede mit seinem

Kunden immer schriftlich vereinbaren. Zum

anderen birgt eine solche Abrede das Risiko,

dass man den Kunden verärgert und

somit sogar den Vertragsabschluss gefährdet.

Tipp Wenn man die Kosten für die Erstellung

eines Kostenvoranschlages als Handwerker

nicht selber tragen will, sollte man

eine ausdrückliche Vergütungsabrede über

den Kostenvoranschlag vereinbaren. Hier

empfiehlt es sich aus Beweisgründen, immer

eine schriftliche Vergütungsabrede aufzusetzen.

Achtung: Wird der Auftrag erteilt, kann

der Werkunternehmer grundsätzlich nur die

Werkvergütung verlangen, nicht aber zusätzlich

die Kosten für einen Kostenvoranschlag.

In derartigen Fällen argumentiert die Rechtsprechung,

dass die Kosten in der Regel bereits

bei der Kalkulation des Werklohns zu

berücksichtigen seien.


tipps für den betrieb

SteUertIPP

Bessere Absetzbarkeit

Berücksichtigung von Kranken- und

Pflegeversicherungsbeiträgen

Das Bürgerentlastungsgesetz macht es möglich:

Steuerpflichtige können 2010 ihre gesamten

Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als

Sonderausgaben geltend machen. Der Abzug

bezieht sich nur auf die Beiträge zur Abdeckung

einer Grundversorgung im Krankheitsfall

– betrifft also den überwiegenden

Teil der Erwerbstätigen.

Die Absetzbarkeit bezieht sich auch auf

privat Krankenversicherte inklusive der Beiträge

für deren mitversicherte Kinder, sofern

die Versicherungsleistungen in Art, Umfang

und Höhe den Leistungen der gesetzlichen

Krankenversicherung entsprechen. Beitragsanteile

für Leistungen, die darüber hinausgehen

dürfen nicht als Sonderausgaben geltend gemacht

werden. Dem Steuerpflichtigen wird

von seiner jeweiligen Versicherung mitgeteilt,

in welcher Höhe seine gezahlten Beiträge,

denen der gesetzlichen Krankenversicherung

entsprechen.

Neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung

sind weiterhin die Beiträge zu

den sonstigen Vorsorgeaufwendungen (z. B.

Arbeitslosen-, Unfall-, Haftpflichtversicherungen)

als Sonderausgaben absetzbar – bis

maximal 1.900 € für Arbeitnehmer sowie

2.800 € für Selbstständige. Zahlt ein lediger

Arbeitnehmer 1.300 € Kranken- und

Pflegeversicherungsbeiträge, so hat er die

Möglichkeit zusätzlich 600 € für sonstige

Vorsorgeaufwendungen geltend zu machen.

Liegen seine berücksichtigungsfähigen Aufwendungen

für die Kranken- und Pflegeversicherung

dagegen über 1.900 € können diese

in voller Höhe abgezogen werden; sonstige

Vorsorgeaufwendungen können dann aber

nicht geltend gemacht werden. Da bisher

für die Vorsorgeaufwendungen inklusive

der Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung

ein Höchstbetrag von 1.500 € bei

Arbeitnehmern und 2.400 € bei Selbstständigen

galt, stellt die Neuregelung auch dann

eine Verbesserung dar, wenn die sonstigen

Vorsorgeaufwendungen wegen der insoweit

geltenden Höchstgrenzen nicht abgezogen

werden können.


tipps für den betrieb

Erfolgreiche Marketingstrategie?

Firmen werben Kunden:

„Zahl so viel Du willst“

Immer häufiger gehen Unternehmen mit

der Strategie „Zahl so viel Du willlst“ auf

Kundenfang. Das ARD-Magazin „Plusminus“

beleuchtete diese neue Form

des Marketings. Prominentestes Beispiel:

Die Optiker-Kette Apollo, die bundesweit

Brillengestelle zum gewünschten Preis

des Kunden verkauft. Dass sich solche

Aktionen nicht immer positiv auf den

Umsatz auswirken, zeigte das Beispiel

eines Friseurs aus Frankfurt am Main,

bei dem Kunden statt bisher 50 € nur

noch 20 € für einen Haarschnitt zahlten.

