Bürgerinformation Herrnhut

MediaLight

Mit den Ortsteilen: Berthelsdorf, Euldorf, Friedensthal, Großhennersdorf, Heuscheune, Neundorf, Ninive, Rennersdorf, Ruppersdorf, Schönbrunn, Schwan und Strahwalde.

Bürgerinformation

HERRNHUT

Berthelsdorf • Euldorf • Friedensthal • Großhennersdorf • Heuscheune • Neundorf

Ninive • Rennersdorf • Ruppersdorf • Schönbrunn • Schwan • Strahwalde

Informationen über die

Stadt Herrnhut und ihre

Ortsteile sowie über die

Menschen, die diese Stadt

lebenswert machen.


2

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

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Telefon: 035873 2275

Beratungszeiten:

Montag 8 - 12 Uhr 13 - 16 Uhr

Dienstag 8 - 12 Uhr 13 - 18 Uhr

Mittwoch 8 - 12 Uhr

Donnerstag 8 - 12 Uhr 13 - 18 Uhr

Freitag 8 - 12 Uhr 13 - 16 Uhr

sowie nach Vereinbarung, auch samstags!

VR-Filiale Großhennersdorf

Am Markt 4

Telefon: 035873 2781

Beratungszeiten:

Montag 8 - 12 Uhr 13 - 16 Uhr

Dienstag 8 - 12 Uhr 13 - 18 Uhr

Mittwoch 8 - 12 Uhr

Donnerstag 8 - 12 Uhr 13 - 16 Uhr

Freitag geschlossen

sowie nach Vereinbarung, auch samstags!

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1833 in Bunzlau in Schlesien gegründet, befindet sich das Unternehmen seit 1894 in Herrnhut und seit

seiner Gründung durchgehend in Familienbesitz. Auf unseren hochproduktiven, modernen Anlagen fertigen

wir Drucksachen für kirchliche Auftraggeber, für Agenturen, Betriebe, Verbände und die öffentliche Hand.

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Gewerbestraße 2 / 02747 Herrnhut

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t


3

Vorwort des Bürgermeisters

Sehr geehrte Leser, liebe Bürger unseres

Ortes, liebe Gäste,

ich freue mich, dass Sie die nun vorliegende

Broschüre in die Hände genommen

haben, um sich über unseren Ort zu informieren.

Die Stadt Herrnhut und ihre Ortsteile

haben in den letzten Jahrzehnten einige

Veränderungen erlebt. Mit den gemeindlichen

Zusammenschlüssen in den Jahren

1994 (Ruppersdorf), 2010 (Strahwalde), 2011 (Großhennersdorf)

und 2013 (Berthelsdorf) ist unser Ort zu einer Größe angewachsen,

in der er nun in Zukunft Bestand haben wird. Damit ist eine Zäsur

erreicht, die es sinnvoll erscheinen lässt, einmal einen Überblick

über unser gesellschaftliches und kulturelles Leben zu erstellen.

Insbesondere die vielfältige Vereinslandschaft soll in vorliegendem

Heft im Überblick dargestellt werden. Aber auch die Verwaltung,

die Kitas und Schulen, die Kirchen, die Ortsfeuerwehren, die Museen

und touristischen Angebote und vieles mehr werden informativ

präsentiert. All diese Dinge sind wichtig und machen unseren Ort

attraktiv und lebenswert.

Eine Ortsinformationsbroschüre erhebt damit aber keinen Anspruch

auf absolute Vollständigkeit und vieles ändert sich sehr schnell, sodass

auch die Aktualität nicht immer zu 100% gegeben sein wird.

Trotzdem ist es wichtig, einmal die Fakten und Themen zusammen

zu bringen und in dieser kompakten Form anzubieten.

Allen, die zur Realisierung dieser Broschüre beigetragen und ihr

Erscheinen unterstützt haben, danke ich an dieser Stelle ganz herzlich:

dem Verlag, unseren Unternehmen und Betrieben, die die Auflage

durch ihre Anzeigenschaltungen ermöglicht haben und den

vielen, die durch ihre Zuarbeit das ganze erst lesenswert machen.

Ich wünsche Ihnen nun viel Vergnügen mit der neuen Broschüre

und hoffe, dass sie Ihnen bei vielen Fragen ein guter Helfer sein

wird.

August-Bebel-Straße in Herrnhut

Ihr Willem Riecke

Bürgermeister

Blick auf Strahwalde und die Ortskirche


4

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Impressum

Herausgeber:

Stadt Herrnhut

Löbauer Straße 18

02747 Herrnhut

Telefon: 035873 349-10

Internet: www.herrnhut.de

Realisierung des Projektes:

Werbeagentur Media-Light Löbau

Ernst-Thälmann-Straße 63,

02708 Großschweidnitz

Telefon: 0 35 85 / 40 19 67

Mail: post@media-light-loebau.de

Fotonachweis

Titelbilder: Konrad Fischer, Bild Kirche Berthelsorf

- Arnd Krenz

Innenteil: Seite 3: Konrad Fischer, Seite

5: Arnd Krenz, Seite 7: Thomas Przyluski,

Seite 8: Mühlenberg-Denkmal vor dem

Lutherischen Theologischen Seminar in

Philadelphia, Corcord - CC BY 3.0, Seite

9: Konrad Fischer, Seite 10: Arnd Krenz,

Seite 11: Aquarell - Stadt Herrnhut, Deutsche

Fotothek - CC BY-SA 3.0 de, Konrad

Fischer, Seite 12: Deutsche Fotothek - CC

BY-SA 3.0 de, Seite 13: Arnd Krenz, Seite

14: Arnd Krenz, Aquarell - Stadt Herrnhut,

Seite 15: Arnd Krenz; Seite 16: Sharon Hille,

Zeichnung - Stadt Herrnhut; Seite 17:

Arnd Krenz; Seite 18: Arnd Krenz; Seite 19:

Konrad Fischer, Arnd Krenz; Seite 20: Arnd

Krenz, Konrad Fischer, Sharon Hille; Seite

22: Arnd Krenz; Seite 23: Andreas Praefcke

- CC BY 3.0; Seite 24: Arnd Krenz; Seite

25: Arnd Krenz; Seite 26: Arnd Krenz; Seite

27: Arnd Krenz; Seite 28: David Haupt;

Web: www.media-light-loebau.de

Layout: Werbeagentur Media-Light Löbau,

Sharon Hille

Anzeigenakquise: Werner Flecks, Roswitha

Beil, Hans-Henner Niese

Kartographie: KOLINE Werbung

Druck: Druckerei Gustav Winter

Auflagenhöhe: 4.600 Stück

Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist

untersagt!

© 2015, Media-Light Löbau

Seite 30: Diakonie; Seite 31: Konrad Fischer;

Seite 32: Frank Vincentz, Findlingspark

Nochten in Boxberg/O.L.-Nochten - CC BY-

SA 3.0.de; Seite 33/34: Hillersche Villa; Seite

35: Konrad Fischer, Arnd Krenz; Seite 36:

Konrad Fischer; Seite 37: Arnd Krenz; Seite

38: Arnd Krenz; Seite 40/41: Feuerwehr

Herrnhut; Seite 42–58: Zuarbeit Vereine

Texte

Arnd Krenz: Seite 8-18, Seite 29,

Seite 32, Seite 35–38

Kirchgemeinden: Seite 22–27

Hillersche Villa: Seite 33–34

Erdmann Carstens: Seite 7

Diakonie: Seite 30

David Haupt: Seite 28

Vereine: Seite 42–58

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Bürgermeisters 3

Impressum 4

Amtswegweiser 5

Stadtrat 6

Kleiner Ort mit großer Ausstrahlung 7

Kurioses und Besonderes

aus Herrnhut und seinen Ortsteilen 8

Die Stadt Herrnhut mit

ihren Ortsteilen 9

Schulen 19

Berufsbildende Schulen 19

Kindereinrichtungen

und Tagespflegestellen 20

Kirchen und kirchliche Einrichtungen 22

Gottesacker der Brüdergemeine 29

Der Katharinenhof in

Großhennersdorf 30

Freizeit in Herrnhut – es gibt

viel zu entdecken 31

Ausflugsziele rund um Herrnhut 32

Kulturelle Einrichtungen 33

Das Begegnungszentrum – Die

Hillersche Villa in Großhennersdorf 33

Heimatmuseum Herrnhut 35

Völkerkundemuseum Herrnhut 36

Zinzendorf-Schloss 37

Skulpturenpfad 38

Geschichte und Gegenwart der

Freiwilligen Feuerwehr der

Stadt Herrnhut 40

Die Ortsfeuerwehren der

Stadt Herrnhut 41

Vereine der Stadt Herrnhut

mit Ortsteilen 42


5

Amtswegweiser

Stadtamt Herrnhut

Löbauer Straße 18

02747 Herrnhut

Telefon: 035873 34 90

Fax: 035873 349 30

E-Mail: stadtamt@herrnhut.de

Homepage: www.herrnhut.de

Öffnungszeiten:

Mo: 9.00 – 12.00 Uhr / 13.00 – 15.00 Uhr

Di: 9.00 – 12.00 Uhr / 13.00 – 18.00 Uhr

Mi:geschlossen

Do: 9.00 – 12.00 Uhr / 13.00 – 17.00 Uhr

Fr:

9.00 – 12.00 Uhr

Stadtverwaltung:

Bürgermeister Herr Riecke

riecke@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 10

Sekretariat, Bürgerservice, Fundbüro,

Soziales:

Frau Marx, Frau Walther

stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 10

Personalangelegenheiten:

Frau Tschitschmann

tschitschmann.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 31

Kämmerei:

Herr Hübel (Amtsleiter)

huebel.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 15

Steuern, Abgaben:

Frau Jöhling

joehling.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 19

Stadtkasse:

Frau Warmus

warmus.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 21

Liegenschaften, kommunale

Vermögensverwaltung:

Frau Müller

mueller.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 28

Geschäftsbuchhaltung, EDV, Datenschutz:

Frau Köhler

Tel.: 035873 349 26

koehler.stadtamt@herrnhut.de

Barkasse, Geschäftsbuchhaltung:

Frau Feike

Tel.: 035873 349 23

feike.stadtamt@herrnhut.de

Amt für Bau und Abwasser:

Frau Hähnel (Amtsleiterin)

bauamt.haehnel@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 13

Abwasserangelegenheiten, Bauamt

Sekretariat:

Frau Adler

Tel.: 035873 349 27

adler@herrnhut.de

Klärwärter:

Herr Bartsch, Herr Siegert

Tel.: 0177 422 9385

Haupt- und Ordnungsamt:

Frau Nocke (Amtsleiterin)

nocke@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 29

Ordnung und Sicherheit, Marktwesen:

Frau Neumann

ordnungsamt.neumann@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 25

Standesamt, Friedhofsverwaltung:

Frau Scholze

standesamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 20

Einwohnermeldeamt:

Frau Salisch, Frau Kern

meldeamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 24

Schulen, Kindertagesstätten, Jugend:

Frau Hollwitz

hollwitz.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 32

Gewerbe, Wohnungen, Vermietung

kommunaler Einrichtungen:

Frau Christoph

christoph.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 17

Archiv:

Frau Schreiber

schreiber.stadtamt@herrnhut.de

Tel.: 035873 349 17

Kultur- und Fremdenverkehrsamt:

Herr Fischer (Amtsleiter)

fischer@herrnhut.de

Tel.: 035873 22 88

Heimatmuseum, Tourist-Information,

Vereine:

Herr Fischer, Frau Krupa

tourismus@herrnhut.de

Tel.: 035873 22 88 oder 30 733

MAE, geförderte Beschäftigungen,

Ehrenamt:

Frau Poiger

tourismus@herrnhut.de

Tel.: 035873 30 733

Künstlergilde, Bibliothek:

tourismus@herrnhut.de

Tel.: 035873 25 71


6

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Stadtrat:

(Wahlperiode 2014 - 2019)

Willem Riecke

Bürgermeister

Herrnhuter Liste

Bernd Georgi

OT Herrnhut Stadt

Die LINKE

Steffen Grimm

OT Großhennersdorf

CDU

Joachim Haschke

OT Großhennersdorf

CDU

Barbara Haupt

OT Herrnhut Stadt

Herrnhuter Liste

Harald Henschel

OT Berthelsdorf

Bürgerbewegung Berthelsdorf

Bärbel Jähne

OT Ruppersdorf

Herrnhuter Liste

Anke Kaczmarek

OT Berthelsdorf

Bürgerbewegung Berthelsdorf

Kurt Koschowski

OT Strahwalde

CDU

Philipp Lerch

OT Herrnhut Stadt

Herrnhuter Liste

Uwe Romanski

OT Großhennersdorf

Herrnhuter Liste

Peter Tasche

OT Herrnhut Stadt

Herrnhuter Liste

Hartmut Tittmann

OT Großhennersdorf

Herrnhuter Liste

Uwe Ullrich

OT Ruppersdorf

Herrnhuter Liste

Klaus Urland

OT Rennersdorf

CDU

Norbert Wiedemann

OT Herrnhut Stadt

Herrnhuter Liste

Paul Gerhard Winter

OT Herrnhut Stadt

CDU

Swen Zachmann

OT Ruppersdorf

Herrnhuter Liste

Beate Zehler

OT Strahwalde

Herrnhuter Liste

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Schulstraße 4, 02730 Ebersbach-Neugersdorf, Tel: 03586 36 44 69


7

Kleiner Ort mit großer Ausstrahlung

Gemessen an der überschaubaren Größe

Herrnhuts und an seiner Randlage

kann man hier überraschend vielen

Menschen aus der weiten Welt begegnen,

seien sie aus Kapstadt, Alaska,

Südamerika oder vom Fuß des Himalaya.

Sie besuchen das Völkerkundemuseum

oder das Unitätsarchiv, um

dort Zeugnisse ihrer Vorfahren und

ihrer Kultur zu studieren, sie nehmen

an Tagungen teil oder an einem ganz

normalen Gottesdienst. Alle haben eins

gemeinsam: Herrnhut ist Teil ihrer

Geschichte, ihrer Glaubenstradition.

Wie kommt das?

Schon wenige Jahre nach der Gründung

Herrnhuts (1722) begann von hier aus eine

ungeahnte Bewegung weit über die Grenzen

der Oberlausitz hinaus. Die Menschen

hatten gerade erst erlebt, wie die Botschaft

von Jesus zu einer starken Gemeinschaft

befähigt und wollten diesen Impuls nun

weitergeben. 1732 reisten als erste zwei

Herrnhuter auf die Karibikinsel St. Thomas

zu den Sklaven der Zuckerrohrplantagen.

Wenig später folgten Grönland (1733), Surinam

(Südamerika; 1735), das Baltikum

und Südafrika (1737). Schon 1735 fuhr

eine Gruppe, zu der auch der Graf Zinzendorf

selbst gehörte, nach Nordamerika zu

den Indianern. Selbst in Lappland, in der

sibirischen Steppe und in Australien gab

es Versuche einer Mission. Immer machten

sich die Missionare auch sofort daran, die

Sprache der Völker vor Ort zu lernen. So gilt

die tibetische Sprachlehre eines Herrnhuter

Missionars bis heute als Standardwerk.

Obwohl ihr Ziel ausdrücklich nicht darin

bestand, in den Missionsgebieten Kirchen

zu gründen, ist die Herrnhuter Brüdergemeine

heute in vielen Gegenden der Welt

zu Hause – dort heißt sie Moravian Church

oder Iglesia Morava, nach den Glaubensflüchtlingen

aus Mähren (heute Tschechien),

die Herrnhut einst gegründet hatten. In

Regionen bzw. Ländern wie Mittelamerika

oder Tansania sind dies große Kirchen, um

ein Vielfaches größer als im Ursprungsland.

Weltweit gibt es über eine Million Mitglieder

der Brüdergemeine/Moravian Church,

in Deutschland sind es 5.600.

Wie durch ihre gemeinsame Geschichte

sind die Mitglieder auch durch die „Losungen“

verbunden, die täglichen kurzen

Sprüche aus der Bibel, die seit fast 300 Jahren

für jedes Jahr neu in Herrnhut ausgelost

werden. Sie werden mittlerweile in 55

Sprachen übersetzt und stiften eine internationale

Gemeinschaft über Grenzen von

Konfessionen, Traditionen und Sprachen.

Ausgangspunkt ist die kleine Stadt in der

Oberlausitz.


8

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

1

1 Lithografie des Hocksteins im Erzgebirge

von Carl Wilhelm Arldt

2 Monument von Heinrich Melchior

Mühlenberg in Philadelphia

3 Portrait von Otto Uttendörfer, ein

bekannter Ornithologe der in Herrnhut lebte

2

3

Kurioses und Besonderes aus Herrnhut und seinen Ortsteilen:

Der Hutbergaltan von 1790 ist der älteste

hölzerne Aussichtsturm in Sachsen und

gleichzeitig Motiv des Herrnhuter Stadtwappens.

In der Ruppersdorfer Kirche hängt das

älteste Glockengeläut der Oberlausitz.

Der Herrnhuter Bläserchor gilt als der älteste

Bläserchor Deutschlands. Sein erster

Einsatz ist im Jahr 1731 erwähnt.

In Herrnhut wurde der Maler Adolf Heinrich

Lier (1826-1882) geboren; heute zählt

man ihn zu den bedeutenden Landschaftsmalern

der Münchener Schule.

Großhennersdorf hat das älteste Pfarrhaus

der Oberlausitz (von 1561).

Otto Uttendörfer (1870-1954), einer der

maßgeblichen Ornithologen Deutschlands,

lebte von 1916 bis zum seinem Tode in

Herrnhut. Der Uttendörferweg in Herrnhut

erinnert an ihn.

Der spätere Begründer der lutherische Kirche

Nordamerikas, Heinrich Melchior

Mühlenberg (1711–1787), war zwischen

1739 und 1741 als Inspektor im Katharinenhof

Großhennersdorf tätig.

Die Herrnhuter Firma Dürninger war die

Erste, welche 1827 Havanna-Zigarren nach

Deutschland importierte.

In Ruppersdorf wurde der Lithograph

Carl Wilhelm Arldt (1809–1869) geboren;

später war er einer der gefragtesten

Lithographen Dresdens. Die Ruppersdorfer

Grundschule trägt seinen Namen.

Seit 1990 besuchten bereits drei Bundespräsidenten

Herrnhut: Richard von Weizsäcker

(1990 und 2003), Roman Herzog

(1994 und 1997) und Johannes Rau (2000).

Der bekannte Maler und Regisseur Jürgen

Böttcher verbrachte in Strahwalde

seine Kindheit und Jugend. Diesen Ort verewigte

er in seinem Künstler-Pseudonym

Strawalde.

In Herrnhuter Gärten finden sich ca. 30

historische Gartenhäuser - für den kleinen

Ort eine bemerkenswert hohe Dichte.

Das Waldbad in Herrnhut (erbaut 1907)

gilt als eines der ältesten Freibäder Sachsens.


9

Die Stadt Herrnhut mit ihren Ortsteilen

Herzlich willkommen

in Herrnhut

Obwohl lediglich ein Landstädtchen,

macht Herrnhut von allen Oberlausitzer

Gemeinden am meisten von sich

Reden. Viele Menschen in der Welt

wissen vom Leben und Wirken der

Herrnhuter Brüdergemeine. Andere

wiederum schätzen den Zauber Herrnhuter

Weihnachtssterne. Ein wahrhaft

ungewöhnlicher Ort, der seine Existenz

einzig der Toleranz eines weltoffenen

Mannes verdankt.

Verwurzelt in einer liebenswürdigen Landschaft,

liegt Herrnhut ca. 11 Kilometer von

Löbau entfernt im südlichen Teil der Oberlausitz.

Von hier aus hat man die Stadt Zittau

mit ihrem Gebirge schon fest im Blick

und es sind nur wenige Autominuten bis

ins Dreiländereck Deutschland, Tschechien

und Polen. Verwaltungstechnisch gehört

die kleine Stadt zum Landkreis Görlitz. Lebten

in ihr 1990 etwa 1.800 Einwohner, sind

es dank zahlreicher Eingemeindungen heute

rund 6.400 Menschen. Sie alle teilen sich

eine Fläche von 73,94 Quadratkilometern.

Mittendrin ist der Aussichtsturm vom Hutberg

zu sehen. Als Wahrzeichen Herrnhuts

ist dieser Altan Kernstück des Wappens der

Stadt. Partnerschaften

pflegt Herrnhut

mit Bad Boll in Baden-

Württemberg, der

tschechischen Stadt

Suchdol nad Odru und

Karlstetten in Österreich.

Dass es die Stadt Herrnhut gibt,

verdanken die Herrnhuter Nikolaus Ludwig

Graf von Zinzendorf (1700 bis 1760).

