MySpotlight Kanada #5 Okt 2015

tkkbusiness

Kommt mit uns ins Traumland Kanada. Dieses mal geht es bei uns rund um die atemberaubende Bergwelt, die Kanada zu bieten hat und wieder jede Menge Outdoor-Spaß.

Nr. 5 Outdoor · Natur · Abenteuer Oktober 2015

Urlaub in Kanada:

Dem Abenteuer

auf der Spur

Attraktive

Freizeit-Lodges & Resorts

im ganzen Land

Kanada Aktuell:

Unbekannte Regionen

im Blick

Saskatchewan

Reiten unter dem

weiten Himmelszelt

Alberta

Familienabenteuer in

den Rocky Mountains

Heli-Abenteuer

Einmal Gipfel

und zurück

© BGSmith


Einmal Gipfel

und zurück 6

- Editorial -

© 2009fotofriends © Fred Morton © Tourism Saskatchewan/Thomas Sbampato

© Sam Dcruz

© Brent Hofacker

6

13

37

53

58

Tief gräbt sich die Skispur in den Pulverschnee,

nach allen Seiten dehnt sich die Weite

der Bergwelt. Mit dem Heli ging es gerade

erst auf den Gipfel, und dann heißt es: In voller

Konzentration auf das Hier und Jetzt mit

Highspeed den Berg hinab …

c Faszination Hubschrauber 8

c City Hot-Spot Vancouver 11

Outdoor-Abenteuer

c Reiten unter dem weiten

Himmelszelt – Saskatchewan 13

c Der Gipfel der Freiheit – Abenteuer

im Kicking Horse Country 17

c Eine Paddeltour durch das Paradies 20

c Wanderrouten in den

Rockies & Purcell Mountains 24

c Urlaub in den kanadischen Bergen 26

c Yukon Quest – Tausend Meilen

durch den Schnee 28

Leser erzählen

c Unser Familienabenteuer

in den Alberta Rockies 30

c City Hot-Spot Montréal 32

c Insidertipps aus BC & Ontario 32

Traumhafte

Lodges & Resorts 37

Entdecken Sie die kanadische Gastfreundschaft:

neue Urlaubsregionen, attraktive

Unterkünfte, spannende Outdoor-Aktivitäten.

Städteportät

Edmonton – berühmte

westkanadische

Gastfreundschaft 53

Kanada Spezial

c Backcountry-Träume:

Die Mountain-Lodge im

Yoho Nationalpark 56

Kulinarisches Kanada:

c Leben im Kartoffelparadies:

Prince Edward Island 58

Reisemarkt 60

Praktische Reisetipps 62

Vorschau & Impressum 64

© Thomas Barrat; Media Guru (Grafik)

myspotlightmagazines.com

Liebe Leserinnen,


liebe Leser,

Wer träumt nicht einmal davon, sich mit dem Hubschrauber in

gewagte Höhen tragen zu lassen und die Welt von oben zu betrachten.

Alleine der Flug hinauf in die atemberaubende Bergwelt bietet

schon Spannung pur. Man lauscht angestrengt den Instruktionen

des Piloten, um auch ja nichts zu verpassen – der Puls geht etwas

schneller und alle Sinne arbeiten auf Hochtouren – und dann geht

es endlich los! Langsam wird die Welt unter einem immer kleiner

und man fühlt sich frei wie ein Vogel – bereit sich ins nächste Abenteuer

zu stürzen.

Wem die luftigen Höhen und die vielen PS eines Hubschraubers

nicht zusagen, findet beim Yukon Quest eine Höchstleistung ganz

anderer Natur. Hier, auf 1.000 eisigen Meilen zwischen Whitehorse

und Fairbanks, zeigen Mensch und Hund beim alljährlichen Schlittenrennen

die Grenzen körperlicher Leistung, wenn es tagelang

durch verschneites und gefährlichtes Terrain geht.

Kanada, seine Menschen und Natur sind so vielfältig wie kaum ein

anderes Land. Auch mit dieser Ausgabe laden wir Sie wieder ein,

uns ein Stück auf unseren Weg ins dieses Traumland zu begleiten.



Ihre Kornelia Kahn,

MySpotlight Redaktion

3


– Anzeige –

Lodges & Abenteuerresorts

in dieser Ausgabe

Aktivitäten-Planer

Stopps für ...

➵ BC ➵ West Coast Wilderness Lodge ➵ S. 42

... Camping-, Glamping-,

& Wildnisfreunde

Tipps für ...

➵ BC ➵ Bearmountaineering ➵ S. 43

➵ AB ➵ Chungo Creek Outfitters ➵ S. 50

➵ ON ➵ Algonquin Eco-Lodge ➵ S. 48

... Tourenfans,

Abenteurer &

Entdecker

Ideen für ...

... Naturliebhaber

& Tierbeobachter

Resorts für ...

➵ BC ➵ Ecotours BC ➵ S. 41

➵ ON ➵ Ojibway Family Lodge ➵ S. 46

➵ ON ➵ Algonquin Eco-Lodge ➵ S. 48

➵ BC ➵ Lake O’Hara-Lodge ➵ S. 44

➵ BC ➵ RK Heli-Ski ➵ S. 40

... Aktive &

Sportskanonen

© Muriel Ttphoto Lasure

5


Einmal Gipfel


und zurück

Magic Carpet, Quad Skilifts und blitzschnelle Gondeln … einen Berg hoch kommt man auf

verschiedene Art, doch keine davon bietet einen Adrenalinrausch wie ein Hubschrauberflug.

Schon in dem Moment, in dem man sich in einen Helikopter setzt, merkt man, dass der bevorstehende

Flug anders als alles sonst Erlebte sein wird.

So ist es auch bei Whistler Heli-Skiing, wo Skifahrer und

Snowboarder seit 35 Jahren ihre frischen Spuren auf Hängen

hinterlassen können, die nur durch die Luft erreichbar sind.

Angesichts des 1.750 Quadratkilometer großen Areals in dem

173 Gletscher und 475 Pisten liegen, kann man wohl recht

sicher sagen, dass Whistler Heli-Skiing den Markt beherrscht.

In der Gegend, die so groß ist, wie der Bayerische Spessart,

sorgen die erfahrenen Guides und Piloten für unvergessliche

Erinnerungen.

Das Skiabenteuer beginnt frühmorgens

beim Check-in Treffen.

Ein Guide bringt die Gruppe

zum Whistler Heliport, wo Pilot

und Hubschrauber bereits warten.

Nach einem kurzen Briefing

über die Regeln und Sicherheitsvorkehrungen schnallen sich

die Passagiere an und es geht hoch in die Luft. Bei der Landung

auf dem Berggipfel sind nur das Dröhnen der Rotorblätter

und der eigene Herzschlag zu hören. Das Adrenalin

überwältigt die Skifahrer fast, die sich in den Schnee kauern

und darauf warten, dass der Hubschrauber wieder abhebt.

Jetzt gibt es nur noch einen Weg nach unten: Die Skier werden

eingeklickt. Die atemberaubende Schönheit der umgebenden

unberührten Wildnis setzt den Ton für den Tag.

www.whistlerheliskiing.com

- Land der Kontraste -

Das Skiabenteuer

beginnt morgens

beim Check-in

Treffen

von Kate Walker

AUF SKIERN DURCH DEN SIEBTEN HIMMEL

Das Gefühl, den Berg hinunter zu sausen, ist schon fast surreal.

In der grellen Helligkeit des unberührten Schnees sind alle

Sinne gespannt. Unter dem strahlend blauen Himmel spürt

man jede Böe der eisigen Luft und das kleinste Glitzern des

Sonnenlichts – es ist wie im siebten Himmel. Der Rausch, den

Berg in Höchstgeschwindigkeit mit nichts außer der Skibrille,

Anzug und Helm bekleidet hinunter zu jagen, nimmt die

Skifahrer gefangen. Man wird gezwungen, ganz im Jetzt zu

leben, denn nichts anderes existiert in diesem Moment. Tief

gräbt sich die Skispur in den Pulverschnee, wo sich scheinbar

sonst nichts bewegt. Nach allen Seiten dehnt sich die Weite

der Bergwelt. Es ist wie Meditieren, ein Konzentrieren auf das

Hier und Jetzt, in dem die einzigen Pausen dazu dienen, die

Schönheit und Tiefe des Erlebnisses zu genießen.

Erst am Ende des Tages, wenn sich die Abenteurer zum

wohlverdienten Après-Ski treffen, verfliegt der rauschartige

Traumzustand. Nun werden Anekdoten über den besten

Pulverschnee und die atemberaubenden Abfahrten ausgetauscht,

während sich die müden Muskeln bemerkbar

machen. Die gemeinsame Begeisterung lässt hier schnell

neue Freundschaften entstehen. Man bedankt sich bei den

Guides für ihren Einsatz,

und dann wird noch eine

Runde bestellt. Denn jetzt

wird gefeiert, dass dieser

unvergessliche Traum

Wahrheit geworden ist.

Kanada bietet mit

seinen abwechslungsreichen

Skigebieten

für jeden etwas.

Editor’s Pick:

Heliski-Gebiete in Kanada

Skifahren in Kanada ist schon etwas ganz besonderes.

Noch spannender wird es beim Heliskiing,

denn die riesigen und schwer zugänglichen

Gebiete der Nation bieten eine große Abenteuervielfalt

für verschiedenste Ansprüche. In den

Skeena Mountains und Coast Mountains fallen

im Jahr im Durchschnitt 25 (!) Meter Schnee. Hier

finden passionierte Skifahrer anspruchsvolle und sehr

steile Abfahrten in hochalpiner Region. Auch die Selkirk

und Purcell Mountains ziehen jedes Jahr nicht nur

Wanderer und Outdoorfans an, sondern jede Menge

Heli-Fans. Das Terrain ist oft nur für Skifahrer mit

mittleren Fähigkeiten und für Fortgeschrittene und

Experten geeignet. In den Western Rocky Mountains

und in den Chilcotins findet man Skigebiete mit mehreren

Tausend Höhenmetern Unterschied. Die Cariboo

and Monashees und die Chatter Creek‘s Rockies bieten

Abfahrten, die teils ein wenig moderater, aber dennoch

nicht weniger beachtlich sind. Die besten Skigebiete

Heliski-Anbieter im Überblick:

c 1 RK Heliski, Purcell Mountains, Panorama Mountain Resort & Village

c 2 TLH HeliSkiing, South Chilcotin Range, Lodge am Tyaughton Lake

c 3 Mike Wiegele Helicopter Skiing Resort, Cariboos und Monashees, Blue River, British Columbia

c 4 Whistler Heliskiing, Whistler Blackcomb/Coast Mountains, Whistler Village

c 5 Last Frontier, Coast Mountains / Skeena Mountains, Smithers, Bell 2 Lodge, Stewart (Ripley Creek)

c 6 Chatter Creek, Western Rocky Mountains, Golden Backcountry

5

2

4

3

6 1

© Sam Dcruz

6 myspotlightmagazines.com

7


Kanada im Flug erleben

Faszination

Hubschrauber

Selbst erfahrenen Abenteurern stockt angesichts der scheinbar endlosen Weite der unerforschten

kanadischen Landschaft der Atem. Wer die beeindruckende Wildnis nicht kennt, dem

scheinen Kanadas entlegene Landstriche undurchdringlich. Für Menschen wie Steve Gray,

der den Hubschrauberstützpunkt von Whistler leitet und für Blackcomb Aviation arbeitet,

gehört es zur alltäglichen Arbeit, diese wilden Gegenden anzufliegen.

von Kate Walker

Wer noch nie in einem Hubschrauber gesessen

hat und dieses prickelnde Abenteuer einmal erleben

möchte, aber nicht allzu mutig ist, kann mit

FlyOver Kanada in Vancouver den ersten Schritt

wagen. Seit dem Frühjahr 2013 bietet diese Veranstaltung

im Canada Place zwischen Coal Harbour

und Gastown die Gelegenheit, die Schönheit des

Landes ganz sicher auf einem 30-minütigen virtuellen

Flug auf einer Kinoleinwand zu erleben. Die

Höhenangst dürfte sich dabei in Grenzen halten

und wer danach noch mehr Abenteuer in luftiger

Höhe sucht, kann sich in B.C. auch an das „Real

Thing“ wagen. Zum Beispiel mit Banff & Canmore

Helicopter Tours. Auch hier kann man in 30 Minuten

einiges erleben – der Preis ist dann allerdings

ein wenig höher. Aber dafür geht es auch wesentlich

höher hinaus.

Eine lange Ausbildung und diverse Prüfungen und Tests

gehören dazu, um in Kanada Hubschrauberpilot zu werden.

Piloten, die für eine Firma mit so vielen schwierigen Flugcharters

wie Blackcomb Aviation fliegen wollen, brauchen außerdem

noch reichlich Erfahrung in verschiedenen Bereichen.

Potenzielle Kandidaten müssen über mindestens 2.000 Stunden

Flugerfahrung verfügen und mit dem Long-Line-System

sowie Bergflügen vertraut sein. Und sie müssen für Bell 407

oder AS350 A-Star-Hubschrauber zugelassen sein.

Ein versierter

Helikopter Pilot

muss über viele

Fähigkeiten

verfügen.

Und die vielleicht wichtigste

Fähigkeit, die ein Pilot besitzen

muss? Gray zufolge ist es die

richtige Einstellung: „Ein technisch

versierter Pilot zu sein ist

eine Sache,“ sagt er. „Aber es ist

wesentlich schwieriger, jemanden

zu finden, der die richtige Einstellung

mitbringt, um dem Druck standzuhalten, dem erfahrene

Hubschrauberpiloten ausgesetzt sind. Gleichzeitig muss

man ja auch gut mit den anderen Angestellten und den Kunden

zusammenarbeiten.“

SICHERHEIT GEHT VOR:

DIE TÄGLICHE INSPEKTION

Der Arbeitstag eines solchen

Piloten geht nicht strikt von 9 bis

17 Uhr. „Jeder Tag ist anders,

aber jeden Morgen nehmen wir

uns die Zeit, die Hubschrauber

bereitzumachen“, erklärt Gray.

„Das geschieht, indem wir das

Hubschrauber

werden auch für

Notrettungsflüge

und die Feuerbekämpfung

eingesetzt.

Logbuch durchsehen und sicherstellen, dass keine Wartungen

anstehen. Jeden Tag wird jeder Hubschrauber inspiziert,

damit die Flüge so sicher wie möglich sind.“ Da Notrettungsflüge,

Feuerbekämpfung, Transporte und die Arbeit an Stromleitungen

Teil des Alltags sind, begreift man leicht, warum

hier auf das kleinste Detail geachtet wird.

Für Skifahrer, die unberührten Pulverschnee in atemberaubender

Landschaft erleben wollen, sind Hubschrauber unverzichtbar.

Beim Heliskiing erleben Abenteuerlustige die wilde

Natur auf eine Art, die sowohl Mut als auch athletische Fähigkeiten

erfordert. Hubschrauber spielen allerdings nicht nur

im Skisport eine wichtige Rolle. „Wegen Kanadas Geografie,

© Steve Rosset

© robcocquyt (o.l.); Steve Rosset (o. r.); Sam Dcruz (u.l.)

ganz besonders an der Westküste, sind Hubschrauberflüge

oft die einzige Möglichkeit, einen bestimmten Punkt zu erreichen“,

sagt Gray. „Bei manchen unserer Jobs fliegen wir eine

Crew aus, die mit dem Helikopter in 10 Minuten vor Ort ist.

Zu Fuß würden sie drei Tage brauchen. Der Hubschrauber ist

wie eine Zeitmaschine für Menschen, die an entlegene Orte

gelangen wollen.“ In einer so wilden Landschaft merkt man,

warum der Lufttransport dermaßen wichtig ist.

Mit ihrer Flexibilität und Vielseitigkeit können Hubschrauberpiloten

vielen Industriezweigen einen unverzichtbaren

Service anbieten. Auch das typische Rotorgeräusch und die

so mühelos wirkende Fähigkeit, über den Himmel zu flitzen,

tragen dazu bei, dass sich viele Menschen für Hubschrauber

begeistern. ❧

www.blackcombaviation.com

www.flyovercanada.com/explore

www.rockiesheli.com

8 myspotlightmagazines.com

9


– Anzeige –

City Hot-Spot Vancouver

© Dan Breckwoldt (o. l.); JPL Designs (o. r.)

von Andrea Härtlein

ANKUNFT AM FLUGHAFEN:

VANCOUVER INTERNATIONAL

AIRPORT

Der Vancouver International Airport

liegt in idealer Nähe zur Stadt auf der

kleinen, Vancouver vorgelagerten Insel,

Sea Island. Die Anbindung ans Zentrum

ist ideal: Am schnellsten kommt

man bei einem Städtetrip mit der

Canada Line zum Ziel. In 26 Minuten

ist man in Vancouver Downtown. Das

ist, besonders nach einem langen Flug

aus Deutschland, der gut neun Stunden

dauern kann, ein echter Bonus. Flüge

nach Vancouver gibt es aus den meisten

deutschen Großstädten, wie Frankfurt,

München, Stuttgart, Hamburg oder

Düsseldorf. Es fliegen fast alle bekannten

Airlines und um einen günstigen

Flug zu ergattern, sollte man auf deren

Online-Seiten Ausschau nach Saisonangeboten

halten. Nicht immer fliegen

Airlines das ganze Jahr über Reiseziele

in Kanada an. Wer günstigere Preise

sucht, sollte auf jeden Fall nicht zu

kurzfristig buchen, Sonderaktionen nutzen

oder seinen Trip über Flughäfen im

europäischen Ausland starten. Und:

In der Hauptsaison ist ein Kanadaflug

natürlich immer teurer!

ÜBERNACHTEN

In Vancouver hat man die Wahl zwischen

Bed & Breakfasts, Hotels oder

Ferienwohnungen und vielem mehr.

Da gibt es zum Beispiel das „O Canada

House Bed & Breakfast“ im Westend,

das als Heritage Building im

Queen Anne Style auch jede Menge

historisches Flair bietet und zwischen

den umliegenden Hochhäusern wie ein

Relikt aus alter Zeit wirkt. Ganz in der

Nähe ist Downtown Vancouver natürlich

ebenfalls ein idealer Ausgangsort

zur Erkundung der Stadt. Hier häufen

sich die Hotels und man ist perfekt

an das alte Stadtviertel Gastown oder

Granville Island angebunden. Die touristischen

Attraktionen und die Strände

Vancouvers kann man von hier aus

gut erkunden. Wer eine außergewöhnliche

Unterbringung mit Blick auf das

Meer und die Berge sucht, wird vielleicht

– etwas exklusiver – im Fairmont

Waterfront fündig. Und fanatische

Selbstversorger, die trotzdem ein wenig

Hotelluft schnuppern wollen, könnten

sich vielleicht in den Sunset Inn & Suites

niederlassen. In den Suiten sind kleine

Küchen installiert, in denen man sich

richtig gut selbst versorgen kann.

