16.12.2015 Aufrufe

Stress, Burnout und andere psychische Belastungen in Beruf und Privatleben mit dem 180 Grad Modell vermeiden.....

Tags die Karriere, abends die Familie und irgendwann noch Zeit für sich selbst haben: Sechs von zehn Menschen in Deutschland leiden nach Studien zufolge unter Stress im Alltag, nicht wenige sogar dauerhaft. Besonders sind Frauen, Angestellte und Stadtbewohner betroffen. Die wichtigste Erkenntniss, Stress im Alltag ist mittlerweile in Deutschland ein Massenphänomen. Fast sechs von zehn Deutschen empfinden nach einer Forsa Studie ihr Leben als stressig. Das vorliegende Buch zeigt, Hintergründe, Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten.

Tags die Karriere, abends die Familie und irgendwann noch Zeit für sich selbst haben: Sechs von zehn Menschen in Deutschland leiden nach Studien zufolge unter Stress im Alltag, nicht wenige sogar dauerhaft. Besonders sind Frauen, Angestellte und Stadtbewohner betroffen. Die wichtigste Erkenntniss,
Stress im Alltag ist mittlerweile in Deutschland ein Massenphänomen. Fast sechs von zehn Deutschen empfinden nach einer Forsa Studie ihr Leben als stressig. Das vorliegende Buch zeigt, Hintergründe, Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten.

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<strong>Burnout</strong> – e<strong>in</strong> Begriff erobert die Welt. Aber:<br />

Gibt es <strong>Burnout</strong> überhaupt?<br />

Seit 2001 ist der Arbeitsausfall <strong>in</strong> Deutschland aufgr<strong>und</strong> <strong>psychische</strong>r Erkrankungen<br />

drastisch angestiegen: B<strong>in</strong>nen zehn Jahren gab es r<strong>und</strong> 20 Millionen<br />

Krankschreibungstage mehr 1 .<br />

In genauen Zahlen heisst das, dass Krankschreibungen wegen <strong>psychische</strong>r<br />

Erkrankungen <strong>und</strong> Verhaltensstörungen deutschlandweit von 33,6 Millionen<br />

Arbeitsunfähigkeitstagen im Jahr 2001 auf 53,5 Millionen im Jahr 2010 angestiegen<br />

s<strong>in</strong>d. Zum Vergleich: Insgesamt erhöhte sich der Anteil aller krankheitsbed<strong>in</strong>gten<br />

Fehltage im gleichen Zeitraum von 6,6 auf 13,1 Prozent.<br />

Das Massenphänomen „<strong>Burnout</strong>“, oder auch <strong>Burnout</strong>-Syndrom, beschreibt e<strong>in</strong>en<br />

anhaltenden Zustand körperlicher, emotionaler <strong>und</strong> geistiger Erschöpfung. Geprägt<br />

wurde der Begriff erstmals 1974 von <strong>dem</strong> deutschstämmigen Psychoanalytiker Herbert<br />

Freudenberger. Solide Zahlen darüber, wie viele Menschen b<strong>und</strong>esweit am <strong>Burnout</strong>-<br />

Syndrom leiden, existieren nicht. Schätzungen gehen von r<strong>und</strong> neun Millionen<br />

Betroffenen aus.<br />

Mit e<strong>in</strong>em Anteil von 38 Prozent s<strong>in</strong>d <strong>Burnout</strong>s die häufigste Ursache für<br />

Frühverrentungen. Nicht nur für die Erkrankten, auch für ihre Angehörigen bedeutet<br />

dies soziale <strong>und</strong> f<strong>in</strong>anzielle E<strong>in</strong>bußen.<br />

Aber auch für die Volkswirtschaft <strong>und</strong> für Unternehmen entstehen Kosten <strong>in</strong><br />

Milliardenhöhe. Psychische Erkrankungen s<strong>in</strong>d heute für elf Prozent der<br />

Arbeitsunfähigkeitszeiten verantwortlich.<br />

Für die Betriebe bedeutet dies, dass zusätzlich zu den Kosten durch Lohnfortzahlung<br />

auch betriebliche Verzögerungen <strong>in</strong> Kauf genommen werden müssen, Lohnkosten für<br />

neu e<strong>in</strong>gestellte Arbeitskräfte zusätzlich anfallen. Die Kosten für die E<strong>in</strong>arbeitung<br />

e<strong>in</strong>es Aka<strong>dem</strong>ikers belaufen sich auf r<strong>und</strong> 50 000 Euro.<br />

In Deutschland entstehen durch arbeitsbed<strong>in</strong>gte <strong>psychische</strong> <strong>Belastungen</strong><br />

volkswirtschaftliche Kosten <strong>in</strong> Höhe von 6,3 Mrd. Euro im Jahr. Laut aktueller Studie<br />

der Betriebskrankenkassen BKK aus <strong>dem</strong> Jahr 2012 s<strong>in</strong>d dar<strong>in</strong> drei Mrd. Euro direkte<br />

Kosten für die Krankheitsbehandlung <strong>und</strong> 3,3 Mrd. Produktionsausfall enthalten.<br />

In me<strong>in</strong>er Arbeit <strong>mit</strong> Patienten sowie me<strong>in</strong>er Arbeit <strong>mit</strong> Firmenk<strong>und</strong>en – wie etwa<br />

Bosch, Commerzbank, St. Gallen Bus<strong>in</strong>ess School (SGBS), oder beruflichen<br />

Fortbildung der Humboldt Universität zu Berl<strong>in</strong> – kann <strong>und</strong> konnte ich erkennen, dass<br />

1 http://www.b<strong>und</strong>esregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/07/2012-07-23-ke<strong>in</strong>-stressam-arbeitsplatz.html?__site=Bildungsrepublik<br />

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