TASSILO-03-Webversion

tassilo2

Die dritte Ausgabe des interessanten Regionalmagazins "tassilo" rund um Weilheim und die Seen.

Ausgabe 3

November / Dezember 2015

Eine Produktion von

Titelbild: Mauritius Images

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Peißenbergs Keller

Historisches zum Bergbau

Auf der roten Couch

„Oberlandler“ Dennis Burk

Ausführliche Übersicht in dieser Ausgabe:

im Tassiloland


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Sie ist dem Krebs auf

der Spur. Therapie

mit Antikörpern –

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zu behandeln.

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Besinnliche Abwechslung

Eine wahre Freude waren

für unser ganzes Team

Ihre positiven Rückmeldungen

auf der Oberland-Ausstellung

über

unser Regionalmagazin

„tassilo“. Zugegebenermaßen

erfüllt einen das

mit Stolz, wenn man

merkt, den Nerv der Region

„rund um Weilheim

und die Seen“ getroffen zu haben. Und genau das haben

wir uns weiterhin zur Aufgabe gesetzt: Ihre und

unsere Region, das Tassiloland, für Sie unterhaltsam

und informativ aufzubereiten und erlesbar zu machen.

Mit Geschichten und Berichten, Firmen und Terminen,

und nicht zuletzt mit tollen Bildern von diesem ausnehmend

schönen Fleckchen Erde.

Eines dieser Bilder haben wir für unsere Titelseite an

einem Septembermorgen eingefangen: Der morgendliche

Blick über den „Heiligen Berg“ Andechs, und

ganz im Hintergrund das Zugspitzmassiv. Der erste

Rauhreif breitet sich über das Gras aus, die Bäume

wechseln ihre Farben. Oft muss man nur mit offenen

Augen durch unsere Gegend gehen um zu erleben,

wie herrlich es hier ist. Vielleicht war es genau das,

was uns bewog, dieses Magazin für Sie zu machen.

Einer, der uns täglich Neuigkeiten zu Gehör bringt,

ist Dennis Burk, Sendeleiter von Radio Oberland. Für

unser Interview hat er die Seiten gewechselt, auf der

roten Couch Platz genommen und unserem Redakteur

Rede und Antwort gestanden. Unterirdisch hingegen

wird es, wenn Sie uns in dieser Ausgabe ins Peißenberger

Bergwerk folgen und mehr als 50 Jahre in

der Geschichte zurückschweifen. Noch weiter zurück

ginge es mit dem „Königlichen Bahnhof Feldafing“,

hätte ihn die Gemeinde nicht zu einem schmucken

Gebäude umfunktioniert, das heute in vielfacher Weise

der Bevölkerung zur Verfügung steht. Gemeingut

ganz besonderer Art ist auch unsere schöne Ammer,

einer der letzten unverbauten Nordalpenflüsse. Ihr

widmet sich ein Projekt des WWF, das wir ausführlich

vorstellen und damit zum Erhalt des Wildflusses aufrufen.

Wild wiederum geht es zu, wenn Günter Spatz

sein Rotwild am Kreilhof präsentiert, das für die Bio-

Fleisch-Gewinnung gezüchtet wird. Ein Schicksal, das

den Tieren auf Gut Aiderbichl in Iffeldorf sicher erspart

bleibt. Wir werfen einen Blick auf den Hof, der sich

zum Ausflugsziel für Besucher aus Nah und Fern entwickelt

hat.

November und Dezember sind die Monate der Besinnung,

der Ruhe, des Gedenkens und für die Christen

der Vorfreude auf die „Ankunft des Herrn“, den Advent.

Wir beleuchten beide Themen: einerseits den

Beruf des Bestatters, der für eine würdevolle Bettung

unserer Nächsten sorgt, andererseits besuchten wir

zwei Krippenbauer, die — jeder auf seine Art — die

Heilige Familie in unsere Wohnzimmer bringen. Aber

auch die festliche Seite des Advents lassen wir nicht

zu kurz kommen und haben für Sie ein feines Weihnachtsrezept

als Alternative zu Gans oder Ente vorbereitet.

Den ein oder anderen Geschenktipp halten

wir zudem bereit. Nicht zuletzt ergänzt eine Übersicht

der Adventsmärkte im Tassiloland diesmal unseren

zweimonatigen Veranstaltungskalender.

Wir wünschen unseren Lesern einen besinnliche Advent

und zur rechten Zeit den Mut und die Muße, Ruhe

wirklich zuzulassen. Bleiben Sie uns treu — rechtzeitig

zu den Feiertagen haben Sie den nächsten „tassilo“ in

Ihrem Briefkasten.

Ihr Peter Ostenrieder

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Die Geschichte

des Kohlebergbaus im

Hohen Peißenberg

Seite 8

„Wo Wild noch Wild ist“

Zu Besuch bei Günter

Spatz auf dem Kreilhof

Seite 11

Nehmen Sie bitte Platz:

Dennis Burk von

Radio Oberland

Seite 16

Ein „Hotspot-Projekt“ soll

den Lebensraum von Ammer,

Loisach & Co. erhalten

Seite 22

Arbeitszeitmodelle:

Nachgefragt in den

den Personalbüros

Seite 28

Bad Sulz — Ein Streifzug

durch die Reste eines einst

berühmten Kurortes

Seite 33

Mit Fernsehwissen ein

Wein-Genießer Abo im

Heimaträtsel gewinnen

Nach erfolgreich abgeschlossener

Laden-Erneuerung freuen wir uns

auf Ihren Besuch am

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TEL 08 81-23 64

Seite 34

Vorsorge und Trauerkultur:

Bestatter als Begleiter

zwischen Leben und Tod

Seite 40

Rocken im „Village“ in

Habach, eine kulturelle

Institution im Tassiloland

Seite 48

Millionen für die Region:

Roche investiert weiter in

den Standort Penzberg

Seite 52

Die Internet-Konkurrenz

als Herausforderung für

Buchhandlungen

Seite 56

„tassilo“-Tipps:

Geschenkideen für ein

entspanntes Weihnachten

Seite 59

Ein Ausblick zur Adventszeit:

Zahlreiche stimmungsvolle

Weihnachtsmärkte

Seite 63

Ereignisse zum Jahresende:

Der Veranstaltungskalender

für November/Dezember

november / dezember 2015 | 3


Die Geschichte des Kohlebergbaus im Hohen Peißenberg

Stollen vom Ammersee

bis kurz vor Schongau

Peißenberg | Das Museum auf

dem ehemaligen Bergwerksgelände

in Peißenberg ist jederzeit

einen Besuch wert, auch und vor

allem mit Kindern. Der Komplex

besteht aus dem Museum, wo

die Geschichte des Kohleabbaus

im Ort, in Hohenpeißenberg und

Peiting aufbereitet ist, einem Saal

in der Tiefstollenhalle mit großen

Ausstellungsstücken, und dem

Schaustollen. Der ist zwar schon

lange zu besichtigen, doch erst seit

Mai 2014 können Besucher mit einer

Bockerlbahn tatsächlich „einfahren“.

Früher hatte der „Verein

der Bergbaumuseumsfreunde“ in

der Bergmannsprache angekündigt,

dass das „Einfahren“ möglich

sei. Doch gab es regelmäßig Enttäuschte,

die sich auf eine tatsächliche

Fahrt gefreut hatten. Es ging

nur zu Fuß in den Berg.

Dieses Missverständnis lösten

Hermann Schnitzer, lange Jahre

Peißenbergs Bürgermeister, und

seine Vereinskollegen mit einer

Idee: Würden sie die sechs Meter

dicke Betonmauer sprengen, die

15 Meter nach dem „Mundloch“,

dem Stolleneingang, eingefüllt

worden war, um den Stollen im

Zweiten Weltkrieg zum Luftschutzbunker

umzufunktionieren, müsste

die Strecke doch lang genug

sein für die Bockerlbahn.

Ein Haufen Arbeit stand an für die

teils schon betagten Mitglieder

des Museums- und des Knappenvereins:

„Bis aufs Sprengen haben

wir alles selbst erledigt“, erzählt

Schnitzer stolz: Schutt schaufeln,

Stützen mauern, ein Fenster

setzen, das den Blick tief in den

Berg freigibt. Und Schienen legen

für die Bahn. Früher fuhr sie die

Bergleute in den Stollen, nun Besucher;

entlang an Felswänden,

die vor Feuchtigkeit glänzen, als

wären sie versilbert. Immer wieder

fallen Tropfen herab. Nicht nur

deshalb gilt Helmpflicht.

Eine Familiengruppe des Deutschen

Alpenvereins wird am Museum

erwartet von Alfred Schmidhammer,

Johann Zapf und Lothar

Wagner. Alle drei haben bis zur

Stilllegung des Bergwerkes 1971

hier als Bergmänner unter Tage

gearbeitet. Ihren Erzählungen

lauschen die Gäste interessiert.

Die Führung übernimmt Schmidhammer.

Er hat eigens seine Bergmannstracht

angelegt, bis heute

trägt er sie an Festtagen und zu

besonderen Anlässen. Nur die

Kopfbedeckung mit dem Federbusch

fehlt. An dessen Farbe ist zu

erkennen, aus welchem Revier ein

Bergmann kommt.

Entstanden in über

140 Millionen Jahren

Im Museum wird erklärt, wie

die Peißenberger Pechkohle entstanden

ist, im Heizwert liegt sie

zwischen Braun- und Steinkohle:

Die Auffaltung der Alpen dauerte

von der Unterkreide vor etwa 145

Millionen Jahren bis ins Tertiär vor

rund 2,5 Millionen Jahren — ein

unvorstellbar langer Zeitraum.

Nördlich der Alpen erstreckte sich

in West-Ost-Richtung eine Vortiefe,

in die schon während der Entstehungszeit

des Gebirges Gestein

abgetragen wurde. Die Sedimente,

Molasse genannt, lagerten sich

in dieser Vortiefe ab. Im Tertiär

drang immer wieder ein flaches,

tropisches Meer in die Region vor.

Als die üppige Vegetation an den

Ufern, auf Inseln und in Lagunen,

abgestorben war und sich am

Boden zersetzt hatte, überdeckten

sie rasch die Sedimente der

Gebirgsflüsse oder des Meeres.

Vom Luftsauerstoff abgeschlossen,

zersetzten sich die Pflanzenreste

nicht weiter. Wechselnde

Schichten entstanden: Sandsteine,

Tonsteine, Mergel und eben Pflanzenreste

— wie ein unordentlich

übereinandergelegter Stapel ver-

Peißenbergs langjähriger Bürgermeister

Hermann Schnitzer

4 | tassilo


SKIZZE 1

schieden großer Handtücher. Mit

dem Entstehen der Alpen wurden

die südlichsten Molasseablagerungen

von ihrem Untergrund abgeschert,

nach Norden gedrückt,

zusammengepresst und gefaltet

— als würde der Handtuchstapel

von den Rändern her zusammengeschoben.

Die Sedimentschichten

waren enormem Druck ausgesetzt,

dazu herrschten hohe Temperaturen.

Die organische Substanz der

Pflanzenreste verwandelte sich in

die Pechkohle.

Allerdings verhinderten die unruhigen

geologischen Bedingungen,

dass sich mächtigere und gleichmäßige

Kohleschichten bildeten

wie in anderen Revieren. Im Peißenberger

Abbaugebiet entstanden

übereinander zahlreiche dünnere

Kohleschichten, Flöze genannt,

die durch sogenannten Stinkstein

voneinander getrennt sind. Der

Stinkstein wurde zur Bergbauzeit

zu Düngekalk gebrannt im benachbarten

Zementwerk. Energielieferant

war hier natürlich die Pechkohle.

Stellenweise, vor allem in

großer Tiefe, bauten die Bergleute

bis zu 1,6 Meter mächtige Reinkohleflöze

ab, die weiter oben auch

nur 30 Zentimeter stark waren.

Wie die Menschen

die Kohle entdeckten

Doch wie entdeckten die Menschen,

dass unter ihren Füßen

Kohle zu finden ist, unsichtbar unter

der Grasnarbe? Alfred Schmidhammer

erzählt die Legende, dass

SKIZZE 2

SKIZZE 3

ein Hütebub ein Feuer entfacht

hatte, das auch weiter brannte, als

der Junge kein Holz mehr nachlegte.

Zunächst konnte sich niemand

das Phänomen erklären, bis einem

Pfarrer klar wurde, dass Kohle, die

an der Oberfläche anstand, den

Flammen Nahrung gab.

Bereits im 16. Jahrhundert begann

ein erster ungeregelter Abbau im

Gebiet von Hohenpeißenberg. Gegraben

wurde an Stellen, wo das

Flöz offen zu Tage trat (Skizze 1).

Bald vermuteten die Kohlengräber,

dass die Schichten dem Geländerelief

folgen. Am Südhang des

Hohen Peißenbergs wurde der erste

Stollen in den Hang getrieben.

„Stollen“ sind die waagrechten

Gänge im Bergwerk.

Der planmäßige Kohlebergbau

durch den bayerischen Staat begann

1837 im Hauptstollen in Hohenpeißenberg.

1869 wurde der

Tiefstollen in Peißenberg „angeschlagen“,

also mit dessen Bau

begonnen. Mit den beiden Unterbauschächten

(ein Schacht verläuft

von der Erdoberfläche senkrecht

nach unten) in Hohenpeißenberg

drangen die Bergleute ab 1889 zu

tiefer gelegenen Flözen vor. Ab

1912 verlagerte sich der Schwerpunkt

der Förderung nach Peißenberg

mit dem „Abteufen“, dem

Bau des Hauptschachtes, dem

späteren „Ziegelmeierschacht“.

Für Bergleute „unter Tage“ war

die Versorgung mit Frischluft essenziel.

Schmidhammer erklärt,

dass der Spruch „Jetzt haut‘s mich

vom Stangerl“ aus dem Bergbau

kommt. Die „Hauer“ hatten einen

Kanarienvogel im Käfig dabei. Fiel

der Vogel von seiner Sitzstange,

wussten sie, dass der Sauerstoffgehalt

in der Luft zu gering ist und

traten den Rückzug an. Deshalb

wurden „Wetterschächte“ angelegt,

als Verbindungen zwischen

den Stollen und der Erdoberfläche

(Skizze 2). Die Luft im Bergwerk

wird als „Wetter“ bezeichnet, die

Belüftung als „Bewetterung“.

Durch den Kamineffekt entsteht

ein ständiger Strom, der verbrauchte

Luft und Gase, die aus

dem Gestein austreten, abtransportiert

und den Arbeitern Frischluft

zuführt (Skizze 3). Für den

Ziegelmeierschacht, der in 1 245

Metern unter Flur seinen tiefsten

Punkt hatte, reichte eine natürliche

Belüftung nicht mehr aus.

Hier kamen riesige Lüfter zum

Einsatz.

1950 ist der Schacht

einen Kilometer tief

Für solch tiefe Schachtanlagen

waren zudem leistungsstarke

Pumpen nötig. Enorme Wassermengen

mussten abgepumpt

werden, damit die Grube nicht

absoff. Ab den 1950er-Jahren, als

der Schacht bei 1 000 Metern angelangt

war, kamen pro Minute

3 800 Liter Wasser an die Oberfläche.

Außerdem waren große

Motoren, dicke Stahlseile und der

Förderturm nötig, um Bergleute,

Material und Kohle zu transportieren.

Der „Lift“ fuhr beim Mann-

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november / dezember 2015 | 5


schaftstransport mit neun Metern

pro Sekunde etwas schneller als

heute der Lift im Münchner Fernsehturm,

die Bergleute brauchten

stabile Mägen. Körbe mit Kohle

und Material fuhren fast doppelt

so schnell.

Schmidhammer berichtet, dass

das Gebiet um den Hohen Peißenberg

durchlöchert ist wie ein Emmentaler.

Insgesamt erstrecken

sich die Stollen über eine Länge

von 100 Kilometern. Sie reichten

im Westen bis nach Schongau und

im Osten fast bis zum Ammersee.

„Nicht ganz“, sagt der Führer

schmunzelnd. Niemand wollte

riskieren, dem See „den Stöpsel

zu ziehen“.

Die Schachtanlage und viele Details

sind im Museum mit Modellen

und Fotos veranschaulicht.

Von der Arbeit der Bergleute künden

Werkzeuge wie Schlägel und

Meißel, Bohrer für die Sprenglöcher,

Vermessungsinstrumente,

Grubenlampen, die Ausrüstung

der Grubenrettung und anderes

mehr. Bilder von Bergleuten bei

der Arbeit lassen nur erahnen,

wie hart, staubig und laut ihr Beruf

war: Die Lufttemperatur am

Arbeitsplatz lag bei 40 Grad Celsius,

als zuletzt in 1200 Metern

gegraben wurde. In nicht ganz so

tiefen Bereichen war es kühler.

Dort waren die Flöze allerdings

nicht so mächtig, abgebaut wurde

ab 30 Zentimetern. Ein Bergmann

durfte hier keine Platzangst haben,

er konnte sich nicht umdrehen,

sondern musste nach unten

aus dem Abbaubereich rutschen

und „gewendet“ wieder zurück

robben.

Die Mechanisierung

steigert die Fördermenge

Ab 1954 trugen maschinelle Riesenhobel

die Kohle ab, die ein

Spezialförderband, der „Panzerförderer“,

abtransportierte. Hydraulische

Stützen sicherten den

Abbaubereich, sie wurden mit

Besucher des Bergwerks in Peißenberg können seit vergangenem Jahr

mit der Bockerlbahn tatsächlich in den Schaustollen „einfahren“.

dem Fortschreiten des Schachts

versetzt. Nur im abgestützten Bereich

konnte ein Bergmann sich

gebückt oder auf Knien bewegen.

Das Gestein der Decke, „das

Hangende“, bricht ohne Stützen

ein. Mit der Mechanisierung stieg

die Förderung erheblich: 1965 erreichte

das Bergwerk mit 925 000

Tonnen verwertbarer Kohle die

höchste Jahresförderung und 1970

mit 4 908 Kilogramm pro Mann

die höchste Schichtleistung.

Laut, staubig und ungesund war

die Arbeit nach wie vor. Die Bergmannskrankheit

„Silikose“ wird

laut Schmidhammer nicht durch

den Kohlestaub verursacht, der

gröber ist und den ein Bergmann

„abhusten“ kann. Gefährlich ist

der viel feinere Gesteinsstaub. In

Verbindung mit den Sekreten der

Atemwege betoniert er die Lunge

nach und nach zu. Schutz hätten

Atemschutzmasken mit Filtern geboten,

doch oft trugen die Bergleute

sie nicht, weil das Arbeiten

mit ihnen beschwerlicher war.

Die meisten Lehrlinge begannen

im Alter von 14 Jahren im Bergwerk.

Die ersten zwei Jahre erhielten

sie eine handwerkliche Ausbildung

in den Werkstätten über

Tage, in Zimmerei oder Schlosserei.

Dann lernten sie zwei Jahre

unter Tage, bis ihre Ausbildung

zum Hauer abgeschlossen war. So

anstrengend und gefährlich deren

Arbeit war — Schmidhammer betont,

dass er und die meisten seiner

Kollegen gerne als Bergleute

arbeiteten. Der Verdienst war sehr

gut und es gab Vergünstigungen

wie preiswerte Baugrundstücke

samt Plan. Dazu kam die Gemeinschaft

unter den Bergleuten.

Kohlestück für Kinder

als Erinnerung

Im Ausstellungsraum der Tiefstollenhalle

zeigt ein Film die Arbeit

des Bergmanns und die Technik,

die eingesetzt wurde. Dann führt

Schmidhammer die Besucher zu

den großen Exponaten wie Grubenlok

und Hunte, Waggons zum

Kohletransport, einem großen

Lüfter und einem Kohlehobel

samt hydraulischer Abstützung.

Die Kinder steigen in den Führerstand

der Lok und bekommen

ein kleines Kohlestück zur Erinnerung.

Natürlich beantwortet er

6 | tassilo


alle Fragen. Schmidhammer ist

eben nicht nur Museumsführer,

sondern auch Bergmann. Behelmt

fahren die Familien zuletzt mit der

Bockerlbahn in den Stollen. Plötzlich

knallt es laut, der Boden vibriert,

überall ist Staub. Der Lärm

und das Gefühl, dass ein Stollen

gleich einbricht, gehörten für die

Bergleute zum Alltag.

Kohle für Jahrzehnte

schlummert im Berg

Die Besucher erleben eine simulierte

Sprengung. Und dies schon

ganz am Anfang des Tiefstollens,

der bis 1923 in Betrieb war. 670

Meter weit bohrte er sich einst in

den Berg und war verbunden mit

dem Schacht, der von Hohenpeißenberg

herabkam. Von 1869 bis

1923 wurden allein hier 1,5 Millionen

Tonnen Pechkohle abgebaut.

Noch schlummern rund 40 Millionen

Tonnen Pechkohle im Berg.

Sie abzubauen würde bei der

zuletzt erreichten Förderleistung

noch einige Jahrzehnte dauern.

Dennoch schloss das Bergwerk

1971. Bei einem Ölpreis von damals

fünf Pfennig pro Liter war

der Betrieb nicht mehr rentabel.

Die Erinnerung an den Bergbau

in Peißenberg lebendig zu halten,

dem fühlen sich die Mitglieder

im Museumsverein verpflichtet.

Damit auch nachfolgende Generationen

erkennen, wie sehr die

Kohle die Marktgemeinde geprägt,

sogar geformt hat. Am Luftbild im

Museum ist zu sehen, wie aus

dem ehemaligen Bauerndorf ein

Bergarbeiterort wurde, der sich

erst zum Tiefstollen hin, später um

den Schacht drängte.

Doch es ist nicht nur Verantwortungsgefühl

und Geschichtsbewusstsein,

das Altbürgermeister

Schnitzer und seine Mitstreiter

antreibt: „Es macht auch unwahrscheinlich

Spaß“, sagt er, immer

wieder gebe es interessante Begegnungen

mit Besuchern. Bei

einer Führung sei ein Mann dabei

gewesen, der geschildert habe,

wie er bei Bombenangriffen mit

seinen Eltern und anderen Peißenbergern

in den Luftschutzstollen

geflüchtet ist. Schnitzers Vater

fuhr jeden Tag ein, bis er im Alter

von nur 47 Jahren zu krank war,

um weiter zu arbeiten. Mit Anfang

60 starb er mit kaputter Lunge:

„Das war der klassische Bergmannstod“,

sagt der Sohn. khw/cr/ts

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Die großen Maschinen im Ausstellungssaal der Tiefstollenhalle sind

Zeitzeugen der Mechanisierung des Kohlebergbaus im Oberland.

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november / dezember 2015 | 7


Bei Günter Spatz auf dem Kreilhof

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Oberhausen | Es ist ein idyllisches

Szenario, wenn in den frühen Morgenstunden

rund 200 Rothirsche

über das weite Grün der Weiden

vom Kreilhof zwischen Peißenberg

und Oberhausen flanieren. Denn

der Biolandbetrieb wird umrahmt

von einer malerischen Landschaft.

Das Rotwild hat hier eine riesige

Auslauffläche. Umhegt sind drei

Rudel, von denen das größte über

100 Tiere zählt. Alle drei bis fünf

Wochen wird die Weide gewechselt.

„Dann ist das Gras abgefressen,

wir können die Koppeln nachmähen

und pflegen, so dass das

Futter wieder nachwachsen kann“,

erklärt Günter Spatz. Der 75-jährige

bewirtschaftet den „Kreilhofer

Biolandbau“ seit knapp 40 Jahren.

In Weihenstephan hat der ursprünglich

aus München stammende

Rentner einst Agrarwissenschaften

studiert. Danach war

er unter anderem 13 Jahre lang als

Dozent an der Universität Kassel-

Witzenhausen tätig. Den Kreilhof,

den er 1976 von einem schlesischen

Baron übernahm, betreibt ei

bt Spatz

gemeinsam m mit seiner er Frau. Seine

Tochter führt die

Gärtnerei, ei, die

ebenfalls ins Gelände integriert ie rt ist.

Auch der Sohn wohnt auf dem Anwesen.

Eine weitere ere Tochter lebt

in

Augsburg.

Das Rotwild von Günter Spatz ernährt

sich den ganzen Sommer

über fast ausschließlich auf

der

Weide, weshalb deren Pflege einen

beträchtlichen Anteil der Arbeit

einnimmt. Ab Oktober muss

zugefüttert werden. Etwa 30 bis 40

Ballen Heu und 160 bis 170 Ballen

Silage — durch Milchsäuregärung

konserviertes Futter — sind dafür

pro Jahr nötig. „Außer dem Wickeln

und Pressen der Ballen bewirtschaften

wir den Hof komplett

in Eigenleistung“, umreißt Spatz

den immensen Arbeitsaufwand,

um den Hof in Schuss zu halten.

Und: Um den Tieren einen artgerechten

Lebensraum zu bieten.

Gelegentlich bekommt das Rotwild

Eicheln oder Kastanien von

den zahlreichen Bäumen rund um

das Anwesen. n. Insbesondere sond

nder

ere dann,

wenn Schulklassen sen oder

Familien

ien

mit Kindern zu Besuch sind

und

sammeln. „Ein Leckerli“, erli

nennt

Spatz das.

Den

Winter können die

Tiere ebenfalls enfa

auf der Weide verbringen,

n, eine Hütte bietet zusätzlichen

Schutz. Jede der Koppeln ist

mit einem sogenannten „Suhle-

Platz“ ausgestattet. Das Schlammbad

gehört zu den Ritualen des

Wildes und dient der Insektenabwehr

und Körperpflege.

Die aufregende Brunftzeit

hat begonnen

Die Brunftzeit hat begonnen. „In

dieser Zeit sind die Hirsche unerträglich

untereinander“, beklagt

sich Spatz und lacht. Pro Herde

gebe es einen Platzhirsch, den

auch Laien mit bloßem Auge sofort

erkennen. „Es ist wichtig, dass dieser

deutlich der Stärkste ist“, sagt

Spatz beim Blick auf deren bis zu

fünf Zentner schwere, imposante

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8 | tassilo


werde ein

Hirsch extern dazugekauft,

um frisches Blut hinzu-

zugewinnen. en. Dieses Tier durchlau-

fe

Jahr für Jahr

die

drei Herden, en, um

eine

größere re

genetische etis

e Vielfalt lt zu

bekommen.

en.

Neben den weiblichen en Tieren, den

Hirschkühen, hen und

dem

Platzhirsch

gibt es pro Herde zwei bis drei junge

Hirsche, die „deutlich schwächer

sein müssen, als der Platzhirsch“,

erklärt Spatz. Doch auch sie zeigten

das natürliche Brunftverhalten

der männlichen Tiere. Ein mögliches

Szenario sei immer, dass ein

Platzhirsch jüngere Nebenbuhler

tötet — „wenn wir nicht so viel Platz

hätten“, betont Spatz.

Rund 90 Tiere werden pro Jahr geschossen

und verkauft. Nachdem

Günter Spatz, selbst Jäger, ein Tier

geschossen hat, bricht er es im eigenen

zertifizierten Schlachtraum

auf und zieht das Fell ab. Einige

Tiere werden im Ganzen abgeholt,

andere werden bei einem Bio-

Metzger in Eurasburg zu Braten

oder Wurst weiterverarbeitet. Im

Vorfeld der Weihnachtszeit beginnt

die Hauptsaison im Fleischverkauf.

Freitags den ganzen Tag sowie am

Samstagvormittag kann Fleisch

oder Wurst direkt am Hof gekauft

werden. Nach Voranmeldung ist

das auch an anderen Tagen möglich,

Termine können jederzeit

telefonisch oder im Internet

erfragt ragt und abgesprochen

werden.

Ein Einkauf kann auch mit einer

Führung über das Gelände ver-

bunden werden, denn der Kreilhof

zieht über das ganze Jahr eine

Vielzahl von Besuchern an, doch

besonders e zu großen Veranstaltungen

wie etwa dem Sommerfest.

Rund 1000 Besucher tum-

meln

sich an diesem Tag auf dem

Gelände. Auch der Herbstmarkt,

das Frühlingsfest und der Christbaumverkauf

seien Besuchermagnete,

sagt Spatz

Ein Fahrradrennen

führt zur Panik

Seit fast 40 Jahren hegt und pflegt

Günter Spatz sein Rotwild.

Nach knapp 40 Jahren auf dem

Hof weiß der Agrarwissenschaftler

so manche Anekdote zu erzählen,

etwa von einer nicht abgesprochenen

Fahrrad-Rallye vor zehn

Jahren. Die Sportler zogen direkt

am Zaun einer Weide vorbei, die

Tiere gerieten in Panik und brachen

aus. „Zum Glück ist alles gut

gegangen“, blickt Spatz erleichtert

zurück. Die betreffende Weide hat

er in Folge dessen aufgegeben,

„aber auch, weil sie zu eng war“.

Naturgewalten stellen Spatz zusätzlich

regelmäßig vor Herausforderungen,

wie Sturm „Niklas“

im Frühjahr 2015. „Mit den Zäunen

ist das immer ein Albtraum“,

berichtet er von umstürzenden

Bäumen, die sie eingerissen haben.

Zum Gelände, das sich seit

der Übernahme in den 1970er-

Jahren geschätzt verdoppelt hat,

gehört ein beachtliches Waldstück,

das ein eigenes Jagdrevier darstellt,

weshalb hier ebenfalls Rehe

geschossen werden dürfen.

Günter Spatz möchte nach eigener

Aussage „so lange weitermachen,

wie es noch geht“, wobei die

nächste Generation bereits angelernt

wird. Der 17-jährige Enkel

unterstützt ihn tatkräftig und soll

nach dem Abitur „eine Ausbildung

in der Landwirtschaft machen“,

wie der Großvater voller Stolz vorausblickt.

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november / dezember 2015 | 9


Auf der roten Couch

Dennis Burk von Radio Oberland

Die Berge liebt Dennis Burk

seit dem Kindesalter. Vergangenes

Jahr kam er dann aus

dem Münsterland als Moderator

zu „Radio Oberland“ und

übernahm wenig später zusammen

mit Corinna Schuster

auch die Sendeleitung.

Foto: BSE-Pictures

november / dezember 2015 | 11


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Tassiloland | Im Juni 2014 wechselte

Dennis Burk von „Radio WMW“,

einem Lokalsender im Kreis Borken

im Münsterland, wo er seit 2006

am Mikrophon saß, zu „Radio

Oberland“. Eigentlich wurde der

35-Jährige als Moderator geholt.

„Dann wurden Corinna Schuster,

die seit 13 Jahren hier arbeitet und

ein richtiges Eigengewächs ist, und

ich gefragt, ob wir gemeinsam die

Sendeleitung übernehmen möchten“,

erzählt Burk. Beide wollten,

und in dieser Konstellation läuft

das Programm seit April 2015 mit

steigenden Zuhörerzahlen. Obwohl

er in Siegen aufgewachsen

ist und studiert hat, fremdelt der

Radiomacher überhaupt nicht mit

Südbayern: Schon als Kind war er

fast jede Schulferien in Grainau im

Haus von Verwandten, dazu „hochgerechnet

ein Jahr am Stück zwischen

1988 und 1998“ bei Freunden

in der Steiermark. Im „tassilo“-Interview

auf der Roten Couch plaudert

Burk aus dem journalistischen

Nähkästchen — vom G7-Gipfel in

Elmau bis zum dreistündigen „On-

Air-Glühweintest“.

Dennis Burk, für uns von der schreibenden

Zunft ist faszinierend, wie

sich Moderatoren in Radio oder

Fernsehen Tag für Tag, Stunde für

Stunde auf neue Interviewpartner

einstellen. Wie haben wir uns die

Vorbereitung zu den Gesprächen

vorzustellen?

Das kommt sehr auf den Gast an.

Ich hatte mal eine Sendung mit

Roland Kaiser. In den Musikpausen

haben wir einfach gequatscht und

haben uns nicht für den nächsten

Interview-Part vorbereitet.

Dann war die Musik vorbei und

ich musste irgendwas fragen, und

seine Antworten waren super. Bei

Politikern wiederum weißt Du die

Antwort schon vor der Frage …

Generell überlege ich mir: Was

interessiert mich als „Otto Normaler“.

Ich versuche, bei jedem

Thema Fragen zu klären, die uns

allgemein bewegen. Das Schöne

beim Lokalradio ist, dass wir alle

auch nur mit Wasser kochen. Ich

verstehe uns als Schnittstelle, als

einen Teil der Gesellschaft. Deshalb

liebe ich Lokalradio. Ich kann

alles machen: Vom Bericht über

einen Schweinestall mit 2 000 Tieren

über eine Ballonfahrt bis zum

Interview mit Sigi Rauch, dem früheren

Traumschiff-Kapitän jüngst

auf der Oberlandausstellung in

Weilheim. Oder: Als ich noch bei

„Radio WMW“ moderiert habe,

war ich mal Statist beim Tatort aus

Münster und konnte davon erzählen.

Lokalradio ist für die Leute vor

Ort. Das ist mir wichtig. Doch genauso

wichtig ist, dass wir keinen

Bürgerfunk machen, sondern ein

qualitativ hochwertiges Programm.

Zu welchem Prozentsatz spielt

Spontanität eine Rolle — und kann

man das lernen?

Spontanität ist im Radio-Job sehr

wichtig — und entweder, man hat

sie, oder man hat sie nicht. Ich

habe mal vor Schülern über unseren

Beruf referiert und ihnen eine

Aufgabe gestellt: „Stellt Euch vor,

Michael Jackson ist tot und ihr habt

einen Song Zeit, das Euren Hörern

zu sagen.“ Dann fingen sie an zu

recherchieren, Sätze zu schreiben,

das hat alles gedauert. Sie waren

verblüfft, als ich die Lösung der

Aufgabe in einem Satz verraten

habe: „Michael Jackson ist tot —

alles weitere dazu erfahren Sie in

unserem Programm.“ Das wäre die

richtige Ansage. Ähnlich war’s, als

VW-Chef Winterkorn gehen musste.

Und nie vergessen werde ich,

als Jürgen Klinsmann Bayern-Trainer

wurde. Das war ein Lokalthema

auch im Münsterland, weil überall

in der Republik Bayern-Fans leben.

Man muss solche Nachrichten bringen

und darf dabei durchaus spontan

sein — aber sollte zumindest

wissen, wer Klinsmann ist (lacht).

Hat es Ihnen während eines Interviews

schon mal die Sprache verschlagen?

Direkt in einer Sendung eher weniger.

Lustig war ein Interview mit

Peer Steinbrück, als er noch Ministerpräsident

in Nordrhein-Westfalen

war. Ich war 20, 21 Jahre alt,

kam zurück in den Sender, damals

in Hagen, und stellte fest, dass das

Aufnahmegerät kaputt war. Ich

hatte nichts, keinen Ton, wusste

aber, dass er noch einen zweiten

Termin in der Gegend hat. Also

bin ich nochmal los, habe ihm die

Situation erklärt und er hat mich

scherzhaft gefragt, ob ich denn

meine Fragen noch wisse. Zum

Glück fiel mir schnell was ein: „Ja,

weiß ich noch — und ich hoffe, Sie

noch Ihre Antworten.“ Damit war

alles gut. Den Wortwechsel gibt es

bis heute als Tondokument, weil

ich das Mikro schon anhatte.

Was war bisher Ihr persönlicher

beruflicher Höhepunkt?

Also, die bisherige Krönung war

der G7-Gipfel auf Schloss Elmau

und die Berichterstattung drumherum.

Ich habe Politik studiert,

die Faszination dafür habe ich von

meinem Opa. Ein Glücksfall war

auch, als ich als junger Praktikant

bei NTV mit eigenem Kameramann

vor dem Willy-Brand-Haus

in Berlin die Koalitionsverhandlungen

zwischen Rot-Grün begleiten

durfte — ganz nah dran an

Gerhard Schröder, Joschka Fischer

und wie sie hießen.

Ich interessiere mich für Politik

und der G7-Gipfel bleibt ein unvergessliches

Ereignis. Wobei mich

auch Wehmut begleitet: Mein Opa

ist im Januar 2015 gestorben, ich

hätte ihm gerne von meiner Arbeit

erzählt. Als ich genau das am

Gipfel-Sonntag meiner Mutter am

Telefon sagte, haben wir beide geweint.

„Radio Oberland“ war ja sozusagen

der Haussender vom „G7-Gipfel“.

Gab es für dich als Radiomacher

besondere Einsätze?

Wenn Du Dich für Politik interessierst

und sowas machen darfst,

12 | tassilo


Dennis Burk (3.v.l.) und die Kollegen der Frühschicht planen den Tag.

ist das genial. Obama in Krün, die

„Großen" auf Elmau. Das Bundespresseamt

hatte mich Sonntagabends

noch auf Schloss Elmau

eingeladen zu einem Hintergrundgespräch

mit Regierungssprecher

Steffen Seibert — und dann sitzt

du da neben Bettina Schausten

vom ZDF, die sagt: „Bei anderen

Hintergrundgesprächen gibt es wenigstens

mal ein Bier oder Nüsschen

— aber in anderen Ländern ist

es ja immer etwas anders“. Auch

zur Obama-Pressekonferenz hatte

ich mich akkreditiert. Es war interessant

zu sehen, wie das bei den

Amis abläuft: Vorne in der ersten

Reihe die amerikanischen Medien,

hinter mir der ZDF-Chefredakteur,

und neben mir eine Amerikanerin,

die in ein Headset-Mikro murmelte

„three minutes to go“ — dann kam

Obama. Hinterher habe ich erfahren,

dass sie die „Zeremonienmeisterin“

der Pressekonferenz war.

Wie sehen Sie die Akzeptanz von

„Radio Oberland“ bei den Menschen

im „Tassiloland“ im Vergleich

zu den „Großen“?

Mir ist wichtig, die Hörer nicht zu

veralbern, wie es ein Privatsender

hier in Bayern leider immer wieder

tut. Ich hoffe, wir sind für die

Leute ein ständiger Begleiter. Bei

„Radio Oberland“ nehmen wir die

Leute ernst, setzen uns mit Themen

auseinander, die sie bewegen,

wir vermeiden den großen Boulevard.

Außerdem sind wir mehr

als Volksmusik, „Powerplay“ mit

Eishockey und „die neusten Blitzer“.

