UH022015

unserherzogtum

Magazin für den Kreis Herzogtum Lauenburg

ausgaBe 2 DezemBer | Januar | FeBruar 2015 / 16

Willkommen zu Hause.

Der LanDarzt

Wichtiger Baustein

der Daseinsvorsorge

im zeicHen Der

gaStFreUnDScHaFt

Willkommenskulturen

im Herzogtum

GrAtiS

MAGAZIN




aDVent, aDVent

Basare und Weihnachtsmärkte

der Region im

Überblick

pWs alle hh

unterstützt durch die

www.unserherzogtum.de

Unser HerzogtUm Winter 2015/16

1


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Willkommen

zu Hause !

Und schon sind wieder drei Monate um. Sie haben in diesem Moment bereits

die zweite Ausgabe von »Unser Herzogtum« in den Händen. Mit der Ausgabe

Nummer eins scheinen wir genau ins Schwarze getroffen zu haben. Auch wenn

wir im Vorfeld selbst absolut überzeugt von dem waren, was wir da vorbereiteten,

konnten wir nur hoffen, dass es Ihnen, lieber Leser, auch tatsächlich

gefällt. Doch von der Menge positiver Rückmeldungen waren wir überwältigt.

Viele Briefe, Emails, Facebookkommentare voll des Lobes und auch lobende

Worte in persönlichen Gesprächen erreichten uns und gaben uns die Energie,

uns gleich weiter mit Volldampf in die Vorbereitung der zweiten Ausgabe zu

stürzen. Tausend Dank dafür!

Ausgabe Nummer zwei ist nun unsere erste Winterausgabe für die Monate

Dezember bis Februar. Das stellte uns vor ganz neue Herausforderungen,

besonders bei der Auswahl der Themen und Fotos. Die Weihnachtszeit hat

jetzt gerade begonnen, doch wir sind mit der Menge an Weihnachtsthemen

bewusst behutsam umgegangen, um Ihnen keine vorzeitige Weihnachtsüber ­

dosis zu verabreichen, und schließlich sollen Sie das Heft im Januar und

Februar noch genauso gerne in die Hand nehmen. Wir haben trotzdem

wieder einen interessanten Geschichtenmix für Sie zusammengetragen.

Farbenprächtige Bilder, wie wir sie gerade im Herzogtum Lauenburg von

Frühjahr bis Herbst gewohnt sind, machen sich in einer Winterausgabe Anno

2015 eher rar. Da die beiden letzten Winter mehr oder minder ausgefallen sind,

sind die Fotoarchive relativ frei von beeindruckenden Schneelandschaften und

zugefrorenen Seeflächen im Lauenburgischen. Mit ein paar Fotos wird es uns

aber möglicherweise doch gelingen, schon etwas Winterzauber zu Ihnen nach

Hause zu bringen.

Ob uns dieses Jahr weiße Weihnachten vergönnt sind? Ob in diesem Winter

genug Schnee fällt, damit die Kinder endlich mal wieder rodeln gehen können?

Unsere Titelfotojungs, Jaron und Lowis, sind auf jeden Fall schon mal losgezogen,

um für uns nach Schnee zu suchen. Der Dank für dieses tolle Winterfoto

ohne Winter gilt Sahra und Simona Klar von Klar und Deutlich Media, die vor

dem Kreismuseum in Ratzeburg zielsicher auf den Auslöser drückten.

Viel Spaß beim Lesen

wünscht Ihnen Ihr

Andreas Anders

P.S. Wo befinden sich im Herzogtum Lauenburg eigentlich die besten Rodelberge?

Schicken Sie uns Ihre Vorschläge an redaktion@herzogtum-direkt.de mit dem

Betreff »Rodelberg«.

Unser Herzogtum Winter 2015/16

3


DEzEMBER | JANUAR | FEBRUAR 2015/16

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14

12

Frisch VorgEstEllt

Amt Lauenburgische Seen

mit neuem Wappen

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WllkommENskultur im hErzogtum

Ehrenamtliches Engagement im Sinne

der Gastfreundschaft

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Buchholz

Ratzeburg

Sterley

DEr laNDarzt

Wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge

8

sEriE: EhrENamt im hErzogtum

Hospizgruppe Ratzeburg –

Mölln und Umgebung e.V.

WEihNachtlichEs hErzogtum

Weihnachtsmärkte in der Adventszeit

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Terminkalender für das Herzogtum

im Dezember 2015, Januar und Februar 2016

Vorschau / imPrEssum.....42

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Interview mit dem Ratzeburger Weihnachtsmann

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Lauenburg

4 Unser HerzogtUm Winter 2015/16 Unser HerzogtUm Winter 2015/16

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28

6

mEiN hErzogtum

Esmat Shirazi stellt ihre

Wahlheimat vor

22


XXX XXX

MEIN

HERZOGTUM

Esmat Shirazi stellt

ihre Wahlheimat vor

Mein Name ist Esmat Shirazi. Ich lebe

in Mölln, bin aber im Iran geboren

und aufgewachsen. Nach meiner

Flucht nach Deutschland bin ich in

Schleswig-Holstein gelandet.

Zuerst habe ich in einem Heim in Gudow

gelebt und danach bin ich nach

Mölln gezogen. Ich habe mir Mölln anfangs

nicht ausgesucht, sondern ich

bin als Asylbewerberin hierhin verteilt

worden. Aber ich lebe sehr gerne hier

und Mölln ist mittlerweile meine Herzens-Heimat

geworden. Ich habe mich

nach und nach bewusst dazu entschieden,

im Kreis Herzogtum Lauenburg

zu leben. Der Anfang war schwer. Aber

nach und nach habe ich hier neue

Freunde gefunden und mir ein neues

Leben aufgebaut. Mein Motto ist:

Fremde sind Freunde, die man erst

kennen lernen muss. So bin ich immer

offen auf alles Neue zugegangen. Ich

mag an Mölln vor allem die Umgebung,

die Seen und Wälder, überhaupt

die Natur hat mir in schweren Zeiten

viel Kraft gegeben.

Obwohl ich in Hamburg arbeite und

auch viele meiner Familienangehörigen

dort leben, zieht es mich immer

wieder nach Mölln zurück. Der alte

Stadtkern, die Ruhe, die Kultur – Ich

mag es, dass die Stadt nicht so groß ist.

Das hat mir schon immer Sicherheit

vermittelt und es mir leicht gemacht,

mich hier zu Hause zu fühlen.

Esmat Sadegh Shirazi lebt seit Mitte der

1990er Jahre in Deutschland und engagiert

sich in der Flüchtlingsarbeit. Die gebürtige

Iranerin unterstützt Asylbewerber

und Flüchtlinge und erleichtert ihnen den

Alltag und das soziale Leben in Deutschland.

Es war mit ihr Verdienst, dass im Februar

2011 das Projekt »Willkommen im Kreis

Herzogtum Lauenburg – Ankommen in

Gudow« startete.

Im Oktober 2012 wurde Esmat Shirazi

im Schloss Bellevue in Berlin von Bundespräsident

Joachim Gauck für ihr außerordentliches

Engagement mit dem Verdienstorden

der Bundesrepublik Deutschland

geehrt.

Im Jahr 2014 war Esmat Shirazi bei den

Gründungen einiger Willkommenskultu ­

ren im Kreis sowie bei der einen oder anderen

Podiumsdiskussion ein gern geladener

Gast.

6 Unser Herzogtum Winter 2015/16


Fotos: Jens Butz

Der Landarzt

Wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge

Gehören Landärzte zu einer aussterbenden Gattung? Immer häufiger

liest und hört man heutzutage, dass Landärzte, die in Rente gehen,

Probleme haben, einen Nachfolger zu finden. Schaffen sie es nicht,

klafft in der entsprechenden Gemeinde eine Versorgungslücke. Das

Problem ist allgemein bekannt, eine Patentlösung gab es bislang

nicht. In der Gemeinde Sterley wurde jedoch eine Lösung gefunden,

die vielleicht Schule machen könnte.

Fotos: Jens butz

Wer an den Beruf des Landarztes denkt,

wird vermutlich ein an die gleichnamige

ZDF-Serie angelehntes romantisch

verklärtes Bild im Kopf haben:

Ein Mann in den besten Jahren, der

emsig von Dorf zu Dorf fährt, seine Patienten

besucht, immer Zeit für einen

kleinen Klönschnack hat und somit

auch über jeden Klatsch und Tratsch

in der Gemeinde stets bestens informiert

ist. Sein Beruf ist ihm Berufung,

und die Dankbarkeit seiner Patienten

gleicht das fehlende Privat- und Freizeitleben

locker aus.

In der Realität sieht das heute etwas

anders aus. Kaum ein junger Arzt,

kaum eine junge Ärztin, vielleicht noch

Single, träumt von einer eigenen Praxis

mitten auf dem Lande. Das kann

auch Markus Knöfler, Geschäftsführer

vom Praxisnetz Herzogtum Lauenburg

bestätigen. »Keiner will mehr eine eigene

Praxis. Wenn, dann nur noch im

Rahmen einer Gemeinschaft.« Zu groß

seien einerseits die Investitionskosten

für Praxis, Einrichtung und Instrumente

sowie andererseits die laufenden

Kosten für Personal und Verwaltung.

»Man reibt sich nicht mehr alleine

auf«, beschreibt Knöfler den Zeitgeist.

Daher müsse das Gesamtpaket attraktiv

sein, in Kooperationsstrukturen

ließe sich im Alltag viel mehr austarieren.

Auch der bisherige in Sterley praktizierende

Arzt, Dr. Peter Zwerg hörte,

wenn auch nicht aus Altersgründen,

auf. Eine Nachfolge zu finden, gestaltete

sich zunächst schwierig. »Wir

sind dann als Praxisnetzwerk auf eine

Gemeinschaftspraxis in Ratzeburg zugegangen«,

so Knöfler. Gemeint sind

die Ärzte Gerhard Tolksdorf, Dr. Gert

Schwiethal und Dr. Grit Wilke, die zu

diesem Zeitpunkt bereits gemeinsam

mit der Großen Wallstraße und dem

Dechower Weg zwei Praxisstandorte

bewirtschafteten. Diese hatten bereits

zwei Jahre mit Dr. Katja Brüdersdorf

zusammengearbeitet. »Als sie mit ihrer

Ausbildung zur Fachärztin fertig war,

haben wir festgestellt, dass wir mit ihr

weiter zusammenarbeiten wollen, weil

das einfach gut harmoniert hat«, erklärt

Dr. Gert Schwiethal, »Es hat sich

dann so ergeben, dass die Praxis von

Herrn Zwerg frei werden sollte. Wir

sagten, das passt dann ja ganz gut.

