Murgänge - Geobrugg AG

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Murgänge - Geobrugg AG

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Murgänge: Die Ursachen – und wie

sich ihre Auswirkungen in Grenzen

halten lassen.

Ein Murgang ist ein schnell fliessendes Gemisch aus Wasser

und einem hohen Anteil an Feststoffen (Steine, Blöcke,

Geröll, Holz), das sich in Gerinnen wellenförmig talwärts

bewegt. Murgänge haben ein Zerstörungspotenzial, das

mit Steinschlag, Lawinen und Hochwasser vergleichbar ist.

Die meist klar definierte Front kann eine Geschwindigkeit

von 2 bis 10 m/s erreichen. Bei grösseren Murgängen

können Geschiebemengen von mehreren 1’000 m3 bis

einigen 10’000 m3 talwärts transportiert werden. Aber

schon die viel häufigeren kleineren Murgänge bis zu

1’000 m3 haben eine zerstörerische Kraft.

Wasser

Schwemmholz und

Geschiebe

Hydrostatischer Druck

Murgang

Murdruck mit statischer Last und

dynamischem Impuls

schlammig granular

Steinschlag

Dynamischer Einschlag mit

Masse und Geschwindigkeit

Feinmaterial Blockiges Material

Das Klima als Risikofaktor.

Die Klimaerwärmung führt zum Auftauen hochalpiner

Permafrostböden und Blockgletscher. Dadurch wird mehr

potenziell mobilisierbares Material freigesetzt, was

voraussichtlich zu einem Anstieg von Murgangereignissen

führen wird. Auch extrem starke, regionale Niederschläge,

die vermehrt zu beobachten sind, können Murgänge

auslösen. Ausserdem treten in gewissen Regionen der

Welt nach längeren Trockenperioden immer häufiger

Buschbrände auf (z.B. Kalifornien). Dabei verbrennt die

ganze Vegetation. Kommt es auf der Erosionsfläche zu

grossen Niederschlägen, werden die Hänge instabil: Das

Material rutscht in die Gerinne und kann sich zu

Murgängen entwickeln.

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