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SchlossMagazin Fuenfseenland November 2015

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Nr. 11 / <strong>2015</strong> I <strong>November</strong> I fünfseenland I Schutzgebühr 3,90 Euro<br />

www.schlossmagazin.com<br />

fünfseenland<br />

Walter Steffen<br />

Clown statt Krieg<br />

Küchen der Welt<br />

Die vielfältige USA-Küche<br />

Es weihnachtet sehr<br />

Regionale Christkindlmärkte<br />

Hotel Gmachl, Elixhausen<br />

Reisetipp: Romantisch logieren


Gut für die Region.<br />

Wir engagieren uns für die Menschen in der Region, denn dem Vertrauen unserer Kunden<br />

verdanken wir unser kontinuierliches Wachstum. Für eine Region, in der es sich zu leben<br />

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München Starnberg Ebersberg


| Editorial | 3<br />

Lichterglanz<br />

und Glühweinduft<br />

Nur noch wenige Wochen und dann ist es soweit:<br />

Weihnachten steht vor der Tür. Was<br />

wäre das Fest ohne die vielen schönen Dinge,<br />

die Lichter und die vertrauten Düfte von<br />

Glühwein, Bratwurst und winterlichen Gewürzen,<br />

die uns so wunderbar in Stimmung<br />

bringen? Geballtes Christmas-Feeling versprechen<br />

die zahlreichen Weihnachtsmärkte,<br />

die uns in der Adventszeit zu ihren Buden locken und zum geselligen Zusammensein<br />

einladen. Oft lässt sich so ein Christkindlmarktbesuch<br />

mit einem kleinen Ausflug oder einer Tagestour verbinden. Planen Sie<br />

doch einmal mit Freunden oder der Familie einen Trip zu einem Markt,<br />

der nicht unbedingt direkt vor Ihrer Tür liegt. Sie werden viele neue<br />

Eindrücke – und vielleicht so manches kleine Geschenk – mit nach<br />

Hause nehmen können. Das <strong>SchlossMagazin</strong> präsentiert Ihnen einen<br />

Querschnitt durch die schönsten Märkte in Bayerisch-Schwaben und<br />

im Fünfseenland. Und wem ein Ausflug in die Nachbar-Region noch<br />

nicht ausreicht, dem empfehlen wir eine Reise ins österreichische<br />

Salzburg und einen Aufenthalt im Romantik-Hotel Gmachl Elixhausen,<br />

nur wenige Kilometer vor den Toren der Stadt gelegen. Hier ist die<br />

Vorweihnachtszeit besonders stimmungsvoll.<br />

Sie suchen handgemachte Geschenke und echte Unikate? Dann lohnt<br />

sich für Sie ein Besuch auf dem Textilmarkt im Staatlichen Textil- und<br />

Industriemuseum tim, der am 21. und 22. <strong>November</strong> stattfindet. Den<br />

richtigen Riecher beweist das <strong>SchlossMagazin</strong> auch noch mit einem anderen<br />

Tipp, denn wer seinen Partner zum Fest mit einem neuen Eau de<br />

Toilette oder Parfum beglücken möchte, dem stellen wir die aktuellsten<br />

Designer-Düfte vor. Und wer sich selbst beschenken möchte und nicht<br />

bis Heiligabend warten will, besucht am besten eine der vielen Ausstellungen,<br />

Theatervorführungen, Filme und Konzerte, die im <strong>November</strong> die<br />

Abende verkürzen.<br />

Vergessen Sie also das Grau des <strong>November</strong>s und tauchen Sie ein in die<br />

entspannende und inspirierende Lektüre des <strong>SchlossMagazin</strong>s! Viel<br />

Freude beim Lesen wünscht Ihnen<br />

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Adolf N. Franke<br />

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Hannelore Eberhardt-Arntzen,<br />

CHEFREDAKTEURIN


4 | inhaltsverzeichnis<br />

Inhalt<br />

Besuchen Sie das <strong>SchlossMagazin</strong><br />

auch auf der Website<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Titelfoto Wilfried Feder www.wilfried-feder.com<br />

28 31<br />

54<br />

region aktuell<br />

5 Das Neueste<br />

aus dem Fünfseenland<br />

Interessantes in Kürze<br />

9 Lückenlatein<br />

Monika Rother<br />

10 Weitersagen<br />

Ausgewählte Veranstaltungstermine<br />

12 New York in Starnberg<br />

The Gospel People<br />

13 Gilching zieht an einem Strang<br />

1. Gilchinger Kulturwoche<br />

14 Kulturpreise Starnberg <strong>2015</strong><br />

Kategorie Literatur und Theater<br />

15 Starnberg ist meine neue<br />

Heimat<br />

Mohammed Kellieh aus Syrien<br />

16 Titelthema:<br />

Wir könnten viel mehr teilen<br />

Filmemacher Walter Steffen<br />

menschen – orte – leidenschaften<br />

20 Bild des Monats<br />

Wind of Change<br />

22 Im Land der unbegrenzten<br />

Koch-Möglichkeiten<br />

Die vielfältige Küche der USA +<br />

Rezepte<br />

26 Teilen statt wegwerfen<br />

Foodsharing-Initiativen<br />

28 Kunst, Kultur und Kulinarik<br />

Gastro-Porträt Schlosshotel<br />

Hopferau<br />

31 Special Weihnachten<br />

Lichterglanz und Glühweinduft<br />

38 Der Adventskalender<br />

Einst und heute<br />

40<br />

40 Textile Handwerkskunst<br />

Markt im Augsburger tim<br />

42 Mehr als einfach abhängen<br />

Anti-Gravity-Yoga<br />

44 Neue Behandlung<br />

beim grauen Star<br />

High-Tech und OP-Technik<br />

45 Grippeschutz<br />

Ist Impfen sinnvoll?<br />

46 Schuh-Geschichte(n)<br />

Modisch auf dem Laufenden<br />

48 So duftet der Winter<br />

Duft-Newcomer<br />

50 Thanksgiving<br />

Das US-Familienfest + Rezept<br />

52 Lebenslust liegt in der Natur<br />

Romantik-Hotel Gmachl<br />

54 Bewegte farbe<br />

BMW Art-Cars<br />

56 Putzige Wintergäste<br />

Eichhörnchen und Igel<br />

58 Mikrokosmos Büro<br />

Projekt für Profis<br />

60 schlösser beleben<br />

Schlossrenovierung nach Plan<br />

62 Trendy Treppen<br />

Fast schon Kunstobjekte<br />

64 Leder<br />

Serie Stoffkunde, Teil 5<br />

65 Wolfgang Joop<br />

Serie Who is Who der Modewelt,<br />

Teil 5<br />

66 Vorschau + Impressum<br />

promotions<br />

61 Es schlängelt sich<br />

Thekenanlage von Fischer


| aktuell | 5<br />

Region aktuell<br />

das neueste aus dem fünfseenland<br />

Landsberg:<br />

Herkomer Museum mit neuem Konzept<br />

Nach zweijähriger Renovierungszeit ist das Herkomer<br />

Museum jetzt mit neuem Konzept gestaltet. Die aufwändige<br />

Generalüberholung des Gebäudes ist abgeschlossen,<br />

alle technischen Anlagen wurden von Grund auf erneuert.<br />

Weiteren Service bietet das Herkomer Café mit Außenterrasse.<br />

Mit einem Audioguide ausgestattet, der im Eintrittspreis<br />

von 5.- Euro inbegriffen ist, startet der Besucher mit einem fünfminütigen<br />

Film, der griffig und prägnant eine Übersicht über die äußerst komplexe Künstlerbiographie<br />

Hubert von Herkomers verschafft; jeden Text gibt es wahlweise auf Deutsch<br />

oder Englisch. Aus einfachen Verhältnissen zu großem Reichtum gekommen, vom sozialrealistischen<br />

Maler zum Porträtmaler der Reichen geworden, war Hubert von Herkomer<br />

ein Künstler zwischen Tradition und Moderne, ein zweisprachiger Kosmopolit,<br />

der sowohl in Bayern wie in England Heimat gefunden hatte. Folgerichtig ist die neue<br />

Ausstellung mit dem Titel „A man of many parts“ überschrieben, was man übersetzen<br />

könnte mit „Ein Mann mit vielen Talenten“. Die Exponate sind so ausgewählt, dass sie<br />

thematische Einsichten ermöglichen, gleichzeitig die Besonderheit des Sammlungsbestandes<br />

der Herkomerstiftung offenbaren. Schluss- und Höhepunkt des Ausstellungsrundgangs<br />

ist dann der Mutterturm selbst: Durch den Übergang, den Herkomer<br />

1909 zwischen Wohnhaus und Turm errichten ließ, kommt der Besucher in dieses außergewöhnliche,<br />

nahezu im originalzustand erhaltene Denkmal des Historismus.<br />

Herkomer Museum · Von-Kühlmann-Straße 2 · 86859 Landsberg am Lech · www.herkomer.de<br />

Happy Welcome<br />

Der Kinofilm „Happy Welcome“ begleitet vier Clowns ohne<br />

Grenzen durch acht deutsche Asylbewerberheime. Er begegnet<br />

dem brisantesten Thema unserer Zeit mit Leichtigkeit.<br />

Bundesweiter Kinostart ist am 19. <strong>November</strong>. „Bevor<br />

Ihr kamt, haben die Kinder Krieg gespielt. Jetzt spielen sie<br />

Clown“, freute sich ein Mitarbeiter einer NGO im jordanischen<br />

Flüchtlingslager Za´atari nach dem Auftritt der<br />

„Clowns ohne Grenzen“. Mit Humor und Mitmenschlichkeit zaubern sie ein Lachen in die<br />

Gesichter ihrer Zuschauer – selbst wenn diese schon seit Jahren nichts mehr zu lachen<br />

hatten. Im Sommer <strong>2015</strong> tourten die Clowns durch acht deutsche Erstaufnahmeeinrichtungen<br />

für Asylbewerber. Regisseur Walter Steffen und sein Team beobachteten die Auftritte<br />

und Begegnungen, die einmal mehr zeigen, wie sehr Freude als universelle Sprache<br />

die Menschen verbindet. „Happy Welcome“ bestärkt und inspiriert die Zuschauer, auf eigene<br />

Weise „Willkommen" zu sagen und einen individuellen Beitrag für die zukünftige Integration<br />

der Flüchtlinge zu leisten – damit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mehr<br />

und mehr Kinder und Erwachsene Clown spielen statt Krieg (siehe auch Beitrag S. 16/17).<br />

Informationen www.happywelcome.de · www.clownsohnegrenzen.org<br />

foto Manfred Lehner<br />

Einladung<br />

am 13. + 14. <strong>November</strong> <strong>2015</strong>,<br />

von 11 bis 20 Uhr zu feierlicher<br />

Trachtenmode, Adventsschmuck<br />

und edlen Geschenkideen bei<br />

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6 | Aktuell | das neueste aus dem fünfseenland<br />

Traditionelle Benefiz-Rallye<br />

des Zonta Club Fünf-Seen-Land<br />

Anfang Oktober fand wieder die traditionelle Benefiz-Rallye des<br />

Zonta Club fünf-Seen-Land statt. Der Erlös der Veranstaltung<br />

wird den beiden lokalen Service-Projekten des Clubs „Lebenshilfe<br />

Starnberg“ und „Frauen helfen Frauen Starnberg e.V.“ gespendet.<br />

Informationen www.zonta-fuenfseenland.de<br />

Erde, Eis und Klima<br />

15. Zeitgespräch<br />

Im Kurparkschlösschen Herrsching<br />

berichtet am 17. <strong>November</strong> um<br />

20:00 Uhr Gerd Knülle über eine<br />

dreiwöchige Expeditions-Kreuzfahrt<br />

mit der MS BREMEN und vermittelt<br />

starke Eindrücke von der kanadischen Inselwelt unterhalb des<br />

Nordpols, Begegnungen mit Eisbären und Walen sowie imposanten<br />

Gletschern und Eisbergen an Grönlands Küsten.<br />

Der Vortrag umfasst vier Kapitel und dauert ca. eine Stunde. Die<br />

ersten drei Teile geben in Kurzform den Inhalt wissenschaftlicher<br />

Vorträge während der Reise wieder: Geschichte und Zukunft<br />

der Erde, Kurzüberblick über die erfolglosen Expeditionen<br />

vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts, Unterschiede und<br />

Dimensionen von Eis. Im vierten Teil werden faszinierende Bilder<br />

von der Reise gezeigt. Der Eintritt ist frei.<br />

Dienstag, 17. <strong>November</strong>, 20:00 Uhr<br />

Kurparkschlösschen Herrsching<br />

www.kulturverein-herrsching.de<br />

Picasso. Mann und Frau<br />

Buchheim Museum — Ausstellung bis 8. März 2016<br />

Bis vor kurzem hing sie noch in Buchheims Feldafinger Wohnhaus.<br />

Nun bildet die bislang noch nie im Museum gezeigte<br />

Farbkreidezeichnung eines Rauchenden von Pablo Picasso den<br />

Mittelpunkt einer Ausstellung. Mann oder Frau? Das Verhältnis<br />

zwischen den beiden Geschlechtern ist ein Leitmotiv seines<br />

Schaffens. Die Ausstellung geht diesem großen Menschheitsthema<br />

am Werk Picassos nach.<br />

Dabei konzentriert sie sich auf<br />

den reiferen Picasso, der von seinen<br />

Partnerinnen Marie-Thérèse<br />

Walter, Dora Maar, Françoise Gilot<br />

und Jacqueline Roque Inspiration<br />

empfing. Die Schau umfasst<br />

150 Werke von Picasso sowie Fotografien<br />

von ihm und seinen Frauen. Die Ausstellung wurde<br />

durch eine temporäre Zusammenführung von Arbeiten auf Papier<br />

aus den Sammlungen Klewan und Buchheim möglich. Hinzu<br />

kommen zwei Farbkreidezeichnungen aus den Staatlichen<br />

Museen zu Berlin, namentlich dem zur Nationalgalerie gehörenden<br />

Museum Berggruen, sowie zwei Ölgemälde aus der<br />

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.<br />

Im Bild Pablo Picasso, Raucher, 1964 © Succession Picasso / VG<br />

Bild-Kunst, Bonn <strong>2015</strong><br />

FREUDE! schöner<br />

Götterfunke<br />

Nele Spari’s Gewölbekeller auf<br />

Schloss Seefeld erfahren einmal<br />

jährlich eine gestalterische<br />

Wandlung. „FREUDE ! schöner<br />

Götterfunke“ lautet das Motto der neuen Ausstellungs-Zauberwelten.<br />

Die Europahymne führt gleichermaßen ernstgemeint<br />

wie auch augenzwinkernd durch die Räume. Eröffnung:<br />

Sa 21. + So 22. <strong>November</strong>, jew. 11:00 bis 18:00 Uhr<br />

Informationen www.torbogen-atelier.de<br />

„Fremd bin ich eingezogen,<br />

fremd zieh’ ich wieder aus ...“<br />

Karten: Kulturamt Stadt Starnberg,<br />

Tel. 08151 772 136, 772 170,<br />

kulturbahnhof@starnberg.de<br />

So, 22. <strong>November</strong> <strong>2015</strong> | 19 Uhr<br />

DIE WINTERREISE<br />

von Franz Schubert<br />

mit Lauriane Follonier<br />

und Peter Schöne<br />

Bahnhofplatz 5, 82319 Starnberg<br />

www.starnberg.de


| aktuell | 7<br />

Fürstenfeldbruck<br />

Rottenbiller gewinnt<br />

Paulaner Solo+ <strong>2015</strong><br />

Der Oberbayer Thomas „Rix“ Rottenbiller<br />

setzte sich beim diesjährigen<br />

Paulaner Solo+ Finale am 23.<br />

Oktober im Veranstaltungsforum<br />

Fürstenfeld durch und gewann den ersten Preis des renommierten<br />

Kabarett-Nachwuchswettbewerbs. Den zweiten Preis<br />

und dazu noch den Publikumspreis konnte Özcan Cosar für sich<br />

verbuchen. Auf den dritten Platz kam Sängerin und Pianistin<br />

Katie Freudenschuss. Das Berliner Multitalent Lars Redlich errang<br />

Platz vier.<br />

Informationen www.paulaner-solo.de · www.fuerstenfeld.de<br />

„Zu gut für die Tonne!“<br />

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro<br />

Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall<br />

in Deutschland. Rund zwei Drittel davon wären vermeid- und<br />

noch verwendbar, wenn überlegt eingekauft und gegessen würde.<br />

Genau diesem Thema widmet sich die Ausstellung des Bundesministeriums<br />

für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „Zu<br />

gut für die Tonne!“. Die Ausstellung wird ab 30. Oktober im Landratsamt<br />

Starnberg für drei Wochen haltmachen. „Wer sich dafür<br />

interessiert, wie man Lebensmittelabfälle vermeiden kann, ist<br />

bei dieser Ausstellung genau richtig“, ist sich Klimaschutzmanagerin<br />

Josefine Anderer-Hirt sicher. Die Bürger können sich nicht<br />

nur die umfangreiche Ausstellung ansehen, sondern auch Vorträge<br />

rund um das Thema anhören. Gastrednerin Martina Havelka<br />

von der Initiative Foodsharing und Martina Klein von der Starnberger<br />

Tafel werden über ihre Maßnahmen in Bezug auf „Lebensmittelrettung“<br />

berichten. Claudia Ruthner, Bürgerin aus Tutzing,<br />

wird ihre Petition „Stoppt Lebensmittelverschwendung“ an den<br />

Deutschen Bundestag vorstellen. Die Unterschriftensammlung<br />

soll erreichen, dass eine Regelung nach französischem Vorbild<br />

auch in Deutschland durchgesetzt wird.<br />

Ausstellung<br />

F. Steinheil – Der<br />

fotografische Blick<br />

Museum Fürstenfeldbruck<br />

19. <strong>November</strong> <strong>2015</strong> – 3. April 2016<br />

Der Maler Carl Friedrich Steinheil<br />

(1860-1917) lebte und arbeitete um<br />

1900 in Emmering bei Fürstenfeldbruck. Der Enkel des weltbekannten<br />

Erfinders optischer Geräte, Carl August Steinheil, suchte<br />

jenseits gefälliger Genremalerei sein persönliches Umfeld und die<br />

Natur als reines Seherlebnis ins Bild zu setzen. Über hundert<br />

Zeichnungen und Gemälde belegen die Eigenwilligkeit eines Malers,<br />

den es zu entdecken gilt. Sein Oeuvre weist eine große Bandbreite<br />

auf. Eine Fülle wunderbarer impressionistischer Landschaften,<br />

aber auch Porträts und Darstellungen des bäuerlichen<br />

Lebens sind überliefert und zeigen seine freie gelockerte Malweise<br />

mit breitem, kräftigem Pinselstrich. Viele seiner Bilder legen<br />

einen direkten Einfluss der Fotografie nahe. Die Fotografie stellte<br />

im 19. Jahrhundert nicht nur den tradierten Kunstbegriff in Frage,<br />

sondern eröffnete neue Sichtweisen auf die Welt. 1905 heiratete<br />

Steinheil die englische Malerin Isabella Wilson. Von ihr werden<br />

ebenfalls Bilder in der Ausstellung zu sehen sein. In der Ausstellung<br />

wird nicht nur dem heute weitgehend vergessenen Werk des<br />

Künstlers und seiner Frau nachgegangen, sondern auch den naturalistischen<br />

und realistischen Sehweisen in der Malerei um 1900 –<br />

dem „fotografischen Blick“, der dem zunehmenden Interesse an<br />

der Optik als wissenschaftlichem und ästhetischem Phänomen<br />

geschuldet war.<br />

www.museumffb.de<br />

Im Bild Steinheil, Bildnis eines Mädchens (o.), Am Lido (u.)<br />

Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm<br />

www.zugutfuerdietonne.de · www.lk-starnberg.de/Klimaschutz<br />

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www.der-jung-brunnen.de<br />

Werlbergerstraße 15 • 86551 Aichach • 08251 // 88 69 122<br />

vorher<br />

Nachher


8 | Aktuell | das neueste aus dem fünfseenland<br />

Côte Sauvage trifft er auf eine Landschaft, die ihn fesselt. Immer<br />

wieder bannt er in Tuschezeichnungen und Aquarellen<br />

den Eindruck, den die schroffe Felsenlandschaft und die brandende<br />

See in ihm hinterlassen. Angetan ist er auch von alten<br />

Fischerbooten, deren aufgefächerte Beplankung er oft auf<br />

seinen Blättern festhält. Die Ausstellung von Buchheims Küstenbildern<br />

aus den Kriegsjahren entstand in Zusammenarbeit<br />

mit dem Kunstverein Aalen.<br />

Augenfutter – Buchheims<br />

Küstenbilder 1941 — 1944<br />

Buchheim Museum — Ausstellung bis 24. Januar 2016<br />

Mit 23 Jahren kommt Lothar-Günther Buchheim 1941 als<br />

Kriegsberichter und Kriegsmaler in das besetzte Frankreich.<br />

Der junge Kunststudent im Range eines Leutnants erfüllt seine<br />

Aufgabe akkurat: Er zeichnet Schiffe und Kriegsgerät; und<br />

er porträtiert die Heroen der Marine: Kameraden, Kommandanten<br />

und hochrangige Offiziere. Auch Großadmiral Dönitz<br />

steht ihm Modell. Nebenher findet er Zeit, seiner Leidenschaft<br />

nachzugehen. Trotz der trügerischen Verheißung und<br />

des verheerenden Schreckens des Krieges hört er nicht auf,<br />

seine Umwelt mit den Augen eines Künstlers zu sehen. An der<br />

Im Bild Lothar-Günther Buchheim, Ebbe bei Brignogan, 1944, Tusche<br />

und Aquarell Linolschnitt © Buchheim Museum<br />

Vinessio Starnberg<br />

Die Weinmesse Starnberg feiert am 21. und 22. <strong>November</strong> ihr<br />

zehnjähriges Jubiläum. 92 Aussteller bieten heuer in der<br />

Schlossberghalle ihre Weine aus aller Welt sowie ausgesuchte<br />

Delikatessen an. Bei kostenlosen Seminaren kann der Besucher<br />

sein Weinwissen auffrischen. Neu bei den Delikatessen<br />

sind regionale Produkte wie Schokolade aus Starnberg. Außerdem<br />

reist erstmals ein Aussteller mit Wildlachsprodukten an.<br />

Wer Hochprozentiges mag, kann Premium Whisky aus der<br />

Schweiz probieren.<br />

Informationen www.weinmesse-starnberg.de<br />

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Die grifflosen Schrankfronten


| aktuell | 9<br />

Lückenlatein<br />

Persönlichkeiten aus der Region vervollständigen<br />

den Lückenbrief des <strong>SchlossMagazin</strong>s.<br />

In dieser Ausgabe: Monika Rother, „Kulturmoni“<br />

Exakt seit 20. Oktober 1995 schwimmt die<br />

gelernte Fremdsprachensekretärin Monika<br />

Rother als Quereinsteigerin im „Haifischbecken“<br />

Kulturszene, wie sie sagt. Es sind jetzt<br />

20 Jahre, dass die Herrschingerin nicht nur<br />

als Inhaberin einer Künstler- und Kulturagentur,<br />

sondern auch als Veranstalterin für<br />

Kaberett und Kleinkunst vom Feinsten aktiv ist. Sie sieht sich als „einfühlsame<br />

