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Nummer 2 > September/Oktober 2007

Sinnvoll Sicherheit schaffen

Die EU-Kommission legte den Verordnungsentwurf

zur Lieferkettensicherheit

auf Eis, um die sicherheitsrelevanten

Neuerungen im Zollbereich

zu beobachten. Die Aktivitäten

der UN und die 100 Prozent-Screening-Initiative

der USA zeigen, dass

das Thema auf der politischen Agenda

bleibt.

Um die Fehler des ersten Entwurfs

zu vermeiden, haben wir im Lenkungskreis

,Güterverkehr’ 10 Eckpunkte

zur Lieferkettensicherheit

definiert und in Berlin und Brüssel

vorgestellt.

Die Beachtung dieser Eckpunkte

ermöglicht eine europaweit harmonisierte

und international abgestimmte

Sicherheitsstrategie für alle

Verkehrsträger.

Teil dieser Sicherheitsstrategie sind

vernünftige Mindeststandards, die

jedes Unternehmen größen- und

branchenunabhängig umsetzen

kann, die Anerkennung vorhandener

Maßnahmen, keine Binnenkontrolle

innerhalb der EU und ein Maximum

an internationaler Abstimmung zwischen

der EU und Drittstaaten.

Hans-Jörg Hager

Mitglied des Präsidiums

Vorsitzender des Vorstandes

Schenker Deutschland AG

Mitglied des Vorstandes

Schenker AG

Im Fokus

10-Punkte-Plan zur Sicherheit der Lieferkette

Deutsches Verkehrsforum geht zum

Thema Security in die Offensive

BERLIN Das Deutsche Verkehrsforum

hat einen 10-Punkte-Plan erarbeitet,

an dem sich zukünftige EU-Sicherheitsmaßnahmen

zur Absicherung des

Güterverkehrs orientieren sollen. Präsidiumsmitglied

und Vorsitzender des

Vorstandes Schenker Deutschland AG

Hans-Jörg Hager warb mit einer Delegation

des Deutschen Verkehrsforums

in Brüssel bei der Kommission,

dem Parlament und der U.S. Mission

für die Ansätze des Verkehrsforums.

Bedrohungsszenarien, wie in Containern

versteckte Sprengsätze oder die

Einschleusung von Terroristen im Güterverkehr,

werden nach den Anschlägen

des 11. September 2001 von der

N e w s l e t t e r

1 10-Punkte-Plan zum Thema Security

2 Die Meinung: Michael Cramer

3 Masterplan Güterverkehr & Logistik

3 Führungswechsel im Verkehrsforum

4 Schienenverkehr in der Schweiz

5 Aus den Lenkungskreisen

6 Symposium »Luxusgut Mobilität?«

7 Neu im Verkehrsforum

8 Klimaprogramm der Bundesregierung

Transportwirtschaft ernst genommen.

Sie investieren große Summen in Sicherheitsmaßnahmen.

Ein Terroranschlag im

Güterverkehr könnte dazu führen, dass

Politik und Verwaltung in Panikreaktion

Verordnungen erlassen, die in mehr

Bürokratie münden, aber wenig Sicherheitsgewinn

schaffen. Gleichzeitig muss

sich Europa gegenüber den USA positionieren

und die europäischen Unternehmen

somit vor Wettbewerbsnachteilen

schützen. Vorbeugend hat das

Deutsche Verkehrsforum daher einen

10-Punkte-Plan entwickelt.

Bürokratie vermeiden

Im 10-Punkte-Plan werden die wichtigsten

Handlungsfelder für eine marktge-

v.l.: Cramer MdEP, Hager (Schenker), Dr. Eck (Deutsches Verkehrsforum) in der

Diskussion zum Thema Supply Chain Security auf der Messe transport logistic

forumverkehr Ausgabe 2_2007 1


Im Fokus

> FORTSETZUNG

rechte Absicherung des Güterverkehrs

benannt, um

> die Binnenverkehre weiterhin von

bürokratischen Eingriffen frei zu halten,

> die Vielzahl an vorhandenen Sicherheitsregimen

und privatwirtschaftlichen

Initiativen miteinander zu verzahnen.

Dadurch werden Doppelungen

vermieden und die Sicherheit der

Lieferkette erhöht,

> die europäischen Sicherheitsansätze

im Güterverkehr mit globalen Institutionen

und maßgeblichen außereuropäischen

Handelspartnern abzustimmen,

> die EU-Zollrechtsreform dafür zu nutzen,

die vorhandene Absicherung der

Außengrenzen mit den Initiativen

der Wirtschaft zu vernetzen.

Nach Ansicht des Deutschen Verkehrsforums

bedarf es keiner neuen Vorschriften.

Es bestehen schon genügend

Sicherheitsmaßnahmen. Diese müssen

in einer Sicherheitsstrategie zusammengeführt

werden, in der auch bestehende

unternehmensinterne Maßnahmen anerkannt

werden.

Die Wirtschaft setzt auf Industriestandards

und eigene Initiativen und

deckt damit bereits einen Großteil der

Lieferkette ab. Diese Ansätze müssen im

Sinne eines Benchmarkings vergleichbar

gemacht und unter dem Dach einer

weltweit akzeptierten Industrienorm,

wie z.B. der ISO 28 000 zusammengeführt

werden. Erst dann können mögliche

Sicherheitslücken geschlossen werden,

ohne dass es neuer Zertifizierungen

bedarf. Eine umfassende internationale

Standardisierung bestehender Ansätze

erhöht die Sicherheit erheblich, ohne

dass höhere Kosten für Unternehmen

und Verbraucher entstehen.

Thomas Hailer, Deutsches Verkehrsforum

2

forumverkehr Ausgabe 2_2007

Keine neuen

Handelsbarrieren in der EU

Der Logistiksektor ist gut gewappnet:

Die europäischen Außengrenzen werden

mit den bisherigen Maßnahmen im

Luft- und Seeverkehr wirksam abgesichert.

