PolarNEWS Magazin - 20 - CH

polarreisen

Tauchgänge sowie der Verbleib ausserhalb

des Wassers, die Umgebungstemperatur von

Luft und Wasser, die Helligkeit des sichtbaren

Lichtes, die Länge der Reisestrecken

und vieles mehr.

Was die Wissenschaftler aus diesen gesammelten

Zahlenbergen dann Spannendes herausarbeiten,

lässt die Bewunderung für jedes

einzelne der 23,6 Millionen Pinguin-Brutpaare

im Südozean nur noch grösser werden!

Was Satelliten verraten

Die neuesten Studien zu den Winteraktivitäten

der antarktischen und subantarktischen

Pinguine befassen sich mit Arten wie Königs-,

Kaiser-, Adélie-, Felsen- und Goldschopfpinguin,

aber auch mit dem an den

Küsten des südlichen Chile und Argentinien

lebenden Magellanpinguin.

Im Falle des Königspinguins hat die Besenderung

dazu geführt, dass Wissenschaftler

rekordverdächtige Zugstrecken messen

konnten. Besonders junge Königspinguine

scheinen sehr reisefreudig zu sein. Sobald sie

ihre Geburtskolonie verlassen hatten, legten

sie täglich im Durchschnitt 45 Kilometer im

Meer zurück, wobei das Maximum auch mal

das Doppelte oder sogar das Vierfache dieses

Tageswertes erreichte. Weil sich die Jungen

eine neue Bleibe fürs kommende Brutgeschäft

suchen müssen, durchkreuzen sie den

Südozean besonders intensiv, so könnte man

meinen... Bei diesen als Ausbreitungsbewegung

bezeichneten Wanderungen (in der Ornithologie

Dispersion oder auch Dispersal

genannt) legten junge Könige von den Falklandinseln

fast 6800 Kilometer zurück, Vögel

aus Südgeorgien sogar beinahe 7600.

Im Meer treibende Eisbrocken und Eisberge bieten

die ideale Gelegenheit, sich auszuruhen, wie das

hier ein Kehlstreif- und ein Adéliepinguin tun.

PolarNEWS 61

Weitere Magazine dieses Users