TierZeit - Ausgabe 3

tierzeit

Heute möchten wir euch gerne die dritte Ausgabe unserer TierZeit präsentieren. Wir möchten uns herzlich bedanken, dass sich auch diesmal wieder viele User für einen Artikel bereit erklärt haben. Vielen Dank! Ohne euch gäbe es keine Zeitschrift ;)
Wie immer haben wir versucht, möglichst viele Bereiche abzudecken, damit für jeden etwas dabei ist! Der Fokus liegt diesmal besonders auf dem schwierigen Thema „Tiere aus dem Ausland“, aber wir haben auch einen umfangreichen Steckbrief verschiedener Vogelarten, die euch das Beobachten hoffentlich leichter machen!

Editorial

Hört Ihr das? Riecht Ihr das? Spürt Ihr das? Der

Sommer ist da!

Endlich ist es wieder so warm, dass ich kein

Lagerfeuer aus unbrauchbaren Artikelentwürfen

mehr machen muss. Und es ist wieder lange hell,

da hat man viel mehr Zeit, die Welt zu erkunden

und neue Dinge zu lernen. Und zu spielen. Leute,

ich habe ein neues Lieblingsspiel: Fußball.

Alles fing damit an, dass ich irgendwo das

Wort „Ee-Em“ aufgeschnappt habe, also habe

ich nachgefragt, was das denn sei. Denn das

klingt schon komisch für ein Wort. Und wie viel

Aufregung es darum gibt! Es geht um Fußball.

Fußball? Was ist das denn? Und schon zauberte

die Redaktion einen Ball hervor und wir gingen

raus auf eine Wiese und spielten Fußball. Vor

Aufregung habe ich zwar den ein oder anderen

Ball geröstet und alle wurden schier verrückt, als

ich mogelte und mit dem Ball ins Tor flog. Mittlerweile

machen wir jeden Tag eine Fußballpause

– die tut allen gut und macht riesigen Spaß.

Und ich halte mich meistens an die Regeln. Aber

auch nur meistens.

Aber man hat mir auch erklärt, dass diese

„Ee-Em“ leider nicht so toll ist, wie das Spiel an

sich. Es gab da auch ganz viele Leute, die sich

darüber beschwert haben. Diese „Ee-Em“-Leute

sind nämlich keine Tierfreunde

und sollen

ganz ganz viele

Tiere, die

leider gar

kein schönes

Zuhause haben, ganz schlecht behandeln.

Das macht mich traurig und ich glaube, ich gehe

lieber mit meinen Freunden auf die Wiese und

spiele selbst, als diese „Ee-Em“ zu gucken.

Ist sowieso schöner, draußen zu sein bei diesem

tollen Wetter. Man muss ja auch nicht immer

Fußball spielen, es gibt da draußen so viel zu

entdecken, das glaubt Ihr gar nicht! Die Laura hat

mir ganz viele Vögel gezeigt. Die sehen ja alle anders

aus! Ihr solltet auch mal Vögel beobachten

gehen. In dieser Ausgabe gibt es ganz tolle Bilder

und Steckbriefe zu unseren heimischen Vögeln,

die Euch dabei helfen. Apropos „sehen“, die Jacqueline

hat mir erklärt, wie bunt Hunde sehen

können. Ist das zu glauben? Ich dachte ja immer,

die wären farbenblind.

Die Redaktion war auch sonst sehr fleißig: Neben

einem spannenden Besuch im Zoologischen

Garten Wuppertal stand auch eine Stippvisite

bei der IG Mensch und Tier in Ostermünchen auf

dem Programm. Außerdem gibt es Spannendes

über tierische Freunde zu lesen, die sehr weit

reisen mussten, damit sie genauso gut behütet

werden wie meine Freundin Aria und ich bei

der TierZeit! Für Spiel, Spaß und Spannung ist

natürlich auch gesorgt. Was habe ich geschaut,

als plötzlich Kaninchen und Ratten durch die Redaktion

sprangen und Beschäftigungsideen ausprobierten.

Zum Thema Gesundheit hat mir die

Antje auch so einiges erklärt. Wusstet Ihr, dass

Hamster „Zucker“ haben können? Also ich nicht.

Da musste ich erstmal grübeln, was ein Hamster

denn mit Zucker will, wenn er so etwas doch gar

nicht fressen darf. Aber mir wurde ja dann erklärt,

was es eigentlich bedeutet, wenn ein

Tier „Zucker“ hat.

Aber genug verraten, macht Euch lieber

selbst ein Bild. Ich habe jetzt sowieso

noch eine Verabredung, es ist Fußballpause.

Und nachher gehe ich noch

schön mit Aria spazieren und Vögel beobachten.

Bis bald

Euer Areo


Inhaltsverzeichnis

Themen in

der PDF-Version

anklickbar!

TierInfo

Diabetes bei Hamstern................................. 4

Warum Katzen kratzen................................. 5

Die Narkose bei Hund und Katze.................. 6

Bunte Exoten................................................ 8

Das Equine Cushing Syndrom....................... 9

Wie sieht ein Hund die Welt?..................... 10

TierSpaß

Buchtipp..................................................... 18

Wie Tierhalter wirklich schlafen................. 19

Rattiger Badespaß...................................... 20

Das TierZeit-Rätsel...................................... 21

Bequemer reisen für Frettchen.................. 22

Leckereien zum Selbermachen................... 24

TierMensch

Deutschland - Deine Zoos........................... 11

Was für ein Vogel ist das eigentlich?.......... 12

IG Mensch & Tier........................................ 16

Märchen der Tierhaltung........................... 17

TierLeben

Kaninchenbeschäftigung.............................. 27

Tiere aus dem Ausland................................. 28

Ein Katzenleben............................................ 34


TierInfo

Diabetes bei Hamstern

Eine Krankheit, die nicht nur Menschen betrifft

Was ist Diabetes?

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung,

die dafür sorgt, dass die

Glucose (der Blutzucker) im Blut

nicht zu Glykogen umgewandelt

werden kann, so dass der Glucosewert

im Blut und im Urin erhöht

ist. Es gibt mehrere Formen von

Diabetes, in erster Linie unterscheidet

man zwischen dem Typ 1

und 2.

Diabetes Typ 1 wird in den meisten

Fällen vererbt. Bei diesem Typ

werden die insulinproduzierenden

β-Zellen der Bauchspeicheldrüse

vom eigenen Immunsystem

angegriffen und zerstört. Bei

Menschen würde man in diesem

Fall Insulin spritzen, das ist bei

Zwerghamstern leider nicht möglich.

Die Hamster, die von dem Typ

1 betroffen sind,erkranken meist

vor dem fünften Lebensmonat.

Die Prognose fällt hier nicht positiv

aus, viele der betroffenen Tiere

werden maximal ein Jahr alt.

Beim Typ-2-Diabetes hat sich

auf Grund von Übergewicht und/

oder einer zu zuckerhaltigen Ernährung

eine Insulinresistenz entwickelt.

Meistens lässt sich diese

Form durch Gewichtsreduktion

oder medikamentöse Behandlung

gut in den Griff bekommen.

Welche Arten sind gefährdet?

Campbell-Zwerghamster, Hybriden

(Kreuzungen zwischen

Campbells und Dsungarischen

Zwerghamstern) und Chinesische

Streifenhamster gelten als gefährdet.

Dsungaren in der Farbe

Mandarin und ähnlichen Farben

zählen ebenfalls zu den Risikogruppen.

Reinerbige Dsungaren

in anderen Farben zählen nicht zu

den gefährdeten Arten, da aber

die wenigsten Dsungaren in der

Heimtierhaltung als reinerbig gelten,

sollte man generell von einer

Gefährdung ausgehen. Goldhamster

- daher auch Teddys - sowie

Roborowski-Zwerghamster sind

nicht gefährdet, was eine solche

Erkrankung jedoch nicht ausschließt.

Woran erkenne ich, dass mein

Hamster Diabetes hat?

Erste Anzeichen von Diabetes

können Hyperaktivität, Juckreiz,

vermehrtes Trinken und damit

einhergehendes Urinieren des

Hamsters sein. Hält man eine gefährdete

Art, so empfiehlt es sich,

schon bei Einzug des Hamsters einen

solchen Test durchzuführen,

andernfalls sollte man testen, sobald

sich Symptome zeigen. Für

den ersten Test empfehlen sich

Combur HC5-Teststreifen, die

man genau nach Anweisung in

Hamsterurin taucht und auswertet.

Fällt der erste Test positiv aus,

so müssen weitere Tests folgen,

um sicherzugehen.

Was mache ich, wenn mein

Hamster Diabetes hat?

Fallen auch weitere Tests positiv

aus, sollte man sich bei einem

hamstererfahrenen Tierarzt beraten

lassen, welche Therapiemöglichkeiten

zur Verfügung stehen.

Bei der Ernährung sollte man auf

die Gabe von Obst und Trockengemüse

bei gefährdeten oder erkrankten

Tieren verzichten. Wichtig

auf Grund der Vitamine und

des Wassergehaltes ist frisches

Gemüse, dieses sollte allerdings

weder stark stärke- noch zuckerhaltig

sein. Darüber hinaus kann

eine Therapie mit Bockshornklee

helfen, den Blutzuckerspiegel zu

senken.

Antje M.

4


Warum Katzen kratzen

Ein Bericht über das natürliche Kratzverhalten eines Stubentigers

TierInfo

Jeder Katzenhalter weiß: Ein Kratzbaum

ist in einer katzengerechten

Wohnung absolute Pflicht. Die

Samtpfoten nutzen ihn zum Strecken,

Beobachten und Klettern.

Doch wie der Name schon sagt,

ist dies nicht die einzige Aufgabe

eines Kratzbaums, denn Katzen

haben den natürlichen Instinkt,

ihre Krallen abzuwetzen. Dieses

Verhalten schützt vor Brüchen der

Kralle, welche aus hartem Nagelhorn

besteht, das ständig nachwächst

und abgestoßen werden

muss. Wer genau aufgepasst hat,

hat sicher schon mal eine abgewetzte

Krallenhülle seiner Katze

gefunden. Im Inneren der Kralle,

dem Krallenmark, verlaufen Blutgefäße

und Nerven, daher ist die

Katze dort schmerzempfindlich.

Unsere Stubentiger besitzen

18 Krallen, jeweils fünf an den

Vorderpfoten und vier an den

Hinterpfoten. Sie können eingezogen

und ausgefahren werden.

So nutzen sie sich nicht unnötig

ab und behindern nicht beim Laufen,

können aber zum Klettern,

Spielen oder Beutefassen genutzt

werden. Schon bei neugeborenen

Kätzchen sind die Krallen deutlich

zu erkennen. Zwar befinden

sie sich anfangs noch in einer Art

Schutzhülle, um die Geburtswege

der Mutter nicht zu verletzen,

doch schon ein bis zwei Tage nach

der Geburt sind es kleine, spitze

Waffen.

Beim Milchtrinken treten die

Kätzchen mit ihren Pfoten gegen

die Brust der Mutter, um den

Milchfluss anzuregen. Dieses sogenannte

„Treteln“ ist eine Instinkthandlung,

die oftmals im Alter

beibehalten wird. Durch das

Ein- und Ausfahren der Krallen,

also das rhythmische Kratzen an

einem Gegenstand oder einer

Person, drücken Katzen Zufriedenheit

aus. Daher beobachten

die meisten Katzenbesitzer das

„Treteln“, wenn sich ihre Katzen

glücklich in der Sonne aalen

oder gerade gestreichelt

werden.

Katzen kratzen folglich,

um die Krallen abzuwetzen

und um ihr Wohlbefinden

auszudrücken. Doch es

gibt einen weiteren Grund: Kratzen

bedeutet auch Reviermarkierung.

