hallertau magazin 2015-2

Hallertau

Entdecken Sie das bayerische Hopfenland, eine einzigartige europäische Kulturlandschaft! Reportagen über Menschen, Landschaft, Feste, Freizeitangebot, Spezialitäten, Geschichte, Hopfen und Bier…

hallertau

Ausgabe 2 / 2015

Leben und Erleben in einer einzigartigen europäischen Kulturlandschaft magazin

Menü-

Idee

Kochen macht glücklich!

Stanglbräu

Wo im

Gasthaus

noch

gebraut

wird ...

Es wird

durchgeblüht!

Sichtungsgarten

Weihenstephan

Hopfenland Hallertau

Informationen vom

Tourismusverband

Ausflugstipps!

Beer Stars

Made in Hallertau!


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IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung

Hauptstraße 22, D-85395 Attenkirchen/Hopfenland Hallertau · Tel. +49 8168 42999-50 · www.imago87.de


Unser Titelbild:

Anton Miller, Braumeister und Mitinhaber vom Stanglbräu,

fotografiert von Rainer Lehmann

Freizeitangebot

18 „Es wird durchgeblüht!“ – Auf dem Test- und

Ideengelände der Hochschule Weihenstephan

in Freising finden Hobbygärtner jede Menge

Inspiration

30 Ausflugstipp: Winterspaziergang um die

Befreiungshalle Kelheim

06

Beim Stanglbräu in Herrnwahlthann wird Selbstgebrautes

frisch und unfiltriert ausgeschenkt.

Das Sudhaus befindet sich direkt hinter der Theke.

Bierland Hallertau

06 Stanglbräu – ein Brauereianwesen von 1830

erstrahlt in neuem Glanz

26 Medaillenregen für Brauereien der Region beim

weltweit bedeutendsten Bierwettbewerb 2015

27 Hopsteiner Hopfenzüchtung: Nachfrage nach

neuen Aromahopfen steigt weltweit

38 Hallertauer Biere im Test

Portrait

Lehmann

14 „Die Tuba ist völlig unterschätzt.“

– Andreas Hofmeir, international

bekannter Tubist, ist in der Hallertau

aufgewachsen

32 Wohlfühlen mit Leib und Seele:

Hotel Eisvogel in Bad Gögging

18

Lehmann

Kulinarik

10 „Essen macht glücklich – Kochen

auch!“ lautet das Motto in Stefan

Spitzers Kochschule

12 Über Ess-Kultur – im Gespräch

mit Michael Olma, Slow Food

Convivium Ingolstadt

36 Rezept: Rehschnitzel natur in

sämiger Maronen-Traubensoße,

dazu Stampfkartoffeln

Touristik

24 Hopfenland Hallertau!

Informationen vom Hopfenland

Hallertau Tourismus e. V.

28 „Das Hopfenland Hallertau hat viel

Potenzial!“ – ein Gespräch mit

Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf

Maité

Sehnsuchtsort für Gartenfreunde,

Oase der Natur und Ästhetik: der Sichtungsgarten

Weihenstephan

10

38

Im Test: besonders gehopfte,

temporär erhältliche, prämierte

oder erstmals gebraute Biere

fkn

Rubriken

Lehmann

05 Editorial

17 Termine & Tipps

39 Fotorätsel & Gewinnspiel:

Welches Gebäude schmückt

diese Laterne?

17

Termine & Tipps:

„Freising im Visier“ bis 17. April 2016

300 Jahre Geschichte auf 100 bemalten Schützenscheiben

Das besondere Menü zur Wintersaison

im Hopfenland: Stefan Spitzer greift für unsere

Leser in seine Rezeptesammlung

fkn

IMPRESSUM:

Herausgeber, Konzept, Design: IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung, Hauptstr. 22, 85395 Attenkirchen/Hallertau · Tel.: 08168-42999-50 · www.imago87.de

Redaktionsleitung: Alexander Herzog · Druck: Druckhaus Kastner, Wolnzach · www.hallertau-magazin.de · redaktion@hallertau-magazin.de


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Editorial

... wie die Zeit vergeht!

Vor fünf Jahren haben wir das hallertau-Magazin erstmals

aufgelegt, das seitdem zweimal jährlich erscheint: im Frühjahr/Sommer

und im Herbst/Winter. Nun halten Sie die bereits

10. Ausgabe in Händen, die Ihnen hoffentlich wieder viel Spaß

beim Lesen macht, Sie Neues entdecken lässt und Inspirationen

rund um die einzigartige Kulturlandschaft Hallertau vermittelt.

Seien Sie versichert: Die Geschichten rund um die Hallertau

sind noch lange nicht alle erzählt.

Alexander Herzog

Herausgeber

Im kommenden Jahr feiert die „Magna Charta“ des bayerischen

(deutschen) Bieres 500. Geburtstag: das Reinheitsgebot.

Eine Vielzahl von Veranstaltungen rund um das Bier warten

auf Ihren Besuch: in München, in Ingolstadt – und natürlich

in Attenkirchen, wo vom 3. – 5. Juni 2016 das 4. Hallertauer

Bierfestival stattfinden wird. Seit 2010 erfreuen sich alle zwei

Jahre Tausende von Besuchern an einem der größten Bierverkostungsfestivals

in Süddeutschland, das allein von ehrenamtlichem

Engagement aller Vereine der kleinen Gemeinde im

Landkreis Freising getragen wird. Attenkirchen wird für

(erstmals) drei Tage zu Bayerns Bier-Hochburg. Mit rund

100 verschiedenen Bieren, mit jeder Menge Live-Musik und

Unterhaltung für die ganze Familie. Den Termin sollten Sie sich

unbedingt vormerken!

Bier nimmt auch in dieser Ausgabe der hallertau breiten Raum

ein: von den Gewinnern des European Beer Star, dem bedeutendsten

internationalen Bier-Wettbewerb 2015, bis zum

Porträt des jungen, alten Stanglbräu in Herrnwahlthann bei

Hausen. Daneben finden sich lohnende Gastronomieund

Ausflugstipps. Mit Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf,

dem 1. Vorsitzenden des neuen Verbandes Hopfenland

Hallertau Tourismus, haben wir uns über Pläne und Ziele

dieser Organisation unterhalten, die dazu beitragen will, dass

die Ausflugsregion Hallertau noch mehr Zuspruch findet.

Apropos Zuspruch (oder auch Kritik): Nach fünf Jahren

und zehn Ausgaben hallertau wollen wir Sie ermutigen, Ihre

Erfahrungen, Ihre Kritik oder Ihre Anregungen zu dem

Magazin-Konzept („Lust auf Heimat“) zu äußern. Wir freuen

uns über Ihre Zuschriften an: redaktion@hallertau-magazin.de

Herzlichst

Alexander Herzog

und Ihre Redaktion hallertau-Magazin

hallertau-Magazin 5


Ein Braueranwesen von 1830

erstrahlt in neuem Glanz

In der nördlichen Hallertau bewirtschaften zwei Brüder ein historisches Anwesen im Nebenerwerb.

Der eine braut das Bier, der andere beherbergt die Gäste. Ihr Vater ersteigerte den burgähnlichen

Braugasthof und bewahrte ihn vor dem Verfall. Es war ein langer Weg mit vielen glücklichen Wendungen.

Heute steht im Gästebuch: „A griabiges Platzerl in Niederbayern! Guads Bier und leckere Essen!

Da kimmd ma gern imma wieda!“

Die Hallertau ist Hopfenland. Und Bierland.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen

im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts, als

eine Konzentrationswelle in der bayerischen Brauwirtschaft

viele, vor allem kleinere Braustätten erfasst,

gibt es noch zahlreiche Brauereien zwischen

Kelheim und Freising. Nicht wenige verfügen über

eine jahrhundertelange Tradition. In jüngerer Zeit

lässt sich nun eine erfreuliche Entwicklung feststellen:

Erstmals seit langem entstehen wieder, dank des

Trends zur Regionalität und Authentizität, neue

Brauereien. „Hausbrauer“, die dem Einerlei genormter

Industriebiere mit Leidenschaft und

Kreativität begegnen. In Larsbach, Unterpindhart

oder Osseltshausen. Und in Herrnwahlthann. Die

kleine Hallertauer Gemeinde im Landkreis

Kelheim hat dank der Familie Miller seit 20 Jahren

wieder eine eigene Brauerei. Bis auf das Jahr 1830

reicht die Geschichte des „Stanglbräu“ zurück.

Doch im Jahr 1971 wird der Betrieb eingestellt.

Das weitläufige Areal mit Brauerei, Gasthaus,

Verwaltergebäude und Kinosaal in der Ortsmitte

liegt brach und verfällt zunehmend. Schließlich

erwirbt der Herrngiersdorfer Gutsverwalter Anton

Miller 1995 das einstige Vorzeigeobjekt Herrnwahlthanns

und beginnt im Oktober 1996,

mit einer neuen, kleinen Brauerei wieder Bier

zu sieden. Seine Söhne Anton und Martin sind

damals zehn bzw. elf Jahre alt, aber schon beseelt

von der Vorstellung, das Objekt einmal weiterzuführen.

Anton Miller jun. unterstützt seinen Vater

und den angestellten Braumeister bereits mit

Stanglbräu Ehemals wirtschaftete hier der größte lokale Arbeitgeber, ein Familienbetrieb

mit einer Landwirtschaft, einer Brauerei und einer Ziegelei. Das einst so stolze

Gut der drei Brüder Stangl fiel nach dem Tod des letzten Bruders an eine Erbengemeinschaft.

Die Brauerei wurde an einen Bauunternehmer veräußert, der ein Museum in

dem mächtigen Ziegelbau unterbringen wollte. Doch dazu fehlten ihm schließlich die

Mittel. Und so erwarb Anton Miller sen. das Anwesen 1995 im Rahmen einer Zwangsversteigerung.

Das Gebäude befand sich damals in einem desolaten Zustand. Mit viel

Idealismus wurde der Brauereigasthof von der Familie in den letzten beiden Dekaden

saniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es entstand eine Gastronomie mit Hausbrauerei,

Pension und Hofladen.

6 hallertau-Magazin


Willkommen in Herrnwahlthann.

Hier ist die bayerische Infrastruktur

noch in Ordnung: Wer ein Gasthaus

sucht, findet es neben der Kirche.

Anton Miller (r.) braut das Bier,

sein Bruder Martin beherbergt die

Reisenden.

hallertau-Magazin 7


15 Jahren beim Bierbrauen und beginnt

dann eine Brauerlehre bei der Klosterbrauerei

Weltenburg, ehe er mit gerade

mal 20 Jahren seinen Meister bei der

Brauakademie Doemens macht. Der ein

Jahr ältere Bruder Martin macht eine

Ausbildung zum Landwirt und beginnt

später ein Maschinenbau-Studium.

Parallel zu Ausbildung und Beruf treiben

die beiden die Entwicklung des „Stangl -

bräu“ voran, helfen im Brau- und Gastro -

nomiebetrieb sowie in der Sanierung des

Gebäudes, das zu einem Hotel ausgebaut

wird.

Innenausbau in Eigenregie

Kaum glauben mag man, was die Familie

beim Ausbau des mächtigen Brauereigebäudes

geleistet hat, wenn die Millers

Fotos zeigen, die den einstigen maroden

Zustand des Objektes belegen. Allein die

Elektroarbeiten werden vergeben, alles

andere machen die Brüder selbst! Die

Brauerei wird modernisiert, es entstehen

27 moderne, komfortable Zimmer. Als

die Brüder schließlich am 1. April 2013

den Betrieb offiziell übernehmen, ist

Anton Miller jun. Braumeister bei der

Spitalbrauerei in Regensburg und Martin

Miller studiert Maschinenbau in Deggendorf.

