Weihnachten 2010 - St. Martin und Severin

stmartinundseverin.de

Weihnachten 2010 - St. Martin und Severin

Südkur er

Katholische Kirchengemeinde St. Martin und Severin

November 2010

Menschen

Tiere

Impressionen

Foto: Fred Schneider


2 Südkurier November 2010

Inhalt

Vorwort des Pfarrers 3

Dank für Hochwasserhilfe 3

Adveniat 2010 5

Kinderseite: Paula ist sauer 21

Die Kirchen subventionieren

den Staat 23

Bücher teilen 24

Orgel für Alt-St. Martin -

Zwischenbilanz 29

Adressen 32

Termine

Predigtreihen im Advent 4

Nightfever 6

Sternsingeraktion 2011 6

Gottesdienst für Verliebte

und Paare 27

Kommunionempfang für Kranke 27

Kleinkindergottesdienste 27

Dekanatswallfahrt 2011 27

Jubiläumsgottesdienst 2011 27

Kirchenmusik Advent und

Weihnachten 29

P. Alfons Höfer:

„Für wen haltet ihr mich?“ 15

Gottesdienste Advent und

Weihnachten 30

Sonn- u. Feiertagsmessen 31

Gemeinde

Klausurtag des

Pfarrgemeinderates 10

Müssen Großprojekte scheitern? 11

Auf dem Weg zu einer

Pfarrgemeinde 12

Neuigkeiten von Fagos 22

Fairtrade ist jetzt dabei 13

Blick über den Tellerrand

Eine Welt 13

Impressum Herausgeber

Redaktionsteam

Südkurier

Pfarrbrief der katholischen

Kirchengemeinde

St.Martin und Severin

Bonn-Bad Godesberg

suedkurier@stmartinundseverin.de

Menschen

Ein Geburtstagsfest 7

Wir sind nun auch dabei! 8

Unsere Besuchsdienste 9

Menschen helfen Menschen 14

Nachruf Frau Krämer 3

Pfarrmitteilungen 28

Tiere

Und wenn ein Pferd gekommen

wäre? 25

Kirchengemeinde

St. Martin und Severin

v.i.S.d.P

Pfarrer Helmut Powalla

Druck

Gemeindebriefdruckerei,

Groß Oesingen

www.stmartinundseverin.de/suedkurier-archiv

Fotos

Erstes Treffen

Kommunionkinder 2011 18

Sankt Martins-Fest in

Muffendorf 22

Impressionen

„eine leise Art zu sein“ - Ausstellungsnachlese 16

Forum Albertus Magnus Plus besucht Römervilla 15

Das Leben auf fünf Kontinenten - Ferienspielaktion 19

Eine feurige Angelegenheit - Messdiener in Rom 20

Krankensalbung 18

Erntedankfest 25

Schöpfung und Gemeinde (er-)leben 26

Fred Schneider, Bernd Brienen,

Ursula Dobelke, Rita Fassbender,

Rebekka Koller-Walbröl,

Margret Vogt, Daniela Witte

Layout

Stefan Walbröl


November 2010 Südkurier 3

Liebe Schwestern und Brüder,

der vorliegende Südkurier zeigt

wiederum die Vielfalt und Lebendigkeit

unserer Gemeinde St. Martin

und Severin, für die ich allen, die

dazu beitragen, nur voller Hochachtung

Dank sagen kann.

Es ist eine große Freude, das Engagement

so vieler Kinder, Jugendlicher

und Erwachsener – Ehren- und

Hauptamtlicher – erleben zu dürfen.

Unter dem Motto „Aufbruch“ haben

wir 2009 den Weg als neue Gemeinde

St. Martin und Severin begonnen.

„Aufbruch“ ist nicht ein einmaliges

Geschehen, sondern ein ständiger

Prozess.

Konkret heißt dies: Schauen, was

wir zusammenführen sollen und

Vielen Dank!

In der letzten Ausgabe des Südkuriers

haben wir an dieser Stelle um

Sach- und Geldspenden für die Geschädigten

der Hochwasserkatastrophe

in Mehlem gebeten. Sie, unsere

Leser, sind dieser Bitte spontan und

großzügig nachgekommen. Dadurch

konnte vielen Menschen Hilfe zuteil

werden. Im folgenden geben wir die

Freude und den Dank eines Spendenempfängers

wieder.

Die Redaktion

Nachruf

Mit Bestürzung erfuhren wir,

dass Frau Franziska Krämer am 21.

Oktober 2010, kurz vor Vollendung

ihres 75. Lebensjahres, nach kurzer

ebenso schauen, was an Gewachsenem

erhalten bleiben soll, aber auch

unseren Lebensraum genau betrachten

und neue Herausforderungen annehmen.

„Aufbruch“ darf sich nicht auf

die Betrachtung von Strukturen

beschränken, sondern aufbrechen

heißt, sich die Hirten von Betlehem

und die Weisen zum Vorbild zu nehmen

und zum Kind in der Krippe

aufzubrechen, ihm sein Herz zu öffnen

und anschließend zurückzukehren

in den Alltag des Lebens, um

von Gottes Güte zu erzählen: denn

der Herr hat Großes an uns, an allen

Menschen getan.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen

allen und auch allen, mit denen Sie

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun ist es über 3 Monate her, dass

wir hier in Mehlem die Regenflut überstehen

mussten. Das Gröbste ist zwar

überstanden, aber der Keller erinnert

immer noch an die Flut. Es wird alles

in allem noch dauern, bis wir wieder

in einem "Normalzustand" sind.

Mit diesem Schreiben mchten wir

uns als Familie sehr herzlich bei Ihnen

und allen anderen Unterstützern der

Mehlemer Hochwasseropfer bedanken.

Es ist sehr außergewöhnlich von

einer kirchlichen Einrichtung so viel

Unterstützung zu erhalten. Öffentliche

Stellen haben diesbezüglich nicht ge-

Krankheit verstorben ist. Als Vorsitzende

des Pfarrgemeinderates

von Frieden Christi und der Pfarrverbandskonferenz

prägte sie viele

Jahre lang das Leben der Gemeinde

und des Seelsorgebereichs Bad Godesberg

Süd. Nach der Bildung der

großen Gemeinde St. Martin und

Severin war sie aktives Mitglied des

Kirchenausschusses Frieden Christi,

der ihrem Engagement viele Impulse

verdankt.

Das „Forum Albertus Magnus“,

dessen Leitung sie von Anfang an

übernommen hatte, ist ohne ihre

Mitarbeit kaum vorstellbar. Ihre

Ideen und ihre Gesprächsleitungen

machten das Forum zu einer Bil-

verbunden sind, – auch im Namen

des Pastoralteams – ein gnadenreiches

Weihnachtsfest 2010 sowie ein

von Gott gesegnetes Jahr 2011.

Ihr

Helmut Powalla, Pfarrer

handelt, zumindest nicht, dass wir es

wüssten, oder selber einbezogen wurden.

Das Schöne bei dem ganzen Geschehen

war, dass wir gerade am

Frühstückstisch saßen und Gott um

finanzielle Hilfe baten für die Wiederherstellung

unseres Kellers. Wir hatten

gerade Amen gesagt, da schellte

es. Und wir bekamen einfach so 1.000

Euro in die Hand gelegt. Wir waren

überrascht, erstaunt und dankbar für

die wirklich schnelle Gebetserhörung,

wie man sich vorstellen kann.

Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Name ist der Redaktion bekannt

dungseinrichtung, die weit über die

Grenzen der Gemeinde bekannt geworden

ist.

Ein Herzensanliegen war ihr der

Dienst als Kommunionhelferin und

Lektorin in Frieden Christi.

Dankbar rufen wir ihr zu: Franziska

Krämer hat sich um die Gemeinde

verdient gemacht!

Wir vertrauen darauf, dass sie

den Vers 8 des Psalms 63 auf ewig in

Gottes Herrlichkeit singen kann:

„Ja, du wurdest meine Hilfe; Jubeln

kann ich im Schatten deiner Flügel.“

Helmut Powalla, Pfarrer

Foto: Lars Bergengruen


4 Südkurier November 2010

Predigtreihen im Advent

St. Severin

Der Messias

…Der erwartet wird

…Der gekommen ist

…Der kommt

…Der kommen wird,

Eine Predigtreihe über messianische

Erwartung und Erfüllung für

die Christen unserer Zeit.

Während der Adventszeit wird P.

Clemens van Weelden OFM in der

Kirche St. Severin, Mehlem, Samstag

abends um 18:30 Uhr die Eucharistie

feiern. Jede Woche steht die Gestalt

des Messias im Mittelpunkt der Predigt.

Wir fangen an mit den Erwartungen

des Jüdischen Volkes. Wie wichtig

sind die Erwartungen des Messias

im Jüdischen Glauben und wie

sieht die Gestalt des Messias aus?

In der zweiten Predigt sehen wir,

wie Jesus gesehen wurde als der verheißene

Messias und in wieweit die

Erwartungen Israels in Ihm erfüllt

sind, wie in den Schriften des Neuen

Testaments betont wird.

In der dritten Predigt handelt es

sich darum zu bezeugen: Wenn Je-

sus nicht in unserem Leben geboren

wird, ist sein Kommen für uns umsonst.

In der letzten Predigt denken wir

nach über die Bedeutung der Aussage:

Ich glaube, dass er kommen wird,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Während der Adventszeit wird

Monsignore Mensing an den Sonntags-

und Vorabendmessen über das

Thema „Gott kommt herab“ predigen.

1. Advent

Gott kommt herab (vgl. Ex 19,20) - Inhalt

und Zentrum der Offenbarung

2. Advent

Gottes Geist schwebt über den Wassern

(Gen 1,2) - Schöpfung im Geist

3. Advent

Gottes Geist wird ausgegossen über

alles, was lebt (Joel 3,1) - Gottes Gesetz

in unserem Innern

4. Advent

Heiliger Geist wird über dich kommen

(Lk 1,35) - Empfängnis der

Sohnschaft

Weihnachten

INCARNATIO

Frieden Christi

Forum Liturgie:

Hoffnung

Pfarrer Haermeyer bietet auch

diesen Advent wieder ein Projekt zur

gemeinsamen Gestaltung eines Gottesdienstes

an.

Die Termine entnehmen Sie bitte

dem hier abgedruckten Plakat.


November 2010 Südkurier 5

Von Margret Vogt

Wenn man das Motto der diesjährigen

Aktion Adveniat liest: „Ihr

werdet meine Zeugen sein“, womit besonders

das Engagement der Laien

in den Blick genommen wird, so zeigen

sich erstaunliche Parallelen in

den Ländern Lateinamerikas und in

Deutschland: Hier wie dort gibt es die

Herausforderungen der Säkularisierung.

Nicht-katholische Glaubensgemeinschaften

nehmen zu. Es gibt in

vielen Gemeinden Priestermangel. In

Lateinamerika und in Deutschland

sind die Laien herausgefordert, als

missionarische Kirche zu wirken. In

Honduras zum Beispiel stehen 440

Priester 17.000 „Delegados de la palabra“

Wörtlich übersetzt „Delegierte

des Wortes“ gegenüber, die „Wort-Gottes-Feier“

leiten, ohne dass ein Pries-

Adveniat 2010

Im Mittelpunkt stehen die Laien

ter anwesend ist. Das Engagement der

Laien umfasst alle drei Bereiche des

kirchlichen Handelns: Die Liturgie,

die Verkündigung und die Diakonie.

In der Tat können wir in Deutschland

von der Kirche dort lernen: Wie das

Engagement der Laien wertgeschätzt

wird und wie Laien im Wort Gottes

einen Wegweiser für ihren oft schwierigen

Alltag sehen.

Aber eines ist anders: In Brasilien,

El Salvador und Honduras, den drei

Ländern, die in diesem Jahr besonders

in den Blick genommen werden, ist die

Mehrheit der Katholiken bettelarm.

Und wenn bei uns über den Rückgang

der Kirchensteuermittel geklagt wird,

die finanzielle Ausstattung der Diözesen

dort ist viel schlechter. Die lateinamerikanischen

Christen brauchen

unsere Hilfe in Form unserer Adveniatspende

zu Weihnachten! In diesem

Wir sorgen nicht nur für vier Wände.

Wir sorgen für ein kleines Stückchen Heimat.

Menschen ein Zuhause geben – nur eins von jährlich rund 3.300 Projekten, die wir

in Lateinamerika fördern. ADVENIAT ist das größte Lateinamerika-Hilfswerk Europas.

Mit Ihren Spenden helfen wir den Menschen in Lateinamerika, sich selbst zu helfen.

Helfen Sie mit!

Spendenkonto 345 | Bank im Bistum Essen | BLZ 360 602 95

www.adveniat.de

Jahr sollen davon besonders Projekte

zur Förderung der Laien finanziert

werden. Dass unser Geld bei Adveniat

in guten Händen liegt, zeigen die Förderkriterien:

90% der Spenden kommen

direkt den Hilfsprojekten zugute.

Es werden Projekte gefördert, die

die „Zeichen der Zeit“ aufgreifen und

in Treue zum Zweiten Vatikanischen

Konzil stehen: Alle Projekte wissen

sich der Option für die Armen verpflichtet.

Es werden Frauen, Jugendliche

und besonders die indigenen oder

afroamerikanischen Bevölkerungsgruppen

gefördert. Dabei wird auf

Transparenz und auf solide Abrechnungen

Wert gelegt.

Ist es nicht ein positiver Aspekt

der Globalisierung, wenn wir mit den

Katholiken Lateinamerikas in ein gegenseitiges

Geben und Nehmen eintreten?


6 Südkurier November 2010

Von Margret Vogt

Wenn die Gemeinde St. Martin

und Severin für den 18. Dezember

zum vierten Male zum Nightfever

nach St. Martin einlädt, fragen sich

sicher viele, was es mit dieser Veranstaltung

auf sich hat, die besonders

die Jugendlichen anspricht, zu der

aber auch Erwachsene willkommen

sind. Das erste Nightfever wurde im

Oktober 2005 nach dem Weltjugendtag

gefeiert. Junge Leute wollten ihre

Glaubenserfahrung und ihre Freude

am Glauben weitergeben. Mittlerweile

hat die Idee in 25 Städten und

Dörfern in Deutschland und einigen

Nachbarländern Nachahmung gefunden.

Kennzeichnend für das Nightfever

ist eine einladende Atmosphäre.

Jeder ist willkommen und eingeladen,

einige Zeit bei Kerzenlicht zu

verweilen. Die Veranstalter haben

den Glauben, dass Christus in der

Form des Brotes gegenwärtig ist.

Ihm können sich die Teilnehmer öffnen,

brauchen sich nicht zu verstellen,

brauchen nichts zu leisten. Sie

können vor Gott bringen, was sie bedrückt

und froh macht, sie können

einfach da sein. Das ist Gebet. Musik

Von Olivia Höffinger

Prächtige Gewänder, funkelnde

Kronen und leuchtende Sterne:

Am 3. und 4. Januar 2011 sind

die Sternsinger der Südpfarrei wieder

in den Straßen von Bad Godesberg

unterwegs. Mit dem Kreidezeichen

„20*C+M+B+11“ bringen sie als

die Heiligen Drei Könige den Segen

„Christus segne dieses Haus“ zu den

Menschen und sammeln für Not leidende

Kinder in aller Welt. Wegen

der Größe des Pfarrgebietes schaffen

die Sternsinger es nicht, während der

Aktion alle Haushalte zu besuchen.

Wer den Besuch der Sternsinger

Nightfever

18.12.2010 in St.Martin mit Weihbischof Dr. Heiner Koch

und Psalmen, die gelesen werden, regen

an, das Gebet zu vertiefen.

Bei jedem Nightfever stehen Priester

für Gespräche zur Verfügung. Sie

hören zu, geben Rat und sind absolut

diskret. Es gibt auch die Möglichkeit,

das Sakrament der Versöhnung zu

empfangen.

Neben dem persönlichen Gebet

gibt es auch die Möglichkeit, in einem

Anliegen für sich beten zu lassen. Das

Gebetsanliegen wird auf einen Zettel

geschrieben, und die Ordensschwestern

des Karmeliterinnenklosters in

Kinder zeigen Stärke

Sternsingeraktion 2011

wünscht, kann sich über die in den

Kirchen ausliegenden Listen anmelden.

Foto: Stefan Walbröl

Köln erhalten die Zettel und nehmen

die Anliegen in ihr Fürbittgebet auf.

Am 18. Dezember wird darüber

hinaus Bischof Koch den Jugendlichen

für ein Glaubensgespräch zur

Verfügung stehen.

Das Nightfever hat schon viele

junge Menschen, aber auch jüngere

und ältere Erwachsene angesprochen.

Deshalb die herzliche Einladung,

am 18. Dezember um 17 Uhr

nach St. Martin zu kommen. Dort

beginnt das Nightfever mit einer Eucharistiefeier:

„Kommt und seht!“

Foto: Fred Schneider

Neben den pfarreigenen Projekten

wird durch das gesammelte Geld

das diesjährige Beispielland Kam-


November 2010 Südkurier 7

bodscha unterstützt. Mit dem Leitwort

„Kinder zeigen Stärke“ wollen

die Mädchen und Jungen deutlich

machen, dass auch Kinder mit einer

Behinderung in den so genannten

Entwicklungsländern immer wieder

neu Stärke zeigen. Ohne Beine Fußballspielen?

Ohne Hände schreiben?

Im Rollstuhl tanzen? In Kambodscha

zeigen Kinder, dass genau diese

Dinge möglich sind! Sie machen

deutlich, dass man mit einer Behinderung

fast alles erreichen kann,

wenn man nur an sich glaubt und die

nötige Unterstützung bekommt. In

den sogenannten Entwicklungslän-

Von Dorothee und

Elisabeth Schwüppe

Am Sonntag, dem 5. September,

konnte das Pfarrzentrum Frieden

Christi wieder einmal zeigen, was es

leisten kann: Es gibt den Rahmen zu

ganz wunderbaren Festen. Und die

tatkräftigen Heiderhofer wissen immer

noch, wie man Feste feiert.

Ab 7 Uhr morgens fanden sie sich

ein: mehr als 20 Menschen zwischen

12 und 80 Jahren, alle bereit, einen

liebevollen, großartigen Menschen

mit einem großen Fest zu würdigen.

Es war eine Freude zu beobachten,

wie Jung und Alt, Frauen und Männer

fröhlich miteinander arbeiteten.

Mit 900 fast professionell angerichteten

Häppchen und 2 großen Töpfen

frischgekochter Suppe konnten der

Kirchausschuß, die kfd-Frauengemeinschaft,

die Messdiener und ihre

Eltern mehr als 300 Gäste bewirten.

Foto: Fred Schneider

dern fehlt es jedoch meist vollständig

an dieser Unterstützung und an

Konzepten für gemeinsames Lernen

von Kindern mit und ohne Behinderung.

Eigene Förderschulen gibt es

meist nicht – erst recht nicht in ländlichen

Gebieten, wo oft der Großteil

der Bevölkerung lebt. Fehlende Infrastruktur,

mangelndes Wissen über

den Umgang mit Kindern mit einer

Behinderung und fehlende Hilfsmittel

verschlechtern die Situation zusätzlich.

