DAS JAHR 2003 - Beate Uhse

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DAS JAHR 2003 - Beate Uhse

2003


KURZÜBERSICHT – BEATE UHSE AUF EINEN BLICK

Mio. EUR

UMSATZENTWICKLUNG

Einzelhandel

Versandhandel

Großhandel

Entertainment

Holding Services

Umsatzerlöse total

Auslandsanteil des Umsatzes %

ERTRAGSLAGE

EBITDA

EBIT

EBT

Jahresüberschuss

WEITERE ERTRAGSKENNZIFFERN

Umsatzrendite vor Steuern %

Umsatzrendite nach Steuern %

Eigenkapitalrentabilität %

FINANZLAGE

Cash Flow aus betriebl. Tätigkeit

Flüssige Mittel

Investitionen

Abschreibungen

Abgeflossene Dividende

VERMÖGEN/KAPITAL

Bilanzsumme

Eigenkapital

Eigenkapitalquote %

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter absolut

Personalaufwand

AKTIEN

Anzahl der Aktien Stücke

Schlusskurs EUR

Höchstkurs EUR

Tiefstkurs EUR

Ergebnis je Aktie EUR

Cash Flow je Aktie EUR

2002 2003 Abw. %

71,1 77,3 8,8

85,6 103,5 20,8

63,9 62,3 -2,5

23,8 22,5 -5,5

0,1 - -100,0

244,5 265,6 8,6

48,4 52,6 8,7

30,1 31,5 4,7

20,3 21,5 5,9

17,2 19,3 12,2

9,5 9,9 4,2

7,1 7,3 2,8

3,9 3,7 -5,1

14,7 14,5 -1,4

21,4 20,3 -5,1

13,9 8,3 -40,3

15,4 19,3 25,3

9,9 10,1 2,0

0,0 4,7 -

169,1 181,2 7,2

64,6 67,8 5,0

38,2 37,4 -2,1

72,1 77,9 8,0

86,4 96,2 11,3

1.251 1.344 7,4

42,3 47,3 11,8

47.323.696 47.323.696 -

11,30 13,25 17,3

11,95 13,43 11,9

8,75 8,90 7,5

0,20 0,21 4,2

0,44 0,46 4,6


2003


Inhalt

1.0 Brief an die Aktionäre

1.1 Positionierung

1.2 Timing

1.3 Marke

1.4 Strategische Ausrichtung

1.5 Mehr als ein Handelsunternehmen

1.6 Informationen für Sie

2.0 Mae B.

2.1 Stil und sexy Produkte

2.2 Wer ist eigentlich Mae B.?

2.3 Was heißt hier Mae B.?

2.4 Was Frauen wünschen,

wissen Frauen am besten

2.5 Freunde, Bekannte und Zielgruppen

2.6 Mae B. hat klare Ziele

3.0 Die Mae B.´s

4.0 Chronik der Beate Uhse AG

4.1 Firmengeschichte

4.2 Das Jahr 2003

5.0 Beate Uhse Stiftung

6.0 Aktie

6.1 Kursverlauf

6.2 Index und Umfeld

6.3 Marktkapitalisierung und Aktienrückkauf

6.4 Aktionärsstruktur

6.5 Kennzahlen je Aktie

6.6 Dividende

6.7 Aktienoptionsprogramm

6.8 Investor Relations

7.0 Corporate Governance

7.1 Corporate Governance im Überblick

7.2 Vorstand

7.3 Aufsichtsrat

7.4 Aktionäre und Hauptversammlung

7.5 Transparenz und Finanzpublizität

7.6 Rechnungslegung und Abschlussprüfung

7.7 Entsprechenserklärung

8.0 Bericht des Aufsichtsrates

8.1 Arbeitsschwerpunkte

8.2 Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2003

8.3 Transparenz und Selbstverpflichtung

2


3

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 INHALT

9.0 Lagebericht

9.1 Das Jahr 2003

9.2 Konjunktur, Markt und Branche

9.3 Strategie und Umsetzung 2003

9.4 Einzelhandel

9.5 Versandhandel

9.6 Großhandel

9.7 Entertainment

9.8 Umsatz

9.9 Betrieblicher Aufwand

9.10 Operative Ertragsentwicklung

und Jahresüberschuss

9.11 Entwicklung Vermögens- und Finanzlage

9.12 Mitarbeiter

9.13 Nachtragsbericht

9.14 Risikobericht und Risikomanagement

9.15 Ausblick 2004

10.0 Konzernbilanz

11.0 Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns

12.0 Cash Flow des Konzerns

13.0 Anlagenspiegel des Konzerns

14.0 Anhang des Konzerns

14.1 Darstellung Konzernverhältnisse

14.2 Allgemeine Bilanzierungsgrundsätze

14.3 Erläuterungen Konzernbilanz

14.4 Erläuterungen Konzern GuV

14.5 Sonstige Angaben Konzern

15.0 Segmentbericht des Konzerns

16.0 Eigenkapitalveränderungsrechnung

des Konzerns

17.0 Anteilsbesitz des Konzerns

18.0 Bestätigungsvermerk

19.0 Kurzfassung Jahresabschluss Beate Uhse AG

19.1 Bilanz

19.2 Gewinn- und Verlustrechnung

19.3 Erläuterungen

20.0 Diverses

20.1 Abkürzungsverzeichnis

20.2 Mehrjahresübersicht

20.3 Finanzkalender 2004

20.4 Kontakt


BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

MEINE SEHR GEEHRTEN DAMEN UND HERREN,

wann kann man unternehmerischen Erfolg als anhaltend,

als langfristig bezeichnen?

Das Jahr 2003 war für die Beate Uhse AG eines der

erfolgreichsten in der Firmengeschichte. Mit einem Umsatz

von 265,6 Mio. Euro (plus 8,6 Prozent) und einem Gewinn von

19,3 Mio. Euro (plus 12,2 Prozent) lagen wir, ohne

nennenswerte Akquisitionen aus dem Umsatz- und Ergebnis-

Blickwinkel, deutlich über den Vorjahren. Unsere Prognosen

Ihnen gegenüber und unsere eigenen Budget-Vorgaben haben

wir damit klar erfüllt. Im Geschäftsbericht 2002 hatten wir Ihnen

für 2003 ein Umsatzwachstum von mindestens 7,0 Prozent und

eine Ergebnissteigerung (EBT) von 10,0 Prozent versprochen.

Wir freuen uns über diese positive Entwicklung. Doch sind

die aktuellen Zahlen aus unserer Sicht nicht das wichtigste

Hauptaugenmerk des Konzerns. Wir definieren Erfolg weitaus

nachhaltiger für das Unternehmen Beate Uhse. Die Grundlagen

für die Langfristigkeit sind eine hervorragende Positionierung

im Markt, das richtige Timing, eine bekannte Marke, eine klare

strategische Ausrichtung und eine gemeinsame Unternehmensvision.

In all diesen Punkten haben wir in 2003 unter Beweis

gestellt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

1.1

DIE HERVORRAGENDE POSITIONIERUNG Kennen

Sie ein Beate Uhse vergleichbares Unternehmen?

In Deutschland, in Europa, vielleicht in der Welt? - Auch wir

stehen im harten Wettbewerb, aber gleichzeitig haben wir uns

eine Marktposition erarbeitet, die als dominierend bezeichnet

werden darf. Beate Uhse ragt durch die Aktivitäten in allen

Vertriebswegen aus der Vielfalt von Anbietern im

internationalen Erotikgeschäft heraus. Das gibt uns nicht nur

eine hervorragende und immer präsente Ausgangsbasis

gegenüber den Kundinnen und Kunden, sondern auch die

Möglichkeit, vielfältige Synergien zwischen den Profit-Centern,

wie beispielsweise im Einkauf, Marketing und in vielen anderen

Bereichen, zu nutzen. Hier liegt eine unserer Stärken

gegenüber den vielen Mitbewerbern.

Nichts ist gefährlicher, als sich als Marktführer sicher zu

fühlen. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere

Position zu stärken; durch interne Maßnahmen wie auch durch

Akquisitionen und Beteiligungen. Beispiele für interne Erfolge:

Ausbau unseres Filialnetzes von 226 auf 295 Geschäfte,

Umsatzzuwachs von 56 Prozent (Frankreich) und 66 Prozent

(Großbritannien) im Versandhandel, Ausweitung der

Exportaktivitäten im Großhandel auf 50 Länder usw.

Gleichzeitig haben wir uns 2003 mit drei kleineren, dafür

strategisch für uns umso wichtigeren Beteiligungen gestärkt.

Der wohl größte Coup ist uns im Dezember 2003 gelungen.

Wirtschaftlich rückwirkend zum Oktober des vergangenen

Jahres haben wir mit der Christine le Duc B.V., Voledam, den

stärksten Mitbewerber unserer Einzelhandelsgeschäfte in den

Niederlanden erworben. Christine le Duc ist eine etablierte

Marke, die einen hohen Anteil an Frauen zu ihrem festen

Kundenstamm zählt.

Im Mai 2003 haben wir 80 Prozent der Kondomeriet AS,

Norwegen, unter anderem von der Condomi AG übernommen.

Kondomeriet betreibt sieben Erotik-Shops in Skandinavien und

ist im Groß- und Versandhandel sowie im Internet aktiv.

Im Juli 2003 führten wir einen für uns sehr wichtigen

strategischen Schachzug durch und kauften 25,1 Prozent an der

FunFactory GmbH, Bremen.

Was haben wir mit diesen Beteiligungen erreicht? In den

Niederlanden, dem für uns zweitwichtigsten Ländermarkt,

konnten wir unsere Standortzahl fast verdoppeln und den

Vorsprung zum nachfolgenden Wettbewerb deutlich ausbauen.

In Skandinavien haben wir ein kleines, schnell agierendes und

effizientes Unternehmen mit echten Skaleneffekten in unsere

Unternehmensgruppe integriert. Und obwohl unsere

strategischen Leitlinien keine neuen Aktivitäten im Bereich

Produktion vorsehen, generieren wir mit der Beteiligung an der

Bremer FunFactory vielfältiges Zukunftspotential, insbesondere

im Hinblick auf unsere neue Shoplinie für Frauen. Gemeinsam

mit FunFactory können wir für diese neue Zielgruppe eigene,

exklusive Produktlinien entwickeln.

1.2

EIN GUTES TIMING Ein Highlight des Jahres 2003

war die Vorstellung unseres neuen Shopkonzeptes für

Frauen im November 2003. Die überwältigende, positive

Resonanz hat uns gezeigt, dass wir hier das richtige Timing

haben. Erotikshops für Frauen sind ein kommender Trend und

wir werden diesen prägen. Die Frauen von heute haben das

Selbstbewusstsein und die Lust, sich mit der „Lust am Sex“

auseinanderzusetzen und dementsprechend zu shoppen -

alleine, mit Freundinnen oder auch mit ihren Partnern.

Unter der Marke Mae B. werden wir in 2004 acht Shops für

Frauen eröffnen und das Projekt mit viel Energie und Power

vorantreiben. Sie, liebe Kundinnen, finden die hellen, modernen

und sehr erotischen Shops in den Top-Einkaufslagen der

deutschen Großstädte. Ende März 2004 starten wir mit einem

ersten Stand-alone-Shop und einem Shop-in-Shop in der

Hamburger City. Schon im Vorwege haben die neuen Shops in

der Presse viel Aufmerksamkeit erzielt. Das Meinungsbild

unserer Test-Kundinnen ist hervorragend. Wir erreichen mit

dem neuen Shopkonzept moderne, selbstbewusste und

niveauvolle Frauen, die sich mit dieser stilvollen und

individuellen Art der Präsentation von erotischen Produkten

absolut identifizieren und sich bei Mae B. wohl fühlen.

4


5

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

300

200

100

0

163,5

13,0

2000

222,8

8,7

2001

244,5

UMSATZ- UND EBT-ENTWICKLUNG 2000 / 2003

17,2

2002

265,6

19,3

2003

Umsatz

EBT

1.0

1.2


Mae B. ist eines unserer wichtigsten zukunftsweisenden

Projekte. Unsere Ziele sind klar definiert: Bis Ende 2005 soll

die Marke in Deutschland flächendeckend bekannt und auch in

Spanien und Frankreich werden die ersten Shops etabliert sein.

Aus diesen Gründen haben wir den Geschäftsbericht 2003 dem

Thema Mae B. gewidmet. Wir möchten Ihnen in diesem

Jahresbericht das Mae B. Konzept vorstellen, unsere Pläne für

die kommende Zeit erläutern und Ihnen einen sehr reizvollen,

visuellen Einblick in die Shoppingwelt von Mae B. geben.

Auch für unsere Versandaktivitäten in den USA war die Zeit

reif. Ende 2002 sind wir hier mit einem kleinen Versandhaus an

den Start gegangen. Außenpolitische Aktivitäten wie

beispielsweise der Irak-Krieg haben im Laufes des Jahres die

Kaufzurückhaltung der Amerikaner in einer wirtschaftlich

ohnehin sehr angespannten Situation in dem Land verstärkt.

Das hat den Start für uns eindeutig erschwert. Aber in der

Zwischenzeit sind wir mit den Fortschritten, die wir im Land der

unbegrenzten Möglichkeiten machen, zufrieden. Wir arbeiten

daran, 2004 zu einem guten Jahr in den USA zu machen.

1.3

EINE STARKE MARKE Mae B. hat vielen anderen

neuen Marken gegenüber einen sehr großen Vorteil:

Sie hat eine bekannte Mutter. Beate Uhse ist eine Top-Marke.

Sie steht für Kompetenz und Seriosität im internationalen

Erotikhandel. Hiervon wird auch Mae B. auf ihrem Weg

profitieren.

In 2003 hat Beate Uhse ihren Markenwert gegen den

allgemeinen Trend erneut um 3,5 Prozent steigern können

(Semion Brand-Broker 2003). Damit ist die Marke Beate Uhse

59 Mio. Euro wert und rangiert weiterhin unter den 50

bekanntesten und wertvollsten Marken der Bundesrepublik.

Zu verdanken haben wir dies auch der „Verjüngungskur“, der

wir unser wertvollstes Asset seit Ende 2002 unterzogen haben.

Beate Uhse hat ein modernes Design bekommen und die

Markenstruktur des Konzerns wurde deutlich gestrafft. Starke

Tochtermarken wie Pabo oder auch Mae B. sind in ihrem

Design klar an Beate Uhse ausgerichtet. Der Slogan

„Sex up your Life“ subsummiert die Aktivitäten des gesamten

Konzerns.

1.4

DIE STRATEGISCHE AUSRICHTUNG Mit

Konsequenz und Beharrlichkeit verfolgen wir seit

Anfang 2002 unsere neuen strategischen Leitlinien. Sie sind die

Grundlage unserer heutigen Ausgangsposition. Wir möchten

der führende Anbieter für Sex- und Erotikprodukte in der Welt

werden. Auf dem Weg dahin werden wir unsere

Kernkompetenzen weiter ausbauen und stärken, die

Internationalisierung mit Nachdruck vorantreiben, die starken

Marken im Portfolio fördern und die Ertragssituation im

Konzern weiter optimieren. Mit den Zahlen 2003 haben wir

nachhaltig gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

Die Holding-Struktur hat sich auch in 2003 für die

Beate Uhse AG bewährt. Sie ermöglicht uns eine stärkere,

konzernweite Konzentration auf die Kernkompetenzen und

gleichzeitig eine unternehmerische Stärkung der operativen

Führung in den einzelnen Profit-Centern. Die operativen

Einheiten profitieren zum einen von der gewaltigen Marktmacht

und dem Kontaktnetzwerk des Gesamtkonzerns. Auf der

anderen Seite genießen sie eine große Flexibilität und

Marktnähe in ihren Geschäftsfeldern.

Mit der Holding-Struktur und ihren dezentralen Profit-

Centern erhalten wir uns das schnelle, marktspezifische

Handeln. Wir können Marktchancen segmentspezifisch nutzen

und trotz unserer Größe immer auf die individuellen Wünsche

unserer Kunden eingehen. All diese Faktoren tragen wesentlich

zur Steigerung des Unternehmenswertes und zum Wachstum

des Konzerns bei.

6


7

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

2003 war für uns eines der

erfolgreichsten Geschäftsjahre

in der Unternehmensgeschichte.“

Otto Christian Lindemann,

Vorstandssprecher und Finanzvorstand

der Beate Uhse AG

1.3

1.4


1.5

BEATE UHSE IST MEHR ALS EIN

HANDELSUNTERNEHMEN Sie kennen den Spruch:

„Auf einem Bein kann man nicht stehen“? Wir könnten auf dem

sehr kräftigen Standbein „Handel“ bequem stehen. Aber wir

möchten es nicht. Unsere Zukunftspläne setzen genauso auf

den Ausbau und die Nutzung der Neuen Medien. Wir arbeiten

hier seit langem an einem zweiten, festen Standbein für die

Beate Uhse AG.

Gerade zum Ende des Jahres 2003 hat sich hier einiges

getan. Es wurden viele Kooperationen mit unseren New Media

Firmen geschlossen. Viele Großunternehmen anderer Branchen

sehen das wirtschaftliche Potential von erotischen Online- und

TV-Diensten und wählen Beate Uhse als Dienstleister aufgrund

ihrer Seriosität im Markt, der Qualität des Contents und des

technischen Know hows.

Die Beate Uhse New Media hat beispielsweise einen

Exklusivvertrag mit T-Pay, einem Tochterunternehmen der

Telekom, geschlossen und ist damit als erstes Erotikunternehmen

im T-Pay Einkaufsführer (www.t-pay.de) der

Telekom vertreten. Auf die Seriosität und Qualität der

Beate Uhse New Media setzen auch der Gruner+Jahr Verlag

und die Bankgesellschaft Berlin seit Oktober 2003. Beide

Internet-Portale bieten erotische Entertainment-Dienste im Web

unter www.tvtoday.de und www.berlinonline.de an.

Die operative Entwicklung der erotic media ag ist erfreulich.

Im Dezember 2003 erhielt die erotic media ag von den

Landesmedienanstalten für ihr geplantes Pay-per-View

TV-Angebot die Einstufung als Mediendienst. Somit steht der

Ausstrahlung erotischer und pornografischer Filme für

geschlossene Benutzergruppen nichts mehr im Wege.

Zusätzlich ist es der erotic media ag gelungen, einen

Lizenzvertrag mit T-Online International abzuschließen. In dem

Vertrag ist die exklusive Lieferung von Erotikfilmen für das

Video-on-Demand Angebot von T-Online für drei Jahre

geregelt.

1.6

INFORMATIONEN FÜR SIE

Was ist unser Ziel mit diesem Geschäftsbericht?

Wir möchten Ihnen ein möglichst genaues Bild über die

Entwicklung der Beate Uhse AG vermitteln, das ist klar. Unser

Augenmerk liegt hier auf den neuen Projekten, die wir im

vergangenen Jahr initiiert haben und die für unseren Konzern

zukunftsweisend sind.

Wir möchten wir Sie aber auch neugierig machen. Neugierig

auf die Zukunft von Beate Uhse, auf Mae B., die Veränderungen,

die uns allen mit den neuen Technologien beim

täglichen Fernsehen ins Haus stehen.

Sie haben uns in der Vergangenheit Ihr Vertrauen geschenkt

und in die Beate Uhse Aktie investiert. Dafür danken wir Ihnen!

Die Beate Uhse Aktie zählt nicht zu den „Schnäppchen“ im

Aktienmarkt, das wissen wir. Aber wir wissen auch, dass wir

uns für die Zukunft sehr gut aufgestellt haben. Beate Uhse ist

auf dem Weg, der Anbieter für Erotikprodukte für die ganze

Welt zu werden. Es wäre schön, wenn Sie dabei wären.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Otto Christian Lindemann Gerard Cok

Vorstandssprecher Vorstand Operatives Geschäft

Finanzvorstand

8


9

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

„Unsere Profit-Center sind im

internationalen Erotikmarkt

hervorragend positioniert.

Wir freuen uns auf die Zukunft.“

Gerard Cok, Vorstand Operatives Geschäft

der Beate Uhse AG

1.5

1.6


MAE B.

10


11

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

2.0


STIL UND SEXY PRODUKTE

Mae B.´s Styling ist facettenreich und phantasievoll. Sie kombiniert gekonnt verschiedene Stile

miteinander. Mae B. spielt mit glatten Flächen, weiblichen Rundungen, viel Licht und den Farben

Rot und Gold. Kontrapunkte setzt sie durch große gepolsterte Lederwände, die sich wunderbar

anfühlen. Ihren Faible für außergewöhnliche Möbelstücke erkennt man an den ausgefallenen

roten Ledersesseln, avantgardistisch und doch bequem.

Rot ist ihre Farbe. Mit rot verbindet Mae B. Lust, feurige Leidenschaft und Liebe. In jedem

ihrer Shops werden die Kundinnen von großen in gold gerahmten Federglasscheiben empfangen.

Sie zeigen schon von weitem, hier beginnt die Welt von Mae B. Wo sie sind, ist auch Mae B.

Frauen mögen Mae B. Sie spielt mit den weiblichen Fantasien und kennt die Denkstrukturen

von Frauen. Das zeigt die Zusammenstellung der Warenwelten: Wellness, Lusttrend, Hautnah und

Girls best friend. Eine besondere Schwäche hat sie für freche, modische Wäsche und verführerische

Körperpflegeprodukte. Wichtig dabei - die Qualität muss stimmen.

12


13

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

Leicht wie eine Feder. Klar und hart wie Glas. Mae B. ist beides.

Das rote Federglas gehört zum Corporate Design von Mae B.

Es ist ein Teil ihrer Identität – steht für Leichtigkeit und Transparenz,

Zeit für Träume, Sensibilität und Phantasie.

Zugleich vermittelt es ein Gefühl der Tiefe, der erwachenden Dynamik

und ist ein Zeichen des Wiedererkennens!

2.1


Mae B. muss man sehen, riechen und fühlen. Sie lädt zur Sinnlichkeit ein.

Das gilt nicht nur für die Mae B. Produkte, sondern auch für das

Möbeldesign. Warme, weiche Lederwände bilden eine Einheit mit den

glatten und klaren Konturen der Gesamtarchitektur. Jede Produktgruppe hat

ihre eigene Farb- und Materialsprache.

14


15

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

WER IST EIGENTLICH MAE B.?

Mae B. ist eine lebenslustige junge Frau. Das Beeindruckende an ihr sind ihre Vielseitigkeit und

ihr Selbstbewusstsein. Sie liebt das sportlich Normale genauso wie den Luxus.

Ganz selbstverständlich lebt sie in beiden Welten. Trinkt Champagner ebenso gerne wie Bier.

Fühlt sich je nach Stimmung und Anlass auf Highheels genauso wohl wie barfuss.

Mae B. trägt was sie möchte, es passt zu ihr und sie genießt es.

Ihre offene und positive Art, ihr Leben zu leben, steckt andere Menschen an. Mae B. macht,

was ihr gefällt und wozu sie Lust hat. Sie liebt es, neue Dinge und Leute kennen zu lernen.

Gerade im Umgang mit Menschen ist sie sehr sensibel und einfühlsam. Freunde schätzen

besonders an ihr, dass sie gut zuhören kann und immer da ist, wenn man sie braucht.

Aufgewachsen ist Mae B. in einem berühmten Elternhaus, der Beate Uhse AG. Ihre Mutter

gründete in den 60er-Jahren den ersten Sex-Shop der Welt und galt als Pionierin in Sachen

Aufklärung und Sexualität. Mae B. schätzt ihre Herkunft und das erlernte Selbstverständnis im

Umgang mit Sex und Erotik über alles. Aber, sie will ´raus, eigene Wege gehen und sich nun

ganz speziell um die Wünsche und die Lust von Frauen kümmern.

2.2


17

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

WAS HEISST HIER MAE B.?

Vielleicht? Vielleicht aber auch nicht....

Mae B. ist ein frühsommerlich frischer und vielleicht etwas ungewöhnlicher Name.

Ihr Nachname bleibt unbekannt, geheimnisvoll. Steht das Kürzel „B.“ für das englische Verb

„be“, für „sein“? Kann sein, muss aber nicht.

Mae B. ähnelt in der Aussprache dem englischen Begriff „maybe“ und steht für „vielleicht“,

das Ungewisse, das Mögliche, das Denkbare.

Der Name Mae B. verführt zu Gedankenspielen. Er ist kurz, einprägsam und international.

Das wird Mae B. bei ihrer internationalen Expansion sehr zu Gute kommen.

2.3


19

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.


21

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

WAS FRAUEN WÜNSCHEN, WISSEN FRAUEN AM BESTEN

„Kreieren sie ein Konzept für Erotikshops für Frauen.“

Diese Aufgabe stellte die Beate Uhse AG fünf Studentinnen der Universität der Künste

in Berlin. Bereits acht Monate später lieferten die Diplomandinnen ein umfassendes

Kommunikationskonzept ab. Was Frauen wünschen, wissen sie eben selbst am besten.

Das Mae B. Team der Beate Uhse AG war begeistert von der Vorlage aus Berlin.

Angereichert durch Ideen und Erfahrungen stellte Projektleiter Hauke Stübinger

das Konzept den eigenen Mitarbeitern und potentiellen Geschäftspartnern vor.

Begeisterung! Die Idee kam an und wurde verstanden. Die Zeit war reif für Mae B.

Mae B. ist facettenreich. Für ihre Kundinnen hält sie Wäsche aus feinster

Spitze, Mikrofaser, Wirkseide oder auch Lack und Leder bereit.

Für jeden Geschmack und Geldbeutel hat sie ein passendes Stück.

2.4


FREUNDE, BEKANNTE UND ZIELGRUPPEN

Gwyneth Paltrow tut es in New York, Liz Hurley in L. A. Moderne Frauen von heute shoppen

ganz selbstverständlich in Erotikgeschäften. Dass Frauen dies demnächst auch stilvoll in

Hamburg, München und Frankfurt tun können, dafür sorgt Mae B.

Mae B. schließt eine Lücke im Einzelhandel. Sie spricht Frauen an, die eine positive und

selbstbewusste Einstellung zu ihrer Sexualität und Körperlichkeit haben. Frauen, die sich,

ihre Partnerschaft und das Leben genießen. Frauen, die ein offenes und neugieriges Wesen

haben. Frauen, für die klassische Erotikshops entweder nicht die richtige Atmosphäre, die

richtigen Produkte oder einfach nur nicht die richtige Lage haben. Es ist doch viel spannender

beim Bummel mit einer Freundin schöne Wäsche, Toys oder erotische Pflegeprodukte mitten in

der City oder in großen Erlebniskaufhäusern zu kaufen. Genau hier ist Mae B.

„Weniger ist mehr.“ Nach dieser Prämisse lebt Mae B.

Auch das Design ihrer Shops und die Präsentation der Sortimente

entspricht dieser Philosophie.

22


23

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

2.5


25

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 MAE B.

MAE B. HAT KLARE ZIELE

Mae B. freut sich auf die ersten beiden Shoperöffnungen im März 2004 in Hamburg.

Im hanseatischen Einkaufsmekka an der Alster fühlt sie sich auf Anhieb sehr wohl. Als Partner

der Shop-in-Shop-Geschäfte entschied Mae B. sich für die großen Karstadt Warenhäuser. Hier

trifft sie täglich tausende von Frauen. Mae B. möchte sie alle kennen lernen. Denn dann kann sie

genau testen, welche Produkte in einem Shop-in-Shop oder in einem Stand-alone am besten

verkauft werden und so ihre Warenwelten immer weiter verfeinern. Bei der Zusammenstellung

ihrer Waren hält sich Mae B. an einen klassischen Category-Management-Ansatz. Die

unterschiedlichen Sortimente verschmelzen zu einer thematisierten Botschaft. Alles dreht sich

um Erotik und Sexualität. Mae B. hat es sich zum Ziel gesetzt, den Frauen eine ganz neue

Zusammenstellung von Sortimenten, ein neues Einkaufserlebnis in der City zu bieten.

Das ist einzigartig.

Nach dem Start in Hamburg schwärmt Mae B. in weitere Himmelsrichtungen in Deutschland

aus: Frankfurt ( Juni ), München ( August) und Köln ( Oktober ). Sie möchte einfach überall zur

gleichen Zeit sein. Um auch in den anderen Städten möglichst viele Frauen zu treffen, eröffnet

sie überall einen Stand alone und einen Shop-in-Shop. Die Stand alone Shops sind mit 120 bis

150 Quadratmetern fast doppelt so groß wie die Shop-in-Shops. Für Mieten, gute Mitarbeiter,

die neue Shopeinrichtung und Werbung wird Mae B. in 2004 zirka 2,2 Mio. Euro ausgeben.

Im ersten Jahr möchte Mae B. ihren Kundinnen in den acht Shops Waren im Wert von zirka

1,8 Mio. Euro verkaufen.

Mae B. hat auch schon Pläne für 2005 gemacht. Dann möchte sie nach Dresden, Düsseldorf,

Stuttgart und endlich auch nach Berlin kommen. Besonders gespannt ist sie auf die Erfahrungen,

die sie in den eher katholisch geprägten Bundesländern machen wird. Ob die Frauen im Süden

Deutschlands genauso gute Kundinnen sein werden wie die Männer in den Sexshops ihrer

Mutter? Mae B. ist sich da fast sicher! Wenn in Deutschland alles so läuft, wie Mae B. es

geplant hat, dann wird sie Ende 2005 den großen Schritt wagen: Sie wird international.

Spanien und Frankreich wollte Mae B. schon immer mal besuchen.

Mae B. ist vollkommen.

Ihre Formen sind fließend, harmonisch, weiblich und manchmal ungewöhnlich ...

2.6


Erotic apparel

Lingerie

Fitting rooms Girls’ best friends

Checkout

Wellness

26


27

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003


DIE MAE B.´S

WER STECKT HINTER MAE B.? Woher kommen die Ideen,

die Mae B. zu etwas Besonderem machen? Und was denken

die Leute über Mae B., die täglich für sie arbeiten?

Als Mae B. Geschäftsführer Hauke Stübinger im Juli 2003

begann, sein Team zusammen zu stellen, wusste er genau, was

er wollte: Fachliche Kompetenz, ein gutes Netzwerk mit

Kontakten in alle Welt, Offenheit neuen Dingen gegenüber,

klare Standpunkte, kreative Ideen und - Frauen. Denn ein

erotisches Shopkonzept für Frauen kann nur von Frauen

entwickelt und umgesetzt werden.

Also machte er sich auf die Suche und formte sein Team der

Mae B.´s, mit denen er das Konzept für die Beate Uhse AG

realisierte.