Auf der Unterseite der Katzenpfoten

befinden sich Drüsen,

die Geruchsstoffe absondern.

Durch das Kratzen und die gleichzeitige

Freisetzung dieser Düfte

kennzeichnet die Katze ihr Territorium

und imponiert ihren Artgenossen.

Steht ein Kratzbaum an

einem für die Katze unwichtigen

Ort, kann es daher gut sein, dass

sie sich anderweitige Kratzmöglichkeiten

sucht.

Linda

W.

5


TierInfo

Die Narkose bei Hund und Katze

Die richtige Vorbereitung und Versorgung

© self

Niemand wünscht sie seinem Tier,

doch manchmal ist sie unumgänglich:

die Narkose. Manche Untersuchungen

und Operationen machen

eine solche erforderlich. Im

Folgenden erfährt der Tierhalter

Wissenswertes rund um das Thema

Narkose und was es dabei alles

zu beachten gibt.

Präoperativ

Vor einer Operation sollten alle

Details sowie die Narkoserisiken

mit dem Tierarzt besprochen werden.

Bevor das Tier in Narkose gelegt

wird, muss dessen Befinden

und Verhalten genau beobachtet

werden. Tiere reagieren sehr unterschiedlich

auf Narkosemittel,

daher ist ein guter Allgemeinzustand

vor der Narkose wichtig.

Operationen sollten im Laufe des

Vormittages erfolgen, damit das

Tier in Ruhe in der Praxis aufwachen

kann.

Tierärzte empfehlen, Hunde

und Katzen maximal zwölf Stunden

vor einer Narkose das letzte

Mal zu füttern. Wasser darf allerdings

bis zum Morgen der Operation

zur freien Verfügung stehen.

Zeigt das Tier ein bis zwei Tage vor

der Narkose Durchfall, Erbrechen

oder Anzeichen von Unwohlsein,

ist es wichtig, den Tierarzt darüber

zu informieren. Je nach Allgemeinzustand

und der Wichtigkeit

des geplanten Eingriffs, entscheidet

der Tierarzt über das weitere

Vorgehen.

Diese Hinweise sind nur zu beachten,

wenn es sich nicht um

eine Notoperation handelt.

Postoperativ

Die Nachsorge wird meistens bei

der Abholung des Tieres besprochen.

Es ist wichtig zu erfragen,

wann das Tier wieder fressen

und trinken darf, wie eine mögliche

Medikamentengabe erfolgen

6


TierInfo

muss und ob eine Nachkontrolle

notwendig ist. Antibiotika werden

je nach Infektionsgefahr (Bissverletzungen,

eitrige Krallen, Pyometra,

etc.) prophylaktisch mitgegeben.

Von einer sofortigen Abholung

noch nicht ganz aufgewachter Tiere

ist abzuraten.

Die meisten Tiere verhalten sich

kurz nach einer Narkose ungewöhnlich.

Sie können nicht selbst

aufstehen, die Zunge hängt aus

dem Maul, die Reflexe sind noch

nicht vorhanden und die Tiere

wirken allgemein etwas schlaff

und desorientiert. Menschen, die

schon einmal in Narkose lagen,

wissen mit Sicherheit, warum Tiere

so reagieren: Der Körper verarbeitet

die verabreichten Mittel

und reagiert noch nicht so, wie

gewohnt. Im Kopf dreht sich alles,

die Zunge ist trocken und die Sinne

funktionieren unzuverlässig.

Außerdem ist zu beachten, dass

bei manchen Tieren der Harndrang

einsetzt, bevor sie wirklich

wach und transportfähig sind.

Wenn möglich, sollte daher eine

Möglichkeit zum Lösen gegeben

werden. Abhängig vom Allgemeinbefinden

vor der Narkose,

Alter, Größe und Gewicht, werden

manche Tiere schneller wach als

andere.

Warum ist es gut, unsere Tiere

länger unter der Obhut des Fachpersonals

zu lassen?

© Andrew Dunn

Die Körpertemperatur ist mitunter

ausschlaggebend für das Aufwachen.

Je wärmer die Tiere sind,

desto schneller werden Sie wach.

Um die Tiere in dieser empfindlichen

Phase warm zu halten, werden

meist spezielle Wärmematten

und Decken verwendet. Regelmäßige

Temperaturkontrollen geben

Aufschluss über den Fortschritt

des Aufwachens. Ein zu rascher

Anstieg der Körpertemperatur ist

zu vermeiden.

Warum bekommt mein Tier kein

Aufwachmittel?

Aufwachmittel können nicht bei

allen Narkosemitteln gegeben

werden. Es empfiehlt sich, ein

Mittel zu verwenden, welches antagonisierbar

ist, falls beim Aufwachen

Probleme auftreten. Ein

Aufwachmittel sollte nur im Notfall

gegeben werden, wenn das

Tier sehr lange für das Aufwachen

braucht.

Woran ist zu erkennen, ob das

Tier transportfähig ist?

Je nach Tierart reagiert der Patient

auf Rufen oder seinen Namen

- er ist ansprechbar. Das Tier

kann selbstständig aufstehen und

laufen und seine Körpertemperatur

ist im Normalbereich (Hund:

37,5 °C bis 39 °C, Katze: 37,8 °C bis

39 °C).

Der Tierarzt kann das Tier nicht

bei sich ausschlafen lassen. Was

ist zu tun?

Es ist empfehlenswert, das Tier so

lange wie möglich beim Tierarzt

zu lassen. Es sollte nach einem

Tierarzt gesucht werden, welcher

die Möglichkeit hat, das Tier in der

Aufwachphase zu überwachen.

Übergibt der Tierarzt trotzdem

ein schlafendes oder müdes Tier,

ist es wichtig, folgende Punkte zu

beachten: Die Atmung sollte regelmäßig

und die Atemwege frei

sein. Das Tier sollte ebenerdig auf

einer Decke, in einem Körbchen

oder in der Transportbox liegen.

Um es warm zu halten, empfiehlt

sich eine dicke Decke als Unterlage

und als Zudecke. Alternativ bietet

sich die Nutzung von Rotlichtlampen

unter Sicherheitsabstand

an. Durch regelmäßiges Streicheln

und Ansprechen wird der Kreislauf

des Tieres angeregt.

Was ist als Nächstes zu tun?

Hunde und Katzen benötigen, sobald

sie steh- und gehfähig sind,

die Möglichkeit sich zu lösen.

Katzen müssen gegebenenfalls

zum Katzenklo getragen werden.

Sind die Tiere wach, kann in kleinen

Mengen Wasser angeboten

werden. Abhängig von der Dauer

der Narkose sollte Futter erst

am nächsten Morgen verabreicht

werden. Ist dies nicht möglich, da

das Tier zum Beispiel Medikamente

benötigt, sollte das gleich nach

der Narkose mit dem Tierarzt abgesprochen

werden. Nimmt ein

nicht vollständig aufgewachtes

Tier Futter zu sich, kann es zum

Verschlucken des Futters kommen.

Abhängig von der Art der

Operation ist darauf zu achten,

dass das Tier nicht springt, der

Verband nicht nässt, rutscht oder

abschnürt und die Nähte möglichst

trocken und sauber sind.

Dem Tier ist das Lecken an der

Naht oder Wunde zu untersagen.

Zu diesem Zweck wird vom Tierarzt

entweder ein Verband angelegt

oder ein Body mitgegeben,

der dies verhindern soll.

Ergeben sich nach der Narkose

noch Fragen oder verschlechtert

sich das Allgemeinbefinden des

Tieres, ist in jedem Fall der Tierarzt

oder der tierärztliche Notdienst

zu Rate zu ziehen.

Kat K.

7


TierInfo

Bunte Exoten

Taggeckos der Gattung Phelsuma

Viele haben diese Tiere bestimmt

schon einmal gesehen; eine Farbenpracht,

welche schon viele

verzaubert hat. Ich spreche von

Phelsumen. Doch was ist überhaupt

eine Phelsume? Die Gattung

Phelsuma stammt aus Madagaskar

und von naheliegenden

Inseln. Da es dort häufig zu Brandrodungen

und im Allgemeinen

zur Zerstörung der Regenwälder

kommt, sind diese faszinierenden

Tiere vom Aussterben bedroht,

doch ihr faszinierender Charakter

und ihre Farbenpracht haben diese

Gattung zu heißbegehrten Tieren

in der Terraristik gemacht.

Doch die Haltung dieser Tiere

hat einige Tücken. Viele Menschen

überschätzen ihre Erfahrung sehr,

was leider immer auf dem Rücken

der Tiere ausgetragen wird. Wichtig

ist es vor allem, sich vor der

Haltung gut zu informieren, denn

jedes Tier hat Ansprüche, die es

zu erfüllen gilt, das ist nicht nur in

der Terraristik so, sondern bei jeder

Art der Tierhaltung. Allerdings

ist dieser Aspekt in der Terraristik

noch wichtiger, denn sonst kann

es passieren, dass die Tiere binnen

weniger Tage sterben.

Ich möchte jedoch niemanden

abschrecken, denn durch ausreichende

Informationssuche und

das Lesen vieler Fachlektüren über

ihre Ansprüche ist die Haltung der

Phelsumen gut zu bewältigen und

man kann sich auf äußerst farbenfrohe,

aktive Tiere freuen. An

dieser Stelle möchte ich das Buch

„Taggeckos: Die Gattung Phelsuma-

Pflege und Vermehrung“ von

Hans-Peter Berghof wärmstens

empfehlen. Auch die Bücher der

„Art für Art“-Reihe können problemlos

als Einstiegslektüre herangezogen

werden. Wichtig ist

jedoch, dass man es dabei nicht

belässt, sondern sich regelmäßig

weiterbildet, denn dies macht es

möglich, die eigene Haltung laufend

zu verbessern.

Hat man sich schließlich für

eine Art entschieden, sollte man

auf die Suche nach einem Züchter

gehen, hierbei hilft die Nachzuchtenvermittlung

der „IG-Phelsuma“.

Ein seriöser Züchter hilft gern

bei der änfanglichen Planung und

ist auch nach Erhalt der Tiere ein

guter Ansprechpartner. Wenn es

möglich ist, sollte man den Züchter

einmal zuhause besuchen und

sich die Haltung direkt erklären

lassen.

Da die Phelsumen viele verschiedene

Habitate besiedeln

konnten, sollte man das Terrarium

dem Lebensraum anpassen,

aus dem die entsprechende Art

kommt. Beispielsweise besiedelt

8


TierInfo

Phelsuma standingi relativ trockene

Dornwälder, Phelsuma klemmeri

jedoch eher Bambuswälder.

Dies sollte bei der Planung des

Terrariums berücksichtigt werden.

Bei der Haltung von Phelsumen

sollte darauf geachtet werden,

dass sie mitunter äußerst reproduktiv

sein können und somit eine

hohe Nachwuchsrate haben können

(meine Phelsuma lineata hatten

in zwei Monaten sieben Nachzuchten

gezeugt).

Den daraus resultierenden Platz

für Aufzuchtterrarien sollte man

deshalb ebenfalls berücksichtigen.

Viele Leute schreckt es ab, dass

Phelsumen mit lebenden Insekten

ernährt werden müssen. Oft geht

das Gerücht um, dass man die Tiere

allein mit Fruchtbrei ernähren

könne, dies ist jedoch falsch, da

die Tiere dann viel zu sehr verfetten,

als „Leckerli“ wird es jedoch

gern genommen.

Die Terrariengröße sollte großzügig

bemessen werden, da die

Tiere einen recht hohen Bewegungsdrang

haben können.Ob

das Terrarium

aus Glas ist oder aus

anderen Materialien

selbstgebaut, ist nicht

von Bedeutung, es sollte

aber auf eine ausreichende

Beschichtung

geachtet werden, denn

sonst faulen die Terrarien.