In armen Ländern haben

Kinder und Erwachsene mit einer

Behinderung oftmals kaum Chancen

auf eine Schulbildung oder be-

Ein Geburtstagsfest

Denn es galt, den 80.Geburtstag

von Monsignore Roman Mensing zu

feiern, der seit 15 Jahren – nach seiner

Pensionierung als Direktor eines Bischöflichen

Gymnasiums im Bistum

Paderborn – unter uns lebt und uns

vorlebt, was man alles aus seinem

Ruhestand machen kann. Half er zunächst

nur auf dem Heiderhof aus, so

sieht man ihn heute in allen fünf Kirchen

der Gemeinde St. Martin und

Severin. Junge und Alte lieben und

vertrauen ihm; er kümmert sich um

die Messdiener und um die Bewohner

vom „Haus Heiderhof “, er segnet

die Tiere und feiert die Christmette

mit den Kindern und ihren Eltern;

er ist geschätzter Gesprächspartner

in der Ökumene und darüberhinaus

im Interreligiösen Arbeitskreis.

Und wohin er auch kommt, breitet

er den Frieden aus. Die ganze große

Gemeinde St. Martin und Severin hat

ihm unendlich zu danken.

zahlte Arbeit. Die meisten führen ein

Leben in Ausgrenzung und Armut.

Auch darauf wollen die Sternsinger

mit ihrem Engagement hinweisen.

Sie zeigen ebenfalls Stärke, wenn sie

sich für benachteiligte Gleichaltrige

in aller Welt einsetzen.

Sie haben Fragen zu dem Besuch

der Sternsinger bei Ihnen zu Hause?

Ihr Kind möchte auch als König

verkleidet durch die Straßen gehen

und den Segen austeilen?

Kontakt: Rebekka Koller-Walbröl,

Mechthild Amendt und Olivia Höffinger

Foto: Fred Schneider

Zu Beginn des Festgottesdienstes,

zelebriert von Msgr. Mensing, Pfarrer

Powalla und P. Höfer SJ, blickte

der Jubilar erstaunt in die Runde:

Mit allen Messdienern, dem Chor

und vielen, vielen Gläubigen aus nah

und fern war die Kirche bis auf den

letzten Platz gefüllt, wie schon lange

nicht mehr – „vielleicht ein bisschen

meinetwegen?“ fragte er in seiner Begrüßung.

Ganz gewiß seinetwegen feierten

wir anschließend das Geburtstagsfest

im festlich geschmückten Forum

mit vielen Gästen, herzlichen Reden,

guter Bewirtung und der gewohnten

Gastfreundschaft, zu der sich unser

schönes Haus so sehr eignet. Und unter

Leitung von Herrn Langenbach-

Glintenkamp sangen alle Festgäste

im vielstimmigen Chor den Geburtstagswunsch:

„Viel Glück und viel Segen!“


8 Südkurier November 2010

Wir sind nun auch dabei!

Frau Pizzuto und Frau Bergmann stellen sich vor

Von Grazia Pizzuto

Seit 1. September bin ich als Kirchenmusikerin

in St. Martin und Severin

tätig. Ich komme aus Heilbronn

und habe mein Kirchenmusikstudium

in Rottenburg am Neckar absolviert.

Mein Schwerpunkt wird die

musikalische Arbeit mit Kindern

und Jugendlichen sein.

Die ersten Proben mit dem Kirchenchor

und den Kinderchören

sind gut angelaufen und mir macht

die Arbeit sehr viel Freude. Ich wurde

herzlich aufgenommen und freue

mich auf meine weitere Tätigkeit.

Von Stefanie Bergmann

Foto: Fred Schneider

Ich bin jetzt 33 Jahre alt und

wohne in Lannesdorf. Seit dem 1.

Juli 2010 habe ich 7 Wochenstunden

Küsterdienste in unserer Gemeinde

übernommen. Ich übe diesen Dienst

vornehmlich an den Kirchen St. Albertus-Magnus

und St. Severin aus.

Da mich noch nicht alle kennen,

möchte ich mich Ihnen vorstellen:

Aufgewachsen bin ich in Pennenfeld.

Die Pfarrgemeinde St. Albertus-

Magnus (SAM) war seit meiner Taufe

bis zu meiner Volljährigkeit meine

Heimatpfarrei.

Früher war ich vor allem ca. neun

Jahre lang mit großer Freude und

echtem Eifer Messdienerin. Zudem

war ich als Jugendliche zeitweise

verantwortlich für die damalige Teestube

und Jugendvertretung im PGR

und im Festausschuss. Die in meiner

Heimatpfarrei gesammelten Erfahrungen

waren prägend und begleiteten

mich durch all die Jahre meiner

Abwesenheit. Noch heute fühle ich

mich der Gemeinde sehr verbunden.

Um so mehr freut es mich, seit dem

1. Juli diesen Jahres wieder in den alt

vertrauten Gemäuern meinen Dienst

für Gott und die Gemeinde tun zu

dürfen.

Nach meiner Zeit als Messdienerin

machte ich das Abitur und hängte

zusätzlich noch das Wirtschaftsabitur

an. Ich schloss eine solide Ausbildung

zur Groß- und Außenhandelskauffrau

bei einem mittelständischen

Familienunternehmen in Bonn

an. Im letzten Viertel meiner Ausbildung

und ein Jahr danach arbeitete

ich als Assistentin des Einkaufleiters

und bewarb mich anschließend auf

der Karriereleiter nach „oben“ als

Einkaufsassistentin bei einem Weltkonzern

in Köln. Dort merkte ich

aber schnell, dass die „große“ Karriere

in einem Ellenbogensystem nicht

meinem Wesen entsprach und wechselte

zu einer Autovermietung nach

Bonn.

Knapp ein Jahr nach meinem Antritt

dort wurde mir die Diagnose

Krebs gestellt.

Ich spreche hier so offen darüber,

weil damals viele Gemeindemitglieder

vor allem in SAM schnell davon

Kenntnis erhielten und entsprechend

schockiert waren. Ich weiß, sie

haben ganz intensiv für mich gebetet,

und noch heute fragen viele Menschen

immer wieder nach, wie es mir

inzwischen geht. Ich hatte immer gehofft,

mich eines Tages einmal für all

die mentale Unterstützung bedanken

zu dürfen, wusste nur nicht, wie

ich möglichst alle erreichen kann –

nun möchte ich diese Gelegenheit

hier nutzen: Herzlichen Dank für all

die mentale Unterstützung und für

die Gebete!

Diese Zeit meiner Erkrankung

und Behandlung veränderte mich

sehr stark. Nicht nur äußerlich. Vor

allem innerlich befand ich mich in

einem großen Wandel, dessen Auswirkungen

mir später erst bewusst

wurden. Ich folgte meinem inneren

Impuls und das war nicht immer

leicht und schon gar nicht sicher,

aber letztendlich immer gut.

So studierte ich nach meiner langen

Behandlung zunächst ein paar

Semester Theologie, um mich mehr

mit meinem Leben, dem Erlebten

und Gott auseinandersetzen zu können

und evtl. später einmal in der

Seelsorge im weitesten Sinne tätig

zu werden. Da ich vom Wesen her jedoch

eher ein praktisch veranlagter

Mensch bin, erschien mir die viele

Theorie zu trocken und zu langatmig,

was der ausschlaggebende Punkt

war, das Studium abzubrechen. Ich

wollte schnell aktiv mit Menschen zu

tun haben.

Durch Zufall kam ich als Quereinsteigerin

an eine Grundschule, in der

ich zunächst Hausaufgaben betreuen

sollte. Die Aufgaben wurden bald

mehr und im Rahmen einer OGS (Offenen

Ganztagsschule) entwickelte

ich zusätzlich eine eigene Flöten-AG.

Die Kinder taten mir gut. Die Kinder

mochten mich. Die Arbeit machte

mir richtigen Spaß. Und ich lernte

den Wert und den Sinn meiner Tätigkeit

schätzen. Daher arbeite ich nun

schon seit zwei Jahren fest an einer

anderen OGS, seit einem Jahr leite

ich dort eine Gruppe von 25 Kindern

im Alter zwischen 6 und 10 Jahren.

Da ich auf Dauer auf ein Auto angewiesen

bin, musste eine zusätzliche

Tätigkeit her. Wieder einmal

durch Zufall kam ich zur jetzigen

Tätigkeit als Küsterin u. a. in meiner

Heimatpfarrei. Es gäbe für mich keine

bessere Zusatzaufgabe!

Ich mag diese Arbeit und sie passt

zu mir. Auch hier bin ich in Kontakt

mit Kindern und Jugendlichen

(so denn Messdiener zu den Messen

da sind) und bekannten wie neuen

Gesichtern. Zudem freue mich sehr

über die vertraute Kirchenatmosphäre

und darüber, dass ich wieder

offiziell den so geliebten Altarbereich

betreten darf.

Schon jetzt ein herzliches Dankeschön

für die freundliche Wiederaufnahme

in die Gemeinde im Rahmen

meiner Tätigkeit. Ich freue mich

sehr.

Viele Grüße und bis bald


November 2010 Südkurier 9

Von Daniela Witte

Kennen Sie eigentlich…unsere Besuchsdienste?

Wer verbringt schon gerne seinen

Geburtstag alleine? Wie schön ist es,

liebevoll beglückwünscht zu werden.

Die ehrenamtlichen Helferinnen

unserer Besuchsdienste leisten einsamen

Menschen Gesellschaft.

Um Genaueres über die Tätigkeit

eines Besuchsdienstes zu erfahren,

besuchte ich Frau Nettekoven und

Frau Pieper. Beide führten mit mir

ein repräsentatives Gespräch im Namen

aller Mitarbeiterinnen dieses

unerlässlichen Ehrenamtes.

Zum wesentlichen Vollzug des

Gemeindelebens gehört der Dienst

am Nächsten, beginnen Beide. Die

Gemeinde hat die Mission, aufeinander

zuzugehen, einander zu begleiten,

miteinander zu reden und

füreinander zu sorgen. Mit unseren

Besuchen beabsichtigen wir, denen

ein Bruchstück des Gemeindelebens

zu erhalten, denen die Teilnahme aus

eigener Kraft nicht möglich ist oder

die aus irrigem Anstand niemandem

zur Last fallen wollen. Darum widmen

wir uns vorwiegend älteren und

kranken Menschen. Wir hoffen, den

Zusammenhalt und die Gebete der

Gemeinde zu vermitteln und Wohlgefühl

zu schenken.

In derzeitiger Gesamtbesetzung

besteht unser Kreis seit über zwanzig

Jahren, erzählen sie. Während dieser

Zeit entwickelten alle Mitglieder individuelle

Fähigkeiten und entdeckten

verborgene Talente, die es galt

,sinnvoll in unsere Aktivitäten einzubinden.

Gleichwohl stieg die Zahl der

älteren und kranken Gemeindemit-

glieder. Der Besuchsdienst gliedert

sich heute in die Besuchskreisdienste

Pennenfeld und Muffendorf. Neben

kontinuierlichen Besuchen daheim

und dem Geburtstags-Besuchsdienst,

an denen wir die Jubilare runder Ehrentage

persönlich gratulieren, bildeten

sich der Krankenhaus- und

Altenheim-Besuchsdienst. Nach wie

vor sind wir bemüht, Wunschkarten

zu Wiegenfesten und Feiertagen

durch persönliche Besuche zu ersetzten.

Leider, höre ich beide wehmütig

sagen, fehlt es uns noch immer an ehrenamtlichen

Helferinnen. So können

wir manchen Besuchswunsch nur

mittel- bis langfristig erfüllen oder

eben nur runde Geburtstagsjubilare

aufsuchen, obwohl sich unleugbar

eine Seniorin oder ein Senior mit beispielsweise

73 Jahren gleichermaßen

freuen würden.

Insgeheim wünschen wir uns, sagen

sie bescheiden, dass dieser Artikel

bei den Leserinnen und Lesern

Enthusiasmus und Leidenschaft

weckt, selbst Teil unserer Gruppe zu

werden, denn folgerichtig sind auch

wir nach bereits 20-jähriger Tätigkeit

älter geworden. Nachwuchs und Zuwachs

würden uns mit Wohlbehagen

und mit Zuversicht für die Zukunft

unseres Dienstes erfüllen.

Abschließend fragte ich: Was haben

Sie davon? Die prompte Antwort

kam einstimmig: Durch das entgegengebrachte

Vertrauen, die persönliche

Verbundenheit und die spürbare

Freude derer, die wir besuchten

und besuchen, werden wir zu Beschenkten.

Beeindruckt von der hingebungs-

Seelsorgegespräch und Lebensberatung

Das Leben ist kein gerader Weg.

Krisen und Umbruchsituationen sind

unsere alltäglichen Herausforderungen.

Schmerzliches und Unverständliches

geschieht.

Das hat Auswirkungen auf die

Seele. Die Veränderungen werden

entweder bewusst oder auch nur als

ein unklares, aber unangenehmes

Gefühl wahrgenommen.

In solchen Situationen tut es gut

innezuhalten, um zu sich zu kommen

und der Seele Gehör zu schenken.

Für viele ist es heilsam einen Mitmenschen

zu treffen, der wertschät-

zend zuhört und tröstet, helfende

Fragen stellt, um das Wichtige vom

Unwichtigen zu unterscheiden und

neue Schritte begleitet.

Trennung, Trauer, Krankheit, Lebensbrüche,

Entscheidungen, Glaubensfragen.

Brauchen Sie einen

Menschen, der Sie in diesen Dingen

unterstützt?

Als Seelsorgerin und personzentrierte

Beraterin (nach Carl Rogers)

biete ich Ihnen dies in einer Einzelsitzung

oder mehreren Gesprächen in

Folge gerne an.

Frau Nettekoven

Besuchsdienst in Muffendorf

Frau Pieper

Besuchsdienst in Pennenfeld

Fotos: Daniela Witte

vollen und uneigennützigen Nächstenliebe

erinnere ich mich an die

Worte Petrus zum rechten Verhalten

in der Welt: „Dient einander als gute

Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes,

jeder mit der Gabe, die er empfangen

hat’“ (1 Petr 4,10) Und genau das

tun viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen

in unserer Gemeinde, auf dem

Heiderhof, in Muffendorf, in Pennenfeld,

in Lannesdorf und in Mehlem.

Sie stellen seit vielen, vielen Jahren

ihr hochherziges, liebevolles und fürsorgliches

Engagement unter Beweis.

Herzlichen Dank, liebe Frauen!

Wenn dieser Beitrag ihr Interesse

weckt, das Gemeindeleben mit zu gestalten

und Sie sich für einen ehrenamtlichen

Dienst in diesem oder in

anderen Bereichen interessieren, erwarten

wir Sie und freuen uns über

eine Begegnung. Weitere Informationen

finden Sie auf der Homepage der

Kirchengemeinde unter „Wir brauchen

Sie“, oder wenden Sie sich an das

Pastoralbüro.

Ich freue mich, Sie willkommen zu

heißen und Sie in Ihrer persönlichen

Situation zu begleiten.

Ihre Rebekka Koller-Walbröl

Personzentrierte Beraterin (GwG)

Diplom-Theologin

Kontakt: siehe Umschlagrückseite

Foto: Stefan Walbröl


10 Südkurier November 2010

Von Dorothee Schwüppe

Vorsitzende des Pfarrgemeinderates

Der Pfarrgemeinderat der neuen

Gemeinde St. Martin und Severin

sieht sich vor so vielen Aufgaben,

dass „normale“ PGR-Sitzungen einfach

nicht ausreichen, um sich jedem

Problem mit der gebotenen Aufmerksamkeit

zuzuwenden. Deshalb

wurde beschlossen, sich zu einem

Klausurtag zu treffen, um einander

in Ruhe kennenzulernen und sich

ausführlich auszutauschen.

So trafen sich am Samstagmorgen,

dem 25. September, Mitglieder

des Pfarrgemeinderates im Kardinal-Schulte-Haus

in Bensberg. Dr.

Stephan Engels vom Diözesanrat

begrüßte uns und begleitete unseren

Tag mit unendlicher Geduld und

Sachkunde.

Nachdem wir uns in kleinen

Gruppen sehr persönlich über unseren

Glauben ausgetauscht und Vertrauen

zueinander gefasst hatten,

bearbeiteten wir in Arbeitsgruppen

und gemeinsamen Gesprächen die

Themen, die uns am meisten auf der

Seele lagen, nämlich Fragen zum Bereich

der Liturgie: Fronleichnam, die

Von Joachim Schick

Lassen sich ‚Stuttgart 21‘ und ‚Godesberg

2013‘ vergleichen? Auf den

ersten Blick sicherlich nicht, denn

was hat der Bahnhof Stuttgart mit

der Fusion der katholischen Kirchengemeinden

in Godesberg zu tun?

Aber: Der Plan, aus selbstständigen,

recht unterschiedlichen Kirchengemeinden

eine einzige, lebendige

Pfarrgemeinde zu bilden, erscheint

nicht wenigen Christen als ein Großprojekt,

das – von oben verordnet -

an den Interessen und Bedürfnissen

der Betroffenen vorbei geht, am Ende

eine Verschlechterung der Kirche

vor Ort mit sich bringt. Dass unse-

Und wir gingen in uns

Der Klausurtag des Pfarrgemeinderates

Hochfeste, Messzeiten, Patrozinium,

die Pfingsttradition und die Ökumene,

neue spirituelle Formen und Inhalte…

Einige Ergebnisse unserer Überlegungen

können hier (mit einigem

Vorbehalt) bekanntgegeben werden.

Die Gestaltung der Hochfeste soll

zunächst auf die bewährte Weise

fortgesetzt werden, solange die Zahl

der in der Gemeinde tätigen Priester

das erlaubt.

Ein zentrales Fronleichnamsfest/

Prozession wurde diskutiert; aber die

Gemeinde ist flächenmäßig zu groß,

als dass eine gemeinsame Prozession

durchführbar erschiene. Dennoch

wird das Pastoralteam unseren

Traum einer großen, gemeinsamen

Prozession nicht aus dem Auge verlieren.

Das „Patrozinium“ unserer Gemeinde

ist das Fest unserer Pfarrkirche,

also das Martinsfest. Es soll aber

auch die Tradition des „Jubiläumsfestes“

fortgeführt werden: Der Jahrestag

der Gründung von St.Martin und

Severin wird gefeiert mit einer Festmesse

am Sonntag, dem 16. Januar

2011, in St. Albertus Magnus. Ob es

einen anschließenden Empfang o.ä.

re neu gebildete Pfarrgemeinde bereits

nach 4 Jahren mit zwei anderen

Pfarrgemeinden, die bislang kaum

Kontakt hatten, zu einer Riesenpfarrei

fusionieren soll, lässt selbst die

Menschen, die mitgestalten wollen,

am Vorhaben zweifeln. Dass es gegen

dieses Großprojekt Widerstand

gibt, verwundert nicht. Denn unberechtigt

sind die kritischen Einwände

nicht. Stecken doch hinter allen

Bedenken nachvollziehbare Befürchtungen

und Ängste:

In einer Großpfarrei gehen alte

und bewährte Traditionen und

Strukturen verloren.

Ich muss Vertrautes aufgeben

ohne zu wissen, was ich erhalte.

geben soll, wird noch geprüft. Der Januar

eignet sich ja nicht besonders

für ein Gemeindefest. Vielleicht gibt’s

ein gemeinsames Fest im Sommer?