Frau Brüdersdorf kann dann mit dazukommen,

so dass wir jetzt zu viert

diese drei Praxen bewirtschaften.« Das

Ganze nennt sich offiziell ortsübergreifende

Berufsausübungsgemeinschaft.

Einfach ausgedrückt: Eine Praxis mit

drei Standorten.

So führte in Sterley eines zum anderen:

Die vermittelnde Rolle des Praxisnetzwerkes

sowie eine bereits vorhandene

Gemeinschaftspraxis. Dazu kam der

Wille, innerhalb der Gemeinde Sterley

die Praxis im Ort zu halten. Auf Worte

folgten Taten und ein Bürger des Ortes

kaufte das Haus, dessen Räume die

Gemeinschaftspraxis dann mieten

konnte.

Die Praxis in Sterley.

8 Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter 2015/16

9


Der Landarzt Wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge

Reportage Ratzeburger See

Die Vorteile dieser ortsübergreifenden

Gemeinschaftspraxis sind nicht von

der Hand zu weisen. Hierzu zählen unter

anderem zahlreiche Synergieeffekte,

wie unkomplizierte gegenseitige

Vertretung im Krankheitsfall und bei

Urlaub, Vorteile durch eine zentrale,

gemeinsam genutzte IT, eine zentrale

Hauptverwaltung, einem gemeinsamen

Steuerabschluss sowie Ersparnisse bei

Anschaffungen von neuen medizinischen

Geräten. Schwiethal: »Es macht

Spaß so zu arbeiten und es funktioniert

sehr gut.«

Auch die Patienten haben dadurch

Vorteile, da sich die Ärzte fachlich ergänzen.

Jeder der vier Allgemein-

Mediziner hat sein Spezialgebiet – von

Akupunktur über Homöopathie bis hin

zu Kinder- und Sportmedizin. So sind

die drei Ratzeburger Ärzte zu festen

Zeiten auch in Sterley wie Dr. Katja

Brüdersdorf auch in Ratzeburg präsent

ist.

Auch Sterleys Ärztin Dr. Katja Brüdersdorf

zieht nach etwas mehr als einem

Jahr vor Ort ein positives Fazit:

»Ich finde es, so wie es ist, genau richtig,

weil man sich total gut austauschen

kann und viel Hilfe hat.« Mit

dem Gedanken der Selbstständigkeit

musste sich die Ärztin allerdings erst

anfreunden, da sie bislang im Angestelltenverhältnis

gearbeitet hatte. Um

so größer ist jetzt die Erleichterung

und Freude, dass alles so gut geklappt

hat. Von den Sterleyern jedenfalls fühlt

sich Katja Brüdersdorf von Beginn an

gut aufgenommen. »Ich wurde mit

offenen Armen empfangen«, freut sich

die niedergelassene Ärztin, die durch

häufige Hausbesuche einen engen Kontakt

zu ihren Patienten pflegt.

Natürlich bleibt da auch mal Zeit für

einen kleinen Plausch bei Kaffee und

Kuchen. »Ich fühle mich sehr wohl, bin

sehr glücklich mit meinen Arzthelferinnen.

Sie kennen die Patienten und

haben mich gerade in der ersten Zeit

sehr gut unterstützt.«

Dr. Katja Brüdersdorf [rotes Hemd] pflegt

einen engen Kontakt zu ihren Patienten.

Markus Knöfler, Geschäftsführer vom Praxisnetz Herzogtum Lauenburg

Foto: hfr

»Die Frage der Nahversorgung ist ganz wichtig

für uns. Daher waren wir auch heilfroh,

dass wir für die Praxis in Sterley jemanden

gefunden haben. Wir sind sehr sehr glücklich

mit dem Ärzteteam. Jetzt kommen viel mehr

Bürger aus Sterley und Umgebung hier her,

weil das wirklich eine ganz tolle Praxis ist«,

schwärmt Sterleys Bürgermeisterin Ariane

Redepenning. Auch für die älteren Mitbürger

sei der Erhalt der Praxis aufgrund der kurzen

Wege ganz wichtig.

Markus Knöfler: »Wir haben bei uns in der

Region durch entsprechende Anstrengungen

Schließungen von Praxen bislang vermeiden

können. Dass wir in Zukunft größere Schwierigkeiten

damit haben könnten, kann ich aber

nicht ausschließen.« Er rät daher sowohl Ärzten,

die ihren Ruhestand planen, als auch den

betroffenen Gemeinden frühzeitig Kontakt

zum Praxisnetzwerk Herzogtum Lauenburg

zu suchen. Hier stehe man mit Rat und Tat

zur Seite, um eine gemeinsame Lösung zu

finden. UH

10 Unser Herzogtum Winter 2015/16

11


Frisch vorgestellt:

Natur im Schilde

Das neue Wappen für das Amt Lauenburgische Seen

Das Amt Lauenburgische Seen entstand im Januar 2007 durch die Zusammenführung der

Ämter Ratzeburg-Land und Gudow-Sterley. Seit Oktober 2015 hat das noch junge Amt nun

auch ein eigenes Wappen.

Die Wappenbeschreibung lautet: »Über grünem

Wappenschildfuß in Blau zwei silberne, sich nach

links verjüngende Flachwellenbalken, darüber ein

silberner fliegender Kranich.« In der Darstellung

sollen sich die Besonderheiten der Region widerspiegeln.

Es dominieren die Farben blau und grün,

die für das Wasser sowie für die Wälder und Wiesen

stehen sollen. Zu guter Letzt wird mit dem

Kranich als Wappenfigur der reichhaltigen Natur

im Amt Lauenburgische Seen Rechnung getragen.

UH

Entwurf: Wolfgang Bentin, Kastorf

Ihnen gefällt das Magazin

und Sie möchten auch in

zukunft nichts verpassen?

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infos auf Seite 32.

12 Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter Herbst 2015/16 13


XXX XXX

... nur wenn

man sich kennenlernt,

kann man

Vorbehalte, Ängste

und Vorurteile

abbauen, ...

Andrea Fernandes,

Willkommenskultur Berkenthin

Willkommenskultur

im Herzogtum

Über den Umgang mit den Flüchtlingsströmen in Europa im Allgemeinen und

Deutschland im Besonderen kann und muss sicher kontrovers diskutiert werden.

Durchweg positiv sollten hingegen die vielen Willkommenskulturen bewertet

werden. Seit rund einem Jahr haben sich quer über den Kreis verteilt Initiativen

gegründet, die unmittelbar den Menschen helfen, hier bei uns anzukommen.

Viele ehrenamtliche Freiwillige opfern ihre Freizeit, gehen mit gutem Beispiel

voran und reichen den Flüchtlingen die Hand, um ihnen die ersten Schritte in

ihrer neuen Heimat zu erleichtern.

Die erste Initiative zur Willkommenskultur

im Herzogtum bildete sich in

Berkenthin. Zuvor gab es bereits einen

‘Runden Tisch’ mit ähnlicher Zielgebung

in Gudow für die dort ansässige

Erstaufnahmeeinrichtung. »Die Idee

zur Gründung [einer Willkommenskultur]

entstand 2013 im November«,

erinnert sich Andrea Fernandes, die in

der Willkommenskultur Berkenthin

aktiv mitwirkt, »Stefan Schmidt, der

Flüchtlingsbeauftragte in Schleswig

Holstein, hatte auf Initiative der BWI

[Berkenthiner Wählerinitiative] einen

Vortrag zu dem Thema bei uns im

Sportzentrum gehalten. Er berichtete

unter anderem von der Arbeit von eben

solchen Runden Tischen und so fassten

einige von uns den Entschluss, auch

tätig zu werden. Die Hauptinitiative

zur Gründung des Runden Tisches ging

übrigens von Dr. Marc Hamdorf aus.

Er hat auch die Struktur entwickelt.«

So wurde in enger Zusammenarbeit

mit dem Amt Berkenthin und der Diakonie

Ratzeburg dann unter dem Dach

der Berkenthiner Kirchengemeinde im

April 2014 offiziell der Runde Tisch

gegründet. »Wir haben inzwischen

rund 100 engagierte Mitstreiter. Ein

Großteil aus Berkenthin, aber natürlich

auch aus den umliegenden Gemeinden

wie Bliestorf, Niendorf, Düchelsdorf,

Rondeshagen, Krummesse«, berichtet

Andrea Fernandes weiter.

Dem ‘Runden Tisch’ für Willkommenskultur

in Berkenthin folgten zahlreiche

weitere Helferkeise, unter anderem

Ratzeburg, Mölln, Buchholz,

Sandesneben, Geesthacht, Groß Grönau,

Einhaus, Breitenfelde, Schwarzenbek

und Dassendorf. Die den

Flüchtlingen angebotenen Leistungen

sind dabei äußerst vielseitig und stets

sehr praxisbezogen. Die Aktiven sind

stets bemüht, schnell und unkompliziert

Lösungen zu finden. Die Hilfe

reicht von der Begleitung bei Behördengängen

und Arztbesuchen, Vermittlung

erster Deutschkenntnisse

oder einer Führung zur ersten Orientierung

in der Gemeinde/Stadt, über

die Organisation gut erhaltener Kleidung

und Kinderspielzeug sowie alten

Fahrrädern samt deren Wiederaufberei

tung, bis hin zu kleinen Ausflugsfahrten

nach Lübeck oder Hamburg

sowie Infoabende über die Herkunftsländer

der Flüchtlinge für die Helfer

selbst. Ein nicht unwesentlicher Teil

vieler Willkommenskulturen ist die

Einrichtung regelmäßiger zwangloser

Treffen. Oft unter einem Titel wie

»Café International« treffen sich Helfer

und Flüchtlinge ein bis zwei Mal pro

Woche zum Klönschnack. Während bei

einigen noch mit Händen und Füßen

kommuniziert wird, nutzen andere die

Gelegenheit, ihre ersten Deutschkenntnisse

zur Anwendung zu bringen.