Wir machen, wie ich finde,

auch außer der Reihe ein gutes

Programm: Wir thematisieren,

was den Leuten unter den Nägeln

brennt, wir kümmern uns um ihre

Sorgen — das kann auch mal eine

Katze sein, die Kindern entlaufen

ist, denn das bewegt mich selbst.

Es ist schön, darüber berichten zu

können, was vor der Haustür passiert.

Das können die Großen nicht

leisten. Als Grundformel habe ich

von einem früheren Chef gelernt:

„Lokal ist das, was lokal interessiert.“

Deshalb interessiert mich

natürlich auch, wie der FC Bayern

spielt oder wie Bundeskanzlerin

Merkel auf die Flüchtlingssituation

reagiert. Ums Oberland steht

schließlich keine Mauer.

Hatten Sie schon Sendungen, die

gründlich in die Hose gingen?

Pannen gehören zum Alltag, da

muss man nicht groß drüber reden.

Dafür habe ich mit Kollegen

schon viele geile Sendungen gemacht:

In Borken haben wir morgens

in der Sendung Schweinsbraten

im Studio gebraten, gegrillt

haben wir auch schon — oder am

24. August, vier Monate vor Weihnachten,

morgens von 6 bis 9 Uhr

drei Stunden lang Glühwein getestet

— mal mit Milch, Cola oder Ramazotti…

Wir waren danach nicht

mehr ganz nüchtern. Aber den

Leuten hat es gefallen.

Welchen Menschenschlag haben Sie

am liebsten am Mikrophon?

Man kann sich’s nicht aussuchen.

Aber ich habe es gerne mit Bodenständigen

zu tun — das kann auch

ein Millionär sein. Oder nochmal

zu Roland Kaiser: Den habe ich im

Studio mit den Worten empfangen:

„Sie habe ich doch schon mal im

Fernsehen gesehen.“ Erst war er

verblüfft, dann hat er gelacht, das

Eis war gleich gebrochen. Am Ende

ging es so weit, dass ich einen Kollegen

mit Kamera zu uns gebeten

habe und fragte, ob ein Foto möglich

wäre. „Klar“, hat Roland Kaiser

gesagt. Dann habe ich ihm die

Kamera in die Hand gedrückt und

ihn gebeten, meinen Kollegen und

mich zu fotografieren. Hat er gemacht

und auch diesen Spaß verstanden!

Aber es gibt auch ein Bild

mit „Kaiser & Burk“.

Aus Interviews nehme ich außerdem

viele Themen für mich selbst

mit, weil ich mich damit auseinandersetze.

Kurzzeitig war ich Biogas-Experte,

weil wir im Münsterland

viel darüber berichtet haben.

Wobei: Du bist immer nur Experte

für eine kurze Zeit. Radio ist kein

Fachblatt. Man versucht, Leuten ein

Thema so zu erklären, dass Sie’s

verstehen, egal in welchem Interview.

Um auf den Menschenschlag

zurückzukommen: Du weißt in den

ersten zehn Sekunden, ob ein Interview

ein Selbstläufer wird oder

nicht. Im zweiten Fall bringe ich’s

dann möglichst bald zu Ende.

Fiel Ihnen die Umstellung schwer,

als Moderator vom Münsterland

nach Süddeutschland zu wechseln?

Ich glaube, das müssen die Hörer

entscheiden. Jeder Moderator

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november / dezember 2015 | 13


klappt! Und so etwas verstehe ich

persönlich unter einem gelungenem

Programm.

Dennis Burk im Gespräch mit „tassilo“-Redakteur Tobias Schumacher.

hat seinen Stil. Wenn Leute mit

ihm nicht zufrieden sind, dann

ist das so. Ich kann nur sagen: Es

gefällt mir hier, ich lebe gerne in

dieser traumhaften Region, wo allenfalls

die Lebenshaltungskosten

zu hoch sind. Dafür sind die Berge

umsonst. Ich versuche, hier nach

bestem Gewissen ein gutes Programm

zu liefern. Mein Herz ist die

Moderation und ich hoffe, dass sie

den Leuten gefällt.

Ohne Namen zu nennen — gibt es

Kollegen, über die Sie sagen würden:

„Nein, geht gar nicht“?

Ganz persönlich, als Fernsehkonsument,

würde ich das über die Berichterstattung

von RTL und deren

Kommentator während der Qualifikation

zur Fußball-Europameisterschaft

sagen. Aber Kollegenschelte

ist in unserem Beruf tabu.

Wer wäre Ihr „absoluter Traum“ als

Interviewpartner?

Das wäre Thomas Gottschalk —

nachdem Altbundeskanzler Helmut

Schmidt ja exklusiv bei Maischberger

verwurzelt ist (lacht). Mit

Gottschalk könnte ich mir eine gute

Sendung vorstellen.

Sind Ihnen besondere Hörer-Reaktionen

in Erinnerung geblieben?

Hier bei „Radio Oberland“ noch

nicht, aber es gab zwei Momente,

an die ich mich gerne erinnere.

Einmal habe ich in einer Morgensendung

gesagt: „Jetzt würde ich

am liebsten ein Eis essen.“ Zehn

Minuten später kam ein Mann ins

Studio und brachte mir ein Eis von

der Tankstelle vorbei. Genauso lief

es mal mit einem Weißbier. Oder

wir haben in einer Sendung mal

ganz spontan „Wetten dass …?“ gespielt,

wozu sich ganz viele Hörer

gemeldet haben. Solche Interaktionen

gefallen mir. Aber dass jemand

ein Eis oder ein Bier vorbeibringt —

das war schon cool!

Aus welchen Quellen schöpfen Sie

und Corinna Schuster in der Sendeleitung

von „Radio Oberland“, um

Tag für Tag ein interessantes Programm

zu stemmen?

Das läuft hier im Team wunderbar,

und die Themen liegen auf

der Straße. Geh’ eine Stunde spazieren

und du hast zehn Themen.

Natürlich bekommen wir auch Einladungen

zu Pressekonferenzen,

wir lesen, was in der Zeitung steht

und überlegen uns dann einen

„Weiterdreh“. Wir fragen Kollegen

im Team, was ihnen aufgefallen

ist, was sie bewegt. Als einer mal

Grippe hatte, haben wir einen Arzt

gefragt, ob er selber auch krank

werden darf. Wenn du dem Arzt

so eine Frage stellst und er fängt

an zu lachen, dann weißt du: das

Wie sieht die Planung aus, damit

„Radio Oberland“ im Sendegebiet

„up-to-date“ ist, wie setzt das Team

das um?

Wir haben täglich um 10 Uhr Redaktionskonferenz,

gehen den

Tag durch, schauen, was morgen

ansteht und was nächste Woche.

Natürlich können wir nicht überall

sein. Wir versuchen es, egal ob im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen

oder Weilheim-Schongau, Eurem

„Tassiloland“ sozusagen. Deshalb

waren wir auch auf der Oberlandausstellung.

Natürlich kommt es

vor, dass wir zu einem Termin mal

niemanden hinschicken können.

Dann überlegen wir uns Telefoninterviews

als Vor- oder Nachdreh.

Gibt es Themen, bei denen Sie bedauern,

dass sie nicht „radio-tauglich“

sind?

Die gibt es immer! Ich liebe zum

Beispiel Fotowettbewerbe — das

umzusetzen ist schwierig; oder allgemein,

wenn ein Termin einfach

ein Bildthema ist. Aber: „Radio ist

Kino im Kopf“, sagte mein ehemaliger

Chef aus meiner Borkener Zeit,

dem ich viel zu verdanken habe.

Als Moderator muss ich Bilder im

Kopf meiner Hörer malen. Paradebeispiel

ist für mich „Das Wunder

von Bern“, worüber ich meine

Magisterarbeit geschrieben habe.

Die Reportage von Herbert Zimmermann

habe ich auf CD. Sie war

die beste mediale Aufbereitung

eines Ereignisses in der Geschichte

der Bundesrepublik Deutschland.

Wenn wir so wollen: Konrad Adenauer

war der politische, Ludwig

Erhard der wirtschaftliche und

Sepp Herberger mit der Fußball-

Weltmeisterschaft 1954 der emotionale

Gründungsvater der Republik.

Es gab ja nur wenig Fernseher. Und

wie wunderbar Zimmermann das

Finale für die Radiozuhörer kommentiert

hat — davon bekomme ich

14 | tassilo


heute noch Gänsehaut. Wenn mich

jemand fragt, was ich mit „Radio

ist Kino im Kopf“ meine, sag’ ich

ihm: „Hör’ Dir Herbert Zimmermann

an.“

… und Themen, die Sie unbedingt

einmal im Programm umsetzen

wollen, es aber bisher noch nicht

geschafft haben?

Es gibt so vieles, was man machen

kann. Ein Beispiel sind für mich

TV-Reportagen, zum Beispiel über

Sozialfälle, bei denen die Aussagen

der Betroffenen einfach hintereinander

geschnitten sind, wo kein

Sprecher die Geschehnisse kommentiert

oder erläutert. Das sind

die besten Reportagen im Fernsehen.

Und ich bin der Meinung,

das wären auch die besten Radio-

Reportagen.

Ist ihnen eine Geschichte in Erinnerung,

von der Sie sagen würden:

„Mist, dass wir das nicht gemacht

haben“?

Auch das gibt es immer wieder,

aber ich habe kein Problem, die

Zeitung zu zitieren — was man

umgekehrt von den schreibenden

Kollegen leider nicht immer sagen

kann. Aber ich sehe keine Konkurrenz

zwischen Radio und Print-Medien,

beide müssen aktuell sein. Es

gibt den Spruch: „Radio steht nie

still.“ Das erwartet der Hörer von

uns. Aber genauso muss ich einschätzen

können: Was ist ein Thema?

Man darf nicht immer gleich

die Pferde scheu machen, sondern

auch mal durchatmen und sagen:

„Das Leben geht auch ohne diese

Geschichte weiter, denn morgen

geht ja auch wieder die

Sonne auf.“

journalistisches Handwerk allererster

Güte. Marietta Slomka hat

das auch gut drauf, oder früher

Wolf von Lojewski.

Wäre öffentlich-rechtliches Radio

ein Karriereziel — oder gar das

Fernsehen?

Ich warte ehrlich darauf, dass die

vom ZDF anrufen, ob ich nicht

„Wetten dass…?“ weitermachen

möchte. Nein — ich habe das unter

Freunden mal verlauten lassen,

bevor die Sendung mit Markus

Lanz den Bach runter ging. Wobei

das ZDF diesbezüglich auch viele

Fehler gemacht hat.

Grundsätzlich mache ich das, was

ich jetzt mit Corinna Schuster hier

mache, sehr gerne. Ich bin bislang

mit meinen Kollegen immer klar

gekommen. Aber was ist in fünf

oder zehn Jahren? Mal sehen! Ich

würde gerne Reisereportagen oder

einen auf Auslandskorrespondent

machen. Doch dafür ist mein Englisch

zu schlecht …

Was sind Dennis Burks persönliche

Lebensziele?

Bei dieser Frage finde ich das Wort

„Gesundheit“ als Antwort abgedroschen.

Vielleicht lässt es sich

auf einer anderen Ebene erklären:

Ich habe ganz große Angst vor dem

Tod. Die Vorstellung, die Augen gehen

für immer zu und man wird in

eine Kiste verfrachtet — davor habe

ich Angst. — Lebensziele? Vielleicht,

möglichst lange und viel mit

meinen Eltern Kontakt zu haben.

Weiterhin will ich viel Bergwandern

und

Skifahren — wobei mein Chef, als

ich bei „Radio Oberland“ die Sendeleitung

mit übernommen habe,

scherzend gesagt hat: „Das ist jetzt

vorbei.“ Deshalb plane ich nichts —

außer vielleicht, den nächsten Kasten

Spezi zu kaufen.

Und Reisen sind mir wichtig, sie

erweitern den Horizont, 2012 konnte

ich mir meine Traumreise mit

Tibet erfüllen, nächstes großes Ziel

wäre Peru und Machu Picchu. Aber

im kommenden Jahr will ich erstmal

in den Iran.

Mein Lebensziel lässt sich vielleicht

aber auch ableiten von einem Zitat

Konrad Adenauers. Er hat gesagt:

„Ich habe den Wunsch, dass später

einmal, wenn die Menschen über

den Nebel und Staub dieser Zeit

hinwegsehen, von mir gesagt werden

kann, dass ich meine Pflicht

getan habe.“ — Ich finde diesen

Spruch total schön. Allerdings

musst du heutzutage ein bisschen

mehr tun, als nur die Pflicht. Aber

wenn ich meine Augen für immer

schließe und die Leute über mich

sagen, „das war ein dufter Kerl“,

dann reicht mir das. ts











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Termin: 27./28. Nov., es sind noch Plätze frei!

Gibt es Kollegen, egal bei welchem

Sender, an denen Sie sich

orientieren, die beruflich so etwas

wie Vorbilder sind?

Ohne Frage Claus Kleber vom

„heute-journal“. Seine Interviewhaltung,

wie er Interviews führt

oder Beiträge anmoderiert, das ist

november / dezember 2015 | 15


„Hotspot-Projekt“ möchte Flüsse erlebbar machen

Lebensraum von Ammer,

Loisach & Co. erhalten

Tassiloland | Tosend bricht sich

das Wasser Bahn, starke Strömungen

begleiten seinen Weg, sanft

mäandert der Flusslauf durch

die Landschaft: Wild- und Alpenflüsse

haben ihren ganz eigenen

Charakter. Nicht nur der Mensch,

auch unzählige Tiere und Pflanzen

profitieren vom „Gabentisch“

der Natur, der mit seinen Flussarmen

die Landschaft mit kostbarem

Nass, Nahrung und Energie

versorgt. Doch haben viele Flüsse

im Laufe der Vergangenheit ihren

wilden Charakter eingebüßt; sie

sind aufgestaut, kanalisiert und

ihrer natürlichen Dynamik beraubt

worden. Doch immer noch haben

Ammer, Lech, Wertach, Isar und

Loisach in einigen Abschnitten

ihre „Wildheit“ bewahrt. Im Zuge

des Hotspot-Projekts „Alpenflusslandschaften

— Vielfalt leben von

Ammersee bis Zugspitze“ sollen die

Alpenflüsse teilweise renaturiert,

Moore revitalisiert und Auwälder

wieder an Wasserläufe angebunden

werden.

Große Bedeutung

für den Naturschutz

Das Projekt, initiiert vom „World

Wild Fund for Nature (WWF)“

Deutschland in Zusammenarbeit

mit regionalen Partnern, beinhaltet

außerdem die Wiederansiedelung

bereits verloren geglaubter Tierund

Pflanzenarten.

Mit „im Boot“ sitzen 18 Organisationen

aus den Bereichen Naturschutz,

Verwaltung, Wirtschaft und

Soziales. Gefördert wird das Hotspot-Projekt

mit rund 3,5 Millionen

Euro im Rahmen des Bundesprogramms

„Biologische Vielfalt“

vom Bundesamt für Naturschutz

(BfN) und mit Mitteln aus dem

Fördertopf des Bundesministeriums

für Umwelt, Naturschutz, Bau

und Reaktorsicherheit.

Auch der Bayerische Naturschutzfonds

unterstützt das Konzept mit

rund 700 000 Euro. Bis 30. September

2020 erstreckt sich der

Förderzeitraum; danach wird bis

30. September 2022 ausgewertet.

Mit einem Alpenfluss-Erlebnistag

in der Weilheimer Stadthalle wurde

Ende April dieses Jahres auf den

Start des Projekts „Alpenflusslandschaften“

aufmerksam gemacht.

Beate Jessel, Präsidentin des BfN,

16 | tassilo

Bis 2020 läuft das Projekt,

das sensibilisieren

will für die Besonderheiten

der Alpenflüsse.


wies dabei auf die große Bedeutung

der Alpenflusslandschaften für

den Naturschutz hin. Alpine Flüsse

mit ihren Auen übernähmen — trotz

vieler Eingriffe und Veränderungen

— noch immer eine wichtige Funktion

im Biotopverbund, erklärte

Jessel. „Sie beheimaten wertvolle

Lebensraumtypen sowie gefährdete

oder vom Aussterben bedrohte

Tier- und Pflanzenarten“, sagte die

Präsidentin.

„Die Ammer muss

wild bleiben“

Gerade die Ammer hat den WWF

seit Januar 2010 aktiv werden lassen.

Sie ist einer der letzten Flüsse

der Nordalpen, die ohne Speicher

und Großwasserkraft von der Quelle

bis zur Mündung in einen Voralpensee,

den Ammersee, fließen.

Unter dem Motto „Die Ammer muss

wild bleiben“ zeigt der WWF, dass

es möglich ist, ein Gebiet zu schützen

und trotzdem zugleich den unterschiedlichen

Interessen gerecht

zu werden — Hochwasserschutz,

Landwirtschaft, Energiegewinnung,

Freizeitnutzung.

Entlang der Ammerschlucht etwa

finden Besucher Informationstafeln

vom WWF vor, die auf besondere

Tier- und Pflanzenarten hinweisen.

Damit sollen Spaziergänger

für Verhaltensregeln sensibilisiert

werden. Überhaupt wird auf die

Zusammenarbeit oder den Zusammenschluss

mit Partnern vor Ort

aus den Bereichen Naturschutz,

Fischerei, Jagd, Forst- und Wasserwirtschaft

viel Augenmerk gelegt.

„Wenn die Menschen mitgenommen

und begeistert werden können,

dann nur werden Projekte erfolgreich

sein“, umreißt Christoph

Heinrichs, Mitglied der Geschäftsleitung

beim WWF Deutschland,

die Devise seiner Organisation.

Seit Oktober 2009 gehört der WWF

ebenfalls zur Ammer-Allianz (www.

ammer-allianz.de), einem Zusammenschluss

unter anderem von

Bund Naturschutz (BUND), dem

Landesbund für Vogelschutz und

dem Fischereiverband Oberbayern.

Sie setzen sich für den Erhalt und

eine naturnahe Entwicklung der

Ammer ein.

Mit Diskussionsrunden und Aktionstagen

soll künftig das Bewusstsein

der Menschen für die besonderen

Naturschätze ihrer Region

gestärkt werden, so die Intention

der Verantwortlichen. Aufgrund

des großen Spektrums an unterschiedlichen

Lebensräumen wurden

vom BfN für den Raum zwischen

Ammersee und Zugspitze

zwei Hotspots ausgewiesen. Das

Bundesprogramm „Biologische

Vielfalt“ möchte hier erhaltenswerte

Bereiche heimischer Flüsse

fördern, etwa entlang der Linder

oder der Ammerschlucht.

Mitmachen erwünscht —

Anlaufstellen geben Tipps

Wer sich selbst für den Schutz der

Ammer oder anderer Flüsse einsetzen

möchte, findet eine zentrale

Anlaufstelle in Weilheim in

Bahnhofsnähe. Ein dreiköpfiges

Team um Sigrun Lange steht hier

im „WWF Büro Wildflüsse Alpen“

Interessierten für Fragen zur Verfügung

(Tel. 0881/12233313, E-Mail:

sigrun.lange@wwf.de). Weitere

regionale Anlaufstellen gibt es in

Schongau (Anlaufstelle Lech des

Vereins Lebensraum Lechtal —

www.lebensraumlechtal.de) und

in Wolfratshausen (Anlaufstelle

Isar und Loisach). Informationen

zum Hotspot-Projekt gibt es auch

im Internet (www.alpenflusslandschaften.de).

rp

november / dezember 2015 | 17


„tassilo“ präsentiert sich auf der Oberland-Ausstellung

Besucher-Magnet Couch

Weilheim | Informative Gespräche

wurden geführt, zahlreiche Heißgetränke

genossen und alle Wandkalender

restlos mitgenommen:

Nicht nur die Organisatoren der

20. Oberland-Ausstellung durften

sich mit knapp 35 000 Besuchern

über einen neuen Rekord freuen.

Auch für „tassilo“ war die fünftägige

Messe ein großer Erfolg.

Gemeinsam mit der Kafferösterei

„Wiener’s“ aus Starnberg sorgte

das Team hinter Ihrem Regionalmagazin

im „Café tassilo“ für

eine willkommene Pause während

des hektischen Messetreibens. Ob

„Wiener Melange“, „Franziskaner“

oder „Kaffee Verkehrt“ — die

Auswahl an Spezialitäten

war genauso ausgefallen wie vielfältig.

Nebenan konnten Besucher einen

Blick hinter die Kulissen des „tassilo“

werfen. Wir durften viele Fragen,

etwa zur Finanzierung, den

Vertriebswegen oder zu einzelnen

Themen aus dem Magazin beantworten.

Über das Interesse der

Orla-Besucher haben wir uns sehr

gefreut. Und noch mehr über die

konstruktive Kritik der Einen und

das überwältigende Lob Anderer.

Auch in Zukunft geben wir unser

Bestes, spannende und informative

Geschichten aus der Region für

unsere Leser zu recherchieren und

auf Papier zu bringen.

Als besonderes „Orla-Souvenir“

hat sich schon nach kurzer Zeit

unser eigens für

die Oberland-Ausstellung kreierter

Wandkalender entpuppt. Bereits

am Sonntag-Nachmittag waren

die über tausend Exemplare vergriffen.

Toll, wenn der Jahresplaner

2016 viele Wände im Tassiloland

schmückt.

Einmal selbst auf unserer „Roten

Couch“ Platz zu nehmen, war für so

manche ein besonderer Höhepunkt,

wie die Auswahl der Bilder beweist.

Der Ort, auf dem sich auch zukünftig

regionale Persönlichkeiten

tummeln werden. Wie bereits Weilheims

Oberbürgermeister Markus

Loth, Sigrid von Schroetter, Vorsitzende

der Nachbarschaftshilfe Seeshaupt

oder Dennis Burk von Radio

Oberland. Und wer weiß, vielleicht

hat der ein oder andere schon mal

den Platz vorgewärmt.

tis

18 | tassilo


november/dezember 2015 | 19


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Nachgefragt in Personalbüros im Tassiloland

Ein perfektes Paar

ProNatura Schlafsysteme

im Zirbenholzbett

Arbeitszeitmodelle: wo Bedarf ist,

da werden auch Wege geebnet



Das sagen die unabhängigen Therapeuten

und Rückenexperten des IGR

über das biologische Schlafsystem von

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Tassiloland | Vertrauensarbeitszeit,

Job-Sharing, Teilzeit oder variable

Arbeitszeit, Home-Office, Arbeitszeitkonten,

usw. — der klassische

Vollzeitjob hat längst Alternativen

bekommen. Gerade für Alleinerziehende,

Berufsrückkehrer oder

Pendler ist es ein Segen, sich nicht

den statischen Rahmenbedingungen

einer durchschnittlichen

40-Stunden-Woche unterwerfen zu

müssen. Ihnen kommt entgegen,

in Absprache mit dem Arbeitgeber

ein Modell zu finden, das zu

den persönlichen und familiären

Bedingungen des Arbeitnehmers

passt. Fluch und Segen zugleich:

Was für den Mitarbeiter mehr Lebensqualität

bringt, stellt Unternehmen

vor Herausforderungen.

Denn nicht jede Firma kann auf die

Arbeitszeitwünsche des Personals

eingehen. Wenn die Arbeitszeit

nicht zum Aufgabenbereich passt,

dann ist guter Rat teuer.

Dass Arbeitgeber, sei es nun in

der Wirtschaft oder im öffentlichen

Dienst, auf die veränderten

Lebensmodelle ihrer Mitarbeiter

reagieren (werden) müssen, liegt

auf der Hand. Gerade im Zuge des

Fachkräftemangels können es sich

Unternehmen kaum mehr leisten,

auf gut geschultes Personal

zu verzichten. Und seit auch Väter

die Lust an der Kindererziehung

entdeckt haben, kommt mit der

Elternzeit ein weiteres Arbeitszeitmodell

auf die Firmen zu. Eines,

das noch in den „Kinderschuhen“

steckt, aber nach Meinung von

Personalexperten wohl weiter zunehmen

wird.

20 | tassilo

Wie es sich in Sachen Arbeitszeitmodelle

im Landkreis verhält, verrät

der Einblick, den „tassilo“ in

vier Unternehmen beziehungsweise

Institutionen genommen hat:

Auskunft gaben die Stadtwerke und

das Gymnasium in Weilheim, der

Caritasverband für den Landkreis

Weilheim-Schongau sowie die

Kreishandwerkerschaft Oberland.

Stadtwerke Weilheim:

„Es muss zum

Aufgabenbereich passen“

Unbarmherzig strahlt die Sonne

diesen Sommer bereits am frühen

Morgen. Der Wetterdienst sagt

Spitzenwerte bis zu 35 Grad Celsius

voraus. Um den Gärtnern, die im

Auftrag der Stadtwerke Weilheim

zur Pflege der öffentlichen Grünflächen

in der Kreisstadt unterwegs

sind, ein Arbeiten zu erträglichen

Bedingungen zu ermöglichen, beginnt

ihr Dienst schon gegen 6 Uhr

morgens. Zwar bieten die Stadtwerke

Weilheim eine Rahmenzeit

zwischen 6 und 18 Uhr an, in deren

Ablauf die zu leistende Arbeit

getan werden muss. Doch ist das

auch abhängig vom Einsatz der

Mitarbeiter: „Die Arbeitszeit muss

schon mit der jeweiligen Abteilung

abgestimmt sein“, erklärt Barbara

Reindl, Ausbilderin bei den Stadtwerken.

„Der Arbeitsbeginn des

Mitarbeiters muss zum Aufgabenbereich

passen.“

So ist das an und für sich flexible

Arbeitszeitmodell in den Sommermonaten

eben nicht ganz so

variabel wählbar, die Erfahrungen

damit aber ansonsten gut, erklärt

Reindl. Doch auch bei den Stadtwerken

beobachte man Signale,

die in Richtung Elternzeit oder Teilzeit

weisen. Für die Zukunft heiße

das, sehr wohl ein Augenmerk darauf

zu haben, wie der Bedarf der

Mitarbeiter nach mehr Zeit außerhalb

des Arbeitslebens abgefedert

werden kann — gerade im Zuge des

Fachkräftemangels. Darauf eingestellt

sei man im Weilheimer Kommunalunternehmen

auf jeden Fall,

sagt Reindl abschließend.

Gymnasium Weilheim:

„Auch Väter nutzen

die Elternzeit“

Am Weilheimer Gymnasium sorgen

derzeit 132 Lehrkräfte und 59 Studienrefendare

dafür, dass der Unterricht

für die 1 370 Schüler möglichst

reibungslos abgehalten wird. Der

überwiegende Teil der Lehrerschaft

ist im Beamtenstatus und kann in

Sachen Arbeitszeitmodell unbegrenzt

auf das Beamtenrecht zugreifen.

Rund 60 Prozent von ihnen

befänden sich in Teilzeit, erklärt

Schulleiter Hermann Summer und

bestätigt damit, dass sich durchaus

ein Trend herauslesen lässt: „Vor

rund zehn Jahren waren es bei uns

noch nur um die 20 Prozent, die

diese Möglichkeit nutzten.“ Ums

Dreifache habe sich die Zahl nach

oben korrigiert, was auch am höheren

weiblichen Anteil unter den

Lehrerkräften liege. Verständlich,

findet der Oberstudiendirektor, die

Lehrkräfte fänden nahezu paradiesische

Zustände vor. Sie können —

neben der Teilzeit — in Elternzeit

gehen, haben gar die Möglichkeit

eines „Sabbaticals“, einer längeren

Auszeit, und damit die Wahl,

den Schulalltag für eine bestimmte

Zeit gänzlich hinter sich zu lassen

— ohne ganz auf ihren Arbeitsplatz

verzichten zu müssen.

Gerade Lehrer-Ehepaare würden

mit steigender Tendenz auf das

Auszeitjahr zugreifen und damit

vielleicht sogar schon früher in

Pension gehen, bestätigt Summer.

Auch das Elternzeitmodell ist gefragt

unter den Lehrkräften: Für

die Dauer von zwei bis sechs oder

gar acht Monaten entscheidet sich

Am Gymnasium Weilheim arbeiten 60 Prozent der Lehrkräfte in Teilzeit.


ein Elternteil dafür, ganz aus dem

Schulbetrieb auszusteigen, um den

Nachwuchs daheim zu versorgen

— und das täten mittlerweile auch

immer mehr Väter.

Dennoch sei das nicht immer einfach

zu bewerkstelligen, räumt

Hermann Summer ein: „Der Geburtstermin

des Babys richtet sich

leider nicht immer nach dem Lehrplan“,

sagt er schmunzelnd. Wenn

Lehrer etwa zum Ende eines Jahres

aus dem Schulalltag ausscheiden,

ist oft nicht sofort Ersatz zu finden.

So gestaltet das Bayerische Beamtengesetz

letztlich den Schulalltag

nicht immer einfach.

Die Caritas im Landkreis

„ermöglicht Teilzeit,

um im Beruf zu bleiben“

Ein sehr breitgefächertes Beratungsangebot

ist unter dem Dach

des Caritasverbandes im Landkreis

Weilheim-Schongau mit Sitz in

der Schmiedstraße 15 im Zentrum

der Kreisstadt zu finden: Schuldner-

oder Insolvenzberatung, Beratung

in sozialen Belangen oder

zum Thema gesetzliche Betreuung,

Asylbewerber finden hier

eine Anlaufstelle, hinzu kommt die

Freiwilligenagentur und die Offene

Behindertenarbeit. Auch die

Kinderkleiderbörse sowie die Mittagsbetreuung

an der Grundschule

in Schongau gehören zum Angebot

des Verbandes.

Um in allen Bereichen präsent zu

sein, steht den Caritas-Mitarbeitern

tarbei

tern

ein variables Gleitzeitmodell ell zur

Verfügung. Mit dem Dienst kann

morgens zwischen 7.30 und 8.30 Uhr

begonnen werden. Wie lange ein

Arbeitstag für den Einzelnen en ist

und

wie er eingesetzt wird, bestimmt

mt

dessen Beschäftigungsverhältnis.

erhä

hält

nis.

„Zwei Drittel unserer Belegschaft

besteht aus Frauen“, erklärt

rt

Geschäftsführerin Monika

Funk, „darunter arbeiten die

meisten in Teilzeit.“

Funk sieht das als ein Geben

en

und Nehmen, denn manche

Projekte beanspruchen nur über

einen bestimmten Zeitraum Personal,

das dann aber punktgenau

eingesetzt werden muss. Auf der

anderen Seite nähmen Frauen Teilzeitmodelle

sehr gerne an, um Familie

und Beruf unter einen Hut zu

bringen: „Die Teilzeit ermöglicht ihnen,

überhaupt im Beruf bleiben zu

können, früher bedeutete ein Kind

den Verlust des Arbeitsplatzes“,

fasst Monika Funk zusammen.

Auch den nahtlosen Anschluss an

die Arbeit eines Kollegen bringe

Teilzeit als ein Vorteil mit sich, weil

manche Einsatzbereiche eine bestimmte

Verfügbarkeit unabdingbar

machen. Etwa bei den Beratungsangeboten,

wo der Verband

feste Öffnungszeiten für Kunden

anbietet. „Im Großteil klappt das

sehr gut“, sagt Geschäftsführerin

Funk. Auf die Verfügbarkeit eines

künftigen Mitarbeiters werde deshalb

schon im Rahmen des Bewerbungsgesprächs

eingegangen.

Kreishandwerkerschaft:

„Das Ehrenamt fordert

Flexibilität der Firmen“

Unternehmen mit hoher Beschäftigungszahl

müssen sich mit diversen

Arbeitszeitmodellen auseinandersetzen.

Doch wie sieht es bei

den Handwerksbetrieben im Landkreis

aus, die oft familiengeführt

sind

und

im

Schnitt

nicht

viel

mehr als

vier oder fünf

Mitarbeiter

ter

beschäftigen?

en?

Sind Eltern- oder Teilzeitmodelle

hier auch schon angekommen?

„Nein“, lautet die eindeutige Auskunft

von Roland Streim, Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft

Oberland. „Unsere Betriebe gehen

eher den klassischen Weg“, hier

wird also Vollzeit gearbeitet. Vereinzelt

würden Betriebe bei der Kreishandwerkerschaft

anfragen, wie

im Falle eines Erziehungsurlaubes

oder einer aus privaten Gründen

erforderlichen Teilzeit abzurechnen

sei. Doch der Regelfall sei das nicht,

und für die meisten Kleinbetriebe

auch kaum zu bewerkstelligen.

Flexibilität seitens des Arbeitgebers

sei jedoch an anderer Stelle gefordert,

erklärt Roland Streim: „Das

Handwerk samt seiner Mitarbeiter

ist mit unserer Region fest verbunden.

So finden sich die meisten

Ehrenamtlichen, die Dienst bei

der Freiwilligen Feuerwehr, beim

Roten Kreuz, dem Technischen

Hilfswerk oder ähnlichen Organisationen

leisten, unter unseren Handwerkern.“

Die Arbeitszeit der dafür

Freigestellten werde zwar in der

Regel von den Kommunen ersetzt,

in deren Diensten ein Ehrenamtlicher

steht. Doch kann Abwesenheit

den Ablauf in einem Kleinstbetrieb

schon gehörig durcheinander bringen.

Fakt ist laut Streim allerdings,

dass dem Mitarbeiter durch die

Ausübung seines Dienstes an der

Allgemeinheit lgem

einh

eit kein

Nachteil entstehen

en darf. Und

dieser er Verantwortung

seien

sich

die

triebe durch-

aus bewusst.

Be-

rp

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ALLERLEI IM TASSILOLAND

Weltmeister, Wettbewerbe & Volksmusik

Foto- und Filmwettbewerb an den Ufern von Lech, Ammer und Isar

Malerei trifft am Ammersee auf Fotografie

Tassiloland | Im Rahmen des

Hotspotprojekts „Alpenflusslandschaften

— Vielfalt leben

von Ammersee bis Zugspitze“

(siehe Bericht S. 16) veranstaltet

der WWF Deutschland

den Foto- und Filmwettbewerb

„Am Fluss dahoam“. Der Wettbewerb

b

soll Menschen dazu bewegen, sich mit den

Alpenflusslandschaften ihrer Heimat auseinanderzusetzen

und die vielfältigen Lebensräume,

Tiere und Pflanzen zu erkunden und einen

persönlichen Zugang zu den besonderen

Landschaften zu finden.

Einsendeschluss ist der 30. November, Fotos

können hochgeladen werden auf der Website

des Projektes (www.alpenflusslandschaften.

de/wettbewerbe). Zu gewinnen gibt es hochwertige

Kameras von Olympus, eine Reise an

die Ostsee, eine Kajakfahrt

auf der Isar, Tages-Rucksäcke

von Vaude sowie Bücher und

Bildbände.

Zur Jury gehören Bayerns

Umweltministerin Ulrike

Scharf, Terra-X-Moderator

Dirk Steffens, Isarkenner Joachim Kaschek,

Ammerkenner Werner Schubert und Lechkenner

Dr. Eberhard Pfeuffer. Die Fünf bewerten

die Beiträge in zwei Kategorien: „Jugendliche

bis 15 Jahre“ und „Erwachsene ab 16 Jahren“.

Aus den besten Bildern und Video-Clips wird

eine Wanderausstellung konzipiert, die bei

der Preisverleihung am 22. Mai 2016, dem „Internationalen

Tag der biologischen Vielfalt“

vorgestellt und dann in der Region

zwischen Lech, Ammer und Isar

gezeigt werden soll.

ts

Dießen | „Von der Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen“ nennt Martin Gensbaur

seine Studioausstellung, die am 20. November um 19 Uhr in seinem

„Kunstfenster“, Hofmark 13 in Dießen startet. Eingeladen hat er dazu die Pariser

Fotografin Myriam Tirler, deren Bilder aus den USA, Italien, Frankreich,

Tunesien und Japan zu Serien gehören, „Paysages“, „Portraits“, „Recherches“

oder „Situations“ betitelt. Auch Gensbaur malt Reihen und zeigt neben aktuellen

auch ältere Arbeiten „als Antwort auf Tirlers Bildwelten und als Dialog verschiedener

Orte, Medien und Zeiten“, wie der Maler erklärt. Er versteht seine

Werke als „Gegenstücke“ zu oft irrealen Situationen und eigenartig fremden,

vertrauten Dingen und Personen, die die Fotografin festhält. Obwohl die Orte

lokalisierbar wären, könnten sie überall sein, die gezeigten Porträts sind nicht

als jene von Zeitgenossen zu verstehen, auch wenn die Modelle benannt werden

könnten. Mit seiner Ausstellung thematisiert Gensbaur „das Sehen unserer

Zeit“ und bezieht sich auf Martin Walser, der einmal die Hoffnung äußerte,

dass seine „von der Wirklichkeit ermöglichten Erfindungen den oder jenen wie

eigene Erfahrungen anmuten“. Geöffnet ist am 21. und 22. sowie 28. und 29.

November sowie am 5. Dezember, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Finissage ist am

6. Dezember um 11 Uhr mit einer Lesung mit Margareta Simm. m. Infos unter

Tel. 08807/948088 und im Internet (www.kunstfenster-diessen.de), n.de),

zur Ausstellung erscheint im Kunstverlag scaneg die zweite „Das

Kunstfenster“-Ausgabe (ISBN 978-3-89235-242-6).

ts

„Kathrein stellt den Tanz ein“: Volksmusikabend in Polling

Polling | Der „Verein der Freunde des

Pollinger Bibliotheksaals e.V.“ lädt am

21. November um 20 Uhr zu einem ganz

besonderen musikalischen Höhepunkt.

Karl Edelman, musikalischer Leiter der

Konzertreihe, musiziert gemeinsam mit

seiner Gruppe „Spielmusik“ und dem

„Duschlhof-Gesang“ im Bibliothekssaal.

Neben der herausragenden Akustik und

dem einladenden Ambiente dürfen sich

alle Interessierten auf vier einheimische

Ensemblemitglieder aus Weilheim freuen.