An den einzelnen Kirchorten werden

die Kirchweihfeste zur gewohnten

Zeit gefeiert werden. Bei der

Gestaltung sind auch die Kirchausschüsse

gefragt.

Ein wichtiges Gesprächsthema

war dann das von uns erarbeitete

Pastoralkonzept: Welche darin gestellten

Aufgaben sind schon in Angriff

genommen? Was will noch von

uns bearbeitet werden?

Es wurde zum Schluss vereinbart,

den Kontakt zu Herrn Dr.Engels

nicht abreißen zu lassen; denn eine

Fortsetzung der Klausurtagung zu

einem baldigen Zeitpunkt wünschten

sich alle Anwesenden. Ihnen ist

an dieser Stelle sehr zu danken dafür,

dass sie der Gemeinde einen ganzen

Tag schenkten, um sich in Gemeinschaft

Gedanken zu machen über St.

Martin und Severin. Es ist so wichtig,

in allen Bereichen im Gespräch

zu bleiben! Denn nur, wenn wir miteinander

reden, kommen wir weiter

auf dem Weg, der uns aufgegeben ist:

Aufeinander zu.

Müssen Großprojekte scheitern?

In einer anonymen Großorganisation

werde ich nicht mehr wahrgenommen

und gehört.

Kirche wird mehr ein Verwaltungsapparat

ist als eine lebendige

Gemeinschaft.

Ich wurde in den Entscheidungsprozess

nicht einbezogen und „die

Kirche“ entscheidet - mal wieder - autoritär

von oben herab.

Hierarchische Strukturen der Kirche,

längst überholt, werden fortgeschrieben

und Reformen verhindert.

Schließlich steht die Unsicherheit

im Raum, dass die Bemühungen

um die Entstehung der neuen Pfarrgemeinde

St. Martin & Severin umsonst,

dass alle Projekte und Aktio-


November 2010 Südkurier 11

nen vergebliche Liebesmüh seien.

Dies alles hätte zu Protest oder

stillschweigendem Auszug aus den

Kirchen, zu Verweigerung, Apathie

und Antipathie bei den Gemeindemitgliedern

führen können. Doch

im Gegensatz zu ‚Stuttgart 21‘ sind

in St. Martin und Severin diese Widerstände

und Befürchtungen wahrgenommen,

ernst genommen und

aufgegriffen worden. Bei uns gab es

noch keine Demonstrationen und

Protestaktionen und es musste auch

noch keine Schlichtungsstelle eingerichtet

werden. Im Gegenteil: es ist in

St. Martin & Severin gelungen, viele

Menschen für diesen schwierigen

Prozess zu gewinnen und für eine

ehrenamtliche Mitarbeit zu motivieren.

Woran liegt dies? Was läuft in

unserer Pfarrgemeinde anders?

Wenn ich den Prozess des Zusammenwachsens

und der pastoralen

Neugestaltung von St. Martin & Severin

der letzten zwei Jahre betrachte,

erkenne ich :

Von Anfang an haben die Verantwortlichen

in der Gemeinde den

Prozess der strukturellen, personellen

und pastoralen Veränderung der

Kirche vor Ort öffentlich gemacht

und alle Menschen in der Gemeinde

eingeladen, ihre Ideen und Wünsche,

ihre Befürchtungen und Kritik

zu äußern, den Prozess als pastorale

Notwendigkeit und Chance zu

verstehen und mitzugestalten. So

wurde eine Basis geschaffen für eine

rege Kommunikation. Es entstand

eine Gesprächskultur, die auf Menschen

Rücksicht nimmt, ihre Fragen,

Bedenken und Anregungen ernst

nimmt und aufgreift, ihre vielfältigen

Erfahrungen schätzt.

Aus diesem gemeinsamen Beratungsprozess

entstand ein Pastoralkonzept,

das ein klares christliches

Profil zeigt.

Wir leben und handeln aus dem

Glauben, dass Jesus Christus in unserer

Mitte ist. Er ruft uns. Er lädt uns ein,

seine frohe Botschaft zu hören, uns

danach auszurichten und davon

Zeugnis zu geben.

Wir wollen eine einladende Gemeinde

sein, indem wir dafür Sorge

tragen, dass die Menschen vielfältige

Orte finden, an denen sie Gott begegnen,

ihren Glauben miteinander leben

und feiern und so Heimat finden

können.

Wir wollen die Lebenswirklichkeiten

und Hoffnungen der Men-

schen respektvoll und in Offenheit

füreinander in den Blick nehmen

und unser pastorales Handeln danach

ausrichten.

Wir wollen als Kirche vor Ort im

gesellschaftlichen und politischen

Umfeld Dialogpartner sein und Akzente

setzen, wenn es darum geht,

das Zusammenleben der Menschen

im südlichen Bad Godesberg zu fördern

und zu gestalten.

In diesem Prozess fanden sich viele

Menschen, für die diese Vision von

Kirche so attraktiv ist, dass sie bereit

sind, viel Zeit und Energie für diese

Baustelle „St. Martin und Severin

aufzubringen. Für diese Menschen

gilt, was Pfr. Powalla einmal mit dem

Satz von Antoine de Saint-Exupéry

meinte: „Wenn du ein Schiff bauen

willst, dann trommle nicht Männer

zusammen, um Holz zu beschaffen,

Aufgaben zu vergeben und die Arbeit

einzuteilen, sondern lehre sie die

Sehnsucht nach dem weiten, endlosen

Meer.“

So definiert der Pfarrgemeinderat

sein Selbstverständnis wie folgt:

Wir leben in unserem kirchlichen

Umfeld, nehmen dort bewusst die

Fragen und Erfahrungen der Menschen

wahr und tragen diese als Botschafter

in die Gesamtgemeinde.

Wir reflektieren die Erfahrungen

der Menschen, planen und initiieren

konkrete Schritte, um bei den Menschen

präsent zu sein; dabei nehmen

wir die Traditionen wahr und unterstützen

Neues.

Wir übernehmen als Team, das

sich achtet und gegenseitig unterstützt,

Verantwortung für das Ganze

und sind in allen Kirchen der Gemeinde

zu Hause.

Wir bringen als gewähltes Gremium

von „Laien“ unsere vielfältigen

Erfahrungen und Talente mit ein,

um Kirche als Volk Gottes zu einem

lebendigen Organismus werden zu

lassen; dabei sind wir Mitentwickler,

Gestalter und Realisierer des Pastoralkonzeptes.

Wir wollen Visionäre sein, die als

Christen mitreißend die Frohe Botschaft

in die Gesamtgemeinde tragen.

Deshalb verstehen wir uns als Architekten

der Gemeinde St. Martin

und Severin.

Und die Kirchausschüsse verstehen

ihre Arbeit so: Der Kirchenausschuss


...handelt im Auftrag des PGR und

aus seiner Verantwortung für die

ganze Gemeinde.

...gibt der Kirche vor Ort ein Gesicht:

mit wachen, offenen Augen

und Ohren ist er vor Ort präsent, d.h.

ansprechbar und einladend.

...versteht sich als Mittler zwischen

den Gemeindemitgliedern,

dem PGR und den kommunalen Ausschüssen

und ist so auch Multiplikator

von Ideen, Anregungen und Projekten.

...beteiligt sich aus diesem Verständnis

heraus an der Entwicklung

und Gestaltung des Pastoralkonzeptes.

...hat als Glied im Leib ‚Kirche’

auch berührende Hände, wenn er

z.B. Geburtstagsgrüße überbringt,

neue Mitglieder der Gemeinde begrüßt,

Kranke besucht, Gebetskreise

organisiert und leitet, Öffentlichkeitsarbeit

betreibt oder kommunale

Kontakte pflegt.

Noch ist die „Pfarrgemeinde St.

Martin und Severin“ vielerorts eine

Baustelle, an der die Architekten wie

auch die vielen Bauleute arbeiten .

Noch gibt es Räume, die nicht bewohnbar

sind, andere, die noch leer

stehen, andere, deren neues Aussehen

noch gar nicht bekannt geworden

ist.

Noch werden für einige Räume

auch neue Mieter gesucht, die sich

mit seinen Bewohnern anfreunden.

Doch schon zeigt das neue Haus,

die neue Pfarrgemeinde, nach kurzer

Bauzeit ein deutliches Profil: Im Innern

ist es von verschiedenen Altersgruppen

belebt und lebendig, vieles,

was in den früheren Pfarrgemeinden

vertraut und bewährt war, ist

erhalten und übernommen worden;

es wurde aber auch Platz geschaffen

für Aktivitäten der ganzen Gemeinschaft

und auch für Neues, das zu

einer solchen Lebensgemeinschaft

künftig gehören soll. Aber auch nach

außen ist dieses Haus offen und einladend.

Vielleicht wird dieses „Haus Gottes“

immer eine Baustelle bleiben.

Das meinte der Kirchenvater Augustinus,

der von der „ecclesia semper

reformanda“ (einer Kirche, die immer

wieder erneuert werden muss)

sprach. Doch auch dann lohnt sich

der Einsatz für eine Kirche, in der

nicht Beziehungsarmut, Anonymität,

Egoismus, Gefühlskälte, Sinnlosigkeit

verdoppelt werden, sondern

der Mensch in Richtung auf Bezie-


12 Südkurier November 2010

hungsfähigkeit, Liebe, Hoffnung und

Leben in Bewegung kommt.

Für die neue Pfarrgemeinde hat

sich m.E. dieser Umbau und Neubau

bereits gelohnt und Formen lebendigen

und zukunftsweisenden Christ-

seins hervorgebracht, die nicht mehr

ungeschehen gemacht werden können,

auch nicht vom nächsten Großprojekt

„Godesberg 2013“. Ich bin mir

sicher, dass die Menschen in unserer

Pfarrgemeinde, die erleben, dass sie

„So geht‘s nicht voran!“

als Bauleute Christi in ihrem Glauben

ernst genommen werden und

ihre Gemeinde mitgestalten können,

dieses Selbstverständnis als mündige

Christen behalten und ihr neues

Haus gut gestalten.

Auf dem Weg zu einer Pfarrgemeinde

Eine Zwischenbilanz zum Schmunzeln und Nachdenken

Überlegen Sie bitte selbst, wie Sie den Prozess des Zusammenwachsens unserer Pfarrgemeinde einschätzen

und wo Sie sich in diesem Prozess wieder finden können.

Wissen wir (noch), was unser gemeinsames Ziel ist

und stimmen wir diesem Ziel noch zu?

Wer geht auf unserem Weg mit und

wer kann oder will sich (noch) nicht auf diesen Weg einlassen?

Wo und warum gibt es leider (noch) Schwierigkeiten mit

Kooperation, Zusammenarbeit und Lastenverteilung ?

„Auch das klappt nicht!“

Wer sind die Macher und

warum gibt es noch Menschen,

die ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen noch nicht

in die Gruppe einbringen?

Wo und warum gibt es leider (noch) Schwierigkeiten mit

Kommunikation, Austausch und Beziehungspflege?

„So wird es auch nichts“

Gehen wir alle in demselben Tempo?

Wer bleibt zurück? Warum?

Denkt jeder nur seine eigenen Interessen und Wünsche?

Wo und warum gibt es leider (noch) Schwierigkeiten mit

Koordination, Absprache?

„Es kann so einfach sein“

Im Geist des 2. Vatikanischen Konzils verstehen wir uns als das wandernde

Volk Gottes durch die Zeit.

Dabei vertrauen wir auf die Führung des Heiligen Geistes.

„Wir wissen, dass die Kirche ihre vielfältigen Aufgaben heute nur

erfüllen kann, wenn alle gemeinsam die Zeichen der Zeit erkennen

und deuten und dies zur Grundlage ihres gemeinsamen Handelns machen.“

Aus der Präambel des Pastoralkonzeptes

Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte und müsste. Schicken sie uns Ihre Kritik

und Anregungen und melden Sie sich, wenn sie in unserer Pfarrgemeinde mitarbeiten wollen.


November 2010 Südkurier 13

Von Christine Henk

Von Mark Depew

Der Blick über den Tellerrand

Als sich unsere fünf Kirchengemeinden

zur neuen Pfarrgemeinde

St. Martin und Severin vereinigten,

haben sie viele Schätze mitgebracht,

darunter auch die drei Partnerschaften

mit Olinda in Brasilien, mit Cali

in Kolumbien und mit Mscislaw in

Weißrussland. Und sie haben viele

Fragen mitgebracht und neue Ideen.

Dies alles wurde in den beiden

Gemeindewerkstätten bedacht und

besprochen und hat Eingang ins Pastoralkonzept

gefunden.

Nach vielem Überlegen und informellen

Gesprächen zwischen Menschen,

die teilweise schon seit über

30 Jahren in diesen Bereichen engagiert

sind, nahm sich Margret Vogt

ein Herz und lud zum „Runden Tisch“

ein. So saßen wir in großer Runde gemeinsam

mit Herrn Pastor Powalla

in ihrem Wohnzimmer, um uns gegenseitig

kennen zu lernen und über

unsere Erfahrungen zu berichten.

Wir erzählten von unseren Aktivitäten,

den schönen und den schweren

Erlebnissen, teilten unsere Sorgen

und Befürchtungen miteinander,

sammelten Ideen und Wünsche und

beratschlagten, wie es nun weiterge-

Ab sofort kann man Produkte

aus Fairem Handel in der Südpfarrei

kaufen. Sie haben bei uns zwei Einkaufsmöglichkeiten.

Sie können uns

Sankt Martin und Severin in der Einen Welt –

die Eine Welt in Sankt Martin und Severin

hen könnte.

Das Ergebnis: Wir wollen gemeinsam

weitergehen. Das formelle Dach

unseres künftigen Bemühens um Gerechtigkeit

und Frieden in der Einen

Welt sollte ein Sachausschuss des

Pfarrgemeinderates sein. Also wurden

in einem weiteren Treffen die

Ziele festgelegt und der Antrag an

den PGR formuliert.

Das Ziel ist im Pastoralkonzept

grundgelegt: „Die Botschaft Jesu ist

Liebe. Gerechtigkeit und Frieden sind

Schlüsselbegriffe dieser Botschaft.

Daher sollen sie für uns ein zentraler

Maßstab unseres Handelns als Gemeinde

nach innen und außen sein.

Deshalb halten wir auch weiterhin

an den Partnerschaften mit Gemeinden

in ärmeren Ländern fest. Darüber

hinaus wollen wir künftig auch einen

Beitrag leisten zur nachhaltigen Entwicklung

gerechter Strukturen.“

Auf dieser Grundlage wurden die

konkreten Ziele formuliert:

• Fairer Handel in Zusammenarbeit

mit der evangelischen Immanuelkirche

• Pflege der Partnerschaften: erkunden,

ob sie fortgeführt bzw. neu

belebt werden können, oder auch

Veränderungen beschließen

Fairtrade ist jetzt dabei

entweder in unserem Laden auf dem

Heiderhof besuchen, oder Sie kaufen

Ihre Ware nach dem Gottesdienst in

Ihrer Kirche. Fairtrade-Direkt wird

rotierend in jede Kirche kommen.

Wir sind auch bei Kirchen- und Ortsfesten

dabei. Sie können bald den

Terminkalender in den Pfarrnachrichten

finden.

Wir fangen mit einer Auswahl von

einundzwanzig verschiedenen Lebensmittelprodukten

an. Kaffee, Tee,

Kakao, Honig, Schokolade, Plätzchen

usw. und ein Sortiment von Handwerk

aus der Welt. Wenn Sie Ihre

Wunschware nicht gefunden haben,

dann sprechen Sie mit uns und wir

• Impulse der kirchlichen Hilfswerke

Adveniat, Missio und Misereor

zu verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres

aufnehmen und in die

Gemeinden hereintragen

• Raum schaffen für Projekte zu

Gerechtigkeit und Frieden

In seiner Sitzung am 25. Oktober

2010 hat der PGR den Sachausschuss

„Eine Welt“ eingerichtet. Ihm gehören

Mitglieder der bestehenden Initiativen

an sowie ein Mitglied des PGR

und – wenn möglich – ein Mitglied

des Pastoralteams.

In unserer Gemeinde sind jedoch

noch viele Schätze verborgen, die wir

gerne heben möchten. Wir laden Sie

daher herzlich ein zum Mitmachen,

z.B. beim Verkauf fair gehandelter

Produkte, bei den Kontakten zu den

Menschen in den Partnergemeinden

oder bei anderen Projekten, die Ihnen

am Herzen liegen.


14 Südkurier November 2010

können Sie in kurzer Zeit beliefern.

Bald können Sie über die Homepage

der Kirchengemeinde und telefonisch

Ihre Ware bestellen.

Wir sind für Sie da!

Ökumenische Zusammenarbeit

im Projekt

Der Eine-Welt-Laden ist 1989 in

der Immanuelkirche eröffnet worden

und er bestand lange Zeit durch

das Engagement von Frau Gordziels.

Ihre Leitung und Organisation

machte den Laden erfolgreich. Ohne

Frau Gordziels würde der Laden

nicht existieren.

Sie hat jetzt um Unterstützung

gebeten. Und die Antwort kam durch

die ökumenische Zusammenarbeit

zwischen St. Martin und Severin und

den evangelischen Kirchengemeinden

in Bad Godesberg. Herr Schick

(Heiderhof), Vorsitzender des Ökumene-Ausschuss

und Mitglied des

PGR, und Mark Depew (Muffendorf)

haben die Geschäftsleitung des Eine-

Welt-Laden übernommen. Die Immanuelkirche

unterstützt das Projekt

mit Räumlichkeiten und Investitionskosten.

Ergebnis der

Gemeindewerkstatt 2009

Der Eine-Welt-Laden ist nicht nur

ein gutes Bespiel der Ökumene, sondern

auch ein konkretes Ergebnis der

Gemeindewerkstatt 2009 der Südpfarrei,

als wir entschieden haben,

dass Fairtrade ein wichtiges Thema

der Südpfarrei ist.

Brauchen Sie Hilfe oder möchten

Sie helfen?

Wir wollen Menschen in Pennenfeld

zusammenführen, ob Jung oder

Alt, alleine oder mit Familie.

Gehören Sie vielleicht zu denjenigen,

die Zeit geben können, Zeit, in

der Sie vorlesen, mit jemandem spazieren

gehen, Gespräche führen oder

jemandem zum Arzt oder zum Einkaufen

begleiten?

Suchen Sie vielleicht auch einen

freundlichen Menschen, der ihnen

z.B. einmal die Woche Zeit schenkt?

Oder fehlen Ihnen die Großeltern

Damals hatten der Ausschuss

Schöpfung und Umwelt und der PGR

eine Initiative beschlossen, dass St.

Martin und Severin eine Fairtrade

-Gemeinde wird. Viele Leute aus der

Gemeinde möchten Fairtrade-Produkte

kaufen, finden sie aber nicht so

einfach. Es ist entweder ein zu geringes

Supermarktangebot, oder man

muss nach Bonn oder Remagen fahren.

Jetzt sind wir einen konkreten

Schritt weiter in Richtung Fairtrade-

Gemeinde.

Eine-Welt-Laden in der

Immanuelkirche

Sie können uns jeden Montag,

Donnerstag und Freitag in der Immanuelkirche,

Tulpenbaumweg 2

(Heiderhof) finden.

