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DEGEMED News 53 Oktober 2015

DEGEMED Newsletter Nr. 53 Oktober 2015

DEGEMED News 53 Oktober

1 Nr. 53 Oktober 2015 news Sind wir erfolgreich? Was die Reha bringt. Wie misst man Erfolg? Klar, am Ergebnis natürlich. Jedes Schulkind weiß das. Ist das Lernziel erreicht, gibt´s eine gute Note. Ein fehlerfreies Diktat ist besser als eines, in dem der Lehrer ständig den Rotstift angesetzt hat. Wir sind es von Kindheit an gewohnt, Leistungen zu messen, Ergebnisse zu betrachten und zu vergleichen. Ist es also so einfach? Erklärt sich jedes Ergebnis selbst? Beim Diktat: ja. Im Gesundheitsbereich und bei der medizinischen Reha liegen die Dinge etwas komplizierter. Und dennoch verlangen Gesellschaft und Politik von uns eine eindeutige Antwort. Sie wollen wissen, ob sich Reha wirklich lohnt und sie wollen wissen, warum. Welcher Maßstab ist richtig? Seien wir ehrlich: Die Frage nach dem Erfolg löst zunächst Unruhe bei uns aus. An der medizinischen Reha hängen schließlich etablierte Strukturen und liebgewonnene Geschäftsmodelle. Irritierend ist auch, dass die Antworten so unterschiedlich ausfallen. Rehabilitanden antworten anders als ihre Angehörigen oder ihre Ärzte, als Versorgungsforscher, Methodenbewerter oder professionelle Qualitätssicherer, als Sozialpolitiker oder Chefs von Sozialkassen. Da ist es schwer, den Überblick zu behalten und sich für den richtigen Maßstab zu entscheiden. Denn die Festlegung auf eine Perspektive ist zugleich ja immer auch eine Verengung. Reha-Ziel entscheidet Da hilft die Orientierung an den eigentlichen Zielen der Reha. Politik und Gesetzgeber haben sie nicht zweckfrei konstruiert. Sie verbinden mit ihr konkrete Erwartungen. Leistungsträger und Leistungserbringer müssen sie gemeinsam erfüllen. Erhaltung der Erwerbsfähigkeit und Pflegevermeidung sind die wichtigsten Ziele. Werden diese Ziele erreicht, dann ist eine gute Reha zugleich eine erfolgreiche. Aktuelle RWI-Studie Was bringt die Reha? Man kann diese Frage kompliziert beantworten. Und sich dabei im methodischen Kleinklein verheddern. Man kann die Frage aber auch grundsätzlich auffassen. So wie das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland. Das RWI verglich die gesundheitliche Entwicklung von Rehabilitanden und Nicht-Rehabilitanden. Und wies deutliche und positive Effekte nach. Das bringt die Reha! Weitere Infos Den Bericht zur Studie des RWI finden Sie in diesem Heft auf Seite 6.