Rundschreiben 02/2015
Der Nase nach - Spürhunde helfen, Geparde zu schützen: In unserem Rundschreiben berichten wir über unsere Arbeit im Artenschutz und aktuelle Entwicklungen in unseren Projekten. Diese Ausgabe umfasst u.a. folgenden Themen: - Der Nase nach - Spürhunde helfen, Geparde zu schützen - Neuigkeiten vom Elefanten Mwashoti und einer Elefantenrettung - Meeresschildkröten-Ausstellung wird von UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet - Neu - Geparden-Unterrichtsleitfaden für Lehrer und Aktive in der Umweltbildung - AGA unterstützt Rettung beschlagnahmter Schildkröten
Der Nase nach - Spürhunde helfen, Geparde zu schützen: In unserem Rundschreiben berichten wir über unsere Arbeit im Artenschutz und aktuelle Entwicklungen in unseren Projekten.
Diese Ausgabe umfasst u.a. folgenden Themen:
- Der Nase nach - Spürhunde helfen, Geparde zu schützen
- Neuigkeiten vom Elefanten Mwashoti und einer Elefantenrettung
- Meeresschildkröten-Ausstellung wird von UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet
- Neu - Geparden-Unterrichtsleitfaden für Lehrer und Aktive in der Umweltbildung
- AGA unterstützt Rettung beschlagnahmter Schildkröten
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Nr. 2 / <strong>2015</strong><br />
Rathausgasse 5 • 70825 Korntal-Münchingen • Tel: 07150 9222-10 • Fax: -11 • E-Mail: info@aga-artenschutz.de • www.aga-artenschutz.de<br />
Foto: Matthias-Alexander Braun<br />
Foto: Birgit Braun<br />
Der Nase nach – Spürhunde helfen,<br />
Geparde zu schützen<br />
Schwanzwedelnd und voller Tatendrang<br />
beginnt der niedliche Spaniel<br />
mit dem Namen „Tiger“ mit seiner Arbeit.<br />
Mit der Nase am Boden hat er nur<br />
ein Ziel – er will spielen! Dafür rennt<br />
er durch die Landschaft, schnuppert<br />
an Büschen, Bäumen und Termitenhügeln,<br />
um seinen Zielgeruch zu finden.<br />
Denn dafür wird er belohnt. Sein<br />
Hundeführer, der ihm auf Schritt und<br />
Tritt folgt, wird dann ausgiebig mit<br />
ihm spielen. Tiger ist ein ausgebildeter<br />
Spürhund und im Einsatz zum Schutz<br />
der Geparde. Er findet zuverlässig den<br />
Kot der schnellen Katzen, der unauffällig<br />
in der Landschaft verteilt herum<br />
liegt. Für Tiger ist das kein Problem, er<br />
folgt einfach seiner Nase.<br />
Um wirksame Strategien für den Schutz<br />
der Geparde in der Wildnis entwickeln zu<br />
können, ist es wichtig, ihr Verbreitungsgebiet<br />
zu kennen und ihre Lebensweise<br />
zu verstehen. Nur so können dort,<br />
wo Geparde vorkommen, geeignete<br />
Schutzaktivitäten, wie beispielsweise<br />
effektive Viehhaltungsmethoden zum<br />
Schutz der Nutzviehherden der Farmer,<br />
durchgeführt werden. Die engagierten<br />
Artenschützer unserer Partnerorganisation<br />
Cheetah Conservation Fund (CCF) bekommen<br />
hierbei Hilfe von Spürhunden,<br />
die auf das Aufspüren von Gepardenkot<br />
trainiert sind.<br />
Hundenasen helfen beim<br />
Gepardenzählen<br />
Hunde nehmen ihre Umwelt hauptsächlich<br />
durch ihren Geruchssinn wahr, der<br />
das menschliche Riechvermögen um ein<br />
Vielfaches übertrifft. Aus diesem Grund<br />