Öffnungszeiten:

Montag: 10:00 bis 12:30 Uhr

Donnerstag: 16:00 bis 18:30 Uhr

Freitag: 13:00 bis 16:00 Uhr

Südpfarrei Fairtrade-Direkt. Schauen

Sie in die Pfarrnachrichten.

Fairtrade-Weihnachtsmarkt

Am Samstag/Sonntag, dem 27.

und 28. November, können Sie eine

größere Auswahl von Weihnachtswaren

aus Fairem Handel kaufen.

Für jede Geschenkidee ist etwas dabei.

Weitere Informationen folgen.

Sind Sie dabei mit Fairtrade?

Besuchen Sie uns, fragen Sie uns,

wachsen Sie mit uns.

Menschen helfen Menschen

in Pennenfeld

Ökumenische Nachbarschaftshilfe der Kirchengemeinde von

St. Martin und Severin und der Johanneskirche

bzw. Enkel und wünschen Sie sich

einen Austausch zwischen Jung und

Alt?

Wir wollen helfen, Kontakte nach

Ihren Wünschen und Bedürfnissen

herzustellen.

Wer mitmachen will oder jemanden

kennt, der etwas geben möchte

oder etwas braucht, kann sich bei

uns melden.

Kontakt: Susanne Boulay (Telefon

2893974) und Susanne Schrader (Telefon

331808)

Ökumenische

Gebetswochen

18. bis 25. Januar 2011

Von Herbert Kessen

Der Ökumenische Rat der Kirchen,

eine weltweite Gemeinschaft

von 349 Kirchen auf der Suche nach

Einheit in gemeinsamem Zeugnis

und christlichem Dienst, veranstaltet

traditionell vom 18. bis 25. Januar

2011 eine Gebetswoche für die Einheit

der Christen.

Für 2011 lautet das Thema: „Zusammen

glauben, feiern, beten“ (Apg

2,42). Es wurde von palästinensischen

Christen ausgesucht. Sie wählten aus

der Apostelgeschichte Vers 2,42: „Sie

hielten an der Lehre der Apostel fest

und an der Gemeinschaft, am Brechen

des Brotes und an den Gebeten“. Es ist

ein Ruf zurück zu den Ursprüngen

der ersten Kirche in Jerusalem und

eine Aufforderung, sich an die Zeit

zu erinnern, als die Kirche noch eine

Einheit war. Es geht um die Kennzeichen

der ersten christlichen Gemeinde,

die für jede christliche Gemeinde

und Kirche unverzichtbar sind: Das

Festhalten an der Lehre der Apostel,

die Gemeinschaft, das Brechen des

Brotes (Eucharistie) und das Gebet.

Die Christen im Heiligen Land

möchten diese vier grundlegenden

Elemente in den Vordergrund stellen

und laden ihre Schwestern und Brüder

dazu ein, überall auf der Welt für

die Einheit der Kirche beten. Auch

wir können mit unserer Gemeinde an

der Gebetswoche teilnehmen. Dazu

werden die für jeden Tag der Gebetswoche

vorgeschlagenen Gebets- und

Meditationstexte in den Kirchen der

Südpfarrei ausliegen.

Wer sich schon jetzt für das Thema

interessiert, findet auf der Internetseite

des Ökumenischen Rates

der Kirchen unter: www.oikoumene.

org/de/programme neben den Gebetstexten

auch eine Einführung in

das Thema der Gebetswoche und einen

ökumenischen Gottesdienst.


November 2010 Südkurier 15

Von Josef Dobelke

Um das Ende vorwegzunehmen:

diese Inschrift in einem alten Scherben

konnte kein Altphilologe übersetzen,

bis dies einem alten Kölner

gelang. Können Sie es? Wenn nicht:

den Bericht bis zum Ende lesen.

Mit dieser Aufgabe entließ Herr

Glöckner am 20.10. d. J. die Teilnehmer

des Ausflugs des Forums Albertus

Magnus plus, die er fachkundig

und mit verschmitztem Lächeln

durch die Römervilla am Silberberg

in Bad Neuenahr-Ahrweiler geführt

hatte.

Mit rd. 1.000 qm ist die Villa sicherlich

viel älter und auch etwas

größer als die vom Schmitze Billa

in Poppelsdorf*, aber sicher auch

wesentlich moderner. So kann man

bewundern, wie die Römer mit Fußboden-

und Wandheizung die kalten

Winter in Germanien überstanden

haben. Aber auch im Sommer wussten

die Römer sich einzurichten; es

gab nämlich einen Raum im Keller,

der von dem Wasser eines Bachs gespeist

wurde und für Verdunstungskälte

sorgte, weit vor der Erfindung

von Herrn Lindes Kühlschrank um

1860. Zur Talseite hin gab es Schiebefenster,

die man zu Seite aufschieben

konnte. Die Fenster waren aus Glas,

das sicher aus den Kölner Glashütten

stammte und ein wenig undurchsichtig

waren, aber zur Seite geschoben

einen Blick weit in das Ahrtal erlaubten.

Gebaut um 100 n.Chr. auf den

Resten eines Vorgängerbaus, war die

Villa bis rd. 270 n.Chr. durchgehend

bewohnt und wurde dann nach der

Aufgabe des Limes aus Angst vor

den „wilden Germanen“ von den Römern

verlassen. Danach wurde sie

als Hospiz genutzt, also als Herberge

mit Restauration. Zwar gibt es keine

schriftlichen Zeugnisse aus dieser

Zeit, aber, wie Herr Glöckner betonte,

das sei kein Unfug, den er da erzähle,

sondern man könne das alles

aus den vorhandenen Resten erkennen.

Und tatsächlich sind die sehr

gut konservierten Reste unglaub-

*Wie, Sie kennen nicht das Lied von Willi Ostermann?

Situs wiela tingis et evernit

Besuch der Römervilla am Silberberg

lich auskunftsfreudig, wenn man

den Hinweisen des Führers folgt. Die

nach dem Abzug der Römer nachrückenden

Germanen konnten mit der

teilweise zerstörten Villa nichts anfangen.

Das in Fachwerk errichtete

Obergeschoss war zerfallen und das

in Stein gebaute Erdgeschoss war gebrandschatzt

und ausgeraubt. Da die

Germanen aber Silbervorkommen in

dem hinter der Villa sich erhebenden

Berg entdeckten, benutzten sie die

noch vorhandenen Teile des Gebäudes

als Schmelzstätte, in der sie das

Silber aus den Erzen getrennt und als

hochwertiges Metall gewonnen haben.

Das dabei angefallene Blei und

Eisenerz wurde bei der Ausgrabung

der Villa gefunden.

Besonders beeindruckend fanden

die Besucher die Bade- und Toilettenanlagen.

Allerdings wollte keine der

Damen es den Römern gleichtun, die

die Toiletten gemeinsam besuchten

und dabei sogar Geschäfte abschlossen.

Da Toilettenpapier unbekannt

war, benutzten man einen Schwamm

auf einem Holzstück und reinigte

den Schwamm dann mit Wasser, das

reichlich vorhanden war; denn von

dem Silberberg kam ein Bach herunter,

den die Römer einfach in einem

Kanal durch das Haus leiteten,

u. a. durch den Toilettenraum (also

kein Plumpsklo, sondern Toilette mit

Wasserspülung!). Dass die Römer

täglich gebadet haben, ist bekannt;

allerdings kannten sie keine Seife.

Deswegen wurde Öl auf die Haut

aufgetragen, das dann wieder abgeschabt

wurde. Dafür waren Sklaven

zuständig, die reichlich vorhanden

waren. Zur Römerzeit lebten deshalb

rd. 20 Personen in der Villa.

Wie es dazu kam, dass die Villa

heute noch besichtigt werden kann?

Durch die Stollen zum Abbau des

Silbers war der Berg hinter der Villa

durchlöchert und der Hang kam

so sehr ins Rutschen, dass er die

Trümmer der Anlage langsam fast

8 Meter hoch bedeckte. Als die Entlastungsstraße

B267 im Jahre 1980

gebaut wurde, entdeckte man bei

dem Erdaushub die Mauerreste, in-

teressierte Bürger setzten sich für

die Freilegung ein; daraufhin führte

man die Straße um die Villa herum

und überbaute sie mit einem Holzbau,

der sich ohne Stützen über der

Villa freitragend erhebt. Neben der

Villa ist auch dieser Schutzbau sehenswert.

Wer die Villa noch nicht gesehen

hat, sollte dies umgehend nachholen

und am Empfang auch nach der

Scherbe mit der einleitend genannten

Inschrift fragen, die der Kölner

wie folgt übersetzt hat: SIT US WIE

LATING IS ET EVER NIT. (Für Nicht-

Rheinländer: Sieht aus wie Latein, ist

es aber nicht.)

„Für wen haltet ihr mich?“

Eine Vortragsreihe

von

Pater Alfons Höfer

Das Ereignis des Lebens und Sterbens

Jesu von Nazareth und seine

Heilsbedeutung muss jede Zeit sich

immer wieder neu erarbeiten. Sollen

die alten Dogmen der frühen Kirche

nicht zu Leerformeln verkommen,

müssen sie von der Theologie neu

interpretiert werden. Das gilt nicht

zuletzt für die zentrale Frage nach

dem Leben, Sterben und der Auferstehung

Jesu. Das Seminar nimmt in

drei Vorträgen zu diesen drei zentralen

Glaubensaussagen Stellung. Der

erste zum Thema „Sein Leben war das

eines Menschen“ fand am 3. November

statt.

24. November, 20 Uhr

„Er war gehorsam bis zum Tod am

Kreuz“

Können wir mit Recht von einem Opfertod

Jesu sprechen?

15. Dezember, 20 Uhr

„Er ist von den Toten auferstanden am

dritten Tag“

Worauf gründet sich unser Glaube an

die Auferstehung Jesu von den Toten?


16 Südkurier November 2010

Zusammengestellt von Rebekka

Koller-Walbröl

Unter dem Titel „eine leise Art zu

sein“ fand vom 1. bis zum 17. Oktober

2010 in Alt-St. Martin eine Ausstellung

mit Objekten und Installationen der

Bildhauerin und Ordensschwester M.

Pietra Löbl OSF statt.

Auf den folgenden Seiten sind Eindrücke,

die Schwester Pietras Werke

in dem alten romanischen Kirchenraum

bei Besuchern ausgelöst haben,

abgedruckt.

Nehmen Sie so etwas von der Atmosphäre

und der Tiefe mit, die die gelungene

Kombination von Raum und

Werk einmalig hervorgebracht hat.

Bitte beachten Sie, dass diese Ausstellung

allein durch ehrenamtliches

Engagement möglich wurde. Ich bin

überzeugt, dass das Engagement der

Beteiligten zu der ansprechenden At-

Von Roman Menisng

Foto: Fred Schneider

Drei Schritte möchte ich mit Ihnen

gehen:

Zunächst lade ich Sie ein, einfach

hinzusehen. Wir brauchen aber eine

besondere, vielleicht neue Sehweise.

Bei einem alten Kunstwerk sind wir

gewohnt zu fragen, was es darstellt.

Der Maler benutzt Farben und Formen,

um uns etwas Bekanntes auf

neue Weise vor Augen zu führen, vielleicht

es neu zu deuten, vielleicht, uns

zu bewegen, vielleicht zu provozieren.

Die Gegenwartskunst verlangt eine

andere Sehweise. Der Künstler ver-

„eine leise Art zu sein“

Impressionen zur Ausstellung in Alt-St. Martin

mosphäre der Ausstellung beigetragen

hat.

Dr. Thomas Großmann hat die

Ausstellung ins Leben gerufen und die

Künstlerin für unser Kirche begeistern

können. Lieber Herr Großmann,

Danke!

Falls Sie, lieber Leser, liebe Leserin,

demnächst auch die Entstehung

einer Ausstellung unterstützen möchten,

wenden Sie sich über das Redaktionsteam

an ihn.

Zurück zur Künstlerin: Nach ihrem

Eintritt in den Franziskanerinnenorden

studierte die in Ulm geborene

Künstlerin von 1993 bis 2000 an der

Staatlichen Akademie der Bildenden

Künste Stuttgart bei den Professoren

Joachim Hämmerle, Horst Bachmayer,

Paul-Uwe Dreyer und Micha Ullman.

Seitdem hat sie durch zahlreichen

Ausstellungen auf sich aufmerksam

gemacht und in Fachkreisen gro-

Meditation zur Spirale aus welken Magnolienblättern

sucht, Gegenstände in ihrer Eigenart

und in ihren Beziehungen sprechen

zu lassen. Sie sind ihm nicht Werkzeug,

sondern Aussage. So muss der

Betrachter hinsehen, hinhören, sich

ansprechen lassen, sich führen lassen,

vielleicht antworten, vielleicht durch

die Oberfläche hindurchschauen. Lassen

Sie uns in solcher Weise das wahrnehmen,

was wir hier sehen, hinhören,

auf das, wovon die Dinge sprechen.

Da sind welke Magnolienblätter.

Die Blätter haben eine Geschichte. Die

Künstlerin, Schwester Pietra, hat mit

ihnen etwas erlebt. Sie ist zu den Blättern

in Beziehung getreten. Sie hat sie

beachtet. Sie hat auf jedes das Wort

„vorbei“ geschrieben, das sie von ihm

gehört hat. Sie hat die Blätter gesammelt,

die Erfahrung mit ihnen vertieft:

vorbei. Vorbei erinnert an Vergehen.

Vorbei meint unwiederbringlich. Vorbei

heißt aber nicht verloren. Versuchen

wir, mit ihrer Erfahrung in Austausch

zu treten, die Sprache der Blätter

zu empfinden.

Nun, denke ich, sind wir in einem

inneren Gespräch. Die Künstlerin gibt

den Blättern, sich selbst und uns den

Stempel: „vorbei“. Vorbei ist nicht ver-

Foto: Stefan Walbröl

ße Beachtung gefunden.

Liebe Schwester Pietra, Danke,

dass Sie uns vierzehn Tage lang mit ihren

Werken beschenkt haben!

loren: Sie näht die Blätter an. Sie zollt

ihnen Respekt. Sie zeigt, dass sie sie

wertschätzt. Sie holt die Blätter in einen

Zusammenhang und lässt ihren

verborgenen Zusammenhang erkennen:

Die Magnolienblätter gehören in

den Kreislauf der Natur. Aber dieser

Kreislauf ist nur scheinbar in sich geschlossen.

Wenn man den oberflächlichen

Anschein durchstößt, zeigt sich

anderes. Er ist ein Prozess, ein Fortschreiten,

eine Spirale. Jeder Durchlauf

ist anders. Es gibt eine Mitte, auf

die alles zuläuft. Eine Mitte, deren

Geheiminis alle Zeit verborgen bleibt.

In diesem Prozess entsteht Neues:

eine Ordnung, ein Bild. Aus weißem

Nichts tritt etwas hervor. Schöpfung.

Der Grund wird zum Licht, in dem sie

erstrahlt und fortschreitet zur Vollendung.

Schwester Pietras Arbeit ist in sich

stimmig. Welke Blätter wirbeln im

Wind. Sie lässt uns wahrnehmen, was

die wirbelnden Blätter sagen.

Und noch eins: Als Kinder haben

wir uns im Herbst mit Wonne in zusammengekehrte

Blätterhaufen fallen

lassen. Kinder wissen, dass die Schöpfung

vertrauenswürdig ist.

„Ach, ist das eine schöne Ausstellung! Obwohl: "Ausstellung" ist das falsche Wort für dieses Ereignis. "Installation" wäre

ein genau so falsches Wort. Es ist eine ganz besondere Art von "Lebensraum" - ich muß darüber noch nachdenken.“

„Es scheint, das die Kunstwerke für diesen "Raum" geschaffen sind! Eben Kunst-Kirche! Passt auf jeden Fall zusammen....“


November 2010 Südkurier 17

Meditation zur Installation „Zwischenzeit“

Von Rebekka Koller-Walbröl

Kunst ist frei. Was geschaffen ist, geht

seinen eigenen Weg. Es wirkt im und

am Menschen, ohne gelenkt zu werden.

Meine Gedanken beim Lauschen auf

die Tropfen:

Zwischenzeit

Die Zeit, sagen wir, ist ohne Anfang

und ohne Ende. Erst das, was wir tun,

gibt der Zeit Struktur.

Christen sagen, Gott ist der Anfang

und das Ende. Er hat alles geschaffen

und er wird alles beenden.

Die Künstlerin nennt ihr Werk Zwischenzeit.

Zeit zwischen der Zeit?

Hören

Um dem Wort „Hören“ treu zu sein,

braucht es Achtsamkeit, Aufmerksamkeit,

Offensein. Bei sich sein, ohne an

sich gebunden zu sein.

Im Alten Testament spricht Gott zu

seinem Volk: „Hört, und ihr werdet leben.“

Jesus sagt in Lukas 8, 18: „Gebt

also Acht, dass ihr richtig zuhört!“

Was höre ich?

Tropfen, die fallen durch Eisenrohre

auf Joghurtbecher.

Von draußen klingen Schritte auf dem

Kies herüber, Stimmen.

Erinnerungen werden wach. Bestimmte

Geräusche, die die Eltern beim nach

Hause kommen machten. Geräusche,

Meditation zur Installation

„zwischen kommen und gehen“

Von Detlef Stäps

Schleier

Spinnweben, Leichentuch

am Ort des Volkes Gottes.

Buchstaben aus verwesendem

Metall

schaffen Gegensätze:

vorübergehend endgültig.

Spannung

unauflösbar,

in ihr leben wir.

ganz individuell und einmalig. In mir

lösten sie Freude und Sicherheit aus.

Hören ist Erwartung. Hören ist Folgen,

denn Hören bewirkt immer eine Reaktion.

Hören ist Zuwendung. Die Grundlage

der Kommunikation, vom Ich zum

Du und nur Du.

Stille

Was höre ich?

Tropfen, die fallen durch Eisenrohre

auf Joghurtbecher. Kein schönes Geräusch.

Dumpf. Nur durch das nacheinander

Fallen der Tropfen entsteht eine

interessante, fast melodische Tonfolge.

Vielleicht geht es gar nicht um den

Ton? Zwischenzeit lautet das Kunstwerk.

Vielleicht sind gerade die Pausen

das, was zählt?

Ich höre auf die Stille. Stille vor dem

Sturm. Stille vor der Antwort auf die

wichtige Frage. Stille vor der Schöpfungstat.

In der Stille liegt die Kraft.

Gott

Wo ist Gott?

Er ist in mir, findet Hape Kerkeling auf

seinem Pilgerweg. Edith Stein sagt in

etwa: „Gott wohnt in mir in einem besonderen

Raum. Zu dem gelange nur

ich, nichts anderes findet dort Zutritt.

Dort regiert Gott. Dort darf ich einkehren.

Zur Ruhe kommen. Sein.“ Ein Ort

um zu Sein.

Überraschung

Ein Tropfen fällt. Ich warte und beob-

Foto: Stefan Walbröl

achte. Da, ganz überraschend höre ich

einen anderen Tropfen fallen. Nichts

ist planbar.

Resümee

Tropfen, die fallen durch Eisenrohre

auf Joghurtbecher.