Durch den Abend führt Traudi Siferlinger,

vielen Volksmusikfreunden aus

dem Bayerischen Rundfunk bekannt. Die

Zuhörer erwartet alte und neue Volksmusik

rund um den Namenstag der heiligen

Katharina. „Kathrein stellt den Tanz ein“

22 | tassilo

lautet eine alte Volksweisheit, welche

die „staade Zeit“ ankündigt. So lässt die

Spielmusik Karl Edelmann noch einmal

Tanzmelodien erklingen, inklusive Holzbläsertrio

zur Saitenmusik. Karten gibt

es im Vorverkauf bei der Sparkasse am

Marienplatz und beim Kreisbotenverlag

in Weilheim und dazu auch im „Pollinger

G`schenkladerl Schöttl“. Der Reinerlös

kommt der Erhaltung des Bibliothekssaals

zu Gute. Einlass ist um 19 Uhr. tis

Karten für Vagantis „Hinterhofhelden“

Weilheim | Eine artistische Inszenierung

mit einem bewegten Blick auf die Welt

hinter der Fassade verspricht die Artistikgruppe

„Vaganti“ für den November. An

neun Spielterminen erzählen sie in „Hinterhofhelden“

die bewegte Geschichte von

NiNo, einem liebenswürdigen Einzelgänger,

der vom Ernst des Lebens überrumpelt

als Teppichträger nach seinem Platz

in der Gesellschaft sucht. Im Stadttheater

erwartet die Zuschauer eine leichtfüßige

Inszenierung, in der „Vaganti“ zusammen

mit befreundeten Künstlern und Musikern

ein Rad schlägt zwischen artistischer Körperkunst,

frecher Situationskomik und live

vorgetragenen Klangwelten. Karten gibt

es zwischen

9 und 24 Euro

im Vorverkauf

bei der Familie Kluthe (Tel. 0881/1 1410) 1 und beim Kreisboten (Tel. 0881 / 68611).

Die Spieltermine stehen im „tassilo“-Ver-

anstaltungskalender in diesem Heft.

tis

VERLOSUNG: Für den Auftritt am 12. November

um 20 Uhr im Stadttheater Weilheim verlost

„tassilo“ 2 x 2 Karten. Wer Vagantis „Hinterhofhelden“

auf der Bühne erleben möchte, sendet

bis 6. November eine Postkarte mit dem Stichwort

„Hinterhofhelden“ an „tassilo“, silo“, Birkland

40, 86971 Peiting oder eine E-Mail

(info@tassilo.de). Die Gewinner erhalten

ihre Tickets per Post. tis


Ein Weltmeister aus Polling

Polling | Der Ausdauersportler Hans-Peter Grünebach

gewann nach zahlreichen Anläufen mit 67 Jahren das

erste Mal in seiner Amateursportkarriere Gold für

Deutschland. Er holte sich damit den offiziellen Titel

„Weltmeister“ bei den „Cross Triathlon World Championships

2015“ am Golf von Orosei auf Sardinien.

In einer Gesamtzeit von 3 Stunden 23 Minuten und

16 Sekunden verwies der Pollinger den Österreicher

Anton Hergouth und den Italiener Valter De Rossi

auf die Plätze. Bei seinen zwölf Starts bei offiziellen

Weltmeisterschaften im Triathlon wurde Gruenebach

drei Mal Vizeweltmeister und durfte sich vier Mal die

bronzene Medaille umhängen. Bei seinem 13. Versuch

krönte sich der Altersklassensportler

nun

mit dem Titel. Probleme

beim Wechsel vom Wasser

auf das Rad und eine

kleinere Panne mit der

Fahrradkette hielten den

Athleten vom „Team-Erdinger-Alkoholfrei“

nicht auf. Am 27. September um

17.53 Uhr durfte er mit dem Zieleinlauf in Cala Ginepro

seinen größten sportlichen Erfolg ern. Dank galt insbesondere seiner Frau,

die ihn vor Ort betreute.

fei-

tis

Kartenvorverkauf für „Da braut sich was zsamm“ startet

Weilheim | Die Laienspielgruppe des Heimat- und

Trachtenverein e.V. bringt Anfang nächsten Jahres

die Komödie „Da braut sich was zsamm“ von Monika

Nitschke zur Aufführung. In dem Stück geht es

um die beiden Schwestern Vroni und Irmi, die nach

dem Tod der Eltern die alteingesessene Brauerei

weiterführen. Dabei haben sie es nicht leicht, müssen

sich mit Großbrauereibesitzer, Gutbesitzern und

Gemeinderäten rumschlagen. Und Amor redet auch

ein Wörtchen mit. Gespielt wird Anfang Januar im

Stadttheater. Der Kartenvorverkauf startet ab Ende

November beim Kreisboten und in den

Räumen der Vereinigten Sparkassen am

Marienplatz in Weilheim.

tis

Die Gewinner der letzten Ausgabe

Tassiloland | Auch dieses Mal erreichten wieder zahlreiche

Postkarten unseren Birefkasten und eine Vielzahl an E-Mails

unseren Posteingang. Das rege Interesse an unseren Gewinnspielen

begeistert uns stets aufs Neue.

Mit der Jubiläums-CD „Welcome Precious Jesus“ der „Happy

Voices“ durften wir Karoline Tafertshofer aus Raisting, Gerlinde

Tomandl aus Obersöchering, Evi Hofer aus Peißenberg,

Gisela Kania aus Weilheim und Birthe Lübbe aus Dießen,

eine Freude machen. Einen Jazz-Abend mit Pete York und

seinem Septett genossen Mitte Oktober Monika Baruk aus

Andechs, Reiner Schanz aus Pöcking und Thea Kuhn aus

Weilheim inklusive jeweils einer Begleitperson. Freuen dürfen

sich auch Renate Schön aus Pöcking, Wolfgang Weinbuch

aus Polling und die Peißenbergerin Veronika Schweiger. Und

zwar über das Kochbuch „Bayerisch Kochen für Freunde“.

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner der letzten Ausgabe.

Und all denen, die diesmal leer ausgingen, g wünschen wir

viel Glück bei den Gewinnspielenelen

des aktuellen „tassilo“. tis

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november / dezember 2015 | 23


Das Krankenhaus Peißenberg zieht nach Schongau

Eine Klinik wechselt den Standort

Peißenberg | Sicher war es für

alle Beteiligten eine schwierige

Entscheidung, die nun Ende

September im Aufsichtsrat der

Krankenhaus GmbH gefallen ist

und Ende Oktober im Kreistag

Weilheim-Schongau diskutiert

und auf den Weg gebracht wurde:

Das Krankenhaus in Peißenberg —

eine Einrichtung mit Tradition und

Geschichte seit 1876 — soll bis Februar

2016 komplett im Krankenhausstandort

Schongau integriert

werden und dadurch die moderne

und auf höchstem Niveau ausgestattete

Klinik dort weiter aufwerten.

Der neue ärztliche Direktor

des Krankenhauses Schongau ist

bereits seit 1. Oktober der Internist

Dr. Wilhelm Fischer. Er ist seit

bereits über 30 Jahren Chefarzt

in Peißenberg ist weitum für die

Herzschrittmacher- und Defibrillatortherapie

bekannt.

Die Zukunft des Krankenhauses

Peißenberg ist seit vielen Jahren

ein immer wieder heiß diskutiertes

Thema. Zuletzt war eine

sofortige Schließung des Krankenhausstandortes

Peißenberg

Chefarzt Dr. Wilhelm Fischer (li.) und Claus Holm, leitender Oberarzt

— die der Umzug ja letztendlich

bedeutet — im Sommer 2013 vom

Kreistag mehrheitlich abgelehnt

und ein Betriebserhalt bis zur

Vollendung des Umbaus in Weilheim

beschlossen worden. Ausschlaggebend

war damals, dass

im Rahmen der Bauphasen an

den Krankenhäusern Schongau

und Weilheim das Krankenhaus

Peißenberg mit seinen Bettenkapazitäten

einen Beitrag zur

Sicherstellung der Patientenversorgung

leisten sollte. Diese wird

heute bereits nicht zuletzt durch

ein optimiertes Verweildauermanagement

an den Standorten

Schongau und Weilheim gewährleistet.

Zum damaligen Zeitpunkt

wäre aber auch für die Mitarbeiter

keine Perspektive geboten worden;

dies zeichnet sich nun komplett

anders ab. Das Krankenhaus

Peißenberg soll komplett in das

Krankenhaus Schongau integriert

werden. „Auf diese Weise sollte

niemand ausgestellt werden und

wir vermeiden soziale Härten.

Sogar auf einen teuren Sozialplan

kann jetzt gänzlich verzichtet

werden“, so Dr. Wilhelm Fischer,

der in dieser Frage auch die Peißenberger

Belegschaft hinter sich

sieht.

Wie aber war es zu dieser überraschenden

Wendung, und vor

allem zu dieser Lösung in einem

enormen Tempo gekommen? Der

bisherige ärztliche Direktor des

Krankenhauses Schongau, Dr. Andreas

Eder (er hatte diese Funktion

erst zum Jahresanfang übernommen,

war aber seit 2004 Chefarzt

der Inneren Medizin) wird in Kürze

als niedergelassener Arzt tätig

werden. Auch dort wird er künftig

eng mit der Krankenhaus GmbH

zusammenarbeiten, insbesondere

da sich die Praxis auf dem Schongauer

Klinikgelände befindet. Für

die Geschäftsleitung und das Team

in Schongau stellte sich die Aufgabe

eines zeitnahen Lösungsansatzes

für die neu zu besetzende

Chefarztstelle für Innere Medizin

und zugleich die ärztliche Direktion

der Klinik. Durch den Ansatz,

den bisherigen Chef des Krankenhauses

Peißenberg als Direktor

des Krankenhauses Schongau

einzusetzen, und zugleich auch

seine Mannschaft nach Schongau

mit umzuziehen sollte sich diese

Lösung als optimaler Glücksfall

anbieten. Landrätin Andrea Jochner-Weiß

bezeichnete diese Möglichkeit

als „Win-win-Situation

für alle“, da einerseits Sicherheit

für das Personal entstehe, andererseits

das hochqualifizierte

Team aus Peißenberg die Klinik in

Schongau weiter im Wettbewerb

stärke. Der aus dieser verzwickten

Situation entstandene straffe zeitliche

Ablauf und daraus resultierende

Zeitdruck überraschte nicht

zuletzt die zuständigen Gremien,

den Vorteilen dieser für alle Beteiligten

charmanten und sinnvollen

Lösung konnten und wollten

sich jedoch auch der Aufsichtsrat,

und letztendlich auch der Kreistag

nicht verschließen — insbesondere

im Hinblick auf einen weiteren

Ausbau des Angebots am Krankenhaus

Schongau. Dr. Fischer

weist darauf hin, dass man so

wieder aktiv in die Zukunft planen

könne und nennt als Beispiele

Fachgebiete wie die Lungenheilkunde

oder die Gefäßchirurgie.

Freilich werden nicht alle Arbeitsplätze

nach Schongau wandern,

einige Mitarbeiter werden künf-

tig auch in Weilheim eingesetzt

werden. „Der Geist von Peißenberg

soll auch mit nach Schongau

24 | tassilo


Einzug halten“, beteuert Thomas

Lippmann, der damit nicht nur die

fachliche Qualifikation der Mitarbeiter,

sondern auch die spezielle,

sehr familiäre Atmosphäre meint,

die im Haus Peißenberg über viele

Jahre gewachsen ist. Wie die

Verteilung der 35 Betten auf die

beiden Häuser in Weilheim und

Schongau genau aussieht, steht

indes noch nicht fest. „Wir versuchen

hier mit dem Ministerium

bestmöglich zu verhandeln“, blickt

Thomas Lippmann optimistisch in

die Zukunft. Die verbleibenden

beiden Häuser sollen künftig eine

gemeinsame Bettenkapazität von

etwa 400 Betten vorhalten. Aktuell

sind es 180 in Schongau und 160

in Weilheim.

Das Gebäude, in dem in Peißenberg

das Krankenhaus untergebracht

ist, fällt nach dem Auszug

der Klinik wieder an die Bundesknappschaft

zurück. Bereits vor

der Kooperation mit der landkreiseigenen

GmbH, die 1995 gegründet

wurde, wurde das Haus von

der Knappschaft betrieben, was

auf die Tatsache des Bergwerksorts

Peißenberg zurückzuführen

ist. Schon damals waren Schließungsgedanken

im Raum gestanden.

Nur durch die Übernahme

durch den Landkreis konnten

diese damals jedoch verhindert

werden. Aktuelle Denkansätze für

eine Weiternutzung gebe es wohl,

lässt Landrätin Jochner-Weiß

durchblicken, und das seien idealerweise

auch Nutzungen, die mit

Medizin zu tun hätten. Das Krankenhaus

Peißenberg aber wird ab

Februar 2016 Geschichte sein. Geschäftsführer

Thomas Lippmann

wünscht sich für die Zukunft, dass

die Bevölkerung den Schritt so

positiv sieht, wie die Belegschaft

des Peißenberger Krankenhauses,

und der etwas weitere Weg nach

Schongau durch die noch bessere

medizinische Versorgung am dortigen

Standort ausgeglichen werden

kann. op Ziel des Standortwechsels — das Schongauer Krankenhaus

Das „tassilo“-Kurz-Interview:

Vier Fragen an den neuen Ärztlichen Direktor Dr. Wilhelm Fischer

Herr Dr. Fischer, Sie sind nun neuer

ärztlicher Direktor im Krankenhaus

Schongau und ziehen mit

Ihrer ganzen Mannschaft dorthin

um. Überwiegt bei Ihnen das

weinende Auge über das historische

Haus in Peißenberg, oder

doch eher ein lachendes, weil sich

neben der Sicherheit für die Mitarbeiter

in Schongau auch neue

Möglichkeiten bieten?

Natürlich habe ich ein weinendes

Auge, schließlich war ich über 31

Jahre Chefarzt in diesem Krankenhaus

und hänge natürlich auch

dran. Andererseits ist diese Lösung

gerade für die Mitarbeiterschaft

eine so gute Perspektive, dass

man sie doch gar nicht ausschlagen

kann. Also wische ich mir dieses

tränende Auge aus und freue

mich darauf, mit den Schongauer

Kollegen und meinem Team etwas

Neues aufzubauen. Möglichkeiten

auszuloten, die sich ja in Peißenberg

gar nicht mehr boten.

Das Tempo, in dem diese Entscheidung

offenbar gefallen ist,

war rekordverdächtig. Wie haben

Sie das empfunden, nachdem Sie

ja eine Hauptrolle in dem Stück

spielen?

Um ehrlich zu sein, kam die Idee

von den Chefärzten und der Geschäftsführung

in Schongau. Der

Vorschlag war, doch das ganze

Krankenhaus von Peißenberg

nach Schongau zu transferieren.

So könne man die Innere Medizin

wieder optimal besetzen, Neues

vorantreiben und zugleich auch

die Motivation der Mitarbeiter

in Schongau noch steigern. Sie

können sich vorstellen, dass am

gesamten Wochenende die Telefonleitungen

heiß liefen und

es viel zu bereden gab. Zunächst

war ich natürlich überrascht,

je mehr ich aber über den Vorschlag

nachdachte, desto plausibler

erschien er mir. „Alleine

kann ich das sicher nicht, da

brauch ich mein Team“, so war

mein Credo, als Geschäfstführer

Thomas Lippmann gleich am

nächsten Tag mich und meinen

Leitenden Oberarzt Claus Holm in

Peißenberg aufsuchte, um einen

möglichen gemeinsamen Weg zu

skizzieren. Und das Ergebnis hat

uns begeistert: Top-Lösung für

Peißenberg und Schongau zugleich.

Für unser Team war es die

Gelegenheit, nicht als Bittsteller

in einem anderen Haus anzukommen.

Am ersten Tag nach ihrem

Urlaub wurde die Landrätin

mit dem Vorschlag konfrontiert,

und dann ging bekanntermaßen

alles sehr schnell. Eine Lösung

— zwar aus der Not heraus geboren,

aber in Gänze doch eine

perfekte Lösung!

Viele Peißenberger Patienten

werden künftig nach Schongau zu

Ihnen fahren. Die Erreichbarkeit

des zentral gelegenen Hauses in

Peißenberg war ja für Patienten

augenscheinlich doch besser als

die des Krankenhauses in Schongau.

Gibt es da schon Ideen, wie

man die Erreichbarkeit verbessert?

Wir möchten in jedem Fall, dass

alle Patienten, die das Krankenhaus

in Schongau erreichen

möchten, dies auch mit den öffentlichen

Verkehrsmitteln gut

bewerkstelligen können. Gerade

für diejenigen, die jetzt mit dem

Bus oder Zug erst nach Schongau

fahren müssen, soll der ‚neue‘

Aufwand doch in Grenzen gehalten

werden. Hier gibt es bereits

verschiedene Ansätze für eine

Art Shuttle-Service zum Schongauer

Bahnhof. Ob man den

dann letztendlich selbst organisiert

oder mit Taxi-Unternehmen

zusammenarbeitet, wird sich in

den nächsten Wochen noch entscheiden.

Die positiven Aspekte des Umzugs

nach Schongau sollten die

negativen der Schließung in Peißenberg

überstrahlen. Wo sehen

Sie die größten Potenziale des

Krankenhauses in Schongau für

die Zukunft?

Zunächst stellt unser Umzug

eine weitere wichtige Stabilisierung

für den Standort Schongau

dar, zugleich ist es eine einmalige

Chance für unser Team, mit

offenen Armen empfangen zu

werden. Die Einbindung unseres

Schrittmacher- und Defibrillatoren-Know-Hows

in Schongau soll

dabei nur ein Anfang sein.

Ab März erweitern ein Pulmologe

(Lungenfacharzt) und eine Fachärztin

für Intensivmedizin und

Nephrologie (Nierenheilkunde)

die Abteilung Innere Medizin. Die

Gastroenterologie wird künftig,

auch in weiterer Kooperation mit

Dr. Eder, weiter ausgebaut, ebenso

die Kardiologie und Gefäßchirurgie.

Darüber hinaus möchte ich

das Thema Schlaganfallzentrum

in Schongau intensivieren. Die

geriatrische Rehabilitation und

die weitum einzigartige Akut-

Geriatrie sind zudem perfekte

Voraussetzungen, Dinge zu entwickeln.

Für mich ist es jetzt eine umso

größere Sache, etwas aufbauen

zu können, als etwas — wie es ja

ursprünglich geplant war — abbauen

zu müssen.

op

november / dezember 2015 | 25


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der ortsüblichen Miete

(bis Veranlagungszeitraum

2011: 56 Prozent), sind Werbungskosten

grundsätzlich

voll abziehbar. Meist führen

Finanzierungskosten und Abschreibungen

dann zu einem

steuerlichen Verlust.

Ab dem Veranlagungszeitraum

2012 ist eine Überschussprognose

bei einer

dauerhaft verbilligten Vermietung

von Wohnraum nicht

mehr erforderlich. Sofern die

Grenze von 66 Prozent erreicht

ist, wird von Gesetzes wegen eine

Vollentgeltlichkeit unterstellt. Das

bedeutet, dass nur die verringerte

Miete als Einnahme angesetzt

wird, aber dennoch alle anfallenden

Werbungskosten zu 100 Prozent

abziehbar sind.

Die teilentgeltliche Überlassung

einer Wohnung zu Wohnzwecken

regelt § 21 Abs. 2 EStG. Danach

ist die Überlassung nur dann in

einen entgeltlichen und einen

unentgeltlichen Teil aufzuteilen,

wenn das Entgelt für sie weniger

als 66 Prozent der ortsüblichen

Marktmiete beträgt. Dagegen

führt eine verbilligte Vermietung

zu anderen als Wohnzwecken,

Steuerberater Klaus Führmann

etwa zur gewerblichen Nutzung,

zu einer anteiligen Kürzung der

Werbungskosten.

Die Regelung des § 21 Abs. 2 EStG

wird im Bereich der Vermietung

an nahe Angehörige angewendet,

ist jedoch nicht nur darauf beschränkt,

da eine Vereinfachung

angestrebt wird. So kann auch ein

Steuerpflichtiger betroffen sein,

der an Fremde vermietet, falls er

— warum auch immer — verbilligt

vermietet.

Laut Steuerberater Führmann

muss während der Vermietung

laufend ein Abgleich mit der aktuellen

ortsüblichen Miete stattfinden,

damit die steuerlich maßgebende

Grenze nicht unterschritten

wird. Bei der ortsüblichen Miete

ist von einer Marktmiete für

Wohnungen vergleichbarer

Art, Lage und Ausstattung

auszugehen. Sie ist aus dem

örtlichen Mietspiegel zu entnehmen;

bei einer innerhalb

des Mietspiegels vorgesehenen

Mietpreisspanne gilt auch

der niedrigste Wert noch als

ortsübliche Miete. In Gemeinden

ohne Mietspiegel ist vom

ortsüblichen Mittelwert einer

vergleichbaren Wohnung auszugehen.

Um festzustellen, ob

die 66-Prozent-Grenze erreicht

oder unterschritten ist, sind

auch die Umlagen miteinzubeziehen.

Zu vergleichen ist

die vereinbarte Kaltmiete zuzüglich

der gezahlten Umlagen

mit 66 Prozent der ortsüblichen

Miete zuzüglich 66 Prozent der

umlagefähigen Kosten.

Zu guter Letzt ist die steuerrechtliche

Anerkennung von Vertragsverhältnissen

zwischen nahen Angehörigen

auch davon abhängig,

dass die Verträge wirksam vereinbart

worden sind und sowohl die

Gestaltung als auch die tatsächliche

Durchführung des Vereinbarten

dem zwischen Fremden Üblichen

entsprechen.

Bei einer Wohnungsüberlassung

an Angehörige ist wegen der steuerlichen

Gestaltungsmöglichkeiten

und erforderlichen Nachweise

ein Gang zum Experten ratsam.

Denn nur, wenn alle Anforderungen

erfüllt sind, lassen sich mit einer

verbilligten Vermietung auch

tatsächlich Steuern sparen. ts


Rosamaria Wittlinger und „ihre“ Volkshochschule in Weilheim

Das Gesicht der Fortbildung

Weilheim | Rosamaria Wittlinger

ist eigentlich nur die Leiterin der

VHS-Geschäftsstelle in der Admiral-Hipper-Passage

in Weilheim.

Doch im Grunde ist sie die Weilheimer

Volkshochschule, zumindest

in der Wahrnehmung vieler

Menschen, die in der Kreisstadt leben.

Denn Wittlinger ist „das“ Gesicht

der Fort- und Weiterbildung.

Was vor allem daran liegt, dass sie

sich schon seit 1983 um die Belange

der VHS kümmert. Aber auch

an ihrer festen Überzeugung, dass

die „Volks-Uni“ eine wertvolle

Bildungseinrichtung für Männer

und Frauen in jedem Alter ist: „Ich

halte die Volkshochschule für unsagbar

wichtig, viele Leute könnten

es sich nicht leisten, woanders

> > > DAS AKTUELLE PROGRAMM

hinzugehen“, sagt Wittlinger.

Dieses Wissen um die Wichtigkeit

ihrer Aufgabe hat sich in über drei

Jahrzehnten gefestigt. Und sie hat

Einiges erlebt in dieser Zeit, kann

viele Anekdoten erzählen: Etwa

die von einem Anrufer, der wissen

wollte, ob er zum „Autogenen

Training“ sein Auto mitbringen

soll. Auch hat sie viele Strömungen

mitverfolgt. So gab es Jahre,

in denen die „Kinder-Uni“ der

absolute Renner war, über 200

Weilheimer Buben und Mädchen

füllten damals den großen Saal in

der Stadthalle, um den Vorlesungen

zu folgen. Ein paar Jahre später

meldeten sich gerade noch 15

Kinder an. Woran das liegt, kann

die 63-Jährige nicht sagen: „Die

Aktuell bietet die Volkshochschule Weilheim rund 320 Kurse an, die

von rund 140 Dozenten geleitet werden. Es gibt Angebote aus den

Bereichen Gesellschaft, Beruf, Sprachen, Gesundheit und Kultur.

Wer Hilfe bei der Kurswahl benötigt oder sich für einen bestimmtes

Angebot interessiert, kann sich an die Geschäftsstelle wenden:

Volkshochschule Weilheim, Admiral-Hipper-Passage 11, Tel.

0881/9278338, E-Mail: geschaeftsstelle@vhs-weilheim.de

Ursachen sind nicht greifbar.“

Dass Vieles nicht vorhersehbar ist,

dass es Trends gibt, die einsetzen

und dann wieder abebben, ohne

dass sich ein Grund dafür festmachen

ließe, das hat Rosamaria

Wittlinger mit den Jahren gelernt.

Dennoch hat sie bei den Anmeldungen

für das neue Semester, das

gerade begonnen hat, wieder etwas

erlebt, was sie überrascht hat:

Zum ersten Mal wurde ein Kurs in

Gebärdensprache angeboten. „Wir

haben vielleicht mit vier Teilnehmern

gerechnet“, sagt Wittlinger.

Doch es kam eine Anmeldung nach

der anderen, inzwischen gibt es sicher

drei Gebärdensprachen-Kurse

in diesem Semester, wahrscheinlich

noch einen vierten, damit alle Interessenten

zum Zug kommen. „Es ist

der Wahnsinn, wir kriegen immer

noch mehr Anmeldungen“, sagt die

„Concièrge“ am VHS-Eingang.

Viele Weilheimer sind Stammkunden

bei der VHS. Viele kennt Wittlinger

schon seit Jahrzehnten. Es

kommen aber auch immer wieder

neue „Hörer“ hinzu, wie die Kursteilnehmer

in der Fachsprache genannt

werden. Weil in Weilheim

viele Menschen zuziehen, kann sich

die Geschäftsstellenleiterin jedes

Semester über neu Interessierte

freuen, die zum ersten Mal einen

Kurs besuchen. Die Weilheimer

schätzen ihre VHS: Jedes Jahr besuchen

5 000 bis 6 000 Teilnehmer

die Kurse, von denen es im aktuellen

Programm rund 320 Stück gibt.

Das Angebot ist vielseitig und breit

gefächert (siehe Kasten). Der Kontakt

zu den Menschen ist Wittlinger

dabei wichtig. Deswegen steht auch

nicht auf der Homepage, wenn ein

besonders beliebter Kurs bereits

ausgebucht ist. „Viele fragen mich,

warum wir das nicht im Internet

veröffentlichen“, erzählt sie. Denn

sie halte für falsch, wenn sie einen

Interessenten am Telefon habe und

im Gespräch erfahren könne, welches

Angebot außer dem Ausgebuchten

noch in Frage käme. „In

fast allen Fällen lässt sich etwas

finden, das passt.“

Auch nach den vielen Jahren gefällt

Wittlinger das Angebot der Weilheimer

VHS. Es spricht sie so an,

dass sie am liebsten selbst Kurse

an „ihrer“ VHS besuchen möchte.

„Ich würde 1 000 Kurse gerne belegen“,

gesteht sie. Früher habe

sie das ab und zu auch gemacht,

doch sie habe gemerkt, dass das

für den Kurs nicht gut sei, denn sie

sei, auch wenn sie das nicht wolle,

eben doch ein besonderer Hörer für

den Dozenten. Und das sei einfach

störend für die Gruppe. „Da nehme

ich anderen Teilnehmern die Zeit

weg“, sagt Wittlinger. Deswegen

muss der Wunsch, verschiedene

Kurse besuchen zu können, noch so

lange warten, bis die Geschäftsstellenleiterin

in den Ruhestand geht

und sie als ganz normale Hörerin

der Weilheimer Volkshochschule

die Treue halten kann.

khw




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november / dezember 2015 | 27


Streifzug durch die Reste eines einst berühmten Kurortes

Das vergessene Heilbad

Der verlandete „Sulzer Weiher“, in dem

Prinzessin „Sissy“ nackt geplantscht hat.

28 | tassilo

silo

Peißenberg | Spaziergänger, die

sich vom Parkplatz an der Tiefstollenhalle

oder vom Bahnhof

der Marktgemeinde auf den Weg

machen auf den Hohen Peißenberg,

durchqueren historisches

Gelände. Ein kleines Gebiet mit

Geschichte, deren Spuren am

Wegesrand indes nur Aufmerksame

entdecken oder über die allenfalls

heimatkundlich Interessierte

noch Bescheid wissen.

Es ist die Geschichte von Bad Sulz,

auch Bad Hohensulz genannt, ein

im 19. Jahrhundert bis nach Russland

und Amerika bekanntes Kurund

Heilbad. Sogar Mitglieder des

bayerischen Königshauses suchten

hier Heilung oder Linderung

„bei Blutarmut, Gicht, Herzleiden,

Magenbeschwerden, Nervosität

und Rheumatismus“, wie eine

Info-Tafel am traditionsreichen

Gasthaus „Bad Sulz“ verrät. Jenes

stand acht Jahre leer, bis hier im

November 2014 Margarete und

Thorsten Schlittenbauer anfingen,

um ihre „Ideen einer klassischen

und zugleich modernen Alpenraumküche“

zu verwirklichen. Vom

Weilheimer „Dachsbräu“ verabschieden

sie sich deshalb zum

Ende dieses Jahres.

Aus Bad Sulz sind vor allem die

Aufenthalte zweier besonders prominenter

Gäste überliefert: Einmal

mehrere von Prinzessin Sissy, der

späteren Kaiserin von Österreich,

die die Empörung der bayerischen

Landbevölkerung auf sich zog,

weil sie nackt im „Sulzer Weiher“

zu baden gewagt haben soll. Der

zweite war Carl Spitzweg, und auf

der Tafel ist über den jungen Apotheker

aus München zu lesen, dass

er in Bad Sulz „bei einem Malwettbewerb

unter Kurgästen im Jahre

Blick auf Bad Sulz, als das Hotel noch stand, auf der Tafel beim Gasthaus.

1833 endgültig sein eigentliches

Talent entdeckte und daher beschloss,

fortan als Kunstmaler zu

wirken.“ Die Tafel gibt auch einen

kleinen Eindruck davon, welch

mondäner Ort Bad Sulz einst gewesen

sein dürfte. Das große Kurhotel

wurde 1984 abgebrochen,

ein architektonischer Verlust angesichts

der Wohnanlage, für die

es weichen musste. Die Heilquelle

war 1945 versiegt, was dem Kohlebergbau

zugeschrieben wird. Das

Wasser, so ist auf der Tafel weiter

zu lesen, enthielt „vornehmlich

Eisen und Schwefel, entsprang

beim nunmehr verlandeten Sulzer

Weiher, wurde in Röhren zum

Badehaus geleitet, aber auch zur

Quelle selbst gingen Heilung suchende

Gäste“.

Wer dem Weg folgt, den

sie einst genommen

haben, entdeckt wenig

oberhalb des Gasthauses

rechts eine Kule im

Wald, über die der Peißenberger

Hans Fischer

mehr zu erzählen hat.

Der Diplom-Braumeister

und Handelsfachwirt ist

Das Gasthaus „Bad Sulz“

wollen die Wirtsleute

Schlittenbauer zu einem

gastronomischen Anziehungspunkt

aufbauen.


Franz Fischer zeigt auf den verschütteten Eingang des Bier-Felsenkellers.

der Enkel des einstigen Inhabers

der Peißenberger Brauerei Plötz,

der ein weites Areal von Bad Sulz

um das Jahr 1900 erwarb. Fischer

wuchs hier auf. Die Kule im Wald

kündet vom verschütteten Eingang

eines früheren Felsenkellers der

damaligen Brauerei Sulz. Das Eis

für die Bierkühlung wurde einst

gebrochen im oben erwähnten

Sulzer Weiher, zu dem ein in

Serpentinen gewundener Wirtschaftsweg

weiter bergan führt.

Unterwegs taucht rechterhand

ein altes Gemäuer auf, umgeben

von allerlei Treibholz, Trödel und

Schrott, Steinen und Skulpturen.

Es ist die einstige Sommerschänke

der Brauerei Sulz. Sie wird heute

bewohnt von Oliver „Öli“ Klassen,

einem Künstler, den hier oben,

kurz vor Ende der Sackgasse,

nichts aus der Ruhe bringt — zumal

der reguläre Wanderweg auf

den Hohen Peißenberg schon viel

weiter unten abzweigt. Im Wald

existierte außerdem ein Sandsteinbruch,

aus dem auch Quader

für die Portale an der Oper

in Augsburg gebrochen wurden,

weiß Fischer.

Und die Geschichte am Weg geht

noch weiter: Kurz, nachdem der

links liegende Sulzer Weiher erreicht

ist, öffnet sich eine weite

Viehweide, über die Fischer

Sportliches zu berichten weiß:

Die Freifläche war bis Anfang der

1950er-Jahre der Auslauf der Peißenberger

Skisprungschanze, die

schon kurz nach dem Krieg 1947

neu errichtet worden war. Laut Fischer

waren auf ihr Sprünge bis zu

40 Meter weit möglich.

Erstmals erwähnt wird Bad Sulz

1634, die erste Baderegel stammt

von 1658. Dass außer dem Namen

des Gasthauses und der Sulzer

Straße in Peißenberg nicht mehr

viel an das einst berühmte Heilbad

erinnert, liegt indes auch an der

Gebietsreform des Jahres 1972. Bis

dahin war Bad Sulz der Verwaltungssitz

der Gemeinde Ammerhöfe,

die entlang der Ammer und

bis nach Hohenpeißenberg an den

Bschorrwald reichte. Im Wirtshaus

tagten die Gemeinderäte, im Saal

waren die Schützen daheim. Und

Fischer erinnert sich, wie er als

Kind im Wald hinter dem Saal und

der einstigen Kegelbahn nach den

Bleikugeln suchte.

Angesichts all dieser Erzählungen

hofft Fischer in Peißenberg auf

eine kulturelle Rückbesinnung

und „eine städtebauliche Neuentwicklung“

entlang der Geschichte

von Bad Sulz. Zumal die Kultur mit

der Tiefstollenhalle direkt vor der

Haustür liegt. Dass die Schlittenbauers

mit ihrer nachhaltigen und

regionalen Küche — dank Forellen

aus Weilheim, Fleisch vom Granerhof,

Eiern aus Pähl, Wild aus der

eigenen Jagd und Obst aus dem

Allgäu — einen kulinarischen Beitrag

dazu leisten können, davon ist

Hans Fischer überzeugt. Das muss

er auch sein, denn das ganze Areal

gehört seiner Firma.

ts

Der Festsaal heute, einst auch Schützenhaus — Im Wirtshaus tagten die

Räte der Gemeinde Ammerhöfe, deren Verwaltungssitz Bad Sulz war.

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november / dezember 2015 | 29


„Happy Welcome“ vom Seeshaupter Filmemacher Walter Steffen — Kinostart am 19. November

Wenn Clowns zu (Kriegs-)Helden werden

Seeshaupt | Der Filmemacher Walter

Steffen weiß, was es bedeutet,

auf der Flucht zu sein. Dieser Umstand

zieht sich nicht nur durch das

Leben seiner Eltern, die sich beide

in den letzten Tagen des zweiten

Weltkriegs als blinde Passagiere

auf einem Frachter zur Flucht nach

Dänemark entschieden. Sie kehrten

letztlich zurück, auf einem Fahrrad.

Zurück in die Heimat Oberstdorf.

Auch Walter Steffen selbst musste

erfahren was es heißt, ein Flüchtling

zu sein. Er und sein jüngerer

Bruder wuchsen in den 1950er-Jahren

im Oberallgäu auf — und galten

als Flüchtlingskinder, als Eindringlinge.

Denn Steffen war Protestant,

das Dorf streng katholisch. Anders

zu sein als die Anderen — wie muss

schon allein das ein Kind prägen,

das von Ressentiments keine Ahnung

hat.

Über Umwege quer durch Europa,

Amerika, Indien, Mexiko und

Arabien, Umwege durch die Welt

der Schriftstellerei, des Theaters,

des Drehbuchschreibens, Umwege

durch persönliche und berufliche

Entwicklungen, kam Walter Steffen

letztlich doch noch an. Vielleicht

nicht im Sinne von Heimat, die mit

einem Ort verbunden ist, aber sicher

im Bewusstsein, eine Heimat

in der Tätigkeit des Filmemachens

gefunden zu haben. Seit vielen Jahren

ist der umtriebige Autor, Regisseur

und Produzent Walter Steffen

in Seeshaupt zuhause.

Willkommenskultur

der anderen Art

Um das Thema Flucht, explizit um

Asyl und Menschen, die sich dahinter

abzeichnen, kreist Steffens

neuer Film, der ab 19. November

bundesweit in die Kinos kommt.

„Happy Welcome“, so der Titel,

klingt auf den ersten Blick positiv,

ja fröhlich. Und vielleicht ist das

gerade die Botschaft, die seine

Geschichte schon von Beginn an

transportieren möchte. So sperrig

Die Süddeutsche Zeitung verlieh dem Seeshaupter Autor, Regisseur und

Produzent Walter Steffen 2010 ihren „Tassilo“-Kulturpreis für regionale

Filmarbeit. 2011 erhielt er den Bürgerkulturpreis des Landkreises Weilheim-Schongau

für seinen Dokumentarfilm „Endstation Seeshaupt“.

und erschreckend die Berichterstattung

über Flüchtlingsströme

hierzulande in den Medien kolportiert

wird, stecken hinter diesen

Nachrichten auch Bilder der Hoffnung,

der Kultur des Willkommens

— wenn man denn den Blick dahinter

werfen möchte. Im Falle des

Films „Happy Welcome“ übertreten

Clowns die Hemmschwelle, die oft

zwischen Flüchtlingen und Einheimischen

besteht. Walter Steffens

Team begleitete vier Mitglieder von

„Clowns ohne Grenzen“

durch acht deutsche Asylbewerberheime.

Sie besuchten Flüchtlinge

in Erstaufnahmeeinrichtungen in

Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt,

Nordrhein-Westfalen

und Baden-Württemberg.

Vor ihrem Auftritt hätten Kinder

Krieg gespielt, jetzt würden sie

Clown spielen, berichtete der Mitarbeiter

einer Hilfsorganisation in

einem jordanischen Flüchtlingslager

nach dem Auftritt der Gruppe.

Das Lachen in die Gesichter derjenigen

zurückzubringen, die nichts

mehr zu lachen haben, darin sehen

„Clowns ohne Grenzen“ ihren

ernsten und dennoch zauberhaften

Auftrag. Mit Blick fürs Detail beobachtete

Filmemacher Steffen mit

seinem Team, was die Begegnungen

zwischen Mensch und Clown

zu zeigen vermögen. Sprachbarrieren

und Vorbehalten zum Trotz

kann Freude und Humor Menschen

miteinander verbinden. Das ist

die Botschaft. Daneben zeigt

der Film Stimmungen inner-

30 | tassilo


Die Asylerstaufnahmeeinrichtung im mittelfränkischen Zirndorf war

eine der Stationen, die „Clowns ohne Grenzen“ besuchten. Das Team

um Filmemacher Walter Steffen hat die Gruppe begleitet — herausgekommen

ist „Happy Welcome“, zu sehen ab 19. November im Kino.

halb und außerhalb der Asylbewerbereinrichtungen;

es kommen

Flüchtlingshelfer zu Wort, Raum ist

ebenso für die oft erschütternden

Schicksale der Flüchtlingskinder.