Phelsumen benötigen

mehr Lüftungsfläche als

beispielsweise Schlangen,

deshalb empfiehlt

es sich, den Deckel abzunehmen,

und ihn mit

Drahtgaze zu bespannen

(auf Ausbruchssicherheit

achten!). Zudem

sind Phelsumen äußerst

lichthungrig, sodass

eine gute Beleuchtung

Pflicht ist. Dies kann leicht an die

250 € kosten und ist essentiell für

die erfolgreiche Haltung!

Hat man sich jedoch nicht abschrecken

lassen, kann man sich

leicht in die Tiere verlieben. Ich

muss vor einer Sucht warnen,

denn hat man mit einer Art angefangen,

folgen schnell weitere!

Fabian S.

Das Equine Cushing Syndrom

Eine hormonelle Erkrankung bei Pferden

Das Equine Cushing Syndrom

ist eine häufig auftretende Hormonstörung

bei Pferden. Durch

eine Fehlfunktion herrscht ein

Dopaminmangel im Hypothalamus,

was letztendlich eine ungebremste

Ausschüttung des Cortisols

veranlasst. Der auftretende

Cortisolüberschuss verursacht die

verschiedenen Symptome. Eines

dieser Symptome ist Hirsutismus

(lat. hirsutus „haarig“), welcher

durch langes, lockiges Fell - selbst

im Sommer - gekennzeichnet ist.

Meist werden die Menschen aufgrund

dieser Veränderung auf die

Krankheit aufmerksam.

Weitere Symptome sind Hufrehe,

extremes Schwitzen, Müdigkeit

und Apathie, Abnahme des

Gewichtes und der Muskelmasse,

Fettdepots und eine erhöhte

Krankheitsanfälligkeit.

Das Equine Cushing Syndrom

ist nicht heilbar, kann aber durch

eine lebenslange medikamentöse

Behandlung soweit verbessert

werden, dass die Lebensqualität

und Leistungsfähigkeit des Pferdes

weitestgehend wiederhergestellt

werden kann.

Durch eine optimale Therapie

kann das Pferd mit wenigen Einschränkungen

geritten werden

und die Krankheit stellt dank des

medizinischen Fortschritts kein

Todesurteil mehr dar.

Michaela H.

9


TierInfo

Wie sieht ein Hund die Welt?

Das Sehvermögen des Hundes

Viele Jahre wurde angenommen,

Hunde könnten nur Grauabstufungen

sehen, würden Gegenstände

unscharf wahrnehmen oder

hätten eine sehr eingeschränkte

Sicht. Doch ist im Leben eines

Hundes wirklich alles schwarzweiß

und verschwommen? Eine

Studie aus dem Jahre 1989 beweist

das Gegenteil.

Schaut ein Hund die bunten,

herbstlichen Felder entlang oder

blickt auf eine blühende Wiese,

sieht er nicht nur einen trostlosen

Klumpen aus Grauschattierungen

Ein Mohnfeld aus der Sicht des Menschen...

... und so dürfte ein Hund dasselbe Feld sehen.

vor sich. Die Sicht eines Hundes

auf die Welt ist bei weitem nicht

so düster. Der treueste Freund des

Menschen sieht Farben und Objekte

sogar fast so, wie Frauchen

und Herrchen selbst sie wahrnehmen.

Das Auge des Hundes ist dem

des Menschen nicht unähnlich:

Die sogenannten Zapfen in der

Netzhaut ermöglichen das Sehen

von Farbe. Es gibt im menschlichen

Auge drei Sorten von ihnen,

jeweils eine für das Sehen von

Rot, Grün und Blau. Das Hundeauge

besitzt zwei Sorten von Zapfen,

jene für das Sehen von Gelb und

Blau. Daher sieht die Welt des

Hundes in etwa so aus, wie die

eines Menschen mit Rot-Grün-

Schwäche (zu sehen auf dem Papageienbild).

Woher kommt aber dieser Irrtum,

Hunde könnten nur Schwarz

und Weiß sehen? Wölfe sind als Jäger

meist in der Dämmerung und

Dunkelheit aktiv, daher sehen sie

– wie der Haushund heute noch –

bei schlechten Lichtverhältnissen

viel besser als Menschen. Zudem

ist ihr Blickfeld um einiges größer.

Ein Hund sieht mit einem Auge

fast so viel wie der Mensch mit

zwei.

Oftmals ensteht der Eindruck,

Hunde könnten nicht scharf sehen,

da sie unbewegte Objekte

meist länger fixieren müssen, um

sie zu erkennen. Das liegt daran,

dass sich der Wolf als Jäger auf

bewegte Beute konzentriert. Dadurch

entwickelte sich bei Wolf

und Hund gleichermaßen eine

Art Tunnelblick, der die Sicht auf

bewegte Objekte eingrenzt. Das

erleichtert dem Hund die Jagd,

macht es ihm aber nicht unmöglich,

einen ruhigen Gegenstand

scharf zu sehen.

Wer also diesen Herbst sehnsüchtig

auf die bunte Landschaft

blickt, braucht nicht mitleidig zu

seinem Hund hinabsehen und sich

denken, was dieser verpasst. Einem

Hund ist die Schönheit dieser

Welt in all ihren Farben und Formen

nicht verschlossen, er kann

uns leider nur nicht mitteilen,

wie schön er die Farbe einer Rose

oder das neue Kleid von Frauchen

findet.

Jacqueline G.

10


Deutschland – Deine Zoos

Dieses Mal: Der Zoologische Garten Wuppertal

TierMensch

Das Gelände des Zoos liegt malerisch

im Bergischen Land an der

Westseite des Wuppertaler Stadtgebiets.

Man erreicht den Zoo

entweder mit dem Auto oder für

Wuppertal typisch mit der Schwebebahn.

Der Zoo beheimatet auf einer

Fläche von 24 ha etwa 4 900 Tiere

in 470 Arten.

Beim Rundgang kann man neben

den häufig gezeigten Tierarten

einige Spezies sehen, die sehr

selten in Zoos gehalten werden.

Stellvertretend sind hier Okapis,

Flachlandtapire, Hirscheber und

Harpyien zu nennen.

Die Tapire kann man regelmäßig

beim Baden beobachten und

auch die regelmäßigen Schaufütterungen

bei Seelöwen, Pinguinen

und Großkatzen ziehen viele Besucher

an.

Besondere Attraktionen sind

die modernen naturnah und möglichst

tiergerecht gestalteten Anlagen

für Tiger, Löwen und Pinguine.

Mit einem Hektar Fläche ist die

Heimat der fünf Wuppertaler Löwen

die größte Löwenanlage in

deutschen Zoos. Spähfelsen, Beobachtungsturm

und Besucherhöhle

bieten einmalige Einblicke

in das Leben der Könige von Afrika

in Wuppertal.

Die Pinguinanlage beherbergt

das Wappentier des Zoos – den

Königspinguin – und Eselspinguine.

Sie ist so gestaltet, dass man

die Tiere „von unten“ sehen kann.

Über eine Treppe gelangt man

in einen Raum, der sich unterhalb

der Pinguinanlage befindet

und beobachtet die Tiere, wie sie

durch das Wasser „fliegen“.

Ein weiterer Publikumsmagnet

ist die Elefantenanlage mit einer

Fläche von 4340 m². In dieser Anlage

leben neben dem sechsfachen

Vater „Tusker“ acht Afrikanische

Elefantenkühe.

Am 04.01.2012 wurden im

Wuppertaler Zoo zwei Eisbärenbabys

geboren. Leider verstarb

eines davon nach nur einer Woche.

Das Geschwisterchen ist bei

seiner Mutter und beide wurden

in absoluter Ruhe gehalten, denn

jede Störung hätte das Leben des

Eisbärenkindes bedrohen können.

Das kleine weiße Fellknäuel ist

im Übrigen ein Halbgeschwister

des berühmten Berliner Eisbären

Knut.

Die Bonobogruppe im Menschenaffenhaus

hat seit Frühjahr

zwei neue Mitglieder. Es wurden

zwei männlich Jungtiere geboren.

Für das leibliche Wohl gibt es

ein Restaurant im Eingangsbereich

und in den Sommermonaten steht

der kleine Imbiss „Waldschänke“

für die Besucher zur Verfügung.

Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene

10 € und für Kinder von

4 bis 16 Jahren 5 €. Es gibt auch

Gruppenkarten und diverse Ermäßigungen,

z. B. für Schüler und

Studenten.

Wer den Wuppertaler Zoo besuchen

will, sollte gut zu Fuß sein

und ausreichend Zeit mitbringen,

denn es lohnt sich, vor den Gehegen

zu verweilen und die Tiere zu

beobachten.

Leider ist die Mitnahme von

Hunden im Zoo nicht gestattet.

Kirsten T.

11


TierMensch

Was für ein Vogel ist das eigentlich?

Vögel entdecken und bestimmen

Vögel beobachten – das ist viel

mehr, als nur umherzuschauen

und den Gefiederten bei ihrem

Treiben zuzusehen. Wer genau

wissen möchte, welcher Vogel da

eigentlich durch die Bäume turnt

oder beim Spaziergang mehr Arten

entdecken will, der sollte vor

allem die Ohren spitzen. Die meisten

Arten hört man lange bevor

sie sich zeigen. Schon die Schnabelform

kann ausschlaggebend

zur Artenbestimmung sein – ein

kleiner, spitzer Schnabel deutet

auf einen Insektenfresser hin, ein

kräftiger, kegelförmiger Schnabel

gehört einem Körnerfresser und

Allesfresser haben lange, kräftige

Schnäbel. Um solche Einzelheiten

gut erkennen zu können, ist ein

Fernglas sehr empfehlenswert –

und schon kann der Beobachtungstrip

losgehen!

Blaumeise

Aussehen: Die Blaumeise hat

ein weißes Gesicht mit schwarzem

Augenstreif und ein gelbes

Bauchgefieder. An den blauen

Flügeln, dem blauen Scheitel und

Schwanz ist sie leicht zu erkennen.

Der Schnabel ist klein und

spitz, was sie als Insektenfresser

ausweist.

Lebensraum: Dieser Vogel lebt in

Laub- und Mischwäldern, Parks

und Gärten.

Gesang: hell trillernd

Beobachtungstipp: Die Blaumeise

ist ein sehr lebhafter, kleiner

Vogel, der häufig geschickt durch

dünne Zweige turnt und wenig

Scheu zeigt. Bei der Winterfütterung

bedient sie sich liebend

gern an Meisenknödeln und -ringen.

Kohlmeise

wie alle anderen Meisenarten, einen

kleinen, spitzen Schnabel zum

Insektenfressen.

Lebensraum: Beheimatet ist sie in

Wäldern, Gärten und Parks.

Gesang: Zwei- bis viersilbige Strophen,

die sehr variabel sind. Sie

beginnt schon im Januarzu singen

und ist sehr ruffreudig.

Beobachtungstipp: Die Kohlmeise

ist ein sehr lebhafter Vogel und als

häufigste einheimische Meise oft

zu sehen. Sie ist ein häufiger Gast

bei der Winterfütterung.

Schwanzmeise

Aussehen: Diese Meise hat einen

schwarzen Kopf mit weißen Wangen,

einen olivgrünen Rücken und

einen gelben Bauch mit schwarzem

Längsstreif. Sie ist die größte

Meise Mitteleuropas und besitzt,

Aussehen: Die nordeuropäischen

Schwanz meisen haben einen

dunklen Augenüberstreif, westeuropäische

einen reinweißen

Kopf. Beide Unterarten haben

einen kleinen, kugeligen Körper

mit hellem, plüschigem Gefieder

und einen sehr langen, stufigen

Schwanz.