Das Wasser wird nicht gesammelt. Es

fließt in ein Becken am Ausgang der

Rohre. Dort bildet sich Rost.

Gottes Wort fällt ins Sein und wirkt.

Immerwährend, unermüdlich und

doch immer wieder überraschend.

Höre, wem Gehör gegeben in der Zwischenzeit.

Foto: Stefan Walbröl

„Hiersein ist herrlich.“ — „Vielen Dank für die stillen Momente!“ — „Ich find es hier totall toll!!!“

„Eine Stille Art zu sein – für groß & klein! Impressionierend, faszinierend, Toll.“

„Nachdem ich die leise Art, zu gehen bei meiner Mutter erlebt habe, gibt mir die leise Art zu sein ein wenig Hoffnung und Kraft.“

„Ich kam als Wanderer hier vorbei und konnte nicht nur ausruhen, sondern auch rasten, mich beschenken lassen von Ruhe,

Einkehr und Besinnung. Es wurde mir zum Gebet; und so bin ich nicht nur Wanderer sondern vielmehr auch Pilger.“

„Mir gefallen die getrockneten Magnolienblätter und das Bild mit der Blume an der Wand.“


18 Südkurier November 2010

Von Alina Werner

Nun war es wieder soweit, dass in

der Herz Jesu Kirche Lannesdorf das

heilige Sakrament der Krankensalbung

empfangen wurde. Insgesamt

nahmen 43 Teilnehmer aus der Südpfarrei

an diesem Ereignis teil, welches

vor allem von Frau Sabine Hasenbeck

organisiert und geleitet wurde.

Viele freiwillige Helfer standen für

die Anfahrt des großen Behinderten-

Transporters bereit und halfen tatkräftig

beim Entladen der Rollstühle

mit den Bewohnern des Ernst Stoltenhoff

Hauses und des Heims der evangelischen

Frauenhilfe. In der Herz

Jesu Kirche verteilt, saßen die älteren,

kranken und behinderten Menschen,

zum Teil auch mit ihren Angehörigen,

zusammen und freuten sich auf den

Gottesdienst, der von Pfarrer Powalla

gehalten wurde. Zunächst gab es

einige einleitende Worte zu dem Sakrament

der Krankensalbung und

dessen Bedeutung, woraufhin Pfarrer

Powalla zu den älteren Damen

und Herren ging und ihnen mit Chrisam

ein Kreuzzeichen auf die Stirn

gab und dazu folgende Worte sprach:

Von Olivia Höffinger

In der letzten Sommerferienwoche

wurden die Räumlichkeiten des

Pfarrheims von St. Martin bis in die

letzte Ecke mit Leben gefüllt. Zur Ferienspielaktion

kamen 27 Jungen und

Mädchen ab sieben Jahren und entdeckten

spielerisch das unterschiedliche

Leben auf den fünf Kontinenten.

Morgens um 8 Uhr wurde die neue

Glastür des Pfarrheims zur „Grenze“,

die ehrenamtlichen Helfer und Jugendleiter

wurden zu Grenzbeamten

und verteilten eifrig Einreisestempel

in die Pässe. Danach konnten die Kinder

sich zunächst mit Gesellschaftsspielen

und Büchern passend zum

Weltteil, Hüpfburg, Basketball und

Tischtennis frei beschäftigen, bevor

sie in einem Workshop multimedial,

sportlich oder kreativ werden konnten.

Krankensalbung

Herz Jesu Lannesdorf

„Durch diese heilige Salbung helfe dir

der Herr in seinem reichen Erbarmen,

er stehe dir bei mit der Kraft des heiligen

Geistes. Amen“. Danach gab er

wiederum ein Kreuzzeichen auf beide

Handflächen und sagte: „Der Herr, der

dich von Sünden befreit, rette dich, in

seiner Gnade richte er dich auf. Amen“.

Zum Abschluss erhielten die älteren

Damen und Herren außer dem Segen

auch noch einen Blumengruß, der

von den Messdienern verteilt wurde.

Viele waren durch den Gottesdienst

und den Empfang des heiligen Sakraments

sehr gerührt. Vor der Kirche

warteten sie dann geduldig auf den

Transporter, der sie wieder in ihre

Heime zurückfuhr. Dank der vielen

Helferinnen und Helfer verlief alles

harmonisch und reibungslos.

Das Leben auf fünf Kontinenten

Ferienspielaktion bringt Leben in die Gemeinde

Mit Hilfe der Medienpädagogin

des ICE Lannesdorf, Iris Jakob, entstanden

zahlreiche Fotorätsel, die

von den anderen Kindern mit Freude

nachmittags gelöst wurden. Die beiden

Küchenfeen, Martina Joch und

Rita Fassbender, kochten mit einigen

Erstkommunion 2011

Erstes Kommunionkindertreffen

Foto: Alina Werner Foto: Christof Bäumgen

Foto: Christof Bäumgen

Foto: Christof Bäumgen

Foto: Olivia Höffinger

Kindern landestypische Gerichte, wie

etwa afrikanischen Gulasch mit Kuskus,

asiatische Gemüsepfanne oder

Hamburger. Sportlich wurden die

Kinder von den Jugendleitern Philipp

Mees, Lukas Volmer und Robert

Weinreis in Basketball, Fußball und


November 2010 Südkurier 19

Känguru-Springen unterwiesen, während

Johanna Kölpin und Britta Münz

ihre kreative Ader zeigten und Mosaike

legen, chinesische Schriftzeichen

aufmalen, mit Zeitung Mode gestalten,

Tiere aus Ton formen, Acrylbilder

nach Pop-Art gestalten und Traumfänger

basteln, angeboten haben.

Nach dem Mittagessen konnten die

Kinder in einem Quiz zeigen, was sie

Von Daniela Witte

Als Sinnbild für das Wirken und

die Kraft des Heiligen Geistes stehen

die „Feuerzungen“. In der Apostelgeschichte

wird beschrieben, dass diese

über die Jünger kamen und sie mit

dem Heiligen Geist erfüllten. Angelehnt

an diese Erzählung, wählte das

Erzbistum Köln sein Motto für die

diesjährige Messdienerwallfahrt:

Sei Feuer & Flamme

Am 10.10.2010 begaben sich 2.300

entzündete, glühende und viele

längst entflammte Ministrantinnen

und Ministranten auf die Reise. Unter

ihnen tummelten sich 31 Messdienerinnen

und Messdiener unserer

Gemeinde, begleitet von Gemeindeassistentin

Olivia Höffinger, die gemeinsam

der ewigen Stadt entgegen

fieberten.

Die pilgernden Mädchen und Jungen

berichten mir in einem Interview

von ihren Erlebnissen und Empfindungen:

Gemeinsam fuhren wir mit der

Gruppe aus Zülpich im Bus Nummer

1 nach Rom. Ein Unterhaltungsprogramm,

welches im Vorfeld von dem

Arbeitskreis des Erzbistums Köln

zusammengestellt und aufgenommen

wurde, verkürzte uns die Reisezeit.

Das Abendgebet brachte zur

Ruhe und wer nicht schlafen konnte,

lauschte dem ein oder anderen originellen

Schnarchkonzert.

Nach 20 Stunden und den ersten

Erfahrungen mit dem chaotischen

römischen Straßenalltag kamen wir

an dem Gästehaus an, legten unser

Gepäck ab und waren auch schon auf

dem Weg in die Stadt zur ersten Exkursion.

Aufgeteilt in drei Gruppen folg-

alles über den Kontinent gelernt hatten.

Besonders gut ist das Müllbasteln

unter der Leitung von Rüdiger Sweere

von der kath. Jugendfachstelle angenommen

worden. Nach dem Asientag

gab es fast kein Mädchen ohne Handtasche

oder Portemonnaie aus Tetrapack.

Ein Highlight war auch das afrikanische

Trommeln mit dem Verein

Kinduku.

Eine feurige Angelegenheit

Unsere Messdiener in Rom

ten wir unseren Gruppenleitern Eva

Weidlich & Chantal Risse, Christian

Weidlich & Alexandra Wegner sowie

Philipp Mees & Frank Nussbaum,

deren selbst angefertigte Referate

uns die Sehenswürdigkeiten näher

brachten.

Unsere erste Station brachte uns

zum Kolosseum. Die Historie des

Ortes und der Ruf des Volkes nach

„panem et circenses“ (Brot und Spiele)

war überall zu spüren. Wir waren

sehr beeindruckt und schon trugen

uns die Füße weiter zum Zentrum

des politischen, wirtschaftlichen,

kulturellen und religiösen Lebens

des römischen Reiches, dem Forum

Romanum.

Obschon unsere Körper ihren Tribut

forderten, freuten wir uns auf die

Eröffnungsmesse. Einige bevorzugten

nach dem langen Tagesmarsch

die Busfahrt zur Eröffnungsmesse,

während andere den Fußmarsch

durch das Labyrinth der römischen

Gassen wählten, der uns nach Laterano

zur Basilica San Giovanni

brachte. Fasziniert vom Anblick der

vielen Pilgerkerzen nahmen wir uns

ebenfalls eine Kerze und entzündeten

diese. 2.300 Lichter standen nun

vor dem altehrwürdigen Hauptaltar

Am Ende der Woche versicherten

die Kinder, sie wären auch gerne noch

eine weitere Woche zu uns gekommen,

anstatt in die Schule zu gehen. Die ehrenamtlichen

Helfer waren allerdings

froh, dass nach Aufräumen und Putzen

am Freitagabend Feierabend war,

auch wenn beim anschließenden Grillen

schon wieder einige Ideen für das

nächste Jahr erdacht wurden.

Foto: Olivia Höffinger

– der lange Zeit einzig vom Papst in

seinem Amt als Bischof von Rom benutzt

werden durfte – und warteten

darauf, dass Jugendpfarrer Mike Kolb

von diesem Altar die Eröffnungsmesse

feierte.

Die Richtschnur seiner Predigt

kam dem Wallfahrtsmotto gleich.

Er erinnerte an das Miteinander auf

dem Weg des Glaubens und die Berufung

und deren Weitergabe. Seine

Worte: „…heut sind die hier, die gern

in der Kirche, gern Gemeinschaft sind

und somit Feuer und Flamme für das,

was sie überzeugt…“ endete schier in

Jubel und Beifall.

Geistlich gelabt und erquickt, kulinarisch

verwöhnt und entzückt,

sanken wir in den wohlverdienten

Schlaf.

Nach dem Morgengebet, das an

diesem Tag von uns vorbereitetet

und gehalten wurde, stand ein Besuch

der Engelsburg auf dem Programm.

Dort sangen wir und wurden

sogar von anderen Passanten

gefilmt. Als Nächstes besuchten wir

den Petersdom. Gefesselt von den

Eindrücken, die sich uns hier boten,

vergaß aber niemand, den rechten

Fuß der Bronzestatue des Heiligen

Petrus für ein segenreiches Leben zu


20 Südkurier November 2010

berühren. Beim Aufstieg in die Kuppel

hatte der Gleichgewichtssinn einiges

zu arbeiten, wurde aber durch

einen himmlischen Ausblick auf die

Stadt belohnt. Vor der abendlichen

Bibelstunde pilgerten wir noch zum

Circo Massimo, dem größten Zirkus

im antiken Rom und dem Bocca della

Veritá, dem Mund der Wahrheit, der

von braven Messdienern keine Hand

einforderte.

Bei der abendlichen Bibelstunde

im Parco di Traiano, tauschten wir

uns über die sieben Gaben des Heiligen

Geistes aus. Rege interpretierten

wir das Zugegensein dieser Tugenden

in der heutigen Zeit und wie wir

diese erfahren oder was wir selbst

dazu beitragen.

Anschließend formierten wir uns

mit sieben Fahnen, auf denen die Gaben

in großen Lettern abgedruckt

waren, zum Abendgebet mit Pfarrer

Mike Kolb. Unter Beifall prozessierten

wir durch die teilweise lahm gelegte

römische Innenstadt zur Basilica

Santa Maria Maggiore, der bedeutendsten

Marienkirche Roms. Aber

das war noch nicht alles: Ein Messdiener

nutzte die Gelegenheit und

machte seiner Freundin aus dem Ministrantenarbeitskreis

vor uns allen

einen Heiratsantrag! Die Stimmung

hatte ihren Höhepunkt gefunden.

E N DL IC H , M it t w o c h d e r

13.10.2010: Aufbruch zur Papstaudienz.

Die öffentlichen Verkehrsmittel

in Rom hatten es an diesem Morgen

besonders schwer. Überall waren

sie, die Menschen, die Richtung

Petersplatz strömten. Mit dreißigminütiger

Verspätung, aber vor der

Ankunft des Papstes, erreichten wir

den Petersplatz. Dort bot sich uns ein

nie erlebtes Bild von rot-gelben Halstüchern

der Ministranten - wie eine

Feuersbrunst. Klar und tiefblau war

der Himmel. Die vordersten Reihen

waren für die pilgernden Messdiener

vorgesehen. Aber für zwei von uns

sollte es noch besser werden. Olivia

Antes hatte sich vor Antritt der Reise

einen Bänderriss zugezogen und pilgerte

im Rollstuhl durch Rom. Während

der Zeit wurde sie von der angehenden

Krankenschwester Chantal

Risse mit den notwendigen Spritzen

und Medikamenten versorgt. Und

heute, zur Papstaudienz, sollte Olivias

Pech für ein Highlight ganz besonderer

Art sorgen: Sie wurde zusammen

mit ihrem Fahrer Frank

Nussbaum von einem Ordner vor der

ersten Reihe platziert!

Nach dem Aufruf der Pilgergruppen

war er da, der Moment, in dem

der Heilige Vater im Papamobil daher

gefahren kam. Begleitet von Benedetto-Rufen

stoppte er die Fahrt

etwa einen Meter vor uns, und jeder

erhielt ein Autogramm von Papst Benedikt

XVI., ein unbeschreiblicher

Moment.

Nach der Begrüßung schenkte

der Papst allen Gottes reichen Segen.

In der vierminütigen deutschen Ansprache

verlieh er seiner Freude über

die Anwesenheit der vielen Pilger des

Erzbistums Köln und des Erzbischofs

Joachim Kardinal Meisner besonderen

Ausdruck.

Foto: Olivia Höffinger

Berauscht und inspiriert setzten

wir unsere Erkundungen Roms

fort. Auf dem Programm stand ein

individueller Einkaufsbummel. Der

Shoppingrenner war ein Sweatshirt

mit dem Aufdruck „Università Roma“

den sich jeder in seiner favorisierten

Farbe kaufte, wie ein selbstlaufender

Akt der Gemeinschaft.

Der Nachmittag dieses Tages ließ

unsere Unternehmungen zum Trevibrunnen

und der spanischen Treppe

wahrlich ins Wasser fallen. Auch das

Pantheon war leider geschlossen. Die

Regenzeit nutzen wir für eine überfällige

Erholungsphase.

Am Donnerstagmorgen meinte es

Petrus wieder gut mit uns und nach

dem Morgengebet machten wir uns

auf zur Villa Borghese. Danach verschafften

wir uns durch den Aufstieg

des Gianicolo den vielleicht spektakulärsten

Blick über Rom. In jedem

Fall aber wurden wir mit einem

grandiosen Mittagessen belohnt, das

auf Grund der italienschen Sprachkenntnisse

Christian Weidlichs besonders

üppig und preiswert ausfiel.

Den großen Abschlussgottesdienst

in der Basilika St. Paul vor den

Mauern feierte Kardinal Meisner mit

uns. Alle waren wir aufgeregt. Sein

Einzug wurde von unseren La-Ola-

Wellen begleitet. In seiner Predigt

lobte er uns alle für das Engagement

und forderte uns auf, so weiter zu

machen, Feuer und Flamme zu sein

für Christus und andere mit unserem

Feuer anzustecken. Als er jedoch

persönliche Worte über seine Mutter

sprach, verfielen wir in tobenden Jubel.

Kardinal Meisner bekam einen

Wallfahrtsschal geschenkt und sein

Auszug wurde von unseren Humba-

Gesängen begleitet. Abermals spielte

die Band aus dem Bonner Norden

und ein gemeinsames Picknick vollendete

die Wallfahrt.

Aufgewühlt und wehmütig begaben

wir uns noch einmal zum Trevi-

Brunnen. Die Legende besagt, dass,

wer eine Münze in den Brunnen

wirft, nach Rom zurückkehrt. Und

dass wollten wir alle – zurückkehren.

Freitagmorgen, Tag der Rückfahrt.

Während des letzten gemeinsamen

Frühstücks wurden Telefonnummern

und Adressen ausgetauscht.

Jeder von uns freute sich auf

Daheim, war aber traurig, die Reise

hier schon beenden zu müssen. Der

Gedanke an den Mythos des Trevi-

Brunnens ließ uns lächeln. Die letzten

Stunden nutzten wir zu einem

abermaligen Besuch der Engelsburg,

von Trastevere und dem Provianteinkauf

für die Rückreise.

Daheim angekommen beendeten

wir unsere gemeinschaftliche Reise

trotz Müdigkeit und kleiner Blessuren

mit einer inbrünstigen Abschluss-

Humba, und jeder von uns ging mit

seinen ganz eigenen Erkenntnissen

und Gefühlen nach Hause.

Auch einige Wochen nach der

Wallfahrt ist es zu spüren: das Feuer

und die Flamme für die Gemeinschaft.

Die Reise brachte uns näher

zueinander und intensivierte das

Vertrauen in Gott, in uns und in andere.

An dieser Stelle möchten wir allen

danken, die uns das Erlebnis mit

all seinen Einsichten, Erkenntnissen

und Eindrücken ermöglichten.

Stellvertretend für alle Empfänger dankt die Südkurier-Redaktion den Romwallfahrern

für die wunderschönen und amüsanten „Aktien“ in Form von Postkarten aus Rom!


November 2010 Südkurier 21

Von Tobias Sauer

„Ich geh nie wieder in die Kirche“,

grummelte Paula, während sie mit

trauriger Miene an Mama vorbei in

ihr Zimmer tappste. Mama folgte ihr.

„Was ist passiert?“, fragte Mama.

Paula setzte sich auf ihre Bettkante.

„Heute im Reliunterricht, da haben

die uns erzählt, dass Jesus sagte:

»Lasset die Kinder zu mir kommen!«“,

fing Paula an zu erzählen, „und dann

dachten wir uns, also die Lena, der

Marc und ich, dass wir einfach nach

der Schule noch etwas in der Kirche

spielen, weil das ist ja bei Jesus und er

sagte, dass die Kinder dahin sollen.“

Mama konnte sich ein Schmunzeln

nicht verkneifen. „Und was ist

dann passiert?“, fragte sie. „Wir haben

richtig schön gespielt und dann

kam da so ein alter Griesgram und

der hat uns gefragt, ob wir noch ganz

dicht seien und das hier sei ein Ort für

Gott und die Ruhe und hat uns dann

rausgejagt!“, sagte Paula.

Nach einer kleinen Pause fügte sie

hinzu: „Der hat Jesus nicht verstanden!“

Mama setzte sich neben Paula auf

die Bettkante, legte ihren Arm um

sie und streichelte ihr sanft über ihr

Köpfchen, damit sie sich ein bisschen

beruhigte.