Ab 2008 steht mit der Zollrechtsreform

das Instrument des »zugelassenen

Wirtschaftsbeteiligten« als Status

für Unternehmen zur Verfügung. Dieses

soll die Sicherheit der Lieferkette im EU-

Außenhandel durch Einbeziehung der

vor- und nachgelagerten Verkehre wirksam

unterstützen. Damit werden zukünftig

auch die Güterlandverkehre

wirksam abgesichert.

Zusätzliche Maßnahmen zur Absicherung

der Binnenverkehre innerhalb der

EU bergen jedoch die Gefahr, neue

Handelshemmnisse aufzubauen und

damit einen wesentlichen Standortvorteil

zu verspielen. Die EU darf durch ihre

Sicherheitsvorschriften nicht den Sinn

und Zweck des Binnenmarktes gefährden,

nämlich den freien Handel von

Waren.

Die Kosten für die zusätzliche Erfassung

der Binnenverkehre werden über Preiserhöhungen

vom Endverbraucher getragen.

Umgerechnet bedeutet das für jeden EU-

Haushalt im Durchschnitt rund 325 EUR

an Einmalkosten und rund 262 EUR an

jährlich anfallenden Folgekosten.

Deutschland braucht

reibungslose Prozesse

»Die EU muss zudem darauf achten,

dass die Sicherheitsmaßnahmen gegenseitig

anerkannt werden, auch von

internationalen Zollbehörden. Wir müssen

global denken. Deutschland ist Exportweltmeister

und daher auf reibungslose

Sicherheitsprozesse angewiesen,

ohne Doppelprüfungen«, so Dr.

Florian Eck, stellvertretender Geschäftsführer

des Deutschen Verkehrsforums.

Gleiches gilt für die EU, schließlich

wickelt der Zoll der EU 19 Prozent des gesamten

Welthandels ab. Das entspricht

einer Warenmenge von über 2 Mrd.

Tonnen, die pro Jahr in den Häfen und

Flughäfen der EU abgefertigt werden. <

Mehr unter: www.verkehrsforum.de/

Die Meinung

Sicherheit in der Lieferkette

Hat die EU die praktischen Möglichkeiten,

Transporte auf unseren Straßen

wirklich sicherer gegenüber möglichen

Terrorgefahren zu machen?

Oder würde sie mit ihrem Vorschlag

zur »Sicherheit der Lieferkette« nicht

nur falsche Erwartungen wecken?

Das Europäische Parlament hat seine

Zweifel zum Ausdruck gebracht und

die Pläne von EU-Verkehrskommissar

Barrot zurückgewiesen. Denn mit

Bürokratie und Placebo-Maßnahmen

kann man den Terror nicht bekämpfen.

Bestes Negativ-Beispiel ist die Beschränkung

der Mitnahme von Flüssigkeiten

im Flugzeug: der Aufwand

ist groß, der Sicherheitsgewinn konnte

bis heute nicht nachgewiesen werden.

Die Fluggäste empfinden das als

Schikane.

MICHAEL CRAMER MDEP

VERKEHRSPOLITISCHER SPRECHER

GRÜNEN/EFA IM EU-PARLAMENT

Michael Cramer MdEP


Masterplan Güterverkehr und Logistik

Bitte kein Papiertiger!

BERLIN Bundesregierung und Verkehrswirtschaft

haben sich zum Ziel gesetzt,

das Güterverkehrssystem noch

effizienter zu machen – mit einem

»Masterplan Güterverkehr und Logistik«.

Kann der Masterplan, so wie

beabsichtigt, tatsächlich das Gesamtsystem

Güterverkehr und Logistik verbessern?

Die Deutsche Volkswirtschaft hängt in

hohem Maße von einer funktionierenden

Logistik und einem effizienten

Führungswechsel

im Verkehrsforum

Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender des

Vorstandes Fraport AG, ist neuer Vorsitzender

des Präsidiums des Deutschen

Verkehrsforums. Er übernimmt

den Vorsitz von Wilhelm Bonse-Geuking,

der diesen seit Mai 2004 innehatte.

Bonse-Geuking hatte um Entbindung

von seinem Amt gebeten, nachdem

er im Juli zum Vorsitzenden der RAG-

Stiftung bestellt wurde. Dr. Bender

wurde vom Präsidium für die verbleibende

Amtsdauer seines Vorgängers

gewählt. Er gehört dem Präsidium seit

sechs Jahren an und trug als Gründungsgeschäftsführer

ab 1984 maßgeblich

dazu bei, dass das einstige

Verkehrsforum Bahn zum Deutschen

Verkehrsforum wurde – eine Wirtschaftsvereinigung

mit über 160 Mitgliedern.

Zum Nachfolger von Wilhelm

Bonse-Geuking im Präsidium

des Deutschen Verkehrsforums wurde

Dr. Uwe Franke, Vorsitzender des Vorstands

Deutsche BP Aktiengesellschaft,

gewählt.

Wilhelm Bonse-Geuking übergibt Vorsitz an

Dr. Wilhelm Bender

Güterverkehrssystem ab. Mit 2,6 Mio.

Arbeitsplätzen, einem Bruttoumsatz

von 180 Mrd. Euro und 60.000 Unternehmen

ist die Logistikbranche der

drittgrößte Wirtschaftszweig.

Im September hat Bundesverkehrsminister

Tiefensee Zwischenergebnisse des

»Masterplan Güterverkehr und Logistik«

der Öffentlichkeit vorgestellt. Ausdrücklich

betonte der Minister, dass der

Masterplan das Ergebnis von Workshops

mit ca. 700 Experten ist und nicht vom

»grünen Tisch« des Ministeriums kommt.