Diese Treffen stehen allen Flüchtlingen,

aber auch allen Bürgern offen,

und bieten oft eine ideale Gelegenheit

für ein erstes Kennenlernen.

Mark Sauer, Pressesprecher der Stadt

Ratzeburg, begleitet hauptamtlich den

Helferkreis der Inselstadt. »Ich versuche

das Ehrenamt ein Stück weit zu

koordinieren: Die Anfragen nach Mitwirkung

aufzunehmen, zu gucken, wo

sind die Einsatzorte für die Leute, wo

können sie sich vorstellen mitzuarbeiten.

Auf der anderen Seite geht es für

uns aber auch darum, die einzelnen

Arbeitsbereiche zu unterstützen, wenn

es da etwas organisatorisch zu regeln

gibt.”

14 Unser Herzogtum Winter 2015/16

Unser Herzogtum Winter 2015/16

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Willkommenskultur im Herzogtum

Warum brauchen wir die Willkommenskulturen?

Dazu Mark Sauer: »Weil wir ohne die ehrenamtliche

Unterstützung der Willkommens kulturen momentan

bei der Fülle der Aufgaben, die wir zu

bearbeiten haben seitens der Städte und Kommunen,

nicht in der Lage wären das so zu erfüllen.«

So seien die Kommunen unter anderem mit

der Wohnraumbeschaffung bereits ausgelastet.

»Die Kapazitäten für weitergehende Betreuung,

die ein mitmenschliches Anlitz hat, wäre wahrscheinlich

ohne Willkommenskulturen nicht gegeben.

Da ist das Ehrenamt einfach unentbehrlich«,

so Sauer weiter.

Mehr zum Thema

Willkommens kulturen

und Flüchtlinge im

Herzogtum Lauenburg

finden Sie unter

herzogtum-direkt.de/

articles/

Willkommenskultur

Die letzte größere Flüchtlingswelle in Deutschland

war in den 1990er Jahren. Willkommenskulturen

gab es damals noch keine. Dementsprechend

wurde den Flüchtlingen die Ankunft in

Deutschland nicht gerade leicht gemacht. Viele

blieben oft Fremde in einem für sie fremden

Land. Die Chance zur Integration in die Gesellschaft

blieb ungenutzt. Die Folge waren die heute

oft zitierten Parallelgesellschaften, in denen die

ehemaligen Flüchtlinge unter sich blieben. Hat

man aus diesen Fehlern gelernt? »Der Lernprozess

ist aus meiner Sicht ganz deutlich zu erkennen,

insbesondere bei denen, die aktiv werden«,

sagt Mark Sauer, »die werden einerseits aus dem

Implus, Menschlichkeit zu zeigen, aktiv, aber andererseits

auch, weil sie wissen, dass ist eine Aufgabe,

die jetzt eigentlich erst beginnt. Es geht ja

nicht nur um das Ankommen von Flüchtlingen.

Es geht ja auch um eine Integration, um gemeinsame

Begegnungen und sich von vornherein

Gedanken zu machen.« So sei dieser Impuls bei

vielen Helfern aus der Erkenntnis heraus

entstanden, dass bei den letzten größeren Einwanderungswellen

diese Integrationsfragen nicht

so angegangen wurden.

Auch Esmat Shirazi sieht die Entwicklung im

Umgang mit den Flüchtlingen in Deutschland

durchaus positiv. Die Möllnerin kam vor rund 20

Jahren selbst als Flüchtling aus dem Iran hier im

Herzogtum an. »Willkommenskulturen strahlen

etwas Positives aus«, weiß Shirazi aus Gesprächen

mit Migranten zu berichten. Dass die in

den Helferkreisen aktiven Einheimischen die

Flüchtlinge ‘an sich herankommen’ ließen, wäre

für viele eine sehr angenehme Erfahrung. Die

Betreuung muss nach Ansicht Esmat Shirazi

nicht immer in großen Aktionen münden, viel

wichtiger seien kleinere aber dafür langfristige

nachbarschaftliche Hilfestellungen. »Ich hoffe,

wir verlieren nicht unsere Ziele und Weg«, äußert

Foto oben:

Café International in Sandesneben

.

Foto mitte:

Flüchtlinge der Möllner

Willkommenskultur im Hansa-Park

Foto unten:

Dankeschön-Aktion

der Flüchtlinge in Mölln

sie ihre Hoffnung, dass die Helferkreise sich längerfristig

etablieren werden, ohne dass ihnen die

Kraft ausgeht. »In den letzten fast 25 Jahren sind

die Menschen offener geworden«, sagt Esmat Shirazi.

Damals wäre die Bereitschaft zu helfen

nicht vorhanden gewesen. Aus Angst vor rassistischen

Anschlägen wäre oft versucht worden, die

Migranten in aller Stille irgendwo unterzubringen.

Shirazi: »Ein Austausch und Kontakt konnte

so nicht zustande kommen. Aber jetzt ist diese

Stille nicht mehr da, aber mehr dezentrale Unterbringung.

Und dadurch merkt man gleich, dass es

zwischen den Leuten zu mehr Kontakten kommt.«

Foto oben: Treffen der

Willkommenskulturen in Buchholz.

Foto unten: Gemeinsame Fahrradwerkstatt

von Mitgliedern der Willkommenskultur und

Flüchtlingen in Mölln

»Ich denke, dass wir im ländlichen Bereich sehr gute

Voraussetzungen haben, eine erfolgreiche Integration zu

schaffen. Man kennt sich untereinander, man ist gut miteinander

vernetzt, und im Gegensatz zu einer gewissen Anonymität,

die es teilweise in Städten gibt, kennen wir unsere

Nachbarn. Und gerade deshalb ist es auch so wichtig, die

Menschen, die zu uns kommen, einfach mit aufzunehmen in

die Dorfgemeinschaft, sie nicht außen vor zu lassen. Denn

letztendlich sind sie genau das, ein Teil der Dorfgemeinschaft

und unsere Nachbarn, wenn vielleicht auch nur auf

Zeit. Aber wir müssen auf sie zugehen und den ersten

Schritt machen, der Rest ergibt sich dann ganz von alleine.

Und nur wenn man sich kennenlernt, kann man Vorbehalte,

Ängste und Vorurteile abbauen, die in jedem Dorf und in

jeder Stadt irgendwo schlummern«, sagt Andrea Fernandes.

UH

16 Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter 2015/16

17


XXX mein XXX LieBLingspLatz

Kultur entdecken, Natur erleben … genießen! Am und auf dem Wasser.

Wir lieben das Landleben: Unsere reetgedeckten Katen

und die prächtigen Kirchen in den idyllischen Dörfern, das

Treiben auf dem Elbe-Lübeck-Kanal, den Radweg, der ihn

von Lübeck bis Lauenburg begleitet, die aus gezeichneten

Wanderwege (IVV-geprüft) und unsere Badeseen. Wir

leben unsere Traditionen: z.B. den Nachbau eines mittelalterlichen

Salzprahms, der wie im Mittelalter auf dem Kanal

getreidelt werden kann. Wir genießen die regionalen

Köstlichkeiten in den originellen Landgasthöfen der Stecknitz-Region,

feiern gern zünftige Feste …

Zum Entspannen finden wir zwischen saftigen Wiesen,

Weiden und Feldern ein lauschiges Plätzchen in der Natur.

Wir fühlen uns wohl in der Stecknitz-Region, und wir

freuen uns über Gäste, die wie wir

die Ruhe, das Leben

und Treiben auf

dem Lande

lieben.

TouristService Stecknitz-Region

Am Schart 16 · D - 23919 Berkenthin

Tel. 0 45 44 / 80 01 - 0

info@stecknitz-region.de · www.stecknitz-region.de

MEIN

LIEBLINGSPLATZ

Für die zweite Ausgabe von »Unser Herzogtum« schickte uns tina graumann ihren Lieblingsplatz in ratzeburg zu.

zu ihrem Foto schreibt sie:

»Am liebsten mache ich Fotos vom kleinen Küchensee – den ernenne ich zu meinem

Lieblingsplatz. Da sitze ich immer, füttere Enten und Möwen, habe Musik in den Ohren

und schaue auf den wunderschönen See ­ meist um die Sonnenuntergangszeit. Es

beruhigt meine Seele und ich halte die perfekten Momente als Foto fest.«

Das Herzogtum Lauenburg hat viele schöne ecken, aber welcher ist ihr Lieblingsplatz? Zeigen Sie uns ihre favorisierte Stelle. Wir zeigen in jeder Ausgabe

einen dieser Plätze. Senden Sie uns einfach ihr Foto [möglichst hochaufl ösend] sowie eine kleine Umschreibung, wo ihr Lieblingsplatz ist und was ihn so besonders

macht, an redaktion@herzogtum-direkt.de. Wir bitten zudem um einen kleinen Zusatz, dass Sie die rechte an dem Foto besitzen und wir dieses honorarfrei für

»Unser Herzogtum« verwenden dürfen.

18 Unser HerzogtUm Winter 2015/16

Unser HerzogtUm Winter 2015/16


XXX HANDWERK XXX IM HERZOGTUM TRADITIONSBÄCKEREIEN

neuerauftritt

www.vereinigte-stadtwerke.de

Schnell informiert

das aktuelle Tagesgeschehen der Region auf Herzogtum direkt

»Herzogtum direkt« ist eine regionale Onlinezeitung für das nördliche Herzogtum Lauenburg.

Herausgeber und Redakteur von Herzogtum direkt ist Andreas Anders, der mit der kostenfreien

Internetzeitung unter www.herzogtum-direkt.de bereits im Dezember 2011 gestartet ist und

seinen Firmensitz in Poggensee bei Nusse hat.

Tel. 0800 8 88 88 20

(kostenfrei)

LEISTUNG • SERVICE • ZUKUNFT

Ein starkes Team setzt sich für hohe Ansprüche

und Kundenzufriedenheit ein.

Ein starkes Team setzt sich für hohe Ansprüche

und Kundenzufriedenheit ein.

»Ich bin angetreten, um die Medienvielfalt

hier im Nordkreis zu erhöhen. Zu

meiner Zielgruppe zählen Menschen,

die wissen wollen, was in ihrer Region

passiert. Menschen, die den schnellen

Informationskanal Internet zu schätzen

wissen. Nicht selten sind die Nachrichten

auf Herzogtum direkt noch am gleichen

Tag zu lesen, an dem sie passiert

sind”, verrät der ausgebildete Journalist.