Reiseleitung für unbeschwerten Kunst- und Kulturgenuss“. Die<br />

Mutter zweier erwachsener Söhne und doppelte Großmutter betreibt<br />

mit Leidenschaft die Bühne „Monis Brettl“ im Oberen Wirt Gilching,<br />

Gasthof Widmann. www.kulturmoni.de


10 | termine | veranstaltungstipps<br />

Weitersagen: Veranstaltungstipps<br />

# Ausstellung # Theater & Kabarett # Musik & Tanz # Sonstiges<br />

Starnberg<br />

Polling<br />

Feldafing<br />

Herrsching<br />

6. Nov., 18:00 Uhr<br />

Ludwig XIV. und sein<br />

Paradiesgarten und Die<br />

Gärtnerin von Versailles<br />

Film und Kurzvortag der<br />

Kunstfreunde Die Roseninsel<br />

Schlossberghalle<br />

www.schlossberghalle.de<br />

Bis 22. <strong>November</strong><br />

Mord im Pfarrhaus<br />

Theaterstück nach Agatha Christie,<br />

kath. Pfarrzentrum St. Maria,<br />

Mühlbergstr. 6, Kolpingbühne<br />

www.kolpingbuehne.de<br />

13. Nov., 20:30 Uhr<br />

Jazz, Swing, Blues<br />

mit der Sweet-Second-Spring-<br />

Jazzgang,<br />

Hugo’s Beachclub, Undosa<br />

Tel. 08151 - 99 89 30<br />

14. Nov., 20:00 Uhr<br />

Inthronisationsball<br />

der Perchalla, Schlossberghalle<br />

www.schlossberghalle.de<br />

15. Nov. — 12. Dez.<br />

Temporärer Kunstsalon 5<br />

Werke von Stefanie von Quast und<br />

Kristina Siegel, Vernissage 14. Nov.<br />

17:00 Uhr, Josef-Jägerhuber-St. 5, 1. OG<br />

Tel. 08151 - 74 49 61<br />

21. + 22. Nov.<br />

Vinessio<br />

Wein- und Delikatessenmesse,<br />

Schlossberghalle<br />

www.weinmesse-starnberg.de<br />

22. Nov., 19:00 Uhr<br />

Die Winterreise<br />

von Franz Schubert, Peter Schön<br />

(Gesang), Lauriane Follonier<br />

(Klavier), Kulturbahnhof am See,<br />

Tel. 08151 - 9 06 00<br />

www.starnberg.de<br />

26. Nov. — 20. Dez.<br />

Satire & Alltag<br />

aus der Ausstellungsreihe nah –<br />

fern, Schalterhalle Kulturbahnhof<br />

am See, Tel. 08151 - 9 06 00<br />

www.starnberg.de<br />

10. Dez., 20:00 Uhr<br />

The Gospel People<br />

Gospel-Konzert aus der Reihe All<br />

that Jazz@Starnberg<br />

Schlossberghalle<br />

www.schlossberghalle.de<br />

5. Nov., 19:30 Uhr<br />

Goldmund Quartett<br />

Werke von Haydn, Ravel und<br />

Beethoven, Bibliotheksaal, Tel.<br />

089-98292827 und Abendkasse.<br />

www.hoertnagel.de<br />

Gilching<br />

5. Nov., 20:00 Uhr<br />

Ich glaub’, es hackt!<br />

Kabarett mit Robert Griess, Monis<br />

Brettl im Oberen Wirt Tel. 08152-64 46<br />

www.kulturmoni.de<br />

13. Nov., 19:30 Uhr<br />

Cello PLUS II<br />

Kunstforum, neue Konzertreihe<br />

mit Elizabeth Hopkins, Werke von<br />

Beethoven und Kreisler<br />

Aula des Gymnasiums<br />

Tel. 08105 - 2 22 10<br />

15. Nov., 19:00 Uhr<br />

Tucholsky-Abend<br />

zum Tucholsky-Jahr <strong>2015</strong> mit Prof.<br />

Dr. Gerd Habenicht, Monis Brettl<br />

im Oberen Wirt, Tel. 08152 - 64 46<br />

www.kulturmoni.de<br />

16. Nov., 20:00 Uhr<br />

HÄSD’N’BÄSD vom MEE<br />

Da waggeld des Kodeledd, Monis<br />

Brettl im Oberen Wirt,<br />

Tel. 08152 - 64 46<br />

www.kulturmoni.de<br />

21. Nov., 20:00 Uhr<br />

E.T.A. Hoffmann-Trio<br />

Kulturkreis: Werke von Fall,<br />

Rachmaninow, Mendelssohn-<br />

Bartholdy, Aula des Gymnasiums,<br />

Tel. 08152 - 90 94 99<br />

26. Nov., 20:00 Uhr<br />

Christian Überschall<br />

Ganz großes Kino – ein Highlight-<br />

Gewitter aus 12 Erfolgsprogrammen<br />

Monis Brettl im Oberen Wirt,<br />

Tel. 08152 - 64 46<br />

www.kulturmoni.de<br />

gauthier dance<br />

6. Nov., 20:00 Uhr<br />

Jubiläumskonzert<br />

25 Jahre Kunst- und Museumsverein<br />

mit Raphaela Gromes<br />

(Violoncello)<br />

und Julian Riem (Klavier),<br />

Bürgersaal im Rathaus<br />

Tel. 08157 - 87 25<br />

7. Nov., 19:00 Uhr<br />

Im Licht, im Klang, im Feuer<br />

eine Entrückung, der Erzählerin<br />

Elsa Sophia von Kamphoevener<br />

gewidmet, aus der Reihe<br />

Literarischer Herbst, Schloss<br />

Garatshausen<br />

Tel. 08151 - 9 06 00<br />

21. Nov., ab 9:00 bzw. 10:00 Uhr<br />

Advent- und Weihnachtsmarkt<br />

Beautiful Home & Garden,<br />

Greinwaldstr. 3<br />

bis 18:00 bzw. 16:00 Uhr<br />

www.beautiful-home-and-garden.de<br />

21. Nov., 20:00 Uhr<br />

Jazz-Konzert<br />

mit Larry Coryell, Jermaine<br />

Landsberger, Andreas Neubauer<br />

Trio, aus der Reihe Jazz am See<br />

Bürgersaal im Rathaus<br />

www.jazzamsee.de<br />

Stegen<br />

6. Nov., 20:00 Uhr<br />

Bassbuffo<br />

Arien aus Opern und Operetten,<br />

Bassist: Matthias Hüttenhofer,<br />

am Flügel: Prof. Wilfried Koch<br />

Alte Brauerei<br />

Tel. 08143 - 62 06<br />

Andechs<br />

7. Nov., 16:00 Uhr<br />

4. Andechser<br />

Nachtflohmarkt<br />

mit Livemusik, bis 21:00 Uhr<br />

Florian-Stadl<br />

Tel. 08152 - 37 62 79<br />

27. Nov., 20:00 Uhr<br />

Bruno Jonas: so samma<br />

mia – die Welt aus<br />

bayerischer Sicht<br />

Kabarett, Florian-Stadl<br />

www.muenchenticket.de<br />

7. Nov., 19:00 Uhr<br />

2. Herrschinger Konzert<br />

Junges Orchester München, Vivian<br />

Cahn (Klavier), Werke von Gershwin<br />

und Bizet, Haus der Bayerischen<br />

Landwirtschaft, Rieder Str. 70<br />

Tel. 08152 - 9 89 31 70<br />

12. Nov., 20:00 Uhr<br />

Heart of Gold<br />

eine literarisch-musikalische<br />

Hommage zum 70. Geburtstag von<br />

Neil Young: Thomas Kraft, Texte,<br />

Steven Lichtenwimmer, Gitarre und<br />

Gesang, Laura Wachter, Gesang<br />

Kurparkschlösschen,<br />

www.kulturverein-herrsching.de<br />

17. Nov., 20:00 Uhr<br />

Gerd Knülle:<br />

Erde, Eis und Klima<br />

Reisebericht einer Expedition,<br />

Kurparkschlösschen,<br />

Eintritt frei, Spenden erbeten<br />

www.kulturverein-herrsching.de<br />

Seeshaupt<br />

7. Nov., 20:00 Uhr<br />

Jazz<br />

mit Jasmin Tabatabae und David<br />

Klein Quartett, Seeresidenz Alte Post<br />

Tel. 08801 - 91 40<br />

Utting<br />

8. Nov., 9:00 Uhr<br />

Traditionelles Leonhardsfest<br />

Festgottesdienst in St. Leonhard,<br />

anschl. Pferdesegnung<br />

Pöcking<br />

8. Nov., 10:15 Uhr<br />

Festliche Chor- und Orgelmusik<br />

im Gottesdienst zum 20-jähringen<br />

Weihejubiläum der Vleugels-Orgel,<br />

Kirchenchor St. Joseph Tutzing,<br />

Darius Drobisz an der Orgel, St. Pius<br />

Tutzing<br />

8. Nov., 17:00 Uhr<br />

Saitenklänge<br />

Werke von Sebastian Bach<br />

(Cembalo), Benefizkonzert mit<br />

Witthart Malik,<br />

ev. Gemeindehaus, Eintritt frei


| termine | 11<br />

Seefeld<br />

8. Nov., 18:00 Uhr<br />

Pigor singt, Benedikt Eichhorn<br />

muss begleiten – Volumen 8<br />

Kabarett, Sudhaus im Schloss,<br />

Tel. 08152-3046922<br />

22. Nov., 18:00 Uhr<br />

Geigenklänge von Orient<br />

bis Okzident<br />

Hande Özyürek (Violine),<br />

Fedele Antonicelli (Klavier),<br />

Sudhaus im Schloss,<br />

Tel. 08152-3046922<br />

www.muenchenticket.de<br />

Lena neudauer<br />

Germering<br />

www.stadthalle-germering.de<br />

12. Nov., 19:30 Uhr<br />

Rick Kavanian: Offroad<br />

Comedystar mit neuem Programm<br />

Orlandosaal, Stadthalle<br />

13. Nov., 19:30 Uhr<br />

Das Boot<br />

mit TV-Star Hardy Krüger jr.,<br />

Theaterstück nach dem gleichnamigen<br />

Film · Orlandosaal, Stadthalle<br />

19. Nov., 19:30 Uhr<br />

Torsten Sträter:<br />

Selbstbeherrschung<br />

umständehalber Abzugeben<br />

Kabarett, Orlandosaal, Stadthalle<br />

28. Nov., 19:30 Uhr<br />

Tosca<br />

Oper von G. Puccini, Compagnia<br />

d’Opera Italiana di Milano,<br />

Orlandosaal, Stadthalle<br />

29. Nov., 19:00 Uhr<br />

Sweet Soul Gospel Revue<br />

mit Moderator Ron Williams, Gospel-<br />

Musikshow, Orlandosaal, Stadthalle<br />

Münsing<br />

13. Nov., 19:30 Uhr<br />

Gitarrenkonzert<br />

mit Markus Schlesinger,<br />

Café Freiraum, Bachstr. 1a,<br />

Tel. 0176 - 56 34 18 81<br />

Traubing<br />

20. Nov., 20:00 Uhr<br />

Drei Männer nur mit<br />

Gitarre<br />

Musikkabarett mit Keller Steff,<br />

Roland Hefter und Michi Dietmayr,<br />

Dorfstadl im Buttlerhof<br />

Tel. 08157 - 9 26 82 13<br />

WeSSling<br />

26. Nov., 19:30 Uhr<br />

Clive Carol<br />

Gitarrist aus England im Acoustic<br />

Corner Dorf-Gasthof · IL Plonner,<br />

Tel. 08153 - 91 61 27<br />

Planegg<br />

26. Nov., 20:00 Uhr<br />

Struwwelpeter Reloaded<br />

Kabarett mit Sarah Hakenberg,<br />

Kupferhaus, Rathaus, Tel. 089 - 89 92 60<br />

www.muenchenticket.de<br />

Gauting<br />

27. Nov., 20:00 Uhr<br />

Vom kleinen Mann, der<br />

wissen wollte, wer ihm auf<br />

deN Kopf g’schissen hat<br />

Kabarett mit Severin Groebner,<br />

Bosco Kulturhaus<br />

Tel. 089 - 45 23 85 80<br />

Bernried<br />

www.buchheimmuseum.de<br />

28. <strong>November</strong><br />

Sonderauktion<br />

Druckgraphik aus dem Nachlass<br />

Buchheim mit dem Münchner<br />

Auktonshaus Neumeister,<br />

Buchheim Museum<br />

5. Dez. – 17. Januar<br />

Marché Sentimental<br />

Ausstellung + Buchheims<br />

vergessene Bilder<br />

Buchheim Museum<br />

6. Dezember, 11:00 Uhr<br />

Erinnerungen an Buchheim<br />

Gespräch mit den Buchheim-<br />

Freunden Klaus Doldinger, Kurt<br />

Faltlhauser und Michael Skasa<br />

Fürstenfeldbruck<br />

www.fuerstenfeld.de<br />

Veranstaltungsforum<br />

11. Nov. 20:00 Uhr<br />

Heart of Gold<br />

70 Jahre Neil Young, eine<br />

literarisch-musikalische<br />

Hommage, Kleiner Saal<br />

13. Nov., 20:00 Uhr<br />

Gauthier Dance: Infinity<br />

Tanzshow, Stadtsaal<br />

14. + 15. Nov. ab 10:00 Uhr<br />

KeKuKa<br />

Messe Ketten, Kunst und Kaviar Tenne<br />

15. Nov., 16:00 Uhr<br />

Hasse & Mozart<br />

Konzert mit dem BACHChor &<br />

Orchester FFB · Stadtsaal<br />

19. Nov., 20:00 Uhr<br />

Cavewoman<br />

Comedy mit Ramona Krönke<br />

Kleiner Saal<br />

21. Nov., 20:00 Uhr<br />

Kammerkonzert<br />

mit Lena Neudauer (Violine) und Paul<br />

Rivinius (Klavier). Sie spielen Mozart,<br />

Schumann und Ravel · Stadtsaal<br />

26. Nov., 20:00 Uhr<br />

Han’s Klaffl<br />

Unterrichten, bis der Denkmalschutz<br />

kommt · Kabarett, Stadtsaal<br />

27. – 29. <strong>November</strong><br />

4. – 6. Dezember<br />

Adventsmarkt<br />

auf der Tenne<br />

3. Dez., 20:00 Uhr<br />

Sigi Zimmerschied<br />

Tendenz steigend – Kabarett<br />

Kleiner Saal<br />

Eching<br />

28. Nov., 20:00 Uhr<br />

950 Jahre Eching<br />

Konzert mit dem Chor Gregorianika,<br />

Choralmusik des frühen Mittel alters<br />

bis zu mehrstimmigen Chorälen der<br />

Gegenwart, Sporthalle, Karten:<br />

REWE-Markt, Am Windachfeld 1<br />

Fotos Presse, Regina Brocke<br />

Alle Angaben ohne Gewähr. Kein<br />

Anspruch auf Vollständigkeit


12 | region | all that jazz@starnberg<br />

Die neue Jazzreihe „All that Jazz @ Starnberg“ führte in diesem Jahr Größen wie<br />

Klaus Doldinger, Barbara Dennerlein und Pete York nach Starnberg. Am 10. Dezember<br />

folgt die großartige US-Gruppe „The Gospel People“.<br />

New York in Starnberg<br />

Spitzenmusiker, höchster Qualitätsanspruch, handverlesene<br />

Bandzusammenstellungen, Jazz und Weltmusik: Dafür<br />

steht die Konzertreihe „All that Jazz @ Starnberg“ in<br />

der Starnberger Schlossberghalle (Vogelanger 2), die mit Jazzlegende<br />

Klaus Doldinger und Band Ende Juni an den Start ging.<br />

Seitdem erlebte das Publikum neben Doldinger auch die berühmte<br />

Hammond-Organistin Barbara Dennerlein und den wohl<br />

weltbesten Drummer Pete York. Am 10. Dezember um 20:00 Uhr<br />

klingt die Reihe in diesem Jahr beschwingt und feierlich aus: Die<br />

renommierte, international bekannte US-Gospelgruppe „The<br />

Gospel People“ aus New York lässt ihre Funken sprühen. Weiter<br />

geht „All that Jazz @ Starnberg“ im neuen Jahr am 5. Februar<br />

mit dem Schweizer Jazzphänomen „Hildegard lernt fliegen“.<br />

„The Gospel People“ starteten ihre diesjährige Welttournee in<br />

Asien, die sie ab Dezember auch nach Deutschland führen<br />

wird. Und was stimmt in der Vorweihnachtszeit besser auf<br />

Weihnachten ein als spirituelle, hoffnungsvolle und fröhliche<br />

Texte, gepaart mit unglaublich schwungvoller Musik? Die innovative<br />

Gospel-Gruppe schafft ein modernes und interaktives<br />

Spektakel des Gospel und reizt seine große musikalische<br />

Breite voll aus. „The Gospel People“ stehen für Musik<br />

und Emotionen pur: Angefangen beim traditionellen „Black<br />

Gospel“ aus Amerika über den von Jazz und Soul inspirierten<br />

Gospel bis hin zum aktuellen „contemporary“ Gospel mit seinen<br />

Rock- und Popelementen, hat sich die siebenköpfige USamerikanische<br />

Formation mittlerweile fest in den Herzen<br />

ihrer weltweiten Zuschauer verankert. Dass die Gruppe jetzt<br />

nach Starnberg kommt, ist ein großes Glück. #<br />

Informationen www.all-that-jazz-starnberg.de


| region | 13<br />

Gilching zieht an einem Strang<br />

Zum ersten Mal starten 18 Gilchinger Kulturvereine vom 13. bis 22. <strong>November</strong> eine gemeinsame<br />

Kulturwoche. Die Idee stammt von Matthias Helwig, sonst bekannt als Kino- und Festivalmacher,<br />

der hier als Kulturreferent der Gemeinde unterstützend zur Seite steht.<br />

Der Pendlerort Gilching zwischen Kulturreferenten gewählt wurde, hat<br />

München und dem Ammersee ehrgeizige Pläne. Er will erreichen, dass<br />

gilt nicht unbedingt als Zentrum<br />

Gilching nicht weiter ein weißer Fleck<br />

von Kunst und Kultur im Fünfseen-<br />

land. Doch es passiert mehr als man<br />

denkt: 18 Vereine stellen hier seit Jahren<br />

Kabarett, Theater, Tanz, klassische Musik,<br />

Performance, Archäologie, Malerei,<br />

Bildhauerei und Film auf die Beine. Neu<br />

auf der kulturellen Landkarte ist. Helwig<br />

ist mit Gilching eng verbunden, er<br />

ist dort aufgewachsen und lebt auch<br />

heute noch dort mit seinen Kindern in<br />

seinem Elternhaus. Und er hat hier<br />

Kunst und Kultur von Kindesbeinen an<br />

ist, dass dieser bunte Strauß nun zum kennengelernt: In den 1970er und<br />

ersten Mal gebündelt zu erleben ist:<br />

Matthias Helwig, hier in<br />

1980er Jahren holte Helwigs Mutter<br />

internationale Größen wie<br />

seiner Funktion als Gilchings<br />

Alfred Brendel, Wolfgang<br />

Kulturreferent, holt<br />

alle Vereine an einen Tisch<br />

und initiiert gemeinsam<br />

mit ihnen die 1. Gilchinger<br />

Kulturwoche. „Es ist ein<br />

erster Anfang, die kulturelle<br />

allan bergius<br />

Sawallisch, Luise Rinser<br />

und Isabella Nadolny zu<br />

Hauskonzerten beziehungsweise<br />

-lesungen nach Gilching.<br />

„Das muss man sich mal<br />

Vielfalt Gilchings<br />

vorstellen! Diese außer-<br />

nach außen zu tragen“, so Matthias Helwig.<br />

Als erfolgreicher Gründer und Leiter<br />

der Breitwandkinos und des Fünf<br />

Seen Filmfestivals ist Helwig weit über<br />

die Region hinaus bekannt.<br />

„Gilching liegt nicht nur im<br />

Landkreis Starnberg ganz<br />

oben, sondern ist auch<br />

gewöhnlichen Künstler waren wirklich<br />

bei uns zu Hause und spielten vor einem<br />

kleinen, ausgewählten Publikum“, erinnert<br />

sich Helwig heute. Der Kulturkreis<br />

Gilching, den seine Mutter Ursula Helwig-Metz<br />

mit gründete,<br />

entstand aus diesen Aktivitäten.<br />

Später dann kam<br />

kulturell ganz oben“, sagt<br />

das Kunstforum dazu.<br />

Matthias Helwig und<br />

Beide Vereine sind auch<br />

lacht. So ganz ernst meint<br />

heute noch aktiv, beide<br />

er das nicht. Aber Gilching<br />

prägen mit ihren Konzerten<br />

und Lesungen das<br />

setzt seinem „Hochgeklappte-Bürgersteige-Ruf“<br />

Gilchinger Kulturleben<br />

guichinga dorfbühne<br />

–<br />

jetzt erstmals eine außergewöhnlich und beide rahmen mit ihrem Programm<br />

vielseitige, fröhliche und bunte Kulturwoche<br />

entgegen: Neun Tage, 18 Vereine, Kunstforum lädt zur Eröffnung eine<br />

die 1. Gilchinger Kulturwoche ein: Das<br />

45 Veranstaltungen sollen die Gilchinger hochkarätige Formation ein: Allan Bergius,<br />

in Gilching lebender stellvertre-<br />

begeistern. Und es geht um mehr, denn<br />

Matthias Helwig, der vor gut einem Jahr tender Solo-Cellist des Bayerischen<br />

in den Gemeinderat in die Position des Staatsorchesters und die ebenfalls in<br />

ruth neureiter — formationi, Acryl auf<br />

Papier, 40 x 40 cm.<br />

Gilching beheimatete Pianistin Elizabeth<br />

Hopkins interpretieren mit dem international<br />

renommierten Violinisten Boris<br />

Kucharsky die Werke von Ludwig<br />

van Beethoven und Joseph Haydn (13.11.,<br />

19:30 Uhr, Aula des Christoph-Probst-<br />

Gymnasiums, Talhofstr. 7). Der Kulturkreis<br />

wiederum gestaltet das Abschlusskonzert<br />

mit dem weithin bekannten E.T.A.-<br />

Hoffmann-Trio. Für den Cellisten Christoph<br />

Probst dürfte der Abend ein<br />

ideelles Wiedersehen mit seinem Großvater<br />

sein, dem Widerstandskämpfer<br />

Christoph Probst, nach dem das Gilchinger<br />

Gymnasium benannt ist (21.11.,<br />

20:00 Uhr, Aula des Christoph-Probst-<br />

Gymnasiums). Zu hören sind Werke u.a.<br />

von Rachmaninoff und Mendelssohn-<br />

Bartholdy. Aber bei der Kulturwoche<br />

steht längst nicht nur klassische Musik<br />

auf dem Programm, so inspirierend sie<br />

auch sein mag: Jazz, Percussion, Kabarett,<br />

Film, Tanz, Lesungen, Malerei,<br />

Bildhauerei – kaum eine Kunstgattung,<br />

die nicht mit von der Partie ist. (kf) #<br />

fotos Presse<br />

iNformationen uND Programm<br />

www.gilching.de


14 | region | kulturpreisträger starnberg<br />

Seit über zehn Jahren verleiht der Landkreis Starnberg die<br />

Kulturpreise und will damit Anerkennung und Ansporn für<br />

kulturelle Leistungen geben. Die Auszeichnungen werden<br />

in jährlich wechselnden Kategorien vergeben. Zu diesen gehören<br />

bisher die Sparten Musik, Malerei und Grafik, Foto-, Film- und<br />

Videokunst, Bilderhauerei und Skulptur, Denkmalpflege und Archäologie,<br />

Brauchtum, Heimat- und Archivpflege, Geschichtsforschung<br />

sowie der Bereich Theater und Literatur, der zuletzt<br />

2008 an der Reihe war und <strong>2015</strong> wieder ausgeschrieben wurde.<br />

Zum einen wird ein Kulturpreis an Kulturschaffende verliehen,<br />

die im Landkreis Starnberg leben oder arbeiten und herausragende<br />

Leistungen erbringen, die einen Bezug zum Landkreis haben.<br />

Neben dem Kulturpreis können sich Nachwuchstalente um<br />

den Förderpreis bewerben, deren herausragende Begabung besonders<br />

förderungswürdig ist. Als dritte Auszeichnung wird der<br />

Anerkennungspreis an Personen verliehen, die sich in besonderem<br />

Maße um das kulturelle Leben im Landkreis verdient gemacht<br />

haben.<br />

Quelle literaturportal-bayern.de<br />

Heuer wurde der Preis in der<br />

Kategorie Literatur und<br />

Theater verliehen an den<br />

Schriftsteller und „literarischen<br />

Landvermesser“ Gerd Holzheimer<br />

sowie an die „Puppet Players“ Susanne<br />

Forster und Stefan Fichert –<br />

Kulturpreise<br />

Starnberg <strong>2015</strong><br />

Kategorie Literatur und Theater<br />

alle drei aus Gauting. Die Begründung der 13-köpfigen Jury: Die<br />

Texte des literarischen Landvermessers Holzheimer seien „niemals<br />

‚tümelnd' und antiquiert, sondern frisch, gegen den Strich<br />

gebürstet und anarchisch". Die Region Starnberg verdanke ihm<br />

Hunderte von Lesungen, Salongesprächen und Exkursionen.<br />

Forster und Fichert wiederum seien mit ihren anspruchsvollen<br />

Inszenierungen durch nationale und internationale Festivalauftritte<br />

zum „festen Begriff" geworden und hätten im „Bewusstsein<br />

der Tradition" Neues geschaffen – die Klangfigur,<br />

eine „Hybridform aus Theaterpuppe und Musikinstrument".<br />

Den Förderpreis erhielt der 28 Jahre junge Medizinstudent und<br />

Autor Elias Wagner aus Starnberg für sein Romandebüt „Vom<br />

Liebesleben der Mondvögel“, das am Starnberger See spielt und<br />

in der Ich-Form vom Horror und Zauber der Pubertät erzählt.<br />

Die Jury war sich einig, dass es sich bei Elias Wagner um eine<br />

Schriftstellerpersönlichkeit handelt, die sich durch besondere<br />

künstlerische Eigenständigkeit auszeichnet. Sein Romandebüt<br />

weicht in markanter Weise vom Mainstream ab. Der Anerkennungspreis<br />

ging heuer an die Lehrerin Margit Katharina Kleber,<br />

Oberstudienrätin am Tutzinger Gymnasium, u. a. für ihre Arbeit<br />

mit den dortigen Theatergruppen. Die Jury: „Kleber überzeugte<br />

die Jury durch ihre ungewöhnlich kreativen und zeitkritischen<br />

Projekte in den Bereichen Literatur und Theater sowie durch<br />

ihr außergewöhnliches und vorbildliches Engagement. Sie verknüpft<br />

geschickt die hoch qualitative Arbeit ihrer schulischen<br />

Theatergruppe mit Kulturveranstaltungen der Gemeinde Tutzing<br />

und erzielt damit auch überregionale Resonanz. Mit ihrem<br />

Einsatz begeistert sie die Schülerinnen und Schüler nachhaltig<br />

für Literatur und Theater.“<br />

Der Jury gehörten diesmal an: Landrat Karl Roth, Kulturreferentin<br />

Barbara Beck, Vertreter der Kreistagsparteien, die Kreisheimatpfleger<br />

Gerhard Schober und Manfred Schulz sowie die Fachleute<br />

Ulrike Schultheis (Ex-Bücherjolle), Bezirksheimatpfleger<br />

Norbert Göttler und Sebastian Feldhofer vom Münchner Volkstheater.<br />

Die ersten Preise sind mit jeweils 4.000.– € dotiert, Förder- und<br />

Anerkennungspreis mit 3.000.– bzw. 2.000.– €. #<br />

puppet players — foto Bosco Gauting elias wagner — foto autorenfotos.com gerd holzheimer — foto br.de


| region | 15<br />

„Starnberg ist meine<br />

neue Heimat.“<br />

Text Konstantin Fritz<br />

Fotos privat<br />

Mohammed Kellieh aus Syrien war im August 2014 nach<br />

monatelanger Flucht im Fünfseenland angekommen. Nach<br />

knapp einem Jahr spricht er fließend Deutsch und arbeitet<br />

in einem Verlag am Starnberger See.<br />

Möchtest du einen arabischen Kaffee?“ fragt Mohammed,<br />

ein höflicher und sympathischer junger<br />

Mann mit klaren, freundlichen Augen. Er spricht<br />

ausgezeichnetes Deutsch und weist darauf hin, dass es gleich<br />

auch noch etwas zu essen gibt, arabische Gastfreundschaft<br />

eben. Hähnchen mit Paprika und Pilzen, dazu Reis. Ein syrisches<br />

Gericht? „Nein, das habe ich selbst erfunden.“<br />

Mohammed Kellieh, 26 Jahre alt, floh im März 2014 aus seinem<br />

Heimatland Syrien nach Deutschland. Sein Vater war auf der<br />

roten Liste des Diktators al-Assad, weil er einen Rebellen versorgt<br />

hatte, der verwundet auf der Straße lag. „In meiner Heimatstadt<br />

Latakia studierte ich Betriebswirtschaftslehre im<br />

achten Semester, es fehlten nur noch wenige Prüfungen bis<br />

zum Abschluss.“ Aber Mohammed und seine Familie mussten<br />

untertauchen, er konnte nicht weiter studieren. Nach Jahren<br />

des Wartens und Nichtstuns und der täglichen Gefahr des Bürgerkriegs<br />

wollte nur noch weg. Im Syrien al-Assads, der Rebellen<br />

und IS-Kämpfer sah er für sich keine Zukunft mehr.<br />

Er unternahm eine äußerst mutige Reise ins Ungewisse. Über<br />

Izmir in der Türkei ging es auf die griechische Insel Samos,<br />

von dort nach Athen, Mazedonien, Serbien. Fünf Monate war<br />

er unterwegs, einige Teile der Strecke legte er zu Fuß zurück.<br />

An diverse Schlepper zahlte er insgesamt 4.000.– Euro, die er<br />

sich vom Vater und einem Freund geliehen hatte. Von Ungarn<br />

aus fuhr er zum Münchner Hauptbahnhof. Dort ging er zur<br />

Polizei und wurde zur Erstaufnahmeeinrichtung geschickt.<br />

Nach einigen Monaten kam er ins Asylbewerberheim Mühltal<br />

bei Starnberg. Er hatte nur das dabei, was er am Körper trug.<br />

In Syrien gehören seiner Familie sechs Eigentumswohnungen.<br />

„Die Flucht war anstrengend und schlimm. Ich wusste nicht,<br />

was morgen ist und ob ich den Schleppern vertrauen kann.<br />

Aber jetzt bin ich hier und schaue nach vorn. Ich bin sehr<br />

glücklich und dankbar, dass ich in Deutschland aufgenommen<br />

und versorgt wurde. Mein Ziel war immer, so schnell wie möglich<br />

Deutsch zu lernen und eine Arbeit zu finden, weil ich es<br />

nicht mag, Geld vom Staat zu bekommen“ sagt Mohammed.<br />

Schon nach einem halben Jahr machte er ein Praktikum beim<br />

Roten Kreuz. Durch eine Bekannte ist er zu seiner aktuellen<br />

Arbeit bei einem Verlag in Kempfenhausen gekommen. Und<br />

auch der Traum nach einer eigenen Wohnung hat sich erfüllt:<br />

In Starnberg wohnt er jetzt bei einer Familie, in der Einliegerwohnung<br />

unterm Dach, mit eigenem Zimmer, Bad und Küche.<br />

„Das hier ist meine Familie und hier ist mein Zuhause.“ Er lächelt<br />

und fragt höflich: „Möchtest du noch Kaffee?“ #


16 | region | walter steffen<br />

„Wir könnten<br />

viel mehr<br />

teilen.“<br />

interview Konstantin Fritz<br />

fotos<br />

T.H. Heinser, Manfred Lehner,<br />

Konzept + Dialog Medienproduktion<br />

Der Seeshaupter Walter Steffen ist der bekannteste regionale Filmemacher im Fünfseenland.<br />