Die 27 Vorschläge zielen u.a.:

> auf die Beseitigung von Engpässen

und Staus im Güterverkehr auf Straße

und Schiene durch die Entzerrung

von Personen- und Güterverkehr,

> darauf, vorrangige Aus- und Neubauprojekte

in der Infrastruktur herauszufiltern

und umzusetzen,

> darauf, Fachkräftemangel abzubauen

und eine gemeinsame Vermarktung

des Logistikstandortes Deutschland

durch Bund, Länder, Wirtschaft

und Verbände.

Minister Tiefensee kündigte zum letzten

Punkt eine »Vermarktungsinitiative

Logistik« an, die die Bundesregierung

mit 600.000 Euro unterstützen will.

Runden Tisch fortsetzen

Für den Güter- und Logistikbereich ist

der Masterplan sehr wichtig, denn er

dokumentiert nicht zuletzt den Stellenwert

der Branche für die deutsche Wirtschaft.

Die gemeinsame Erarbeitung des

Masterplans von Bund, Ländern, Wirtschaft

und Verbänden ist ein Novum im

Logistiksektor. Aus Sicht des Verkehrsforums

ist es von größter Bedeutung,

dass der gemeinsame »Runde Tisch«

fortgesetzt wird. Nur durch die Transparenz

der komplexen Zusammenhänge

können nach dem Kosten-Nutzen-Prinzip

sinnvolle Prioritäten für die Umsetzung

festgelegt werden. Allerdings

müssen die Beteiligten ihre Einzelinteressen

zurück stellen, sonst kann das

Gesamtsystem nicht optimiert werden

und eine Vermarktungsoffensive für

ausländische Investoren wäre sinnlos.

Panorama

Nur Gewinner

»Tiefensee will Nägel mit Köpfen

machen; er ist der erste Bundesverkehrsminister,

der mit dem Masterplan Güterverkehr

einen umfassenden Ansatz zur

Optimierung von Güterverkehr und Logistik

wagt.« so Bonse-Geuking, als Vorsitzender

des Präsidiums. Jeder Bürger

profitiert durch weniger Staus, zuverlässige

Lieferungen und transparente

Bestellungen. Und die Wirtschaft kann

den Gütertransport effizienter und

umweltschonender gestalten. Die Logis-

Foto: © HHLA

tikbranche wiederum kann ihre Transportketten

besser organisieren. Der

Masterplan soll auch eine bessere Vermittlung

von Arbeitsplätzen nahezu

aller Qualifikationsstufen schaffen.

Unsere Prioritäten:

> Fortführung der gemeinsamen Arbeit

aller Beteiligten aus Wirtschaft und

Politik,

> Entmischung des Güter- und Personenverkehrs

auf Straße und Schiene,

> bundesweite kompatible Verkehrsmanagementsysteme

mit zentraler

Koordination,

> verkehrspolitisches Lobbying auf EU-

Ebene,

> mehr Verantwortung des Bundes bei

der Koordination der Flughafenpolitik,

> Identifizierung von Beschleunigungspotenzialen

für die Infrastrukturerstellung

im Planungs- Wettbewerbsund

Umweltrecht,

> Vermarktung des Logistikstandortes

Deutschland.

Mehr unter: www.verkehrsforum.de

forumverkehr Ausgabe 2_2007 3


Panorama

Parlamentsgruppe Schienenverkehr

Ein Blick in die Schweiz

Der Vorstand der Parlamentsgruppe

Schienenverkehr im Deutschen Bundestag

informierte sich vor Ort zum

Thema »Eisenbahnpolitik in der

Schweiz«. Finanzierung, Organisation,

Gesetzgebungsverfahren für Güterund

Personenverkehr sowie konkrete

Beispiele im grenzüberschreitenden

Verkehr standen auf der Agenda.

Die Schweizer und

»ihre« Eisenbahn

Abgeordnete des Schweizer Parlaments

unter Leitung von Franz Brun, Nationalrat

der CVP, Präsident der Kommission

für Verkehr und Fernmeldewesen

(KVF) des NR und Thomas Pfisterer,

Ständerat der FDP, Präsident der KVF,

verdeutlichten die Verbundenheit der

Schweizer mit ihrer Eisenbahn. Durch

den zwar langwierigen Prozess des

v.l.: Blumenthal (SBB), Hailer (Deutsches

Verkehrsforum), Hermann MdB,

Menzner MdB, Dr. Lippold MdB, Signer

(SBB)

Praxistipp

> Grünbuch »Marktwirtschaftliche

Instrumente für umweltpolitische

und damit verbundene politische

Ziele« KOM (2007)140 In dem Grünbuch

stellt die Europäische Kommission

ihre Überlegungen zur Weiterentwicklung

von umweltpolitischen

Instrumenten wie Emissionshandel,

Energiebesteuerung, Eurovignetten-

Richtlinie und Umweltbeihilfen-

Richtlinie vor. Das Deutsche Verkehrsforum

hat bei einer Anhörung in

Brüssel hierzu Stellung genommen.

4 forumverkehr Ausgabe 2_2007

Volksentscheides genießt die dann getroffene

Entscheidung eine enorm hohe

Akzeptanz.

Die Schweizer haben sich für die Verlagerungspolitik

entschieden:

> 1992: Annahme: Bau neuer Alpentransversalen

(NEAT),

> 1998: Annahme: Finanzierungsvorlage

FinöV-Fonds,

> 1998: Annahme: LSVA (leistungsabhängigen

Schwerverkehrsabgabe),

> 2004: Ablehnung: zweiter Straßentunnel

durch Gotthard.