„Karriere im Unternehmen und damit eigene Ziele

verwirklichen“ – diese Aussage skizziert wunderbar den

Einstieg von Angela Friedrichsen (34), Produktmanagerin,

in das Mae B. Team. Als Jahrgangsbeste schloss sie ihre

Berufsausbildung zur Bürokauffrau ab. Für Beate Uhse arbeitet

sie seit 13 Jahren, stetig hat sie ihre Position im Einkauf des

Einzelhandels verbessert. Eigenschaften wie Gewissenhaftigkeit,

Zielstrebigkeit und eine Kombination aus Lebenslust und

Neugierde haben sie zu diesem Erfolg geführt und bestimmen

auch heute noch ihre Arbeitsweise. „Ich habe gerne den

Überblick über alle Sachverhalte. Erst dann äußere ich meine

Meinung und die ist oft kritisch“, urteilt Angela Friedrichsen

über sich selbst.

Einkaufs-Know how und über Jahre gewachsene Kontakte

zu Herstellern von Erotikprodukten bringt sie mit in das Mae B.

Team. Sie kennt die Potentiale und Menschen im Unternehmen,

koordiniert und beurteilt mit scharfem Verstand, welche

Aufgaben wann, wo, von wem und wie am besten und

effektivsten erledigt werden können. Als Produktmanagerin

prüft sie die Machbarkeit von kreativen Ideen und Neuheiten.

„Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, dann zu 100 Prozent.

Und an den Erfolg von Mae B. glaube ich ganz fest! Sie passt

mit ihrer Lebenseinstellung und ihren Produkten einfach in

diese Zeit.“

Fashion-Shows in Paris, London, Mailand... und den ganzen

Tag in Spitze, Seide und modisch neuen Stoffen schwelgen –

der Traumberuf vieler Frauen. Bei Beate Uhse hat sich

Antje Greve (32), Branchenmanagerin, diesen Lebenstraum

erfüllt. Gelernt hat die studierte Betriebswirtin ihr Handwerk

von der Pike auf beim Einzelhandels-Konzern Karstadt.

„Das war wirklich eine harte, aber sehr gute Schule, durch

die wir gegangen sind. Personalführung, Arbeitsrecht,

Kennzahlensteuerung und Marketingstrategien gehörten

genauso zu unserer Ausbildung wie die sehr praxisorientierten

Erfahrungen in Sachen Kundenberatung, Sortiments- und

Marktbeobachtung oder die Organisation von

Verkaufsaktionen“, resümiert Antje Greve.

Mit 24 Jahren übernahm sie ihre erste Abteilung für Wäsche

und Kinderkonfektion und realisierte mit ihrem Team einen

Umsatz von 1,5 Mio. Euro. 1996 bot das Karstadt-Management

ihr die Leitung diverser Abteilungen eines der Top-20-Häuser

der Unternehmenskette an. Der Erfolg war vorprogrammiert:

Einige Jahre später rückte sie in die Vormusterkommission des

Konzerns auf. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen legte

Antje Greve fest, welche Wäsche und Dessous Karstadt

konzernweit den Kunden anbieten würde.

Wäsche muss für Antje Greve ein gutes Preis-

Leistungsverhältnis haben, modisch aktuell und farblich gut

abgestimmt sein. Im gesamten Mae B. Sortiment ist ihr ein

breit gefächertes und in sich stimmiges Preisgefüge wichtig.

Die Struktur der Warengruppen hat sie sorgfältig abgestimmt

und für die Präsentation der Mae B. Produkte in den Shops

gemeinsam mit dem Team witzige und kreative Ideen

entwickelt. Mae B. wird sich nicht nur den Jahreszeiten

entsprechend verändern, sondern mit vielen Sonderaktionen

ihre Kundinnen immer wieder überraschen.

„Ich möchte, dass Ende 2004 jeder in Deutschland weiß,

wer Mae B. ist!“ Ein klares Ziel für die Branchenmanagerin und

das Mae B. Team. „Mit Mae B. ist es zu schaffen, eine Marke

so schnell zu positionieren. Das liegt zum einen an dem sehr

sensiblen aber öffentlichkeitswirksamen Thema und zum

anderen ist Mae B. genau das, was der Markt möchte.“

Der männliche Kontrapunkt des Mae B. Teams ist

Hauke Stübinger (43), Geschäftsführer. Seit Juli 2003 treibt er

das Projekt Mae B. im Beate Uhse Konzern maßgeblich voran.

Über acht Jahre war er verantwortlich für die Innenarchitektur

und Ausgestaltung der Karstadt Warenhäuser. „Als ich erstmals

von dem Projekt der Erotikshops für Frauen gehört habe,

wusste ich, dass dies meine Aufgabe ist“, bekennt der Mae B.

Projektmanager. Er wechselte von der Karstadt/Quelle AG zur

Beate Uhse AG.

Auf der Grundlage der Berliner Arbeit und dem Beate Uhse

Marketing hauchte er Mae B. Leben ein. „Soll ich ehrlich sein?

Ich liebe Mae B. Ihre offene und neugierige Art finde ich

wunderbar erfrischend. Sie mag den Luxus, ist aber kein

Luxusweib. Sie trinkt gerne Bier, ist in ihrer Art aber nicht

gewöhnlich. Ich mag Frauen, die sich barfuss genauso wohl

fühlen wie auf Highheels. Hinter Mae B.´s Reichtum an Facetten

und ihrer Persönlichkeit steckt so viel Potential“, sagt Hauke

Stübinger und man glaubt, dass er über eine lebendige Frau

spricht. Er ist der Kreativkopf und Manager des Teams. Bei ihm

28


29

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 DIE MAE B.´S

laufen alle Fäden, Ideen und Kontakte rund um Mae B. zusammen. Wesentliche Elemente des

Mae B. Konzeptes und Ladenbaus stammen aus seiner Feder.

Mit Mae B. will Hauke Stübinger ein einzigartiges Handelskonzept in Deutschland und Europa

etablieren. Mae B. ist so konzipiert, dass sie in die Haute Couture aufsteigen und Erotik und

Sexualität dort hoffähig machen kann. Drei Ziele haben Hauke Stübinger und der Beate Uhse

Konzern sich auf dem Weg dorthin für Mae B. gesetzt:

1. sie schnell über den stationären Handel und den E-Commerce zu etablieren,

2. sie innerhalb der nächsten zwei Jahre in Europa allgemein bekannt zu machen und

3. mit ihr Geld zu verdienen.

Die Beate Uhse AG ist vom Erfolg von Mae B. überzeugt. Das Shopkonzept für Frauen passt

zum neuen Markenauftritt und Image des Konzerns. Es untermauert den Wandel und die

Zukunftsfähigkeit der Beate Uhse AG. Schon alleine deshalb bekommt das Mae B. Team volle

Unterstützung von Assia Tschernookoff, Leiterin Unternehmenskommunikation der

Beate Uhse AG. Sie holte die fünf Studentinnen der Universität der Künste in Berlin ins Boot und

begleitete deren Arbeit.

Mae B. soll so bekannt wie ihre Muttermarke Beate Uhse werden. Auf dem Weg dahin setzt der

Konzern auf kreative Werbeideen, die auffallen und so individuell sind wie Mae B. selbst.

3.0


DIE CHRONIK

4.1 FIRMENGESCHICHTE

1946

Beate Uhse startet mit dem Versand der „Schrift X“,

einer Aufklärungsbroschüre über Empfängnisverhütung

nach der Knaus-Ogino-Methode.

1948

Gründung des Versandhandels.

Der erste Prospekt erscheint mit acht Seiten.

1952

Das junge Unternehmen

beschäftigt 6 Mitarbeiter,

hat 200.000 Kunden

und veröffentlicht

den 32-seitigen Katalog

„Stimmt in unserer Ehe alles?“

mit über 50 Produkten.

1962

Der erste Sex-Shop der Welt

eröffnet in Flensburg.

1971

Beate Uhse eröffnet ihren

25. Shop in Deutschland.

1999

Der Börsengang: Erstnotiz der Beate Uhse Aktie

an der Frankfurter Wertpapierbörse.

1981

Beate Uhse wird zur Aktiengesellschaft.

Es kommt zur Realteilung des Unternehmens

im Rahmen der Nachfolgeregelung.

1976

Für diesen Moment hat die Unternehmerin Beate Uhse

hart gekämpft: Der § 184 StGB tritt in Kraft,

es kommt zur Freigabe der regulierten Pornographie.

30

2001

Beate Rotermund stirbt

am 21. Juli 2001.


31

2003

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 DIE CHRONIK

2002

Relaunch der Marke

Beate Uhse:

Neugestaltung des

Corporate Designs,

Markenarchitektur

und Vorstellung des

neunen Slogans

„Sex up your Life“.

4.2 DAS JAHR 2003

07. März Beate Uhse startet mit einem Shop in der „Stadt für Verliebte“ – Paris.

30. Apr. Auf 300 qm Erotik-Shopping! Das bietet einer der ersten Erotik-Fachmärkte des

Beate Uhse Einzelhandels in Ludwigsburg seinen Kunden. Das neue Fachmarktkonzept

positioniert sich neben großen Bau- und Lebensmittelmärkten in Shopping-Centern

auf dem Land.

12. Mai Beate Uhse mit karitativer Internet-Auktion: Versteigerung von erotischen

Kunstwerken von Jürgen Grafe über das Internet-Portal ebay.

Den Reinerlös erhält die Beate Uhse Stiftung zu Flensburg.

22. Mai Beate Uhse baut Aktivitäten in Skandinavien aus und übernimmt 80 Prozent der

Kondomeriet AS, Norwegen.

29.Juni Beate Uhse eröffnet einen Shop im neuen Flughafenterminal München und damit

bereits den dritten an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

21. Juli Beate Uhse beteiligt sich mit 25,1 Prozent der FunFactory GmbH, Bremen, einem

Produzenten von Erotik Toys. Sie zählen zu den wachstumsstarken Produktgruppe und

gewinnen vor dem Hintergrund der Shops für Frauen enorm an Bedeutung.

04. Aug. Sponsoringvertrag besiegelt! Die Beate Uhse wird einer der Hauptsponsoren des

derzeitigen Spitzenreiters der Handball-Bundesliga – der SG Flensburg-Handewitt.

14. Okt. Beate Uhse hautnah!

Das Unternehmen präsentiert sich auf der größten Erotikmesse Europas, der Venus.

16. Okt. Beate Uhse bringt das Internet in die eigenen Shops. „Eintauchen und Genießen“

lautet das Motto unter dem der Einzelhandel seine Kunden in die Cyber-World der

Erotik einlädt. Zum Nulltarif...

13. Nov. Beate Uhse stellt erstmals das neue Konzept für Erotik-Shops für Frauen vor.

Die neue Shoplinie wird unter dem Namen Mae B. international etabliert.

15. Nov. Beginn der ersten „Real Life“-Tests im neuen Logistikzentrum des Konzerns in

Almere, Niederlande.

01. Dez. Es gelingt der größte Coup des Jahres: Beate Uhse übernimmt mit der

Christine le Duc B.V. den größten Mitbewerber im Erotik-Einzelhandel in den

Niederlanden. Unter dem auch bei Frauen etablierten Label sind 32 Shops

in den Niederlanden aktiv.

10. Dez. Die Beate Uhse New Media GmbH ist mit ihrem Content als erstes

Erotik-Unternehmen im T-Pay Einkaufsführer (www.t-pay.de) der Telekom vertreten.

17. Dez. Die erotic media ag erhält den Status eines Mediendienstes.

Damit ist der Weg frei, für die beiden geplanten digitalen, pay-per-view TV-Kanäle.

4.0

4.2


DIE BEATE UHSE STIFTUNG

„Tue Gutes und sprich nicht darüber“ eine Tatsache, über

die jeder kluge PR-Berater heute die Hände über dem Kopf

zusammenschlagen würde. Beate Rotermund hat zu Lebzeiten

oft nach diesem Motto gehandelt.

Die damalige Beate Uhse GmbH wurde schon in den 60erund

70er-Jahren mit Tausenden von Spendenanfragen

überhäuft. Bei vielen Gelegenheiten hatte Beate Rotermund

heimlich aus ihrer privaten Schatulle einen Geldschein in einen

Briefumschlag gesteckt und handschriftlich ein paar

persönliche Worte und Ratschläge dazu geschrieben. Ursache

für diese Heimlichtuerei war die damalige Firmenmaxime,

generell keine Spenden zu geben.

Privat war die große Dame der Erotik sozial immer

engagiert. Besonders die Belange „ihrer“ Region Schleswig-

Holstein hatten es ihr angetan. Sie unterstützte über viele Jahre

den Waldorfkindergarten in Glücksburg, flog mit einer

Kindergruppe aus Tschernobyl während ihres

Erholungsaufenthalts in Norddeutschland über die Region, lud

eine Gruppe von Behinderten zu einem spontanen Rundflug

über Flensburg / Schleswig ein und vieles anderes mehr.

Soziales Gewissen hatte Beate Rotermund zu jeder Zeit in

ihrem Leben. Eine Eigenschaft, die auch über ihren Tod im Juli

2001 hinaus lebendig bleibt. Die Funktion des „sozialen

Gewissens“ übernimmt seither die Beate Uhse Stiftung. Seit

Dezember 2001 hat die Beate Uhse Stiftung zu Flensburg den

Status einer gemeinnützigen Organisation.

Das Stiftungsvermögen stammt aus dem Nachlass von Beate

Rotermund, aus Spenden einer Wohltätigkeitsveranstaltung und

aus Privat- und Unternehmensspenden.

Die Beate Uhse Stiftung hilft, wo schnelle und

unbürokratische Hilfe wichtig ist. Das besondere Augenmerk

liegt hier auf Projekten, die Frauen in schwierigen

Lebenssituationen unterstützen. In diversen Fällen verhinderte

die Stiftung die Schließung von sozialen Einrichtungen in der

Region aufgrund der entfallenden öffentlichen Mittel

(www.beate-uhse-stiftung.de).

Die Schar der generösen Spender ist in den wirtschaftlich

etwas turbulenten Zeiten sehr übersichtlich geworden.

Insbesondere Firmen haben ihre sozialen Aktivitäten in den

vergangenen zwei Jahren deutlich reduziert. Nicht so die

Beate Uhse AG. Sie stellt der Stiftung jährlich einen festen

Betrag für deren soziale Arbeit zur Verfügung.

Die Beate Uhse Stiftung hat sich mit diversen kreativen

Ideen der Herausforderung der sinkenden Spendenbereitschaft

gestellt. So präsentiert die Stiftung einmal jährlich im Rahmen

der Hauptversammlung der Beate Uhse AG ihre Aktivitäten den

Aktionären und Spendern. Besonderes Interesse hat der

aktuelle Bildband „Beate Uhse – Chronik eines Lebens“

hervorgerufen (www.beateuhse-holding.de).

Alle Projekte steuern ihren Anteil zum „sozialen Gewissen“

von Beate Rotermund bei.

32


33

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 DIE BEATE UHSE STIFTUNG

Beate Rotermund –

eine erfolgreiche Unternehmerin und

eine außergewöhnliche Persönlichkeit.

5.0


DIE AKTIE

6.1

KURSVERLAUF 2003 war für die Wertentwicklung der Beate Uhse Aktie ein gutes Jahr.

Im Verlauf der zwölf Monate verbesserte die Aktie ihren Kurswert um 17,8 Prozent und

schloss am 31. Dezember 2003 mit 13,25 Euro. Damit lag sie knapp unter dem Jahreshoch von

13,43 Euro vom November 2003. Der Tiefstkurs wurde im April 2003 bei 8,90 Euro markiert.

KURSENTWICKLUNG 2002/2003

2002 2003

Eröffnung EUR 11,95 11,25

Schluss EUR 11,30 13,25

Hoch EUR 11,95 13,43

Tief EUR 8,75 8,90

Durchschnitt EUR 9,98 10,60

Entwicklung % -5,44 17,78

Die solide Entwicklung der Aktie stand im Einklang mit der geringen Volatilität, die das

Beate Uhse Wertpapier schon seit langer Zeit kennzeichnet. Diese gewährleistet Anlegern nach

wie vor eine relative Sicherheit in der Aktie. Das Handelsvolumen stieg 2003 auf der

elektronischen Handelsplattform Xetra im Tagesdurchschnitt um 47,6 Prozent auf 10.053 Stück.

Im Jahr zuvor waren es noch 6.812 Stück. Auch beim Vergleich des Tagesdurchschnitts der

Summe von Xetra und Parketthandel der Frankfurter Wertpapierbörse konnte sich die Aktie

verbessern. 2003 wurden pro Tag durchschnittlich 13.538 Aktien gehandelt. In 2002 waren es

durchschnittlich noch 11.729 Aktien, eine Steigerung von 15,4 Prozent.

Trotz der guten Performance 2003 blieb die Beate Uhse Aktie hinter der Entwicklung der

Indizes zurück. Spitzenreiter des Jahres 2003 war der SDAX, in dem auch die Beate Uhse Aktie

gelistet ist. Er schloss mit einem satten Plus von 51,3 Prozent, gefolgt vom TecDAX mit plus

50,9 Prozent, dem MDAX, der um 47,8 Prozent wuchs und schließlich dem DAX, der etwas

verhaltener um 37,1 Prozent zulegte. Eine ausnehmend gute Performance aller Indizes, die sicher

auch auf die Neustrukturierung der Indexwelt im März 2003 sowie auf die sehr schlechte

Entwicklung im Vorjahr und damit aufgebautes Aufholpotential zurückzuführen ist.

6.2

Basis: Xetra / alle Handelsplätze

INDEX UND UMFELD Nach einer anfänglichen Skepsis hat sich gezeigt, dass im neu

zusammengesetzten SDAX eine interessante Mischung aus Retail- und Konsum-Aktien

geschaffen wurde. Die Beate Uhse AG fühlt sich in diesem Umfeld sehr wohl. Durch die

Verkleinerung des MDAX von 70 auf 50 Unternehmen ist die Beate Uhse Aktie ab dem

Verkettungstermin am 24. März 2003 im SDAX gelistet. Hier zählt die Aktie aus Flensburg mit

einer Gewichtung von durchschnittlich 3,8 Prozent zu den Index-Schwergewichten.

Die überaus gute Performance des SDAX in 2003 ist aus Sicht von Beate Uhse in seiner

Neuzusammensetzung zu begründen. Mit der Indexumstellung im März 2003 kamen 20 Werte

aus dem verkleinerten MDAX und zehn Unternehmen aus dem alten Nemax-50 in den neuen

SDAX und werteten den lange Zeit vernachlässigten Index kräftig auf. So wuchs die

Gesamtmarktkapitalisierung dieses Index von 1,8 Mrd. Euro zu Beginn des Jahres 2003 über

3,6 Mrd. Euro bei Start der neuen Indexzusammenstellung auf 5,7 Mrd. Euro zum Ende des

Jahres 2003.

Neben der Gesamtmarktkapitalisierung wuchs auch die

Bedeutung der Transparenz bei der Berichterstattung der

Unternehmen. Beides hat dem Index sehr gut getan. Der SDAX

genießt seither eine größere Aufmerksamkeit in der

Öffentlichkeit und bei Investoren. In 2004 wird der SDAX

aufgrund der hervorragenden Entwicklung in 2003 sicher noch

mehr Aufmerksamkeit auch internationaler Investoren auf sich

ziehen.

6.3

MARKTKAPITALISIERUNG UND

AKTIENRÜCKKAUF Die Marktkapitalisierung der

Beate Uhse Aktie hat sich von Januar bis Dezember 2003 um

insgesamt 149,8 Mio. Euro erhöht. Beate Uhse hat zum

Jahresende einen Börsenwert von 623 Mio. Euro. Die für die

Index-Zusammensetzung relevante Free Float

Marktkapitalisierung steigerte sich von 159,5 Mio. Euro auf

214,5 Mio. Euro. Damit konnte die Beate Uhse Aktie im Index-

Ranking der Deutschen Börse ihren Platz behaupten und stand

zum Ende 2003 auf Rang 51 der MDAX- und SDAX-

Unternehmen. Auch beim zweiten Kriterium der Index-

Zusammensetzung, dem Handelsvolumen, blieb Beate Uhse

konstant und erzielte Platz 85 der Small- und Midcap-

Unternehmen.

Im November 2003 stieg das Handelsvolumen der

Beate Uhse Aktie im elektronischen Handelssystem Xetra auf

insgesamt 614.800 Stück. Grund für diese rasante Entwicklung

war ein Aktienrückkaufprogramm, welches die Beate Uhse AG

am 21. November 2003 startete. Bis zum 30. Dezember 2003

kaufte der Konzern 525.549 eigene Aktien über die Börsenplätze

zu einem Durchschnittskurs von 13,04 Euro.

Der Korridor des Kaufpreises lag dabei zwischen 13,00 und

13,27 Euro. Insgesamt investierte die Beate Uhse AG in 2003

6,9 Mio. Euro in das Aktienrückkaufprogramm. Damit hält der

Beate Uhse Konzern zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2003

831.082 Stück Aktien im Eigenbestand. Hintergrund des

Aktienrückkaufes sind mögliche Akquisitionen.

6.4

AKTIONÄRSSTRUKTUR Die Aktionärsstruktur der

Beate Uhse AG ist unverändert stabil. Die

Großgesellschafter Orthmann AG und Consipio Holding B.V.

haben in 2003 keine nennenswerten Anteile ver- oder gekauft.

Die Anlagestruktur beider Gesellschafter ist langfristiger Natur

und eindeutig auf die Stabilität des Unternehmens Beate Uhse

ausgerichtet. Auch hier sieht die Beate Uhse AG einen

interessanten Vorteil ihrer Aktie insbesondere für Privatanleger.

34


35

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 DIE AKTIE

Mio. Euro

700

400

0

473,2

159,5

Jan.

466,7

163,3

März

487,1

169,3

Juni

MARKTKAPITALISIERUNG UND AKTIENKURS 2003

526,6

180,6

Sept.

623,0

Euro

14

8

0

214,5

Dez.

6.0

6.4

Marktkapitalisierung gesamt

Marktkapitalisierung Free Float

durchschnittlicher Aktienkurs


6.5

KENNZAHLEN JE AKTIE

KENNZAHLEN 2002/2003

2002 2003

EPS 0,20 0,21

KGV 56 64

KCF 25,5 28,6

Kurs/Umsatz 2,2 2,4

Kurs/EBITDA 17,7 19,9

Kurs/Buchwert 10,9 12,9

Buchwert je Aktie 1,0 1,0

6.6

DIVIDENDE Die Beate Uhse AG wird ihre

Dividendenpolitik der vergangenen Jahre fortsetzen.

Der Hauptversammlung wird in Übereinstimmung mit dem

Aufsichtsrat eine Gesamtausschüttung von 4,6 Mio. Euro, bzw.

eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie vorgeschlagen werden.

Auch in den nächsten Jahren möchte die Beate Uhse AG, in

Abhängigkeit von der Ertragsentwicklung, ihre

Dividendenpolitik fortsetzen.

DIVIDENDEN-AUSSCHÜTTUNG 2000/2003

6.7

Basis: Schlusskurs

2000 2001 2002 2003*

Dividende/Aktie EUR 0,14 - 0,10 0,10

Auszahlungsdatum 26.6.01 - 24.6.03 22.6.04

Summe Mio. EUR 6,2 - 4,7 4,6

*Gewinnverwendungsvorschlag

AKTIENOPTIONSPROGRAMM Die Beate Uhse AG

bietet ihren Mitarbeitern seit 2000 ein Optionsprogramm,

um sie über eine zusätzliche Anreizkomponente ans

Unternehmen zu binden und sie direkt am Unternehmenserfolg

zu beteiligen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 4. August 2000

und Änderungsbeschluss vom 17. Juni 2002 wurde ein

bedingtes Kapital über EUR 1.000.000 genehmigt. Die bedingte

Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu einer

Million neuen Inhaberaktien im Nennbetrag von EUR 1,- mit

Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres der

Ausgabe und nur zur Einlösung von Bezugsrechten

durchgeführt, die im Rahmen des Aktienoptionsplans der

Beate Uhse Aktiengesellschaft gewährt werden. Die Kapitalerhöhung

ist nur insoweit durchzuführen, wie im Rahmen des

Aktienoptionsplans aus dem bedingten Kapital Optionsrechte

ausgegeben werden, die Inhaber dieser Optionsrechte hiervon

Gebrauch machen und die Optionsrechte von der Gesellschaft

nicht durch Gewährung eigener Aktien bedient werden.

Im Geschäftsjahr 2003 sind Optionsrechte im Rahmen

dieser Beschlüsse ausgegeben worden. Insgesamt handelte es

sich um 86.275 Optionsrechte à EUR 1,- an die obere Ebene

(Vorstand der Gesellschaft und Geschäftsführer von

verbundenen Unternehmen) und 93.242 Optionsrechte an die

untere Ebene (Mitarbeiter der Gesellschaft und verbundener

Unternehmen). Die Optionsrechte dürfen nicht vor dem

8. August 2005 ausgeübt werden. Der Ausübungspreis beträgt

EUR 11,11.

6.8

INVESTOR RELATIONS Beate Uhse hat den Dialog

mit privaten und institutionellen Anlegern in 2003

weiter ausgebaut. Finanzvorstand Otto Christian Lindemann

präsentierte das Unternehmen auf diversen Veranstaltungen

und in vielen Einzelgesprächen in Hamburg, Frankfurt,

Düsseldorf, München, Zürich und London. Darüber hinaus

beteiligte sich die Beate Uhse AG an vielen Konferenzen, wie

beispielsweise den Seydler Konsumtagen im November 2003.

Als Mitglied des SDAX tagte die Beate Uhse AG in der

SDAX-Roundtable Gesprächsrunde mit weiteren Unternehmen

des Index und der Deutschen Börse AG. Ziel der Meetings und

der gemeinsamen Aktivitäten ist es, den SDAX stärker in den

Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Aktuelle Informationen zur Beate Uhse AG finden Anleger

und Interessenten auf den Internetseiten www.beate-uhse.ag.

Der Bereich Investor Relations wird kontinuierlich aktualisiert

und bietet Einblick in sämtliche Präsentationen und

Publikationen des Konzerns. Besonders gute Resonanz fand in

2003 der interaktive Geschäftsbericht der Beate Uhse AG, der

ergänzende Informationen in Form von Grafiken und Tabellen zu

den Geschäftsberichtstexten bietet. Eine Überarbeitung der

AG-Internetseiten ist für das Frühjahr 2004 vorgesehen, um die

vorhandenen Features weiter zu optimieren und den Aufbau der

Seiten noch schneller zu ermöglichen.

KENNZAHLEN ZUR BEATE UHSE AKTIE 2002/2003

2002 2003

Grundkapital Stück 47.323.696 47.323.696

Gewichtung im SDAX % - 3,8

Marktkapitalisierung EUR 534,7 623,0

Marktkap. Free Float EUR 182,9 214,5

Ø Umsatz / Tag Stück 11.729 13.538

Umsatz / gesamt Stück 2.967.397 3.425.205

ISIN DE0007551400 DE0007551400

Börsenkürzel USE USE

Kürzel Bloomberg USE GR USE GR

Basis: Bloomberg

36


37

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 DIE AKTIE

34 %

Free Float

AKTIONÄRSTRUKTUR DER BEATE UHSE AG

45 %

Orthmann AG

21 %

Consipio Holding B.V.

6.5

6.8


CORPORATE GOVERNANCE

7.1

CORPORATE GOVERNANCE IM ÜBERBLICK Die Beate Uhse AG ist sich der

Bedeutung einer guten Unternehmensführung voll bewusst. Die seit langer Zeit im

Konzern vorhandenen Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensführung wurden in 2002

und 2003 an die Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex angepasst, wo es unter

den spezifischen Voraussetzungen des Unternehmens, z.B. nach Größe, Struktur und Branche,

sinnvoll ist. Ziel von Beate Uhse ist es, den hohen Ansprüchen an eine angemessene Tranparenz

in der Berichterstattung, der Stärkung der Aktionärsrechte und der genauen Darstellung der

Zusammensetzung, Aufgaben und Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat gerecht zu

werden. Dies gilt für den gesamten Konzern und dessen Tochtergesellschaften.

Auf dem Weg dahin erfüllte die Beate Uhse AG in 2003 sieben weitere Punkte des Kodex in

seiner Fassung vom 4. Juli 2003. Abweichungen gibt es in fünf Punkten, die in der

Entsprechenserklärung vom 9. Dezember 2003 vom Vorstand und Aufsichtsrat erläutert und

begründet wurden. Das Ziel der nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung fest im Blick, hat

sich die Beate Uhse AG entschieden, nicht alle Änderungen des Jahres 2003 im Deutschen

Corporate Governance Kodex umzusetzen. Stattdessen verfolgt Beate Uhse weiterhin den Weg,

Corporate Governance dort konsequent anzuwenden, wo sie Größe, Art und Struktur des

Unternehmens gerecht wird.

Wichtige Veränderungen und Maßnahmen des Jahres 2003:

7.2

DER VORSTAND Die Zusammensetzung des Beate Uhse Vorstands hat sich in 2003

nicht verändert. Der Vorstand, bestehend aus Otto Christian Lindemann,

Vorstandssprecher und Finanzen sowie Gerard Cok, Operatives Geschäft, hat im vergangenen

Jahr viele Punkte der in 2002 festgelegten Unternehmensstrategie mit Leben gefüllt und im

Konzern implementiert. Ihrer Arbeit liegt seit dem 17. März 1999 eine Geschäftsordnung

zugrunde.

Die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Otto Christian Lindemann im April 2003 war für

den Aufsichtsrat Anlass, entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex neben den

fixen Vergütungsbestandteilen auch variable, leistungsbezogene Komponenten zu vereinbaren.

Diese sind an den geschäftlichen Erfolg der Beate Uhse AG gekoppelt. Sie kommen zum Tragen,

sobald das tatsächliche Jahresergebnis vor Steuern die Planungen in Verbindung mit dem vom

Aufsichtsrat geprüften und gebilligten Budget überschreitet. Tritt dieser Fall ein, so erfolgt eine

zusätzliche Vergütung von zwei Prozent des überschießenden Betrages. Daneben erhielten die

Vorstände in 2003 insgesamt 36.450 Aktienoptionen im Nennwert von 1,- Euro aus dem Stock

Option Programm der Gesellschaft.

Entsprechend der Empfehlung des Kodex veröffentlicht die Beate Uhse AG die individualisierte

Vorstandsvergütung im Anhang des Konzernabschlusses auf der Seite 87.

7.3

DER AUFSICHTSRAT Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates blieb im abgelaufenen

Geschäftsjahr ebenfalls unverändert. Seit dem 22. Juni 2003 liegt der Arbeit des

Aufsichtsrates eine Geschäftsordnung zugrunde, die unter anderem die Aufgaben, Befugnisse

und auch die Altersgrenze der Mitglieder regelt.