Der Ausbau des aufstrebenden

Unternehmens geht dennoch planmäßig

voran. Inzwischen hat sich der Stanglbräu

als Hotel und Brauerei einen vorzüglichen

Ruf erworben. Das Übernachtungsangebot

wird auf den einschlägigen Bewertungs-

Foren bestens beurteilt und die Biere der

Brauerei locken Liebhaber aus nah und

fern. Helles, Dunkles und Weizen werden

kontinuierlich eingebraut. Außerdem

gibt es saisonal wechselnde Biere wie

derzeit das Festbier, in Kürze den Weizen-

Doppelbock und neuerdings sogar ein

India Pale Ale (IPA). Der junge Braumeister

mit dem großen Erfahrungsschatz

setzt auf den aktuellen Craft-Bier-

Trend, den er als Verkoster (seit 2008)

beim weltweit größten Bier-Wettbewerb,

dem World Beer Cup, hautnah erlebt.

„Gerade unsere Hotelgäste sind sehr aufgeschlossen

für neue Bierstile“, verrät

Anton Miller. Noch sind die vorzüglichen

Biere des „Stanglbräu“ nur im

Restaurant zu genießen, weil eine Flaschenabfüllung

fehlt. Aber schon zum

Jahresende werden sich Millers Bierkreationen

auch im 5-Liter Partyfass oder der

2-Liter-Flasche mit nach Hause nehmen

lassen. Auch für den Ausbau des Hotels

gibt es schon weitere Pläne. Martin Miller

denkt im nächsten Schritt an sieben weitere

Zimmer: „Die Nachfrage ist da und das

Objekt verfügt noch über weitere Kapazitäten.“

Den Kapazitäten der beiden

Hier schläft sich’s gut und ruhig: Die Mauern des Brauereigasthofes sind bis zu einem Meter dick. Die

Bodendielen aus heimischem Holz hat Martin Miller selbst verlegt. 27 Zimmer vermietet der 30-jährige

„Nebenerwerbs-Hotelier“ mittlerweile. Ein weiterer Ausbau des Pensionsbetriebs ist geplant. Die handwerklichen

Fähigkeiten für den Innenausbau hat sich der gelernte Landwirt und studierte Maschinen -

bauingenieur über die Jahre angeeignet. Er kennt jeden Stein des Anwesens, war er ja schon als Bub dem

Vater bei der Renovierung zur Hand gegangen.

Hauptberuflich ist Martin Miller als Ingenieur bei

BMW in Regensburg tätig. Noch wohnt er auch in

der 20 Autominuten entfernten Stadt, doch das

Landleben hat es ihm angetan. Irgendwann will

er mit Ehefrau Daniela und Sohn Leonard hier

in Herrnwahlthann auch wohnen. Und spätestens

dann wird er für den Stanglbräu auch einen großen

Kindergarten anlegen ...

Brüder, den „Stanglbräu“ – neben ihrem

beruflichen Engagement – weiterzuentwickeln,

scheinen kaum Grenzen gesetzt.

Denn der Gastronomiebetrieb mit der

urigen „Braustubn“ (Originalbestuhlung

von 1890!), zwei sehr atmosphärischen

Sälen und einem herrlichen Biergarten

ist seit Mitte dieses Jahres verpachtet.

Da bleibt wenigstens ein bisschen mehr

Zeit für die Familie. ah, mh, Fotos: Lehmann

Neben der Gaststube steht ein Saal für bis zu 120

Personen zur Verfügung.

Unter dem Kreuzgewölbe im ehemaligen Pferdestall

lässt sich’s gemütlich beisammen sein.

8 hallertau-Magazin


Das kupferne Sudhaus befindet sich direkt

hinter der Theke. Frisch und unfiltriert wird

direkt in der Gaststube ausgeschenkt.

Beim Schreiner vor Ort ließ Braumeister Anton

Miller sein „Probiertablett“ fertigen. Bestückt

wird es mit einer Auswahl an Bieren in 0,2

Verkostungstulpen. So kann der interessierte

Gast alle Biere verkosten, bevor er sich für

einen Favoriten entscheidet. Von links: vollmundiges

Martinus Hell, süffiges Stanglbräu

Festbier, Antonius Dunkel mit Caramel- und

Röstmalznoten, sinnliches Michaeli Weizen.

Nicht auf dem Foto ist das von Stammgästen

mit Spannung erwartete spezial gehopfte

India Pale Ale. Es reift noch im Keller.

Seit 2008 ist Braumeister Anton Miller im

größten amerikanischen Bier-Wettbewerb,

dem World Beer Cup, in der Funktion eines

verkostenden Preisrichters tätig. Das zeugt

von Anerkennung in der Branche. Sein Handwerk

gelernt hat Miller in der Klosterbrauerei

Weltenburg. Die Meisterprüfung absolvierte

er an der Münchner Doemens-Akademie im

Alter von gerade mal 20 Jahren.

hallertau-Magazin 9


... lautet das Motto in Stefan Spitzers Kochschule.

Einmal im Monat begrüßt der junge Gastronom interessierte Laien

zum gemeinsamen Kochen im Familienbetrieb in Osterwaal.

In lockerer Atmosphäre wird gemeinsam zubereitet und gegessen.

Der kulinarische Bogen ist weit gespannt: von trendy-exotisch

bis heimatverbunden-saisonal. Für hallertau-

Magazin hat Stefan in seine Rezeptesammlung

gegriffen.

Ein besonderes Menü, passend zur Wintersaison im Hopfenland

hatten wir uns gewünscht. Eines, das in der Zubereitung un -

kompliziert und stressfrei zu bewältigen ist. Hier nun Stefans

Empfehlung: Ein Menü, prädestiniert für

einen festlichen Anlass oder ein winter -

liches Sonntagsessen mit Familie und

Freunden.


Maronensuppe mit geräucherter Entenbrust

und Chili-Zimt-Croutons (4 Portionen)

2 Schalotten, fein gewürfelt · 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt

1 EL Butter · 100 g Maronen, geschält und vorgegart · 50 ml

Portwein, weiß (od. kräftiger Weißwein) · 300 ml Geflügelfond

100 ml Sahne · Steinsalz fein, schwarzer Pfeffer · Chili aus der

Gewürzmühle · 1 Entenbrust, geräuchert (ca. 200 g) · 2 Scheiben

Toastbrot · 1 EL Butter · Salz · 1 Msp. Zimt

Schalotten und Knoblauch in Butter anschwitzen, Maronen zugeben

und leicht rösten. Mit Portwein ablöschen, Geflügelfond

und Sahne zugeben und Maronen weich kochen. Anschließend

fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und Chili aus der Gewürzmühle

abschmecken. Entenbrust in Scheiben schneiden.

Toastbrot entrinden und würfeln. In Butter goldbraun braten.

Mit Salz, Zimt und Chili würzen, auf Küchenpapier abtropfen

lassen. Die Suppe mit Entenbruststreifen und Brotwürfeln in

den Tellern anrichten.


Bei Niedrigtemperatur gegarter Wildschweinrücken

an Schokoladen-Balsamico-Sauce, Maronen-Kroketten

und geschmortem Spitzkohl (4 Portionen)

Wildschwein:

1 ausgelöster Wildschweinrücken ca. 800 g · 2-3 Zweige Thymian

1 kleiner Zweig Rosmarin · 1 Msp. Zimtpulver · 3-4 Prisen Salz ·

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer · 2 EL Pflanzenöl

Sauce:

250 ml Rotwein · 150 ml Balsamico-Essig · 1 El brauner Zucker ·

3 Stiele Thymian (Blätter abzupfen) · 1 Zweig Rosmarin · 200 g

dunkle Kalbsjus · 10 g Bitterschokolade (70% Kakao) · Salz,

Pfeffer

Spitzkohl:

1 Spitzkohl · Pflanzenöl · 300 ml Kalbsjus · Salz · Pfeffer · Zucker

Marone Kroketten:

400 g gegarte Maronen · 2 Eier · 100 g Schmand · 150 ml Milch ·

Salz · ca. 150 g Semmelbrösel · 250 g Butterschmalz zum Ausbacken

Wildschwein:

Backofen auf 100° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Fleisch

kalt abbrausen, trocken tupfen und von evtl. Sehnen befreien.

Kräuter fein schneiden. Kräuter, Zimt, Salz und etwas Pfeffer

im Mörser vermengen. Fleisch mit dem Gewürzsalz einreiben.

Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen, Fleisch darin 2 Min. bei

mittlerer Hitze anbraten, wenden und weitere 2 Min. ringsum

braten. Das Fleisch mit Bratenthermometer auf den Rost (Mitte)

legen (Backblech als Tropfschutz darunter). In etwa 70 Min. rosa

garen. (Kerntemperatur 60°C)

Sauce:

Rotwein, Zucker, Essig, Thymian und Rosmarin bei mittlerer

Hitze auf 150 ml einkochen. Durch ein feines Sieb in einen

kleinen Topf gießen. Jus zugeben und bei mittlerer Hitze leicht

dicklich auf ca. 175 ml einkochen lassen. Schokolade fein

hacken, in der heißen Sauce auflösen. Mit Salz und Pfeffer

abschmecken und abgedeckt beiseitestellen.

Maronen-Kroketten:

Maronen mit dem Pürierstab zermusen. Eier trennen. Eigelbe,

Schmand und Milch unter das Püree rühren. Mit 1 Prise Salz

würzen. Eiweiße steif schlagen, unter die Kastanienmasse

heben. Aus der Masse mit einem Teelöffel Klößchen abstechen

und vorsichtig in den Semmelbröseln wälzen.

Butterschmalz in einem hohen Topf erhitzen. Kroketten in das

heiße Fett geben. Circa 2 Min. goldbraun backen. Auf einem

Rost abtropfen lassen.

Spitzkohl:

Die äußeren Blätter entfernen und den Kohl achteln. Olivenöl

in einer Pfanne erhitzen und die Kohlspalten braun anbraten,

mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, mit Kalbsjus und Wasser

aufgießen. Die Pfanne für ca. 10 Minuten in den heißen Ofen

stellen und den Kohl darin schmoren.


Bratapfel-Crème brulée (4 Portionen)

2 Äpfel · 20 g Marzipan-Rohmasse · 20 g Mandeln, gemahlen

2 TL Zimt, gemahlen · 4 EL Amaretto · 400 ml Sahne, mit

hohem Fettgehalt · 140 ml Milch (Vollmilch) · 80 g Zucker,

braun oder weiß · 6 Eigelb · 1 Vanilleschote · Zucker, fein,

weiß, zum Karamellisieren

E-Herd auf 200 Grad vorheizen. Äpfel schälen, halbieren, entkernen,

würfeln. In eine feuerfeste Form geben. Marzipan

würfeln, mit Mandeln, Zimt, Mandellikör und Saft über die

Äpfel geben. Im Ofen ca. 20 Minuten garen. Abkühlen lassen

und mit Amaretto pürieren.

Sahne, Milch und Eigelb verquirlen, mit restlichen Zutaten

sowie den Bratäpfeln vermischen. 30 Minuten ziehen lassen.