„Das ist so ungerecht, Mama“, beklagte

Paula, „Wieso kennt er Jesu

Worte nicht, wenn er in die Kirche

geht?“

„Das kann ich dir nicht sagen.“,

sagte Mama, „Aber du musst wissen,

dass die Kirche in unserer Zeit ein Ort

der Ruhe und der Stille geworden ist.“

Paula schaute auf.

„Leute gehen mit ganz unterschiedlichen

Einstellungen in die Kirche. Es

gibt Leute, denen gefällt das Gebäude

oder die schönen Fenster und die interessiert

es gar nicht, ob das ein Gotteshaus

ist oder ein Museum. Denen ist

es wohl auch egal, ob du in der Kirche

spielst oder auch nicht.“

Paula kuschelte sich wieder an.

„Und dann gibt es Leute, die gestresst

sind, die Gott etwas sagen wollen

oder auch einfach nur mal eine

Auszeit brauchen. Die wollen dann

Paula ist sauer

auch ihre Ruhe haben, um einen Augenblick

für sich zu haben, weil sie

vielleicht nachdenken müssen.“

„Und bei denen darf ich nicht spielen?“,

fragte Paula und blickte wieder

in Mamas Gesicht.

Sie nickte.

„Und wenn kein anderer da ist?

Darf ich dann in der Kirche spielen?“,

fragte Paula.

„Das ist schwer zu beantworten.“,

sagte Mama, „Eigentlich darfst du

alles in der Kirche machen, um Gott

nahe zu sein. Du könntest zum Beispiel

auf deiner Blockflöte Gott ein

Lied vorspielen oder tanzen. Und wenn

du spielst und dich dabei Gott näher

fühlst, ist dies sicher auch erlaubt.“

„Dann hat der Mann und zu Unrecht

rausgeschickt?“, Paula war entrüstet.

„Vielleicht ja, vielleicht nein! Das

kommt darauf an, wie man die Kirche

betrachtet. Als stillen Ort, in dem man

nichts sagen darf oder doch als etwas

Lebendiges.“

„Und wer kann mir sagen, wie DIE-

SE Kirche zu sehen ist?“, fragte Paula.

„Am ehesten wohl der Priester dieser

Kirche“, sagte Mama, „Komm, zieh

dir deine Jacke an. Wir fahren mal zur

Kirche und fragen bei ihm nach.“

In null-komma-nix war Paula aufgestanden,

angezogen und stand für

die Abfahrt bereit an der Tür.

„Fertig!! Mama, wo bleibst du?“,

rief Paula ungeduldig.

„Wenn das nur jeden Morgen so

schnell gehen würde“, dachte Mama.

Bild: Tobias Sauer

Dank an Tobias Sauer für seine

ehrenamtliche Mitarbeit

Tobias Sauer danken wir für seine

jahrelange Mitarbeit in der Gemeinde.

Er war als Ministrant an St. Albertus

Magnus tätig, bildete die jüngeren

Messdiener aus und organisierte

als Jugendleiter gemeinsame Koch-

und Spielabende. Besonderer Dank

geht an ihn für seine Mitarbeit im

Pfarrgemeinderat, die Bereitschaft

sich hier auch unangenehmen Diskussionen

zu stellen, für sein Engagement

im Sachausschuss Jugend

allgemein und für die Gründung

der Open stage im Besonderen. Wir

wünschen ihm für sein Theologiestudium

in Freiburg alles erdenklich

Gute, Gottes Segen und freuen uns,

dass er durch seine Fortsetzungsgeschichten

um Paula weiterhin mit der

Gemeinde verbunden bleibt.

Alle Paula Geschichten und ein

Gästebuch finden Sie auf

www.leichtdio.de/paula

Für direkte Fragen und Anregungen

paula@leichtdio.de


22 Südkurier November 2010

Neuigkeiten von Fagos

Das Katholische Familienzentrum Bad Godesberg Süd

Seit der Raum der Zentrale des

Familienzentrums ein neues Gesicht

bekommen hat, ist zusätzlich Bewegung

in die Aufgaben und Aktivitäten

der Zentrale von Fagos gekommen.

Marlies Quay, die manche vielleicht

noch aus ihrer früheren Tätigkeit

als Pfarrsekretärin in St. Albertus

Magnus kennen, arbeitet mit

großem Engagement seit März dieses

Jahres mit in der Zentrale.

Neue Ehrenamtliche haben sich

gemeldet und ganz unterschiedliche

Aufgaben gesucht und gefunden. Etliche

unterstützen die Hausaufgabenhilfe

an der Lyngsbergschule, sind

dort oder in einer Kita des Familienzentrums

Lesepaten. Andere unterstützen

Kinder mit Migrationshintergrund

privat bei den Hausaufgaben

oder möchten älteren Menschen

ihre Unterstützung anbieten.

Im Mai dankten wir unseren Ehrenamtlichen

mit einem Sektfrühstück

in der Zentrale für ihr Engagement.

Eine Lesepatin meinte, so ein

Treffen sei wunderbar, um sich kennen

zu lernen und auszutauschen.

Die Muffenale im September war

eine gute Gelegenheit, das neue Fagos-Mobil,

ein Schirm mit unserem

Logo in einem Stehtisch, einzuweihen.

So kamen wir schnell ins Gespräch

mit interessierten Besuchern.

Die Kinder hatten ihren Spaß an der

Bastelaktion, die der Kindergarten

St. Martin anbot.

Foto: Fred Schneider Foto: Fred Schneider

Fagos-Mobil-Betreuer/in gesucht

Haben Sie Freude, mit anderen

Menschen ins Gespräch zu kommen

und ihnen die Angebote des Familienzentrums

nahe zu bringen, dann

melden Sie sich bei uns. Wir brauchen

Freiwillige, die uns eine oder

zwei Stunden unterstützen, wenn wir

mit unserem Fagos-Mobil unterwegs

sind – z.B. beim Stadtfest oder bei einem

Fest unserer Gemeinde oder einfach

mal an einem Samstagmorgen

vor Kaiser’s in Pennenfeld oder Edeka

in Lannesdorf oder …

Geschenkte Zeit

Lehrerinnen der Grundschulen

suchen Unterstützung für einzelne

Kinder, die eine Zeit lang Zuwendung

brauchen, um in der Klasse mithalten

zu können. Wir vermitteln Sie.

Babysitter gesucht

Wir suchen dringend Jugendliche

ab 14 Jahren, die sich zum Babysitter

ausbilden und dann von uns in Familien

vermitteln lassen. Das Haus der

Familie in der Friesenstraße führt

Kurse durch. Wir können auch vor

Ort einen Kurs organisieren, wenn

sich genügend Teilnehmer melden.

Kontakt: siehe Umschlagrückseite

Sankt Martins-Fest

in Muffendorf

Foto: Lars Bergengruen

Foto: Lars Bergengruen

Foto: Lars Bergengruen

Foto: Lars Bergengruen

Foto: Lars Bergengruen

Foto: Lars Bergengruen


November 2010 Südkurier 23

Die Kirchen subventionieren den Staat

Auszug aus der Rede von Dechant Dr. Wolfgang Picken vor dem 68. Deutschen Juristentag in Berlin

Im Folgenden geben wir einen

Auszug aus einer wichtigen Rede unseres

Dechanten wieder, die wir unserer

Leserschaft nicht vorenthalten

wollen. Die Redaktion

Von Dr. Wolfgang Picken

Der demokratische und soziale

Verfassungsstaat kennt unter anderem

zwei Grundvoraussetzungen: Er

beruht auf (Grund-)Werten und lebt

von funktionsfähigen sozialen Vernetzungen

und Bindungen innerhalb

der Gesellschaft. Beide Voraussetzungen

kann der Staat nicht schaffen,

erzwingen oder gar ersetzen. Er

muss sie in der Gesellschaft vorfinden.

Hier kommen unter anderem die

Kirchen in den Blick: Sie generieren

und tradieren solche Werte, auf die

der Staat angewiesen ist. Überdies

stellen die Kirchen gesellschaftliche

Subsysteme dar, die über eine

weit gefächerte und flächendeckende

soziale Vernetzung verfügen. Sie

stellen einen großen Teil der sozialstaatlichen

Infrastruktur sicher. Daraus

ergibt sich für die Kirchen die

Verpflichtung, auch in schwieriger

Situation ihre Aufgaben als gesellschaftliche

Subsysteme nicht wie einen

lästigen Ballast abzuwerfen und

durch eine vermehrte Konzentration

auf sich selbst den Eindruck zu vermitteln,

als ginge sie die soziale Entwicklung

von Staat und Gesellschaft

nichts an.

Auch den Staat verpflichtet die

Partnerschaft mit den Kirchen. Statt

Wertschätzung sind Kirchen vielerorts

Angriffen und Infragestellungen

auch staatlicherseits ausgesetzt.

In diesem Kontext steht die immer

wieder aufkommende Forderung

nach einer radikalen Trennung

von Staat und Kirche. Hier geht es

nicht um die erforderliche Unterscheidbarkeit

von Staat und Kirche,

die ist vollkommen unstrittig und

gegeben, wie ich meine, sondern um

eine Separierung und ein Abdrängen

der Kirchen an den Rand der Gesellschaft.

Der Staat muss sich zwar von

den Kirchen unterscheiden, trennen

– im Sinne von Ausgrenzen und

Separieren – kann und darf er sich

nicht von ihnen.

Viele Subsysteme werden schwächer

oder fallen ganz aus. Die nüchterne

Analyse des Status quo von

Staat und Gesellschaft müsste zu

der Einsicht zurückführen, dass die

großen Aufgaben und Probleme im

Staat nur im Miteinander aller gesellschaftlichen

Subsysteme gelöst

werden können. Der Staat kann also

an einer Schwächung der gesellschaftlichen

Subsysteme nicht interessiert

sein. Vielmehr muss er sie,

insbesondere die freien Träger sozialer

Dienstleistungen, damit auch die

Kirchen, zusätzlich fördern und unterstützen.

Manche staatliche Stellen halten

kirchliche Angebote nicht für kompatibel

mit der multikulturellen

Gesellschaft. Konfessionelle Träger

werden nicht selten per se für unwillig

und unfähig angesehen, einen

Beitrag zur Integration von Migranten

zu leisten. Die Faktenlage aber

ist eine gänzlich andere: In der Stadt

Bonn werden beispielsweise 40 Prozent

aller Kindergartenplätze von

katholischen Trägern zur Verfügung

gestellt. Mehr als 45 Prozent der Kindergartenplätze

in diesen Einrichtungen

sind an nicht katholische

Kinder, davon etwa ein Viertel an

Kinder mit Migrationshintergrund,

vergeben. Auch islamische Familien

bewerten kirchliche Einrichtungen

offenbar positiv. Sie schätzen die

wertorientierte Ausrichtung und die

Qualität der Pädagogik sowie die

Integrationskraft des Trägers und

zweifeln nach eigenen Aussagen gerade

in diesen Punkten oft an den

staatlichen Institutionen.

Ein anderer Vorwurf lautet, dass

die kirchlichen Einrichtungen in hohem

Umfang durch staatliche Zuschüsse

finanziert werden. Der Vorwurf

lautet: Die Einflussnahme der

Träger auf Aufnahmekriterien und

Inhalte stünden in keiner Relation zu

ihrer finanziellen Eigenbeteiligung.

Die vorgetragene Argumentation

verkehrt allerdings die Faktenlage.

Der Staat unterstützt mit seinen Finanzmitteln

nicht in erster Linie die

Interessen der Kirchen. Vielmehr er-

Foto: Stefan Walbröl

möglichen die Kirchen durch den Betrieb

von Kindergärten und Schulen,

dass der Staat seiner gesetzlichen

Verpflichtung nachkommen kann,

Kindergarten- und Schulplätze in

hinreichender Zahl und gebotener

Vielfalt zur Verfügung zu stellen. Die

Kirchen erfüllen also eine Aufgabe,

die der Staat zu garantieren hat, die

aber nach dem Sozialgesetzbuch in

der Umsetzung ausdrücklich zuerst

der Gesellschaft zugewiesen wird.

Die Kirchen entlasten den Staat von

Aufgaben und erhalten deshalb einen

Ausgleich für die dadurch entstehenden

finanziellen Belastungen.

Der Trägeranteil, den die Kirchen

aufbringen, muss als ihre zusätzliche

Beteiligung an den Aufgaben des

Staates und damit als eine kirchliche

Subvention der Kommunen angesehen

werden, nicht umgekehrt.

Für die Stadt Bonn ergibt sich

zum Beispiel allein bei den katholischen

Kindergärten so ein direktes

Sparvolumen von 1,7 Millionen Euro

pro Jahr. Hinzu kommen weitere

Einsparungen, weil staatliche Verwaltungsaufgaben

und Investitionskosten

entfallen und viele Aufgaben

ehrenamtlich ausgefüllt werden.

Um den Staat zu entlasten und

die Gesellschaft zu stärken, braucht

es zukünftig eine Vergesellschaftung

des Staates. Damit ist nicht

eine Privatisierung oder Kommerzialisierung,

sondern ausdrücklich die

Übertragungen staatlicher Funktionen

und Institutionen an gemeinnützige

Subsysteme gemeint.


24 Südkurier November 2010

Von Paul Heuermann

Jenseits von Schule und Studium

werden Bücher von Jugendlichen und

Erwachsenen in aller Regel nicht besonders

intensiv (gemeinschaftlich)

genutzt. Vielmehr stehen viele Bücher

un- oder nur einmal gelesen herum,

verstauben, nehmen Platz weg

und können, nicht nur, wenn man

plötzlich Hunderte von ihnen erbt,

zur Belastung werden.

Daher hat die Frage, was man

Gutes mit Büchern machen kann,

eine alltägliche Relevanz. Im Vordergrund

der nachfolgenden Vorschläge

stehen dabei die gemeinsame Beschäftigung

mit Geschriebenem sowie

die verantwortliche Weitergabe.

Der soziale Nutzen einer gemeinsamen

Aktion ist evident. Wer (weg-)

gibt, der beschenkt andere und befreit

sich zugleich.

Schreiben

Beginnen wir mit der aktivsten Variante.

Manchmal erzählt jemand etwas,

und dann sagt ein anderer „Das

musst du aufschreiben!“

Wer schreibt, tut es primär für

sich, evtl. für seine Kinder oder Enkel.

Vielleicht ist aber mit der Mühe

des Schreibens auch die Hoffnung

verbunden, irgendwann einmal diesen

Text anderen präsentieren zu

können. Hier könnten Kirchengemeinden

mit ihrem Raumangebot

ein hervorragendes Forum darstellen.

Man trifft sich am oft gerade für

Senioren langweiligen Sonntagnachmittag

oder wann immer ein geeigneter

Raum frei ist, liest vor, hört

zu, lobt begeistert oder kritisiert zurückhaltend,

mit oder ohne Kaffee

und Kuchen.

Lesen

Lesen gehört für viele zum Beruf, für

deutlich weniger Menschen ist es

mittlerweile eine Freizeitbeschäftigung.

Für Einsame ist Lesen ein Trost

und eine willkommene Abwechslung.

Lesen geschieht fast immer alleine.

Gemeinsames Lesen und der

Bücher teilen!

Vorschläge zum Umgang mit Büchern, Schallplatten und CDs

Austausch darüber in (selbst gegründeten)

Lesekreisen kann aber als ein

Mittel gegen das Alleinsein genutzt

werden.

Mit geringem Aufwand geht es

daheim, aber auch die oben genannten

Räumlichkeiten könnten genutzt

werden.

Vorlesen

Vorlesen wird immer wieder als

Mittel empfohlen, Kindern aus sogenannten

bildungsfernen Familien

effektiv zu helfen. Lesen Sie doch

Kranken, Alten und Kindern vor, die

Kirchengemeinde wird Ihnen gerne

helfen, ein dankbares Auditorium zu

finden, im FAGOS gibt es schon eine

Gruppe von Lesepaten, machen Sie

mit, auf deren Erfahrung können Sie

einfach aufbauen.

Ausleihen

Neben der üblichen Form der

Bücherausleihe in den Räumen der

städtischen und kirchlichen Büchereien

gibt es noch eine andere, mittlerweile

recht unkonventionelle: Wagen

Sie es einmal, jemanden aus der

Nachbarschaft oder der Kirchengemeinde

zu fragen, ob er oder sie nicht

ein Buch von oder über „XY“ hat oder

jemanden kennt, der es besitzt.

Verleihen

Wenn Sie etwas Experimentierlust

verspüren, können Sie sie einfach

ausleben. Denken Sie an ein lesenswertes

Buch aus Ihrem Bestand,

suchen Sie sich jemanden, von dem

Sie meinen, dass er oder sie sich dafür

interessieren könnte und werden

Sie durch ein spontanes Verleih-Angebot

aktiv.

Verschenken

Bücher sind auch zum Verschenken

da! Zu Weihnachten, Geburtstagen,

bei Einladungen. Man kann

aber lesenswerte Bücher auch ganz

anders, unkonventioneller, verschenken.

Anonym und als Einzelstück

kann man sie bewusst dort „liegenlassen“,

wo andere sie leicht finden

können, sei es im Zug, im Bus, in

(halb)öffentlichen Räumen, z. B. in

der gemeinsamen Büroküche.

Kleine oder größere Mengen können

Sie zu Bücherstuben, etwa dem

Bücherpavillon in Bad Godesberg

(Am Michaelshof) bringen oder hoffentlich

in ein paar Monaten dem

geplanten Sozialkaufhaus unserer

Gemeinde übergeben. (Wenn wir soweit

sind, könnten wir Ihnen auch

anbieten, Ihre Bücher bei Ihnen abzuholen.)

Die besseren, wertvolleren

sollten Sie aber den (kirchlichen) Büchereien

vermachen, damit diese sie

entweder selbst inventarisieren und

zum Verleih nutzen oder durch den

Verkauf neue Bücher erwerben können.

Wenn Sie Ihren Bestand durchforsten,

werfen Sie auch einen Blick

auf Ihre CDs und, soweit vorhanden,

Ihre Schalplatten.

Zeitungen und

Zeitschriften

Für Zeitungen und Zeitschriften

gibt es ähnliche Alternativen zum

Wegwerfen. Neben der Weitergabe

an das Sozialkaufhaus sei nur eine

andere Nutzungsmöglichkeit skizziert:

Vielleicht wird es der Beginn

einer Freundschaft, wenn Sie jemandem

einen Artikel zur Lektüre geben,

der Sie positiv oder negativ bewegt,

und ihm/ihr vorschlagen, Sie zu einem

Gespräch darüber zu besuchen.

Achtung Vorankündigung

Da simmer widder dabei!

Karneval auf dem Heiderhof.

Sonntag, 6. März 2011


November 2010 Südkurier 25

Erntedankfest

in Herz Jesu

Eine Tradition lebt weiter

Von Bernd Brienen

Jeder von uns konsumiert jeden

Tag Gemüse, Salat und Obst. Sie gehören

zu einer ausgewogenen Ernährung

einfach mit dazu. Beim

Erntedankfest, das jedes Jahr am

ersten Oktoberwochenende in vielen

Kirchen gefeiert wird, erinnern

wir uns daran, dass beim Gedeihen

von Pflanzen auf dem Feld viele Naturgewalten

in der richtigen Menge

und zur richtigen Zeit neben dem

Geschick des Landwirts zusammenkommen

müssen, damit eine gute

Ernte zu Stande kommt, damit wir

schließlich auf unserem Tisch die

Früchte des Feldes genießen können.