Auf eigene Weise

„willkommen“ sagen

Die Themen Flucht und Vertreibung

— Überbegriffe für Zustände, die

mit Hunger, Angst, fehlender Privatsphäre

und Entwurzelung zu tun

haben — werden von „Clowns ohne

Grenzen“ mit in ihre Show integriert

und bekommen so für einen

Augenblick eine bezwingbare Größe.

Mit Humor, Seifenblasen, Musik

und Tanz kann das Asylproblem

nicht abgeschafft werden. Aber es

wird menschlicher. Der Film „Happy

Welcome“ möchte Zuschauer

dabei bestärken und inspirieren,

auf eine eigene Art „willkommen“

zu sagen zu den Flüchtlingen.

Aktuell 150 Clowns, Artisten und

Musiker engagieren sich bei

„Clowns ohne Grenzen“. Sie reisen

ehrenamtlich in verschiedene

Krisengebiete dieser Welt. In den

letzten 20 Jahren konnten so etwa

drei Millionen Kinder in über 100

Ländern besucht werden. Walter

Steffen ist der erste Filmemacher,

der einen Blick in das Wirken der

Organisation wirft. Mit Crowdfunding

und Sponsorengeldern konnte

er sein Filmprojekt verwirklichen.

Eine Uraufführung wurde bereits

am 7. August im Rahmen des Fünf-

Seen-Filmfestivals am Starnberger

See gefeiert. Nun startet „Happy

Welcome“ ab 19. November hoffentlich

erfolgreich in den Kinos. rp

Momentaufnahme hinter den Kulissen während der Dreharbeiten

november / dezember 2015 | 31


Herbstkonzert des Kammerorchesters Weilheim

Welturaufführung

zwischen Klassik & Jazz



Wir

sehen Sie als unsere Zukunft

arbeiten für das Gemeinwohl unserer Bürger

bieten ein breites Aufgabenspektrum in Bereichen wie beispielsweise Bauwesen,

Naturschutz, Kommunalwesen, Sozialwesen oder Jugend und Sport

stehen für Kunden- und Dienstleistungsorientierung

bieten Fach- und Führungspositionen

fördern unsere Mitarbeiter im Rahmen verschiedenster Fortbildungsangebote

bieten flexible Arbeitszeiten

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arbeiten im Team

sind eine innovative Behörde

Sie finden Ihre Interessen wieder und sind an einem anspruchsvollen rechtlichen Studium

interessiert? Dann bewerben Sie sich für das

duale Studium zum/zur Diplom-Verwaltungswirt/in (FH)

in der Beamtenlaufbahn des nichttechnischen Verwaltungsdienstes mit Einstieg in der

dritten Qualifikationsebene (Studienbeginn 1. Oktober 2016)

Einstellungsvoraussetzungen sind:

deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines EU-Staates

Weilheim | Das Kammerorchester

Weilheim stemmt am 14. November

in der Stadthalle eine Welturaufführung

— ein Stück für Cello

und Orchester, das Dirigent und

Solist Vasja Legiša mit Komponist

Rainer Bartesch erarbeitet hat. Das

dreiteilige „Concerto“ basiert auf

einem Thema von Antonio Carlos

Jobim und ist der Versuch, ein bekanntes

Jazz-Stück in einen Konzertsaal

zu bringen, indem zwei

unterschiedliche Musikrichtungen,

südamerikanische Harmonien und

klassische Elemente verbunden

werden. Von Legiša stammen die

Idee und der Solopart, die Orchestrierung

übernahm Bartesch. Das

Ursprungswerk „Wave“ bot sich

an: Komponist Jobim, Brasilianer

mit französischen Vorfahren, beeinflussten

zwei sehr unterschiedliche

Musikrichtungen — brasilianische

Liedformen und die Musik

französischer Impressionisten.

Bartesch, geboren 1964, stammt

aus Haslach bei Bernbeuren. In

München studierte er Horn, Lehramt

fürs Gymnasium und Komposition

für Film und Fernsehen.

Danach war er Hornist bei verschiedenen

Orchestern, bevor er

sieben Jahre an der Musikhochschule

dozierte. Er gewann zahlreiche

Preise und lebt heute als

freischaffender Komponist, Dirigent

und Multi-Instrumentalist in

Maising. Neben historischen und

zeitgenössisch-klassischen Stilen

ist er auch in Jazz, Pop und Rock

unterwegs, er schreibt „clubtaugliche“

und kammermusikalische

sowie Werke für Blasorchester.

Schon zahlreiche Werke

für Cello & Kammermusik

Cellist Legiša stammt aus Triest,

studierte in Venedig, Winterthur-

Zürich und Düsseldorf, schloss

das Studium in Tel Aviv ab und

perfektionierte sich in Meisterkursen

namhafter Kollegen. Der

Preisträger bei Wettbewerben in

Genua, Biella, Tortona, Zürich und

Belgrad konzertiert quer durch

Europa als Solist und Dirigent. Von

2000 bis 2007 war er Leiter eines

internationalen Musikfestivals in

Slowenien, wo er auch Meisterkurse

gab, dazu unterrichtete er in

Hamburg, Triest und auf Sizilien.

Legiša sind Uraufführungen neuer

Werke für Cello und Kammermusik

zu verdanken. Seit 2010 ist

er Cellolehrer an der Städtischen

Musikschule Weilheim und künstlerischer

Leiter und Dirigent des

Kammerorchesters.

Mendelssohn-Bartholdy

und Joseph Haydn

Auftakt zu dessen Herbstkonzert

ab 20 Uhr ist die „C-Dur Ouvertüre“

von Fanny Hensel anlässlich

ihres 210. Geburtstages. Die Pianistin

und Komponistin der deutschen

Romantik war die Schwester

von Felix Mendelssohn-Bartholdy,

dessen Ouvertüre zum Singspiel

„Heimkehr aus der Fremde“ nach

der Pause in der Stadthalle erklingt.

Zuvor ist „Sospiri“ (italienisch

für „Seufzer“) zu hören, ein

Adagio für Streichorchester, Harfe

und Solo-Cello, von Edvard Elgar.

Abschluss ist Joseph Haydns „Sinfonie

Nr. 94“, die mit dem Paukenschlag,

die anlässlich seiner ersten

Reise nach London entstand. Das

„Andante“ zählt zu Haydns bekanntesten

Werken.

ts

unbeschränkte Fachhochschulreife oder Hochschulreife

erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des Bayerischen

Landespersonalausschusses am 5. Oktober 2015

(Die Zeugnisse werden Mitte Dezember verschickt)

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Bewerbungsunterlagen bis spätestens

18. Dezember 2015 an das

Landratsamt Starnberg, Strandbadstr. 2, 82319 Starnberg

Ansprechpartnerin: Katrin Sontheim

E-Mail: personalentwicklung@LRA-starnberg.de

Weitere Informationen zum Studium finden Sie unter www.Lk-starnberg.de

32 | tassilo


Schülergruppe gibt kulturgeschichtlichen Reisebegleiter heraus

Auf Spuren der Römer vom

Ammersee nach Verona

Weilheim | Zunächst war ein

Schnellhefter geplant mit Materialien

zu den Römern zwischen

Oberbayern und Norditalien. Doch

die Idee, im Projektseminar Latein

am Gymnasium Weilheim geboren,

wird nun von der archäologischen

Fachpresse gefeiert. Mit Lehrerin

Carolin Völk schufen 14 Oberstufenschüler

ein Werk, das auf 368

Seiten mit 400 Bildern bis heute

sichtbare und in Vergessenheit

geratene Spuren der Römer zwischen

dem Ammersee und Verona

präsentiert. Dazu kommen viele

Tipps für Ausflüge. Ein Jahr lang

recherchierten und forschten die

Schüler, kontaktierten Experten,

baten um Informationen und Beiträge

und besuchten Orte nördlich

und südlich der Alpen. Bald war

klar: Ein Schnellhefter wird den

wertvollen Informationen nicht

gerecht. Mit Josef Fink fand sich

in Lindenberg im Allgäu sogar ein

Verlagschef, der wagte, mit einer

Schülergruppe ein Buch zu produzieren.

Der Mut wurde belohnt.

Denn zu den Beiträgen der

Schüler gesellen sich in dem

kulturgeschichtlichen Reisebegleiter

Artikel von Altphilologen

und Archäologen

aus Deutschland, Österreich

und Italien, von Heimatforschern

und Römerexperten. Das

Autorenverzeichnis verrät, dass die

Weilheimer Koryphäen auf ihren

Gebieten für ihr Projekt begeistern

konnten: Etwa Prof. Dr. Klaus Stefan

Freyberger, bis vor kurzem Direktor

des Deutschen Archäologischen

Instituts in

Rom, Prof.

Dr.

Wolf-Die-

ter Heilmeyer,

ehemaliger

Direktor

der

Antikensamm-

lung

zu Berlin,

und Prof. Dr. Umberto Pappalardo,

der einst die Ausgrabungen von

Pompeji und Herkulaneum leitete.

Die Reise beginnt nördlich des

Ammersees und folgt keiner klaren

Route, sondern streift auch sehenswerte

Plätze abseits. Im Pfaffenwinkel

werden die Geschichte

Raetiens und das Landleben zur

Römerzeit unter die Lupe genommen.

Dazu Orte mit römischen

Spuren wie Raisting, Marnbach,

Murnau, Epfach, der Auerberg und

Peiting.

„Auf Spuren der Römer vom Ammersee

nach Verona“ ist im Kunstverlag

Josef Fink (www.kunstverlag-fink.de)

erschienen und kostet

19,80 Euro (ISBN 978-3-89870-

929-3). ts

> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

TV-Wissen für ein Wein-Abo

Tassiloland | Heimatwissen gepaart

mit einem ausgeprägten

Einblick in die Fersehlandschaft

vergangener Tage ist diesmal für

unser Heimaträtsel nötig:

In den achtziger Jahren produzierte

das ZDF in unserer Region

eine Samstagabend-Serie als geplanten

Nachfolger der beliebten

„Schwarzwaldklinik“. Diese wurde

erstmals von 1987 — 1988 und

zuletzt 1998 ausgestrahlt. Das ZDF

baute damals für über eine Million

D-Mark einen Gutshof in ein Hotel

um, in dem die Serie spielte. Geplant

waren damals mehrere Staffeln,

jedoch wurde die Produktion

bereits nach der ersten eingestellt.

Die Ängste der Bevölkerung nach

zu viel Trubel rund um die Originalschauplätze

bewahrheiteten

sich aufgrund dieses Serienflops

glücklicherweise nicht.

Wir möchten nun von den

„tassilo“-Lesern drei Details zu

diesem Auszug der Fernsehgeschichte

wissen: Bitte nennen Sie

uns den Namen der Serie, den

Namen des Dorfes, bei dem gedreht

wurde, und den wirklichen

Namen des Gutshofes. Vorschläge

schicken Sie mit dem Stichwort

„Heimaträtsel“ per Postkarte an

„tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting

oder per E-Mail (info@tassilo.de).

Einsendeschluss ist der 14.

November. Bei mehreren richtigen

Einsendungen entscheidet, das

Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gewinner dürfen sich

dieses Mal über ein Weinladen-

Genießer-Abo für drei Monate vom

Weinladen Instinsky in Weilheim

freuen. Jeden Monat erwartet den

Sieger drei passend zur Jahreszeit

ausgesuchte Weine, zu jedem gibt

es die entsprechenden Expertisen,

Informationen zu den Weingütern

und Wissenswertes über die Regionen;

dazu kulinarische Tipps und

ein passendes Rezept. Wer diesmal

kein Glück hat, kann sich ein

Weinladen-Genießer-Abo oder

die Deluxe-Version im Weinladen

Instinsky sichern.

tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Erfreulich ist die Tatsache, wie viele Menschen sich mit den historischen

Bauwerken der Region auskennen. Uns erreichten zahlreiche

korrekte Einsendungen, auf welchen die Kirchtürme den entsprechenden

Orten zugeordnet wurden. Die richtige Kombination lautete:

1-D, 2-E, 3-B, 4-A, 5-C.

Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinner aus der zweiten Ausgabe

des „tassilo“. Die Weilheimerinnen Astrid Grosse Lackmann

und Christel Schulze-Hädrich, sowie Rosina Glas aus Feldafing

durften einen „After-Work-Sail“ auf der „Sir Shackleton" über den

Ammersee genießen. tis

november / dezember 2015 | 33


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Todesvorsorge, Begleitung und Trauerkultur

Bestatter — die Begleiter

zwischen Leben und Tod

Tassiloland | Die Trauerkultur, die

eine Gesellschaft pflegt, sagt viel

darüber aus, wie mit dem Menschen

im Einzelnen umgegangen

wird. Den Tatsachen ins Auge zu

blicken und sich mit dem Thema

Tod auseinanderzusetzen, kann

deshalb nicht nur die eigene Lebensqualität

verbessern. Ein Annehmen

des Verlustes eines geliebten

Menschen führt letztlich

auch zur Lebensbejahung. Als

„Botschafter“ dieser Kultur verstehen

sich in Deutschland die Bestatter.

Sie fungieren als Begleiter

zwischen Leben und Tod indem sie

dafür sorgen, dass ein Abschied in

Ruhe und Würde zelebriert werden

kann. Um gesetzliche und

rechtliche Bestimmungen kümmern

sie sich daher möglichst im

Hintergrund.

Welche Bestattungsform gewählt

wird, hängt nicht zuletzt von Wünschen

ab, die ein Verstorbener

noch zu Lebzeiten geäußert hat,

oder von dessen Familie. Und diese

Wünsche werden nach Aussage

von Renate Ahammer, Inhaberin

von „Ahammer Bestattungen“ in

Weilheim, immer individueller.

Zwar sei rechtlich verankert, was

machbar ist und was nicht und

sollte nicht als Reglementierung

verstanden werden, unterstreicht

die Fachfrau. „Es darf aber nicht

unterschätzt werden, was es für

Hinterbliebene bedeuten kann,

keine Stätte der Trauer zu haben“,

erklärt Ahammer. Viele

Menschen empfänden es hernach

als belastend, nicht an einen Ort

zurückkehren zu können, der an

den Verstorbenen erinnert. Eine

intensive Beratung auf diesem

Gebiet sei immens wichtig. Die

Qualität eines Bestatters richte

sich deshalb auch nach der Zeit,

die Trauernden im Rahmen einer

Beratung zur Verfügung gestellt

werde. „Respekt vor dem Ist-Zustand

der Hinterbliebenen“, nennt

Renate Ahammer das.

Raum für Verstorbene

außerhalb der Kirchen

Wie wichtig das für die Angehörigen

ist, unterstreicht die Bestattungsberaterin

mit Nachdruck. Mit

manchen Trauernden halte man

auch Jahre nach der Beisetzung

noch Kontakt. Trauerbewältigung

ende eben nicht automatisch mit

Eine Stätte der Trauer

für Hinterbliebene

Allein — den Tod hat es immer

schon gegeben und es wird ihn

weiterhin geben: Wer zu Lebzeiten

über die Gestaltung der eigenen

Bestattung spricht, befreit Angehörige

im Ernstfall vom Druck

einer schnellen Entscheidung.

Nicht nur bei einer Erd-, sondern

auch bei einer Feuerbestattung

gilt in Deutschland nach wie vor

die Beisetzungspflicht. Gewählt

werden kann das klassische Grab,

eine Bestattung auf hoher See, ein

namenloses Urnenfeld oder die

Beisetzung in einem so genannten

Friedwald, einer pflegefreien Gemeinschaftsgrabanlage.

„Jeder Mensch hat eine würdevolle Beisetzung verdient“: Bestattungsberaterin

Karin Pecher und Inhaberin Renate Ahammer (v.l.) von Ahammer

Bestattungen Weilheim.

34 | tassilo


der Beisetzung. Überhaupt sollte

sich in der deutschen Sterbekultur

etwas tun, meint Renate Ahammer.

Im Laufe ihrer langjährigen

Tätigkeit habe sie die Erfahrung

gemacht, dass es manchmal

schwer sei, Örtlichkeiten für eine

respektvolle Trauerfeier für Verstorbene

jenseits der christlichen

Kirchen zu finden: „Das finde ich

schade.“ Gleichzeitig sieht sie darin

Handlungsbedarf. „Man sollte

respektieren, was den Verstorbenen

ausmachte, was ihm wichtig

war. Das hat einfach jeder Mensch

verdient.“ Erinnern kann sich

Ahammer spontan an eine Beisetzung,

die nur aus ihr und einem

Hinterbliebenen bestand. „Wir

beide sind hier“, sagte sie damals

zu ihm, „und das ist doch schön.“

Die deutsche Sargpflicht

auf dem Prüfstand

Zur Sprache in Sachen Handlungsbedarf

kommt auch die in

Deutschland geltende Sargpflicht.

Der muslimische Glaube sieht

beispielsweise eine sargfreie Bestattung

in Leintüchern vor, das

Gesicht des Verstorbenen gen

Mekka gerichtet. Noch

hält unter anderem der

Freistaat Bayern an der

Sargpflicht fest, doch

andere Bundesländer,

darunter Baden-

Württemberg, denken

über eine Lockerung

nach. Ändern müsste

sich dafür einiges: So

ist gesetzlich verankert,

dass Verstorbene erst

nach einer Dauer von

48 Stunden beigesetzt

werden dürfen. Der

muslimische Glaube

sieht aber eine Beisetzung

innerhalb dieser

Zeitspanne vor.

„Ich hätte generell kein

Problem damit, wenn

die Sargpflicht wegfallen

würde“, erklärt

Renate Ahammer. Doch

befürchtet sie zugleich, dass dadurch

bei manchen Menschen die

„Billig-Mentalität“ zum Tragen

käme und die Würde des Verstorbenen

zweitrangig werde. „Viele

Leute meinen, dadurch würde

eine Beisetzung kostengünstiger

werden.“ Für Bestattungen ohne

Sarg würden jedoch andere Kriterien

eine Rolle spielen. Unter

anderem müsste Fachpersonal

dafür extra geschult werden, da

gänzlich andere Anforderungen

an die Bestatter gestellt würden:

„Sie stehen ja im direkten Kontakt

mit dem Verstorbenen.“

Zudem müssten Stätten gefunden

werden, die eine Beisetzung

in muslimischem Stile überhaupt

ermöglichen. Die Stadt München

verfügt über ein Areal auf dem

Westfriedhof und dem Neuen

Südfriedhof, doch findet auch hier

eine Beisetzung nicht ohne Tücken

statt. Trotz muslimischer Tradition

gilt auch hier die Sargpflicht. Das

Gesundheitsamt fordert ein eigenes

Leichenwaschhaus; und der

Glaube, dass Angehörige das Grab

selbst schließen dürfen. All das ist

nicht ohne Kompromisse zu bewältigen,

zumal auch Platzmangel

zu Ausweichlösungen zwinge und

teilweise drei Verstorbene in einem

Grab liegen.

Kein Gebietsschutz für

Bestatter landesweit

Obwohl das Sterben zum Alltag

von Renate Ahammer gehört,

empfindet die Bestatterin nach

wie vor Trauer. Sie werde berührt

von den Schicksalen der Verstorbenen,

egal welcher Alterstufe

sie angehörten: „Der Tod ist etwas

Natürliches. Trotzdem bin

ich traurig, auch wenn ein alter

Mensch stirbt“, erzählt sie. „Damit

endet seine Ära.“ Überhaupt

wollen Ahammer und ihre Mitarbeiterin,

Bestattungsberaterin

Karin Pecher, den Hinterbliebenen

wie auch dem Verstorbenen den

„schönsten Tag“ bereiten, der in

diesem Zusammenhang möglich

ist. „Das hat der Verstorbene

verdient“, fasst Renate Ahammer

zusammen.

Ein seriöser Bestatter erkenne die

Bedürfnisse der Hinterbliebenen

manchmal auch ohne Worte. Die

Sicherheit, dass am Beisetzungstag

alles reibungslos laufe, sei

elementar für die Angehörigen.

Die Wahl des Bestatters zu Lebzeiten

lasse deshalb viel Raum und

Zeit, um das richtige Institut für

sich zu finden. Die Wahlmöglichkeit

überwindet dabei Landkreisund

Bundeslandgrenzen: Denn

einen sogenannten Gebietsschutz

für Bestatter gibt es in Deutschland

nicht.

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Der Osterseehof in Iffeldorf ist zum Gnadenhof für 350 Tiere geworden

Zu Besuch auf Gut Aiderbichl,

einem Ruheort für 1 400 Beine

Iffeldorf | Noch immer gibt es

Rinder auf dem Osterseehof in Iffeldorf

— und noch immer werden

sie von Landwirt Hans Süß betreut.

Dennoch hat sich das Dasein der

Tiere auf diesem Hof gravierend

verändert. Sie sind aus ihrer domestizierten

Haltung befreit und

werden nicht mehr als Nutzvieh

gehalten. Im Gegenteil: Aus den

Rindern sind — wenn man so will

— Rentner geworden. Sie verbringen

hier ihr Altenteil frei von Aufgaben

und Anforderungen, die an

Milchvieh sonst gestellt werden.

Ihren ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb

hat die Familie Süß

dem Gut Aiderbichl überschrieben.

Der Osterseehof ist damit zu

einem weiteren Gnadenhof der

Stiftung geworden und beherbergt

seit der Eröffnung Anfang

2013 mittlerweile 350 Tiere, die

hier ihre letzten Jahre verbringen.

Neben den Rindern wird auch

Schweinen, Hunden, Katzen, Pferden

und selbst einem Kamel Asyl

gewährt. Unter liebevoller Pflege

und Zuwendung dürfen sie das

sein, was sie sind: freie Geschöpfe.

Ein Tierleben ohne Angst

und ohne Stress

Über 20 Jahre hatten sich Hans

und Martina Süß als Milchbauern

dem Kampf des Marktes unterworfen.

2010 war dann Schluss;

die fallenden Milchpreise zwangen

das Paar zum Umdenken. Ihre

Rinder einfach wegzugeben, das

passte nicht zu ihrer Lebenseinstellung.

Da sich unter ihren tierischen

Schützlingen auch damals

schon zwei ausrangierte Zirkus-

Ponys befanden,

die hier auf dem Hof ihr Gnadenbrot

bekamen, wollten sie das

auch ihren Rindern ermöglichen.

Die Philosophie von Gut Aiderbichl

traf den Nerv der beiden, sie

überschrieben ihren Osterseehof

an die gemeinnützige Stiftung.

Das Konzept von Gut Aiderbichl

um Gründer Michael Aufhauser

hat einen klaren Nenner: Die

Tiere, die auf den Gnadenhöfen

leben, sollen in ihrem Leben nie

wieder Angst und Stress erfahren.

Stark geprägt wurde Aufhauser

durch die Zusammenarbeit mit

Johanna Wothke, der Gründerin

des Vereins „Pro Animale“, die

ein angst- und stressfreies Dasein

von Tieren als ihre oberste Maxime

versteht. Der aus Augsburg

stammende Tierschützer Aufhauser

kann sein Ziel, Tieren eine

gleichwertige Stellung wie dem

Menschen einzuräumen, mit seinen

Gnadenhöfen weitestgehend

umsetzen. Dass dies nicht nur ein

körperlicher Kraftakt ist, steht außer

Frage. Auch das Aufbringen

der finanziellen Mittel, um alles

am Laufen zu halten, ist eine immerwährende

Aufgabe.

„Tiere sind fühlende

Mitgeschöpfe“

Rund 24 Jahre ist es her, dass Michael

Aufhauser von seinem Bürofenster

aus an der Costa del Sol

in Spanien beobachten musste,

wie Hundefänger Straßenhunde

abtransportierten. Als er sich kurzentschlossen

auf die Spuren dieser

Fänger machte, erlebte er Erschreckendes:

Rund 40 Hunde und

Katzen wurden mittels Gas getötet. et.

Kurzentschlossen kaufte Aufhauser

Anfassen erwünscht: Auf dem großzügigen

Freibereich tummeln sich Pferde und Ziegen.

36 | tassilo


Kameldame Franziska hat das Zirkusleben hinter sich gebracht und darf

jetzt auf dem Osterseehof alt werden.

Mitgeschöpfe handelt“, betont

Aufhauser. Nur wenn sich dieser

Grundsatz einpräge, könne sich

an der Gesetzgebung etwas ändern

und das Leid von Tieren reduziert

werden, lautet sein Credo.

Borsti & Co. — von

Schweinen und Menschen

die noch lebenden Tiere, die als

nächstes getötet werden sollten,

aus den Händen der Fänger frei

und vermittelte sie an Privatleute.

Mittlerweile wurden um die 1000

Tiere gerettet. Das Engagement

der Tierschützer machte Schlagzeilen,

auch im Rahmen der ARD-

Sendung „Das Leid der Tiere“.

Dass er allein durch Rettungsmaßnahmen

ah

me

n

der Misere nicht

Herr

werden konnte, war Micha-

el

Aufhauser u klar.

Er suchte

nach einer

er Lösung schon zu

Beginn der

Verkettungen

— die Philosophie ophi

hie von Gut

Aiderbichl ichl

war

geboren.

en.

„Ich

möchte den Menschen

in

Erinnerung bringen,

n,

dass

es sich

bei

Tieren

nicht um eine Sache,

sondern um

fühlende

Mit der Verwirklichung ichu

von

Gut

Aiderbichl ichl

und

dessen sen Gnadenhöfen

erweise er nicht nur

den

Tieren einen

Dienst. Auch der Mehrwert für

diejenigen, die täglich mit ihnen

in Stall und Hof zu tun haben, sei

enorm, sagt Michael Aufhauser.

Viele Ehrenamtliche bestätigen

ihn. Sie stehen zum Beispiel den

Katzen auf dem Osterseehof als

„Schmusepersonal“ zur Verfügung.

Sie bekomme viel von den

Tieren zurück, bestätigt eine Pflegerin,

die sich im Katzenraum des

Hofes in Iffeldorf mit Hingabe um

die Vierbeiner kümmert. Balsam

für die Seele sei diese Arbeit,

meint sie gar.

Gerade die Katzen- und Hundeanlage

auf dem Osterseehof belegt,

dass ein würdevolles und artgerechtes

Dasein für Tiere machbar

ist. Und ein Blick in den Schweinestall,

das Betrachten der prächtigen

und rosigen Tiere, ist allein

schon ein Vergnügen: Hier haben

sie Bewegungsfreiheit, können —

ganz nach „Schweine-Art“ — Streu

durchwühlen, sich suhlen. Rosalie,

Borsti, Rudi und die anderen

führen ein Leben jenseits der Mast

bis zu ihrem natürlichen Ende.

Auch die

Kamelda-

me

Franziska

darf

sich ih-

rer besondeeren

Stellung

lung

auf dem

Das Katzenzimmer ist eine der Besonderheiten auf dem Osterseehof.

Osterseehof bewusst sein. Lange

Jahre hatte sie einem Zirkus gedient,

jetzt besetzt sie die Position

der Exotin und zählt zu den

Besucherlieblingen. Im Rahmen

von Gutsführungen, die alle zwei

Stunden stattfinden, können sich

Interessierte Hof und Tiere aus

nächster Nähe ansehen. Streicheln

inbegriffen, auch das gehört zur

Maxime von

Gut

Aiderbichl.

Der respektvolle ektv

le Umgang

g

der Pfleger mit den Tieren

en

überträgt t sich

— im bes-

ten Falle — auf den Besucher.

Gerade bei

jungen

n

Menschen

könne

ne

dieser er Respekt so

ideal

gefördert

e werden, en, erklärt

Aufhauser. Ein

Umdenken in

der Gesellschaft

in

Bezug auf

Tiere sei

nach wie vor nötig, sagt der Tierschützer.

Und wo könne besser

begonnen werden, als bei der

jüngsten Generation. Noch unverkrampft

und frei von Doktrinen

gingen Kinder auf die Tiere des

Hofes zu, hat er beobachtet und

hofft, unter ihnen Nachwuchs zu

finden, der im Sinne seiner Philosophie

das Projekt Gut Aiderbichl

weiterführen wird.

Der Wirtschaftlichkeit

Rechnung tragen

Da es von Seiten des Staates keinerlei

finanzielle Unterstützung

gibt, muss Aufhauser neben der

Verantwortung für die Tiere auch

der Wirtschaftlichkeit Rechnung

tragen. Auf Spenden sei man nach

wie vor angewiesen, Eintrittsgelder

allein reichten zur Rentabilität

nicht aus. Eine Möglichkeit zur

Unterstützung ist die „Gut Aiderbichl

Mitgliedskarte“, die freien

Eintritt an 365 Tagen im Jahr (inklusive

Begleitpersonen) gewährt.

Geöffnet hat der Osterseehof in

Iffeldorf täglich von 9 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen im Internet

(www.gut-aiderbichl.de), wo unter

der Rubrik „Besuchen Sie uns“

der Link „Ausflug nach Iffeldorf“

alle relevanten Daten zum Osterseehof

beinhaltet.

rp

november / dezember 2015 | 37


Kosmetik




Wissenswertes

aus der Geschäftswelt

Echter eröffnet sagenhafte Modewelt

EIN KOMPLETT NEUES MODEHAUS AUF VIER ETAGEN IM HERZEN WEILHEIMS

Weilheim | Den Kunden ganz im Fokus präsentiert sich das Modehaus

Echter in Weilheim seit Kurzem völlig neu auf rund 5000 qm (1000

mehr als zuvor) über vier Stockwerke. Bereits in vierter Generation

wird das Unternehmen mutig weiterentwickelt, ganz im Sinne des

Slogans: Näher.Persönlicher.Echter. Das Sortiment wurde neu abgestimmt

auf die Kunden vor Ort, die von den 90 Mitarbeitern in Weilheim

engagiert beraten und umsorgt werden. „Von jeher war uns

immer wichtig, dass wir niemanden ausgrenzen. Wir bieten Mode für

die ganze Familie — immer auch in günstigen Einstiegspreislagen …“

Zudem wird in einem neuen Bereich unter dem Motto „modisch Größe

zeigen“ jetzt Mode bis Größe 50 angeboten. Ein weiteres Highlight

ist sicher der Ausbau des Premiumsegments. Im komplett umgebauten

Gebäude zieht eine imposante, im Raum hängende Treppe die

Blicke auf sich und führt auch ins neue PANEM-Café im zweiten Stock,

wo man sich von Kaffee bis zu Imbiss-Snacks wunderbar verwöhnen

kann. Begeistert zeigt sich Christian Echter von der Wahl heimischer

Firmen für den Umbau: „Es hat alles reibungslos geklappt und es war

richtig, dass wir uns — so gut es ging — für Firmen aus der Region

entschieden haben.“ Schließlich musste man ja bei allen Schritten auf

die Belange des geöffneten Modehauses achten.

op

Die imposante zentrale Treppe im neuen Modehaus Echter in Weilheim

führt auch zum neuen Café in der zweiten Etage.

Orthopädisches Fachzentrum verstärkt Ärzte-Team

NEUER SPEZIALIST FÜR SPORTVERLETZUNGEN AN KNIE- UND SCHULTERGELENK

Weilheim | Ab dem 1. November verstärkt Dr. Stefan

Buchmann das Ärzte Team des Orthopädischen

Fachzentrum (OFZ). An den Standorten Weilheim,

Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und Penzberg

wird die Kompetenz damit noch weiter ausgebaut.

Insbesondere im Bereich der Behandlung von

Sportverletzungen und der rekonstruktiven Knieund

Schulterchirurgie bringt Buchmann durch seine

bisherige Tätigkeit in der Abteilung für Sportorthopädie

am Klinikum Rechts der Isar in München

eine große Erfahrung mit.

Zusätzlich zur operativen Versorgung setzt er sich

intensiv mit konservativen Therapieansätzen und

der postoperativen Nachbehandlung auseinander.

Neben Sprechstunden, vorranging an den Standorten

Weilheim und Starnberg, wird Buchmann

operative Eingriffe im ambulanten OP des OFZ in

Weilheim und in den umliegenden Krankenhäusern

vornehmen.

Mit dem Mitglied des Rehabilitationskomitees der

Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie

kann das OFZ ein Komplettpaket der

orthopädischen Versorgung anbieten, wie der leitende

Arzt, Dr. Klaus Bachfischer, erklärt: „Das OFZ

hat bereits eine große Kompetenz und Tradition im

Bereich der Behandlung von Sportverletzungen.

Mit Stefan Buchmann können wir diese Ausrichtung

noch intensivieren. Egal welches Gelenk betroffen

ist, wir haben den Anspruch, Ansprechpartner

Nummer eins in der Region zu sein.“

tis

Neu im OFZ-Ärzteteam:

Dr. Stefan Buchmann

38 | tassilo


Allein in den Urlaub — gemeinsam unterwegs

„ONE REISEN“ SCHAFFT ANGEBOTE FÜR ALLEINREISENDE

Weilheim | „Alleine reisend einen exklusiven

Urlaub erleben“, so erklärt Uta

Orawetz das Geschäftsmodell von „one

reisen“. Der Reiseanbieter kümmert sich

ausschließlich um Gäste, die sich als Alleinreisende

in ferne Länder aufmachen

wollen. „Wir vermitteln keine Reisepartner,

die Unterbringung erfolgt im Einzelzimmer“,

beschreibt die Gründerin ihre

innovativen Idee. Als Geschäftsführerin

vom Weilheimer-Reise-Service und Reisebüro

Simader hat Orawetz mit ihren

Mitarbeitern bei der täglichen Arbeit

festgestellt, dass es große Lücken gab im

Urlaubsangebot für Alleinreisende.

2013 gegründet, führte die erste Reise

von „one reisen“ ins afrikanische Namibia.

Dieses Jahr standen Touren nach Sri

Lanka und China auf dem Programm.

„Wir möchten drei Angebote pro Jahr

schaffen“, erklärt Orawetz, die jeden

Trip von und bis zum Bahnhof Weilheim

persönlich begleitet. In den verschiedenen

Ländern erwarten deutschsprachige,

qualifizierte Reiseleiter die Urlauber. Das

Programm soll laut Orawetz „einen breiteren

Bogen spannen“, weshalb sowohl

geschichtliche Ausflugsziele, als auch

„Land und Leute“ eingeplant seien. „Es

gibt aber immer Freiräume, man kann

sich auch rausnehmen“, spricht sie die

Tatsache an, dass jeder Teilnehmer seine

Reise individuell gestalten kann. Um

allen Bedürfnissen gerecht zu werden,

ist die Personenanzahl pro Reise auf maximal

25 begrenzt. Die exklusiven Angebote

von „one reisen“ können in jedem

„Derpart Reisebüro“ gebucht werden.

Selbstverständlich auch im Reisebüro Simader

am Marienplatz und im Weilheimer-Reise-Service

in der Eisenkramergasse.

tis

IHK baut Standort Weilheim aus

NEUE GESCHÄFTSRÄUME DIREKT AN DER OLYMPIASTRASSE

Tassiloland | Für insgesamt 5 Landkreise ist

die IHK-Geschäftsstelle in Weilheim unter

Leitung von Klaus Hofbauer tätig. Weilheim-

Schongau, Landsberg am Lech, Garmisch-

Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und

Miesbach. Da ist nicht verwunderlich, dass

man innerhalb der IHK für den Standort

Weilheim gekämpft hat, und das mit Erfolg.

Insgesamt etwa 38 500 Betriebe aus Handel,

Industrie, Gewerbe und Dienstleistung

betreuen die 8 Mitarbeiter der IHK. Dazu

kommen 3 Mitarbeiter in der IHK-Akademie,

die ebenfalls in den „Glaspalast“ an der

Olympiastraße umgezogen ist. Über 1,4 Millionen

Euro kostete die IHK der Umbau der

Räumlichkeiten, Hausherr sind die Vereinigten

Sparkassen Weilheim. Der IHK-Präsident

Eberhard Sasse eröffnete die neuen, sehr repräsentativen

Räume im Beisein zahlreicher

Vertreter der Kommunalpolitik. Was leistet

die IHK-Geschäftsstelle? Über 1 000 der Mitgliedsunternehmen

im Bereich der Weilheimer

Geschäftsstelle bilden aus und werden

hierbei unterstützt, jährlich werden rund

400 Betriebe persönlich besucht. 1500 IHK-

Abschlussprüfungen sowie etwa 200 Teilnehmer

an den Kursen der IHK-Akademie

runden die Betreuungsleistungen vor Ort ab.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die betriebswirtschaftliche

Beratung für Existenzgründer

und Unternehmer in den genannten Landkreisen.

Zu erreichen ist die Geschäftsstelle

unter Tel.: 0881-925474-0.

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november / dezember 2015 | 39


Das „Village“, eine kulturelle Institution im Tassiloland

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Blues, Rock und

reichlich Legendäres

Habach | Der „Obermühle“ ist nicht

anzusehen, dass in ihr Rock-Geschichte

geschrieben wurde. Dieter

Uebler, Gitarrenbauer und Blues-

Experte, hat das alte Gemäuer mit

seiner Frau und einem umtriebigen

Kulturverein als weithin bekannten

Blues-Club etabliert. 27 Jahre nach

seiner Gründung ist das „Village“

aus dem kulturellen Leben im Pfaffenwinkel

nicht mehr wegzudenken.

Und da die Protagonisten in

dem Tal bei Habach einer ziemlich

zeitlosen Kultur nachgehen, ist jedes

weitere Jahr ein Schritt in Richtung

Legende.

Schon zum 18. Geburtstag vor

knapp zehn Jahren genoss der Club

bundesweit Renommee als Schauplatz

legendärer Konzerte. Davon

beflügelt, wurde das Programm

stets ausgebaut: Zu Konzerten

und Jam-Sessions gesellten sich

Percussion-Workshops, Tai-Chi-

Kurse und Kunstausstellungen.

Das reguläre Programm ergänzten

Gastspiele von Rock-Legenden wie

Deep Purple oder Wishbone Ash.