In feuerfeste Förmchen und in die Fettpfanne des auf 150°C

vorgeheizten Backofens stellen (mittlere Schiene). Die Fettpfanne

bis zum Rand mit kochendem Wasser füllen und die

Crème 55 Minuten stocken lassen. Die Förmchen auskühlen

lassen (die Masse ist direkt aus dem Ofen noch wabbelig, aber

das ändert sich, wenn sie kalt ist) und im Kühlschrank mindestens

2 Stunden durchkühlen.

Für die Karamellschicht ca. 1 EL feinen, weißen Zucker (brauner

Zucker verbrennt zu schnell) auf Crème streuen und langsam

und gleichmäßig mit einen Flambierbrenner karamellisieren

(oder unter den Grill stellen).

hallertau-Magazin 11


Über

Ess-Kultur

Im Gespräch mit Michael Olma, Slow Food Convivium Ingolstadt

„Er ist sooo einfach zu haben, der kleine, große Genuss im Alltag. Ein gutes Brot.

Gute Butter. Nach Lust und Laune vielleicht noch eine Prise Salz oder ein paar frische

Kräuter. Fertig. Das Brot? Vom handwerklich arbeitenden Bäcker natürlich! Der selber

schafft und uns nicht mit allerlei Back-Vormischungen (aus denen dann landauf,

landab z. B. „König-Ludwig-Brote“ entstehen) beglücken will.“ Michael Olma

Noch ehe wir verabredungsgemäß ins

Gasthaus Spitzer in Osterwaal (Marktgemeinde

Au) zum Gespräch aufbrechen,

möchte er in Attenkirchen die Bäckerei

Schindele besuchen. So sehr hatten ihn

die Brezen beeindruckt, die ich zu einem

Pressegespräch in Ingolstadt mitgebracht

hatte. „Diesen Bäcker muss ich kennenlernen“,

meinte er damals bei unserem

ersten Zusammentreffen.

Nun ist er mit Uli Schindele gleich am

Fachsimpeln. Woher stammt das Mehl,

die Eier? Michael Olma ist immer auf der

Suche nach Mitteln zum guten Leben.

Der 46-jährige Ingolstädter Rechtsanwalt

ist Gründer und (ehrenamtlicher) Leiter

der örtlichen Gruppe von Slow Food, die

sich Convivium nennt, lateinisch für

Tafelrunde. Slow Food ist eine weltweite

Vereinigung von bewussten Genießern

und mündigen Konsumenten, die es sich

zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur

des Essens und Trinkens zu pflegen und

lebendig zu halten. Die Mitglieder der

Non-Profit-Organisation sind aber keinesfalls

kulinarische Hedonisten, sondern

engagierte Verfechter für verantwortungsbewusste,

artgerechte und regional erzeugte

Lebensmittel (siehe rechte Seite). „Wir

wollen dazu beitragen, die Vielfalt der

Lebensmittel zu erhalten oder wieder zu

12 hallertau-Magazin

entdecken, denn es gibt nichts Wichtigeres

als Essen“, erläutert Olma mit einer

Leidenschaft, die erahnen lässt, wie der

Jurist vor Gericht Plädoyers hält. Bei

Stefan Spitzer, dem jüngsten Slow-Food-

Mitglied im Convivium Ingolstadt, fühlt

er sich „dahoam“, hier erfährt (und

genießt) er das, was für ihn zur Passion

und Mission gleichermaßen geworden ist:

„Da steht hinter jedem Produkt eine

Geschichte, ein Gesicht des Erzeugers.“

Kochen ist „Notwehr“

Beredt beklagt Olma die Malaise, dass

gerade eine Generation heranwachse, die

fast nur noch Pizza von Oetker oder Wurst

von Herta, die nur noch industriell

erzeugte Lebensmittel kenne. Viele Menschen

könnten daher gar nicht mehr

genießen und müssten Geschmack erst

wieder lernen. Vehement wehrt sich Olma

gegen das Vorurteil, die Slow-Food-

Bewegung beschäftige sich nur mit klassischen

Gourmet-Produkten: „Nudeln mit

selbstgemachter Tomatensauce oder ein

gutes Brot mit Butter und Schnittlauch

sind doch auch ein Hochgenuss!“

Olma, gerne selbst in der Küche („Kochen

ist Notwehr“), verweist auf die gut besuchten

Kochkurse, die – auch für Kinder –

bei Slow Food angeboten werden, oder die

regelmäßigen Besuche bei regionalen

Lebensmittel erzeugern, die von Ingolstadt

aus organisiert werden. „Man muss dem

Essen nachspüren – das kostet mitunter

viel Zeit, ist aber eine ungeheure Bereicherung“,

erklärt Olma. Wie kommt nun

ausgerechnet ein vielbeschäftigter Jurist

dazu, sich zum Anwalt für authentische,

regionale, nachhaltige Lebensmittelproduk -

tion aufzuschwingen?

Qualität statt Quantität

Er sei familiär, insbesondere von der Großmutter,

geprägt, Essen und Trinken wertzuschätzen.

Erst viel später habe er die soziale,

ja politische Dimension des Themas für

sich entdeckt. Anders als bei den vielen

globalen Problemen, könne der Einzelne

bei der Ernährung sehr viel verändern:

regional einkaufen, oder Qualität der

Quantität vorziehen. „Bei der Ernährung

kann jeder jeden Tag etwas weniger falsch

machen! Wir müssen umdenken.“ Dafür

setzt sich Olma ein („Ich bin Optimist“). Bei

Slow Food. Und mit seinem Blog „extraprimagood.de“,

wo er wort- und bildreich für

gutes Essen und Trinken in der Region

wirbt. Hier wie dort ohne den erhobenen

Zeigefinger, sondern über die Vermittlung

von Freude am Genuss. „Was ich esse, wird

Teil von mir – mehr Nähe geht nicht.“


Slow Food

• ist eine weltweite Vereinigung von bewussten

Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich

zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens

und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.

• fördert eine verantwortliche Landwirtschaft und

Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle

Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung

der regionalen Geschmacksvielfalt.

• bringt Produzenten, Händler und Verbraucher

miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über

die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so

den Ernährungsmarkt transparent.

• ist eine Non-Profit-Organisation.

Slow Food ist eine internationale Bewegung, die

sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu

Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der

Produzenten und der Umwelt erhält. Die Slow-Food-

Bewegung zählt in Deutschland derzeit über 13.500

Mitglieder in rund 85 Convivien (lokalen Gruppen).

Gut, sauber, fair: Beim Einkaufen werden von jedem von

uns Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen

getroffen. Denn Essen ist untrennbar verknüpft mit Politik,

Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Wissen, Landwirtschaft,

Gesundheit und Umwelt.

hallertau-Magazin 13


Andreas Hofmeir,

international

bekannter Tubist,

ist in der Hallertau

aufgewachsen

„Die

Tuba

ist völlig

unterschätzt.“

Ist das vorstellbar, dass ein gefeierter Fußballstar, beispielsweise ein Thomas Müller,

einfach beim FC Bayern aufhört und damit auf eine sehr einträgliche finanzielle

Ausstattung verzichtet, weil er wieder mehr Zeit für andere Sportarten haben möchte?

Gut der Vergleich hinkt. Aber so ganz abwegig ist er nicht. Der Kultband LaBrassBanda, die

in Deutschland und darüber hinaus, große Hallen und Festivals bespielt, geht 2013 der Tubist

verloren: Gründungsmitglied Andreas Hofmeir beschliesst nach sechs erfolgreichen, turbulenten

Jahren, sich auf seine „anderen Projekte“ zu konzentrieren:

„Ums Geld ging es mir nicht, sondern vielmehr um die

künstlerische Entwicklung! Die Alternativen waren einfach zu

verlockend.“

Das erzählt er beim Essen. In der Mittagspause eines Tuba-Workshop des Bezirks

Oberbayern, der an diesem Sonntag in Zolling (Landkreis Freising) stattfindet. Gerade hat

Hofmeir den rund 20 Teilnehmern beiderlei Geschlechts und aller Altersgruppen die Grundlagen

dieses großen Blechblasinstrumentes vermittelt. Im Anschluss an den Workshop,

am Abend, gibt er dann ein Konzert im Bürgersaal. Unterricht für Amateure

statt Meisterklasse?

Der 37jährige Andreas Hofmeir ist seit 2006 Professor für Tuba am Mozarteum in

Salzburg, zählt zu den gefragtesten Tubisten großer Orchester, ist als Solo-Musiker oder als

Moderator im klassischen Bereich genauso unterwegs wie mit seinem Musik-Kabarett-

Programm. Im Februar erscheint sein Buch „Kein Aufwand – schrecklich wahre Geschichten

aus meinem Leben mit der Tuba“ und auch für 2016 plant er einen Film zu drehen – „eine

14 hallertau-Magazin


hallertau-Magazin 15


autobiografische deutsche Komödie“ – sowie

die Fledermaus von Johann Strauss neu zu

schreiben. Rund 130 Auftritte absolviert

Hofmeir pro Jahr im Jahr im In- und Ausland,

dazu kommen nochmals etwa 100

Tage, die er im Rahmen seiner Professur in

Salzburg verbringt. In der Mozart-Stadt

lebt er auch seit einigen Jahren. Aber aufgewachsen

ist er in der Hallertau, genauer

in Geisenfeld.

Als Bub bei der Hopfenernte

Als er eineinhalb Jahre alt ist, zieht

seine Familie in die dortige „Bergmeister-

Mühle“; der Vater stammt aus dem nahen

Fahlenbach. Bis heute verbinden ihn viele

Freundschaften mit der Heimat seiner

Kindheit. Und Erinnerungen. Bei der

Hopfenpflanzerfamilie Wassermann hilft er

bei der „Hopfnzupf“ mit, darf er schon als

11-jähriger Bulldog fahren. Bis heute ist

ihm das intensive Hopfenaroma, das zur

Erntezeit die Dörfer erfüllt, gegenwärtig.

Gerne denkt er an die Fahlenbacher Mühle

seines Onkels zurück, wo die Hofmeir-

Kinder während der Erntezeit das Getreide

entgegennahmen. Viele Jahre spielt er

beim örtlichen Fußballverein und verabredet

sich noch heute mit den ehemaligen

Mannschaftskameraden. Das alljährliche

Familientreffen an Allerheiligen in Fahlenbach

ist ein „Fixtermin“ für den Viel -

beschäftigten.

In der Hallertau kommt er auch zur

Musik. Mit acht Jahren schließt er sich der

Stadtkapelle Geisenfeld an – als Schlagzeuger.

Später wechselt er zum Tenorhorn,

obwohl er eigentlich immer Schlagzeuger

werden wollte. Bei der Tuba landet er

durch Zufall, weil dieses Instrument in der

Stadtkapelle vakant war und „ich der

Letzte war, der Nein geschrien hat!“

Die Tuba, so Hofmeir, sei als Instrument

völlig unterschätzt, „die meisten Musiker

beginnen oder enden mit der Tuba, weil

der Aufwand so überschaubar ist“. In

seinem Musik-Kabarett-Programm bezeichnet

Hofmeir den Tubisten als das

bestbezahlte Ensemble-Mitglied: Während

der Geiger bis zu 20.000 Töne

spielt, seien es beim Tubisten nur sieben

– für die gleiche Gage!

Dabei ist die Tuba für Hofmeir ein „verblüffend

gut geeignetes Solo-Instrument,

besser als die meisten anderen.“ Man

glaubt es ihm, der das mächtige Gebläse zu

wahrer Meister- und Könnerschaft geführt

hat, gerne. Als erstem Tubisten überhaupt

wird ihm 2013 der renommierte Echo-

Klassik-Preis verliehen.

