Schnappschuss 06/2015

RainerHoffmann

Das Magazin von Hoffmann-Photography

Schnappschuss

06/2015

Titelthema

Natural Light Portrait

Der Lightroom Katalog –

das ist zu beachten

Bilderwelten: Wildwest Romantik

Bildkritik

HOFFMANN

Photography


Inhalt 06/2015

Vorwort........................................................................................ 3

Titelthema

Natural Light Portraits................................................................... 4

Bilderwelten

Wildwest Romantik...................................................................... 26

Technik und Bildbearbeitung

Der Lightroom Katalog – das ist zu beachten................................ 10

Making of: Abziehender Schauer, Derryclare Lough, Irland........... 14

Kolumnen

Nachbelichtet – Leser fragen....................................................... 21

Was stimmt hier nicht? Bildkritik................................................... 20

Kurz belichtet ............................................................................. 25

Abgewatschelt – Louises Welt....................................................... 27

News

Neue Fotoreise „Elsass – Fachwerk, Burgen, Wein“....................... 22

Termine...................................................................................... 28

Impressum................................................................................. 31

Schnappschuss-Archiv....................................... vierte Umschlagseite

2 HOFFMANN

Photography


Vorwort

Mit dem Erscheinen der sechsten Ausgabe

des Schnappschusses für 2015 neigt

sich das Jahr schon wieder dem Ende

zu. Wir hoffen, es war ein gutes Jahr für Sie, fotografisch

ebenso wie beruflich und privat.

Wir haben unser Fotoreise-Programm für 2016 um eine Reise in das wunderbare

Elsass (mehr dazu auf Seite 22) sowie um eine Kurzreise nach „Elbflorenz“, also nach

Dresden, erweitert. Mehr Informationen dazu finden Sie in Ausgabe 01/2016.

Wir wünschen Ihnen schon jetzt ein paar schöne Feiertage und natürlich den obligatorischen

„Guten Rutsch“ in das Jahr 2016.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Rainer & Simone Hoffmann

Übrigens, um bei Facebook und Twitter mitlesen zu können, müssen Sie nicht Mitglied

sein. Folgen Sie einfach den Links unten auf dieser Seite oder auf unserer Website.

HOFFMANN

Photography

3


Titelthema

Natural Light

Portraits

Das Portrait ist seit Anbeginn der Fotografie ein klassisches Thema. Bilder von Menschen

faszinieren uns möglicherweise mehr als alle anderen Fotos. Außer einem

Menschen, der sich gerne fotografieren lässt, braucht man nur noch schönes Licht.

Ausrüstung

Die gute Nachricht: Grundsätzlich sind

alle Kameratypen für die Portraitfotografie

einsetzbar. Allerdings sind Kompaktkameras

wegen ihres kleinen Sensors und der dadurch

bedingten großen Schärfentiefe auch

bei großen Blendenöffnungen nicht die erste

Wahl. Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkameras

bieten in dieser Hinsicht mehr

Möglichkeiten.

In der Portraitfotografie werden üblicherweise

etwas längere Brennweiten ab ca. 70mm

(Vollformat) bzw. 50 mm (APS-C) oder 35

mm beim Four Third Format eingesetzt.

Weitwinkelobjektive sind eher unüblich, da

sie die Proportionen verzerren und die portraitierte

Person bisweilen unvorteilhaft wirkt.

Eine hohe Anfangsöffnung (2.8 oder größer)

ist oft wünschenswert, um die Person

optisch gut vom Hintergrund trennen zu

können. Für die Besitzer von APS-C Spiegelreflexkameras

eignet sich besonders gut ein

festbrennweitiges 50mm / 1:1,8, das neu für

nur ca. 100 Euro zu bekommen ist.

Modellführung

Als Hobbyfotograf wird man sicher selten

4 HOFFMANN

Photography


mit professionellen

Modellen arbeiten.

Meistens müssen

dann Bekannte und

Verwandte „herhalten“.

Diese Personen

sind vor der Kamera

meistens recht unsicher

und benötigen

daher klare Anweisungen.

Erklären Sie

Ihrem Modell also

genau, was Sie sich

vorstellen. Soll das

Modell in die Kamera

schauen oder

nicht? Welche Pose

soll es einnehmen?

Soll es ein bestimmtes

Gefühl ausdrücken?

Bereits im Vorfeld des Shootings sollten

Sie sich auch Gedanken über die Kleidung

des Modells und über benötigte Requisiten

machen.

Dehnen Sie die Fotosession nicht zu lang

aus. Nach ein bis zwei Stunden lässt das Interesse

der meisten „Hobbymodelle“ schnell

nach. Lieber vereinbaren Sie einen zweiten

Termin, bei dem Sie dann auch die Fehler

und Ungenauigkeiten der ersten Sitzung

„ausbügeln“ können.

Natürliches Licht im Freien

Wie immer in der Fotografie hat das Licht

eine entscheidende Bedeutung für die Wirkung

der Bilder. Gerade für Portraits im

Freien ist strahlender Sonnenschein ganz

und gar nicht ideal. Nicht nur wegen der unschönen

Schlagschatten unter Kinn und Nase,

sondern auch, weil die „Modelle“ bei diesem

Licht dazu neigen, die Augen zuzukneifen.

Besser geeignet sind bedeckte Tage oder

die Verlagerung des Shootings an einen

schattigen Ort.

Die beiden Portaits oben entstanden an

einem sonnigen Tag. Aber während die

junge Frau auf dem rechten Foto direkt in

der Sonne sitzt, befand sich das Modell im

Foto links im Schatten einiger großer Bäume.

Es ist deutlich erkennbar, dass die direkte

Sonne zu sehr ausgeprägten Schatten führt

(da das Modell eine Sonnebrille trägt, ist dies

im Kontext aber akzeptabel). Die insgesamt

angenehmere Bildwirkung ergibt sich jedoch

im Schatten.