An der Kirche Herz Jesu in Lannesdorf

hat sich zum Erntedank seit

mehr als zehn Jahren eine Tradition

entwickelt, das Erntedankfest nach

der Messfeier auf einem Bauernhof

zu feiern, genau dort, wo viele sich

den Vorrat von allem, was auf Feldern

angebaut wird, besorgen.

In der Messfeier wurde im Rahmen

eines Familiengottesdienstes

der Gedanke des Erntedankes vertieft.

Auch die Kindergartenkinder

mit ihren Familien haben sich beteiligt.

Anschließend konnte man auf

dem Obsthof Schugt bei einem Bier,

Kartoffelsuppe mit Wurst, einer Tasse

Kaffee und einem Stück Apfelkuchen

die Atmosphäre eines Bauernhofs

genießen und das Erntedankfest

gebührend feiern. Für die Kinder

fand sich einiges zu entdecken und

zu spielen.

Der Kirchenausschuss an Herz

Jesu hat das Fest bewusst nicht als

eine große Ganztagesveranstaltung

konzipiert, sondern schlicht als gemütliches

Beisammensein über den

Mittag. Die Preise für die Speisen und

Getränke wurden familienfreundlich

gestaltet. Auch an dieser Stelle

sei der Familie Schugt, die ihren Hof

für diesen Anlass zur Verfügung gestellt

hat, und auch für alle Kuchenspenden

herzlich gedankt. Viele fleißige

Helfer haben geholfen und auch

das Wetter spielte mit, so dass es ein

gelungenes Fest war.

Und wenn ein Pferd gekommen wäre?

Tiersegnung in der Kirche Frieden Christi

Von Ursula Dobelke

Eine seltsame Frage, finden Sie

nicht auch? Die Frage ist aber gar

nicht so abwegig wie es scheint. Am

1. Oktober war in der Kirche Frieden

Christi, wie übrigens auch in

anderen Kirchen des Bistums, eine

Tiersegnung. Eingeladen waren alle

Menschen aus der Kirchengemeinde

St. Martin und Severin, ihr Haustier

mitzubringen, um es, und natürlich

auch sich selbst, segnen zu lassen.

Der Anlass? Das Fest des heiligen

Franziskus am 04. Oktober.

Zunächst standen viele Kinder,

Frauchen und Herrchen mit Hunden

und anderen Haustieren etwas unschlüssig

vor der Kirche. Darf man

mit einem lebenden Tier in die Kirche

kommen? Werden sich die Hunde

nicht angiften und einen furchtbaren

Krach anfangen? Aber es verlief alles

recht friedlich. Die vertraute Decke

von daheim aus dem Körbchen oder

ausnahmsweise auf Frauchens oder

Herrchens Schoß sitzen zu dürfen,

das ließ alle Vierbeiner friedlich werden.

Und die Lieblingskuscheltiere,

die alle Kinder mitbringen durften,

sind sowieso ganz still.

Monsignore Mensing und Frau

Koller-Walbröl kamen zum Altar

und Jung und Alt fielen ein in das

Lied „Die Erde ist schön, es liebt sie

der Herr.“

Mit der Geschichte von dem Heiligen

Franziskus und dem Wolf wurde

anschaulich deutlich, dass Gott seine

Schöpfung für gut befindet und deshalb

auch die Tiere segnet. Denn Segen

heißt auf lateinisch bene dicere,

Gutes sagen. Der Segen Gottes über

die Tiere verdeutlicht auch unsere

Freude an ihnen und nimmt zugleich

die Besitzer in die Pflicht, ihre Tiere

verantwortungsvoll, d.h. artgerecht

zu halten.

Die Segensbitte brachte die Lieder

und vorgetragenen Gebete auf den

Punkt: „Guter Gott, du schenkst uns,

was wir zum Leben brauchen. Du hast

die Tiere erschaffen und uns als Helfer

und Gefährten zur Seite gegeben.

Wir bitten dich: Erhalte und bewah-

re alles, was auf Erden lebt. Schütze

diese Tiere vor allen Gefahren, damit

der Nutzen und die Freude, die sie uns

bereiten, uns zu einem Zeichen deiner

Großzügigkeit und Liebe werden.“

Dann wurden alle Tiere zum Altar

gebracht und von Monsignore

Mensing mit Weihwasser gesegnet.

Er fürchtete, die Hunde würden

sich erschrecken, wenn sie das Weihwasser

spürten. Doch Tiere haben

durchaus ein Empfinden für die liebevolle

Zuneigung, keines zeigte Erschrecken

oder Furcht. Und die Kinder

durften natürlich alle Kuscheltiere

zum Altar bringen. Ein kleines

Mädchen hatte gleich einen ganzen

Arm voll Teddys mitgebracht. Alle

wurden bei ihrem Namen genannt

und gesegnet.

Und wenn jemand mit seinem

Pferd gekommen wäre? Kein Problem!

Man kann die breite Schiebetür

zum Kindergarten hin öffnen und

dort auch große Tiere unter dem

Dach von Frieden Christi segnen.

Wer weiß, vielleicht kommt im

nächsten Jahr zum Beispiel Sankt

Martin mit seinem Pferd etwas früher

auf dem Heiderhof vorbei?

Foto: Lars Bergengruen

Foto: Lars Bergengruen


26 Südkurier November 2010

Foto: Ulrich Rau

Foto: Ulrich Rau

Foto: Ulrich Rau

Foto: Ulrich Rau

Foto: Ulrich Rau

Schöpfung und Gemeinde (er-)leben

Von Olivia Höffinger

Am Sonntag, dem 12. September,

wurde es bunt im Pfarrzentrum

Frieden Christi. Der Sachausschuss

Schöpfung und Umwelt "SchuU" hat

erstmals einen "Tag der Schöpfung"

gestaltet.

Nach einer Familienmesse gab es

im Pfarrzentrum zunächst eine exotisch

gewürzte Linsensuppe, gekocht

und serviert von Jugendlichen aus

der Gemeinde. Viele Gemeindemitglieder

nahmen diese Stärkung gerne

an, so dass es im Forum schnell an

Sitzplätzen mangelte und sich mehr

und mehr Menschen auch auf Treppenstufen

niederließen. Danach waren

Interessenten aller Altersgruppen

zu einem facettenreichen Programm

eingeladen. In einer Malaktion

"Sieben Tage der Schöpfung" entstanden

25 kleine Kunstwerke, die

demnächst als Wanderausstellung in

allen fünf Kirchorten zu sehen sein

werden. Die Kleinsten wurden von

Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte

Frieden Christi zum Basteln

von Windrädern angeleitet, für kluge

Köpfe gab es ein Natur-Quiz, für

Energiesparfüchse zwei interessante

Vorträge und eine anschauliche Ausstellung.

Auch (junge) Handwerker

kamen beim Bau kleiner Wildbienenhäuser

auf ihre Kosten. Auf der

großen Leinwand im Saal liefen verschiedene

Kurzfilme zu Umweltthemen

und Natur. Der eine oder andere

verweilte so einige Stunden beim

Zuhören, Malen, Raten, Hämmern

und Erforschen von Gottes Schöpfung.

Vor einer abschließenden ökumenisch

ausgerichteten Schlussandacht

pflanzten Pfarrer Powalla

und die PGR-Vorsitzende Dorothee

Schwüppe, unterstützt durch Kinder

und Mitglieder des SchuU, einen

Apfelbaum auf dem Grundstück des

Kindergartens. So wird der 1. Schöpfungstag

vielleicht lange in Erinnerung

bleiben.

Viel Engagement und Unterstützung

kam an diesem Nachmittag von

den Erzieherinnen der Kindertagesstätte

von Frieden Christi, den Frauen

von der Kath. Öffentlichen Bücherei,

dem Kinder- und Jugendprojekt

ALMA, dem Kirchenausschuss von

FC und von Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Verbraucherzentrale.

So verwandelte sich das Pfarrzentrum

Frieden Christi an diesem Nachmittag

zu einem beispielhaften Ort

lebendiger Begegnungen von Jung

und Alt, bekannten und unbekannten

Gesichtern, Familien und Alleinstehenden.

Am 1. Tag der Schöpfung

konnten Besucher so nicht nur mehr

über den zeitgemäßen Umgang mit

Gottes Schöpfung erfahren, sondern

auch ein gelungenes Stück der Gemeinde

St. Martin und Severin erleben.

Die Idee eines Schöpfungstages

stammt ursprünglich aus der griechisch-orthodoxen

Kirche. Die Arbeitsgemeinschaft

Christlicher Kirchen

in Deutschland (ACK) hat während

des 2. Ökumenischen Kirchentages

im Mai 2010 in München alle

Gemeinden und Gruppen dazu aufgerufen,

einmal jährlich - in der Zeit

zwischen dem 3. September und dem

4. Oktober - einen Tag der Schöpfung

zu begehen.

Rezept: Asiatische Linsensuppe

Die Linsen werden, wie auf der Packung

beschrieben, vorgekocht, bis sie gar sind.

Anschließend werden die Zwiebeln in Ringe

geschnitten und mit dem Öl und der klein

gewürfelten Chili angebraten. Wenn sie

glasig sind werden die Frühlingszwiebeln

und die Currypaste hinzugegeben und kurz

ebenfalls angebraten. Die fein gescheibelten

Möhren hinzugeben und 5 min mit etwas

Wasser dünsten, bevor die Paprika in feine

Scheiben geschnitten hinzugegeben

wird. Die vorgekochten Linsen und Wasser

hinzugeben und alles gemeinsam kochen,

bis das Gemüse gar ist. Währenddessen kann

bereits mit Sojasauce, Essig, Curry, Pfeffer und

Salz (Vorsicht: die Sojasauce ersetzt einen

großen Teil Salz) abgeschmeckt werden. Wie

jede andere Linsensuppe schmeckt auch

die asiatische Variante am zweiten Tag noch

besser. Guten Appetit!

Zutaten für 2 Portionen (Am Tag der Schöpfung

wurden Biozutaten verwendet.)

150 g braune Tellerlinsen, 1 Paprikaschote,

50 g Möhren, 1 Zwiebel, 4 Frühlingszwiebeln,

1 frische Chilischote, 2 EL Curry-Paste, 10 ml

Sojasauce, 20 ml Balsamicoessig, 2 EL Öl (z.B.

Sesamöl), 750 ml Wasser, Curry, Pfeffer, Salz


November 2010 Südkurier 27

Kommen Sie zu uns - wir haben geöffnet

Von Elisabeth Schwüppe

Mitglied des Kirchenausschusses

Frieden Christi

Dreimal in der Woche wird in der

Kirche „Frieden Christi“ auf dem Heiderhof

eine Heilige Messe gefeiert:

am Donnerstag- und Freitagabend

um 18 Uhr, und am Wochenende,

entweder samstags (18.30 Uhr) oder

sonntags (11.15 Uhr), im Wechsel.

Hinzu kommt noch die Frauenmesse

der kfd – am ersten Dienstag im Monat

um 9.30 Uhr.

Doch auch an jedem „messefreien“

Werktag findet in der Kirche ein

Gottesdienst statt, und diese Gottesdienste

werden von Laien organisiert

und gestaltet: Das Abendgebet

am Montag, 21.30 Uhr, die Laudes

am Dienstagmorgen (9.30 Uhr) und

die Vesper am Mittwochabend, 18.00

Uhr. In der Fastenzeit wird die Vesper

ersetzt durch die Kreuzwegandacht,

im Mai beten wir stattdessen

die Maiandacht und im Oktober die

Rosenkranzandachten.

Darüberhinaus gibt es noch den

Dienst „Offene Kirche“: Dank des Einsatzes

Ehrenamtlicher (meist sind

es Senioren) ist die Kirche an sieben

Tagen der Woche wenigstens eine

Stunde zum stillen Gebet geöffnet,

nämlich vormittags zwischen 11 und

12 Uhr. So soll die Kirche „Frieden

Christi“ auch in Zukunft eine einladende

Kirche bleiben. Den vielen

Menschen, die das durch ihre ehrenamtlichen

Dienste ermöglichen, sei

hier einmal ganz herzlich gedankt!

Gottesdienst für Verliebte und Paare

Erlebt Ihr gerade Eure erste große

Liebe? Die Schmetterlinge fliegen

im Bauch und die ganze Welt gehört

Euch? Sie planen eine gemeinsame Zukunft,

Ehe und vielleicht Kinder? Sie

vertrauen Ihrem Partner und es gibt

keinen schöneren Gedanken, als mit

ihm Ihr ganzes Leben zu verbringen?

Sind Sie schon Jahre mit Ihrem Partner

zusammen und haben Glück und

Freude miteinander geteilt? Vielleicht

schauen Sie bereits auf viele gemeinsame

und glückliche Jahre zurück?

Egal ob frisch verliebt, jahrelang

zusammen glücklich, verheiratet,

jung oder alt… Am Valentinstag soll

es ganz um Sie als Paar gehen. Im Gottesdienst

für Verliebte und Paare werden

Sie eingeladen Ihrer Liebe füreinander,

Ihrer Partnerschaft, Ihrem ge-

meinsamen Leben und Ihren Vorstellungen

für die Zukunft nachzuspüren.

Sie können als Paar einen Segen

empfangen und Ihre Liebe so sichtbar

unter Gottes besonderen Schutz stellen.

Gottesdienst für Verliebte und Paare

- mit Paarsegnung am 14.02.2011

um 19 Uhr in Alt-St. Martin (Muffendorf).

K leinkindergottesdienste

am Freitag

Liebe Eltern,

wir laden Sie und Ihre Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren zur

Jubiläumsgottesdienst 2011

Liebe Gemeinde,

seit 2 Jahren sind wir nunmehr

kirchenrechtlich eine Gemeinde mit

dem Namen St. Martin und Severin.

Vieles ist in dieser Zeit schon zusammengewachsen,

aber noch sind

wir unterwegs, um eine Gemeinde

zu werden. Ein Schritt um zusammenzuwachsen,

kann wiederum die

gemeinsame Messfeier, die als Jubiläumsmesse

gefeiert wird, sein:

Am Sonntag, dem 16. Januar, um

10 Uhr in St. Albertus Magnus

Ich lade Sie zur Mitfeier sehr herzlich

ein.

H. Powalla, Pfr.

Dekanatswallfahrt

Auch im Jahr 2011 wird unser Dekanat

wiederum eine gemeinsame

Wallfahrt unternehmen. Der Termin

ist Samstag, der 28. Mai.

Ziel wird die schöne und bedeutende

Stadt Maastrich sein.

Wir bitten Sie, sich diesen Termin

schon jetzt vorzumerken.

Kommunionempfang für

Kranke und durch Alter

geschwächte

Sie können aus Alters- oder

Krankheitsgründen die hl. Messe

nicht mehr mitfeiern, möchten

aber gern durch den Empfang der hl.

Kommunion gestärkt werden?

Dann melden Sie sich bitte im

Pastoralbüro (Kontakt siehe Umschlagrückseite).

Einmal im Monat kommt ein

Priester unserer Pfarrei mit der hl.

Kommunion zu Ihnen.

Wortgottesfeier für Kinder

am Freitag,

• 10. Dezember, 17. Dezember, 14. Januar, 11. Februar, 11. März, 18. März, 8. April, 15. April,

jeweils umd 17 Uhr in St. Albertus-Magnus (Pennenfeld)

• 26. November, 3. Dezember, 28. Januar, 25. Februar, 25. März, 1. April,

jeweils 16:30 Uhr in St. Severin (Mehlem)

herzlich ein.

Wir wollen zusammen beten, singen, das Wort Gottes hören und so unseren Glauben feiern.


28 Südkurier November 2010

In unserer Gemeinde

wurden in der Zeit

vom 01.11.2009 bis 24.10.2010

...getauft

Charlotte Baur

Lukas Puskaric

Sam Kodjo

Christian Osazee Asemota

Divine Osayuware Paul Asemota

Serafina Constanze Schulz

Luisa-Marie Leipelt

Till Lukas Arne Koschel

Jannik Robin Gimbel

Lavinia Bojanic

Ayleen Müller

Anna Elisabeth Sander

Antonia Christina Schneider

Marlene Theisen

Vivien Dobra

Sarah-Marie Hüllen

Conrad Rohr

Julia Theresia Raupach

Rinko Nara Lena Degele

Fabian Akadirs

Judith Dolf

Gabriel Roland Johannes Blanke

Linus Robin Mattern

Vinzent Mattern

Karolin Maria Dorina Kagerer

Simone Sander

Alexander Nobis

Shaquille Bankwitz

Antonia Krefft

Paula Elisabeth Marie Rohwedder

Amalia Sophie Foet

James Arthur Friedrich Ignatius Maria von Kraack

Johannes Magnus Anton Aepfelbach

Im selben Zeitraum verstarben

Helene Westerhoff

Barbara Blumhöfer

Adelheid Jansen

Raffaele Scattolini

Julian Sklorz

Rita Giebler

Josef Schmitz

Hubert Ruckes

Carl-Max Graf von Schaesberg

Johanna Endries

Erich Beutling

Helmut Jentszcok

Lucia Schmitz-Rosbach

Karl Simon

Rudolf Bratner

Anna Philippi

Sigrid Stommel

Pfarrmitteilungen

Antonia Henreich

Paul Chatenay

Felix Chatenay

John Philipp Bernd Diederichs

Miriam Chantal Küntzel

Leo Michael Brandt

Franziska Helga Christel Stork

Ida Stupperich

Tobias Voos

Tim Schäfer

Emely Marie Henke

Benjamin Alexander Kilian Stärkel

Maxim Alexander Gwosdek

Kaspar Oliosi

Leandra Sophie Koch

Lavinia Marie Koch

Markus Benedikt Martin von Thadden

Moritz Maximilian Krause

Noah Joachim Madscher

Edda Maria Lehnertz

Justus J ohannes Emmert Nötzel

Celina Puskaric

Thomas Gustav Maximilian Ferner

Julia Merchel

Corey Alessandro Dressler

Jonathan Philipp Hirschfeld

Charlotte Schmidt

Celine-Marie Schäfer

Leon Meumerzheim

Jonas Maximilian Wienzek

Tamina Marie Müller

Hanna Ella Marie Labendz

Arno Bange

Norah Bange

Tim-Fabian Magenheimer

Vladimir Balusch

Maria Knieps

Dr. Willy Knapp

Paul Buschmann

Adele Radermacher

Viktoria Klöckner

Sibylla Klapperich

Johannes Henk

Fritz Schulze

Elfriede Brandt

Maria Heinen

Hans Schwüppe

Mayla Weber

Franz Burdick

Joseph Küffner

Hubert Schüller

Aaron Dirk

Elisabeth Merken

...getraut

Kwiza Angela Bak

und Siegfried Santura

Veronika Wallach

und Lukas Rudnik

Wencke Fischer

und Jan Foet

Dr. Katja Petereit

und Arkadius Tetzlaff

Renate Dresen

und Thomas Müller

Antje Bärenß

und Joachim Henke

Giulia Selbmann

und Oliver Steffen

Christina Wiethe

und Martin Schmidt

Andrea Strick

und Daniel Licharz

Claudia Pieper

und Michael Rival

Tatjana Borodichin

und Rafael Kwiatkowski

Sylvia Berrenrath

und Christopher Becher

Christine Huuk

und Frank Wolter

Monika Dahmen

und Jörn Densing

Sabrina Hoffmann

und Sebastian Bielinsky

Gertrud Luksch

Paul Cook

Bernd Erdmann

Christine Schmitz

Gisela Heuseler

Friedrich Milka

Christine Heeg

Therese Kurth

Josef Stuhlmacher

Margarete Schlich

Josef Esch

Fritz Küster

Lucia Rösler

Josef Gerstendörfer

Inge Schindler

Barbara Grüßgen

Hans-Toni Brodam

Franziska Krämer


November 2010 Südkurier 29

Von Thomas Großmann

Eine Orgel für Alt-St. Martin. Erste

erfreuliche Zwischenbilanz.