Neben der Klassik pflegt Hofmeir in -

zwischen wieder, was er mit großer Begeisterung

bis 2005 macht: Kabarett. Oder

richtiger: Musik-Kabarett. Damals mit dem

Quartett „Star-Fours“, heute in Begleitung

eines Gitarristen. Neben vielen Auftritten

in Deutschland ist Andreas Hofmeir zuletzt

als Solotubist auch in Kolumbien, Brasilien,

Costa Rica und USA unterwegs.

Doch es zieht ihn immer wieder in die

„alte Heimat“: Beim Ingolstädter TV-

Sender IN-TV hat er eine eigene Sendung

(„Wer dablosts“), im Juni 2016 wirkt er bei

einem Open-Air-Konzert in der Audi-

Stadt mit. Oder er kommt für einen

Auftritt in den Hallertauer Landgasthof

Rockermeier nach Unterpindhart, wo er

schon einige vielgefeierte Konzert gab.

Zurück zum Musik-Kabarett

Sein ehemaliger Nachbar, Christian Staudter,

ist heute Bürgermeister und hat ihn vor

zwei Jahren mit dem Kulturpreis der Stadt

Geisenfeld ausgezeichnet. Staudter war

auch sein erster Fußball-Trainer.

Mit Staudter und dem eingangs erwähnten

Thomas Müller verbindet Hofmeir

die Begeisterung für Fußball: Er kickt noch

regelmäßig in einer Freizeitmannschaft in

Salzburg – wenn es seine vielen Aktivitäten

zulassen. ah, Fotos: Lehmann

Weihnachtszeit auf Kreuth!

bis Heiligabend 2015

Täglich von 10:00–18:00 Uhr

& sonntags von 11:00–17:00 Uhr

geöffnet

16 hallertau-Magazin


Termine & Tipps

Kuchlbauers Turmweihnacht,

25.11. bis

26.12.2015, Abensberg

jeweils Mittwoch bis Sonntag ·

Zahlreiche Fieranten, tradi -

tionelle Kunsthandwerker

und allerlei Spezialitäten

Tel. 09443 9101-0,

www.kuchlbauers-turmweihnacht.de

Kelheimer

Christkindlmarkt,

11.12. bis 20.12.2015

„Stadt der 1000 Christbäume“

Tel. 09441 701-

234, www.kelheim.de

Neujahrskonzert des

Freisinger Tagblatts,

03.01. 2016, 19:00 Uhr,

Asamtheater, Freising

mit dem Westböhmischen

Sinfonie-Orchester Marienbad

und der Chorgemeinschaft

Fürstenfeldbruck.

Solisten: Christina Gerstberger,

Laura Faig, Christian

Bauer, Thorsten Frisch. Moderation:

Lilli Linkel, Gesamtleitung:

Klaus Linkel, Dirigent.

Der Erlös beider Veranstaltungen

kommt der Aktion

„Menschen in Not“ zugute.

www.freising.de

„Freising im Visier“ Ausstellung

bis 17.04.2016

300 Jahre Geschichte auf 100

bemalten Schützenscheiben

(älteste Scheibe von 1684)

Stadtmuseum im Asamgebäude,

Marienplatz 7, Freising

Geöffnet: mittwochs bis sonntags

von 13 bis 17 Uhr,

Abendöffnung jeden ersten

Donnerstag im Monat von

18 bis 20 Uhr

unter 08161 54-44502

(vormittags) oder unter

stadtmuseum@freising.de

Antik-Flohmarkt

Pfaffenhofen

jeden 4. Sonntag im Monat

auf dem Volksfestplatz

Oper- und Operettenkonzert

am 21.02.2016,

Wolnzach

Deutsches Hopfenmuseum ·

Mit Lauren Francis und Franz

Garlik

29. Internationale Winterwandertage,

27./28.02. –

2016, Kelheim

Wanderverein Kelheim e.V.

09441 3474 · Teilnahme

frei

Palmdult mit verkaufs -

offenem Sonntag, 12. bis

14.03.2016, Freising

08161 54-43202,

www.freising.de

Aktuelle Hinweise finden

Sie in den Veranstaltungskalendern

online:

www.hopfenland-hallertau.de

(„Aktivitäten“)

www.tourismus-landkreiskelheim.de

(„Veranstaltungen“)

www.hallertau.info

(„Termine")

www.freising.de

(„Veranstaltungskalender")

Landgasthof ROCKERMEIER

Jetzt neu!

ROCKERMEIERS

Bierschmankerl

Ein schäumender Abend

rund ums Bier:

• Hautnah beim Brauen dabei sein,

unser Braumeister steht Rede und Antwort

• Zwicklbier-Verkostung direkt aus den

Reife-Lagertanks

• 5-gängiges Bier-Schmankerlmenü

• Holledauer-Bier-Gstanzl

Landgasthof und Brauerei Rockermeier

Bachstr. 3 • 85290 Unterpindhart · Tel.: 08452 608 • Fax: 08452 70297

www.landgasthof-rockermeier.de

€ 69,–

pro Person

inkl. Getränke

Bierige Zeiten beim Rockermeier

Seit vielen Jahren schon ist der Landgasthof Rockermeier in Unterpindhart

(Gemeinde Geisenfeld) weithin bekannt für seine Kleinkunstbühne, wo

regelmäßig Stars wie Ottfried Fischer oder Django Asül auftreten.

Ebenso beliebt ist der „Rockermeier“, wenn ein stilvoller Veranstaltungsort

für Familienfeiern, insbesondere Hochzeiten, gesucht wird. Im Mai

2014 hat sich der umtriebige Wirt einen langgehegten Traum erfüllt und

eine eigene Brauerei eröffnet (hallertau berichtete in Ausgabe 1/2014).

Die einzige Brauerei

der Gemeinde Geisenfeld

hat sich inzwischen

prächtig

entwickelt und braut

längst nicht mehr nur

für den eigenen Bedarf

in Gaststätte und

Biergarten: Die Rockermeier-Biere

von

Braumeister Arne Grunau gibt es aufgrund der großen Nachfrage auch in

Flaschen und Partyfässern zum Mitnehmen.

Regelmäßig eingebraut werden ein Helles, ein Dunkles Weizen sowie ein

Leichtes Weizen mit nur 2,3 % Alkohol, das mit dem recht seltenen „Komet“

kaltgehopft wird – der persönliche Favorit von Karl Rockermeier, „weil die

besondere Hopfung dem Bier eine Vollmundigkeit gibt, die bei dem

geringen Alkoholgehalt eigentlich nicht erwartbar ist.“ Daneben gibt es

regelmäßig Saisonbiere, wie beispielsweise den Hellen Bock, der für die

Starkbierzeit eingebraut wird.

In Zukunft sind eine ganze Reihe von bierigen Veranstaltungen in Unterpindhart

geplant. Den Auftakt macht das „ Rockermeiers Bierschmankerl“,

bei dem sich die Teilnehmer mit dem Braumeister bei einer Zwicklbier-

Verkostung direkt aus dem Lagertank über die Bierherstellung austauschen

kann. Gefolgt von einem fünfgängigen Biermenü und einem Unter -

haltungsprogramm mit Holledauer Bier-Gstanzln.

Die Termine für die drei ersten Veranstaltungen stehen schon fest:

09.01.2016, 22.02.2016 und 19.03.2016. Das Rockermeier Bierschmankerl

gibt es übrigens auch als Gutschein zum Verschenken. Mehr Information

gibt es unter: www.landgasthof-rockermeier.de oder Tel. 08452 608

Das vielleicht beste Olivenöl

der Welt bei Onassis in Au!

Was für Hallertauer Hopfenpflanzer die Sorte „Perle",

ist für griechische Olivenbauer die „Koroneiki“: eine

aromatische Olivensorte erster Klasse. Die Kaltpressung

„Charisma“ vom Gut der Familie Vassilakis,

Kreta, wurde unlängst bei der New York International

Olive Oil Competition mit der Goldmedaille ausgezeichnet,

sozusagen mit dem Oscar der Olivenöle.

Das verriet uns Dimitri Christodoulou aus Au in der

Hallertau, Inhaber des griechischen Restaurants

Onassis. Dimitri ist mit Familie Vassilakis befreundet

und deshalb gibt es in seinem Restaurant dieses

ausgezeichnete Öl zu kaufen.

Unser Tipp für Freunde mediterraner

Küche. Zum Genießen

oder Verschenken!

hallertau-Magazin 17


Einst ein lehmiger Acker, heute ein Sehnsuchtsort für

Gartenfreunde aus aller Welt: Der Sichtungsgarten Weihenstephan

wurde 1947 von Richard Hansen gegründet. Standortgerechte

Pflanzungen und die Wirkung von Baum, Strauch und

Staude im Team, darum ging es dem Schüler des vielleicht

bekanntesten deutschen Gärtners, Karl Foerster.

Wildstauden lagen Hansen besonders am Herzen.

Seine Sammlung ist bis heute beachtlich gewachsen. „Der

Sichtungsgarten lebt von seiner Vielfalt – seiner Vielfalt an Pflanzen,

aber auch seiner Vielfalt unterschiedlicher Pflanzungen und

Pflanzungstypen“, sagt Professor Dr. Bernd Hertle, Leiter der

18 hallertau-Magazin

Weihenstephaner Gärten.


» Es wird wird

durchgeblüht! «

Der Sichtungsgarten Weihenstephan lockt jedes Jahr

um die 100.000 Besucher. Auf dem Test- und Ideengelände der

Hochschule finden auch Hobbygärtner jede Menge Inspiration

Fotos von Maité Herzog

hallertau-Magazin 19


» Die Blumen des Frühlings

sind die Träume des Winters... «

Khalil Gibran

20 hallertau-Magazin


Diese Kombinationen an mehrjährig blühenden

Stauden sehen umwerfend gut aus und die Pflanzen

haben ähnliche Vorlieben was die Standortbedingungen

betrifft:

Wiesen-Iris, Frauenmantel und Sumpf-Wolfsmilch

(linke Seite) Sehnsuchtsblau und frisches Frühlingsgrün

– mit dieser Staudenkombination lassen

sich beschwingte, pflegeleichte Gartenbilder pflanzen.

Tipp: Mögen den lehmigen Boden, der in der Hallertau

vielerorts zugegen ist.

Gräser-Symphonien (oben) Bart-Iris, Katzenminze

und Riesen-Federgras bevorzugen Sonne und

durch lässigen Boden. Miscanthus-Arten (im Hintergrund)

wachsen auch gut auf schweren Böden.

Sorten gibt es unzaḧlige. Im Sichtungsgarten sind

alle beschriftet: Favoriten suchen leicht gemacht!

„Rote Rabatte“ (rechts) Indisches Blumenrohr, Dahlien

und Gräser – kombiniert mit Wunderbaum (auf dem

Foto nicht zu sehen) und unterpflanzt mit Zinnien.

Zeitintensiv: Blumenrohr und Dahlienknollen

werden im Herbst zur Überwinterung ausgegraben,

Zinnien sind einjährig, werden also jährlich neu

gezogen und gepflanzt.

Kniphofia und Blauraute (links) Mit ihrem silbrigen

Laub und ihren duftigen lockeren Blütenrispen

passen Blaurauten besonders gut zu Fackellilien.

Beide stehen gern geschützt und sonnig in durchlässigem

Boden.

hallertau-Magazin 21


Mit Fächerahorn und Astern wird

„durchgeblüht“ bis fast in den Winter ...

Dieses Foto enstand wenige Tage, bevor

der Sichtungsgarten am 1. November

seine Pforten für Besucher schloss.