VANCOUVERS TOP

SIGHTSEEING-SPOTS

In Vancouver herrscht eine echte Draußenkultur.

So gibt es meist nahe oder

in der Stadt schon viele Gelegenheiten

zur Tierbeobachtung – vom Orca bis

zum frechen Streifenhörnchen. Und

auf mehr Tuchfühlung mit der Meeresbevölkerung

kann man auch sehr gut

ins Vancouver Aquarium gehen. Als

„Must-See“ auf einem Sightseeing-Trip

gilt neben Granville Island und dem historischen

Gastown zum Beispiel auch

die Capilano Suspension Bridge, die

im Capilano Park in über 130 Metern

Höhe über eine Schlucht führt. Im Park

hat man Gelegenheit zu einer Klippenwanderung

und einem Abenteuer in

den Baumwipfeln des Küstenregenwalds.

Erkunden sollte man natürlich

auch den Stanley Park – entweder zu

Fuß, mit einem Mietfahrrad oder per

Pferdekutsche. Und eine Hafenrundfahrt

mit Harbour Cruises bietet den

Blick auf die Stadt vom Wasser aus.

Aus der Luft kann man Vancouver am

besten vom Dach des Harbour Centre

genießen, dem „Vancouver Lookout“.

Oder man begibt sich bei einem „Fly-

Over Canada“ am Canada Place auf

einen virtuellen Ausflug durch den Himmel

der Westküstenprovinz. Wissbegierige

Besucher schicken wir übrigens ins

Science World, ein tolles Technikmuseum

mit echtem Hands-on-Erlebnis.

ESSEN, TRINKEN, AUSGEHEN

In Vancouver weht immer eine frische

Meeresbrise. Auch wenn es ums Essen

geht, herrscht Leichtigkeit. Seafood

gehört in der Westküstenmetropole

einfach auf die Speisekarte vieler Restaurants,

Snackbars oder Food-Trucks.

Immer mehr Küchenchefs engagieren

sich dabei für nachhaltige Fangmethoden

und das „Sustainable

Seafood Movement“. Sie wollen exzellent

kochen, mit ihrem Angebot aber

nicht zur Ausbeutung der Natur beitragen.

Darum suchen sie ihre Lieferanten

gezielt unter den ortsansässigen

Fischern. Der Weg aus dem Meer auf

den Teller wird so nicht nur kürzer, es

schmeckt auch besser. Und es hilft, die

örtliche Fischerei und die wirklich fantastische

Meeresküche Vancouvers zu

bewahren. Aus dem Engagement resultieren

exklusive kulinarische Events,

wie das „Slow Fish Dinner“ im September,

im Pacific Institute of Culinary

Arts. Acht Küchenchefs der Chefs‛ Table

Society of British Columbia demonstrieren

dabei vor Ort ihr Können. Aber

Seafood feiert man in B.C. auch anderweitig:

Auf dem Shellfish & Seafood

Festival oder dem Tofino Food & Wine

Festival im Juni – oder dem Victoria

Food Truck Festival, das 2015 zwischen

Mai und Oktober erstmals auf dem

Gelände des Royal B.C. Museum täglich

kulinarische Highlights geboten hat. ❧

myspotlightmagazines.com

11


– Anzeige –

– Advertorial –

- Outdoor-Abenteuer -

Reiten unter dem weiten Himmelszelt –


Saskatchewan

© Tourism Saskatchewan/Thomas Sbampato (o.); Tourism Saskatchewan/Paul Austring (r.)

Die Provinz Saskatchewan im Herzen

Kanadas ist großartig! Es spielt keine

Rolle, wo in Saskatchewan Sie sich genau

aufhalten – die Natur ist allgegenwärtig. Die

riesigen, geradezu unendlichen Weiten, dieses

beeindruckende gewaltige Himmelszelt zu

jeder Tages- und Nachtzeit und die Eigenheiten

der vier unterschiedlichen Jahreszeiten

prägen den Charakter der Einheimischen,

Ihrer Gastgeber, wenn Sie in dieser

freundlichen Provinz im Zentrum Kanadas

Urlaub machen. Es gibt wohl keine bessere

Möglichkeit, die Verbindung der Menschen zur

Natur zu begreifen als einmal seine Ferien

auf einer Working Ranch zu verbringen. Der

entspannte Lebensrhythmus und die herzliche

Gastfreundschaft lassen keine Wünsche offen,

nur vielleicht den einen – dass der Urlaub nie

zu Ende gehen möge …

von Susan Parkin

Üblicherweise ist man auf einer Ranch auf dem Pferderücken

unterwegs. Abseits ausgetretener Pfade können Sie sich hier

in die ursprüngliche Landschaft hinauswagen, die der vielfältigen

Vogel- und Tierwelt Schutz bietet. Hören und sehen Sie

die donnernden Hufe vorbei galoppierender Pferde, schauen

Sie dem aufgewirbelten Staub bis zum fernen Horizont hinterher

und wähnen Sie sich möglicherweise in einem alten

Western-Film.

Historic Reesor Ranch

Familie Reesor führt ihre Ranch seit mehr als 110

Jahren. Sie liegt in den malerischen Hügeln der

Cypress Hills im Südwesten Saskatchewans und

bietet authentische Westernerlebnisse. Reiten Sie

durch offenes Gelände, erkunden Sie die majestätischen

Kiefern- und Fichtenwälder und freuen

Sie sich auf das knisternde Lagerfeuer am Abend.

Ganzjährig werden Sie mit einer heißen Tasse

Kaffee empfangen und sind stets willkommen auf

der Historic Reesor Ranch.

E-Mail: reesorranch@hotmail.com

Tel. 001-306-662-3498

www.reesorranch.com

{

12 myspotlightmagazines.com

13


{

Wenn Sie auf einer Ranch in Saskatchewan Urlaub machen,

kommen Sie dieser Realität etwas näher. Machen Sie sich

doch die Hände mal richtig schmutzig. Packen Sie bei den

täglichen Routinearbeiten einer echten Working Ranch mit

an oder sehen Sie einfach nur zu! In Saskatchewan erleben

Sie Abenteuer in Ihrem eigenen Tempo. Finden Sie selbst heraus,

warum Besucher Jahr für Jahr hierher zurückkehren, um

die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen und in der ungestörten

Weite der Prärie und Wälder richtig zu entspannen.

Bahnen Sie sich Ihren eigenen Weg durch die ausgedehnte

Prärie, entlang baumbestandener Wege oder durch den

üppigen Waldbestand der nördlichen Breiten. Lernen Sie die

Traditionen und historischen Wurzeln der Lebensweise im

Westen kennen und erfahren Sie warum das Leben hier dem

Rhythmus der Herden folgt. Die friedliche Stille, eine warme

leichte Brise im Gesicht und der beruhigende Gang Ihres

tierischen Begleiters rücken dabei in den Mittelpunkt. Nach

getaner Arbeit werden Ihre Mühen mit herzhaften hausgemachten

Gerichten belohnt, und es wird Zeit, sich am Lagerfeuer

Geschichten zu erzählen.

„Willkommen“ werden Sie während Ihrer Reise durch Saskatchewan

häufig hören. Besucher dürfen sich hier zu Hause fühlen

und werden als Teil einer großen Familie empfangen. Ihre

Gastgeber auf den Ranches sind mit Herz und Seele „Saskatchewanians“

– stolz auf ihr Erbe und gewillt, ihr Wissen über

ihre faszinierende Heimat, ihre Legenden und Geschichten

mit ihren Gästen zu teilen.

Ob es die bemerkenswerten Lavaströme und kiefernbewachsenen

Hänge der Cypress Hills sind, die gewaltige Kraft des

Saskatchewan River oder die wilden Präriebisons in den nördlichen

Wäldern – hier sammeln Sie lebendige Erinnerungen,

die Sie ein Leben lang begleiten werden. ❧

La Reata Ranch

Die La Reata Ranch ist eine Working & Guest

Ranch und erstreckt sich über 20 Quadratkilometer

hügeliges Weideland in den sanften Hügeln

am Lake Diefenbaker im südlichen Saskatchewan.

Während der Ausritte werden Sie schnell den

Alltag hinter sich lassen und die Natur genießen.

Sie wohnen in gemütlichen Hütten im Western-

Stil, nur ein paar Schritte vom malerischen See

entfernt. Abends können Sie im Saloon spielen,

Geschichten am Lagerfeuer austauschen oder im

Whirlpool entspannen.

E-Mail: george@lareata.com

Tel. 001-306-375-2225

www.lareata.com

© Tourism Saskatchewan/Greg Huszar Photography

© Tourism Saskatchewan/Eric Lindberg

Sturgeon River Ranch

Schwingen Sie sich aufs Pferd und reiten Sie in

den Prince Albert National Park, um Kanadas

einzige frei umherziehende Bisonherde in ihrem

ursprünglichen Lebensraum zu sehen. Halten

Sie zudem nach Rotwild, Elchen, Rehen, Wölfen,

Bären und zahllosen weiteren Tierarten Ausschau,

die hier heimisch sind. Die Tage enden mit „Wild

West“ Geschichten und gemeinsamem Singen

am Lagerfeuer unter den magischen Nordlichtern.

Übernachtung im Tipi sind hier möglich.

E-Mail: gord@sturgeonriverranch.com

Tel. 001-306-469-7876

www.sturgeonriverranch.com

14 myspotlightmagazines.com

15


– Anzeige –

– Outdoor-Abenteuer –

Der Gipfel der Freiheit –

Abenteuer im

Kicking Horse Country

© Tourism Golden

von Andrea Härtlein

Wie ein türkisfarbenes Band schlängelt sich der Kicking Horse River durch die Bergwelt der

kanadischen Rockies. Entlang seiner felsigen Ufer erklimmen dunkelgrüne Tannenwälder die

Hänge. Soweit das Auge reicht, erheben sich mächtige Gipfel in den Himmel. Dem Fluss folgt

der Trans-Canada Highway und windet sich durch den gleichnamigen Canyon. Reisende,

die der Straße von Alberta Richtung British Columbia folgen, erhaschen auf der Fahrt

durch die beeindruckende Schlucht immer wieder einen Blick auf das weit unten im Tal

dahinbrausende Wasser.

{

myspotlightmagazines.com

17


{

Andy Brown genießt den Ausblick auf die Bergwelt der Rocky

und Purcell Mountains auch schon mal aus einer ganz anderen

Perspektive. Zum Beispiel, wenn er sich in einer Höhe von

10.000 Fuß auf einen waghalsigen Sprung in die Tiefe vorbereitet

– einen Sky-Dive. Für die überwältigende Szenerie hat

er trotzdem noch Bewunderung übrig, auch wenn man ihm

später beim Erzählen durchaus anhört, dass derart adrenalin-intensive

Aktivitäten nicht ohne Weiteres zu seiner Tagesordnung

gehören.

Auch andere Outdoorfans genießen den einzigartigen Ausblick

auf die Bergwelt rund um Golden gerne aus der Luft:

beim Paragliding oder beim Drachenfliegen. Während der

waghalsige Fallschirmsprung eher Adrenalinjunkies anspricht

und nach gut eineinhalb Stunden endet, segeln sie gerne

auch mal ein paar Stunden länger durch den Himmel. Meist

in Richtung der Columbia Wetlands.

Das bestätigt uns auch Andy, der, wenn er nicht gerade aus

Flugzeugen springt, für das Tourismusbüro von Golden arbeitet.

Die Region um die kleine Stadt in B.C. kennt er recht gut

und so lassen in unserem Gespräch viele spannende Tipps

nicht lange auf sich warten. Zunächst einmal klärt er uns auf:

Der Kicking Horse Canyon sei – einmal abgesehen von der

recht spektakulären Anfahrt Richtung Golden, seinen tollen

Wildwasserabschnitten und dem witzigen Namen – nicht

wirklich das zentrale touristische Highlight der Region. Was

nicht wirklich schlimm ist. Immerhin sechs Nationalparks liegen

gut erreichbar rund um die Kleinstadt und auf seinem

Höhenflug hat Andy einen Ausblick auf sie alle.

Die Mär vom tretenden Pferd

oder „Wie der Kicking Horse

Pass zu seinem Namen kam“

Der Kicking Horse Pass verbindet in den Rocky

Mountains die Provinzen Alberta und British Columbia

und gehört zu den National Historic Sites des

Landes. Die Hauptlinie der Canadian Pacific Railway

(CPR) verlief hier zwischen Lake Louise und Field und

zählte in den 1880ern zu den viel benutzten Strecken

der Bahn. Es waren Europäer, die den Pass im Jahr

1858 erstmals erschlossen. Der Palliser Expedition

rund um den Iren Captain John Palliser war auch

der Naturkundler, Geologe und Arzt James Hector

gefolgt. Der soll dem Pass auch seinen lustigen

Namen verpasst haben: Angeblich wurde der Forscher

während der Expedition von seinem störrischen

Pferd getreten. So zumindest erzählte der

Journalist Shaughnessy Bishop-Stall die Geschichte

2008 in der Januarausgabe des Canadian Geographic

in seinem Artikel mit dem ebenfalls sehr doppeldeutigen

Namen „A Kick in the Pass“.

AUF ZU DEN GIPFELN DER WESTLICHE

ROCKY MOUNTAINS

Aber auch wer weniger schweißtreibende Abenteuer erleben

will, kann in dieser herrlichen Bergwelt einzigartige Ausblicke

genießen. Mit der Gondel lassen sich zum Beispiel viele Besucher

des Kicking Horse Resort auf den Gipfel des gleichnamigen

Bergs chauffieren. Nicht nur die Wanderung auf 7.700

Fuß oder ein Hike über die ganz neu eröffnete Via Ferrata

dürften unvergessen bleiben – auch die Gipfelfahrt selbst bietet

eine überwältigende Aussicht auf die Columbia Wetlands,

die Rockies und die Tierwelt der Region. Wer Glück hat, sieht

vielleicht sogar einen besonderen Bewohner des Resorts: den

Grizzly Boo. Der lebt seit Langem als Gast mit Vollpension in

einem eigens für ihn eingerichteten 8 Hektar großen Retreat.

Als „Waise“ wurde er in den Cariboo Mountains gefunden

und aufgepäppelt und heute, so Andy, könne man Boo leider

nicht mehr in die Wildnis entlassen, denn der Pelzträger ist

viel zu sehr an Menschen gewöhnt. Als „aktiver Teilnehmer“

eines jahrelangen Forschungsprojekts hat Boo immerhin viel

dazu beigetragen, dass wir heute einiges mehr über das Verhalten

seiner Artgenossen wissen.

Familien werden aber nicht nur die Begegnung mit Boo dem

Bären schätzen – auch auf geführten Ausritten oder langen

Wanderungen durch die Nationalparks bieten sich jede

Menge herrlicher Ausflugsziele für Groß und Klein. Wie im

Yoho National Park, der nur einen Katzensprung östlich von

Golden liegt. ❧

© Tourism Golden

© Tourism Golden

EINE REISE WERT: YOHO NATIONALPARK

Dort, so legt uns Andy ans Herz, sei die Felsformation Burgess

Shale ein ganz ausgezeichnetes Ziel für geführte Wanderungen.

Das gut 500 Millionen Jahre alte Schiefergestein

birgt ca. 2.000 Meter über dem Meeresspiegel unzählige gut

erhaltene Fossilien. Diese darf man während einer Wanderung

aktiv suchen und fotografieren. Auf dem Nachhauseweg

heißt es dann aber Abschied nehmen von seinen Fundstücken.

Sie sollen an ihrem angestammten Ort bleiben – und

der Interpretive Guide gibt nicht nur sein vielfältiges Wissen

preis, er sorgt auch dafür, dass sich alle an diese Regel halten.

Den bezaubernden Lake O‘Hara darf man auch ohne Guide

erkunden. Wanderausflüge und Tagestrips dorthin lohnen

sich besonders, und wer länger bleiben will, sollte sich

über die örtlichen Campingplätze und Cabins informieren. Bei

der Buchung für Letztere gehe es allerdings oft zu wie beim

Lotto, so Andy. Die wunderschöne Szenerie, das türkis-glitzernde

Wasser und die wirklich konkurrenzlosen Aussichten

rund um den See ziehen jedes Jahr sehr viele Naturfreunde

an. Im Vorfeld muss man seine Wanderung zudem bei Parks

Canada anmelden, denn den Lake O‘Hara erreicht man nur

mit einer Transportgelegenheit des Parkservice. Dafür, so rät

unser Experte, sollte man mindesten 3 Monate im Voraus

aktiv werden.

Familienspaß in und um

Golden

Golden und das Kicking Horse Country haben

Reisenden viel zu bieten. Familien haben hier Gelegenheit,

in der Natur rund um die Kleinstadt auf

Entdeckungstour zu gehen. Dazu gehören Pferdeabenteuer

oder Wanderungen im Glacier und Yoho

Nationalpark. Ein Tipp: Im Herbst beginnt, wie fast

überall in Kanada, auch in Golden die Hockey- und

Curling-Saison. Dann finden wöchentlich Curling-

Events statt, die man zum Beispiel bei Curling Golden

auch als Unerfahrener miterleben kann. Für diesen

traditionellen nordamerikanischen Sport gibt es

sogar eigens eine Weltmeisterschaft, die im Jahr

2015 in Sapporo in Japan ausgetragen wurde!

www.tourismgolden.com

Während besonders die um die 20 Backcountry-Cabins in der

Umgebung von Golden zu einem längeren Aufenthalt in der

Wildnis einladen, finden Urlauber auf der Durchreise direkt

in der Kleinstadt zahlreiche Unterkünfte: Neben Hotels hat

man in freundlichen Bed & Breakfasts, Lodges oder Cabins

die Gelegenheit, vor allem die Menschen im Land näher kennenzulernen.

RV-Reisende finden auf dem städtischen Campingplatz

von Golden oder auf einer der anderen hübschen

Campsites der Region Anschluss. Und Familien oder Gruppen,

die sich über eine längere Zeit häuslich einrichten möchten,

empfiehlt Andy, sich nach einem Ferienhaus umzusehen.

