23.11.2015 Aufrufe

Bahnsport 12/2015

Liebe BSA Leser, es ist soweit, das Jahr ist um und Weihnachten steht vor der Tür. Die Rennen sind gefahren, alle Titel vergeben und diverse Ehrungen und Sit- zungen sind gehalten. Was jetzt noch kommt nach der Pflicht ist die Kür, Saisonabschluss- und Weihnachtsfeiern. Einen Gang zurück- schalten eben oder auch nicht ... Ein Jahr voller Höhen und Tiefen neigt sich dem Ende zu, ein Jahr, welches uns ein aufs andere Mal bitter ge- zeigt hat, wie schnell der Wind sich drehen kann. Da war es gut, zusammenzustehen. Weil, wenn man etwas gemeinsam trägt, man- ches dann wohl doch etwas leichter geht.

Liebe BSA Leser,
es ist soweit, das Jahr ist um und Weihnachten
steht vor der Tür. Die Rennen sind gefahren, alle
Titel vergeben und diverse Ehrungen und Sit-
zungen sind gehalten. Was jetzt noch kommt
nach der Pflicht ist die Kür, Saisonabschluss-
und Weihnachtsfeiern. Einen Gang zurück-
schalten eben oder auch nicht ... Ein Jahr voller
Höhen und Tiefen neigt sich dem Ende zu, ein
Jahr, welches uns ein aufs andere Mal bitter ge-
zeigt hat, wie schnell der Wind sich drehen
kann. Da war es gut, zusammenzustehen.
Weil, wenn man etwas gemeinsam trägt, man-
ches dann wohl doch etwas leichter geht.

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45. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902<br />

NR. <strong>12</strong>/15<br />

• SPEEDWAY<br />

• SANDBAHN<br />

• GRASBAHN<br />

• EISSPEEDWAY<br />

X-mas<br />

Greets<br />

Woffy feiert Downunder


45. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902<br />

NR. 2/15<br />

ABO-TIPP<br />

EISSPEEDWAY • SPEEDWAY<br />

SANDBAHN • GRASBAHN<br />

CHALLENGE-<br />

EISSPEEDWAY-<br />

WM-QUALI<br />

Strömsund:<br />

Franz Zorn<br />

souverän<br />

Interview:<br />

Nikolaj<br />

Krasnikow<br />

DESASTER:<br />

Saisonauftakt<br />

für Bauer<br />

und Co.<br />

geplatzt!<br />

Steckbrief:<br />

Hans Weber<br />

15<br />

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INHALT & EDITORIAL<br />

Frohe Weihnachten<br />

und einen guten Rutsch!<br />

- von Nadine Pfeiffer -<br />

Im fernen Mildura wurde der letzte Speedway-WM-Titel für <strong>2015</strong> vergeben: Polen ist U21-Weltmeister<br />

SPEEDWAY<br />

WM - GP<strong>12</strong> Melbourne/AUS 6<br />

WM - Junioren - Team - Finale<br />

Mildura/AUS 10<br />

Offen: Dohren und Ludwigslust 14<br />

EHRUNGEN/TAGUNGEN<br />

NBM-Tagung/Ehrung Vechta 16<br />

SBM-Tagung/Ehrung Memmingen 18<br />

16<br />

X-MAS GREETS<br />

6<br />

Grüße zum Jahreswechsel 20<br />

SONSTIGES<br />

People & Facts 4<br />

Firmenporträt JB German Oil 24<br />

International 26<br />

Clubnotizen/Notizen 30<br />

Wie alljährlich im November ehrten NBM (in Vechta) und SBM (in Memmingen) ihre Meister<br />

Foto oben: Weltmeister Polen mit (v.l.) Pawel Przedpelski, Bartosz Zmarzlik, Teammanager Rafal Dobrucki,<br />

vorne Piotr Pawlicki und Maksym Drabik • Foto: Jarek Pabijan<br />

Unten: Die NBM ehrte auch ihre Deutschen Meister (v.l. Kai Dorenkamp, Niels Oliver Wessel, Marlon Hegener,<br />

Julia Starke und Jörg Tebbe) • Foto: Ubbo Bandy<br />

Titelbild: Speedwayweltmeister Tai Woffinden • Foto: Jarek Pabijan<br />

Liebe BSA Leser,<br />

es ist soweit, das Jahr ist um und Weihnachten<br />

steht vor der Tür. Die Rennen sind gefahren, alle<br />

Titel vergeben und diverse Ehrungen und Sitzungen<br />

sind gehalten. Was jetzt noch kommt<br />

nach der Pflicht ist die Kür, Saisonabschlussund<br />

Weihnachtsfeiern. Einen Gang zurückschalten<br />

eben oder auch nicht ... Ein Jahr voller<br />

Höhen und Tiefen neigt sich dem Ende zu, ein<br />

Jahr, welches uns ein aufs andere Mal bitter gezeigt<br />

hat, wie schnell der Wind sich drehen<br />

kann. Da war es gut, zusammenzustehen.<br />

Weil, wenn man etwas gemeinsam trägt, manches<br />

dann wohl doch etwas leichter geht.<br />

Jetzt ist auch die Zeit, einmal DANKE zu sagen.<br />

All Jenen, die uns seit Jahren und gar seit Jahrzehnten<br />

verbunden sind und mit denen wir so<br />

die ein um die andere Saison gemeinsam bestreiten<br />

… Unseren Lesern, den zahlreichen<br />

Clubs, den Fahrern, den Verbänden und natürlich<br />

auch unseren Geschäftspartnern aus Industrie<br />

& Handel. Wir sind stolz darauf, in unserem<br />

schönen Sport Ihr Fachmagazin zu sein.<br />

Seit 1971 erscheint BAHNSPORT AKTUELL monatlich<br />

als Printmagazin. Und als, sagen wir<br />

mal, Bonbon dazu, gibt es sie seit neuestem für<br />

Sie jetzt parallel auch online als Blättermagazin<br />

auf www.bahnsport-aktuell.de. Und bevor wir<br />

jetzt schon mal auf das blicken, was das nächste<br />

Jahr so bringt, möchte ich an dieser Stelle<br />

erst noch mal einen TV-Programmtipp für die<br />

Adventszeit loswerden. In der ersten Dezemberwoche<br />

wird nämlich Egon Müller zu Gast auf<br />

dem roten Sofa in der NDR-Sendung DAS sein<br />

(bitte genauen Termin in Programmhinweisen<br />

nachschauen). Und das erwähne ich nicht deshalb,<br />

um Werbung für den NDR zu machen, sondern<br />

deshalb, um Werbung für den <strong>Bahnsport</strong><br />

zu machen. Und das ist gut. Eigenengagement,<br />

jeder für sich oder noch besser: wir alle zusammen!<br />

So … und jetzt Blick nach vorn. Denn was das<br />

neue Jahr betrifft, dürfen wir uns wirklich auf<br />

tolle Prädikate und Rennen vom Allerfeinsten<br />

freuen. Und wie das mit einem neuen Jahr so ist,<br />

wird es an manch einer Stelle auch die ein oder<br />

andere Neuerung geben (siehe z.B. auf Seite<br />

19). Zeigen wir uns dem offen und lassen uns<br />

überraschen. Aber zunächst freuen wir uns jetzt<br />

erst mal auf die nahende Eissaison und drücken<br />

allen Beteiligten die Daumen für ein gutes Gelingen<br />

und dass dieses Jahr auch das Winterwetter<br />

(am besten knackig kalt, halber Meter<br />

Schnee, blauer Himmel plus Sonne) seinen Teil<br />

dazu beiträgt. Und wo wir gerade beim Wünschen<br />

und den Überraschungen sind, so schließen<br />

wir an dieser Stelle unsere Weihnachtsausgabe<br />

natürlich damit ab, Ihnen allen ein Frohes<br />

Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu<br />

wünschen! Bleiben Sie gesund!<br />

In diesem Sinne verbleibe ich auf ein neues,<br />

glückliches, gemeinsames Jahr 2016<br />

MfG Nadine P.<br />

PS: Kurz vor Redaktionsschluss erreichten uns<br />

die Nominierungen für die Eisspeedway-WM-<br />

Qualifikationsrunden: 9.1.2016 QR1 Ylitornio/<br />

Finnland: Günther Bauer und Stefan Pletschacher;<br />

15.1.2016 QR2 Östersund/Schweden:<br />

Markus Jell, Max Niedermaier und Johann Weber.<br />

Außerdem findet die DMSB-Eisspeedwaymeisterschaft<br />

nicht in Inzell statt (wie wir in dieser<br />

Ausgabe auf Seite 18 berichten), sondern<br />

am 3. März in Berlin-Wilmersdorf.<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS<br />

Peter Kildemand<br />

Jaroslaw Hampel<br />

Da zwei GP-Runden im kommenden Jahr in Schweden wieder stattfinden<br />

werden, war eigentlich von vornherein klar, dass die schwedische Föderation<br />

SVEMO zwei Wildcards bekommen würde. In der vergangenen Saison<br />

fuhren Tomas H. Jonasson und vor allem Andreas Jonsson weit unter den<br />

Erwartungen und verpassten die Topacht deutlich. Warum Jonasson im<br />

Vorjahr überhaupt eine Wildcard bekommen hatte, war ein Rätsel. Der<br />

26-Jährige erfüllte die Erwartungen in keinster Weise und wurde letztendlich<br />

Vierzehnter. Jonsson wurde vor 15 Jahren als ein Riesentalent gehandelt,<br />

der in kurzer Zeit an die Erfolge von Tony Rickardsson anknüpfen<br />

sollte. Daraus wurde nichts und wird auch nichts mehr werden, obwohl<br />

„AJ“ 2011 Vizeweltmeister wurde. Andreas Jonsson ist auf jeden Fall bester<br />

schwedischer Speedwayfahrer der letzten Jahre. Er wurde in der vergangenen<br />

Saison WM-Elfter und bekommt erwartungsgemäß noch eine<br />

GP-Chance. Die zweite „schwedische“ Wildcard geht an Antonio Lindbäck,<br />

der <strong>2015</strong> sehr gute Leistungen erbracht hatte. Er wurde unter anderem<br />

schwedischer Einzelmeister und EM-Bronzemedaillengewinner.<br />

Als Standby-Fahrer werden Fredrik Lindgren, Michael Jepsen Jensen und<br />

Vaclav Milik fungieren. • Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan<br />

Andreas Jonsson<br />

Antonio Lindbäck<br />

GP-Wildcards vergeben<br />

Am 30. Oktober wurden die Speedwayfahrer veröffentlicht, die in der<br />

kommenden GP-Saison mit permanenten Wildcards fahren werden. Diesmal<br />

gab es keine Überraschungen. Unter den vier „Auserwählten“ sind Piloten,<br />

deren Nominierungen vorauszusehen waren.<br />

Allen voran bekam Peter Kildemand eine Wildcard. Der Däne wurde in der<br />

WM-Gesamtwertung Neunter und verpasste die Topacht nur um mickrige<br />

3 Punkte, obwohl er erst nach der Verletzung von Jaroslaw Hampel in die<br />

GP-Serie kam und drei Runden weniger als die anderen Teilnehmer absolvierte.<br />

Im Vorjahr hatten die GP-Organisatoren Kildemand Unrecht getan<br />

und ihn übergangen, obwohl er bei zwei GP-Einsätzen zweimal das Finale<br />

erreicht hatte.<br />

Keine Überraschung war auch die Wildcard-Vergabe an Jaroslaw Hampel.<br />

Der Pole erlitt im SWC-Semifinale in Gniezno einen schweren Oberschenkelbruch<br />

und die Saison war für ihn zu Ende. Der 33-Jährige hatte bis dahin<br />

nur drei GP-Einsätze, aber er war bei jeder Runde unter den Topvier<br />

und lag in der WM-Wertung an 3. Position. Nachdem sich am Ende der Saison<br />

herausgestellt hatte, dass drei Polen in der nächstjährigen GP-Serie<br />

dabei sein würden, hätte man etwas unsicher werden können, dass noch<br />

ein vierter Pole an den Start gehen würde, aber zum Glück behielt der gesunde<br />

Menschenverstand die Oberhand.<br />

Termine 2016<br />

Eisspeedway-WM: 9.1. Ylitornio/FIN (Qualifikationsrunde 1); 15.1. Östersund/S<br />

(Quali 2); 16.1. Strömsund/S (Challenge); 6./7.2. Krasnogorsk/<br />

RUS (Finale 1); 20./21.2. Almaty/KAZ (Finale 2); 5./6.3. Berlin/D (Finale<br />

3); <strong>12</strong>./13.3. Assen/NL (Finale 4); 19./20.3. Inzell/D (Finale 5).<br />

Eisspeedway-Team-WM: 13./14.2. Togliatti/RUS (Finale).<br />

Speedway-WM - Qualifikationen: 7.5. King’s Lynn/GB, Munkebo/DK, Terenzano/I<br />

(Runde 1 - 3); 16.5. Abensberg/D (Runde 4); 28.5. Gorican/KRO<br />

(Semifinale 1); 2.7. Lonigo/I (Semifinale 2); 3.9. Vetlanda/S (Challenge).<br />

Speedway-GP: 30.4. Krsko/SLO; 14.5. Warschau/PL; 11.6. Horsens/DK;<br />

25.6. Prag/CZ; 9.7. Cardiff/GB; 13.8. Malilla/S; 27.8. Gorzow/PL; 10.9. Teterow/D;<br />

24.9. Stockholm/S; 1.10. Torun/PL; 22.10. Melbourne/AUS.<br />

U21-Speedway-WM: 20.5. Pardubice/CZ (Qualifikationsrunde 1); 21.5.<br />

Pocking/D + Somerset/GB (Quali 2 + 3); 18.6. King’s Lynn/GB (Finale 1);<br />

16.9. Pardubice/CZ (Finale 2); 2.10. Gdansk/PL (Finale 3).<br />

U21-Speedway-Team-WM: 4.6. Holsted/DK + Plzen/CZ (Semifinale 1 + 2);<br />

20.8. Norrköping/S (Finale).<br />

Speedway World Cup: 2.6. Terenzano/I (Qualifikationsrunde 1 - I-LV-<br />

SLO-D); 23.7. Vojens/DK (Event 1 - Opening - DK/PL/RUS/CZ); 26.7. Västervik/S<br />

(Event 2 - S-AUS-USA-QR-Sieger); 29.7. Manchester/GB (Race-off);<br />

30.7. Manchester/GB (Final - Closing).<br />

Speedway Youth Gold Trophy 85 ccm: 2./3.7. Kumla/S.<br />

World Speedway League: 23.4. Polen (Ort noch offen).<br />

Speedway Youth World Cup 250 ccm: 6.-8.7. Trainingscamp Polen (Ort<br />

noch offen); 9.7. Semifinale 1, Polen (Ort noch offen); 10.7. Semifinale 2,<br />

Polen (Ort noch offen); 15.7. Güstrow/D (Finale).<br />

Sidecar Speedway 1000 ccm World Cup: 26.3. Gillman/AUS.<br />

Langbahn-WM: 4.6. St. Macaire/F (Qualifikationsrunde 1); 5.6. Bielefeld/D<br />

(Quali 2); 30.7. La Réole/F (Challenge); 19.6. Mühldorf/D (Finale 1);<br />

21.8. Eenrum/NL (Finale 2); 27.8. Forssa/FIN (Finale 3); 3.9. Morizes/F (Finale<br />

4); 17.9. Vechta/D (Finale 5).<br />

Langbahn-Team-WM: 16.7. Marianske Lazne/CZ (Finale).<br />

Langbahn - Youth Gold Trophy <strong>12</strong>5 ccm: 6.5. Torun/PL.<br />

Langbahn - Youth World Cup 250 ccm: 7.5. Torun/PL.<br />

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Vielen Dank für die vielen Spenden. Sie haben geholfen,<br />

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4 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


Joonas Kylmäkorpi beendet<br />

Langbahnkarriere<br />

Überraschend gab Multichampion<br />

Joonas Kylmäkorpi seinen Rücktritt<br />

vom Langbahnsport bekannt,<br />

wird künftig aber verstärkt auf der<br />

Speedwaybahn unterwegs sein.<br />

Der vierfache Langbahnweltmeister<br />

hatte für dieses Jahr eigentlich<br />

den fünften Titel anvisiert und gewann<br />

auch die Finals in Herxheim<br />

und Eenrum. Ein Sturz bei einem<br />

Ligarennen in Dänemark machte<br />

seine Pläne zunichte. Er verstauchte<br />

sich die Bandscheiben<br />

und musste pausieren.<br />

• Foto: Ubbo Bandy<br />

Droht Darcy Ward Abschiebung?<br />

Darcy Wards englische Arbeitserlaubnis<br />

erlischt im Januar 2016.<br />

Auch wenn Australien zum United<br />

Kingdom gehört, benötigt Darcy<br />

für seinen weiteren Verbleib in<br />

England unbedingt diese Genehmigung.<br />

Eine Rückkehr nach Australien<br />

würde Darcy aus seiner gewohnten<br />

Umgebung reißen und<br />

die Reha unterbrechen, bei der er<br />

große Fortschritte macht. Hoffen<br />

wir, dass Darcy bleiben darf.<br />

• Foto: Jarek Pabijan<br />

Platz 3 für Kai Huckenbeck<br />

beim Darcy Ward Benefit Meeting<br />

Als einziger Deutscher startete Kai Huckenbeck in Australien beim „Darcy<br />

Ward Benefit Meeting“ auf dem Gillman Speedway nahe Adelaide. Der<br />

22-jährige Werlter wurde Dritter und erhielt prompt vom Veranstalter<br />

auch für das Rennen Ende 2016 eine Einladung.<br />

Ursprünglich plante Kai Huckenbeck mit einem seiner Sponsoren und<br />

Freunden nur eine Urlaubsreise auf den kleinsten Kontinent der Erde und<br />

einen Besuch bei der U21-Team-WM in Mildura. „Als wir dann erfuhren,<br />

dass auf dem Gillman Speedway ein Benefiz-Meeting für den schwer verunglückten<br />

Darcy Ward stattfinden soll, haben wir den Veranstalter angeschrieben,<br />

ob noch ein Platz frei wäre. Die positive Antwort von Promoter<br />

Dave Parker kam prompt einen Tag später per E-Mail. So war ich drin im<br />

Feld.“ Kai Huckenbeck schlug sich sehr gut in dem Rennen mit einem<br />

fremden Motorrad, das ihm der im Rollstuhl sitzende Leigh Adams samt<br />

Mechaniker zur Verfügung gestellt hatte. Mit drei Laufsiegen und 11 Vorlaufpunkten<br />

qualifizierte sich der 22-Jährige direkt für das Finale und<br />

wurde hier Dritter hinter Chris Holder und Troy Batchelor. „Es hat Spaß gemacht<br />

dort zu fahren“, so Huckenbeck im Nachhinein, „die Bahn war<br />

ziemlich griffig mit einer schönen runden Form. Und vor allem haben wir<br />

ziemlich gut für Darcy Ward gesammelt.“<br />

Das Schicksal des zweifachen<br />

U21-Weltmeisters, der am<br />

23. August im polnischen Zielona<br />

Gora schwer gestürzt war und seitdem<br />

querschnittsgelähmt ist, berührt<br />

auch Kai Huckenbeck. „Wenn<br />

man das sieht und hört, so ist das<br />

schon ein Schock und man denkt<br />

darüber nach. Aber im Rennen<br />

blende ich das aus, sonst könnte<br />

ich ja gar nicht fahren. Ich wünsche<br />

Darcy alles Gute.“<br />

• Text u. Foto: Rudi Hagen<br />

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Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 5


Krönung<br />

Downun<br />

SPEEDWAY-WM<br />

GP <strong>12</strong> - Melbourne/AUS<br />

Im Land seiner Kindheit wurde Tai Woffinden zum zweiten<br />

Mal zum Weltmeister gekrönt. Greg Hancock gab im<br />

Melbourner Stadion eine Galavorstellung und sicherte<br />

sich die Silbermedaille. Peter Kildemand verpasste um<br />

ein Haar einen Gesamtplatz unter den Topacht.<br />

6 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


in<br />

der<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM<br />

Top-3 in Melbourne (v.l.): Niels-Kristian Iversen, Sieger Greg Hancock und Maciej Janowski • Foto: Daniel Sievers<br />