Im professionellen Ton-Studio im

Obergeschoss entstanden zahlreiche

Live-Mitschnitte. Das Leben

rund um die handgemachte Musik

pulsiert bis heute — allen Modeerscheinungen,

bürokratischen Hürden

und dem kränkelnden Musikmarkt

zum Trotz.

„Jour fixe“ ist wie zu Gründerzeiten

die allwöchentliche Donnerstags-

Session. Hier ist das „Village“-

Gefühl am besten zu erkunden:

Das Feuer im kleinen Eck-Kamin

flackert wacker, Peter, „Stammgast

der ersten Stunde“, lehnt an der

Bar und blickt in die Flammen. So

oft er kann, spielt er vor den Sessions

„Feuermeister“, kommt schon

früh am Abend von München, „wo

Du nichts vergleichbares findest“,

nach Habach, holt Holz und schürt

ein. Der Kamin ist die einzige Heizung,

doch als Wärmequelle in der

Blase aus Kunst, Kultur und Live-

Musik bald überflüssig.

Den Blues erlernen unter

Realbedingungen

Zwei Männer mit herrlich ihrem

Alter unangebrachten Frisuren

und Gitarrenkoffern voller Aufkleber

kommen herein. Das Feuer

knackt ein wenig lauter, die Zugluft

hat ihm Leben eingehaucht.

Und ganz beiläufig schleicht einer

in den Gastraum, dessen sanftes

Wesen die Seele vom „Village“ ist:

Dieter „D.D.“ Uebler, Erfinder und

Mastermind des „Home Of The

Blues“ in Habach. Er setzt sich auf

einen Wirtshausstuhl, nimmt seine

Gitarre und stimmt sie mit Hingabe.

Wieder und wieder streicht

er über die Saiten, spielt ein paar

wieselflinke Licks und justiert einen

alten Röhrenverstärker. Es

dauert, bis ihm der Sound gefällt.

Gut Ding will Weile haben, und es

hetzt ja auch keiner.

Die Gitarre hat Uebler selbst gebaut,

seine „Telecaster“-Modelle

haben einen hervorragenden Ruf

in der Szene. So manche Berühmtheit

fuhr nach ihrem Auftritt mit

einer Uebler-Gitarre nach Hause.

Er baut sie auf Anfrage. „Der, für

den ich sie baue, muss sie aber

schon spielen können“, grinst Uebler

und rückt die Brille zurecht —

„sonst muss er's halt lernen“. Er

winkt einen Burschen in Lederja-

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cke heran, der aus Habach kommt

und Schüler von „D.D. Blues“ ist.

Im „Village“ lernt er den Blues unter

Realbedingungen.

Dass solch ein Biotop den üblichen

Haken hat, liegt auf der Hand: das

liebe Geld. „Man muss das als

Liebhaberei sehen, nicht als Profitbetrieb“,

sagt Uebler. Denn im

Kulturtal passiere viel mehr als

„nur“ Konzerte: „Ich baue Gitarren

für Künstler, die hier auftreten,

bilde Leute am Instrument aus,

die Konzerte organisieren wir zusammen,

das ist ein 8-Uhr-frühbis-2-Uhr-Nachts-Job

mit vielen

ehrenamtlichen Helfern“, den

Mitgliedern im „Village e.V.“. Die

Künstler spielen für wenig Gage,

die Verein und Sponsoren zusammenbringen.

Das dörfliche Umfeld

sei dabei ein Standortvorteil: „So

etwas würde in einer Stadt nicht

funktionieren“, sagt Uebler und

ergänzt: „Die Gegend hat etwas

Außergewöhnliches wie das Village

verdient.“

Legendäres in über

einem Vierteljahrhundert

Donnerstags gehört die Bühne im „Village“ versierten Blues-Cracks

und ambitionierten Hobbymusikern, goutiert von fachkundigen Fans.

So ist die Obermühle auch ein

Hort für so manche Episode. Ueblers

Lieblingsmoment in 27 Jahren

war, „als ich mit Deep-Purple-

Keyboarder John Lord auf der

Bühne stand.“ Damals habe sein

„Blueshund“ Floppi noch gelebt,

der, wenn ihm die Musik gefiel,

„gelacht“, also die Zähne gezeigt

habe. „Während wir gespielt haben,

ist John immer blasser geworden.

Es stellte sich heraus, dass er

eine Höllenangst vor dem Hund

hatte.“ Uebler lacht herzlich. Zu

besonderen Konzerten, an die er

sich erinnert, muss er überlegen:

„Das ist wahnsinnig schwierig, so

viele Bands, über eine so lange

Zeitspanne...“, sagt er schließlich

und nennt Deep Purple, Ten Years

After und The Animals; „die vielen

Jazz-Highlights mal ganz beiseitegelassen“,

dazu Iron Butterfly,

deren Schlagzeuger lieber auf den

„Village“-Drums spielte als auf

seinen eigenen.

Es ist Donnerstag. Uebler und die

„Village Connection“ eröffnen die

Session, dann heißt es: „Bühne

frei!“. Die Stube ist proppenvoll

und nach drei Blues-Klassikern

der Hausband wird klar, dass im

Publikum auch Fexe allererster

Güte stehen. Die altgedienten

Haudegen und Männer für alle

Fälle springen den spontan gegründeten

Formationen bei und

bedienen sich aus der Rockgeschichte.

Wie jener Herr, der mit

seiner gediegenen Erscheinung

einem Bank-Vorstand angehören

könnte. Mit seiner „Les Paul“-

Gitarre und zwei Altersgenossen

bläst er Jimi Hendrix' „Fire“ neues

Leben ein. Die drei untypischen

Rocker haben sichtlich Spaß. Der

Hausherr verdingt sich an der Bar

und schenkt Getränke aus. Das Geheimnis

des Clubs? Uebler blickt in

die Runde: „Das kann wahrscheinlich

nur erfahren, wer das Village

richtig, richtig lange kennt — nämlich,

dass man am Puls der guten

Musik sitzt und schließlich ein Teil

davon werden kann.“

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Polling | Klassische deutsche Literatur

kann bisweilen trocken sein.

Vor allem für den, der sie sich

zwischen meterhohen Regalwänden,

in ledernen Lehnsesseln oder

dunklen Kämmerlein zu Gemüte

führt. Für Thomas Manns „Doktor

Faustus“ gibt es mitten im Pfaffenwinkel

allerdings ein einzigartiges

„Freiluft-Lesezimmer“; in

der Kulturlandschaft ums Klosterdorf

Polling herum. Dort füllt der

„Doktor-Faustus-Weg“ die Originalschauplätze

des Altersromans

für Spaziergänger mit Leben.

Natürlich darf der literarische Weg

auch ganz ohne Kenntnis des berühmten

Romans beschritten werden.

Er reizt mit Ausblicken auf

eine Gegend, wie sie typischer für

den Pfaffenwinkel nicht sein könnte.

Entlang des Weges erklären 13

Tafeln alle Plätze, die in „Doktor

Faustus“ erwähnt werden. Sie stellen

die Gegend um Polling herum

in einen Zusammenhang mit den

Geschehnissen im Buch.

Der Komponist Adrian Leverkühn

ist eine der beiden Hauptfiguren

in Manns Roman „Doktor Faustus“.

Den anderen, Serenus Zeitblom,

lässt der 1929 mit dem Nobelpreis

ausgezeichnete Schriftsteller die

Geschichte Leverkühns erzählen.

Der moderne Tonsetzer geht einen

Pakt mit dem Teufel ein, um

die Fähigkeit zu erwerben, revolutionäre

Musik komponieren zu

können. Offensichtlich, aber nicht

nur, spielt Thomas Mann mit dem

Teufels-Pakt auf die Zeit des Nationalsozialismus

an. Geschrieben

hat er das Buch übrigens von 1943

bis 1947 im kalifornischen „Pacific

Palisades“ in der Nähe von Los Angeles,

im Exil.

Pfeiffering ist Polling und

Weilheim ist Waldshut

Im Verlauf der Handlung zieht

Komponist Leverkühn nach Aufenthalten

in München und in Palestrina

bei Rom nach „Pfeiffering“ bei

„Waldshut“, um dort zum meisterlichen

Schöpfer moderner Zwölfton-Musik

zu avancieren. Thomas

Mann bezieht sich mit „Pfeiffering“

eindeutig auf Polling, gelegen an

der Bahnstrecke von München

nach Garmisch-Partenkirchen, unweit

von Weilheim, das im Buch

„Waldhut“ heißt.

Pfeiffering ist für die Romanfigur

Leverkühn eine Art Rückzugsort,

und der Autor Thomas Mann

macht aus seiner Sympathie für

das oberbayerische Klosterdorf

Polling durchaus keinen Hehl. Die

Gemeinschaft unter den Dorfleuten

hat den deutschen Dichter offenbar

vor allen Dingen beeindruckt. Sie

wird als intakt beschrieben wie die

Natur rund um das Dorf herum, als

ursprünglich und schön.

Thomas Mann wusste, wovon er

schrieb. Seine Familie selbst besaß

in Polling ein Haus. Es steht heute

noch, wurde unlängst in liebevoller

Kleinarbeit renoviert und wird von

einer Pollinger Familie bewohnt.

Das Gebäude ist selbstverständlich

auch eine Station entlang des

Weges — kurz, bevor der Lese-Pfad

das Dorf in Richtung Westen verlässt.

Entstanden ist der Doktor-

Faustus-Weg übrigens mit Hilfe

des Germanisten und ehemaligen

Gymnasiallehrers Dr. Fritz Wambsganz,

der auch an der Ludwigs-

Maximilians-Universität München

lehrt. Maßgeblich unter seiner Regie

entstand 2007 ein Weg, der den

Handlungsorten des Romans um

Polling herum nachspürt.

Alte Gemäuer und stille Wasser liegen entlang des Weges im Ort.


Vor dem Start zum Spaziergang

sei Kunstsinnigen allerdings

ein paar stille Minuten

in der Pollinger Stiftskirche

„St. Salvator“ empfohlen. Der

Stuckateur Jörg Schmuzer hat

sich dort durch seine Arbeit

ebenso unsterblich gemacht

wie die Bildhauer Bartholomäus

Steinle, Hans Degler, Johann

Baptist Sträub und Franz Xaver

Schmädl. Auch die drei prächtigen

und kunstvoll geschmiedeten Gitter

sind eine genauere Betrachtung

wert.

Wie sah es zwischen 1906

und 1922 hier wohl aus?

Doch zurück zum Weg: Der führt

weg vom Kirchplatz entlang des

Tiefenbachs in Richtung Gutshaus.

Dort darf der Wandelnde das Gartentor

öffnen und durch den Garten

bis zur Tafel Nummer zwei gehen.

Zurück am Kirchplatz führt die

Route über eine Brücke in Richtung

Bahnhofsstraße, die den literarischen

Spaziergänger aus dem Ort

hinaus leitet. Den Hohen Peißenberg

bei schönem Wetter im Blick,

taucht unweigerlich die Frage auf,

wie wohl das Polling zwischen

1906 und 1922 auf den Literaten gewirkt

haben mag. Mann verbrachte

vor allem Urlaubstage bei seiner

Mutter Julia in Polling und setzt

zum Beispiel der Familie Schweighart

(„Schweigestill“) ein Denkmal

im Buch. Bei diesen Besuchen mag

er denselben Weg über den Bahndamm

gewählt haben, um zum

nahen Streicherweiher („Klammerweiher“)

zu gelangen.

Nach dem Bahngleis führt der Weg

links über Wiesen bergauf, hinauf

auf den Ammerberg. Dort angekommen,

fällt der Blick auf zwei

Tuffsteine, auf denen sich eine

schöne Lese- oder Panorama-Pause

einlegen lässt. Das Klosterdorf

liegt der Erhebung im wahrsten

Sinn des Wortes zu Füßen. Auf der

anderen Seite breitet sich das Ammertal

aus. Dass die Gegend durch

den Fluss und einen grundwassergetränkten

Boden sehr fruchtbar

ist, kann der lesedurstige Wanderer

besonders an Tagen erkennen,

an denen es am Vormittag geregnet

hat. Auch, wenn die Sonne am

Nachmittag wieder scheint, steigen

oft bis spät in den Tag hinein

noch Nebelschwaden auf.

Sinistre Gedanken sind

nichts für Wanderer

Es geht bergab zum Streicherweiher,

wo sich im Roman der Komponist

Leverkühn am Suizid versucht,

weil er bemerkt, dass sein Leben

dem Ende entgegen schreitet.

Solch sinistren Gedankengängen

muss der Wanderer aber nicht

nachhängen, während ihn der Weg

den dicht bewaldeten Schafbichl

hinunterführt. Eher ist Vorfreude

angesagt angesichts

der kulinarischen Genüsse,

die ihn in Polling

erwarten. Der Doktor-

Faustus-Weg endet

da, wo er angefangen

hat: direkt auf dem

Kirchplatz.

Wer durch einen kleinen Torbogen

den beschaulichen

Klosterhof verlässt, entdeckt

gegenüber die „Alte Klosterwirtschaft“,

die mit gutbürgerlicher

Küche aufwartet und

im Sommer mit einem bewirtschafteten

Biergarten.

Der Weg beginnt und endet

am Kirchplatz vor der Pollinger

Stiftskirche. Festes Schuhwerk

ist nicht erforderlich, schadet aber

auch nicht, vor allem nicht an Tagen,

an denen der Boden feucht ist.

Entlang des Doktor-Faustus-Wegs

befinden sich 13 Tafeln; die Zeit für

einen Spaziergang hängt also auch

davon ab, wie genau sie der Wanderer

studiert, und, ob er — oder sie

— dazu in „Doktor Faustus“ (ISBN

978-3596294282, Fischer Taschenbuch)

liest oder sich einen kleinen

Umweg an die Ammer gönnt. So

lässt sich der Weg in einer Zeit zwischen

eineinhalb und drei Stunden

gut bewältigen. Weitere Information

im Internet (www.polling.de

und www.pfaffen-winkel.de). uc

november / dezember 2015 | 43


Ein Öko-Bauernhof, ein Bio-Supermarkt und die Familie, die dahinter steckt

Wie die Sendls zum „Biomichl“ wurden

Weilheim | Michael Sendl, 1956

geboren, hat nur seine ersten Lebenstage

auf der Säuglingsstation

eines Münchner Krankenhauses

verbracht. Ansonsten sei er „ein

Peißenberger Urgewächs“, wie er

sich selbst bezeichnet. Während

seine zwei Brüder vor vielen Jahren

schon wegzogen, haben seine

44 | tassilo

„Seit wir in Weilheim sind, geht es uns richtig gut": Karin und Michael

Sendl in ihrem neuen „Biomichl“, den sie Ende 2014 bezogen haben.

Eltern und er immer in der Marktgemeinde

gelebt. Als Sendl 16 Jahre

alt war, zog die Familie auf den

Bauernhof der Großmutter, den

der Vater dann im Nebenerwerb

bewirtschaftete.

Damals ahnte noch keiner, dass

Michael Sendl diesen Hof später

übernehmen und Peißenberg damit

seinen ersten Bio-Bauernhof

bekommen würde. Denn zunächst

sah alles danach aus, dass der

Sohn den Weg gehen würde, den

sich der Vater für ihn gewünscht

hatte: Nach der Grundschule besuchte

er das Gymnasium und

machte sein Abitur. Doch das Interesse

für Landwirtschaft, für Natur

und Umwelt, für ökologische

Zusammenhänge und auch für

politische Fragen war bereits geweckt:

So engagierte sich Michael

Sendl schon in seiner Jugend aktiv

bei der Katholischen Landjugendbewegung

(KLJB): „Wir haben uns

viel mit Verantwortung gegenüber

der Dritten Welt beschäftigt und

mit Landwirtschaftspolitik“, erinnert

sich Sendl. Er übernahm Verantwortung

innerhalb der KLJB,

kam in den Vorstand und wurde

irgendwann sogar stellvertretender

Bundesvorsitzender. Damals

sei viel diskutiert, viel zusammengesessen

worden, erinnert er sich.

Nach dem Abitur versuchte er zunächst

eine Lehre, doch das wurde

nichts. Dann pachtete er den väterlichen

Bauernhof, auf dem er

schon lange mitgearbeitet hatte.

Das war am 1. September 1979:

„Ich habe sofort auf ökologische

Landwirtschaft umgestellt“, erzählt

Sendl. Den Hof bewirtschaftet

er bis heute, mit viel Herzblut

und Leidenschaft. Und diese Landwirtschaft

führte irgendwie auch

zu dem, was Michael Sendl heute

ist: der äußerst erfolgreiche Inhaber

des „Biomichl“. Es war der

erste und ist inzwischen auch wieder

der einzige Bio-Supermarkt in

Weilheim.

Denn der Bauernhof in Peißenberg

war zu klein, um davon leben

oder eine Familie ernähren

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: appetitlich angerichtete Frische-

Theken, weitläufige Verkaufsflächen und übersichtlich sortierte Regale.

zu können. So begann der Landwirt

mit Direktvermarktung und

verkaufte das Rindfleisch, das von

seinen Tieren stammt. „Das war

der Startpunkt vom Biomichl‘“,

sagt Sendl. Zunächst eröffnete er

1985 einen Biomarkt in Peißenberg,

doch „dort sind wir aber nie

richtig froh geworden“. Irgendwann

hätten er und seine Frau

festgestellt, dass viele Kunden aus

Weilheim kommen. So fasste das

Ehepaar nach langem Ringen und

Abwägen des Für und Wider den

Entschluss, mit dem Laden in die

Kreisstadt umzuziehen. Dort fingen

Karin und Michael Sendl mit

einem 270 Quadratmeter großen

Laden an, den sie schon bald vergrößern

konnten: „Es war die richtige

Entscheidung, nach Weilheim

zu kommen“, sagt Sendl heute.

„Seit wir in Weilheim sind, geht

es uns richtig gut.“ Im November

2014 zog der „Biomichl“ in noch

größere Räume um. Das Bistro

wurde deutlich ausgebaut, es gibt

mehr Sitzplätze und jeden Tag

frisch gekochte Gerichte.

Michael Sendl ist ein viel beschäftigter

Mann. Er hat 80 Rinder,

deren Fleisch er im „Biomichl“

verkauft, 70 Hektar Land, 70 Mitarbeiter

und den großen Bio-Supermarkt.

Ohne seine Frau würde

er all das nicht meistern können,

betont der Unternehmer: „Das ist

ein Gemeinschaftsprojekt.“ Angesichts

der vielen Aufgaben hat

er irgendwann auch sein kommunalpolitisches

Engagement als

Kreisrat für die Grünen aufgegeben.

Denn was er unter keinen

Umständen aufgeben möchte, ist

seine Landwirtschaft. Die macht er

mit seiner Karin immer noch gerne,

und er ist überzeugt von dem,

was sie tun: „Ich bin mehr denn

je der Überzeugung, dass ökologische

Landwirtschaft der einzige

Weg ist, der funktioniert“, sagt

Sendl.

khw


12. Kunstwerkstatt-Ausstellung im Seniorenpark Dießen

Kreativer Dialog

zwischen Jung und Alt

Dießen | Noch bis Ende November

kann im Seniorenpark Dießen die

Ausstellung der „Kunstwerkstatt

im SOS-Kinderdorf“ bewundert

werden. Fast ein Jahr lang haben

die kleinen Künstler dafür an ihren

Werken gezeichnet, haben gemalt,

geschnitten und gedruckt, um am

Ende 27 Bilder im ersten Stock der

Einrichtung in der Bahnhofstraße

30 präsentieren zu können. Bereits

zum vierten Mal dient die

Kunstausstellung so zum kreativen

Dialog zwischen Jung und Alt.

Bunte Phantasiewelten

sichtbar gemacht

Sichtlich beeindruckt schlenderten

schon rund 50 Besucher durch die

Vernissage und ließen sich von der

Farbenvielfalt und der Phantasie

der Kinder verzaubern. Fröhlich

und bunt gestalten sich die Werke

der kleinen Künstler, zeigen sich

Flugdrachen neben Blumen, Fische

oder Käfer neben einer Nixe,

die es sich auf einem lächelnden

Felsen en gemütlich gemacht hat.

Unter Anleitung der Projektleiter

Maria Menter und Roger Kretschmann

ist so eine kreative Bandbreite

entstanden, die der Phantasie

„großer“ Künstler in nichts

nachsteht. Die Themen kommen

meist von den Kindern selbst,

Kretschmann und Menter unterstützen

bei der Umsetzung.

Zum vierten Mal zu Gast

im Seniorenpark

Und die Phantasie der jungen

Kreativen scheint nahezu unbegrenzt

zu sein. So jährt sich die

Ausstellung heuer insgesamt zum

zwölften Mal. Als besonders geglückt

empfindet et der

Projektleiter

er

den Reiz, der sich durch die Wahl

des Ausstellungsortes im Dießener

Seniorenpark ergebe. Die nun

zum vierten Male dort stattfindende

Ausstellung ließe nicht nur

Phantasie in den Alltag der älteren

fließen — auch die Kinder, die

im Alter zwischen acht und zehn

Jahren sind, profitierten von der

Begegnung mit den Senioren. rp

Die Ausstellung im Dießener Seniorenpark

kann noch bis Ende November täglich

von 14 bis 18 Uhr besucht werden.

november / dezember 2015 | 45


Freiwilligenagentur im Landkreis

Vernetzt im und

fürs Ehrenamt

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Weilheim-Schongau | Wie die

„Agentur für Arbeit“ Berufstätige

berät und in Jobs vermittelt,

so kümmert sich die Weilheimer

„Freiwilligenagentur“ um Ehrenamtliche

— als Einzelpersonen, in

Vereinen oder Institutionen. Die

Fäden rund ums Ehrenamt laufen

zusammen bei Gabriele Königbauer.

Seit 2013 bietet sie 24 Stunden

pro Woche eine „Engagementberatung“

an, ihre Kernaufgabe. Das

heißt, sie zeigt Menschen auf, wo

und wie sie sich freiwillig einbringen

können, 224 Personen haben

das Angebot in drei Jahren genutzt.

Außerdem kümmert sie sich um

Initiativen, vernetzt sie mit Kooperationspartnern

und konnte derer

120 gewinnen. Zudem ermittelt sie

mögliche Einsatzorte — von Bernried

bis Bernbeuren. Der Bedarf

an Ehrenamtlichen und ihre Verfügbarkeit

ist im Internet vernetzt

(www.anpacken-mit-herz.de).

Immerhin konnte Königbauer über

200 Angebote von Ehrenamtlichen

weiterreichen, die sich engagieren

wollen. „Das reicht von

Schülerpaten über die ‚Leseratten

Pfaffenwinkel‘, eine Vorleseinitiative

für Schulen, Büchereien oder

Seniorenheime, bis in die Bereiche

Natur und Umwelt, Gartenbauund

Sportvereine, Asylhelferkreise

oder Schulen“, erklärt die Agentin.

Fünf Mittelschüler brachten in nur

einem Jahr 200 Stunden zusammen,

indem sie in Büchereien halfen

oder mit Kindergartenkindern

spielten. Das Pilotprojekt trägt den

Namen „Youngagement“. Weitere

Schwerpunkte sind soziale Projekte

für Alzheimerpatienten, in der

Hospizarbeit und den Nachbar-

arschaftshilfen,

von denen es inzwiischen

15 im Landkreis gibt.

Zweiter Bereich der Agentur sind

kostenlose Fortbildungsangebote.

ote.

Um sie zu koordinieren, wurde

2014 das „Vereinsforum“ aus der

Taufe gehoben, das bis Juli 2015 in

zwölf Seminaren und Workshops

ops

309 Teilnehmer erreichte. Es ging

um die Organisation von Festen,

en,

Rechte im Ehrenamt oder Versicherungsfragen.

Fünf Menschen

schulten sich weiter zu „Seniortrainern“,

der Kurs mit sechs Teilnehmern

diesen Herbst ist ausgebucht.

Außerdem will die Freiwilligenagentur

gezielt Freiwillige gewinnen

und ihnen Engagement in

Städten und Gemeinden ermöglichen.

Königbauer spricht dazu

die Bürgermeister an. Aktuell

wichtig sind die „Sprachpaten“ für

Deutschunterricht und -konversation.

Sie treffen sich mit Ausländern,

die schon länger in Deutschland leben

und arbeiten, sich mit sozialen

Kontakten aber schwer tun, oder

helfen Flüchtlingen bei der Integration

oder auf dem Arbeitsmarkt.

Aktuell gibt es 17 Patenschaften,

das Projekt läuft in Zusammenarbeit

mit der Diakonie Oberland und

dem Bildungskolleg Weilheim.

Am 31. Oktober endet die dreijährige

Projektphase der Freiwilligenagentur

im Rahmen der Leader-

Förderung. Ob sie weiter besteht,

hängt vom Landkreis und dessen

Unterstützung ab. Der hat sich bis

Redaktionsschluss dieser Ausgabe

nicht öffentlich geäußert. Getragen

en

wird

die

Agentur von

der

„Caritas“,

die Eigenmittel itte

tel einbringt. ngt.

Und,

ergänzt Königbauer: „Wir könnten

nicht bestehen ohne das Regionalmanagement

Bayern.“ Die

„Lagfa“, eine Arbeitsgemeinschaft,

zu der sich Agenturen in ganz Bayern

zusammengeschlossen haben,

dient zudem der Vernetzung und

gewährt Unterstützung.

Mit Monika Funk, der Caritas-

Geschäftsführerin in Weilheim,

hat Königbauer einen „Planungsentwurf

für Weiterführung“ erarbeitet.

Engagementberatung und

„Youngagement“ sollen weiter laufen;

wie auch das „Vereinsforum“,

das sechs Weiterbildungstermine

noch vor Weihnachten plant. Neu

ist das Fortbildungs- und Netzwerktreffen

für Nachbarschaftshilfen,

das schon zweimal stattfand.

Auch eine Datenbank mit Fortbildungsangeboten

regen Funk

und Königbauer an, vor allem für

Asyl-Helfer. Angedacht ist weiter

die Kooperation mit Unternehmen,

um Mitarbeiter auf das Leben nach

dem Beruf vorzubereiten. Und sie

als Ehrenamtliche zu gewinnen,

etwa als „Seniortrainer“.

ts

46 | tassilo


Der einst „Königliche Bahnhof“ in Feldafing und seine neue Nutzung

Wieder einen Aufenthalt wert

Feldafing | Der Feldafinger Bahnhof

wurde 1865 von Georg von

Dollman, unter anderem auch eine

Zeit lang Bauleiter auf Schloss Neuschwanstein,

während der Regierungszeit

von König Ludwig II erbaut.

als die Eisenbahnstrecke von

München nach Tutzing entstand.

Unter anderem wurde das Gebäude

im „maximilianischen“ Stil mit

Aufenthaltsräume für die königliche

Familie ausgestattet. Während

seiner knapp 150-jährigen Geschichte

machte der Bahnhof drei

Nutzungsänderungen durch: Vermutlich

noch während der Bauzeit,

oder unmittelbar danach, wurde

der westliche Seitenflügel um eine

Achse in die überdachte Bahnhofshalle

erweitert. Um 1901 erhielt die

Post, mittlerweile von der personellen

Zuständigkeit der Eisenbahn

abgetrennt, eigene Räume im Erdgeschoss

des südlichen Seitenpavillons.

Zu dieser Zeit wurden auch

die Räume für die „Allerhöchsten

Herrschaften“ aufgelöst.

Eine größere Veränderung erfuhr

der Bahnhof letztmals, als die Post

wieder auszog und die Bahnstrecke

zur S-Bahn umgewandelt wurde.

Weil der Weg zur S-Bahn danach

Oben der Bahnhof im Trauerzustand, rechts als neues Schmuckstück.

nicht mehr durch den Bahnhof

führte, büßte das Gebäude immer

mehr von seiner ursprünglichen

jahrzehntelangen zentralen Bedeutung

ein. Teils stand er sogar leer,

andere Teile wurden zu Wohnzwecken

genutzt.

Enge Zusammenarbeit mit

dem Denkmalschutz

Nach der Umgestaltung durch

Architekt Benedikt Sunder-Plassmann

nimmt der königliche Bahnhof

mittlerweile wieder eine öffentliche

Funktion ein: als Rathaus

der Gemeinde Feldafing. Bei der

Reaktivierung war der Denkmalschutz

eine große Herausforderung

und ein entsprechendes Konzept

nötig. Ziel war es, das Erscheinungsbild

des Bahnhofes von der

Bahnseite her zu wahren. Prägnante

Elemente wie das Vordach und

die filigranen Eisenstützen blieben

frei sichtbar. Größtenteils blieb

das Erscheinungsbild unverändert,

die Baumaßnahmen wirkten sich

hauptsächlich auf die Räumlichkeiten

im Innern aus.

Die Wiederherstellung des königlichen

Bahnhofes und der Umbau

zum modernen Rathaus erfolgte in

drei Abschnitten: 2009 wurden alle

Fenster durch neue Kastenfenster

ersetzt, wobei die historischen als

Vorbild dienten. Ein Jahr später begann

die Sanierung der Gebäudehülle,

außerdem wurden

alle statischen Mängel

behoben.

Um möglichst nah am historischen

Erscheinungsbild zu bleiben,

wurde das Bayerische Landesamt

für Denkmalpflege eingebunden.

Im Sommer 2012 folgte schließlich

der Umbau zum Rathaus. Die

Büros wurden Funktionstüchtig

eingerichtet, im Erdgeschoss die

besucherintensiven Bereiche angeordnet

und einladend gestaltet.

Das Standesamt verfügt jetzt über

einen repräsentativen Raum für

Trauungen.

Die große Bahnhofshalle wird

mittlerweile dreifach genutzt:

Durch eine

Glaswand and sind

Büroräume

abgetrennt, der Bürgersaal

dient für Gemeinderatssitzungen

und Veranstaltungen wie abendliche

Konzerte oder Ausstellungen.

Auch das „Café Max II“ fand Platz

und lädt mit 35 Sitzplätzen und

weiteren 30 Plätzen im Außenbereich

zum Verweilen ein. Für

S-Bahnfahrer hat es darüber hinaus

die Funktion eines Kiosks mit

Fahrkartenverkauf. Seit der Eröffnung

im April 2013 hat sich das 3,7

Millionen Euro teure Bauvorhaben

wieder zu einem zentralen Punkt in

der Ortsmitte entwickelt.

tis

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Oktober 2015.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 51000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.tassilo.de.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Tobias Schumacher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Kathrin Hauser-Weishaupt, Regine Pätz,

Caroline Rappold, Christoph Ulrich, Gudrun Kropp,

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Marén Arnótfalvy, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid,

Jonas Desche

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

Januar / Februar 2016: Mittwoch, 23. Dezember 2015

(Anzeigenschluss 30. November 2015)

Fotos: Karin Haas, BSE-Pictures, Gudrun Kropp, Regine Pätz, Peter Ostenrieder, Tim Schmid, Tobias Schumacher,

Christoph Ulrich, Katrin Hauser-Weishaupt, Jonathan Fischer, Konzept+Dialog.Medienproduktion, Sigrun Lange,

Claire Tranter, Freunde des Pollinger Bibliotheksaals e.V., Hans-Peter Grünebach, Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau, Kanzlei Wiesmaier und Kollegen, Thomas Heinzer, Manfred Lehner, Michael Steiner (Kammerorchester

Weilheim), Helen Garber, Bundesverband Deutscher Bestatter, Gut Aiderbichl, Michael Sendl c/o Biomichl,

Gemeinde Feldafing, Roche Penzberg, Peter Adamik, Apollon Quartett, Iffeldorfer Meisterkonzerte, GCM Gospel

Concert Management, Stadtwerke Weilheim, Manfred Bögl, Wirtshaus im Tutzinger Hof, Florian Raff, Tourist-Info

Murnau/Hans Wenderoth Gut Achberg, Gemeinde Polling/Birgit Kraus, Siegfried Sedelmayr, Dornhofer-Krippenfiguren,

Fotolia.

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen —

Auslegestellen in Murnau und Penzberg.

november / dezember 2015 | 47


Roche investiert weiter in den Standort t Penzberg

Neue Millionen

für die Region

Penzberg | Das Unternehmen

Boehringer Mannheim hatte sich

1972 auf dem Gelände des stillgelegten

Kohlebergwerks im Penzberger

Nonnenwald niedergelassen.

Seitdem wuchs das Werk

stetig. Nachdem der Roche-Konzern

1998 Boehringer Mannheim

übernommen hatte, wurden in

Penzberg rund 2,3 Milliarden Euro

investiert. Mit über 5 500 Mitarbeiter

sind dort heute doppelt so viele

wie bei der Übernahme durch die

Schweizer beschäftigt.

Und Roche investiert weiter in den

Standort Penzberg: Die weltweit

steigende Nachfrage nach biotechnologisch

hergestellten Medikamenten

und diagnostischen Tests

soll gedeckt werden. Eine Vielzahl

an Neubauprojekten sind ein sichtbares

Zeichen für die Zukunftsausrichtung

und das Vertrauen der

Konzernleitung in die Leistungskraft

des Standortes im Tassiloland.

Beispiele für derzeit große Bauprojekte

sind der Neubau eines Laborund

Bürogebäudes, der Ausbau

der biochemischen Diagnostik-Produktion

und der „PharmaBiotech-

Produktion“ sowie die Erweiterung

in infrastrukturellen Bereichen —

die Abwasserreinigungsanlage, die

Energiezentrale und das Parkhaus

im Westen.

Investitionen aufgrund

steigender Nachfrage

Auf dem Werksgelände entsteht

ein neues Labor- und Bürogebäude

für etwa 110 Millionen Euro, der

Spatenstich erfolgte am 23. Juli

diesen Jahres, Ende März 2017 soll l

der Erstbezug stattfinden. Sechs

Abteilungen des Bereiches „Pharma“

und zwei Abteilungen des

Bereichs „Diagnostics“ werden

hier ihren Platz finden. Das neue e

Biotechnologische Ausbildungszentrum,

das mit dazu beitragen

soll, dass auch künftig ein hoher

Ausbildungsstandard gewährleistet

werden kann, wird ebenfalls

in das neue Gebäude integriert.

Ebenso wie der werksärztliche e

Dienst samt angegliedertem Gesundheitszentrum.

Ein Café sowie

Technik-, Archiv- und Lagerflächen

im Untergeschoss runden das Gesamtbild

des neuen sechsstöckigen

Gebäudes ab. Insgesamt 21000

Quadratmeter beträgt die gesamte

Nutzfläche des Neubaus.

Infrastruktur-Ausbau für

reibungsloses Arbeiten

Ende März 2017 soll außerdem

das neue Produktionsgebäude für

Diagnostika bezogen werden können.

Hier werden unter anderem

Einsatzstoffe hergestellt, die für die

Immundiagnostik-Geräteplattform

„Elecsys“ von Bedeutung sind. Beginn

der Baumaßnahmen war am

3. August. Der Neubau — dessen

Investitionssumme sich auf rund

43 Millionen Euro belaufen wird

— ersetzt in Zukunft ein Gebäude,

dessen Nutzungsdauer und -standard

überholt ist.

Damit in den Forschungs- und

Produktions-Gebäuden ein reibungsloses

Arbeiten gewährleistet

werden kann, ist eine effektive

timalen

Bedingungen

gen

kultiviert iert

und

die

benötigten

ten

Wirkstoffe fe für

die

Medikamente

ente

Infrastruktur

tur

hergestellt es

t werden.

en.

essenziell. se

So soll für

Der Ausbau des

Werks in Penzberg,

rund

60 Millionen ione

Euro eine neue

speziell der

Pharma- a- und

Diagnos-

Energiezentrale mit integrierter tik-Produktion, zieht zwangsläufig

Leitwarte, in der unter anderem eine Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage

nach sich. Daher

die Medienversorgung des kompletten

Standortes überwacht und laufen bereits seit Ende 2014 Bauarbeiten

an einem 26 Millionen

gesteuert wird, entstehen. Ende

2016 sollen An- und Neubau funktionsfähig

sein, heißt es von Seite

Havarie-Becken, das im Bedarfs-

Euro teuren Projekt. Das sogenannten

von Roche. Auch sollen nach fall verunreinigtes Regen- oder

Unternehmensangaben etwa 160 Abwasser auffängt und so verhindert,

dass es in die Loisach abläuft

neue Arbeitsplätze dank einer Kapazitätserweiterung

für die Pharma-Produktion

entstehen. zukünftig im Vergleich zum alten

und die Umwelt verschmutzt, soll

Der Ausbau eines bestehenden mit 5000 Kubikmeter das fünffache

Gebäudes, in dem künftig zahlreiche

Produkte hergestellt werden, Roche. Die Speichermöglichkeit für

Fassungsvermögen haben, erklärt

soll bis Januar 2017 abgeschlossen Abwasser aus den Betrieben, das

sein. Grund für die Investition hier in der Abwasserreinigungsanlage

sei die weltweit stetig steigende gereinigt wird, verdreifache sich

Nachfrage der Roche-Medikamente,

die zur Behandlung von Krebs hinaus wird eine zweite Anaero-

auf 3000 Kubikmeter. Darüber

eingesetzt werden. Die Kapazität beanlage gebaut, in der aus Produktionsabwasser

Biogas erzeugt

werde um vier weitere 16 000-Liter-Fermenter-Behälter

erhöht, in wird, aus dem wiederum Strom

denen Zellen unter möglichst op-

und Wärme gewonnen wird.

Weniger als

zehn

Monate beträgt

zuletzt die Bauzeit für das Park-

haus

im Westen en des

Werks, das um

ein viertes „Schiff“ f“

erweitert eite

rt

wird.

Ende

dieses Jahres werden hier

510 neue

Stellplätze für

Mitarbeiter

iter

zur Verfügung stehen. en

Die Erweiterung

für

vier Millionen ione

Euro

ist

auch

deshalb nötig, da durch die

anderen Bauprojekte Parkplatzfläche

wegfallen wird.

Einer der größten

Biotechnologie-Zentren

Insgesamt ist das Roche-Werk in

Penzberg eines der größten Biotechnologie-Zentren

in Europa.

Als einziger Standort innerhalb

des Konzerns weltweit werden in

Penzberg Forschung, Entwicklung

und Produktion für die Bereiche

„Diagnostics“ und „Pharma“ parallel

betrieben, um Synergien zu

nutzen und die, wie es bei Roche

heißt, „Personalisierte Medizin“

voranzutreiben.