Eine weitere Zielgruppe sind Inhaber

der Betriebe aus dem Kreisgebiet

Herzogtum Lauenburg, für die es gerade

aufgrund der intensiven Regionalität

von Herzogtum direkt besonders

attraktiv ist, ihre Werbebanner darauf

zu platzieren, und die somit das Projekt

letztlich finanzieren. Anders: «Auf Herzogtum

direkt kann man für wirklich

kleines Geld sehr effektiv werben. Ich

will damit insbesondere Kleinstunternehmen

ansprechen, die über keinen

großen Werbeetat verfügen.”

«Ich versuche natürlich, so oft wie

möglich persönlich vor Ort präsent zu

sein und zu berichten. Ich kann daher

nur jeden einladen, mich zu informieren,

wenn es etwas Interessantes zu

berichten gibt. Wenn Zeit ist, komme

ich sehr gerne vorbei”, so der 37-Jährige

weiter. Da Herzogtum direkt aber nach

wie vor von dem zweifachen Familienvater

als Ein-Mann-Redaktion geführt

wird, basiert der Inhalt auf Herzogtum

direkt zum Großteil auf Pressemel­

dungen, die vom Poggenseer Zeitungsmacher,

wenn nötig, noch überarbeitet

werden. »Ich wünsche mir noch viel

mehr Nachrichten aus unserer Region.

Daher meine herzliche Einladung an alle

Vereine, Institutionen und Unternehmen

hier vor Ort: Schicken Sie mir Ihre Pressemeldung,

gerne auch mit Foto, und erzählen

Sie, was es bei Ihnen Neues gibt«,

ruft Andreas Anders zum Mitmachen

auf. Die Redaktion ist telefonisch unter

der Rufnummer 0162.4 43 79 95 sowie

rund um die Uhr per Email [redaktion@

herzogtum-direkt.de] zu erreichen.

Herzogtum direkt ist an 24 Stunden pro

Tag erreichbar und wird Montag bis

Sonntag täglich mehrmals aktualisiert.

20 Unser Herzogtum Winter 2015/16

Unser Herzogtum Winter 2015/16

21


XXX XXX

SCHUTZPATRON

DER KINDER

INTERVIEW MIT DEM

RATZEBURGER

FOTOS: Foto

WEIHNACHTSMANN

Friedrich

Fotos: Foto Friedrich | Jens Butz

Der Weihnachtsmann kommt aus dem

Herzogtum. Natürlich der echte!

Glauben Sie nicht? Dann schau en Sie

sich einmal genau die Fotos an. Uns hat

der Ratzeburger Weihnachtsmann auf jedenfall

voll und ganz überzeugt, so dass

wir ihn gleich für »Unser Herzogtum« um

ein Ex klu siv interview gebeten haben. Er

heißt Harun Qasi und kommt aus Ratze-

burg. Natürlich könnte es sein, dass, angelockt

durch die Bilder, Ihnen Ihre Kinder

oder Enkel in diesem Moment über die

Schulter schauen. Damit Sie trotzdem

nicht in Erklä rungsnöte kommen, haben

wir das Interview gleich zweimal geführt.

Die kindgerechte Version befindet sich im

zweiten Teil.

Nähe und Distanz Alpakas sind zwar

sehr neugierig, ihr Vertrauen muss man sich

aber erst verdienen.

Der Weihnachtsmann

aus Ratzeburg Harun Qazi.

22 Unser Herzogtum Winter 2015/16

Unser Herzogtum Winter 2015/16

23


Schutzpatron der Kinder Interview mit dem Ratzeburger Weihnachtsmann

UH: Herr Qazi, wie sind Sie darauf gekommen,

Weihnachtsmann zu werden?

Harun Qasi: Es war vor ca. 25 Jahren, als ich noch

ein Mitglied bei der DLRG Ratzeburg war. Da

wollte ich mit den Kindern der DLRG am Nachmittag

vom 24.12. zuerst zum Gottesdienst und

danach in die Station, um dort den Weihnachtsmann

zu treffen. Auf diese Weise konnten die

Eltern sich um die Geschenke kümmern. Der

Weihnachtsmann war aber nicht ich, sondern

mein Bruder. Ich wollte ja nicht, dass sie mich

wiedererkennen. Am Abend habe ich als Weihnachtsmann

nur eine Familie besucht, die dringend

einen Weihnachtsmann gesucht hatte. Da

merkte ich, wie gut es tat, Menschen, besonders

am Heiligabend, etwas Gutes zu tun. Seitdem,

Jahr für Jahr, gab ich mir Mühe, immer besser zu

werden. Allerdings bin ich immer noch kein perfekter

Weihnachtsmann, denn man lernt nie aus.

UH: Was macht einen guten Weihnachtsmann aus?

Harun Qasi: Wenn man es als Weihnachtsmann

schafft, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen,

dann weiß man, dass man ein wahrer Weihnachtsmann

ist.

UH: Kann jeder ein Weihnachtsmann werden?

Harun Qasi: Ja, aber unter der Voraussetzung, dass

man es auch fühlt, der Weihnachtsmann zu sein.

Man sollte nicht immer nur ans Geschäft denken.

Wenn man sich mit den Kindern unterhält, dann

muss man auch versuchen, den Kindern etwas

Gutes zu übermitteln. Weder die Eltern noch der

Weihnachtsmann darf mit der Rute drohen, denn

der Weihnachtsmann ist kein böser Mensch,

sondern wie der Nikolaus, ein Schutzpatron der

Kinder. Um den Weihnachtsmann richtig darstellen

zu dürfen, muss man einige Richtlinien befolgen.

Dazu gehört, dass man während der Darstellung

nicht raucht, trinkt oder isst. Es darf auch

kein, so ungern ich es sage, Fünf-Euro-Anzug

und Bart sein. Wir möchten den Kindern etwas

Gutes bieten und nicht ihnen Angst einjagen.

UH: Wieso nennen Sie sich »Ratzeburger Weihnachtsmann«?

Harun Qasi: Da ich in den letzten 25 Jahren keinen

offiziellen oder durch die Presse bekannten Weihnachtsmann

zu sehen bekommen habe, dachte

ich mir, dass das vielleicht der richtige Titel für

mich wäre.

UH: Gibt es den Weihnachtsmann?

Harun Qasi: Gegenfrage: Haben wir nicht alle an

den Weihnachtsmann geglaubt, als wir klein waren?

Wieso sollten wir als Erwachsene nicht mehr

an ihn glauben? Die Antwort ist, dass wir doch an

ihn glauben, da wir als Erwachsene den Weihnachtsmann

immer wieder zu Weihnachten dabei

haben möchten. Wir möchten es einfach nur nicht

zugeben. Wir glauben doch auch an das Gute,

oder? Solange die Menschen daran glauben, dass

der Tannenbaum zu Weihnachten gehört, solange

werden die Menschen weiterhin an den Weihnachtsmann

glauben. Ja, es gibt den Weihnachtsmann,

da dieser Titel einem Menschen gewidmet

ist, der die Armen und insbesondere die Kinder

beschenkt. Wenn man ein gutmütiger Mensch ist,

dann kann man genauso den Weihnachtsmann

oder Nikolaus in sich tragen.

UH: Herr Qasi, vielen Dank für dieses Interview.

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infos auf Seite 32.

24 Unser Herzogtum Winter 2015/16 25


Schutzpatron der Kinder Interview mit dem Ratzeburger Weihnachtsmann

UH: Hallo Herr Weihnachtsmann! Wenn man Sie

sieht, dann meistens in der Winterzeit. Da ist ein

warmer Mantel und eine Mütze natürlich Pflicht.

Aber wieso ausgerechnet in rot?

Weihnachtsmann: Das hat sich einfach mit der Zeit

ergeben. Zufälligerweise hatte ich irgendwann

mal am Abend des 24.12. einen roten Mantel getragen

und bin dann dabei geblieben.

UH: Wieviele Rentiere haben Sie?

Weihnachtsmann: Eigentlich habe ich wesentlich

mehr davon, als nur die neun, die meinen Schlitten

ziehen. Es sind einige, die schon sozusagen in

Rente sind und dann gibt es die Neuankömmlinge,

die noch viel zu lernen haben.

UH: Und was machen Sie, wenn kein Schnee liegt?

Weihnachtsmann: Hmm, wenn es mal wieder keinen

Schnee geben sollte müsste ich wieder einen besonderen

Zauberstaub anwenden, damit wir

durch die Lüfte fliegen können. Allerdings

werden wir, meine Rentiere und ich, nicht immer

so leicht zu sehen sein. Es kann aber auch mal

vorkommen, dass ich plötzlich in einem Auto zu

sehen sein werde. Wieso? Das kommt daher, dass

wir den Flugverkehr nicht durcheinander bringen

möchten. Was meinen Sie, was für ein Chaos es

geben könnte, wenn man uns da oben erblicken

würde.

UH: Wer sind Ihre Helfer?

Weihnachtsmann: Es gibt einmal die Wichtel, die

sich um die Werkstatt kümmern, und dann gibt es

die Elfen, die überall herum schwirren, um zu

sehen welche Kinder artig und unartig sind. Ohne

diese Helfer würde ich es nicht schaffen, alles auf

die Reihe zu bekommen.

UH: Wieso wohnen Sie am Nordpol?

Wer deM Weihnachtsmann, alias Harun Qazi,

persönlich begegnen will, hat dazu an

folgenden Terminen die Gelegenheit:

05.12. 10-13 Uhr, Mölln, HauptstraSSe 71,

bei MC Mode-Centrum

12.12. 10-13 Uhr, Lauenburg, Alte Wache 2,

bei MC Mode-Centrum

19.12. 10-13 Uhr, Trittau, PoststraSSe 9,

bei MC Mode-Centrum

20.12. 13-17 Uhr, Ratzeburg, Am Markt 6,

bei MC Mode-Centrum

UH: Wieviele Sprachen sprechen Sie?

Weihnachtsmann: Viele, aber gerade weil es so viele

sind, bekomme ich sowas noch durcheinander,

dass ich einige Sprachen tatsächlich vergesse.

UH: Was machen Sie den Rest des Jahres? Von der

Vorbereitung ganz zu schweigen, dürfte es doch

ganz schön anstrengend sein, innerhalb weniger

Tage an die Kinder der Welt die Geschenke zu

verteilen? Geht es danach in den Urlaub?

