DMG-informiert 6/2015

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 6/2015

Jesus–

Helfer in der Not!


Thema

Bibeltexte zum

Leitartikel: Markus 2,1–12

und Markus 6,30–44

Jesus–

Helfer in der Not!

Wer rettet uns?

Diese Frage bewegt die notleidenden

Menschen auf den großen Flüchtlingsrouten

von Asien und Afrika nach Europa.

Wer ist denn ein Helfer? Der Schlepper,

der 4.000 Euro für die Überfahrt

verlangt? Der Mann, der an der Küste der

Türkei „Schwimmwesten“ verkauft und

ein gutes Geschäft macht? Die Fischer,

die mal wieder Insassen eines untergehenden

Schlauchbootes an Land bringen?

Wer kann die Menschen retten?

Oder sind es die Beamten, die einen

verschlossenen Grenzübergang öffnen?

Sind es Menschen in Deutschland, die

Flüchtlinge mit Zelten, Essen und Kleidung

versorgen, damit sie nicht verhungern

und erfrieren? Oder rettet unsere

Bundesregierung? Helfer in der Not! Das

ist mittlerweile das Thema in Deutschland!

Wie können wir der großen Krise in

unserem Land begegnen, wo wir es doch

gewohnt sind, dass für jeden genug zu essen

vorhanden ist? Da kommt der Aufruf

von Jesus an seine Jünger „Gebt ihr ihnen

doch zu essen“ (Mk 6,37) gerade recht.

Beim Lesen des Wortes Gottes fällt

immer wieder auf, wie Menschen in ihrer

Not um Hilfe rufen. Doch die eigentliche

Hilfe kommt nicht von Menschen, sie

kommt von Gott. David äußert nicht

umsonst die Bitte an Gott: „Schaffe uns

Beistand in der Not, denn Menschenhilfe

ist nichts nütze.“ Das klingt scharf und

unangenehm, doch letztlich sind ja alle

Menschen in Not, die Jesus nicht kennen.

Die Botschaft der Engel an die Hirten in

Bethlehem lautet: „Euch ist heute der

Retter geboren!“

Was ist die eigentliche Gefahr?

Es gibt also einen Retter in Not! Das ist

das Großartige an Gott. Er sorgt dafür,

dass Menschen nicht auf ewig verloren

gehen – denn das ist die große Lebensgefahr,

in der jeder Mensch steht. Viele

mögen sich dessen nicht mehr bewusst

sein, doch nur wer Jesus begegnet und

ihm vertraut, ist gerettet.

Jesus kam als Retter auf diese Welt.

Das gilt für den syrischen Lehrer, der

aus seinem Land geflohen ist, wie für das

afghanische Mädchen, das nie lesen und

schreiben gelernt hat. Jesus ist Retter der

Verkäuferin im Supermarkt, die während

ihrer Dienstzeit dem Ansturm von

Flüchtlingen kaum gewachsen ist. Und

Jesus will auch Retter für die sein, die in

diesen Supermarkt strömen, weil sie es

satt haben, den ganzen Tag eingeengt im

überfüllten Erstaufnahmelager zu hocken.

Jesus ist Retter für Sie und mich! Die Bibel

hält uns den Spiegel vor Augen: Ohne

Jesus sind wir auf ewig verloren.

Unter diesem akuten, geistlichen Leid

litt auch ein Gelähmter, der von der Hilfe

anderer abhängig war. Seine Freunde

brachten ihn schließlich zu Jesus. Bei ihrer

Hilfsaktion kamen sie sicher ganz schön

ins Schwitzen, sie scheuten keine Mühe

für ihren Freund. Selbst die Menschenmenge

hielt sie nicht ab, ja sie ruinierten

gar das Hausdach, um ihren Freund zu

Jesus zu bringen. Sie wussten, sie waren

nicht die Retter, es war Jesus. Er hat

diesem Gelähmten zuerst seine Sünden

vergeben und ihn anschließend noch

geheilt.

Und die Seele?

Einige Kilometer weiter ein ähnliches

Ereignis. Jesus stieg aus dem Boot und

stand vor einer riesigen Menschenmenge.

Er sah ihre Not, dabei drehte es ihm

schier die Eingeweide um, heißt es in der

Bibel. Was tat Jesus? Er hielt eine lange

Predigt (Mk 6,34), weil Glaube durch das

Hören geweckt wird. Dann gab er ihnen

zu essen.

Sie und ich sind nicht Retter der

Menschen. Wir können ihnen zur Seite

stehen, vielleicht ihre Not lindern, doch

nicht ihre Situation grundlegend verändern.

Jesus Christus mag mich einsetzen,

dass er dem Leid der Welt begegnen

Auszug aus der Erklärung

des AEM-Vorstandes zur

Flüchtlingssituation in Europa

2 DMG-informiert | 6 | 2015

Die Bibel ist voll von Migrationsgeschichten:

Abraham, Jakob, Mose,

David, Jesus … Trotz allen Versagens

von Menschen handelt Gott; er ist

souverän und wirkt durch die weltweite

Migration … Die meisten Flüchtlinge

sind Bürgerkrieg oder Terror entkommen,

oft traumatisiert von der Flucht.

Hier gilt Jesu Wort: „Ich bin hungrig

gewesen und ihr habt mir zu essen

gegeben. Ich bin durstig gewesen und

ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich

bin ein Fremder gewesen und ihr habt

mich aufgenommen“ (Mt 25,35ff) …

Viele Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien,

Irak, Iran und Westafrika sind


kann. So wie die Freunde den Gelähmten

zu Jesus brachten und die Jünger das

Essen an 5.000 Menschen austeilten. Das

Brot selbst war jedoch ein Geschenk

Gottes. Ich bin nur Kanal für seine Hilfe.

Diese Erkenntnis macht mich demütig.

Vor wenigen Wochen schaute ich in

Istanbul in die runden Augen eines kleinen

syrischen Flüchtlingsjungen, der auf

der Straße um Geld bettelte. Ich fragte

ihn: „Hast du Hunger?“ „Ja“, kam es

heraus. Also ging ich mit ihm ins nächste

Restaurant und kaufte ihm Essen und

Trinken. Nein, ich fühlte mich nicht gut

dabei, denn ich wusste, diese Mahlzeit

lindert nur seine augenblickliche Not, sie

änderte nicht sein Leben. Auch wenn ich

predige, kann ich nur Sprachrohr Gottes

sein. Glauben wecken kann ich nicht,

denn das bewirkt Gottes Geist.

Was hat beim Helfen Priorität?

Wir reden von ganzheitlichem Dienst,

dass Menschen an Leib, Seele und

Geist geholfen wird – und das stimmt.

Menschen in Not brauchen Nächstenliebe,

auch das hat Jesus uns einzigartig

vorgelebt. Wir lindern Not, versorgen

die Menschen mit Nahrung, Wohnung,

Ausbildung und Arbeit – dabei helfen wir

ihnen unabhängig von ihrer Herkunft und

Religion. Noch wichtiger ist jedoch, ihnen

von Gottes Rettungsangebot zu erzählen.

Was sie vorrangig brauchen, ist die

Begegnung mit Jesus.

Vor wenigen Tagen traf ich im Gottesdienst

eine syrischen Frau, die ihren Mann

und Sohn im Krieg verloren hatte. Was

für ein schreckliches Leid stand in ihrem

von Trauer zerfurchten Gesicht. Das

Geld, um das sie gebeten hat, um für sich

und ihre Tochter eine Bleibe zu finden,

kann ihren Schmerz nicht lindern. Gut,

dass die Gemeinde für sie beten konnte.

Jesus ist der Retter! Wie befreiend ist

das. Es geht nicht mehr um mich. Gerade

in Not will Jesus sich als Retter erweisen.

Als er das Volk Israel wie eine Schafherde

ohne Hirten sah, sprach er nicht zu

seinen Nachfolgern: „Geht, lindert die

Not!“, sondern: „Bittet den Herrn, dass

er Arbeiter in seine Ernte sende …“ In

Matthäus 28,18 leitete Jesus den Missionsauftrag

nicht ein mit den Worten:

„Schaut, die Not in der Welt, darum …“

Sondern er sagte: „Mir ist gegeben alle

Macht im Himmel und auf Erden, darum

geht hin …“

Wieso reden wir von Jesus?

Wenn Jesus alle Macht hat, kann er

auch Menschen aus ihrer Not retten. Er

kennt das Elend jedes einzelnen. Darum

soll ich den Blick weg von all dem Leid

hin auf Jesus richten. Nur so erkenne ich,

wie Jesus einen Notleidenden sieht – und

diesen Blick auf Jesus braucht auch der

Leidende selbst. Die Menschen müssen

von Jesus hören und ihm begegnen: Christus

ist der Erlöser! Er ist die Antwort auf

das Leid der Welt.

Manche werfen Missionaren vor, in

Notsituationen „Menschen bekehren“ zu

wollen. Das kann jedoch niemand außer

Gott, einen Menschen zur Umkehr leiten.

Interessant ist, dass die Mission von Jesus

gerade auf die Ursache der Not zielt. Vor

allem Leidende erkennen Jesus als Retter.

Es wäre geradezu verrückt, Menschen in

ihrer Verzweiflung nicht auf den eigentlichen

Retter, Jesus Christus, hinzuweisen.

Wie wir das tun? Manchmal frage

ich die Menschen nach ihrer Not, oft

erzählen sie selbst davon – dann können

wir von Jesus reden oder für sie beten.

Nie habe ich erlebt, dass dies abgelehnt

wurde. Im Gegenteil: Oft sehe ich große

Dankbarkeit in ihren Augen, weil sie

erkennen, dass Gott sich ihrer Not

annimmt. Mein tiefer Wunsch ist, dass

Menschen in Notlagen schließlich zum

gleichen Bekenntnis gelangen, wie die

Leute aus Sychar (Joh 4,42): „Dieser Jesus

ist wirklich der Welt Retter!“

Detlef Garbers

Öffentlichkeitsarbeit

Christen. Sie brauchen unsere Solidarität

und Hilfe. Wir bitten darum,

ihnen großzügig Privatquartiere,

Gemeindehäuser und Freizeitheime

als Unterkunft anzubieten, zumal viele

auch in Gemeinschaftsunterkünften in

Deutschland weiter um ihres Glaubens

willen verfolgt werden.

Natürlich sind Flüchtlinge ebenso

wenig „Heilige“ wie Menschen im

Westen. Es gibt darunter Selbstlose

und Egoistische, so wie auch unter uns.

Jeder Mensch braucht die Erlösung und

das neue Leben in Jesus. In den meisten

Herkunftsländern gibt es jedoch

große Einschränkungen für christliche

Gemeinden und die Verkündigung des

Evangeliums. Hier haben wir alle Freiheit,

die Liebe Jesu zu bezeugen.

Die vollständige Erklärung hier:

www.DMGint.de/AEM-Erklärung

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Europa

Spanien

César und Julia Palomino Parada

Deutschland

Bettina und Gerhard Denecke

Immer dem

gelben Pfeil nach!

Stundenlang wandern, frische Luft,

neuen Leute begegnen, sich austauschen

– dann wieder Stille, Zeit fürs

Gebet und Gedanken über Gott. Den

spanischen Jakobsweg, einen uralten

Pilgerweg der ganz Europa durchquert,

wollte ich (César) immer schon

ausprobieren. Mit

leichtem Gepäck

und bequemen Schuhen

machten mein

Teamkollege Marvin

und ich uns Richtung

Santiago de Compostela

auf. Zu Fuß wollten wir in einer

Woche 156 Kilometer zurücklegen.

Das Pilgern auf diesem Weg hat uralte

Tradition, er ist sogar Weltkulturerbe.

Tausende Menschen sind jedes Jahr

hier unterwegs – in Gruppen, zu zweit

und alleine. Viele begeben sich aus spirituellen

Gründen auf den anstrengenden

Fußmarsch, andere um über sich

selbst nachzudenken und sich auf das

Wichtige im Leben zurückzubesinnen.

Der Weg kostet Kraft, geschwollene

Füße und Muskelkrämpfe, aber er gibt

auch viel.

Früh um halb sechs ging es los,

um die Kühle der Morgenstunden zu

nutzen und gegen Mittag noch einen

Platz in den sich schnell füllenden

Herbergen zu ergattern. Unterwegs

kamen wir auf ganz natürliche Weise

mit vielen Wanderern ins Gespräch,

auch über wahres Glück und den Sinn

des Lebens.

Einmal trafen wir einen Katholiken

aus den USA, der allein wanderte. Er

stellte Fragen über die Bibel und fand

es toll, dass wir mit den Menschen

über Jesus reden wollten. Wir ermutigten

ihn, in der Bibel nach Antworten

Ein junger Kroate hat in

der evangelischen Herberge

den Jesusfilm gesehen und

war begeistert.

zu suchen. Nach einem gemeinsamen

Mittagessen und herzlichen

Abschied haben wir noch zusammen

gebetet.

Am anderen Tag sprachen wir

mit einem Basken. Er meinte, den

Glauben könne man mit blauen

Augen vergleichen: „Entweder man

hat ihn, oder man hat ihn nicht“,

sagte er. Viele in Spanien suchen

Erfüllung und

inneren Frieden,

sind aber von der

Kirche enttäuscht

und misstrauisch

gegenüber allem Religiösen.

Einigen wie

ihm konnten wir nahebringen, dass

es nicht um Religion geht, sondern

um eine echte Beziehung zu Gott.

Ein junger Kroate hat in der ev.

Herberge La Fuente del Peregrino

(Pilgerquell) den Jesusfilm gesehen

und war begeistert. Wir hatten ein

interessantes Gespräch darüber, ob

wirklich alle Wege und Religionen

zu Gott führen. Auf dem Jakobsweg

muss man dem Zeichen der

Muschel und gelben Pfeilen folgen.

Ähnlich ist es mit dem Weg in den

Himmel. Da reicht es auch nicht,

nur irgendeinen Weg zu nehmen,

um das Ziel zu erreichen. Ein

anschauliches Bild, mit dem wir ihm

das Evangelium erklärten.

Wir lernten einen wunderschönen

Teil Spaniens kennen, eine

junge Deutsche, die mit ihrem zehn

Monate alten Baby unterwegs war,

und ein Ehepaar, das mit über 80

noch gemeinsam wanderte, allesamt

offen für Glaubensthemen – eine

Offenheit, die wir sonst in Spanien

eher vermissen. Gott gebrauchte

unsere Reise. Es ist gut, sich auf den

Weg zu machen.

Ausländer evangelisieren

Deutschland

Sieht es nicht ziemlich finster aus in unserem

Land? So viele Flüchtlinge, die nie

von Jesus gehört haben – und Kirchen,

die sich sonntags nicht mehr füllen. Man

könnte Angst bekommen. Und doch – es

geht ein Licht auf. Jesus strahlt mitten

hinein zwischen Atheisten, müde und

ängstliche Christen und Muslime. Hilfe

kommt von unerwarteter Seite:

Wir haben eine Partnergemeinde, die

sehr missionarisch ist. Die meisten ihrer

Mitglieder stammen von Aramäern im

Orient ab. Vor eineinhalb Jahren baten

uns diese motivierten Freunde um Hilfe,

die Genehmigung für einen Straßeneinsatz

zu bekommen. Sie wollten zwei Lieder

singen und mit einer Kurzbotschaft

Menschen für Jesus gewinnen. Gerne

haben wir ihnen geholfen.

Dabei erlebten wir die zweite Überraschung:

Wir brauchten gar keine Genehmigung!

Man darf sich auf die Straße

stellen und predigen. Ihr Einsatz ist sehr

positiv verlaufen. Wir hatten gute Gespräche

mit Interessierten und Atheisten.

Am Ende haben drei Leute im Gebet

Jesus ihr Leben anvertraut. Super!

Die dritte Überraschung kam, als wir

diese Gemeinde nach dem Reisedienst

wieder besuchten. Sie sind jetzt jede

Woche zu missionarischen Aktionen unterwegs,

diesmal mit Genehmigung! Einmal

mieteten sie einen Kleintransporter,

stellten Lautsprecher darauf und zogen

damit durch die Innenstadt. Sie verkündigen

durch öffentliche Predigt, Plakate und

christliche Schriften, dass Jesus rettet. Ist

das nicht phantastisch? Ausländer bringen

uns das Evangelium!

Dunkel muss weichen, wo Jesus lebt. Es

bleibt nur dort Nacht, wo wir nicht das

Licht der Welt hineintragen. Geben Sie

die gute Botschaft mutig weiter und Ihre

Stadt wird heller. So viel Unerwartetes

kann geschehen, wenn wir Flüchtlingen

von Jesus erzählen.

4

8

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17

19

RS

Inhalt

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Veranstaltungen

Weihnachtsprojekt

Deneckes kümmern

sich um Migranten

4 DMG-informiert | 6 | 2015


Fokus

Für die Praxis

F l ü c h t l i n g e n

Flüchtlingen helfen

Mit der Sprache der Liebe

Kulturbarrieren überwinden

Neuen Flyer

kostenlos bestellen:

Tel. 07265 959-0

Kontakt@DMGint.de

h e l f e n

DMG-informiert | 6 | 2015

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Europa

Italien

Michael und Rosa Stoehr

Osteuropa

Prof. Dr. Peter und Katharina Penner

Ein himmlisches

Geschenk

Ein slawischer

Bibelkommentar entsteht

Seit 20 Jahren stellen wir in Modena

(Norditalien) christliche Literatur her

und staunen täglich, wie Gott dadurch

handelt. Unser wichtigstes Produkt ist

ein evangelistischer Abreißkalender in

Italienisch, der an mehr als 125.000

Haushalte in ganz Europa verteilt wird,

mit einer Version extra für Gefängnisinsassen.

Susanna und Renzo aus Florenz

bekommen jedes Jahr 100 der Kalender

kostenlos, um ihre Seelsorge unter

Häftlingen zu unterstützen. Susanna

schrieb:

„Eure Kalender sind ein Geschenk des

Himmels. Im Gefängnis besuchen wir

Straffällige, die noch nie eine Bibel hatten,

Riesenprobleme haben und das Gespräch

schätzen, weil sie in ihrer Zelle einsam

sind. Manche lesen Gottes Wort, aber

ihre Situation beschäftigt sie dermaßen,

dass sie nur wenig verstehen. Da hilft der

Kalender mit täglichen Andachten. Oft ist

er ihre einzige Ermutigung.

Die Kalenderzettel werden von Hand

zu Hand weitergereicht. Uns reicht die

Zeit nicht, alle Bitten um Besuche wahrzunehmen.

Dann schicken wir Häftlingen

einen Brief mit einem Neuen Testament

und Eurem Kalender.

Kürzlich fand ein Insasse zum Glauben:

Seine Lebensgeschichte war traurig. Sein

Gewissen klagte ihn an für das, was er

getan hatte. Er verlor allen Lebensmut.

Auf einem Kalenderblatt fand er das

Wort von Jesus aus Johannes 6,37: ‚Wer

zu mir kommt, den werde ich nicht zurückweisen.‘

Das weckte seine Neugier.

Er wollte mehr erfahren und las das Neue

Testament Tag und Nacht, bis er begriff:

‚Jesus ist auch für mich gestorben und

auferstanden.‘ Seit er Jesus hat, braucht

er keine Medikamente mehr, kann wieder

essen, wäscht sich, und es geht ihm

blendend!

Danke für Eure Treue im jahrelangen

Dienst und das Material, das Ihr uns zur

Verfügung stellt!“

Sie wollen italienischen

Nachbarn einen Kalender

schenken? Gerne können Sie

über die DMG Kontakt mit

Ehepaar Stoehr aufnehmen

Seit fünf Jahren gehören wir zu einer

Gruppe von 70 Christen aus Mittel- und

Osteuropa sowie Zentralasien, die

gemeinsam an einem Bibelkommentar

in russischer Sprache arbeitet. Das Buch

soll kontextuell relevant sein für den gesamten

eurasischen und postsowjetischen

Raum – keine einfache Aufgabe, denn

diese Weltgegend ist überaus vielfältig.

Da ist es gut, dass so viele Christen unterschiedlicher

Herkunft die Bücher der

Bibel aus ihrem jeweiligen Umfeld heraus

auslegen.

Die einen kommen

aus Zentralasien, wo

der Islam dominiert,

andere aus dem Fernen

Osten, wo sich

die Menschen eher

als Asiaten verstehen,

oder aus Gegenden, die mehrheitlich

orthodox oder katholisch sind, dazu

der multinationale Kaukasus mit seinen

geopolitischen Problemen. Gemeinsam

haben diese Christen, dass sie als Minderheit

in ihrer Kultur leben. Ein Ziel des

neuen russischen Bibelkommentars ist

deshalb, Gemeinden in ihrer Mission zu

stärken.

Dabei wenden wir die Missionale

Hermeneutik an: Der Kommentar soll in

den Alltag der unterschiedlichen Gemeinden

hineinsprechen und praktisch zeigen,

wie sie Menschen für Jesus gewinnen

können; im muslimischen, animistischen,

buddhistischen, orthodoxen und katholischen

Kontext. Er soll Christen aus ganz

Eurasien in ihrer Mission einen, ohne

dabei die Vielfalt der Gemeinden zu igno-

Die Spannungen in der

Ukraine wirken sich direkt

auf unsere Arbeit aus, in unserem

Redaktionsteam sind vor

allem Russen und Ukrainer.

Peter Penner (ganz rechts)

im Redaktionsteam

rieren. Das ist fast unmöglich, selbst in

einem Buch von zwei Millionen Worten.

Gebet war deshalb ein entscheidender

Faktor beim Schreiben, im Gespräch mit

Autoren und den Treffen des Redaktionsteams.

Leider bleibt Osteuropa nicht von

Krieg verschont, die Spannungen in der

Ukraine wirken sich direkt auf unsere

Arbeit aus. Wir sind zehn Personen im

Redaktionsteam, vor allem Russen und

Ukrainer. Der Krieg belastet die Beziehungen.

Das fing schon

mit der Entscheidung

an, wo wir uns treffen

sollten: in Russland, der

Ukraine oder lieber auf

neutralem Grund?

Manchmal mussten

wir einfach die Arbeit

zur Seite schieben und erstmal Gemeinsamkeiten

suchen. Als es einmal beinahe

zum Streit kam, lasen wir gemeinsam

Matthäus sieben, wo es um den Splitter

im Auge des Bruders und den Balken im

eigenen Auge geht – danach konnten

wir weiterarbeiten. Wir Christen sind

„Fremde in der Zerstreuung“ (1Petr 1,1),

ein ganz eigenes Volk. Wir gehören zur

Familie Gottes, unseres Vaters. So half

die Arbeit am Bibelkommentar, dass

wir als Gläubige und Theologen zusammengewachsen

sind, die sich nicht mehr

auseinanderdividieren lassen. Wir haben

einen gemeinsamen Auftrag.

Bald geht der neue slawische Bibelkommentar

in Druck. Bitte beten Sie für ein

gutes Ergebnis; dass er Christen aus allen

Völkern Osteuropas, Russlands und Zentralasiens

eint in ihrer Mission für Jesus.

6 DMG-informiert | 6 | 2015


Russland

Von einer DMG-Mitarbeiterin

Sie schwärmt von den

leckeren, schwarzen

Blasen, wenn man die

Toastzeit auf neun

Minuten stellt.

Olga und die

Würstchen im Toaster

Es war am 1. Juni 2015: Überglücklich

über den Kauf meines Dienstwagens

suchte ich in meiner Stadt eine günstige

Autoversicherung. Dabei bemerkte ich

im Park eine Frau, die kniend auf dem

Rasen etwas suchte. Ihre Handtasche lag

hinter ihr, sie brabbelte erschöpft und

unverständlich vor sich hin.

Und was habe ich getan? Genau, ich

ging wie alle anderen an ihr vorbei. Dann

kam mir der Barmherzige Samariter

(Lk 10,25–37) in den Sinn. Wir hatten

die Woche zuvor in unserem Hauskreis

diskutiert, wie wir solche Nächstenliebe

leben können. Sofort drehte ich um, ging

zu der Frau hin und fragte, ob ich ihr

helfen könne.

Sie war betrunken. Von Tabletten und

einem Fernseher redete sie auch. Ich rief

eine Krankenschwester unserer Gemeinde

an, die empfahl, den Notdienst zu

rufen. Ein junger, geistlich behinderter

Mann gesellte sich dazu, half mir und

kaufte der Frau eine Flasche Wasser.

Der Krankenwagen war wenige Minuten

später vor Ort – ein Wunder, denn das

kann hier Stunden dauern. Die Ärzte

bestätigten der Frau eine Alkohol- und

Tablettenvergiftung, lehnten jedoch ihre

Aufnahme ins Krankenhaus ab, da „man

solche Leute nicht brauche“. Und Leute

wie mich und diesen jungen Mann auch

nicht, die so unnütze Notrufe absetzten.

Man sollte uns bestrafen, hieß es. Krass!

Zu unserer Gemeinde gehört ein

Rehazentrum für Alkohol- und Drogenabhängige,

dessen Leiter ich anrief. Leider

können sie Kandidaten in diesem Zustand

nicht in ihre Reha aufnehmen – die Frau

müsse schon nüchtern sein, sonst habe

alles keinen Zweck. Also torkelte ich mit

Olga zu mir nach Hause. Gott sei Dank

hatten wir es nicht weit.

Zunächst machte ich ihr einen Tee,

bereitete ihr in meiner Wohnstube das

Sofa und hoffte, dass sie sich einfach

zur Ruhe legen würde. Doch Olga hatte

enormen Mitteilungsbedarf. Sie erzählte

von ihrer Zeit als Leistungssportlerin,

wie sie geheiratet hat und sich jetzt mit

Renovierungsarbeiten durchs Leben

schlägt. Und ständig kam sie auf diesen

teuren, kaputten Fernseher zu sprechen,

der Streitpunkt Nummer eins mit ihrem

Mann war. Ich hörte einfach nur zu – und

merkte, wie ich an meine Grenze kam,

als Olga Herztropfen erwähnte, die sie

dringend benötige.

Ich bot an, für sie zu beten. Das nahm

sie dankend an, bestand aber darauf,

diese Tropfen zu kaufen, sonst könne

sie nachts nicht schlafen. Wir suchten

Arm in Arm, sie torkelte schon nicht

mehr so stark, die nächste Apotheke auf.

Wieder zu Hause ging es ihr von Stunde

zu Stunde besser. Sie hatte das Leben so

satt und fragte, ob ich ihr nicht ein Gebet

zu lesen geben könne. Ich schenkte ihr

ein Heftchen „Warum Jesus“ mit einem

Übergabegebet am Ende. Von Herzen

wiederholte sie es und lud Jesus in ihr

Leben ein. Sie bat mich um eine Nachttischlampe,

damit sie nachts das Heftchen

ganz lesen könne.

Am nächsten Morgen war Olga

nüchtern – Gott sei Dank. Wir frühstückten

gemeinsam „Würstchen aus dem

Toaster“, die Olga liebt. Sie schwärmt

von den leckeren, schwarzen Blasen,

wenn man die Toastzeit auf neun Minuten

stellt. Während wir aßen, erzählte ich ihr

von unserem Rehazentrum. Sie wollte

die Reha antreten. Vorher müssten wir

jedoch noch den Fernseher aus der

Reparatur abholen und zu ihr nach Hause

bringen. Da ich noch keine Autoversicherung

hatte, konnte ich ihr nur ein Taxi

bestellen. Abends telefonierten wir, alles

war soweit gut.

Wir vereinbarten, dass ich sie ins

Rehazentrum fahren würde. Doch als ich

am nächsten Tag anrief, war sie wieder

betrunken, kaum zu verstehen. Ich

betete für sie und versuchte sie täglich

anzurufen – eine Zeit lang ging sie nicht

dran. Als wir wieder Verbindung hatten,

erzählte sie mir, dass ihr Bruder das

Telefon entwendet hatte. Sie schwankte

hin und her mit ihrer Entscheidung für

die Reha. Ich solle ja nicht denken, dass

das alles so einfach wäre mit ihr. Dann

war Olga eine Woche im Krankenhaus

und wollte nicht, dass ich sie besuchte.

Seit gut sechs Wochen ist sie leider nicht

mehr zu erreichen. Ich bete weiter für

sie und schreibe ihr SMS’ mit Grüßen und

Bibelversen …

DMG-informiert | 6 | 2015

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Asien

Japan

NEU: Stefan Süßmuth

Taiwan

Dr. Alain und Rita Haudenschild

Wie wird man eigentlich Missionar?

Diese Frage habe ich in den vergangenen

Wochen im Reisedienst oft gehört.

Wenn ich meinen Lebensweg betrachte,

sind die wichtigsten Bausteine die

persönliche Berufung, mein Interesse

an Asien und die große Liebe zu meiner

Frau Martina.

Doch der Reihe

nach:

Ich hatte enormen Respekt,

ja richtig Angst, vor einem

solchen Schritt, sodass sich

unsere Wege zunächst

trennten.

Vor 34 Jahren

erblickte ich in

Stuttgart das Licht

der Welt. Ich bin

dankbar, dass Gott mich in eine gläubige

Familie hineingestellt hat. Als Gemeindekind

(FeG Stuttgart) habe ich alles vom

Kindergottesdienst bis zum Hauskreis

durchlaufen. Dort habe ich meine persönliche

Entscheidung für Jesus getroffen.

Nach Abitur und Zivildienst studierte

ich in Stuttgart Wirtschaftswissenschaften.

Damals kam ich mit den Navigatoren

in Verbindung. Für mein Glaubensleben

war das eine enorm wichtige Zeit. Bewusst

oder unbewusst hatte ich bis dahin

mein Leben in zwei Bereiche aufgeteilt:

das christliche Leben in der Gemeinde

und mein „normales Leben“ an Schule

und Uni. Der Gedanke, meinen Glauben

bewusst im Alltag zu leben, hat mich

ungemein bereichert. Es war wunderbar

wie ich mehr Herz für meine Freunde

und Mitstudenten entwickelte.

Zu dieser Zeit lernte ich Martina

kennen, die bei den Navigatoren in

Mainz aktiv war. Für sie war klar, dass

ihr Weg nach Japan führt. Ich hatte

enormen Respekt, ja richtig Angst, vor

einem solchen Schritt, sodass sich unsere

Wege zunächst trennten. Nach meinem

Seit August verheiratet,

seit November in Japan:

Martina und Stefan

Süßmuth (links)

Studium zog ich nach München, um in

der Wirtschaftsprüfung zu arbeiten. Ich

spielte damals schon mit dem Gedanken,

Studentenarbeit zu machen, doch vorher

wollte ich Berufserfahrung sammeln.

Nach dem Steuerberaterexamen fuhr

ich zu einer zehnmonatigen

theologischen

Ausbildung nach Glasgow.

Unterwegs nach Schottland

sprach ich ein simples

Gebet: „Gott, du kennst

mich, zeig mir deinen Weg

für mein Leben.“ Dieses

Gebet beantwortete er direkter als ich

dachte: Durch einen Kommilitonen fand

ich in die internationale Studentenarbeit

in Glasgow hinein. Wir waren für die

Studenten aus Asien verantwortlich. Es

war ein Privileg, mit ihnen unser Leben

zu teilen und die Bibel zu lesen. Gott

gab mir durch diese Erfahrungen einen

Vorgeschmack auf eine mögliche Studentenarbeit

in Japan.

Warum eigentlich Japan? Natürlich

wegen Martina, mit der ich über die

Jahre eng in Kontakt geblieben bin. Ich

spürte, wie mein Zögern und die Ängste

langsam aufbrachen. Außerdem haben

mich unterschiedlichste Leute immer

wieder direkt gefragt, ob ich nicht in

Japan arbeiten wolle. Eines Tages brachte

ich den Mut auf, mit Martina über alles zu

reden und ihr zu offenbaren, dass ich mir

eine gemeinsame Zukunft mit ihr in Japan

mehr als nur vorstellen kann.

Inzwischen sind wir verheiratet und

arbeiten in Shizuoka mit Studenten. Wir

teilen unser Leben mit ihnen, um ihnen

von Jesus zu erzählen. Durch Aktivitäten,

Sport und Reisen wollen wir ihnen zu

Freunden werden und sie zum Bibellesen

einladen. Wir danken Gott, wie er uns

geführt hat, sodass wir heute gemeinsam

Studenten in Japan dienen können.

Christliche

Studentencafés gegründet

Wir saßen gerade mit dem Professor

einer Universität zusammen, um den

Mietvertrag für ein neues christliches

Café auf deren Gelände zu unterzeichnen.

Da klingelte das Telefon unseres

neuen Freunds Peter. Der Professor einer

anderen Uni war am Apparat und lud ihn

ein, auch in seiner Stadt ein christliches

Studentencafé zu eröffnen.

Der Gründer der Cafés, Peter, ist ein

aktiver Rentner aus den USA. Uns gefällt

seine Idee, an 32 Universitäten in Taiwan

christliche Cafés zu eröffnen. Besonders,

weil die ersten Unis, von denen

er eingeladen wurde, im Kerngebiet der

Hakkas liegen, einer Volksgruppe von

drei Millionen Menschen, die noch kaum

von Jesus gehört haben. Der Anteil an

Hakka-Christen liegt mit 0,33 Prozent

weit unter dem Landesdurchschnitt.

Die Cafés bieten eine Plattform, wo

Christen mit Studenten aus Taiwan und

anderen asiatischen Ländern Freundschaften

knüpfen und ihnen die Botschaft der

Bibel nahebringen. Bei den Hakkas gibt

es bisher nur wenige, kleine christlichen

Gemeinden. Auf traditionelle Weise

Gemeinden zu gründen, dauert in der

Regel Jahrzehnte und ist alles andere als

einfach. In einigen Gebieten kommen die

jungen Leute nur am Wochenende von

Arbeit und Studium nach Hause, wie sollte

man sie erreichen? Die Cafés an ihren

Studienorten sind ideal dafür.

Was auf das besagte Telefonat folgte,

war unglaublich: Innerhalb weniger Tage

fanden sich Christen, die in beiden Städten

ein Café führen und sich liebevoll um

Gäste kümmern wollen. Am 23. September

leitete ich (Alain) die Einweihung des

neuen Studentencafés in Miaoli; Rita am

19. Oktober beim neuen Café in Zhongli,

mit dem sie durch intensive Betreuung

seit den Anfängen verbunden ist.

In den Cafés sollen Studenten günstig

Getränke und Snacks erhalten. Gleichzeitig

kümmern sich Mitarbeiter um den

„inneren Menschen“: im seelsorgerlichen

Gespräch oder mit christlichen Veranstaltungen

an der Uni und in Gemeinden.

Bei einer gemütlichen Tasse Tee ist es

einfacher, mit Menschen über Lebensfragen

und Jesus ins Gespräch zu kommen.

Finanzieren soll sich die Arbeit auf Dauer

selbst, aus den Einnahmen

der Cafés.

8 DMG-informiert | 6 | 2015


Philippinen

Andreas und Angela Staigmiller

Ethan (Mitte)

mit den beiden

Jungs von

Staigmillers

Abschied von Stephanie

Ethan, der beste Freund unserer Jungs,

hatte sich so auf sein Schwesterchen gefreut.

Doch leider waren die beiden nur

kurz zusammen. Was war geschehen?

Dodo, ein Mitarbeiter unserer missionarisch-theologischen

Ausbildungsstätte

Life Resources Foundation, rief aus dem

Krankhaus an: „Kuya (Onkel)“, sagte er,

„es sieht gar nicht gut aus.“ Seine Frau

Len war im siebten Monat schwanger

und wegen Bluthochdruck eingeliefert

worden. Zuerst lag sie im städtischen

Krankenhaus ohne Klimaanlage mit zehn

Personen in einem Zimmer. Da sich ihr

Zustand nicht besserte, ließ sie sich in ein

einfaches, privates Krankenhaus verlegen.

Dort war sie im Vierbettzimmer und hatte

wenigstens eine schwache Klimaanlage.

Es musste dringend ein Kaiserschnitt

gemacht werden, doch wie sollten sie

ohne Ersparnisse die hohe Anzahlung für

die Operation aufbringen? Lens Leben

stand auf Messers Schneide. So starteten

wir eine Aktion und legten mit Freunden

aus Deutschland

und den USA

das nötige Geld

zusammen. Len

konnte operiert

werden und sie

überlebte.

Ihr Baby, die

kleine Stephanie,

wog weniger als ein Kilo und kam

sofort in den Brutkasten. Es war ein

Auf und Ab. Einmal hieß es, dass es dem

Mädchen gut gehe, doch immer wieder

verschlechterte sich ihre Situation. Dazu

die Hiobsbotschaft, dass kein Krankenhaus

in der Stadt einen Brutkasten mit

„Denn ich weiß, was für Gedanken

ich über euch habe, spricht der

Herr, Gedanken des Friedens und

nicht des Unheils, um euch Zukunft

und Hoffnung zu geben.“

Jeremia 29,11

Beatmungsgerät frei hatte. Stundenlang

wurde die Kleine von Hand beatmet. Wir

beteten und bangten.

Tags darauf wieder eine SMS: „Es geht

Stephanie schlecht.“

Inzwischen war ein

Brutkasten mit Beatmungsgerät

frei. Wir

brachten Dodo alles

Geld, was wir auftreiben

konnten. Er machte

die Anzahlung fürs neue

Krankenhaus, bezahlte

die Rechnungen der vorherigen Klinik

und wieder warteten wir. Stephanie war

nicht transportfähig. Die Minuten wurden

zu Stunden, es ging ihr immer schlechter.

Bis die Ärztin traurig aus der Intensivstation

kam mit den Worten: „Wir haben

viermal versucht sie zu reanimieren, alles

erfolglos.“

Stephanie hatte zwölf Tage gelebt,

voller Leiden und Schmerzen. Wie

sollten wir die jungen Eltern trösten?

Wir fanden keine Worte. Inzwischen war

Abend. Schweren Herzens fuhren wir

miteinander zum Beerdigungsinstitut,

danach zurück zur Klinik. Schluchzend

nahm Dodo seine Tochter, in eine Decke

gewickelt, aus dem Brutkasten auf den

Arm und trug sie schleppenden Schritts

hinunter in den Leichenwagen. Schweigend

ging ich neben ihm her, meinen Arm

um seine Schulter. Alles so unwirklich,

wie in einem bösen Traum.

Durften wir die Familie über Nacht

alleinlassen? Es kamen Freunde und Angehörige,

so dass wir nach Hause und neue

Energie tanken konnten. An der Schule

lief ja gerade unsere Jugendfreizeit …

Inzwischen sind einige Monate vergangen.

Noch immer ist der Schmerz und

Verlust für die Familie groß. Gleichzeitig

bezeugen Dodo und Len, dass sie sich

von Gott getragen wissen. Während des

Krankenhausaufenthalts stand auf dem

Kalender in ihrer Küche der Bibelvers

Jeremia 29,11: „Denn ich weiß, was für

Gedanken ich über euch habe, spricht

der Herr, Gedanken des Friedens und

nicht des Unheils, um euch Zukunft und

Hoffnung zu geben.“ Daran halten sie

fest. Dodo bezeugt: „Ja, Gottes Plan ist

gut, wir wollen im Glauben weitergehen.“

Danke wenn Sie im Gebet mit an diese

Familie denken.

DMG-informiert | 6 | 2015

9


Asien

Naher Osten

Johnny und Marlene Shahwan

Weil Jesus

hier geboren wurde!

In Bethlehem ist immer Weihnachten.

Menschen aus aller Welt besuchen unsere

kleine Nachbarstadt in den Bergen

Judäas, weil Jesus hier zur Welt kam. Die

Geburtskirche und Hirtenfelder werden

täglich von Hunderten besichtigt, und

die palästinensische Bevölkerung lebt

vom Tourismus. Viele Muslime haben

das Geschäft mit dem Kind in der Krippe

für sich entdeckt. Jahr für Jahr ziehen

mehr aus den umliegenden

Dörfern nach Bethlehem.

Sie bauen Hotels, gründen

Souvenirgeschäfte und

Restaurants, arbeiten als

Schmuckverkäufer, Olivenholzschnitzer

und Reiseleiter.

Die biblischen Orte sind allgemeines

Kulturerbe und das Weihnachtsfest zum

Volksfest geworden.

Werden im Advent die Lichterketten

eingeschaltet und riesige Weihnachtsbäume

nach amerikanischem Vorbild

erleuchtet, sind nur noch wenige palästinensische

Christen unter den Feiernden.

Und wenn an Heiligabend auf der großen

Bühne Chöre aus aller Welt zur Ehre

Gottes singen, grölen tausende Muslime

unter den Zuschauern schmutzige Worte

dazwischen. Immer mehr Christen bleiben

deshalb den Feiern fern.

„Ich erlaube meinen Töchtern nicht, an

Heiligabend nach Bethlehem zu gehen“,

sagt Abu Fuad, ein Vater von fünf Kindern

und traditioneller Christ aus unserer

Stadt Beit Jala. Er befürchtet, dass seine

Mädchen von Muslimen angemacht werden

und es zu Schlägereien kommt. Doch

so sehr sich tra-

Am 23.Oktober 2016 feiern

Johnny und Marlene Shahwan

das 20-jährige Bestehen des Hauses

der Begegnung bei Bethlehem.

Jubiläumsreise:

21.10.–27.10./01.11.2016

Preis: Ab 1.145 Euro pro Teilnehmer

Information: Tel. 07265 8610,

E-Mail: gerd.sigrist@gmx.net

Er sagte: „Vielen Dank

für die Geschenke,

wir glauben trotzdem

nicht an euren Jesus!“

ditionelle Christen aufregen, dass ihnen

ihr Weihnachtsfest durch die muslimische

Mehrheit ruiniert wird – umso trauriger

ist, dass sie selbst kaum noch einen Bezug

zum Sinn von Weihnachten haben.

Viele Kirchen lehren nicht mehr die

Bibel, nur noch wenige Leute kennen die

biblischen Geschichten. Für sie bedeutet

Weihnachten gut essen und trinken,

Kleider kaufen, auf Partys gehen und

gesehen werden. Sie leben

lediglich ihre „christliche“

Kultur, kennen aber Jesus

nicht wirklich. Viele Palästinenser

leben eh nur für den

Augenblick. Sie versuchen,

die politischen Konflikte

und Einschränkungen zu ignorieren und

wollen nicht vertröstet werden auf eine

bessere Zukunft, weil sie gar nicht mehr

an eine Zukunft in diesem Land glauben.

Immer mehr traditionelle Christen wandern

aus.

Mitten in dieser Situation versuchen

wir im Beit Al Liqa (Haus der Begegnung),

Menschen mit Gottes Wort zu erreichen.

Wir sagen den Christen, dass es mehr als

fromme Traditionen gibt, nämlich eine

persönliche Freundschaft zu Jesus. Viele

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind

schon in unserem Zentrum zum Glauben

gekommen. Zum Beispiel Mary, eine

junge Mutter aus unserem Frauenkreis.

Als ihre Freundin sie kürzlich fragte, wie

sie sich so verändert hat, antwortete

Mary: „Ich habe Jesus als Retter angekommen

und versuche mein Leben an seinem

Wort auszurichten.“

Bei einem Sommercamp fragte unsere

Mitarbeiterin Melody, ob eines der

Kinder ein Gebet sprechen wolle. Da

kam ein elfjähriger muslimischer Junge

ans Mikrofon und betete: „Herr, danke

für das Camp. Bitte schenke doch, dass

wir heute alle friedlich miteinander

umgehen und es keinen Streit gibt.

Und bitte hilf uns, dass wir alle

bei den Geschichten gut zuhören.

In Jesu Namen. Amen!“

Dieser Junge hatte schon als

Kleinkind in unserer Kindertagesstätte

von Jesus gehört.

Die Familien am Ort vertrau-

Weihnachtsgeschenke für

Palästinenserkinder

en uns und bringen ihre Kinder; manche

sind einfach nur liberal, andere sind offen

für Gottes Wort.

Wie jedes Jahr planen wir auch

2015/16 wieder, tausende Geschenke im

Rahmen von „Weihnachten im Schuhkarton“

an Palästinenserkinder im ganzen

Land zu verteilen. Wir wollen ihnen Freude

bereiten und erzählen, dass das Kind

in der Krippe auch für sie auf die Erde

kam. Manchmal kommen Kinder und

Erwachsene auf uns zu, die mehr hören

möchten. Andere sagen: „Vielen Dank

für die Geschenke, wir glauben trotzdem

nicht an euren Jesus!“ Wie immer die

Reaktion ist – wir hören nicht auf, den

Palästinensern der Provinz Bethlehem

von Jesus zu erzählen. Sie liegen uns am

Herzen. Und wir sind überzeugt, dass es

Jesus genauso geht, schließlich ist Bethlehem

ja sein Geburtsort!

10 DMG-informiert | 6 | 2015


Südostasien

Anne

Unerreichtes Volk

Die Brahmanen Indiens

Auf dem indischen Subkontinent

gibt es vier Hauptkasten (Varnas)

und 3.000 Unterkasten (Jatis), von

denen die rund 60 Millionen Brahmanen

als Priesterkaste die oberste

und einflussreichste in Religion,

Politik, Wirtschaft und Bildung ist.

Laut „Joshua Projekt“ gelten sie als

fünftgrößte unerreichte Volksgruppe

weltweit. Sie sind reich, stolz,

einflussreich und tief verwurzelt im

Hinduismus mit seinen Riten und

der Götzenanbetung.

Heute sind viele Brahmanen als

Lehrer, Ärzte, Richter und Anwälte

tätig. Niedrige Arbeiten und Kontakt

mit den sogenannten Unberührbaren

lehnen sie ab. Sie sehen

das Christentum als minderwertige

westliche Religion. Christ zu

werden, würde für sie die Aufgabe

ihrer Identität und sozialen Stellung

bedeuten. Bisher sind nur 6.000 von

ihnen Christen, 0,01 % der Bevölkerung.

Bekennen sie sich öffentlich

zu Jesus, werden sie fast

immer unter Druck

gesetzt und aus ihrer

Familie und Kaste

ausgeschlossen.

Gebetsanliegen:

• Bitte beten Sie, dass zahlreiche

Brahmanen ihre geistliche Not

erkennen und die Macht der

Finsternis, die sie gefangen

hält, gebrochen wird.

• Dass Gott mutige und liebevolle

Christen bereit macht, ihnen

über Kastenschranken hinweg

Jesus zu bezeugen.

• Um Gottes übernatürliches

Eingreifen, indem er sich persönlich

Brahmanen offenbart.

• Um einen Abbau ihrer Vorurteile

Christen gegenüber.

• Dass gläubige Brahmanen ihren

Einfluss nutzen, um auf Jesus

hinzuweisen und ihr Land zu

verändern.

Bitte motivieren Sie die Jugend Ihrer Gemeinde für:

Was Rashel

zum Lächeln brachte

„Auntie (Tante), was wollen wir denn

heute spielen?“, begrüßen mich Rashel

und seine Schwester Shima jeden

Nachmittag. Rashel ist ein achtjähriger

Junge, der ein halbes Jahr wegen einer

Bluterkrankung in unserem Krankenhaus

lag. Monatelang war er ans Bett gefesselt.

Anfangs reagierte er kaum, nie lag ein

Lächeln auf seinen Lippen. So unterhielt

ich mich hauptsächlich mit seiner Mutter.

Durch 18 Bluttransfusionen – fast alle

von unseren Mitarbeitern und Krankenpflegeschülerinnen

gespendet – Operationen

und Medikamente ging es ihm nach

und nach besser. Irgendwann konnte ich

ihn zum Spielen überreden: erst Memory,

dann Uno und Mikado. Je besser es ihm

ging, umso fröhlicher wurde er. Er erhielt

Physiotherapie und begann ganz langsam,

seine Beine wieder zu bewegen. Nach

einer Weile wurde er in unser Rehazentrum

verlegt, auch dort besuchte ich ihn

und seine Schwester täglich und erzählte

ihnen Geschichten aus der Bibel.

Dann lud ich sie zum Gottesdienst

ein. Rashels Familie sind Hindus. Unsere

Gottesdienste waren etwas fremd für

sie, doch sie kamen gerne. Eines Tages

Falls Sie für die Armenkasse

des Krankenhauses etwas spenden

möchten, bitte mit Stichwort:

P30492 Anne Armenkasse

fragte Rashels Mutter, ob ich ein Buch

mit Gebeten für sie habe. Sie würde ihren

Kindern so gerne das Beten beibringen.

Ich freute mich riesig über ihren Wunsch

und half ihr.

Endlich hieß es, dass Rashel mit seiner

kleinen Gehhilfe nach Hause entlassen

werden könne. Ich dachte, die Mutter

wäre froh, doch sie sagte: „Zu Hause ist

alles so schwer! Wir haben nur ein Zimmer

und ein Bett für uns vier, und seit

dem letzten Hochwasser ist unser Lehmhaus

kaputt.“ Die Familie ist sehr arm.

Es war klar, dass sie die Krankenhausrechnung

von 2.000 Euro nicht bezahlen

konnten. Letztlich haben wir ihnen alles

bis auf 30 Euro erlassen. Für die Differenz

kam unsere „Armenkasse“ auf; Spenden

aus dem Westen, um mittellose Patienten

zu behandeln.

Als Rashel abreiste war ich traurig.

Keiner würde mich heute fragen: „Auntie,

was sollen wir spielen?“ Naja, lange

wird es wohl nicht dauern, bis ich

wieder neue Freunde

habe.

Rashel

DMG-informiert | 6 | 2015

11


Asien

Afrika

Südostasien

Elisa, Katja, Mirjam – Jahreseinsatz

Kenia

Walter und Christel Gschwandtner

Wie Gott

den Helfern hilft

Es war Samstagmittag und ziemlich

heiß. Nach einer langen Arbeitswoche

freuten wir uns, zu Dritt mit dem Fahrrad

an den Fluss zum Baden zu fahren.

Ein paar Mitarbeiter waren mit ihren

Familien bereits vorausgefahren. Trotz

der Wegbeschreibung verfuhren wir uns

und mussten nach dem Weg fragen. Zwei

nepalesische Kinder erklärten uns gerne,

wo es langging – doch damit nicht genug:

Unaufgefordert begleiteten sie uns zu Fuß

eine Viertelstunde bis an den Fluss.

Gutgelaunt stiegen

wir die lange, steile

Treppe ans Wasser hinunter

und genossen

den Ausblick. Dann

ging es querfeldein,

über ein paar kleinere

Bäche, alles kein

Problem … Da passierte es: Bei einem

kleinen Sprung knickte mein (Elisas) Knie

nach innen weg und ich fiel. Erst dachte

ich mir nichts, weil mein Knie schon

länger ein bisschen instabil war, und ich

wollte aufstehen. Doch es ging nicht. Bei

der kleinsten Bewegung tat mein Knie

furchtbar weh. Als ob irgendetwas eingeklemmt

war.

Die anderen konnten uns schon

sehen. Als sie merkten, dass etwas nicht

stimmte, kamen sie zu uns. Einer der

Väter, der medizinische Kenntnisse hat,

tastete mein Knie ab. Er konnte nichts

feststellen. Die einzige Möglichkeit; ab ins

Krankenhaus. Aber wie? Soweit herab an

den Fluss konnte kein Auto fahren. Die

12 DMG-informiert | 6 | 2015

Krabbelnd, hüpfend,

teilweise auf Rücken

getragen ging es die 300

ungleichmäßigen Treppenstufen

nach oben.

vielen Stufen zu Fuß nach oben, schien

unmöglich. Mussten wir einen Helikopter

rufen? Und was sollte jetzt aus meinem

Jahr für Gott werden? Musste ich direkt

wieder nach Hause?

Gedanken kreisten in meinem Kopf,

während die Mitarbeiter mein Knie mit

einem alten Reissack fixierten, den sie am

Ufer gefunden hatten. Wir versuchten

den Aufstieg, gemeinsam den Steilhang

hoch, ich auf einem Bein hüpfend, halb

von den anderen getragen. Bei der

Treppe waren wir total

geschafft, doch jetzt ging

es erst richtig los.

Krabbelnd, hüpfend, teilweise

auf Rücken getragen

ging es die 300 ungleichmäßigen

Treppenstufen

nach oben. Die anderen

ermutigten mich immer wieder. Total fertig

kamen wir oben an, ich konnte mich

nur noch auf den Boden niederlassen.

Jemand schlug vor: „Komm, lass uns beten!“

Alle stellten sich im Kreis um mich.

Genau als das „Amen“ kam, konnte ich

mein Knie plötzlich wieder ohne Schmerzen

bewegen. Was für ein Wunder! Was

immer auch eingeklemmt oder falsch

gewesen war, es war wieder gut. Gott sei

Dank!

In unserer Unterkunft wartete schon

ein Physiotherapeut unseres Teams

auf mich, um sich alles noch einmal

anzuschauen. Er war zufrieden über die

Beweglichkeit des Knies. In den nächsten

Tagen schwoll es noch an. Aber mittlerweile

kann ich wieder normal laufen.

An diesem Tag erfuhren wir, die wir

eigentlich Helfer in der Not sein wollen,

sehr viel Hilfe von anderen: von Kindern,

die uns den Weg zeigten,

den Familien, ohne die wir

es nie nach oben geschafft

hätten, dem Physiotherapeuten,

der sofort

zur Stelle war, und

bis heute mit mir an

der Stabilität meines

Knies arbeitet. Vor

allem aber von Gott,

der unser Gebet

erhört hat.

Auf dem Weg

zum Fluss

„Wenn ich das

gewusst hätte …“

Wir feierten Weihnachten

in internationaler Runde; mit

unseren Kindern, die in England,

Deutschland, Südafrika, Sudan

und Äthiopien geboren sind,

ihren Freunden, einem ghanaischen

Studenten aus Berlin und

einem mit Schussverletzung

frisch eingeflogenen Jungen aus

Darfur (Sudan). Munter wurde in

Englisch geplaudert, während wir

Geschenke auspackten und Weihnachtsgebäck

genossen. Dann

kam die 84-jährige Oma dazu und

beobachtete stumm das lebhafte

Geschnatter. Sie räusperte sich

und meinte spitzbübisch lächelnd:

„Hätte ich gewusst, dass in

meinem Haus mal so viel Englisch

gesprochen wird, hätte ich das als

Kind doch gelernt.“

Manches, was wir tun, gibt

Afrikanern eine Perspektive

und verhindert damit, dass

sie nach Europa fliehen.

Unglaubliche Umbrüche

geschehen in diesen Monaten in

Deutschland. Wir „Besucher“ aus

Afrika sind bewegt, mit welcher

Dringlichkeit der Heilige Geist

ein Meer von Flüchtlingen übers

Land verteilt. Darunter eine

große Zahl Muslime, die durch

die Gräueltaten des IS sowie den

Verlust von Angehörigen, Besitz

und Sicherheit aufgewühlt und

verzweifelt sind. Sie hungern

nach Erbarmen, Liebe und Geborgenheit.

Trotz der Sprachbarriere

sind sie dankbar für ein Lächeln,

eine Umarmung, eine Einladung


Tschad

Beate Schlecht

Beate mit

Madeleine

Gschwandtners helfen

an einer Schule im Slum

zum Kaffee und Kartenspielen

oder für den Abholdienst zum

Gottesdienst. Vielleicht denkt

jetzt mancher Leser: „Hätte

ich das früher gewusst ...“

Was machen wir da noch in

Afrika? Sollten wir nicht zurückkehren,

zumal wir inzwischen

im aktiven Ruhestand

sind? Wir denken: Nein. Warum

sollten wir gerade jetzt,

wenn wir Afrika immer besser

verstehen, diesen geliebten

Kontinent verlassen? Nirgendwo

können wir unsere Gaben

im Helfen, Schulen und der

Literaturverbreitung besser

einbringen als in Nairobi, dem

Drehkreuz für ganz Schwarzafrika!

Inzwischen gibt es

etliche afrikanische Evangelisten

und Lehrer und ihr Dienst

wird durch unsere Medien

gestärkt. Unsere Arche-Schule

im Slum, die Freundschafts-

Evangelisation und die vielen

Kontakte mit jungen Christen,

interessierten Gemeinden und

eifrigen Studenten in unseren

Seminaren füllen uns beide

noch randvoll aus. Manches,

was wir tun, gibt Afrikanern

eine Perspektive und verhindert

damit, dass sie nach

Europa fliehen. Wir können

nicht die Zelte abbrechen!

So freuen wir uns, auch in

den kommenden Jahren als

Ihre Abgesandten in Kenia im

Dienst zu stehen, damit Gott

seine neue Welt baut – durch

Sie und uns.

Madeleine

überwindet die Not

17 Jahre litt Madeleine vom Volk

der Sara Kaba Náa extrem unter den

Folgen ihrer Inkontinenz; verursacht

durch medizinisches Versagen bei der

Geburt ihres jüngsten Kindes. Sie war in

ihrem Alltag extrem

eingeschränkt

und schämte sich

furchtbar, hinzu

kamen die körperlichen

Beschwerden.

Nach dem Tod ihres

Mannes vor 15 Jahren

musste sie ihre

vier Kinder alleine

ernähren. Harte Feldarbeit, viele Kilometer

täglich das Wasser herantragen und

die mühevolle Zubereitung von Nahrung;

so sieht der Alltag vieler Menschen in der

Sahelzone aus.

Der traditionelle Glaube ihrer Volksgruppe

wertet Krankheiten als Fluch,

viele Freunde und Verwandte mieden

Madeleine wegen ihrer Blasenschwäche.

Ihre Situation besserte sich erst, als 2001

eine kleine Gemeinde in ihrer Gegend

entstand. Die Christen luden Madeleine

zum Tee ein und kümmerten sich

liebevoll um sie. 2002 nahm Madeleine im

Gespräch mit einem Evangelisten Jesus als

Retter an. In der Gemeinde fand sie eine

neue Familie. Heute ist Madeleine Mitte

Fünfzig. Ihre Rundhütte steht auf dem

Gelände der Kirche und ihre Kinder sind

mittlerweile verheiratet.

Ich lernte Madeleine bei unserer Schulung

über chronologisches Erzählen von

Bibelgeschichten kennen. Der Leiter schilderte

mir ihre Probleme mit Inkontinenz

und fragte: „Ich hab gehört, dass es Ärzte

gibt, die soetwas durch eine Operation

heilen können – weißt du vielleicht so

jemanden?“ Noch am selben Abend rief

ich einen Arzt in der Bezirkshauptstadt

Moundou an. „Bring sie zu uns“, sagte

er, „ich untersuche sie gerne.“ Tags

darauf fuhr ich Madeleine, ihre

Tochter und das Enkelkind 500

Kilometer mit dem Auto nach

Moundou. Eine amerika-

Der traditionelle Glaube

ihrer Volksgruppe wertet

Krankheiten als Fluch, viele

Freunde und Verwandte

mieden Madeleine wegen

ihrer Blasenschwäche.

nische Gynäkologin hat sie erfolgreich

operiert, das Problem ihrer Inkontinenz

ist vollständig behoben. Madeleine war

überglücklich und dankbar. Sie nahm wieder

zu und ihr Allgemeinzustand verbesserte

sich merklich.

Nach dem Eingriff durfte

sie mehrere Monate

keine schwere Arbeit

verrichten. Bei einer

Frauenfreizeit übten wir

mit ihr stricken. Zuerst

klagte sie: „Ich werde das

nie lernen mit meinen

groben Händen, die nur

Feldarbeit gewohnt sind!“ Doch sie hatte

Erfolg. Heute verkauft sie gestrickte Babykleidung

und verdient sich damit einen

kleinen Unterhalt.

Madeleines Liebe zu Jesus ist ansteckend.

Fröhlich erzählt sie ihren

Verwandten, die sie wegen ihrer Krankheit

ausgestoßen hatten, wie Jesus ihr

geholfen hat. Außerdem engagiert sie sich

als Evangelistin. Fleißig lernt sie Bibelgeschichten

auswendig. Gemeinsam mit

anderen Frauen reitet sie auf ihrem Esel

zu Dörfern im Osten, um den Menschen

dort die rettende Botschaft von Jesus

Christus weiterzugeben.

Übrigens: Der medizinische Eingriff Madeleines

wurde teilweise durch Spenden

aus Deutschland finanziert, herzlichen

Dank dafür!

Mit

diesem Projekt

unterstützen Sie Menschen

in akuten Notlagen und

bei Katastrophen. Herzlichen

Dank für Spenden, mit denen unsere

Partner vor Ort und Missionare Not

lindern können, wo am nötigsten.

Stichwort:

P50221 Not- und Katastrophenhilfe

D M G - P r o j e k t : H i l f e i n N o t

DMG-informiert | 6 | 2015

13


Afrika

Kongo

Günter Springer (Expert-Einsatz)

Worauf es wirklich ankommt

Ende August begann mein neues

Schuljahr in Berlin, nachdem ich ein Jahr

über die DMG in Afrika war. Gleich in

der ersten Lehrerkonferenz ging es um

einen notwendigen Umbau wegen Brandschutz,

der mehrere hunderttausend

Euro kosten wird. Das Schulgebäude ist

erst vor 15 Jahren aufwändig renoviert

worden und in gutem Zustand. Für mich,

der gerade an einer kleinen kirchlichen

Universität im Kongo unterrichtet hatte,

klang das wie aus einer anderen Welt –

wie extrem ungleich doch der Wohlstand

rund um den Globus verteilt ist. Müssen

wir uns da über die vielen Migranten

wundern?

Bei meinem Expert-Einsatz mit der

DMG in Afrika unterrichtete ich am

Institut Superieur Pédagogique (ISP) in

Bunia 50 angehende Lehrer in Englisch.

Die Hochschule zwischen den typischen

Lehmziegelhäusern hat eine solide Steinfassade,

auch wenn überall der Verputz

bröckelt. Auf dem gesamten Komplex

gab es nicht eine

Tür, die richtig

funktionierte; dafür

schäbige Fenster,

uralte, abgenutzte

Schulbänke,

herausgerissene

Steckdosen, von der Decke hängende

Stromkabel und durchgerostete Dachrinnen.

Im Hof klaffte ein Loch, in dem

vorübergehend sogar eine große Schlange

Unterschlupf fand. Ein Lichtblick war die

kleine Bibliothek, die gut ausgestattet

war.

In Deutschland hätte man den Zutritt

zu diesem Gebäude aufgrund von

Lebensgefahr untersagt! Nicht so in Bunia

– und ich kann mich nicht erinnern, dass

es in dem Jahr wegen der offensichtlichen

Baumängel zu einem Unfall gekommen

wäre. Die Hochschule besaß zu Beginn

des Jahres fünf Laptops, von denen

mehrere mit der Zeit gestohlen wurden.

Da es nur vorübergehend Strom gab, war

die Nutzung von Technik eh nur begrenzt

möglich. Was blieb, war die gute alte

Tafel, der Begriff „alt“ ist hier durchaus

Wie extrem ungleich doch der

Wohlstand rund um den Globus

verteilt ist. Müssen wir uns da über

die vielen Migranten wundern?

wörtlich zu nehmen. Ich bewunderte die

Studenten, die trotz der rauen Oberfläche

und billigen Kreide meine Aufschriebe

erkennen konnten.

Kann man unter solchen Bedingungen

überhaupt vernünftig

unterrichten? Ja,

man kann! Nicht

die Medien sind entscheidend,

sondern

Interesse, Motivation

und Lernbereitschaft

auf Seiten der Studenten, und diese

waren reichlich vorhanden.

Problematisch war, wie viel die Studenten

mit Krankheiten kämpften, weil

sie nicht immer sauberes Trinkwasser

haben und die Kosten für Medikamente

und Behandlung teuer sind. Trotz aller

Schwierigkeiten strahlten sie Ruhe und

Zufriedenheit aus und machten gute

Fortschritte. Sie waren sehr dankbar für

meinen Unterricht, das drückten sie bei

der Verabschiedung auf unnachahmliche

Weise aus.

Ein Schlüssel für den Erfolg der christlichen

Hochschule ist der spirituelle Teil

im Alltag. Sie beginnen jeden Morgen mit

einer Andacht, die liturgische und individuelle

Elemente enthält. Studenten und

Lehrer beten mit- und füreinander. Dazu

die ermutigenden Texte der Kirchenlieder,

die auf afrikanische Weise gesungen

Fröhlichkeit und Zuversicht verbreiten.

Sie glauben, mitten in Not und Einfachheit,

dass ihr Vater im Himmel für uns

sorgt und uns hilft! Dieses Jahr hat mich

überaus bereichert und neu gezeigt, was

lebendiger Glaube bewirken kann. Die

äußeren Bedingungen sind zweitrangig.

Ich bin dankbar, dass ich im Kongo unterrichten

durfte.

Günter Springer

unterrichtete an einer

Berufsschule in Bunia

14 DMG-informiert | 6 | 2015


Kongo

NEU: Kerstin Weiß

Kerstin Weiß

liegen Kinder im

Kongo am Herzen

Wie ein „Chef“

zum Schäfchen wird

Was für eine fröhlich-bunte Kinderstunde,

70 Kids auf engstem Raum: schelmische

Jungs mit verschrammten Knien

vom Fußballspielen, kichernde Mädchen,

kleine Geschwisterchen auf den Rücken

gebunden, Kinder, die sich extra schick

gemacht haben, und andere direkt von

der Straße, mit schmutzigen Hosen und

zerrissenen Shirts. Mittendrin sitzt mit

stolzem Blick der elfjährige Jakisa.

Jakisa ist einer der „Coolsten“ der

Gruppe und hat immer einen lässigen

Spruch auf den Lippen. Mit großen Gesten

und erhobenem Kopf spielt er oft den

„Chef“, schubst andere herum und schikaniert

sie auch schon mal ein bisschen.

Es wird gesungen, geklatscht und gespielt.

Dann folgt die Bibelgeschichte: Der gute

Hirte lässt die 99 zurück, um das eine

verlorene Schaf zu

suchen. Gespannt

hören die Kinder zu

und jubeln spontan,

als das verlorene Schaf

schließlich gefunden

und vom Hirten nach

Hause getragen wird. Jakisa sitzt scheinbar

gelangweilt in der Runde und zeigt

keine Regung.

Nach der Geschichte darf jedes Kind

ein Schäfchen ausschneiden und seinen

Namen draufschreiben. Die ausgeschnittenen

Schafe, große und kleine, werden

auf ein Plakat mit dem guten Hirten

geklebt. Da kommt Jakisa. Alles großspurige

und lässige Gehabe des Elfjährigen

„Freut euch mit mir!

Denn ich habe mein Schaf

gefunden, das verloren war.“

Lukas 15,6

ist verschwunden. Leise sagt er: „Ich will

auch ein Schäfchen sein, das allerkleinste.

Ich will ganz nah beim guten Hirten

sitzen.“ Er klebt das kleine Schäfchen mit

seinem Namen darauf dem guten Hirten

direkt vor die Füße.

Ich bin ehrlich erstaunt! Jakisa hatte

sich während der Geschichte nichts

anmerken lassen. Gottes Wort hat ihn

berührt. Er spürte, dass es ihm galt, ganz

persönlich, dass der gute Hirte nach ihm

sucht. Und diesem guten Hirten will er

nahe sein.

Jakisa ist nur eines von so vielen

Kindern, knapp die Hälfte der kongolesischen

Bevölkerung ist unter 17 Jahre

alt. Nur wenige Erwachsene fühlen sich

wirklich verantwortlich für sie. Viele

bleiben sich selbst überlassen, vernachlässigt,

ausgebeutet als

billige Arbeitskräfte

oder leben auf der

Straße als Bettler

und Diebe. Die

Erwachsenen sind

mit ihren eigenen

Nöten beschäftigt. Jahrzehnte des Kriegs,

Alkohol, Drogen und die Sorge um das

pure Überleben prägen ihren Alltag.

Auch die geistliche Not bewegt mich. Auf

dem Papier sind die meisten Kongolesen

Christen, doch in der Praxis stecken viele

in Naturreligionen und Geisterglauben

fest und haben keine lebendige Beziehung

zu Jesus. Doch was hat das mit mir

zu tun?

„ E

Ich bin als Älteste von fünf Geschwistern

in Oberfranken aufgewachsen.

Während meiner Ausbildung zur

Erzieherin habe ich Jesus mein Leben

anvertraut. Das Thema Mission hat mich

immer berührt, trotzdem habe ich erst

15 Jahre im Kindergarten gearbeitet und

in der Kinder- und Jugendarbeit meiner

Kirchengemeinde Erfahrung gesammelt.

Gott hat mir durch kleine und größere

Fingerzeige gesagt, wo er mich eigentlich

haben möchte.

Vor fünf Jahren wagte ich es: Als Mitarbeiterin

von CFI machte ich mich auf den

Weg in die Stadt Bunia (D.R. Kongo). In

einer kleinen Schule half ich, Erzieherinnen

auszubilden. Meine Begeisterung für

Mission wuchs, Jesus hat mir die Kinder

im Kongo aufs Herz gelegt. Durch den

Wechsel in ein neues Projekt kam ich als

„neue Missionarin“ zur DMG. Ich werde

im Rahmen der kongolesischen Kirche

Mitarbeiter für die christliche Kinder- und

Jugendarbeit ausbilden.

Bis März bin ich noch in Deutschland

im Reisedienst. Wer sich für den Kongo

und meinen Dienst interessiert, kann

mich gerne über die DMG-Adresse in

seine Gemeinde einladen. Vielen Dank für

alle Ihre Gebete!

Unter

diesem Stichwort erhält

die DMG eine monatliche Spende

von 3,50 Euro für eine unserer

Missionarinen. Das berührt uns tief.

Herzlichen Dank, liebe Spenderin. Damit

haben Sie das gesamte DMG-Team sehr

ermutigt! Gott wird jeden Cent davon segnen.

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D ö n e r

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Ihr Verzicht auf einen Döner monatlich ist gut

angelegtes Geld!

DMG-informiert | 6 | 2015

15


Afrika

Benin

Christina Krappe (Jahreseinsatz)

Senegal

Johann und Lydia Isaak

Ein wenig Hilfe zum Leben

Ich bin in einer Familie mit christlichen

Werten aufgewachsen. Früh

habe ich mitbekommen, dass es

richtig ist, zu helfen und nicht nur

für sich alleine zu leben. Mit 16 Jahren

habe ich mich bewusst für Christus

entschieden. Bald war klar, dass mein

Glaube nicht nur im stillen Kämmerchen

stattfinden kann, sondern Konsequenzen

haben muss. Nach dem Abitur erlernte

ich den Beruf Hebamme, weil ich ein

Herz für Frauen und Kinder habe. Ich

liebe es, wenn ich bei Hausbesuchen nach

der Geburt nicht nur medizinisches Wissen,

sondern auch ein wenig „Hilfe zum

Leben“ mitbringen darf.

Mich wirklich auf den Weg zu machen,

davor scheute ich

lange zurück. Ich

finde es schön zu

Hause und fühle

mich verwurzelt.

Richtig weit weggezogen hat es mich eigentlich

nie. Bis ich 2013 Freunde in Peru

besuchte; die DMG-Missionare Dorothee

und Siegfried Reuter. Der für mich bis dahin

eher abstrakte Begriff „Mission“ füllte

sich mit Leben. Ich war begeistert von gelebter

Demut und Bescheidenheit, Nächstenliebe,

Hilfe in Verbindung mit dem

Evangelium, von ihrer Achtung gegenüber

der Gastkultur und den Menschen.

Besonders dankbar war ich für die

Woche als Hospitantin in einem Missionskrankenhaus.

Hier hat Gott mir ein

Herz für Mission geschenkt. Das hatte

ich nicht erwartet. Zurück zu Hause ließ

mich dieses Thema einfach nicht mehr

los. Ich begann, Fühler auszustrecken,

besuchte ein Infowochenende der DMG,

betete mit Christen meiner Gemeinde

„Mache dich auf und handle!

Und der Herr möge mit dir sein!“

1. Chronik 22,16

Christina (Mitte) ist dankbar,

dass sie als Hebamme einen

Unterschied im Leben vieler

Afrikanerinnen machen darf.

und verschlang Bücher von Missionaren.

Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass

der „Ruf“, eine konkrete Beauftragung

durch Gott, ausblieb.

Gott sei Dank wurde mir eine Mitarbeiterin

der DMG zum Segen. Sie erinnerte

mich per E-Mail daran, dass ich wahrscheinlich

keinen zusätzlichen Brief vom

Himmel bekomme. Dass es der Heilige

Geist sein könnte, der mich immer wieder

an Mission erinnert und sagt: „Geh!“

Der entscheidende Impuls war ein Vers

aus den Herrnhuter Losungen: „Mache

dich auf und handle!

Und der Herr möge

mit dir sein!“ (1.Chr

22,16). Kein Zweifel,

das galt mir.

Danach öffnete Gott eine Tür nach der

anderen. Ein Jahr unbezahlter Urlaub ließ

sich unkompliziert bei meinem Arbeitgeber

(Ev. Krankenhaus Oberhausen)

beantragen. Meine Credo-Gemeinde in

Saarn stellte sich unterstützend hinter

mich. Also meldete ich mich erneut bei

der DMG, um aus meinem sicheren Boot

auszusteigen.

Zuerst sollte es in ein Krankenhaus

nach Burkina Faso gehen, doch diese

Möglichkeit hat sich wegen politischer

Unruhen zerschlagen. Wenn Sie diesen

Artikel lesen, bin ich gerade im Benin

angekommen, um in der Klinik in Bembereke

Frauen bei der Geburt ihrer Kinder

zu helfen. Es ist ein Geschenk, dass ich

mit meinem Beruf einen Unterschied im

Leben vieler Menschen machen kann. Ich

freue mich schon, wie Gott mich diesen

Weg begleitet.

Umzug ins Dorf

Deni Biram Ndao

Seit vier Monaten leben wir auf dem

Land, mitten unter vier Völkern (Fulani,

Lebu, Serer und Wolof), bei denen Jesus

noch weitgehend unbekannt ist. Morgens

werden wir vom Gebetsruf der nahen

Moschee geweckt. Aus dem Küchenfenster

blicken wir auf die Müllhalde

des Ortes, leider gibt es hier noch

keine Müllentsorgung. Die Einwohner

sind freundlich zu uns. Wir sind die

einzigen Toubabs (Weiße). Jung und

Alt begrüßen uns oft mit Bitten wie:

„Gib mir Geld, gib mir ein Ball, gib mir

Bonbons, ein Geschenk!“ Die Liste

könnte beliebig erweitert werden.

Wir teilen uns den Hof mit zwei

afrikanischen Familien. So lernen wir

ihren Alltag, ihr Denken, Fühlen und

ihre Hoffnungen kennen. Wir besuchen

einen Hauskreis und staunen über die unterschiedlichen

Einstellungen, auch unter

Christen. Doch wir arbeiten am gleichen

Ziel: Jesus anbeten, uns um bedürftige

Nachbarn kümmern und die Botschaft

der Bibel weitergeben.

Es war schon eine große Umstellung

von der Stadt Thies hinaus aufs Land,

wo es täglich zu Stromausfällen kommt

und Trinkwasser per Eselkarren herantransportiert

wird. Die vielen Hunde,

Kühe, Schafe, Ziegen, ihre Geräusche

und der Geruch. Die Neuigkeit, dass wir

in ihr Dorf gezogen sind, verbreitete sich

rasend. Gut, wenn die Leute wissen, wer

wir sind und was wir tun. Das macht es

leichter, Kontakte zu knüpfen.

Die Bewohner der Region haben uns

angenommen. Der beste Beweis dafür

ist, dass sie immer mit uns mitfahren

wollen, egal in welche Richtung. Einmal

kam ich beim Wenden zu nah an einen

Brunnen, Erde rutschte ab und unser

Auto saß fest. Sofort eilten uns Nachbarn

zu Hilfe. Danach redeten wir lange

miteinander, auch über den Glauben. Wir

beten, dass der Herr uns gebraucht, um

seine Liebe und freimachende Botschaft

in dieser Gegend weiterzugeben. Danke

für Ihre Unterstützung und Gebete, ohne

Sie wäre unser Einsatz nicht möglich.

Ehepaar Isaak

versucht, neue

Freunde zu

gewinnen

16 DMG-informiert | 6 | 2015


Amerika

Ecuador

Hermann Schirmacher

„Danke für das Wasser!“

„Gracias, hermanos, gracias … danke,

Brüder“, rufen uns die Frauen in

Ketschua-Tracht zu. Sie nehmen unsere

Hände, drücken und küssen uns so, dass

es fast peinlich wird. „Danke für das

Wasser!“ Sie erinnern mich

an die Worte aus dem

Johannesevangelium, als

Jesus am Brunnen saß und

zu der Frau sagte: „Gib

mir zu trinken!“ Es bedeutet viel für sie,

sauberes Wasser vor dem Kochen nicht

erst weit holen zu müssen und vor dem

Essen die Hände waschen zu können.

Martha und ihre Schwiegertochter Maria

wohnen in einem abgelegenen Bergdorf

der Anden. Der Weg zu ihnen in 3.500

Metern Höhe ist selbst mit unserem

Allradfahrzeug beschwerlich, der Boden

steinig und karg. Kleine Schafherden

grasen im Umland, ein paar Schweine und

Rinder trinken vom Bergsee. Der liegt

250 Meter unterhalb des Dorfes am Steilhang

und ist wichtig fürs Überleben. Das

Wasser wird in eine Zisterne geleitet und

mit einer Kreiselpumpe ins Dorf befördert.

Mehrere Jahre konnten sie problemlos

ihr Dorf mit Trinkwasser versorgen.

Das letzte Mal war ich vor sechs Jahren

für eine kleine Reparatur hier.

Als ich diesmal mit Ephraim und Bruce

aus dem Fahrzeug steige, warten die

Ketschua-Indianer schon auf uns. Daneben

ein Esel mit zwei großen Kanistern.

In die wird seit dem Versagen der Pumpe

das Wasser gefüllt und anschließend den

kräfteraubenden Weg ins Dorf hinauf

gebracht. „Schon fünf Monate haben wir

kein fließend Wasser mehr“, sagt der

Aguatero (Wasserbeauftragte).

Sein Vorgänger ist mit den Werkzeugen

verschwunden. Danach hat jemand

das Schloss des Pumpenhauses zerstört,

und Kabel abgeklemmt – ob Vandalismus,

Rache oder fehlende Kenntnis können

wir nicht herausfinden. Der Pumpe fehlt

Strom, also hatten sie die Wochen zuvor

zwei Techniker des Stromwerks um Hilfe

gebeten. Sie waren gekommen, konnten

den Fehler jedoch nicht finden und reisten

unverrichteter Dinge wieder ab. Nun

„Schon fünf Monate

haben wir kein fließend

Wasser mehr“

versuchen wir, den Fehler zu finden. Der

Aguatero klettert selbst auf einen der

Strommasten und legt den Schalter am

Transformator um, plötzlich haben wir

wieder Strom. Im Lauf der Tage stellen

wir die ganzen Verbindungen

wieder her. Als schließlich

die Pumpe mit leichtem

Surren das erste Mal seit

fünf Monaten anspringt,

bricht Freude aus. Alle wissen sofort, was

das bedeutet. Langsam steigt die Druckanzeige

auf 50, 100, 200. Erst ab 360

PSI (25 bar) kommt das Wasser im Dorf

oben an. Als es aus dem Hahn sprudelt

lachen alle glücklich. Nach getaner Arbeit

servieren uns Martha und Maria Kartoffeln

mit frischem Meerschweinchen und

als Getränk Haferschleim in emaillierten

Blechtassen, bevor wir wieder abreisen.

In ein paar Wochen werden wir in

Cumbas Conde, einem anderen Bergdorf,

die Einweihung der neuen Wasserversorgung

feiern. Ermöglicht durch Spenden

aus Deutschland, die partnerschaftliche

Zusammenarbeit von Mennonitischem

Hilfswerk (DMMK), HCJB, DMG und

vieler kräftiger Hände. Dafür danken wir

herzlich. Auf diese Weise schöpft auch

Ihr Wasser und reicht es Menschen, die

es dringend zum Leben brauchen.

DMG-informiert | 6 | 2015

17


F

Amerika

Ecuador

Horst und Sigrid Rosiak

Peru

Kerstin Abbas

Name des Ko

„Hör‘ mal

wieder Radio!“

Wir sind bald 24 Jahre Radiomissionare

bei der Andenstimme (www.

andenstimme.org) in Ecuadors

Hauptstadt Quito. Fragen, die uns

durchgehend beschäftigen, sind: Wer

hört uns? Und wie kommen unsere

Radiosendungen bei den Hörern an?

Deshalb freuen wir uns über Leute,

die auf Sendungen antworten. Sei es,

um die bei Funkamateuren beliebten

QSL-Karten zu erhalten, Fragen zu

Inhalten zu stellen, oder einfach um

mehr über Jesus zu erfahren.

In den Radiosendungen ermutigen

wir Hörer, uns Gebetsanliegen

zu schicken, für die wir in unserer

Abteilungsandacht gemeinsam beten.

Durch die Programme können wir

die gute Botschaft in alle Welt „hinausposaunen“.

Doch dass Menschen

das Gehörte für ihr Leben in Anspruch

nehmen, das kann nur Gott

bewirken. Auf ihn und seinen Segen

sind wir bei der Gestaltung unserer

Beiträge und Musikauswahl angewiesen.

Kürzlich nahmen wir an einem Treffen

deutschsprachiger Journalisten

teil, zu dem die Deutsche Botschaft

in Quito eingeladen hatte. Es ging um

vielerlei Themen. Und wir nahmen

mit Freude zur Kenntnis, dass auch

an der Deutschen Botschaft unsere

Nachrichtensendung „Aktuelles unter

der Äquatorsonne“ gerne gehört und

gelesen wird. Das hat ermutigt!

Gleichzeitig sind wir dankbar für

die vielen persönlichen Kontakte zu

unseren Nachbarn, Mitarbeitern,

Wächtern und Sprachlehrern. Vielen

in unserer nächsten Nähe können

wir vom Glauben her weiterhelfen.

Einmal kam jemand vom Elektrizitätswerk

vorbei, um die Zähler abzulesen.

Er hatte es überhaupt nicht eilig,

Sigrid wunderte sich schon etwas.

Da bat der Mann um eine Kontaktadresse,

weil er Rat wegen seiner

Eheprobleme benötigte. Im Gespräch

konnten wir ihm später auch unsere

Gebetsunterstützung anbieten.

In den Radiosendungen

ermutigen wir, uns Gebetsanliegen

zu schicken, für

die wir beten.

18 DMG-informiert | 6 | 2015

Immer auf der Flucht

Schon im Juni fragen obdachlose

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

in der Millionenstadt Lima, ob

unser Team dieses Jahr wieder eine

Weihnachtsfeier für sie veranstaltet?

Sie kommen gerne, die Älteren mit

ihren Kindern. Manche ziehen sich

sogar schick dafür an. Einige Stunden

vergessen sie ihren Alltag, wissen sich

willkommen und

spüren Gottes Liebe.

Ansonsten ist ihr

Leben eine einzige

Flucht.

Das beginnt

bereits als Säugling,

wenn eine Mutter

aus dem Krankenhaus

flieht, weil sie die Rechnung nicht

bezahlen kann. Dann hat das Baby keine

Geburtsurkunde und ist nirgends registriert.

Ohne Dokumente ist es schier

unmöglich, später einmal einen Pass

zu beantragen – so bleiben viele arme

Menschen zeitlebens ohne Identität. Als

Kleinkinder erleben sie, wie die Mutter

vor einem gewalttätigen Partner flieht –

in die Arme des nächsten. Hilflose Mütter

lassen ihre Kinder bei Verwandten

zurück. Die meisten Straßenkinder sind

wegen häuslicher Gewalt und sexuellen

Missbrauchs von zu Hause ausgebüchst.

Auch in den Straßen der Stadt

werden sie überall verscheucht. Sie

fliehen vor der Polizei, Straßengangs,

Zuhältern und Erpressern, perversen

Freiern und ihrer Vergangenheit. Der

scheinbare Ausweg aus Hoffnungslosigkeit

und Verstrickungen führt in die Abhängigkeit

von Alkohol,

Ohne Dokumente ist es

schier unmöglich, später

einmal einen Pass zu

beantragen. So bleiben

viele Arme zeitlebens

ohne Identität.

JuMiKo Anzeige 2016 10.08.15 14:44 Seite 1

Drogen und Beschaffungskriminalität.

Bei unserer Weihnachtsfeier erzählen

wir ihnen, wie auch Jesus in Armut geboren

wurde, von seiner Flucht, seinem

Tod am Kreuz und seiner Auferstehung.

Von Gottes Liebe und Gnade, die gerade

ihnen gilt. Jesus, der Retter, kennt sie

beim Namen, will sie aus ihrer Not retten

und ihnen ewiges Leben schenken.

Victor alias „Mosquitas“

(die Fliege) hilft uns seit

Jahren. Er berichtet den

Straßenkindern aus eigener

Erfahrung, wie Jesus ihn,

einen der Gewalttätigsten

seines Viertels, gerettet hat

und ihm jetzt treu zur Seite

steht. Die Weihnachtsfeier

ist eine Friedensoase für die obdachlosen

Kinder und Jugendlichen. Es berührt

uns, ihre sonst traurigen Gesichter

einen Moment strahlen zu sehen. Ich

bete, dass sie Jesus annehmen, der

ihre Wunden heilt und ihr Leben zur

Entfaltung bringt. Dass sie echte Liebe,

Freude, Frieden und Zugehörigkeit

kennenlernen.

Auf dem Heimweg nach der

Weihnachtsfeier 2014

www.jumiko-stuttgart.de

SEIN Leben – gegeben

Und was machst Du mit Deinem?

Über 24 Veranstaltungen mit Dr. Theo Lehmann, Ulrich

Parzany, Winrich Scheffbuch, Dr. Volker Gäckle, Heinz

Spindler, Mihamm Kim-Rauchholz, Yassir Eric, u.v.m.

23. JUGENDKONFERENZ

für Weltmission

10. JANUAR 2016 ICS Messe Stuttgart

Konto-Nr. de

Bitte geben

Spendenbe

Freundesn

vorhanden

Namen un


Termine

ntoinhabers

Herzliche Einladung

Veranstaltungen:

s Kontoinhabers

04.12.2015, 20 Uhr: Gebet für die Welt

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

20.12.2015, 10 Uhr: Gebetssonntag – Amerika

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

16.01.2016, 20 Uhr: Abschluss der

Sie für die

stätigung Ihre

ummer (falls

) oder Ihren

d Ihre Anschrift an.

Allianzgebetswoche

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

Datum, Unterschrift

17.01.2016, 10 Uhr: Gebetssonntag – Europa

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

Besuchen Sie uns außerdem an den Infoständen bei

Mission-Net (Seite 12) und auf der JuMiKo (Seite 18).

Freizeiten und Reisen:

09.–13.05.2016: Missionsfreizeit Buchenauerhof

DMG, Buchenauerhof 2

74889 Sinsheim, Tel. 07265 959-127

e-Mail: Anmeldung@DMGint.de

Herr, du

gibst Frieden dem,

der sich fest an dich hält

und dir allein vertraut!

Jesaja 26,3

Ich habe den

dürren Baum zur Blüte

gebracht. Ich, der Herr,

tue, was ich gesagt habe.

Auszug aus Hesekiel 17,24

Mi Do Fr Sa So

Mi 4 5 Do Fr Sa So Mo Di 6 7 8 9 10

15 16 17 18 19 20 21 22 1 2 23 24

Mo Di 3 25 26 27 28 29 30 31

11 Juli 23.–24.7. JUMI-NIGHT (Jugendmissionsevent)

Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

29 30 31

August 21.8. Gebetssonntag Europa (10 Uhr)

DMG-Tischkalender 2016

Einblicke weltweit (13 x 15 cm)

Jetzt seid ihr traurig, aber

ich werde euch wieder sehen, und

dann werdet ihr euch freuen, und niemand

kann euch diese Freude nehmen. Johannes 16,22

9 18 27 Fr Sa 1 28 29 30 31

19 20 21 10 11

22 23 24 So 2 3 4 12 13 14 Mo 5 Di Mi 15 16 17 26 6 7 Do Fr Sa So

8 25

Dezember

4.12. 2. Advent | 11.12. 3. Advent | 18.12. 4. Advent

24.12. Heiligabend | 25.–26.12. Weihnachten | 31.12. Silvester

18.12. Gebetssonntag Amerika (10 Uhr)

EinzeLpreis

nur 2,50 €

Interessante Bilder und Bibelverse, landestypische Rezepte,

Fakten, Zahlen und Anekdoten unserer Missionare. Veranstaltungen

der DMG sind ins Kalendarium eingetragen. Ein

schönes Geschenk auch für Freunde aus Ihrer Gemeinde.

Bestellung: Tel. 07265 959-0, E-Mail: Zentrale@DMGint.de

21.–28.05.2016: Auszeit mit Inhalt

mit Günther Beck in den

französischen Ardennen.

www.auszeit-mit-inhalt.de

21.10.–01.11.2016: Reise nach Israel

Gerd Sigrist, Tel. 07265 8610,

e-Mail: Gerd.Sigrist@gmx.net

Impressum

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden

im Rahmen der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für

missionarische oder mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt

ausreichend Mittel zur Verfügung, wird die Spende für einen ähnlichen

satzungsgemäßen Zweck verwendet.

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Angaben zum zum Kontoinhaber: Name, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. (max. 27 27 Stellen, keine keine Straßen- oder oder Postfachangaben

PLZ PLZ und und Straße Straße des des Spenders: (max. (max. 27 27 Stellen)

Spenden-/Mitgliedsnummer oder oder Name Name des des Spenders - (max. - (max. 27 27 Stellen)

ggf. ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder (8 oder 11 Stellen) 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

IBAN IBAN

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. (max. 27 Stellen, 27 Stellen, bei bei maschineller Beschriftung max. max. 35 Stellen) 35 Stellen)

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts BIC BIC

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

Staaten in in Euro. Euro.


Weil Jesus selbst ein Flüchtling war …

Weihnachtsprojekt

Matthäus 1 berichtet, wie die Familie von Jesus vor der drohenden Ermordung nach Ägypten floh. Tausende

Menschen flüchten auch heute vor Krieg und Gewalt in unsere direkte Nachbarschaft nach Deutschland. Mehr als

30 DMG-Mitarbeiter sind in der Flüchtlingsarbeit tätig, und wir wollen diesen wichtigen Dienst weiter ausbauen.

Mit Ihrer Weihnachtsspende unterstützen Sie beispielsweise:

Internationale Studenten- und

Flüchtlingsarbeit

Deutschunterricht und

Integration

Gemeinden Schulen

für Flüchtlingsarbeit

vielSprachige Christliche

Literatur

Evangelisation, Begleitung und

praktische Hilfe

Migrantenkinder

fördern

Herzlichen Dank für Ihr Weihnachtsgeschenk an Gott!

Volksbank Kraichgau • IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04 • BIC: GENODE61WIE • Stichwort: P50719 Flüchtlingen helfen

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