2015-01: TOP Magazin Dortmund | FRÜHJAHR

top.dortmund

Weltmeister! Welttrainer! – Interview mit Jogi Löw c.t.c. – Mit Patrick Ovomoyela im „Carlos“ Tatort Dortmund zu negativ? Gespräch mit einem der „Macher“ Stöckeln will gelernt sein: Schule für High-Heel-Trägerinnen

Ausgabe 1

Frühjahr 2015

25. Jahrgang

5,- €

Weltmeister!

Welttrainer!

INTERVIEW

MIT JOGI LÖW

c.t.c.

MIT PATRICK

OVOMOYELA

IM „CARLOS“

Tatort

Dortmund

zu negativ?

GESPRÄCH MIT

EINEM DER „MACHER“

Stöckeln will

gelernt sein

SCHULE FÜR

HIGH-HEEL-TRÄGERINNEN

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Stand: März 2015.

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Editorial

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

endlich Frühling! Es gibt Hoffnung: Vorbei die graue Jahreszeit, vorbei

wohl auch die Zeit, in der ich selbst, aber gefühlt auch jeder zweite

Bekannte, Verwandte oder Geschäftsfreund wochenlang wie ein

rotäugiger, nuschelnder, schniefender Zombie herumlief. Scheinbar

immer auf der Suche nach Jemandem, der noch gesund genug scheint,

um ihn mit einem gesalzenen grippalen Infekt zu beglücken.

Vorbei auch die Zeit im Keller der Bundesliga! Freunde aus Spanien,

die Dortmund im Winter besuchten und mal einen trostlosen Tabellenachtzehnten

spielen sehen wollten, waren geradezu erschrocken, wie

sehr das Dortmunder Publikum hinter dem Verein steht. „Das kann

nur eins sein,“ entfuhr es einem von ihnen: „Echte Liebe!“

Ein großes Stück davon und einen fröhlichen Frühling wünscht Ihnen

Herzlichst

Ihr Falk Bickel

P. S.

Ein Tipp, auch für Diejenigen, die nicht so leidenschaftlich dem

Fußball zugetan sind: Auf den Seiten 22 ff. finden Sie unser Interview

mit Jogi Löw. Jemand, der nicht nur zum Sport eine Meinung hat!

Gefällt mir: www.facebook.com/TOP.Dortmund

TOP 3

OHLINDA.BRETZ.COM


Inhalt

• 6

• 14

• 22

• 28

• 52

• 60

• 76

• 82

INHALT FRÜHJAHR 2015

EVENT

• 22. TOP Lounge im „Ginger“ – Radisson Blu Hotel Dortmund...................6

Nightlife: Holiday – das Original.............................................................10

• Rückblick: Die besten Dortmunder Silvesterparties................................14

GENUSS · GASTRONOMIE

• C.heck T.he C.hief: Mit Patrick Owomoyela bei Carlos in Lünen.............28

Cielo ist eins der besten Restaurants Deutschlands...............................92

Lokalmanufaktur eröffnet ......................................................................95

• Auf der Suche nach dem perfekten Steak..............................................96

Chuckwagon im Emil..............................................................................98

SPORT

Fitness: Zwanzig Minuten in der Woche reichen aus.............................18

Die Fitness-Trends 2015..........................................................................40

• Der härteste Sport der Welt....................................................................60

• Die Schwimmerinnen der SGDO: Erfolgreich im Element Wasser...........86

WIRTSCHAFT · GESELLSCHAFT

Sommer, Sonne, Steuern sparen?...........................................................80

• Hund und Recht: Hat der Jogger Vorfahrt?.............................................82

Eine Bomben-Story ................................................................................84

Wirtschaftsserie: Starke Säulen..............................................................88

MENSCHEN · INTERVIEW

• Interview mit Joachim Löw: Voll auf der Höhe.......................................22

• Warum kommt Dortmund immer so schlecht weg im Tatort?.................32

• Das Leben als Knacki: Interview mit Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser......52

• Merci, Udo! Up, where You belong, Joe!..............................................106

LIFESTYLE · MODE

Schöner Wohnen mit Naturstein............................................................16

Kleider machen Chöre!............................................................................42

Lillas Fashion: Das Besondere finden.....................................................57

Must haves für den Frühling...................................................................62

4 TOP


Inhalt

TOP

Gewinnspiel

• 32

• 44 • 46 • 50

• 86 • 96 • 106

• 115

REISEN · FREIZEIT

Vom Stöckeln zum Schreiten ..................................................................36

• Reisegewinnspiel: Schwarzwald so weit das Auge reicht......................46

MOTOR

• Harley-Davidson: Bei MotoMaxx blubbert’s satt.....................................46

• So schön kann praktisch sein: Der neue CLA Shooting Brake.................50

• Das neue BMW 2er Cabrio: Das mit der Stoffmütze...............................76

KULTUR · MUSIK · LITERATUR

Faust in Hagen: Visionen eines Sterbenden.........................................108

Ball im Savoy: Auge um Auge, Kuss um Kuss.......................................109

Elektra: Leibesübungen in der Schotterwüste......................................110

Roxy und ihr Wunderteam im Opernhaus.............................................111

„Königlicher“ Besuch im Konzerthaus...................................................112

Der Rosenkavalier: Wenn das Leben im Sande verläuft ......................114

• Wieder da: Schwanensee.....................................................................115

GESUNDHEIT · WELLNESS

Zahnmedizin auf Premiumniveau............................................................21

Meine Gesundheit: Gebündelte Kompetenz in DO-City...........................45

Vitamin D Unterschätzte Sonnenenergie................................................78

Perfekte Ästhetik mit Vollkeramik...........................................................93

KOLUMNE

Glosse: Was ist eine Ruhrpottpflanze?....................................................38

Insa Candrix: Das gewisse Etwas............................................................64

Die TOP-Ohrologen................................................................................122

RUBRIKEN

Impressum..............................................................................................66

Tipps und Termine in Dortmund.............................................................102

Buch und CD-Rezension........................................................................116

City Guide | Gastro................................................................................118

News.....................................................................................................120

TOP 5


Event

Ein hervorragender

Gast geber der 22. TOP

Lounge war das Radisson

Blu Design-Hotel an der

Buschmühle – vertreten

durch General Manager

Dieter Ulbricht und sein

Team. Im cool-loungigen

Ambiente der Hotel-Bar

„Ginger“ wurde gefeiert,

geschmaust und getrunken

und nicht zuletzt genetzwerkt!

Das Tüpfelchen auf

dem i dieses gelungenen

Abends war ohne Zweifel

unser, Euer und Ihr Winnie

Appel mit seiner Musik und

einer überaus witzigen und

schmissigen Moderation!

Gastgeber Dieter Ulbricht (General Manager

Radisson Blu Hotel Dortmund) und Falk Bickel

Sigrid Schramek und ihr Team

6 TOP


Event

Sam und Sybille El-Sayegh, Winnie Appel

Nadine Herbst und Toto Heim

Roger Sattler

Sabina Wiggershaus und Tochter

Herr und Frau Grosser

Dr. Joachim und Natalie Münzberg

Thomas Kirstenpfad, Frank Hardenacke und Carlos Couto

Frank und Monika Sobczak

Dr. Mitra Pezeshgi und Heike Mauthe

Victoria Hordt und Dr. Andreas Hordt

TOP 7


Event

Xenia Canzler, Mats Grawunder

Kevin Pinnow, Alexander Paar

DJ Daddy Cool Kalies

Stefanie Bak, Marcus Lazzari

Dr. Andreas Dieckhaus und Frau

Carlos und Carminha Couto

Wolfgang von Lojewski

Dieter Schrader und Babette Bohnekamp

Falk Bickel und Sensei Achim

Edgard Ernest und Bernd Nyssen

8 TOP


Event

Branka Milicevic und Dirk Niehaus

Kunst von Sabina Wiggershaus

Ina und Harry Strasburger

Carina Rollka und Volker Werth

Christian Holthaus, Bettina Birk

Andrea Kürten, Fragologin

Clemens Fricke, Thomas Bernau

Nicole Langenberg und Dieter Ulbricht

vom Radisson Blu Hotel Dortmund

Martin und Stephanie Obert

TOP-Lektüre

TOP 9


Event

HOLIDAY

DAS ORIGINAL

Wie kann es anders sein? Die Idee entstand im Sommer, im

letzten. Im August wurde die Gruppe „Holiday“ für Gäste

und Mannschaft der ehemaligen Dortmunder Kult-Disco

bei Facebook eingerichtet. Günter Link, der „Erfinder“

und erste Besitzer des Ladens gab seinen Segen und so

wurde bald der Wunsch nach einer Wiedersehens-Party

laut. So eine Party bedeutet vieeel Arbeit, und so waren

die Hauptorganisatoren Daggi und Jörg Pawlowski froh,

dass ihnen einige namhafte Leute aus der damaligen

Holiday-Truppe, wie Martina Pira, Barry Walker, Uschi

Fox und Martina Kalies zur Hand gingen. Mit Mario de

Bellis und DJ Olli waren Plattendreher schnell gefunden.

„Design Pepe“ machte sich sofort an die Gestaltung aller

erforderlichen Drucksachen. Die Wahl einer Location war

viel schwieriger, doch die frisch renovierten Party-Räume

im Keuning-Haus fanden allgemeine Zustimmung. Und

so fanden sich Ende Februar über 300 Feierwütige zu

einer Wiedersehensparty ein, die so manchem ob der

Wiedersehensfreude Tränen der Freude in die Augen

trieb. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert

wie in den 80ern und 90ern. Fazit eines Gastes, der

um vier Uhr morgens das Keunighaus verlies: „Ich

bin kein Lüger: Die Damen und Herren sind noch attraktiver

als vor 20 Jahren …“ Fotos: Klaus Hoffmann

Fotograf Klaus Hoffmann, Barry Walker

DJ Mario de Bellis

10 TOP


Event

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Kfz-Sachverständigenbüro

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TOP 11

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Event

12 TOP


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Event

Die besten Dortmunder

SILVESTERPARTIES

Wir waren für unterwegs und haben Eindrücke gesammelt auf den hippsten, angesagtesten und coolsten

Silvesterparties in Dortmund, z.B. im Strobels, im View und im Moog. Gut gelaunte Leute, super Stimmung,

klasse Musik und natürlich ein astreines Feuerwerk lassen uns begeistert zurückblicken und denken:

eigentlich könnte im Winter jeden Samstag Silvester sein!

Strobels Strobels Strobels

Strobels Strobels Strobels

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Event

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Moog Moog Moog

Moog Moog Moog

Moog Moog Moog

TOP 15


LIFESTYLE

SCHÖNER

WOHNEN MIT

NATURSTEIN

BY ROSSITTIS IN

HOLZWICKEDE

Die 4. und 3. Generation: Thomas und Gerhard Rossittis

Jeder Naturstein ist einmalig, schwärmt Gerhard Rossittis, Inhaber und geschäftsführender

Gesellschafter der Rossittis GmbH. Natursteinplatten mit ihren eindrucksvollen

Farben und feinen Strukturen können durchaus an abstrakte Kunstwerke

erinnern. Natursteine sind ein wundervolles Kompliment der Natur.

Blauer Quarzit aus Brasilien, schwarzer

Marmor aus der Dominikanischen

Republik oder cremefarbener Kalkstein

aus Ägypten: Natursteinliebhaber

finden bei Rossittis rund 700 verschiedene

Steine aus aller Welt. Das

1898 gegründete Familienunternehmen

mit Hauptsitz in Holzwickede gehört

heute als Großhändler zu den größten

Naturstein- und Quarzimporteuren

in Europa. Niederlassungen befinden

sich in Weyhe bei Bremen und in

Walldorf bei Heidelberg. Das Unternehmen

beschäftigt über 100 Mitarbeiter,

davon rund 90 in Holzwickede,

und beliefert 2.500 Handelskunden.

Die Lagerflächen umfassen insgesamt

100.000 Quadratmeter Fläche.

Die Hauptkunden von Rossittis sind in

erster Linie Verarbeiter von Natursteinen.

Diese Steinmetze verarbeiten die

vom Kunden ausgewählten Natursteine

weiter zu Fensterbänken, Treppenstufen,

Arbeitsplatten, Waschtischen bis

hin zu Komplettbädern – und allem

was man sich noch aus Naturstein vorstellen

kann. Auch Steinmanufakturen,

die edle Bäder oder Design-Ladentheken

gestalten, Verleger von Fliesen

sowie Garten- und Landschaftsbauer

kaufen ihr Material beim Marktführer

ein. Und sogar für den Innenausbau

von Kreuzfahrtschiffen liefert Rossittis

die passenden Natursteine. Auch Planer

und Bauherren schätzen die Materialvielfalt

und suchen bei dem Großhändler

vor Ort ihre Wunschsteine

gerne persönlich aus.

16 TOP


LIFESTYLE

EINMALIGES ANGEBOT

Das Angebot ist einmalig: Das Unternehmen

hat 500.000 Quadratmeter Rohplatten,

350.000 Quadratmeter Bodenbeläge

und 250.000 laufende Meter Sockelleisten

vorrätig. Unter dem Motto „Sie haben die

Idee – wir haben den richtigen Partner“

richtet der Großhändler sein Augenmerk

auf die Privatkunden, die sich informieren

möchten und noch keinen Verarbeiter

/ Fliesenleger / Steinmetz an der

Hand haben. Das Rossittis Netzwerk

garantiert jedem Kunden den richtigen

Partner für sein Objekt/Projekt. Ganz

gleich ob in Deutschland, den Niederlanden,

Luxemburg, Belgien, Österreich

oder der Schweiz.

Marmor und Granit sind heute längst

nicht mehr nur den Wohlhabenden

vorbehalten Preislich beginnen Natursteine

bei 30 Euro pro Quadratmeter,

liegen im Mittel bei 70 bis 80 Euro und

enden im vierstelligen Bereich. Wir

erleben es immer wieder, dass Privatkunden

überrascht sind, wie preiswert

Naturstein ist. Oftmals sind die Nachahmungen

aus Kunststein oder Keramik

wesentlich teurer.

STEINE AUS DER GANZEN WELT

Auf dem Seeweg aus der ganzen Welt

kommend werden die Steinplatten in

Überseecontainern angeliefert, die bis

zu 24 Tonnen wiegen können. Jedes Jahr

rollen rund 1.000 dieser Kolosse auf das

Betriebsgelände in Holzwickede. Um

die schwere, aber dennoch empfindliche

Ware sicher aus dem Container zu

bekommen, hat Gerhard Rossittis eine

computergesteuerte Entladerampe entwickelt

und bauen lassen. Der sichere

Weitertransport der tonnenschweren,

aber empfindlichen Steinplatten erfordert

ein ausgeklügeltes Logistik- und

Verpackungssystem. Drei firmeneigene

Spezialfahrzeuge mit Entladekran sind

täglich im Einsatz. Zusätzlich bringen

MEILENSTEINE

1898: Stammhaus-Gründung durch Daniel Rossittis

in Dortmund

1958: Verlegung des Firmensitzes von Dortmund

nach Holzwickede

1959: Umbenennung in Gebr. Rossittis & Co. Terrazzo

und Betonwerkstein GmbH

1972: Umzug an den jetzigen Standort Stehfenstraße

59-61

1974: Erste Hallenerweiterung

1978: Hallenerweiterung

1989: Bau der Halle 4: Estremoz

1991: Bau der Halle 2: Rohplatten

1993: Bau der Halle 5: Granitbodenbeläge

1995: Umbenennung in Rossittis GmbH

1997: Erweiterung der Halle 2: Rohplatten

2003: Eröffnung Niederlassung Brinkum

2004: Bau der Halle 6: Granit Fliesen/Bodenplatten,

Umbau Halle 3: Limestone Fliesen/

Bodenplatten, Umbau Halle 4: Schiefer Fliesen/

Bodenplatten, Umbau Halle 5: Marmor Fliesen/

Bodenplatten

2007: Eröffnung der Niederlassung Walldorf /

Heidelberg

2008: Eröffnung Halle 7 Holzwickede: Rohplatten

2012: Eröffnung Niederlassung in Weyhe

rund zehn Sattelzüge im Auftrag von Rossittis

die Ware zum Kunden. Beim Fahren

sowie beim Be- und Entladen sind Knowhow

und Fingerspitzengefühl gefragt. Ein

Schlag, ein Ruck – schon können Kratzer,

Risse oder Brüche im Stein entstehen.

Thomas Rossittis kennt die Möglichkeiten

der maschinellen Bearbeitung

von Steinen aus dem Effeff. Persönlich

schätzt er besonders den klassischen

Kalkstein, im Englischen Limestone

genannt. „Kalkstein besitzt durch seine

Oberfläche und Narben einen sehr haptischen

Charakter.“ Steine aus dem Süden

Israels, wo sich der drittgrößte Kalksteinkrater

der Welt befindet, gehören

zu seinen „Lieblingen“.

Sie haben die Idee,

wir haben den

richtigen Partner!

TOP 17

ROSSITTIS GmbH

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59439 Holzwickede

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ZWANZIG MINUTEN IN

DER WOCHE REICHEN AUS

Zu viel Publikum oder das falsche Publikum, zu wenig Betreuung und noch dazu viel zu zeitaufwendig: Wer fit bleiben möchte,

aber die klassischen Studios meiden will, für den ist die Hermannstraße 68 am Phönix-See und die Olpe 12a die richtige Adresse:

Im neuen Mikro-Studio von „Terra Sports“ trainiert man unter professioneller Anleitung nur 20 Minuten in der Woche.

Allesamt schätzen sie die lückenlose

Betreuung bei „Terra Sport“. „Schon

vor dem Probetraining nehmen wir

uns viel Zeit, sprechen genau über die

ganz individuellen körperlichen Voraussetzungen

und Wünsche der Kunden“,

berichtet Marius Edsen. Selbstverständlich

steckt man vorher auch

die Ziele ab – und die sind nachher für

den Personal-Trainer die rote Linie bei

der Trainingsgestaltung.

NIEMALS OHNE PERSONNAL TRAINER

„Bei uns trainiert man niemals ohne

Personal-Trainer“, sagt Sertan Celik. Der

motiviert, gibt Hilfestellung, behält die

Trainingsziele im Blick und sorgt dafür,

dass es nie langweilig wird. Aus einem

unerschöpflichen Reservoir stellt er individuell

die Übungen zusammen, die zum

Trainingsziel führen. Außerdem bietet

„Terra Sport“ auch eine Ernährungsberatung

an, die von Abnehm-Willigen gerne

in Anspruch genommen wird. Eine Fettwaage

hilft, den Überblick zu behalten.

Foto: Florian Grob

„Und die reichen auch für ambitionierte

Ziele völlig aus“, unterstreicht der Studioleiter

vom Phoenixsee, Sertan Celik. Der

Clou: „Terra Sports“ arbeitet mit der neuesten

Generation von „Miha Bodytec“-

Geräten, dem Vorreiter im Bereich der

Elektrischen Muskel Stimulation (EMS).

„Unsere Kunden trainieren mit einer

komfortablen Weste, an der Elektroden

befestigt sind. Mit Hilfe elektrischer Impulse

können alle großen Muskelgruppen,

Bauch, Beine, Po, Rücken, Arme, Beine,

aber auch kleinere, tiefer liegende Muskeln

– Beckenboden, Rückenmuskulatur,

usw. – stimuliert werden“, erläutert Sertan

Celik. Eine 10 bis 20 Prozent höhere Trainings-Effektivität

lässt sich so erzielen,

für Menschen mit wenig Zeit wie maßgeschneidert.

Der Strom selbst liegt im niederfrequenten

Bereich, aktiviert lediglich

die Skelettmuskulatur, nicht angesprochen

werden Herz- und Organmuskulatur.

Doch nicht nur für Menschen mit Zeitmangel

ist das EMS-Training interessant.

„Zwar ist das Ergebnis um ein

Mehrfaches höher, als bei einem konventionellen

Fitnesstraining. Die Belastung

für Gelenke und Bewegungsapparat

ist aber viel geringer“, erläutern

die Studioleiter. So kommen nicht nur

Fitnesshungrige, gestresste Manager

oder Damen, die sich und ihren

Körper in die richtige Form bringen

möchten zu ihm. Auch für Menschen

mit gesundheitlichen Einschränkungen,

etwa an den Bandscheiben, ist

die Hermannstr.68 am Phönix-See und

die Olpe 12a die richtige Adresse – der

älteste Kunde ist über 70 Jahre alt.

Ein weiterer Pluspunkt von „Terra Sport“

ist der Trainingsort mit vielen Vorteilen.

Im modernen aber gemütlichen Studio

trainieren maximal zwei Kunden gleichzeitig

in einer privaten Atmosphäre. Alle

nötigen Einrichtungen für den Kurzbesuch,

Duschen und Umkleiden, sind vorhanden.

Und wer direkt im Anzug in der

Mittagspause vorbeischaut, der bekommt

sogar die Trainingskleidung gestellt. Marius

Edsen: „Im Grunde muss man nur sich

selbst mitbringen. Den Rest machen wir.“

KOSTENLOSES PROBETRAINING

Ein kostenloses Probetraining kann

man gegen Vorlage des Coupons auf

dieser Seite bei „Terra Sports“, Hermannstraße

68 am Phönix-See oder

an der Olpe 12 a, absolvieren. Termine

von montags bis samstags, 10.00 bis

22.00 Uhr unter Tel. 0231-99 32 66 99

(Phönix-See) oder Tel. 0231- 95 09 48 10

(Olpe 12 a). Kontakt auch per Mail an

dortmund-phoenixsee@terra-sports.de

oder dortmund-olpe@terra-sports.de.

Infos unter www.terra-sports.de

PROBE TRAINING

Kostenloses

gegen Vorlage des

Coupons


GEWINNSPIEL

„NIOBE“ ZUM IMMER-WIEDER-HÖREN

GEWINNEN SIE EINE CD MIT DER GESAMTAUFNAHME

Text: Martina Lode-Gerke

Agostino Steffani, obwohl in Castelfranco

im Veneto geboren, verbrachte die

meiste Zeit seines Lebens in Deutschland,

wobei er sich außer als Musiker auch als

Priester und Diplomat betätigte. Ein neuzeitliches

„Denkmal“ hat ihm Donna Leon,

in ihrem 2012 auf Deutsch erschienenen

Roman „Himmlische Juwelen“ gesetzt.

Niobe, regina di Tebe – seine letzte

Oper für das Münchner Opernhaus San

Salvatore – wurde am 5. Januar 1688 uraufgeführt.

Es geht um die Geschichte der

mythologischen hoffärtigen Königin Niobe

von Theben, die sich meint über die Götter

erheben zu können und dafür grausam

mit dem Tod ihrer Kinder bestraft wird.

Die nach Motiven aus den Metamorphosen

des Ovid entstandene Oper liegt jetzt in

einer beeindruckenden Studio-Einspielung

vom November 2013 durch das Boston Early

Music Festival Orchestra und Radio Bremen

bei Erato/Warner vor.

Schon in der Sinfonia führt das Orchester

unter der Leitung von Paul O‘Dette und

Stephan Stubbs in die opulente Klangwelt

der barocken Oper. Äußerst präzise und

doch sehr farbig und lebendig ist das Spiel

der Musikerinnen und Musiker, die für die

Solisten einen prächtigen Klangteppich

ausrollen. In dem Werk Steffanis befinden

sich alle damals denkbaren Arienformen

wie die ältere ABB‘-Form, Da-capo-Formen

und auch freie Formen mit mehreren aneinandergefügten

Abschnitten.

Unbestreitbar exzellent ist das Solistenensemble

der Einspielung mit der koloraturgewandten

Karina Gauvin in der Titelrolle,

die durchaus auch in der Tiefe mit

viel Substanz aufzuwarten vermag. Ihr zur

Seite ist der wunderbare Philippe Jaroussky

als Anfione zu hören, der sich durch

den unvergleichlichen Klang seiner Stimme

immer wieder positiv heraushebt und

die verschiedenen Gefühlslagen der Figur

sehr differenziert auszugestalten vermag.

Bezaubernd gelingt beiden das galante

Duett am Ende des ersten Aktes „Mia fiamma,

mio adore“. Aber auch Jarousskys

Countertenor-Kollegen überzeugen nicht

nur durch satten Klang in der Mittellage

und tiefen Lage, sondern durch brillante,

technisch perfekt geführte Koloraturen:

Aaron Sheehan als Clearte, Terry Wey als

Creonte und José Lemos als Niobes Amme

Nerea sind hier zu nennen. Die Partie

der Manto versieht Amanda Forsythe mit

lyrisch-silbrigem Sopran, Colin Balzer als

ihr Liebhaber Tiberino verführt mit sanftem,

kultiviert geführtem Tenor. Lediglich

Jesse Blumberg als Poliferno vermag in der

Höhe nicht an allen Stellen ganz zu überzeugen,

aber auch auch seine Arie „Gioite,

godete“ im zweiten Akt gelingt insgesamt

agil. Christian Immler vervollständigt mit

sonorem, kultiviertem Bariton als Tiresia

das Ensemble.

Wer im Frühjahr der Aufführung im Konzerthaus

nicht beiwohnen konnte, hat hier

die Gelegenheit, das Werk in fast identischer

Besetzung zu erleben.

PREISAUSSCHREIBEN

Beantworten Sie folgende Frage und schicken

Sie die Lösung bis zum 31.05.2015 an:

BIC Media GmbH & Co.KG, Hohe Straße 1,

44139 Dortmund

Wo lag die antike Stadt Theben?

a) im heutigen Iran

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c) in der heutigen Türkei

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EVENT

DIE TASTENLÖWEN SIND WIEDER LOS!

IM APRIL STARTET DAS KLAVIER-FESTIVAL RUHR

Es ist wieder so weit: Am 17. April fällt der Startschuss für das diesjährige Klavier-Festival Ruhr in der

Gebläsehalle des Landschaftsparks-Nord in Duisburg. Das Eröffnungskonzert gestaltet das Klavierduo Yaara

Tal und Andreas Groethuysen mit vierhändigen Raritäten von Mozart, Grieg und Strauss.

In Dortmund wird zum einen das

Harenberg City-Center zur Spielstätte,

wo in der Reihe „Die Besten der Besten“

Preisträger internationaler Musikwettbewerbe

zu hören sein werden:

Am 4. Juni ist dies Chi Ho Han, der im

vergangenen Jahr den zweiten Preis

beim ARD-Musikwettbewerb in München

gewann, am 5. Juni ist Joachim

Karr zu hören: Er gewann im letzten

Jahr den International Edvard Grieg

Competition in Oslo und wird natürlich

auch mit einem Werk von Grieg zu

hören sein. Am Tag darauf spielt der

Gewinner der Goldmedaille International

Gina Bachauer Piano Competition,

Andrey Gugnin, u.a. Werke von Mussorgsky,

Sibelius und Skrjabin.

Wer eher ein Freund von Orchestermusik

ist, ist am 15. Juni im Dortmunder

Konzerthaus richtig: Dort

spielt Joseph Moog, begleitet von den

Bochumer Symphonikern unter der

Leitung von Steven Sloane Skrjabins

Klavierkonzert fis-moll. Weiterer Programmpunkt

ist Wagners Vorspiel zu

„Tristan und Isolde“.

Ebenfalls im Konzerthaus gastiert am

26. Juni der Preisträger des Klavier-

Festivals Ruhr 2010, Grigory Sokolov,

u. a. mit Werken von Bach und Beethoven.

„Instrumentales Theater“ präsentiert

am 12. Juni der Pianist und

Musikwissenschaftler Siegfried Mauser

in Haus Opherdicke in Holzwickede:

Zur Aufführung kommen mehrere

Klaviersonaten Mozarts, die Mauser

auch selbst erläutern wird.

KARTEN

Ticket-Hotline Klavier-Festival Ruhr

0 18 06-50 08 03 · Das komplette Programm

ist unter www.klavierfestival.de zu sehen.

Text: Martina Lode-Gerke

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GESUNDHEIT | ANZEIGE

ZAHNMEDIZIN AUF PREMIUMNIVEAU

Ästhetik-DO – der Name verspricht eine Top-Adresse in Dortmund, wenn es um moderne, hochwertige und zahnmedizinisch

perfekte, ästhetische Versorgung geht. Das TOP Magazin war vor Ort und hat die im Verwaltungsgebäude der Dortmunder Thier-

Galerie (Hoher Wall 5) ansässige Gemeinschaftspraxis von Dr. Gerald Etringer und D. Kathrin Bitterle besucht. Text: Jens Büchling

Durch die positive Entwicklung sind kompetente Mitarbeiter/innen mit sehr guten Umgangsformen für die

Bereiche Empfang/Verwaltung, Behandlung und Prophylaxe willkommen und Bewerbungen erwünscht.

ein 3dimensionales Gesichtsfoto zur Berücksichtigung

der individuellen Gesichtszüge

des Patienten an.“ sagt Dr. Etringer

und ergänzt: „Korrekturen in Kombination

mit einer kieferorthopädischen Behandlung,

sind für uns Tagesordnung.“ Hinzu

kommen Leistungen wie Cerec (direkte

Keramik-Inlays), Bleaching, Mundgeruchsbestimmung,

Zebris (Bisskorrektur

bei Verspannungen, Kopfschmerzen

etc.), Testveneers (vorab Ästhetikcheck

Ihres neuen Lächelns) sowie die Korrektur

von Zahnfehlstellungen mit Aligner

Schienen und auch Komfortzeiten für

Geschäftsleute o. Ä. Eine entspannende

Lachgas behandlung (eventuell auch Vollnarkose)

ist ebenfalls möglich.

Ein Empfangsbereich ähnlich dem eines

Luxus-Hotels, dazu zwei äußerst charmante

Mitarbeiterinnen, die zum Kurzaufenthalt

in den Entspannungsbereich

bitten – der erste Eindruck besticht. Das

Einrichtungskonzept bei Ästhetik-DO ist

wohnlich-luxuriös: Hochwertiges Mobiliar

kombiniert mit stylischer Innenarchitektur

und purpurfarbenem Chippendale-

Sofa zum Relaxieren – man fühlt sich ein

wenig hofiert und direkt wohl.

HOHE ÄSTHETIK-KOMPETENZ

Dr. Etringer erklärt: „Wir haben einen hohen

Anteil an Patienten, die großen Wert

auf ein gepflegtes Ambiente und gute Umgangsformen

legen. Das sind Menschen,

die oftmals in exponierter Position im gesellschaftlichen

Leben stehen und zahnmedizinisch

perfekte und vor allem hochästhetische

Lösungen wünschen.“

Dafür arbeiten bei Ästhetik-DO hochqualifizierte

und spezialisierte Zahnärzte.

Neben Dr. Gerald Etringer mit den Spezialgebieten

Ästhetische Zahnheilkunde,

schonende Parodontologie und Implantatversorgung

und Dr. Kathrin Bitterle, die

sich neben CAD/CAM-Behandlungen und

Funktionstherapie auch auf Kieferorthopädie

und synoptische Jugendlichenzahnheilkunde

spezialisiert hat, bereichern Dr.

Femke Pohle mit dem Gebiet Endodontie

und Dr. Mieri Han für konservierende und

prothetische Zahnheilkunde das Ärzteteam.

Dazu Dr. Etringer: „Dank unserer

interkollegialen Zusammenarbeit können

wir unseren anspruchsvollen Patienten

das gesamte Spektrum der zahnmedizinische

Versorgung in Komfortzeiten bieten.“

MODERNE TECHNIK UND VERFAHREN

Ein Blick in die Behandlungsräume offenbart:

Ästhetik-DO hält topmoderne Technik

und ein umfassendes Leistungsspektrum

bereit. „Speziell in der Ästhetiksprechstunde

nehmen wir uns viel Zeit für

die Voruntersuchung und umfassende Beratung,

weil dies oft komplexe Fälle sind.

Hier ist für ein präzises Behandlungsergebnis

auch ein hohes Maß an Erfahrung

nötig.“ sagt Dr. Etringer. Dabei folgt jede

Behandlung einer Praxis-Philosophie,

welche die schmerzfreie Behandlung und

den Erhalt der natürlichen eigenen Zähne

vorsieht. Dabei kommt bedarfsgerecht

Lasertechnologie, hochpräzise 3D-DVT-

Technik und 3D-Diagnostik für eine komplette

Gebiss-Funktionsanalyse zum Einsatz.

Kann ein Zahn nicht erhalten werden

bietet sich navigierte Implantologie an.

„Wir arbeiten nicht mit billigen Auslandslabors!

Bei der Anfertigung keramischer

Inlays, Veneers und Kronen ist immer ein

Zahntechniker zur Farbauswahl dabei und

bei schwierigen Situationen fertigen wir

VERDECKTER PRAXISTEST

Das alles bewährte sich in einem von einem

bekannten TV-Sender mit versteckter

Kamera durchgeführten Zahnarzttest.

Dabei besuchte eine Patientin mit sechs

Zahnproblemen verschiedene Dortmunder

Praxen. Darauf blickt Dr. Etringer

durchaus mit Stolz zurück und bringt es

auf den Punkt: „Wir haben dabei am besten

abgeschnitten.“ Wenn Sie sich eine

schmerzfreie, schonende Behandlung,

präzise mit Lupenbrille, in ruhiger Atmosphäre

mit charmantem und kompetentem

Team wünschen, dann sind Sie hier

gerade richtig. Wir wünschen bei den weiteren

spannenden Vorhaben gutes Gelingen

und bedanken uns nochmals für die

vielen spannenden Einblicke.

EINGANG

Hoher Wall

Zahnärzte Dr. Gerald Etringer &

Dr. Kathrin Bitterle

Hoher Wall 5 (Thier Galerie Verwaltung)

44137 Dortmund · Telefon: 0231-1 44 333

www.ästhetik-do.de · info@ästhetik-do.de

TOP 21


Sport

VOLL AUF

DER HÖHE

Ansichten eines Weltmeisters

Anfang des Jahres ließ die FIFA verlauten: Joachim Löw ist Trainer des Jahres 2014. Ein perfekter Zeitpunkt

also, um gemeinsam zurückzublicken, auf ein Jahr, in dem der Weltklassecoach die deutsche Fußball-Elf zum

langersehnten vierten WM-Sieg führte. TOP Magazin traf den Bundestrainer zum Exklusivinterview.

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Sport

Als Joachim Löw den Raum

betritt, schreitet er nicht

einfach quer hindurch – von der

Tür zum Sessel, um dort Platz

zu nehmen und sich huldigen

zu lassen. Vielmehr nimmt er

sich Zeit, jeden Anwesenden mit

Handschlag zu begrüßen. Eine

nette Geste, die nicht aufgesetzt oder

anbiedernd wirkt, sondern ungezwungen

freundlich. Wenn man sich nach dem

Geheimnis seines Erfolges fragt – und das

ist einer der Anlässe unseres Interviews –,

ist es vielleicht ein Stückweit genau das:

immer auf dem Teppich zu bleiben?

Dann beginnt das Gespräch. Nur zu gerne

möchten wir mit Herrn Löw über den

Erfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

bei der Weltmeisterschaft

in Brasilien reflektieren. „Nichts lieber

als das!“, bekräftigt der Bundestrainer.

Aber wer ist eigentlich der Mann, der uns

hier – im dunklen Anzug und grauen

Pulli, wie man ihn aus unzähligen

Fernsehübertragungen kennt –

gegenübersitzt?

VON SCHÖNAU

NACH MARACANÃ

Joachim Löw, genannt Jogi, wurde

1960 in Schönau im Schwarzwald

geboren. Seit seiner Jugend war er

an seinem Heimatort und im nahegelegenen

Freiburg als Fußballer im

Sturm aktiv. Weitere Stationen als Spieler

waren Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt

sowie Schaffhausen, Winterthur und

Frauenfeld in der Schweiz. Als Vereinstrainer

war er für die Jugend des FC

Winterthur und den FC Frauenfeld, den

Karlsruher SC und den VfB Stuttgart,

Fenerbahçe Istanbul und Adanaspor in

der Türkei sowie in Österreich für den

FK Austria Wien und den FC Tirol Innsbruck

tätig; mit letzterem wurde er 2002

österreichischer Meister.

2004 wurde er Co-Trainer der deutschen

Fußball-Nationalmannschaft und

übernahm nach der Weltmeisterschaft

2006 von Jürgen

Klinsmann das Amt des

Nationaltrainers. Immer

wieder streckte in diesen

Jahren die DFB-Elf die

Hand nach den großen

Trophäen des Weltfußballs

aus: dem EM-Titel 2008 und

2012 und dem FIFA-Weltpokal

2010. Und immer wieder scheiterte

sie knapp. 2014, bei der

TOP 23


Sport

WM im Lande des fünfmaligen Titelträgers

Brasilien, machten sich viele keine

Hoffnungen mehr auf einen deutschen

Titel. Schließlich war es auch noch nie

einer europäischen Mannschaft gelungen,

eine Weltmeisterschaft auf südamerikanischem

Boden zu gewinnen.

Jogi Löw und seine Jungs schafften

es. Seitdem gibt es im brasilianischen

Sprachgebrauch den Ausdruck Mineiraço

für den 1:7-Schock der „Seleção“

im Mineirão-Stadion von Belo Horizonte,

und seitdem ist die Mannschaft ein Qualitätsbegriff,

der sogar in fremden Sprachen

Verbreitung gefunden hat.

Der Weg auf das Siegerpodest im Maracanã-Stadion

von Rio de Janeiro, dem

Olymp des Weltfußballs – dieser Weg

war kein leichter und, wie Löw bei

einem anderen Anlass betonte, „keine

Sache eines Trainingslagers, sondern

ein langer, ein kontinuierlicher Prozess.

Aber am Anfang dieses Prozesses

stand eine klare Idee. Wir wussten

schon, wo wir hin wollen und was wir

dafür zu tun haben.“

Dieser Prozess war in der Tat kein Werk

von Monaten, sondern von zehn Jahren.

Was am 13. Juli 2014 unter dem Nachthimmel

von Rio de Janeiro in einem Feuerwerk

aus Endorphinen ein glückliches

Ende nahm, begann als breit angelegtes

Reformwerk des deutschen Fußballs

nach der verkorksten Europameisterschaft

2004, bei der Deutschland bereits

in der ersten Runde nach einer Niederlage

gegen Tschechien ausgeschieden war.

Jürgen Klinsmann übernahm das Ruder

und brachte in den Folgejahren das angeschlagene

DFB-Schiff wieder auf Kurs.

Sein Nachfolger wurde nach der WM

2006 der bisherige Assistent Joachim

Löw, der Klinsmanns Aufbauarbeit

konsequent fortsetzte. Die geduldige,

jahrelange Arbeit trug Früchte – und

im Sommer 2014 war die Zeit gekommen,

sie zu ernten. „Wir sind in Brasilien

im Maracanã nicht nur des wegen

Weltmeister geworden, weil wir eine

sehr gute Turnierleistung abgerufen

haben, sondern auch, weil die Basis

und das System hinter der Nationalmannschaft

in den letzten Jahren

enorm optimiert worden ist“, bilanziert

Löw rückblickend.

DIE RUHE NACH DEM STURM

Der Kantersieg gegen die brasilianischen

Gastgeber und Titelfavoriten,

der in die Fußballgeschichte einging,

war eines der Glanzlichter auf diesem

Weg. Denkwürdig war aber auch, was

danach geschah. „Ich konnte mitfühlen,

wie es den Brasilianern ging“, erinnert

sich Löw. „Was mich dabei nachhaltig

beeindruckt hat: Der Jubel der

Menschen, der uns auf unserem Weg

vom Stadion zum Flughafen und von

der Landung in die Unterkunft begleitete.“

Und noch etwas beeindruckte

ihn nach dem Sieg gegen Brasilien: die

Haltung der Mannschaft, ihre Ruhe

und Konzentration. Sie zeigte ihm:

Diesmal sind wir reif für den Titel.

Fünf Tage später war es dann soweit:

Eine halbe Stunde vor Mitternacht, in der

113. Minute des Endspiels gegen Argentinien,

schießt Mario Götze Deutschland

in den Fußballhimmel. Was nun folgt, ist

eine Explosion der Glücksgefühle – der

Höhepunkt einer „Welle der Euphorie,

die uns beflügelt hat“, so Löw.

„Wir haben schon Ideen, wie wir in

Zukunft Fußball spielen wollen – aber

man muss auch daran glauben!“

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Sport

Text: Michael Wirth, Fotos: GES

Diese Euphorie hält auch an, als eine

Million jubelnder Menschen in Berlin

der heimkehrenden Mannschaft einen

triumphalen Empfang bereiten. „Das war

Gänsehautstimmung“, erinnert sich der

Bundestrainer. Es sei für alle nicht einfach

gewesen, danach wieder auf normales

Maß zurückzuschalten, zumal die

WM auch viel Kraft und Energie gekostet

habe. Dabei stellte sich auch die

Erkenntnis ein: Es ist genauso schwierig,

den Erfolg zu verarbeiten wie den

Misserfolg. Wie geht man nun damit um,

und wie kann man vermeiden, dass dem

Griff nach den Sternen eine Erschlaffung

folgt und es der Mannschaft im nächsten

Turnier so ergeht wie etwa den Spaniern

bei der Weltmeisterschaft, die nach

drei Titeln in Folge sang- und klanglos

ausschieden? „Wir müssen uns wieder

hinterfragen“, meint Löw, „und uns in

manchen Bereichen entwickeln oder

neu erfinden. Das können etwa personelle

oder taktische Fragen sein.“ Denn

ein Stillstand, davon ist er überzeugt,

würde infrage stellen, was in den vergangenen

Jahren erreicht wurde und was

schließlich zu dem großen Erfolg des 13.

Juli führte: dem vierten

WM-Stern für

Deutschland.

Jogi Löw hat indes

für die Richtung, in

die es gehen soll, bereits einen Kompass

– auch was die Personalentwicklung

betrifft. „Ich glaube, es ist wichtig,

in einer Mannschaft die richtigen

Charaktere zusammenzuführen“, meint

er. Denn natürlich gebe es auch Konfliktsituationen,

und dann müsse sich

zeigen, ob die Leute zusammenpassen.

Wichtig sei in diesem Zusammenhang

auch „das Team hinter dem Team“,

der Mitarbeiterstab, der den Spielern

zu arbeite und sich um sie kümmere.

„Es ist genauso schwierig,

den Erfolg zu verarbeiten

wie den Misserfolg!“

Spielinhaltliche Fragen und die Weiterentwicklung

der Spielkultur sind wichtige

Themen bei der Ausbildung eines

Kaders, in dem auch fortgesetzt neue

Führungsspieler heranwachsen und

Leute wie Schürrle, Reus, Götze oder

Müller ihren Zenit noch lange nicht

erreicht haben. „Unsere Spieler haben

Ziele“, sagt Löw. Und

es sei ja auch – Stichwort:

das Team hinter

dem Team – psychologische

Hilfe

gegeben, wenn es

etwa um das Festlegen solcher Ziele,

die Wege zu ihrer Erreichung und die

Begleitung einzelner Spieler dorthin

gehe. „Wir haben einen roten Faden“,

sagt er, „und wir lassen uns von unserem

Weg nicht abbringen.“

Zudem bietet sich ja ein Ziel bereits an,

nach dem man gar nicht lange in der

Ferne suchen muss: Im kommenden

Jahr findet in Frankreich die Europameisterschaft

statt.

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Genuss

MIT PATRICK OWOMOYELA

BEI CARLOS IN LÜNEN

Carlos – so heißt das portugiesische Restaurant in Dortmund Benninghofen, das zuerst ein

Geheimtipp war und dann ein Lauffeuer. Mittlerweile ist Carlos der Kult-Portugiese in Dortmund.

