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Zusammengestellt von Peter Balwin

Nur dank offener Stellen im Eis überlebte die Spezies Kaiserpinguin die letzte Eiszeit.

Die guten Gene der Überlebenden

In der letzten Eiszeit vor rund 30’000 Jahren

verunmöglichten immense Eismassen

fast jegliches Leben in der Antarktis. Dies

war selbst den Kaiserpinguinen zu viel,

den Meistern der Kälte: Damals gab es

etwa siebenmal weniger Kaiserpinguine

als heute, und sie hatten in nur noch drei

zurückgezogenen Populationen überlebt.

Das bedeutendste Rückzugsgebiet muss

dank einer grossen Polynia (eisfreies Meer

inmitten des Packeises) das Rossmeer gewesen

sein. Tatsächlich: Noch heute unterscheiden

sich die Kaiserpinguine des Rossmeeres

genetisch von ihren Artgenossen in

anderen Teilen der Antarktis.

Quelle: University of Southampton

Seebären als

Stammkunden

Weibliche Antarktische Seebären sind in

hohem Masse ortstreu, wenn es um ihre

Nahrungsgebiete geht. Eine neue Studie

von Wissenschaftlern aus Australien,

Grossbritannien und Südafrika belegt,

dass diese Robbenart gut 50 Prozent ihres

gesamten Nahrungssuchgebietes über die

Jahre immer wieder nutzt. Seebären legen

zwischen der Kolonie und dem Nahrungsgebiet

durchschnittlich fast 1300 Kilometer

pro Weg zurück. Der maximale Messwert

lag sogar bei 4500 Kilometer.

Quelle: PLOS

Antarktische Seebären kehren gerne zu ihren Jagdgründen zurück.

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