Um die modernen Kommunikationsmöglichkeiten auch bei der Aufsichtsratsarbeit zu

berücksichtigen, hat die Beate Uhse AG im Rahmen der Hauptversammlung 2003 diverse

Satzungsänderungen vorgenommen. So können Einberufungen von Aufsichtsratssitzungen

seither auch auf elektronischem Wege in schriftlicher Form erfolgen. Aufsichtsratsmitglieder,

die bei einer Sitzung nicht persönlich anwesend sind, können

ihre Stimme mittels Telefon und Lautsprechvorrichtung für alle

anwesenden Aufsichtsratsmitglieder vernehmlich abgeben.

Im Rahmen der Hauptversammlung kann der Vorsitzende des

Aufsichtsrates und Versammlungsleiter die Aufzeichnung und

Übertragung der Hauptversammlung über elektronische

Medien zulassen, sofern dies in der Einladung zur

Versammlung angekündigt wurde.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder der Beate Uhse AG

ist im § 11 der Satzung geregelt. Die individuellen

Aufsichtsratsbezüge sind im Konzernanhang auf der Seite 88

ausgewiesen. Eine zusätzliche Vergütung der

Ausschussmitglieder ist nicht vorgesehen, da bisher neben dem

Audit Committee aufgrund der geringen Anzahl an

Aufsichtsratsmitgliedern keine weiteren Ausschüsse gebildet

wurden. Die Aufsichtsräte der Beate Uhse AG erhalten keine

erfolgsorientierte Vergütung, da die vorliegenden variablen

Vergütungsmodelle aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat

nicht überzeugen.

Neben ihrer Vergütung sind die Aufsichtsräte seit Anfang

2003 in eine D&O-Versicherung der Beate Uhse AG

einbezogen, in der ein angemessener Selbstbehalt für die

Aufsichtsratsmitglieder vereinbart ist.

Das Audit Committee wurde zum 25. April 2003 um Richard

Orthmann als Mitglied des Ausschusses verstärkt.

Als Privatinvestor vervollständigt Richard Orthmann das Team

um Detlef Bindert (Treasurer), Ausschussvorsitzender, und

Nico Bootsma (Wirtschaftsprüfer).

7.4

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG Um den

Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung so

weit wie möglich zu erleichtern, hat die Beate Uhse AG 2003

erstmals allen Aktionären angeboten, einen von der

Gesellschaft benannten weisungsgebundenen

Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu

bevollmächtigen.

Gleichzeitig wurde der Internet-Auftritt der Beate Uhse AG

zu einer umfangreichen Informationsplattform rund um die

Hauptversammlung ausgebaut. Hier konnten die Aktionäre alle

notwendigen Unterlagen einsehen, wie Jahresabschlüsse,

Tagesordnung und Teilnahmeberechtigungen. Gegenanträge,

wären sie im Vorfeld der Hauptversammlung eingegangen,

sollten auf der Website veröffentlicht werden.

Alle Informationen rund um den Stimmrechtsvertreter sowie

Vordrucke für Vollmachts- und Weisungserteilung wurden dort

bereit gehalten.

38


39

7.5

TRANSPARENZ UND FINANZPUBLIZITÄT Bekanntmachungen der Gesellschaft

können künftig auch im elektronischen Bundesanzeiger erfolgen. Diese Änderung der

Satzung hat die Hauptversammlung 2003 beschlossen. Der Vorstand berichtet in Ergänzung zu

den gesetzlich vorgeschriebenen Auskunfts- und Offenlegungspflichten regelmäßig und unter

Beachtung des Gebotes der Gleichbehandlung aller Aktionäre über alle Angelegenheiten des

Unternehmens. Entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex

veröffentlicht die Beate Uhse AG ihren Geschäftsbericht innerhalb von 90 Tagen nach

Geschäftsjahresende, beginnend im Jahre 2004. Zwischenberichte werden spätestens nach

45 Tagen veröffentlicht. Alle Berichte und Präsentationen stehen auf der Website

www.beate-uhse.ag der Öffentlichkeit zur Verfügung.

7.6

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG Die Beate Uhse AG bilanziert

ihren Konzernabschluss nach den Richtlinien des Deutschen Handelsgesetzbuches

(HGB). Die Umstellung auf den internationalen Bilanzierungsstandard IFRS erfolgt in diesem

Jahr. Die Veröffentlichung des ersten Berichts der Beate Uhse AG nach den IFRS-Standards

erfolgt 2005.

Als Abschlussprüfer wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung die

Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Hamburg bestellt. Die Abschlussprüfer

haben an den Beratungen des Bilanz- und Prüfungsausschusses zum geprüften Jahresabschluss

und Konzernabschluss teilgenommen und waren auch bei Aufsichtsratssitzungen anwesend, in

denen die Ergebnisse des Audit Committees diskutiert und die Jahresabschlüsse festgestellt

wurden. Der Vorsitzende des Audit Committees wurde kontinuierlich durch den Wirtschaftsprüfer

über den Stand der Prüfung unterrichtet.

7.7

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 CORPORATE GOVERNANCE

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄß § 161 AKTG Aufsichtsrat und Vorstand der

Beate Uhse AG identifizieren sich mit den Zielen des Deutschen Corporate Governance

Kodex, eine gute, vertrauensvolle, am Nutzen von Anteilseignern, Mitarbeitern und Kunden

orientierte Unternehmensführung zu fördern. Ziel der Unternehmenspolitik des Beate Uhse

Konzerns ist eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Die Beate Uhse AG bekennt sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher

Corporate Governance Kodex.

Für unsere Aussagen zur Corporate Governance der Beate Uhse AG und des Beate Uhse

Konzerns haben wir den Kodex in der Fassung vom 4. Juli 2003 zugrunde gelegt. Alle nicht

genannten Punkte gehörten bereits vor der Verabschiedung des Deutschen Corporate

Governance Kodex zur Unternehmenskultur der Beate Uhse AG.

Flensburg, 9. Dezember 2003

Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand

Richard Orthmann Otto Christian Lindemann

(Aufsichtsratsvorsitzender) (Vorstandssprecher)

7.0

7.7


I. In nachstehenden Punkten ist die Gesellschaft weiteren

Empfehlungen seit Abgabe unserer Entsprechenserklärung

vom 3. Dezember 2002 nachgekommen:

2.3.1 – Unterlagen zur Hauptversammlung:

Die Beate Uhse AG stellt seit dem Börsengang sämtliche

Geschäfts-, Zwischenberichte und Tagesordnungen im

Internet zur Verfügung. Erstmals zur Hauptversammlung

2002 wurden erläuternde Unterlagen zu den

Tagesordnungspunkten nicht nur auf Anfrage versendet

sondern auch im Internet zur Verfügung gestellt.

Beate Uhse wird das Internet auch zukünftig als

Informationsmedium zur Hauptversammlung nutzen.

3.8 – D&O-Versicherung: Für den D&O-Versicherungsschutz

der Organe der Beate Uhse AG ist im Januar 2003 ein

angemessener Selbstbehalt für die Mitglieder von Vorstand

und Aufsichtsrat vereinbart worden.

5.1.3 – Geschäftsordnung des Aufsichtsrates:

Beate Uhse erfüllte diese Anforderung zum Zeitpunkt der

Entsprechenserklärung vom 3. Dezember 2002 noch nicht.

Eine Geschäftsordnung des Aufsichtsrates wurde am

22. Juni 2003 beschlossen, so dass die Beate Uhse AG

gegenwärtig und auch in Zukunft den Punkt 5.1.3

entsprechend des DCGK erfüllt.

5.2 – Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsrates:

Die Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsrates sind in der

Geschäftsordnung des Aufsichtsrates vom 22. Juni 2003

eindeutig geregelt worden.

5.3 – Ausschüsse des Aufsichtsrates: Der Aufsichtsrat der

Beate Uhse AG hat in der Vergangenheit und aktuell neben

dem Audit Committee keine weiteren Ausschüsse gebildet.

Grundlage dieser Entscheidung sind die spezifischen

Gegebenheiten der Beate Uhse AG und die geringe Anzahl

der Aufsichtsratsmitglieder (sechs Personen).

Ziel des Aufsichtsrates ist es, möglichst flexibel auf neue

Anforderungen zu reagieren. Deshalb werden weitere

Ausschüsse nur nach Bedarf gegründet. Den Vorsitz

übernimmt jeweils das Aufsichtsratsmitglied mit der

größten fachlichen Kompetenz.

5.4.1 – Altersgrenze für Aufsichtsräte: Die Mitglieder des

Aufsichtsrates der Beate Uhse AG waren zum Zeitpunkt der

ersten Entsprechenserklärung (3. Dezember 2002) im

Durchschnitt 49 Jahre jung (Altersrahmen: 38 bis 56 Jahre).

Eine festzulegende Altersgrenze wurde aus diesem Grund

bisher nicht für erforderlich gehalten.

Laut Geschäftsordnung des Aufsichtsrates vom

22. Juni 2003 sollen künftig nur Personen zur Wahl in den

Aufsichtsrat vorgeschlagen werden, die das 65. Lebensjahr

noch nicht vollendet haben.

6.6 – Kauf und Verkauf von Aktien durch die Organe:

Die Veröffentlichung der Directors Dealings wurde

entsprechend § 15 a WpHG im Anhang des

Konzernabschlusses 2002 berücksichtigt. Wenn der

Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien

beträgt, erfolgt eine getrennte Ausweisung des

Gesamtbesitzes für Vorstand und Aufsichtsrat.

II. In den nachfolgenden Punkten wurden und werden die

Empfehlungen des Kodex noch nicht umgesetzt:

4.2.3 – Bestandteile der Vorstandsvergütung:

Die Verlängerung eines Vorstandsvertrages in 2003 wurde

zum Anlass genommen, entsprechend dem Kodex neben

den fixen Vergütungsbestandteilen auch variable

Komponenten zu vereinbaren. Die variable Vergütung ist an

den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens gekoppelt und

kommt erst zum Tragen, wenn das geplante Ergebnis vor

Steuern überschritten wird. In diesem Fall beträgt die

zusätzliche Vergütung zwei Prozent des überschießenden

Betrages. Daneben wurden dem Vorstand im Jahr 2003

insgesamt 36.450 Aktienoptionen im Nennwert von einem

Euro aus dem Stock Option Programm der Gesellschaft zur

Verfügung gestellt.

Weitere Anpassungen sind noch nicht erfolgt.

Die Entwicklung eines regelrechten Systems für die

Vorstandsvergütung wird derzeit nicht für sinnvoll erachtet,

da der Vorstand der Beate Uhse AG sich nur aus zwei

Mitgliedern zusammensetzt.

4.2.4 – Veröffentlichung der Vorstandsvergütung:

Der Vorstand der Beate Uhse AG besteht aus zwei

Mitgliedern. Aus diesem Grund hat die Beate Uhse AG bei

den Angaben zu Organen in ihren Geschäftsberichten in der

Vergangenheit die Befreiungsvorschriften gemäß § 286

Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Demzufolge konnten

Angaben über die Gesamtbezüge unterbleiben, wenn sich

anhand der Angaben die Bezüge eines Mitglieds der

Organe feststellen lassen.

Gemäß den Corporate Governance Empfehlungen wird die

Beate Uhse AG im Anhang des Konzernabschlusses 2003

und in den Folgejahren die Vorstandsvergütung

individualisiert und entsprechend den geforderten

Komponenten ausweisen.

40


41

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 CORPORATE GOVERNANCE

5.4.5 – Vergütung des Aufsichtsrates: Die Vergütung der

Aufsichtsräte ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft

geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten außer

dem Ersatz für ihre Auslagen eine nach Ablauf des

Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von 10.000

Euro, wobei der Vorsitzende das Dreifache und sein

Stellvertreter das Doppelte erhalten.

Ein individualisierter Ausweis der Bezüge erfolgte erstmals

im Konzernabschluss 2002 und wird in den Folgejahren

fortgesetzt. Die Mitgliedschaft und der Vorsitz in

Aufsichtsratsausschüssen wurden und werden bei der

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder bisher nicht

berücksichtigt.

Vor dem Hintergrund der dem Aufsichtsrat von Gesetzes

wegen obliegenden Aufgaben, mit Prüfungs-,

Überwachungs- und Kontrollfunktionen gegenüber der

Geschäftsführung sowie Beratung des Vorstands ohne

direkte Einflussnahme auf das operative Geschäft

überzeugten und überzeugen variable Vergütungsmodelle

aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat nicht. Die

Entwicklung in der Praxis wird aufmerksam verfolgt.

Konzepte werden geprüft und bei Vorliegen einer

überzeugenden Lösung der Hauptversammlung zur

Beschlussfassung vorgeschlagen.

7.1.1 – Konzernabschluss: Die Beate Uhse AG veröffentlicht

seit dem Börsengang 1999 Geschäfts- und

Zwischenberichte entsprechend dem HGB in deutscher und

englischer Sprache. Die erste Veröffentlichung eines

Zwischenberichtes nach einem internationalen

Bilanzierungsstandard (IFRS) ist für den 3-Monatsbericht

2005 geplant.

7.1.2 – Fristen zur Erstellung des Konzernabschlusses:

Der Jahresabschluss 2002 der Beate Uhse AG wurde am

29. April 2003 veröffentlicht und entsprach somit nicht den

Forderungen des DCGK. Mit der Umstellung auf IFRS führt

die Beate Uhse AG konzernweit eine vereinheitlichte

Konsolidierungs-Software ein. Diese wird es im Vorwege

ermöglichen, den Geschäftsbericht 2003, die

nachfolgenden Zwischenberichte und alle weiteren

Geschäftsberichte der Folgejahre innerhalb der

empfohlenen Fristen von 90 bzw. 45 Tagen zu

veröffentlichen.

Weitere Informationen zur Corporate Governance der

Beate Uhse AG sowie die jährliche Entsprechenserklärung

finden Sie unter www.beate-uhse.ag.

7.7


BERICHT DES AUFSICHTSRATES

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE,

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, in der Rückschau

war 2003 für den Aufsichtsrat der Beate Uhse AG ein Jahr mit

nahezu optimalen Rahmenbedingungen für eine effiziente und

zielgerichtete Arbeit. Die Beate Uhse Gruppe entwickelte sich

in allen Unternehmensbereichen sehr gut. Insbesondere das

Wachstum und die Rentabilitätssteigerung waren hervorragend.

Deshalb bezog sich der Schwerpunkt unserer Beratungs- und

Überwachungsaufgaben, neben den üblichen Tätigkeiten, auf

die internationale Expansion. Der Aufsichtsrat kontrollierte die

Einhaltung des Budgetplanes und erhielt durch die Kontinuität

in den Organen und im Management eine optimale

Ausgangslage für seine Tätigkeit.

Der strategische Rahmen, den Vorstand und Management in

2002 erarbeitet hatten, diente als Leitlinie, um den

wirtschaftlichen Erfolg 2003 sicher zu stellen. In allen Profit-

Centern konnten Maßnahmen zur Umsetzung angeschlossen

werden. Weitere Projekte wurden erarbeitet und vom

Aufsichtsrat beratend begleitet: Neben dem operativen

Geschäft wurden wesentliche Zeichen für das Unternehmen

gesetzt. Hierzu gehörten der Markenrelaunch, die weitere

Internationalisierung im Einzel- und Versandhandel, die

Beratung über eine neue Ladenkette für Frauen (Mae B.), die

Aktivitäten in den USA und nicht zuletzt die Neustrukturierung

der Logistik durch den Bau des neuen europäischen

Zentralauslieferungslagers in Almere.

Die wichtigsten Grundlagen für die in den Gesetzen und der

Satzung festgelegten Beratungs- und Überwachungsaufgaben

des Aufsichtsrates waren ein schriftliches, monatliches

Reporting und die regelmäßigen Telefonate zwischen Vorstand

und Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat war zu jeder Zeit in alle

Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar

eingebunden.

8.1 ARBEITSSCHWERPUNKTE

Die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen

im Geschäftsjahr 2003 waren:

- Jahres- und Konzernabschluss

- Vorläufige Zahlen / Bericht der Geschäftsführung

- Liquiditätsentwicklung und Konzernfinanzierung

- Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss

des Aufsichtsrates

- Geschäftsordnung des Aufsichtsrates

- Marke Beate Uhse

- Satzungsänderungen

- Corporate Governance

- Erwerb eigener Aktien

Eine sehr enge Beratungsfunktion nahm der Aufsichtsrat

2003 bei Themen wie dem Kauf des niederländischen

Einzelhändlers Christine le Duc B.V., der Beteiligung an der

FunFactory GmbH (25,1 Prozent) und dem anteiligen Kauf der

Kondomeriet AS (80 Prozent) an. Wichtige Beratungen fanden

auch zum Thema Vollerotik-TV statt. Der schweizerischen erotic

media ag, bekanntermaßen eine knapp 30-prozentige

Beteiligung der Beate Uhse Gruppe, ist es gelungen, von den

Landesmedienanstalten als Mediendienst eingestuft zu werden.

Damit eröffnen sich grundsätzlich ganz neue Möglichkeiten

einer Vermarktung der umfangreichen Filmrechte über

TV-Kanäle in geschlossenen Benutzergruppen. Diese

Entwicklung spiegelt sich noch nicht in den Geschäftszahlen

des Jahres 2003 wider, hat aber sehr weitreichende

strategische Bedeutung.

Die Vergütung des Vorstandes ist im April 2003 an die

Maßstäbe des Deutschen Corporate Governance Kodex

angepasst worden. Anlass war unter anderem eine Vertragsverlängerung

mit unserem Vorstandssprecher Otto Christian

Lindemann. Neben den fixen Vergütungsbestandteilen haben

wir hier auch variable, leistungsbezogene Komponenten

vereinbart. Diese sind an den geschäftlichen Erfolg der

Beate Uhse AG gekoppelt. Entsprechend der Empfehlung des

Kodex veröffentlicht die Beate Uhse AG die individualisierten

Vorstandsvergütungen im Anhang des Konzernabschlusses auf

der Seite 87. Im Rahmen der Hauptversammlung 2004 werden

wir die Aktionäre ausführlich zu diesem Thema informieren.

Insgesamt trafen sich die Aufsichtsräte der Beate Uhse AG

2003 zu vier Sitzungen, die größtenteils von den

Arbeitnehmervertretern und den Aktionärsvertretern getrennt

vorbereitet wurden. Alle Sitzungen fanden sowohl mit als auch

ohne Beisein der Vorstände statt. Das Audit Committee, der

einzige Ausschuss innerhalb des Aufsichtsrates, tagte im

Verlauf des Jahres 2003 dreimal. Die Beratungen befassten

sich im Wesentlichen mit Themen wie der Geschäftsordnung für

den Prüfungsausschuss, die Jahresabschlüsse 2002 und 2003,

den Fortgang der Vorbereitungen zum Übergang auf IFRS und

die kontinuierliche Information durch den Wirtschaftsprüfer im

Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Das Audit Committee

beauftragte die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als

unabhängigen Dritten mit der begleitenden Beratung bei der

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2003 durch den

Aufsichtsrat.

8.2

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS-

PRÜFUNG 2003

Der von der Beate Uhse AG erstellte Jahres- und

Konzernabschluss 2003 entspricht den Regeln des HGB.

Die Prüfung der Berichte führte die Ernst & Young AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch, die mit Zustimmung der

42


43

Hauptversammlung beauftragt wurde. Wir haben vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung eingeholt,

inwieweit weitere geschäftliche oder finanzielle Verflechtungen mit der Beate Uhse Gruppe

vorliegen. Diese Erklärung gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Über den Prozess der Prüfung

berichtete Ernst & Young fortlaufend an den Vorsitzenden des Audit Committee. Als Ergebnis

seiner Abschlussprüfungen erteilte Ernst & Young einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

für die Geschäftsabschlüsse der AG wie auch des Konzerns für das Geschäftsjahr 2003.

Die Prüfungsdokumente lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern fristgemäß vor der

Bilanzfestlegungssitzung am 17. März 2004 vor. Der Abschluss wurde in dieser Sitzung

ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über wesentliche Ergebnisse der

Prüfung und stand für Fragen zur Verfügung. Wir haben das Prüfungsergebnis von Ernst & Young

zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach unserer eigenen eingehenden Prüfung des

Jahresabschlusses, des Konzernjahresabschlusses sowie der Lageberichte und des Vorschlages

zur Verwendung des Bilanzgewinnes ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom

Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernjahresabschluss gebilligt.

Damit ist der Jahresabschluss der AG festgestellt.

8.3

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 BERICHT DES AUFSICHTSRATES

TRANSPARENZ UND SELBSTVERPFLICHTUNG

Jedes Organmitglied ist aufgerufen, mögliche Interessenkonflikte, die aufgrund anderer

Beratungs- und Organfunktionen auch nur temporär entstehen könnten, dem Aufsichtsrat

unverzüglich offen zu legen. Alle anstehenden Fragen im Berichtszeitraum 2003 wurden vom

Aufsichtsrat dahingehend entschieden, dass kein Interessenskonflikt bestand. Eine Auflistung

aller Mandate und geschäftlicher Verbindungen, die die Organmitglieder außerhalb ihrer Aufgabe

bei Beate Uhse wahrnehmen, finden Sie bitte auf Seite 87. Die Aufsichtsräte der Beate Uhse AG

haben im Geschäftsjahr 2003 keine Aktien oder damit verbundene Rechte ge- oder verkauft, die

im Sinne des § 15a WpHG meldepflichtig gewesen wären.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und dem Vorstand für die 2003 geleistete

Arbeit. Wir glauben, dass sie auf das Erreichte zu Recht stolz sein können. 2003 wurde eine

hervorragende Ausgangslage geschaffen für weitere Verbesserungen, weiteres Wachstum und

die weitere Schaffung von Werten für Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und Partner.

Seien Sie versichert, dass wir auch im Jahre 2004 unsere Arbeit im Interesse eines

„Shareholder Value“ fortsetzen werden.

Flensburg, 17. März 2004

Richard Orthmann

Vorsitzender des Aufsichtsrates

8.0

8.3


LAGEBERICHT

9.1

DAS JAHR 2003 Der Beate Uhse Konzern konnte im Jahr 2003 bei Umsatz und Ertrag

deutlich wachsen. Alle operativen Profit-Center agierten deutlich in der Gewinnzone.

Der weitreichende und mittelfristig angelegte strategische Rahmen, den das Unternehmen 2002

entworfen hatte, wurde 2003 mit weiteren Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen

unterlegt. In vielen Bereichen - internationale Märkte, neue Zielgruppen, neue Produkte und

Sortimente - sieht Beate Uhse ein gutes Potential für die weitere Unternehmensentwicklung.

Die aktuelle Lage des Konzerns stellt sich solide, finanzstark sowie strategisch gut ausgerichtet

dar und wird im Weiteren qualitativ erläutert.

9.2

KONJUNKTUR, MARKT & BRANCHE Beate Uhse ist europäischer Marktführer in der

Sex- und Erotik-Branche. Gemessen am Umsatz führt die Beate Uhse AG das Ranking

der weltweit aktiven Erotik-Konzerne erstmals sogar als Spitzenreiter an. Mit einem

Jahresumsatz von 265,6 Mio. Euro verweist die Beate Uhse AG die Playboy Enterprises Inc., USA,

mit 247,0 Mio. Euro auf Platz zwei. Wichtigster Wirtschaftsraum für die Beate Uhse AG ist auf der

Absatzseite die EU, wichtigster einzelner Ländermarkt bleibt Deutschland. Außerhalb dieser

Region sind die Entwicklungen des Versandhandels in den USA und für den Gesamtkonzern auf

der Beschaffungsseite auch in Fernost von Bedeutung.

Auf der politischen Ebene wurden in Deutschland in 2003 viele Reformen auf den Weg

gebracht. Zahlreiche Veränderungen hatten direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der

privaten Haushalte und deren Einkommenssituationen. Diese positiven Effekte konnten sich

(8 Mrd. Euro Entlastung für die privaten Haushalte in Deutschland ab 2004) noch nicht in einer

Verbesserung des Konsumklimas niederschlagen. Gleichzeitig gab es eine Reihe von Faktoren,

die gegenteilig wirkten, allen voran die konjunkturelle Talfahrt, der Irak-Krieg und auch die

anhaltende Reformdebatte. Am treffendsten lässt sich das Konsumverhalten der Verbraucher mit

„abwartender Zurückhaltung“ umschreiben. In Wirtschaftszahlen stellte sich das Jahr 2003 in

Deutschland so dar:

- Brutto-Inlandsprodukt minus 0,1 Prozent (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit)

- Konsumausgaben minus 0,2 Prozent (BMWA)

- Umsatzrückgang im Einzelhandel: 1,0 Prozent (Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und

Großbetriebe des Einzelhandels)

In 2004 erwarten die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute eine leichte Verbesserung der

Rahmendaten von Konjunktur und Konsum in Deutschland. Für die Konsumausgaben wird zum

Beispiel ein Plus von 1,2 Prozent vorausgesagt.

Mit dieser Entwicklung könnte Deutschland wieder Anschluss an die anderen europäischen

Staaten finden. Hier war die Entwicklung schon 2003 positiver. Das Brutto-Inlandsprodukt in der

Eurozone stieg 2003 um 0,4 Prozent, errechnete Eurostat. Am positivsten entwickelten sich die

südeuropäischen Länder Griechenland und Spanien sowie Großbritannien und die

skandinavischen Länder. Auch die privaten Konsumausgaben wuchsen. Ausnahmen bildeten

lediglich Deutschland und die Niederlande. Wachstumsstark präsentierten sich 2003 dagegen

die EU-Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa.

Der Wert des Euro nahm in 2003 im Vergleich zum US-Dollar um 20,0 Prozent zu.

Die Beate Uhse AG ist ebenso wie andere Unternehmen möglichen Wechselkursschwankungen

ausgesetzt, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen; sowohl auf der Beschaffungsseite

(Einkauf in Asien), als auch auf der Absatzseite außerhalb des Euro-Raumes.

DER EROTIK-MARKT

Während der Einzelhandel in Deutschland insgesamt ein Minus von 1,0 Prozent hinnehmen

musste, hatten einige spezielle Handelsbranchen sogar Rückgänge im hohen einstelligen

Prozentbereich zu verkraften. Gerade für Produkte der

persönlichen Ausstattung war 2003 kein gutes Jahr.

Nach Einschätzungen von Beate Uhse konnte sich die Erotik-

Branche zwar nicht ganz von der gedrückten Kosumstimmung

entkoppeln, war aber deutlich weniger betroffen als andere

Branchen.

Weitaus stärkeren Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2003

hatten andere branchenspezifische Faktoren. Erwähnenswert

sind zum Beispiel die weiterhin starken Zugewinne von DVDs

gegenüber Videos sowie der seit mehreren Jahren schwierige

Abverkauf von Filmdatenträgern insgesamt. Viele Kunden

nutzen verstärkt das Internet und Erotik-Kanäle im Fernsehen,

um den Filmkonsum zu decken. Im Internet wurden die

Verbraucher durch unseriöse Dialer diverser, überwiegend

ausländischer Anbieter verunsichert.

In der europäischen Anbieter- und Wettbewerbsstruktur gab

es 2003 kaum Veränderungen. Der Markt bleibt von sehr

wenigen großen und internationalen Unternehmen und einer

unüberschaubaren Zahl an Kleinstanbietern geprägt.

Die einzige signifikante Veränderung 2003 wurde durch Beate

Uhse selbst herbeigeführt, als die Niederländische Nummer

zwei, die Christine le Duc B.V., übernommen wurde. In den USA

sorgte das Erotik-Magazin Penthouse 2003 für Schlagzeilen,

als sich die Muttergesellschaft General Media Inc., USA, unter

Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen

Insolvenzrechts stellen ließ.

Sollten sich hier oder bei anderer Gelegenheit im

europäischen Markt für Beate Uhse Möglichkeiten ergeben,

den Konzentrationsprozess in der Branche an erster Stelle

mitzugestalten und Chancen wahr zunehmen, die Ertragskraft,

die Internationalität und den Wert des Unternehmens zu

erhöhen, wird Beate Uhse dies tun.

9.3

STRATEGIE UND UMSETZUNG 2003

Der universelle Anbieter von Sex- und Erotik-

Produkten für die ganze Welt zu sein, ist die Vision von

Beate Uhse.

Diese Vision wurde 2002 in einem Strategie-Meeting von

erster und zweiter Management-Ebene mit einem strategischen

Rahmen unterlegt. Die Ausrichtung des Konzerns, die bereits

2002 für die gute Geschäftsentwicklung verantwortlich war,

wurde 2003 fortgesetzt.

Die wichtigsten Eckpunkte des strategischen

Handlungsrahmens mit den Maßnahmen des Jahres 2003.

44


45

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

Kernkompetenz: Konzentration auf das Kerngeschäft, den

Handel mit erotischen Produkten und Inhalten.

- Schaffung eines neuen Shop-Konzeptes mit der Marke

Mae B.

- Gezielte Sortimentsneugestaltung im Versandhandel

- Weiterentwicklung des Großhandels zum Logistik-

Dienstleister durch den Bau des Logistik-Centers in

Almere

- Vertrieb digitaler Inhalte über das Internet mit Video-on-

Demand-Systemen

Internationalität: Fortsetzung der internationalen Expansion

und Positionierung in den Zukunftsmärkten mit besonderem

Fokus auf einem organischen Wachstum.

- Etablierung der US-amerikanischen Aktivitäten über eine

regionale Konzentration des Markt-Auftritts

- Erheblicher Ausbau der Präsenz in den Niederlanden,

Frankreich und Großbritannien durch Akquisitionen und

Neueröffnungen

- Zugewinn von Marktanteilen in Frankreich im

Versandhandel

Effizienz: Nutzung von Synergieeffekten im Konzern

vorrangig in den Bereichen Marke, Einkauf, Content und

Innovation.

- Start eines Tests zum Zentraleinkauf von Wäsche zwischen

dem Einzel- und Versandhandel

- Gezielte, gemeinsame Entwicklungen von Eigenmarken in

allen Profit-Centern

- Start der Produktion eines Beate Uhse Labels im DVD-

Markt im Zusammenspiel von Einzel-, Versandhandel und

Entertainment

- Aufbau einer Zentraldatenbank für digitalen Content in der

Gruppe durch das Profit-Center Entertainment

Marke: Positionierung national und international, um sich

vom Wettbewerb klar abzuheben; Straffung der

Markenarchitektur, Aufbau eines zweiten Shop-Konzepts.

- Umsetzung des neuen Branding mit dem Slogan

„Sex up your Life“ in allen Unternehmensbereichen und

Ländermärkten

- Einbettung des neuen Shop-Konzeptes Mae B. in die

Markenarchitektur des Konzerns

- Umstellung des deutschen Versandhandels auf die

international etablierte Versandmarke Pabo

Profit: Profitabilität ist der zwingende Maßstab bei allen

strategischen und operativen Entscheidungen.

- Ausbau des konzernweiten edv-gestützten

Controlling-Systems

- Integration der US-Aktivitäten nach zweijähriger

Test-Phase

- Ertragswachstum im Internet-Geschäft

über interne Ressourcen

Operativ agiert der Beate Uhse Konzern mit vier Profit-

Centern: Einzel-, Versand-, Großhandel und Entertainment,

unterstützt werden diese durch die Holding Services.