Seit eineinhalb Jahren gibt’s in Lünen einen ersten, ziemlich außergewöhnlichen Ableger: Carlos

II ist der Nachbau einer alten portugiesischen Galeere. Dort auf der „Carminha“ trafen wir unseren

CTC-Gast und Ex-BVB-Profi Patrick Owomoyela. Wir plauderten über seine Zeit beim BVB, sein

Karriereende als Fußballprofi, seine Rolle als Co-Moderator bei Sky und natürlich über Piraten,

Lieblingsspeisen und das Leben.

Text: Jens Büchling, Fotos: Jens Nieth

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Genuss

Jack Sparrow, pardon, Captain Jack Sparrow

wäre hier vermutlich Stammgast. Der

Ober-Pirat im bekannten Kinovierteiler

namens „Fluch der Karibik“ liebt die Freiheit,

die Frauen und das Meer und vor

allem sein Schiff, die „Black Pearl“. Auf

der „Carminha“ würde Filmstar Johnny

Depp, alias Jack Sparrow, sich zweifelsohne

ebenfalls piratenwohl fühlen. Gemeint

ist das Restaurantschiff von Carlos

in Lünen, für dessen Namen Carlos`

Gattin Carminha Patin stand.

elf Einsätze für die Deutsche Fußball-

Nationalmannschaft. Doch dann kamen

die ersten schlimmen Verletzungen, die

Owomoyela zu längeren Spielpausen

zwangen. Diese vermaledeite Vorahnung,

die kein Fußballprofi haben will, tauchte

auf: Das Karriereende klopfte bei Patrick

Owomoyela an die Tür.

Owomoyela verlegte damals seinen

Lebensmittelpunkt zurück in seine

Heimatstadt Hamburg und spielte

seine letzte Profi-Saison bei den HSV-

Amateuren. Danach war endgültig

Schluss mit dem Profi-Fußball. Und

dann kam es wie sooft im Leben: Die

eine Tür schließt sich und eine andere

Das an der Merschstraße 22 unmittelbar

am Lippeufer gelegene Restaurantschiff

ist der aufwändig bis ins Detail gestaltete

Nachbau einer echtschiffgroßen portugiesischen

Galeere aus dem 15. Jahrhundert.

Als Baumaterial dienten 250 Jahre alte Eichenhölzer,

allesamt ehemalige österreichische

Berghütten, die eigens für den

Aufbau nach Lünen transportiert wurden.

Das Ergebnis ist eine einzigartige Restaurantinterpretation

der typischen portugiesischen

Tasca (Bodega) und nur einen

Katzensprung von Dortmund entfernt –

allemal spannend für all jene, die an Deck

einer mittelalterlichen Kriegsgaleere die

allseits bekannten Leckereien aus Carlos`

Küche genießen möchten. Akustisches

Gimmick beim Schmausen: Dezent im

Hintergrund hört man sanftes Meeresrauschen.

Dann donnern immer wieder Kanonenschüsse

und Stimmengewirr ertönt

wie bei einer echten Seeschlacht. Regelmäßig

bimmelt die Schiffsglocke – schon

das ist ein Besuch wert. Wobei sämtliche

Gründe für ein Dinner auf der „Carminha“

längst noch nicht erschöpfend behandelt

wären. Dazu mehr ein wenig später.

ERFOLG ALS FUSSBALLPROFI

UND DAS NEUE LEBEN DANACH

Patrick Owomoyela an Bord der „Carminha“

an einem Tisch unweit der Kapitänskajüte

Platz genommen – was unmittelbar

Blicke anzieht und wiederum durchaus

verständlich ist. Schließlich ist Ex-BVB-

Profi Owomoyela in Dortmund und Umgebung

nach wie vor in sehr guter Erinnerung.

In den Jahren 2008 bis 2013

stand Owomoyela beim BVB unter Vertrag.

Zweimal wurde er mit der Borussia

Deutscher Meister und gehörte als rechter

Außenverteidiger zur ersten Garde

der Liga. Unter Bundestrainer Jürgen

Klinsmann hatte Owomoyela insgesamt

Im Jahr 2014 beendete Owomoyela

seine lange und erfolgreiche Karriere

als Profi-Fußballer. Ein Jahr zuvor

hatte der BVB seinen Vertrag nicht

verlängert. Die Bilder hängen nach.

Es war ein emotionaler Abschied mit

ein paar Tränen. „Ich hatte vor allem

im letzten Profi-Jahr beim BVB großes

Verletzungspech,“ sagt Owomoyela

und ergänzt: „Ich konnte nicht ein einziges

Mal spielen. Und als 34-jähriger

mit eben vielen Verletzungen auch in

den Jahren zuvor, war es damals nicht

leicht, einen neuen Verein zu finden.“

„ICH HABE ALS

SPIELER NICHT MAL

EINE GUTE SCHWALBE

HINBEKOMMEN.“

Patrick Owomoyela auf die Frage, ob

die Schauspielerei eine Option sei.

öffnet sich. Der Fernsehsender Sky

klopfte bei Owomoyela an. Seitdem ist

er immer weider bei Spielen der Bundesliga

und Champions League als

Experte und Co-Moderator tätig.

WARUM P.O. KEIN PIRAT SEIN WILL

Nach Dortmund reist Patrick Owomoyela

mitsamt seiner Familie nach wie vor

gerne und regelmäßig. Schließlich leben

und wohnen seine Schwiegereltern und

die Großeltern seines Sohnes im Ortsteil

Wellinghofen, und: Eines seiner absoluten

Lieblingsrestaurants findet sich in

Dortmund und mittlerweile auch in Lünen.

Owomoyela: „Das Restaurant, das

ich als Neu-Dortmunder und frisch beim

BVB kennengelernt habe, war Carlos in

Benninghofen. In meiner Zeit beim BVB

war ich mindestens einmal pro Woche bei

ihm zu Gast. Ich liebe seine Hähnchen,

seine Fleisch- und Fischspieße und die

vielen andere Leckereien aus seiner Küche.“

Carlos und Owomoyela sind längst

auch privat gute Freunde. Für unser

CTC-Dinner im TOP Magazin hat Carlos

Küchenchefin Felipa Olivera natürlich sei-

TOP 29


Genuss

ne Lieblingsspeisen in opulenter Vielfalt

zu einem schmackhaften Menu zusammengestellt:

Als Vorspeise dienen portugiesische

Klassiker: Brot und Aioli, dazu

gesellen sich „pimentos padrâo“ (kleine

Paprikaschoten) sowie Hähnchen- und

Thunfisch-Teigtaschen, Datteln, frittierte

Sardellen und Calamares. Owomoyela

genehmigt sich ein sportliches Mineralwasser,

wenngleich die Weinkarte von

Carlos nahezu alles bietet, was auch den

anspruchsvollen Weinkennergaumen zufrieden

stellen dürfte.

Patrick Owomoyela auf der Carminha –

das weckt Assoziationen. Seine karibikbraune

Hautfarbe, seine typischen Dreadlocks

im leicht schummrigen Licht der

Pendelleuchten an der Deck der Carminha

und die Tattoos, die unter seinen Hemdsärmeln

dezent sichtbar sind – mit ein wenig

Fantasie könnte Owomoyela prima eine

Rolle in der Crew von Jack Sparrow und

in jeder Kinofilm-Episode der „Pirates of

the Caribbean“ spielen. Was wiederum die

Frage aufwirft: Könnte die Schauspielerei

als Beruf nach dem Leben als Fußballprofi

eine Option sein? Schließlich haben manche

Ex-Profisportler im Showgeschäft Fuß

fassen können oder sich im Filmgeschäft

versucht. Mit einem Schmunzeln im Gesicht

antwortet Owomoyela eindeutig:

„Ich habe als Fußballspieler nicht mal eine

gute Schwalbe im Strafraum hinbekommen.

Ich habe zwar ebenfalls Dreadlocks

wie Captain Jack Sparrow, bin sogar gerne

auf dem Wasser, allerdings lieber in einem

Motorboot. Das ist aber auch schon alles,

was wir gemein haben. Als Schauspieler

jedenfalls sehe ich meine berufliche Zukunft

wirklich nicht.“

Nichtsdestotrotz sieht sich Patrick Owomoyela

mitten in einer beruflichen Findungsphase.

„Durch Sky habe ich aktuell

die Möglichkeit, in das Metier Fernsehen

hineinzuschnuppern. Vielleicht kann ich

irgendwann komplett als Sportmoderator

mit eigener Sendung arbeiten,“ sagt er

und fügt dem hinzu: „Vielleicht gehe ich

den Weg zurück zum Profifußball, ob als

Trainer oder ins Management. Ich setze

mir dafür kein Zeitlimit, sondern lasse alles

entspannt auf mich zukommen.“

FRANGO PIRI PIRI UND FLEISCHSPIESS

Herzstück der Carlos Küche in Lünen ist

ein fünf Meter breiter Holzkohlengrill. Auf

der glutheißen Buchenholzkohle bereitet

Küchenchefin Felipa Olivera gleich mehrere

Hauptgänge für unser CTC-Dinner

zu. Zuallererst gelangt genau jene Speise

auf den Teller, die Carlos bekannt, seine

Speisen begehrt und Patrick Owomoyela

zum Stammgast gemacht hat: Es gibt

für jeden ein halbes „Frango Piri Piri“ –

äußerst knusprig-zarte halbe Hähnchen,

welche durch die Zubereitung auf dem

Holzkohlengrill in Kombination mit einer

außergewöhnlich schmackhaften

Piri Piri genannten Olivenöl-Knoblauch-

Gewürz-Marinade gleich beim ersten Biss

hinein eine echte Geschmacksexplosion

im Mund herbeiführen. Plötzlich und passend

dazu böllert eine Bordkanone der

Carminha los, und man gewinnt zunehmend

die Erkenntnis, dass hier ein wahrlich

außergewöhnliches Restauranterlebnis

geboten ist in einem Ambiente zum

Wohlfühlen und mit leckeren Speisen.

Der zweite Hauptgang ist ein nicht minder

knuspriger Fleischspieß mit kleinen

Schweinfilet- und Putenmedaillons, die

sich den Platz auf dem Spieß mit Zwiebeln,

Speck und Chorizo-Würstchen teilen. Dazu

werden spezielle Kartoffelchips serviert,

die ebenfalls das Prädikat hervorragend

verdient haben. Schon deren Zubereitung

ist klasse: Man nehme Kartoffelnschalen,

würze diese unter anderem mit Oregano

und Salz, frittiere das Ganze und fertig ist

die Kartoffelchipsbeilage a la Carlos – so

einfach ist das und echt lecker.

Patrick Owomoyela trinkt eine Cola zum

Hauptgang. Ich probiere ein wenig Rotwein

der Hausmarke, die überzeugt: kein

schwerer Rotwein, dennoch vollmundig,

edel und sehr schmackhaft. „Ein Rot-

30 TOP


Genuss

L ESTHETIOUE

Praxis für Ästhetische Chirurgie

wein aus eigener Herstellung von eigenen

Weinbergen in Portugal,“ informiert Carlos

Lünener Restaurantchef José Queiros,

der immer wieder freundlich nachfragend

zum Tisch kommt, ein wenig mit

uns plaudert und nach unserer Zufriedenheit

erkundet. Was gibt’s dazu zu sagen?

Alles bestens!

GRANDE FAMILIA UND

DIE PLÄNE FÜR CARLOS III

Genau das ist es, was sich zu den leckeren

portugiesischen Speisen und Getränken

und dem einzigartigen Ambiente dazu

fügt – warum man so gerne bei Carlos Gast

ist und verweilt. Es sind die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und ihr herzlicher

umsorgender Service, welcher authentisch

warmherzig und immer freundlich

ist. Dieser persönliche familiäre Umgang

mit den Gästen spiegelt wider, was Carlos

als eigene gastronomische Philosophie so

definiert: „Carlos ist wie ‚nach Hause’ kommen.

In einem Land, in dem zwei warme

Mahlzeiten täglich Tradition und das gemeinsame

Essen der Treffpunkt der Familie

ist, gehört man am Tisch unserer Restaurants

zur grande familia.“

Eine weitere Restaurant-Philosophie

ist tagtäglich Programm: Carlos Gattin

Carminha entscheidet jeden Tag und

nach Gefühl, welche ihrer Lieblings-Desserts

auf den Tisch gelangen – weshalb

man ihre „doces“ nicht auf der Karte

findet. Am Abend des CTC-Dinners beschließen

gleich zwei wirklich wundervolle

„doces“ ein rundum delikates Menu:

Neben einem Erdbeer-Tiramisu stehen

noch mit Nougatcreme gefüllte Teigtaschen

zur Wahl. Womit Carminha im

Fall von Patrick Owomoyela gefühlstechnisch

genau richtig liegt. „Ich liebe diese

Teigtaschen,“ gesteht Owomoyela und

verzehrt sie mit Genießermine.

Neben den Spezialitäten von Carlos mag

Owomoyela auch die asiatische und italienische

Küche und immer wieder auch

ein gutes saftiges Steak, und: Er besitzt

offenbar auch den „süßen Zahn“ und liebt

gute Desserts – was man ihm figürlich auf

den ersten Blick nicht ansieht. „Ich hatte

im letzten Jahr nochmals eine Meniskus-

OP, habe aktuell ein wenig den Anschluss

an meine sportliche Fitness verloren und

bemerke durchaus ein paar Pfündchen

mehr,“ meint Ex-Profi Owomoyela, der sich

ansonsten regelmäßig das Fitness-Studio

aufsucht, nach wie vor gerne Fußball

spielt sowie Basketball, Golf und Tennis.

Insgesamt 550 Quadratmeter groß ist das

Restaurantschiff von Carlos in Lünen, das

145 Sitzplätze besitzt und bis in den letzten

Winkel mittelalterliche Galeere ist. Sogar

die Toiletten sind komplett im Schiffsdesign

gestaltet. Bei den Herren empfängt

ein riesiges Wandgemälde, das eine Szene

der Seeschlacht aus dem Jahr 1588 zwischen

der spanisch-portugiesischen Armada

im Kampf mit der englische Armada

bei San Sebastian zeigt die Besucher –

akustisch untermalt von kriegerischem

Stimmengewirr und Schlachtgetümmel.

Das alles könnte man schon bald auch

in anderen Städten erleben. Die Pläne

für ein neues drittes Restaurant Carlos

liegen angeblich bereits in der Schublade.

Ob daraus etwas wird? Warten

wir’s ab. Patrick Owomoyela würde

sich zweifelsohne freuen. Ein Carlos

mehr eben, den er besuchen könnte.

Doch nun will unser CTC-Gast zurück

zu seiner Familie und nach Haus – und

damit ist diese Geschichte aus. Wir

bedanken uns nochmals ganz herzlich

bei Carlos für die Gastfreundschaft

und bei Patrick Owomoyela für seine

Zeit. Ahoi und auf Wiedersehen.

TOP 31

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INTERVIEW

Warum kommt Dortmund

immer so schlecht weg im

Interview mit dem zuständigen Redakteur Frank Tönsmann

Sonntag Abend, zwanzigfünfzehn – die Nation sitzt gebannt vorm Tatort. Spannung, Nervenkitzel,

Zuschauer-Schocker, Aufreger, bisweilen auch mal Langeweile. Wenn der Dortmund-Tatort läuft, ist

eine ganze Stadt in Aufruhr. Nicht, weil die Handlung gar zu nervenzerfetzend ist oder die Original-Schauplätze

in der Westfalen-Metropole gar zu schön getroffen sind – in der Regel regt sich ganz Dortmund über die Tatort-Machart auf. Klischees,

wo man hinblickt: gescheiterter Strukturwandel, Ruhrpott-Idylle, Fußball-Hooligans und immer wieder die Nazis. Einer, dem’s bis

Unterkante Oberlippe steht, ist TOP-Magazin-Verleger Falk Bickel. Er sprach mit dem zuständigen WDR-Redakteur, Frank Tönsmann.

Bickel: Wir machen ein Lifestyle-Magazin

in Dortmund. Sie kennen das Heft?

Tönsmann: Ich lebe ja nicht in Dortmund,

aber ich habe das Kölner Magazin

schon mal gesehen.

In der Region und vor allem in der Stadt

Dortmund haben wir großen Erfolg mit

unserem Lifestyle-Magazin, kaum zu

glauben, wenn man dieselbe Stadt als

Tatort-Schauplatz sieht. Wir stellen

Dortmund vor, wie es ist – lebenswert,

modern, tolerant, schick, trendig. Und

dann flimmert wieder Ihr Tatort über die

Bildschirme und alle Welt denkt: was ist

denn Dortmund nur für ein Loch?

Dazu kann ich nur sagen, dass es natürlich

nicht unsere vorrangige Absicht

ist, Dortmund und die Dortmunder

schlecht darzustellen.

Tatsache ist, dass eine Dortmunder

Immobilienmaklerin sich öffentlich

darüber beklagt hat, dass ein ausländischer

Kunde ein Geschäft storniert hat, nachdem

die letzte Folge „Hydra“ gelaufen ist. Da

ermittelt Ihre Mordkommission mit dem

depressiven Hauptkommissar Peter Faber

ausgerechnet in der Nazi-Szene, und das

Drehbuch zieht wirklich alle Register.

Dortmunder Immobilien-Deals zu stören

ist natürlich nicht unsere Absicht.

Nein, das Drehbuch erzählt seine

Geschichte und die spielt an Dortmunder

Schauplätzen.

Ich meine, Sie stellen die ganze Stadt

schlecht dar, nicht einzelne Personen oder

Phänomene, die es andernorts genauso gibt.

Wir werfen ja keinem Politiker zum Beispiel

Versäumnisse im Falle der Entwicklung

der Stadt Dortmund vor. Oder

der Polizei. Wenn das im Falle dieser

Immobilienmaklerin tatsächlich so

gelaufen ist, kann ich das nur bedauern.

Ich kann nur den Kopf schütteln,

wenn sich da jemand tatsächlich mit

ernsthaften Kaufabsichten von einem

Fernsehfilm beeinflussen lässt.

Ich oute mich gern als ganz großen Tatort-

Fan. Ich mag auch die Ermittler in den

Dortmund-Folgen, auch die eine oder

andere erzählte Geschichte. Mir ist klar,

dass das alles nur Fiktion ist. Gerade der

Chefermittler, den Jörg Hartmann ganz

wunderbar spielt, hätte ja im wirklichen

Leben keine Chance als Polizeibeamter.

Sie haben recht. Alles Fiktion. Peter

Faber hätte kaum eine Chance Beamter

zu sein. Die Charaktere sind in gewissem

Maß überzeichnet.

32 TOP


INTERVIEW

Warum muss der Schauplatz Dortmund

– es gibt diese Stadt ja nunmal wirklich

– warum muss Dortmund bei Ihnen

im Tatort immer hässlich dargestellt

werden, mit einer komplett behämmerten

Polizeibehörde, mit unfähigen Politikern

und so weiter? Nur in Dortmund scheint es

solch einen braunen Nazi-Sumpf zu geben

und quasi alle BVB-Fans sind Nazis. Da

kommt eine üble Stimmung rüber.

Ich wüsste nicht, auf welcher Grundlage

Sie da jetzt so etwas hineininterpretieren.

Wir haben doch in einer

Folge auch einmal den schönen neuen

Phoenixsee gezeigt …

… in dem dann prompt auch einer ertrunken

ist.

Entschuldigung, ich weiß nicht, ob Ihnen

aufgefallen ist, dass der Dortmund-Tatort

ein Krimi ist? Da braucht es schon auch

eine Leiche. Ich will aber nicht ironisch

werden. Wir konnten dem Dortmund-Tatort

beispielsweise nicht die Ausrichtung

als Krimikomödie geben, das gibt es

schon woanders. Es ist doch so, dass wir

erst einmal einen guten Krimi erzählen

wollen, der so aktuell stattfinden könnte.

Wenn wir den in Dortmund spielen lassen,

muss die Schauplatz-Stadt auch die

Zutaten liefern. Da greifen wir auch Dinge

auf, die es tatsächlich in Dortmund gibt.

Klischees sind hin und wieder sicher

angebracht, aber bei Ihnen scheint

Dortmund nur aus Industriebrachen

und der Nazi-Hochburg Dorstfeld oder

der probembeladenen Nordstadt zu

bestehen. Die Bulgaren da stechen sich

täglich gegenseitig ab. Dortmund hat

so viele schöne Stellen, fahren Sie mal

zur Hohensyburg. Wir haben eine tolle

Südstadt. Kommt alles im Tatort nicht

vor. Der Vorsitzende des Dortmunder

Cityringes, Dirk Rutenhöffer, hat jetzt real

existierende Dortmunder Schauplätze

vorgeschlagen, an denen Sie Krimis

inszenieren könnten und nicht dauernd

auf dieselben vorurteilsbehafteten Orte

zurückgreifen müssen. Zum Beispiel ein

Mord an einem Jockey an der Rennbahn.

Die gibt es in Dortmund. Oder etwas

im Umfeld eines der vielen weltweit

angesehenen Forschungsinstitute.

Dortmund muss doch nicht immer mieser

dargestellt werden als Köln oder Münster.

Das Forschungsinstitut haben wir ja

bereits gleich in die erste Folge integriert.

Bei Münster handelt es sich von

Anfang an um eine Krimikomödie. Der

Münster-Tatort hat tatsächlich eine

ganz andere Tonart als der Dortmunder.

Aber die Dinge, die wir dort spielen

lassen, gibt es in Münster doch

auch nicht wirklich, es ist eben alles

Fiktion. Und im Vergleich zu Köln sehe

ich keinen signifikanten Unterschied in

der Darstellung der Schauplätze. Wir

greifen im Falle Dortmund gerade Sachverhalte

auf, die der Polizei im wirklichen

Leben ja auch Probleme bereiten.

Eben z.B. die Nazis.

Leider haben Sie da aktuell gerade recht.

Unsere Absicht ist es uns mit dem

Dortmund-Tatort am Puls der Zeit zu

bewegen. Sei es die Nordstadt, seien

es die Bulgaren oder eben jetzt die

Nazi-Szene. Das alles ist in Dortmund

tagesaktuell tatsächlich so vorhanden

und bereitet Probleme. Das haben wir

ja nicht frei erfunden.

Alles richtig, dennoch: mir fehlt die

Ausgewogenheit bei der Darstellung der

Stadt Dortmund und ihrer Bürger.

Ich fände es verlogen, einen Bogen um

die realen Probleme der Stadt Dortmund

zu machen. Auch für einen Tatort, einen

erfundenen Krimi. Der WDR, unsere

Drehbuchschreiber, unsere Regisseure,

wir alle haben nicht den Auftrag, den

Schauplatz Dortmund in besonders

gutem Licht darzustellen. Das mag Ihr

Ansatz im Top-Magazin sein. Dortmund

soll so in der Handlung vorkommen, wie

die Stadt tatsächlich ist. Natürlich hat

die Stadt solche und solche Seiten. Aber

unsere Krimihandlung braucht eher die

Schattenseiten als die Sonnenseiten.

Mir fehlt halt der Aspekt, dass es eben

auch ganz schön sein kann in Dortmund.

Ich erlebe das ja hier.

Unsere Aufgabe beim Dortmund-Tatort

sehe ich auch darin, dass wir Themen

aufgreifen, die in der Schauplatz-

Stadt aktuell brisant sind. Das ist jetzt

die Nordstadt, das ist jetzt die Naziszene.

Das machen wir nicht in jeder

Folge, denn das ist ja eigentlich ein

journalistischer Ansatz. Wir sollen

einen Unterhaltungskrimi abliefern,

der aber am Puls der Zeit bleibt. Das

ist das Dortmund-Tatort-Konzept. Da

klammern wir nichts aus, dichten aber

auch nichts dazu. Es wird niemals eine

Krimikomödie. Wir erzählen eine möglichst

spannende, emotionale, intensive

Geschichte.

Herr Tönsmann, ich Dank Ihnen vielmals

für das Gespräch.

TOP 33


MENSCHEN

In Sissis Krönungskirche

FÜR STEFAN SIMON WURDE EIN MÄRCHEN WAHR

Eine Art modernes Märchen: Unterm Fernseher zuhause in Schwerte-Wandhofen stehen alle Sissi-Folgen

mit Romy Schneider als VHS-Cassette. Denn Stefan Simon ist ein großer Romantiker. Und dann wird er in

der Matthias-Kirche in Budapest, in der einst Kaiserin Sissi von Östereich zur Königin von Ungarn gekrönt

wurde, zum Ritter des ungarischen Vitez-Orden geschlagen! Wie abenteuerlich ist das denn?

Ritter Stefan ist ein waschechter Wandhofener,

tief verwurzelt in Schwerte, gelernter

Großhandelskaufmann und Betriebswirt

mit starkem Faible für alles

rund um das Thema Omnibus, stolzer

Eigenheimbesitzer und engagierter Papa

von zwei zauberhaften Mädels. Aber: Einoder

zweimal im Jahr zieht Stefan Simon

eine paradetaugliche Uniform an, nimmt

den Degen von der Wand im Arbeitszimmer

und repräsentiert als Residenzkapitän

seinen Orden etwa bei Empfängen in

der ungarischen Botschaft in Berlin: „Ich

hab‘ vielen Botschaftern und

hochrangigen Diplomaten die

Hand geschütelt, einmal sogar

dem Wowereit“, erzählt der

38-Jährige. In aller für ihn typischen

Bescheidenheit, aber

nicht ganz ohne Stolz.

Denn stolz ist der Wandhofener

auf seine Ritterschaft: „Das

hat nichts mit Karneval oder

Trachtengruppe zu tun,“ weist

Simon solche und ähnliche

Anwürfe sanft zurück. Er verweist

auf die Historie seines

traditionsreichen Ordens. Simon

darf ein Familienwappen

führen und wäre, gäbe es in

Ungarn noch eine Monarchie,

tatsächlich von Adel. Das alles

weiß der Mann, der sich bis dato

als Westfale fühlte und aufführte,

aber erst seit 2007.

ALS UNGARNDEUTSCHE

DEPORTIERT

Angefangen hat dieses moderne

Märchen mit der endlich fälligen

Aufarbeitung der Familiengeschichte

nach dem Tod

seiner Großmutter. Dass seine

Familie aus Ungarn stammt und durchaus

noch familiäre Beziehung dorthin pflegte,

war Stefan Simon ja klar. Auch dass

sein Urgroßvater ein Ritter war, war bekannt.

Als Ungarndeutsche wurde die

Familie nach dem zweiten Weltkrieg 1947

von der Sowjetbesatzung deportiert. Es

stellte sich nach dem Studium alter Dokumente

heraus, dass der Uropa 1924 in

Budapest für seine Verdienste im Ersten

Weltkrieg in den Vitez-Orden aufgenommen

und zum Ritter dieses Ordens geschlagen

wurde. Simons Opa bekam diese

Auszeichnung 1942 mitten im Zweiten

Weltkrieg, er wurde durch eine russische

Kugel getötet. Der Uropa starb 1971, fünf

Jahre später wurde Stefan Simon geboren.

„Ein Vitez kann man nur aufgrund militärischer

Verdienste werden,“ erfuhr

der Wandhofener, dem eher Sanftmut

und Harmoniebedürfnis als kriegerische

Ambitionen in die Wiege gelegt wurden,

bei seinen Recherchen vor sieben Jahren.

„Oder eben durch Erbfolge!“ Ein Automatismus

– das ungarische Volk dankte und

dankt heute noch verdienten

Männern durch die vererbbare

Ritterwürde. Stefan Simon hatte

durch bloße Abstammung

das Recht, ein Vitez zu sein.

„Und das wollte ich, nachdem

ich mich gründlich mit der Ordensgeschichte

und den Modalitäten

beschäftigt hatte, auch

unbedingt.“

TRADITIONSPFLEGE

Ihn reizte das neue Band, das

seine Familie mit dem bisher

als Urlaubsziel bekannten

Ungarn verband. Mehr noch

aber lockte Stefan Simon die

Aussicht als Vitez verantwortungsvolle

Traditionspflege

betreiben zu dürfen. „Es gibt

nur noch etwa 4000 Ordensritter

in aller Welt, etwa 70 leben

in Deutschland,“ lernte Simon

und merkte schnell, dass um

ihn herum die meisten Ritter

im Schnitt um die 70 Jahre alt

sind. „Wenn nicht Leute wie ich

uns der Herausforderung stellen,

dann stirbt der Orden mal

aus“, und das würde Stefan Simon

sehr schade finden.

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MENSCHEN

zum Ritter geschlagen!

Der Orden pflegt das Gedenken an die

Gefallenen vergangener Kriege, steht

aber auch für den Kampf gegen Willkürherrschaft

und Gewalt. Der 1920

gegründete Orden Vitezi Rend ist in

Budapest als Wohlfahrts- und Katastrophenschutzorganisation

in der Obdachlosenhilfe

tätig, bei Katastrophen im Ausland

hilft der Orden materiell: Kleidung,

Decken, Lebensmittel werden gesammelt

und zu Unglücksorten gebracht.

Die aktuelle Arbeit und

die spannende Geschichte

des Ordens in Ungarn, den

die Sowjets 1945 verboten

und der bis zur Auflösung

des Ostblocks als Exil-Organisation

weitergeführt

wurde, imponierten dem

Schwerter. 2008 wurden

Franz und Stefan Simon in

der Matthiaskirche in Budapest

zum Ritter geschlagen.

Nachdem er sich sehr

für die Kontakte innerhalb

des Ordens eingesetzt hatte,

wurde Stefan Simon im

September 2009 zum Residenzkapitän

für Deutschland

(ung. Székkapitány

Németország) ernannt.

RESIDENZKAPITÄN

FÜR DEUTSCHLAND

Er ist nun Hauptmann

der deutschen Vitezen

und hält engen Kontakt

mit der ungarischen Botschaft.

Natürlich hat die

ganze Familie versucht ungarisch zu

lernen. „Wir sind wie so viele grandios

gescheitert, und zwar mehrfach.“ Im

Arbeitszimmer-Regal steht eine Reihe

von Sprachführern und Lexika, aber

ungarisch ist für deutsche Zungen

schwer zu sprechen, vor allem aber ist

die Grammatik nur schwer durchschaubar.

Für ein paar Brocken reichte es. Und

wenn der Ritter-Papa die Familie zu offiziellen

Terminen mitnimmt, tragen die

Kinder auch eine ungarische Tracht.

Noch heute werden neue Ritter aufgenommen,

die ungarische Regierung unterstützt

jetzt den Orden. Zwei Soldaten,

die für die ungarische Armee in Afghanistan

gekämpft haben und gefallen sind,

wurden zum Beispiel aktuell posthum zu

Rittern geschlagen. Ihre Kinder dürfen

den Ehrentitel nun weitertragen. Zu den

Aufnahme-Zeremonien reist Stefan Simon

stets gern nach Budapest, das mittlerweile

zu seiner zweiten Heimat geworden ist.

Seine Uniform zieht Stefan Simon natürlich

bei Anlässen in Ungarn oder Berlin,

hin und wieder aber auch in Wandhofen

an: „Am Volkstrauertag darf ich

zur Kranzniederlegung am Ehrenmal die

Rede halten, da werde ich den Orden

auch äußerlich repräsentieren.“

WOWEREIT DIE HAND GESCHÜTTELT

Weil sich jeder Vitez der Verantwortung

für Schwächere da zu sein bewusst sein

muss, will Stefan Simon seiner Ordenszugehörigkeit

auch in Schwerte sozusagen

ritterlich gerecht werden. Simon

duckt sich nicht, wenn Ehrenämter

vergeben werden, reckt sich aber auch

nicht mit geschwellter Brust ins Rampenlicht.

Den Elternbeirat im Kindergarten

in Wandhofen leitet er, im Jugendamtselternbeirat

der Stadt steckt eine

Riesenmenge an Arbeit und Energie. Als

beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss

macht er sein Wort.

Schwerter Bürger hatten

einige Jahre die Gelegenheit

von einem leibhaftigen

Ritter durch die Stadt

chauffiert zu werden. Stefan

Simon hat allerdings

nur samstags die eine

oder andere Linie für die

VKU gefahren, hauptberuflich

ist er Außendienstler

für einen großen Omnibus-Ersatzteilehändler.

Auch privat ist Simon

absolut „busverrückt“;

im Keller seines Hauses

in Wandhofen könnte ein

Bus geparkt sein, so viele

Utensilien wie elektrische

Fahrtzielanzeiger, Fahrscheindrucker,

Entwerter,

Schilder und viele weitere

hat er da gesammelt. Rund

500 Bus-Modelle stehen

als Miniaturen in Vitrinen

im Haus.

Darunter auch ein Ikarus

260, ein Linienbus der

Budapester Verkehrsbetriebe. Den hat

Simon sozusagen „doppelt“. In 1:1 steht

ein ausrangierter, aber fahrtüchtiger Ikarus-Oldtimer

auf einem Werksgelände in

Schwerte und wartet auf Einsätze. Wie

beispielsweise den bei der Hundertjahr-

Feier des Rathauses. Da konnten die Malteser

im Bus ihre Ausstellung über den

ungarischen Anteil am Mauerfall vor 25

Jahren präsentieren.

Text und Foto: Martin Krehl

TOP 35


FREIZEIT

VOM STÖCKELN

ZUM SCHREITEN

BEI HIGH HEELS

GIBT ES KEIN

NATURTALENT

Sorge um das edle Parkett in der restaurierten Villa Post hatte Bianca Sonnenberg

schon. Die Leiterin der Volkshochschule in Hagen-Wehringhausen war unnötig beunruhigt:

Dozentin Birgit Gahmann hatte für ihren exotischen Kursus „Richtiges Gehen

auf High Heels“ selbst einen roten Sisal-Läufer für den Catwalk mitgebracht. Aber

bevor auf dem Teppich gestöckelt wurde, war Gymnastik angesagt. Und Beckenbodentraining.

Auch für Teilnehmerin Marijke Stoschek, die hatte sich eigens für den

Kurs echte, waffenscheinpflichtige „Pleaser“ aus den USA kommen lassen.

Die Dortmunderin Birgit Gahmann ist

gelernte Erzieherin, leitete schon eine

Kindertagesstätte, ist aber nun schon

seit 25 Jahren professionelle Tanztrainerin.

Ihre Spezialitäten ist unter Anderem

Salsa: „Für den Paartanz bin ich oft

zu klein, also kam ich auf High Heels“.

Vor etwa 10 Jahren entdeckte Gahmann

die handspannhohen Pfennigabsätze für

sich: „Das war zeitgleich ungefähr mit

Sex in the City im Fernsehen, da stöckelten

die Mädels scheinbar mühelos viele

Zentimeter hoch überm Pflaster durch

New York“. Tanzprofi Birgit Gahmann

lernte sehr schnell, dass auch das Laufen

auf High Heels für die Frauen eine Frage

der Haltung ist – „wie so oft im Leben“,

lacht sie: „Jetzt arbeiten die Frauen bei

mir an ihrem Selbstwert.“

WICHTIGE TRICKS

Schulleiterin Sonnenberg und Fachbereichsleiterin

Sigrun Politt haben

das Samstags-Blockseminar vor allem

unter dem Aspekt Gesundheit konzipiert:

„Das ist auch richtig so,“ erklärt

Birgit Gahmann: „Auf High Heels kann

niemand von Geburt an richtig laufen,

das muss Frau trainieren, zusammen

mit der Beinmuskulatur, dem Beckenboden,

dem Rücken“.

36 TOP


FREIZEIT

Jetzenia Chacon sieht allerdings schon

so aus, als seien ihr High Heels von

Geburt an vertraut, die hochgewachsene

Kubanerin ist zusammen mit Birgit

Gahmann Tanzlehrerin im Dortmunder

Freizeit- und Kulturzentrum „Balou“. Sie

soll die acht Kursteilnehmerinnen mit

motivieren, Hilfestellung geben und die

wichtigsten Tricks vormachen.

Wer aufrecht schreitet, selbstbewusst

und mit geradem Rücken bietet einen

ästhetischen Anblick: „High Heels sollte

man im Alltag nicht dauernd tragen.

Da steckt Frau ihre Füße ganz bewusst

zu besonderen Anlässen rein. In Maßen

getragen müssen High Heels nicht schaden“,

doziert Birgit Gahmann und bittet

dann ihre Kursteilnehmerinnen zur Gymnastik.

Dehnen und strecken, lockern

und anspannen, Bauch, Beine, Po. Birgit

Gahmann lehrt auch orientalischen Tanz,

davon fließen eine Menge Elemente ins

Aufwärmen. Die Fußgelenke müssen regelmäßig

trainiert werden, Kniegelenke

und eben die Beckenmuskulatur auch.

High Heels sind also nur etwas für sportliche

Frauen? „Mit dem richtigen Training

sind die Füße und der sesamte Körper auf

die Belastung durch das Laufen auf High

Heels besser vorbereitet“, kontert Birgit

Gahmann: „Für Untrainierte können High

Heels eher zu Problemen führen“.

ALS OB SIE FLIPFLOPS TRÜGE

Jetzenia Chacon leiht sich erstmal die

„Pleaser“ von Marijke Stoschek aus. Die

schwarz-weißen Treter heben die ohnehin

große Frau um noch einmal mindestens

15 Zentimeter. Als ob sie Flip Flops

trüge – leichtfüßig schreitet das Model

aus Duisburg durch den Kursraum und

überragt alle um mehr als eine Haupteslänge.

„Hohe Absätze sind wieder im

Kommen,“ hat die Hagenerin Stoschek gemerkt.

Ihr gefällt an den Stöckeln, dass

die Silhouette sich sehr streckt: „Da ist

Musik drin, das wollte ich auch, wusste

aber bislang nicht wie“. Ihre importierten

Super-High Heels aus den USA waren

nicht billig: „Aber das musste ich mir

jetzt mal gönnen“.

„… mit Musik und

mit Hüftschwung, sieht es

schnell glamourös aus.“

Nach der ausgiebigen und schweißtreibenden

Gymnastik hat Birgit Gahmann

noch ein paar Tricks für den

Alltag: „Immer wie auf einer Linie laufen

und den Fuß sehr bewusst anheben

und aufsetzen, das wirkt elegant.

Man kann sollte auf High Heels nicht

plump latschen, man muss schreiten!“

Das Bein wird gestreckt, bevor der Fuß

den Boden berührt. Der Fuß wird abgerollt

von der Ferse bis zur Spitze. Das

Gewicht muss auf High Heels neu austariert

werden und verlagert sich beim

Gehen. Auf der Brust trägt die Frau

einen imaginären faustgroßen Diamanten

stolz vor sich her. Wird der rechte

Fuß aufgesetzt, geht die rechte Schulter

etwas zurück.

Üben, üben, üben – „aber zuhause mit der

richtigen Musik und mit Hüftschwung,

dann sieht es schnell richtig glamourös

aus“, lacht Birgit Gahmann. Wer mehr

wissen will: www.birgit-gahmann.de

Text und Fotos: Martin Krehl


GLOSSE

WAS IST EINE RUHRPOTTPFLANZE?

Seitdem wir in Dortmund unseren eigenen See haben, nutze ich jede Gelegenheit, um auswärtige Besucher dorthin zu führen. So verbrachte

ich auch letzte Woche mit einer Kundin aus Köln die Mittagspause am Phönixsee, unter dem Vorwand, uns Bewegung verschaffen zu

wollen. 3,2 km – das ist genug Zeit, um stolz auf die großzügigen Villen mit Seeblick, die passenden Edelkarossen davor und den Segelclub

hinzuweisen und vor allem, um die Geschichte von der wunderbaren Metamorphose eines Stahlwerks zu einem modernen Wohn-und

Freizeitparadies zu erzählen. Von der roten Flamme im Himmel vor meinem Kinderzimmerfenster, von der Werksbesichtigung im Studium

und von den Waggons mit glühender Schlacke, die noch vor ein paar Jahren durch meinen Garten rumpelten.

ähnlichen Worten. Dabei geht es meist

um unser großes Herz, das am rechten

Fleck sitzt, welches wir auf der Zunge tragen,

das man hinter einer manchmal ruppigen

Schale findet, das uns menschlich

macht und liebenswert. Außerdem geht

es um Loyalität, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit

und um unsere große Klappe,

mit der wir zuweilen etwas bollerig, einfache,

aber wichtige Wahrheiten verteilen.

Bodenständig aber unprätentiös.

Damit kann ich gut leben. Also ja. Ich

bin eine Ruhrpottpflanze. Aber von

Glanz und Glamour keine Spur. Unser

Gold ist eben immer noch schwarz.

Thomas-Birne auf der Kulturinsel, Am Kai in Dortmund Foto: © Frank Vincentz

Die Besucherin sieht nicht sehr beeindruckt

aus. Schließlich sagt sie: „Du

bist eine echte Ruhrpottpflanze, was?“

„Klar!“ antwortete ich freudestrahlend.

Zunächst. Dann wurde ich nachdenklich.

Was meint sie damit? Ich weiß. Der See

ist klein, die Villen stehen eng beieinander

und die Segelbötchen sind auch

nichts zum Angeben. Ruhrpottpflanze.

Das klingt nicht gerade wie ein Kompliment.

Und irgendwie von gestern. Dabei

trage ich doch Business-Kostüm statt

Kittelschürze und fahre Mini-Cabrio

statt mich auf dem Beifahrersitz eines

tiefergelegten Opel Mantas zu räkeln.

Was ist eigentlich eine Ruhrpottpflanze?

Ein Gewächs des Ruhrgebiets.

Aber woran erkennt man sie?

Was macht sie aus? Weil Wikipedia das

auch nicht weiß, ging ich der Sache

am nächsten Tag mit einer spontanen

Befragung auf den Grund.

DAS HERZ AM RECHTEN FLECK

So erfuhr ich, dass Nicht-Einheimische

beim Thema Ruhrgebiet tatsächlich

vor allem an hässliche Innenstädte und

alkoholisierte Arbeitslose denken. Die

Menschen hier seien fröhlich, aber laut

und anstrengend und im Grunde eher

schlicht. Als ich von „schmutziger Provinz“

las oder von „in den Achtzigern

steckengebliebenen Kleinbürgern“,

wollte ich frustriert aufgeben. Aber

dann meldeten sich Menschen, die hier

Familie oder Freunde haben, solche, die

eine Zeitlang selbst im Pott lebten oder

hierher verpflanzt wurden. Sie beschreiben

die Menschen im Ruhr gebiet alle mit

THOMAS-BIRNE

Am Ende des Seerundgangs konnte ich

bei der Kölner Besucherin dann doch

noch einige Punkte gutmachen. Denn

natürlich gibt es Sushi am See und

unsere Pommes kommen mit getrüffelter

Rahmsauce vom Sternekoch. Plötzlich

stößt sie jedoch Schreie des Entzückens

aus und läuft auf die Halbinsel. „Das ist

ja toll! Was ist das? Das gefällt mir sehr.“

Sie läuft um die Thomas-Birne herum,

staunt, betrachtet, berührt sie – und liest

das Schild. „TOLL! Das ist ja ein echtes

Gerät. Ich dachte das sei Kunst. Irre. So

ein schönes Objekt. Und es ist richtig

im Einsatz gewesen.“

Ich sage: „Nun ja, ich sag ja, wir haben

hier Stahl gekocht.“ Der Thomas-Konverter

glänzt in der Sonne. Und die

Ruhrpottpflanze strahlt.