Bei Aufnahmen im Schatten, aber an

einem sonnigen Tag, kann es leicht zu Farbstichen

kommen. Unter Bäumen kann die

Haut bisweilen einen Grünstich annehmen,

der sehr unnatürlich wirkt. Achten Sie daher

auf einen guten Weißabgleich, falls Sie JPGs

fotografieren. Bei RAW-Daten kann es in

solchen Fällen sein, dass der Farbton in

HOFFMANN

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5


Titelthema

Richtung Magenta verändert werden muss,

damit der Grünstich eliminiert wird. Auch

eine insgesamt etwas wärmere, also gelblichere,

Gesamtabstimmung tut den Hauttönen

oft recht gut.

Bisweilen ist es nicht möglich, das Modell

im Schatten zu platzieren. Dann sollte man

zumindest versuchen, die Person nicht in die

Sonne schauen zu lassen. Leichtes Gegenlicht

ist dann meistens eine gute Wahl. Dann

liegt das Gesicht allerdings im Schatten und

wirkt damit im Vergleich zur Umgebung

normalerweise zu dunkel. Abhilfe schafft

dann ein Aufhellblitz (aber das ist nicht Thema

dieses Beitrags) oder eine Aufhellfläche.

Das kann eine einfache Styroporplatte aus

dem Baumarkt oder ein spezieller Aufheller

aus dem Fotohandel sein. Diese Aufheller

sind häufig faltbar und können mit unterschiedlichen

Stoffen bespannt werden.

Die beiden Fotos oben zeigen den Unterschied.

Links ohne, rechts mit Aufhellung.

Dabei wurde ein Faltreflektor mit einer Bespannung

aus weißen und goldenen Streifen

benutzt. Auf diese Weise erhält das Aufhelllicht

eine warme Anmutung, die sich positiv

auf die Hauttöne auswirkt.

Der Einsatz eines Reflektors erfordert allerdings

einen Helfer oder ein Stativ, an dem

der Aufheller befestigt werden kann.

Natürliches Licht in Innenräumen

Auch in Innenräumen lässt sich oft natürliches

Licht ohne weitere Lampen oder sonstige

Lichtquellen sehr vorteilhaft nutzen. In

der Nähe von Fenstern, durch die allerdings

kein direktes Sonnenlicht fallen sollte, erhält

man ein weiches Licht, dass aber dennoch

eine bevorzugte Richtung hat und daher

eine sehr plastische, dreidimensionale Wirkung

erzeugt. Bereits die großen Meister der

Renaissance haben dieses sogenannte „Window-Light“

für ihre Gemälde sehr geschätzt.

Die beiden Fotos auf der nächsten Seite

zeigen die Wirkung dieser Beleuchtung sehr

gut. Der Arbeitsplatz des Sattelmachers wurde

dabei sogar von zwei Fenstern beleuchtet.

Das Licht des größeren Fensters fiel dabei

auf das Gesicht während eine leichte Aufhellung

durch ein kleineres Fenster von rechts

6 HOFFMANN

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erfolgte. Dadurch ergibt sich ein schöner

Lichtsaum um Arm, Schultern und Hut des

Mannes.

Die Himba-Frau wurde in ihrer Hütte

fotografiert. Nur das Licht vom Eingang zur

Hütte beleuchtetete die Frau von rechts. Eine

leichte Aufhellung von links wäre wünschenswert

gewesen, war aber aufgrund der

räumlichen Verhältnisse nicht möglich. In

diesem Fall war ISO 1600 notwendig, da es

sehr dunkel war und ein Blitz die Stimmung

völlig zerstört hätte.

Posen

Wenn Sie mit Modellen aus Ihrem Bekanntenkreis

arbeiten, die nicht an die Präsenz

der Kamera gewöhnt sind, dann ist das

Thema „Posen“ nicht ganz unproblematisch.

HOFFMANN

Photography

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Titelthema

Ihr Modell sollte schon Spaß daran haben,

verschiedene Dinge auszuprobieren und sich

bewusst sein, dass nicht alle Posen funktionieren

oder vorteilhaft sind.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie als Fotograf

/ Fotografin klare Anweisungen geben

und Ihr Modell bei Laune halten. Sagen Sie

ihr oder ihm, wenn Ihnen eine Pose gut

gefällt oder machen Sie gegebenenfalls Änderungsvorschläge.

Und zeigen Sie ab und

zu die entstandenen Fotos auf dem Display

der Kamera. Rückmeldung ist wichtig für Ihr

Modell. Übrigens, es muss durchaus nicht

immer Lächeln sein. Auch ein ernster oder

nachdenklicher Gesichtsausdruck kann und

wird zu einem guten Portrait führen.

Am Beginn eines

Shootings ist die

Atmosphäre manchmal

noch nicht locker

genug. Modell und

Fotograf wissen dann

häufig noch nicht genau,

wohin es gehen

soll. In solchen Fällen

lassen Sie Ihr Modell

einfach etwas tun.

Requisiten wie ein

Handy oder vielleicht

auch etwas Obst

können hier hilfreich

8 HOFFMANN

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sein. Das Modell kann sich dann mit etwas

beschäftigen und konzentriert sich nicht

mehr so sehr auf den Gesichtsausdruck

oder die Körperhaltung.

Gerade bei Ganzkörperaufnahmen weiß

das Modell häufig nicht, was es mit den

Händen machen soll. Auch hier helfen ein

paar Requisiten.

Modellvertrag

Wenn Sie die Absicht haben, die Portraitfotos

zu veröffentlichen, und sei es nur auf

Ihrer Website oder auf Facebook, sollten

Sie Ihr Modell bereits im Vorfeld darüber

informieren.

Außerdem sollten Sie auf einem Modellvertrag

bestehen, in dem die Nutzung der

Fotos detailliert geregelt ist. Und zwar auch

dann, wenn das Modell aus Ihrem Bekanntenkreis

stammt. Nur allzu leicht gibt es

sonst im Nachhinein Ärger. Schlimmstenfalls

wird die Vertrauensbasis zwischen

Modell und Fotograf zerstört.

HOFFMANN

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Technik und Bildbearbeitung

Der Lightroom Katalog

– das ist zu beachten

Lightroom und andere Bildbearbeitungs- und Bildverwaltungsprogramme wie z.B.

