Nr. 8 (III-2014) - Osnabrücker Wissen

kreativkompass

Nr. 8 (III-2014) - Osnabrücker Wissen

Wir beantworten Fragen rund um die Osnabrücker Region. Alle drei Monate als Printausgabe. Kostenlos! Und online unter www.osnabruecker-wissen.de

Nr. 8 · kostenlos · Ausgabe III / 2014

www.osnabruecker-wissen.de

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

KOSTENLOS!

23

WIRTSCHAFT & TECHNIK

Was bewegt Kinobesucher?

30

INTERVIEW MIT LAITH AL-DEEN

„Was wenn alles gut geht?“

44 36

GESUNDHEIT

Wie keimfrei ist das Klinikum?

Wie lebendig sind

Osnabrücks

Denkmäler?

Seite 6

46

FAMILIE

Wie erklärt man Autismus?


IMPRESSUM

Ein Medienprojekt der

Medienagentur KreativKompass

UG (haftungsbeschränkt)

Geschäftsführer: Stephan Buchholz

Natruper Straße 23

49076 Osnabrück

Telefon: +49 541 / 440 220 03

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

Internet: www.kreativkompass.de

in Zusammenarbeit mit der

Hochschule Osnabrück

Projektverantwortlich:

Prof. Volker Gehmlich und

Abigail Joseph-Magwood

www.hs-osnabrueck.de

AUFGEWECKT DURCH STADT UND LANDKREIS

Ein Medienprojekt von:

REDAKTION

Chefredakteur:

Dr. Thorsten Stegemann (TS)

Weitere Redaktionsmitglieder dieser Ausgabe:

Yörn Kreib (YK)

Angelika Voss (AV)

Dr. Daniel Lau

Ebba Ehrnsberger (EE)

Imke Schmedecker (IS)

Simone Bürgel (SB)

Laura Munzel (LM)

Hauke Haubrock (HH)

Stephan Buchholz (StB)

Hanna von Behr (HVB)

Heinz Schleibaum (HS)

Mit freundlicher Unterstützung von:

Gastbeiträge:

Beatrice le Coutre-Bick

Leiterin Literaturbüro

Westniedersachsen / Osnabrück (BCB)

Martina Hümmer

Zoo Osnabrück (MH)

Barbara Kahlert

Museum Industriekultur (BK)

Abigail Joseph-Magwood

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,

Hochschule Osnabrück (AJM)

Verena Dimper

Sprout Azubi- Akademie (VD)

MUSEUM

INDUSTRIEKULTUR

OSNABRÜCK

FOTOS

Jana Lange

www.jana-fotografiert.de

Michael Titgemeyer

www.osnapix.de

www.fotolia.com, www.istock.com

und siehe Bildnachweise

WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG

OSNABRÜCK GMBH

GESTALTUNG

Stephan Buchholz, Juliana Schnuck

DISTRIBUTION

Sebastian Buchholz

DRUCK & PRODUKTION

Levien-Druck GmbH

Eduard-Pestel-Straße 16

49080 Osnabrueck

Telefon: +49 5 41 / 9 59 29-0

Internet: www.levien.de

REDAKTIONSSCHLUSS

November 2014

COPYRIGHT

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Veröffentlichung im

Internet oder Vervielfältigung auf Datenträgern nur nach

vorheriger schriftlicher Genehmigung der Medienagentur

KreativKompass. Trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr

für eventuelle Druckfehler.


„Kunst soll etwas anderes tun,

als im Museum auf dem Hintern zu sitzen.“

Claes Oldenburg (geb. 1929, Pop-Art-Künstler)

-Anzeige-

„Dinge mal von einer

anderen Seite zu betrachten,

bietet oft neue Chancen.“

die Marktfrau am Vitihof ist kein Denkmal - die Abluftsäule der Toilettenanlage

an der Johannisfreiheit aber sehr wohl: Wer durch unsere Stadt

schlendert, stößt auf zahlreiche Mahnmale, Skulpturen und Kunstobjekte. Wir

gehen der Frage nach, welche Voraussetzungen ein Denkmal erfüllen muss,

um als solches anerkannt zu werden und erzählen die Geschichte besonders

populärer Werke. So erfahren Sie unter anderem, warum die Statue eines

früheren Bürgermeisters vom Rathaus vor die Volkshochschule „wanderte“.

Osnabrücker Wissen“ verrät darüber hinaus, wer die „Emser Depesche“

schrieb, wann Hasen und Schildkröten durch Osnabrück fahren und welcher

VfLer im Bett eines Bundespräsidenten übernachtete. Außerdem finden Sie

auf den folgenden Seiten ein Interview mit Laith Al-Deen, den Auftakt unserer

neuen Reihe „Wer kickt in der Region?“ und viele weitere spannende Themen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und beim Auflösen unseres

Gewinnspiels, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Deshalb haben wir

mit unseren Partnern auch diesmal wieder attraktive Preise für Sie zusammengestellt.

Herzlichst,

Dr. Thorsten Stegemann

Chefredakteur

Freier Journalist

Stephan Buchholz

Geschäftsführer

Medienagentur KreativKompass

Wenn Du neugierig auf Neues bist, Aufgaben auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kannst und

Ehrgeiz, Engagement und eine Portion Kreativität im Gepäck hast, bewirb Dich jetzt (gerne per Mail) bei uns!

Wir suchen für unsere Magazinprojekte 2015 einen Mediengestalter (m/w) sowie Redaktions-Assistenten (m/w).

In beiden Bereichen sind auch Berufspraktika (ab einer Dauer von mind. 3 Monaten) möglich.

Medienagentur KreativKompass

UG (haftungsbeschränkt)

Natruper Straße 23 ∙ 49076 Osnabrück

E-Mail: kontakt@kreativkompass.de

P.S.:

Haben Sie sich schon auf facebook mit uns verbunden? Fast 3.500 User finden bereits

auch online neue Fragen & Antworten aus der Region - einfach „liken“ und noch mehr

Zusatzinfos bekommen: www.osnabruecker-wissen.de/facebook

www.

kreativkompass.de


„In Osnabrück kann ich Karriere machen!“

KARRIERE-CLIP

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Filmpassage

Osnabrück

Ganz großes Kino: Deine berufliche Zukunft in Osnabrück!

Was ist zu tun?

Drehe Deinen eigenen Film über Osnabrück und

beleuchte die Vorteile dieser wunderbaren Großstadt.

Also los: Konzept überlegen, Kamera besorgen,

Sonne abwarten, Kamera an und Action!

Was soll der Clip enthalten?

Informationen über den Standort Osnabrück.

Beispielsweise als liebenswerte Großstadt, als

Innovationsstandort, als Wirtschaftsstandort, als

Stadt der Karrieremöglichkeiten. Den Schwerpunkt

legst Du natürlich selber fest.

Zum Thema „Osnabrück - hier kann ich Karriere

machen“ sollte der Film passen. Bitte achte bei

der Filmproduktion darauf, dass Du keine Persönlichkeits-

und / oder Urheberrechte verletzt!

Wer darf teilnehmen?

Jeder, sowohl als Einzelperson oder auch als

Gruppe! Einzige Einschränkung ist das Alter von

mindestens 18 Jahren. Studenten haben die Möglichkeit,

ihre Projektwoche im November für die

Erstellung des Filmes zu nutzen. Auszubildende

können im Unternehmen fragen, ob sie es als

Team-Building-Maßnahme durchführen dürfen.

Wie ist der Film einzureichen?

Lade Deinen / Euren Film bei youtube.de hoch

und verlinke ihn auf unserer Facebook-Seite

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Die Verlinkung muss dabei bis zum 16.02.2015

erfolgt sein. Alle danach angelegten Verlinkungen

können wir leider nicht mehr berücksichtigen!

Wie geht‘s dann weiter?

Eine Fachjury wählt die Gewinner-Clips aus, die

im Frühjahr 2015 in einem feierlichen Rahmen

vor den Teilnehmern sowie Vertretern aus Wirtschaft

und Politik in der Filmpassage Osnabrück

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Hallo Wissende!

Wissen Sie eigentlich, dass

Sie bereits die 8. Ausgabe von

Osnabrücker Wissen“ in den

Händen halten? Und wissen

Sie auch, was mich persönlich

am „Osnabrücker Wissen“ besonders

freut? Ich sage es Ihnen

gerne: die regelmäßigen kurzweiligen

und wissensreichen

Berichte über den Sport im

Allgemeinen und insbesondere

den Fußball. Gab es bisher

schon interessante Auflösungen

zu den jeweiligen Vereinsfarben

und Storys nicht nur

zu „unserem“ VfL, wird das

lokale Spektrum nunmehr um

die Frage „Wer kickt in der

Region?“ ergänzt. Nicht nur

bei mir als langjährigem „Chef

der Stadtfußballer“ werden

sich - und da bin ich ganz

sicher - erhebliche Wissenslücken

über Traditionen sowie

besonders positive und leider

auch negative Highlights offenbaren.

Und da nehme ich mir

viel lieber das „Osnabrücker

Wissen“ zur Hand anstatt auf

das allgegenwärtige Internet

zurück zu greifen, um eben diese

Wissenslücken zu schließen.

Den Anfang macht mit den

Sportfreunden aus Lechtingen

ein vorbildlicher und zukunftsfähiger

Club aus unserem

Landkreis. Lassen Sie mich diese

Zeilen mit einer populären

„Fananleihe“ aus der osnatel

ARENA und vielen Auswärtsstadien

in Nah und Fern beenden:

„Wir sind die Osnabrücker“ –

und „Osnabrücker Wissen

gehört dazu!

Mit freundlichem Gruß

Frank Schmidt

Niedersächsischer Fußballverband e. V.

Vorsitzender Kreis Osnabrück-Stadt

I E D E R S Ä C H S

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E. V.

INHALT

Welche Fragen zur Osnabrücker Region

beantworten wir in dieser Ausgabe?

TOPTHEMA

Wie lebendig sind Osnabrücks Denkmäler? 6

STADT- & LANDGESCHICHTEN

Wer schrieb die Emser Depesche? 12

Warum ist Ankum keine Stadt? (Teil 2) 14

Was verbirgt Osnabrücks Unterwelt? (Teil 2) 16

Wann fahren Hasen und Schildkröten durch Osnabrück? 18

WIRTSCHAFT UND TECHNIK

Wie funktioniert der Wissenstransfer? 20

Wie entwickelt man selbstbewusste Persönlichkeiten? 22

Was bewegt Kinobesucher? 23

HOCHSCHULE UND KARRIERE

Wie funktioniert modernes Projektmanagement? 24

Warum hat die Hochschule einen

Korruptionspräventionsbeauftragten? 26

Was bedeutet die Abschaffung der Studienbeiträge? 27

LEBEN & GESELLSCHAFT

Wie kreativ macht ein Pizzakarton? 28

HINTER DEN KULISSEN

Interview mit Laith Al-Deen: Was wenn alles gut geht? 30

ESSEN & TRINKEN

Wer befahl den Anbau von dienlichen Erd-Gewächsen? 34

Wer sorgt für kulinarische Überraschungen? 35

NATUR & UMWELT

Was wächst im vertical garden? 36

Wo wächst die dicke Eiche? 38

Warum sind Tapire „lebende Fossilien?“ 39

Wann schreiben Pflanzen E-Mails? 41

KULTUR

Wie konkret sind Krieg und Frieden? 42

Wer bringt Remarques Osnabrück-Roman auf die Bühne? 43

GESUNDHEIT

Wie keimfrei ist das Klinikum Osnabrück? 44

FAMILIE

Wie erklärt man Autismus? 46

Wie ticken und kicken Europa und Afrika? 48

Wie sahen Urlaubsbilder vor 100 Jahren aus? 49

SPORT

Wer kickt in der Region? 50

Welcher VfLer schlief im Bett des Bundespräsidenten? 51

KURIOSE KRIMINALFÄLLE

Schadensersatz & Schmerzensgeld für Sargbeschädigung? 53

SCHÖNE GRÜSSE

Hallo, wie geht‘s? 54

Wer trug sich ins Goldene Buch ein? 55

GESCHENKTIPPS

Welche Geschenke gibt‘s aus der Region? 57

GEWINNSPIEL

Wie viel Wissen steckt in Ihnen? 58

5


WIE LEBENDIG SIND

OSNABRÜCKS

DENKMÄLER?

Fotos © Yörn Kreib; Titelfoto: Jana Lange

WANN IST EIN DENKMAL ÜBERHAUPT EIN DENKMAL?

BÜRGERBRUNNEN UND WASCHFRAU AM VITIHOF: NEIN,

ABLUFTSÄULE DER TOILETTENANLAGE AN DER JOHANNIS-

FREIHEIT: JA. NICHT ALLE SKULPTUREN UND KUNSTOBJEKTE,

DENEN WIR AUF EINEM SPAZIERGANG DURCH DIE STADT

OSNABRÜCK BEGEGNEN, SIND AUSGEWIESENE DENKMÄLER.

UM ETWAS ÜBER DIE HINTERGRÜNDE ZU ERFAHREN, STEIGEN

WIR IN DIE HÖHLE DES LÖWEN, IN EIN DENKMAL.

WER ARBEITET

IN EINEM DENKMAL?

Nur wenige Schritte vom Rißmüllerplatz

entfernt führt ein schmaler

Hausdurchgang in den Hinterhof des

Grundstücks Bierstraße 7. Blickfang

ist das älteste noch erhaltene Steinwerk

Osnabrücks. Dieser wuchtige Steinbau

aus den 1170er Jahren beherbergt heute

das Amt für Denkmalschutz. Hier

befindet sich der Arbeitsplatz von

Helena Ammerich, die sämtliche

Denkmäler der Hasestadt im Blick hat

und weiß, warum es eben manchmal

nicht zum Denkmal reicht.

Grundlage für die Ausweisung als

Denkmal ist das Niedersächsische

Denkmalschutzgesetz. Ammerich

nennt vier Kriterien, die für die Auswahl

und Ausweisung als Denkmal

eine Rolle spielen. Das Objekt muss

eine über das normale Maß hinausgehende

historische, künstlerische,

wissenschaftliche oder städtebauliche

Bedeutung aufweisen. Dies gilt auch

für die „Abluftsäule“ an der Johanniskirche.

Der gekachelte Entlüftungsschacht

(1931) für die öffentliche

Toilettenanlage steht als Denkmal für

die damals aufkommende und in den

Städtebau einbezogene Daseinsfürsorge

im öffentlichen Raum.

WAS WOLLTE AUGUST

HAARMANN WIRKLICH?

Eine Toilettenanlage rundete auch

den von August Haarmann, Generaldirektor

der Georgsmarienhütte,

finanzierten und vom Bildhauer

Adolf Graef geschaffenen Haarmannsbrunnen

ab. Über die Ausweisung als

Denkmal bestehen keine Zweifel, die

Intention des Denkmals aber ist bis

heute strittig. Ältestes Arbeiterdenkmal

Deutschlands für die einen, Er-

Die „Waschfrau“ von Künstler Hans-Gerd Ruwe

innerung an ein Grubenunglück im Jahr

1898 mit neun Toten im Piesberg für die

anderen. Oder „nur“ ein Brunnen der

Arbeit, der die menschliche Stärke und

Willenskraft bei der Erschließung natürlicher

Rohstoffquellen zum Ausdruck

bringen will? In jedem Fall aber symbolisiert

dieses Denkmal den Schlussstrich

unter die Diskussion über den Bau einer

Hauptverkehrsstraße mitten durch Osnabrück,

dem auch gleich der gesamte

6


Herrenteichswall zum Opfer gefallen

wäre. Außerdem besteht er zu

großen Teilen aus dem Kunststein

„Durilit“, den die damalige Firma Klöckner-

Durilit am Piesberg entwickelt hatte.

GEWOLLT ODER GEWORDEN?

Es gibt gewollte und gewordene Denkmäler,

stellt Ammerich gegenüber“ Osnabrücker

Wissen“ fest. Bei den gewordenen

handelt es sich im Wesentlichen um Gebäude.

Sie machen auch in Osnabrück

den Löwenanteil des Denkmalbestandes

aus. Gewollte Denkmäler sind be spielsweise

Kriegerdenkmäler, Siegessäulen,

Personendenkmäler. Mit ihrer Errichtung

verbanden die Auftraggeber bestimmte

Botschaften, die sie den Betrachtern eintrichtern

wollten. In Osnabrück stehen 34

derartiger Einzelobjekte. Und während

Baudenkmäler ortsgebunden sind, gilt

dies für Einzelobjekte nicht unbedingt.

WER WANDERTE VOM

RATHAUS VOR DIE VHS?

Viele Jahre lenkte Johann Carl Bertram

Stüve (1798-1872) die Geschicke der Stadt

Osnabrück. Von 1833 bis 1848 und von

1852 bis zu seinem Rücktritt 1864 war er

Bürgermeister der Stadt. Er gilt als Mitinitiator

beim Bau des städtischen Krankenhauses

(1862-1864) und auch als einer

der Wegbereiter der Osnabrücker Aktien

Brauerei (1860-1987) am Westerberg.

7


Kein

Denkmal

„Die Waschfrau“ / 1983

Hans-Gerd Ruwe (1926-1995),

Bronze

Ist ein

Denkmal

Ist ein

Denkmal

„Abluftsäule” / 1931

A. Burges u. Wolfdietrich Stein (1900-1941),

Architekt: Theo Burlage (1894-1971)

„Haarmannsbrunnen“ / 1909

Adolf Graef (1862-1942),

Bronze, Piesberger Durilit

Kein

Denkmal

Ist ein

Denkmal

„Denkmal an der Netter Heide -

Römereschstraße“ / 1958

Bildhauer Joseph Krautwald (1914-2003)

„Ebert-Erzberger-Rathenau-Denkmal“

Justus Haarmann (1884-1968)

Original von 1928, zerstört durch die Nationalsozialisten

1933, Wiederherstellung 1983

Ist ein

Denkmal

Kein

Denkmal

„Stüve-Denkmal“ / 1958

Heinrich Pohlmann (1839-1917)

Bronzeskulptur auf Sandsteinsockel

„Bürgerbrunnen“ / 1986

Hans-Gerd Ruwe (1926-1995),

Bronze


Nicht überraschend, dass ihm die Stadt

Osnabrück post mortem ein Denkmal

setzte.

Die Statue Stüves, 1882 vom Berliner

Bildhauer Heinrich Pohlmann geschaffen,

stand zunächst direkt vor

dem Rathaus. 1935 musste sie dem gestiegenen

Verkehrsaufkommen sowie

den NS-Verbänden weichen, die den

Platz vor dem Rathaus zunehmend

für ihre Aufmärsche nutzten. Sie landete

auf dem Mittelstreifen des Walls

zwischen Vitischanze und Bürgergehorsam.

Auch hier musste Stüve Ende

der 60er Jahre dem Verkehr weichen

und zog vor das ehemalige städtische

Krankenhaus, heute Sitz der Volkshochschule.

SIND KRIEGERDENKMÄLER

NOCH ZEITGEMÄSS?

Ein ähnliches Schicksal ereilte das am

9. August 1880 zu Ehren der Gefallenen

des Krieges von 1870/71 auf dem

Neumarkt errichtete Kriegerdenkmal.

Es wurde 1928 ebenfalls dem wachsenden

Verkehr geopfert und steht heute,

ohne die einstige metallene Siegesgöttin

Germania, auf dem Straßburger

Platz.

Die noch im Stadtgebiet existierenden

12 Kriegerdenkmäler rückten anlässlich

der Gedenkveranstaltungen zum

Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 plötzlich

wieder in den Fokus. Ihre Bedeutung

für die Menschen ist heute sehr

WO IST DES PUDELS KERN?

Die Osnabrücker kennen und lieben ihn, haben ihn verharmlosend

zu ihrem „Löwenpudel“ ernannt. Was aber

verbirgt sich wirklich hinter dieser in stoischer Ruhe vor

dem Domportal sitzenden Gestalt?

Helena Ammerich kennt die mit ihm verbundene Geschichte,

in der Karl der Große eine wichtige Rolle spielt, natürlich

auch. Gleichwohl habe sie mit der tatsächlichen Bedeutung

der Statue herzlich wenig zu tun.

Ein Vorgänger der heutigen Statue steht bereits im 18. Jahrhundert

nur wenige Meter entfernt, muss aber der 1785

fertiggestellten Land- und Justizkanzlei, der späteren

bischöflichen Kanzlei, weichen. Während der französischen

Besatzung Osnabrücks Anfang des 19. Jahrhunderts wird sie

im Zuge der Einebnung des Domfriedhofs abgerissen. Erst

Mitte des 19. Jahrhundert stellt man sie auf Betreiben des

Bürgermeisters Stüve wieder auf (im Rahmen der Neupflasterung

des Domhofes), im September 1865 stürzen Unbekannte

sie nachts vom Sockel. Die Täter bleiben unerkannt.