Anfang des 18. Jahrhunderts tauchten

auf seinem Gut Berthelsdorf mährische

Glaubensflüchtlinge auf. Sie nannten sich

Böhmische Brüder und waren die geistigen

Nachfolger des Kirchenreformators Jan

Hus. Bereits 1457 hatten sie als eine der

ersten evangelischen Kirchengemeinden

ihre Brüder Unität (lat.: Unitas Fratrum)

im Böhmischen gegründet. Infolge der

katholischen Gegenreformation mussten

sie jedoch ihre Heimat verlassen. Graf Zinzendorf

gewährte ihnen Asyl und wies den

Brüdern Land zu. Am 17. Juni 1722 fällte

der mährische Zimmermann Christian David

den ersten Baum. Die Erfolgsgeschichte

eines Ortes begann, dessen Bewohner in

der Folgezeit missionarisch Millionen Menschen

von ihrem Glauben überzeugten. Sie

stellten ihr neues Heimatdorf unter des

„Herrn Jesus Hut“ und bauten es zu ihrem

Hauptsitz aus.

Herrnhut erfreute sich regen Zuzuges, worauf

die Siedlung bald zur administrativen

Gemeinde wurde. 1895 erlangte sie die

Selbstständigkeit, 1929 das Stadtrecht. Am

9. Mai 1945 fiel das Zentrum einer Brandstiftung

zum Opfer. Nach und nach wieder

aufgebaut, ist Herrnhut heute ein Schmuck-


10

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

1

2

3

4

stück und erstklassiges Zeugnis der Erhaltung

historischer Baukultur. Im Jahre 1994

begann die schrittweise Angliederung der

umliegenden Ortschaften. Als letzte Gemeinde

kam 2013 Berthelsdorf dazu, sodass

die Stadt, die nach wie vor Zentrum

der Herrnhuter Brüdergemeine ist, heute

aus zwölf Ortsteilen besteht. Die größte Religionsgemeinschaft

stellt die evangelische

Kirchengemeinde Ruppersdorf. Das neben

allem Kirchlichen auch Bildung eine wichtige

Rolle spielt, dafür sprechen fünf Kindergärten,

zwei Grundschulen, eine Zweigstelle

der Kreismusikschule, zwei diakonische

Förderschulen sowie das Evangelische Zinzendorf

Gymnasium.

Neben vielen traditionsreichen Firmen sowie

Handwerksbetrieben, sorgen auch touristische

Angebote sowie zwei Museen für

Arbeit und Einnahmen. Allein die städtische

Kulisse, bestehend

aus barocken Bauwerken

der Brüdergemeine

und

Bürgerhäusern,

ist beeindruckend

und sucht ihresgleichen.

Der Zinzendorfplatz,

der

Kirchensaal, der

C

D

E

A

B

Richtung Löbau

K 8610 Löbauer Straße Löbauer Straße

Zum Bleichteich

Schwanhäuser

B 178

Richtung Ruppersdorf

Neustrahwalde

1

Hühnerfarmweg

Am Bahnhof

S 144

Schwanstraße

Gewerbestraße

H

Zur Bleiche

Siedlung

Oderwitzer Straße

Oskar-Lier-Straße

H

Dürningerstraße

Goethestraße

Stadtamt

Civitatenweg

Christian-David-Str.

2 3

Kindergarten

Herrnhut

P

Gasse

Fleischergasse

P

Bebel-Straße

H

Richtung Berthelsdorf

Dürningerstraße

Förderschule

Gymnasium

August-

Post-

Zinzendorf-

Platz

Zittauer Straße

Liergasse

Kita

Hutberg

373 m

Comeniusstraße

Park

Richtung Zittau

4

K 8610

Gottesackerallee

Wauergasse

P

Uttendörferweg

Berthelsdorfer All

Rennersdorfe

Minigolf

Waldbad

Vogtshof, das Witwenhaus, das Unitätsarchiv

und vieles mehr ziehen Touristen aus

aller Welt magisch an. Auch den Gottesacker

der Brüdergemeine sollte sich keiner

entgehen lassen. Vom Aussichtsturm auf

dem angrenzenden Hutberg übrigens können

Besucher atemberaubende Ausblicke

in sanfte Oberlausitzer Hügellandschaften

und böhmische Bergwelten genießen. Führungen

sind jederzeit in der Tourist-Information

buchbar. Hier erhalten Sie zudem

Auskünfte über Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

der näheren Umgebung. Sie

sind gleichermaßen eine Stippvisite wert.


11

Rennersdorf, Aquarell von Elisabeth Tappe, 1946

Berthelsdorf

Hätte es das Gut Berthelsdorf und

seinen Besitzer nicht gegeben, würde

Herrnhut auf keiner Landkarte der

Welt zu finden sein. Selbst als Ortsteil

bietet Berthelsdorf noch heute Erstaunliches.

Berthelsdorf, unbek. Maler, um das 19. Jahrhundert

ehemalige Knochenmühle Tschupke

Ohne den früheren Ortsteil Rennersdorf

eingerechnet, leben in Bertheldorf rund

1.000 Menschen. Nur wenige 100 Meter

nördlich der Stadt Herrnhut versteckt sich

der Ort im sanften Tal des Berthelsdorfer

Wassers. Einer der Ersten im 12. Jahrhundert

eingewanderten Deutschen wird sicher

Bertold geheißen haben. Von ihm bekam

das Dorf seinen Namen. Berühmtheit erlangte

es allerdings erst durch den Reichsgrafen

Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, der

1722 den Böhmischen Brüdern auf seinem

Gut Asyl gewährte. Er schenkte ihnen Land,

damit sie ihr neues Zuhause unter des

„Herrn Hut“ aufbauen konnten. Aus diesem

Grund kann sich Berthelsdorf mit Fug und

Recht als Wiege Herrnhuts bezeichnen. Ein

Pfund mit dem das Dorf bis heute wuchert.

Zinzendorfschloss in Berthelsdorf

Dabei ist es nicht nur das 2010 vorbildlich

sanierte Zinzendorfschloss, das jährlich

viele Besucher anlockt. Auch die gesamte

Dorfanlage, mit ihren denkmalgeschützten

Umgebindehäusern, der Kirche und dem

weltweit einzigartigen Schwenkfelderhaus,

lohnen zu jeder Jahreszeit einen Besuch.


12

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Rennersdorf

Wo die Pließnitz ihren Lauf beginnt,

fanden Siedler vor 800 Jahren einen

guten Platz zum Leben. Jedoch kannten

Menschen das Tal schon lange bevor

an Rennersdorf zu denken war.

Bereits vor über 2000 Jahren lebten Menschen

am wilden Wasser der Pließnitz. Das

beweisen 1972 am Heideberg gefundene

Scherben sowie ein 1790 am Eichler entdeckter

Opfertisch. Beide Berge, der Eichler

im Süden und der Heideberg im Norden,

ragen markant aus der Landschaft. Vermutlich

dienten sie jenem Reinher als Orientierung,

der am Bachlauf Bäume für den

1406 erstmals als Reinhersdorf erwähnten

Ort fällte. Später wurde das Dorf in Ober-

und Niederrennersdorf geteilt,

nachfolgend wieder

zusammengeführt. Die Leute

hier waren fast alle Bauern.

Sie mahlten ihr Korn in vier

Mühlen, von denen eine geblieben

ist. Sie gehört, neben

dem Oberrennersdorfer

Gut und der Kirche, zu den

Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Heute wohnen rund 600

Menschen in Rennersdorf,

die nach wie vor in der Landwirtschaft,

aber auch in kleinen Familiensowie

Dienstleistungsbetrieben, arbeiten.

In Rennersdorf befindet sich außerdem

eine Niederlassung von Euroimmun, einem

Ehem. Wollspinnfabrik zwischen Rennersdorf und Kunnersdorf,

unweit der Spinnerei

Lübecker Unternehmen, das Reagenzien

für medizinische Labordiagnostik herstellt.

Seit Anfang 2013 ist Rennersdorf einer der

zwölf Ortsteile von Herrnhut.

A

B

C

Richtung Strahwalde

1

Richtung Herrnhut

Nordstr.

Radweg

Südstraße

Hauptstr.

Berthelsdorfer Allee

(Lindenallee)

Schulstr.

Straße

Herrnhuter

H

Schloss

Zinzendorf

Querweg

Rennersdorfer Straße

Kita

2

Harz weg

Betonstraße

Neuberthelsdf.

S 144

Straße

Zur Kränke

Berthelsdorf

H

3

Neuberthelsdorf

Neuberthelsdorf

Bergweg

Haup tstraße

Feldhäuser

4

Feldhäuser

Rennersdorf

Am

Gittelberg

Git telbg.

H

Am

K 8614

Eichler

333 m

Am Eichler

Fu

ehem. VEG

Am

chsbg.

5

Hauptstr.

Am

Kretschamweg

Gemeindeamt

Milchviehanlage

Jugendclub

Jagerberg

Nord-

Am Wehr

Fuchsbg.

Fa. EUROIMMUN

Niederrennersdorf

Gasse

Am

Sportplatz

K 8613

S 144

Hauptstraße

K 8613

Richtung Bernstadt

Siedlung

Am Eichler

H

An der

Pließnitz

Richtung Großhennersdorf

6

Am Heideberg

Am Mühlberg

Fichtelhäuser

Siedlung

Heideberg

294 m

A

B

S 128S 128

C


13

A

Richtg. Obercunnersdf.

1

Obercunnersdorfer Str.

Am Kottmar

2

Fuchsberg

363 m

3

4

5

6 7 8 9

Richtung Herrnhut

Untere

Zum

Kleingarten

Dorfstraße

Am

Hang

Untere

Schloss

Petersbach

A

Volksbad-

Camp

Dorfstraße

B

C

Obercun nersdorfer

Str.

B 178

Ruppersdorf

Am Kottmar

Bach weg

Obercunnersdorfer Str. Windmühlbg.

Am Forsthaus

Ruppersdorfer Wasser

Untere Allee

Hofeweg

Bahnberg

Obere

Obercunnersdf.

Am Fors thaus

Volksbad-Str.

Dorfstraße

Alte

Schule

S 144

Oderwitz

Kindergarten

Schule

P

Kirchberg

H

Neuhäuserweg

Hauptstraße

P

S 144

Schmiedegasse

Bergstraße

Untere

P

Quer weg

Gartenweg

Dorfstraße

Großhennersdorfer Str.

M ittelweg

Großhennersdorfer Straße

Richtung Eulbusch

B

C

Ruppersdorf

Malerisch über Wiesen verstreut, folgen

Gehöfte dem Dorfbach nach Osten.

Unbestreitbar ist Ruppersdorf eines

der schönsten Oberlausitzer Dörfer

- und eines der Ältesten dazu.

Bereits 1150 findet man in alten Kirchenschriften

den Namen Ruppersdorf. Das ist

ungewöhnlich, denn das Dorf wurde, wie

die meisten Ortschaften der Umgebung,

erst viel später urkundlich dokumentiert.

1320 ist es als Ruperti Villa sowie 1324

nochmals in einer Akte des Zentralarchivs

Prag erwähnt. Anzunehmen also, dass im

12. Jahrhundert ein Rupprecht oder Ruppert

sich mit anderen deutschen Siedlern

am heutigen Ruppersdorfer Wasser niederließ.

Gewachsen als Waldhufendorf, war

der Ort im 19. Jahrhundert noch durch die

Rittergüter Nieder- und Oberruppersdorf

geteilt. Augenfällige Zeugnisse aus dieser

Zeit sind das Niedere - sowie das Obere

Schloss. Heute erstreckt sich Ruppersdorf

als zusammenhängender Ort über rund 4

Kilometer in West-Ost-Richtung. Er gehört

seit 1994 zur Stadt Herrnhut. Sehenswert

sind neben den Schlössern die zahlreich

vorhandenen und liebevoll restaurierten

Umgebindehäuser, der Eisenbahnviadukt

sowie die Kirche mit den ältesten Glocken

der Oberlausitz.

Schwan

Rund 500 Meter südwestlich von Herrnhut

liegt links und rechts der Oderwitzer Straße

die kleine Siedlung Schwan. Niederruppersdorfer

gründeten sie nach 1780, jedoch

setzte sich, entgegen seiner Herkunft, der

Name Schwan bzw. Schwanhäuser durch.

Ursache dafür ist der später hier errichtete

Gasthof zum Schwan, ein damals weithin

bekanntes und beliebtes Einkehrhaus in der

Oberlausitz. Bis Ende 1993 gehörte der Ort

zu Ruppersdorf, danach wurde er, zusammen

mit seiner Muttergemeinde, ein selbstständiger

Teil von Herrnhut.

Ninive

Mit rund 170 Einwohnern zählt Ninive zu

den kleineren Ortsteilen der Stadt Herrnhut.

Die Ansiedlung liegt ca. 1.000 Meter südlich

von Ruppersdorf, wozu sie bis 1994 auch

gehörte. Als Neugründung von Oberrup-


Pu

14

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Windmühl-

Berg

S 144

Ringweg

Birkmühlstraße

Teichweg

S 144

Ninive

Oderwitzer Str. – Ninive

Feldweg

persdorf im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts

hieß der Ort ursprünglich Neuoberruppersdorf.

Bereits 1805 taucht jedoch

die Bezeichnung Ninive auf. Das Warum

gibt Heimatforschern bis heute Rätsel auf.

Manche meinen, der Ruppersdorfer Pfarrer

hätte den hier anwesenden deutschböhmischen

Schmugglern prophezeit, Gott

würde sie, wie einst die Stadt Ninive, für ihr

frevelhaftes Tun vernichten. Andere sagen,

der Ort befand sich an einem Wallfahrtsweg

und trägt deshalb diesen biblischen

Namen. Belegbar sind diese Deutungen

freilich nicht. Im 19. Jahrhundert entstand

in Ninive ein Gasthof. Er erfreute sich, auch

des Namens wegen, großer Beliebtheit, verfiel

aber Ende der 1990er Jahre zusehends,

sodass er 2012 abgerissen werden musste.

Ebenfalls bekannt ist Ninive durch die unmittelbar

angrenzende Sandgrube.

B 178

A

B

C

Siedlung

Löbauer Straße

Herwigs-

Strahwalde

dorfer Stra ße

Friedensthaler Straße

D

Richtung Löbau

1

Pfarrweg

Richtung Obercdf.

H

Am

Hölzelberg

Löbauer Straße Löbauer Straße

Bei Oldtimerfans steht Strahwalde

hoch im Kurs. Jedes Jahr im Juni kommen

Tausende zum großen Kfz-Veteranentreffen

hierher. Aber auch sonst

hat das Dorf einiges zu bieten.

Begriffe wie Kultur- und Vereinsleben sind

in Strahwalde allgegenwärtig. Die Aktivitäten

der Sport- sowie anderen Vereine, die

Veranstaltungen im Volkshaus bzw. Traditionsfeuer

und Sommerfeste begeistern

jedes Jahr aufs Neue. Erstaunlich bedenkt

man, dass im Ort durchschnittlich nur 750

Menschen leben. Es dauert nicht lange, und

sie sehen dem nächsten Höhepunkt entgegen.

Ihr Dorf wird 2017 offiziell 700 Jahre

alt. 1317, als der damalige Landesherr Woldemar

von Brandenburg es in einem Edikt

Zur

Kemnitzer

Buche

2

Straße

rzelgasse

Niedere

Hofeviehtreibe

Schlossweg

Dorfstr.

Schlossweg

Berthelsdorfer Straße

Kleinbahnring

K 8610

Strahwalde

Wiesensiedlung

Jakobsdörfel

Schlossblick

3

Kleinbahnring

Hofeviehtreibe

Richtung Herrnhut

Am Eichberg

Neustrahwalde

Hühnerfarmweg

4

Obere

Süd straße

Siedlung

Dorfstr.

K 8613

dem Gericht Löbau zuwies, hieß der Flecken

noch Strabenwaldt. Vom Wald mit viel Gestrüpp

ist freilich nichts mehr zu sehen,

denn über Jahrhunderte bewirtschafteten

2 Rittergüter die umliegenden Felder. Sie

trennten das Dorf in Nieder- und Oberstrahwalde.

Seit 1950 wieder vereint, zeugen

das Obere sowie das Niedere Rittergut

mit seinem sehenswerten Herrenhaus noch

5

Fichtelrode

Südstraße

Aquarell vom Ort Strahwalde, von

Levin Theodor Reichel, 1866

Nordstraße

Richtung Berthelsdf.

Hauptstr.


15

heute von dieser Zeit. Auch ein Besuch der

im neugotischen Stil gehaltenen Kirche ist

empfehlenswert. Und wer die rund 1.000

Meter Aufstieg zum Waldrand am Wolfsberg

nicht scheut, hat einen herrlichen

Ausblick ins Oberlausitzer Land sowie das

Zittauer Gebirge.

Friedensthal

1808 gründete der Besitzer des Niederen

Rittergutes Strahwalde auf seiner Flur den

Ort Friedensthal. Bis zur Eingemeindung

nach Herrnhut am 2. Januar 2010 gehörte

die kleine Siedlung zu Strahwalde. Seitdem

ist sie einer der zwölf Ortsteile der Stadt.

Obwohl Friedensthal ein

Stück abseits liegt und nur

eine Handvoll Gehöfte zählt,

ist der Ort bei Einheimischen

und Gästen bekannt durch

seinen Gasthof. Er eignet sich

gut für Rucksacktouristen,

denn unterschiedlich ausgestattete

Bungalows bieten zu

jeder Jahreszeit preisgünstige

Übernachtungen. In ruhiger

Umgebung stehen für sportliche

Aktivitäten außerdem ein

Rasenfußballplatz, ein Volleyballfeld

sowie eine Freiluftkegelbahn

zur Verfügung.

Gaststätte „Friedensthal“ im gleichnamigen Ortsteil

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P

P

P

Naturdenkmal

16

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Der Ort Großhennersdorf heute und damals. Die Zeichnung rechts (1954), stammt vom bekannten Maler Max Langer aus Oderwitz.

Großhennersdorf

Als Treffpunkt zum Feiern ist Großhennersdorf

bei Partyfans in aller

Munde. Dass hier einst Graf von Zinzendorf

aufwuchs, wissen allerdings

die Wenigsten.

Im Jahre 1408 ging der 1296 erstmals mit

einem Ulmannus de Henrichsdorf erwähnte

Ort an die Familie von Gersdorf über.

Sie bauten Dorf sowie Gut weiter aus und

errichteten ein Schloss. Genau das wählte

Anfang des 18. Jahrunderts Henriette Katharina

von Gersdorf zu ihrem Alterssitz. Da

sie eine gebildete, künstlerisch begnadete

Frau war, kam es nicht von Ungefähr, dass

sie den ihr anvertrauten Enkel Nikolaus

Ludwig von Zinzendorf im humanistischen

Geist aufzog. Unbestritten bekam er hier

ebenjene tolerante Haltung in die Wiege

gelegt, von der später die Böhmischen Brüder

und Herrnhut profitierten. Doch nicht

nur sie sollten die wohltätige Haltung der

Familie spüren. Nach dem Tod von Katharina

rief deren Tochter Sophie ganz im Sinne

ihrer Mutter eine Stiftung zur Errichtung

eines Armen- und Waisenhauses ins Leben.

1723 fertiggestellt, steht der Katharinenhof

heute unter Trägerschaft des Diakoniewerkes

Oberlausitz. Er gibt geistig sowie körperlich

behinderten Menschen eine geborgene

Heimstätte. Die rund 1.500 Einwohner

Großhennersdorfs beziehen sie aktiv in ihr

A

B

C

D

1

Richtung Zittau

B 178 Zittauer Straße

Erlichtbach

Obere Dorfstraße

Bergstraße

H

H

2

Begegnungszentrum

Kälberberg

360 m

Richtung

Niederoderwitz

S 128

Bergstraße

H

H

Zittauer Straße

Obere Dorfstraße

Gemeindeamt

Großhennersdorf

3

Windmühlenberg

344 m

Bergstraße

Richtung

Euldorf / Löbau

Bernstädter Straße

Galgenberg

300 m

K 8610

K 8631

Kinderhaus

Schule

Hofeteich

Schilfteich

Schlossruine

Kläranlage

Badeteich Erlichtbach



Friedhof




Kirche

Zahnarzt

Pfarramt

Turnhalle

Gemeindeamt

Richtung Hirschfelde /

Schönbrunn / Heuscheune

4

S 128

Dorfleben mit ein. Ob Karneval, Maifeuer

oder das Kunstbauerkino – im Dorf ist immer

was los. Besonders an Wochenenden

strömen viele Partyhungrige ins oberlausitzbekannte

Kulti Grohedo, um mit Ihren

Freunden zu feiern und zu tanzen.

Kirchgasse

Am Markt

Bergstraße

Katharinenhof

Kleingartenanlage

Hirschfelder Straße

Fuchsgarten

Am Sportplatz

Sportplatz

Sportpl.-str.

