HessenJäger 11/2015 E-Paper

NeumannNeudamm

Offizielles Mitteilungsblatt des Landesjagdverbandes Hessen e.V. mit den amtlichen Verlautbarungen der Hessischen Jagdbehörden.

HessenJäger

11

Ausgabe 11/2015

34. Jahrgang

Neumann-Neudamm


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Ein Wort zur Sache

Liebe Jägerinnen

und Jäger!

Unsere Bemühungen, die Einschränkungen

der Jagd in Hessen im Entwurf der

neuen hessischen Jagdverordnung zu

verhindern, gehen unvermindert weiter.

Am 5. Oktober 2015 um 14.30 Uhr hat der

Vorstand des Landesjagdverbandes Hessen,

vertreten durch Frau Steuer, die Herren

Dr. Bretschneider-Herrmann, Schindl,

Werner und mich sowie Geschäftsführer

Michel, der hessischen Umweltministerin

Hinz persönlich 15.181 Unterschriften

übergeben, die beim Landesjagdverband

Hessen gegen die Aushöhlung des

Jagdrechts in Hessen eingegangen waren.

Medial begleitet wurde die Übergabe

durch unseren Ad-hoc-Pressesprecher

Markus Stifter. Seine Filmreportage finden

Sie auf unserer Internetseite (www.

ljv-hessen.org). Liebe Jägerinnen und

Jäger, ich danke Ihnen ausdrücklich,

dass Sie sich so zahlreich an der vom

Landesjagdverband Hessen im Februar

2015 gestarteten Unterschriftenaktion

beteiligt haben. Mit den weiteren 4.000

Unterschriften, die der hessische Verband

der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer

gesammelt hat, haben sich

zusammen mehr Menschen gegen Einschränkungen

der Jagd durch die neue

Jagdverordnung ausgesprochen, als der

Landesjagdverband Mitglieder hat. Das ist

ein beeindruckender Erfolg und zeigt, wie

sehr die Menschen in unserem Land ideologische

Angriffe auf die Jagd, das Eigentumsrecht,

das Ehrenamt und die Eigenverantwortung

bewegen. Sowohl unsere

Demonstration am 26. September 2015

in Wiesbaden mit 3.500 Jägerinnen und

Jägern als auch die Unterschriftenaktion

und die zahlreichen Briefe, die Jägerinnen

und Jäger an hessische Politiker geschrieben

haben, zeigen, dass wir kampagnefähig

sind und dass wir bereit sind, für den

Erhalt unserer Rechte zu kämpfen.

Der Landesjagdverband ist aber auch

weiterhin zu sachlichen Gesprächen bereit

und wird auch in der Zukunft seinen

Sachverstand einbringen. Unsere umfangreiche

sachliche Stellungnahme zum

Entwurf der neuen Jagdverordnung, die

wir fristgerecht dem Umweltministerium

übermittelt haben, ist auch an die Kreisjagdvereine

versandt worden und kann

zudem auf unserer Internetseite (www.

ljv-hessen.org) abgerufen werden. Liebe

Jägerinnen und Jäger, Sie können bei Ihren

Gesprächen mit Entscheidungsträgern

in Hessen die Stellungnahme des Landesjagdverbandes

Hessen gerne verwenden

und sich auf diese beziehen.

Ich habe zusammen mit dem Präsidenten

des Deutschen Jagdverbandes Hartwig

Fischer am 16. Oktober 2015 im Deutschen

Bundestag in Berlin ein Gespräch

mit Vertretern der CDU-Bundestagsfraktion

geführt, um zu verdeutlichen, dass

die Situation in Hessen auch bundesweite

Auswirkungen haben kann, wenn nämlich

in Hessen in Bezug auf die Jagd- und

Schonzeiten eine schlechtere Jagdverordnung

in Kraft treten sollte als in den

grün/rot bzw. rot/grün regierten Ländern

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz,

Niedersachsen und sogar schlechter als

in Nordrhein-Westfalen. Ferner haben wir

bundespolitisch bedeutsame Themen wie

das Waffenrecht und die Novellierung des

Bundesjagdgesetzes erörtert.

Das Präsidium des Landesjagdverbandes,

vertreten durch die Herren Dr. Bretschneider-Herrmann,

Schindl, Werner, Wittich

und mich sowie Geschäftsführer Michel,

hat am 23. Oktober 2015 ein Gespräch im

Hessischen Landtag mit dem Fraktionsvorsitzenden

der hessischen CDU-Landtagsfraktion

Boddenberg und dem jagdpolitischen

Sprecher der hessischen

CDU-Landtagsfraktion Dr. Arnold geführt,

um die Kritikpunkte am Entwurf der neuen

Jagdverordnung nochmal persönlich vorzutragen

und zu erläutern.

Am 2. November 2015 findet im Hessischen

Landtag vor dem Umweltausschuss

auf Antrag der Fraktionen von SPD und

FDP, dem sich die Fraktionen von CDU und

Bündnis 90/Die Grünen angeschlossen haben,

eine Expertenanhörung zum Entwurf

der neuen hessischen Jagdverordnung

statt. Neben dem Landesjagdverband sind

alle Kreisjagdvereine in Hessen dazu eingeladen

worden und haben die Möglichkeit,

ihr Expertenwissen den Abgeordneten

des Ausschusses vorzutragen. Ferner

sind Wissenschaftler und Praktiker eingeladen

worden, aber auch Vertreter der

– neben dem Landesjagdverband Hessen

existierenden – weiteren Natur- und Tierschutzverbände

in Hessen. Das Interesse

an dieser Anhörung ist so groß, dass die

ursprünglich auf zwei Stunden angesetzte

Dauer verdoppelt werden musste.

Der Landesjagdverband Hessen wird bei

dieser Anhörung klar die Position vertreten,

dass wir eine ideologische Einschränkung

der Jagd in Hessen nicht hinnehmen

werden, so wie er es bereits bei einer

Anhörung im letzten Jahr durch Vizepräsident

Bretschneider-Herrmann als auch

bei den zahlreichen Gesprächen mit den

Vertretern der Regierungsparteien und der

Opposition sowie in unserer schriftlichen

Stellungnahme vom 28. September 2015

bisher getan hat.

Zum Schluss darf ich noch auf den Hubertustag

am 3. November hinweisen. Im

Inneren des HessenJägers finden Sie dazu

eine interessante Abhandlung. Ich wünsche

Ihnen für die anstehenden Drückjagden

Waidmannsheil!

Ihr Dr. Jürgen Ellenberger

Präsident des Landesjagdverbandes Hessen

Liebe Leserinnen und Leser,

für die verzögerte Zustellung des

HessenJägers 10/2015

bitten wir um Entschuldigung.

Sollten Sie noch kein Heft erhalten

haben, senden Sie bitte Ihre vollständigen

Adressdaten an:

info@hessenjaeger-online.de

Ihr Verlag Neumann-Neudamm

3

11/15


Impressum

Vom 07.12.-10.12.

ist die Geschäftsstelle

wegen Inventurarbeiten

geschlossen

und telefonisch nicht

erreichbar. In dringenden

Fällen wenden sie sich

bitte per E-Mail an info@

ljv-hessen.de. Wir bitten

um Verständinis.

?

Wenn es Herbst wird, ist alljährlich der weithin

hörbare Ruf der Kraniche zu vernehmen,

wenn diese in ordentlicher V-Formation in

Richtung Süden in ihre Winterquartier nach

Frankreich, Spanien oder Afrika aufbrechen.

Erst im Februar zur Balz werden sie wieder in

die nördlichen Gegenden zurückkehren. Die

imposanten, graugefiederten Schreitvögel

haben eine Größe von bis zu 1,20 m und eine

Flügelspannweite von etwa 2,20 m.

Ein ausführlicher Bericht über die

Hoherodskopf-Prüfung 2015

erfolgt im nächsten HessenJäger.

Aus den Vereinen

Mitteilungen 23

Jagdhundeeinsatz bei

Bewegungsjagden 44

Redaktionsschluss

für Ausgabe 01/2016:

05.12.2015

100 % Jagd in Hessen – Rund um die Uhr und interaktiv:

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Landesjagdverband Hessen

Impressum

HessenJäger – Offizielles Mitteilungsblatt des Landesjagdverbandes

Hessen e.V. mit den amtlichen

Verlautbarungen der Hessischen Jagdbehörden.

Erscheinungstermin: In der ersten vollen

Woche des Monats, Redaktionsschluss

für Ausgabe 12/ 2015: 10.11.2015

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Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH & Co KG,

Gießen

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nemofx1– fotolia.com

Bezugspreis

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Redaktion (ViSdPG)

Alexander Michel, Geschäftsführer des LJV Hessen

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Die Mindestbezugszeit beträgt 1 Jahr. Das Abonnement

verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis

4 Wochen vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Für Mitglieder

der dem LJV Hessen angeschlossenen Vereine

ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten. Mit

Namen gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die

Meinung der Redaktion oder der Herausgeber wieder.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Datenträger,

Bilder und Bücher wird keine Haftung übernommen und

keine Rücksendegarantie gegeben. Die Redaktion ist berechtigt,

Texte zu bearbeiten. Meldungen und Nachrichten

nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Nachdruck,

auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages.

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Ein Wort zur Sache

Vorwort ....................................................................................................................................... S.3

Impressum .................................................................................................................................. S.4

Jagdpolitik und Aktuelles

15.181 Unterschriften gegen geplante Jagdverordnung übergeben ............................................ S.6

FACE wählt neuen Vorstand ........................................................................................................ S.7

Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Inhalt

Wildbiologische Seminare im Wintersemester 2015/2016 .......................................................... S.6

Jagd vorbei – Halali: Nachruf für Forstamtsrat i.R. Willi Friedl, Altenhain.................................... S.8

Hubertus und die Jagd ................................................................................................................. S.8

Bundesmeisterschaft im Jagdlichen Schießen im Bremgarten/Freiburg ........................................ S.10

Siebenschläfer.............................................................................................................................. S.11

Jahresjagdstrecke 2014/2015....................................................................................................... S.12

Seminar „Artenschutz und Lebensraumverbesserung in Niederwildrevieren“ ............................... S.15

Meinungsaustausch mit Ursula Hammann (Bündnis 90/Grünen) zur geplanten JVO ..................... S.16

Fallenbaulehrgang und Prädatorenbejagung in Kranichstein.......................................................... S.17

Jagdaufseher in Kranichstein........................................................................................................ S.17

Rechtstipp: Rechtsprobleme im Zusammenhang mit der Abrundung von Jagdbezirken................ S.18

Vorausschauende Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit: LJV Hessen und

ADAC Hessen-Thüringen e.V. appelieren an Achtsamkeit und Vorsicht.......................................... S.21

DJV-Nachrichten

November-Aktion: Praktisches für die kalte und dunkle Jahreszeit.............................................. S.21

Inhaltsverzeichnis

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Aus den Vereinen

Bezirk Wiesbaden ........................................................................................................................ S.23

Bezirk Darmstadt ......................................................................................................................... S.24

Bezirk Kassel ............................................................................................................................... S.25

Hegegemeinschaften/Reviere ...................................................................................................... S.26

Kalender- & Büchervorstellung

Für Sie entdeckt .......................................................................................................................... S.28

Für Sie gelesen ............................................................................................................................ S.30

Rezepttipp

Frikadellen „Jäger Art“................................................................................................................. S.31

Jagdgebrauchshundprüfungen

Ergebnisse .................................................................................................................................. S.32

Lernort Natur

Kraniche – Graue Gesellen mit trompetendem Ruf...................................................................... S.33

Kurti Keilers Kurzgeschichte ....................................................................................................... S.35

Kleinanzeigen

Jagdverpachtung, Jagdgelegenheit, Verschiedenes .......................................................................... S.36

Verschiedenes, Hunde, KFZ ........................................................................................................ S.35

Waffen/Optik................................................................................................................................ S.38

Aus der Jagdbranche/PR

Pferd & Jagd 2015....................................................................................................................... S.39

Dichtes Messeprogramm der bayerischen Jäger......................................................................... S.39

Kälte & Winteransitz – Funktionskleidung & Ausrüstung............................................................. S.40

Eine wunderbare Mischung aus Ambiente und Ausstellung ........................................................ S.41

Tante Emma – Orthopädie- und Reha-Technik für Vierbeiner ...................................................... S.41

Jagd und Hege

Museum Jagdschloss Kranichstein – Veranstaltungen ..................................................................... S.42

Museum bioversum – Veranstaltungen ........................................................................................... S.42

Lehrgänge in unserem Lehrrevier am Jagdschloss Kranichstein........................................................ S.43

Hegetipp: Jagdhundeeinsatz bei Bewegungsjagden .................................................................... S.44

Saumondkalender/Jagdzeiten in Hessen ..................................................................................... S.46

In dieser Ausgabe befinden sich: Zwei Beilagen der Firmen Alpjagd und

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Jagdpolitik und Aktuelles

15.181 Unterschriften gegen geplante Jagdverordnung übergeben

Öffentliche Anhörung am 2. November 2015

V.r. Staatsministerin Priska Hinz, LJV-Präsident Dr. Jürgen Ellenberger, Vizepräsident Dr. Nikolaus Bretschneider-Herrmann. Schatzmeister

Peter Werner, Vizepräsident Hans Schindl, Vorstandmitglied Ulrike Steuer, LJV-Geschäftsführer Alexander Michel

Nach dem am 26.09.2015 die Großdemonstration

des LJV Hessen mit rund 3.500 Jägerinnen

und Jägern vor der Staatskanzlei

in Wiesbaden stattgefunden hat, wurden

durch LJV-Präsident Dr. Jürgen Ellenberger,

gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern,

insgesamt 15.181 Unterschriften

gegen die im Entwurf vorliegende Jagdverordnung

an die zuständige Umweltministerin

Priska Hinz persönlich übergeben. Wie

bekannt, wurde die Unterschriftenaktion im

Februar 2015 auf der Jagdmesse in Alsfeld

ins Leben gerufen. Im Zuge der Übergabe

der Unterschriften wiederholte Dr. Ellenberger

im Namen der hessischen Jägerinnen

und Jäger nochmals die Forderung, dass

die jetzt im Entwurf vorliegende

Jagdverordnung entsprechend

der bisher durch den LJV vorgebrachten

Sachargumente überprüft

und angepasst werde. Dazu

übergab Dr. Ellenberger ebenfalls

Staatsministerin Hinz nochmals

eine persönliche Ausgabe der bereits

durch den LJV verfassten,

umfangreichen Stellungnahme.

So signalisierte Staatsministerin

Hinz die Diskussion um die Jagdverordnung

auf der Sachebene

weiter zu führen.Als weiteres Ergebnis

der bisher durchgeführten

Aktionen des LJV erfolgte jetzt

aufgrund der Anträge der Fraktionen

von SPD und FDP nun die

Festsetzung einer öffentlichen

Anhörung zur Jagdverordnung

am 2. November 2015. Auf diese

Stellungnahme ist der LJV Hessen vorbereitet

und wird aktiv, wie bereits im schriftlichen

Anhörungsverfahren, die Interessen

der Jägerschaft und des ländlichen Raumes

getreu dem bisherigen Wahlspruch „Hände

weg vom Jagdrecht in Hessen! Keine Aushöhlung

durch die neue Jagdverordnung!“

vertreten.

LJV Hessen

Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Wildbiologische Seminare im Wintersemester 2015/2016

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11/15

Wildbiologisches Seminar Nr. 280,

Donnerstag, 05.11.2015

Dr. Johannes Fritz, Mutters: Grund zur

Hoffnung – Die Wiederansiedlung des

Waldrapps in Europa

Im Jahr 2002 wurde das Projekt Waldrappteam

mit dem Ziel gegründet, eine Methode

zur Ansiedlung selbständiger, migrierender

Waldrappkolonien aus Zoonachzuchten

zu etablieren. Nach inzwischen zehn

menschengeleiteten Migrationen berichtet

Johannes Fritz über das Phänomen „ Fliegen

mit Vögeln“ und andere Details dieses

international vielbeachteten Projektes.

Der Waldrapp – ein gänsegroßer Schreitvogel. Im 17. Jh. starben die Vögel aufgrund intensiver Bejagung in Mitteleuropa

aus. Heute laufen verschiedene Wiederansiedlungsversuche. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldrapp

Wildbiologisches Seminar Nr. 281,

Donnerstag, 19.11.2015

Ole Anders, St. Andreasberg: „Keine Angst

vor großen Katzen“ – Die Rückkehr des Eurasischen

Luchses in die Harzregion

Viele der westeuropäischen Luchsvorkommen

stagnieren derzeit oder sind sogar

rückläufig. Die Harzpopulation hingegen

zeigt eine deutliche Ausbreitungstendenz.

Dabei wird offenbar auch die halboffene

Agrarlandschaft im Umfeld des Mittelgebirges

von Luchsen besiedelt. Der Vortrag

gibt einen Überblick über die Entwicklung

des ersten deutschen Wiederansiedlungsprojektes

für einen großen Beutegreifer von

dessen Start im Jahr 2000 bis heute. Das

national vereinheitlichte Luchsmonitoring

wird dabei ebenso erläutert, wie die aktuellen

Forschungsansätze im Harz.


Jagdpolitik und Aktuelles

FACE wählt neuen Vorstand

Michl Ebner Präsident des europäischen

Jägerverbands, Dr. Böhning Vizepräsident

Die Generalversammlung von FACE, dem Zusammenschluss

der europäischen Jagdverbände, hat in Brüssel einen

neuen Vorstand gewählt. Michl Ebner aus Südtirol wird

künftig als Präsident die Geschicke von FACE leiten. Der

62-jährige gelernte Journalist

war lange Jahre

Mitglied des Italienischen

und danach des Europäischen

Parlaments. Ebner

spricht fließend deutsch

und italienisch. Dr. Volker

Neuer FACE-Präsident Michl Ebner (li.)

und FACE-Vizepräsident Dr. Böhning.

Quelle: FACE.

Böhning, Präsident des

Landesjagdverbandes

Mecklenburg-Vorpommern

und Mitglied des

DJV-Präsidiums, vertritt künftig als Vizepräsident die Belange

der deutschen Jäger und ist Mitglied des fünfköpfigen

FACE-Vorstandes. Er folgt auf Jochen Borchert, der seit

2003 FACE-Vizepräsident war. „Die Arbeit auf der europäischen

Ebene bekommt auch für die Jagd in Deutschland

einen immer höheren Stellenwert“, hebt Dr. Böhning hervor

und nennt dabei vor allem die laufende Überprüfung der europäischen

Naturschutzrichtlinien, den Umgang mit Wölfen,

aber auch die Waffengesetzgebung und die Vorschriften

zur Lebensmittelhygiene. Der langjährige FACE-Präsident

Gilbert Baron de Turckheim war zur Wahl nicht wieder angetreten

und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Jochen

Borchert wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Änderungen vorbehalten!

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UND SPAREN!

• 330 Aussteller aus 20 Nationen

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Bühne und Jägertreff

• Paul Parey Zeitschriftenverlag –

Aktionsbühne

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Landwirtschaftsverlag

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• Sonderschau Jagdund

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• Jagdgebrauchshundverband

• Bogen- und

Lichtpunktschießen

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

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Wildbiologisches Seminar Nr. 282,

NN, JagdpolitischesThema

Wildbiologisches Seminar Nr. 283,

Donnerstag, 14.1.2016

Univ. Doz. Dr. Armin Deutz, Murnau: Tuberkulose

beim Rotwild im Alpenraum -

Verharmlosung oder Panikmache?"

Im Vortrag wird auf die Tuberkulose bei

Wildtieren, besonders beim Rotwild,

auf die Risiken der Übertragung und auf

Überwachungs-, Bekämpfungs- und Vorbeugemöglichkeiten

eingegangen. Weiter

werden die Übertragungsmöglichkeiten

zwischen Wild- und Haustieren sowie ähnliche

Krankheitsbilder (Paratuberkulose,

Mykobakteriosen) diskutiert.

Wildbiologisches Seminar Nr. 284,

Donnerstag, 4.2.2016

Johannes Lang, Laubach: „Dem Hund auf

der Spur“ – Das Verhalten von Stöberhunden

auf Bewegungsjagden

Jagd ist in Mitteleuropa das wichtigste

Werkzeug zum Management wildlebender

Huftiere und entspricht einer Räuber-Beute

Beziehung. Während das Verhalten der

Beute Thema vieler Untersuchungen war

und ist, wird das Verhalten von Jägern

und beteiligten Hunden selten analysiert.

Seit Jahren werden GPS-Logger zur Aufzeichnung

der Laufwege von Jagdhunden

eingesetzt. Die dabei erhobenen Leistungs-

und Verhaltensdaten werden vorgestellt

und die Ergebnisse im Hinblick

auf ihre Bedeutung für die Jagdpraxis

diskutiert.

Informationen

zu den Veranstaltungen:

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um

18.15 Uhr im Hörsaal des Institutes für Veterinäranatomie,

Frankfurterstr. 98, 35392

Giessen. Hörer aller Fachbereiche und die

interessierte Öffentlichkeit sind herzlich

eingeladen.

Wegen der schlechten Erfahrungen im

letzten Jahr bitten wir Sie, sich zeitnah auf

unserer Webseite ak-wildbiologie.de zu informieren,

ob das jeweilige Seminar zum

angekündigten Zeitpunkt stattfindet.

Infos: Dr. Klaus Volmer, 0641-99-37721,

klaus.volmer@vetmed.uni-giessen.de

Fortbildungsanerkennung der LTK Hessen

jeweils 2h.

7

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Jagd vorbei – Halali

Nachruf für Forstamtsrat i.R. Willi Friedl, Altenhain

Am 21. September diesen Jahres verstarb

nach einem erfüllten Leben im gesegneten

Alter von 93 Jahren Willi Friedl. Wir trauern

um einen großartigen Menschen und Waidmann

höchster Passion.

Über fünf Jahrzehnte

wirkte er als

engagierter Forstmann

erfolgreich

in den Gräflich

zu Solms-Laubach’schen

Wäldern

Oberhessens.

Die Bewirtschaftung

der Rot- und

Muffelwildbestände

lagen ihm besonders

am Her-

Willi Friedl verstarb im Alter von

93 Jahren

zen. Als gräflicher

Leibjäger und erfahrener Fachmann begleitete

er Jahrzehnte lang den Hochadel auf

kapitales Rot- und Muffelwild. Ungezählten

Jagdgästen bereitete er große Freude und

jagdlichen Erfolg. Willi Friedl war einer der

bekanntesten Jagd- und Hundeführer überhaupt.

Er führte hervorragende Schweißhunde.

Bei der Schweißprüfung des LJV

Hessen auf dem Hoherodskopf stellte er

sich als Schweißrichter zur Verfügung. Die

Verbundenheit mit der gerechten Schweißhundeführung

drückte er auch musikalisch

durch seine „Hoherodskopf-Fanfare“ aus.

In Böhmen geboren, wurde Willi Friedl die

Liebe zur Musik in die Wiege gelegt. Seine

Ausbildung als Waldhornist, seine Tätigkeit

als Militärmusiker und das erfolgreiche

Wirken als Forstmann und Jäger bildeten

die idealen Voraussetzungen für ein gedeihliches

Wirken auf dem Gebiet des Jagdhornblasens.

Willi Friedl war der Garant dafür,

dass Jagdhornblasen nicht abgleitet zur

reinen Musikbetätigung, sondern mit dem

forstlichen und jagdlichen Brauchtum fest

verwurzelt bleibt und vor dem Hintergrund

der Jagd als eigenständige kulturelle Leistung

der Jäger auch zukünftig fortbesteht.

Über vier Jahrzehnte lang prägte er als

Landesobmann und Wertungsrichter das

Jagdhornblasen nicht nur in Hessen, sondern

auch in anderen Bundesländern und

im benachbarten Ausland. Der erste Bläserwettbewerb

überhaupt fand 1953 unter

seiner Leitung in Hessen statt. 1961 leitete

er den ersten DJV-Bundeswettbewerb auf

Jagdschloss Kranichstein, das seitdem zum

„Mekka der Jagdhornbläser“ wurde. 1967

war er maßgeblich beteiligt an der vom DJV

veranlassten Überarbeitung der Deutschen

Jagdsignale, die seitdem einheitliche Notengrundlage

für das Signalblasen ist.

An der ehemaligen Landesforstschule in

Schotten wirkte er von Anbeginn als Lehrer

für Jagdhornblasen und unterrichtete dort

alle jungen Forstleute, die im Rahmen ihrer

Ausbildung die Schule besuchten.

Er war Begründer des „Parforcehorncorps

„Hoher Vogelsberg“, mit dem er u.a. die erste

ökumenische Hubertusmesse überhaupt

musikalisch gestaltete. Unzählige Bläsercorps

der Jagdvereine hat er zu hohen und

höchsten Meisterehren geführt. Mit dem

Bläsercorps des Jagdvereins „Hubertus

Gießen“ wurde er 25-mal Hessischer Landesmeister

und mehrfacher Bundessieger.