Die Statue wird saniert und 1866 wieder aufgestellt. Später

wechselt sie ins Museum und taucht erst am 3. November

1925 wieder am bekannten Standort auf. In den Wirren des

2. Weltkriegs kippt der Löwenpudel erneut vom Sockel –

um dann 1948/49 restauriert zu werden.

Das Original steht heute geschützt im Museum, vor dem

Dom thront eine Replik aus dem Jahr 1925. Trotzdem

handelt es sich hier wohl um das älteste Denkmal Osnabrücks.

Denn die denkmalgeschützte Replik markiert den für

1331 nachgewiesenen ältesten Denkmalstandort Osnabrücks,

den mittelalterlichen Ort des landesherrlichen Gogerichts.

Des Pudels Kern liegt wie so oft im Verborgenen.

Ist ein

Denkmal

Wir wollen von Ihnen wissen:

Welches Denkmal kann weg? Welches fehlt?

Welches muss dringend saniert werden?

Diskutieren Sie auf unserer facebook-Seite mit

- über Sinn und Zweck unserer steinernen Mitbewohner!

www.facebook.de/

OsnabrueckerWissen

Gerne können Sie uns natürlich

auch eine Mail schreiben an:

redaktion@osnabruecker-wissen.de

„Löwenpudel“ / 1925

Kopie nach einem Original aus

dem 13. Jhd.; Sandstein

Wir sind gespannt auf eine rege Diskussion!

9


Für

Lichtgestalten.

10


ambivalent. Einige nehmen sie überhaupt

nicht mehr wahr, andere würden

sie am liebsten entfernen, wieder

andere wollen sie unbedingt erhalten

als Mahnung für kommende Generationen.

Kein Wunder, dass bei einer derart

diffusen Einschätzung die jüngste

Kunstaktion von Volker Trieb teilweise

heftige Reaktionen auslöste. Für

sein temporäres Mahnmal zum Thema

„1914/1918 – Hundert Jahre Erster

Weltkrieg“ verteilte er 32 Blöcke aus

dem Holz kriegsgezeichneter Eichen,

versehen mit Zitaten aus Kapitel 6 des

Antikriegsromans „Im Westen nichts

Neues“ von Erich Maria Remarque, im

gesamten Stadtgebiet. Zu Denkmälern

werden derartige Kunstobjekte in Zukunft

wohl eher nicht.

SEIT WANN BOOMT

DER DENKMALSCHUTZ?

Anders sieht es da schon bei der Gedenktafel

für die jüdischen Opfer der

Nazis in Osnabrück am Markt aus.

Heute noch „zu jung“, könnte dies

in ferner Zukunft anders aussehen.

Ammerich

weist auf einen wesentlichen

Aspekt

bei der Ausweisung

als Denkmal hin, die Distanz.

„Wir bemühen uns so neutral

wie möglich an die Beurteilung

eines Objekts heranzugehen und

dabei immer die historischen Bezüge

im Blick zu behalten“, sagt Ammerich.

So erfuhr der Denkmalschutz

in den 60er/70er-Jahren

einen enormen Schub. Angesichts

der vielerorts anrückenden Abrissbirnen,

die den Weg für Neues

ebnen sollten, startete das Land

Niedersachsen Anfang der 80er-

Jahre mit der Inventarisierung der

Kulturdenkmäler. In den 90er-Jahren

wurden daraufhin die ersten

Bauwerke aus den 50er/60er-

Jahren unter Schutz gestellt.

Darunter auch das Gebäude der

Stadtbibliothek am Markt (Anfang

60er Jahre). Eine Entscheidung, die

bei vielen Osnabrückern auch heute

immer noch auf Unverständnis stößt.

WER SCHAFFT DEN

SPRUNG ZUM DENKMAL?

Dabei geht es um den Erhalt von

Zeugen der in der wirtschaftlichen

Aufbauphase prägenden Bauweisen.

Andere Objekte sind wohl einfach

noch nicht reif für die Ausweisung als

Denkmal. Wie beispielsweise die das

Stadtbild prägenden Werke des Osnabrücker

Künstlers Hans-Gerd Ruwe

(1926-1995), der „Bürgerbrunnen“,

die „Waschfrau“ oder der „Spezialist“.

Andere Objekte schaffen den Sprung

zum Denkmal nur deshalb nicht, weil

es sich um Repliken handelt. Dies betrifft

insbesondere das Ebert-Erzberger-Rathenau–Denkmal

am Herrenteichswall.

Errichtet am 1.7.1928, zerstört

von den Nazis 1933 und in den

80er Jahren wieder aufgebaut.

Die meisten Kunstobjekte in Osnabrück

sind also keine Denkmäler im

Sinne des Gesetzes. Auf ihre Wahrnehmung

muss dies aber keinen Einfluss

haben. Denn jenseits der denkmalschützerischen

Bedeutung nutzen

die Osnabrücker die Objekte nicht nur

als Hinweise auf Geschichte und Persönlichkeiten,

sondern auch als dekorative

Elemente, Orientierungs- und

Treffpunkte. | YK

WISSEN KOMPAKT:

Welche Literatur gibt‘s zu

Denkmälern in Osnabrück?

Einen Überblick über die Denkmäler der Stadt

Osnabrück liefert momentan nur das Buch

„Baudenkmale in Niedersachsen. Stadt Osnabrück.

Bd.32“, Hrsg. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt,

1986 (Stadtbibliothek, Restexemplare

bei Bücher Wenner, Antiquariat).

Einen Überblick über die Kunstwerke im

öffentlichen Raum der Stadt Osnabrück gibt das

leider vergriffene Buch „Kunst im öffentlichen

Raum“, das aber online verfügbar ist:

www.osnabrueck.de/dokumente/kunst_im_

oeffentlichen_raum.pdf

WEITERE INFOS ZUM TOP-THEMA

Jährlicher Tag des offenen Denkmals

http://tag-des-offenen-denkmals.de/thema/

Informationen zum Kunstprojekt

von Volker Trieb

http://www.atelier-trieb.de/aktuell-projekte/

artikel/projekt-damals-nicht-jetzt-nichtniemals-2.html

Kontakt zum Amt für Denkmalschutz

(Denkmalpflege)

Mail: staedtebau@osnabrueck.de

Adresse: Bierstraße 7 ∙ 49074 Osnabrück

11


Wer schrieb die

Emser Depesche?

Heinrich Abeken, Fotografie

von Heinrich Graf

Es war das wohl folgenreichste Telegramm der deutschen Geschichte. Am 13. Juli 1870 erhielt

Otto von Bismarck ein Schreiben aus dem Kurort Bad Ems. Der preußische Ministerpräsident

ließ eine gekürzte Form des Telegramms veröffentlichen, welche die französische Regierung

als Provokation wertete. Sechs Tage später erklärte Frankreich Preußen den Krieg. Im Januar

1871 wurde der erste deutsche Nationalstaat gegründet.

Nach dem Sturz der spanischen Königin

Isabella von Bourbon galt Leopold

von Hohenzollern als aussichtsreicher

Kandidat auf die Thronfolge in Madrid.

Frankreich wehrte sich allerdings strikt

dagegen, von den Hohenzollern in Spanien

und Preußen eingekreist zu werden

und erzwang schließlich den Verzicht

Leopolds. Als der französische Botschafter

Vincent Benedetti den zur Kur

in Bad Ems weilenden Preußen-König

Wilhelm I. drängen wollte, „für alle Zukunft“

auf eine Kandidatur der Hohenzollern

zu verzichten, kam es zum Eklat.

Heinrich Abeken - gebürtiger Osnabrücker,

studierter Theologe, Berater

Bismarcks und Vertrauter des Königs

- übermittelte die Ereignisse nach

Berlin. Dort unterschlug Bismarck die

Nachricht von einem Treffen zwischen

Botschafter und König und betonte

stattdessen, Wilhelm I. habe „durch den

Adjutanten vom Dienst“ ausrichten lassen,

dass dem Botschafter „nichts weiter

mitzuteilen“ sei.

Dem Sturm der Entrüstung über den

vermeintlichen Affront folgte der

deutsch-französische Krieg, der einen

Ministerpräsidenten zum Reichskanzler

und einen König zum Kaiser beförderte.

Nur Heinrich Abeken blieb keine Zeit

mehr, sich neue Aufgaben und Titel zuzulegen.

Er starb am 8. August 1872 in

Berlin.

Wie funktionierte Bismarcks

„diplomatische Häckselmaschine“?

Nach dem frühen Tod der Mutter wuchs

Heinrich Abeken im Haus seines Onkels

Bernhard Rudolf Abeken auf, der als Herausgeber

der Schriften Justus Mösers in

die Geschichte eingehen sollte. Heinrich

besuchte das Ratsgymnasium in Osnabrück

und ging 1827 nach Berlin, um

Theologie zu studieren. Der vielseitig interessierte

Student begeisterte sich aber

auch für Kunst und Literatur, Philosophie

und Politik, Sprachen, Geschichte

und Archäologie.

Abeken arbeitete in Italien und England,

gewann einflussreiche Freunde wie den

preußischen Diplomaten Christian Carl

Josias Bunsen und nahm 1842 bis 45 an

der großen preußischen Nil-Expedition

unter der Leitung von Karl Richard Lepsius

teil. Die Forschungsreise begründete

die moderne Ägyptologie und führte

zu bahnbrechenden Erkenntnissen über

die Geschichte der alten Hochkulturen

in Ägypten, Äthiopien und im Sudan.

1848 wurde Abeken ohne besondere

juristische Vorbildung Mitarbeiter des

Außenministeriums. In Vorträgen

und Streitschriften

widmete

sich der Quereinsteiger

weiter theologischen

Fragen, wurde

als Geheimer

Legationsrat aber

auch zu einem der

einflussreichsten Berater

des preußischen

Ministerpräsidenten.

12

Die Emser Depesche


Buchtipp!

Wolfgang Frischbier: Heinrich

Abeken 1809-1872. Eine Biographie,

Ferdinand Schöningh-Verlag, 2008

Die Proklamation des Deutschen Kaiserreiches, Gemälde von Anton von Werner (1877)

Bismarck vertraute ihm einen Großteil

seiner Korrespondenz und entscheidende

Verhandlungen an. Außerdem

begleitete Abeken Wilhelm I. auf vielen

Reisen und wurde so zum Bindeglied

zwischen König und Ministerpräsident.

Die beiden wichtigsten Repräsentanten

des aufstrebenden Preußen beurteilten

ihren Mittelsmann durchaus unterschiedlich.

Trotz des engen Verhältnisses

sah Bismarck den umtriebigen

Theologen kritisch – nicht nur, als es im

„Kulturkampf“ um das Machtverhältnis

zwischen Staat und Kirche ging. Sein

Mitarbeiter Lothar Bucher sei „viel zu

gut“ für gewöhnliche Depeschenarbeit

gewesen, meinte Bismarck. „Dafür hatten

wir die diplomatische Häckselmaschine

Abeken. Der war imstande, in

ein paar Viertelstunden über alles zu

schreiben, was man von ihm verlangte.

Sagte man ihm dann: ´Schön, Herr

Geheimer Rat, - aber in der Hauptsache

haben Sie mich missverstanden, ich

habe gerade das Gegenteil sagen wollen´

- so entschuldigte er sich und brachte

unverdrossen nach einer Viertelstunde

die Depesche wieder, die nun mit

derselben Wucht der Überzeugung das

Gegenteil verfocht“, spottete der bereits

pensionierte Reichskanzler noch 1892.

Sein König und späterer Kaiser gönnte

dem Osnabrücker einen ganz anderen

Nachruf. Wilhelm I. schrieb an Abekens

Schwiegermutter: „Selten wird man einen

klareren, arbeitsfähigeren, treueren

Staatsdiener antreffen, der mit so viel

Gemüt, Herz und Geist zugleich begabt

war. Diese selten gepaarten Eigenschaften

stellten ihn mir und meinem Vertrauten

daher so nahe, dass ich in ihm

stets, und namentlich in den letzten Jahren

und in den entscheidenden Tagen

und Stunden in Ems 1870, den ratenden

Vertrauensmann fand.“ | TS

ZeitSeeing Stadtführungen

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Email: zeitseeing@osnanet.de

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Warum ist

ANKUM

keine Stadt?

(Teil 2)

Im Jahr 2014 feiert Ankum das fünfhundertjährige Jubiläum seines Kirchturms. Er gehört zum sogenannten

„Artländer Dom“, dessen Geschichte durch umfangreiche archäologisch-historische Forschungen

in den Jahren 2009–12 neu geschrieben wurde. Dr. Daniel Lau, der die Grabungen in Ankum leitete,

schildert in „Osnabrücker Wissen“ die wichtigsten Entdeckungen. Teil 1 erschien in der letzten Ausgabe.

Grabungen in Ankum

WIE ALT IST ANKUM?

Die letzten nachvollziehbaren archäologischen

Spuren aus Ankum, stammen aus

dem 13./14. Jahrhundert, einer Zeit, die

man schon als Spätmittelalter bezeichnen

kann. Aus dieser Epoche sind zwei Häuser

überliefert, die an der heutigen Umfassungsmauer

der Kirchenburg lagen.

Bei dem einen Haus handelt es sich um

ein Wohnhaus mit einem einfachen Erdkeller.

Leider kann durch die „stummen“

archäologischen Funde nicht ermittelt

werden, wer in diesem Haus gelebt hat.

Seit dem 17. Jahrhundert ist aber schriftlich

belegt, dass vor allem arme Menschen

in den Häusern am und im Kirchhof eine

Bleibe finden konnten und es ist nicht

ausgeschlossen, dass dies auch schon für

das Spätmittelalter galt. Bei dem anderen

Haus, das außerhalb der Kirchenburgs-

14

Kamm aus der Werkstatt

eines Knochenschnitzers

mauer lag, handelt es sich um die Werkstatt

eines Knochenschnitzers, der aus

Tierknochen Kämme, Gebetsperlen und

andere Schnitzereien fertigte.

WER ZERSTÖRTE

DIE KIRCHENBURG?

Durch die intensive Nutzung der Innen-

und Außenanlagen der Ankumer

Kirchenburg, zum einen als Friedhof, der

bis 1892 genutzt wurde, und zum anderen

als Gartenanlage, war der Boden so

stark durchwühlt, dass aus späteren Zeiten

nur vereinzelte Funde von Keramik,

Metall oder Glas erhalten geblieben sind.

Für die weitere Erforschung der Ankumer

Geschichte ist es daher notwendig von den

Sachfunden auf die nun zunehmenden

Schriftquellen umzusteigen.

So wurde Ankum mehrfach zum Schauplatz

kriegerischer Auseinandersetzungen,

die zu einem weiteren Verfall der

Bedeutung des Ortes führten. Im Jahre

1341 kam es zu einer Zerstörung der Kirchenburg

durch die Truppen des Bischofs

Ludwig II. von Münster und ein weiteres

Mal fielen die Münsteraner Truppen im

Jahre 1425 unter Bischof Heinrich II. ein.

Die älteste Quelle zur Beschreibung der

Bildmaterial © Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück


Kirchenburganlage ist in den bereits kurz

erwähnten Aufzeichnungen des Ankumer

Pfarrers Brickwedde aus dem Jahre

1656 überliefert. Aus den Aufzeichnungen

geht die Bebauung des Kirchhofs hervor.

So soll an der Nordseite ein Speicher

gestanden haben, der als Schule genutzt

wurde. Mitten auf dem Kirchhof standen

zwei als „Hütten“ bezeichnete Bauten.

Neben weiteren Speichern und Gebäuden

ist auch die Rede von zwei Steinwerken,

die dem Meyer zu Westerholte und dem

Schulten zu Rüssel gehörten. Schließlich

werden drei Kirchhofspforten erwähnt,

von denen die hohe und die untere Pforte

bewohnt waren, die mittlere sei der Kirchenarbeit

vorbehalten.

WELCHE ORTE

KONKURRIERTEN MIT ANKUM?

Wenn Ankum bis ins Hochmittelalter

hinein von besonderer Bedeutung war,

muss man sich fragen, warum der Ort

dann nicht auch, wie beispielsweise Osnabrück,

den Sprung zur Stadt geschafft hat.

Als wesentlicher Faktor muss eine Verlegung

der Handelsrouten - bedingt durch

eine Neuordnung der machtpolitischen

Verhältnisse - angesehen werden. Zum

einen wurde im Jahre 1344 in Fürstenau

der Grundstein für das Schloss gelegt, der

zukünftigen Residenz der Osnabrücker

Landesfürsten.

Die Gründung der Landesburg führte

zu einer Verschiebung der weltlichen

Macht im Osnabrücker Nordland, so

dass im Gegensatz zu Ankum, Fürstenau

aufgrund dieser gesteigerten Bedeutung

1642 das Stadtrecht verliehen wurde.

Zum anderen führte das im Jahre 1231

durch Otto von Ravensberg gegründete

Zisterzienserinnen-Kloster in

Bersenbrück zu einer Verschiebung

der geistlichen Macht.

Aufgrund dieser neuen machtpolitischen

Pole im Westen und

Osten, versank Ankum für die

überregionalen politischen und

kaufmännischen Kontakte zurück

in die Bedeutungslosigkeit, nur die

verkehrsgünstig gute Lage an einem

Knotenpunkt vieler Routen durch

das Osnabrücker Nordland erhielt

die Siedlung aufrecht.

Neuere und vor allem frequentiertere

Straßen laufen jedoch südlich und

östlich an Ankum vorbei. Die Wirren des

Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) hinterließen

allein in Ankum über 60 Bauernhöfe

unbewohnt. Im Jahre 1817 wurde

Bersenbrück neuer bürokratischer Amtssitz,

so dass Ankum vollends an Einfluss

im Osnabrücker Nordland verlor.

Politisches Ränkespiel, Kriegsschäden

und neu aufsteigende Zentren führten

also dazu, dass das mittelalterlich so bedeutsame

Ankum von den Entwicklungen

der Neuzeit abgehängt wurde. | DL

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unserer Leitung!

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15


Unzählige Erwähnungen von alten Hohlräumen und

Gängen unter Osnabrück füllen mittlerweile ganze Internetseiten

und Bücher, doch noch immer gibt es eine Vielzahl von Gerüchten und

Spekulationen über verlassene Stollensysteme und vergessene Hohlräume

aus längst vergangenen Tagen unter den Straßen von Osnabrück.

Die Vielzahl an Spekulationen über

Gänge und Höhlen unter der Stadt ist

bemerkenswert. Von der Alten Münze

bis zur Ziegelstraße würde die Liste der

Mutmaßungen reichen und wohl über 80

Einträge enthalten. Dort wäre von Tunnelsystemen

in der nördlichen Altstadt

die Rede, Verbindungsstollen unterhalb

der Stadtbefestigungen, des Doms und

anderer historisch bedeutender Bauten,

von riesigen unterirdischen Krankenhäusern

und vergessenen Bunkeranlagen

des 2. Weltkrieges. Während

einige dieser Mutmaßungen fern jeder

Nachweisbarkeit zu sein scheinen, halten

sich andere Gerüchte über alte Tunnel

bis heute hartnäckig.

WO V ER MUT ET

MAN VERGESSENE

TUNNEL?

Eine zentrale Rolle spielt der Gertrudenberg

mit seiner langen Geschichte.

Eines der langlebigsten Gerüchte handelt

beispielsweise von einem oder mehreren

Gängen, welche vom mittelalterlichen

Kloster auf dem Gertrudenberg

hinab in die vorgelagerte Bastion an

der Vitischanze führen sollen. Andere

Gänge führen angeblich bis zum Herrenteichswall

oder gar unter der Hase

hindurch bis zum Dom. Erstere Vermutung

wird auch dadurch gestützt, dass

bei Bauarbeiten an der Vitischanze im

Jahr 1958 zwei Stolleneingänge für die

Zeit der Bauarbeiten freigelegt wurden,

deren Ursprung bis heute nicht endgültig

geklärt wurde.

Davon abgesehen dürfte es neben dem

heute als „Gertrudenberger Höhlen“ bekannten

Teil des unterirdischen Steinbruchs,

der Meesenburghöhle und dem

ein oder anderen Bierkeller noch weitere

verschollene Hohlräume unter dem

Bürgerpark geben, welche nicht mehr

ohne Weiteres auffindbar sind. Es gibt

aber zahlreiche Hinweise

WOHIN FÜHREN DIE

STOLLEN UNTER DER

A LTSTADT?