und wegen ihrer außerordentlichen Lernfähigkeit,<br />
sind Hunde bestens geeignete<br />
Helfer beim Aufspüren von allem, was<br />
Duftstoffe abgibt. Hierzu zählt natürlich<br />
... weiter auf Seite 2<br />
Inhalt<br />
Seite<br />
Der Nase nach – Spürhunde<br />
helfen, Geparde zu schützen .... 1/2<br />
Neuigkeiten vom Elefanten<br />
Mwashoti und einer<br />
Elefantenrettung ............... 2<br />
Meeresschildkröten-Ausstellung<br />
wird von UN-Dekade Biologische<br />
Vielfalt ausgezeichnet ............ 3<br />
NEU – Geparden-Unterrichtsleitfaden<br />
für Lehrer und Aktive<br />
in der Umweltbildung ........... 3<br />
AGA unterstützt Rettung<br />
beschlagnahmter Schildkröten … 4<br />
Gedruckt mit freundlicher Unterstützung<br />
der Druckerei druckpartner, Essen<br />
www.druck-partner.de
auch der Kot von Geparden. Die AGA<br />
unterstützt das Spürhunde-Programm<br />
zum Schutz der Geparde finanziell und<br />
mit der Expertise aus mehreren Jahren<br />
Erfahrung aus dem Training und Einsatz<br />
von Artenschutz-Spürhunden. Birgit<br />
Braun, Geschäftsführerin der AGA, hat<br />
sich seit über 10 Jahren mit den Einsatzmöglichkeiten<br />
von Spürhunden im<br />
Bereich Artenschutz beschäftigt. Auf<br />
ihre Initiative ist es zurückzuführen,<br />
dass beispielsweise in Deutschland, aber<br />
Eli Walker, Birgit Braun und Spürhund „Tiger“<br />
Foto: Matthias-Alexander Braun<br />
auch in weiteren Ländern, Artenschutz-<br />
Spürhunde beim Zoll eingesetzt werden,<br />
um geschmuggelte Tiere und Pflanzen<br />
sowie Produkte aus ihnen aufzuspüren.<br />
Im August war sie nun vor Ort im<br />
Geparden-Schutzprojekt, um bei der<br />
Umsetzung des Spürhundeprogramms<br />
zu helfen.<br />
Aber wie hilft nun der Kot der Geparde<br />
dabei, diese vom Aussterben bedrohten<br />
Tiere zu schützen? Im Gepardenkot enthalten<br />
sind unter anderem DNA-Spuren<br />
der jeweiligen Geparde, wie auch Rückstände,<br />
die auf die Nahrung der Tiere<br />
schließen lassen. So können anhand der<br />
Kotproben nicht nur Geparde, sondern<br />
auch ihr Speisezettel individuell bestimmt<br />
werden. Dies hilft beispielsweise,<br />
Farmern aufzuzeigen, dass Geparde in<br />
der Regel Wildtiere fressen. So können<br />
die Besitzer von Nutzvieh überzeugt<br />
werden, Geparde aus Angst um ihre<br />
Tiere nicht gleich zu erschießen, wenn<br />
sie sie auf ihrem Farmland entdecken.<br />
Außerdem können zusätzliche Maßnahmen<br />
zum Schutz der Geparde besser<br />
geplant und umgesetzt werden.<br />
Eine weitere Möglichkeit, die Verbreitung<br />
der Geparde zu erforschen, ist der<br />
Einsatz von Kamerafallen. Diese werden<br />
versteckt aufgestellt und durch einen<br />
Bewegungsmelder ausgelöst. Anlässlich<br />
des 25jährigen Jubiläums des CCF konnte<br />
die AGA nun 25 der Spezialkameras<br />
überreichen. In den kommenden Monaten<br />
soll der Einsatz der Kamerafallen<br />
weiter ausgebaut werden.<br />
Spezialkameras für Kamerafallen mit Zubehör<br />
Für den Einsatz von Spürhund Tiger<br />
bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.<br />
Bitte helfen Sie uns mit Ihrer<br />
Spende (Spendenstichwort „Geparde“),<br />