Willi Friedl verstand es, insbesondere auch

junge Leute, für das Jagdhornblasen zu

begeistern. Die vorhandene Jagdmusik-Literatur

hat er durch eigene Kompositionen

bereichert.

In Anerkennung seiner Leistungen wurden

ihm höchste Ehrungen der jagdlichen Organisationen

zuteil. 1995 wurde ihm die

Bundesverdienst-medaille und 2008 der

DJV-Kulturpreis für seine jagdmusikalischen

Leistungen und seinen selbstlosten

Einsatz verliehen. Er war Ehrenmitglied des

LJV Hessen und des Kreisjagdvereins „Hubertus

Gießen“.

Mit dem Tod von Willi Friedl geht für Jäger

und Jagdhornbläser eine Ära zu Ende. Ein

Wirken für Wald, Wild, Lebensraum, Jagd

und Brauchtum, welches stets von großer Bescheidenheit

und Zurückhaltung geprägt war.

Unzähligen Jägern hat Willi Friedl das letzte

Halali geblasen – Jetzt galt es ihm.

„Gern bin ich oft gegangen

In Wald, Feld und Flur

Jetzt bin ich heimgegangen

zum Schöpfer der Natur“

Unser Mitgefühl gilt seiner lieben Frau Kristina

und ihrer Familie.

Wir werden Willi Friedl in dankbarer Erinnerung

behalten als einen liebenswerten

Menschen und Jagdkameraden und ihm ein

ehrendes Andenken bewahren.

Jürgen Keller

Landesbläserobmann/LJV Hessen

Hubertus und die Jagd

Wie stellt sich Jagd heute dar? Jagd und

Jäger genossen bis zum Ende des vergangenen

Jahrhunderts – besonders unter der

Landbevölkerung – hohes Ansehen. In der

jüngeren Vergangenheit ist das zum Teil

verloren gegangen. Jagd und Jäger werden

heute mitunter von einzelnen Gruppierungen

misstrauisch und vor allem kritisch beurteilt.

Wo findet man die Ursachen für diese Veränderung?

– Vielleicht können die nachfolgenden

Zeilen zu einer Verbesserung dieser

Situation beitragen.

Jagd beschreibt Prof. Paul Müller in etwa so:

Jagd ist nicht nur das Aufsuchen und Ver-

folgen von Wild, um es zu erlegen. Jagd ist

glückhaftes Erleben, fesselndes Einssein mit

der Natur, Erleben eines neuen taufrischen

Morgens, Vogelruf, verträumtes Gefangensein

im glitzernden Gewebe des Altweibersommers,

ist Pirsch im Schattenspiel mondheller

Nächte, ist Wissen, Nachdenklichkeit,

Schönheit, Herbstnebelschwaden und Zeichen

im Schnee. Jagd ist auch wildes blutvolles

Vorwärtsstürmen, Testen unserer abgestumpften

Sinne an sinnesscharfem Wild,

ist ständiger Kampf zwischen Leidenschaft

und Vernunft, manchmal auch eine Sucht

nach Abenteuern.

Die Legende vom Heiligen Hubertus lehrt uns, die

Natur verantwortungsvoll zu nutzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertustag

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Jagd ist aber gleichermaßen ebenso, so

denke ich, die Zuwendung und Hilfe für die

besonders heute geschundene Natur, für bedrängte

Umwelt, für gepeinigte Kreaturen, für

Tiere und Pflanzen. Es ist die tiefe Liebe zur

Natur, die den richtigen Jäger wirklich ausmacht.

Jagd erfordert deshalb auch Wissen,

Erfahrung, Bescheidenheit, Charakter, Nachdenklichkeit

und eine hohe Verantwortung

gegenüber dem Schöpfer und seiner Schöpfung.

Jagd ist praktizierter Naturschutz.

Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts

stimmte die Zusammenarbeit

zwischen Jagd und Naturschutz. Die Vorreiter

des Naturschutzes waren nämlich die

Jäger. Der erste Präsident des Deutschen

Naturschutzringes war der Jagdschriftsteller

und Jäger Hans Krieg, der sich später einmal

kritisch äußerte: „Wer seinen Verstand

nur einigermaßen beisammen hat, der sollte

wissen, dass Jagd in erster Linie Erhaltung

bedeutet, und dass diese edel tuenden Jagdgegner

ohne uns über kein wild mehr eine

Träne zu vergießen hätten, weil es einfach

nicht mehr da wäre“.

Die Vorkämpfer des Naturschutzes hatten

über und durch die Jagd den unmittelbaren

Kontakt zur Natur und setzten sich für ihre

Erhaltung ein.

In unseren Kulturlandschaften müssen, um

einen vernünftigen Ausgleich in der Natur

zu erhalten, heute nicht nur unsere Schalenwildarten

bejagt werden, sondern auch

opportunistische Räuber und Krankheitsüberträger.

Jagd muss schützend auf der Seite der

Verlierer stehen und regulierend eingreifen.

Jagd muss sich kontinuierlich weiterentwickeln

können und sich im Bedarfsfall von

gewissen Traditionen trennen. Hierbei darf

man die Erkenntnisse des Fortschrittes nicht

ignorieren. Im Gegenteil, man muss agieren

und reagieren. Man darf aber hierbei keines

Falles den Chaoten, Schwätzern und so genannten

Gutmenschen, denen die Gesamtschau

verloren gegangen ist, die Entwicklung

in die Zukunft überlassen. Leider orientieren

sich häufig die Medien, die heute einen sehr

hohen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben,

an diesem Personenkreis und manipulieren

so – bewusst oder unbewusst – den Zeitgeist

über die Jagd.

Zu bestimmten Zeiten, und auch nach dem

Niedergang der Jagd nach der Revolution

1848, war regional die Erlegung von weiblichen

Tieren bei Reh- und Rotwild grundsätzlich

verboten. Das erschien seinerzeit

vielleicht verständlich, entspricht aber heute

keines Wegs der Vorstellung einer zeitgemäßen

Wildbewirtschaftung.

Dass Jagd unter Kulturlandschaftsbedingungen

notwendig ist, wird von seriösen Naturwissenshaftlern

nicht bestritten. Sie muss

richtig, besser ausgedrückt „gerecht“, muss

waidgerecht sein. Das heißt unter anderem,

der Schutz der Muttertiere hat absoluten

Vorrang.

Fehler bei der Bejagung von Muttertieren

wirken sich nicht nur negativ auf das eigene

Gewissen, sondern vielmehr auch auf den

Bestand und seine Sozialstrukturen aus.

Es ist viel über Waidgerechtigkeit geschrieben

und gesprochen worden. Waidgerechtigkeit

ist in keinem Jagdgesetz exakt definiert,

in ihr vereinigen sich korrektes und

ethisches Verhalten gegenüber der Natur,

der Kreatur und dem Mitmenschen. Waidgerechtigkeit

setzt eben Verantwortung, Charakter

und Anstand voraus.

Es kann nicht bestritten werden, dass die

Pflanzen fressenden Wildtiere Schäden in

der Land- und Forstwirtschat verursachen.

Dies tun sie vor allem dort, wo der Mensch

die Natur primär für seine wirtschaftlichen

Interessen in Anspruch nimmt. Wo dies

nicht der Fall ist, bleiben artenreiche Wälder

und Natur weitgehend erhalten.

Das hat einerseits zur Konsequenz, dass

heute die Pflanzen fressenden Schalenwildbestände

den vorhandenen Biotop- und

Äsungsbedingungen (Land- und Forstwirtschaft)

zupassen sind. Überhöhte Wilddichten

führen auch zu kümmerndem und

schwachem Wild, zu einer hohen natürlichen

Sterblichkeit und überhöhten Wildschäden.

Das Wald-Wildproblem lässt sich aber andererseits

nicht allein und ausschließlich,

wie es der Intension einiger Ökodogmatiker

entspricht, mit der 8x57 oder 9,3 lösen, sondern

vielmehr durch die Herstellung einer

möglichst ausgewogenen Altersstruktur und

eines möglichst ausgeglichenem Geschlechterverhältnisses.

Ebenso wichtig sind heute

die Verbesserung der Äsungsverhältnisse

und eine Ausweisung von Ruhezonen. Dies

sind wichtige Attribute, die heute für das

Wald-Wildverhältnis verbindlich sein sollten.

Witterungs- und Schädlingskalamitäten,

ebenso wie die Holzernteschäden, die in der

Natur ihre tief greifenden Spuren hinterlassen,

stehen heute leider weniger im Focus.

Den intellektuellen Waldpäpsten fällt offenbar

zu diesen Problemen nur sehre wenig

ein. Das wäre, statt der Verteufelung des

pflanzenfressenden Schalenwildes beispielsweise

ein sehr interessantes Betätigungsfeld

für unsere Medien. Auch der jahrzehntelange

unnatürliche, – Gott sei Dank – wohl der

Vergangenheit angehörende monokulturelle

Waldbau – war und ist noch für Sturm- und

Wildschäden eine häufige Ursache.

„Macht euch die Erde untertan“ lautet ein

Schöpferwort. – Wie ist das zu verstehen?

– Wie werden wir diesem Auftrag heute gerecht?

Hubertus ist uns bei der Beantwortung

dieser Frage behilflich.

Er lehrt uns, die heute besonders geschundene

Natur verantwortungsgerechter zu

nutzen, und sie nicht rücksichtslos auszubeuten.

Sie zu erhalten und an kommende

Generationen möglichst intakt weiterzugeben,

ist das Vermächtnis von Hubertus.

Hubertus lehrt uns mit diesem Vermächtnis

ebenso, dass Jagd sich zwar veränderten

Umweltbedingungen anpassen muss, dabei

aber nicht den Belangen eines reinen Schmalspurnaturschutzes

zu unterwerfen hat.

Der Gesamteinfluss auf die Natur muss der

Weiser für die Zukunft sein. So muss es

neben der Regulierung der Pflanzenfresser

auch möglich sein, weiterhin in die Populationen

der Beutegreifer einzugreifen.

Nicht nur der Jäger, sondern vielmehr alle,

die Natur nutzen oder in Anspruch nehmen

wollen, sei es zum Zweck von Bebauung,

Sport, Fremdenverkehr, Freizeitinanspruchnahme

oder auch zur Befriedigung anderer

Bedürfnisse, müssen auf die noch vorhandene

Natur Rücksicht nehmen. Das gilt auch

für die Land- und Forstwirtschaft. Wer in

Zukunft Natur in Anspruch nehmen will, der

muss auch bereit sein, einen gewissen Beitrag

zu ihrer Erhaltung zu leisten.

Wir brauchen zusätzlich keine neuen Wildtiere.

Statt derer benötigen wir vielmehr

Nachdenklichkeit, eine vernünftige, vor allem

sachliche und kompetente Beurteilung – abseits

des Einflusses jeder subjektiven Einstellung

von Interessengruppen zum Erhalt

der uns vom Schöpfer anvertrauten Natur.

Ein wichtiges und dankbares Aufgabenfeld

auch oder sogar besonders für die Medien.

Jagd, Natur-, Tierschutz, Land- und Forstwirtschaft

sowie Medien sind heute aufgefordert,

einen Beitrag zur Erhaltung dieser

Natur zu leisten, anstatt gegeneinander zu

agieren. Das zu begreifen ist das Gebot der

Stunde, das will uns heute Hubertus vermitteln.

Nur so kann die Lösung für die Zukunft

aussehen.

Heribert Kempf

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Bundesmeisterschaft im Jagdlichen Schießen im Bremgarten/Freiburg

Erfolgreiches Wochenende für unsere hessischen

Jagdschützen. Anfang September

fand auf dem Schießstand des LJV Baden-

Württemberg, Bremgarten/Freiburg die

BM im Jgl. Schießen statt. Bei der von

den Verantwortlichen höchst professionell

vorbereiteten Wettkämpfen starteten

in diesem Jahr ca. 700 Jagdschützen. Die

hessischen Jagdschützen waren mit 52

Teilnehmern vertreten. Der Mittwoch begann

wie immer mit den Einzelschützen

der Verbände aller Klassen.

Donnerstag startete unsere Damenmannschaft

in den Wettkampf. In diesem Jahr

mit einer neuen Zusammensetzung: Beate

Reichhardt, Michaela Schröder, Babara

Michalski, Bärbel Griesheimer, Kati Schreiber

und Petra Boehm. Sie konnten in diesem

Jahr mit 1216 Punkten einen super

2. Platz hinter Niedersachsen belegen.

Auch in der Einzelwertung konnten wir

zwei Podestplätze erringen. Beate Reichhardt

(KJV Hersfeld) konnte mit 311 Punkten

den 3. Platz in der Gesamtwertung

erreich. Barbara Michalski wurde mit 28

Tauben und 140 Punkten 2. Siegerin in der

Flintenwertung.

Bei dem anschließenden Durchgang der

Junioren konnte unsere Mannschaft stark

auftreten. In der Zusammensetzung Björn

Freigang, Christian Werner, Philip Heckmann,

Jan Teuwsen, Marvin Fridriszik,

Marcel Begoin konnten sie mit 1. 290 Punkten

einen tollen 3. Platz erreichen. Bei der

Einzelwertung konnte Phillip Heckmann

(KJV Wolfhagen) mit 333 Punkten einen

hervorragenden 3. Platz in der Gesamtwertung

erreichen. Bei der Flintenwertung

stellt in diesem Jahr unser Landesverband

den Deutschen Meister, Marvin Fridriszik

traf alle 30 Tauben mit 2 Treffern 2 und

wurde damit Deutscher Meister der Junioren

im Flintenschießen. Spannend war

dass, Björn Freigang ebenfalls 30 Tauben

getroffen hatte. Mit 4 Treffern 2 belegte er

einen sehr guten 2. Platz.

Am Freitag startete unsere Altersklassenmannschaft

in den Wettkampf. In der

Zusammensetzung: Dr. Norbert Teuwsen,

Walter Kienzler, Walter Sattler, Hardy Freigang,

Alexander von Falkenhausen und

und Walter Siebert mit 1299 Punkten den

6. Platz.

Nach Abschluss der Meisterschaften somit

1. Bundesmeister und 6 Platzierungen auf

anderem Konto. Hierzu noch mal Herzlichen

Glückwunsch zu den tollen Platzierungen.

Stellvertretend für alle meine Helfer vom

LJV möchte ich mich Herzlich bei Frau

Tina Neumann für die Rundumbetreuung

aller Schützen bedanken. Weiterhin geht

mein Dank an dieser Stelle an den Bundesschießobermann

Dr. Torsten Krüger und

seiner Helfer. Ebenfalls an den unzähligen

Offene Klasse Damen gesamt: 3. Platz Beate Reichhardt

Damen Flintenwertung: 2. Platz Babara Michalski

Peter Königsheim,

konnten wir leider

nicht an die altgewohnten

Leistungen anknüpfen

und verpassten

knapp das Podest.

Ebenfalls belegte unsere

KW Mannschaft

mit Stephan Dimmer,

Walter Siebert, Uwe

Schröder, Walter Kienzler,

Maro Festener,

einen guten 6. Platz mit

728 Punkten.

Am Hauptkampftag,

Samstag, starteten

dann alle offenen Klassemannschaften

der Landesverbände.

Unsere Mannschaft hat das angestrebte

Ziel, Titelverteidigen Nr. 3 nicht umsetzten

können. Sie belegten mit der Zusammensetzung:

Christian Janka, Knüt Küster,

Mike Stephan, Dirk Jung, Andreas Maul

Deutsche Meister Flinten Junioren: 1. Marvin Fridriszik,

2.Björn Freigang.

Helfern und Helferinnen de LJV BW die den

Stand und die jederzeit voll im Griff hatten.

Im nächsten Jahr findet die BM in Bremen-Waakhausen

statt.

Walter Siebert

Landeschießobmann

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Siebenschläfer

Junioren-Mannschaft: v.l.: Walter Siebert (LSO), Marvin Fridriszik,

Jan Teuwsen, Philipp Heckmann, Christian Werner, Björn Freigang,

Marcel Begoin.

Wenn ich in einem Buchen-Eichen-Altholz in meinem Revier im

Landkreis Waldeck-Frankenberg im September die Nistkästen reinige,

dann gehe ich immer vorsichtig vor. Ich klopfe an die Höhle

und horche auf ein leises Drohknurren, das Siebenschläfer bei Störungen

von sich geben. Einmal fasste ich in die Laub/Graskugel in

der Höhle und wurde kräftig vom darin versteckten Siebenschläfer

in die Hand gebissen. Mit den langen Nagezähnen geht der Biss bis

auf die Knochen.

Siebenschläfer gehören, wie die Haselmäuse, zur Familie der Bilche.

Diese Nager halten alle einen Winterschlaf ohne Unterbrechung. Der

dauert bei den Siebenschläfern vom Oktober bis Mai, also sieben

Monate lang.

Altenklasse-Mannschaft: v.l.: Walter Siebert (LSO), Dr. Norbert

Teuwsen, Alexander von Falkenhausen, Walter Kienzler, Hardy Freigang,

Walter Sattler, Peter Königsheim.

Offene Klasse: v.l.: Christian Janka, Dirk Jung, Knuth Küster, Walter

Siebert, Andreas Maul, Mike Stephan.

Damen-Mannschaft: v.l.: Katrin Schreiber, Petra Boehm, Bärbel Griesheimer,

Beate Reichhardt, Michaela Schröder, Barbara Michalski.

Da die kleinen Nager mit dem buschigen Schwanz dämmerungsund

nachtaktiv sind, kann man sie nur selten beobachten. Als ich

sie einmal abends zur Paarungszeit im Juni wegen ihres Geschreis

gegen den Himmel in den Baumkronen flitzen sah, war das eine seltene

Ausnahme.

Während die meisten Schläfer alte Laubbestände (Spechthöhlen)

als Lebensraum bevorzugen, gibt es aber auch welche, die gern in

Hütten und auf Hausböden ihre Verstecke haben und dort durch ihre

Geräusche (Poltergeister) die Untermieter stören.

Insgesamt ist die Zahl der Siebenschläfer rückläufig, weil die Laubholzbestände

mit alten Bäumen abgenommen haben. Sie unterstehen

strengem Naturschutz.

In Süddeutschland leben die Nager gern in den alten Obstbäumen

der Streuobstwiesen.

Nahrung der Siebenschläfer sind im Sommer Knospen, Sämereien,

Früchte, Jungvögel, im Herbst Beeren, Nüsse, Eicheln und Bucheckern,

die für den notwendigen Winterspeck sorgen.

Das Foto gelang mir beim Abendansitz an einer Strauchhecke von

der Leiter aus mit Tele und weitreichendem Blitz.

Dieter Bark

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Jahresjagdstrecke 2014/2015

Rotwildstrecke stagniert, Rehwild- und Schwarzwildstrecke

leicht gestiegen, Waschbärstrecke wiederum angestiegen

Die Rotwildgesamtstrecke ist gegenüber dem Vorjahr 2013/2014

leicht rückläufig. Die Fallwildstrecke hat sich annähernd halbiert. Mit

der jetzt vorliegenden Gesamtstrecke von 6.329 Stück Rotwild wurde

das vorgegebene Soll in Höhe von 6.343 Stück nahezu mit 100 % erreicht,

was ein Hinweis auf stabile Bestände ist. Die reine Jagdstrecke

mit der Waffe hat sich hingegen leicht erhöht (von 6.139 Stück auf

6.143 Stück). Die Zusammensetzung der Strecke erreicht die vorgegebene

Geschlechterverteilung. Ob mit der rückläufigen Rotwildstrecke

eine immer wieder geforderten Verminderung des Rotwildbestandes

einhergeht, ist nur regional zu beantworten. Hierbei gilt es zu beachten,

dass sich die Einstandsgebiete des Rotwildes verändern

und sich Rotwild auch jahreszeitlich bedingt umstellt. Die

fortwährende Herausforderung besteht darin, das Rotwild

im Einklang mit dem jeweils zur Verfügung stehenden Lebensraum

waidgerecht zu bewirtschaften. Insbesondere ist

dabei die Sozialstruktur der Leitwildart Rotwild von hoher

Bedeutung. Hinsichtlich der unterschiedlichen Jagdzeiten

im Feld und Wald ist davon auszugehen, dass zukünftig

wieder eine Vereinheitlichung stattfinden wird. Ob die geplante

Vereinheitlichung der Jagdzeit dann zu einer Streckenerhöhung

führen wird, bleibt abzuwarten.

Dass sich der Fallwildanteil an der Gesamtstrecke im Vergleich zum

Vorjahr (von 351 auf 186 Stück) fast halbiert hat, ist beachtlich und

sollte in den Folgejahren weiter beobachtet werden. Sollte dieser Trend

anhalten, bei gleichbleibend hoher Gesamtstrecke, wäre es von hohem

Interesse, warum dieser Rückgang zunimmt. Dies kann letztlich viele

einzelne Ursachen haben.

Fotos: K.-H. Volkmar

Laut Hessen-Forst wies die Schälschadenserhebung

in 2014 landesweit einen

Anstieg der frischen Schälschäden in

jungen Buchenbeständen von 1,2 % auf

1,4 % aus. In jungen Fichtenbeständen

sanken dahingegen die Schälschäden

von 4,1 % auf 2,0 %.

Mit diesen Ergebnissen sind die

Schälschäden weiterhin deutlich zu hoch

und übersteigen die walbaulich begründeten

Toleranzgrenzen in

der Buche um das Vierfache

und in der Fichte um das

Doppelte.

In der Buche lagen lediglich

in 9 von 24 Rotwildgebieten

tolerable

Schälschäden vor, der

Spitzenwert betrug 6,1 %.

In der Fichte konnte die Toleranzgrenze

in 10 Rotwildgebieten

eingehalten werden. Die Schäden

beliefen sich hier auf bis zu 5,8 %.

Fragen werfen die gegenläufigen Ergebnisse

bei Buche und Fichte auf. Offenkundig

hat der sehr milde Winter 2014

das Schälverhalten an der Fichte positiv

beeinflusst. Der überwiegend durch

Sommerschäle entstandene Schaden an

der Buche scheint daher der objektivere

Weiser für den Einfluss des Rotwildes

auf die Vegetation zu sein. Diese Einschätzung

deckt sich mit der erneuten

Rotwildstrecke des Jagdjahres 2014/15

auf Rekordniveau. (Quelle: Hessen-Forst)

Auch aufgrund der jetzt bei Hessen-Forst

vorliegenden Zahlen muss es vorrangiges

Ziel bleiben, die Schadspitzen durch

geeignete jagdliche und entsprechende

begleitende Maßnahmen zu minimieren.

Nach wie vor darf die Gleichung

„hohe Schälschäden = überhöhte Rotwildbestände“

keine uneingeschränkte

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Geltung haben und nicht als einzige Maßnahme

für eine mögliche Erhöhung der

Abschussvorgaben in Erwägung gezogen

werden. Flankierend muss hier an die

Verbesserung der Äsungsmöglichkeiten,

der Lenkung von Freizeitaktivitäten und

keine Bejagung auf Wildäsungsflächen

gedacht werden.

In Hessen wird das Rotwild in 24 abgegrenzten

Rotwildgebieten in regionalen

Rotwild-Hegegemeinschaften bewirtschaftet.

Dabei rücken seit Jahren die Lebensräume

des Rotwildes immer stärker

in den Vordergrund; nicht nur in der jagdlichen

Diskussion. Das Rotwild hat sich

dabei von einer rein jagdlich betrachteten

Art zwischenzeitlich zu einer „Leitart“ des

Artenschutzes, auch über Hessen hinaus,

etabliert. Ausdruck davon geben die unter

der Leitung des LJV Hessen seither

erarbeiteten und systematisch fortgeschriebenen

„Gebiets-Lebensraum-Konzepte“

in mehreren Rotwildgebieten.

Nachdem in den Jahren 2008-2010 der

„Rotwildring Meißner-Kaufunger Wald“

den Vorreiter machte und seither mehrere

Fortschreibungen vorlegte, sind nun im

„Gieseler Forst“ (bei Fulda), dem „Nördlichen

Vogelsberg“, im Bereich „Wattenberg-Weidelsburg“

(bei Wolfhagen) und

im „Odenwald“ weitere Projekte in Arbeit,

die sich an die bewährte Methodik des

„Meißner-Kaufunger Waldes“ anlehnen.

Die Projekte haben dabei zum Ziel, die

komplexen Aspekte der Bewirtschaftung

mit den nicht minder wichtigen Aspekten

des jeweiligen Lebensraumes zu

verknüpfen und zwar auf dem Wege des

Konsenses. Dabei ist der vom Landesbetrieb

Hessen-Forst und dem LJV Hessen

verfasste „Leitfaden für die hessischen

Rotwild-Hegegemeinschaften“ weiterhin

ein hilfreiches Instrument.