Die zusammen mit der Sommerausgabe

des Südkuriers gestartete

Initiative „Eine Orgel für Alt-St. Martin.

Ich bin dabei.“ hat bereits ein reges

Echo gefunden. Innerhalb weniger

Wochen gingen Spenden von fast

6000 Euro auf dem hierfür eingerichteten

Konto der Pfarrei ein. Auf eine

derart große Unterstützungsbereitschaft

hatten die Initiatoren des Projekts

kaum zu hoffen gewagt, fühlen

sich aber durch diese Resonanz um

so mehr in ihrem Vorhaben bestärkt.

Viele Menschen in unserer Gemeinde,

längst nicht nur die Muffendorfer,

wissen um die Besonderheit von Alt-

Kirchenmusik

in der Pfarrei

St. Martin

und

Severin

Advent und

Weihnachten 2010

Eine Orgel für Alt-St. Martin

Erste erfreuliche Zwischenbilanz

St. Martin und wollen, dass mit der

Anschaffung einer kleinen Pfeifenorgel

dem endlich auch in musikalischer

Hinsicht entsprochen wird. Die

Spendenbereitschaft der ersten Wochen

hat die Projektgruppe um Seelsorgebereichsmusiker

Michael Langenbach-Glintenkamp

ihrem Ziel einen

großen Schritt näher gebracht,

das ins Auge gefasste ca. 25.000 Euro

teure Instrument in absehbarer Zeit

finanzieren zu können. Zusammen

mit einem vom Kirchenvorstand beschlossenen

Sockelbetrag von 2500

Euro wäre nun schon etwa ein Drittel

der Anschaffungskosten zu decken.

Allen, die dies ermöglicht haben, sei

an dieser Stelle noch einmal herzlich

gedankt.

Nun heißt es dranbleiben! Bis zum

28. November 17 Uhr, Alt-St. Martin

Muffendorfer Sonntagskonzert

17 Uhr Frieden Christi

Offenes ökumenisches Adventssingen

Ziel ist es noch ein weiter Weg, denn

es fehlen weitere 16000 Euro. Sie müssen

ebenfalls ausschließlich durch

Spenden aufgebracht werden. Darum

wäre es großartig, wenn auch Sie sagen

würden: „Eine Orgel für Alt St. Matin.

Ich bin dabei.“ Wenn Sie das Vorhaben

unterstützen wollen, so verwenden

Sie hierfür bitte die Konto-Nr.

22 000 806 bei der Sparkasse Köln-

Bonn BLZ 370 501 98, Stichwort „Orgel“.

Um Ihnen eine Spendenquittung

ausstellen zu können, benötigt das

Pfarramt Ihre Anschrift. Verwenden

Sie hierfür am besten den entsprechenden

Abschnitt des Faltblattes

„Eine Orgel für Alt-St. Martin. Ich bin

dabei.“, das in allen Kirchen ausliegt.

Sie finden das Formular auch unter

www.stmartinundseverin.de/orgel.

4. Dezember 18:30 Uhr Frieden Christi

Hochamt 2. Adventsonntag musikalisch gestaltet von den Kirchenchören

5. Dezember 17 Uhr St. Severin

Konzert des Blasorchesters „Musikverein Einigkeit Olpe“

11. Dezember 17 Uhr St. Martin

Hochamt mit lateinischem Ordinarium unter Mitwirkung der Choral-Schola

12. Dezember 16 Uhr St. Martin

Traditionelles „Muffendorfer Advents- und Weihnachtssingen“

18. Dezember 18:30 Uhr St. Severin

Hochamt 3. Advent, musikalisch gestaltet durch den „Quartettverein Mehlem“

19:30 Uhr St. Severin (Kirchplatz)

Turmbläser im Anschluss an die Vorabendmesse

19. Dezember 16 Uhr Fußgängerzone Lannesdorf

Lannesdorfer Adventssingen

24. Dezember 16:30 Uhr St. Albertus Magnus

musikalische Einstimmung auf die Christmette

21:30 Uhr St. Martin (Kirchplatz)

musikalische Einstimmung auf die Christmette durch das Pfarrblasorchester

22 Uhr St. Martin

Hochamt Heilig Abend, musikalisch gestaltet von den Kirchenchören

22 Uhr St. Severin

musikalische Einstimmung auf die Christmette mit Harfe und Orgel

22:30 Uhr St. Severin

Hochamt Heilig Abend mit Werken für Orgel und Harfe

25. Dezember 10 Uhr Herz Jesu

Hochamt 1. Weihnachtstag, musikalisch gestaltet von den Kirchenchören

26. Dezember 10 Uhr St. Albertus Magnus

Hochamt 2. Weihnachtstag, musikalisch gestaltet von den Kirchenchören

31. Dezember 17 Uhr St. Albertus Magnus

Hochamt zum Jahresschluss, musikalisch gestaltet von den Kirchenchören

und dem Pfarrblasorchester


30 Südkurier November 2010

Advent 2010

Bußgottesdienst

St. Albertus Magnus Pennenfeld

20.12. 19 Uhr

Beichtzeiten im Advent

Herz Jesu Lannesdorf

15.12. nach der 18:30 Uhr Messe

St. Albertus Magnus Pennenfeld

16.12. nach der 18 Uhr Messe

St. Martin Muffendorf

17.12. nach der 18 Uhr Messe

Frieden Christi Heiderhof

17.12. nach der 18 Uhr Messe

St. Severin Mehlem

22.12. nach der 18:30 Uhr Messe

Seniorenadventfeier

St. Albertus Magnus Pennenfeld

Dienstag, 30.11. um 15 Uhr

Gemeindesaal der evangelischen

Heilandkirche Mehlem

Donnerstag, 02.12. um 15.00 Uhr

Ökumenische Seniorenadventfeier

Frieden Christi Heiderhof

Mittwoch, 15.12. um 15 Uhr

Herz Jesu Lannesdorf

Donnerstag, 16.12. um 15 Uhr

St. Severin Mehlem

Donnerstag, 16.12. um 15 Uhr

St. Martin Muffendorf

Donnerstag, 16.12. um 15 Uhr

Frühschichten im Advent

Alt - St. Martin

Wir laden ein jeweils Freitag 3.12.,

10.12. und 17.12. um 6:30 Uhr

Anschließend wird im Pfarrsaal wieder

gemeinsam gefrühstückt!

Laudes im Advent

Herz Jesu Lannesdorf

Zum Beten der Laudes laden wir

montags und freitags im Advent jeweils

um 6:45 Uhr in die Krypta der

Kirche Herz Jesu Lannesdorf ein.

(Zugang über den Weg neben dem

Schaukasten)

Familiengottesdienste im Advent

St. Albertus Magnus Pennenfeld

1. und 3. Adventssonntag laden wir

wieder alle Familien zur Mitfeier der

Familienmesse um 10 Uhr in St. Albertus

Magnus ein.

Herz Jesu Lannesdorf

Am 2. und 4. Adventssonntag laden

wir die Kinder bzw. Familien zur

Mitfeier der Hl. Messe um 10 Uhr

sehr herzlich ein. Die Kinder werden

wiederum in der Krypta einen Teil

der Messfeier miteinander feiern. Die

Predigt in der Eucharistiefeier ist jeweils

auf Erwachsene ausgerichtet.

Frieden Christi Heiderhof

Am 1. und 3. Adventssonntag laden

wir zur Mitfeier der Hl. Messe sehr

herzlich ein. Die Kinder werden wiederum

im Forum einen Teil der Messfeier

miteinander feiern. Die Predigt

in der Eucharistiefeier ist jeweils auf

Erwachsene ausgerichtet.

Weihnachten 2010

Gottesdienstliche Feiern

für Familien

24. Dezember, Heiliger Abend

Herz Jesu Lannesdorf

15:30 Uhr Krippenfeier

St. Severin Mehlem

16:30 Uhr Krippenfeier

Christmette

24. Dezember, Heiliger Abend

Frieden Christi Heiderhof

17 Uhr

St. Albertus Magnus Pennenfeld

17 Uhr

Herz Jesu Lannesdorf

21:30 Uhr

St. Martin Muffendorf

22 Uhr

St. Severin Mehlem

22:30 Uhr

Festgottesdienste

25. Dezember , 1. Weihnachtstag

Kapelle Rolandswerth

9 Uhr

St. Albertus Magnus Pennenfeld

10 Uhr

Herz Jesu Lannesdorf

10 Uhr

St. Severin Mehlem

11:15 Uhr

Festgottesdienste

26. Dezember, 2. Weihnachtstag

St. Albertus Magnus Pennenfeld

10 Uhr

Frieden Christi Heiderhof

11:15 Uhr

St. Martin Muffendorf

11:15 Uhr

St. Severin Mehlem

18:30 Uhr

Fest der Unschuldigen Kinder,

Krippenbesuch und

Segnung der Kinder

Dienstag, 28. Dezember

Herz Jesu Lannesdorf

11 Uhr

St. Severin Mehlem

11 Uhr

Hl. Messe zum Jahresschluss

Freitag, 31. Dezember, Silvester

St. Albertus Magnus Pennenfeld

17 Uhr

Frieden Christi Heiderhof

17 Uhr

Herz Jesu Lannesdorf

18:30 Uhr

St. Severin Mehlem

18:30 Uhr

Festgottesdienste zum Neujahr

1. Januar

Kapelle Rolandswerth

10:15 Uhr

St. Martin Muffendorf

11:15 Uhr

Herz Jesu Lannesdorf

18 Uhr

Frieden Christi Heiderhof

18:30 Uhr

Festgottesdienste zu Hl. Drei Könige

Empfang der Sternsinger

6. Januar

Frieden Christi Heiderhof

9:30 Uhr

Herz Jesu Lannesdorf

18:30 Uhr

St. Albertus Magnus Pennenfeld

18 Uhr

St. Severin Mehlem

18:30 Uhr

St. Martin Muffendorf

10 Uhr (ohne Sternsinger)

Gebete, Text , Musik, Besinnung

an der Krippe

Herz Jesu Lannesdorf

Täglich 27. bis 31. Dezember,

jeweils 16 Uhr bis 16:30 Uhr


November 2010 Südkurier 31

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Sonn- u. Feiertagsmessen

Heilige Messen an

Sa / So u. Festtagen

Frieden

Christi

Herz Jesu St. Martin

St. Albertus

Magnus

St. Severin

Sa 27.11. 18:30 17:00 18:30

1. Advent So 28.11. 11:15 Familienmesse 10:00 Familienmesse 11:15

Sa 04.12. 18:30 17:00 18:30

2. Advent So 05.12. 10:00 Familienmesse 11:15 Jugendmesse 09:00 Rolandswerth

11:15

Sa 11.12. 18:30 17:00 18:30

3. Advent So 12.12. 11:15 Familienmesse 10:00 Familienmesse 11:15

Sa 18.12. 18:30 17:00

18:00 Nightfever

17:00 18:30

19:30 Turmbläser

4. Advent So 19.12. 10:00 Familienmesse 18:00 Alt-St. Martin 11:15 Familienmesse

Heiliger Abend Fr 24.12. 17:00 21:30 22:00 17:00 22:30

1. Weihnachtstag Sa 25.12. 10:00 10:00 09:00 Rolandswerth

11:15

2. Weihnachtstag So 26.12. 11:15 11:15 10:00 18:30

Silvester Fr 31.12. 17:00 18:30 17:00 18:30

Neujahr Sa 01.01. 18:30 18:00 11:15 10:15 Rolandswerth

So 02.01. 10:00 10:00 11:15

Dreikönige Do 06.01. 9:30 18:30 10:00 18:00 18:30

Sa 08.01. 18:30 17:00 18:30

Taufe des Herrn So 09.01. 11:15 10:00 Familienmesse 11:15

Sa 15.01. 18:30 18:30

So 16.01. entfällt entfällt entfällt 10:00 entfällt

Sa 22.01. 18:30 17:00 18:30

So 23.01. 11:15 Familienmesse 10:00 11:15

Sa 29.01. 18:30 17:00 18:30

So 30.01. 11:15 10:00 11:15

Mi 02.02. 9:30 18:30 9:00 18:00 18:30

Sa 05.02. 18:30 17:00 18:30

So 06.02. 10:00 Familienmesse 11:15 Jugendmesse 09:00 Rolandswerth

11:15

Sa 12.02. 18:30 17:00 18:30

So 13.02. 11:15 10:00 Familienmesse 11:15

Sa 19.02. 18:30 17:00 18:30

So 20.02. 10:00 11:15

11:15 Familienmesse

18:00 Alt-St. Martin

Sa 26.02. 18:30 17:00 18:30

So 27.02. 11:15 Familienmesse 10:00 11:15

Sa 05.03. 18:30 17:00 18:30

So 06.03. 10:00 Familienmesse 11:15 Jugendmesse 09:00 Rolandswerth

11:15

Aschermittwoch Mi 09.03. 19:00 18:30 17:00 18:00 18:30

Sa 12.03. 18:30 17:00 18:30

1. Fastensonntag So 13.03. 11:15 10:00 Tag des Gebets 10:00 Familienmesse 11:15

Sa 19.03. 18:30 17:00 18:30

2. Fastensonntag So 20.03. 10:00 11:15

11:15 Familienmesse

18:00 Alt-St. Martin

Sa 26.03. 18:30 17:00 18:30

3. Fastensonntag So 27.03. 11:15 Familienmesse 10:00 11:15

Sa 02.04. 18:30 17:00 18:30

4. Fastensonntag So 03.04. 10:00 11:15 Jugendmesse 09:00 Rolandswerth

11:15

Sa 09.04. 18:30 17:00 18:30

5. Fastensonntag So 10.04. 11:15 10:00 11:15

Sa 16.04. 17:00 18:30

Palmsonntag So 17.04. 11:15 9:30 18:00 Alt-St. Martin 10:00 11:00 Oberdorfer Kap.

Änderungen vorbehalten!


Stand: November 2010

Frieden Christi

Tulpenbaumweg 16

53177 Bonn-Heiderhof

Telefon 32 11 16

Fr 10:00 - 11:00 Uhr

Öffnungszeiten des Pastoralbüros St. Martin und Severin

St. Martin und Severin

Klosterbergstraße 4

53177 Bonn-Muffendorf

pastoralbuero@stmartinundseverin.de

Telefon 32 24 16

Fax 32 30 81 2

Di, Fr 9:00 - 12:00 Uhr

Mi, Do 15:00 - 17:00 Uhr

Herz Jesu

Öffnungszeiten der Pfarrbüros

St. Albertus Magnus

Lyngsbergstraße 113

53177 Bonn-Lannesdorf

Telefon 34 22 34

Mi 10:00 - 11:00 Uhr

Pfarrer Helmut Powalla

helmut.powalla@stmartinundseverin.de

Telefon 34 22 34 Fax 34 40 23

Pfarrvikar Alexander Wimmershoff

alexander.wimmershoff@stmartinundseverin.de

Telefon 34 23 17 Fax 85 74 76

Subsidiar Pfarrer Andreas Haermeyer

andreas.haermeyer@stmartinundseverin.de

Telefon 39 19 63 3 Fax (0721) 15 13 37 49 2

Subsidiar Pater Clemens van Weelden

cgbvanweelden@googlemail.com

Telefon 95 35 36 1

Kirchenmusiker

Michael Langenbach-Glintenkamp

langenbach-glintenkamp@stmartinundseverin.de

Mobil (0171) 53 45 26 6

Grazia Pizzuto

grazia.pizzuto@stmartinundseverin.de

Mobil (01578) 9145114

Albertus-Magnus-Str. 37

53177 Bonn-Pennenfeld

www.stmartinundseverin.de

Albertus-Magnus-Str. 37

53177 Bonn-Pennenfeld

Telefon 33 10 91

Do 10:00 - 11:00 Uhr

Zuständig für Küsterdienste

Dorothee Knieps, dorothee.knieps@stmartinundseverin.de, Telefon 33 34 35

Pastoralteam im Seelsorgebereich

St. Severin

Kriemhildstraße 4

53179 Bonn-Mehlem

Telefon 34 23 17

Mo 9:00 - 11:00 Uhr

Do 9:00 - 10:00 Uhr

Pastoralreferentin Tamara Danilenko

tamara.danilenko@stmartinundseverin.de

Telefon 32 30 81 3 Mobil (01578) 879679 4

Pastoralreferentin Rebekka Koller-Walbröl

rebekka.koller-walbroel@stmartinundseverin.de

Telefon 32 30 81 3 Mobil (0151) 25 30 76 71

Pastorale Mitarbeiterin Mechthild Amendt

mechthild.amendt@stmartinundseverin.de

Mobil (01578) 879679 1

Gemeindeassistentin Olivia Höffinger

olivia.hoeffinger@stmartinundseverin.de

Telefon 32 30 81 3 Mobil (01578) 879679 5

Katholische Kindertagesstätten

Frieden Christi Tulpenbaumweg 16 Telefon 32 38 07

53177 Bonn-Heiderhof Fax 93 29 90 94 kiga-frieden-christi@fagos.de

Herz Jesu Lindstraße 1 Telefon 34 22 14

53177 Bonn-Lannesdorf Fax 34 22 14 kiga-herz-jesu@fagos.de

St. Martin Klosterbergstraße 2 Telefon 32 26 62

53177 Bonn-Muffendorf Fax 93 29 45 54 kiga-sankt-martin@fagos.de

St. Albertus Magnus Albertus-Magnus-Straße 37 Telefon 33 17 14

53177 Bonn-Pennenfeld Fax 33 17 14 kiga-albertus-magnus@fagos.de

St. Severin Roderichstraße 24 Telefon 34 44 01

53179 Bonn-Mehlem Fax 90 25 66 9 kiga-st-severin@fagos.de

Di 10:00 - 12:00 Uhr

Do 8:00 - 10:00 Uhr

Familienzentrum

Jugendtreff ICE

Lindstraße 1 (Pfarrheim Herz Jesu, 2. OG)

53177 Bonn

Telefon 94 31 26 3

Öffnungszeiten: Di, Mi 16-20 Uhr, Do 16-21Uhr,

letzter Freitag im Monat 16-22 Uhr

Telefon 95 28 23 1 Mo-Fr 9:30 - 12:00 Uhr

Fax 33 39 65 14:00 - 15:30 Uhr

E-Mail zentrale@fagos.de

Internet www.fagos.de

Sollten Pfarrer Powalla oder Pfarrvikar Wimmershoff nicht zu erreichen sein, wählen Sie in Notfällen den

Priester-Notruf Tel. 95 69 1-0 im Vinzenzhaus

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