Kluges Finanzierungsmodell

Max Friedli, Direktor vom Bundesamt

für Verkehr (BAV), erläuterte das Finanzierungsmodell

des FinöV-Fonds (Bundesbeschluss

über Bau und Finanzierung

von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen

Verkehrs). Der FinöV-Fonds wird

finanziert durch Erträge aus der LSVA,

der Mehrwertsteuer, der Mineralölsteuer

und Darlehen, die der Bund am

Kapitalmarkt aufnimmt.

Der FinöV-Fonds wird mit seinen etwa

20 Mrd. EUR für folgende Projekte verwendet:

> NEAT: 10,6 Mrd. EUR

> Bahn 2000: 3,8 Mrd. EUR

> HGV: 700 Mrd. EUR

> ZEB (zukünftige Entwicklung Eisenbahn):

2-3 Mrd. EUR

> Lärmsanierung: 1,5 Mrd. EUR

Der entscheidende Vorteil des FinöV-

Fonds ist die Zweckbindung der Mittel

Erwähnenswert sind insbesondere

zwei Aspekte des Grünbuchs:

> die Eindämmung von Schiffsemissionen

und

> die Gestaltung von Infrastrukturabgaben

hinsichtlich Umweltkosten

für alle Verkehrsträger.

Um die Emissionen im Schiffsverkehr

einzudämmen, schlägt die EU-Kommission

vor, ihn in den Emissionshandel

einzubeziehen. Dies sollte aber

nur im Rahmen einer globalen Lösung

erfolgen, da sonst Wettbewerbsver-

und ihre Garantie: sie fallen keiner

Sparrunde zum Opfer. In den Fonds

fließen zwei Drittel der Maut, die restlichen

ein Drittel erhalten die Kantone.

Zusammenspiel private

und staatliche Eisenbahn

In der Schweiz soll das Schienennetz

allen Eisenbahnverkehrsunternehmungen

diskriminierungsfrei zur Verfügung

stehen. Dafür wurde das Schienennetz

im Güterverkehr per 1.1.2007 vollständig

dem Wettbewerb geöffnet. Ausschreibungen

im regionalen Personenverkehr

folgten ebenso wie ein freier

Netzzugang für den internationalen

Fernverkehr. Dr. Mathias Tromp, CEO

BLS AG, fühlt sich als privater Eisenbahnbetreiber

nicht benachteiligt. Das

Schienennetz liegt im Eigentum der

jeweiligen Eisenbahnunternehmen.

ETCS notwendig

Für Hersteller, private Eisenbahnunternehmen

und die SBB hat das ETCS-

Systems eine hohe Bedeutung, weil die

Schweiz als Alpentransitland mit einem

weiteren Verkehrswachstum rechnet.

Sowohl die SBB als auch die BLS AG nutzen

bereits das ETCS-System. Gelungenes

Beispiel für den Einsatz des ETCS-

Systems ist die ICE Verbindung Basel -

Stuttgart, so Paul Blumenthal, Leiter

Personenverkehr, Mitglied der Geschäftsleitung

der SBB und Kurt Signer

Generalsekretär, Mitglied der Geschäftsleitung

der SBB. <

zerrungen drohen. Hier soll die UN-

Seefahrtsorganisation IMO International

Maritime Organisation Lösungen

aufzeigen.

Ein allgemeingültiges, identisches

Modell zur Berücksichtigung von

Umweltkosten in Infrastrukturabgaben

für alle Verkehrsträger ist aus

Sicht des Verkehrsforums problematisch,

da Infrastrukturkosten hauptsächlich

die Kosten für Bau sowie Nutzung

umfassen und ihre Anlastung

verkehrsträgerspezifisch erfolgt.


Lenkungskreis ,Häfen und Schifffahrt’

Jobmaschine Hafen

Detthold Aden, Leiter des Lenkungskreises

(LK) Häfen und Schifffahrt und

Vorsitzender des Vorstandes BLG Logistics

Group AG & Co. KG, freute sich

diesmal über »hochkarätige« Referenten

bei der Tagung in Rostock.

Genauso dürfte es Aden freuen, dass

ein Drittel der Maßnahmen im Masterplan

»Güterverkehr und Logistik«

auf den Sektor Häfen und Schifffahrt

abgestellt sind. Dies wurde auch beim

LK thematisiert.

Nagel gegen »Weidezäune«

Für Ralf Nagel, Senator für Wirtschaft

und Häfen und Senator für Justiz und

Verfassung der Freien Hansestadt Bremen,

sind die Vertiefungen der Weser

und Elbe sowie der zügige Baubeginn

des Jade-Weser-Ports notwendige Investitionen.

Ebenso muss in die Hinterland-

v.l.: Dr. Eck (Deutsches Verkehrsforum),

MinDirig. Törkel (BMVBS), Senator

Nagel, Aden (BLG), Dr. Bauermeister

(Rostock Port), Staatssekretär Schröder

Presse Echo

> Deutsche Verkehrszeitung v.

13.09.07: »Das Deutsche Verkehrsforum

hat in Brüssel für praktikable

Regelungen zur Verbesserung der

Transportkettensicherheit geworben.«

> Frankfurter Allgemeine Zeitung v.

07.09.07: »Der Masterplan soll Handlungsempfehlungen

aufzeigen,

sagte Wilhelm Bonse-Geuking, Vorsitzender

der RAG-Stiftung und

Präsident des Deutschen Verkehrsforums,

dieser Zeitung in Berlin.«

anbindung und die Qualifizierung von

Arbeitskräften investiert werden. Der

Senator rechnet vor: 30 Prozent Effizienzpotenzial

können durch Prozessverbesserungen

im Bereich Häfen/Logistik

erzielt werden, etwa durch 24-

Stunden-Betrieb.