Nach 13-jähriger Pause fand wieder ein GP-Rennen<br />

in Australien statt. 2002 fuhren die besten<br />

Speedwayfahrer der Welt in Sydney und damals<br />

triumphierte Greg Hancock. Diesmal wurde ein<br />

GP-Event im Etihad-Stadion in Melbourne ausgetragen.<br />

Vor der abschließenden GP-Runde gab es nur<br />

ganz wenige Entscheidungen, die nicht schon<br />

vorher gefallen waren. Vor allem war noch nicht<br />

geklärt, wer den Vize-WM-Titel holen würde.<br />

Greg Hancock und Nicki Pedersen trennten in<br />

der Gesamtwertung nur 2 Punkte. Da jedoch<br />

beide Piloten jeweils dreifache Weltmeister<br />

sind, war für sie der Ausgang des Kampfes sicherlich<br />

nicht von größter Bedeutung. Darüber<br />

hinaus konnten sich rein theoretisch noch Peter<br />

Kildemand, Michael Jepsen Jensen und sogar<br />

Andreas Jonsson für die nächstjährige GP-Runde<br />

qualifizieren, aber man ging davon aus,<br />

dass Maciej Janowski und Chris Holder ihre<br />

Leistungen bringen und keinen Totalreinfall erleiden<br />

würden. Und doch hätte Kildemand es<br />

fast geschafft ...<br />

Das Duell um die Silbermedaille wurde in Heat<br />

19 entschieden. Der bis dahin ungeschlagene<br />

Greg Hancock kreuzte erneut als Sieger die Ziellinie,<br />

während Nicki Pedersen nur Dritter wurde<br />

und schon nach der Qualifikation ausgeschieden<br />

war. Hancock zeigte sich vor genau 26.685<br />

Zuschauern in hervorragender Form. Der<br />

45-jährige Kalifornier holte im Semifinale noch<br />

einen weiteren Sieg und wählte vor dem Endlauf<br />

die Innenbahn. Das Finale musste wiederholt<br />

werden. Eingangs der Startkurve verhakten<br />

sich die Motorräder von Hancock und Jason<br />

Doyle. Beide Fahrer stürzten und Maciej Janowski,<br />

der dem Australier nicht mehr ausweichen<br />

konnte, ging ebenfalls zu Boden. Für den<br />

neuen Vizeweltmeister ging die Kollision<br />

glimpflich aus und Hancock konnte am Re-run<br />

teilnehmen. Auch der Pole, der von Doyles Bike<br />

am Kopf getroffen worden war, durfte wieder<br />

ans Startband, während der bewusstlose Australier<br />

ins Krankenhaus gebracht wurde. Beim<br />

Transport erlangte der 30-Jährige zum Glück<br />

das Bewusstsein wieder. Er zog sich beim Horrorcrash<br />

keine Knochenbrüche zu. Die Mediziner<br />

diagnostizierten starke Prellungen des<br />

Brustkorbes und des Halses. Jason Doyle belegte<br />

in seinem Heimatland Tagesplatz 4. In seinem<br />

GP-Debütjahr zeigte der Fahrer eine respektable<br />

Leistung. Er stand einmal auf dem GP-<br />

Podium und wurde Gesamtfünfter.<br />

In der Wiederholung landete Hancock einen<br />

Start-Ziel-Sieg und erzielte in Melbourne ein fabelhaftes<br />

Punktemaximum. „Den Sturz im Finale<br />

konnte ich nur aus den Augenwinkeln sehen.<br />

Es sah tatsächlich sehr schlecht aus. Ich hoffe,<br />

dass Jason schnell wieder auf die Beine kommt.<br />

Ich freue mich über den 2. Gesamtrang und meinen<br />

heutigen Sieg. Ich wollte den Titel gewinnen,<br />

aber diese Saison war echt schwierig und<br />

die Gegner sehr motiviert. Nach meinem schwachen<br />

Saisonstart und einem Reinfall in Torun<br />

war es nicht mehr möglich, nach Gold zu greifen“,<br />

sagte Hancock gleich nach dem Rennen,<br />

als noch keine Informationen über Doyles Gesundheitszustand<br />

im Stadion bekannt waren.<br />

Niels-Kristian Iversen wurde auf der 346 Meter<br />

langen Bahn Zweiter. Der Däne verzeichnete in<br />

Australien drei Siege und hatte einen Sturz zu<br />

beklagen. In Rennen 9 hatte „Puk“ beim Start<br />

einen totalen Aufsteiger und stürzte hart auf<br />

den Rücken. Iversen wurde Gesamtvierter und<br />

hatte am Ende 11 Zähler weniger als Pedersen,<br />

der die Bronzemedaille holte. Janowski lag im<br />

Finale drei Runden lang an 2. Stelle, konnte jedoch<br />

diese Position nicht halten und meldete<br />

sich als Dritter im Ziel. Der junge Pole ging im<br />

Etihad-Stadion zweimal zu Boden, denn Chris<br />

Harris holte ihn in Lauf 15 vom Motorrad. „Magic“<br />

war eine große Überraschung der Serie,<br />

holte einen GP-Sieg und belegte in der WM-Gesamtwertung<br />

Rang 6.<br />

Vor dem Rennen lag Peter Kildemand im Klassement<br />

an 9. Position und hatte 14 Zähler weniger<br />

als der achtplatzierte Chris Holder. Der Däne<br />

hatte eigentlich keine Chance mehr, den Exweltmeister<br />

zu überholen, aber er war sehr nah<br />

dran sie doch auszunutzen. Nach drei Durchgängen<br />

war „Spider“ noch ungeschlagen und<br />

schloss die Qualifikation mit <strong>12</strong> Zählern ab. Da<br />

Holder in Melbourne eine sehr schwache Leistung<br />

brachte und in den Vorläufen lediglich<br />

2 Punkte erkämpfte, war plötzlich alles offen.<br />

Im zweiten Semifinallauf lag Kildemand in Führung,<br />

bis Tai Woffinden in der zweiten Runde<br />

stürzte und der Heat abgebrochen wurde. Im<br />

Re-run kam der 26-Jährige nicht mehr so gut<br />

aus den Bändern, saß zwar Janowski im Nacken,<br />

fand jedoch kein Durchkommen und<br />

schied als Dritter aus. Hätte Kildemand den<br />

Lauf gewonnen, hätte er Holder den 8. Gesamtplatz<br />

noch streitig machen können. Der Däne<br />

wurde dann doch WM-Neunter, fuhr aber drei<br />

Rennen weniger als der Australier.<br />

Tai Woffinden sicherte sich ja bereits in Torun<br />

die Goldmedaille, aber der Engländer zeigte in<br />

der letzten GP-Runde eine starke Performance.<br />

Der 25-Jährige kam in den Vorläufen auf zwei<br />

Siege und schloss diese Rennphase mit<br />

<strong>12</strong> Punkten ab. In Heat 22 kam er in der Kurve zu<br />

weit nach außen, touchierte den Airfence und<br />

stürzte. Er wurde disqualifiziert und Tagessechster.<br />

„Woffy“ hatte in der vergangenen Saison<br />

insgesamt zwei GP-Siege auf dem Konto,<br />

erreichte aber nicht weniger als achtmal das Finale<br />

und hatte am Ende 16 Punkte Vorsprung<br />

auf Hancock. „Vor dem Rennen spürte ich keinen<br />

Druck. Ich wollte nur eine gute Leistung abrufen.<br />

Ich testete schon ein paar Sachen. Mein<br />

Ziel im kommenden Jahr wird ganz klar die erfolgreiche<br />

Verteidigung des WM-Titels sein. Ich<br />

wurde schon in Torun Weltmeister, aber es ist<br />

ein unbeschreibliches Gefühl in Australien,<br />

dem Land meiner Kindheit, den Pokal abholen<br />

zu dürfen“, sagte der sichtlich gerührte Pilot.<br />

Andreas Jonsson erzielte in der Quali 11 Punkte,<br />

zog ins Semifinale ein, kam aber in Rennen 21<br />

nicht über den 3. Platz hinaus und schied aus.<br />

Der Schwede landete in der WM-Wertung auf<br />

Platz 10 und muss jetzt nur noch hoffen, dass er<br />

von den Organisatoren eine permanente Wildcard<br />

bekommt. Eine Fast-Sensation war das Erreichen<br />

des Semifinals von Krzysztof Kasprzak.<br />

Der Pole kam zweimal als Erster ins Ziel und<br />

schrieb 9 Punkte. In Rennen 21 wurde er Letzter<br />

und belegte Tagesrang 8. Im WM-Klassement<br />

wurde „KK“ Fünfzehnter. Matej Zagar und Michael<br />

Jepsen Jensen erkämpften jeweils 7 Zähler<br />

und belegten Platz 9 bzw. 10. Der Slowene<br />

wurde Gesamtsechster und wird nächstes Jahr<br />

wieder dabei sein, während der junge Däne als<br />

WM-Elfter auf eine Wildcard hoffen muss. Nicki<br />

Pedersen war in Australien mit den beiden Piloten<br />

punktgleich und wurde Elfter, konnte sich<br />

jedoch danach über die Bronzemedaille freuen.<br />

Der Skandinavier hatte am Ende 16 Punkte weniger<br />

als Hancock.<br />

Nach Lauf 8 kam es auf der Bahn und dann im<br />

Fahrerlager zu unschönen Szenen. Die „Hauptrollen“<br />

spielten Nicki Pedersen und Sam Masters,<br />

der in Melbourne mit der Wildcard fuhr.<br />

Der Australier zeigte schon im ersten Durchgang<br />

Kämpferherz und fightete auch in Rennen<br />

8 verbissen. Ende der zweiten Runde ließ Pedersen<br />

ihm keinen Platz an der Planke und Masters<br />

musste Gas zumachen. Es war keine schöne<br />

Aktion des Dänen, aber er tut das so oft, dass<br />

sich keiner mehr deswegen aufregt. Für den<br />

24-jährigen Australier, der dadurch Letzter wurde,<br />

schien das jedoch ein Novum zu sein. Nach<br />

dem Zieleinlauf wies er Pedersen darauf hin,<br />

worauf der 38-Jährige ihm einige beleidigende<br />

Worte ins Ohr flüsterte. Da platzte Masters der<br />

Kragen. Er trat gegen das Motorrad von Pedersen<br />

und wollte sich den Gegner am Fahrerlagertor<br />

vornehmen. Da ging Race-Direktor Phil Morris<br />

dazwischen und konnte eine Schlägerei abwenden.<br />

Doch im Fahrerlager griff Marek Hucko,<br />

ein Mechaniker von Pedersen, den Wildcardfahrer<br />

verbal an und war ziemlich aggressiv<br />

dabei. Ohne zu überlegen, machte Masters<br />

dem Image eines „schlagenden Kängurus“ alle<br />

Ehre und streckte Hucko mit einem rechten Haken<br />

zu Boden. Der Pilot ging nicht straffrei aus.<br />

Für sein Benehmen wurde Masters mit einem<br />

Bußgeld in Höhe von <strong>12</strong>00 Dollar belegt. „Ich<br />

bereue diesen Schlag, das Gezerre, alles, was<br />

passiert ist. Aber es ist leider geschehen. Ich<br />

rastete aus, als ich hörte, was Nicki zu mir gesagt<br />

hatte. Ich hätte es nicht so weit kommen<br />

lassen dürfen“, sagte der 24-Jährige später.<br />

Masters erzielte im Etihad-Stadion 5 Punkte<br />

und belegte Rang <strong>12</strong>.<br />

Tomas H. Jonasson wurde mit 4 Zählern Dreizehnter.<br />

Der Schwede konnte in der ganzen GP-<br />

Saison nicht so richtig überzeugen und man<br />

weiß eigentlich nicht, aus welchem Grund er<br />

überhaupt die Wildcard bekommen hatte. Sehr<br />

schwache Leistungen erbrachten Troy Batchelor<br />

und Chris Holder. Vor eigenem Publikum erzielten<br />

beide Fahrer jeweils nur 2 Punkte. Noch<br />

schlechter als sie war nur Chris Harris. Der Engländer<br />

konnte in Melbourne keinen einzigen<br />

Punkt schreiben. Doch der 32-Jährige wurde im<br />

GP-Challenge Dritter und er wird im kommenden<br />

Jahr wieder in der GP-Serie starten dürfen.<br />

Womit haben die Fans das verdient?<br />

• Texte: Georg Dobes; Fotos Seite 6/7: Daniel Sievers<br />

8 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


AM RANDE<br />

Das Etihad-Stadion wurde im Jahre 2000 in<br />

Melbournes Bezirk Docklands gebaut. Die<br />

Sportstätte fasst zirka 56.000 Zuschauer und ist<br />

hauptsächlich Austragungsort der Australian<br />

Football League. Darüber hinaus dürfen Fußballer<br />

von Melbourne Victory im Stadion ihre<br />

Heimspiele austragen, aber auch für Cricketund<br />

Rugbyspieler sind die Tore geöffnet. 2003<br />

wurden dort Rugby-WM-Spiele ausgetragen<br />

und 2006 fanden Commonwealth-Spiele statt.<br />

Auch<br />

Mark Webber<br />

ließ es sich<br />

nicht nehmen,<br />

bei Chris Holder<br />

und Co. vorbeizuschauen<br />

• Foto: Jarek<br />

Pabijan<br />

Der alte und neue Weltmeister Tai Woffinden vor Nicki Pedersen und Chris Holder • Foto: Jarek Pabijan<br />

Top-3 der WM (v.l.): Greg Hancock, Weltmeister Tai Woffinden und Nicki Pedersen • Foto: Daniel Sievers<br />

SPEEDWAY-WM-ENDSTAND<br />

(nach <strong>12</strong> Grand Prix)<br />

Pl./Name Nat. GP1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 <strong>12</strong> Ges.<br />

1. Tai Woffinden GB 5 17 18 15 8 17 11 18 18 16 8 <strong>12</strong> 163<br />

2. Greg Hancock USA 5 9 13 <strong>12</strong> 10 9 7 17 20 16 8 21 147<br />

3. Nicki Pedersen DK 3 16 15 9 11 17 7 7 13 7 19 7 131<br />

4. Niels-Kristian Iversen DK 7 6 8 14 8 10 7 10 11 14 10 15 <strong>12</strong>0<br />

5. Jason Doyle AUS 4 11 7 7 8 11 <strong>12</strong> 6 11 8 18 11 114<br />

6. Matej Zagar SLO 8 7 9 10 6 13 <strong>12</strong> 16 8 4 7 7 107<br />

7. Maciej Janowski PL 3 2 18 3 <strong>12</strong> 8 <strong>12</strong> 5 9 <strong>12</strong> 11 11 106<br />

8. Chris Holder AUS 0 7 6 18 10 10 10 8 9 4 11 2 95<br />

9. Peter Kildemand DK <strong>12</strong> 8 3 14 9 13 9 11 13 92<br />

10. Andreas Jonsson S 3 <strong>12</strong> 9 2 7 5 7 6 4 10 11 <strong>12</strong> 88<br />

11. Michael Jepsen Jensen DK 5 10 4 8 7 7 13 10 2 6 5 7 84<br />

<strong>12</strong>. Troy Batchelor AUS 0 7 6 4 11 2 6 4 9 5 3 2 59<br />

13. Chris Harris GB 7 6 5 5 4 5 2 5 4 9 3 0 55<br />

14. Thomas H. Jonasson S 4 4 1 7 7 7 7 1 2 6 5 4 55<br />

15. Krzysztof Kasprzak PL 3 10 4 4 0 0 4 1 3 6 1 9 45<br />

Kein Geringerer als Jason Crump durfte die 346<br />

Meter lange Speedwaystrecke testen und der<br />

dreifache Weltmeister war damit sehr zufrieden.<br />

Die Strecke war auf den Geraden <strong>12</strong> Meter und in<br />

den Kurven 15 Meter breit. Für das GP-Rennen<br />

wurde die Zuschauerkapazität auf 42.000 Plätze<br />

reduziert. Man muss es also als Erfolg betrachtet,<br />

dass das Stadion sich fast zu zwei Dritteln<br />

gefüllt hatte.<br />

Vor dem Rennen präsentierten sich unter anderem<br />

Todd Wiltshire, Ryan Sullivan, Jason Crump<br />

und Leigh Adams dem Publikum. Letzterer war<br />

von der Veranstaltung begeistert. „Die Rückkehr<br />

des SGP nach Australien ist ein Schuss ins<br />

Schwarze. Nach dem, was wir heute in Melbourne<br />

gesehen hatten, kann keiner mehr Zweifel<br />

daran haben. Das Rennen war großartig. Das<br />

ganze Land sprach über Speedway. Die Organisation<br />

des Turniers in Melbourne war eine richtige<br />

Entscheidung“, sagte Leigh Adams.<br />

Leider muss man sagen, dass sich die Organisatoren<br />

bis auf die Knochen blamierten, als Jason<br />

Doyle im Finale gestürzt war. Anstatt den<br />

bewusstlosen Fahrer mit einem Rettungswagen<br />

ins Fahrerlager zu transportieren, packte man<br />

die Trage mit dem Piloten auf einen Elektrowagen.<br />

Das Fahrzeug war in keinster Weise entsprechend<br />

ausgestattet, um Verletzte zu befördern.<br />

WM-STATISTIK<br />

GP-Siege: Pedersen 3 Siege, Woffinden 2,<br />

Hancock 2, Zagar 2, Iversen 1, Janowski 1, Kildemand<br />

1.<br />

Finalteilnahmen: Woffinden 8 Finals, Pedersen<br />

6, Iversen 5, Janowski 5, Hancock 4, Zagar<br />

4, Kildemand 3, Jaroslaw Hampel 3, Doyle 2,<br />

Holder 2.<br />

Meiste Laufsiege: Woffinden 37 Siege, Hancock<br />

35, Pedersen 26, Doyle 21, Janowski 20,<br />

Holder 17, Iversen 16, Zagar 16.<br />

Meiste letzte Plätze: Kasprzak 29 Nuller, Harris<br />

21, Batchelor 21, Holder 18, Jensen 16, Jonasson<br />

15, Janowski 14.<br />

GP<strong>12</strong> - Melbourne/AUS - SF1: Hancock,<br />

Doyle, Jonsson, Kasprzak; SF2: Iversen,<br />

Janowski, Kildemand, Woffinden D;<br />

Finale: Hancock, Iversen, Janowski, Doyle S.<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-WM<br />

Junioren-Team<br />

Finale - Mildura/AUS<br />

Nachdem die deutsche<br />

U21-Nationalmannschaft<br />

im deutschen Güstrow<br />

am 22.8.<strong>2015</strong> als<br />

bestes zweitplatziertes<br />

Team das Finalticket für<br />

das U21-Team-WM-Finale<br />

im australischen Mildura<br />

lösen konnte, ging<br />

es Ende Oktober für unsere<br />

deutschen Fahrer<br />

nach Downunder.<br />

V.l. Erik Riss, Valentin Grobauer,<br />

Teamchef Herbert Rudolph,<br />

vorne Michael Härtel und Mark Riss<br />

Australien<br />

Herausforderung<br />

Abenteuer<br />

Erlebnis<br />

10 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


Bartosz Zmarzlik, einer der<br />

beiden polnischen<br />

Maximumfahrer,<br />

vor Mikkel Bech<br />

und Brady Kurtz<br />

Weltmeister Polen mit (v.l.) Maksym Drabik,<br />

Bartosz Zmarzlik, Teammanager Rafal Dobrucki,<br />

vorne Piotr Pawlicki und Pawel Przedpelski<br />

• Fotos: Daniel Sievers<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-WM<br />