Am 1. April beginnt offiziell die neue Saison.

An der Blütenpracht des nächsten Sommers arbeitet

ein Team von 14 Mitarbeiter/innen und +/- Azubis.

Übrigens: Die Weihenstephaner Gärten sind der größte Aus -

bildungsbetrieb für Staudengärtner in Bayern.

Sichtungsgarten Weihenstephan

Am Staudengarten 7, 85354 Freising

Öffnungszeiten

während der Saison von 1. April bis

31. Oktober ist der Sichtungsgarten

täglich von 9:00–18:00 Uhr geöffnet

Mehr als ein wissenschaflich genutztes Areal:

der Sichtungsgarten ist eine Oase der Natur und

Ästhetik inmitten der Stadt Freising mit ihren

über 40 000 Einwohnern und dem nahen Flughafen.

Eintritt

freier Eintritt, Führungen für Gruppen

bis 25 Personen sind möglich nach

Vereinbarung und gegen Honorar

(ca. 95 Euro), Dauer ca. 1,5 Std. ,

Auskunft unter Telefon: 08161 714026

(nur vormittags)

Anmerkung zum Titel:

„Es wird durchgeblüht!“ ist ein Zitat von

Karl Foerster

Buchtipp:

„Sichtungsgarten Weihenstephan“

von Prof. Dr. Bernd Hertle und Christa

Brand, Ulmer Verlag 2015, 96 S., 70 Farb -

fotos, ISBN 978-3-8001-8298-5

22 hallertau-Magazin


Weihnachtsbrunch

am 25.12. mit Bierverkostung

18,00 €

Silvesterball mit Tanzmusik

mit dem Duo „Happy Music“,

Buffet und Feuerwerk

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(Karten ab sofort im Vorverkauf erhältlich )

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führungen erfahren Sie die Geschichte hinter der Geschichte und

alles über Ihre Lieblingsorte der ältesten Stadt an der Isar:

Altstadtrundgang jeden Samstag um 11 Uhr,

Treffpunkt: Touristinfo Marienplatz

Domführungen Kurzführung jeden Sonntag um 12 Uhr nach der

Hl. Messe, ausführliche Führung jeden Freitag um 14 Uhr (Mai -

September), Treffpunkt: jeweils Vorhalle Dom

Freising entdecken im Stadtmuseum jeden ersten Donnerstag

im Monat um 15 Uhr (außer Mai und August),

Treffpunkt: Museumskasse

Öffentliche Führungen ohne Anmeldung. Änderungen vorbehalten!

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hallertau-Magazin 23


Foto: Paul Ehrenreich

Hopfenland

Hallertau!

Informationen vom Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

Geschäftsstelle

in Pfaffenhofen eröffnet

Anfang Juli 2015 erfolgte der Umzug der

neuen Geschäftsstelle von Kelheim in die

Spitalstraße 7 nach Pfaffenhofen a.d.Ilm.

Die Geschäftsstelle ist im gleichen Gebäude

wie das Kommunalunternehmen

Strukturentwicklung im Landkreis Pfaffenhofen

a.d.Ilm (KUS) angesiedelt, um auf

die bestehende touristische Infrastruktur

des KUS zugreifen und weitere Synergien

nutzen zu können.

Die neue Adresse lautet:

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

Spitalstraße 7 · 85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm

Tel. 08441 4009-284

Fax 08441 4009-285

Die Geschäftsstelle ist geöffnet:

Dienstag: 9:00 – 15:00 Uhr

Mittwoch/Donnerstag: 9:00 – 16:00 Uhr

Freitag: 9:00 – 15:00 Uhr

Hopfenland Hallertau

Tourismus e.V. auf Tour

Für den Hopfenland Hallertau Tourismus

e.V. ist es wichtig, dass trotz der touristischen

Neustrukturierung die bislang

bewährten Aktionen und Veranstaltungen

auch zukünftig bestehen bleiben. Daher

organisierte der Hopfenland Hallertau

Tourismus e.V. zusammen mit zahlreichen

ehrenamtlichen Helfern auch in diesem

Jahr etablierte Feste und Veranstaltungen,

wie z. B. den Familienerlebnistag in Mainburg

(So, 7. Juni 2015), das Hopfenzupferfest

„Hopfenzupfen wie zu Großmutters

Zeiten“ im Schloss Ratzenhofen (So, 9.

Aug. 2015) oder das 10. Hallertauer Hopfakranzlfest

in Hohenwart (So, 20. Sept.

2015).

Zudem war der neue Tourismusverein auf

Veranstaltungen wie dem Dellnhauser

Volksmusikfest in Au i.d.Hallertau (Sa/So,

11./12. Juli 2015), auf der Eröffnung des

55. Kongresses des Internationalen Hopfenbaubüros

IHB in Bad Gögging (So, 26.

Juli 2015) oder dem Grünen Wochenmarkt

in Freising (Sa, 8. Aug. 2015) mit

einem eigenen Stand präsent. Weitere

Stationen waren der Hopfazupfa-Jahrtag

in Scheyern (Sa, 15. Aug. 2015), das

Bürgerfest mit Deutscher Hopfenzupfermeisterschaft

in Siegenburg (So, 16. Aug.

2015) sowie das Hopfensiegelfest in

Nandlstadt (So, 6. Sept. 2015).

Erfolgreiches Jubiläum des

10. Hallertauer Hopfakranzlfestes

in Hohenwart

Das 10. Hallertauer Hopfakranzlfest wurde

in diesem Jahr erstmals vom Hopfenland

Hallertau Tourismus e.V. zusammen mit

dem Markt Hohenwart und dem Kommunalunternehmen

Strukturentwicklung

Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS)

sowie von zahlreichen ehrenamtlichen

Helfern organisiert. Auf der attraktiven

Regionalmesse am 20. September 2015

in Hohenwart konnten über 5.000 Besucher

verzeichnet werden. An über 30, mit

Hopfen dekorierten, Ständen hatten die

Besucher Gelegenheit, den Hopfen von

24 hallertau-Magazin


seiner schönsten Seite zu erleben. Zudem

wurde ein attraktives Bühnen- und Unterhaltungsprogramm

für Groß und Klein

geboten.

3. überarbeitete Auflage der

Radkarte „Hallertauer Hopfentour“

Aufgrund der hohen Resonanz wurde die

beliebte Radkarte „Hallertauer Hopfentour“

bereits zum dritten Mal überarbeitet und

erschien Anfang September 2015 in einer

Auflage von 25.000 Stück.

Die kostenlose Radkarte beschreibt die

Hallertauer Hopfentour – eine 170 Kilometer

lange Rundtour – mit ihren 5 Querverbindungen.

Neben der genauen

Zurzeit wird mit Hochdruck an der Jubiläumsbroschüre

zum Thema „Bier erleben

im Hopfenland Hallertau 2016“ in Kooperation

mit dem Tourismusverband im

Landkreis Kelheim und den Landkreisen

Freising, Landshut und Pfaffenhofen a.d.Ilm

gearbeitet. Die Broschüre im handlichen

CD-Format beinhaltet spezielle Angebote

und Veranstaltungen der Hallertauer

Brauereien und Biersommeliers bis hin

zu besonderen Jubiläumsveranstaltungen

und Angeboten der Hallertauer Gemeinden,

Städte, Gastronomiebetriebe

und Gastgeber rund um das Thema Bier.

Sie soll Bierbegeisterten als wertvolles

Nachschlagewerk speziell zum Jubiläumsjahr

des Reinheitsgebotes dienen sowie

als Ausflugs- und Freizeitplaner genutzt

werden können. Die kostenlose Broschüre

wird Anfang Januar 2016 in einer Auflage

von ca. 25.000 Stück erscheinen.

Darüber hinaus werden neben den Hallertauer

Spargel- und Wildwochen erneut

touristische Dienstleister, gewerbliche

Unternehmen, Privatpersonen sowie

sonstige juristische Personen können

Mitglied werden. Neben ermäßigten Einträgen

und Anzeigen (z.B. im Hinblick auf

die bevorstehende Sonderbroschüre

anlässlich 500 Jahre Reinheitsgebot)

erhalten Mitglieder beispielsweise auch

vergünstigte Beteiligungsmöglichkeiten

(z.B. bei zukünftigen Messeauftritten des

Tourismusvereins).

Die Mitgliedschaft beim Hopfenland

Hallertau Tourismus e.V. muss neu

beantragt werden, unabhängig davon,

ob in der Vergangenheit bereits eine

Mitgliedschaft zu einem anderen Verein

(Tourismusverband Hallertau e.V. oder

Tourismusverein Hopfenland Hallertau

e.V.) bestand.

Um die zukünftigen Aufgaben und

Herausforderungen meistern zu können,

sind wir auf Hilfe von Partnern angewiesen,

die mitmachen und sich einbringen

Foto: Anton Mirwald

Streckenführung enthält sie wertvolle Informationen

zu ca. 50 Sehenswürdigkeiten

entlang der Strecke. Daher ist die Karte

nicht nur für Radler von hohem Nutzwert,

sondern wird auch von Nichtradlern gerne

als kompakte Freizeitkarte verwendet.

Vorschau:

„500 Jahre Reinheitsgebot“ –

Aktionen im Hopfenland Hallertau

Nächstes Jahr feiert Bayern das 500-jährige

Bestehen des Reinheitsgebotes.

Überall in Bayern wird es dazu besondere

Angebote und Veranstaltungen geben.

Auch der Hopfenland Hallertau Tourismus

e.V. plant dazu spezielle Aktionen.

die „Hallertauer Hopfen- und Bierwochen

2016“ stattfinden. Von August bis Mitte

September wird neben kreativen

Biergerichten und Biermenüs mit Bierbegleitung

bzw. Bierverkostung auch das

„Original Hallertauer Hopfenzupfermahl“

auf den Speisekarten der teilnehmenden

Restaurants und Gaststätten zu finden sein.

Außerdem wird der Hopfenland Hallertau

Tourismus e.V. zusammen mit Hallertauer

Brauereien auf dem „Festival 500 Jahre

Bayerisches Reinheitsgebot“ in München

vom 22.–24. Juli 2016 mit einem eigenen

Stand vertreten sein.

Mitgliedschaft beim Hopfenland

Hallertau Tourismus e.V.

Inzwischen kann der Hopfenland Hallertau

Tourismus e.V. über 60 Mitglieder

verzeichnen. Sowohl Gemeinden als auch

wollen. Zusammen wollen wir Maßnahmen

und Aktionen diskutieren und diese dann

gemeinsam umsetzen. Wir sind offen für

neue Ideen, für neues Engagement und

für neue Mitglieder.

Weitere Infos zur Mitgliedschaft

und zum Tourismusverein unter:

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

Martina Mayer

Spitalstraße 7

85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm

Telefon 08441 4009-284

info@hopfenland-hallertau.de

www.hopfenland-hallertau.de

hallertau-Magazin 25


v. l.: Gerhard Ilgenfritz (Präsident Private Brauereien Bayern e. V.), Manuel Müller (Geschäfts -

führer Müllerbräu), Anna Müller, Alexander Bück (Braumeister Mülerbräu), Fritz Müller

(Brauerei-Inhaber), Detlef Projahn (Präsident Private Brauereien Deutschland)

Medaillenregen

für Brauereien der Region

beim weltweit bedeutendesten Bierwettbewerb 2015

Mit 1.957 Bieren aus 45 Ländern

aller Kontinente wurden 2015

so viele Biere wie noch nie

für den European Beer Star

der Privaten Brauereien

eingereicht. Zwei Tage

dauerte die Blindverkostung

der 115köpfigen,

internationalen Jury bei

dem weltweit renommierten

Bier-Wettbewerb, dessen Auszeichnungen

bei den Brauereien

so begehrt sind wie Michelin-Sterne

für Gastronomen. Die Gewinner in

den 55 Kategorien (jeweils nur eine Gold-, Silber- und Bronze -

medaille) wurden am 11. November im Rahmen der BrauBeviale

ausgezeichnet. Die erfolgreichste Brauerei beim European Beer

Star kommt in diesem Jahr aus der Hallertau: Beim Müllerbräu

in Pfaffenhofen bejubelt man drei Goldmedaillen und eine Silber -

medaille!