Spürhunde zum Schutz der<br />
Geparde einsetzen zu können. Zudem<br />
werden weitere Kamerafallen<br />
benötigt, die wir nur mit Ihrer Hilfe<br />
anschaffen können.<br />
Foto: CCF<br />
Neuigkeiten vom Elefanten Mwashoti und einer Elefantenrettung<br />
laufen und mit den anderen Elefantenwaisen<br />
den Busch erkunden.<br />
Mwashoti wieder gesund und auf Erkundungstour<br />
Foto: DSWT<br />
Über die Rettung des kleinen Elefanten<br />
Mwashoti haben wir in unserem letzten<br />
<strong>Rundschreiben</strong> berichtet. Mwashoti war<br />
von einer Schlingfalle am Fuß lebensbedrohlich<br />
verletzt worden. Nach seiner<br />
Rettung wurde die entzündete Wunde<br />
täglich von unseren Kollegen des David<br />
Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) versorgt.<br />
So konnte Mwashoti nach und nach<br />
wieder aufgepäppelt werden. Von der<br />
einst tiefen Wunde ist fast nichts mehr<br />
zu sehen. Der kleine Kämpfer kann nun<br />
endlich wieder ohne sichtliche Probleme<br />
Auch spontane Rettungseinsätze gehören<br />
zur Arbeit unserer Kollegen, denn<br />
es werden immer wieder verletzte oder<br />
in Not geratene Elefanten gefunden,<br />
die direkt vor Ort versorgt werden müssen.<br />
So haben die Wildhüter des DSWT<br />
beispielsweise Ende Juni ein kleines<br />
Elefantenkalb gerettet, das in ein tiefes<br />
Wasserloch gefallen war und zu ertrinken<br />
drohte.<br />
Die Rettung des Elefantenbabys stellte<br />
eine große Herausforderung für das<br />
Team dar, denn nicht nur die aufgeregte<br />
Mutter, sondern auch gleich zwei Elefantenherden<br />
waren vor Ort, um das Kleine<br />
zu beschützen. Nichtsdestotrotz fand<br />
das Rettungsteam einen Weg, um an das<br />
Wasserloch zu gelangen. Mit Hilfe von<br />
Seilen konnte das Elefantenmädchen<br />
schlussendlich aus dem Loch gezogen<br />
und wieder mit seiner Mutter sowie der<br />
Herde vereint werden.<br />
Das Elefantenbaby wird aus einem Wasserloch gerettet<br />
Mit Ihrer Spende für die „Elefanten“ oder als Pate können Sie solche Rettungsaktionen<br />
und die Aufzucht der Elefantenwaisen unterstützen. Informationen<br />
finden Sie auch unter: www.aga-artenschutz.de/elefantenpatenschaft.html<br />
Foto: DSWT<br />
Foto: DSWT
Fotos: AGA<br />
Die Meeresschildkröten-Ausstellung in Schulen in Gießen, Penzberg und München (v. l.)<br />
Meeresschildkröten-Ausstellung wird von<br />
UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet<br />
Beitrag zur<br />
UN-Dekade<br />
Biologische<br />
Vielfalt<br />
<strong>2015</strong><br />
Da hat sich nicht nur Agathe, das<br />
Maskottchen unserer Meeresschildkröten-Ausstellung,<br />
gefreut: Die Meeresschildkröten-Ausstellung<br />
der AGA wurde<br />
im September als Beitrag zur UN-Dekade<br />
Biologische Vielfalt ausgezeichnet!<br />
Das Ziel der Auszeichnung durch die<br />
Vereinten Nationen ist es, gemeinsam<br />
zum Erhalt der Biologischen Vielfalt unserer<br />
Erde beizutragen. Hierzu haben die<br />
Vereinten Nationen die Jahre 2011 bis<br />
2<strong>02</strong>0 zur UN-Dekade für die biologische<br />
Vielfalt erklärt.<br />