Zudem schlägt Nagel vor, Norddeutschland

als europäische maritime Vorbildregion

zu positionieren. Insgesamt ist

die Standortpolitik in Norddeutschland

aus Sicht des Senators zu sehr regional

geprägt. Alle Maßnahmen müssten in

eine gemeinsame nationale Logistikpolitik

eingebettet werden, Deutschland

sich als ein Standort im internationalen

Wettbewerb begreifen und entsprechend

vermarkten.

Schröder nennt Prioritäten

Etwa 1.000 Arbeitsplätze mehr gab es

2005 bei 190 Unternehmen der Seeverkehrs-

und Hafenwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

als zwei Jahre

zuvor. Dies geht aus einer Erhebung der

IHK Rostock hervor. Ein Anlass für

Staatssekretär Sebastian Schröder,

Ministerium für Verkehr, Bau und LandesentwicklungMecklenburg-Vorpommern,

sich weiterhin für den Ausbau der

Hafeninfrastruktur einzusetzen. Schröder

sprach über die Prioritäten der

Hafen- und Schifffahrtspolitik seines

Bundeslandes. Die Gesamtinvestitionen

der Landesregierung beliefen sich in

den letzten fünf Jahren auf rund 60

Mio. Euro. Wichtig sind nach Schröders

Ansicht die weitere Anbindung vom

> Logistik Inside v. 07.07.07: »Das

Deutsche Verkehrsforum, Interessenvertretung

der Verkehrswirtschaft in

Deutschland, hat auf der ,Transport

Logistic’ seine Standpunkte zum

Thema Lieferkettensicherheit dargelegt.«

> Internationales Verkehrswesen v.

Juni 07: »…Welche Trends sind im

Personenverkehr erkennbar und

worauf müssen sich Verkehrsanbieter

– sowohl öffentliche als auch

Workf low

Hafen Rostock an die A 19, der Lückenschluss

und Weiterbau der A 14 und der

Bau der B 96n auf Rügen. Schienenseitig

ist die Anbindung nach Berlin und weiter

nach Dresden/Prag (TEN-Achse) prioritär.

Das Konzept der europäischen

»Motorways of the Sea« will Schröder

aktiv mit zwei Projekten nutzen, die

momentan beantragt sind.

Törkel für Investitionen

Bernd Törkel, Leiter der Abteilung

Wasserstraßen/Schifffahrt im Bundesministerium

für Verkehr, Bau und

Stadtentwicklung (BMVBS), nannte drei

Schwerpunkte der nationalen und internationalen

Schifffahrtspolitik der Bundesregierung:

Investitionen und Wettbewerb,

Safety und Security sowie

Klimapolitik. Törkel hob hervor, dass ein

Drittel der Maßnahmen des Masterplans

auf den Sektor Häfen und Schifffahrt

bezogen seien. Das BMVBS wolle auch

der Frage nachgehen, wie der europäische

Binnenmarkt im Bereich Short-Sea-

Shipping besser verwirklicht werden

kann. <

Senator Ralf Nagel, Hansestadt Bremen

private – einstellen? Im Auftrag des

Deutschen Verkehrsforums stellte

das Infas-Institut diese und weitere

Fragen…«

> Deutsche Verkehrszeitung v.

12.07.07: »Die deutsche Verkehrswirtschaft

bekennt sich uneingeschränkt

zum Klimaschutz. […] Darauf

wies Thomas Hailer, Geschäftsführer

des Deutschen Verkehrsforums,

anlässlich des Energiegipfels

[…] hin.«

forumverkehr Ausgabe 2_2007

5


Workflow

Fakten

Verkehrsetat bis 2011

Für 2008 wird die Bundesregierung

rund 9,2 Mrd. Euro für den Ausbau

der Infrastruktur bereitstellen.

Geplante Investitionen in Mrd. EUR:

> 2007: Fernstraßen 4,70

Eisenbahn 3,49

Wasserstraßen 0,74

> 2008: Fernstraßen 4,70

Eisenbahn 3,60

Wasserstraßen 0,80

> 2009: Fernstraßen 4,58

Eisenbahn 3,67

Wasserstraßen 0,85

> 2010: Fernstraßen 4,53

Eisenbahn 3,68

Wasserstraßen 0,85

> 2011: Fernstraßen 4,52

Eisenbahn 3,69

Wasserstraßen 0,85

Gründung Arbeitsgruppe

Kommunikation

Zur Gründung einer verkehrsträgerübergreifenden

Arbeitsgruppe »Kommunikation«

waren zunächst die

Kommunikationsverantwortlichen der

Mitgliedsunternehmen des Präsidiums

eingeladen. In einem nächsten Schritt

wird der Kreis auch auf weitere Mitgliedsunternehmen

ausgedehnt. Die

AG »Kommunikation« will die facettenreichen

Themen rund um die Mobilität

stärker in den Fokus der Medien

und damit in das öffentliche Bewusstsein

rücken. Außerdem werden die

Mitglieder besser miteinander vernetzt

und erhalten eine höhere Präsenz.

Info: kudirka@verkehrsforum.de

Besser Fahren –

CO2 sparen

Nach Angaben der DEKRA kann eine

wirtschaftliche Fahrweise eine enorme

Einsparung des CO2-Ausstoßes bewirken.

Würden jährlich 900.000 neue

Führerscheininhaber in Deutschland

dahin gehend geschult, könne man

knapp 300.000 Tonnen CO2 einsparen.

Bei Schulung aller Kraftfahrer

Deutschlands könne man den CO2-

Ausstoß um 6 Mio. Tonnen reduzieren.

6 forumverkehr Ausgabe 2_2007

Wer kann sich das noch leisten?

Luxusgut Mobilität

Das Deutsche Verkehrsforum und der

Verband der Automobilindustrie (VDA)

organisierten gemeinsamen das Symposium

»Luxusgut Mobilität?« während

der 62. IAA in Frankfurt. Die Auswirkungen

der Mobilitätskosten auf

die wirtschaftliche und soziale Entwicklung

unserer Gesellschaft führten

zu einer spannenden Diskussion.