Rund 41% der 1.957 eingereichten Biere stammen aus

Deutschland (+ 21 % gegenüber dem Vorjahr), die übrigen Biere

von Brauereien aus Europa, Asien, Australien, Afrika sowie Nordund

Südamerika. „Dass sich die Zahl der eingereichten Biere

nochmals um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht

hat, war nicht unbedingt zu erwarten“, freut sich Dr. Werner

Gloßner, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien, „der

überwältigende Zuspruch zeigt, welche Bedeutung der European

Beer Star inzwischen weltweit hat“.

20 Kategorien konnten deutsche Brauereien für sich entscheiden

sowie 23 Silber- und 21 Bronzemedaillen erringen – die meisten

davon gingen nach Bayern, davon nicht wenige an Brauereien

im Verbreitungsgebiet der hallertau. Offensichtlich sehr

beeindruckt war die Jury von gleich mehreren Bieren

der Familienbrauerei Müllerbräu im oberbayerischen

Pfaffenhofen. Die Hallertauer Brauer erhielten jeweils

Gold für das Festbier (wie bereits 2013), Kellerbier

Hell und Leichtes Weizen (wie bereits 2012) sowie

Müllerbräu Pfaffenhofen wird

erfolgreichste Brauerei des Jahres

Silber für das untergärige Leichtbier. Müllerbräu ist

damit die erfolgreichste Brauerei beim European Beer

Star 2015! Kein Zufall: Mit dem Braumeister Alexander

Büch, erst seit ein paar Jahren in Pfaffenhofen, eilt Müllerbräu

bei den bedeutenden Bier-Wettbewerben von Sieg zu Sieg. „Wir

hatten uns schon etwas ausgerechnet“, verrät Junior-Chef

Manuel Müller,“ aber an drei Mal Gold in diesen so populären

Bierkategorien hätten wir nicht im Traum gedacht! Das ist der

größte Erfolg aller Zeiten für unsere Brauerei!"

26 hallertau-Magazin


In den Siegerlisten des European Beer Star, der zu den härtesten

Wettbewerben der Welt zählt, weil pro Bierstil nur jeweils einmal

Gold, einmal Silber und einmal Bronze vergeben wird, finden sich

daneben noch eine ganze Reihe von Medaillengewinnen der Region.

Mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden in diesem Jahr der

Dunkle Doppelbock der Klosterbrauerei Weltenburg, das bernsteinfarbene

Hefeweißbier vom Weisses Bräuhaus Schneider

(Kelheim), das Dunkel der Schloßbrauerei Unterbaar sowie das

rot- und bernbsteinfarbene Lagerbier des Eittinger Fischerbräu.

Die Staatsbrauerei Weihenstephan, deren Biere regelmässig bei

internationalen Wettbewerben prämiert werden, erhält Silber für

ihr Kristallweizen. Die junge Unterschleißheimer Brauerei Crew

Republic reüssierte in den Craft-Bier-Kategorien Barley Wine

Dr. Werner Gloßner,

Hauptgeschäftsführer der

Privaten Brauereien Bayern

(Silber) und Traditional

India Pale Ale (Bronze).

Über Bronzemedaillen

können sich Herrnbräu

(Ingolstadt) für Weizenbock

und Landshuter

Brauhaus für Dunkles

Weißbier freuen. ah,

Fotos: Bischof&Broel

Hopsteiner Hopfenzüchtung:

Nachfrage nach neuen Aromahopfen steigt weltweit

Die Spezialsorte „Lemondrop“

Viele Jahre reduzierte sich das Thema Rohstoffe für Biere

bei den Brauern vor allem auf ein Kriterium: günstiger

Preis. Seit dem Boom der amerikanischen Brauer-Szene

(„Craft-Brewer“), der längst auch in Europa angekommen

ist, richtet sich das Augenmerk innovativer Braumeister

wieder verstärkt auf die Qualität von Braugerste und Hopfen.

Gerade um die Verwendung besonderer Aroma-Hopfen

scheint weltweit ein regelrechter Hype ausgebrochen

zu sein. Immer mehr Brauereien brauen besonders gehopfte

Biere wie India Pale Ales (IPA) ein oder erhöhen die

Hopfengaben beispielsweise durch die Kalthopfung von

Bieren (= Zugabe des Hopfens nach der Würzekochung).

Zahlreiche neue fruchtbetonte Hopfensorten, sogenannte

„Flavour Hops“ wie Mandarina Bavaria oder Hüll

Melon, die den Bieren sehr fruchtige Noten verleihen,

werden seit einigen Jahren auch in der Hallertau angebaut.

Einer der Marktführer im Hopfenhandel und der

-verarbeitung, die Fa. Hopsteiner aus Mainburg, kommt

nun mit eigenen Hopfensorten auf den Markt, die zusammen

mit den Kollegen der Steiner-Gruppe in den

USA gezüchtet wurden, darunter die Spezialsorten

„Bravo“, „Lemondrop“ und „Calypso“. Das hallertau-

Magazin hat sich mit Willi Mitter, Technischer Direktor

Hopsteiner, über diese Entwicklung unterhalten.

Herr Mitter, gibt es in der Hallertau nicht aus -

reichend Aromahopfensorten, um die gestiegene

Nachfrage bedienen zu können?

Es gibt in der Hallertau eine ganze Reihe hervorragender

Aromahopfen, die wir unseren Kunden selbstverständlich

anbieten. Als international tätiges Unternehmen

sehen wir das aber global.

Wir wollen unseren Kunden in aller Welt ein

möglichst großes Spektrum anbieten, deshalb haben

wir vor einigen Jahren mit der aufwändigen Züchtung

neuer Aromasorten begonnen, was jetzt erste

Früchte trägt. Wir ergänzen damit das bestehende

Sortenangebot in der Hallertau um sehr interessante

Flavour-Mischungen.

Was ist das Besondere an den Sorten „Bravo“,

„Lemondrop“ und „Calypso“!

Das sind alles sehr fruchtbetonte, aromatische Hopfensorten.

„Bravo“ beispielsweise hat sehr ausgeprägte

Anklänge an Grapefruit, „Lemondrop“ hat wunderbare,

frische, klare Zitronennoten.

Mit beiden Sorten haben wir für die Brau-Messe in

Nürnberg Versuchsbiere eingebraut, die an unserem

Messestand begeistert aufgenommen wurden.

Braucht es dann die Hallertauer Aromahopfen

gar nicht mehr?

Aber nein. Erstens dauert es viele Jahre, bis eine

Züchtung marktreif ist, also stabile Eigenschaften

und Krankheitsresistenzen aufweist. Zweitens wollen

wir das verfügbare Portfolio an Flavour-Hopfen

einfach um neue Aromenspektren ergänzen.

Vielleicht können diese auch bald in der Hallertau

angebaut werden.

Wie wichtig ist das Marktsegment „Craft Brewer“

für Hopsteiner?

Das ist sehr spannend, weil die ständig nach Neuem

verlangen. Aber es ist phantastisch, was die Craft

Brewer bewirkt haben: Die Bedeutung des Hopfens

für die internationale Brauwirtschaft hat durch sie

eine gewaltige Aufwertung erfahren. Die Craft-Bier-

Szene („handwerklich gebraute Biere“) in den USA

erlebt einen regelrechten Boom. Fragen von

Alexander Herzog, Foto: Hopsteiner

hallertau-Magazin 27


Interview

» DAS HOPFENLAND HALLERTAU

HAT VIEL POTENZIAL! «

Für die Region Hallertau gab es bis zum Frühjahr

des Jahres drei Organisationen, die sich für die Entwicklung

des Tourismus eingesetzt hatten. Neben

der ARGE Hopfenland Hallertau, der Arbeitsgemeinschaft

der vier Landkreise Pfaffenhofen, Kelheim, Freising

und Landshut (vertreten durch die jeweiligen Landräte),

existierte der Tourismusverband Hallertau und

der Tourismusverein Hopfenland Hallertau. Entsprechend

verwirrend war zum Teil die Außenwahrnehmung,

kam es immer wieder zu irrtümlichen Zuordnungen

von Marketing-Aktivitäten und Veranstaltungen.

Dem einvernehmlichen Beschluss, alle Kräfte in einer

Organisation zu bündeln, folgten mehrere Workshops

und Gespräche, die schließlich im März 2015 zur Gründung

des Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. führten.

hallertau sprach mit dem gewählten 1. Vorsitzenden,

Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf, über Visionen und

Pläne für die Destination Hallertau.

Endlich gibt es einen Tourismusverband für die

Hallertau. Was ändert sich damit hinsichtlich der

Wahrnehmung der Region Hallertau bzw. für die

Besucher und die Träger touristischer Leistungen?

Ganz entscheidend ist, dass die Region und die touristischen

Dienstleister/Akteure jetzt einheitlich unter

einer Marke „Hopfenland Hallertau“ auftreten, die es

zwar bisher schon gab, die aber zukünftig noch weiter professionalisiert

und ausgebaut werden soll. Ziel ist es, durch den gemeinsamen

Auftritt und einen zentralen Ansprechpartner, die Region

Hopfenland Hallertau nach innen und außen zu stärken, um

entsprechend besser wahrgenommen und wettbewerbsfähiger

zu werden.

Was sind Ihre kurz-, mittel- und langfristigen Ziele? Wo sehen

Sie die Kernaufgaben des HHT?

Gemäß unserem Vereinszweck wollen wir alle Maßnahmen

fördern, die der Weiterentwicklung und der Vermarktung der

Region Hopfenland Hallertau als touristische Destination dienen.

Außerdem ist der neue Verband ein Bindeglied zwischen den vier

Landkreisen sowie Brücke zwischen Ober- und Niederbayern.

Dass mehrere Akteure parallel an den gleichen Inhalten arbeiten,

wird es künftig nicht mehr geben. Konkret geht es darum, die

Ausflugs- und Freizeitdestination Hallertau unter der Dachmarke

Hopfenland Hallertau bekannter zu machen, z. B. auf touristischen

Messen, bei Veranstaltungen, in der Kommunikation und

in den Medien. Darüber hinaus wollen wir zur Umsetzung bzw.

Verbesserung touristischer Angebote beitragen wie dem Ausbau

des Radwege- und Wandernetzes. Die bewährten Aktionen und

Veranstaltungsformate, wie zum Beispiel die Hallertauer Kulinarikwochen

und das Hallertauer Hopfakranzlfest werden beibehalten.

Die Entwicklung des Tourismus beginnt zunächst innen: Wir

wollen eine qualifizierte Struktur für Naherholung und Tourismus

im Hopfenland Hallertau aufbauen, die auch die regionale

Identität bei den BürgerInnen sowie die Zusammenarbeit bei den

touristischen Anbietern stärkt.

So soll auch die Qualität verbessert werden, z. B. sollten

sich noch mehr Gastgeber DTV-zertifizieren. Auch möchte

man weitere Qualitätsstandards bei den touristischen Akteuren

definieren.