„Endstation Seeshaupt“, „München in Indien“ oder „Bavaria Vista Club“ haben<br />

viele tausend Zuschauer bewegt und begeistert. Mitte <strong>November</strong> kommt sein neuestes<br />

Werk bundesweit in die Kinos, das aktueller und brisanter nicht sein könnte: „Happy<br />

Welcome“ über vier ‚Clowns ohne Grenzen̒ in acht deutschen Asylbewerberheimen.<br />

<strong>SchlossMagazin</strong>: Herr Steffen, gibt es in Ihrer Familie ein Flüchtlingsschicksal?<br />

Walter Steffen: Ja, ich bin selbst ein Flüchtlingskind. Meine Mutter kam aus Swinemünde<br />

an der Ostsee, mein Vater aus Berlin. Als gegen Ende des Zweiten Weltkriegs<br />

die russische Armee Swinemünde einnahm, flohen meine Eltern übers Meer<br />

mit einem der letzten Schiffe nach Dänemark – als blinde Passagiere. Dort angekommen,<br />

fanden sie bei dänischen Partisanen Unterschlupf. Nach Kriegsende sind<br />

sie zwei Monate lang zu zweit auf einem Fahrrad durch das zerstörte Deutschland<br />

gefahren – vom obersten Norden bis nach Oberstdorf, in den äußersten Süden.<br />

Das muss man sich mal vorstellen!<br />

Ihre Eltern blieben in Oberstdorf, wo Sie geboren und aufgewachsen sind. Hatten Sie<br />

in Ihrer Kindheit Schwierigkeiten, weil Sie kein Einheimischer waren?<br />

Die einheimischen Kinder haben hinter den Ecken gewartet, um uns Flüchtlingskinder<br />

zu verprügeln. Das hat dazu geführt, dass ich mich dort nie zu Hause gefühlt<br />

habe. Anderen Kindern geflüchteter Eltern, mit denen ich befreundet war,


| region | 17<br />

ging das ähnlich. Wir gehörten einfach nicht zur Dorfgemeinschaft.<br />

Das kann besonders ein Kind sehr prägen.<br />

Wie sehen Sie vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen Geschichte<br />

die aktuellen Geschehnisse der so genannten „Flüchtlingswelle“?<br />

Die Schicksale dieser Menschen berühren mich zutiefst. Wenn<br />

man sich überlegt, was sie erlebt haben müssen, um so ins Risiko<br />

zu gehen und ihr altes Leben in der Heimat zurückzulassen. Die<br />

meisten von uns können es sich kaum vorstellen, was das bedeutet:<br />

In ein fremdes Land zu kommen und nicht zu wissen, was<br />

man morgen zu essen hat. Dass es im Nachkriegsdeutschland<br />

jahrelang sehr wenig zu essen gab, spielte in meiner Kindheit<br />

eine wesentliche Rolle. Essen wegzuwerfen war das Allerschlimmste.<br />

Ich kann nachvollziehen, wie es ist, wenn Menschen<br />

hungern und um ihr Leben fürchten müssen.<br />

Seit Ihren Reisen als Trucker in den 1970er Jahren kennen Sie den Nahen<br />

Osten aus erster Hand.<br />

Damals war ich hauptberuflich Schriftsteller, konnte davon<br />

aber nicht leben. Also nahm ich abenteuerliche Jobs an, um<br />

Geld zu verdienen, aber auch außergewöhnliche Geschichten<br />

zu erleben, die ich dann wieder aufschreiben konnte. Als Trucker<br />

fuhr ich Lastzüge von Deutschland nach Russland, Saudi-<br />

Arabien, Syrien und in den Iran. Gerade während des Iran-Irak-<br />

Kriegs war das sehr gut bezahlt. So groß wird die Gefahr<br />


18 | region | walter steffen<br />

schon nicht sein, dachte ich mir damals. Als ich dort ankam,<br />

sah ich die Bombenkrater, die Schützengräben, die Soldaten.<br />

Und Kinder und Familien, die direkt daneben lebten. Die Angst<br />

war überall zu spüren. Von unserer sicheren Warte aus schauen<br />

wir auf die Konfliktherde von einer sehr entfernten Perspektive.<br />

Sie berühren uns nicht wirklich. Das ändert sich,<br />

wenn man direkt vor Ort mit den Menschen in Kontakt kommt.<br />

Für Ihren Film „Happy Welcome“ sind Sie mit vier ‚Clowns ohne<br />

Grenzen' und einem Filmteam zu acht Asylbewerberheimen in<br />

Deutschland gereist. Was haben Sie erlebt?<br />

Als wir in der Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf bei Nürnberg<br />

drehten – die Clowns waren schon in voller Montur – kamen<br />

Reisebusse mit Flüchtlingen dort an. Wir spürten die Unsicherheit<br />

dieser Menschen, sie waren vorsichtig und sehr ernst.<br />

Dann traten die Clowns auf. Es war ein sehr intensives Erlebnis<br />

zu sehen, wie sich die Zurückhaltung während der Show<br />

wandelte, wie die Flüchtlinge zunächst verhalten und dann<br />

immer mehr lachten. Zum Schluss erlebte die ganze Gemeinschaft<br />

einen überglücklichen Moment. Glück erzeugt unglaublich<br />

viel Energie. Wer Glück erlebt hat weiß, was ich meine.<br />

Wir Menschen brauchen das immer wieder, gerade in schwierigsten<br />

Situationen, um zu wissen, warum wir hier sind. Deshalb<br />

suchen wir diese Glücksmomente, im Musizieren, in der<br />

Liebe, in Religionen, in der Unterhaltung. Es war dort ganz<br />

unmittelbar spürbar, was für die Menschen dort, die großenteils<br />

traumatische Erlebnisse in sich tragen, diese Momente<br />

bedeuteten. Dass sie einfach nur glücklich sein und ausgelassen<br />

lachen durften, hat mich tief beeindruckt.<br />

Seit Ihrem Dreh Anfang Juni dieses Jahres hat sich die Lage in<br />

Deutschland wieder und wieder verändert. Was möchten Sie mit<br />

dem Film erreichen?<br />

Als wir den Film drehten, hofften wir, einen kleinen Beitrag zu<br />

einer positiven Willkommenskultur in diesem Land leisten zu<br />

können. Nur zwei Monate später applaudierten Tausende<br />

Deutsche an den Bahnhöfen den ankommenden Flüchtlingen.<br />

Was kurz vorher noch undenkbar war, wurde Realität:<br />

Deutschland zeigte der Welt, was Willkommenskultur heißt.<br />

Dann kamen mehr als doppelt so viele Menschen über die Balkanroute<br />

als Anfang des Jahres erwartet. Die Stimmung in der<br />

Politik, den Medien, der Gesellschaft könnte kippen. Daher<br />

geht es jetzt darum, die Willkommenskultur in eine positive<br />

Integrationskultur zu transformieren. Diese Zahl an Flüchtlingen<br />

zu organisieren und zu versorgen ist eine große, historische<br />

Herausforderung. Der Film nähert sich diesem komplexen<br />

Thema mit der Einfachheit der Clowns und ihrem Humor:<br />

Lachen und Freude als universelle Sprache, die vertrackte Situationen<br />

lindern oder gar lösen kann. Ich erhoffe mir von<br />

dem Film, dass er möglichst viele Menschen in ihrer Arbeit für<br />

die Flüchtlinge bestärkt und andere gewinnt für eine zukünftige<br />

Integrationsarbeit. Eines der letzten Statements im Film<br />

ist, dass wir in so einer großen Wohlstandswabe leben wie nur<br />

Wenige auf der Welt und noch viel mehr teilen könnten. Diesen<br />

Gedanken finde ich wichtig. Die Erfahrung zeigt: Wenn wir<br />

teilen, wird uns das auch bereichern. Das ist auch das Wunderbare<br />

bei den Auftritten der Clowns: Sie geben etwas,<br />

teilen etwas, aber sie bekommen unglaublich viel zurück. #


Wirkstoffampullen<br />

für sichtbar<br />

schönere Haut<br />

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DR. GRANDEL Kosmetik · Augsburg · Germany · dialog@grandel.de · www.grandel.de


20 | bild des monats


| bild des monats | 21<br />

Wind of Change<br />

Ausschnitt aus dem Songtext<br />

zum Mauerfall von den Scorpions<br />

Take me to the magic of the moment<br />

On a glory night<br />

Where the children of tomorrow share<br />

their dreams<br />

With you and me<br />

Take me to the magic of the moment<br />

On a glory night<br />

Where the children<br />

of tomorrow dream away<br />

In the wind of change<br />

… .<br />

Foto<br />

Daniel Biskup: Blick nach Osten,<br />

West-Berlin, Juni 1990


22 | genuss | Die Küche der USA<br />

Im Land der unbegrenzten<br />

Koch-Möglichkeiten<br />

Die vielfältige Küche<br />

der USA<br />

Begleiten Sie uns auf einer spannenden kulinarischen Reise unter der US-amerikanischen<br />

Flagge. Eines werden Sie feststellen: Die USA-Küche hat weit mehr zu bieten,<br />

als man gemeinhin denkt, und macht noch dazu richtig Spaß.<br />

Text Stefanie Grindinger · foto Kindersley Verlag<br />

Burger, Pommes, Hot Dogs, Spareribs: Wer meint, fettiges,<br />

ungesundes Fastfood sei alles, was die USA kulinarisch<br />

zu bieten haben, wird dem Land bei Weitem<br />

nicht gerecht. Amerikas Küche ist so vielfältig, abwechslungsreich<br />

und spannend wie seine Bewohner. Die eine typische<br />

amerikanische Küche zu finden ist unmöglich, ist doch die riesige<br />

Nation ein Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen<br />

und Kochtraditionen. Seine Bewohner sind stolz darauf, Amerikaner<br />

zu sein, doch spiegeln ihre Kochgewohnheiten ebenso<br />

die Herkunft ihrer Vorfahren wider. Über Jahrhunderte hinweg<br />

haben Siedler aus Mittel- und Osteuropa ihre Spuren hinterlassen,<br />

ebenso wie asiatische und afrikanische Einwanderer.<br />

Durch die enormen geographischen Ausmaße werden im Land<br />

der unbegrenzten Möglichkeiten Lebensmittel jeglicher Art in<br />

hoher Qualität produziert – vom wilden Lachs aus Alaskas<br />

Flüssen über feurige Chilis aus Mexiko bis hin zu süßsauren Zitrusfrüchten<br />

aus dem sonnigen Florida.<br />

Der Nordosten –<br />

Indianer und Pilgerväter<br />

Neuengland, wo einst die Pilgerväter<br />

landeten, ist gewissermaßen<br />

die Wiege der amerikanischen<br />

Küche. Die frühen Siedler passten sich schnell an<br />

die Gegebenheiten der Region mit ihren strengen Wintern<br />

und zerklüfteten Küsten an. Fischer strömten an die Küste<br />

um Cape Cod, Jäger nahmen heimische Wildtruthühner ins<br />

Visier und Landwirte bauten auf dem fruchtbaren Boden<br />

Bohnen und Kürbis an sowie Gemüsesorten, die sie aus der<br />

Heimat mitgebracht hatten. Auch wenn die Fischbestände<br />

seither zurückgegangen sind, ist der Nordosten der USA immer<br />

noch berühmt für Spezialitäten mit Fisch und Meeresfrüchten,<br />

Hummer, Austern und Muscheln. Hier wurden die<br />

beliebten Chowders erfunden, allen voran der Clam-Chowder,<br />

eine Muschel-Suppe. Die Zubereitung dieser bunten Eintöpfe<br />

und Suppen ist seit jeher ein Gemeinschaftswerk – jeder<br />

bringt etwas mit, schneidet, rührt, deckt den Tisch. Für je-


| genuss | 23<br />

den findet sich eine Aufgabe. In Pennsylvania stolpert man übrigens auch über<br />

Schnitzel, Sauerkraut & Co., da die ersten Siedler aus der Pfalz kamen.<br />

Der Südosten – Kreolenund<br />

Cajun-Küche<br />

Geprägt von atemberaubenden Küsten und pittoresken<br />

Bergen, Einflüssen aus der Karibik und Afrika,<br />

hält die Küche des Südostens besondere Gaumenkitzel<br />

bereit – von zarten Beignets aus New Orleans über kubanisches Steak aus Florida<br />

bis zu knusprigem Fried Chicken, das im Südosten zu den Basics zählt. In Ländern<br />

wie Virginia, South Carolina und Georgia ist das Klima warm und feucht und die<br />

Böden sind äußerst fruchtbar, so dass hier Süßkartoffeln, Zuckerrohr, Limetten und<br />

sogar Kaki gedeihen. Unverkennbar sind die Einflüsse der Sklaven, die seit dem 18.<br />

Jahrhundert die Plantagen bewirtschafteten. Diese vermählen sich mit den Aromen<br />

der kubanischen Küche, die mit den Einwanderern der 1950er Jahre nach Florida kamen.<br />

Eine der wichtigsten Nutzpflanzen und Zutaten ist der Mais, der zu unzähligen<br />

Gerichten verarbeitet wird, wie beispielsweise zu Puffern, Brot und Salaten. Ein<br />

kulinarisches Highlight ist nicht zuletzt der Brunswick Stew. Dahinter verbirgt sich<br />

ein typisches Schmorgericht, ursprünglich mit Eichhörnchen oder Kaninchen, da das<br />

Fleisch billig und leicht erhältlich war. Heute wird es in der Regel durch Hähnchenfleisch<br />

ersetzt.<br />

Der Südwesten – Tex-Mex<br />

und Soul Food<br />

In einem echten Südstaaten-Menü kommen indianische,<br />

spanische und mexikanische Traditionen zusammen.<br />

Kräftige Aromen und intensive Farben, garniert<br />

mit ordentlich Schärfe, charakterisieren weltbekannte Gerichte wie reich<br />

gefüllte Enchiladas, gehaltvolles Chili con Carne und deftige Frühstücks-Burritos.<br />

Die Kochtradition dieser amerikanischen Region wird dominiert von Mais, Bohnen,<br />

Koriander, Reis und Tomaten. Allgegenwärtig in den Kochtöpfen und Ortsbildern<br />

sind die Chilischoten, die zu großen Strängen namens „Ristras“ gebunden und getrocknet<br />

werden. So bleiben sie über mehrere Monate haltbar. Die ersten Siedler<br />

waren spanische Kolonisten, die sich bei der Zubereitung von Speisen einiges von<br />

ihren indianischen Nachbarn abschauten. Sie waren es auch, die damals Tomaten<br />

und Reis mitbrachten. Texas zählt überdies mit einer Anbaufläche von rund 1.300<br />

Hektar zu den bedeutendsten Weinproduzenten der Vereinigten Staaten. Jedes Jahr<br />

im August lädt der „Harvest Wine Trail“ zur Verkostung und Besichtigung von über<br />

20 Weingütern ein.<br />

Der Mittlere Westen<br />

Im Mittleren Westen sieht man Weizen-, Mais- und Sojafelder,<br />

soweit das Auge reicht; der Beiname „Kornkammer<br />

Amerikas“ kommt daher nicht von ungefähr. Neben dem Getreideanbau<br />

dienen die Great Plains mit ihrem üppigen Grasland als Weidefläche für Rinder. In<br />

krassem Gegensatz hierzu stehen Metropolen wie Chicago, Cleveland und Kansas<br />

City, in denen anspruchsvolle Feinschmecker erstklassige Restaurants finden. In<br />

Chicago wurde die „Deep Dish Pizza“ erfunden, Pizza mit extra dickem Rand und<br />

Boden sowie reichlich Belag. Heute ist die „American Style Pizza“ weltweit bekannt.<br />

Im 18. Jahrhundert ließen sich im Mittleren Westen zunächst deutsche Einwanderer<br />

nieder, gefolgt von Briten, Polen und Skandinaviern. Herzhafte Hausmannskost<br />

hatten sie im Gepäck, die sich als ideal für die langen, kalten Winter erwies. Schmorgerichte,<br />

Kartoffeleintöpfe und Aufläufe hatten den Vorteil, dass sie mit günstigen<br />

Zutaten einfach zuzubereiten waren und man außerdem viele Leute satt bekam. Sie<br />

sehen: Die USA-Küche ist gesünder, vielfältiger und kreativer, als man glaubt! #<br />

Buch-TiPP<br />

CAROLINE BRETHERTON;<br />

Elena Rosemond-Hoerr<br />

Amerika – Das Kochbuch<br />

Das Beste von Alaska bis Florida<br />

Dieses schön fotografierte Kochbuch zeigt die<br />

Vielfalt der amerikanischen Küche, die so facettenreich<br />

ist, wie die Landschaft, die sie umfasst.<br />

Die Gerichte spiegeln die unterschiedlichen<br />

Kochtraditionen der Einwanderernation<br />

Amerika wieder. „Amerika – Das Kochbuch“ interpretiert<br />

dabei viele amerikanische Küchenklassiker<br />

auf neue Weise, indem es weniger<br />

kalorienhaltige Varianten anbietet. Es versammelt<br />

insgesamt über 150 Rezepte für alle Anlässe,<br />

vom süßen oder herzhaften Frühstück<br />

bis zum „family dinner“ mit saftigem Gegrilltem<br />

oder leckeren Schmorgerichten. Atmosphärisch<br />

gestaltete Doppelseiten zu einzelnen<br />

Regionalküchen stellen kulinarische<br />

Wurzeln vor, während eingestreute bebilderte<br />

Schritt-für-Schritt-Anleitungen bestimmte Küchentechniken<br />

en detail zeigen.<br />

Preis 19,95 €<br />

Dorling Kindersley Verlag<br />

isbn 978-3-8310-2739-2<br />

www.dorlingkindersley.de


24 | genuss | Nordamerikanische rezepte<br />

Der Mittlere Westen<br />

Drei-Bohnen-Chili<br />

Chili con Carne, das „Nationalgericht“ des Staates Texas,<br />

war bei den Siedlern des 19. Jahrhunderts sehr beliebt.<br />

Heute wird viel diskutiert, ob es mit oder ohne Bohnen<br />

zubereitet wird.<br />

Zutaten für 4 – 6 Personen<br />

je 1 grüne und rote Paprikaschote, entkernt und grob zerkleinert<br />

+ 1 Zwiebel, grob gehackt + 1 Jalapeño oder andere<br />

milde grüne Chilischote, grob gehackt + 2 EL Olivenöl +<br />

2 Dosen ( à 400 g ) stückige Tomaten + 1 Dose ( 340 g ) Mais,<br />

abgetropft + je 1 Dose ( à 400 g ) Kidneybohnen, schwarze<br />

Bohnen und Cannellinibohnen + 3 Knoblauchzehen, fein gehackt<br />

+ 450 g Rinderhack + ½ EL Salz und ½ TL frisch gemahlener<br />

schwarzer Pfeffer + 1 TL Chiliflocken + 1 EL Chilipulver<br />

+ 1 EL gemahlener + Kreuzkümmel<br />

Zum Servieren Maisbrot + geriebener Cheddar + saure Sahne<br />

Der Nordosten<br />

New England Clam Chowder<br />

Venusmuscheln waren einst in Neuengland eine günstige<br />

Proteinquelle und Inspiration für diese berühmte Suppe.<br />

Zutaten für 4 Personen<br />

350 g durchwachsener Speck, gewürfelt + 3 Knoblauchzehen,<br />

zerdrückt + 1 große Zwiebel, gehackt + 1 Stange Staudensellerie,<br />

in Scheibchen geschnitten + 3 EL Mehl + 500 g festkochende<br />

Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten + 1 l<br />

heiße Hühnerbrühe + 600 g Venusmuscheln (aus der Dose<br />

oder tiefgekühlt) + 250 g Sahne + Saft von 1 Zitrone + Salz<br />

und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer + glatte Petersilie<br />

zum Garnieren + Brot zum Servieren<br />

Zubereitung<br />

# Paprika, Zwiebel und Chilischote in einen großen Bräter<br />

geben und mit ein wenig Olivenöl beträufeln. Tomaten, Mais<br />

und Bohnen hinzugeben und gründlich vermengen.<br />

# Das restliche Öl bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne<br />

erhitzen und den Knoblauch 1 Minute darin anbraten. Das<br />

Hackfleisch hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren<br />

3 — 4 Minuten braten, bis es vollständig gebräunt ist. In den<br />

Bräter geben, Salz, Pfeffer und die Gewürze hinzufügen.<br />

# Das Chili im Bräter bei schwacher Hitze ohne Deckel unter<br />

gelegentlichem Rühren 2 Stunden köcheln lassen, bis das Gemüse<br />

gar ist. Alternativ den Bräter in den auf 180 °C vorgeheizten<br />

Backofen geben. Anschließend mit Salz und Pfeffer<br />

abschmecken und heiß mit Maisbrot, Cheddar und saurer Sahne<br />

servieren.<br />

Zubereitung<br />

# Den Speck in einem großen Topf 3 – 5 Minuten auslassen.<br />

Knoblauch, Zwiebel, Sellerie hinzugeben, mit dem Mehl bestäuben<br />

und anbraten, bis die Zwiebel glasig ist.<br />

# Kartoffeln, Brühe, Venusmuscheln und Sahne hinzugeben<br />

und 25 – 30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar<br />

sind.<br />

# Den Zitronensaft einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.<br />

Mit gehackter Petersilie bestreuen und heiß mit Brot<br />

servieren.


| genuss | 25<br />

Der Südosten<br />

Gewürz-Beignets<br />

Aus New Orleans stammen diese ausgebackenen kleinen Krapfen, die im 18.<br />

Jahrhundert mit französischen Siedlern nach Louisiana gekommen sein sollen.<br />

Zutaten für 40 Stück<br />

1 Pck. ( 7 g ) Trockenhefe + 100 g Zucker + 250 g Sahne + 60 g Butter + 2 Eier<br />

+ 750 g Mehl, plus Mehl zum Bestäuben + 1 l Erdnuss- oder Sonnenblumenöl zum<br />

Frittieren<br />

Für das Kürbiskuchengewürz<br />

1 EL Zimt + ½ EL Ingwerpulver + ½ EL gemahlene Muskatnuss + ½ EL gemahlene<br />

Nelke + 75 g Puderzucker<br />

Zubereitung<br />

# Die Hefe mit einer Prise Zucker in 125 ml warmem Wasser auflösen. 5 — 7 Minuten<br />

stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.<br />

# In einem Topf Sahne und Butter auf niedriger Stufe erhitzen, bis die Butter<br />

zerlassen ist. Sofort vom Herd<br />

nehmen. Zucker, Eier und Hefe in<br />

eine große Schüssel geben, dann<br />

die Butter-Sahne-Mischung einrühren.<br />

Die Hälfte des Mehls einrühren.<br />

Nach und nach das restliche<br />

Mehl in Drittelportionen<br />

einarbeiten und zu einer großen<br />

Teigkugel verkneten.<br />

# Den Teig 5 — 7 Minuten kneten<br />

und nach Bedarf etwas Mehl zugeben,<br />

wenn er zu klebrig wird.<br />

Den Teig zu einer Kugel formen,<br />

in eine Schüssel geben und abdecken. 4 — 6 Stunden im Kühlschrank auf doppelte<br />