Roche trägt als größter Arbeitgeber

und Gewerbesteuerzahler viel

zum Gemeinwohl in der Region

bei. Auch die aktuellen Investitionen

will der Konzern in diesem

Kontext verstanden wissen. tis

48 | tassilo


Das Programm für die Iffeldorfer Meisterkonzerte 2016 steht

Klassik auf höchstem Niveau

Iffeldorf | Seit 25 Jahren ist die Reihe

der Iffeldorfer Meisterkonzerte

ein prägendes Element in der

Kulturlandschaft des Pfaffenwinkels.

Ihr Ziel sind die Pflege von

Konzerten auf höchstem Niveau,

zudem soll jungen Künstlern ein

Forum geschaffen und die Musik

des 20. Jahrhunderts gefördert

werden.

„Ein Feuerwerk an wunderbaren

Künstlern“, hatte die Vorsitzende

und künstlerische Leiterin Andrea

Fessmann für das Jahr 2015 versprochen,

das sich nun dem Ende

zuneigt. Auf zwei Höhepunkte

dürfen sich Freunde der klassischen

Musik allerdings noch

freuen: Der Klarinettist Thorsten

Johanns und die Streicher vom

„Auryn Quartett“ beschließen

die Spielzeit am 21. November im

Gemeindezentrum. Auf dem Programm

stehen Werke von Toshio

Hosokawa, Ludwig van Beethoven

und Johannes Brahms. Knapp drei

Wochen vorher führt der russischamerikanische

„Traumpianist“

Kirill Gerstein Richard Strauss‘

Melodram „Enoch Arden“ zur

Aufführung. Als Sprecher gastiert

der vielfach preisgekrönte und

international gefeierte Schweizer

Schauspieler Bruno Ganz („Der

Untergang“). Das Konzert sollte

ursprünglich im Sommer stattfinden,

musste wegen Erkrankung

eines der Protagonisten ausfallen

und wird nun nachgeholt.

Die Saison 2016 steht bereits in

den Startlöchern. „Die Iffeldorfer

Meisterkonzerte treffen im Jahr

2016 alte Freunde und begrüßen

neue“, beschreibt Andrea Feßmann

das vielfältige Programm,

das die Organisatoren auf die

Beine stellen konnten. Bereits am

23. Januar gibt es ein Wiedersehen

mit „Concerto melante“. Das

Ensemble rund um Mitglieder der

Berliner Philharmoniker sei von

den „Osterseen gar nicht mehr

wegzudenken“, sagt die künstlerische

Leiterin.

Mit dem jungen Hornisten Felix

Klieser gastiert ein „Echo Klassik“-

Die Leipziger Bach-Solisten sind am 22. Oktober in Iffeldorf zu Gast.

Das Prager Apollon-Quartett musiziert beim Sommerkonzert.

Preisträger am 23. April im Gemeindezentrum

von Iffeldorf. Der

Bass-Bariton Klaus Mertens lässt

am 4. Juni Werke von Händel, Bach,

Mozart und Haydn aufleben —

gemeinsam mit Ton Koopman,

weltweit einem der bedeutendsten

Pioniere in der historischen

Aufführungspraxis, und der

ebenfalls international gefeierten

Cembalistin Tini Mathot. Das

„Arcis Saxophon Quartett“ bringe

„ganz neue Töne“ nach Iffeldorf,

verspricht Feßmann für den Auftritt

der jungen Musiklehrer am

16. Juli. Mit dem Prager „Apollon

Quartett“ steigt das diesjährige

Sommerkonzert am 6. August im

Barocksaal des Kloster Benediktbeuern,

die Musiker und die Meisterkonzerte

verbinden inzwischen

eine langjährige Freundschaft.

Das anschließende Konzert am 22.

Oktober findet ausnahmsweise

ebenfalls in Benediktbeuern statt,

die Basilika bietet laut Feßmann

„den würdigen Rahmen für dieses

geistliche Konzert“: Georg Christoph

Biller dirigiert die „Leipziger

Bach-Solisten“ und das „Leipziger

Barockorchester“. Den Abschluss

der Konzertreihe 2016 bilden am

10. Dezember der südafrikanische

Flötist Stefan Temmingh, begleitet

von Wiebke Weidanz am Cembalo.

Bei allen Konzerten — mit Ausnahme

des Sommerkonzertes — wird

jeweils ein Stunde vor Beginn eine

Konzerteinführung mit Konzertkritiker

Reinhard Szyszka von der

Süddeutschen Zeitung angeboten.

Der Kartenvorverkauf für die „Iffeldorfer

Meisterkonzerte 2016“ startet

am 23. November beim Kartenservice

der Konzertreihe, online

unter www.iffeldorfer-meisterkonzert.de,

bei der Buchhandlung

Rolles in Penzberg und bei München

Ticket. Die Organisatoren

bieten neben Abonnements auch

Rabatte, etwa die „Aktion Junges

Publikum“, damit jedermann die

hochrangigen Musikerlebnisse genießen

kann.

tis

november / dezember 2015 | 49


Gospel-Gruppe gastiert in der Schlossberghalle

Eine energiegeladene

Feier des Glaubens

Starnberg | Im Rahmen ihrer vierten

Welttournee gastiert die 2011

gegründete Formation „The Gospel

People“ am 10. Dezember in

der Schlossberghalle in Starnberg.

Das musikalische Repertoire reicht

vom traditionellen „Black Gospel“

über von Jazz und Soul inspirierte

Stücke bis zum aktuellen „Contemporary

Gospel" mit Rock- und

Pop-Elementen. Begleitet von

Schlagzeuger Ernest Meredith und

Keyboarder Vaughan Phoenix sorgen

Leadsänger Owen Nixon und

seine Gesangskolleginnen Deidre

Valentine sowie Jennifer und Shadale

Johnson für ein modernes und

interaktives Gospel-Spektakel.

Das Wort „Gospel“ setzt sich zusammen

aus den Wörtern „good

spell“, was für „gute Nachricht“

und damit für das Evangelium

steht. Als Zeugnis eines tiefen

christlichen Glaubens hat sich die

Gospelmusik zu einer charakteristischen

Musikrichtung entwickelt,

die in der ganzen Welt bekannt ist

und geschätzt wird.

„Artistic Director“ und Bandleader

von „The Gospel People“ ist

Charles Creath aus St. Louis, der

bei den Auftritten das Verschmelzen

der sieben Musiker sowohl untereinander

wie mit den Zuhörern

zu einer Einheit anstrebt.

> > > KARTENVERLOSUNG

„Wir brauchen das Publikum für

unsere Show“, sagt Creath, der

schon seit Jahrzehnten in der Gospelszene

unterwegs ist. Zwischen

1991 und 2010 war er in Europa

und speziell in Deutschland mit

teilweise über 200 Gospelshows

jährlich auf Tournee. Die markanten

Leistungsträger bei „The Gospel

People“, Sänger Owen Nixon

und Deidre „Big Mama“ Valentine,

wirkten schon in verschiedenen

Formationen der US-amerikanischen

Gospelszene mit.

ts

Für das Konzert am Donnerstag, 10. Dezember, um 20 Uhr in der

Starnberger Schlossberghalle verlost „tassilo“ 3 x 2 Eintrittsarten.

Wer ein Teil des „The Gospel People“-Spektakels werden möchte,

schickt eine Postkarte an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting oder

eine E-Mail (info@tassilo.de) mit dem Stichwort „Gospelkonzert“.

Einsendeschluss ist der 14. November. Die Gewinner werden

schriftlich benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ts

50 | tassilo


Stadtwerke beziehen Neubau im Weilheimer Osten

Junggebliebenes Traditionsunternehmen

mit innovativen Projekten

Weilheim | Der Neubau der Stadtwerke

Weilheim i. OB. am östlichen

Stadtrand ist nicht zu übersehen:

Zwei Jahre lang „lief die Großbaustelle

nebenher zu unserem Tagesgeschäft,

und doch nicht nebenbei,

sondern hoch konzentriert“, verrät

Weilheims Stadtwerke-Vorstand

Peter Müller. Rechtzeitig zum

130-jährigen Firmenbestehen am

30. Oktober waren bereits Anfang

August alle 65 Mitarbeiter sowie

die Energietochter SWE in das Gebäude

gezogen mit der passenden

Adresse in der Stadtwerkestraße 1;

ebenso der gesamte Betriebshof

samt schwerem Gerät, Maschinen

und Materialien.

„Wer schon einmal gebaut hat,

weiß, wie komplex so ein Vorhaben

ist“, sagt Müller. Vor allem

mit Blick auf die Beschaffung geeigneter

Materialien und die optische

Gestaltung. Auch die Funktionalität

inklusive IT-Infrastruktur

und Telekommunikation mussten

bedacht werden — für ein systemrelevantes

Unternehmen das Kapital.

Erfreulich ist laut Müller die

Tatsache, dass der finanzielle Rahmen

des Neubaus mit 13,8 Millionen

Euro nur knapp überschritten

wurde: „Für ein kommunales Unternehmen

wie uns sicher eine Erfolgsmeldung“,

sagt der Vorstand.

Durchdachte Architektur

und Funktionalität

Das gut zwei Hektar große Gelände

umfasst vier Gebäude: eine

Lagerhalle, Werkstatt, Garage und

Verwaltung. Die markanten Fassaden

aus Lärchenholz und die

großzügigen

Fensterfronten wirken einladend.

Die Gebäude wurden so gebaut,

dass die Wege zwischen den einzelnen

Stadtwerke-Funktionen

möglichst kurz sind. Gleichzeitig

gibt es großzügige Verkehrs- und

Freiflächen — ideal für einen

funktionalen Betriebshof. Die

freie Einsicht auf den Gebäudekomplex

freut Müller besonders,

„schließlich sollen uns die Bürger

als leistungsfähigen, modernen,

transparenten, kommunalen Versorger

und Energiedienstleister

wahrnehmen.“ Wasserversorgung

und Abwasserentsorgung, sowie

die Betreibung des Betriebshofes

und der Tiefgarage im Altstadtcenter

sind nur ein Auszug aus dem

umfangreichen Aufgabenspektrum

der Weilheimer Stadtwerke.

Innovatives

Energiekonzept

An ein nachhaltiges Energiekonzept

wurde

im Zuge des

Neubaus

Peter Müller, Vorstand der Weilheimer Stadtwerke

ebenfalls gedacht. Seit Juni läuft

bereits die gesamte Photovoltaik-

Anlage auf den Dächern. Sie deckt

den Strombedarf aller vier Gebäude,

vielleicht sogar mehr, wie André

Behre, Assistent der Geschäftsleitung,

prognostiziert: „Rein

rechnerisch benötigen wir von

der gesamten Jahreserzeugung

von 400 000 kWh etwa ein Viertel

selbst. Vom Rest könnten fast 100

Haushalte mit grünem Strom versorgt

werden, also mit Oberland-

Strom regenerativ.“ Zunächst soll

das Energiekonzept ein Jahr lang

laufen, ehe geprüft wird, in welcher

Größe ein zusätzlicher Pufferspeicher

die Wirtschaftlichkeit der

innovativen Energielösung erhöht.

Zu dem Konzept zählen ferner

eine energieeffiziente Gebäudehülle,

eine Holzhackschnitzel-

Heizung, Solarwärmekollektoren,

Wärmepumpe und als weitere Besonderheit

ein Eisspeicher, der im

Winter als Wärmespeicher dient.

„Was wie ein Widerspruch klingt,

funktioniert. Im Sommer erhitzen

sich die Solarwärme-Kollektoren

und erwärmen Wasser im unterirdischen

Wasser- bzw. Eisspeicher.

Diesem wird im Winter nach und

nach Energie via Wärmepumpe

entzogen, um die Räume zu heizen“,

erläutert Behre den innovativen

Wärme-Kälte-Austausch.

Neue Projekte

in Planung

Auch wenn die Stadtwerke Weilheim

bereits einige Jahre auf dem

„Buckel“ haben, erklärt Peter

Müller schmunzelnd: „Als junggebliebenes

Traditionsunternehmen

sprühen wir vor Ideen, wie

wir auch die nächsten 130 Jahre

innovativ zum Wohle Weilheims

und Umgebung gestalten können.“

In Kürze stehe die Modernisierung

des Wasserhochbehälters

in Marnbach an, wie überhaupt

die kontinuierliche Verbesserung

des Wasser- und Abwassernetzes.

Eine kleine Wasserkraftanlage

soll außerdem in das Wasserrad

am Stadtbach integriert werden,

welches runderneuert wird, ohne

dass die Holzoptik verloren geht.

Zudem soll die Fernwärme und

Elektro-Mobilität in Weilheim vorangetrieben

werden.

tis

november / dezember 2015 | 51


Internet — Konkurrenz und Herausforderung für Buchhandlungen

Sportlicher Ehrgeiz als Standortfaktor

Tassiloland | Die Vorboten auf

Weihnachten halten Einzug in

den Läden. Auch Buchhandlungen

wollen ein möglichst großes

Stück vom Kuchen im Jahreshauptgeschäft

abbekommen. Doch eines

macht ihnen zu schaffen: die

Konkurrenz der Internet-Versandplattformen,

die nicht nur Bücher,

sondern auch andere Artikel gleich

mit anbieten. Sogar Filialisten wie

Thalia, Weltbild oder Hugendubel

sind betroffen.

Doch was begründet den Zulauf im

Internet? Warum bestellen Kunden

Bücher online? Nur wegen der

vermeintlich portofreien Lieferung

oder einem vermeintlich günstigeren

Preis? Liefern tatsächlich „nur“

die Virtuellen gleich am nächsten

Tag? Hinter den Fragen stecken

Vorurteile: Jede Buchhandlung

Robert Stöppel

bietet in der Regel einen 24-Stunden-Lieferservice,

der zudem kostenlos

und umweltschonend ist.

Und: Neue Bücher kosten dank der

deutschen Preisbindung (noch)

überall gleich viel.

Doch nur Buchhändler vor Ort

bieten Serviceleistungen wie individuelle

Beratung — und anderes

mehr. Daher hat „tassilo“ nachgefragt,

mit welchen Strategien

und neuen Ideen der virtuellen

Konkurrenz entgegengewirkt wird.

Festzuhalten ist, dass den Riesen

kreativ die Stirn geboten wird und

Buchhandlungen selbst im Internet

aktiv sind.

Buchhhandlung

Stöppel

An der Ecke Pöltnerstraße-Kirchplatz

in Weilheim führt Robert

Stöppel als Buchhändler und Geschäftsleiter

seine gleichnamige

Buchhandlung. Im Internet ist sie

zu finden unter www.stoeppelonline.de.

Robert Stöppel, für Ihren Online-

Shop werben Sie mit: „Lass den

Klick in Deiner Stadt!“ Werden dort

auch Medien wie E-Books und E-

Book-Reader bestellt? Oder glauben

Kunden, auf einer Versand-

Plattform könne man hier Geld

sparen?

Für viele bedeutet, im Internet Bücher

zu kaufen automatisch Amazon.

Dass mittlerweile fast jede

Buchhandlung den gleichen, wenn

nicht sogar einen besseren Service

bietet, ist vielen nicht bewusst. Der

stationäre Handel ist gefordert,

aufzuklären und das eigene Onlineangebot

offensiv anzubieten.

Da Amazon gebrauchte und neue

Bücher in einer Titelanzeige anbietet,

gibt es oft Verwirrung. Hier

hilft, Kunden im Laden den Unterschied

direkt am Computer zu zeigen,

den Sachverhalt aufzuklären

und klar zu machen, dass neue

Bücher aufgrund der Preisbindung

überall gleich viel kosten.

Kürzlich erschien neu der Bildband

„Weilheim — eine Liebeserklärung“.

Heimat-Literatur kommt bestens an,

wie die Krimis, deren Geschichten

vor Ort spielen. Ist diese Entwicklung

für Sie ein Trumpf gegenüber

der Internet-Konkurrenz?

Regionale Titel sind natürlich für

eine örtliche Buchhandlung unverzichtbar

und durchaus eine

Chance, regionale Kompetenz zu

zeigen, die ein Internetversender

nicht bieten kann.

Welche Trümpfe, um beim Wort zu

bleiben, setzen Sie noch ein, um

Kunden für Ihr Angebot zu begeistern

und nicht ans Internet zu verlieren?

Wir bieten in unserem Haus nicht

nur Bücher, sondern viele andere

Sortimente wie Schul- und

Künstlerbedarf, Geschenke und

vieles mehr an. Der Branchenmix

sorgt für eine höhere Frequenz

im Laden, die so auch wieder den

Büchern hilft. Und der zwischenmenschliche

Kontakt ist nach wie

vor einer der wichtigsten Pluspunkte

für den stationären Handel.

Haben Sie den Eindruck, dass sich

immer mehr Menschen immer weniger

Zeit nehmen, um einfach einmal

in einer Buchhandlung zu sitzen

und in einem Buch zu blättern?

Da ist sicher etwas dran. Das Internet

ist mit seinen vielen Angeboten

natürlich auch ein immenser „Zeitfresser“.

Die Zeit, die jemand mit

Facebook oder Youtube verbringt,

fehlt natürlich auf der anderen

Seite für Bücher.

Buchhandlung &

Naturkost Zauberberg

Großer Weltliteratur von Thomas

Mann ist der Name des Ladens entlehnt,

den Geschäftsführer Klaus

Schuster in der Weilheimer Kreuzgasse

betreibt: „Buchhandlung &

Naturkost Zauberberg“. Und die

Internetadresse weist mit www.

zauberberg.ebuch.de schon jetzt in

die Zukunft.

Klaus Schuster, Sie betreiben neben

Ihrer Buchhandlung ein Naturkostgeschäft.

Brauchen Sie angesichts

der Internetkonkurrenz ein zweites

Standbein — und hat sich das bewährt?

Unsere Kombination hat sich auf

jeden Fall bewährt. Wie wirtschaftlich

eine Buchhandlung alleine

mit dem Verkauf von Büchern sein

kann, hängt auch von der Größe

des Einzugsgebiets und der Anzahl

der Buchhandlungen ab. Für unsere

gewählte Kombination gilt: „Ein

gesunder Geist in einem gesunden

Körper“.

Ist es eher die ältere Generation, die

persönlich zu Ihnen kommt, oder

sind Ihre Kunden auch jüngeren

Jahrgangs?

Die Altersstruktur ist durchaus gemischt,

wobei man sagen kann,

dass die älteren Kunden noch öfter

mit dem Zeitungsauschnitt einer

Buchbesprechung oder den handschriftlichen

Notizen zu einer Buchempfehlung

kommen, während die

Klaus Schuster

Jüngeren oft schon mit den eigenen

Recherchen aus dem Internet ihre

Auswahl bei uns in Auftrag geben.

Sehen Sie angesichts der Internet-

Konkurrenz eine Chance, noch mehr

auf Ihre Stärken wie den persönlichen

Kontakt zu setzen?

Nach dem starken Wachstum des

Online-Handels in den vergangenen

Jahren werden die Kunden

in letzter Zeit doch sehr kritisch.

Schließlich entscheidet jeder mit

der Wahl seiner Einkaufsstätte auch

über die Ausgestaltung der Arbeitsplätze:

Hier der ausgebildete

Buchhändler, der einen persönlich

berät und vor Ort ein aktuelles Sortiment

des Buchmarktes bietet, bei

dem er sich wirklich etwas gedacht

hat und damit die Stadt oder den

Ort durch sein Angebot und seine

Schaufenster belebt. Auf der ande-

52 | tassilo


en Seite Akkordpacker in Lagerhallen,

die für internationale Konzerne

Gewinne erwirtschaften sollen, die

dann meist steuervermeidend ins

Ausland verlagert werden …

Sie helfen auch bei der antiquarischen

Suche, falls ein Titel nicht

mehr lieferbar ist — ein Unterschied

zum Internet-Anbieter?

Jeder persönliche Kontakt und jedes

individuelle Engagement stärkt

die Kundenbindung. Ein nicht mehr

lieferbares Buch ausfindig zu machen,

ist bei mir sogar mit einem

„sportlichen Ehrgeiz“ verbunden,

auch wenn an dieser Serviceleistung

fast nichts verdient ist. Wir

sind Mitglied einer bundesweiten

Buchhandelsgenossenschaft und

können auch im Lager unserer Kollegen

fündig werden. Zudem ist in

unserem täglich mehrmals aktualisierten

Onlineshop ersichtlich,

welche Bücher wir auf Lager haben

und somit sofort abholbereit sind.

Ist auch ein Plus, dass Kunden bei

Ihnen Ware anfassen und die Qualität

prüfen können, was im Internet

ja nicht möglich ist?

Wir wollen eine bunte Mischung

bieten aus Büchern und Produkten,

die wir interessant oder schön finden,

die wir auf Messen entdeckt

haben oder die uns von Vertretern

empfohlen wurden: ein Gedichtband,

ein Kochbuch, ein Krimi

oder Naturführer, eine Hochzeitskarte

oder ein Kalender, schönes

Geschenkpapier, eine lustige Postkarte

oder eine gute Flasche Wein.

Bei uns soll jeder seine eigene Entdeckungsreise

machen, die nichts

mit dem Einkaufsverhalten anderer

Kunden zu tun hat.

Buchhandlung

Peissenbuch

Ursula Einberger

Die „Buchhandlung Peissenbuch“

von Ursula Einberger an der Hauptstraße

in Peißenberg wurde am 17.

September mit dem „Gütesiegel

für hervorragende Buchhandlungen“

ausgezeichnet — als eine

von 108 unter 600 Bewerbern. Im

Internet bietet die Inhaberin und

Buchhändlerin ihren Service unter

www.peissenbuch.de.

Ursula Einberger, mit einem „Buchhandels-Gütesiegel“

kann kein Internetanbieter

aufwarten. Was bedeutet

die Auszeichnung?

Uns wurden vorab viele Fragen gestellt,

wir haben unser Geschäftskonzept

beschrieben — dazu gehörte

auch der Bereich Kultur und wie

wir uns diesbezüglich engagieren.

Da konnten wir zum Beispiel die

Leseförderung an Schulen und Kindergärten

nennen. Aber auch unser

Marketingkonzept, das wir mit

Fotos und Flyer belegen mussten,

hat die Jury wohl überzeugt.

Macht es der persönliche Kontakt

aus, dass ein Kunde wiederkommt?

Ja, denn wir verkaufen nicht nur ein

Buch, sondern reden miteinander.

Wie stehen Sie zur Internet-Konkurrenz,

die es manchen Buchhandlungen

schwer macht zu überleben?

Es nutzt nichts, dagegen anzugehen,

sie ist da. Jeder, der viel im

Internet surft, wird von zu Hause

aus sein Buch bestellen. Wenn er

zu uns kommt, er gut beraten wird,

sich durch das Ambiente wohlfühlt,

ist der Kunde eine Art „Multiplikator“

— und das ist das A und O.

Wie wichtig ist es, dass die Mitarbeiter

selbst viel lesen, um dem

Kunden beratend zur Seite zu stehen?

Sehr wichtig! Das ist es auch, was

eine Buchhandlung ausmacht. Es

gibt Infos in Zeitschriften wie „Brigitte“,

„Der Spiegel“, usw., aber

einige Kunden wollen stöbern. Andere

haben bestimmte Vorstellungen

von einem Buch — dann sind

wir zur Stelle.

Wird sich der persönliche Service,

im Gegensatz zur Anonymität des

Internets, in Zukunft wieder vermehrt

durchsetzen?

Das glaube ich nicht. Wir haben

die Generation, die alles übers

Smartphone abwickelt. Wobei

wir auch viele junge Leser haben.

Es ist ja nicht so, dass nicht mehr

gelesen wird. Das Problem liegt

nicht nur am Internetbuchhandel.

Auch große Ketten zerstören leider

den Einzelhandel. Aus diesem

Grund musste hier in Peißenberg

beispielsweise ein Schreibwarengeschäft

zumachen.

gk

november / dezember 2015 | 53

Wir wünschen allen

unseren Kunden

eine schöne

Vorweihnachtszeit

Die neue Herbst-Winterkollektion

ist eingetroffen.

Es warten tolle Angebote auf Sie.

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Manfred Bögl baut in großem Stil aufwändige Krippen

Weilheim | Manfred Bögl ist Architekt

— und damit schon von

Berufs wegen an kleinsten Details

und Raffinessen interessiert, an

akribischer Ausarbeitung. Konzentriert

macht er sich ans Werk, keinen

Fehler verzeiht die Planung.

Sein geschultes Auge steht dem

Weilheimer natürlich auch nach

Geschäftsschluss zur Verfügung —

und das ist ein Glück. Denn wenn

sich Bögl auf den Weg ins Untergeschoss

seines Hauses begibt, sind

seine Fertigkeiten als Architekt

in ganz anderer Weise gefragt. Er

wird dann — wenn man so will —

zum Künstler. Zum Krippenbauer.

Annono 1999 — Das Geburts-

jahr eines „Spinnerten“

Rund 30 Krippen beherbergt das

rund 40 Quadratmeter große Kellerareal

— mal mehr, mal weniger.

Auch seine Werkstatt befindet sich

hier unten. Sie ist bestens bestückt

und steht einer Schreinerwerkstatt

in nichts nach. 1999 war das

„Schicksalsjahr“, in dem Manfred

Bögl — nach eigenen Worten — zu

„spinnen“ begonnen hat. Bis dato

hatten er und seine Frau Hildegunde

eine klassische Krippe zur

Weihnachtszeit in der Wohnstube

stehen. Doch die entsprach bald

nicht mehr dem Geschmack des

Paares.

Die Eheleute machten sich auf die

Suche nach etwas Besonderem. In

beinahe jedem Holzschnitzereigeschäft

seien sie gewesen, erinnert

sich Bögl, doch so richtig

Passendes wollte sich nicht finden.

Durch Zufall stieß er in Bozen auf

die Krippenfiguren der Künstlerin

Angela Tripi. Er war an diesem

Tag alleine unterwegs, Hildegunde

wollte nicht mit. So hatte Bögl

genügend Zeit und Muße, sich mit

den aufwändig aus Terracotta gefertigen

Figuren zu beschäftigen.

Das sei Liebe auf den ersten Blick

gewesen mit den „schönsten Figuren,

die ich je gesehen habe.“ Jedes

Jahr fährt der Weilheimer seither

ein- bis zweimal nach Bozen,

um bei Angela Tripi etwas Neues

zu erstehen.

Um die gekauften, kunstvollen

Krippenfiguren aus Bozen würdig

zu präsentieren, machte sich der

Architekt umgehend an die Planung.

Eine konventionelle Krippe

kam schon allein deshalb nicht

in Frage, weil die Tripi-Figuren

die stattliche Größe von etwa 30

Zentimetern haben — zu groß für

eine herkömmliche Krippe. Er

habe zwar Fachprogramme am

Computer zur Verfügung, doch

eine Idee müsse schon vorher

im Kopf gereift sein, erklärt der

Kirppenbauer. Zwischen 70 und

100 Arbeitsstunden investiert er

durchschnittlich in eine Krippe,

auch abhängig von der Größe.

Ein Prachtexemplar unter seinen

Werken misst eine Länge von acht

Metern. Da wird es schon mal eng

in der Werkstatt.

Späne aus dem Mühlrad,

Steine aus der Stadtkirche

Ist die Krippe gebaut, beginnt für

Manfred Bögl mit der Ausschmückung

die schönste Phase seiner

„Der

Herr de

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und

Engel

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Passion. Er platziert hier noch

einen kleinen Strauch, lässt dort

eine sanfte Steigung entstehen,

um einen Hirten passgenau einzusetzen.

Viele Materialien sammelt

er selbst. „Wenn Sie Krippenbauer

sind, gehen Sie auch mit diesen

Augen durch die Welt“, erklärt er

lächelnd. Das bedeutet, dass er

alle Dinge prüft, die seinen Weg

kreuzen. So finden skurril geformte

Wurzeln, schön gemaserte Steine

oder Flechten und Moose den

Weg ins Materiallager.

Für eine seiner Krippen im alpenländischen

Stil hat Bögl Holzspäne

aus dem Mühlbachrad am

Angerbach verwenden können;

die Mühlradsanierung, die er mit

dem Weilheimer Verschönerungsverein

durchgeführt hatte, brachte

ihn in den Besitz der alten Bretter;

ein Material, das selbst eine

Geschichte erzählen könnte. Für

seine orientalischen Krippen kamen

schon Tuffsteine aus dem

Fundament der Weilheimer Stadtpfarrkirche

zum Einsatz. Die seien

jedoch so schwer, dass er sie nur

für Szenen verwendet, die nicht

mehr verändert werden. Auch von

Aufenthalten auf dem Sinai oder

in Jordanien wanderten Steine,

Sträucher und Wurzeln nach Weilheim

und sorgen für authentische

Atmosphäre.

Das Fieber setzt ein,

die Phantasie erwacht

Bei der bereits erwähnten Acht-

Meter-Krippe fallen wunderschöne

holzgeschnitzte Figuren

ins Auge. Sie stammen aus dem

Deta

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54

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si

lo


Besitz einer älteren Dame aus

Dießen und sind datiert auf etwa

1880. Auch hier wollte der Zufall,

dass Bögl von ihrer Verkaufsabsicht

erfuhr. Er schlug natürlich

zu, vor einigen Wochen kamen

die 76 Figuren aus den Händen

Oberammergauer Holzschnitzer in

seiner Werkstatt an. Für Manfred

Bögl ist das wie Weihnachten. Das

„Fieber“ setzt ein. Phantasie und

Schaffenskraft des Krippenbauers

erwachen.

Figuren aus Porzellan,

aus Zinn und Pappmaché

Doch der Weilheimer besitzt nicht

nur Holzfiguren, auch solche aus

Porzellan, Zinn, Wachs und sogar

Pappmaché bevölkern die Krippenszenen.

Letztere schenkte ihm

eine Besucherin, die mit ihrer

Turngruppe die Krippenausstellung

besuchte. „Jetzt weiß ich,

wem ich meine Krippe schenke“,

habe sie mit Blick auf seine

Sammlung gesagt, und wunderschöne

Pappmaché-Figuren, datiert

um die vorletzte Jahrhundertwende,

wechselten den Besitz.

Manfred Bögl lässt auch Besucher

in seine „heiligen Hallen“ bei privaten

Führungen. Vom 18. bis 20.

Dezember hat der Krippenbauer

außerdem Tage der offenen Tür.

Wer zu anderer Zeit einen Blick

auf die Schätze werfen möchte,

kann einen Termin vereinbaren

(Tel. 0881 / 40033 oder 0881 / 61116;

möglich bis April 2016).

Rund 400 Besucher fanden 2015

den Weg zu Manfred Bögl: aus

Australien und Brasilien, aus

Mannheim, Regensburg, Kaufbeuren

und „von woas Gott wo“,

zählt er auf. Der Sinn hinter der

offenen Ausstellung ist so einfach

wie berückend: „Ich möchte, dass

die Leute danach zuhause auf den

Speicher gehen, und ihre alte

Krippe wieder hervorholen.“. Der

Brauch, eine Krippe aufzustellen,

sei in vielen Haushalten inzwischen

verloren gegangen, bedauert

er.

Eigenes Krippenmuseum:

Eröffnung Ende 2016

Dass ihn fast göttlicher Schutz von

oben zu begleiten scheint, könnte

folgendes Faszinosum erklären:

Abstauben muss Bögl seine

Schützlinge nie — kein Staubkorn

setzt sich auf den Szenen nieder.

Mit der geplanten Eröffnung eines

eigenen Krippenmuseums

Ende 2016 schließt sich der Kreis.

Nach vierjährigen Verhandlungen

mit der Stadt Weilheim kann Bögl

gemeinsam mit dem Heimat- und

Trachtenverein ein Gebäude in der

Petelgasse in Erbpacht übernehmen.

Hier sollen die Krippen, sein

Lebenswerk, für alle zugänglich

sein. Dann werden auch Räume

für Kurse und Ausstellungen vorhanden

sein und eine Werkstatt

integriert. Ein Krippenbaumeister

des Vereins soll in seine Kunst

einführen.

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- vormals Garmisch-Partenkirchen -

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em

ber 2015

| 55


Vorschläge des „tassilo“

Tassiloland | So manchen scheint

der Termin für Weihnachten jedes

Jahr aufs Neue zu überraschen.

Panische Ladenstürme an Heilig

Abend sind wahrlich keine Seltenheit,

um für die Liebsten noch ein

passendes Geschenk zu ergattern.

Damit Sie in diesem Jahr ein —

insbesondere im Vorfeld — entspannteres

Weihnachtsfest genießen

können, hat sich das Magazin

„tassilo“ frühzeitig Gedanken gemacht.

Wir haben uns bei Geschäftsleuten

umgehört und nach

Geschenkideen erkundigt.

Eine kleine Auswahl präsentieren

wir Ihnen auf diesen Seiten. Vom

„Klassiker“ Schmuck — in Form einer

exklusiven Uhr über ein Genießer-Wein-Abo

bis zu einer Fußreflexzonenmassage.

Die Vorschläge

könnten kaum unterschiedlicher

sein. Für jeden also etwas dabei.

Doch seien Sie gewarnt: Auch

wenn es noch einige Wochen hin

sind, bis zum Fest und der Bescherung.

Die Tage in der Adventszeit

verrinnen schnell. Nicht, dass Sie

der 24. Dezember doch noch überrascht.

Florian Instinsky von „Der Weinladen Instinsky“

empfiehlt als Geschenk sein Wein-Abo:

„Das Wein-Abo ist ein ideales Weihnachtsgeschenk, weil

es

sich über eine längere Zeit erstreckt: Wir stellen jeden

Monat drei ausgesuchte Weine zusammen, die zur Jahreszeit

passen. Im Sommer finden sich darin eher Flaschen

mit spritzigen, frischen Weinen, im Winter wählen wir

eher schwere, volle Weine aus. Zu jedem Wein gibt es die

entsprechenden Expertisen samt Informationen zu den

Weingütern. Der Abonnent erfährt zudem Wissenswertes über die einzelnen Regionen,

aus denen die Tropfen stammen. Das ganze wird mit einem Rezept abgerundet, das

speziell auf den Wein zugeschnitten ist. Dieses Weihnachtsgeschenk eignet sich besonders

für Menschen, die neugierig sind und die Abwechslung lieben, für Genießer und

alle Weinfreunde. Unsere Abonnenten sind begeistert, weil sie auf diese Weise Weine

kennen lernen, die sie nie von selbst ausprobieren würden.

Wer sich nicht für ein halbes Jahr oder Jahr binden möchte, kann für den Monat Dezember

als Weihnachtsgeschenk auch die Abo-Tüte einzeln verschenken, deren Inhalt

für Weihnachten ein wenig anders aussieht, als in den restlichen elf Monaten: Es gibt

drei Flaschen von Weinen, die zu einem weihnachtlichen Festmahl passen mit den dazu

harmonisierenden Rezepten für ein festliches Drei-Gänge-Menü. Und natürlich den Informationen,

die immer beim Wein-Abo mitgeliefert werden.

Das Abo kostet

monatlich 21 Euro.“

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Kerstin Meißner empfiehlt einen Geschenkkorb aus dem „Weilheimer Weltladen“:

„Ich finde, ein Geschenkkorb aus dem Weilheimer Weltladen ist ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk,

das für viele Menschen als Präsent passt und preislich verschieden gestaltet werden kann. Je e

nachdem, wie groß der Korb ist, fällt der Inhalt mehr oder weniger reichhaltig aus.

Dieses Geschenk ist äußerst vielfältig. Was hineingepackt wird, kann den Bedürfnissen des Beschenkten

angepasst werden, sodass es zudem noch ein sehr individuelles Geschenk ist. Unsere e

Ware ist fair gehandelt, das heißt, dass die Kleinbauern für ihre Produkte Preise bekommen, die

ihre Existenz sichern, die angestellten Arbeitern bessere Arbeitsbedingungen erhalten. Außerdem

verkaufen wir in unserem Laden nur Bioprodukte, sodass unser Geschenkkorb Freude macht, Gutes

tut und dazu noch gesund ist.

Ich würde in einen solchen Korb auf jeden Fall ein Päckchen Kaffee, Tee, eine schöne, bunte Tasse aus Afrika,

Schokolade und eine Flasche Wein packen. Unser Angebot ist so vielfältig, dass aber auch ganz andere Zusammenstellungen

möglich sind und dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Bei diesem Geschenk gibt es keine e

überflüssigen Dinge, die später im Regal verstauben, sondern nur Nützliches. Die Verpackung, also der Korb an

sich, ist auch schön und für viele Gelegenheiten verwendbar.“

Michaela Mayer von „Juwelier Mayer“

in Starnberg empfiehlt als Weihnachtsgeschenk

eine Uhr von „Kapten & Son“:

„Ich kann als Weihnachtsgeschenk voller Überzeugung

eine Uhr von Kapten & Son empfehlen.

Die Uhren der deutschen Firma, die erst vor etwa

einem Jahr gegründet wurde, liegen voll im Trend:

Das Design besticht durch Purismus und lässt viel

Raum für eigene Gestaltung.

Eine Kapten & Son-Uhr ist eine zeitlose Schönheit ab einem Preis von

129 Euro. Das ist für Uhren, die es beim Juwelier gibt, schon extrem

günstig. Dabei stimmt bei dieser Firma dennoch die Qualität: Alle

Uhren dieser Trend-Firma haben ein Schweizer Uhrwerk. Es gibt ein

Herren- und ein Damenmodell und zudem verschiedene Bänder, die

einfach auszuwechseln sind.

Wenn „Mann“ also zu dem blauen Anzug ein blaues Uhrenband tragen

will, ist das mit ein paar einfachen Griffen schnell erledigt. Die Stoff-

Armbänder sind sogar waschmaschinentauglich. Außerdem werden

die Uhren in Rosé-Gold und Silber angeboten, es gibt sie mit weißem

und mit schwarzem Ziffernblatt. Dadurch ist für garantiert jeden Geschmack

das passende Modell dabei. Ich selber trage dieses Stück auch

sehr gerne. Die Uhren von Kapten & Son sind ein Geschenk für den

kleinen Geldbeutel, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis auf jeden

Fall stimmt.“

Beatrice Zwiener von „Fußpflege und Kosmetik Zwiener“ in

Weilheim empfiehlt eine Kosmetikbehandlung für Sie und

eine Fußreflexzonenmassage für Ihn:

„Eine kosmetische Behandlung ist ein wunderbares Weihnachtsgeschenk

für eine Frau, weil so die Haut auf den noch langen Winter vorbereitet

wird und weil sie eine herrliche Art ist, nach Weihnachten von dem

Stress und der Anspannung abzuschalten und zu entspannen. Frau kann

sich auf diese Weise einmal für zwei Stunden aus dem Alltag verabschieden

und sich hier bei uns verwöhnen lassen. Die Behandlung umfasst

eine Reinigung, die Augenbrauen werden korrigiert und das Gesicht mit

verschiedenen Pflegeprodukten behandelt. Abgesehen von der entspannenden

Wirkung ist eine solche kosmetische Behandlung Balsam für die

Haut und verhilft zu einem strahlenden Aussehen, das den Weihnachtsstress

vergessen lässt.

Die Fußreflexzonenmassage ist ein schönes Geschenk zu Weihnachten für

einen Mann, weil dabei Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen,

Schlafstörungen oder Stresssymptome gelindert werden können. Aber

auch, wer nicht unter Krankheiten oder Stress leidet, kann die wohltuende

Wirkung einer Fußreflexzonenmassage genießen. Dabei werden

bestimmte Zonen und Punkte stimuliert,

die direkt mit den unterschiedlichsten

Organen und Körperteilen

korrespondieren, sodass die Gesundheit

des Körpers nachhaltig gefördert

werden kann. Bei einer Fußreflexzonenmassage

werden körpereigene

Wohlfühl-Hormone freigesetzt.“

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Der „tassilo“-Rezepttipp zum Fest

Starnberg | Das Wirtshaus im „Tutzinger

Hof“ hat eine lange Historie:

Bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert

ist an gleicher Stelle eine

Hoftaverne nachweisbar. 1803 wurde

der Gasthof zugleich zur Posthalterei.

Der heutige „Tutzinger

Hof-Platz“ vor der Gaststätte diente

damals — wie zahlreiche ältere Fotografien

belegen — als Hauptplatz

von Starnberg, auf dem sich das

gesellschaftliche Leben abspielte.

Durch die veränderte Infrastruktur

in der Stadt hat der Platz etwas von

seiner ursprünglichen Funktion

eingebüßt.

Mit einer hochwertigen Einrichtung

im denkmalgeschützten Tonnengewölbe,

einer „griabigen“

Schwemme mit Stammtisch und

einer großzügigen Terrasse, von

der aus das Geschehen auf dem

Platz beobachtet werden kann, will

das Wirtshaus den traditionellen

Treffpunkt in Starnberg wieder

aufleben lassen. Beitragen dazu

soll die „bodenständige, moderne,

bayerische Küche“, wie Wirtin

Eveline Ofner erklärt. Auch vegetarische

und vegane Gerichte stehen

auf der Speisekarte.

Als Anregung für alle „Weihnachts-

Köche“ empfiehlt Koch Martin

Sternberg sein beliebtes Wirtshaus-Duo,

bestehend aus Spanferkelbäckchen

und Ochsenbackerl —

eine schmackhafte Alternative zur

obligatorischen Ente oder Gans.

Zubereitung

Spanferkelbäckchen

Die Zwiebelwürfel in Öl oder Butterschmalz

goldbraun vorgaren.

Die Bäckchen in heißem Öl anbraten,

mit Salz und Pfeffer würzen.

Vorgegarte Zwiebeln und Tomatenmark

dazugeben, kurz mit

rösten und mit dem Bier ablöschen.

Lorbeerblätter,

Rosmarin und

Thymian

dazugeben und auf kleiner Flamme

köcheln lassen. Je nach Bäckchengröße

40 bis 50 Minuten, bei

Bedarf Wasser nachgießen. Wenn

die Bäckchen weich sind, das

kleingeschnittene Wurzelgemüse,

nach weiteren zehn Minuten 4cl

Bieressig zugeben und alles mit

einer braunen Mehlschwitze abbinden.

Zubereitung

Ochsenbackerl

Die Ochsenbackerl in heißem Öl

anbraten, mit Salz und Pfeffer

würzen und ausheben. Das kleingeschnittene,

geschälte bzw. gewaschene

Wurzelgemüse in dem

Bratensalz anrösten, Tomatenmark

zugeben, kurz mitrösten und mit

Rotwein ablöschen.

Lorbeerblätter, Nelken, Wacholderbeeren,

Senfkörner, Pfefferkörner,

Rosmarin, Thymian in ein

kleines Leinen- oder Baumwolltuch

geben, zerdrücken, zubinden

und als Gewürzbeutel dazugeben.

Ochsenbackerl zugeben (müssen

mit der Flüssigkeit fast bedeckt

sein, evtl. etwas Wasser nachgießen)

und im Backofen zugedeckt

bei 160 Grad eine Stunde und 45

Minuten garen lassen. Nach der

Hälfte der Garzeit die Backerl drehen.

Anschließend Backerl ausheben,

Gewürzbeutel ausheben und

ausdrücken, die Sauce mit dem

Zauberstab pürieren, das in Rauten

geschnittene Wurzelgemüse

zugeben. Die Sauce mit dem Gemüse

circa zehn Minuten köcheln

lassen, Senf zugeben, abschmecken

und servieren.

Als Beilagen eignen sich Kartoffelpüree

(nach Geschmack mit Trüffelbutter

verfeinert) oder ein Püree

vom Hokkaidokürbis. Diesen dazu

halbieren, entkernen, waschen und

circa 30 Minuten mit Schale dämpfen,

dann schälen, im Mixer oder

mit dem Zauberstab pürieren. Salz,

Pfeffer, Muskat, eventuell Kümmel

und Kreuzkümmel gemahlen zugeben,

dann servieren.

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Ein Ausblick zur Adventszeit

Tassiloland | Spätestens am ersten

Adventwochenende verwandeln

sich zahlreiche Städte und

Gemeinden der Region in ein

„Weihnachtswunderland“. Festlich

geschmückte Plätze und zahlreiche

Stände mit allerlei Leckereien und

Handwerklichem warten auf die

Besucher der Weihnachtsmärkte.

Und der Nikolaus darf auf fast

keinem fehlen. Viel zu tun also

für den bärtigen Mann, wie unser

Überblick verrät.

Weil

heim

Der Christkindlmarkt auf dem Marienplatz

und der Künstler- und

Kunsthandwerkermarkt auf dem

Reinhard-Schmid-Platz laden die

Besucher ein in die festlich geschmückte

und stimmungsvoll

beleuchtete Innenstadt zum Bummeln

und Verweilen, zum Schnuppern

und Kosten, zum Treffen mit

Freunden und zum Ratschen.

Familien mit kleinen Kindern können

sich neben dem Nikolausbesuch

auf die Krippe vor Stadtmuseum

mit lebenden Schafen, das

Hexenhaus unter dem Christbaum

und auf die über 20 Quadratmeter

große Krippe in der Stadtpfarrkirche

freuen. Der Markt ist vom

3. bis 5. Dezember ab 10 Uhr geöffnet

und am 2. Adventssonntag,

dem 6. Dezember, ab 11 Uhr.

Peißenberg

Auf den Weihnachtsmarkt der

Vereine dürfen sich alle aus Peißenberg

und Umgebung am

1. Adventssonntag freuen. Diesen

gestalten von 13 bis 19 Uhr auf

dem Vorplatz der Tiefstollenhalle

wie jedes Jahr ausschließlich örtliche

Organisationen. Basteleien,

Imkereiprodukte, eine Tombola,

Plätzchen, geräucherter Fisch und

heiße Maroni sind nur ein kleiner

Auszug des vielseitigen Angebots.

Der Liederkranz-Orchester-Verein

sowie der Volkschor singen weihnachtliche

Lieder. Die Jugendkappelle

der Knappschaft lässt weihnachtliche

Weisen erklingen und

auch die Bergfanfaren werden den

Markt musikalisch umrahmen. Im

Innenbereich der Tiefstollenhalle

stellen Handwerker und Künstler

ihre Werke aus. Asylbewerber gestalten

einen Stand mit typischen

afrikanischen und asiatischen Köstlichkeiten

und Selbstgemachtem

sowie mit Infomaterial über die

Herkunft der Flüchtlinge und ihre

Fluchtrouten. Ab 17 Uhr schaut der

Nikolaus vorbei.

Dießen

Zu den ursprünglichsten und originellsten

Weihnachtsmärkten im

Tassiloland zählt der vom Dießener

Heimatverein ausgerichtete Markt

am 2. Adventswochenende, am

5. und 6. Dezember vor dem Marienmünster

und im Taubenturm.

Das Bundesbahn-Magazin zählte

ihn vergangenes Jahr zu den zwölf

schönsten in ganz Deutschland.

Etwa 30 Künstler und Kunsthandwerker

stellen Weihnachtliches und

Winterliches aus. Zur Beleuchtung

ist nur Kerzenlicht zugelassen,

was für viel Atmosphäre am Ammersee-Westufer

sorgt. Alles was

angeboten wird, ist handgemacht.

Am Samstag von 11 bis 19 Uhr und

Sonntag von 11 bis 18 Uhr können

sich Besucher von der „spontanen

Abwechslung“, wie es die Organisatoren

nennen, überzeugen.

Bereits zwei Wochen zuvor, am 21.

November steigt der 9. Riederauer

Adventsmarkt von 15 bis 20 Uhr am

Feuerwehrhaus Riederau.

Starnberg

Der Kirchplatz steht am 2. Adventswochenende

von Freitag

bis Sonntag im Zeichen des 13.

Christkindlmarktes. Freitag ab 15

Uhr, Samstag und Sonntag ab 11

Uhr bieten über 40 Aussteller und

Kunsthandwerker originelle, individuelle

und ausschließlich handgefertigte

Erzeugnisse an. Viel

Musik unterhält im Rahmenprogramm,

Handwerker informieren

„live“ über ihre Kunstfertigkeiten.

Zudem wird jeden Tag ein betreutes

Kinderbasteln angeboten.

Penz

nzberg

Die lebende Krippe mit Ochs und

Esel, Ziegen und Schafen und ihren

Hirten am Lagerfeuer begeistert

kleine und große Besucher

am 28. November von 10 bis 20

Uhr in der Innenstadt von Penzberg.

Weihnachtlich geschmückte

Stände mit stimmungsvollen Adventsdekorationen,

traditionellem

Weihnachtsschmuck, zahlreiche

Geschenkideen und duftende Leckereien

laden zum Verweilen ein.

Der Markt wird von den Penzberger

Schulen, der Musikschule und

den Musik-Vereinen begleitet. Zudem

laden die Geschäfte von 9 bis

18 Uhr zum Bummeln ein.

Murnau

Lange Zeit wurde der Christkindlmarkt

vom Wirtschaftsförderverein

organisiert. Für den diesjährigen

Markt am dritten Adventswochenende

(12. und 13. Dezember) in der

Fußgängerzone zeichnet zum fünften

Mal die Vereinsgemeinschaft

verantwortlich. Nach der „Reform“

wurde der Markt etwas verkleinert

und damit gemütlicher. 40 bis 45

Stände umfasst er heuer, wobei

das Verhältnis zwischen Vereinen

Gewerbetreibenden ausgewogen

gehalten wird.

Der Nikolaus schaut vorbei, auch

für Live-Musik ist gesorgt, das Jugend-

und Blasorchester spielt zur

Eröffnung. Zudem musizieren der

Staffelseechor, der Cantamus-Chor,

die Jagdhornbläser Werdenfels

und Kindergartengruppen. Ein Höhepunkt

wird die lebende Krippe

an der Mariensäule. „Unser Ziel

ist, dass die Leute nicht nur durchgehen,

sondern stehenbleiben“,

sagt Josef Bierling, Vorsitzender

der Vereinsgemeinschaft, und lobt

die vielen Ehrenamtlichen sowie

die Unterstützung der Gemeinde.

Am Samstag öffnet der Christkindlmarkt

von 11 bis 20 Uhr, sonntags

von 11 bis 19 Uhr.

Glentleiten

Zur Einstimmung auf den Advent

erleben alle Besucher die unverwechselbare

Atmosphäre des

Glentleitner Christkindlmarkts.

Hoch über dem Kochelsee mit

Blick auf die umliegenden Berge.

Regionaltypische und handgefertigte

Produkte, stimmungsvolle

Adventsmusik, geheizte Stuben,

Vorführungen historischer Handwerkstechniken

und ein abwechslungsreiches

Mitmachprogramm

für Kinder gibt es am ersten Adventswochenede

(27.-29.11.). Freitag

und Samstag von 10 bis 20 Uhr,

Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Andechs

Natürlich wird auch am „Heiligen

Berg“ ein Christkindlmarkt veranstaltet,

heuer bereits zum 39. Mal.

Überwiegend Andechser Bürger

bieten vom 4. bis 6. Dezember jeweils

von 12 bis 20 Uhr in den festlich

geschmückten Ständen eine

Vielzahl von Weihnachtsartikeln an

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und sorgen für das leibliche Wohl

der Kunden und Besucher. Das umfangreiche

Begleitprogramm mit

Auftritten von ortsansässigen Musik-

und Gesangsgruppen lädt zum

Verweilen ein, etwa gleich zur Eröffnung

die Schüler der Carl-Orff-

Volksschule. So traditionell wie

der Nikolausbesuch ist auch die

lebende Krippe, bei der die Heilige

Nacht in einer über 100 Jahre alten

Scheune von Menschen und lebenden

Tieren dargestellt wird.

Bern

rnried

Einen „nicht kommerziellen“

Weihnachtsmarkt versprechen die

Bernrieder Landfrauen für Sonntag,

6. Dezember, von 12 bis etwa

19 Uhr. Auf 15 Stände samt fairem

„Eine-Welt-Verkauf“, die Bernrieder

Blasmusik und natürlich den

Nikolaus dürfen sich Jung und Alt

im Klosterhof freuen. In der Torbogenhalle

gibt es von der Klinik Höhenried

gespendete Gulaschsuppe

und selbstgemachten Kuchen. Der

Erlös des Marktes kommt der Renovierung

der Pfarrkirche St. Martin

und einer Missionsstation in

Angola zugute.

Oberhausen

Zum wiederholten Male veranstaltet

der Katholische Frauenbund

Zweigverein Oberhausen am

letzten Novembersamstag einen

Weihnachtsmarkt auf dem Gelände

um Spielplatz und Kulturstadl.

Gemeinsam mit den Oberhauser,

Maxlrieder und Berger Bäuerinnen

wird der Markt um 15 Uhr vom

Christkind eröffnet. Eine Stunde

später kommt der Nikolaus und

verteilt an die Kinder kleine Geschenke.

Die bekannten Oberhauser

Musikanten zeichnen sich für

die vorweihnachtliche Begleitung

des Nachmittages verantwortlich.

Der gesamte Erlös wird einem guten

Zweck zugeführt.

Gut Ac

hberg

bei Oberhausen

Seit 25 Jahren richtet Florian Pfütze

auf dem Gelände seines land- und

forstwirtschaftlichen Betriebes Gut

Achberg einen stimmungsvollen

Christkindlmarkt samt Christbaumverkauf

aus, heuer ist er am

5. und 6. Dezember. An diesem

Adventswochenende bieten gut

20 Aussteller von Starnberg bis

Garmisch-Partenkirchen in einer

Tenne und auf dem Freigelände

regionale Produkte, Handgefertigtes

und Kunsthandwerk an: Wildund

Fischspezialitäten, Bienenwachsprodukte,

Handgestricktes,

Hundewellness, Hutdesign und

anderes mehr. Am 6. Dezember

empfängt der Nikolaus die Kinder

mit einem Geschenk, ab 12 Uhr

wird traditionell Hirschgulasch mit

Spätzle serviert.

Weißwurst-Frühschoppen ab 10 Uhr

ist am dritten Adventssonntag mit

Stubenmusik und an Heilig Abend

mit den „Jungen Oberhausener

Musikanten“. Wer für die Feiertage

besondere Wurstwaren oder

Wildbret von Reh- und Rotwild aus

dem Jagdrevier von Gut Achberg

möchte, kann sich am 19. Dezember

versorgen, am Tag darauf ist Kesselfleischessen.

Durchgehend vom

5. bis 24. Dezember werden Nordmanntannen

aus bayerischer Aufzucht

angeboten. Mit diesem „Geschäftszweig“

hatte Pfütze einst den

Christkindlmarkt begonnen, von

seinen Eltern belächelt. Doch die

Nachfrage war enorm, bald musste

ihn die Großmutter unterstützen.

Beide begründeten so eine Veranstaltung,

die im Pfaffenwinkel seit

1990 zur Adventstradition wurde.

Iffeldorf

Seit rund 35 Jahren ist der Christkindlmarkt

fester Bestandteil des

vorweihnachtlichen Ortslebens.

Organisiert wird er vom CSU-

Ortsverband am 1. Adventssontag,

29. November, von 11 bis 20 Uhr,

beteiligt sind 13 Iffeldorfer Vereine,

die reichlich Weihnachtsangebote

und zahlreiche Leckereien auffahren.

Die Musikkappelle und die

Schulkinder sorgen für die musikalische

Untermalung. Der Erlös

bleibt bei den Vereinen und wird

hauptsächlich für die Jugendarbeit

verwendet, ein Teil wird aber auch

an soziale Einrichtungen gespendet

— ganz im Sinne des Sankt

Nikolaus, der seinen Besuch für

15 Uhr angekündigt hat.

Pähl

Der Duft von frischen Kiacherl,

Glühwein und gebrannten Mandeln

liegt in der Luft, wenn die

Trachtenkapelle den 33. Pähler Adventsmarkt

am 29. November um

10.30 Uhr eröffnet. Am Kirchberg

beim Pfarr- und Gemeindezentrum

gibt es eine

reichliche Auswahl

mit schönen Weihnachtsgeschenken.

Gegen 13 Uhr besucht

der Nikolaus

den Markt. Ein

Schmied führt seine

Arbeit am Amboss vor und fertigt

Glückshufeisen für große und kleine

Besucher. Die Dorfgemeinschaft

Pähl-Fischen organisiert zudem

ein Streichelgehege mit Schafen

sowie Kutschfahrten durch das

idyllische Dorf am Hirschberg. Am

3. Adventswochenende steigt außerdem

der 7. Adventsmarkt auf

Gut Kerschlach mit Christbaumverkauf.

Die Bäume stammen alle

aus dem Kerschlacher Forst, sind

ökologisch zertifiziert und werden

frisch nachgeschlagen. Reitvorführungen,

Ponyreiten, Kutschfahrten

und Kerzenziehen sind einige der

Höhepunkte an beiden Tagen des

Marktes, der von 10 bis 19 Uhr geöffnet

ist.

Pöcking

Auf dem Platz vor der Pfarrkirche

St. Pius öffnet der Pöckinger

Christkindlmarkt am 28. November

von 14 bis 21 Uhr seine Tore. 1996

ins Leben gerufen, wird er inzwischen

von der Stiftung für Pöcking

mit Hilfe eines ehrenamtlichen

Teams organisiert. Der Markt bietet

22 kunsthandwerkliche und

kulinarische Stände, die von den

ortsansässigen Vereinen und privaten

Anbietern gestaltet werden.

Das Begleitprogramm umfasst eine

Krippenausstellung, ein Klassikkonzert

für Kinder ab drei Jahren

und Weihnachtsgeschichten für

Jung und Alt, die halbstündig im

historischen Schäferwagen vorgelesen

werden. Musikalisch umrahmt

wird der Tag vom Jugendchor

St. Pius, den Flötenkindern

von Lisa Stiehler, der Musikschule

Feldafing und der örtlichen Blaskappelle.

Polling

Einen „runden Geburtstag“ feiern

die Vereine und Organisatoren aus

Polling und den Ortsteilen Etting

und Oderding, denn der Adventsmarkt

am 29. November auf dem

Kirchplatz ist die 30. Auflage. An

etwa 25 Ständen gibt es Selbstgemachtes

wie Plätzchen, Handarbeiten

und Weihnachtskarten

und Kulinarisches wie Bratwurst,

Glühwein und Kinderpunsch. Im

Rathaus ist eine „Ikebana“-Ausstellung

zu sehen, die japanische

Kunst des Blumenarrangierens,

eine zweite Ausstellung ist im

Sitzungssaal geplant. Begleitend

zum Markt lädt der Hospizverein

Pfaffenwinkel e.V. zu einem „Tag

der offenen Tür“ von 10 bis 17 Uhr

ein ins Pollinger Hospiz. Es gibt

Tee, Gemüsesuppe mit und ohne

Würstchen und einen warmen

Sitzplatz zum Verweilen. Im ersten

Stock läuft durchgehend der Film

„So lange Du lebst…“ über die Arbeit

des Vereins. Die Liedautoren

und Leiter der Initiative „Singende

Krankenhäuser“, Susanne Müssinger

und Klaus Nagel, bieten

mit „Heilsames Singen“ um 14.30

und 15.30 „ein etwas anderes Adventssingen“

auch für Besucher.

Hospizhelferin Maria Schumacher

erzählt um 12 und um 15.30 Uhr

Wintermärchen für Kinder ab vier

Jahre und Erwachsene, Atemtherapeutin

Dagmar Dvorak lädt um

11 und um 13.30 Uhr ein zur Atemntetherapie.

Die zwei letztgenannten

Angebote dauern je 30 Minuten.

Um 13 Uhr veranstaltet der Hospiz-

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chor mit dem Musikverein Polling

auf dem Kirchplatz ein „offenes

Singen“.

Rais

isting

Mit hausgemachten Weihnachtsplätzerl,

Steckerlfisch, Geräuchertem,

frischen Kiacherl und gebratenen

Mandeln verwöhnt der

Gasthof Drexl seine Besucher beim

19. Altbayerischen Christkindlmarkt

in Raisting. Am 27. November von

16 bis 21 Uhr, am 28. November von

15 bis 21 Uhr und am 29. November

von 11 bis 20 besteht die Möglichkeit,

an zahlreichen Verkaufsständen

Geschenke zu kaufen. Wie

jedes Jahr unterstützt die Wirtsfamilie

Drexl mit dem Markterlös den

Mukoviszidose-Verein.

Seeshaupt

1979 gründete der Trachtenverein

„Würmseer Seeshaupt-St. Heinrich“

den altbayerischen Christkindlmarkt,

der seither immer am

1. Adventsonntag — dieses Jahr also

am 29. November — von 10 bis 18.30

Uhr stattfindet. Nach dem Gottesdienst

zieht der Bürgermeister gemeinsam

mit dem Pfarrer und dem

Vorsitzenden des Trachtenvereins

in einem Festzug von der Kirche

zum Parkplatz an der Penzberger

Straße. Die Besucher erwartet ein

Auftritt des Kindergartenchors,

eine lebende Krippe, eine Buchvorstellung

der Seeshaupter Ansammlungen,

26 Marktstände inklusive

Fair-Trade-Angeboten und der Nikolaus.

Ab 15 Uhr spielt die Musikkapelle

weihnachtliche Weisen.

Tutzing

Die Aktionsgemeinschaft Tutzinger

Gewerbetreibender e.V. ist Veranstalter

des Adventsmarktes „rund

um das Rathaus“ in der Kustermannstraße.

Etwa 35 Stände, eine

lebende Krippe, der Heilige Sankt

Nikolaus und verschiedene musikalische

Auftritte — unter anderem

von der Musikschule — sind für den

29. November geplant. Von 11 bis 19

Uhr präsentieren sich überwiegend

heimische Vereine, die so die Möglichkeit

haben, ihre Vereinskasse

aufzubessern.

Wielenbach

Am dritten Adventssonntag, 13. Dezember,

beginnt der Wielenbacher

Weihnachtsmarkt um 11 Uhr

im Anschluss an den Gottesdienst.

Die Dorfvereine bieten neben

Selbstgebasteltem und Holzsachen

auch Leckereien wie Marmeladen,

Plätzchen, Stollen, Liköre, Brot und

vieles mehr an. Die Wielenbacher

Musikanten, die Jugendkapelle und

eine Jagdhornbläsergruppe spielen

zur Unterhaltung auf. Eine lebende

Krippe wird es geben und auch der

Nikolaus besucht den Dorfplatz. tis/ts

Bayerische Krippenspiel-Kinderfiguren aus Seehausen

Seehausen | Das lachende

Köpfchen ist auf ein blauweiß

kariertes Kopfkissen

gebettet, der Körper steckt

in einem kuscheligen Kokon,

eine rote Schleife ziert

das Wollbettchen des kleinen

Jesuskindchenes. Selbst

Haare hat das etwa acht

Zentimeter messende Geschöpf,

die sich keck um das

Gesicht ranken. Das Besondere

an dieser Figur ist —

auf den ersten Blick — nicht nur die

liebevolle Ausarbeitung als solches.

Als besonders darf auch die

Tatsache gelten, dass ein Anfassen

der Figur, ein Spielen mit ihr, nicht

nur möglich, sondern ausdrücklich

erwünscht ist.

Seit rund 36 Jahren stellt Waltraud

Dornhofer die typisch bayerischen

Krippenspiel-Kinderfiguren um

das Jesuksind her — in Handarbeit,

versteht sich. Unter dem markengeschützten

Eigennamen Dornhofer

vertreibt sie gemeinsam mit

Ehemann Manfred seit mittlerweile

16 Jahren ein umfangreiches Sortiment

an Figuren (www.dornhofer.

com). Egal, wer sich für einzelne

Figuren entscheidet oder auf ein

Figurensortiment festlegt — immer

zeichnen sich die Krippenfiguren

durch Beweglichkeit, Detailliebe,

Langlebigkeit und den Einsatz hochwertiger

Materialien wie

Wolle, Filz oder Flachs aus. Besonders

beliebt sind die Figuren natürlich

bei Kindern, erzählt Waltraud

Dornhofer, die mit ihrer Familie in

Riedhausen bei Seehausen lebt.

Weihnachtsgeschichte

eige

genhändig mitgestalten

Handgeschnitzte Krippenfiguren

waren der vierfachen Mutter zu

kostspielig. Deshalb beschloss Waltraud

Dornhofer damals, Figuren

für ihre Familie herzustellen. Die

Begabung dafür ist der gelernten

Kinderpflegerin gegeben. Bekannte

und Freunde wurden auf die biegsamen

und liebevoll ausstaffierten

Krippenfiguren aufmerksam, und

so kam praktisch von selbst „Leben

in die Sache“, erzählt sie. Anfänglich

betrieb das Paar den Verkauf

über Christkindlmärkte der

Region, dann in Richtung

Rosenheim, Schleißheim,

Mittenwald und München.

Die Teilnahme an Messen,

etwa der „Heim+Handwerk“,

brachte ebenfalls

Erfolg, doch der hatte

seinen Preis. Allein der

horrenden Standgebühren

wegen hätten die Dornhofers

die Preise ihrer

Krippenfiguren anheben,

eventuell sogar die Produktion

aus ihren Händen geben müssen.

Doch das wollten beide nicht. Eine

Stärke der Marke Dornhofer liegt in

der Handarbeit — und darauf sollen

sich Kunden verlassen können.

Passionierte Bezieher ihrer Krippenspielfiguren

sind Kindergärten,

berichtet Waltraud Dornhofer. Die

Belastbarkeit der Puppen und Tiere

sei enorm: „Unser Kindergarten

spielt heute noch mit den Figuren,

die ich vor 28 Jahren hergestellt

habe.“ Die Weihnachtsgeschichte

kann so von den Kindern miterlebt

und mitgestaltet werden. Mit zum

Sortiment gehören auch Ochs und

Esel, Kamele und die Heiligen Drei

Könige. Unzählige Arbeitsstunden

investiert Waltraud Dornhofer über

das Jahr in ihre selbstgemachten

Figuren. Für Maria mit ihrem geflochtenen

Haar, das sich um den

Kopf rankt, braucht es Fingerfertigkeit.

Auch die Hirten, Engel, der

Josef oder die heiligen drei Könige

werden von ihr mit Besonderheiten

ausgestattet. Am liebsten beschäftigt

sich Waltraud Dornhofer aber

mit dem Jesuskind. Darum rankt

sich ja die ganze heilige Legende —

und ohne Jesus würde es auch

die Krippenfiguren der Dornhofers

nicht geben.

rp

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Veranstaltungskalender

1. November bis 31. Dezember 2015

WEILHEIM

SO 01.11.

Allerheiligen

9.00 bis 16.00 Uhr

Kreisgeflügel-, Kaninchen- und

Vogelschau in der Kleinen Hochlandhalle.

Große Kleintierausstellung

mit Prämierung und Tombola

18.00 Uhr

Gespenster — ein (Familien-)Drama

von Henrik Ibsen im Stadttheater.

Karten zwischen 8,50 € und 25,50 €

im Veranstaltungsbüro (weilheiminfo@weilheim.de

oder 0881 / 682532)

oder im Medienhaus Weilheim

DIESSEN

14.00 bis 18.00 Uhr

7. Produzentenausstellung „das

kleine Format“ im Kulturforum.

Letzter Tag

STARNBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Kunstpreis 2015 der Stadt in der

Schlossberghalle. Präsentation

der Bewerbungsarbeiten

WEILHEIM

MO 02.11.

16.00 Uhr

Leseratten „Wir lesen Kindern vor“

in der Stadtbücherei, Eintritt frei

PEISSENBERG

19.30 bis 21.00 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

TUTZING

8.00 bis 12.00 Uhr

Ausstellung „Rendez-vous —

Kunst verbindet“ im Rathaus.

Bis 15.01.2016 jeweils Mo, Di, Do, Fr

8-12 Uhr. Di zusätzlich 14-18 Uhr

WEILHEIM

DI 03.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

BERNRIED

9.00 bis 17.00 Uhr

Projekt: Frauen leben im Bildungshaus

St. Martin. Unkostenbeitrag:

30 € inkl. Mittagessen und Kaffee

WEILHEIM

MI 04.11.

16.00 Uhr

Märchenzeit in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt frei

17.30 bis 21.00 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-Treff.

Anmeldung unter

0881 / 90959010

DIESSEN

20.00 Uhr

Volkstanzkurs im Trachtenheim

am Vogelherd. Anmeldung unter

08807 / 6063 oder vhs@diessen.de

STARNBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

Herbstferien im Museum Starnberger

See. „Herbstliche Tischlaternen“.

Für Kinder ab 5 Jahren.

Kosten: 10 €. Anmeldung (bis 1.11.)

unter 08151 / 4477570 oder info@

museum-starnberger-see.de

PENZBERG

19.30 Uhr

Buchvorstellung „Alpingeschichte(n)

— Von den Anfängen bis auf

den Mount Everest“ mit Autor

Stephan König in der Buchhandlung

Rolles

SEEHAUSEN

19.30 bis 23.00 Uhr

Lesung „Makarionissi“ mit Vea

Kaiser in der Westtorhalle, 8 €

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit dem Bilderbuchkino

„Lieselotte ist krank“ in

der Bücherei. Ab 3 Jahren

WEILHEIM

DO 05.11.

20.00 Uhr

Unplugged-Konzert „Die Pfeile“

(Indie Rock) im Café „sonnendeck“

an der Pöltnerstraße. Eintritt

frei, Hut geht rum

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

10.00 bis 18.00 Uhr

Jahresausstellung 2015 des Kunstvereins

„Die Roseninsel“ in der

Schlossberghalle. Bis 11.11. täglich

MURNAU

19.00 Uhr

Offenes Singen im Griesbräu.

Eintritt frei

20.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Ein Abend mit Hans Söllner in der

Buchhandlung Rupprecht. Tickets

16 € im VVK in der Buchhandlung

WEILHEIM

FR 06.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

20.00 Uhr

„Hinterhofhelden“ vom Vaganti

Artistic Theatre im Stadttheater.

Eine artistische Inszenierung und

Akrobatikshow mit einem bewegten

Blick auf die Welt hinter

der Fassade. Tickets: 9-24 €, bei

Fam. Kluthe unter 0881 / 1410, beim

Kreisboten unter 0881 / 68611 oder

online unter www.vaganti.de. Siehe

Seite 22

PEISSENBERG

20.00 Uhr

„Der verkaufte Großvater“ von

der Kolping Theatergruppe in der

Tiefstollenhalle. VVK im Kaufland,

Lotto- und Tabakwarenladen.

Einlass ab 19 Uhr

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ

STARNBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

Herbstferien im Museum Starnberger

See. „In der Druckwerkstatt“.

Für Kinder ab 5 Jahren.

Kosten: 10 €. Infos und Anmeldung

(bis 3.11.) unter 08151 / 4477570,

info@museum-starnberger-see.de

MURNAU

9.00 Uhr

Leonhardifahrt von Murnau nach

Froschhausen

10.00 Uhr

Leonhardimarkt in der Bahnhofstraße

19.00 bis 20.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung „minimal

music“ in der Galerie am

Gabriele-Münter-Platz. Heribert

Riesenhuber und Andreas Suttner

zeigen neue Arbeiten

20.00 Uhr

Leonharditanz im Kultur- und

Tagungszentrum

PÄHL

20.00 Uhr

Theateraufführung der Theatergruppe

im Pfarr- und Gemeindezentrum.

Weitere Termine am

6. / 7. / 13. / 14. / 15. / 20. und 21.11.

Do, 12. Nov. 16 bis 20 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 13. Nov. 16.bis 20 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Di, 17. Nov. 16 bis 20 Uhr Peißenberg, Josef-Zerhoch-Mittelschule

Di, 1. Dez. 17 bis 20 Uhr Huglfing, Zweifach-Turnhalle

Di, 15. Dez. 17 bis 20.30 Uhr Dießen, Mehrzweckhalle

Mo, 28. Dez. 16 bis 20 Uhr Murnau, Kultur- und Tagungszentrum

(Wegen krankheitsbedingtem Personalmangel können einzelne

Termine entfallen. Infos unter www.blutspendedienst.de)

november / dezember 2015 | 63


WIELENBACH

9.30 Uhr

Leonhardfest in der Kirche St.

Leonhard, Bauerbach

SPATZENHAUSEN

13.00 Uhr

Leonhardifeier im Haus des

Gastes

20.00 Uhr

Hans-Albrecht-Singen im Pfarrheim

St. Barbara

20.00 Uhr

„Der verkaufte Großvater“ von

der Kolping Theatergruppe in der

Tiefstollenhalle. Karten im Kaufland,

Lotto- und Tabakwarenladen.

Einlass ab 19 Uhr

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Maria Reiser mit Band serviert ihr

neues Album „Bayern Delüxe“ im

Schlossbrauhaus Saal. Eintritt frei

WEILHEIM

SO 08.11.

WEILHEIM

MO 09.11.

20.00 Uhr

Kabarett Harry G mit seinem

neuen Programm „Leben mit

dem Isarpreiß“ in der Stadthalle.

Eintritt: 25,90 €. Tickets im Medienhaus

unter 0881 / 68611

&SCHLOSSBRAU

SOUND

SA

7.11.

EINTRITT FREI!

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de

FELDAFING

20.00 Uhr

Auftaktveranstaltung zum

25-jährigen Bestehen des Kunstund

Museumvereins. Klassisches

Konzert mit Raphaela Gromes

(Violoncello) und Julian Riem

(Klavier) im Bürgersaal des

Rathaus. Eintritt: 25 € (15 € Schüler

und Studenten). VVK unter www.

kmv-starnberger-see.de, beim Friseursalon

Spöttl und im Café Max II

WEILHEIM

SA 07.11.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

15.00 und 20.00 Uhr

„Hinterhofhelden“ vom Vaganti

Artistic Theatre im Stadttheater.

Weitere Infos siehe FR 6.11. und auf

Seite 22

19.00 Uhr

Konzert „Symphonic Air Connection“

mit dem symphonischen

Blasorchester der Städtischen Musikschule

in der Stadthalle. Eintritt:

7 € / 4 € (ermäßigt). VVK im Medienhaus

und in der Musikschule

PEISSENBERG

9.00 Uhr

Wanderung auf dem Schäfflerweg

der Kolping-Seniorengruppe.

Zu dieser Wanderung ist jeder

eingeladen, nicht nur Senioren!

Treffpunkt ist der Fendter Parkplatz

in der Fendter Straße

64 | tassilo

DIESSEN

9.30 Uhr

Leonhardi vor der Leonhardikapelle

Wengen. Gottesdienst mit

Pferdesegnung

STARNBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

Herbstferien im Museum

Starnberger See. „Ein Bastelvormittag

für Groß und Klein“. Für

Kinder ab 5 Jahren. Kosten: 12€.

Infos und Anmeldung (bis 4.11.)

unter 08151 / 4477570 oder info@

museum-starnberger-see.de

RAISTING

Nach dem Gottesdienst

Martinsumzug des Kindergartenförderverein

SEESHAUPT

14.00 Uhr

BRK-Schafkopf-Turnier im Trachtenheim

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternenwarte,

Thema „Neptun, die beste Beobachtungszeit

für den Gasriesen“.

Infos unter www.sternwarteeberfing.de

oder Tel. 08802 / 8389.

Escherstraße 12

IFFELDORF

19.00 Uhr

Theater „Alles neu macht der

Mai“ der Laienspielgruppe in der

Mehrzweckhalle

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

15.00 und 20.00 Uhr

„Hinterhofhelden“ vom Vaganti

Artistic Theatre im Stadttheater.

Infos siehe FR 6.11. und auf Seite 22

PEISSENBERG

16.00 Uhr

„Der verkaufte Großvater“ von

der Kolping Theatergruppe in der

Tiefstollenhalle. Karten im Kaufland,

Lotto- und Tabakwarenladen.

PENZBERG

10.00 Uhr

Laternenmarkt in der Innenstadt.

13-18 Uhr: verkaufsoffener Sonntag.

10-18 Uhr: Fierantenmarkt

MURNAU

12.00 Uhr

Novembermarkt und verkaufsoffener

Sonntag

PÄHL

9.30 Uhr

Leonhardifahrt durch den Ort

IFFELDORF

18.00 Uhr

Theater „Alles neu macht der Mai“

der Laienspielgruppe in der MZH

TUTZING

19.00 Uhr

6. Tutzinger Orgelherbst in der

Pfarrkirche St. Joseph. „Ein Slowake

in Paris“ von Marek Štrbàk

20.00 Uhr

Vortrag „Denkmalpflege einmal

anders — Arbeiten am historischen

Seidlpark Murnau“ von Dieter

Wieland im Gasthaus Oberbräu

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Bahnhof, Die

Teilnahme ist kostenlos. Infos unter

08802 / 85 88

POLLING

17.30 Uhr

Martinsumzug des Gemeindekindergarten

WEILHEIM

DI 10.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

SPATZENHAUSEN

18.30 Uhr

Martinszug der Pfarrgemeinde

WEILHEIM

MI 11.11.