Hat man seine Bleibe gefunden, kann es losgehen. Auf in die

Bergwelt British Columbias, zum Golfen vor einer wirklich

berauschenden Kulisse, zum Withewater-Rafting auf dem

Kicking Horse River oder zu spannenden Wanderungen und

Ausritten über Bergsteigen und durch die Nationalparks der

Umgebung. Nicht spannend genug? Unser Draufgänger Andy

hätte da eine Idee: Wie wär‘s mit einem Sky-Dive? ❧

www.blog.hellobc.com

www.tourismgolden.com

www.pc.gc.ca/eng/voyage-travel

www.kickinghorseresort.com

18 myspotlightmagazines.com

19


– Advertorial –

Canyon: Die längste Strecke schwierigen

Wildwassers des ganzen Raftingtrips

beginnt. Eine aufregende Art, eine

Reise zu beginnen, während der man

sich sonst zumeist durch die schöne

Landschaft treiben lässt: Wir schießen

durch die atemberaubenden Stromschnellen

und entdecken immer wieder

Wildtiere. Innerhalb von einer Stunde

sehen wir einen jungen Grizzlybären am

Ufer entlanglaufen und mehrere Weißkopfadler,

die sich hoch in den Himmel

schrauben.

Ein Highlight kommt schon gleich am

zweiten Tag, als wir einen Ruhetag

am Sediments Creek einschieben. Wir

schlagen unser Camp auf einer wunderschönen

Wiese auf, die von den

baumwollartigen Blütenköpfen der

Silberwurz getüpfelt ist. Lilafarbene

Blütenteppiche von Weidenröschen

ziehen sich auf der ganzen Strecke am

Flussufer entlang, und am Sediments

Creek wachsen unter den Espen Indian

Paintbrush, wilde Geranien und

Blüten-Hartriegel.

Ein Ring von Bergen aus Gletschereis und Felsen umfasst den Alsek River.

Eine Paddeltour

durch das Paradies

von Louise Healy

Unbekümmert schlenderte der Grizzlybär

zum Fluss und stapfte ins Wasser.

Er hatte das knallgelbe Raft, das direkt

auf ihn zukam, nicht entdeckt. Nachdem

er ans andere Ufer geschwommen war,

stieg er aus dem Fluss und schüttelte

energisch das Wasser ab. Sein Körper

schien nur aus Muskeln zu bestehen

und strafte sein flauschig weiches Aussehen

Lügen. Als er das Klicken einer

Kamera hörte, schaute der Bär plötzlich

hoch und entdeckte unser Raft.

Ohne einen Moment zu zögern rannte

das wohl 400 Pfund schwere Tier in

Höchstgeschwindigkeit in den Wald.

Zurück blieb nur eine Staubfahne.

Am Tatshenshini River, der durch

Nordkanada und Alaska fließt, ist die

Natur noch wild. Grizzlys, Schwarzbären

und seltene silberblaue Gletscherbären,

Elche, Luchse, Karibus, Wölfe,

Wanderfalken und Weißkopfadler sind

hier zuhause. Das einzigartige Tierleben

in Kombination mit einem 225

Kilometer langen Fluss, der die höchsten

und spektakulärsten Gletscherberge

der Westküste durchschneidet, hat

Seltenheitswert.

Eine der besten Arten, die unberührte

Wildnis des Tatshenshini River zu

erleben, ist eine Rafting-Exkursion

von Kanadas Yukon Territory durch

British Columbia bis zur Pazifikküste

von Alaska. National Geographic hat

den Tatshenshini in seiner Serie „Die

schönsten Reisen des Lebens“ als die

beste Paddeltour der Welt gelistet. Es

ist nicht schwer zu verstehen, warum:

Zehn Tage lang driften wir in Rafts auf

der grünen Herzschlagader einer Landschaft

aus hohen Berggipfeln und unberührten

verschneiten Bergketten, Tälern

und Gletschern. Die Berge gehören

zur größten vergletscherten Eisfläche

außerhalb der Polargebiete.

Ganz zu Anfang, in den Hügeln des

Yukon Territory, ist der Fluss noch ein

Geflecht von stillen, verzweigten Fahrrinnen.

Doch dann verengt er sich,

drängt sich durch den Tatshenshini

© Canadian Rafting Adventures

© Canadian Rafting Adventures (o. u.); saraporn (m.)

Für eine entspannte Wanderung bietet

sich eine Strecke durch den Wald

an, die dem gewundenen Verlauf des

„Tat“ bis zu einem Aussichtspunkt folgt.

Zwischen den Balsampappeln wachsen

knallrote und weiße Beeren – ein weiterer

Hinweis darauf, dass es sich hier

um eines der Gebiete mit den höchsten

Grizzlyzahlen von Kanada handelt.

Selbst wenn man die Bären nicht sieht,

ist man sich doch ständig ihrer Gegenwart

bewusst. Jeden Abend werden wir

daran erinnert, alles Essen, geruchsintensive

Kosmetika und süßlich riechende

Dinge weit entfernt von den Zelten,

in denen wir schlafen, unterzubringen.

Denn wir wollen die Tiere nicht in

Versuchung führen, die jetzt im Spätsommer

23 Stunden pro Tag mit der

Essensuche für die bevorstehende Winterruhe

beschäftigt sind.

In der Nähe des O’Connor River fahren

wir durch die Monkey Wrench Rapids.

Der Name stammt aus den 1980ern und

erinnert an die Bergbaugesellschaft,

die hier das weltgrößte Kupfervorkommen

abbauen wollte. Angeblich haben

damals die Rafting Guides immer wieder

die Markierungen der Landvermesser

aus dem Boden gerissen und

damit einen „monkey wrench“, d.h.

den sprichwörlichen Sand ins Getriebe

Grizzlybär auf Nahrungssuche

Ruhetag am Walker Glacier

{

20 myspotlightmagazines.com

21


– Anzeige –

geworfen. Dank des Widerstands der

Bevölkerung gegen das Industrieprojekt

und auch durch die Unterstützung von

U.S. Vizepräsident Al Gore wurde 1992

der Tatshenshini-Alsek Park gegründet

und die Gegend somit geschützt.

Man sagt, dass große Berge und Flüsse

energiegeladene Menschen anziehen.

Das traf auf jeden Fall auf unseren

Guide Dave Pearson zu, den Eigner von

Canadian Rafting Adventures. Durch in

den Fluss gestürzte Bäume, die unseren

Kurs blockierten, verpassten wir eine

Stelle mit Kehrwasser, an der wir unser

Raft für die Nacht herausziehen wollten.

Dave schaffte es mit uns in Teamarbeit,

das Raft mit einem improvisierten Seilzug

zurück ans Ufer zu zerren.

“Wer auf ein Abenteuer aus ist, kommt

hier nicht zu kurz, denn hier kann absolut

alles passieren“, meint Pearson. „Es

ist der abwechslungsreichste Fluss,

auf dem ich je gewesen bin, ständig

verschiebt und verändert sich was.

Die Gletscher sind dabei, das Aussehen

der Berge zu ändern. Es ist einfach

ein unglaubliches Erlebnis, in einer der

unberührtesten Wildnisregionen der

Welt unterwegs zu sein.“

Vom Komfort der modernen Zivilisation

mag man zwar weit entfernt sein, aber

das Essen leidet darunter nicht. Das

Gourmetmenü dieses Trips war wirklich

bemerkenswert. Morgens gab es frischgebackenes

Brot und pochierte Eier mit

Schinken, abends gegrillte Lammkeule

und griechischen Salat gefolgt von

Ananaspudding – all das bereiteten die

Guides vor Ort zu. Am nächsten Abend

wurde diese Mahlzeit noch von Salat

mit Birne, Ziegenkäse und Walnüssen

übertrumpft, gefolgt von zartem

Steak und Lachs, Schokoladenfondue

und Pfirsichkuchen. Sich in einer Landschaft

von so ursprünglicher Schönheit

aufhalten zu können, dabei fein zu

essen und die Uhrzeit und den Wochentag

völlig zu vergessen, ist eine wahre

Seltenheit. Ich finde, es ist wichtig, hier

ohne Uhr unterwegs zu sein.

Um den Tatshenshini zu erleben, gilt

es, zwei Flüsse zu befahren, den der Tat

fließt in den größeren Alsek River. Beide

liegen im größten Naturschutzgebiet

der Welt, 9 Millionen Hektar Wildnis, die

inzwischen von der UNESCO als Welterbe

ausgezeichnet worden sind. Am

sechsten Tag weitete der Alsek sich auf

fast 10 Kilometer, war nun doppelt so

breit wie vorher, und wir kamen uns vor,

als würden wir auf dem Meer und nicht

einem Fluss paddeln. Ein Ring von Bergen

umfasst den Alsek an dieser Stelle

wie ein Amphitheater aus Gletschereis

und Felsen. Weiter flussabwärts liegen

noch über 20 Gletscher und der Punkt,

an dem der Alsek auf die Grand Plateau

Gletscher trifft, die dort eine 13 Kilometer

lange Eisfassade bilden.

Wir dachten, dass es unmöglich noch

schöner werden kann. Doch am folgenden

Tag erreichten wir Alaska und

wurden mit dem atemberaubenden

Anblick des Walker Glacier belohnt, wo

wir einen weiteren Ruhetag einlegen.

Wir bestaunen die Gletscherspalten

und Eiszacken. Es ist ein etwas unwirkliches

Gefühl, auf einem Gletscher spazieren

zu gehen und das dunkle Blau

und Grün des Eises anzuschauen, das

sich wie eine gefrorene Wendeltreppe

nach unten zieht.

Es ist nicht so sehr die Einsamkeit,

die diese Rafting-Reise zu etwas so

Besonderem macht, sondern die Landschaft.

Wenn man den Walker Glacier

als den Auftakt ansieht, dann folgt die

Schlusssymphonie unbeschreiblicher

Schönheit, als wir in den Alsek Lake

hinauspaddelten. Es ist der Höhepunkt

unserer Reise. Der Tag beginnt mit

Nebel, doch die Sonne bricht wie auch

an den vorigen zehn Tagen bald in ihrer

ganzen Herrlichkeit durch und zeigte

uns die atemberaubende Schönheit

von kristallklaren, aquamarinfarbenen

und strahlend blauen Eisskulpturen.

Vergängliche Kunstgebilde der Natur,

vor denen wir uns auf dem See klein

wie Zwerge vorkommen. Die Aussicht

vom Alsek Lake ist geradezu surreal, als

befände man sich in einem modernen

Eismuseum von gigantischer Größe.

Hin und wieder hören wir in der Ferne

das Donnergrollen von Eis, wenn die

Gletscher kalben und Stücke davon in

den See fallen.

An unserem letzten Tag, an dem wir

neben ins Meer treibenden Eisbergen

nach Dry Bay, Alaska, paddeln, sind

wir still und lassen die Erlebnisse Revue

passieren. Es gibt jedoch noch ein großes

Finale: Wir dachten, dass wir uns an

beeindruckender Landschaft sattgesehen

hatten, doch der Flug von Dry Bay

zurück nach Whitehorse im Yukon gibt

unseren Erlebnissen noch den letzten,

phänomenalen Touch.

Wir schweben über dem Fluss, der sich

durch die St. Elias Range schiebt und

in der Nähe von drei der vier höchsten

Berge des Kontinents vorbeifließt.

Unter uns breitet sich soweit das Auge

reicht ein fantastisches Panorama aus

27 Gletschern, grellblauen Eisbergen,

sprudelnden Bächen, dem mäandernden

Tatshenshini River, Berglagunen,

Tälern voller Wildblumen und schneebedeckter

Berge aus. In 60 Minuten fliegen

wir über die letzten 10 Tage hinweg,

in denen wir das Herz einer der wildesten,

unberührtesten Landschaften dieser

Erde erlebt haben. ❧

© Canadian Rafting Adventures

22


– Outdoor-Abenteuer –

MSK: Lynn, wo findet man bei einem Stopp in Golden die besten

Wanderwege?

Wanderrouten in den

Rockies &

Purcell Mountains

© Tom Reichner (u.); Tourism Golden (o.)

Lynn Martel: Das kommt darauf an, was man machen will.

Direkt in Golden bieten die Rotary Trails eine sehr schöne

Wandergelegenheit. Von der Fußgängerbrücke am Spirit

Square aus folgt man dem Südufer des Kicking Horse River

Richtung Osten, zum Municipal Campground. Nach einem

kurzen Stück bergauf geht es in Richtung Süden durch ein

Wäldchen, vorbei am Keith King Sports Field. Schließlich

erreicht man den Aussichtspunkt am Reflection Lake und

geht dann Richtung Westen über den Alexander Park zurück

zum Fluss. Alternativ kann man vom Spirit Square aus auch

einen Spaziergang Richtung Westen bis zum Confluence Park

am Columbia River und zurück machen.

MSK: Und schwierigere Touren?

Lynn: Der Canyon Creek ist ein Pfad, den man nach einer ca.

zehnminütigen Fahrt Richtung Nicholson erreicht. Er beginnt

auf einem Kiesparkplatz und gleich am Anfang geht es zehn

anstrengende Minuten steil bergauf. Geht man weiter, wird

der Weg breiter und einfacher. Oben wandert man entlang

einer Felsschlucht, durch die ein reißender Bach fließt. Je

höher man steigt, umso schöner wird die Aussicht! Man muss

allerdings aufpassen: Mountainbiker fahren hier gerne recht

zügig bergab.

MSK: Wo gehen richtige Sportskanonen wandern?

Lynn: Am Table Mountain. Den erreicht man nach einer zehnminütigen

Fahrt auf dem Trans-Canada Highway Richtung

Osten. Auf einem kleinen Kiesplatz an der Nordseite der Straße

[Glenogle Creek Road; Anm. d. Red.] beginnt der Trail. Er

geht – teils recht steil – stetig bergauf und Wanderstöcke sind

ratsam. Wer auf Bergtouren seine Kondition verbessern will,

hat da eine fantastische Strecke mit toller Aussicht.

MSK: Welche Ausrüstung sollte man haben?

Lynn: Das hängt vom Schwierigkeitsgrad ab. Auf den leichten

bis mittelschweren Trails in Golden und im Glacier und

Yoho Nationalpark reichen bequeme Wanderschuhe. Auf

den schwierigen Pfaden braucht man feste Stiefel. Warme

Kleidung, Regenjacke, warme Mützen und Handschuhe sind

vor allem in Gipfelnähe wichtig. Dort ändert sich das Wetter

schnell. Sonnencreme und -brille sollte man nicht vergessen

und auf unwegsamen Pfaden empfehlen sich Wanderstöcke

– besonders bergab. Ganz wichtig: Bärenspray muss IMMER

mit! Bevor man startet, sollte man die Anleitung auf der

Spraydose lesen und sich über das richtige und sichere Verhalten

im Bärengebiet erkundigen.

MSK: Wo findet man solche Infos?

Lynn: Das Golden British Columbia Visitors Centre in der 111

Golden Donald Upper Road ist dafür eine zentrale Anlaufstelle.

Viele Hinweise bietet auch goldenhikes.ca und auf tourismgolden.com

gibt es Wanderkarten zum Download.

MSK: Wo fänden wir die eindrucksvollste Wanderung der

Region?

Lynn: Im westlich gelegenen Glacier National Park. Der ist

wunderschön und in ca. einer Stunde mit dem Auto zu erreichen.

Im Sommer kann man dort unvergessliche Wanderungen

machen. Man findet Wasserfälle, Wildblumenwiesen,

riesige Höhenzüge aus Quarz und gigantische Gletscher.

Besonders schön kann ein mehrtägiger Heli-Ausflug zu einer

Wildnislodge sein. Dann wandert man in einsamer Wildnis

und bekommt fast keine anderen Menschen zu Gesicht.

Einmalig.

MSK: Lynn, bitte vervollständigen Sie diesen Satz:

„Wandertouren in der Gegend von Golden sind wie …“

Lynn:

… eine Schatztruhe voller

alpiner Schönheit.“

von Andrea Härtlein

Die Autorin und Historikerin Lynn Martel ist ständig auf der Suche nach Geschichten rund um

die Bergwelt Kanadas. Als begeisterter Wanderfan gibt sie Wanderlustigen gerne Insider-Tipps.

Hier empfiehlt sie uns spannende Bergrouten rund um das idyllische Örtchen Golden.

© Tourism Golden

Das Interview führte Andrea Härtlein für

MySpotlight Kanada. ❧

www.lynnmartel.ca

www.goldenhikes.ca/trail/table-mountain

www.tourismgolden.com/plan-trip

24

myspotlightmagazines.com

25


- Kanada Spezial -

Urlaub in den

kanadischen


Bergen

Beeindruckende Landschaft

und eine Vielzahl einzigartiger

Unternehmungsmöglichkeiten

Kanadas prächtige Bergwelt

ist unvergleichlich. Egal, ob

man seinen Skiabfahrtslauf

verbessern, sich auf wunderschönen

Wanderpfaden die

Beine vertreten oder nur die

unvergesslichen Sehenswürdigkeiten

sehen will; in diesen

weltbekannten Bergen findet

jeder, was er sucht.

von Kate Walker

MONT-TREMBLANT, QUEBEC

Mont-Tremblant liegt mitten in den Laurentinischen Bergen und ist

seit der Inbetriebnahme des ersten Sessellifts 1939 ein weltbekanntes

Reiseziel für Skifahrer. Heute können Touristen in der Stadt das ganze

Jahr über verschiedenen Sportarten nachgehen. Knapp 270 Hektar

groß ist das Areal, auf dessen 96 Langlaufloipen und Pisten Skifahrer

und Snowboarder aller Erfahrungsgrade entdecken können, warum

dieses mit Preisen ausgezeichnete Gebiet so etwas Besonderes ist.

Die Lifte vor Ort können bis zu 27.230 Skifahrer pro Stunde befördern.

Bedenkt man dann noch die jährliche Schneefallmenge von über vier

Metern, ist es kein Wunder, dass viele der Besucher von Mont-Tremblant

jedes Jahr wiederkommen. Das mag auch mit an der schönen

Landschaft und dem exklusiven Après-Ski-Angebot liegen.

In den wärmeren Monaten besticht Mont-Tremblants lebhafte Kulturszene

durch Musik, Yoga und Food-Festivals, sowie viele Boutiquen

und Restaurants für jeden Geschmack. Ziplining, Rennrodeln, Klettern,

Segeln, Wandern, Radfahren und viele andere Aktivitäten – die Stadt

hat für jeden etwas zu bieten, insbesondere für alle, die aufregende

Abenteuer mit atemberaubender Landschaft kombinieren möchten.

Auch Angebote wie das Casino de Mont-Tremblant und die berühmte

Le Circuit Autorennbahn sorgen dafür, dass dieses Paradies in Kanadas

Osten auf der Reisezielliste ganz oben stehen sollte.