Lebensraum: Sie bevölkert Laubund

Mischwälder, Heidelandschaften

sowie Gärten und Parks.

Die nordische Unterart hält sich

nur im Winter in Mitteleuropa auf.

Gesang: leise zirpend und trillernd

12


TierMensch

Beobachtungstipp: Im Winter ist

die Schwanzmeise stets in Gruppen

unterwegs. Sie ist leicht an

ihrem langen Schwanz zu erkennen.

Der Vogel ist sehr lebhaft und

turnt pausenlos im Geäst.

Rotkehlchen

lässt die Flügel hängen. Es singt

bis in den Winter hinein, im Sommer

vor allem in der Abenddämmerung.

Dazu sucht es sich einen

freien, erhöhten Platz. Als Einzelgänger

ist es zumeist allein anzutreffen

und am Futterhäuschen

sehr streitsüchtig.

Hausrotschwanz

Aussehen: Die Männchen dieser

Art sind schwarz mit aschgrauer

Oberseite und weißem

Flügelfleck. Die Weibchen sind

unscheinbar graubraun gefärbt.

Beide Geschlechter haben einen

rostroten Schwanz und Bürzel.

Lebensraum: Die warme Jahreszeit

verbringt der Hausrotschwanz

in Dörfern und Städten, im Gebirge

an Felshängen und Klippen. Er

überwintert im Mittelmeerraum.

Gesang: beginnt mit Pfeiflauten,

auf die ein gepresstes Zischen

folgt, daraufhin wieder einige

Pfeiftöne

Beobachtungstipp: Der Hausrotschwanz

sitzt häufig erhöht und

trägt sein Lied vor und während

der Morgendämmerung vor. Er

knickst häufig und wippt mit dem

Schwanz.

Amsel

Aussehen: Der namensgebende

rostrote Fleck umfasst Stirn, Kehle

und Brust. Ansonsten ist das

Rotkehlchen olivbraun und besitzt

einen spitzen, dunklen Schnabel.

Es hat eine rundliche Gestalt und

große Augen.

Lebensraum: Wälder mit viel Unterholz,

Gärten, Parks, gerne auch

in Wassernähe

Gesang: melancholisch und feierlich

flötend, mit hellen Trillern

Beobachtungstipp: Das Rotkehlchen

frisst kleine Insekten, die es

häufig in Büschen sucht. Es knickst

häufig, stelzt den Schwanz und

Aussehen: Männliche Amseln haben

ein tiefschwarzes Gefieder

und einen kräftig orangegelben

Schnabel. Die Weibchen sind

dunkelbraun mit leicht gefleckter

Brust.

Lebensraum: Die Amsel lebt in

Wäldern, Gärten, Parks und in

Städten.

Gesang: laute Flöt- und Orgeltöne,

sehr häufig zu hören

13


TierMensch

Beobachtungstipp: Während der

Nahrungssuche hüpft die Amsel

oft über den Boden, verharrt

zwischenzeitlich und stelzt den

Schwanz. Wenn sie landet, wippt

sie mehrmals mit dem Schwanz

und zuckt mit den Flügeln. Häufig

warnt sie durch laut schmetternde

Töne auch andere Vögel vor

Gefahren.

Wasseramsel

Aussehen: Dieser Vogel hat ein

braunes Gefieder mit auffälliger

weißer Brust und einen gedrungenen

Körper mit relativ kurzem

Schwanz. Sie ähnelt der Amsel, ist

jedoch nicht so schlank gebaut.

Lebensraum: schnell fließende,

klare Gewässer

Gesang: Folge von Pfeiftönen und

kratzenden Lauten, auch im Winter

Beobachtungstipp: Die Wasseramsel

ist der einzige Singvogel, der

schwimmen und tauchen kann.

Sie erbeutet Insektenlarven, indem

sie unter Wasser Steine umdreht

und die darunter versteckten

Wassertiere fängt. Sie lebt nur

an schnell fließenden Gewässern

und sitzt oft wippend auf Steinen

im Wasser oder fliegt dicht über

der Wasseroberfläche.

Grünling/Grünfink

Aussehen: Der Grünling ist, wie

sein Name vermuten lässt, gelbgrün

gefärbt, die Weibchen eher

graugrün. Er besitzt gelbe Flügelspiegel

und eine gelbe Schwanzwurzel.

Er hat einen gedrungenen

Körper und einen kräftigen,

dicken Schnabel, der ihn als Körnerfresser

kennzeichnet.

Lebensraum: Er besiedelt lichte

Misch- und Auwälder, Parks, Gärten

und Alleen.

Gesang: trillernd und klingend, erinnert

an einen Kanarienvogel

Beobachtungstipp: Der Grünling

ist einer der häufigsten Finkenvögel

in Gärten und Parks und gut

an seinem kräftigen Schnabel zu

erkennen. In der Regel tritt er in

Gruppen auf. Sein Gesang ist in

der warmen Jahreszeit häufig zu

hören.

Kleiber

© C.Robiller / naturlichter.de

14


TierMensch

Aussehen: Der Kleiber hat eine

blaugraue Ober- und eine rostfarbene

Unterseite. Sein Schwanz ist

kurz, der Schnabel lang und spitz.

Lebensraum: Dieser Vogel bewohnt

Laub- und Mischwälder,

Gärten und Parks.

Gesang: lange Reihen von Pfeiftönen

und Flötenrufen

Beobachtungstipp: Der Kleiber

kann als einziger europäischer

Vogel kopfüber an Bäumen hinunterlaufen.

Oft kann man ihn dabei

beobachten, wie er mit seinem

langen Schnabel unter der Rinde

nach Insekten sucht. Er ist sehr

lebhaft und ruffreudig.

Zaunkönig

hat einen feinen, spitzen Schnabel.

Lebensraum: Der Zaunkönig lebt

bevorzugt im Unterholz, in Gärten

und Parks.

Gesang: laut schmetternd und trillernd,

mit langen Rollern am Ende

Beobachtungstipp: Durch seinen

oft gestelzten Schwanz und seiner

geringen Größe ist der Zaunkönig

leicht zu erkennen. Er ist sehr lebhaft

und bewegt sich flink durch

das Unterholz. Obwohl er einer

unserer kleinsten Singvögel ist,

trägt er sein Lied laut und häufig

vor. Der Zaunkönig ist als begnadeter

Sänger bekannt.

Gimpel/Dompfaff

© Losch

Aussehen: Der Zaunkönig ist ein

sehr kleiner, kugeliger Vogel mit

braunem Gefieder und hellem Augenstreif.

Seinen kurzen Schwanz

hält er häufig steil in die Höhe. Er

Aussehen: Männliche Vertreter

dieser Art haben ein leuchtend

rotes Bauchgefieder, das sich bis

zu den Wangen hin erstreckt.

Die Weibchen sind hellbraun gefärbt.

Beide Geschlechter tragen

ein schwarzes Käppchen, haben

schwarze Flügel mit weißer Binde

und einen weißen Bürzel. Der

schwarze Schnabel ist, wie für

Körnerfresser typisch, dick und

kräftig.

Lebensraum: Den Gimpel findet

man in Nadel- und Mischwäldern,

Parks und Gärten.

Gesang: leise, pfeifende und gepresste

Laute

Beobachtungstipp: Vor allem die

Männchen sind durch ihre auffällige

Färbung sehr leicht zu erkennen.

Meistens trifft man Gimpel

paarweise oder in kleinen Gruppen

an. Im Winter ist dieser Vogel

häufig Gast am Futterhäuschen.

Laura E.

15


TierMensch

IG Mensch & Tier

Tierschutz in Ostermünchen

„Ein Tier zu retten verändert

nicht die Welt,

aber für dieses Tier verändert

sich seine ganze Welt.“

Dieser Spruch hängt über der Tür

des Katzenhauses und ist Leitbild

für die Mitarbeiter in der Interessengemeinschaft

Mensch & Tier

in Ostermünchen. Die 1. Vorsitzende

Frau König stand mir Rede

und Antwort auf ein Thema, das

viele Menschen beschäftigt: Tierschutz.

Zu diesem Thema bietet

die IG ein besonderes Kindergarten-

und Schulprojekt an.

In Schulen fehlt es explizit daran,

den Tierschutz als festen Bestandteil

in den sozialen Unterricht

einzuführen, erläutert mir

Frau König. Daher rief man die

Aktion „Tierschutz-Unterricht“

ins Leben. Dieses Angebot wird

Im Katzenhaus der IG Mensch & Tier Ostermünchen

von immer mehr Schulen als Unterrichtsbestandteil

genutzt. In

diesem Unterricht werden, nach

Altersgruppen gestaffelt, folgende

Inhalte vermittelt: 6- bis 9-Jährige

sehen hierbei kindgerechte Tierschutzfilme.

Von 10 bis 12 Jahren

bespricht man im Programm

Tierethik, Tierschutzgeschichte

und zeigt Filme zu verschiedenen

Themen, wie Pelztierhaltung, Zirkustiere

und Fallenstellerei. Ab

einem Alter von 12 Jahren erfasst

man im Unterricht auch schwerere

Kost wie Tierversuche und

Alternativen zum Tierversuch. Es

werden jedoch keine Filme mit

brutalem und verstörendem Inhalt

gezeigt. Obgleich das Thema

wichtig ist, soll es kindgerecht vermittelt

werden und aufzeigen, wie

man etwas richtig macht.

Frau König erklärt mir, dass Eltern

oft mit der Situation überfordert

sind, wenn sich ihre Kinder

ein Haustier wünschen. Viele haben

keinerlei Informationen über

die richtige Heimtierhaltung. Oft

landet eine Hauskatze dann alleine

in Wohnungshaltung, das

Meerschweinchen in einem viel zu

kleinen Käfig. Ganz zu schweigen

davon, dass Heimtiere ein recht

hohes Alter erreichen können,

wohingegen die Freude und das

Interesse am Tier oft nach einem

halben Jahr verflogen sind. Durch

den Tierschutz-Unterricht sind

Kinder schon im Vorfeld über die

Bedürfnisse der Tiere informiert

und bereits nach dem Unterricht

entstehen rege Diskussionen über

die eigenen Haustiere. Auf diese

Weise wird versucht, schon frühzeitig

das Schicksal von Katzen,

Hunden und Kleintieren zu verbessern.

Tierschutz aktiv zu betreiben,

ist in der heutigen

Zeit wirklich nicht

mehr schwer, bestätigt mir

Frau König. Das Internet

ermöglicht uns, leicht an

Informationen zu diesem

Thema zu gelangen, sodass

sich jeder irgendwo

aktiv beteiligen kann. Wo

der Tierschutz aufhört,

möchte ich wissen. Tierschutz

hört da auf, wo man

Tieren kein angenehmes

und gutes Leben mehr ermöglichen

kann. Beispielsweise

bei einer schweren

Krankheit.

Vielen Dank an Frau König

für das Interview und

Frau Estner für den Rundgang

durch das Katzenhaus.

Cindy K.

16


Märchen der Tierhaltung

Dieses Mal: Hunde

TierMensch

Welcher Hundebesitzer kennt das

nicht: Man steht auf der Hundewiese,

der Vierbeiner tollt glücklich

mit seinen Artgenossen und

währenddessen kommt man mit

den anderen Hundehaltern ins

Gespräch. Dort hört man dann

Sätze, wie „Meiner darf nicht ins

Bett, sonst hört er nicht mehr auf

mich.“ oder „Ihre Hündin hatte

nie Welpen? Die Arme.“ Schließlich

geht man völlig verwirrt nach

Hause und überlegt: „Ist da vielleicht

doch etwas dran?“ Wir wollen

an dieser Stelle einige dieser

Irrtümer der Hundehaltung aufklären.

Der Hund darf nicht auf gleicher

Höhe mit seinem Rudelführer

schlafen, andernfalls kennt er

seine Position im Rudel nicht.