Der kontinuierliche Austausch zwischen den Profit-Centern und

Holding Services erfolgt über ein Strategie Board, bestehend

aus Vorstand und Vertretern der Profit-Center. Unterstützt wird

das Strategie Board durch die Managing Boards der jeweiligen

Profit-Center.

9.4

EINZELHANDEL Im Profit-Center Einzelhandel sind

alle Tätigkeiten des stationären Filialgeschäftes sowie

Franchise- und Lizenz-Aktivitäten zusammengefasst. Zum Ende

des Jahres ist der Beate Uhse Einzelhandel mit eigenen Läden

in Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, Norwegen und

Großbritannien vertreten. Lizenz- und Franchise-Geschäfte

bestehen in Deutschland, Österreich, Norwegen, Italien und der

Schweiz. Über Beteiligungen ist Beate Uhse auch in Italien und

Polen aktiv. Die Zahl aller Verkaufsstandorte addiert sich auf

295 in 10 Ländern.

BEATE UHSE SHOPS NACH REGIONEN

EIGENE SHOPS

2002 % 2003 %

Deutschland 57 50,9 63 40,4

Holland 34 30,4 66* 42,3

Belgien 9 8,0 9 5,8

Frankreich 7 6,3 8 5,1

Norwegen 4 3,6 8 5,1

England 1 0,9 2 1,3

112 156

LIZENZ & FRANCHISE

2002 % 2003 %

Deutschland 51 47,7 53 41,1

Österreich 25 23,4 33 25,6

Schweiz 31 29,0 38 29,5

Norwegen 0 0 4 3,1

Italien 0 0 1 0,8

107 129

BETEILIGUNGEN

2002 % 2003 %

Polen 2 28,6 5 50,0

Italien 5 71,4 5 50,0

7 10

*CLD mit 32 Shops ab 1.10.2003

9.0

9.4


Der Einzelhandel setzt die strategische Ausrichtung fort,

auf Basis eines renditeorientierten, organischen Wachstums,

national wie international neue Länder und neue Zielgruppen

zu erschließen. Das strategische Hauptaugenmerk lag 2003 auf

der weiteren Einführung der Marke Beate Uhse entsprechend

des neuen Corporate Designs, insbesondere im zweitwichtigsten

Ländermarkt Niederlande. Zur besseren

Positionierung und für eine verbesserte Rohertragsmarge

wurde die Eigenproduktpalette ausgebaut. In Deutschland

galten als vorrangige strategische Ziele, das Fachmarktkonzept

weiter auszubauen und hochfrequente Standorte wie Flughäfen

für Beate Uhse zu erschließen.

DIE WEITERE UMSETZUNG DER

EINZELHANDELSSTRATEGIE IN 2003:

- Neueröffnungen in Paris und Bologna

- Hochfrequente Standorte wurden erschlossen durch Shops

im neuen Flughafenterminal 2 am Flughafen München

sowie am Flughafen Hannover

- Das Fachmarktkonzept wurde durch Neueröffnungen in

Ludwigsburg und Linden/Gießen weiter forciert

- Akquisition von 80 Prozent der norwegischen Ladenkette

Kondomeriet AS; Norwegen, im 2. Quartal mit drei eigenen

und vier Franchise-Shops

- Akquisition der niederländischen Nummer zwei,

Christine le Duc B.V., Niederlande, mit 32 Shops und einem

Jahresumsatz von 9,3 Mio. Euro. Ausbau der eigenen

Marktposition als Nummer eins in den Niederlanden mit

nunmehr 66 Geschäften

Der Einzelhandel konnte mit der Geschäftsentwicklung 2003

zufrieden sein. Die Umsatzzahlen sind deutlich gestiegen und

das Ergebnis lag auf Vorjahresniveau. Das Filialnetz ist auf 116

inländische und 179 internationale Standorte angewachsen.

Die Mitarbeiterzahlen wuchsen dank der Neueröffnungen auf

nunmehr 716. Am stärksten gewachsen ist das Profit-Center

Einzelhandel in Frankreich, England und Skandinavien und den

Niederlanden. In den beiden letzt genannten Ländern sind die

Akquisitionen von Kondomeriet AS, Norwegen und von

Christine le Duc B.V., Niederlande (Konsolidierung ab

1. Oktober 2003) berücksichtigt worden.

Nicht nur ein öffentlichkeitswirksames Projekt, sondern

auch von großer strategischer Bedeutung ist das neu

entwickelte Shop-Konzept für Frauen unter dem Label Mae B.

(Detaillierte Angaben siehe Seiten 10 bis 29). Dieses Konzept

verfolgt einen in der Erotik-Branche völlig neuen Ansatz.

Es richtet sich vorrangig an die Zielgruppe Frauen, die mit Spaß

und Offenheit dem Thema Erotik und Sex begegnen.

Bei Ladenbau, Sortiment, Kommunikation und Branding geht

Mae B. einen neuen, eigenen Weg. Das Shopkonzept basiert

auf einem dualen Marktauftritt in Ballungszentren.

Mae B. Stand-alone-Shops eröffnen in den Top-Einkaufslagen

der Großstädte, um eine optimale Wahrnehmung zu erzielen.

Zeitgleich starten in den gleichen Städten Shop-in-Shops in

den großen Warenhäusern der Karstadt/Quelle AG.

Der Startschuss für die bundesweit geplanten Mae B. Shops

wird Ende März 2004 in Hamburg fallen.

9.5

VERSANDHANDEL Das Profit-Center Versandhandel

ist für alle Mailorder-Aktivitäten in insgesamt neun

Ländern verantwortlich. Der Versandhandel vertreibt Produkte

in Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Frankreich,

Norwegen, Großbritannien, den USA und ist in der Schweiz

über einen Lizenzpartner vertreten. Sortimentspolitik,

Marketing, Katalogerstellung und Logistik werden größtenteils

für alle Länder zentral in den Niederlanden abgewickelt.

Wo sinnvoll werden die nationalen und regionalen

Besonderheiten berücksichtigt, ganz besonders gilt dies bei der

Sortimentspolitik und beim Marketing. Zunehmend zentraler

geführt wird die Logistik und das Branding, das weltweit auf die

Marke „Pabo by Beate Uhse“ umgestellt wird.

Die Strategie des Versandhandels sieht ein

gleichgewichtiges Wachstum auf Basis interner Ressourcen

und durch Akquisitionen vor. Wichtigstes Instrument bleibt das

Direkt-Marketing. Gleichzeitig wird über eine

Sortimentsausweitung verstärkt die Zielgruppe der Frauen

angesprochen. Der Versandhandel hält weiterhin die führende

Position beim Wachstum und der Erschließung neuer

Ländermärkte sowie die dafür notwendigen Ressourcen im

Konzern.

HIGHLIGHTS UND UMSETZUNGEN 2003:

- Steigerung der Katalogaussendungen auf 25 Mio.

Exemplare. Erhöhung des Umfangs um 16 Seiten auf

insgesamt 132 Seiten

- Umsetzung neuer Marketing-Ansätze mit Flyern und

Gratis-Beigaben

- Verstärkte Verbindung des Marketing von Katalog-

Geschäft, Internet und individualisierten Umsetzungen

- Aufbau eines Client-Data-Warehousing auf Basis der

Bestelldaten und der Internet-basierten Informationen

- Integration des US-amerikanischen Versandhandels in die

Management-Struktur des Profit-Centers

- Aufbau eines Eigenmarken-Sortiments im Bereich DVD in

Kooperation mit dem Einzelhandel

Die Geschäftsentwicklung des Versandhandels war 2003

durchweg sehr zufrieden stellend und dynamisch. Das Profit-

Center erwirtschaftete 59,9 Prozent der Konzerngewinne und

war Wachstumsmotor Nummer eins.

46


47

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

Sowohl die Umsatz-, Auftrags- als auch Kundenzahlen

stiegen weiter. Die Zahl der direkten Kundenkontakte per

Telefon lag bei 1,1 Mio. Die Zahl der Bestellungen stieg

weitestgehend parallel zur Umsatzausweitung um 15 Prozent.

72 Prozent der Bestellungen erfolgten 2003 auf schriftlichem

Wege, 18 Prozent telefonisch und weitere 10 Prozent via

Internet. Im Bereich Retouren, Forderungen und Logistik

besteht noch Verbesserungspotential. Die amerikanische Pabo-

Niederlassung erzielte in 2003 einen Umsatz von 6,2 Mio. Euro.

Die Anlaufverluste in den USA lagen 2003 bei 2,6 Mio. Euro

(EBT). Diese wurden durch die gute Entwicklung in Europa

mehr als ausgeglichen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die

Umsätze um über 60 Prozent in Frankreich und England. Aber

auch in den Ländermärkten Deutschland, Niederlande, Belgien

und Österreich verzeichnete der Pabo B.V. Versandhandel ein

Plus.

9.6

GROSSHANDEL Der Großhandel des Beate Uhse

Konzerns ist unangefochtener Weltmarktführer.

Er greift auf ein Sortiment von bis zu 20.000 Artikel zurück und

exportiert in 60 Länder. Der Großhandel ist an den beiden

Hauptstandorten Wiesbaden und Amsterdam vertreten und in

Skandinavien über die MAX A.B., Schweden, und MAX A.P.S.,

Dänemark, aktiv. Der Großhandel in den Niederlanden

übernimmt für die Unternehmensgruppe zentrale Beschaffungsund

Logistik-Aufgaben. Neben den Großhandelsaktivitäten ist

das Profit-Center auch für die eigenen Produktionsaktivitäten

des Konzerns zuständig. Der Standort für die Produktion

ausgewählter Sortimente für Gummi- und Latexerzeugnisse ist

die Lavetra Kft. in Ungarn.

Die strategische Ausrichtung des Großhandels Scala B.V.

zielt darauf ab, diesen Unternehmensbereich verstärkt zum

internen Logistik-Dienstleister für die anderen Profit-Center

auszubauen. Hintergrund ist einerseits die zunehmende

Konzentration im Erotik-Einzelhandel. Anderseits steigt

aufgrund der Expansion und Internationalisierung der

Beate Uhse Gruppe das Anforderungsprofil in der Logistik

sowie in der Beschaffung. Ein zentraler Baustein bei der

Umsetzung dieser Aufgabe wird das neue Logistik-Center in

Almere sein. Im Zusammenspiel mit der eigenen Produktion

und einer zentralen Einkaufsfunktion können einzelne

Warengruppen noch effizienter gesteuert und entwickelt

werden. Auch im Bereich der Konzern-Eigenmarken wird der

Großhandel eine zentrale Steuerungsfunktion einnehmen.

UMSETZUNG UND HIGHLIGHTS 2003:

- Die in 2002 durchgeführten Restrukturierungen des

deutschen Großhandels haben sich in 2003 als richtig

erwiesen

- Mit der 25,1-prozentigen Beteiligung an der FunFactory

GmbH konnte Beate Uhse sich Zugriff auf eine der

zukunftsträchtigsten Warengruppen, der erotischen

Gummi- und Latex Toys, sichern. Im Rahmen exklusiver

Vereinbarungen wird der Großhandel die wichtigsten

Produktbereiche mittels eines Category-Management

weiter entwickeln.

- Ausbau der B2B-Internet-Plattform

des Großhändlers Scala

- Neue Rahmenvereinbarungen mit den Lieferanten sehen

bei Neuabschlüssen ein erheblich verstärktes

Remissionsrecht für den Beate Uhse Einkauf vor

- Baufertigstellung des Logistik-Zentrum von Almere,

Niederlande im Herbst 2003 sowie Startschuss des

Probe- und Parallelbetriebes

Der Verlauf des Großhandels war in 2003 für den Konzern

nicht zufrieden stellend. Der Umsatz der Firmen ZBF GmbH und

Scala B.V. blieb leicht hinter den Planungen für 2003 zurück.

Auf der Ergebnisseite konnten diese konjunkturbedingten

Defizite jedoch durch höhere Rohertragsmargen, günstige

USD-Entwicklungen und Optimierungen der Arbeitsabläufe

ausgeglichen werden. Zu der deutlichen Verschlechterung des

Profit-Center Ergebnisses vor Steuern kam es durch eine

Neubewertung von Waren, Lizenzrechten und Forderungen der

skandinavischen MAX-Gesellschaften und durch höhere Kosten

auf Grund des Umzugs der Lagerlogistik nach Almere.

Auf Sortimentsebene gewann die Produktgruppe Multimedia

Dank des Booms der DVD stark dazu. Print-Produkte gaben

demgegenüber deutlich nach. Die an den Standorten

Wiesbaden und Amsterdam durchgeführten insgesamt vier

Verkaufsmessen verliefen im Rahmen der Erwartungen und

behaupteten sich als Europas führende Verkaufsveranstaltungen

im B-to-B-Geschäft der Sex- und Erotik-

Branche. Der Probe- und Parallelbetrieb des neuen Logistik-

Zentrum in Almere deutete bereits das Potential dieser Lösung

an, zeigte 2003 aber auch deutlich, welch sensibler Bereich die

Logistik ist. Der Übergang auf Voll-Betrieb in 2004 wird zur

Absicherung der Prozesse um sechs Monate verschoben.

Die erste Vertriebslinie, die in die neuen Logistik-Strukturen

integriert wird, ist der Einzelhandel.

9.7

ENTERTAINMENT Das Profit-Center Entertainment

umfasst Aktivitäten aus den Bereichen Internet,

Telefonie und Pay-TV. Im Internet-Geschäft bietet Beate Uhse

Video-on-Demand, E-Commerce, Content in allen Formen wie

Bilder und Filme, Live-Cams aber auch Inkasso-Leistungen,

Konzeptionen ganzer Internet-Auftritte für Dritte, Organisation

von Chats und Communities bis hin zur Full-Service-Betreuung

9.4

9.7


großer Netz-Portale. Zu den Content- und Vermarktungspartnern gehören die wichtigsten

europäischen Portalbetreiber und Informations-Anbieter. Wichtige Tochterunternehmen dieses

Bereiches sind die Beate Uhse New Medi@ GmbH, Deutschland, COM VTX Multi Media B.V.,

Niederlande und die Exitec AG, Deutschland. Die TV-Aktivitäten werden durch die eigenständig

agierende Beate Uhse TV GmbH & Co. KG, Deutschland gesteuert, die über die Pay-TV-Plattform

von Premiere ihr Programm ausstrahlt. Beate Uhse TV wurde at equity in den Konzernabschluss

einbezogen. Erträge wurden als Beteiligungsergebnis in der Holding Services ausgewiesen.

Mit den Aktivitäten im Bereich Telefonie konzentriert sich Beate Uhse auf Deutschland,

Österreich und die Schweiz. Über eigene Web-Angebote ist Beate Uhse in zahlreichen

europäischen Ländern vertreten. Die TV-Aktivitäten sind auf Deutschland und Österreich

beschränkt.

Für 2003 war klar abzusehen, dass die Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf

Internet-Inkasso mit sogenannten Dialern zu empfindlichen Umsatzeinbußen führen könnten.

Unseriöse Content-Anbieter verunsichern über unzulässige Abrechnungen die Verbraucher.

Eine Zurückhaltung der Kunden bei der Nutzung von Pay-Content war die Folge. Die Beate Uhse

Strategie im Internet-Geschäft zielte deshalb bereits früh darauf ab, Umsätze zu sichern,

indem alternative Inkasso-Möglichkeiten forciert angeboten wurden. Zusätzlich passte die

Beate Uhse New Medi@ GmbH die Kostenstrukturen den veränderten Markterfordernissen an,

um im schnellen Internet-Markt extrem flexibel agieren zu können. Weitere strategische Schritte

betrafen die gezielte Mehrfach-Verwertung von Content und Synergien mit den anderen

Unternehmensbereichen der Beate Uhse Gruppe.

DIE WICHTIGSTEN ENTWICKLUNGEN UND MASSNAHMEN 2003:

- Ausbau diverser Kooperationen insbesondere mit großen Netzbetreibern

- Gezielte Ausweitung der Produktpalette im Bereich der interaktiven Dienste

- Deutliche Forcierung der Mobilaktivitäten in Deutschland, Spanien und Portugal mit

Kooperationspartnern

- Ausbau der Streaming-Plattform auf über 700 Stunden Fullscreen-Unterhaltung

- Vielfältige Marketing-Maßnahmen zur Verjüngung der Marke durch Events und PR-Aktionen

- Start von Eigenproduktionen im Bereich Film/DVD in Kooperation und für den Bedarf des

konzerneigenen Einzelhandels und monatlich zwei Neuerscheinungen

- Start für eine interaktive Kontaktbörse im Videotext im 2. Quartal 2003 und direkte

Koppelung dieses Angebots mit Telefonie-Dienstleistungen

Die Umsätze des Beate Uhse Entertainment fielen im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent

(22,5 Mio. Euro). Begründet war der bereits prognostizierte Rückgang im Wesentlichen durch die

Umsatzausfälle des Pay-Content im Internet. Zulange wurden unseriöse Anbieter hier von den

großen Portal-Betreibern toleriert. Ein Umdenken fand erst im Verlauf des Jahres 2003 statt.

Bis das Vertrauen der Kunden in die Bezahlwege des Internets wieder hergestellt ist, sei es durch

Alternativen oder durch seriöse Dialer, kann es noch dauern. Das fehlende Vertrauen der Kunden

in die Dialer-Technik kann zu einer weiterhin verhaltenen Umsatzentwicklung beitragen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg dagegen von 1,4 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro. Neben

operativen Effekten, war das erfreuliche Vorsteuerergebnis durch einmalige Sondereffekte in

Höhe von 1,2 Mio. Euro durch die Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigugen im

Bereich Entertainment beeinflusst.

Beate Uhse arbeitete zu Beginn des Jahres 2003

konsequent daran, die konzerneigenen Online-Angebote in

Einklang mit dem neuen, verschärften Jugendschutzgesetz zu

bringen, das am 1. April 2003 in Kraft trat. Beate Uhse war hier

mit sechs weiteren Mediengesellschaften Vorreiter und bot

frühzeitig geeignete Softwarelösungen an, die die neuen

Aufgabenstellungen lösen. Beate Uhse New Media war

Gründungsmitglied des JusProg Vereins zur Förderung des

Kinder- und Jugendschutzes in Telemedien e.V. Der Verein hat

es sich zur Aufgabe gemacht, entsprechend des verschärften

Jugendschutzgesetzes aktiv zum Jugendschutz in den

Telemedien beizutragen.

Die TV-Aktivitäten der Beate Uhse TV GmbH & Co. KG, ein

Gemeinschaftsprojekt mit der erotic media ag, haben durch die

Neugestaltung der Gesellschafterstruktur bei Premiere eine

neue, stabilere Basis erfahren. Mit gezielten Kooperationen und

der Entwicklung neuer Formate sorgte Beate Uhse TV für eine

deutlich erweiterte Angebotspalette. Eine Reihe der neuen

Formate erzielte eine hohe Aufmerksamkeit für das

Unternehmen in der Öffentlichkeit. Insgesamt ist Beate Uhse TV

mit der Geschäftsentwicklung 2003 sehr zufrieden. Premiere

konnte die Abonnentenzahlen im prognostizierten Rahmen

steigern. Zusätzliche Effekte ergaben die Eigenvermarktung der

Werbeplätze sowie das neue Angebot auf Premiere, Beate Uhse

TV als Einzelpaket zu buchen. Der für 2004 avisierte Break-

Even wurde bereits Ende 2003 erreicht. Beate Uhse TV schrieb

zum Jahresende eine „schwarze Null“.

9.8

UMSATZ Der Beate Uhse Konzern konnte 2003 die

eigenen Umsatzplanungen von 260 Mio. Euro

übertreffen und gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf

265,6 Mio. Euro wachsen. Ausschlaggebend war vor allem die

gute Entwicklung des Versandhandels und über fast alle

Bereiche hinweg ein positiver Geschäftsverlauf in den

internationalen Aktivitäten. Das interne Wachstum ohne die

Akquisitionen betrug 6,1 Prozent. Die 2003 neu hinzu

gekommenen Unternehmen trugen im Vergleich zum Vorjahr

konsolidiert mit 6,2 Mio. Euro zum Umsatz bei.

Die Entwicklung der einzelnen Quartale war im Vergleich mit

den Vorjahresperioden sehr konstant. Mit einem Umsatzbeitrag

von 26,9 Prozent waren die Monate Januar bis März 2003 die

Stärksten. Genau gleich profitabel erwiesen sich das dritte und

das vierte Quartal, die jeweils mit 25,8 Prozent zum

Gesamtumsatz beitrugen. Für die Planungssicherheit und die

Nachhaltigkeit des eingeschlagenen Wachstumskurses von

Bedeutung: Alle vier Quartale 2003 lagen absolut betrachtet

deutlich über den Vorjahresquartalen. Die Wachstumsraten

lagen zwischen 7,1 und 9,9 Prozent. Das 4. Quartal 2003 war

bereits das siebte in Folge mit einem Umsatzzuwachs.

48


49

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

PROFIT-CENTER

UMSATZ NACH QUARTALEN 2002 / 2003

Mio. EUR Q1/2002 Q1/2003 Q2/2002 Q2/2003 Q3/2002 Q3/2003 Q4/2002 Q4/2003

Einzelhandel 16,5 17,3 15,9 16,3 17,6 18,9 21,1 24,8

Versandhandel 26,5 31,6 17,7 23,5 23,2 28,3 18,2 20,1

Großhandel 16,6 17,1 13,7 11,5 16,4 15,8 17,2 17,9

Entertainment 6,2 5,3 6,2 5,9 5,7 5,6 5,7 5,7

Holding Services 0,1 0,0 -0,1 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0

65,9 71,3 53,4 57,2 62,9 68,6 62,3 68,5

In absoluten Zahlen betrug das Umsatzwachstum im vergangenen Jahr 21,1 Mio. Euro.

Dazu steuerte der Versandhandel als umsatz- und wachstumsstärkster Bereich 17,8 Mio. Euro

bei. Das Umsatzwachstum im Versandhandel war vor allem marketinggetrieben. Deutliche

Umsatzimpulse erzielte der Versandhandel durch die verstärkten Werbeanstrengungen, die

gesteigerten Auflagen der Kataloge und insbesondere durch eine stärkere Verbindung von

Kataloggeschäft, Internet-Shopping und individuellem Marketing. Regional betrachtet gab es die

größten Zugewinne in Frankreich, England, Skandinavien, Österreich und den Niederlanden.

Der Anteil des Versandhandels am Gesamtumsatz stieg 2003 auf 39,0 Prozent.

Der Umsatzanteil des Einzelhandels lag 2003 bei 29,1 Prozent. Auch dieses Profit-Center

konnte trotz der starken Konsumverweigerung insbesondere in Deutschland im vergangenen

Jahr wachsen. Ein Wachstum, das trotz einer starken Ausrichtung auf den deutschen Markt

(67,2 Prozent), erzielt werden konnte. Das Umsatzwachstum in der zweitwichtigsten Region,

den Niederlanden, profitierte von der erstmaligen Konsolidierung der Christine le Duc B.V., deren

Erlöse anteilig in Höhe von 2,6 Mio. Euro einbezogen wurden. Noch kleine Umsatzbeiträge mit

zum Teil erstaunlichen Wachstumsraten von über 100 Prozent erzielten Skandinavien und

Großbritannien.

Der Umsatz des Großhandels lag 1,5 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Zwar war eine rückläufige

Tendenz, als zeitverzögerte Reaktion der Erotik-Shopper auf geringe Warenverkäufe im Vorjahr,

in der Planung bereits berücksichtigt worden. Jedoch fiel das Minus größer aus als

vorhergesehen. Im Großhandel sanken die Erlöse mit Direktkunden in Deutschland, dafür stiegen

die Exportumsätze deutlich.

Auch im Profit-Center Entertainment kompensierten sich zum Teil gegenläufige

Umsatzentwicklungen, führten im Ergebnis aber dazu, dass der Bereich sogar leicht über den

Planungen abschloss. Die Umsätze in Deutschland sanken um 8,0 Prozent aufgrund der

anhaltenden Dialer-Problematik, verursacht durch unseriöse Anbieter im Internet.

Demgegenüber entwickelten sich die Erlöse mit der Online-Videothek Movieon positiv.

Die Umsätze in der Telefonie verloren in 2003 gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Prozent.

In dem stark umkämpften Markt ist ein Zugewinn des Umsatzes in der Regel nur über den hohen

Einsatz von Werbung möglich. Die Beate Uhse New Media hatte in 2003

zu Gunsten einer Ergebnisverbesserung Marktanteile bewusst abgegeben.

9.7

9.8


222,8

0,5

19,9

62,6

69,6

70,1

2001

244,5

0,1

23,8

63,9

85,6

71,1

2002

UMSATZ NACH PROFIT-CENTERN 2001 / 2003

265,6

22,5

62,3

103,5

77,3

2003

300

200

100

0

Entertainment

Großhandel

Versandhandel

Einzelhandel

50


51

INTERNATIONAL

Die Umsatzdynamik im internationalen Geschäft (plus

18,2 Prozent) des Beate Uhse Konzerns lag deutlich über der

Entwicklung der deutschen Umsätze (minus 0,4 Prozent).

Dies, obwohl der Versandhandel als wachstumsstärkster

Bereich einen nicht unerheblichen Teil (31,6 Prozent) seines

Umsatzplus in Deutschland erzielte. Der Anteil der

internationalen Umsätze im Konzern stieg 2003 von

48,4 Prozent auf 52,6 Prozent.

9.9

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

UMSATZ NACH REGIONEN 2002 / 2003

Mio. EUR 2002 2003 Abw. %

Deutschland 126,2 125,8 -0,4

Holland 43,8 48,7 11,3

Belgien 17,4 16,6 -4,7

Frankreich 13,9 19,0 36,4

England 9,4 13,2 40,7

Österreich 7,4 7,9 6,3

Schweiz 2,2 1,9 -9,8

Skandinavien 10,2 14,8 45,0

Sonst. Europa 13,1 10,5 -19,8

Übrige Regionen 1,0 7,3 655,2

244,5 265,6 8,6

BETRIEBLICHER AUFWAND

ENTWICKLUNG BETRIEBLICHER AUFWAND 2002/2003

Mio. EUR 2002 2003 Abw. %

Materialaufwand 94,0 96,8 3,0

Personalaufwand 42,3 47,3 11,9

Sonst. betriebl. Aufwand 86,8 102,7 18,3

Beate Uhse konnte 2003 über alle Waren- und

Umsatzsegmente hinweg die Rohertragsmarge um 2,0 Prozentpunkte

verbessern. Hauptgrund war die verbesserte

Kostensituation im Einkauf. Die Relation von Materialaufwand

zu Umsatz verbesserte sich 2003 von 38,4 Prozent auf

36,4 Prozent. Die Relation zwischen Aufwendungen für Roh-,

Hilfs- und Betriebsstoffe und Aufwendungen für bezogene

Leistungen blieben nahezu konstant.

Auch der Personalaufwand blieb im Jahresvergleich

gemessen am Umsatz konstant (plus 0,5 Prozentpunkte).

Die Personalkostenquote lag 2003 bei 17,8 Prozent. Absolut

stiegen die Personalkosten von 42,3 Mio. Euro auf 47,3 Mio.

Euro, was vor allem auf Neueinstellungen im Einzel- und

Versandhandel und auf die Zahlung von ergebnisabhängigen

Tantiemen für die zweite Management-Ebenen zurück zu führen

ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in

Relation zum Umsatz von 35,5 auf 38,7 Prozent. Hauptgrund

waren die starken Werbeaktivitäten des Versandhandels, um in

diversen Ländern die Marktanteile deutlich zu erhöhen.

Sie nahmen 2003 von 29,4 Mio. Euro auf 36,2 Mio. Euro zu.

Damit sind sie gemessen am Umsatz von 12,0 Prozent auf

13,6 Prozent gestiegen. Ihr Anteil an den sonstigen

betrieblichen Aufwendungen lag 2003 bei 35,2 Prozent.

Ebenfalls leicht gestiegen sind 2003 die Miet- und Raumkosten

(plus 15,9 Prozent) in der Beate Uhse Gruppe, was vor allem

mit Shop-Neueröffnungen im Einzelhandel und dem Start des

Logistik-Zentrums Almere zusammenhing. Gemessen am

Umsatz ist ihr Gewicht 2003 mit 7,7 Prozent nahezu konstant

geblieben. Auch die weiteren Positionen der sonstigen

betrieblichen Aufwendungen waren am deutlichsten vom

Versandhandel beeinflusst: So stiegen die Portokosten

(plus 17,7 Prozent), Paket und Nachnahme (plus 35,6 Prozent)

und Forderungsverluste (plus 46,4 Prozent). Die Zunahme der

Porto- und Paketkosten (plus 1,5 und 3,6 Prozent) waren

allerdings unterproportional zum Umsatzwachstum, da

Beate Uhse hier ein optimiertes Versandsystem für

Werbeaussendungen einsetzte. Die Forderungsverluste stiegen

2003 um 1,5 Mio. Euro. Doch auch hier gilt: In Relation zum

Umsatz ist ihr Gewicht mit 1,8 Prozent gering.

9.10

OPERATIVE ERTRAGSENTWICKLUNG UND

JAHRESÜBERSCHUSS Das Ergebnis vor Zinsen,

Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg 2003 auf 31,5 Mio.

Euro und damit leicht unterproportional zum Umsatz.

Die EBITDA-Marge lag bei 11,9 Prozent.

Aufgrund konstanter Abschreibungen und damit einer auf

3,8 Prozent gesunkenen Abschreibungsquote stiegen das

Betriebs- (EBIT) und Vorsteuerergebnis (EBT) an.

Die wesentlichen Positionen sind: Abschreibungen auf

Sachanlagen (7,1 Mio. Euro) und Abschreibungen auf

immaterielle Anlagegüter (3,0 Mio. Euro), davon planmäßige

Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 1,0 Mio. Euro.

OPERATIVE ERTRAGSENTWICKLUNG 2002/2003

Mio. EUR 2002 2003 Abw. %

EBITDA 30,1 31,5 4,7

EBIT 20,3 21,5 5,9

EBT 17,2 19,3 12,2

Dank der Intensivierung des konzernweiten Cash-Poolings

und des in 2003 niedrigeren Zinsniveaus am Kapitalmarkt,

verbesserte sich 2003 das Zinsergebnis. Saldiert betrug die

Zinslast 2003 2,2 Mio. Euro. Das ist eine Verbesserung von

0,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung

9.8

9.10


des Finanzergebnisses lag das Vorsteuerergebnis (EBT) mit 19,3 Mio. Euro um 2,0 Mio. Euro über

dem Wert des Jahres 2002. Die Vorsteuerrendite wuchs damit von 7,1 Prozent auf 7,3 Prozent.