Verglichen mit der Steigerung der

Lebenshaltungskosten sind die Mobilitätskosten

in den letzten beiden Jahren

mehr als doppelt so stark angestiegen.

Ein Single-Haushalt musste in 2005 ca.

630 Euro mehr für PKW und ÖPNV ausgeben

als in 2000; eine Familie mit zwei

Kindern sogar 1.380 Euro mehr.

Dr. Kunibert Schmidt, VDA-Geschäftsführer

und Thomas Hailer, Geschäftsführer

Deutsches Verkehrsforum, begrüßten

die Gäste. Nach Fachvorträgen moderierte

Kerstin Schwenn, FAZ, die

Diskussion mit Ulrich Klaus Becker,

ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Dr.

Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes

der Steuerzahler Deutschland e.V., Winfried

Hermann MdB, Verkehrspolitischer

Sprecher Bündnis 90/Die Grünen, Dr.

Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des

Mineralölwirtschaftsverbandes, Thomas

Waschke, Leiter Sozialwissenschaftliche

Systemforschung Society and Technology

Research Group DaimlerChrysler

AG und Stephan Kitzinger, stellv. Geschäftsführer

der ProgTrans AG.

Dr. Schmidt forderte von der Politik, die

Mobilitätskosten sozial verträglich zu

halten. Weitere Forderungen der Politik

nach einer Verteuerung der Mobilität –

z. B. über Pkw-Maut oder Klimaabgabe

– würden Verbraucher verunsichern und

Neuwagenverkäufe dämpfen. Dies habe

negative Folgen für Konjunktur und

Umwelt.

Dr. Däke rechnete vor, dass der Fiskus

mindestens 50 Mrd. Euro jährlich von

den Autofahrern erhält – ohne Umsatzund

Versicherungssteuer. Für einen Liter

Benzin beträgt der Steueranteil 87 Cent.

Wer 50 Liter tankt, zahlt 44 Euro

Steuern. Ein Kostenschub kam durch die

Zwangsbeimischung von Biokraftstoffen.

Sinnvolle Ergänzung für den Energiemix

seien wettbewerbsorientierte

Biokraftstoffstrategien, also Biokraftstoffe

aus Energiepflanzen. Dazu müssten

die gesetzlichen Rahmenbedingun-

Dr. Karl Heinz Däke, Bund der Steuerzahler

gen technologieoffen sein. »Wenn es

nur um den Benzinpreis vor Steuern

ginge, wäre Mobilität so billig wie nie.«,

so Dr. Picard.

»Um Verbraucher nicht im Ungewissen

zu lassen, ist die Einführung der CO2basierten

Kfz-Steuer als wirksames ökologisches

Steuerinstrument zum 1. Januar

2008 zwingend erforderlich.« erklärte

ADAC-Vizepräsident Becker. <

v.l.: Becker (ADAC), Dr. Däke (Bund der Steuerzahler), Schwenn (FAZ), Hermann MdB,

Dr. Picard (Mineralölwirtschaftsverband), Waschke (DaimlerChrysler)


Vorgestellt

Neue Mitglieder

Jeppesen GmbH

Die Jeppesen GmbH ist Anbieter von

weltweiten navigatorischen Informationen

zur Flugvorbereitung und -durchführung.

Die integrierte Produkt- und

Servicepalette umfasst Navigationskarten

auf Papier oder in elektronischer

Form; Datenbanken für Flugmanagement-

und andere Navigationssysteme;

Flugplanungssysteme oder organisatorische

Flugvorbereitung- und betreuung;

meteorologische Informationen sowie

entsprechende Beratung; Daten zur

Flugzeugleistungsoptimierung für Start

und Landung; Publikationen wie Flugbetriebshandbücher,Flugzeugnutzungsund

Wartungsanleitungen; Trainingskurse

und -materialien für Flugbetriebspersonal

und Produktanwendungen.

Auch Marine Services, Lösungen für den

Bahnbetrieb, Logistic-Dienstleistungen

und Lösungen für den Flughafenbetrieb

gehören zum Leistungsspektrum.

Das Unternehmen gehört seit dem Jahr

2000 zum Boeing Konzern und ist eine

Tochtergesellschaft der Boeing Commercial

Aviation Services Holding GmbH.

Die Jeppesen GmbH beschäftigt zur Zeit

430 Mitarbeiter. Die gesamte Jeppesen

Firmengruppe mit Hauptsitz in Englewood,

Colorado, USA, unterhält Büros

an 87 Standorten und beschäftigt ca.

3000 Mitarbeiter weltweit.

Toll Collect GmbH

Toll Collect hat das satellitengestützte

Lkw-Mautsystem für Deutschland entwickelt

und betreibt es als privatwirtschaftlicher

Dienstleister im Auftrag der

Bundesregierung. Im Jahre 2002 haben

Impressum:

Redaktion:

Ingrid Kudirka, Pressesprecherin

Herausgeber:

Deutsches Verkehrsforum

Klingelhöferstr. 7, 10785 Berlin

Tel. 030-26 39 54-0

Fax 030-26 39 54-22

www.verkehrsforum.de

e-mail: info@verkehrsforum.de

sich dafür die Deutsche Telekom,

Daimler Chrysler Financial Services und

der französische Autobahnbetreiber

Cofiroute zusammengeschlossen und

die Toll Collect GmbH gegründet. Das

Unternehmen mit rund 580 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern hat seinen

Sitz in Berlin.

Seit dem Start des weltweit ersten

satellitengestützten Mautsystems am

1. Januar 2005 erfasst Toll Collect pro

Jahr durchschnittlich 300 Millionen

Fahrten von mautpflichtigen Lkw ab 12

Tonnen Gesamtgewicht auf dem deutschen

Autobahnnetz und auf ausgewählten

Bundesstraßen. Mit jährlich ca.