Die Jahresjagdstrecke im Bereich unserer klassischen Niederwildarten

ist auf konstantem Niveau bzw. leicht steigend. So ist

die Streckenzahl insbesondere bei Kanin, Stockente und Graugans

ansteigend. Dabei bleibt festzuhalten, dass die Fallwildzahlen auf

nahezu identischer Höhe liegen, was letztlich darauf

schließen lässt, dass die Besätze stabil

sind, jedoch die Bejagungsintensität äußerst

verantwortungsbewusst und nachhaltig

ausgeübt wird. Bejagungsintensität

und Maßnahmen zur Erhaltung der

Niederwildbesätze basieren dabei auf

den seit mehr als 20 Jahren erfolgten

Erfassungen der Besätze in den beteiligten

Revieren.

Die Rehwildstrecke ist im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht angestiegen.

Gegenüber dem Jagdjahr 2013/2014 bedeutet dies eine Zunahme von 0,5%.

Die Gesamtstrecke bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau. In Regionen

mit starken Naturverjüngungen, gepaart mit der Rückkehr des Luchses,

gestaltet sich dabei die Bejagung des Rehwildes immer schwieriger. Die Abschusserfüllung

gestaltet sich, wie beim Rotwild, regional unterschiedlich.

In den Bereichen, in denen sich der Luchs etabliert hat, muss dies auch bei

der Abschussplanung mit berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte der

Rehwildabschuss verstärkt auf die durch die Stürme geschädigten und wieder

aufgeforsteten Flächen konzentriert werden, verbunden damit, dass in anderen

Flächenbereichen weniger stark eingegriffen werden muss. Unser Rehwild verdient

damit eine Bejagung, die sich nicht ausschließlich

an der Höhe der Abschusszahlen zu orientieren hat.

Auch gilt es Sozialstrukturen zu beachten und

nicht „Zahl vor Wahl“ als einzigstes Kriterium

zu etablieren. Wie sich dann die herbstlichen

Jagdstrecken zusammensetzen werden,

wenn die Jagdzeit auf den Rehbock bis zum

31.1. verlängert werden sollte, wird mit hohem

Interesse zu beobachten sein. Wie weit

dann damit einhergehend auch Überschreitungen

der festgesetzten Abschusspläne erfolgen,

ist gleichsam von interessanter Bedeutung.

Illustrationen: H.-G. Schumann


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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Die gefallenen Strecken beim Raubwild sind im Vergleich zu dem Rückgang im Vorjahr wieder angestiegen.

So ist insbesondere wieder ein Zuwachs der Strecke bei Fuchs, Steinmarder, Iltis, Hermelin,

Mauswiesel und Waschbär gegeben. Grundsätzlich hängen die Streckenschwankungen

ebenfalls davon ab, wie konsequent gejagt wird (Sommerbejagung) und wie auch die Bejagung

im Winter aufgrund der Wetterverhältnisse möglich ist. In gleicher Weise gilt es natürlich

regionale Unterschiede zu beachten. Nach wie vor verursachen die Raubwildarten erhebliche

Verluste bei den Feldhasen und Bodenbrütern und müssen gerade unter Gesichtspunkten des

Artenschutzes und der Biodiversität intensiv bejagt werden. Die Streckensteigerungen bei den

vorgenannten Wildarten hängen u.a. auch damit zusammen, dass in den verschiedenen Maßnahmeplänen

von Naturschutzgebieten die Jagd ausdrücklich gefordert und forciert wird. Die Jäger

werden in diesem Bereich konsequent um Mithilfe gebeten und nehmen diese Artenschutzmaßnahmen

auch gerne wahr. Ohne diese intensive Prädatorenbejagung wäre der Schutz des Feldhamsters in Hessen

letztlich zum Scheitern verurteilt. Sollten sich die jetzt vorgesehenen Einschränkungen bzgl. der Bejagung der

Prädatoren durch den Entwurf der Jagdverordnung bewahrheiten, werden der Artenschutz und damit die Arten

des Offenlandes die großen Verlierer sein. Dabei sind die von vielen Jagdvereinen und Hegegemeinschaften

veranstalteten kombinierten „Fuchs- und Krähenjagdtage“ ein probates Mittel der Prädatorenreduktion.

Foto: K.-H. Volkmar

Bekanntermaßen schwankt die Schwarzwildstrecke von Jahr zu Jahr enorm. Dies hat sich im Jagdjahr 2014/2015 wieder

gezeigt, indem die Strecke gegenüber dem Vorjahr (52.481 Stück) auf 54.356 Stück (4%) angestiegen ist. Die jetzige

Steigerung darf aber nicht dazu führen, in der erfolgreichen Bejagung des Schwarzwildes nachzulassen. Das jetzt einzelne

Landkreise nicht mehr an dem Programm teilnehmen, die Trichinengebühr für Stücke bis 20 Kilo zu erlassen, wirkt dahingehend

kontraproduktiv. Eine Prognose wagend, dürfte sich im jetzt aktuellen Jagdjahr die Schwarzwildstrecke nochmals

steigern, da der letzte Winter sehr mild war. In diesem Zusammenhang sei an die Gefahren der Europäischen Schweinepest

und aktuell auch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erinnert. Insbesondere aufgrund der drohenden

ASP können wir unserem Schwarzwild nur dadurch helfen, dass wir es so intensiv wie möglich

bejagen. Hierzu sollten unbedingt die großräumigen Bewegungsjagden genutzt werden. Je

geringer der Bestand ist, desto größer ist die Chance dass wir der ASP noch entgehen können

bzw. eine Ansteckung erschweren. Die Freigabe sollte, außer unter Berücksichtigung

der gesetzlichen Grundlagen, keiner Einschränkung unterliegen. Im Gegensatz zur klinischen

Schweinepest ist davon auszugehen, dass alle befallenen Stücke auch verenden.

Bei der Bejagung eines gesunden Bestandes vertritt der LJV-Hessen die Auffassung, dass

die sinnvolle Kombination von großräumigen Bewegungsjagden und der Einzeljagd weiterhin

maßgebliches Kriterium sein muss.

Bei der Einzeljagd kommt der Jagd mittels Kirrung eine erhebliche Bedeutung zu.

Wie sich die seit dem letzten Jagdjahr eingeführte Einschränkung der Bejagung mittels Kirrung

in den Verwaltungsjagdbezirken des Landesbetriebs Hessen-Forst auf die Streckenzahlen auswirkt,

ist derzeit noch nicht abschätzbar. Soweit in Gebieten von Hessen-Forst mit regelmäßigem Rotwildabschuss

die Kirrjagd auf Schwarzwild insgesamt nicht mehr ausgeübt werden darf, um hier die Beunruhigung für das

Rotwild zu minimieren, müsste also ein Rückgang der Schälschaden auf Dauer erkennbar werden. Dies hat sich zumindest

mit der letzten Schadenserhebung nicht gezeigt.

Wie von Kritikern der Kirrjagd immer wieder behauptet, sei die Ausbringung von Kirrgut mitverantwortlich für das Ansteigen

des Schwarzwildbestandes. Hier dürfte ebenfalls weiter mit Interesse zu verfolgen sein, ob eine Beeinflussung der

Bestandshöhe mit dem Kirrverbot einhergehen wird.

A. Michel, LJV Hessen

Illustrationen: H.-G. Schumann

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Seminar „Artenschutz und Lebensraumverbesserung in Niederwildrevieren“

Die gemeinsame Tagung der „Naturschutzakademie

Hessen“ und dem Landesjagdverband

Hessen zur Thematik

„Lebensraumgutachten“ fand mit rd. 80

Teilnehmern in der Akademie in Wetzlar

eine sehr gute Resonanz. Ziel war es, zur

Verfügung stehende Hilfs- und Gestaltungsprogramme

auf unterschiedlichen

Ebenen mit praktikablen Handlungs- und

Umsetzungsmaßnahmen zu verknüpfen.

Im ersten Beitrag referierte der Biologe

W. Lang zu der Fragestellung „wildbiologische

Anforderungen und Handlungsbedarf

in Niederwildrevieren“. Anhand einiger

Beispiele stellte er Verfahrensweisen

und Ergebnisse von Niederwildprojekten

für die jeweilige Hegegemeinschaft mit

weiteren Akteuren in der Fläche entwickelt.

Die beim Rotwild seit mehreren Jahren

bewährte Vorgehensweise wird seit dem

Sommer 2015 auf die Niederwild-Hegegemeinschaft

Wiesbaden-Ost übertragen.

Im Ballungsraum einer Großstadt mit dem

Schwerpunkt Niederwildhege wird auf rd.

11.000 Hektar nach dieser Methodik in

Zusammenarbeit u.a. mit dem städtischen

Umweltamt, Landwirten und weiteren Flächennutzern

versucht, in einem Umfeld

mit hohem Störungspotential und stadtnahen

intensiv genutzten Lebensräumen

Wege der Lebensraumaufwertung miteinander

zu verwirklichen. Diese Vorreiter-

Jäger, ihre örtlichen Landwirte zu kontaktieren

und die Möglichkeiten für die Niederwildhege

zu nutzen.

U. Wendt als Mitarbeiter eines Fachplanungsbüros

in Mittelhessen eröffnete

in seinem Beitrag die Möglichkeiten des

neuen HALM-Programmes (Hessisches

Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen).

Dieses dient

der Förderung einer besonders nachhaltigen

Landbewirtschaftung.

Die Erarbeitung und die Umsetzung von

Hegekonzepten für Feldvögel und Niederwild

in den Hegegemeinschaften standen

im Zentrum seiner Betrachtung: Ausgehend

von der Arbeitsebene der jeweiligen

Anhaltende Aufwertungen der Lebensräume sind häufig nur durch eine Zusammenarbeit des Revierinhabers mit den örtlichen Landwirten

möglich.

(u.a. des „Göttinger Rebhuhnprojekt“) vor.

Die Ergebnisse belegen, dass anhaltende

Bemühungen um die Aufwertung der

Lebensräume für die gesamte Fauna und

Flora nur mit den Akteuren in der Fläche

möglich und mittelfristig erhaltbar sind.

In einem Beitrag des LJV Hessen („Bisherige

Erfahrungen mit Lebensraumgutachten“)

wurden die seit Jahren erfolgreich

laufenden “Gebietslebensraumkonzepte“ in

verschiedenen hessischen Rotwildgebieten

vorgestellt und in ihrer Zielsetzung und

die Ergebnisse beschrieben. Der hier angewandten

Methodik liegen als besondere

Merkmale zugrunde, dass die Projektarbeit

in Eigenregie erfolgt und längerfristig angelegt

ist, finanzierbar sein muss, praxisorientiert

ist und neben einer IST-Erfassung

auch eine mittelfristige Umsetzungskomponente

enthält. Die Ergebnisse werden

langfristig zu einem Handlungsinstrument

Hege gemeinschaft soll dazu beitragen,

in weiteren insgesamt 225 hessischen

Niederwild-Hegegemeinschaften ähnliche

Projekte in Gang zu setzen.

In einem weiteren Beitrag das LJV Hessen

stellte dessen Vizepräsident Dr. N.

Bretschneider-Herrmann die komplexen

Zusammenhänge der „Greeningmaßnahmen“

in und mit der Landwirtschaft dar.

Das seit 2015 laufende europäische „Begrünungsprogramm“

hat seinen Schwerpunkt

auf dem lokalen Landwirt und seiner

Bereitschaft, Teilflächen zeitweise

zu begrünen und aus der geregelten Bewirtschaftung

herauszunehmen. Hierbei

kommt der Zusammenarbeit des örtlichen

Revierinhabers mit den örtlichen Landwirten

hinsichtlich der Bereitstellung solcher

Flächen und deren Einsaat mit geeignetem

Saatgut eine zentrale Bedeutung zu.

Der Referent appellierte an die hessischen

Hegegemeinschaft hängt der Erfolg dieser

Maßnahmen, ähnlich wie beim „Greening“

von der lokalen Zusammenarbeit ab.

Im Rahmen des HALM kommen der „Förderung

besonders nachhaltiger Verfahren

im Ackerbau“ und der „Integration naturbetonter

Strukturelemente der Feldflur“ eine

besondere Bedeutung zu: Unter diesem

Sammelbegriff eröffnen die Anlage einbzw.

mehrjähriger Blühstreifen/-flächen in

der Feldflur gute Anwendungsmöglichkeiten.

Diese zu nutzen, obliegt der Initiative

des jeweiligen Revierinhabers und seinen

Bewirtschaftern vor Ort, was in der angeregten

Diskussion klar zum Ausdruck kam.

Ab Mitte Oktober stehen alle Vorträge als

Dokumentationen auf der Homepage der

Naturschutzakademie Hessen bis Mitte November

2015 zur Verfügung –

www.na-hessen.de

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

KJV Groß-Gerau

Meinungsaustausch mit Ursula Hammann (Bündnis 90/Grünen)

zur geplanten JVO

Angetreten war der KJV Groß-Gerau mit

dem Ziel, Fachwissen auszutauschen und

mit der Hoffnung, die aus diesem Austausch

heraus ggf. noch Einfluss auf Entscheidungen

nehmen zu können. Dazu

eingeladen waren am 17.09.2015 die naturschutz-

und umweltschutzrechtliche

politische Sprecherin der hessischen Grünen

Ursula Hammann und Teilnehmer des

Kreisjagdbeirates, der Naturlandstiftung,

sowie zwei Vorstände von benachbarten

Jagdclubs. Schnell war zu erkennen, dass

es neben den bekannten, unterschiedlichen

Sichtweisen auf Umweltschutz und

die Nutzung der Natur wenig Kompromissbereitschaft

von Seiten der Grünen gibt. So

sei, laut Frau Hammann, die einzige Ursache

des Niedergangs des Niederwildes die,

hauptsächlich durch die Landwirtschaft

verursachten, verschlechterten Lebensräume.

Ganz anders sieht man dies in der

Jägerschaft. Neben dem genannten Grund

sind Witterungsbedingungen, aber vor allem

auch die Prädatoren, nämlich Fuchs,

Elstern und Rabenkrähen ursächlich. Diese

sollen aber laut Hammann in Zukunft

möglichst gar nicht mehr bejagt werden.

So enthält die geplante Verordnung dann

auch, als ausgehandelten Kompromiss mit

der CDU, wesentliche Jagdzeiteinschränkungen.

Diese grundsätzlich andere Einschätzung

zu dem Thema, ob die Natur die

Tierbestände und ihre Vielfalt in unserer

zersiedelten Kulturlandschaft noch selbst

regulieren kann oder nicht, spiegelt sich

auch bei dem Thema Notzeitfütterung wieder.

Die Grünen lehnen dies, im Gegensatz

zu den Jägern, grundsätzlich ab. Heftige

Streitpunkte gab es rund um das Thema

des Jagdzeitverbotes für die Graugans.

Hammann sieht diese als im Bestand bedroht,

obwohl sie von der Frankfurter Vogelschutzwarte,

die von Hammann selbst

als neutrales und anerkanntes Institut benannt

wird, nicht mit der „Roten Ampel =

Gefährdet“ eingestuft wird. Man geht dort

vielmehr davon aus, dass der Bewertungspunkt

„Population“ in naher Zukunft mit

„grün“ bewertet werden kann.

Insgesamt wurde von Seiten der Jäger moniert,

dass die geplante JVO in sich nicht

schlüssig ist. Man merke ihr deutlich an,

dass hier viele Autoren am Werke waren,

wie Hammann eingangs auch bestätigt

hatte. Es sei der JVO außerdem deutlich

anzusehen, dass die Grünen nicht auf Eigenverantwortung,

Vertrauen in die Fachkompetenz

der Jäger oder Selbstkontrollen

setzen. Dem widersprach Hammann nicht.

Ihr sei es wichtig Regeln zu schaffen, die

dann auch bei Übertritten geahndet werden

können.

In der Gesamtsicht wurde außerdem bemängelt,

dass auf der einen Seite Dinge bis

hinter die letzte Kommastelle festgelegt

werden, andere wichtige Dinge aber vollkommen

unklar bleiben. Wer wird z.B. das

Monitoring bei dem Hasen durchführen?

Die Jäger ggf. mit Beobachtern? Oder nur

der NABU? Wer und wie werden die Grenzwerte

festgelegt? Werden alle Reviere

betrachtet, oder gibt es eine hessenweite

Festlegung? Der zitierten Aussage von Dr.

Arnold (CDU), es gäbe hier mit der Umweltministerin

eine Absprache, dass dies

weiterhin von Seiten der Jäger durchgeführt

werden soll, widersprach Hammann

deutlich. Wie es dann aber durchgeführt

werden soll, konnte oder wollte sie nicht

darlegen.

Udo Pfeil, Vorstand des Jagdclubs Bergstraße,

legte zum Abschluss dann dar, dass

sein Jagdclub einen anderen Weg der Auseinandersetzung

sucht und auf geänderte

politische Mehrheiten im Zusammenschluss

mit Angel-, Wander- und Naturschutzvereinen

setze, da aus der Sicht der

Bergsträßer Jäger, das Maß einfach voll

sei.

Politische Kompromisse dürfen nicht

Leitlinie für eine JVO sein, wenn diese auf

Kosten des Tier- und Naturschutzes gehen.

Dies und die nochmalige Aufforderung an

der Demonstration in Wiesbaden teilzunehmen,

waren dann die Schlussworte des

1. Vorsitzenden Norbert Schmidt.

Autorabatte für LJV-Mitglieder

Für die Mitglieder der Jagdvereine im LJV Hessen gibt es attraktive Rabatte

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16

11/15


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Fallenbaulehrgang und Prädatorenbejagung in Kranichstein

Bei dem 4. diesjährigen Fallenbaulehrgang

Prädatorenbejagung des LJV Hessen

im Lehrrevier Kranichstein vom 27.–29.

August 2015 wurde zwölf interessierten

Teilnehmern die Fangjagd nahe gebracht.

Während in einem ersten Theorieblock

rechtliche Grundlagen erläutert und voraussichtliche

Änderungen durch die anstehende

Jagdrechtsreform besprochen wurden,

durften sich die Teilnehmer nachmittags bei

schönstem Wetter am Spannen und Entspannen

des Eiabzugseisens im Fanggarten

üben. Bei einer Exkursion im Lehrrevier

konnten überirdische und verblendete, sowie

eingegrabene Betonrohr- und Kipprohrfallen

besichtigt und geeignete Fangplätze

besprochen werden. Das Streifen von

Marder und Fuchs erforderte angesichts

des Perfektionismus einiger Freiwilliger

besonders viel Geduld. Zahlreiche Tricks

und Kniffe zum Schutz vor Übertragung des

Fuchsbandwurms sowie der Behandlung

Zwölf interessierten Teilnehmern wurde in Kranichstein die Fangjagd nahegebracht.

der Bälge wurden ausgetauscht. Der letzte

Kurstag startete mit einer gemütlichen

Informationsrunde rund um das Thema

Lebensraum, Besonderheiten und Urbanisierung

des Fuchses. Anschließend wurden

von den regenfesten Kursteilnehmern eine

Kipprohrfalle System „Amann“ und eine

Betonrohrfalle des Systems „Dr. Spittler“

im Lehrrevier ab- sowie im Fanggarten wieder

aufgebaut, während der wetterempfindliche

Teil des Kurses eine Abfangkiste nach

„Richter-Bauart“ anfertigte. Wir bedanken

uns bei Matias Richter für diese drei lehrreichen

Tage.

Lisa Ebner

Jagdaufseher in Kranichstein

Zwei Wochen Freizeit für einen Jagdaufseher-Lehrgang investieren?

Zweifel, ob sich das auch lohnt, kommen kurz vor Lehrgangsbeginn

immer wieder hoch ... Die Zweifel verschwanden schnell,

denn es waren zwei Wochen intensiven Unterrichts, die uns, elf

Jägerinnen und Jäger, einen wertvollen Zuwachs an Wissen und

fremder Erfahrung zum Thema Jagd zugänglich gemacht haben.

Zumal wir die Zeit als harmonische Gruppe verbringen durften, die

sich bei mehreren Treffen am Grill auch privat gut verstanden hat.

Dank an unsere Ausbilder, die uns mit Herzblut, Kompetenz und

Engagement einen Ausbildungsinhalt vermittelten, den ich zum

ganz überwiegenden Teil als praxisorientiert und zeitgemäß empfunden

habe. Sicher, es finden sich einzelne Bereiche, die überdacht

werden könnten. Wie in der Jungjägerausbildung gibt es

auch beim Unterrichtsplan Jagdaufseher einen Teil des Stoffes,

bei dem es reichen würde, wenn bekannt ist, wo die entsprechenden

Informationen nachzulesen sind (z.B. wie groß muss ein Eigenjagdbezirk

sein?). Dieser Stoff, ich nenne ihn mal "Ballastwissen",

macht aber auch beim Jagdrecht mit seinem großen Anteil

am Unterrichtplan nur einen kleinen Bruchteil aus.

Das Jagdrecht, von vielen als trocken und langweilig empfunden,

ist für die tägliche Praxis des Jägers und natürlich vor allem

des Jagdaufsehers enorm wichtig. Ein Jagdaufseher agiert

in einem teils der Jagd skeptisch, wenn nicht feindlich gegenübertretenden

gesellschaftlichen Umfeld, in dem nur genaue

Kenntnis der eigenen und fremden Rechte und Grenzen Sicherheit

gibt. Dies gilt vor allem für den Jagdaufseher, der sich nach

erfolgreicher Prüfung bestätigen lassen will. Unser Dozent im

Jagdrecht hat es im Übrigen verstanden, auch diesen Teil des

Unterrichts kurzweilig zu gestalten.

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11/15

SCH-249-A6-4c-Jagd-2660 1 31.08.15 17


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Die Prüfung als Abschluss war anspruchsvoll,

aber keine unangenehme Erfahrung.

Sie fand überwiegend als konstruktives Gespräch,

das weniger auf das pure Abfragen

von Fakten, sondern vor allem auf das um

Ausloten von Zusammenhangswissen und

Problemlösungskompetenz abzielte, statt.

Auch hier Dank an die engagierten und fairen

Prüfer!

Der Jagdaufseher scheint manchem vielleicht

als Relikt aus einer Zeit, als der Jäger

in Wald und Feld von der Mehrheit der Erholungssuchenden

als Autoritätsperson angesehen

oder auch nur ertragen wurde. So

mancher grüne Genosse mag sich auch öfter

daneben benommen haben. In der heutigen

Zeit, in der die Daseinsberechtigung der

Jagd zunehmend infrage gestellt wird und

wachsender Erholungsdruck draußen zu

mehr Konkurrenz in der Naturnutzung führt,

kann ein entsprechend auftretender, auf Ausgleich

bedachter Jagdaufseher ein positives

Bild erzeugen - er betreibt Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Wandel in der Wahrnehmung der

Funktion des Jagdaufsehers findet sich auch

schon im neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz

Baden-Württembergs, das keine

Jagdaufseher mehr, sondern nur noch Wildtierschützer

kennt.

Kursteilnehmer und Prüfer mit vom Kurs gebautem Drückjagdbock.

Eines Tages mutiert der Jagdaufseher vielleicht

gar zum „Revier-Ranger”, der einer naturfernen

Bevölkerung in Wald und Flur durch

Sachkenntnis und pädagogisches Können

Verständnis für Zusammenhänge und sich

daraus ergebende Verhaltensgrundsätze vermitteln

wird. Der schlechteste Weg wäre das

meiner Meinung nach nicht. Hier setzt dann

auch mein Wunsch nach Erweiterung des

Unterrichtsstoffs für den Jagdaufseher an.

Themen wie Konfliktbewältigung, geschickte

Öffentlichkeitsarbeit und didaktische Fähigkeiten

wären eine Bereicherung des Unterrichtsinhalts,

die die Jagdaufseher für die

zukünftige Tätigkeit noch besser vorbereiten

könnte.

Ernest Braukmeier

§ Rechtstipp

Rechtsprobleme im Zusammenhang

mit der Abrundung von Jagdbezirken

§ 5 Bundesjagdgesetz mit der Überschrift

„Gestaltung der Jagdbezirke" lautet in seinem

Absatz 1 wie folgt:

„Jagdbezirke können durch Abtrennung,

Angliederung oder Austausch von Grundflächen

abgerundet werden, wenn dies aus

Erfordernissen der Jagdpflege und Jagdausübung

notwendig ist.“

Es handelt sich bei diesen vorgenannten Abrundungsvoraussetzungen

(Notwendigkeit

aus Erfordernissen der Jagdpflege und Jagdausübung)

um sog. unbestimmte Rechtsbegriffe,

die in vollem Umfang verwaltungsgerichtlicher

Nachprüfung unterliegen.

Richtige Klageart ist in aller Regel die Feststellungsklage

zum Verwaltungsgericht. Klagebefugt

sind die Inhaber des Jagdrechts,

die betreffenden Grundstückseigentümer,

auch die Eigentümer jagdbezirksfreier Flächen,

nicht aber der Jagdpächter, weil er nur

mittelbar betroffen ist.

18

11/15

Ob die tatsächlichen Voraussetzungen für

die Notwendigkeit aus Gründen der Jagdpflege

und Jagdausübung gegeben sind, ist

also verwaltungsgerichtlich voll überprüfbar

(zum Beispiel Bundesverwaltungsgerichtsurteil

vom 19.07.1984, jagdrechtliche Entscheidung

II Nr. 71).