Außergewöhnlich stark war 2003 das 3. Quartal, in dem 27,4 Prozent des

Vorsteuerergebnisses verbucht werden konnten. Für die Planungssicherheit und die

Nachhaltigkeit des eingeschlagenen Wachstumskurses von Bedeutung: Alle vier Quartale 2003

schlossen mit einem Plus gegenüber den Vorjahresquartalen. Die Wachstumsraten lagen

zwischen 10,0 und 14,6 Prozent.

EBT NACH QUARTALEN 2002 / 2003

Mio. EUR Q1/2002 Q1/2003 Q2/2002 Q2/2003 Q3/2002 Q3/2003 Q4/2002 Q4/2003

Einzelhandel 1,4 1,4 0,4 0,3 2,1 2,4 3,3 3,0

Versandhandel 2,5 2,7 1,9 2,3 2,8 2,1 2,6 4,5

Großhandel 2,1 2,5 1,8 2,0 2,6 1,5 0,1 -2,1

Entertainment 0,4 0,4 0,1 1,1 0,5 1,2 0,4 1,6

Holding Services -1,4 -1,4 -1,7 -2,8 -3,2 -1,6 -1,4 -1,7

5,0 5,6 2,6 2,9 4,8 5,5 4,8 5,2

VORSTEUERERGEBNISSE DER PROFIT-CENTER

Einen großen Beitrag zur Ergebnisverbesserung leistete 2003 das Profit-Center Entertainment.

Hier zahlte sich aus, dass frühzeitig aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen von einem

Wachstums- auf einen rein ertragsorientierten Konsolidierungskurs umgestellt wurde.

Das Vorsteuerergebnis im Entertainment wuchs 2003 um 3,0 Mio. Euro. In diesem Anstieg

enthalten sind Sondereffekte aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen

in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Der Anteil am Gesamtvorsteuerergebnis belief sich

auf 22,5 Prozent. Mehr als die Hälfte des Gesamtergebnisses erwirtschaftete 2003 der

Versandhandel (59,9 Prozent).

Trotz der deutlich ausgebauten Werbeausgaben steigerte dieses Profit-Center das Ergebnis um

18,3 Prozent und damit deutlich überproportional. Der Einzelhandel konnte sein

Vorsteuerergebnis aus 2002 nicht ganz behaupten und schloss mit einem leichten Minus von

1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Großhandel wirkte sich eine Neubewertung der

Lizenzrechte, Warenbestände und Forderungen in Skandinavien besonders stark aus. Zudem

wurde das Ergebnis durch den Startschuss für das neue Logistik-Center in Almere und damit

verbundene Sicherheitsmaßnahmen und Redundanzen in der Logistik beeinflusst. Mit einem

Vorsteuerergebnis von 3,9 Mio. Euro erzielte das Profit-Center 41,5 Prozent weniger als im Jahr

zuvor. Verbessern konnte Beate Uhse die Kostensituation der Holding. Der negative

Ergebnisbeitrag lag 2003 bei 7,5 Mio. Euro und damit 1,5 Prozent besser als 2002.

STEUERLAST UND NETTO-ERGEBNIS

Die Steuerquote des Beate Uhse Konzern stieg in 2003 von zuletzt 37,8 Prozent auf

42,9 Prozent. Zu der Steigerung kam es durch Verluste aus dem Teilkonzern Skandinavien,

die steuerlich nicht geltend gemacht werden konnten.

NETTO-ERGEBNIS 2002/2003

Mio. EUR 2002 2003 Abw. %

Jahresüberschuss 9,5 9,9 4,2

Dividendenvorschlag 4,7 4,6 -1,1

9.11

ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS- UND

FINANZLAGE Die Beate Uhse AG ist mit der

Finanzmittel-Situation in 2003 recht zufrieden. Die freien Mittel

wurden unterjährig für den Ausbau der Positionierung des

Konzerns im Erotik-Markt genutzt. Zu den wesentlichen

Positionen zählten die Zukäufe von Christine le Duc B.V.,

Niederlande, Kondomeriet AS, Norwegen, und FunFactory

GmbH, Deutschland (9,0 Mio. Euro) sowie die Auszahlung der

Dividende und der Rückkauf eigener Anteile (11,5 Mio. Euro).

Im einzelnen führte dies zu folgenden Zahlungsmittelströmen

und Veränderungen der Bilanzpositionen:

LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND

UMLAUFVERMÖGEN

Im Gesamtjahr 2003 lag der Mittelzufluss aus laufender

Geschäftstätigkeit bei 20,3 Mio. Euro. Dieser deckte die

Zahlungsmittelabflüsse aus dem Investitionsbereich von

insgesamt 16,9 Mio. Euro. Der Anstieg des Jahresüberschusses

von 0,4 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro konnte die höheren, im

Umlaufvermögen gebundenen Mittel nicht ausgleichen.

Das Umlaufvermögen wuchs um 11,3 Prozent. Der Anstieg von

absolut 9,8 Mio. Euro resultierte unter anderem aus höheren

Vorratsbeständen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen

um 5,7 Mio. Euro auf Grund eines erstmaligen Ausweises

geleisteter Anzahlungen auf teilfertige Werbemittel.

Entsprechend reduzierten sich in der Bilanz 2003 die

Rechnungsabgrenzungsposten. Die Forderungen blieben im

Vergleich zum Vorjahr konstant. Innerhalb der Position stiegen

die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bedingt durch

die höhere Anzahl Kundenkontakte im Versandhandel um

7,9 Prozent auf 25,3 Mio. Euro. Dagegen reduzierten sich die

sonstigen Vermögensgegenstände um 2,2 Mio. Euro.

Dies resultierte hauptsächlich aus der teilweisen Verrechnung

von Darlehensforderungen aus 2002.

Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

haben sich etwas erhöht. Die Zunahme von 5,2 Prozent oder

1,0 Mio. Euro entsprach den höheren Warenbeständen.

Das Verhältnis von Umlaufvermögen zu kurzfristigen

Fremdmitteln betrug zum 31. Dezember 2003 das 1,5-Fache

(Vorjahr: Das 1,1-Fache).

INVESTITIONSTÄTIGKEIT UND VERÄNDERUNGEN IM

ANLAGEVERMÖGEN

Die Investitionstätigkeit des Konzerns stieg um 14,8 Prozent

auf 16,9 Mio. Euro, saldiert aus Investitionen in Höhe von

18,6 Mio. Euro und Desinvestitionen in Höhe von 1,7 Mio. Euro.

Zwar verringerte die Beate Uhse AG die Ausgaben für Betriebsund

Geschäftsausstattungen (4,8 Mio. Euro) im Vergleich zum

Vorjahr um 2,8 Mio. Euro, dem gegenüber standen jedoch die

52


53

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

8,7

2,3

8,8

7,8

-4,9

-5,3

2001

17,2

1,4

6,6

9,8

7,2

-7,6

2002

EBT NACH PROFIT-CENTERN 2001 / 2003

19,3

4,3

3,9

11,6

7,1

-7,5

2003

30

15

0

-15

Entertainment

Großhandel

Versandhandel

Einzelhandel

Holding Services

9.10

9.11


Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten

Unternehmen wie Christine le Duc B.V., Kondomeriet AS und

FunFactory GmbH. Sie erhöhten den Mittelabfluss aus

Investitionstätigkeit um weitere 9,0 Mio. Euro im Vergleich zum

Vorjahr.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtszeitraum um

8,0 Prozent auf 77,9 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte aus der

Erstkonsolidierung der Christine le Duc B.V., für die ein

Firmenwert von 6,6 Mio. Euro gebucht wurde. Der Zugang von

geleisteten Anzahlungen war zurückzuführen auf die Anzahlung

einer EDV-Software des Pabo B.V. Versandhandels.

Sachanlagen und Finanzanlagevermögen blieben im

Jahresvergleich 2002 und 2003 nahezu unverändert.

Planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 10,1 Mio. Euro

standen Zugänge im Anlagevermögen von 16,8 Mio. Euro

entgegen. Die Zugänge betrafen vor allem Geschäfts- und

Firmenwerte (6,8 Mio. Euro), Betriebs- und Geschäftsausstattungen

(4,8 Mio. Euro) und Finanzanlagen

(1,3 Mio. Euro).

Das Anlagevermögen hatte damit einen Anteil von

43,0 Prozent an der Bilanzsumme von 181,2 Mio. Euro.

Gleichzeitig wurde es zu 87,0 Prozent durch das Eigenkapital

abgedeckt.

AKTIVA

Mio. EUR 2002 2003

Immaterielles Anlagevermögen 17,1 23,4

Sachanlagen 26,6 26,7

Finanzanlagen 28,3 27,8

Anlagevermögen 72,1 77,9

Vorräte 35,2 42,0

Forderungen 33,7 33,3

Wertpapiere 3,6 12,6

Liquide Mittel 13,9 8,3

Umlaufvermögen 86,4 96,2

RAP 9,4 5,3

Aktive latente Steuern 1,2 1,9

169,1 181,3

PASSIVA

Mio. EUR 2002 2003

Grundkapital 47,3 47,3

Rücklage für eigene Anteile 3,4 10,3

Gewinnrücklage 7,9 3,3

Ausgleichsp. Währungsumr. 0,1 0,7

Ausgleichsposten Minderheiten 0,8 -0,6

Bilanzgewinn 5,1 6,8

Eigenkapital 64,6 67,8

Rückstellungen 15,3 17,3

Verbindlichkeiten Kreditinstitute 55,3 66,6

Lieferantenverbindlichkeiten 19,9 21,0

Sonst. Verbindlichkeiten 13,9 8,5

Verbindlichkeiten 89,1 96,2

RAP 0,1 0,0

169,1 181,3

54


55

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

FINANZIERUNG UND VERÄNDERUNG DER PASSIVA

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stieg um

23,3 Prozent auf 9,5 Mio. Euro. Hier standen sich mehrere zum

Teil gegenläufige Maßnahmen gegenüber.

Die Veränderungen resultierten aus dem Erwerb der eigenen

Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms

(6,9 Mio. Euro) und der Auszahlung der Dividende für 2002

(4,7 Mio. Euro). Zusätzlich zahlte die Beate Uhse AG einen

Kredit von 6,1 Mio. Euro an die Orthmann AG zurück.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und

Schuldscheindarlehen stiegen um 11,3 Mio. Euro (20,5 Prozent)

auf 66,6 Mio. Euro. Rund 75,0 Prozent der Bankverbindlichkeiten

sind kurzfristiger Natur (bis zu einem Jahr).

Insgesamt sind 12,5 Mio. Euro der kurzfristigen

Verbindlichkeiten durch Zinssicherungsinstrumente

(Zinsswaps) gegen Zinssatzerhöhungen gesichert. Zudem

platzierte Beate Uhse in 2003 zwei Schuldscheindarlehen am

Finanzmarkt in Höhe von 20,5 Mio.

Die Auszahlungen von Finanzmittelanlagen von kurzfristigen

Finanzdispositionen betraf die Investition in einen Bond der

General Media Inc. Der Bond in Höhe von 2,0 Mio. Euro steht

im Zusammenhang mit einem Gebot von 62 Mio. US-Dollar,

dass von der Beate Uhse AG für eine geplante Akquisition in

Amerika abgegeben wurde und verbleibt bis zum Abschluss

des Verfahrens im Eigentum der Beate Uhse AG. Zum Zeitpunkt

der Berichterstattung war das Bieterverfahren noch nicht

abgeschlossen.

Des Weiteren tilgte die Beate Uhse AG in 2003 Kredite

(2,1 Mio. Euro), die sie Unternehmen gegeben hatte, mit denen

enge Geschäftsbeziehung bestehen. Für diese Firmen waren in

2002 insgesamt 5,0 Mio. Euro an Krediten gewährt worden.

Die Rücklagen für eigenen Anteile wuchsen durch den Kauf

der Beate Uhse Aktien ab November 2003 um 6,9 Mio. Euro auf

insgesamt 10,3 Mio. Euro. Die Gewinnrücklagen des Konzerns

in Höhe von insgesamt 7,9 Mio. Euro wurden mit den

Firmenwerten von u.a. Kondomeriet AS, Norwegen, und

AVN B.V., Niederlande, in Höhe von 2,6 Mio. Euro verrechnet.

Die Eigenkapital-Quote verringerte sich von 38,2 in 2002 auf

37,4 Prozent in 2003.

FINANZMITTELFONDS UND LIQUIDITÄT

Der Rückgang der Liquiden Mittel (minus 39,8 Prozent)

auf 8,3 Mio. Euro wurde durch eine Intensivierung des

konzernweiten Cash-Pooling erzielt. Im Jahresdurchschnitt

betrug der Finanzmittelfond 10,8 Mio. Euro. Gleichzeitig

verfügte das Unternehmen per 31. Dezember 2003 über nicht

ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von 11,9 Mio. Euro.

Zur Optimierung der Liquiditätssteuerung wurde ein Cash Pool-

Verfahren mit einem holländischen Kreditinstitut

abgeschlossen. Damit findet seit dem 1. Oktober 2003

nunmehr auch ein Liquiditäts-Pooling in den Niederlanden

statt. Durch einen regelmäßigen Transfer der Liquidität zur

Holding können vorhandene Finanzmittel effizienter zur

Reduzierung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten eingesetzt

werden. In Deutschland besteht seit Jahren ein Kontenclearing-

Verfahren, dem alle deutschen Tochtergesellschaften

angeschlossen sind. Für Skandinavien wird voraussichtlich in

2004 ein ähnliches System integriert werden.

INVESTITIONEN

Insgesamt 19,3 Mio. Euro investierte die Beate Uhse AG in

2003 in das Anlagevermögen, davon 10,5 Mio. Euro in

Akquisitionen und Beteiligungen. Mit 6,8 Mio. Euro war der

Kauf des niederländischen Einzelhändlers Christine le Duc B.V.

das Schwergewicht im vergangenen Jahr. Christine le Duc

betreibt in Holland 32 Erotik-Shops mit insgesamt 115

Mitarbeitern. Mit der Übernahme von Christine le Duc B.V.

besitzt der Beate Uhse Einzelhandel in den Benelux-Ländern

eine klare Vormachtsstellung. Die neuen Shops ergänzen die

bestehenden Sandereijn B.V. Geschäfte, da sie an anderen

Standorten zu finden sind und über ihr Sortiment verstärkt

Frauen ansprechen.

Für die 80-prozentige Beteiligung Kondomeriet AS

investierte die Beate Uhse AG im Frühjahr 2003 insgesamt

3,0 Mio. Euro. Die sieben Erotik-Shops in den norwegischen

Großstädten erhöhen die Präsenz des Beate Uhse

Einzelhandels in Skandinavien.

Die dritte Akquisition, die Beate Uhse in 2003 tätigte, betraf

den Bereich Produktion. Für 0,6 Mio. Euro erwarb die

Beate Uhse AG 25,1 Prozent der Bremer FunFactory GmbH.

Das Unternehmen zählt im europäischen Erotik-Markt zu den

innovativsten Produzenten von Gummi-Artikeln. Insbesondere

im Hinblick auf den Ausbau der Shops für Frauen, erhöht sich

die Bedeutung von modernem Erotik-Spielzeug wie

Liebeskugeln und Vibratoren. Doch auch in den anderen

Vertriebswegen nehmen die Toys an Bedeutung zu. Vor diesem

Hintergrund gewinnt die Beteiligung an der FunFactory GmbH

stark an Bedeutung für die strategische Ausrichtung des

Gesamtkonzerns.

9.11


15,4

1,9

0,4

3,9

2,7

6,5

2002

19,3

0,7

0,4

2,5

1,6

14,1

2003

INVESTITIONEN NACH PROFIT-CENTERN 2002 / 2003

2003: In der Cash Flow Rechnung sind davon 0,6 Mio. Euro im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

20

10

0

Holding Services

Entertainment

Großhandel

Versandhandel

Einzelhandel

56


57

9.12

MITARBEITER Aufgrund der guten

Geschäftsentwicklung konnte Beate Uhse 2003

erneut neue Arbeitsplätze schaffen und Mitarbeiter einstellen.

Im Versandhandel wurden per Saldo 26 neue Arbeitsplätze

geschaffen. Im Großhandel fielen durch die Zusammenlegung

der beiden Lagerstandorte in Deutschland Arbeitsplätze weg.

Durch die Verlängerung der Real-Time-Tests des neuen

Logistik-Zentrums wird die Verlegung des Lagers in Flensburg

zu einem etwas späteren Zeitpunkt stattfinden. Die in 2002

gebildete Rückstellung für die Auflösung wurde entsprechend

der aktuellen Situation um 200.000 Euro erhöht. Weitere

Sozialpläne wurden in diesem Zusammenhang nicht

ausgestellt. Der Zuwachs an Mitarbeitern im Einzelhandel war

zu 32 Prozent auf einen Ausbau in Deutschland und zu

68 Prozent auf Neueinstellungen im Ausland zurück zu führen.

In diesen Mitarbeiterzahlen sind die Beschäftigten der

Christine le Duc B.V. anteilig (1/4) in den Niederlanden

berücksichtigt, da die Konsolidierung zum 1. Oktober 2003

erfolgte. Christine le Duc beschäftigt derzeit 115 Mitarbeiter,

die in den Beate Uhse Konzern integriert werden. Aufgrund von

Shoperöffnungen in Großbritannien und Frankreich, sowie

durch die Akquisition in Norwegen erhöhte sich dort die

Beschäftigtenzahl. Im Bereich Entertainment (ohne TV) wurden

2003 nahezu gleich viele Personen beschäftigt wie im Jahr

zuvor. In der Holding wurden die Strukturen weiter verschlankt

und im Jahresdurchschnitt 2003 auf 44 Mitarbeiter reduziert.

Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg 2003 von 195.4 TEUR auf

197.6 TEUR. Gleichzeitig stieg der Personalaufwand pro

Mitarbeiter leicht von 33,8 auf 35,2 TEUR.

9.13

NACHTRAGSBERICHT Der Beate Uhse Konzern ist

entsprechend seiner Planungen in das Jahr 2004

gestartet. Daneben prüft das Unternehmen nach dem

Bilanzstichtag eine Reihe von zusätzlichen Optionen, wie zum

Beispiel die Übernahme der Condomi AG sowie der General

Media Inc. in den USA. Zum aktuellen Zeitpunkt gab es aber

hier wie in allen anderen Unternehmensfeldern keine

Geschäftsvorgänge, über die im Rahmen des Nachtragsberichts

zu berichten wäre.

9.14

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

RISIKOBERICHT UND RISIKOMANAGEMENT

Zur Erreichung der Unternehmensziele gelten im

Beate Uhse Konzern die Maßstäbe eines wertorientierten

Managements. Integraler Bestandteil ist das Risikomanagementsystem.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, durch

systematische Analyse Risiken aufzudecken und

Risikopotentiale zu identifizieren. Das Risikomanagement-

MITARBEITER BEATE UHSE KONZERN

Nach Regionen 2002 2003

Deutschland 713 722

Holland 338 384

Belgien 33 31

Frankreich 36 42

England 14 20

Österreich 7 7

Skandinavien 65 80

Sonst. Europa 45 41

USA 0 17

1.251 1.344

Nach Profit-Centern 2002 2003

Einzelhandel 626 716

Versandhandel 255 281

Großhandel 232 217

Entertainment 91 86

Holding Services 47 44

1.251 1.344

Allgemeine Informationen 2002 2003

Durchschnittliches Alter (Jahre) * 37

Management (Anzahl Personen) * 37

Anteil Frauen im Management (%) * 29,7

Anteil Frauen im Konzern (%) * 48,7

Personalaufwand (Mio. EUR) 42,3 47,3

Aufwand Mitarbeiter (TEUR) 33,8 35,2

*2002 lagen keine Daten vor

system des Beate Uhse Konzerns sieht vor, dass die

elementaren Bestandteile Risikophilosophie, Wertgrenzen,

Ownership und zulässiger Aufwand einmal jährlich aktualisiert

werden. Im Rahmen von quartalsweise stattfindenden

Sitzungen des Strategie Boards werden die in die Risikoanalyse

aufgenommenen Risiken mit den jeweiligen Geschäftsführern

der Profit-Center erörtert und Maßnahmen zur Bewältigung

und Minimierung festgelegt. Soweit erforderlich wird auch der

Aufsichtsrat über auftretende Risiken umgehend informiert.

RISIKOFRÜHERKENNUNG

Elementarer Bestandteil des Risikomanagementsystems ist

das Risikofrüherkennungssystem. In Ausgestaltung und

Umsetzung wurde es 2003 durch den Wirtschaftsprüfer im

Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüft. Für das

Unternehmen bestandgefährdende Risiken bestanden 2003

nicht und bestehen auch für 2004 nach Einschätzung des

Vorstands nicht. Dies gilt sowohl für Einzelrisiken als auch für

das zusammengefasste Gesamtrisiko, bewertet mit den

maximalen ergebniswirksamen Werten und den

Eintrittswahrscheinlichkeiten der Einzelrisiken.

9.12

9.14


Als bestandgefährdend bewertet Beate Uhse ein direkt

ergebniswirksames Ereignis in Höhe von 15,0 Mio. Euro.

Der Risikobericht der Beate Uhse AG stellt Risiken als

mögliche Abweichungen von der geplanten zukünftigen

Geschäftsentwicklung dar. Der maßgebliche Prognosezeitraum

ist das Geschäftsjahr 2004, soweit kein längerer Zeitraum

angemessen erscheint und entsprechend darauf hingewiesen

wird. Zur Risikoabsicherung schließt Beate Uhse durch

entsprechende Schadens- und Haftpflichtrisikoversicherungen

mögliche finanzielle Schäden aus versicherbaren

Schadensereignissen weitestgehend aus.

ELEMENTE DES RISIKOMANAGEMENTPROZESSES

Folgende Elemente des Risikomanagementsystems hat

Beate Uhse definiert:

- Unternehmensziele

- Strategie der Geschäftsfelder

- Erfolgspotentiale

- Risikomanagement-Vision

- Risiko-Definition

- Wertgrenzen

- Ownership

- Beobachtungsbereiche

- Zulässiger Aufwand

- Gültigkeit

Der Vorstand formuliert in Zusammenarbeit mit dem

Risikomanager und den Geschäftsführern der Profit-Center

unter Information des Aufsichtsrats die Risikophilosophie.

Zur Risikoidentifikation wurden die unternehmensspezifischen

Beobachtungsbereiche festgelegt. Risikobewertung und

–Priorisierung erfolgen nach festen Wertgrenzen, Analyse des

Ownership, dem maximal zulässigen Aufwand und der

Gültigkeit. Über klare Zuständigkeiten seitens des

Risikomanagers und der operativen Geschäftsführung erfolgt

die Risikokontrolle mit fortlaufender Risiko-Berichterstattung.

Sämtliche Risiken werden gemäß einer Prioritätenliste in der

Risikodatenbank erfasst. Das gesamte Risikomanagementsystem

wurde 2002 in einem Handbuch bei Definition der

Zuständigkeiten und der hinterlegten Prozesse niedergelegt.

Der Risikomanager berichtet direkt an das zuständige

Vorstandsmitglied bei Bedarf auch an den Gesamtvorstand.

Dieser wiederum informiert gegebenenfalls direkt den

Aufsichtsrat.

Als international aufgestelltes Unternehmen stellt sich

Beate Uhse bewusst Risiken, die automatisch mit

unternehmerischen Handeln einhergehen. Ziel des

Risikomanagementsystems ist es, die Risiken zu identifizieren,

zu quantifizieren, zu kontrollieren, dadurch beherrschbar zu

machen. Ein wichtiger Baustein ist hier das Ad Hoc-Reporting

zu Risiken, die bekannt sind, aber neu die Schwelle des als

„Tragbar“ definierten überschreiten. Die aus der Tätigkeit des

Beate Uhse Konzerns entstehenden wichtigsten Risikofelder

sind aus heutiger Sicht in 2004:

KONJUNKTUR- UND MARKTRISIKO

Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung hat oft direkten

Einfluss auf das Konsumverhalten der Verbraucher. Bei einer

deutlichen Verschlechterung kann nicht ausgeschlossen

werden, dass ein Rückgang in den Konsumausgaben auch

negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des

Beate Uhse Konzerns haben könnte. In der Vergangenheit hatte

sich aber gezeigt, dass die Erotik-Branchen allgemein und

Beate Uhse im Besonderen sehr robust auf Schwankungen im

privaten Konsum reagieren.

OPERATIVE RISIKEN

Hier werden Risiken subsumiert, die aus internen Abläufen

in den typischen aus der Geschäftstätigkeit heraus

erwachsenden Prozessen entstehen können.

Dies sind zum Beispiel Unzulänglichkeiten in

Geschäftsprozessen, technische Fehler, bedingt durch

Mitarbeiter, Strukturen oder externe Faktoren. Diese können

zum Beispiel im Einkauf und in der Sortimentspolitik zu

Entscheidungen führen, die Fehlallokationen zur Folge haben.

Beate Uhse steuert diesen Risiken durch schriftlich

niedergelegte Handlungsanweisungen, Pflichtenhefte, klare

Prozesse und Strukturen, ein deutlich verfeinertes Controlling

und in vielen Bereichen durch ein 4-Augen-Prinzip entgegen.

BESCHAFFUNGSRISIKEN

Beate Uhse ist als Handelsunternehmen davon abhängig,

die für die eigene Sortimentspolitik adäquaten Produkte auch

in entsprechender Menge, Qualität und zu einem

marktgerechten Preis beschaffen zu können. Durch eine

gezielte Auswahl der Lieferanten sowie in vielen Bereichen eine

langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit sichert

Beate Uhse die Liefertreue. In strategisch wichtigen Segmenten

sichert Beate Uhse die Verfügbarkeit zusätzlich durch eigene

Produktion und Exklusiv-Vereinbarungen mit Lieferanten.

Der Einkauf bei Beate Uhse ist international breit diversifiziert.

Konzernintern wird die Beschaffung schwerpunktmäßig durch

den Großhandel durchgeführt, der durch die entsprechend

hohen Einkaufsvolumina eine sehr gute Marktposition

gegenüber Lieferanten besitzt. Umfassende Wareneingangkontrollen

und Qualitätstests gehören zum Standard bei

Beate Uhse.

58


59

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

FINANZ-RISIKEN

Hier sind vor allem Währungs-, Zins-, Liquiditäts- und

Debitoren-Risiken zu nennen. Der Auslandsumsatz wird mit

Ausnahme der Schweiz und USA nahezu ausschließlich in Euro

erzielt. Dem steht ein Einkauf vorwiegend auf Euro/US-Dollar

Basis gegenüber. Die wichtigsten Kostenarten werden ebenfalls

in Euro verbucht. Zur Absicherung von Marktrisiken im

Zinsbereich werden teilweise Zinsswaps eingesetzt.

Forderungsausfallrisiken werden gezielt durch umfassendes

Debitoren-Management, Factoring sowie durch Warenkreditund

Ausfuhrversicherungen minimiert.

Zusätzlich werden hier Risiken betrachtet, die sich aus

Ausleihungen, Wertansätzen der Beteiligungen oder

veränderten Refinanzierungsmöglichkeiten ergeben.

Insbesondere der Finanzierungsweg über die Börse scheint seit

über zwei Jahren für alle Marktteilnehmer etwas erschwert.

Allerdings hat die erfolgreiche Platzierung von zwei

Schuldscheindarlehen in 2003 über 20,5 Mio. Euro und einer

Laufzeit bis 2006 bzw. 2010 die Bonität der Beate Uhse AG und

damit die Möglichkeiten des Unternehmens, einen optimalen

Finanzierungsmix zu wählen, unterstrichen. Das geplante

interne Wachstum wird Beate Uhse 2004 komplett aus dem

Cash Flow finanzieren können. Sollten für externes Wachstum

zusätzliche Mittel erforderlich sein, wird Beate Uhse dafür in

Absprache mit den Bankenpartnern eine angemessene

Finanzierungsstruktur wählen. Das Risiko, das für die Beate

Uhse AG in einem möglichen Ausfall von an Dritten gewährten

Darlehen begründet ist, wurde größtenteils durch

unwiderrufliche Angebote zum Erwerb der Darlehensforderungen

abgesichert. Diese Angebote wurden durch einen

Dritten mit solider Bonität angegeben. Auch die Werthaltigkeit

der Beteiligungsansätze, vor allem Beate Uhse TV sowie

erotic media ag, unterliegen den allgemeinen Marktbedingungen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Unter speziellen Umständen wäre es vorstellbar, dass die

Beate Uhse AG oder ihre Tochterunternehmen den

gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht

vollständig oder zeitgerecht nachkommen kann. Denkbar wäre

auch, dass eine Refinanzierung bzw. eine Fremdkapitalaufnahme

nur zu erhöhten Kapitalkosten möglich ist.

Gegenmaßnahmen: Tagesaktuelles Cash-Management,

langfristige Liquiditätsplanung sowie eine umsichtige,

transparente Zusammenarbeit mit der Fremdkapitalseite.

Beate Uhse befindet sich in einer Phase des externen und auch

internen Wachstums. Die maximale Höhe des Liquiditätsrisikos

errechnet sich deshalb durch den Umfang der Verbindlichkeiten

und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Die Bankverbindlichkeiten und Schuldscheindarlehen

betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 66,6 Mio. Euro. Davon

sind 35,2 Mio. Euro kurzfristiger Natur, von denen 12,5 Mio.

Euro durch Zinssicherungsinstrumente mit Laufzeiten bis 2004

und 2005 gesichert sind. Zur mittelfristigen Absicherung des

niedrigen Zinsniveaus wurden von den kurzfristigen

Verbindlichkeiten zu Beginn des Jahres 2003 10,5 Mio. Euro in

ein mittelfristiges Schuldscheindarlehen umgewandelt.

Die Laufzeit beträgt Februar 2006. Die sonstigen finanziellen

Verpflichtungen im Beate Uhse Konzern sind nahezu vollständig

auf die laufende Geschäftstätigkeit zurück zu führen. Größter

Posten sind hier jährliche Mietzahlungen in Höhe von 20,6 Mio.

Euro. Aufgrund des deutlich positiven operativen Cash Flows

und einer jahresdurchschnittlichen Liquiditätsausstattung von

10,8 Mio. Euro in 2003 sowie nicht ausgeschöpften Kreditlinien

sieht Beate Uhse das Liquiditätsrisiko klar begrenzt.

RECHTLICHE RISIKEN

Die gesamte Erotik- und Sexbranche und mit ihr das

Unternehmen Beate Uhse unterliegt branchenspezifischen

rechtlichen Restriktionen, die auch Einfluss auf die weitere

Geschäftsentwicklung nehmen können. So könnte der Verkauf

einzelner erotischer Produkte in einzelnen Ländern

eingeschränkt werden oder Zulassungsbehörden, z.B. im

TV- und Medien-Markt, zu veränderten Rechts- und Lizenz-

Auffassungen kommen. Aktuelle Trends und die Erfahrungen

der Vergangenheit zeigen aber, dass in den Ländern, in denen

Beate Uhse aktiv ist, fast überwiegend mit einer zunehmenden

Liberalisierung zu rechnen ist.

