16.12.2015 Aufrufe

Stress, Burnout und andere psychische Belastungen in Beruf und Privatleben mit dem 180 Grad Modell vermeiden.....

Tags die Karriere, abends die Familie und irgendwann noch Zeit für sich selbst haben: Sechs von zehn Menschen in Deutschland leiden nach Studien zufolge unter Stress im Alltag, nicht wenige sogar dauerhaft. Besonders sind Frauen, Angestellte und Stadtbewohner betroffen. Die wichtigste Erkenntniss, Stress im Alltag ist mittlerweile in Deutschland ein Massenphänomen. Fast sechs von zehn Deutschen empfinden nach einer Forsa Studie ihr Leben als stressig. Das vorliegende Buch zeigt, Hintergründe, Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten.

Tags die Karriere, abends die Familie und irgendwann noch Zeit für sich selbst haben: Sechs von zehn Menschen in Deutschland leiden nach Studien zufolge unter Stress im Alltag, nicht wenige sogar dauerhaft. Besonders sind Frauen, Angestellte und Stadtbewohner betroffen. Die wichtigste Erkenntniss,
Stress im Alltag ist mittlerweile in Deutschland ein Massenphänomen. Fast sechs von zehn Deutschen empfinden nach einer Forsa Studie ihr Leben als stressig. Das vorliegende Buch zeigt, Hintergründe, Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten.

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soziale Spannungen nicht zu <strong>vermeiden</strong>.<br />

Viele Menschen <strong>in</strong> Deutschland s<strong>in</strong>d heute, auch durch den materiellen Wohlstand, der<br />

das deutsche Wirtschaftsw<strong>und</strong>er <strong>in</strong> den sechziger Jahren <strong>mit</strong> sich brachte, nicht mehr<br />

an schwierige Herausforderungen gewohnt. Darunter leidet auch die deutsche<br />

Industrie, welche <strong>dem</strong>nach gegenüber <strong>andere</strong>n Industriestaaten im Bereich der<br />

Fachkräfte <strong>und</strong> Personalthematik nur noch bed<strong>in</strong>gt belastungsfähig ist <strong>und</strong> zunehmend<br />

e<strong>in</strong>e schwierigere Situation vorf<strong>in</strong>det.<br />

Nun stellt sich für Menschen der Mittelschicht die Herausforderung, sich <strong>mit</strong> e<strong>in</strong>er<br />

vollkommen neuen Situation ause<strong>in</strong>ander zu setzen. Aus der Vergangenheit s<strong>in</strong>d uns<br />

Geschichten bekannt, <strong>in</strong> denen Menschen, die den Arbeitsplatz verloren hatten, sich<br />

nicht mehr nach Hause trauten <strong>und</strong> noch lange nach der Entlassung, morgens <strong>mit</strong><br />

gepacktem Gepäck <strong>und</strong> zweitem Frühstück das Haus verließen, um vor der Familie<br />

nicht das „Gesicht zu verlieren“. Für viele ist die Arbeit un<strong>mit</strong>telbar <strong>mit</strong> <strong>dem</strong><br />

Selbstwert des Menschen verb<strong>und</strong>en.<br />

Wenn nun <strong>in</strong> dieser angespannten Situation Mitarbeiter auf nicht sensibilisierte oder<br />

unreflektierte Führungskräfte treffen, auf Führungskräfte, die Angst <strong>und</strong> Druck<br />

verstärken, kann es rasch zu negativen Entwicklungen kommen. Folgen e<strong>in</strong>er solchen<br />

negativen Atmosphäre s<strong>in</strong>d anfangs Missverständnisse <strong>und</strong> unbefriedigende<br />

Kommunikation, Frust, Vertrauensverlust, Mobb<strong>in</strong>g, welches als Vorstufe zu<br />

schwereren psychologischen Problemen wie etwa <strong>Burnout</strong> gesehen werden kann.<br />

Doch wir können uns sensibilisieren <strong>und</strong> die Achtsamkeit <strong>mit</strong> Kommunikation<br />

tra<strong>in</strong>ieren: Wer hier früh die Ursachen erkennt, wer den Mut hat zur Ansprach, ist<br />

gewappnet.<br />

Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahrzehnte hat <strong>in</strong> der B<strong>und</strong>esrepublik<br />

Deutschland e<strong>in</strong> F<strong>und</strong>ament <strong>in</strong> zum Teil übermässigen starken Konsum gef<strong>und</strong>en. In<br />

jüngster Zeit, müssen Menschen die Balance f<strong>in</strong>den: Zwischen verantwortungsvollem<br />

Konsum <strong>und</strong> immer unsicher werdender sozialer wirtschaftlicher Entwicklungen.<br />

Diese Situation kann stellvertretend als Beispiel genommen werden um zu<br />

verdeutlichen welche Spannungen auf das Individuen wirken.<br />

Der Präsident der Zeppel<strong>in</strong> Universität <strong>in</strong> Friedrichshafen am Bodensee, Jansen geht<br />

davon aus, dass <strong>mit</strong> der gegenwärtigen gesellschaftlich Krise unser Systemvertrauen<br />

verloren gegangen sei. Systemvertrauen ist jedoch die Gr<strong>und</strong>lage <strong>und</strong> Basis e<strong>in</strong>er<br />

funktionierenden Gesellschaft, da es uns das Vertrauen gibt, dass wir uns auf den<br />

<strong>andere</strong>n (oder im konkreten Fall auf das <strong>dem</strong>okratische <strong>und</strong> sozialmarktwirtschaftlich<br />

ausgerichtete Staatssystem) verlassen können.<br />

Diesen Vertrauensverlust begründet Jansen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er nicht wahrgenommen<br />

Verantwortung <strong>und</strong> sieht hier auch e<strong>in</strong> Versagen des Staates, <strong>mit</strong> gefährlichen Folgen.<br />

E<strong>in</strong>e dieser Folgen kann etwa der Verlust der <strong>dem</strong>okratischen Partizipation durch das<br />

nicht Wahrnehmen des Wahlrechtes se<strong>in</strong>. S<strong>in</strong>kende Wahlbeteiligung über Jahre zeigt<br />

das der Staat hier weite Teile der Bevölkerung verloren hat <strong>und</strong> diese auch nicht mehr<br />

erreicht, <strong>mit</strong> daraus resultierenden empf<strong>in</strong>dlichen Gefahren für die Demokratie.<br />

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