Capture One, basieren auf einem völlig anderen Ansatz als konventionelle, pixelbasierte

Bildbearbeitungssoftware. Bei Lightroom ist es insbesondere der sogenannte

Katalog, der dem Ein- oder Umsteiger bisweilen Verständnisprobleme macht.

Unterschiede zwischen LR und einer konventionellen

Bildbearbeitung

„Klassische“ Bildbearbeitungsprogramme

wie Photoshop, Photoshop Elements, Corel

Photo Paint, Gimp und viele andere arbeiten

üblicherweise pixelbasiert. Ein Foto muss geöffnet

und nach der Bearbeitung gespeichert

und geschlossen werden. Die Bearbeitungen

und Veränderungen, die man am Bild

gemacht hat, werden sozusagen „hart“ in

das Bild eingerechnet. Letztlich werden die

Farben und Helligkeiten der Pixel gegenüber

der ursprünglichen Datei verändert. Dies geschieht

in der Regel nicht „zerstörungsfrei“,

d. h. in vielen Fällen lässt sich der Urzustand

des Bildes nach einer Bearbeitung nicht

mehr wiederherstellen.

Lightroom (und andere Programme wie

Capture One) arbeiten dagegen parametrisch.

Das Ausgangsbild bleibt dabei unangetastet.

Alle Bearbeitungsschritte werden in

Form von Parametern, also Zahlenwerten, in

eine sogenannte Katalogdatei geschrieben.

Diese Parameter werden bei Bedarf ausgelesen

und zur Anzeige auf dem Monitor, für

den Druck und für den Export in ein anderes

Dateiformat benutzt.

Der Lightroom Katalog

Der Lightroom Katalog ist eine Datei ähnlich

einem Spreadsheet (Vorsicht, diese Analogie

ist stark vereinfacht!), die alle zu einem

digitalen Foto gehörenden Daten enthält,

nicht jedoch die Fotos selbst! Unter anderem

finden sich im Katalog:

• Der Pfad zu den Fotos

• Der Pfad zu den Vorschaubildern der

Fotos

• Die Metadaten der Fotos

• Sämtliche Bearbeitungsschritte in

Form von Parametern

• Stichwörter

• Bewertungen (Sternchen)

• Farbcodierungen

• etc.

Anders als z.B. Adobe Bridge, der Windows

Explorer oder der Finder des Mac

greift Lightroom nicht einfach auf die Ordnerstruktur

des Rechners zu. Damit Lightroom

die Pfade zu den Fotos kennt (die Fotos

können auf beliebigen Laufwerken, externen

Platten oder auch DVDs liegen), müssen alle

Fotos, die in den Katalog aufgenommen werden

sollen, zunächst importiert werden. Bei

diesem Prozess wird dann der Pfad zu den

Bildern in den Katalog eingetragen, die Vorschaubilder

werden erzeugt und die Metadaten

werden ausgelesen und in den Katalog

10 HOFFMANN

Photography


integriert. Dann erst „weiß“ Lightroom von

der Existenz der Bilder, und die Bearbeitung

kann beginnen.

Dieses Vorgehen mag zunächst umständlich

erscheinen, hat aber ein paar entscheidende

Vorteile. Sucht man etwa nach einem

bestimmten Foto, muss nicht der komplette

Verzeichnisbaum des Rechners inklusive

aller externen Platten durchsucht werden.

Es reicht, die (Text-) Einträge im Katalog

zu durchsuchen. Das geht um Größenordnungen

schneller, als wenn alle Fotos in

den diversen Verzeichnissen auf passende

Stichwörter hin untersucht werden müssen.

Das gleiche gilt für die Bearbeitung, da dazu

nur ein Vorschaubild angezeigt wird und

das Foto nicht, wie in einer konventionellen

Bildbearbeitung, komplett in den Arbeitsspeicher

des Rechners geladen werden muss.

Die Fallstricke

Das Katalogkonzept erfordert, dass man

tatsächlich alle Bearbeitungen und auch alle

organisatorischen Aufgaben (löschen und

verschieben von Dateien etc.) in Lightroom

erledigt. Sobald man mit einer externen

HOFFMANN

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Software einzelne

Bilder bearbeitet

oder mit dem

Explorer/Finder

Dateien verschiebt,

löscht oder hinzufügt,

stimmen die

tatsächlichen Verhältnisse

nicht mehr

mit dem Inhalt des

Katalogs überein

und Lightroom

wird eine Diskrepanz

feststellen.

Wurde z.B. ein Bild

extern in einen anderen

Ordner verschoben, kann Lightroom

zwar noch ein Vorschaubild anzeigen, die

Bearbeitung der Datei wird aber fehlschlagen,

da der Pfad zum Original unterbrochen

ist.

Allerdings sind auch Bearbeitungen, die

in Lightroom vorgenommen wurden, in

anderen Programmen nicht sichtbar. Wer

also mit einer konventionellen Bildbearbeitung

Fotos öffnet, die in Lightroom bearbeitet

wurden, greift auf die unbearbeitete

Ursprungsversion des Bildes zu! Das gleiche

gilt, wenn man die Fotos zum Fotohändler

bringen oder in ein Fotobuch einbinden will.

Um die bearbeitete Version der Bilder für

solche Zwecke nutzen zu können, müssen

sie zwingend aus Lightroom heraus in ein

extra Verzeichnis exportiert werden. Erst

beim Export werden die LR Bearbeitungen

in das neue(!) Foto eingerechnet. Das Original

bleibt unverändert.

Da sämtliche Bearbeitungen inklusive der

Verschlagwortung und anderer Einstellungen

in der Katalogdatei gespeichert werden,

ist die regelmäßige Sicherung des Katalogs

11


Technik und Bildbearbeitung

genauso wichtig wie die Sicherung der Bilder

selbst. Natürlich sollte die Sicherungskopie

auf einem anderen Datenträger als die Arbeitskopie

gesichert werden. Sollte die Katalogdatei

beschädigt werden oder verloren

gehen, wären auch sämtliche Bearbeitungen,

die Verschlagwortung und alle anderen Einstellungen

verloren, falls man den Katalog

nicht separat gesichert hat.

Wer ganz sicher gehen will, lässt die zu

den Fotos gehörenden Parameter, Stichworte

etc. zusätzlich zum Katalog in sogenannte

xmp-Dateien schreiben. Diese kleinen

Textdateien enthalten (fast) alle Daten, die

auch der Katalog enthält und gehören zu der

jeweiligen Bilddatei. Selbst wenn der Katalog

verloren ginge, könnte Lightroom durch

Auslesen der xmp Dateien die Bearbeitungszustände

der Fotos wiederherstellen. Sammlungen

oder virtuelle Kopien lassen sich auf

diese Weise aber nicht retten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass auch manche

andere Bildbearbeitungsprogramme die xmp

Dateien interpretieren können und somit

eine Bearbeitung außerhalb von Lightroom

möglich wird.

Der Katalog Speicherort

Der Lightroom (Arbeits-) Katalog kann

grundsätzlich nur auf einem lokalen Laufwerk

liegen (Netzwerklaufwerke sind also

ausgeschlossen). Katalog und Bilddateien

dürfen aber auf unterschiedlichen Laufwerken

abgelegt werden. Die Fotos können auch

auf beliebigen Netzwerklaufwerken gespeichert

werden.

Wer seine Bilddateien auf einer externen

Platte archiviert (dank USB 3.0 ist das

kein Problem mehr), sollte sinnvollerweise

auch den Arbeitskatalog auf dieser Platte

speichern. Die externe Platte kann dann an

einen beliebigen Rechner, auf dem LR installiert

ist (z.B. ein Laptop) angeschlossen

werden und Lightroom kann dann auf den

Katalog zugreifen, auch wenn man unterwegs

ist und die neuen Fotos gleich in den

Katalog integrieren möchte.

Ein Katalog oder mehrere?

Es gibt aus unserer Sicht wenig Gründe,

den Gesamtbestand der Fotos auf mehrere

Kataloge aufzuteilen. Da die Suche nach

bestimmten Bildern immer nur innerhalb

eines Kataloges (also nicht katalogübergreifend)

erfolgen kann, wird das Finden von

Fotos sehr uneffektiv und man muss im

Zweifelsfall zwischen mehreren Katalogen

hin- und herspringen.

Fazit

Wer von einer „konventionellen“ Bildbearbeitungssoftware

auf Lightroom umsteigt,

muss sich zunächst einmal umgewöhnen.

Nach der Einarbeitung wird man sich aber

über einen geradlinigen Workflow freuen.

12 HOFFMANN

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Lightroom

Adobes leistungstarke Bildbearbeitungssoftware

verständlich erklärt

Info und Buchung bei

Online oder unter 04 21 / 32 38 89

28. / 29. November 2015 2016

EUR 199,--

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Technik und Bildbearbeitung

Making of:

Abziehender Schauer, Derr

Connemara, Irland

Belichtungsmodus: Blendenpriorität

Belichtungszeit: 1/250 sec.

Blende 8

ISO 200

16 - 35 mm / f 2.8 @ 35 mm

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yclare Lough,

HOFFMANN

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Technik und Bildbearbeitung

Making of:

Abziehender Schauer, Derryclare

Lough, Connemara, Irland

Connemara ist eine der wenigen ursprünglichen Landschaften, die man in Mitteleuropa

noch finden kann. Gelegen in den irischen Counties Galway und Mayo wird

sie dominiert von den Twelve Bens, also den zwölf Bergen. Zahlreiche Seen und

Bäche bieten viele Motive für Landschaftsfotografen.

Aufnahmetechnik

Auf der Fahrt zum Derryclare Lough regnete

es „Katzen und Hunde“, wie man im

Englischen sagen würde. Bei der Ankunft

begannen sich die Wolken aber langsam aufzulösen,

und ein paar blaue Flecken wurden

am Himmel sichtbar. Während ich noch das

Stativ aufbaute, fiel ein Sonnenstrahl auf die

Bäume am Ufer des Sees und ließ das Grün

der Vegetation aufleuchten. Ein kurzer Blick

nach oben und es war klar, dass diese Situation

nur wenige Sekunden anhalten würde.

Also verzichtete ich auf das Stativ und machte

einige Aufnahmen aus der Hand.

Leider fehlte auch die Zeit, das Polfilter

auf das Objektiv zu schrauben, denn ich hätte

den blauen Himmel im Bild gerne erheblich

dunkler abgebildet. Für die spätere S/W

Umsetzung wäre das eine deutlich bessere

Ausgangsbasis gewesen. (Bild 1) Tatsächlich

verschlechterte sich das Wetter schnell wieder

und eine Wiederholung der Aufnahme

unter kontrollierten Bedingungen war nicht

möglich.

Bild 1

S/W Umsetzung Lightroom

Die Standard S/W Umsetzung

in Lightroom (Bild 2)

führt erwartungsgemäß nur

zu einem durchschnittlichen

Ergebnis und kann höheren

Ansprüchen nicht genügen.

Der blaue Himmel (Bereich

1) ist recht hell und

hebt sich nicht deutlich

genug von den Wolken ab.

Der Einsatz eines Polfilters

hätte bereits hier ein sichtbar

besseres Ergebnis gebracht.

Das leuchtende Gelbgrün der

16 HOFFMANN

Photography


Bild 2

Bäume (Bereich 2) entspricht im Vergleich

zum Farbbild auch nicht den Erwartungen.

Die Berge rechts im Hintergrund (Bereich

3) heben sich in der Helligkeit zwar deutlich

von dem dunklen Berg im Vordergrund ab,

zeigen aber zu wenig Struktur.

abgedunkelt und

hebt sich nun gut

gegen die Wolken

ab. Leider

werden die Berge

im Hintergrund

durch diese Maßnahme

ebenfalls

abgedunkelt, da sie

ursprünglich einen

deutlichen Blauanteil

aufweisen. Das

führt dazu, dass

sie sich nicht mehr

genug von dem

Berg im Vordergrund

abheben(Screenshot 1 und Bild 3).

Man könnte versuchen, die Berge mit

dem Bereichsreparaturwerkzeug aufzuhellen.

Persönlich ist mir diese Vorgehensweise

aber nicht präzise genug, und der Einsatz der

Helligkeits- und Kontrastregler beim Reparaturwerkzeug

lässt keine wirklich befriedigende

Steuerung der Tonwerte zu. Dies ist

ein Fall für Photoshop und Ebenenmasken.

Screenshot 1

Die Bäume lassen sich durch anheben

der Grün- und Gelbtöne im S/W

Werkzeug von Lightroom soweit aufhellen,

dass sie der Wirkung des Farbbildes

entsprechen. Durch Absenkung

der Blau- und Aquamarintöne wird

das Stückchen blauer Himmel deutlich

Bild 3

HOFFMANN

Photography

17


Technik und Bildbearbeitung

Screenshot 3

S/W Umsetzung Photoshop

Die ursprüngliche, d. h. farbige, RAW Aufnahme

wird als 16 Bit Datei an Photoshop

übergeben und über eine Einstellebene

„Schwarz-Weiß“ in Graustufen konvertiert.

Die Vorgehenseise ist dabei praktisch genauso

wie in LR (allerdings sind die Ergebnisse nicht

völlig identisch).

Im nächsten Schritt wird eine Einstellebene

„Gradationskurven“ erstellt und in der

Ebenenmaske werden die Berge im Hintergrund

maskiert. Anschließend wird die

Maske invertiert (Strg +I), so dass jetzt die

Berge für die partielle Bearbeitung mit der

Gradationskurve vorbereitet sind. (Screenshots

2 und 3).

Durch die kräftige Anhebung der Mitteltöne

und eine leichte Absenkung der Tiefen

wird der gewünschte Effekt erzielt. (Screenshot

4 und Bild 4). Die Bergkette im Hintergrund

hebt sich jetzt genügend von den Bergen

im Vordergrund ab und

zeigt auch die gewünschte

Struktur.

Fazit

In vielen Fällen reichen die

Möglichkeiten des S/W Werkzeugs

in Lightroom (oder im

Screenshot 2

Bild 4

18 HOFFMANN

Photography


Screenshot 4

identischen Adobe Camera RAW Modul) für

eine ansehnliche S/W Umsetzung der RAW-

Fotos völlig aus. Es gibt aber immer wieder

Fälle, in denen eine präzise Nachbearbeitung

bestimmter Bildteile notwendig ist. Dann

stoßen die Rohdatenkonverter (bisher) an ihre

Grenzen. Eine „konventionelle“ Bildbearbeitungs-Software,

die eine pixelgenaue Maskierung

ermöglicht, ist dann das Werkzeug der

Wahl. Abwedeln und Nachbelichten im digitalen

Zeitalter ist dann noch komfortabler als in

der Dunkelkammer.

HOFFMANN

Photography

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Technik Kolumneund Bildbearbeitung

Was stimmt hier nicht? Bildkritik

Wenn man das erste Mal auf einer

Safari ist und die Tiere der afrikanischen

Savanne in freier Wildbahn

erlebt, ist man vor lauter Begeisterung

bisweilen etwas übereifrig.

Das Foto der Giraffe links leidet

ganz klar unter einer schlechten

Figur-Grund Beziehung. Vor lauter

Ästen im Hintergrund ist das Tier

kaum noch zu erkennen.

Aber wenige Minuten später ergab

sich eine viel günstigere Konstellation,

als die Giraffe sich vor

einen deutlich weniger störenden

Hintergrund begab.

Das rechte Foto ist zwar immer

noch kein Siegerfoto, aber das Tier

hebt sich viel besser gegen den

Hintergrund ab. Etwas Geduld

lohnt sich in der Tierfotografie also

immer.

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die Mail nicht zugestellt werden kann, weil die E-Mail Adresse des

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20 HOFFMANN

Photography


Kolumne

Nachbelichtet Leser fragen

Ich fotografiere gerne im manuellen Modus (M). Leider funktioniert dann bei meiner

Kamera die Belichtungskorrektur nicht. Woran kann das liegen?

Susanne P.

Im manuellen Belichtungsmodus legt der

Fotograf / die Fotografin Belichtungszeit und

Blende fest, ohne dass die Kamera Einfluß

auf die Einstellung nimmt.

Im Normalfall werden Zeit und Blende so

eingestellt, dass der Zeiger des Belichtungsmessers

genau in der Mitte der Belichtunsskala

steht (+/- 0), siehe Abbildung:

keinen Sinn, da Zeit und/oder Blende ja

unabhängig vom Ergebnis der Belichtungsmessung

eingestellt werden können. Man

kann also jederzeit durch Veränderung von

Belichtunszeit und/oder Blende die Belichtung

korrigieren. Man muss sich nur von

der Vorstellung lösen, dass der Zeiger des

Belichtungsmesser genau in der Mitte stehen

muss.

Im Beispiel unten wurde die Belichtungszeit

gegenüber dem Ausgangsbild halbiert

(1/250 sek statt 1/125 sek) und daher ist das

Bild deutlich dunkler.

1/125 f8.0

-3 -2 -1 0 +1 +2 +3

Diese Vorgehensweise entspricht zunächst

mal genau dem, was auch die Automatikfunktionen

machen. Sollte die Belichtung

aber nicht passen, das Bild also zu hell oder

zu dunkel sein, kann man in den Belichtungsmodi

„S“ bzw „Tv“ und „A“ bzw. „Av“

die Belichtung über die Korrekturfunktion

so beeinflussen, dass die Belichtung stimmt,

also entweder knapper (minus) oder reichlicher

(plus) belichten.

Im manuellen Belichtungsmodus macht

aber die Belichtungskorrekturfunktion

HOFFMANN

Photography

1/250 f8.0

-3 -2 -1 0 +1 +2 +3

Im Belichtungsmodus „Blendenpriorität“

also „A“ bzw „Av“ entspräche dies einer Belichtungskorrektur

von -1. Das Belichtungsergebnis

ist in beiden Fällen identisch.

Ob man im manuellen Modus oder in den

halbautomatischen Modi fotografiert ist also

reine Geschmackssache.

21


News

Neu!

Fotoreise Elsass

25. bis 30. September 2016

Obwohl das Elsass mit einer Nord-Süd Ausdehnung von ca. 190 km und einer Ost-

West Ausdehnung von gerade mal 50 km eine eher kleine Region ist, bietet es doch

auf engstem Raum eine solche Fülle von pittoresken Dörfern und Städten, dass die

Kameras auf dieser Reise nicht zur Ruhe kommen werden.

Was Sie erwartet

In der besten Zeit des Jahres, wenn im Elsass

der Wein geerntet wird und der Duft des

Federweißen durch die Gassen der Weinorte

weht, werden Sie die schönsten Ecken dieser

Region mit der Kamera erkunden.

Tag 1: Anreise und Kennenlernen

Nach Ihrer individuellen Anreise nach Riquewihr

treffen Sie Rainer und Simone sowie die

anderen Teilnehmer am späten Nachmittag

im Hotel, in dem Sie während der gesamten

Dauer der Reise wohnen werden.

Nachdem Rainer das Programm für die

nächsten Tage erläutert hat, treffen Sie sich

mit den Teilnehmern zum gemeinsamen

Willkommens-Dinner in einem der örtlichen

Restaurants und beschließen den Abend vielleicht

bei einem Gläschen elsässischen Weins.

Tag 2: Riquewihr

Den heutigen Tag verbringen Sie in Riquewihr.

In den vielen schmalen Gassen werden

Sie unzählige fotogene Motive finden. Die

Fachwerkhäuser sind

geschmückt mit überbordenden

Blumenkästen

und bunt gestrichen.

Entlang der alten

Befestigungsmauern

(Ramparts) finden sich

die vielleicht schönsten

Häuser des Ortes.

Auch die umliegenden

Weinberge sind in

wenigen Gehminuten

erreichbar.

Die vielen kleinen

Cafés und Restaurants

laden ein zu einem

kleinen Päuschen, denn

intensives fotografieren

22

HOFFMANN

Photography


kann durchaus ein wenig anstrengend werden.

Am Abend werden wir die Stative auspacken

und uns der Dämmerungs- und

Nachtfotografie widmen. In dieser Zeit des

Tages verändert der Ort sein „Gesicht“ ganz

erheblich und viele spannende Fotos sind

garantiert.

Tag 4: Kaysersberg und

Eguisheim

Diese beiden Orte sind weitere

Kleinode im Elsass, die man einfach

gesehen haben muss. Nicht zuletzt

auch wegen der vielen Storchennester

auf Kirchtürmen und anderswo.

Während der Fahrt haben Sie

Gelegenheit, auch die Weinberge in

der Umgebung zu fotografieren.

Gerade in Eguisheim sollten Sie

sich eine Weinprobe nicht entgehen

lassen (Sie müssen ja nicht selbst

fahren...). Aber denken Sie daran, dass Sie ja

zum Fotografieren hier sind.

Tag 5: Colmar

Colmar, die drittgrößte Stadt des Elsass nach

Strasbourg und Mulhouse, und Hauptstadt

Tag 3: Strasbourg

Die quirlige Metropole Strasbourg steht heute

auf dem Programm. Am Morgen fahren wir

mit dem Bus direkt in die Innenstadt und erkunden

anschließend die Sehenswürdigkeiten

mit der Kamera.

Das Münster, Petit France, das Kammerzell

Haus und viele andere sehenswerte Motive

werden Sie faszinieren. Wenn Sie wollen,

können Sie auch die moderne Architektur des

Europaparlaments und der anderen europäischen

Einrichtungen fotografieren (fakultativ,

Straßenbahnfahrt nicht inbegriffen), die in so

starkem Kontrast zum historischen Kern der

Stadt stehen.

Wie in Frankreich üblich, finden Sie auch

in Strasbourg zahlreiche Cafés, Brasserien

und Restaurants mit einem großen Angebot

an örtlichen Spezialitäten wie Flammkuchen

oder Baeckeoffe.

HOFFMANN

Photography

23


News

des Département Haut-Rhin bildet den Abschluss

dieser Fotoreise.

Die historische Altstadt wird beherrscht

von vielen Patrizierhäusern mit wunderschönen

Renaissance-Fassaden. Beispiele sind

etwa das Maison Pfister oder das Maison des

Têtes, das mit über hundert Köpfen verziert

ist und jetzt der elsässischen Winzergenossenschaft

gehört.

Tag 6: Abreise

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel

treten Sie die Heimreise an.

Mit Sicherheit werden Sie unzählige schöne

Fotos dieser einzigartigen Region in Europa

im Gepäck haben. Und möglicherweise

auch die eine oder andere Flasche Riesling

oder Gewurztraminer. Wer weiß...

Fotoreise

„Elsass - Fachwerk, Burgen, Wein“

Termin: 25. - 30. September 2016

Preis: 1.490,00 EUR p.P. im Einzelzimmer

Min. 8, max. 12 Teilnehmer

Weitere Informationen und

Buchung bei

Fototrainer4you

ab Ende November!

Eingeschlossene Leistungen

• Fotografische Reiseleistung

• 5 Übernachtungen mit Frühstück im Einzelzimmer

mit Dusche/WC

• 3-Gänge Willkommens-Dinner

• 3-Gänge Abschieds-Dinner

• alle Transfers

• Reisesicherungsschein der tourVERS GmbH

Auch das pittoreske Viertel „Petite Venise“,

also Klein-Venedig, mit seinen Kanälen und

Brücken bietet eine Vielzahl von Motiven für

Ihre Kamera.

Auch in Colmar steht wieder Dämmerungsund

Nachtfotografie auf dem Programm.

Wir beschließen den Tag bei einem gemeinsamen

Abschieds-Dinner mit elsässischen

Spezialitäten.

Nicht eingeschlossen sind:

• An- /Abreise bis / von Riquewihr

• Getränke und Verpflegung außer den oben

angeführten

• Trinkgelder

• Ausgaben persönlicher Natur

Anmeldeschluss: 10. August 2016

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HOFFMANN

Photography


Vorankündigung

Fotokurs

Fine-Art Natur

9. bis 12.Oktober 2016

Kurz belichtet

Schiffsrumpf

Kolumne

Naturfotografie der etwas anderen Art steht

in diesem Workshop auf dem Programm.

In der „Wald- und Bachedition“ der Fine-

Art Naturfotografie geht es nicht um die

klassische Landschafts- bzw. Naturfotografie

sondern um Stimmungen, Licht, Strukturen

und Texturen, die wir in der Natur finden.

Dabei verwischen sich die Grenzen zwischen

der herkömmlichen Naturfotografie und der

Makrofotografie. Nicht das klar erkennbare

Motiv ist gesucht, sondern Bilder, die die

Essenz der Natur herausarbeiten.

Nähere Infos folgen in einer der nächsten

Ausgaben des Schnappschuss. Oder schauen

Sie einfach auf unsere Facebook Seite.

Diese Detailaufnahme zeigt den Rumpf eines Autotransporters

mit einer Kapazität von 5,234 PKW... Ok, das sieht man diesem

Detail nicht an. Das müssen Sie einfach glauben (wenn Sie

es nicht glauben mögen: Bei dem Schiff handelt es sich um die

Medea der Wallenius Shipping Group).

Die kräftigen Farben, in denen das Schiff gestrichen, ist bilden

einen schönen Gegensatz zu den Roststellen. Die gelben

Zahlen haben übrigens einen Abstand von 20 cm.

Pirschfahrt

Während einer abendlichen Pirschfahrt im südafrikanischen

Busch entstand dieses Foto des Fährtensuchers (Tracker),

der normalerweise vorne links auf der Motorhaube sitz.

Die lange Belichtungszeit von 0.4 Sekunden führt natürlich

zu den Wischspuren der vom Suchscheinwerfer angeleuchteten

Büsche und Bäume, während die Motorhaube und der Tracker

einigermaßen scharf abgebildet wurden.

HOFFMANN

Photography

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Bilderwelten

Wildwest Romantik

Ah, der wilde Westen. Haben wir nicht alle ein wenig Sehnsucht nach unberührter

Natur, einem Leben im Sattel, einer Diät aus Chilibohnen und Kaffee aus der

Blechtasse? Nein? Aber tolle Fotomotive gibt der Wilde Westen ab!

Von Cowboys und Wranglern

Es gibt sie tatsächlich noch, die Männer (und

mittlerweile natürlich auch Frauen!) mit

Cowboyhut und Lasso. Auch wenn Sie statt

Revolver jetzt eher ein Handy bei sich tragen.

Knochenarbeit ist es aber immer noch, die

Rinder oder Pferde zusammenzutreiben.

Übrigens sollte man nicht jeden Reiter

mit Hut und Lasso als Cowboy bezeichnen.

Die einen (Cowboys) kümmern sich um die

26 HOFFMANN

Photography


Kolumne

Abgewatschelt

Louises Welt

Fotografie-Bücher

Waren Sie in letzter Zeit mal im

Buchladen Ihres Vertrauens und haben

Sie sich mal in der Fotobuchabteilung

umgesehen?

Simone und Rainer machen das

ja regelmäßig, weil sie immer auf

der Suche nach interessanten Neuerscheinungen

sind. Weihnachten ist

ja nicht mehr lange hin. Aber in diesem Jahr werden wohl keine

Fotografie-Bücher unter dem Baum liegen.

Warum denn nicht, werden Sie vielleicht fragen. Es gibt

doch sooo viele Neuerscheinungen auf diesem Sektor.

Neuerscheinungen? Ja.

Neu? Nicht wirklich.

Nehmen wir mal das wirklich spannende Thema Langzeitbelichtungen.

Da gibt es tatsächlich zwei deutschspachige Bücher,

die sich diesem Genre widmen. Gut so. Aber dann schaut

man in das Inhaltsverzeichnis und was liest man da?

Rinder, die anderen (Wrangler) um die Pferde.

Aber das sieht man erst auf der Weide...

Die Aufnahmen auf dieser Seite entstanden

auf zwei Ranches in Montana und

Kalifornien.

• Kamera, Objektive, Stativ und Fernauslöser

• Dateiformate

• Weißabgleich und ISO-Empfindlichkeit

• Blende und Schärfentiefe

• Komposition und Gestaltung

• Bildbearbeitung und Fine-Art Druck

Was bitte ist daran spezifisch für Langzeitbelichtungen? Ja,

zwischendrin ist auch das eine oder andere Kapitel zu Langzeitbelichtungen.

Aber der Großteil der Bücher ist „Grundkurs

Fotografie“ und „Grundkurs Digitale Bildbearbeitung“.

Oder nehmen wir eines der zahlreichen Bücher zur Portraitfotografie.

Inhalt? Sie ahnen es schon. Grundkurs Fotografie

und Grundkurs Digitale Bildbearbeitung und zwischendrin ein

paar Portraitfotos.

Landschaftsfotografie? Reisefotografie? Makrofotografie?

Immer dieselbe Leier: Kamera, Objektive, Zeit, Blende, Schärfentiefe,

Bildbearbeitung. Gähn.

Warum setzt man uns immer wieder die gleichen, altbekannten

Dinge vor? Ganz einfach: Würde man die Bücher auf

das Kernthema „eindampfen“, bliebe nicht genug Substanz für

einen 300 Seiten Wälzer, den man für 38,-- EUR verkaufen

kann. Deshalb werden wir von den Verlagen zu Wiederkäuern

erzogen!

Genug gemeckert. Wenn man lange genug sucht, findet man

doch noch das eine oder andere Kleinod für Weihnachten.

Ihre Louise von Tharau

HOFFMANN

Photography

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Termine Fotoreisen & Fotokurse

fototrainer

4

NEU!

Fotoreisen

8. bis 15. Mai 2016

Irland – der milde Südwesten

NEU!

4 Info & Anmeldung

25. bis 30. September 2016

Elsass – Fachwerk, Burgen, Wein

4 ab Ende November

14. bis 16. Oktober 2016

Dresden – Florenz an der Elbe

4 Info & Anmeldung

NEU!

Fotokurse

27. - 29. Mai 2016

SW sehen – SW verstehen

NEU!

4 Info & Anmeldung

02. - 04. September 2016

Wildpark Lüneburger Heide 4 Info & Anmeldung

NEU!

09. - 12. Oktober 2016

Fine-Art Natur Fotografie 4 ab Ende November

23. - 27. Oktober 2016

Reif für die Insel 4 Info & Anmeldung

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Photography


you

2.3.2016, 18.5.2016 und 5.10.2016 (jeweils Beginn)

Landschaftsfotografie intensiv (6 Wochen)

Alle Facetten der Landschaftsfotografie

4 Info & Anmeldung

Reisefotografie intensiv (6 Wochen)

Aus Urlaubsbildern werden Reisefotos

4 Info & Anmeldung

Grundlagen der Bildgestaltung (6 Wochen)

„Goldener Schnitt“ und mehr

Die Welt der Farben (4 Wochen)

Farben als Gestaltungsmittel

4 Info & Anmeldung

4 Info & Anmeldung

Online-Kurse

Wenn es Nacht wird (4 Wochen)

Fotografieren in der Dämmerung und nachts

4 Info & Anmeldung

Entdecke die fotografische Vielfalt (6 Wochen)

Finden Sie Ihre fotografische Leidenschaft

4 Info & Anmeldung

Alle Online-Kurse sind auch in der Variante Online-Individuell mit einer Laufzeit von

12 Monaten und telefonischer Beratung buchbar.

Wichtiger Hinweis: Die nebenstehenden Fotokurse werden teilweise ohne Übernachtung/Verpflegung

und teilweise mit Übernachtung und Frühstück oder auch Halbbzw.

Vollpension angeboten.

Bitte beachten Sie in der Ausschreibung die eingeschlossenen Leistungen!

HOFFMANN

Photography

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Termine Fotokurse in Bremen

Tel.: 0421 / 323889

Kurse bei Foto-Bischoff, HB

28. und 29. November 2015

Photoshop Lightroom

Adobes leistungsstarke Bildbearbeitungs- und

Bildverwaltungssoftware verständlich erklärt

4 Info & Anmeldung

9. Januar 2016

Grundkurs Fotografie I

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

16. Januar 2016

Wenn es Nacht wird

Fotografieren in der Dämmerung und bei Nacht

4 Warteliste

2. April 2016

Grundkurs Fotografie I

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

16. April 2016

Grundkurs Fotografie II

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

27. August 2016

Grundkurs Fotografie I

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

29. Oktober 2016

Grundkurs Fotografie I

Grundlagen der Fotografie leicht gemacht!

4 Info & Anmeldung

Kurse bei der

VHS Bremen

Die Anmeldung für diese Kurse erfolgt bei der

VHS Bremen, entweder Online vhs-bremen.de

oder telefonisch unter 0421 / 361-12345

Bitte Kursnummer angeben!

Digitale Bildbearbeitung

21. November 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 2

„Digitale Farbe“ Kurs-Nr. 71-806

4 Info

22. November 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 3

„Collagen und Montagen“ Kurs-Nr. 71-808

4 Warteliste

12. Dezember 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 4

„RAW Workflow“ Kurs-Nr. 71-810

4 Warteliste

19. Dezember 2015

Digitale Bildbearbeitung – Modul 5

„S/W Digital“ Kurs-Nr. 71-812

4 Warteliste

10. Januar 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 6

„Automatisierte Bildbearbeitung

und Fotoverwaltung“ Kurs-Nr. 71-814

4 Info

23. Januar 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 7

„HDR und Panoramen“ Kurs-Nr. 71-816

4 Info

Bildungsurlaub

22. –26. Februar 2016

Bildungsurlaub „Digitale Bildbearbeitung“

Kurs-Nr. 71-802

4 Warteliste

30 HOFFMANN

Photography


Impressum

Vorankündigung 2016

Vermutlich ab Mitte Dezember buchbar

Fotokurse

14. Februar 2016

Basiswissen Fotografie Kurs-Nr. ??-???

Grundlagen der Fotografie

03. April 2016

Basiswissen Fotografie Kurs-Nr. ??-???

Grundlagen der Fotografie

4. Juni 2016 (Beginn)

Elemente der Bildgestaltung Kurs-Nr. ??-???

Jenseits des „Goldenen Schnitts“

4. Juni 2016 (Beginn)

Farben machen Fotos Kurs-Nr. ??-???

Farbe als Gestaltungselement

12. Juni 2016 (Beginn)

Vom Urlaubsbild zum Reisefoto

Kurs-Nr. ??-???

Vorankündigung 2016

Vermutlich ab Mitte Dezember buchbar

Digitale Bildbearbeitung

13. Februar 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 1

„Basiswissen“ Kurs-Nr. ??-???

20. Februar 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 2

„Digitale Farbe“ Kurs-Nr. ??-???

5. März 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 3

„Collagen und Montagen“ Kurs-Nr. ??-???

6. März 2016

Digitale Bildbearbeitung – Modul 4

„RAW Workflow“ Kurs-Nr. ??-???

Vorankündigung 2016

Vermutlich ab Mitte Dezember buchbar

Bildungsurlaub

7. –11. November 2016

Bildungsurlaub „Digitale Bildbearbeitung“

Kurs-Nr. ??-???

Impressum

Herausgeber:

Rainer und Simone Hoffmann

Mühlenkamp 25

28857 Syke

Tel.: 04240 / 698

Verantwortlich für den Inhalt: Rainer Hoffmann

Redaktion:

Rainer Hoffmann

Tel.: 04240 / 698

E-Mail: rainer@hoffmann-photography.com

Alle Fotos © Rainer & Simone Hoffmann. Jegliche Verwendung

der Fotos bedarf der ausdrücklichen schriftlichen

Genehmigung durch die Bildautoren.

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