WHISTLER BLACKCOMB, BRITISH COLUMBIA

Früher war Whistler ein beliebter Ausflugsort für Angler, die es aus aller Welt an

den schönen Alta Lake zog. Dann erkannten Geschäftsleute aus Vancouver in den

1960er Jahren das Potenzial des nahegelegenen London Mountain und begannen,

die Gegend zu einem Skigebiet der Weltklasse zu entwickeln. 1966 wurde es

eröffnet, und inzwischen kommen jedes Jahr 2,1 Millionen Besucher nach Whistler

Blackcomb. Und das aus gutem Grund: Die knapp 3.300 Hektar große Bergwelt

bietet Wintersportlern über 200 Langlaufloipen und 37 Skilifts, die dafür sorgen,

dass man schnell auf die Piste kommt.

Im Sommer sind die Berge ein Traum für Wanderer, Mountainbiker und alle Naturliebhaber.

Hier lässt sich von den Wanderpfaden und Radwegen, sowie von der

Peak-2-Peak Gondola aus die atemberaubende Aussicht genießen. Dazu gibt es

noch einzigartige Attraktionen wie eine zwei Kilometer lange Zipline, an der man

mit Highspeed durch die Luft saust, sowie eine olympische Bobbahn und ein autofreies

Dorf in dem man ausgezeichnete Restaurants und eine beeindruckende Vielzahl

von Geschäften findet. Ein Reiseziel in den kanadischen Bergen, das man

wirklich nicht verpassen sollte!

© Fremme

© Denis Pepin/Shutterstock.com (o.); Elena Elisseeva (u.)

MOUNT NORQUAY, BANFF, ALBERTA

Wenn man zum schneebedeckten Gipfel des Mount Norquay hochschaut,

ist es leicht zu verstehen, warum das älteste Skiresort der kanadischen

Rockies seit 88 Jahren ebenfalls zu den Beliebtesten der Nation

gehört. Es liegt im Herzen von Banff, in der Nähe anderer bekannter

Resorts und die 32 Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade

bieten Skifahrern und Snowboardern ein unvergessliches Erlebnis.

Doch Mount Norquay ist nicht nur ein Paradies für Wintersportler. Der

Cascade-Norquay Korridor zum Beispiel ist ein wichtiger Weg, den das

hier lebende Wild regelmäßig benutzt, um in andere Regionen zu gelangen.

Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass man hier zu verschiedenen

Jahreszeiten Grizzlys, Wapitis, Schafe und Maultierhirsche sieht.

Wenn der Schnee schmilzt, belebt sich das Land und lockt die Besucher

noch weiter in die herrliche Natur. Geführte Wanderungen, Klettern

oder auch eine Fahrt im Sessellift gehören zu den beliebtesten Aktivitäten.

Zu einer Erholungspause in unvergleichlicher Landschaft lädt das

historische Cliffhouse Bistro mit seinem üppigen Speiseangebot ein. ❧

26 myspotlightmagazines.com

27


ten fest, um nicht herunterzufallen, falls

sie doch einmal einnicken. Der Schlafentzug

bringt Halluzinationen mit sich.

Besonders nachts, wenn der Lichtfinger

der Kopflampe über die auf und ab

wippenden Hunderücken tastet und die

Wälder zu beiden Seiten im Mondlicht

nur schemenhaft zu erkennen sind. Sind

die Gestalten dort vorne wirklich Wölfe

– oder nur ein anderes Team?

Yukon Quest

Tausend Meilen

durch den Schnee

von Nicole Lischewksi

brechen kann bei diesem härtesten

Schlittenhunderennen der Welt, dazugehören.

Hier geht es nicht allein nur

um Geschwindigkeit, sondern in hohem

Maße um die Fähigkeit, im Winter in der

Wildnis ohne Hilfe zu überleben. Die

Musher dürfen unterwegs keine fremde

Unterstützung annehmen, ohne sich

eine Strafe einzuhandeln, und müssen

sich ganz auf ihre eigene Ausrüstung

und vor allem ihre Hunde verlassen.

Diese Hunde sind die eigentlichen Stars

des Rennens, das im Schnitt 10 bis 14

Tage dauert. Die meisten Teams setzen

sich aus Alaskan Huskies zusammen.

Diese Mischlinge aus verschiedenen

Jagd- und Schlittenhundrassen sind

gezielt auf Ausdauer und Geschwindigkeit

gezüchtet. Im Yukon Quest

dreht sich alles um die Gesundheit

und Sicherheit der Hunde. Vor dem

Start und an jedem der insgesamt zehn

Checkpoints werden die Hundeathleten

tierärztlich untersucht und gegebenenfalls

aus dem Rennen gezogen. Vorher

an den Checkpoints eingelagertes

Stroh wird zu kuscheligen Hundebetten

aufgehäuft, die Pfoten bekommen alle

paar Stunden eine Massage und neben

energiereicher Hundekost hat jeder

Musher ein paar Leckerbissen für sein

Team dabei. Wer sich nicht gut genug

um seine Tiere kümmert wird disqualifiziert.

Den Hundeschlittenfahrer massiert

und umsorgt dagegen niemand.

„PFOTENMASSAGE“ GEFÄLLIG?

Einzig und allein in Dawson City dürfen

die Helfer, sogenannte „Handler“,

ihre Musher unterstützen. Auf der restlichen

Strecke ist es allein die Pflicht

des Schlittenführers, sein Team zu versorgen.

Bei bis zu 14 Hunden macht

das alle paar Stunden 56 Pfotenmassagen

– an ausreichend Schlaf ist für die

Musher dabei nicht zu denken. Sie kampieren

den Großteil des Rennens über

bei ihren Hunden im Schnee. Oft binden

sie sich unterwegs dann am Schlit-

Über vier Berge führt der Trail, darunter

auch den gefürchteten Eagle

Summit. Die 30 Grad steile Steigung

fordert selbst die erfahrensten Musher

heraus. Hier überschlägt sich schon mal

ein Schlitten oder die Hunde gehen auf

Streik, besonders, wenn sie merken,

dass ihr Mensch an ihren oder seinen

Fähigkeiten zweifelt. 2006 mussten

sieben Teams mit Hubschraubern

evakuiert werden, die dort in einem

potenziell lebensgefährlichen Schneesturm

gestrandet waren.

Am 6. Februar 2016 ist es wieder so

weit: Hundeteams und Musher aus aller

Welt kämpfen sich erneut durch die

Wildnis des Yukon. Hautnah miterleben

lässt sich das Rennen als Zuschauer

oder freiwilliger Helfer an Start- und

Ziellinie sowie an den Checkpoints.

Ganz Harte können am 4. Februar

sogar einen Teil der Strecke – auch

ohne Hunde – ab Whitehorse als Ultramarathon

laufen. Bei diesem „Yukon

Arctic Ultra“ kann zwischen einer 300

und einer 430 Meilen langen Strecke

gewählt werden, die man entweder

läuft oder sie im Ski-langlauf oder mit

dem Mountainbike bezwingt. Ob sich

die Marathonläufer unterwegs wohl

nach einem Hundeteam und Schlitten,

oder einer Fußmassage sehnen? ❧

www.yukonquest.com

Minus 50°C und rundherum nur menschenleere Wildnis.

Der Atem der Huskies hängt wie Nebel in der Luft. Das leise

Schleifen der Schlittenkufen über die vom Schnee verwehte

Spur ist das einzige Geräusch in den Wäldern entlang des

Yukon River. Den Hunden ist durch die Bewegung warm,

ihre Pfoten sind durch Booties geschützt. Kalt ist nur dem

Musher, der sich mit dem Fuß wie beim Tretroller fahren

immer wieder von der Spur abstößt, damit es schneller geht,

schneller auf das Ziel zu.

ALLES MUSS KLAPPEN BEI DER

ÜBERWINDUNG DER WILDNIS

Schiefgehen sollte beim Yukon Quest

auf der 1.600 Kilometer langen Strecke

von Fairbanks, Alaska, bis nach

Whitehorse, Yukon, besser nichts.

Doch Schneestürme, das trügerische

Eis des Yukon River und der Berghang

von Eagle Summit fordern ihren Tribut.

Unterkühlung und Erfrierungen an Fingern

und Zehen sind da nichts Besonderes;

selbst bei -39°C durchs Eis zu

© Pi-Lens

© Bildagentur Zoonar GmbH (o.); Pi-Lens (u.)

28 myspotlightmagazines.com

29


- Leser erzählen -

Bild ab, als er auf den 200 Millionen Tonnen Eis, das um die

300 Meter dick ist, in seinen Badeschlappen herumschlurfte.

Gut 20 Minuten lang erkundeten wir mit den anderen Touristen

– die allesamt besser ausgerüstet waren als wir – die

karge weiße Landschaft. Im Gegensatz zu uns trugen sie Winterkleidung

und hatten leere Flaschen dabei, die sie mit frischem

Gletscherwasser füllten, das an den eisigen Spalten

hinunter tröpfelte.

TIPP: Die Nulltemperaturen auf dem Gletscher

sind alles andere als sommerlich.

Man sollte sich warm anziehen.

Unser Familienabenteuer in den

von Jenn Smith Nelson

You are in bear country!“ Überall mahnten uns zahllose Schilder zu bärengerechter Vorsicht.

Acht Stunden nach unserer Abfahrt aus Saskatchewan erreichten mein Mann, unsere zwei

Söhne und ich in Alberta die ersten Ausläufer der Rocky Mountains. Außer zu viel Gepäck

hatten wir in unserem Minivan auch lauter ambitionierte, abenteuerlustige Reisepläne

mitgebracht.

TIPI-ÜBERNACHTUNG IM KANANASKIS COUNTRY

Unser erstes Ziel waren die über 4.000 Quadratkilometer des

geschützten Parklands von Kananaskis – wenn auch nur als

Stippvisite, da wir erst gegen Mittag angekommen waren.

Wir richteten unser Camp am Sundance Lodge Tipi ein, holten

die Fahrräder aus dem Van und radelten die Trails entlang,

die sich dort an verlassenen Zeltplätzen vorbeischlängeln.

Schließlich folgten wir einem abgelegenen Pfad, der an

einem Felsvorsprung mit großartiger Aussicht auf den beeindruckenden

Mount Lorette endete. Meine Söhne, denen die

Kälte scheinbar wesentlich weniger ausmachte als mir, ließen

auf dem eisigen Gletscherwasser des Kananaskis River Steine

hüpfen und spielten im Fluss. Später am Abend grillten wir

zusammen am Lagerfeuer Hot Dogs und Marshmallows und

ließen den Tag schließlich beim Kartenspielen im gemütlich

beheizten Tipi ausklingen.

TIPP: Fahrräder sollten bei einer Reise

mit Kindern immer dabei sein, damit sie

in Bewegung bleiben und ihre Freiheit so

richtig genießen können.

Alberta Rockies

BERGTOUREN ZU PFERD IN DER NÄHE

DER BOUNDARY RANCH

Selbst für meine reitunerfahrenen Kinder war dies ein Ausflug,

den sie gut schaffen konnten. Sie schienen sich auf den

Pferden, mit denen wir uns in die Berge hocharbeiteten,

sofort wohlzufühlen. Die Tiere gingen in bewährter Manier

im Gänsemarsch – wenn auch etwas zu langsam für meinen

Geschmack. Doch bei der atemberaubenden Aussicht auf die

Kananaskis Rocky Mountain Range, die wir vom Gipfel aus

dann hatten, verflog mein Verdruss über das lahme Tempo.

TIPP: Bei Reisen mit kleineren Kindern sind

Ausritte von ein bis zwei Stunden ideal.

Alles andere wird ihnen leicht zu lang.

WANDERN DURCH DIE SUNSHINE

MEADOWS VON BANFF

Damit wir auch alles schafften, was wir uns vorgenommen

hatten, fuhren wir bald weiter. Als nächstes hatten wir eine

geführte Wanderung durch die „Sunshine Meadows“ [im

Banff National Park Anm. d. R.] geplant. Dort folgten wir

© Jenn Smith Nelson

© Jenn Smith Nelson

einem leichten Wanderweg anderthalb Kilometer weit, was

um die zwei Stunden dauerte. Es ging durch alpine Wiesen,

auf denen wir einiges über die örtliche Flora lernten. Immer

wieder mussten wir lachen, wenn wir die überall wachsenden

„Hippiefrisurblumen“ sahen. Man nennt sie übrigens auch

Windröschen.

Auf der ereignisreichen Wanderung entdeckten wir einen

Marder und einen frisch umgeworfenen Stein, neben dem

ein Grizzlybär scheinbar nach Wildblumenzwiebeln gegraben

hatte. Auch ein drolliges Erdhörnchen konnten wir

beobachten.

TIPP: Wenn man keine Wandererfahrung

hat oder sich um die Sicherheit seine

Kinder sorgt, sollte man einen Guide

anheuern. Das Fachwissen und die Führung,

die jemand bietet, der sich vor Ort

auskennt, können sehr beruhigend sein.

KANUFAHREN AUF DEM LAKE LOUISE

Ich zögerte etwas, mit meinen Jungs und meiner Kamera in

ein Kanu zu steigen. Aber nachdem man uns im Fairmont

Chateau Lake Louise wiederholt versichert hatte, wie stabil

Kanus im Wasser liegen, solange niemand aufsteht, wagte

ich es doch. Und darüber bin ich richtig froh! Es war die absolut

beste Art, die majestätische Schönheit einer der schönsten

Sehenswürdigkeiten von Kanada – den Lake Louise – zu

erleben. Wir legten mehrere Pausen ein, um die herrliche

Umgebung zu bestaunen und paddelten rund um den türkisfarbenen

See. Den Jungs wurde das Paddeln schnell langweilig,

aber zum Glück versuchte keiner von ihnen, im Boot

aufzustehen.

TIPP: Am besten eignet sich für eine

Kanufahrt der frühe Morgen, bevor die

Touristenscharen eintreffen.

DAS COLUMBIA ICE FIELD VON JASPER

Schon um 9 Uhr morgens wurden wir am nächsten Tag bei

einem Besuch des Columbia Ice Field in Jasper vom Sommer

direkt in den Winter katapultiert. Der „Terra Bus“, der

meinen staunenden Jungs schon wegen seiner monströsen

Ausmaße gefiel, brachte uns im Nu auf den Gletscher. Schade,

dass ich meinen Jüngsten nicht dazu überzeugen konnte,

seine Wanderstiefel anzuziehen. Er gab jedoch ein witziges

GLACIER SKYWALK ADVENTURE:

EIN BLICK IN DEN ABGRUND

Unser letzter Stopp in den Rockys sollte schließlich der

damals erst neu eröffnete Glacier Skywalk [im Jasper National

Park Anm. d. R.] sein. Die Aussichtsplattform mit gläsernem

Boden, die 218 Meter weit aus einer Bergflanke

herausragt, war das Einzige, das uns von den Gletschertälern

und Wasserfällen in der Tiefe trennte. Durch Nebel war

der Glasboden an jenem Tag sehr rutschig und meine Kinder

schlitterten anscheinend unbeeindruckt von dem erstaunlichen

Bauwerk über die geschwungene Plattform. Außer uns

war nur ein einziger anderer Besucher dort. ❧

TIPP: Am besten geht man so früh wie

möglich hin. Normalerweise ist hier

später am Tag sehr viel los.

– Anzeige –

30

myspotlightmagazines.com

31


– Anzeige –

City Hot-Spot Montréal

von Andrea Härtlein

ANKUNFT AM FLUGHAFEN:

MONTRÉAL-TRUDEAU

Der Flughafen Montréal-Trudeau oder

„Montréal International Airport“ ist ein

Dreh- und Angelpunkt für Flüge nach

Europa, in die USA und nach Südamerika.

Ab Mai 2016 wird auch Icelandair

viermal wöchentlich die Vier-Millionen-

Metropole in Québec anfliegen. Es ist

mittlerweile das 16. Reiseziel der kleinen

Airline in Nordamerika, denn auch

Chicago gehört ab März 2016 zum Streckennetz

der Isländer. Montags, Dienstags,

Donnerstags und Samstags wird

man dann nach dem Umsteigen am

Flughafen Keflavik nach circa fünf Stunden

Flug in Montréal angekommen sein.

Der Flughafen liegt nahe am Zentrum,

im Westen Montréals. Mit dem Bus 747

kommt man zum Beispiel direkt ins Herz

der Stadt am Sankt-Lorenz-Strom.

ÜBERNACHTEN

Wenn es in Montréal um Übernachtung

geht, wird man Angebote für

jeden Geschmack finden und sich auf

eines festzulegen, wird sicher schwer.

Aus der Menge wirklich guter Hotels

heben sich immer wieder einzelne ab.

Wer den Duft der Geschichte und Antiquitäten

liebt, wird sich wahrscheinlich

für eine Chance im Victorian Heritage

Bed & Breakfast Downtown zu nächtigen

fast ein Bein ausreißen. Doch auch

in Old Montréal findet man viele wirklich

außergewöhnliche Angebote mit

Stil. Wirklich sehr exklusiv geht es im

Chateau Vieux-Montréal zu. Aber auch,

wer Angebote für den normalen Touristengeldbeutel

sucht, wird fündig

und kann historisches Ambiente und

Luxus genießen. Zum Beispiel im La

Conciergerie Guesthouse im Quartier

Latin, nahe dem Altstadtviertel oder

in der Auberge le Jardin d‘Antoine,

Downtown.

MONTRÉALS TOP

SIGHTSEEING-SPOTS

Montréal ist ein kultureller Hotspot

Kanadas mit zahllosen touristischen

Attraktionen. Zu den Meistbegehrten

gehören z. B. die Kirche Notre-Dame de

Montréal oder der Park Mont Royal, mitten

in der Stadt. Die Altstadt, Old Montréal,

ist mit ihren alten Häusern und

der Nähe zum Hafen einer der nettesten

Orte Montréals, um einen entspannten

Nachmittag zu verbringen. Das geht

auch in den Montréal Botanical Gardens,

einer unvergleichlichen Gartenanlage

rund um das Olympiastadion,

die für ihre Bonsaisammlung und die

japanischen und chinesischen Gärten

bekannt ist. Die wohl beste Aussicht auf

die Stadt genießt man vom Gelände der

größten Kirche Kanadas, St.Josephs-

Oratory. Dafür muss man allerdings

einen anspruchsvollen Anstieg in Kauf

nehmen. Nicht zuletzt bietet die Stadt

auch viele Museen. Eines der witzigsten

ist vielleicht das Montréal Insectarium,

das passionierten Fotografen wunderbar

bunte und vielfältige Motive bietet.

Hier, im „Reich der Insekten“, erfährt

man alle möglichen spannenden Dinge

über Schmetterlinge, Beetles & Co.

ESSEN, TRINKEN, AUSGEHEN

Ein Highlight in der Gastronomieund

Ausgehszene Montréals sind die

„Rooftop-Bars“. Mit teils herrlichen

Ausblicken auf die Stadtkulisse kann

man da seine Longdrinks genießen oder

bei einem Essen oder kleinen Snacks

den Blick schweifen lassen. Während

manche Bars nachts geöffnet sind,

kann man andere auch an einem Sonntag

Nachmittag besuchen. Wer die Provinz

Québec beehrt, darf sich natürlich

das Nationalgericht „Poutine“ nicht entgehen

lassen, das es auch in Montréal

an jeder Ecke gibt. Darüber hinaus ist

die Stadt auch für ihre Bagels und ihre

exzellenten, nach eigenen Herstellungsrezepten

produzierten Käsesorten

bekannt, die man eigens auf dem

Québec Cheese Trail entdecken kann.

Auch in Montréal wird man da fündig.

Im Winter bekommt man in den Zuckerhütten

der französischsprachigen Provinz

übrigens die berühmten „Tire

sur la Neige“ – Ahornsirup-Lollipops,

die in den frischen Schnee gegossen

werden. ❧

© Pierre Leclerc

32


– Anzeige –

- Inside Kanada -

Insidertipps aus

British Columbia & Ontario

von Jeannie Daniels

Da ich zwei verschiedene Provinzen als meine Heimat ansehe, habe ich in meinem Land so

etwas wie eine „doppelte Staatsbürgerschaft“. Ich bin in British Columbia an der Westküste zu

Hause und im „Osten“, wie die Kanadier die Region Ontarios nennen, in der ich lebe. Mit der

Ostküste Kanadas darf man das jedoch nicht verwechseln! Beide Provinzen bieten Reisenden

ein wahres Füllhorn einzigartiger Unternehmungen, Geheimtipps, Reiseziele und regionale

Essensspezialitäten.

Links: Weinberge im Okanagan Valley; Rechts: Ausblick auf den „Lake of Two Rivers“ im Cottage Country

Meine Kindheit in British Columbia ist von Erinnerungen an

Ferien in der großen Weite B.C.s geprägt, die wir von der

Küste bis zum Inneren der Provinz verbrachten. Da gibt es

versteckte Highlights wie das blühende Okanagan-Tal und

Pfirsiche und Aprikosen pflücken in Osoyoos. An den Stränden

von Penticton muss man unbedingt einen Tag verbringen,

denn zwei davon sind gerade zu den besten Stränden

Kanadas gewählt worden – die schöne Landschaft des Okanagans

liegt auf einer Seite und der heiße Skaha Sandstrand

auf der anderen.

FRISCHE SEELUFT SCHNUPPERN IN VANCOUVER

An der Küste dagegen lohnt es sich, bei einer der Radvermietungen

in Vancouvers Innenstadt ein Fahrrad auszuleihen

und den ganzen Seawall von Stanley Park und English

Bay abzufahren. Hier lässt sich eine wunderschöne Aussicht

auf die Berge und den Pazifik genießen und dann ein

Dinner in einem der Straßencafés; im Cactus Club oder The

Boathouse zum Beispiel. Es ist ein unvergessliches Erlebnis,

danach weiter durch den warmen Sommerabend zum „Bard

on the Beach“ Festival in der English Bay zu radeln. Dort wird

Shakespeare in einem großen Zelt unter dem Sternenhimmel

aufgeführt, während der Geruch des Meeres und der Berge

über einen hinweg weht.

Wer mich hier in Ontario besucht, hat aber nicht das Nachsehen.

Häufig frönen Besucher zwei meiner sommerlichen Lieblingsunternehmungen.

Eine davon ist es, den Tag oder das

Wochenende mit dem Fahrrad in der Weinregion von Niagara/Vineland

zu verbringen. Mit einem Picknicklunch ausgerüstet

radelt man dann von einer Weinkellerei zur nächsten,

um den Abend in einem der vielen Restaurants am Ufer der

malerischen Stadt Niagara on the Lake ausklingen zu lassen.

Ebenso schön ist es, eine Woche lang ein Cottage im berühmten

Muskoka zu mieten, das zu den schönsten Ferienhausgebieten

in Ontario gehört. Deshalb nennt man es auch

„Cottage Country“.

WILLKOMMEN IN „COTTAGE COUNTRY“

Tagsüber lockt der Wassersport: Wasserski, Wakeboarding

oder Paddleboarding, und dann eine Kanufahrt über den See

bei Sonnenuntergang. Der verwunschene Ruf der Seetaucher

und das Prasseln des Lagerfeuers mit lecker Gegrilltem lassen

meine Gäste schnell in süße, entspannte Träume fallen.

Außerdem gibt es im Cottage Country von Ontario um die

4.000 Kilometer Wanderpfade, die zum Teil durch kleine Ortschaften

führen, während manche stillgelegten Bahnstrecken

folgen. Kein Wunder, dass sich meine Besucher immer mit

einem Lächeln im Gesicht verabschieden und versprechen,

wiederzukommen und sich an neuen Abenteuern zu versuchen,

die noch darauf warten, erlebt zu werden. ❧

© Richard Cavaller (l.)i; Elena Elisseeva (r.)

34


– Anzeige –

© Pictureguy

Hoch zu Ross durch den

Prince Albert National Park

von Andrea Härtlein

Wilde Bisons, Seen, auf denen man mit dem Kanu, per Wasserski oder Wakeboard unterwegs

sein kann und eine faszinierende Mischung aus Wildnis und gut erschlossenen Pfaden findet

man im Prince Albert Nationalpark im Herzen Saskatchewans. Besonders auf dem Rücken

eines Pferdes lässt sich dieser beliebteste Park der Provinz gut erkunden.

In Waskesiu, einer winzigen „Stadt“ an der Ostgrenze des Parks kann man seine

Ausflüge starten oder direkt ins Backcountry aufbrechen und die Natur erkunden.

Am besten funktioniert das für viele europäische Gäste in der Obhut eines

professionellen Guides, zum Beispiel auf einer Gastranch.

© Pictureguy

Elchbulle in Sichtweite

Die letzten frei umherstreunenden Bisons auf einem Ausritt zu erleben, steht

auf der „Bucket-List“ vieler Pferdefreunde. Inmitten der Prärie kann man dabei

auch Elchen und Bären begegnen. Doch aufgepasst: Der Prince Albert Nationalpark

ist das größte Wildschutzgebiet Saskatchewans. Besonders wenn man

zu Pferd aufbricht, sollte man sich vorher über die Trails und Regeln schlaumachen.

Dabei hilft Parks Canada.

Besonders im Süden des Parks warten vor allem Birkenhaine, blühende Wiesen

oder dunkle Koniferenwälder und so manches idyllische Seeufer auf Entdecker.

Ideal für einen unvergesslichen Ausritt, denn dort findet man auch die berühmten

Bisons – wenn man Glück hat. Besonders für Pferde geeignet sind laut Parkauskunft

in dieser Gegend der Elk Trail, der Hunters Lake Trail oder der West

Side Boundary Trail.

Saskatchewan

Hauptstadt: Regina

Einwohner: ca. 1,1 Mio. (2015)

EW / km 2 : ca. 1,8

Highlights: Prince Albert National Park,

Grassland National Park,

Batoche National Historic Site,

Saskatoon

Tourismus: www.tourismsaskatchewan.com

Ob man lieber nur einen Tagesritt wählt oder sich beim Backcountry-Camping

gleich mal in vollkommener Einsamkeit ein paar Nächte um die Ohren schlägt,

das kann man ganz nach Lust und Laune entscheiden. Im Prince Albert darf man

auch in vollkommener Wildnis campen, wenn man sich traut und sich mehr als

zwei Kilometer entfernt von einer öffentlichen Straße oder einem offiziellen Zeltplatz

befindet. Und auch auf die „Etikette“ wird Wert gelegt: Alle, die nicht zu

Pferd unterwegs sind, haben stets Vorfahrt. Und wenn man Besonderheiten in

der Umgebung bemerkt, gibt man diese Informationen natürlich auch an die

anderen Besucher weiter. Im Park gilt außerdem das Prinzip des „low-impact“.

Kleine Gruppen und unbeschlagene Pferde sollen dafür sorgen, dass der Park

und seine Wege auch langfristig erhalten bleiben.

myspotlightmagazines.com

37


– Anzeige –

© 2009fotofriends

Abenteuer Thompson

Countryvon Andrea Härtlein

British Columbia

Hauptstadt: Victoria

Einwohner: ca. 4,6 Mio. (2014)

EW / km 2 : ca. 4,8

Highlights: Vancouver Island, Chilcotins,

Pacific Rim National Park,

Chemainus, Vancouver

Tourismus: www.hellobc.com

Die Tage, an denen man in Ashcroft im Winter Schnee schippt, sind rar. 95 Kilometer westlich

von Kamloops gilt das kleine Städtchen an der Route des Trans-Canada Highway als ein „Hot

Spot“ der Nation. Und das ist wörtlich gemeint! Hier ist es im Sommer so heiß, wie nirgends in

Kanada. In der flirrenden Hitze wirkt Ashcroft, umrahmt von steiniger Bergwüste, fast wie eine

Fata Morgana in der Landschaft.

Die Thompson Region im mittleren Süden British Columbias

ist für ihre Wüstenberge bekannt. In sanften Wellen

ziehen sie sich übers Land. Kleine Seen und Täler durchbrechen

in den Himmel ragende Bergkuppen. Die Szenerie

lockt nicht nur Touristen: Auch so manche Filmcrew

hat hier schon eine attraktive Kulisse für einen Filmset

gefunden.

Bereits in den 1800ern war der kleine Ort Ashcroft ein

zentraler Dreh- und Angelpunkt: Der Cariboo Gold Rush

lockte viele Abenteurer. Von der sogenannten „Mile-0“

aus brachen sie auf zu den Goldminen im Norden der Provinz.

Auch zwei englische Brüder suchten hier ihr Glück,

merkten aber bald, dass sich mit den Bedürfnissen der

anderen Abenteurer mehr Geld verdienen ließ. Darum

gründeten die beiden in den 1860ern an der „Meile Null“

eine kleine Siedlung direkt an der Bahnlinie und nannten

sie „Ashcroft“, nach ihrer Heimat in Gloucestershire.

Highway No. 1 den Thompson River, wird es draußen kahl

und karg. Dann ist man im Thompson Valley angelangt. Ashcroft,

die kleine Stadt am Fluss, wirkt mit ihren niedrigen Häusern,

Bäumen und satt-grün versprengten Rasenflächen

zwischen dem Asphalt wie eine kleine Oase. Zeit für einen

Zwischenstopp.

– Anzeige –

NECHAKO LODGE & AVIATION

Wildnis & Abenteuer

in British Columbia

Mit dem Ende des Goldrush war Umdenken gefordert.

Wie gut, dass die Täler der Region trotz Trockenheit so

fruchtbar sind. Feuchtgebiete und Flussmündungen liefern

bis heute kostbares Nass und Sonnenstunden im

Überfluss bieten im Tal ideale Bedingungen für den

bewässerten Obst- und Gemüseanbau.

Außerdem locken 30 °C im Juli viele Urlauber in die

Region, die als Top-Urlaubsziel in B.C. gilt. Kleine Provinzparks

und freundliche Resorts bieten naturnahe

Abwechslung und spannende Action. Zum Beispiel

beim Extreme-Velocity-Ziplining. Weil auch die Viehzucht

im Thompson Valley eine wichtige Rolle spielt,

ist das Angebot an Guest Ranches groß.

Fischen - Wandern - KanuFahren - WasserFlugzeug

gästezimmer - BlOcKhütten - restaurant

Wer von Vancouver aus die Tour auf dem Trans-Canada

Highway Richtung Norden antritt, wird auf der Reise wunderbare

Szenerien entdecken. Alleine die Fahrt durch den

Fraser Canyon ist spektakulär. Überquert man auf dem

2500 - 500 road, Vanderhoof, Bc, V0J 3a1

tel. 250 412 2665

Traumhafte Lodges & Resorts myspotlightmagazines.com

info@nechakolodge.com

39

www.nechakolodge.com


www.rkheliski.com

www.ecotours-bc.com

Heli-Ski-Abenteuer

wie aus dem Bilderbuch

Nordöstlich des Purcell Wilderness

Conservancy Provincial Park in British

Columbia liegt die Basis von RK Heliski.

Sportler aus aller Welt entdecken von

hier aus seit 1970 das Purcell Backcountry

auf Ein- und Mehrtagesausflügen

oder Wochentouren. Actiongeladene,

individuell zugeschnittene Heliski- und

Board-Erlebnisse für Gruppen und privat

geführte Trips werden auf Anfrage

für die Gäste zusammengestellt.

Skier, Snowboards und Sicherheitsausrüstung

sind bei RK Heliski immer inklusive

– genau wie das Frühstücksbuffet

und die Deluxe-Lunchpakete, die für

Stärkung vor und während der Abfahrten

sorgen.

Die von der Association of Canadian

Mountain Guides (ACMG) zertifizierten

Begleiter sorgen für die Sicherheit der

Gäste, bieten Informationen und vermitteln

jede Menge wertvoller Ski- und

Boardtechniken, die eine Abfahrt erst so

richtig zum Genuss werden lassen. Auf

die Sicherheit legt man bei RK höchsten

Wert, wenn es mit dem Bell 212, Bell 204

oder dem Astar an einige der höchsten

Landungsplätze der Region geht. Aus

bis zu 10.000 Fuß Höhe startet man zu

perfekten Abfahrten durch Waldgebiete,

über weite Gletscher und durch prächtigen

Pulverschnee!

Das RK Heli Plex ist die Basis des Unternehmens

und liegt mitten im Ski- resort

RK Heliski

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Kontakt:

Purcell Backcountry

Heliski-Anbieter mit Hotelbuchungsservice

Heli-Skiing, Heli-Boarding, Heli-Fondue,

Heli-Hockey, Heli-Skating

nfo@rkheliski.com

– eine ideale Voraussetzung, um das

Purcell Backcountry per Helicopter zu

erreichen.

Untergebracht ist man in einem der

Hotels im Panorama Mountain Village,

das nur wenige Fußminuten entfernt

zahlreiche Annehmlichkeiten zu bieten

hat. Einen Tag auf der Piste beendet man

hier am besten beim Après-Ski oder bei

einem Abendessen im Chopper’s Landing

Restaurant des RK Heli Plex. Nächtliche

Skifahrten sorgen für noch mehr

sportliche Aktivität und wer darauf keine

Lust hat, kann bei einem heißen Wellnessbad

relaxen. Langweilig wird es

einem hier auch am Ende des Skitags

keinesfalls.

© Steve Shannon Photography

Sechs Tage Abenteuer

mit dem Bärenflüsterer

Spirit of the Mountains – ein Back-Country Abenteuer in BC

Im Zentrum von British Columbia hat

Ecotours-BC im Sommer 2015 ein neues

faszinierendes Urlaubserlebnis für

Natur abenteurer im Gepäck: das Spirit

of the Mountains-Adventure. Sechs

Tage dauern diese neuen Erlebnistouren,

die man von Mitte Juli bis Mitte

September zusammen mit dem Cariboo

Mountains Bear-Whisperer Gary

durch die unberührte, ursprüngliche

Wildnis der Cariboo Mountains unternehmen

kann.

Das Canadian Signature Experience

Programm von Ecotours-BC ist vielen

ein Begriff, die exklusive Grizzlybären-

Beobachtungen lieben. Mit dem sechs

Tage langen Spirit of the Mountains-

Adventure hat man in diesem Sommer

Gelegenheit, die entlegene Natur der

Cariboo-Region noch etwas genauer

kennenzulernen. Gemütlich geht es am

ersten Tag mit dem Einchecken und

einem leckeren Abendessen los. Dabei

lernt man andere Teilnehmer und seinen

Gastgeber Gary Zorn kennen und

stimmt sich auf das vor einem liegende

Abenteuer ein. Der zweite Tag beginnt

mir einem Kanu-Trip auf dem Cariboo

River, bei dem man mit etwas Glück die

berühmten Grizzlies, Elche, Schwarzbären

und zahlreiche andere Tiere antrifft.

Tag drei führt auf eine Wanderung

durch die Region „Brew Lakes“. Auch

dort stromern Grizzlies durch die Wälder.

Man kann Karibus sichten und ein

Vogelkonzert begleitet den Ausflug.

Am vierten Tag erwartet die Teilnehmer

ein Heli-Hike ins ganz entlegene

Hinterland der Cariboo Mountains,

bevor dann der fünfte Tag schließlich

als ein Highlight ins Grizzly Valley führt.

Eine einzigartige Gelegenheit, bei einer

Wanderung durch Waldstücke und

Berg regionen die Natur an der Seite

einer echten Grizzlybären-Koryphäe zu

erleben – und den Duft der „wahren

Freiheit“ zu schnuppern. In der Pynatee-ah

Lodge wird man am letzten Tag

mit einem entspannten Frühstück verabschiedet

und nimmt Erinnerungen an

eine unvergessliche Zeit mit nach Hause.

Ecotours BC / Pyna-tee-ah

Lodge Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Kontakt:

Cariboo Mountains

Eco-Lodge

Grizzlybärenbeobachtungen, Naturabenteuer,

Wandern, Fliegenfischen,

Kanutouren, Heli-Abenteuer

adventure@ecotours-bc.com

© Mark Zebowitz, Gary Zorn – Ecotours BC

40 myspotlightmagazines.com Traumhafte Lodges & Resorts Traumhafte Lodges & Resorts myspotlightmagazines.com

41


Yoga in den Bergen

Entspannen am Burnie Glacier

www.bearmountaineering.ca

Besuch an der Sonnenküste

von Elke Schlotmann

An der Westküste Kanadas, der so

genannten Sunshine Coast, liegt die

West Coast Wilderness Lodge. Sie ist

in nur wenigen Flugminuten ab Vancouver,

Victoria oder Seattle erreichbar.

Direkt am Ufer einer Wasserkreuzung

der vier großen Inlets ist sie ein optimaler

Startpunkt für viele Aktivitäten in

der Natur.