Michael Härtel gegen Nick Morris • Foto: Daniel Sievers<br />

Viel Vorbereitungsarbeiten für Teammanager<br />

Herbert Rudolph, den DMSB und die Fahrer waren<br />

nach der Qualifikation nötig, um die Reise<br />

auf die andere Seite der Welt zu organisieren.<br />

Während die Fahrer sonst mit ihren eigenen<br />

Transportern einen Tag vor der Veranstaltung<br />

anreisen, war es nun notwendig, Metallkisten<br />

für den Transport der Motorräder zu organisieren<br />

und zu bauen. Für die Zollabfertigung mussten<br />

im Voraus Listen mit dem genauen Inhalt<br />

der Transportkisten erstellt werden. Da das Material<br />

am 9. Oktober fertig für den Versand nach<br />

Australien in Frankfurt angeliefert werden<br />

musste und die Fahrer nach diesem Tag noch<br />

Rennen in Deutschland zu bestreiten hatten,<br />

gab es auch hier viel zusätzlichen Aufwand und<br />

teilweise mussten von Fahrerkollegen Sachen<br />

ausgeliehen werden.<br />

Da eine Woche vor der Veranstaltung in Mildura<br />

im nahen Melbourne der letzte Speedway-GP<br />

stattfand, beschloss man, den Zeitpunkt der<br />

Reise so zu wählen, dass dieses Event von allen<br />

besucht werden konnte. Die Reise begann für<br />

einen Großteil des deutschen Teams um Teammanager<br />

Herbert Rudolph am 21. Oktober am<br />

Münchener Flughafen. Erster Zwischenstopp<br />

war Abu Dhabi, von dort ging es nach kurzem<br />

Aufenthalt weiter zum Zielflughafen Melbourne.<br />

Nach fast 24 Stunden Reise kam man<br />

am Donnerstagabend im Hotel in Melbourne<br />

an. Lediglich Michael Härtel konnte bedingt<br />

durch schulische Verpflichtungen nicht gemeinsam<br />

mit dem restlichen Team anreisen,<br />

was sich aber im Nachhinein als Glücksfall erwies,<br />

da es mit der Genehmigung seines Visums<br />

Probleme gab. Michael und sein Team kamen<br />

am Samstagmorgen in Melbourne an und<br />

konnten gemeinsam mit den Teamkollegen Valentin<br />

Grobauer, Erik und Mark Riss den Speedway-GP<br />

im Etihad Stadium besuchen.<br />

Vonseiten der FIM wurde den Fahrern aller<br />

Teams die Möglichkeit gegeben, beim Speedway-Grand-Prix<br />

hinter die Kulissen zu schauen.<br />

Ausgestattet mit Guest Passes konnten die Teilnehmer<br />

sowohl beim Training als auch am<br />

Renntag zu vorgegebenen Zeiten ins Fahrerlager<br />

und dort die Arbeit der Profis begutachten.<br />

Bevor am Dienstag, 27. Oktober, die Weiterreise<br />

zum Zielort Mildura angetreten wurde, hatten<br />

die Fahrer und ihre Begleitpersonen die Möglichkeit,<br />

Melbourne und Umgebung zu erkunden.<br />

Hier war der Albert Park begehrter Zielort,<br />

dort findet jährlich der Große Preis von Australien<br />

in der Formel 1 statt.<br />

Am Dienstag ging es gemeinsam mit den Teams<br />

aus Polen und Dänemark per Bustransfer Richtung<br />

Mildura. Nach einer siebenstündigen<br />

Fahrt durch das Outback von Australien erreichte<br />

man das Ziel – eine sehr schöne kleine Stadt<br />

550 Kilometer nordwestlich von Melbourne gelegen.<br />

Die Kisten mit den Motorrädern waren ebenfalls<br />

schon in Mildura und so konnten die Fahrer<br />

und ihre Mechaniker am Mittwoch Sachen auspacken<br />

und die Motorräder rennfertig machen.<br />

Vom Veranstalter wurde dazu jedem Team eine<br />

Werkstatt und ein Transporter zur Verfügung<br />

gestellt. Das deutsche Team konnte die Werkstatt<br />

von Justin Sedgmen nützen, Teamkollege<br />

von Erik Riss bei den Edinburgh Monarchs.<br />

Am Donnerstag um 19:30 Uhr Ortszeit ging es<br />

zum Training auf die Bahn. Alle Mannschaften<br />

hatten jeweils zweimal 15 Minuten Zeit, die<br />

Bahn kennenzulernen und ausgiebig zu testen.<br />

Auf einer technisch anspruchsvollen Bahn mit<br />

eigenem Charakter mussten sich die Teams zurechtfinden<br />

und das Motorrad auf die Bahn abstimmen.<br />

Hier konnte man bereits sehen, dass<br />

sich die polnische Mannschaft um Teammanager<br />

Rafal Dobrucki ohne Probleme sofort zurechtfand<br />

und entsprechend schnelle Runden<br />

vorlegte. Die Teams aus Dänemark, Deutschland<br />

und Gastgeber Australien hatten noch Probleme,<br />

wobei sich die Dänen im zweiten Trainingsdurchgang<br />

steigern konnten. Die Bahn<br />

war vom Radius komplett anders als die in<br />

Deutschland bekannten Bahnen, jedoch vom<br />

Untergrund gut präpariert und eher glatt.<br />

Am nächsten Tag wurden die Motorräder gesäubert<br />

und für das Rennen am Samstag vorbereitet.<br />

Am Abend gab es auf Einladung des Mildura<br />

Motorcycle Club einen Empfang für alle Mannschaften<br />

und Offizielle. Alle Teams wurden vorgestellt<br />

und waren zu einem Dinner eingeladen.<br />

Eine ganz besondere Ehre für alle anwesenden<br />

Nationen, da solche Empfänge nicht üblich<br />

sind.<br />

Am Samstag, 31. Oktober, war es dann soweit,<br />

der Tag des U21-Team-WM-Finales war gekommen.<br />

Eine erste Überraschung gab es bereits<br />

bei der Ankunft an der Bahn für das Team und<br />

den Teammanager Herbert Rudolph. Die Bahn<br />

war gegenüber dem Training komplett verändert,<br />

es war viel mehr loses Material auf der<br />

Bahn. Das im Training erarbeitete Set-up war<br />

somit komplett hinfällig. Die Bedingungen<br />

stellten sich für alle Teilnehmer gleich dar, jedoch<br />

zeigte sich hier, dass das deutsche Team<br />

über zu wenig Erfahrung in diesem Bereich verfügte,<br />

um sich schnell auf die neuen Bedingungen<br />

einzustellen. Die veränderten Bahnverhältnisse<br />

führten vor allem im ersten Durchgang zu<br />

vielen Stürzen, einzelne Läufe mussten bis zu<br />

dreimal gestartet werden und teilweise sahen<br />

nur zwei Fahrer die Zielflagge.<br />

Bis auf die überragende Mannschaft aus Polen<br />

kämpften die Mannschaften aus Dänemark,<br />

Australien und Deutschland anfänglich mehr<br />

mit den Bahnverhältnissen als mit den Gegnern.<br />

Während Dänemark und Australien im<br />

Verlauf des Rennens immer besser zurechtkamen,<br />

konnte die deutsche Mannschaft kein<br />

richtiges Set-up für die Bahn im Mildura Olympic<br />

Park finden.<br />

Die für Polen startenden Fahrer Piotr Pawlicki<br />

und Bartosz Zmarzlik fuhren ein überragendes<br />

Rennen und konnten jeweils die maximale<br />

Punktzahl von 15 Punkten zum Sieg beisteuern,<br />

hier kann man gespannt sein, wie sich diese<br />

zwei Fahrer im nächsten Jahr im Speedway-GP<br />

schlagen werden. Maksym Drabik erfuhr<br />

13 Punkte und Pawel Przedpelski konnte 7 Zähler<br />

zu den insgesamt 50 Punkten der polnischen<br />

Mannschaft beisteuern. Polen wurde mit dieser<br />

Leistung verdient und überragend U21-Team-<br />

Weltmeister <strong>2015</strong>.<br />

Von 20 Laufsiegen gingen 15 an das polnische<br />

Team, Dänemark konnte vier Laufsiege erfahren,<br />

wobei drei davon auf das Konto von Nikolaj<br />

Busk Jakobsen gingen. Das dänische Team wur-<br />

<strong>12</strong> BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


de durch einen Sturz von Anders Thomsen im<br />

dritten Durchgang geschwächt. Thomsen konnte<br />

im weiteren Verlauf des Rennens nicht mehr<br />

an den Start gehen und wurde von seinen Teamkollegen<br />

ersetzt. Busk Jakobsen war mit<br />

15 Punkten aus sechs Läufen punktbester Fahrer<br />

vor Mikkel Bech Jensen ( 14), Mikkel Michelsen<br />

fuhr 6 Punkte ein und musste im letzten<br />

Durchgang nach einem Sturz eine Disqualifikation<br />

hinnehmen. Thomsen konnte bis zu seinem<br />

Sturz 4 Punkte erfahren und somit landete<br />

das dänische Team verdient mit 39 Gesamtpunkten<br />

auf dem 2. Rang.<br />

Die gastgebende Mannschaft aus Australien<br />

gab an diesem Tag weit mehr als 100 Prozent<br />

und Nick Morris konnte als Joker den einzigen<br />

Laufsieg für Australien einfahren, was die maximale<br />

Punkteausbeute von 6 Punkten bedeutete.<br />

Dies machte ihn auch zum Topscorer bei den<br />

Australiern mit <strong>12</strong> Punkten, gefolgt von Brady<br />

Kurtz mit 7 und Max Fricke mit 6 Zählern. Die<br />

letzten 4 Punkte zu den 29 Gesamtpunkten kamen<br />

von Jack Holder. Australien konnte sich im<br />

eigenen Land die Bronzemedaille sichern und<br />

gab den 2600 anwesenden australischen Fans<br />

Grund zum Jubeln.<br />

Das deutsche Team kämpfte im ersten Durchgang<br />

sehr mit den veränderten Bahnverhältnissen<br />

und musste vor allem im dritten und vierten<br />

Durchgang komplette Nullserien verkraften. Es<br />

konnte im ganzen Rennverlauf von keinem<br />

deutschen Fahrer eine richtige Abstimmung für<br />

die Bahn gefunden werden. Erik Riss konnte<br />

trotz seiner in der englischen Premier League<br />

gesammelten Erfahrungen nur 2 Punkte erfahren.<br />

Sein Bruder Mark konnte im ersten Durchgang<br />

2 Punkte holen, diese standen auch zum<br />

Schluss auf seinem Punktekonto. Kapitän Michael<br />

Härtel nützte die Unterstützung seines<br />

Tuners Robert Barth nichts und erst im letzten<br />

Durchgang gelang es ihm, einen Punkt zu erfahren.<br />

Valentin Grobauer traf es am härtesten, er<br />

reiste ohne Punkte nach Hause. Am Ende musste<br />

sich das deutsche Team mit dem 4. Platz zufriedengeben.<br />

„Es fehlte unseren Fahrern definitiv die Erfahrung<br />

und Rennpraxis, um auf dem hier gebotenen<br />

Level vorne mitzufahren“, so der deutsche<br />

Teammanager Herbert Rudolph. Polen hatte mit<br />

Piotr Pawlicki und Bartosz Zmarzlik zwei Fahrer<br />

im Team, die für den Speedway-GP 2016 qualifiziert<br />

sind. Daran sieht man, auf welchem Level<br />

sich das Finale befand. Eine große Leistung des<br />

deutschen Teams war, dass es sich für das Finale<br />

qualifiziert und große Speedwaynationen<br />

wie Großbritannien, Schweden, Tschechien<br />

und Russland bereits im Vorfeld hinter sich gelassen<br />

hatte. • Texte u. Fotos (rechte Seite): KR<br />

Team Deutschland besucht den Speedway-GP von Melbourne (v.l.): Kai Huckenbeck, Wolfgang Anke, Herbert Rudolph,<br />

Valentin Grobauer, Kerstin Rudolph, Ayleen Hedemann, Georg Bauer, Lucas Ziegler, Robert Barth; vorne Mark Riss,<br />

Sebastian Dürr, Erik Riss und Michael Härtel<br />

Transporter<br />

für Rennen<br />

gepackt<br />

AM RANDE<br />

Am Tag nach dem Rennen waren die Teams und Offiziellen<br />

noch zu einem Barbecue am Murray River<br />

eingeladen, wo die Möglichkeit bestand, verschiedene<br />

Wassersportarten auszuüben. Dies wurde<br />

von den Fahrern mit großem Spaß angenommen<br />

und auch die im Anschluss angebotene Stärkung.<br />

Am Montag ging es dann per Bus wieder zurück<br />

nach Melbourne und am Dienstag mit dem Flieger<br />

Richtung Deutschland. Aufgrund der Erkrankung<br />

des Piloten kam es hier zu einer unerwarteten Verzögerung<br />

in Abu Dhabi. Der Anschlussflug konnte<br />

nicht erreicht werden und ein Zwischenaufenthalt<br />

von 17 Stunden war nötig. Dieser wurde von den<br />

Teammitgliedern zu einem Besuch der Ferrari<br />

World und dortigen Formel-1-Strecke genutzt.<br />

Donnerstag früh landeten alle Beteiligten wieder<br />

am Münchener Flughaben.<br />

Team Deutschland unter der Führung von Teammanager<br />

Herbert Rudolph möchte sich bei allen<br />

bedanken, die dieses einmalige Abenteuer möglich<br />

gemacht und dazu beigetragen haben, die Herausforderungen,<br />

die daraus erwachsen sind, zu<br />

bewältigen.<br />

SPEEDWAY-U21-TEAM-WM - Finale - Mildura/AUS - 31.10.<br />

Werkstatt Justin Sedgmen mit Transporter<br />

und das Leihauto des deutschen Teams<br />

Pl./Team Fahrer 1 2 3 4 5 EP GP<br />

1. Polen Maksym Drabik 3 3 3 1 3 13 50<br />

Piotr Pawlicki 3 3 3 3 3 15<br />

Bartosz Zmarzlik 3 3 3 3 3 15<br />

Pawel Przedpelski S/D 3 2 1 1 7<br />

2. Dänemark Nikolaj Busk Jakobsen 3 2 2 3 2 3 15 39<br />

Anders Thomsen 2 2 S/D N N 4<br />

Mikkel Bech Jensen 2 1 2 3 4 2 14<br />

Mikkel Michelsen 2 2 1 1 S/D 6<br />

3. Australien Nick Morris 0 2 6 2 2 <strong>12</strong> 29<br />

Max Fricke 1 1 1 1 2 6<br />

Jack Holder S/D 0 1 2 1 4<br />

Brady Kurtz 1 1 2 2 1 7<br />

4. Deutschland Valentin Grobauer 0 0 0 0 0 0 5<br />

Mark Riss 2 0 0 0 S 2<br />

Michael Härtel S/D 0 S/D 0 1 1<br />

Erik Riss 1 1 0 0 0 2<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY<br />

Flutlichtrennen Dohren<br />

Drei Läufe - drei Sieger:<br />

Theo Pijper vor Tobias Kroner<br />

Top-Event trotz Regenabbruch<br />

Trotz Regenabbruchs war der Saison-Kehraus in Dohren super. Zirka 3000 Zuschauer sahen auf dem Eichenring<br />

spannende Rennen mit einem überragenden Theo Pijper.<br />

Regenschauer und krachende Böller markierten<br />

das Ende der heimischen <strong>Bahnsport</strong>saison<br />

<strong>2015</strong>. Nach über zwei Stunden Speedway vom<br />

Feinsten setzte ein mächtiger Regenschauer<br />

die nur 215 Meter lange Bahn massiv unter Wasser.<br />

Zwanzig Minuten und eine Fahrerbesprechung<br />

später musste dann der Rennabbruch<br />

verkündet werden, denn die ultrakurze, lehmige<br />

Piste wäre für die Aktiven zu gefährlich geworden.<br />

Ein Feuerwerk läutete die „zweite<br />

Halbzeit“ im Festzelt ein.<br />

Tobias Kroner ist in Dohren<br />

Mädchen für alles: Fahrer, Organisator<br />

und Gesprächspartner für Interviews<br />

(hier mit Moderator Rüdiger Stadel)<br />

Zu diesem Zeitpunkt waren zehn von 15 Heats<br />

über die Bühne gebracht, genug für eine anständige<br />

Wertung. Es siegte das sogenannte<br />

„Team Rest of the World“ mit 32 Punkten vor<br />

dem „Team Germany“, das auf 22 Zähler nach<br />

drei gewerteten Durchgängen kam. Punktbester<br />

war der Niederländer Theo Pijper, der seine<br />

drei Heats gewann. „Theo war sehr stark und<br />

hatte sofort die richtige Abstimmung gefunden“,<br />

lobte Tobias Kroner den 35-jährigen Profi,<br />

„dafür dass er das erste Mal hier gefahren ist,<br />

war das eine super Leistung.“<br />

Nur 2 Punkte schwächer als Pijper war Kroner<br />

selbst, der „in seinem Wohnzimmer“ nicht nur<br />

Fahrer, sondern auch Organisator und Mädchen<br />

für alles war. Bis auf einen glimpflich ausgegangenen<br />

Sturz von Matthias Kröger war das<br />

Rennen bis zum verfrühten Ende ohne Zwischenfälle<br />

abgelaufen.<br />

Der kleine, aber überaus rührige MSC Dohren<br />

hatte sein 35-jähriges Bestehen eigentlich<br />

schon am 17. Oktober mit dem traditionellen<br />

Saison-Kehrausrennen feiern wollen, aber das<br />

verhinderte der Wettergott, der schon Tage vorher<br />

massiven Regen in die 1100-Seelengemeinde<br />

im Emsland geschickt hatte.<br />

Da war es dann gar nicht so einfach für das MSC-<br />

Team, mit Familie Kroner an der Spitze, wieder<br />

ein attraktives Fahrerfeld für den 7. November<br />

auf die Beine zu stellen. So fehlten mit Martin<br />

Smolinski, René Deddens und Michael Härtel<br />

14 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


drei starke Piloten, die mit ihrem Bundesligaclub<br />

AC Landshut am selben Abend Saisonabschluss<br />

feierten.<br />

Dazu war Kai Huckenbeck, der nur knapp 30 Kilometer<br />

entfernt von Dohren in Werlte wohnt,<br />

auf Australien-Tour, um am Darcy-Ward-Tribute-<br />

Meeting teilzunehmen. Aber mit Matthias Kröger,<br />

Tobias Busch, Max Dilger und Danny Maaßen<br />

sowie Valentin Grobauer hatte der MSC<br />

Dohren für ordentlichen Ersatz gesorgt. Gegen<br />

das Team „Rest of the World“ hatte allerdings<br />

nur Lokalmatador Tobias Kroner eine Siegeschance.<br />

Der späte Termin und unsichere Wetterprognosen<br />

sorgten so dafür, dass etwas weniger Zuschauer<br />

als im Vorjahr an den Eichenring pilgerten,<br />

aber 3000 an der Zahl waren dann doch eine<br />

ganze Menge. „Wir können stolz sein, dass<br />

wieder so viele Fans gekommen sind“, freute<br />

sich auch Josef Hukelmann vom MSC Werlte,<br />

der in Dohren wieder kräftig mithalf.<br />

Geholfen hatte auch die Plane, die man im Vorfeld<br />

des Flutlichtrennens über die Bahn gedeckt<br />

hatte. Dazu war das Programm kurzerhand gestrafft<br />

worden. Nach nur zwei Trainingsrunden<br />

ging es für die Fahrer direkt ans Startband. Neben<br />

dem Team-Wettbewerb fuhr eine B-Gruppe<br />

sowie die Schülerklasse A.<br />

Bis kurz nach 20 Uhr sahen die Fans dann auch<br />

durchaus spannende Rennen. Der „Rest of the<br />

World“ mit einem überragenden Theo Pijper<br />

und den Punktesammlern Nikolai Klindt (DK, 6),<br />

David Bellego (F, 6), Timo Lahti (FIN, 5), Dawid<br />

Stachyra (PL, 3) und dem Europameister von<br />

2002 Magnus Zetterström (S, 3) hielt das „Team<br />

Germany“ überwiegend in Schach.<br />

In Heat 7 allerdings gewann Kroner vor Tobias<br />

Busch, die Zetterström und Bellego sauber kontrollierten.<br />

Drei Läufe später lieferten sich Kroner<br />

und wiederum Zetterström bei jetzt strömendem<br />

Regen einen hinreißenden Kampf,<br />

den der Deutsche am Ende gewann. „Das war<br />

voll der Blindflug“, gestand Kroner anschließend,<br />

„ich habe alle Abreißscheiben vor der<br />

Brille verbraucht und bin zuletzt ohne gefahren.“<br />

Da dieser Lauf aber der Beginn des vierten<br />

Durchgangs war, ging er nicht mehr in die Wertung<br />

ein.<br />

Die Läufe der B-Gruppe entschied der erst<br />

16-jährige Däne Jason Jörgensen mit Punktemaximum<br />

für sich. Zweiter wurde mit 2 Punkten<br />

Rückstand ebenfalls ein Youngster. Lukas Fienhage<br />

(16) vom MSC Brokstedt war letztlich einen<br />

Zähler besser als der deutsche Langbahnmeister<br />

Jörg Tebbe. Der ebenfalls starke Marcel<br />

Limberger hatte Pech mit einem Ausfall und<br />

wurde Vierter.<br />

„Heute haben alle hier in Dohren ihren Spaß gehabt“,<br />

sagte Tobias Kroner später bei der Siegerehrung<br />

im Festzelt, „jetzt geben wir Gas abseits<br />

der Bahn und feiern zusammen. Das ist<br />

das einzige Rennen, bei dem man hinterher mal<br />

mit allen zusammen sein und ein paar Bierchen<br />

trinken kann.“ • Text u. Fotos: Rudi Hagen<br />

Int. ADAC-Speedway-Flutlichtrennen - Dohren - 7.11.<strong>2015</strong><br />

Ergebnisse:<br />

I-Solo - Gruppe A: 1. Team Rest of the World, 32 Punkte (Theo<br />

Pijper/NL 9, Nikolai Klindt/DK 6, David Bellego/F 6, Timo Lahti/FIN<br />

5, Magnus Zetterström/S 3, Dawid Stachyra/PL 3);<br />

2. Team Germany, 22 (Tobias Kroner 7, Max Dilger 5, Valentin<br />

Grobauer 3, Matthias Kröger 3, Tobias Busch 2, Danny Maaßen<br />

2).<br />

Gruppe B: 1. Jason Jörgensen, DK, 9 Punkte; 2. Lukas Fienhage,<br />

D, 7; 3. Jörg Tebbe, D, 6; 4. Marcel Limberger, D, 5; 5. Sascha<br />

Stumpe, D, 5; 6. André Majewski, D, 3; 7. Fabian Wachs,<br />

D, 1; 8. Henk Koonstra, NL, 0.<br />

Schüler A: 1. Marlon Hegener, 15 Punkte; 2. Max Streller, <strong>12</strong>;<br />

3. Julian Ploog, 8; 4. Fabian Stutzke, 7; 5. Melvin Jödicke, 3;<br />

6. Mailo Hegener, 3.<br />

U21-Länderkampf Ludwigslust<br />

Toller Länderkampf<br />

bei gutem Wetter<br />

Einen richtig guten U21-Länderkampf veranstaltete<br />

der MC Ludwigslust am vorletzten Oktober-Wochenende.<br />

Trotz sonnigem Rennwetter<br />

waren nur gut 300 Zuschauer anwesend, die<br />

aber sehenswerten Speedwaysport geboten<br />

bekamen. Ob das nur am Melbourne-GP lag,<br />

der ja zur Mittagszeit noch im Gange war?<br />

Fredrik Jakobsen vor<br />

Dominik Möser (innen) und<br />

Lukas Fienhage (außen)<br />

Im Länderkampf waren Polen, Dänemark und<br />

Deutschland mit je fünf Fahrern am Start. Je<br />

zwei Fahrer mussten insgesamt zwölfmal pro<br />

Nation ans Startband und es wurde richtig eng.<br />

Dominik Möser führte auf seiner Heimbahn die<br />

deutsche Mannschaft an und war mit 11 Punkten<br />

auch bester Fahrer des Teams. Lukas Fienhage<br />

wurde mit 10 Punkten Zweitbester vor<br />

Sandro Wassermann, der es auf 8 Punkte brachte.<br />

Leider konnten Lukas Dittner (ein Sturz) und<br />

Hannes Gast (zwei Stürze) nicht genug Unterstützung<br />

geben. So siegte das polnische Team<br />

mit einem Punkt Vorsprung (37) knapp. Vor allem<br />

Rafal Kaczmarz war sehr gut dabei und gab<br />

nur einen Punkt an den Dänen Fredrik Jacobsen<br />

ab. Auch Arkadiusz Pawlak bot eine gute Leistung.<br />

Nicht ganz so gut sah der ehemalige<br />

80-ccm-Weltmeister Marcin Turowski mit<br />

3 Punkten aus. Nur einen Punkt besser waren<br />

Bartek Hassa (4) und Adrian Wozniak (6).<br />

Auf gute 34 Zähler kamen die Dänen, bei denen<br />

Fredrik Jacobsen mit 13 Punkten Bester wurde.<br />

Auch Peter Karger zeigte mit <strong>12</strong> Punkten eine<br />

gute Leistung, während Martin Steen Hansen<br />

(5) und Jannik Lund (4) nicht ganz mithalten<br />

konnten. Pech hatte Nicklas Clausen, der in seinem<br />

vierten Heat stürzte und nicht mehr antreten<br />

konnte. Insgesamt waren aber gute und vor<br />

allem ausgeglichene Rennen zu sehen.<br />

Schon am Morgen begannen die Läufe der<br />

80-ccm-Fahrer. Je drei Starter aus Deutschland,<br />

Dänemark und leider nur zwei aus Schweden<br />

waren dabei. Am Ende siegte das deutsche<br />

Team mit Melf Ketelsen, Leon Arnheim und Ben<br />

Ernst mit 31 Punkten vor den Dänen mit 28 und<br />

den Schweden mit 9 Punkten. Hier hatte Max-<br />

Wilhelm Kruth einige Probleme und konnte den<br />

Schweden nur mit 2 Zählern helfen.<br />

Als drittes Rennen gab es noch das 250-ccm-<br />

Rennen zwischen vier deutschen und vier dänischen<br />

Fahrern. Hier siegte Dänemark sehr deutlich<br />

mit 37 zu 11 Punkten. Beste waren hier Junioren-Vizeweltmeister<br />

Mads Hansen und Kenneth<br />

Bundgaard Jürgensen mit je 11 Zählern.<br />

Einziger Deutscher, der auch einen Laufsieg<br />

holte, war Niels Oliver Wessel, der auch Mads<br />

Hansen schlug. Im Finale führte wieder Wessel,<br />

als ihn Hansen beim Angriff mit dem Dirt-Deflektor<br />

touchierte und Niels Oliver stürzte. Finn<br />

Loheider kam bei seinem ersten 250-ccm-Rennen<br />

auf 3 Punkte. Celina Liebmann blieb am<br />

Gegner dran und nur Jana Maria Muschiol hatte<br />

keine Chance auf Punkte.<br />

Auf jeden Fall hat der MC Ludwigslust etwas Gutes<br />

für den Nachwuchssport getan und hätte<br />

wirklich mehr Zuschauer verdient gehabt.<br />

• Text und Foto: Wolfgang Radszuweit<br />

Int. Speedwayrennen Ludwigslust - 24.10.<strong>2015</strong><br />

Ergebnisse:<br />

Länderkampf: 1. Polen, 37 Punkte (Rafal Kaczmarz 14 Punkte,<br />

Marcin Turowski 3, Bartek Hussa 4, Arkadiusz Pawlak 10,<br />

Adrian Wozniak 6); 2. Deutschland, 36 (Dominik Möser 11,<br />

Sandro Wassermann 8, Lukas Fienhage 10, Hannes Gast 3,<br />

Jan-Lukas Dittner 4); 3. Dänemark, 34 (Frederik Jacobsen 13,<br />

Martin Steen Hansen 5, Jannik Lund 4, Peter Karger <strong>12</strong>, Niklas<br />

Clausen 0).<br />

Länderkampf 250 ccm: 1. Dänemark, 37 Punkte (Mads Hansen<br />

11 Punkte, Kenneth Bundgaard Jürgensen 9, Rasmus<br />

Hojmark 11, Jacob Hojmark 6); 2. Deutschland, 11 (Niels Oliver<br />

Wessel 6, Jana Maria Muschiol 0, Celina Liebmann 2, Finn Loheider<br />

3).<br />

Länderkampf 80 ccm: 1. Deutschland, 31 Punkte (Leon Arnheim<br />

10, Melf Ketelsen 11, Ben Ernst 10); 2. Dänemark, 28<br />

(Emil Beum 11, Noah Moos 9, Mikkel Oelesen 8); 3. Schweden,<br />

9 (Jan Pöcker 3, Anders Lundin 4, Max-Wilhelm Kruth 2).<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 15


Junior A: Frieda übernahm den Pokal für ihren Bruder Bruno Thomas, Marlon Hegener und Max Streller<br />

B 2: Platz 2 für Fynn Ole Schmietendorf<br />

Junior B: Platz 2 für Finn Loheider<br />

U21: 2. Vorsitzender Alfons Sagemüller, Hannes Gast, Lukas Fienhage und Malte Haumersen<br />

Junior C: Niels Oliver Wessel, Darrel de Vries, Fabien Neid und Friedhelm Pecher<br />

Speedway-Team-Cup: Matthias Kröger, Kai Huckenbeck und Lukas Fienhage<br />

Bundesliga: Matthias Kröger, Tobias Kroner, Kai Huckenbeck und Burkhard Timme<br />

16 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15<br />

Links I-Lizenz Solo: Stephan Katt und Bernd Diener mit Ludger Spils<br />

(Christian Hülshorst war auf der Hochzeit seines Bruders)<br />

Rechts B-Lizenz Solo: Marcel Sebastian, Jens Buchberger und Kai Dorenkamp mit Klaus Marinesse


NBM-TAGUNG/EHRUNG<br />

Vechta<br />

Volle Hütte<br />

TAGUNG<br />

Die 51. NBM-Tagung und Ehrung im Waldhof<br />

fand direkt neben der Rennbahn in Vechta statt.<br />

Leider konnte der 1. Vorsitzende Josef Hukelmann<br />

nicht teilnehmen, da er Anfang der Woche<br />

ins Krankenhaus eingeliefert und am Donnerstag<br />

vor der Veranstaltung operiert wurde. Gute<br />

Besserung!<br />

Der 2. Vorsitzende Alfons Sagemüller begrüßte<br />

die 22 Veranstalter und Vertreter der Verbände,<br />

Gäste sowie den Ehrenpräsidenten der NBM, Engelbert<br />

Wippermann. Insgesamt waren<br />

58 Personen anwesend. Im Anschluss wurde eine<br />

Gedenkminute für die Verstorbenen eingelegt.<br />

Die Berichte des Vorsitzenden wurden durch<br />

Sagemüller verlesen und die Fahrerbetreuer<br />

der einzelnen Prädikatsveranstaltungen blickten<br />

auf die Saison zurück. Claudia Schult referierte<br />

über die Internetseite der NBM und Alfons<br />

Sagemüller über die Vermietung und Verwaltung<br />

der Airfences, die im abgelaufenen<br />

Jahr 33-mal vonstatten ging. Im Anschluss folgte<br />

der Bericht des Kassierers. Die Kassenprüfer<br />

baten die Versammlung sodann darum, den<br />

Vorstand zu entlasten. Sodann folgte die Wahl<br />

der Kassenprüfer. Herbert Prante und Eckhard<br />

Koslowski wurden wiedergewählt.<br />

Nächster Punkt war die Terminabsprache. Auch<br />

die Neuerungen der NBM-Ausschreibung wurden<br />

bekanntgegeben. Außerdem wurde über<br />

die Jugendarbeit der Clubs diskutiert. Ehrenvorsitzender<br />

Wippermann berichtete über die<br />

„Nachwuchsförderung Forum 2000“, die er bereits<br />

seit 18 Jahren betreut und insgesamt<br />

110.000 Euro an Jugendfahrer (Zuschuss Teilnahme<br />

an Prädikatsläufen) und Veranstalter<br />

auszahlen konnte. Wippermann machte aber<br />

auch darauf aufmerksam, dass immer weniger<br />

Geld eingezahlt wird und der Bestand nur noch<br />

bei etwa 3000 Euro liegen würde. Er appellierte<br />

dafür, mehr einzuzahlen, damit dieser Zuschuss<br />

weiter gegeben werden könne.<br />

Neues von der Bundesliga und dem Speedway<br />

Team Cup sowie der SVG-Tagung berichteten<br />

die Vorsitzenden Gunnar Möhrke und Lars<br />

Ilgner. Neue Fahrerbetreuer bei den Prädikatsveranstaltungen<br />

2016 wurden gesucht und einige<br />

gefunden. Die gestellten Anträge konnten<br />

abgearbeitet werden, bevor man über Verschiedenes<br />

diskutierte. NBM-Tagung/Ehrungs-Ausrichter<br />

2016 ist der MSC Mulmshorn.<br />

EHRUNG<br />

Die NBM-Ehrung fand im schön ausgestatteten<br />

Saal im Waldhof statt. Die 400 Sitzplätze reichten<br />

nicht aus, aber an der Theke konnte man<br />

sich ebenfalls niederlassen. Natürlich durfte<br />

auch die Tombola nicht fehlen.<br />

Alfons Sagemüller und Ausrichter Ludger Spils<br />

begrüßten die Anwesenden. Im Anschluss folgte<br />

die Ehrung, die Stadionsprecher Michael<br />

Schubert moderierte. Wiederum wurden als<br />

erste die Junioren A einzeln auf die Bühne gebeten,<br />

die dann ihre Pokale und Fotos erhielten.<br />

Nachdem die internationalen Solisten ihre Ehrung<br />

erfahren hatten, wurden die Meister geehrt<br />

(Marlon Hegener, Junioren A • Niels-Oliver<br />

Wessel, (2. Platz Junioren C • Janina Würterle/<br />

Julia Starke, Bahnpokal B-Seitenwagen • Kai<br />

Dorenkamp, Bahnpokal Solo • Jörg Tebbe, DM).<br />

Leider konnten einige Fahrer nicht an der Ehrung<br />

teilnehmen, da in Mecklenburg-Vorpommern<br />

zeitgleich die Siegerehrung stattfand.<br />

Christian Hülshorst war ebenfalls verhindert,<br />

da sein Bruder heiratete.<br />

Nach der Ehrung erfolgte der Verkauf der Lose<br />

und es wurde bis spät in die Nacht gefeiert.<br />

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy<br />

B-Seitenwagen: Kurt Harries, Marco und Timo Wessel, Julia Starke, Edgar Starke, Nicole Standke und Jens Voss<br />

NBM-Endstände<br />

Pl./Name<br />

Ges. Gew.<br />

I-Lizenz Solo<br />

1. Bernd Diener 34 28<br />

2. Stephan Katt 24 24<br />

3. Christian Hülshorst 21 21<br />

4. Matthias Kröger 21 20<br />

5. Jörg Tebbe 19 19<br />

6. Enrico Janoschka 19 19<br />

7. Tom Lamek 13 13<br />

8. Enrico Sonnenberg 4 4<br />

9. Jens Benneker 2 2<br />

10. Bernd Dinklage 1 1<br />

B-Lizenz Solo<br />

1. Jens Buchberger 33 28<br />

2. Marcel Sebastian 36 26<br />

3. Kai Dorenkamp 23 23<br />

4. André Majewski <strong>12</strong> <strong>12</strong><br />

5. Stefan Repschläger 7 7<br />

6. Sergej Malyschew 5 5<br />

7. Fabian Wachs 4 4<br />

8. Sven Klein 3 3<br />

9. Ulrich Büschke 2 2<br />

10. Buddy Prijs 2 2<br />

11. Till Schlimm 1 1<br />

<strong>12</strong>. Mathias Encke 1 1<br />

Speedway-Bundesliga<br />

1. Tobias Kroner 75 48<br />

2. Matthias Kröger 29 29<br />

3. Kai Huckenbeck 26 26<br />

4. Steven Mauer 21 19<br />

5. Dominik Möser 18 16<br />

6. Ronny Weis 15 15<br />

7. Stephan Katt 15 15<br />

8. Richard Geyer <strong>12</strong> <strong>12</strong><br />

9. Lukas Fienhage 10 10<br />

10. Danny Maaßen 9 9<br />

Speedway Team Cup<br />

1. Kai Huckenbeck 39 39<br />

2. Matthias Kröger 26 26<br />

3. Lukas Fienhage 42 25<br />

4. Steven Mauer 25 22<br />

5. Hannes Gast 24 21<br />

6. Dominik Möser 16 16<br />

7. Danny Maaßen 14 14<br />

8. Fabian Wachs 9 9<br />

9. Onno Rykena 2 2<br />

Speedway U21<br />

1. Lukas Fienhage 38 38<br />

2. Hannes Gast 43 36<br />

3. Dominik Möser 23 23<br />

4. Maximilian Pott 23 21<br />

5. Geert Bruinsma 20 20<br />

6. Fabian Wachs 19 19<br />

7. Buddy Prijs 16 16<br />

8. Jan-Lukas Dittner 11 11<br />

9. Onno Rykena 9 9<br />

10. Till Schlimm 8 8<br />

11. Kevin Glorie 7 7<br />

<strong>12</strong>. Richard Geyer 5 5<br />

13. Paul Schulz 4 4<br />

Junior A<br />

1. Marlon Hegener 76 69<br />

2. Bruno Thomas 67 67<br />

3. Max Streller 69 59<br />

4. Mascha Schwend 54 51<br />

5. Daniel Schröder 48 48<br />

6. Krystian Czarnecki 34 34<br />

7. Freyja Redlich 33 33<br />

8. Julian Ploog 25 25<br />

9. Frieda Thomas 21 21<br />

10. Paul Weisheit 9 9<br />

11. Fabian Stutzke 8 8<br />

<strong>12</strong>. Fabian Gaschka 5 5<br />

13. Melvin Jödicke 5 5<br />

14. Mika Fynn Janssen 3 3<br />

15. Hanna Marie Jasper 1 1<br />

Junior B II<br />

1. Lukas Baumann 31 24<br />

2. Fynn Ole Schmietendorf 29 21<br />

3. Ben Ernst 22 17<br />

4. Norick Blödorn 15 15<br />

5. Maximilian Reinholdt 20 15<br />

6. Melf Ketelsen <strong>12</strong> <strong>12</strong><br />

7. Jordan Kulwicki 11 11<br />

8. Verena Schöpcke 8 8<br />

9. Max-Wilhelm Kruth 8 8<br />

10. Jakob Brockmöller 7 7<br />

11. Jenny Radtke 5 5<br />

<strong>12</strong>. Maximilian Firniß 4 4<br />

13. Lucas Botzon 2 2<br />

Junior B<br />

1. Marvin Wiegert 72 66<br />

2. Finn Loheider 77 64<br />

3. Lukas Wegner 70 61<br />

4. Calvin Richter 55 52<br />

5. Kevin Lück 46 46<br />

6. Chayenne Wiegert 38 38<br />

7. Tomek Matten Dau 27 27<br />

8. Timo Wachs 27 27<br />

9. Fabian Heinemann 26 26<br />

10. Tom Finger 16 16<br />

11. Nick Haltermann <strong>12</strong> <strong>12</strong><br />

<strong>12</strong>. Lena Pukallus 8 8<br />

13. Mattis Möller 5 5<br />

14. Jon Ruhnke 4 4<br />

15. Dominik Otto 4 4<br />

16. Jannik Schütt 2 2<br />

17. Sven Lottmann 2 2<br />

18. Louis Ruhnke 1 1<br />

Junior C<br />

1. Darrel de Vries 64 46<br />

2. Niels Oliver Wessel 59 42<br />

3. Fabien Neid 47 35<br />

4. Mads Hansen 24 24<br />

5. Birger Jähn 21 21<br />

6. Kenneth Jürgensen 18 18<br />

7. Jana Maria Muschiol 22 18<br />

I-Lizenz Seitenwagen<br />

1. Karl Keil/Stefan Müller 16 16<br />

B-Lizenz Seitenwagen<br />

1. Janina Würterle/Julia<br />

Starke/Nadin Pierick 13 13<br />

2. Marco Wessel/<br />

Timo Wessel 2 2<br />

3. Jens Voss/<br />

Sonja Mareike Dreyer 1 1<br />

4. Martin Fischer/<br />

Christian Schädler/<br />

Kim Kempa 0 0<br />

5. Patrick Hermanns/<br />

Patrick Herbst 0 0<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 17


SBM-TAGUNG/EHRUNG Memmingen<br />

Die Ehrung der Süddeutschen Bahnmeisterschaft<br />

richtete in diesem Jahr der AMC Memmingen in Ottobeuren<br />

aus. Neunundzwanzig Motorsportler aus<br />

acht Kategorien wurden Auszeichnungen verliehen.<br />

GEFEIERT WIRD BIS IN DIE NACHT<br />

Junioren A: Tobias Wunderer, Laura Linner und Cyrill Granzow (v.l.)<br />

I-Solo: Marcel Dachs und Markus Eibl<br />

Rund 160 Gäste konnte der AMC Memmingen<br />

bei der Ehrung zur Süddeutschen Bahnmeisterschaft<br />

in Ottobeuren begrüßen. Umrahmt wurde<br />

die höchste Ehrung im süddeutschen Raum<br />

von zahlreichen Interviews, einer sportlichakrobatischen<br />

Einlage der MTG-Wangen-Turnerinnen<br />

und jeder Menge geselligen Gesprächen.<br />

In 16 Wertungsrennen und elf Veranstaltungen<br />

suchten die 61 Motorsportler der 40. Auflage<br />

der Süddeutschen Bahnmeisterschaft (SBM) in<br />

diesem Jahr ihre Meister. Die acht Klassen wurden<br />

ebenso gebührend geehrt wie Tim Wunderer<br />

und Markus Venus/Markus Heiß, die in ihren<br />

Kategorien Deutsche Meister geworden sind.<br />

„Auch wenn die ursprünglich geplante Jahreswertung<br />

witterungsbedingt um sieben Rennen<br />

reduziert werden musste, fanden noch genügend<br />

Veranstaltungen statt, um auch <strong>2015</strong> würdige<br />

und verdiente Meister zu finden“, sagte Josef<br />

Frohnwieser. Der Vorsitzende der SBM-Veranstalter<br />

blickte zurück auf eine von Licht und<br />

Schatten geprägte Saison.<br />

Die Moderatoren Andreas Schales und Susi Weber<br />

plauderten mit den Meistern und Platzierten<br />

der SBM-Ehrung und gaben ihnen Gelegenheit,<br />

ihre Erfolge und Eindrücke zum abgelaufenen<br />

Motorsportjahr kundzutun, aber auch auf<br />

2016 vorauszuschauen. Erfreulich: Von ganz<br />

wenigen Ausnahmen abgesehen, waren nahezu<br />

alle zu Ehrenden ins Allgäu gekommen. Umrahmt<br />

wurde die Veranstaltung von der Turnerinnengruppe<br />

der MTG Wangen, mit Musik von<br />

DJ Jogi und jeder Menge Begegnung, die erst<br />

weit in der Nacht endete.<br />

• Texte u. Fotos: Susi Weber<br />

I-SW: Markus Heiß, Markus Venus, Matthias Motk<br />

und Sonja End, Michael Zapf, Markus Brandhofer,<br />

davor Achim und Christian San Millan; ganz links<br />

Joachim Ohmer, ganz rechts Josef Frohnwieser<br />

U21: Sandro Wassermann, Valentin Grobauer und Philipp Schmuttermayr; li. Klaus Dudenhöffer, re. Josef Frohnwieser<br />

18 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15<br />

DIE DEUTSCHEN PRÄDIKATE<br />

Noch unberücksichtigt der internationalen Termine<br />

wurden bei der SBM-Veranstaltertagung<br />

Mitte November in Ottobeuren folgende Termine<br />

für die deutschen Prädikate bekanntgegeben.<br />

Eisspeedway: 17. März, Inzell • Speedway Paar<br />

Cup: 25. Juni, Herxheim • Langbahn-Meisterschaft<br />

Solo: 13. August, Hertingen • Langbahn-<br />

Pokal Solo: 15. August, Nandlstadt • Speedway<br />

U21: 20. August, Wittstock • Langbahn-Pokal<br />

Seitenwagen: 4. September, Berghaupten •<br />

Langbahn-Meisterschaft Seitenwagen: 11.<br />

September, Pfarrkirchen • Speedway:17. September,<br />

Stralsund • Speedway-Bundesliga:<br />

3. Oktober, Finale 2 (beim Ersten der Vorrunde)<br />

• DMSJ Deutsche Jugend <strong>Bahnsport</strong> Meisterschaft:<br />

Termin noch nicht benannt, Teterow<br />

INTERNATIONALE PRÄDIKATE<br />

IN DEUTSCHLAND<br />

Eisspeedway: 5./6. März, Berlin, WM-Finale 3 •<br />

19./20. März, Inzell, WM-Finale 5 • Speedway:<br />

16. Mai, Abensberg, WM-Qualifikation •<br />

10. September, Teterow, Grand Prix • Noch unbestätigt:<br />

26. Mai, Olching, EM-Qualifikation •<br />

16. Juli, Güstrow, EM-Finale • Langbahn: 5. Juni,<br />

Bielefeld, WM-Qualifikation • 19. Juni, Mühldorf,<br />

GP 1 • 17. September, Vechta, GP 5 • Noch<br />

unbestätigt: 3. Juli, Mulmshorn, Grasbahn-EM-<br />

Semifinale Solo, 6. August, Melsungen, EM-Semifinale<br />

Seitenwagen • Speedway U21: 21. Mai,<br />

Pocking, WM-Qualifikation • Youth World Cup<br />

250 ccm: 15. Juli, Güstrow, Finale.


Veranstaltertagung<br />

Frohnwieser bleibt<br />

Vorsitzender der SBM<br />

• Verleih der APD und die Neuerungen aus dem Bereich des<br />

Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) bildeten Schwerpunkte<br />

bei der Tagung der SBM-Veranstalter<br />

• Vorstand wurde bestätigt<br />

Wie wird es mit den Airfences weitergehen? Und<br />

warum und wieso bestreiten ab 2016 die Seitenwagen-Piloten<br />

nunmehr eine „DMSB-Meisterschaft“<br />

anstelle einer Deutschen Meisterschaft?<br />

Auch mit Fragen wie diesen hatte sich<br />

die Veranstaltergemeinschaft bei der SBM-Tagung<br />

in Ottobeuren auseinanderzusetzen. Konstanz<br />

gab es hingegen bei den turnusgemäßen<br />

Wahlen: Vorsitzender Josef Frohnwieser,<br />

Schatzmeister Klaus Dudenhöffer sowie die<br />

Beisitzer Peppi Rudolph und Thomas Schiffner<br />

werden dem Vorstand für weitere zwei Jahre erhalten<br />

bleiben. Auch Heiko Zeiter wurde in seinem<br />

Amt als Kassenprüfer bestätigt.<br />

Rund 50 Vertreter der süddeutschen <strong>Bahnsport</strong>vereine,<br />

aber auch Fahrer und deren Umfeld<br />

waren Mitte November ins Allgäu gekommen,<br />

um bei der SBM-Veranstaltertagung mit<br />

dabei zu sein. Vorsitzender Josef Frohnwieser<br />

blickte zunächst auf eine Saison zurück, über<br />

die es „neben Höhepunkten, guten Veranstaltungen<br />

und einem guten Zuspruch auch einige<br />

negative Dinge zu berichten gibt.“ Er sprach dabei<br />

nicht nur die witterungsbedingt notwendig<br />

gewordenen Absagen und Verschiebungen,<br />

sondern insbesondere auch die schweren und<br />

tragischen Unfälle an, die die <strong>Bahnsport</strong>familie<br />

zu verschmerzen hatte. Kritik übte Frohnwieser<br />

auch an Fahrern, die kein Interesse zeigten,<br />

sich an nationalen Prädikaten zu beteiligen.<br />

Frohnwieser betonte, dass nach wie vor gelte:<br />

„Eine Teilnahme ist Qualifikation für weitere,<br />

internationale Aufgaben.“ Von einem „kleinen<br />

Plus“ in der SBM-Kasse konnte Schatzmeister<br />

Klaus Dudenhöffer berichten. Durch den neugeschaffenen<br />

Mitgliedsbeitrag für Veranstalter,<br />

die in der laufenden Saison kein Rennen haben<br />

und damit finanziell bislang „befreit“ waren, einem<br />

kleinen Überschuss bei den Veranstaltungsflyern<br />

und leicht geringeren Ausgaben<br />

konnte ein Erlös in Höhe von 232 Euro erzielt<br />

werden.<br />

Einiges an Abstimmung bedurfte der (vorläufige!)<br />

Terminkalender für die Saison 2016, der<br />

sich umso schwieriger gestaltete, da zum Zeitpunkt<br />

der Tagung die WM- und EM-Termine noch<br />

nicht benannt beziehungsweise öffentlich gemacht<br />

waren. „Was zur Folge haben wird, dass<br />

der nationale Kalender sicherlich nochmals geändert<br />

werden wird“, sagte Joachim Ohmer,<br />

2. Vorsitzender der SBM. „Erfreulich“ nannte es<br />

Josef Frohnwieser, dass mit Altrip, Nidda, Angenrod<br />

und Nandlstadt/BBM München wieder<br />

Vereine in die Veranstaltergemeinschaft zurückgekehrt<br />

sind beziehungsweise dies für die<br />

kommende Saison planen.<br />

Ebenso erfreulich ist laut Frohnwieser auch die<br />

Entwicklung in Sachen Additional Protective<br />

Devices, kurz APD oder auch Airfences genannt.<br />

Zur Erinnerung: Anfang des Jahres gingen die<br />

„Luftkissen zum Schutz der Fahrer“ an NBM<br />

und SBM über und werden seither von Alfons<br />

Sagemüller im Ehrenamt verwaltet. Noch im<br />

vergangenen Jahr wurde zu diesem Zweck eine<br />

Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet.<br />

„Es bleibt festzustellen, dass das Verleihgeschäft<br />

<strong>2015</strong> funktioniert hat“, sagte Frohnwieser.<br />

Dreiunddreißig Vorgänge hatte Sagemüller<br />

abzuwickeln. Bei drei Absagen wurden 30 Veranstalter<br />

mit APD versorgt und bedient. Aller<br />

Voraussicht nach wird auch 2016 der derzeitige<br />

Vermietpreis gehalten werden können.<br />

Sorge bereitet Frohnwieser eher die weitere Zukunft:<br />

„Es ist uns leider nicht möglich, finanzielle<br />

Rücklagen anzuhäufen.“ Die derzeitigen<br />

Rücklagen werden für die im Winter notwendige<br />

Generalüberholung verwendet.<br />

Wiedereinführung der J-Lizenz, veränderte<br />

Laufzeiten und Kosten bei Sportwart-Lizenzen,<br />

das Heraufsetzen des Mindestalters in der B-Lizenz<br />

von 14 auf 15 Jahre ab 2017 – es war einiges,<br />

was DMSB-<strong>Bahnsport</strong>ausschuss-Vorsitzender<br />

Christian Froschauer zu berichten hatte.<br />

Insbesondere die Neustrukturierung und Standardisierung<br />

der Meisterschaften des DMSB ab<br />

kommendem Jahr und für alle Motorsportkategorien<br />

sorgte für Diskussionen. Aufgrund zu geringer<br />

Teilnehmerzahlen bei der Eis-, U21- und<br />

Seitenwagen-Meisterschaft werden die bislang<br />

als „Deutsche Meisterschaften“ bekannten<br />

Prädikate in „DMSB-Meisterschaft“ umbenannt.<br />

Die Kriterien für eine „richtige“ Deutsche<br />

Meisterschaft erfüllen lediglich die Kategorien<br />

Speedway, Langbahn Solo und die<br />

Speedway-Mannschaftsmeisterschaft. In der<br />

Wertigkeit folgen der „Deutschen Meisterschaft“<br />

und der „DMSB-Meisterschaft“ die Kategorien<br />

„DSMB-Cup“ und „DMSB-Pokal“.<br />

Verändern werden sich auch die Qualifikationskriterien<br />

zur Deutschen Speedwaymeisterschaft:<br />

Die zwölf Punktbesten der Bundesliga<br />

sind gesetzt, hinzu kommen drei vom Fachausschuss<br />

<strong>Bahnsport</strong> zu vergebende Wildcards<br />

plus eine Veranstalter-Wildcard, die vom Fachausschuss<br />

bestätigt werden muss.<br />

Wenig bis gar keine Veränderungen dürfte es<br />

laut Joachim Ohmer 2016 beim Speedway Team<br />

Cup geben: „Von den acht diesjährigen Vereinen<br />

haben sich sieben bereiterklärt, erneut anzutreten.<br />

Ein Verein ist noch am Überlegen.“<br />

Int. ADAC-Eisspeedwayrennen Steingaden - 6. Januar 2016<br />

Klappt es diesmal?<br />

Einen langen und schneereichen Winter soll es diesmal geben – so prognostiziert es ein Wetterprophet<br />

im Alpenvorland. Die Leute vom Motorsportclub Steingaden wären über eine solche weiße<br />

Winterlandschaft mehr als glücklich, denn in den letzten Jahren zerschmolz der Traum vom Eisspeedwayrennen<br />

regelmäßig zum Jahreswechsel.<br />

Und nun ein neuer Versuch: Seit Mitte November steht der Zaun, auf dessen Innenseite die Steingadener<br />

Natureispiste in den nächsten Wochen „gefrostet“ werden soll. Hoffentlich wird es kalt<br />

genug, denn die Stars aus sechs Nationen wollen am 6. Januar (Dreikönigstag) unbedingt hier<br />

beim großen Traditionsrennen Gas geben!<br />

Geplant ist das Training ab 10:15 Uhr und die Qualifikationsläufe sollen um 11:15 Uhr starten. Acht<br />

Fahrer werden an der Qualifikation teilnehmen, die besten vier davon rollen am Nachmittag im<br />

Hauptfeld ans Startband. Rennbeginn ist um 13:30 Uhr.<br />

Aktuelle Infos gibt es auf der Hompage www.msc-steingaden.de<br />

SBM-Endstände<br />

Pl./Name<br />

Ges. Gew.<br />

I-Lizenz Solo<br />

1. Marcel Dachs 7 7<br />

2. Markus Eibl 5 5<br />

3. Nadine Frenk 2 2<br />

B-Lizenz Solo<br />

1. Dennis Helfer 29 25<br />

2. Philipp Schmuttermayr 23 23<br />

3. David Pfeffer 19 19<br />

4. Jamie Isherwood 7 7<br />

5. Michael Wenninger 6 6<br />

6. Marc Herter 5 5<br />

7. Ernst Frank 4 4<br />

8. Robert Grichtmaier 0 0<br />

U21<br />

1. Valentin Grobauer 15 15<br />

2. Sandro Wassermann 13 13<br />

3. Philipp Schmuttermayr 11 11<br />

4. David Pfeffer 8 8<br />

5. Daniel Spiller 4 4<br />

6. Ethan Spiller 3 3<br />

7. Mike Jacopetti 1 1<br />

Junior A<br />

1. Tobias Wunderer 54 47<br />

2. Laura Linner 50 44<br />

3. Cyrill Granzow 40 36<br />

4. Diego Segattini 16 16<br />

5. Maximilian Gammel 15 15<br />

6. Nico Schikora 7 7<br />

Ruben Packhäuser 7 7<br />

Junior B<br />

1. Tim Wunderer 54 47<br />

2. Maximilian Troidl 50 44<br />

3. Luca Kastner 40 36<br />

4. Sarah Fischer 21 21<br />

5. Annalena Schauer 16 16<br />

6. Sebastian Adorjan 15 15<br />

7. Julian Kuny 13 13<br />

8. Sebastian Kössler 9 9<br />

9. Alexandra Schauer 9 9<br />

10. Mia Packhäuser 3 3<br />

11. Manuel Thalmann 0 0<br />

Maximilian Pongratz 0 0<br />

Eric Puffer 0 0<br />

Junior C<br />

1. Celina Liebmann 66 41<br />

2. Jonas Wilke 23 23<br />

3. Mike Jacopetti 21 21<br />

4. Leon Maier 16 16<br />

I-Lizenz Seitenwagen<br />

1. Venus/Heiß 34 30<br />

2. S.Brandhofer/Eibl 20 20<br />

3. M.Brandhofer/Zapf 19 19<br />

4. Motk/End 16 15<br />

5. San Millan/San Millan 14 14<br />

6. Kreuzmayr/Maier 10 10<br />

7. Schramm/Bacher 8 8<br />

8. Hundsrucker/Günthör 8 8<br />

9. Klein/End 7 7<br />

10. Brandl/Neuendorf 5 5<br />

B-Lizenz Seitenwagen<br />

1. Meier/Neuendorf 19 19<br />

2. Bischoff/Siebert 13 13<br />

3. Hübsch/Hübsch <strong>12</strong> <strong>12</strong><br />

4. Horn/Müller † 8 8<br />

5. Kirchberger/Kehrer 8 8<br />

6. R.San Millan/Zapf 7 7<br />

7. Poppe/Weick 4 4<br />

8. Schreiner/Schreiner 2 2<br />

9. Krause/Löffler 0 0<br />

Sonderehrungen für Tim Wunderer<br />

(Deutscher Meister Junioren B) und Markus<br />

Venus/Markus Heiß (Deutsche<br />

Meister Seitenwagen)<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 19


Vormerke n : Grand Prix Qua li 16. 5. 2016 Rund e 4 Abensbeg r (D)


Eichengrund 6<br />

27327 Schwarme<br />

Tel.: 0 42 58 - 707<br />

Fax: 0 42 58 - 607<br />

Mobil: 0172 - 4 22 51 39<br />

Elke und Uwe Meyer wünschen<br />

allen Fans, Freunden, Fahrern<br />

und Veranstaltern ein<br />

frohes Weihnachtsfest und<br />

einen guten Rutsch ins neue Jahr.<br />

Besondere Grüße<br />

an Familie Riss und Ütze<br />

FOTO: © BETA-ARTWORKS - FOTOLIA.DE<br />

Ein frohes Weihnachtsfest<br />

und ein glückliches Jahr 2016 wünscht der<br />

MSC ALTRIP E.V.<br />

Ein herzliches Willkommen zum<br />

63. INT. SANDBAHNRENNEN<br />

FRONLEICHNAM, 26. MAI 2016<br />

Fahrerbewerbungen A-/B-Solo + Seitenwagen 500 ccm an:<br />

karl-martin.gensinger@msc-altrip.com<br />

Der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC<br />

bedankt sich auf diesem Wege ganz herzlich bei allen,<br />

die zum Gelingen des EM-Halbfinales Solo am 7. Juni <strong>2015</strong> auf dem<br />

Leineweberring in Bielefeld beigetragen haben!<br />

Am 5. Juni 2016 ist wieder die Langbahn-WM zu Gast<br />

auf dem Leineweberring! Der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC präsentiert:<br />

FIM LONG TRACK WORLD CHAMPIONSHIP QUALIFICATION ROUND 2<br />

Wir wünschen allen <strong>Bahnsport</strong>fans, den Fahrern<br />

und unseren Veranstalterkollegen eine schöne Weihnachtszeit<br />

und für 2016 viel Glück und Erfolg!<br />

Wie immer können die aktuellen Entwicklungen im<br />

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC unter<br />

WWW.DMSCBIELEFELD.DE<br />

verfolgt werden<br />

Wir bedanken uns bei<br />

unseren treuen Besuchern,<br />

Funktionären, Helfern<br />

und Sponsoren und<br />

wünschen allen<br />

ein friedvolles<br />

Weihnachtsfest und ein<br />

glückliches neues Jahr!<br />

Wir freuen uns darauf,<br />

euch am 6./7. August 2016<br />

wieder auf unserer Grasbahn<br />

begrüßen zu dürfen<br />

MSC MELSUNGEN 1927 e.V.<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 21


22 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


Ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches,<br />

glückliches neues Jahr wünscht der<br />

MSC MULMSHORN E.V. IM ADAC<br />

allen Clubmitgliedern, Fahrern,<br />

den treuen Fans, Helfern, Sponsoren und Veranstaltern<br />

Ein besonderer Dank gilt unseren Sponsoren Sparkasse<br />

Rotenburg-Bremervörde • Autohaus Ottens, Sottrum<br />

• Autodienst Schmudlach, Mulmshorn • ARAL-Autohof,<br />

Bockel • HANSA Landhandel, Heeslingen und Mulmshorn<br />

• Firma Fricke, Heeslingen • Mager & Wedemeyer, Oyten<br />

Termine 2016: 11. April Training • 10. April ADAC-Cup<br />

2. Juli Jun.-Speedway • 3. Juli Langbahn-EM SF 1 Solo<br />

Ein frohes Weihnachtsfest<br />

und ein gutes neues Jahr sowie eine<br />

erfolgreiche Saison 2016 wünschen der<br />

MSC Dingolfing e.V./ADAC<br />

& Michael Härtel<br />

Wir bedanken uns bei allen Fans des <strong>Bahnsport</strong>s<br />

sowie bei unseren Funktionären,<br />

den Fahrern und unseren Sponsoren.<br />

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen<br />

bei unserem Traditionsrennen am<br />

1. Mai 2016<br />

Infos unter www.msc-dingolfing.de<br />

LANGBAHN<br />

WM-FINALE<br />

ENDLAUF<br />

17.9.2016<br />

DAS TEAM VON BAHNSPORT AKTUELL<br />

wünscht allen Lesern, Fahrern, Funktionären<br />

und Veranstaltern sowie Anzeigenkunden<br />

ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest<br />

sowie ein gesundes, unfallfreies<br />

und erfolgreiches neues Jahr.<br />

Wir sind für Sie da von<br />

Montag bis Donnerstag, 8:00 bis 13:00 Uhr + 14:00 bis 17:00<br />

Uhr sowie Freitag, 8:00 bis 14:00 Uhr<br />

Per E-Mail: mce.redaktion@mce-aktuell.de<br />

Fax 06184 923355<br />

Der AC Vechta wünscht<br />

frohe Weihnachten und einen<br />

guten Start ins neue Jahr<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 23


FIRMENPORTRÄT<br />

„Made in Germany“<br />

als gelebte Unternehmensphilosophie<br />

Immer hart am Limit, jedoch nie ohne Sinn und Verstand – so könnte das<br />

Wirken von Jürgen Baumgarten in nur einem Satz kurz umschrieben werden.<br />

Dem norddeutschen Unternehmer wird dieses Attribut allerdings nur<br />

oberflächlich gerecht. Nach eingehender Betrachtung tun sich indes viele<br />

Facetten auf, die zwangsläufig zu einer weitaus breiteren Charakterisierung<br />

des klassischen „Self-Made-Managers“ führen. Viel wurde geschrieben,<br />

denn Jürgen Baumgarten ist einer der erfolgreichsten internationalen<br />

Motocrossfahrer Deutschlands. Die internationalen und nationalen<br />

Erfolge auf Zweirädern sorgten dabei immer weltweit für großes Aufsehen<br />

und bescherten dem Mann, der stets geradlinig auftritt, ein überregionales<br />

Medieninteresse. Stets war Baumgarten in seiner sportlichen Karriere<br />

darauf bedacht, Dinge zu tun, die einzigartig und spektakulär anmuten.<br />

Ob ein Sprung mit einem Motorrad von der Olympia-Skisprungschanze in<br />

Innsbruck oder der Rekordsprung von 64,8 Metern mit einem Motorrad<br />

über den Elbe-Lübeck-Kanal – was niemand wagte, sollte dem „Multitalent<br />

des Motorsports“ stets als Herausforderung dienen. „Große Sprünge waren<br />

und sind schon immer mein Ding gewesen, sportlich wie beruflich“, bekannte<br />

Jürgen Baumgarten, der sowohl als Motorradartist, Rennfahrer oder<br />

Stuntman aktiv war, freimütig in einem öffentlichen Interview.<br />

Doch Baumgarten war und ist nicht der „Mann ohne Nerven“, der kein noch<br />

so großes Risiko scheut und nur für den Moment und den sogenannten großen<br />

„Kick“ lebt, als der er gern von der Öffentlichkeit gesehen wurde. Vielmehr<br />

arbeitete der 65-jährige stets mit Bedacht und Kalkül. So nutzte der<br />

„Tausendsassa“ seine Popularität und seine Erfolge für die Konstruktion einer<br />

Karriere nach der sportlichen Karriere. Als Repräsentant eines großen<br />

Ölkonzerns nutzte Baumgarten seine vielschichtigen internationalen Kontakte,<br />

um seinen guten Namen in wirtschaftlichen Nutzen umzumünzen.<br />

24 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


Doch auch hier sollte dem „Kämpfer mit dem großen Herz“ erneut eine<br />

große Herausforderung gestellt werden, als weitgehende Umstrukturierungen<br />

innerhalb seines Arbeitgebers eine Vertragsauflösung nach sich<br />

zog. Statt Frust und Resignation machten sich Kampfgeist, Kreativität und<br />

das sich neuen Herausforderungen stellen breit.<br />

Vierzig Jahre internationaler Motorsport immer mit hochwertiger, technischer<br />

Beanspruchung von Motoren und Getriebe. Extreme Beanspruchung,<br />

Höchstleistung von Maschine und Mensch brachte Jürgen Baumgarten<br />

auf die Idee, in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Chemikern<br />

eigene Öle zu entwickeln, die höchsten Ansprüchen gerecht werden und<br />

der Wunsch zur Gründung eines eigenen Unternehmens wuchs. Nach<br />

rund einem Jahr Vorbereitungszeit ging Baumarten 1998 in Mecklenburg-<br />

Vorpommern zusammen mit seinem damals dreiköpfigen Team an den<br />

Start und ließ sich das Patent „JB German Oil“ weltweit schützen.<br />

Was folgte, war eine Verknüpfung aus harter Arbeit und innovativem Unternehmergeschick.<br />

So standen in den ersten Jahren der Ölexperten, die<br />

zwischenzeitlich ein Betriebsgelände in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern)<br />

erworben und mit den entsprechenden Gebäuden versehen<br />

haben, der Export nach Osteuropa im Fokus der Vertriebstätigkeiten. Große<br />

Investitionen in Marketingaktivitäten sorgen parallel dafür, den guten<br />

Ruf der Marke mit den Initialen des Inhabers im Namen in der Welt zu publizieren.<br />

Mit dem Verkauf von Teilhaberschaften im Jahre 2008 fuhr Jürgen Baumgarten<br />

zwar das eigene Engagement geringfügig zurück, stellte dadurch<br />

allerdings weiter die Absicherung des Unternehmens in der Zukunft sicher.<br />

Heute wird Baumgarten zwar von einem langjährigen Mitarbeiterstamm<br />

unterstützt, doch sieht der Firmengründer nach wie vor den Erfolg der<br />

Marke „JB German Oil“ vor allen Dingen im persönlichen Kontakt zu den<br />

Kunden, deren Betreuung weitestgehend als „Chefsache“ deklariert ist.<br />

Mit vielen persönlichen Kontakten im Motorsport ermöglichte Baumgarten<br />

sich selbst mit seinen Produkten – „Made in Germany“ – einen tiefgehenden<br />

Einstieg in die Szene. „Wir möchten natürlich unsere Produkte<br />

auch gern im <strong>Bahnsport</strong> breiter einsetzen“, so Baumgarten, der jüngst zusammen<br />

mit Motorentuner Anton Nischler das Motoröl „Racing Motor Oil<br />

10600“ entwickelt hat, das durch optimale Leistung und Schmierfähigkeit<br />

überzeugt. Erfahrung durch den jahrelangen erfolgreichen Motorsport<br />

werden in die Serie übertragen, was zur Folge hat, dass die JB-Produkte<br />

auch internationale Zertifizierungen und Freigaben von den bekanntesten<br />

und größten Fahrzeugherstellern bekommen.<br />

Der persönliche Kontakt (hier<br />

Diana Artamonova am Telefon)<br />

zu den internationalen Kunden<br />

wird großgeschrieben und gilt<br />

als Garant für den Erfolg des<br />

Unternehmens<br />

Motiviertes und permanent geschultes<br />

Personal sorgt für Flexibilität<br />

und Zuverlässigkeit innerhalb<br />

der Auftragsabwicklung<br />

Sandra Pietzner, Prokuristin im Hause JB German Oil, lenkt<br />

die Vertriebsaktivitäten an der Seite von Jürgen Baumgarten<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL<br />

Premier League Play-offs - Finale<br />

Zu wenig für Glasgow<br />

Sowohl Glasgow als auch Edinburgh wurden 1928 gegründet. Beide<br />

Teams waren in dieser Saison gleich heimstark! Darauf hatten so viele gewartet:<br />

Ein rein schottisches Duell um die Meisterschaft in der Premier<br />

League. Glasgow hatte an diesem Freitag zuerst Heimrecht. Es war eine<br />

ganz besondere Stimmung im Ashfield-Stadion. Und es begann sehr nervös.<br />

Nicht weniger als sechs Re-runs gab es in den ersten sieben Läufen!<br />

Bis dahin konnten die Gastgeber sich lediglich mit nur einem Punkt „absetzen“.<br />

Nicht nur das. In Heat 7 verloren sie zu allem Überfluss ihren Kapitän<br />

Aaron Summers. Hynek Stichauer stürzte in der zweiten Kurve.<br />

Summers konnte nicht mehr ausweichen und fuhr in den Tschechen. Bis<br />

Lauf 11 konnte Glasgow dennoch einen 7-Punkte-Vorsprung herausfahren.<br />

Die verbliebenen vier Läufe endeten unentschieden. Eine alles in allem<br />

gute Vorstellung der Tiger. Erst recht, weil Kapitän Summers nach seinem<br />

Sturz in Lauf 7 nicht mehr am Rennen teilnehmen konnte. Aber die 7<br />

Punkte Vorsprung würden in Edinburgh sicherlich dahinschmelzen wie<br />

Butter in der Sonne.<br />

Kevin Wölbert fuhr auf sehr gutem Niveau zwei Laufsiege und zwei 2. Plätze<br />

ein. Erik Riss’ Leistung war mit einem 0-2*-S-3 zwar durchwachsen,<br />

aber ein Sam Masters’ 1-2-1-1* dafür enttäuschend. Der Australier hatte<br />

mehrfach Maschinenprobleme. Robert Branford stürzte in Heat 2 und<br />

konnte nicht weiter am Rennen teilnehmen.<br />

Ergebnis: Glasgow, 48 Punkte (Richard Lawson 13, James Sarjeant <strong>12</strong>, Nick Morris 9, Victor Palovaara<br />

7, Hynek Stichauer 4, Aaron Summers 3); Edinburgh, 41 (Craig Cook 11, Kevin Wölbert 10, Justin<br />

Sedgmen 7, Sam Masters 5, Erik Riss 5, Max Clegg 3, Robert Branford 0).<br />

Edinburgh, noch Fragen?<br />

So wie in Glasgow drängten sich nur einen Tag später auch in Edinburgh<br />

die Fans ins Stadion. Jeder wollte dabei sein und pure Schottenpower erleben!<br />

Aber schnell wurde klar, dass die Tigers an diesem Abend keine<br />

Chance hatten. Aaron Summers konnte verletzungsbedingt nicht eingesetzt<br />

werden. Er brach sich zwei Knochen in seiner Hand und Theo Pijper,<br />

der als Ersatzfahrer für den ebenfalls verletzten Kauko Nieminen fuhr, war<br />

mit einem 1*-0-0-S-A eine Fehlbesetzung. Sam Masters machte die Enttäuschung<br />

von Glasgow mehr als wett und brillierte mit einem Maximum.<br />

Das wäre Kevin Wölbert auch fast gelungen. Aber er musste in Lauf 5 eine<br />

Niederlage gegen Richard Lawson und Erik Riss einstecken. Erik fuhr ein<br />

wichtiges 1-2-S-3 heraus. Robert Branford musste – nach seinem Sturz am<br />

Vortag – auf einen Start verzichten. Es ist der fünfte Meistertitel für die<br />

Monarchs und die Krönung einer erneut sensationellen Saison. Nur Somerset<br />

verhinderte mit dem Gewinn des Knockout-Cup-Finals den totalen<br />

Triumph der Schotten.<br />

Aber seinerzeit fuhr Edinburgh auch ohne die große Stütze des Vereins,<br />

Kevin Wölbert, der verletzt an beiden Pokalfinals nicht teilnehmen konnte.<br />

Einen Wermutstropfen gab es dennoch für den neuen Meister: Deren<br />

Nummer 1 Craig Cook verlässt den Club und wird definitiv nicht in der<br />

nächsten Saison für Edinburgh fahren! Für Glasgow begann <strong>2015</strong> eine<br />

neue Zeit. Über zwei Millionen Euro pumpten die neuen Eigentümer Gerry<br />

und Michael Facenna in den Verein und man kann davon ausgehen, dass<br />

sich die Tigers im nächsten Jahr weiter erheblich verstärken werden.<br />

Ergebnis: Edinburgh, 58 Punkte (Kevin Wölbert 13, Sam Masters <strong>12</strong>, Craig Cook 9, Justin Sedgmen<br />

9, Max Clegg 8, Erik Riss 6, Liam Carr (Gast) 1); Glasgow, 32 (Richard Lawson 10, Nick Morris 9,<br />

James Sarjeant 5, Hynek Stichauer 5, Victor Palovaara 2, Theo Pijper (Gast) 1).<br />

Edinburgh gewinnt 99:80.<br />

NATIONAL LEAGUE<br />

Pl./Club<br />

R S U N Ges.<br />

1. Birmingham (1) 18 14 0 4 48<br />

2. Eastbourne (2) 18 <strong>12</strong> 1 5 42<br />

3. Cradley (3) 18 11 0 7 37<br />

4. Coventry (5) 16 9 0 7 30<br />

5. Rye House (4) 18 9 1 8 30<br />

6. King’s Lynn (6) 18 8 0 10 24<br />

7. Mildenhall (8) 18 7 0 11 22<br />

8. Buxton (7) 18 6 0 <strong>12</strong> 20<br />

9. Stoke (10) 18 6 1 11 19<br />

Kent (9) 18 4 1 13 18<br />

ENGLAND<br />

National<br />

League<br />

Ergebnisse: Stoke - Rye House 43:47 Punkte;<br />

Buxton - King’s Lynn 45:47; Stoke -<br />

King’s Lynn 57:36; Coventry - Eastbourne<br />

(Daniel Spiller A-A-A-2=2) 57:32; Coventry -<br />

Mildenhall 55:36.<br />

National<br />

League<br />

Knockout Cup<br />

Halbfinale: King’s Lynn - Cradley 39:51<br />

Punkt.; Cradley - King’s Lynn 57:33. Cradley<br />

gewinnt 108:72.<br />

„Unter deutscher Flagge“: Die Monarchen<br />

(v.l. Justin Sedgmen, Max Clegg,<br />

Craig Cook, Sam Masters, Liam Carr,<br />

vorne Erik Riss und Kevin Wölbert)<br />

feiern ihren Premier-<br />

League-Meistertitel<br />

Finale<br />

Abbruch<br />

Der Regen machte einen vermeintlich großen Pokalabend zunichte. Nur<br />

zwei Heats konnten ohne Stürze bzw. Ausfälle absolviert werden. Gleich<br />

dreimal kam der Bahndienst bis zur Pause nach Lauf 8 zum Einsatz. Die<br />

Gäste waren auch ohne Daniel Spiller gut in Form und führten bis zum<br />

neunten Lauf mit 4 Punkten. Dank eines doch etwas unerwarteten 5:1<br />

durch Max Clegg und Gastfahrer Jack Smith über Marc Owen und den gestürzten<br />

Gastfahrer Martin Knuckey erreichte der Titelverteidiger noch<br />

ein Unentschieden, denn nach dem zehnten Lauf musste das Rennen wegen<br />

Erreichens der Sperrstunde abgebrochen werden.<br />

Ergebnis (Abbruch nach Lauf 10): Cradley, 30 Punkte (Daniel Ayres (Gast) 9, Arron Mogridge 8, Max<br />

Clegg 6, Matt Williamson 4, Jack Smith (Gast) 2, Tyler Govier 1); Eastbourne, 30 (Richard Andrews 7,<br />

Marc Owen 7, Bradley Wilson-Dean 5, Martin Knuckey (Gast) 4, Kelsey Dugard 4, Ben Hopwood 3).<br />

Cradley entzaubert<br />

Titelverteidiger Cradley verkaufte sich mehr als gut. Bis zum großen Regen<br />

(Lauf 10) konnte Eastbourne einen klaren <strong>12</strong>-Punkte-Vorsprung herausfahren.<br />

Nachdem das Wetter wieder besser wurde, kam Cradley besser<br />

mit den Bahnverhältnissen zurecht. Mit zwei 5:1-Siegen in den letzten<br />

beiden Läufen hätten die Heathens noch ein alles entscheidendes Stechen<br />

erzwingen können. Das wäre dann fast noch gelungen. In Heat 14<br />

fuhren Jack Smith und Arron Mogridge das erste 5:1 gegen Daniel Spiller<br />

und Richard Andrews ein. Bradley Wilson-Dean behielt aber im letzten<br />

Lauf die Nerven und fuhr mit Daniel Spiller ein 3:3 und sicherte Eastbourne<br />

den Pokalsieg! Daniel Spiller fuhr ein 3-S-3-1-0 und konnte sich<br />

mit seiner gesamten Leistung in der National League in die Average-<br />

Top-20 platzieren.<br />

Ergebnis: Eastbourne, 47 Punkte (Bradley Wilson-Dean 14, Richard Andrews 7, Daniel Spiller 7, Georgie<br />

Wood 6, Marc Owen 5, Kelsey Dugard 4, Ben Hopwood 4); Cradley, 43 (Max Clegg <strong>12</strong>, Daniel<br />

Ayres (Gast) 11, Matt Williamson 9, Arron Mogridge 5, Jack Smith (Gast) 5, Luke Harris 1).<br />

Eastbourne gewinnt 77:73.<br />

Elite League<br />

Neue Verträge<br />

So richtig glücklich wurde Hans Andersen in Coventry nicht. Trotz gutem<br />

Endspurt genügte es nur für einen Average in Höhe von 7,19 Punkten. Der<br />

ehemalige Grand-Prix-Fahrer verließ nun den Midlands-Club und heuerte<br />

bei den Poole Pirates an. Auch Joonas Kylmäkorpi verlässt Coventry und<br />

unterzeichnete für Wolverhampton. Die Wolves stehen noch in Verhandlungen<br />

mit Freddie Lindgren. Chris Harris und Daniel King hingegen verlängerten<br />

ihr Engagement bei den Bees um mindestens eine Saison.<br />

26 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


ELITE LEAGUE TOP-20<br />

The Abbey Farewell - Swindon<br />

Emotionen<br />

Eigentlich sollte das Abbey-Stadion in Blunsdon für immer geschlossen werden<br />

und 2016 weiteren Platz für Eigenheime und Eigentumswohnungen machen. Ein<br />

neues Stadion soll in der Nachbarschaft gebaut werden. Aber die Bauarbeiten verzögern<br />

sich und somit werden die Rotkehlchen wohl doch noch ein Weilchen im<br />

Abbey-Stadion fahren können. Dennoch war es ein sehr emotionaler Abend. Erst<br />

recht, als der fast 81-jährige Barry Briggs mit dem 81-jährigen Michael Broadbank<br />

auf ganz alten JAPs einige Runden drehte. Beide schrieben für Swindon absolute<br />

Speedwaygeschichte.<br />

Das eigentliche Rennen der beiden eher mager besetzten Teams gewannen die<br />

Hausherren recht deutlich. Sam Masters für Swindon und Chris Harris verdarben<br />

sich gegenseitig ihr Maximum! Zuerst besiegte der Australier (der für Peter Kildemand<br />

an den Start ging) in Lauf 10 Chris Harris – dann konterte der Brite nur zwei<br />

Läufe später. Masters gewann – mit einem Start-Ziel-Sieg – außerdem noch das<br />

Demonstrationsrennen mit neuen NSF/Jawa-Motoren, für die sich Sam Ermolenko<br />

in Großbritannien sehr engagiert.<br />

Ergebnis: Swindon, 43 Punkte (Sam Masters 11, Grzegorz Zengota 10, Troy Batchelor 10, Nicolai Klindt 5, Kyle<br />

Howarth 3, Lewis Rose 3, Peter Karger 1); Elite League Auswahl, 35 (Chris Harris 11, Ricky Wells 6, Kyle<br />

Newman 6, Justin Sedgmen 5, Daniel King 3, Adam Ellis 3, Robert Branford 1).<br />

Ermolenkos NSF/Jawa-Demonstrationsrennen - 1. Halbfinale: 1. Harris; 2. Klindt; 3. Newman; 4. Ermolenko.<br />

2. Halbfinale: 1. Masters; 2. King; 3. Sedgmen A.<br />

Finale: 1. Masters; 2. Harris; 3. King; 4. Klindt<br />

Pl./Name Nat. Club R Ave.<br />

1. Darcy Ward (-) AUS Swindon 10 10,40<br />

2. Jason Doyle AUS Leicester 27 9,39<br />

3. Maciej Janowski PL Poole 29 9,38<br />

4. Niels-Kristian Iversen DK King’s Lynn 28 9,09<br />

5. Andreas Jonsson S Lakeside 20 8,40<br />

6. Chris Harris GB Coventry 29 8,34<br />

7. Rory Schlein AUS King’s Lynn <strong>12</strong> 8,15<br />

8. Matej Zagar SLO Belle Vue 26 8,03<br />

9. Scott Nicholls GB Belle Vue 32 7,92<br />

10. Peter Kildemand DK Swindon 7 7,88<br />

11. Chris Holder AUS Poole 33 7,86<br />

<strong>12</strong>. Craig Cook GB Belle Vue 26 7,86<br />

13. Grzegorz Zengota PL Swindon 29 8,70<br />

14. Robert Lambert GB King’s Lynn 23 7,65<br />

15. Davey Watt AUS Poole 29 7,57<br />

16. Troy Batchelor AUS Swindon 25 7,55<br />

17. Joonas Kylmäkorpi FIN Coventry 24 7,45<br />

18. Nick Morris AUS Swindon 24 7,42<br />

19. Hans Andersen DK Coventry 27 7,29<br />

20. Aaron Summers AUS Swindon 10 7,24<br />

PREMIER LEAGUE TOP-20<br />

Chris Harris, Freddie Lindgren und Ricky Wells<br />

Olympique Wolverhampton<br />

Freddies Rekord<br />

Zum sechsten Mal gewann Freddie Lindgren die traditionelle Olympique in Wolverhampton.<br />

Damit egalisierte er den All-Time-Rekord von Ole Olsen. Der Däne<br />

fuhr 1970 bis 1975 für die Wolves. Und in jedem dieser Jahre konnte er diesen prestigeträchtigen<br />

Klassiker gewinnen! Das Rennen wurde wieder in einem Handicapsystem<br />

ausgetragen. Der Gewinner eines Laufes startet in seinem nächsten Heat<br />

mit einem Handicap von 20 Metern Rückstand. Der zweite mit 15 Metern und der<br />

Dritte mit 10 Metern. Nur der Letzte kann im Folgelauf direkt an den Bändern starten.<br />

Was vielleicht langweilig klingt, ist seit Jahrzehnten ein sportlicher Erfolg in<br />

Monmore Green. So gab es auch in diesem Rennen einige sehr gute Läufe zu sehen.<br />

Lindgren war an diesem Montagabend bestens aufgelegt. So hätten ihn die<br />

Fans gern in jedem Rennen der Wölfe erlebt. Freddie gab nur 2 Punkte in Heat 5 an<br />

Ricky Wells und Victor Palovaara ab. Um die weiteren Plätze auf dem Siegerpodest<br />

gab es ein Stechen mit allen 10-Punkte-Fahrern, das Ricky Wells gewinnen konnte.<br />

Ergebnis: 1. Fredrik Lindgren, 13 Punkte; 2. Ricky Wells, 10; 3. Chris Harris, 10; 4. Scott Nicholls, 10; 5. Jacob<br />

Thorssell, 10; 6. Sam Masters, 9; 7. Victor Palovaara, 8; 8. Joel Andersson, 8; 9. Nicolai Klindt, 7; 10. Ben Barker,<br />

7; 11. Justin Sedgmen, 7; <strong>12</strong>. Aaron Summers, 7; 13. Kyle Howarth, 5; 14. Paul Starke, 5; 15. Max Clegg, 3;<br />

16. Peter Karger, 1.<br />

• Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill<br />

Kevin Wölbert<br />

bleibt Monarch<br />

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte<br />

uns die Nachricht, dass<br />

Kevin Wölbert auch die nächste<br />

Saison wieder für die Edinburgh<br />

Monarchs fahren wird. Promoter<br />

John Campbell freut sich auf eine<br />

weitere Saison mit den „German<br />

Boys“, denn auch Erik Riss startet<br />

wieder für die „Monarchs“.<br />

Pl./Name Nat. Club R Ave.<br />

1. Simon Stead GB Sheffield 6 11,43<br />

2. Craig Cook GB Edinburgh 45 10,47<br />

3. Daniel King GB Ipswich 32 9,91<br />

4. Edward Kennett GB Rye House 34 9,55<br />

5. Kevin Wölbert D Edinburgh 40 9,35<br />

6. Josh Grajczonek AUS Somerset 39 9,14<br />

7. Ricky Wells USA Workington 29 9,07<br />

8. Aaron Summers AUS Glasgow 41 9,03<br />

9. Sam Masters AUS Edinburgh 33 8,97<br />

10. Richard Lawson GB Glasgow 42 8,92<br />

11. Brady Kurtz AUS Somerset 37 8,90<br />

<strong>12</strong>. Robert Lambert GB Rye House 21 8,79<br />

13. Claus Vissing DK Berwick 9 8,54<br />

14. Lasse Bjerre DK Redcar 20 8,53<br />

15. Josh Auty GB Scunthorpe <strong>12</strong> 8,51<br />

16. Jason Garrity GB Sheffield 25 8,50<br />

17. Justin Sedgmen AUS Edinburgh 45 8,39<br />

18. Steve Worrall GB Newcastle 34 8,38<br />

19. Anders Thomsen DK Peterborough 6 8,29<br />

20. Ty Proctor AUS Sheffield 11 8,26<br />

NATIONAL LEAGUE TOP-20 ABSCHLUSSTABELLE<br />

Pl./Name Nat. Club R Ave.<br />

1. Adam Ellis GB Birmingham 20 10,72<br />

2. Robert Branford GB Rye House 19 10,44<br />

3. Max Clegg GB Cradley 23 10,13<br />

4. Bradley Wilson-Dean GB Eastbourne 35 10,08<br />

5. Ben Morley GB Kent 27 10,00<br />

6. Zach Wajtknecht GB Birmingham 21 9,96<br />

7. Matt Williamson GB Cradley 24 9,15<br />

8. Tom Perry GB Birmingham 20 9,00<br />

9. Dan Greenwood GB Coventry 14 8,93<br />

10. James Cockle GB King’s Lynn 9 8,82<br />

11. Kyle Hughes GB Rye House 30 8,82<br />

<strong>12</strong>. Tony Atkin GB Buxton 20 8,54<br />

13. Daniel Halsey GB Mildenhall 25 8,30<br />

14. Luke Crang GB Coventry 6 8,29<br />

15. Lee Payne GB Stoke 21 8,27<br />

16. Nathan Greaves GB Cradley 7 8,13<br />

17. Connor Mountain GB Mildenhall 24 7,93<br />

18. James Shanes GB Kent 27 7,90<br />

19. Marc Owen GB Eastbourne 35 7,85<br />

20. Daniel Spiller D Eastbourne 16 7,78<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 27


INTERNATIONAL<br />

EINZELMEISTERSCHAFT<br />

Semifinals: 19./20.<strong>12</strong>. Nowosibirsk,<br />

Schadrinsk, Sterlitamak, Ufa; Finale 1:<br />

26./27.<strong>12</strong>. Togliatti; Finale 2: 3./4.1.16<br />

Schadrinsk.<br />

LANDESPOKAL<br />

Runde 1: 6./7.2.2016 Wiatskije Poljany;<br />

Runde 2 : 5./6.3. Neftekamsk.<br />

MFR-POKAL<br />

Runde 1: 6./7.2.2016 Sterlitamak; Runde<br />

2: 5./6.3. Wiatskije Poljany.<br />

JUNIOREN-EINZELMEISTERSCHAFT<br />

Semifinals: 23./24.1.2016 Kumertau,<br />

Theo Pijper vor Sascha Stumpe<br />

NIEDERLANDE<br />

Speedwayrennen Lelystad - 9.11.<strong>2015</strong><br />

Endlich auch wieder Rennen<br />

Nach fünf Jahren Abstinenz wurde im niederländischen Lelystad wieder<br />

ein Rennen gestartet. Nachdem ein neuer Pächter das Gelände übernommen<br />

hatte, konnte nun, nachdem zuerst nur Trainings gefahren wurden,<br />

auch noch ein Rennen ausgerichtet werden. Da der erste Termin am 17.10.<br />

wegen starker Regenfälle ausfiel, wurde mit dem 9. November ein neuer<br />

Termin gefunden. Bei bestem Wetter traten 50 Fahrer in den Klassen von<br />

<strong>12</strong>5 bis 500 ccm an und boten spannende Rennen an. Auch einige Stürze<br />

waren zu verzeichnen, die aber glücklicherweise glimpflich ausgingen.<br />

Bei den internationalen Solisten beherrschten in den Vorläufen Jason Jörgensen<br />

und Theo Pijper das Feld. Aus den Vorläufen und dem Semifinale<br />

ging der Däne klar als Sieger hervor. Im Finale führte erst Pijper das Feld<br />

an, wurde dann aber von Jörgensen überholt und siegte vor Pijper, Tim Sörensen<br />

und Mark Frimudt. Den 5. Rang belegte Pascal Swart. Onno Rykena<br />

(Norden, 5 Punkte) und Sascha Stumpe (Wagenfeld) hatten Pech. Stumpe<br />

stürzte in einem Lauf zweimal und wurde Letzter.<br />

Die nationale Kategorie gewann Buddy Prijs vor Sebastian Mortensen und<br />

Mika Meijer. Die 250-ccm-Klasse dominierte Mads Hansen vor Darrel de<br />

Vries, Niels Oliver Wessel und Celina Liebmann.<br />

Kevin Lück wurde hinter Harry McGurk und William Kruit Dritter in der<br />

<strong>12</strong>5-ccm-Klasse. • Text u. Fotos: Ubbo Bandy<br />

Ergebnisse - International 500 ccm: 1. Jason Jörgensen, DK, 18 Vorlaufpunkte; 2. Theo Pijper, 17;<br />

3. Tim Sörensen, DK, 13; 4. Mark Frimudt, DK, 10; 5. Pascal Swart, <strong>12</strong>; 6. Sebastian Mortensen, DK,<br />

11; 7. Romano Hummel, 11; 8. Nick Lourens, 9; 9. Mark Helmhout, 8; 10. Buddy Prijs, 5; 11. Henk<br />

Koonstra, 5; <strong>12</strong>. Niclas Nielsen, DK, 5; 13. Mika Meijer, 2; 14. Kelvin Bos, 2; 15. Sascha Stumpe, D,<br />

2; 16. Kelly Velda, 1.<br />

National 500 ccm: 1. Buddy Prijs, 9 Vorlaufpunkte; 2. Sebastian Mortensen, DK, 8; 3. Mika Meijer,<br />

6; 4. Dave Meijerink, 5; 5. Kevin Glorie, 3; 6. Onno Rykena, D, 2; 7. Jarno de Vries, 2; 8. Ferry Mulder,<br />

1.<br />

<strong>12</strong>5 ccm: 1. Harry McGurk, GB, <strong>12</strong> Vorlaufpunkte; 2. William Kruit, 8; 3. Kevin Lück, D, 9; 4. Christian<br />

Wagemans, 10; 5. Sem Ensting, 6; 6. Jeffrey Sijbesma, 5; 7. Nigel Hummel, 4; 8. Michael de Jong, 3;<br />

9. Nynke Sijbesma, 1; 10. Margriet Diever, 1.<br />

250 ccm: 1. Mads Hansen, DK, 11 Punkte; 2. Darrel de Vries, 8; 3. Niels Oliver Wessel, 7; 4. Celina<br />

Liebmann, 3.<br />

RUSSLAND<br />

Eisspeedwaytermine <strong>2015</strong>/2016<br />

Kamensk-Uralskij; Finale: 30./ 31.1. Luchowitsy.<br />

TEAMMEISTERSCHAFT (SUPERLIGA)<br />

Runde 1-2: <strong>12</strong>./13.<strong>12</strong>.<strong>2015</strong> Kamensk-<br />

Uralskij; Runde 3-4: 9./10.1.2016 Ufa;<br />

Runde 5-6 : 27./28.2. Togliatti.<br />

TEAMMEISTERSCHAFT (HÖHERE LIGA)<br />

Runde 1-2 : 13./14.2.2016 Schadrinsk;<br />

Runde 3-4: 20./21.2. Luchowitsy; Runde<br />

5-6: 27./28.2. Kumertau.<br />

Junioren-Teammeisterschaft<br />

Finale: 16./17.1.2016 Kamensk-Uralskij.<br />

POLEN<br />

Alfred-Smoczyk-Memorial - Leszno - 24.10.<br />

Sieg für Dudek<br />

Patryk Dudek wurde Sieger des Speedwayklassikers, der in Leszno ausgetragen<br />

wurde. Bei der 65. Ausgabe des Memorials erzielte der Pilot von<br />

Falubaz Zielona ein lupenreines Punktemaximum. „Ich freue mich, dass<br />

das Rennen für mich so gut gelaufen ist. Mein Team hat sehr gute Arbeit<br />

geleistet. Mein Name wird jetzt auf der Ehrentafel dieses prestigeträchtigen<br />

Memorials stehen. Das erfüllt mich mit Stolz“, sagte der 23-Jährige<br />

nach dem Turnier. Die restlichen Podestplätze belegten Fahrer des heimischen<br />

Vereines. Tobiasz Musielak kam auf insgesamt 13 Zähler und wurde<br />

Zweiter. Eine große Überraschung war Gesamtrang 3 von Bartosz Smektala.<br />

Der 17-Jährige holte 11 Punkte und rang im Stechen den punktgleichen<br />

Mateusz Szczepaniak nieder. Zunächst führte der Fahrer von Ostrovia,<br />

aber Smektala überholte in der Zielkurve seinen Widersacher und kam<br />

aufs Podium. Diesmal war das Starterfeld des Memorials nicht so stark<br />

wie sonst. Zum Teil lag es daran, dass die Speedwayelite in Australien<br />

weilte, wo die letzte GP-Runde und das Junioren-Team-WM-Finale stattfanden.<br />

Das Rennen sollte ursprünglich am 17. Oktober durchgeführt werden,<br />

musste aber aufgrund des regnerischen Wetters verlegt werden. Das<br />

Rennen in Leszno sahen sich ungefähr 3000 Zuschauer an.<br />

Ergebnis: 1. Patryk Dudek, 15 Punkte; 2. Tobiasz Musielak, 13; 3. Bartosz Smektala, 11+3; 4. Mateusz<br />

Szczepaniak, 11+2; 5. Sebastian Ulamek, 10; 6. Krystian Pieszczek, 10; 7. Dominik Kubera, 7;<br />

8. Damian Balinski, 7; 9. Marcin Nowak, 7; 10. Piotr Swiderski, 6; 11. Norbert Kosciuch, 6;<br />

<strong>12</strong>. Kacper Woryna, 5; 13. Krystian Rempala, 5; 14. Viktor Trofimov, UA, 3; 15. Ricky Wells, USA, 2;<br />

16. Rafal Konopka, 1.<br />

Rennen um „die Wappenkette der Stadt Ostrow“ - 25.10.<br />

Pieszczek unbezwingbar<br />

Traditionell schon fand der Abschluss der polnischen Speedwaysaison in<br />

Ostrow statt. Triumphator des zum 63. Mal ausgetragenen Rennens um<br />

„Die Wappenkette der Stadt Ostrow“ wurde Krystian Pieszczek. Der Fahrer<br />

aus Zielona Gora fand auf der 372 Meter langen Bahn keinen Bezwinger<br />

und stand bei der Siegerehrung vor zirka 1500 Fans ganz oben auf dem<br />

Podium. „Ich denke, das war ein interessantes Rennen. Es gab viele spannende<br />

Läufe und die Gegner kämpften verbissen um jede Position “, sagte<br />

der 20-jährige Sieger. Sein Teamkollege Patryk Dudek konnte nicht an seinen<br />

Erfolg in Leszno vom Vortag anknüpfen und musste sich mit dem<br />

2. Gesamtplatz zufriedengeben. Er erkämpfte 11 Zähler. Die niedrigste Podeststufe<br />

bestieg Sebastian Ulamek. Der 39-Jährige von ROW Rybnik verzeichnete<br />

zwei Siege und kam auf 10 Punkte. Dudek konnte sich im Rif-<br />

Saitgarejew-Gedächtnislauf an Pieszczek revanchieren und kreuzte als<br />

Erster die Ziellinie. Pieszczek wurde Zweiter, vor Ulamek und dem 18-jährigen<br />

Norbert Krakowiak vom heimischen Club Ostrovia.<br />

Ergebnis: 1. Krystian Pieszczek, 15 Punkte; 2. Patryk Dudek, 11; 3. Sebastian Ulamek, 10; 4. Robert<br />

Miskowiak, 9; 5. Nicklas Porsing, DK, 8; 6. Norbert Krakowiak, 8; 7. Mateusz Szczepaniak, 8; 8. Patryk<br />

Dolny, 8; 9. Tobiasz Musielak, 7; 10. Norbert Kosciuch, 7; 11. Piotr Swiderski, 7; <strong>12</strong>. Damian Balinski,<br />

7; 13. Marcin Nowak, 6; 14. Bartosz Smektala, 5; 15. Dominik Kubera, 3; 16. Dawid Stachyra, 1.<br />

„Nein“ für Daugavpils<br />

Die Mannschaft von Lokomotiv Daugavpils gewann die 1. Liga und dürfte<br />

laut Reglements in die Ekstraliga aufsteigen, doch die GmbH machte die<br />

Hoffnungen der Letten zunichte. Sie stellte Bedingungen, die für den Verein<br />

aus Daugavpils nicht zu erfüllen waren. Die Ekstraliga GmbH forderte<br />

unter anderem, dass sich der Verein in Polen registrieren und auch in Polen<br />

seine Heimrennen austragen soll. Darüber hinaus sollten nicht weniger<br />

als vier polnische Piloten (darunter beide Junioren) bei jedem Match<br />

eingesetzt werden. Die Letten appellierten an den Sportsgeist der Funktionäre<br />

der Ekstraliga GmbH, aber sie blieben unbeugsam und luden<br />

stattdessen das zweitplatzierte Team von Ostrovia ein. Doch der Verein<br />

sagte seine Teilnahme ab, weil er das nötige Budget nicht aufbringen<br />

kann. Als nächster war der Club aus Rybnik an der Reihe. Und da hatte die<br />

Ekstraliga GmbH Glück. Die Oberschlesier, die in der 1. Liga Dritte wurden,<br />

nahmen die Einladung an und werden im kommenden Jahr um den<br />

Teammeistertitel fahren.<br />

Da es in der höchsten Spielklasse Vereine gibt, die verschuldet sind, kann<br />

man noch nicht sagen, ob es keine Änderungen mehr bezüglich der Teilnehmerliste<br />

geben wird. Größte Probleme eine Startlizenz zu bekommen,<br />

wird wohl Stal Rzeszow haben. Falls der Club aus dem Südosten des Landes<br />

nicht an den Start gehen darf, bekommt wahrscheinlich GKM Grudziadz<br />

seine Chance. Die Mannschaft belegte in der vergangenen Saison in<br />

der Ekstraliga den letzten Platz und stieg ab, hat aber keine finanziellen<br />

Probleme und konnte seine besten Fahrer halten. Auch Falubaz Zielona<br />

Gora und Stal Gorzow müssen ihre Schulden los werden, bevor sie Lizenzen<br />

beantragen können. • Georg Dobes<br />

28 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


TSCHECHIEN<br />

Einzelmeisterschaft<br />

Milik holt das Gold<br />

Am 10. Oktober sollte in Pilsen das zweite Finale zur Einzelmeisterschaft<br />

ausgetragen werden. Aufgrund widriger Wetterbedingungen musste das<br />

Rennen jedoch abgesagt werden. Als neuer Termin wurde der 18. Oktober<br />

genannt, aber auch an diesem Tag konnte das Turnier nicht stattfinden.<br />

Den Organisatoren war es nämlich nicht gelungen, die Bahn entsprechend<br />

zu präparieren. Am nächsten Tag teilte Petr Moravec, Vorsitzender<br />

der <strong>Bahnsport</strong>kommission, mit, dass der Finallauf weder in Pilsen noch<br />

wo anders durchgeführt wird und ersatzlos gestrichen wurde. Als Endstand<br />

wurden die Resultate des ersten Finals gewertet, das am 2. Juni im<br />

Prager Marketa-Stadion stattfand. Vaclav Milik von Zlata Prilba holte in<br />

der Hauptstadt ein Punktemaximum und verteidigte damit seinen Meistertitel.<br />

Die Silbermedaille gewann Matej Kus von Marketa vor seinem<br />

Teamkollegen Josef Franc.<br />

Endstand: 1. Vaclav Milik, 15 Punkte; 2. Matej Kus, 14; 3. Josef Franc, <strong>12</strong>; 4. Jan Holub,<br />

10; 5. Eduard Krcmar, 10; 6. Tomas Suchanek, 9; 7. Zdenek Holub, 9; 8. Michal<br />

Skurla, 8; 9. Ondrej Smetana, 7; 10. Roman Cejka, 7; 11. Filip Sitera, 7; <strong>12</strong>. Michael<br />

Hadek, 4; 13. Jaroslav Petrak, 3; 14. Josef Novak, 2; 15. Filip Hajek, 2; 16. Michal Dudek,<br />

1.<br />

Vaclav Milik ist<br />

Tschechischer Meister<br />

Probleme der Extraliga<br />

In der vergangenen Saison kämpften vier Mannschaften in der Extraliga<br />

um den Landestitel. Doch am 2. November wurde bekannt, dass eines der<br />

teilnehmenden Teams künftig auf seine Teilnahme verzichten wird. PDK<br />

Mseno war einer der erfolgreichsten Vereine der letzten Jahre. Seit 2008<br />

ging die Mannschaft in der Extraliga an den Start und holte drei Goldmedaillen<br />

(2009, 2010, 2011), aber in der vergangenen Saison belegte man<br />

den 4. und damit letzten Rang. Im kommenden Jahr wird Mseno nicht<br />

mehr dabei sein. „Nach der Verletzung von Filip Sitera haben wir keine eigenen<br />

Fahrer mehr. Darüber hinaus gibt es große Probleme mit der Bahn.<br />

In der kommenden Saison werden wir nur ein Rennen am 1. Mai organisieren“,<br />

sagte Petr Vandirek, der seit einigen Jahren Teammanager von PDK<br />

ist.<br />

Durch den Verzicht des Clubs aus Mseno hat sich die Situation der Extraliga<br />

sehr kompliziert, aber Petr Moravec fand bald eine Lösung. Er wandte<br />

sich an die Clubs aus Pilsen und Brezolupy mit der Bitte, eine gemeinsame<br />

Mannschaft für die Liga zu bilden. Beide Vereine entsprachen der Bitte<br />

von Moravec und werden sich zu den Teams aus Pardubice, Prag und Slany<br />

gesellen. PK Pilsen holte zwei Meistertitel (1994, 2007) und fuhr zuletzt<br />

2010 in der Extraliga. Für den Verein starten unter anderem Jan Holub und<br />

Michael Hadek. AK Brezolupy wurde 1996 tschechischer Team-Vizemeister<br />

und beendete vier Jahre später seine Starts in der Extraliga. Im Kader<br />

der Mannschaft sind unter anderem Martin Malek, Patrik Mikel und Martin<br />

Gavenda.<br />

Interessant, dass beide Clubs zirka 400 Kilometer voneinander trennen.<br />

Pilsen liegt im Westen des Landes, ungefähr 70 Kilometer von der deutschen<br />

Grenze entfernt, während Brezolupy sich im Osten, kurz vor der slowakischen<br />

Grenze befindet. • Texte: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan<br />

Daniel Gappmaier (2), Max Dilger (1) und Norbert Magosi (3)<br />

ÖSTERREICH<br />

Speedway Mureck - 10. Josef-“Bubi“-Bössner-Memorial - 18.10.<strong>2015</strong><br />

Endlich Speedway<br />

Für das ausgehungerte (betreffend heimische Veranstaltungen) Publikum<br />

gab es richtige Hausmannskost. Keine Weltklassefahrer, aber ein stärkemäßig<br />

gut zusammengesetztes Hauptfeld aus acht Nationen brachte guten<br />

Sport in die steirische Speedwaymetropole; dazu gab es einen deutschen<br />

Sieger, der wie ein Einheimischer gefeiert wurde. Zur Erinnerung<br />

und Veranschaulichung: Dieses Meeting war das vierte und zugleich letzte<br />

der heurigen Saison. Es ist zwar schon einige Zeit her, doch in den rotweiß-roten<br />

Hochzeiten waren es mehr als zehnmal so viele. Ohne Peter<br />

Kirchsteiger hätte es heuer noch finsterer ausgesehen. Ein Enthusiast<br />

reinsten Wassers, der auch etwas für die Jugend tut. Während die Sonne<br />

durch die Wolkendecke durchzublinzeln begann und für gute äußere Verhältnisse<br />

sorgte, ließ der Auftaktsieg von Daniel Gappmaier gleich gute<br />

Stimmung im Publikum aufkommen. Dann zeigten sich die Rempala-<br />

Brothers von ihrer starken Seite und holten sich je 3 Punkte. Schließlich<br />

meldete sich Max Dilger und er sollte es sein, der sich verdient an der Spitze<br />

hielt. Mit 13 Punkten war er jedenfalls nach 20 Läufen der alleinige<br />

Spitzenreiter und wie der Zweitplatzierte Gappmaier für das Finale des<br />

Bössner-Memorials direkt qualifiziert. Für den Salzburger lief es nach<br />

dem Beginn nicht ganz rund. Mit „des Motorradl is net so richtig gangn“<br />

ließ er seinen Dialekt voll laufen, „aber wir haben es dann doch hinbekommen.<br />

Im Finale habe ich eine zu tiefe Rille erwischt, bin aufgesessen<br />

und habe Vortrieb verloren.“ Doch der Verlust des Vortriebes war nicht so<br />

stark, um den 2. Tagesrang zu gefährden. Um die beiden weiteren Finalplätze<br />

hatten vorerst noch die Rempalas, Stojs und Magosi zu kämpfen.<br />

Dabei ging es etwas hektisch zu und nach einem Doppelsturz von Marcin<br />

Rempala und Stojs waren beide draußen. Der Pole infolge seiner Disqualifikation,<br />

der Slowene infolge seiner Verletzung, die glücklicherweise<br />

nicht schwer war. Magosi konnte im Finale Platz 3 vor Tomasz Rempala erringen.<br />

Der Abschwung von der Erfolgslinie begann bei den Polen mit dem<br />

dritten Durchgang, in dem Marcin Rempala die Startbänder riss und disqualifiziert<br />

wurde. Tomasz Rempala vergab seine Chancen nach drei Laufsiegen<br />

durch zwei 3. Plätzen. Zuerst landete das Duo Dilger/Malek vor<br />

ihm, dann waren es Gappmaier und sein eigener Bruder, der zu diesem<br />

Zeitpunkt auch jeden Punkt benötigte. Denis Stojs fuhr an diesem Tag<br />

stark und wäre ein ernstzunehmender Finalkonkurrent geblieben. Doch<br />

wie erwähnt, bugsierte ihn Marcin Rempala hinaus. Martin Malek verpasste<br />

mit einem schlechten Auftakt den Anschluss und wurde Siebter vor<br />

dem Ukrainer Melnychuk und dem erstmals in Österreich gestarteten Polen<br />

Marcin Turowski. Dahinter landete Sandro Wassermann („ein geiler<br />

Tag, Mureck ist eine coole Strecke, ich komme wieder“), der sich als Ersatz<br />

für Adrian Wozniak erst im dritten Durchgang einschaltete und beachtenswerte<br />

6 Punkte herausholen konnte. Etwas farblos Dennis Pedersen<br />

(11) und Igor Kopek-Sobczynski (<strong>12</strong>). Der Jüngste im Felde, Mike Jacopetti,<br />

wurde Vierzehnter vor dem zweiten Österreicher Alexander Schaaf. Das<br />

500-ccm-Beiprogramm ging an Alexander Schreiner, der ein Lichtblick für<br />

die heimische Szene werden kann. Sandro Wassermann, der nach drei<br />

von vier Läufen vorne lag, wechselte ins Hauptprogramm und blieb Zweiter<br />

vor Josef Fasching und dem Polen Marcin Zielinski. Einen deutschen<br />

Doppelerfolg gab es in der <strong>12</strong>5er Klasse. Tim Wunderer konnte im Finale<br />

die bis dahin punktgleichen Mitstreiter Maximilian Troidl und Denis Zielinski<br />

(PL) in Schach halten; auf Platz 4 Luca Kastner (D) vor dem besten<br />

heimischen Teilnehmer Sebastian Kössler. • Text u. Foto: Alfred Domes<br />

Ergebnis: 1. Max Dilger, D, 13 Punkte; 2. Daniel Gappmaier, A, <strong>12</strong>; 3. Denis Stojs, SLO, <strong>12</strong>; 4. Marcin<br />

Rempala, PL, 11; 5. Tomasz Rempala, PL, 11; 6. Norbert Magosi, H, 11; 7. Martin Malek, CZ, 9; 8. Stanislav<br />

Melnychuk, UKR, 9; 9. Marcin Turowski, PL, 6; 10. Sandro Wassermann, D, 6; 11. Dennis Pedersen,<br />

DK, 5; <strong>12</strong>. Igor Kopec-Sobczynski, PL, 5; 13. Mike Jacopetti, D, 3; 14. Ondrej Smetana, CZ,<br />

3; 15. Alexander Schaaf, A, 2; 16. Martin Mejtsky, CZ, 1; 17. Adrian Wozniak, PL, 2.<br />

Finallauf: 1. Dilger; 2. Gappmaier; 3. Magosi; 4. Tomasz Rempala.<br />

Dezember '15 BAHNSPORT AKTUELL 29


NOTIZEN<br />

DMV Landesgruppe Südbayern e.V.<br />

JHV in Neuötting<br />

Vorsitzender Robert Weiss begrüßte am 25.10.<strong>2015</strong> im El Loquito zahlreiche<br />

Deutsche, Bayerische und Landesgruppenmeister. Sein besonderer<br />

Gruß galt dem 1. Bürgermeister der Stadt Neuötting, Herrn Peter Haugeneder,<br />

dem Ehrensportleiter der DMV-Landesgruppe Südbayern Florian<br />

Betzl sowie den Clubvorsitzenden Anja Schreiner (AMSC Übersee), Daniel<br />

Fuchs ( MSC Teisendorf), Josef Vetter (AMC Neuötting), Wolfgang Kunz<br />

(MSC Tacherting), Rudi Riermeier (MSC Pocking), Tino Anker (MTG Kiefersfelden)<br />

und Josef Ways (AMC Moosinning). Herzlich willkommen hieß der<br />

Vorsitzende auch die Referenten der LG Südbayern Alois Bachhuber, Alois<br />

Rieß, Peter Schmiedeknecht, Peter Kopp und Franz Sollinger. Sodann bat<br />

Weiss für die Verstorbenen um eine Gedenkminute.<br />

Robert Weiss bedankte sich bei allen Referenten der Landesgruppe, den<br />

Jugendleitern Petra Rautter und Anja Schreiner sowie bei Franz Straubinger<br />

für die Auswertungen der gesamten Ergebnislisten sehr herzlich. Sehr<br />

erfreulich sei es, dass die LG Südbayern mit Gerlinde und Hans Wagner<br />

wieder Kartreferenten vorweisen könne. Eine weitere erfreuliche Feststellung<br />

war für die DMV-LG, dass die FIM bereits Mitte Oktober den endgültigen<br />

Veranstalterkalender veröffentlichte. Abschließend bedankte sich<br />

Robert Weiss noch bei seinen Vorstandskollegen für die sehr gute Zusammenarbeit<br />

im vergangenen Jahr. Im Geschäftsbericht informierte Klaus-<br />

Peter Schmiedeknecht über den Zeitraum ab der letzten JHV am 30.11.<br />

2014. Schatzmeister Alexander Lutz gab mit dem Kassenbericht über ein<br />

umfangreiches Zahlenwerk Auskunft. Die Kassenrevisoren Franz Sollinger<br />

und Peter Kopp bescheinigten der Versammlung eine einwandfreie<br />

Kassenführung. Die Entlastung des gesamten Vorstandes erfolgte ebenfalls<br />

einstimmig.<br />

Zahlreiche Pokale wurden von der Jugendleiterin Anja Schreiner und vom<br />

Sportvorstand Günther Bauer an die Landesgruppenmeister der jeweiligen<br />

Klassen übergeben. <strong>Bahnsport</strong>referent Alois Bachhuber informierte<br />

die Versammlung über die Eisspeedway-WM <strong>2015</strong> in Inzell und die Deutsche<br />

Langbahnmeisterschaft in Pfarrkirchen. Dem deutschen Eisspeedwaymeister<br />

Günther Bauer überreichte Bachhuber ein Präsent.<br />

Nachdem der bisherige 2. Vorstand Günther Bauer künftig den Bereich<br />

Vorstand Sport leitet, war die Stelle des Vorstandstellvertreters neu zu<br />

besetzen. Die offene Wahl ergab folgendes Ergebnis: Vorstandsvorsitzender<br />

Robert Weiss, Vorstandsstellvertreter Kai Schmiedeknecht, Vorstand<br />

Sport Günther Bauer, Schatzmeister Alexander Lutz, Geschäftsführer<br />

Klaus-Peter Schmiedeknecht. Die Versammlung bestätigte auch Jugendleiterin<br />

Anja Schreiner sowie die Kartreferenten Gerlinde und Hans Wagner<br />

in ihren Ämtern. Außerdem wurden wiedergewählt: die Beisitzer Alois<br />

Bachhuber (<strong>Bahnsport</strong>referent), Alois Rieß (Motocrossreferent), Manfred<br />

Peter (Pressereferent), Klaus-Peter Schmiedeknecht (Tourensportreferent)<br />

sowie die Kassenrevisoren Peter Kopp und Franz Sollinger. Das<br />

Schiedsgericht besteht aus Konrad Wimmer, Rudi Riermeier, Daniel<br />

Fuchs, Markus Eibl und Wolfgang Kunz.<br />

Die nächste Jahreshauptversammlung findet am 23. Oktober 2016 in<br />

Übersee/Feldwies statt.<br />

Vorstand Sport Günther<br />

Bauer und <strong>Bahnsport</strong>referent<br />

Alois Bachhuber (rechts)<br />

Foto links: Vorstandsstellvertreter Kai Schmiedeknecht<br />

DMV-MSJ-Meisterehrung<br />

Am 9.11.<strong>2015</strong> fand die erste gemeinsame DMV- und MSJ Meisterehrung in<br />

92 Jahren DMV und über 35 Jahren MSJ in Suhl (Thüringen) im schönen<br />

Ringberghotel statt. Erstmals führten Ralf Frache als MSJ-Vorsitzender sowie<br />

René Schäfer als DMV-Vizepräsident durch das Programm.<br />

Auch die <strong>Bahnsport</strong>fraktion war wieder stark vertreten. So wurden die<br />

Black Forest Eagles des MSC Berghaupten für ihren großartigen Sieg im<br />

Speedway Team Cup geehrt. Stellvertretend für das gesamte Team waren<br />

David Pfeffer, die Brüder Daniel und Ethan Spiller, Robert Lambert, Teammanager<br />

Sönke Petersen sowie Betreuer und Pressechef Wolfgang Geiler<br />

Die MSJ-<strong>Bahnsport</strong>ler (ab 5. von links): Tobias Wunderer, Robert Lambert, Maximilian Troidl,<br />

Daniel Spiller, Ethan Spiller, Sönke Petersen, Wolfgang Geiler und Tim Wunderer sowie<br />

David Pfeffer (2. v.l.)<br />

vor Ort. Die restlichen Teammitglieder Max Dilger und Kai Huckenbeck waren<br />

durch Verpflichtungen in Dohren bzw. Australien entschuldigt.<br />

Des Weiteren wurden für ihre Leistungen im Jahr <strong>2015</strong> die Brüder Tim und<br />

Tobias Wunderer, Maximilian Troidl sowie Celina Liebmann geehrt. Einige<br />

der genannten Sportler durften durch verschiedene Erfolge gleich mehrfach<br />

auf die Bühne. Entschuldigt waren Lukas Fienhage und Niels Oliver<br />

Wessel, die beide den 3. Platz im FIM World Cup 250 ccm erringen konnten<br />

– Lukas auf der Speedway- und Niels Oliver auf der Langbahn. Ebenfalls<br />

entschuldigt war ein Großteil der erwachsenen Langbahn-, Speedwaysowie<br />

Eisspeedwaypiloten im DMV.<br />

Herzlichen Glückwunsch für die erzielten Erfolge im Jahr <strong>2015</strong>.<br />

• Text u. Fotos: René Schäfer<br />

Sportleiter Stefan Hofmeister, René Deddens, Mikkel Michelsen, Vors. Christian Schmid,Trainer<br />

Jan Hertel, Martin Smolinski, vorne Stephan Katt, Michael Härtel und Renat Gafurow (v.l.)<br />

ACL feiert Saisonabschluss<br />

und die Vertragsverlängerung mit Martin Smolinski<br />

Am 7. November beendete der AC Landshut offiziell die Bundesligasaison<br />

<strong>2015</strong> mit einer Abschlussfeier und Ehrung der Vizemeister-Mannschaft.<br />

Unter den 140 geladenen Gästen waren Sponsoren, Vertreter der Stadt,<br />

das Team sowie die Funktionäre des deutschen Rekordmeisters. Robert<br />

Neuhauser, der in Vertretung des Oberbürgermeisters die Grußworte der<br />

Stadt Landshut überbrachte, betonte in seiner Rede, dass man mächtig<br />

stolz auf die Devils sei, da diese über Jahre hin erstklassig in der Bundesliga<br />

mitmischen. Der Club und seine Funktionäre leisten seit Jahren hervorragende<br />

Arbeit und auch wirtschaftlich agieren sie vorbildlich. Coach<br />

Jan Hertel merkte rückblickend an, dass die ganze Saison trotz der Vizemeisterschaft<br />

etwas unglücklich verlief. „Jetzt haben wir zweimal hintereinander<br />

den anderen gratuliert, das reicht jetzt. Nächstes Jahr sind die<br />

anderen wieder mit Gratulieren dran“, lautete das Fazit, mit dem gleichzeitig<br />

auch das Ziel für die nächste Saison festgezurrt wurde. ACL-Sportleiter<br />

Stefan Hofmeister stieß in dasselbe Horn. „Es waren ganz komische<br />

Rennen dabei, aber die Bundesliga war bis zuletzt spannend und eine<br />

richtige Werbung für neue Zuschauer“, so Hofmeister. Das Vizemeister-<br />

Team war am Samstagabend vertreten durch Kapitän Martin Smolinski,<br />

Michael Härtel, Renat Gafurow, Mikkel Michelsen, René Deddens und Stephan<br />

Katt. Gleichzeitig wurden auch schon erste Tatsachen geschaffen –<br />

Martin Smolinski verlängerte noch live auf der Bühne um weitere zwei<br />

Jahre bei den Niederbayern. Wie im Rahmen der Veranstaltung deutlich<br />

30 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '15


wurde, laufen bereits weitere Gespräche mit Renat Gafurow und Mikkel<br />

Michelsen, die ihrerseits schon großes Interesse an einem weiteren Devils-Engagement<br />

bekundet haben. Hier soll dem Vernehmen nach in den<br />

nächsten Tagen Vollzug gemeldet werden. Für die weitere Mannschaftsbesetzung<br />

wartet man beim ACL nun auf die Fahrereingruppierungen.<br />

„Nordlicht“ Stephan Katt, da der auf der C-Position fest eingeplante Erik<br />

Riss bei Terminkollisionen der englischen Liga den Vorrang geben musste,<br />

bekundete ebenfalls, er wäre „nicht abgeneigt, weiter für den ACL anzutreten“.<br />

Zufrieden mit dem Saisonverlauf war der ACL-eigene Nachwuchsstar<br />

Michael Härtel, erst seit dem vorherigen Donnerstag wieder<br />

vom U21-WM-Auftritt in Australien zurück.<br />

So darf man also gespannt sein, wie die weitere Formierung des Devils-<br />

Teams 2016 vorangehen wird und welche Namen insbesondere für die Besetzung<br />

der Ausländerpositionen noch ins Spiel kommen werden.<br />

43. Eisspeedway Berlin - 5./6.3.2016<br />

Neuer Vorsitzender<br />

und neuer starker Partner<br />

Auch wenn bis zum Start des 43. Eisspeedway Berlin am 5. und 6. März,<br />

diesmal wieder als Grand Prix der Eisspeedway-Weltmeisterschaft, noch<br />

ein paar Wochen ins Land gehen, laufen die Vorbereitungen natürlich<br />

längst wieder, sodass sich hinter den Kulissen in jüngster Vergangenheit<br />

ein paar Änderungen ergeben haben. Nach dem gesundheitsbedingten<br />

Ausscheiden des 1. Vorsitzenden der veranstaltenden Eisspeedwayunion<br />

Berlin, Frank Steinmetz, ist Olaf Ehrke an dessen Stelle getreten. Frank<br />

Steinmetz wird dem Verein aber nach wie vor beratend zur Seite stehen.<br />

Olaf Ehrke ist 44 Jahre alt und lebt seit sechs Jahren in Berlin. Er sagte zu<br />

seinem Amtsantritt: „Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen<br />

sowie viele neue und interessante Aufgaben. Es fiel mir sehr leicht,<br />

mich bei einer so engagierten, offenen und gut vorbereiteten Gemeinschaft<br />

gleich wohlzufühlen.“<br />

Unter der tatkräftigen Mithilfe des neuen ersten Mannes bei der Eisspeedwayunion<br />

Berlin konnte sogleich eine Kooperationsvereinbarung<br />

mit der Berliner Initiative „Sport gegen Gewalt e.V.“ geschlossen werden.<br />

Diese wurde 1998 vom Ideengeber Klaus-Jürgen Jahn, seines Zeichens Inhaber<br />

des Unternehmens Jahn Baumanagement, ins Leben gerufen und<br />

hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche „… weg von der Straße …“ zu holen<br />

und für Mitgliedschaften in Sportvereinen zu begeistern bzw. diese zu ermöglichen.<br />

Bei den Treffen von Olaf Ehrke und Rennleiter Bernd Sagert<br />

mit Klaus-Jürgen Jahn wurden zahlreiche Gemeinsamkeiten herausgestellt<br />

und Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit ausgelotet.<br />

Dabei wurde schnell klar, dass man durchaus gegenseitig Synergien nutzen<br />

kann und fortan einen gemeinsamen Weg beschreiten will.<br />

Der Verein „Sport gegen Gewalt“ finanziert sich durch Spendengelder<br />

und unterstützt ohne administrativen Aufwand ehrenamtliche Helfer für<br />

Jugendprojekte. Botschafter aus Politik, Wirtschaft und Sport begleiten<br />

dieses Projekt, indem sie dem Spender deutlich machen, dass unkonventionelle<br />

Hilfe gefragt ist, wenn es darum geht, Jugendlichen die Möglichkeit<br />

zu bieten, sich sportlich zu betätigen. Botschafter sind unter anderem<br />

der ehemalige Weltklasse-Radsportler Robert Bartko und die Box-<br />

Trainer-Legende Uli Wegner. Projekte, in die sich „Sport gegen Gewalt“<br />

einbringt, sind zum Beispiel Gesundheitslauf- und Reitveranstaltungen<br />

in Berlin-Hoppegarten oder auch das Berliner Sechstagerennen … und zukünftig<br />

eben auch das Eisspeedway im Horst-Dohm-Eisstadion im Berliner<br />

Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.<br />

Weitere Informationen gibt es unter: www.eisspeedwayunion-berlin.eu<br />

MSC Abensberg<br />

Jahreshauptversammlung<br />

Am Freitag, 13. November, trafen sich die Mitglieder des MSC Abensberg<br />

zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft.<br />

Nach einer Satzungsänderung wurde aus dem alten Triumvirat eine einzelne<br />

1. Vorsitzende gewählt. Das Amt übernimmt von nun an die langjährige<br />

Schriftführerin Sabine Neppl. Neu in die Vorstandschaft gewählt wurde<br />

Dominic Pecher. Er trägt zusammen mit Johannes Paintl das Amt des<br />

Vorstand Abensberg (v.l.): Der neue<br />

stellvertretende Vorsitzende Dominic<br />

Pecher, Schriftführer Dominik Epple,<br />

Bahnwart Markus Oberhofer, 1. Vorsitzende<br />

Sabine Neppl, Renn- und<br />

Sportleiter Sascha Dörner, Schatzmeister<br />

Karl Prohaska (es fehlt Johannes<br />

Paintl)<br />

stellvertretenden Vorsitzenden.<br />

Die neugewählte Vorstandschaft<br />

wünscht allen Funktionären einen<br />

schönen Ausklang des Jahres <strong>2015</strong><br />

und auf eine tolle Saison 2016!<br />

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