19.00 bis 21.00 Uhr

Vortrag über Zahnimplantate ohne

Skalpell von Dr. Sebastian Schmidt

in der Stadthalle. Eintritt frei

PEISSENBERG

17.00 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evangelischen Kirche

/


DIESSEN

20.00 Uhr

Volkstanzkurs im Trachtenheim

am Vogelherd. Anmeldung unter

08807 / 6063 oder vhs@diessen.de

PENZBERG

17.00 bis 21.00 Uhr

Tanz für Junggebliebene im Glück-

Auf-Stüberl

18.00 Uhr

Martinsfest mit Umzug am Festplatz

Berghalde

19.30 Uhr

Vortrag „Am blauen Fluss —

Entlang der Donau vom Schwarzwald

bis zum Schwarzen Meer“

von Carmen Rohrbach in der

Buchhandlung Rolles

MURNAU

19.30 bis 21.00 Uhr

Vortrag „Sterbebilder im Wandel

der Zeit“ von Günther Warmuth

im Kultur- und Tagungszentrum

BERNRIED

17.00 Uhr

Martinszug mit Schließung des

Martinsbrunnes.Treffpunkt ist der

Schulhof

PÄHL

17.30 Uhr

Martinszug am Kindergarten

HABACH

17.30 Uhr

St. Martinszug an der Pfarrkirche/

Feuerwehrhaus

ODERDING

18.30 Uhr

Martinsfeier mit Laternenumzug

in der St.-Martins-Kirche

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

TUTZING

19.00 Uhr

78. Tutzinger Patientenforum im

Benedictus Krankenhaus. „Kopfschmerz

— Wann droht Gefahr?“

mit Priv.-Doz. Dr. Michael Valet,

leitender Oberarzt Neurologie.

Anmeldung unter 08158 / 23 106

WEILHEIM

DO 12.11.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

„Hinterhofhelden“ vom Vaganti

Artistic Theatre im Stadttheater.

Infos siehe FR 6.11. und auf Seite 22

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

FELDAFING

15.00 Uhr

Kaffee-Nachmittag in den Ratsstuben

MÜNCHEN

19.30 Uhr

Vortrag „Abwehr und Durchsetzung

von Pflichtansprüchen“ von

Rechtsanwältin Caroline Kistler im

Gasteig, EG Raum 0131. Eintritt frei

WEILHEIM

FR 13.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

„Hinterhofhelden“ vom Vaganti

Artistic Theatre im Stadttheater.

Infos siehe FR 6.11. und auf Seite 22

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Seniorennachmittag „Impfungen

im Alter“. Informationsstunde

mit Hausarzt Michael Herold im

Pfarrheim St. Barbara

20.00 Uhr

„Der verkaufte Großvater“ von

der Kolping Theatergruppe in der

Tiefstollenhalle. Karten im Kaufland,

Lotto- und Tabakwarenladen.

Einlass ab 19 Uhr

DIESSEN

19.00 Uhr

Basteln mit Edeltraut Scheidl

Infos und Anmeldung unter

0178 / 45 57 573 (Mo. — Fr. ab 14

Uhr)

RAISTING

20.00 Uhr

Hoagart'n des Heimat- und Trachtenverein

im Vereinsheim

IFFELDORF

17.00 Uhr

St. Martins-Feier mit Umzug am

Vitus-Platz

19.00 Uhr

Theater „Alles neu macht der

Mai“ der Laienspielgruppe in der

Mehrzweckhalle

WOLFRATHAUSEN

20.00 Uhr

Theater Pur in der Loisachhalle.

Mischpoke — neuer Besuch bei

Mr. Green, eine Komödie von Jeff

Baron. Tickets unter www.muenchentickets.de

oder 0180 / 54818181

WEILHEIM

SA 14.11.

15.00 und 20.00 Uhr

„Hinterhofhelden“ vom Vaganti

Artistic Theatre im Stadttheater.

Infos siehe FR 6.11. und auf Seite 22

20.00 Uhr

Herbstkonzert 2015 mit dem Kammerorchester

in der Stadthalle.

Weitere Infos auf Seite 32

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Martinsumzug. Aufstellung an der

Gartenstraße

20.00 Uhr

„Der verkaufte Großvater“ von

der Kolping Theatergruppe in der

Tiefstollenhalle. Karten im Kaufland,

Lotto- und Tabakwarenladen.

Einlass ab 19 Uhr

DIESSEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Tanzkurs „zum Tanzn bin i ganga“

durch die bairische Tanzlandschaft

im Traidtkasten neben dem Marienmünster.

Infos und Anmeldung

unter 089 / 2866290

20.00 Uhr

Herbstvolkstanz mit den Höhenkirchner

Musikanten im Traidtkasten

neben dem Marienmünster

STARNBERG

13.30 Uhr

Ski Second Hand in der Hirschangerturnhalle.

Annahme: 9-12 Uhr.

Verkauf: 13.30-16 Uhr. Abholung:

18.30 Uhr

MURNAU

19.30 bis 21.00 Uhr

Konzert des Kurses „Alte Musik“

der Camerloher Musikschule im

Schlossmuseum

20.00 Uhr

Kofelgschroa präsentieren ihr

neues Album „Zaun“ im Kulturund

Tagungszentrum. Tickets: 22 €.

VVK im Kultur- und Tagungszentrum

und München Ticket

20.00 bis 22.00 Uhr

Lesung „Das Joshua Profil“ mit

Sebastian Fitzek in der Buchhandlung

Rupprecht. Tickets: 10 €

BERNRIED

14.00 Uhr

Preisschafkopfen des SVB im

Vereinsheim

november / dezember 2015 | 65


IFFELDORF

19.00 Uhr

Theater „Alles neu macht der Mai“

der Laienspielgruppe in der MZH

POLLING

13.30 Uhr

Naturkindertreffen an der Hütte

bei den Kräutergärten

PEISSENBERG

SO 15.11.

18.00 Uhr

„Der verkaufte Großvater“ von

der Kolping Theatergruppe in der

Tiefstollenhalle. Karten im Kaufland,

Lotto- und Tabakwarenladen.

Einlass ab 17 Uhr

DIESSEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Tauschbörse der Alpenvereinssektion

in der Mehrzweckhalle. Für

gebrauchte Wintersport-Artikel

und Winterkleidung. Speziell für

den Kinder- und Jugendbereich

SEESHAUPT

17.00 Uhr

Chorkonzert der „Spiritual Profanists“

und „VielHarmonie“ in der

St. Michaels Kirche

IFFELDORF

18.00 Uhr

Theater „Alles neu macht der Mai“

der Laienspielgruppe in der MZH

PÖCKING

17.00 Uhr

Konzert in der St. Pius-Kirche.

„Paulus“ von Felix Mendelssohn

Bartholdy. Mit der Chorgemeinschaft

St. Pius, dem „ars musica

chor“ und dem Kammerorchester

Stringendo unter der Leitung von

Norbert Groh. VVK in der Gemeindebücherei

WEILHEIM

MO 16.11.

16.00 Uhr

Leseratten „Wir lesen Kindern vor“

in der Stadtbücherei, Eintritt frei

MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 17.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

MI 18.11.

10.00 bis 17.00 Uhr

1. Weilheimer Seniorenmesse

in der Stadthalle. Infoveranstaltung

mit Themen wie Gesundheit,

Wohnen, soziale Dienste, Pflege,

Sicherheit, Ehrenamt, kirchliches

Engagement uvm. Eintritt frei

PEISSENBERG

15.30 bis 16.30 Uhr

Kinderprogramm „Mondmonster“

in der Bücherei. Eintritt: 2 €

PENZBERG

19.30 Uhr

Literarischer Georg-Queri-Abend

„Was der Cenzi ihr Wadl anbelangt“

in der Stadtbücherei

MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

BERNRIED

9.00 bis 13.00 Uhr

Ökumenischer Kinderbibeltag in

der Grundschule

TUTZING

8.00 Uhr

Ökumenischer Kinderbibeltag im

evangelischen Gemeindehaus und

Roncallihaus

WEILHEIM

DO 19.11.

15.00 Uhr

Märchen „Aladin und die

Wunderlampe“ im Stadttheater.

Für Kinder ab 5 Jahren. Eintritt:

9 €. Tickets im Medienhaus unter

0881 / 68611

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt am Glückaufplatz

PENZBERG

19.30 Uhr

Buchvorstellung „Herrliches Bayern

— Alpenland von oben“ mit

Verleger Klaus F. Förg und Autorin

Nicola Förg in der Buchhandlung

Rolles

MURNAU

19.30 bis 21.00 Uhr

Stammtisch zu aktuellen Themen

im evangelischen Gemeindesaal

RAISTING

9.00 Uhr

Frühstück für Trauernde im Pfarrund

Gemeindezentrum

WEILHEIM

FR 20.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

20.00 Uhr

Ammertöne — 11. Weilheimer

Jazztage mit „Jazz Lokomotive

plays the Music of Claus Raible“

und „Ralf Schrabbe String

Project“ im Saal der Musikschule.

Tageskarte 19 €, ermäßigt 12 € und

für beide Tage 30 €. VVK im Veranstaltungsbüro

der Stadt

20.30 Uhr

Konzert „Nathan & Marie“ im

Bistro Hänsel's. Eintritt frei

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert Gjermund Larsen, der

Folk-Geiger aus Norwegen, in der

Tiefstollenhalle. Eintritt: 18 € (VVK),

20 € (AK). Infos und Tickets unter

www.kulturverein-peissenberg.de

DIESSEN

19.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „von der

Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen“

im Kunstfenster Gensbaur.

Geöffnet am 21./22./28./29.11 und

5.12. von 14-18 Uhr. Siehe Seite 22

PENZBERG

10.30 bis 17.30 Uhr

Geschenketipps, Advents- und

Flohmarkt in der Stadtbücherei

19.00 Uhr

Vortrag „Das Augustinerchorherrenstift

Bernried — Höhen

und Tiefen in der Geschichte“

von Dr. Walburga Scherbaum im

BRK-Haus

MURNAU

20.00 Uhr

Musikantentreffen im Griesbräu

HUGLFING

20.30 Uhr

Fiesta Party des Fördervereins der

Abteilung Fußball im Trachtenheim

POLLING

20.00 Uhr

Konzert „Kathrein stellt den Tanz

ein“ der Spielmusik Karl Edelmann

im Bibliotheksaal. Siehe

Seite 22

WEILHEIM

SA 21.11.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

9.00 bis 11.30 Uhr

Wintersport-Basar der Skiabteilung

im TSV-Vereinsheim, Zotzenmühlweg.

Infos für Standinteressierte

unter www.ski-weilheim.de

20.00 Uhr

Ammertöne — 11. Weilheimer

Jazztage mit „Johannes Mössinger

Quartett“ und „ZeitGeistMaschine“

im Saal der Musikschule.

Tageskarte kostet 19 €, ermäßigt

12 € und für beide Tage 30 €. VVK

im Veranstaltungsbüro der Stadt

20.00 Uhr

Kabarett „Können Sie Bayern“

von Wolfgang Krebs in der

Stadthalle. Eintritt: 25 €. VVK im

Medienhaus unter 0881 / 68611

PEISSENBERG

10.00 bis 16.00 Uhr

Andreas-Markt am Kirchplatz

DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino des SOS Kinderdorfes

in der Hermann-Gmeiner-Straße.

„Drachenzähmen leicht gemacht“.

Für Kinder ab 8 Jahren. Kosten: 1 €

/

66 | tassilo


STARNBERG

11.00 Uhr

Voradventlicher Weihnachtsmarkt

„Winterzauber auf Gut Rieden"

12.00 bis 20.00 Uhr

10. Vinessio — Wein- und Delikatessenmesse

in der Schlossberghalle

MURNAU

18.00 bis 19.00 Uhr

„Charles Gounod — Cäcilienmesse“

unter der Leitung von Johannes

Köppl in der Kirche St. Nikolaus

WIELENBACH

20.00 Uhr

Kathreintanz beim Dorfwirt in

Haunshofen. Ab 19 Uhr Kirche

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternenwarte

mit dem Thema „Mond, mit

seinen Meeren, Kratern und

Bergen und Verdeutlichung deren

Entstehung“. Infos unter www.

sternwarte-eberfing.de oder unter

08802 / 8389. Escherstraße 12

IFFELDORF

19.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzerte im Gemeindezentrum.

Thorsten Johanns

(Klarinette) und „Auryn Quartett“

(Streicher). Infos auf Seite 49

POLLING

20.00 Uhr

Konzert „Kathrein stellt den Tanz

ein“ der Spielmusik Karl Edelmann

im Bibliotheksaal. Einlass

um 19 Uhr. Infos auf Seite 22

RIEDERAU

15.00 bis 20.00 Uhr

9. Adventsmarkt am Feuerwehrhaus.

Weitere Infos ab Seite 59

WEILHEIM

SO 22.11.

18.00 Uhr

Lesung „Advent, Advent“ mit Hans

Peter Korff und Christiane Leuchtmann

im Stadttheater. Eintritt 18 €,

inkl. Buffet. VVK im Medienhaus und

im Veranstaltungsbüro der Stadt

19.30 bis 21.00 Uhr

Konzertlesung zum Ewigkeitssonntag

in der evangelischen

Apostelkirche. Eintritt frei

STARNBERG

12.00 bis 19.00 Uhr

10. Vinessio — Wein- und Delikatessenmesse

in der Schlossberghalle

PENZBERG

19.30 Uhr

Ländliche Konzerte mit dem

Bläserensemble „Windcraft“ und

Percussion in der Stadtpfarrkirche

Christkönig

SEESHAUPT

17.00 Uhr

Ausstellungseröffnung Tobias

Hohenacker & Uwe Jonas in der

Seeresidenz Alte Post

WEILHEIM

DI 24.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

Modestoffe &

Accessoires

Patchworkstoffe

und

Zubehör

19.00 bis 21.00 Uhr

Vorleser-Treff der „LeseRatten

Pfaffenwinkel e.V.“ im Mehrgenerationenhaus.

Infos unter

0881 / 9270992 oder info@leseratten-pfaffenwinkel.de

Eintritt frei

19.30 Uhr

Vortrag „Abwehr und Durchsetzung

von Pflichtansprüchen“ von

Rechtsanwältin Caroline Kistler

in der Waldwirtschaft am Gögerl.

Eintritt frei

MURNAU

16.00 17.15 Uhr

Kindermusiktheater „Aladin und

die Wunderlampe“ im Kulturund

Tagungszentrum. Tickets: 15 €

PEISSENBERG

MI 25.11.

17.00 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evangelischen Kirche

PENZBERG

19.30 bis 21.30 Uhr

„Finde zu dir, tanze!“ Traditionelle

Tänze der Völker meditativ

erleben und das Leben in Bewegung

bringen im Pfarrzentrum

Christkönig. Mit Anselma Probst.

Anmeldung ist nicht erforderlich

MURNAU

20.00 Uhr

Schmidbauer und Kälberer „Wo

bleibt die Musik“ im Kultur- und

Tagungszentrum. Karten bei München

Ticket

WEILHEIM

DO 26.11.

15.00 bis 16.00 Uhr

„Michel feiert Weihnachten“ mit

dem Figurentheater Pantaleon in

der Stadtbücherei. Für Kinder ab

5 Jahren. Karten und Infos in der

Stadtbücherei unter 0881 / 682610

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

19.00 bis 21.30 Uhr

Seminar „Jugendarbeit im Verein“

im DAV-Vereinsheim. Anmeldung

(bis 24.11.) unter 08803 / 5432

(Telefon), 08803 / 639746 (Fax) oder

hans.m.beinlich@t-online.de

STARNBERG

11.00 Uhr

Überraschungskonzert „Was

klingt denn da?“ in der Schlossberghalle.

Für Kinder im Vor- und

Grundschulalter. Eintritt: 3 €

DIESSEN

18.00 bis 22.00 Uhr

„Dießen leuchtet“ im Ortsgebiet

WESSOBRUNN

15.30 Uhr

Kinderkino „Amy und die Wildgänse“

in der Grundschule in

Forst

WEILHEIM

FR 27.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 bis 22.30 Uhr

Improtheater mit den „Improsanten“

im Bistro Hänsel's. Eintritt: 8 €

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert Eva Jagun & Band in der

Tiefstollenhalle. Eintritt: 17 € (VVK),

19 € (AK). Infos und Tickets unter

www.kulturverein-peissenberg.de

GLENTLEITEN

10.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt im Freilichtmuseum.

Weitere Infos ab Seite 59

RAISTING

16.00 bis 21.00 Uhr

Christkindlmarkt beim Gasthof

Drexl. Weitere Infos ab Seite 59

WESSOBRUNN

19.00 Uhr

Adventsbasar in der Grundschule

WEILHEIM

SA 28.11.

20.00 Uhr

Kabarett „Ehrlich!“ von Helmut

Schleich im Stadttheater. Infos und

Tickets im Medienhaus Weilheim

unter 0881 / 68611

Patchworkstoffe

und

Zubehör

Näh- und Stickmaschinen von

Reparatur-Service für alle Marken-Nähmaschinen

Telefon 08 81/24 67

Kurzwaren &

Schnitte

november / dezember 2015 | 67


PENZBERG

10.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt mit lebender

Krippe in der Innenstadt. Geschäfte

sind geöffnet von 9-18 Uhr.

Weitere Infos ab Seite 59

19.00 Uhr

Bairisches Adventsingen mit

Hirtenspiel in der Stadtpfarrkirche

Christkönig

20.00 Uhr

Konzert „Itay Dvory — Yam Yabasha“

in der Aula der Bürgermeister-Prandl-Grundschule

MURNAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Christkindlmarkt der Hobbykünstler

im Kultur- und Tagungszentrum

9.00 bis 18.00 Uhr

Lions Bücherbasar im Kemmelpark

10.30 bis 12.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

GLENTLEITEN

10.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt im Freilichtmuseum.

Weitere Infos ab Seite 59

RAISTING

15.00 bis 21.00 Uhr

Christkindlmarkt beim Gasthof

Drexl. Weitere Infos ab Seite 59

WIELENBACH

19.00 Uhr

Kirchenkonzert der Wielenbacher

Musikanten mit Volksliederchor in

der Kirche St. Peter

OBERHAUSEN

15.00 Uhr

Weihnachtsmarkt des Frauenbundes

am Rathaus. Siehe ab Seite 59

16.30 Uhr

Kinderkino „Amy und die Wildgänse“

im Rathaus

PÖCKING

14.00 bis 21.00 Uhr

Christkindlmarkt im Kirchhof

St. Pius. Weitere Infos ab Seite 59

WEILHEIM

SO 29.11.

9.00 bis 17.30 Uhr

Andreasmarkt in der Oberen

Stadt. Verkaufsoffener Sonntag

ab 11 Uhr

11.00 bis 17.00 Uhr

Bauernmarkt mit regionalen

Produkten der Selbstvermarkter

auf dem Marienplatz

PEISSENBERG

13.00 bis 18.00 Uhr

Bockerlbahn Fahrtag am Gelände

der Tiefstollenhalle. Nur bei trockenem

Wetter. Kosten: 1 €

13.00 bis 19.00 Uhr

Weihnachtsmarkt der Vereine auf

dem Gelände an der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos ab Seite 59

MURNAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Christkindlmarkt der Hobbykünstler

im Kultur- und Tagungszentrum

10.00 bis 17.00 Uhr

Lions Bücherbasar im Kemmelpark

GLENTLEITEN

10.00 bis 18.00 Uhr

Christkindlmarkt im Freilichtmuseum.

Weitere Infos ab Seite 59

PÄHL

10.30 Uhr

Adventsmarkt am Pfarr- und

Gemeindezentrum. Weitere Infos

ab Seite 59

RAISTING

11.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt beim Gasthof

Drexl. Weitere Infos ab Seite 59

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Christkindlmarkt am Parkplatz an

der Penzberger Straße. Weitere

Infos ab Seite 59

IFFELDORF

11.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt auf dem St.-Vitus-

Platz. Weitere Infos ab Seite 59

POLLING

9.30 Uhr

30. Adventsmarkt auf dem Kirchplatz.

Weitere Infos ab Seite 59

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür des Hospizes

Pfaffenwinkel im Kloster. Weitere

Infos auf Seite 60

TUTZING

11.00 bis 19.00 Uhr

Adventsmarkt rund um das Rathaus.

Weitere Infos ab Seite 59

WEILHEIM

DI 01.12.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

DIESSEN

18.00 Uhr

Weihnachtslieder selber singen,

im Anschluß Lebkuchen und Kinderglühwein

am warmen Feuer

im Kaffeegarten Café Vogel

HUGLFING

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Zweifach-

Turnhalle

WEILHEIM

MI 02.12.

16.00 Uhr

Märchenzeit in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 4 Jahren, Eintritt frei

17.30 bis 21.00 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer

Treff. Eintritt frei, Anmeldung unter

0881 / 90959010

WEILHEIM

DO 03.12.

10.00 Uhr bis 20.30 Uhr

Christkindlmarkt auf dem

Marienplatz. Mit Künstler- und

Kunsthandwerkermarkt auf dem

Reinhard-Schmid-Platz. Weitere

Infos ab Seite 59

20.00 Uhr

Kabarett „Der Kontrabass“ von

Stefan Wilkening im Stadttheater.

Eintritt: 25 €. Infos und Tickets im

Medienhaus unter 0881 / 68611

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

DIESSEN

21.00 Uhr

Konzert „Heavy Heavy Tour 2015“

von Jamaram im Club 1516. Eintritt:

16 € (VVK), 19 € (AK). Infos und

Tickets unter www.rockfreundeammersee.de

STARNBERG

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der

Schlossberghalle. Eintritt: 2,50 €.

VVK in der Schlossberghalle und

beim Tourismusverband

WEILHEIM

FR 04.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

10.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt auf dem

Marienplatz. Mit Künstler- und

Kunsthandwerkermarkt auf dem

Reinhard-Schmid-Platz. Weitere

Infos ab Seite 59

19.00 bis 21.00 Uhr

„Traditionelles Adventskonzert“

der Städtischen Musikschule im

Stadttheater. Eintritt frei

STARNBERG

15.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt am Kirchplatz.

Weitere Infos ab Seite 59

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der

Schlossberghalle. Siehe Do 3.12.

ANDECHS

12.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt am Heiligen

Berg. Weitere Infos ab Seite 59

WEILHEIM

SA 05.12.

10.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt auf dem Marienplatz.

Mit Künstler- und Kunsthandwerkermarkt

auf dem Reinhard-

Schmid-Platz. Infos ab Seite 59

DIESSEN

11.00 bis 19.00 Uhr

Weihnachtsmarkt vor dem Marienmünster

und im Taubenturm.

Weitere Infos ab Seite 59

STARNBERG

11.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt am Kirchplatz.

Weitere Infos ab Seite 59

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der

Schlossberghalle. Siehe Do 3.12.

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

/

68 | tassilo


PÄHL

10.00 bis 13.00 Uhr

Winterspaziergang im Rahmen

des Projektes „Alpenflusslandschaften

— Vielfalt leben von

Ammersee bis Zugspitze“. Für

Familien geeignet. Treffpunkt am

Parkplatz an der Ammerbrücke

RAISTING

14.00 Uhr

Platzlmarkt im AWO-Haus

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternenwarte mit

dem Thema „Galaxien, die größten

Sterneninseln in den Weiten

des Weltalls“. Infos unter www.

sternwarte-eberfing.de oder unter

08802 / 8389. Escherstraße 12

OBERHAUSEN

11.00 Uhr

Christkindlmarkt mit Christbaumverkauf

auf Gut Achberg. Weitere

Infos ab Seite 59

ANDECHS

12.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt am Heiligen

Berg. Weitere Infos ab Seite 59

PÖCKING

10.00 Uhr

Weihnachtswerkstatt für Kinder

ab Vorschulalter mit Heike

Salomon im kath. Gemeindehaus.

Kosten: 12 € / 10 € (Geschwister).

Anmeldung unter 089 / 8571112

112

WEILHEIM

SO 06.12. .

11.00 bis 18.00 Uhr

Christkindlmarkt auf dem

Marienplatz. Mit Künstler- und

Kunsthandwerkermarkt auf dem

Reinhard-Schmid-Platz. Weitere

Infos ab Seite 59

PEISSENBERG

7.00 Uhr

Flohmarkt in der Tiefstollenhalle

10.30 Uhr

Barbarafeier in der Kirche

St. Barbara

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen

2. Eintritt: 5 € , siehe Seite 4

DIESSEN

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt vor dem Marienmünster

und im Taubenturm.

Weitere Infos ab Seite 59

11.00 Uhr

Ende der Ausstellung „von der

Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen“

mit Lesung von Autorin

Magareta Simm im Kunstfenster

Gensbaur. Siehe Seite 22

16.00 Uhr

Alpenländische Volksmusik im

Marienmünster

STARNBERG

11.00 bis 19.00 Uhr

Christkindlmarkt am Kirchplatz.

Weitere Infos ab Seite 59

MURNAU

16.00 Uhr

Benefizkonzert mit dem Staffelseechor

im Hotel Alpenhof

16.00 bis 17.30 Uhr

Adventssingen der Gebirgsschützen

in der St. Nikolauskirche

BERNRIED

12.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Eine-Welt-

Verkauf im Klosterhof. Weitere

Infos ab Seite 59

SEESHAUPT

19.00 Uhr

Adventsingen des Trachtenverein

in der Magnetsrieder Kirche

St. Margaretha

HABACH

19.30 Uhr

Adventsingen in der Pfarrkirche

IFFELDORF

19.00 Uhr

Mitsingkonzert nach dem Motto

„Singen, das die Seele beflügelt“

im Pfarrzentrum

OBERHAUSEN

11.00 Uhr

Christkindlmarkt mit Christbaumverkauf

auf Gut Achberg. Weitere

Infos ab Seite 59

ANDECHS

12.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt am Heiligen

Berg. Weitere Infos ab Seite 59

WOLFRATSHAUSEN

16.00 Uhr

Theater Pur in der Loisachhalle.

Hänsel und Gretel für Erwachsene

und Kinder, Märchenoper in 3

Bildern. Tickets unter www.muenchentickets.de

oder 0180 / 54818181

WEILHEIM

MO 07.12.

16.00 Uhr

Leseratten „Wir lesen Kindern

vor“ in der Stadtbücherei.

Eintritt frei

PEISSENBERG

19.30 bis 21.00 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Bahnhof. Die

Teilnahme ist kostenlos. Infos unter

08802 / 85 88

WEILHEIM

DI 08.12.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

WEILHEIM

MI 09.12.

20.00 Uhr

Michl Müller D'fränggische

Dreggsagg in der Stadthalle

PEISSENBERG

15.30 bis 16.30 Uhr

Märchen „Von goldenen Äpfeln“

in der Bücherei. Eintritt: 2 €

17.00 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evangelischen Kirche

19.00 Uhr

Rorate-Messe in der St. Johannkirche

PENZBERG

17.00 bis 21.00 Uhr

Tanz für Junggebliebene im Glück-

Auf-Stüberl

19.00 Uhr

Penzberger Sprechstunde im

Klinikum. „Patientenverfügung —

Informationen aus medizinischer

und rechtlicher Sicht“

MURNAU

19.00 Uhr

Offenes Singen im Griesbräu

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit dem Bilderbuchkino

„Nikolaus und der

dumme Nuk“ in der Bücherei.

Ab 3 Jahren

PEISSENBERG

DO 10.12.

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

20.00 Uhr

All that Jazz @ Starnberg in der

Schlossberghalle. „The Gospel

People“. Eintritt: 28 €, 25 €. VVK in

der Schlossberhalle, beim Tourismusverband

und Starnberger Reise

AG, siehe Seite 50

MURNAU

19.00 Uhr

Adventskonzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

FR 11.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PENZBERG

19.30 Uhr

Theater „8 Frauen“ vom

Oberlandler-Volkstheater in der

Probebühne, Winterstraße 2.

VVK ab 27.11. im Café Freudenberg

WEILHEIM

SA 12.12.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

20.00 Uhr

Die Geschichte vom braven

Soldaten Schwejk im Stadttheater.

Karten zwischen 8,50 € und

25,50 € im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.de oder

0881 / 682532) oder im Medienhaus

november / dezember 2015 | 69


DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino des SOS Kinderdorfes

in der Hermann-Gmeiner-Straße,

„Neues von Petterson und Findus“,

ab 5 Jahren, Kosten: 1 €

STARNBERG

15.00 Uhr

Familientheaterstück „Pippi

plündert den Weihnachtsbaum“

in der Schlossberghalle. Tickets:

13-15 € (Kinder), 15-17 € (Erwachsene).

VVK in der Schlossberghalle,

beim Tourismusverband und in der

Starnberger Reise AG

PÖCKING

8.00 bis 14.00 Uhr

Christbaumverkauf der FFW zugunsten

der Jugendfeuerwehr

TUTZING

18.00 Uhr

Konzertabend „Duo Fantasia:

Legenden“ in der evangelischen

Akademie. Eintritt: 20 €, (15 €

Schüler/Studenten). VVK in der

Buchhandlung Held

WEILHEIM

SO 13.12.

PENZBERG

16.30 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg

mit „Elias — Felix Mendelssohn-

Bartholdy (1809-1847)“ in der

Stadtpfarrkirche Christkönig

19.30 Uhr

Theater „8 Frauen“ vom

Oberlandler-Volkstheater in der

Probebühne, Winterstraße 2.

VVK ab 27.11. im Café Freudenberg

MURNAU

11.00 bis 19.00 Uhr

Christkindlmarkt in der Fußgängerzone.

Weitere Infos ab Seite 59

STARNBERG

MI 16.12.

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Starnberg in der Schlossberghalle.

Eintritt: 5 €. VVK in

der Schlossberghalle und beim

Tourismusverband

PEISSENBERG

DO 17.12.

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

der Musikschule zur Weihnachtszeit

bei Kerzenschein. Eintritt frei

IFFELDORF

17.00 Uhr

Waldweihnacht der Pfarrei St.

Vitus. Beginn am St. Vitus-Platz

WEILHEIM

SA 19.12.

20.00 bis 22.30 Uhr

Traditionelles Weihnachtskonzert

der Stadtkapelle und der Jugendstadtkapelle.

VVK und Infos im

Medienhaus unter 0881 / 68611

PENZBERG

Ganztags

„Hannis Eismärchen“ am Stadtplatz.

Eislaufvergnügen für Jung

und Alt. Bis 6.1.

19.30 Uhr

Theater „8 Frauen“ vom

Oberlandler-Volkstheater in der

Probebühne, Winterstraße 2.

VVK ab 27.11. im Café Freudenberg

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

11.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt in der Fußgängerzone.

Weitere Infos ab Seite 59

PÄHL

10.00 bis 19.00 Uhr

Adventsmarkt mit Christbaumverkauf

auf Gut Kerschlach. Weitere

Infos ab Seite 59

RAISTING

14.00 Uhr

Christbaumverkauf der Feuerwehr

OBERHAUSEN

10.00 Uhr

Weißwurstfrühschoppen mit

Stubenmusi auf Gut Achberg

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

8.15 Uhr

Öffentliches Schnuppertraining

der Skiabteilung. Ab 6 Jahren.

Infos und Anmeldung bei Brigitte

Gerold unter 0881 / 61151 oder

brigitte.gerold@t-online.de

18.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater. Infos

siehe Sa 12.12.

MARNBACH

20.00 Uhr

26. Bayerisches Adventssingen

bei Kerzenlicht in Marnbach. Es

singen und spielen der Deutenhauser

Viergesang, Geschwister

Schambeck, Diessner Männerviergesang,

Ammertaler Alphornbläser,

R. Leuchtenmüller u.a. Es spricht

der Kreisheimatpfleger Klaus Gast.

Eintritt frei

PEISSENBERG

16.00 Uhr

„Auf a Stund“ im Gemeindesaal

der evangelischen Kirche. Der

Volks-Chor lädt in der Adventszeit

zum Zuhören und Mitsingen ein

PÄHL

10.00 bis 19.00 Uhr

Adventsmarkt mit Christbaumverkauf

auf Gut Kerschlach.

Weitere Infos ab Seite 59

WIELENBACH

11.00 Uhr

Weihnachtsmarkt der Vereine auf

dem Dorfplatz vor dem Rathaus.

Weitere Infos ab Seite 59

IFFELDORF

14.00 Uhr

Adventnachmittag im Pfarrzentrum

WEILHEIM

DI 15.12.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

15.00 bis 16.30 Uhr

Theater für Kinder „Schneeweißchen

und Rosenrot“ im Stadttheater.

Ab 4 Jahren

DIESSEN

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden in der Mehrzweckhalle

DIESSEN

19.00 bis 20.00 Uhr

„Auf Weihnachten zua!“ Weihnachtstheater

der Dießener

Trachtenjugend im Augustinum

Ammersee. Der Eintritt ist frei

STARNBERG

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Starnberg in der Schlossberghalle.

Siehe Mi 16.12.

WESSOBRUNN

15.30 Uhr

Kinderkino „Amy und die Wildgänse“

in der Grundschule in Forst

WEILHEIM

FR 18.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater. Infos

siehe Sa 12.12.

STARNBERG

19.00 Uhr

„Stade Stund“ in der Schlossberghalle.

Musik, Verse und Geschichten

von Schülerinnen und Schüler

DIESSEN

19.00 Uhr

Weihnachtstheater der Trachtenjugend

im Theatersaal des Augustinums.

Mit den Musikgruppen

des Trachtenvereins. Eintritt frei

PENZBERG

19.30 Uhr

Weihnachtskonzert der Stadt- und

Bergknappenkapelle in der Stadtpfarrkirche

Christkönig

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternenwarte,

Thema „Mond, besonders gut

beobachtbare Einzelheiten“. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder Tel. 08802 / 8389. Escherstr. 12

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Eine kleine Weihnachtsgeschichte“

im Rathaus

/

70 | tassilo


20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Oberhauser

Musikanten beim Stroblwirt

TUTZING

17.00 Uhr

Wintersonnwendfeuer im Kustermannpark

WEILHEIM

SO 20.12. .

8.15 Uhr

Öffentliches Schnuppertraining

der Skiabteilung, Ab 6 Jahren.

Infos und Anmeldung bei Brigitte

Gerold unter 0881 / 61151 oder

brigitte.gerold@t-online.de

18.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater.

Infos siehe Sa 12.12.

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet. Tiefstollen

2. Eintritt: 5 €, siehe Seite 4

16.00 Uhr

Adventssingen in der St. Johannkirche

BERNRIED

19.00 Uhr

Adventssingen des Heimat- und

Trachtenvereins in der Pfarrkirche

St. Martin

IFFELDORF

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Musikkapelle

in der Pfarrkirche

OBERHAUSEN

12.00 Uhr

Traditionelles Kesselfleischessen

auf Gut Achberg

PÖCKING

17.00 bis 21.00 Uhr

Wintersonnwendfeuer auf der

Wiese an der Weilheimer Straße

PEISSENBERG

MO 21.12.

16.00 Uhr

Musical „Die kleine Meerjungfrau“

in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 16 €

PENZBERG

HABACH

MI 23.12.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

16.45 Uhr

Waldweihnacht am Koppenbergweiher/Grotte

IFFELDORF

17.00 bis 21.00 Uhr

Öffentliche Jugendfeuerwehr-

Weihnacht im Feuerwehrhaus

OBERHAUSEN

DO 24.12.

Heilig Abend

16.30 Uhr

Kinderkrippenspiel am Kirchplatz

POLLING

15.00 Uhr

Krippenspiel mit Wortgottesdienst

in der Stiftskirche

FR 25.12.

1. Weihnachtsfeiertag

MURNAU

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

SO 27.12.

18.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater. Infos

siehe Sa 12.12.

MURNAU

18.00 bis 20.30 Uhr

Volkstheater „Der bayerische

Protectulus“ von Peter Landstorfer

im Kultur- und Tagungszentrum.

Tickets: 10 €

MURNAU

MO 28.12.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

DI 29.12.

0881 / 9270992 oder info@leseratten-pfaffenwinkel.de.

Eintritt frei

WEILHEIM

MI 30.12.

20.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater. Infos

siehe Sa 12.12.

WEILHEIM

DO 31.12.

18.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater.

Infos siehe Sa 12.12.

PEISSENBERG

13.00 bis 16.00 Uhr

Bockerlbahn Fahrtag am Gelände

der Tiefstollenhalle. Nur bei trockenem

Wetter. Kosten: 1 €

PENZBERG

20.30 Uhr

Literarisches Silvester in der

Stadtbücherei. Karten für 25 € nur

im VVK in der Bücherei

17.00 Uhr

Adventskonzert „Sternschnuppe

Winterlieder“ in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 10 € (VVK), 11 €

(AK). Infos und Tickets unter www.

kulturverein-peissenberg.de

MURNAU

19.00 Uhr

Lesung „Heilige Nacht — Weihnachtslegende

von Ludwig

Thoma“ mit Dr. Johannes Bauer

im Pfarrzentrum Christkönig

DI 22.12.

PEISSENBERG

21.00 Uhr

RocknRoll X-Mas Party mit „Root

Bootleg Band“ in der Tiefstollenhalle

SA 26.12.

WEILHEIM

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

19.00 bis 21.00 Uhr

Vorleser-Treff der „LeseRatten

Pfaffenwinkel e.V.“ im Mehrgenerationenhaus.

Infos unter

MURNAU

10.00 Uhr

Silvester-Frühschoppen im

Griesbräu

19.00 Uhr

Konzert des Kammerorchesters im

Kultur- und Tagungszentrum

19.00 Uhr

Singen unterm Christbaum mit

dem Staffelseechor und der

Bläsergruppe des Jugend- und

Blasorchesters unter dem Christbaum

vor dem Schloss

WEILHEIM

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

WEILHEIM

2. Weihnachtsfeiertag

19.30 bis 21.00 Uhr

Orgelkonzert zum Weihnachtsfest

in der evangelischen Apostelkirche

20.00 Uhr

Die Geschichte vom braven Soldaten

Schwejk im Stadttheater. Infos

siehe Sa 12.12.

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„tassilo“

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