Was planen Sie, um für die Attraktionen und Angebote dieser

einzigartigen Kulturlandschaft zu werben?

In einem ersten Schritt wird der Auftritt des Verbandes neu

gestaltet, die Inhalte der Internetseite verbessert. Wir planen, die

vorhandenen touristischen Angebote noch stärker thematisch zu

bündeln: Angebote wie Rad- und Wanderwege, Belebung der

28 hallertau-Magazin


Deutschen Hopfenstraße, Ausbau des Schwerpunktes Hopfen &

Bier usw. Mit diesen Angeboten gehen wir auf Messen und Veranstaltungen,

setzen auf Öffentlichkeitsarbeit und Marketing -

aktionen.

Hopfenland Hallertau Tourismus ist zudem Impulsgeber und

Promoter zum Aufbau touristischer Netzwerke, unterstützt die

Umsetzung neuer Angebote und fördert den Informationsaustausch

mit anderen Tourismusregionen oder Wirtschaftszweigen.

Und wir wollen in regelmäßigen Befragungen unserer Mitglieder

und Gäste ermitteln, welche Bedürfnisse und Erwartungen es gibt,

um darauf reagieren zu können.

Die Hallertau ist eine noch junge touristische Destination und

gleichzeitig eine der wirtschaftlich stärksten Regionen in

Deutschland. Welche Rolle wird der Tourismus in der Hallertau

in der Zukunft spielen?

Da sind wir nicht blauäugig: Die Hallertau wird kaum in ab seh -

barer Zeit zu einer Urlaubsregion werden. Aber das Hopfenland

Hallertau hat viel Potenzial, sich als Ausflugs- und Freizeitdestination

zu positionieren. Das zielt nicht nur auf auswärtige Gäste,

sondern genauso auf die heimische Bevölkerung. Ich bin überzeugt

davon, dass Angebote für Freizeit/Tourismus an Bedeutung

gewinnen werden, denn die Region steht vor einem Strukturwandel:

Die Konzentration auf immer größere Hopfenbaubetriebe lässt

viele Landwirte nach Alternativen suchen, wie Ferienwohnungen

auf dem Bauernhof. Das erfolgreiche Angebot unserer Hopfenbotschafterinnen

zeigt den Weg.

Bayern zählt weltweit zu den beliebtesten Touristikzielen. Über

30 Millionen Gästeankünfte wurden im vergangenen Jahr

registriert. Tendenz steigend. Hat die Hallertau genügend

Alleinstellungsmerkmale, um (irgendwann) neben den Hot-

Spots wahrgenommen zu werden?

Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal, um das uns viele Destinationen

beneiden: Wir sind das größte Hopfenanbaugebiet der

Welt! Das ist eine Nr.-1-Position! Die Besucher sind immer wieder

begeistert von dieser einmaligen Kulturlandschaft mit den sanften

Hügeln, den mächtigen Hopfengärten, den vielen noch sehr

authentischen Orten und den traditionellen Festen. Zur Kultur

des Hopfenlandes Hallertau gehört auch die Vielzahl, meist

kleiner, inhabergeführter Brauereien. Das werden wir gerade im

kommenden Jahr, wenn Bayern 500 Jahre Reinheitsgebot feiert,

mit unseren Hopfen- & Bierwochen entsprechend herausstellen.

Das Hopfenland Hallertau hat noch einen entscheidenden

Trumpf: die Lage. Wir liegen mitten in Bayern, zwischen den

Metropolregionen München und Nürnberg und verfügen über

eine perfekte Verkehrsanbindung – übrigens auch an das Bayernnetz

für Radler. Die Fragen stellte Alexander Herzog, Foto:

Gabriele Hartmann

Weitere Infos :

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V., Martina Mayer

Spitalstraße 7, 85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm

Tel. 08441 4009-284 · info@hopfenland-hallertau.de

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hallertau-Magazin 29


Licht und Schatten...

Blick auf den Michelsberg und die Befreiungshalle:

Dieses stimmungsvolle Winterbild fanden wir im Archiv des

Kelheimer Fotografen Oskar Schad.

An den Sieg über Napoleon soll das Denkmal oberhalb der

Stadt Kelheim erinnern. Die Französische Revolution bereitete

in Europa den Weg für die Durchsetzung von Menschenund

Bürgerrechten und die Trennung von Kirche und Staat,

aber die im Rahmen des Umbruchs stattfindenden napoleonischen

Kriege brachten viel Leid und Elend. König Ludwig I.

von Bayern beauftragte das Bauwerk. Als Kind hatte der

König erfahren, was es bedeutet, heimatlos zu sein. Nach

der Französischen Revolution befand sich seine Familie

viele Jahre auf der Flucht. Schätzungsweise 1,5 bis 2 Millionen

Menschen verloren ihr Leben in den militärischen Auseinandersetzungen.

Öffnungszeiten:

Nov.–Mitte März: täglich 9–16 Uhr,

Mitte März–Okt.: täglich 9–18 Uhr

Eintritt: 3,50 Euro regulär,

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

freier Eintritt.

Innenraum über Aufzug erreichbar, Pkwund

Busparkplätze vorhanden (Gebühr)

Auskunft/Verwaltung: 09441 68207-0

(Bayerische Verwaltung der staatlichen

Schlösser, Gärten und Seen)

Separates Besucherzentrum mit Museumsladen

und E-Bike Lademöglichkeit

Cafe & Bistro mit Terrasse. Auch von

hier lässt sich ein einmaliger Blick

genießen, im Winter durch die Bäume

hindurch bis ins Donautal).

(Öffnungszeiten Café im Winter:

bei Redaktionsschluss nicht bekannt.

Auskunft: 09441– 6836-79 oder

www.zur-befreiungshalle-kelheim.de)

Auf dem Gelände der Befreiungshalle

befindet sich auch ein leicht erreichbarer

Aussichtspunkt mit Blick in die Weltenburger

Enge (Bank, Fernrohr) sowie

die Rekonstruktion einer keltischen

Mauer (Station 2, Archäologiepark).

Schöne Spazierwege auf dem Gelände

sowie ausgeschilderte Wanderwege ab

Parkplatz, z. B. „Michelsberg Rundweg“

(leichter Wanderweg, ca. 2,6 km)

30 hallertau-Magazin


Foto: copyright Oskar Schad, Kelheim

Befreiungshalle Kelheim

Klassizistischer Rundbau aus Kelheimer Kalkstein

126 m über dem Donauspiegel · Bauzeit: 1842-1863 ·

Auftraggeber: König Ludwig I. von Bayern (1786-

1868), ein großer Förderer der Künste und glühender

Verehrer des antiken Griechenlands · Architekten:

Friedrich von Gärtner, nach dessen Tod 1847 fort -

geführt von Leo von Klenze · Siegesgöttinnen nach

Modell von Ludwig von Schwanthaler

hallertau-Magazin 31


Wohlfüh

Bad Gögging

mit Le

32 hallertau-Magazin

Foto Mayer Neustadt/Do.


GUT ESSEN

L L E R

U

T A

Vermutlich bereits die Kelten, ganz sicherlich aber die

Römer schätzten schon die heilende Kraft der Quellen im

niederbayerischen „Göcking“ und bauten hier – nahe dem

Limes – Thermalbäder. Richtig aufgenommen wurde der

Badebetrieb dann erst wieder im ausgehenden 19. Jahrhundert,

als neue Bäder entstanden. Den offiziellen Bäderstatus

erhielt der Ort 1919: Bad Gögging. Einen richtigen Aufschwung

nahm der Kurort dann in den 50er Jahren des vergangenen

Jahrhunderts. In dieser Zeit muss bei Hans Zettl

die Idee gereift sein, die zahlreicher werdenden Kurgäste mit

einem kleinen Café zu verwöhnen, und so eröffnete er 1949

den „Eisvogel“ – ein kleines Kaffeehaus mit drei Tischen,

gelegen an der Abens, am Rand des kleinen Ortes.

Auf nur knapp 900 Einwohner ist die Hallertauer

Gemeinde bis heute recht behutsam angewachsen. Ganz

anders der „Eisvogel“. Aus dem Café wurde binnen dreier

Generationen ein Restaurant, wurde ein Übernachtungsbetrieb,

wurde ein 4-Sterne-Hotel. Mit 58 Zimmern (109

Betten), einem überwältigenden Spa-Bereich, der wie kein

anderer in der Branche ganz auf das Thema Hopfen abgelenH

A

ib und Seele

Ein privates Hallertauer 4-Sterne-Hotel

wurde zum Wellness-Hotel des Jahres

2015 gewählt: Hotel Eisvogel in Bad

Gögging punktete bei den Juroren des Bertelsmann-Verlages

mit 1600 qm Spa, Sauna und

Badelandschaft. Hier lässt es sich auch bei

klirrender Kälte wohlfühlen und entspannen.

Beruhigender Hopfen, das familieneigene

Moor und das Bad Gögginger Schwefelwasser

bilden die Grundlage der zahlreichen Wellness-

Anwendungen. Und auch kulinarisch werden

die Gäste verwöhnt im Gasthaus in den idyllischen

Abens-Auen.

Dem Ehepaar Margit Zettl-Feldmann und Martin Feldmann liegt das Wohl seiner

Gäste am Herzen. Beruflich sind die beiden ein eingespieltes Team. Als Geschäftsführerin

organisiert Margit alle Abläufe im Hotel-Gasthof Eisvogel. Martin betreut

die Haustechnik und führt zusätzlich noch seinen landwirtschaftlichen Betrieb:

Spargel, Erdbeeren, Himbeeren, Kürbisse und Kartoffeln kommen im Eisvogel

aus eigenem Anbau frisch auf den Tisch!

hallertau-Magazin 33


|

stellt ist („HopfenWell“), und einem

Restaurant, das schon seit Jahren bei Einheimischen

wie Gästen einen hervorragenden

Ruf genießt.

Vom großen Restaurant & Hotel Guide

des Bertelsmann-Verlages wurde das

Haus 2015 zum „Wellness-Hotel

des Jahres

gewählt. Und das sicher

nicht nur wegen Angeboten

wie Hopfendoldenbad,

Massage mit

Hopfenöl oder Hopfenschaum.

Auf allen Hotel-Bewertungs-

Portalen erhält der „Eisvogel“ beständig

Höchstnoten.

Ein Geschäftsreisender aus Westfalen,

einem Landstrich also, dessen Bewohner

nicht gerade als exaltiert gelten, schreibt

auf hotel.de: „So muss es sein, einen

Westfalen happy zu machen!“ Fast

immer fließt in solche Bewertung

auch das Restaurant

mit ein, dessen Küche

seit rund einem Jahr

von dem jungen Andreas

Felkel (31) aus

Vohburg geführt

wird. Nach Stationen

beim Gastronomen

Stiftl, dem

Hotel-Restaurant

Rappensberger und

dem Gasthof „Zum

Raben“ in Kipfenberg

hat sich für ihn ein Kindheitstraum

erfüllt: „Ich war

hier als 15-Jähriger mit meinen

Eltern zum Essen und war so beeindruckt

von dem Küchenchef, der in seiner

weißen Jacke die Gäste begrüßte, dass

mein Wunsch aufkam, Koch zu werden –

und zwar im „Eisvogel!“

Tipp für Vegetarier:

Im Gasthaus Eisvogel lassen sich auch Gerichte ohne

Fleisch genießen. Sogar Veganer werden fündig. Aktuell

auf der Karte, zu Preisen zwischen 12,00 und14,00 Euro:

Hopfen-Bier-Menü auf Bestellung

Nun führt Felkel elf Mitarbeiter in der

Küche, um die bis zu 350 Gäste,

die in den verschiedenen

Gasträumen und auf der Terrasse

Platz finden, kulinarisch zu verwöhnen.