Größe gehen lassen. Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche 1 cm dick<br />

ausrollen und in 4 cm große Quadrate schneiden.<br />

# Für das Kürbiskuchengewürz Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Nelke und Puderzucker<br />

in einer kleinen Schüssel vermischen.<br />

# Das Öl in einem großen Topf oder der Fritteuse auf 190 °C erhitzen. Die Teigstücke<br />

in Portionen zu fünf oder sechs Stück 1 — 2 Minuten von jeder Seite frittieren,<br />

bis sie goldbraun und etwas aufgeplustert sind. Mit einem Schaumlöffel<br />

herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.<br />

# Die Gewürzmischung durch ein feines Sieb streichen und die Beignets damit<br />

bestäuben. Heiß servieren.<br />

Tipp<br />

Für das echte New-Orleans-Feeling eine Tasse Café au Lait aus halb Kaffee, halb<br />

leicht aufgeschäumter Milch dazu reichen.<br />

Fotos und Rezepte Dorling Kindersley Verlag<br />

rotisch<br />

ocen<br />

beim Tavernwirt in Sulzbach<br />

4. bis 22. <strong>November</strong> <strong>2015</strong><br />

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unter 08251-7154 erwünscht.<br />

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Tränkstraße 6 – 86551 Aichach/Sulzbach<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mittwoch bis Sonntag 18.00 - 24.00 Uhr<br />

Sonn.- und Feiertags auch 11.00 - 14.00 Uhr<br />

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26 | genuss | foodsharing<br />

Jahr für Jahr landen Unmengen an Lebensmitteln, die problemlos noch verzehrt werden<br />

könnten, in der Mülltonne. Essen mit anderen zu teilen, anstatt es wegzuwerfen – das<br />

ist das Prinzip des Foodsharings, einer Bewegung, die immer mehr Anhänger findet.<br />

Teilen statt Wegwerfen<br />

Text Stefanie Grindinger<br />

fotos Foodsharing e.V.<br />

Foodsharing-Initiativen engagieren sich gegen die Lebensmittelverschwendung,<br />

auch in Augsburg.<br />

Rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel landen Schätzungen<br />

zufolge weltweit jedes Jahr im Müll. Dies beginnt<br />

in der Landwirtschaft, wo Gemüse aussortiert<br />

wird, das in Form, Größe und Farbe nicht der Norm entspricht,<br />

wie zum Beispiel zu stark gekrümmte Gurken oder zu kleine<br />

Äpfel. Beim Transport im Lkw verderben empfindliche Lebensmittel,<br />

die Industrie vernichtet Überproduktionen und der<br />

Handel entsorgt Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum<br />

kurz vor dem Ablauf steht. Am Ende dieser Kette steht der<br />

Verbraucher, der den Kühlschrank gerne zu voll packt oder die<br />

Einkäufe falsch lagert. Das Gute daran: Dagegen kann jeder<br />

einzelne etwas tun!<br />

Wertschätzung für<br />

Um Menschen auf die Lebensmittelverschwendung<br />

zu sensi-<br />

Lebensmittel<br />

bilisieren und die Wertschätzung<br />

für Lebensmittel zu erhöhen, wurde 2012 in Köln die<br />

bundesweite Initiative „Foodsharing“ ins Leben gerufen. Am<br />

Anfang stand der Dokumentarfilm „Taste the Waste“ aus dem<br />

Jahr 2011, der auf drastische Weise aufzeigte, dass alleine in<br />

Deutschland jährlich 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen<br />

werden. In Folge gewann das Thema zunehmend an<br />

öffentlicher Aufmerksamkeit und der Regisseur Valentin<br />

Thurn gründete zusammen mit Gleichgesinnten den foodsharing<br />

e.V. Unter der Dachorganisation haben sich vor allem im<br />

urbanen Raum regionale Gruppen formiert, so auch in Augsburg<br />

und München.<br />

Herzstück der Initiative ist die Online-Plattform www.food<br />

sharing.de, auf der registrierte Privatpersonen überschüssige<br />

Lebensmittel kostenlos einstellen können. Nutzer können sowohl<br />

Essenskörbe anbieten, als auch selbst in Anspruch<br />

nehmen. Auf einer Landkarte werden Essenskörbe in der Nähe<br />

des Users angezeigt. Voraussetzung, um mitzumachen, ist die<br />

Registrierung. Wer sich als „Foodsaver“ engagieren möchte,<br />

also Lebensmittel in Supermärkten, Bäckereien etc. abholt,<br />

muss zudem an einem Quiz teilnehmen. Im Anschluss wird der<br />

Interessent von einem Botschafter aus der Region kontaktiert<br />

und erhält weitere Informationen sowie Hilfestellung. Die ersten<br />

drei Abholungen werden gemeinsam absolviert.<br />

Diese Organisation solle die Zuverlässigkeit und eine reibungslose<br />

Zusammenarbeit gewährleisten, wie man auf der Homepage<br />

des Vereins liest. Es sei in der Vergangenheit immer wieder<br />

vorgekommen, dass Menschen nicht pünktlich oder gar<br />

nicht zum verabredeten Zeitpunkt erschienen seien. Doch das<br />

Konzept scheint aufzugehen: Ende 2014 waren über 60.000<br />

Foodsharing-Nutzer in Deutschland, Österreich und der<br />

Schweiz angemeldet.<br />

„Fair-Teilen“<br />

Um auch Menschen ohne Internet-Anschluss<br />

zu erreichen, gibt<br />

in der Region<br />

es so genannte „Fair-Teiler“. In<br />

Augsburg sind derzeit zwei öffentliche Fair-Teiler aktiv. Einer<br />

davon ist der Kiosk am Diako, der von Uschi Trieb betrieben<br />

wird, die sich schon vor Jahren bei der Augsburger Tafel engagiert<br />

hat. „Als ich mich mit meinem Kiosk selbständig gemacht<br />

habe, habe ich eine neue sinnvolle Aufgabe gesucht und bin ich<br />

vor etwa eineinhalb Jahren auf Foodsharing e. V. gestoßen“,<br />

sagt die Unternehmerin. Die meisten Interessenten kämen<br />

über die Online-Plattform zu ihr, „es spricht sich aber auch herum<br />

und viele kennen mich mittlerweile“, erzählt sie weiter.<br />

Die zentrale Lage in Augsburg tut ihr Weiteres. Dabei besuchen<br />

nicht nur bedürftige Menschen den Kiosk am Diako, sondern<br />

vor allem viele junge umweltbewusste Leute, welchen „das Essen<br />

schlicht zu schade ist, um es in die Tonne zu kloppen.“ Uschi<br />

Trieb ist mit Herzblut „Fair-Teilerin“, wünscht sich jedoch, dass<br />

die Initiative weiter an Bekanntheit gewinnt: „Ich glaube, viele<br />

kennen Foodsharing gar nicht. Das sollte sich ändern.“ Die<br />

zweite Anlaufstelle im Grandhotel Cosmopolis hat dagegen ein


| genuss | 27<br />

anderes Konzept: Kühlschrank und Regale sind hier öffentlich<br />

zugänglich. Jeder kann kommen, Lebensmittel abgeben,<br />

nehmen oder tauschen, von frischem Obst und Gemüse aus<br />

dem eigenen Garten bis hin zu Konserven, Tee und Gewürzen.<br />

„Das funktioniert ganz wunderbar. Der Kühlschrank ist<br />

immer schnell leer“, berichtet Elke Thiergärtner, Foodsharing-Botschafterin<br />

für die Region Augsburg. Damit kein<br />

Chaos entsteht, sind die Foodsharing-Regeln ausgehängt<br />

und eine Mitarbeiterin sieht dann und wann nach dem Rechten.<br />

Elke Thiergärtner ist zufrieden mit dem, was die Organisation<br />

seit Anfang des Jahres in Augsburg auf die Beine<br />

gestellt hat, doch wünscht sie sich mehr Akzeptanz. Viele<br />

Menschen hätten noch Vorbehalte und möchten „den Bedürftigen<br />

nichts wegessen“. „Beim Foodsharing geht es vielmehr<br />

darum, dass Essen nicht grundlos weggeworfen wird.<br />

Wer es nimmt, ist letzten Endes egal“, betont Elke Thiergärtner.<br />

Mit der Augsburger Tafel steht die Gruppe in Kontakt<br />

und gibt ihr beispielsweise Abholungen weiter, bei<br />

denen große Mengen an Lebensmitteln anfallen. „Wir wünschen<br />

uns mehr Foodsaver, die Lebensmittel bei Betrieben<br />

abholen“, fasst die engagierte Augsburgerin zusammen.<br />

„Wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte.“ #<br />

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Mo, Die, Do 7:30 — 14:00 und 14:30 — 18:00 Uhr<br />

Mi, Fr 7:30 — 14:00 Uhr<br />

Sa 8:30 — 12:30 Uhr<br />

Telefon 08 2 1 - 3 8 4 24<br />

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Mo — Fr 8:00 — 22:00 Uhr<br />

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im Untergeschoss.


28 | genuss | Gastro-Porträt Schloss Hopferau<br />

T e x t<br />

Hannelore Eberhardt-Arntzen<br />

Fotos<br />

Schloss Hopferau,<br />

Michael Schittenhelm<br />

Adventsmarkt<br />

Samstag, 28. <strong>November</strong>,<br />

15:00 bis 21:00 Uhr<br />

Sonntag, 29. <strong>November</strong>,<br />

10:00 bis 18:00 Uhr<br />

Foto- und Skulpturenausstellung<br />

„Schönes für die Sinne“,<br />

Peter Krahe, Nesselwang<br />

Bis 14. Februar 2016<br />

Schlosshotel<br />

Hopferau<br />

Kunst, Kultur und Kulinarik<br />

Im Kurzprofil des Schlosses heißt es: „Das Schloss zu Hopferau ist das älteste erhaltene<br />

Ritterschloss des Ostallgäus und heute eines der modernsten Tagungszentren Deutschlands<br />

mit regelmäßigen kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen.“ Hinter der nüchternen<br />

Beschreibung verbirgt sich ein gastronomisches und architektonisches Kleinod, in<br />

dem nicht nur Brautpaare gerne „ja“ sagen, sondern das auch Allgäu-Urlauber, Seminargäste<br />

und Freunde stilvoller Kunst-Events schätzen.<br />

Imposant sieht es aus, das frisch renovierte, dreigeschossige<br />

Anwesen im Ferienort Hopferau im Ostallgäu. Mit viel<br />

Liebe zum Detail hat es Schlossherr Bernd Rath zu dem<br />

gemacht, was es heute ist: ein charmantes Vier-Sterne-Hotel<br />

mit Mittelalter-Flair, das perfekt Tradition und Moderne verbindet,<br />

ohne abgehoben oder elitär zu wirken. Ganz im Gegenteil:<br />

Das offene Tor an der Einfahrt zum zwei Hektar großen<br />

Park, die gepflegte Schlossallee, der Kinderspielplatz und der<br />

windgeschützte Biergartenbereich wirken sofort einladend<br />

und familiär. Dass ihm das Schloss eine Herzensangelegenheit<br />

ist, spürt man auch im Gespräch mit Schlossherr Bernd Rath,<br />

der das Ensemble im Jahr 2011 von der Kultur-Stiftung Füssen<br />

e.V. kaufte, um es mit neuem Leben zu erfüllen. Bernd Rath ist<br />

Gründer und Geschäftsführer der renommierten Personaldienstleistungsgesellschaft<br />

Bera GmbH mit Hauptsitz in<br />

Schwäbisch Hall. Da fragt man sich natürlich zu allererst, wie<br />

Die Zimmer und Bäder sind nach den modernsten Anforderungen gestaltet<br />

und ausgestattet.


| genuss | 29<br />

ein Betriebswirt und „Personaler“ dazu<br />

kommt, sich ein Schloss zuzulegen. In<br />

einem Zeitungsinterview verriet er einmal,<br />

dass er als kleiner Bub nach einem<br />

Besuch von Neuschwanstein seiner Mutter<br />

ganz begeistert ankündigte: „So ein<br />

Schloss kaufe ich mir auch einmal“. Und<br />

es geschah – fast wie im Märchen. Viele<br />

Jahre später entdecke der schwäbische<br />

Unternehmer das Schloss zu Hopferau<br />

während eines Camping-Urlaubs am<br />

Hopfensee. Ein solches Objekt hatte er<br />

lange gesucht – für Veranstaltungen für<br />

seine Kunden und Mitarbeiter. Rund zwei<br />

Jahre später war der Handel perfekt und<br />

der „Grundstein“ gelegt für eine nachhaltige<br />

innovative Geschäftsidee ganz im<br />

Sinne seiner Firmenphilosophie.<br />

Ein geschichtsträchtiger<br />

Ort<br />

Das Schlosshotel zu<br />

Hopferau könnte<br />

viele Geschichten<br />

über seine Besitzer und prominenten Besucher<br />

erzählen, aus grauer Vergangenheit<br />

bis in die heutige Zeit. 1468 von Ritter<br />

Sigmund von Freyberg-Eisenberg als<br />

Jagdschloss erbaut, wurde es 1830 von<br />

Domenico Quaglio, keinem geringeren als dem Baumeister von<br />

Schloss Hohenschwangau, in den neugotischen Stil versetzt.<br />

Von 1910 bis 1933 lebte und arbeitete dort der Kunstmaler Paul<br />

Segisser aus Karlsruhe. Außerdem war das Schloss Schauplatz<br />

eines überaus bedeutenden Ereignisses der Technikgeschichte:<br />

Der Berliner Ingenieur und Computerpionier Konrad Zuse hatte<br />

von 1946 bis 1949 Zuflucht in Hopferau gesucht und dort die<br />

erste vollautomatische und programmierbare Rechenmaschine<br />

Z4 gebaut. Mit diesem Rechner, den Zuse erstmals im<br />

Schloss zu Hopferau in Betrieb nahm, läutete er das digitale<br />

Zeitalter ein. Der ersten kommerziellen Anwendung des Computers<br />

lag übrigens eine Wette zugrunde: Zuse bewies dem<br />

Senner Xaver Röck, dass sein Rechenapparat den Milchpreis<br />

schneller und präziser berechnen konnte als Röcks erfahrene<br />

Fachleute. Die Geschichte über Zuse und seinen Rechner hat<br />

der Journalist Christoph Bode im Auftrag des Schlossbesitzers<br />

in seinem Tatsachenroman „Die Milchmädchen Rechnung“ zusammengefasst.<br />

Der legendäre Z4 steht heute im Deutschen<br />

Museum in München, dafür aber sind im Schloss andere Pretiosen<br />

zu bewundern. Der Gast findet sich wieder inmitten zahlreicher,<br />

gut erhaltener Ausstattungsgegenstände und Möbel<br />

vergangener Epochen, darunter mehrere funktionsfähige Kachelöfen<br />

aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und Skulpturen aus der<br />

2011 ging das Schloss in den Besitz von B e r N D<br />

R aTH über, der in dem früheren Adelssitz seine<br />

Vision verwirklicht.<br />

Sehenswert: der Tafelsaal mit handkolorierter<br />

Tapete und Originalmöbeln<br />

Werkstatt des ehemaligen Schlossbesitzers<br />

und Bildhauers Georg Halbich sowie<br />

einige wertvolle Faksimiledrucke historischer<br />

Weltkarten. Im Empfangssaal<br />

steht ein romanisches Taufbecken aus<br />

dem 12. Jahrhundert; den historischen<br />

Tafelsaal schmückt eine handkolorierte<br />

Tapete, von deren Art nur noch drei Tapeten<br />

europaweit existieren. Alle Details<br />

entdecken kann man auf Wunsch während<br />

der kostenlosen Schlossführungen.<br />

„Sightsleeping“ Wer sich nun in einer<br />

Art Museum<br />

für Augenmenschen<br />

wähnt, liegt falsch.<br />

Die 15 modernen<br />

Hotelzimmer stellen eine harmonische<br />

Komposition von Licht, Sinnlichkeit und<br />

Farben dar und befinden sich durchaus<br />

auf Fünf-Sterne-Niveau. Im neu gestalteten<br />

Eingangsbereich, an der Bar und<br />

im Gourmet-Restaurant sorgen geschmackvolle<br />

Farbakzente, viel Textil<br />

und ein hochwertiges Interieur, das perfekt<br />

auf das historische Ambiente abgestimmt<br />

ist, für Wohlfühlatmosphäre.<br />

Nicht zuletzt deswegen gehört das<br />

Schlosshotel zu Hopferau zu den wenigen ausgewählten bayerischen<br />

„traumhaften Sightsleeping Hotels für Augenmenschen“.<br />

Ganz besonders viel Wert legt Bernd Rath auch auf<br />

das kulinarische Angebot. Das Team um Küchenchef Franz<br />

Richter-Neckermann verwöhnt die Gäste im eleganten Restaurant,<br />

der urigen alten Schlossküche oder im Gewölbe der<br />

Burgwache mit deftigen, feinen und saisonalen Schmankerln,<br />

natürlich mit besten Zutaten aus heimischer Provenienz und<br />

gehobenem Anspruch – so, wie es sich für ein Schloss gehört.<br />

In diesen Genuss kommt jeder Gast an jedem Tag der Woche.<br />

Die Restaurants haben mittags und abends die ganze Woche<br />

über geöffnet. Reservierungen sind natürlich erwünscht, um<br />

auf die individuellen Wünsche jedes Gastes besser eingehen<br />

zu können. In den Sommermonaten laden auch das Schlossgartencafé<br />

und der Biergarten zum Schlemmen und Entspannen<br />

ein. Die wunderbare Außengastronomie, die stilvollen<br />

Räumlichkeiten und die geweihte schlosseigene Marienkapelle<br />

bieten ideale Voraussetzungen für Hochzeiten aller Größenordnungen,<br />

die dort regelmäßig stattfinden. Die Hochzeitsgesellschaften<br />

reisen bis aus Russland und den USA an; im<br />

kommenden Frühjahr wird auf Hopferau auch ein prominentes<br />

Paar heiraten. Statt einer Kutsche stellt Bernd Rath seine Oldtimer<br />

zur Verfügung: einen Rolls Royce Silver Cloud II, Baujahr<br />


30 | genuss | Exklusiv-Rezept<br />

1961 und einen Auburn Boattail Speedster, Baujahr 1978. Ein<br />

Shuttle-Service wird standesgemäß mit dem schlosseigenen<br />

VW Phaeton durchgeführt. Wer mit dem eigenen PKW anreist,<br />

braucht z. B. von Starnberg bzw. Augsburg aus nur rund 1,5 Stunden<br />

Anfahrt einzuplanen.<br />

Erleben,<br />

wo Kluftinger<br />

ermittelt hat<br />

Gerne wird das Schloss zu Hopferau als<br />

Film- und Fernsehkulisse genutzt. So<br />

wurden hier z. B. Szenen für einen Kluftinger<br />

Krimi gedreht und auch der Sender<br />

VOX ist häufig zu Gast. Selbst das russische Fernsehen wählte<br />

Hopferau schon als Spielort für einen Hochzeitsfilm. Kultur<br />

wird hier aber nicht nur gefilmt, sondern vor allem gelebt. Fast<br />

schon legendär sind die sog. Treppenhauskonzerte mit ihrem<br />

abwechslungsreichen Programm. Schlossparkfeste, Oster- und<br />

Adventsmärkte sowie Kunstausstellungen runden das kulturelle<br />

Angebot ab. Und nicht zu vergessen: Unter dem Dach von<br />

Schloss Hopferau befindet sich ein innovatives Seminarzentrum.<br />

Alle Tagungsräume sind mit modernster<br />

Technik ausgestattet. Speziell im<br />

Zuse-Raum. Sämtliche Elemente im<br />

Raum wie Beamer, Ton, Licht und Verdunkelung<br />

können über ein installiertes iPad bedient und gesteuert<br />

werden. Für Vorträge steht ein leistungsstarker High-<br />

Definition-Projektor sowie kostenloses WLAN zur Verfügung.<br />

Um Präsentationen oder Videokonferenzen optisch perfekt in<br />

Szene zu setzen, lässt sich mit einem zweiten High-Definition-<br />

Projektor die gesamte riesige Leinwand illuminieren. Die indirekte,<br />

blendfreie Beleuchtung über 625 LED-Lichtpunkte an der<br />

Decke simuliert unterschiedliche Lichtverhältnisse, ganz nach<br />

Wunsch. Neben der Vermietung der Seminarräume an externe<br />

Veranstalter werden hier vor allem Schulungen und Tagungen<br />

des interdisziplinären Ersten Deutschen Zentrums für Leistungsmanagement<br />

durchgeführt. Dieses entwickelt für Unternehmen<br />

und Führungspersonen, Entscheider und Mitarbeiter<br />

Programme zur Steigerung von Führungs- und Leistungsfähigkeit.<br />

Der Ruf eines guten Gastgebers eilte bereits im 15. Jahrhundert<br />

dem Erbauer des Schlosses zu Hopferau, Ritter Sigmund<br />

von Freyberg-Eisenberg, voraus. Dieser Tradition fühlt<br />

sich der heutige Schlossherr Bernd Rath verpflichtet. Getreu<br />

dem Motto „Zu Gast sein bei Freunden“ soll das so bleiben. #<br />

Der Zuse-Raum:<br />

Tradition<br />

verpflichtet<br />

am Stück gebratenes Rehrückenfilet<br />

an Brandy-SchokosoSSe<br />

Exklusiv für die Leserinnen und Leser des <strong>SchlossMagazin</strong>s von Franz<br />

Richter-Neckermann, Küchenchef im Schlosshotel Hopferau<br />

Zutaten für 4 Personen<br />

600 g Rehrücken ohne Knochen, roh + 150 ml Wildfond + 2 – 3 Schalotten<br />

+ 2 Rosmarinzweige + 2 Thymianzweige + ein paar Wacholderbeeren +<br />

1 EL Koriander + 100 ml Brandy + 200 ml Portwein + 60 g Zartbitterschokolade<br />

+ 1 EL Waldhonig + 200 g Quitten + 100 g Hokkaido-Kürbis + 4<br />

Baby-Birnen + 20 g Trüffelöl + 60 g Butter + 40 ml Sahne + 60 g Karotten<br />

+ 80 g Steinpilze + 150 ml Weißwein + 80 g Süßkartoffel + 10 g Vanille +<br />

50 g Rote Beete + 60 g Maronen + Salz, Pfeffer, Muskat, Chili, Zucker<br />

Zubereitung<br />

# Die Süßkartoffel waschen und schälen, zusammen mit den Quitten<br />

weichkochen und stampfen. Salz, Pfeffer und eine Prise Muskat dazugeben<br />

und mit Sahne, Butter und Trüffelöl verfeinern.<br />

# Hokkaido-Kürbis in Würfel oder Kugeln ausstechen, in Butter anbraten,<br />

mit Salz, Pfeffer und Chili würzen.<br />

# Steinpilze säubern, zerteilen und anbraten. Salz, Pfeffer und etwas<br />

Thymian dazugeben.<br />

# Die Karotten schälen und waschen, in Scheiben schneiden, anschließend<br />

blanchieren und nach Wunsch mit Butter und etwas Zucker anschwitzen,<br />

mit Salz und Pfeffer würzen.<br />

# Baby-Birnen in Weißwein dämpfen; Rote Beete in dünne Scheiben<br />

schneiden, in reichlich Fett ausbacken und salzen. Maronen kurz in Butter<br />

karamellisieren.<br />

# Den Backofen auf 140 °C vorheizen. Rehrücken von Sehnen und Abschnitten<br />

befreien, danach von allen Seiten gut anbraten, mit Salz und<br />

Pfeffer würzen, mit Thymian bestreuen und für ca. 13 Minuten in den<br />

vorgeheizten Backofen geben.<br />

# Die Sehnen und Abschnitte mit Koriander und Schalotten in die noch<br />

heiße Pfanne geben und für ca. 2 bis 3 Minuten anbraten. Mit Brandy und<br />

Portwein ablöschen. Mit dem Wildfond aufgießen und reduzieren, bis<br />

die Flüssigkeit eine sämige Konsistenz bekommt. 1 EL Waldhonig und die<br />

Schokolade dazugeben und schmelzen lassen. Soße durch ein Passiertuch<br />

filtern, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm stellen.<br />

# Rehrückenfilet aus dem Ofen nehmen, ca. 4 Minuten ruhen lassen und<br />

dann in Scheiben schneiden.<br />

# Alles dekorativ auf einem Teller anrichten.<br />

Guten Appetit!<br />

Schloss zu Hopferau<br />

BERA Service GmbH<br />

Schlossstraße 9 –11 · 87659 Hopferau<br />

Tel. 08364 - 9 84 89 - 0 · Fax 08364 - 9 84 89 - 44<br />

www.schloss-hopferau.com<br />

Das Küchenteam: Chefkoch<br />

Franz Richter-Neckermann, Nils<br />

Ritter und Adam Takacs


| special weihnachten | 31<br />

Ausgewählte Weihnachtsmärkte in den Regionen<br />

Bayerisch-Schwaben und Fünfseenland<br />

Lichterglanz<br />

und Glühweinduft<br />

Foto TVABS<br />

Tausende von Lichtern werden im Advent wieder die vielen Märkte<br />

überstrahlen, die uns auf das Weihnachtsfest einstimmen und Groß<br />

und Klein im idyllisch-gemütlichen Rahmen zusammenbringen.<br />

Als erstes startet wieder Augsburg in die Christkindlmarkt-Saison: Am 23. <strong>November</strong> beginnt<br />

der beliebte Markt vor der Kulisse von Perlach-Turm und Rathaus. Heuer haben sich<br />

die Öffnungszeiten geändert: Von Sonntag bis Donnerstag hat er jeweils von 10:00 bis<br />

20:00 Uhr, am Freitag und Samstag von 10:00 bis 21:30 Uhr geöffnet. Am Einkaufszauber-<br />

Freitag darf man bis um 24:00 Uhr bummeln. Am 23. Dezember können sich die Besucher<br />

bis um 22:00 Uhr zeitlassen. Heilig Abend ist dafür bereits um 14:00 Uhr Schluss.<br />


32 | special weihnachten | weihnachtsmärkte in der region<br />

Bayerisch Schwaben<br />

Weitere Christkindlmärkte, die während der gesamten Adventszeit<br />

geöffnet sind, bietet die Region Bayerisch-Schwaben<br />

im mittelalterlichen Nördlingen im Herzen des Ries, in<br />

Friedberg und Aichach sowie auf Schloss Neuburg an der<br />

Kammel. An den vier Adventswochenenden fällt die Auswahl<br />

schwer. Überall in Bayerisch-Schwaben eröffnen kleine feine<br />

Weihnachtsmärkte vor wunderschönen Kulissen: Imposante<br />

Bauwerke von der Harburg über die Schlösser von Dillingen<br />

oder Rain bis hin zu den Klöstern von Roggenburg oder Oberschönenfeld<br />

bilden den Rahmen für heimisches Handwerk<br />

und hübsche Geschenkideen. Jedes Städtchen überrascht mit<br />

eigenen Highlights: Da feiert Donauwörth seinen Weihnachtsmarkt<br />

auf der Insel, in Gundelfingen strahlt die größte<br />

Adventslaterne der Region und in Oettingen werden Engellocken<br />

als kulinarische Köstlichkeit serviert.<br />

Im Internet finden Sie die schönsten Märkte unter<br />

www.bayerisch-schwaben.de/weihnachtsmaerkte<br />

Weihnachtsinsel auf dem Zeugplatz<br />

Ab Fr, 27.11. bis 23.12., Do – So, 11:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.weihnachtsinsel.de<br />

Weihnachtsmarkt im Innenhof des Kurhauses Göggingen<br />

Am 2. und 3. Adventswochenende,<br />

Fr ab 17:00 Uhr, Sa – So ab 14:00 Uhr<br />

www.parktheater.de<br />

oberschönenfeld<br />

aichach<br />

Aichacher Christkindlmarkt, Stadtplatz<br />

27.11., Eröffnung 18:00 Uhr, bis 23.12.<br />

Mo – Fr 17:00 bis 20:00 Uhr, Sa + So 13:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.aichach.de<br />

Friedberger Advent<br />

rund um die Stadtpfarrkirche St. Jakob<br />

1. bis 23.12., Mo – Fr, 16:00 bis 20:30 Uhr<br />

Sa + So, 13:00 bis 20:30 Uhr<br />

www.friedberger-advent.de<br />

Gut Mergenthau<br />

Waldweihnacht im Schlosshof von Gut Mergenthau: mit<br />

Christbaumverkauf, Schmankerln aus der Region und ausgefallenen<br />

Weihnachtsideen. Dazu kommen Ponykutschenfahrten,<br />

eine lebende Krippe und vieles mehr, z. B. die himmlische<br />

Backstube im beheizten Kartoffelkeller, wo auch das<br />

Theater für Kinder stattfindet. Im Abendprogramm spielen<br />

dort auch drei Musikgruppen mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen.<br />

Im Schlosshof ziehen Stelzer ihre Runden, die Donau<br />

Barbaren führen ihre Feuerkunst vor.<br />

An allen vier Adventswochenenden vom 28.11. – 20.12.,<br />

Sa 14:00 bis 20:00 Uhr, So 11:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.gut-mergenthau.de<br />

Affinger Weihnachtsmarkt<br />

Urig-rustikal die Atmosphäre, feudal das Ambiente: der Weihnachtsmarkt<br />

im Affinger Schlosshof gehört zu den beliebtesten<br />

der Region. Mit lebender Krippe, Hirtenfeuer, historischem<br />

Handwerk und kulinarischen Spezialitäten von rund<br />

60 Ausstellern, darunter vielen örtlichen Vereinen. Der Markt<br />

dient einem guten Zweck.<br />

Am 2. und 3. Adventswochenende, 5. / 6. + 11. / 12. / 13. 12., Fr ab<br />

17 : 00 Uhr, Sa ab 14 :00 Uhr, So ab 12:00 Uhr, jew. bis 20:00 Uhr<br />

www.weihnachtsmarkt-affing.de


| special weihnachten | 33<br />

Gersthofer Winterglühen, Rathausplatz<br />

26.11. bis 30.12., Mo – Fr 16:00 bis 20:00 Uhr,<br />

Sa + So ab 14:00 Uhr, 24. + 25.12. geschlossen<br />

www.winterglühen.de<br />

Erleben Sie die Adventszeit<br />

in der stimmungsvollen Atmosphäre des<br />

Volkskundemuseums!<br />

Engerlmarkt im Kloster Thierhaupten<br />

im Schwäbischen Volkskundemuseum<br />

1. und 2. Adventswochenende, 28. + 29.11., 5. + 6.12.,<br />

Oberschönenfeld<br />

Sa 15:00 bis 21:00 Uhr, So 13:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.thierhaupten.de<br />

oberschönenfelder Weihnachtsmarkt<br />

Einer der schönsten schwäbischen Weihnachtsmärkte im<br />

festlich illuminierten Klosterhof und den Gebäuden des<br />

Schwäbischen Volkskundemuseums. Rund 50 Kunsthandwerker<br />

und Aussteller zeigen live ihr Können, Spezialitäten<br />

der schwäbischen Weihnachtsküche werden angeboten<br />

und für Kinder gibt es ein großes Mitmachprogramm. Es<br />

finden auch mehrere weihnachtliche Konzerte statt. Und<br />

wer noch keinen Christbaum hat, wird hier fündig.<br />

3. Adventswochenende, 11. – 13. 12., Fr 16:00 bis 20:00 Uhr,<br />

Sa 12:00 bis 20:00 Uhr, So 12:00 bis 19:00 Uhr<br />

www.oberschoenenfelder-weihnachtsmarkt.de<br />

Oberschönenfelder<br />

WEIHNACHTSMARKT <strong>2015</strong><br />

Freitag, 11.12., 16 – 20 Uhr<br />

Samstag, 12.12., 12 – 20 Uhr<br />

Sonntag, 13.12., 12 – 19 Uhr<br />

Y Großer Adventsmarkt im stimmungsvollen Museumshof<br />

und zahlreiche Aussteller in den Gebäuden Y Vorführungen<br />

von Kunsthandwerkern Y Mit-mach-Aktionen für Kinder<br />

Y Sonderführungen durch die Weihnachtsausstellung<br />

Y Christbaumverkauf Y Nikolausbesuch Y...und vieles mehr!<br />

www.oberschoenenfelder-weihnachtsmarkt.de<br />

Kostenlose<br />

Parkplätze<br />

direkt vor Ort!<br />

P<br />

Schwäbisches<br />

Volkskundemuseum<br />

Oberschönenfeld,<br />

86459 Gessertshausen<br />

Nur 20 km südwestlich<br />

von Augsburg,<br />

nahe der B 300.<br />

Tel. (08 21) 31 01-439<br />

königsbrunn<br />

Advents- und Handwerksmarkt Kloster Holzen<br />

3. und 4. Adventswochenende, 12. + 13.12., 19. + 20.12.,<br />

Sa 14:00 bis 20:00 Uhr, So 11:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.kloster-holzen.de<br />

Romantischer Weihnachtsmarkt in Nördlingen, Altstadt<br />

27.11. bis 23.12., an jedem Wochentag<br />

www.noerdlingen.de<br />

26. Nov. – 23. Dez.<br />

im Residenzschloß, auf dem historischen Karlsplatz<br />

und im Rathausfletz mit der „Lebenden Weihnachtswerkstatt“<br />

4. – 6. Dez. und 11. – 13. Dez.<br />

Märchenhaft-kulinarische Weihnachten Oettingen,<br />

Marktplatz<br />

26. bis 29.11., Do – Sa ab 16:00,<br />

So ab 14:00 Uhr, jew. bis 20:00 Uhr (Sa bis 22:00 Uhr)<br />

www.oettingen.de


34 | special weihnachten | weihnachtsmärkte in der region<br />

neuburg<br />

landsberg<br />

Weihnachtsmarkt Wemding<br />

2. bis 6.12., jew. ab 16:00 Uhr, Mi, Do + Sa bis 21:00 Uhr,<br />

Fr bis 21:30 Uhr, So bis 20:00 Uhr<br />

www.wemding.info<br />

Rainer Schlossweihnacht<br />

10. bis 13.12., rund ums Schloss<br />

www.rain.de<br />

Romantischer Weihnachtsmarkt<br />

auf der Altstadtinsel Ried, Donauwörth<br />

Ein Weihnachtsmarkt auf einer Insel – das gibt es in Donauwörth<br />

auf der Altstadtinsel Ried. Kunsthandwerk, kulinarische<br />

Köstlichkeiten und stimmungsvolle Live-Begleitmusik<br />

im romantischen Kerzenschein sorgen für Adventsstimmung.<br />

Mit weihnachtlichem Rahmenprogramm im Heimatmuseum,<br />

wo auch eine barocke Krippe mit über 100 Figuren zu bestaunen<br />

ist. Weiterer Tipp: Donauwörther Weihnachtsstraße<br />

von Do 26.11. bis Sa 19.12. – die festlich geschmückte Sonnenstraße<br />

mit großem Weihnachtsangebot<br />

(www.cid-donauwoerth.de)<br />

17. – 20.12., 12:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.donauwoerth.de<br />

hofgut bäldleschwaige<br />

Bäuerliche Weihnacht Hofgut Bäldleschwaige<br />

Vom 27.11. – 20.12., Fr 12:00 bis 21:00 Uhr,<br />

Sa 11:00 bis 21:00 Uhr, So 10:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.baeldleschwaige.de<br />

Wertinger Schlossweihnacht<br />

11. – 13.12., rund ums Schloss<br />

www.wertingen.de<br />

bobingen<br />

Weihnachtsmarkt auf Schloss Neuburg / Kammel<br />

Weihnachts-Winter-Märchen auf Schloss Neuburg an der<br />

Kammel hoch über dem Ort: Die malerische Budenstadt im<br />

Schlosshof lockt mit einem stimmungsvollen Rahmenprogramm.<br />

Auch in den Räumen des Schlosses und seiner Nebengebäude<br />

werden kunsthandwerkliche Produkte aller Art angeboten.<br />

Kinder begegnen dem Weihnachtsmann und können<br />

bei der Wildfütterung zuschauen.<br />

Alle vier Adventswochenenden, Sa 16:00 bis 21:00 Uhr,<br />

So 12:00 bis 19:00 Uhr,<br />

Eröffnung Fr, den 27.11., von 20:00 bis 23:00 Uhr<br />

www.schloss-neuburg.de


| special weihnachten | 35<br />

Landsberger Christkindlmarkt<br />

Vom 27. <strong>November</strong> bis zum 20. Dezember verwandeln sich der<br />

von schönen historischen Gebäuden umrahmte Georg-Hellmair-Platz<br />

und die Fußgängerzone in eine einzigartige romantische<br />

Kulisse für den Landsberger Christkindlmarkt. Die<br />

liebevoll geschmückten Buden und die festliche Beleuchtung<br />

bilden das Herzstück des Marktes. Strahlende Kinderaugen<br />

wird es auf dem Kinderkarussell geben. Ein weiterer Höhepunkt<br />

ist die lebendige Krippe.<br />

Liebe Bürgerinnen und Bürger,<br />

sehr geehrte Gäste!<br />

Unser traditioneller Christkindlmarkt<br />

öffnet am zweiten und dritten Adventwochenende<br />

wieder seine Tore.<br />

Gönnen Sie sich ein paar gemütliche Stunden<br />

und lassen Sie sich in eine stimmungsvolle<br />

vorweihnachtliche Atmosphäre entführen.<br />

Wir wünschen allen Besuchern<br />

des Affinger Weihnachtsmarktes eine<br />

besinnliche und schöne Vorweihnachtszeit.<br />

Markus Winklhofer<br />

Bürgermeister der Gemeinde Affing<br />

27.11. – 20.12., Mo – Fr 16:00 bis 20:00 Uhr,<br />

Sa + So 14:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.landsberg.de<br />

SM_Anz_1-4_Eck_GemAffing_11-<strong>2015</strong>_01.indd 1 22.10.1<br />

Neuburger Weihnacht<br />

Traditionell erfreut sich der innerstädtische Markt großer Beliebtheit.<br />

Außer den klassischen Elementen wie Glühwein und<br />

Bratwürstl locken Gaumenfreuden wie heiße Schokolade, feine<br />

Elisen-Lebkuchen sowie frisch aufgeschnittener Stollen.<br />

Tausende von LED-Lichtern lassen die Buden erstrahlen. Besonders<br />

bereichert wird der Markt durch die Teilnahme des<br />

Südtiroler Holzschnitzers Anselmo Plancker. In der Oberen<br />

Altstadt findet an zwei Wochenenden ein historischer Markt<br />

statt, der sich mit seiner besinnlichen Atmosphäre und der<br />

lebenden Weihnachtswerkstatt hervortut.<br />

Weihnachtsmarkt am Schrannenplatz vom 26.11. – 23. 12.,<br />

Christkindlmarkt in der Oberen Altstadt, Karlsplatz,<br />

vom 4. – 6.12. und vom 11. – 13.12., Fr. 16:00 bis 21:00 Uhr,<br />

Sa 13:00 bis 21:00 Uhr, So 11:00 bis 20:00 Uhr<br />

www.neuburger-weihnacht.de<br />

www.verkehrsverein-neuburg.com<br />

Weihnachtsglanz<br />

vor Traumkulissen<br />

Einfach zauberhaft: Mit seiner Fülle an<br />

historischen Städten verwandelt sich<br />

Bayerisch-Schwaben in der Adventszeit in<br />

ein echtes Christkindlmarkt-Paradies.<br />

Tausende von Lichtern strahlen in festlich<br />

geschmückten Schloss- oder Klosterhöfen,<br />

auf Stadtplätzen und Landgütern.<br />

www.bayerisch-schwaben.de/weihnachtsmaerkte


36 | special weihnachten | weihnachtsmärkte in der region<br />

Fünfseenland<br />

Auch im Fünfseenland locken zahlreiche Weihnachtsmärkte<br />

an den verschiedenen Adventswochenenden – hier eine kleine<br />

Übersicht:<br />

16. Bacherner Adventsmarkt<br />

im Alten Lautenbacher Hof<br />

20. – 22.11. · www.alter-lautenbacher-hof.de<br />

la villa<br />

Fürstenfelder Adventsmarkt<br />

In der Tenne und im Stadtsaalhof des Veranstaltungsforums<br />

Fürstenfeld präsentieren am ersten und zweiten Adventswochenende<br />

65 Aussteller Christbaumschmuck, Geschenkideen,<br />

Spielzeug, Kerzen, Keramik, Filz, Bücher – kurzum:<br />

Gutes und Schönes für Leib und Seele. Ponyreiten, Kutschfahrten,<br />

ein nostalgisches Karussell und die Kinder-Kreativ-<br />

Werkstatt sowie zahlreiche kulinarische Genüsse und Gerüche<br />

erwarten den Gast. Bei Einbruch der Dunkelheit wird die<br />

schöne Klosteranlage in stimmungsvolles Licht getaucht.<br />

27. – 29.11. und 4. – 6.12., Fr 14:00 bis 19:00 Uhr,<br />

Sa 11:00 bis 19:00 Uhr, So 11:00 bis 18:00 Uhr<br />

www.fuerstenfelder-adventsmarkt.de<br />

Niklausmarkt Königsbrunn<br />

Auch in diesem Jahr findet der beliebte Niklausmarkt mit seinem<br />

bunt gefächerten Angebot wieder auf dem Vorplatz der<br />

Königstherme statt, zwischen der Eisarena und dem neuen<br />

Infopavillon. Gegen einen geringen Obulus kann am neu gestalteten<br />

Adventskalender ein Türchen geöffnet werden.<br />

Diese Spende kommt dem Veranstalter des Marktes, dem<br />

Hilfsfonds e. V. für in Not geratene Bürger aus Königsbrunn,<br />

zugute.<br />

4. – 6.12. · www.koenigsbrunn.de<br />

Weihnachtszauber auf Gut Rieden<br />

21. – 22.11. · www.golfplatz-gutrieden.de<br />

Weihnachtmarkt am Hotel La Villa<br />

27. – 29.11. · www.lavilla.de<br />

Altbayerischer Christkindlmarkt in Raisting<br />

Gasthof Drexl · 27. – 29.11. · www.gasthofdrexl.de<br />

Weihnachtsmarkt Gauting<br />

27. – 29.11. · www.zusammenfuergauting.de<br />

Adventsmarkt der Firma Perger Ammersee<br />

Hofladen, Herrsching · 27. – 29.11. · www.perger.de<br />

Weihnacht auf Schloss Seefeld<br />

27. – 29.11. · www.schloss-seefeld.de<br />

Weihnachtsmarkt Oberpfaffenhofen<br />

im Plonnerhof · 27.– 29.11. · www.gemeinde-wessling.de<br />

Christkindlmarkt Utting<br />

Altes Feuerwehrhaus · 28. – 29.11. · www.utting.de<br />

Christkindlmarkt Inning<br />

28. – 29.11. · www.inning.de<br />

Altbayerischer Christkindlmarkt in Seeshaupt<br />

Parkplatz Penzberger Straße<br />

29.11. · www.seeshaupt.de<br />

Freitag, 27. <strong>November</strong> bis Sonntag, 20. Dezember <strong>2015</strong><br />

Montag - Freitag: 16 - 20 Uhr I Samstag, Sonntag: 14 - 20 Uhr<br />

Liebevoll geschmückte Buden<br />

Leuchtende Kinderaugen<br />

Festliche Klänge und Melodien<br />

Duft von Lebkuchen und Glühwein<br />

Kinderführung Nachtwächter<br />

Vorweihnachtliche Lesestunden<br />

Kinderkarusell


Christkindlmarkt Pöcking<br />

29.11. · www.poecking.de<br />

Tutzinger Adventsmarkt<br />

vor dem Rathaus · 29.11. · www.tutzing.de<br />

Weihnachtsmarkt Weilheim<br />

mit Künstler- und Handwerkermarkt<br />

3. – 6.12. · www.weilheim.de<br />

| special weihnachten | 37<br />

Romantischer<br />

Weihnachtsmarkt<br />

auf der Altstadtinsel Ried<br />

17.12.-20.12.<strong>2015</strong><br />

täglich 12:00<br />

bis 20:00 Uhr<br />

Andechser Christkindlmarkt<br />

4. – 6.12. · www.gemeinde-andechs.de<br />

Christkindlmarkt Starnberg<br />

Kirchplatz · 4. – 6.12. · www.starnberg.de<br />

Türkenfelder Bergweihnacht<br />

auf dem Steingassenberg · 4.- 6., 11. - 13. + 18. + 19.12.<br />

www.bergweihnacht.bergfestival.de<br />

Traditioneller Weihnachtsmarkt Feldafing<br />

5. – 6.12. · www.feldafing.de<br />

Weihnachtsmarkt Wörthsee<br />

5. – 6.12. · www.rotary1841.de<br />

www.donauwoerth.de<br />

donauwörth<br />

Weihnachtsmarkt DieSSen<br />

vor dem Marienmünster · 5. – 6.12. · www.heimatverein-diessen.de<br />

Adventsmarkt in Unterbrunn<br />

Schmiedbauernhof · 5. – 6.12. · www.gauting.de<br />

Christkindlmarkt Seeburg Allmannshausen<br />

6.12. · www.wdl.de<br />

Weihnachtsmarkt Bernried Starnberger See<br />

Klosterhof · 6.12. · www.bernried.de<br />

Adventsmarkt Gut Kerschlach<br />

12. – 13.12. · www.gutkerschlach.de<br />

Christkindlmarkt Stockdorf<br />

Familienzentrum Gauting · 12. – 13.12. · www.ekp.de<br />

104x142_Romant_Weihnachtsmarkt_<strong>2015</strong>_Anzeige.indd 1 12.10.15<br />

Weihnachtsmarkt Ambach<br />

Landhotel Huber · 12. – 13.12. · www.landhotel-huber.de<br />

Weihnachtsmarkt Herrsching<br />

12. – 13.12. · www.herrsching.de<br />

Allgemeine Infos auch über<br />

www.weihnachtsmarkt-deutschland.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtum vorbehalten.<br />

Kein Anspruch auf Vollständigkeit<br />

Weihnachtlich wird`s ab<br />

Montag den 2. <strong>November</strong><br />

individuelle Adventskränze ab Sa. 21. Nov.<br />

Ausstellung mit Verkauf<br />

Sa. 21. Nov. 9-18h und So. 22. Nov. 10-16h<br />

Sonntag 1. Advent (29. Nov.) 10-16h öffnet<br />

Stil&Qualitätvon:<br />

Greinwaldstr. 3 · Tutzing · T. 08158/258124<br />

Inh. Roland Krykorka · www.beautiful-home-and-garden.de


38 | special weihnachten | adventskalender<br />

Der Adventskalender<br />

Einst und heute<br />

fotos<br />

Kerzengüte (Online-Adventskalender), Hersteller<br />

Schon im 19. Jahrhundert zählten Kinder erwartungsvoll die letzten 24 Tage bis zum<br />

Heiligen Abend. Um die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen, ließen sich die Eltern<br />

damals Einiges einfallen – das war der Ursprung unserer heutigen Adventskalender.<br />

So wurden zum Beispiel in einigen Familien 24 religiöse Bilder<br />

nach und nach an die Wand gehängt. Andere Eltern<br />

bevorzugten einen Strichkalender und malten 24 Kreidestriche<br />

an die Tür, die die Kinder täglich wegwischen durften.<br />

Der Adventskalender mit 24 Türchen, so wie wir ihn heute kennen,<br />

ist einer kreativen Mutter zu verdanken. Ihr Sohn Gerhard<br />

fragte sie ab Anfang Dezember nämlich ständig, wann denn<br />

endlich Weihnachten sei! So bastelte sie kleine Schachteln und<br />

legte je ein Plätzchen hinein, versah sie mit Nummern und<br />

klebte sie auf einen Karton. Jeden Tag durfte der Junge eine<br />

Schachtel öffnen und ein Plätzchen essen. Aus dem kleinen<br />

Gerhard wurde der Münchener Verleger Gerhard Lang, der 1902<br />

den ersten Adventskalender druckte: Seine Vorlage war – natürlich<br />

– der Adventskalender seiner Kindheit.<br />

Seit 1958 erstrahlen Kinderaugen besonders bei Schokolade-<br />

Adventskalendern. Ob selbstgebastelt oder gekauft – mit leckeren<br />

Überraschungen hinter jedem Türchen erfreuen sie<br />

klein ... und groß! Aber es muss ja nicht immer Süßes sein.<br />

Viele Kosmetikanbieter offerieren Adventskalender mit<br />

Schönheitsampullen für die Damenwelt. Und es gibt z. B. auch<br />

heuer wieder einen Online-Adventskalender, hinter dessen<br />

Türchen man im Rahmen eines Gewinnspiels täglich wechselnde<br />

Kerzenpräsente entdecken und gewinnen kann – zum<br />

sich selbst Beschenken oder Weiterschenken. Einfach reinklicken<br />

ab dem 1. Dezember unter www.kerzenguete.com. #<br />

Am 1./2./3. und 4. Adventswochenende<br />

Sa. 14 bis 20 Uhr / So. 11 bis 20 Uhr<br />

Romantischer Weihnachtsmarkt<br />

mit traditioneller<br />

Handwerkskunst<br />

• Hausgemachter Punsch über<br />

offenem Feuer<br />

• Wildschmankerl<br />

• Kultur und Musik<br />

Extra<br />

für Kinder:<br />

• Lebende Krippe<br />

• Kamel-/Ponyreiten<br />

• Gaukler und<br />

Feuerakrobaten<br />

Augsburg<br />

B 300<br />

Friedberg<br />

GUT<br />

MERGENTHAU<br />

–> Aichach<br />

Ried<br />

Täglicher Christbaumverkauf<br />

ab dem ersten Advent, mit frisch geschla genen<br />

Bäumen aus eigenen Kulturen<br />

B 2 –><br />

Fürstenf.br.<br />

Kissing<br />

Mering<br />

Ottmaring<br />

Genaues Programm unter www.gut-mergenthau.de * Tel.: 08233 / 5414


| special weihnachten | 39<br />

Adventskalender Village:24 selbst befüllbare Häuschen aus<br />

stabiler Pappe in verschiedenen Größen zum Beschriften mit Kreide –<br />

von www.design-3000.de<br />

Schokoladen-<br />

Kalender:<br />

der Klassiker unter den<br />

Adventskalendern,<br />

stellvertretend für alle<br />

Exemplare seiner Art<br />

Tolle Tüten:von<br />

wegen „kommt nicht in<br />

die Tüte“! In die 24<br />

roten Beutelchen passt<br />

ordentlich Süßes – von<br />

www.design-3000.de<br />

Streifen oder Punkte?<br />

Egal, diese Tütchen halten<br />

Leckereien und Geschenke<br />

vor neugierigen Blicken<br />

versteckt (jew. im 8er-Set) –<br />

von www.design-3000.de<br />

FELDER<br />

FÜRSTEN-<br />

ADVENTS-<br />

MARKT<br />

27.-29.Nov. & 4.- 6.Dez.‘15<br />

Freitag bis Sonntag<br />

Kloster Fürstenfeld<br />

Fürstenfeldbruck<br />

Fr 14 -19 Uhr<br />

Sa 11 -19 Uhr<br />

So 11 -18 Uhr<br />

EINTRITT:<br />

Tageskarte 4 Euro - Familienkarte 10 Euro<br />

(Eltern und Kinder bis 18 Jahre),<br />

Kinder unter 14 Jahren FREIER EINTRITT


40 | region | Textilmarkt im tim<br />

Textile Handwerkskunst<br />

Textilmarkt<br />

im Augsburger tim<br />

Fotos Privat<br />

schmuckobjekt von<br />

renate scholz<br />

Textilmarkt im tim<br />

Provinostraße 46 · 86153 Augsburg<br />

www.textilmarkt-im-tim.de<br />

21. + 22. <strong>November</strong>, 9:00 – 18:00 Uhr<br />

Für Besucher gibt es bei Mitmachvorführungen<br />

und Workshops die Möglichkeit, selbst textil kreativ zu werden.<br />

Auch der dritte Augsburger „Textilmarkt im tim“ verspricht viele textile Überraschungen.<br />

Sechzig Kunsthandwerker, Textilkünstler und Modemacher aus fünf Ländern präsentieren<br />

am Samstag, den 21. und Sonntag, den 22. <strong>November</strong> ihre Arbeiten im Staatlichen<br />

Textil- und Industriemuseum (tim).<br />

Unter den Ausstellern finden sich zahlreiche Ateliers, deren<br />

Kollektionen auch auf internationalen Designausstellungen<br />

zu sehen sind. Und natürlich mehrere Anbieter<br />

aus unserer Region. Ausgefallene Hutkreationen und<br />

fantasievoller Schmuck aus verstricktem Golddraht oder Papier<br />

sind ebenso vertreten wie feinste Handgewebe, dreidimensionale<br />

Stickobjekte und handgetuftete Bodenteppiche. Und natürlich<br />

wird Nützliches und Tragbares angeboten, von Jacken, Mänteln<br />

und Schals über Taschen und Tischwäsche bis zu Spielzeug<br />

und Accessoires. Das Konzept, hochwertiges textiles Handwerk<br />

und Textilkunst auf einem Markt in einem staatlichen Museum<br />

zu präsentieren, ist nicht nur angesichts der Besucherzahlen in<br />

den vergangenen Jahren aufgegangen. Der Textilmarkt hat sich<br />

bereits einen Namen unter Textilhandwerkern und Designern in<br />

Deutschland und darüber hinaus gemacht. Das liegt einerseits<br />

sicherlich daran, dass die Veranstalterinnen auf Qualität und Originalität<br />

der Aussteller größten Wert legen, andererseits auch<br />

am Veranstaltungsort. Die Ausstellung demonstriert, wie lebendig<br />

und aktuell die ältesten Handwerkstechniken der Menschheit<br />

sind: Spinnen, Weben, Filzen, Nähen, Stricken oder Sticken. #


| region | 41<br />

An und für sich<br />

MaSSatelier für<br />

ausgefallene<br />

Lederbekleidung<br />

Designerin Mika Bruhn aus Augsburg<br />

entwirft und fertigt unkonventionelle<br />

Lederbekleidung individuell<br />

und typgerecht für<br />

jeden Kunden in bester Qualität.<br />

www.an-und-fuer-sich.de<br />

Lea Kovats<br />

Elegante und feminine<br />

Bekleidung<br />

Die Diplom-Modedesignerin bietet<br />

seit 2002 in ihrem Atelier mit angrenzendem<br />

Showroom in Augsburg<br />

stilvolle Damenmodelle aus hochwertigen<br />

Stoffen und in bester Verarbeitung<br />

an, die auf die individuelle<br />

Größe angepasst werden können.<br />

Bismarckstraße 11 · 86159 Augsburg<br />

www.lea-kovats.blogspot.de<br />

Hutwerkstatt Limmer<br />

Kopfputz aller Art<br />

Die Augsburgerin Doris Limmer fertigt Hut-Unikate aller Couleur,<br />

gerne auch nach den Wünschen der Kunden oder aus Textilien, die<br />

früher einmal ein „anderes Leben“ geführt haben. Wer sich beraten<br />

lassen möchte, kommt in ihre Werkstatt oder zu einem der regionalen<br />

Kunsthandwerkermärkte, auf denen sie ausstellt.<br />

Scharnhorststraße 2 · 86165 Augsburg<br />

Tel. 0821-791903<br />

limmer.hutwerkstatt@gmx.de<br />

Ruth Moser Taschen<br />

Raffiniert-tragbare Unikate<br />

Seit dem Jahr 2000 gestaltet Ruth Moser eine sich ständig wandelnde,<br />

unverwechselbare Kollektion an Taschen und Accessoires<br />

mit funktionalen Raffinessen, klar definierten Formen und frischem<br />

Farbenspiel aus Leder, Fell und High-Tech Materialien aus<br />

der Auto- und Flugzeugindustrie.<br />

Philippine-Welser-Straße 5 · 86150 Augsburg<br />

www.ruth-moser.de<br />

SAMOBIE<br />

Bekleidung, Taschen,<br />

Accessoires<br />

Sam und Obie – zusammen SAMOBIE<br />

– entwerfen, entwickeln und fertigen<br />

in ihrem Atelier in Augsburg alle<br />

Kollektionen selbst und verkaufen<br />

sie in ihrem Laden.<br />

Bismarckstraße 11 · 86159 Augsburg<br />

www.samobie.blogspot.de<br />

Caroline Schosser<br />

Textile Halsketten<br />

Die ausgebildete Textildesignerin<br />

aus Augsburg häkelt, strickt oder<br />

näht neben ihrem Beruf ganz besondere<br />

Schmuckstücke. Im tim<br />

bietet sie vor allem gehäkelte<br />

Ketten in unterschiedlichen Qualitäten<br />

an.<br />

Tel. 0170-4159379


42 | gesundheit | Anti-gravity-yoga<br />

Anti-Gravity-Yoga<br />

Mehr als<br />

einfach abhängen<br />

fotos fotolia.com / Nejron Photo


| gesundheit | 43<br />

Kopfüber die Muskeln stärken? Beim Anti-Gravity-Yoga ist das Programm. Denn bei<br />

diesem neuen Yoga-Trend trainiert man in einem an der Decke hängenden Tuch.<br />

Das bringt nicht nur viel Spaß, sondern macht auch fit.<br />

Yoga in der Luft: Beim Anti-Gravity-Yoga (englisch Gravity<br />

= Schwerkraft) hängt von der Decke ein großes<br />

Tuch, in das man sich setzen und hängen kann – ähnlich<br />

wie bei einer Schaukel. So lassen sich die sog. Asanas<br />

(Yoga-Übungen) ganz ohne Bodenkontakt ausüben. Dadurch<br />

können auch Anfänger selbst schwierige Asanas, wie zum<br />

Beispiel den Kopfstand, üben. Es kostet anfangs etwas Überwindung,<br />

sich kopfüber und nur mit den Beinen im Tuch verschlungen<br />

hängen zu lassen und erst mal zu schaukeln. Aber<br />

wenn man sich daran gewöhnt hat, macht es wirklich Spaß.<br />

Die Schwerelosigkeit ist beim Anti-Gravity-Yoga aber nicht<br />

nur ein großer Spaßfaktor, sie trainiert auch die Bauch- und<br />

Rückenmuskulatur. Denn ohne Beine und Füße am Boden<br />

muss die Rumpfmuskulatur den Körper alleine halten und<br />

stabilisieren. Durch das Tuch wird einem bei einigen Asanas<br />

das Gewicht abgenommen und man kann vor allem die Um-<br />

kehrhaltungen intensiver üben. Das ist besonders effektiv<br />

für die Wirbelsäule und die Bandscheiben. Es wird kein<br />

Druck ausgeübt, die Wirbelsäule kann sich auseinander<br />

ziehen – ideal, um Bandscheibenvorfällen vorzubeugen. Außerdem<br />

fördert Anti-Gravity-Yoga den Gleichgewichtssinn,<br />

wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und stärkt<br />

Mut und Vertrauen in sich selbst. Und das „Abhängen“ hat<br />

noch weitere Effekte: Es entlastet den Nacken und die Wirbelsäule,<br />

entstaucht die Gelenke und löst Verspannungen. Doch<br />

Anti-Gravity-Yoga ist nicht nur Yoga: Es beinhaltet auch Elemente<br />

aus Pilates, Tanz und Fitnessübungen. Und ist somit im<br />

Gegensatz zum klassischen Yoga viel akrobatischer und verspielter.<br />

Außerdem steht beim Anti-Gravity-Yoga die Fitness<br />

im Vordergrund und weniger der spirituelle Aspekt. #<br />

Anti-Gravity Yoga wird in der Region von vielen Yoga-, Fitness- und<br />

Gesundheitszentren angeboten.


44 | gesundheit | Behandlung des Grauen Stars<br />

Bei der Operation wird die trübe Linse entfernt und<br />

durch eine Kunststoff-Linse (Intraokular-Linse) ersetzt.<br />

Dieses Verfahren wurde stetig perfektioniert.<br />

„Die Schnitte, durch die wir operieren, sind immer kleiner geworden.“,<br />

sagt Augenchirurgin Dr. Waltraud Maria Ahr, Ärztliche<br />

Leiterin des MVZ Augsburg der Ober Scharrer Gruppe.<br />

„Auch die Linsen, die wir einsetzen, werden immer besser.“<br />

Neue Behandlung beim<br />

Foto DOC/Dr. Scharrer<br />

Grauen Star<br />

Hightech und OP-Technik<br />

Der Graue Star trifft irgendwann jeden Menschen: Im Alter wird die ursprünglich glasklare<br />

körpereigene Linse im Auge langsam trüb, bis die Betroffenen alles wie durch<br />

einen Nebelschleier sehen oder das Gefühl haben, ihre Brille sei beschlagen. Dagegen<br />

hilft nur eine Operation, deren Technik immer weiter optimiert wurde.<br />

Besonders hervorzuheben ist eine neue Generation von High<br />

Tech Linsen: Multifokallinsen korrigieren nicht nur Kurz- und<br />

Weitsichtigkeit, sondern auch die Alterssichtigkeit. Nun ist<br />

ein völlig neues Optikdesign verfügbar, das die Tiefenschärfe<br />

erweitert und ein scharfes Sehen ohne Brille in nahezu<br />

allen Entfernungen ermöglicht. Für Patienten mit einer<br />

Hornhautverkrümmung, die sich für eine solche Linse entscheiden,<br />

gibt es torische Varianten dieser speziellen Multifokallinsen.<br />

Um diese Speziallinsen und auch andere moderne Intraokular-Linsen<br />

in das Auge einzusetzen, sind Schnitte von nur<br />

etwa 2,5 Millimeter nötig. Noch vor 15 Jahren lag die Schnittgröße<br />

bei einer solchen Operation bei etwa 6 Millimetern.<br />

Für die Patienten hat dies viele Vorteile: Kleinste Schnitte<br />

bedeuten eine schnellere Wundheilung, raschere Rehabilitation<br />

und ein noch niedrigeres Infektionsrisiko. Frau Dr.<br />

Ahr: „Weil durch den extrem kleinen Schnitt auch eine etwaige<br />

auftretende Hornhautverkrümmung geringer ausfällt,<br />

können die Patienten nach der OP jetzt noch besser als<br />

bisher sehen.“ Möglich gemacht haben das aber erst neue<br />

Arten von Kunstlinsen, die sich für die Injektion ins Auge zusammenrollen<br />

lassen. Das wiederum erreichen die Herstellerfirmen<br />

durch neue Materialien und eine verbesserte<br />

Oberflächen-Beschaffenheit.<br />

Im MVZ der Ober Scharrer Gruppe, das im April diesen Jahres<br />

in das neue Gesundheitszentrum am Vincentinum gezogen<br />

ist, steht Frau Dr. Ahr den Patienten in einer wöchentlichen<br />

Spezialsprechstunde zur Verfügung. Hier berät sie Interessierte<br />

umfassend zu diesem wichtigen Thema. #<br />

www.ober-scharrer.de<br />

Die winzig kleine Intraokular-Linse ist hauchdünn<br />

und nur halb so groß wie ein Fingernagel.<br />

D r . A h r<br />

MVZ Ober Scharrer<br />

Gruppe


| gesundheit | 45<br />

Ist Grippeschutz „impf-ehlenswert“?<br />

Infektionskrankheiten haben jetzt wieder Hochkonjunktur. Ganz vorne mit dabei: Die<br />

Grippe. Doch kann eine Impfung Nase, Bronchien, Lunge und Co. wirklich schützen?<br />

Was in der Spritze steckt<br />

Da die Wirkung einer Grippeschutzimpfung erst<br />

nach zwei Wochen einsetzt, ist es ratsam, sich<br />

im Zeitraum von September bis Anfang <strong>November</strong><br />

impfen zu lassen. Dabei wird der Impfstoff<br />

entweder unter die Haut oder direkt in den Muskel<br />

injiziert. In der Regel treten dabei keine Nebenwirkungen<br />

auf. In einigen Fällen kann es jedoch<br />

zu einer Rötung oder Schwellung an der<br />

Einspritzstelle kommen oder es treten leichte<br />

grippeähnliche Symptome auf, die jedoch nach<br />

ein bis zwei Tagen verschwinden. Personen, die<br />

unter Allergien leiden, sollten sich von ihrem<br />

Arzt beraten lassen. Influenza-Vakzine enthalten<br />

sog. Totimpfstoffe, also keine lebenden Erreger,<br />

daher lösen sie selbst keine Grippe, aber eine Abwehrreaktion<br />

des Körpers aus.<br />

Die Erreger verändern sich ständig<br />

Da Grippeviren schnell mutieren können, wird jedes<br />

Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt, der über<br />

die entsprechenden Antigene gegen den aktuellen<br />

Virus verfügt. Doch viele Menschen sind sich aus<br />

genau diesem Grund über die Sicherheit und Wirksamkeit<br />

unsicher. Wer weiß, wie hoch die Trefferquote<br />

ist. Nur 10 bis 15 % der gesundheitsbewussten<br />

Deutschen lassen sich gegen Grippe<br />

impfen.<br />

Für wen ist eine Immunisierung sinnvoll?<br />

Die Schutzimpfung wird insbesondere Personen<br />

empfohlen, die zu einer bestimmten Risikogruppe<br />

gehören. Dazu zählen neben chronisch Kranken<br />

auch Menschen über 60 Jahre. Auch wenn die<br />

Impfung keinen absoluten Schutz bietet, so<br />

kann sie zumindest die Immunabwehr auf eine Infektion<br />

vorbereiten und einen schweren Verlauf vermeiden.<br />

Welche anderen Möglichkeiten gibt es?<br />

Einen absolut sicheren Schutz vor Grippe gibt es<br />

nicht, man kann jedoch selbst die Ansteckungsgefahr<br />

reduzieren. Ein wesentlicher Punkt hierfür ist<br />

die Handhygiene, da viele Ansteckungen über<br />

Hände und Oberflächen, die mit Viren verunreinigt<br />

sind, entstehen. Große Menschenmengen bergen<br />

ebenfalls ein hohes Ansteckungspotential und<br />

sollten daher nach Möglichkeit gemieden werden.<br />

Eine praktische Hilfe in der kalten Jahreszeit sind<br />

Einwegtaschentücher. Wer sich ausgewogen ernährt<br />

und ausreichend bewegt, stärkt sein<br />

Immunsys tem zudem auf natürliche Weise. #<br />

Quelle medicalpress<br />

Sie suchen den besonderen – ausgefallenen<br />

lickfang für Haus und<br />

Garten?<br />

Dann besuchen Sie das Atelier Gerhard Unger!<br />

Jedes Objekt ist ein Unikat:<br />

· Moderne Bilder: Acryl und Mischtechnik<br />

· Tierfiguren aus Eisen<br />

· Skulpturen und Kombinationen<br />

aus Holz und Eisen<br />

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Atelier Gerhard Unger · Helgenau 25 · 82278 Althegnenberg<br />

Atelier und Garten können jederzeit besichtigt werden! Terminvereinbarung: Tel. 08202 / 9 05 79 00


46 | beauty + wellness | Schuhgeschichten<br />

Dauerbrenner Budapester!<br />

Neu ist die helle extraleichte<br />

Sohle. Herrenschuhe<br />

von Lloyd<br />

ßen, dass paariges Schuhwerk damals<br />

noch vorherrschte. Aber ab dem 15.<br />

Jahrhundert trug die „feine Gesellschaft“<br />

symmetrische und gleichförmige<br />

Schuhe, was ein modisches Muss<br />

war. Dazu kamen immer höher werdende<br />

Absätze. Für die Füße bedeutete<br />

dies Hühneraugen, Schwielen und gravierende<br />

Fuß- und Zehendeformationen.<br />

Allzu oft resultierten daraus Rückenprobleme.<br />

Damals siegte jedoch<br />

Modebewusstsein über die gesundheitliche<br />

Vernunft. Das<br />

symmetrische Schuhwerk<br />

dominierte auch noch in<br />

den folgenden Jahrhunderten<br />

weiter.<br />

foto Hersteller<br />

Die Schuhform ist dem Fuß angepasst – das war nicht<br />

immer so. Im 15. Jahrhundert etwa trugen Menschen<br />

identische Schuhe für links und rechts, was Fuß- und<br />

Rückenprobleme zur Folge hatte. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts<br />

wurde durch den Mediziner Georg Hermann von<br />

Meyer die Schuhreform angestoßen, wodurch die Fußform<br />

wieder Berücksichtigung fand.<br />

Schuh-Geschichte(n)<br />

Wissenschaftler schätzen, dass unsere Vorfahren ihre Füße schon vor<br />

circa einer Million Jahren mit Blättern, Gräsern und Tierhäuten umwickelten.<br />

Damit schützten sie sich gegen steinige Böden, Kälte oder<br />

Hitze. Auch bei der über 5.000 Jahre alten Eismumie „Ötzi“ fanden Forscher 1991 in<br />

den Ötztaler Alpen mit Gräsern gefütterte Schuhe aus Hirschleder und Bärenfell.<br />

Sie waren mit Schnürsenkeln verschlossen und hatten eine Profilsohle. Man fand<br />

heraus, dass „Ötzi“ nicht unter Zehendeformationen litt.<br />

Im alten Rom waren Sandalen nachweislich paarig. Sie berücksichtigten also mit<br />

ihrer Form den Unterschied zwischen linkem und rechtem Fuß. Diese Schuhe waren<br />

für die Soldaten auf ihren langen Eroberungszügen angenehmer zu tragen als<br />

die symmetrische, gleichförmige Variante. Im Mittelalter gewann der Faktor Mode<br />

für den Adel an Bedeutung, was sich in besonderen Formen äußerte. So liebten die<br />

Menschen lange und spitz zulaufende Schnabelschuhe. Funde lassen darauf schlie-<br />

Die Rückkehr<br />

der Paarigen<br />

Im 19. Jahrhundert schlugen jedoch<br />

Ärzte Alarm. Durch ihre Patienten bekamen<br />

sie die Auswirkungen symmetrischen<br />

Schuhwerks unmittelbar mit und<br />

plädierten für einen Wandel. Der studierte<br />

Mediziner und Direktor des Anatomischen<br />

Institutes in Zürich, Georg<br />

Hermann von Meyer, nahm sich des<br />

Problems an. 1858 propagierte er mit<br />

seiner Streitschrift „Die richtige Gestalt<br />

der Schuhe“ ein simples, aber revolutionäres<br />

Konzept: Füße sollten sich<br />

nicht den Schuhen anpassen müssen,<br />

sondern Schuhe sollten für die Füße<br />

und deren Anatomie geschaffen sein.<br />

Damit legte von Meyer den Grundstein<br />

für die „Schuhreform“. Seine Schuh-<br />

Entwürfe waren erstmals durch fundierte<br />

anatomische und mathematische<br />

Kenntnisse begründet. Sie<br />

berücksichtigten auch wieder die Unterschiedlichkeit<br />

von linkem und<br />

rechtem Fuß. Von Meyers Konzept wurde<br />

im Anschluss weiter optimiert, aber<br />

im Grunde führten seine Ideen dazu,<br />

dass linker und rechter Schuh heutzutage<br />

eine Selbstverständlichkeit sind. #


| beauty + wellness | 47<br />

Schnürer<br />

Repetto: Softer Schuh mit<br />

Krokoprägung<br />

S t r e n e s s e :<br />

Herrenschuh mit<br />

Kunststoff-Sohle<br />

Gabor: Lackleder-Schnürer mit<br />

Lyra-Lochung<br />

Roy Robson: Knöchelhoch mit<br />

starken Kontrasten<br />

chelseas<br />

Gabor: Haircalf-<br />

Nappaleder mit<br />

Felloptik<br />

Repetto: Supersoftes<br />

Veloursleder<br />

Tom Tailor: Herrenboots<br />

mit Glattleder-<br />

Details<br />

Modisch auf dem Laufenden<br />

Die Schuhmode dieses Winters für Sie und Ihn<br />

fotos<br />

Hersteller<br />

stiefeletten<br />

Repetto: Spitz ist im<br />

Kommen<br />

Boss: drei Farben – dreifach<br />

schick<br />

stiefel<br />

Marc Cain: mit felligem<br />

Innenleben<br />

Marc Cain: Grob geschnürt<br />

ist aktuell<br />

Marc Cain: Ob hoch oder flach – kniehohe Stiefel feiern ihr<br />

Comeback, weil sie besonders gut zu den neuen Rockformen<br />

passen und schön warm halten.<br />

Tipps für passende<br />

Schuhe<br />

# Lassen Sie sich beim Schuhkauf beraten und<br />

Ihre Füße professionell ausmessen. Passt Ihnen<br />

kein Konfektionsschuh optimal, kann eine Maßanfertigung<br />

helfen. In jedem Fall sollten die Schuhe<br />

von Anfang an gut sitzen und nicht drücken.<br />

# Zum Abrollen brauchen Zehen Platz. Ihre<br />

Schuhe sollten daher etwa einen Daumen breit<br />

länger sein als der Fuß beziehungsweise die<br />

Großzehe. Achten Sie darauf, dass die Zehen<br />

nebeneinander liegen und sich nach oben und<br />

zur Seite bewegen lassen. Bei hohen Absätzen<br />

ist die Abrollbewegung kürzer, der benötigte<br />

Platz beim Abrollen entsprechend geringer.<br />

# Ein zu langer Schuh schadet, da der Fuß<br />

rutscht und verkrampft. Tragen Sie zudem modische<br />

Schuhe wie Pumps nur stundenweise. Die<br />

Absatzhöhe idealerweise von Tag zu Tag variieren.<br />

# Versuchen Sie, so oft wie möglich Barfuß zu<br />

laufen.<br />

Quelle www.gehwol.de


48 | beauty + wellness | Duftnewcomer<br />

Warme Noten für<br />

kalte Tage<br />

Erdig, holzig, weich, balsamisch, warm<br />

und sinnlich – all das sind Attribute, die<br />

besonders gut in den Herbst und Winter<br />

passen. Neben orientalischen und würzigen Kompositionen<br />

werden nun auch gerne Chypre-Düfte aufgetragen. Allgemein<br />

beliebte Inhaltsstoffe sind z. B. samtiges Sandelholz – nebenbei<br />

auch ein wahrer Stimmungsaufheller – modrig-süßes Patschuli<br />

oder intensives Vetiver. Diese entfalten auch bei Kälte<br />

ein warmes Gefühl auf der Haut – und in der Nase – was sie zu<br />

idealen ‚Grau- und Kalttagesgefährten‘ macht.<br />

Dufttrends<br />

Das britische Unternehmen Seven<br />

Scent sieht in seinem Trendreport für<br />

Herbst und Winte drei Noten ganz vorne – darunter auch orientalisches,<br />

schweres Oud. Der besondere Duft, welcher entsteht,<br />

wenn das Harz des Adlerholzbaumes von einer speziellen<br />

Schimmelpilzkombination befallen wird, gilt in Arabien seit<br />

über 2000 Jahren als aphrodisierend und sinnlich; sein Preis<br />

liegt über dem für Gold. In den 90er-Jahren wurden Oud-Parfums<br />

auch in der westlichen Welt bekannt – und erfreuen sich nach<br />

einer Trendpause nun wieder großer Beliebtheit. Neben den typischen<br />

erdigen Tönen wie Patschuli und exotischen Hölzern liegen<br />

auch Gewürzmischungen im Trend, die den Parfums mit indisch-exotischem<br />

oder auch mexikanisch-scharfem Touch eine<br />

So duftet<br />

der Winter<br />

Die Duft-Newcomer<br />

fotoS Hersteller<br />

ganz neue Note verleihen. Seven Scent sagt dagegen für den<br />

Klassiker Rose, der Parfums eine pudrige, fruchtige oder leicht<br />

hölzerne, jedoch stets blumig-feminine Note verleiht, steigende<br />

Popularität voraus. Weitere florale Ingredienzien sind diese Saison<br />

Champaca und Tuberosen, welche sich leicht orientalisch und<br />

sehr geheimnisvoll mit warmen Gewürznoten und Hölzern verbinden.<br />

Ebenso wird Leder – weich, warm und durchaus auch animalisch<br />

– nicht nur in Herren-, sondern auch in Damendüften<br />

häufig zu finden sein: eine Duftnote, die klassische Eleganz mit<br />

modernem Lifestyle mühelos verbindet. Schwarzer Tee im Duft<br />

ist ebenfalls ein Geheimtipp. Des Weiteren enthalten neue Herrenparfums<br />

neben Leder auch gerne spritzig-aromatische Noten<br />

wie Minze, Salbei und weitere Kräuter. Auch Gourmanddüfte bleiben<br />

weiter im Trend: Ein Hauch von Kakao-, Tee- oder Kaffeearoma<br />

inspiriert die Sinne und lässt Kälte vergessen. Was könnte in<br />

dieser dunklen Jahreszeit schöner sein! #<br />

Quelle beautypress<br />

Paco Rabanne: Olympéa – sinnlich<br />

mit einem salzigen Vanille-Akkord<br />

und der Frische blumiger Noten<br />

Roberto Cavalli: Essenza –<br />

mit einer provokativen Note<br />

von Bittermandelessenz<br />

Bottega Veneta: Knot Eau<br />

Florale – zart und blumig, aber<br />

geerdet mit Zedernholz und<br />

Tonkabohnen


| beauty + wellness | 49<br />

Wenn die Temperaturen fallen, steigt das Bedürfnis nach warmen, würzigen und<br />

schweren Düften. Jetzt bezaubern die Parfums wieder mit Chypre, verführen mit<br />

orientalischen Noten oder köstlichen Gourmand-Aromen. Diese Duftnoten versüßen<br />

die kuscheligste Zeit im Jahr.<br />

Chanel: Chance – sprühend<br />

und beschwingt, ein Klassiker<br />

mit neuen Facetten<br />

Trussardi: My Scent – ein<br />

charmantes und jugendliches<br />

Blumenbouquet<br />

Miu Miu: Eau de Parfum – eine<br />

überraschende Kombination aus<br />

Blumen- und Erdtönen<br />

Calvin Klein: Euphoria<br />

essence – lebendig, exotisch<br />

und lasziv zugleich, Luxus pur<br />

Jil Sander: Strictly – Männerduft<br />

mit der geballten<br />

Eleganz perfekt kombinierter<br />

Gewürznoten<br />

Baldessarini: Ultimate –<br />

Herrenduft mit metallisch<br />

würzigen Akzenten<br />

G. M. Kretschmer: Eau de<br />

Parfum for Men – würzige<br />

Noten im mondänen,<br />

orientalischen Stil<br />

Otto Kern: Change Man –<br />

frisch und kraftvoll dank Minze<br />

und Zedernholz


50 | kunst + kultur | Thanksgiving<br />

Brotfüllung für Truthahn<br />

Ein traditioneller Thanksgiving-Truthahn-Braten<br />

steht und fällt mit der<br />

richtigen Füllung, in den USA auch<br />

„Stuffing“ genannt. Ein Klassiker ist eine<br />

herzhafte Brotfüllung. Sie ist in nur 20<br />

Minuten zubereitet und gibt dem<br />

Truthahn eine herzhafte Note.<br />

Zutaten<br />

11 Scheiben Mischbrot<br />

¼ Tasse Butter<br />

1 Zwiebel<br />

2 Selleriestangen<br />

2 Karotten<br />

2 Teelöffel Petersilie<br />

2 Teelöffel Hühnerbrühe<br />

1 Teelöffel Salz<br />

¼ Teelöffel Pfeffer<br />

Zubereitung<br />

# Die Zwiebel, den Sellerie und die Karotten fein hacken. Die<br />

Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und das Gemüse darin<br />

schonend garen.<br />

# Das Brot in Würfel schneiden und die Petersilie hacken. Die<br />

beiden Zutaten gemeinsam mit der Brühe, Salz und Pfeffer in<br />

einer Schüssel mischen. Das gegarte Gemüse hinzugeben und<br />

alles gründlich verrühren.<br />

# Nun ist die Füllung zum Stopfen bereit.<br />

Tipp<br />

Bleibt nach dem Stopfen noch Füllung übrig, diese nicht entsorgen,<br />

sondern zusammen mit dem Truthahn in der Kasserolle<br />

backen. Dies gibt noch mehr Aroma.<br />

Rezept von Shane McMahon


| kunst + kultur | 51<br />

In den USA ist Thanksgiving einer der wichtigsten Feiertage. Am vierten Donnerstag<br />

des <strong>November</strong>s kommt die gesamte Familie zusammen und bedankt sich mit einem<br />

feierlichen Abendessen für die Ernte und andere schöne Dinge des bisherigen Jahres.<br />

Die traditionelle Hauptspeise: Truthahn<br />

Das US-Familienfest<br />

Thanksgiving<br />

fotoS evgenyb, iuliia29photo / fotolia.com<br />

Der Ursprung von Thanksgiving ist nicht ganz geklärt. Es<br />

handelt sich um eine Form des Erntedankfestes, die<br />

aber stark von den Bräuchen des europäischen Festes<br />

abweicht. Tatsächliche Belege für die Feier stammen noch aus<br />

den Zeiten der Indianer vor 472 Jahren. Bis heute hat der Brauch<br />

in den USA (und in Kanada) nichts von seiner Popularität eingebüßt.<br />

Auch in diesem Jahr wird Präsident Barack Obama den Tag<br />

offiziell eröffnen und dabei einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse<br />

des vergangenen Jahres werfen. Thanksgiving findet<br />

<strong>2015</strong> am 26. <strong>November</strong> statt. Als staatlicher Feiertag wird er in<br />

den USA traditionell am vierten Donnerstag des Monats <strong>November</strong><br />

gefeiert. Um ihr Wochenende zu verlängern, nehmen<br />

sich Arbeitnehmer gern zusätzlich am Freitag frei. Auch Schulen<br />

und Universitäten machen daraus häufig eine vier- bis fünftägige<br />

unterrichtsfreie Zeit. Noch heute kommt meist die ganze<br />

Familie, einschließlich Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins,<br />

Cousinen und Kinder zusammen. Das Fest zitiert Elemente aus<br />

dem Pionierleben der Pilgerväter und trägt somit einen gewissen<br />

nationalen Charakter. Thanksgiving ist in den Vereinigten<br />

Staaten auch das wichtigste Familienfest im Jahreskreis. In seinem<br />

Mittelpunkt steht eine große Mahlzeit. Das Menü wird aus<br />

ursprünglich nordamerikanischen Lebensmitteln zusammen<br />

gestellt: einem gebratenen und gefüllten Truthahn („roasted<br />

turkey“) mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen und<br />

Nachspeisen wie Moosbeeren-Soße („cranberry-sauce“), Süßkartoffeln<br />

(„sweet potatoes“), Apfel- und Kürbiskuchen<br />

(„pumpkin pie“) sowie verschiedenem Gemüse wie Squash, grünen<br />

Erbsen und Mais. Als fleischlose Alternative bieten einige<br />

Lebensmittelmarken inzwischen auch einen sogenannten „Tofurky“<br />

an, der aus Tofu produziert wird. Das Thanksgiving-Essen<br />

wird oft von einem Dankgebet begleitet oder jeder sagt der<br />

Reihe nach, wofür man in diesem Jahr besonders dankbar ist.<br />

Ein bekannter Brauch an Thanksgiving ist außerdem das Brechen<br />

des Gabelbeins („wishbone“) des Truthahns. Hierzu wird<br />

dieser Knochen getrocknet und dann von zwei Festteilnehmern<br />

mit je einem kleinen Finger auseinandergezogen. Derjenige,<br />

dessen Stück nach dem Bruch das größere ist, hat einen<br />

Wunsch frei.<br />

Zum „Black Friday“ (dem Freitag nach Thanksgiving) gewährt<br />

der Einzelhandel traditionell hohe Rabatte. Dieser Tag wird<br />

häufig für die ersten Weihnachtseinkäufe genutzt, und für die<br />

Ökonomie ist der Umsatz an diesem Tag ein wichtiger Stimmungsindikator.<br />

Vom Tag nach Thanksgiving an werden im öffentlichen<br />

Raum auch zunehmend Weihnachtsdekorationen<br />

präsentiert, die vor Thanksgiving sonst kaum zu sehen sind. #<br />

Starten Sie jetzt die Ski-Saison<br />

<strong>2015</strong>/16 bei uns.<br />

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52 | reisen | Hotel Gmachl Elixhausen<br />

Tradition ist nicht<br />

die Bewahrung der Asche,<br />

sondern die Weitergabe<br />

des Feuers.<br />

Nach Thomas Morus<br />

Der Neubau mit Tiefgarage und Panorama-<br />

Spa bietet dem Gast höchsten Komfort.<br />

Lebenslust liegt in der Natur<br />

Romantik-Hotel Gmachl<br />

Fotos Hotel Gmachl<br />

Nur wenige Kilometer nördlich von Salzburg empfängt das Vier-Sterne-Romantikhotel<br />

Gmachl seine genussfreudigen Gäste. Für beste Bewirtung in jeder Hinsicht sorgt das<br />

Team um die Gastgeberfamilie, die das Hotel bereits in der 23. Generation führt.<br />

Die geräumigen Suiten sind mit allem Komfort<br />

und viel Geschmack ausgestattet.<br />

Im Haubenrestaurant speist man allererste<br />

Klasse, sowohl international als auch österreichisch.<br />

Der Wintergarten lädt zu jeder Jahreszeit<br />

zum gemütlichen Verweilen ein.


| reisen | 53<br />

Im Herzen des idyllischen Örtchens Elixhausen befindet sich<br />

der älteste Familienbetrieb Österreichs. Gegründet 1334,<br />

hat sich das Romantik Hotel Gmachl zu einem der führenden<br />

Häuser Salzburgs entwickelt. Neben der Bewahrung der<br />

historischen Substanz wurde nämlich konsequent darauf geachtet,<br />

den jeweiligen Erfordernissen moderner Hotelkultur<br />

Genüge zu leisten. Eines der Fundamente liegt im ausgeprägten<br />

Familiensinn der Gastgeberfamilie Gmachl, die das<br />

Haus in der 23. Generation mit Leib und Seele führt und deren<br />

Profession man in allen Details spürt – in gelebter herzlicher<br />

Gastlichkeit. In den Gaststuben im historischen Stammhaus<br />

mit seinen gepflegten Holzvertäfelungen und Kaminen zeugen<br />

ausgewählte Möblierung und geschmackvolle Dekorationen<br />

mit persönlichem Touch von der geschickten Hand der Gastgeberin<br />

Michaela Hirnböck-Gmachl. Gegenüber, im modernen<br />

Klosterhof-Neubau, sorgen nicht nur das exklusive, 1.500 qm<br />

große Panorama-Spa mit offenem Kamin, Sauna, Solarium, Behandlungsräumen<br />

und dem herrlichen Infinity-Pool für Entspannung,<br />

sondern auch die von kundiger Hand designten 70<br />

Zimmer und Suiten.<br />

Einen Höhepunkt bildet unzweifelhaft das hoteleigene Haubenrestaurant,<br />

das österreichische und internationale Köstlichkeiten<br />

serviert, die vorwiegend aus der eigenen Landmetzgerei<br />

und aus regionalem traditionellem Anbau stammen. So<br />

gibt es zum Beispiel zarte geschmorte Ochsenbacken, gebratene<br />

Perlhuhnbrust, pochiertes Wallerfilet und vorneweg eine<br />

Steinpilzessenz oder eine Schaumsuppe vom Junglauch – ganz<br />

zu schweigen von den köstlichen Desserts, für die die österreichische<br />

Küche eh berühmt ist. Einen energiegeladenen Start in<br />

den Tag ermöglicht das Gmachl Genuss-Frühstück, das nicht<br />

nur unzählige Backwaren aus der Elixhausener Landbäckerei,<br />

sondern auch hausgemachte Marmeladen und viele andere,<br />

frisch zubereitete Schmankerln sowie laktose- und glutenfreie<br />

Produkte anbietet.<br />

Wer das umliegende Salzburger Land, die Stadt Salzburg und<br />

das kulturelle Angebot kennenlernen möchte, für den ist das<br />

Gmachl der ideale Ausgangspunkt. Dabei können die Gäste von<br />

zahlreichen Sonderkonditionen profitieren. So gibt es ermäßigte<br />

Gebühren für die Nutzung der sechs Tennisplätze, Greenfee-Ermäßigungen<br />

für die umliegenden Golfplätze und (Elektro-)<br />

Fahrräder oder Nordic-Walking-Stöcke zum kostenfreien<br />

Ausleihen. Direkt beim Hotel kann im Winter in die Langlaufloipe<br />

eingestiegen werden und auch die Bushaltestelle vor der Tür<br />

erlaubt einen autofreien Transfer in die Festspielstadt. Wer also<br />

gediegenen Genuss, Geborgenheit und entspannende Auszeiten<br />

schätzt, ist im Gmachl Elixhausen bestens aufgehoben. (hea) #<br />

Jetzt in neuen Räumen!<br />

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86836 Klosterlechfeld<br />

Am Wäldle 12<br />

jeweils Di., Mi. und Fr.<br />

von 14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Tel. 08232 / 77 426<br />

Fax 08232 / 77 436<br />

www.koch-ueberdachungen.de<br />

Neuburg!<br />

Romantik Hotel Gmachl<br />

Dorfstraße 14 · A-5161 Elixhausen<br />

www.gmachl.com<br />

Ausgewählte Kostbarkeiten aus den<br />

Sammlungen des Historischen Vereins<br />

und aktuelle Werke zeitgenössischer<br />

Neuburger Künstler<br />

Stadtmuseum Neuburg an der Donau<br />

86633 Neuburg an der Donau<br />

Amalienstraße A19<br />

Tel.: 0 84 31/53 90 53<br />

www.stadtmuseum-neuburg.de<br />

info@stadtmuseum-neuburg.de<br />

Stadtmuseum<br />

Neuburg an der Donau<br />

04. Oktober - 30. Dezember <strong>2015</strong>


54 | motor + technik | bmw art cars<br />

Bewegte Farbe<br />

BMW Art Cars<br />

Links im Bild der von A. R. Penck gestaltete<br />

BMW Z1, den er mit schwarzen Symbolen<br />

überzogen hat. Rechts hinten: ein BMW M3<br />

GT2 im Streifenlook von Jeff Koons<br />

Vorne: der von Roy Lichtenstein gestaltete<br />

BMW 320i Turbo. Hinten Andy Warhols BMW<br />

M1, den er in unter 30 Minuten bemalt hatte.<br />

Mit dem BMW Art Car des australischen Künstlers<br />

Michael Jagamara Nelson ist auch ein<br />

Meisterwerk der Aborigines-Kunst zu sehen.


| motor + technik | 55<br />

BMW hat seit 1975 insgesamt 17 Künstler beauftragt,<br />

ein BMW Art Car zu gestalten. In Singen ist nun eine<br />

exklusive Auswahl der Fahrzeuge zu sehen.<br />

Fotos MAC Museum Art & Cars<br />

Der Ursprung der BMW Art Cars liegt im Motorsport. Die von Jeff<br />

Koons, Roy Lichtenstein und Andy Warhol gestalteten Fahrzeuge<br />

verdienten sich ihre Sporen beim Langstreckenrennen von Le<br />

Mans. Mit dem BMW Art Car des australischen Künstlers Michael Jagamara<br />

Nelson ist in Singen auch ein Meisterwerk der Aborigines-Kunst zu sehen.<br />

Zwei Wochen dauerte es, bis Nelson die Rennversion eines M3 in traditioneller<br />

Punkte-Technik mit Geschichten über Blitz und Wasser, Känguru und<br />

Beutelratte überzogen hatte. Mit dem von A . R. Penck gestalteten BMW Z1<br />

zeigt das MAC Museum Art & Cars außerdem das einzige BMW Art Car, das<br />

von einem deutschen Künstler gestaltet wurde. #<br />

Der Künstler Andy Warhol in Aktion<br />

Foto BMW AG<br />

MAC Museum Art & Cars<br />

Parkstr. 1 · 78224 Singen<br />

Tel. 07731 - 92 65 374<br />

www.museum-art-cars.com<br />

Modell des BMW 525i. Dieses Art Car wurde von<br />

Südafrikanerin Esther Mahlangu 1991 gestaltet.<br />

Die Kanzlei im Sigma-TechnoparK<br />

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56 | garten | Eichhörnchen und igel<br />

Putzige<br />

Wintergäste<br />

Eichhörnchen und Igel<br />

Wenn die frostige Jahreszeit beginnt, ziehen sich Igel zurück und schlummern<br />

monatelang tief und fest. Die meisten Menschen glauben, dass es Eichhörnchen<br />

ebenso machen, doch das stimmt nicht.<br />

Fotos gpp · Vojtech Herout / fotolia.com<br />

Die possierlichen Nager halten in ihrem Kugelnest,<br />

dem so genannten Kobel, nämlich keinen echten<br />

Winterschlaf, sondern nur eine umfangreiche Winterruhe.<br />

Aus der erwachen sie von Zeit zu Zeit, um Nahrung<br />

aufzunehmen oder auch, um sich fortzupflanzen. In der Regel<br />

werden die Eichkatzen von den Katern schon Ende Januar<br />

gedeckt. Wegen der zunehmenden Klimaveränderungen erfolgt<br />

die Paarung jedoch immer häufiger schon im Dezember.<br />

Nach nur ca. fünf bis sechs Wochen werden dann die Jungtiere<br />

mitten im Winter geboren, meist sind es pro Wurf zwei<br />

bis fünf. Nach etwa sechs Wochen verlassen die Kleinen zum<br />

ersten Mal das Nest. Gar so ruhig, wie weithin angenommen,<br />

ist der Winter für die Rotröcke also nicht!<br />

So wundert es kaum, dass Eichhörnchen auch in der kalten<br />

Jahreszeit ausreichend fressen müssen – die Weibchen sogar<br />

erhebliche Mengen, um den Nachwuchs nach der Geburt<br />

zu säugen und großzuziehen. Wie jeder weiß, legen Eichhörnchen<br />

aus diesem Grund schon ab Frühherbst überall<br />

Vorräte an: Sie vergraben Baumfrüchte und trocknen sogar<br />

Pilze, um sie anschließend zu verstecken. In der langen kargen<br />

Zeit sind diese Schätze dann überlebenswichtig. Bei geschlossener<br />

Schneedecke finden die Nager die sicher deponierte<br />

Kost allerdings häufig nicht wieder. Ebenso verhält es<br />

sich in Gärten und Parks, die vom Mensch gepflegt werden,<br />

denn beim Aufräumen im Herbst werden dort allzu oft die<br />

Markierungen, die die Eichhörnchen zu ihren Verstecken leiten<br />

sollen, entfernt.<br />

Zwischen dem Herbst als vorbereitender<br />

„Mästzeit" für die Winterruhe und<br />

Artgerechte<br />

Nahrung<br />

aus Menschenhand dem Frühsommer, in welchem die Jungtiere<br />

allmählich selbstständig werden,<br />

ist es empfehlenswert, Eichhörnchen in Gärten zusätzliche Nahrung<br />

anzubieten. Das rät beispielsweise der Verein Eichhörnchen-Notruf<br />

e. V. (eichhoernchen-notruf.com). Dazu nutzt man<br />

am besten eine gesonderte Futterstation. Christine Welzhofer<br />

aus Gessertshausen, Expertin für die Fütterung von Wildtieren<br />

und Vögeln im Garten, weiß, wie der Speiseplan der Nager aussehen<br />

sollte: „Ein artgerechtes Mischfutter für Eichhörnchen kann<br />

gestreifte Sonnenblumenkerne, Haselnüsse in der Schale, Maiskörner,<br />

Erdnüsse, Johannisbrot, Sultaninen, Bucheckern, getrocknete<br />

Apfel-, Karotten- und Bananenstücke enthalten. Ganz<br />

wichtig dabei: Die Ausgewogenheit der Nährstoffe. Einseitig ernähren<br />

sollte man die Gartenbewohner nicht." Dort, wo den<br />

Eichhörnchen in der kalten Jahreszeit eine Futterquelle zur Verfügung<br />

gestellt wird, kann man die lustigen und flinken Kletterer<br />

schon bald zusammen mit ihrem Nachwuchs beobachten.<br />

Was raschelt, grunzt und schmatzt<br />

Stachelritter –<br />

denn da? Eher hört man Igel im Garten<br />

Nützliche<br />

als dass man sie denn unmittelbar zu<br />

Sympathieträger<br />

Gesicht bekäme. Igel sind Gartenbesitzers<br />

Liebling. Ein jeder von ihnen freut sich darüber, sie im Garten<br />

zu haben – als Sympathieträger, als Schneckenverzehrer.<br />

Diese machen aber nur etwa zehn Prozent der Igelnahrung aus,<br />

weiß Christine Welzhofer. Zu etwa einem Drittel besteht ihr na-


| garten | 57<br />

türlicher Speiseplan aus Regenwürmern, zu<br />

bis zu zwei Dritteln aus Insekten, Kerbtieren,<br />

Kleinsäugern, Vogeleiern und Jungvögeln –<br />

und eben Schnecken. Rund 200 Gramm Nahrung<br />

nimmt ein Igel von April bis Oktober tagtäglich<br />

auf. Den Winter verschläft er. Die<br />

Saison ist daher kurz, und vor dem Winterschlaf<br />

soll Speck auf die Rippen. Auch die Fortpflanzung<br />

muss zwischen Mai bis September<br />

erledigt sein. Etwa fünf bis acht Junge umfasst ein Igelwurf und<br />

es sind speziell die kleinen Septemberigel, welche die kritische<br />

Gewichtsmarke von mindestens 600 Gramm Körpergewicht vor<br />

Wintereinbruch oft noch nicht erreicht haben. Ausgewachsene<br />

Igel müssen mindestens 1.000 Gramm auf die Waage bringen,<br />

um die kalte Jahreszeit unbeschadet überleben zu können. Unterernährte<br />

Herbstigel sind gefährdet, im Winterschlaf zu verhungern.<br />

Welzhofer: „Von sieben Jungigeln überleben den Winter<br />

wegen Nahrungsmangel meist nur zwei. Wer also im Herbst<br />

untergewichtige Igel findet und sich im Internet informiert (z. B.<br />

via pro-igel.de), wird dort angewiesen, wie er die Tiere zuverlässig<br />

aufpäppelt und sie ziemlich sicher über den Winter bringt.“<br />

Überlebenshilfen<br />

Hierzulande gilt der Igel als ein Symboltier<br />

des naturnahen Gartens. Im Englischen<br />

heißt er übrigens „hedgehog“, zu Deutsch „Heckenschwein“.<br />

Das verweist auf seine Angewohnheit, seinen<br />

hauptsächlichen Lebensbereich auf der Suche nach Futter grunzend<br />

und schmatzend zu durchstöbern. Es sind aber genau diese<br />

üppigen Heckenareale am Waldrand, in der Landschaft und in<br />

der eigenen Gartennachbarschaft, die aus Gründen der „Pflegeleichtigkeit“<br />

immer weniger werden: keine Reisighaufen mehr,<br />

unter denen die Säugetiere ihre Jungen sicher gebären können<br />

und wo hinein sie sich zum Winterschlaf zurückziehen könnten.<br />

Keine dicken Laubschichten, die sie nach für sie<br />

leckeren Viechereien durchstöbern könnten.<br />

Eine Zufütterung durch den Menschen bedeutet<br />

daher Ernährungssicherheit. Sie sollte allerdings<br />

nur eine Ergänzung zu natürlichen<br />

Futterquellen sein. Welzhofer: „Für Igel geeignetes<br />

Mischfutter – sei es für die unterstützende<br />

Zufütterung oder zum Aufpäppeln von<br />

schwachen Tieren und September-Spätlingen<br />

– enthalten im wesentlichen Getreide, Honig, Nüsse, Mineralstoffe,<br />

Insekten, Weich- und Krebstiere sowie Früchte.“ Auch rät<br />

die Expertin dazu, zusätzlich Feuchtnahrung (wahlweise Katzenfutter)<br />

anzubieten und eine gewisse Barrierefreiheit des<br />

Gartens sicher zu stellen, damit Igel sich ihre natürlichen und<br />

vom Menschen angebotenen Nahrungsquellen ungehindert und<br />

sicher erschließen können. So sollen Zäune es zulassen, dass sie<br />

unter ihnen hindurch schlüpfen können, Gartenteiche so gestaltet<br />

sein, dass hineingefallene Tiere sich an flachen Stellen eigenständig<br />

aus ihnen retten können und Kellerschächte und andere<br />

tückische Fallgruben igelsicher abdeckt werden. Auch hilft es<br />

den Tieren, ihnen an einem geschützten Gartenplatz ein Igel-<br />

Haus als Unterschlupf und Überwinterungsstätte anzubieten.<br />

Denn es gibt einen Zusammenhang zwischen Nahrungsmangel<br />

und dem winterlichen Kältetod der Igel, mahnt Christine Welzhofer:<br />

„Sind die Nahrungsquellen knapp, gehen die Gartentiere<br />

bis in den <strong>November</strong> hinein auf Futtersuche. Dadurch verlieren<br />

sie wertvolle Zeit für den jetzt eigentlich<br />

längst erforderlichen Nestbau. Wird<br />

das Winterquartier aber aus Zeitmangel<br />

zu wenig gepolstert, erfrieren viele Igel<br />

deswegen in der Frostperiode.“ #<br />

Quelle GPP<br />

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21.–24. JANUAR<br />

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58 | wirtschaft + finanzen | Büroeinrichtung<br />

Mikrokosmos Büro<br />

Projekt für Profis<br />

Das Büro ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt im Räderwerk jedes Unternehmens – vom<br />

kleinen Handwerks- bis zum Großbetrieb. Je effizienter hier gearbeitet wird, desto besser<br />

läuft die gesamte „Maschinerie“. Ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Deshalb<br />

ist es essentiell, das Büro so bedarfsgerecht einzurichten wie möglich.<br />

Text Susanne Henn<br />

Fotos Reich<br />

Wie selbstverständlich nimmt ein Mode-Konsument<br />

beim Einkauf eines Outfits die Möglichkeit in Anspruch,<br />

zum Anzug oder Kostüm die passenden<br />

Schuhe, Gürtel, Handtaschen und andere Accessoires aus einer<br />

Hand zu erwerben. Anfassen, fühlen, ausprobieren ist angesagt.<br />

Sich beraten lassen von einer Fachkraft, die nicht nur<br />

ihr gesamtes Angebot im Blick hat, sondern auch mit Geschick,<br />

Fachkenntnis und Einführungsvermögen herausfindet,<br />

was ihr Kunde braucht und möchte. „Garniert“ möglicherweise<br />

mit einem Tässchen Kaffee und versüßt mit einem Prosecco.<br />

So macht das Einkaufen Spaß! Und die „Beute“ ist aus<br />

einem Guss. Warum sollte diese Erfahrung nicht auch im Arbeitsumfeld<br />

gelten?<br />

In vielen Bereichen gilt die online-Order als die modernste<br />

und wirtschaftlichste Form des Einkaufs. Aber gerade in der<br />

Organisation des Arbeitsumfelds und der Beschaffung aller<br />

Komponenten, die dazu gehören, setzt sich derzeit eine neuere,<br />

zeitgemäßere und zielführendere Einkaufskultur durch.<br />

Ist es nicht logisch, z. B. auch Büroeinrichtung, Bürotechnik<br />

und Büromaterial aufeinander abgestimmt vom gleichen Anbieter<br />

zu erstehen? Und dass das Ganze quasi im Livebetrieb<br />

vom Interessenten getestet werden kann, wobei das Zusam-<br />

menspiel der Komponenten in allen Bereichen sichtbar wird.<br />

Fragen wie „Wie spare ich Investition und Fläche für Drucker<br />

und Kopierer ein?“ oder „Muss Flächeneffizienz zwingend mit<br />

einer Einbuße bei „Wohn- und Arbeitsqualität“ einhergehen?“<br />

können dann direkt vor Ort mit Spezialisten an Beispielen erörtert<br />

werden. Und man kauft keine Katze im Sack, denn<br />

Neuheiten werden vom Fachhändler vorab unter Normalbedingungen<br />

getestet, wodurch teure Fehlinvestitionen für<br />

den späteren Käufer ausbleiben.<br />

Jährlich geben Unternehmen mehrere Millionen für die Beschaffung<br />

von Bürokomponenten aus. Ein großer Teil davon<br />

sind Personalkosten. Kosten für Mitarbeiter, die recherchieren,<br />

vergleichen und planen, ohne dass diese Aufgaben Ihren<br />

jeweiligen Kernkompetenzen entsprechen. Warum diese Arbeit<br />

nicht den Spezialisten überlassen? Eine kundenorientierte<br />

Beratung geht zuerst von der Aufgabe aus. Welche<br />

Ziele sollen durch die Neugestaltung erreicht werden? Dazu<br />

müssen die richtigen Fragen gestellt werden. Die optimale<br />

Arbeitsplatzgestaltung passt sich dem Nutzer und der individuellen<br />

Aufgabenstellung an und nicht umgekehrt. Diese differenzierten<br />

Anforderungen werden im Idealfall innerhalb<br />

eines Möbelstandards realisiert, so dass zum Beispiel Tische


| wirtschaft + finanzen | 59<br />

ausgetauscht und ergänzt werden können. Im Falle eines internen<br />

Umzugs zieht dann der Mitarbeiter um – und nicht<br />

wie so oft das komplette Büro. Auch diese Vorgehensweise<br />

spart Kosten. Daraus resultiert, dass die auf den ersten Blick<br />

vermeintlich teurere Lösung der Bedarfsanalyse und Planung<br />

sich letztendlich als die wirtschaftlichere erweisen kann. Die<br />

Auswahl der eigentlichen Möbel oder sonstigen Ausstattungen<br />

erfolgt dann im zweiten Schritt, eine weitere Möglichkeit<br />

der Investitionssteuerung.<br />

Das Arbeitsumfeld hat größeren Einfluss auf die Arbeitsleistung<br />

als viele vielleicht denken. Das, und die Tatsache, dass<br />

Firmen in Konkurrenz untereinander um qualifizierte Mitarbeiter<br />

stehen, sollte eine Investition in optimale Voraussetzungen<br />

rechtfertigen. Dazu gehört auch die Gestaltung der<br />

Räume: angenehme Farben, funktionale und doch wertige<br />

Materialen bei Bodenbelägen, Beschattungslösungen an Fensterflächen,<br />

Pflanzen und weitere gestaltende Elemente. Die<br />

Zonierung einer Fläche in kommunikative und Konzentrationsbereiche<br />

durch Raum in Raum-Systeme und vieles mehr.<br />

Ein Büro sollte nicht einfach mit einem beliebigen Sammelsurium<br />

an einzelnen Einrichtungs- und Technikkomponenten<br />

bestückt werden. Optimal sind ganzheitliche und bis ins<br />

kleinste Detail durchdachte Büro- und Arbeitskonzepte für<br />

alle Büroarten und -größen – vom Einzel- bis zum Großraumbüro.<br />

In so einem Büro macht Arbeiten Spaß, was Motivation<br />

und Arbeitsleistung der Mitarbeiter fördert. Eine Investition,<br />

die sich für ein Unternehmen auszahlt. Was bedeutet dies<br />

nun für Inhaber, Geschäftsführer und Einkäufer?<br />

Eine neue Form des „Erlebnis-Einkaufs“ von Büroausstattungen<br />

ermöglicht – nach der Klärung des Bedarfs – die Präsentation<br />

der individuellen Lösung am Beispiel und im Zusammenspiel.<br />

Modernste Visualisierungstechniken können z. B.<br />

einen „Bürospaziergang“ durch die zukünftigen eigenen<br />

Räumlichkeiten erlebbar machen. Durch den Einsatz unterschiedlicher<br />

Möbelvarianten besteht bis zum Schluss die<br />

Option, Kosten zu sparen, ohne die eigentliche, individuell<br />

erarbeitete „Lösung“ anzutasten. Persönliche markenübergreifende<br />

Beratung, Vor-Ort-Test, 3D-Visualisierung der individuellen<br />

Raumsituation – welcher Online-Vertrieb kann<br />

das schon bieten? Logisch, dass der Trend bei der Büroplanung<br />

wieder hin führt zum stationären, nach modernsten<br />

Anforderungen ausgestatteten Fachhandel. #<br />

Susanne Henn ist Assistentin der Geschäftsführung von Bürocenter<br />

Reich, Schrobenhausen; www.reich.biz


60 | wirtschaft + finanzen | Alte Schlösser neu beleben<br />

Schöne alte Schlösser, große Landsitze oder andere denkmalgeschützte Gebäude und Ensembles<br />

stehen oft leer und fallen in Dornröschenschlaf – dem Untergang geweiht. Wie schade.<br />

Doch Dornröschen kann nicht nur zu neuem Leben erweckt, sondern auch dauerhaft und<br />

rentabel am Leben erhalten werden, wenn Besitzer bzw. Investoren, Gemeinden und Bürger<br />

Schlösser beleben<br />

an einem Strang ziehen. Und<br />

vor allem, wenn man weiß, wie.<br />

Obwohl diese Anwesen in einem Ort<br />

oder in der Landschaft seit oft hunderten<br />

von Jahren ein Heimat prägendes<br />

Wahrzeichen sind, gelingt es vielen<br />

Schlossbesitzern bzw. Kommunen nicht, zukunftweisende<br />

Nutzungskonzepte für sie<br />

zu finden, die in der heutigen Zeit gut funktionieren,<br />

angenommen werden und finanziell<br />

sowie betriebswirtschaftlich leistbar<br />

sind, ja, die am besten sogar noch eine stabile<br />

Wertanlage darstellen. Der promo-<br />

Dr. Michael Stanic<br />

ist Fachmann auf dem Gebiet der Sanie-<br />

allen Punkten einer Meinung sind, was die<br />

Umsetzung von Ideen und Vorstellungen erschwert<br />

und verzögert. Dabei ist es ein unabdingbares<br />

Ziel, alle Partner behutsam zusammenzuführen,<br />

denn nur gemeinsam<br />

gelingt es, komplexe Projekte zu realisieren.<br />

Und ist der Startschuss für die Sanierung<br />

schließlich gefallen, bedarf es einer kompetenten<br />

Organisation, damit alle Arbeiten so<br />

reibungslos und fristgerecht wie möglich abgewickelt<br />

werden können. Schließlich muss<br />

vierte Kunsthistoriker und Denkmalpfleger<br />

Dr. phil. Michael Stanic, Inhaber und Gründer<br />

der Beratungsgesellschaft Agora Development,<br />

weiß ein Lied davon zu singen: „Die<br />

meist hohen Sanierungs- (und späteren Betriebs-)<br />

rung historischer Bauten und stellte diese<br />

spezielle Kompetenz bereits mehrfach unter<br />

Beweis. Er beriet diverse Schlossbesitzer<br />

und deren Architekten bzw. die betreffenden<br />

Gemeinden in Bayern, Österreich<br />

auch ein adäquater Zeitrahmen eingehalten<br />

werden können, um die Wirtschaftlichkeit zu<br />

garantieren.<br />

Sämtliche entscheidungsrelevanten Aspekte<br />

und Möglichkeiten bereits im Vorfeld zu über-<br />

kosten zu tragen ist das eine, eine<br />

blicken gelingt nur Wenigen. Vor allem ortsrung<br />

und in Kroatien umfassend. In München<br />

schuf er trotz aller damaligen Widerstände<br />

aus einer ehemaligen Haushaltswaren-<br />

neue Bestimmung für die Objekte zu finden<br />

spezifische Nutzungen und kulturelle Konzepte<br />

das andere Problem. Eines der größten Handicaps<br />

bei der Einschätzung der Sanierungskosten<br />

ist die Tatsache, dass bei baufälligen<br />

historischen Gebäuden der Sanierungsaufwand<br />

fabrik, den Ritterwerken, das bis heute<br />

florierende Kultur- und Stadtteilzentrum<br />

„Pasinger Fabrik“, das er zehn Jahre führte.<br />

Danach war er Kulturamtsleiter der Stadt<br />

im Zusammenhang mit dem vorhandenen<br />

Denkmal zu entwickeln, sei eine Herausforderung,<br />

weiß Dr. Stanic aus Erfahrung. Denkmäler<br />

sind ein historischer Teil des Ortes und da-<br />

sehr schwer im Voraus kalkuliert wermit<br />

gemeinschaftliches Kulturgut. Es ist<br />

Dachau und nicht nur für die Sanierung der<br />

KZ-Gedenkstätte verantwortlich, sondern<br />

den kann, da im Laufe der Arbeiten damit zu<br />

Aufgabe der Gemeinde, sie mit der richtigen<br />

auch für die Gründung der Vereinigung<br />

rechnen ist, dass so manche ‚Leiche im Keller‘<br />

ans Licht kommt.“ Auch drohe der komplexe<br />

Denkmalschutz möglicherweise mit<br />

„European Artist Villages“, die Dachau wieder<br />

als Künstlerstadt etabliert.<br />

Konzeption zu einem neuen Kern- bzw.<br />

Schmuckstück zu entwickeln, das allen Bürgern<br />

zugutekommt und damit den Ort und die<br />

kostenintensiven Voruntersuchungen, die die genaue Höhe der<br />

Investitionen endgültig unberechenbar machen. Oft seien die Gebäude<br />

und unter Umständen auch das umgebende Gelände so<br />

groß, dass die potentielle Investoren-Klientel von vorne herein<br />

nicht gerade üppig ausfalle, merkt Stanic an. Und sei ein Investor<br />

grundsätzlich interessiert, gehe es um professionelle Manpower<br />

bei der Durchführung der anstehenden Aufgaben. Das Problem:<br />

Nur wenige Fachleute können sich professionell darum kümmern,<br />

denn gerade die vielen Aspekte von Schloss-Sanierungen erfordern<br />

in der Regel qualifizierte Spezialisten mehrerer Disziplinen.<br />

Eine Schloss-Sanierung stellt so komplexe Herausforderungen,<br />

dass eine einzelne Berufsgruppe damit überfordert wäre.<br />

Ein wesentliches Kriterium, das vor Beginn der Sanierungsarbeiten<br />

unbedingt berücksichtigt werden muss, ist die spätere<br />

Nutzung des Anwesens, weiß Dr. Michael Stanic. Die Erfahrung<br />

hat gezeigt, dass die an Umbau und Nutzung Beteiligten selten in<br />

Region aufwertet. Obwohl dies den Beteiligten meist klar ist, gelingt<br />

es trotzdem oft nicht, gemeinsam Neues zu entwickeln,<br />

denn der unvoreingenommene Blick von außen fehlt und verhindert<br />

manchmal ein Denken ohne Tabus. Hier kann nur ein erfahrener<br />

externer Berater helfen, betont Dr. Michael Stanic, ein interkonzeptionellerFachmann,<br />

der den Bestand recherchiert – baulich,<br />

kulturell und gesellschaftlich. Durch intensive Gespräche müssen<br />

die Interessen und Potentiale des möglichen Investors, der Gemeinde<br />

oder Region in Erfahrung gebracht und erste Ideen in<br />

einem Vorkonzept zusammen geführt werden. Das Wesentliche<br />

dabei sei, hinzuhören, was die Menschen bewegt, ein Gespür für<br />

den Bedarf zu haben, die Menschen zu vereinen, um ein realistische<br />

Konzept erstellen zu können, das auch im Rahmen der<br />

Städtebauförderung staatliche Fördermittel zu seiner Umsetzung<br />

erhalten kann. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass<br />

Dornröschen nicht ein Märchen bleibt, sondern wahr wird. (hea) #


promotion<br />

| leben + design | 61<br />

Was sich hier so markant schlängelt ist eine der beiden Thekenanlagen, die<br />

die fischer-aic GmbH aus Derching auf den Dachterrassen des sog.<br />

Dreischeibenhauses, dem Wahrzeichen von Düsseldorf, installiert hat.<br />

Die jeweils 25 Meter langen Theken sollen die Windungen des Rheins symbolisieren.<br />

Das Gebäude ist 96 m hoch, der Ausblick gigantisch. Dank des UV-beständigen Materials<br />

können die roten Schlangen ganzjährig im Freien stehen. Die in Barplatten und<br />

Rückwände integrierte, wasserfeste LED-Beleuchtung lässt sich mit verschiedenen<br />

Frequenzen programmieren. Leider sind die Super-Theken nicht für die Öffentlichkeit<br />

zugänglich, sondern nur bei Events der Mieter zu bewundern. Wer den abenteuerlichen<br />

Transport der Bauteile per Helikopter in luftige Höhen erleben möchte, kann<br />

sich das Video auf der Fischer Homepage ansehen: www.fischer-aic.de #<br />

Foto Fischer<br />

Es<br />

schlängelt<br />

sich


62 | Leben + design | Treppen<br />

Es kommt drauf an, was man draus macht…<br />

Schlicht und ergreifend aus Sichtbeton<br />

Foto Adrien Williams issadesign<br />

Trendy Treppen<br />

Fast schon Kunstobjekte<br />

Sie werden mit Füßen getreten und meist nicht besonders beachtet.<br />

Eigentlich schade. Dass Treppen keine langweiligen und „holzigen“ Nutzobjekte<br />

sein müssen, beweisen folgende Bilder.<br />

Fotos Swarowski (Klaus Vyhnalek), Hersteller, privat<br />

Da ist Schwung drin. Zweifarbige<br />

Holztreppe mit Jugendstil-Anmutung<br />

Schlaue Treppe aus zweifarbigem<br />

Metall. Aus einem Stück geformt<br />

Treppe mit Loftcharakter. Puristischer<br />

Charme dank Massivholz, Glas und Edelstahl<br />

(von Treppenmeister)


| Leben + design | 63<br />

Kristalltreppe im Swarovski Store Innsbruck. Hinauf in die<br />

erste Etage geht es über eine monumentale Kristalltreppe, die aus über<br />

20.000 Kristallen besteht<br />

Von der klassischen Hängebrücke inspiriert<br />

Hängetreppe aus Stahl und Holz (von zeitform-design)


64 | leben + design | Stoffkunde Teil 5<br />

Stoffkunde Teil 5<br />

Leder<br />

Leder nennt man eine durch Gerbung<br />

chemisch haltbar gemachte Tierhaut,<br />

deren natürliche Faserstruktur weitgehend<br />

erhalten ist. Leder wird meist aus<br />

der Lederhaut genannten Hautschicht gewonnen.<br />

Diese gliedert sich ihrerseits in die<br />

nach außen liegende, der Lederoberfläche<br />

ein glattes Aussehen gebenden Papillarschicht (Narbenseite)<br />

und die darunter liegende, für die mechanische Festigkeit verantwortliche<br />

Retikularschicht (Fleischseite). Leder kann vor<br />

und nach dem Gerben gespalten werden (Spaltleder). Der Narbenspalt<br />

ist allgemein der wertvollere Teil der Haut. Der<br />

Fleischspalt hat zwei raue Seiten und wird zu Veloursleder verarbeitet<br />

oder mit einer Beschichtung als Ersatz für Narbenleder<br />

verwendet. Nicht gespaltetes Leder wird auch Vollleder genannt.<br />

Die genaue Dickenregulierung erfolgt nach der Gerbung<br />

durch „Falzen“. Dabei werden durch rotierende Messerwalzen<br />

Falzspäne vom Leder abgetragen. Leder ist ein geschmeidiges,<br />

zähes, festes, haltbares und vielseitig einsetzbares Material. Es<br />

ist relativ undurchlässig für Wasser, aber trotzdem atmungsaktiv,<br />

d. h. ausreichend durchlässig für Luft und Wasserdampf.<br />

Tierisch gut<br />

Für die Herstellung von Leder kann jede tierische<br />

Haut verwendet werden. Das Ausgangsmaterial<br />

ist oft entscheidend für die Qualität. Von allen<br />

weltweit verarbeiteten Häuten stammen über 95 Prozent von<br />

Rindern, Kälbern, Schafen, Ziegen und Schweinen; sie sind ein<br />

Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie. Insbesondere Rinderhäute<br />

lassen sich für die unterschiedlichsten Verwendungen<br />

einsetzen. Das besonders weiche und geschmeidige Glattleder<br />

vom Schaf oder Kalb mit vollen Narben wird als Nappaleder bezeichnet.<br />

Lederarten<br />

Eine große Reihe von Lederartikeln werden<br />

aus Leder vom Rind hergestellt (Boxcalf,<br />

Rindbox, Vachetteleder). Rindsleder wird bevorzugt für Produkte<br />

verwendet, die besonders haltbar sein müssen. Ziegenleder<br />

zeichnet sich durch das typische Narbenbild – die halbmondförmige<br />

Anordnung der Deckhaarlöcher, die kettenförmig<br />

über die ganze Oberfläche verteilt sind – aus. Es wird gerne für<br />

Schuhe und Taschen verwendet. Vom Schaf bzw. Lamm stammt<br />

sog. Waschleder, das sehr dünn ausgeschliffen wird. Es ist fast<br />

ohne Qualitätsverlust waschbar und behält auch bei immer<br />

wiederkehrendem Nasswerden und Auftrocknen<br />

seine Weichheit. Schweins- bzw.<br />

Porcleder wird oft für Straßenschuhe des<br />

niedrigeren Preissegments verwendet, da<br />

es in punkto Qualität nicht an Rinds- oder<br />

Ziegenleder heranreicht. Eine besonders<br />

charakteristische Optik und Haptik hat<br />

Hirschleder, das gerne für Trachtenhosen Verwendung findet.<br />

Für Luxusprodukte wird auch oft Reptilienleder (Krokodil oder<br />

Schlange), das durch seine typischen kreisrunden Narben gekennzeichnete<br />

Straußenleder oder sogar Fischleder verarbeitet.<br />

Bearbeitung<br />

und Färbung<br />

Grundlegende Ledereigenschaften wie<br />

Weichheit oder Fülle entstehen durch die<br />

Gerbung. Leder kann auf unterschiedliche<br />

Arten gegerbt werden, z. B. mit Aluminium- oder Chromsalzen,<br />

pflanzlichen Gerbstoffen wie beispielsweise Weidenrinde oder<br />

Fett (Sämischleder). Die natürliche Farbe des Leders hängt vom<br />

Gerbmittel ab. Durch die Oberflächenbehandlung der Narbenseite<br />

kann Leder bestimmte Effekte erhalten. Es kann glänzend<br />

oder matt werden. Auch die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche<br />

kann wesentlich verbessert werden. Lackleder, bei dem ein<br />

Öllack, ein Kaltlack oder ein Folienlack auf die Lederoberfläche<br />

aufgetragen wird, zählt zu den veredelten Lederoberflächen.<br />

Wird die Fleischseite geschliffen und als sichtbare Oberfläche<br />

verwendet, erhält man ein Veloursleder. Bei Nubukleder wird<br />

die Narbenseite mit feinem Schleifpapier angeschliffen. Gefärbtes<br />

Leder ist entweder durchgefärbt oder oberflächengefärbt.<br />

Die verwendeten Farbstoffe (Farbhölzer, Pflanzensäfte<br />

oder chemische Farbstoffe) gehen eine chemische Bindung mit<br />

dem Leder ein und beeinträchtigen nicht den natürlichen Oberflächencharakter.<br />

Verwendung<br />

Der überwiegende Teil des weltweit produzierten<br />

Leders wird für Schuhe verwendet.<br />

Für die Herstellung eines Schuhs sind verschiedene Lederarten<br />

mit unterschiedlichen Eigenschaften erforderlich. Im Bereich<br />

Kleidung wird Leder vorwiegend zu Jacken und Hosen,<br />

Mänteln, Handschuhen oder Hüten verarbeitet. Aber auch zur<br />

Herstellung von Taschen, Geldbörsen, Koffern, Möbeln, für<br />

Bälle, Reitsättel und in unzähligen anderen Einsatzbereichen<br />

ist Leder nicht mehr. #<br />

Quelle wikipedia


| leben + design | 65<br />

Wolfgang<br />

Joop<br />

Das Who is Who<br />

der Modewelt<br />

Der deutsche Modeschöpfer Wolfgang<br />

Joop wurde am 18. <strong>November</strong><br />

1944 in Potsdam geboren.<br />

Nachdem er die ersten Lebensjahre auf<br />

dem Gut der Großeltern verbracht hatte,<br />

zog er mit seiner Familie 1954 nach<br />

Braunschweig. Nach dem Abitur studierte<br />

Joop Werbepsychologie und anschließend<br />

Kunsterziehung. Beide Studiengänge<br />

brach er jedoch ab, arbeitete als<br />

Restaurator und widmete sich der Kunst.<br />

1970 heiratete Wolfgang Joop; auch seine<br />

Töchter, Mode- und Schmuckdesignerin<br />

Jette Joop und die Zeichnerin und Schriftstellerin<br />

Florentine Joop sind heute<br />

hauptberuflich im künstlerich-kreativen<br />

Bereich tätig.<br />

1970 gewann Wolfgang Joop einen Modewettbewerb<br />

der Zeitschrift Constanze.<br />

Anschließend arbeitete er als Moderedakteur,<br />

freier Journalist und wagte sich<br />

langsam auch ans Modedesign. Nachdem<br />

er seine ersten Arbeiten erst einmal anonym<br />

herausgebracht hatte, bedeutete<br />

seine Pelzkollektion 1978 den Durchbruch –<br />

er wurde für seinen „preußischen“, typisch<br />

deutschen Modestil gefeiert. In<br />

den folgenden Jahren ergänzten eine Damen-<br />

und Herrenkollektion sowie Parfum,<br />

Schuhe, Schmuck und Brillen das<br />

Sortiment – das Label JOOP! mit der ungewöhnlichen<br />

Schreibweise wurde zur<br />

Lifestyle-Marke, die Mode stand für gehobenen<br />

Urban Chic.<br />

1998 wurde die JOOP GmbH mehrheitlich<br />

von der Wünsche AG übernommen, Joop<br />

war weiterhin als Chefdesigner tätig.<br />

2001 schied er jedoch aus dem Unternehmen<br />

aus; JOOP!, das inzwischen zur Holy<br />

Fashion Group gehört, wird derzeit von<br />

den Chefdesignern Matthias Rehbeck<br />

(Menswear) und Stefani Grosse (Womenswear)<br />

geführt. Joop selbst gründete<br />

nach dem Ausscheiden mit seinem<br />

Partner Edwin Lemberg das Label Wunderkind,<br />

dessen detailreiche und farbenfrohe<br />

Mode nach krisenreichen Zeiten<br />

inzwischen wieder erfolgreich auf den<br />

Fashion Weeks präsent ist.<br />

Dabei beschränkt sich Wolfgang Joop,<br />

der bereits in den 80ern erst als Gastdozent,<br />

dann als Honorarprofessor an der<br />

Berliner Hochschule der Künste lehrte,<br />

seine Tätigkeiten weiterhin nicht nur<br />

aufs Modedesign: Er engagiert sich für<br />

zahlreiche soziale Organisationen, veröffentlichte<br />

bereits mehrere Bücher,<br />

stellt seine Bilder und Illustrationen aus<br />

und war u. a. auch in der 9. Staffel von<br />

Germany’s next Topmodel als Juror zu<br />

sehen. Wolfgang Joop gilt als einer der<br />

erfolgreichsten deutschen Modeschöpfer.<br />

Er wurde mit zahlreichen Preisen<br />

ausgezeichnet, u. a. mit dem Medienpreis<br />

der Bild- Zeitung (2005), dem Bambi<br />

(2009) und dem Designpreis der Bundesrepublik<br />

Deutschland in der Kategorie<br />

Lebenswerk (2012). #<br />

Quelle netaction<br />

„Ein Mode-Designer<br />

ist heute wie ein Rockstar,<br />

nicht mehr wie<br />

ein Schneider.“<br />

Fotos aktuelle Kollektion aus dem Joop Shop<br />

+ Laufstegfoto der Joop-eigenen Wunderkind-<br />

Kollektion


66 | Vorschau & impressum<br />

Vorschau<br />

Die Tage des alten Jahres sind gezählt – Zeit zum<br />

Plänemachen für 2016. Das <strong>SchlossMagazin</strong> gibt<br />

Ihnen im Dezember wertvolle Anregungen.<br />

Genuss – Westafrikanische Küche<br />

Knaller-Looks für Festtage<br />

Reisetipp – Über den Dächern<br />

Zuhause – Klasse Küchen<br />

Impressum<br />

Fotos<br />

Fashion week Paris – Alexis Mabille<br />

HF Ipanema Park Porto, Franke<br />

Patrick Zemp, Rothenburg/Fona Verlag<br />

Das regionale Lifestylemagazin für Bayerisch-<br />

Schwaben und das Fünfseenland<br />

1. Jahrgang<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Susanne Henn<br />

MedienFusion<br />

Verlag<br />

Verlag:<br />

MedienFusion Verlag Arntzen e. K.<br />

Inhaber: Raimund T. Arntzen<br />

Am Aichberg 3 · D - 86573 Obergriesbach<br />

Tel. 08251 -<br />

MedienFusion<br />

8 88 08 - 52 · Fax 08251 - 8 88 08 - 53<br />

arntzen@medienfusion-online.de<br />

Verlag<br />

www.medienfusion-online.de<br />

MedienFusion<br />

Verlag<br />

Verlags- und Anzeigenleitung:<br />

Raimund T. Arntzen<br />

Tel. 08251-88808-52<br />

arntzen@medienfusion-online.de<br />

MedienFusion<br />

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Chefredaktion:<br />

Hannelore Eberhardt-Arntzen<br />

Tel. 08251 - 5 10 59<br />

eberhardt.arntzen@medienfusion-online.de<br />

Weitere Mitarbeiter dieser ausgabe:<br />

Konstantin Fritz, Stefanie Grindinger,<br />

Online-Redaktion:<br />

onlineredaktion@medienfusion-online.de<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Vera Schäfer · Tel. 08251 - 8 88 08 - 45<br />

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Anzeigenpreisliste:<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1<br />

gültig seit 01.04.<strong>2015</strong><br />

L ay o u t:<br />

Martina Vodermayer<br />

www.mavograph.com<br />

Druck:<br />

hofmann infocom GmbH<br />

90411 Nürnberg<br />

www.hofmann-infocom.de<br />

Abonnement:<br />

Das <strong>SchlossMagazin</strong> erscheint monatlich jeweils<br />

zum Monatswechsel in den Regionen Bayerisch-<br />

Schwaben und Fünfseenland<br />

(siehe Mediadaten). Der Preis für ein Jahresabonnement<br />

beträgt 48.– € inkl. MwSt und<br />

Versandkosten (Inland).<br />

Urheber- und Verlagsrecht:<br />

Copyright © <strong>2015</strong> für alle Beiträge bei Medien-<br />

Fusion Verlag Arntzen e. K.<br />

Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche<br />

Genehmigung des Verlages vervielfältigt<br />

oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot<br />

fallen insbesondere der Nachdruck und die<br />

gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die<br />

Aufnahme in elektronische Datenbanken und<br />

die Vervielfältigung auf elektronischen<br />

Datenträgern.<br />

MedienFusion<br />

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