Nur weil ein Hund im Bett liegt,

vergisst er nicht gleich sämtliche

Kommandos und tanzt seinem

Halter auf der Nase herum. Ganz

im Gegenteil – das gemeinsame

Schlafen

im Bett oder

auf dem Sofa

fördert die

Bindung zwischen

Hund und

Halter und kann

der Erziehung damit

sogar dienlich

sein. Man nennt

dies auch „Kontaktliegen“.

Solange der

Hund das Bett oder

Sofa auf Kommando

verlässt und nicht als

sein alleiniges Eigentum

betrachtet, besteht kein

Grund zur Besorgnis.

Der Hundeführer sollte immer vor

dem Hund laufen, sei es beim Gang

durch die Tür, die Treppe hinauf

oder beim Spazierengehen.

Hunde untereinander mögen

sich zwar darum streiten, wer zuerst

durch die Tür geht, doch der

Mensch ist kein Hund. Der Hund

stellt nicht plötzlich alles in Frage,

was er von klein auf gelernt

hat, nur weil er vor seinem Halter

durch eine Tür geht. Eine stabile

Rangordnung wächst mit der

Zeit und hat ihre Wurzeln bereits

im Welpenalter des Hundes. Wer

stets konsequent, ruhig und souverän

ist, wird vom Hund auch

so wahrgenommen. Zudem ist es

beim Spaziergang nicht von Vorteil,

wenn der Hund hinter einem

und damit außerhalb des Sichtfeldes

läuft.

Schwanzwedeln bedeutet immer

Freude, eine Drehung auf den

Rücken immer Unterwerfung.

Ganz so einfach ist der Hund nicht

gestrickt: Die Körpersprache des

Hundes ist vielfältig und daher

ist es unerlässlich, den Hund als

Gesamtbild zu betrachten. Außerdem

nutzt jeder Hund die Palette

an möglichen körpersprachlichen

Signalen in gewissem Umfang individuell.

Den Hund gut zu beobachten

und zu kennen ist wichtig,

wenn man ihn richtig lesen möchte.

Das Schwanzwedeln selbst ist

nur ein Zeichen von Erregung. Um

den Hund in der jeweiligen Situation

zu verstehen, sollte man auch

auf die Ohren, die Nase, die Körperhaltung,

das Fell und die allgemeine

Anspannung des Tieres

achten. So kann ein Gähnen ein

Ausdruck von Unwohlsein sein

und nicht einfach nur ein Ausdruck

von Müdigkeit.

Die Drehung auf den Rücken

nutzt der Hund im Zusammenleben

mit anderen Hunden als

Calming Signal, das heißt, er beschwichtigt

den

anderen Hund.

Das muss aber

nicht heißen,

dass

er sich

diesem

17


TierMensch / TierSpaß

vollständig unterwirft. Legt sich

ein Hund vor seinem Halter auf

den Rücken, ist es ein Zeichen

von Vertrauen und Wohlbefinden,

er wendet dem Menschen seine

verletzliche Seite zu. Dabei ergibt

er sich nicht zwingend, es kann

auch lediglich die Aufforderung

zum Streicheln sein. Aus diesem

Grund ist es zwecklos, den Hund

gewaltsam auf den Rücken zu drehen,

um ihn zu unterwerfen (sog.

Alpha-Wurf).

Wird der Hund kastriert, dann

ist er viel ruhiger, verträgt sich

besser mit anderen Hunden und

folgt viel besser.

Für diese Aussagen gibt es keine

Beweise, lediglich in Einzelfällen

trat eine Verhaltensänderung auf.

Ob diese allein von der Kastration

herrührte, ist allerdings nicht sicher.

Hinsichtlich der Verträglichkeit

mit anderen Hunden hat es

sogar den Anschein, dass kastrierte

Rüden öfter gemobbt werden

oder Unsicherheiten gegenüber

intakten Rüden zeigen. Gleiches

gilt für Hündinnen.

Jacqueline G.

Buchtipp

„Ein Sommer mit Wölfen“ von Farley Mowat

Es gibt sehr viel Literatur zum Thema

Wölfe. Dennoch (oder gerade

deswegen?) faszinieren diese Tiere

ungemein. Wolfsforscher und

-experten wie Günther Bloch, Erik

Zimen oder Werner Freund sind

heute den meisten Wolfs-Interessierten

ein Begriff. Was sie erzählen,

hat zu einem Großteil Hand

und Fuß.

Erwähnt man nun den Namen

Farley Mowat im Zusammenhang

mit Wölfen, wird wohl mancher

erstmal stutzen. Farley was? Wer

bitte soll das sein?

Genau um ihn geht es in diesem

äußerst humorvoll geschriebenen

Buch. Um den Biologen und Forscher

Mowat, der in die Tundra

geschickt wurde, damit er beweise,

dass die bösen Wölfe die ganzen

Karibus auffressen.

So wurde er als einer der ersten,

der die Wölfe erforscht, in der

Wildnis ausgesetzt. Naja, eher:

abgeladen. Aus dem Flugzeug. Da

steht er nun in der Pampa mit Sack

und Pack und soll einige Monate

lang die „bösen“ Wölfe beobachten

und die Notwendigkeit ihrer

geplanten Ausrottung bestätigen.

Dafür soll er Beweise sammeln,

dass sie alle Karibus, die ja den

Menschen zum Verzehr zustehen,

auffressen. Leider klappt es aber

nicht so, wie Mowats Vorgesetzte

es gerne gehabt hätten. Anstatt

ihnen zu bestätigen, dass die Wölfe

die Karibus ausrotten, beweist

er ihnen das Gegenteil. Denn die

Wölfe werden seine Freunde und

er findet heraus, dass sie zu einem

Großteil von Mäusen und

Lemmingen leben. Doch natürlich

glaubt ihm das niemand ohne

Beweise. Also bestimmt er sich

selbst zum Forschungsobjekt.

Im Buch zu finden ist auch ein

Rezept, wie man Mäuse zubereitet.

Sicher nicht jedermanns

Sache, aber doch ein wichtiger

Bestandteil, denn letztendlich

drehten sich seine Forschungen

um das Thema der Wolfsernährung.

Dieses wirklich unterhaltsame

Buch lädt ein, einen der ersten

Wolfsforscher auf seiner Reise zu

begleiten. Der Leser erfährt, wie

sich Mowat mit den Wölfen anfreundete,

was er für Beobachtungen

machte und letztendlich

wie seltsam doch die Menschen

sein können.

Es ist locker und leicht zu lesen,

Reaktionen von Schmunzeln über

laut Losbrüllen sind durchaus

möglich. Dennoch darf der ernste,

wissenschaftliche Hintergrund

nicht verloren gehen. Das Buch

ist nicht nur humorvoll, es ist tatsächlich

das Buch von einem der

ersten Wolfsforscher, der weder

Bloch, noch Freund, noch Zimen

heißt. Mowat, den muss man kennen,

wenn man sich mit Wölfen

befasst.

Das Buch ist übrigens „Angeline“

gewidmet. So taufte er die

äußerst reizende Leitwölfin seines

Rudels.

Im Jahre 1983 wurde dieses

Buch von Walt Disney unter dem

Namen „Wenn die Wölfe heulen“

verfilmt.

Danae S.

18


Wie Tierhalter wirklich schlafen...

TierSpaß

Linda W.

19


TierSpaß

Rattiger Badespaß

Artgerechte Abkühlung in der heißen Jahreszeit

Der Sommer ist schon längst angekommen,

die Menschen schlecken

ihr Eis, trinken kühle Getränke

und pilgern ins Freibad. Doch

nicht nur uns Menschen bereitet

das Planschen im kühlen Nass

Freude, auch Ratten nehmen diese

Abwechslung im Rahmen des

täglichen Freilaufs an heißen Sommertagen

gerne an. Die meisten

Ratten sind – im wahrsten Sinne

des Wortes – Wasserratten. Wenn

sie einmal an das feuchte Nass

gewöhnt sind, können sie stundenlang

nach Mais tauchen oder

einfach nur im Wasser waten. Damit

der Wasserspaß für alle Beteiligten

eine Bereicherung ist, gilt es

Folgendes zu beachten:

Das Allerwichtigste ist, dass die

Ratten freiwillig baden – oder gar

nicht. Man darf eine Ratte nicht

einfach ins Wasser setzen. Möchte

man Ratten mit dem feuchten

Nass bekannt machen, beginnt

man zunächst mit einer flachen

Schale, die maximal 2 cm mit

warmem Wasser gefüllt ist. Dort

hinein kann man als Lockmittel

Frischfutter, wie ungezuckerten

Dosenmais, geben. Ist die erste

Scheu überwunden, kann die

Schale größer und der Wasserstand

tiefer werden. Jedoch sollte

das Wasser nur so tief sein, dass

eine Ratte noch problemlos darin

stehen kann; für einen einfachen

Ein- und Ausstieg muss immer gesorgt

sein. In größeren Becken bietet

es sich zudem an, umgedrehte

kleine Blumentöpfe als Plattformen

anzubieten. Damit die Sauerei

nicht zu groß wird, sollten

um das Planschbecken Handtücher

ausgelegt werden, sonst heißt es

bald: „Land unter!“

Beachtet bitte, dass Ihr das

Planschbecken nur an warmen Tagen

anbietet, sodass keine Gefahr

einer Erkältung besteht. Zugluft

sollte auch nach dem Baden wie

immer vermieden werden. Obwohl

kaltes Wasser für uns Menschen

erfrischender erscheint,

sollte das Wasser immer mindestens

lauwarm sein. Manche Ratten

bevorzugen selbst an warmen

Sommertagen warmes Wasser,

die Verdunstung kühlt sie ausreichend

ab. Es ist zudem wichtig,

die Tiere immer im Auge zu behalten,

damit es nicht zu Badeunfällen

kommt. Bitte lasst Eure Ratten

nie unbeaufsichtigt mit einem

Planschbecken!

Wenn Ihr dies alles beachtet,

werdet Ihr und Eure Tiere jede

Menge Spaß mit dem hauseigenen

Swimmingpool haben und

den heißen Sommer genüsslich

überstehen.

Alex S.

20


Das TierZeit-Rätsel

Buchst a bengewirr

Leider wurden die Buchstaben alphabetisch sortiert, sodass die Tierarten und

Rassen unklar sind. Sortiere sie und finde alle Tiere.

Einfach: Gesucht sind beliebte Heimtiere

1. ACEHIKNNN

2. AMSU

3. AERTT

4. CCEEEEHHIMNNRSW

5. AEHMRST

Mittelschwer: Gesucht sind verschiedene Tierarten

6. ABEEIRS

7. AEKLLOR

8. EGILMMN

9. CEEHIILL NSTTW

10. ABEEILMSU

Schwer: Gesucht sind Rassen verschiedener Tierarten

11. AEFGHILNR

12. AAEEHNNNORRV

13. AAAILNRSTU DEEHHPRS

14. AABDLOR R E E EIRRRTV

15. AEEEKPRRTSZ

TierSpaß

Die Auflösung findest Du unten auf Seite 26. Alex S.

21


TierSpaß

Bastelanleitung

Bequemer reisen für Frettchen

Die Transporthängematte

Viele Frettchen lieben Hängematten

und eine Hängematte in der

Transportbox kann die sonst unbequeme

Reise für die Frettchen

angenehmer machen. Es ist auch

eine gute Möglichkeit, im eigenen

Heim einen Rückzugsort zu

schaffen, wenn man keinen Käfig

oder sonstige Möglichkeiten hat,

eine Hängematte aufzuhängen.