Die opulente Speisekarte, die als

„Wirtschafts-Zeitung“ im Restaurant gereicht

wird, hält neben den Klassikern stets

auch wechselnde Angebote wie derzeit

Wild- oder Entengerichte bereit (siehe

Rezept Seite 44). Dem Trend folgend

bietet Felkel aber auch verschiedene vegetarische

und vegane Gerichte an, wie

Hirsepflanzerl an Wildkräutersalat. Dem

„Gute Küche im Restaurant ist nie einer allein, das geht nur im

Team!" Chefkoch Andreas Felkel (M.) mit Küchen-Brigade

Alleinstellungsmerkmal des Hauses verpflichtet,

wird Hopfen sogar in der Küche

verwendet: Auf Bestellung gibt es beispielsweise

ein Hopfen-Bier-Menü (auf

Vorbestellung, ab zehn Personen),

das etwa ein „Rinderfilet

unter der Hopfenkruste“

enthält. Der Küchenchef ist

auch für den Einkauf der

„Rohstoffe“ zuständig, die –

ganz überwiegend – von

Lieferanten aus der Region

kommen (was erfreulicherweise

in der Speisekarte

ausgelobt wird) und

die Felkel von Zeit zu

Zeit besucht.

Spargel aus eigenem

Anbau

Eine weitere Besonderheit

des „Eisvogel“ ist

die Konstellation, dass

der Juniorchef Martin Feldmann einen

eigenen Landwirtschaftsbetrieb im nahen

Neu kirchen (Gemeinde Siegenburg) unterhält,

wo auf rund 50 Hektar Sonder -

kulturen wie Spargel („Abensberger

Spargel“), Erd- und Himbeeren sowie

» Essen ist die Heimat der Sinne. «

• Halloumikäse vom Grill mit Rosmarin und Thymian an Pfannengemüse,

Ofenkartoffeln und Mango-Pfeffer-Chutney

• Pfannengemüse mit Cashewkernen, in fruchtiger

Curry-Kokossoße mit Duftreis

• Altmühltaler Nudeln mit Hüttenkäse, Rucola

und Pinienkernen

• Hirsepflanzerl an Wildkräutersalat mit „Eisvogel-Salsa“ (vegan)

• Falafel (Kichererbsenbällchen) auf lauwarmem Linsen-Pilzsalat

(vegan)

Hokkaido-Kürbisse und Kartoffeln gedeihen.

Die Küche des „Eisvogel“ kann

also stets auf frische und nachhaltig

erzeugte Lebensmittel zugreifen. Entsprechend

der Saison tauchen diese

dann auf der Speisekarte auf: „Es gibt

doch nichts Prickeln deres als Spargel

im Frühjahr, Beeren im Sommer

und Kürbis im Herbst zu genießen“,

schwärmt Zettl-

Feldmann, „alles hat

seine Zeit und das ist

doch gut so.“

Die Mitarbeiter

loben für die besondere

Atmosphäre

im Eis vogel. Dem

Familienbetrieb, in

dem „wir unsere

Heimat finden“, wie

Felkel hervorhebt,

„weil wir immer auf

ein offenes Ohr stoßen“.

Die gesamte Inhaber-Familie

ist im Hotel engagiert: Margit

Zettl-Feldmann kümmert sich vorrangig

um Verwaltung und Vertrieb, Martin

Feldmann um Technik und Bauten,

die Eltern Hermine und Karl Zettl sind

bis heute genauso in das Unternehmen

integriert wie die beiden Töchter Theresa

und Maxi.

Eisvogel-Idylle an der Abens

Den Namen „Eisvogel“ hat das Haus

übrigens von dem gleichnamigen Vogel,

der im benachbarten Weiher und in den

Abens-Auen bis heute sein Habitat hat.

Als Indikator für einen intakten Lebensraum

ist der Eisvogel daher die ideale

Metapher für das Selbstverständnis des

Unternehmens, dessen „Philosophie“

gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt

wurde: authentisch, ehrlich, heimatverbunden,

traditionell und nachhaltig.

Dass dies auch gelebt wird, spüren die

Gäste, die aus dem Umkreis von rund

100 Kilometern in den Eisvogel nach

Bad Gögging kommen.

ah, Fotos: Rainer Lehmann


Die neue, moderne Hopfenlandhalle in

Au i. d. Hallertau befindet sich im Herzen

der Hallertau und kann für Großveranstaltungen

jeglicher Art gebucht werden.

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26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag): Mittagsbuffet (ab 12 Uhr)

35 hallertau magazin

Wir wünschen ein gutes neues Jahr 2016!

hallertau-Magazin 35


Rezept

Zubereitung:

Zutaten für 4 Personen:

600 g Rehfleisch aus der Keule

Salz, Pfeffer

Traubensoße

50 ml Sahne 30%

250 g rote Trauben kernlos,

gewaschen

200 g Maronen blanchiert

300 ml Rehfond aus eigener

Herstellung

100 ml Rotwein trocken

Kartoffelstampf

1 kg Kartoffeln

(mehlig kochend)

200 ml Milch

30 g Butter

Salz

Pfeffer (weiß, frisch gemahlen)

Muskatnuss (frisch gerieben)

Rehschnitzel:

Die Schnitzel aus der Nuss mit einem

Schmetterlingsschnitt schneiden (zum Vergrößern der Oberfläche) und diese

anschließend zwischen Klarsichtfolien plattieren.

Traubenglace:

50 g Trauben ganz mit Butterschmalz und Zucker glacieren, mit 20 ml Rotwein

ablöschen und bis 2/3 reduzieren lassen, Traubenglace zur Seite stellen.

Traubensoße:

Restliche Trauben halbieren, blanchierte Maronen vierteln und mit den Trauben in

etwas Butterschmalz und Vanillezucker karamellisieren. Ablöschen mit Rotwein,

diesen auf die Hälfte reduzieren und mit Rehfond aufgießen. Nach kurzem Aufwallen

50 ml Sahne dazugeben, abschmecken mit Salz, Pfeffer und einem Hauch von Zimt

und Muskat.

Kartoffelstampf:

Kartoffeln schälen, abspülen und grob würfeln. In Salzwasser 20 Minuten kochen.

Das Wasser abgießen und die Kartoffeln abdampfen lassen. Milch und Butter in einem

großen Topf erwärmen. Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse in die heiße Milch

drücken, alles gut verrühren.

Püree mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, bis zum Servieren warmstellen.

36 hallertau-Magazin


hallertau-Magazin 37


Christian Hermann, Bernhard

Nieder, Thilo Steindorf und

Alexander Herzog (v.l.n.r.) verkosten

besondere Hallertauer Biere

In dieser Rubrik stellt die hallertau

jeweils drei Bier-Besonderheiten vor:

z. B. besonders gehopfte, temporär

erhältliche, prämierte oder erstmals

gebraute Biere.

„Wintersud Festbier“

Müllerbräu Pfaffenhofen

„Hallertauer Zuagroast “

Urban Chestnut

„Grünhopfen Hallertauer Craftbier“

Schlossbrauerei Hohenthann

Alkohol: 5,5 Vol. · Stammwürze: 14

Besonderheit: temporär verfügbar

Farbe/Optik: goldfarben, brillant-klar, schöner,

feinporiger Schaum

Geruch: sehr malzbetont

Hopfenaroma: kaum wahrnehmbar

Vollmundigkeit: sehr ausgeprägt, Restsüße, die

auf eine niedrigere Endvergärung schließen lässt,

leichtere Bittere im Abgang

Rezenz: normaler Kohlensäuregehalt, gut

Gesamteindruck:

Ein opulentes Winterbier

in Retroaufmachung

BEWERTUNG

Alkohol: 5,7 Vol. · Stammwürze: 14

Besonderheit: 36 BE, Starkbier der neuen Brauerei

(Bürgerbräukeller Wolnzach)

Hopfen: Hallertauer Hüll Melone, Mandarina, Cascade

Farbe/Optik: bernsteinfarben, klar, wenig Schaum

Geruch: zunächst ausgeprägte Hopfen aromen, die

sich aber rasch verflüchtigen

Hopfenaroma: intensive Hopfennote

Vollmundigkeit: schlanker Körper, schöne Hopfenkomposition,

angenehme Bittere

Rezenz: schön spritzig

Gesamteindruck:

Gute Drinkability, Ale-typische Geschmacksnoten,

US-Einfluss unverkennbar, daher

wohl auch die originelle Namensgebung

BEWERTUNG

Alkohol: 5,0 Vol. · Stammwürze: 11,9

Besonderheit: doppelt gehopft mit frischen Doldenhopfen

Hallertauer Mittelfrüher und Tradition, Kalthopfung

mit Mandarina Bavaria

Farbe/Optik: unfiltriert, schöne Kellertrübung

Geruch: frisch, schöne Hopfenaromen, die aber

schnell verfliegen

Hopfenaroma: feines Hopfenaroma, Kalthopfung

hätte noch intensiver ausfallen können

Vollmundigkeit: eleganter Körper, der sich mit den

Hopfenaromen und der Bittere harmonisch ergänzt

Rezenz: schöne Säure, spritzig

Gesamteindruck:

Frisches Pils mit ausbalancierter

Hopfen bittere, macht Lust

auf mehr

BEWERTUNG

SKALA

Der Braumeister sollte sich Rat holen

Akzeptabel, hinterlässt wenig Eindruck

Ein gut trinkbares „Tafel-Bier“

Ein feines Bier, lohnt auch einen Umweg!

Ein herausragendes Bier, unbedingt probieren!

Sensation, ein Bier zum Niederknien!

38 hallertau-Magazin


Gewinnen Sie einen

einen Abend

„Rockermeiers

Bierschmankerl“

Suchbild:

Welches Gebäude

schmückt diese

Laterne?

Unter allen Einsendern, die bis zum

25.03.2016 richtige Hinweise liefern,

verlost das hallertau-Magazin einen

Gutschein für einen Abend bei „Rockermeiers

Bierschmankerl“ (Wert € 69,-),

inkl. 5-gängiges Bier-Schmankerlmenü,

Zwicklbier-Verkostung uvm.

Die Auflösung gibt es dann in der nächsten

Ausgabe des hallertau-Magazins (Frühjahr

2016).

Einsendungen an:

redaktion@hallertau-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des hallertau-Magazins sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Fotorätsel der letzten Ausgabe:

In der letzten Ausgabe hatten wir uns etwas Schwieriges ausgesucht: Unser Suchbild zeigt die Eingangstür

zum sogenannten Unterbau, dem Kellergewölbe, der Befreiungshalle Kelheim.

Unter den – diesmal wenigen – Einsendungen, die das Rätsel korrekt gelöst haben, wurde per Los ein

Gewinner ermittelt: Anneliese Röhrl aus Kelheim hatte das Glück und darf ein Hallertau-Menü für 2 Personen

im „Wirtshaus zum Wilden Hirschen“ im Hotel Hallertau genießen.

Die Redaktion gratuliert der Gewinnerin und bedankt sich ganz herzlich beim Wirtshaus zum Wilden Hirschen

für die Auslobung des attraktiven Preises und den freundlichen Empfang (www.wilderhirsch-wolnzach.com).

hallertau-Magazin 39


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Produktpartner:

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