Tanja H. Finke-Schürmann

Fragologin

FRAGOLOGIE

Fachbetrieb für Kommunikation und geheime

Superkräfte | Marketing · Coaching · Text

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WIRTSCHAFT

Veranstaltungsdekoration vom Profi

Sicher haben Sie sich auch schon bei der Organisation Ihrer Party viele Gedanken über Tischdekorationen und ähnliches

gemacht. Aber ist das Alles, was für das richtige Ambiente auf der Feier sorgt? „Die Dekoration sollte einem Konzept folgen“

ist sich Iris Neuhaus sicher. „Um ein wirklich interessantes Ambiente zu schaffen, oder sogar einem Motto für den Event zu

folgen, beginnt die „Dekoration“ schon bei der Einladung.“

Dabei stützt sie sich auf ihre 25 jährige

Erfahrung in diesem Bereich, den sie

nicht nur von Firmenevents und privaten

Feiern kennt. Auch auf den Brettern,

die die Welt für viele bedeuten, hat sie in

Ihrer langjährigen Kariere ihr Dekorationsauge

geschult. So war sie z.B. bei der

„Carmina Burana Monumental Opera“

der ART Concerts für das Bühnenbild

und auch die Kostüme zur Stelle oder

hat eine organische Dachkonstruktion

aus Stretch-Stoff für einen Messestand

entworfen, geplant und realisiert.

VERANSTALTUNGEN IN

EIN TOLLES AMBIENTE HÜLLEN

Nach vielen Jahren Tätigkeit im In- und

Ausland möchte Sie „nur noch für wirklich

außergewöhnliche Projekte wieder

die Koffer packen.“ Wie sie uns mit einem

Schmunzeln verriet. Denn viel lieber

möchte sie nun hier in unserer Region,

dem Ruhrgebiet, die Veranstaltungen

in ein tolles Ambiente hüllen und diese

so zu einem wirklichen Event werden

lassen, das im Gedächtnis bleibt und die

Anwesenden verzaubert. Dabei ist der

„rote Faden“, der sich so durchgängig

durch das Konzept ziehen sollte, dass er

als „unsichtbarer Faden“ die Teilnehmer

der Reise durch die Veranstaltung leitet.

Dabei kann sie auf einen großen Fundus

an Dekorationsartikeln zurückgreifen,

die zur Miete zur Verfügung stehen

und somit nicht immer neu gekauft

werden müssen. Das schont den Geldbeutel

und macht somit auch für kleine

Budges tolle Dekorationen möglich.

TÜCKEN IM DETAIL

Doch „die Tücken liegen im Detail“, sagt

die Dortmunderin. „Wie oft hat man

schon von Unglücken gehört, bei denen

gerade die Dekoration falsch ausgeführt

wurde und z.B. plötzlich Feuer gefangen

hat. Wenn dann noch Notausgänge

zu sehr dekoriert wurden, ist Katastrophe

perfekt!“ Ein Einwurf, der nicht von

der Hand zu weisen ist. Zumal sich die

Regularien nach Vorfällen dieser Art in

den letzten Jahren ständig verändert und

verschärft haben. „Da ist man froh, einen

Dekorations-Profi wie Iris Neuhaus zu Rate

ziehen zu können und von Ihrer Erfahrung

zu profitieren“ wie uns einer Ihrer

langjährigen Kunden verriet.

Nicht nur die Erfahrung, sondern immer

wieder überraschende Ideen und Lösungen

sind das eigentliche Erfolgsrezept der

Powerfrau und ihres Teams. „Wir mögen

es nicht, uns immer zu wiederholen.“ Daher

wird jede Veranstaltung als das betrachtet,

was es im Grunde ist; ein Unikat.

Also quasi ein Moment, der nicht wiederholt

werden kann und somit auch ein einmaliges

Dekorationskonzept verdient. Es

sollte mehr von diesen Enthusiasten geben,

die in der Lage sind, Dinge immer wieder

neu zu erfinden und so maßgeschneiderte

Lösungen und Konzepte realisieren.

Text: Andreas Lüke

TOP 39


Wirtschaft

Die BVB U 11 beim Training am Synrgy 360

DIE FITNESS-TRENDS 2015

Kurz und knackig, Faszien und Telemetrie

Die Schneeglöckchen blühen, die Krokusse, Narzissen und Tulpen recken ihre Köpfchen aus der feuchten Erde: Der Frühling steht

in den Startlöchern! Und viele von uns vorm Kleiderschrank, um festzustellen, dass die deftige Winterzeit wieder einmal ihre

Spuren auf Hüften, Bäuchen und Oberschenkeln hinterlassen hat! Also raus aus den Jeans und Anzügen, rein in die Trainingsklamotten

und auf geht´s, damit aus dem Winterspeck keine Frühlingsrollen werden! Wir haben mit Mirko Waldmann, sportlicher

Leiter, und Stephanie Teng, Studio-Leiterin aus dem Gesundheitswerk Ruhr in Herdecke über die Fitness-Trends 2015 gesprochen.

TOP Magazin: Ich bin motiviert bis in die

Haarspitzen! Was soll ich 2015 tun, um fit

zu werden oder zu bleiben?

Mirko Waldmann: Man muss hier unterscheiden

zwischen allgemeinen gesellschaftlichen

Trends und einzelnen

Sport- oder Fitness-Trends. Ein allgemeiner

Trend ist sicherlich die Devise

„kurz und knackig“: Die meisten haben

keine Zeit mehr, zwei oder drei Stunden

im Fitness-Studio zu verbringen

und brauchen daher ein effektives

Ganzkörper-Workout, mit dem sie in

20, 30 oder 40 Minuten fertig sind. Dieser

Trend lässt sich übrigens auch aufs

Spa übertragen: wer früher drei Gänge

in die Sauna ging, geht heute 10 Minuten

in unsere Infrarot-Kabine.

Kurz klingt gut, aber woher weiß ich, was

ich da am sinnvollsten machen soll?

Stephanie Teng: Damit wären wir beim

nächsten Trend! Wer professionell und

effektiv trainieren will, erwartet auch

40 TOP


Wirtschaft

professionelle Anleitung. Nur gut ausgebildete

und sich stetig weiterbildende

Trainer können das beste Training

für die jeweilige individuelle Disposition

entwickeln bzw. anpassen, je nach Alter,

Gesundheitszustand und Fitness-Grad

sowie hinsichtlich Trainings-Ziel und gewünschtem

zeitlichen Aufwand. Auch die

Nachfrage nach Personal Training steigt.

Mir fällt auf, dass immer mehr Leute mit

Sport-Uhren herum laufen und es gibt ganz

viele Apps, die alles Mögliche messen...

Waldmann: Das ist definitiv ein Mega-

Trend, der sich etablieren wird! Diverse

Parameter werden gemessen und ausgewertet:

die Anzahl der Schritte, der

Blutdruck, die Herz-Kreislauf-Belastung,

die sportliche Leistung, der Stoffwechsel,

die körperliche Zusammensetzung

und und und! Hier im Gesundheitswerk

machen wir das mit BIA, der Bio-Impedanz-Analyse,

die ebenfalls bestimmte

Faktoren misst und ins Verhältnis setzt

und z.B. den eigenen Fortschritt dokumentiert.

Dieses Bedürfnis nach Messungen

und Werten resultiert zum Einen aus

dem Wunsch, meinen Körper möglichst

genau kontrollieren zu wollen, zum Anderen

motiviert es aber auch, den inneren

Schweinehund zu überwinden: Bisher

9.000 Schritte heute? Komm, da schaff

ich auch 10.000! Man ist im Wettkampf

mit sich selbst und motiviert sich so!

Wird möglicherweise auch mehr gemessen,

weil die Sportler im Durchschnitt immer

älter werden?

Teng: Auf jeden Fall! Fast 25 % der Mitglieder

in Gesundheits-Anlagen sind

50+, Tendenz steigend. Natürlich werden

für diese Zielgruppe passgenaue Programme

und Produkte entwickelt. Diese

Best Ager stehen aber für einen weiteren

Trend: ein ganzheitlicher Ansatz

setzt sich immer stärker durch, d.h. es

findet eine enge Abstimmung zwischen

Ärzten, insbesondere Orthopäden, Reha-

Medizinern, Physio-Therapeuten, Sanitätshäusern

und Sport-Anlagen statt wie

eben z.B. hier im Gesundheitswerk, wo

wir all diese Dienstleister unter einem

Dach haben.

Welcher Sport ist denn nun konkret angesagt?

Waldmann: Sehr angesagt ist das funktionelle

Training, bei dem der Fokus

nicht mehr auf einzelnen Muskeln, sondern

auf ganzen Muskelgruppen liegt.

Man trainiert, um Alltags-Belastungen

entgegen zu steuern, z.B. einen starken

Rücken. Dabei wird zumeist statt Hanteln

das eigene Gewicht eingesetzt und

man erzielt in kurzer Zeit ein effektives

Ganzkörper-Training, hier vor allem an

unserem Synrgy 360.

Teng: Trend ist alles, was draußen stattfinden

kann: joggen, walken, biken,

schwimmen, aber auch Übungen, die

man sonst drinnen macht. Wenn das

Wetter gut ist, nehmen wir in den Kursen

auch schon mal bestimmte Geräte

mit nach draußen und trainieren an der

frischen Luft der Ruhr!

Stephanie Teng und Mirko Waldmann

Man liest immer häufiger von den Faszien...

Waldmann: Ja, denn erst vor kurzem

hat man die besondere Bedeutung der

Faszien entdeckt: sie bestehen aus kollagenem

Bindegewebe und umhüllen

unsere Muskeln ähnlich wie die Eihaut

das Ei. Diese Fasern neigen zum Verkleben

und Verfilzen. Durch gezieltes Training

kann man diese Faszien elastisch

und zugleich fest werden lassen. Damit

schützen sie unsere Muskeln, halten

die Sehnen und Bänder belastbar und

machen uns straff. Das Faszien-Training

wird sicher noch ganz stark zunehmen.

Teng: Trendy sind auch sogenannte

Cyber-Kurse, bei denen man einem Trainer

auf DVD oder Videodatei folgt. Das

kann sicher effektiv sein, hat aber den

großen Nachteil, dass der virtuelle Trainer

keine Fehler korrigiert und das Training

nicht individuell auf mich abstimmt.

Waldmann: Beliebt ist auch das HIIT, das

high-intensity-interval-training, bei dem

sich extrem intensive Intervalle mit aktiven

Pausen abwechseln, z.B. 40 Sekunden

sprinten, 20 Sekunden gehen. Das

ist sehr anstrengend und sollte nur zwei

bis dreimal die Woche 15 bis 20 Minuten

gemacht werden, ist dann aber sehr

effektiv zur Fettverbrennung.

Dann suche ich mir jetzt mal was für mich

heraus!!! Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Britta Röttger.

Die deutsche Basketball-Nationamannschaft im GWR

GESUNDHEITSWERK RUHR

Torhaus im Quartier Ruhr-Aue

Mühlenstraße 15, 58313 Herdecke

Fon: 02331 89 28 777

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TOP 41


LIFESTYLE

KLEIDER MACHEN CHÖRE!

Samstag Nachmittag im Friseursalon von Kirsten-Astrid Eilers an der Hohen Straße: 35 hübsche Mädchen im Alter zwischen 14

und 16 Jahren wuseln aufgeregt durcheinander. Alle tragen ein schwarzes Kleid sowie schwarze Strümpfe und Schuhe. Einige

sind bereits geschminkt oder frisiert oder sprechen über Kleiderlängen, Schuhe und Lippenstiftfarben. Mittendrin ist Insa Candrix,

unsere Mode-Expertin und gibt hier einen Tipp zu einer Frisur und berät dort zu Make-Up nach dem Motto: weniger ist mehr.

Was ist das denn für eine Veranstaltung? Dortmund’s next Topmodel?

Kirsten A. Eilers in ihrem Element

Nein, bei diesen ganz unterschiedlichen

Mädchen handelt es sich um den Jugendchor

II der Chorakademie Dortmund, und

das Projekt, das hier stattfindet, hat zum

Ziel, ein einheitliches Outfit für die Auftritte

des Chors zu entwickeln. Und wie

man sehen kann, ist das gar nicht so einfach,

denn bereits die Vorgabe „schwarzes

Kleid, Strümpfe und Schuhe“ wird je

nach Geschmack sehr unterschiedlich interpretiert.

Da gibt es Minikleider genauso

wie knielange, ganz schlichte Kleider

und sehr auffällige, Ballerinas wie Pumps.

Denn natürlich sind auch die Mädchen

ganz unterschiedlich. Während einige am

liebsten Jeans und T-Shirt tragen, haben

andere großen Spaß daran, sich mit beträchtlichem

Aufwand zu schminken und

anzuziehen.

FARBE MUSS HER!

Insa Candrix fasst ihre Arbeit – die sie

ebenso wie Kirsten-Astrid Eilers in diesem

Projekt großenteils ehrenamtlich

zur Verfügung stellt – zusammen: „Für

den einheitlichen Auftritt ist es wichtig,

dass wir einige Vorgaben zu den Kleidern,

zum exakten Farbton der Strümpfe sowie

zum Stil der Schuhe festlegen. Hier müssen

wir versuchen, einen Kompromiss zu

finden, mit dem sich alle Mädchen wohlfühlen

und der zudem für alle gleichermaßen

tragbar ist!“

Außerdem möchte die Mode-Expertin

Farbe ins Spiel bringen, um das Schwarz

etwas aufzulockern. Es wird ein einheitliches

Accessoire geben, eine Schleife ums

Handgelenk. Mit der Firma 7 Chic Avenue

hat sie ein Mode-Unternehmen gefunden,

das extra für die Chorakademie, die das

Accessoire finanziert, die Stoffarmbänder

zu günstigen Konditionen anbietet.

EIN ELEGANTES RAUCHBLAU

Insa Candrix hat sich für ein elegantes

Silberblau entschieden, das allen Haarfarben

gleichermaßen gut steht und, obwohl

es sehr dezent ist, doch den etwas

massiven Charakter des schwarzen Outfits

deutlich auflockert.

Mittlerweile ist für alle Mädchen eine Frisur

und ein Make-Up gefunden worden,

das sie mit wenig Aufwand auch allein

umsetzen können. Die Begeisterung über

die Styling-Aktion mit zwei Fachfrauen ist

allen anzumerken.

SINGEN SCHAFFT GEMEINSCHAFT

So unterschiedlich alle diese Mädchen

sind, so strahlen sie doch ein starkes

Gemeinschaftsgefühl aus. Alle sind mit

Feuer und Flamme Sängerinnen und üben

dieses Hobby zum Teil schon seit Jahren

gemeinsam aus. Aus Mädchen, die sich

sonst nie begegnet wären, weil sie in ganz

unterschiedlichen Teilen von Dortmund

wohnen und auf unterschiedliche Schulen

gehen, sind gute Freundinnen geworden,

ganz unabhängig von Herkunft oder

sozialem Status.

42 TOP


LIFESTYLE

Auch Clara, 13, die seit dem ersten

Schuljahr im Chor singt, kann das nur

bestätigen: „Ich kann mir nicht vorstellen,

aufzuhören, weil es so viel Spaß

macht und so viele Freundschaften

entstanden sind! Besonders die Auftritte

sind toll: wir haben schon bei

Carmen, La Boheme und Hänsel und

Gretel mitgewirkt, und demnächst sind

treten wir bei Carmina Burana auf!“

Internationalität! Wir wollen weiter die

großen Bühnen dieser Welt erobern! Ich

bin sehr stolz auf die Kollegen, weil sie da

bereits auf sehr hohem Niveau arbeiten.

Weiter möchte ich das Institut in seiner

Gänze festigen, damit man gut weiterarbeiten,

aber auch neue Projekte entwickeln

kann. Und natürlich würden wir

sehr gern finanziell abgesichert arbeiten

können. Es wäre absolut toll, einen

Lars Kersting, Geschäftsführer der Chorakademie

Insa Candrix begutachtet die Ergebnisse – und ist sichtlich zufrieden

Warum das so ist, darüber haben wir mit

Lars Kersting, Geschäftsführer der Chorakademie,

gesprochen.

TOP Magazin: Herr Kersting, was ist das

Besondere an der Chormusik?

Lars Kersting: Singen ist die unmittelbarste

Art, Musik zu machen. Ich kann

mich nicht hinter einem Instrument

verstecken, kann mich nicht verstellen.

Und es ist immer ein Miteinander

im Gegensatz zum Sport, wo auch beim

Mannschaftssport eine Mannschaft

gegen eine andere spielt. Man kann nur

mit dem Orchester singen, nie dagegen!

Für das soziale Miteinander ist das

etwas Besonderes, da man nie gegen

jemanden singt. Außerdem muss ich

zuhören, hören, was die anderen tun,

achtsam sein. Jeder Chor ist so stark

wie sein schwächstes Glied – folglich

versucht man, sich gemeinsam zu verbessern.

Dieses Miteinander stärkt ganz

unglaublich das Gemeinschaftsgefühl.

Wie hat sich die Chorakademie entwickelt?

Bereits seit den Anfängen haben wir eine

wunderbare Zusammenarbeit mit dem

Theater Dortmund, das einen Kinderchor

suchte. Dann kam das Konzerthaus und

suchte einen erwachsenen Laienchor. Wir

haben die Chorlandschaft in Dortmund

analysiert und dem Konzerthaus ein Experiment

vorgeschlagen, das sie spannend

fanden und auf das sie sich eingelassen

haben: wir haben gesagt, wir fangen

mit den Kindern an und in 15 Jahren habt

ihr einen hochprofessionellen Chor! Wir

haben festgestellt, dass das größte Problem

der Chöre der Nachwuchs ist. Deshalb

gehen wir seit 2001 in die Schulen,

lassen die Kinder vorsingen und laden sie

ein, wenn wir eine Begabung hören.

Hat der Chorgesang eine Zukunft angesichts

der ganzen Casting-Shows und der

Schnelllebigkeit der Musikbranche?

Casting-Shows find’ ich spitze, weil seitdem

das Singen wieder ins öffentliche Bewusstsein

gerückt ist! Uns geht da nichts

verloren, im Gegenteil: Es motiviert die

Kinder nicht, da hin zu gehen, da sie sehen,

wie schnelllebig das ist. Es motiviert

sie mehr, auf der Bühne zu stehen und

Zauberflöte zu singen.

Wo soll es hingehen? Wie sehen Sie die

Zukunft der Chorakademie – beziehungsweise

einzelner Chöre?

oder mehrere Förderer zu finden, die

eine gewisse Kontinuität ermöglichen.

Personell sehen wir bereits, dass unser

Konzept greift, was mich sehr freut: ich

habe einige Mitarbeiter, die, nachdem sie

bei uns gesungen haben, Gesang studiert

haben und nun bei uns Gesang unterrichten!

Auch die Professionalisierung

soll weiter voranschreiten. Dazu gehören

eben auch Aktionen wie die mit Insa

Candrix und Kirsten Eilers!

Vielen Dank für das Gespräch und alles

Gute für die Zukunft der Chorakademie!

Text: Britta Röttger

Fotos: Maik Böcker, Chorakademie

INFOS

Chorakademie am Konzerthaus Dortmund e.V.

Reinoldistraße 7-9, 44135 Dortmund

1.100 Mitglieder, 30 Chöre, 35 Mitarbeiter

www.chorakadmie.de

TOP 43


REISE

SCHWARZWALD

SOWEIT DAS AUGE REICHT

Natur pur und Erholung in einer der

schönsten deutschen Ferienregionen

bietet das Best Western Hotel Bad Herrenalb

im Nordschwarzwald. Ringsum

duftende Tannenwälder und zwischen

sieben Schwarzwaldtälern ein Stückchen

heile Urlaubswelt. Bad Herrenalb, ausgezeichnet

mit dem in Deutschland seltenen

Doppelprädikat Heilbad und Heilklimatischer

Kurort, ist ein beliebtes Kurund

Urlaubsziel im Nordschwarzwald.

Das Best Western Hotel Bad Herrenalb

liegt zwischen den Städten Karlsruhe,

Baden-Baden und Pforzheim.

In der Umgebung kommen Erholungssuchende,

wie auch Aktivurlauber voll

auf ihre Kosten.

Golf, Minigolf, Nordic-Walking, Rafting,

Kajakfahren, Flussbettwandern,

Gleitschirmfliegen und Reiten gehören

unter anderem zum Freizeitangebot im

heilklimatischen Kurort Bad Herrenalb.

Das Best Western Hotel Bad Herrenalb,

direkt am Waldrand über dem

Kurpark gelegen, richtet sich mit seinem

Serviceangebot genauso an Kurund

Urlaubsgäste wie an Seminare,

Tagungen und Feiern.

Das Drei-Sterne-Superior-Haus bietet

143 Zimmer mit Balkon. Im Panorama-

Restaurant verwöhnt das Küchenteam

seine Gäste morgens mit einem Schwarzwälder

Frühstücksbuffet, mittags und

abends stehen regionale und internationale

Spezialitäten zur Auswahl. Auf der

Sonnenterrasse, in der Kaminbar oder

im rustikalen Felsenkeller lockt Kurzweil

bei umfangreicher Cocktailkarte.

WELLNESSANGEBOT

Ein Hallenschwimmbad mit Schwarzwald-Sauna,

ein Solarium und ein

Dampfbad gehören ebenso zum Well-

44 TOP


REISE

REISE-

GEWINN-

SPIEL

nessangebot wie Anwendungen in der

Schönheitsfarm. Gäste, die es sportlich

mögen, betätigen sich auf den

zwei Kegelbahnen, dem Squash-Court

oder radeln mit den hauseigenen Fahrrädern

durch die reizvolle Landschaft

des nördlichen Schwarzwalds. Übrigens,

spezielle Services für Motorradfahrer

machen das Best Western Hotel

Bad Herrenalb auch zur idealen Unterkunft

für Biker, die den Schwarzwald

erkunden wollen.

GEWINNSPIEL

Unter allen Teilnehmern verlosen wir einen

Aufenthaltsgutschein für zwei Personen

über 6 Übernachtungen mit Halbpension im

Best Western Hotel Bad Herrenalb.

MITMACHEN UND GEWINNEN

Wenn auch Sie an unserem Gewinnspiel

teilnehmen möchten, dann schreiben

Sie uns einfach eine E-Mail an:

dortmund@top-magazin.de.

Teilnahmeschluss ist der 31.05.2015

Der Gutschein ist nicht übertragbar, nicht bar

auszahlbar. An- und Abreisekosten gehen zu Lasten

des Gewinners. Einlösbar zu allen verfügbaren

Terminen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Gewinner wird schriftlich informiert

und im TOP-Gesundheitsforum veröffentlicht,

seine Adresse zur Gewinnabwicklung elektronisch

gespeichert. Eine Weitergabe der Teilnehmeradressen

findet nicht statt.

Pepe Jeans Junior

Vingino

Tommy Hilfiger Junior

American Outfitters

Eddie Pen

717

Scotch Shrunk / R’ Belle

Marc O ‘ Polo Junior

Retour Jeans

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Please Girls

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Babyface

Camp David

INFOS

Best Western Hotel Bad Herrenalb

Tel.: +49 (0)7083 74 20

info@hotel-badherrenalb.de

www.hotel-badherrenalb.bestwestern.de

Hochstraße 94 · 58095 Hagen

T: 0 23 31-204 03 11

TOP 45

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MOTORRAD

Bei MotoMaxx blubbert’s satt

ZWISCHEN SPRIT UND SPIRIT

Da röhrt nichts, da brummt es nicht

etwa. Wenn eine Harley Davidson angelassen

wird, werden ausgewachsene

Kerle andächtig wie die Chorknaben.

Es blubbert satt, Chrom glänzt, eine

Weltanschauung auf zwei Pneus rollt an.

Unbeschreiblich – eben Harley Davidson.

Lange schon ist die Motorrad-Legende

aus dem Dunstkreis bärtiger Kuttenträger

oder halbseidener Dealer heraus.

Und mit Harley Davidson dealt hier nur

einer: MotoMaxx in Hagen.

Wo vor vier Jahrzehnten noch Stahl

gekocht und Eisen geschmiedet wurde,

da lebt heute der Spirit aus Milwaukee:

an der Hochofenstraße in Hagen-Haspe

gibt es seit 20 Jahren die

Firma Moto Maxx. DIE

Adresse für Biker mit

Freiheitsdrang.

Nicht Peter Fonda und Dennis Hopper

haben 1969 mit ihrem Easy Ride durch

die Staaten die Harley erfunden; tatsächlich

gab es mal einen Herrn Harley, William

S. mit Vornamen, und seinen Kumpel

Arthur Davidson. Was die beiden Amis

1901 als „Silent Grey Fellow“ auf die Straße

setzten, hat mit dem, was MotoMaxx

in Hagen-Haspe an der Hochofenstraße

seit genau zwei Jahrzhnten schon bietet,

allenfalls den Hersteller-Namen gemeinsam.

Heute ist Harley Davidson für viele

in Traum, für einige Lebensinhalt und

Freizeitvergnügen.

WAS DER TÜV ERLAUBT WIRD REALISIERT

Und MotoMaxx ist inzwischen selbst

auch ein Synonym, eine Umschreibung

für Verlässlichkeit, für Vertrauenswürdigkeit,

für Sach- und Fachkenntnis und

für Engagement. In der MotoMaxx-Werbung

wird viel versprochen, zugegeben.

Aber auch alles gehalten: Für jedes

Anliegen gibt es den richtigen Ansprechpartner

in der MotoMaxx-Crew.

Keiner kann alles.

Unter echten Bikern

zählt das Ehrenwort

– abgesprochene

Termine,

zum Beispiel für

die autorisierte

Markenwerkstatt,

und vereinbarte Preise werden eingehalten.

Basta. Wer für seine Maschine einen

Customizing-Wunsch hat, der wird ernstgenommen.

Keine Idee ist zu verrückt,

als dass sie bei den MotoMaxx-Experten

nicht diskutiert wird. Nur die Physik setzt

hier Grenzen; was technisch möglich ist,

in die verfasste Harley Davidson-Philosophie

passt und der TüV erlaubt, wird realisiert.

Zu Preisen, bei denen nicht gleich

das Helm-Visier runterklappt.

Der Kunde ist nicht nur König, er hat

die Freiheit: Neu oder gebraucht,

chromglänzend oder auf das Nötigste

reduziert, Tourer oder Chopper – gemeinsam

finden die MotoMaxx-Menschen

in Hagen die perfekt passende

Harley-Davidson aus der inzwischen

riesengroßen Palette an Modellen.

MotoMaxx-Boss vor Ort in Haspe ist

Thorsten Spratte. Wenn der sagt „Bei uns

kannst Du Dein Traumbike nicht nur kaufen.

Wir bieten Dir noch viel mehr: Finanzierung,

Inzahlungnahme aller Marken,

Versicherung und Garantie. Full-Service

eben“, dann darf man ihn beim Wort nehmen.

Oder den Full Service beim „Renta-Bike“

einfach ausprobieren. Get your

motor running – mal ein Wochenende auf

zwei Rädern gefällig? MotoMaxx macht’s

möglich. Probefahrttermine können

sogar online gebucht werden!

46 TOP


MOTORRAD

OPEN HOUSE AM 11. APRIL

Und wer mit seiner geliebten Maschine

einfach mal „bloß so“ vorbeiblubbern

möchte, kann dies tun – die Einladung an

die MotoMaxx-Kaffeebar steht. Gleichgesinnte

trifft man da immer, zum Beispiel

die Mitglieder des Thousand-Hill-

Chapters. Das sind die HD-Freunde aus

dem Land der tausend Berge, dem Sauerland

mit Sitz in Hagen (www.1000hills.

de). Bei MotoMaxx heißt das Open

House, bei anderen schnöde „Tag der

Offenen Tür“: Am 11. April dreht sich an

der Hochofenstraße 9 in Haspe alles um

Bikes und Fashion. Das komplette Moto-

Maxx-Team steht Rede und Antwort,

nimmt sich ausgiebig Zeit zwischen

9 und 15 Uhr für alle Fragen rund um

HD. Wer lieb ist, zu dem ist auch „Grace“

ganz lieb – sie ist security manager…

MotoMaxx in Haspe ist leicht zu finden,

ganz nah an der A1-Ausfahrt Volmarstein,

ganz nah an der B7, ganz nah an den beliebtesten

Biker-Strecken zwischen Ruhrgebiet,

Sauerland und dem Bergischen. A

propos – im Bergischen gibt es eine weitere

MotoMaxx-Dependance, und zwar

in Remscheid in der Kipperstraße 26. Da

ist Open House am 18. April. Und a propos

Ruhrgebiet: Weil aller guter Dinge

drei sind, eröffnet MotoMaxx im Herbst

in Wattenscheid Standbein Nummer drei.

Text: Martin Krehl,

Fotos: Harley-Davidson, Inc.

LEBE DEIN LEBEN. IN H-D.

OPEN HOUSE AM . APRIL 20 5 VON 9 BIS 5 UHR

BEI MOTOMAXX HARLEY-DAVIDSON ® HAGEN.

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Komm vorbei und starte durch.

Entdecke mehr aus der Welt von Harley-Davidson.

Wir freuen uns auf Dich!

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AUTO

VIELSEITIGKEIT BEI

PREMIUM CARS PETERS

NEU: LAND ROVER DISCOVERY SPORT, VOLVO XC90 UND JAGUAR XE

LAND ROVER DISCOVERY SPORT

Das Warten auf den neuen Premium-Kompakt-SUV

von Land Rover hat sich gelohnt:

Der Land Rover Discovery Sport ging am

28. Februar 2015 bei Premium Cars Peters

mit einem Aktionstag an den Start – mit innovativem

Design, dynamischem Charakter

und richtungsweisenden Ideen wie der

optionalen 5+2-Sitzkonfiguration.

Bei der Einführung hatten die Gäste direkt

vor Ort die Möglichkeit, einen Wunschtermin

für die erste Probefahrt zu vereinbaren.

Neben dem neuen Discovery Sport,

konnte man auch die aktuellen Produktangebote

des Kooperationspartners LU-

CKY BIKE erleben und testen. Für die musikalische

Unterhaltung sorgte ein DJ von

Simple Made, außerdem wurden die Gäste

von Mario Kube – Rolling Cocktails mit

leckeren Kreationen verwöhnt und Overkamp

servierte ein Fingerfoodbuffet.

Genau diese Vielseitigkeit kam bei den

Gästen sehr gut an, berichtet Geschäftsführer

Günter Buchholz. Die Innovation,

Komfort- und Leistungsstärke des Discovery

Sport machen das Fahrzeug zum idealen

Begleiter für den Alltag „Wir haben

ein tolles Produkt vorgestellt und zahlreiche

Gespräche an dem Tag bei uns geführt“

freut sich der Geschäftsführer von

Premium Cars Peters. „Alles in allem war

das ein rundum gelungener Tag.“

DER NEUE VOLVO XC90

Der neue Volvo XC90 bietet das gewisse

Extra und überzeugte damit die Jury des

Plus X Award, des weltgrößten Innovationspreis

für Technologie, Sport und Lifestyle.

Gleich vier der begehrten Gütesiegel,

die seit nunmehr zwölf Jahren vergeben

werden, sichert sich das Flaggschiff

der schwedischen Automobilmarke: die

Kategorien Design, Innovation, High Quality

und Bedienkomfort.

Der neue Volvo erfüllt diese Kriterien wie

kaum ein anderes Fahrzeug, denn auf diese

Faktoren wurde bei der Entwicklung

höchster Wert gelegt. Es ist das erste

Fahrzeug von Volvo mit der neuen Designsprache.

Klare Linien sowie das Spiel

mit Licht und Schatten sorgen für einen

eleganten, dynamischen Auftritt und verkörpern

gleichzeitig den schwedischen

Lebensstil in unverwechselbarer Weise.

Im Bereich Innovationen fährt das Premium-SUV

mit weltweit einzigartigen Sicherheitsfeatures

wie dem Kreuzungsbrems-

Assistenten und der Run off Road Protection

vor, die die Insassen beim Abkommen

von der Straße schützt. Ein liebevolles,

handgearbeitetes Detail – der Schalthebel

aus hochwertigem, schwedischem Kristallglas

von Orrefors – ist nur ein Beispiel

für die hohe Qualität des Volvo XC90.

Maximalen Bedienkomfort bietet der wie

ein Tablet funktionierende Touchscreen

im Zentrum der Mittelkonsole, der das

Herzstück des neuen Infotainment-Systems

bildet. Dieses innovative System

kommt fast ohne Knöpfe aus und bietet

völlig neue Bedienmöglichkeiten sowie

Zugang zu zahlreichen Internet-basierten

Produkten und Diensten.

JAGUAR XE

Der neue Jaguar XE setzt als Sportlimousine

neue Zeichen in der Premium-Mittelklasse.

Seine zu 75 Prozent aus Aluminium

bestehende Leichtbaukonstruktion, die

zugleich luftwiderstandsarme (Cw-Wert:

0,26) wie markante Karosserie in aktueller

Jaguar Design-DNA, das hochwertige

Interieur, das agile Fahrwerk und modernste

Infotainment-Lösungen machen

ihn zum sprichwörtlichen „Fahrerauto“

seiner Klasse. Zugleich setzt er Bestwerte

48 TOP


AUTO

Foto: © Schütze

Kümmerten sich um die Gäste: Rouven Weuler (Lucky Bike), Melanie

Tellmann (Premium Cars Peters) und Mario Kube (Rolling Cocktails).

bei Verbrauch, Aerodynamik und Verwindungssteifigkeit.

Mit je zwei hochmodernen

Vierzylinder-Diesel- und Benzinmotoren

der Ingenium-Baureihe (CO 2

-Emissionen

minimal 99 g/km) und einem dem

Top modell XE S vorbehaltenen 3,0-Liter-

V6 (Topspeed 250 km/h) deckt Jaguar ein

breites Leistungsspektrum ab. Die zwischen

120 kW (163 PS) und 250 kW (340 PS)

starken Triebwerke leiten die Kraft via

Achtstufen-Automatik oder – exklusiv für

die Diesel – Sechsgang-Schaltgetriebe an

die Hinterräder. Fünf Ausstattungs-Linien

sprechen Sportfahrer ebenso an wie komfortverwöhnte

Kunden. Der neue Jaguar

XE startet zu Preisen ab 36.450 Euro im

Sommer 2015. Interessenten können sich

auf www.xe-circle.de registrieren, um weitere

Informationen zu erhalten.

„The car is the closest thing we will

ever create to something that is alive –

zu Deutsch: „Unter den jemals von

uns geschaffenen Dingen ist das Auto

dasjenige, das etwas Lebendigem am

nächsten kommt.“

Dieser Leitsatz von Jaguar-Gründer

Sir Williams Lyons diente den Vätern

des neuen Jaguar XE als Richtschnur.

Zwei Faktoren tragen zu der Lebendigkeit

des kompaktesten und leichtesten

Jaguar der Firmengeschichte besonders

bei: Die Aluminium-Leichtbauweise mit

einem Rohkarosseriegewicht von lediglich

342 Kilogramm und die modernen

Vierzylinder-Motoren der komplett neu

entwickelten Ingenium-Baureihe. Das

extrem robuste und zugleich leichte

Monocoque ist so verwindungssteif wie

keine andere Jaguar-Karosserie vor ihr.

In Kombination mit den Aufhängungen –

eine vordere Aluminium-Doppelquerlenkerachse

und hintere Aluminium-Integral-Einzelradaufhängung

– garantiert der

neue XE ein betont dynamisches Handling,

das die erstmals überhaupt in einem

Jaguar eingesetzte elektromechanische

Servolenkung weiter perfektioniert.

Der Anteil von 75 Prozent Aluminium

ist ein neuer Bestwert für die Mittelklasse

und drückt beim 2,0-Liter-E-Performance-Turbodiesel

(120 kW/163 PS)

den Verbrauch im kombinierten Zyklus

auf 3,8 Litern/100 km (analog 99 g/km

CO2). Das andere Ende des Leistungsbandes

markiert der Jaguar XE S mit 360

PS – er sprintet in nur 5,1 Sekunden von

0 auf 100 km/h.

COUPÉARTIGES PROFIL

Der lange Radstand von 2.835 Millimeter

und die niedrige Sitzposition sorgen für

ideale Proportionen und ein coupéartiges

Profil. Die in bester Jaguar-Tradition

sorgfältig ausgewählten und liebevoll verarbeiteten

Materialien und Oberflächen

verleihen dem Innenraum des neuen XE

ein besonderes Flair. Technische Stoffe,

feinnarbiges Leder und – je nach Ausstattung

– doppelte Kontrastnähte und

zweifarbig gestaltete Türverkleidungen

und Sitze spenden der Kabine eine wie

maßgeschneidert wirkende Qualität. Sie

zeugen ebenso von hochwertiger Handwerkskunst

wie Dekoreinlagen in glänzend

Schwarz, strukturiertem Aluminium,

Holz oder Kohlefaser.

TOP 49


AUTO

SO SCHÖN

KANN PRAKTISCH SEIN

DER NEUE CLA SHOOTING BRAKE

Einstiegsmodell in die CLA Shooting Brake

Palette ist der CLA 180 mit 90 kW (122

PS). Darüber rangieren die Modelle CLA

200 mit 115 kW (156 PS) sowie mit jeweils

155 kW (211 PS) der CLA 250, der CLA 250

4MATIC und der CLA 250 Sport 4MATIC.

DAS TOP MODELL: DER CLA 45 AMG

Den Wunsch nach überlegener Dynamik

erfüllt das Topmodell, der CLA 45 AMG

Shooting Brake, mit einem attraktiven

Technik-Paket. Der weltweit stärkste

in Serie gefertigte Vierzylinder-Turbomotor

begeistert mit einer Leistung

von 265 kW (360 PS) und beschleunigt

den CLA 45 AMG Shooting Brake

von null auf 100 km/h in 4,7 Sekunden.

Weitere technische Highlights sind das

AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang Sportgetriebe,

der vollvariable Allradantrieb

AMG Performance 4MATIC, die leistungsstarke

Bremsanlage und das vom

Set-up bis hin zu den Achsen speziell

entwickelte Fahrwerk.

Dynamischer Durchzug gepaart mit

höchster Effizienz zeichnet insbesondere

die beiden Dieselaggregate aus: Der CLA

200 CDI leistet 100 kW (136 PS), besitzt

einen Hubraum von 2,2 Litern sowie ein

maximales Drehmoment von 300 Nm. Der

kombinierte Kraftstoffverbrauch beträgt

lediglich 4,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer,

in Kombination mit 7G-DCT Doppelkupplungsgetriebe

sogar nur 3,9 Liter/100

km. Der CLA 220 CDI verfügt ebenfalls

über 2,2 Liter Hubraum und leistet 130

kW (177 PS) sowie 350 Nm und benötigt

nur 4,0 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer.

Optionen wie die elektrisch betätigte

EASY-PACK Heckklappe oder das Laderaum-Paket

verbessern den Komfort und

die Variabilität der Laderaumnutzung.

Das Laderaum-Paket umfasst neben der

Cargo-Stellung der Fondsitzlehnen eine

Faltbox, eine 12-V-Steckdose sowie ein

zusätzliches Ablagenetz seitlich im Laderaum.

Auf Wunsch ist für ein noch exklusiveres

Ambiente zudem der Ladeboden

mit Aluminiumleisten nebst Antirutsch-

Einlegern und abschließbarem Aluminiumgriff

erhältlich. Eine abklappbare Anhängevorrichtung

mit ESP® Anhängerstabilisierung

ist optional verfügbar.

LIMITIERT: DIE ORANGEART EDITION

Mit aufregenden Designdetails setzt das

limitierte Sondermodell OrangeArt Edition

zur Markteinführung spannende Akzente.

Erhältlich ist es mit allen Motorisierungen.

Orange Zierelemente in Verbindung

mit ausgewählten Ausstattungen

wie zum Beispiel AMG Line und Night-Paket

unterstreichen die sportliche Linie.

Für einen sportlich-markanten Auftritt

sorgen die 45,7 cm (18“) AMG Leichtmetallräder

im Vielspeichen-Design schwarz

lackiert mit orangem Felgenhorn sowie

die orangen Zierelemente an Front- und

Heckschürze. Die Bi-Xenon-Scheinwerfer

tragen einen orangen Akzentring.

50 TOP


AUTO

Ab dem 28.03. steht er in der Mercedes-Benz Niederlassung Dortmund: der neue CLA Shooting Brake. Er garantiert ein Höchstmaß an

Freizeitwert und unterstreicht zugleich den Designanspruch des CLA. Die Dachkontur fällt auch hier flach nach hinten ab, gleichzeitig

ist aber mehr Kopffreiheit geboten als im viertürigen Coupé. Der CLA Shooting Brake ist zunächst mit zwei Dieseln, vier Benzinern

sowie dem Allradantrieb 4MATIC erhältlich und kostet lediglich rund 600 Euro mehr als das viertürige Coupé. Bestellt werden kann

das nunmehr fünfte Modell der erfolgreichen Kompaktklasse-Familie von Mercedes-Benz ab sofort.

PAKETE UND AUSSTATTUNGSLINIEN

Exklusive Dynamik kennzeichnet auch

das Interieur mit dem Exklusiv-Paket,

Sportsitzen mit Polsterung Leder/Mikrofaser

DINAMICA in schwarz/orange

und orangen Kontrastziernähten sowie

schwarzen Sicherheitsgurten mit orangen

Akzentstreifen. Das Multifunktions-

Sportlenkrad in Leder im 3 Speichen-

Design, die Instrumententafel in Ledernachbildung

ARTICO, das Zierelement

Aluminium mit Wabenschliff dunkel

und feine Details wie die wiederkehrende

orange Kontrastziernaht im Interieur

vermitteln Freude am Besonderen.

Zur Wahl stehen beim CLA Shooting Brake

ferner die beiden Ausstattungslinien

Urban und AMG Line, jeweils mit vielen

eigenständigen Details bei Exterieur und

Interieur. AMG Line steigert die Sportlichkeit

und Exklusivität des CLA Shooting

Brake. Diese Ausstattungslinie umfasst

unter anderem ein dynamischeres Exterieur

mit AMG Styling, 45,7 cm (18“) AMG

Leichtmetallrädern im 5-Doppelspeichen-

Design und zweiflutiger Abgasanlage mit

verchromten Endrohrblenden. Sportlich

geht es auch im Interieur zu. An Bord sind

unter anderem Sportsitze in Ledernachbildung

ARTICO/Mikrofaser DINAMICA,

ein unten abgeflachtes Multifunktions-

Sportlenkrad und ein mit Leder bezogener

Schalthebel. Das Sportfahrwerk

mit Tieferlegung sorgt für verbessertes

Handling und mehr Fahrspaß. Die Ausstattungslinie

Urban unterstreicht mit

ausgewählten Exterieur- und Interieurausstattungen

ebenso die Dynamik des Fahrzeugs

und ermöglicht weitere Individualisierungen.

Dynamische Akzente setzen im

Exterieur u. a. ein Diamantgrill mit Pins in

Schwarz hochglänzend, die 45,7 cm (18“)

Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-

Design und die zweiflutige Abgasanlage

mit verchromten Endrohrblenden. Zum

sportlichen Charakter im Innenraum tragen

die Sportsitze mit Kontrastziernähten

und ein Leder-Multifunktionslenkrad mit

Perforation im Griffbereich bei.

Mit seiner großen Glasfläche sorgt das

Panorama-Schiebedach auf Wunsch

für ein besonders helles und freundliches

Ambiente im Innenraum. Es besteht

aus einem elektrisch betriebenen

Glasschiebedach zur individuellen

Belüftung des Innenraums und einem

netzartigen Windabweiser. Dieser verringert

bei geöffnetem Dach Zug und

Windgeräusche.