Jedoch gibt es viele verschiedene

Arten und Größen, was die Suche

nach einer passenden Hängematte

erschweren kann. Mit Stoffen,

an denen Frettchen nicht mit den Krallen hängen bleiben (Frottee hat beispielsweise gefährliche

Schlaufen), Nadel und Faden, kann man eine solche Hängematte ganz leicht selbst machen.

1.

Zuerst sollte man die Transportbox bzw. deren

Innenmaße abmessen. Dann schneidet

man den Stoff in der gewünschten Größe

zurecht. Die Hängematte füllt fast die komplette

Box aus, wenn die Maße des Stoffs

den Innenmaßen der Box entsprechen.

In vorliegender Anleitung werden zwei

Stoffstücke (hellblauer, etwas kühlerer Stoff

für den Sommer und schwarzer, warmer

Stoff für den Winter) in je 50 cm x 35 cm

verwendet. Die Hängematte wird etwas

kleiner.

Die vier blauen Stoffstreifen sind etwa

50 cm lang und 4 cm breit. Mit diesen wird

die Hänge matte im Transporter befestigt.

2.

Jeden der Stoffstreifen legt man zusammen

und vernäht ihn der Länge

nach. Das ist nicht unbedingt nötig,

sieht aber schöner aus und erhöht die

Stabilität.

22


TierSpaß

3.

Danach legt man die beiden Vierecke

übereinander, sodass die Stoffseiten,

die sich später außen befinden sollen,

jetzt innen liegen.

4.

Die übereinandergelegten Stoffe

näht man am Rand entlang

zusammen. Vor der ersten Ecke

stoppt man und legt einen Stoffstreifen

so zwischen die Stoffvierecke,

dass sich der Großteil

des Streifens innen befindet und

nur ein kleines Stück nach außen

übersteht. Dann näht man den

Rand weiter zu. Den Streifen näht

man dabei mit ein, dazu näht man

am besten an der Stelle mehrfach

hin und her, um die Haltbarkeit zu

erhöhen.

5.

Dieses wiederholt man mit den

restlichen Stoffstreifen, wobei

jeweils zwei gegenübergelegt

werden.

Am Ende den Rand nicht komplett

zunähen, sondern ein Stück offen

lassen und die Innenseite nach

außen holen.

Das offene Stück näht man nun

mit einer verdeckten Naht zu.

Fertig ist die Hängematte!

Andrea L.

23


TierSpaß

Leckereien zum Selbermachen

Ob Hund, Katze oder Pferd –

Tierforumnutzer wissen: Unsere tierischen

Freunde naschen für ihr Leben

gerne. Doch auch Leckereien, die so oft

mit großer Freude und hungrigen Blicken

erwartet werden, sollten bewusst ausgewählt

sein.

Hier findet Ihr gesunde Rezepte, um die

Knabberträume Eurer Schleckermäuler

wahr zu machen.

Falls Ihr auch leckere und gesunde Rezepte

habt und Eure Anleitung in der nächsten

Ausgabe stehen soll, meldet Euch bei:

Redaktion.Tierzeit@googlemail.com

Pferdeleckerlis

1.

Man braucht:

2-3 Bananen

1 großer Apfel

1 dicke Karotte

7-Korn-Getreidebrei

2.

Zubereitung:

Apfel und Karotte mit einer Reibe grob raspeln.

Die Bananen zerteilen und in ein hohes Gefäß geben. Bananen, Apfel und

Karotte zusammen mit einem Pürierstab pürieren. 7-Korn-Brei dazugeben und

zu einer klebrigen Masse verrühren. Die Masse dann mit einem Löffel zu Kugeln

formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben (Tipp: Wenn Ihr

etwas 7-Korn-Brei auf dem Backpapier verteilt, klebt es nicht so stark).

Den Teig etwa 50 Minuten bei 150 °C backen, danach bei 100 °C trocknen

lassen.

Die Kekse müssen richtig trocken sein, damit sie lange halten.

Leila d. C. und Linda W.

24


Karotten-Huhn-Kekse

für Katzen und Hunde

TierSpaß

1.

Man braucht:

600 g – 700 g Hühnerfleisch

300 g – 400 g Karotten, am besten

püriert (z. B. Babynahrung)

1 Ei

etwas Brühe oder Wasser nach

Belieben

2.

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Das Hühnerfleisch in kleine Stücke schneiden,

damit es eine hackfleischähnliche Konsistenz

erreicht, und mit den restlichen Zutaten zu einem

zähen, streichfähigen Teig vermischen. Den Teig

auf einem mit Backpapier belegten Blech so ausstreichen,

dass er zwischen 0,5 cm und 1 cm dick

ist. Das Ganze nun bei 200 °C etwa 40 Minuten

backen. Das Blech herausnehmen und den Teig

in Stücke schneiden. Die Stücke danach im Backofen

bei 150 °C weiterbacken bis sie fest sind. Die

fertigen Leckerlis vom Blech nehmen, in ein nicht

luftdichtes Gefäß füllen und trocknen lassen.

Am Tag können mehrere Kekse gefüttert werden.

Tipp

Wenn man nach dem ersten Backvorgang ein paar weiche Kekse behalten will, um sie als

saftige Belohnung zu füttern, lassen sie sich problemlos nach dem Auskühlen einfrieren

und danach portionsweise auftauen.

Leila d. C. und Linda W.

25


TierSpaß

Geburtstagskuchen für Hunde

1.

2.

Man braucht:

Zubereitung:

500 g Hackfleisch (Rind)

2-3 Karotten

1 Zucchini

2 Eier

250 g körniger Frischkäse

1 Glas Cocktail-/Partywürstchen

Zunächst wird der Backofen auf

220 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt.

Die Karotten und die Zucchini

werden fein gerieben und zusammen

mit dem Rinderhack und den

Eiern in einer Schüssel vermischt.

Die Masse formt man zu einer kleinen Torte und backt sie im Backofen

durch (etwa 30 Minuten).

Nach dem Backen lässt man das Küchlein abkühlen, dann verstreicht

man den Frischkäse mit einem Messer darauf. Die Cocktailwürstchen

lassen sich nach Belieben um den Kuchen herumlegen oder seitlich daran

aufstellen. Entsprechend dem Alter kann man Würstchen als Kerzen

oben aufstellen.

Fertig ist der Geburtstagskuchen für den Hund.

Jacqueline G.

Rätsel-Auflösung:

1. Kaninchen, 2. Maus, 3. Ratte, 4. Meerschweinchen, 5. Hamster, 6. Eisbär, 7. Koralle, 8. Lemming, 9. Wellensittich, 10. Blaumeise,

11. Haflinger, 12. Hannoveraner, 13. Australian Shepherd, 14. Labrador Retriever, 15. Perserkatze

26


Kaninchenbeschäftigung

Einfach, günstig und effektiv

TierLeben

Kaninchen sind neugierige, verfressene

und aufgeweckte Kleintiere

– alles Eigenschaften, die

sich wunderbar eignen, um sie mit

ihrem Futter zur Bewegung zu animieren.

Sie zu beschäftigen, geht

ganz leicht und kostet nicht viel.

Für die tägliche Beschäftigung

kann das gesamte Futter im Gehege

verteilt werden. Der herkömmliche

Futternapf wird somit abgeschafft.

Anfangs sollten nicht zu

schwierige Verstecke ausgewählt

und das Futter nicht zu großzügig

verteilt werden.

Für Kräuter

oder Möhrengrün

kann man

eine erhöhte

Befestigung an

den Gitterstäben

wählen, beispielsweise

mit

Wäscheklammern.

Ab und zu

darf die Herausforderung

ein

bisschen größer

sein: Das Futter

wird mit Hilfe

einer dicken Nadel auf Schnüre

aufgespießt und anschließend im

ganzen Gehege aufgehängt. Wichtig

ist, dass die Kaninchen immer

eine wirkliche Chance haben, an

das Gemüse heranzukommen,

sonst verlieren sie schnell den

Spaß. Alternativ kann man das

aufgefädelte Futter an den Gehegewänden

herunterhängen lassen,

sodass sie sich ein bisschen

strecken müssen, um an das wackelnde

Gemüse zu kommen.

Großen Spaß haben Kaninchen

auch daran, ihr Futter suchen und

ausbuddeln zu müssen. Da eine

Buddelbox mit Erde besonders bei

Innenhaltung schnell eine schmutzige

Angelegenheit wird und am

Ende kontrolliert werden muss,

ob alles gefunden wurde, gibt es

saubere Alternativen: Zunächst

braucht man einen möglichst

niedrigen, unbedruckten Karton,

den man mit Zeitungs- oder Verpackungspapier

füllt. Dort hinein

mischt man das Futter, hierfür

eignen sich Kerne oder größeres,

eher trockenes Gemüse wie Möhren

gut, und lässt anschließend

die Kaninchen auf den Karton los.

Das gleiche lässt sich mit Eierkartons

und Küchenpapierrollen

bewerkstelligen. Diese können

wunderbar mit kleineren Futterstückchen

und Heu befüllt werden.

Anfangs empfiehlt es sich,

ein paar Löcher in die Seite zu

schneiden, damit die Kaninchen

das Futter riechen können und

verstehen, worum es geht. Bei

den Eierkartons haben Kaninchen

den Trick schnell heraus. In diesem

Fall sorgt ein Band, das locker

um den Karton gebunden wird,

für längere Beschäftigung.

Dass man Jutetaschen gut als

Heuraufen benutzen kann, ist unter

Kaninchenhaltern mittlerweile

bekannt. Außerdem können die

Jutetaschen mit Löchern versehen

werden, um sie dann mit Heu und

Futter zu füllen und fest zuzubinden.

So können Kaninchen graben,

knabbern, wühlen und ihrer

ganzen Zerstörungswut nachgehen.

Wichtig für all diese Beschäftigungsspiele

ist, dass ungiftige Materialien

verwendet werden. Zudem

sollten die Kaninchen immer

beaufsichtigt werden, damit kein

Kopf irgendwo hängen bleibt oder

sogar die ganze Schnur aufgefressen

wird. Das Beobachten macht

ohnehin viel zu viel Spaß, um sie

aus den Augen zu lassen.

Katharina W.

27


TierLeben

Tiere aus dem Ausland

Erfahrungsberichte zu einem umstrittenen Thema

Der Entschluss ist gefasst – ein Haustier soll bald einziehen. Aber woher holt man sich Hund und Katz? Aus

einem Tierheim oder von einem Züchter? Was ist mit Tieren aus dem Ausland? Kann man aus anderen

Ländern überhaupt ein gesundes, verträgliches Tier bekommen oder wird man von diesen Organisationen

grundsätzlich übers Ohr gehauen?

Vier Nutzerinnen des Tierforums haben ihre Erfahrungen mit dem Auslandstierschutz hier zu Papier gebracht

und die Schattenseiten, aber auch die Happy Ends beschrieben. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand

zudem ein kurzer Leitfaden, der zeigt, woran man eine seriöse Tierschutzorganisation erkennt. Da es

sich bei den Erfahrungsberichten lediglich um Einzelfälle handelt, ist jeder Leser dazu angehalten, sich eine

eigene Meinung zu bilden.

Loulou

Mein kleines Mädchen aus Portugal

Ursprünglich wollte ich keinen

Hund aus dem Auslandstierschutz

adoptieren – zu groß war meine

Angst vor Mittelmeerkrankheiten

und schlechten Tierschutzorganisationen.

Trotzdem suchte ich beinahe

täglich nach Hunden im Internet

und so landete ich irgendwann auf

der Seite einer Tierschutzorganisation,

die mir direkt sympathisch

war. Die Mitarbeiter leisteten Aufklärungsarbeit

vor Ort, starteten

Kastrationsprojekte und besuchten

regelmäßig die ausländischen

Tierheime. Die zu vermittelnden

Hunde wurden nur in Begleitung

von Flugpaten aus dem Ausland

nach Deutschland gebracht, wo

sie zunächst in Pflegefamilien kamen.

Als ich dann auf „unsere Hunde“

klickte, war es schon um

mich geschehen. Ich blickte in

die Augen einer kleinen, schwarzweißen

Mischlingshündin, unter

deren Foto in Großbuchstaben

„LOULOU“ geschrieben stand. Als

ich weiter schaute, sah ich das

kleine, zarte Hundemädchen

mit eingezogenem

Schwanz und hängendem

Kopf vor den grauen

Mauern eines portugiesischen

Tierheims

stehen. Darauf folgten

Fotos der Pflegefamilie:

Der schwarz-weiße

Welpe lief fröhlich

über grüne Wiesen,

kuschelte auf einem

Sofa und tobte mit

anderen Hunden.

Fünf Minuten

nachdem ich die

Seite entdeckt hatte,

rief ich bei Loulous Pflegefamilie

an. Zwei Tage später fuhr ich

sie besuchen. Loulou war ein entzückender

Welpe. Den halben Tag

verbrachte ich bei ihr und ihrer

Pflegefamilie. Ich wurde aufgeklärt

über den Vermittlungsablauf,

eventuelle Krankheiten, bisherige

Impfungen und den Schutzvertrag.

Ich durfte mit Loulou spazieren

gehen und streichelte sie in

den Schlaf. Zudem hatte Loulou

seit ihrer Ankunft in Deutschland

einiges gelernt. Die Kommandos

„Sitz“ und „Auf den Platz“ beherrschte

sie mit vier Monaten

schon nahezu perfekt. Man merkte,

dass Loulous Pflegefamilie viel

Zeit und Liebe in den Welpen investiert

hatte.

28


TierLeben

Als ich nach dem Besuch wieder

zuhause ankam, erhielt ich

direkt einen Anruf von der Pflegestelle:

Eine Tierschützerin einer

befreundeten Organisation sollte

am nächsten Morgen vorbeikommen

und eine Vorkontrolle

durchführen. Die dafür zuständige

Dame war genauso nett wie Loulous

Pflegefamilie. Nachdem wir

eine Tasse Kaffee getrunken hatten

und ich bei dieser Gelegenheit

noch mal über die Auslandstiere

informiert

wurde, war

die Kontrolle

schon „überstanden“.

Am darauffolgenden

Wochenende

fuhr ich Loulou

abholen

und bin seitdem

stolzes

Frauchen

einer

kleinen

Mischlingshündin

aus dem

Auslandstierschutz.

Der Abschied von Loulou fiel ihren

Pflegeeltern sichtlich schwer.

Noch heute schreiben wir uns

regelmäßig und ich schicke ihnen

fast wöchentlich neue Bilder und

Berichte aus Loulous Leben.

Mittlerweile hat meine Familie

schon den zweiten Hund von

dieser Auslandsorganisation adoptiert.

Ich denke, eine positivere

Resonanz kann man kaum bekommen.

Linda W.

Die Struktur einer

seriösen

Auslandstierschutzorganisation

• Die Organisation leistet

Hilfe vor Ort und bringt

nicht nur massenweise

Tiere nach Deutschland.

• Es handelt sich bei der

Organisation um einen

eingetragenen Verein.

• Eine Internetseite mit

Kontaktdaten der Ansprechpartner

und Informationen

über die

Arbeit der Organisation

ist vorhanden.

• Es gibt einen klar erkennbaren

Ansprechpartner,

der nicht stetig

wechselt.

• Allgemeine Informationen

über die Anschaffung

eines Tieres.

• Es gibt Vermittlungsgrundsätze,

die eine

wahllose, sofortige Vermittlung

verhindern.

• Informationen über

den genauen Ablauf einer

Vermittlung werden

bereitwillig erteilt.

• Die Existenz von Pflegestellen

ist ein großes

Plus.

29


TierLeben

Jerry

Sein Bruder ebnete ihm den Weg

30

Nach dem Tod

meines ersten

Hundes entschlossen

sich

meine Eltern

und ich, einem

weiteren Hund

ein Zuhause zu

geben. Nachdem

wir bei

den örtlichen

Tierheimen

nicht fündig

wurden, wurden

wir über

das Internet

auf eine

Tierhilfe aufmerksam.

Zu diesem Zeitpunkt

kamen wir das erste Mal mit dem

Thema „Auslandstiere“ in Berührung.

Die Tierhilfe beschränkte

sich darauf, Hunde von Grie-

Jerry, 1 Jahr alt

chenland nach

Deutschland zu importieren und

diese weiterzuvermitteln. Wir verliebten

uns sofort in die abgebildeten

zehn Welpen.

Wir beschlossen,

die Welpen

zu besuchen

und fanden uns

in einem Haus

mit unzählbar

vielen Hunden

wieder. Sofort

fiel uns ein kleiner

schwarzer

Welpe mit

weißem Vorderbeinchen

und schrägem

Afro

auf. Luca

Luca mit 9 Wochen

war sein

Name. Wir

entschieden

uns für

ihn.

Den ersten

Tag waren wir sehr

glücklich mit unserem Neuzuwachs,

bis Luca ruhiger wurde

und nicht mehr aus seinem Körbchen

heraus wollte. Wir machten

uns zunächst keine Gedanken

und vermuteten Heimweh. Am

zweiten Tag litt Luca an Durchfall

und Erbrechen. Wir fuhren zum

Tierarzt, der ihm einige Aufbauspritzen

gab. Als plötzlich Blut hinzukam,

wurden wir panisch und

fuhren erneut zum Tierarzt. Die

Diagnose traf uns wie ein Schlag:

Luca hatte Parvovirose. Er überlebte

die Nacht nicht, der Tierarzt

erlöste ihn.

Tränenüberströmt riefen wir

die Leute der Organisation an und

schilderten ihnen die Situation.

Der Partnerverein in Griechenland

hatte offensichtlich falsche Impfpapiere

mitgegeben. Kein Welpe

wurde tatsächlich grundimmunisiert.

Lucas Bruder Leon war der

einzige Welpe, der bis zu diesem

Zeitpunkt keinen Besitzer gefunden

hatte. Wir erklärten uns be-


TierLeben

reit, Leon aufzunehmen, unter

der Bedingung, dass dieser sofort

vor Ort behandelt wird, bevor die

Krankheit ausbricht. Die Kosten

für die Behandlung beider Hunde

übernahmen wir. Leon blieb über

einen Monat beim Tierarzt, bis

wir ihn abholten. Wir wurden von

der Organisation noch besucht –

sicherlich mit ehrlicher Beileidsbekundung

bezüglich der letzten

Wochen – und mit der Bitte, den

anderen Haltern mit überlebenden

Hunden nichts über die Vorfälle

zu sagen.

In jener Nacht fiel nicht nur Luca

der Parvovirose und unverantwortlichen

Menschen zum Opfer.

Mehr als die Hälfte der damaligen

Simba

Ein Traumkater kam zu mir

Welpen überlebte nicht. Leon

aber – der jetzt Jerry heißt – wurde

im März acht Jahre alt und

ist gesund. Sein Fell ist schlecht

und sein Immunsystem schwächer

als das anderer Hunde,

doch es hätte ihn wesentlich

schlimmer treffen können.

Uns wurde auf die

schlimmste Art und Weise gezeigt,

wie wichtig es ist, nach

seriösen Tierschutzorganisationen

zu suchen. Dennoch

hat es meine Familie

nie davon abgehalten, den

Auslandstierschutz – sofern

seriös – weiterhin zu

unterstützen.

Hanna J.

Jerry im Alter von 7 Jahren

Als

ich im Internet das Bild von Simba, der

zum damaligen Zeitpunkt noch Dennis

hieß, sah, hatte ich mich sofort in ihn verliebt.

Und als ich in dem Steckbrief unter

seinem Foto las, dass

er ein ruhiger Kater sei und bereits Hunde

kenne, wusste ich, dass er gut zu uns

passen würde. Das einzige Problem: Er

war zu dem Zeitpunkt noch auf Zypern.

Nichtsdestotrotz schrieb ich den zuständigen

Personen eine Mail, um mein

31


TierLeben

Interesse an Dennis zu bekunden und

nachzufragen, wie so eine Vermittlung

ablaufen würde. Ich hatte zwar schon

mehrere Tiere aus dem Tierschutz, aber

noch nie kam eines meiner Tiere direkt

aus dem Ausland zu mir.

Es sollte eine Vorkontrolle geben. Gut,

das war kein Problem, das kannte ich

schon. Nach positiver Vorkontrolle und

meiner vorläufigen Zusage wurde Dennis

auf FIV und FeLV getestet.

Als wir endlich die Testergebnisse erhielten,

die zum Glück negativ waren,

war es sicher: Dennis durfte seine Reise

zu uns antreten. Ab diesem Zeitpunkt

wurde ein Flugpate, der Dennis mit nach

Wien nehmen sollte, gesucht. Nach einigen

Wochen bekam ich die Nachricht,

dass sie jemanden gefunden hatten und

ich erhielt die Daten seiner Ankunft.

Die Freude war natürlich groß, aber

ich begann, an meiner Entscheidung zu

zweifeln. Ich hatte dieses Tier noch nie

zuvor gesehen und kannte es nur von einem

einzigen Foto. Was passiert, wenn

er sich nicht mit meinem Kater Whisky

versteht? Was ist, wenn er komplett anders

ist als beschrieben? Hätte ich doch

in das örtliche Tierheim gehen und dort

nach einem geeigneten Kater suchen sollen?

Zum Glück stand ich nicht alleine da.

Mir wurde versichert, dass er im Notfall,

wenn es mit einem meiner Tiere gar

nicht funktionieren sollte, erstmal auf

eine österreichische Pflegestelle kommen

würde.

Aber als Simba endlich bei mir ankam,

waren alle meine Zweifel wie weggeblasen.

Schon einige Stunden nach seiner

Ankunft verhielt er sich als wäre er immer

schon bei uns gewesen. Er versteht

sich prächtig mit unserem Hund, den

Frettchen und, was am Wichtigsten ist,

mit Kater Whisky.

Entgegen seiner Beschreibung ist er

zwar kein ruhiger Kater, sondern sehr

aufgeweckt und aktiv, trotzdem bin ich

froh, mich für ihn entschieden zu haben,

denn er passt perfekt in unsere Familie.

Trotz meiner zwischenzeitlichen Zweifel

würde ich wahrscheinlich wieder ein

Tier von dieser Organisation aufnehmen.

Die Vermittlung lief problemlos ab und

der Kontakt zu der Organisation war sehr

gut. Schlimm war für mich ungeduldigen

Menschen nur die recht lange Wartezeit

auf den Flugpaten.

Alles in allem war ich sehr zufrieden.

Andrea L.

Leo

Das kleine Fellknäuel aus Italien

Leo mit 13 Wochen – 1 Woche nach seinem Einzug

Als ich Leos Foto das erste

Mal auf der Internetseite einer Tiervermittlung

in Italien sah, wusste ich – ihn

oder keinen! Der Telefonkontakt zur

Organisation war durchweg positiv, die

Kontaktperson war überaus freundlich,

rief mich stets zurück und stand für meine

Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Da ich mich für einen Hund einer entfernten

Organisation entschieden hatte,

gab es Probleme mit der Vorkontrolle, da

niemand zu uns fahren konnte. Die Organisation

verließ sich schlussendlich

auf die Aussage einer Tierschützerin,

welche etwa sechs

Jahre zuvor eine Vorkontrolle

bei uns durchgeführt hatte. Mir

ersparte das zwar den Stress,

dennoch fand ich das sehr gewagt,

da sich in sechs Jahren

viel verändern kann.

Das Treffen mit den Tierschützern

war

auch etwas

umständlich, da wir

uns auf einem Rastplatz

an der Autobahn treffen

mussten. Die Organisation

vermittelt eigentlich

in einem ein paar Autostunden

entfernten

Umkreis und konnte

den Umweg zu mir einfach

nicht einrichten.

Die Art des Transports

schockierte mich zunächst. Die Hunde

waren in kleinen Boxen aufeinander

gestapelt, sie stanken wegen des Tierheimaufenthaltes

in Italien fürchterlich,

waren dreckig und mager und es wurde

anscheinend keine Pause eingelegt, weshalb

die Hunde vor der Fahrt weder fressen

noch trinken durften. Seriös erschien

mir die Organisation dennoch, schließlich

gab es Pflegestellen in Deutschland

und die Tiere werden normalerweise

nicht einfach aus dem Kofferraum übergeben.

Dass die Tiere

Leo mit 5 Monaten

32


TierLeben

aber mit leerem Magen und teils sogar

unter Einfluss von Betäubungsmitteln

die lange Fahrt antreten, scheint gängige

Praxis zu sein.

Als ich dann den ersten Schock überwunden

hatte und mir das kleine Fellknäuel

so ansah – da wusste ich, dass ich

mich richtig entschieden hatte.

Leo war von Anfang an sehr aufgeschlossen

und neugierig. Obwohl er zunächst

etwas schüchtern und ängstlich

war und vieles kennenlernen musste,

kam er erstaunlich gut mit der veränderten

Umgebung klar. Er ist der freudige,

wesensgute Hund, der mir von der Organisation

beschrieben wurde. Einen Mittelmeercheck

hatte er leider noch nicht

und sein Impfpass war etwas undurchsichtig,

aber nach einem kurzen Besuch

beim Tierarzt war auch das erledigt.

Obgleich ich zu Beginn skeptisch war,

einen Hund nur nach ein paar Bildern

und einer kurzen Beschreibung auszusuchen,

bin ich froh, dass ich diesen Schritt

gewagt habe. Der Weg hierher ist für

die Tiere sicher anstrengend, aber Leo

hat mir gezeigt, dass selbst so ein junger

Hund die Fahrt gut verkraftet. Wir sind

inzwischen zu einem echten Team zusammen

gewachsen und glücklich darüber,

dass Leo den Weg nach Deutschland

gefunden hat.

Jacqueline G.

Leo im Alter von 18 Monaten

Merkmale einer

seriösen

Vermittlung

• Sofern möglich wird

Wert auf ein vorheriges

Kennenlernen zwischen

Mensch und Tier

gelegt.

• Die Kosten (z. B. Schutzgebühr)

sind nachvollziehbar.

• Negative Eigenschaften

des Tieres werden nicht

verschwiegen.

• Auf Rückfragen wird

freundlich geantwortet,

es werden aber

auch Fragen gestellt.

• Gute Organisationen

vermitteln ohne Drama

und Druck, weder auf

finanzieller, noch auf

psychologischer Ebene.

• Es findet, soweit mög-

lich, eine Vor- und

Nachkontrolle statt.

• Ein Tierschutzvertrag

wird aufgesetzt, der

nicht nur die Zahlung

regelt, sondern auch

dem Schutz des Tieres

dient.

• Für mögliche Probleme,

die bei Anreise, Ankunft

oder im neuen Heim

entstehen können, stehen

Lösungen bereit.

• Das Tier ist geimpft, gegebenenfalls

kastriert

und auf regionaltypische

Krankheiten getestet.

Auf diese wird

hingewiesen.

• Bestmögliche Kenntnis

über das Tier (Rasse,

Charakter, Alter, bisheriges

Leben, Gesundheitszustand)

wird vermittelt.

• Die Papiere bezüglich

Gesundheit und Übergabe

des Tieres können

in Ruhe angesehen und

kontrolliert werden.

• Die Organisation möchte

nach der Vermittlung

gerne regelmäßig von

den Tieren hören und

freut sich stets über aktuelle

Bilder und Kurzberichte.

• Auch nach der Vermittlung

steht die Organisation

noch für Rückfragen

zur Verfügung.

33


TierLeben

Ein Katzenleben

Carla erzählt ihre Geschichte

Als Baby kam ich zu dieser Familie.

Ich war neugierig darauf, die

Welt zu erkunden. Mutig stapfte

ich in der Wohnung herum, eine

kleine, getigerte Entdeckerin. Ich

kannte nichts Böses. Wären die

Menschen bloß nett zu mir gewesen,

ich wäre sicher zu einer wundervollen

Katze herangewachsen.

Aber die Welt dort war furchtbar.

Ich wurde getreten und geschlagen.

Jede Bewegung musste

gut überlegt sein. Ich hatte große

Angst. Als der schwarz-weiße Kater

dann kam, fühlte ich mich sicherer.

Gemeinsam konnten wir

das durchstehen. Wir versteckten

uns vor den Menschen und rührten

uns nur, wenn wir mussten.

An jenem Tag wurden wir in

eine Box gestopft. Um uns herum

wackelte auf einmal alles. Ich

konnte nichts

sehen. Ich verlor das Gleichgewicht.

Plötzlich war alles ruhig,

unsere Box wurde abgestellt. Eine

ganze Nacht sollten mein Freund

und ich auf engstem Raum in dieser

Box sitzen bleiben. Wir hatten

Angst, denn wir wussten nicht,

was mit uns passiert.

Am nächsten Morgen hörten

wir Geräusche. Wir sahen Menschenfüße

auf uns zukommen.

„‘Zwei Katzen aus Wohnungshaltung’

steht auf dem Zettel!“, sagte

jemand. „Die Armen, wir bringen

sie schnell in ein Zimmer.“

Vier Monate lebten wir im

Tierheim. Wir hatten nicht viel

Platz und wurden ständig beobachtet,

aber die Menschen waren

nett zu uns. Ich ließ mich trotzdem

nicht mehr anfassen. Zu schmerzlich

waren die Erfahrungen, die

ich machen musste. Unsere Vermittlung

war schwierig. „Sie

ist sehr scheu!“, sagten

die Mitarbeiter und die

Menschen gingen weiter.

Eines Tages kamen

ein Mann und

eine Frau.

„Wir haben

sie

schon im

Internet gesehen

und uns in

sie verliebt!“,

sagten sie. Als sie zu uns

in das Zimmer kamen,

waren sie sehr ruhig und

bedacht. Mein Freund ging

direkt neugierig hin, ich traute

mich nicht. Als sie mit uns spielen

wollten, versteckte ich mich

hinter dem Kratzbaum. Der Mann

und die Frau blieben ruhig. Sie

sagten: „Kleine Maus, bald geht

es dir gut!“

Am nächsten Tag kamen sie

wieder und hatten diese fürchterliche

Box dabei. Ja, so eine enge

Box, in der wir eine ganze Nacht

sitzen mussten. Ich wollte das

nicht wieder erleben. Es war so

schlimm, dass ich an den Gitterstäben

nach oben krabbelte und

mich eine halbe Stunde festhielt...

dann ließen meine Kräfte nach.

Nach fast zwei Stunden saß ich

doch in dieser Box... aber es war

anders:

Die Menschen flüsterten:

„Keine Angst, kleine Maus“. Irgendwann

begriff ich, dass mein

Freund in einer anderen Box neben

mir saß. In diesem Moment

war ich nur glücklich darüber, dass

wir nicht getrennt wurden.

Als wir ankamen und unsere

Boxen aufgemacht wurden, rochen

wir einen angenehmen, frischen

Duft. Wir durften uns zum

Ausruhen auf ein Bett legen. Es

war warm und weich.

Meine neuen Menschen sind

sehr nett, aber ich habe immer

noch Angst. Vor allem, wenn sie

sich zu schnell bewegen oder

laut reden. Manchmal, da lasse

ich mich anfassen.

Manchmal dürfen

mich meine neuen

Menschen sogar

streicheln. Und

manchmal genieße

ich es auch. Ich brauche noch ein

bisschen Zeit, aber eines weiß ich:

Hier tut mir niemand mehr

weh. Hier sind meine Menschen.

Linda W.

34


Impressum:

Herausgeber:

tierforum.de (haftungsbeschränkt), vertreten durch:

Sebastien Brodmann

Colmarerweg 18

4153 Reinach BL

Schweiz

Kontakt:

E-Mail: brodmann@hotmail.ch, Internetseite: www.tierforum.de

Verantwortliche Redakteure TierForum ZeitSchrift: Marion Gartner und Lisa Mehring (V.i.S.d. § 55 RStV):

redaktion.tierzeit@googlemail.com (für Zuschriften/Gastbeiträge)

Übernahme von Texten:

Der Herausgeber weist daraufhin, dass alle in der TierForum ZeitSchrift verwendeten Inhalte urheberrechtlich geschützt sind. Die Übernahme

der Inhalte in Datenbestände, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eines Nutzers bestimmt sind, wird gestattet. Die Übernahme und

Nutzung zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung des Herausgebers.

Feste Mitglieder der Redaktion (u. a.):

Autoren: Cindy K., Jacqueline G., Linda W., Laura E.

Illustrationen: Marion G.

Layout: Katharina W.

Lektorat: Carina T., Kirsten T.

Logogestaltung: Pia C.

Sekretariat & besondere Aufgaben: Andrea L.

Bildnachweis:

Cover © Andrea L., S. 3 Blumen © Carina T., Palme ©Katharina W., Sonnenuntergang © Carina T., Obstsalat © Katharina W., Raps ©

Carina T., S. 4 © Antje M., S. 5 © Linda W., S. 6 © self, http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Picture_468.jpg&filetimestam

p=20061119191830, S. 7 © Andrew Dunn, http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Veterinary_Surgeon.jpg&filet

imestamp=20050711185227, S. 8 © http://www.spektrumdirekt.de/sixcms/media.php/912/thumbnails/137710.jpg.374994.jpg, S. 9 © http://

www.mikes-page.net/resources/Terrarium-+page.JPG, S. 10 Originalbild © Carina T., veränderte Version von Jacqueline G., S. 11 © Kirsten

T., S. 12 Blaumeise © Walli R., Kohlmeise © Danae S., Schwanzmeise © Walli R., S. 13 Rotkehlchen © Carina T., Hausrotschwanz männlich

und weiblich © Johanna G., Amsel männlich © Michael S., S. 14 Amsel weiblich © Michael S., Wasseramsel © Anja S., Grünfink männlich ©

Andrea L., Grünfink weiblich © Carina T., Kleiber © C. Robiller / naturlichter.de, http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kleiber_Flug.

jpg&filetimestamp=20120420011232, S. 15 Zaunkönig © Losch, http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Zaunk%C3%B6nig_

IMG_0082.JPG&filetimestamp=20100108165607, männlicher und weiblicher Dompfaff © Carina T., S. 16 © Cindy K., S. 18 (Buchcover) ©

Danae S., S. 20 © Alex S., S. 22–23 © Andrea L., S. 24 © Leila d. C., S. 25 © Linda W., S. 26 © Jacqueline G., S. 27 © Katharina W., S. 28–29 ©

Linda W., S. 30 © Hanna J., S. 31 Hund © Hanna J., S. 31 Katze © Andrea L., S. 32–33 © Jacqueline G.

Alle Illustrationen unterliegen den Rechten der Herausgebern und dürfen ohne Einwilligung nicht verwendet werden.

Quellen:

S. 10: http://www.neitzvision.com/images/cvdog.pdf, http://www.kirasoftware.com/sehen.php, http://www.hundund.de/archiv/artikel.

php?art=35, http://hundemythen.blogspot.com/2009...unde-sind.html, http://www.barfers.de/wie_sieht_der_hund.html, http://www.

hundekatzenvital.de/Hunde...8/Default.aspx, http://www.malinois-bone.de/lesenswe...hen-hunde.html

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine