09.11.2015 Aufrufe

IM BLICK Herbst/Winter 2015

Das Neuerscheinungsmagazin des Verlag Österreich - einem der führenden Verlage für juristische Fachinformation in Österreich.

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<strong>IM</strong> <strong>BLICK</strong><br />

Recht, Wirtschaft, Steuern<br />

herbst/winter<br />

<strong>2015</strong><br />

NEUERSCHEINUNGEN<br />

Erfolgsrezept<br />

Autorenduo Grabenwarter/Fister im Interview<br />

Verfassungspreisträger Clemens Jabloner zieht Resümee<br />

Pro und Contra zum reformierten Erbrecht<br />

VERLAG<br />

ÖSTERREICH


2 Im Blick Editorial<br />

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,<br />

4<br />

was macht ein Buch zu einem Erfolg, einen Juristen zu<br />

einem Erfolgsjuristen und eine Novelle zu einer gelungenen<br />

Novelle? Es lässt sich wohl schwer ein allgemein<br />

gültiges Rezept finden, jedoch kann man bei der Lektüre<br />

dieses <strong>IM</strong> <strong>BLICK</strong> immer wiederkehrende Zutaten<br />

herauslesen.<br />

Im Interview<br />

Christoph Grabenwarter und Mathis Fister<br />

über ihr Erfolgslehrbuch<br />

zum Verwaltungsverfahrensrecht<br />

So verrät in dieser Ausgabe das Autorenteam Grabenwarter/Fister,<br />

warum sich das soeben erschienene<br />

Lehrbuch zum Verwaltungsverfahrensrecht nicht nur<br />

bei den Studierenden, sondern auch bei Praktikern<br />

besonderer Beliebtheit erfreut. Der ehemalige Präsident<br />

des Verwaltungsgerichtshofes, Clemens Jabloner, zieht<br />

anlässlich der Verleihung des Verfassungspreises <strong>2015</strong><br />

Resümee über seine bisherige Karriere. Außerdem haben<br />

wir Expertinnen und Experten zur Erbrechtsnovelle<br />

befragt und die Pros und Contras gesammelt.<br />

Alles Gute und viel Spaß beim Durchblättern,<br />

Ihre<br />

8<br />

NBL<br />

Der neue elektronische Newsletter zum<br />

Bau- und Liegenschaftsrecht<br />

11<br />

Großkommentare<br />

MMag. Barbara Raimann, Verlagsleiterin<br />

Neue Lieferungen zum B-VG und<br />

zum Vergaberecht<br />

PS: Was wir rechtzeitig vor Weihnachten gesucht und<br />

gefunden haben, sind neue Rezepte, mit denen wir<br />

unsere Autorinnen und Autoren kulinarisch verwöhnen<br />

wollen. Gemeinsam haben wir im Verlag für sie gekocht.<br />

Die süßen Erzeugnisse aus der eigenen Produktion<br />

werden wir unseren Gästen in den kommenden<br />

Wochen persönlich überreichen.<br />

12<br />

Clemens Jabloner<br />

Der Träger des Österreichischen Verfassungspreises<br />

<strong>2015</strong> im Gespräch<br />

15<br />

Leidenschaftlich kritisch<br />

Kriminalpolitische Glossen von<br />

Richard Soyer und Alexia Stuefer


Inhalt Im Blick 3<br />

18<br />

Pro und Contra zur<br />

Erbrechtsreform<br />

Wir haben ExpertInnen aus Wissenschaft,<br />

Jusitz und Praxis gefragt<br />

29<br />

Versicherungsrecht<br />

Das Nachschlagewerk für 35 Versicherungssparten<br />

komplett neu aufgelegt<br />

21<br />

Familien- und Erbrecht<br />

Praxisleitfaden für die Rechtslage nach<br />

ErbRÄG <strong>2015</strong> und EU-ErbVO<br />

31<br />

Schon bestellt?<br />

GewO, NAG, Managementhaftung, GmbH-Recht<br />

22<br />

Urheberrecht aktuell<br />

Neuauflage des Handbuchs<br />

inkl der seit 1. Oktober geltenden Novelle<br />

Lesen Sie <strong>IM</strong> <strong>BLICK</strong> online:<br />

webkiosk.verlagoesterreich.at<br />

24<br />

Zehn Jahre ZFS<br />

Jubiläumsausgabe der Zeitschrift<br />

des Stiftungsrechts mit über 20 stiftungsspezifischen<br />

Beiträgen<br />

26<br />

Finanzmarktaufsichtsrecht<br />

Neuer Wegweiser durch die<br />

aktuelle Regulierungsflut<br />

Impressum<br />

Eigentümer, Herausgeber und Medieninhaber:<br />

Verlag Österreich GmbH, Sitz: Wien<br />

Geschäftsanschrift: 1010 Wien, Bäckerstraße 1<br />

Firmenbuch: FN 135894 w des HG Wien<br />

DVR: 1063600<br />

Tel: +43-1-610 77-0, Fax: -419<br />

E-Mail: office@verlagoesterreich.at<br />

www.verlagoesterreich.at<br />

Geschäftsführung:<br />

Mag. Katharina Oppitz, Dkfm. André Caro<br />

Verlagsleitung: MMag. Barbara Raimann<br />

Redaktion: Mag. Yvonne Sattler<br />

Grafik: Harald Lorenz<br />

Coverbild: fotolia.de<br />

Irrtümer und Änderungen vorbehalten.


4 Im Blick Im interview<br />

„Expeditiv und gründlich“<br />

Christoph Grabenwarter und Mathis Fister vereint nicht nur ihr Arbeitsstil und<br />

ihre unorthodoxen Arbeitszeiten, sondern auch ihr Zugang sowohl aus wissenschaftlicher<br />

wie aus praktischer Perspektive. Die idealen Zutaten für ein Erfolgsprojekt<br />

wie das Lehrbuch zum Verwaltungsverfahrensrecht? Interview Yvonne Sattler<br />

Verlag Österreich: Das Lehrbuch<br />

„Verwaltungsverfahrensrecht und<br />

Verwaltungsgerichtsbarkeit“ erfreut<br />

sich besonderer Beliebtheit. Seit der<br />

4. Auflage, die im November 2013 in<br />

einem neuen Format erschienen ist,<br />

arbeiten Sie als Co-Autoren zusammen.<br />

Soeben wurde die 5. Auflage<br />

veröffentlicht. Welche Faktoren sprechen<br />

Ihrer Meinung nach für den Erfolg<br />

dieses Werkes?<br />

Grabenwarter: Zum ersten ist es mit<br />

Sicherheit das Thema an sich, das<br />

einen großen Schub im Rechtsstaat<br />

insgesamt bewirkt hat. Mit dem neuen,<br />

zweistufigen Modell ist bei allen<br />

Beteiligten angekommen, dass Verwaltungsverfahren<br />

und Verwaltungsgerichtsbarkeit<br />

eine Einheit im Instanzenzug<br />

bilden. Das war für die Praxis<br />

immer schon klar, für die Wissenschaft<br />

jedoch oft voneinander getrennt. An<br />

der WU haben wir die beiden Bereiche<br />

immer gemeinsam gelehrt. Der<br />

Bescheid der Behörde ist gleichsam<br />

der Eintritt in das verwaltungsrechtliche<br />

Verfahren, hier gibt es keine<br />

hermetische Trennung. Der Anwalt,<br />

der eine Partei vertritt, oder die Partei<br />

hat – bei antragsbedürftigen Verfahren<br />

– das Ziel, eine antragsmäßige<br />

Entscheidung zu erhalten. Die Verfassungsreform<br />

2012 hatte das Ziel, den


im interview Im Blick 5<br />

Im Bild vlnr: Ass.-Prof. Dr. Mathis Fister,<br />

Univ.-Prof. DDr. Christoph Grabenwarter<br />

Foto: Verlag Österreich<br />

Standard europäischer Grundrechte<br />

zu erreichen. Wir haben heute eine<br />

sehr gute Rechtslage, die die Wissenschaft<br />

bearbeiten muss und auch in<br />

Zukunft begleiten wird. Zum zweiten<br />

waren wir einfach bei den Ersten, die<br />

4. Auflage ist noch vor dem Inkrafttreten<br />

der Novelle erschienen.<br />

Das Buch wurde nicht nur unter<br />

den Studierenden, sondern auch unter<br />

Praktikern sehr gut aufgenommen.<br />

Fister: Das freut uns natürlich besonders,<br />

das war und ist auch der Gedanke,<br />

der hinter dieser Arbeit steht. Wir<br />

wollten ein Werk mit wissenschaftlichem<br />

Anspruch schaffen, das zugleich<br />

die Bedürfnisse der Rechtspraxis<br />

befriedigt. Spezielle Hinweise zu Praxisfällen<br />

oder Schriftsatzmuster sind<br />

heute unverzichtbar.<br />

G: Auch der Verwaltungsgerichtshof<br />

hat sich in einer Reihe von Entscheidungen<br />

mit dem Werk auseinandergesetzt.<br />

Das wirklich Erfreuliche ist,<br />

dass der VwGH in vielen Fragen nun<br />

Entscheidungen getroffen hat, die<br />

durchaus die eine oder andere Lösung<br />

bestätigen, die wir aufgezeigt haben.<br />

Die Neuauflage enthält eine nahezu<br />

vollständige Einarbeitung der Rechtsprechung<br />

des VwGH seit Inkrafttreten<br />

der Novelle. Wir stellen damit<br />

einen Arbeitsbehelf zur Verfügung,<br />

der aktuell ist. Die letzte eingearbeitete<br />

Entscheidung ist vom 30. Juni <strong>2015</strong>.<br />

F: Nach Durchsicht der Judikatur der<br />

letzten eineinhalb Jahre zeigt sich in<br />

bemerkenswerter Weise, wie sehr die<br />

Judikatur die Verfahrensordnungen<br />

weiterentwickelt hat. Das betrifft einige<br />

strittige Bestimmungen, zu denen<br />

es jetzt einzelne Entscheidungen gibt<br />

und die auch so manche Fachdiskussion<br />

entspannt bzw gelöst haben. Aber<br />

vor allem gibt es Entscheidungen, die<br />

gefährliche Fallen für den Rechtspraktiker<br />

bergen. Es war also höchste Zeit,<br />

sich an die Neuauflage zu machen, da<br />

man mit den neuen Verfahrensgesetzen,<br />

ohne dass man ihre Konkretisierung<br />

durch die Judikatur kennt, kaum<br />

umgehen kann. Ich war etwa erstaunt<br />

über die Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs<br />

zur Zulässigkeit der Revision<br />

nach Art 133 Abs 4 B-VG. Die Judikaturlinien,<br />

die nun am Tisch liegen,<br />

bergen Fallen, vor allem für die Parteienvertreter.<br />

Ein Lehrbuch, das den<br />

Anspruch hat, zugleich Praxisbuch zu<br />

sein, muss auf diese eingehen.<br />

Was macht Ihrer Meinung nach<br />

ein gutes Lehrbuch aus? Gibt es Wünsche,<br />

die im Rahmen der Lehre an Sie<br />

herangetragen werden?<br />

G: Es gibt vor allem ein Ziel: klare<br />

Sprache. Als Autor eines Lehrbehelfs<br />

muss man auch komplizierte Sachverhalte<br />

so darstellen, dass ein im<br />

Lernen begriffener Leser die Materie<br />

aufnehmen kann. Dazu gehört auch,<br />

zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem<br />

zu unterscheiden. Durch<br />

die heutigen elektronischen Recherchemöglichkeiten<br />

kann man jede<br />

Detailinformation aus nahezu jedem<br />

Winkel der Welt in Sekunden erlangen<br />

– wenn man über das nötige Basiswissen<br />

verfügt. Ein Lehrbuch muss<br />

ein Lernbuch sein und dieses Basiswissen<br />

gut vermitteln.<br />

F: Es hat sich gezeigt, dass diese Präzision<br />

in der Sprache durch den Einfluss<br />

von Beispielen aus der Rechtspraxis<br />

lebendig wird. Auch Muster haben<br />

sich im Lehrbetrieb etabliert. In den<br />

Lehrveranstaltungen an der WU wird<br />

seit Jahren mit Mustern unterrichtet.<br />

Wenn man nämlich einmal den<br />

Aufbau eines Schriftsatzes gesehen<br />

hat, dann weiß man sofort, welchen<br />

Form- und Inhaltserfordernissen dieser<br />

unterliegt. Im Masterstudium haben<br />

wir eine Lehrveranstaltung ins Leben<br />

gerufen, die ausschließlich die Schriftsatzgestaltung<br />

zum Gegenstand hat.<br />

Unser Lehrbuch hat sich auch hier als<br />

hilfreich erwiesen. Wir bekommen<br />

von vielen Studierenden positive<br />

Rückmeldungen, dass sie damit gut<br />

arbeiten können.<br />

G: Ein Lehrbuch, das den Bedürfnissen<br />

der Universität gerecht wird, ist<br />

in aller Regel auch für die Praxis gut<br />

geeignet. Die Praxisbeispiele sollen<br />

Studierende an die Wirklichkeit heranführen,<br />

für Praktiker bilden sie in<br />

gesammelter Form ein Nachschlagewerk<br />

und die Möglichkeit, ihre eigene<br />

Praxis zu reflektieren und etwaige<br />

Fehler zu erkennen. Außerdem muss<br />

heute jedes Lehrbuch den Anspruch<br />

erheben, auch die aktuelle Rechtsprechung<br />

zu verarbeiten.<br />

F: Eine praxisnahe Juristenausbildung<br />

erfordert eben, dass man sich<br />

zunächst einmal an der Judikatur<br />

anlehnt, aber dort wo Kritik an der<br />

Judikatur angebracht ist, diese nicht<br />

verschweigt. Das macht schließlich<br />

den besonderen Wert für Praktiker<br />

aus. Man kann sich darauf verlassen –<br />

was in unserem Buch verarbeitet wurde,<br />

entspricht auch dem letzten Stand<br />

der Judikatur.<br />

Sie haben vorhin angesprochen,<br />

dass Sie viel mit Mustern arbeiten,<br />

sowohl in Lehrveranstaltungen als<br />

auch in Ihrem Buch. Nun beobachten<br />

wir, dass sich Muster unter unseren<br />

Lesern besonderer Beliebtheit<br />

erfreuen, diese aber leider nicht<br />

so häufig von den Autoren zu bekommen<br />

sind. Besonders Autoren<br />

aus der Privatwirtschaft stehen<br />

oft vor einem Dilemma. Einerseits<br />

möchten Sie wertvolle Informationen<br />

bieten, andererseits nicht<br />

sämtliche Informationen in einem<br />

„In der heutigen Informationsgesellschaft<br />

soll sich niemand davor<br />

fürchten, Wissen mit<br />

anderen zu teilen.“<br />

Christoph Grabenwarter


6 Im Blick Im interview<br />

Buch preisgeben, um nicht Gefahr<br />

zu laufen, potenzielle Kunden zu<br />

verlieren. Sie kommen beide sowohl<br />

aus der Wissenschaft als auch aus<br />

der Praxis – wie stehen Sie zu diesem<br />

Thema?<br />

G: In der heutigen Informationsgesellschaft<br />

soll sich niemand davor<br />

fürchten, Wissen mit anderen zu teilen.<br />

Für Juristen gilt im Besonderen:<br />

Die Kenntnis eines Musters macht<br />

noch keinen guten Schriftsatz. Ein<br />

Anwalt/ein Praktiker – sofern er sein<br />

Handwerkzeug beherrscht – wird<br />

nicht deshalb keinen Klienten mehr<br />

bekommen, weil er etwas, das er<br />

beherrscht, in einer Publikation darstellt<br />

und das in Form eines Einzelbeispiels.<br />

Aus richterlicher Perspektive<br />

wünscht man sich sogar, dass von<br />

möglichst vielen publiziertes Wissen<br />

eingesetzt wird. Dadurch steigen<br />

die Qualität der Schriftsätze und die<br />

Qualität des Verfahrens insgesamt.<br />

F: Auch aus anwaltlicher Perspektive<br />

hatte ich nie Vorbehalte, Muster<br />

preiszugeben, das mache ich auch<br />

in Praktiker-Seminaren sehr häufig.<br />

Ein verfahrensrechtliches Lehrbuch<br />

wie unseres, soll genau dieses Handwerkszeug<br />

vermitteln. Den Unterschied<br />

macht schließlich, wie man<br />

diese Schriftsatzmuster mit Leben<br />

erfüllt. Wir bieten Hilfestellungen<br />

an, formal alles richtig zu machen,<br />

aber das bedeutet nicht zwingend,<br />

dass jeder Schriftsatz auch erfolgreich<br />

sein muss. Hier kommt es auf<br />

die Fertigkeiten jedes einzelnen an.<br />

Wie kann man sich die Zusammenarbeit<br />

zwischen Ihnen beiden<br />

vorstellen?<br />

G: Wir arbeiten seit vielen Jahren<br />

zusammen und das funktioniert<br />

blind. Wir haben beide unorthodoxe<br />

Arbeitszeiten, aber das E-Mail<br />

ermöglicht, dass wir kontinuierlich<br />

an Daten arbeiten können. Dr. Fister<br />

ist ein unglaublich expeditiver und<br />

gründlicher Autor.<br />

F: Das kann ich nur zurückgeben.<br />

Entscheidend für unsere Zusammenarbeit<br />

ist mit Sicherheit auch der Umstand,<br />

dass wir beide sowohl in der<br />

Rechtswissenschaft als auch in der<br />

Praxis verwurzelt sind. Das ermöglicht<br />

uns, Werke wie das Lehrbuch aus<br />

einem Guss zu schreiben. Wenn ausschließlich<br />

Praktiker zusammenarbeiten,<br />

fehlt oft die Unterfütterung mit<br />

den Methoden, die die Rechtswissenschaft<br />

zur Problemlösung entwickelt<br />

hat. Auf der anderen Seite neigen<br />

Rechtswissenschaftler mitunter dazu,<br />

Lösungen zu entwickeln, die zwar<br />

für sich genommen schlüssig sind,<br />

die sich aber in der Praxis als nicht<br />

anschlussfähig erweisen. Ich denke,<br />

wir beide decken die Bedürfnisse von<br />

Rechtswissenschaft und Praxis ganz<br />

gut ab: Der Richter, der sich ausgearbeitete<br />

Schriftsätze wünscht, die ein<br />

rasches, effizientes Verfahren ermöglichen,<br />

und der Anwalt, der den Blick<br />

für Fallen für die Parteivertreter hat,<br />

die es zu vermeiden gilt.<br />

Professor Fister, Sie haben ja zuerst<br />

die Anwaltsprüfung abgelegt<br />

und sind dann an die Universität<br />

gekommen – eine eher ungewöhnliche<br />

Karriere im öffentlichen Recht in<br />

Österreich. Was können Sie beiden<br />

Berufsrichtungen abgewinnen?<br />

F: Mich haben immer schon beide<br />

Seiten begleitet. Während des Studiums<br />

habe ich in einer Anwaltskanzlei<br />

gearbeitet, nach dem Abschluss war<br />

ich zunächst am Institut in Graz tätig.<br />

Ich wollte aber den Weg einschlagen,<br />

mir zuerst ein Standbein in der<br />

Rechts praxis aufbauen und danach<br />

an die Universität zurückzugehen. So<br />

war es dann auch.<br />

Heute ist es in der Tat so, dass ich<br />

weder ohne die Wissenschaft, noch<br />

ohne die Praxis sein kann. Diese zwei<br />

Bereiche beflügeln sich gegenseitig.<br />

Die Rechtswissenschaft erhält<br />

die Neugierde für Problemlösungen<br />

aufrecht und zwingt dazu, immer<br />

am Puls der Zeit zu sein, was für die<br />

„Darauf kann man<br />

sich verlassen: Was in<br />

unserem Buch verarbeitet<br />

wurde, entspricht<br />

dem letzten Stand der<br />

Judikatur.“<br />

Mathis Fister<br />

Tätigkeit in der Praxis natürlich genauso<br />

unerlässlich ist. Die abenteuerlichsten<br />

Geschichten schreibt jedoch<br />

eindeutig die Rechtspraxis. Das krauseste<br />

Wissenschaftlergehirn kann sich<br />

nicht ausdenken, was gerade in verfahrensrechtlichen<br />

Konstellationen so<br />

alles passieren kann. Daraus beziehen<br />

wiederum die Forschung, aber auch<br />

die Lehre ihre Beispiele. Das Verfahrensrecht<br />

hat meine besondere Liebe<br />

auch im Rahmen der Lehre gefunden,<br />

da die Studierenden noch selten erkennen,<br />

welchen Stellenwert es in<br />

der Praxis eigentlich einnimmt. Für<br />

viele ist das wie Wegbeschreibungen<br />

auswendig lernen durch eine relativ<br />

unzugängliche Materie. Ich beginne<br />

meine verfahrensrechtlichen Lehrveranstaltungen<br />

gerne mit einem<br />

Plädoyer für das Verfahrensrecht,<br />

um zu zeigen, was man damit in der<br />

Praxis eigentlich alles anstellen kann.<br />

Zwar ist das Verfahrensrecht zunächst<br />

das Minimalerfordernis für die Praxis,<br />

das Handwerkszeug, aber es birgt<br />

darüber hinaus auch enormes Potenzial,<br />

wenn man sich damit wirklich<br />

auskennt. Mitunter kann es sogar<br />

gelingen, Verfahren, die man nach<br />

materiellem Recht vielleicht verlieren<br />

würde, mit verfahrensrechtlichen<br />

Kniffen doch noch zu gewinnen.<br />

Am 12. Oktober wurde der österreichische<br />

Verfassungspreis verliehen.<br />

Professor Grabenwarter, Sie<br />

sind Mitglied der Jury. Können Sie<br />

uns mehr über den Preis erzählen?<br />

Welche Intention steht hinter dieser<br />

Auszeichnung?


im interview Im Blick 7<br />

G: Der österreichische Verfassungspreis<br />

wird seit einigen Jahren an<br />

Persönlichkeiten oder Initiativen<br />

verliehen, die sich um die Verfassung<br />

und den Schutz der Verfassung – dazu<br />

gehört auch die Verfassungsgerichtsbarkeit<br />

– besondere Verdienste erworben<br />

haben. Die Riege der Preisträger<br />

macht deutlich, was damit gemeint<br />

ist. Zum Beispiel wurden bislang<br />

zwei Professoren ausgezeichnet, Richard<br />

Novak und Walter Berka, die<br />

in ihrem wissenschaftlichen Wirken<br />

Generationenübergreifendes für<br />

die Durchdringung des österreichischen<br />

Verfassungsrechts geleistet<br />

haben. Ausgezeichnet wurde auch<br />

jene Konsensgruppe, die sich um die<br />

Kärntner Ortstafellösung sehr verdient<br />

gemacht hat. Hier zeigt sich die<br />

Spannweite dieses Preises. Außerdem<br />

wird regelmäßig ein Medienpreis an<br />

eine Journalistin/einen Journalisten<br />

vergeben, die/der sich in der täglichen<br />

journalistischen Arbeit in besonderem<br />

Maße darum verdient gemacht hat,<br />

das Wissen um die Verfassung und<br />

das Wissen um die Notwendigkeit<br />

eines Verfassungsbewusstseins in der<br />

Öffentlichkeit bzw in der Bevölkerung<br />

gestärkt zu haben.<br />

Eine abschließende Frage an Sie<br />

beide: Wie wichtig ist es Ihnen, im<br />

Ausland zu publizieren?<br />

G: Das hängt natürlich vom jeweiligen<br />

Rechtsgebiet ab. Im klassischen öffentlichen<br />

Recht sind vor allem die Rechtsvergleichung<br />

und die Bezüge zum<br />

Europarecht entscheidend. Je mehr<br />

wir uns ins Europa- und Völkerrecht<br />

hinein bewegen, umso unabdingbarer<br />

wird es, – ab einem gewissen Punkt<br />

auch auf Englisch – im Ausland zu<br />

publizieren. Die Wissenschaft vom<br />

öffentlichen Recht ist traditionell<br />

eine, die aufs Engste – auch über die<br />

entsprechende Berufsvereinigung der<br />

Professoren – mit dem deutschsprachigen<br />

Raum, insbesondere Deutschland<br />

verknüpft ist. So glaube ich, dass es<br />

für viele Fragestellungen, die wir hier<br />

mit Bezug zum Europarecht haben –<br />

dazu gehört das Unionsrecht ebenso<br />

wie die Menschenrechtskonvention<br />

– wichtig ist, den Diskussions- und<br />

Forschungsstand in internationalen<br />

Foren, Fachzeitschriften oder Sammelbänden<br />

zu veröffentlichen.<br />

F: Ich glaube auch, dass der internationale<br />

Austausch und die Mitarbeit an<br />

internationalen Projekten, die dann<br />

oft zu gemeinsamen Publikationen<br />

führen, bereichernd für alle Beteiligten<br />

sind. Aus rechtsvergleichender<br />

Perspektive schärft man den Blick<br />

für die Rechtsprobleme, die sich auf<br />

der Grundlage der österreichischen<br />

Rechtsordnung stellen. Bemerkenswert<br />

ist dabei, dass die tatsächlichen<br />

Herausforderungen, trotz unterschiedlicher<br />

rechtlicher Grundlagen,<br />

oft identisch sind.<br />

Up to date durch Einarbeitung erster<br />

Entscheidungen zur neuen Rechtslage<br />

Im neuen Design und mit den umfassenden Rechtsänderungen<br />

der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012 bringt das neue<br />

Lehr- und Praxishandbuch die Darstellung des Verfahrensrechts<br />

der Verwaltungsbehörden, der Verwaltungsgerichte und des<br />

VwGH auf den letzten Stand.<br />

In der 5. Auflage sind die ersten Entscheidungen der Verwaltungsgerichte<br />

und des VwGH zur neuen Rechtslage eingearbeitet.<br />

Die systematische Darstellung des gesamten Verfahrensrechts<br />

und der praxisorientierte Ansatz unter Anführung<br />

zahlreicher Schriftsatzmuster und Praxistipps soll nicht nur<br />

Studierende näher an die Anforderungen der juristischen Berufsausübung<br />

heranführen, sondern auch den Rechtsanwendern<br />

entgegenkommen, die einen auf die Erfordernisse der Rechtspraxis<br />

ausgerichteten Arbeitsbehelf suchen.<br />

Univ.-Prof. DDr. Christoph Grabenwarter<br />

Institut für Europarecht und Internationales Recht, WU Wien,<br />

Mitglied des Verfassungsgerichtshofes<br />

Ass.-Prof. Dr. Mathis Fister<br />

Institut für Europarecht und Internationales Recht, WU Wien,<br />

Rechtsanwalt<br />

Grabenwarter/Fister<br />

Verwaltungsverfahrensrecht<br />

und Verwaltungsgerichtsbarkeit<br />

Lehrbuch, 5. Auflage, 407 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-6726-7, Erscheinungsdatum: 19.10.<strong>2015</strong><br />

€ 39,–


8 Im Blick Baurecht<br />

In anhängigen Mehrkostenstreitigkeiten<br />

bestehen! Für Juristen und Baupraktiker<br />

Die „Mehrkostenforderung“ ist zum dominierenden Streitthema<br />

der Bauabwicklung aufgestiegen. Professionelles „claim management“<br />

soll die Bilanzen der Bauunternehmen aufbessern. Dem<br />

gegenüber stehen Versuche weitreichender – oft unkalkulierbarer<br />

– Risikoübertragungen durch Bauherren.<br />

Bei der Diskussion bauwirtschaftlicher und kalkulatorischer Aspekte<br />

bleiben in der Literatur die „harten“ rechtlichen Grundlagen<br />

meist auf der Strecke. Dieses Buch bietet einen Überblick<br />

über die entscheidenden rechtlichen Rahmenbedingungen und<br />

vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die anhand von Beispielen<br />

erläutert werden. Es wendet sich damit sowohl an Juristen<br />

als auch an Baupraktiker, die vertraglich Vorsorge treffen oder in<br />

anhängigen Mehrkostenstreitigkeiten bestehen wollen.<br />

RA Dr. Alexander Grau<br />

Kanzlei Doralt Seit Csoklich Rechtsanwälte, Wien<br />

Regelmäßiges News-Update zum<br />

Bau- und Liegenschaftsrecht<br />

In Kooperation mit der Kanzlei Breitenfeld gibt der Verlag Österreich<br />

den „NBL – Newsletter zum Bau- und Liegenschaftsrecht“<br />

heraus, der ausschließlich online vertrieben wird.<br />

In dem elektronischen Newsletter werden monatlich die wichtigsten<br />

Entscheidungen sowie sonstige baurechtliche Entwicklungen<br />

dargestellt und kommentiert. Größter Wert wird auf eine<br />

prägnante und verständliche Erörterung der Rechtsprobleme gelegt<br />

und diese bei Bedarf um konkrete Handlungsanweisungen<br />

für die Baupraxis ergänzt. Der Newsletter wird durch aktuelle<br />

liegenschaftsrechtliche Themen abgerundet.<br />

Beziehbar ist der elektronische Newsletter zum Bau- und Liegenschaftsrecht<br />

als topaktueller monatlicher Infodienst direkt<br />

über den Webshop des Verlag Österreich. Die Zusendung erfolgt<br />

automatisiert im PDF-Format per E-Mail 18 mal jährlich.<br />

Verantwortlich für den NBL:<br />

Prof. Dr. Michael Breitenfeld<br />

Dr. Lukas Rességuier<br />

Kanzlei Breitenfeld Rechtsanwälte, Wien<br />

Grau<br />

Mehrkosten im Baurecht<br />

Lesen Sie Ausgabe 1 und 2 kostenlos unter<br />

webkiosk.verlagoesterreich.at<br />

Praxisliteratur<br />

ca 250 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-5679-7<br />

Erscheinungsdatum: 31.1.2016<br />

ca € 48,–<br />

Breitenfeld/Rességuier<br />

NBL – Newsletter zum Bau- und<br />

Liegenschaftsrecht<br />

elektronischer Newsletter, PDF-Format<br />

ISSN 2413-8908<br />

Jahresabo (18 mal jährlich) € 60,–


Baurecht Im Blick 9<br />

Kommentiert von den federführenden<br />

Mitgestaltern der neuen Bestimmungen<br />

Dieser Praxiskommentar legt anlässlich der Neufassung der<br />

wichtigsten niederösterreichischen bau- und raumordnungsrechtlichen<br />

Vorschriften seinen Schwerpunkt ganz bewusst auf<br />

eine praxisnahe Erläuterung der wesentlichen Inhalte. Er bietet<br />

vor allem den mit baurechtlichen Fragestellungen befassten<br />

Behördenorganen in Gemeinden und Bezirksverwaltungsbehörden,<br />

Sachverständigen, Planern und Bauherren die notwendige<br />

Unterstützung.<br />

Behandelt werden die NÖ Bauordnung 2014, das NÖ Raumordnungsgesetz<br />

2014 und die NÖ Bautechnikverordnung 2014<br />

inklusive der OIB-Richtlinien 1 bis 6 in der für Niederösterreich<br />

geltenden Fassung, die allesamt am 1. Februar <strong>2015</strong> in Kraft getreten<br />

sind. Zu den wesentlichen Vorschriften der neuen Gesetze<br />

umfasst das Buch jeweils auch Anmerkungen der Autoren sowie<br />

die dazugehörigen Gesetzesmaterialien.<br />

Aktueller gehts nicht –<br />

inklusive der OIB-RL <strong>2015</strong><br />

Das Werk soll Praktikern in erster Linie den Zugang zum Kärntner<br />

Baurecht erleichtern. Dies gelingt durch eine ausführliche<br />

Kommentierung der Kärntner Bauordnung 1996 sowie durch<br />

Verweise auf rund 1000 Judikate und rund 250 Werke in der einschlägigen<br />

Literatur. Außerdem erleichtern ein Rechtsprechungsverzeichnis,<br />

mit Hinweisen zu welchen Landesbauordnungen die<br />

Judikate ergangen sind, und ein Stichwortverzeichnis die Handhabung<br />

des Kommentars. Zu allen aufgenommenen bau- und<br />

raumordnungsrechtlichen Gesetzen sind die relevanten, teilweise<br />

auch noch nicht publizierten, Erläuterungen, abgedruckt.<br />

Das Werk befindet sich auf dem aktuellen Stand der bautechnischen<br />

Durchführungsverordnungen: Es enthält die OIB-Richtlinien<br />

<strong>2015</strong>, die durch die neue Kärntner Bautechnikverordnung für<br />

anwendbar erklärt wurden. Zudem finden sich die unionsrechtlichen<br />

Verordnungen zum Bauprodukterecht.<br />

Dr. Gerald Kienastberger<br />

Leiter der Abteilung Bau- und Raumordnungsrecht des Amtes<br />

der NÖ Landesregierung<br />

Mag. Anna Stellner-Bichler<br />

stellvertretende Leiterin der Abteilung Bau- und Raumordnungsrecht<br />

des Amtes der NÖ Landesregierung<br />

Mag. Robert A. Steinwender<br />

Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 1 – Landesamtsdirektion/Verfassungsdienst<br />

Kienastberger/Stellner-Bichler<br />

NÖ Baurecht<br />

Kommentar<br />

1036 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-6982-7<br />

Erscheinungsdatum: 10.9.<strong>2015</strong><br />

€ 199,–<br />

Steinwender<br />

Kärntner Baurecht<br />

Kommentar<br />

ca 1700 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-5560-8<br />

Erscheinungsdatum: 31.3.2016<br />

ca € 275,–


10 Im Blick Europa<br />

20 Jahre Österreich in der EU –<br />

Was hat sich rechtlich, politisch und<br />

wirtschaftlich verändert?<br />

Anlässlich der zwanzigjährigen EU-Mitgliedschaft Österreichs<br />

werden in diesem Sammelband die Auswirkungen der Union auf<br />

Österreich aus rechtswissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher<br />

und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht von mehr als 40 ExpertInnen<br />

untersucht. Nach einer Kurzdarstellung des Integrationsprozesses<br />

während der vergangenen zwei Jahrzehnte wird<br />

in erster Linie auf die Beziehungen zwischen der Union und<br />

Österreich im Verfassungsverbund eingegangen. Anschließend<br />

werden die Implikationen des Unionsrechts für Gesetzgebung,<br />

Verwaltung und Gerichtsbarkeit analysiert. Untersuchungen zu<br />

ausgewählten Sachbereichen wie Binnenmarkt, Wirtschafts- und<br />

Währungsunion, Sozialunion, Daseinsvorsorge und Bildung<br />

schließen die umfangreichen interdisziplinären Darstellungen ab.<br />

Der Sammelband dient daher als „Handbuch“ für alle jene, die<br />

sich mit Fragen der EU-Mitgliedschaft Österreichs aus rechtlicher,<br />

politischer oder wirtschaftlicher Perspektive befassen.<br />

Herausgeber:<br />

Univ.-Prof. Dr. Stefan Griller<br />

Univ.-Prof. Dr. Arno Kahl<br />

Univ.-Prof. Dr. Benjamin Kneihs<br />

Univ.-Prof. Dr. Walter Obwexer<br />

Griller/Kahl/Kneihs/Obwexer (Hrsg)<br />

20 Jahre EU-Mitgliedschaft Österreichs<br />

Handbuch<br />

ca 1000 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-7286-5<br />

Erscheinungsdatum: 31.1.2016<br />

ca € 210,–<br />

Das erfolgreiche Standardwerk<br />

am neuesten Stand<br />

Das im Jahr 2000 publizierte Volksgruppen-Handbuch enthielt<br />

im Kern die wichtigsten empirischen Daten zu den Volksgruppen<br />

in den 36 (heute 38) minderheitenrelevanten Staaten Europas.<br />

Daraus ergab sich erstmals ein systematischer, empirisch gesicherter<br />

Überblick über die quantitative Dimension der Volksgruppenfrage.<br />

In Fachkreisen gilt das Handbuch als Standardwerk,<br />

zugleich sind die darin enthaltenen Daten und grundlegenden<br />

Informationen zu den Erfordernissen eines modernen Minderheitenschutzes<br />

europaweit Ausgangspunkt und „Handwerkszeug“<br />

politischer Entscheidungsträger geworden.<br />

Die überarbeitete Neuauflage berücksichtigt die Volkszählungsergebnisse<br />

2009–2014. Zudem bietet diese einen facettenreichen<br />

Einblick in die seit 2000 erzielten Entwicklungs- und Erkenntnisfortschritte<br />

im Hinblick auf europäische und internationale<br />

Problemlösungsstrategien zur Minderheitenfrage.<br />

Prof. Dr. Christoph Pan<br />

Dr. iur. Beate Sibylle Pfeil<br />

Prof. Dr. Paul Videsott<br />

Pan/Pfeil/Videsott<br />

Die Volksgruppen in Europa<br />

Handbuch der europäischen<br />

Volksgruppen Band 1<br />

Handbuch, 2. Auflage<br />

ca 350 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-7224-7<br />

Erscheinungsdatum: 31.1.2016<br />

ca € 59,–


Verfassungs- und vergaberecht Im Blick 11<br />

Der kompakte und laufend aktualisierte<br />

Großkommentar zum Verfassungsrecht<br />

Die 16. Lieferung beschert uns einen weiteren Meilenstein der<br />

Kommentierungen zum Gerichtsverfassungsrecht (Art 90 B-VG),<br />

einige weitere Beiträge zum großen Themenkomplex der Kompetenzverteilung<br />

sowie zu den Grundrechten und zum Unionsverfassungsrecht.<br />

Benjamin Kneihs und Georg Lienbacher haben die Herausgeberschaft<br />

des B-VG Kommentars vor einigen Jahren übernommen.<br />

Die neuen Herausgeber konnten in kurzer Zeit insgesamt über<br />

neunzig namhafte Autorinnen und Autoren gewinnen, die die<br />

Kommentierung des Bundesverfassungsrechtes bald vervollständigen<br />

werden.<br />

Herausgeber:<br />

Univ.-Prof. Dr. Benjamin Kneihs<br />

Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht,<br />

Universität Salzburg<br />

Univ.-Prof. Dr. Georg Lienbacher<br />

Institut für Österreichisches und Europäisches Öffentliches Recht,<br />

WU Wien, Mitglied des Verfassungsgerichtshofes<br />

Das österreichische Vergaberecht –<br />

in dieser Tiefe nur in diesem<br />

Großkommentar<br />

§§ 107–111 (Form und Inhalt der Angebote), 168 (Wasser), 172<br />

(Häfen und Flughäfen), 256–259 (Form und Inhalt der Angebote<br />

im Sektorenbereich), 311 (Anzuwendendes Verfahrensrecht),<br />

313–319 (Zuständigkeit vor dem Verfahren vor dem BVwG),<br />

325 (Nichtigerklärung von Entscheidungen des Auftraggebers),<br />

332–334 (Spezielle Regeln zum Feststellungsverfahren), 345–347<br />

(Inkrafttretens-, Außerkrafttretens- und Übergangsvorschriften)<br />

und 349–351 (Straf-, Schluss- und Übergangsbestimmungen).<br />

Herausgeber:<br />

RA Dr. Johannes Schramm<br />

Partner, Schramm Öhler Rechtsanwälte<br />

Univ.-Prof. Dr. Josef Aicher<br />

Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht,<br />

Universität Wien<br />

Dr. Michael Fruhmann<br />

Leiter des für die Legistik des Bundesvergabegesetzes<br />

zuständigen Referates V/8/a des Bundeskanzleramtes<br />

Kneihs/Lienbacher (Hrsg)<br />

Rill-Schäffer-Kommentar Bundesverfassungsrecht<br />

Kommentar<br />

4730 Seiten, Loseblatt<br />

Gesamtwerk, inkl 16. Lieferung<br />

ISBN 978-3-7046-2000-2<br />

im Abo/zur Fortsetzung € 798,–; ohne Fortsetzung € 1098,–<br />

16. Lieferung, ca 250 Seiten<br />

ISBN 978-3-7046-7298-8<br />

Erscheinungsdatum: 21.12.<strong>2015</strong><br />

ca € 119,–<br />

Schramm/Aicher/Fruhmann (Hrsg)<br />

Bundesvergabegesetz 2006<br />

Kommentar, 2. Auflage<br />

5238 Seiten, Loseblatt<br />

ISBN 978-3-7046-5902-6<br />

im Abo/zur Fortsetzung € 698,–; ohne Fortsetzung € 1048,–<br />

5. Lieferung, ca 400 Seiten<br />

ISBN 978-3-7046-7266-7<br />

Erscheinungsdatum: 21.12.<strong>2015</strong><br />

ca € 160,–


12 Im Blick Im Gespräch<br />

Der Erfolgsjurist und<br />

Verfassungspreisträger<br />

<strong>2015</strong> über Karriere-<br />

Meilensteine, seine<br />

zweite Berufung und<br />

Erwartungen an die<br />

Bundesregierung.<br />

Text Yvonne Sattler<br />

Verlag Österreich: Der Österreichische<br />

Verfassungspreis wird seit einigen Jahren<br />

an Persönlichkeiten vergeben, die um die<br />

Verfassung und den Schutz der Verfassung<br />

besondere Verdienste erworben haben. Sie<br />

wurden für Ihre Verdienste in der Rechtswissenschaft<br />

und – als Leiter der Historikerkommission<br />

– in der Aufarbeitung der NS-<br />

Vergangenheit Österreichs geehrt. Welche<br />

Bedeutung hat dieser Preis für Sie?<br />

Im Gespräch<br />

Clemens Jabloner<br />

Jabloner: Ich freue mich natürlich sehr<br />

über diesen Preis und bin sehr geehrt. Er<br />

veranlasst mich, Revue passieren zu lassen,<br />

was ich in den vergangenen Jahrzehnten<br />

getan habe, und Resümee zu ziehen, was<br />

gelungen ist und was auch weniger gelungen<br />

ist. Außerdem hat der Preis insofern<br />

eine große Bedeutung für mich, da ich das<br />

Preisgeld dem Hans Kelsen-Institut widmen<br />

kann. Dieses ist zwar eine Bundesstiftung,<br />

es steckt dennoch notorisch in finanziellen<br />

Nöten.<br />

Woher kam bei Ihnen das besondere<br />

Interesse an Hans Kelsen und der Reinen<br />

Rechtslehre?<br />

Das ist nicht so leicht zu beantworten,<br />

denn es gibt wahrscheinlich mehrere Motive.<br />

Zum einen hat mich schon während des<br />

Jus-Studiums das öffentliche Recht mehr<br />

interessiert als das Privatrecht. Heute wäre<br />

das vielleicht anders. Zudem haben mich<br />

die Strukturen der Rechtsordnung, also<br />

das „Betriebssystem“, mehr angesprochen<br />

als die Inhalte der Rechtsordnung selbst –<br />

ohne diese geringschätzen zu wollen, sie<br />

machen ja das Recht aus. In den Schriften<br />

von Hans Kelsen und Adolf Merkl und<br />

natürlich bei meinem Lehrer Robert Walter<br />

habe ich sehr viel zu dieser Perspektive<br />

gefunden. Interessiert hat mich auch, dass<br />

Kelsen nicht nur Jurist, sondern auch Wissenschaftstheoretiker<br />

war und tief in andere<br />

Wissenschaftsbereiche hineingeblickt<br />

und diese in Zusammenhang gesetzt hat.<br />

So hat er sich zum Beispiel mit der Rechtssoziologie,<br />

der Religionssoziologie, der<br />

Friedensforschung oder der Demokratietheorie<br />

beschäftigt. Dieses Gesamtsystem<br />

an Kelsens Denken wollte ich erforschen,<br />

und es hat mich im Laufe der Jahre mehr<br />

und mehr fasziniert.<br />

Wie ist es derzeit um das Verfassungsbewusstsein<br />

in Österreich bestellt?<br />

Es gibt verschiedene Faktoren, die für das<br />

Verfassungsbewusstsein eine Rolle spielen<br />

könnten. Zum einen die Schule: Sie hat<br />

den Auftrag der politischen Bildung. Es<br />

gilt aber, zwischen einer parteipolitischen<br />

Bildung – also einer Bildung, die sich auf<br />

bestimmte politische Werte bezieht – und<br />

der Vermittlung von Wissen zu unterscheiden.<br />

Die Schule sollte natürlich dazu beitragen,<br />

dass der Einzelne im Stande ist, sich<br />

am politischen Prozess zu beteiligen, aber<br />

das setzt eben Wissen und nicht nur Kompetenzen<br />

voraus. Die besondere Aufgabe<br />

für Lehrerinnen und Lehrer besteht daher<br />

primär darin, dieses Wissen den Schülerinnen<br />

und Schülern mitzugeben.<br />

Zum zweiten tragen natürlich die Medien<br />

eine besondere Verantwortung für das Verfassungsbewusstsein.<br />

Freilich ist unsere Verfassung<br />

sehr unübersichtlich geworden, was<br />

ihre Vermittlung erschwert.<br />

Wie sieht es mit dem Verfassungsbewusstsein<br />

auf Verwaltungsebene aus?<br />

Auf Ebene der Verwaltung wird heute das<br />

juristische Element und damit die Einsicht,<br />

wie der Staat funktioniert, zurückgedrängt.<br />

Es gibt zu viele Medienberater und sonstige<br />

Personen im Umkreis der Minister. Dadurch<br />

gewinnt das Ganze einen kurzatmigen tagespolitischen<br />

Anstrich.<br />

Ihre über 20-jährige Amtszeit als Präsident<br />

des Verwaltungsgerichtshofes endete<br />

vor knapp zwei Jahren, Sie haben sich aber<br />

keineswegs zur Ruhe gesetzt…<br />

Ich habe den zweiten Faden meiner Karriere<br />

wieder aufgenommen, und der war immer<br />

universitär-akademisch. Zwar habe ich nie<br />

damit aufgehört, aber es im Laufe der Jahrzehnte<br />

zurückgedrängt. Jetzt kann ich mich<br />

wieder mehr der Rechtstheorie widmen, das<br />

ist auch der Inhalt meiner Lehrverpflichtung –<br />

der „Hans Kelsen Professur“. Ich beschäftige<br />

mich aber auch mit dem Verfassungsrecht


Im Gespräch Im Blick 13<br />

Im Bild vlnr: Dr. Peter Jann (Jurymitglied), Univ.-Prof.<br />

DDr. Christoph Grabenwarter (Jurymitglied), Mag.<br />

Benedikt Kommenda (Die Presse, Preisträger <strong>2015</strong>),<br />

Univ.-Prof. Dr. Clemens Jabloner (Hans Kelsen-Institut,<br />

Preisträger <strong>2015</strong>), Univ.-Prof. Dr. Karl Korinek (Vorsitzender<br />

der Jury), Dr. Andreas Koller (Jurymitglied);<br />

Foto: Verein Forum Verfassung/Zach Kiesling<br />

Dingen neu auseinanderzusetzen und die<br />

Defizite zu sehen. So habe ich den Vorsitz<br />

der Historikerkommission übernommen, viel<br />

dabei gelernt und mit sehr großem Interesse<br />

daran gearbeitet. Schließlich ist ein ganzer<br />

Mechanismus in Gang gekommen, der bis<br />

heute wirksam ist, wenn man zum Beispiel<br />

auf die aktuellen Kunstrückgabe-Fälle blickt.<br />

Sie waren von 2003 bis 2005 auch Vorsitzender<br />

des Österreich-Konvents. Ein Schwerpunkt<br />

der Arbeit des Konvents lag auf der<br />

Einsetzung von Verwaltungsgerichten, der<br />

Ihnen auch ein zentrales Anliegen in Ihrer<br />

Funktion als Präsident des Verwaltungsgerichtshofes<br />

war. Nun ist die Verwaltungsgerichtsbarkeitsnovelle<br />

vor zwei Jahren in Kraft<br />

getreten. Wie beobachten Sie den Umsetzungsprozess?<br />

Hat sich aus Ihrer Sicht das<br />

neue System in der Praxis schon bewährt?<br />

Vorweg möchte ich sagen, dass der Zeitablauf<br />

und die Reform überhaupt gelungen sind,<br />

letztendlich eine Sache der Fortune waren. Ich<br />

habe das Amt des Präsidenten so lange bekleidet,<br />

dass ich genügend Zeit hatte, die dicken<br />

Bretter nachhaltig zu bohren. Ich konnte<br />

das tun, was Politiker normalerweise nicht<br />

können: bei der Sache bleiben, trotz vieler<br />

Rückschläge. Der Österreich-Konvent war ein<br />

sehr wichtiger Meilenstein. Dass die Novelle<br />

schließlich gelungen ist, liegt auch daran, dass<br />

mein Kollege Christoph Grabenwarter und<br />

ich mehrere Entwürfe geschrieben haben und<br />

sich zum Ende hin alles so günstig intensiviert<br />

hat. Dass sie genau in diesem Moment in<br />

Kraft getreten ist, als ich aufgehört habe, war<br />

Glück, eine schöne Fügung und hat mir in gewisser<br />

Weise den Abschied leichter gemacht.<br />

Was die Entwicklung seither betrifft, so beobachte<br />

ich diese aus einer gewissen Distanz,<br />

sehe sie aber durchwegs positiv. Das Revisionssystem<br />

zum Beispiel ist neu und hatte<br />

zunächst gar nicht meine Zustimmung. Davon<br />

habe mich erst überzeugen lassen müssen.<br />

Dieses System eines verengten Zugangs zum<br />

Verwaltungsgerichtshof dürfte sich sehr gut<br />

bewähren. Es verlangt den Verwaltungsgerichten,<br />

den Beschwerdevertretern und auch<br />

den Richterinnen und Richtern des VwGH viel<br />

ab, aber es scheint sehr gut zu funktionieren.<br />

Gemeinsam mit dem nun amtierenden<br />

Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofes,<br />

Rudolf Thienel, haben Sie die Aufgabenreform-<br />

und Deregulierungskommission<br />

geleitet, die Mitte 2014 ihre Arbeit aufnahm.<br />

Nach einjähriger Tätigkeit wurde diesen Juni<br />

ein Abschlussbericht vorgelegt. Was sind die<br />

wichtigsten Ergebnisse?<br />

und der Methodenlehre, ich lege meine Professur<br />

also ein wenig breiter an. In Seminaren<br />

versuche ich, die „Reine Rechtslehre“ – nicht<br />

zuletzt auch ein wichtiges österreichisches<br />

„Kulturgut“ – bekannt und die Studierenden<br />

damit vertraut zu machen. Wie sich zeigt,<br />

besteht auch großes Interesse daran, ich kann<br />

mich nicht über mangelnden Zulauf beklagen.<br />

Wie sieht es im außeruniversitären Bereich<br />

aus? Sie beraten seit 2014 als Teil eines<br />

Teams von unabhängigen Rechtsexperten die<br />

Klimt-Foundation in Restitutionsfragen.<br />

Das stimmt, ja – eine Sache, mit der ich mich<br />

in Folge der Historikerkommission, die 2003<br />

zu Ende war, beschäftige, ist die Kunstrückgabe,<br />

die sich auf Kunst im staatlichen Besitz<br />

bezieht. Eine erfreuliche Entwicklung ist, dass<br />

sich nun auch private Eigentümer finden, die<br />

sich die Frage stellen: Würde mein Kunstwerk<br />

restituiert werden, wenn es in staatlichem<br />

Besitz wäre? Um das zu klären, bin ich für die<br />

Klimt-Stiftung beratend tätig geworden.<br />

Schon 1998 wurden Sie Vorsitzender der<br />

Historikerkommission. Woher rührt Ihr Interesse<br />

an der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit<br />

Österreichs?<br />

Eigentlich hatte ich gar kein spezielles Interesse<br />

daran, aber ich war wohl der Geeignete<br />

dafür. Einerseits komme ich aus einer Familie<br />

von Emigranten: Meine beiden Eltern mussten<br />

vor den Nazis emigrieren, meine Mutter<br />

aus Berlin und mein Vater aus Wien. Sie<br />

haben in China geheiratet, bevor sie wieder<br />

nach Wien zurückgekehrt sind. Ich hatte also<br />

eine persönliche Geschichte. Andererseits<br />

kannte ich die österreichische Bürokratie ganz<br />

gut. Es war ja eine Spätfolge der Waldheim-<br />

Zeit, dass man begonnen hat, sich mit den<br />

Es war ein beträchtlicher Aufwand, und<br />

unsere Arbeit bestand aus der Sichtung vieler<br />

vorhandener Vorschläge, hauptsächlich<br />

seitens des Rechnungshofs, aber auch seitens<br />

anderer Stellen. Wir waren ein Gremium<br />

von Praktikern mit mehreren Untergruppen.<br />

Die Aufgabe war, diese Vorschläge auf ihre<br />

Durchführbarkeit zu überprüfen. In mehreren<br />

Berichten haben wir dann insgesamt 245<br />

solcher Vorschläge vorgelegt, die sofort verwirklicht<br />

werden könnten. Das sind kleinere<br />

und größere Dinge, die keinen Begutachtungskreislauf<br />

mehr durchlaufen oder Ehrenrunden<br />

drehen müssen, sondern Sachen, die<br />

die Bundesregierung sofort umsetzen kann.<br />

Nun liegt es an ihr und nicht mehr an uns.<br />

Verständlicherweise gibt es ständig aktuelle<br />

Entwicklungen, auch schon vor der Flüchtlingsproblematik,<br />

die prioritär behandelt<br />

werden. Und vieles von dem, was wir vorgeschlagen<br />

haben, sind relativ unspektakuläre<br />

Maßnahmen. Milliarden sind ebenfalls keine<br />

einzusparen, wir waren aber auch keine<br />

Einsparungskommission. In vielen Fällen ist<br />

es darum gegangen, Erleichterungen für die<br />

Bürgerinnen und Bürger und Verbesserungen<br />

für die Wirtschaft zu schaffen. Manche<br />

Erleichterungen fordern sogar Investitionen,<br />

aber in Summe sind es Einsparungen – 400<br />

Millionen sind leicht möglich, das ist auch<br />

nicht wenig. Die Bundesregierung hat in<br />

Aussicht gestellt, noch im Laufe des Jahres<br />

eine Novelle einzubringen und auch einen<br />

Mechanismus für ein ständiges Monitoring<br />

vorzukehren. Wir warten also ab.<br />

Univ.-Prof. Dr.<br />

Clemens Jabloner<br />

Die Jury begründete ihre Entscheidung<br />

mit Jabloners entschiedenem Eintreten<br />

für den Rechtsstaat in Fragen der Verfassungsgerichtsbarkeit<br />

und für die Demokratie<br />

in der Diskussion um die Verstärkung<br />

direkt-demokratischer Elemente.<br />

Ferner wurde Jabloners Einsatz für die Reform<br />

der Verwaltungsgerichtsbarkeit und<br />

seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit<br />

in Fragen der Restitution hervorgehoben.<br />

Schließlich wurde auch seine jahrzehntelange<br />

Tätigkeit als Geschäftsführer des<br />

Hans Kelsen-Institutes gewürdigt.


14 Im Blick Strafrecht<br />

Für eine bestmögliche<br />

Prüfungsvorbereitung<br />

Das StRÄG <strong>2015</strong> hat eine grundlegende Neubearbeitung des<br />

bewährten Lehrbuchs zum Besonderen Teil notwendig gemacht.<br />

Auch die Neuauflage erläutert leicht verständlich und anhand<br />

zahlreicher Beispiele die für Praxis und Prüfung wichtigsten<br />

Straftatbestände. Darüber hinaus weckt das Buch Verständnis für<br />

die Falllösung und regt zum selbstständigen juristischen Denken<br />

an. Für eine bestmögliche Prüfungsvorbereitung finden sich<br />

außerdem am Ende jedes Kapitels Wiederholungsfragen in Form<br />

einer Check-Liste der wichtigsten Probleme.<br />

Da Allgemeiner und Besonderer Teil gemeinsam studiert werden<br />

müssen, um das Gesamtsystem erfassen zu können, stellen<br />

zahlreiche Verweise auf das Lehrbuch Fuchs, Allgemeiner Teil I,<br />

die nötigen Zusammenhänge her. Für alle, die sich mit strafrechtlichen<br />

Fragestellungen in Studium, Theorie oder Praxis beschäftigen,<br />

ist dieses Buch ein unverzichtbares Arbeits- und Hilfsmittel.<br />

o. Univ.-Prof. Dr. Helmut Fuchs<br />

Insitut für Strafrecht und Kriminologie, Universität Wien<br />

Univ.-Prof. Dr. Susanne Reindl-Krauskopf<br />

Insitut für Strafrecht und Kriminologie, Universität Wien<br />

Optimale Prüfungsvorbereitung<br />

auf aktuellem Stand des Strafrechts<br />

Dieses Casebook wendet sich in erster Linie an Studierende, die<br />

die Grundlagen des Strafrechts bereits beherrschen und sich nunmehr<br />

im materiellen Teil vertiefen möchten. Der Umfang und der<br />

Schwierigkeitsgrad der Fälle, die alle relevanten Probleme des<br />

Allgemeinen sowie des Besonderen Teils abdecken, entsprechen<br />

dem, was bei Fachprüfungen von den PrüfungskandidatInnen<br />

verlangt wird. Es handelt sich vorrangig um Fälle, die gleich oder<br />

ähnlich bereits als Prüfung gegeben wurden. Die wichtigsten<br />

Prüfungsschemata sind zusätzlich als Poster zum Herausnehmen<br />

enthalten.<br />

Die Lösungsmuster berücksichtigen darüber hinaus bereits die<br />

durch das Strafrechtsänderungsgesetz <strong>2015</strong> eingeführten Änderungen<br />

im StGB, die mit 1. Jänner 2016 in Kraft treten werden.<br />

Assoz.-Prof. Dr. Heidelinde Luef-Kölbl<br />

Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie,<br />

Universität Graz<br />

Mag. Florian Sprajc<br />

Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie,<br />

Universität Graz<br />

Fuchs/Reindl-Krauskopf<br />

Strafrecht Besonderer Teil I<br />

Delikte gegen den Einzelnen<br />

(Leib und Leben, Freiheit, Ehre, Privatsphäre, Vermögen)<br />

Lehrbuch, 5. Auflage<br />

314 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7240-7<br />

Erscheinungsdatum: 17.9.<strong>2015</strong><br />

€ 29,–<br />

Luef-Kölbl/Sprajc<br />

Strafrecht<br />

Fälle und Lösungsmuster zum materiellrechtlichen Teil<br />

Casebook, 6. Auflage<br />

ca 250 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7252-0<br />

Erscheinungsdatum: 15.12.<strong>2015</strong><br />

ca € 28,–


Strafrecht Im Blick 15<br />

Leidenschaftlich kritisch!<br />

Richard Soyer und Alexia Stuefer haben sich dem<br />

Strafrecht verschrieben. Beide leben ihren Alltag<br />

mit Leidenschaft und Hingabe für die Strafverteidigung<br />

und die Strafrechtswissenschaft. Strafrechtsentwicklungen<br />

spiegeln das gesellschaftliche<br />

Selbstverständnis wider und offenbaren die<br />

Qualität der demokratischen und rechtsstaatlichen<br />

Verfasstheit eines Gemeinwesens. Sie lassen sich an<br />

Hand von gesetzgeberischen Reformen und deren<br />

Umsetzung sowie über Tendenzen der Rechtsprechung<br />

aufspüren und nachzeichnen. Fachliteratur,<br />

aber auch Gerichtssaal- und Skandalberichterstattung<br />

geben Hinweise, in welche Richtung es zu<br />

gehen scheint.<br />

Die in den vergangenen fünf Jahren in Tages-,<br />

Wochenzeitungen und Fachzeitschriften erschienenen<br />

Texte versuchen diesen immer hastigeren<br />

Entwicklungen nachzuspüren, sie einzufangen und<br />

freizulegen, um sie – auch rückblickend – sichtbar<br />

zu machen. Sie thematisieren Fragen der allgemeinen<br />

Kriminalpolitik, des besonders vulnerablen<br />

Drogenstrafrechts, des „boomenden“ Wirtschaftsstrafrechts<br />

und der Strafverteidigung. In der<br />

strafrechtlichen Verfolgung des einzelnen Individuums<br />

und seiner Verteidigung zeigt sich vieles erst<br />

ungeschminkt. Lebenswirklichkeiten lassen sich<br />

sicher nicht nur in Worte fassen.<br />

Bilder, hier Fotoarbeiten der bildenden Künstlerin<br />

Eva Schlegel und des Fotografen Heribert Corn,<br />

sind Zugänge, die Eindrücke vermitteln können,<br />

für die der Sprache die Worte fehlen.<br />

Ein anspruchsvolles Buch zum Schmökern oder<br />

Verschenken!<br />

Soyer/Stuefer<br />

Dem Strafrecht verschrieben<br />

Kriminalpolitische Glossen<br />

Univ.-Prof. Dr. Richard Soyer, JKU Linz und Strafverteidiger in Wien<br />

Dr. Alexia Stuefer, Strafverteidigerin in Wien<br />

Geschenkband mit Farbfotos<br />

160 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7255-1<br />

Erscheinungsdatum: 12.10.<strong>2015</strong><br />

€ 22,–


16 Im Blick Strafrecht<br />

Der BT I mit der ab<br />

1. Jänner 2016 geltenden Rechtslage<br />

Die wichtigsten Entscheidungen<br />

kompakt und auf einen Blick<br />

Das Strafrechtsänderungsgesetz <strong>2015</strong> hat wesentliche Änderungen<br />

des StGB gebracht. Das Lehrbuch stellt die ab 1. Jänner 2016<br />

geltende Rechtslage dar. Die Neuerungen betreffen viele Tatbestände<br />

des Besonderen Teils: Die Strafdrohungen wurden teils<br />

erheblich verändert, die Körperverletzungsdelikte neu gestaltet.<br />

Bei den Vermögensdelikten wurden die Wertgrenzen teils kräftig<br />

erhöht, die „Gewerbsmäßigkeit“ und gewisse andere Qualifikationen<br />

neu geregelt, die Untreue neu gefasst; die Bilanzdelikte<br />

finden sich jetzt im StGB. Den Freiheitsdelikten wurde ein neuer<br />

Tatbestand gegen „Cybermobbing“ hinzugefügt.<br />

Das Buch behandelt alle prüfungsrelevanten Fragen für Studierende<br />

und bringt interessante Entscheidungen und Fälle für den<br />

Praktiker. Ein lebensnahes Buch zum Strafrecht, mit klaren Aussagen<br />

und leicht verständlich!<br />

em. Univ.-Prof. Dr. Christian Bertel<br />

o. Univ.-Prof. Dr. Klaus Schwaighofer<br />

Univ.-Prof. Dr. Andreas Venier<br />

alle am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und<br />

Kriminologie der Universität Innsbruck<br />

Mehr noch als das StGB unterliegt das Nebenstrafrecht auf<br />

Grund der Vielzahl der in einzelnen Materiengesetzen enthaltenen<br />

strafrechtlichen Bestimmungen einem stetigen Wandel.<br />

Der nun in 6. Auflage erscheinende erste Halbband umfasst<br />

alle strafrechtlich relevanten Gesetze von A wie „Anti-Doping-<br />

Bundesgesetz (ADBG)“ bis L wie „Lebensmittelsicherheits- und<br />

Verbraucherschutzgesetz (LMSVG)“.<br />

Der Schwerpunkt dieser Gesetzesausgabe liegt bei der Entscheidungssammlung.<br />

Neben der Judikatur des Obersten Gerichtshofs<br />

werden auch Entscheidungen der Oberlandesgerichte, in<br />

Einzelfällen auch die Rechtsansicht der Generalprokuratur bzw<br />

des Bundesministeriums für Justiz berücksichtigt. Wie schon in<br />

den Vorauflagen wurde großer Wert darauf gelegt, nicht nur<br />

abstrakte Rechtssätze zu formulieren, sondern auch auf den der<br />

Entscheidung zu Grunde liegenden Sachverhalt hinzuweisen.<br />

Gesetzestexte und Judikatur befinden sich auf dem Stand<br />

1. Juli <strong>2015</strong>.<br />

Generalanwalt Prof. Dr. Christoph Mayerhofer<br />

Sektionsleiter im Bundesministerium für Justiz i. R.<br />

Dr. Harald Salzmann<br />

Erster Oberstaatsanwalt der Oberstaatsanwaltschaft Wien<br />

Bertel/Schwaighofer/Venier<br />

Österreichisches Strafrecht, Besonderer Teil I<br />

(§§ 75 bis 168b StGB)<br />

Lehrbuch, 13. Auflage<br />

ca 348 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7241-4<br />

Erscheinungsdatum: 15.12.<strong>2015</strong><br />

€ 35,–<br />

Mayerhofer/Salzmann<br />

Nebenstrafrecht<br />

Das österreichische Strafrecht, Dritter Teil, Band 1<br />

Kommentar, 6. Auflage<br />

ca 960 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-6776-2<br />

Erscheinungsdatum: 21.12.<strong>2015</strong><br />

ca € 248,–


Transportrecht Im Blick 17<br />

€ 85,– ISBN 978-3-7046-7289-6<br />

Verständliche Praxisleitfäden<br />

für das Transportgeschäft<br />

Im<br />

Kombipaket<br />

zum Sonderpreis<br />

Praxisliteratur<br />

ca 250 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-5469-4<br />

Erscheinungsdatum: 31.1.2016<br />

ca € 58,–<br />

Praxisliteratur<br />

ca 200 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7288-9<br />

Erscheinungsdatum: 31.3.2016<br />

ca € 48,–<br />

Das Handbuch ist ein unverzichtbares Nachschlagwerk für den<br />

beruflichen Praktiker in den Bereichen Logistik, Spedition und<br />

des Transports. Das Werk bietet einen anwenderfreundlichen<br />

Leitfaden für die tägliche Anwendung von Transportrecht im<br />

Straßen-, Eisenbahn-, See-, Binnenschiff- und Lufttransport.<br />

Besonderer Wert wurde auf die Darstellung einer großen Zahl<br />

an internationalen Transportrechtsübereinkommen aus österreichischer<br />

Sicht gelegt. Unter erstmaliger Aufarbeitung der<br />

transportrechtlichen Judikatur des OGH von 1985 bis <strong>2015</strong> gibt<br />

das Handbuch strukturierte Hinweise und rechtliche Hilfestellungen<br />

für die Transportabwicklung sowie zur Behandlung von<br />

Schadensfällen.<br />

Das Handbuch ist ein ideales Nachschlagwerk für Versicherer,<br />

Spediteure und Lieferanten im Bereich der Transportversicherung.<br />

Das Werk bietet einen anwenderfreundlichen Leitfaden<br />

für die Warentransportversicherung, Verkehrshaftungsversicherung,<br />

Kaskoversicherung sowie wesentliche Nebensparten der<br />

Transportversicherung, darunter auch die besondere Versicherung<br />

von Kunsttransporten. Unter erstmaliger Aufarbeitung der<br />

transportversicherungsrechtlichen Judikatur des OGH von 1985<br />

bis <strong>2015</strong> gibt das Handbuch strukturierte Hinweise und rechtliche<br />

Hilfestellungen für die Abwicklung von Transportversicherungsfällen.<br />

RA Mag. Maria Zehetbauer<br />

Rechtsanwältin in Wien und Partnerin der Walch & Zehetbauer Rechtsanwälte OG<br />

Tätigkeitsschwerpunkte im Fracht-, Speditions- und Transportversicherungsrecht,<br />

Vortragende zahlreicher Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen<br />

RAA Mag. Wolfgang Motter<br />

Rechtsanwaltsanwärter bei der Walch & Zehetbauer Rechtsanwälte OG<br />

Tätigkeitsschwerpunkte im Fracht-, Speditions- und Transportversicherungsrecht


18 Im Blick Themenschwerpunkt Erbrechtsreform<br />

Jahrhundertreform oder verpatzte Chance?<br />

Die „Modernisierung“ des mehr als 200 Jahre alten Erbrechts wird in der Fachwelt heftig<br />

diskutiert. Sowohl auf sprachlicher als auch auf inhaltlicher Ebene wurden entscheidende<br />

Änderungen vorgenommen. Wir haben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft,<br />

Justiz und Praxis über Erfolg und Misserfolg der Novelle gefragt.<br />

Contra<br />

PRO<br />

Univ.-Prof. Dr.<br />

Martin Schauer<br />

Institut für Zivilrecht,<br />

Universität Wien<br />

• Im Pflichtteilsrecht ist Vieles gelungen.<br />

Bei den Gestaltungsmöglichkeiten<br />

der Pflichtteilsdeckung herrscht jetzt<br />

weitgehend Rechtssicherheit und viel<br />

Flexibilität. Die Unternehmensnachfolge<br />

wird tatsächlich erleichtert.<br />

• Die Rechtsbereinigung und sprachliche<br />

Neubearbeitung tragen das Erbrecht des<br />

19. Jahrhunderts in das 21. Jahrhundert.<br />

• Stellenweise wäre dem Gesetzgeber<br />

etwas mehr Mut zu wünschen gewesen.<br />

Dass die Reform der Testamentsvollstreckung<br />

und des Erbvertrags<br />

versäumt wurde, stellt eine verpasste<br />

Chance dar, bei der die Nachfrage der<br />

Praxis nach derartigen Planungsinstrumenten<br />

nicht hinreichend erkannt<br />

wurde.<br />

• Schade auch, dass offenbar auf<br />

jeglichen rechtsvergleichenden Input<br />

verzichtet wurde – gerade in einem<br />

zusammenwachsenden Europa sollte<br />

es auch den Gesetzgeber interessieren,<br />

wohin anderswo die Reise geht!<br />

PRO<br />

Univ.-Prof. Dr.<br />

Susanne Kalss<br />

Institut für Zivil- und<br />

Unternehmensrecht,<br />

WU Wien<br />

• Die Gestaltungsmöglichkeiten für die<br />

Erfüllung des Pflichtteilsanspruches<br />

wurden wesentlich erweitert.<br />

• Im unternehmensnahen Bereich sowie<br />

im Liegenschaftsbereich sind flexible<br />

Gestaltungen möglich.<br />

• Die Rechtssicherheit in der vorweggenommenen<br />

Vermögensnachfolge<br />

wurde durch die Festlegung des


Themenschwerpunkt Erbrechtsreform Im Blick 19<br />

Schenkungszeitpunkts als maßgeblichen<br />

Bemessungszeitpunkt deutlich<br />

erhöht.<br />

Contra<br />

• Leider wurde die Grundfrage der Legitimation<br />

des Pflichtteilsrechts nicht<br />

tief analysiert.<br />

• Die starre 4% Verzinsungsregelung<br />

für Stundung des Pflichtteils führt zu<br />

zufälligen Ergebnissen der Anwendung,<br />

und es wurde auf eine grundsätzliche<br />

Zinsregelung verzichtet.<br />

• Das Gesetz hat nicht Mut zu neuen<br />

oder modifizierten Instrumenten<br />

wie Erbvertrag innerhalb der ganzen<br />

Familie, weitergehende Sonderregeln<br />

für unternehmerisches Vermögen.<br />

Univ. Doz. Mag. DDr.<br />

Ludwig Bittner<br />

Präsident der Notariatskammer<br />

Wien<br />

• Im Anrechnungsrecht ist die Frage<br />

der Bewertung zu stark vereinfacht<br />

worden. Gerade bei Immobilien in<br />

Westösterreich, wo starke Wertsteigerungen<br />

erzielt werden, ist die Regelung<br />

ungerecht.<br />

Pro<br />

Univ.-Prof. Dr.<br />

Bernhard Eccher<br />

Institut für Italienisches<br />

Recht, Universität<br />

Innsbruck<br />

• Flexibilisierung des Pflichtteilsrechts<br />

• Modernisierung des Anrechnungsrechts<br />

• Subsidiäre Berücksichtigung von<br />

Lebensgefährten als gesetzliche Erben<br />

und gesetzliche Vorausvermächtnisnehmer<br />

• Erbrechtliche Berücksichtigung von<br />

Pflegeleistungen durch Angehörige<br />

• Sprachliche Aktualisierung<br />

• Aufhebung der Unterscheidung<br />

zwischen Vorempfang und Schenkung<br />

bei der Anrechnung<br />

• Abgeltung von Pflegeleistungen<br />

durch Pflegevermächtnis<br />

Contra<br />

• Die sprachliche Anpassung hat vereinzelt<br />

neue Auslegungsprobleme<br />

gebracht.<br />

• Mit der Eliminierung des „Erblassers“<br />

und der Ersetzung des „Nachlasses“<br />

durch „Verlassenschaft“ wurden<br />

international etablierte Begriffe aufgegeben.<br />

• Die Schenkung auf den Todesfall<br />

wurde durch Anwendung des<br />

§1253 ABGB inkonsequent geregelt<br />

und hat damit an praktischer Bedeutung<br />

verloren.<br />

• Eine Definition der Lebensgemeinschaft<br />

wäre wünschenswert gewesen.<br />

• Erbvertrag und gemeinschaftliches<br />

Testament sind weiterhin von geringer<br />

praktischer Bedeutung.<br />

Pro<br />

Contra<br />

• Die Erbrechtsreform ist gelungen. Erbrecht<br />

betrifft nicht nur geschulte Juristen,<br />

sondern viele juristische Laien,<br />

aber auch das Rechtsbewusstsein der<br />

Bevölkerung. Eine moderate Modernisierung<br />

und sprachliche Erneuerung<br />

und die Berücksichtigung in der rechtssuchenden<br />

Bevölkerung verankerter<br />

Rechtstraditionen ist geschehen.<br />

• Gelungen ist auch die moderate Reform<br />

des fremdhändigen Testamentes.<br />

Auch die subsidiäre Berücksichtigung<br />

von Lebensgefährten als gesetzliche<br />

Erben ist grundsätzlich zu begrüßen.<br />

Contra<br />

• Den spezifischen Schutz von betreuten<br />

oder unter Sachwalterschaft stehenden<br />

Personen vor Drucksituationen<br />

aufzuheben ist sicher der falsche Weg.<br />

• Eine Detaildiskussion nach Ende des<br />

Begutachtungsverfahrens ist im Bundesministerium<br />

für Justiz unterblieben.<br />

• Bei der Flexibilisierung des Pflichtteilsrechtes<br />

hätte man noch mehr<br />

erreichen können. Es gibt immer noch<br />

drei Varianten der Begünstigung, aus<br />

dem Anerbenrecht, aus dem Wohnungseigentum<br />

und nun auch aus der<br />

Pflichtteilsstundung.<br />

• Fehlende Regelung eines erbrechtlichen<br />

Güterausgleichs<br />

• Fehlende rechtliche Qualifizierung<br />

von Versicherungsleistungen auf den<br />

Todesfall<br />

• Fehlender spezifischer Schutz von betreuten<br />

oder unter Sachwalterschaft<br />

stehenden Personen vor Fremdbestimmung<br />

• Wahl des Zeitpunktes der Vornahme<br />

lebzeitiger Zuwendungen als Stichtag<br />

für die Schenkungsbewertung<br />

Pro<br />

Univ.-Prof. Dr.<br />

Constanze<br />

Fischer-Czermak<br />

Institut für Zivilrecht,<br />

Universität Wien<br />

• Die sprachliche Anpassung ist weitgehend<br />

gelungen.<br />

• Die erbrechtlichen Folgen einer Scheidung<br />

wurden einer guten Lösung<br />

zugeführt.<br />

• Berücksichtigung des Lebensgefährten<br />

(gesetzliches Erbrecht im letzten<br />

Rang, Vorausvermächtnis für ein Jahr)<br />

Pro/Contra<br />

Hon.-Prof. Dr.<br />

Hansjörg SAILER<br />

Senatspräsident<br />

des OGH Wien<br />

Eine leider durch an sich behebbare<br />

Mängel infolge überhasteter Beschlussfassung<br />

eher verpatzte Jahrhundertchance!<br />

Auch die neue Begriffsbildung<br />

ist fragwürdig: Zum Beispiel gibt es auf<br />

der Welt massenhaft „Verstorbene“,<br />

von denen sind aber – erst Recht im<br />

Kontext eines Verlassenschaftsverfahrens<br />

– keineswegs alle auch Erblasser im<br />

guten alten Sinn.<br />

Pro<br />

Univ.-Ass. Dr.<br />

Gundula Maria<br />

Likar-Peer<br />

Universität Salzburg<br />

• Klärung jahrzehntelanger Streitfragen,<br />

etwa im Anrechnungsrecht<br />

• Vereinheitlichung hinzu- und anre-


20 Im Blick Themenschwerpunkt Erbrechtsreform<br />

chenbarer Zuwendungen im Erb- und<br />

Pflichtteilsrecht.<br />

• Erweiterte und modernisierte Enterbungsgründe<br />

sowie Schaffung<br />

sogenannter „relativer“ Erbunwürdigkeitsgründe,<br />

die nur zum Tragen<br />

kommen, wenn der Verstorbene zu<br />

seinen Lebzeiten keine Möglichkeit<br />

hatte, eine Enterbung oder sonstige<br />

Beschränkung der Erbenstellung<br />

vorzunehmen<br />

• Auflösung des Angehörigenverhältnisses<br />

hebt letztwillige Verfügungen<br />

zugunsten des Ehegatten/Ehepartners,<br />

Lebensgefährten oder Wahlverwandten<br />

automatisch auf, wenn der<br />

Verstorbene nichts anderes angeordnet<br />

hat<br />

• Stärkung der erbrechtlichen Position<br />

des Ehegatten/EP sowie ausnahmsweise<br />

Berücksichtigung des Lebensgefährten<br />

im gesetzlichen Erbrecht<br />

• Stundungsmöglichkeiten bei Entrichtung<br />

des Pflichtteils, erleichterte<br />

Pflichtteilsdeckung durch letztwillige<br />

Zuwendungen<br />

• Einheitliche Verjährungsbestimmungen<br />

• Sprachliche Modernisierung<br />

Das reformierte Erbrecht – umfassend kommentiert<br />

in 2 neuen Bänden des Großkommentars zum ABGB<br />

Seit 2000 wird der Kommentar von den Zivilrechtsprofessoren Attila Fenyves,<br />

Ferdinand Kerschner und Andreas Vonkilch in dritter Auflage im Verlag Österreich<br />

herausgegeben. Der Großkommentar ist auf insgesamt 30 Bände ausgelegt.<br />

Der „Klang“ ist von jeher vom Anspruch geprägt, eine Kommentierung auf hohem<br />

wissenschaftlichem Niveau zu bieten, die sich nicht mit der Wiedergabe der Judikatur<br />

und Literatur begnügt, sondern auch kritisch eigene Positionen vertritt und über<br />

den „Tellerrand“ hinausblickt.<br />

Contra<br />

• Bei der (grundsätzlich positiven) sprachlichen<br />

Modernisierung wurde übers Ziel<br />

hinausgeschossen, indem gängige Begriffe<br />

ohne Notwendigkeit durch neue<br />

ersetzt wurden – zB „Verstorbener“<br />

statt bisher „Erblasser“.<br />

• Stellenweise steht der Wortlaut des<br />

Gesetzes mit der eindeutigen Absicht<br />

des Gesetzgebers in Widerspruch.<br />

• Zum Teil setzt das Verständnis der<br />

neuen Normengruppen profunde<br />

Kenntnisse des bisherigen Rechts voraus,<br />

zB im neuen Anrechnungsrecht.<br />

• Abgesehen von einigen Ausnahmen<br />

gibt es keine Übergangsbestimmungen;<br />

dies mag zwar der Einfachheit<br />

und Rechtklarheit dienen und mit den<br />

Prinzipien des intertemporalen Privatrechts<br />

im Einklang stehen, bedeutet<br />

aber, dass manch wohlüberlegte und<br />

im Hinblick auf die geltende Rechtslage<br />

vor Jahren getroffene Nachfolgeregelung<br />

im Bereich der vorweggenommenen<br />

Erbfolge sorgfältig<br />

nachjustiert werden muss.<br />

Bearbeiter:<br />

Univ.-Prof. DDr. Herbert Kalb,<br />

Universität Linz<br />

Univ.-Ass. Dr. Gundula Maria<br />

Likar-Peer, Universität Salzburg<br />

Dr. Christoph Mondel, MBL,<br />

Notarsubstitut<br />

Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer,<br />

Universität Wien<br />

OR DDr. Helga Sprohar-Heimlich,<br />

Universität Salzburg<br />

Fenyves/Kerschner/Vonkilch (Hrsg)<br />

Großkommentar zum ABGB –<br />

Klang Kommentar<br />

§§ 531–551 ABGB, Erbrecht<br />

Kommentar<br />

Großkommentar zum ABGB – Klang<br />

3. Auflage, ca 250 Seiten<br />

gebunden mit Schutzumschlag<br />

ISBN 978-3-7046-6413-6<br />

Erscheinungsdatum: 31.3.2016<br />

ca € 99,–<br />

Im Abo/zur Fortsetzung ca € 84,15<br />

Bearbeiter:<br />

Univ.-Prof. Dr. Constanze Fischer-<br />

Czermak, Universität Wien<br />

Univ.-Prof. DDr. Herbert Kalb,<br />

Universität Linz<br />

Hon.-Prof. Dr. Hansjörg Sailer,<br />

Senatspräsident des OGH<br />

Mag. Andreas Tschugguel,<br />

Notariatskandidat in Wien<br />

Fenyves/Kerschner/Vonkilch (Hrsg)<br />

Großkommentar zum ABGB –<br />

Klang Kommentar<br />

§§ 552–646 ABGB, Erbrecht<br />

Kommentar<br />

Großkommentar zum ABGB – Klang<br />

3. Auflage, ca 400 Seiten<br />

gebunden mit Schutzumschlag<br />

ISBN 978-3-7046-7337-4<br />

Erscheinungsdatum: 31.3.2016<br />

ca € 139,–<br />

Im Abo/zur Fortsetzung ca € 118,50


Familien- und Erbrecht Im Blick 21<br />

Leitfaden für alle, die sich mit dem neuen<br />

Erbrecht – nach ErbRÄG <strong>2015</strong> und<br />

EU-ErbVO – vertraut machen wollen<br />

Das Werk bietet einen kompakten und praxisnahen Überblick<br />

über das österreichische Erbrecht und Verlassensschaftsverfahren.<br />

Es richtet sich insbesondere an Studierende, die sich mit<br />

dem Erbrecht vertraut machen wollen und an Praktiker, die nicht<br />

regelmäßig erbrechtliche Problemstellungen bearbeiten.<br />

Dargestellt wird das materielle Erbrecht untergliedert in das gesetzliche<br />

Erbrecht, die Möglichkeiten der gewillkürten Erbfolge<br />

sowie das Pflichtteilsrecht aus der Sicht des praktischen Anwenders.<br />

Auch das österreichische Verlassenschaftsverfahren wird mit<br />

Fokus auf die praktische Abwicklung erläutert.<br />

Das Werk berücksichtigt die Rechtslage nach dem ErbRÄG <strong>2015</strong>,<br />

dessen Regelungen größtenteils mit 1. Juli 2017 in Kraft treten<br />

werden, und nach der EU-Erbrechtsverordnung, die seit August<br />

<strong>2015</strong> zur Anwendung kommt.<br />

Mag. Alexander Winkler<br />

Notar in Wien<br />

Ein Buch aus der Praxis für die Praxis<br />

Internationales Familienrecht einmal anders – analytisch<br />

dargestellt und bestrebt den Hintergrund der diesbezüglichen<br />

Verordnungen und Übereinkommen sowie deren Zusammenhänge<br />

verständlich zu machen. Dazu werden zahlreiche Beispiele<br />

gebracht, die zum größten Teil auf tatsächlichen Fällen beruhen.<br />

Gemeinsame Begriffe wie „gewöhnlicher Aufenthalt“, „Staatsbürgerschaft“,<br />

„ordre public“ oder auch wie „Exequaturverfahren“<br />

werden erläutert.<br />

Dieses Buch hält sich nicht mit theoretischen Problemen auf,<br />

sondern möchte den Leser für internationale Fälle sensibilisieren<br />

und auf häufige Fehler aufmerksam machen. Hier steht vor allem<br />

der Unterschied zum romanischen Rechtsbereich am Beispiel<br />

Italiens im Vordergrund. Dieser unterscheidet sich vielfach vom<br />

österreichisch/deutschen Rechtssystem.<br />

Das Buch profitiert von der langjährigen internationalen Erfahrung<br />

der Autorin, die seit vielen Jahren als Anwältin in Österreich<br />

und Italien tätig ist.<br />

Dr. Ulrike C. Walter<br />

Rechtsanwältin in Italien und Österreich<br />

Winkler<br />

Erbrecht<br />

Ein Leitfaden für die Praxis<br />

Praxisliteratur<br />

ca 210 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-6578-2<br />

Erscheinungsdatum: 31.3.2016<br />

ca € 42,–<br />

Walter<br />

Internationales Familienrecht<br />

Praxisliteratur<br />

ca 250 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7290-2<br />

Erscheinungsdatum: 28.2.2016<br />

ca € 52,–


22 Im Blick Zivilrecht<br />

Bietet die RAO noch einen<br />

zeitgemäßen Rahmen für die<br />

anwaltliche Berufsausübung?<br />

Die Arbeit untersucht die komplexe Anforderungsstruktur der<br />

österreichischen Anwaltschaft in Bezug auf ihre gemeinsame<br />

Berufsausübung in Rechtsanwaltsgesellschaften. Rechtsanwältinnen<br />

und Rechtsanwälte üben ihren Beruf in vielen Fällen nicht<br />

mehr in der Form der Einzelanwaltschaft, sondern in Rechtsanwaltszusammenschlüssen<br />

aus. Der berufsrechtliche Rahmen<br />

der RAO gestaltet sich als ein historisch gewachsenes Sondergesellschaftsrecht,<br />

das sich am zentralen Gestaltungselement der<br />

anwaltlichen Grundwerte orientiert. Das Spannungsverhältnis<br />

von Berufs- und Gesellschaftsrecht führt zu rechtlichen und institutionellen<br />

Herausforderungen.<br />

Das Buch wählt einen interdisziplinären Ansatz: Neben einer<br />

dogmatischen Betrachtung werden sozialwissenschaftliche Methoden<br />

angewandt. Damit liegt eine vertiefte Auseinandersetzung<br />

mit den berufsrechtlichen Bedürfnissen der Anwaltschaft<br />

und der Anwendung des Ansatzes der Empirical Legal Research<br />

im österreichischen Berufs- und Gesellschaftsrecht vor.<br />

Dr. Elisabeth Reiner<br />

wissenschaftliche Mitarbeiterin am<br />

Forschungsinstitut für Freie Berufe der WU Wien<br />

Das gesamte Urheberrecht<br />

auf einen Blick – inkl der seit<br />

1. Oktober geltenden Novelle<br />

Das Buch bietet eine Darstellung des gesamten Urheberrechtsgesetzes<br />

mit den Änderungen der Urheberrechts-Novelle <strong>2015</strong>.<br />

Die wesentlichen Inhalte jeder Regelung sind am Beginn eines<br />

Abschnitts zusammengefasst. Dadurch erhält der Leser einen<br />

raschen Überblick und findet sich im Gesetzestext schneller zurecht.<br />

Im Anschluss folgt eine detaillierte Bearbeitung jedes einzelnen<br />

Paragrafen. Praxisbezogene Beispiele und die wichtigste<br />

Judikatur ergänzen die Theorie.<br />

Dr. Thomas Höhne<br />

Partner von Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte OG<br />

Mag. Sascha Jung, LL.M. LL.M.<br />

Rechtsanwaltsanwärter bei Höhne, In der Maur Partner Rechtsanwälte<br />

OG<br />

Mag. Alexander Koukal, LL.M.<br />

Rechtsanwalt in Wien<br />

Mag. Georg Streit<br />

Partner von Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte OG<br />

Reiner<br />

Die Rechtsanwaltsgesellschaft<br />

Monografie<br />

ca 400 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7275-9<br />

Erscheinungsdatum: 28.2.2016<br />

ca € 79,–<br />

Höhne/Jung/Koukal/Streit<br />

Urheberrecht für die Praxis<br />

Handbuch, 2. Auflage<br />

ca 550 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-7291-9<br />

Erscheinungsdatum: 31.1.2016<br />

ca € 109,–


groSSkommentar zum abgb Im Blick 23<br />

Das gesamte Pfandrecht<br />

in einem Band kommentiert<br />

Bearbeiter:<br />

Univ.-Doz. Mag. DDr. Ludwig Bittner, öffentlicher Notar, Präsident<br />

der Österreichischen Notariatskammer | Univ.-Ass. Dr. Martina<br />

Eliskases, Universität Linz | Dr. Philipp Fidler, Übernahmekommission<br />

| Dr. Katharina Polster, Notariatskandidatin | Mag. Alexander<br />

Winkler, öffentlicher Notar | Univ.-Ass. Dr. Thomas Wolkerstorfer,<br />

LL.B., Universität Linz<br />

Für einen sicheren Umgang mit den<br />

Bestimmungen des VerbraucherkeditG<br />

Bearbeiter:<br />

Dr. Stephan Foglar-Deinhardstein, Rechtsanwaltsanwärter<br />

Ass.-Prof. Mag. Dr. Simon Laimer, LL.M., Universität Innsbruck<br />

Ass.-Prof. Mag. Dr. Kristin Nemeth, LL.M., Universität Innsbruck<br />

Univ.-Ass. Dr. Reinhard Pesek, Universität Wien<br />

Prof. Dr. Francesco A. Schurr, Universität Liechtenstein<br />

Fenyves/Kerschner/Vonkilch (Hrsg)<br />

Großkommentar zum ABGB – Klang Kommentar<br />

§§ 447–530 ABGB, Pfandrecht<br />

ca 650 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-7184-4<br />

Erscheinungsdatum: 31.3.2016<br />

ca € 198,–; Im Abo/zur Fortsetzung ca € 168,30<br />

Fenyves/Kerschner/Vonkilch (Hrsg)<br />

Großkommentar zum ABGB – Klang Kommentar<br />

Verbraucherkreditgesetz<br />

ca 500 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7046-7295-7<br />

Erscheinungsdatum: 28.2.2016<br />

ca € 175,–; Im Abo/zur Fortsetzung ca € 148,75<br />

So nutzen Sie den Großkommentar zum ABGB – „Klang-Kommentar“ online<br />

Zugriff über die Universitätsbibliothek<br />

Alle in der 3. Auflage erschienenen Bände des Kommentars sind<br />

auf der Verlag Österreich eLibrary verfügbar. Wenn Ihre Universitätsbibliothek<br />

den Großkommentar erworben hat, haben Sie als<br />

berechtiger Bibliotheksnutzer Zugriff auf die Volltexte. Sie können<br />

diese einfach über den jeweiligen Bibliothekskatlaog (OPAC) oder<br />

auch direkt im Internet auf elibrary.verlagoesterreich.at abrufen.<br />

Zugriff über LexisNexis ® Online<br />

Das Modul „Klang-Kommentar“ bietet Ihnen als Benutzer der<br />

juristischen Fachdatenbank Zugriff auf alle Bände im Volltext<br />

und umfangreiche Recherchemöglichkeiten. Testen Sie jetzt 4<br />

Wochen kostenlos unter klang.lexisnexis.at


24 Im Blick stiftungsrecht<br />

Seit 10 Jahren Ihr Wegweiser durch<br />

Stiftungsrecht und Vermögensverwaltung<br />

ZFS – Zeitschrift für Stiftungswesen<br />

Die Zeitschrift für Stiftungswesen (ZFS) liefert viermal<br />

jährlich Entscheidungshilfen von höchster Qualität<br />

für praktische und spezifische Probleme im Stiftungsrecht<br />

und Stiftungssteuerrecht. Sie setzt sich<br />

mit aktuellen Fragen der Vermögensverwaltung von<br />

österreichischen Privatstiftungen auseinander und<br />

bietet hilfreiche Hinweise bei der Errichtung. Die ZFS<br />

richtet sich gezielt an Rechtsanwälte, Steuerberater,<br />

Bankfachleute, Vermögensverwalter und Stiftungsvorstände.<br />

Aktuelle Fragen des liechtensteinischen<br />

Rechts werden in einer eigenen Rubrik „Liechtenstein<br />

aktuell“ behandelt.<br />

ZFS<br />

Zeitschrift für Stiftungswesen<br />

ISSN 1817-2083<br />

Jahresabo (4 Hefte) € 175,–<br />

Einstiegsabo (2 Hefte) € 23,–<br />

zzgl Versandkosten<br />

Online bestellen unter:<br />

www.zfs.voe.at<br />

Ernst Marschner<br />

Klaus Oberndorfer<br />

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,<br />

Im vierten Quartal 2005 ist die Zeitschrift für Stiftungswesen<br />

(ZFS) erstmals erschienen. Mit diesem 40. Heft<br />

beschließen wir ein Jahrzehnt, in dem die ZFS stets<br />

bemüht war, Ihnen die aktuellsten Neuigkeiten aus dem<br />

Zivil- und Steuerrecht in puncto „Privatstiftung“ und<br />

ausländischen Stiftungsformen zu präsentieren. Mit dem<br />

nunmehrigen Sonderheft wollen wir dieses erste runde<br />

Jubiläum gebührend feiern. Praktisch alle im Stiftungswesen<br />

renommierten Autorinnen und Autoren haben sich<br />

bereit erklärt, insgesamt 21 stiftungsspezifische Beiträge<br />

zu verfassen, die wir Ihnen hiermit präsentieren dürfen.<br />

Die Privatstiftung ist nach mehr als zwanzigjährigem<br />

Bestehen des Privatstiftungsgesetzes aus der österreichischen<br />

Landschaft der juristischen Personen nicht mehr<br />

wegzudenken. Mit etwa 3.000 Privatstiftungen bestehen<br />

mehr derartige Rechtsträger als Aktiengesellschaften in<br />

Österreich. Insbesondere auch als Träger wesentlicher<br />

österreichischer Unternehmen ist die Privatstiftung zu<br />

einem wesentlichen wirtschaftlichen Faktor geworden.<br />

Nach anfänglichem bescheidenem Bestand ist auch die<br />

steuerliche und rechtliche Literatur zur Privatstiftung<br />

immer mehr angeschwollen, nicht zuletzt aufgrund der<br />

wiederholten Gesetzesänderungen im Steuerrecht und<br />

der stark zunehmenden Judikatur zum Privatstiftungsrecht,<br />

die oftmals den Auseinandersetzungen in der<br />

Familienstiftung in der Nach-Stiftergeneration zu verdanken<br />

ist. Die breite Palette von Themen im Stiftungswesen<br />

spiegelt sich auch in den Beiträgen dieses Heftes wider.<br />

Wir danken für Ihre Treue als Leser und freuen uns auf<br />

viele weitere gemeinsame Jahre mit der ZFS!<br />

Ihre Herausgeber


stiftungsrecht Im Blick 25<br />

Auszug aus dem Inhalt<br />

der Jubiläumsausgabe „Zehn Jahre ZFS“<br />

ZIVILRECHT geleitet von Klaus Oberndorfer<br />

• Verfahrensrechtliche Aspekte zur gerichtlichen Bestellung<br />

und Abberufung von Mitgliedern des Stiftungsvorstands,<br />

Nikolaus Arnold<br />

• Zur Übernahme der Gründungskosten durch die Privatstiftung,<br />

Robert Briem<br />

• Grenzen des Auskunftsrechts des Begünstigten, Peter<br />

Csoklich<br />

• Rechnungslegung und Stiftungsprüfer – Anmerkungen,<br />

Maximilian Eiselsberg und Florian Haslwanter<br />

• Zur subsidiären Änderungsbefugnis des Stiftungsvorstandes<br />

(§ 33 Abs 2 PSG), Alexander Hasch und Johannes<br />

Wolfgruber<br />

• Der Stiftungskurator, Gerhard Hochedlinger<br />

• Die einmalige Zuwendung, Susanne Kalss<br />

• „Durchgriff“ durch Privatstiftungen im Zusammenhang<br />

mit der Einlagenrückgewähr, Martin Karollus<br />

• Foundation Governance: Ein Vorschlag für eine moderne<br />

Organisation und Überwachung von Privatstiftungen,<br />

Wolfgang Lauss und Stephanie Langeder<br />

• Der Stiftungsprüfer als Element der Corporate Governance<br />

einer Privatstiftung, Christian Nowotny<br />

• Abberufung des Stiftungsvorstandes durch das Gericht<br />

oder ein Organ? – Pro und contra, Klaus Oberndorfer<br />

und Dominik Zobl<br />

Jubiläumsausgabe der<br />

Zeitschrift für Stiftungswesen<br />

Zehn Jahre ZFS – Beiträge aus<br />

Zivil- und Steuerrecht<br />

Monografie<br />

160 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7284-1<br />

Erscheinungsdatum: 7.10.<strong>2015</strong><br />

€ 45,–<br />

STEUERRECHT geleitet von Ernst Marschner<br />

BILANZ- UND UNTERNEHMENSRECHT<br />

• Die Rechnungslegung der Privatstiftung, Regina Reiter<br />

NATIONALES STEUERRECHT<br />

• StRefG <strong>2015</strong>/2016 – GrEStG-Änderungen und Auswirkungen<br />

auf Stiftungen, Andrei Bodis<br />

• Steuerliche Fragen bei Errichtung liechtensteinischer<br />

Substiftungen, Eduard Lechner<br />

• Ist die Sachzuwendung einer Privatstiftung aus ertragsteuerlicher<br />

Sicht unentgeltlich oder doch entgeltlich?,<br />

Ernst Marschner<br />

• Die Privatstiftung in der Umsatzsteuer, Sandra Moser<br />

und Ingrid Rattinger<br />

• Sonderfragen zur steuerlichen Substanzauszahlung,<br />

Michael Petritz<br />

Leseprobe unter:<br />

webkiosk.verlagoesterreich.at


26 Im Blick Wirtschaftsrecht<br />

Neue Ansätze und erprobte<br />

Praktiken zur Korruptionsprävention<br />

Sowohl in der österreichischen Verwaltung als auch in der Privatwirtschaft<br />

existiert bereits ein breites Spektrum erfolgreich eingesetzter<br />

Werkzeuge zur Korruptionsprävention. Die Bandbreite<br />

reicht von speziellen Anti-Korruptions-Trainings über Verhaltenskodizes<br />

bis hin zu umfassenden Compliance-Systemen.<br />

Renommierte Anti-Korruptions-Experten sowie Vertreter des<br />

öffentlichen Dienstes und der Wirtschaft stellen in diesem Werk<br />

neue Ansätze und gut erprobte Praktiken der Korruptionsprävention<br />

vor. Ergänzend dazu wird die Rolle der Zivilgesellschaft,<br />

der Medien und unterschiedlicher Kontrollorgane bei der Bekämpfung<br />

und Verhinderung von Korruption beleuchtet.<br />

In insgesamt zehn Expertenrunden wurden die in diesem Buch<br />

veröffentlichten Präventionsansätze als Best Practices diskutiert<br />

und bilden damit den präventiven Teilbereich der ersten nationalen<br />

Anti-Korruptions-Strategie.<br />

Herausgeber:<br />

Mag. Andreas Wieselthaler, MA MSc<br />

Direktor des Bundesamts zur Korruptionsprävention und<br />

Korruptionsbekämpfung (BAK)<br />

Solvency II, EMIR, MiFID II,<br />

AIFMG, VAG 2016, SSM, BaSAG –<br />

Ein Überblick in der aktuellen<br />

Regulierungsflut<br />

Dieses Werk beinhaltet die erste handbuchartige Gesamtdarstellung<br />

des europäischen und österreichischen Finanzmarktaufsichtsrechts.<br />

Es umfasst neben den zentralen Bereichen des<br />

Bankenaufsichtsrechts, des Versicherungsaufsichtsrechts und des<br />

Wertpapieraufsichtsrechts auch Darstellungen zum Investmentfondsrecht,<br />

zu den Zahlungsdiensten oder zum Börsenrecht. Die<br />

Darstellung ist im Wesentlichen auf den 1. Jänner 2016 ausgerichtet,<br />

da dieses Datum für mehrere Teilbereiche eine markante<br />

Zäsur bildet.<br />

Ziel dieses Werkes ist es, dem Rechtsanwender einen Überblick<br />

über die Vielfalt an Gesetzes- und Verordnungsvorschriften auf<br />

europäischer und nationaler Ebene zu geben und die Zusammenhänge<br />

zwischen den verschiedenen Regulierungsorganisationen<br />

zu verdeutlichen. Anhand von Hinweisen zur aktuellen<br />

Judikatur der europäischen und der nationalen Gerichte werden<br />

die spezifische Wirkungsweise dieser Rechtsvorschriften veranschaulicht<br />

und so manche Unstimmigkeiten in der aktuellen<br />

Regulierungsflut herausgearbeitet.<br />

Wieselthaler (Hrsg)<br />

Korruptionsprävention in Theorie und Praxis<br />

Aktuelle Maßnahmen und Umsetzungen<br />

Sammlung<br />

224 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7246-9<br />

Erscheinungsdatum: 25.9.<strong>2015</strong><br />

€ 42,–<br />

Raschauer<br />

Finanzmarktaufsichtsrecht<br />

Band 178, Forschungen aus Staat und Recht<br />

Monografie<br />

404 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7283-4<br />

Erscheinungsdatum: 1.1.2016<br />

€ 99,–


Finanz- und Wirtschaftsstrafrecht Im Blick 27<br />

Das JSt setzt auf Wirtschafts- und<br />

Finanzstrafrecht<br />

Das Journal für Strafrecht (JSt) holt ein<br />

neues Expertenteam von Deloitte an<br />

Bord und bringt verstärkt Fälle aus der<br />

Praxis.<br />

Wirtschafts- und Finanzstrafrecht gewinnt an Bedeutung<br />

in der Beratung<br />

Spektakuläre Fälle aus dem Wirtschafts- und Finanzstrafrecht<br />

sind Dauerbrenner in der täglichen Berichterstattung<br />

und machen deutlich, dass das wirtschaftliche<br />

Leben immer stärker durch das Strafrecht geprägt wird.<br />

Strafverteidiger sind daher gefragt, ihre Mandanten<br />

bestmöglich zu beraten: sei es im Vorfeld, um mögliche<br />

Strafbarkeiten zu vermeiden oder bereits anhängige<br />

Strafsachen professionell zu begleiten.<br />

Expertenteam von Deloitte sorgt für Praxisbezug<br />

Das JSt ist in erster Linie eine Fachzeitschrift für Praktiker.<br />

Der Fokus auf wirtschafts- und finanzstrafrechtlichen<br />

Themen bietet den Lesern nun noch mehr tiefgehende<br />

Hilfestellung für die Beratungspraxis. Karin Mair und<br />

Bernhard Gröhs, beide von Deloitte Österreich, steuern<br />

nun regelmäßig aktuelle Fälle aus der Praxis bei und<br />

geben Einblick in die Arbeit von Forensic-Service-Abteilungen<br />

großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.<br />

Herausgeber<br />

Univ.-Prof. Dr. Alois Birklbauer (Linz)<br />

Dr. Rainer Nimmervoll (LG Linz)<br />

RA Univ.-Prof. Dr. Richard Soyer (Wien, Linz)<br />

Hon.-Prof. Dr. Fritz Zeder (Wien, BMJ)<br />

Online bestellen unter:<br />

www.jst.voe.at<br />

Redaktionelle Bearbeitung und Koordination:<br />

Ass.-Prof. Dr. Ingrid Mitgutsch (Uni Linz)<br />

Ständige Redakteure und MitarbeiterInnen:<br />

Mag. Alexander Bauer (Generalprokuratur), Mag. Benedikt Fuchs<br />

(Wien, BG Hietzing), Univ.-Prof. Dr. Christian Grafl (Uni Wien),<br />

WP/StB MMag. Dr. Bernhard Gröhs, LL.M. (Deloitte Österreich),<br />

Dr. Walter Hammerschick (Wien, IRKS), RA Mag. René Haumer (Linz),<br />

StA Mag. Teresa Hauser (Wien, BMJ), Univ.-Prof. Dr. Hubert Hinterhofer<br />

(Uni Salzburg), StB Dr. Christian Huber (Linz), Hon.-Prof. Dr. Udo<br />

Jesionek (Wien), RA Dr. Roland Kier (Wien), Mag. Karin Mair, CFE (Deloitte<br />

Österreich), HR Dr. Babek Peter Oshidari (Wien, OGH), Univ.-Prof.<br />

Dr. Katharina Pabel (Uni Linz), DSA Hans Jörg Schlechter (Neustart),<br />

o. Univ.-Prof. Dr. Klaus Schwaighofer (Uni Innsbruck),<br />

Dr. Stefan Schumann (Uni Linz), RA Dr. Alexia Stuefer (Wien),<br />

ao. Univ.-Prof. Dr. Alexander Tipold (Uni Wien)<br />

In Kooperation mit der Vereinigung<br />

Österreichischer StrafverteidigerInnen<br />

JSt<br />

Journal für Strafrecht<br />

ISSN 2311-424X<br />

Jahresabo (6 Hefte) € 199,–<br />

(-20% für Mitglieder der Vereinigung<br />

Österreichischer StrafverteidigerInnen)<br />

Einstiegsabo (2 Hefte) € 24,–<br />

zzgl Versandkosten<br />

Online bestellen auf:<br />

www.verlagoesterreich.at/jst


28 Im Blick Steuer- und Arbeitsrecht<br />

Mit den wichtigsten Neuerungen<br />

in der Lohn- und Einkommenssteuer<br />

inkl Steuerreformgesetz <strong>2015</strong>/16<br />

• Neue Steuerbefreiungen<br />

– Gesundheitsförderung<br />

– Mitarbeiterrabatte<br />

– Zuwendungen des Arbeitgebers für das Begräbnis<br />

des Arbeitnehmers<br />

• Änderungen bei den Topf-Sonderausgaben<br />

• Neuer Steuertarif samt neue Lohnsteuertabellen<br />

• Änderungen beim Verkehrsabsetzbetrag<br />

• Neue Systematik der Sozialversicherungs-Rückerstattung<br />

• Änderungen beim Kinderfreibetrag<br />

• Antragslose ArbeitnehmerInnenveranlagung<br />

• Änderung der Sachbezugswerteverordnung<br />

PLUS: Zugangscode im Buch zum Download des<br />

Lohnsteuerrechners unter www.verlagoesterreich.at/downloads<br />

Dr. Martin Atzmüller<br />

Fachexperte in der Steuersektion des BMF<br />

MMag. Daniela Baumgartner<br />

Leiterin der Abteilung Transparenzdatenbank und<br />

FinanzOnline des BMF<br />

Mag. Karin Kufner<br />

Leiterin der Abteilung Lohnsteuer des BMF<br />

Mit den jüngsten Änderungen<br />

im AschG und MschG<br />

Schwerpunkt der 18. Auflage der Aushangpflichtigen Gesetze ist<br />

die Anpassung der arbeitnehmerschutzrechtlichen Vorschriften<br />

an die CLP-Verordnung. In diesem Zusammenhang erfolgten<br />

Novellen zum ASchG, zur KennV, zur KJBG-VO sowie als Sammelnovelle<br />

zu den Durchführungsverordnungen VbA, GKV 2011,<br />

VGÜ 2014 und VEXAT.<br />

Außerdem enthält die 18. Auflage im Bereich Arbeitszeit für<br />

Lenker die neue Verordnung (EU) Nr. 165/2014 über den Fahrtenschreiber.<br />

Mit dieser wird die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85<br />

über das Kontrollgerät im Straßenverkehr aufgehoben und<br />

durch erstere ersetzt.<br />

Auch Novellen zum ArbIG 1993, BEinstG, GlBG, MSchG sowie zur<br />

VGÜ 2014 sind enthalten.<br />

Herausgeber:<br />

Mag. Andrea Lechner-Thomann, LL.M.<br />

Juristin und Referentin in der für die Arbeitsinspektion<br />

zuständigen Rechtsabteilung des Zentral-Arbeitsinspektorates<br />

Mag. Dr. Alexandra Marx<br />

Juristin und Abteilungsleiterin im BM für Arbeit, Soziales und<br />

Konsumentenschutz<br />

Atzmüller/Baumgartner/Kufner<br />

Lohnsteuertabellen 2016<br />

Textausgabe<br />

ca 480 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7287-2<br />

Erscheinungsdatum: 15.12.<strong>2015</strong><br />

ca € 43,–<br />

Lechner-Thomann/Marx (Hrsg)<br />

Aushangpflichtige Gesetze<br />

18. Auflage, Stand 1.11.<strong>2015</strong><br />

Textausgabe<br />

650 Seiten, broschiert<br />

ISBN 978-3-7046-7285-8<br />

Erscheinungsdatum: 12.11.<strong>2015</strong><br />

im Abo € 28,50/Einzelpreis € 32,–


Versicherungsrecht Im Blick 29<br />

Komplette Neuauflage:<br />

35 Versicherungssparten<br />

und mehr auf aktuellem Stand<br />

Das Versicherungshandbuch umfasst wesentliche<br />

schadenersatzrechtliche, versicherungsrechtliche<br />

und versicherungswirtschaftliche Grundlagen<br />

sowie eine ausführliche Beschreibung der wichtigsten<br />

Versicherungssparten. Es ist das ideale Nachschlagewerk<br />

für alle, die mit Versicherungsfragen<br />

konfrontiert sind.<br />

Im allgemeinen Teil erläutern Peter Konwitschka,<br />

Martin Schauer und Manuela Zimmermann die<br />

schadenersatz- und versicherungsrechtlichen<br />

Grundlagen. Die Beschreibung von 35 Versicherungssparten<br />

durch erfahrene Praktiker orientiert<br />

sich an vorhandenen Musterbedingungen des Verbandes<br />

der Versicherungsunternehmen Österreichs<br />

(VVO) bzw an marktüblichen Deckungen.<br />

Mit der 14. Lieferung wird das Versicherungshandbuch<br />

komplett neu aufgelegt. Alle Versicherungssparten<br />

sind damit auf dem aktuellen Stand.<br />

Einzig die Rechtsschutzversicherung wird mit der<br />

15. Lieferung im Sommer 2016 nachgereicht, um<br />

die jüngst in wesentlichen Teilen geänderte Muster<br />

ARB vom VVO zu berücksichtigen.<br />

Herausgeber:<br />

Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft<br />

Autoren:<br />

Ulrike Braumüller, Christian Cencic, Alexander Dawid, Rainer Dreo,<br />

Helmut Ettinger, Ernst Graff, Andreas Herzog, Gerhard Hojsa,<br />

Michael Haslinger, Georg Krenkel, Peter Königsberger, Peter<br />

Konwitschka, Nadja Köszegi, Dieter Lambauer, Andreas Petrovitz,<br />

Wolfgang Reisinger, Christian Roch, Wolfgang Rohrbach, Melitta<br />

Schabauer, Dagmar Schaffer, Martin Schauer, Jakob Schmaus,<br />

Barbara Streuer, Pero Trajkovski, Manuela Zimmermann<br />

Bildungsakademie der Österreichischen<br />

Versicherungswirtschaft (Hrsg)<br />

Versicherungshandbuch<br />

14. Lieferung<br />

ca 1000 Seiten, Loseblatt<br />

ISBN 978-3-7046-7067-0<br />

Erscheinungsdatum: 15.12.<strong>2015</strong><br />

ca € 139,–


30 Im Blick schon gesehen?<br />

ISBN 978-3-7046-7229-2<br />

€ 99,–<br />

ISBN 978-3-7046-6530-0<br />

€ 164,–<br />

ISBN 978-3-7046-6770-0<br />

€ 195,–<br />

ISBN 978-3-7046-6623-9<br />

€ 145,–<br />

ISBN 978-3-7046-6375-7<br />

€ 149,–<br />

ISBN 978-3-7046-6328-3<br />

€ 109,–<br />

ISBN 978-3-7046-7198-1<br />

€ 69,–<br />

ISBN 978-3-7046-6281-1<br />

ca € 189,–<br />

ISBN 978-3-7046-7006-9<br />

ca € 189,–


schon gesehen? Im Blick 31<br />

ISBN 978-3-7046-6733-5<br />

€ 159,–<br />

ISBN 978-3-7046-6777-9<br />

€ 79,–<br />

ISBN 978-3-7046-6697-0<br />

€ 27,–<br />

ISBN 978-3-7046-6317-7<br />

€ 49,95<br />

ISBN 978-3-7046-6627-7<br />

€ 169,–<br />

ISBN 978-3-7046-6570-6<br />

€ 149,–<br />

ISBN 978-3-7046-7244-5<br />

€ 49,–<br />

ISBN 978-3-7046-7164-6<br />

€ 378,–<br />

ISBN 978-3-7046-6780-9<br />

€ 170,–


Tel: +43-1-680 14-0<br />

Fax: +43-1-680 14-140<br />

order@verlagoesterreich.at<br />

www.verlagoesterreich.at<br />

VERLAG<br />

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