DIE SICHERHEITSAUSSTATTUNG:

VORBILDLICH FÜR DIESE KLASSE

Der CLA Shooting Brake verfügt serienmäßig

über COLLISION PREVENTION

ASSIST PLUS. Dieses Assistenzsystem

erweitert die Funktionen des bisherigen

COLLISION PREVENTION ASSIST um eine

autonome Bremsung zur Verringerung

der Gefahr von Auffahrunfällen. Serienmäßig

ist ebenso die jüngste Generation

des Aufmerksamkeits-Assistenten AT-

TENTION ASSIST. Sie visualisiert mit einer

fünfstufigen Balkenanzeige den aktuellen

Aufmerksamkeitszustand (Attention

Level) des Fahrers und arbeitet nun in

einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich

(60 – 200 km/h).

Darüber hinaus gibt es im CLA Shooting

Brake bewährte Assistenzsysteme wie

das Spurpaket mit Totwinkel- und Spurhalte-Assistent

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TOP 51


MENSCHEN

DAS LEBEN ALS KNACKI

Du weißt, dass sich die Welt verändert hat, wenn deine

eigene Mutter deine Freundschaftsanfrage bei Facebook ablehnt.

Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser, einer der Wegbereiter der deutschen Comedy- und Kabarett Szene, hat sich über die Jahre hin

vom bekannten Moderator und Produzenten zu einem der besten deutschen politischen Stand-upper und Speaker entwickelt.

Dabei hat der Ex-Mr. NightWash mittlerweile seinen ganz eigenen Stil entwickelt: persönlich, schlau, charmant und dabei immer

unglaublich lustig. Er tritt bei der 23. TOP Magazin Dortmund Lounge auf: Ein perfekter Grund für ein Interview.

Der Erfinder von NightWash ist nach 13

Jahren als Moderator abgetreten: Verlustschmerz

oder Befreiung?

90% Befreiung und 10% Verlustschmerz.

Ich habe das Projekt ja erfunden, aufgebaut,

produziert und moderiert. Aber

in den letzten Jahren wurde es immer

schwieriger, meine Linie durchzusetzen.

Immer mehr Menschen, vor allem vom

Sender, wollten an der Besetzung mitbauen

und immer spezifischer wurden

ihre Wünsche, wie Künstler auszusehen

haben. Aber man kann sich Künstler und

Künstlerinnen nicht stricken. Man kann

nur die fördern, die da sind. Und dann

gab es einen Moment, da dachte ich: verabschiede

dich bevor du wirklich keine

Lust mehr hast, aber sorge dafür, dass es

auch nach dir vernünftig weitergeht. Und

rückblickend muss ich sagen, dass es

die richtige Entscheidung war. Die neuen

Ideen sprudeln nur so und die Projekte

stehen Schlange. Wenn mir etwas fehlt,

dann sind das nicht die Auftritte und Sendungen,

sondern die langen Fahrten im

Tourbus mit vielen lustigen Menschen.

Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser ist sicherlich Deutschlands Comedy Coach Nr. 1 und seit

über zwanzig Jahren einer der kreativsten Köpfe der deutschen Comedy-Szene. Formate

wie NightWash, das ZDF-Neo Comedy-Lab, 1Live Hörsaal-Comedy, SWR3 Spasskantine

oder auch das Deutsche Stand-up Festival sind von ihm entwickelt worden. Aber so gerne

er auch schreibt, coacht und produziert, sein Lieblingsort ist und bleibt die Bühne.

Wie sind Sie damals auf die Idee mit dem

Waschsalon gekommen?

Die Idee Waschsalon ist wie viele große

Ideen im Leben eine Mischung aus Nachdenken

und einer gehörigen Portion

Glück. Als alter BWLer habe ich Ende 1999

die deustche Comedyszene genau analysiert

und überlegt: wie kann ich Standup

in Deutschland populärer machen und

damit bestenfalls auch etwas Geld verdienen.

Ich wusste schon damals, dass

wir mehr Comedytalente hatten als viele

dachten, aber mir war auch klar, wenn ich

in ein typisches Kleinkunsttheater gehen

würde, dann würden vielleicht 20-30 Zuschauer

kommen. Also überlegte ich mir,

dass nicht die Zuschauer zu uns, sondern

wir zu den Zuschauern gehen sollten. •

52 TOP


Sparkasse Dortmund und Radio 91.2 präsentieren:

RuhrHOCHdeutsch

im Spiegelzelt

Musik · Kabarett · Comedy · Kunst

25. Juni – 11. Oktober 2015

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Vorverkauf seit 31.1.

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MENSCHEN

Als Auftrittsorte waren damals eine Metzgerei,

eine Bushaltestelle und ein Hotel im

Gespräch. Während eines Sparzierganges

bei unserem alljährlichen Weihnachtsbesuch

in NY kam ich mit meiner Frau an

einem Waschsalon vorbei, wo ich einen

Gast bemerkte, der versuchte seinen Mitwäschern

Gedichte vorzutragen. Das kam

damals, ehrlich gesagt, überhaupt nicht

an, aber der Waschsalon als Auftrittsort

blieb hängen und 6 Monate später begann

ich dann mit NightWash (was übrigens im

ersten Jahr BayWash hieß!)

Viele jetzt bekannte Comedians hatten

ihren ersten größeren Auftritt bei Night-

Wash. Wie findet man solche Talente – und:

fehlt Ihnen die Arbeit mit dem Nachwuchs?

Viel zuhören und Menschen immer

eine zweite Chance geben. Ich wollte

ja immer die Besten fördern, aber die

Besten sind oft in ihrer Anfangsphase

schwieriger und nervöser als andere.

Gerade in dieser Phase muss man

eine stressfreie Atmosphäre schaffen,

ohne aufzuhören Leistung zu fordern.

Und meine Verabschiedung von Night-

Wash heißt ja nicht, dass ich aufhöre

mit neuen Gesichtern zu arbeiten. Ich

habe gerade eine neue Bookingfirma

gegründet: „Stand-up &More“, die sich

bewusst auf junge Stand-up Künstler

konzentriert. Und auch beim Deutschen

Stand-up Festival, das ich ja in Dortmund

gestartet habe, gibt es ebenfalls

einen extra Abend nur für die neuen

Künstler und Künstlerinnen.

Sind Sie mit Ihrem Nachfolger Luke Mockridge

zufrieden?

Natürlich, ich habe ihn ja auch vorgeschlagen.

Aber ich bin mir nicht ganz

sicher, wie lange er das machen wird,

weil er selber gerade durch die Decke

geht und es nicht einfach ist, Solokarriere

und Gastgeberrolle zu verbinden.

Auch ein Grund warum ich mich vor

2 Jahren verabschiedet habe, da ich

gemerkt habe, dass ich mich einfach

mal wieder als Solist austoben wollte.

Was sind denn jetzt Ihre nächsten Pläne?

Oh Gott, da kommt im Moment einiges

zusammen. Zweimal im Jahr toure ich

ja mit meinen eigenen Soloprogramm,

seit dem letztem Jahr werde ich immer

häufig als Redner zu den Themen „Fördern

& Mentortum“ gebucht, nebenher

muss ich mich noch um 3 Firmen

kümmern und ein ganz großes Projekt

wartet ja in Dortmund auf mich: das 2.

Deutsche Stand-up Festival vom 16.07

bis 19.07.2015 im Rahmen des Ruhr-

HOCHdeustch Festivals im Spiegelzelt.

Das ist meine aktuelle Herzensangelegenheit.

Ich finde, dass Stand-up immer

noch nicht die Aufmerksamkeit hat, die

diese Kunstform verdient. 20 Topkünstler

treten an 4 Tagen in 5 Shows auf. Und

am Freitag, den 17.07.2015, gibt es sogar

die erste komplett englische Show. Wenn

ich davon rede, merke ich gerade, wie

ich richtig nervös werde (lacht).

Gefällt es Ihnen im Spiegelzelt? Ist ja doch

ein anderes Publikum und eine andere

Atmosphäre als im Waschsalon …

Es gibt mit Sicherheit schlimmeres

als vom Waschsalon ins Spiegelzelt

zu wechseln und bei uns in Köln hatte

ich immer die Sorge, dass sofort eine

Polonaise entsteht, sobald nur einer

einmal anfängt zu singen. Das Spielzelt

gehört sicherlich zu den 2-3 schönsten

Auftrittsorten in Deutschland. Aber ich

habe Dortmund als extrem offen und

lachfreudig kennengelernt (vor allem

wenn der BVB wieder gewinnt.)

Immer Smoking, immer wie aus dem Ei

gepellt: Früher, mit den „Niegelungen“

sollen Sie sich Ketchup ins Ohr geschmiert

und an „Törnschuhen“ geschnüffelt haben.

Der Punk der frühen Jahre?

Naja, wenn man mich jetzt sieht, dann

bemerkt man sehr schnell, dass ich wohl

die nächste Wandlung durchlaufen habe.

Ich liebe zwar einen guten Smoking, aber

im Moment sehe ich eher wie ein französischer

Weinbauer aus, so zumindest

das Urteil meiner Frau. Ich mag nach wie

vor gute Kleidung, aber der alte Punk

wollte wohl mal wieder etwas raus. Und

seit ich die Klamotten von John Varvatos

gefunden habe, habe ich einen neuen Stil

entdeckt. Passt auch sehr gut zu meinen

neuen Projekten.

Das Interview führte Falk Bickel.

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Dieses – zugegeben etwas überzogene –

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Einkauf und Verwendung mit großer

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organisiert. Ergo: Es wird bei Bedarf

gekauft. Dies hat unerfreuliche Folgen:

Druckkosten sind in Abteilungsbudgets

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DAS BESONDERE FINDEN

Lillas ist weitaus mehr als nur ein Geschäft für Mode. Lillas ist der Hotspot in

Sachen High Class Fashion in Dortmund. Hier erlebt man echte Leidenschaft für

Mode, faszinierend und facettenreich.

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Glanzvolle vier Jahre gibt es Lillas nun

in Dortmund-Kirchhörde an der Hagener

Straße 242. Und im Dezember letzten

Jahres konnte das zweite exklusives

Ladenlokal in der Dortmunder City

im „Rosental 11“ eröffnet werden. Das

Geheimnis des Erfolges? Das ist wohl

die Treue und Begeisterung der Kundschaft

für feine Mode.

Im Mittelpunkt der Showrooms stehen

besonders ausgesuchte Styles und

Outfits. Die Auswahl der Marken und

Designer Labels ist absolut exklusiv.

Niedrige Stückzahlen und große Auswahl

– das ist die Idee hinter Lillas.

Die Liebe und Hingabe für Fashion spiegelt

sich in der Beratung wieder, die persönlich

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beiden Besitzerinnen und ihrem Team gelebt

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wichtig, dass am Ende einer jeden Behandlung ein Erfolg zu erkennen

ist. „Sie dürfen von einer Kosmetikerin erwarten, dass

die Arbeit Wirkungen zeigen“, erzählt die zertifizierte Haut- und

Anti-Aging-Spezialistin. „Bereits vor der Behandlung klären wir

Sie über Möglichkeiten und die zu erwartenden Ergebnisse auf“,

ergänzt sie. Wie bei der Microdermabrasion, die oberflächliche

Verhornungen sanft entfernt und so Wirkstoffe in tiefere Hautebenen

eindringen lässt – eine perfekte Hautpflege mit System.

Claudia Burkhardt · Kosmetikerin, zert. Haut- und Anti-Aging-Spezialistin

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Entdecken Sie die neuen Kollektionen Frühjahr/Sommer 2015.

AGL, Boss, Pertini, Guess, Patrizia Pepe, Pretty Ballerinas und

viele andere zeigen die aktuellen Trends in der Schuhmode.

Das Team von Claudia Hentschel hat für Ihre Kundinnen einiges

parat: Ob frecher Sneaker, verspielte Ballerina, atemraubender

High Heel, ob weiß, colour, glamor – für jeden Auftritt ist

das passende dabei. Und, das Taschenlabel Furla läßt keine

Wünsche offen. „Schauen Sie vorbei, wir freuen uns!“

Shoes & Bags · Claudia Hentschel

Kleppingstraße 28 · 44135 Dortmund · Telefon: 0231-557 48 78

Öffnungszeiten: Montags geschlossen · Di-Fr: 10-18 Uhr · Sa: 10-16 Uhr

Brillen Obert Optiker Jay’s Fashion Store Mode und Accessoires

Den traditionsreichen Optiker gibt es schon seit 1969 in Dortmund.

Seither ist man Spezialist für Kontaktlinsen und Brillen.

Neu im Sortiment – und exklusiv in Dortmund – ist die Kollektion

von Liu Jo. Glamour und natürliche Weiblichkeit prägen

die Kollektionen, die raffinierte Modelle mit stilistischen Details

umfassen und wunderbar zur Mode von Liu Jo passen: Blumenmotive,

Mini-Nieten, gold- und silberfarbene Druckmuster,

glitzernde Logos und Metalldetails verleihen dieser Brillenkollektion

Weiblichkeit, Anmut und Frische. Weitere Labels:

Boss, Burberry, Chrome Hearts, Dilem, Dior, Fendi, Guess,

Gucci, JOOP!, La Martina, Persol, Porsche Design, Quicksilver,

Roberto Cavalli, Tag Heuer – um nur einige zu nennen.

Brillen Obert · Kleppingstraße 24 · 44135 Dortmund · Telefon: 02 31-52 56 71

www.brillen-obert.de · info@brillen-obert.de · Öffnungszeiten: Montag bis

Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr, Samstags von 10.00 bis 16.00 Uhr

Sportlich oder elegant? Ausgefallen oder klassisch? Es gibt Mode,

da muss man sich entscheiden. Und es gibt Mode, die lässt sich

je nach Anlass kombinieren. In Jay’s Fashion Store finden Frauen

genau das: Mode, die Blicke auf sich zieht und trotzdem jeden Tag

getragen werden kann. „Wir bieten unseren Kunden etwas Cooles“,

sagt Inhaber Jochen Derwald. Bei Prosecco oder Kaffee ist

er ein ehrlicher Stilberater: gemeinsam wird das optimale Outfit

gefunden. Seit viereinhalb Jahren führt er Jay‘s mit wachsendem

Erfolg. Das Konzept bezahlbare Designermode im vertrauensvollen,

freundschaftlichen Umfeld, kommt an. Geführt werden u. a.

Marken wie Hemisphere, S.O.S, Circolo 1901 oder UGG. Die Kollektionen

sind immer von den neuesten Messen und „Up-to-date“.

Jay’s Fashion Store · Kirchhörder Straße 80 · Dortmund-Lücklemberg

Telefon: (0231) 72 51 51 93 · info@jays-fashion.de · www.jays-fashion.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-13 und 15-18 Uhr, Samstag 10-13 Uhr

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Sport

NEUN STATIONEN BIS ZUR

VOLLKOMMENEN ERSCHÖPFUNG

Einer wird an diesem Tag noch lauter

sein: Adi, Gründer der CrossFit-Halle

„Invictus“. Er leitet heute das Bootcamp.

Er schickt uns zum Warm-up

(deutsche Begriffe sucht man in diesem

Sport nämlich vergeblich). Wir

laufen ein paar Runden um den Block

und lockern uns. Dann geht es ans Eingemachte:

Neun Stationen stehen auf

dem Programm. An jeder werden wir

eine Minute lang Vollgas geben. Dann

haben wir 30 Sekunden Pause, bevor es

zur nächsten Übung geht. Als sei das

nicht schon genug, gilt es, drei Runden

von diesem Zirkel zu überstehen.

DER HÄRTESTE

SPORT DER WELT

Ich habe mich gequält. Ich habe geschwitzt – ja, ich habe sogar fast geweint vor

Schmerzen. Jetzt liege ich hier. Mitten auf einem Innenhof eines alten Firmengeländes.

Ich schnappe nach Luft. Mein Kreislauf verabschiedet sich ganz verlässlich im

Minutentakt und am liebsten würde ich gerade einfach ganz sanft den Weg in Richtung

Himmel beschreiten. Aber eins lässt mich all das vergessen: ich habe durchgehalten!

Durchgehalten beim wohl härtesten Sport der Welt: CrossFit!

Wir starten in Zweierteams. Meine

Partnerin heißt Julia. Ich also mit einer

Frau?! Na meinetwegen, dann sieht man

wenigstens nicht, dass ich so schwach

auf der Brust bin. Es geht los. Wir sind

an der Sprintstation. Ausdauer und

Schnelligkeit sind gefragt. Ich gebe

Vollgas und halte auch ganz gut mit.

Dachte ich, bis mich Adi an etwas erinnert:

er ist lauter als die Box. „Das darf

auch schneller gehen. Jetzt gib mal Gas“,

schreit er von der Seite. Ich versuche es.

Hole alles aus mir raus – ich halte durch.

Die Minute ist um. Pause. Ab zur nächsten

Station. Da heißt es wieder Vollgas.

MANN ODER MEMME –

DAS IST HIER DIE FRAGE

Wir kommen an den Tauen an. Es gibt ein

schweres und ein leichtes Tau. Es ist ja

wohl ganz klar, welches ich nehme, wenn

ich mit einer Frau im Team bin – richtig,

das schwere. Und genau diese Entscheidung

bereue ich nach zehn Sekunden.

Meine Arme werden schlapp, ich kann

das Tau kaum in Bewegung halten. Doch

Adi brüllt mich wieder an. Die Schweißperlen

laufen mir die Stirn herunter, ich

schreie mittlerweile auch – allerdings

vor Schmerzen. Aber ich halte durch.

Den Kampf der Geschlechter hatte

Eigentlich ist es ein schöner Tag. Eventuell

sogar der bisher schönste in diesem

Jahr. Doch zum Entspannen bleibt

für mich an diesem sonnigen Sonntag

keine Zeit. Ganz im Gegenteil. Für

mich steht heute „Bootcamp“ auf dem

Programm. Ein Zirkeltraining, das als

Einsteigerkurs für den Bereich Cross-

Fit eingestuft wird. Mich erwartet eine

Mischung aus Eigengewichtsübungen,

Gewichtheben, turnerischen Elementen,

Ausdauereinheiten und Balanceund

Koordinationsübungen. Angekommen

auf dem Innenhof eines Firmengeländes,

das seit langem leer steht, entdecke

ich ganz hinten den Schriftzug

„Invictus“. Hier bin ich richtig. Auf dem

Hof stehen schon etliche Hütchen, an

alten Stangen hängen Gummiseile, auf

einer Rampe liegen Medizinbälle. Eine

Musikbox beschallt in ohrenbetäubender

Lautstärke das gesamte Gelände.

60 TOP


Sport

ich sowieso bereits verloren. Julia ist

in unserem Team der Mann – ich die

Memme. In den kommenden Runden

werde ich das leichte Tau nehmen und

trotzdem an meine Grenzen stoßen.

Ähnlich sieht es bei den Liegestützen aus.

Schaffe ich in Runde 1 noch normale Liegestütze,

gehe ich bereits in Runde 2 auf

die Knie – in die Frauenposition. Einzig

und allein die Beinübungen halte ich tatsächlich

ohne größere Schwierigkeiten

durch. Selbst der Sandsack auf meiner

Schulter ist dabei kein Problem. Das einbeinige

Hüpfen durch die Leiter schaffe

ich ebenfalls und auch bei den Sprintübungen

muss Adi mich nicht mehr daran

erinnern, was für ein lautes Organ er

hat. Dazu hat er allerdings bei den Sit-Ups

wieder die Gelegenheit. Er brüllt: „Mach

weiter“. Normalerweise würde ich aufstehen

und gehen, wenn jemand SO mit

mir „reden“ würde. Aber nicht hier. Hier

kämpfe ich – und halte durch.

ENDLICH GESCHAFFT – DACHTE ICH!

In Runde 3 gibt mir mein Körper genügend

Anzeichen, dass er nicht mehr kann.

Aber Adi und Julia, die mich ebenfalls

bei jeder Übung motiviert, haben meinen

Willen geweckt. So halte ich selbst

bei der Tau-Station das Seil in der letzten

Runde in Bewegung. Ich stehe vor der

letzten Übung. Auf einem Bein hüpfe ich

durch die Leiter. Die Wade brennt. Das

ganze Bein ist fast taub – doch ich halte

durch. So lange, bis es geschafft ist.

Dann ertönt er endlich: der erlösende

Pfiff. Das Bootcamp ist vorbei – dachte

ich. Doch Adi hat noch nicht genug. Kein

Wunder, er steht ja auch nur daneben

und schreit uns an. Wir gehen zu einer

Rampe. Sprinteinheiten. Ich stehe wie ein

Häufchen Elend am Startpunkt. „Und los“,

schreit Adi wieder. Da ist sie wieder, diese

Stimme, die irgendetwas in meinem Kopf

auslöst. Ich bündle alle meine Kräfte und

sprinte den Berg hinauf. Drei Mal. Dann

ist es endgültig vollbracht.

Und nun liege ich hier, auf dem Innenhof

eines alten Firmengeländes. Total erschöpft,

schweißgebadet und kaum ansprechbar.

Gezeichnet von der unfassbar

anstrengenden Einheit. Doch eines erfüllt

mich mit Stolz – ich habe durchgehalten.

Und so bekloppt es auch klingt: Es hat

trotzdem Spaß gemacht. Es hat Spaß gemacht

sich zu quälen, an seine Grenzen

zu stoßen und sie sogar zu überschreiten.

Und genau aus diesem Grund werde

ich wiederkommen – spätestens dann,

wenn der Muskelkater es wieder zulässt.

Text: Kevin Pinnow, Fotos: Alexander Paar

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GUTER SERVICE

FÜR EINE BESSERE NACHT

Betten Bormann ist Deutschlands Betten-Fachhändler des Jahres 2015

Haustex Star 2015

Bettenfachhändler des Jahres

Ein guter Tag beginnt mit einer guten Nacht: Das ist das Credo von Sabine und Peter Ellermann, die das traditionsreiche Fachgeschäft

„Betten Bormann“ nahe der Dortmunder City führen: Auf den Verkauf und die umfassende Beratung für hochwertige Schlafsysteme

spezialisiert, geht der Kundenservice wesentlich weiter – und ist so vorbildlich, dass er erst kürzlich einen Preis gewonnen hat.

Danken ihren Kunden und motivierten Mitarbeitern, ohne die der

Preis niemals möglich geworden wäre: Sabine und Peter Ellermann.

Ein gutes Beratungsgespräch beginnt mit

einem guten Kaffee? Nein, das ist nicht

ganz der Anspruch von Sabine Ellermann

– der ist bedeutend höher. „Auch

wenn Sie bei uns den besten Latte Macchiato

der Hamburger Straße bekommen“,

erklärt die Chefin.

Doch ein Bettenkauf ist kein Kaffeekränzchen

– neben dem angenehmen Rahmen

zählt vor allem eine exzellente Beratung.

Und die nehmen Sabine und Peter Ellermann

für sich in Anspruch: „Jeder unserer

Mitarbeiter geht regelmäßig zur Schulung“,

betont das Ehepaar, „auch die Monteure.“

Im letzten Sommer seien allein

zehn Personen zum Thema Wasserbett

fortgebildet worden. „Wir schlagen auch

woanders in großer Zahl auf“, berichtet

Sabine Ellermann von den regelmäßigen

Seminarbesuchen.

ZERTIFIZIERTES KOMPETENZZENTRUM

Als zertifiziertes Kompetenzzentrum „Gesunder

Schlaf“ arbeitet Betten Bormann

eng mit vielen Schlafspezialisten zusammen.

„Zudem sind wir seit Jahren auch

beratend in der Produktentwicklung von

Matratzen und Schlafsystemen aktiv“, erklärt

die Inhaberin. „Durch die Kooperation

mit Ärzten, Therapeuten und Herstellern

sind wir stets auf dem neusten Stand

der Schlafforschung.“

Im Kerngeschäft, also bei hochwertigen

Schlafsystemen, Boxspring- oder Wasserbetten,

gehört bei Betten Bormann ein

Service seit jeher dazu: „Spannbettlaken,

die meist mit einer neuen Matratze angeschafft

werden, erhalten unsere Kunden

vorgewaschen“, betont Sabine Ellermann,

die bis vor kurzem fast jeden Abend eine

oder zwei große Taschen voller Bettlaken

mit nach Hause nahm. Durch die Erweiterung

um ein großzügiges Lager wurde

das Waschen nun in die Firma verlagert.

NULL-PROZENT-FINANZIERUNG

Mit einer Null-Prozent-Finanzierung erleichtert

Betten Bormann vielen Kunden

den Kauf eines hochwertigen Schlafsystems.

Doch damit ist beim Thema Preis

noch nicht Schluss: „Wir geben eine weltweite

Preisgarantie auf alle Produkte“, erklärt

Sabine Ellermann.

Vom klassischen Bettenfachgeschäft, das

ihr Vater gegründet hat, entwickelte Sabine

Ellermann das Unternehmen gemeinsam

mit ihrem Mann konsequent weiter.

Heute definiert sich Betten Bormann als

Schlafraumeinrichter. „Unsere Kunden

waren mit unserer Beratung so zufrieden,

dass sie sich alles aus einer Hand

wünschten“, erzählt sie. Und so wurde

eigens eine Schrankberaterin eingestellt,

um dem Kundeninteresse kompetent zu

begegnen. Mittlerweile sind es drei Mitarbeiter,

die entsprechend ausgebildet sind

und in Einrichtungsfragen komplett beraten

können – auch, wenn es um die Auswahl

von Stoffen oder Teppichen geht.

Lassen Sie sich doch einfach einmal bei

Betten Bormann beraten. Dann bekommen

Sie bei dieser Gelegenheit bestimmt

einen Latte Macchiato serviert – denn der

ist wirklich hervorragend.

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TOP 63


KOLUMNE

DAS

GEWISSE

ETWAS

Ein neues Outfit schenkt uns ein neues Lebensgefühl und

kann uns auch zu einem sichereren Auftritt verhelfen.

Es gibt Menschen, die ein makelloses Erscheinungsbild haben.

Auf den ersten Blick zumindest.

Oft jedoch verlieren genau diese Menschen

auf den zweiten Blick an Ausstrahlung.

Die Ausstrahlung wirkt

gefunzelt und zeugt nicht von einer

wirklich individuellen Note. Menschen

hingegen, die das „gewisse

Etwas“ ausstrahlen, besitzen meist

mehr als nur den „perfekten Look“.

Oft ist es ihre ganzheitliche Wirkung

sowie die innere Haltung, die sie auch

auf den zweiten Blick interessant

erscheinen lassen.

Natürlich trägt das äußere Erscheinungsbild

auch zu einer besonderen

Ausstrahlung bei. Doch spielt auch

die seelische Verfassung eine ganz

entscheidende Rolle. Sie ist ein entscheidender

Schlüssel für ein positives

Lebensgefühl, ein sicheres Auftreten

sowie eine überzeugende Ausstrahlung.

Charisma ist bekanntlich

nicht käuflich. Es gibt jedoch Wege,

den Körper sowie die Selle in Einklang

zu bringen. Ein entscheidender

Faktor, um auch von innen zu

strahlen. Hierzu helfen eine gesunde

Mischung aus gesunder Ernährung,

Sport und Bewegung.

DESHALB …

Seien Sie doch einfach jeden Tag nett

zu sich selber. Denn auch dadurch

entsteht Lebensfreude.


Eure Insa Candrix.

Wohlgefühl

für Haare,

Haut & Seele

LE SALON

FRISEUR · KOSMETIK

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Kleppingstraße 22a · 44135 Dortmund

Tel. 0231 / 92 72 68 33 · www.lesalon-dortmund.de


COMIC

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TOP 65


COMIC | IMPRESSUM

Impressum

TOP MAGAZIN DORTMUND

erscheint im Verlag

BIC Media GmbH & Co. KG

Hohe Straße 1, 44139 Dortmund

Tel. 0231-586 80 80-70 · Fax 586 80 80-79

www.top-magazin-dortmund.de

E-Mail: f.bickel@top-magazin.de

Verleger und Herausgeber: Falk Bickel (ViSdP)

Redaktion: Winfried Appel (ViSdP), Falk Bickel (CvD)

Autoren: Winfried Appel, Falk Bickel, Lea Bickel,

Jens Büchling, Insa Candrix, Martina Lode-Gerke,

Martin Krehl, Bruno Knust, Kevin Pinnow,

Holger Steffens, Britta Röttger, Isabella Thiel (Foto)

Grafikdesign: Marcus Lazzari,

roeske + lazzari, Dortmund, www.roeske-lazzari.de

Fashionberatung: Insa Candrix

Druck: Hitzegrad, Auf dem Brümmer 9, 44149 Dortmund

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion und des Verlages wieder. Für unverlangte

Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine

Verantwortung. Sämtliche Termin- und Ortsangaben beruhen

auf Informationen der Veranstalter und sind ohne Gewähr.

Nachdruck von Beiträgen und Fotos, auch auszugsweise, nur

mit vorheriger Genehmigung. Die Urheberrechte der vom TOP

Magazin konzipierten Beiträge, Abbildungen und Anzeigen

liegen beim Verlag. TOP Magazin erscheint viermal pro Jahr.

Die nächste Ausgabe erscheint im Juli 2015.

TOP MAGAZIN

ist ein eingetragenes Warenzeichen und erscheint in Lizenz

der / verantwortlich für den Titel:

TOP OF THE TOPS & TOP MAGAZIN

International GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG

Wenzelgasse 28 · 53111 Bonn

Telefon (02 28) 96 96-230 · Telefax (02 28) 96 96-242

E-Mail: info@top-magazin.de

Internet: www.top-magazin.de

Geschäftsführung: Ralf Kern

Assistenz der Geschäftsführung: Michaele Dum-Raida

m.dum-raida@top-magazin.de

Managementassistentin: Janina Wallenfang

j.wallenfang@top-magazin.de

Projektleitung: Andrea Volksheimer,

a.volksheimer@top-magazin.de

Chefredaktion: Hannah Welp, h.welp@top-magazin.de

Grafik: Stephan Förster, foerster@top-magazin.de

Webdesign: Dominik Seeger, d.seeger@top-magazin.de

Titelfoto: Bildportal www.fotolia.de Bild-Nr.: 62366057

MICHAEL HOLTSCHULTE, ...

» Jahrgang 1979, lebt mit Hund, Katzen, Spielekonsolen

und Frau in Herten. Dort arbeitet er als Cartoonist

für zahlreiche Zeitungen und Magazine, wie z. B. für

die Süddeutsche Zeitung, den Eulenspiegel, das

M-Magazin oder die Deadline.

» Darüber hinaus illustriert er für verschiedene

Werbeagenturen, Postkarten-, Kinderbuch-, Schulbuch-

und Spieleverlage.

» Wöchentlich veröffentlich er neue Cartoons auf seiner

Seite www.totaberlustig.de oder bei facebook.

com/totaberlustig. Beim Lappanverlag sind bisher

zahlreiche Bücher von ihm oder seiner Mitwirkung

herausgebracht worden, u.a. „iVolution“, „Jesus?!“

oder „Heute darfst Du Dir was wünschen“.

» 2012 wurde Michael Holtschulte mit dem Publikumspreis

des Deutschen Preises für die politische

Karikatur ausgezeichnet.

» Aktuelles Buch: Männer – Frauen: Ein Gelächterkampf

in Bildern, Lappan Verlag

In Lizenz erscheint TOP MAGAZIN mit der

Frühjahrsausgabe 1-2015 in den Städten und Gebieten:

Aachen, Berlin, Bielefeld, Bodensee, Bonn, Chemnitz,

Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Halle, Hamburg,

Hannover, Karlsruhe/Baden-Baden, Heilbronn, Koblenz,

Köln, Leipzig, Luxembourg, Mainz, München, Münster,

Neuss, Niederrhein, Nürnberg, Regensburg, Reutlingen,

Rhein-Neckar, Ruhr (Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen,

Gelsenkirchen, Mülheim, Oberhausen), Saarland, Sauerland,

Siegen-Wittgenstein, Stuttgart, Thüringen, Trier, Ulm/Neu-Ulm,

Würzburg, Wuppertal.

Insgesamt 38 TOP MAGAZINE mit einer Gesamtauflage

von 470.000 Exemplaren.

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 33 vom 01.01.2015

TOP TEN

verantwortlich für die Seiten: 67-74

TOP Promotion Verlags & Marketing GmbH

Promenadenweg 1, 52152 Woffelsbach am See

Telefon: 0 24 73-93 70 96

top-ten@top-magazin.de · www.top-ten-magazin.de

Geschäftsführung: Thomas Schneider,

Beate Schneider (ViSdP)

Anzeigenleitung: Beate Schneider,

b.schneider@top-magazin.de

Anzeigenrepräsentanz: Fedra Sayegh

Ressort Uhren und Schmuck: Beate Schneider

Redaktion: Silke Öttershagen, Alexandra Jungblut,

Beate Schneider

Fotos: Antonio Gravante (Fotolia), Gerhard Braun Galery, CCA

Layout/Gestaltung: Alexander Mack, www.Zweisieben.de

Druck: Weiss-Druck GmbH & Co. KG, Monschau

Der TOP TEN-Bogen erscheint mit einer Auflage von 164.000 Exemplaren

in den Städten: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen,

Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.

66 TOP


800° Grill

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V-Blade

Das perfekte Grill Erlebnis!

Genießen Sie, neben saisonalen á la Carte Speisen, vom 800°C Grill z. B. die

Dry Aged Spezialitäten vom ganzen Pommerschen Färsenrücken, das

Schulterstück vom 100% Vollblut Ibérico oder vom V-Blade eine ganze

Dorade Royal und den gegrillten Pulpo.

Neu: Ab 1.5.15 erwartet Sie auf der mediterranen Terrasse eine zusätzliche

Sommerkarte mit feinsten Speisen aus einem original amerikanischen

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Öffnungszeiten di - so von 18:00h - 00:00h

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Im Gewölbekeller des Dortmunder U

Reservierungen 0231 47647814 oder unter:

www.emil-dortmund.de


AUTO

DAS MIT DER STOFFMÜTZE

SPASS FÜR 4 IM NEUEN 2ER CABRIO

Das 2er Cabrio soll in der Erfolgsspur des kleineren Vorgängers fahren. Nach 130.000 verkauften 1er-Cabrios

stehen dem Zweier alle Türen offen. Die Nummernrevue bei BMW geht weiter. Wie schon eine Klasse weiter

oben der Nachfolger des 3er-Cabrios zum 4er wurde, hat auch die neue Generation des Einsteiger-Cabrios der

Bayern eine Zahl zugelegt. Also nicht mehr 1er, sondern 2er.

Im Vergleich zum 1er-Ahnen gibt es beim

BMW 228i Cabrio einen Längenzuwachs

von 7,2 Zentimetern. Ab Ende Februar

pünktlich zur Cabrio-Saison kommt der

Hecktriebler auf die Straße. Er dürfte sich

einer ähnlich großen Beliebtheit wie das

2er Coupé erfreuen, denn auch der offene

Viersitzer ist ein wahrer Spaßmacher.

GUT ZUGELEGT

Gegenüber dem Vorgänger hat das 2er

Cabrio in jeder Hinsicht zugelegt. Seine

Front wirkt massiver und aggressiver als

bisher. Mit 4,432 m ist es um 72 mm länger,

mit 1,774 m um 26 mm breiter und

mit 1,413 m sogar um zarte 2 mm höher.

Selbstredend ist auch der Radstand um

30 mm gewachsen und der Kofferraum

hat je nach Dachstellung um 20 bzw. 30 l

zugelegt (auf 280 bzw. 335 l). Angesichts

von so viel Wachstum in alle Richtungen

und einer um satte 20 Prozent verbesserten

Steifigkeit der Karosse können

die 30 kg Mehrgewicht gegenüber dem

Vorgänger leicht verschmerzt werden.

Viele Cabrio-Freunde dürften ins Grübeln

kommen, ob der nach wie vor mit

einer standesgemäßen Stoffmütze ausgestattete

2er nicht die bessere, weil

emotionalere Wahl ist. Und wer genau

hinschaut: der neue Bayer wirkt auf den

ersten Blick gar nicht mal so klein. Und

das, obwohl er ab sofort das kleinste

Cabrio der Bayern ist – den offenen Mini

einmal außen vorgelassen.

DAS IN TERIEUR

Der Innenraum überzeugt mit dem

BMW-typischem Bootsdeck-Charakter.

Ganz besonders schön: der harmonisch

fließende Verlauf von Schulterlinie

und Verdeckkasten sowie der in

Ruheposition hinter den Fond-Kopfstützen

verborgene Überrollschutzbügel.

Dazu ein fahrerorientiertes Cockpit;

die hochwertige Material- und

Verarbeitungsqualität mit modellspezifischen

Akzenten durch die Mittelkonsole

mit Oberflächen in Schwarz

hochglänzend, Einfassungen in Chrom-

Ausführung für die Lüftungsauslässe

und ein neu gestaltetes Display für die

Klimaautomatik runden die sehr gelungene

Optik wie Haptik ab.

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AUTO

Ob der zentrale Bordmonitor jetzt bei

Sonneneinstrahlung wie versprochen

besser ablesbar ist, war noch nicht

verifizierbar. Sehr wohl jedoch, dass

die Verarbeitungs- und Material-Qualität

im Cockpit nichts zu wünschen

übrig lässt und auch hier die volle

Bandbreite der Fahrdynamik-Welten

von BMW via Wahltaste abrufbar ist.

Das geht vom sportlich harten Kurvenräuber

bis zum tiefenentspannten Öko-

Gleiter samt Segelfunktion.

VERBESSERTES VERDECK

Was schon jetzt gesagt werden kann:

Der Öffnungs- und Schließmechanismus

des Verdecks funktioniert bis zu einer

Geschwindigkeit von 50 km/h tadellos.

Die Verwandlung passiert in 20 Sekunden

auf Knopfdruck. Und die bessere Isolierung

des Verdecks konnte ausführlich

getestet und für gut befunden werden.

Im Cockpit halten sich die Wind- und

sonstigen Fahrgeräusche bei geschlossenem

Dach in so angenehm engen

Grenzen, dass keine Sehnsucht nach

einem Klappdach aufkommt, wie es der

größere Bruder mitschleppen muss.

Ins Gepäckabteil passen mit seinen 335

Litern auf Wunsch fünf Wasserkästen

hinein – vorausgesetzt, das Stoffverdeck

ist geschlossen. Sollte dies nicht der Fall

sein, reicht entweder ein Knopfdruck bis

Tempo 50 oder ein Klick auf der Fernbedienung,

um diesen Zustand zu ändern.

NAHE DRAN SEIN

Letzteres funktioniert allerdings nur in

unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug, da der

Verschluss-Mechanismus über keinerlei

automatische Stopp-Funktion verfügt –

anders als zum Beispiel bei Fenstern oder

Schiebedächern. Mal eben lässig von der

Bar das Dach zumachen geht daher nicht.

Nah genug dran oder drin, sonst ist 20 Sekunden

später die Show vorüber.

Bemerkenswert ist beim neuen Sportler,

dass unter der schwarzen Stoff-

Haube Fahrer mit bis zu zwei Metern

Gardemaß keinerlei Stoff-Kontakt mit

dem Dach bekommen. Die Ergonomie

passt vorbildlich und sie Sportsitze

sind exzellent. Hinzu kommt die angenehm

ruhige wie dynamische Atmosphäre

im 2er-Innenraum, den man

bestens vom Coupé kennt.

VIER MOTOREN ZUM MARKTSTART

Apropos Dynamik: Fürs zügige Vorankommen

stehen vier Motorisierungen

zur Wahl – alle entweder mit einem

manuellen 6-Gang-Getriebe bzw. einer

8-Gang-Automatik kombinierbar. Neben

dem Vierzylinder-Diesel im 220d (190 PS)

die beiden Vierzylinder-Benziner mit 184

bzw. 245 PS und der aus der M-Performance-Kraftkammer

stammende Dreiliter-Reihensechszylinder

mit 326 PS im

M235i. Im Juni folgt dann als Einstiegsvariante

der 218i mit dem neuen Dreizylinder

des Hauses. Später wird auch Allradantrieb

als Option zur Verfügung stehen.

EINE KLASSE FÜR SICH

Lenkung, Bremsen und Schaltung sind

nicht nur in diesem Segment eine Klasse

für sich. Das stramme Fahrwerk lässt

sich auf Knopfdruck noch strammer

oder komfortabler machen; ganz nach

Wunsch des Piloten und dem entsprechenden

Tatendrang. Zumindest beim

326 PS starken Topmodell des BMW

M235i Cabrio gibt es auf Wunsch einen

Allradantrieb. Der wird sich mit seinen

böse brummenden sechs Zylindern

jedoch nicht mit nur 5,9 bis 6,6 Litern

Super auf 100 Kilometern zufrieden

geben, wie seine kleinen Brüder.

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GESUNDHEIT | ANZEIGE

VITAMIN D UNTERSCHÄTZTE SONNENENERGIE

In letzter Zeit ist Vitamin D stark in den Fokus gerückt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass

viele Erkrankungen durch einen Vitamin D–Mangel entstehen. Dies verwundert nicht, denn zahlreiche

Stoffwechselvorgänge werden maßgeblich von Vitamin D beeinflusst. So spielt es eine große Rolle für den

Knochenstoffwechsel, die Insulinausschüttung, Nerven und Gehirn, das Immunsystems und vieles mehr.

Wellness–Angebote an. Ausbildungen,

Kurse & Seminare eröffnen Möglichkeiten,

neue und eigene Erfahrungen in

einem geschützten Raum zu machen,

die die Entwicklung und Persönlichkeit

fördern. Darin eingebunden ist das Life

Coaching, das eigene Potentiale freisetzen,

neue Lebenswege aufzeigt und

festgefahrene Muster lösungsfokussiert

bearbeiten kann.

FÜR WEITERE FRAGEN:

Naturheilzentrum Harmony & Balance

Nona Simakis & Thomas Kuhnhenne

Hohle Eiche 11 · 44229 Dortmund

Telefon: +49(0)231/ 72 70 684

E-Mail: praxiskuhnhenne@ymail.com

www.naturheilpraxis-kuhnhenne.de

NONA

SIMAKIS

Autorin, Life Coach,

Wellness therapeutin,

Martial-Arts-Lehrerin

Vitamin D wird mit Hilfe der UV-Strahlung

der Sonne über die Haut gebildet.

Nur etwa 20 Prozent können über die

Nahrung aufgenommen werden. Die Haut

sollte täglich mindestens 30 Minuten in

Kontakt mit der Sonnenstrahlung sein,

um genügend Vitamin D aufnehmen zu

können. Aufgrund der geografischen

Lage und der hohen Konzentration von

Staub- und Schmutzpartikeln in der Luft

erreicht die lebensnotwendige UV-Strahlung

nur zum Teil die Erde. Deutschland

ist ein Vitamin D Mangel–Land! Untersuchungen

zeigen, dass die Tendenz

dahingeht, dass über 60 Prozent der

Deutschen einen zu niedrigen Vitamin

D–Spiegel haben. Dies hat weitreichende

Folgen: Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen,

Depressionen, Knochen-

und Muskelprobleme. Auch häufige

grippale Infekte sind nicht selten ein

Anzeichen für einen Vitamin D–Mangel.

Zusammenhänge zwischen schweren

Erkrankungen wie Asthma, Diabetes,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs

und einem erniedrigten Vitamin D–Spiegel

werden von der Wissenschaft nicht

mehr ausgeschlossen. Im Naturheilzentrum

Harmony & Balance haben neun

von zehn Patienten einen sehr niedrigen

Vitamin D–Spiegel. Daher sollte einbis

zweimal im Jahr das Blut untersucht

werden, um bei niedrigen Werten sofort

hochdosiert Vitamin D3 einzunehmen.

Leider übernehmen die Krankenkassen

weder die Untersuchung noch die Therapie,

doch halten sich die Kosten in

erschwinglichen Grenzen. Deshalb: oft

Sonne tanken!

ÜBER DIE PRAXIS

Das Naturheilzentrum Harmony &

Balance basiert auf der ganzheitlichen

Betrachtung der verschiedenen

Ebenen des Menschen und bietet individuell

abgestimmte Therapie-und

- Reiki-Meisterin seit 1989 (japanisches

und westliches System)

- 15. Dan Bujinkan Taijutsu, Trägerin

des Golden Dragon Award

- freie Journalistin

- Dozentin und Ausbilderin für

Autogenes Training

- Therapeutin für japanische Therapien:

Koho Anma (einzige Therapeutin in

Deutschland) und Hichibuku Goshinjutsu

- Gründerin Ousia-System der

Selbsterkenntnis

THOMAS

KUHNHENNE

Heilpraktiker, Sportheilpraktiker

und

Wellnesstherapeut

- Schwerpunkt:

Traditionelle Chinesische Medizin

- Therapeut Hichibuku Goshinjutsu

- Dozent und Ausbilder für Autogenes Training

- Therapeut für Ausleitungsverfahren

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Beraterforum | Anzeige

SOMMER, SONNE,

STEUERN SPAREN?

Oder: Ferienimmobilien als Renditeobjekte

Immer wieder werden wir angesprochen, inwiefern sich eine Ferienwohnung zum Steuern sparen eignet. Grundsätzlich sind auch bei

kurzfristig vermieteten Immobilien die dafür anfallenden Kosten im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung mit den Einnahmen zu

verrechnen. Der hierbei entstehende Gewinn oder Verlust wirkt sich im Rahmen Ihrer steuerlichen Veranlagung aus.

100 % Fremdnutzung – volle

Abzugs fähigkeit der Aufwendungen

Bei Ferienwohnungen ist zu beachten,

dass die Kosten nur abzugsfähig sind,

soweit sie mit der Vermietung zusammenhängen.

Sofern Sie eine Immobilie zu

100 % vermieten (ohne Eigennutzung),

können selbstverständlich sämtliche

Kosten geltend gemacht werden. Das

bedeutet, dass Sie die Anschaffungskosten

der Immobilie über 50 Jahre verteilt

absetzen können, ebenso können

die Instandhaltungskosten, Schuldzinsen,

Geldbeschaffungskosten, Kosten

für Vermittlung und Reinigung usw. mit

den Mieteinnahmen verrechnet werden.

Eigennutzung – anteilige

Kürzung der Aufwendungen

Sollte es allerdings Zeiten der Eigennutzung

geben, müssen die vorgenannten

Kosten entsprechend zeitanteilig gekürzt

werden. Das bedeutet bei 12.000 EUR

Kosten pro Jahr und 3 Monaten Eigennutzung

pro Jahr, dass Sie 9.000 EUR Kosten

steuerlich geltend machen können. Wichtig

ist hierbei, dass Sie dem Finanzamt

bei der Betrachtung eines Zeitraums von

30 Jahren einen Totalgewinn im Zusammenhang

mit der Vermietung Ihrer Immobilie

nachweisen können.

Immobilie im Ausland

Noch attraktiver ist es, wenn sich die

vermietete Immobilie im Ausland befindet,

denn hier ist die Eigennutzung

sicherlich noch interessanter. Um einen

etwaigen steuerlichen Verlust in Ihrer

deutschen Steuererklärung nutzen zu

können, muss sich Ihre Ferienimmobilie

allerdings in Spanien oder in Finnland

befinden. Nur mit diesen Ländern gibt

es Doppelbesteuerungsabkommen, die

nicht dem Land, in dem die Immobilie

belegen ist das ausschließliche Besteuerungsrecht

zusprechen, sondern auch

Deutschland als Wohnsitzstaat. Hierbei

wird dann die bereits im Ausland auf

die Einkünfte gezahlte Steuer angerechnet

(hierzu gibt es einige Ausnahmen).

Die Ermittlung der im Ausland erzielten

Einkünfte erfolgt dann für Ihre deutsche

Steuererklärung nach den Grundsätzen

der deutschen Steuergesetzgebung. Das

kann zur Folge haben, dass Sie nach dem

Steuerrecht des Auslands einen Gewinn

erzielen, in Deutschland aber einen Verlust

(oder umgekehrt).

Konkret bedeutet das für Sie, dass Sie

sowohl in dem Land, in dem Ihre Immobilie

belegen ist, als auch in Deutschland

steuerliche Verpflichtungen zu

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Beraterforum | Anzeige

erfüllen haben. So kann z.B. in Spanien

auch eine ausschließlich privat

genutzte Immobilie zu steuerlichen

Belastungen führen, da bei sog. Nicht-

Residenten für die Eigennutzung Steuern

erhoben werden.

Beratung vor Ort

Es ist unerlässlich, dass Sie sich bereits

im Vorfeld eines Immobilien erwerbs im

Ausland vor Ort entsprechend steuerlich

beraten lassen, um zum einen Ihre dortigen

steuerlichen Verpflichtungen zu kennen

und zum anderen auch die Möglichkeit

zu haben, günstigere Gestaltungen

für den Kauf und die Vermietung (z.B.

über eine Gesellschaft o.ä.) in Anspruch

zu nehmen.

Immobilienerwerb im Ausland

Bei dem Erwerb einer Immobilie im

Ausland ist es entscheidend, dass

Sie einen Profi an Ihrer Seite haben,

der sowohl den Markt kennt als auch

mit dem Recht des entsprechenden

Landes im Detail vertraut ist. Nur so

können Sie verhindern, dass Sie als

Ortsunkundiger benachteiligt sind.

Vielfach sind die rechtlichen Gegebenheiten

nicht mit unserem Rechtssystem

vergleichbar. So ist es zum Beispiel

in Spanien möglich, dass Immobilien

mehrfach verkauft werden, da der

Erwerber nicht zwingend ins Grundbuch

eingetragen werden muss, um

eine wirksame Eigentumsübertragung

vorzunehmen.

Selbstverständlich gibt es Möglichkeiten

sich dagegen rechtlich wirksam

zu schützen, aber dazu benötigen Sie

die Hilfe eines Rechtsanwaltes, den Sie

im Vorfeld eines Immobilienerwerbs

neben einem Steuerberater ebenfalls

konsultieren sollten.

Fazit

Gerade eine Immobilie im Ausland ist

möglicherweise viel weniger aus steuerlicher

Sicht (Verlustnutzung), sondern

eher unter dem Aspekt der Renditeerzielung

interessant. Das hat zur

Folge, dass Sie sich möglicherweise

gar nicht in Länder begeben, die mit

Deutschland das steuerliche Anrechnungsverfahren

praktizieren, sondern

eher in Länder, in denen Ihre Gewinne

niedriger als in Deutschland besteuert

werden und der dort erzielte Gewinn

nur Ihren Steuersatz hier in Deutschland

erhöht (Progressionsvorbehalt).

Sofern Sie sich derzeit schon im Spitzensteuersatz

befinden, haben Sie

dann durch diesen keine steuerliche

Benachteiligung in Deutschland zu

befürchten.

Fragen?

Sicherlich sind noch einige Fragen

offen geblieben. Bitte sprechen Sie uns

an! Wir freuen uns auf Sie! Auch wenn

Sie Kontakt zu Juristen und Steuerberatern

im Ausland aufnehmen möchten,

können wir Ihnen möglicherweise

weiterhelfen.

Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren,

sonnigen Frühling. Ihr Team von bopa

Mehr Zeit für andere Dinge!

Mit unserem bequemen

Hol- und Bringservice für Ihre

Buch führungsunterlagen.

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BERATERFORUM

HUND UND RECHT:

HAT DER JOGGER VORFAHRT?

WAS HUNDE DÜRFEN UND WAS NICHT LEGEN VIELE STÄDTE IN VERORDNUNGEN

FEST. HÄUFIG MÜSSEN ALLERDINGS GERICHTE ENTSCHEIDEN.

Muss ich meinen Hund in der Stadt anleinen?

Einige Bundesländer z. B. Berlin und

Schleswig-Holstein legen feste Verordnungen

für Grünanlagen, Spielplätze,

Sportflächen und Friedhöfe fest. Auch

Großstädte schreiben Leinenpflicht vor,

teils in der gesamten Innenstadt. Sie

greift oft zusätzlich in öffentlichen Gebäuden,

im Umkreis von Schulen und Kindergärten

sowie überall dort, wo viele Menschen

sind wie zum Beispiel in Fußgängerzonen,

auf Volksfesten und Märkten.

Einige Städte, Hamburg beispielsweise,

verbieten es, Hunde auf Wochenmärkten

oder Volksfeste mitzunehmen. In Köln

sind Hunde auf Spielplätzen verboten.

Verstöße kosten bis zu 600,00 Euro Bußgeld.

Sogar die Leinenlänge wird häufig

geregelt: Meistens höchstens zwei Meter.

Für große Hunde – teils ab 40 Zentimeter

Widerrist oder 20 Kilogramm Gewicht –

gilt Leinenpflicht sogar auf allen Straßen.

Es ist somit gerade für Hundehalter von

enormer Bedeutung, sich bei den jeweiligen

Städten über die hierfür geltende

Verordnung zu erkundigen. So ist es zum

Beispiel im Dortmunder Raum so, dass

im Aplerbecker Wald Leinenpflicht gilt,

während im Schwerter Wald dies nicht

der Fall ist. Hierbei handelt es sich eigentlich

um einen einheitlichen Wald, welcher

lediglich durch die Stadtgrenze Dortmund/Schwerte

(welche selbstverständlich

nicht sichtbar ist) getrennt ist. Hieran

kann man feststellen, dass auf engstem

Raum unterschiedliche Verordnungen

gelten. Somit ist es für den Hundebesitzer

ratsam, sich über die örtlichen Gegebenheiten

zu erkundigen.

Darf ich den Hund im Haus und auf dem

Hof laufen lassen?

Auch hierfür schreiben einige Städte Leinen

vor. In Berlin und Schleswig-Holstein

gilt Leinenzwang im Treppenhaus von

Mehrfamilienhäusern und auf Wegen zu

Wohnhäusern. Auch Wohneigentümer

dürfen Leinenpflicht in Treppenhaus, Flur

und Garten festlegen. Sie dürfen aber auch

das Gegenteil entscheiden. Das Landgericht

Itzehoe sah kein Problem, als Wohnungseigentümer

das Spielen mit Hunden

auf dem Rasen erlaubt (Az: 11 S 58/13).

Müssen Jogger für Hunde bremsen?

Ja, sonst haben sie eventuell eine Mitschuld.

Wenn etwas passiert, meint das

Oberlandgericht Koblenz, als ein Läufer

stürzte, kann dieser eine Mitschuld haben.

Im vorliegenden Fall hatte der Läufer

den Hund gesehen, war aber stur weitergelaufen.

Das Gericht zog 30 % vom

Schmerzensgeld ab. Die Hauptschuld traf

aber den Halter wegen der Gefährdungshaftung.

Aus Juristensicht stellen Hunde

immer ein Risiko dar. Hierbei ist es den

Juristen scheinbar bislang noch verborgen

geblieben, dass in erster Linie die

Halter der Hunde das Risiko darstellen.

Selbst bei einem noch so friedlichen Vierbeiner

bleibt ein Rest Unberechenbarkeit.

Daher haftet der Halter auch, wenn dem

Biss ein Fehlverhalten des Opfers vorausging.

Man kann nicht erwarten, dass sich

jeder Hund artgerecht verhält oder jeder

weiß, was hundegerechtes Verhalten ist.

Muss ich den Hund anleinen, wenn im Wald

Spaziergänger kommen?

Das ist höflich, aber nicht Pflicht. Es

kommt darauf an, wie gut Ihr Hund

erzogen ist. Wenn er aufs Wort hört,

zum Beispiel in einer Hundeschule

war, und wenn er bei Begegnungen

mit Fremden aggressiv war, reicht es

auf Feldwegen, ihn mit Befehlen und

Zeichen zu führen. Aber während der

Brut- und Aufzuchtzeit von Vögeln und

anderen Tieren, meist schon April bis

Mitte Juli sehen viele Städte auch in

der freien Natur Leinenzwang vor.

Hafte ich, wenn mein Hund jemanden

beißt, der ihn streichen will?

Nein, wer auf einen Hund zugeht um ihn

zu streicheln, muss selber aufpassen.

Dass so etwas bei einem Tier passieren

kann, muss jeder wissen. Das erklärte das

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BERATERFORUM | ANZEIGE

Oberlandesgericht Celle einem Vater, dessen

10-jähriges Kind von einem Hund gebissen

wurde. Er wollte einen Hund streicheln,

den der Besitzer vor einem Laden

angeleint hat. Auch ein 10-Jähriger sollte

schon in der Lage sein zu erkennen, dass

bei einem Tier immer etwas passieren

kann. Grundsätzlich sollte man immer

erst den Halter eines Hundes fragen, ob

man das Tier streicheln darf oder nicht.

Wie verhält es sich, wenn der Hund nur

Leute anbellt?

Dann kommt es darauf an, wie bedrohlich

er bellt. Als ein Radfahrer vor Schreck

hinfiel, weil ein Hund angestürmt kam und

erst drei Meter vor ihm stoppte, musste

der Halter Schmerzensgeld zahlen. Ähnlich

entschied das Oberlandesgericht

Nürnberg, als eine 86-Jährige stürzte.

Ein Schäferhund kam schwanzwedelnd

auf sie zugelaufen und hat an ihrem Stock

geschnuppert. Das ältere Menschen erschrecken,

damit musste der Halter rechnen:

7.500,00 EUR Schmerzensgeld. Das

Oberlandesgericht hielt es dagegen für

überzogen, dass ein Radfahrer gleich eine

Vollbremsung hinlegt und stürzte, weil

ein Hund auf ihn zulief: Kein Schmerzensgeld.

Hieran kann man erkennen, wie weit

die Rechtsprechung auseinandergeht und

was die Anforderungen in diesen Fällen

an den jeweiligen Hundehalter bzw. anderen

anderweitig Betroffenen stellt. Prinzipiell

ist es immer ratsam, gegenseitige

Rücksichtnahme walten zu lassen.

Ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung

notwendig oder nicht?

Diese Versicherung ist zwingend notwendig.

Jeder Tierhalter sollte sie haben. Die

Schäden, die ein Hund z. B. im Straßenverkehr

anrichten kann, können für den Halter

existenzgefährdend sein. Hierbei sollte die

Versicherungssumme mindestens 3 Mio.

Euro pauschal für Personen- und Sachschäden

betragen. Günstige Verträge kosten

meist 60,00 bis 90,00 Euro pro Jahr. Es

ist ratsam darauf zu achten, dass folgende

Leistungen mit umfasst sind:

• Deckschäden: falls Ihr liebesdoller Vierbeiner

eine Rassehündin schwängert

• Mietsachschäden: versichert Schäden

in Wohnungen, auch in gemieteten Ferienimmobilien

• Welpenschutz: sichert Jungtiere in den

ersten zwölf Monaten automatisch mit ab

• Auslandsschutz: weltweit

Ist der Halter gehalten, die Hinterlassenschaft

seines Hundes einzusammeln, wenn

dieser auf der Straße sein Geschäft macht?

Viele Städte und Gemeinde verlangen

das. Einige Kommunen, wie etwa

Offenbach schreiben sogar vor, dass

Hundehalter immer Plastiktüten bei

sich haben. Die Bußgelder betragen

35,00 Euro bis 100,00 Euro. Im Wiederholungsfall

oft das Doppelte. Der Halter

kann sich sogar strafbar machen

wegen unweltgefährdender Abfallbeseitigung.

Denn Hundekot kann eine

Infektionsgefahr darstellen, vor allem

auf Liegewiesen und Spielplätzen. Es

sollte jedoch eigentlich selbstverständlich

sein, dass jeder Hundehalter seine

Hinterlassenschaften in der Öffentlichkeit

beseitigt. Es gibt in den jeweiligen

Fachgeschäften für ganz geringfügige

Beträge jeweilige Hundetüten, welche

der Hundehalter bei seinem Spaziergang

mit sich führen kann, ohne unnötigen

Ballast mit sich zu schleppen.

Auch dies ist eigentlich ein Gebot der

gegenseitigen Rücksichtnahme. Wenn

ein Hundebesitzer seinen Dreck nicht

wegmacht, sind meist die Ordnungsämter

zuständig. Allerdings sind sie teils

schwer erreichbar. Wer in so einem

Fall die 110 anruft, muss damit rechnen,

dass der Polizeibeamte ungehalten

reagiert. Die Notrufnummer ist für

den Fall reserviert, dass jemand dringend

Hilfe braucht.

Wie verhält es sich beim Bellen des Hundes?

In erster Linie sollte mit dem Halter

geredet werden. Wenn er nichts ändert,

kann das Ordnungsamt festlegen, dass

das Tier mittags und nachts nur unter

Aufsicht ins Freie darf. Machen Sie

ein Lärmprotokoll. In Unna schrieben

Nachbarn wochenlang Tage und Uhrzeiten

auf. Das reichte dem Richter als

Beweis. Der Hund durfte von 22:00 Uhr

bis 6:00 Uhr und an Sonntagen nicht

mehr ins Freie.

Darf ein Vermieter Hunde verbieten?

Ein generelles Verbot im Mietvertrag

ist unwirksam. Aber der Vermieter darf

verlangen, dass Sie eine Zustimmung einholen.

Pauschal verweigern darf er sie

nicht. Er muss jeden Einzelfall prüfen:

Rasse, Größe und Verhalten des Vierbeiners.

Gibt es andere Hunde im Haus,

fühlen Nachbarn sich gestört? Stellt sich

später heraus, dass der Hund Nachbarn

belästigt, zum Beispiel durch ständiges

Bellen, kann der Vermieter die Erlaubnis

wieder entziehen.

Wie viele Hunde kann ich halten, wenn im

Mietvertrag nichts zu Tieren steht?

Nicht mehr als einen, entschied das Amtsgericht

München. Die Mieter hielten fünf

kleine Taschenhunde in einer 2,5 Zimmerwohnung

mit 98 m². In Hamburg hingegen

erlaubte das Amtsgericht Rheinberg einer

Mieterin einen zweiten Labrador-Retriver

in einer 50 m² Wohnung. Der Vermieter

hatte den ersten Hund genehmigt, wollte

den zweiten aber nicht. Als Faustregel

kann gelten, zwei Hunde sind gerade

noch möglich, mehr aber kaum. In einer

Eigentumswohnungsanlage kann die Gemeinschaft

wie jede Wohnung maximal

ein Tier festlegen. Aber vorliegend sollte

sich jeder Hundehalter fragen, wie viele

Hunde überhaupt noch artgerecht in einer

Wohnung gehalten werden können, wobei

insbesondere die Größe und die Dauer des

Auslaufes berücksichtigt werden sollten.

In allen bislang aufgeführten Fällen ist es

jedoch so, dass die gegenseitige Rücksichtnahme

größtenteils die meisten Probleme

vermeidet.

Des Weiteren gilt jedoch in altbewährter

Manier: „Wenn Sie unsicher sind, fragen

Sie Ihren Anwalt – nicht Ihren Apotheker,

Ihre Stammtischfreunde und schon gar

keine Facebook-Freunde“.

Rechtsanwalt Dirk Niehaus

Schwanenwall 17 · 44135 Dortmund

Telefon: 0231- 58 44 87-0

Telefax: 0231- 58 44 87-29

niehaus@schwanenwall-17.de

Spezialgebiete: Arbeitsrecht, Vertragsrecht,

Verkehrsrecht, Familienrecht

Foto: Isabella Thiel

TOP 83


DORTMUND

EINE BOMBEN-STORY

Wie ein Schweizer Käse erscheint das Gelände rund um die alte Westfalenhalle auf dem historischen Luftbild. Jeder Krater

zeigt einen Bombeneinschlag. Doch viele der Fliegerbomben des Zweiten Weltkriegs sind nicht detoniert. Blindgänger – sie

sind das Erbe dieser schlimmen Zeit. Die Luftbild-Auswerter beim Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung versuchen

diesen Blindgängern auf die Spur zu kommen: und sie müssen dabei sehr genau hinschauen.

Der Bombenalarm kam genau zwei Tage

vor dem Derby. Ende Februar wurde auf

dem Parkplatz West am BVB-Stadion –

mal wieder – ein Blindgänger entdeckt.

Die britische 250-Kilo-Bombe lag in fünf

Meter Tiefe direkt hinter der Haupttribune

und wurde nach gezielter Suche bei

Umbauarbeiten des VIP-Bereichs gefunden.

Die Fliegerbombe konnte erfolgreich

entschärft werden. Das Derby des BVB

gegen den FC Schalke fand an dem folgenden

Samstag wie geplant statt, und

es endete bekanntlich mit einem viel zu

knappen 3:0-Sieg für unsere Borussen –

was in diesem Zusammenhang ziemlich

nebensächlich erscheint.

Für den BVB war es bereits der zweite

Bombenfund auf eigenem Grund. In den

90iger Jahren fand man eine Fliegerbombe

beim Ausbau des Westfalenstadions

direkt unter dem Spielfeld. Eine Vielzahl

weiterer Blindgängerfunde kommt in

Dortmund und Umgebung hinzu. Für die

Entschärfung einer englischen Luftmine

auf dem Gelände der Firma Wilo an der

Nortkirchenstraße fand Ende November

letzten Jahres eine der größten Evakuierungs-Aktionen

der Nachkriegszeit statt.

Über 17.000 Menschen mussten ihre Wohnungen

und Häuser verlassen. Im September

zuvor fand man in Hombruch einen

250-Kilo-Blindgänger. Im November 2013

war es eine 1,8-Tonnen-Luftmine, ebenfalls

in Hombruch, weshalb 20.000 Menschen

im Umkreis 1,5 Kilometern um den

Fundort evakuiert werden mussten.

BOMBENSUCHE AM COMPUTER

„Das größte Problem sind nicht die großen

Bombentrichter, sondern die kleinen

Einschläge,“ sagt Ubbo Mansholt, Dezernent

für Luftbildauswertung bei der

Bezirksregierung Arnsberg und erklärt,

dass die kleinen Krater möglicherweise

auf die Bomben hinweisen, die nicht explodiert

sind und bis heute für viel Aufregung

sorgen. Schließlich müssen die

so genannten Blindgänger, die vor Bau-

84 TOP


DORTMUND

arbeiten nach gezielter Suche oder auch

zufällig gefunden werden, in gefahrvoller

Arbeit entschärft und entsorgt werden. In

ihrem Amtsgebäude in Hagen am Fuße der

Hohensyburg arbeiten die Experten der

Luftbildauswertung täglich daran, dass es

weniger Zufallsfunde gibt und nicht detonierte

Fliegerbomben aus dem Zweiten

Weltkrieg gezielt gesucht und gefunden

SICHERHEIT BEIM BAUEN

Die Auswertung der Luftbilder für Dortmund

und Umgebung ist Aufgabe des

Kampfmittelbeseitigungsdienstes der

Bezirksregierung Arnsberg, die darüber

hinaus für ganz Westfalen-Lippe zuständig

ist. Aktiv werden die Luftbildauswerter

immer dann, wenn die kommunalen

Ordnungsämter die Luftbildauswertung

Bei einem konkreten Blindgängerverdacht

für ein bestimmtes Grundstück

wird die Abteilung „Kampfmittel-Detektion“

damit beauftragt, vor Ort mit

Sonden und Bohrungen die zuvor am

Computer ausgemachten Blindgänger

zu finden. Nur rund 40 Prozent aller

Verdachtsfälle auf Blindgängeralarm

bestätigen sich dabei.

KEIN ENDE IN SICHT

Nicht jeder Blindgänger stellt eine

Gefahr dar: sprich nicht jede Bombe,

die noch in der Dortmunder Erde

schlummert, muss zwingend entschärft

werden. Eine Entschärfung ist nur dann

nötig, wenn tatsächlich gebaut wird.

„Solange ein Blindgänger nicht angetastet

wird, geht keine Gefahr von der

Bombe aus,“ sagt Mansholt.

Die vornehmliche Aufgabe der Luftbildexperten

ist vor allem, bei Bauarbeiten

für Sicherheit zu sorgen. Ob und wann

ein Blindgänger entschärft werden soll,

ist wiederum Sache des städtischen Ordnungsamtes.

Die Experten der Bezirksregierung

Arnsberg geben lediglich eine Risikobewertung

ab.

Eines scheint indes ziemlich sicher: Angesichts

hunderttausender Bomben,

die im Zweiten Weltkrieg auf Dortmund

geworfen wurden, wird man den letzen

Bomben-Blindgänger vermutlich nie finden.

„Jede fünfte bis zehnte Fliegerbombe

ist nicht detoniert, schätzt Mansholt.

Da wünscht man sich nur noch eines: Nie

wieder Krieg.

werden. Mit Hilfe der mittlerweile nahezu

vollständig digital archivierten Luftbilder

der Alliierten gehen die Luftbildauswerter

am Computermonitor auf Bombensuche.

Rund 250.000 Luftbilder stehen den Experten

der Bezirksregierung für ihre Auswertungen

zur Verfügung.

Die gezielte Luftbildauswertung findet

erst seit den 1970iger Jahren statt. Bis

weit in die 90iger Jahre hinein hatte man

lediglich Zugriff auf nur etwa 20.000 Bilder.

„Erst danach öffneten die Alliierten

ihre Archive und stellten den deutschen

Behörden weiters Bildmaterial und Dokumente

zur Verfügung,“ weiß Mansholt.

für ein bestimmtes Gebiet in Auftrag

geben. Der Grund: Für jede Baugenehmigung

in Dortmund ist die sogenannte

Bestätigung über Kampfmittelfreiheit

nötig. Zwischen 600 bis 800 Anträge

aus Dortmund landen jährlich bei den

Luftauswertern der Bezirksregierung in

Hagen. Bis zu 6.000 pro Jahr sind es für

die Region Westfalen-Lippe. Für jeden

Auftrag nehmen die Luftbildexperten

30 bis 40 Luftaufnahmen unter die

Lupe. „Bei den vielen Angriffen wurden

die alten Bombentrichter überlagert,“

erklärt Mansholt und ergänzt: „Deshalb

verfolgen wir den gesamten Verlauf

einer Bombardierung.“

Text: Jens Büchling

TOP 85


Sport

ERFOLGREICH IM

ELEMENT WASSER

Nach König Fußball, Boxen, Tennis, Reiten, Radsport und zuletzt Rudern ist jetzt der

traditionsreiche und ebenso erfolgreiche Dortmunder Schwimmsport im Rahmen unserer

Portraitserie über junge Dortmunder Leistungssportlerinnen und- sportler an der

Reihe – was wir direkt mit einem dicken herzlichen Glückwunsch beginnen: Denn die

Damen-Freistilstaffel der SG Dortmund e.V. ist nicht nur amtierender Deutscher Meister,

sondern wurde ontop zur „Dortmunder Mannschaft des Jahres 2014“ gewählt. Für das

TOP Magazin legten die vier jungen Leistungsschwimmerinnen an ihrer Trainingsstätte

im Volksbad eine kurze Pause ein und plauderten mit uns über das Erreichte.

Ihre Freude war grenzenlos: Alina Weber

(20), Hannah Freiwald (22), Denise

Gruhn (24) und Kerstin Lange (24) –

so heißen die zuletzt so erfolgreichen

Schwimmerinnen der 4 × 100-Meter-

Damen-Freistilstaffel der Startgemeinschaft

der Sportschwimmer in Dortmund

e.V. (kurz SGDO), die kürzlich zur

Dortmunder Mannschaft des Jahres

2014“ gewählt wurde.

Bei der spannenden Endausscheidung,

die Anfang Februar in der Mercedes-

Benz-Niederlassung an der Wittekindstraße

stattfand, konnte sich die

Damenstaffel gegen zwei bärenstarke

Mitbewerber behaupten: Gegen die

U17-Mannschaft von Borussia Dortmund

als Deutscher Meister 2014

sowie Oberliga-Aufsteiger ASC 09 rechnete

man sich zunächst kaum eine

Siegchance aus. Doch als der Abstimmungsbalken

bei 38,1 % stehen blieb,

und die zwei anderen Balken kürzer

waren, fand der Jubel bei den Dortmunder

Nachwuchs-Schwimmerinnen

keine Grenzen. „Wir sind super glücklich.

Damit haben wir nicht gerechnet,“

sagt Denise Gruhn stellvertretend für

das ganze Team.

ERFOLGE UND TITEL

Dass diese Wahl auf die Damenmannschaft

des SG Dortmund fiel, darf man

getrost hoch verdient und durchaus

überfällig nennen. Zuletzt im April

vergangenen Jahres holten sie bei den

Deutschen Schwimmmeisterschaften

in Berlin den Titel. Nach einem vom

Startblock an gelungenen Wettkampf

schlug Schlussschwimmerin Hanna

Freiwald im Finale nach 03:49,13 Minuten

an und sicherte einmal mehr den

Deutschen Meistertitel für die SD Dortmund.

Und das war beileibe nicht der

erste Streich. Dreimal in Folge stand

beispielsweise die 4 × 200-Meter-Freistilstaffel

bei den letzten Deutschen

Schwimmmeisterschaften ganz oben

auf dem Treppchen. Siegreich war

auch die 4 × 100-Meter-Lagenstaffel der

SGDO-Damen, die zuletzt im Jahr 2013

Deutsche Meister wurde.

Alina Weber, Kerstin Lange, Denise Gruhn, Hannah Freiwald, Foto: Heike Hundshagen

VIEL TRAINING UND STUDIUM

Täglich vier Stunden trainieren die jungen

Nachwuchsschwimmerinnen im Volksbad.

Hinzu kommt eine Stunde Athletik-

Training pro Tag für den gezielten Muskelaufbau.

Prof. Dr. Volker Höltke, Cheftrainer

der SG Dortmund sieht die Gründe

für die Erfolge so: „Die Mädels sind allesamt

talentiert, haben Trainingsfleiß und

sie setzen genau das um, was man ihnen

sagt.“ Und wie sehen die jungen Damen

das? „Die viele Zeit, die wir miteinander

verbringen, hat uns zu einem eingeschworenen

Team gemacht. Wir alle lieben vor

allem den Staffel-Wettkampf, weil er super

spannend ist und jede von uns der

anderen hilft“, sagt Kerstin Lange.

86 TOP


Sport

Wirtschaftswissenschaften in Bochum

und Kerstin Lange das Fach Statistik an

der Uni Dortmund. Denise Gruhn studiert

ebenfalls in Bochum, die Fächer

Mathematik und Sport auf Lehramt,

und Hanna Freiwald studiert an der Uni

Münster Zahnmedizin.

SPORTLICHE ZIELE

Das nächste große sportliche Ziel der vier

Nachwuchsschwimmerinnen ist die Sommer-Universiade

2015 in Südkorea. „Klar

will jede von uns daran teilnehmen“, sagt

Denise Gruhn, und ergänzt: „Doch auch

wenn wir zuletzt im Team erfolgreich waren,

der Weg zur Nominierung wird für

jede einzelne von uns sehr schwer.“

Im Trainingsalltag setzt Höltke, der

als Aktiver selber zweimal Deutscher

Meister war, auf eine Trainingsmethodik,

die ganz auf hohe Qualität und optimale

Schwimmtechnik ausgelegt ist,

und: „Zu meiner Trainingsphilosophie

gehört auch, dass die jungen Damen

neben dem Hochleistungsschwimmen

etwas Ordentliches lernen,“ so Höltke,

der neben seinem Trainerdasein für

die Sportklinik Hellersen im Bereich

Leistungsdiagnostik tätig ist. „Seine“

Mädels erfüllen auch in dieser Hinsicht

die Anforderungen. Alina Weber studiert

Aktuell gute Chancen darauf hat vor allem

das Küken im Team, Alina Weber, die von

Bundestrainer Henning Lambertz kürzlich

zu einem internationalen Sichtungswettkampf

im französischen Nizza eingeladen

war. „Das war echt cool für die deutsche

Staffel-Nationalmannschaft schwimmen

zu dürfen, auch wenn meine Zeiten noch

nicht so richtig gut waren“, sagt Weber.

Zur Perspektivgruppe Schwimmstaffel für

Olympia in Rio 2016 gehört sie bereits.

Ob daraus sogar eine Teilnahme wird?

Warten wir’s ab. Ursula Happe, die große

Dame des Dortmunder Schwimmsports,

würde sich über weitere Erfolge zweifelsohne

freuen. Sie gewann Anno 1956 bei

den Olympischen Spielen in Melbourne

in Australien die Goldmedaille über 200

Meter Brust und gehörte bei der Preisverleihung

der vier jungen SGDO-Schwimmerinnen

in der Mercedes-Niederlassung zu

den ersten Gratulantinnen.

Dass die großartige Tradition des Dortmunder

Schwimmsports erfolgreich

fortgeführt wird, dafür stellt auch Peter

Heckmann, erster Vorsitzender des SG

Dortmund e.V. die Weichen. „Wir haben

erst kürzlich ein neues auf breitere

Nachwuchsförderung ausgelegtes Konzept

installiert und gleichzeitig den

Leistungssportbereich optimiert. Wir

wollen Kinder und Jugendliche frühzeitig

für den Schwimmsport begeistern

und so eine bessere Basis auch

für erfolgreiches Leistungsschwimmen

schaffen.“ Wir halten die Daumen und

wünschen gutes Gelingen.

Text: Jens Büchling

TOP 87


WIRTSCHAFTSSERIE

STARKE SÄULEN

Dortmund ist im übertragenen Sinne

ein aktiver Tausendfüßler,“ sagte Thomas

Westphal, Geschäftsführer der

Wirtschaftsförderung Dortmund in unserem

Interview im vergangenen Jahr

und meinte damit die breite Branchenvielfalt

im Dortmunder Wirtschaftsgefüge.

Wir haben daher die neue Serie

Dortmunder Dynastien“ ins Leben gerufen.

Nach der IT-Branche im letzten

TOP Magazin rücken wir diesmal die

Versicherungs- und Finanzwirtschaft

in den Fokus.

Bier, Kohle und Stahl, das war einmal in

Dortmund, und als das Ende dieser glorreichen

Dortmunder Dynastien da war,

da betraten auch Zyniker und Spötter die

Bühne. „Na, auch bei der Conti?“ – so frotzelten

Mitte der 80iger durchaus einige

Leute von Außerhalb, als man die Continentale

Versicherung als nunmehr einzigen

verbliebenen großen Brötchengeber

in der Stadt ausmachte, der seinerzeit übrigens

Hauptsponsor des BVB war.

Die Häretiker hatten nicht gänzlich

Unrecht. Dortmund stand seinerzeit

noch am Anfang des Strukturwandels,

der in der Folge zügig voranging. Die

Stadt hat sich seitdem allseits offenbar

bis heute zu einem wirtschaftlich

beeindruckenden Tausendfüßler entwickelt

und weiter zu einem dynamischen

Innovations-Standort für zukunftweisende

Technologien sowie Handel und

Dienstleistungen.

STARKE SÄULEN

Die Versicherungs- und Finanzwirtschaft

gehört seit jeher zu den starken

und tragenden Säulen des vielseitigen

wirtschaftlichen Fundaments der Stadt.

Der Beschäftigungsanteil von 5,21 Prozent

(Deutschland 3,42 Prozent, NRW

3,56 Prozent) in der Versicherungsund

Finanzwirtschaft belegt, dass die

in Dortmund verankerten Versicherungen

und Kreditinstitute mit ihren Aufgabenfeldern

einen wesentlichen Beitrag

für die positive Standortentwicklung leisten

und in Zeiten des wirtschaftlichen

Umbruchs maßgeblich dazu beigetragen

haben, verloren gegangene Arbeitsplätze

anderer Branchen zu kompensieren. In

Dortmund sind rund 10.870 Menschen

(Stand 2013) in diesem hochspezialisierten

Dienstleistungssektor beschäftigt –

Tendenz steigend.

VERSICHERUNGSBRANCHE IN DORTMUND

Etwa 6.100 Beschäftige arbeiten bei den

in Dortmund ansässigen Versicherungsunternehmen.

Damit belegt Dortmund

im Vergleich entlang der Rhein-Ruhr-

Schiene nach Köln und Düsseldorf einen

guten dritten Platz. Deutschlandweit

betrachtet sind zudem echte Branchengrößen

in Dortmund ansässig. Die Signal

Iduna Gruppe (Platz 10) und die Continentale

(Platz 18) finden sich laut Rangliste

der Süddeutschen Zeitung unter den

TOP 20 der deutschen Versicherungen

gemessen an den Beitragseinnahmen.

Beide Unternehmen haben ihren Hauptsitz

bekanntlich in Dortmund. Mit dem

Volkswohl Bund gesellt sich ein weiteres

Großunternehmen der Versicherungsbranche

hinzu. Hinzu kommen rund

80 weitere Niederlassungen nationaler

und internationaler Versicherungsgesellschaften

und- makler. Als da wären

die HDI-Gerling Industrieversicherungen

AG, Allianz AG, HUK, Nürnberger Versicherungsgruppe,

AXA, LEUE & NILL,

BIG, IKK, AOK Nordwest und die Kirchliche

Zusatzversorgungskasse Rheinland-

Westfalen, kurz K|ZVK.

Dortmund ist heute zweifelsohne ein

Oberzentrum der Versicherungswirtschaft.

Ein wichtiger Standortfaktor für

die Branche ist das mitten in der Dortmunder

City gelegene Berufsbildungswerk

der Deutschen Versicherungswirtschaft

e.V. (BWV). Als Berufsverband der

Deutschen Versicherungswirtschaft ist

88 TOP


Dortmunds dynamische Dynastien

es nicht nur Ansprechpartner in allen

Bildungsangelegenheiten rund um die

qualifizierte Aus- und Weiterbildung in

der Branche, sondern leistete so auch

einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.

FINANZWIRTSCHAFT DORTMUND

Der nachhaltige wirtschaftliche Auf- und

Ausbau verlangt bekanntlich nach solider

Finanzierung. Die regionalen Unternehmen,

insbesondere die in Dortmund

dynamisch wachsende Hightech-Branche,

finden am Standort Dortmund eine

Vielzahl renommierter Kreditinstitute,

Vermögensverwalter und Finanzdienstleister

und damit wichtige Partner für

die Unternehmensfinanzierungen vor.

In den Niederlassungen und Geschäftsstellen

der in Dortmund rund 45 ansässigen

Banken und Geldinstituten sind

rund 4.800 Beschäftigte tätig. Zu den

großen Akteuren in der Stadt zählt beispielsweise

die Sparkasse Dortmund.

Das Geldinstitut ist bundesweit unter

den Top 100 aller Banken präsent. Und

die Dortmunder Volksbank eG gehört zu

den größten Genossenschaftsbanken in

Deutschland.

Dass Dortmund als finanzwirtschaftlicher

Standort überregional einen renommierten

Ruf besitzt, wird unter anderem

auch durch die jährlich in den Westfalenhallen

Dortmund durchgeführte

Fachmesse namens DKM unterstützt.

Gemeint ist die deutsche Leitmesse der

Finanz- und Versicherungswirtschaft, zu

der alljährlich im Oktober rund 18.000

Fachbesucher nach Dortmund pilgern

und rund 290 Aussteller in sieben Hallen

unter dem Dach der Messe Westfalenhallen

Dortmund vereint. Zwei wirtschaftlich

wahrlich starke Säulen: Nach der

Dortmunder Versicherungs- und Finanzbranche

wollen wir im nächsten TOP

Magazin Dortmunds „Goldenen Boden“

portraitieren und das Handwerk in den

Fokus rücken.

Text: Jens Büchling

Nicht nur in Dortmund sehr aktiv, sondern auch eine der größten Versicherungen

Deutschlands: die Signal Iduna Gruppe mit ihrer Zentrale direkt an der B1.

TOP 89


Wirtschaft

DUSTMANN SOLL DAS FREUNDLICHSTE

WARENHAUS DORTMUNDS SEIN

Schiffe auf allen sieben Weltmeeren pflügen mit hochwertigen Dula-Einrichtungen in Bars und Shops durch die Ozeanwellen.

Parfümerien in Moskau, trendige Shops im Londoner Selfridges, Top-Juwelierauslagen in Madrid: Überall auf der Welt

hat die Dula-Firmengruppe ihre rund 1000 Mitarbeiter verteilt, die Hauptverwaltung aber bleibt im Dortmunder Stadtteil

Hombruch. Und inmitten dieses dichten Wohnquartiers bleibt auch das Dustmann-Warenhaus. Weil es dort so eng ist,

kann nicht mehr in der Fläche ausgeweitet werden – Dustmann bekommt also einfach eine Etage aufgesetzt.

Das hört sich nicht nur bescheiden an:

Heinz-Herbert Dustmann, geschäftsführender

Gesellschafter der Dula-

Firmengruppe mit Jahreskapazität in

der Größenordnung von 200 Millionen

Euro, freut sich, „wenn mir Leute

erzählen, dass sie bei schlechtem Wetter

zum Spazierengehen in unser Haus

kommen“. Ein größeres Kompliment

kann die Kundschaft dem Chef nicht

machen; wenn die Kunden sich wohlfühlen,

hat die Dustmann-Mannschaft

alles richtig gemacht.

2003 feierte das Warenhaus fernab von

den Kundenströmen der hektischen

City in Hombruch Eröffnung und Dula

50jähriges Bestehen. Immer hat sich

Dula zwischen Regalen und Trennwänden

selbst ein innenarchitektonischhochwertiges

Denkmal gesetzt, hat

weltbekannte Marken im kleinen Hombruch

präsentiert. Aber immer ist das

Haus auch Nahversorger in Hombruch

gewesen, mit zum Beispiel Schreibwaren

oder Drogerieartikeln. Jetzt

bekommen die 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche

noch einmal 1000 Quadratmeter

dazu. „Und es soll in Teilen noch

sehr viel hochwertiger werden“, freut

sich Heinz-Herbert Dustmann schon

auf die Inbetriebnahme in etwa zwei

Jahren. Heute setzen Tommy Hilfiger,

Esprit, Joop, Lacoste oder Marco Polo

Akzente und Maßstäbe, im erweiterten

Haus sollen Marken wie Boss oder

Armani noch dazukommen.

IN ERSTER LINIE LADENBAUER

Das Hombrucher Warenhaus wird ein reines

Markenhaus bleiben, es wird keine

Dustmann-Eigenmarken oder No-Names

geben: „Wir sind in erster Linie Ladenbauer

und Einrichter, das soll auch so bleiben“,

Heinz-Herbert Dustmann hat seine

erfolgsbelohnten, über Jahre bewährten

Prinzipien. Eine Art Dula-Stil gibt es im

weltweiten Ladenbau nicht, da bestimmen

die Auftraggeber das Design. Nur in

Hombruch präsentiert die Dula-Crew die

jeweilige Marke in Dustmann-Ambiente.

90 TOP


WIRTSCHAFT

„Wir wollen das freundlichste Warenhaus

in Dortmund sein und bleiben!“ sagt der

spürbar bodenständig gebliebene Firmenchef

und verweist auf die Maxime

der Ganzheitlichkeit in seiner Firmengruppe.

Die Ladengestaltung, die Lichtführung,

die Markenauswahl sind das

Eine – „die Schulung und Betreuung unserer

Mitarbeiter ist uns genauso wichtig“.

Dustmann graust es vor Kaufhäusern, in

denen die Kunden das gestresste Personal

belästigen. „Unsere Stärke bleibt der

Anspruch, dass sich die Kunden wohlfühlen,

wenn die Mitarbeiter sich an ihren

Arbeitsplätzen wohlfühlen“.

DAS INTERNET KANN NICHT LÄCHELN

Natürlich nimmt Dustmann die vermeintliche

Konkurrenz des computergestützten

Versandhandels zur Kenntnis – und

setzt mit einem ganz schlichten Ausspruch

treffend dagegen: „Das Internet

kann nicht lächeln“. Bei der Alternative

einsam am Monitor sich aus der Flut

von marktschreierischen Angeboten

das richtige auszusuchen, oder individuell

betreut und in Richtung nachhaltige

Qualität beraten zu werden, haben die

Dustmann-Kunden längst entschieden.

Die Dula-Firmengruppe befindet sich am

Stammsitz in Hombruch mit der Hauptverwaltung

in der Endphase einer grundlegenden,

auch energetisch hoch effizienten

Sanierung aller Gebäudeteile. Mit 100

Mitarbeitern zog man zwischendurch in

ein Ausweichquartier, jetzt sind 130 topmoderne

Mitarbeiterplätze in architektonisch

aufwendigen Räumen bezogen worden.

Die zweite Sanierungsphase betrifft

nun das Warenhaus, das erweitert und

umgestaltet wird. Natürlich setzt Dustmann

auch da architektonisch Maßstäbe.

KEINESWEGS IM ELFENBEINTURM

„Wir werden nach der Sanierung nur

noch 20 Prozent unseres alten Energiebedarfes

decken,“ Heinz-Herbert

Dustmann ist darauf zu Recht stolz.

Auch dieser Effekt entspricht der vor

vielen Jahren tatsächlich mal an einem

Wochenende verfassten Philosophie

des reinen Familienunternehmens. Der

Chef fasst es so zusammen: „Wir wollen

immer die Komponenten ökonomisch,

ökologisch und sozial gleichrangig in

unsere Planungen einfließen lassen.“

Innovation steht der Firmen-Maxime

keinesfalls im Wege – im Gegenteil.

Beispiel: Zum Lichtführungs-Konzept

gehört jetzt die Idee, die Helligkeit automatisch

der Tageszeit anzupassen. „Da

wird aber kein Lämpchen ausgeschaltet,

es wird sehr aufwändig und raffiniert

gedimmt,“ Heinz Herbert Dustmann

weiß, dass sich auch die Umsetzung

dieser simplen Idee in kurzer Zeit

amortisiert: „Seltsam, dass das außer

uns so noch niemand umsetzt“.

Die Radikalität des Umbaus hatte zur Folge,

dass kein Dula-Mitarbeiter seinen alten

Arbeitsplatz behielt. Das hat auch vor

den Büros von Marisa und Heinz-Herbert

Dustmann nicht Halt gemacht. Die Dustmanns

zogen in die 7. Etage – „aber im

Elfenbeinturm fernab vom Alltag sind wir

damit nicht“, beugt Heinz-Herbert Dustmann

vor, „wichtige Besprechungen sowie

Konferenzen finden hier statt und unsere

Kunden werden zunächst vor diesem

wunderbaren Panorama empfangen“.

Text: Martin Krehl

TOP 91


GENUSS

DER FEINSCHMECKER: Das Cielo ist

eins der besten Restaurants Deutschlands

Wenn Marisa und Heinz-Herbert Dustmann auf ihrer Büroetage im 7. Stock des Dula-Centers in Hombruch eine Tür öffnen,

sind sie im Himmel. Dustmanns teilen gern mit anderen, in diesem Falle nicht nur den atemberaubenden Ausblick aus

großen Panoramafenstern auf die Dortmunder Skyline mit Hochhäusern, Stadion, Westfalenhallen und Fernsehturm auf

der einen und dem Ardeygebirge auf der anderen Seite, sondern auch die Liebe für kulinarische Hochgenüsse in stilvoller

Atmosphäre. Im „Cielo“ ist nicht nur das Ambiente himmlisch.

Das fanden auch die strengen Kritiker des

Magazins „Der Feinschmecker“, die das

„Cielo“ unlängst in den erlauchten Kreis

der besten Restaurants Deutschlands

aufnahmen. Marisa und Heinz-Herbert

Dustmann haben ihre Vorliebe für das

spanische Lebensgefühl in den Dortmunder

Süden geholt: El Cielo bedeutet „der

Himmel“. Architektin Ulrike Dinand und

Lichtexperte Wilhelm Lennertz ist es mit

weiteren Spezialisten aus dem Dula-Ladenbau-Team

gelungen, ein wahrlich edles

Feinschmecker-Restaurant einzurichten,

das in der Region seinesgleichen sucht.

AUSGESUCHTES UND

HOCHWERTIGES AMBIENTE

Ein ausgesucht hochwertiges Ambiente

mit warmen Erdfarben, durchbrochen

von leuchtendem Türkis und weißer

Mehrschicht-Wandgestaltung, Eichenholz

und Nussbaum, viel echtes Leder –

und dann eine unaufgeregte, aber sehr

anregende Lichtführung bis hin zu einer

LED-Konstruktion, in der das Licht wandert

wie am Hombrucher Himmel.

„Wir hatten Spaß an der Idee, Dortmund

hier oben im Turm unseres Dula-

Centers in Hombruch mit einem gastronomischen

Glanzlicht zu bereichern,

diese Nische fanden wir hier in der

Stadt noch zu wenig besetzt“, Heinz-

Herbert Dustmann hat sich mit Pascal

Sürig einen Küchenchef ins Haus

geholt, der mit seinem Verständnis

von „Open World Kitchen“ offenbar die

Geschmäcker vieler Kenner trifft.

KEIN GEHEIMTIPP MEHR

Urbane europäische Küche mit asiatischen

und marktfrischen Zutaten und

ein bisschen Experimentierfreude bietet

die Küchen-Crew, dazu herausragende

Weine von den besten Winzern.

Das „Cielo“ lädt auch immer wieder zu

besonderen Events ein, etwa an Muttertag,

Vatertag, zu Ostern oder Weihnachten.

Dann gibt es besondere Gaumenkitzel

aus Pascal Sürigs Küche.

Fast schon kein Geheimtipp mehr ist

„Der Himmel brennt“ am 3. Oktober –

dann lockt bei Kerzenschein unterm

Hombrucher Himmel ein außergewöhnliches

Menue, das mit glühender

Leidenschaft komponiert wurde.

Text: Martin Krehl

92 TOP


GESUNDHEIT | ANZEIGE

PERFEKTE ÄSTHETIK MIT VOLLKERAMIK

In der Zahnmedizin existiert für den Zahnersatz kein anderes Material, welches die Ansprüche an Natürlichkeit, Ästhetik und Haltbarkeit besser

verwirklichen kann als Vollkeramik. Dr. Andreas Hordt und Dr. Frank Kirchberg von der smileperfect Zahnarztpraxis für Ästhetik, Implantate

und Funktion in Hamm bieten Vollkeramik-Implantate bereits seit vielen Jahren. Dazu Dr. Hordt: „Der vollkeramische Zahnersatz ist einerseits

selbst für den Fachmann kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Zudem ist Vollkeramik im Vergleich zu konventionellen Implantaten

mit Metall- oder Keramikverblendungen wesentlich langlebiger. Kronen und Brücken aus Vollkeramik sehen auch nach Jahren noch aus wie

zu Beginn, sind außerdem resistent gegen hässliche Ablagerungen und vermeiden Kälte- und Hitzempfindlichkeit.“ Text: Jens Büchling

Vollkeramik besitzt zudem einen extrem

hohen Härtegrad und eine daher große

Bruchfestigkeit. Ein weiterer signifikanter

Vorteil dieses innovativen Werkstoffs:

Vollkeramik ist absolut körperverträglich

und vermeidet Wechselwirkungen

mit anderen Materialien. Dr. Hordt: „Die

komplett metallfreie Zahnversorgung

mit Vollkeramik ist eine gesunde sowie

verträgliche Alternative für Allergiker

und hervorragend geeignet für umweltkranke

und elektrosensible Patienten.

Das gilt für Kronen, Brücken und Veeners

genauso wie für Inlays. So erhält

man sein eigenes Wohlempfinden und

ein strahlendes Lächeln über alle Jahre.“

AUSSERGEWÖHNLICHER

QUALITÄTSANSANSPRUCH

Im Normalfall übernehmen die spezialisierten

Zahntechniker von smileperfect

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Anbieter von für Vollkeramik-Implantate

zusammen. Gemeint ist das Zahntechniklabor

von Nassar Shademan in Kuala

Lumpur in Malaysia. Shademan gehört

auf dem Gebiet der ästhetischen restaurativen

Zahnheilkunde zu den weltweit

gefragten Experten. Mit seinen Highend-

Vollkermaik-Implantaten beliefert er

Dr. Andreas Hordt

Zahnärzte in Asien, Australien, USA und

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gehört ebenfalls dazu und garantiert so

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einer besonderen, höchst exklusiven

Auszeichnung geführt: Seit nnmehr

sechs Jahren gehört smileperfect dem

elitären Kreis „The Leading Dental Centers

of the World“ an – ein internationales

Gütesiegel, welches weltweit nur

40 ausgewählte Praxen tragen. Weiterführende

Informationen finden sich

unter www.smileperfect.de

GEMEINSCHAFTSPRAXIS

Dr. Andreas Hordt & Dr. Frank Kirchberg

Hammer Straße 217 | 59075 Hamm

Telefon: +49 (0) 2381 970 970

E-Mail: info@smileperfect.de

www.smileperfect.de

TOP 93


GESUNDHEIT

DANK „TESSY“: TV-Schauspieler

Petar Knesevic bekam Film-Hauptrolle

Gerade hat er in einem kultig-düsteren Music-Video für Deep Purple den gruseligen Vincent Price dargestellt. An dem Hard Rock-

Schocker allein kann es aber nicht liegen, dass Filmschauspieler Petar Pero Knezevic in diesem Jahr schon die zweite Beißschiene

zerknirscht hat. Jetzt hat sich der junge Dortmunder Physiotherapeut Tesfaldet Zemichael den vor allem nachts zahnschmelz-mahlenden

Kiefer von Pero vorgenommen – mit rasantem Erfolg. Strahlemann Pero sieht sich schon in Hollywood.

Text: Martin Krehl

Tesfaldet ist der Dortmunder Experte für

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD):

„Ich sehe den Menschen ganzheitlich“,

sagt der 1990 aus Eritrea nach Deutschland

gekommene, gerade 28jährige Therapeut.

Der Kiefer ist das kräftigste Gelenk

im Körper: „Wenn er nicht funktioniert,

gerät der ganze Bewegungsapparat ins

Ungleichgewicht. Heute weiß man, dass

Krankheitssymptome eine symbolische

Bedeutungen haben, der Kiefer steht für

Durchsetzungsvermögen und die Zähne

für Aggression und Vitalität.“

Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit,

Kopfschmerzen, Unwohlsein – Patient Pero

kann davon ein Lied singen: „Das Dortmunder

Praxis-Team Buchholz für integrative

Zahnheilkunde hat mich darauf aufmerksam

gemacht, meine Zahnprobleme im Zusammenhang

mit meiner physischen sowie

psychischen Balance zu sehen“.

DIE HEILENDEN HÄNDE VON BAROP

Knezevic bekam CMD-Therapie verschrieben,

Dortmunder Freunde rieten ihm zu

Tesfaldet Zemichael. Der legt seine „heilenden

Hände“ auf Peros hübsches Gesicht,

fühlt und drückt, massiert, schiebt. Alles

ganz sanft, aber zielgerichtet. „Wenn die

Zähne nicht übereinander passen, der Unterkiefer

beim Beißen wegrutscht, nachts

geknirscht und die Sprache undeutlich

wird, dann ist Alarm angesagt“, sagt Tesfaldet

Zemichael. GZSZ-Darsteller und Model

Knezevic, dessen Management in Los Angeles

jetzt tatsächlich daran arbeitet ihn in

Hollywood unterzubringen, bekam jetzt eine

Hauptrolle in „Breakdown Forst“ (Regie

Patrick R. Beckert). Mit Stars wie Martin

Semmelrogge und Ralf Richter steht der

kroatisch-stämmige Wahl-Berliner in der

Rolle eines Polizisten vor der Kamera des

Dortmunders Jann Holzapfel: „Ohne Tesfaldet

könnte ich das nicht.“

Ohne Tesfaldet Zemichaels „heilende Hände“

können viele nicht – etwa die tollkühnen

Männer mit ihren fliegenden Maschinen

bei der alljährlichen ADAC Supercross

Meisterschaft in der Westfalenhalle. Fußballprofis

in Mannschaftsstärke liegen auf

Zemichaels Behandlungsliege, Radsportler

Hans-Peter Durst (gewann Silber bei den

Sommer-Paralympics 2012) und die komplette

Parkour-Truppe Tasmania; sie alle

lassen sich vor, während und nach ihrem

Sport behandeln. Zemichael erfand die „Kinesiologischen

Tapes“, Klebebänder mit

integrierten Kupferplatten. Der ehemalige

deutsche Meister im Kajak Daniel Schulte-

Kump schwört darauf. Tesfaldet Zemichael

bewahrt mit seiner Therapie sogar Unfallopfer

mit aussichtslos erscheinenden

Verletzungen des Bewegungsapparates

vor gefährlichen Operationen.

FILME MIT GITO BLUEEYES

Tesfaldet Zemichael hat also viele Freunde,

einer davon ist „Gito Blueeyes“. Der Dortmunder

Filmemacher, Synchronsprecher

und Fotograf (mit bürgerlichem Namen

Gérard Mestres Pons) und Kameramann

und Fotograf Daniel Dzemailov begleiten

Tesfaldet Zemichael seit langem schon mit

ihrem Equipment. Fantastisch-gute Clips

für Youtube zum Beispiel sind dabei herausgekommen.

Schnitt und Musik ist immer

von Christian Plasa und die Moderation

macht Laura Carina Pielken.

Tesfaldet Zemichael plant für die allernächste

Zukunft Filme über seine Therapien

und Biographien über Menschen, die

ihm imponieren. Aktuell hat er den Mannheimer

Schwergewichtsboxer und Sozialarbeiter

Charly Graf portraitiert.

94 TOP


GENUSS

LOKALMANUFAKTUR

ERÖFFNET

Oberbürgermeister besucht neues Restaurant im Rathaus

Die cateringmanufaktur hat ein Zuhause

bekommen. Bisher war sie die Premium-

Marke, unter der sich die KHC Westfalenhallen

GmbH einen Namen für hochwertiges

Catering gemacht hat. Zusätzlich können

Freunde des guten Essens nun auch

bei der cateringmanufaktur einkehren.

Denn inzwischen hat die so genannte lokalmanufaktur

im Dortmunder Rathaus

eröffnet. Am Freitag ist das neue Restaurant

durch offiziellen Besuch eingeweiht

worden. Neben dem Aufsichtsrat der Westfalenhallen

Dortmund GmbH kam auch

Oberbürgermeister Ullrich Sierau vorbei.

Die Küche der lokalmanufaktur legte sich

angesichts der prominenten Gäste mächtig

ins Zeug. Aufgetischt wurden unter

anderem Matjestatar auf Reibekuchen,

Petersilienwurzelsuppe mit Olivenöl,

Thymian und Blutwurstpraline sowie

Spanferkelrücken mit Bockbierjus.

CRAFT BEERS

In der „lokalmanufaktur“ können Gäste die

gleiche Qualität genießen, die auch die cateringmanufaktur

auszeichnet. Verwendet

werden vor allem regionale Zutaten, das

„echte“ Küchenhandwerk steht im Mittelpunkt

– was der Begriff „Manufaktur“ im

Namen unterstreicht. Passend dazu werden

auch handwerklich gut gemachte Biere,

so genannte Craft Beers, ausgeschenkt.

In Kürze werden sogar zwei Bier-Sommeliers

die Gäste kompetent beraten. Auch

Bier-Tastings wird es geben.

TREFFEN IN GEMÜTLICHER RUNDE

Über zirka 120 Plätze verfügt das neue

Restaurant. Die günstige Lage in der

Innenstadt erlaubt sowohl einen kulinarischen

Abstecher nach dem Einkaufen

wie auch den Besuch in den Abendstunden.

Auf einer Empore gibt es sogar

einen Stammtisch, an dem alte regionale

Gastronomiekultur gepflegt werden

kann: das Treffen in gemütlicher Runde.

TISCHRESERVIERUNGEN

Telefon 0231 / 1 85 73 83

TOP 95


Genuss

AUF DER SUCHE NACH

DEM PERFEKTEN STEAK

Oder warum deutsches Fleisch sich nur zum Schmoren eignet! Eine Provokation?

Mit dieser Ausgabe des TOP MAGAZIN wollen wir eine neue Reihe zum Thema „Lebensmittel und Genuss“ starten und einige

Aspekte intensiver beleuchten. Los geht´s mit dem Thema „Rind“. Zur Seite steht uns dabei der Fleisch-Botschafter, seit neuestem

auch diplomierte Fleisch-Sommelier und Inhaber von DER FILETSHOP Martin Hesterberg sowie weitere Experten.

STEAKS RUND UM DIE WELT

Wenn man eine Umfrage startet, welches

das beste Steak der Welt ist, wird man

eine ganze Reihe unterschiedlicher Antworten

erhalten: Die Zeitschrift „Beef“ hat

das Txugitxu zum besten Steak gekürt,

das Fleisch einer 10-12 Jahre alte Kuh aus

Galizien. Zahlreiche Grill-Freaks schwören

auf das US Prime Beef. Die Italiener

werden das legendäre Bistecca Fiorentina

hervorheben. Auch das australische Rib-

Eye vom Angus-Rind, natürlich das japanische

Kobe oder auch das irische Dry-

Aged Ochsenfilet werden sicher erwähnt.

Denn natürlich ist Fleisch immer auch eine

Frage des individuellen Geschmacks:

Während der Eine vom buttrig-zarten

Aroma der US-Ware schwärmt, steht der

Andere mehr auf den charaktervollen

intensiven Fleischgeschmack der alten

Txugitxu-Kuh. Auffällig ist jedoch, dass

in der Aufzählung niemals eine deutsche

Qualität auftaucht. Warum ist das so?

WIE ENTSTEHT QUALITÄT?

Dazu muss man zunächst die Frage stellen,

wie eigentlich die Qualität des Fleisches

entsteht und wie sie gemessen

wird! Für ein gutes Steak sind mehrere

Faktoren ausschlaggebend:

Fleckvieh

Porterhouse-Steak

• Die Rasse/Genetik:

Es gibt Milchrassen (z. B. Holstein, Jersey)

und Fleischrassen (z. B. Angus, Wagyu,

Hereford, Galloway, Charolais) und solche

mit Doppelnutzung (z. B. das original

Simmentaler Alpenrind, Pinzgauer, Grauvieh).

In Deutschland gibt es zum überwiegenden

Teil Fleckvieh, eigentlich eine alte

Rasse mit Doppelnutzung, die aber konsequent

in Sachen Milchleistung weitergezüchtet

wurde: während eine Kuh vor 60

Jahren etwa 2.000-3.000 Liter Milch pro

Jahr gab, sind es heute bis zu 12.000 Liter!

• Die Fütterung:

Werden die Rinder auf der Weide gehalten

oder im Stall? Für die Weidehaltung

sind natürlich viel größere Flächen erforderlich.

Was wird gefüttert: Gras (definitiv

artgerecht), Getreide (als Zufütterung

artgerecht) oder schnelle Mais-und Soja-

Mast (umstritten)?

• Das Schlachtalter:

Darf das Rind langsam auswachsen

und ein vernünftiges Schlachtalter von

etwa 2-4 Jahren erreichen oder steht

die schnelle Mast, die auch durch Gabe

von Wachstumsbeschleunigern erreicht

wird, im Vordergrund?

MASSE VOR KLASSE

In Ländern wie Australien oder Japan

wird vor allem die Marmorierung des

Fleisches zur Bewertung herangezogen

sowie zusätzlich das Verhältnis von

Muskeln zu Knochen.

In Deutschland bemisst sich die Qualität

des Fleisches jedoch nur nach

dem Gewicht – das heißt diejenigen

Rinder sind die Besten, die am meisten

Fleisch haben. Es wird somit viel

dafür getan, dass die deutschen Jungbullen

im Schlachtalter von 13 Monaten

ein möglichst hohes Schlachtgewicht

aufweisen. Diese Jungbullen

sind die männlichen Nachkommen der

Fleckvieh-Milchrinder. Provokant formuliert

sind sie nichts Anderes als ein

Abfallprodukt der deutschen Milchwirtschaft

und somit das große Pendant

zum männlichen Küken, nur dass

die dort übliche Verfahrensweise bei

ihnen nicht angewandt werden kann.

Folglich werden sie möglichst schnell

hochgemästet – Zeit ist Geld – und

kommen dann als frisches Jungbullen-Entrecote

oder Roastbeef in die

Theken. So kann kein herausragendes

Steak entstehen!

96 TOP


Genuss

Black Angus Bulle

FLECKVIEH? SIMMENTALER?

SIMMENTALER FLECKVIEH?

Keine Regel ohne Ausnahme! In der

Schweiz, in Österreich und im deutschen

Alpenraum wird das Simmentaler

Fleckvieh, eine alte Schweizer Rasse,

gezüchtet. Das Simmentaler Fleckvieh

ist eine Zweinutzungsrasse (also Milch

und Fleisch) und hat, wenn es auf althergebrachte

Weise den Sommer auf

der Alm verbringt und im Alter von

zwei bis drei Jahren geschlachtet wird,

ein Fleisch, das auch den verwöhnten

Gaumen begeistert, insbesondere das

Fleisch der Färse, der jungfräulichen

Kuh. Allerdings ist der Begriff „Simmentaler“

keine geschützte Regionalbezeichnung,

so dass auch Rindfleisch so

genannt werden kann, das nicht auf die

traditionelle Weise erzeugt wurde.

DIE SCHMORFLEISCHNATION

Wohlgemerkt: wir behaupten nicht, dass

es sich beim deutschen Rindfleisch per

sé um schlechtes Fleisch handelt. Traditionell

ist Deutschland eine Nation, in

der viel Schmor-, Koch-, Siede- und Hackfleisch

Verwendung findet. Die Steak-Kultur

in Deutschland ist dagegen relativ

jung. Das deutsche Rindfleisch eignet

sich gut für Suppen, Ragouts, Sauerbraten,

Gulasch, Tafelspitz oder Frikadellen,

aber eben nicht zum Kurzbraten.

DIE TÜCKEN DES SYSTEMS

Klar ist somit aber auch, dass Bestrebungen

– die es durchaus gibt –, Rinder

anders zu züchten, massiv erschwert

bis unmöglich gemacht werden. Es gibt

kleinere Familienbetriebe, die Galloway-,

Angus- oder Heckrinder mit dem

Anspruch züchten, ein hochqualitatives

Fleisch zu erzeugen, die ihnen die Zeit

zum Wachsen lassen und sie artgerecht

halten. Auch gibt es einige Unternehmer,

die eine Rinderzucht als Hobby pflegen.

Solange jedoch der Wert nur über die

Masse an Fleisch festgelegt wird, können

solche Zuchten kaum wirtschaftlich

betrieben werden.

Dass es anders geht, zeigt das Cana dian

Heritage Angus Beef. In Westkanada haben

sich einige Familien zusammengeschlossen

und erzeugen ein extrem hochwertiges

Rindfleisch – sogar halal-zertifiziert

– und arbeiten dabei mit hohen

ökologischen Standards. Durch ein Weidenrotationsprinzip

schonen sie Böden,

Gewässer, Wildtier- und -vögelbestände.

Unser Fleisch-Experte Martin Hesterberg,

der dieses Beef im Sortiment hat:

„Sicher kann dieses Projekt nicht 1:1 auf

deutsche Verhältnisse übertragen werden,

aber es könnte zumindest Anregung

sein, etwas Neues zu entwickeln, vorausgesetzt,

wir gehen ab von dem Prinzip

„Masse vor Klasse“, denn das ist der

Tod der Qualität. Sollte uns das gelingen,

könnten wir endlich auch regionales

deutsches Rindfleisch in den Shops

anbieten!“ Auch die Rinder würden eine

Weidehaltung der Enge in deutschen

Mastställen sicher vorziehen.

Text: Britta Röttger

Ein gutes Steak gelingt auch auf dem Grill. © JoC

TOP 97


Genuss

CHUCKWAGON IM EMIL

Pünktlich zum ersten Mai eröffnet das Restaurant EMIL am U-Turm seinen mit alten Olivenbäumen und Kräuterbeeten ausgestatteten,

mediterranen Außenbereich mit einer Neuerung! Den ganzen Sommer hindurch bietet das Team um Küchenchef

Sebastian Felsing neben den bekannten a la Carte Kreationen und den Fleisch Spezialitäten aus dem 800° Grill ein ganz

besonderes kulinarisches Highlight.

CHUCKWAGON IM EMIL

Statt eines herkömmlichen Grills erwartet

sie mit dem „Chuckwagon“ ein original

amerikanischer BBQ-Smoker, der

derzeit auch in Europa voll im Trend

liegt. Der holzbefeuerte Ofen gart und

räuchert Fleisch, Fisch und Gemüse

nicht etwa direkt über der heißen Glut,

sondern ganz langsam in seinen unterschiedlich

temperierten Garkammern.

Die nötige Hitze entsteht in der eigens

dafür vorgesehenen Feuerkammer und

verteilt sich dann im ganzen Stahlkörper

des zwei Meter-Riesen. Dadurch, dass

die Produkte keiner direkten Hitze ausgesetzt

werden, garen sie besonders schonend

und man erreicht ein traumhaftes

Grillergebnis mit der ganz besonderen

Räuchernote, die das amerikanische

BBQ weltweit so berühmt und einzigartig

macht! Die eigens von Sebastian Felsing

kreierte und abgestimmte Holzchip-

Mischung verleiht dem Fleisch und Fisch

den einzigartigen Geschmack.

SMOKER-KLASSIKER UND MEER

Das Küchenteam des Emil bieten

neben typischen Smoker-Klassikern,

wie dem Pulled Pork Burger oder den

unglaublich zarten Spareribs vom

Duroc Schwein, auch moderne Alternativen

wie den norwegischen Räucherlachs

vom Holzbrett oder die

geschmorte Hähnchenkeulen in Chili-

Ingwermarinade. Dazu werden die

selbstgemachte BBQ-Sauce, sowie eine

Ofenkartoffel mit frischem Kräuterschmand

gereicht. Alle Gerichte vom Smoker

werden zudem preislich eine echte

Alternative zu den High End Cuts aus

dem 800°C Grill darstellen.

AND THE WINNER IS ...

Bei den diesjährigen Koch Stadt Meisterschaften

ging der erste Platz an den

auszubildenden Koch des EMIL, Dominic

Höfer. Sein äußerst gelungenes Drei-Gang

Menü konnte die Preisrichter zu vollster

Zufriedenheit überzeugen und wird mit der

Teilnahme an der Landesmeisterschaft belohnt!

Zweite wurde Darya Pryndyuk vom

Restaurant Stravinski und dritter Alexander

Rühter vom Freischütz. Gratulation!

98 TOP


LIFESTYLE | ANZEIGE

DOPPELT GUT SCHLAFEN

Was steckt eigentlich in einem Boxspring-Bett? Mindestens zwei Matratzen

übereinander, das Know How einiger Generationen – und viel Handarbeit.

Ein Besuch bei LEENERS® Qualitätsbetten, Deutschlands größtem Fachhändler für Luxus- und Qualitätsbetten.

Grand Cru N°1

Silhouette

Divan

Von Beginn an – Alle Betten der

Manufaktur Schramm bei LEENERS®

LEENERS ® Qualitätsbetten ist seit Jahren

das Mekka aller, die den perfekten Schlaf

suchen und dabei auf hochwertige Luxusund

Qualitätsbetten setzen. Neben den internationalen

Top-Markenherstellern VI-

SPRING, TRECA, SOMNUS, STEARNS &

FOSTER, SIMMONS und ORIENT EXPRESS

findet man auch Deutschlands ausgezeichnete

Jahrhundertmarke SCHRAMM.

Die Schramm-Werkstätten stehen seit drei

Generationen für höchsten Schlafkomfort

– Handmade in Germany.

100 Arbeitsstunden für ein Bett

Neben edlen Materialien und dem perfekten

Zuschnitt auf den Benutzer werden für

ein Spitzen-Bett fast hundert Meisterstunden

aufgewendet. In bester Polstertradition

wird das Unterbett aufwändig mit

handgefertigten Taillenfedern von Hand

gegurtet. Statt auf einem Lattenrost liegt

die Matratze auf einer Untermatratze, ein

eingearbeiteter Holzrahmen verleiht Stabilität.

So ist für größtmögliche Abstützung

und Belüftung gesorgt. Nach dem

Motto: doppelt hält besser. Bis zu fünf verschiedene

Rezepturen definieren Aufbau

und Härtegrad der Obermatratze. Damit

der Kunde am Ende zustimmt: Der Körper

spürt mehr, als Worte fühlen lassen.

Der Preis für Qualität

Zum Discountpreis bekommt man keine

gute Matratze. Handarbeit, besondere

Materialien und zertifizierte Produktion

in Deutschland garantieren Qualität – und

haben ihren Preis. Das Einsteigermodell

Emotion gibt es schon für 1.100 Euro, und

wenn man bedenkt, dass man darauf im

Schnitt zehn Jahre schläft, sind 30 Cent

pro Tag nicht viel für schöne Träume.

Grand Cru: ein Bett, dreifache Federung

Einmalige Grundlage des in Europa patentierten

Dreifach-Systems Grand Cru ist

zunächst das handgefertigte Unterbett.

Die geniale Dynamik der Sprungfedern

im Unterbau aktiviert das feinfühlige

Zusammenspiel mit der differenzierten

Federkraft einer patentierten Zwischenmatratze.

Edelste Rohstoffe und

Verarbeitungstechniken sorgen für die

individuelle Nachgiebigkeit des Systems

und verfeinern die Wirkung der Untermatratze

in verschiedenen, differenzierten

Federstärken. Diese Zwischenfederung

unterstützt die Obermatratze N°1, damit

sie sich noch feiner an die Körperform

anschmiegen kann. Die Innovationen von

morgen sind in der Tradition verborgen.

Wer diese Erlebnisreise durch die verschiedenen

Betten bei LEENERS ® gemacht

hat, möchte nur eins: schnellstmöglich

auch eins besitzen!

LEENERS® QUALITÄTSBETTEN

Herdecker Straße 2 · 58089 Hagen

www.leeners.de · Telefon: 02331-408-11

Dicke Federkernmatratzen, schmaler

Bettrahmen – das „Basis“ von Schramm.

Größtmöglicher Komfort: das Grand Cru N°1.

TOP 99


RECHTSANWALTSKANZLEI

BETTINA BIRK

BERATERFORUM

GEBÜNDELTE KOMPETENZ

DIE NEUE RECHTSANWALTSKANZLEI IN DER RUHRAUE

Kompetenzen und Kapazitäten bündeln und es der Mandantschaft so bequem wie möglich

machen – das sind Herausforderungen, die die Rechtsanwältin Bettina Birk, Rechtsanwalt

Carsten Mahnke und Rechtsanwalt und Notar Andreas Schmidt mit ihrer neuen Gemeinschaftskanzlei

im gleichnamigen neuen Einkaufszentrum in Herdecke gemeistert haben.

FAMILIENRECHT

MIET-/WOHNUNGSEIGENTUMSRECHT

ARBEITS- UND INSOLVENZRECHT

STRAFRECHT

VERKEHRSRECHT

Wilhelm-Graefe-Straße 2-4

58313 Herdecke

Telefon: 0 23 30 80 22 77

Telefax: 0 23 30 80 22 79

Notruf u. tel. Rechtsauskunft:

09 00 180 22 77

info@bettinabirk.de

Rechtsanwälte bieten ihre Arbeit in einem

Einkaufszentrum an? Das klingt zunächst

nach TV-Comedy. Aber natürlich

hat das Trio Birk/Mahnke/Schmidt weit

mehr zu bieten als einen Schreibtisch

und ein paar Klappstühle im Flur zum

Discounter. Zusammen mit vielen Dienstleistern,

Praxen und Büros residiert die

Gemeinschaftskanzlei Ruhraue natürlich

in einem Vertraulichkeit wahrenden, abgeschlossenen

Büro mit modern eingerichteten,

funktionalen Räumen.

SERVICE-HIGHLIGHTS

Das Einkaufszentrum und damit auch

die Kanzlei Ruhraue sind in der Herdecker

Innenstadt sehr gut zu erreichen, ein

riesiger Parkplatz und ein barrierefreier

Fahrstuhl im Haus sind längst noch nicht

alle Service-Highlights. Wenn drei erfahrene

und in der Region alteingesessene

Juristen kooperieren, potenzieren sich

die Chancen auf schnelle Terminvergaben

natürlich. Drei Juristen mit teilweise

höchst unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten

bieten auch ein Höchstmaß an

juristischer Kompetenz und Seriosität.

Rechtsanwältin Bettina Birk arbeitet seit

1997 mit zivilrechtlichen Schwerpunkten

in ihrer Kanzlei in der Wilhelm-Graefe-

Straße in Herdecke (u.a. Ehe- und Familienrecht,

Miet- und Wohneigentumsrecht,

Verkehrs- und Ordnungswidrigkeitsrecht,

Arbeits- und Insolvenzrecht, Versicherungsrecht),

ist aber auch im Bereich

Strafrecht viel gefragt.

UMFASSENDE BERATUNG

Birk: „Neben aller Fachlichkeit steht bei

mir das persönliche Vertrauensverhältnis

und die individuelle Betreuung im Vordergrund“.

Rechtsanwältin Bettina Birk bietet

im Rahmen der ausserprozessualen Tätigkeit

umfassende Beratung, Fertigung von

Gutachten, Entwurf von Schriftstücken

und die Übernahme der Korrespondenz.

Rechtsanwalt Carsten Mahnke und Rechtsanwalt

und Notar Andreas Schmidt arbeiten

in einer Kanzlei in der Osterfeldstraße

26 in Wetter zusammen. Während Carsten

Mahnke schwerpunktmäßig Asyl- und Ausländerrecht,

Familien- und Verkehrsrecht

bearbeitet, ist Rechtsanwalt und Notar

Andreas Schmidt neben vielen weiteren

Sachgebieten vor allem im privaten Baurecht,

Unternehmens- und Handelsrecht

tätig. Die Kanzlei Schmidt und Mahnke

versteht sich auch als juristische Anlaufstelle

für mittelständische Unternehmen,

arbeitet bei Bedarf mit Steuer- und Unternehmensberatern

zusammen und kann

Mediatoren hinzuziehen.

Schmidt und Mahnke sind überdies national

wie international mit führenden

Anwaltsgemeinschaften vernetzt (advocat24,

advounion); das ist die Kanzlei

Ruhraue nun auch.

Eine Anwältin, zwei Anwälte – die neue

Kanzlei Ruhraue versucht den kompletten

Bedarf an juristischem Sachverstand

unter einem Dach abzudecken.

www.bettinabirk.de

100 TOP


GASTRONOMIE | ANZEIGE

WITTEKINDSHOF NEU ENTDECKEN

Das Herz am rechten Fleck – Das neue Motto des renovierten „Wittekindshof“

Um Ihren Aufenthalt im Wittekindshof

noch angenehmer zu gestalten, haben wir

mit viel Liebe zum Detail den Wittekindshof

aufwändig renoviert und damit den

Landhausstil neu definiert. 30 weitere Hotelzimmer

wurden für Sie renoviert! Unsere

Komfortzimmer mit exklusiver Ausstattung,

hochwertigen Matratzen und modernem

Design geben Ihnen neue Energie für

Ihren Tag und dienen als Rückzugsort für

Ihren Aufenthalt in Dortmund. Besuchen

Sie uns auch zu Ihrem besonderen Anlass,

gerne sind wir Ihr kompetenter

Ansprechpartner

für Familien-Feierlichkeiten

wie Hochzeiten, Geburtstage,

Konfirmation

und Kommunion.

Zur Gestaltung von Festlichkeiten

aller Art stehen

Ihnen unser Restaurant

„WIDU“, die „Wittekindstube“

sowie weitere

Räumlichkeiten in verschiedenen

Größen bis zu 130 Personen

zur Verfügung. Auch hier haben wir für

das Besondere gesorgt.

Im Restaurant „WIDU“ erwartet Sie eine gemütliche

Atmosphäre, ein aufmerksamer

Service und kulinarische Genüsse von unserem

kreativen Küchenteam. Die mit viel

Liebe zum Detail mit originalen Materialien

neu gestaltete „Wittekindsstube“ bietet

Ihnen ein besonderes Ambiente für eine

zünftige Hüttengaudi. Sichern Sie sich jetzt

Ihren Termin! Wir freuen uns auf Sie!

DIE NEUE WITTEKINDSTUBE:

Perfekt für Ihre zünftige Hüttengaudi

Man muss nicht mehr extra von Dortmund

bis in die Alpen fahren, um eine

originelle Hüttengaudi zu erleben. In der

neu renovierten Wittekindstube mitten

in Dortmund findet man den richtigen

Platz für zünftige Gemütlichkeit. Mit der

Wittekindstube ist ein besonderer Ort

entstanden: „Die Wittekindstube wurde

aus dem Holz einer 300 Jahre alten Berghütte

liebevoll und aufwendig gestaltet“,

erklärt Hoteldirektor Michael Hövel, „sie

ist der ideale Platz für die perfekte Weihnachtsfeier

oder jeden anderen Anlass,

der ein Höchstmaß an Gemütlichkeit

bieten soll.“ Ob mitten im Sommer oder

im Winter, es ist immer die richtige Zeit

für eine zünftige Hüttengaudi. Je nach

Gusto werden dabei deftige Fleisch- und

Käsegerichte gereicht. Genauso wenig

fehlen dürfen landestypische Getränke,

ob Weizen vom Fass, Originalbier aus

dem Maßkrug, grüner Veltliner oder

samtweicher Zweigelt – und auf Wunsch:

Musik und Tanz.

Unsere Aktionen im Frühling

Unser Angebot für Verliebte: Candle-light-Dinner

bei Kerzenschein

im Restaurant „WIDU“. Wir verwöhnen

Sie in unserem Restaurant mit

einem kreativen 4-Gang-Menü inklusive

korrespondierender Weine und

Mineralwasser zum Preis von € 49,50

pro Person.

*****

Zu Ostern bieten wir an den Osterfeiertagen

wieder unser frühlingshaftes

Osterhasenbuffet von 11.30 bis

14.00 Uhr an zum Preis von € 32,50

pro Person an.

*****

Am 10. Mai ist Muttertag. Reservieren

Sie schon jetzt Ihren Tisch zum

großen Schlemmer-Verwöhn-Brunch

von 11.30-14.00 Uhr zum Preis von

€ 32,50 pro Person. Jede Mami erhält

eine kleine Überraschung!

*****

Erleben Sie die Highlights aus 22

Musicals und seien Sie mitten im

Geschehen. Genießen Sie dazu ein

köstliches 4-Gang-Menü. Unsere

Dinner-Musical Shows „Open Air“

finden am 13. Juni und 25. Juli 2015

statt. Das 4-Gang-Menü inkl. Aperitif

und Schauspiel buchen Sie zum

Preis von € 68,00 pro Person. Einlass:

18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr. Sichern

Sie sich einen der letzten Plätze!

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Langschläfer-Verwöhn-Frühstück

jeden Sonntag von 10.00 bis 14.00

Uhr zum Preis von € 16,50 pro Person.

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BEST WESTERN Parkhotel Wittekindshof

Westfalendamm 270 · 44141 Dortmund

Tel. 0231-51 93 0 · Fax: 0231-51 93 100

info@parkhotel-wittekindshof.de

www.parkhotel-wittekindshof.de

TOP 101


Tipps und Termine | Präsentiert von Premium Cars Peters

SA

21.03.

19 Uhr

FR COMEDY: Schmackes,

19.06. Günna und Kasalla

19 Uhr Schoten, Sprüchskes,

Schenkelklopfer – locker aussem Ärmel

und immer voll aussem Leben. Bruno „Günna“

Knust lässt 22 Jahre Immer–Volle-Hütte

im Theater Olpketal Revue passieren. Er

mixt eine persönliche Auswahl liebgewonnener

Klassiker mit neuen und allerneuesten

Günnareien aus der täglich frischen

Gagschmiede. Zum Start in die neue Spielzeit

präsentiert Knust mit „Schmackes,

Günna und Kasalla“ eine Show für Kenner,

Liebhaber und Ruhrpott-Novizen.

Theater Olpketal, Olpketalstr. 90, 44229 DO

SA Segway – Dortmund

21.03. bei Nacht Segway Tour

19 30 Uhr Dortmund bei Nacht erleben: das

Rotlichtviertel, das erleuchtete Stadtpanorama

etc. Gemeinsam mit einem erfahrenen

Guide geht es Richtung Norden vorbei

an Dortmunds „Amüsiermeile“ durch

einstige Arbeiter-, heutige Studentenviertel.

Von der OW3A aus genießen wir einen

beeindruckenden Blick auf die nächtliche

Stadtsilhouette. Wir passieren das

Gelände des ehemaligen Montankonzerns

Dortmunder Union und die Bergarbeitersiedlung

Tremonia, das sog. „Negerdorf“.

Weiter Richtung Westpark entlang eines

ehemaligen Friedhofs, eines Hochbunkers

und des „U“. Live-Geschichte(n) hören Sie

während der Tour über das Audiosystem.

RWE Tower, Freistuhl 7, 44137 Dortmund

SA Revue: Blaue Augen

21.03. Szenen, Songs und

19 30 Uhr Conferancen

Musikrevue zum Thema „jede Menge Illusionen,

Liebesfilm- und Musikboxmusik

von 1945 bis 2012“, vom Wiederaufbau

bis zur Lifestyle – Krise – Heimat & Leutegeschichten.

Von „Muss doch keiner

wissen, dass dein Vater Berchmann iss“

bis „Ich hab Audi, also wech da“ ... mit

vielen neuen Songs und Hits!

Hansa Theater Hörde, Eckardtstr. 4a, 44263 DO

SA

21.03.

20 Uhr

SA Konzert: Caribbean

22.03. Mass – St. Francis

20 Uhr in the Americas

Eine karibische Messe von Glenn McClure

für Chor, Steeldrum Orchester, Percussion

& Solisten. Anlässlich des 20 jährigen Bestehens

von PANKULTUR e.V. findet in der

Pauluskirche sowohl am 21. wie am 22.3.

erstmals eine große karibische Messe mit

großem Chor und großen Steeldrum-Orchester

statt. Die Messe stammt von Komponist

Glenn McClure, der traditionelle

Texte der Liturgie und Gebete des heiligen

Franz von Assisi mit Musiktraditionen aus

Lateinamerika und Afrika verschmolz. Der

Reiz liegt darin, den förmlich- feierlichen

Charakter der Messe mit den perkussiven

und lebendigen Steelpanklängen des karibischen

Kulturraumes zu mischen und

die Texte in die vielfältigen Sprachen der

Inseln zu übersetzen.

Pauluskirche, Schützenstr. 35, 44147 Dortmund

SA Comedy: Andrea Badey

21.03. Eine Frau geht seinen Weg

20 Uhr Andrea Badey hat den Rock auf

den Zähnen und treibt Schabernack mit

uns, mit sich, wenn sie spielt und singt.

Sie erzählt aus der Sicht der Frau. Als

Mann. Urkomisch und poetisch gelingt

es ihr ganz „abgeschminkt“ auch mal als

Huhn das Leben zu betrachten. So schwadroniert

sie als polnische Nagelstübchenbesitzerin

Bonnie Emm gewitzt über Sex

und andere Belästigungen. Sie erfindet

King Siggi, einen skurrilen, liebenswerten

Zigeuner und erklärt als Pennerin einem

buddhistischen Goldfisch die Welt.

Beherzt weicht sie den Zumutungen des

Lebens mit gekonntem Hüftschwung aus.

Badey erzählt und singt das alles mit einem

schallenden Lachen und der spezielle

Ruhrgebietszauber tropft ihr dabei

aus allen Knopflöchern.

Cabaret Queue, Hermannstr. 74, 44263 DO

SO Komödie: Daniel Glattauer

22.03. „Die Wunderübung“

18 30 Uhr Joanna und Valentin, beide um die

Vierzig, haben sich auseinandergelebt. Sie

ist genervt und weiß vorher, was er sagen

wird, er redet gar nicht mehr und zeigt kein

Gefühl. So sitzen sie bei der Endstation so

vieler Paare, einem Paartherapeuten. Dort

liefern sie sich mit scharfen Witz, komisch

und mitunter bitter einen sensationellen

Ehestreit und gehen bis dahin, wo es wehtut.

Der Therapeut selbst scheint auch in

Schwierigkeiten zu stecken und so kommt

alles anders … Die neue Komödie Die Wunderübung

ist der jüngste Coup zum Thema

Beziehung des österreichischen Bestseller-

Autors Daniel Glattauer, der mit Gut gegen

Nordwind und Alle sieben Wellen bereits

seinen genauen Blick auf das besondere

Verhältnis zwischen Mann und Frau die Untiefen

darin bewiesen hat. RWE Forum – Kino

im U, Leonie-Reygers-Terrasse 2, 44137 Dortmund

DI Konzert: Friesen & Moore

24.03. Kammermusikalisches Jazz-Duo

20 Uhr Ein besonderes kammermusikalisches

Duo im domicil! Glen Moore und

David Friesen zählen zu den 20 einflussreichsten

Bassisten der Jazzgeschichte.

Sie kennen sich seit über 40 Jahren,

haben zusammen, aber auch mit vielen

Jazzgrößen gearbeitet und dabei eine

menschliche wie musikalische Reife entwickelt,

die ihresgleichen sucht. Und beide

sind auch leidenschaftliche Pianisten,

weshalb dieses Duo live auf der Bühne

auch kein reines Bass-Duo werden wird.

domicil, Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund

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MI Tanzmusical: Soy de Cuba

25.03. Soy de Cuba, das Tanzmusical direkt

aus Kuba, kommt im Frühjahr

20 Uhr

2015 erstmals nach Deutschland Das Musical

wird das Publikum auf eine Reise

mitten ins Herz der Karibikinsel entführen.

Ob Mambo, Salsa, Rumba oder Reggaeton

– mit den unwiderstehlichen kubanischen

Rhythmen und Tänzen erzählt Soy

de Cuba die bewegende Liebesgeschichte

der jungen Tänzerin Ayala. Brilliante

Videoprojektionen auf einer überdimensionalen

Leinwand und 14 erstklassige

kubanische Tänzer, die von einer hochkarätigen

Live-Band sowie zwei Sängern

begleitet werden, bringen das pulsierende

Leben Havannas pur und unmittelbar auf

die Bühne. Von Rom über Madrid bis Paris

feierte das Tanzmusical bereits erste Erfolge.

Jetzt kann sich auch das deutsche

Publikum von der überschäumenden Lebensfreude

des Ensembles mit der stolzen

Botschaft „Soy de Cuba“ – „Ich komme

aus Kuba!“ mitreißen lassen.

Konzerthaus Dortmund, Brückstr. 21, 44135 DO

FR Kulinarischer Stadtrundgang

27.03. Obergärig, untergärig – Biergeschichten

aus Dortmund

18 Uhr

Auf diesem kurzweiligen, amüsanten und

gar nicht trockenen Stadtrundgang gibt

es Spannendes über das Dortmunder

Bier und seine Brautraditionen zu berichten.

Dortmund blickt auf eine lange Brautradition

zurück. Wo wird noch gebraut,

was darf sich überhaupt „obergärig“

nennen und seit wann? All diese Fragen

beantworten wir auf diesem Rundgang

durch die Dortmunder Innenstadt. Wie ist

das berühmte Dortmunder „Stößchen“

entstanden und wie schmeckt es. Eine

Kostprobe erfrischt die Neugier.

Rathaus, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund

FR Kai Twilfer – Schantall tut live

27.03. Die Comedy-Tour

20 Uhr Mit im Gepäck hat er neben seinem

Erfolgsbuch „Schantall, tu ma die

Omma winken!“ auch die Fortsetzung und

jede Menge Geschichten über die Epidemie

des sogenannten Kevinismus.In seinem

Bühnenprogramm erzählt und performt

er über tagesaktuelle Geschehnisse

aus der Welt der Schantalls, Schackelines

und Tschastins. Kommentierte Leseeinlagen

aus seinen Büchern wird es ebenso

geben, wie Aktionen mit dem Publikum.

Das ist längst keine Lesung mehr. Das ist

ein grandioser Comedy-Abend mit Gags

am laufenden Band. Die Schantall-Show!

Fritz-Henßler-Haus, Geschwister-Scholl-Str.

33-37, 44135 Dortmund

FR

27.03.

20 Uhr

SO Kabarett: „Die Kneipe“

29.03. Wo werden die besten Dönekes

erzählt, wo hat 20 Uhr

man

den Spaß inne Backen und das Herz auffem

rechten Fleck, wo klebt zu vorgerückter

Stunde der Senf anne Decke? In der

Kneipe natürlich, um die Ecke, wo sich

bierselige Nachtgestalten und liebenswerte

Tagediebe, Schwätzer, Schweiger

und Schwadroneure um den Zapfhahn

versammeln, um die kleinen Dramen des

Alltags zu wirklich großem Theater zu

blähen, wo schräge Thekenphilosophen

Gott und die Welt retten und die unglaublichsten

Geschichten über den Tresen gehen,

so absurd und witzig, wie sie nur das

Leben schreibt, liebenswert, anrührend

und zum Brüllen komisch.

Theater Fletch Bizzel, Humboldtstr. 45, 44137 DO

SA 90er & Trash:

28.03. Rhythm is a Dancer

22 Uhr Manchmal hat Oma ja Recht, früher

war schließlich nicht alles schlecht!

Die Eurythmics haben uns süße Träume

verpasst und Oli P. hatte danach

immer so mächtig Flugzeuge im Bauch.

Na gut, über die optischen Finessen von

Schnell-F*#§?!r-Hosen und Buffalos lässt

sich streiten, aber mit nem 3210 am Ohr

und nem Tamagotchi in der Tasche sah

die Welt schon ganz anders aus!

View, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund

SA MashUps & Mixes: Yum Yum

28.03. Nach Wien, Paris, Moskau, München

und Shanghai scheint es

23 Uhr

ganz so, als hätte Yum Yum nun auch

in Dortmund den Durchbruch geschafft.

Mittlerweile sorgt das tanzwütige Publikum

auch hierfür rappelvolles Haus. Mit

extrem tanzbaren „Mash-Ups & Mixes“

werden alle Genregrenzen in Grund und

Boden gemixt – ein einzigartiger Sound,

der die Yum Yum zum erfolgreichsten Exportformat

der Partyszene gemacht hat.

Daddy Blatzheim, An der Buschmühle 3, 44139 DO

SA B Borussia Dortmund

04.04. Bayern München

18 30 Uhr Signal Iduna Park, Strobelallee 50, 44139 DO

MI Rundgang: Seegeflüster –

15.04. Rund um den PHOENIX See

18 Uhr Unglaublich, aber wahr: Wo noch

bis 2001 Stahl verarbeitet wurde, zieht

heute ein attraktiver See Gäste von nah

und fern in seinen Bann. Strukturwandel

der außergewöhnlichen Art, der Beachtung

bei Fachleuten aus aller Welt findet

und Wasserliebhabern mitten in der

Großstadt ein Refugium bietet.

Start: Hörder Burg, am Hafen

Hörder Burg, Hörder Burgstr. 17, 44263 DO

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Tipps und Termine | Präsentiert von Premium Cars Peters

DO Chanson: „Tauben vergiften

16.04. im Park“. Kopp spielt Kreisler

19 Uhr Georg Kreisler, der 2011 89-jährig

verstorben ist, war Satiriker, Kabarettist

und Komponist. Mit seinen „bösen

Liedern“ hat er deutschsprachige

Chansongeschichte geschrieben. Seit

Jahrzehnten haben sie nicht an Aktualität

und Schärfe verloren. Bastian Kopp

greift diese Lieder auf und stellt sie in

unsere Zeit: eine Zeit der Arbeitsämter,

der Armut an Perspektiven. Eine Zeit der

politischen Beschwichtigungen und des

Zweckoptimismus. Dass diese jedoch

keine neuen Phänomene sind, sondern

schon seit langer Zeit die Konturen der

deutschen Seele schleifen, zeigen die Lieder

von Georg Kreisler immer auf’s Neue.

Bastian Kopp (geb. 1975) lebt in Düsseldorf.

Er arbeitet seit Jahren freischaffend

als Pianist, Liedbegleiter, Komponist und

Sänger. Die Beschäftigung mit Georg

Kreisler nimmt in seiner Arbeit einen

ganz besonderen Platz ein: Er ist ein

gefragter Kreisler-Interpret und Leiter

des Georg-Kreisler-Forums im Internet.

Café Orchidee, Mergelteichstr. 40a, 44225 DO

SA Comedy: Bernd Stelter –

18.04. Wer heiratet, teilt sich die Sorgen,

die er vorher nicht 19 30 Uhr

hatte!

Sein letztes Erfolgsprogramm war der Hit

in der gesamten Republik. Bernd Stelter

präsentiert nun sein neues Comedy Programm

über Männer und Frauen, die –

wie wir seit Jahren von den Comedy-Bühnen

wissen – nicht zusammen passen.

Er philosophiert über die Eigenarten der

Geschlechter und die Singles der zahllosen

Ü30-, Ü40 und Ü55-Parties, die ringlos

ihre Freiheiten genießen.

Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstr. 50-58,

44147 Dortmund

MI

22.04.

20 Uhr

DO Konzert: Max Raabe &

23.04. Palast Orchester

20 Uhr »Eine Nacht in Berlin« – der

Titel des neuen Programms offenbart: Max

Raabe & Palast Orchester lassen sich gern

gehen, neigen gar zur Unvernunft. Das tun

sie überall, daher ist das Programm gespickt

mit Überraschungen aus der ganzen

Welt. So wird die Geschichte eines Seitensprungs

in der »Bar zum Krokodil am Nil«

wunderbar ergänzt vom Vorsatz »Let’s Do

It«, dessen Arrangement beim Stöbern in

der Bibliothek von Chicago gefunden wurde.

Im Originalrepertoire der 20er Jahre

sind weitere Nachtgeschichten entdeckt

worden, die in unnachahmlich zu Gehör

gebracht werden. Was es mit der Unvernunft

auf sich hat, das erzählt Max Raabe in

seinem neuen Hit »Du passt auf mich auf«.

Konzerthaus Dortmund, Brückstr. 21, 44135 DO

SA Endspiel-Gala:

25.04. 11. Dortmunder Kabarett &

19 Uhr Comedy PoKCal

Eine einzigartige Kabarett- und Comedy-

Show mit Spannungsgarantie, inklusive

einem exklusiven Buffet.

Wichern Kultur- und Tagungszentrum, Stollenstraße

36, 44145 Dortmund

FR Helmut Sanftenschneider –

08.05. Currywurst und Kastagnetten

19 30 Uhr Die Presse beschreibt ihn als „Vollblut-Entertainer,

der mit dem Mikro und Gitarre

in der Hand über eine Gabe verfügt:

Der Mann ist ständig im Dialog mit dem Publikum,

heizt es an, zieht es in seinen Bann.

Und ist einfach witzig“. Man könnte ihn als

„Spanier“ unter den deutschen Komikern

bezeichnen, denn der Ruhrgebietler ist

nicht nur Komiker, sondern auch studierter

Flamencogitarrist und verbindet wie

kein anderer „spanische Leidenschaft“ mit

„trockenem Ruhrgebietshumor“.

Hansa Theater Hörde, Eckardtstr. 4a, 44263 DO

SA Party: 39 Grad | Strobels

16.05. Auch in diesem Jahr findet das

20 Uhr legendäre Partyformat „39°“ an

fünf ausgewählten Terminen in Dortmunds

schönster Partylocation statt.

Mit DJ Falk. Tickets ab sofort im Strobels.

Strobels, Strobelallee 50, 44139 Dortmund

DO Comedy: Käseigel unterm

21.05. Petticoat – Sabine Klose &

19 Uhr Christoph Rösner

Zwei Programmhälften – zwei deutsche

Jahrzehnte, die unterschiedlicher nicht

sein können: Zunächst die muffigen Fünfziger,

in denen Frauenrechte und Gleichberechtigung

noch in die Welt der Träume gehörten.

Das Adenauer-Jahrzehnt, als Frau

ihren Ernährer noch um Erlaubnis fragen

musste, wenn sie ein Konto eröffnen oder

arbeiten gehen wollte – als die Frauen nur

ungenau wussten, was sie wollten aber

sich bald aufmachten, es endlich zu bekommen.

Und dann – die zweite Hälfte des

Programms – die aufmüpfigen Sechziger,

der Beginn der männlichen Verwirrungen

und Irritationen, die bis heute anhalten,

und der Anfang vom Ende der männlichen

Vorherrschaft über die Frauen.

Café Orchidee, Mergelteichstr. 40a, 44225 DO

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AUSGEWÄHLTE VERANSTALTUNGEN IN DEN WESTFALENHALLEN VON MÄRZ BIS MAI 2015:

20.03.2015

Atze Schröder: Richtig Fremdgehen

28.03.2015 – 29.03.2015

25.04.2015

We Are The Champions

Das ROCKSPEKTAKEL mit allen

QUEEN-HITS!

10.05.2015

Bülent Ceylan: HAARDROCk

11.04.2015

Deichkind: Niveau Weshalb Warum?!

14.05.2015

TINA The Rock Legend 2015

BREAK EVERY RULE – Das Musical

24.03.2015

RIVERDANCE

25.04.2015 – 26.04.2015

Dortmunder Antik- und Sammlermarkt

April 2015

17.04.2015

WWE – Live on Tour 2015

26.04.2015

Elvis – Das Musical

15.05.2015

Ehrlich Brothers

Magie – Träume erleben !

26.03.2015

Der kleine Horrorladen Show 2015

27.03.2015

Betontod: Traum von Freiheit

24.04.2015

Roland Kaiser 2015

Seelenbahnen – Die Tournee 2015

30.04.201501.05.2015

MAYDAY 2015

24.05.2015

Kaya Yanar

28.03.2015

Die Nacht der Musicals 2015

Cats, Phantom der Oper, Evita, …

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Nachruf

MERCI, UDO!

UP, WHERE YOU BELONG, JOE!

Ende des letzten Jahres mussten wir Abschied nehmen, Abschied von zwei großen Künstlern, die uns über Jahrzehnte begleitet

haben, zwei Sängern, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch einige Gemeinsamkeiten aufweisen: eine unverwechselbare

Stimme, einen eigenen Stil, eine ganze Palette großer Hits: Udo Jürgens und Joe Cocker.

Text: Britta Röttger

COVER ME!

Es ist durchaus spannend, die beiden einander

gegenüber zu stellen! Während

einige Kompositionen von Udo Jürgens

durch Weltstars zu internationalen Hits

wurden, gelang Joe Cocker einige seiner

größten Erfolge mit Cover-Versionen! So

gelang ihm der Durchbruch mit seiner

großartigen Interpretation des Beatles-

Hits „With a little help from my friends“

1968 und seinem Auftritt beim legendären

Woodstock-Festival, bei dem er den

dritten Festival-Tag eröffnete. Seit Woodstock

ist auch seine Art sich zu bewegen

zu einem Markenzeichen geworden.

Udo Jürgens brachte sich selbst das Klavierspielen

bei und studierte schließlich

Musik am Mozarteum in Salzburg. Bereits

1950 gewann er als jüngster Teilnehmer

einen Wettbewerb des österreichischen

Rundfunks. Zehn Jahre später schrieb

er bereits für Shirley Bassey den Welthit

„Reach for the stars“. „17 Jahr, blondes

Haar“ markierte den ersten großen musikalischen

Erfolg 1965. Sein internationaler

Durchbruch gelang nur ein Jahr später

mit seiner dritten Teilnahme am Grand

Prix d’Eurovision de la Chanson, den er

mit dem Titel „Merci Chérie“ gewann. Es

folgten Gassenhauer wie „Aber bitte mit

Sahne“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Ich war

noch niemals in New York“ oder „Mit 66

Jahren“. Seine anfängliche Einordnung als

Schlagersänger wurde ihm sicher nicht

gerecht. Kompositorisch wie textlich anspruchsvoll

griff er immer wieder gesellschaftliche

oder politische Themen auf:

wilde Ehe, Dekadenz, Umweltprobleme,

Wettrüsten oder Drogen. In den über sechzig

Jahren seiner Karriere komponierte er

über 1.000 Lieder und verkaufte mehr als

105 Millionen Tonträger und ist damit einer

der erfolgreichsten männlichen Solo-

Künstler der Welt. Legendär bleiben auch

die letzten Zugaben seiner Konzerte, die er

stets im weißen Bademantel absolvierte.

Udo Jürgens landete einen seiner größten

Hits mit „Griechischer Wein“, das auf

Griechisch in Griechenland zu einer Art

Volkslied wurde. Aber auch mit der englischen

Version „Come share the wine“

feierten sowohl Bing Crosby wie Al Martino

große Erfolge.

REACH FOR THE STARS – 105 MILLIO-

NEN VERKAUFTE TONTRÄGER

Wirtschaftlich ist Udo Jürgens den gradlinigeren

Weg gegangen, hatte allerdings

auch gute Startbedingungen. Aufgewachsen

ist er mit seinen beiden Brüdern

Jonny und Manfred auf dem elterlichen

Schloss Ottmanach in Magdalensberg in

Kärnten in bürgerlichen und gesicherten

Verhältnissen. Sein Vater war Landwirt

und Winzer und über einige Jahre Bürgermeister

von Ottmanach.

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UNCHAIN MY HEART –

VON WOODSTOCK BIS DRESDEN

Joe Cocker begann seine musikalische

Karriere ebenfalls früh – mit 15 Jahren

hatte er bereits verschiedene Bands in

Sheffield. Er lernte jedoch auch Gasinstallateur,

bis er den Beruf glücklicherweise

aber Mitte der 60er zugunsten

der Musik aufgab. Wirtschaftlich hingegen

war sein Werdegang lange Zeit

ein Wechsel aus Höhen und Tiefen. Zu

Beginn seiner Karriere kümmerte er

sich einfach zu wenig um Verträge und

Finanzen und musste einige Zeit ständig

auf Tour sein, um seine Verpflichtungen

erfüllen zu können. Ende der

60er lief es besser, doch Anfang der

70er bekam er Drogenprobleme, die

Qualität wie Wirtschaftlichkeit seiner

Musik negativ beeinflussten. Cocker

selbst soll erzählt haben, dass er einmal

einen 100.000-Dollar-Scheck in seiner

Jeans vergaß, die von seiner Mutter

daraufhin gewaschen wurde. Er

habe sich aufgrund seiner Drogenabhängigkeit

auch nicht um einen neuen

Scheck bemüht.

Seine größten Erfolge feierte Joe Cocker

in den 80ern mit Hits wie „When the

night comes“, „N’oubliez jamais“, dem

Duett „Up where we belong“ mit Jennifer

Warnes oder dem unvergesslichen

„Unchain my heart“. Mit seiner rauen

Stimme machte er Randy Newmans „You

can leave your hat on“ zu einem Welthit.

Ende der 80er arbeitete Joe Cocker

eine Zeitlang mit zwei deutschen Sängern

und Komponisten zusammen: Klaus

Lage und Dieter Dehm. 1988 durfte er

als einer der wenigen ausländischen

Stars in der DDR auftreten, in Berlin

und Dresden. Die Konzertwiese in Dresden

wird seitdem im Volksmund auch

„Cockerwiese“ genannt! In seiner fünf

Jahrzehnte umfassenden Karriere veröffentlichte

Joe Cocker 40 Alben.

Seit den 80ern geriet Joe Cocker wirtschaftlich,

aber auch privat immer

mehr in ruhigeres Fahrwasser. 1987

heiratete er die amerikanische Erzieherin

Pam Baker, mit der er bis zu seinem

Tod zusammen war. Er lebte mit

ihr zurückgezogen in Colorado, wo er

eine Farm bewirtschaftete, lange Spaziergänge

mit seinen Hunden genoss

und sehr erfolgreich Tomaten züchtete.

Zudem galt er als leidenschaftlicher

Fliegenfischer und Snooker-Spieler.

LIEBE OHNE LEIDEN?

So unauffällig das Privatleben von Joe

Cocker war, so unstet war das von Udo

Jürgens. Offiziell sind zwei Ehen und vier

Kinder. Von 1964 bis 1989 war er mit dem

Model Erika „Panja“ Meier verheiratet.

Aus dieser Ehe stammen John und Jenny

Jürgens. Außerdem hat er zwei uneheliche

Töchter. Von 1999 bis 2006 hielt

die Ehe mit seiner langjährigen Lebensgefährtin

Corinna Reinhold. Die letzte

Zeit war er mit seiner Biografin Michaela

Stadlbauer zusammen. Neben diesen

offiziellen Beziehungen gab es jedoch

laut eigener Aussage unzählige Affären

und Amouren. Udo Jürgens mochte die

Frauen, und diese machten es ihm – wie

so vielen anderen Stars – leicht, sie zu

erobern, auch wenn ihm bewusst war,

dass er damit auch Leid und Schmerz

verursachte. Der Wahl-Schweizer – seit

2007 hatte er auch die Schweizer Staatsbürgerschaft,

der sich immer schnell verliebte,

sagte über sich selbst: „Untreue

ist ja nicht nur eine Frage des Charakters,

Untreue ist vor allem eine Frage

der Chancen!“ Und die hatte er offenbar

zur Genüge!

Udo Jürgens starb am 21. Dezember 2014

während eines Spaziergangs im schweizerischen

Gottlieben an akutem Herzversagen,

Joe Cocker am 22. Dezember

in seiner Wahlheimat Crawford,

Colorado, an Lungenkrebs. Zwei große

Künstler sind gegangen. Was bleibt, ist

ihre Musik und die Erinnerung.

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Kultur

VISIONEN EINES STERBENDEN

GOUNODS „FAUST“ IM THEATER HAGEN

Es ist meist eine Gratwanderung wenn sich ein Künstler – sei er aus der bildenden oder darstellenden Zunft – an ein vermeintliches

„Nationalheiligtum“ heranmacht. Und so wetterte nicht nur der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus gegen Gounods

Oper „Faust“, deren Handlung die Librettisten Jules Barbier und Michel Carré im Wesentlichen auf die Liebesgeschichte

zwischen Faust und Margarete beschränkt haben.

In Hagen ist die Oper zur Zeit in einer

sehr einfallsreichen und gemäßigt aktuellen

Inszenierung von Holger Potocki zu

sehen. Man trifft den alten Faust (Klaus

Klinkmann) nicht in seinem Studierzimmer,

sondern im Krankenhaus, mit einem

Schlauch in der Nase, an Tropf und Bett

gefesselt. Kurz vor seinem Ableben

bekommt er die noch Krankensalbung,

doch ist in dieser Inszenierung nicht

der Teufel des Pudels Kern sondern der

des herbeigerufenen Priesters, der sich

eilends daran macht – die Geschichte

ist bekannt – Faust für Jugend und eine

Frist seine Seele abzuschwatzen. Das

nachfolgende Geschehen inklusive der

Liaison mit Margarete gaukelt er Faust

nur vor: Alles findet lediglich in der

Phantasie des alten Faust kurz vor seinem

Tod statt: Der Arzt verwandelt sich

in Valentin, die Krankenschwester in

Margarete, die Nonne in Marthe Schwerdtlein,

das Krankenzimmer in Auerbachs

Keller. Sinnbild der Verwandlung ist das

auf dem Kopf stehende Kruzifix, das den

Umkehr der Werte symbolisiert.

HÖLLE UND DEUTSCHE GEMÜTLICHKEIT

Die schönen Kostüme das teilweise recht

opulente und einfallsreiche Bühnenbild

von Lena Brexendorff machen die rasche

Verwandlung möglich. Gut gelungen ist

der optisch herausgearbeitete Gegensatz

von Auerbachs rot-schwarz wie

die Hölle ausgestattetem Keller, wo

auch Mephisto Stammgast ist und das

Lied vom Goldenen Kalb singt, zu dem

Aktienkurse über die Videoleinwand

flimmern und Dollarnoten vom Schnürboden

regnen, und die spießige Idylle

von Margaretes typisch deutschem

sich wie ein Gemälde in einem riesigen

goldenen Rahmen befindendem Heim

inklusive Baumkulisse und röhrendem

Hirsch. Musikalisch hätte man sich allerdings

etwas mehr versprochen: Häufig

finden vor allem Chor und Philharmonisches

Orchester Hagen unter der Leitung

von Steffen Müller-Gabriel nicht

richtig zusammen, auch der eine oder

andere Solist lässt Wünsche offen, hat

aber teilweise auch Mühe, gegen das oft

übermächtige Orchester anzukommen.

SMARTER MEPHISTO

So kann Paul O‘Neill am Anfang als Faust

mit guter, beinah heldentenoraler Höhe

überzeugen, lässt im letzten Akt aber Ermüdungserscheinungen

erkennen, Veronika

Haller als Margarete punktet mit netten

Phrasen, wirkt in der Höhe aber bisweilen

ein wenig scharf und vor allem in der Juwelenarie

fehlt es an Leichtigkeit. Rainer

Zaun ist ein stimmlich meist präsenter Mephisto,

den man sich durchaus dämonischer

hätte vorstellen können – er ist eher

ein Charmeur, dem auch Marthe Schwerdtlein

erliegt (sehr elegant und auch stimmlich

überzeugend: Marilyn Bennett) und

den sie sich bemüht, sofort in – das ist

der einzig unstimmige Punkt der Inszenierung

– Margaretes Schlafzimmer zu

locken. Kenneth Mattice gestaltet mit gut

geführtem, kultiviertem Bariton den Valentin,

während Linda Sommerhage als

Gast einen verzweifelt liebenden, stimmlich

ebenfalls überzeugenden Siebel gibt.

Text: Martina Lode-Gerke, Fotos: Klaus

Lefebvre, © theaterhagen

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Kultur

AUGE UM AUGE, KUSS UM KUSS

Abrahams Operette „Ball im Savoy“ im Theater Hagen

Paul Abraham, zum Zweiten: Während in Dortmund „Roxy und ihr Wunderteam“ die Opernbühne bevölkern (Seite 119) ist es in Hagen

sein „Ball im Savoy“, der dem Publikum einheizt. Anders als in seinen Operetten „Die Blume von Hawaii“ oder „Viktoria und ihr Husar“,

wo der Komponist exotisches Flair und Zeitgeschichte einbringt, bedient der „Ball im Savoy“, 1932 in Berlin uraufgeführt, das Schema

der klassischen Operette: ehelicher Seitensprung und eine doppelte Moral, die Männern erlaubt, was ihren Frauen verboten ist …

Die gerade von der einjährigen Hochzeitsreise

zurückgekehrte Madeleine

hat Angst, dass ihre Liebe zu Aristide

nicht „alltagstauglich“ ist. Nicht zu Unrecht,

wie sich schon am ersten Tag zu

Hause herausstellt: Ihr Göttergatte wird

von einer Verflossenen genötigt, just an

diesem ersten Abend mit ihr beim Ball

im Savoy zu soupieren – was Madeleine

natürlich herausfindet und, angestachelt

von ihrer Cousine Daisy, einer Jazzkomponistin,

beschließt sie, ihrem Ehemann

auf ebendiesen Ball ebenfalls Hörner aufzusetzen

– Auge um Auge, Kuss um Kuss!

Verkleidet macht sie zunächst dem eigenen

Mann schöne Augen – die „Fledermaus“

lässt grüßen – verschwindet dann

aber mit einem anderen in einem Chambre

separée. Doch die Operettenwelt bleibt

am Ende in Ordnung: Am nächsten Tag

stellt sich heraus, sie hat nicht … und alle

sind wieder glücklich und haben sich lieb.

Was sich so kitschig anhört, wirkt auf

der Hagener Bühne in der Inszenierung

von Roland Hüve nicht ganz so schlimm,

obwohl die Personenführung, vor allem

die Figur des Mustafa Bei, stellenweise

recht klischeehaft herüberkommt. Auch

die Gags sind oft vorhersehbar und wenig

originell, während das hübsche Bühnenbild

und die wunderschönen und phantasievollen

Kostüme (Siegfried E. Mayer)

einiges fürs Auge bieten.

KEINE „OHRWÜRMER“

Kann schon die Handlung an Strauß‘ „Fledermaus“

trotz einiger Ähnlichkeiten

nicht heranreichen, kann es die Musik

Paul Abrahams schon gar nicht: ein wenig

Walzerseligkeit, einige Jazzelemente,

um nicht zu sagen Schlager, die eher mit

Revuetheater denn mit Operette zu tun

haben, bis auf eine Nummer („Es ist so

schön, am Abend bummeln zu geh‘n“) hat

kein Stück „Ohrwurmcharakter“.

Die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen

Orchesters Hagen geben

sich unter der Leitung von David Marlow

sehr viel Mühe, Schwung zu verbreiten,

was ihnen vor allem bei den

bunten Ballettszenen (Choreografie:

Andrea Danae Kingston) auch gelingt,

ansonsten lässt die musikalische Ausführung

einige Wünsche offen.

MARIKA RÖKK UND MARTIN JENTE

Bei Veronika Haller als Madeleine vermisst

man die Höhe, ausgezeichnet ist

allerdings ist ihre brustige Tiefe, bei Johannes

Wollrab als Marquis Aristide de

Faublas den tenoralen Schmelz. Recht erfreulich

sind Kristine Larissa Funkhauser

als quirlige Daisy Darlington und Bernhard

Hirtreiter als Mustafa Bei. Hübsche

Gesangseinlagen bietet Marilyn Bennett,

die in der Rolle der Tangolita als eine Art

dunkelhaariger Marika-Rökk-Verschnitt

über die Bühne stolziert, während Richard

van Gemert in der Ausgestaltung

seiner Rolle des Butlers Archibald offensichtlich

Anleihen bei Martin Jente macht

(für die jüngeren Leser: der Butler von

Hans-Joachim Kulenkampff bei der Fernsehshow

„Einer wird gewinnen“).

Fazit: Trotz der temporeichen und bunten

Inszenierung – manche Werke fallen nicht

unverdient der Vergessenheit anheim.

Text: Martina Lode-Gerke, Fotos: Klaus

Lefebvre, © theaterhagen

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Kultur

LEIBESÜBUNGEN IN DER

SCHOTTERWÜSTE

„ELEKTRA“ IM DORTMUNDER SCHAUSPIELHAUS

Die Geschichte der Königstochter Elektra, Tochter des Königs Agamemnon von Mykene und der Klytämnestra, die, folgt man der

griechischen Mythologie, ihrem Bruder Orest half, die Blutrache an ihrer Mutter und an ihrem Stiefvater zu planen und schließlich

zu vollziehen, ist zunächst durch Homer überliefert, bei dem die Figur noch Laodike hieß. Schon in der Antike wurde ihre Geschichte

von Sophokles (als „Elektra“ um 410 v. Chr.), von Aischylos (als „Das Opfer am Grabe“) und von Euripides (wiederum unter dem

Namen „Elektra“) dramatisiert. Die neuzeitliche Fassung von Hugo von Hofmannsthal diente später als Vorlage zum Libretto für

Strauss‘ gleichnamige Oper (1909 in Dresden uraufgeführt). Ebenso verfasste Gerhard Hauptmann eine „Elektra“; der Existentialist

Jean-Paul Sarte verwendete den Mythos in seinem Drama „Die Fliegen“, und auch Jean Giraudoux nahm sich des Stoffes an.

Tirade über Politik war der laute Tonfall

der Textverständlichkeit wenig zuträglich.

Bettina Lieder und Merle Wasmuth

ersetzen als „Chor der Landmädchen“

auf teilweise witzige Weise den Chor der

griechischen Tragödie, dürfen aber zwischendurch

auch tanzen wie die Derwische.

(Warum, bleibt wohl auch dem geneigten

Zuschauer verborgen.) Peer Oscar

Musinowski als Orest sowie Frank

Genser als Bauer und Henker blieben

eher unauffällig, während Carlos Lobos

seinen großen Auftritt als Pylades am

Schluss vor dem heruntergefahrenen eisernen

Vorhang hatte, wo er eine Tirade

auf die Schlechtigkeit von Welt, Politik,

Kunst, Literatur und alles Mögliche halten

durfte: „Alles Scheiße!“

„ELEKTRA“ ZUM X-TEN ...

Eigentlich genug der Bearbeitungen,

möchte man meinen, doch im Dortmunder

Schauspielhaus setzt man derzeit auf

eine weitere Bearbeitung durch den hauseigenen

Dramaturgen Alexander Kerlin,

dessen Version die eigentliche Geschichte

allerdings nur peripher erahnen lässt:

Man trifft Elektra zu Beginn vor dem papiernen

„Vorhang“, Leibesübungen machend,

die auch im Laufe der weiteren

Handlung eine Rolle spielen sollen und

Akteuren sowie Musikern stets kleine,

aus dem am Boden befindlichen Schotter

aufsteigende Wölkchen bescheren sollen.

Natürlich meinen Dramaturg und Regisseur

(Paolo Magelli) nicht ohne zeitgenössische

Anspielungen auf Pegida, Charlie

Hebdo und anderes auszukommen – alles

indes wird allenfalls halbherzig hinzugefügt,

von einer organischen Einbindung in

den Stoff kann kaum die Rede sein.

ÜBERZEUGENDE SCHAUSPIELER

Die angeblich nach Motiven von Richard

Strauss entstandene Musik von

Paul Wallfisch bläst den Zuschauern teilweise

das Trommelfell aus den Ohren

und hat mit der Oper von Strauss ebensowenig

oder -viel zu tun wie die erzählte

Geschichte Ähnlichkeiten mit dem

ursprünglichen Elektra-Stoff erkennen

lässt, hin und wieder hört man Anklänge

an Manfred Trojahns 2011 in Amsterdam

uraufgeführter Oper „Orest“.

Recht überzeugend sind die schauspielerischen

Leistungen: Da ist allen voran

Caroline Hanke als Elektra zu nennen, die

die zerrissene Figur mit außergewöhnlicher

Bühnenpräsenz und recht viel Einfühlungsvermögen

erfüllt. Ihr wie auch

Friederike Tiefenbacher als Klytämnestra

hätte man aber hin und wieder auch leisere

Töne gewünscht, vor allem in ihrer

Stimmt auf den Abend bezogen auf jeden

Fall, dem ist nichts mehr hinzuzufügen

außer der Frage: Wenn Literatur, Theater,

Kunst etc. „sch...e“ sind, warum macht

man dann heute noch Theater?

Text: Martina Lode-Gerke

Fotos: Birgit Hupfeld

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Kultur

„MAL VERLIEREN WIR, MAL

GEWINNEN DIE ANDEREN“

ABRAHAMS FUSSBALL-OPERETTE „ROXY UND IHR WUNDERTEAM“ IM OPERNHAUS

Dumm gelaufen: Nachdem die ungarische Fußball-Nationalmannschaft in London von der gegnerischen „abgebürstet“ wurde,

ist ihr Manager Baron Szatmary stocksauer und schickt die Jungs in sein Domizil am Plattensee ins Trainingslager. Da er selbst

„geschäftlich“ in Venedig zu tun hat, beauftragt er Mannschaftskapitän Gjurka Karoly mit dem Training. Doch dann kommt nicht

nur die ihrem Bräutigam entlaufene Roxy dazwischen, sondern auch die komplette „Besatzung“ eines Mädchenpensionats …

Paul Abraham Operette „Roxy und ihr

Wunderteam“ ist in Dortmund seit Ende

November erstmals auf einer deutschen

Bühne zu hören. Ebenso banal wie die

Handlung ist der von Alfred Grünwald

offenbar nach dem Prinzip „Reim dich,

oder ich fress‘ dich“ verfasste Text, mitreißend

aber die Musik von Paul Abraham,

die Matthias Grimminger von der

Dortmunder Philharmonikern und Henning

Hagedorn aus verschiedenen Quellen

– die Originalpartitur ist verschollen –

rekonstruiert haben.

„SWING“ AUS DEM ORCHESTERGRABEN

Den Dortmunder Philharmonikern unter

der Leitung von Philipp Armbruster hörte

man bei der Premiere Ende November

den Spaß förmlich an, den sie mit der für

sie doch eher ungewöhnlichen Musik hatten,

die neben dem typischen „Operettensound“

auch ungarisches Kolorit und Elemente

des Jazz beinhaltet. In der Titelpartie

ist Emily Newton zu hören, die man in

Dortmund bereits in der Titelpartie von

Turnages „Anna Nicole“ erlebt hatte, und

die auch diese Partie mit vollem Einsatz

und ungeheurer Bühnenpräsenz gestaltet.

Nicht minder präsent, mit herrlichem,

brustigem Mezzo, den sie in der Tiefe hin

und wieder richtig „röhren“ lässt, ist Johanna

Schoppa als Aranka von Tötössy,

die Verlobte von Baron Szatmary, zu erleben.

Diesen wie auch den „rasenden Reporter“

und den Zöllner stellt herrlich witzig

Frank Voß dar. Fritz Steinbacher gibt

als Bobby einen ziemlich weinerlichen,

verlassenen Bräutigam. In der Rolle des

geizigen, etwas ältlichen schottischen Vormunds

von Roxy, Sam Cheswick, brilliert

Hannes Brock. Lucian Krasznec gestaltet

mit tenoralem Schmelz Mannschaftskapitän

Gjurka Karoly, der zwischen Pfichterfüllung

als Trainer und Liebe zu Roxy

hin- und hergerissen ist. Als Torwart Jani

Hatschek hat Jens Janke, wie die übrige

Fußballmannschaft auch, flotte Beine und

singt und steppt wie einst Fred Astaire.

NICHTS FÜR SPARSAME SCHOTTEN

Regisseur Thomas Enzinger hatte die

Handlung so genommen, wie sie war:

ein wunderbarer Spaß, den er mit vielen

Gags und schmissigen Tanzeinlagen

(Choreografie: Ramesh Nair) „würzte“. Lediglich

in Sam Cheswicks Couplet über

die Sparsamkeit wird es ein wenig politisch,

wenn der Schotte aktuelle „Pleiten“

wie den Flughafen in Berlin, die Hamburger

Elbphilharmonie oder das Dortmunder

„U“ aufs Korn nimmt. Das Bühnenbild

von Toto führt die Zuschauer von Beginn

an in eine traumhafte Showwelt; es lässt

sich aber durch wenige Veränderungen

den jeweiligen Erfordernissen der Szenen

anpassen. Bei der Premiere war die Stimmung

bombig, fast wie im Fußballstadion

nach einem Sieg des BVB ...

Text: Martina Lode-Gerke

Fotos: Thomas Jauck, Stage Picture

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Kultur

Sabine-Meyer · Foto: Christian Ruvolo

Edita Gruberova · Foto: Lukas Beck

Philippe Jaroussky · Foto: Marc Ribes

„Königlicher“ Besuch im Konzerthaus

Steffanis „Niobe“, Edita Gruberova und Sabine Meyer gaben sich die Klinke in die Hand

Die „Königin der Klarinette“ war im November

zu Gast in der Brückstraße: Sabine

Meyer und das Quatuor Modigliani

interpretierten gemeinsam Mozarts Quintett

für Klarinette und Streichquartett

A-Dur KV 581: Lieblich gelang der erste

Satz, wobei die erste Violine (Philippe

Bernhard) vielleicht manchmal etwas

über das Ziel hinausschoss und überbordend

wirkte. Einfach Suchtgefahr indes

droht bei Sabine Meyers ungemein samtigem,

biegsamem Klarinettenton, der vor

allem im zweiten Satz zum Tragen kam.

Dabei muss man der Klarinettistin bescheinigen,

dass sie sich nie in der Vordergrund

spielt, auch beim Applaus bescheiden

zwischen ihren Mitstreitern

steht. Das war auch der Fall bei Schuberts

Oktett für Klarinette, Horn, Fagott

und Streicher F-Dur, D 803. Spannend, mit

teilweise sinfonischer Klangfülle gestalteten

die Musiker den ersten Satz, schufen

immer organische, spannende Steigerungen,

gestalteten mit Eleganz das Menuett,

wobei man allen acht Musikern (zu dem

Streichquartett und Sabine Meyer hatten

sich noch Fagottist Dag Jensen, Hornist

Bruno Schneider und Kontrabassist Knut

Erik Sundquist gesellt) die pure Spielfreude

in jeder einzelnen Note anmerkte.

PREIS FÜR DAS LEBENSWERK

Der „Königin der Klarinette“ folgte im Dezember

die „Königin des Belcanto“: Die

slowakische Sopranistin Edita Gruberova

gastierte Anfang Dezember mit einem

Belcanto-Programm par excellence, das

vom Publikum frenetisch gefeiert wurde:

Mit Arien und Ensembles aus Donzettis

„Maria Stuarda“, „Anna Bolena“ und „Roberto

Devereux“ versetzte sie in der Rolle

der Tudor-Königinnen das Publikum fast

in Ekstase. Unterstützt wurde sie eher

weniger überzeugend von den Dortmunder

Philharmonikern unter der Leitung

von Peter Valentovic, ein Lichtblick waren

da die Solisten des Dortmunder Opernensembles:

der hervorragende Bassist

Karl-Heinz Lehner, der wunderbare lyrische

Tenor Lucian Krasznec sowie die

Mezzosopranistin Katharina Peetz.

Die sympathische Diva wurde an diesem

Abend von der Kulturstiftung Dortmund

für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In

seiner Laudatio erinnerte sich Ulrich

Andreas Vogt, Vorstandmitglied der Kulturstiftung

Dortmund und Gründungsintendant

des Konzerthauses Dortmund,

sich an ganz persönliche Begegnungen

mit der sympathischen Diva. Der Preis,

mit dem die Kulturstiftung Dortmund

das Lebenswerk eines Künstlers in der

Sparte Musik auszeichnet, wird alle

vier Jahre verliehen. Die Jury der Kulturstiftung

Dortmund habe Edita Gruberova

ausgewählt, so Vogt, weil hier

nicht der Mythos einer Operndiva, einer

Primadonna Assoluta ihr Leben und ihr

Schaffen begleitet habe, sondern weil

sie durch harte Arbeit und eiserne Disziplin

eine unglaubliche, erfolgreiche

Karriere geformt habe, die beispielhaft

und klug über alle nur erdenklichen

Stimmfächer ihres persönlichen Instruments,

jahrzehntelang betörend und

atemberaubend funktioniere. „Bei einer

solchen Würdigung wie heute, kommt

man zwangsläufig nicht an Namen wie

Renata Tebaldi, Monserrat Caballe, Joan

Sutherland und Maria Callas nicht vorbei,

da zum einen, manche Partien in den

Karrieren deckungsgleich sind und sie,

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Kultur

Karina Gauvin · Foto: Michael Slobodian

wie auch Edita Gruberova dafür sorgten,

dass die verwöhnte Opernwelt immer

wieder erstaunt den Atem anhielt.“

HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL

Weiteren „königlichen“ Besuch gab es

Ende Februar: Agostino Steffanis Oper

„Niobe, regina di Tebe“, bei es um die

Geschichte der mythologischen hoffärtigen

Königin Niobe von Theben geht,

die sich meint über die Götter erheben

zu können und dafür grausam mit dem

Tod ihrer Kinder bestraft wird, ist nach

Motiven aus den Metamorphosen des

Ovid entstanden und erlebte Ende Februar

eine beeindruckenden konzertante

Aufführung: Allen Solisten voran ist natürlich

Philippe Jaroussky zu nennen,

der in der Partie des Anfiore den größten

Teil des Abends zu bestreiten hatte: Mit

leichter, lichter Höhe gestaltete der Countertenor

seinen Part, ätherisch gelangen

ihm die lyrischen Phrasen, wenngleich

man sich hin und wieder, etwa in seiner

großen Arie „Dal mio petto o pianti uscite“,

nicht des Eindrucks erwehren konnte,

dass der Sänger sich selbst am Klang

seiner Stimme berauscht. Doch andererseits:

So klangschön und in solch schwebend-ätherisch-ästhetischer

Tongebung

hört man auch selten jemanden sterben

wie Jaroussky als Anfiore im letzten Akt.

Ihm zur Seite agierte nicht minder

überzeugend Karina Gauvin als Niobe:

Am Anfang noch Liebende – herrlich

das Duett mit Jaroussky im ersten

Christian Gerhaher · Foto: Jim Rakete

Akt – steigerte sich die Sopranistin im

Laufe des Abends langsam, aber stetig

zur selbstherrlichen, zur Hybris

neigenden Herrscherin. Mit samtiger

Tiefe und Mittellage, mit im Vergleich

zu Jaroussky recht dunkler Stimme

gestaltete Gauvin die Partie, wobei

ihr Koloraturen durchaus perlend und

geläufig gelangen.

EXZELLENTE BESETZUNG

Auch kleinere Rollen waren exzellent

besetzt, wie die des Clearte mit Aaron

Sheehan, die des Tiberino mit Colin

Balzer und die der Manto mit Teresa

Wakim. Ungeachtet der hervorragenden

gesanglichen Leistungen seiner

Mitstreiter sang sich aber vor allem

der brasilianische Countertenor José

Lemos in die Herzen der (meisten)

Zuschauer, weil er recht viel Komik

in die Aufführung brachte: Angetan

mit langem Rock und Stola und heftigst

fächerwedelnd beschwerte er

sich in der Rolle von Niobes Amme

Nerea über „Questi giovani moderni“

(Diese modernen Jünglinge), wobei er

die Art des Barockgesangs teilweise

parodierend „auf die Schippe nahm“.

Begleitet wurden die Sängerinnen und

Sänger vom Boston Early Music Festival

Orchestra unter der Leitung von

Paul O‘Dette und Stephan Stubbs, die

selbst im Orchester Laute spielten und

das Orchester beinah unmerklich und

doch ungemein präzise von ihren Plätzen

aus leiteten.

WINTERREISE

Im Januar hatte Christian Gerhaher die Zuschauer

in die traurig-beschauliche Welt

von Schuberts „Winterreise“ geführt: Ungemein

überzeugend war die geradezu unaufdringliche

und doch eindringliche Interpretation

des Baritons: Geradezu fahl

gestaltete er die „Gefrornen Tränen“, im

positiven Sinne nervig gelang ihm „Die

Wetterfahne“, schlicht und doch sehr elegisch

„Der Lindenbaum“, bevor er sehr

verhalten, fast abgeklärt, den „Leiermann“

sang. Sein kompetenter Partner am Klavier

war Gerold Huber, der der Stimmung der

einzelnen Lieder konsequent nachspürte

und in der „Erstarrung“ eine nervig-flirrende

Begleitung kreierte, in der „Post“

für fröhliches Pferdegetrappel sorgte und

die „Letzte Hoffnung“ beinah koboldhaft

untermalte. Text: Martina Lode-Gerke

SABINE MEYER ZUM

IMMER-WIEDER-HÖREN

Bei Warner Classics ist unlängst eine

CD mit Klarinettenkonzerten, gespielt

von Sabine Meyer und anderen Virtuosen,

etwa dem Flötisten Emmanuel Pahud,

dem Klarinettisten Julian Bliss und

Bruder Wolfgang Meyer erschienen: Begleitet

werden die Konzerte, darunter

Mozarts berühmtes Klarinettenkonzert

(KV 622), Nielsens Klarinettenkonzert

op. 57 und Krommers Konzert fpr zwei

Klarinetten op. 91 von der Academy of

St. Martin in the fields unter der Leitung

von Kenneth Sillito, den Berliner

Philharmonikern unter Claudio Abbado

bzw. Simon Rattle. Freunde des Jazz

dürfte die „Hommage to Benny Goodman“

interessieren u. a. mit Werken

von Bernstein, Stravinsky und Copland.

Sabine Meyer, Klarinettenkonzerte,

Warner Classics, 5 CDs,

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Kultur

WENN DAS

LEBEN IM

SANDE

VERLÄUFT

Jens-Daniel Herzog inszeniert

den „Rosenkavalier“

Nein, es gab sie nie wirklich, die Überreichung

der silbernen Rose zur Brautwerbung,

aber sie passt so gut in das Wien

nach 1740, dass der „kleine Schwindel“,

den Librettist Hugo von Hofmannsthal

sich da erlaubt hat, gar nicht auffällt.

In der Dortmunder Inszenierung des „Rosenkavalier“

setzt Hausherr Jens-Daniel

Herzog weniger auf die Liebesgeschichte

zwischen Sophie und Octavian denn

auf die Geschichte der Octavian liebenden

Feldmarschallin, die das Alter kommen

fühlt: „Die Zeit, die ist ein sonderbar

Ding“, erkennt sie im ersten Akt, in

dem noch alles in rechter Ordnung ist,

während sie den im Bühnenvordergrund

befindlichen Sand durch ihre Hände rinnen

lässt: Das schöne Bett, in dem sie

mit Octavian eine vermutlich stürmische

Liebesnacht unter einem blinkenden

Sternenhimmel verbracht hat, wird

eingerahmt von barocker Schlafzimmerpracht

à la Louis XIV.

DIE WELT IN SCHIEFLAGE

Doch im Verlauf der Aufführung gerät

die schöne Welt der Feldmarschallin in

Schieflage: Schon im zweiten Akt, der

anscheinend die noch unfertige Wohnung

der angehenden Brautleute Ochs

und Sophie zeigt, kippt die Situation

bedenklich, die (noch heilen) Versatzstücke

des Bühnenbildes aus dem ersten

Akt (von Mathis Neidhardt) sind hinter

dem modernen Interieur der neuen

Wohnung zu erkennen. Im „Beissl“ im

dritten Akt ist das Ganze dann um 90

Grad gedreht, der vorherige Schlafzimmerboden

geborsten, die Wände mehr

als heruntergekommen … die Welt der

Marschallin existiert nicht mehr. Erst

ganz am Ende sieht sich der Zuschauer

mit der ersten Szene wieder konfrontiert:

Das schmucke Barock-Bett unter

dem Sternenhimmel indes teil Octavian

nunmehr mit Sophie ... Das Konzept Herzogs

ist gut ausgedacht, scheitert aber

bisweilen an der bühnentechnischen

Umsetzung: Ob der Zuschauer die feinen

Details erkennt, etwa die Tatsache, dass

alles im Sande versinkt, bleibt fraglich.

RASENDES TEMPO

Ebenso fraglich ist leider (wieder einmal)

die musikalische Umsetzung der

Oper durch Generalmusikdirektor Gabriel

Feltz und die Dortmunder Philharmoniker:

Bereits in der Ouvertüre legt

der GMD ein rasendes Tempo vor, das

den Musikern kaum Zeit lässt, die wunderbaren

Phrasen zu artikulieren, und

auch die Sängerinnen und Sänger – von

beachtlicher Qualität, wie man Herzog

immer wieder bescheinigen muss – haben

ob der Tempi und des bisweilen dadurch

bedingten unpräzisen Spiels häufig

Probleme, den Text deutlich zu artikulieren.

Das trifft nicht nur auf die ausgezeichnete

Emily Newton als Marschallin

zu, die (man hat sie als „Roxy“ in „Roxy

und ihr Wunderteam“ als Operettendiva

im Ohr) eine wirklich überzeugende,

vielleicht ein wenig zu junge und hübsche

Marschallin gestaltet, sondern auch auf

Ashley Thouret als Sophie: Mit leichter,

silbriger Höhe und einem sehr präsenten,

ausgezeichnetem Piano präsentiert

sie diese Partie. Und sogar ein Karl-Heinz

Lehner hat da Probleme, als Ochs den typisch

österreichischen Klang, der ihm als

Landsmann unzweifelhaft liegt, über die

Rampe zu bringen. Der Bassist ist stimmlich

für Rolle wie geschaffen: kultiviert,

aber durchaus fähig, auch einmal zu „poltern“.

Optisch hingegen kann man sich

eher nicht vorstellen, warum Sophie dieses

schöne Mannsbild – von dem unflätigen

Benehmen abgesehen – so ganz und

gar ablehnt …

Wunderbar gelingt Ileana Mateescu die

Rolle des Octavian: Der recht großen,

hübschen Sängerin scheint die Rolle nicht

nur äußerlich auf den Leib geschneidert,

sondern sie erfüllt sie mit warmem, brustigem

Mezzo voll und ganz. Dass sie im

dritten Akt Ochs züchtigt wie eine Domina

ist ein fraglicher, aber nicht uninteressanter

Einfall der Regie.

FAZIT: AUF JEDEN FALL SEHENSWERT!

Text: Martina Lode-Gerke

Fotos: Thomas Jauk, Stage Picture

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Kultur

Wieder da: Schwanensee

Xin Peng Wangs Version wieder auf der Opernbühne

Wohl kein anderes Handlungsballett hat so viele Träume von einer Karriere als Primaballerina

genährt – und ebenso platzen lassen: Tschaikowskys „Schwanensee“, basiert nicht auf einer

einzelnen literarischen Vorlage, sondern auf verschiedenen, teilweise aus der Volksliteratur

stammenden Versatzstücken. Ballettdirektor Xin Peng Wang aktualisiert das Märchen vom

Prinzen, der sich in eine in einen Schwan verwandelte Prinzessin verliebt, nur sehr dezent: Prinz

Siegfried, gerade volljährig geworden, ist Erbe eines großen wirtschaftlichen Imperiums; die

wunderschönen Haute-Couture-Kostüme von Daniel Ioan Roman, der auch das eher puristisch

anmutende Bühnenbild schuf, führen in die High-Society des 20. Jahrhunderts.

In wunderbaren opulenten Bildern schildert

Wang die Liebesgeschichte des Prinzen:

Farbig und überschäumend, nichtsdestoweniger

präzise sind die Ensembleszenen

bei der Geburtstagsfeier des

Prinzen und die Szenen auf dem Meeresgrund.

An ein Gemälde von Degas erinnert

der letzte Akt, wo ein Spiegel im

Xin Peng Wang ausgezeichnet

Dortmunder Kaufleute haben Xin Peng

Wang für seine Verdienste mit dem City-

Ring 2015 ausgezeichnet. Er habe sich im

höchsten Maße um die Stadt verdient gemacht

hat, betonte Dirk Rutenhofer, Vorsitzender

des City-Ring Dortmund e.V. Unter

der Direktion von Xin Peng Wang habe sich

das Ballett Dortmund als innovative Kraft

in der internationalen Tanzszene etabliert.

Dortmund habe sich dank ihm zu einem

renommierten Zentrum des Tanzes entwickelt,

das enorme Strahlkraft besitze, die

Attraktivität der Stadt steigere und viele

Besucher nach Dortmund locke.

Bühnenhintergrund dafür sorgt, dass der

Zuschauer die Szenen auch von oben betrachten

und die ungemeine Präzision

des Corps de Ballett bewundern kann.

In den Hauptrollen sind Monica Fotescu-

Uta als Odette / Odile und Mark Radjapov

als Prinz Siegfried zu sehen: Mit fulminanter

Bühnenpräsenz weiß das Protagonistenpaar

vor allem bei den Pas des

deux Spannung zu erzeugen, immer wieder

ein Augenschmaus ist Monica Fotescu-Uta,

wenn sie gleichsam schwerelos

über die Bühne zu schweben scheint.

Arsen Azatyan als Siegfrieds Freund

Benno, Yuri Polkovodtsev als Siegfrieds

dämonisch wirkender Vater und Jelena

Ana Stupar als Siegfrieds Freundin

komplettieren das hervorragende Solistenensemble.

Den Dortmunder Philharmonikern

unter der Leitung von Motonori

Kobayashi gelingt es, auch kleinere

Nuancen herauszuarbeiten, nur hin und

wieder sind in den hohen Streichern einige

Ungereimtheiten zu verzeichnen.

Text: Martina Lode-Gerke, Fotos: Björn Hickmann und Bettina Stöß / Stage Picture

HAPPY BIRTHDAY, THEATER-

UND KONZERTFREUNDE

Im Januar feierten die Theater- und Konzertfreunde

ihren 50. Geburtstag mit einer Gala

im Opernhaus. „Eigentlich ist es nicht nur

ein Geburtstag, sondern auch eine Goldene

Hochzeit“, meinte Opernintendant Jens-Daniel

Herzog, der sich mit den anderen Spartenchefs

Ballettdirektor Xin Peng Wang,

Schauspielchef Kay Voges, Andreas Gruhn,

dem Leiter des Kinder- und Jugendtheaters,

Generalmusikdirektor Gabriel Feltz und der

geschäftsführenden Direktorin Bettina Pesch

an die gute Zusammenarbeit erinnerte. Denn

der Verein versteht sich in der ganzen Zeit

als Förderer aller Sparten, und so gratulierte

auch Konzerthausintendant Benedikt

Stampa zum Jubiläum. Der Ehrenvorsitzende

der Theater- und Konzertfreunde, Ulrich

Andreas Vogt, hatte eine besondere Überraschung

parat: Zum Geburtstag gratulierten

„Ehemalige“, die sich dem Dortmunder Haus

immer noch sehr verbunden fühlen: Da war

Heinz Panzer, der lange Jahre der musikalische

Chef des Hauses war, Anton Marik,

der ebenfalls lange Jahre die Position des

Generalmusikdirektors innehatte und, wie

auch Bassist Edmund Toliver, der ebenfalls zu

den Gratulanten zählte, immer noch in Dortmund

lebt, Susanne Schimmack, die man hier

unter anderem als Erda erlebt hat, die aber

inzwischen ins Sopranfach gewechselt hat,

die Mezzosopranistin Sonja Borowski-Tudor,

die noch als Carmen und Octavian in guter

Erinnerung ist, Tenor Norbert Schmittberg,

der auf der Dortmunder Bühne seine ersten

solistischen Schritte getan hat, und Regisseur

Heinz-Lukas Kindermann, dem das Dortmunder

Haus einen denkwürdigen Ring verdankt.

DER STAAT KANN DER KUNST EGAL SEIN,

NICHT ABER DEM STAAT DIE KUNST.

In seiner Festansprache erinnerte Kulturdezernent

und Kämmerer Jörg Stüdemann daran,

wie wichtig Kulturförderung in Zeiten knapper

Ressourcen sei, aber, so retournierte der

Vorsitzende der Theater- und Konzertfreunde,

Michael Hoffmann, man verstehe sich nicht

als Lückenbüßer. Auch Bundestagspräsident

Norbert Lammert schlug in eben diese Kerbe

und betonte: „Der Staat kann der Kunst egal

sein, nicht aber dem Staat die Kunst.“

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REZENSION

LEKTÜRE IM ERSTEN SONNENSCHEIN

Unsere aktuellen Buch-Tipps für den Frühling

Köln Anfang Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts: Napoleon Bonaparte ante

portas! Vor der Raffgier der französischen Besatzer ist nichts sicher – vor allem

nicht die Kunstschätze der Stadt, und selbst der Schrein der Heiligen Drei Könige

ist in Gefahr, von den Galliern geraubt zu werden. So machen sich der Geistliche

Ferdinand Franz Wallraf, seines Zeichens Rektor der Universität, sein Mitbewohner

und Freund, der Kanonikus Franz Pick und einige andere Gelehrte daran, die

Schätze vor den Franzosen in Sicherheit zu bringen. Das ist aber nicht so einfach,

weil viele von ihnen äußerst schwer sind. Hilfe finden sie bei dem bärenstarken

Tagelöhner Arnold Klütsch, der über ein großes Herz verfügt, das an seiner Vaterstadt

hängt – und an der Schneidertochter Walburga, die aber mit seinem Freund,

dem Jurastudenten Norbert Fletscher verlobt ist.

Auf bezaubernde Weise verbindet Röhrig hier Historie und Liebesgeschichte.

Tilman Röhrig, Die Könige von Köln, Pendo, 458 S., 19,99 €

Im Jahr 1900 in Paris: Nanette ist zum ersten Mal verliebt, doch zur gleichen Zeit

verlässt ihr Vater Gustave ihre Mutter, was diese zunächst in Verzweiflung stürzt.

Als ihre Großmutter Mathilde aus Düsseldorf anreist, erfährt Nanette von einem

Fluch, der seit Generationen auf ihrer Familie lastet ...

Interessant und lesenswert wegen des historischen Hintergrundes, der aber meist

nur eine Nebenrolle spielt (Revolution 1848/48, Kampf der Suffragetten zur Jahrhundertwende),

doch ob der großen Zeitsprünge hin und wieder etwas verwirrend.

Hilfreich ist das Personenregister zu Anfang des Romans.

Gina Mayer, Leonore und ihre Töchter, rütten & loening, 464 S., 14,99 €

Eigentlich ist Detective Bill Hodges schon im Ruhestand, da flattert ihm ein Brief

ins Haus: „Mr. Mercedes“, von der Polizei so getauft, weil er in der wirtschaftlich

geplagten Großstadt im Mitteleren Westen der USA vor Monaten mit einer

S-Klasse in eine Gruppe von Arbeitslosen gerast ist und auf diese Weise mehrere

Menschen, darunter ein wenige Monate altes Baby getötet hat, meldet sich und

verhöhnt den ehemaligen Polizisten. Die weitere Kommunikation mit dem Täter,

den Hodges immer noch gern schnappen möchte, macht klar: Da tickt eine Zeitbombe.

Ein Wettlauf beginnt …

Mäßig spannender Krimi aus der Feder des „King of Horror“.

Stephen King, Mr. Mercedes, Heyne, 591 S., 22,99 €

Die Geschichte von Paris, festgemacht am Schicksal von sechs Familien: Mit

seinem fast 930 Seiten starken „Wälzer“ legt Edward Rutherfurd einen zweifellos

gut recherchierten, historischen Roman vor, der interessante Einblicke in

die Geschichte gibt – wobei die Protagonisten der über 700 Jahre reichenden

Geschichte frei erfunden sind, aber durchaus einen jeweils eigenen Charakter

erhalten. Eine Zeittafel zu Beginn des Buches bietet den Überblick über die Genealogie,

ist aber auch dringend nötig, denn Rutherfurd „springt“ virtuos und leider

nicht immer aus ersichtlichem Grund zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin

und her. Der Leser muss also am Ball bleiben, um der Handlung folgen zu können.

Edward Rutherfurd, Paris – Roman einer Stadt, Blessing, 927 S., 29,99 €

Text: Martina Lode-Gerke, Cover: Das Copyright der Cover liegt bei den Verlagen.

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REZENSION

FRÜHLING FÜR DIE OHREN

Unsere aktuellen CD- und DVD-Tipps

Passend zum bevorstehenden Osterfest gibt es eine neue Einspielung von Händels

„Messias“: Emmanuelle Haïm dirigiert das ebenso präzise wie lebendig aufspielende

auf Barockmusik spezialisierte „Concert D‘Astrée“. Hören lassen kann sich

neben dem filigranen und an entsprechenden Stellen auch klanggewaltigen Chor

auch das Solistenquartett, allen voran Lucy Crowe mit glockenreinem, engelsgleichem

Sopran, der die Koloraturen spielerisch meistert, in lyrischen Passagen

aber mit beachtlichem Volumen überzeugt.

Countertenor Tim Mead versieht mit mindestens ebenso beweglicher Stimme den

Altus-Part, während Chistopher Purves in der Basspartie sonore Tiefe, aber auch

fast baritonale Höhe vorzuweisen hat. Andrew Staples komplettiert mit tadellos

geführtem Tenor das Ensemble. An Brillanz, Lebendigkeit und Verve ist diese Aufnahme

kaum zu überbieten.

Georg Friedrich Händel: Messias, Le Concert D‘Astrée, Emmanuelle

Haïm, Erato, 2 CDs, 0825646 240555

Schubert im Doppelpack: Gleich zwei Alben mit Einspielungen der „Schönen

Müllerin“, der „Winterreise“ und des „Schwanengesangs“ sind neu erschienen.

Die französische Altistin Nathalie Stutzmann hat die Liederzyklen gemeinsam

mit ihrer Begleiterin Inger Södergren eingespielt, wobei beide Künstlerinnen

ein unglaubliches Gespür für die Texte beweisen, was sie oft mit winzigen

Nuancen tun, etwa im „Feierabend“. Wunderbar samtig ist die Stimme der Altistin

in der Tiefe, mühelos und rund die Höhe. Hin und wieder, zum Beispiel im

zweiten Teil der „Müllerin“ wirkt die Stimme etwas hauchig, was der Interpretation

aber keineswegs zum Nachteil gereicht, sondern ihr eher eine gewisse

Intimität verleiht.

Franz Schubert: Winterreise, Die schöne Müllerin, Schwanengesang

Nathalie Stutzmann, Inger Södergren, Erato, 3 CDs, 825646237012

Auch die Einspielungen des britischen Tenors Ian Bostridge liegen nun in einer

preiswerten Box vor. Ihm, wie auch seiner Alt-Kollegin, kann eine ausgezeichnete

Textartikulation bescheinigt werden. Besonderes „Leckerli“ ist hier die zusätzliche

DVD mit der „Winterreise“: Der Regisseur David Alden wählte für seine Inszenierung

das Gebäude einer ehemaligen, mittlerweile leerstehenden psychiatrischen

Klinik im Norden von London, wo er die „Winterreise“ als Reise in die Vergangenheit

bzw. ins Innere des lyrischen Ichs inszeniert, dessen Persönlichkeit er

mit Hamlet vergleicht.

Man sieht Ian Bostridge vornehmlich in einem fast leeren Raum, in dem er die

Vorhänge von den Fenstern reißt und auch einmal einen Stuhl durch ein Fenster

wirft. Aber Sänger und Regisseur nehmen Abstand davon, den Liederzyklus

lediglich als die Reise eines Psychopathen zu sehen, der nicht weiß, was er tut.

Das Bonusmaterial gibt interessante Einblicke in die enge Zusammenarbeit von

Sänger, Pianist und Regisseur.

Ian Bostridge, Mitsiko Uchida, Leif Ove Andsnes, Antonio Pappano,

Julius Drake, Warner Classics 825646204182

Text: Martina Lode-Gerke, Cover: Das Copyright liegt bei den CD-Produzenten.

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City Guide | Gastro

DAVIDIS IM PULLMAN DORTMUND

Restaurant · Bar · Hotel

Wohin am Freitagabend? Natürlich in’s Hotel Pullman zum exklusiven Surf- und Turf-Erlebnis

im Restaurant Davidis. Es gibt das Beste vom Land und aus dem Wasser: exzellentes argentinisches

Roastbeef und Filet oder saftig zartes aus Irland, Deutschland und den USA, sowie

gebratene Gambas a la plancha oder aus dem Wok mit Gemüse. Dazu werden west fälische

Rösti, BBQ- und Pfeffersoße sowie Kräuterbutter gereicht. Inklusive Vorspeisen- und Dessertbuffet

ist dieses Menu ab 25 Euro pro Person zu haben.

Lindemannstraße 88 ∙ 44137 Dortmund · Telefon: (02 31) 911 38 69 · www.pullmanhotels.com

Öffnungszeiten: Mo - So 12:00 - 14:30 Uhr / 18:30 - 22:30 Uhr

RESTAURANT WIDU

Restaurant · Hotel

In unserem Restaurant WIDU erwarten Sie gemütliche Atmosphäre, aufmerksamer Service

und ein Küchenteam, welches regionale Gerichte und Wildgerichte der Saison perfekt zubereitet.

Die hervorragende Küche wird durch eine erlesene Weinauswahl abgerundet und lädt

ein zum genussvollen Erleben in modernem Ambiente. Zur Gestaltung von Festlichkeiten

für bis zu 130 Personen stehen Ihnen das WIDU und die repräsentativen Räumlichkeiten

des Wittekindshofes in verschiedenen Größen zur Verfügung.

Im BEST WESTERN Parkhotel Wittekindshof · Westfalendamm 270 · 44141 Dortmund · Telefon: (0231) 519 30

www.parkhotel-wittekindshof.de · Mo - Fr 12 - 14.30 / 18 - 22 Uhr / Samstag 18 - 22 Uhr / Sonntags 12 - 14.30 Uhr

ZUM GOLDENEN URestaurant

Ob Pfefferpotthast mit Kartoffelstampf, Himmel und Ääd oder ein ordentliches Wiener

Kalbsschnitzel – die Karte bietet ehrliche Küche aus regionalen Produkten mit Pfiff. Dazu

noch ein frisch gezapftes kühles Blondes und eine traumhafte Aussicht über die ganze

Stadt. Herz was willst du mehr?! In geselliger Atmosphäre wird seit September 2014 direkt

unter dem Dortmunder U, in luftiger Höhe gekocht, gegessen und gelacht. Küchenchef Sebastian

Felsing und sein Team freuen sich darauf Sie als Gast im Restaurant oder auf der

neuen Dachterrasse bewirten zu dürfen.

Öffnungszeiten: Di - So ab 18 Uhr · Infos und Reservierungen unter: www.zum-goldenen-u.de · 0231-476 47 80

CICCIO’S

Trattoria · Pizzeria

Legen Sie Wert auf einen Besuch in einem gemütlichen Ambiente, so sollten Sie die

Trattoria & Pizzeria Ciccio’s in Dortmund besuchen. Die Einrichtung überzeugt mit

Liebe zum Detail und großen Deckengemälden. Das Team des Restaurants verwöhnt

Sie mit frisch zubereiteten, original-italienischen Spezialitäten. Das Ciccio’s finden Sie

in der Lindemannstraße 77. Kostenlose Parkmöglichkeiten finden Sie im Parkhaus des

Steigenberger Hotels, mit direktem Zugang zum Restaurant.

Lindemannstraße 77 · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 33 48 14 15 · info@ciccios.de · www.ciccios.de

Öffnungszeiten: Montag - Freitag 12.00 - 23.00 Uhr, Samstag 12.00 - 24.00 Uhr, Sonntag 12:00 - 22.00 Uhr

ROTER HIRSCHRestaurant

Seit 1851 hat der „Rote Hirsch“ einen festen Platz im Herzen der Dortmunder – eine Tradition,

die uns Stolz macht. Über 160 Jahre werden hier in Kirchhörde bereits Gäste empfangen.

Unser Ziel wird dabei nicht anders aussehen als das unserer Vorgänger: unseren Gästen eine

gute Zeit bieten. Neben dem gemütlichen Bierlokal gibt es auch frisch zubereitete, saisonale

Spezialitäten und ausgesuchte Weine zu günstigen Preisen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch

an traditionsreicher Stätte … denn vielleicht war schon Ihr Urgrossvater bei uns zu Gast?!

Roter Hirsch Est. 1851 · Hagener Straße 199 (Ecke Bozener Straße) · 44229 Dortmund · www roterhirsch.com

Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag 17.00-23.00 Uhr · Telefon: 0231-28 67 84 41 · info@roterhirsch.com

118 TOP


City Guide | Gastro

EMILRestaurant

Das neue Highlight in Dortmund hat es in sich: Das EMIL unterm U ist nicht nur kulinarisch ein

Hochgenuss. Designermöbel und warme Lichtakzente inszenieren den historischen Braukeller

völlig neu. Die Crew um Küchenchef Sebastian Felsing kann zudem auf eine hochmoderne Küche

mit 800° C Grill zugreifen. Fleischliebhaber finden hier ihr El Dorado: Ob das 1,1 kg Tomahawk

Steak oder ein ganzer Hummer, im EMIL findet nicht nur „Mann“ sein passendes Stück. Freunde

hochwertigen á la Carte Genusses kommen bei saisonalen Köstlichkeiten auf ihre Kosten.

EMIL · Emil-Moog-Platz · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 88 08 60-0

Öffnungszeiten: Di - So 18:00-00:00 Uhr, Montag Ruhetag

VETRO

Restaurant · Lounge · Bar

An der Stadtkrone Ost begrüßt Sie das Vetro Team mit guter Cucina Italiana und internationalen

Spezialitäten in elegant-lässiger Look and Feel Architektur. Mit Herz und Leidenschaft

wird hier das Beste aus Küche und Keller serviert – egal ob zum Business-Lunch,

Candlelight-Dinner oder After-Work-Drink an der Bar. Im Sommer laden zwei Terrassen zum

Verweilen ein. Im Herbst werden Sie mit Specials rund ums Genießen verführt. Zu finden

ist das Vetro gleich hinter dem ADAC an der B1 – und mehr als nur einen Besuch wert.

Stockholmer Allee 55 · 44269 Dortmund · Telefon (0231) 700 99 55 · www.vetro-dortmund.de

Öffnungszeiten: täglich 11 Uhr bis 24 Uhr · Küche bis 22 Uhr

DA NINO

Pizzeria · Trattoria

In der Aplerbecker Pizzeria Trattoria da Nino wird man nicht nur mit einem persönlichen

Händedruck begrüßt, sondern auch mit italienischer Küche verwöhnt. Am Edelstahlweg 1

kann man sowohl drinnen, als auch draußen „La Dolce Vita“ genießen. Ob ein Geschäftsessen

zur Mittagszeit, ein Abendessen mit der Familie oder aber um den Tag bei einem

schönen Glas Wein ausklingen zu lassen – bei Nino Perrone und seinem Team sind Sie an

der richtigen Stelle.

Edelstahlweg 1 · 44287 Dortmund · Telefon: (0231) 44 13 53 · info@restaurantdortmund.com

www.restaurantdortmund.com · Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 11:00-15:00 Uhr und 17:00-23:00 Uhr

ZUM ALTEN MARKT

Westfälisches Gasthaus

Herzlich Willkommen im Gasthaus Zum Alten Markt. Mitten in der City auf dem Alten Markt

verwöhnen wir Sie mit einem frisch gezapften Thier Pils und Köstlichkeiten der Region, wie

z. B. dem Original Dortmunder Salzkuchen oder leckerem Pfefferpotthast. Für Ihre Arrangements

mit Gästen aus der Familie, dem Freundeskreis und dem Geschäftsleben finden

Sie bei uns einen urigen und stilvollen Rahmen.

Markt 3 · 44137 Dortmund · Telefon: (0231) 57 22 17 · Fax: (0231) 586 13 20

E-Mail: info@altermarkt-dortmund.de · www.altermarkt-dortmund.de

Öffnungszeiten: Mo - Do 10.00 - 01.00 Uhr · Fr - Sa 10.00 - 03.00 Uhr · So 11.00 - 23.00 Uhr

CIELORestaurant

Das neue Prunkstück der Dortmunder Gastronomieszene verwöhnt seine Gäste kulinarisch,

architektonisch und atmosphärisch. Die exzellente Küche verwandelt marktfrische Zutaten

in kulinarische Hochgenüsse. Das Ambiente ist geschaffen aus den hochwertigsten

Materialien und geprägt durch die architektonische Handschrift des Hauses DULA.

Spektakulär: der atemberaubende Blick über die Skyline von Dortmund im Norden sowie

die grüne Lunge des Dortmunder Südens.

Karlsbader Straße 1a · 44225 Dortmund · Telefon: (0231) 7100 111 · info@cielo-restaurant.de

Öffnungszeiten: Di - Sa ab 18 Uhr · www.cielo-restaurant.de

TOP 119


NEWS

GEWONNEN! Ursula Kirschner aus

Schwerte-Villigst hat unser Reise-Gewinnspiel

gewonnen und fährt mit einer

Begleitperson für drei Übernachtungen

mit Halbpension zum Flüssezauber nach

Passau und wohnt dort im ***+Hotel Antoniushof,

ein „Erwachsenenhotel“, buchbar

ab 16 Jahren. Hier wird den Gästen

ein sanfter Ausgleich zum stressigen

Alltag geboten. Ein Wohlfühldomizil mit

Schwimmbad, Wellnessbereich und Massage-

und Kosmetik oase. Den zweiten Gutschein

gewinnt M. Bock aus Dortmund.

BÖSE CLOWNS

Ausstellung im Dortmunder U

mit 9.000 Besuchern

Die Ausstellung Böse Clowns, die vom

27. September 2014 bis 8. März 2015 im

HMKV (Hartware MedienKunstVerein)

im Dortmunder U gezeigt wurde, zog insgesamt

8.848 Besucher an. Die Ausstellung

widmete sich der Gestalt des Bösen

Clowns in der zeitgenössischen Kunst,

aber auch in der Populärkultur (Spielfilme,

Musikvideos, Werbung, politischer

Aktivismus) und zeichnete die Ambivalenz

und den Wandel der Clowns-Figur

von einem unterhaltsamen Zeitgenossen

zu einem furchteinflößenden Bösewicht

nach. 61 Führungen und ein breites

Rahmenprogramm bestehend aus einer

Halloween- und einer Karnevals-Aktion,

Filmvorführungen, Vorträgen, einer Filmnacht

und zahlreichen Sonderführungen

für LehrerInnen und Gehörlose wurden

während der Laufzeit angeboten. Das

Thema „Böse Clowns“ lockte auch prominente

Gäste ins Dortmunder U: Unter

anderem besuchte John Law, Mitbegründer

der Cacophony Society, San Francisco,

die Ausstellung.

MINISTERIN SVENJA SCHULZE ZU GAST BEI DER WILO SE

(V. l. n. r.): Günter Gülker, Geschäftsführer Deutsch-Niederländische Handelskammer; Svenja Schulze,

Ministerin für Innovation, Wissenschaft u. Forschung in NRW; Ton Lansink, Niederländischer

Generalkonsul; Peter Stamm, Director Corporate Affairs; Wulf-Christian Ehrich, Geschäftsführer/

International bei der IHK Dortmund; Dr. Herbert Jakoby, Leiter Außenwirtschaft im Ministerium für

Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand u. Handwerk (NRW) und Geschäftsführer von NRW.Invest.

Auf Einladung der Deutsch-Niederländischen

Handelskammer besuchte Svenja

Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft

und Forschung in NRW, den 4.

Niederländischen Investorenkreis, der am

18. Februar 2015 bei der WILO SE in Dortmund

stattfand. In der Lehrwerkstatt des

Dortmunder Pumpenherstellers hieß der

niederländische Generalkonsul Ton Lansink

die Teilnehmer bei der Veranstaltung

willkommen. Die Veranstaltung wurde von

den Partnern NRW.INVEST, der Stadt Dortmund

und der IHK Dortmund unterstützt.

„Innovationen“ war das Thema der Veranstaltung

und späteren Gesprächsrunde,

zu der Ministerin Svenja Schulze den Impulsvortrag

hielt. „Deutschland und die

Niederlande – der wichtigste Handelspartner

für Nordrhein-Westfalen – können

zwar nicht günstiger produzieren als

Konkurrenzländer, jedoch sind sie schneller

und innovativer“, so die Ministerin. In

der anschließenden Diskussionsrunde zu

den Erfahrungen in NRW waren sich die

Teilnehmer, unter anderem Dr. Jakoby (Geschäftsführer

NRW.INVEST), Günter Gülker

(Geschäftsführer der Deutsch-Niederländischen

Handelskammer) einig: Nordrhein-Westfalen

ist ein moderner, stark

zukunftsorientierter und attraktiver Innovationsstandort.

„Globalen Herausforderungen

müssen wir uns gemeinsam stellen

und die vorhandenen Synergiepotentiale

nutzen“, betonte Peter Stamm, Director

Corporate Affairs der WILO SE.

Dieses Statement geht einher mit den

Plänen der WILO SE: Der Pumpenhersteller

baut seine Unternehmenszentrale

in Dortmund zum Hightech-Standort

aus. Rund 60 Millionen Euro werden in

den Neubau eines modernen zweistöckigen

Werkes, sowie in neue Verwaltungsgebäude

investiert.

120 TOP


GEWINNSPIEL

VIER FRAUEN UND EIN UNGESÜHNTER MORD

Mary Higgins Clarks neuer Thriller konfrontiert den Leser mit ungeklärten Mordfällen

Timmy Moran ist gerade

einmal drei Jahre alt, als

auf dem Spielplatz vor seinen

Augen sein Vater Greg

erschossen wird. Bevor der

Täter flieht, ruft er dem Jungen

zu, dass seine Mutter

sein nächstes Opfer sei, er

selbst das übernächste …

Fünf Jahre später lebt Laurie

Moran immer noch in

ständiger Angst, dass dieser

Mann erneut zuschlagen

könnte. Ihr Vater, eigentlich

Anwärter auf den Posten des Polizeichefs

in New York, hat seinen Job inzwischen

aufgegeben, um sich ganz der Sicherheit

von Tochter und Enkel zu widmen. Laurie

hat eine Karriere als TV-Produzentin gemacht,

und sie ist gerade dabei, eine neue

Serie zu starten, in der sie unaufgeklärte

Verbrechen wieder aufrollen möchte. Ihr

erster Fall ist der Mord an Betsy Powell, einer

Dame der Gesellschaft,

die in der Nacht nach einer

Party, die ihr Ehemann und

sie anlässlich des erfolgreichen

High-School-Abschlusses

für ihre Tochter

Claire Bonner und drei ihrer

Freundinnen gegeben

haben, mit einem Kissen erstickt

wurde. Die vier Absolventinnen,

die Laurie überzeugen

kann, nach zwanzig

Jahren vor die Kamera zu

treten, treffen sich im Hause

der Ermordeten und ihres Ehemannes,

der den vier Absolventinnen ihren

Auftritt mit einer stattlichen Geldsumme

„versüßt“. Bald stellt sich heraus, dass jede

der vier nun nicht mehr ganz so jungen

Frauen, deren Schicksale sich ganz unterschiedlich

entwickelt haben und die alle

das Geld gut gebrauchen können, auf ihre

Weise „ein Hühnchen“ mit Betsy Powell zu

rupfen hatten. Und dann ist da noch die

allgegenwärtige Haushälterin, die offenbar

in Mr. Powell verliebt ist.

Für Laurie beginnen arbeitsreiche Tage,

in denen sie zwischen Job und der Angst

und Sorge um Timmys und ihr eigenes Leben

hin- und hergerissen ist … ein echter

„Pageturner“ der US-amerikanischen Erfolgsautorin

Mary Higgins Clark.

Mary Higgins Clark, In der Stunde deines

Todes, Heyne, 397 S., 19,99 €

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senden Sie die richtige Antwort bis zum

31.05.2015 an: BIC Media GmbH & Co.KG,

Hohe Straße 1, 44139 Dortmund

In welcher Stadt wurde

Mary Higgins Clark geboren?

a) Ganz klar: San Francisco!

b) Unsinn: Es war in New York!

c) Ganz falsch: Sie stammt aus Philadelphia!

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Im Restaurant „GINGER.“ kommt alles frisch auf den Tisch. Genießen Sie aufregende à la carte

Gerichte mit regionalem Kick und handfesten Zutaten in stylischem Ambiente. Kommen Sie auf

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wahlweise einen Espresso oder ein Bier aufs Haus.

GINGER. – Relaxed Food & Drinks • Im Radisson Blu Hotel, Dortmund • An der Buschmühle 1

44 139 Dortmund • Telefon +49(0) 231 1086 622 • www.radissonblu.de/hotel-dortmund


KOLUMNE

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DIE TOP-OHROLOGEN

Günna und Winnie haun sich aufs Ohr

Winnie: Hallo Günna, wo bisse?

Winnie: Ich steck mitten im

Umzug und bin froh dat du anrufst.

Da kann ich wenigstens

ma ne Pause machen ...

Winnie: Hör auf zu stöhnen.

Umzieh’n iss nix für Weicheier ...

Winnie: Mir sachte ma jemand

dat ein Umzug wie halbes Sterben

wäre und ich find, dat er

nich so ganz unrecht hatte ...

Winnie: Und an dem Spruch

„Wie viele Freunde man wirklich

hat, merkt man erst beim

Umzug“ iss auch wat dran ...

Winnie: Darum hab ich mich

vorsichtshalber für die teurere

Variante mit professionellen

Möbelpackern entschieden.

Enttäuschungen spar ich mir ...

Winnie: Haha... abba beim Umzug

sortiert man doch sowieso

aus. Da kannze im Freundeskreis

gleich mit ausmisten ...

Winnie: Dafür müsste man ja

erstmal Freunde haben ...

Winnie: Hasse auch recht ...

Winnie: Statistisch gesehen

trennt sich jeder Umziehende

neben Freunden auch von ca.

50% seiner Besitztümer ...

Winnie: Um inne neuen Hütte

mittem Sammeln unnützer

Klamotten widda von vorne

anzufangen ...

Winnie: Übba vetrocknete

Augen und Nasenschleimhäute

wegen Feinstaubbelastung

könnt ich ein Buch schreiben ...

Winnie: Hahaha ... vergiss nich

kontaminierte Hände durch

Reinigungslauge und verkeimte

Staubsaugerbeutel ...

Günna: Und seelische Langzeitschäden

weil ich am neuen

Ort noch keine Stammkneipe

hab, wohin ich ma

flüchten könnte ...

Winnie: Dat musse positiver

sehn. Sonn Wohnungswechsel

kann ja auch befreiend und reinigend

auf die Psyche wirken ...

Winnie: Stimmt. Dat neue soziale

Umfeld weiß ja noch nich

wen sich gerade als Nachbar

eingefangen hat ...

Winnie: Hahaha ... und plötzlich

wird ihre geordnete Lebensbahn

durch einen einzigen

Umzug inne Schieflage

versetzt ...

Günna: Nee, nee, ich sorge

eher für frischen Lebensmut

inne neue Umgebung ...

Winnie: Mal ne gehässige Frage:

Läuft eigentlich dein Internet

schon?

Winnie: Ach, mein Highspeed-

Anschluss. Schneckentempo

iss fixer. Ich bin öfter inne

Callcenter Warteschleife als

im Netz ...

Winnie: Bitte legen Sie nicht

auf. Der nächste freie Mitarbeiter

iss nur wenige Kaffetassen

von seinem Arbeitsplatz

entfernt ...

Winnie: Die lassen dich mit

abgenudelte Musik so lange

schmoren bisse den Grund für

dein Anruf vergessen hass ...

Winnie: Bevor ich dat auch

vergesse. Wat iss mit Borussia?

Günna: Läuft noch nich alles

widda rund abba die ziehen

auch um. Vom Tabellenkeller

ins Obergeschoss ...

Winnie: Rechnes du noch mit

ner Platzierung für Europa?

Günna: Mein lieber Winnie,

5 von 4 Dortmunder können

nicht rechnen und da gehör

ich auch zu ...

Winnie: Hahaha ... da kenn ich

noch einen. Mach fettich.

Ende der Durchsage ...

122 TOP

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