Wie andere international ausgerichtete Unternehmen

unterliegt der Beate Uhse Konzern einer Reihe weiterer Risiken,

die unter Umständen Einfluss auf die Vermögenslage und die

Geschäftsentwicklung des Unternehmen nehmen können.

Hinsichtlich der Entwicklung 2004 sowie der weiteren

mittelfristigen Perspektive zeigen die eingesetzten

Frühindikatoren, wie Prognosen zu Konjunktur, Marktentwicklung

sowie interne Indikatoren wie Entwicklung der

aktiven Kundenzahl, Kennzahlen zu Vorräten, Forderungen und

Verbindlichkeiten, dass sich Beate Uhse auch 2004 positiv

entwickeln wird. Die dargestellten Risiken können allerdings

die im Folgenden gegebenen Prognosen beeinflussen.

9.14


9.15

AUSBLICK 2004 Die Unternehmensentwicklung der Jahre 2002 und 2003 bestätigt

den eingeschlagenen Kurs der Beate Uhse AG. Ziel 2004 ist es, diesen Weg weiter zu

gehen und mit konkreten Maßnahmen und Umsetzungen innerhalb des strategischen

Handlungsrahmens an der eigenen Vision zu arbeiten:

Beate Uhse ist der universelle Anbieter von Sex- und Erotik-Artikeln für die ganze Welt.“

Die wichtigsten Maßnahmen werden in der Etablierung des neuen Einzelhandelskonzeptes

Mae B., dem internationalen Ausbau der Marke Beate Uhse, der Stärkung der internationalen

Präsenz und in der Optimierung der internen Prozesse bei Logistik und Beschaffung liegen.

Gleichzeitig verfolgt Beate Uhse für 2004 klare finanzwirtschaftliche Ziele.

Umsatz: Die Erlöse sollen um 9,0 Prozent auf 289,6 Mio. Euro steigen.

Rendite: Das Vorsteuerergebnis soll um 13,0 Prozent auf 21,8 Mio. Euro und auf eine

Vorsteuerrendite von 7,5 Prozent wachsen.

Im Rahmen der Budgetplanungen 2004 erwartet Beate Uhse Umsatzzuwächse in allen Profit-

Centern. Alle vier Bereiche werden in der Gewinnzone operieren. Die Rentabilitätsziele reichen

dabei von 7,5 Prozent im Einzelhandel bis zu 12,4 Prozent im Entertainment. Die Planung 2004

der Beate Uhse AG ist eher konservativ ausgerichtet, da die Prognosen von diversen

Wirtschaftsforschungsinstituten und der Politik einen leicht positiven, aber noch keinen klaren

Trend für 2004 erkennen lassen.

Die wichtigsten operativen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind auf Ebene der Profit-

Center:

EINZELHANDEL

Nach dem Start von Mae B. am 31. März 2004 in Hamburg mit je einem Shop-in-Shop im

Karstadt-Warenhaus Mönckebergstraße und einem Stand-alone Shop auf 130 Quadratmetern

auf der Bleichenbrücke inmitten der Hamburger City, steht die Multiplikation des neuen

Konzeptes an. Geplant sind 2004 sechs weitere Shops in Frankfurt, München und Köln. Parallel

plant Beate Uhse in Deutschland weitere Standorte des renditestarken Fachmarktkonzept zu

eröffnen. Insgesamt sollen 2004 in Europa mindestens zehn weitere Shops hinzukommen.

VERSANDHANDEL

Auch 2004 sieht der Versandhandel die Marktpotentiale in den bereits erschlossenen

Märkten noch lange nicht ausgereizt. Insbesondere in den Ländermärkten Frankreich und

Großbritannien erwartet der Versandhandel die höchsten Wachstumsraten. Erreicht werden soll

dies durch verstärkte Kommunikation, höhere Katalogauflagen und ein noch dezidierteres

Marketing. Daneben gilt es, die Geschäfte in den USA auf den bereits für 2003 vorgesehenen

Kurs zu bringen; vor allem durch eine regionale Beschränkung, dafür aber höhere Konzentration

der Marketing-Aktivitäten. Der Beate Uhse Versandhandel ist zuversichtlich, auf mittelfristige

Sicht in den USA die Marktstellung zu erreichen, die das Unternehmen bereits in Europa hat.

GROßHANDEL

Wichtigstes Projekt für den Großhandel und zugleich von großer Bedeutung für die Prozesse

im Gesamt-Konzern ist der Übergang des neuen Logistik-Centers in Almere vom Parallel-Betrieb

in den Echtzeit auf die exklusive Belieferung des Beate Uhse Einzelhandels und die schrittweise

Komplett-Integration in die Logistik- und Beschaffungsprozesse des Konzerns. Der Startschuss

für die Belieferung der Scala Großhandelskunden aus dem neuen Lager in Almere wird im

zweiten Quartal 2004 fallen. Auch in der Produktion – zwar nicht Kern-Geschäft des Konzerns

aber vor dem Hintergrund der neuen Shop-Linie von großer

strategischer Bedeutung – werden 2004 zahlreiche neue

Projekte angeschoben: z.B. neue Eigenmarken, Etablierung des

Category-Managements in ausgewählten Produktgruppen,

integrierte Entwicklung neuer Produkte.

ENTERTAINMENT

Die vielleicht wichtigste Weichenstellung im Entertainment

fällt 2004 möglicherweise gar nicht innerhalb des Konzerns,

sondern bei der 30-prozentigen Beteiligung erotic media ag.

Die erotic media hat durch die Landesmedienanstalten die

Zulassung als so genannter Telemediendienst erhalten.

Damit wird es möglich und erlaubt, innerhalb geschlossener

Benutzergruppen hochwertige Voll-Erotik-Filme auszustrahlen.

HOLDING SERVICE

Innerhalb der Holding Services werden 2004 die

konzernübergreifenden Prozesse weiter optimiert. Ziel ist es bis

Ende 2004 eine konzernweite Controlling- und

Rechnungswesen-EDV nicht nur in den wichtigsten

Konzerngesellschaften, sondern auch in allen anderen

Bereichen implementiert zu haben.

Die Umstellung auf IFRS ist für 2005 vorgesehen.

Der Geschäftsbericht 2004 wird der Letzte auf der Grundlage

des HGB erstellte Bericht der Beate Uhse AG sein. Die

Überleitung des Jahresabschlusses auf IFRS erfolgt im

Anschluss an die Erstellung nach HGB im März / April 2005.

Flensburg, den 27. Februar 2004

Der Vorstand

60


61

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 LAGEBERICHT

300

200

100

0

265,6

UMSATZ / EBT 2003 / 2004

19,3

2003

289,6

21,8

2004

40

30

20

0

Umsatz

EBT

9.15


10.0 KONZERNBILANZ 2003 / 2002

AKTIVA

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Sachanlagen

Finanzanlagen

Anlagevermögen

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Forderungen + sonstige Vermögensgegenstände

Wertpapiere

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Umlaufvermögen

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

ABGRENZUNGSPOSTEN WEGEN VORAUSSICHTLICHER STEUERENTLASTUNG

NACHFOLGENDER GESCHÄFTSJAHRE

Bilanzsumme

Anhang 2003 2002

TEUR TEUR

1

23.445 17.110

26.657 26.640

2 27.778 28.354

77.880 72.104

3 42.020 35.189

4 33.254 33.741

5 12.560 3.643

8.343 13.851

96.177 86.424

5.288 9.350

6 1.905 1.214

181.250 169.092

62


63

PASSIVA

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Rücklage für eigene Anteile

Andere Gewinnrücklagen

Ausgleichsposten Währungsumrechnung

Ausgleichsposten Minderheiten

Konzernbilanzgewinn

Eigenkapital

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

RÜCKSTELLUNGEN

VERBINDLICHKEITEN

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Bilanzsumme

Anhang 2003 2002

7

TEUR TEUR

47.324 47.324

10.279 3.425

3.295 7.920

710 117

-619 795

6.795 5.015

67.784 64.596

- 6

8 17.266 15.290

9 96.198 89.106

2 94

181.250 169.092

10.0


11.0 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN 2003 / 2002

Umsatzerlöse

Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Andere aktivierte Eigenleistungen

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Abschreibungen immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens/ Sachanlagen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Beteiligungsergebnis

Zinsergebnis

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Steuern

Jahresüberschuss

Gewinn-/Verlustanteile Minderheitsgesellschafter

Gewinnvortrag

Einstellungen in die Rücklage für eigene Anteile

Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen

Einstellungen in andere Gewinnrücklagen

Konzernbilanzgewinn

64

Anhang 2003 2002

TEUR TEUR

10 265.586 244.480

113 -299

123 137

11 13.475 10.358

12 -96.838 -94.021

13 -47.323 -42.302

14 -10.061 -9.934

15 -102.654 -86.809

16 -945 -1.332

17 -2.199 -3.028

19.277 17.250

18 -8.260 -6.520

-1.158 -1.225

9.859 9.505

1.517 -473

313 10.076

-6.854 -763

1.960 -

- -13.330

6.795 5.015


65

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

12.0 CASH FLOW RECHNUNG KONZERN 2003 /2002

TEUR

1. Periodenergebnis (einschl. Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)

2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens

3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen

4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge

5. + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens

6. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie

anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

7. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie

anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

8. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

9. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens

10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens

11. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen

13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens

14. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen

15. - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten

16. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition

17. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition

18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

19. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Verkauf eigener Anteile)

20. - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter

(Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen)

21. + Einzahlung aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten

22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten

23. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus Zf. 8, 18, 23)

25. +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds

26. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

27. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode

2003 2002

9.859 9.505

10.061 9.955

1.976 1.878

1.033 1.396

14 105

-640 494

-1.987 -1.978

20.316 21.355

444 525

463 142

-5.093 -8.356

-3.250 -4.760

795 5.035

-1.257 -1.311

-9.008 -1.150

2.091 238

-2.064 -5.065

-16.879 -14.702

4 281

-11.556 -1.045

37.959 28.666

-35.940 -35.639

-9.533 -7.737

-6.096 -1.084

588 165

13.851 14.770

8.343 13.851


13.0 ANLAGENSPIEGEL DES KONZERNS 2003

TEUR

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und

ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen

an solchen Rechten und Werten

Gewerbliche Schutzrechte

nicht abschreibungsfähig

Rechte/Lizenzen

Software

Geschäfts- oder Firmenwert

Geleistete Anzahlungen

SACHANLAGEN

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken

Technische Anlagen und Maschinen

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

FINANZANLAGEN

Anteile an verbundenen Unternehmen

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Anteile an assoziierten Unternehmen

Ausleihungen an assoziierte Unternehmen

Beteiligungen

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung

Sonstige Ausleihungen

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN

Zugänge aus

1. Jan. 2003 Zugänge Kursdifferenzen Erstkonsolidierung Abgänge Umgliederungen 31. Dez. 2003

1.025 7 - - - - 1.032

12.685 1.445 -25 - 382 58 13.780

3.392 440 -1 - 86 30 3.775

17.101 1.892 -26 - 468 88 18.587

12.372 6.789 -305 5 339 - 18.523

341 1.502 - - - -156 1.687

29.815 10.183 -331 5 807 -68 38.797

9.690 365 -172 1.631 3 - 11.511

473 46 -19 - 16 30 514

50.004 4.838 -37 794 2.754 97 52.942

90 58 -3 - 28 -59 58

60.257 5.307 -231 2.425 2.801 68 65.025

345 7 - - 31 - 321

1.140 - - - 48 - 1.092

22.453 708 - - 765 - 22.396

350 380 - - - - 730

856 - - - - - 856

94 - - - 94 - -

621 39 - - - - 660

2.709 172 - - 643 - 2.238

28.568 1.306 - - 1.581 - 28.293

118.640 16.796 -562 2.430 5.189 - 132.115

66


67

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN

Zuführung aus

1. Jan. 2003 Zugänge Erstkonsolidierung Auflösungen Umgliederung 31. Dez. 2003

- - - - - -

7.510 1.704 - 258 - 8.956

2.996 280 - 87 - 3.189

10.506 1.984 - 345 - 12.145

2.199 1.005 3 - - 3.207

- - - - - -

12.705 2.989 3 345 - 15.352

2.487 1.011 - 3 - 3.495

305 68 - 11 10 372

30.825 5.993 23 2.330 -10 34.501

- - - - - -

33.617 7.072 23 2.344 - 38.368

51 - - - - 51

142 - - - - 142

- - - - - -

- - - - - -

- - - - - -

- - - - - -

- - - - - -

21 322 - 21 - 322

214 322 - 21 - 515

46.536 10.383 26 2.710 - 54.235

NETTOBUCHWERTE

31. Dez. 2003 31. Dez. 2002

1.032 1.025

4.825 5.175

586 396

6.442 6.595

15.315 10.173

1.687 341

23.445 17.110

8.016 7.203

142 168

18.441 19.179

58 90

26.657 26.640

270 294

950 998

22.396 22.453

730 350

856 856

- 94

660 621

1.916 2.688

27.778 28.354

77.880 72.104

13.0


KONZERNANHANG FÜR 2003

VORBEMERKUNG

Die nachstehenden Erläuterungen betreffen den Konzernabschluss der Beate Uhse

Aktiengesellschaft. Der Konzernabschluss der Beate Uhse AG wurde nach den Vorschriften des

Handelsgesetzbuches erstellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir gemäß

§ 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie

der Gewinn- und Verlustrechnung abweichend zum Vorjahresabschluss zusammengefasst und

daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Der Konzernabschluss wurde in EUR aufgestellt.

DARSTELLUNG DER KONZERNVERHÄLTNISSE Mutterunternehmen ist die

14.1 Beate Uhse Aktiengesellschaft, Flensburg ('Beate Uhse AG'), eingetragen im

Handelsregister des Amtsgerichtes Flensburg unter Nr. 3737.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

In den Konzernabschluss der Beate Uhse AG sind neben der Beate Uhse AG die in der

Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes genannten Gesellschaften einbezogen.

ERSTKONSOLIDIERUNGEN DES BERICHTSJAHRES

Folgende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2003 erstmals in den Konzerabschluss

einbezogen.

ERSTKONSOLIDIERUNG

Mit Kaufverträgen vom 28. April 2003 und 16. Mai 2003 hat die Beate Uhse AG 80 Prozent der

Anteile an der Kondomeriet zum Kaufpreis von TEUR 3.000 erworben. Die Erstkonsolidierung der

Kondomeriet erfolgte zum 1. Mai 2003. Aus der Erstkonsolidierung resultiert ein aktiver

Unterschiedsbetrag von TEUR 2.538, der in voller Höhe mit den Gewinnrücklagen verrechnet

wurde. Die Geschäftstätigkeit der Kondomeriet umfasst den Betrieb von Shops für erotische

Produkte und Versandhandelsaktivitäten in Norwegen.

Die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss der Kondomeriet stellen sich wie folgt dar:

Mit Kaufvertrag vom 5. September 2003 hat die Scala Agenturen B.V., Amsterdam,

Niederlande, 100 Prozent der Anteile an der AVN zum Kaufpreis von TEUR 100 erworben.

Die Erstkonsolidierung der AVN erfolgte zum 1. Januar 2003. Aus der Erstkonsolidierung

resultiert ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 127 der in voller Höhe mit den

Erstmals

Name, Sitz Abkürzung Anteil % konsolidiert

Kondomeriet AS, Norwegen Kondomeriet 80 1. 5. 2003

AVN Production B.V., Niederlande AVN 100 1. 1. 2003

Christine le Duc B.V., Niederlande CLD 100 1. 10. 2003

KONDOMERIET AS, NORWEGEN

TEUR 2003 2002

Umsatzerlöse 4.202 4.605

Jahresüberschuss 507 656

68


69

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet wurde.

Die Geschäftstätigkeit der AVN umfasst die Produktion, den Vertrieb sowie den Großhandel mit

Bildträgern und allem, was im weitesten Sinne damit zusammenhängt.

Die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss der AVN stellen sich wie folgt dar:

AVN PRODUCTIONS B.V., NIEDERLANDE

TEUR 2003 2002

Umsatzerlöse 474 2.547

Jahresfehlbetrag -57 16

Mit Kaufvertrag vom 1. Dezember 2003 hat die Beate Uhse Retail Holding B.V., Walsoorden,

Niederlande, 100 Prozent der Anteile an CLD zum Kaufpreis von TEUR 7.460 erworben.

Die Geschäftstätigkeit der Christine le Duc umfasst den Betrieb von Shops für erotische Produkte

in Holland.

Aus der Erstkonsolidierung resultiert ein aktivischer Unterschiedbetrag von TEUR 6.587.

Dieser Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die

voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig abgeschrieben.

Die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss der CLD stellen sich wie folgt dar:

CHRISTINE LE DUC B.V., NIEDERLANDE

TEUR 2003 2002

Umsatzerlöse 9.282 8.690

Jahresfehlbetrag 278 107

Diese Änderungen des Konsolidierungskreises haben wesentliche Posten der Bilanz und der

Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt beeinflusst:

DIE VERÄNDERUNGEN BETREFFEN IM EINZELNEN

TEUR 2003

BILANZ

Anlagevermögen 2.218

Umlaufvermögen 3.826

Verbindlichkeiten 1.448

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse 6.183

Wareneinsatz 2.323

Personalaufwand 1.569

Sonstiger betrieblicher Aufwand 1.005

VERÄNDERUNGEN IN DEN BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSEN

Mit Kaufvertrag vom 6. Juni 2003 erwarb die Beate Uhse Scandinavia AB, Stockholm,

Schweden, weitere 50 Prozent der Anteile an der Beate Uhse Max AB, Stockholm, Schweden zu

einem Kaufpreis von Euro 1,00, und hält nunmehr 100 Prozent der Anteile.

ZUGÄNGE ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Beate Uhse B.V., Walsoorden, Niederlande, erwarb mit Kaufvertrag vom 25. September

2003 eine 100-prozentige Beteiligung an der The Golden Meteor B.V., Walsoorden, Niederlande,

14.0

14.1


zu einem Kaufpreis von TEUR 7. Ebenfalls mit Kaufvertrag vom 25. September 2003 wurde für

Euro 1,00 100 Prozent an der V.U.H. Video Holland B.V., Walsoorden, Niederlande, erworben.

Auf die Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss wurde wegen

untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB sowie § 311 Abs. 2 HGB verzichtet.

ZUGANG ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Die FunFactory GmbH, Bremen, wurde zum 1. Januar 2003 erstmals im Rahmen der Equity-

Bewertung einbezogen.

Für den Erwerb von 25,1 Prozent der Anteile wurde ein Kaufpreis von TEUR 600 gezahlt. Das

anteilige Eigenkapital der FunFactory GmbH, Bremen, betrug zum Zeitpunkt des Erwerbs TEUR

311. Daraus resultiert ein nicht gesondert ausgewiesener Unterschiedsbetrag von TEUR 289, der

beginnend ab August 2003 zeitanteilig linear über 15 Jahre abgeschrieben wird.

Im Dezember 2003 erwarb die Beate Uhse Scandinavia AB, Stockholm, Schweden, 50 Prozent

der Anteile an der neu gegründeten Multimedia Mobile Content AS (MMC), Kolboten,

Norwegen, zu einem Kaufpreis von NOK 500.000,00 (TEUR 60). Das anteilige Eigenkapital der

MMC entspricht dem Kaufpreis. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzern erfolgte zum

31. Dezember 2003.

ZUSAMMENGEFASSTE ABSCHLÜSSE ASSOZIIERTER UNTERNEHMEN

Zusammengefasster Konzernabschluss der erotic media ag, Baar, Schweiz, zum

31. Dezember 2003 (schweizer Recht):

EROTIC MEDIA AG ZUM 31. DEZEMBER 2003 (SCHWEIZER RECHT)

TCHF

AKTIVA

Anlagevermögen 25.641

Umlaufvermögen 16.661

42.302

PASSIVA

Eigenkapital 37.273

Anteile für Minderheiten 2.507

Fremdkapital 2.522

42.302

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse 17.737

Sonstige betriebliche Erträge 47

Materialaufwand -5.049

Personalaufwand -3.528

Abschreibungen -4.741

Sonstiger betrieblicher Aufwand -3.140

Finanzergebnis 366

Steuern 7

Minderheitenanteile am Ergebnis -164

Jahresergebnis 1.535

70


71

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

Zusammengefasster Jahresabschluss der Beate Uhse TV GmbH & Co. KG, Berlin zum

31. Dezember 2003:

BEATE UHSE TV ZUM 31. DEZEMBER 2003

TEUR

AKTIVA

Ausstehende Einlagen 454

Anlagevermögen 3.127

Umlaufvermögen 1.648

5.229

PASSIVA

Eigenkapital 3.125

Rückstellungen 111

Fremdkapital 1.993

5.229

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse 7.540

Sonstige betriebliche Erträge 140

Materialaufwand -1.123

Personalaufwand -869

Abschreibungen -4.956

Sonstiger betrieblicher Aufwand -727

Finanzergebnis 5

Jahresergebnis 10

NICHT IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENE UNTERNEHMEN

Neun in der Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes aufgeführte verbundene Unternehmen

sowie sechs assoziierte Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung

entsprechend § 296 Abs. 2 HGB sowie § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss

einbezogen.

NACH § 264 ABS. 3 HGB VON DER PFLICHT ZUR AUFSTELLUNG EINES

JAHRESABSCHLUSSES BEFREITE GESELLSCHAFTEN

Folgende in den Konzernabschluss einbezogene, verbundene Unternehmen sind gemäß § 264

Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für

Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften, zur Aufstellung eines Lageberichts sowie zur

Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses befreit:

- Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg

- Versandhaus Beate Uhse GmbH, Flensburg

- Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg.

14.1


14.2

ALLGEMEINE BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGS-

GRUNDSÄTZE

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des

Mutterunternehmens Beate Uhse AG zum 31. Dezember 2003 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse

der einbezogenen Tochterunternehmen wurden ebenfalls auf den Stichtag des

Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen wird nach der Buchwertmethode gemäß

§ 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Dabei werden die Buchwerte der Beteiligungen dem anteiligen

konsolidierungspflichtigen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, oder bei Erwerb

der Anteile zu verschiedenen Zeitpunkten, zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen

Tochtergesellschaft geworden ist, gegenübergestellt.

Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB ein aktivischer

Unterschiedsbetrag entsteht, wird dieser einzelnen Vermögensgegenständen der

Tochtergesellschaften insoweit zugeschrieben, als deren Wert höher als der bisherige Wertansatz

war. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet

bzw. auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309

Abs. 1 HGB abgeschrieben, ein aus der Kapitalkonsolidierung resultierender passivischer

Unterschiedsbetrag wurde vom Geschäfts- oder Firmenwert in Abzug gebracht.

Aus der Erstkonsolidierung resultierende Geschäft- oder Firmenwerte wurden wie folgt

verrechnet:

ENTWICKLUNG FIRMENWERTE

TEUR 2003 2002

Summe Firmenwerte 108.881 99.753

Verrechnung mit Kapitalrücklage § 309 HGB 87.522 87.522

Verrechnung mit pass. Unterschiedsbeträgen 4.012 4.012

Verrechnung mit Gewinnvortrag 624 624

Verrechnung mit Gewinnrücklagen 8.075 5.410

Geschäfts- u. Firmenwerte n. Verrechnung 8.648 2.185

Kumulierte Abschreibungen 354 102

Verbl. Geschäfts- u. Firmenwert 8.294 2.083

Die nach der Verrechnung verbleibenden Geschäfts- oder Firmenwerte aus

Kapitalkonsolidierung von TEUR 8.648 werden linear über eine Nutzungsdauer von 10 bis 15

Jahren abgeschrieben.

BEWERTUNG VON BETEILIGUNGEN AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Assoziierte Unternehmen wurden gemäß § 312 HGB at equity nach der Buchwertmethode

bilanziert.

Die Beteiligungsbuchwerte wurden dementsprechend um anteilige Jahresüberschüsse bzw.

-fehlbeträge, Dividenden-ausschüttungen und Abschreibungen fortentwickelt.

Dabei wurden die nach jeweiligem Landesrecht ermittelten Werte unverändert übernommen.

SCHULDENKONSOLIDIERUNG

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss der

Beate Uhse AG einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander verrechnet.

Eventualverbindlichkeiten wurden in gleicher Weise konsolidiert.

72


73

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

AUFWANDS- UND ERTRAGSKONSOLIDIERUNG

Sämtliche Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernkreis

einbezogenen Unternehmen werden miteinander verrechnet.

ZWISCHENERGEBNISELIMINIERUNG

Bei den Warenvorräten werden Zwischenergebnisse eliminiert, sofern sie aus Lieferungen

während der Zugehörigkeit zum Konzernkreis stammen.

Soweit bei konzerninternen Verkäufen von Gegegenständen des Anlagevermögens

Buchgewinne oder Buchverluste entstanden sind, werden diese eliminiert.

ABGRENZUNG LATENTER STEUERN

Die im Konzernabschluss ausgewiesene aktive Steuerabgrenzung betrifft die

Bewertungsdifferenzen aus der Berechnung von Altersteilzeitrückstellungen nach steuerlichen

sowie handelsrechtlichen Vorschriften sowie aktive Steuerabgrenzungen aus der

Zwischenergebniseliminierung. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz

von 38 Prozent für die deutschen und von 34,5 Prozent für die holländischen

Tochtergesellschaften verwendet.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Fremdwährungsforderungen werden zum niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag bzw. am

Entstehungstag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum höheren Mittelkurs

am Begründungs- oder Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der in ausländischer

Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der Methode der funktionalen Währung.

Dabei wird entsprechend den jeweils bestehenden finanzwirtschaftlichen Beziehungen zwischen

Mutter- und Tochterunternehmen die Umrechnung zu Stichtagskursen oder nach dem Zeitbezug

vorgenommen.

Im vorliegenden Konzernabschluss kommt ausschließlich die Umrechnung zu Stichtagskursen

zur Anwendung, da es sich um selbständig operierende Unternehmen handelt. Dabei wurden alle

Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des

Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen

umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro

umgerechnet.

Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der

Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in den Ausgleichsposten aus

Währungsumrechnung eingestellt. Die Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und

Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Jahresergebnis der

umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wird in die Konzernbilanz übernommen und die

Differenz erfolgsneutral in den Ausgleichsposten Währungsumrechnung eingestellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die gemäß § 300 Abs. 2 HGB in den Konzernabschluss übernommenen

Vermögensgegenstände und Schulden der konsolidierten Tochterunternehmen werden gemäß

§ 308 HGB einheitlich nach den Methoden bewertet, die auf den Jahresabschluss des

Mutterunternehmens angewandt werden. Auf die Anpassung der vom Konzernabschluss

abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den assoziierten Unternehmen

erotic media ag, Baar, Schweiz,

Beate Uhse Italia GmbH, Bozen, Italien, und FunFactory GmbH, Bremen, wurde aufgrund von

Unwesentlichkeit verzichtet.

14.2


Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen der Gesellschaft

werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten i. S. d. § 255 HGB aktiviert. Abschreibungen

werden planmäßig nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der voraussichtlichen

betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagen vorgenommen. Geringwertige

Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr unter Inanspruchnahme der steuerlichen

Vereinfachungsregel in voller Höhe abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern wurden für die immateriellen Vermögensgegenstände zu Grunde

gelegt:

NUTZUNGSDAUER IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Gewerbliche Schutzrechte unbegrenzt

Rechte / Lizenzen 4 Jahre 1)

Software 3 Jahre

1) bzw. vertraglich vereinbarte Laufzeit

Filmrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden prozentual entsprechend der

Ausstrahlungen abgeschrieben. Die Prozentsätze variieren je nach Art des Filmes und Anzahl der

Ausstrahlungen zwischen 20 und 50 Prozent.

Die nicht verrechneten Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden

über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 10 und 15 Jahren abgeschrieben.

Bei den übrigen Geschäfts- oder Firmenwerten wurde eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren

zugrundegelegt.

Das Finanzanlagevermögen der Gesellschaft wird zu Anschaffungskosten oder dem

niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung

werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder

dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert bewertet. Für

erkennbare Einzelrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Im

Unternehmenssegment Versandhandel wird aufgrund von Erfahrungswerten eine pauschalisierte

Einzelwertberichtigung vorgenommen. Auf die Berücksichtung einer Pauschalwertberichtigung

von 1 Prozent wurde abweichend zum Vorjahr verzichtet.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten unter

Berücksichtigung notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Für zeitlich befristete Unterschiedsbeträge zwischen dem nach steuerlichen Vorschriften zu

versteuernden Gewinn und dem handelsrechtlichen Ergebnis werden latente Steuern abgegrenzt.

Für aktive Steuerabgrenzungen wird ein Abgrenzungsposten wegen voraussichtlicher

Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre i. S. d. § 274 Abs. 2 HGB gebildet.

Die den Pensionsrückstellungen zugrundeliegenden Teilwerte für Anwartschaften bzw.

Barwerte für laufende Renten der Versorgungszusagen nach den Pensionsplänen werden von

einem Gutachter unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 6 a EStG und der Richttafel 1998

von Dr. Klaus Heubeck für die Pensionsgutachten errechnet.

74


75

Sonstige Rückstellungen werden für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und

ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

14.3

ERLÄUTERUNGEN ZU DER KONZERNBILANZ

1. ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Die Angaben über den Anteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 HGB werden gemäß § 313

Abs. 4 Satz 1 HGB in einer separaten Aufstellung zusammengestellt und beim Amtsgericht

Flensburg hinterlegt.

2. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Der Bruttobetrag einschließlich kumulierter Abschreibungen aller nicht gesondert

ausgewiesenen aktivischen Unterschiedsbeträge, die auf assoziierte Unternehmen entfallen,

beträgt zum 31. Dezember 2003 TEUR 15.128.

Die kumulierte Abschreibung beläuft sich zum 31. Dezember 2003 auf TEUR 1.980.

Bei der Beate Uhse Italia GmbH, Bozen, Italien, ergibt sich zum 31. Dezember 2003 ein

negativer Equity-Wert von TEUR 40.

3. VORRÄTE

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

TEUR 2003 2002

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.455 709

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 273 281

Fertige Erzeugnisse und Waren 33.227 30.600

Geleistete Anzahlungen 2.065 3.599

42.020 35.189

Abweichend zum Vorjahr wurden geleistete Anzahlungen auf teilfertige Werbemittel von TEUR

5.822 in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Im Vorjahr wurde ein Betrag

von TEUR 4.931 unter den Rechnungsabgrenzungs-posten erfasst.

4. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

TEUR 2003 2002

Aus Lieferungen und Leistungen 25.320 23.477

Gegen verbundene Unternehmen 83 113

Gegen beteiligte Unternehmen 50 177

Sonstige Vermögensgegenstände 7.801 9.974

33.254 33.741

14.2

14.3


Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines

Jahres fällig.

5. WERTPAPIERE

TEUR 2003 2002

Eigene Anteile 10.279 3.425

Sonstige Wertpapiere 2.281 218

12.560 3.643

Im Zuge des Börsengangs wurden bereits am 27. Mai 1999 mit Ermächtigung durch

damaligen Hauptversammlungsbeschluss eigene Anteile für den Verkauf an Geschäftspartner

und Kunden erworben.

Im Dezember 2001 sowie im Januar 2002 wurden weitere eigene Anteile zum Zweck von

ganzen oder teilweisen Akquisitionen, wechselseitigen Beteiligungen oder für andere Schritte zur

strategischen Unternehmensentwicklung erworben.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Juni 2003 ist die Beate Uhse AG bis zum

23. Dezember 2004 ermächtigt, eigene Anteile in einem Volumen von bis zu 10 Prozent des

Grundkapitals zu erwerben.

Der Bestand eigener Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2003 wie folgt entwickelt:

EIGENE AKTIEN 2003

Eigene Anteile Anteile am Grundkapital Anschaffungskosten

Stück % EUR

Anfangsbestand 305.624 0,646 3.425.469,73

Veräußerung 91 - 655,20

Erwerb 525.549 1,111 6.853.907,50

Endbestand 831.082 1,757 10.278.722,03

Der Veräußerungsgewinn von durchschnittlich EUR 41,43 pro Stück, insgesamt somit

EUR 3.770,31 ist erfolgswirksam in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung eingeflossen.

Für sämtliche eigenen Anteile wurde eine Rücklage für eigene Anteile gebildet.

6. ABGRENZUNGSPOSTEN WEGEN VORAUSSICHTLICHER STEUERENTLASTUNG

NACHFOLGENDER GESCHÄFTSJAHRE

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

ABGRENZUNGSPOSTEN

TEUR 2003 2002

Zwischengewinneliminierung 1.865 1.155

Altersteilzeit 40 59

1.905 1.214

7. EIGENKAPITAL

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt EUR 47.323.696. Es ist eingeteilt in 47.323.696 auf

den Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der Anlage dargestellt.

76


77

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

Zur Ausschüttung an die Aktionäre steht der Bilanzgewinn, der dem Bilanzgewinn des

Jahresabschlusses der Beate Uhse AG entspricht, zur Verfügung.

GENEHMIGTES KAPITAL

Mit Beschlüssen der Hauptversammlung vom 17. März 1999, 1. April 1999 und 11. Mai 1999

bestand ein genehmigtes Kapital von EUR 21.000.000 zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sachoder

Bareinlage. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Gezed Holding B.V., Amsterdam,

Niederlande, erfolgte am 19. Oktober 2000 eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage aus dem

genehmigten Kapital um EUR 4.970.570. Entsprechend hat sich das genehmigte Kapital auf

EUR 16.029.430 verringert. Durch die Kapitalerhöhung um EUR 353.126 aus genehmigtem Kapital

gegen Einbringung der Netcom GmbH, Flensburg, und der Exitec AG, Flensburg, reduziert sich

das genehmigte Kapital am 14. Februar 2002 um EUR 353.126 auf EUR 15.676.304 und besteht

zum Bilanzstichtag unverändert in dieser Höhe.

BEDINGTES KAPITAL

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 4. August 2000 und Änderungsbeschluss vom

17. Juni 2002 wurde ein bedingtes Kapital über EUR 1.000.000 genehmigt. Die bedingte

Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu einer Million neuen Inhaberaktien im

Nennbetrag von EUR 1,00 mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres der Ausgabe

und nur zur Einlösung von Bezugsrechten durchgeführt, die im Rahmen des Aktienoptionsplans

der Beate Uhse AG gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit

durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten, die im Rahmen des Beate Uhse AG

Aktienoptionsplans aufgrund der in der Hauptversammlung vom 17. Juni 2002 erteilten

Ermächtigung ausgegeben werden, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen und die

Optionsrechte nicht durch Gewährung eigener Aktien bedient werden.

Erstmalig wurden im Geschäftsjahr 2002 Optionsrechte ausgegeben und zwar 101.820

Optionsrechte à EUR 1,00 an die obere Ebene (Vorstand der Gesellschaft und Geschäftsführer

von verbundenen Unternehmen) und 89.034 Optionsrechte an die untere Ebene (Mitarbeiter der

Gesellschaft und verbundener Unternehmen). Diese Optionsrechte dürfen nicht vor dem

9. Oktober 2004 ausgeübt werden.

Der Ausübungspreis beträgt EUR 11,06.

Im Geschäftsjahr 2003 sind zum zweiten Mal Optionsrechte ausgegeben worden und zwar

99.275 Optionsrechte à EUR 1,00 an die obere Ebene (Vorstand der Gesellschaft und

Geschäftsführer von verbundenen Unternehmen) und 94.265 Optionsrechte an die untere Ebene

(Mitarbeiter der Gesellschaft und verbundener Unternehmen). Die Optionsrechte dürfen nicht vor

dem 9. August 2005 ausgeübt werden. Der Ausübungspreis beträgt EUR 11,11.

GEWINNRÜCKLAGEN

TEUR 2003 2002

Rücklage für eigene Anteile 10.279 3.425

Andere Gewinnrücklagen 3.295 7.920

13.574 11.345

14.3


Die Entwicklung der Rücklage für eigene Anteile ergibt sich folgendermaßen:

RÜCKLAGE EIGENE ANTEILE

TEUR 2003

Per 1. Januar 2003 3.425

Einstellung 6.854

Per 31. Dezember 2003 10.279

Die Einstellungen erfolgten entsprechend der Erhöhung des Bestands an eigenen Anteilen.

PASSIVISCHE UNTERSCHIEDSBETRÄGE

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierten in den Vorjahren passivische Unterschiedsbeträge

von TEUR 4.013, die mit Geschäfts- oder Firmenwerten verrechnet wurden.

8. RÜCKSTELLUNGEN

TEUR 2003 2002

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.295 3.261

Ertragsteuern 3.004 1.701

Latente Steuern 1.368 312

Umsatzsteuer - 1.202

Summe Steuerrückstellungen 4.372 3.215

Urlaub/Mehrstundenansprüche Mitarbeiter 1.633 1.400

Personalkosten (Boni, Gratifikationen) 1.580 323

Abfindungen 1.222 620

Warenrücksendungen 1.172 1.251

Ausstehende Rechnungen 673 1.741

Altersteilzeit 463 325

Mieten 407 32

Portokosten 376 168

Rechtsanwaltskosten 303 84

Vertragsstrafe 5 460

Werbe- und Marketingkosten - 645

Übrige 1.765 1.765

Summe sonstige Rückstellungen 9.599 8.814

Summe Rückstellungen 17.266 15.290

Grundlage der Pensionsrückstellungen ist die einheitliche Versorgungsregelung der Beate

Uhse Gruppe. Das Versorgungswerk wurde im Dezember 1978 für Neuzugänge geschlossen.

9. VERBINDLICHKEITEN

31.12.03 davon 31.12.02 davon

TEUR bis 1 Jahr bis 1 Jahr

Gegenüber Kreditinstituten 46.139 33.731 55.290 45.059

Schuldscheindarlehen 20.500 1.429 - -

Erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 5 5 - -

Aus Lieferungen und Leistungen 20.684 20.684 19.671 19.671

Gegenüber verbundenen Unternehmen 317 317 272 272

Gegenüber beteiligten Unternehmen 4 4 - -

Sonstige Verbindlichkeiten 8.549 8.549 13.873 13.720

Summe Verbindlichkeiten 96.198 64.719 89.106 78.722

davon aus Steuern 3.237 3.237 2.198 2.198

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.266 1.266 935 935

78


79

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 12.408

(Vorjahr: TEUR 10.231) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre.

Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 33.731 sind

TEUR 12.500 durch Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps Laufzeit bis 04/2004 bzw. 06/2005)

gegen Zinssatzerhöhungen gesichert.

Des Weiteren erfolgte die Platzierung zweier Schuldscheindarlehen am Finanzmarkt

(TEUR 10.500 Laufzeit 02/2006, endfällig und TEUR 10.000 Laufzeit 10/2010, halbjährliche

Tilgung ab 30. April 2004; dreizehn Raten á EUR 714.285,00; Schlussrate am 30. Oktober 2010

von EUR 714.295,00). Damit haben die Schuldscheindarlehen mit TEUR 16.213 eine Restlaufzeit

von 1 bis 5 Jahre und mit TEUR 2.858 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert:

SICHERHEITEN

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

TEUR Sicherheit

Commerzbank AG, Flensburg 5.358 Gesamtgrundschuld eingetragen auf folgende

Grundstücke in Flensburg: Gutenbergstraße 12

u. Mergenthaler Straße über TEUR 2.556 sowie

Am Pferdewasser und Friesische Straße 35-39

über TEUR 1.534

Des Weiteren wurden im Rahmen der Betriebsmittelkredite mit der Commerzbank AG, der

Dresdner Bank AG, der Vereins- und Westbank AG und der HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA

sowie mit den Investoren des Tilgungs-Schuldscheindarlehens (TEUR 10.000) Financial

Covenants vereinbart.

Danach sind die folgenden Ober-/Untergrenzen bei den jeweiligen Finanzkennzahlen

einzuhalten:

Dynamischer Verschuldungsgrad max. 3,0 (beim Schuldscheindarlehen 2,5),

Zinsdeckungsgrad mindestens 7,0 und Eigenkapitalquote mindestens 30 Prozent.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich zum 31. Dezember 2003 wie folgt

zusammen:

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

TEUR 2004 2005 2006 2007

2008

und

später

Mieten Räume/ Einrichtungen 14.443 13.433 12.072 10.618 28.245

Avalgebühren/Zinsaufwendungen 1.537 1.307 591 423 449

Wartung/Reinigung/Instandhaltung

Ausstehende Einlageverpflichtung

377 89 91 93 97

Beate Uhse TV GmbH Berlin 454 - - - -

Dienstleistungen/Fremdarbeiten 179 - - - -

Sonstige 530 321 323 328 767

17.520 15.150 13.077 11.462 29.558

Gesamt

78.811

4.307

747

454

179

2.269

86.767

14.3


Aus dem Kaufvertrag über den Erwerb von 25,1 Prozent an der FunFactory GmbH, Bremen,

besteht die Verpflichtung dem Veräußerer spätestens zum 30. April eines jeden Jahres,

beginnend ab 2004, 10 Prozent des EBITDA der FunFactory GmbH, Bremen, als Restkaufpreis zu

zahlen. Diese Verpflichtung ist auf fünf Jahre und einen Betrag von TEUR 250 begrenzt.

Im Konzern bestehen folgende Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

TEUR 2003

Aus Bürgschaften und Wechselbürgschaften 1.299

Aus Haftungsverhältnisse aus der Bestellung

von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 791

Aus der Übertragung von Wechseln 153

Aus sonstigen Haftungsverhältnissen 1.762

4.005

14.4

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Bereiche:

UMSATZERLÖSE

TEUR 2003 2002

Warenverkäufe 220.135 197.881

Kino Videokabinen 17.376 18.100

Vergütung Internet/T-Online 11.994 11.260

Erlöse Telefondienste 10.361 12.224

Erlösschmälerung Online -54 -198

Sonstiges 5.774 5.213

265.586 244.480

Bezogen auf die Geschäftstätigkeit ergibt sich entsprechend der geographischen Märkte

folgende Aufteilung:

UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN

TEUR 2003 2002

Deutschland 125.749 126.391

Niederlande 48.737 42.388

Belgien 16.560 15.882

Frankreich 18.980 14.999

England 13.200 10.979

Österreich 7.890 7.471

USA 6.232 -

Schweiz 1.940 2.146

Sonstiges Europa 25.280 23.265

Übrige Regionen 1.018 959

265.586 244.480

80


81

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

11. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

TEUR 2003 2002

Verzugszinsen und Mahngebühren 6.444 5.884

Auflösung von Rückstellungen 2.717 612

Mieterträge 1.226 1.368

Erlöse Dienstleistungen 748 628

Kursdifferenzen 418 506

Auflösung Wertberichtigungen 279 178

Erträge Verkauf Anlagevermögen 147 175

Übrige betriebliche Erträge 1.496 1.007

13.475 10.358

davon periodenfremde Erträge 3.873 1.175

12. MATERIALAUFWAND

TEUR 2003 2002

Aufwendungen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe / bezogene Waren 81.208 77.695

Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.630 16.326

96.838 94.021

13. PERSONALAUFWAND

TEUR 2003 2002

Löhne und Gehälter 37.719 34.462

Soziale Abgaben / Altersversorgung und Unterstützung 9.604 7.840

47.323 42.302

davon für Altersversorgung 279 356

ANGABEN ZU ARBEITENEHMERN

Absolut 2003 2002

Mitarbeiter 1.344 1.251

14. ABSCHREIBUNGEN

Aufgrund dauernder Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den

niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB auf immaterielle

Vermögensgegenstände von TEUR 145 und auf Vermögensgegenstände des

Sachanlagevermögens von TEUR 358 vorgenommen. Der Ausweis in der Gewinn- und

Verlustrechnung erfolgt unter den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen.

14.3

14.4


15. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

TEUR 2003 2002

Werbekosten 36.179 29.408

Mieten / Raumkosten 20.571 17.746

Zuführung Einzelwertberichtigungen 6.898 7.458

Porto 6.865 5.834

Forderungsverluste 4.701 3.212

Rechts- / Beratungskosten 4.334 4.073

Paketporto / Nachnahmegebühr 4.013 2.959

Fremdarbeiten 4.000 3.599

Kursdifferenzen 2.772 116

Versicherungen, Gebühren, Beiträge 1.732 1.631

Übrige betriebliche Aufwendungen 10.589 10.890

102.654 86.809

davon periodenfremde Aufwendungen 4.860 3.543

16. BETEILIGUNGSERGEBNIS

TEUR 2003 2002

Erträge aus Beteiligungen 94 50

Aufwendungen aus Verlustübernahmen - -75

Abschreibungen auf Finanzanlagen -322 -29

Verluste aus assoziierten Unternehmen:

Beate Uhse TV, Berlin 5 -802

erotic media ag -696 -441

Beate Uhse Italien -69 -35

FunFacory 43 0

Gewinn/Verlust aus assoz. Unternehmen -717 -1.278

-945 -1.332

17. ZINSERGEBNIS

TEUR 2003 2002

Zinsen und ähnliche Erträge 553 186

davon gegenüber verbundenen Unternehmen - 3

Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.752 -3.214

davon gegenüber verbundenen Unternehmen 4 4

-2.199 -3.028

18. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

TEUR 2003 2002

Steuern Einkommen / Ertrag 8.080 6.520

Steuernachzahlung aufgrund Betriebsprüfung 180 -

8.260 6.520

82


83

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen maßgeblich

Körperschaftsteuerbelastungen bei den holländischen Tochtergesellschaften.

Im Geschäftsjahr 2003 wurde ergebniswirksam eine Herabsetzung des Abgrenzungspostens

für Bewertungsdifferenzen aus der Berechnung von Altersteilzeitrück-stellungen nach

steuerlichen sowie handelsrechtlichen Vorschriften von TEUR 19, eine Zuführung von TEUR 710

bezüglich des Abgrenzungspostens für Zwischenergebnis-eliminierung sowie von TEUR 1.140 für

passive latente Steuern auf im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminierte Abschreibungen

auf Finanzanlagen erfasst.

Der Betrag von bislang nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen liegt bei TEUR 15.686.

ÜBERLEITUNG DES ERWARTETEN STEUERAUFWANDES AUF DEN AUSGEWIESENEN

STEUERAUFWAND

Aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von Mio. 19,3 EUR und einem

Steueraufwand von Mio. 8,3 EUR ergibt sich im Konzern eine Steuerquote von 42,49 Prozent.

Die erwartete Steuerquote im Konzern beträgt für das Inland 38 Prozent , für die Niederlande

34,5 Prozent.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands zum tatsächlichen Steueraufwand ergibt

sich aus folgenden Sachverhalten:

TEUR 2003 Steuerersatz Steueraufwand

Erwarteter Steueraufwand 19.277 38,0 % 7.325

Abweichende Steuersätze im Ausland 4.200 3,5 % -147

Verluste (Skandinavien), die steuerlich nicht geltend

gemacht werden können -4.060 38,0 % 1.543

Steuernachzahlung aufgrund Betriebsprüfung 180

Steuereffekt aus der Nutzung

von Verlustvorträgen im Inland -1.149

Verluste (Teilkonzern Niederlande), die steuerlich

nicht geltend gemacht werden können 508

Tatsächlicher Steueraufwand 8.260

14.5 SONSTIGE ANGABEN

VERÖFFENTLICHUNG GEMÄSS §§ 25 UND 41 WPHG

Im Geschäftsjahr 2003 sind keine Meldungen gem. §§ 15a und 21 ff. WpHG bei der

Gesellschaft eingegangen und somit auch keine entsprechenden Veröffentlichungen erfolgt.

Bezüglich bestehender Beteiligungen in mitteilungspflichtiger Höhe sind folgende Angaben

zu machen. Im April 2002 gingen nachfolgende Meldungen gem. § 41 WpHG bei der

Gesellschaft ein:

Die Consipio Holding B.V., Walsoordensestraat 72, NL-45588 KD Walsoorden, hat der

Gesellschaft mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 20,98 Prozent der Stimmrechte an der

Beate Uhse AG zustanden.

Die Summa N.V. (vormals: Fienco N.V.), Zegersdreef 96, B-29330 Brasschaat, hat der

Gesellschaft mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 mittelbar 20,98 Prozent der Stimmrechte an der

Beate Uhse AG zustanden. Diese Stimmrechte sind ihr gem. § 22 Abs.1 Satz 1 Nr.1 WpHG

zuzurechnen.

14.4

14.5


Die Orthmann AG , Schulstraße 6, CH-9323 Steinach, hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass ihr

am 1. April 2002 44,86 Prozent der Stimmrechte an der Beate Uhse AG zustanden.

Diese Mitteilungen hat die Gesellschaft an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel

weitergeleitet und in der Börsenzeitung veröffentlicht.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Richard Orthmann hat gem. § 15a WpHG gemeldet, dass er am

30. Dezember 2002 84.501 Aktien der Gesellschaft für einen Preis von Euro 10,13 pro Aktie

erworben hat und nunmehr 154.501 Aktien der Gesellschaft zum Nennwert von je Euro 1,00

besitzt.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEM. § 161 AKTG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist von Vorstand und Aufsichtsrat am

9. Dezember 2003 abgegeben und am 19. Dezember 2003 den Aktionären auf den Internetseiten

der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht worden.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen sind gemäß Deutschem

Rechnungslegungs Standard Nr. 11 (DRS 11) 'Berichterstattung über Beziehungen zu nahe

stehenden Personen' anzugeben.

Zu den nahe stehenden Personen zählen natürliche Personen sowie juristische Personen und

Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochterunternehmen

beherrschen können oder die auf das berichtende Unternehmen oder auf seine

Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können, sowie diejenigen

natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen

beherrschen kann oder auf die es wesentlich einwirken kann.

Dazu zählen auch die Mitglieder des Vorstandes oder Aufsichtsrates der Beate Uhse AG

sowie Mitarbeiter des Managements der Beate Uhse AG in Schlüsselpositionen. Des Weiteren

trifft dies auf die Geschäftsführung von Tochterunternehmen sowie deren Management in

Schlüsselpositionen zu.

Über Geschäftsvorfälle, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden, erfolgen keine

Angaben. Über folgende angabepflichtige Geschäfte ist zu berichten:

Herr Ulrich Rotermund ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und Eigentümer

des Objektes Düsseldorf, Graf Adolf Strasse, in dem die Beate Uhse Einzelhandels GmbH,

Flensburg, ein Filialgeschäft betreibt. Des Weiteren ist Herr Ulrich Rotermund Eigentümer des

Gebäudes Gutenbergstr. 13, Flensburg, das von der Beate Uhse AG angemietet wird. Die

Mietverträge wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die gezahlte Miete belief

sich im Geschäftsjahr 2003 auf TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 216). Aus dem Mietverhältnis bestanden

keine Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2003 und des Vorjahres.

Aus den Mietverträgen bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen

von TEUR 708.

An der Immo Almere B.V., Walsoorden, Niederlande, ist zu 50 Prozent die DIAG Deutsche

Immobilien AG, Norderfriedrichskoog, beteiligt. Weitere 50 Prozent der Anteile an der Immo

Almere werden durch die Summa Finance B.V., Niederlande, gehalten. 100 Prozent der Anteile

an der Summa Finance B.V. wiederum werden von der Summa N.V., Belgien, gehalten.

Gesellschafter dieses Unternehmens ist die Familie Cok. An der DIAG Deutsche Immobilien AG,

Norderfriedrichskoog, wiederum sind zu insgesamt 79 Prozent Herr Richard Orthmann,

84


85

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

Aufsichtsratsvorsitzender, und Herr Ulrich Rotermund, stellvertretender Vorsitzender des

Aufsichtsrat, beteiligt.

Zwischen der Immo Almere B.V. und der Scala B.V., Amsterdam, wurde ab dem 1. Juli 2003

ein Mietvertrag zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die Miete belief sich im

Geschäftsjahr 2003 auf TEUR 554. Aus dem Mietverhältnis bestanden keine Verbindlichkeiten

zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres und des Vorjahres.

Aus diesem Mietvertrag bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in

Höhe von TEUR 18.050.

Die Summa Finance B.V., Niederlande ist Vermieter von 37 Filialgeschäften der Beate Uhse

Retail Holding, B.V., Niederlande, sowie Vermieter des Verwaltungs- und Lagergebäudes der

Pabo B.V., Niederlande. Sämtliche Mietverträge wurden zu marktüblichen Bedingungen

abgeschlossen. Die Miete aus diesen Verträgen belief sich im Geschäftsjahr 2003 auf

TEUR 1.843, (Vorjahr TEUR 1.772). Aus diesen Mietverträgen bestanden Verbindlichkeiten zum

Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 77) sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

von TEUR 29.740.

Nicolaas Bootsma, Aufsichtsratsmitglied der Beate Uhse AG, ist Gesellschafter der Crop

registeraccountants, Steuer- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlande. Die Crop

registeraccountants hat im Geschäftsjahr 2003 Honorare für die steuerliche Beratung von

Konzerngesellschaften in einer Gesamthöhe von TEUR 134 (Vorjahr TEUR 172) erhalten.

Das Honorar für diese Dienstleistungen ist angemessen und marktüblich. Es bestanden keine

Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres und des Vorjahres.

Zwischen der MVW Medien- Vertriebs GmbH, Wiesbaden, Geschäftsführer Günter Schmitt,

und der ZBF Zeitschrift-Buch- und Film-Vertriebs GmbH, Wiesbaden, Geschäftsführer

Günter Schmitt, wurde mit Vertrag vom 17. Januar 2002 ein Filmlizenzvertrag über eine jährliche

Lizenzgebühr von TEUR 153 beginnend ab Januar 2002, befristet auf 10 Jahre, abgeschlossen.

Daraus ergeben sich zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 1.224.

Dieser Lizenzvertrag wurde zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Aus dem

Filmlizenzvertrag bestanden keine Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres und

des Vorjahres.

Herr Gerard Cok, Vorstandsmitglied der Beate Uhse AG und Inhaber der European Business

Consult GmbH, Bereldance, Luxemburg, hat über die European Business Consult für seine

geleistete Managementberatung von Konzernunternehmen Honorare von insgesamt TEUR 172

(Vorjahr: TEUR 124) erhalten. Die Honorare für diese Dienstleistungen sind angemessen und

marktüblich. Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres und des Vorjahres bestanden keine

Verbindlichkeiten.

ERLÄUTERUNG ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Bilanzansätze und Bewertungsmethoden sind identisch mit denen des

Konzernabschlusses und sind vor Konsolidierung ermittelt.

Die Segmente des Konzerns sind operativ auf die Funktionsbereiche Einzelhandel,

Versandhandel, Großhandel, Entertainment sowie Holding Dienstleistungen abgegrenzt.

Das Segment Entertainment umfasst Onlinedienste, wie Internet Content, e-commerce und

Telefondienste. Die Aktivitäten der Holding Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen die zur

Verfügungstellung eines Konzern Cash Pools, die Vermietung von konzerneigenen Gebäuden

sowie die zur Verfügungstellung zentraler Stabstellen im administrativen Bereich.

14.5


Für alle Geschäftsfelder erfolgte eine Aufteilung nach geographischen Regionen.

Die Darstellung der Jahresergebnisse erfolgt ohne Berücksichtigung von

Ergebnisabführungsverträgen.

Das Segmentvermögen umfasst alle betrieblichen Vermögenswerte, die von einem Segment

genutzt werden und besteht überwiegend aus Anlage- und Umlaufvermögen und

Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Segmentverbindlichkeiten umfassen alle betrieblichen Verbindlichkeiten, die von einem

Segment genutzt werden und bestehen überwiegend aus Rückstellungen sowie kurz- und

langfristigen Verbindlichkeiten.

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze sind marktorientiert festgelegt.

Die Überleitung zum Konzernergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus der

Zwischengewinneliminierung im Anlage- und Umlaufvermögen und den Eliminierungen von

Beteiligungserträgen.

ERLÄUTERUNG ZUR CASH FLOW RECHNUNG

Die Gesamtinvestitionen in 2003 beliefen sich einschließlich der Finanzanlagen auf

EUR 19,2 Mio. und konnten aus dem Cash Flow des operativen Geschäftes finanziert werden.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet im Geschäftsjahr und im Vorjahr ausschließlich

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks.

Der Gesamtbetrag der Kaufpreise für Unternehmenserwerbe belief sich auf TEUR 11.160,

wovon TEUR 10.460 in 2003 zahlungswirksam waren. Mit den Gesellschaften wurden

Zahlungsmittel von TEUR 852 erworben.

Des Weiteren wurden mit den Unternehmenskäufen folgende Vermögensgegenstände und

Schulden erworben:

CASH FLOW ERLÄUTERUNGEN

TEUR 2003 2002

VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Anlagevermögen 2.452 2.063

Umlaufvermögen 5.278 1.905

Aktivierte Rechnungsabgrenzungposten 50 16

Summe Vermögensgegenstände 7.780 3.984

SCHULDEN

Verbindlichkeiten 6.230 7.437

Passive Rechnungsabgrenzungsposten - 1

Summe Schulden 6.230 7.438

Im Geschäftsjahr 2003 wurden Ertragsteuerzahlungen von TEUR 7.297, Zinszahlungen von

TEUR 2.440 und Dividendenzahlungen von TEUR 4.702 geleistet.

86


87

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

ANGABEN ZU DEN ORGANEN

Dem Vorstand der Gesellschaft gehören an:

Otto Christian Lindemann Kaufmann

Sprecher des Vorstandes

Gerard Phillipus Cok Kaufmann

Die im Geschäftsjahr 2003 gezahlten Vorstandsbezüge des Vorstandssprechers

Herrn Otto Christian Lindemann betrugen TEUR 233, für die variablen Bezüge des

Geschäftsjahres wurde eine Rückstellung von TEUR 50 gebildet.

Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr insgesamt 36.450

(Otto Christian Lindemann 16.000 und Gerard Ph. Cok 20.450) Optionsrechte auf Aktien

der Gesellschaft zum Nennwert von Euro 1,00 zum Ausübungspreis von Euro 11,11 gewährt.

Die Optionsrechte dürfen nicht vor dem 9. August 2005 ausgeübt werden.

Der Aufsichtsrat wurde von folgenden Mitgliedern besetzt:

Richard Orthmann Steinach, Schweiz, Privatinvestor

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Beate Uhse AG

Ulrich Rotermund Meggen, Schweiz, Privatinvestor

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Beate Uhse AG

Detlef Bindert Frankfurt

Group Treasurer, Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Nicolaas Bootsma Blokker, Niederlande

Wirtschaftsprüfer bei Crop registeraccounts,

Hoofddorp, Niederlande

Monika Wilk Flensburg

Justitiarin bei der Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg

(Arbeitnehmervertreterin)

Carlo Floridi Köln

Filialleiter bei der Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg

(Arbeitnehmervertreter)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglieder in folgenden weiteren Aufsichtsräten:

Richard Orthmann Vorsitzender des Aufsichtsrates

der DIAG Deutsche Immobilien AG, Norderfriedrichskoog

Detlef Bindert Vorsitzender des Aufsichtsrates

der Deutsche Bank Finance N.V., Curacao

Die Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat sind am 17. Juni 2002 von der Hauptversammlung

gewählt worden. Im Anschluss an die Hauptversammlung haben die Mitglieder des

14.5


Aufsichtsrates Herrn Richard Orthmann zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und

Herrn Ulrich Rotermund zu seinem Stellvertreter wiedergewählt.

Die Aufsichtsratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2003 betrugen TEUR 90. Es erhielten der

Aufsichtsratsvorsitzende TEUR 30, sein Stellvertreter TEUR 20, alle übrigen

Aufsichtsratsmitglieder je TEUR 10.

Für frühere Organmitglieder der Beate Uhse AG bestehen Pensionsrückstellungen von TEUR

899. Die Pensionsbezüge dieser Organmitglieder betrugen für das Geschäftsjahr 2003 TEUR 69.

Die Organmitglieder besaßen zum Bilanzstichtag insgesamt 324.063 Aktien der Gesellschaft

sowie Optionsrechte auf 55.450 Aktien der Gesellschaft.

VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS DER BEATE UHSE AG

Der Hauptversammlung soll vorgeschlagen werden, aus dem Bilanzgewinn der Beate Uhse

AG eine Dividende in Höhe von EUR 4.649.432,20 an die Aktionäre auszuschütten und den

verbleibenden Betrag von EUR 2.145.576,18 auf neue Rechnung vorzutragen.

Flensburg, den 27. Februar 2004

Otto Christian Lindemann Gerard Phillipus Cok

88


89

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNANHANG FÜR 2003

Beate Uhse zählt zu den wenigen Unternehmen, die zum Börsengang die Aktie als effektives Stück drucken ließ.

14.5


15.0 SEGMENTDATEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 2003 / 2002

TEUR

Umsatzerlöse

- davon mit Dritten

- davon mit anderen Segmenten

Abschreibungen

Zinsergebnis

Ertragsteuern

andere nicht zahlungswirksame Buchungen

Ergebnisse aus Beteilungen an

assoziierten Unternehmen

Erträge aus sonstigen Beteiligungen

Jahresergebnis (ohne Berücksichtigung

von Ergebnisabführungsverträgen)

Vermögen (einschl. Beteiligungen)

Investitionen in das langfristige Vermögen

Schulden

2003

Einzelhandel Versandhandel Großhandel Entertainment Holding Konsolidierung Konzernwert

77.727 103.448 84.169 23.042 1.663 -24.463 265.586

77.308 103.448 62.330 22.500 - - 265.586

419 - 21.839 542 1.663 -24.463 -

4.932 935 2.656 678 1.344 -484 10.061

-887 -186 -928 43 -966 725 -2.199

1.427 4.148 2.282 498 -537 442 8.260

1.673 3.015 9.427 373 3.885 - 18.373

- - - - -713 - -713

- - - 56 10.565 -10.530 91

4.826 7.310 1.784 3.509 2.099 -9.669 9.859

48.465 42.763 49.474 16.849 301.119 -277.420 181.250

11.552 1.028 1.901 2.434 6.430 -6.549 16.796

41.745 34.149 40.649 12.558 105.588 -121.223 113.466

15.0 SEGMENTDATEN NACH GEOGRAFISCHEN REGIONEN 2003 / 2002

TEUR

DEUTSCHLAND

Umsatzerlöse mit Dritten

Vermögen

Investitionen in das langfristige Vermögen

ÜBRIGES EUROPA

Umsatzerlöse mit Dritten

Vermögen

Investitionen in das langfristige Vermögen

ÜBRIGE REGIONEN

Umsatzerlöse mit Dritten

Vermögen

Investitionen in das langfristige Vermögen

2003

Einzelhandel Versandhandel Großhandel Entertainment Holding Konsolidierung Konzernwert

51.928 32.658 22.080 19.090 - - 125.756

25.290 10.371 11.039 12.546 235.262 -194.680 99.828

3.347 41 369 298 6.430 -4.444 6.041

25.380 64.560 39.230 3.410 - - 132.580

23.175 32.392 38.435 4.303 65.857 -82.739 81.423

8.204 987 1.532 2.136 - -2.104 10.755

- 6.230 1.020 - - - 7.250

- - - - - - -

- - - - - - -

90


91

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

2002

Einzelhandel Versandhandel Großhandel Entertainment Holding Konsolidierung Konzernwert

72.755 85.613 83.457 24.667 1.982 -23.994 244.480

71.080 85.613 63.879 23.798 110 - 244.480

1.675 - 19.578 869 1.872 -23.994 -

4.439 1.293 1.723 1.003 937 538 9.934

-989 -195 -1.486 6 -752 387 -3.028

880 2.498 2.768 172 -281 483 6.520

2.028 3.075 2.318 1.249 943 - 9.613

- - - - -1.278 - -1.278

- - - 264 8.027 -8.241 50

5.203 6.822 5.232 1.199 1.911 -10.862 9.505

39.731 46.621 54.574 12.192 263.837 -247.863 169.092

5.603 2.858 5.744 723 6.477 -5.970 15.436

31.512 32.154 35.243 8.367 84.913 -87.691 104.496

2002

Einzelhandel Versandhandel Großhandel Entertainment Holding Konsolidierung Konzernwert

50.944 30.847 23.743 20.747 110 - 126.391

28.028 8.181 17.160 10.052 214.769 -192.652 85.539

3.724 97 3.262 343 6.426 -5.970 7.883

20.136 54.766 39.177 3.051 - - 117.130

11.703 38.440 37.414 2.140 49.068 -55.212 83.553

1.880 2.761 2.482 380 51 - 7.553

- - 959 - - - 959

- - - - - - -

- - - - - - -

15.0


16.0 EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DES KONZERNS 2003 /2002

TEUR

Stand 1.1.2002

Kapitalerhöhung

Konzernergebnis der Periode

Währungsänderungen

Gewinn-/Verlustanteile Minderheiten

Verrechnung Geschäfts-/Firmenwert

Entnahme/Einlage Gewinnrücklagen

Erwerb eigener Anteile

Stand 31.12.2002

Konzernergebnis der Periode

- davon ausschüttungsfähig TEUR 6.795

Währungsänderungen

Gewinn-/Verlustanteile Minderheiten

Verrechnung Geschäfts-/Firmenwert

Entnahme/Einlage Gewinnrücklagen

Erwerb eigener Anteile

Dividende

Stand 31.12.2003

Eigenkapital

Gezeichnetes Geleistete Gewinnrücklagen Erwirtschaftetes Ausgleichsposten

Kapital Einlagen Rücklage für Andere Gewinn- Bilanzgewinn Konzern- Währungseigene

Anteile rücklagen eigenkapital umrechnung

46.971 353 2.663 - 10.076 12.739 -47

353 -353 -

9.505 9.505

- 164

-473 -473

-5.410 -5.410

13.330 -13.330 -

762 -762 -

47.324 - 3.425 7.920 5.015 16.360 117

9.859 9.859

- 593

1.517 1.517

-2.665 -2.665

-1.960 1.960 -

6.854 -6.854 -

-4.702 -4.702

47.324 - 10.279 3.295 6.795 20.369 710

92


93

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

Minderheitenkapital

Ausgleichsposten Ausgleichsposten

Minderheiten Währungsumrechnung

269 -

526

795 -

-1.165

-249

-370 -249

Eigenkapital

gesamt

60.285

-

9.505

164

53

-5.410

-

-

64.596

9.859

344

352

-2.665

-

-

-4.702

67.784

16.0


17.0 ANTEILSBESITZ DES KONZERNS PER 31. DEZEMBER 2003

Name, Sitz

Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Flensburg

Beate Uhse Grundstücksgesellschaft bR, Flensburg

Beate Uhse Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Flensburg

Ceproma central product management GmbH, Flensburg

Exitec AS, Flensburg

KONDOMERIET AS, Kolboten, N

Lavetra International Kft., Börcs, H

Mae B. GmbH, Flensburg

(vormals: Becker KG, Inh. Walter Becker Nachfolge GmbH)

Scala Beteiligungs GmbH, Wiesbaden

Versandhaus Beate Uhse GmbH, Flensburg

Teilkonzern Beate Uhse new medi@ GmbH

Arena Online-Service GmbH, Flensburg

(vormals: Arena Online-Spiele Entwicklungs GmbH)

Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg

COM VTX Multi Media B.V., Rotterdam, NL

(vormals: Erotic World B.V. COM-VTX Rekencentrum)

D.N.I. Dutch Net Info B.V., Rotterdam, NL

M.O.S. Media Online Services B.V., Hoorn, NL

METAVOX Service & Communication GmbH

& Co. Kommanditgesellschaft, Meerbusch

METAVOX Service & Communication GmbH, Meerbusch

Teilkonzern Beate Uhse B.V.

Beate Uhse B.V., Walsoorden, NL

The Golden Meteor B.V., Walsoorden, NL

Erotic Discount Centre, Budapest, H

International Fun Center, Warschau, PL

Intersex, Warschau, PL

Pabo B.V.B.A., Kieldrecht, B

Sandereijn Belgie B.V.B.A., Brüssel, B

V.U.H. Video Holland B.V., Walsoorden, NL

Teilkonzern Beate Uhse Retail Holding B.V. (über Beate Uhse B.V.)

Beate Uhse Fance SAS, Lille, F

Beate Uhse Ltd., Sutton, GB

Beate Uhse Retail Holding B.V., Walsoorden, NL

Christine le Duc B.V., Voldendam, NL

Gezed B.V., Amsterdam, NL

Interieur & Elektra Service B.V., Walsoorden, NL

Movie Rent Amsterdam B.V., Walsoorden, NL

Sandereijn B.V., Walsoorden, NL

Teilkonzern Gezed Holding B.V. (über Beate Uhse B.V.)

Adult Video Netherlands Productions B.V., Amsterdam, NL

Both Multimedia & Internet Exploitatie B.V., Walsoorden, NL

Gezed Holding B.V., Amsterdam, NL

Intex Nederland B.V., Amsterdam, NL

Phofil Book Import B.V., Amsterdam, NL

Anteil Konsoli- gez. Kapital Eigenkapital Jahresüberschuss/

% dierung Währung Kommanditkapital 31.12.2003 Jahresfehlbetrag 2003

100,0 V TEUR 1.023 2.115 3.259 1)

100,0 V TEUR - - -135 2)

100,0 V TEUR 26 49 -2

100,0 V TEUR 26 -279 -176

100,0 V TEUR 650 -488 252

80,0 V TEUR 20 1.015 507 8);9)

100,0 V TEUR 135 -984 -489 9)

100,0 V TEUR 26 13 -12

100,0 V TEUR 52 60 1

100,0 V TEUR 3.580 3.580 2.905 1)

100,0 - TEUR 26 46 13

100,0 V TEUR 180 4.297 4.373 1)

100,0 V TEUR 18 657 617

100,0 - TEUR 18 18 29

100,0 V TEUR 19 354 176

52,0 V TEUR 26 -81 193

52,0 - TEUR 26 45 2

100,0 V TEUR 967 31.806 10.192

100,0 - TEUR - 7 -

50,0 - TEUR 1 3 - 7)

50,0 - TEUR 1 49 - 7)

50,0 - TEUR 1 132 - 7)

100,0 V TEUR 24 3.543 1.441 3)

100,0 V TEUR 20 363 354 4)

100,0 - TEUR - - -

100,0 V TEUR 1.606 1.072 -163

100,0 V TEUR - -446 -347

100,0 V TEUR 19 5.659 1.673

100,0 V TEUR 16 1.067 188

100,0 V TEUR 18 1.302 506

100,0 V TEUR 16 117 -10

100,0 V TEUR 454 1.318 58

100,0 V TEUR 23 1.740 1.320

100,0 V TEUR 16 -84 -57

100,0 - TEUR 18 107 51

100,0 V TEUR 14 16.765 3.729

100,0 V TEUR 45 118 1

100,0 - TEUR 9 18 -

94


95

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

Name, Sitz

Scala Ltd., Birmingham, GB

Scala Agenturen B.V., Amsterdam, NL

Video Distributie Nederland Vdn B.V., Wijchen, NL

World Entertainment B.V., Walsoorden, NL

Teilkonzern Pabo Holding B.V. (über Beate Uhse B.V.)

Calston Industries Inc., Toronto, CDN

Dutch finest Fantasies Inc., Chatsworth, USA

Pabo B.V., Hulst, NL

Pabo Holding B.V., Hulst, NL

Pabo Ltd., Birmingham, GB

Pabo S.A.R.L., Tourcoing, F

Pabo USA B.V., Goes, NL

Pabo Versandhandel GmbH, Innsbruck, A

Teilkonzern Scala Großhandel GmbH & Co. KG

Lavetra GmbH, Wiesbaden

Pleasure-Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Scala Großhandel GmbH & Co. KG, Wiesbaden

ZBF Zeitschrift- Buch- und Film Vertriebs GmbH, Wiesbaden

Teilkonzern Beate Uhse Scandinavia AB

Beate Uhse AS, Oslo, N

Beate Uhse Max´s AB, Stockholm, S

Beate Uhse Oy, Helsinki, FIN

Beate Uhse Scandinavia AB, Stockholm, S

Max`s ApS, Kopenhagen, DK

Teilkonsolidierte assoziierte Unternehmen

Beate Uhse Italia GmbH, Bozen, I

Beate Uhse TV GmbH & Co. KG, Berlin

Beate Uhse Verwaltungs GmbH, Berlin

erotic media ag, Baar, CH

FunFactory GmbH, Bremen

MJP Medien- Produktions- und Vertriebs GmbH & Co. KG, Eschenburg

Multimedia Mobile Content AS, Kolboten, N

1) Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme durch die Beate Uhse AG.

2) Anteil von 99,5 % über die Beate Uhse AG und 0,5 % über die

BU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH.

3) Anteil von 99,9 % über Pabo Holding B.V. und

0,1 % über Beate Uhse B.V.

4) Anteil von 99,9 % über Beate Uhse Retail Holding B.V. und

0,1 % über Beate Uhse B.V.

5) Die erotic media ag hält 49 % der Anteile an der

Beate Uhse TV GmbH & Co. KG. Der mittelbare Anteil der

Beate Uhse AG erhöht sich somit anteilig.

6) Auf das gezeichnete Kapital ausstehende Einlagen von TEUR 454.

Anteil Konsoli- gez. Kapital Eigenkapital Jahresüberschuss/

% dierung Währung Kommanditkapital 31.12.2003 Jahresfehlbetrag 2003

100,0 - TEUR 1 337 236

100,0 V TEUR 14 15.847 3.326

100,0 V TEUR 18 1.786 125

100,0 - TEUR 145 103 3

50,0 - TEUR 507 595 -155 7)

70,0 V TEUR 1.192 -5.172 -2.600

100,0 V TEUR 17 14.735 4.962

100,0 V TEUR 726 985 54

100,0 V TEUR - -104 -74

100,0 V TEUR 8 3.013 1.354

70,0 V TEUR 1.500 -3.693 -14

100,0 V TEUR 18 248 -113

100,0 V TEUR 72 16 39

100,0 V TEUR 26 291 193

100,0 V TEUR 1.368 1.393 -139

100,0 V TEUR 256 1.335 750

82,0 V TEUR 250 -881 -1.487 9)

82,0 V TEUR 13 -1.004 -1.884 9)

82,0 V TEUR 8 7 -

82,0 V TEUR 11 -608 151

82,0 V TEUR 17 -156 -197

50,0 E TEUR 21 -190 -211

49,0 E TEUR 8.000 3.125 10 6)

49,6 - TEUR 25 28 -

29,3 E TCHF 41.000 44.886 2.917 5);10)

25,1 E TEUR 134 1.163 191

50,0 - TEUR 1.104 1.104 174 7)

50,0 E TNOK 1.000 1.000 -

7) Es handelt sich um die Beträge aus dem Jahresabschluss 2002.

Die Angabe des Eigenkapitals und Jahresergebnisses 2003 ist nicht möglich, da bis zur

Abschlusserstellung kein Abschluss vorlag.

8) Es wurde eine Gewinnausschüttung von TEUR 513 beschlossen.

9) Umrechnung zum Stichtagskurs.

10) Die erotic media ag hält 50,4 % der Anteile an der Beate Uhse Verwaltungs GmbH.

Der mittelbare Anteil der Beate Uhse AG erhöht sich somit anteilig.

V= vollkonsolidiert

E= Ausweis und Bewertung gemäß §§ 311, 312 HGB

- = kein Einbezug gemäß § 296 Abs. 2 HGB sowie § 311 Abs. 2 HGB


97

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den von der Beate Uhse Aktiengesellschaft, Flensburg, aufgestellten

Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum

31. Dezember 2003 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach

den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen

Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten

Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht

abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut

der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass

Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter

Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht

vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit

hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden

die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld

des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der

Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems

sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf

der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse

der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,

der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen

Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des

Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung

eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht gibt insgesamt eine

zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen

Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 9. März 2004

Ernst & Young AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Möbus Nissen-Schmidt

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

18.0


19.0 KURZFASSUNG JAHRESABSCHLUSS BEATE UHSE AG 2003 / 2002

19.1 BILANZ BEATE UHSE AG

AKTIVA

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Sachanlagen

Finanzanlagen

Anlagevermögen

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Forderungen + sonstige Vermögensgegenstände

Wertpapiere

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Umlaufvermögen

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

ABGRENZUNGSPOSTEN WEGEN VORAUS-

SICHTLICHER STEUERENTLASTUNG

NACHFOLGENDER GESCHÄFTSJAHRE

Bilanzsumme

2003 2002

TEUR TEUR

2.189 2.047

713 884

159.078 157.125

161.980 160.055

35 17

49.479 39.325

12.329 3.413

227 4.347

62.070 47.102

52 8

33 35

224.135 207.200

PASSIVA

Der Einzelabschluss 2003 der Beate Uhse AG, Flensburg, wurde mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

versehen. Der vollständige Abschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) wird im Bundesanzeiger

veröffentlicht und beim Handelsregister in Flensburg hinterlegt. Er kann auch als Kopie bei der

Beate Uhse AG angefordert werden.

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Rücklage für eigene Anteile

Bilanzgewinn

Eigenkapital

RÜCKSTELLUNGEN

VERBINDLICHKEITEN

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Bilanzsumme

98

2003 2002

TEUR TEUR

47.324 47.324

87.522 87.522

10.266 3.413

6.795 5.015

151.907 143.273

2.592 2.319

69.634 61.605

2 2

224.135 207.200


99

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

19.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG BEATE UHSE AG

Umsatzerlöse

Sonstige betriebliche Erträge

Personalaufwand

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

und Sachanlagen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Beteiligungsergebnis

Zinsergebnis

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Steuern

Jahresüberschuss

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

Einstellungen in die Rücklage für eigene Anteile

Konzernbilanzgewinn

19.3 WESENTLICHE INFORMATIONEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF DER BEATE UHSE AG IN 2003

– Die Beate Uhse AG agiert innerhalb des Konzerns als Holding für die Tochtergesellschaften

und Beteiligungen. Sie ist als Aktiengesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

– In der AG werden die zentralen Konzern-Funktionen Rechnungswesen, Controlling, Finanzierung,

Personal, Recht und Kommunikation erbracht.

– Die AG baute in 2003 das konzernweite Cash-Pooling aus, steuert die Liquiditätsausstattung

der Tochtergesellschaften und trat am Markt als alleiniger Kreditnehmer der Gruppe auf.

– Maßnahmen am Kapitalmarkt in 2003:

• Die Beate Uhse AG platzierte zwei Schuldschein-Darlehen [(10,5 Mio. Euro, Laufzeit bis

Februar 2006 endfällig) und (10,0 Mio. Euro, Laufzeit bis 10/2010, halbjährliche Tilgungen)]

• Erwerb eigener Anteile (525.549 Stück) im Wert von 6,9 Mio. Euro seit November 2003.

Die Beate Uhse AG hält zum Jahresende 829.374 Aktien im Wert von 10,3 Mio. Euro.

Die Aktien dienen als Währung bei einer möglichen Akquisition.

– Einführung eines Cash-Poolings im Teilkonzern Niederlande im Oktober 2003 zur weiteren

Optimierung der Liquiditätssteuerung durch die Beate Uhse AG.

– Die Beate Uhse AG beteiligte sich in 2003 an folgenden Unternehmungen:

• Kondomeriet AS, Norwegen (80 Prozent)

• FunFactory GmbH, Bremen, (25,1 Prozent)

2003 2002

TEUR TEUR

1.457 1.749

733 794

-2.431 -2.469

-609 -579

-3.658 -5.069

18.109 14.180

-334 -294

13.268 8.313

69 78

-1 3

13.336 8.394

313 -2.614

-6.854 -764

6.795 5.015

19.0

19.3

– Ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Beate Uhse AG

und der Mae B. GmbH wurde im Herbst 2003 geschlossen.

– Die wichtigsten Positionen im Finanzanlagevermögen

zum 31. Dezember 2003:

Beate Uhse B.V., Niederlande, in Höhe von 66,8 Mio. Euro

Beate Uhse new medi@ GmbH, Flensburg,

in Höhe von 39,1 Mio. Euro

• erotic media ag, Schweiz, in Höhe von 22,4 Mio. Euro

• Scala Großhandel GmbH & Co. KG, Wiesbaden,

in Höhe von 21,1 Mio. Euro

– Der Bilanzgewinn der Beate Uhse AG lag in 2003 bei

6,8 Mio. Euro. Davon sollen 4,6 Mio. Euro als Dividende an

die Aktionäre der Beate Uhse AG ausgeschüttet werden.

Der Dividendenbeschluss wird der Hauptversammlung am

21. Juni 2004 vorgelegt und zur Abstimmung gegeben.


20.0 DIVERSES

20.1 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Anvo B.V.B.A. Anvo B.V.B.A., Brüssel (Belgien)

Arena Online GmbH Arena Online-Service GmbH

(vormals: Arena Online-Spiele

Entwicklungs GmbH), Flensburg

AVN Adult Video Netherlands Productions

B.V., Amsterdam (Niederlande)

Beate Uhse B.V. Beate Uhse B.V., Walsoorden

(Niederlande)

Beate Uhse Finnland Beate Uhse Oy, Helsinki (Finnland)

Beate Uhse France Beate Uhse France SAS,

Lille (Frankreich)

Beate Uhse GmbH Beate Uhse Grundstücksverwaltungs

GmbH, Flensburg

Beate Uhse GbR Beate Uhse Grundstücksgesellschaft

bR, Flensburg

Beate Uhse Italia Beate Uhse Italia GmbH,

Bozen (Italien)

Beate Uhse Ltd. Beate Uhse Ltd.,

Sutton (Großbritannien)

Beate Uhse Max's Beate Uhse Max's AB,

Stockholm (Schweden)

Beate Uhse

new medi@ GmbH Beate Uhse new medi@ GmbH,

Flensburg

Beate Uhse Norwegen Beate Uhse AS, Oslo (Norwegen)

Beate Uhse Österreich Beate Uhse Vertriebsgesellschaft

m.b.H., Bergheim (Österreich)

Beate Uhse Retail Beate Uhse Retail Holding B.V.,

Walsoorden (Niederlande)

Beate Uhse Schweden Beate Uhse Scandinavia AB,

Stockholm (Schweden)

Beate Uhse TV Beate Uhse TV GmbH & Co. KG,

Berlin

Beate Uhse

Verwaltungs GmbH Beate Uhse Verwaltungsgesellschaft

mbH, Berlin (vormals Beate Uhse

Verwaltungs GmbH, Berlin)

Both B.V. Both Multimedia & Internet Exploitatie

B.V., Walsoorden (Niederlande)

Calston Inc. Calston Industries Inc., Toronto

(Kanada)

Ceproma GmbH Ceproma central product

management GmbH, Flensburg

CLD Christine le Duc B.V., Voldendam

(Niederlande)

Comm'on mbH Comm'on Gesellschaft für

Kommunikations- und

Medienberatung mbH, Köln

COM Online GmbH COM Online Verwaltungs GmbH,

Flensburg

Com VTX COM VTX Multi Media B.V.

(vormals: Erotic World B.V. COM-VTX

Rekencentrum), Rotterdam

(Niederlande)

DNI B.V. D.N.I. Dutch Net Info B.V.,

Rotterdam (Niederlande)

DFF Inc. Dutch finest Fantasies Inc.,

Chatsworth (USA)

DVV GmbH DVV Digital Video Vision GmbH,

Sauerlach

Einzelhandels GmbH Beate Uhse Einzelhandels GmbH,

Flensburg

erotic media ag erotic media ag, Baar (Schweiz)

Erotik Discount Erotik Discount Center,

Budapest (Ungarn)

Exitec AG Exitec AG, Flensburg

FKA GmbH FKA media GmbH, Flensburg

FunFactory FunFactory GmbH, Bremen

Gallery Global

Networks Ltd. Gallery Global Networks Ltd.,

Sydney (Australien)

Gezed B.V. Gezed B.V., Amsterdam (Niederlande)

Gezed Holding Gezed Holding B.V.,

Amsterdam (Niederlande)

Int Fun Center International Fun Center,

Warschau (Polen)

Interieur & Elektra B.V. Interieur & Elektra Service B.V.,

Walsoorden (Niederlande)

Intersex Intersex, Warschau (Polen)

100


101

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Intex B.V. Intex Nederland B.V.,

Amsterdam (Niederlande)

Kondomeriet KONDOMERIET AS,

Kolboten (Norwegen)

Lavetra GmbH Lavetra GmbH, Wiesbaden

Lavetra Kft. Lavetra International Kft.,

Börcs (Ungarn)

Mae B. Mae B. GmbH (vormals: Becker KG,

Inh. Walter Becker Nachfolge GmbH),

Flensburg

Max's ApS Max's ApS, Kopenhagen (Dänemark)

METAVOX GmbH METAVOX Service & Communication

GmbH, Meerbusch

METAVOX KG METAVOX Service & Communication

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft,

Meerbusch

MJP KG MJP Medien- Produktions- und

Vertriebs GmbH & Co. KG,

Eschenburg

MOS B.V. M.O.S. Media Online Services B. V.,

Hoorn (Niederlande)

Movie B.V. Movie Rent Amsterdam B.V.,

Walsoorden (Niederlande)

MMC Multimedia Mobile Content AS,

Kolboten (Norwegen)

MVW GmbH MVW Medien-Vertriebs GmbH,

Wiesbaden

Netcom GmbH NetCom GmbH, Flensburg

Orthmann AG Orthmann AG, Steinach (Schweiz)

Pabo B.V. Pabo B.V., Hulst (Niederlande)

Pabo Holding B.V. Pabo Holding B.V., Walsoorden

(Niederlande)

Pabo B.V. B.A. Pabo B.V.B.A., Kieldrecht (Belgien)

Pabo GmbH Pabo Versandhandel GmbH,

Innsbruck (Österreich)

Pabo Ltd. Pabo Ltd., Birmingham

(Großbritannien)

Pabo SARL Pabo S.A.R.L, Tourcoing (Frankreich)

Pabo USA Pabo USA B.V., Goes (Niederlande)

Pleasure GmbH Pleasure-Verlagsgesellschaft mbH,

Wiesbaden

Phofil Book Phofil Book Import B.V.,

Amsterdam (Niederlande)

Private Media Group Private Media Group Inc.,

Barcelona (Spanien)

Sandereijn B.V. Sandereijn B.V.,

Walsoorden (Niederlande)

Sandereijn Belgien Sandereijn Belgie B.V.B.A.,

Brüssel (Belgien)

Scala B.V. Scala Agenturen B.V.,

Amsterdam (Niederlande)

Scala GmbH Scala Beteiligungs GmbH, Wiesbaden

Scala KG Scala Großhandel GmbH & Co. KG,

Wiesbaden

Scala Ltd. Scala Ltd., Birmingham

(Großbritannien)

SEX.DE KG SEX.DE Sex Erotik Kontakte Online

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft,

Flensburg

The Golden Meteor The Golden Meteor B.V.,

Walsoorden (Niederlande)

Versandhaus GmbH Versandhaus Beate Uhse GmbH,

Flensburg

VDN B.V. Video Distributie Nederland Vdn B.V.,

Wijchen (Niederlande)

V.U.H. V.U.H. Video Holland B.V.,

Walsoorden (Niederlande)

W & A GmbH W & A Agentur für Werbung und

Anzeigenvermittlung GmbH,

Flensburg

World Entertainment B.V. World Entertainment B.V., Walsoorden

(Niederlande)

ZBF GmbH ZBF Zeitschrift Buch- und Film-

Vertriebs GmbH, Wiesbaden

20.0

20.1


20.2 MEHRJAHRESÜBERSICHT - BEATE UHSE 1998 / 2003

Mio. EUR

Umsatzerlöse

ERTRAGSLAGE

EBITDA

EBIT

EBT

Jahresüberschuss

WEITERE ERTRAGSKENNZIFFERN

Umsatzrendite nach Steuern %

FINANZLAGE UND DIVIDENDE

Cash Flow aus betriebl. Tätigkeit

Flüssige Mittel

Abschreibungen

Abgeflossene Dividende

VERMÖGEN / KAPITAL

Bilanzsumme

Eigenkapital

Eigenkapitalquote %

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

AUFWENDUNGEN

Personalaufwand

Materialaufwand

SONSTIGES

Mitarbeiter absolut

Dividende je Aktie EUR

Cash Flow je Aktie EUR

Kurs zum 31. Dezember EUR

Höchstkurs EUR

Tiefstkurs EUR

Aktien im Umlauf absolut

Marktkapitalisierung gesamt

1998 1999 2000 2001 2002 2003

86,2 116,4 163,5 222,8 244,5 265,6

11,0 15,4 21,0 21,3 30,1 31,5

5,8 10,1 13,9 10,6 20,3 21,5

4,2 10,2 13,0 8,7 17,2 19,3

2,1 5,1 9,6 2,2 9,5 9,9

2,4 4,4 5,9 1,0 3,9 3,7

-11,3 -1,5 10,4 12,8 21,4 20,3

3,4 14,3 8,2 14,8 13,9 8,3

5,2 5,3 7,1 10,7 9,9 10,1

0,0 0,9 4,2 6,2 0,0 4,7

73,8 145,8 132,0 169,3 169,1 181,2

26,3 105,6 63,9 60,3 64,6 67,8

35,6 72,4 48,4 35,6 38,2 37,4

33,3 84,1 52,6 73,9 72,1 77,9

35,5 57,0 74,9 86,9 86,4 96,2

19,0 22,8 32,5 42,3 42,3 47,3

29,4 48,8 70,5 90,9 94,0 96,8

706 722 905 1.173 1.251 1.344

- 0,10 0,14 - 0,10 0,10

- 0,32 0,23 0,26 0,44* 0,46

- 19,00 14,00 11,98 11,30 13,25

- 28,20 20,03 14,34 11,95 13,43

- 12,52 11,00 8,10 8,75 8,90

33.630.000 42.000.000 46.970.570 46.970.570 47.323.696 47.323.696

- 803,9 577,5 563,7 534,8 623,0

102

*Ab 2002: Berechnung des Cash Flow je Aktie auf Basis Brutto-Cash Flow


103

BEATE UHSE GESCHÄFTSBERICHT 2003 KONZERNABSCHLUSS

20.3 FINANZKALENDER 2004

Roadshow Zürich 31. März 2004

Roadshow Mailand 1. April 2004

3-Monatsbericht 2004 13. Mai 2004

Hauptversammlung 2004 21. Juni 2004

Aktionärsbrief II/2004 25. Juni 2004

6-Monatsbericht 2004 12. August 2004

Aktionärsbrief III/2004 19. Oktober 2004

9-Monatsbericht 2004 10. November 2004

Geschäftsjahresende 31. Dezember 2004

20.4 KONTAKT INVESTOR RELATIONS

Birte Hennig Telefon +49 (0) 4 61-99 66-307

Fax +49 (0) 461-99 66-440

E-Mail ir@beate-uhse.de

Beatrix Brodersen Telefon +49 (0) 4 61-99 66 - 244

Fax +49 (0) 461-99 66-440

E-Mail bbrodersen@beate-uhse.de

KONTAKT PRESS & PUBLIC RELATIONS

Assia Tschernookoff Telefon +49 (0) 4 61-99 66 - 125

Fax +49 (0) 461-99 66-440

E-Mail pr@beate-uhse.de

GESCHÄFTS- / ZWISCHENBERICHTE

E-Mail bbrodersen@beate-uhse.de

Fax +49 (0) 461-99 66-440

Internet www.beate-uhse.ag

20.2

20.4


Herausgeber Beate Uhse AG, Gutenbergstraße 12,

24941 Flensburg, Deutschland,

http://www.beate-uhse.ag

Redaktion Beate Uhse AG

Haubrok Investor Relations, München

Beratung Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfung

Gestaltung visuphil®, Düsseldorf

Satz Wolfgang Greggersen

Beate Uhse Einzelhandels GmbH

Fotos Jörg Oestreich Photodesign!

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Beate Uhse AG | Gutenbergstraße 12 | D-24941 Flensburg | www.beate-uhse.ag

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