Vom Ufer aus schweift der Blick über die

Wasserzuflüsse bis zu den bewaldeten

Bergrücken der vielen Inseln, die typisch

für diese Küstenregion sind. Hier finden

vor allem Kajak- und Kanufreunde optimale

Bedingungen für ausgedehnte Paddeltouren

entlang der Küstenlinien. Der

Regenwald bietet dabei immer wieder

überraschende neue Perspektiven und

Tiersichtungen, denn hier sind nicht nur

Weißkopfseeadler, Rehe und Wapitis zu

Hause, sondern auch Schwarzbären und

Wölfe. Die Fjorde werden bewohnt von

Seehunden, Orcas, Delfinen und vielen

anderen Arten.

West Coast Wilderness Lodge, Egmont, B.C.

Wanderer und Mountainbiker kommen

hier voll auf ihre Kosten, denn die Umgebung

lädt geradezu ein zu ausgedehnten

Touren, die auch geführt unternommen

werden können.

Action für Kajak-Könner bieten die Skookumchuck-Stromschnellen,

die in unmittelbarer

Nähe zur Lodge liegen und die

schnellsten Salzwasser-Stromschnellen

Nordamerikas sind. Bei Geschwindigkeiten

von über 16 Knoten ist hier eine

rasante Fahrt garantiert. Besonders bei

Leistungssportlern sind diese Stromschnellen

als Trainingsstrecke bekannt

und sehr beliebt.

www.wcwl.com

Entspannte Touren lassen sich mit dem

Ausflugsboot der Lodge machen. Ob

nun zur Wildtierbeobachtungstour in

die Inlets, zu einer der anderen Inseln

oder einem Tagesausflug zu den Chatterbox

Wasserfällen, es gibt viele verschiedene

Angebote. Auf einigen dieser

Touren können die Gäste auch die uralten

Felsmalereien der First Nations dieser

Region bewundern.

Wer höher hinaus will, kann sich beim

Heli-Hiking samt Guide auf einen der

umliegenden Gipfel fliegen lassen, auf

eine Tages-Gipfelwandertour gehen

oder auf einem einsamen, klaren Bergsee

paddeln – oder einfach nur einen

Spaziergang machen und sein Picknick

auf einem Plateau genießen, das den

Blick über umliegende Inseln, Berge und

Fjorde freigibt.

Der Tag wird abgerundet durch ein

Abendessen im Gourmet-Restaurant der

Lodge, mit Blick auf die Inlets. Danach

kann man den Tag wunderbar im Whirlpool

bei einem Glas guten Wein ausklingen

lassen.

West Coast Wilderness Lodge

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Webseite:

Sunshine Coast

Wilderness Lodge

Floatplane Tours, Kayaking,

Paddeln, Heli-Hiking

www.wcwl.com

© Ugur OKUCU (o.); Anton Bielousov (u)

© Christoph Dietzfelbinger

Inmitten der großartigen Bergwelt der

Howson Range, südwestlich des Ortes

Smithers, liegt die Burnie-Hütte – Basis

von Bearmountaineering und Wahl -

hei mat des geprüften Berg- und Skiführers

Christoph Dietzfelbinger. Einsam

und ab gelegen steht sie am Rand

uralter Wälder auf dem tra ditionellen

Territorium der Wet’suwet’en im Burnie-Shea

Provincial Park.

Hier locken im Hochsommer blühende

Blumenwiesen und eine herrliche Bergwelt

Wanderer und Abenteurer an.

Auch wer Ruhe und Entspannung sucht,

könnte wohl kaum einen besseren Ort

finden: In der Einsamkeit und Stille der

Berge bietet die Lodge ihren Gästen

neben zahlreichen Outdoor-Aktivitäten

auch ein Yoga- und Meditations-

Retreat an. Eine Woche lang kann man

dabei inmitten von Gletschern und auf

entlegenen Gipfeln seine Ausgeglichenheit

suchen und mit kreativen Techniken

experimentieren. Dabei erlernt man das

sogenannte „8-Limbed Ashtanga Yoga“

und meditiert täglich sitzend oder beim

Laufen über herrliche Bergpfade. Die

reiche alpine Pflanzenwelt der Region

sieht man so bald mit neuen Augen.

Wer im Sommer zum Yoga oder einer

Expedition in die Re gion aufbrechen

will, er reicht die Hütte nur per Wasserflugzeug.

Dann stehen auch Gipfelbesteigungen,

Bergwanderungen und die

großen al pinen Routen auf dem Programm

der Lodge.

Die Hütte mit ihren vier Schlafzimmern

und gemütlichen Betten ist das ganze

Bearmountaineering

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Kontakt:

Howson Range

Lodge / Bergführer

Tiefschneeskifahren, Eisklettern,

Bergtouren, Wandern, geführte

Mehrtages-Expeditionen, Yoga Retreat

info@bearmountaineering.ca

Jahr über geöffnet und bietet herr liche

Naturerlebnisse und ein gemütliches,

europäisch angehauchtes Flair. Auf

mehrtägige Expeditionen geht es mit

Bear Moun taineering zum Sti kine Ice-

Cap oder zu den beeindruckenden St.

Elias Moun tains. Seine Ausrüstung kann

man vor Ort nach Bedarf anmieten.

– Anzeige –

42 myspotlightmagazines.com Traumhafte Lodges & Resorts Traumhafte Lodges & Resorts myspotlightmagazines.com

43


www.ontarioparks.com/park/killarney

Naturoase im Yoho Nationalpark

von Elke Schlotmann

Lake O’Hara Lodge, Lake Louise

Die Gegend um Lake Louise ist bei Kanada-Besuchern sehr beliebt, denn diese Region bietet wirklich atemberaubende Naturschönheiten.

Unweit des berühmten Lake Louise findet man mitten in der Natur eine Oase, die trotz der relativen Nähe zum

touristischen Hotspot ein Gefühl von Ruhe und völliger Abgeschiedenheit vermittelt.

Die Lake O’Hara-Lodge liegt in einem Bereich des Yoho Nationalparks,

der für Fahrzeuge gesperrt ist. Sie kann daher nur per

hauseigenem Shuttle der Lodge erreicht werden.

Der See selbst, an dessen Ufer die Lodge liegt, ist zwar kleiner

als sein berühmter Bruder, Lake Louise, steht diesem aber an

Schönheit in nichts nach. Eingebettet zwischen steilen Berghängen

leuchtet der glasklare See den Besuchern schon von

weitem strahlend türkisblau entgegen. Die Region besticht

durch ein sehr gutes Netz von Wanderwegen, die für jeden

Anspruch schöne Möglichkeiten für Touren in die Natur bieten.

In der Abgeschiedenheit können Wanderer hier eine Vielzahl

unterschiedlicher herrlicher Aussichten genießen. Hier gehen

weite Wiesenflächen mit blühenden Wildblumen über in Lärchenwälder

und es glitzern klare, kalte Bergseen umrahmt von

schroffen Felsen.

44 myspotlightmagazines.com

Die Vielfalt der Farben und Panoramen macht diese Region zu

einem Geheimtipp für Landschaftsmaler und Naturfotografen.

Wer noch höher hinaus will, kann von der Lodge aus zu hochalpinen

Klettertouren starten. Von einfacheren, kurzen Tagestouren

bis hin zu anspruchsvollen Gipfeltrecks bieten sich den

Gästen verschiedene Möglichkeiten, die sich an den persönlichen

Fitness- und Erfahrungsstand anpassen lassen.

Im Sommer findet man hier einen Ort, um zur Ruhe zu kommen,

in der einsamen Natur zu entspannen, den Blick schweifen zu

lassen und den Tag im eigenen Rhythmus zu genießen. Im Winter

muss man sich den Aufenthalt in der Lodge jedoch selbst

erarbeiten. Der Wintertrail dorthin ist 11 Kilometer lang und

kann nur per Skier oder mit Schneeschuhen genutzt werden.

Wer diese Anstrengung nicht scheut, wird mit einem Skierlebnis

der besonderen Art belohnt. Von erfahrenen

Guides geführte Skitouren durch die stille,

menschenleere Winterlandschaft bieten die

Möglichkeit, diese Region ganz intensiv in

ihrem Winterkleid zu erleben. Fernab von Skiliften

und -hütten ist der Weg das Ziel. In der

abendlichen Runde am Kamin kann der Tag

dann entspannt ausklingen.

Lake O‘Hara in den

kanadischen Rockies

Lake O’Hara Lodge

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Webseite:

www.lakeohara.com

Lake Louise - Banff

Lodge

Hiking, Skiing, Backcountry Adventures

www.lakeohara.com

Traumhafte Lodges & Resorts

© Marisa Estivill (o.); Christopher Gardiner (u. l.)

© edwin luo (o.); RuthChoi (u.l.)

Ontario Killarney

von Andrea Härtlein

Idylle an der Georgian Bay

Die riesige Bucht der Georgian Bay erstreckt sich am Lake Huron von der östlichen Seite der

Bruce Peninsula bis nach Killarney und Manitoulin Island. Dort liegt, südlich von Sudbury, auch

der Killarney Provinzpark und bietet auf seinen über 600 Quadratkilometern immer wieder

beeindruckende Ausblicke auf eine verwunschene Landschaft.

An der Küstenregion dominieren pinkfarbene Granitfelsen und leuchten in einem

herrlichen Farbenspiel. Dagegen blitzt das weiße Quarzgestein der La Cloche

Mountains weiter im Landesinneren hoch in den Himmel und leuchtet mit dem

saphirblauen Wasser der vielen Seen um die Wette.

Im Killarney Provinzpark kann man zu ausgedehnten Backcountry-Touren durch

eine wunderbare Landschaft aufbrechen, zum Beispiel mit dem Kanu, dem Kajak,

oder zu Fuß. Wanderrouten und Trails gibt es jede Menge. Da wäre unter anderem

der ca. 80 Kilometer langen La Cloche-Silhouette Trail, der sich durch die Berg- und

Waldlandschaft des Parks schlängelt.

Besucher, die sich hier für einen Campingausflug entscheiden, werden wirklich

belohnt: Der George Lake Campground am südlichen Zipfel des gleichnamigen

Sees, direkt an der Route 637, ist ein besonders idealer Ort. Hier lassen sich gerne

Familien nieder, denn der Campingplatz bietet Zugang zu wunderbaren Stränden

und Kanutouren. Die Yurten dort kann man das ganze Jahr über buchen und

im Winter im von hier aus auf Crosscountry-Skitouren oder zum Schneeschuhlaufen

aufbrechen.

Das historische Dorf Killarney wurde übrigens 1820 gegründet, als der Pelzhandel

Kanadas auch in der Georgian Bay florierte. Über die Geschichte der Region haben

die engagierten Mitarbeiter des Parks viel zu berichten. Eigens zur Wahrung des

historischen Erbes hat man spezielle Programme gegründet, die Gäste tagsüber

oder am Abend besuchen können. Dabei lernt man viel über Flora und Fauna und

das Tierleben der Gegend oder das kulturelle Erbe, das von moderner Kunst bis zu

Entdeckung prähistorischer Stätten reicht.

Auf geführten Exkursionen kann man im Killarney Provinzpark übrigens auch ein

anderes, typisch kanadisches Phänomen bewundern: den außerordentlich dunklen

Himmel und Millionen von Sternen im Killarney Observatory! Galaktisch.

Kanutour in Killarney

Ontario

Hauptstadt: Toronto

Einwohner: ca. 13,7 Mio. (2014)

EW / km 2 : ca. 14,1

Highlights: Lake Superior, Kakabeka

Falls, Sleeping Giant Provinzpark,

City of Thunder Bay

Tourismus: de.ontariotravel.net

Traumhafte Lodges & Resorts myspotlightmagazines.com

45


Ontarios herrliche Seenwelt

 Entpannen auf der

Teufelsinsel

Im von zahllosen Seen und Flüssen durchzogenen Osten Ontarios liegt der Lake Temagami mit

seinen vielen kleinen Inseln und zerklüfteten Ufern.

Im nördlichen Teil des Sees, findet mandas

idyllische Devil’s Island. Einsam

und naturbelassen bietet die „Teufelsinsel“

ein atemberaubendes Naturszenario

aus uralten Wäldern und nahezu

unberührten Seeufern. Wer Ruhe sucht,

wird hier mit Sicherheit fündig. Nur

gelegentlich durchbricht der Ruf einer

Eule die Stille. So klar scheint das Wasser,

dass man es fast aus dem See trinken

könnte.

In der Ojibway Family Lodge, im Norden

der Insel, finden Naturliebhaber

eine rustikale und naturnahe Unterkunft

in reinster Abgeschiedenheit.

Wer es gerne einsam mag, wird die

unzähligen Stunden, die er hier an und

auf dem Wasser und an der frischen

Luft verbringen kann nur so in sich aufsaugen.

Herrliche Sonnenuntergänge

sind Vorboten eines ganz besonderen

Spektakels in der Nacht. Dann scheint

das Universum am pechschwarzen

Himmel einfach unendlich. Stundenlang

kann man die Sterne betrachten

und sich dabei immer kleiner fühlen.

Was die Verpflegung angeht, ist man in

der Lodge allerbestens aufgehoben. Bei

Ojibway liebt man das Essen und versorgt

seine Gäste dreimal am Tag mit

„family-style Meals“. Herzhaft gefüllte

„Picknickkörbe“ sorgen dafür, dass

man auch auf seinen langen Wanderungen

oder beim Zusammentreffen

an einem gemütlichen Lagerfeuer perfekt

versorgt ist.

Den Lake Temagami und die Insel kann

man auf vielfältige Weise entdecken:

mit einem kurzen Sprung ins Wasser,

einem Angeltag, einer Kanuexpedition

oder auf einer Tour mit dem Kajak.

Auf langen Wanderungen durch die

faszinierenden Wälder trifft man die

Tierwelt der Region an. Und Sonnenuntergänge

gibt es hier wie Sand am Meer

– am besten genießt man sie bei einem

ruhigen Stündchen am Wasser oder auf

der Veranda der Loge.

Wer die Ojibway Family Lodge besucht,

muss ein wenig Abenteuerlust mitbringen.

Es führt keine Straße direkt bis an

die Haustür! Gerade diese Abgelegenheit

aber macht die Lodge bei vielen

Gästen so ungemein beliebt.

Ojibway Family Lodge

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Kontakt:

Lake Temagami/Nipissing District

Wilderness Lodge

Wandern, Angeln,Tierbeobachtung,

Kanufahren, Kajaken

tanya@keewaydin.org

© Ojibway Family Lodge (o.)

www.ojibwayfamilylodge.com

© Fred Morton

46 myspotlightmagazines.com

Traumhafte Lodges & Resorts



Der Ruf der Wildnis

im Algonquin Park

© Algonquin Eco-Lodge / Call of the Wild

www.illuminasiacalgaryzoo.com

www.banfflakelouise.com

www.jasperdarksky.travel

Wer Ontario besucht, wird sicher den Algonquin Park auf seinen Reiseplan setzen. Seine riesigen

Wälder kann man auf den vielen Wanderwegen erkunden. Zahllose Seen machen den Provinzpark

Ontarios zu einem attraktiven Ausflugsziel. Gerne auch mal für ein paar Tage am Stück.

Eine ideale Unterkunft für Touren im Algonquin Park bietet die

Algonquin Eco-Lodge. Diese ausgezeichnete Wildnis-Lodge

an der Südspitze des Parks liegt versteckt im Wald, direkt an

einem privaten See, dem Moffat Pond. In der idyllischen Landschaft

rauscht ein kleiner Wasserfall und sogt für eine ganz

besondere Geräuschkulisse – und für die Stromversorgung

der Lodge. Schon der Weg zu dieser Herberge gerät zu einer

kleinen, hübschen Waldwanderung: Ca. zweieinhalb Kilometer

geht es zu Fuß durch den Algonquin Park, bevor man das

48 myspotlightmagazines.com

Gebäude erreicht. Das Gepäck muss man dabei natürlich

nicht schleppen – es wird von den Gastgebern abgeholt.

Während man in den gemütlichen Zimmern ganz in Ruhe

entspannen und seine Privatsphäre genießen kann, bietet

die Lounge Gelegenheit, die anderen Gäste kennenzulernen.

Die kommen meist aus aller Welt und freuen sich auf

den Austausch mit Gleichgesinnten.

Im Sommer wird das Kanufahren hier ganz groß geschrieben

und wer nicht auf Wasserwegen umherpaddelt, der

geht auf Wanderungen oder erkundet den Provinzpark

zu Pferd. Der 30 Kilometer lange Wanderweg der Lodge

beginnt direkt vor der Haustür. Auch beim Geocaching bietet

sich eine besondere Möglichkeit, die Vielfalt der Landschaft

zu entdecken. Wer schwimmen will, kann auf ein

riesiges Angebot zurückgrei- fen, denn Wasser gibt es

hier garantiert genug. Und auch das Tierleben ist höchst

abwechslungsreich. Man ist ja schließlich mitten im Wald!

Rehe, Biber, Elche und natürlich Bären trifft man hier neben

Stachelschweinen, Mardern und Nerzen! Und weil die

Eco-Lodge ganz in der Nähe ihr „eigenes“ Wolfsrudel hat,

muss man sich nicht wundern, wenn ein lau- tes Heulen

gelegentlich als Antwort auf die menschlichen Aktivitäten

aus dem Wald schallt.

Besonders Aktiven empfehlen sich die 3- bis 4-Tages-Touren

mit dem Kanu, die man am besten gemeinsam mit seinen

Gastgebern plant.

www.AlgonquinEcoLodge.com

Algonquin Eco-Lodge – Call of the Wild

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Kontakt:

Algonquin Provincial Park

Eco-Lodge/Wilderness Lodge

Wandern, Reiten, Geocaching, Schwimmen,

Camping & Kanutouren, Schneeschuhwanderungen,

Cross Country Skifahren,

Dog Sledding, Tierbeoachtungen

adventure@callofthewild.ca

Traumhafte Lodges & Resorts

© Jason Patrick Ross

Bunter Herbst in Alberta

von Andrea Härtlein

Im Herbst wird es in Kanada bekanntermaßen bunt. Das Laub der Bäume färbt sich und

mancherorts bricht ein wahres Feuerwerk der Farben aus. Auch in Alberta schöpft die Natur in

dieser Jahreszeit aus den Vollen. Die Saison hält einige herrliche Höhepunkte für die Besucher

bereit.

Lake Louise feiert mit dem Festival

WonderFall zwischen Anfang September

und Mitte Oktober ein besonderes

Herbstfest. Wenn die Landschaft

des Banff Nationalparks im Herbstkleid

erscheint, leuchten besonders die Lärchenwälder

goldgelb bis rot. Ein herrlicher

Rahmen für die Veranstaltung,

die dann mit diversen Aktivitäten lockt.