Weihnachtsmann: Eigentlich habe ich sehr wenig

Zeit für den Urlaub. Das ganze Jahr über beobachte

ich die Menschen, ob sie artig und hilfsbereit

zueinander sind oder nicht. Natürlich habe

ich dafür meine Elfen, aber Kontrolle ist besser.

Ich muss auch nicht ständig am Nordpol sein.

Dafür habe ich ja meine Wichtel. Den Urlaub

nehme ich wenn die Arbeit getan ist.

UH: Lieber Weihnachtsmann, wir danken Ihnen

für dieses Interview. UH

Weihnachtsmann: Weil das meine Heimat ist, dort

bin ich geboren. Aber abgesehen davon, ich habe

mittlerweile noch mehrere Wohnorte.

26 Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter 2015/16 27


Hospizgruppe

Ratzeburg-Mölln

Text und Fotos: Andrea Teckenburg

Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige stehen im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Arbeit der Hospizgruppe

Ratzeburg – Mölln und Umgebung. Wichtigstes Anliegen des Vereins ist, ihnen ein Leben in Würde bis zuletzt zu

ermöglichen. Die Mitglieder möchten das Abschiednehmen erleichtern mit einer einfühlsamen Begleitung sowie

Beistand auf dem letzten Lebensabschnitt.

Die Aktiven kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen,

Altersgruppen und Lebensumständen. Sie unterliegen der

Schweigepflicht und leisten ihren Einsatz ambulant. Die

ausgebildeten Sterbebegleiter besuchen den Sterbenden regelmäßig:

entweder zu Hause, in einer Pflegeeinrichtung

oder auch im Krankenhaus. Sie helfen, Wünsche zu erfüllen,

leisten – wenn nötig – Handreichungen, können vermitteln

und stehen Angehörigen mit Zuspruch bei. Sie gehen

auf den Sterbenden ein, hören ihm aufmerksam zu, reden

mit ihm oder schweigen – je nach Situation.

»Heute ist unser Angebot im Nordkreis bekannt«, erklärt

Peter Perner, »unsere Dienste werden von Kranken oder den

Angehörigen nachgefragt, sehr oft regen Hausärzte oder das

Palliativ Netzwerk dazu an«. Perner ist seit fünf Jahren 1.

Vorsitzender der Hospizgruppe Ratzeburg-Mölln und Umgebung.

Diesen Sommer feierte die Gruppe ihr 20-jähriges Bestehen.

1995 mit zwölf Mitgliedern gestartet, ist die Zahl der Engagierten

inzwischen auf über 100 gestiegen. Etwa 20 von ihnen

sind als Sterbebegleiter aktiv im Einsatz, sechs als

Trauerbegleiter und zwei in der Koordination.

Wie viele andere Vereine ist auch die Hospizgruppe auf

Nachwuchs angewiesen. »Nach zwanzig Jahren sind die

Gründungsmitglieder inzwischen zu alt für den aktiven Dienst«,

erklärt der Vorsitzende. Daher freue sich die Gruppe

stets über Zuwachs. Neue Interessierte werden zunächst gebeten,

etwa sechs Monate an den Gruppenabenden teilzunehmen,

denn sie sollen ein Gespür dafür erhalten, ob die

Arbeit zu ihnen passt.

Fällt die Entscheidung positiv aus, folgen ein 100-stündiges

Basisseminar sowie ein Praktikum in einem stationären

Hospiz. Außerdem verpflichten sich alle Aktiven, einmal pro

Monat an einer Supervision teilzunehmen. Hier gibt es

Gelegenheit, besondere Erlebnisse aus der Sterbe- und

Trauerbegleitung zu reflektieren. Ein externer Supervisor

leitet die Treffen. Darüberhinaus qualifizieren sich die Mitglieder

mit Fortbildungen immer weiter für ihre Arbeit. Allein

2014 investierten die Aktiven insgesamt 540 Stunden

bei unterschiedlichen Seminaren. In Planung ist derzeit eine

spezielle Fortbildung für die Begleitung demenziell Erkrankter

in der letzten Lebensphase.

Rund 40 Sterbebegleitungen hat die Gruppe im Jahr 2014

geleistet. Das waren insgesamt etwa 950 Stunden ehrenamtlicher

Arbeit. Die Dauer der Begleitung kann stark variieren

und vielleicht zwei Wochen in Anspruch nehmen oder

auch deutlich mehr als ein Jahr.

Vor rund fünf Jahren richtete die Hospizgruppe parallel zur

Sterbebegleitung ihre monatlichen Trauercafés in Ratzeburg

und Mölln ein. Sie sind ein Angebot für Hinterbliebene,

aber auch für Menschen, die einen anderen Verlust

verarbeiten müssen. Ziel ist, dass Trauernde außerhalb der

eigenen vier Wände in Kontakt mit anderen Betroffenen

kommen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.

»Jede einzelne Begleitung, die bisher geleistet wurde, hatte

für uns etwas Einmaliges, war sehr kostbar für die Kranken

und für unsere Begleiter«, fasst der Vorsitzende die Arbeit

der Sterbe- und Trauerbegleiter zusammen. Diese Erfahrung

hat auch Eva Eusterhus-Lemke gemacht. Die 37-

Jährige ist derzeit das jüngste Mitglied der Hospizgruppe

und seit vier Jahren dabei. »Wer sich diesem Thema zuwendet,

erfährt ganz viel über das Leben«, sagt sie, »die Betroffenen

lehren mich oft, was im Leben wichtig ist, worauf es

ankommt und was zählt.«

Außerdem hat sich die Gruppe zur Aufgabe gemacht, den

Hospizgedanken in der Öffentlichkeit zu verankern, und

bietet in Einrichtungen Weiterbildungen für Pflegende an.

»Wir leisten so unseren Beitrag dazu, dass auch dort sensibel

und angemessen den Bedürfnissen der Schwerstkranken

Rechnung getragen wird«, so Perner. Verschiedene Kooperationen

würden zudem zur kontinuierlichen Kommunikation

ihres Anliegens beitragen. Auf Wunsch stellt die

Hospizgruppe in Schulen der Region ihre Arbeit vor und

bietet Unterrichtsstunden zum Thema an.

Einen Blick auf andere Kulturkreise gab es im Frühling und

Sommer 2011, als die Hospizgruppe einlud zur öffentlichen,

Peter Perner ist seit fünf Jahren 1.Vorsitzender der Hospizgruppe.

fünfteiligen Gesprächsreihe »Sterben, Tod und

Trauer in den Weltreligionen«.

Für ihre ehrenamtliche Arbeit wurde die

Hospizgruppe im Herbst 2014 von der Drogeriemarktkette

»dm« im Rahmen der Aktion

»HelferHerzen« ausgezeichnet. Die Hospizgruppe

finanziert sich über Mitgliedsbeiträge

und Spenden. Auch wenn die Hospizarbeit

ausschließlich ehrenamtlich erfolgt und für die

Kranken und deren Angehörigen kostenlos ist,

benötigt der Verein Mittel, die unter anderem

gebraucht werden für Ausbildung und Supervision.

Name:

Gründungsjahr:

Gründungszweck:

Schwerpunkte:

ORGANE DES VEREINS:

FINANZIERUNG:

BESONDERE

Veranstaltungen:

Auszeichnungen:

Kontakt UND

Weitere Infos:

Steckbrief

Hospizgruppe Ratzeburg – Mölln und Umgebung e.V.

1995

Unterstützung unheilbar kranker und sterbender Menschen

und ihrer Angehörigen ohne Rücksicht auf Glauben, Abstammung

und Nationalität im Rahmen des Hospizgedankens.

Sterbebegleitung, Trauercafé, Aufbau und Führung eines

geschulten, freiwilligen Hilfsdienstes

Mitgliederversammlung und Vorstand. Die Mitgliederversammlung

wählt den Vorstand. Dieser besteht aus mindestens

drei Mitgliedern.

Die Hospizgruppe finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge

und Spenden.

Fünfteilige Gesprächsreihe »Sterben, Tod und Trauer in den

Weltreligionen« im Frühjahr /Sommer 2011

2014 von der Drogeriemarktkette »dm« im Rahmen der Aktion

»HelferHerzen« ausgezeichnet

Telefon: 0 45 42.90798 77 oder 01 74.175 53 33

E-Mail: hospiz-rz-moelln@web.de

Engagieren sich für die Hospizarbeit

Peter Perner und Eva Eusterhus-Lemke.

Über mittelalterliche Wasserstraßen: Die Stecknitzfahrt

28 Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter 2015/16

29


XXX TERMINE XXXUND VERANSTALTUNGEN IM HERBST

Frisch Gezapft

In kleinen, aber feinen Brauereien im

Herzogtum Lauenburg werden leckere

regionale Biere hergestellt.

FOTOS: JENS BUTZ | ANDREAS ANDERS

GUTES

AUS DER REGION

Biere im herzogtum

2/2

Die Geschichte des Bieres beginnt irgendwann vor rund 6.000 Jahren zwischen Euphrat und

Tigris bei den alten Sumerern. In den mittelalterlichen Klöstern Europas wurde die Braukunst

dann weiterentwickelt. Auch im Herzogtum Lauenburg wurde über Jahrhunderte fleißig gebraut.

Besonders Ratzeburg und Mölln hatten eine hohe Dichte an kleinen Brauereien hinter

ihren Stadtmauern. Im Zuge der industriellen Revolution verschwanden diese vielen Kleinunternehmen.

Oftmals blieben nur noch Straßennamen als Hinweis darauf, dass in diesen Orten

einmal Gerstensaft produziert wurde. Doch heute wird auch im Lauenburgischen wieder leckeres

und qualitativ hochwertiges Bier hergestellt – echte Regionalprodukte. Während in Ausgabe

1 von »Unser Herzogtum« das Eulenspiegel- und das Stecknitzbier aus Mölln vorgestellt

wurden, geht dieses Mal die Reise etwas weiter in den Süden – nämlich nach Schwarzenbek.

Fotos: Jens Butz | Christian Nimtz

30 Unser Herzogtum Unser Herzogtum Winter 2015/16 1 | Unser Herzogtum Winter 2015/16

31


XXX XXX

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Unser Herzogtum

im Abonnement

Rommeldeus –

das gute

Bier aus

Ratzeburg

Frisch bis

süffig:

Bier aus

Schwarzenbek

Ich möchte mir zum

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ganzes Jahr Unser Herzogtum

sichern, beginnend mit der

nächsten Ausgabe.