Ju-Young Kim vom Handelslehrstuhl der

Goethe-Universität in Frankfurt verwies

in der Sendung darauf, dass die Strategie

eingesetzt werden könne, um Neukunden

zu gewinnen.


impressum

Das Magazin der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin

Verlag: Verlag NordHandwerk GmbH,

Holstenwall 12, 20355 Hamburg

Sekretariat: Dagmar Spreemann,

Tel.: 040 35905-222, Fax: 040 35905-309,

dspreemann@hwk-hamburg.de;

http://www.nord-handwerk.de

Chefredakteurin: Anemone Schlich/ans (v. i. S. d. P.)

Tel.: 040 35905-324, aschlich@hwk-hamburg.de

Herausgeber: Handwerkskammer Flensburg, Handwerkskammer

Hamburg, Handwerkskammer Lübeck,

Handwerkskammer Schwerin, vertreten durch das

Herausgeber-Gremium, bestehend aus den jeweiligen

Hauptgeschäftsführern Udo Hansen, Frank Glücklich,

Andreas Katschke und Edgar Hummelsheim

Zentralredaktion:

Dr. Thomas Meyer-Lüttge (tm), Tel.: 040 35905-272,

tmeyer-luettge@nord-handwerk.de;

Kerstin Gwildis (kl), Tel.: 040 35905-253,

kgwildis@nord-handwerk.de;

Jens Seemann (jes), Tel.: 040 35905-345

jseemann@nord-handwerk.de

Redaktionsfax: 040 35905-347

Kammerredaktionen:

Handwerkskammer Flensburg,

Andreas Haumann (ah), Johanniskirchhof 1,

24937 Flensburg, Tel.: 0461 866-181,

Fax: 0461 866-184,

A.Haumann@hwk-flensburg.de

Handwerkskammer Hamburg,

Karin Gehle (kg),

Holstenwall 12, 20355 Hamburg,

Tel.: 040 35905-472, Fax: 040 35905-309,

kgehle@hwk-hamburg.de

Handwerkskammer Lübeck,

Ulf Grünke (grü), Breite Straße 10–12, 23552 Lübeck,

Tel.: 0451 1506-202, Fax: 0451 1506-180,

ugruenke@hwk-luebeck.de

Handwerkskammer Schwerin und Landesredaktion

Mecklenburg-Vorpommern,

Dr. Petra Gansen (pg), Friedensstraße 4A,

19053 Schwerin, Tel.: 0385 7417-152,

Fax: 0385 7417-151,

p.gansen@hwk-schwerin.de

Verlagsdienstleister:

zwei:c werbeagentur GmbH, Schanzenstraße 70, 20357

Hamburg, Tel.: 040 4143338-30, Fax: 040 4143338-18

Anzeigenverkauf:

Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag GmbH

Schanzenstraße 7o, 20357 Hamburg

Ansprechpartnerin: Tanya Kumst

Tel.: 040 4143338-44, Fax: 040 4143338-49

E-Mail: tanya.kumst@hbzv.com

Anzeigentarif 2009

Erscheinungsweise: monatlich (24. Jahrgang)

NordHandwerk ist das offizielle Organ der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin. Für

alle im Bereich der genannten Handwerkskammern

in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe ist

der Bezugspreis mit dem Handwerkskammerbeitrag

abgegolten. Für alle anderen Bezieher beträgt der

Bezugspreis jährlich 24,20 € (einschl. Postgebühren

und 7 v. H. Mehrwertsteuer); Einzelverkaufspreis 2,20 €

(einschl. 7 v. H. Mehrwertsteuer). Das Magazin und alle

in ihm veröffentlichten Beiträge und Abbildungen sind

urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Nachdruck und Verbreitung des Inhalts nur mit

ausdrücklicher Genehmigung der Chefredaktion, mit

Quellenangabe und unter Einsendung eines Belegexemplars

an die Zentralredaktion. Vervielfältigungen

von Teilen dieser Zeitschrift sind nur für den innerbetrieblichen

Gebrauch des Beziehers gestattet. Die

mit dem Namen des Verfassers oder seinen Initialen

gezeichneten Beiträge geben die Meinung des Autors,

aber nicht unbedingt die Ansicht der Herausgeber

wieder. Bei Nichterscheinen der Zeitschrift infolge

höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung

der ausgefallenen Ausgaben oder auf Rückzahlung

des Bezugsgeldes.

Druck: Kröger Druck GmbH,

Kronskamp 138, 22880 Wedel,

Tel.: 04103 808-0, Fax: 04103 14775

Design: Selby & Co., Hamburg

Lektorat: Michael Hartmann

Titelfoto: Seemann

Kleinanzeigen_Okt09 22.09.2009 14:29 Uhr Seite 1

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In dieser Ausgabe finden Sie

Beilagen von:

- Engelbert Strauss GmbH & Co. KG

In einigen Ausgaben finden Sie

Teilbeilagen von:

- WEKA Media GmbH & Co. KG

Beilagen in der Ausgabe Lübeck:

- Handwerkskammer Lübeck

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Oktober 2009 NordHandwerk 57


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Handwerkskammer Lübeck

Breite Straße 10–12

23552 Lübeck

Tel. 0451 1506-238

Fax 0451 1506-277

E-Mail: cmueller@hwk-luebeck.de

www.hwk-luebeck.de

58 NordHandwerk Oktober 2009

ANGEBOTE

Bauunternehmen in Gnoien zu verkaufen

NH09/10/01

Gewerberäume für Friseur/Kosmetik

und Fleischerei in Neustadt-Glewe zu

vermieten NH09/10/02

Bäckerei zu verkaufen NH09/10/03

Kfz-Betrieb in Hohlstedt (Nähe Jena,

Weimar) sucht Nachfolger NH/09/10/04

Hwk HamBurg ANGEBOTE

Friseursalon in HH-Uhlenhorst bietet

Teilhaberschaft und Stuhlmiete A09/08/3

Salon in Winterhude bietet Stuhlmiete

für Friseurin mit Kundschaft A09/08/4

Friseursalon in HH-Eimsbüttel zu verk. A09/08/5

Maurerbetrieb in HH-Bergedorf aus

Altersgründen zu verk. A09/08/6

Alteingesessener Friseursalon am Ohlsdorfer

Bahnhof zu verk. A09/08/7

Kleine Buch- und Offsetdruckerei in zentraler

Lage aus Altersgründen zu verk. A09/08/8

Elektrotechnikbetrieb in HH-Poppenbüttel

zu verk. A09/08/9

Firma für elastisch gebundene Schleif- u.

Polierkörper s. innovativen Käufer A09/08/13

Gut eingerichtete Tischlerei bietet

Möglichkeit der Mitnutzung im Bez.

Bergedorf A09/08/15

Kfz-Werkstatt mit Wohnung im Süden

Hamburgs zu verk. A09/08/16

Backbetrieb o. Verkaufsstelle bietet Beteiligung

mit der Option auf Kauf in Eidelstedt

A09/08/17

Autolackierbetrieb bietet Beteiligung

mit Option auf spätere Übernahme in

HH-Billstedt A09/08/19

Sanitärbetrieb in Sasel zu verk. Einarbeitung

möglich A09/08/24

Exklusiver Rollladen- und Jalousiebetrieb mit

Schwerpunkt im Bereich Sicherheit zu verk. A09/08/26

Hwk HamBurg NACHFrAGE

Herrensalon zur Übernahme in zentraler

Lage ges. G09/08/1

Ges. wird ein Friseursalon zur Übernahme

in der Innenstadt o. HafenCity zur

Gründung eines gehobenen Salons G09/08/2

Ges. wird ein Friseursalon zur Übernahme

in Hamburg-Mitte, Altona oder

Eimsbüttel G09/08/3

Gebäudereinigermeister s. Betrieb zum

Kauf G09/08/4

Handwerkskammer Hamburg

Holstenwall 12

20355 Hamburg

Tel. 040 35905-494

Fax 040 35905-208

www.hwk-hamburg.de/

betriebsboerse

Heizungsbaumeister s. Sanitärbetrieb

zum Kauf oder als Beteiligung ab sofort G09/08/5

Hwk FleNsBurg ANGEBOTE

Baugeschäft abzug. o. bietet Beteiligung A101/1/3/4/6/7/8

Zimmerei/Baustoffhandel abzug. bzw.

s. Teilhaber A105/1/2/3/4/5/6

Kleiner Malereibetrieb auf Föhr abzug. A115/1

Landmaschinenhandel und -reparaturbetrieb

abzug. A201/1

Metallbaubetrieb im R. Flensburg abzug. A201/2

Karosserie- und Fahrzeugbaubetrieb

bietet Möglichkeit der Beteiligung

Handwerkskammer Flensburg

Johanniskirchhof 1–7

24937 Flensburg

Tel. 0461 866-132

Fax 0461 866-184

E-Mail: a.gimm@hwk-flensburg.de

www.hwk-flensburg.de

A203/1

Zweiradhandelsgeschäft abzug. A207/1/2/3

Kfz-Betriebe abzug. A209/2/3/4/5/

6/7/8/9/10/11/13

Heizungs- und Sanitärbetrieb abzug.

bzw. bietet Beteiligung A215/1/2/3/4

Installateur- und Heizungsbau- sowie Elektroinstallateurbetrieb

im R. Kiel abzug. A215/6

Elektroinstallateurbetrieb abzug. A218/1/2/3/4/

6/7/8

Vertragswerkstatt für Haushaltsgeräte

abzug. A218/5

Zertifizierter EMA-/BMA/Elektroinstallateurbetrieb

mit Einzugsbereich Schleswig-Holstein

abzug. A218/9

Unterhaltungselektronik-Fachgeschäft

abzug. A222/3

Tischlereien abzug. A301/1/2/3/4/5/

6/7/8/10

Schuh- und Schlüssel-/Stempeldienst

an der Westküste abzug. A413/1

Polsterei an der Ostküste abzug. A418/1

Bäckereien/Konditorei abzug. A501/1/3/4/5

Fleischer-Fachgeschäft abzug. A503/1/2

Friseurgeschäfte abzug. A607/1-12

Handbuchbinderei abzug. A 708/1

Kosmetiksalon abzug. A8637/2/3

Hwk FleNsBurg NACHFrAGE

Dipl.-Ing. s. Betrieb im Bereich Öko-Bau N100/1

Betriebswirt s. branchenunabhängig

Betrieb N100/2

Dachdeckerei ges. N106/1

Schlossermeister s. Kunstschmiede o. Ä.

an der Ostküste N201/1

Maschinenbaumechanikermeister s.

Metallbaubetrieb/Schlosserei zwecks

Expansion N201/2

Installateur- und Heizungsbaubetrieb im

Raum Flensburg zwecks Expansion ges. N216/2

Konditormeister s. Konditorei/Café N502/1/2

Augenoptikermeister s. Betrieb N601/1

Dentallabor ges. N606/1

Bestattungsunternehmen ges. N8737/1

Hwk lüBeck ANGEBOTE

Bauunternehmen abzug. A1

Dachdeckerbetriebe abzug. A4

Metallbauerbetriebe abzug. A16

Karosseriebauerbetr. abzug. A18

Informationstechnikerbetr. abzug. A22

Kfz-Betriebe abzug. A23

Installateur-/Heizungsbauerbetriebe

abzug. A27

Elektrotechnikerbetriebe abzug. A29

Tischlereien abzug. A38

Rollladen-/Jalousiebauerbetrieb abzug.

A40

Bootswerft abzug. A41

Bäckereien/Konditoreien/Eiscafé abzug.

A57

Fleischereibetriebe abzug. A59

Augenoptikerbetr. abzug. A63

Friseur-/Kosmetiksalons abzug. A68

Textilreinigungen abzug. A69

Hwk lüBeck NACHFrAGE

Maurermeister su. Betriebe B1

Zimmerermeister su. Betriebe B3

Malermeister su. Betriebe B13

Metallbauermeister su. Betriebe B16

Feinwerkmechanikerbetrieb ges. B19

Kfz-Meister su. Betriebe A23

Installateur- u. Heizungsbauermeister

su. Betriebe B27

Elektrotechnikermeister su. Betriebe A29

Tischlermeister su. Betriebe B38

Bäcker-/Konditormeister su. Betriebe B57

Augenoptikermeisterin su. Betrieb A63

Friseurmeister su. Betriebe B68

BETRIEBSVERMITTLUNG (Auszug)

Angebote und Nachfragen von Beteiligungen oder

ganzen Unternehmen können der jeweiligen Handwerkskammer

mitgeteilt werden. Interessenten für

die hier veröffentlichten Angebote und Nachfragen

wenden sich bitte ebenfalls unter Angabe der Chiffre

an die zuständigen Handwerkskammern.

Handwerkskammer Schwerin

Friedensstraße 4A

19053 Schwerin

Tel. 0385 7417-152

Fax 0385 7417-151

E-Mail: p.gansen@hwk-schwerin.de

www.hwk-schwerin.de

Gewerbeflächenvermittlung

Handwerkskammer Hamburg

Tel. 040 35905-363

Fax 040 35905-506

www.hwk-hamburg.de/

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