Wanderungen zum Larch Valley, Ausritte

zum Lake Agnes Tea House und

Kanufahrten auf dem Lake Louise stehen

auf dem Programm. Für passionierte

Hobbyfotografen hat man sich

Fotografie-Workshops ausgedacht und

etliche Vorträge von Naturforschern

informieren Wissbegierige zu verschiedenen

Themen. Auch einen Abstecher

wert: die Fahrt mit der Lake Louise

Sightseeing Gondola. Sie bringt Besucher

auf über 2.000 Meter, wo ein paar

spektakuläre Ausblicke nebst lokalen

Leckereien warten, die Besucher im

Whitehorn Lodge Restaurant genießen

können.

Auch im Jasper National Park bieten

sich Ausblicke, die man nur selten

auf der Welt findet: Als zweitgröß-

tes Dark Sky Preserve rühmt sich der

Nationalpark seines besonders beeindruckenden

Himmelszelts. In dem

„Nachthimmelreservat“ herrscht eine

so geringe Luftverschmutzung, dass

der Blick in die Sterne besonders klar

ausfällt. Das ganze Jahr über kann man

Vorführungen im Planetarium im Zentrum

von Jasper besuchen und danach

im Freien zusammen mit einem Astronomen

die bekannten – und weniger

bekannten – Sternbilder am Nachthimmel

suchen. Dabei hilft das größte Teleskop

der Rockies, denn wir befinden

uns hier immerhin im Land der Superlative.

Als Krönung feiert man in Jasper

vom 16. bis 25. Oktober das Dark Sky

Festival. Dann halten Experten spannende

Vorträge und geführte Nachtwanderungen

und ein Streichkonzert

des Edmonton Symphony Orchestra

bieten zehn Tage lang einen bezaubernden

Rahmen.

Eher von innen leuchtet der Calgary

Zoo im Herbst. Von Mitte September

bis Anfang November bringt dort das

Illuminasia Festival Besucher zum Staunen.

Mehr als 180 handgefertigte chine-

sische Laternen zeigen Tiere jeder Art

und erleuchten das Areal auf mystische

Weise. Themenwochen stellen dann

nacheinander die chinesische, japanische

und indische Kultur in den Vordergrund.

Kulinarisch ist man dann im Zoo

gut versorgt und wer Muße hat, kann

sich bei speziellen Garten- und Kunstworkshops

Inspiration suchen. Ganz

klar: Auch dieser Herbst wird bunt in

Kanada

Alberta

Hauptstadt: Edmonton

Einwohner: ca. 4 Mio. (2013)

EW / km 2 : ca. 5,1

Highlights: Banff National Park, Icefields

Parkway, Wood Buffalo National

Park, Kananaskis Country

Tourismus:

travelalberta.com

Traumhafte Lodges & Resorts myspotlightmagazines.com

49


www.chungocreekoutfitters.com

Neufundland & Labrador

Vom Cowboyleben

in Alberta

Ein neuer Nationalpark entsteht

von Andrea Härtlein

Wie war das – damals im Westen Kanadas? Bei Chungo Creek

Outfitters kann man dieser Frage auf den Grund gehen. Besucher

aus der ganzen Welt begeben sich hier auf die Suche nach

dem „echten Alberta“, dessen Wurzeln und Traditionen die

Chungo Creek Familie seit mehr als 15 Jahren hochhält. Hier

wandelt man auf den Spuren der Menschen, die mit Mut und

Entschlossenheit die ersten Wege durch die Wildnis erschlossen.

Eine Spurensuche zu Pferd, die stolz von der Entdeckerkultur

und den Traditionen Westkanadas erzählt.

Man muss kein Top-Reiter sein, um mit Chungo Creek auf

Tour zu gehen. Viele Abenteuer bietet der Outfitter an und

so findet sich etwas für jeden Geschmack und alle Altersgruppen.

Auf stundenweisen oder tagelangen Ausritten

kommt man der Natur hier immer sehr nahe.

Gestartet wird an den Cabins und bevor das Abenteuer

beginnt, erhalten die Reiter eine Einführung: Wie geht das

mit dem „Western Riding“ und welche Sicherheitsvorkehrungen

muss man beachten, bevor es mit dem Pferd durch

die herrlichen Wälder und Berge geht? Wer so vorbereitet

startet, erlebt bald einen tollen Ausritt.

Ganz Abenteuerlustige finden in den Back-Country- Camps

von Chungo Creek eine tolle Möglichkeit, die Natur Albertas

ganz aus der Nähe zu entdecken. In den Bergen kann

man nicht nur reiten, son- dern auch Wanderungen unternehmen,

angeln und das Tierleben bewundern – oder einfach

ausspannen.

Chungo Creek Outfitters

Region:

Kategorie:

Aktivitäten:

Kontakt:

Alberta Rocky Moutains

Reiter-Lodge, Wood-Cabins & Zelte

Angeln, Reiten, Tages- & Mehrtages-Ausritte,

Trail-Rides, Bootstouren (Jet-Boats)

chungocreek@hotmail.com

© Chungo Creek Outfitters

© Brian Guest (o.); Marisa Estivill (u. r.)

Die Wikinger nannten ihn den „Wonderstrand“, als sie bei ihren Seereisen vor über 1.000 Jahren

hier anlegten. Der 50 Kilometer lange Sandstrand, der sich vor dem Hintergrund der ruppigen

Bergwelt da vor ihren Augen an der Ostküste des südlichen Labrador erstreckte, muss einen

großen Eindruck auf die fremden Seefahrer gemacht haben. Damit sind sie nicht alleine.

Kanadas neuester Nationalpark soll

hier, rund um die Mealy Mountains entstehen

und das größte Naturschutzgebiet

im Osten der Nation werden. Mit

ca. 10.700 Quadratkilometern Fläche ist

er halb so groß, wie das Bundesland

Hessen.

Die Berge, die den Lake Melville in

Labrador überblicken, gelten als traditionelles

Jagdgebiet der indigenen

Bevölkerung, die ihre angestammten

Jagdrechte behalten wird. Hier findet

man eine unglaubliche vielfältige Tierwelt

und spektakuläre Lachsflüsse.

Die Bewahrung der Landschaft und

ihrer ökologischen Vielfalt sollen im

Vordergrund stehen, wenn die kanadische

Parkbehörde hier die Regie übernimmt.

Es geht um den Schutz der

bedrohten Karibuherden in den Mealy

Mountains, wo auch Wölfe, Schwarzbären,

Marder und Füchse leben. In der

südlichen Sektion des Parks sollen sich

Zugvögel auf der Durchreise in Zukunft

in dem weitläufigen Feuchtgebiet niederlassen.

Noch weiter südlich wird

sich ebenfalls etwas verändern: Hier

ist die Einrichtung eines Provinzparks

geplant, der Eagle River Waterway Provincial

Park. Damit wird der Eagle River,

der als Lebensraum der bedrohten

atlantischen Lachse gilt, unter Schutz

gestellt. Mehr als 30.000 Lachse ziehen

hier jährlich auf dem Weg zu ihren

Laichstätten flussaufwärts vorbei.

Auch Besuchern soll es möglich sein,

den Park zu durchwandern und eine

Reihe anderer Freizeitaktivitäten

wahrzunehmen. Doch für die nächsten

fünf Jahre wird sich Parks Canada

zunächst mit den Vorbereitungen für

eine nachhaltige Tourismusstrategie

befassen. Dabei will man vor allem die

Erfahrungen der hier lebenden Menschen

berücksichtigen und die Provinzregierung

eng mit in die Planung

einbeziehen.

Bis der 46. Nationalpark Kanadas offiziell

eröffnet wird, muss man sich also

noch ein wenig gedulden. Langweilig

wird es in der nördlichen Atlantikprovinz

aber sicher nicht. Es stehen immerhin

noch andere spektakuläre Touren

und Orte auf der Liste der Neufundland-

Fans: die Torngat Mountains im Norden

Labradors, Terra Nova, an der Ostküste

Neufundlands und Gros Morne, eine

weltbekannte UNESCO World Heritage

Site im Westen der Insel.

Newfoundland & Labrador

Hauptstadt: St. John‘s

Einwohner: ca. 514.000 (2011)

EW / km 2 : ca. 1,2

Highlights: Goobies Viewpark, Grand

Bank, Frenchman‘s Cove,

Winterland Eco Museum;

Tourismus:

newfoundlandlabrador.com

50 myspotlightmagazines.com

Traumhafte Lodges & Resorts

Traumhafte Lodges & Resorts myspotlightmagazines.com

51


- Städteporträt -

Catch & Release:

Angel-Expedition

in Neufundland & Labrador

Neufundland und Labrador

ist geprägt von wilder und

ursprünglicher Natur und

beherbergt eines der letzten

großen Wildgebiete der

Welt. Elche, Karibus und

Schwarzbären bevölkern die

Landschaft und beeindrucken

durch ihre imposante Größe.

Und auch Forellen und Lachse

nehmen in der Provinz

beachtliche Ausmaße an.

www.nloa.ca

renen Guides, die einen Jagd- oder

Angelurlaub in Neufundland zu einem

denkwürdigen Erlebnis werden lässt.

Sie alle kennen das Land wie ihre Westentasche

und sind mit dem Regelwerk

der kanadischen Regierung vertraut.

Diese gibt unter der Federführung von

Fisheries and Oceans Canada jährlich

den umfangreichen Angler’s Guide heraus,

der auf gut 50 Seiten die Regeln

für Angel-Urlauber, Formalitäten und

Lizenzvorschriften erklärt und über die

Gebührenordnung der Provinz informiert.

Laut Angler’s Guide beginnt die

Angelsaison 2015 in Neufundland im

Juni und dauert bis Anfang/Mitte September.

Das „Fall Angling“ am Gander

River, Exploits River und Humber River

wird demnach vom 8. September bis 7.

Oktober möglich sein.

Örtliche Outfitter kennen diese umfangreichen

Saison-Bestimmungen und

wissen, wie die Vorschriften für Fangmengen

oder das Catch-and-Release

lauten.

© NLOA

Edmonton –

berühmte westkanadische

Gastfreundschaft

Neufundland & Labrador ist ein attraktives

Reiseziel für Jagdbegeisterte. Zahlreiche

Outfitter bieten hier ihre Dienste

an, deren Inanspruchnahme bei einem

Jagdurlaub obligatorisch ist. Aber auch

Angler tun gut daran, sich einem professionellen

Führer anzuvertrauen,

der sie in die besten Angelgebiete der

Atlantikprovinz führt.

Die Newfoundland and Labrador Outfitters

Association (NLOA) vertritt seit

Jahren die Jagdanbieter der Region und

setzt dabei hohe Qualitätsstandards.

Nicht zuletzt ist es die ausgezeichnete

Expertise der zertifizierten und erfah-

– Anzeige –

© 2009fotofriends

von Kate Walker

Die Hauptstadt Albertas, hat so viel zu bieten, dass es schwer zu sagen ist, was eigentlich

das Schönste an ihr ist. Bei so vielen rund ums Jahr stattfindenden Veranstaltungen

und unschlagbaren Outdoor-Sportmöglichkeiten erstaunt es nicht, dass Besucher sich

sofort in Edmonton verlieben. Das Reiseziel am Nordufer des North Saskatchewan River

vereint städtischen Charme und westkanadische Gastfreundschaft. Perfekt für einen

Wochenendausflug oder einen längeren Aufenthalt!

{

Traumhafte Lodges & Resorts

52 myspotlightmagazines.com myspotlightmagazines.com

53


Den Sommer über ist Edmonton dank

seiner zahllosen Festspiele auch als

„Festival City“ bekannt. Von Theater,

Jazz und Rockmusik bis hin zur Straßenkünstlerszene

gibt es kaum etwas,

dem man hier nicht ein Festival gewidmet

hat. Naturliebhaber dagegen können

die warmen schönen Tage im Elk

Island National Park, dem North Saskatchewan

River Tal und auf den 160

Kilometer langen Radwegen der Stadt

genießen.

FESTIVAL CITY – AUCH IM

WINTER

Wenn die Temperaturen fallen, erwecken

die funkelnden Luminaria Winterspazierwege

und das Ice on Whyte

Festival die Stadt zu neuem Leben. Im

Rabbit Hill Snow Resort warten verschneite

Hänge nur darauf, unter die

Skier zu kommen. Warum sollte man

sich vor der Kälte verstecken, wenn man

sie zum Skilanglauf, einer Rodelfahrt

auf einem der vielen Schlittenhügel

der Stadt oder einem freundschaftlichen

Eishockeyspiel auf zugefrorenen

Teichen auch genießen kann?

KULINARISCHE HIGHLIGHTS

Edmontons breitgefächerte Gastronomie

gefällt Feinschmeckern und Weinkennern,

wie auch Biertrinkern. In den

prämierten Restaurants, kleinen Pubs,

Straßencafés und altmodischen Diners

findet sich eine beeindruckende Auswahl

von Speisekarten – egal, ob man

nur einen schnellen Happen essen oder

es sich bei einem mehrgängigen Menü

gutgehen lassen will. So viele Köstlichkeiten

hat Edmonton zu bieten, dass

in der Stadt jedes Jahr im Juli Kanadas

größtes Gastronomiefestival stattfindet:

das passend benannte „Taste

of Edmonton“. Die von Profi-Köchen

angebotenen Workshops und auch

die Gelegenheit, dort extra zubereitete

Leckereien zu probieren, sind ein perfekter

Zeitvertreib für einen warmen

Sommertag.

© Ronnie Chua/shutterstock.com

Wer stattdessen modernere Wunderwerke

bevorzugt, liegt mit einem

Besuch der West Edmonton Mall, Nordamerikas

größtem Einkaufszentrum,

genau richtig. Die 350.000 Quadratmeter

große Fläche mit über 800 Geschäften,

sowie einem unter Dach gelegenen

Wasserpark und Achterbahn, ist ein

Erlebnis ohnegleichen, das man nicht

verpassen sollte. Und ob man nun ein

Eishockeyfan ist oder nicht: Im Oktober

sollte man sich ein Spiel der Oilers

nicht entgehen lassen. Die elektrisierende

Atmosphäre, frenetische Fans und

die Chance, Kanadas Nationalsport live

mitzuerleben, lassen bleibende Erinnerungen

an eine wirklich bemerkenswerte

Stadt entstehen.

Edmonton lässt sich durch eine unvergleichliche

Vielzahl von Aktivitäten entdecken

und erleben – und vor allem

genießen. Dank der unzähligen Attraktionen

und Sehenswürdigkeiten kann

man gar nicht anders, als sich in dieser

wunderbaren Stadt wohlzufühlen. ❧

www.exploreedmonton.com

– Anzeige –

EDMONTON „INDOOR“ ERLEBEN

Historisch interessierte Besucher locken

Edmontons interessante Museen. Wie

das Royal Alberta Museum mit seinen

Ausstellungen über Dinosaurier und die

Eiszeit. Es hat sogar eine Bärenhöhle zu

bieten, in die man hinein krabbeln kann.

Das John Walter Museum dagegen ist

Edmontons Pionierzeit gewidmet.

© Jeff Whyte (o.); Shebeko (u.)

54


Kanada Spezial –

Backcountry-Träume:

Die Mountain-Lodge

im Yoho Nationalpark

Anreise zur Lodge

Von Calgary dauert es mit dem Auto rund zweieinhalb

Stunden bis zur Cathedral Mountain Lodge.

Man startet auf der 16. Ave. Richtung Westen und

stößt auf den Trans-Canada Highway 1, der über

Canmore, Banff und Lake Louise direkt in den Yoho

Nationalpark führt. Rund drei Kilometer vor dem

Ort Field biegt man nach links auf die Yoho Valley

Road und fährt Richtung „Takakkaw Falls“. Nach vier

Kilometern liegt die Lodge hinter einer Brücke auf der

rechten Seite.

von Sibylle Kautz-Freimuth

Von Kanadas Rocky Mountains geht eine Faszination aus, die sich nur schwer in Worte

fassen lässt. Dem staunenden Besucher eröffnet sich eine gigantische Bergwelt mit

weiten Gletscherarealen und imposanten Wasserfällen, schillernden Seen und kraftvollen

Flusslandschaften. Darüber hinaus findet man hier Zeugnisse aus einer Zeit vor über 500

Millionen Jahren, die uns viel darüber erzählen, wie die Erde entstanden ist. Zu Recht hat die

UNESCO die Region der Nationalparks Yoho, Kootenay, Banff und Jasper bereits 1984 zum

Weltnaturerbe erklärt. 1990 kamen die Provinzparks Mount Assiniboine, Mount Robson und

Hamber hinzu. Mitten im Herzen des Yoho Nationalparks liegt die Cathedral Mountain Lodge,

eine einzigartige 4-Sterne-Unterkunft im historischen Stil der Rocky Mountains. Hier warten

31 antike Blockhäuschen direkt am Ufer des Kicking Horse River auf Gäste, die wahres

Bergfeeling und Entspannung pur erleben möchten.

Ursprünglich wurden die ersten Hütten auf dem Areal in

1930er Jahren erbaut. In den Mount Stephen Bungalows,

wie sie damals hießen, wohnten die Bergarbeiter, die in den

Kicking Horse und Monarch Minen Blei-, Zink- und Silbererze

schürften. Ende der 1950er Jahre begann man, die Hütten

für Touristen und andere Reisende zu öffnen. 2002 kaufte

schließlich Nancy Stibbard von den Capilano Group Companies

(CGC) das Anwesen und renovierte die Hütten umfassend

im alten Rocky-Mountain-Stil. Im Mai 2006 wurde die

Lodge in neuem Glanz eröffnet. Hinzu gekommen war ein

neues Holzhaus, ebenfalls im antiken Stil, in dem eigens ein

Restaurant eingerichtet wurde. Hier darf man sich auf leckere

Gerichte mit frischen, ökologisch erzeugten Zutaten freuen,

die von örtlichen Farmer und kleinen Anbietern bezogen

werden. Die Meerestiere, die auf dem Speiseplan stehen,

stammen allesamt aus Wildfang oder zertifiziert nachhaltiger

Herkunft.

ENTSPANNEN MIT BLICK AUF DIE BERGE

Wer den Frieden der Bergwelt und zugleich einen zentralen

Ausgangspunkt für Ausflüge zu den touristischen Höhepunkten

der Gegend sucht, ist hier genau richtig. In den Hütten für

zwei oder vier Personen findet der gestresste Städter absolute

Ruhe. Bewusst wurde sogar auf Fernseher und Telefonanschluss

verzichtet. Alle Häuschen sind mit gemütlichem

handgefertigtem Holzmobiliar ausgestattet und haben – je

nach Ausführung – einen kuscheligen Holz- oder Gaskamin.