Das Magazin erscheint

4 mal im Jahr.*

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Andreas Anders

KSK Herzogtum Lauenburg

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Unterschrift

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Unser Herzogtum

Alte Dorfstraße 4

23896 Poggensee

Mindestens seit 1582 wird in Ratzeburg

mit Rommeldeus angestoßen. Das

geht zumindest aus der Polizeiordnung

aus diesem Jahr hervor, in der das damals

leicht süßliche Bier erstmalig

schriftlich erwähnt wurde. In dieser

Zeit hatten 69 Brauhäuser der Inselstadt

das Recht zu brauen inne. Die

Ratzeburger lieferten ihr Bier, das sie

wohl mit dem Wasser des Ratzeburger

Sees brauten, hauptsächlich nach

Hamburg und Lübeck aber auch in die

baltischen Staaten. Im ausgehenden

17. Jahrhundert nahm die Brautätigkeit

langsam ab. Im Jahre 1919 ging

die letzte Ratzeburger Brauerei in den

Besitz der Lübecker Aktienbrauerei

über, die aber den Betrieb vor Ort, der

heutigen Straße »An der Brauerei«,

einstellte.

Anlässlich der 900 Jahrfeier Ratzeburgs

wurde 1962 das Bürgerfest ins

Leben gerufen. In diesem Zuge erinnerte

man sich wieder an das gute alte

Rommeldeus, das zu diesem Zwecke

neu aufgelegt und darauf Jahr für Jahr

in einer Lübecker Brauerei anlässlich

des Bürgerfestes gebraut wurde.

Seit dem 1. Januar 2008 liegen die

Markenrechte des Ratzeburger Rommeldeus

in Ratzeburg bei der am selben

Tag von Volker Wilms gegründeten

Firma Magnusburg. Es sei zwar nicht

das Originalrezept des mittelalterlichen

Gebräus, wie Wilms verrät, doch

sei die neue Rezeptur den Bieren aus

dieser Zeit nachempfunden.

Oberes Bild: Ein frisch gezapftes Rommeldeus

gehört zum Bürgerfest in Ratzeburg

einfach dazu.

Unteres Bild: Volker Wilms holte mit seiner

Firma Magnusburg die Markenrechte für das

Rommeldeus wieder zurück nach Ratzeburg.

Gebraut wird in einer kleinen Privatbrauerei

in Schwarzenbek. Das

natürlich rotgebraute Bier gibt es weiterhin

frisch gezapft zu jedem Bürgerfest

und beim Bierfest des Bürgervereins

sowie zum Neujahrsempfang der

Stadt Ratzeburg. Zwischen 4.000 und

5.000 Liter werden pro Jahr produziert.

Aber auch außerhalb dieser Festivitäten

müssen Fans des Rommeldeus

sich nicht in Verzicht üben. Das Restaurant

‘La Dolce Vita’ in der Domstraße

hat als einziges Haus am Platze

das ganze Jahr über Ratzeburger Rommeldeus

vom Fass vorrätig. Vor allem

die Touristen bestellen hier gerne mal

einen Humpen. Weitere Informationen

unter www.magnusburg.de.

Auch weiter im Süden des Kreises wird

fleißig Bier gebraut. Hier befindet sich

die Schwarzenbeker Brauhaus KG aktuell

sogar im Jubiläumsjahr. Vor nunmehr

zehn Jahren gründete Damir

Markovic die kleine Privatbrauerei, in

der mittlerweile Sohn Boris Markovic

das Zepter als Betreiber übernommen

hat.

Hier im Düsternhorst 9 in Schwarzenbek

wird nicht nur im Auftrag des Unternehmens

»Magnusburg« das Ratzeburger

Rommeldeus gebraut. Das

Familienunternehmen brilliert auch

mit einer eigenen leckeren Marke, dem

»Schwarzenbeker«.

Produziert werden verschiedene Saisonbiere,

wie Weizen- oder Bockbier.

Standardmäßig wird das ganze Jahr

über Pils gebraut. Dieses gibt es in einer

hellen Variante, dem Schwarzenbeker

Export, und einer dunklen Sorte,

dem Schwarzenbeker Spezial.

Das Schwarzenbeker Spezial, hergestellt

mit einem speziellen Röstmalz,

schmeckt eher süsslich-süffig. Das

Schwarzenbeker Export ist mit 5,1

Prozent etwas stärker im Alkohol als

handelsübliches Pils, ein eher frisches

und untergäriges Bier.

In einer kleinen Privatbrauerei wird

das Schwarzenbeker produziert.

Zur Herstellung der Schwarzenbeker

Biere werden natürlich nur Rohstoffe

bester Qualität sowie weiches Schwarzenbeker

Wasser, bestes Malz und feinster

Aromahopfen verwendet. Gebraut

wird nach klassischem Brauverfahren

im geschlossenen kühlbaren Gärtank

und wochenlanger Reifung in liegenden

Lagertanks. Abgefüllt wird nur in

Fünf-Liter-Dosen und Fässern mit einer

Menge von zehn bis 50 Liter. Ständig

auf Lager hat das Familienunternehmen

Schwarzenbeker Helles und

Dunkles. Dieses regionale Frischeprodukt

wird ausschließlich direkt vom

Hof der Brauerei an Privatkunden

verkauft. Weitere Informationen zum

Unternehmen sind im Internet unter

www.schwarzenbeker-brauhaus.de erhältlich.


*Das Abo 32endet automatisch

Unser Herzogtum Winter 2015/16

nach 32 4 Ausgaben.

Unser Herzogtum Winter 2015/16

33


XXX XXX

Vorweihnachtliches

Herzogtum

Ob Adventsbasar oder Weihnachtsmarkt, wer sich in passende

Stimmung bringen will, muss nicht weit fahren. An zahlreichen

Orten im Herzogtum, verteilt über die Wochenenden, lassen sich

an Kunsthandwerkerständen originelle Geschenke erstehen, es

gibt Glühwein, Waffeln, Mutzen und Musik.*

Mölln

Buchhorst

Der Familienbetrieb Reinstorf lädt wieder

zum traditionellen Tannenbaumfest ein. Hier

gibt es die legendären Kartoffelpuffer der Seniorchefin

sowie leckere selbstgebackene Kuchen,

deftige Erbsensuppe und duftenden Glühwein. Dazu

gibt es Schönes und Nützliches von Kunsthandwerkern

aus der Region. Und naürlich kann man auch in

diesem Jahr wieder seinen Tannenbaum selber

schlagen. Die Nordmann-Tannen können aber

auch auf dem Hof direkt gekauft werden.

Lauenburg

Einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt findet man

auch alljährlich am Lauenburger Schloss. Den Besucher

erwarten hier zahlreiche kleine Buden und Pagoden-Zelte

mit Spielzeug, hausgemachten Marmeladen, weihnachtlichen

Gestecken und vieles mehr. Der Lauenburger

Weihnachtsmarkt 2015 öffnet am 5. und 6.

Dezember sowie am 12. und 13. Dezember

seine Tore. Die Öffnungszeiten sind

sonnabends von 14 Uhr bis 22

Uhr und sonntags von 12

bis 19 Uhr.

Gleich mehrere Besonderheiten

prägen den Weihnachtsmarkt

der Eulenspiegelstadt Mölln. Seit

wenigen Jahren ist es einer der wenigen

Märkte, die auch werktags geöffnet

haben. Die Kulisse des historischen

Marktplatzes drückt allem seinen eigenen

fast märchenhaften Stempel auf. Zudem

können Besucher ihren Glühwein tatsächlich

und im wahrsten Sinne des Wortes unter

dem rund 20 Meter großen Weihnachtsbaum

genießen. Der Möllner Weihnachtsmarkt 2015

hat vom 26. November bis 6. Dezember täglich

geöffnet. Von Donnerstag bis Sonntag wird um

17 Uhr ein Bühnenprogramm zum besinnlichen

Lauschen, Mitsingen oder Tanzen einladen.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 15 bis 20 Uhr

Samstag bis Sonntag: 11 bis 20 Uhr [Gastronomie

verlängert auf Wunsch]

Kunsthandwerkermarkt vom 27. bis 29.

November und 4. bis 6. Dezember 2015

Freitag: 15 bis 19 Uhr

Samstag bis Sonntag: 11 bis 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Geesthacht

Am ersten Adventswochenende gibt es

wieder den nun schon traditionellen Weihnachtsmarkt

auf dem St.Salvatoris

Kirchengelände. Los geht es am 28.

November um 13 Uhr sowie am

29. November um 12 Uhr.

Öffnungszeiten:

13. Dezember und 20. Dezember

2015 von 11 bis 18 Uhr

Berkenthin

Der Adventsbasar Berkenthin kann am

Sonntag, 29. November, ab 11 Uhr

im Sportzentrum in der Bahnhofstraße

besucht werden.

34 Unser Herzogtum Winter 2015/16

Basthorst

Ein Event für sich ist der Weihnachtsmarkt

auf dem Gut Basthorst.

Dieser hat 2015 am Freitag, 20. und

Sonnabend, 21. November sowie am

1., 2., 3. und 4. Adventswochenende [jeweils

Fr.-So.] von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

Mit dem Weihnachtsmarkt-Shuttle ab

Hamburg/Hauptbahnhof [ZOB] ist dieser

Weihnachtsmarkt sicher weit entfernt

davon, ein Geheimtipp zu sein. Doch das

hat seinen Grund. Der Weihnachtsmarkt

in Basthorst bietet eine größtmögliche

Abwechslung mit rund 250 Ausstellern,

Kutschfahrten, Märchenwerkstatt

und vieles mehr. Dazu bietet die über

Jahrhunderte gewachsene schöne

Hofanlage ihr ganz eigenes einmaliges

Ambiente.

Der Eintritt kostet fünf Euro pro

Person [Kinder/Jugendliche unter

16 Jahren sind frei].

Unser Herzogtum Winter 2015/16

* Diese Liste erhebt keinen Anspruch

auf Vollständigkeit. Berücksichtigt

werden konnten nur Märkte und Basare,

die der Redaktion bei Druckschluss

bekannt waren.

Ratzeburg

Über die gesamte Insel verteilt vereinigen sich gleich

mehrere Weihnachtsmärkte an einem Wochenende zum

‘Ratzeburger Inseladvent’. Die Stationen, die alle einen

Besuch wert sind, heißen »rund um St. Petri«, »Marktplatz«,

»Kreismuseum«, »Kreuzgang im Ratzeburger Dom« und neuerdings

auch die »Jugendherberge«. So bietet sich dem Besucher

eine besondere Vielfalt an verschiedensten Ständen mit Kunsthandwerk,

kulturellen Beiträgen und mehr. Absoluter Höhepunkt

eines Rundgangs bildet sicher der Besuch des Basars im Kreuzgang

im Dom. Hier ist die Weihnachtsstimmung fast schon

greifbar. Der Ratzeburger Inseladvent hat traditionell immer

am zweiten Adventswochenende geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

35


XXX XXX

Winternacht

Es war einmal eine Glocke,

die machte baum, baum ..

Es war einmal eine Flocke,

die fiel dazu wie im Traum ..

Die fiel dazu wie im Traum ..

Die sank so leis hernieder,

wie ein Stück Engleingefieder

aus dem silbernen Sternenraum.

Es war einmal eine Glocke,

die machte baum, baum ..

Und dazu fiel eine Flocke,

So leis als wie ein Traum ..

So leis als wie ein Traum ..

Und als vieltausend gefallen leis,

Da war die ganze Erde weiß,

als wie von Engleinflaum.

Da war die ganze Erde weiß,

als wie von Engleinflaum.

Christian Morgenstern

Foto: FRIEDRICH FLINT

36 Unser Herzogtum Winter 2015/16

Unser Herzogtum Winter 2015/16

37


Veranstaltungen im Winter 2015/16

Dienstag, 1.12.

Ratzeburger »Eisvergnügen«:

Schlittschuhlaufen auf dem

Marktplatz

Wann: 13.11.2015 bis

10.01.2016, täglich ab 10

Uhr

Wo: Marktplatz Ratzeburg

Preis: Kinder/Jugendliche

[bis einschl. 15 Jahre]

2,50 Euro, 10er Karte

20 Euro; Jugendliche/Erwachsene

[ab 16 Jahre] 3 Euro,

10er Karte 25 Euro; Familienkarte

[2 EW.+3 Kinder]

10 Euro; Schulklassen [ab 10

Pers.] 2 Euro/Person;

Zusätzlich Leihschlittschuhe

3 Euro, Helme,

Protektoren 1 Euro; Lauflernhilfe

normal 1 Euro;

Lauflernhilfe Figur 3 Euro;

Gesamte Eisfläche [pro

Std] auf Anfrage! Eisstockschießen

pro Bahn 90 Euro

Alle Preise gelten für jeweils

eine Stunde; Am 24. und

25.12.2015 ist die Eisbahn

geschlossen

Mittwoch, 2.12.

Vortag »Der Sternenhimmel

im Winter«

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Alte Schule, Hauptstraße

10 in Groß Grönau

Preis: 2 Euro, Schüler und

Rentner zahlen 1 Euro

Donnerstag, 3.12.

Akademie-Vortrag »200 Jahre

Herzogtum Lauenburg«

Wann: 19.30 Uhr,

Wo: Otto-von-Bismarck-

Stiftung Friedrichsruh,

Am Bahnhof 2

Preis: Eintritt frei

Info: Eine Teilnahme ist nur

mit persönlicher Anmeldung

möglich unter

Tel. 04104 - 977110 oder

info@bismarck-stiftung.de.

Freitag, 4.12.

Blue Silver - It´s Blues Time

in Ratzeburg

Wann: 21 Uhr

Wo: L’île, Theaterplatz 5,

23909 Ratzeburg

Preis: Eintritt frei

Info: Tel. 0 45 41.20 66 22,

www.lile-ratzeburg.com

Curry auf Oliven –

Global Klezmer

Wann: 19:30 Uhr

Wo: Amtsrichterhaus

Schwarzenbek,

Körnerplatz 10,

21493 Schwarzenbek

Preis: Eintritt: 15 Euro/10

Euro erm./5 Euro [bis 25 J.]

Info:

http://amtsrichterhaus.de

Sonntag, 6.12.

Der Zauberer kommt

Wann: 16 Uhr

Wo: Dörpshuus Krummesse

Info: FWK - Freie Wählergemeinschaft

Krummesse,

Tel. 0 45 08.5 94

Premiere Weihnachts-

Musical „Oliver Twist“

Wann: 16 Uhr

Wo: Theater Lauenburg,

Heinrich Osterwold-Halle

Preis: 8 bis 12 Euro

Info: Theater Lauenburg,

Tel. 0 41 53.57 56 85

Mittwoch, 9.12.

Dinner Krimi

»Alles Gute, liebe Leiche«

Wann: 19 Uhr

Wo: Hotel „Der Seehof“,

Lüneburger Damm 1–3,

23909 Ratzeburg

Preis: 69 Euro pro Person

Info: Tel. 0 45 41.86 01 01

Freitag, 11.12.

Lauenburgische Weihnacht –

Musik zum Advent mit

Musikern aus der Region

Wann: 19:30 Uhr

Wo: Stadthauptmannshof

Mölln, Hauptstraße 150

Preis: 12 Euro

Info: Karten gibt es an der

Abendkasse. Reservierung

ist möglich unter Telefonnummer

0 45 42.8 70 00 oder

info@rzkultur.de.

Weihnachtskonzert

mit Godewind

Wann: 19 Uhr

Wo: Stadtwerke Arena,

Auf dem Schulberg in Mölln

Info: Kartenvorverkauf

LHW@LHW-zukunft.de,

Tel. 0 45 42.8 46 71 03 &

0 45 42.8 46 70

Sonnabend, 12.12.

Weihnachtsmärchen

mit der Oldesloer Bühne

»Die Gänsemagd«

Wann: 15 Uhr

Wo: Sportzentrum

Berkenthin, Bahnhofstraße

Preis: Kinder haben Eintritt

frei

Info: Tel. 01 70.7 22 07 47

Ratzeburger Dommusiken:

Orgelkonzert im Advent

Wann: 17 Uhr

Wo: Ratzeburger Dom,

Domhof 35

Preis: Eintritt frei –

Spende erbeten

Frank Sinatra Gala –

die groSSe Gala

zum 100. Geburtstag

Wann: 19 Uhr

Wo: Seehotel Schwanenhof,

Am Schulsee, 23879 Mölln

Preis: 39 Euro pro Person

Info: Anmeldung unter der

Tel. 0 45 42.8 48 30

Live Konzert mit der Band

No Frontiers

Wann: 20 Uhr

Wo: L’île, Theaterplatz 5,

23909 Ratzeburg

Preis: Eintritt frei

Info: Tel. 0 45 41.20 66 22,

www.lile-ratzeburg.com

Sonntag, 13.12.

»Weihnachtsklänge« mit dem

Gudower Psalterensemble

»KontraStreich«

Wann: 17 Uhr

Wo: Segrahn, Viehhaus

Preis: Eintritt frei

Info: www.gut-segrahn.de

Donnerstag, 17.12.

Weihnachten mit LaLeLu – a

capella comedy

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Burgtheater Ratzeburg,

Am Theaterplatz 1

Info: Tel. 0 45 41.80 30 80,

www.btrz.de

Freitag, 18. Dezember

Magic Dinner – kulinarische

Genüsse mit magischer Show

auf der Bühne

Wo: Hotel „Der Seehof“,

Lüneburger Damm 1–3,

23909 Ratzeburg

Preis: 49 Euro/Person

inkl. Aperitif und

3-Gang-Menü

Info: Tel. 0 45 41.86 01 01

Lyrik und Musik »Rainer

Maria Rilke - Gedichte und

Prosa«

Wann:19:30 Uhr

Wo: Amtsricherhaus

Schwarzenbek,

Körnerplatz 10,

21493 Schwarzenbek

Preis: 15/ 10 [erm.] / 5 Euro

[bis 25 J.]

Info:

http://amtsrichterhaus.de

Sonnabend, 19.12.

Sonderfahrt mit der historischen

Dampfeisenbahn

»Karoline«

Wo: Alter Bahnhof, Bahnstraße,

21502 Geesthacht

Preis: 4–6 Euro/Person,

Rückfahrkarten kosten

jeweils das Doppelte

Info: Informationen und

Fahrplan bei der Tourist-

Info, Tel. 0 41 52.83 62 58

Freitag, 1.01.

Ausstellung »Accidents by

Accident«

Wann: bis zum 10.01.2016,

14:30–16 Uhr

Wo: Stadtgalerie Lauenburg/Elbe,

Elbstraße 28,

21481 Lauenburg/Elbe

Info: stadtgalerie-lauenburg.

de, Tel. 0 41 53.59 26 49

Neujahrsstadtführung

durch Lauenburg

Wo: Schloss, Amtsplatz 6,

21481 Lauenburg/Elbe

Preis: 3,00 Euro, Kinder bis

14 Jahre 1,50 Euro

Info: Anmeldung erforferlich

bei der Tourist-Information

Lauenburg/Elbe,

Tel. 0 41 53.5 90 92 20

Sonnabend, 2.01.

Stadtführung durch Mölln

Wann: 14:30–16 Uhr

Wo: Historisches Rathaus,

Am Markt 12

Preis: 5,50 Euro; Kinder bis

14 Jahren frei, Ermäßigung

für Kurkarteninhaber

Info: Tourist-Information

Mölln, Tel. 0 45 42.70 90

Dienstag, 5.01.

Armenische Weihnacht –

Retrospektive-Konzert zum

100. Jahresgedenken des

Völkermords an den

Armeniern 1915

mit Uraufführungen, Improvisationen

mit Orgel u.

Duduk [arm. Nationalinstrument]

Wann: 17 Uhr

Wo: St. Johanneskapelle,

21481 Schnakenbek

Info: da ca ta Konzerte

Verein gemeinnütziger n.e.V.

Lauenburg,

Tel. 0 41 39.69 59 43

Mittwoch, 6.01.

Vortag »Reiseziel Mars«

Wann: 19:30 Uhr

Wo: Alte Schule,

Hauptstraße 10 in

Groß Grönau

Preis: 2 Euro, Schüler und

Rentner zahlen 1 Euro

Donnerstag, 7.01.

Café International – Kontaktstelle

für Menschen mit

Migrationshintergrund,

Flüchtlinge und ehrenamtliche

Helfer und Helferinnen.

Wann: 15:30 Uhr

Wo: AWO – Haus der Begegnung,

Fürstengarten 29,

21481 Lauenburg/Elbe

Freitag, 8.01.

Halbe Wahrheiten –

Komödie von

Alan Ayckbourne – Premiere

Wann: 20 Uhr

Wo: Heinrich-Osterwold-

Halle, Elbstraße 145a, 21481

Lauenburg/Elbe

Preis: 15 Euro

Info: Theater Lauenburg/

Elbe, Tel. 0 41 53.57 56 85

Jessen und Melzer

Wann: 21 Uhr, Einlass

ab 19 Uhr

Wo: Hotel-Restaurant “Zum

Alten Schifferhaus”,

Elbstraße 114,

21481 Lauenburg/Elbe

Preis: 9,50 Euro

Info: Hotel “Zum Alten

Schifferhaus”,

Tel. 0 41 53.58 65 0

Sonnabend, 9.01.

Neujahrskonzert im Alten

Kaufmannshaus – Mellow

Melange »Handbag – little

stories of little things«

Wann: 20 Uhr

Wo: Altes Kaufmannshaus

vom 1652, Elbstraße 95,

21481 Lauenburg/Elbe

Preis: 28 Euro,

Schüler/Studenten 14 Euro

Info: Kartenreservierung

unter der Tel. 01 70.7 27 23 95

Ralf Böcker & Friends –

Classic Jazz & Carribian Music

mit Hot Reeds & Rhythm

Wann: 20:30 Uhr

Wo: Kleines Theater

Schillerstraße,

Schillerstraße 33,

21502 Geesthacht

Preis: 17,60 Euro

Info: Kleines Theater

Schillerstraße,

Tel. 0 41 52.7 79 79

Mittwoch, 13.01.

Vortrag der Schleswig-

Holsteinischen Universitätsgesellschaft:

»Das

Sonnensystem – unsere kosmische

Heimat«

Wann: 19:30 Uhr

Wo: SWR [Veranstaltungssaal],

Schmilauer Str. 108,

23909 Ratzeburg

Preis: 5 Euro, Mitglieder frei

Donnerstag., 14.01.

Frische VielfaltKunst –

Malerei mit Wachs [Encaustic],

Acryl, Auquarellfarben,

Deckfarben und Kohle

Wann: bis 28.2. geöffnet jew.

Do–So von 14–18 Uhr

Wo: Amtsrichterhaus

Schwarzenbek, Körnerplatz

10, 21493 Schwarzenbek

Preis: Eintrit frei

Info:

http://amtsrichterhaus.de

Sonntag, 24.01.

43. Winterlauf des Ratzeburger

Ruderclubs – Rund um

die Regattastrecke

Wann: 10:30 Uhr

Wo: Dr.-Alfred-Block-Allee/

Kurpark, Dr.-Alfred-Block-

Allee 5, 23909 Ratzeburg

Info: Ratzeburger Ruderclub,

Tel.: 0 45 41.41 20, Online-

Anmeldung unter http.//

www.stgk.de

Führung durch die Schatzkammer

der Schiffsantriebe

Wann: 14:30 Uhr

Wo: Elbschifffahrtsmuseum

Lauenburg/Elbe, Elbstraße

59, 21481 Lauenburg/Elbe

Preis: Museumseintritt für

Erwachsene 5 Euro,

erm. 4 Euro, Kinder

[6–16 J.]: 3 Euro; Die Führung

ist kostenlos

Info: Tel. 0 41 53 – 5 90 92 20

38 Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter 2015/16

39


Veranstaltungen im Winter 2015/16

Marktplatz

Freitag, 29.01.

Tragikomödie »Biedermann

und die Brandstifter«

Wann: 20 Uhr

Wo: Kleines Theater Schillerstraße,

Schillerstraße 33,

21502 Geesthacht

Preis: 24,20–26,40 Euro

Info: Kleines Theater Schillerstraße,

Tel.0 41 52.7 79 79

Hannes Bauer und das

Orchester Gnadenlos

– Rock ‘n’ Roll vom Gitarristen

der Udo Lindenberg

Band

Wann: 21 Uhr

Wo: Zum Alten Schifferhaus,

Elbstraße 114,

21481 Lauenburg/Elbe

Preis: 12 Euro

Sonnabend., 30.01.

Viola tanzt! – Musikalische

Grenzgänge zwischen Klassik,

Tango Nuevo und Jazz

Wann: 19:30 Uhr

Wo: Amtsrichterhaus

Schwarzenbek,

Körnerplatz 10,

21493 Schwarzenbek

Preis: 15 Euro/10 Euro ermäßigt/5

Euro [bis 25 J.]

Info:

http://amtsrichterhaus.de

Donnerstag, 11.02.

Ohnsorg-Theater „Landeier –

Buer söcht Fro“

Wann: 19:30 Uhr

Wo: Augustinum Mölln,

Sterleyer Straße 44

Preis: 31 Euro

Info:

Ticket-Hotline 0 45 42.70 90

Dienstag, 16.02.

Alma Hoppe – Schluss mit

Lustig

Wann: 20 Uhr

Wo: Kleines Theater Schillerstraße,

Schillerstraße 33,

21502 Geesthacht

Preis: 25,30 Euro

Info: Kleines Theater Schillerstraße,

Tel. 0 41 52.7 79 79

Sonntag, 21.02.

Die Bop Cats –

Jazz-Dämmerschoppen

und Streifzug 100 Jahre

Musikgeschichte

Wann: 16 Uhr

Wo: Amtsrichterhaus

Schwarzenbek, Körnerplatz

10, 21493 Schwarzenbek

Preis: 15 Euro/10 Euro ermäßigt/5

Euro [bis 25 J.]

Info:

http://amtsrichterhaus.de

Sonntag, 28. Februar

My Fair Lady

Wann: 16 Uhr

Wo: Theater Lauenburg,

Heinrich-Osterwold-Halle

Info: Tel. 0 41 53.57 56 85,

www.theater-lauenburg.de

Viele weitere Veranstaltungen

finden Sie im Internet unter

herzogtum-direkt.de

hlms.de

kulturportal-herzogtum.de

moelln-tourismus.de

inselstadt-ratzeburg.de

500 g

400 g

400 g

300 g

3

5 EL

1

1-2 TL

Dip:

Mit den richtigen Zutaten

wird es auch zuhause winterlich und lecker:

Winterliches

ofengemüse mit dip

für 3–4 Personen

Herbstliches Ofengemüse mit Dip

für 3-4 Personen

40

200 ml Saure Sahne

Unser Herzogtum Winter 2015/16 Unser Herzogtum Winter 2015/16

41

1

1 Bund

500g La Ratte, franz. Delikatesskartoffel

[Anbau Domäne Fredeburg]

400g Möhren, möglichst kleine

400g Rote Beete

300g Pastinaken

3 kleine rote Zwiebeln

5 El Olivenöl

1 Zweig Rosmarin

1 Salz

Peffer aus der Mühle

Für den Dip:

200ml Saure Sahne

1 Knoblauchzehe

1 Bund Frische Kräuter [z.B. Schnittlauch, Petersilie]

Salz

La Ratte, franz. Delikatesskartoffel (Anbau Domäne Fredeburg)

Möhren, wenn möglich kleine

Rote Bete

Pastinaken

kleine rote Zwiebeln

Olivenöl

Zweig Rosmarin

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Knoblauchzehe

Frische Kräuter (z.B. Schnittlauch, Petersilie)


IMPRESSUM

Unser Herzogtum ist kostenlos und erscheint vierteljährlich.

Herausgeber

Herzogtum Direkt

Andreas Anders

Alte Dorfstraße 4

23896 Poggensee

www.herzogtum-direkt.de

Redaktion

Andreas Anders

redaktion@herzogtum-direkt.de

Telefon 0 41 56.6 79 90 04

Anzeigen

Sigrid Klötzl

Telefon 0 45 41.87 80 39

Fax 0 45 41.85 99 35

Grafisches Konzept

und Gestaltung

Ina-Marie Inderka –

Visuelle Kommunikation

inamarie@mac.com

Anzeigengestaltung

Sahra Klar

Klar und Deutlich Media

info@klarunddeutlich.net

Auflage

16 000 Exemplare

Druck

Schipplick Winkler Printmedien

Lübeck

Vertrieb

_Hausverteilung: an alle Haushalte

in Ratzeburg und Mölln;

_Abo Verteilung: Pressevertrieb

Herzogtum Direkt, Poggensee

_Auslagestellen im Umland von

Ratzeburg und Mölln

_www.unserherzogtum.de

Text

Soweit nicht anders vermerkt:

Andreas Anders

Titelfoto

Sahra und Simona Klar

[Klar & Deutlich Media]

Weitere Fotos

Dr. Julius Brunn

Dénes Kelemen

Kurverwaltung Mölln

Andreas Anders

märz | april | mai 2016

Ausblick

Unterwegs im Stall

und auf der Weide

Lauenburgische

Rinder im Fokus

Liebe Leser,

ab der nächsten Ausgabe »Unser Herzogtum« stellen wir in

Ratzeburg und Mölln von der Hausverteilung auf Auslagestellen

um. Alle Auslagestellen werden in der Folge mehr Exemplare

erhalten, zudem werden kreisweit zusätzliche Auslagestellen

eingerichtet. Das Magazin wird bei fast allen unseren Werbepartnern

sowie einigen weiteren für Sie gut erreichbaren Anlaufstellen

kostenfrei erhältlich sein. Eine genaue Auflistung der

Auslagestellen wird im Februar unter www.herzogtum-direkt.de

bekannt gegeben. Sie haben natürlich auch weiterhin die

Möglichkeit, sich »Unser Herzogtum« bequem nach Hause

schicken zu lassen. Im Abo zahlen Sie nur die Versandkosten.

Alle Infos dazu finden Sie auf Seite 32.

Pottkieker

Hinter den Kulissen des

‘Lauenburg’schen Teller’

Gelebte Traditionen

Die Pfingstheesch

in Ritzerau

42 Unser Herzogtum Herbst 2015

43


XXX XXX

44 Unser Herzogtum Winter 2015/16

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