Die Meeresschildkröten-Ausstellung,<br />
bestehend aus 10 Banner-Displays,<br />
kann bei der AGA beispielsweise von<br />
Schulen, Umweltgruppen und anderen<br />
Interessierten kostenlos ausgeliehen<br />
und im Unterricht oder z. B. bei Aktionstagen<br />
eingesetzt werden. In diesem<br />
Jahr war sie auch schon in vielen Schulen<br />
im Einsatz, so auch am Gymnasium<br />
Penzberg. Die Schüler haben sich<br />
eingehend mit den Themen „Plastik<br />
und Meeresverschmutzung“ auseinander<br />
gesetzt. Wir freuen uns sehr über<br />
die Rückmeldung, dass auf Initiative der<br />
AG Umwelt und des AK Mensa hin, ab<br />
dem neuen Schuljahr die kostenlosen<br />
Plastik-Trinkbecher abgeschafft werden.<br />
Der Gepard ist den meisten Kindern und<br />
Jugendlichen als schnellstes Landsäugetier<br />
der Erde bekannt. Doch welche<br />
Eigenschaften das Tier zum Sprinter befähigen,<br />
wie gut es sich an einen speziellen<br />
Lebensraum angepasst hat, wie stark<br />
die Tierart bedroht ist und welche Auswirkungen<br />
der Verlust dieser Art auf das<br />
Ökosystem hätte, wissen die Wenigsten.<br />
Erst recht nicht, wie Farmer und Geparde<br />
in Namibia voneinander abhängen. An<br />
dieser Stelle setzt der Unterrichtsleitfaden<br />
„Geparde: die Rolle eines Raubtieres<br />
in seinem Lebensraum“, der von der AGA<br />
herausgegeben wurde, an.<br />
Der Geparden-Unterrichtsleitfaden<br />
bietet Hintergrundinformationen, Anregungen<br />
zu Fragestellungen sowie<br />
Projektanleitungen zur praktischen Umsetzung<br />
mit Schülern. Er steht Lehrern<br />
und Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit<br />
kostenlos zur Verfügung und<br />
Ab jetzt wird sich jeder Schüler sein<br />
eigenes Trinkgefäß mitbringen. Wir<br />
gratulierenden Schülern und Lehrern,<br />
die sich so erfolgreich für den Umweltschutz<br />
engagieren!<br />
Haben Sie Interesse, die Ausstellung bei sich in der Schule, bei einem Aktionstag<br />
oder einer ähnlichen Gelegenheit zu zeigen? Dann melden Sie sich bitte<br />
bei uns. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Internetseite:<br />
www.aga-artenschutz.de/meeresschildkroeten-ausstellung.html<br />
Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit mit einer Spende unter dem<br />
Stichwort „Meeresschildkröten“.<br />
NEU – Geparden-Unterrichtsleitfaden<br />
für Lehrer und Aktive in der Umweltbildung<br />
Der Gepard ist den meisten Kindern und<br />
Jugendlichen als schnellstes Landsäugetier<br />
der Erde bekannt. Welche Eigenschaften<br />
das Tier zum Schnellläufer befähigen, wie<br />
gut es sich im Laufe der Zeit an einen ganz<br />
speziellen Lebensraum angepasst hat und<br />
wie stark die Tierart bedroht ist, wissen die<br />
Wenigsten.<br />
Der Unterrichtsleitfaden „Geparde: die Rolle<br />
eines Raubtieres in seinem Lebensraum“<br />
bietet Lehrern unterschiedlicher Fachgebiete<br />
(z. B. Biologie, Mathe und Geographie)<br />
Cheetah Conservation Fund<br />
Namibia: P.O. Box 1755 Otjiwarongo, Namibia<br />
US Physical: 200 Daingerfield Rd. Suite 200<br />
Alexandria, VA 22314<br />
US Mailing: PO Box 2496<br />
Alexandria, VA 22301<br />
Hintergrundinformationen zu diesem<br />
Thema sowie Anregungen zu Fragestellungen<br />
und Projektanleitungen<br />
zur Umsetzung mit den Schülern an.<br />
Der Unterrichtsleitfaden hilft, Kinder und<br />
Jugendliche (im Alter von 8-12 Jahren) am<br />
Beispiel Gepard an globale ökologische,<br />
ökonomische und soziale Zusammenhänge<br />
heranzuführen und dazu zu motivieren,<br />
Verantwortung zu übernehmen und sich<br />
für Menschen und Arten- und Naturschutz<br />
in Entwicklungsländern einzusetzen.<br />
AGA<br />
Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V.<br />
Action Campaign for Endangered Species<br />
Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e. V.<br />
Rathausgasse 5 · 70825 Korntal-Münchingen<br />
Telefon: 07150 922210<br />
Telefax: 07150 922211<br />
E-Mail: info(@)aga-artenschutz.de<br />
www.aga-artenschutz.de<br />
Das entwicklungspolitische Projekt „Geparde – Ein Unterrichtsleitfaden“ wurde aus<br />
Mitteln des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit<br />
Baden-Württemberg (SEZ) gefördert.<br />
GEPARDE:<br />
Die Rolle eines Raubtieres<br />
in seinem Lebensraum<br />
Ein Unterrichtsleitfaden<br />
kann bei der AGA<br />
bestellt oder auf der<br />
Internetseite (www.<br />
aga-artenschutz.de/<br />
umweltbildung.html) heruntergeladen<br />
werden. Der Unterrichtsleitfaden wurde<br />
aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg<br />
über die Stiftung Entwicklungs-<br />
Zusammenarbeit Baden-Württemberg<br />
(SEZ) gefördert und ist ebenfalls<br />
als Beitrag zur UN-Dekade Biologische<br />
Vielfalt ausgezeichnet worden.<br />
CD-Hü le_<strong>2015</strong>_v2.indd 1 25.06.<strong>2015</strong> 14:20:57<br />
Beitrag zur<br />
UN-Dekade<br />
Biologische<br />
Vielfalt<br />
<strong>2015</strong>
AGA unterstützt Rettungsaktion beschlagnahmter Schildkröten<br />
Ende Juni erreichte uns die Meldung von<br />
der Beschlagnahmung einer unglaublichen<br />
Anzahl von Süßwasserschildkröten.<br />
Mehr als 4.300 (!) Schildkröten waren<br />
von den zuständigen Behörden auf der<br />
philippinischen Insel Palawan aufgegriffen<br />
worden. Sie sollten nach China<br />
geschmuggelt werden, um dort auf Märkten<br />
verkauft zu werden. Nach einem<br />
kurzen Moment der Freude über die Rettung<br />
dieser Tiere, überwogen dann das<br />
Entsetzen und die Fassungslosigkeit über<br />
das Ausmaß dieser Schildkröten-Katastrophe.<br />
Bei den Schildkröten handelte es sich<br />
um Palawan-Waldschildkröten. Diese<br />
Süßwasserschildkrötenart kommt nur<br />
auf der Insel Palawan vor und wurde von<br />
der Weltnaturschutzunion IUCN bereits<br />
als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.<br />
Der illegale Fang einer so großen<br />
Anzahl an Palawan-Waldschildkröten ist<br />
eine ökologische Katastrophe, denn der<br />
Gesamtbestand dieser Schildkrötenart in<br />
freier Wildbahn wurde auf gerade noch<br />
5.000 Exemplare geschätzt. Ob sich die<br />
Art von dieser Katastrophe je wieder erholen<br />
kann, liegt jetzt in der Hand der<br />
Naturschützer vor Ort.<br />
Die AGA hat umgehend und unbürokratisch<br />
4.000 Euro als Soforthilfe<br />
bereitgestellt, um die Schildkröten<br />
Die Erstversorgung der geretteten Schildkröten in<br />
einer ausgedienten Krokodil-Anlage und die spätere<br />
Auswilderung der ersten ca. 2.000 Tiere auf Palawan.<br />
Die AGA ist Unterzeichner der<br />
Spendenkonto: Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e. V.<br />
KSK Ludwigsburg, BLZ: 604 500 50, Kontonummer: 99 12 900<br />
IBAN: DE25 6045 0050 0009 9129 00 / BIC-Code: SOLA DE S1 LBG<br />
oder spenden Sie auf unserer Internetseite unter: www.aga-artenschutz.de/spenden.html<br />
Sollte die Spendensumme für ein Projekt den Bedarf überschreiten, werden wir die Mittel für ähnlich dringende AGA-Projekte einsetzen.<br />
zuallererst medizinisch zu versorgen,<br />
artgerecht unterzubringen und auf eine<br />
spätere Wiederauswilderung vorzubereiten.<br />
So konnte beispielsweise auch<br />
dank der bereitgestellten Soforthilfe der<br />
AGA, eine alte, ungenutzte Krokodil-Anlage<br />
des „Palawan Wildlife Rescue Center“<br />
wieder in Stand gesetzt werden, um die<br />
Schildkröten versorgen zu können.<br />
Dank dem engagierten Einsatz von<br />
Tierärzten, Schildkrötenexperten und<br />
Studenten aus der ganzen Welt, die kurzfristig<br />
zu Hilfe eilten, wurden Tausende<br />
Schildkröten in den letzten Wochen<br />
begutachtet und medizinisch versorgt.<br />
Nach einigen Tagen konnten die ersten<br />
etwa 2.000 Tiere von den engagierten<br />
Helfern so bereits ausgewildert werden.<br />
In den darauf folgenden Wochen wurden<br />
nun fast alle weiteren Schildkröten ausgewildert,<br />
sobald es ihr Gesundheitszustand<br />
zugelassen hat.<br />
Etwa 50 Schildkröten sind noch in der<br />
Station verblieben. Sie können in absehbarer<br />
Zeit noch nicht in die Wildnis<br />
zurückkehren. Für mehr als 650 Schildkröten<br />
kam bedauerlicherweise jede Hilfe<br />
zu spät. Die ausgewilderten Tiere werden<br />
nun weiter beobachtet und überwacht,<br />
um sicherzustellen, dass sie sich in der<br />
Wildnis wieder einleben. Nur so kann das<br />
Überleben der Palawan-Waldschildkröte<br />
gewährleistet werden.<br />
Wir werden diese Arbeit weiterhin<br />
unterstützen und bitten Sie deshalb<br />
um Ihre Hilfe für diese dringende<br />
Rettungsaktion (Stichwort „Palawan-<br />
Waldschildkröte“).<br />
Auch als Fördermitglied der AGA (ab<br />
4 Euro im Monat) können Sie helfen,<br />
denn in solchen Notsituationen<br />
ist schnelle und unbürokratische<br />
finanzielle Hilfe von großer Bedeutung.<br />
Ihr Förderbeitrag ermöglicht<br />
es uns, im Notfall schnell und<br />
wirkungsvoll helfen zu können.<br />
Weitere Informationen finden Sie<br />
auch auf unserer Internetseite:<br />
www.aga-artenschutz.de/mitgliedwerden.html<br />
Bitte informieren Sie uns, falls Sie zukünftig keine Post mehr erhalten möchten. Gerne können Sie auf unserer Internetseite www.aga-artenschutz.de unseren Newsletter abonnieren.<br />
Foto: Katala Foundation Foto: Katala Foundation Foto: Katala Foundation<br />
Foto: Katala Foundation<br />
Gestaltung: Freework Grafik-Design GmbH, Möglingen, www.freework-design.de, Texte: Birgit Braun