Zu jeder Hütte gehört eine eigene Veranda mit Blick auf den

Fluss und die Berge. Ab und zu, so berichten Gäste, kommt

hier sogar ein Bär vorbei. Im Preis inbegriffen sind Frühstück

und Nachmittagstee mit Keksen. Alle Gäste können zudem

auf dem rund 35 Kilometer entfernten Moraine Lake kostenfrei

Kanu fahren und die Wasseridylle genießen oder an den

täglich angebotenen drei- bis vierstündigen geführten Wanderungen

teilnehmen.

© Bjoern Alberts

© Cathedral Mountain Lodge

Schon in nächster Nähe warten weitere Highlights. Bis zu den

Takakkaw Falls mit freiem Wasserfall von 254 Metern fährt

man von Lodge aus nur wenige Kilometer. Hier startet eine

der Exkursionen zur berühmten „Burgess Shale“, wo Fossilien

aus grauer Vorzeit lagern (siehe Infobox). Von dort brechen

auch Backcountry-Fans auf, um durch das Yoho River Valley

zu den Laughing Falls zu wandern. Obwohl der Weg nur ca.

8, Kilometer lang ist, weist Parks Canada die Wanderung als

Zweitagestour aus. Noch weiter im Hinterland kommt man zu

den Twin Falls, einem spektakulären Doppel-Wasserfall gleich

neben der Twin Falls Tea House National Historic Site.

WANDERN IN NAHEN YOHO NATIONALPARK

Insgesamt verfügt der Yoho Nationalpark über mehr als

400 Kilometer wundervolle Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden.

Einige beginnen am Emerald Lake, der ebenfalls

nur 16 Kilometer von der Lodge entfernt liegt. Und auf

dem Weg dorthin sollte man keinesfalls einen Blick auf die

„Natural Bridge“ verpassen. Dort hat sich der Kicking Horse

River einen Weg durch das Kalkgestein gefräst, sodass eine

natürliche Brücke entstanden ist. Outdoor-Hungrige haben

außerdem noch viele weitere Gelegenheiten, sich draußen

zu tummeln, zum Beispiel beim Wildwasserrafting, bei Kajaktouren

oder auf Reitausflügen.

Der Sommer in den kanadischen Rockies ist allerdings kurz.

Ab Oktober naht der Winter und viele Zugangswege im

Yoho Nationalpark werden geschlossen. Auch für die Cathedral

Mountain Lodge ist die Saison dann zu Ende. Aber der

nächste Sommer kommt garantiert. Und was spricht dagegen,

schon jetzt den einmaligen Bergurlaub in den kanadischen

Rockies zu planen? ❧

Ein Fenster in die Urzeit:

Das Wunder der Burgess

Shale Fossilien

Nirgendwo in Kanada gibt es einen Platz wie

den Burgess Shale. Diese Steinbruchregion im

Yoho Nationalpark, zwischen Wapta Mountain

und Mount Field, beherbergt eine der weltweit

ältesten und bedeutendsten Fossilienfundstätten.

Entdeckt wurde das Gebiet 1909 von dem amerikanischen

Paläontologen Charles Walcott. Er

fand unzählige ihm unbekannte Fossilien, deren

Weichteile ungewöhnlich gut erhalten waren. Von

den damals zunächst als Kuriositäten verkannten

Funden weiß man heute, dass sie äußerst seltene

Meeresfossilien sind. Sie stammen aus einer

relativ kurzen Zeitspanne im Mittleren Kambrium,

das man vor gut 500 Millionen Jahren ansiedelt,

als sich die Region noch 200 Meter unter dem

Meeresspiegel befand. Die Fossilien lassen Rückschlüsse

auf die frühen Entstehungsprozesse der

Erde zu. Auf eigene Faust darf man die geschützte

Gegend nicht betreten. Für Gruppen von bis zu 12

Personen bietet der Park jedoch von Juli bis Mitte

September geführte Touren mit kundigen Guides

an – ein Erlebnis der Superlative, das zwar eine

gute Kondition erfordert, dafür aber unvergessliche

Einblicke in eine unglaubliche Landschaft

und in die Geheimnisse der Urzeit gewährt. Die

klassische Tour zum Walcott Quarry startet an

den Takakkaw Falls. Sie dauert hin und zurück

zehneinhalb Stunden. Reservierungen sollten

aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen

frühzeitig erfolgen, am besten schon ab Januar

für die kommende Saison.

(www.reservations.parkscanada.gc.ca)

56 myspotlightmagazines.com

57


– Kulinarisches Kanada

Leben im Kartoffelparadies:

Prince Edward Island

von Mary Harris

Als die ersten Siedler hier ankamen,

mussten sie für ihre Felder die Wälder

roden. Zwischen den Baumstümpfen

ließen sich leicht Kartoffeln anpflanzen,

die eine relativ schnellwachsende Nahrungsquelle

waren.

Es stellte sich bald heraus, dass auf

PEI, wie wir Kanadier es nennen, ideale

Wachstumsbedingungen für diese

Ackerfrucht herrschen. Kartoffeln

mögen warme Sommer, kalte Winter

und genügend Regen. Auch das natürlich

vorkommende Eisenoxid, das die

Erde rot färbt, ist für Kartoffeln von

Vorteil. Und da PEI eine Insel ist, gibt

es weniger Schädlinge und Krankheiten

als anderswo.

Die alten Felder auf der Insel wurden

damals von großen Familien in Handarbeit

bestellt: Es wurde gegraben,

gepflanzt und mit Körben und Mistgabeln

geerntet. Inzwischen ist die Kartoffelindustrie

von Maschinen geprägt,

aber erst vor zwei Jahren wurden die

alljährlichen „Kartoffelferien“ tatsächlich

aus dem Schulkalender gestrichen.

In Kanadas Supermärkten gibt es ein

großes Angebot regional angebauter

Kartoffeln, doch die aus PEI gehören

noch immer zu den beliebtesten. Die

Kanadier sind einfach immer noch große

Kartoffelfans – trotz der vielen internationalen

Nebengerichte wie duftigen

Reis, Quinoa, Couscous und Pasta.

Es geht doch nichts über einen großen

Schlag weichen Kartoffelbrei zum

Roastbeef oder einen leckeren Kartoffelsalat

zum gegrillten Hamburger! ❧

„Abegweit“ oder „die Wiege auf dem Meer“ nannten die eingeborenen Mikmaq es einst. Die

ersten europäischen Siedler kannten es dagegen als St. John’s Island. Heute nennen wir

diesen landwirtschaftlichen grünen Vorposten, der einst den Spitznamen „Garten im Golf“

trug, Prince Edward Island. Die kleine Gartenprovinz, die berühmt ist für ihre rote Erde

und weißen Sandstrände, kommt einem wie eine einzige große Kartoffelfarm vor. Tatsächlich

produziert die kleine kanadische Provinz alleine mehr als alle anderen Kartoffelanbaugebiete

dieses riesigen Landes.

Poutine

Zutaten:

8 große Kartoffeln

1 Liter Pflanzenöl zum Braten

200 g Käsebruch* oder geriebener

Käse

250 ml Rinderbratensoße (gekauft

oder selbstgemacht)

Die Kartoffeln in lange Streifen

wie Pommes schneiden und sie in

heißem Öl frittieren, bis sie goldbraun

sind. Auf einen mit Küchenkrepp

bedeckten Teller legen, damit

das überschüssige Öl aufgesaugt

wird, und warm halten. Inzwischen

die Bratensoße erhitzen,

Dann den Käse unter die frittierten

Pommes mischen und nach

Geschmack Bratensoße darüber

gießen. Das Resultat ist ein salzigsoßiges

Kleckergericht, das seine

Ursprünge in Québec hat und inzwischen

in ganz Nordamerika immer

beliebter wird. Es kann als Beilage

gereicht werden oder als ganze

Mahlzeit.

*Käsebruch entsteht beim Käsemachen

und ist in Deutschland kaum in der seiner

ursprünglichen Form erhältlich. Um

ihn zu erzeugen, wird der Milch Lab

zugefügt. Dieses Enzym härtet das Milcheiweiß

und es entstehen harte Stücke,

die man „Käsebruch“ nennt. Sie können

zu Käse weiterverarbeitet oder eben

so verkauft werden, was in Kanada oft

üblich ist. Wenn kein Käsebruch zu finden

ist, lässt sich Cheddar oder Mozzarella

als Ersatz nehmen. Am besten auf

nach Kanada, um die echte Poutine zu

probieren!

© Elena Elisseeva (o.); Brent Hofacker (l.)

© Brent Hofacker

Kartoffeln sind recht leicht anzubauen

und ganze Familien, inklusive Kinder,

konnten damals mithelfen. Die

Kartoffeln wurden in Stücke zerschnitten,

von denen jedes ein Auge hat (den

Teil, der keimt), und im Mai in die Erde

gesteckt. Daraus sprießt eine buschige

grüne Pflanze, die ungefähr nach zehn

Wochen anfängt zu blühen. Sie trägt am

Strauch kleine, ungenießbare Früchte.

Sobald diese und die Blätter anfangen

zu welken, können die Wurzelfrüchte,

der Teil, den wir essen, ausgegraben

und geerntet werden.

Kartoffeln sind für eine ganze Reihe von

Krankheiten und Schädlingen anfällig.

Heute kommen die Farmer damit leichter

zurecht, doch früher, als der Großteil

der Bevölkerung hauptsächlich Kartoffeln

aß, bedeutete eine Missernte eine

Katastrophe. Berühmt ist die Große

Hungersnot von Irland, die sich zwischen

1845 und 1852 zutrug.

Die Iren waren von Kartoffeln als Hauptnahrungsquelle

weit mehr als andere

europäische Nationen abhängig geworden.

Als die aus Nordamerika eingeschleppte

Kartoffelfäule schließlich

auch Irland erreichte, zerstörte sie die

Ernte fast vollständig. Was folgte war

eine große Hungersnot, die zu weitreichenden

sozialen Veränderungen führte.

Mindestens eine Million Menschen

verhungerten damals, gut 1,5 Millionen

verließen das Land und versuchten ihr

Glück in Australien, Kanada oder in

den USA. Viele Einwanderer landeten

auf PEI, wo ihre Nachfahren noch heute

leben.

Kartoffel-Lauch-Suppe

Zutaten:

1 große Stange Lauch

8 große Kartoffeln

2 kleine Zwiebeln

1 kleine Mohrrübe, geschält und geraspelt

750 ml Hühner- oder Gemüsebrühe

1 Knoblauchzehe, gehackt

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Ein wenig Pflanzenöl zum Braten

Die grünen Blätter des Lauchs entfernen

und nur den weißen und

hellgrünen Teil der Lauchstange

hacken. Dann die Zwiebeln hacken,

die Mohrrübe raspeln und das

Gemüse in einem großen Topf mit

schwerem Boden über mittelgroßer

Hitze leicht anbraten. Ist das Gemüse

weichgekocht, den Knoblauch

hinzugeben und noch eine Minute

lang braten.

Nun die Flamme kleiner drehen

und die grob gewürfelten Kartoffeln

(geschält oder nicht) dazugeben. Mit

der Brühe übergießen und so lange

kochen lassen, bis die Kartoffeln

weich sind. Die Suppe im Mixer

oder der Küchenmaschine auf die

gewünschte Konsistenz pürieren.

Jetzt kann die Suppe serviert werden.

Je nach Geschmack noch Extras

wie Schmand, Schinkenstücke

oder Käse hinzugeben. Lauch- und

Kartoffelsuppe ist eine komplette

Mahlzeit, wenn man sie mit frischem

knusprigen Baguette oder

italienischem Brot serviert.

58 58

myspotlightmagazines.com

59


Reisemarkt

– Anzeigen – – Anzeigen –

Reisemarkt

Kanada

SKIRUNDREISE

Banff Jasper Whistler

3 Skigebiete auf einen Streich. Skirundreise von

Banff nach Whistler, 12 Nächte in Hotels, 1 Nacht

im Zug VIA Rail „Snow Train“, Skipass für 9 Tage,

Wintersport-Versicherung

Pro Person im DZ ab € 1.398

Die ganze Welt von DERTOUR in Ihrem Reisebüro

oder unter www.dertour.de

DER Touristik Frankfurt GmbH & Co. KG • 60424 Frankfurt

AN-729/15-2

60 myspotlightmagazines.com

61


– Praktische Reisetipps –

– Praktische Reisetipps –

Wandern in den Bergen –

was kommt in den Rucksack?

von Sibylle Kautz-Freimuth

Wer die Berge zu Fuß erkundet, kann

einmalige, glückliche Moment erleben.

Eine gute Ausstattung ist aber das A &

O. Da sich das Wetter schnell ändern

kann, muss man auf sich Sonne, Hitze

sowie auf Kälte, Wind, Regen oder

Schnee einstellen. Warme, atmungsaktive,

schnell trocknende Kleidung

(keine Baumwolle!) in Lagen hilft,

sich schnell den Temperaturen anzupassen.

Feste, wasserdichte Wanderschuhe

mit rutschfester Sohle sowie

Wanderstöcke sichern den Tritt. Sonnenbrille

und -kappe schützen Augen

und Kopf. In den Rucksack gehören

Sonnencreme, Regenjacke und -hose,

warme Handschuhe und Mütze, Insektenschutz,

Erste-Hilfe-Paket, Mobiltelefon,

Wanderkarte oder GPS-Gerät,

Toilettenpapier mit Plastiktüte und

Händedesinfektionstücher. Extrem

wichtig ist ausreichend Trinkwasser,

mindestens zwei Liter pro Person, bei

Hitze gerne auch das Doppelte, sowie

Proviant und Snacks. Von Alleingängen

wird abgeraten. Am besten ist es,

sich geführten Wanderungen anzuschließen.

© JeniFoto

– Anzeige –

Herbsttouren in den Rockies

www.pc.gc.ca/eng/pn-np/ab/banff

von Sibylle Kautz-Freimuth

In den kanadischen Rockies ist der

Herbst kurz, aber umwerfend schön

– wenn die Sonne scheint. Bei klarem

Wetter verwandeln sich die herbstlichen

Lärchenwälder in ein goldgelb

leuchtendes Wunder, das fantastische

Ausblicke garantiert. Wer Wandervorschläge

sucht, kann sich auf der

Webseite von Parks Canada umfangreiche

Inspirationen holen. Hier findet

man zahlreiche Vorschläge für leichte

bis anspruchsvollen Tagestouren

in den Gegenden um Castle Junction,

Lake Louise und Boulder Pass, Paradise

Valley, Moraine Lake oder Icefields

Parkway. Außer den Kerndaten zu Ausgangspunkt,

Schwierigkeitsgrad, Länge,

Höhenanstieg und ungefährer

Dauer gibt es zu jeder Tour eine kurze

Information über Besonderheiten von

Weg und Zielpunkt. Praktisch: Die Tipps

können auch als Broschüre ausgedruckt

werden.

www.pc.gc.ca/eng/pn-np/bc/yoho

© varuna

– Anzeige –

62


– DIE THEMEN IM NÄCHSTEN HEFT –

IMPRESSUM

Medieninhaber/Herausgeber:

TKK Business Services Ltd.

112-65 Cedar Pointe Drive

Barrie, Ontario

L4N 9R3 Canada

Phone: (001)-905-901-3019

Fax: (001)-647-438-5342

E-mail: info@tkk-business.com

www.tkk-business.com

Wolfshunde in Alberta

In unserer nächsten Ausgabe dreht sich alles um die wilden Bewohner Kanadas

und wo man sie am besten beobachten kann. Wir nehmen Sie mit auf die

Reise in die Yamnuska Wolfdog Sanctuary nach Cochrane, Alberta. Dort hat

man sich die Rettung der Wölfe zur Aufgabe gemacht und schult Menschen

im Umgang mit Wolfshunden.

© Brendan van Son

Redaktion:

Anschrift siehe Herausgeber

Internet: www.myspotlightmagazines.com

E-Mail: editor@myspotlightusa.com

Verantwortliche Redakteurin (V.i.S.d.P.):

Kornelia Kahn, Anschrift siehe Herausgeber

Redaktionelle Mitarbeit: Kate Walker (ktw),

Dr. Sibylle Kautz-Freimuth (skf), Mary Harris (mhr),

Petra Hegen (phg), Andrea Härtlein (anh),

Elke Schlotmann (esm), Jeannie Daniels (jdb),

Kornelia Kahn (kka);

Übersetzungen englischer Beiträge:

Nicole Lischewski;

Geisterbären

B.C.

Begleiten Sie uns

auf den Spuren und

Sagen der mystischen

Geisterbären

im Regenwald von

British Columbia.

© Ronnie Chua

Korrektorat: Andrea Härtlein;

Layout: Cäcilia Winand;

Produktion: Kurt Reiter;

MySpotlight Konzept: space5.de

Anzeigenvertrieb Kanada:

TKK Business Services Ltd. / Jeannie Daniels Key

Account Management – North American Sales

Telefon: 1-(905)-901-3019 ext. 222

E-Mail:jdaniels@tkk-business.com

Petra Hegen

Administration und Distribution Management /

Liaison Officer Deutschland

Telefon: 1-(905)-901-3019 ext. 234

E-Mail: phegen@tkk-business.com

MySpotlight Kanada erscheint zweimal jährlich digital

und ist kostenlos. Erscheinungsort: Barrie, Ontario,

Canada

Copyright © 2015 by TKK Business Services Ltd.,

Barrie, Ontario

Vancouver Aquarium

Schauen Sie mit uns hinter die Kulissen des Vancouver Aquariums und erhalten

Sie Einblick in die die wichtige Arbeit des Marine Mammal Rescue Centers.

64

© Wendy Nero

Die TKK Business Services Ltd. ist kein Reisevermittler

und übernimmt keinerlei Haftung für die

Richtigkeit der Reiseangebote der Anzeigenkunden.

Tipps und Reiseziele im redaktionellen Bereich

können trotz eingehender Recherchen Änderungen

unterliegen. Angaben ohne Gewähr.

INSERENTEN IN DIESER AUSGABE:

NLOA; Fasten your Seatbelts; rk heliski; Ecotours BC;

Messe Augsburg; Ojibway Family Lodge; Bear

Mountaineering; Tourism Saskatchewan; Chungo Creek

Outfitters; Call of the Wild; DERTOUR; Sea to Sky

Expeditions; Dahl Creek Outfitters; Happy Holidays

Motorhome Rental, Sales & Service Ltd.;

camperboerse; Luxx Lounge; Airport Lounge Hamburg;

Air France; Tourism Golden; Canadian Rafting Adventures;

Icelandair; Nechako Lodge and Aviation; Arluk Outfitters;

Tripodo GmbH

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine