PolarNEWS Magazin - 21 - CH

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Heidiland in der Kälte

Die Schweiz und Polarforschung? Scheinbar eine nicht notwendige und zu kostspielige

Sache für die Confoederatio Helvetica. Doch diese Aussage stimmt bei weitem nicht.

Wir zeigen, wie, wo und warum die Schweiz ein ernstzunehmender Partner in den

Kühlschränken der Erde ist.

Text: Michael Wenger

Bilder: EDA

Die Schweiz, Heimat der Berge mit Schnee

und Eis, dauergefrorenen Böden und Tiefsttemperaturen

von minus 40 Grad im Winter

und plus 30 Grad im Sommer. Wenn man es so

betrachtet, sind die Ähnlichkeiten zu den Polargebieten

schon fast zwillingshaft. Da würde

es sich doch anbieten, wegweisend in der Polarforschung

zu sein. Denn diese hat in den

letzten Jahrzehnten, Klimawandel sei Dank,

einen immensen Vorschub erhalten.

Die grossen Polarnationen haben mächtig Gas

gegeben und ihre Forschungsprogramme in

der Antarktis und der Arktis mit einem gewissen

Geldsegen beglückt. Doch warum plötzlich

diese Hektik und dieses gesteigerte Interesse

an den kalten Regionen? Ist der drohende

Klimawandel wirklich der einzige Grund dafür?

Stecken nicht eher knallharte wirtschaftliche

Kalküle dahinter? Lockt statt dem Ruf der

Wildnis und deren Erhalt nicht doch eher der

Ruf des Geldes und der Bodenschätze?

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