Allerdings steht der zuständigen unteren

Jagdbehörde ein ermessensähnlicher Beurteilungsspielraum

zu.

Mit der Prüfung von Abrundungsverfügungen

auf Ermessensfehler hat sich beispielsweise

auch das Oberverwaltungsgericht

Lüneburg in einem Urteil vom 06.12.1990

auseinandergesetzt.

Wie bereits ausgeführt, richten sich die materiellrechtlichen

Voraussetzungen für eine

sog. Abrundung nach § 5 Absatz 1 Bundesjagdgesetz,

auf dessen inhaltliche Problematik

sodann nachfolgend eingegangen wird.

Über die Art und Weise, wie eine Abrundung

durchzuführen ist, enthält das Bundesjagdgesetz

keinerlei näheren konkreten und detaillierten

Bestimmungen, sondern überlässt

diese näheren Regelungen dem Länderrecht.

Es würde zu weit führen, diese einzelnen

unterschiedlich formellen Regelungen in

den einzelnen Bundesländern näher darzulegen.

Entscheidend ist der materiellrechtliche

Kern, wie er in § 5 Absatz 1 Bundesjagdgesetz

normiert ist.

Soweit eine Abrundung durch einen Abrundungsvertrag,

einem sog. öffentlichrechtlichen

Vertrag, in verschiedenen Bundesländern

möglich ist, erfolgt dies durch einen

dementsprechenden Abrundungsvertrag.

In aller Regel bzw. vielfach kommt eine Abrundung

durch Verwaltungsakt in Betracht.

Die Entscheidung der zuständigen Jagdbehörde,

nämlich die Abrundungsverfügung,

ergeht grundsätzlich nicht zugunsten der

Beteiligten, sondern aus Gründen des öffentlichen

Interesses an einer geordneten Jagdpflege

und Jagdausübung.


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Die Abrundung stellt sich als Instrument

zur Anpassung der gesetzlich entstehenden

Jagdbezirke an die Erfordernisse der

Jagdausübung und Jagdpflege durch eine

Verbesserung der Grenzgestaltung dar. Sie

ist grundsätzlich kein Mittel zu einer großräumigen

Neugestaltung von Jagdbezirken.

Reine Zweckmäßigkeitsgesichtspunkte,

auch schwierige Grenzverhältnisse, allein

rechtfertigen keine Abrundung.

Gewisse Unzuträglichkeiten und Schwierigkeiten

müssen bei der Bejagung eines Jagdbezirks

immer in Kauf genommen werden.

Sachfremde Erwägungen, zum Beispiel

politischer oder ökonomischer Art, sind in

jedem Fall unbeachtlich. Der Umstand, dass

Gemeindegrenzen und Jagdbezirksgrenzen

nicht übereinstimmen, ist für sich gesehen

kein entscheidungserheblicher Gesichtspunkt

für die Anwendung von § 5 Abs. 1

BJagdG.

Keine Gründe für die Abrundung sind auch

jagdwirtschaftliche Aspekte wie der Wildreichtum

eines Gebiets oder charakterliche

Mängel eines Jagdnachbars.

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Anforderungen

an eine zulässige Abrundung

ganz streng ausgelegt werden. Dies ist vor

dem Hintergrund zu sehen, dass der behördlichen

Gestaltung von Jagdbezirken ein

Ausnahmecharakter zukommt und Abrundungsentscheidungen

grundsätzlich dauerhafte

Lösungen sein sollen.

Während unter „Jagdpflege“ die Hege im

engeren Sinne gemeint ist, ist unter „Jagdausübung"

die Technik der Bejagung des

Wildes zu verstehen.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, sich

im Rahmen dieses Beitrages näher im Einzelnen

substantiiert mit dem unbestimmten

Rechtsbegriff der Jagdpflege bzw. der Hege

des Wildes bzw. der Jagdausübung auseinanderzusetzen.

Die einschlägige Rechtsprechung zu § 5 Absatz

1 Bundesjagdgesetz stellt fest, dass der

Begriff „notwendig" auf zwingende jagdliche

Erfordernisse der Abrundung abstellt. Es ist

insoweit eine Abwägung vorzunehmen.

Sind die für und gegen eine Abrundung

sprechenden Gesichtspunkte festgestellt,

so ist dieser Befund zu würdigen.

Notwendig (objektiv geboten) ist die Abrundung,

wenn sie sich aus der Sicht eines

neutralen, jagdlich erfahrenen Betrachters

nach den örtlichen Verhältnissen als sachdienlich

aufdrängt (so OVG Rheinland-Pfalz,

Urteil vom 28.02.2001 JE II Nr. 145, Bayerischer

Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom

22.04.1998, Az. 19 B 96.3971).

Die Abrundung kann im Wege der Abtrennung,

der Angliederung oder des Austauschs

von Grundflächen erfolgen. Ausgehend von

dem Grundsatz, dass die Gesamtgröße des

Jagdbezirks möglichst wenig verändert werden

soll, ist der Austausch die zu präferierende

Form der Abrundung.

Der Austausch ist zugleich mit einer Abtrennung

und einer Angliederung bei jedem der

beteiligten Jagdbezirke verbunden.

Das Ideal wäre eine Abrundung durch Austausch,

die an der Gesamtfläche der beiderseitigen

Jagdbezirke möglichst wenig ändert.

Zulässig sind unter besonderen Umständen

aber auch Abtrennungen und Angliederungen,

die flächenmäßig einseitig zu Lasten

eines Jagdbezirks gehen (Bundesverwaltungsgerichtsurteil

vom 19.07.1984, Aktenzeichen

3 C 30/83).

Bevor die zuständige Untere Jagdbehörde

eine Abrundungsverfügung erlässt, wird

sie oftmals bzw. in aller Regel den zuständigen

Kreisjagdmeister zwecks Abgabe einer

gutachterlichen Stellungnahme zu den vorgenannten

unbestimmten Rechtsbegriffen

„Jagdpflege“, „Jagdausübung“ und „Notwendigkeit“

anhören bzw. um eine schriftliche

Stellungnahme bitten.

Wie ausgeführt, sind die Anforderungen,

die die Rechtsprechung an die Notwendigkeit

im Allgemeinen stellt, sehr streng und

es ist nicht selten, dass bei einem Streit der

Beteiligten eine weitherzige Verwaltungspraxis

eine Korrektur durch die Rechtsprechung

erfährt.

Allgemein ist zu beachten, dass eine Notwendigkeit

der Abrundung aus Gründen der

Jagdpflege, das heißt der Hege, wohl heute

weitgehend zurücktreten muss.

Der Lebensraum des Wildes als Gegenstand

einer Beeinflussung durch die Hege deckt sich

weitgehend nicht mit den Reviergrenzen.

Wenn also eine bestimmte Wildart nicht in

ihrer Population vollständig in einem bestimmten

Jagdrevier beeinflusst (gehegt)

werden kann, so bleibt die Hege im Übrigen

auch in kleineren Revieren möglich

und durchführbar, sodass eine Abrundung

durch Angliederung abgetrennter Flächen

des Nachbarreviers aus Gründen der Jagdpflege

wohl selten notwendig sein wird.

Öfters können Gründe für die Abrundung aus

den Risiken des zu erwartenden Schusswaffengebrauches

hergeleitet werden.

Die Jagdausübung kann auch durch „Grenzjägerei“

betroffen sein. Dann muss beispielsweise

zu erwarten sein, dass die Jagd

unmittelbar an der Jagdbezirksgrenze ausgeübt

werden wird und dass dadurch die

Gefahr von Grenzverstößen oder Rechtsverletzungen

bei der Wildfolge entsteht.

In erster Linie sollen und müssen die Sicherheitsrisiken

bei der Abgabe von Schüssen,

insbesondere Kugelschüssen, bedacht

werden und möglichst völlig ausgeschlossen

werden können.

Eine sichere Schussabgabe setzt gute Sicht,

ein Schussfeld und natürlichen Kugelfang

voraus.

Bei schmalen Geländestreifen, insbesondere

Waldstreifen, ist eine ordnungsgemäße

sichere Jagdausübung meistens nicht möglich.

Absolut zwingend müsste es sein, dass sich

der Kreisjagdmeister und die Untere Jagdbehörde

vor Ort die konkrete Situation anschauen.

Erst sodann kann man sich konkret auch

tatsächlich ein zutreffendes Bild machen.

Eine neue Grenzgestaltung durch Abrundung

kommt auch beispielsweise in Betracht,

wenn in einer die Ausübung der

Jagd stark beeinträchtigenden Weise Flächen

keilförmig in den Nachbarbezirk hineinragen,

sodass die Reviergrenzen „verzahnt"

sind.

Eine Abrundungsverfügung ist in der Regel

nichtig (§ 44 Verwaltungsverfahrensgesetz),

wenn die angegliederte Fläche oder

deren Grenzen nicht hinreichend genau bestimmt

sind (OLG Celle Agrarrecht 1975,

359).

In aller Regel wird man auf eine Übersichtskarte

verweisen und Bezug nehmen, die

auch Bestandteil der Verfügung wird.

19

11/15


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Bevor die zuständige Untere Jagdbehörde

sodann tatsächlich den von ihr beabsichtigten

Verwaltungsakt, die Abrundungsverfügung,

erlässt, erfolgt vorher eine Anhörung

der Beteiligten nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz.

Dies sind die Betroffenen

bzw. die betroffene Jagdgenossenschaft

sowie die betroffenen Grundstückseigentümer.

Wenn auch der oder die betroffenen Jagdpächter

wohl in aller Regel, sofern sie nicht

Grundstückseigentümer sind, nicht klagebefugt

bzw. nicht widerspruchsbefugt sein

dürften, so dürfte es doch wohl auch gängige

Praxis sein, den oder die betroffenen

Jagdpächter trotzdem in diesem Zusammenhang

ebenfalls anzuhören und ihnen

Gelegenheit zur Meinungsäußerung zu geben

sowie den unmittelbar Betroffenen.

Im Zusammenhang mit der Abrundung von

Jagdbezirken gibt es im Übrigen zahlreiche

Rechtsprobleme, von denen einige hiermit

angesprochen und erwähnt werden, wobei

es sich zum Teil um eine nicht einfache

Rechtsmaterie handelt.

Zunächst muss darauf hingewiesen werden,

dass Jagdbezirke, seien dies gemeinschaftliche

Jagdbezirke oder Eigenjagdbezirke,

generell kraft Gesetzes entstehen,

also automatisch, ohne dass es zusätzlicher

weiterer behördlicher Maßnahmen bedarf.

Jagdbezirke entstehen kraft Gesetzes, sobald

die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt

sind.

Gesetzliche Voraussetzungen sind entweder

der eigentumsrechtliche oder der gemeindegebietsbezogene

Zusammenhang

von Flächen bestimmter Mindestgröße.

Da Jagdbezirke kraft Gesetzes aus Grundflächen

entstehen und bestehen, die im

Zusammenhang eine bestimmte Mindestgröße

aufweisen, hat die Abrundung durch

Verwaltungsakt den Charakter einer Ausnahmevorschrift.

Die einschlägige Rechtsprechung sieht wie

bereits mehrfach ausgeführt eine restriktive

Anwendung vor.

Allerspätestens mit einer rechtswirksamen

Abrundung durch dementsprechende

Verfügung bzw. bestandskräftige Verfügung

entstehen neue bzw. geänderte

Jagdbezirke.

Entsprechend dem Grundsatz „Kauf bricht

nicht Miete“ gilt auch hier analog, dass der

Pachtvertrag normalerweise nicht gebrochen

wird. Nur der zurzeit noch laufende Pachtvertrag

ist geschützt. Spätestens bei Ablauf des

Jagdpachtvertrages sind die neuen Grenzen

der Jagdbezirke zwingend zu beachten.

Besondere Rechtsprobleme gibt es bei der

Entstehung und insbesondere bei der Erweiterung

von Eigenjagdbezirken durch Zukauf.

Ein bereits bestehender Eigenjagdbezirk vergrößert

sich automatisch durch Zukauf mit

der Eintragung des Eigentümers im Grundbuch.

Entsteht beispielsweise durch Zukauf ein

Eigenjagdbezirk oder wird ein bereits bestehender

Eigenjagdbezirk durch Zukauf

vergrößert und gehören die betreffenden

Grundflächen gegenwärtig noch einem verpachteten

gemeinschaftlichen Jagdbezirk

an, so scheiden sie erst mit Ende des laufenden

Jagdpachtvertrages dort aus.

Sind mehrere verpachtete Jagdbezirke betroffen,

ist der Ablauf des letzten Jagdpachtvertrages

maßgeblich.

Geschützt sind nach der einschlägigen Rechtsprechung

zu § 7 Absatz 1 und § 14 Bundesjagdgesetz

stets nur der laufende Jagdpachtvertrag,

nicht der vorzeitig verlängerte.

Dies gilt selbst dann, wenn die Zukäufe nach

Abschluss des Verlängerungsvertrages vollzogen

wurden, die Vertragslaufzeit aber erst

nach dem Eintritt der Voraussetzungen des

Eigenjagdbezirks beginnt.

Der Verlängerungsvertrag ist nicht mehr geschützt,

weil sein Beginn zeitlich nach der

Entstehung des Eigenjagdbezirks angesiedelt

ist.

Ganz besonders in diesem Zusammenhang

ist auch die strafrechtliche Komponente zu

beachten.

Wer (vermeintlich) im gemeinschaftlichen

Jagdbezirk jagt, jedoch die betreffenden

Grundstücke zu einem Eigenjagdbezirk (automatisch)

dazugehören und man von dem

Jagdrechtsinhaber des Eigenjagdbezirks

keinerlei Erlaubnis besitzt, begeht zumindest

vom objektiven Tatbestand her Jagdwilderei

gemäß § 292 StGB. Fremdes Jagdausübungsrecht

wird in diesem Fall verletzt.

Streit könnte allenfalls darüber bestehen, ob

der subjektive Tatbestand des § 292 StGB

vorliegt, also Vorsatz gegeben ist, wobei

auch bedingter Vorsatz ausreicht.

Auf die zum Teil schwierige und komplizierte

Irrtumsproblematik beim subjektiven Tatbestand

soll hier nicht näher eingegangen werden.

Der Unterzeichner möchte auch nicht konkret

und detailliert im Einzelnen auf die Problematik

der Jagdwilderei näher eingehen. Generell

ist jedoch noch ausdrücklich darauf hinzuweisen,

dass im Zusammenhang mit der Entstehung

bzw. Erweiterung von Jagdpachtbezirken,

insbesondere von Eigenjagdbezirken,

sehr oft die Gefahr des Begehens des Tatbestandes

der Jagdwilderei gegeben ist.

Bei einer Verurteilung wegen Jagdwilderei

ist zumindest der Jagdschein in Gefahr. Der

Verlust des Jagdscheins wird in besonders

schweren Fällen der Jagdwilderei nach §

292 Abs. 2 StGB die Regel sein. Denn nach

dieser Vorschrift wird ein sog. besonders

schwerer Fall der Jagdwilderei nicht mehr

mit Geldstrafe, sondern bereits mit Freiheitsstrafe

geahndet.

Bei einer Freiheitsstrafe, selbst wenn sie

zur Bewährung ausgesetzt wird, gilt man

als unzuverlässig im Sinne des Jagd bzw.

Waffenrechts. Der Verlust der Waffenbesitzkarte

und des Jagdscheins ist automatisch

die Folge.

Ein besonders schwerer Fall der Jagdwilderei

liegt im Übrigen auch vor, wenn die

Tat, die Jagdwilderei, von mehreren mit

Schusswaffen ausgerüsteten Beteiligten

begangen wird. Zwei Beteiligte sind bereits

ausreichend.

Im Gegensatz zu § 292 Absatz 1 StGB, zu

dessen Verfolgung ein Strafantrag erforderlich

ist, ist ein solcher Strafantrag in den

besonders schweren Fällen des § 292 Abs.

2 StGB nicht erforderlich. Die besonders

schweren Fälle der Jagdwilderei im Sinne

des § 292 Abs. 2 StPO werden stets ohne

Strafantrag verfolgt.

Jeder Jäger sollte sich deshalb über die

tatsächliche Sach- und Rechtslage insbesondere

in Verbindung im Zusammenhang

mit Abrundungsmaßnahmen und der Entstehung

neuer Jagdbezirke ganz genau informieren,

um sich nicht der Gefahr einer

Strafbarkeit auszusetzen.

Roland Gappa, Rechtsanwalt

66994 Dahn

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Vorausschauende Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit

LJV Hessen und ADAC Hessen-Thüringen e.V. appelieren an Achtsamkeit und Vorsicht

Wildwechsel, Nebel, rutschige Fahrbahn:

Insbesondere nach dem Umstellen der

Uhren auf die Winterzeit lauern zahlreiche

Herbstgefahren im Straßenverkehr. Der LJV

Hessen und der ADAC Hessen-Thüringen

raten: „Die Dämmerung bricht früher herein

und das Wild ist bereits in den früheren

Abendstunden unterwegs. Außerdem verschlechtern

Regen, Nebel und eine tiefstehende

Sonne die Sicht.“

Mit diesen Tipps kommen Autofahrer sicher

durch den Herbst:

An rund 10 Prozent aller Verkehrsunfälle

sind Wildtiere beteiligt. Ein besonderes

Risiko besteht in der Dämmerung und

nachts, da es zu diesen Zeiten verstärkt zu

Wildwechsel kommt. Auf Straßen im Wald

sowie entlang unübersichtlicher Feldränder

und Hecken gilt es, besonders vorsichtig

zu fahren und den Straßenrand im Blick zu

behalten. Durch eine erhöhte Bremsbereitschaft,

herabgesetzte Geschwindigkeit und

genügend Abstand zum Vorausfahrenden

können Wildunfälle aktiv vermieden wer-

den. Wenn Wild zu sehen ist, hilft kontrolliert

abbremsen, hupen und abblenden,

damit die Tiere einen Fluchtweg finden

können. Keine Ausweichmanöver riskieren,

wenn ein Zusammenstoß nicht mehr zu

vermeiden ist, das Lenkrad gut festhalten

und kräftig bremsen. Danach sollte die Unfallstelle

gesichert und, auch wenn das verletzte

Wild im Wald verschwunden ist, die

Polizei informiert werden. Diese stellt eine

Wildunfallbescheinigung am Unfallort aus,

welche für die Schadenregulierung mit der

Versicherung notwendig ist.

Bei eingeschränkter Sicht durch Nebel empfiehlt

sich eine vorausschauende Fahrweise

mit angepasster Geschwindigkeit. Es gilt

die Faustformel „Sichtweite ist gleich Fahrgeschwindigkeit“.

Liegt die Sichtweite unter

50 Metern, darf der Tacho also nicht mehr

als 50 km/h anzeigen. Eine gute Orientierung

liefern die Leitpfosten am Straßenrand,

die auf Landstraßen und Autobahnen

im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind.

Besonders wichtig im Herbst ist eine gute

Sicht durch die Frontscheibe, deshalb sollten

die Scheiben regelmäßig von innen und

außen gereinigt werden. Am besten mit

einem trockenen, sauberen Lappen nachwischen,

um Schlieren zu vermeiden. Diese

beeinträchtigen sonst bei tiefstehender

Sonne oder beim Scheinwerferlicht entgegenkommender

Fahrzeuge die Sicht und

damit die Fahrsicherheit.

Bei Dunkelheit, diffusen Lichtverhältnissen,

Nebel oder Nässe sind alle Verkehrsteilnehmer

besonders gefordert. Besonders

für Radfahrer und Fußgänger ist es jetzt

schwer, sich von ihrer Umgebung abzuheben

und aufzufallen. Wer dunkel gekleidet

ist, wird von einem Autofahrer bei schlechten

Sichtverhältnissen erst aus rund 25

Metern Entfernung gesehen. Bei einer Notbremsung

braucht ein 50km/h schnelles

Auto jedoch ca. 28 Meter bis zum Stillstand

– zu lang, um im Ernstfall rechtzeitig zum

Stehen zu kommen. Kleidung mit reflektierenden

Materialien verbessert die Sichtbarkeit

auf bis zu 140 Meter.

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0228/387290-0, Fax: 0228/387290-25,

E-Mail: info@djv-service.de. Die genannten

Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer,

hinzukommen Versandkosten.

21

11/15


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

HessenJäger

Alle Artikel können zzgl.

Versandkosten beim Landesjagdverband

Hessen e.V.

bestellt werden:

Am Römerkastell 9

61231 Bad Nauheim

Tel.: 06032/9361-11

Fax: 06032/4255

E-Mail:

22

11/15

christina.neumann@ljv-hessen.de

Der LJV bietet seinen Mitgliedern

verschiedene Artikel mit LJV-Logo an

LJV-Kappe

Neue Baumwollkappe in olivbraun mit LJV-Logo,

Schriftzug, Vorrichtung für den Bruch und Metallschließe

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gestaltet (125 x 95 x 1 mm) . Eine

Bohrung nimmt den Saugnapf

auf – er misst 40 mm im Durchmesser.

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Verbindung. Das LJV-Logo ist

mit UV-beständigen Farben im

Siebdruck aufgebracht. Der Hinweis „Jagdbetrieb“

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LJV-Logo bestickt. Material: 100 % Polyester,

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Jagdscheinetui (Leder)

Jagdschein, WbK, Begehungsschein und

Versicherungsnachweis

gehören in diese edle

wie praktische Mappe

aus dunkelgrünem

Rindsleder mit zwei

Innenfächern. Auf der

Vorderseite ist unser

LJV-Logo in Blindprägung.

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LJV-Aufnäher (Stoff)

Der LJV-Aufnäher aus Stoff

(100 % Baumwolle) besteht

aus 40.000 Stichen und

7 Farben.

Größe: ca. 70 x 55 mm

Preis: € 9,95


Aus den Vereinen

Neues aus

Vereinen & Verbänden

Foto: adrenalinapura – fotolia.com

Bezirk Wiesbaden

Walter Hofmann verstarb

mit 79 Jahren

Jägerschaft

Wiesbaden

jaegerschaft-wiesbaden.net

Walter Hofmann †

Die JS Wiesbaden trauert

um ihr langjähriges

Mitglied Walter Hofmann,

der kurz vor Erreichen

des 80. Lebensjahres

verstarb.

Hofmann war seit 1964

Mitglied im ehemaligen

JV Wiesbaden und

absolvierte 1965 die

Jägerprüfung. Er war

über 20 Jahre Mitpächter im Revier Wiesbaden

Naurod II und ein ausgesprochen aktiver Hundeführer.

Er bot vielen Jägern die Möglichkeit bei

ihm im Revier zu jagen. Er war ein passionierter

Jagdhornbläser und errang bei Bläserwettbewerben

verschiedene Ehrungen, Dreimal wurde

er Hessenmeister mit seinem Bläsercorps in

Kranichstein. Seit 2001 leitete er das Bläsercorps

der Jagdkameradschaft Naurod, in die er

1998 eintrat. Er wird in unseren Reihen fehlen

und in seiner Heimat Naurod eine große Lücke

hinterlassen.

Mit stillem Waidmannsgruß

Der Vorstand

JV Hubertus Bad Homburg e.V.

Jägervereinigung Usingen

jagdverein-hubertus.de / usingerjaeger.de

Jagd auf dem Laurentiusmarkt

Auch dieses Jahr wurde der Themenbereich

„Jagd“ von der JVgg Usingen zusammen mit

dem JV Bad Homburg auf dem Laurentiusmarkt

vertreten. Neben dem Präparate-Schauwagen

des LJV Hessen wurden zahlreiche Trophäen,

Decken und Schwarten unserer heimischen

Wildtiere ausgestellt. Der zwischen den Präparaten

sitzende (lebendige) Uhu "Ukko" war eine

ganz besondere Attraktion: Es war nicht immer

wirklich eindeutig, wer die größeren Augen

machte – der Uhu oder der Besucher.

Präparate-Schauwagen beim Laurentiusmarkt in Usingen

Die Jagdhornbläser der JV Usingen begeisterten

am Sonntag. Am Tag der Schulen zeigten

viele junge Gäste großes Interesse an den

„Fummelkisten“, in denen es, mit etwas Mut,

sowohl tierisches wie auch pflanzliches zu „begreifen“

gab.

Einen besonderen Dank möchten die Vereine,

neben Heinz Meine und Tanja und Matias

Richter für die Organisation, den Falknerinnen

Uschi Zieten und Liisa Inkinen aussprechen.

Mit ihren Uhus, einem Harris Hawk und einem

Habicht ließen sie den Tag, sowohl für die großen

wie auch für die kleinen Besucher, zu einem

außergewöhnlichen Erlebnis werden.

Lisa Ebner

Foto: Stefan Strobel

Jagdverein

Rheingau

jagdverein-rheingau.de

JV Rheingau beschreitet neue Wege

Bereits im vergangenen Jahr beschlossen Mitglieder

und Vorstand die Jungjägerausbildung

„aufzumüden“. Ausbildungsleiter Dr. Christian

von Wallbrunn, Dozent an der

Hochschule Geisenheim, gelang

es, eine Ausbildungskooperation

zu vereinbaren, der zufolge

Studierende der Hochschule

zu Sonderkonditionen den

JVR-Lehrgang belegen können.

Eine Win-Win-Situation: Die

Studierenden der Fachrichtungen

Wein- und/oder Gartenbau

können im Rahmen der Jungjägerausbildung

ihr Wissen über

Fauna und Flora vertiefen und

der JVR kann einen zumindest

kostenneutralen Lehrgang veranstalten.

So werden am 15.11.15 neben

den drei Rheingauern auch sieben

Studierende aus Geisenheim den Jungjägerschlag

erhalten. Am laufenden Lehrgang nehmen

sieben Studierende und sieben Rheingauer teil.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit hat frischen Wind

bekommen. Die Mitgliederversammlung stimmte

bei der Jahreshauptversammlung Ende März

mit großer Mehrheit dafür, den gebrauchten

Anhänger „Erlebnisschule Wald und Wild“ von

der befreundeten Kreisgruppe Rhein-Lahn im

LJV Rheinlandpfalz zu kaufen. Dank großzügiger

Unterstützung durch die Naspa-Stiftung,

das Hessische Ministerium für Landwirtschaft,

den Round Table Rheingau, die Naturlandstiftung

Oestrich-Winkel und einige JVR-Mitglieder

und Freunde belastete der Kauf die Vereinskasse

bislang nicht. Überraschend schnell wurden

23

11/15


Aus den Vereinen

von Mitgliedern und Freunden Präparate gestiftet.

Als „Kirrung“ dienen zum Beispiel die

Vollpräparate von Dachs, Wildkatze, Waschbär,

Murmel-Bär und –Katze, ein winziger Frischling

sowie Sauschwarte, Fuchsbalg, Hirsch- und

Muffeldecke. Absoluter Star ist der Uhu, aber

auch Rehkitz, Eichhörnchen, Fasanenpaar, Auerhahn,

Sperber, Wespenbussard, Falke, Mandarin-Ente,

Eichelhäher und Elster können sich

sehen lassen.

Baum-Poster und die neuen DJV-Wildposter sowie

Waldfibel und Fährtenbüchlein ergänzen das

umfangreiche Informationsmaterial. Bei öffentlichen

Veranstaltungen werden auch Bücher über

Wald, Wild, Wildküche sowie Malbücher und

Spiele verkauft.

Die Erlebnisschule im Garten der Kita Geisenheim

Die Erlebnisschule wird von den Vereinsmitgliedern

Gudrun Fehler und Hans-Karl Rösch

betreut.

Am 10. Mai wurde sie mit einer kleinen Feier im

Wald eröffnet und nach einigen Umbauarbeiten

rollte sie Ende Juni zum ersten Großeinsatz

beim Sommerfest der Walluftalschule.

Ein Waldtag mit Kindern aus der Kita

Eltville, ein Besuch im Garten der Kita

Blaubach in Geisenheim, die Teilnahme

am Geisenheimer „Kinderzauber“,

der Besuch des Kletterparks auf der

Hallgarter Zange und die Teilnahme

an der Eröffnung des Round-Table-Feriencamps

in Kaub füllten den

Sommer-Terminkalender. Auch für den

Herbst stehen noch einige Termine an.

Dank des guten Presse-Echos ist die

Schule im Rheingau bereits bekannt

„wie ein bunter Hund“.

JVR-Vorstand und die beiden „Schulleiter“

sind sehr zufrieden mit der großen Nachfrage

und hoffen, dass im nächsten Jahr auch die

für Waldpädagogik zuständigen Forstbeamten die

Erlebnisschule in ihre Projekte einbeziehen.

Gudrun Fehler

Ressort Öffentlichkeitsarbeit im JVR

Redaktionsschluss für Ausgabe

12/2015

10.11.2015

Dr. h.c. Philipp Reinhard

Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich

verstarb im

Alter von 80 Jahren

Bezirk Darmstadt

Jagdklub St. Hubertus

Offenbach Stadt und Land e.V.

jagdklub-offenbach.de

Fritz Jaud †

Der Jagdklub trauert in Ehrfurcht

und Anerkennung um

sein verdientes, langjähriges

Mitglied Fritz Jaud. Er verstarb

am 19. Mai 2015.

Jaud war engagierter Schatzmeister

des Vereins

und eine

treibende Kraft

bei jagdlich geprägten

Veranstaltungen,

wie

der Seligenstädter

Waldweihnacht

und bei

der Ausbildung

der Jungjägeranwärter.

Er war

Fritz Jaud

Träger des Ehrenbriefes des Landes

Hessen und stellvertretener

Kreisjagdberater. Auf seiner Beisetzung

gaben ihm Freunde und Vereinsmitglieder,

umrahmt von dem

vereinseigenen Bläsercorps ein

letztes Geleit. Ihm werden wir ein

ehrenwertes Andenken bewahren.

Der Vorstand

Jagdverein Hubertus

Gießen und Umgebung e.V.

hubertus-giessen.de

Dr. h.c. Philipp Reinhard Fürst zu

Solms-Hohensolms-Lich †

Am 28 Juli 2015 starb im Alter

von 80 Jahren unser langjähriges

Vereinsmitglied Dr. h.c. Philipp

Reinhard Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich.

Wir trauern um einen

großen deutschen Landwirt und

Waidmann höchster Passion.

Fürst Solms-Hohensolms-Lich

war 61 Jahre Vereinsmitglied im

Hubertus Gießen. Auf der Jahreshauptversammlung

2014 wurde

ihm persönlich hierfür die Urkunde

und Treuenadel des JV Gießen und

des DJV verliehen. Dem begeisterten Jäger und

Waldbesitzer haben wir das Schießstandgelände

bei Lich zu verdanken. Mit seiner Durchlaucht

verlieren wir einen lieben Menschen und verantwortungsvollen

Jäger, der unseren Verein stets

loyal vertreten, begleitet und sich für den Landschafts-

und Naturschutz verdient gemacht hat.

Er hatte immer ein offenes Ohr für unsere Belange

und war uns ein hilfreicher Berater.

Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten

und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Vergleichsschießen 2015 der Hegegemeinschaften

im Landkreis Gießen

Auf unserem Schießstand fand wieder das bereits

zur Tradition gewordene Vergleichsschießen

der Hegegemeinschaften im Landkreis Gießen

statt.

Mit insgesamt 10 Mannschaften und über 50

Teilnehmern war das Interesse am Vergleichsschießen

in diesem

Jahr wieder sehr

groß. Dabei war auch

eine Mannschaft der

Studentischen Jagdgemeinschaft

aus

Gießen.

In der A-Wertung

gewann die HG Laubach

mit 418 Punkten.

In der B-Klasse gewann

die Studentische

Jagdgemeinschaft

aus Gießen.

In der C-Klasse gewann

die HG Hungen

den 1. Platz.

In der Einzelwertung

gewann Hubertus-Mitglied

Jan Osthold

Jan Osthold, Sieger

in der Einzelwertung

von der HG Grüningen mit 118 Punkten den begehrten

Siegerpokal.

Verein der Jäger

im Odenwald

odenwaldjaeger.de

Goldene Ehrennadel des LJV Hessen

für Norbert Hofmeyer

Auf einer Sitzung des erweiterten Vorstandes

überreichte Vorsitzender Dr. Friedrich Denkhaus

unserem Ehrenmitglied Norbert Hofmeyer die

Goldene Ehrennadel des LJV.

Vorsitzender Dr. Friedrich Denkhaus gratuliert Norbert

Hofmeyer zur Goldene Ehrennadel des LJV.

Der Geehrte ist seit über 40 Jahren Führer und

Züchter von Deutschen Jagdterriern. Acht Jahre

war er Landeszuchtwart im Deutschen Jagdterrier-Club

und 16 Jahre Vorsitzender der Landesgruppe

Hessen. Auch heute ist er noch als

24

11/15


Aus den Vereinen

Führer und Richter von Deutschen Jagdterriern

und Tiroler Bracken tätig.

Er war langjähriger Leiter der HG Michelstadt

und deren Rehwild-Sachkundiger. Seit 1987 ist

er Stellvertreter des Jagdberaters für den Odenwaldkreis

und stellvertretender Landesobmann

für das Hundewesen beim LJV Hessen. 1996

wurde er Jungjägerausbilder im Kurs Winterkasten

und Ausbilder der Jagdaufseher des

LJV Hessen in Kranichstein (Fachbereich Jagdkynologie).

Mit seinen reichen Erfahrungen im

Jagdhundewesen stand er auch lange Jahre den

Jägerinnen und Jägern unseres Vereins zur Verfügung.

Die Odenwälder Jäger gratulieren zur verdienten

Ehrung und wünschen Norbert Hofmeyer noch

viele schöne Jagderlebnisse in seinem Revier

und viel Freude mit seinen Jagdhunden.

Harald Hecht

Kreisjägerverein

Groß-Gerau

kreisjaegerverein.de

Familiennachmittag und Kreisbauernmarkt

Wieder gut besucht war der Familiennachmittag

am 06.09.21015, neben vielen anregenden Gesprächen

sorgten die Jagdhornbläser für gute

Unterhaltung. Diese wurden dann auch von Ulrich

Zacheiß für ihren Sieg bei den hessischen

Meisterschaften mit einer Kiste bestem „Perlwassers

zum Feucht halten der Kehlen“ geehrt.

Der Dank des Vorstands galt außerdem den

vielen Kuchenspenden, die gerne angenommen

wurden.

Impression des Familientages.

Trotz schlechten Wetters war auch die Teilnahme

am Kreisbauernmarkt in Groß-Gerau wieder

ein voller Erfolg. Sowohl die Wildgulaschsuppe,

als auch die Wildschweinbratwürstchen waren

ein Verkaufsschlager. Den Stand teilte sich der

Kreisjägerverein mit der Naturlandstiftung.

Bezirk Kassel

Kreisjagdverein

Hofgeismar

kjv-hofgeismar.de

Familie Siebenberg schenkt dem Bläserkorps

ein Fürst-Plesshorn

Auf Wunsch ihrer Tochter Heidi übergab Hildegard

Siebenberg, die Frau unseres Mitglieds Helmut

Siebenberg, am 17.9.2015 im Bläserhaus

Kammergrund ein Fürst Plesshorn als Geschenk

an die Bläser.

(v.r.n.l.): Helmut Siebenberg, Andreas Lange,

Cyrill Usun, Hildegard Siebenberg

Hornmeister Andreas Lange bedankte

sich für das Horn bei Familie Siebenberg.

Tochter Heidi, die heute in Österreich

lebt, hatte auf diesem Horn in den 70-

iger Jahren, unter der Leitung des damaligen

Hornmeisters Albert Dieterle,

das Jagdhornblasen erlernt.

Frau Siebenberg erinnert sich noch

daran, dass damals Heinz Dinges, der

leider schon verstorben ist, ihre Tochter

mit dem Andi (Andreas Dinges) zu

den Übungsstunden in den Kammergrund

mitgenommen hat.

Tochter Heidi hat das Jagdhornblasen

nicht verlernt. Sie hält das Brauchtum

auch in Österreich hoch.

Die Bläser freuen sich über das Geschenk. Schon

am selben Abend fand es einen neuen Besitzer.

Das Horn bekam Cyrill Usun, der Sohn von Norbert

Usun. Beide wollen das Jagdhornblasen

erlernen. Vater Norbert hat im letzten Jahr nach

dem Besuch des Jagdscheinkurses des KJV-

Hofgeismar den Jagdschein bestanden.

ER

Kreisjagdverein

Hubertus Ziegenhain

kjv-ziegenhain.de

Demonstration am 26.09.2015 in Wiesbaden

gegen die geplante Jagdverordnung

Viele der in Wiesbaden angereisten Jägerinnen

und Jäger feierten in gewisser Weise ein Debüt,

denn nie zuvor waren bis dato in jagdlichen Angelegenheiten

auf die Straße gegangen.

Die Zeiten, in denen man sich in Jägerkreisen

auf die CDU als verlässlichen Partner im Hinblick

auf das immer wieder gelobte beste Jagdgesetz

Deutschlands glaubte verlassen zu können,

scheinen jedoch „auf dem Koalitionsaltar geopfert“

zu werden. Mit der geplanten Jagdverordnung

droht das Hessische Jagdgesetz auf

dem Verordnungsweg von urbanen Schreibtisch-Ideologen

ausgehebelt zu werden.

Jägerinnen und Jäger aus ganz Hessen machten

sich daher aus gutem Grund auf den Weg in die

Landeshauptstadt, um in bis dahin nie dagewesener

Vehemenz gegen diese Pläne zu demonstrieren.

An der Demonstration unter dem Motto

„Hände weg vom Jagdrecht“ nahm auch der

Kreisjagdverein Hubertus Ziegenhain e.V. mit

einem vollbesetzten Reisebus teil.

„Die in Hessen geplanten extrem kurzen Jagdzeiten

für Fuchs, Steinmarder, Rabenkrähe und

Elster sind sachlich nicht gerechtfertigt und

wissenschaftlich nicht begründet.“ Der Präsident

des LJV Hessen, Dr. Jürgen Ellenberger,

hat in Wiesbaden die geplante Jagdverordnung

des hessischen Umweltministeriums scharf

kritisiert. Auf der Kundgebung mit rund 3500

Jägern, Landwirten und Anglern warnte Ellenberger

vor den verheerenden Folgen einer Verordnung,

„die deutlich die jagdfeindliche Handschrift

des NABU trägt“.

Bleibt zu hoffen, dass das als Reaktion auf die

unerwartet starken Proteste signalisierte Zugehen

auf die Jägerschaft von Seiten der CDU als

stärkerer Partner in der Koalition nicht nur leere

Worte sind. Hannes Schwalm, Jörg Bruns

Ein Teil des Helferteams am Bauernmarkt.

Gruppenfoto der Teilnehmer des KJV.

25

11/15


Aus den Vereinen

„Laufender Keiler 2015“ & Freisprechung

der JungjägerInnen

Am 12.09.2015, fand die Freisprechung der

Jungjägerinnen und Jungjäger des Kurses

2014/2015 sowie das alljährliche Pokalschießen

der HG des KJV Hubertus Ziegenhain auf

dem vereinseigenen Schießstand in Schorbach

statt. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmem

Spätsommerwetter hatten sich

Vertreter aller sechs Hegegemeinschaften eingefunden,

um sich in der Disziplin „Laufender

Keiler“ zu messen. Zum Wettkampf traten die

HG Willingshausen, Frielendorf, Ottrau, Neukirchen,

Ziegenhain und Gilserberg an.

Gruppenbild aller Teilnehmer.

26

11/15

Doch bevor in den Wettkampf eingestiegen

wurde, bekamen die Jungjägerinnen und Jungjäger

des Kurses 2014/2015 ihre Jägerbriefe

von Ausbildungsleiter und stellv. Schriftführer

Herbert Knapp überreicht. Der stellv. Schatzmeister

Torsten Schmerer überreichte ein kleines

Präsent in Form eines Taschenmessers und

der Vorsitzende Wolfgang Sangerhausen überreichte

die Vereinsnadel.

Im Anschluss wurde der Jägerschlag mit dem

Hirschfänger nach alter Tradition durchgeführt.

In seiner Rede mahnte Sangerhausen die Jungjägerinnen

und Jungjäger zum maßvollem,

besonnenen Jagen in diesen durch Politik und

diversen Verbänden verursachten unruhigen

Zeiten, in denen der Jägerschaft ein kräftiger

Wind ins Gesicht bläst.

Der Jahrgangsbeste Helmut Welsch erhielt für

seine erbrachten Leistungen einen Pirschstock.

Den Jägerbrief erhielten: Madeleine Hübscher,

Anna Linker, Johanna Schwalm, Thomas Gerke,

Korbinian Hepe, Meik Kewitz, Eckhardt Möller,

Axel Trümner, Wolfgang Urbanek und Helmut

Welsch.

Für den jagdlich feierlichen Rahmen sorgte einmal

mehr das Bläserkorps des KJV Ziegenhain,

hierfür sei ihnen herzlichst Dank ausgesprochen.

Weiterhin wurden weitere Neumitglieder in den

Reihen des Vereins begrüßt – stellvertretend für

alle erhielten Marius Böse und Felix Heiner die

Vereinsabzeichen aus den Händen des Vorsitzenden.

Die Leitung der Veranstaltung übernahm der

1. Vorsitzende Wolfgang Sangerhausen. Seine

Unterstützer an diesem Tag waren sein Stellvertreter

Karl Heiner, Schatzmeister Hannes

Schwalm, dessen Stellvertreter Torsten Schmerer

und diverse Schießaufsichten des Vereins,

die die schießsportliche Organisation und den

Auf- bzw. Abbau übernahmen. Dem ehrenamtlichen

und unermüdlichen Engagement der Aufsichten

um Schießwart Uwe Muhly sei an dieser

Stelle noch einmal gesondert gedankt.

Besonderen Dank sprach der Vorsitzende an

Claus Julius und Henner Sohl aus. Er würdigte

ihr jahrelanges, uneigennütziges Engagement

für den Schießstand und überreichte einen Präsentkorb

mit lokalen Köstlichkeiten.

Der KJV Hubertus Ziegenhain verfügt mit seinem

Schießstand über eine hervorragende Trainingsmöglichkeit

und Alternative zum Schießkino.

Den ersten Platz mit

97 von 150 möglichen

Ringen belegte

die HG Ziegenhain.

Als besonders guter

Schütze stach

Thorsten Demme

von der HG Frielendorf

hervor, der mit

48 von 50 Ringen

bester Schütze des

Tages war. Für diese

Leistung erhielt er

einen Buchpreis und

die Glückwünsche

des 1. Vorsitzenden.

Bester Schütze: Thorsten Demme.

Ausbildungsleiter Herbert Knapp überreicht

Wolfgang Urbanek die Ehrenscheibe.

Parallel zum Keilerschießen schoss der Jungjägerkurs

eine Ehrenscheibe aus. Hierbei ging

Wolfgang Urbanek als Sieger hervor und bekam

die Scheibe von Ausbildungsleiter Herbert

Knapp überreicht. Weiterhin wurde ein Drück-

jagdbock unter den Jungjägerinnen und Jungjägern

verlost, hierbei ging Elisabeth Lochner

als Gewinnerin hervor. Der KJV gratuliert und

bedankt sich bei Michael Keim – Reviereinrichtungen

für die Spende des Hochsitzes.

Kreisjagdverein

Wolfhagen

kjv-wolfhagen.de

Sternblasen im Kloster Haina

Am 13. September 2015 fand anlässlich der 800

Jahre der Grundsteinlegung des Klosters Haina

Bläserkorps des KJV Wolfhagen.

ein festliches dreistündiges Jagdmusikkonzert

mit insgesamt 250 Bläserinnen und Bläsern

statt. An diesem Konzert beteiligte sich auch

das Bläserkorps des KJV Wolfhagen unter der

Leitung von Volker Thomaszik. Zur Begrüßung

und zum Ende der Veranstaltung bliesen alle

260 Musiker der acht teilnehmenden Gruppen

gemeinsam. Ein tolles Erlebnis!

Walter Lange, Foto: Martha Thomaszik

Hegegemeinschaften/Reviere

Hegering

Grebenau

Tiersafari und Waldrallye – Jäger gestalten

Ferienspiele

Viel Spaß und eine Superstimmung hatten die 35

Ferienspielkinder aus dem Gründchen bei ihrem

Beim Jagderlebnistag hatten die Grebenauer

Ferienspielkinder viel Spaß.


Aus den Vereinen

Aus den Vereinen

Wald- und Jagderlebnistag im Revier Schwarz.

Hegeringleiter Arno Eifert brachte gemeinsam

mit der Forstanwärterin Juliane Herpich und

dem Betreuerinnenteam um Renate Hermann

den Kindern die Natur mit ihrer vielfältigen Flora

und Fauna spielerisch nahe.

Arno Eifert

HG

Gleiberger Land

Biebertaler Ferienspiele: „Mit den Jägern auf

Ansitz“

Interessante Einblicke in das Waidwerk gewannen

40 Ferienspiel-Kinder bei den Biebertaler Jägern.

Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden des Jagdvereins

„Hubertus“ Dieter Mackenrodt und Hegeringleiter

Jürgen John auf dem Hofgut Bubenrod

in Königsberg.

Eigentlich ist es fast überflüssig Ort und Namen

gewissenhaft aufzuzählen, denn tatsächlich findet

der sowie den stellvertretenden Jagdvorsteher

Peter Seibert auf dem Hofgut persönlich begrüßen.

Mit dieser Veranstaltung haben die Biebertaler

Jägerinnen und Jäger wieder einen wichtigen

Beitrag geleistet, Kinder näher an die heimische

Natur und den Nutzen der Jagd heranzuführen.

„Nur die Kinder, die die Natur kennen, in die faszinierende

Welt ihrer Zusammenhänge eintauchen

und eine persönliche Beziehung zu Pflanzen und

Tieren aufbauen, werden bereit sein sich in Zukunft

ernsthaft und mit Engagement für die Erhaltung

dieser einzusetzen“. Naturschutz muss

im Erleben junger Menschen beginnen damit die

Entfremdung gegenüber der Natur aufgehoben

wird,“ so Dieter Mackenrodt.

Für alle Teilnehmer war klar: Auf ein Neues im

nächsten Jahr! Und dazu sagten die Kinder abschließend:

„Waidmannsdank“!

Hegering

Gründchen

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Stollensohle und angenehmes Tragegefühl aufgrund

der verstellbaren Wadenweite machen diesen Stiefel zum

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40 Ferienspiel-Kinder nahmen Einblicke ins edle Waidwerk

und erkundeten die Bedeutung der Jagd und der Wildtiere.

diese beliebte Veranstaltung nunmehr bereits 25

Jahre statt.

Die Biebertaler Jäger hatten sich redlich bemüht,

ihre Passion den kleinen Gästen nahe zu bringen.

Finanziell und personell unterstützt wurde die

Veranstaltung durch die Jagdgenossenschaft Biebertal.

Daher konnte Gastgeber Dieter Mackenrodt den

Jagdvorsteher und Bürgermeister Thomas Ben-

Jäger- Familientag am Herzberg

Wandernd der Natur auf der Spur

Zu einer Naturerlebniswanderung

rund um die Engelshütte unterhalb

der Burg Herzberg trafen sich die

Mitglieder des Hegeringes Gründchen

mit ihren Freunden und Familienangehörigen.

Hegeringleiter Arno Eifert freute

sich über den guten Besuch des „Jäger-Familientages“

bei herrlichem

Herbstwetter. Die Gründchenjäger

bedankten sich damit besonders

bei ihren Frauen und Partnerinnen

für die geübte Toleranz gegenüber

allen jagdlichen Aktivitäten und das

Verständnis für die „häuslichen

Abwesenheitszeiten“ während der

Jagdsaison.

Eifert dankte den Jagdhornbläsern, Katja Schäfer,

Ralf Dörr und Sabine und Klaus Frey sowie

allen Helfern und Spendern, die das Treffen hervorragend

vorbereitet und abwechslungsreich

gestaltet hatten. Die Gründchenjäger freuen sich

schon auf das nächstjährige Familienereignis im

Jagdrevier.

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Der beliebte Klassiker zeigt wie immer

eine abwechslungsreiche Bilderschau aus

seltenen, schönen Wildtierportraits, Landschaftsaufnahmen

und Jagdszenen. Namhafte

Fotografen überraschen jede Woche neu mit gelungenen Schnappschüssen

aus Natur, Jagdbetrieb und Wildtierleben – stets der betreffenden Jahreszeit angepasst

– das Kaleidoskop eines Kalenderjahres in überwiegend heimischen Revieren.

Bodo Meier –

Wild Weltweit

Kalender 2016

Wasserfarben fließen unberechenbar, es sei denn man beherrscht die Kunst

des Aquarellierens wie Bodo Meier. Grund genug, mit dem Aquarellisten auch in

diesem Jahr wieder einen Kalender für jagende und naturliebende Weltbummler

zu machen: Wildarten aus allen fünf Kontinenten – jeden Monat ein Sprung auf

einen anderen Kontinent.

Das Beste

von Heinz Geilfus

Heinz Geilfus (1890 bis 1956) hat

die Jagdzeitschrift WILD UND

HUND schon seit den 1930er

Jahren begleitet, hat zahllose

Ausgaben mit seinen Werken

bereichert und war damals einer der wenigen Cartoonisten,

die sich der Welt von Jagd und Jägerei verschrieben

hatten. Für 2016 gibt es wieder einen „Das

Montaskalender

Das Beste von

Heinz Geilfus

Kalender 2016

Format: 33 x 42 cm

Preis: € 13,50

Paul Parey Verlag

Beste von Heinz Geilfus“-Kalender mit den originellsten seiner Karikaturen

in einem neuen, ansprechenden Layout. Jeden Monat eine neue Attacke

auf die Lachmuskeln!

Montaskalender

Wild und Hund

Mondhelligkeitskalender

Format: 21 x 24,5 cm

Preis: € 13,50

Paul Parey Verlag

Montaskalender

Burkhard Winsmann-

Steins Kalender 2016

Format: 59,4 x 42 cm

Preis: € 23,50

Paul Parey Verlag

Burkhard

Winsmann-

Steins

Kalender

2016

Sicher liegt es

daran, dass Burkhard Winsmann-Steins

seit jungen Jahren passionierter Jäger ist

und das besondere Gespür und die Geduld für

die richtigen Momente entwickelt hat. Die Motive

seines neuen Kalenders „Erlebte Natur“ sind

wieder einmal Zeugnis für sein Gespür, einmalige

Motive dort zu finden, wo sie der Normalbürger

kaum erwartet. Jeden Monat ein Naturschauspiel

– das gesamte Jahr hindurch!

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Kalender

Christine

Steimer –

Die alten

Haudegen

Kalender 2016

Aufgrund des Erfolges

Montaskalender

Christine Steimer –

Die alten Haudegen

Format: 61 x 43 cm

Preis: € 29,90

Paul Parey Verlag

der letzten Jahre veröffentlicht Christine Steimer

in diesem Jahr den Hundekalender für unsere

Treuen Freunde.

Monatskalender

Michael Breuer

Kalender

12 Kalenderblätter

Format: 59,4 x 42 cm

Preis: € 23,50

Paul Parey Verlag

Michael

Breuer

Kalender 2016

Wildtierfotograf Michael

Breuer hat die besondere

Begabung, immer dann

auf den Auslöser seiner

Kamera zu drücken, wenn sich im Revier etwas

Außergewöhnliches ereignet. Der gebürtige Hesse

durchstreifte schon als Junge die Rheinauen und interessierte sich schon früh für die

Fauna und Flora seiner Heimat. Sein Streifzug durch die Reviere über das gesamte Jahr

hinweg zeigt den einmaligen Zauber heimischer Natur: Von der Begegnung von Fuchs

und Sau im tiefverschneiten Forst über den Basthirsch im Sommer, auf dessen Decke

sich der Star an Parasiten labt, bis hin zum glücklichen Hundeführer, der seinen aus dem

Sauentreiben zurückkehrenden Hund erleichtert begrüßt.

Monatskalender

Rien Poortvliets

großer Tierkalender

Format: 42 x 59,4 cm

Preis: € 29,00

Paul Parey Verlag

Rien Poortvliets großer

Tierkalender 2016

Über den großen niederländischen

Natur- und Tiermaler Rien Poortvliet

(1932 bis 1995) ist zu Recht viel geschrieben

worden. Er gehört zu den ganz Großen seiner Zunft

und hat mit seinem unvergleichlichen Stil naturalistischer

Naturdarstellungen Maßstäbe für zahlreiche Künstlergenerationen gesetzt. Bei Poortvliet

passt eben alles einfach zusammen: Komposition der Motive, Stimmung, Farbwahl,

Technik. Auch sein neuer Kalender hält, was der Name verspricht.

Unser Schmeckewöhlerchen-

Probierkorb.

Ideal als Geschenk!

Das Ahle

Wurscht-Abo!

Aus den besten

Wurschtekammern

in Nordhessen!

Ob Runde oder Stracke,

wählen Sie Ihre

Lieblings-Ahle-Wurscht

oder lassen Sie sich

bei jeder Lieferung

überraschen.

Monatskalender

Wildkalender

Miguel Angel Moraleda

12 Kalenderblätter

Format: 59,4 x 42 cm

Preis: € 29,00

Paul Parey Verlag

Die in dieser Ausgabe besprochenen Kalender können Sie

über die kostenlose Hotline: 0800/228 41 71 bestellen.

Miguel Angel

Moraleda

Kalender 2016

Eine herausragende

Beobachtungsgabe,

beneidenswertes Talent

und das meisterliche Beherrschen klassischer

Techniken – vor allem diese drei Eigenschaften zeichnen Miguel Angel Moraleda

aus. Wildtiere, besonders Flugwild, in natürlicher Umgebung in Öl auf Leinwand

darzustellen, mit Licht und Farben zu spielen, Proportionen und Anatomie in besonderer

Weise zu verinnerlichen, das sind die Alleinstellungsmerkmale dieses ungewöhnlichen

Malers. Grund genug, zum ersten Mal für das Jahr 2016 auch einen Monatskalender mit

Werken des Künstlers herauszugeben.

Regionale Spezialitäten

& Buchhandlung

Tel.: 05661/6886

www.kurhessen-laedchen.de

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Buchbesprechung

Für Sie gelesen...

Erich Klansek/Paul Herberstein

Rebhuhn- und Fasanfibel

Einst war das Rebhuhn in allen Feldfluren unserer Breiten heimisch. Was

braucht das Rebhuhn, um wieder vermehrt in unsere Landschaften zurückzukehren?

Wie lebt dieser sympathische Vogel? Auch über den farbenprächtigen

Fasan gibt es viel zu erzählen: einst aus dem asiatischen Raum zu uns

gekommen, braucht auch er weiterhin unsere verstärkte Aufmerksamkeit.

Rebhuhn- und Fasanfibel

96 Seiten, zahlr. Abb.

Format: 14,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85208-132-8

Preis: € 23,00

Österr. Jagd- und

Fischerei-Verlag

Joachim Kolmer

Im Kranichwald

Tier- und Jagdgeschichten eines Försters

Der Autor entführt den Leser u.a. in ein Rotwildparadies, zeigt uns, dass nicht

Wildschwein gleich Wildschwein ist und nimmt Bezug auf den heutigen Jagdbetrieb.

Er erinnert an die Zeiten, als die Jäger noch in Jagdgesellschafen organisiert

waren und im Fernsehen die Serie „Weidmanns Heil“ ausgestrahlt

wurde. Ob aktuelle Fragen des Naturschutzes, des Jagdlichen Brauchtums,

der Verwertung des Wildbrets, der Wilddieberei oder der Verbreitung des Wolfes

– diese und andere Themen mit historischem und aktuellem Bezug fügen sich zu einem gelungenen,

informativen und umfangreichen literarischen Werk zusammen.

Joachim Kolmer

Im Kranichwald

Tier- und Jagdgeschichten

eines Försters

339 Seiten, zahlr. Abb.

Format: 14,8 x 23,1 cm

ISBN 978-3-937216-43-0

Preis: € 24,90

Wage-Verlag

Klaus Meßerschmidt

Bundesnaturschutzrecht

10.018 Seiten. Loseblattwerk zzgl.

Aktualisierungslieferungen.

In 7 Ordnern mit CD-Rom zur

Entscheidungssammlung (Archiv

der Entscheidungen vor 2002)

Stand 124. Aktualisierung

Juli 2015

ISBN 978-3-8073-2393-0

Preis: € 209,99

Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm

Klaus Meßerschmidt

Bundesnaturschutzrecht

Kommentar und Entscheidungen zum Bundesnaturschutzgesetz einschließlich Naturschutzgesetze

der Länder mit Anmerkungen und Hinweisen sowie wichtigsten Durchführungsbestimmungen.

Der Kommentar enthält eine sorgfältige Erläuterung des Bundesnaturschutzgesetzes und darüber

hinaus alle wesentlichen Gesetze und Verordnungen auf Bundes- und Landesebene sowie die

Richtlinien und Verordnungen des europäischen Arten- und Habitatschutzrechts. Mit einem Gesamtumfang

von über 1500 Seiten Kommentartext handelt es sich nicht nur um die umfassendste,

sondern auch um die aktuellste Kommentierung des Bundesnaturschutzgesetzes mit zahlreichen

Rechtsprechungs- und Schrifttumsnachweisen. Ein sorgfältiges Sachverzeichnis am Beginn des

Werkes erleichtert die Handhabung ebenso wie die klare Gliederung. Im 4. bis 6. Band findet sich

in Ergänzung die naturschutzrechtliche Rechtsprechung der verschiedenen Gerichtszweige und sämtlicher Instanzen. Neben Grundsatzentscheidungen

enthält das Werk eine reichhaltige Kasuistik zu Einzelfragen des naturschutzrechtlichen Alltags in Leitsätzen oder im

Volltext. Die Entscheidungssammlung wird von Ass. jur. Jochen Schumacher bearbeitet. Das Werk wendet sich an Kommunalverwaltungen,

Kreisverwaltungen, Länderbehörden, Natur- und Umweltschutzverbände sowie an Rechtsanwaltkanzleien mit einem Schwerpunkt

im Bau- und Planungsrecht, insbesondere im Naturschutzrecht, und Landschaftsplanungsbüros.

Philipp Meran

Winterfuchs und Schnepfenstrich …meine Heimat ist die Jagd!

Mit mehr als 20 Büchern ist Philipp Graf Meran der meistgelesene deutschsprachige Jagdschriftsteller

der letzten Jahrzehnte. Wie immer verwebt der Autor Jagd, Naturbeobachtung.

Familiengeschichte und zeitkritische Betrachtungen

in einzigartiger Weise.

Die Jagd auf den großen Gütern in Ungarn, die Flucht vor den Kommunisten

und der Neuanfang in Österreich, das Leben seines Bruders

Feri, der als „white hunter“ Jahrzehnte in Afrika verbrachte,

aber auch neue Jagderlebnisse rund um Schnepfe, Bock, Fuchs

und Hirsch sind die Themen dieses Erzählbandes.

Philipp Meran

Winterfuchs und Schnepfenstrich

…meine Heimat ist die Jagd!

160 Seiten, zahlr. Abb.

Format: 15,6 x 23,6 cm

ISBN 978-3-7020-1546-6

Preis: € 19,90

Leopold Stocker Verlag

Die in dieser Ausgabe besprochenen Bücher können Sie unter www.jana-jagd.de oder über die kostenlose Hotline: 0800/228 41 71 bestellen.

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Rezepttipp

Rezepttipp

Frikadellen „Jäger Art“

Zutaten

> 750 g Hackfleisch

> 2 mittelgroße Zwiebeln

> 250 g Mischpilze

> 2 EL scharfer Senf

> 1 Ei

> Paniermehl

> 500 ml Bratensoße (Instant)

> 2 EL Schmelzkäse

> 200 g geriebener Käse

> Petersilie, Schnittlauch

> Salz, Pfeffer

Zubereitung

• Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Petersilie und Schnittlauch klein hacken.

• Hackfleisch mit Zwiebeln, Senf, Ei, Salz, Pfeffer und Paniermehl gut vermengen.

• Fleisch in Bällchen formen und in einer Pfanne rundherum gut anbraten.

• Bratensoße aufkochen und den Schmelzkäse unterrühren.

• Hackfleischbällchen in eine Auflaufform legen.

• Pilze in der Pfanne anbraten und mit der Soße zu den Frikadellen geben. Käse drüberstreuen

und in den vorgeheizten Backofen schieben.

• Ca. 25 Minuten bei 175° C überbacken.

Vor dem Servieren mit Petersilie und Schnittlauch bestreuen.

Weinempfehlung zu Frikadellen „Jäger Art“

Ein Riesling ist zu fast jeder Speise ein passender

Begleiter. Die Rebsorte, die sich am Rhein aus einer

Wildrebe entwickelt hat, liebt das Klima der

nördlichen Anbaugebiete. Zu viel Sonne passt ihr

nicht, denn sie braucht die längere kühle Vegetationszeit,

um ihre feinen Aromen auszuprägen.

Diese können sehr stark variieren, je nachdem

auf welcher Bodenart der Riesling gewachsen ist.

Diese Eigenart ist es auch, wegen der wir ihn so

schätzen. Sein feines Säurespiel gehört genauso

zu ihm wie sein fruchtiges Aroma, das uns so

Probepaket

mit 6 Flaschen 46,60 €

(inkl. Mwst. und Versand)

Stichwort „Riesling

Brunnenhäuschen“

Weingut H. L. Menger

Hauptstraße 12

67575 Eich

Tel.: 06246/298

E-Mail: Weingut-H.L.Menger@

t-online.de

www.weingut-menger.de

oft an Pfirsich und Aprikose erinnert, manchmal aber auch an Zitrusfrüchte.

Wir empfehlen zur Frikadelle „Jäger Art“ einen 2014er Riesling trocken aus

der Lage Westhofener Brunnenhäuschen. In diesem Weinberg trifft perfektes

Kleinklima auf eine reizvolle steinige Bodenformation, sodass die dort geernteten

Rieslinge von einer einzigartigen Mineralität geprägt sind.

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Jagdgebrauchshundprüfungen – Ergebnisse

JVgg

Oberhessen

4. VSwP „Laubacher Wald“ in ARGE mit

dem JV Hubertus Büdingen

am 22.08.2015

Daja vom Sauenjäger, RT

F.: Dieter Kleinschmidt, 1. Preis

Asko vom Krebsbachtal, Weim

F.: Irina Reh, 1. Preis

JV

Wetzlar

4. VSwP und 4. VFSP am 29.08.2015

im Schelderwald

Nero von der Litze, DW

F.: Sabine Becker-Brück,

VSwP 20-Std., II/Preis

Cash vom Birnbaumer Schloss

PRT, VFSP 20-Std., I/Preis

BP am 26.09.2015 um Wetzlar

Briska v. Mackenstein, DD

F.: Heidi Zörb

Rocco v. lNonnen Haus, DK

F.: Heidi Zörb

Bera vom Eichkopf, DD

F.: Brigitte Hunold

Egon vom Hirschfänger, KT

F.: Michael Agel

Hubertus Kronos vom Söhrenberg, BF

F.: Dr. Jens Rommel

Xaver von der Schmiede, DL

F.: Mark Litzinger

Andras vom Schusterriedl, BrBr

F.: Prof. Dr. Christiane Herden

Ofra von Thurewang, DW

F.: Friederike Igler-Schmalor

Max, TiBr

F.: Annette Schmidt

Viko von der Fuchskaute, KlM

F.: Thomas Jäckel

Enzo von der Galgenheide, Weim

F.: Felix Bendel

JV

Witzenhausen

HZP am 05.09.2015 um Niestetal

(Hessen) und Bollstedt (Thüringen)

Arthus v. d. Hegeteichen, DD

F.: Dieter Baumann, 185 Pkt.

Cato von der Klarhorst, KIM

F.: Jürgen Wendland, 184 Pkt.

Hussa vom Elfenstein, DD

F.: Rilana Kurz-Baumann, 181 Pkt.

Amiro vom Brede, GM

F.: Pietro Brede, 180 Pkt.

Danka vom Sonnenhügel, KIM

F.: Thomas Ring, 178 Pkt.

Bengalo vom Aartal, DL

F.: Björn Wiebers, 172 Pkt.

Quella vom Holtvogt, DK

F.: Francois Rodesch, 171 Pkt.

BP am 03.10.2015

Jule von der Lönsmeute

F.: Daniel Grzesch

Kiss me vom Neunten Weinberg

F.: Silke Hartung

Orkan vom Ahler Esc

F.: Michael Winkler

Erster

Frankfurter Jagdklub

86. Solms/HZP am 12.09. um Liederbach

Aramis von der Bornmühle, DK, D I

F.: Rüdiger Weisensee, 1. Pr.

Alleria von der Bornmühle, DK, D I, VJP

F.: Ernst Back, 1. Pr.

Birka vom Vinnenberg, DK, D I

F.: Jürgen Berger, 3. Pr.

Boss vom Goldberg, DK, D I, I

F.: Karlheinz Roth, 1. Pr.

Bauschan vom Goldberg, DK, D I, I

F.: Arnold Bauer, 2. Pr.

Basil vom Goldberg, DK, D III, III

F.: Claudia Trippel, 1. Pr.

JV

Eschwege

HZP am 12.09.2015

Lasko vom Seulingswald, DD

F.: Monika Fischbach, 188 Pkt.

Barcley vom Rühlskopf, DD

F.: Wolfram Küllmer, 177 Pkt.

Chanel, Weim

F.: Anna-Lena Pilgram, 175 Pkt.

Lautjagerprüfung am 19.09.2015

Caramia vom Kahlen Berg, KLM

F.: Marion Hesse

Aika vom Brockenmoor, SwBr

F.: Andrea Müller

Aron vom Brockenmoor, SwBr

F.: Hans-Dieter Reichhardt

Luna, DD

F.: Hubert Becker

Briska vom Grossen Ritt, DK

F.: Manfred Uthe

VGP am 03/04.10.2015

Akira von der Floriansmühle, DD

F.: Karl-Heinz Schüren, 340 Pkt.,

I.P/ÜF BV

Nando III von den Wissower Klinken, DD

F.: Norbert Loch, 330 Pkt.,

I.P/ÜF BV

DL–Verein

Hessen

HZP am 12.09.2015 bei Hanau

Panja von Heek, DL

F.: Wolfgang Hübenthal, 185 Pkt.

Maite von der Riede, DL

F.: Dr. Till Kirschner, 183 Pkt.

Buddy von der Krümmelbach, KLM

F.: Daniel Coers, 183 Pkt.

Basco vom Aartal, DL

F.: Michael Bach, 182 Pkt.

Bosca vom Stockey, DL

F.: Iris Beisheim, 182 Pkt.

Amira vom Hegemeister, DL

F.: Dirk Balzer, 180 Pkt.

Ares vom Hegemeister, DL

F.: Sebastian Schmidts, 180 Pkt.

Aica vom Hegemeister, DL

F.: Stefan Schulz,

179 Pkt.

Basko vom Aartal, DL

F.: Tobias Hirsch, 177 Pkt.

Attila vom Hegemeister, DL

F.: Andreas Zuber, 165 Pkt.

Jerk vom Blumenhof, DL

F.: Stefan Ziegler,149 Pkt.

KJV Hofgeismar/

VDD Gruppe Kurhessen

HZP o.Sp. am 13.09.2015

im Raum Espenau-Uslar

Ommel vom Eulengrund, W

F.: Markus Mendel, 187 Pkt.

Puszta vom Osterberg, DK

F.: Jutta Römer, 186 Pkt.

Ninja vom Schmiedehof, DD

F.: Karsten Müncke,185 Pkt.

Blanka vom Rittergut-Staven, DD

F.: Thomas Sehlen, 173 Pkt.

Nathan vom Schmiedehof, DD

F.: Petra Falke, 166 Pkt.

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Lernort Natur

Kraniche –

Graue Gesellen mit

trompetendem Ruf

impr2003 – fotolia.com

Standvogel - Zugvogel - Teilzieher ?

Standvögel – haben sich an die örtlichen Bedingungen angepasst und leben das ganze

Jahr hindurch im heimatlichen Gebiet. Man nennt sie deshalb auch Jahresvögel. In der

kalten Jahreszeit, wenn es nur wenige Insekten und Würmer gibt, ernähren sie sich von

Samen, trockenen Früchten und Körnern.

Zugvögel – verbringen nur die warmen Monate bei uns, man nennt sie deshalb auch

Sommervögel. Im Herbst machen sie sich auf in Länder des südlichen Europas bzw.

bis weit in den afrikanischen Kontinent hinein, im Frühjahr kehren sie zurück.

Teilzieher – bleiben je nach Nahrungsangebot teilweise bei uns oder legen

kürzere Strecken zurück.

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Lernort Natur

Graue bzw. Europäische Kraniche werden bis zu

1,20 m groß und haben eine Flügelspannweite

von etwa 2,20 m. Es sind Zugvögel und wenn es

Herbst wird, sind häufig große Schwärme am

Himmel zu sehen. Sie fliegen in der typischen

V-Formation und mit dem weithin hörbaren Ruf

in Richtung Süden. Es gibt zwei große bekannte

Flugrouten: den westeuropäischen (der auch

über Deutschland hinweg führt) und den baltisch-ungarischen

Zugweg. Auf ihrer Reise in

die Winterquartiere sammeln sich die Kraniche

und sind an manchen Kranichrastplätzen zu

mehreren 10.000 anzutreffen. Sie überwintern

in Frankreich, Spanien oder Afrika.

Andreas Trepte, www.photo-natur.de

Zur Balz im Februar und März kehren die Kraniche

zurück. In dieser Zeit ist der sogenannte

Kranichtanz besonders häufig zu beobachten,

bei dem Männchen und Weibchen mit ausgebreiteten

Flügeln umherlaufen, zahlreiche

Prahlhandlungen vollführen und dabei ihr lautes

Trompeten hören lassen.

Arturo de Frias Marques/commons.wikimedia.org

Devil m25/commons.wikimedia.org

Klaus Rassinger /commons.wikimedia.org

Die Brut erfolgt von Mai bis Juli in Feuchtgebieten,

wo ein Nest aus Pflanzenresten in etwa

knietiefem Wasser gebaut wird, um es vor

Fressfeinden wie beispielsweise Fuchs und

Wildschwein zu schützen. Meist besteht ein

Gelege aus zwei Eiern, die grünlich grau mit

schwachen dunklen

Flecken sind.

Nach einer Brutzeit von

ca. 30 Tagen schlüpfen die Kranichküken

und sind sehr bald in der

Lage, selbstständig Nahrung zu suchen.

Zusätzlich werden sie von beiden

Eltern versorgt.

Die Nahrung der Kraniche besteht

aus Pflanzenteilen, Getreidekörnern, Baumsamen (z. B. Eicheln),

Würmern, Insekten, Kleinsäugern (z. B. Mäusen) und Sämereien.

Mit etwa zehn Wochen sind junge Kraniche in der Lage zu fliegen.

Sie tragen dann noch ihr hellgrau-braunes Jugendkleid, das bis

zum zweiten Lebensjahr gegen das hellgraue Gefieder der Altvögel

gewechselt wird. Letztere sind zudem an der schwarz-weißen

Kopf- und Halszeichnung, den schwarzen Hand- und Armschwingen,

dem schwarzen Stoß sowie der federlosen roten Kopfplatte

zu erkennen. Diese spielt bei der innerartlichen Kommunikation

eine besondere Rolle, da sie z. B. bei Erregung anschwillt.

Kraniche zeichnen sich

Dina L/ commons.wikimedia.org

durch ein vielschichtiges

Sozialverhalten aus. Während

sich die monogamen

Brutpaare über den

Sommer in einem Revier

separieren, schließen sich

die nicht brütenden Vögel

zu losen Gruppen ohne

feste Hierarchie zusammen. Wenn die Jungvögel alt genug sind,

schließen sich auch die Brutpaare wieder an größere Gruppen an.

Im Herbst sammeln sich die Vögel in großen Schwärmen, die mitunter

aus bis zu tausend Tieren bestehen können.

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Entdeckerecke

Kurti Keilers

Kurzgeschichte

Laut hört man den Ruf von Gerd über das abgeerntete

Maisfeld schallen, auf dem die Kraniche sich zur Rast niedergelassen

haben. Er sucht seine Gustel. Aufgeregt läuft

er durch die Ansammlung anderer Kraniche, die sich in

den letzten schönen Herbsttagen hier getroffen haben

und heute noch in ihr Winterquartier Richtung Süden

aufmachen wollen.

Wieder und wieder ruft Gerd seine Gustel, doch vergebens,

sie ist wie vom Erdboden verschluckt.

Die anderen Kraniche werden schon ungeduldig, denn

die Zeit drängt, das Wetter wird sich bald ändern und die

Reise ist weit.

Gerd schwingt sich in die Luft und überfliegt den Siebenwipfelwald.

An der großen Wildwiese macht er halt und

ruft erneut.

Kurti, der sich gerade ein herrliches Bad in der Suhle

gönnt, hält inne. Da stimmt was nicht, das hört er gleich

aus dem Rufen heraus. Das Schlammbad, das er so gerne

nimmt, um sich der Parasiten zu entledigen, kann auch

noch warten, entscheidet er und hält stattdessen nach

dem Rufenden Ausschau.

Als Kurti Gerd entdeckt, wie dieser suchend und rufend

über die Waldwiese läuft, erkundigt er sich bei ihm, was

geschehen ist.

Gerd erklärt ihm seine Not und wie sehr die Zeit drängt,

Gustel zu finden, damit sie sich mit den anderen Kranichen

auf den Weg in die wärmeren Gebiete aufmachen

können. Für Kraniche ist es hier im Winter zu kalt und

sie würden nicht genug Nahrung finden, denn sie fressen

vor allem Pflanzenteile, wie Mais, Kartoffeln und Sämereien,

aber auch Würmer, Insekten und Kleinsäuger. Vieles

davon ist in den Wintermonaten nicht zu finden und so

würde der Hungertod drohen.

Kurti bietet sofort seine Hilfe an und gemeinsam suchen

sie nach Gustel, Gerd in der Luft und Kurti am Boden.

Aber keine Spur von Gustel.

Doch plötzlich erhält Gerd auf seine Rufe eine Antwort.

Auch Kurti spitzt die Teller, um herauszufinden, woher

die Laute kamen. Die beiden Suchenden beeilen sich und

treffen fast gleichzeitig bei der um Hilfe rufenden Gustel

ein.

Die Erleichterung ist dem Kranichweibchen ins

Gesicht geschrieben.

Bei der Futtersuche war Gustel mit einem ihrer

langen Beine in den kleinen sumpfigen Wasserstellen

der Wiese unterwegs und hatte

sich im schlammigen Untergrund in einer Wasserpflanze

verfangen. Sie schaffte es nicht, sich alleine

zu befreien. Gerd versucht sofort zu helfen, aber auch

mit aller Kraftaufwendung gelingt es ihm nicht.

Da ist Kurti gefragt. Mit seinem Wurf wühlt er den nassen

Boden auf, um diesen zu lockern. Er hat sehr viel Kraft

und so hat er den morastigen Boden bald so zerwühlt,

sodass Gustel ihr Bein unverletzt herausziehen kann.

Nun ist die Freude groß. Das hätte auch böse enden können,

wenn Gustel nicht gefunden worden wäre. Das wissen

alle drei.

Gustel erzählt, dass sie nach leckeren Würmern und Insekten

gesucht hatte, um sich noch kurz vor dem langen

Flug zu stärken, als sie plötzlich mit dem Bein feststeckte.

Dankbar schaut sie Kurti an.

Jetzt heißt es aber Abschied nehmen, die anderen Kraniche

werden nicht mehr länger auf Gerd und Gustel warten

können.

Das Kranichehepaar bedankt sich herzlich bei Kurti, dann

schwingen sie sich mit ihren großen Flügeln in die Luft.

Kurti trottet zurück zu seiner Suhle. Da hört er auch

schon über sich das typische Trompeten der Kraniche, ein

großer Schwarm fliegt über ihn hinweg Richtung Süden.

Bis nächstes Jahr und viel Glück auf der langen Reise,

wünscht Kurti still den Vögeln am Himmel und schon sind

sie hinter den Baumwipfeln verschwunden.

Zufrieden grunzend suhlt sich der Keiler im

Schlamm. Herrlich so ein Bad!

Niko Fux

Vielen

herzlichen Dank

an alle Teilnehmer der

HessenJäger-Müllsammelaktion!

Ihr habt unseren Wald ein ganzes

Stück sauberer und gemütlicher

gemacht!

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Kleinanzeigen

Kleinanzeigen

Jagdverpachtung

Jagdverpachtung

Die Jagdgenossenschaft Mücke im westlichen Vogelsberg verpachtet ab 1.4.2016.

Die beiden Jagdbezirke Merlau und Flensungen, für die Dauer von 10 Jahren. Bei

dem Jagdbezirk Merlau handelt es sich um ein Niederwildrevier mit ca. 331 ha bejagbarer

Fläche, welche sich wie folgt aufteilt: ca. 316 ha Feldfläche, ca. 10 ha Wald,

ca. 5 ha Bachläufe und Wasserfläche. Der Jagdbezirk Flensungen ist ebenfalls ein

Niederwildrevier mit ca. 256 ha bejagbarer Fläche, welche sich wie folgt aufteilt: ca.

194 ha Feldfläche, ca. 60 ha Wald, ca. 2 ha Bachläufe. Angebote werden für jeden

Bezirk getrennt abgegeben. Die Übernahme des Wildschadens wird erwartet. Wildschutzzäune

können soweit vorhanden, kostenfrei von der Jagdgenossenschaft

zu Verfügung gestellt werden. Der Jagdpächter haftet für die ihm zu Verfügung

gestellten Materialien. Revierbesichtigungen sind nach vorheriger Absprache möglich.

Angebote nebst Jagdpachtfähigkeit sind schriftlich an den Jagdvorsteher bis

Mittwoch den 30.12.2015 einzureichen. Die JG Mücke behält sich die Erteilung des

Zuschlages vor und ist weder an das Höchstgebot gebunden, noch zur Zuschlagserteilung

verpflichtet. Kontakt: Jagdvorsteher, Udo Biedenkapp, Kreuzweg 33, 35325

Mücke, Tel. 06400/5535

gez. Der Jagdvorstand

Jagdverpachtung

Die Jagdgenossenschaft Groß-Rohrheim, Kreis Bergstraße verpachtet Ihren Jagdbezirk

II ab 01.04.2016 für die Dauer von 10 Jahren. Gesamtfläche 1006 ha, davon

820 ha jagdbare Fläche unterteilt in 280 ha Waldfläche und 540 ha Feldfläche. Vorkommende

Wildarten: alle Niederwildarten, guter Reh- und Schwarzwildbestand.

Pachtinteressenten können sich mit dem Jagdvorstand, Herr Rainer Bersch,

Tel.: 06245/90777-12 in Verbindung setzen. Schriftliche Angebote mit dem Nachweis

der Jagdpachtfähigkeit senden Sie bitte in einem verschlossenen Umschlag

mit folgender Aufschrift „Jagdverpachtung Groß-Rohrheim“, bis zum 30.11.2015,

an folgende Anschrift: Jagdvorstand, Rheinstr. 14, 68649 Groß-Rohrheim.

Die Jagdgenossenschaft behält sich die freie Vergabe ausdrücklich vor und ist

weder an das Höchstgebot noch zur Zuschlagserteilung verpflichtet.

Jagdverpachtung

Die Stiftung Höchster Klosterfonds verpachtet auf dem Wege der öffentlichen

Ausschreibung durch Einholung schriftlicher Angebote den Eigenjagdbezirk

„Höchster Klosterwald“ einschließlich der Angliederungsgenossenschaft

„Forstel“ ab dem 01. April 2016 für die Dauer von 10 Jahren.

Die Größe des Jagdbogens beträgt ca. 398 ha und ist untergliedert in ca. 265 ha

Wald, ca. 132,7 ha Feldfläche und ca. 0,3 ha Wasserfläche. Es handelt sich um

ein wildreiches Niederwildrevier mit Schwarzwild als Wechselwild. Eine Revierbesichtigung

ist nach vorheriger Absprache möglich. Verbiss- und Wildschäden sind

durch den Pächter zu übernehmen.

Angebote sind schriftlich unter Nachweis der Jagdpachtfähigkeit bis zum

15.01.2016 an den Vorstand der Stiftung Höchster Klosterfonds einzureichen. Der

Stiftungsvorstand behält sich den Zuschlag ausdrücklich vor und ist weder an das

Höchstgebot gebunden noch zur Zuschlagserteilung verpflichtet.

Kontakt: Stiftung Höchster Klosterfonds, Winfried Klotz, Vorsitzender, Königsberger

Straße 13, 64732 Bad König, winfried.klotz@web.de

Jagdverpachtung

Die Jagdgenossenschaft Schlüchtern-Herolz verpachtet auf dem Wege der öffentlichen

Ausschreibung durch Einholung schriftlicher Angebote ihren gemeinschaftlichen

Jagdbezirk ab dem 01.04.2016 für die Dauer von 10 Jahren. Die Größe

der bejagbaren Fläche beträgt ca. 538 ha, untergliedert in ca. 137 ha Waldfläche,

ca. 393 ha Feldfläche und ca. 8 ha Gewässerfläche. Es handelt sich um ein

Hochwildrevier. Eine Revierbesichtigung ist nach vorheriger Absprache möglich.

Verbiss- und Wildschäden sind vom Jagdpächter zu übernehmen. Angebote sind

schriftlich mit dem Nachweis der Jagdpachtfähigkeit bis zum 30.12.2015 an den

Jagdvorstand der Jagdgenossenschaft Herolz einzureichen. Die Jagdgenossenschaft

behält sich den Zuschlag ausdrücklich vor und ist weder an das Höchstgebot

gebunden noch zur Zuschlagserteilung verpflichtet. Kontakt: Jagdvorstand

Helmut Zinkand, Sannerzer Str. 1, 36381 Schlüchtern-Herolz, Tel.: 06661 / 6690,

E-Mail: verpachtung-jg-herolz@gmx.de

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„Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis“ enthalten! Nicht erlaubnispflichtige Waffen müssen den Hinweis „Abgabe nur an Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr“

enthalten. Information laut Waffengesetz: WaffG Anlage 2, Abschnitt 1, „Verbotene Waffen“: Der Umgang (= Erwerb, Besitz, Überlassen, Führen, Verbringen, Mitnehmen) mit

folgenden Gegenständen ist verboten (gem. Nr. 1.2.4):

- Für Schusswaffen bestimmte Vorrichtungen, die das Ziel beleuchten (z.B. Zielschein werfer) oder markieren (z.B. Laser- oder Zielprojektoren),

- Für Schusswaffen bestimmte Nachtsichtgeräte und Nachtsichtzielgeräte mit Montage vorrichtungen sowie Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielhilfsmittel

(z.B. Zielfernrohre), sofern die Gegenstände einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen. Information zum Bundesjagdgesetz: BJagdG § 19, „Sachliche

Verbote“: Künstliche Lichtquellen, Spiegel und Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische

Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind ..., beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen.

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Marktplatz

Pferd & Jagd 2015

Jährlicher Jäger-Treffpunkt im Norden

Sie ist das Messe-Highlight für Reiter, Jäger

und Angler, jährlicher Branchentreffpunkt

und Trendbarometer – die Pferd & Jagd

auf dem Messegelände in Hannover. Vom

03. bis 06. Dezember garantieren auch in

diesem Jahr rund 340 Aussteller aus dem

Bereich Jagen, Angeln und Outdoor eine

einzigartige Produktvielfalt.

Sie kommen mit neuesten Jagd- und Sportwaffen,

Ausrüstung, Waffenschränken, Tresoren,

Optik, Munition, Hochsitzen, Jagdzubehör,

Anglerbooten, Präparaten, Ruten,

Rollen, Schnüren, Ködern und vielem mehr.

Besondere Anlaufstelle ist die in den letzten

Jahren stetig gewachsene Sonderpräsentation

„Jagd- und Sportwaffen/ Optik:

Neueste Trends und bewährte Klassiker“

auf einer Fläche von knapp 500 Quadratmetern.

Hier werden aktuelle Waffenmodelle in

Standard- und Luxusausführung, Munition,

Optik und Messer aller führenden Hersteller

Erleben Sie vom 03. bis 06. Dezember 2015 wieder eine einzigartige Produktvielfalt auf der Pferd & Jagd in

Hannover.

Dichtes Messeprogramm der bayerischen Jäger

präsentiert – eine bessere Gelegenheit, sich

mit den wichtigsten Vertretern der Branche

auszutauschen, gibt es nicht!

Unter dem Motto „65 Jahre Einsatz für

Natur, Wild und Jagd“ feiert die Landesjägerschaft

Niedersachsen auf der Pferd &

Jagd ihr 65-jähriges Bestehen und bietet

geselligen Austausch, spannendes Hintergrundwissen

und Informationen über ihre

vielfältigen Aufgaben bezüglich Arten- und

Naturschutz. Auf der LJN-Bühne findet außerdem

ein täglich wechselndes Bühnenprogramm

statt.

Auch für Nichtjäger gibt

es auf der Pferd & Jagd

die Möglichkeit, auf Pirsch

zu gehen und ihre Treffsicherheit

in Schießkinos,

beim Lichtpunkt- oder sogar

beim Bogenschießen

unter Beweis zu stellen.

Pferd & Jagd 2015, vom

03. bis 06. Dezember

auf dem Messegelände

in Hannover. Täglich von

10.00–18.00 Uhr geöffnet.

Tickets im Online-Shop:

Erwachsene 11 €, Junior-

Ticket (6–17 Jahre) 8 €. Tickets Messe-Kasse:

Erwachsene 13 €, Junior-Ticket 10 €.

Kinder bis einschließlich 5 Jahre haben

freien Eintritt.

Mehr Infos: www.pferd-und-jagd-messe.de

Vom 1. bis 4. Oktober versammelten sich

nicht nur die bayerischen Jägerinnen

und Jäger auf der Jagd, Fisch & Natur in

Landshut, Süddeutschlands größter und

bedeutendster Messe für Jagd, Fischerei

und Schützensport, die parallel zur Niederbayern-Schau

stattfand. Eine breite Palette

Beim Publikum beliebt: die Schau der Jagdhunde rassen.

Bild: BJV

von Produkten und Neuheiten rund um die

Jagd bot sich den zahlreichen Besuchern

auf der internationalen Fachmesse. Dazu

kam ein breites Angebot an Vorträgen

und Showveranstaltungen, bei denen sich

unter anderem der Bayerische Jagdverband,

die Wildland Stiftung Bayern sowie

die Initiative „Natur erleben

und begreifen“ präsentierten.

Schulungen zu Themen

wie „Der Jäger als Wildbretvermarkter“,

„Jagdtrophäen

richtig vorbereiten und abbalgen“

oder „Jagdkultur und

jagdliches Brauchtum“ boten

ein vielfältiges Spek trum, um

sich aus erster Hand zu informieren

und sich mit Gleichgesinnten

auszutauschen. Neben

fachlichen Informationen,

Schulungen und geselligem

Zusammensein im „Jaga-

Falknerin Sandra Schreyer mit einem Weißkopfseeadler.

Bild: BJV

Biergarten“ warteten die bayerischen Jäger

mit einem auch für nichtjagende Messebesucher

sehenswerten Rahmenprogramm in

der Sparkassenarena sowie auf dem Freigelände

auf.

39

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Marktplatz

Kälte & Winteransitz – Funktionskleidung & Ausrüstung

Immer näher rückt sie jetzt, die dunkle Jahreszeit,

die Zeit der kalten Abende und Nächte

auf dem Hochsitz. Da ist die richtige Ausrüstung

gefragt, damit einem nicht der Lebenshirsch

oder -keiler durch die Lappen geht,

weil die Finger beim Ansitzen so kalt und steif

geworden sind, dass sie nicht mehr krumm

gemacht werden können.

Es gilt demzufolge, sich von oben bis unten

so einzukleiden, dass man einerseits nicht

friert, sich aber andererseits noch gut und vor

allem geräuscharm bewegen kann. Je nach

Jagdart und Revier ist dies eine Wissenschaft

für sich, denn natürlich sind bei der Pirsch

andere Kriterien gefragt als beim Ansitz. Doch

selbst bei letzterem reicht es nicht aus, sich

bloß in die warme Daunenjagd zu mummeln

und den Ansitzsack bis zum Kinn hochzuziehen.

Denn was ist mit dem Weg vom Auto zur

Kanzel? Denkt man nur an das Ansitzen im

Warmen, so ist es nahezu gewiss, schon auf

einer kurzen Strecke ins Schwitzen zu kommen.

Das führt auf dem Hochsitz dann dazu,

dass die Feuchtigkeit am Körper auskühlt und

man bald trotz warmer Kleidung mit den Zähnen

klappert.

Deshalb gilt es, das Zwiebel-Prinzip zu beachten.

Bekleidung in mehreren Schichten ist

gefragt. Beginnen wir bei der Funktionsunterwäsche,

gehen über Socken und Schuhe hin

zur Oberbekleidung und enden bei der entsprechenden

Kopfbedeckung. Alles sollte von

der Passform her bequem und vom Material

her atmungsaktiv sein, um einen Wärmestau

zu verhindern und Schweiß nach außen zu

transportieren.

Um bequem am Körper anzuliegen und nicht

zu kratzen, muss die unterste Schicht weich

40

11/15

sein. Zudem sollte diese Schicht Feuchtigkeit

vom Körper weg transportieren. Deshalb lieber

die Finger von Baumwolle lassen, denn

diese hält Feuchtigkeit und gibt sie nicht

nach außen ab. Wolle wäre besser, aber

auch ein entsprechend transportierfreudiger

Polyesterstoff. Bei Bekleidung aus reinen

Kunstfasern sollte auf Qualität geachtet

werden, denn Kunstfasern neigen dazu, den

Schweißgeruch nachhaltig anzunehmen.

Funktionsunterwäsche aus reinen Naturfasern

wie Wolle dagegen können durch ihre

Faserstruktur als kratzig auf der Haut empfunden

werden. Eine gute Alternative ist hier

Merinowolle, die sich durch feinere und dünnere

Fasern auszeichnet, wodurch sie deutlich

angenehmer zu tragen ist.

Auch Mischgewebe bieten sich

an, z.B. Merton. Dieses temperaturregulierende

Gemisch

aus Wolle und Polyester isoliert

gut und ist dabei gleichzeitig

schmutzabweisend und

elastisch.

Über die temperatur- und

feuchtigkeitsregulierende

Funktionsunterwäsche gehört

eine wärmende Schicht, die

die Körperwärme hält. Auch

hier bieten sich Wollstoffe an,

die durch ihre Faserstruktur in

den Zwischenräumen Luft einschließen

und damit isolierend

wirken. Mit Hohlfasern versehene Fleecestoffe

halten ebenfalls sehr gut warm, denn Hohlfasern

sind leicht, halten jedoch durch die

zusätzliche Luftschicht die Wärme sehr gut.

Für die äußere Schicht ist ein Schutz gegen

Umwelteinflüsse wie Wind und Regen

wichtig, denn ansonsten sind alle darunter

liegenden isolierenden Schichten nutzlos.

Gute Überjacken und Hosen sind deshalb mit

einer Membran versehen, die dafür sorgt,

dass kalte Luft und Feuchtigkeit nicht von

außen eindringen können, die Bekleidung

aber trotzdem atmungsaktiv machen, um

den Körper von innen nach außen trocken zu

halten.

Doch jede warme Jacke und gute Thermohose

nutzt nichts, wenn die Köperwärme über

Füße, Hände und Kopf entweichen kann.

Auch gute Schuhe, Handschuhe und Mützen

sind also nötig, um den Ansitz in der kalten

Jahreszeit angenehm und erfolgreich werden

zu lassen.

Bei den Schuhen ist, neben einer entsprechenden

Wärmeisolation, auch eine gute

Sohle essentiell, die einerseits bei matschigen

oder vereisten Wegen guten Halt bietet,

andererseits das Verklumpen von Schnee

im Profil verhindert. Gefütterte Boots für

den Winteransitz bieten verschiedene Markenhersteller

zum Beispiel aus dem Material

EVA an. Dieses macht sie leicht, wodurch

ein ermüdungsfreies Laufen gewährleistet

ist, gleichzeitig sind die Boots aber sehr robust

und halten dank mikroskopisch kleiner

Luftzellen die natürliche Wärme der Füße

im Inneren. Viele Jagdstiefel sind mit einem

Innenschuh versehen, der für noch mehr

Wärme sorgt. Um nicht nur die eigene Fußwärme

zu nutzen, gibt es inzwischen zahlreiche

beheizbare Einlegesohlen am Markt, die

mit Batterien oder Akkus betrieben werden

und über eine gewisse Zeit Wärme abgeben.

Auch stromlose Alternativen, wie z.B. chemische

Hand- und Fußwärmer, bieten zusätzlichen

Komfort beim Ansitz.

Handschuhe gibt es entweder in der Faustoder

Fingervariante. Fausthandschuhe haben

den Vorteil einer größeren Luftkammer,

in der sich gleichzeitig mehr wärmende Finger

befinden. Allerdings sind sie bei der Waffenhandhabung

eher hinderlich und müssen

für die Schussabgabe meist ausgezogen

werden. Die perfekte Kombination bieten

offene Fingerhandschuhe mit umklappbaren

Fäustlingen. Der Überzug, der sie zu Fausthandschuhen

macht, kann vor dem Schuss

problemlos nach hinten geklappt und fixiert

werden, sodass eine präzise Schussabgabe

mit warmen Fingern möglich ist. Wichtig

ist, dass auch beim Kauf von Handschuhen

darauf geachtet wird, dass diese mit einer

Membran versehen sind, die sie wind- und

wasserfest machen.

Mit all diesen Utensilien versehen und mit

einer entsprechend warmen Mütze auf dem

Kopf, lässt es sich problemlos und ohne

klappernde Zähne auch im Winter gut ansitzen,

auch ohne dass die Innentemperatur

der Kanzel mittels eines Heizlüfters auf ein

sommerliches Maß gebracht werden muss.

Befindet sich nun noch ein Ansitzkissen aus

Faserpelz oder Filz, ein hoch geschnittener,

gut gefütterter und mit Membran versehener

Ansitzsack sowie eine Thermosflasche mit

einem Heißgetränk im Jagdrucksack, dann

können Eis und Schnee rundherum genossen

werden.


Marktplatz

Eine wunderbare Mischung aus Ambiente und Ausstellung

Die 2. internationalen Jagd- und Fischereitage

in der Residenz Ellingen bestätigten,

dass dieser Messe ein fester Platz im internationalen

Messekalender gebührt. Die Veranstalter

ziehen im Interview ein durchweg

positives Fazit.

Redaktion: Wie zufrieden sind sie bisher mit

der Veranstaltung?

Fam. Reich: Wir sind sehr zufrieden. Wir

wollten eine Mischung aus Messe mit qualitativ

hochwertigen Ausstellern und ein

Rahmenprogramm, das die schönen Seiten

der Jagd zeigt und sie als unverzichtbares

Kulturgut in unserer Gesellschaft darstellt.

Dieses Konzept ist in vollem Umfang aufgegangen!

Gab es Auswirkungen, da sich der Termin

verschoben hatte?

Ja, aber durchwegs positive. Das Wochenende

vor der „Wiesn“ in München hat sich

als absolut richtig erwiesen und dabei werden

wir auch bleiben.

Welche Werte zeichnen

diese Veranstaltung

aus?

Wie schon gesagt,

wollten wir eine Mischung

aus Kommerz

und Kultur und

beides auf einem

qualitativ hochwertigen

Level. Das honorieren

nicht nur die

Aussteller, sondern

Buntes Messetreiben bei den 2. Internationalen Jagd- und Fischereitagen

in der Residenz Ellingen.

auch die Besucher.

Gibt es einen persönlichen

Tipp für die

Besucher im nächsten

Jahr?

Unbedingt hinfahren und anschauen!

Wo sehen sie noch Entwicklungspotential

für die nächsten Jahre?

Entwicklungspotential gibt es immer, aber

Voraussetzung ist, dass eine gute Basis gelegt

wurde. Wir bleiben nicht stehen, sondern

wir arbeiten mit großer Anstrengung

und großem Engagement weiter, um das

Niveau nicht nur halten, sondern auch weiterzuentwickeln.

Die 3. internationalen Jagd- und Fischereitage

finden vom 14. bis 16. Oktober 2016

statt.

Tante Emma – Orthopädie- und Reha-Technik für Vierbeiner

Seit einigen Jahren etabliert sich ein neues

Arbeitsfeld im Bereich der Tiermedizin: die

Orthopädietechnik.

Die Firma „Tante Emma – Orthopädie- und

Reha-Technik für Vierbeiner“ ist seit über 15

Jahren in diesem Bereich tätig und arbeitet

heute mit etlichen hessischen Tierkliniken

zusammen.

Das Besondere an der Orthopädietechnik ist

die Einzigartigkeit der Problemlösungsfindung.

Die entsprechenden Hilfsmittel werden

individuell erstellt, da bekanntlich jeder Körper

anders gebaut ist und die Problematik im

Bewegungsapparat immer wieder anders zu

Tage tritt.

Aufgabe dieses Berufsstandes ist es, technische

Hilfsmittel in Form von Orthesen (Schienen)

oder Prothesen (Gliedmaßenersatzteile)

herzustellen, die den Heilungsprozess helfend

unterstützen. Nach entsprechenden

Operationen bieten sie ein hohes Maß an Stabilität

für das ruhigzustellende Verletzungsgebiet.

Schwierige, zum Teil nach operativen

Eingriffen schlecht verheilende Brüche, die

der Ruhigstellung oder Teilbelastung bedürfen,

erreichen mitunter nach Einsatz der

entsprechenden Orthetik sehr ansprechende

Ergebnisse. Aber auch bei inoperablen Verletzungen

können auf diese Art

gute Heilergebnisse erreicht

werden.

Die häufigsten Verletzungen im

Jagdbetrieb sind erfahrungsgemäß

Kreuzbandrupturen, Achillessehnenüberdehnungen

oder

auch Achillessehnenrisse sowie

Sprunggelenks- und Carpalgelenksbandrupturen.

Für viele

im jagdlichen Einsatz stehende

Hunde bietet die Orthesenversorgung

eine gute Möglichkeit,

weiterhin am Jagdbetrieb teilzunehmen,

da sie dem Hund und

seinem Führer die Sicherheit

geben, das Risiko einer erneuten

Verletzung zu verringern und

den entsprechenden Lauf nicht

zu überlasten.

www.vierbeiner-rehatechnik.de

Tante Emma-Orthopädie und

Reha-Technik für Vierbeiner

Hauptstraße 24

26419 Schortens

E-Mail: tanteemma5@gmx.de

www.facebook.de/

Vierbeiner.Rehatechnik

Die Orthesenversorgung gibt Sicherheit vor einer erneuten

Verletzung.

Das Besondere an der

Orthopädietechnik ist

die Einzigartigkeit

der Problemlösungsfindung.

