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Oberbergische Impulse III / 2007 - und TechnologieCentrum ...

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Bergneustadt: Vom

Bergneustadt: Vom Grenzposten im Mittelalter zum modernen Wirtschaftsstandort Die historische Altstadt ist mit ihren gut erhaltenen Fachwerkhäusern, aber auch mit der noblen Villa der alteingesessenen Fabrikantenfamilie Krawinkel und dem Heimatmuseum ein Schmuckstück. Sie wird liebevoll „die Feste“ genannt und als touristischer Anziehungspunkt aktiviert. Geplant sind neue Informationstafeln, damit die Gäste den Wert des alten Stadtkerns ohne Führungen erkennen und erleben können. Doch „Tourismus ist für unsere Stadt nicht der Schwerpunkt, wir bleiben ein industriell geprägter Wirtschaftsstandort“, betont Bergneustadts Wirtschaftsförderin Claudia Adolfs. Ein Standort, der schon so manche Hochs und Tiefs erlebt hat. Doch die meisten hiesigen Unternehmen sind Familienbetriebe und haben mit Erfindungsreichtum den immer wieder notwendigen Strukturwandel bewältigt. 8 Von Peter Schmidt Die Bergneustädter haben Übung darin, schwierige Situationen zu meistern. Die Tallage bietet nicht viel Spielraum für Gewerbegebiete – und doch hat sich die Stadt zu einem pulsierenden Standort für Industrie und Gewerbe entwikkelt. Top-Unternehmen haben hier ihren Sitz. Bergneustadt zählt zu den industriellen Zentren des Kreises. Foto: LISTA Die LISTA GmbH schafft Ordnung - auch in der Flugzeugindustrie Ein Beispiel: Leni Gebrüder Lenz GmbH arbeitet in zwei Geschäftsfeldern. Im Bereich „home design“ bietet Leni Bewässerungssysteme entweder für Hydrokulturen – da sichert Tongranulat die Bewässerung der Pflanzen – oder für Pflanzen, die in üblicher Pflanzerde wachsen. Die Pflanzbehälter werden dafür mit einem üppigen Wasservorrat ausgestattet. Im Geschäftsfeld Kunststofftechnik bietet Leni schon seit 1961 Kunststoff-Spritzgussteile beispielsweise für die Automobilzulieferindustrie. Seit einem Jahr hat Geschäftsführer Christian Lenz die Produktpalette um Bestattungsurnen erweitert: Er produziert aus Leder und Flüssigholz Urnen, schick und biologisch abbaubar. „Dies ist ein Produkt für einen Nischenmarkt, beispielsweise für die Bestattungen in Friedwäldern“, so Christian Lenz. Noch, denn Flüssigholz ist ein neuer Rohstoff, „der die Perspektive hat, künftig in weiteren Produkten eingesetzt zu werden.“ Perspektiven in der Automobilbranche Städtchen im Grünen - mit führenden Unternehmen wie Aubema (Mitte) Bergneustadts größter Arbeitgeber, die ISE Innomotive Systems Europe GmbH, steht vor einer neuen Zukunft. Zwar musste ISE Anfang dieses Jahres Insolvenz anmelden, doch Bergneustadts Bürgermeister Gerhard Halbe ist sich sicher: „Bei ISE geht es weiter.“ 1.800 ArbeitnehmerInnen arbeiten in den Werkhallen in Bergneustadt. Insolvenzverwalter Christopher Seagon verhandelt derzeit mit mehreren Interessenten und ist dabei immer in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung. Für alle Beteiligten ist klar, dass ein Investor gesucht wird, der „den Standort Bergneustadt und die Arbeitsplätze hier erhält“, betont Halbe. Ende des Jahres will der Insolvenzverwalter die Verhandlungsergebnisse vorstellen. Hektik ist nicht notwendig, denn ISE hat trotz des Insolvenzverfahrens volle Auftragsbücher. Der Standort ist lebensfähig und „wird den Übergang in neue Besitzverhältnisse schaffen“, so Bürgermeister Halbe. Die Stadt lebt den Wandel seit Jahrhunderten. So zählten die Krawinkelschen Textilfabriken zu den bedeutendsten im gesamten Raum. Doch in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war der Niedergang der Textilindustrie nicht mehr aufzuhalten. Heute existiert das Krawinkelsche Unternehmen in der siebten Generation. Der bedeutendste Zweig der Krawinkel-Holding ist die PWM GmbH & Co. KG, die elektronische Preisanzeigen für Tankstellen produziert und vertreibt. PWM ist auf vielen Märkten Marktführer und auch Beleg dafür, wie in Bergneustadt ein steter Wandel für Zukunftsperspektiven sorgt. Foto: GIZEH Verpackungen für die Lebensmittelindustrie - gefertigt bei GIZEH in Bergneustadt OBERBERGISCHE impulse Fotos: Stadtverwaltung / Aubema

Bindler: Maschinen für die Süßwaren Spezialisten haben in Bergneustadt ihre Heimat. Die wichtigsten Branchen sind die kunststoffverarbeitende Industrie, Metallverarbeitung, Automobilzulieferer und die Maschinenbauer. So hat sich die Bühler Bindler GmbH spezialisiert auf die Maschinenproduktion für die Süßwaren-Industrie. Mit Maschinen wie dem Chocostar oder dem Chocomaster produzieren die Großen der Branche gefüllte Schokoladen und Pralinen. Die Produktpalette ist umfangreich, 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bergneustadt arbeiten für Kunden in aller Welt. OBERBERGISCHE impulse Foto: Bindler W I R T S C H A F T S S T A N D O R T E Ebenfalls weltweit agiert die AUBEMA Crushing Technology GmbH, der Bergneustädter Spezialist für Zerkleinerungstechnik. Weltweit kommen Kohle, Koks, Kalksandstein, Erze, Salze, Düngemittel und andere Rohstoffe in die Brecher und Mühlen der Bergneustädter. Seit der Unternehmensgründung 1947 wurden über 5.000 Maschinen gebaut, die in mehr als 60 Staaten der Welt eingesetzt werden, im Dezember 2007 beispielsweise ein Brecher für ein Stahlwerk im Südosten Brasiliens. Schränke und Verpackungen Weit über Europas Grenzen hinaus vertreibt auch die Lista GmbH ihre metallenen Schubladen, Schiebetür- und Gaderobenschränke. Die Schweizer Lista Betriebs- und Lagereinrichtungen AG hatte 1995 das Bergneustädter Familienunternehmen C. + A. Dick übernommen und den hocheffizienten Produktionsstandort Bergneustadt erhalten. 2006 nun übernahm im Zuge einer geregelten Unternehmensnachfolge die schweizerische Finanzbeteiligungsgesellschaft Capvis Equity Part- Aubema beliefert den Weltmarkt Foto: Aubema ners AG die Kapitalmehrheit. Auch unter neuer Regie bleibt das Wissen der 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtiges Kapital des Unternehmensgruppe. Im wichtigen Wirtschaftszweig der Kunststoff-Verarbeitung nimmt GIZEH Verpackungen GmbH & Co. KG eine herausragende Stellung ein. GIZEH zählt zu den größten Verpackungsherstellern Europas und beschäftigt in der gesamten Unternehmensgruppe rund 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 270 davon arbeiten im Stammsitz Bergneustadt, die anderen sind über die �������������� ������������������ ������������������������������������������������������ ��������������������������������������������������� ����������������������������������������������� ������������� ��������� �������������������������������������� ����������������������������� ����������������������������������������������������������� ������������������������� 9

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Lesen Sie dazu den Beitrag in Heft 3 / 2009 - Oberbergische Impulse
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