25 Milliarden gefahrenen Kilometern

berechnet das System weltweit die meisten

Straßenkilometer. Die Mauteinnahmen

beliefen sich 2005 und 2006 kumuliert

auf insgesamt ca. 6 Mrd. Euro.

Ziel ist es, die technische Weiterentwicklung

des Mautsystems so voranzutreiben,

dass die Toll Collect GmbH

Technologieführer bleibt und einen

innovativen Beitrag zu einer modernen

Transportwelt leisten kann.

Mitglied werden

Auch Ihr Unternehmen kann von unserem

umfangreichen Kontaktnetzwerk

provitieren. Es erstreckt sich über alle

Bereiche der Verkehrswirtschaft in

Deutschland, die maßgeblichen politischen

Entscheidungsträger und wissenschaftlichen

Institute sowie über EU-

Institutionen und europäischen Verbände.

Wir vermitteln Einzelkontakte

zu unseren Gesprächspartnern aus Politik,

Verkehrswirtschaft und Wissenschaft.

In einer Vielzahl von Symposien

und Kongressen bieten wir Ihnen eine

hochkarätige Plattform zur Präsentation

der Leistungen Ihres Unternehmens.

<

Mehr unter: www.verkehrsforum.de

Vor Ort

Treffpunkt

Lenkungskreise

> Lenkungskreis Güterverkehr am

30. Oktober 2007 in Berlin unter

Leitung von Hans-Jörg Hager, Mitglied

des Präsidiums Deutsches

Verkehrsforum und Vorsitzender

des Vorstandes Schenker Deutschland

AG, Mitglied des Vorstandes

Schenker AG.

Veranstaltungen

> Seehafenprognose 2025

Das Ostseeinstitut veranstaltet am

11. Oktober 2007 mit der DVWG/

Bezirksvereinigung Mecklenburg-

Vorpommern eine Tagung für die

Fachöffentlichkeit zum Thema

»Prognose 2025 für die deutschen

Seehäfen«. Ort: Industrie- und Handelskammer

zu Rostock, Ernst-Barlach-Str.

3, 18055 Rostock

Anmeldung:

ostseeinstitut@uni-rostock.de

> Fachkongress »Intelligentes Verkehrsmanagement

– Das Mautsystem

als Wegbegleiter für Mehrwertdienste«,

unterstützt vom

Deutschen Verkehrsforum, findet

am 16. Oktober 2007, 10.00 – 16.00

Uhr statt. Mit Fachvorträgen und

Plenumsdiskussion. Ort: Bundesministerium

für Verkehr, Bau und

Stadtentwicklung, Erich-Klausener-

Saal, Invalidenstr. 44, 10115 Berlin,

Anmeldung:

ref-A24@bmvbs.bund.de

> NEAT-Marketing vom 17. – 20. Oktober

2007: Das schweizer Bundesamt

für Verkehr (BAV) zu Gast in

Hamburg. Podiumsdiskussion am

18. Oktober 2007 zum Thema

»Güter auf die Schiene: Chance für

Deutschland oder weitere Hürde

für die Wirtschaft?«. Mit Fachvorträgen

und Diskussion. Start 12

Uhr, Ort: Deichtorhallen, Deichtorstr.

1-2, 20095 Hamburg.

Anmeldung:

hamburg@konsulat-schweiz.de

forumverkehr Ausgabe 2_2007 7


Schlusspunkt

Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung

Gutes Klima - eine Bewertung

Die Bundesregierung hat auf ihrer

Klausur in Meseberg Eckpunkte für ein

integriertes Energie- und Klimaprogramm

verabschiedet. Wir haben den

Bereich »Verkehr« unter die Lupe genommen.

Bei dem Eckpunktepapier handelt es

sich um ein umfassendes Konzept mit

Maßnahmen in den Bereichen Rechtsrahmen,

Technologieförderung/ finanzielle

Anreize und internationale Abstimmung

mit einem Zeithorizont bis 2020.

Erfreulich ist, so wie es das Deutsche

Verkehrsforum fordert, dass der Zusammenhang

zwischen Klimapolitik, Energiepolitik

und Wachstum, Wettbewerb

und Beschäftigung ausdrücklich berücksichtigt

werden soll.

Im Bundeshaushalt stehen 2008 für

Klimapolitik 2,6 Mrd. Euro zur Verfügung,

darunter allerdings 400 Mio. Euro

aus dem Verkauf von Emissionshandelszertifikaten.

Mehr Mittel für Forschung

Förderprogramme für Klimaschutz und

Energieeffizienz, auch im Sektor Verkehr

befürworten wir. Sie sollten jedoch

nicht durch einen zusätzlichen Klima-

Cent finanziert werden. Die Zielsetzung

120g CO2/km bei Pkw bis 2012, davon

10g Reduktion durch Biokraftstoff, ist

extrem schwierig. Das Ziel für die

Hersteller wäre also 130g CO2/km bei

Pkw. Die Erwartungen an den Ausbau

von Biokraftstoffen sollten in diesem

8

forumverkehr Ausgabe 2_2007

Zusammenhang nicht zu hoch sein.

Fraglich ist auch die stärkere Ökokomponente

in der Lkw-Maut für mehr

Lenkungswirkung.

Sehr positiv hingegen ist die Ausstattung

der Energieforschung mit mehr

Mitteln und die Stärkung von Forschung

und Innovation. Wir begrüßen zudem

die geforderte Umstellung der Kfz-

Steuer auf CO2-Basis nach dem Prinzip:

»Jedes Gramm gleich besteuert.« Die

vorgeschlagene Verbrauchskennzeichnung

für PKW muss EU-weit abgestimmt

werden.

Wir begrüßen vor allem den postulierten

Willen zur Verwirklichung des

Single European Sky und die transatlantische

Klima-/Technologie-Initiative.

Weiterhin soll die Qualität der Schiffskraftstoffe

gesteigert und deutsche

Unternehmen bei CDM (Clean Development

Mechanism) /JI (Joint Implementation)

sowie beim Export klimaschonender

Technologie unterstützt

werden. <

Anforderung des Eckpunktepapiers bei

uns per Mail: info@verkehrsforum.de

Politik-Spiegel

Brüssel rechnet nach

Nach Einschätzung der EU-Kommission

muss Deutschland seinen Anteil

an erneuerbaren Energien stärker

steigern als bisher angenommen,

wenn die EU den beschlossenen Verbrauch

bis 2020 von 20 Prozent erreichen

will. Statt der bisher maximalen

16 Prozent wäre die Zielvorgabe für

Deutschland demnach 16 bis 21 Prozent

erneuerbarer Energie. Die Ziele

17 bis 20 Prozent basieren auf drei

unterschiedlichen Modellen für die

Lastenverteilung in der EU.

Cross Acceptance auf

gutem Wege

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments

hat in seiner Sitzung am 11. September

2007 die gegenseitige Anerkennung

von Zulassungsverfahren

bei Schienenfahrzeugen (sog. Cross

Acceptance) voran gebracht. Bei der

Entscheidung zur Sicherheits- und

Interoperabilitätsrichtlinie wurden

die Anregungen zur Verfahrenserleichterung

im Sinne der Bahnindustrie

und der Betreiber einbezogen.

Die gegenseitige Anerkennung der

Zulassungszertifikate zwischen den

Behörden der EU-Mitgliedsstaaten

soll künftig aufwändige Mehrfachprüfungen

vermeiden.

Emissionshandel

im Flugverkehr?

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlamentes

will den Luftverkehr erst ab

2012 in den Emissionshandel einbeziehen.

Berichterstatter Dr. Jarzembowski

MdEP schlägt weitere Korrekturen

am Entwurf der EU-Kommission

vor: Von Beginn an sollen internationale

Flüge von Fluggesellschaften aus

Drittstaaten aus und in die EU einbezogen

werden. Die Zuteilung der

Emissionszertifikate soll zu 20 Prozent

über Versteigerungen erfolgen, 80

Prozent sollen frei vergeben werden.

Grundlage für die Zuteilung soll der

Emissionsausstoß der Jahre 2007 bis

2009 sein. Ab 2012 sollen 110 Prozent

dieser Basis zur Berechnung der Zuteilung

herangezogen werden.


www.verkehrsforum.de

neu Ó


Internetauftritt

Das Verkehrsforum mit neuem Gesicht

Mobilität im Netz

Objektive Informationen rund um das

Thema Mobilität in Deutschland setzen

eine hoch entwickelte Informations- und

Navigationsarchitektur voraus. Unsere

Internetseite präsentiert sich ab sofort

in moderner Optik und mit verbesserter

Funktionalität.

»Form follows function«: Die Seite lebt

von der Aktualität ihrer Informationen.

News, gepaart mit fundiertem Hintergrundwissen,

bilden die inhaltliche Basis

des neuen Auftritts. Wichtigste Anforderung

an die Neuentwicklung: eine

einfache und übersichtliche Struktur zu

schaffen, die dem Nutzer einen schnellen

und zugleich umfassenden Informationszugang

ermöglicht.

Bereits auf der Startseite ist die neue

Themenbreite und -tiefe ersichtlich.

Insbesondere in den Rubriken »Aktuelles

Thema« und »Leitthema« werden

die Angebote an mehr und ausgewählten

Inhalten deutlich. Damit

setzen wir ganz bewusst auf Schwerpunktthemen,

die unsere Position auch

zur politischen Agenda aufzeigen. Die

sogenannten Teasertexte auf der Startseite

fassen Themen zusammen. Sie

bieten für den interessierten Nutzer –

neben der Navigationsleiste – einen

schnellen Einstieg zu noch mehr Hintergrundinformationen.

Persönlicher Kontakt und Networking

werden bei uns von jeher großgeschrieben.

Möglichkeiten hierzu sind auf der

neuen Webseite noch weiter ausgebaut

und optimiert. Die Mitglieder präsentieren

sich prominenter und der Medienservice

bietet eine komfortable Struktur.

Wie bisher erhalten die Mitglieder

ihr persönliches Log-in als Zugang zum

internen Bereich. Hier sorgt eine neue

Gliederung für mehr Übersichtlichkeit

und Kontakte untereinander können

intensiviert werden. Ein neuer Service

ist auch, dass Vorträge und Präsentationen,

etwa aus den Lenkungskreisen,

als Download zur Verfügung stehen.

Das Archiv ist verschlagwortet und hilft

bei umfassenden Recherchen. Nach der

Neugestaltung von Logo und Newsletter

ist der Relaunch der Website der

konsequente nächste Schritt in Richtung

Neuaufstellung unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Wir freuen uns über Ihre Resonanz.

Projektleitung Deutsches Verkehrsforum

Dr. Florian Eck

eck@verkehrsforum.de

Ingrid Kudirka

kudirka@verkehrsforum.de

Die Internetseite ist in Zusammenarbeit

mit UMPR Ute Middelmann Public Relations

GmbH entstanden. UMPR gehört

zu den führenden unabhängigen Agenturen

für Kommunikationsberatung. In

den Bereichen Corporate Design & Communications,

Medienarbeit und Publishing

betreut UMPR von Hamburg aus

renommierte Unternehmen und Institutionen

in ganz Deutschland.

Projektleitung UMPR

Susanne Klaar, Diplom-Designerin

susanne_klaar@umpr.de

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gegenüber des Re-Designs (unten)

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