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11/15


Kleinanzeigen

Jagd und Hege

Stiftung Hessischer Jägerhof

Museum Jagdschloss Kranichstein

Veranstaltungen im November 2015

Sonntag, 01.11.2015, 15:00 Uhr (Thomas Aufleger)

Sonntag, 29.11.2015, 15:00 Uhr (Marika Meißner)

Allgemeine Schlossführung

Treffpunkt: Museumseingang Jagdschloss Kranichstein

Kosten: 2,00 € pro Person zzgl. Museumseintritt

Anmeldung nicht erforderlich.

Samstag, 07.11.2015, 15:00 Uhr

‚Hubertusmesse‘ – Messe von Reinhold Stief für Es-Hörner

Leitung: Helmut Kraus Herr Pfarrer Schäfer, Lauterbach Bläserkorps

Kreis Jägerverein Groß Gerau

Im Anschluss gibt es Bratwurst und Glühwein. Treffpunkt: Kasse Jagdschloss

Kranichstein, Kosten: 6,00 € pro Person. Anmeldung erforderlich!

Sonntag, 08.11.2015, 17:00 Uhr

Musik im Jagdschloss: ‚Lotus String Quartett‘

Streichquartette von Joseph Haydn, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Ludwig

van Beethoven

Sachiko Kobayashi & Mathias Neundorf (Violine), Tomoko Yamasaki (Viola),

Chihiro Saito (Cello)

Eine Kooperation mit den Kammerkonzerten Darmstadt

Kosten: 18,00 €, ermäßigt 12,00 € zzgl. Gebühren, Weitere Infos unter:

www.kammerkonzerte-darmstadt.de, Reservierung: 0621/83 21 27 0

Sonntag, 14.11.2015, 15:00–17:00 Uhr

Kombiführung Jagdschloss – bioversum: „Jagd und Artenvielfalt“

Treffpunkt: Museumseingang Jagdschloss Kranichstein, Kosten: 7,00 € pro Person,

Leitung: Jörg Steinfeld, Anmeldung erforderlich bei Darmstadt Marketing

Museum bioversum Kranichstein

Veranstaltungen im November 2015

Sonntag, 01.11.2015, 11:00–12:30 Uhr

Waldemars Waldgeschichten für Kinder von 4–5 Jahren in Begleitung

der Eltern

„Tiere im Winter“

Kosten: 5,00 € pro Kind, erwachsene Begleitpersonen zahlen den ermäßigten

Museumseintritt

Sonntag, 01.11.2015, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Muscheln und Schnecken – Gepanzerte Schönheiten“

Kosten: 2,00 € pro Person + ermäßigter Museumseintritt

Sonntag, 08.11.2015, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Waldatelier“

Kosten: 2,00 € pro Person + ermäßigter Museumseintritt

Sonntag, 15.11.2015, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Vogelspeisekarte für den Winter“

Kosten: 2,00 € pro Person + ermäßigter Museumseintritt

Sonntag, 22.11.2015, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Gewusst wie! Tiere bereiten sich auf den Winter vor“

Kosten: 2,00 € pro Person + ermäßigter Museumseintritt

Sonntag, 29.11.2014, 11:00–12:30 Uhr

Wilde Goose Tales with Geraldine and Brenda

(Englischsprachiges Programm für Kinder, die Englisch als Muttersprache

haben oder fließend Englisch sprechen)

„A Bright Idea! Making Candles for Long Dark Nights“

Kosten: 8,00 € pro Kind; erwachsene Begleitpersonen zahlen den ermäßigten

Museumseintritt. Zusätzliche Materialkosten: 2,00 € pro Kind

Sonntag, 29.11.2015, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Tiere der Nacht – bei Tag betrachtet“

Kosten: 2,00 € pro Person + ermäßigter Museumseintritt

Museum bioversum Kranichstein, Kranichsteiner Straße 253, 64289 Darmstadt. Parkplätze

vorhanden. www.bioversum-kranichstein.de, info@bioversum-kranichstein.de. Anmeldung und

Information: Telefon 06151/97 111 888 oder per E-Mail: anfrage@bioversum-kranichstein.de

Die Neudammerin

Zeitschrift für Jagdkultur

Die Neudammerin ist das Organ der Julius-

Neumann-Stiftung und bietet Ihnen interessante

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Jagd und Hege

Lehrgänge in unserem Lehrrevier am Jagdschloss Kranichstein

Der Landesjagdverband Hessen e.V. führt 2016 in seinem Lehrrevier in Darmstadt Kranichstein folgende Lehrgänge durch:

Fallenbaulehrgänge/Prädatorenbejagung – maximal 12 Teilnehmer

Mittwoch, 24.02.2016 bis Freitag, 26.02.2016

Mittwoch, 16.03.2016 bis Freitag, 18.03.2016

Mittwoch, 18.05.2016 bis Freitag, 20.05.2016

Mittwoch, 15.06.2016 bis Freitag, 17.06.2016

Mittwoch, 06.07.2016 bis Freitag, 08.07.2016

Die häufigsten Fallenarten, Einbau, Beköderung, zu beachtende Vorschriften beim

Aufstellen der einzelnen Fallen, Jagdarten auf Raubwild. Teilnehmerzahl ist auf

12 Personen begrenzt.Die Kursgebühren für diese Lehrgänge betragen 150,00 €

(ohne Unterkunft und Verpflegung). Dieser Lehrgang ist auch für den Jägerprüfungskandidaten

geeignet und Voraussetzung für den Jagdaufseherlehrgang.

Wildschadensseminar – mindestens 10 Teilnehmer

Samstag, 20.02.2016

Jagdrechtliche Grundlagen, Ersatzpflicht, Wild- und Jagdschaden, gesetzliche Vorverfahren,

Schätzverfahren an landwirtschaftlichen Kulturen, Exkursion ins Lehrrevier,

Wildschäden in der Praxis. Kursgebühr: 50,00 €.

Anschussseminar – maximal 20 Teilnehmer

Samstag, 27.02.2016

Anschussbeurteilung und Organisation von Nachsuchen, Empfehlung von Fangschussmunition/Ballistik.

Anschusserkennung, Bestimmung von Pirschzeichen,

Organisation der bevorstehenden Nachsuche sowie Beschussdemonstration am

Wild. Kursgebühr: 50,00 €.

Wie werde ich Jagdpächter? - mindestens 10 Teilnehmer

Samstag, 12.03.2016

Gesetzliche Grundlagen, Revierauswahl, Auswahl für Standorte von jagdlichen

Einrichtungen, Revierbewertungssystem. Kursgebühr: 50,00 €.

Repetitorium zur Jägerprüfung – maximal 15 Teilnehmer

Dienstag, 05.04.2016 bis Freitag, 08.04.2016 (Prüfung 23.04.2016)

Dienstag, 12.04.2016 bis Freitag, 15.04.2016 (Prüfung 23.04.2016)

Der LJV Hessen bietet Bewerbern für die Jägerprüfung zur Auffrischung ihres Wissens

zu den Prüfungsterminen jeweils ein viertägiges Repetitorium an. Die Teilnehmerzahl

ist auf 15 Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 250,00 € (ohne

Unterkunft und Verpflegung).

Jagdaufseherlehrgang (einschl. Prüfung) – mindestens 10 Teilnehmer

Montag, 18.04.2016 bis Samstag, 30.04.2016

Montag, 22.08.2016 bis Samstag, 03.09.2016

Zugelassen werden nur Teilnehmer, die volljährig sind, jagdpachtfähig sind, an

einem vom LJV im Lehrrevier durchgeführten dreitägigen Fallenbaulehrgang teilgenommen

haben und einen Jagdhund auf einer Prüfung geführt oder an einem

anerkannten Abrichtungs- und Führungslehrgang teilgenommen haben (§ 1 Abs.

2 PO für Jagdaufseher). Die Kursgebühren für diese Lehrgänge betragen 300,00 €.

In den genannten Beiträgen sind 45,00 € Prüfungsgebühren enthalten (ohne Unterkunft

u. Verpflegung).

Rotwildseminar – mindestens 10 Teilnehmer

Samstag, 25.06.2016

In diesem Seminar geht es um den König der Wälder. Doch werden wir diesem

in unserem Hochwildrevier gerecht? Themenschwerpunkte dieses Seminars

sind: Die Vermittlung von wildbiologischen Kenntnissen, Lebensraumgestaltung

in Form von Äsungsflächen, Wildruhezonen und Bejagungskonzepten, welche an

die Aktivitätsphasen angepasst sind. Ein interessantes Seminar für den Jagdpächter,

den Jungjäger und den Rotwildjäger. Kursgebühr: 50,00 €.

Niederwild-Artenschutz – mindestens 10 Teilnehmer

Samstag, 04.06.2016

Der Landesjagdverband Hessen richtet auch in diesem Jahr einen Sonderlehrgang

(Tageslehrgang) für den „Niederwildheger“ aus. Selbstverständlich können auch

Hochwildjäger, die sich auf dem Gebiet der Niederwildhege fortbilden wollen, an

einem solchen Lehrgang teilnehmen. Insbesondere unser Jungjägernachwuchs

sollte sich diesen Lehrgang, welcher auf die Aufzuchtzeit beschränkt ist, nicht entgehen

lassen. Kursgebühr: 50,00 €.

Grundlagenseminar Schweißarbeit – mindestens 10 Teilnehmer

Freitag, 19.08.2016 bis Samstag, 20.08.2016

Zweitägiges Seminar für Jäger, die ihren Jagdhund speziell auf Schweiß führen

möchten (eigener Hund kann nach Absprache mitgebracht werden). Ein interessantes

und lehrreiches Seminar auch für Jungjäger und Jäger, die noch keinen

Hund besitzen. Kursgebühr: 100,00 € (ohne Unterkunft u. Verpflegung).

Zerwirkkurs – maximal 12 Teilnehmer

Freitag, 13.05.2016

Freitag, 01.07.2016

Freitag, 22.07.2016

Freitag, 12.08.2016

Freitag, 09.09.2016

Freitag, 14.10.2016

In diesem Kurs wird vom Fachmann erläutert und vorgeführt, mit welchem Werkzeug

man Fleisch vom jagdbaren Wild fachgerecht zerlegt. Hygieneanforderungen

werden dabei genauso erläutert wie auch Kniffe und Tricks für das leichte „aus der

Decke schlagen“ bzw. „Abschwarten“ bis hin zur Bratenportionierung. Teilnehmerzahl

ist auf 12 Personen begrenzt. Kursgebühr: 50,00 €.

Wildveredelung – maximal 12 Teilnehmer

Samstag, 14.05.2016

Samstag, 02.07.2016

Samstag, 23.07.2016

Samstag, 13.08.2016

Samstag, 10.09.2016

Samstag, 15.10.2016

In diesem Kurs wird vom Fachmann erläutert und vorgeführt, mit welchem

Werkzeug man ein bereits zerwirktes Stück Schalenwild veredelt. In diesem Seminar

werden Sie in das Geheimnis der Wurstküche eintauchen. Die Zubereitung

eines Wildschinkens ist ebenso Thema des Seminars wie das anschließende räuchern.

Getränke, Wildbratwurst und kleine Kostproben sind in der Kursgebühr

enthalten. Kursgebühr: 60,00 €.

Fuchsjagdseminar – mindestens 10 Teilnehmer

Freitag, 04.11.2016

Effektive Fuchsbejagung setzt Professionalität voraus. Dieses Seminar bietet alle

sach- und tierschutzgerechten Bejagungsarten auf den Fuchs. Themenschwerpunkte

des Seminars sind: Wildbiologie, Anlage von Luderplätzen, Fanganlagen,

Natur- und Kunstbaujagd, Standortwahl und Bau von Kunstbauen, Luderplätzen

und Fanganlagen, Reizjagd auf den Fuchs. Kursgebühr: 50,00 € (ohne Unterkunft

und Verpflegung).

– Änderungen vorbehalten – Sollten Lehrgänge schon belegt sein,

können Sie sich auf die Warteliste setzten lassen, sowie dann ein

Platz frei wird, werden Sie umgehend benachrichtigt.

Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten erhalten Sie bei Darmstadt Marketing GmbH, Luisenplatz 5, 64283 Darmstadt, Tel.:

06151/134513 und 06151/134516 und über www.darmstadt-marketing.de.

Anmeldung für diese Lehrgänge, Vorträge (100,00 EUR) sowie für Revierberatungen (100,00 EUR) und Führungen durch das Lehrrevier

(100,00 € je Gruppe) erbitten wir möglichst umgehend an die Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Hessen e.V., Am Römerkastell 9,

61231 Bad Nauheim, Tel. 06032-9361-11, Fax: 06032-4255, Frau Neumann oder per E-Mail: christina.neumann@ljv-hessen.de zu senden.

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11/15


Kleinanzeigen

Jagd und Hege

Lehrrevier Kranichstein

Hegetipp im November

Jagdhundeeinsatz bei Bewegungsjagden

Revierjagdmeister Jan Kegel

Der November ist da und bei vielen Jägern

Land auf und ab stehen nun neben den

jagdlichen Herausforderungen im Revier die

Bewegungsjagden auf dem Zettel. Für mich

persönlich ist diese Jahreszeit die schönste.

Die Natur zeigt uns noch ihre volle Farbenpracht,

einfach herrlich diese Farbenvielfalt

in den Laubholzrevieren. Da kommt die richtige

Jagdstimmung auf.

Schon als Kind (7 Jahre) in halbwegs zünftiger

„Kluft“, wurde ich auf die erste kleine

Bewegungsjagd von meinen Vater mitgenommen.

Nein, nicht etwa um ihn auf den

Stand zu begleiten, da wollte der Herr nicht

„gestört“ werden. Ich wurde vertrauensvoll

an einen erfahrenden Hundeführer „übergeben“

und sollte meine Erfahrungen sammeln

und mich „nützlich“ machen. Im Treiben

kamen wir dann ziemlich schnell an Sauen

in einer Kieferndickung. Da war ich so beeindruckt,

dass ich mich erstmal schutzsuchend

auf einen Kiefernstumpen in Sicherheit

wähnte. Diese Eindrücke ließen mich

nicht los und so nahm ich erst als Treiber

und später als Hundeführer in einer immer

Fotos: Martin Otto

44

11/15

größeren Häufung an Bewegungsjagden teil

und durfte hier äußerst vielfältige Erfahrungen

sammeln, was die Stöberarbeit unterschiedlichster

Jagdhunderassen betrifft.

Der richtig geplante Jagdhundeeinsatz ist

ausschlaggebend für den Erfolg am Jagdtag.

Doch welche und wie viele Hunde setze ich

am besten ein? Schließlich gibt es viele anerkannte

Jagdhunderassen von der Gruppe

der Erdhunde über die Gruppe der Laufhunde

bis hin zu unseren Vorstehhunden, die

sich als brauchbar erweisen und empfehlen.

Zunächst sollte bei der Auswahl und Zahl

der Hunde die zu bejagenden Wildarten und

die jeweils vorhandene Revierstruktur (Einstände

und Geländebeschaffenheit) berücksichtigt

werden. Außerdem sollten in zu bejagenden

Revieren (Treiben) die mit Straßen

„durchzogen“ sind, auf kurzjagende Hunde

(wenn überhaupt) zurückgegriffen werden.

Wichtig für jede Form der Bewegungsjagd

ist ja, dass das Wild auf die Läufe gebracht

wird und entsprechend von den Schützen

dann nach „sauberem Ansprechen“ erlegt

werden kann.

1. Jagd in einem naturnahen Waldgebiet

mit vereinzelter natürlicher Verjüngung

und kleineren Einständen auf Schalenwild:

Hier sollten bedacht Hunde eingesetzt

werden, die solojagend die vielen kleinen

Einstandsbereiche absuchen und das Wild

auf die Läufe bringen. Voraussetzung ist

hier natürlich, dass die Hunde entsprechend

Fährtenlaut sind, was den Schützen auch

ein eventuelles „Anwechseln“ des Wildes

signalisiert. Hier empfehlen sich fast alle

Jagdhunderassen, die entsprechende Anlagen,

Jagdverstand und manchmal die nötige

Schärfe mitbringen. Gerade bei der Jagd aufs

Rot- und Rehwild (falls notwendige Bejagung

erforderlich) eignen sich hier Hunde, die von

ihrer körperlichen Konstitution etwas langsamer

vorankommen wie z.B. der Teckel.

2. Jagd in einem naturnahen Waldgebiet

mit großen Naturverjüngungskomplexen

oder großen Anpflanzungen (Windwurf

oder Bestandbegründungen) auf z.B. Rot-,

Schwarz- und Rehwild:

Hier bietet es sich an, einen größer angelegten

Hundeeinsatz zu organisieren, der

sich aufteilen kann in „Standschnallern“ und

„Durchgehführern“. Es sollte bei der Planung

berücksichtigt werden, dass während

des Treibens ständig die Einstandskomplexe

beunruhigt werden, so kann es hier von

Vorteil sein, dass Standschnaller an diesen

Einstandskomplexen eingesetzt werden. Die

Alternative hierzu ist, dass sich die Treiben

überschneiden und unterschiedliche Hundeführergruppen,

abwechselnd je nach

Route mit den vierbeinigen Jagdhelfern die

Einstandskomplexe beunruhigen, oder aber,

dass die Treiben für die Hundegruppen klein

gehalten werden, dass diese mehrmals die

Einstandskomplexe beunruhigen innerhalb

der vorgesehenen Zeit für das Treiben. In

Rotwildrevieren mit Schwarzwild hat sich

aus meiner Erfahrung eine vorherige Beunruhigung

des Einstandskomplexes durch

eine Treiberwehr bewährt, die dann zuerst

den Einstand beunruhigt, um ein ruhiges

Auswechseln des Rotwildes zu ermöglichen.

Diese Reviere sind im Prinzip die klassischen

Einsatzgebiete von „Stöberhundgruppen“,

die dann zusammen ein Treiben


Jagd und Hege

Jagd und Hege

Ein Extra-Plus

an Sicherheit:

mit ihren Hunden „besetzen“. Hier sollten

Hunde eingesetzt werden die sich aus kurzund

weitjagenden Jagdhunden zusammensetzen.

So ist es gegeben, dass die Hunde

entsprechend im Umkreis von den Führen

das Wild „aufmüden“ und auch länger die

„Fährte halten“, um entsprechend das Wild

auch aus größeren Einstandskomplexen

zum „Auswechseln“ bewegen.

3. Spezielle Einsatzgebiete wie z.B.

Schwarzdornverhaue, verwilderte Weinhänge

und Schilfgebiete benötigen ein

Hundeeinsatz, der entsprechend gut das

Areal durchqueren (absuchen) und „steckendes“

Wild mit dem notwendigen Druck

zum „Auswechseln“ animiert. Gerade in diesen

Bereichen ist es oft notwendig, je nach

Größe des Areals, den Hundeeinsatz etwas

„großzügiger“ zu planen. In den beiden zuerst

genannten Arealen sollten niederläufige

Hunde bevorzugt werden. Beim Einsatz

im Schilf sind oftmals hochläufige Hunde

aufgrund Ihrer Konstitution bevorteilt.

In ausgesprochenen Schwarzwildhabitaten

mit viel Deckung sollte beim Hundeeinsatz

meines Erachtens Wert darauf gelegt

werden, dass für den positiven Ausgang

dieser Jagd die Rotten gesprengt werden,

um das Wild entsprechend auf das Revier

zu verteilen! Dies schaffen in der Regel erfahrene

und sehr gut eingejagte Hunde und

Stöberhundgruppen mit gut aufeinander

abgestimmten Hunden. Bei dem Hundeeinsatz

in Rotwildrevieren sollte darauf geachtet

werden, dass die Hunde gut eingejagt

sind und das Rotwild nur „anjagen“, um es

entsprechend zum „Auswechseln“ aus den

Einstandskomplexen zu bewegen.

Eignung der Hunde zum „Standschnallen“:

Hier sind in erster Linie erfahrene Hunde

geeignet mit einem entsprechenden gefestigten

Wesen und der nötigen Härte und

Schärfe. Dies hängt natürlich auch von den

zu bejagenden Schalenwildarten ab. Bei der

Schwarzwildbejagung sollten, wie schon

erwähnt, erfahrene Hunde eingesetzt werden.

Junge, gut veranlagte Hunde sollten

erst mit dem Führer (vom Führer gestärkt)

zusammen lernen Wild auf die „Läufe“ zu

bringen. Bei Jagden, wo es primär um Wiederkäuer

geht, spielen diese Eigenschaften

dann eher eine untergeordnete Rolle.

Ich wünsche allen Jägerinnen und Jägern

guten Anlauf und Waidmannsheil.

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Jagd und Hege

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November

7 Sa

8 So

9 Mo

10 DI

Aufgang

Untergang

07:25 16:46

07:26 16:44

07:28 16:43

07:30 16:41

Aufgang

Untergang

02:43 15:14

03:45 15:37

04:47 16:01

05:50 16:27

Der Saumond im November

JAGDZEITEN

FÜR

HESSEN 2015

11 Mi

07:32 16:40

06:53 16:56

12 Do

07:33 16:38

07:55 17:30

13 Fr

07:35 16:37

08:55 18:09

14 Sa

07:37 16:35

09:52 18:55

15 So

07:39 16:34

10:45 19:49

16 Mo

07:40 16:33

11:32 20:49

17 Di

07:42 16:31

12:13 21:55

18 MI

07:44 16:30

12:49 23:05

19 Do 5

07:45 16:29

13:21 ---

20 Fr

07:47 16:28

13:51 00:19

21 Sa

07:49 16:26

14:20 01:35

22 So

07:50 16:25

14:49 02:52

23 Mo

07:52 16:24

15:21 04:11

24 Di

07:53 16:23

15:55 05:30

25 Mi

26 Do

07:55 16:22

07:57 16:21

16:35 06:48

17:21 08:01

Größte Mondhelligkeit. Ansprechen des Wildes auch bei Bewölkung gut möglich.

Wild ist deutlich zu erkennen und anzusprechen. Selbst bei starker Bewölkung ist die Jagd möglich.

27 Fr

28 Sa

07:58 16:21

08:00 16:20

18:14 09:07

19:13 10:03

Konturen noch gut erkennbar. Ansprechen mit guter Optik aber möglich.

Nur schwaches Mondlicht. Ansprechen wird deutlich erschwert.

29 So

30 Mo

08:01 16:19

08:02 16:18

20:16 10:51

21:20 11:30

2016

Dezember

1 Di

2 Mi

3 Do

4 Fr

5 Sa

6 So

08:04 16:18

08:05 16:17

08:07 16:16

08:08 16:16

08:09 16:15

08:10 16:15

22:25 12:03

23:28 12:31

--- 12:56

00:31 13:19

01:33 13:42

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Quelle: JÄGER –

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Quattro-Abzug katapultiert die S 404 Synchro XT auf die Pole Position, was Ergonomie, Schießkomfort

und Personalisierung angeht. Mehr „mein Gewehr“ geht nicht.

Technische Daten

Kaliber Medium: .243 Win., 6,5x55, .270 Win., 7x64, .308 Win., .30-06 Spring., 8x57 IS, 9,3x62

Kaliber Magnum: 7 mm Rem. Mag., .300 Win. Mag., 8x68 S, .338 Win. Mag., .375 H&H Mag.

Medium Mündungs-Ø: 17 mm / 19 mm. Lauflänge: 51 cm / 56 cm

Magnum Mündungs-Ø: 17 mm / 19 mm. Lauflänge: 62 cm

www.jana-jagd.de

05661.9262-0

Waffen und Munitions verkauf nur an Erwerbs berechtigte.

• Unverwüstlicher Polymer-Lochschaft und stufenlos höhenverstellbarem

Schaftrücken mit angenehmer Soft Touch-Oberfläche

und Elastomer-Einlagen für jedes Terrain und jede Witterung

• Gehäuse aus hochlegiertem Luftfahrt-Aluminium

• Ergonomisch perfekt platzierte Handspannung auf dem Schlösschen

• Spielend leicht abnehmbarer Verriegelungskopf

(z.B. von Standard auf Magnum)

• Doppelter Ausstoßer für exakt waagerechten Auswurf

• 6 Warzen-Verriegelung direkt im Lauf

• Sonnenschliff auf der Kammer

• SAUER QUATTRO-Abzug mit vier einstellbaren Abzugsgewichten:

550 g, 750 g, 1000 g und 1250 g

• Stufenlos justierbares Abzugszüngel, Verstellweg längs 8 mm,

Schwenkbereich jeweils 5 Grad

• Magazinsicherung MagLock

Leica Magnus 2.4–16 x 56

Das Magnus 2.4–16 x 56 bietet aufgrund der extrem hohen Transmission in Kombination

mit dem überragenden Leica Blendensystem mehr Licht bis in die Nacht hinein.

Streulicht und Vignettierungseffekte werden entscheidend reduziert. In Verbindung

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Überragende Transmission bei max. Streulichtunterdrückung

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+ Leica Magnus 1– 6.3 x 24 m. Sch. € 2.160,-

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Leica Magnus 1– 6.3 x 24

Das überlegene Sehfeld des Magnus 1– 6.3 x 24 sorgt mit maximaler Sicht und

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Aufgrund der exzellenten Transmission und kompakten Bauweise garantiert es ein

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