Werkstätten

für Behinderte

Richtung

Heuscheune

Eisberg

324 m

Kulti

Reitplatz

H

H

Heuscheuner

5

Untere Dorfstr.

Weg

Lindenallee

Bernstädter Straße

Eitlers

Gasse Niederer Viebig

Arzt

P

Untere Dorfstr.

6 7

Haschkes

Gasse

Teichdämme

S 128

Großer Teich

Petersbach

Richtung

Bernstadt

K 8615

Richtung Neundorf

Niedergut

A

B

Am Endeberg

C

D

2 3 4

5

6

7


17

Viebig

Euldorf, eine Häusergruppe 2 Kilometer

südöstlich von Herrnhut, gehörte seit alters

her zur Grundherrschaft Großhennersdorf.

Ab dem 1. Januar 2011 jedoch ist sie

selbstständiger Ortsteil von Herrnhut. Das

Euldorf entstand mit 6 Gärtnerstellen um

eine am Petersbach angelegte Wassermühle.

Nachweisbar sprechen die Annalen

im 16. Jahrhundert von ihr als wohlerbaut

steinerne „Eul-Möle“. Vom „Halbdörfel an

den Wiesen“ ist aber schon früher, nämlich

1481, offiziell die Rede. Über Jahrhunderte

brachten die umliegenden Bauern ihr Ge-

Burkers-

Neun

Vereinshaus

dorfer

Stöckers

Teich

Sandgrube

dorfer

Gärtnerei

Pfeiffers

Gasse

Heuscheuner Weg

Weg

Neundorf

Richtung Dittersbach

Straße

Bockwindmühle

Richtung

Schlegel

K 8615

Günthermühle in Neundorf

Neundorf

Es sind ein paar Drei- bzw. Vierseitenhöfe

sowie rund 170 Einwohner, die den Ort ca.

2.000 Meter nordöstlich von Großhennersdorf

ausmachen. Nicht viel, dennoch ist

Neundorf ein gleichberechtigter Ortsteil

Herrnhuts. Als Media villa nuendorph fand

er 1283 erstmals Erwähnung. Ursprünglich

gehörte der Ort dem Bistum Meißen, das

ihn an die Ritter von Vesta-Kamenz und die

wiederum an die Familie von Heinrichsdorf

entlehnte. 1407 kam Neundorf zum Kloster

St. Marienstern, bei dem es bis 1856 verblieb.

Am 1. April 1938 verlor Neundorf als

Gemeinde seine Eigenständigkeit und kam

zu Großhennersdorf. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts

wohnten hier noch viele Hausweber,

heute überwiegt das Agrargewerbe.

Weithin sichtbar ist die Günthermühle, an

deren Fuß ein Campinghof liegt. Schlafen

im Heu, Lagerfeuer in freier Natur und viele

Hoftiere locken zahlreich Gäste an, die in

der warmen Jahreszeit uriges Landleben

genießen können.

Heuscheuner Weg

Heuscheune

Heuscheune

Obwohl nur eine Häusergruppe mit rund

20 Bewohnern, gilt Heuscheune seit dem

1. Januar 2011 als selbstständiger Ortsteil

der Stadt Herrnhut. Davor gehörte das 1591

erstmals erwähnte Vorwerk zu Großhennersdorf.

Zeitweise stand es im Rang eines

Rittergutes, war jedoch über die Jahrhunderte

eng mit dem westlich gelegenen Gut

derer von Gersdorf verbunden. 1844 ging

es in den Besitz der Herrnhuter Brüder

Unität über. Vor dem 1. Weltkrieg wurde in

Heuscheune eine Fohlenstation eingerichtet,

die heute als Pensionsstall dient. Unmittelbar

daneben liegt ein Reitplatz.

Eulmühle in Euldorf

Euldorf


18

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

treide hierher, bis

im 2. Weltkrieg die

Mühlentechnik

Eulmühle demontiert wurde.

Das durch ein

zweites Mühlenrad

angetriebene

Sägewerk versah

Euldorf noch bis 1990 seinen

Dienst. Seitdem

dient die vor

P

P

dem Verfall gerettete

Eulmühle als

technisches Denkmal. Der im Zusammenhang

mit dem Chausseebau 1827 direkt an

der heutigen B 178 errichtete Eulkretscham,

lädt Besucher mit komfortablen Hotelzimmern,

gemütlichen Gasträumen sowie traditionellen

Speisen zum Verweilen ein.

Am Stausee

K 8610

Eulmühlstraße

Schönbrunn

Der Herrnhuter Ortsteil Schönbrunn liegt,

einschließlich der Christophhäuser, ungefähr

1.500 AnzeigeMeter südöstlich von Großhennersdorf,

am Nordhang des Schönbrunner

Berges. Angelegt hatte den Ort die Großhennersdorfer

Gutsbesitzerin Henriette

Sophie von Gersdorf. Genau wie ihr Neffe,

Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf

zwei Jahre zuvor, gab sie böhmischen Glaubensflüchtlingen

1724 mit Schönbrunn

eine neue Heimat. Da der sächsische Kurfürst

August der Starke später keine Flüchtlinge

mehr aufnehmen, ihnen auch keine

konfessionellen Zugeständnisse machen

wollte, verließ ein Großteil der Exulanten

Sachsen. Sie siedelten sich in Preußen neben

dem Ort Rixdorf an. Die Siedlung ging

später als Böhmisch Rixdorf in die Geschichtsbücher

ein. Der verbliebene Rest

übernahm die verlassenen Gehöfte und

kam 1741 zur Evangelisch-Lutherischen

Kirche. Heute existieren in Schönbrunn nur

noch einige der alten Bauernhöfe

Großer Berg/

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Oberwald

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Schönbrunn

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Schulen

Grundschule „C. W. Arldt“

OT Ruppersdorf, Volksbadstraße 4

Tel.: 035873 26 77

grundschule-ruppersdorf@t-online.de

www.grundschule-ruppersdorf.de

Grundschule Großhennersdorf

OT Großhennersdorf, Bernstädter Str. 20

Tel.: 035873 21 56

gs-grosshennersdorf@t-online.de

www.gs-grosshennersdorf.de

Evangelisches Zinzendorf-Gymnasium

(staatl. anerkannte Ersatzschule)

Zittauer Straße 2, 02747 Herrnhut

Tel.: 035873 48 10

kontakt@ezgh.de

www.ezgh.de

Förderschule für geistig Behinderte

„Johann Amos Comenius“

(staatl. anerkannte Ersatzschule)

Zinzendorfplatz 16

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 46 106

schule.hd@ebu.de

www.herrnhuter-diakonie.de

Förderschule für geistig Behinderte

(staatl. anerkannte Ersatzschule)

OT Großhennersdorf

Am Sportplatz 6

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 47 481

foerderschule-grosshennersdorf@

diakoniewerk-oberlausitz.de

www.diakoniewerk-oberlausitz.de

Berufsbildende Schulen

Evangelische Fachschule für

Heilerziehungspflege

(staatl. anerkannte Ersatzschule)

OT Großhennersdorf

Am Sportplatz 6

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 47 150

hep-schule@diakoniewerk-oberlausitz.de

www.diakoniewerk-oberlausitz.de

Grundschule „C. W. Arldt“ in Ruppersdorf

Evangelisches Zinzendorf-Gymnasium

in Herrnhut

Katharinenhof in Großhennersdorf. Dort

lernen die Auszubildenden der Heilerziehungspflege

in der Praxis.

Grundschule in Großhennersdorf


20

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Kindereinrichtungen und Tagespflegestellen:

Kindergarten „Krümelkiste“ und

Hort „Gute-Laune-Haus“

OT Berthelsdorf

Hauptstraße 54

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 28 36

kruemelkiste@online.de

Integrative Kindertagesstätte des

IB „Schwalbennest“

Goethestraße 17

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 22 51

gabriele.huebner@internationaler-bund.de

Integrative Kindereinrichtung

der Evangelischen Brüdergemeine

Zittauer Straße 30

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 22 93

rublack@ebu.de

Kindertagespflegestelle „Knirpsenkiste“

Rennersdorfer Straße 8

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 18 457

karin@knirpsenkiste.de

Integrative Kindertagesstätte des

IB „Storchennest“

OT Ruppersdorf

Volksbadstraße 6 a

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 22 61

kerstin.bismark@internationaler-bund.de

Kindertagesstätte der AWO „Pfiffikus“

OT Großhennersdorf

Bernstädter Str. 20

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 26 38

pfiffikus-grosshennersdorf@awo-oberlausitz.de

Kindertagesstätte der AWO „Pfiffikus“

in Großhennersdorf

Integrative Kindertagesstätte

„Schwalbennest“ in Herrnhut

Kindergarten „Krümelkiste“ und

Hort „Gute-Laune-Haus“

Integrative Kindertagesstätte „Storchennest“

in Ruppersdorf

Das alljähliche Kinderfest, ausgerichtet und

organisiert von der Kita „Krümelkiste“ und

dem Hort „Gute-Laune-Haus“ in Berthelsdorf.


21

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info@boehme-herrnhut.de


22

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Kirchen und kirchliche Einrichtungen

Evangelische Brüdergemeine Herrnhut

Herrnhut ist der Ursprungsort der Herrnhuter

Brüdergemeine, einer weltweiten Kirche

mit heute ca. 1 Mio. Mitgliedern in mehr

als 40 Ländern. Die Wurzeln unserer Kirche

liegen in der tschechischen Reformation,

die von Jan Hus ausging, und der 1457

gegründeten Bewegung der Böhmischen

Brüder. Glaubensflüchtlinge aus den tschechischen

Ländern fanden 1722 Aufnahme

beim Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf

und gründeten am Fuß des Hutbergs

die Siedlung Herrnhut. Aus bescheidenen

Anfängen entwickelte sich schnell eine lebendige

Gemeinde, die den urchristlichen

Idealen nacheiferte, was sich etwa darin

zeigte, dass sich ihre Mitglieder gegenseitig

als „Bruder“ bzw. „Schwester“ anredeten,

ein Brauch, der sich im Namen „Brüdergemeine“

widerspiegelt und der noch heute

gepflegt wird. 1732 begann die Herrnhuter

Missionsarbeit, und bald entstanden auch

an anderen Orten Siedlungen der Brüdergemeine.

Die Herrnhuter „Losungen“ und

die „Herrnhuter Sterne“ haben unseren Ort

deutschlandweit bekannt gemacht.

Die Brüdergemeine Herrnhut hat heute

etwa 570 Mitglieder. Der große Kirchensaal,

der sich durch seine schlichte Eleganz auszeichnet,

ist das Herz des Gemeindelebens

und wird gerne als die „gute Stube der Gemeinde“

betrachtet. Samstag abends findet

die „Singstunde“ (ein Liedgottesdienst)

statt, Sonntag vormittags die „Predigtversammlung“,

bei denen Gäste immer herzlich

willkommen sind. Auch in der Woche

gibt es zahlreiche Angebote, wie Mittagsgebet,

Christenlehre, Kirchenchor, Bläserchor,

Gebetskreis, Konfirmandengruppe

und Junge Gemeinde. Im Kirchensaal ist die

„Fair-Handlung“ untergebracht, ein Laden

mit fair gehandelten Produkten aus anderen

Ländern. Im Verlauf des Jahres finden

viele Konzerte statt; die „Christnacht“ am

Heiligen Abend und der „Ostermorgen“

sind besondere Höhepunkte des Gemeindelebens.

Sehenswert ist der historische

„Gottesacker“ mit knapp 6000 Gräbern,

Archivgebäude der Brüderunität in Herrnhut

Der Kirchsaal (Großer Saal) der Brüdergemeine, 1756–1757 barock

erbaut, 1945 zerstört, 1951–1953 wieder aufgebaut.


23

dessen

Gestaltung ein eindrückliches

Zeugnis von unserer christlichen Auferstehungshoffnung

ablegt.

Alle Besucher und Reisegruppen sind eingeladen,

die Ausstellung im Kirchensaal zu

besuchen (Kontakt Gästearbeit, Tel. 035873

/ 30677), dort werden auch Führungen angeboten.

Wir vermieten auch Wohnungen

(Kontakt Vorsteheramt, Tel. 035873 / 2405).

Unsere Gemeinde ist eng verbunden mit

den anderen Einrichtungen der Brüdergemeine

in Herrnhut, darunter die Herrnhuter

Diakonie mit Förderschule, Kindergarten

und Altenheim (www.herrnhuter-diakonie.

de), das Evangelische Zinzendorf-Gymnasium

(www.ezgh.de) und das Gästehaus Komenský

(www.komensky.de).

Kontakt:

Ev. Brüdergemeine, Zinzendorfplatz

4, 02747 Herrnhut,

Tel. 035873 / 2405

E-Mail: vorsteheramt@bruedergemeine-herrnhut.de.

Weitere Informationen auf unserer

Web-Seite: www.bruedergemeine-herrnhut.de

Pfarramt der Evangelischen

Brüdergemeine

Pfarrer/in Jill und Dr. Peter Vogt

Comeniusstr. 3, 02747 Herrnhut

Telefon +49 (0)35873 33604

Gottesdienste: Sonntag 9:30 Uhr

Kirchensaal von innen

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Die Losungen aus Herrnhut und der Herrnhuter Stern sind weit

bekannt. Herrnhut, die kleine Stadt von Welt, hat noch mehr zu

bieten. Im Gründungsort der Herrnhuter Brüdergemeine gehen

Geschichte und Gegenwart ineinander über. Hier erleben Sie das

spirituelle Leben und die weltweite Ausstrahlung dieser kleinen

evangelischen Kirche.

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Herrnhut führt: Lernen Sie Herrnhut unter unserer fachkundigen

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der Heimatregion ihres »Erfinders«, des Grafen Nikolaus Ludwig

von Zinzendorf.

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Telefon: 035873 30677

E-Mail: frank@ebu.de

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24

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Ev.-Luth. Kirchgemeinde

Ruppersdorf

Ruppersdorf ist aufgrund seiner einmaligen

Einbindung in die Landschaft und des historischen

Bestandes an Umgebindehäusern

eines der schönsten Dörfer der Oberlausitz.

Idyllisch schlängelt es sich längs des Baches

durch die Wiesen – circa sechs Kilometer

lang von Herrnhut bis zum Fuß des

Kottmar.

Die kleine Dorfkirche, einst als romanische

wehrhafte Kirche errichtet, heute hauptsächlich

vom klassizistischen Baustil geprägt,

bildet das Zentrum des Dorfes. Und

dies nicht nur im geographischen Sinn. Hier

ist auch der Mittelpunkt des kirchlichen Lebens

der etwa 400 Gemeindeglieder zählenden

Ev.-Luth. Kirchgemeinde.

Innerhalb der Schwesterkirchregion mit

den Kirchgemeinden Obercunnersdorf, Berthelsdorf-Strahwalde

und Großhennersdorf-Rennersdorf

ist Ruppersdorf mit den

Ortsteilen Ninive und Schwan die kleinste

Gemeinde.

Wöchentlich trifft man sich sonntags um

11.00 Uhr zum Gottesdienst. Darüber hinaus

kommen Gruppen und Kreise aller Generationen

Woche für Woche im Pfarrhaus

neben der Kirche zusammen. Höhepunkte

des kirchlichen Lebens sind die übers Jahr

verteilten volkstümlichen Feste mit ihren

besonderen Ausprägungen, so das Osterfrühstück

nach der Osternacht, der Himmelfahrtsgottesdienst

und Johannisfeuer

auf der Kirchwiese sowie das Weinfest im

Herbst. Besonders wichtig ist der Gemeinde

der regelmäßige Kontakt mit der Partnergemeinde

in Celle-Kleinhehlen.

Ein Besuch der Ruppersdorfer Kirche ist

dienstags von 16.30 bis 18 Uhr oder nach

Voranmeldung möglich und lohnt sich in

jedem Fall. Übrigens befindet sich hier das

älteste Geläut der Oberlausitz.

Kontakt:

Pfarrer Alexander Wieckowski

Kirchberg 3

02747 Herrnhut OT Ruppersdorf

Tel.: 03 58 73 / 28 41

alexanderwieckowski@gmx.de

Gottesdienst: 14-tägig Sonntag 11:00 Uhr


25

Ev.-Luth. Kirchgemeinde Großhennersdorf-Rennersdorf

Die Kirchgemeinde Großhennersdorf-

Rennersdorf ist innerhalb der Schwesterkirchregion

mit den Kirchgemeinden Obercunnersdorf,

Berthelsdorf-Strahwalde und

Ruppersdorf die zweitgrößte Gemeinde.

Die beiden seit 1999 vereinigten Kirchorte

Großhennersdorf mit den Ortsteilen Euldorf,

Heuscheune, Neundorf sowie Schönbrunn

und Rennersdorf zählen ungefähr

930 Gemeindeglieder.

Eine besondere Prägung erhält das Gemeindeleben

durch den Großhennersdorfer

Katharinenhof, der größten diakonischen

Einrichtung der Landeskirche Sachsens für

Menschen mit Behinderung.

Wöchentlich trifft sich die Gemeinde zu

den Gottesdiensten in Großhennersdorf

und Rennersdorf. Darüber hinaus kommen

Gruppen und Kreise aller Generationen

Woche für Woche in den beiden Pfarrhäusern

zusammen (Kinderkreis, Christenlehre,

verschiedene Frauenkreise, Männerabend,

wöchentliche Bibelstunde, Kurrende, Chor,

Posaunenchor).

Mittelpunkt des Gemeindelebens sind die

beiden Kirchen. Wer als Besucher in die

Kirche zu Großhennersdorf, erbaut 1869/70

im historisierenden Stil, eintritt, wird von

dem Bibelzitat: „Kommt her zu mir alle, die

ihr mühselig und beladen seid, ich will euch

erquicken“ empfangen. Diese Worte leuchten

hell vom Altar her, denn das Sonnenlicht

dringt durch die gläserne Schrift. Für

die Ortsansässigen ist es etwas Vertrautes,

Kirche in Großhennersdorf

für Gäste etwas Einmaliges. Demgegenüber

verzaubert die kleine Rennersdorfer Kirche,

erbaut im 14. Jahrhundert, ihre Besucher

durch die fast vollständig erhaltene Barockausstattung.

Ein Besuch der beiden Kirchen ist nach

Voranmeldung jederzeit möglich und lohnt

sich auf jeden Fall. Übrigens befindet sich in

Großhennersdorf das älteste Pfarrhaus der

südlichen Oberlausitz von 1561.

Kontakt:

Pfarrer Alexander Wieckowski

Kirchgasse 1, OT Großhennersdorf

02747 Herrnhut

Tel.: 035873/2783 Fax: -399001

Sprechzeiten Pfarramt:

Di 16.-18.00 Uhr und Do 09-11.00 Uhr

Gottesdienst in Großhennersdorf: Sonntags

09.30 Uhr

Gottesdienst in Rennersdorf: Sonntags

08.00 Uhr

Kirche in Rennersdorf


26

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Berthelsdorf-Strahwalde

Die Berthelsdorfer Kirche, von Generationen

erbaut, erhalten und gebraucht

Das Alter unserer Berthelsdorfer Kirche ist

nicht genau anzugeben. Brandspuren am

Westgiebel lassen vermuten, daß der Ort

bereits zur Zeit der Husittenkriege ein steinernes

Gotteshaus besaß. Da Berthelsdorf

ein Waldhufendorf ist, nehmen wir an, daß

schon die fränkischen Siedler eine Kirche

vorgesehen und gebaut haben. Das läßt

sich aus den Flurkarten schließen, in denen

die Kirche über eine Hufe (einen schmalen

Streifen Land) verfügt. Übrigens ist Berthelsdorf

im Jahre 1317 das erste Mal urkundlich

erwähnt worden.

Unsere Kirche ist von Anfang an die Pfarrkirche

für Berthelsdorf. Der Ortspatron,

der Reichsgraf Nikolaus Ludwig Graf von

Zinzendorf ließ 1722, auf dem Berthelsdorfer

Flur, mährische Glaubensflüchtlinge

siedeln. So entstand der Ort Herrnhut.

In den ersten Jahrzehnten kamen auch die

Herrnhuter nach Berthelsdorf, bis sie 1748

als selbständige Kirche anerkannt wurden.

Ihre jetzige Gestalt hat die barocke Dorfkirche

im Jahre 1724 erhalten. Damals

wurde sie um die vordere Hälfte erweitert.

Der markante Dachreiter macht schon von

weitem auf die Kirche aufmerksam. Sie ist

relativ klein, aber völlig ausreichend für

evangelische Christen aus Berthelsdorf und

Herrnhut, die sich hier zu den Gottesdiensten

versammeln.

Seit Jahren plant der Kirchenvorstand eine

komplette Außensanierung der Kirche. Inzwischen

haben diese Arbeiten begonnen.

Kontakt:

Pfarrer Andreas Taesler

Schulstraße 27, 02747 Berthelsdorf

Tel.: 03 58 73 / 25 36

www.kirche-berthelsdorf.de

Gottesdienst: Sonntag 10.00 Uhr


27

Römisch-Katholische Kirche „Sankt Bonifatius“ Herrnhut

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Die Kirche wurde im August 1956 von Bischof

Dr. Otto Spülbeck geweiht. Notwendig

wurde der Bau durch ca. 900 Vertriebene

katholischen Glaubens nach dem 2.

Weltkrieg, die in Herrnhut und Umgebung

eine neue Heimat gefunden hatten. Heute

leben in der Stadt Herrnhut, mit allen Ortsteilen,

ca. 200 Katholiken.

Bis 1999 gehörte die St.-Bonifatius-Kirche

zur Röm.-Kath. Pfarrei „St. Nikolaus“ Bernstadt

a.d.E.. Im Jahr 2000 erfolgte der Wechsel

in die Röm.-Kath. Pfarrei „Mariä Namen“

Löbau, der damit auch die seelsorgliche Betreuung

Herrnhuts obliegt. Gottesdienste

werden in der Regel am Donnerstag- und

am Samstagabend gefeiert.

Die Innengestaltung der Kirche ist schlicht

und einfach. Die Schutzmantelmadonna

und der Taufstein sind Werke von Friedrich

Press (1904 – 1990), der u. a. auch für

die Dresdener Hofkirche die Pieta in der

Gedächtniskapelle für die Opfer des 13.

Februar 1945 schuf. Die weitere künstlerische

Ausgestaltung wurde von Emil Pischel

(1908 – 1989), einem Kunstmaler aus

Ostritz, ausgeführt.

Der schlichte Charakter des Kircheninneren

passt gut zur Herrnhuter Tradition der

Evangelischen Brüdergemeine.

Trotz der geringen Anzahl der Katholiken

in der gesamten Stadt Herrnhut gibt es

ein gutes Gemeindeleben mit sehr guten

ökumenischen Kontakten zu allen Kirchgemeinden

in Herrnhut und im Ortsteil Berthelsdorf.

Weitere Informationen finden Sie im

Schaukasten des Küsterhauses vor der

Kirche.

Öffnungszeiten der Kirche: Vor und nach

den Gottesdiensten oder nach Vereinbarung

mit dem Pfarramt in Löbau sowie dem

Küsterehepaar vor Ort.

Kontakt:

Pfarramt Oderwitzer Straße 2

02747 Herrnhut

Tel.: 03 58 73 / 28 72

www.katholisches-pfarramt-loebau.de

Gottesdienst: Sonntag 8.30 Uhr

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Neubau

Denkmalpflege

August-Bebel-Straße 10

02747 Herrnhut

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www.davidhaupt.de


28

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Christliches Zentrum Herrnhut e.V.

Das Christliche Zentrum Herrnhut e.V.

ist eine Gemeinde, die sich zu Gebet

und Anbetung, zum Dienst am Leib

Christi und zur Sendung des Evangeliums

in die Welt berufen weiß.

Das Jesus-Haus ist der Ort, an dem wir Gemeinschaft

pflegen und Christen aus der

ganzen Welt willkommen heißen. Dieses

ehemalige Krankenhaus konnten wir im

Jahr 2005 kaufen. Es ist unser wichtigstes

Anliegen, dass dieses Haus des Gebetes und

Lobpreises als ein Platz zur Begegnung mit

Gott genutzt wird. Anbetung Gottes, Gemeinschaft

unter Christen, biblische Lehre,

an der Seite Israels stehen und Sendung

des Evangeliums in alle Welt sind zentrale

Punkte unserer Arbeit und Vision.

In unseren Gästezimmern können wir Einzelgäste

oder Gruppen beherbergen, die

hierher kommen, um zu beten und mit

uns Gemeinschaft zu haben. Dafür stehen

die Räume des Hauses zur Verfügung: der

Seminarraum, der Lobpreisraum und die

Gebetsräume - der Gebetsraum für die Nationen,

der Heilungsraum, der Gebetsraum

für Israel. Es besteht auch die Möglichkeit,

kürzere oder längere Zeit im Gebetshaus

mit zu leben und zu arbeiten. Unser Gemeindesaal

wird für Gottesdienste, aber

auch für Seminare, Konferenzen und Gemeindefeiern

genutzt.

Die Gemeindearbeit besteht hauptsächlich

aus Gottesdiensten, Hauskreisen, Kinderstunde,

den Pfadfindern „Royal Rangers“,

der Vormittags-Spielgruppe „Königskinder“

und der Jugendarbeit.

Darüber hinaus finden übergemeindliche

Gebets- und Anbetungszeiten statt, wie

z.B. regelmäßige 24-Stunden Lobpreis- und

Gebetszeiten, das tägliche Frühgebet, die

Morgenandacht, der Abendlobpreis, die

Gebetsgruppen für Israel, die Familien, die

Wirtschaft und die Politik und jeden Freitag

die Sabbatfeier.

Gegenüber des Jesus-Hauses laden wir im

Treffpunkt Nr. 12 regelmäßig zum gemeinsamen

Kaffeetrinken, zu verschiedenen

Veranstaltungen und Vorträgen ein. Hier

befindet sich auch der kleine Laden „Mazel

Tov“, in dem Waren aus Israel und Ländern,

in denen wir Hilfsprojekte unterstützen,

angeboten werden.

Kontakt:

Gemeindebüro

Tel: (03 58 73) 33 66 7

Fax: (03 58 73) 33 66 8

mail@czherrnhut.de

www.czherrnhut.de

August-Bebel-Straße 12/13

02747 Herrnhut

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MAZEL TOV

im Treffpunkt Nr.12 des Christlichen Zentrums Herrnhut e.V.

Bei uns finden Sie Geschenke für viele Anlässe:

aus Israel: »gute Tropfen« Wein und Salböl, Judaica, Schmuck,

Kosmetik, Delikatessen, Kamelledersandalen, Literatur zum

Thema....

aus Äthiopien: traditionelles afrikanisches Handwerk,

Körbchen, Holztiere, Gewürze, Kaffee ...

aus Nepal: die faszinierende Vielfalt farbenfreudiger Textilien ...

und anderes mehr ...

Mit dem Erlös unterstützen wir

Hilfsprojekte und geben Kindern

durch Patenschaften Hoffnung und

Zukunft.

Inhaber: Barbara Haupt

Kontakt: 0172-806 32 15

E-Mail: mazeltov@czherrnhut.de

August-Bebel-Str. 12, 02747 Herrnhut

Öffnungszeiten:

Mo.–Fr. 9.30 – 17.30 Uhr

Sa. 9.30 – 12.00 Uhr


29

Gottesacker der

Brüdergemeine

In weißen Särgen tragen Gemeindemitglieder

ihre Verstorbenen auf den

Gottesacker. Sie bestatten sie nicht,

sondern pflanzen sie, einem Saatkorn

gleich, in die Erde. Dass es einst wieder

aufgehe, versammeln sich die Brüder

an jedem Ostertag und gedenken

der Auferstehung Christi sowie der ihrer

Toten.

Nachdem die Böhmischen Brüder ihre Stadt

unter des „Herrn Hut“ halbwegs aufgebaut

hatten, bestand der Wunsch, Verstorbene

gleichfalls den Glaubensregeln gemäß

beizusetzen. Auf dem Hang des Hutberges

fanden sie ein geeignetes Gelände. 1730

rodeten sie das Terrain und legten einen

Begräbnisplatz mit 4 Feldern an. 12 Jahre

danach pflanzte die Gemeinde mittendurch

eine Lindenallee, an deren Anfang seit 1830

ein steinernes Eingangstor steht. Seine

zwei Inschriften: „Christus ist auferstanden

von den Toten“ sowie „Er ist der Erstling

worden unter denen, die da schlafen“,

widerspiegeln die religiöse Denkweise der

Böhmischen Brüder.

Mit den Jahren sukzessive erweitert, gilt die

Anlage als außergewöhnliches Kulturdenkmal,

das ein Vorbild für viele Brüdergemeinen

in der Welt darstellt. Familiengräber

oder prunkvolle Grüfte sucht man hier

vergebens. Einfache Grabplatten zu ebener

Erde mit Namen, Geburtsort sowie den Lebensdaten

des Verstorbenen, symbolisieren

Gleichheit aller vor Gott im Tode. Rechts

des Hauptweges sind die Schwestern und

links die Brüder der Gemeinde beigesetzt.

Darunter bedeutende Persönlichkeiten wie

Graf von Zinzendorf, seine beiden Ehefrauen,

der Kaufmann Abraham Dürninger sowie

Zimmermann Christian David, der 1722

den ersten Baum für den Aufbau Herrnhuts

fällte.

Oberhalb des Gottesackers befindet sich ein

Altan. Graf von Zinzendorf hatte ursprünglich

hier ein Häuschen errichten lassen, an

dessen Stelle 1790 dieser hölzerne Aussichtsturm

kam. Er ist der Älteste seiner Art

in Sachsen. Sicher auch deswegen dient er

der Stadt als Wahrzeichen sowie Motiv für

deren Wappen. Von hier haben Besucher

herrliche Ausblicke in Oberlausitzer Landschaften,

ins Zittauer-, bis hinein ins Iserund

Riesengebirge.

Der Bund der Heimat und Umwelt in

Deutschland (BHU) hat im Jahr 2015 eine

Onlineabstimmung zum Thema „Faszination

Friedhof“ initiert, bei der der Gottesacker

den ersten Platz belegte. Es wurden

rund 15.000 Stimmen abgebegeben und

der Friedhof gewann mit knapp 12% der

Stimmen.


30

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Der Katharinenhof in Großhennersdorf

... ist Sachsens älteste, dem diakonischen

Auftrag verpflichtete Einrichtung. Von Anfang

an war er als Bildungsinstitution für

Ausgegrenzte konzipiert. Die Stifterin, Freifrau

Henriette Sophie von Gersdorff (1685-

1761) legte am 30. August 1721 in ihrer

Stiftungsurkunde fest, das „Armen- und

Waysenhauß“ solle „insonderheit der aufwachsenden

Jugend zu mehrern Unterricht,

Erbauung und Befestigung in dem Grunde

ihres Glaubens ... gereichen“. 1760 übernahm

die Herrnhuter Brüdergemeine den Katharinenhof

und setzte die Bildungsarbeit fort:

Die Stiftung wurde zu einem Ort, dessen

Name für die Qualität der Erziehung bürgte,

allerdings ausschließlich der von Knaben.

Aufgrund finanzieller Nöte sprang 1838 der

sächsische Staat in die Bresche: Die Stiftung

wurde zum Landeswaisenhaus und zur Besserungsanstalt.

1889 ziehen schließlich die

ersten geistig behinderten Kinder in den

Katharinenhof ein. Sie gelten als in keiner

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Beraten - Wohnen - Lernen - Arbeiten - Freizeit gestalten

Unser Leistungangebot umfasst:

• Beratung von Menschen mit Behinderungen

und ihren Angehörigen

• Ambulante Dienste (Familienentlastung,

Freizeit, Erwachsenenbildung)

• Ambulant betreutes und stationäres

Wohnen

• Kurzzeitaufnahmen

Weise bildungsfähig.

Erst der

neue Anstaltsleiter

Dr. Ewald

Meltzer vertritt

in den Jahren

nach 1911 relativ

fortschrittliche

heilpädagogische Ansichten und macht den

Katharinenhof zu einer bekannten Einrichtung

für schwerstbehinderte Kinder.

Seinen absoluten Tiefpunkt erreicht der Katharinenhof

in der Zeit des Nationalsozialismus:

Unter den rund 140.000 Menschen

mit Behinderungen, die zu Hitlers Zeiten

als „Minderwertige“, „unnütze Esser“ und

„lebensunwertes Leben“ in systematisch geplanten

Mordaktionen umgebracht wurden,

waren auch die Kinder des Katharinenhofes.

Die grau gestrichenen Postomnibusse fuhren

am 27. September 1940 in Großhennersdorf

vor.

Mit 60 „bildungsunfähigen“ Kindern beginnt

im Januar 1950 im Katharinenhof wieder

die Behindertenarbeit. In den Folgejahren

wächst die Zahl auf 360 Kinder - eine Zeit

drangvollster Enge beginnt. 1974 wird der

• Förderschulen für geistig behinderte

Kinder und Jugendliche und integrative

Grundschule

• Teilhabe am Arbeitsleben in einer Werkstatt

für behinderte Menschen oder im

Förder- und Betreuungsbereich

• Ausbildung zum Sozialassistenten und

zum Heilerziehungspfleger

Katharinenhof Eigentum der Inneren Mission

Sachsens. Der leitende Arzt Dr. Jürgen

Trogisch bricht mit der DDR-Bildungsdoktrin,

schwer- und schwerstbehinderte Menschen

seien „nicht bildungsfähig“. Neben

der systematischen Förderung beginnt auch

die Alphabetisierung einiger Heimbewohner

in einer Förderschule. Der Katharinenhof

schließt sich im Juli 1991 mit anderen

Behinderteneinrichtungen der Region zum

„Diakoniewerk Oberlausitz e. V.“ zusammen.

Umfangreiche Sanierungs-und Modernisierungsmaßnahmen

in allen Wohnbereichen

mildern die qualvolle Enge und beenden die

unzumutbaren hygienischen Verhältnisse.

Der Diakoniewerk Oberlausitz e. V. ist ein

gemeinnütziger Träger mehrerer Einrichtungen

der Behindertenhilfe in den Landkreisen

Görlitz und Bautzen mit über 1.100

Werkstattplätzen, 400 stationären Wohnheimplätzen

und weiteren ambulanten

Betreuungsangeboten. Allgemein- und berufsbildende

Schulen in Löbau und Großhennersdorf

sowie eine Familienferienstätte

in Neukirch runden das Leistungsangebot

ab.

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Diakoniewerk Oberlausitz e. V.

Großhennersdorf

Am Sportplatz 6

02747 Herrnhut

Telefon 035873 47-0, Fax -499

info@diakoniewerk-oberlausitz.de

www.diakoniewerk-oberlausitz.de


31

Freizeit in Herrnhut – es gibt viel zu entdecken

Minigolfanlage

Seit 1997 gibt es in Herrnhut eine 18-bahnige

Minigolfanlage zur Freude für Groß

und Klein.

Öffnungszeiten in den Sommerferien:

Mo-Fr: 13.00–18.00 Uhr

Sa, So, feiertags: 14.00–19.00 Uhr

Öffnungszeiten außerhalb der

Sommerferien:

Sa, So, feiertags: 14.00–19.00 Uhr

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Abenteuerspielplatz

Ein attraktives Freizeitangebot besonders

für Kinder ist unser Abenteuerspielplatz auf

dem Gelände hinter dem Heimatmuseum.

Besondere Spielelemente sind eine große

Balkenbrücke mit Ketten, große Röhrenrutsche,

Netztunnel, eine 35 m Seilbahn u.v.m.

Comenius

Buchhandlung

Waldbad Herrnhut

Das Waldbad Herrnhut ist ruhig gelegen

am Ortsausgang in Richtung Zittau.

geöffnet vom 15.05. bis 15.09.

Öffnungszeiten in den Sommerferien:

Mo-So: 10.00–12.00 und 13.00–19.00 Uhr

Öffnungszeiten außerhalb der

Sommerferien:

Mo-So: 13.00–19.00 Uhr

Comenius

Comenius Buchhandlung

Buchhandlung

Neben einem reichhaltigen allgemeinen und christlichen Sortiment, führen

wir eine große Auswahl an Literatur zur Geschichte und Gegenwart der

Herrnhuter Brüdergemeine.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Geschäft oder in unseren Online-Shop unter:

www.comeniusbuchhandlung.de • Online-Shop: www.cobu-shop.de

Comeniusstraße 2, 02747 Herrnhut • Telefon + 49 (0) 35873 2253

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32

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Ausflugsziele rund um Herrnhut

Löbau

Im Nordwesten, mit dem Auto in wenigen

Minuten auf der B 178 zu erreichen, liegt

Löbau. Die Konventstadt des Oberlausitzer

Sechstädtebundes bietet eine gut erhaltene

Altstadt mit Marktplatz und einem Rathaus

von 1711. Etwas außerhalb von Löbau befindet

sich die von Hans Scharoun erbaute

Villa Schminke.

Der Löbauer Berg mit dem gusseisernen

Aussichtsturm befindet sich ca. 1.800 Meter

östlich von Löbau. Der sattelförmige

Rest dieses tertiären Vulkans hat zahlreiche

Denkmäler und eine abwechslungsreiche

Flora und Fauna. Die Attraktion: der gusseiserne

König-Friedrich-August-Turm. In

Europa der einzigste noch erhaltene seiner

Art.

Bautzen

Auf der B 6 geht es von Löbau weiter nach

Bautzen. Die Stadt an der Spree versteht

sich als kulturelles Zentrum der Sorben.

Auf die Besucher wartet eine sehenswerte

Altstadt mit Türmen, Kulturdenkmälern

und Museen. Empfehlenswert: ein Besuch

im Deutsch-Sorbischen Volkstheater.

Saurierpark Kleinwelka

Ein Highlight ist der zwischen den Bautzener

Ortsteilen Klein- und Großwelka gelegene

Saurierpark. Über 200 lebensgroße

Plastiken von Dinosauriern sowie anderen

urzeitlichen Wesen zeigen sich dem Publikum.

Ideal für einen Familienausflug mit

Kindern.

Findlingspark Nochten

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Wenige Kilometer nördlich der Stadt Bautzen

beginnt das größte zusammenhängende

Teichgebiet Deutschlands. Wie geschaffen

für Menschen, die Ruhe suchen,

die beim Wandern mit dem Rad oder hoch

zu Ross, eine außergewöhnliche Natur zwischen

Wasser und Heide genießen möchten.

Görlitz

Görlitz ist bequem mit dem Auto über Löbau

und die B 6 oder über Bernstadt zu

erreichen. Als Europastadt teilt sie sich in

das deutsche Görlitz und das polnische

Zgorzelec. Wer die Stadt besucht, darf die

Altstadt nicht verpassen. Sie zählt zu den

am besten erhaltenen in Mitteleuropa.

Zittau und Zittauer Gebirge

15 Kilometer südlich auf der B 178 gefahren

und man gelangt direkt nach Zittau, in die

Region Dreiländereck Deutschland - Polen -

Tschechien. Die Kleinstadt mit zahlreichen,

in einem Kulturpfad zusammengefassten,

historischen Bauwerken präsentiert sich

harmonisch und weltoffen.

Gleich hinter den Toren Zittaus erhebt sich

das östlichste Mittelgebirge Deutschlands

- der Naturpark Zittauer Gebirge. Ob Individualtouristen,

Familien oder ambitionierte

Sportler: Inmitten dieser imposanten

Felslandschaft bleiben in Sachen Freizeit

und Erholung keine Wünsche offen.

Oberlausitzer Bergland

Unmittelbar an Herrnhut grenzend, beginnt

im Westen das Oberlausitzer Bergland. Eine

bezaubernde Mittelgebirgslandschaft mit

sanften Höhen und Tälern. Dazwischen

malerisch eingebettet Dörfer, mit den für

die Gegend typischen Umgebindehäusern.


33

Kulturelle Einrichtungen

Heimatmuseum Herrnhut

Comeniusstraße 6

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 22 88 oder 30 733

tourismus@herrnhut.de

www.herrnhut.de/42.html

Herrnhuter Künstlergilde

August-Bebel-Straße 11

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 25 71

tourismus@herrnhut.de

Unitätsausstellung der Brüder-Unität

Zinzendorfplatz / Kirchensaal

02747 Herrnhut

Deutschland

Tel.: 035873 30 677

frank@ebu.de

www.ebu.de/herrnhut

Völkerkundemuseum Herrnhut

Goethestraße 1

02747 Herrnhut

Telefon: 035873 / 24 03

voelkerkunde.herrnhut@ses.museum

www.voelkerkunde-herrnhut.de

Zentralbibliothek Herrnhut

August-Bebel-Straße 11

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 25 71

tourismus@herrnhut.de

Zinzendorfschloss Berthelsdorf

Herrnhuter Straße 14-17

OT Berthelsdorf

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 25 36

zinzendorfschloss@gmx.de

www.zinzendorfschloss.de

Kunstbauerkino Großhennersdorf

Am Sportplatz 3

OT Großhennersdorf

02747 Herrnhut

Tel.: 035873 36 132

und ab 18.00 Uhr: 30 888

info@kunstbauerkino.de

www.kunstbauerkino.de

Hillersche Villa in Großhennersdorf

Zittauer Straße 17, 02747 Herrnhut / OT

Großhennersdorf

Tel: 035873-4130

Mail: info@hillerschevilla.de

Web: www.hillerschevilla.de

Das Begegnungszentrum – Die Hillersche Villa in Großhennersdorf

Im Jahr 1991 wurde das Begegnungszentrum

im Dreieck e.V. gegründet.

Die Motivation zur Gründung ergab

sich aus der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit

gegenüber dem unmittelbaren

Nachbarn in Polen und Tschechien.

Die Arbeit des Vereins ist geprägt durch

menschliche Grundwerte in einer demokratischen

Gesellschaft. Zur Verwirklichung

der Vereinsziele werden seit 1991

verschiedene Projekte in den Bereichen

Internationale Begegnung, politisch-kulturelle

Bildungsarbeit, Jugendwerkstatt für

benachteiligte Jugendliche, Theaterpädagogik

und Kulturarbeit durchgeführt. Die

Begegnungszentrum in Großhennersdorf

Arbeit entspricht dem Ansatz nach einem

soziokulturellen Profil, in dem verschiedene

Generationen zusammentreffen.

Im Jahr 2009 schlossen sich die beiden Ver-

Hillersche Villa in Zittau

eine Begegnungszentrum im Dreieck e.V.

und Multikulturelles Zentrum Zittau e.V. als

gemeinsamer Verein Hillersche Villa zusammen.


34

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Der Standort Großhennersdorf

Die Theaterpädagogischen Werkstätten

sorgen seit vielen Jahren für eine Belebung

und Vernetzung ins Dorf hinein. Das Walpurgisfeuer

Ende April und das Licht- und

Schattenfest im November sind fester Bestandteil

des Veranstaltungskalenders. Eine

ebenso langjährige erfolgreiche Tradition

besitzt das Weihnachtsmärchen, welches

in der Vorweihnachtszeit gemeinsam von

jung und alt erarbeitet und präsentiert

wird. Hinzu kommt die Arbeit in den verschiedenen

Theatergruppen für Kinder, Jugendliche

und Familien.

Ein weiterer fester Bestandteil des Großhennersdorfer

Standortes ist das trinationale

Begegnungs- und Bildungsprojekt

Lanterna Futuri. Seit 2004 arbeiten hier

Schüler und Lehrer aus Deutschland, Polen

und Tschechien in künstlerischen Werkstätten

zusammen und förden so interkulturelle

Kompetenzen, Eigenverantwortung,

Kreativität und Teamarbeit. Über das gemeinsame

Arbeiten an einem Thema ergibt

sich für die Teilnehmenden die Chance, den

anderen kulturellen Kontext und die Besonderheiten

der Grenzregion wahrzunehmen.

Zum Abschluss einer jeden Werkstattwoche

erfolgen öffentliche Präsentationen.

Zusätzlich zur Arbeit mit jungen und älteren

Menschen bietet das Tagungshaus im

Dreieck im Begegnungszentrum Platz und

Raum für unterschiedliche Nutzungen.

Hochzeits- und Geburtstagsfeiern oder

Klassentreffen, können hier ebenso abgehalten

werden wie Seminare, Tagungen

oder Projektwochen. Das Tagungshaus bietet

zwei große Seminarräume und 36 Übernachtungsmöglichkeiten,

darüber hinaus

bietet die hauseigene Küche eine leckere

Vielfalt von regionalen bis zu afrikanischen

und vegetarischen Gerichten.

Seit 2009 hat hier der örtliche Karnevalsverein

sein neues Domiziel gefunden und

führt hier seine Veranstaltungen durch. Das

Begegnungszentrum in Großhennersdorf

ist Teil der Einrichtung Hillersche Villa, welche

in Zittau ihren Geschäftssitz hat.

Die Hillersche Villa – Soziokultur im

Dreiländereck

Die Hillersche Villa ist ein soziokulturelles

Zentrum, dass durch die Lage im Dreiländereck

von Deutschland, Tschechien und

Polen echtes, trinationales Miteinander ermöglicht.

Mit den Standorten in Zittau und Großhennersdorf

sind Orte der Begegnung und des

Austausches geschaffen worden, wo kreative

Ideen umgesetzt und soziale und interkulturelle

Kompetenzen erworben werden.

Zahlreiche Höhepunkte in Theater, Kino,

Kunst und Musik bereichern das kulturelle

Leben in Zittau. Die Hillersche Villa fördert

die aktive Vernetzung gesellschaftlicher

Akteure für Demokratie, Bildung und Kultur

und schafft Identifikation mit der Heimat

und ihrer Geschichte. Ein Schwerpunkt der

Hillerschen Villa liegt bei der Jugend- und

Sozialarbeit. Frauen und Kinder in Not finden

Schutz, gefährdete Jugendliche werden

unterstützt. Die Hillersche Villa arbeitet in

den Bereichen Werkstätten & Veranstaltungen,

Kultur & Bildung, Soziale Arbeit

und leitet zwei wirtschaftliche Geschäftsbetriebe.

Kontakt:

Hillersche Villa in Zittau

Klienebergerplatz 1, 02763 Zittau

Tel: 03583-77960

Mail: info@hillerschevilla.de

Web: www.hillerschevilla.de

Hillersche Villa in Großhennersdorf

Zittauer Straße 17, 02747 Herrnhut / OT

Großhennersdorf

Tel: 035873-4130

Mail: info@hillerschevilla.de

Web: www.hillerschevilla.de


35

Heimatmuseum Herrnhut

Vom Herrnhuter Zinzendorfplatz sind

es nur wenige Schritte bis zum Heimatmuseum.

In einem spätbarocken

Bürgerhaus erleben Besucher ein Stück

Zeitgeschichte, die nicht allein durch

ihre Exponate beeindruckt.

Gleich im ersten Raum des Museums wird

die Historie Herrnhuts dargestellt. Neben

der Ortsentwicklung kann der Besucher

hier in anschaulicher Weise auch Interessantes

über die Geschichte der Herrnhuter

Brüdergemeine erfahren.

Kernstück des Heimatmuseums sind drei

original erhaltene Wohnräume. Sie wurden

Anfang des 19. Jahrhunderts von der

Herrnhuter Bürgerfamilie Kölbing bewohnt.

Komplett eingerichtet mit zeittypischem

Interieur, ist hierbei besonders das komplett

eingerichtete Biedermeier-Zimmer hervorzuheben.

Die liebevolle, geschickte Ausgestaltung

der Zimmer lässt den Betrachter

meinen, er sei aus der Zeit gefallen. Handgedruckte

Tapeten sowie erlesenes Biedermeiermobiliar

vermitteln Gediegenheit und

Eleganz. Viele kunsthandwerkliche Details

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sowie Uhren, Porzellan,

Gemälde sowie Grafiken

verstärken den

positiven Gesamteindruck.

Die Wohn- und

Lebenskultur jener Zeit

ist im wahrsten Sinne

des Wortes hautnah zu

spüren. Als kunsthistorisch

herausragende

Exponate einzustufen

sind Gemälde von

GUSTAV GRUNEWALD,

ANTON GRAFF und

ADOLF ZIMMERMANN

sowie eine astronomische Uhr von 1785

aus der Produktion von DAVID ROENTGEN

und PETER KINZING. Einen weiteren Höhepunkt

stellt das Max-Langer-Kabinett mit

einer hochkarätigen Sammlung von Werken

dieses bekannten Oberlausitzer Volksmalers

dar.

Die Ausstellungsstücke im Keller des Heimatmuseums

machen die Entwicklung des

örtlichen Handwerkes

sowie des

Transportwesens in Herrnhut lebendig. Von

hier aus gelangt man direkt in den zum

Museum gehörenden Garten. Im barocken

Stil mit einem Pavillon von 1770 angelegt,

gibt dieser den Museumsbesuchern ebenfalls

zugängliche Bereich einen reizvollen

Einblick in die damalige Gartenkultur.

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36

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Völkerkundemuseum Herrnhut

Die Böhmischen Brüder reisten in die

Welt, um Menschen vom Christentum

zu überzeugen. Den Daheimgebliebenen

hatten die Missionare viel

zu erzählen. Sie brachten einmalige

Zeugnisse fremder Kulturen mit. Noch

heute können wir sie in Herrnhut bestaunen.

Ohne die seit 1732 weltweit betriebene

missionarische Tätigkeit der Brüderunität

würde es das Völkerkundemuseum Herrnhut

in solcher Form nicht geben. 1878 engagierte

sich der Apotheker Otto Bernhard

Kinne für die Einrichtung einer diesbezüglichen

Ausstellung in zunächst angemieteten

Räumen. Seine Initiative stand unter

Schirmherrschaft des eigens gegründeten

Museumsvereins. Der Gedanke war, die

Leistungen Herrnhuter Missionare zu würdigen

sowie der Bevölkerung die Kultur

fremder Völker nahezubringen. Das Projekt

wurde gut angenommen und so baute der

Museumsverein im Jahr 1900 sein eigenes

Haus. 1948 bis 1974 unter städtischer Leitung

stehend, kam es 1975 zum Völkerkundemuseum

Dresden. Heute, um einige

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Bauten erweitert, ist es Teil der Staatlichen

Kunstsammlungen Dresden. Das Museum

beherbergt ethnografische Exponate und in

der Bibliothek Publikationen sowie Dokumente

über das Leben anderer Völker.

Gegenwärtig verfügt das Völkerkundemuseum

über 6.500 Ausstellungsstücke. Rund

2.000 von ihnen sind in den Räumlichkeiten

an der Goethestraße dauerhaft bzw. im

Wechsel zu sehen. Sie stammen aus allen

Gegenden der Erde, in denen Mitglieder der

Herrnhuter Brüdergemeinde aktiv waren:

aus Afrika, Australien, Ostasien, Neuseeland

sowie aus Nord- und Südamerika. Darunter

auch völkerkundliche Stücke, mitgebracht

von der 3., gleichzeitig letzten, Reise des

berühmten Seefahrers James Cook von

1776 bis 1780. Überdies bietet das Völkerkundemuseum

eine ganze Reihe Veranstaltungen,

Führungen sowie Vorträge an.

Darunter sind Ferienangebote für Schüler

der unteren Klassen. Mit Anleitung spielen,

malen, basteln sie zu Themenschwerpunkten

und lernen so auf ihre Weise die Kultur

anderer Völker kennen. Zusätzlich gibt es

jedes Jahr Sonderausstellungen, wie 2015

über das Leben der Waurá-Indianer oder

die Gesichter Sansibars.

Geöffnet hat das Völkerkundemuseum

Herrnhut für Sie:

Dienstag bis Freitag von 09.00 bis 17.00

Uhr,

Sonnabend, Sonn- und Feiertags von 09.00

bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr.

Am 24. und 31. Dezember bleibt das Museum

geschlossen.

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37

Zinzendorf-Schloss

Kaum zu glauben: Es gab einen Gutsbesitzer,

der Oberlausitzer Geschichte

schrieb, sogar religiöse Welten beeinflusste.

Dennoch wäre sein historisch

wertvolles Schloss verfallen, hätten

engagierte Menschen in einem ehrgeizigen

Verein es nicht gerettet.

An der Stelle des heutigen Schlosses stand

einst das mittlere Rittergut von Berthelsdorf.

Ab 1627 wurde ein gewisser Rudolf von

Gersdorf mit ihm belehnt. Danach folgten

unruhige Zeiten. Das Anwesen wechselte

mehrmals den Besitzer, brannte zwischendurch

ab, bis es schließlich zurück in die

Hände der Familie von Gersdorf fiel. Großes

stand dem Hof bevor, nachdem Henriette

Katharina von Gersdorf ebendiesen an ihren

Enkel Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf

verkaufte. Er war es, der mährischen Glaubensflüchtlingen

eine neue Heimat gab.

Er war es auch, der das heruntergekommene

Herrenhaus zum barocken Schloss

umbauen ließ. Weiter vererbt, entwickelte

sich das Gut prächtig, ging später an das

Deutsche Reich und diente im 2. Weltkrieg

zur Aufzucht von

Militärpferden.

Die nachfolgende

DDR-Ära schien

das Schicksal des

Schlosses zu besiegeln.

Als Teil eines

Volkseigenen

Gutes (VEG) verfiel

es zusehends.

Nach 1990 übernahm

die Treuhandgesellschaft

den Gutshof

nebst allen landwirtschaftlichen Flächen.

Da das völlig heruntergekommene Schloss

jedoch weiter vor sich hindämmerte, fanden

sich 1998 einige Bürger im „Freundeskreis

Zinzendorfschloss Berthelsdorf e.V.“

zusammen. 2001 erwarb der Verein den

Schlosskomplex und begann ihn mit Hilfe

der EU, des Bundes, des Freistaates sowie

vieler anderer Sponsoren Stück für Stück zu

sanieren. Das Engagement hat sich gelohnt.

Am 8. September 2012 konnten die Mitglieder

des Vereins ihr neues Schmuckstück im

Beisein von Politikern sowie Förderern der

Öffentlichkeit übergeben. 2014 war der

Turm des großen Speichers fertig und auch

in Zukunft wird der Sanierungsmotor bis

zur endgültigen Fertigstellung auf vollen

Touren laufen. Heute bietet das Zinzendorfschloss

mit seinem hohen Kultur- sowie

regionalgeschichtlichen Wert den passenden

Rahmen für diverse Ausstellungen,

Musik- und andere Veranstaltungen. Jeden

Sonnabend 13.00 Uhr werden Schlossgebete

abgehalten, Führungen gibt es am Mittwoch,

Sonnabend sowie Sonntag jeweils

von 14.00 bis 17.00 Uhr.


38

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Skulpturenpfad

Er ist mehr als nur ein Weg zwischen

zwei Ortschaften. Ein Weg, dessen

Symbolik eng mit christlichem Glauben

sowie dem Leben des Grafen von

Zinzendorf verbunden ist. Wer ihn

bewusst geht, kann erkennen und das

Sein besser verstehen.

Der Skulpturenpfad entstand aus der Idee,

Menschen den christlichen Glauben im Zusammenhang

mit dem Wirken der Herrnhuter

Brüdergemeine sowie dem Leben des

Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf

nahezubringen. Realisiert hat das Projekt

der Verein Freunde und Förderer kreativer

Künste (VFFkK e.V.) aus Löbau unter Leitung

von Dr. Klaus Werner und dem Theologen

Peter Bentzien. Mit Aufstellung der Skulptur

„Arbeitsethos“ wurde der Pfad 2012

vollendet.

Entlang eines leicht begehbaren Weges

von Herrnhut durch den Eulbusch bis

nach Großhennersdorf stehen 19 Figuren.

Jede von ihnen enthält

eine christliche

Botschaft und auch

die Ortschaften sind

bewusst gewählt.

Ohne das Zutun des

Grafen von Zinzendorf

würde es zum

einen Herrnhut nicht

geben. Zum anderen

bekam Zinzendorf

in Großhennersdorf

durch seine Großmutter

jenes tiefe

Verhältnis zu Jesus

Christus eingepflanzt, ohne das sein Handeln

und daraus resultierend der Auftrag

des Pfades nicht zu verstehen wäre. Gleich

am Beginn reißt eine wegweiserähnliche

Skulptur mit der Aufschrift „Ich bin der

Weg“ einen Text aus dem Johannesevangelium

an. Ergänzend auf einer weiteren

Tafel die fiktive Aufforderung Zinzendorfs:

„Geh“! Nach 6 Kilometern zu Fuß oder per

Fahrrad findet der Wanderer die Skulptur

des „A und O“. Sie symbolisiert den Anfang

und mit dem griechischen Omega das Ende

eines jeden Dinges. Die christliche Botschaft,

dass in jedem Ende ein neuer Anfang

steckt, beschreibt eine Grundüberzeugung

der Herrnhuter Brüdergemeine.

Den Rückweg tritt man entweder auf derselben

Route oder mit dem Bus an. Die

Linie 27 führt von Großhennersdorf nach

Zittau bzw. zurück in Richtung Herrnhut -

Löbau. Dem ausgelaugten Pilger sei auch

ein Abstecher in den nahe gelegenen Eulkretscham

empfohlen. Hier kann er sich in

aller Ruhe bei kühlen Getränken sowie gepflegter

regionaler Küche von seinen „Strapazen“

erholen.

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Herrnhuter

Haus


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GEMEINSCHAFT LEBEN: HERRNHUTER DIAKONIE

Die Herrnhuter Diakonie ist eine gemeinnützige

Stiftung der Evangelischen Brüder-Unität

Herrnhuter Brüdergemeine und richtet sich

mit ihren Angeboten an Kinder, Jugendliche und

Erwachsene mit einer geistigen Behinderung,

pflegebedürftige alte Menschen sowie an schwerkranke

und sterbende Menschen und ihre Angehörigen.

Wir betreiben mit ca. 350 hauptamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Häuser in

Herrnhut, Bautzen-Kleinwelka sowie in Hohburg

bei Wurzen/Leipzig. Gegenwärtig finden in den

Arbeitsfeldern Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung

sowie Hospiz- und Palliativarbeit mehr als

500 Menschen aller Altersgruppen und verschiedenen

Herkommens täglich individuelle Zuwendung,

Förderung, Hilfe und Betreuung. Ca. 200

Ehrenamtliche unterstützen diese am christlichen

Menschenbild orientierte Arbeit.

Altenhilfe Herrnhut: Ob mit Hilfe der Diakoniestation

- unserem ambulanten Pflegedienst,

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der Tagespflege am Zinzendorfplatz oder dem

Altenpflegeheim „Anna-Nitschmann-Haus“, bei

uns erfahren Sie eine freundliche, soziale und liebevolle

Betreuung sowie pflegerische Versorgung.

Behindertenhilfe: Für Menschen mit einer Behinderung

ab sechs Jahren bietet die Herrnhuter

Diakonie in den Bereichen Hilfen für Kinder und

Jugendliche und Wohnen Erwachsener umfangreiche,

individuelle Wohn- und Betreuungsangebote

an.

Bildung: Der Integrative Kindergarten bietet

für insgesamt 50 Kinder, davon sechs Plätze für

Krippen- und drei für Integrationskinder, individuelle

pädagogische Betreuung. In der Johann-

Amos-Comenius-Schule werden Schüler mit besonderem

Förderbedarf im Bereich der geistigen

Entwicklung unterrichtet und auf ein möglichst

selbstständiges Leben vorbereitet.

Hospiz- und Palliativarbeit: Schwerkranke und

sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt

begleiten, Geborgenheit und Zuwendung

geben, Angehörigen die notwendige Hilfe und

Unterstützung bieten – darin sieht das Christliche

Hospiz Ostsachsen seine Aufgabe.

Auf vielen Gebieten unserer Arbeit reicht die

staatliche Finanzhilfe allein nicht aus, um das Leben

der hilfsbedürftigen Menschen entsprechend

unseres diakonischen Leitbildes zu unterstützen.

Bitte helfen Sie uns dabei!

Spendenkonto der Herrnhuter Diakonie

Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

BIC: WELADED1GRL

IBAN: DE57 8505 0100 3000 2152 89

Mehr über die Herrnhuter Diakonie erfahren Sie

auch im Internet unter:

www.herrnhuter-diakonie.de oder

www.hospiz-ostsachsen.de

Stiftung der Evangelischen Brüder-Unität

Herrnhuter Brüdergemeine

Stiftung der Evangelischen Brüder-Unität

Herrnhuter Brüdergemeine

Gemeinschaft leben

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035873 035873 46-0 46-0 • • www.herrnhuter-diakonie.de

Die Herrnhuter Diakonie bietet differenzierte Hilfsangebote in den Bereichen

Die Herrnhuter Diakonie bietet differenzierte Hilfsangebote in den Bereichen

Altenhilfe • Behindertenhilfe • Bildung

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Hospiz- und Palliativarbeit.

Hospiz- und Palliativarbeit.

Liebevoll, individuell und professionell pflegen, betreuen und fördern wir Kinder,

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40

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Geschichte und Gegenwart der Freiwilligen

Feuerwehr der Stadt Herrnhut

Bei der Betrachtung von alten Berichten

und Chroniken fällt die Häufigkeit schwerer

Feuersbrünste auf, die oft ganze Städte und

Dörfer einäscherten und das in jahrzehntelanger,

harter Arbeit der Menschen erworbene

Gut, die Wohnungen, Werkstätten,

Stallungen und Scheunen vernichteten.

Viele Brände entstanden durch fahrlässiges

Verhalten, aber auch Brandstiftung

fehlte nicht. Die ermittelten Brandstifter

wurden mit dem Schwert hingerichtet

und der Hingerichtete anschließend „zu

Pulver verbrannt“. So wurde 1724 der Hof

in Niederstrahwalde durch die frevelhafte

Hand einer rachsüchtigen ledigen Frau

in Brand gesetzt. 13 Rinder, 841 Scheffel

Korn, aller vorhandener Hafer und Getreide

wurden ein Raub der Flammen. Außerdem

verunglückte eine Frau derart, dass sie 36

Stunden später an den Folgen des Feuers

verstarb. „Die“, so hieß es in den Akten

„entdeckte Mordbrennerin wurde nach Urteil

und Recht von 1727 durch das hiesige

Gericht vom Leben zum Tode gebracht“.

1750 soll in Herrnhut die erste Pflichtfeuerwehr

gegründet worden sein. Für diese

standen als Löschgeräte wie in allen anderen

Orten die Anlegeleiter, der Einreißhaken

und der Ledereimer zur Verfügung. Im Jahr

1752 baute der Kupferschmied Matthias

Hardtner im Brüderhaus eine fahrbare

Handdruckspritze. 1756 wurde von der

Grundherrin, Gräfin und Frau von Zinzendorf

die „Feuerordnung des Ortes Herrnhut

im Marggrafenthum OberLausitz“ erlassen.

Diese umfangreiche Ordnung besteht aus

den Teilen vorbeugender Brandschutz und

Brandbekämpfung mit konkreten Festlegungen.

Heute leisten die Kameraden der Feuerwehr

freiwillig und ehrenamtlich Ihren Dienst

auf Grundlage des traditionellen Mottos

„Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“. Sie

sind zu jeder Zeit im Interesse der Bürger

da, um Schäden zu verhüten, Leben und

Güter zu retten.

Die Feuerwehr besteht aus den Ortsfeuerwehren

Berthelsdorf, Großhennersdorf,

Herrnhut-Stadt, Ruppersdorf und Strahwalde.

Die Leitung der Feuerwehr obliegt

dem Stadtwehrleiter und seinen Stellvertretern,

den Ortswehrleitern.

Fotografie eines Aquarells von 1820, im Vordergrund das erste Gerätehaus,

dahinter die Zisterne


41

Die Ortsfeuerwehren

der Stadt Herrnhut

Freiwillige Feuerwehr Stadt Herrnhut /

Ortswehr Berthelsdorf

Ortswehrleiter: André Henschel

Südstraße 50e

02747 Herrnhut OT Berthelsdorf

www.ffw-berthelsdorf.de

Freiwillige Feuerwehr Stadt Herrnhut /

Ortswehr Großhennersdorf

Ortswehrleiter: Patrick Jähne

Obere Dorfstraße 30a

02747 Herrnhut OT Großhennersdorf

www.feuerwehr-grosshennersdorf.de

Freiwillige Feuerwehr Stadt Herrnhut /

Ortswehr Herrnhut-Stadt

Ortswehrleiter: Herr Matthias Grosser

Dürningerstr. 10a

02747 Herrnhut

www.ffw-herrnhut.de

Freiwillige Feuerwehr Stadt Herrnhut /

Ortswehr Ruppersdorf

Ortswehrleiter: Michael Jähne

Obercunnersdorfer Straße 20

02747 Herrnhut OT Ruppersdorf

Freiwillige Feuerwehr Stadt Herrnhut /

Ortswehr Strahwalde

Ortswehrleiter: Klaus-Peter Ullrich

Zur Buche 12

02747 Herrnhut OT Strahwalde

Die Ortswehren von Berthelsdorf, Großhennersdorf,

Herrnhut-Stadt und Strahwalde

verfügen über spezielle Ausrüstung

zur technischen Hilfe.

Jährlich findet in Herrnhut der Wettkampf

der Jugendfeuerwehren statt. Daran nehmen

auch Mannschaften aus der ganzen

Region teil.

Die Feuerwehr der Stadt Herrnhut ist immer

auf der Suche nach interessierten Mitstreitern

Also: Wer Interesse an dieser anspruchsvollen

und verantwortungsvollen Tätigkeit hat,

kann sich gern an die jeweiligen Ortswehrleiter

wenden.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr

- aktive Mitgestalter des Lebens in

Herrnhut und seinen Ortsteilen

Natürlich fördert die Feuerwehr die Kameradschaft

seiner Mitglieder und den Zusammenhang

in der Stadt und den Ortsteilen

in der Hutbergregion durch Feste und

sportliche Aktivitäten.

Folgende Feuerwehrvereine sind in der

Stadt Herrnhut mit seinen Ortsteilen aktiv:

Grafenscheune zum blauen Licht

der FFw Strahwalde e. V.

Klaus-Peter Ullrich

Zur Buche 12

02747 Herrnhut OT Strahwalde

Traditionsverein der Freiwilligen

Feuerwehr Großhennersdorf e.V.

Klaus Kahle

Bernstädter Straße 12

02747 Herrnhut OT Großhennersdorf


42

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Vereine der Stadt Herrnhut mit Ortsteilen

Entstehungsgeschichte des Vereins „Grafenscheune

zum blauen Licht der FFw Strahwalde e.V.“

Im Januar 2006 wurde der Wehrleiter, Kamerad

Klaus Peter Ullrich, durch den Bürgermeister,

Herrn Günther, informiert, dass

der K-30 (hergestellt 1955 in den ROBUR

- Werken Zittau und bis zum Ende 1990 als

Einsatzfahrzeug der Feuerwehr genutzt)

aus der Gemeindegarage Knote entfernt

werden müsse, weil das Objekt zum Verkauf

stand.

Sollte die Feuerwehr keine Unterstellmöglichkeit

finden, würde das Auto verkauft.

Die Kameraden bestanden darauf, alles für

den Verbleib des Autos in der Gemeinde

und somit auch in der Feuerwehr zu unternehmen.

Zu erwähnen ist noch, dass

neben dem Löschfahrzeug die ausfahrbare

Leiter mit Kurbel, ein TSA-Hänger für den

K-30 sowie nicht mehr betriebsbereite TS8

umzulagern waren. So ergab sich die Frage:

was nun? Ein Aufruf an die Kameraden, geeignete

Unterstellmöglichkeiten zu finden,

schlug fehl. Auch die Suche in den ehemaligen

Bauernwirtschaften der Gemeinde

und deren Umgebung blieben ebenfalls

ohne Erfolg. Langsam wurde die Zeit für

die Suche nach einer Unterstellmöglichkeit

knapp. Einige zweifelten schon an der Einhaltung

des Termins. Im März 2006, kurz

vor Ablauf des Räumungstermins der Garage,

entdeckte der Gemeindewehrleiter,

Herr Ullrich, bei einem Spaziergang mit

seiner Frau über den Lindenhof (Eigentum

des Grafen Alexander zu Stolberg) zwei

Scheunen, beide wie im Dornröschenschlaf

verwachsen. Sofort kam ihm die Idee: „Das

wäre doch etwas für unsere Fahrzeuge!“

Herr Ullrich wusste, dass Kamerad Joachim

Präger für den Grafen von Stolberg verantwortliche

Aufgaben im Schloss zu verwirklichen

hatte. Zwei Tage später wurde

die Wehrleitung zu einer Ortsbesichtigung

eingeladen, um zu sehen, ob es überhaupt

eine Möglichkeit gibt, die Fahrzeuge unterzustellen

und in welchem Zustand sich

die Scheunen befinden. Zuerst musste sich

mit Axt und Scheren ein Weg gebahnt und

die alten Schlösser mit viel Mühe geöffnet

werden. Was wir dann vorfanden, versetzte

uns alle sehr in Erstaunen: gut erhaltene

alte Landwirtschaftsgeräte, relativ dichte

Dächer sowie viel Platz. Herr Ullrich hatte

sofort die Idee, diese Scheune als eine Art

Museum für alte Feuerwehrtechnik und

historische Landwirtschaftsgeräte auszugestalten.

Zu erneuern waren die stark deformierten

Giebel, ohne zu ahnen, auf was

wir uns da einließen, denn in der Hauptsache

war unsere Technik unterzubringen.

Es wurde beschlossen, diese Scheune zu

nutzen und der Kamerad Joachim Präger

wurde beauftragt, mit dem Grafen wegen

der Nutzung in Verbindung zu treten. Vom

Grafen von Stolberg kam eine mündliche

Zusage, mit der Bitte, eine Nutzungsvereinbarung

mit der FFw und dem Grafen vorzubereiten,

die dann Ostern 2006 gemeinsam

unterzeichnet wurde. Von da an ging alles

sehr schnell: die Scheune wurde von Wildwuchs

befreit, ein neuer Zaun gebaut, die

Tore repariert, das Umfeld aufgefüllt und

planiert.

Im September des gleichen Jahres begann

der Neubau des ersten Giebels auf der

Westseite und der Keller wurde als Vereinsraum

hergerichtet. Jetzt fehlte nur noch

der passende Name für unser neu geschaffenes

Objekt. In einer Feuerwehrdienstbesprechung

am 08.09.2006 wurde der

Name „Grafenscheune zum Blauen Licht“

aufgrund des Vorschlages der Kameradin

Susanne Krause beschlossen. Die Kame-


43

raden

der FFW schufteten viele Wochen

und auch an den Wochenenden selbst, bis

dann am 20.09.206 die offizielle Einweihung

stattfand. Mit Stolz konnten wir unsere

Technik in die Scheune einparken bzw.

abstellen. Auch die Namensgebung erfolgte

an diesem Tag. Kamerad Heinz Trodler (83),

als ältester Kamerad, pflanzte eine Eibe aus

Anlass der Einweihung. Sie soll viel Glück

und Freude bei der weiteren Arbeit symbolisieren.

Die Eibe war 2006 übrigens der

„Baum des Jahres“. Für die Finanzierung

der Pflanzen an unserer Böschung wurde

am 18.10.2006 aus Anlass des Treffens der

Alters- und Ehrenmitglieder der umliegenden

Feuerwehren der Hutberg-Region eine

Tombola durchgeführt, von deren Erlös die

Pflanzen dann finanziert wurden. Die ersten

Pflanzungen erfolgten bereits unmittelbar

nach dem Fest und dann im Frühjahr 2007.

Ebenfalls im Frühjahr wurden die Arbeiten

am ersten Giebel fortgesetzt und mit dem

zweiten Giebel begonnen. Dann wurde der

Keller mit einem Holzfußboden versehen,

die Aufarbeitung der Alttechnik und viele

andere Arbeiten wurden begonnen.

Ende September 2007 wurde der Wehrleiter,

Herr Ullrich, vom Bürgermeister, Herrn

Günther, informiert, dass die abgeschlossene

Vereinbarung mit der Gemeinde und

der Feuerwehr zwecks der Alttechnik so

nicht rechtmäßig ist und ein Verein gegründet

werden müsse. Erneut setzte sich

die Wehrleitung zusammen und prüfte die

Gründung eines Vereins. Herr Ullrich in der

Person des Wehrleiters, wurde beauftragt,

auf der Grundlage der geltenden Rechtsbestimmungen,

alles für die Gründung eines

Vereins vorzubereiten. Jetzt galt es, eine

Satzung zu erarbeiten, den Vereinsnamen

vorzuschlagen, den Vorstand personell zu

benennen, Gespräche zu führen und vieles

mehr vorzubereiten.

Als alle erforderlichen Dokumente, Bereitschaftserklärungen,

der Vereinsname und

der Ort vorlagen, wurde die Gründung

des Vereins auf den 24.11.2007 festgelegt.

Von den anwesenden 18 Personen

zur Gründung traten 16 in den Verein ein

und wählten den Vorstand und die Revisoren

einstimmig. Als Vereinsname wurde

„Grafenscheune zum blauen Licht der FFw

Strahwalde e.V.“ beschlossen.

In den Vorstand wurde gewählt: als Vorsitzender

Herr Präger, Joachim; sein Stellvertreter

Herr Matthes, Thomas; die Protokollantin

Frau Krause, Monja und als

Kassenwart Herr Teuber, Helmar.

Für die Gründung des Vereins zeichnete Kamerad

Ullrich, Klaus-Peter und Kameradin

Krause, Monja verantwortlich.

Am 21.09.2008 erfolgte dann die Eintragung

in das Vereinsregister unter der Nummer

VR 641.

Ullrich, Vorsitzender des Vereins

Traditionsverein der freiwilligen Feuerwehr Großhennersdorf e.V.

Der Traditionsverein entstand aus der Idee,

die aufopferungsvolle Arbeit der Frauen

und Männer in den vergangenen Jahrzehnten

zu würdigen und wurde am 09. Januar

2004 gegründet.

Wir als Verein sammeln, sichten und ordnen

unser reichlich vorhandenes Schriftgut.

Wir sammeln, pflegen und restaurieren

einen umfangreichen Fundus an Technik

und Ausrüstung. Die Ergebnisse unserer

Arbeit sollen der Nachwelt erhalten bleiben

und Auskunft über den jeweiligen

Entwicklungsstand der Feuerwehr im Ort

geben können. Die Freiwillige Feuerwehr

Großhennersdorf wurde am 25.06.1881 als

Anstaltsfeuerwehr gegründet.

Bei einem Besuch unseres Feuerwehr-Museums

finden Sie historische Feuerlöschtechnik,

originale schriftliche Aufzeichnungen,

persönliche Ausrüstungen, Bekleidung,

viele Analysen und Zusammenstellungen.

Uns ist jedes neue Vereinsmitglied und jede

finanzielle Unterstützung gern willkommen.

Kontakt:

Vereinsvorsitzender: Klaus Kahle

Bernstädter Straße 12

02747 Herrnhut OT Großhennersdorf

Tel. 035873 33577

Stellvertreter: Siegfried Anders

Tel. 035873 40660


44

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Förderverein Evangelisches Zinzendorf-Gymnasium Herrnhut e.V.

Seit nun schon 10

Jahren ist das Evangelische

Zinzendorf-

Gymnasium Herrnhut

für die Schüler

der Region da und

trägt zur Vielfalt der

Bildungslandschaft

in Sachsen bei.

Überschaubare Klassen, kleine Kurse, Lernen

in Beziehung, gute fachliche Bildung

und die Vermittlung sozialer Kompetenzen

sind nur einige Punkte, die das Lernen an

unserer Schule so anders macht. Neben dem

theoretischen Unterricht, legen wir besonderen

Wert auf den Praxisbezug: Fremdsprachenunterricht

bei Muttersprachlern,

internationaler Austausch und Begegnungen,

regelmäßige Praktika in Unternehmen

und diakonischen Einrichtungen gehören

zum Alltag der Schulgemeinschaft.

Zur Unterstützung dieser besonderen

Bildungs- und Erziehungsarbeit, schulischer

Aktivitäten und Veranstaltungen

des Zinzendorf-Gymnasiums haben sich

Eltern, Lehrer und am Schulleben Interessierte

zusammengefunden und 2008 einen

Förderverein gegründet. Eine unserer

Hauptaufgaben ist die Unterstützung und

Organisation von Schulprojekten. Hierunter

fallen beispielsweise die Beantragung von

Fördergeldern, die Organisation thematischer

Elternabende und die Unterstützung

des Fachunterrichts mit Arbeitsmaterialien.

Der zweite Schwerpunkt unserer Arbeit

entfällt auf die Ganztagsangebote, d. h.

wir stellen den Finanzierungsrahmen für

28 „Bist du fit?“-Stationen und Arbeitsgemeinschaften.

Eines unserer nächsten Ziele

ist der Aufbau eines Unterstützungsfonds,

welcher beispielsweise zur Bezuschussung

von Theaterbesuchen dienen soll.

Wenn Sie zur Erlangung unseres Ziels beitragen

und das Zinzendorf-Gymnasium erleben

möchten, dann werden Sie Mitglied!

Weitere Informationen und Ansprechpartner

finden Sie unter

Kontakt:

Förderverein Evangelisches Zinzendorf-

Gymnasium Herrnhut e.V.

Zittauer Straße 2, 02747 Herrnhut

Telefon: 035873 481-0

E-Mail: forderverein@ezgh.de

Freunde des Heimatmuseums Herrnhut e.V.

Wir unterstützen als Verein die Arbeit des

Heimatmuseums in Herrnhut. Dieses Museum

erlaubt den Besuchern einen Blick in die

Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine,

die auch stets mit dem Ort Herrnhut verbunden

ist. Im Museum befinden sich viele

Exponate, die zeigen, wie die Herrnhuter

wohnten und lebten. So lassen wertvolles

Biedermeier-Mobiliar, handgefertigte Tapeten

sowie kostbare Handarbeiten diese Zeit

lebendig werden. Unser Verein unterstützt

das Heimatmuseum bei den verschiedenen

Ausstellungen und beim Museumstag,

ebenso bei der Anwerbung von Exponaten

zu weiteren Komplettierung dieser einzigartigen

Sammlung.

Der Verein unternimmt 2 x jährlich eine Exkursion

in Museen oder in eine Sonderausstellung

der Region. In der Jahreshauptversammlung

werden immer themenbezogene

Vorträge gehalten.

Unser Mitgliedsbeitrag beträgt 10,00 EUR

im Jahr.

Kontakt:

Freunde des Heimatmuseums

Herrnhut e.V.

Comeniusstraße 6

02747 Herrnhut

Tel: 035873 2288

E-Mail: tourismus@herrnhut.de

Ansprechpartner:

Herr Dr. T. Verbeek; Frau M. Krupa;

Herr R. Hildebrandt


45

Herrnhuter SV 90 e.V.

Gegründet 1954 als BSG Medizin Herrnhut

- seit 07. August 1990 Herrnhuter Sportverein

90 e.V. Mitglied im Landessportbund,

im Sächsischen Fußballverband und Fußballverband

Oberlausitz.

Gegenwärtig: 205 Mitglieder in 3 Sportabteilungen,

davon im Nachwuchs (bis 18) 97

Fußball: 157, Gymnastik: 25

Badminton: 23, Übungsleiter: 11

Jede Interessierte, ob Kinder, Jugendliche,

Erwachsene und Senioren sind uns willkommen.

Fußball stärkste Sektion mit Mannschaften

in allen Altersklassen Eigentümer eines

modernen Kunstrasenplatzes mit Flutlichtanlage.

Kontakt:

Präsident: Hans-Michael Wenzel

wenzel.herrnhut@gmx.de

Herrnhuter SV 90 e.V.

August-Bebel-Straße 8, 02747 Herrnhut

Abt. Leiter Fußball Bernd Georgi

bernd.georgi@gmx.de

Christian-David-Straße 6, 02747 Herrnhut

Altersklasse Trainingstage Uhrzeit Ansprechpartner

Fußball

Männer Dienstag + Donnerstag 19.30 – 21.00 Uhr Herr Rödiger / Herr Peschel

Senioren Mittwoch 19.00 – 21.00 Uhr Herr Vogt / Herr Barthold

AK F+E Dienstag 16.00 – 18.00 Uhr Herr Hubrich/Herr Enkelmann

AK A Dienstag 18.00 – 19.30 Uhr Herr Pohl

AK D Mittwoch 17.00 – 19.00 Uhr Herr Schulze

AK D Freitag 16.00 – 18.00 Uhr Herr Macioßek

AK C Donnerstag 17.00 – 18.30 Uhr Herr Zimmermann/Herr Schnitter

Badminton

AK 6–18 Freitag 15.30 – 17.00 Uhr Frau Eichler/Frau Scholze-Henschel

Gymnastik

Frauen Montag 18.30 – 20.30 Uhr Frau Georgi

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46

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Herrnhuter Volleyfanten e.V.

Die Herrnhuter Volleyfanten wurden 1991

als Spaßverein gegründet. Mittlerweile

haben wir uns einen guten Ruf als Ausbildungsverein

vor allem im Mädchen- und

Frauenvolleyball erworben. Unsere Mitglieder

sind meist SchülerInnen der ortsansässigen

Schulen. Somit sind wir ein sehr „Junger

Verein“. Im Spieljahr 2015/16 werden wir

mit Mannschaften der Altersklassen U12/

U13/ U14/ U16/ U18/ U20 sowie 2 Frauenmannschaften

(Kreisklasse / Bezirksklasse)

am Wettkampfbetrieb teilnehmen. Zu den

größten Erfolgen zählt der 4. Platz bei der

Sachsenmeisterschaft U20 2015 und der

Gewinn der Bezirksklasse Ostsachen 2015.

Unsere Trainingseinheiten finden in der

Turnhalle am Zinzendorf-Gymnasium statt.

Trainiert wird mittwochs und freitags. Die

genauen Trainingszeiten bitten wir unserer

Website www.herrnhuter-volleyfanten.

de zu entnehmen. Neben Trainings- und

Wettkampfbetrieb organisieren wir High-

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lights wie Trainingslager, Abschluss-Wochenenden,

Fahrten zu Bundesligaspielen,

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47

Tikwa e.V. – Leben in Gemeinschaft

Tikwa (hebräisch: Hoffnung) ist nicht nur

Name, sondern auch Programm!

Wir leben mit jungen Menschen zusammen,

die seelische Probleme oder eine

psychische Erkrankung haben. In diesem

Miteinander-Leben wollen wir Hoffnung

vermitteln, durch unseren Glauben an Jesus

Christus, dadurch dass wir Alltagsstruktur

geben, durch Gespräche und gemeinsames

Arbeiten.

In unserem Haus leben 4 Erwachsene und 2

Kinder, es bietet Platz für 6 Menschen, die

Begleitung suchen. Der Verein zählt 27 Mitglieder,

die unsere Arbeit in unterschiedlicher

Art und Weise unterstützen.

Praktische Hilfe brauchen wir vor allem

bei den zwei Großereignissen dem Tag der

Offenen Tür im Mai und dem Herrnhuter

Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem 1.

Advent, da haben wir einen Verkaufsstand

mit Produkten, die wir mit den Teilnehmern

zusammen herstellen und bieten Getränke

und Bratwürste an. Das sind gute Möglichkeiten,

uns, unser Haus und unsere Arbeit

kennen zu lernen.

Zum Verein gehört die Firma „Holzhof

Oberlausitz gGmbH“, die neben wirtschaftlichem

Arbeiten vor allem das Ziel hat, den

jungen Teilnehmern das Arbeitstraining für

die berufliche Wiedereingliederung zu ermöglichen.

Ein sehr wichtiger Bereich, wo

Belastbarkeit und Interessen gut getestet

werden können.

Arbeitsmöglichkeiten gibt es auch auf unserem

Gelände, im Garten, in der Hauswirtschaft

und bei den Tieren.

Hund, Katzen, Hasen, Schafe, Hühner und

Horst, der Hahn, gehören ebenfalls zur

Gemeinschaft. Die Tiere sind eine große

Freude und Bereicherung unseres Zusammenlebens.

Wenn Sie Interesse an gemeinschaftlichem

Leben oder der Arbeit des Vereins haben,

dann melden Sie sich bei uns.

Wir sind übers Telefon unter der Nummer

035873/36267 oder per Fax – 36163 oder

per

E-Mail: info@verein-tikwa.de

erreichbar, außerdem können sie sich unter

www.verein-tikwa.de über unseren Verein

informieren.

Der Seniorenverein von Herrnhut

Unser Seniorenverein, der seit über 25 Jahren

besteht, zählt heute ca. 80 Mitglieder.

Er ist ein offener, für alle Senioren zugänglicher

Verein, welcher vierzehntägig mit interessanten

Angeboten einlädt. Unser Vereinsleben

ist vielseitig und lebensnah.

Auch ortsübergreifend nutzen wir die Beziehungen

zu den Vereinen in Großhennersdorf

und Ruppersdorf. Um das Alltagsleben

unserer Senioren abwechslungsreicher zu

gestalten, lautet unsere Zielstellung „Für

Geist und Herz“. Geistig fit im Alter und

wenn schon allein, so doch nicht einsam.

Geteilte Freude - doppelte Freude. Geteiltes

Leid - halbes Leid.

Wir stellen Ihnen einige Beispiele unseres

Veranstaltungsplanes vor:

- Busfahrten mit Besuch besonderer

Sehenswürdigkeiten in die nähere und

weitere Umgebung.

- Reiseberichte, die uns fremde Länder in

Wort und Bild in interessanter Weise

nahe bringen.

- Jährliche Weihnachtsfeier mit kultureller

Umrahmung für alle Senioren der Stadt,

ebenso Geburtstagsfeier, die beide durch

unsere Stadt finanziell unterstützt werden.

- Wir laden Gäste ein, z.B. spricht unserer

Bürgermeister zu Fragen unseres Ortes,

oder die Polizei äußert sich zu Fragen

der Sicherheit.

- Sportnachmittag: Fit bleiben im Alter.

- Modenschau im Frühjahr und Herbst.

- Generationsübergreifend erfreuen sich

die Senioren, wenn die Kindergärten

und die Kreismusikschule Löbau-Zittau

unsere Treffen bereichern.

Neugierig geworden ? Kontaktieren Sie uns.


48

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Seniorenklub Berthelsdorf

Der Seniorenklub Berthelsdorf wurde bereits

1993 gegründet und hatte immer

schon ein vielseitiges Klubleben, das sich

auch heute noch im Wesentlichen so fortsetzt.

Am Montag, einmal im Monat, findet immer

für Interessierte (auch Nichtmitglieder)

ein Gedächtnistraining statt. Dienstags

werden die Geburtstagsfeiern viermal jährlich

durchgeführt oder Informationsveranstaltungen

zu verschiedenen Themen, u.a.

auch Gespräche mit dem Bürgermeister

organisiert.

Mittwochs trifft sich ein Teil der Mitglieder

regelmäßig zu Buchlesungen über historische

und heimatkundliche Themen.

Zweimal monatlich treffen sich einige

Klubmitglieder zum Seniorensport.

Im Sommerhalbjahr werden mehrere Ausflüge

organisiert - meistens halbtags-, um

unsere schöne Heimat zu erleben. Alle diese

Zusammenkünfte finden immer im Berthelsdorfer

Dorfgemeinschaftshaus statt.

Leider ist es immer sehr schwierig, neue

Mitglieder zu gewinnen, aber der Seniorenklub

erhofft sich dadurch eine Erweiterung

seiner vielen Initiativen. Alle neuen

Mitglieder werden herzlich willkommen

geheißen!

Die Leiterin unseres Seniorenklubs ist Frau

Monika Fleck, zu erreichen unter Telefon

035873 42911.

Schwenckfeldhaus Berthelsdorf e.V.

Der Verein wurde am 27. März 2004 begründet

und hat sich zum Ziel gesetzt, das alte

Versammlungshaus der Schwenckfelder in

Berthelsdorf, Obere Dorfstr. 10 und 12, vor

dem Verfall zu retten und der Nachwelt zu

erhalten. Zur Wiederbelebung des Hauses

ist die Einrichtung eines kleinen Museums

zur Geschichte der Schwenckfelder, ihrer

Anfänge im schlesischen Liegnitz und ihrer

Niederlassung in Berthelsdorf geplant.

Die Gemeinschaft geht auf Caspar von

Schwenckfeld (1489-1561) aus Ossig bei

Lüben/Schlesien zurück. Der humanistisch

gebildete Schwenckfeld war Ratgeber von

Friedrich II. von Liegnitz und wurde ein

Anhänger Luthers. Auf seine Empfehlung

führte der Herzog in Liegnitz die Reformation

ein. Da sich Luther später in der

Abendmahlsfrage von ihm distanzierte, sah

sich Friedrich II. genötigt, sich von ihm zu

trennen, und Schwenckfeld wanderte 1529

nach Süddeutschland aus. Seine Anhänger

in Schlesien, zu denen mehrere Pfarrer und

Adlige gehörten, wurden als Häretiker verfolgt,

konnten sich aber im Glatzer Bergland

und im Bober-Katzbach-Gebirge halten. Als

1719 eine Jesuitenmission gegen sie eingesetzt

wurde, verließen sie heimlich das Land

und suchten in Görlitz und Berthelsdorf bei

Zinzendorf Zuflucht. Die sächsische Regierung

wies sie nach wenigen Jahren aus und

sie emigrierten nach Pennsylvanien/USA,

wo sie heute noch als kleine Kirche mit dem

Zentrum in Pennsburg als „Schwenkfeldian

Church“ bestehen. Ihr Versammlungshaus

in Berthelsdorf überließen sie der Gräfin

von Zinzendorf. Anlässlich eines Besuchs

aus den USA wurde 1935 ein Denkstein an

der Ostseite der Kirche in Berthelsdorf zum

Andenken der hier Verstorbenen errichtet.

Die Arbeit des kleinen Vereins konzentriert

sich vorerst auf die bauliche Sanierung des

Hauses. Der Verein trifft sich jährlich im

Herbst zu einer Mitgliederversammlung

und hält durch regelmäßige Mitteilungen

Kontakt mit seinen Mitgliedern. Ansprechpartner

für den Verein sind Dr. Dietrich

Meyer als Vorsitzender des Vereins und Frau

OKR Margrit Kempgen in Görlitz als Schatzmeisterin

und stellvertretende Vorsitzende.

Dr. Dietrich Meyer

Zittauer Str. 27, 02747 Herrnhut

Tel. 035873/33977

E-Mail: meyerht@t-online.de

Margrit Kempgen

Landhausstr. 6, 02827 Görlitz

Tel. 03581/78022 und 744205

E-Mail: margrit.kempgen@kkvsol.net


49

Ein Verein mit Visionen – Freundeskreis Zinzendorf-Schloss-Berthelsdorf e.V.

Der Reichsgraf Nikolaus Ludwig Graf von

Zinzendorf (1700 – 1760) übernahm im

Jahre 1722 die Ortsherrschaft Berthelsdorf.

Das ruinöse Herrenhaus ließ er sanieren.

So wurde es zum Proto-Typ des Herrnhuter

Barock und war eine Keimzelle der bis

heute weltweit agierenden Evangelischen

Brüder-Unität. Von 1791 bis 1913 befand

sich hier der Sitz der Kirchenleitung dieser

kleinen Missionskirche. Danach wurden bis

1945 hier Pferde fürs Militär (Remonte-

Gut) ausgebildet. Zu DDR-Zeiten bildete

das Volksgut einen großen sozialistischen

Landwirtschaftsbetrieb. Seit Mitte der siebziger

Jahre war das Schloss dem Verfall

preisgegeben. Nach der Wende zog sich die

Landwirtschaft aus diesem Gelände zurück.

Alles verfiel.

1998 gründete sich unser „Freundeskreis

Zinzendorf-Schloss-Berthelsdorf e.V.“ Es

war unser Anliegen, dem Stammsitz des

Grafen Zinzendorf, denen die evangelischen

Christen viele Impulse verdanken dem Verfall

zu entreißen. Unser Verein erwarb das

Gutsareal, um den Verfall des Schlosses zu

stoppen, es zu sanieren und zu beleben.

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Was schier unmöglich schien, ist mit Gottes

Hilfe gelungen. Der Verein und seine Freunde

konnten mit Unterstützung von Land,

Bund, EU, von verschiedenen Stiftungen

und durch hohen persönlichen Einsatz hier

vor Ort das Schloss retten. Die friedliche

Revolution hat auch dafür den Weg bereitet

und die Voraussetzungen geschaffen. So

bekam das Schloss wieder eine Zukunft. Die

Geschichte des Aufbaues ist eine spannende

„Wendegeschichte“. Unser Verein konnte

aus der Ruine ein Kleinod werden lassen.

2012 begingen wir die Wiedereinweihung

dieses Denkmals von nationaler Bedeutung

nach zehnjähriger Bauzeit.

Seit vielen Jahren beleben wir nun

das Schloss durch ganz unterschiedliche

Veranstaltungen, wie

z.B. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen,

Schüler-Projektwochen,

Schlossführungen. Wir bewirten

Gästegruppen und so manche

Familienfeier fand hier statt. Auf

jeden Fall lohnt sich ein Besuch.

Es fasziniert und zieht uns immer

wieder in seinen Bann.

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober: sonntags, mittwochs und

samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr.

www.zinzendorfschloss.de

Kontakt: Andreas Taesler, Schulstraße 27,

02747 Berthelsdorf (Tel.: 035873/2536)

Unser Verein unterhält und belebt das

Schloss und widmet sich auch dem Gutsgelände.

Sie sind im Schloss und Verein herzlich willkommen.

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50

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Der Berthelsdorfer Karnevalsclub e.V.

Seit mehr als 45 Jahren sind in Berthelsdorf

die Narren los. Im Kretscham auf der

Nordstraße veranstaltet der Berthelsdorfer

Karnevalsclub e.V. in jeder Saison insgesamt

neun Veranstaltungen, darunter

einen Kinderfasching, den Fasching der

Rehabilitationssportgemeinschaft, den Seniorenfasching

und natürlich unsere sechs

Abendveranstaltungen. Dabei freuen sich

die Besucher auf den Elferrat und das Prinzenpaar,

auf ein einzigartiges Programm

und natürlich auch auf die drei Funkengarden

des BKC. Bei viel Musik und Tanz darf

ausgiebig gefeiert werden. Von Anfang an

dabei ist unsere Hofkapelle, die Blaskapelle

der Freiwilligen Feuerwehr Berthelsdorf. Sie

gestaltet mit ihren Melodien auch unseren

Seniorenfasching, der sich - ebenso wie die

anderen Veranstaltungen - großer Beliebtheit

erfreut.

Der BKC überzeugt seine Gäste mit einer

Mischung aus lieben Traditionen und

modernen Wegen. Auch außerhalb der

Faschingssaison kann man den Verein oft

erleben und das auch in Ihrer Nähe. Wenn

Sie ein donnerndes „Guck ock hie!“ hören,

sind die Mitglieder des Berthelsdorfer Karnevalsclubs

nicht weit.

Wer den BKC erleben möchte, findet weitere

Informationen im Internet unter:

www.bkc-berthelsdorf.de.

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51

Großhennersdorfer Geschichtsverein e.V.

„Wer die Vergangenheit nicht kennt,

kann die Gegenwart nicht verstehen

und die Zukunft nicht gestalten.“

Zitat von Helmut Kohl

Der Großhennersdorfer Geschichtsverein

e.V. wurde 2001 gegründet und zählt aktuell

10 aktive Mitglieder im Alter zwischen

37 und 77 Jahren. Der jährliche Mitgliedsbeitrag

beträgt 10 Euro.

Unser Ziel ist es, die vielfältige Geschichte

des Ortes und seiner Umgebung, sowie der

Menschen die hier gelebt haben und leben,

zu erforschen, aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit

ein differenziertes, tabu- und

wertfreies Geschichtsbild zu vermitteln.

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen

wir in unserer Reihe der „Großhennersdorfer

Geschichten“ Beiträge zur

Ortsgeschichte und führen Lesungen und

Ausstellungen sowie verschiedene Projekte

im Bereich der Öffentlichsarbeit (z.B. Tag

der Vereine) durch.

Der Großhennersdorfer Geschichtsverein

kooperiert mit anderen im Einfluss- und

Tätigkeitsgebiet liegenden ansässigen Museen,

Archiven, Bibliotheken, Vereinen und

vergleichbaren Institutionen sowie Personen.

Wir verfügen über einen breiten Bestand

an regionaler geschichtlicher Literatur, die

gern entliehen werden kann.

Auch sonst besteht nach Rücksprache die

Möglichkeit, im Archiv zu stöbern, Karten

zu studieren und miteinander ins Gespräch

zu kommen.

Wir treffen uns jeden 2. Donnerstag im Monat

um 19.30 Uhr im „Uhrenhaus“

(Bernstädter Str. 16) in Großhennersdorf.

Gäste und neue Mitglieder sind jederzeit

herzlich Willkommen!

Kontakt:

Großhennersdorfer Geschichtsverein e.V.

c/o Daniela Zettlitz

Bernstädter Str. 16

02747 Herrnhut OT Großhennersdorf

Tel.: 01785220155

Rassegeflügelzüchterverein Großhennersdorf und Umgebung e.V.

Zur Geschichte des Vereins und seinen Aktivitäten:

Der RGZV Großhennersdorf wurde

im März 1958 von achtzehn interessierten

Geflügelzüchtern aus Großhennersdorf

gegründet. Der Verein ist Mitglied im BDRG

und im Landesverband Sächsischer Rassegeflügelzüchter.

Erster Vorsitzender war

Werner Deutschmann, ein weit über die

Region hinaus bekannter und geachteter

Geflügelzüchter. Seit 1984 leitet Wendelin

Heidrich, ein international anerkannter

Züchter Sächsischer Flügeltauben und

Preisrichter, die Geschicke des Vereins.

Der Verein beschäftigt sich mit der Förderung

der Rassegeflügelzucht und der Qualifikation

der Züchter. Mitgliederversammlungen,

die jeweils am ersten Freitag des

Monats, außer in den Sommermonaten,

in der Gaststätte „Drei Linden“ in Großhennersdorf

stattfinden, dienen dem Erfahrungsaustausch,

der Information über

Neuerungen in den Verbänden, Absprachen

zur Organisation der Vereinsarbeit und der

Vorstellung von Zuchtergebnissen der Mitglieder.

Als Leistungsvergleich auf Vereinsebene

wird jährlich eine Rassegeflügelausstellung

in der Turnhalle Großhennersdorf

veranstaltet, an der sich auch zahlreiche

Züchter aus den Nachbargemeinden beteiligen,

so dass diese Schau zu einer der

größten Lokalschauen in der Oberlausitz


52

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

zählt.

Ein Hähnewettkrähen, bei dem es

auf die Anzahl der Krährufe in einer Stunde

ankommt, Exkursionen und gesellige Veranstaltungen

bereichern das Vereinsleben.

Zahlreiche Mitglieder des RGZV Großhennersdorf

beteiligen sich aktiv in verschiedenen

Bereichen der organisierten

Rassegeflügelzucht, beispielsweise in Sondervereinen,

als Preisrichter sowie im Förderverein

Robert Oettel und präsentieren

ihre Zuchtergebnisse erfolgreich auf nationalen

und internationalen Großschauen.

Mitglied im RGZV Großhennersdorf kann

jeder an der Geflügelzucht interessierte aus

der Region werden, besonders freuen wir

uns natürlich über Züchternachwuchs.

Der Vorstand des RGZV Großhennersdorf

und Umgebung e.V.

Kontakt:

RGZV Großhennersdorf

Wendelin Heidrich

Obere Dorfstraße 14

02747 Herrnhut OT Großhennersdorf

Tel.: 035873 42092

Reitverein Großhennersdorf e.V.

Geschichte des Vereins

Der Reitverein wurde am 17. August 1990

gegründet und geht aus der zu DDR-Zeiten

bestehenden „Lehrlingssportgemeinschaft“

hervor, welche 1954 gegründet wurde.

Hauptziele des Vereins Förderung des Kinder-

und Jugendsports, Erleben der Faszination

Natur und Pferd für Jedermann.

Förderung des Turnier- und Freizeitsportes.

Angebote

- Ponyreiten

- Ausbildung von Reiter und Pferd

- Bummigruppe / Seniorenreiten

- Behindertenreiten

- Geländeritte

- Beritt und Turniervorstellung von Privatpferden

- Pensionspferdehaltung

- Beratung und Betreuung beim Kauf ihres

Pferdes

Ansprechpartner

Torsten Gösele

01772681206

Kontakt:

E-Mail: rv.grohedo@web.de

Homepage: www.reitverein-grosshennersdorf.de

Adresse:

Reitverein Großhennersdorf e.V.

Bernstädterstraße 18-21

02747 Großhennersdorf

Mit freundliche Grüßen

Elisa Sumara

-Stellvertretende Vorsitzende-

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OT Großhennersdorf

02747 Herrnhut

Obere Dorfstr. 41

Tel.: 035873 33 36 27

Mobil: 0173 93 16 304

E-Mail: fs-michael.alsleben@ vodafone.de


53

Reit- & Pensionsstall „Heuscheune“ Großhennersdorf

Bei uns ist jeder willkommen, ob groß oder

klein, ob Turnierpferd oder Freizeitreiter. Ihr

Pferd wird bei uns immer optimal versorgt.

Die ca. 25 Pferde verfügen über sehr große

Weideauslaufflächen.

Die Schwerpunkttätigkeiten des Vereins

konzentrieren sich auf:

• Pensionspferdehaltung (eingetragen

bei der FN)

• Reitausbildung für Kinder und

Erwachsene

• Dressur- und Springausbildung für

Anfänger und Fortgeschrittene

Der Verein wurde im Jahr 2000 gegründet

und hat ca. 50 Mitglieder aller Alterstufen

und Ausbildungsstände. Wir sind also noch

ein recht junger und kleiner Verein. Unser

besonderes Anliegen ist die Förderung der

Kinder und Jugend, die vor allem durch

den Reitschulbetrieb zu uns finden. Die

Erziehung der Kinder zu pferdegerechtem

Verhalten ist für uns ein wichtiger Ansatzpunkt.

Aber auch Reitausbildung für Erwachsene

und Geselligkeit kommen nicht

zu kurz. So steht nicht für jedes Vereinsmitglied

der große Turniererfolg im Vordergrund,

viele Freizeitreiter genießen nach

ihrem Tagwerk eine gemütliche Runde im

Gelände und finden so ihre Entspannung.

Bei allem was der Verein auf die Beine stellt,

darf man eines nicht vergessen: „Wo wären

wir ohne die vielen fleißigen Helfer, die ihre

Freizeit für den Verein opfern? Einfach so!“

Manches im Leben macht doch noch Sinn.

Unsere Anlagen umfassen:

• Dressurplatz (20x40)

• Springplatz (40x60)

• Longierzirkel

• Führanlage

• Solarium mit Waschbox

• weitläufige Weideflächen

• 9 Außenboxen zum Teil mit Paddock

• 12 Stallboxen

• 3 Offenstallboxen mit Laufpaddock

• 1 Ponystall für 3 Ponys und eine Ziege

• Ein gemütliches Reiterstübchen

Wir bieten neben der Vollpension helle und

freundliche Boxen an. Bei uns wird selbstverständlich

jeden Tag ausgemistet. Durch

eine individuell abgestimmte Fütterung,

gehen wir speziell auf die Wünsche unserer

Pensionäre ein.

Unsere Ausbildung umfasst:

• Longenunterricht für Anfänger und

Fortgeschrittene

• Einzel- und Gruppenunterricht

• Dressur- und Springausbildung für

Anfänger und Fortgeschrittene

Auch Geländereiter kommen bei uns voll

auf ihre Kosten. Die schöne ländliche Gegend

und reichlich Wald lassen jedes naturverbundene

Herz höher schlagen.

Bei Interesse für unseren Verein melden Sie

sich bitte gern an unter:

Reit- & Pensionsstall „Heuscheune” -

Frau Christiane Paul,

Heuscheuner Weg 5, 02747 Großhennersdorf,

Tel. 0175 7427001


54

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Großhennersdorfer Karnevalsclub e.V. (GKC)

Kunstbauerkino e.V.

Original

Kummt oack har!

Schon seit 1981 sind die Großhennersdorfer

Narren fester Bestandteil des lokalen

Kulturlebens. Gegründet wurde der Verein

vom damaligen Dorfklub Großhennersdorf

im einstigen Kulturhaus. Die darauffolgende

Geschichte war geprägt von Umbrüchen,

die zugleich den Weg für neue und

mitunter ungewöhnliche Ideen ebneten. So

gründeten sich die Karnevalisten nach der

Wende, als ihr Domizil geschlossen wurde,

neu und bezogen kurzerhand die Gemeinschaftseinrichtung

der Gemeinde. – Bis sich

der GKC, erneut heimatlos, 2007 auf die

Bühne des Begegnungszentrums Großhennersdorf

wagte. Dort angekommen, begannen

die Karnevalisten, ihre Bühnenstücke

durch professionell gedrehte Videoeinspiele

zu ergänzen. Aus althergebrachten „Schunkelveranstaltungen“

wurde ein familiärer

Bühnenfasching mit Kleinkunstcharakter.

Das Erfolgsrezept: ein kurzweiliger Mix aus

Filmszenen, Kleinkunst, Tanz und Musik für

große und kleine Faschings- und Kulturfreunde.

Nicht aus dem Programm wegzudenken

sind dabei Bewohner und Urgesteine,

fast vergessene Orte und

Geschichten aus Großhennersdorf

und Umgebung.

Durch all die Jahre führten

die beiden Hauptfiguren Linna

(vormals Meta) und Paul. Das

eigenwillige, aber liebenswerte

Paar reiste vom Orient durchs

Märchenland ins Sanatorium

und von da in den Wilden Westen,

nach Ägypten und nach

Russland. – Bis sie den Stoff,

aus dem Filme sind, für sich entdeckten.

Seither präsentierten die Narren um Linna

und Paul karnevalistische Versionen der

Rocky-Horror-Show, vom Tanz der Vampire,

der Olsenbande und zuletzt der berühmten

DDR-Filmreihe „Spuk unterm Riesenrad“.

Filmisch angehaucht geht es auch künftig

weiter…

Unterstützt wird der Verein dabei u.a. von

der Gemeinde Herrnhut, der Hillerschen

Villa und dem Gerhart Hauptmann-Theater

Zittau. Auch neue Mitglieder aus Ruppersdorf,

Berthelsdorf, Oderwitz und Zittau sor-

Immer aktuelle (Arthouse-) Filme, thematische

Filmreihen, Konzerte, Ausstellungen,

Lesungen und vor allem ein internationales

Filmfestival: Das alles ist in Großhennersdorf

im Kunstbauerkino zu finden.

Das Kunstbauerkino wurde 1994 durch eine

Gruppe Filmenthusiasten als ein eingetragener

und gemeinnützig anerkannter Verein

gegründet. Zuerst im vielleicht kleinsten

35mm-Kino Deutschlands mit 24 Sitzplätzen

zu Haus, wurde 2006 feierlich ein neuer

Kinosaal mit ca. 60 Sitzplätzen eingeweiht.

Das anspruchsvolle Monatsprogramm auf

modernster Kinotechnik, die verbunden

mit einem großen finanziellen Kraftakt in

Form einer digitalen Kinoanlage 2014 eingetroffen

ist, gepaart mit der besonderen

Atmosphäre des Kulturcafe`s „Alte Bäckerei“

und einem Sommergarten sind nicht

der alleinige Grund, um zum Kunstbau-

gen für Unterstützung und bringen sich mit

frischen Ideen ein. Neu und ganzer Stolz

des Vereins ist eine eigene Nachwuchsfunkengarde.

Der GKC ist offen für jeden, der

mitwirken möchte und freut sich über die

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und

Kultureinrichtungen.

Kontakt:

Großhennersdorfer Karnevalsclub e.V.

Präsident Hartmut Tittmann

Tel.: 035873 40789

E-Mail: gkc-service@t-online.de

www.karneval-grohedo.de


55

erkino

zu kommen.

Jedes Jahr im

Mai findet dort sowie

in weiteren 16

Spielstätten in der

Region das grenzüberschreitende

Neiße Filmfestival

statt. Internationale

Filmemacher kommen und präsentieren

ihre aktuellen Spiel-, Dokumentar- und

Kurzfilme. Axel Prahl, Andreas Dresen,

Jürgen Böttcher, Eva-Maria Hagen, Volker

Koepp, Wolfgang Kohlhaase, Dorota

Kędzierzawska, Xawery Żuławski, Ivan Ostrochovsky

und viele weitere Schauspieler

und Regisseure waren bereits zu Gast beim

Neiße Filmfestival. Schriftsteller wie Max

Moore, Andreas Altmann oder Pavel Kohout

begrüßten zu Lesungen. Der Termin für das

13. Neiße Filmfestival steht für den 10.-15.

Mai 2016 bereits fest.

Sowohl das Kunstbauerkino als auch das

Neiße Filmfestival werden durch das Engagement

der Vereinsmitglieder und weiteren

ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben. Jederzeit

sind neue Mitglieder willkommen,

die das Kino finanziell oder auch durch persönlichen

Einsatz unterstützen möchten.

Aktuelles unter

www.neissefilmfestival.de

Eintrittspreise

Kino 5 EUR / ermäßigt 4 EUR

Vereinsmitgliedschaft 30 EUR im Jahr

Kontakt:

Kunstbauerkino e.V. | Neiße Filmfestival

Peter Matthes, Am Sportplatz 3

02474 Großhennersdorf

Telefon: +49-35873-36132

E-Mail: info@kunstbauerkino.de

Die Großkaliberschützengilde Großhennersdorf / OL e.V.

Wir, die Großkaliberschützengilde Großhennersdorf,

sind ein Zusammenschluss

aus derzeit 17 aktiven Sportschützen

und Schießsportbegeisterten. Neben der

schlichten Begeisterung am Schießsport

nehmen wir an sportlichen Wettkämpfen

teil und organisieren jährlich eigene

Vereinsmeisterschaften. Dabei trainieren

und schießen wir nach dem Sporthandbuch

des Bund Deutscher Sportschützen

(BDS). Beliebte Disziplinen sind neben den

Wurfscheibenschießen mit der Flinte, das

Präzisionsschießen auf 50 oder 100m mit

der Langwaffe aber auch dynamische Disziplinen,

wie das Fallplatten-, Speed- und

Mehrdistanz-Schießen mit Kurz- als auch

Langwaffe. Zudem werden etwas exotische

Disziplinen wie das Western- oder IPSC-

Schießen von einigen unserer Mitglieder

praktiziert. Trainiert werden diese Disziplinen

von uns vorwiegend auf den Schießständen

in der näheren Umgebung.

Zu den Wettkämpfen, wie die jährlichen

Landesmeisterschaften, fahren wir sachsenweit

zu den Schießstätten und erzielen

hier meist vordere Platzierungen. Aber auch

auf internationalen Wettkämpfen konnte

man schon einige von uns antreffen. Beim

IPSC-Flinte gab es bspw. zwei 3. Plätze bei

überregionalen Wettkämpfen sowie die Sicherung

eines Startplatzes zur Weltmeisterschaft

im September 2015 in Italien. Auf

Landesebene haben wir zudem das beste

Ergebnis in der Jugendklasse aufstellen

können (2007-2009) und konnten in der

Altersklasse ebenfalls zweimal das beste Ergebnis

(2011 und 2012) verzeichnen.

Als Ehrung gab es hier jeweils einen Landespokal.

Ebenfalls mit einem Landespokal

wurde 2013 mit 300 von 300 Ringen in der

Disziplin Präzisionsgewehr bis 7mm einer

unserer Mitglieder aus der Seniorenklasse

geehrt. Im Ranglistenvergleich mit den 113

sächsischen Großkalibervereinen haben wir

sowohl 2013 als auch 2014 den 12. Platz

erzielt.

Kontakt:

Rico Mundil, Obere Dorfstr. 9,

02747 Herrnhut/OT Großhennersdorf

E-Mail: gsg-grosshennersdorf@web.de


56

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Kinder- und Jugendverein Neundorf a. d. E. e.V.

Die Gründung des Kinder- und Jugendvereins

war am 31.08.2014 aus einer Elterninitiative

und durch die Kinderfeste, die

bereits seit 1988 stattfinden. Das 1. Kinderfest

war die gleichzeitig die Eröffnung

des Sportplatzes in Neundorf. Bei der Gründung

waren es 22 Mitglieder.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten

Renate Weickert, Reiner Tischer, Jutta Skupin,

Andreas Friedrich, Hartmut Ender, Maren

Czepluch und Sven Reimann.

Derzeit gehören zum Verein ebenfalls 22

Mitglieder. Der aktuelle Vorstand: Agnieszka

Ebermann, lnes Krusche, Heike Rötschke,

Doris Häntsch, Tom Rötschke, Claudia Ebermann

und Monika Julich. Unsere Arbeit im

Verein dient, entsprechend der Satzung,

ausschließlich gemeinnützigen Zwecken,

da wir ein eingetragener Verein sind. Baumaßnahmen

und Investitionen rund um

das Vereinshaus waren:

1996: Türen, Fenster und Haustüren

erneuert

1997: Billardtisch angeschafft, Elektroanschluss

verlegt

1998: Kücheneinbau oben und unten

1999: Installation Schuppen, Dachrinnen

erneuert

2000: Blitzschutzanlage, Spielplatz Maschendraht,

Abwasseranschluss, Schuppenneubau

2001: Vorbereitung Fassadensanierung mit

6 ABM-Kräften

2002: Sanitärinstallation oben

2003: Erbbaupachtvertrag mit der Gemeinde

und umfassende Außensanierung

sowie 2005: umfassende Baumaßnahmen

im Vereinshaus: Ausbau und Dämmung

des Dachbodens, neue Decken wurden

eingezogen und neuer Fußboden verlegt,

Trockenlegung der Außenwände sowie

neue Möblierung unten und oben. Ein

großer Dank geht an die Sponsoren, die

dies unterstützt haben.

Am 24.06.2009 gab es einen Brand im Vereinshaus.

Dieser hat uns schwer getroffen.

Leider wurde bisher noch kein Brandstifter

ermittelt. Durch die tatkräftige Unterstützung

des Seniorenvereins konnten wir

Ende August 2009 das Vereinshaus wieder

einräumen und nutzen. Ein herzliches

Dankeschön an den Seniorenverein. Das

Vereinshaus wird nicht ausschließlich von

uns als Kinder- und Jugendverein genutzt,

sondern auch von unseren Senioren, die

ihre Spielenachmittage, Geburtstagsfeiern

und Themennachmittage gestalten. Unsere

Hauptarbeit liegt aber in der sinnvollen

Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen

auf dem Land. So organisieren wir

mehrmals im Jahr verschiedene Veranstaltungen,

wie Bastel- und Spielnachmittage,

Kochen und Backen, Ausflüge zur Sommerrodelbahn,

den Kletterwald, Eishalle, Erlebnisbad,

Theater, Kino, Minigolf, Bootstour

auf der Neiße, Wanderungen, Westparkcenter,

Ferienspiele, Zoo Leipzig, Dresden

Dampferrundfahrt, Weihnachtsfeier uvm.

Um das Dorfleben lebhaft mitzugestalten

gibt es verschiedene Abendveranstaltungen:

Hexenfeuer, Glühweinparty, Oberlausitzer

Abend, Eierabende sowie verschiedene

Grillabende.

Das größte Highlight in jedem Jahr ist das

Kinderfest.


57

Seniorenverein Neundorf auf dem Eigen e.V.

Unser Verein ging aus der Seniorenbetreuung

durch die Volkssolidarität in der ehemaligen

DDR hervor. Regelmäßig organisierten

eine Handvoll engagierter Frauen

unterhaltsame Nachmittage für die älteren

Bürger unseres kleinen Ortsteiles, bis 1994

der Beschluss zur Gründung eines Vereins

gefasst wurde. Das geschah mit allen

Formalitäten, die dafür notwendig sind.

Auf der Gründungsversammlung im Juli

1994 legten wir die Vereinssatzung fest,

im November erfolgte die Eintragung ins

Vereinsregister. Seitdem besteht unser Seniorenverein

Neundorf auf dem Eigen; im

vergangenen Jahr feierten wir unser 20jähriges

Vereinsjubiläum.

Der Ort unserer Zusammenkünfte ist die

ehemalige Vierklassenschule unseres Ortes.

Das Gebäude wurde in unzähligen Stunden

der Eigenleistung durch viele Einwohner

Neundorfs von Grund auf saniert und ist

seit 1996 unser Vereinshaus.

Dort treffen wir uns aller 14 Tage zu den

verschiedensten Veranstaltungen und heißen

auch Nichtmitglieder stets willkommen.

Mit den Senioren des Großhennersdorfer

Rentnertreffs unternehmen wir vier

bis fünf Busfahrten im Jahr mit dem Rennersdorfer

Busbetrieb Fielehr.

Höhepunkt in unserem Vereinsleben und

für die Einwohner unserer Region ist das

jährliche Sommerfest, welches wir im Rahmen

der Neundorfer Festtage in diesem

Jahr zum 21. Mal feiern.

Das Hauptanliegen unserer Vereinsarbeit

ist jedoch, Möglichkeiten für unsere älteren

Bürger zu schaffen, wo sie Kontakte pflegen

können, denn die meisten sind nicht mobil,

da unser Ortsteil auch nicht in das öffentliche

Verkehrsnetz eingebunden ist. So heißt

es in zwei Strophen eines Gedichts, welches

wir zu 20. Vereinsgeburtstag verfassten:

Nicht mehr die erste Elite,

doch noch mit genügend Schwung.

Nicht mehr in voller Blüte,

aber im Herzen jung

kommen wir hier zusammen,

freun uns bei Spaß und Spiel,

um den Alltag zu vergessen.

Freude ist unser Ziel!

Große wie kleine Sorgen

spüren wir hier nicht mehr.

Hoffnung erfüllt das Morgen,

fällt`s uns auch manchmal schwer.

Ja, auch das Alter kann schön sein,

wird`s nicht zu Einerlei.

Drum sagen ,,Ja“ zur Gemeinschaft.

Das macht fröhlich und frei!

Senioren-Verein Rennersdorf e.V.

Der Senioren-Verein Rennersdorf e.V hat

seinen Ursprung in der Volkssolidarität, die

1948 in Rennersdorf gegründet wurde.

Die verbliebenen Mitglieder wurden dann

im Jahre 1992 in den gegründeten Senioren-Verein

Rennersdorf e.V. übernommen.

Seitdem werden monatliche Zusammenkünfte

für die Mitglieder organisiert.

Das sind Gesundheits-Lichtbildervorträge,

Weihnachtsfeiern, Ausfahrten zu interessanten

Zielen in unserer Umgebung,

Betriebsbesichtigungen, Informationsveranstaltungen

mit dem Bürgermeister und

Bürgerpolizisten, Museumsbesuche. Der

Vorstand unseres Vereines ist bestrebt

seinen Mitgliedern interessante und unterhaltsame

Nachmittage anzubieten.

Kontakt:

Hauptstraße 75, OT Rennersdorf

02747 Herrnhut

Tel. 035873 / 36233

E-Mail: baerbelskriba@freenet.de


58

Bürgerinformationsbroschüre Herrnhut und seine Ortsteile

Freunde des Buschhäusels e.V.

Auf dem Sandberg bei Rennersdorf steht

mitten im namensgebenden Wald das

„Buschhäusel“. Das heutige, schmucke

Holzhaus ist bereits das dritte Haus an gleicher

Stelle.

Das erste Haus wurde schon um 1850 als

Jagdhütte erbaut. Später war es eine Waldarbeiterunterkunft

und ein Depot für Geräte

zur Waldbrandbekämpfung. Seit 1972

diente das Buschhäusel dann zunehmend

als Ferienunterkunft. Gerade wegen seiner

schlichten Ausstattung ohne Strom und

Trinkwasser wurde das Haus bald ein beliebtes

und rustikales Ziel.

Durch einen verheerenden Brand im Jahr

1997 blieb vom Buschhäusel nur noch eine

Ruine übrig. Zur Koordinierung des Wiederaufbaus

gründeten wir noch im gleichen

Jahr den Verein „Freunde des Buschhäusels“

e.V., welcher heute 18 Mitglieder hat. Im

Oktober 1999 konnten wir das zweite Haus

einweihen. Doch ein weiterer Brand im November

2000 zerstörte das Buschhäusel

erneut. Mit vereinten Kräften begannen

wir einen nochmaligen Wiederaufbau, ehe

im Frühjahr 2002 das nunmehr dritte Haus

eingeweiht wurde.

Seitdem kann das Haus wieder für Feiern

und Urlaube, aber auch einfach nur als

Ausflugsziel oder als Rastplatz am Skulpturenpfad

genutzt werden. Nach wie vor gibt

es dort keinen Strom und kein Trinkwasser.

Doch gerade diese Einfachheit und die

Ruhe mitten im Wald bieten beste Voraussetzungen

für naturnahe Entschleunigung!

Eine Übernachtung im Buschhäusel selbst

ist nicht möglich, aber dafür gibt es rund

um das Haus genügend Zeltmöglichkeiten.

Gegen eine Spende kann das Buschhäusel

in der Sommersaison - also ungefähr von

Ostern bis Oktober - genutzt werden.

Unser Verein kümmert sich in guter Zusammenarbeit

mit der Forstverwaltung der EBU

vor allem um die Instandhaltung des Hauses

und die Pflege der Außenanlage. Außerdem

organisieren wir seit 2008 jährlich zu

Himmelfahrt eine gemütliche Bewirtung

direkt am Haus. Und bereits seit 2004 ist

das Buschhäusel jeden Sommer romantische

Spielstätte für eine Aufführung des

Dronte-Wandertheaters.

Kontakt:

Freunde des Buschhäusels e.V.

c/o Konrad Fischer, Zinzendorfplatz 13

E-Mail: konnys@arcor.de

Telefon: 035873 46205 (18 - 20 Uhr)

BUND – das steht für Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Ein deutschlandweit vertretener Verein,

der sich bei Umweltbildung, praktischen

Naturschutzmaßnahmen und in der Politik

engagiert.

Unsere BUND - Regionalgruppe Berthelsdorf

besteht seit 1991. Einen Schwerpunkt

haben wir in der Umweltbildung. Traditionell

veranstalten wir jährlich einen geführten

Frühlingsspaziergang, besuchen in

den Sommerferien die Berthelsdorfer Ferienhortgruppe

und erstellen Informationsblätter

zu Themen wie Vogelfütterung und

Wildbienenschutz.

Vereinsarbeit lebt natürlich von den Menschen,

die dahinter stehen. Freude an der

Natur? Fragen zu praktischen Tipps für umweltgerechtes

Gärtnern? Ideen für ökologisches

Leben? Interesse an Umweltpolitik?

Wir laden dich und Sie herzlich ein, uns

kennenzulernen und vielleicht selbst mit

uns aktiv zu werden! Neue Gesichter und

Ideen sind gebraucht und gerne willkommen.

Kontakt: BUND-Berthelsdorf@gmx.de

Seit 2006 arbeitet der Verein Häusl e. V. am

Erhalt des Umgebindehauses Schul straße

17, Berthelsdorf. Ein liebevoll sanierter

Treffpunkt ist entstanden. Regelmäßig trifft

sich hier die BUND - Regionalgruppe Berthelsdorf.

Wir haben aber noch Platz! Es

ist wichtig, dass es auch in unserem Dorf

verschiedene Angebote gibt. Im „Häusl“

können diese einen Rahmen finden. In unserem

kleinen Hinterhofgarten kann man

im Sommer unter Apfelbäumen miteinander

reden, im Winter in der Blockstube mit

Kachelofen Tee trinken. Wir haben moderne

Sanitäranlagen und sind in der unteren

Etage rollstuhlgerecht. Wer einen Ort für

seine Gruppe oder Verein sucht, kann mit

uns Kontakt aufnehmen. Selbstverständlich

können uns auch am Umgebinde Interessierte

ansprechen.

Kontakt:

Monika Borsutzky Tel: 035873/42975


59

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