Auch wird von mutmaßlichen Gängen

inner- und unterhalb der ehemaligen

Stadtmauern geschrieben. Es soll sich

hierbei um Gänge handeln, welche die

Wehrtürme und strategisch wichtige

Punkte der Stadt unterirdisch miteinander

verbanden. Diese Mutmaßungen

stützen sich weitestgehend auf Veröffentlichungen

des Wünschelrutengängers

Margraf, der in den 1950ern behauptete,

entsprechende Hohlräume in

etwa 20 Metern Tiefe nachgewiesen zu

haben. Die Tunnel, welche Margraf in

einem Plan festhielt, würden demnach

auch bis unter den Westerberg reichen,

von wo aus er den Verlauf offenbar

nicht weiter verfolgte. Ob diese Stollen

aber jemals existierten, bleibt fraglich.

Allerdings finden sich unter den Wehranlagen

am Herrenteichswall und unter

der Vitischanze tatsächlich unterirdische

Gänge. Auch am Markt und somit

unter einem der ältesten Siedlungsgebiete

der Stadt sind diese zu finden. So

existiert zum Beispiel unter dem Keller

des Rathauses noch heute ein alter Tunnel,

welcher sich entlang der Bierstraße

erstreckt. Wo er einstmals endete, wer

weiß. Allerdings ist der einstige Zweck

des Tunnels bekannt. Nachdem er ursprünglich

als Abwasserkanal erbaut

16


wurde, soll der Stollen während des

2. Weltkriegs auch als Luftschutzraum

fungiert haben.

KÖNNTE ES NOCH

UNENTDECKTES

UNTER OSNABRÜCK

GEBEN?

Dass längst nicht alle Gänge aus vergangenen

Zeiten wiederentdeckt wurden,

zeigt ein überraschender

Fund, welcher 1978 am

Kloster auf dem

Gertrudenberg

gemacht wurde.

Dort entdeckte man bei Bauarbeiten im

Keller des Klostergebäudes einen bis dahin

völlig unbekannten Stollen, welcher

sich in nördliche Richtung erstreckte

und offenbar einstmals eine Verbindung

zum Höhlensystem unter dem Bürgerpark

besaß. Die Annahme, dass es daher

unter Umständen noch weitere verschollene

Gänge und Höhlen aus längst

vergangenen Tagen in Osnabrück gibt,

lässt sich somit

auch

nur schwer widerlegen. Im Gegenteil

sollte davon ausgegangen werden, dass

Teile der Unterwelt noch darauf warten,

wiederentdeckt zu werden.

Die felsige Landschaft der Stadt verbirgt

aber auch ohne längere Suche nach eventuellen

Einstiegen in die Unterwelt noch

eine Vielzahl weiterer unterirdischer

Anlagen, die bisweilen allerlei Fragen

aufwerfen. Da ist die Rede von unterirdischen

Krankenhäusern, alten Schächten

und verborgenen Bunkern aus dem

2. Weltkrieg. Dieser weiteren interessanten

Facette der Osnabrücker Unterwelt

wird im nächsten Teil von

Osnabrücker Wissen“ auf den

Grund gegangen. | TS

17


Wann fahren Hasen

und Schildkröten

durch Osnabrück?

Wer sich jetzt fragt, ob Schildkröten und Hasen überhaupt fahren können: Können sie - und zwar mit

10 und 20 km/h! Das beweisen die osna Road Runner, wenn sie mit wissens- und spaßbegierigen Teilnehmern

auf bunten Segways durch den Hasepark, das Nettetal, Osnabrücks Neustadt und Altstadt, das

Natruper Holz oder über den Piesberg fahren. Nebenbei erhält die Gruppe viele Informationen rund um

Osnabrück, welche nicht nur für Touristen interessant sind.

Seit der Erfindung des Segway Personal

Transporters, kurz bezeichnet als Segway,

im Jahr 2001 durch Dean Kamen

werden insbesondere in Großstädten

vermehrt Sightseeing-Touren mit dem

elektrisch angetriebenen Einpersonen-

Transportmittel angeboten. Begeistert

von dieser umweltfreundlichen Idee hat

das Ehepaar Kerstin und Ulrich Reu im

Jahr 2009 mit Gründung der osna Road

Runner am Osnabrücker Hauptbahnhof

ein solches Angebot auch hier für

Stadt und Landkreis geschaffen.

Insbesondere im Sommer kommt sowohl

vielen Osnabrückern als auch

Nicht-Osnabrückern die Idee, die (Heimat-)

Stadt einmal auf eine ganz neue

Art zu erkunden: „Die Tour bietet Spaß

und Wissen zugleich - eine Kombination,

die eine willkommene Abwechslung

zu Sightseeing-Touren zu Fuß darstellt“,

erklärt Stadtführer Thomas Grage. Je

nach Nachfrage werden die verschiedenen

Routen ganzjährig angeboten: im

Sommer ungefähr drei- bis sechsmal

in der Woche, im Winter etwas seltener.

Doch „solange es nicht glatt ist, finden

unsere Touren statt“, erklärt Kerstin Reu.

WIE WIRD MIT EINEM

SEGWAY GEFAHREN?

Da mit den Segways am öffentlichen

Straßenverkehr teilgenommen wird,

muss jeder Fahrer mindestens einen

Mofa-Führerschein besitzen und während

der Tour einen Fahrradhelm tragen.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt,

gelingt auch Anfängern das Fahren

nach ein wenig Übungszeit, die zu Beginn

jeder Fahrt vor dem Laden der osna

Road Runner stattfindet. Schildkröte

und Hase symbolisieren beim Fahren

die Geschwindigkeitsstufen: mit dem 10

km/h-Reptil wird geübt, bevor es dann

mit dem 20 km/h-Hasen auf Tour geht.

Jeder Teilnehmer übt bei der individuellen

Einweisung Bremsen und Anfahren,

das Durchfahren eng zusammengestellter

Pylonen sowie das Überqueren von

kleinen Unebenheiten. Während der

Tour koordiniert der Fahrer Gas geben

sowie Bremsen ausschließlich mittels

des eigenen Körpergewichts und –gefühls.

Soll Fahrt aufgenommen werden,

gilt es den Körper nach vorne zu lehnen,

soll das Tempo verringert werden, lehnt

der Fahrer sich zurück. Was nach viel

Feingefühl klingt, kommt den Teilnehmern

nach ein paar Minuten so vor „als

hätten sie nie etwas anderes in ihrem

Leben gemacht“, stellt Grage fest.

WIE LÄUFT EINE

SEGWAY-TOUR AB?

Nach der Einweisung von 10 bis 30 Minuten

startet die „Segway-Kolonne“:

angeführt vom Leiter der

Tour folgen in Reihe

die Teilnehmer auf

ihren unterschied-

Fotos © osna road runner; Freisteller © www.segway.de

18


lich gefärbten Segways.

Während der Fahrt wird an interessanten

Sehenswürdigkeiten Halt gemacht,

bei denen die Gruppe umfangreiche

Informationen erhält. Bei der Neustadttour

gibt es beispielsweise etwas über

das Schloss von Osnabrück, die Katharinenkirche,

das Felix-Nussbaum-Haus

sowie ehemalige Verwaltungsämter aus

der Zeit des Nationalsozialismus zu

erfahren. „Da die Segways Sonderfahrerlaubnisse

für bestimmte Wege haben,

kommen auch viele Osnabrücker an

Ecken, die sie vorher noch nicht gesehen

haben“, erklärt Grage. Die Dauer

der Touren variiert zwischen einer und

drei Stunden, abhängig von der jeweils

gebuchten Route.

Wer eine individuelle Tour buchen

möchte, kann dies ebenfalls tun.

So haben beispielsweise einige

Junggesellenabschiede in Superman-

Kostümen oder der Mannschaftsabend

eines Volleyballteams in Trikots auf einem

Segway stattgefunden. Auch eine

Nikolaustour oder Betriebsausflüge mit

dem Segway werden zur Weihnachtszeit

gerne von Unternehmen gebucht.

Einem Osnabrücker kam die Idee,

anlässlich seines 80. Geburtstags die

wichtigsten Stationen seines Lebensweges

mit einigen Gästen auf Segways

abzufahren.

Wenn die Teilnehmer hierbei nicht wie

üblich am Hauptbahnhof starten oder

enden möchten, bieten die Road Runner

die Möglichkeit, die Segways zum

gewünschten Startpunkt zu bringen

und sie von dort auch wieder abzuholen.

„Wir stellen Personal und Equipment

für solche Touren zur Verfügung

und erarbeiten mit dem

Kunden einen Ablaufplan nach

seinen Wünschen und unseren

Möglichkeiten“, sagt Geschäftsführerin

Reu. Also warum nicht

selbst bei einer individuellen

oder festgelegten

Tour ausprobieren, wie

der Hase läuft?! | SB

KONTAKT

osna Road Runner

Theodor-Heuss-Platz 3-4

49074 Osnabrück

Telefon: +49 (0) 541 / 3574401

E-Mail: info@osna-road-runner.de

www.osna-road-runner.de

19


Wissenstransfer?

Wie funktioniert der

Das Beratungsnetzwerk im InnovationsCentrum Osnabrück (Teil 2)

Das „Gründerhaus Osnabrück. Osnabrücker Land“ ist ein gemeinsames Angebot der Wirtschaftsförderungsgesellschaften

von Stadt und Landkreis Osnabrück – WFO und WIGOS. Die zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer

der Region bietet ein kostenloses Informations-, Beratungs- und Veranstaltungsangebot.

Das InnovationsCentrum Osnabrück (ICO)

umfasst neben den technologieorientierten

Start-Up-Unternehmen ein breit aufgestelltes

und engmaschiges Beratungsnetzwerk rund

um den Wissenstransfer. Neben dem klassischen

Wissenstransfer werden auch Weiterbildungsmöglichkeiten

für Fach- und Führungskräfte,

Beratung über Fördermöglichkeiten der

Europäischen Union für Wissenschaftler und

Studierende der Osnabrücker Hochschulen

sowie professionelle Unterstützung in den Bereichen

des E-Business, der Informations- und

Kommunikationswirtschaft und energietechnischer

Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen

angeboten. Die Einrichtungen fungieren

als Brückenbauer für einen effektiven

Wissens- und Technologietransfer, durch den

die Zusammenarbeit in der Region - zwischen

Hochschule, Universität, Wirtschaft und Gesellschaft

- intensiviert werden soll.

20

Wer erschließt das Transferpotenzial

einer wissenschaftlichen Einrichtung?

Zentraler Ansprechpartner zu Fragen des

Wissenstransfers ist die Gemeinsame Technologie-Kontaktstelle

(TKS) der Universität

und Hochschule Osnabrück. Sie ist erster

Anlaufpunkt für alle Institutionen und Unternehmen,

die wissenschaftliche Expertise

nachfragen. Die TKS fungiert damit als regionalwirtschaftlicher

Impulsgeber. Weitere

Serviceschwerpunkte der TKS liegen in der

Fördermittelberatung für die Wissenschaftler

der Osnabrücker Hochschulen, der Beratung

zu Patentthemen und der Auftragsforschung,

der Förderung der Zusammenarbeit von Wirtschaft

und Wissenschaft auf europäischer

Ebene sowie dem Gründungsservice. Zudem

ist die TKS auf Fachmessen präsent und veranstaltet

zahlreiche Informationsveranstaltungen

und Workshops.

„Wir wollen dazu beitragen, die vielfältigen Aktivitäten

der beiden Osnabrücker Hochschulen

mit der Wirtschaft und Gesellschaft in unserer

Region enger zu vernetzen“, erklärt Dr. Gerold

Holtkamp, Leiter der TKS.

-------------------------------------------------------

Kontakt: Dr. Gerold Holtkamp,

g.holtkamp@wt-os.de, Tel. 0541/ 969 2051

Wo gibt es wichtige Tipps für Existenzgründer?

Integraler Bestandteil der Technologie-Kontaktstelle

ist der Gründungsservice. Der Gründungsservice

konzentriert sich auf die Beantwortung

wichtiger Fragen für Existenzgründer

und junge Unternehmen aus dem Hochschulumfeld:

„Wie erhalte ich Fördermittel?“ „Bin

ich überhaupt ein(e) Unternehmer(in)?“ oder

„Wie erstelle ich meinen Businessplan?“ Existenzgründer

und -interessierte werden durch

den Gründungsberater der TKS von der Idee

bis zur Umsetzung professionell begleitet.

-------------------------------------------------------

Kontakt: Reinhard Hoffmann,

r.hoffmann@wt-os.de, Tel. 0541/ 969 3152

Hilft mir die EU, meine Maschinen

auch in Spanien zu verkaufen?

Ja, sogar hier in Osnabrück! Enterprise Europe

Network (EEN) ist das Exzellenznetzwerk

der EU zur umfassenden Förderung der Zusammenarbeit

von Wirtschaft und Wissenschaft.

EEN hilft konkret und kostenfrei, Produkte

und Dienstleistungen auf internationale

Märkte zu bringen, Innovationen zu nutzen

und zu vermarkten. Und das nicht nur in der

EU, sondern auch in weiteren 24 Ländern. Die

Hochschule Osnabrück gemeinsam mit über

600 EEN-Partnern in der ganzen Welt informiert

und unterstützt Unternehmer, Wissenschaftler

und Studierende bei allen Fragen zu:

∙ Europäische Märkte und ihre Rahmenbedingungen

∙ Internationale Geschäfts- und / oder

Technologiekooperationen

∙ Innovationsförderung und

Technologietransfer

∙ Ausschreibungen, Förderkulisse,

Normen, Gesetze, Richtlinien der EU

--------------------------------------------

Kontakt: Pero von Strasser,

p.von.strasser@wt-os.de,

Tel. 0541 / 969 3681

Ich würde gerne einen EU-Förderantrag

stellen – wie geht das überhaupt?

Finanziell und thematisch ist der

Rahmen, in dem die Europäische

Kommission Forschung, Technologie,

Aus- und Weiterbildung sowie Mobilität

von Forschern und Studierenden

in Wissenschaft und Wirtschaft fördert,

weit gesteckt. Hinzu kommen

vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten

für Unternehmen.

Programmpalette und Antragsprozeduren

sind für viele mittlerweile nur

schwer überschaubar. Das EU-Hochschulbüro

Osnabrück ist die zentrale

Informationsdrehscheibe mit einem

kompletten wissenschaftlichen Dienstleistungsangebot

für alle Wissenschaftler und Studierenden

der Hochschulen in Osnabrück und

Vechta aber auch für regionale Unternehmen.

-------------------------------------------------------

Kontakt: Friedrich Uhrmacher,

f.uhrmacher@wt-os.de, Tel. 0541 / 969 2924


Bild © Coloures-pic, fotolia.de

Wer vernetzt das Energiewissen der Region?

Das Kompetenzzentrum Energie verbindet

Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik

und Verwaltung zu vielfältigen Aspekten des

Themenfeldes Energie in einem Wissensnetzwerk.

Innovative Ideen werden in Projekte

und Auftragsforschung umgesetzt. Der kurze

Draht zu den Professoren, deren Laboren

und allen weiteren Transfereinrichtungen der

Hochschule Osnabrück ist dabei von Vorteil.

Projektthemen sind u. a. Energieeffizienz,

Speichertechnologien, Elektromobilität und

Abwärmenutzung. Ferner zählt die Veranstaltungsorganisation

zum Aufgabenspektrum.

-------------------------------------------------------

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Matthias Reckzügel,

m.reckzuegel@kompetenzzentrum-energie.de,

Tel. 0541 / 969 2069

Wer erschließt das Marktpotenzial

einer wissenschaftlichen Einrichtung?

Aufgabe der Science to Business GmbH -

Hochschule Osnabrück (StB) ist es, das gesamte

wissenschaftliche Potential der Hochschule

– einschließlich der Infrastruktur

– für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft

marktgerecht zu erschließen. Dabei soll gleichzeitig

das Kompetenzprofil der Hochschule als

„University of Applied Sciences“ geschärft und

in unmittelbaren Nutzen für die Kunden umgesetzt

werden. In der StB werden Forschungsund

Entwicklungsprojekte im Auftrag von

Unternehmen bearbeitet. Dabei steht die

Hochschule selbst im Mittelpunkt. Hier wird

das Gesamtpotential einer wissenschaftlichen

Einrichtung, die sich als „University of Applied

Sciences“ versteht, marktgerecht erschlossen.

-------------------------------------------------------

Kontakt: Prof. Dr. Peter Seifert, p.seifert@

hs-osnabrueck.de, Tel. 0541 / 969 3714

Wo kann ich mich

berufsbegleitend weiterbilden?

Die Professional School der Hochschule

Osnabrück bietet eine Vielzahl an Formaten

der berufsbegleitenden Weiterbildung in

Hochschul-Qualität an. Für Unternehmer,

Fach- und Führungskräfte gibt es ein breit gefächertes

Angebot von Seminaren, Workshops,

Lehrgängen, In-House-Schulungen bis hin zu

berufsbegleitenden Studiengängen, die auch

modulweise absolviert werden können.

„In engem Dialog mit den Unternehmen der

Region entwickeln wir neue Angebote und

Konzepte“, so Dr. Hagen Gleisner, Leiter der

Professional School. „Hierbei greifen wir auf

das Fachwissen aller Institute und Fakultäten

der Hochschule Osnabrück zurück.“

-------------------------------------------------------

Kontakt: Dr. Hagen Gleisner,

h.gleisner@hs-osnabrueck.de,

Tel. 0541 / 969 3061

IT und Software als innovative Wachstumsbranche

– wie vernetzt sich die Region?

Der Verein iuk Unternehmensnetzwerk

Osnabrück e.V. ist das Sprachrohr der IT- und

Telekommunikationsbranche im Wirtschaftsraum

Osnabrück und vertritt mittlerweile

über 90 Mitglieder. Von der Werbeagentur bis

zum Netzwerkspezialisten, vom Webdesigner

bis zum Fachanwalt für Medien- und Telekommunikationsrecht

– all diese Unternehmen

sind im iuk Netzwerk organisiert. Und da

auch die Wissenschaft für diesen Wirtschaftsbereich

sehr wichtig ist, finden sich auch Schulen

und Hochschul- bzw. Universitätsangehörige

im Netzwerk. Dieser große Wissens- und

Kompetenzpool ermöglicht es, spannende und

zukunftsweisende Informationsveranstaltungen

zu organisieren. Darüber hinaus werden

die Interessen des Standortes Osnabrück bei

der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft

vertreten.

Als landesweite IuK-Initiative hat sich die

ikn2020 – das digitale Niedersachsen das

Ziel gesetzt, den Standort Niedersachsen im

Bereich der Informations- und Kommunikationswirtschaft

nachhaltig zu entwickeln.

Durch die gute Zusammenarbeit und einmalige

Kommunikationsstruktur zwischen den

acht regionalen Zentren werden immer wieder

Impulse für die gesamte Branche gegeben.

Eine der zahlreichen landesweiten Aktivitäten

ist der „Talentkreisel“. Über ein Online-Portal

können vielversprechende Fach- und Führungskräfte

an niedersächsische Unternehmen

weiterempfohlen werden.

-------------------------------------------------------

Kontakt zum iuk Unternehmensnetzwerk

Osnabrück e.V. und zur ikn2020 – das digitale

Niedersachsen:

Dr. Norbert Schmidt, Tel. 0541 / 969 3062,

norbert.schmidt@ikn2020.de

Welcher Weg führt in die

digitalisierte Wirtschaft?

Der eBusiness-Lotse Osnabrück unterstützt

und begleitet Unternehmen auf ihrem Weg

in die digitalisierte Wirtschaft. Er bietet Informationsgespräche

über die Erstellung oder

Verbesserung der Homepage oder noch einen

Schritt vorher Informationen zur Einführung

und Nutzung der modernen Informationstechnologien

an. Da der eBusiness-Lotse

Osnabrück Teil eines Netzwerks von 38 regionalen

eBusiness-Lotsen in ganz Deutschland

ist, findet sich immer ein ausgewiesener Experte,

der bei der Problemlösung hilft. Neben

der Science to Business GmbH – Hochschule

Osnabrück bringen Wirtschaftsinformatiker

(beider Osnabrücker Hochschulen) ihre Kompetenzen

und anwendungsorientierte Arbeit

in den eBusiness-Lotsen Osnabrück ein, um

Unternehmen zum Erfolg im digitalen Zeitalter

zu verhelfen.

-------------------------------------------------------

Kontakt: Uwe Salm u.salm@wt-os.de,

Tel. 0541 / 969 3062

| TS

21


iale

n!

Die »sprout Azubi-Akademie« fördert die persönliche Entwicklung

der Nachwuchskräfte in der Region durch unterschiedliche

Seminare und Trainings von Beginn an. Für

Osnabrücker Wissen“ gibt es in einer Serie wertvolle Tipps

für Azubis, Unternehmen und alle weiteren Interessierten.

Azubi-Akademie« in

Bereichen Soft Skills

m ganzheitlichen

d Incentives für Azubis.

REFLEXION

HERAUS-

FORDERUNG

is sagen: »Proud to be sprout!«

öglichkeit zur Anmelww.sprout-os.de.

PERSPEKTIV-

WECHSEL

Wie entwickelt man

selbstbewusste

Persönlichkeiten?

Das Berufsumfeld von heute verlangt

mehr denn je im wahrsten Sinne des

Wortes selbstbewusste Menschen. Denn

die Komplexität in Prozessen, die hohe

Dynamik und das interdisziplinäre und

teils auch interkulturelle Arbeiten sowohl

in Projekten als auch im beruflichen Alltag

stellen hohe Anforderungen an die

gesamte Persönlichkeit.

Neben der Fachkompetenz, deren Ausbildung

in Deutschland traditionell

einen hohen Stellenwert besitzt, gilt

es in immer größerem Maße, auf allen

Stufen des Bildungs- und Weiterbildungssystems

die sogenannten Schlüsselqualifikationen

– also Methoden-,

Handlungs- und Sozialkompetenz –

zu integrieren. Ziel muss es sein, das

Bewusstsein für sich selbst und die eigene

Wirksamkeit zu stärken und Verantwortung

für das eigene Handeln

zu übernehmen. Dies ermöglicht eine

bewusste Steuerung der eigenen Person

– auch in neuen und komplexen

Situationen.

lungsverfahren. Die Entwicklung selbst

steuern wir im Rahmen der Azubi-Akademie

durch Soft Skill Trainings mit unterschiedlichen

Schwerpunkten, bei Bedarf

durch individuelle Coachings sowie

durch Projekte und verschiedene Events.

Welche Elemente stehen dabei im

Mittelpunkt?

Es gilt immer wieder, verschiedenste

Dinge auszuprobieren, über den Tellerrand

zu schauen und den Blickwinkel

auf sich selbst zu verändern, um die

eigenen Talente zu entdecken und auszubauen.

Ziel muss es sein, die eigene

Komfortzone zu verlassen und durch

die bewältigten Herausforderungen

3 Fragen an

zu wachsen. Wichtig ist dabei auch

Philipp Ax

die stetige Reflexion. Trainings und

Gründer der

Projekte setzen bei uns unterschiedliche

Schwerpunkte und nutzen un-

»sprout Azubi-

Akademie«

terschiedliche Herangehensweisen –

Lassen Sie die Potenziale

die Grundprinzipien aber bleiben

Auf Ihrer welchen

Lassen Azubis Sie ersprießen!

die Potenziale

die gleichen.

Wegen Ihrer können Azubis ersprießen!

die Ab oben März genannten 2014 startet Schlüsselqualifikationen

die »sprout Azubi-Akademie« Können Sie ein in konkretes Beispiel

Osnabrück Ab März entwickelt

mit 2014 Seminaren startet werden? die in »sprout den Bereichen Azubi-Akademie« geben?

Soft Skills in

und

Wichtig Osnabrück Lernmanagement

ist grundsätzlich, mit Seminaren sowie

sich einen

einem den Bereichen ganzheitlichen

Im Rahmen Soft eines Skills Sozialprojektes werden

ganzheitlichen für Azubis.

Angebot

Überblick und über Lernmanagement Projekten, Events

die individuell sowie und

vorhandenen

Weitere Kompetenzen

einem Incentives

bei der sprout Azubi-Akademie

Angebot Informationen an Projekten,

zu verschaffen, und Events die z.B. Möglichkeit und

Azubis

Incentives zur gemeinsam Anmeldung

Rahmen Weitere finden von Informationen Sie ab Kompetenzfeststel-

sofort unter und die www.sprout-os.de.

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Lassen Sie Ihre Azubis sagen: »Proud to be sprout!«

22

Lassen Sie Ihre Azubis sagen: »Proud to be sprout!«

Behinderung eine Seifenkiste bauen und

damit am Osnabrücker Seifenkistenrennen

starten. Das Projekt beinhaltet auch

einen umfassenden Einblick in die gegenseitigen

Lebens- und Arbeitswelten.

Hier stehen der Blick über den Tellerrand

und die Förderung von sozialen Kompetenzen

ganz besonders im Mittelpunkt.

Gerade durch die Intensität und die Dauer

von mehreren Monaten versprechen wir

uns damit für alle Beteiligten einen großen

Entwicklungsschub. | VD

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Die Job-Tipps werden

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Was

Kinobesucher?

Die Antwort klingt futuristisch: In der Filmpassage Osnabrück bewegen sich seit Ende Oktober

19 moderne „D-BOX Motion Seats“ synchron zum Filmgeschehen! Nach einer aufwendigen Umbauphase

von über zwei Wochen ist das Traditionskino der erste Anbieter in Niedersachen und

einziger in Osnabrück, der die neue Technologie im Programm hat. Ein raffinierter Zusatzeffekt,

bei dem man nicht zu sehr - wie auf dem Jahrmarkt - durchgeschüttelt wird, sondern vielmehr

Filme einfach noch intensiver erleben kann.

Fotos © Jana Lange, www.jana-fotografiert.de

Wer darf drauf?

Alle Jugendlichen und Erwachsenen,

die beim Ticket-Kauf die Option

dazu buchen - aus Sicherheitsgründen

schaltet sich die Bewegungsfunktion

erst ab einem Gewicht von 45 Kilo

an. Die Technik dahinter funktioniert

ähnlich wie bei einem Autositz, der

nur bei Benutzung ein Warnsignal verursacht,

falls der Gurt nicht angelegt

ist. Bei den Motion-Seats ist übrigens

kein Sicherheitsgurt notwendig.

Die Intensität der Bewegung kann

manuell vom Kinobesucher gesteuert

und auch ausgeschaltet werden.

LAuft jeder Film

mit Bewegungseffekten?

Ähnlich wie bei 3D muss der Film mit

der Technik ausgestattet sein (siehe Kasten

rechts). Es laufen aber bereits viele

aktuelle Streifen mit dem Bewegungseffekt:

„Interstellar“, „Turtles“, „Maze

Runner“, „Annabelle“, „The Equalizer“

oder auch „Die Tribute von Panem 3“.

In der Programmübersicht der Filmpassage

werden D-Box-Filme ab sofort

zusätzlich gekennzeichnet.

Die neuen Sessel wurden in Kino 6 + 7

übrigens in Logenreihen mit Tischen

und großem Platzangebot installiert.

Was kostet der SpaSS?

Inhaberin Anja Thies hat uns verraten:

„Der Kaufpreis pro Sessel beträgt ca.

5.000,- € - eine Amortisation dauert da

schon sehr lange. Unsere Motivation

für den Einsatz dieser modernsten

Technik liegt ganz klar woanders: Wir

möchten unseren Kunden, wie schon bei

früheren Maßnahmen, das stets bestmögliche

Kino-Entertainment bieten!“

Mit einem Schmunzeln fügt sie hinzu:

„Man muss halt in Bewegung bleiben,

um seinen Gästen immer wieder etwas

Neues bieten zu können!“

Der Aufschlag für D-BOX-Filme beträgt

nur 6 € - wer den Effekt vorab

testen möchte, kann dies über einen

Simulator im Kinofoyer kostenlos tun!

| StB

Assistent Robin Ehlert und Geschäftsführerin

Anja Thies auf den neuen Sesseln

WISSEN KOMPAKT:

Wie funktioniert die Technik?

Drei Bewegungsarten, die den D-BOX-

Sessel vor und zurück, von Seite zu

Seite sowie hoch und runter manövieren,

ermöglichen inkl. einer Vibrationsfunktion

eine unbegrenzte Anzahl von Bewegungseffekten.

Für die D-BOX Filme programmieren sogenannte

„Motion Designer“ individuell

einen Bewegungscode. Abgestimmt auf

Filmhandlung, Dynamik und Atmosphäre

werden Bewegungen und Abläufe digital

auf der Festplatte des Films gespeichert.

Für eine perfekt koordinierte Wiedergabe

sind die Sessel mit den Digitalprojektoren

verbunden. Ein Spezialserver synchronisiert

den Bewegungscode mit Bild (inkl. 3D) sowie

Sound und leitet die daraus resultierenden

Bewegungseffekte passgenau an die

D-BOX-Sessel weiter.

Steuereinheit am D-BOX-Sessel, über

die sich z.B. die Intensität steuern lässt

Der Spezialserver im

Vorführraum

23


Wie funktioniert

modernes Projekt-

Management?

TEIL 1: DER LEBENSZYKLUS

Projektmanagement gehört zu den Zauberwörtern im modernen Wirtschaftsleben.

Doch was verbirgt sich hinter dem schillernden Begriff?

Abigail M. Joseph-Magwood, Dozentin der Fakultät Wirtschafts- und

Sozialwissenschaften (Fachgruppe Kommunikation) an der Hochschule

Osnabrück, gibt in einer mehrteiligen Serie Antworten auf die

wichtigsten Fragen.

Wer sich fragt, was modernes Projektmanagement

ausmacht, muss zuerst wissen,

was genau ein Projekt ist. Wenn man der

lateinischen Bedeutung folgt, leitet sich

der Begriff Projekt aus dem Wort proicere

oder proiectum ab und heißt vorwärts

werfen, in anderen Worten mit Schwung

und Kraft nach vorne bewegen. Demnach

ist ein Projekt ein Vorhaben, das in die Zukunft

führt.

Nach DIN 69 901 ist ein Projekt außerdem

eine Unternehmung, die „im Wesentlichen

durch die Einmaligkeit der Bedingungen

in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet

ist“. Zielvorgabe und Organisation

unterscheiden sich von anderen Projekten

ebenso wie die zeitliche, finanzielle oder

personelle Begrenzung.

Ist das Leben ein Projekt?

Philosophisch gesehen könnte das Leben

als ein Projekt betrachtet werden. Es ist:

• zeitlich begrenzt,

• hat eine (oder mehrere) formulierte

Zielsetzung(en),

• ist komplex, einmalig und innovativ

(wir Menschen sind ja kreativ!),

• ist abgegrenzt gegenüber (Routine-)

Tätigkeiten,

• hat einen finanziellen und personellen

Rahmen (geplante Ressourcen),

• ist mit einem bestimmten Risiko verbunden,

• erfordert die fachübergreifende Zusammenarbeit

mehrerer Mitarbeiter

oder Abteilungen für unterschiedliche

Zeiträume,

• hat eine eigene Organisationsform,

• hat einen externen oder unternehmensinternen

Auftraggeber (je nach

dem welche Glaubensrichtung man

hat ...),

• wird durch Kontrollinstanzen überwacht,

• erfordert eine Projektleitung.

Im wirtschaftlichen Kontext steht für ein

Projekt nur ein bestimmter Zeitrahmen

(ein fester Start und ein geplantes Ende)

zur Verfügung, in welchem die Zielsetzung

erreicht werden muss. Der Gesamtaufwand

eines Projektes, die Anzahl

beteiligter Fachbereiche und das Risiko,

mit welchem ein Projekt behaftet ist, sind

Indikatoren für die hohe Komplexität eines

Projektes. Durch die Verkürzung der

Produktions- und Lieferzeiten, Innovations-,

Entwicklungs- und Lebenszyklen

von Produkten werden auch die Aufträge

selbst komplexer. Für die Unternehmen

wird es immer wichtiger, ihre Projekte so

effizient, effektiv und kostengünstig wie

möglich durchzuführen und erfolgreich

abzuschließen.

Warum müssen Projekte

gemanagt werden?

In einem Projekt müssen Menschen aus

unterschiedlichen Bereichen, mit verschiedenen

Qualifikationen, einem anderen Erfahrungsstand

und häufig anderen Mentalitäten

zusammenarbeiten. Teamarbeit

24


Portrait © KreativKompass; Grafiken & Bilder © Fotolia.com

ist unerlässlich für Projektarbeit,

deshalb ist nicht nur

die Organisation eines Projektes

wichtig, sondern auch die zwischenmenschliche

Kommunikation unter den

Projektbeteiligten. Da ein Projekt häufig

das Zusammenwirken verschiedener Abteilungen

eines Unternehmens erfordert,

um die Projektabwicklung effizient zu

gestalten, wird oft für jedes Projekt eine

eigene Projektorganisation aufgebaut, die

nur für die Dauer eines Projektes existiert.

Damit ein Projekt erfolgreich abgeschlossen

werden kann, wird Projektmanagement

verwendet. Dies ist ein Führungskonzept,

das dazu dient, komplexe

Vorhaben (Projekte) zielorientiert und effizient

abzuwickeln. Nach DIN 69 901 ist

Projektmanagement „die Gesamtheit von

Führungsaufgaben, -organisation, -techniken

und -mittel für die Abwicklung eines

Projektes“.

Jedes Projekt durchläuft einen Lebenszyklus.

Dieser Lebenszyklus kann in sechs

Phasen unterteilt werden:

Alle

Phasen

sind gleich

wichtig und müssen sorgfältig geplant

und durchgeführt werden. Viele Projekte

scheitern, weil die einzelnen Phasen nicht

ausreichend berücksichtigt werden. Zum

Beispiel wird die Orientierungsphase teilweise

oder komplett übersprungen und

sofort mit der Durchführung begonnen.

Informationen über mögliche Alternativen

werden häufig nicht vorher eingeholt;

die Zielsetzung wird nicht klar

genug formuliert.

Das Resultat einer mangelhaften

Zielsetzung sind zweifelhafte

Endergebnisse. Unklarheit

schafft nur Verwirrung in

einem Projekt! Denn ohne Ziel

ist keine Kontrolle möglich. Auf

jede der einzelnen Phasen wird in

den folgenden drei Ausgaben genauer

eingegangen. | AJM

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25


Warum hat die Hochschule einen

Korruptionspräventionsbeauftragen?

Nicht nur Regierungen und Unternehmen müssen sich dem Thema Korruption

stellen. Auch Hochschulen wollen sich vor zwielichtigen Vereinbarungen

schützen und bieten ihren Mitgliedern ein entsprechendes Beratungsangebot.

Karl-Ulrich Voß, Korruptionspräventionsbeauftragter

„Im letzten Jahr gab es mehr als zehn Anfragen

rale Datenverarbeitungsdienste der Hochschu-

fügung gestellt. Diese legen fest, wie finanzielle

zu diesem Themenkomplex“, so der Korrupti-

le zuständig ist sowie das Liegenschafts- und

Verpflichtungen auszuführen sind. Darüber

onspräventionsbeauftragte der Hochschule Os-

Vertragsmanagement. Karl-Ulrich Voß wurde

hinaus erhalten neu eingestellte Professorinnen

nabrück Karl-Ulrich Voß. „Das ist eine ganze

mit dem Amt des Korruptionspräventionsbe-

und Professoren ein rund 200 Seiten umfassen-

Menge!“ Dabei ging es etwa um die Annahme

auftragten betreut, da er viele wichtige Sachver-

des Handbuch über Strukturen und praktische

und Verwendung von drei Flaschen Wein der

halte zur Bekämpfung der Veruntreuung aus

Hilfestellungen im Hochschulalltag. Es enthält

Firma XY oder die Frage des Teilnehmers einer

eigener Tätigkeit kennt.

auch den Link zu den Hinweisen in Sachen

Fachtagung, ob die kos-

Die Hochschule Osnabrück

Korruptionsbekämpfung.

tenlos angebotenen Spei-

hat 2007 Regelungen zur

Seit sieben Jahren berät Karl-Ulrich Voß als

sen und Getränke ange-

Korruptionsprävention im

Korruptionspräventionsbeauftragter

Hoch-

nommen werden dürften.

Internet veröffentlicht, sich

schulmitglieder, um die Sensibilität für diesen

Voß bezeichnet sich

aber natürlich auch schon

Themenbereich zu erhöhen. Die Korruptions-

schmunzelnd als „Ur-

vorher mit diesem Thema

präventionsbeauftragten der niedersächsischen

gestein der Hochschule“.

beschäftigt.

Korruptions-

Hochschulen tauschen ihre Erfahrungen aber

Am 1. August 2014 war er

gefährdete

Arbeitsplätze

auch in Dienstbesprechungen aus, die vom nie-

hier 40 Jahre beschäftigt und hat unter anderem

und Tätigkeitsbereiche werden in einem Ge-

dersächsischen Ministerium für Wissenschaft

als Leiter der Geschäftsbereiche Finanz- und

fährdungsatlas aufgeführt. Darin sind Arbeits-

und Kultur organisiert werden.

Gebäudemanagement gearbeitet, sowie zwei

bereiche als gesteigert korruptionsgefährdet

Die Korruptionsbekämpfung sei generell ein

Jahre kommissarisch das Amt des hauptamtli-

eingestuft, wenn deren Entscheidungen zum

schwieriges Thema, man könne nie ausschlie-

chen Vizepräsidenten wahrgenommen. Derzeit

betreut er das Ressort „Zentrale Dienste“. Das

beinhaltet die „Zentrale Beschaffung“, also

zum Beispiel die Ausschreibung und Auftragsvergabe

zum Kauf neuer Buchscansysteme für

die Bibliothek, die „Zentrale IT“, die für zent-

Beispiel bei der Vergabe von Aufträgen einen

materiellen Vorteil für Auftragnehmer darstellen

können.

Für ein gesichertes Vergabeverfahren werden

jedem auftragsberechtigten Hochschulmitglied

die budgetrelevanten Regelungen zur Ver-

ßen, dass im Hintergrund zwielichtige Geschäfte

ablaufen. „Vieles bewegt sich in Grauzonen“,

so Voß. Konkrete Hinweise auf korruptes Verhalten

an den Hochschulen an sich und speziell

an der Hochschule Osnabrück lägen ihm aber

nicht vor. | IS

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Was bedeutet die

Abschaffung der

Studienbeiträge?

Seit dem Wintersemester 2006/2007 zahlten niedersächsische Studierende

pro Semester einen Beitrag von 500 Euro, zusätzlich zu den Verwaltungsgebühren

und dem Semesterticket. Die Campusmaut wurde zum Wintersemester

2014/15 abgeschafft. Doch wie geht es nun weiter?

Geldrollen © grafikplusfoto; Fotolia.com

Knapp 9 Millionen Euro Studienbeiträge stehen

sowohl der Hochschule als auch der Universität

Osnabrück derzeit zur Verfügung. Da

der Wegfall einer so großen Summe von beiden

Einrichtungen nicht aus eigenen Mitteln kompensiert

werden kann, hat das Land Niedersachsen

zusammen mit der Abschaffung der

Semesterbeiträge beschlossen, diese komplett

zu ersetzen. Für ganz Niedersachsen werden

dafür pro Jahr rund 45 Millionen Euro „Studienqualitätsmittel“

aus dem Landeshaushalt

zur Verfügung gestellt. Die Höhe des Betrages

hängt von der jeweiligen Studierendenzahl ab.

Wofür werden Studienqualitätsmittel

genutzt?

Die Studienbeiträge wurden vor allem zur Verbesserung

der Lehrqualität genutzt. Mit ihnen

subventionierten die Hochschulen zum Beispiel

Bücher, Skripte und Exkursionen. Über

die Verwendung entschied bisher immer ein

Gremium aus 14 stimmberechtigten Mitgliedern.

Auch Studierende waren in dieser Kommission

vertreten.

„Studierende haben an fast allen Stellen im

Prozess ein Mitspracherecht – mehr jedenfalls

als an vielen anderen Hochschulen und Universitäten“,

sagt Dennis Waldeck vom AStA

der Hochschule Osnabrück. Und das wird so

bleiben. „Auf Basis der neuen gesetzlichen Vorgaben

und einer hochschulweiten Richtlinie

wird eine Studienqualitätskommission (SQK)

an unserer Hochschule über zentrale Projekte

und Maßnahmen entscheiden. Dabei werden

sinnvolle Maßnahmen, welche ursprünglich

aus Studienbeitragsmitteln finanziert wurden,

sicherlich weiterhin unterstützt werden. Neben

diesem zentralen Anteil werden dezentrale

Themen, Projekte und Maßnahmen in den einzelnen

Fakultäten bzw. im Institut für Musik

erarbeitet“, so der Präsident der Hochschule

Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Bertram.

„Die vom Land zur Verfügung gestellten Studienqualitätsmittel

müssen zur Sicherung und

Verbesserung der Qualität der Lehre und der

Studienbedingungen verwendet werden. Die

Mittel sollen insbesondere

eingesetzt werden, um zusätzliche

Tutorien anzubieten

und die Ausstattung der

Bibliotheken sowie der Lehr

- und Laborräume zu verbessern“,

heißt es aus

dem Ministerium.

Eine weitere Bedingung aus Hannover: die für

unterschiedlichste Projekte gewährten Studienqualitätsmittel

müssen innerhalb von zwei

Jahren für eben diese Projekterfüllung genutzt

werden.

Was bedeutet die Neuregelung

für die Studierenden?

Dennis Waldeck und viele seiner Kommilitonen

sind froh, dass die finanzielle Belastung

verringert wird. Obwohl die gezahlten

Semesterbeiträge zur Qualitätsverbesserung

der Lehre und der Ausstattung der Hochschulen

genutzt wurden, sei es doch ein großer Gewinn

für die Studierendenschaft, wenn diese

Mittel zukünftig das Land trägt. | LM

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27


Wie Kreativ

macht ein

PIZZAKARTON ?

Der Alltag lässt kaum Auszeiten zu und doch ist es in vielen

Bereichen notwendig, immer wieder Neues zu schaffen. Insbesondere

in der Arbeit mit Jugendlichen - sei es in der Ausbildung

für die Jugendleiter/In-Card, für Nachmittagsangebote

in Schulen oder in der Offenen Jugendarbeit – alle erwarten,

dass in kurzer Zeit spannende Angebote vorhanden sind.

Das Forum Osnabrück für Kultur und

Soziales e.V., kurz FOKUS, stellt sich

seit seiner Gründung (1989) der Herausforderung,

auf kommunaler Ebene

Neuartiges zu schaffen. Das Tätigkeitsspektrum

des Vereins, das von Open-

Air-Kulturveranstaltungen bis hin zu

kulturpädagogischen Projekten mit

Kindern und Jugendlichen reicht, bündelt

unterschiedlichste Kompetenzen.

Durch Kooperationen mit diversen

Partnern war die anfangs beschriebene

Problematik stets präsent. Eine Lösungsmöglichkeit

entstand während der Planung

der Jugend-Kultur-Tage.

Think outside the box!

Or inside?

Das 2008 ins Leben gerufene Projekt zielt

darauf, Jugendliche mit ihren Interessen

ernst zu nehmen, junge Talente zu fördern

und Jugendkultur eine Plattform

zu bieten. Jugendliche werden von Beginn

an in die Planung mit einbezogen.

Sowohl diese Grundidee als auch der

Plan, außergewöhnliche spartenübergreifende

Angebote zu kreieren, bildete

die Basis einer Methodensammlung mit

dem Namen KreativBox.

28

Das außergewöhnlichste der KreativBox

ist sicherlich die Form. Kein Buch mit

seitenlangen, theoretischen Ausführungen,

wissenschaftlichen Hintergründen

oder Biografien von Begründern von

Kreativitätstechniken - ein Pizzakarton

regt stattdessen den Appetit an. Wirft

man einen Blick hinein, entdeckt man

bunte Kärtchen, ein Geduldsspiel, ein

Heft und viele einzelne Karten. Beim genaueren

Hinsehen entpuppen sich diese

Karten als Rezepte.

Wie bringt man Phantasie

in Rezeptform?

Auf den Rezeptkarten finden sich unterschiedliche

Methoden, die Hilfestellung

beim Entwickeln eigener Ideen bieten.

Dabei eignen sich diese Anleitungen

zum allgemeinen Sammeln von Ideen,

zum Erfinden knackiger Titel oder zur

konkreten Projektentwicklung.

Als Appetitanreger dienen einige

Beispiele im Heft. Die Form der

Box, deren Entwicklung vom Land

Niedersachsen gefördert wurde, ermöglicht

ein stetiges Erweitern mit

Notizen, beispielhaften Flyern o.ä.

Aufgebaut sind die Karten nach dem

Prinzip der Herstellung eines Menüs.

Die Rubriken reichen vom Einkauf (ein

erster Ansatz unterschiedlichste Ideen

zusammenzutragen) bis zum Abwasch

(Methoden, mit denen sich vorhandene

Konzepte überdenken und zu neuen

Projekten weiterentwickeln lassen).

WISSEN KOMPAKT:

Zielgruppe und

Mitmach-Angebote

Zielgruppe:

Die KreativBox, die bei FOKUS erhältlich

ist, kann überall dort zum Einsatz kommen,

wo erwartet wird, dass in kurzer Zeit

spannende Angebote vorhanden sind.

Sie richtet sich insbesondere an Workshopleiter,

Teamer und Personen, die mit Jugendlichen

arbeiten - ist aber auch übertragbar

auf andere Arbeitsfelder.

KreativBox mitgestalten:

Platz für Notizen und Bemerkungen

finden sich auf einigen Rückseiten der

Rezeptkarten. Das Experimentieren und

Entwickeln neuer Rezepte ist dabei ausdrücklich

erwünscht. Denn die KreativBox

soll die Möglichkeit bieten, stetig ergänzt

zu werden. Neue Rezeptvorschläge können

zur Erweiterung der KreativBox per E-

Mail an: mitmischen@jugend-kultur-tage.

de geschickt werden. Diese Ideen werden

unter www.jkt-os.de zur Verfügung gestellt.


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Immer gut für zwischendurch ist der

Snack, der Zerstreuung bietet und je

nach Appetit ausgewählt werden kann.

Bei allem spielen Faktoren wie Erfahrung,

Zufall, Versehen, Fehler und Verrücktheit

sowie Freiräume zum Denken

eine Rolle, die die nötige Würze bringen.

Was vermittelt das

Mordgeflüster?

Neben dem klassischen Brainstorming,

Tipps und Tricks zu Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

oder einer Checkliste

für Veranstaltungen, finden sich weitere

neue Methoden. Das Wortspiel ist ein

von FOKUS e.V. entwickeltes Spiel, das

eine schnelle Starthilfe für neue Ideen

bietet und besonders geeignet für die

Projektweiterentwicklung oder die Suche

nach Kooperationspartnern ist.

Mitarbeiter von terre des hommes erfanden

das Krimispiel „Mordgeflüster“, bei

dem Ermittlerteams anhand vorgefundener

Szenen und Beweise einen Mord

aufklären und einem Täter auf die Spur

kommen müssen. Während der Jugend-

Kultur-Tage in Osnabrück wurde auf

diese Weise z.B. die Situation ausbeuterischer

Arbeit in der Textilindustrie diskutiert.

Abstrahiert bietet das Mordgeflüster

eine Methode, die Vermittlung von

historischen, politischen, kulturellen

und sprachlichen Inhalten erlaubt.

Die KreativBox macht möglich, was

zunächst unmöglich erscheint. Sie gibt

praktische Anleitungen, schnell und effizient

Neuartiges zu entwickeln: Man

COFFEE PERFECT

nehme eine Prise beispielhafter Projekte,

COFFEE PERFECT

eine Handvoll Rezepte zur Orientierung

und würze es mit kreativen Ideen. | HVB

„Welches Kreuzblütengewächs

soll zum Weltkulturerbe

erklärt werden!?“

Auch wenn er als typisch norddeutsch gilt:

Erste Erwähnungen stammen aus dem Jahr

400 v. Chr. und deuten auf eine Herkunft aus

dem östlichen Mittelmeerraum. Die Rede ist

vom Grünkohl, der schon im Mittelalter zu

einem der wichtigsten Grundnahrungsmitteln

gehörte!

Grünkohl gewinnt nach dem ersten Frost deutlich

an Geschmack, da sich durch die Kälte sein

Zuckergehalt erhöht.

Der aktuelle Osnabrücker Grünkohl-König,

Innenminister Boris Pistorius, forderte, das

Gemüse zum Weltkulturerbe zu erkären. In

jedem Fall ist das beliebte Wintergericht sehr

gesund und gehört zu den Kohlsorten mit dem

höchsten Vitamim C - Gehalt.

Serviert wird Grünkohl in der Osnabrücker

Region traditionell mit Kasseler, Kohlwurst

oder grober Bratwurst und Bratkartoffeln. Auf

Wunsch wird er sogar mit Zucker bestreut.

Guten Appetit!

Hakenstraße 4a in Osnabrück

Telefon 05 41 / 222 92

(alternativ 05 41 / 331 300)

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Was wenn alles gut geht?

Drei Jahre war es still um Laith Al-Deen, der im Jahr 2000 mit den Songs

„Bilder von Dir“, „Kleine Helden“ und „Ich will nur wissen“ bundesweit für

Furore sorgte. Seitdem veröffentlichte der Mannheimer sieben Alben,

rutschte 2011 aber in eine längere Kreativkrise.

Seine aktuelle Scheibe „Was wenn

alles gut geht“ schoss nun gleich in

der ersten Woche auf Platz 2 der

Albumcharts – in den Songs verarbeitet

er im Wesentlichen seine

Lebenskrise und dokumentiert

musikalisch eindrucksvoll seinen

wieder gewonnenen Lebensmut.

Das Besondere: Für die Studioaufnahmen

quartierte sich Laith

mit seiner Band inklusive Team

und mit dem

Produzenten sowie Maffay-Gitarristen

Peter Keller, gut drei Wochen lang im

Osnabrücker Stadtteil Darum/Gretesch

ein. In den „fattoria musica“-Studios

von Benno Glüsenkamp entstand

das neue, auffällig rockig - energiegeladene

und dennoch stellenweise

gewohnt melancholische Werk.

WISSEN KOMPAKT:

Wo gibt‘s die nächsten Konzerte?

Laith Al-Deen geht endlich wieder auf

Tour und präsentiert sein neues Album

live! Sicher hat er auch wieder viele seiner

bekannten Klassiker im Gepäck.

Unter anderem gastiert der Mannheimer

Anfang 2015 mit seiner Band in den

folgenden, von Osnabrück aus noch

gut erreichbaren, Städten:

20.01. Bremen (Pier 2)

21.01. Hannover (Capitol)

22.01. Bielefeld (Ringlokschuppen)

28.01. Bochum (Zeche Bochum)

29.01. Köln (Live Music Hall)

Wir verlosen ein

handsigniertes

aktuelles Album.

Siehe Seite 58!

Offizielle Homepage:

www.laith.de


Der Hamburger Toningenieur Tilmann

Ilse von den „Chefrock Studios“ reiste

ebenfalls nach Osnabrück - mit einem

Truck voll Technik, um die Aufnahmen

federführend zu realisieren. Im Gepäck

waren zum Beispiel 60 Spezialkabel mit

sonderangefertigten Adaptern.

„Die fattoria musica war für uns eine geniale

Location. Wir konnten mit etwas Umbauarbeit

einen Ort schaffen, an dem die

Band gemeinsam spielen konnte, Laith in

einem separaten Raum parallel eingesungen

hat und alle, inklusive den Toningenieuren,

permanent Blickkontakt hatten“,

erzählt Tilmann Ilse. Das sei mittlerweile

eher unüblich, da Tonspuren heute überwiegend

einzeln eingespielt würden.

Doch die fattoria musica hatte noch mehr

zu bieten: „Darüber hinaus gab es im Haus

viele Ecken und Räume mit eindrucksvoller

Akustik – auf dem Album sind an

vielen Stellen echte Effekte anstelle synthetischer

Sounds zu hören. Wir haben zum

Beispiel im Badezimmer das Klatschen

mehrerer Leute aufgenommen. Außergewöhnlich

war auch der Klang im gefliesten

Aufenthaltsraum mit Kuppeldecke, wo

wir stellenweise das Schlagzeug neben einer

Tischtennisplatte platziert haben – im

Song »Wo gehen wir hin« kann man beispielsweise

den genialen Hall hören“, erinnert

sich der Tonspezialist.

Übrigens wurden alleine am Schlagzeug

18 Mikrofone zur Abnahme des Sounds

Wie fand es Laith im Osnabrucker Studio?

Während seiner bundesweiten Promo-Tour nahm sich Laith Al-Deen

Zeit für unsere Redaktion, um ein paar Fragen zur Entstehung des neuen

Albums und zu seinen Eindrücken von Osnabrück zu beantworten.

platziert. Gut 850 Gigabyte Rohmaterial

nahm die Crew in Osnabrück auf und am

Ende mit nach Hamburg (Zum Vergleich:

Lediglich 750 Megabyte passen final auf

eine handelsübliche CD). In monatelanger

Detailarbeit wurde das Album dort gemischt

und an den einzelnen Songs gefeilt.

Da Laith Al-Deen natürlich nicht permanent

in Hamburg sein konnte, stellte ihm

Tilmann Ilse einen Stream ins Internet,

um sich von unterwegs über den PC oder

das Tablet direkt bei den Sessions zur Feinabstimmung

einklinken zu können.

Wer die Songs live erleben möchte, hat auf

der Tour ab Januar die Gelegenheit dazu

(siehe Kasten „Wissen kompakt“). | StB

OsWi: Hallo Laith! Du bist seit einigen

Tagen auf Promo-Tour zu deinem neuen

Album „Was wenn alles gut geht“. Auf

Facebook wirst du schon bemitleidet, weil

du auf einigen Fotos angeblich so müde

aussiehst. Ist es wirklich so schlimm oder

habt ihr auch ein bisschen Spaß?

Laith Al-Deen: (lacht) Ja nee, so schlimm

ist es nicht. Wenn die Bahn streikt, nervt

das schon ein wenig, aber …

… wieso, fahrt ihr mit dem Zug zu euren

Promotion-Terminen!?

Laith Al-Deen: Naja, wir nicht! Aber die

Straßen sind durch die Leute, die ausweichen

müssen, noch voller. Generell gehören

Staus und lange Fahrten natürlich eh dazu,

die Hälfte der Zeit ist man gerade bei Promo-Touren

im Auto und auf verstopften

Straßen unterwegs. Aber dafür treffe ich

auch viele alte Bekannte, die ich zum Teil

schon vor 14 Jahren an der Stelle kennengelernt

habe, wo sie heute noch sitzen! Das alleine

schon gibt ein gutes Gefühl – also von

daher: Alles halb so wild!

Alte Bekannte – ein schönes Stichwort! Erzähl

mal: Wie hat ein Kuckuck dein neues

Album beeinflusst?

Laith Al-Deen: Der Kuckuck ist sicher

eine Anspielung auf Tabaluga – und

die Figur, die ich gastweise auf einigen

Shows verkörpert habe. Einerseits habe

ich darüber den Kontakt zu Peter Maffay

gefunden, aber noch entscheidender

war sicher der Kontakt zu Peter Keller –

einem seiner Gitarristen und Produzent.

Das ist einer der Leute, die das neue Album

maßgeblich beeinflusst haben.

Was ist denn das musikalisch Besondere an

deinem mittlerweile 8. Werk? An welchen

Schrauben habt ihr gedreht?

Laith Al-Deen: Peter Keller hat mich

dazu bewegt, nach Hamburg zu kommen

und einfach ein paar Songs auszuprobieren

– in einer Phase, in der ich selber noch

nicht genau wusste, wo die Reise hingehen

soll. Letztendlich ist das Resultat ein Mix

aus unserer beiden Visionen für den Laith-

Sound 2014. Das alles hat dazu beigetragen,

dass das Album jetzt klingt, wie es klingt.

31


Was genau hat euch dann aber Anfang des

Jahres ausgerechnet nach Osnabrück ins

Studio verschlagen?

Laith Al-Deen: Das ist eine gute Frage!

Ins Studio nach Osnabrück verschlug uns

eigentlich der Rat meines Schlagzeugers

David Mette, der auch bei Philipp Poisel

Schlagzeug spielt. Zusammen waren die beiden

bereits in den fattoria musica-Studios,

wo wir auch aufgenommen haben, und

Dave war am Schwärmen – ehrlich gesagt

in der Hauptsache wegen des Caterings.

Meine Band ist kulinarisch sehr anspruchsvoll.

Die setzt sich in der Regel mehr mit Essen

als mit Musik auseinander – aber das

ist ja auch ein wichtiges Thema. Das verstehe

ich! Also im Ernst: Wir suchten in der

Hauptsache einen Ort, an dem man entspannt

ankommen kann. Ich habe danach

dann erfahren, dass alle möglichen Musiker

und Leute, die ich so kenne, immer mal

wieder Zwischenstopp in der fattoria machen.

Und dann haben wir am Ende gesagt:

Komm wir machen das jetzt einfach mal!

War die Entscheidung richtig, habt ihr

euch wohl gefühlt?

Laith Al-Deen: Ja! Das Schöne ist ja, wenn

solche Sachen funktionieren, sind alle zufrieden.

Benno Glüsenkamp, der direkt

nebenan wohnt, war stets entspannt und

hilfsbereit. Als eines Morgens die Elektronik

ausfiel, kam Benno rüber, stand mit uns

vor dem Sicherungskasten und sagte trocken:

„Joar, is wohl kaputt, nä?! Da ruf ich

mal den Elektriker an.“ – und der kam

dann 15 Minuten später und hat das direkt

behoben. Und genauso reibungslos sind wir

auch durch die gesamten drei Wochen gekommen.

Wir haben da zwei Geburtstage

gefeiert, ganz entspannt die Platte reingeklöppelt

und dabei natürlich auch einige

Mengen an Alkohol vernichtet. Zum Arbeiten

gehört ja auch das Feiern, wenn man

schon mal nen Klassenausflug macht ...

Das stimmt! Stimmt es auch, dass du

familiäre Verbindungen in die Friedensstadt

hast?

Laith Al-Deen: Ja, genau! Meine Mutter

kommt aus Osnabrück. Und dann kommen

auch noch vier Schwestern dazu sowie eine

Handvoll Cousins und Cousinen. Daher ist

es immer wieder mal ganz schön, wenn sich

alle paar Jahre eine Gelegenheit ergibt, um

den Haufen mal zu sehen!.

Ergänze bitte folgende Sätze, Laith!

Ich will nur wissen, ...

... was in den nächsten 3 Monaten passiert!

Ich höre gerne Musik von ...

... Curtis Mayfield

Es gibt für mich nichts Schöneres als ...

... ein gutes Stück Fleisch mit einem

schönen Glas Rotwein

Mein Frühstück besteht in der Regel aus ...

... Kaffee und Zigaretten

Ich würde den Job gerne mal für einen

Tag tauschen mit ...

... einem Basejumper wie Extremsportler

Felix Baumgartner. Einen Tag angstfrei

in so nem Wingsuit stecken, wäre tierisch!

Mich nervt es, wenn ...

... jemand noch unentschlossener ist als ich!

Ich stände gerne mal auf der Bühne mit ...

... Bruce Dickinson

Mein Lieblingsplatz in Osnabrück ist ...

... das fattoria musica-Studio von

Benno Glüsenkamp!

Wenn alles gut geht, ...

... dann ist morgen alles wie heute!

Von Osnabrück mal in die weite Welt des

Internets: Die Musikbranche hat sich in

den letzten Jahren durch die neuen Onlineund

Speichermedien gravierend verändert.

Bist du durch die sozialen Netzwerke wie

Facebook, Twitter & Co in den letzten

Jahren deinen Fans näher gekommen und

hast du dabei das Gefühl, mehr aus deinem

Privatleben preisgeben zu müssen?

Laith Al-Deen: Ich weiß nicht, ob wir uns

näher gekommen sind, als großen Vorteil

empfinde ich den deutlich besseren Austausch,

besonders für spontane Geschichten.

Was ich entscheidend finde ist, dass vor allem

andere die Möglichkeit haben, sich persönlich

einzubringen. Ich selber halte mich

mit bestimmten persönlichen Informationen

immer zurück, aber die Anhäufung

von sinnlosen Informationen gefällt mir

besonders gut! Wir haben vor drei Jahren

mit Minuten-Konzerten angefangen, zum

Beispiel auf Toiletten von Radiosendern

mit der gesamten Belegschaft, dann gab es

Songmitschnitte aus irgendwelchen Hotels

und letztendlich hat sich gezeigt: je bescheuerter,

umso mehr wollen die Leute es sehen.

Und das finde ich gut – ich mag es, mich

mit sinnlosen Nichtigkeiten zu umgarnen.

Das sehe ich als großen Vorteil der sozialen

Medien, zumindest bei Facebook.

Durch die Digitalisierung sinken die Einnahmen

aus normalen Plattenverkäufen.

Liegt hier aber vielleicht gerade eine Chance

für noch cooleres Merchandising, überraschendere

Live-Gigs und spezielle Produkte

wie exklusives Bonusmaterial? Was

tut ihr konkret, um die Fans zu begeistern?

Laith Al-Deen: Um ehrlich zu sein, halte

ich mich mit einigen Dingen sehr zurück.

Ich glaube, dass wir mitten in einer Entwicklung

stecken, deren Ende noch gar

nicht abzusehen ist. Bei den Musik-Flatrates

zum Beispiel muss man sich mal über

den kulturellen Wert Gedanken machen!

Das wird sich hoffentlich mit den nächsten

Generationen irgendwie einnorden.

Wir versuchen einfach Spaß zu haben.

Ich kenne Leute, die haben über 100.000

Facebook-Freunde – und trotzdem spielen

die jetzt nicht vor übermäßig vollen

Hallen! Wir versuchen in den sozialen

Medien ab und zu mal mit ein paar Aktionen

ein Lebenszeichen oder ein Stück Profil

rauszuschicken, konzentrieren uns aber

lieber auf unsere klassischen Konzerte.

Im Januar gehst du mit der Band auf Tour!

Kannst du uns schon verraten, was eure

Fans da erwartet?

Laith Al-Deen © by Carsten Klick, www.laith.de; Studio-Fotos © Tilmann Ilse, Chefrock-Studios

32


Laith Al-Deen: Es wird ein schönes Pfund, nenne

ich es jetzt mal. An einigen Stellen wird es, wie auf

der Platte selbst, ein wenig lauter werden. Das war

live natürlich noch nie anders, wenngleich wir ja

keine Hardrock-Konzerte spielen – aber wir geben

gut Gas! Die Konzertbesucher erwartet neben der

neuen Platte auch eine Auswahl der alten Hits und

besonderer Perlen, die über das Internet von einigen

Fans immer wieder gewünscht wurden.

Fans aus Osnabrück müssen nach Bielefeld oder

Bremen fahren, um dich live zu sehen. Oder planst

du 2015 auch einen Zwischenstopp hier in der Stadt,

zum Beispiel mal wieder im Rosenhof?

Laith Al-Deen: Bisher gibt es da noch keine

konkrete Planung. Die Verbandelung mit dem

Rosenhof ist eine sehr schöne, weil es die ersten

Male viel Spaß dort gemacht hat. Super geeignet

für einen Gig, gerne auch akustisch, ohne das

man ein Lautstärkefass aufmacht. Wir haben

aber bisher nur bis Februar geplant, für den Sommer

ist da noch durchaus was möglich.

Du arbeitest auf dem aktuellen Album auch deine

ganz persönliche Kreativitäts- oder sogar Lebenskrise

auf und hast offensichtlich wieder zum

Optimismus gefunden. Welchen Rat gibst du Pessimisten

und Zweiflern, die immer wieder alles und

sich selbst in Frage stellen?

Laith Al-Deen: Hui! Also Zweiflern einen Rat zu

geben, ist natürlich schwierig. Aber wenn ich etwas

aus den letzten drei Jahren gelernt habe, dann ist

es das Teilen im Sinne des Mitteilens. Gerade der

offene Umgang mit der Situation hat mir sehr geholfen.

Je nachdem, was im Leben los ist, kann man sich

auch die eine oder andere Anlaufstelle suchen. Ich

selber zweifle ja nach wie vor noch an einigen Dingen

und versuche das immer mehr gerade zu ziehen

und Konsequenzen nicht immer im Kopf durchzugehen.

Bei zu vielen Prognosen kommst Du in

Deinem Leben ja irgendwie zu gar nichts mehr ...

... also „einfach mal machen“?

Laith Al-Deen: Einfach machen, ja genau – das

wäre jetzt auf den Punkt gebracht, ist aber in der

Realität tatsächlich nicht so einfach.

Besten Dank für das Gespräch, Laith, und viel

Erfolg für deine Albumveröffentlichung sowie die

anstehende Tour!

StB

33


ESSEN & TRINKEN

Rezepte aus

der Region

-Anzeigewww.dransmann.com

präsentiert:

Wer befahl den Anbau dienlicher Erd-Gewachse“?

Die Kartoffelernte 2014 lag mit knapp 11,5 Millionen Tonnen rund 18 Prozent über dem Ertrag

des Vorjahres. Allein in Niedersachsen, dem Bundesland mit der größten Anbaufläche

(105.400 Hektar), wurden gut 5 Millionen Tonnen von den Feldern geholt.

34

Die Beliebtheit der Kartoffel hat in den

vergangenen Jahrzenten trotzdem stark

gelitten. Einst lag der jährliche Pro-Kopf-

Verbrauch bei bis zu 150 Kilogramm

im Jahr, heute verzehren die Deutschen

weniger als 60. Dabei gehört die „tolle

Knolle“ zu den besonders wertvollen

Nahrungsmitteln. Sie ist genügsam im

Anbau, schmackhaft und kalorienarm.

Außerdem enthält sie wichtige Vitamine,

Mineral- und Ballaststoffe.

Während das Nachtschattengewächs in

Südamerika schon vor vielen tausend

Jahren angebaut wurde, lernten es die

Europäer erst im 16. Jahrhundert kennen.

Und dann dauerte es noch einmal 200

Jahre, bis der preußische König Friedrich

der Große seine Bauern per „Kartoffelbefehl“

zum Anbau der damals unbeliebten

Pflanze nötigte und sie in einem Rundschreiben

von 1756 als ein „sehr nützliches

und sowohl für Menschen als Vieh

auf sehr vielfache Weise dienliches „Erd-

Gewächs“ anpreisen ließ. Der Alte Fritz

löste mit anderen staatragenden Kartoffelfreunden

einen regelrechten Boom aus.

1875 präsentierte eine Ausstellung in Altenburg

2.644 verschiedene Kartoffelsorten.

Heute sind davon etwa 200 übriggeblieben.

Die (vorwiegend) festkochenden eignen

sich besonders gut für Bratkartoffeln,

Kartoffelpuffer oder den schnell gemachten

Kartoffelsalat, den „Osnabrücker

Wissen“ diesmal serviert. | TS

Rezeptvorschlag für 4 Personen:

2 Kilogramm Kartoffeln

50 Gramm Mayonnaise

100 Milliliter Sahne

5 mittelgroße Gewürzgurken

6 Scheiben Fleischwurst

3 hartgekochte Eier

Salz, Pfeffer

Paprikapulver edelsüß o. Cayenne-Pfeffer

Schnittlauch

Zubereitun g Kartoffelsalat:

Kartoffeln schälen, gar kochen und kalt

werden lassen. Die Mayonnaise mit Sahne

und fünf Esslöffeln Gurkensud verrühren.

Gewürze untermischen. Die kalten

Kartoffeln in Scheiben schneiden und

in das Dressing geben. Gewürzgurken,

Wurst und Eier klein schneiden und untermischen.

Gut durchrühren und einen

halben Tag stehen lassen. Vor dem Servieren

mit Schnittlauch bestreuen.

Hintergrund © Stockphoto, V. J. Matthew


ESSEN & TRINKEN

Gewürze auf Holzlöffeln © Jenny Sturm - fotolia.com; Postbote und Produktfotos © Gourmetbox.de Anzeigensonderteil

Wer sorgt für

kulinarische

Überraschungen?

Cola mit Chili und Ingwer, Blutorangen-Gelee mit

Wodka, Dunkelbier aus Quakenbrück oder handverlesener

Red Kampot-Pfeffer aus Kambodscha – die

von der Osnabrücker „metacrew group“ vertriebene

Gourmetbox ist immer für eine Überraschung gut.

Mittlerweile lassen sich gut 1.000 Abonnenten mehrmals

im Jahr kulinarische Highlights nach Hause

liefern und genießen dabei auch zahlreiche hochwertige

Produkte aus unserer Region.

„Wir sind immer wieder begeistert, wie

groß die Vielfalt direkt vor der Haustür

ist“, heißt es in der Gourmetbox-

Zentrale und tatsächlich steuerten neben

dem Allos-Hof in Drebber bei Diepholz

auch Fuchs Gewürze (Dissen), die Artland

Brauerei (Quakenbrück), Berentzen

(Haselünne), die Teutoburger Ölmühle

(Ibbenbüren) oder das Schulze Ladencafé

(Borgholzhausen) bereits Spezialitäten

zu den köstlichen Paketen bei.

Die Empfänger bekommen alle zwei

Monate eine neue Gourmetbox mit

sechs Überraschungen und einem Food-

Magazin wie beispielsweise der „finesse“

oder „deli“. Der Preis liegt mit 24,95

Euro deutlich unter dem Warenwert, der

mindestens 33 Euro beträgt. Neben dem

Basis-Abo, das versandkostenfrei und

jederzeit kündbar ist, wird die Gourmetbox

auch als 3er-Belieferung und als 6er-

Belieferung angeboten – ebenfalls mit

beträchtlichen Preisvorteilen.

Sparen tut jeder gern, doch der finanzielle

Aspekt dürfte für die meisten

Abonnenten eine untergeordnete Rolle

spielen, denn es geht hier nicht allein

um den Kauf von Lebensmitteln oder

Küchenutensilien. Die Gourmetbox

richtet sich an Menschen, die mit

Begeisterung kochen, viel Spaß daran

haben, neue Produkte und ihre eigene

Kreativität auszuprobieren und sich

obendrein gerne austauschen. Um das

zu ermöglichen, tritt die Box in vielen

sozialen Medien auf. Außerdem gibt

es einen „Genießer-Blog“ mit Hintergrundberichten,

Rezepten, einem Ratgeber

und vielen Tipps und Tricks rund

um das Thema Gourmet und Genuss.

RED

WISSEN KOMPAKT:

Was haben Hersteller & Händler

von der Gourmetbox?

Unternehmen, die kulinarische Besonderheiten

oder außergewöhnliche

Küchenutensilien produzieren oder

vertreiben, gewinnen durch einen

Platz in der Gourmetbox zahlreiche

Probierkontakte.

Rund um die innovative Box entstehen

aber auch neue Formen des Online-

Marketings – mit einer stetig wachsenden

Reichweite in den sozialen Medien.

Kontakt für Unternehmen:

partner@gourmetbox.de

Exklusiv für „Osnabrücker Wissen“ - Leser:

3x Gourmet-Box bestellen, testen und

10,- Euro sparen mit dem Code „OSWI10“ !

Details im Internet auf

www.gourmetbox.de/oswi

und in dieser Ausgabe auf Seite 57.

35


Was wächst im

vertical garden?

Bildnachweis © Name

Bilder © HOFF und Partner GmbH

36


Der vertikale Garten dient allerdings

nicht nur als optisches Highlight. Er

speichert Wasser, spart Energie, senkt

die Umgebungstemperatur, absorbiert

CO2, reduziert den Umgebungslärm

und isoliert das Gebäude. Damit steht

er beispielhaft für die nachhaltige Bauweise,

die das Hasehaus insgesamt auszeichnet.

Für die Bepflanzung wurden vollständig

ausgewachsene Heckenelemente

aus Efeu, der Arzneipflanze des Jahres

2010, in Aluminiumbehältern an der

Fassade angebracht. Ein ausgeklügeltes,

vollautomatisiertes Bewässerungsund

Drainagesystem liefert Wasser,

Nährstoffe und sorgt für eine ausreichende

Belüftung.

Die Funktion des Bewässerungssystems

wird per Internet überwacht.

Sonden registrieren den Feuchtigkeitszustand

im Boden und leiten die

Werte an den Computer weiter. Bei Bedarf

können Einstellungsänderungen

dann direkt über das Internet erfolgen.

Trotzdem braucht auch ein vertical

garden persönliche Zuwendung und

fachgerechte Pflege. Der Unternehmer,

der für die Internet-Überwachung

verantwortlich zeichnet, wird die

Pflanzen mehrmals im Jahr schneiden.

Aufgrund der Komplexität der Anlage

sind außerdem regelmäßige Kontrollbesuche

und Untersuchungen des Bewässerungssystems

beauftragt. | TS

Historischer

Weihnachtsmarkt

Osnabrück 2014

26.11. bis

22.12.

täglich

12 bis 21 Uhr

37


Wo wächst die

„DICKE Eiche“?

Drei Erwachsene können sie nur knapp umfassen: die gewaltige

Eiche in Astrup hat einen Stammumfang von 5,10 Metern.

Im Herbst 2014 wurde sie 150 Jahre alt.

Johann Friedrich Meinberg lebte von

1839 bis 1891. Er heiratete in Astrup in

den Lahmannschen Hof ein und nahm,

wie es damals üblich war, den Namen

der Besitzer an. Zu dieser Zeit stand

das Gebäude etwas weiter östlich. Als

es 1859 durch einen Brand vernichtet

wurde, musste ein neues her. Da passte

es gut, dass im benachbarten Ellerbeck

der Bruninghof zum Verkauf stand.

Dessen Eigentümer war nach Amerika

ausgewandert, einige munkelten sogar:

geflüchtet. Der Bruninghof wurde sorgfältig

abgetragen und am jetzigen Platz

wieder aufgebaut. Für Johann Friedrich

und seine Frau war damit wieder alles

im Lot – und am 20. März 1864 wurde

ihr erster Sohn Wilhelm geboren.

Der Tradition folgend pflanzte Johann

Friedrich für den Stammhalter vor

dem „neuen“ Haus eine kleine

Eiche.

Wilhelm Lahmann

verbrachte in dem

Fachwerkhaus

sein ganzes

Leben (1864-1937). Er führte den bäuerlichen

Betrieb, hatte mit seiner Frau

Minna sieben Kinder und nahm zahlreiche

Ehrenämter wahr. Deshalb war

er oft unterwegs, aber wenn er auf dem

Hof war, trieb er seine Leute zur Arbeit

an. Die bekamen dann zu hören: „So

wed dat maket.“ Kurze Zeit später war

er schon wieder mit dem Wagen unterwegs.

Wilhelm Lahmann wird nachgesagt,

dass sein Pferd ganz eigenständig

vor jeder Kneipe am Wegesrand Halt

machte. Für ein Schnäpschen war immer

Zeit …

Heute wohnen in der Astruper Hofstelle

Walter Lahmann-Lammert und

seine Frau Margret. Walter ist der

Enkel von Wilhelm, dem die Eiche

gewidmet wurde. Nach der Übernahme

des benachbarten Lammertschen

Hofes hieß sein Hof dann Lahmann-

Lammert.

Die Eiche hat Walters Großvater inzwischen

um 77 Jahre überlebt. Die ausladende

Krone fällt dem Besucher schon

von weitem auf. Für ihr Alter ist der

Stamm allerdings ungewöhnlich kurz

und dick. Man vermutet, dass die Jahresringe

weit auseinander liegen.

In 150 Jahren hat der Baum eine Einheit

mit dem Bauernhaus gebildet. Es

scheint, dass das Eine ohne das Andere

nicht denkbar wäre. Seit 40 Jahren gibt

er sogar der Straße seinen Namen, die

direkt an dem kräftigen Stamm entlang

führt. Denn nach der Gebietsreform

1972 suchte die Gemeinde

Bissendorf eine neue Bezeichnung.

Und was

da lag näher als

„Dicke Eiche“?

| EE

Bilder © Walter Lahmann-Lammert


Warum sind TAPIRE

„lebende Fossilien“?

Rüsselartige Nase, stämmiger Körper und kurze Beine – dem gängigen Schönheitsideal

entsprechen Tapire wohl nicht gerade. Man bezeichnet sie auch als „lebende Fossilien“, da

ihr Körperbau sich seit rund 50 Millionen Jahren fast nicht mehr verändert hat – das beweisen

verschiedene Fossilienfunde. Vor allem Gebiss und Füße sind noch sehr urtümlich. Das

belegt, dass sie seit Millionen Jahren perfekt an ihren Lebensraum - den Regenwald - angepasst

sind.

Hintergrund © Aleksandr Prokopenko; 123.rf.de

Zu ihren Verwandten zählen Nashörner

und Pferde, daher werden sie in Südamerika

auch als „Bergpferde“ bezeichnet.

Zurückzuführen ist die Bezeichnung

„Tapir“ übrigens auf ein Wort aus der indianischen

Tupi-Sprache, was soviel wie

„dick“ meint und sich auf die dicke Haut

der Tiere bezieht. Diese schützt sie vor

Dornen und spitzem Gestrüpp.

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Tapirarten.

Im Zoo Osnabrück sind zurzeit

vier Flachlandtapire (Tapirus terrestris)

zuhause: die Weibchen Olivia (24 J.), Elvira

(17 J.), Elisa (12 J.) und Lola (2 J.). Sie

haben kurzes spärliches Fell mit einer

schwärzlich-graubraunen Färbung und

hell umrandete Ohren. Bei Jungtieren ist

das Fell weiß gesprenkelt, ähnlich dem

von Wildschweinfrischlingen. Flachlandtapire

sind die größten Landsäugetiere

Südamerikas und leben dort in den tropischen

Regenwäldern. Die Körper-Rumpf-

Länge beträgt zwischen 176 und 215 Zentimetern,

die Schulterhöhe zwischen 77

und 110 Zentimetern und sie erreichen

ein Gewicht von bis zu 330 Kilogramm.

Ihre Oberlippe ist mit der Nase zu einem

kleinen Rüssel verbunden mit dem sie

hervorragend Triebe und Blätter abpflücken

können. Tapire haben 42 Zähne und

fressen am liebsten Früchte, Insekten

und Eier. Besonders gut ausgebildet ist

ihr Geruchssinn. Sie sind außerdem oft

in Wassernähe zu finden, denn sie sind

ausgezeichnete Schwimmer und Taucher.

Erschreckend ist: Es gibt immer weniger

Tapire, denn ihr Lebensraum wird vernichtet

und zusätzlich dienen sie Menschen

als Fleischquelle. Inzwischen gelten

Tapire sogar als bedrohte Art. Aus diesem

Grund unterstützt der Zoo Osnabrück

das Projekt „Tayja-Saruta“ in Ecuador

(im Jahr 2013 mit 12.000 Euro), das nicht

nur die Flachlandtapire, sondern auch die

dort lebenden Brüll- und Klammeraffen

sowie Aras und Amazonen schützen soll.

Die Einheimischen errichten Schutzgebiete

und bauen Geflügel- und Fischzuchten

zur alternativen Fleischversorgung

auf, um so die Tiere und Pflanzen des

Amazonischen Regenwalds auf dem Gebiet

von Sarayacu dauerhaft zu erhalten.

Im Zoo Osnabrück leben die Tapire im

Südamerikahaus. Dort haben sie einen

eigenen Wasserkanal mit 24.000 Litern

Wasser, das über das zooeigene Blockheizkraftwerk

auf 18 bis 20 Grad Celsius

erwärmt wird. Hier gehen sie nicht nur

gerne schwimmen, sondern koten auch

in das Wasser. Das ist typisch für Tapire,

denn so hinterlassen sie keine Duftspuren

und schützen sich vor Feinden. | MH

KONTAKT

Zoo Osnabrück gGmbH

Klaus-Strick-Weg 12

49082 Osnabrück

Telefon: 0541 / 95 105 - 0

zoo@zoo-osnabrueck.de

www.zoo-osnabrueck.de

WISSEN KOMPAKT:

Die Fütterung vor Ort erleben

Wer mehr über die charismatischen

Tiere erfahren möchte, kommt an den

Wochenenden und Feiertagen zur kommentierten

Fütterung um 17.00 Uhr. Das

genaue Programm gibt es unter www.

zoo-osnabrueck.de oder an der Zookasse.

39


Wann schreiben

Pflanzen E-Mails?

E-Mailgrafik © jd-photodesign- Fotolia.com; Pflanzenbilder © EVRGREEN.de

Luftpflanzen oder Tillandsien sind Aufsitzerpflanzen. Sie wachsen hauptsächlich in den

Kronen großer Bäume und ernähren sich dort von den Mineralstoffen und der Feuchtigkeit

aus ihrer Umgebungsluft. Zum Überleben brauchen diese Gewächse also keine Erde

und müssen nur ab und zu mit Wasser besprüht werden. Praktisch, dachten sich der aus

Osnabrück stammende Philip Ehlers und sein ehemaliger Kommilitone Jan Nieling, denn ihre Pflanzen

gingen regelmäßig ein.

Ehlers und Nieling entwickelten

den Online-Shop “EVRGREEN.de

– Pflanze Dich glücklich!”, um mehr

Freude am „Grünen Daumen“ zu

vermitteln. Zimmerpflanzen sollen

keine Wegwerfprodukte sein, deshalb

konzentriert sich die Firma mit

Sitz in Köln auf besonders hochwertige

Gewächse und leicht handhabbare

Systeme wie etwa Hydrokulturen.

Durch rund 600 Interviews mit Leidensgenossen,

Gärtnern und weiteren

Pflanzenspezialisten erfuhren

die beiden, dass es

hauptsächlich drei

Gründe für die

kurze Lebensdauer

„normaler“ Pflanzen gibt: falsche

Bewässerung, fehlender Dünger und

ein falscher Standort.

Hier kommt das EVRGREEN-Prinzip

ins Spiel. Beim Kauf einer pflegeleichten

Hydrokultur erhält man nicht nur den

passenden Dünger, sondern auch ein

Erste-Hilfe Set und einen Wasserstandsanzeiger.

Damit garantiert nichts schief

geht, bekommt man von seiner Pflanze

eine E-Mail, wenn sie gewässert oder

gedüngt werden will. „Wir bieten einen

umfassenden Service und machen

unsere Kunden zum erfolgreichen

Pflanzenhalter“,

schwört

Philip Ehlers.

EVRGREEN arbeitet ausschließlich mit

Unternehmen aus Deutschland zusammen.

Die Tillandsien kommen auch aus

der Osnabrücker Region, zum Beispiel

aus Hilter a.T.W. „Wir fördern die

regionale Wirtschaft und verkürzen

somit unnötige Transportwege.

Unsere Pflanzen

werden ohne künstliches

Licht gezüchtet und sind

deshalb robust und widerstandsfähig“,

so Ehlers. Den

beiden Jungunternehmern ist

wichtig, dass ihr Erfolg im Einklang

mit gesellschaftlicher und ökologischer

Verantwortung steht. | IS

41


Wie konkret sind Krieg und Frieden?

2014 jährte sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Doch die „Urkatastrophe

des 20. Jahrhunderts“ war letztlich auch nur eine Episode in einer bis heute andauernden

Kette von Krieg, Gewalt und Unterdrückung. Schülerinnen und Schüler des Osnabrücker

Graf-Stauffenberg-Gymnasiums beschäftigten sich in einem Workshop deshalb ganz grundsätzlich

mit dem Thema Krieg und Frieden und suchten nach Möglichkeiten, ihre Gedanken

und Ideen kreativ umzusetzen.

Eine Möglichkeit wurde ihnen von

Jörg Ehrnsberger und Dr. Thorsten

Stegemann nahegebracht. Die Dozenten

der Schreibinitiative scribitur

erarbeiteten mit den Schülern unterschiedliche

Wege, um das Dauerthema

Krieg und Frieden mit Methoden

der „Konkreten Poesie“ zu verbinden.

Osnabrücker Wissen“ dokumentiert

das Projekt, das vom Literaturbüro

Westniedersachsen und dem Forum

An dieser Stelle präsentiert „Osnabrücker Wissen“ bereits

exklusiv und exemplarisch einige der Werke:

Osnabrück für Kultur und Soziales

e. V. (FOKUS) unterstützt wurde, in

einer exklusiven Online-Präsentation.

12 Arbeiten der Schülerinnen und

Schüler finden Sie ab sofort unter:

www.osnabruecker-wissen.de/

konrete-poesie

| RED

WISSEN KOMPAKT:

Konkrete Poesie

Konkrete Poesie setzte sich aus dem lateinischen

Wort concretus („dicht, fest“) und

dem griechischen Wort ποίησις („Dichtung“)

zusammen. Der Begriff kommt

ursprünglich aus der Bildenden Kunst. In

der Konkreten Poesie geht es nicht um

das Erzählen von Geschichten, die Erläuterung

von Gedanken oder die Beschreibung

von Stimmungen. Im Zentrum

steht immer die Sprache beziehungsweise

das Spiel mit der Sprache.

Wörter, Buchstaben und Satzzeichen verweisen

nicht auf übergeordnete Zusammenhänge,

sondern stehen „konkret“ für

sich selbst.

Emily Stillwell: Hass und Friede

Fabienne Domdey: Krieg und Frieden

Leo Gobbo: Tod

42


Bis heute steht „Der schwarze Obelisk“ im Schatten des Weltbestsellers

„Im Westen nicht Neues“. Doch für die Osnabrücker ist Erich Maria

Remarques 1956 erschienener Roman von herausragender Bedeutung.

Verbirgt sich doch hinter dem Schauplatz „Werdenbrück“, wo der Grabsteinverkäufer

Ludwig Bodmer mit den Folgen des Ersten Weltkriegs, Inflation

und wachsendem Nationalismus zu kämpfen hat, unverkennbar die

Geburtsstadt des Autors.

Obelisk: © Roll-Stone, wikipedia.org; Theater Osnabrück © Mark Ahsmann; Porträt Remarque © Erich Maria Remarque-Friedenszentrum der Universität Osnabrück

Erich Maria Remarque

Dass die Bühnenfassung des „schwarzen

Obelisken“ ihre Uraufführung am

Theater Osnabrück erlebt, ist also fast

eine Selbstverständlichkeit. Carsten

Golbeck baute den 400-Seiten-Roman

zu einem abendfüllenden Schauspieltext

um, der am 31. Januar 2015 in der

Inszenierung und Spielfassung von

Marco Štorman Premiere feiert.

„Das Osnabrücker Publikum hat dann

die Möglichkeit, seinen größten Autor

von einer ganz anderen Seite

kennenzulernen“, sagt

der Leitende Schauspieldramaturg

Peter Helling

im Gespräch mit „Osnabrücker

Wissen“. „Dabei

wollen wir nicht die

einzelnen Szenen des

Romans nacherzählen,

sondern den Kern des

Buches in einer neuen

und eigenen Erzählung

präsentieren.“ Für die

Bühnenfassung

musste das üppige

Figurenarsenal

des Romans auf

einige zentrale Charaktere reduziert

werden. „Die eigenartige, sehr berührende

Liebesgeschichte zwischen dem

kriegsversehrten Grabsteinverkäufer

Ludwig Bodmer und der kranken Isabelle,

die trotz oder gerade wegen ihrer

Schizophrenie unglaublich hellsichtig

ist, spielt dabei eine wichtige Rolle“,

verrät Helling. „Es geht uns aber auch

um die Schilderung einer extrem labilen

politischen und gesellschaftlichen

Situation, wie wir sie heute wieder erleben.“

Erich Maria Remarques Werke hält Peter

Helling gerade unter diesem Aspekt

für zeitlos aktuell: „Für Remarque ist

das Individuelle immer wichtiger als

das Ideologische – allein davon können

wir noch eine Menge lernen.“

„Der schwarze Obelisk“ ist Teil des

großangelegten Stadtprojekts Remarque

des Theaters Osnabrück, zu

der auch die Tanz-Produktion „Sag

mir, daß du mich liebst“, ein Poetry

Slam, eine Schreibwerkstatt und viele

weitere Veranstaltungen gehören. Weitere

Infos im Internet unter:

www.theater-osnabrueck.de

| TS

Abbildung eines typischen schwarzen Obelisken:

Grabmal aus Schwarz-Schwedisch, ca. 3,00 m hoch,

allseits poliert, Sockel aus Sandstein (typisches Grabmal

des deutschen Bürgertums ab etwa 1880).

Ort der Uraufführung: Das Theater Osnabrück

WISSEN KOMPAKT:

Der schwarze Obelisk –

Mahnmal und Warnung

Symbolischer Mittelpunkt des Romans ist

der titelgebende „schwarze Obelisk“, ein

Grabstein aus poliertem Mikrogabbro, der

schon im 19. Jahrhundert die Gräber des

reichen Bürgertums schmückte. Bei Remarque

wird der Obelisk zum warnenden

Zeigefinger. „Den Frieden der Welt! Nie ist

mehr darüber geredet und nie weniger

dafür getan worden als in unserer Zeit; nie

hat es mehr falsche Propheten gegeben,

nie mehr Lügen, nie mehr Tod, nie mehr

Zerstörung und nie mehr Tränen (…)“,

heißt es im Vorwort des Buches.

Rezensenten deuteten den Obelisken

auch als Sinnbild einer Rakete und damit

als Warnung vor dem drohenden

3. Weltkrieg.

43


Anzeigensonderteil

Wie

keimfrei

ist das Klinikum?

Nach Schätzung von Gesundheitsexperten und -verbänden infizieren sich Jahr für Jahr bis

zu eine Million Menschen mit sogenannten Krankenhauskeimen. Für mehrere zehntausend

Patienten endet die Ansteckung tödlich, weil die bakteriellen Krankheitserreger gegen

Antibiotika resistent sind.

Wer erfolgreich behandelt wird, muss

oft mit einem um mehrere Tage verlängerten

Krankenhausaufenthalt

rechnen – dem Gesundheitssystem

entstehen so Zusatzkosten in nicht

exakt bezifferbarer, aber zweifellos

beträchtlicher Höhe. Das Deutsche

Institut für Infektionsforschung weiß,

dass die Infektion mit bakteriellen

Krankheitserregern in den letzten

zehn Jahren „massiv“ zugenommen

hat. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken,

hat das Klinikum

Osnabrück ein

g a n z e s

Maßnahmenbündel

entwickelt. Völlige

Keimfreiheit ist unmöglich, aber die

Gefahrenquellen lassen sich deutlich

verringern.

Welche Erreger sind

besonders gefährlich?

Krankenhausinfektionen, die in der

Fachwelt „nosokomiale Infektionen“

genannt werden, entstehen durch

Viren, Pilze und Parasiten, vor allem

aber durch Bakterien. Dabei handelt

es sich eigentlich um Bestandteile des

menschlichen Organismus, die aber

auch schwere und tödliche Krankheiten

auslösen können. Das Bakterium

„Staphylococcus aureus“ gilt als einer

der häufigsten Verursacher. Es ist

gleich gegen mehrere Antibiotika

resistent und kann beispielsweise

Wundinfektionen, Atemwegsentzündungen

oder Blutvergiftungen hervorrufen.

Ähnlich gefährlich sind

„Enterokokken“, die eine Resistenz

gegen das Antibiotika Vancomycin

entwickelt haben. Auch das Bakterium

„Pseudomonas aeruginosa“ und Bakterien

der Art „Acinetobacter“ können

schwere Erkrankungen verursachen.

Im Klinikum waren die Darmbakterien

„E.coli“ und „Enterococcus faecalis“

sowie verschiedene Staphylokokken

bislang die häufigsten Krankheitserreger.

Wie sollen Infektionen

verhindert werden?

Absolute Keimfreiheit können nur

sterile Instrumente garantieren. Das

Klinikum legt deshalb größten Wert

Bilder © Klinikum Osnabrück; Desinfektion © Gerhard Seybert - fotolia.com

Erreger auf nicht desinfizierter Haut!


Die hygienische Händedesinfektion spielt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Keime

auf die umfassende Kontrolle derselben,

konzentriert sich aber auch darauf,

die Anzahl der Krankheitserreger

im Klinik-Alltag auf ein Minimum zu

reduzieren. Eine Schlüsselrolle spielt

dabei die hygienische Händedesinfektion,

die nach wie vor als wirksamster

Schutz gegen die Verbreitung von

Krankheitserregern gilt. Das Klinikum

kontrolliert die regelmäßige und

ordnungsgemäße Anwendung der

Desinfektionsmaßnahmen mit Hand-

KISS, einem modernen Protokollverfahren,

das vom „Nationalen

Referenzzentrum für Surveillance von

nosokomialen Infektionen“ entwickelt

wurde und Teil der bundesweiten Aktion

„Saubere Hände“ (www.aktionsauberehaende.de)

ist.

Doch der Kampf gegen die Keime wird

noch auf vielen weiteren Ebenen geführt:

So überprüft das Gesundheitsamt

regelmäßig das Leitungswasser.

Fachkräfte untersuchen die Raumluft

auf mögliche Erreger und mikrobiologische

Veränderungen. Außerdem

liefern Patientenscreenings wichtige

Daten, die der Früherkennung von

Infektionen und der Prophylaxe von

Krankheiten dienen. | RED

Klinikum Osnabrück GmbH

Am Finkenhügel 1 · 49076 Osnabrück

Telefon: : 0541 405 0 · Fax: 0541 405 4997

E-Mail: info@klinikum-os.de

www.klinikum-os.de

WISSEN KOMPAKT:

Gibt es bald Medikamente

gegen Krankenhauskeime?

Die gefürchteten Staphylokokken sind

gegen mehrere Antibiotika resistent.

Trotzdem ist es Wissenschaftlern des

Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische

Forschung Saarland und des

Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung

in Braunschweig vor kurzem

gelungen, zwei Substanzen zu isolieren,

die Staphylokokken und andere

Erreger erfolgreich bekämpfen.

Mit Hilfe von „Disciformycin A und B“,

die ihrerseits aus einem Bakterium

gewonnen wurden, könnten in den

nächsten Jahren neue Medikamente

entwickelt werden.

45


FAMILIE

BUCHTIPP!

„Mia, meine ganz besondere Freundin“

Idee & Text: Dagmar Eiken-Lüchau

Illustrationen: Lucie Vyhnálková

Ein Vorlesebuch mit 27 Seiten für Kinder im

Vorschulalter zum Thema Autismus. Bestens

geeignet für Betroffene, Kitas, Grundschulen,

Autismuszentren, Beratungsstellen, Ergotherapie-

und Logopädie-Praxen, Geschwisterkinder

und alle Interessierten.

Das Buch kann gegen eine kleine Spende auf

Mia‘s Therapiekonto bestellt werden. Das eingenommene

Geld wird ausschließlich für Therapien

und Maßnahmen genutzt, die Mia im

sprachlichen und sozialen Bereichen fördern.

Buchbestellung und weitere Informationen:

www.lockenkopf-mia.de

46


Wie erklärt man Autismus?

FAMILIE

Keine ganz einfache Aufgabe, wie unsere Recherchen zu diesem Thema zeigen. Noch

komplizierter wird es, wenn man die Störung Kindern erklären möchte. Genau das macht

die Autorin, und betroffene Mutter eines autistischen Kindes, Dagmar Eiken-Lüchau

nun in ihrem Kinderbuch „Mia - meine ganz besondere Freundin“. Zum Start unseres

Gesprächs weist sie darauf hin: „Viele kennen Autismus aus dem Film „Rain Man“. Ein toller

Film - aber bitte vergesst ihn zunächst!“

Hintergrund © Elena Schweitzer; Fotolia.com

Die Wallenhorsterin Dagmar Eiken-

Lüchau ist Mutter von vier Kindern. Die

jüngste Tochter Mia ist 2,5 Jahre alt und

Autistin. Im Alltag stößt die Familie

auf schwierige Situationen. „Autismus

ist eine schwerwiegende angeborene

Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung“

erklärt Dagmar

Eiken-Lüchau. „Die Funktionsweise des

Gehirns ist dabei eingeschränkt oder

stark beeinträchtigt. Es gibt sehr große

Unterschiede bei der Symptomatik

und Ausprägung. Autismus ist nicht

heilbar“, führt sie fort.

Wie äußert sich Autismus?

Sehr unterschiedlich! Im Fall der kleinen

Mia bemerkten die Eltern ab dem 2. Lebensjahr,

das irgendwas anders war als

bei den Geschwistern. Sie reagierte in der

Regel nicht auf Fragen und schien in ihrer

eigenen Welt zu leben. Tests ergaben,

dass Mia´s Gehörorgan aber völlig funktionsfähig

war - die Diagnose lautete

„Autismus-Spektrum-Störung“. Als Mia

dann in den Kindergarten kommen

sollte, machten sich die Eltern darum

Gedanken, wie sie den Erziehern, den

anderen Eltern aber vor allem auch

Kindern die Krankheit erklären sollten

- zum Beispiel bemerkte die ein Jahr ältere

Tochter von Freunden der Familie

allmählich, dass man mit Mia nicht so

richtig spielen konnte. Das führte zu

Verunsicherungen und Frust, denn auch

andere Kinder fingen in der Zeit an zu

spielen - Mia beteiligte sich aber nicht.

Wie wird man zur Autorin?

Dagmar Eiken-Lüchau suchte ein Buch,

das auf spielerische Weise die Eigenarten

und Besonderheiten von Mia und ihrem

Autismus erklären könnte. Ohne wirklichen

Erfolg. Daraufhin kam ihr die Idee,

einfach selbst ein Buch über das Thema

zu realisieren. Herausgekommen ist ein

spielerisch aufbereitetes Vorlesebuch für

Kinder im Vorschulalter zum Thema

Autismus. „Ich nutzte die schlaflosen

Nächte, die ich in der Zeit hatte und fing

einfach an zu schreiben. In dem Stil, wie

ich das Thema kleineren Kindern oder

auch unseren besten Freunden schon

öfters erklärt hatte.“

Um der fertigen Geschichte am Ende

Leben einzuhauchen, machte sie sich

auf die Suche nach einer Künstlerin. Bei

der Tschechin Lucie Vyhnálková, die in

Osnabrück studiert, stimmte von Anfang

an die Chemie. „Mit viel Kreativität

und Sensibilität illustrierte Lucie die

Geschichte - und besuchte Mia oft im

Alltag, um ihr Verhalten zu beobachten

und zu verstehen“, schwärmt die Buchautorin

von der Zusammenarbeit.

Macht das Buch toleranter?

Dagmar Eiken-Lüchau möchte mit dem

Buch aufklären - nicht nur aus dem

Blickwinkel ihrer eigenen Familie, sondern

für alle Betroffenen. So könne man

Autisten ihre Behinderung oft gar nicht

ansehen und bekäme in vielen Situationen

Unverständnis entgegengebracht.

„Die Blicke und Reaktionen der Menschen

sind oft vorwurfsvoll, als könnten

wir unsere Tochter nicht erziehen, wenn

sie in bestimmten Situationen einfach

nicht reagiert. So wird der Supermarkt,

das Restaurant oder der Strand durchaus

zu einer echten Herausforderung!

Es ist aber nicht Mia, die uns das Leben

schwer macht, sondern eher die Gesellschaft!“,

meint die Autorin. | StB

WISSEN KOMPAKT:

Was ist Autismus?

Osnabrücker Wissen fragte bei Bärbel Thierau

nach, der Leiterin des Autismus Therapie

Zentrums Bersenbrück. Die Diplom-Sozialpädagogin

erklärte uns:

„Die Autismus-Spektrum-Störung (z.B. Frühkindlicher

Autismus oder Asperger-Syndrom)

ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung.

Betroffene Menschen haben häufig Probleme

in der sozialen Kontaktgestaltung, sind in

ihren Möglichkeiten zu kommunizieren eingeschränkt

und oftmals unflexibel im Denken

und Handeln. Meistens ist es schwierig

für sie, Informationen aus ihrer Umgebung

zu deuten und ihr Verhalten darauf abzustimmen.

Deshalb kann es zu Verhaltensweisen

kommen, die für andere „sonderbar“ erscheinen.

Die Informationsverarbeitungsstörung

führt jedoch auch zu besonderen „autistischen

Fähigkeiten“.

Autismus ist unabhängig von gesellschaftlichen

oder kulturellen Hintergründen und

umfasst ein breites Intelligenzspektrum. Bis

zu 25 von 10.000 Menschen werden weltweit

von Fachärzten diagnostiziert.

In der UN-Behindertenrechtskommission

wird Teilhabe, Mitwirkung und Befähigung

aller Menschen angestrebt.

Vor diesem Hintergrund besuchen inzwischen

z.B. auch mehr Schüler mit Autismus

Regelschulen, werden als Erwachsene auf

den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt und

erfahren mehr Verständnis und Teilhabe am

gesellschaftlichen Leben.“

Kontakt:

Bärbel Thierau

Diplom-Sozialpädagogin/KJP

Leiterin des Autismus Therapie Zentrums

Bersenbrück & Diepholz, HpH Bersenbrück gGmbH

Fon: 0 543 9 / 94 69 -0 ∙ Mail: info@hph-bsb.de

Infos im Internet: www.hph-bsb.de

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Wie ticken und kicken

Europa und Afrika?

Ein solches Spiel hatte Bagamoyo, der kleine Fischerort an der

Küste Tansanias, noch nie gesehen. Elf Spieler aus Deutschland,

Jungs im Alter zwischen 12 und 13 aus dem Ruhrgebiet, sind nach

Afrika gekommen, um die Mannschaft von Bagamoyo herauszufordern.

Und Bagamoyo gewinnt! Sechs Monate später landen

Nelson und seine Mannschaftskameraden in Dortmund, um die

neu gewonnenen Freunde wieder zu treffen und das Rückspiel

auszutragen. Na klar: Revanche muss sein!

„Mandela & Nelson. Das Rückspiel“ ist

der zweite Band um Nelson und seine

Fußballfreunde. Der Autor, Hermann

Schulz, wurde 1938 in Ostafrika geboren

und wuchs am linken Niederrhein

und im Wendland auf. Er leitete als

Nachfolger von Johannes Rau von 1967

bis 2001 den Peter Hammer Verlag in

Wuppertal. Reisen führten ihn in mehr

als 50 Länder.

Hermann Schulzes Bücher wurden

mehrfach für den deutschen Jugendliteratur-Preis

nominiert und erhielten

nationale und internationale Auszeichnungen.

„Mandela & Nelson“ wurde nominiert

für Fußballbuch des Jahres 2010;

1981 erhielt Schulz den von-der-Heydt-

Kulturpreis der Stadt Wuppertal und

1998 die Hermann-Kesten-Medaille

des deutschen P.E.N.-Zentrums.

In den beiden „Mandela &

Nelson“- Büchern geht es um

Kinder- und Jugendfußball

in Afrika. Hermann Schulz hat

mit der Jugendmannschaft von

Bagamoyo/Tansania viel Zeit verbracht.

Seine beiden spannenden und humorvollen

Bücher sind ganz nahe an der

afrikanischen Wirklichkeit geschrieben.

Und sein wichtigstes Thema ist: Wie

begegnen sich Schwarz und Weiß heute?

Das Buch kann auch in der Stadtbibliothek

Osnabrück ausgeliehen

werden. | BCB

Der Kinder- und

Jugendbuchtipp wird

präsentiert vom

Alters-

Empfehlung:

ab 10 Jahre

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Hintergrund © Coloures-pic; Fotolia.com


Wie sahen

Urlaubsbilder

vor 100 Jahren aus?

FAMILIE

Osnabrücker Wissen“ gewährt Einblicke in das umfangreiche Depot des Museums Industriekultur.

Die Sammlung ist kaum bekannt, nur ausgewählte Exponate sind in einer besonderen Präsentation

im Haseschachtgebäude am Fürstenauer Weg zu sehen. Diesmal erinnern wir mit außergewöhnlichen

Urlaubsbildern von den ostfriesischen Inseln an die wärmere Jahreszeit.

Haseschachtgebäude © Maren Kiupel; Zahnräder © injenerker - fotolia.com; August Haarmann.

„Projektion für Alle“, 24 Glas-Dias, Format: 8,4 cm x 8,4 cm, um 1907/08. Museum Industriekultur Osnabrück.

Die 24 Glas-Dias, die eindrucksvoll eine

Reise von Hamburg zu den ostfriesischen

Inseln Helgoland, Norderney und Borkum

Anfang des 20. Jahrhunderts zeigen,

stammen aus einem Osnabrücker Privatbesitz,

wurden jahrelang liebevoll gepflegt

und neben weiteren Serien dem Museum

Industriekultur überlassen.

Die weltweit bekannte Fotoserie produzierte

die Firma „Projektion für Alle“. Sie

wurde um 1907/08 von Max Skladanowsky,

einem deutschen Filmpionier, gegründet.

Neben dieser Serie existieren noch viele

weitere Urlaubs- und Reiseserien auf Glas

sowie auf Papier. Die Beschriftung zu den

einzelnen Aufnahmen ist in Deutsch, Englisch

und Französisch - eine weitreichende

Verbreitung ist demnach anzunehmen.

Was zeigen die beeindruckenden Fotografien:

Auf dem

Weg zu

den bekannten Nordseebädern wird zuerst

die Hansestadt Hamburg erkundet.

Dann führt die Fahrt mit dem Turbinen-

Dampfschiff „Kaiser“ von Blankenese bei

Hamburg auf die Insel Helgoland. Der

Schnelldampfer „KAISER”, gebaut von

der Vulcan-Werft in Stettin, war das erste

Schiff der Hamburg-Amerika Linie, welches

über einen Turbinenantrieb verfügte.

Er wurde ab 1906 im ostfriesischen Inselbäderdienst

eingesetzt.

Ein Dia zeigt das Herrenbad auf Helgoland,

wo nur den Männern das Baden in

der Nordsee genehmigt war und das sogar

in kurzen Badehosen. Im ersten Familienbad

Deutschlands, das ebenfalls 1900

auf Helgoland eröffnet wurde, war das

allerdings verboten. Hier galt Badeanzug-

Pflicht für alle.

Von Helgoland aus geht es weiter nach

Norderney, wo ein Dampfboot der Bremer

Lloyd verkehrte. Wie einige Bilder zeigen,

konnten die Dampfschiffe

nicht immer direkt am

Kai anlegen, sondern

die Passagiere

wurden

mit kleinen Booten auf die Insel gebracht

und gelangten über fahrbare Stege zum

Strand. Ein kleines Abenteuer.

Im Kaiserreich nimmt die Reiseintensität,

d.h. der relative Anteil der Reisenden

an der Gesamtbevölkerung, deutlich

zu, aber mehr als 10 Prozent dürften es

nicht gewesen sein. Tourismus bleibt

seinerzeit ein Privileg der Bürger, ihrer

Frauen und Kinder. Die allsommerliche

Urlaubsreise wird zu einem festen

Bestandteil der bürgerlichen Kleinfamilie.

Die Glas-Dias waren etwas Besonderes.

Sie dienten zum einen der Erinnerung

an eine besondere Zeit und zum anderen

weckten sie - ähnlich der heutige Werbung

von Reiseunternehmen - die Lust auf neue

Urlaubsziele. | BK

MUSEUM

INDUSTRIEKULTUR

OSNABRÜCK

49

49


Teil 1:

Wer kickt

in der Region?

Osnabrücker Wissen“ startet in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Fußballverband

(NFV) eine neue Reihe über geschichtsträchtige Vereine in der Region. Im Mittelpunkt

stehen die Fußballabteilungen der Klubs. Auf der Suche nach herausragenden Persönlichkeiten

und besonderen Momenten wurden wir zunächst in der Gemeinde Wallenhorst fündig.

Aus den 62 Mitgliedern von 1947 sind

mittlerweile rund 1.300 geworden. Die

Sportfreunde haben sich damit zu einem

echten Breitensportverein entwickelt.

Neben dem Fußball werden zum Beispiel

alle Bereiche des Allgemeinsports von

der Leistungsriege über Badminton bis

hin zu Walking, Nordic-Walking und

Gesundheitssport angeboten.

Schon in den 1920er Jahren gab es erste

Bemühungen, in Lechtingen einen Fußballverein

ins Leben zu rufen. Doch erst

nach dem Zweiten Weltkrieg machten

die Sportfreunde ernst. Im Januar 1947

luden die Herren Willi Hüggelmeyer,

Günter Macke, Wilhelm Rolf und Anton

Wahmhoff zu einer Versammlung ein,

auf der 62 Menschen ihre verbindliche

Zusage zum Vereinsbeitritt gaben. Die

Gründungsversammlung fand schon

im Februar statt, nachdem eine Geldsammlung

den stolzen Betrag von 672,70

Reichsmark eingebracht hatte.

Warum sich der Verein für die Farben

schwarz und weiß entschied, kann leider

niemand mehr seriös beantworten.

Es wird jedoch gemutmaßt, dass bei der

Freundschaftsspiel 2007 gegen den VfL Osnabrück

Auswahl alle anderen in Frage kommenden

Farben schon von Nachbarvereinen

genutzt wurden ...

Wo ist die Heimat

der Fußballer?

Nach mehrfachem Wechsel der Sportplätze

wurde der jetzige Sportplatz an der

Osnabrücker Straße im Mai 1974 feierlich

eingeweiht. Die Entwicklung nahm

dann einen rasanten Verlauf: Turnhalle,

Ansiedlung der Tennisanlage im Jahr

1975, Tennenplatz mit Flutlicht im Jahr

1982, Vereinsheim mit Geschäftsstelle im

Jahr 1990, Mehrzweckhalle am Schulweg

im Jahr 2000, Umbau des Tennenplatzes

in einen Kunstrasenplatz neuester Generation

im Jahr 2013.

Welche Erfolge feierten

Lechtinger Fußballer?

Nach einer Berg- und Talfahrt zwischen

Kreisklasse und Kreisliga gelang

den Sportfreunden 2006 der große

Coup. Durch die Neugliederung auf

Bezirksebene feierten die Kicker quasi

einen doppelten Aufstieg, indem sie die

Bezirksklasse übersprangen und direkt

in die Bezirksliga einzogen.

Auch in Sachen Fairness setzten die

Lechtinger Ausrufezeichen. 2002/03

wurden sie als fairste Mannschaft

Niedersachsens ausgezeichnet und zur

Ehrung durch den Niedersächsischen

Fußballverband nach Barsinghausen

eingeladen.

Aktuell gehören die Sportfreunde zu den

Spitzenteams in der Kreisliga Osnabrücker

Land (Nord).

Bildmaterial © Sportfreunde Lechtingen

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I E D E R S Ä C H S

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Osnabrücker Wissen

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1. Herren der Sportfreunde Lechtingen im Gründungsjahr 1947

Wann kamen die „Großen“?

1987, 2007, 2009 und 2012 waren die

Sportfreunde Gegner des VfL Osnabrück.

Auch wenn die Amateure hier klar das

Nachsehen hatten, waren die Zuschauer

begeistert. Rund 2.000 Fans verfolgten

die Duelle mit dem großen Nachbarn.

Die „Alten Herren“ schwärmen dagegen

noch heute vom Auftritt einer Uwe Seeler-Traditionsmannschaft.

Das Team mit

„Uns-Uwe“, Helmut Rahn, Max Lorenz,

Hans Tilkowski und vielen anderen Stars

gastierte 1979 an der Osnabrücker Straße.

Eine menschliche Tragödie

Der Tod des an Leukämie erkrankten

Trainers Holger Ickert gehört zu den

schlimmsten Ereignissen der Vereinsgeschichte.

Er erschütterte vor acht

Jahren viele Menschen in der Region.

Trotz aller Bemühungen, die in einer

Typisierungs-Aktion der Deutschen

Knochenmarkspenderdatei und einem

emotionalen Benefizspiel gipfelten, erlag

Holger Ickert im Oktober 2006 der

heimtückischen Krankheit.

Wie sieht die Zukunft aus?

2004 bildeten die Vereine TSV Wallenhorst

und Sportfreunde Lechtingen eine

Jugendspielgemeinschaft, um allen Kindern

und Jugendlichen die Möglichkeit

einer leistungsstarken fußballerischen

Ausbildung vor Ort zu ermöglichen. Von

der A- bis zur D-Jugend hat sich dieses

Konzept bisher bewährt.

Auf die Nachwuchsarbeit wurde bei den

Sportfreunden aber schon in früheren

Zeiten großer Wert gelegt. Neben allen

ehrenamtlichen Mitstreitern tat sich hier

in den 90er Jahren Jugendwart Udo Becker

hervor. Die vielen von ihm organisierten

Fahrten - jeweils über Ostern ins

spanische Calella - sind bis heute legendär.

Viel Resonanz erfuhr auch das Turnier

für F-Jugendmannschaften, das alljährlich

um den 1. Mai herum veranstaltet

und von Thomas Brickwedde ins Leben

gerufen wurde. Bis zu acht Bundesligisten

schickten ihren Nachwuchs an die

Osnabrücker Straße. Für die übrigen acht

teilnehmenden Mannschaften aus der

Region bedeutete dieses Turnier immer

wieder den Höhepunkt der Saison. Leider

fand die Veranstaltung 2012 zum letzten

Mal statt.

Doch an ähnlich attraktiven Angeboten

für die Kicker von morgen und übermorgen

wird fleißig gearbeitet. Gut möglich,

dass sich Youngster der Sportfreunde

schon bald wieder mit dem Nachwuchs

der Bundesligisten messen können. | HS

www.sf-lechtingen.de

Erstmals auf

Kunstrasen!

Neuer Spielmodus

Rundumbande

Player‘s-Lounge

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Rahmenprogramm

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addi.vetter.cup


Welcher VfLer

schlief im Bett des

Bundespräsidenten?

1952 stieß der VfL Osnabrück als Tabellenzweiter der Oberliga Nord in die Endrunde

um die Deutsche Fußballmeisterschaft vor. In Gruppe 2 trafen die Lila-Weißen auf Rot-

Weiß Essen, Tennis Borussia Berlin und den VfB Stuttgart. Ein 24-jähriger Linksaußen

behielt vor allem die Reise nach Berlin noch länger in Erinnerung.

Der haushohe Favorit aus Stuttgart

ließ am 27. April beim umjubelten

0:0 einen Punkt an der Bremer Brücke.

Zwei Wochen später bezwang

der VfL Rot-Weiß Essen mit 3:2. Gute

Voraussetzungen für das erste Auswärtsspiel,

das am 18. Mai 1952 im

Berliner Olympiastadion ausgetragen

wurde. Der VfL flog von Hannover

nach Tempelhof und wurde hier mit

weißen Maiglöckchen und lila Wicken

empfangen.

Im Gästehaus der Stadt Berlin, wo der

Senat seine prominenten Besucher unterbrachte,

logierte diesmal der VfL.

Goalgetter Ewald Nienhaus nächtigte

sogar im Bett des Bundespräsidenten,

ohne auf den Widerspruch von Gelegenheitsgast

Theodor Heuss zu stoßen.

Denn der wohnte vorwiegend in Bonn

– sein erster Amtssitz war damals noch

die „Villa Hammerschmidt“.

Die lokale Presse * hatte ihren Spaß

und eine hübsche Schlagzeile: „Nienhaus

schlief im Bett von Prof. Heuss“.

Für die Osnabrücker wäre ein Sieg

in Berlin mutmaßlich noch viel aufregender

gewesen, doch Tennis Borussia

hatte am Ende – trotz eines Nienhaus-Tores

– mit 2:1 die Nase vorn. Der

VfL gewann das Rückspiel, verlor aber

auch in Essen und Stuttgart und musste

sich am Ende mit Gruppenplatz 3

begnügen. Immerhin lud VfL-Präsident

Friedel Schwarze seine tapferen

Kicker zum Endspiel nach Ludwigshafen

ein, wo Stuttgart nach einem

3:2-Sieg gegen Saarbrücken Deutscher

Meister wurde.

Ewald Nienhaus spielte noch bis 1953

beim VfL Osnabrück. In 96 Punktspielen

erzielte er 45 Tore für die Lila-

Weißen. | TS

* Ein Exemplar der Sonderausgabe des Berliner

Fußball-Programms befindet sich im VfL-Museum

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Kuriose Kriminalfälle

aus der Region!

KRIMINALFÄLLE

Friedhof © K.-U. Häßler - Fotolia.com; Sarg © Winston Link - Fotolia.com

Schadensersatz und Schmerzensgeld

für eine

Für diese Ausgabe haben Landgerichtspräsident Antonius Fahnemann und Angelika Voß

einen ganz besonderen Fall „ausgegraben“. Die 5. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück

verhandelte am 28. Februar 2011 eine Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, weil

bei einer Beerdigung der Sarg beschädigt worden war.

Im Juli 2010 fand auf einem städtischen

Friedhof eine Beerdigung statt. Bei dem

Versuch, den Sarg in die Grube herabzulassen,

kam es zu einer Schräglage,

infolgedessen der Leichnam deutlich

hörbar mit dem Kopf an die Wand des

Sarges stieß. Weil die Grube zu klein

für die Sondergröße war, gab es außerdem

Kratzer und Absplitterungen.

Noch während der Trauerfeier wurde

die Grube vergrößert, damit der Sarg

eingelassen werden konnte.

Der empörte Sohn des Verstorbenen

verlangte vor Gericht Schmerzensgeld

und Schadensersatz. Er berichtete, dass

seine Ehefrau, seine 6 Kinder

und 13 Enkelkinder

von dem

SARGBESCHÄDIGUNG?

Vorfall einen Schock davon getragen

hätten. Als Schmerzensgeld forderte

er 750 € für die Ehefrau, je 500 € für

jedes Kind, je 200 € für jeden Enkel

- und als Schadensersatz den halben

Preis des Sarges (1.785 €). Die Klage auf

Schmerzensgeld wurde wegen fehlender

Aussicht auf Erfolg schnell wieder

zurückgenommen. Auf Schadensersatz

bestand der Sohn allerdings weiterhin.

Die Stadt Osnabrück wies jedoch alle

Schuld von sich. Der Sarg sei ungewöhnlich

groß gewesen, was man vorher

nicht gewusst habe.

Was ist eine

Entschuldigung wert?

Gemäß § 278 Zivilprozessordnung ist

das Gericht verpflichtet, den Versuch

zu unternehmen Zivilprozesse gütlich

abzuschließen. Der Kläger berichtete

in einer weiteren

mündlichen Verhandlung

noch einmal von seiner persönlichen

Betroffenheit und seinem Wunsch nach

einer Entschuldigung seitens der Stadt.

Das Geld war ihm weniger wichtig.

Diese Argumentation bewegte die Stadt

Osnabrück schließlich zu einer Entschuldigung

und der symbolischen Zahlung

von 500 € als Zeichen des Bedauerns.

Die Prozesskosten hatte allerdings

der Kläger zu 90% zu tragen. Dabei

schlugen 135,90 € Gerichtskosten und

doppelte Anwaltskosten in Höhe von

714,47 € zu Buche ...

„Auch an diesem Fall zeigt sich, dass die

Beweggründe für einen Rechtsstreit oft

erheblich vielschichtiger sind, als man

auf den ersten Blick erkennen kann“,

resümiert der Landgerichtspräsident

Antonius Fahnemann. „Der Wunsch

nach einer Entschuldigung war für den

Kläger offenbar deutlich wichtiger als

das eingeklagte Geld.“ | AV

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SCHÖNE GRÜSSE

Hallo, wi e geht‘s?“

"

Briefmarken © crimsn - fotolia.com; Hintergrund Kaffeeteasse © Evgeny Atamanenko - 123rf.com

Dass Reisen bildet, beweist diese Postkarte,

die im Jahr 1908 ins sächsische Seifertshain

geschickt wurde. „Ich wusste gar nicht,

dass Osnabrück am Westfälischen Frieden

beteiligt war, ich glaubte nur Münster“, schrieb

Benno an die Lieben daheim.

Zum Beweis wählte er eine Karte mit dem Friedenssaal des

Osnabrücker Rathauses, in dem vor 106 Jahren noch der

Adler des Deutschen Kaiserreiches von der Wand blickte.

Im letzten Weltkriegsjahr 1945 wurde das Rathaus in einer

Bombennacht zerstört. Nur drei Jahre später erstrahlte das

historische Gebäude wieder in altem Glanz. | TS

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Wer trug sich ins

Goldene Buch ein?

Teil 8: Eugen Gerstenmaier

Er war Mitglied des „Kreisauer Kreises“ und

begegnete Claus Schenk Graf von Stauffenberg

noch nach dem missglückten Attentat auf Adolf

Hitler am 20. Juli 1944. Trotzdem gehörte Eugen

Gerstenmaier (1906-86) zu den wenigen verhafteten

Widerstandskämpfern, die vom Volksgerichtshof

der Nazis nicht zum Tode verurteilt wurden.

Eugen Gerstenmaier © Bundespresseamt; Füller © Zar - fotolia.com; Unterschriften © Stadt Osnabrück

Der Beklagte sei „weltfremd und unter Umständen noch für die

Gemeinschaft wiederzugewinnen“, meinte Gerichtspräsident Roland

Freisler und verhängte eine siebenjährige Zuchthausstrafe. Wenige

Monate später wurde Gerstenmaier von amerikanischen Truppen

befreit, dann Bundestagsabgeordneter für die CDU und 1954 schließlich

Präsident des Deutschen Bundestages. Der promovierte Theologe

amtierte gut 14 Jahre – länger als jeder seiner Vorgänger und Nachfolger.

Im März 1968 kam er nach Osnabrück, um mit 1.400 Ehrengästen

an der Einweihung des nach Graf Stauffenberg benannten Gymnasiums

teilzunehmen. Eugen Gerstenmaier trug sich mit Franz Ludwig Schenk

Graf von Stauffenberg, einem der Söhne des Hitler-Attentäters, ins

Goldene Buch der Stadt ein. Im Friedenssaal sagte der Bundestagspräsident,

es müsse für jeden geschichtsbewussten Deutschen eine

Freude sein, „an einer solch ehrwürdigen Stätte unserer Geschichte zu

stehen“. | TS

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Alternativ mailen Sie uns einfach:

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Erhältlich sind die Taler in der

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