Patientenzeitschrift Herbst/Winter 2015/16

Visioness

Heft 4 Herbst-Winter 2015/16

Gesund in Essen

Spitzenchirurgie trifft Mitgefühl Seite 4

Mit TV-Programm

für unseren Klinik-Sender „KiK-TV“

Termine der geburtshilflichen Klinik

des KK Essen bis April 2016

Topchirurgen heilen abgetrennte

Finger und Hände

Seite 22

„Mehr Freude als Schmerz“ –

Eine Mutter erzählt von

der Geburt Seite 24

Gesund in Essen


Editorial

Liebe Patientinnen und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

die Kombination aus Medizin und Menschlichkeit ist am Katholischen Klinikum

Essen mehr als eine leere Floskel: Wir füllen sie mit Leben, indem wir

uns Zeit für Sie, unsere Patientinnen und Patienten nehmen, auf Sie und Ihre

Sorgen eingehen und Ihnen gewissenhaft zu einer guten Genesung verhelfen.

Dabei orientieren wir uns an christlichen Werten: das Wohlergehen und

die Würde der Menschen in unseren Häusern sind uns ein ganz besonderes

Anliegen.

Dass Menschen bei uns keine Nummern sind, zeigt unter anderem das interdisziplinäre

Tumorboard. Einmal in der Woche treffen dort Fachärzte verschiedener

Abteilungen aufeinander, um ausführlich über jeden einzelnen

Patienten mit neuer Krebsdiagnose oder einer Veränderung seiner Befunde

zu beraten. Das ermöglicht eine Analyse aus verschiedenen Perspektiven.

Gemeinsam suchen wir nach der optimalen, individuellen Behandlung für

jeden Einzelnen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist das 2011 in Essen-Borbeck eröffnete

Bauchzentrum der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie,

in das Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden zum Beispiel bei Verdacht

auf Darmverschluss, entzündliche Darmerkrankungen oder auf einen

Tumor im Magen-Darm-Trakt eingeliefert werden. Auch dort arbeiten wir

nicht nur intern als eingespieltes Team zusammen, sondern tauschen uns

mit Ärzten anderer Abteilungen, mit Pflegekräften und auch mit niedergelassenen

Ärzten aus. Beide Bereiche werden in der Titelstory der aktuellen

Ausgabe unseres Patientenmagazins „Gesund in Essen“ vorgestellt.

Menschlichkeit und Interdisziplinarität – dass also Ärzte verschiedener Fachrichtungen

gemeinsam über Behandlungsmethoden beraten – leben wir in

allen Krankenhäusern und Stationen des Katholischen Klinikums Essen. Sie

werden am Medizinischen Versorgungszentrum genauso umgesetzt wie in

der Klinik für Innere Medizin, Geriatrie und Pulmologie oder der Klinik für

Gynäkologie und Geburtshilfe, die ebenfalls ihren Platz in dieser Ausgabe

finden. Viele unserer Fachkliniken haben wegen ihrer hohen Qualität nicht

nur regional, sondern auch überregional einen großen Stellenwert.

Ihr

Priv.-Doz. Dr. med. Olaf Guckelberger

Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik I –

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

8

12

Impressum

Gesund in Essen Nr. 4 Herbst-Winter 2015/16

Herausgeber: Katholisches Klinikum Essen

Postanschrift: Katholisches Klinikum Essen

Marketing und Kommunikation

Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Fon: 0201 6400 1020

Fax: 0201 6400 1029

Mail: marketing@kk-essen.de

www.kk-essen.de

Redaktionsleitung: Oliver Gondolatsch

Leiter Marketing und Kommunikation

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Redaktion und Realisation: Visioness GmbH

Druck: Löcke-Druck

Quellen in dieser Ausgabe:

· Steinbeis Hochschule Essen

· pulmonale hypertonie e. v.

· Bundesministerium für Gesundheit

· Bundesverband Patientenfürsprecher

in Krankenhäusern e. V.

· Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie


Gesund in Essen


Inhalt

Spitzenchirurgie trifft Mitgefühl –

„Immer im Sinne des Patienten“ 4

Patientenhochschule:

Auf Augenhöhe mit den Ärzten 7

Lungenhochdruck:

„Ich muss mir kleine Freuden gönnen“ 8

4

Kardiologie:

„Zeit ist Herzmuskel“ 11

Bewegung statt Operation 12

Der Arzt Dr. Clemens Schmeck 13

22

Patientenfürsprecher:

Nicht verzagen, Schliffke fragen 14

Umfrage „Mitmenschlichkeit“ 15

Volkskrankheit Diabetes 16

Seelsorge am Katholischen Klinikum Essen:

In Gott hinein loslassen 18

News 19

Demenz in jungen Jahren 20

Topchirurgen heilen abgetrennte

Finger und Hände 22

„Mehr Freude als Schmerz“ –

Eine Mutter erzählt von der Geburt 24

Kreißsaalführungen 25

29

TV-Programm 26

Geriatrie: Fit für den Alltag 28

Traumatologie:

60 Sekunden für die Erstversorgung 29

Veranstaltungskalender 30

Fachkliniken/Leitende Ärzte 31

Gesund in Essen


Morgenroutine:

Für Dr. Guckelberger beginnt

der Arbeitstag hinter dem

Schreibtisch.

Privatdozent Dr. Guckelberger setzt

auf interdisziplinäre Zusammenarbeit –

auch mit niedergelassenen Ärzten

„Immer im Sinne

des Patienten“

Harvard Medical School in Boston, Charité

in Berlin und jetzt Leitender Arzt der

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

am Katholischen Klinikum

Essen: Privatdozent Dr. med. Olaf Guckelberger

hat eine außergewöhnliche

Karriere hingelegt. „Gesund in Essen“

begleitete ihn bei seiner Arbeit – die neben

fachlichem Know-how auch viel Mitgefühl

erfordert.

ersteckt hinter einem Computer-

Monitor und Bergen von Akten,

die auf einem Schreibtisch liegen,

sitzt ein Mann im weißen Kittel: frisch

rasiertes Gesicht, akkurat gescheiteltes

Haar, gepflegte Hände. Dr. Guckelbergers

Tag im Philippusstift Essen beginnt um

sieben Uhr morgens. Er checkt E-Mails,


Gesund in Essen

liest Befunde und analysiert Röntgenbilder.

Eine Viertelstunde später steht

die erste Visite auf der Intensivstation an.

Kurz darauf bespricht der leitende Chirurg

sich mit seinen Kollegen. „Die Arbeit

am Katholischen Klinikum Essen verläuft

deshalb so reibungslos, weil wir als eingespieltes

Team eng zusammenarbeiten“,

lobt der Endvierziger.

Visite im Bauchzentrum –

der gute Ruf eilt voraus

Zwischen acht und neun Uhr besucht er

Patienten, um zu entscheiden, ob eine

Operation nötig ist. Im 2011 eröffneten

Bauchzentrum auf der Station A4 liegt

eine Frau mit Darmbeschwerden im

Krankenbett. Der Mediziner stellt sich

vor, worauf Annemarie Neumann* antwortet:

„Ich weiß, ich habe schon viel von

Ihnen gehört.“

Im interdisziplinären Bauchzentrum

werden Patienten zunächst von Ärzten

der Gastroenterologie und der Viszeralchirurgie

gemeinsam behandelt. Die

gebündelte Fachkompetenz soll Reibungen

zwischen den Disziplinen vermeiden

und eine schnellere Diagnose

und Therapie ermöglichen. Aufgenommen

werden Patienten mit unklaren

Bauchbeschwerden, zum Beispiel bei

Verdacht auf Darmverschluss, entzündliche

Darmerkrankungen oder auf einen

Tumor des Magen-Darm-Traktes. Ist die

Ursache geklärt, wird der Patient auf die

zuständige Station verlegt.

* Name von der Redaktion geändert


Schwerpunkt Hernien- und Gefäßzentrum

Die Chirurgische Klinik I mit Sitz im

Philippusstift und im Marienhospital

Altenessen befasst sich mit der Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie.

Die Ärzte sind spezialisiert auf Operationen

des Magen-Darm-Traktes,

der Leber, der Schilddrüse, der Speiseröhre,

der Milz und der Bauchspeicheldrüse.

Die Operationen werden

– wenn möglich – minimalinvasiv

vorgenommen. Dank kleinster Instrumente

behält der Patient keine auffälligen

Narben und kann in den meisten

Fällen nach wenigen Tagen das Krankenhaus

verlassen. Die Qualität der

Eingriffe wurde von der Gesellschaft

für Viszeralchirurgie geprüft und zertifiziert.

Schwerpunkte der Chirurgischen

Klinik I sind das Hernien- sowie das

Gefäßzentrum. Hernien, also Bauchwandbrüche

inklusive Leistenbrüche,

sind häufig auftretende chirurgische

Krankheitsbilder. Im schlimmsten

Annemarie Neumann* bereiten nach

mehrfachen Operationen am Darm Verwachsungen

chronische Beschwerden.

Nach akribischer Recherche setzt sie

alle Hoffnung in den exzellenten Chirurgen:

„Ich habe zu meinem Mann gesagt:

‚Meine letzte Chance ist Doktor

Guckelberger‘“.

Fall können Bauchorgane durch eine

solche Lücke fallen, sich dort einklemmen

und lebensgefährliche Durchblutungsstörungen,

Darmverschlüsse oder

Darmdurchbrüche verursachen. Die

spezialisierten Ärzte um Dr. Guckelberger

verlagern sowohl konservativ als

auch minimalinvasiv das entsprechende

Organ zurück in die Bauchhöhle, verschließen

die Bruchpforte und verstärken

die Bauchwand.

In der Gefäßchirurgie werden beispielsweise

Gefäßbypässe gelegt, aber auch

Shunts zwischen Arterie und Vene, über

die Dialysen durchgeführt werden. Das

Gefäßzentrum am Marienhospital Altenessen

ist 2004 als eines der ersten in

Deutschland von der Deutschen Gesellschaft

für Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie

zertifiziert und im September 2010

rezertifiziert worden.

Weiterer Schwerpunkt ist die onkologische

Chirurgie, in der Krebserkrankungen

der Bauchorgane behandelt

werden. Im sogenannten Tumorboard

arbeiten Ärzte interdisziplinär zusammen

– sowohl klinikintern als auch

mit niedergelassenen Ärzten.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Priv.-Doz. Dr. med. Olaf Guckelberger

Leitender Arzt

Chirurgische Klinik I - Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3151

Mail: o.guckelberger@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1751

Mail: o.guckelberger@kk-essen.de

Ein Video über das Bauchzentrum

finden Sie im Internet auf

www.gesundinessen.de/chirurgischeszentrum

In Harvard wird auch nur

mit Wasser gekocht

Der gute Ruf eilt ihm voraus. Der Mediziner

ist in Berlin geboren und aufgewachsen.

An der Berliner Charité, dem größten

Uniklinikum Europas, kletterte er 20 Jahre

lang die Karriere-Leiter hinauf: vom Arzt

im Praktikum bis zum leitenden Oberarzt.

Einzig zwischen 1998 und 2000 war er

nicht in Berlin, sondern an einer der weltweit

renommiertesten Elitehochschulen,

der Harvard Medical School in Boston.

Mit Charme: Dr. Guckelberger weiß, wie er seine Patienten zum Lachen bringt.

„Die kochen auch nur mit Wasser“, winkt

der Mann im weißen Kittel ab. Seit Oktober

2013 leitet Dr. Guckelberger die Klinik

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

am Katholischen Klinikum Essen.

„Ich wollte Chef werden und selbst eine

Abteilung leiten“, begründet er seinen

Wechsel. In Essen habe für ihn alles gepasst,

auch die Region.

Interdisziplinäres Tumorboard

Das Katholische Klinikum Essen profitiert

von seinen Erfahrungen. „Ich bringe

viel mit, womit wir die Chance haben,

einen weiteren Schwerpunkt zu bilden“,

sagt er und verweist auf die onkologische

Chirurgie, die sich mit Tumoren in der

Speiseröhre, im Magen, im Darm, in der

Bauchspeicheldrüse, der Leber sowie

mit Tumorerkrankungen des Bauchfells

beschäftigt.

Besonders am Herzen liegt ihm dabei

das interdisziplinäre Tumorboard: Jeden

Mittwoch trifft der Leitende Arzt sich

mit Kollegen anderer Abteilungen wie

der Gastroenterologie, der Onkologie,

Gesund in Essen


der Strahlentherapie und der Radiologie

sowie der Urologie und der Gynäkologie.

„Krebs kennt keine Grenzen“, sagt Dr.

Guckelberger.

In ein bis eineinhalb Stunden wird jeder

Patient mit neuer Krebsdiagnose oder

einer einschlägigen Veränderung des

Krankheitsbildes vorgestellt und interdisziplinär

analysiert. Wenn nötig, ließe

er sich auch von einer geplanten Operation

abbringen. „Immer im Sinne des Patienten“,

sagt Dr. Guckelberger und lobt:

„Das Tumorboard funktioniert hervorragend.

Wir arbeiten eng mit niedergelassenen

Ärzten zusammen. So können wir

Patienten guten Gewissens in die ambulante

Behandlung entlassen.“

„Ich rate Ihnen von einer Operation ab“

Auch die Frau auf Station A4 entlässt er

heute nach Hause. Mit beiden Händen

tastet der Mediziner den Bauch ab, auf

dem sich eine lange, horizontale Narbe

abzeichnet. „Ich rate Ihnen von einer

Operation ab“, warnt er. Die würde nur

zu weiteren Verwachsungen und erneuten

Beschwerden führen. „Die Röntgenbilder

sind in Ordnung“, erörtert der

Viszeralchirurg sachlich und geht im

nächsten Atemzug auf das subjektive

Befinden der Dame ein: „Ihre Schmerzen

sehen wir darauf natürlich nicht.“

Der Doktor empfiehlt eine Schmerztherapie

bei einem Spezialisten, mahnt,

regelmäßig und konstant die Medikamente

einzunehmen und entschuldigt

sich dafür, nicht mehr für sie machen

zu können. Die Erkrankte wirkt allein

durch das Gespräch und die kurze Untersuchung

sichtlich erleichtert. „Wofür?

Vielen Dank!“, sagt sie.

Dr. Guckelberger ist auf dem Weg zu seiner

nächsten Patientin. Die junge Frau

hat einen entzündeten Insektenstich

am Fuß. Auch das ist Teil seiner Arbeit.

„Der Fuß war dick und kräftig rot, als sie

hier herkam“, beschreibt eine Krankenpflegerin

die Verletzung. „Durch Kratzen

kommen Bakterien drunter, und dann

kann so etwas passieren“, ergänzt Dr.

Guckelberger. Er verordnete Ruhe, Kühlen

und Antibiotika. Jetzt tastet der Arzt

den Knöchel ab und entlässt die Patientin

nach Hause – mit der eindringlichen

Bitte, nicht zu kratzen.

Operationen dauern zwischen

einer und sechs Stunden

Einfühlsam: Vorsichtig tastet Dr. Guckelberger den Bauch einer Patientin ab.

Einfühlsam:

Behutsam tastet Dr. Guckelberger

Teamarbeit: den Bauch Gemeinsam einer Patientin mit Kollege ab. Dr. Tarek Azhari

wertet Dr. Guckelberger Befunde aus.


Gesund in Essen

Er selbst geht längst nicht nach Hause.

Etwa zwischen acht und neun Uhr morgens

beginnen die Operationen. Manche

davon dauern sechs Stunden, kleinere,

wie beispielsweise ein Leistenbruch

sind in einer Stunde erledigt. Gegen

14.30 Uhr bespricht er sich mit seinen

Mitarbeitern. Eine halbe Stunde später

erhält er alle Röntgenbilder des Tages,

führt anschließend die zweite Visite auf

der Intensivstation durch und besucht

Patienten der anderen Stationen. Für

ambulante Patienten nimmt er sich zwischendurch

Zeit.

Ruhe kehrt erst am späten Nachmittag

ein. Die nutzt der Mediziner, um die

Aktenberge auf seinem Schreibtisch zu

minimieren und Röntgenbilder zu studieren.

Zwischen halb acht und acht am

Abend gönnt er sich den wohlverdienten

Feierabend. Von Stress, Augenringen

oder Überforderung ist keine Spur. „Mir

macht das wahnsinnigen Spaß“, begründet

er seinen Arbeitseifer. „Und ich bin

es den Patienten schuldig, gut vorbereitet

in Operationen zu gehen.“


Patientenhochschule:

Auf Augenhöhe mit den Ärzten

Von Achalasie bis Zöliakie: Diagnosen

der Ärzte sind für Normalsterbliche

häufig kaum zu verstehen. Das Katholische

Klinikum Essen hat mit der sogenannten

Patientenhochschule einen

Weg gefunden, das Verständnis zwischen

Patienten und Klinikpersonal erheblich

zu verbessern

ie haben eine essentielle, funktionelle,

vegetative, idiopathische

Dystonie.“ Bitte was?! Dr. Eckart

von Hirschhausen beschreibt in seinem

„Faktencheck Gesundheit“ eine typische

Sprechstunde und nimmt den Fachjargon

seiner Kollegen aufs Korn. „Dieses ganze

Wortungetüm heißt nichts weiter als ‚keine

Ahnung, was los ist‘“, meint der Kabarettist.

Das Katholische Klinikum Essen

schafft Abhilfe: In Seminaren wie „Das

Karpaltunnelsyndrom“ oder „Aortenaneurysma

– die tickende Zeitbombe“ bilden

medizinische Experten des Klinikums seit

Anfang des Jahres interessierte Frauen

und Männer zu „mündigen Patienten“ aus.

Der Zertifikatskurs ist gemeinsam mit der

Steinbeis Hochschule entwickelt worden.

„Die Bilanz ist sehr gut“, sagt Privatdozent

Dr. Horst Gerhard, einer der Initiatoren

der Patientenhochschule, und spricht von

80 bis 100 Patienten pro Vorlesung. Damit

sind die Vorträge fast ausgebucht. Die

Akzeptanz gehe weit über Essen hinaus.

Das Prozedere ist ähnlich wie an staatlichen

Hochschulen. Interessierte melden

sich online an, erhalten eine eigene

Matrikelnummer, besuchen in maximal

vier Semestern mindestens 15 Vorträge

in den Bereichen Medizin, Chirurgie und

Gesundheitspolitik und erhalten am Ende

das Zertifikat „mündiger Patient“.

„Die Teilnehmer sind sehr interessiert,

stellen Fragen, viele ganz gezielt“, freut

sich Dr. Horst Gerhard über die aktive Beteiligung.

„Hier wird viel Wissen vermittelt

– und die Leute nehmen das dankbar an“,

fasst er zusammen.

„Ich bin ganz begeistert, dass das Katholische

Klinikum Essen so etwas anbietet“,

sagt die 53-jährige Lieselotte Meyer, die

einen der beliebten Reanimationskurse

besucht hat. „Mein Mann ist schwer

krank. Bisher hätte ich ihm nicht helfen

können, wäre er zusammengebrochen.

Jetzt fühle ich mich viel sicherer.“ Heidrun

Kunz leidet unter einem sogenannten

Karpaltunnelsyndrom (eine Verletzung

der Handwurzel). „In den Seminaren werden

kompliziert klingende Diagnosen ganz

einfach und verständlich erklärt. Die Ärzte

nehmen sich Zeit und die Fragen der Patienten

ernst“, lobt die 67-Jährige.

Die Teilnahme an den Vorlesungen und

Prüfungen der Patientenhochschule ist

kostenlos. Kommende Vorlesungen sind

beispielsweise „Gelenkverschleiß – Gelenkersatz“

(10.11., 18-20 Uhr), „Darmkrebs

– Möglichkeiten der Minimalinvasiven

Chirurgie“ (11.11., 18-20 Uhr) und

„Was passiert im Krankenhaus hinter den

Kulissen“ (17.11., 18-20 Uhr). Weitere Informationen

sowie Anmeldungen unter

http://gesundinessen.de/patientenhochschule.

„Das ist

einmalig“

Die Patientenhochschule am Katholischen

Klinikum Essen ist laut Prof.

Herbert Hockauf beispiellos. Was sie

besonders macht, erläutert der Wissenschaftliche

Leiter der Steinbeis-

Hochschule in Essen im Interview.

Was macht die Patientenhochschule

in Essen einzigartig?

Prof. Herbert Hockauf: Patienten

erhalten aus erster Hand Informationen

über Erkrankungen, Prävention

und das deutsche Gesundheitssystem

– und zwar in strukturierter, lektorierter

Form: Themen werden nicht

fachspezifisch, sondern publikumsgerecht

aufbereitet. Außerdem – und

das ist einmalig – dürfen Patienten

im medizinischen Simulationszentrum

selbst probieren. Der Patient

verabreicht ohne Gefahr eine Narkose

oder lernt ein Beatmungsgerät

der Intensivstation kennen.

Was bezwecken Sie damit?

Prof. Herbert Hockauf: Unser Ziel ist

es, Patienten zu mündigen Partnern

der Ärzte auszubilden. Vor allem

aber wollen wir Ängste und Misstrauen,

zum Beispiel vor Medizintechnik

und der Intensivstation, nehmen. Das

kommt so gut an, dass wir die Nachfrage

kaum bewältigen können.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Oliver Gondolatsch

Leiter Marketing und Kommunikation,

Kfm. Leiter MVZ Essen-Nord-West

Hospitalstraße 24

Fon: 0201 6400 1020

Mail: o.gondolatsch@kk-essen.de

Ein Video über die Patientenhochschule

finden Sie im Internet auf

www.gesundinessen.de/patientenhochschule

Dr. Helmut Peters demonstriert,

welche Geräte im OP und auf der

Intensivstation eingesetzt werden.

Gesund in Essen


„Ich muss mir kleine

Freuden gönnen“

Trotz ständiger Atemnot zufrieden:

Zuzana Hamers berichtet von einem Leben

mit der seltenen Krankheit Lungenhochdruck

uzana Hamers hat eine regelrechte

Odyssee durchgemacht, bis sie vor

fünf Jahren die Diagnose „pulmonale

Hypertonie“ (Lungenhochdruck) erhielt.

Wird die Krankheit nicht erkannt,

kann sie innerhalb weniger Jahre zum

Tod führen. Bundesweit leiden vier Millionen

Menschen an einer seltenen Krankheit*,

von denen es nach Schätzungen

des Bundesgesundheitsministeriums

etwa 8000 gibt. Wegen des seltenen Auftretens

und unspezifischer Symptome

fällt vielen Ärzten die Diagnose schwer.

Leidtragende sind die Patienten.


Gesund in Essen

Dauerhaft am Sauerstoffgerät

Zuzana Hamers öffnet die Tür ihrer Maisonette-Wohnung.

Unter den Nasenlöchern

klemmt ein dünner Schlauch,

der über eine siebeneinhalb Meter lange

Schnur zu einem im Flur stehenden

Sauerstoffgerät führt. Das Kabel reicht

für das komplette untere Geschoss der

Wohnung, die oberen Räume betritt sie

ohnehin kaum noch. Als sie vor 24 Jahren

mit ihrer ältesten Tochter schwanger

war – eigentlich eine der schönsten

Zeiten im Leben einer Frau – haben für

Zuzana Hamers die Vorboten der pulmonalen

Hypertonie begonnen.

Ärzte diagnostizierten zunächst eine sogenannte

Sarkoidose, eine seltene, relativ

unbekannte Krankheit, bei der kleine

Bindegewebsknoten entstehen. Das betroffene

Organ kann daraufhin nach und

nach vernarben oder sich völlig zurückbilden.

„Die Krankheit kann alle möglichen

Organe treffen, bei meiner Frau

hat sie hauptsächlich die Lunge befallen“,

erläutert Dirk Hamers, der sich mit

Zuzana Hamers auf die Eck-Couch im


1

Lungenhochdruck

(Pulmonale Hypertonie)

Bei einer pulmonalen Hypertonie arbeiten Herz und

Lunge nicht optimal zusammen. Weil die Lungengefäße

stark verengt sind, muss das Herz großen Druck aufbauen,

um das verbrauchte Blut in die Lunge zu pumpen.

Der mittlere arterielle Blutdruck in der Lungenschlagader

steigt im Ruhezustand vom Normalwert, der weniger als

20 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) beträgt auf mehr

als 25 mmHg an. Folgen sind eine Durchblutungsstörung

der Lunge, verschlechterte Sauerstoffaufnahme, Überlastung

der rechten Herzkammer bis das Herz schließlich

völlig versagt.

Lunge

Rechte

Herzkammer

DRUCK

2

Ursachen der chronischen, tödlichen Krankheit können

kardiologischer Natur sein, beispielsweise Herzfehler,

Herzklappenfehler, oder von der Lunge hervorgerufen,

zum Beispiel durch eine chronische Bronchitis oder die

Lungenkrankheit COPD. Weitere mögliche Auslöser sind

Lungenembolien, Erkrankungen aus dem rheumatischen

Formenkreis oder Bindegewebserkrankungen, Infektionskrankheiten

wie HIV sowie spezielle Kinderkrankheiten.

1. Gesunder Kreislauf

Der Weg zur Lunge ist frei. Das Blut wird ungehindert

vom Herzen in die Lunge gepumpt.

2. Lungenhochdruck

Die Lungenarterie ist verengt (schwarze Pfeile).

Durch den Druck des pumpenden Herzens

vergrößert sich die rechte Herzkammer.

Herz und Lunge arbeiten

gegeneinander

Mit Aktionen wie „Breathless for PH“ macht der Verein phev beim Ironman

in Frankfurt auf die Krankheit Lungenhochdruck aufmerksam.

Wohnzimmer gesetzt hat. „Irgendwann

wird die Sarkoidose zum Tod führen“,

sagt er betrübt. „Man kann es eindämmen,

aber nicht stoppen.“

Das bestätigt auch Dr. Stefan Matzko,

Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie

und internistische Intensivmedizin

am Katholischen Klinikum Essen.

Gerade bei den sekundären Formen,

zum Beispiel infolge von Lungenerkrankungen,

würden die Patienten häufig

zwar nicht direkt an pulmonaler Hypertonie

sterben. Viele erliegen jedoch

entweder ihrer Grunderkrankung oder

einem Herzinfarkt.

* Eine Erkrankung gilt als selten, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind

„Durch die zerstörte Lunge wurde der

Sauerstoffgehalt immer geringer“, beschreibt

Dirk Hamers, „Herz und Lunge

haben versucht, gegeneinander zu

arbeiten.“ Es kam zur Überlastung,

woraufhin sich die rechte Herzkammer

von Zuzana Hamers um das Dreifache

vergrößerte. „Ich konnte nicht mehr allein

raus gehen, kam keine Treppe hoch

und runter, konnte nicht mehr kochen

und wenn ich mich nur kurz hingesetzt

habe, bin ich sofort eingeschlafen“, beschreibt

die 53-Jährige ihre mangelnde

Leistungsfähigkeit und bedauert: „Die

pulmonale Hypertonie erkannte lange

niemand. Ich habe oft festgestellt, dass

die Ärzte über das Thema nicht wirklich

etwas wissen.“

Kein Einzelfall

Zuzana Hamers ist kein Einzelfall. Nach

Angaben des Vereins pulmonale Hypertonie

(phev) leben in Deutschland geschätzt

5000 bis 8000 Menschen mit der seltenen

Krankheit. Allein 900 Betroffene gehören

dem bundesweiten Verein an. Oft wird die

Krankheit viel zu spät diagnostiziert und

lange falsch oder gar nicht behandelt.

Gesund in Essen


„Wenn wir neue Mitglieder danach fragen,

wie lange es bis zur Diagnose gedauert

hat, sprechen die meisten von zwei bis

drei Jahren – oft dauert es noch länger“,

kritisiert Günther Thimm, zweiter Vorsitzender

des phev. Die Gründe dafür seien

Symptome, die vielfältig gedeutet werden

können, wie Atemlosigkeit und Probleme

beim Treppensteigen. Unbehandelt kann

die Krankheit innerhalb kürzester Zeit zu

Rechtsherzversagen und damit zum Tod

führen.

„Die häufigsten Beschwerden der Patienten

sind unspezifisch: Luftnot bei

körperlicher Belastung, nicht mehr so

leistungsfähig, immer müde, abgeschlagen,

häufige Kopfschmerzen“, beschreibt

auch Dr. Matzko, warum es für viele Ärzte

schwierig ist, eine pulmonale Hypertonie

zu erkennen. „Das sind Dinge, die einen

an alles oder nichts denken lassen. Das

kann man bei einer drohenden Erkältung

genauso haben wie bei einer ernstzunehmenden

chronischen Erkrankung.“

Darauf ruht der Mediziner sich aber nicht

aus. Er fordert sich und seine Kollegen zu

größter Wachsamkeit auf: „Unsere Aufgabe

ist es, an die pulmonale Hypertonie

zu denken, damit wir sie adäquat mitbehandeln

können und den Fokus nicht nur

auf die pulmonale oder pneumologische

Grunderkrankung legen.“

Zuzana Hamers: „Ich bin belastbarer“

Bei Zuzana Hamers ist die Diagnose 2010

gestellt worden, seit 2014 hängt sie dauerhaft

am Sauerstoffgerät. Für die vierfache

Mutter aus Oberhausen ein Segen:

„Ich bin belastbarer, komme die Treppe

hoch und mache sogar wieder ein bisschen

Sport“, sagt sie erleichtert. Jeden

Tag absolviert Zuzana Hamers eine halbe

Stunde vom Arzt empfohlene Atemübungen

und trainiert je nach Wetter und

Laune anschließend eine halbe Stunde

auf dem Radergometer oder auf dem

Drahtesel an der frischen Luft. Große

Sprünge kann die ehemalige Schneiderin

trotzdem nicht machen. „Ein spontaner

Tagesausflug ist nicht möglich“, bedauert

ihre 21-jährige Tochter Anneka. „Nach

dem Frühstück ist sie zwei bis vier Stunden

belastbar, nach dem Mittag kaputt

– da ist nichts mehr mit rausgehen. Und

nach 17 Uhr kann man dann vielleicht

wieder ein Eis essen gehen.“

Ein einziges Mal war die Familie in diesem

Sommer im Schwimmbad. „Ich war

sogar eine halbe Stunde im Wasser“,

sagt Zuzana Hamers nicht ohne Stolz

und ergänzt: „stehend natürlich, nicht

schwimmend“. Das Sauerstoffgerät ließ

sie gegen alle Vorschriften für diesen

kurzen genussvollen Moment auf der

Wiese stehen. Die Strafe folgte prompt:

„Wenn ich etwas Schönes mache, geht‘s

mir am nächsten Tag immer schlecht“,

Pulmonale Hypertonie ist eine Krankheit,

der Ärzte und Betroffene häufig

hilflos gegenüberstehen. Dr. Stefan

Matzko, Facharzt für Innere Medizin,

Pneumologie und internistische Intensivmedizin

am Katholischen Klinikum

Essen, berichtet von dem großen

Problem Organmangel und einer

Patientin, die er auch nach Jahren nie

vergessen hat.

Was sollten Patienten mit pulmonaler

Hypertonie vermeiden?

Dr. Stefan Matzko: Alles, was die Lunge

schädigen kann. Zum Beispiel gibt

es Drogen, die einen schädigenden

Faktor ausüben. Aber selbstverständlich

auch das Zigarettenrauchen.

Darüber hinaus jede Form der körperlichen

Überforderung. Auch der

Lungenkranke sollte Lungensport

machen, aber nie an die Reserven gehen:

Laufen auf dem Laufband, Fahrrad

fahren, Schwimmen. Aber nicht:

Sprint, Squash spielen oder nur auf

Muskelaufbau trainieren.

spricht sie aus Erfahrung. Gelohnt hat

es sich für sie trotzdem. „Ich muss mir

kleine Freuden gönnen“, sagt die rührige

Frau, die früher gern und viel Sport

getrieben hat. „Ich bin trotz allem ein

sehr positiver Mensch“, sagt sie. „Klar

sterbe ich irgendwann. Andere sterben

auch.“

„Häufig scheitert es

am Organmangel“

Welche Therapie-Möglichkeiten

bestehen?

Dr. Stefan Matzko: Dafür gibt es einen

Stufenplan. Zunächst werden Medikamente

verschrieben. Darüber hinaus

gibt es inhalative Behandlungsmöglichkeiten.

Die letzte Option ist die

Lungen- oder kombinierte Herz-Lungen-Transplantation.

Und da – das

erleben wir im Augenblick alle durch

die Berichterstattung in den Medien

– scheitert es ganz häufig am Organmangel,

am Spendermangel oder der

fehlenden Spenderbereitschaft. Bei

einer Lungentransplantation oder

auch der kombinierten Herz-Lungentransplantation

haben Sie eine

Abstoßungsrate von 50 Prozent in fünf

Jahren.

Ist Ihnen dennoch eine Patientengeschichte

in Erinnerung geblieben,

die anderen Mut macht?

Dr. Stefan Matzko: Eine ganz junge

Frau, Mitte 30. Als ich sie kennenlernte,

hatte sie diese Krankheit schon

fünf Jahre. Sie lag fast nur noch im

Krankenhaus, war seit Jahren bettlägerig.

Für sie war selbst der Wechsel

vom Bett auf den Toilettenstuhl ein

Kraftakt wie für einen Marathonläufer

der komplette Marathon. Im Alter von

35 Jahren ist sie transplantiert worden

– erfolgreich. Sie hat noch mal ein

ganz neues Leben angefangen, konnte

Dinge tun, die sie fast nie in ihrem

Leben getan hat, konnte tanzen gehen

als junge Frau. Das war wie eine Wiedergeburt,

ein tolles Erlebnis.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Dr. med. Stefan Matzko

Facharzt für Innere Medizin,

Pneumologie und internistische

Intensivmedizin

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1901

Mail: e.praschak@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1310

Mail: e.praschak@kk-essen.de

10 Gesund in Essen


Prof. Dr. Birgit Hailer berät sich mit einem Ärzteteam.

Über verschiedene Monitore werden die Herzfunktionen überwacht.

„Zeit ist Herzmuskel“

Erkrankungen des Herzkreislaufsystems sind die häufigste Todesursache in

Deutschland. Beinahe jeder zweite Todesfall ist darauf zurückzuführen. Umso wichtiger

ist eine schnelle und kompetente Behandlung. Die beiden Chest Pain Units des

Katholischen Klinikums Essen haben dank hervorragender, moderner Technik sowie

gewissenhafter und schneller Ärzte auch überregional hohe Bedeutung. Geleitet

werden sie von einer Frau, von der Stress abzuperlen scheint.

rof. Dr. Birgit Hailer eilt von einem

Patienten zum nächsten: hier

kontrolliert sie Stents, dort fragt

sie nach dem Befinden und spurtet im

nächsten Augenblick auf die Intensivstation.

Hektisch wirkt die Leitende Ärztin

der Medizinischen Klinik II – Innere Medizin,

Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie – dabei

nicht. Ihr Engagement und ihre Stressresistenz

haben die Medizinerin weit

nach oben gebracht: deutschlandweit

gehört die Professorin zu den ganz wenigen

Frauen, die eine Fachklinik leiten.

Frühe Behandlung rettet Leben

Neben der invasiven Kardiologie, die

sich mit Herzerkrankungen befasst,

und der interventionellen Angiologie,

die auf Gefäßerkrankungen spezialisiert

ist, umfasst die Medizinische Klinik

II des Katholischen Klinikums Essen

auch die Akutversorgung, Intensivstationen

und zwei daran angeschlossene

Chest Pain Units. Die am Philippusstift

ist 2009 als erste ihrer Stadt zertifiziert

worden. 2010 erhielt auch das St. Vincenz

Krankenhaus die entsprechende

Auszeichnung.

„Bei einem Herzinfarkt ist es notwendig,

früh zu handeln“, erläutert Prof.

Hailer einen der wichtigsten Eingriffe.

„Wir sagen immer: ‚Zeit ist Herzmuskel‘.

Je früher ein Herzinfarkt erkannt

wird, desto mehr Herzmuskelgewebe

können wir retten.“ Die Warnung richtet

sie nicht nur an sich und ihr Ärzte-Team,

sondern auch an Patienten. Je eher sie

mit Beschwerden in die Klinik kommen,

desto größer sind die Heilungschancen.

Zeitgewinn dank modernster Technik

Immer wieder würden kardiologische Erkrankungen

beiläufig entdeckt: „Manche

kommen einfach mit Unwohlsein in die

Notaufnahme, wo durch ein EKG zufällig

Herzprobleme festgestellt werden“,

berichtet die Chefärztin. Wird ein Patient

mit Verdacht auf Herzinfarkt per Rettungswagen

eingeliefert, kann das EKG

des Patienten dank modernster Technik

bereits von unterwegs aus an die Klinik

übermittelt werden. Verhärtet sich die

Annahme, wird der Kranke – ohne Umweg

über die zentrale Notaufnahme – direkt

ins Herzkatheterlabor gebracht.

„Das bringt einen enormen Zeitgewinn“,

betont Prof. Hailer und stellt weitere

Vorteile ihrer Abteilung heraus: „Wir

haben ein hohes Angebot an Untersuchungsmethoden.

Wir haben einen Gastroenterologen

vor Ort. Wir haben einen

Neurologen vor Ort. Wir können durch

die Interdisziplinarität umgehend die Ursache

des Schmerzes abklären. Wir sind

schnell.“ So rapide wie sie spricht, ist sie

auch schon wieder weg – auf dem Weg

zum nächsten Notfall.

Über die hohe

Schlagkraft ihrer

Abteilung und

eine ausgezeichnete

Chest Pain Unit

spricht Prof. Dr. Birgit Hailer, Leitende

Ärztin der Medizinischen Klinik II

– Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie,

Rhythmologie und Gastroenterologie,

mit „Gesund in Essen“.

„Hohe Schlagkraft“

Welche Bedeutung hat die MK II

deutschlandweit?

Prof. Birgit Hailer: Die kardiologische

Abteilung hat sich mit einem

hohen Stellenwert etabliert. Wir

decken das komplette Spektrum

der invasiven Kardiologie und der

interventionellen Angiologie ab.

Damit haben wir eine sehr hohe

Schlagkraft.

Welche Patienten kommen

auf die Intensivstation?

Prof. Birgit Hailer: Integriert ist

eine Chest Pain Unit, auf der Patienten

mit Verdacht auf Herzinfarkt

über Stunden beobachtet werden.

Unser Ärzte-Team steht in einem

Drei-Schichten-System rund um

die Uhr zur Verfügung.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Prof. Dr. Birgit Hailer

Leitende Ärztin

Medizinische Klinik II – Innere

Medizin, Kardiologie, Angiologie,

Rhythmologie u. Gastroenterologie

Hülsmannstr. 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3301/3302

Mail: mk2@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 3051

Mail: mk2-vk@kk-essen.de

Gesund in Essen

11


Bewegung

statt Operation

Zeitmangel? Eilige Patientenabwicklung? Nicht in der Rehabilitativen Medizin

des Medizinischen Versorgungszentrums in Essen Borbeck. Rehamediziner

Dr. Horst Gerhard nimmt sich viel Zeit für seine Patienten und setzt auf ein

ganzheitliches Therapiekonzept mit Bewegung und Naturheilverfahren

anstelle von voreiligen Operationen.

indestens eine Dreiviertelstunde

dauert ein Erstgespräch“, sagt

Privatdozent Dr. Horst Gerhard,

der den im Juli 2015 gegründeten Bereich

Physikalische und Rehabilitative Medizin

des Medizinischen Versorgungszentrums

leitet. Er untersucht seine Patienten nicht

nur, er lernt sie kennen – mit Hobbies,

Ängsten, Zielen und dem gesamten Lebensumfeld.

„Ich will keinen Facharzt ersetzen“

Es gehe nicht darum, eine Krankheit zu

diagnostizieren. „Ich will keinen Facharzt

ersetzen“, betont er, „Patienten sollten

möglichst schon mit einer Diagnose zu

mir kommen, damit ich auf Fakten zurückgreifen

kann“.

An die Vorarbeit seiner Kollegen knüpft

er an. Besonders bei Patienten mit chronischen

Kopfschmerzen oder Bandscheibenproblemen

sei es mit einer einfachen

Diagnose und Schmerztabletten nicht getan.

Dr. Gerhard geht an die Ursache: Sind

eine Fehlhaltung oder Probleme mit der

Halswirbelsäule der Ursprung des Übels?

Ein ungünstiger Schreibtisch, die falsche

Berufswahl? „Die Sichtweise auf die Wirbelsäule

hat psychodynamisch auch etwas

mit Selbstbehauptung zu tun “, meint der

Mediziner. An der Stelle kommt die Psychologie

mit ins Spiel. „Ich schaue auch,

inwiefern der psychosoziale Hintergrund

zur Krankheit beigetragen hat“, sagt er

und spezifiziert: „Es gibt Berufe, die krank

machen.“ Manchen empfiehlt er deshalb,

sich einen anderen Job zu suchen.

Rehaplan nach Patientenwunsch

Nach einem ersten, aufschlussreichen

Gespräch erstellt Dr. Gerhard in Abstimmung

mit den Patienten einen Rehaplan.

Berücksichtigt werden dabei vor allem die

Wünsche, Lebensumstände und das persönliche

Potenzial. In Zusammenarbeit

mit Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden

und Neuropsychologen werden die

gemeinsam aufgestellten Ziele umgesetzt

und die Fortschritte in regelmäßigen

Teambesprechungen kontrolliert.

Dabei gilt: milde Heilungsmethoden vor

voreiligen Operationen. Also lieber physikalische

Therapie mit Massagen, Bädern,

Fango und Krankengymnastik als mit

Vollnarkose unters Messer. „Operationen

hinterlassen immer Narben“, sagt Dr.

Gerhard. Wenn Lähmungen auftreten, sei

eine Operation unausweichlich. In allen

anderen Fällen ist er für den sanften Weg:

„Die Reha soll verhindern, dass es überhaupt

erst soweit kommt.“

Über Wunschdenken und realistische

Therapie-Ziele spricht Privatdozent

Dr. Horst Gerhard, Leitender

Arzt der Physikalischen und

Rehabilitativen Medizin des Medizinischen

Versorgungszentrums

Essen-Borbeck.

„Als Arzt will man

immer heilen“

Was ist der Unterschied zwischen

physikalischer und rehabilitativer

Medizin?

Dr. Horst Gerhard: Rehabilitative

Medizin betrachtet den Menschen

ganzheitlich und versucht, Defizite

in den einzelnen Funktionen zu bessern.

Das gelingt uns aktiv mit Physiotherapie

und passiv mit physikalischer

Medizin, zum Beispiel mit

Wärmeanwendung oder Bädern. Die

physikalische Medizin ist ein Teilbereich

der Rehamedizin.

Welches Ziel verfolgen Sie

mit einem Rehaplan?

Dr. Horst Gerhard: Als Arzt will man

immer heilen. Bei Patienten mit langer

Anamnese gelingt das aber oft

nicht. Mir geht es darum, zu überlegen,

wo der Schmerz herkommt und

welche Funktionen gestört sind. Mithilfe

eines ganzheitlichen Konzepts

sollen die Funktionen durch die Rehabilitation

verbessert oder kompensiert

werden. Dies sollte immer nach

einem Rehabilitationsplan erfolgen,

der die Möglichkeiten und die Wünsche

des Patienten mit einbezieht.

Ein wichtiges Ziel der Rehabilitation

ist dabei auch die Wiedereingliederung

ins Berufsleben nach einer

überstandenen schweren Erkrankung

wie zum Beispiel nach einem

Schlaganfall sowie einer Operation

in der Unfallchirurgie oder Neurochirurgie

nach einem Trauma.

Kontakt

Medizinisches Versorgungszentrum

Essen-Nord-West

Priv.-Doz. Dr. med. Horst Gerhard

Leitender Arzt

Physikalische und Rehabilitative

Medizin

Hülsmannstraße 17

45355 Essen-Borbeck

Fon: 0201 6400 5000/5001

Mail: h.gerhard@mvz-enw.de

12 Gesund in Essen


des Themas an, und der spätere Bundeskanzler

Willy Brandt prägte am 28. April

1961 in der Bonner Beethovenhalle bei

der Präsentation des Wahlprogrammes

seiner Partei den seinerzeit utopisch anmutenden

Satz „Der Himmel über dem

Ruhrgebiet muß wieder blau werden“.

Vom Umweltpionier

zum Medizinischen

Versorgungszentrum des

Katholischen Klinikums Essen

Der Arzt Dr. Clemens Schmeck

Kaum jemand, der heute das Medizinische

Versorgungszentrum (MVZ) des

Katholischen Klinikums Essen in Borbeck

aufsucht, ahnt, wie sehr es einem Dellwiger

Mediziner zu verdanken ist, dass die

Menschen – nicht nur – im nördlichen

Ruhrgebiet wieder frei atmen können.

Clemens Schmeck wurde am 25. Mai

1918 als jüngstes von fünf Kindern des

Hausarztes Ewald Schmeck (1875 – 1942)

und seiner Frau Bernhardine in Dellwig

geboren, der bereits 1899 am acht Jahre

zuvor errichteten Bahnhof Dellwig eine

eigene Praxis errichtet hatte. In der Tradition

des Vaters studierte Sohn Clemens

nach dem Abitur Medizin an den Universitäten

in Hamburg, Leipzig, Freiburg

und Würzburg und wurde dort 1942 mit

„Beiträge[n] zur Klinik des Ekzems und

zur Konstitution der Ekzemkranken“ zum

Dr. med. promoviert.

Nach dem Tod des Vaters übernahm

Clemens Schmeck noch im selben Jahr

dessen Praxis und praktizierte dort bis

zu seinem eigenen Tod 1984. Von 1951

bis 1974 amtierte er zudem als Vorsitzender

des Bürger- und Verkehrsvereins

für die Stadtteile Dellwig und Gerschede.

In dieser Funktion unterstützte er insbesondere

den Wiederaufbau der im Zweiten

Weltkrieg schwer kriegszerstörten

Wohngebiete im Essener Nordwesten.

Vor allem lag Schmeck die Wohnumfeldverbesserung

am Herzen, zu der er

insbesondere die Luftreinhaltung im seinerzeit

noch durch extrem hohe Schadstoffemissionen

der Schwerindustrie

belasteten Ruhrgebiet zählte. Dabei erlangte

er erste Bekanntheit, als er im Juni

1959 bei der Staatsanwaltschaft Duisburg

Strafanzeige wegen Körperverletzung

gegen die Direktion der Hüttenwerk

Oberhausen AG erstattete. Hintergrund

war seine Erfahrung als Mediziner, der bei

seinen Patienten zunehmende gesundheitliche

Beeinträchtigungen feststellte.

Insbesondere bei Kindern registrierte

er als Folge der Luftverschmutzung ein

beunruhigendes Ansteigen von Bindehautentzündungen.

Schmeck machte die

fünf Thomas-Stahlkonverter der Oberhausener

Hütte dafür verantwortlich, von

denen jeder pro Stunde eine Tonne Staub

in die Atmosphäre entließ. Weil jedoch die

Anklagebehörde die Luftverunreinigung

durch die Industrie als unvermeidbar

ansah, wurde das Verfahren eingestellt.

Auch ein Vorstoß beim Arbeits- und Sozialministerium

in Düsseldorf brachte

zunächst keinen greifbaren Erfolg, da

die Verantwortlichen in der Industrie alle

derzeit gegebenen technischen Möglichkeiten

ausgeschöpft hätten.

Die Veröffentlichung einer Studie des

Oberhausener Gesundheitsamtes und

des Hygieneinstituts Gelsenkirchen zu

Beginn des Jahres 1961 über die Zahl der

Lungenkrebstoten bei Männern trug die

Thematik in eine landesweite Öffentlichkeit.

Das WDR-Fernsehen berichtete am

17. Februar 1961 über die Problematik

der Luftverschmutzung und ließ vom Leiter

des Oberhausener Gesundheitsamtes

die Ergebnisse der Studie erläutern. Unter

anderem befördert von diesen Ereignissen,

nahm sich auch die große Politik

Um seine Bemühungen auch vor Ort auf

eine breitere Basis zu stellen, gründete

Schmeck im Januar 1962 zusammen

mit über hundert Dellwiger Bürgern die

„Interessengemeinschaft gegen Luftverschmutzungsschäden

und Luftverunreinigung“,

die zu den ersten Bürgerinitiativen

und Umweltschutzbewegungen der

Bundesrepublik Deutschland gehörte. In

den darauffolgenden Jahren rekrutierten

sich die Mitglieder dieser Umweltschutzinitiative

aus dem gesamten Bundesgebiet,

und erst nachdem der Umweltschutz

in Deutschland Allgemeingut geworden

war, hat sich die Interessengemeinschaft

im Jahr 1992 aufgelöst. Die Aktivitäten

im Essener Norden erwiesen sich als so

wegweisend, dass Schmeck in der Folge

vom nordrhein-westfälischen Arbeitsund

Sozialminister in den ebenfalls 1962

errichteten Landesbeirat für Immissionsschutz

berufen wurde.

Clemens Schmeck starb am 28. Februar

1984. Seine Praxis führte nun – in dritter

Generation – sein Sohn Dr. Jörg Schmeck

fort, um sie im Juli 2009 zum Medizinischen

Versorgungszentrum Essen-

Nord-West GmbH (MVZ) am Katholischen

Klinikum Essen umzuwandeln. Schon zu

Lebzeiten wurde Clemens Schmeck hochgeehrt:

1961 machte das Wochenmagazin

„Der Spiegel“ unter dem Titel „Luft-Reinigung.

Zu blauen Himmeln“ bundesweit

auf das Engagement des streitbaren

Umweltpioniers aufmerksam. Im Jahr

1968 verlieh ihm der Bundespräsident

das Bundesverdienstkreuz am Bande

und 1982 das Bundesverdienstkreuz

1. Klasse. Bereits ein Jahr nach seinem

Tod wurde dann an der Haus-Horl-Straße

in Dellwig ein Gedenkstein mit Bronzeplakette

aufgestellt und mit Beschluss des

Rates der Stadt Essen vom 17. September

1986 wurde – ebenfalls in Dellwig – eine

Straße nach Clemens Schmeck benannt.

Schließlich erinnerte am 5. Juli 2011 ein

Radio-Feature im Deutschlandfunk an den

Mann, ohne den weder die saubere Luft

im Ruhrgebiet noch das MVZ in Borbeck

denkbar wären.

Ralph Eberhard Brachthäuser

Klinikpfarrer (DGfP) am KKE

Gesund in Essen

13


Patientenfürsprecher sind Vertrauenspersonen,

findet Staatssekretär

Karl-Josef Laumann. Im Interview

beantwortet der Patientenbeauftragte

und Pflegebevollmächtigte der

Bundesregierung, was er von dem

neu gegründeten Bundesverband

Patientenfürsprecher erwartet.

Ein Video über den Patientenfürsprecher

finden Sie im Internet auf

www.gesundinessen.de/schliffke

Nicht verzagen, Schliffke fragen

Lauwarmes Essen, Haar in der Suppe oder Ärger mit dem behandelnden Arzt:

Sind Patienten mit ihrem Krankenhaus-Aufenthalt unzufrieden, versucht

Patientenfürsprecher Detlef Schliffke die Wogen zu glätten. Mit ihm leistet das

Katholische Klinikum Essen einen erheblichen Beitrag zu größerer Zufriedenheit.

ine Frau mittleren Alters sitzt im

Büro des Patientenfürsprechers.

Ihr Mann ist kürzlich im Katholischen

Klinikum Essen (KKE) gestorben.

Sein Tod war nicht zu verhindern. Das

sieht sie ein und macht den Ärzten deswegen

keinen Vorwurf. Sie hätte sich aber

mehr Informationen gewünscht, um mit

dem traurigen Verlust besser umgehen zu

können.

Detlef Schliffke hört sich die Sorgen der

Frau an und handelt: er greift zum Hörer,

vereinbart ein Gespräch mit dem zuständigen

Arzt, und die Missverständnisse

werden noch am gleichen Tag aus der Welt

geschafft. „Meine Funktion ist es, als Moderator

aufzutreten und dafür zu sorgen,

dass die Patienten konkrete Antworten

bekommen. Damit ist die Sache meist gelöst“,

sagt der unabhängige Patientenfürsprecher.

Anwalt der Patienten

Detlef Schliffke sitzt quasi als Anwalt der

Patienten in einem eigenen, verglasten

Büro am Eingang des Philippusstift in Essen.

Seine Arbeit macht er ehrenamtlich,

Büro und Ausstattung bekommt er vom

Klinikum gestellt. „Die Position ist hervorragend.

Man kann mich hier gar nicht

übersehen“, meint Schliffke.

Die unabhängige Stellung bringe zwei

große Vorteile: „Einerseits habe ich einen

sehr guten Draht zu den Ärzten und bin

in der Lage, wenn nötig auch Fallkonferenzen

mit Chefärzten, Oberärzten und

Pflegedienstleiter einzuberufen. Andererseits

reden die Patienten ganz offen mit

mir“, so der Patientenfürsprecher. Von

seinem Amt profitiert auch das Katholische

Klinikum Essen. „Wir leisten damit

einen erheblichen Beitrag zu mehr Patientenzufriedenheit“,

betont Oliver Gondolatsch,

Marketingleiter des Katholischen

Klinikums Essen.

Schliffke ist bundesweit aktiv

Die Klinik ist Vorreiter auf dem Gebiet:

Detlef Schliffke gehört zu den ersten Patientenfürsprechern

mit eigenem Büro

im Krankenhaus und ist als Vorsitzender

des neu gegründeten Bundesverbandes

Patientenfürsprecher in Krankenhäusern

e. V. (BPiK) auch deutschlandweit aktiv. „In

7 von 16 Bundesländern ist es gesetzlich

vorgeschrieben, einen Patientenfürsprecher

im Krankenhaus zu haben“, berichtet

Schliffke. Das sei zu wenig. „Jedes Krankenhaus

sollte einen unabhängigen Patientenfürsprecher

haben“, fordert er und

ergänzt entschlossen. „Da werde ich mich

hinterklemmen.“

Ebenso energisch trat er Ende September

vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf.

Bei einer bundesweiten Aktion der Krankenhäuser

gegen die Krankenhausreform

kritisierte Schliffke die geplanten Kürzungen.

„Irgendwann muss mal Schluss

sein mit Kürzen“, sagte er im Gespräch

mit „Gesund in Essen“. „Da leiden nicht

nur Schwestern und Ärzte, sondern auch

die Patienten drunter.“

Welchen Stellenwert haben Ihrer

Meinung nach Patientenfürsprecher

in Krankenhäusern?

Karl-Josef Laumann: Patienten

haben oftmals viele Fragen und ein

hohes Informationsbedürfnis, wenn

sie im Krankenhaus behandelt

werden. In manchen Fällen kommen

auch Unsicherheit oder sogar

Unzufriedenheit hinzu. In solchen

Situationen sind Patientenfürsprecher

wichtige Ansprechpartner.

Warum ist es noch nicht in allen

Krankenhäusern Pflicht, Patientenfürsprecher

einzusetzen?

Karl-Josef Laumann: Ich bin sehr

dafür, dass das so ist. Doch das fällt

in die Gesetzgebungskompetenz

der Bundesländer. Derzeit ist es so,

dass 7 Bundesländer ausdrücklich

die Bestellung von Patientenfürsprechern

verankert haben. In fünf

weiteren Bundesländern ist die

Einrichtung von Beschwerdestellen

bzw. -beauftragten geregelt. In vier

Bundesländern gibt es bislang keine

verpflichtenden Regelungen.

Lesen Sie das vollständige Interview

auf www.gesundinessen.de

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Detlef Schliffke

Patientenfürsprecher

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201/6400–2023

Mail: d.schliffke@kk-essen.de

Sprechzeiten: Mittwoch 13-14 Uhr

und nach tel. Vereinbarung

Bundesverband Patientenfürsprecher

in Krankenhäusern e. V.

(BPiK e. V.)

Hülsmannstr. 17

45355 Essen

Mail: info@bpik.de

14 Gesund in Essen


„Was bedeutet Mitmenschlichkeit für…?“

Die Tür aufhalten, nach dem Befinden erkundigen, Hilfe anbieten: Mitmenschlichkeit hat viele Facetten.

Die Gesund-in-Essen-Redaktion hat Mitarbeiter des Katholischen Klinikums Essen gefragt, wie sie

Mitmenschlichkeit in ihrem Alltag leben und erleben.

Was bedeutet Mitmenschlichkeit für Sie?

Manfred Sunderhaus

Geschäftsführer des

Katholischen Klinikums Essen

Kerstin Kellermanns

Gesamtstationsleiterin Pflege

im St. Vincenz-Krankenhaus

Frank Kraft

Social Media Manager und

Webmaster des Katholischen

Klinikums Essen

Klaus Jehles

Physiotherapeut am Philippusstift

des Katholischen Klinikums Essen

und Vorsitzender des Betriebssportvereins

Dr. Matthias Heuer

Facharzt für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie und Leitender

Oberarzt der Chirurgischen Klinik I

des Katholischen Klinikums Essen

Manfred Sunderhaus: Mitmenschlichkeit beschreibt für

mich eine Grundhaltung gegenüber Menschen, besonders

gegenüber Menschen, die Hilfe und Unterstützung von Dritten

benötigen. Dies zu erkennen und auf die Menschen mit

Respekt, Achtung und Wertschätzung zuzugehen, ist Aufgabe

jedes Einzelnen. Unsere Aufgabe als katholisches Haus

ist es, Zeichen der Mitmenschlichkeit zu setzen. Auch wenn

die äußeren Rahmenbedingungen der Versorgung immer

weniger Raum für Mitmenschlichkeit zulassen, so gelingt

es unseren Mitarbeitern, trotz zunehmendem Druck und der

Arbeitsbelastung, in zahllosen Fällen Mitmensch zu sein.

Als gelebte Mitmenschlichkeit am KKE ist sicherlich auch

unser Engagement und die Unterstützung von „Kosmidion“

– Praxis für Menschen ohne Papiere – anzusehen oder aktuell

z. B. der Deutsch-Arabische Gesundheitstag.

Kerstin Kellermanns: Mitmenschlichkeit bedeutet für mich

füreinander da zu sein, einander zuzuhören und aufeinander

zuzugehen. Mitmenschlichkeit ist frei von Werten und Vorurteilen.

Mitmenschlichkeit bedeutet Toleranz und Akzeptanz

gegenüber jeder Person, Religion, Hautfarbe und Gesinnung.

Im Katholischen Klinikum Essen wird auf (Mit-) Menschlichkeit

viel Wert gelegt. Die Mitarbeiter in den Stationsteams

sind nicht nur für ihre Patienten und deren Angehörige da,

sondern auch füreinander. Ein menschliches Miteinander

wird gelebt. “Mit-Menschen” zu arbeiten, sie Wert-zu-schätzen

und zu achten, sind dabei wichtige Tugenden.

Frank Kraft: Mitmenschlichkeit bedeutet, die Nöte anderer

wahrzunehmen, sich davon berühren zu lassen und ihnen

mit den Möglichkeiten, die man hat, zu begegnen. Ein klassisches

Beispiel ist der gute Samariter. Seit der schweren

Erkrankung meiner Frau habe ich in den verschiedensten

Situationen und Gesprächen Mitmenschlichkeit und Anteilnahme

erfahren.

Klaus Jehles: Unmittelbare Hilfe für in Not geratene Menschen,

egal welcher Nationalität und Hautfarbe. Außerdem

bedeutet Mitmenschlichkeit für mich gegenseitiger Respekt.

Im Alltag, bei der Arbeit mit Patienten – bei der Patientenversorgung,

wo sich trotz Zeitdrucks immer wieder schöne

zwischenmenschliche Momente ergeben – fernab aller Prozesse.

Dies erlebe ich auch unter den Kollegen.

Dr. Matthias Heuer: Mitmenschlichkeit bedeutet für mich,

nicht auf mich selber zu gucken, sondern die Gesamtheit,

eben die Menschen zu sehen. Dies ist die Grundvoraussetzung

für ein gutes Miteinander, die Basis eines jeden Teams.

Mitmenschlichkeit zeigt sich für mich am KKE im Leben des

Teamgedankens. Im Mittelpunkt steht der Patient.

Gesund in Essen

15


Diabetes ist zu einer Volkskrankheit geworden. In Deutschland leidet jeder 13. darunter,

insgesamt 6 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Wie Patienten gut mit der Krankheit

leben können, weiß Prof. Dr. Hans-Georg Krengel, Leitender Arzt für Innere Medizin,

Gastroenterologie, Klinische Geriatrie und Pneumologie am Katholischen Klinikum Essen.

ie effektivste Methode, Diabetes

gar nicht erst zu bekommen, ist

Bewegung kombiniert mit gesunder

Ernährung“, sagt Prof. Krengel. Auch

für bereits erkrankte Patienten sind das

die beiden entscheidenden Eckpfeiler.

Er empfiehlt eine richtige Diät: „Gewicht

verlieren, an das optimale Gewicht

herantasten, rauchfrei leben.“ Darüber

hinaus: Sport treiben. Allerdings keinen

gefährlichen Extremsport: nicht allein

lange Strecken mit dem Rad fahren

und dann vor Unterzuckerung vom Velo

fallen. Radtouren sollten nur in Gesellschaft

unternommen werden. Außerdem

rät er Diabetikern, den Bluthochdruck

richtig einstellen zu lassen.

Diabetiker-Diät gibt es nicht

Fünf Mahlzeiten mit möglichst zuckerfreier

Kost seien optimal. „Eine spezielle

Diabetiker-Diät, wie sie früher

angeordnet wurde, gibt es heute nicht

mehr“, sagt Prof. Krengel zwar, „Diabetiker

sollten aber streng auf die Kalorien

achten“ – quasi weniger zu sich nehmen,

als ihr Körper am Tag verbrennt. Darüber

hinaus sind Lebensmittel gesünder,

die über lange Zeit verfügbar sind, lieber

Vollkornbrot als Weißbrot: „Das merkt

man schon, wenn man es lange auf der

Zunge behält: Weißbrot wird im Mund

schnell süß“, lädt er zu einem Selbstversuch

ein.

16 Gesund in Essen


„Wer unbedingt süß essen muss, sollte

das nur mit Zuckerersatz machen, zum

Beispiel Fruchtzucker“, mahnt der Ernährungsspezialist,

der aber zugleich

warnt: „Auch davon sollten Diabetiker

nicht zu viel essen, weil auch Fruchtzucker

das Gewicht erhöht.“ Süßigkeiten

wie Schokolade, Riegel und Bonbons

sind nicht erlaubt. „In Ausnahmefällen

darf mal eine Kugel Schoko-Eis gegessen

werden, wenn es mit anderen – vollwertigen

– Lebensmitteln wieder ausgeglichen

wird“, erlaubt der Arzt. „Damit

hat es sich aber für den Tag.“

Demenz durch Unterzuckerung

Unterwegs sollten Diabetiker immer etwas

zu Essen oder zu Trinken bei sich

haben, um der Gefahr der Unterzuckerung

vorzubeugen. Am besten schnell

verfügbaren Traubenzucker, den die

Körperzellen umgehend verwerten können.

„Besonders bei älteren Patienten

besteht die größte Herausforderung

darin, sie nicht unterzuckern zu lassen“,

sagt Prof. Krengel. „Wer dreimal eine

schwere Unterzuckerung erlitten hat,

ist doppelt so hoch gefährdet, dement zu

werden.“

Die eindringlichen Worte und die Ermahnung

zu gesunder Lebensweise haben

ihren Grund: Allein am Katholischen Klinikum

in Essen leidet dem Mediziner zufolge

jeder fünfte Patient unter Diabetes.

Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall,

periphere Durchblutungsstörungen,

neurologische Störungen, Probleme im

Magen-Darm-Trakt, Funktionsverlust

an Nieren und Herzschwäche sein. Wegen

einer mit Diabetes einhergehenden

Nervenstörung spüren manche Patienten

nicht, wenn sie einen Herzinfarkt

erleiden – was schwerwiegende Konsequenzen

haben kann.

„Diabetes und Weihnachtsbäckerei“

Bewegung ist wichtig:

Nicht zu lange Radtouren in der Gruppe

sind für Diabetiker bestens geeignet.

Neben Bewegung und richtiger Ernährung

können Männer und Frauen mit

Diabetes medikamentös immerhin so

eingestellt werden, dass sie im Alltag

gut zurechtkommen. „Sogenannte Antidiabetika

werden am häufigsten verschrieben“,

weiß der Arzt. Darüber hinaus

existiert eine Vielzahl an Insulinen,

die kurzzeitig, langzeitig oder in einer

Mischform, in Pens oder in Pumpen gegeben

werden können. „Wir versuchen,

für jeden Patienten die optimale Lösung

zu finden“, so Prof. Krengel. „Dazu arbeiten

wir eng mit niedergelassenen Diabetologen

zusammen und haben auch

im Klinikum entsprechendes Personal,

wie beispielsweise eine Diabetesberaterin.“

Neben individuellen Ernährungsberatungen

und Diabetikerschulungen

bietet das Klinikum beispielsweise am

10. Dezember den von Prof. Dr. Krengel

und Diabetesberaterin Sabine Hirschfeld

geführten Kurs der Patientenhochschule

„Diabetes und Weihnachtsbäckerei“

an, für den sich Interessierte unter www.

gesundinessen.de anmelden können.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Leitender Arzt

Medizinische Klinik IV – Innere Medizin,

Geriatrie und Pulmonologie

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1900

Mail: h.krengel@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1340

Mail: h.krengel@kk-essen.de

Am häufigsten treten zwei Arten

von Diabetes auf: Typ I ist eine Autoimmunkrankheit,

die jeden treffen

kann, oft schon in jungen Jahren.

Wissenschaftler vermuten, dass sie

durch Infekte und falsche Ernährung

hervorgerufen wird. Die Betazellen

in der Bauchspeicheldrüse verlieren

dabei ihre Funktion, das Hormon Insulin

zu produzieren. Das wiederum

regt Zellen an, Glukose aus dem Blut

aufzunehmen und damit den Blutzuckerspiegel

zu senken. Diabetiker

des deutlich häufiger auftretenden

Typs II können zwar anfangs noch

Insulin produzieren, ihr Körper reagiert

allerdings unempfindlich auf Insulin.

Der Zucker wird von den Zellen

nicht oder nur mäßig aufgenommen,

woraufhin der Zuckergehalt im Blut

ansteigt. Ursachen sind Übergewicht

und Bewegungsmangel in Kombination

mit einer genetischen Veranlagung

zu Diabetes. Weitere Formen

sind Schwangerschaftsdiabetes,

der durch Hormonveränderungen

ausgelöst werden kann und meist

nach der Geburt von selbst wieder

verschwindet, sowie seltene, durch

Krankheiten verursachte Formen,

beispielsweise durch eine Schilddrüsenüberfunktion,

eine Entzündung

der Bauchspeicheldrüse oder auch

hervorgerufen durch Medikamente

wie Kortison.

Gesund in Essen

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Diabetes-Formen

17


Seelsorge am Katholischen Klinikum Essen

In Gott hinein

loslassen

Tiefe Gespräche oder Alltagsfreuden:

Doris Broszeit kommt als Seelsorgerin regelmäßig mit

Patienten des Katholischen Klinikums Essen ins Gespräch.

Im Interview erzählt sie, wie sie Kranke unterstützt

ohne selbst traurig zu werden.

Wie kommen Sie mit Patienten

ins Gespräch?

Doris Broszeit: Die Zugangswege zur

Seelsorge sind unterschiedlich. Angehörige

kommen auf mich zu und bitten

darum, ihre Lieben zu besuchen. Manche

Patienten nehmen selbst Kontakt

auf. Häufig kommt es vor, dass Pflegende,

Ärzte oder Therapeuten einen

Besuch anregen. Wir Krankenhausseelsorger

warten aber nicht nur darauf,

dass jemand etwas möchte, sondern

sind im Haus unterwegs und besuchen

Patienten. Bisweilen ergeben sich kurze

Gespräche, öfter aber auch ein längerer

Austausch. Wichtig ist: der Patient

bestimmt das Thema. Nicht alle wollen

über ihre Sorgen reden, sondern erst

mal als Person gesehen werden. Und

dann schraubt sich ein Gespräch in die

Tiefe oder auch nicht. Man landet bei

Sorgen und Ängsten, oder bei der Freude

über die Enkelkinder.

Wie helfen Sie?

Doris Broszeit: Ich höre aufmerksam zu

und begleite den Patienten, wo er das

möchte, in die Tiefe seines eigenen Lebens.

Dabei taste ich danach, was jetzt

Sinn macht und Lebenskraft gibt. Oft

mache ich die Erfahrung, dass eine Person,

wenn sie benennen kann, was sie an

Bedürfnissen hat, auch selbst herausfindet,

was oder wen es braucht, um diese

Bedürfnisse zu befriedigen.

Was machen Sie, wenn Sie abends nach

Hause kommen, um abzuschalten?

Doris Broszeit: Meistens nehme ich mir,

bevor ich aus dem Krankenhaus gehe,

noch einen Moment Zeit. Zeit, um in der

Kapelle die Begegnungen des Tages in

Gottes Hände zu legen. Es hilft mir ungemein

in Gott hinein loszulassen, was

ich im Moment nicht verändern kann.

Natürlich ist es auch wichtig, selbst

eine gute Gesprächsbegleitung zu haben.

Und dann helfen die ganz alltäglichen

Dinge – vom Haushalt bis zum

Einkaufen oder der Freizeitgestaltung

mit Familie und Freunden.

Natürlich fragen mich manche, ob mir

das nicht zu viel sei, die ganze Zeit mit

Krankheit und Tod zu tun zu haben.

Aber das ist nur eine Seite der Medaille.

Ich habe mit Leuten zu tun, die gerade

etwas wirklich Wichtiges in ihrem Leben

erfahren, nämlich krank zu sein. Es

ist nur eine Frage der Zeit, bis es uns

selbst zugemutet wird. Einander dann

unterstützen zu können, ist auch sehr

schön und erfüllend. Aber ich denke,

das ist kein Privileg der Seelsorge, sondern

gilt ebenso für alle Kollegen im

Krankenhaus, die im Dienst der Mitmenschlichkeit

unterwegs sind.

Über welche Sorgen sprechen

Patienten mit Ihnen?

Doris Broszeit: Ein großes Thema ist

Angst. Das Gefühl muss man äußern dürfen,

ohne mit billigen Worten wie „Das

wird schon wieder“ beschwichtigt zu werden.

Das will niemand hören, der wirklich

Angst hat. Manche hätten gern Klarheit

darüber, was bei einer Operation genau

gemacht wird. Oft geht es auch darum,

wie es weitergehen kann: Was, wenn ich

nicht mehr nach Hause kann? Dann tritt

häufig die Frage nach dem Sinn auf. Thema

ist auch, wie die eigene Erkrankung

Angehörige belastet oder wie man mit ihnen

über die Angst reden kann.

18 Gesund in Essen

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Pastoralreferentin Doris Broszeit

Seelsorge

Hülsmannstraße 17

45355 Essen-Borbeck

Fon: 0201 6400-1230

Mail: d.broszeit@kk-essen.de


News · News · News · News · News · News · News · News · News

Protest gegen geplante Krankenhausreform

„Krankenhausreform – so nicht!“: mit dieser Parole haben Ende September in Berlin

mehr als 7.000 Menschen gegen ein geplantes Gesetz der Bundesregierung demonstriert.

„Der Tag war ein klares Signal an die Bundesregierung, dass Kliniken und

Krankenhäuser nicht unendlich belastbar sind“, sagte Detlef Schliffke (Foto rechts).

Der Patientenfürsprecher am Katholischen Klinikum Essen und 1. Vorsitzende des

Bundesverbands Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK) war einer der

Redner. Rund 60 weitere Mitarbeiter des Klinikums begleiteten die Demo.

Homepage des BPiK online

Im Netz: Seit Herbst dieses Jahres ist die Homepage des neu gegründeten Bundesverbands

Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) online. Unter www.bpik.de können

Interessierte sich über den Verband informieren. Der BPiK ist am 15. März 2015 auf

Initiative des 1. Vorsitzenden, Detlef Schliffke, gegründet worden. Patientenfürsprecher

setzen sich für Patienten ein, um Konflikte mit dem Klinikpersonal zu lösen. Unterstützt

wird der Verband von Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter

und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung.

Studenten absolvieren erste Prüfung

Schüler lesen für Patienten

Nachweislich mündig: Elf Absolventen

haben erfolgreich ihre Prüfung an der Patientenhochschule

des Katholischen Klinikums

Essen abgelegt. Es war der erste

Prüfungsdurchgang der neu gegründeten

Patientenhochschule, die seit Anfang des

Jahres in Kooperation mit der Steinbeis

Hochschule Essen-Kupferdreh interessierte

Bürger zu „mündigen Patienten“

ausbildet.

Mit großem Erfolg ist eine Vorlese-Aktion am Katholischen Klinikum Essen gestartet.

Schüler der Klassen fünf bis elf des Leibniz Gymnasiums Altenessen lesen Patienten

seit Ende September jeden Montagnachmittag ab 15.30 Uhr aus Büchern der hauseigenen

Bibliothek vor. Die Schmökerstunden dauern zwischen 15 und 60 Minuten.

„Patienten und Mitarbeiter sind begeistert“, lobt Oliver Gondolatsch, Marketingleiter

des Katholischen Klinikums Essen, und betont: „Die Aktion ist in dieser Region einzigartig.“

Bündelung der chirurgischen Kompetenzen

Seit August 2015 werden die chirurgischen Kompetenzen des Katholischen Klinikums

Essen als chirurgisches Zentrum für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im Marienhospital

Altenessen gebündelt. Damit entsteht im Essener Norden ein Leuchtturm

der onkologischen Viszeralmedizin, die durch interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert,

gestärkt und ausgebaut wird.

Patientenfürsprecher Detlef Schliffke (r.) mit

dem Präsidenten der Bundesärztekammer,

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery.

„Gesund in Essen“

kostenlos im Abonnement

Möchten Sie Ihr persönliches Exemplar

unseres Patientenmagazins „Gesund in

Essen“ ab der kommenden Ausgabe kostenlos

und unabhängig von einem Klinikbesuch

nach Hause gesendet bekommen?

Dann schicken Sie ganz einfach eine E-Mail

(Betreff: „Gesund in Essen im Abo“) mit Ihrem

Namen und Ihrer vollständigen Adresse

an marketing@kk-essen.de. Alternativ

können Sie uns auch eine Postkarte mit

Ihrer Adresse schicken: Katholisches Klinikum

Essen / Abt. Marketing - „Gesund in

Essen im Abo“ / Hospitalstraße 24 / 45329

Essen. Weitere Informationen erhalten Sie

telefonisch unter 0201 6400 1021.

..................................................................

Vorname, Name

..................................................................

Straße, Nr.

..................................................................

PLZ, Ort

Gesund in Essen

19


Mit 45 Jahren erhielt

Yasemin Aicher die Diagnose

Demenz. Rehamaßnahmen

wie am Katholischen Klinikum

Essen können die Krankheit

zwar nicht stoppen, aber

zumindest verzögern.

ie Uhr in den Kühlschrank gelegt,

das Portemonnaie in den Mülleimer

geworfen oder im schlimmsten

Fall die Herdplatte angelassen: Die

Erkenntnis, dement zu sein, wirft Patienten

und Angehörige schlagartig aus

der Bahn. Die Krankheit trifft aber nicht

nur alte Menschen. Yasemin Aicher berichtet

von Vergesslichkeit und dem

unangenehmen Gefühl, damit allein zu

sein.

„Manchmal vergesse ich

beim Kochen,

dass ich koche“

„Mein Kurzzeitgedächtnis war gestört“,

sagt die 51-Jährige. Sie habe mit ihrem

Mann einen Film gesehen und nicht

bemerkt, dass sie ihn vor zwei Wochen

schon mal angeschaut hatten. Nach

MRT- und Pep-Untersuchungen bestätigten

Ärzte vor sechs Jahren ihren

traurigen Verdacht: Frontotemporale

Demenz mit 45 Jahren.

Obwohl die Zahl der Demenzkranken

stetig steigt, ist sie bei jungen Menschen

äußerst selten. Das Bundesfamilienministerium

ging 2013 von etwa 1,4 Millionen

Patienten mit Demenz aus und rechnet

mit 300.000 Neuerkrankungen pro

Jahr. Betroffen sind aber überwiegend

Männer und Frauen im Rentenalter. Bei

jüngeren Patienten im Alter von 45 bis 65

Jahren erhält laut Deutscher Alzheimer

20 Gesund in Essen


„Eine klare Diagnostik

ist besonders wichtig“

Von den speziellen Herausforderungen bei

jungen Demenz-Patienten berichtet Privatdozent

Dr. Horst Gerhard, Leitender Arzt der

Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie

am Katholischen Klinikum Essen.

Frontotemporale

Demenz

Was ist die besondere Herausforderung

bei jüngeren Demenzkranken?

Dr. Horst Gerhard: Die jüngeren Demenzpatienten,

die zu uns kommen,

sind knapp 50 bis 55 Jahre alt. Sie stehen

meist noch im Berufsleben und haben

Kinder im Haushalt. Bei ihnen ist eine

klare Diagnostik besonders wichtig, weil

es andere Krankheitsbilder mit auf den

ersten Blick ähnlichen Symptomen gibt.

Kann man an Demenz sterben?

Dr. Horst Gerhard: An Demenz nicht,

aber an den Folgeerscheinungen. Patienten

erleiden beispielsweise eine Lungenentzündung,

weil sie zu lange im Bett

lagen, können schlecht abhusten oder

sind nicht mehr in der Lage, Nahrung

aufzunehmen.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Priv.-Doz. Dr. med. Horst Gerhard

Leitender Arzt

Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3351

Mail: h.gerhard@kk-essen.de

Bei jüngeren Patienten zwischen 45

und 65 Jahren tritt verhältnismäßig

häufig die Frontotemporale Demenz

(FTD) auf. Dabei baut der Körper

Nervenzellen zunächst im Stirn-und

Schläfenbereich ab. Emotionale Verflachung,

Antriebslosigkeit und Wesensveränderungen

sind erste, für

eine Demenz eigentlich untypische

Anzeichen. Die Persönlichkeit der

Patienten verändert sich, sie werden

oft aggressiv, takt- und teilnahmslos.

Anfangs ist das Gedächtnis nicht

betroffen, im Verlaufe der Krankheit

entwickeln sich aber Sprachstörungen

und Gedächtnislücken.

Gesellschaft jeder 1000. die Diagnose, in

Deutschland sind das aktuell zwischen

20.000 und 24.000 Männer und Frauen.

Vaskuläre Demenz

„Die zweithäufigste Form der Demenz ist

neben Alzheimer die vaskuläre Demenz“,

sagt Privatdozent Dr. Horst Gerhard, Leitender

Arzt der Klinik für Neurologie und

klinische Neurophysiologie am Katholischen

Klinikum Essen. Sie tritt in Folge

einer mangelnden Durchblutung im Gehirn

auf und beeinträchtigt das Gedächtnis,

das Denk- und Sprachvermögen, die

Urteilskraft sowie die Konzentrationsund

Lernfähigkeit. „Heilbar ist sie nicht,

ihr Fortschreiten lässt sich aber durch

gezielte medikamentöse Behandlung und

rehabilitative Maßnahmen – wie sie am

Katholischen Klinikum Essen angeboten

werden – verzögern“, so Dr. Gerhard.

Mit Sprachtherapie, Ergotherapie, Physiotherapie

und Neuropsychologie werden

in der Neurologischen Klinik erhaltene

kognitive Funktionen gestärkt und

verbessert. Das Katholische Klinikum

Essen bietet darüber hinaus Selbsthilfegruppen

für Menschen mit Demenz an

sowie Kurse für pflegende Angehörige.

Besonders letztere sind für Yasemin

Aicher interessant. Sie ist seit Jahren

auf der Suche nach Gleichgesinnten, hat

eigens dafür die Gruppe „Demenz in jungen

Jahren“ auf dem Internetportal Facebook

gegründet – bisher mit geringer

Resonanz.

Die Frau mittleren Alters stockt beim

Reden, hat Schwierigkeiten, die richtigen

Worte zu finden und klagt über

Orientierungsprobleme. „Wenn ich allein

unterwegs bin, weiß ich manchmal nicht

mehr, wo ich bin. Dann bekomme ich Panik“,

schildert sie. Auch der Alltag gehe

nicht mehr so leicht von der Hand wie

früher. „Manchmal vergesse ich beim

Kochen, dass ich koche.“ Einziger fester

Anker ist ihr Mann Frank. Der Frührentner

unterstützt sie im Alltag, unternimmt

Reisen und Ausflüge mit ihr und holt sie

ab, sollte sie sich doch mal allein mit der

Bahn verirrt haben.

Yasemin Aicher ist ihm dankbar, wünscht

sich darüber hinaus aber einen Gesprächspartner,

der ihre Ängste und

Sorgen teilt – und Ärzte, die bei regelmäßigen

Untersuchungen nicht nur

vorgeschriebene Tests durchführen,

sondern auch ihren Mann anhören, der

sie schließlich jeden Tag sehe und ihren

Zustand am besten einschätzen könne.

Arzt mit Geduld

„Es gibt viele Kliniken, die sich auf die

Behandlung von Demenzerkrankten spezialisiert

haben“, sagt Dr. Horst Gerhard.

„Was aber den persönlichen Umgang mit

Demenzpatienten und die Einbeziehung

ihrer Angehörigen betrifft, sind wir ganz

weit vorn“, betont er. Dabei zeigt der Arzt

viel Geduld: „Aktuell behandeln wir einen

52-jährigen Patienten, bei dem noch nicht

klar ist, was hinter seinen Gedächtnislücken

steckt. Dafür muss man sich Zeit

lassen. So etwas kann man oft nicht mit

einer Untersuchung klären.“

Vielleicht werden Yasemin Aicher am

Katholischen Klinikum Essen zumindest

ein paar ihrer Wünsche erfüllt. Dank

der interdisziplinären Zusammenarbeit

mit unterschiedlichen Fachkliniken des

Verbunds, dem Einsatz modernster diagnostischer

und therapeutischer Methoden

und der stetigen Forschung und

Entwicklung konnten bereits zahlreiche

Patienten erfolgreich behandelt werden –

nicht zuletzt auch mithilfe weitreichender

Kooperationen und hochentwickelter, außerstationärer

Einrichtungen.

Gesund in Essen

21


Elle

Topchirurgen heilen

abgetrennte Finger

und Hände

Für ihre ausgezeichnete Arbeit ist die Handchirurgie des Katholischen

Klinikums Essen überregional bekannt. In den Krankenhäusern Philippusstift

und St. Vincenz Krankenhaus werden nicht nur verletzte Gelenke und Bänder

sowie Rheumahände geheilt, sondern – wenn nötig – auch mal eine ganze

Hand rekonstruiert. Dr. Christoph Eicker, einer der Leitenden Ärzte der Klinik

für Orthopädie, Unfallchirurgie sowie Hand- und Fußchirurgie, gibt Einblicke

in kuriose Fälle, neue Behandlungsmethoden und den OP-Saal.

1

3 4 5

2 7

6

8

Speiche

1. Erbsenbein

2. Dreiecksbein

3. Hakenbein

4. Kopfbein

5. Kleines Vieleckbein

6. Großes Vieleckbein

7. Kahnbein

8. Mondbein

Fingerknochen

Mittelhandknochen

Handwurzelknochen

Dr. Kaivers erklärt

die verschiedenen

Knochen der Hand

ine Frau sieht an ihrer Wohnzimmerwand

eine Spinne, steigt auf

die Couch, um den Achtbeiner zu

erlegen, verliert das Gleichgewicht – und

das Handgelenk ist gebrochen. „Jeder

weiß, dass man nicht auf Möbel klettern

sollte und doch passiert es immer wieder“,

sagt Dr. Christoph Eicker. Solche

und ähnliche Fälle behandelt er regelmäßig.

Männer und Frauen steigen auf

Drehstühle, wollen Wespen erschlagen

oder stürzen beim Sport.

Meist bricht die dominante Hand

„Wenn wir fallen, strecken wir reflektorisch

die Hand aus, um uns abzustützen“,

erklärt Dr. Eicker, warum so oft das

Handgelenk betroffen ist. Am häufigsten

sind Brüche der Speiche, meist an der

dominanten Hand: bei Linkshändern

die linke, bei Rechtshändern die rechte.

Ob operiert werden muss, entscheidet

das orthopädische Ärzteteam in Essen

nach drei OP-Kriterien: Verschiebt sich

der Bruch? Kippt er ab? Ist er verkürzt?

„Treffen zwei der drei Kriterien zu, empfehlen

wir eine Operation“, so der Leitende

Arzt. Mit einem Handgelenksbruch

sei man erheblich gehandicapt. „Machen

Sie sich mal mit einer Hand den Knopf

zu“, scherzt Eicker.

Zwar gebe es zu jeder Operation als Alternative

die konservative Behandlung.

„Brüche wachsen unbehandelt allerdings

deutlich langsamer und nicht so gut zusammen

wie nach einer Operation“, meint

der Experte. Außerdem seien durch neue

Behandlungsmethoden die Folgen einer

Operation geringer als noch vor einigen

Jahren. Um die Jahrtausendwende hat

mit winkelstabilen Implantaten eine neue

Ära der operativen Behandlungen begonnen.

Vorteile dieser Platten sind, dass

sie sich der Anatomie des Handgelenks

anpassen und durch Schwingungen die

Knochensubstanz anregen, sich neu zu

bilden. Früher wurde fehlende Knochensubstanz

aus dem Becken entnommen.

Das ist heute nicht mehr nötig.

Innerhalb von zwei Tagen geht die

Hälfte der Muskelmasse verloren

Je nach Bruch ist nur noch eine kurzzeitige

bis gar keine Ruhigstellung mit

Gips mehr nötig. „Das ist besonders für

Sportler von Vorteil“, weiß Dr. Eicker,

denn: „Innerhalb der ersten zwei Tage

verliert das eingegipste Körperteil 50

Prozent seiner Muskelmasse.“ Die Heilung

dauere zwar trotzdem sechs Wo-

22 Gesund in Essen


chen, Gewichte heben und abstützen

sind in dieser Zeit weiterhin tabu, aber

der Patient kann sich immerhin selbst

ein Butterbrot schmieren.

Darüber hinaus müssen Patienten nicht

mehr zwangsläufig unter Vollnarkose

operiert werden. Auf Wunsch ist auch

örtliche Betäubung durch einen Katheter

möglich, durch den kontinuierlich und

kontrolliert das Betäubungsmittel in den

Arm fließt. „Der Arm ist im Dauerschlaf,

der Kopf wach. Nach ein bis zwei Tagen

reduziere ich die Menge an Betäubungsflüssigkeit.

So hat der Patient weniger

Schmerzen als nach einer Vollnarkose“,

beschreibt der Orthopäde den Vorgang.

„Wichtig bei einer Fraktur ist, dass ich

mich auch um das Band kümmere“, ergänzt

der auf Handwurzelverletzungen

spezialisierte Arzt. Bei Brüchen reiße oft

die Verbindung zwischen Kahnbein und

Mondbein. Das Zeitfenster, das Band zu

nähen, beträgt laut Dr. Eicker drei bis

sechs Monate. „Warte ich zu lange, ist

die Chance vertan, und der Patient wird

immer wieder Probleme mit dem Gelenk

haben.“

Abgetrennte Finger

und Hände

Noch komplizierter wird

es, wenn nicht nur das

Handgelenk verletzt ist,

sondern ganze Finger oder

die ganze Hand abgetrennt

sind. „Solche Fälle haben wir besonders

häufig vor Weihnachten: der Opa

will noch schnell das Vogelhaus für sein

Enkelkind bauen und schneidet sich mit

der Kreissäge den Finger ab“, schildert

der Doktor. In solchen Fällen kommt es

auf das ganze Geschick des Chirurgen-

Teams an, das für seine hervorragende

Arbeit weit über die Ruhr hinaus bekannt

ist.

Das Katholische Klinikum Essen gehört

zu den großen Zentren der Handchirurgie.

Fünf Ärzte sind Spezialisten auf dem

Gebiet und werden regelmäßig in Schulungen

fortgebildet. Wenn nötig, stellen sie

auch mal eine ganze Hand wieder her. Wie

das möglich ist? „Mit einer ruhigen Hand

und optischer Vergrößerung“, entgegnet

Dr. Eicker, der unter einem OP-Mikroskop

mit 25-facher Vergrößerung Gefäßnerven

komplett rekonstruieren kann.

„Tendenz zu

kleinen Narben“

Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven ist Präsident der Deutschen

Gesellschaft für Handchirurgie. Im Interview klärt er auf

über Risiko-Sportarten, Gefahren des Trampolinspringens

und neue Behandlungswege.

Wodurch entstehen die schwersten Handgelenksverletzungen?

Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven: Prädestiniert für schwere Verletzungen mit

Knochenbrüchen in Kombination mit Bandverletzungen und Verrenkungen sind

im Winter Snowboard fahren und im Sommer Mountainbike fahren.

Wie häufig wird das Handgelenk im Vergleich zu anderen Gelenken operiert?

Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven: Speichenbrüche im Handgelenk sind bei Brüchen

die häufigste oder zweithäufigste Verletzung, ganz besonders bei älteren Patienten.

Können Sie bestätigen, dass die Zahl gebrochener Handgelenke zunimmt,

weil inzwischen in fast jedem Garten ein Trampolin steht?

Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven: Sicher gibt es viele Verletzungen bei Kindern:

beim Fußballspielen, beim Sturz vom Pferd – eine Steigerung durch Trampoline im

Garten stelle ich aber nicht fest. Das Risiko beim Trampolin ist nicht, dass mehr

Verletzungen entstehen, sondern dass sie schwerer sind als sonst beim Sport.

Welche neuen Behandlungsmethoden gibt es?

Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven: Die Tendenz geht hin zu möglichst kleinen OP-

Zugängen mit geringen Vernarbungen, Verklebungen und Bewegungseinschränkungen.

Heutzutage werden auch komplexe Verletzungen wie Speichen-Trümmerbrüche

per Arthroskopie operiert.

Fünf Spezialisten und kompetente

Nachsorge: Dr.

Christoph Eicker, Leitender

Arzt der Klinik für Orthopädie,

Unfallchirurgie

sowie Hand- und Fußchirurgie,

lobt die ausgezeichnete

Stellung des Katholischen

Klinikums Essen.

„Technisch und

personell herausragend“

Womit heben sich Philippusstift

und St. Vincenz Krankenhaus im

Bereich Handchirurgie von anderen

Kliniken ab?

Dr. Christoph Eicker: Wir haben sowohl

technisch als auch personell

eine herausragende Stellung. Fünf

Ärzte sind Spezialisten auf dem Gebiet

Handgelenkschirurgie und werden

regelmäßig in Schulungen fortgebildet.

Mit unserem Wissen sind

wir in der Lage, jungen Kollegen das

komplette Spektrum der Handchirurgie

zu vermitteln. Um auch technisch

immer auf dem Laufenden zu

sein, arbeiten wir eng mit der Industrie

zusammen.

Welche Nachsorge-Möglichkeiten

bietet das Katholische Klinikum

Essen an?

Dr. Christoph Eicker: Ergotherapie

für die Feinmotorik und Krankengymnastik

für die Beweglichkeit

im Ganzen. Dazu empfehlen wir

Selbstübungen. Auch nach ihrer

Entlassung sind Patienten in guten

Händen, weil wir sehr eng mit den

umliegenden niedergelassenen Kollegen

vernetzt sind.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Dr. med. Christoph Eicker

Leitender Arzt

Chirurgische Klinik II - Orthopädie

und Unfallchirurgie, Hand- und

Fußchirurgie

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3201

Mail: c.eicker@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Str. 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 3101

Mail: c.eicker@kk-essen.de

Gesund in Essen

23


„Mehr Freude

Schwangere fürchten den Moment,

Mütter denken gern daran zurück:

Die Geburt ist ein emotionales, einprägsames

Erlebnis. Für Olga Goch

war es das schmerzvollste und zugleich

schönste Ereignis in ihrem

Leben. Mit „Gesund in Essen“ spricht

sie über die Geburt ihrer Tochter Mila

am Katholischen Klinikum Essen.

als Schmerz“

Eine Mutter erzählt

von der Geburt

m Mitternacht platzt bei Olga

Goch die Fruchtblase. Weil die

24-Jährige keinerlei Beschwerden

hat, bleibt sie in ihrem Bett liegen

und tankt Kräfte für die bevorstehende

Geburt. „Ich wollte nicht nachts 20 Kilometer

ins Krankenhaus fahren, um dort

wieder nach Hause geschickt zu werden“,

sagt sie. Viele Frauen kommen

in den letzten Tagen der Schwangerschaft

mit Fehlalarm ins Krankenhaus.

Sie freuen sich auf ihr Kind, weil die

Übungswehen ihnen aber einen Streich

spielen, müssen sie doch weiter ausharren.

24 Gesund in Essen

Bei Olga Goch wird es ernst. Am nächsten

Morgen um neun bricht die Bochumerin

mit ihrem Mann nach Essen auf,

halb elf setzen die Wehen ein, sieben

Stunden später hält sie die kleine Mila

in den Armen. „Das war wunderbar“,

schwärmt die junge Frau vom ersten Augenblick

mit ihrer Tochter. „Ich durfte sie

gleich anlegen und hatte sie dann eine

halbe Stunde bei mir.“

„Es hätte nicht schöner sein können“

Auch die Geburt beschreibt Olga Goch

als wunderbares Erlebnis: „Es hätte

nicht schöner sein können. Sicher war

es schmerzhaft, aber die Freude auf die

Kleine war so groß. Es war alles mit drin:

Schmerz, Freude – aber viel mehr Freude

als Schmerz.“

Für die junge Frau hat alles gepasst. Sie

hatte sich lange vorher für eine Geburt

im Katholischen Klinikum Essen entschieden.

„Ich habe von vielen gehört,

dass es ein sehr gutes Krankenhaus ist.

Außerdem arbeitet die Beleghebamme

hier, die ich mir ausgesucht habe.“ Für

die Bochumerin die richtige Entscheidung:

„Ich habe eine ganz liebe Hebamme.

Hier sind alle lieb, auch die Ärzte.“


Kreißsaalführungen

Jeweils um 18.30 Uhr zu den unten

genannten Terminen. Voranmeldungen

sind nicht erforderlich. Die

Vorträge und anschließenden Führungen

sind kostenfrei. Treffpunkt ist

der Hörsaal des Kommunikationsund

Gesundheitszentrums im 6. OG

des Marienhospitals Altenessen.

06.11.2015

04.12.2015

08.01.2016

05.02.2016

04.03.2016

01.04.2016

Kreißsaalführungen

in russischer Sprache

18.11.2015

20.01.2016

16.03.2016

Rund 500 Geburten in diesem Jahr

Rund 500 Geburten zählt das Katholische

Klinikum bisher in diesem Jahr

und steht damit ähnlich da wie im vergangenen

Jahr. 2014 kamen insgesamt

630 Babys zur Welt. Möglich ist alles:

von der Wassergeburt über die Geburt

ohne Medikamente, mit Homöopathie,

bis hin zu lokaler Betäubung im Rücken

und Kaiserschnitt. Drei Kreißsäle stehen

zur Verfügung sowie ein Raum zur Wassergeburt.

Die leitende Hebamme Ursula Frigger

arbeitet seit 25 Jahren am Katholischen

Klinikum Essen. Das schönste sei für

sie, „wenn es Mutter, Kind und Vater

nach der Geburt gut geht, alles Hand in

Hand läuft und die Familie hinterher zufrieden

ist“.

Bei der kleinen Mila und ihren Eltern

ist das Optimum erreicht. In der ersten

Nacht nach der Geburt legt Olga Goch

Töchterchen Mila auf den Bauch und genießt

die ersten gemeinsamen Stunden.

Erst in dieser emotionalen Nacht realisiert

sie, dass sie ab jetzt Mutter ist. „Im

Kreißsaal konnte ich es noch nicht glau-

„Checkliste Geburtstasche –

was nehme ich mit in die Klinik?“

Eine ausführliche Checkliste finden

werdende Mütter auf

www.gesundinessen.de

ben. Aber als sie auf meinem Bauch lag,

habe ich es so langsam realisiert.“ Olga

Goch macht einen glücklichen Eindruck.

Sie würde auch für ein zweites Kind jederzeit

wieder die 20 Kilometer Fahrt auf

sich nehmen.

Kontakt:

Ursula Frigger

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Ursula Frigger

Kreißsaalleitung

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 3860

Mail: kreissaal@kk-essen.de

Angebot für werdende

Mütter und Väter

Das Katholische Klinikum Essen bietet

ein umfassendes Angebot, um Sie auf die

Geburt Ihres Kindes und das Leben danach

vorzubereiten. Dazu gehören:

Hebammensprechstunde:

Einfühlsame Beratung, Betreuung,

Begleitung und Versorgung der Mütter

und ihrer Babys während Schwangerschaft,

Geburt, Wochenbett und Stillzeit

Geburtsvorbereitung für Paare:

Gezieltes Erleben von Schwangerschaft

und Geburt

Schwanger und fit:

Leichtes Training für Bauch- und Beckenbereich,

um die Muskulatur kräftig und

dehnfähig zu halten

Müttercafé:

Erfahrungsaustausch unter Frauen

Stillberatung:

Stillen kann man lernen: Beratung

durch eine Kinderkrankenschwester

Rückbildungsgymnastik:

Gezielte Dehn- und Entspannungsübungen

zur Rückbildung

Säuglingspflege Geschwisterkurs:

Das ältere Geschwisterchen wird

auf das neue Baby vorbereitet

Baby-Massage:

Emotionale Bindung zum Kind

Bewegungs- und Spielanregungen

für Eltern mit Babys:

Bewegungs- und Sinneserfahrungen

Gesund in Essen

25


TV

Programm

Patientenfernsehen des Katholischen Klinikums Essen

Montag Dienstag Mittwoch

20.15 Nomaden der Lüfte

20.15 Herbstgold 20.15 Unsere Erde

6.00

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

KiK-TV, das Patientenfernsehen

des Katholischen

Klinikums

Essen, finden Sie in

allen Patientenzimmern

auf Programmplatz 1.

Die Sendungen gehen

oft fließend ineinander

über. Die Uhrzeiten sind

Richtwerte. Programmänderungen

vorbehalten.

Finanziert wird das

Patientenfernsehen

durch regionale Unternehmen,

die sich zwischen

den Sendungen

mit kurzen Filmen

präsentieren.

7.00

8.00

9.00

10.00

11.00

12.00

13.00

14.00

15.00

16.00

Bambus Superfaser der Natur

Akupunktur Alte Heilkunst im

Vormarsch

Die Spurensucher

Soldaten und die Kunst

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Churubamba:

Frauen am Ball

Afrika Kilimandscharo · Die

herrliche Tierwelt rund um

den höchsten Berg Afrikas

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360°

Brasilien: Büffel auf Streife

Was ist was Wale und Delfine

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Afrika

Von Lissabon bis Dakar

Hab und Gut in aller Welt

Botswana

Indischer Ozean Im Paradies der

Korallengärten

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteure Australien Von Saigon

bis Sulawesi

Donauklöster Erzabtei Beuron

Das Büro der Zukunft

Reportage

Gesundheit aus der Natur

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Das vertauschte Kind

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Dagestan: Land

über den Wolken · Im nordkaukasischen

Dagestan liegt das

höchste Dorf Europas

Aldabra Die Arche Noah

der Riesenschildkröten

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360°

Miyako: Insel des langen Lebens

Was ist was Spinnen

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Afrika Neue Hoffnung

für Westafrika

Hab und Gut in aller Welt

Brasilien

Kroatien Die Wasser von Plitvice

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteuer Australien Ankunft in

Terra Australis

Donauklöster Untermarchtal

Cinque Terre Bedrohtes

Ökosystem

Homöopathie Das Geheimnis

der weißen Kügelchen

Die Spurensucher

Die geheimnisvolle Geliebte

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Das Dschungel-

Orchester · Urubichá, ein staubiges

Dorf in Südamerika, hat ein

Barock-Orchester

Belize Verborgene Schätze

im Reich des Jaguars

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360° New York: Die kleinste

Oper der Welt

Was ist was Pferde

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Afrika Südafrika –

das Land der Kontraste

Hab und Gut in aller Welt

Bulgarien

Lanzarote Die Feuerberge

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteuer Australien Känguruhs,

Wale und deutsche Siedler

Donauklöster Abtei Windberg

17.00

18.00

19.00

Philippusstift: News & Infofilm

Auf der Suche nach dem Glück

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Von Lissabon

bis nach Dakar

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Bayerns neue

Wildnis

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Der innere Schweinehund

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Neue Hoffnung

für Westafrika

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Wilde Karpaten

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Gemeinsam statt einsam

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Südafrika –

das Land der Kontraste

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder La Gomeras

Nadelwald

Philippusstift: News & Infofilm

20.15

21.00

22.00

23.00

Nomaden der Lüfte

Naturdokumentation · Der Film

folgt den Zugvögeln über die

Wüste, den Amazonas und an

die Kälte der Pole

Berlin Ecke Bundesplatz

Bäckerei im Kiez · Die Familie

Dahms betreibt seit 1980 eine

Bäckerei am Bundesplatz

Nüsse Gesunder Genuss oder

fette Sünde

Herbstgold Die lebensbejahende

Geschichte von fünf Leichtatlethen.

Die größte Herausforderung

ist das Alter: Die Sportler sind

zwischen 60 und 100 Jahre alt

Berlin Ecke Bundesplatz

Die Aussteiger · Reimar Lenz und

Hans Ingebrand sind Einsteiger in

ein vernünftigeres Leben

Sardinien Insel der

Hundertjährigen

Unsere Erde Der Film ist eine

spektakuläre Naturdokumentation

übder das Wunder des

Lebens und die atemberaubende

Schönheit unserer Erde

Berlin Ecke Bundesplatz

Feine Leute · Von der wundersamen

Wandlung des Prominenten-Anwalts

Ulo Salm

Wenn Angst krank macht

Gesundheitsreportage

26 Gesund in Essen


Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20.15 Soweit die Flügel tragen 20.15 Unsere Ozeane 20.15 Die wunderbare Welt

der Pilze

20.15 Sonne – Zukunftsenergie

und Wirtschaftsmotor

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Baumwolle Die Herausforderung

des weißen Goldes

Kampf dem Krebs

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Insel der Ahnen

Kokos-Palme Der Baum des

Lebens

Die Kardiologen

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Der Traum von Afrika

Burnout als Chance

Gesundheitsreportage

Tiere helfen heilen

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher Der Traum

von Afrika

Albinos

Gesundheitsreportage

Patient Auge

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Dichtung und Wahrheit

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Die schwimmenden

Dörfer der Ha Long Bucht ·

Wassernomanden in der La Hong

Bucht in Vietnam

British Columbia Im Reich der

Riesenkraken

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360° Oman: Die Rose

der Wüste

Was ist was Katzen

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Die Teebahn von

Darjeeling · seit über 100 Jahren

kämpft sich eine Dampflok die

steilen Berge des Himalaya hinauf

Die Alpen Der Steinadler ·

Beeindruckende Wildaufnahmen

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360° Postbote im Himalaya ·

Postzustellung auf 4.000 m Höhe

Was ist was Haie

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Traumberuf Schäfer:

Herden an den Gipfeln der

Pyrenäen

Die Alpen Im Paradies der

Alpenseen

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360° Russlands Zirkusschule

auf Tour

Willy will´s wissen Wer hat recht

Philippusstift: News & Infofilm

Geo 360° Vagabunden der

Wüste Gobi · Sarangerel

und Badbold ziehen mit ihren

Herden durch die Wüste

Florida Die geheimnisvolle

Flusswelt der Seekühe

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Geo 360° Vom Klassenzimmer

in die Kalahari

Willy will´s wissen Wikinger

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Afrika Kruger Park

und Madagaskar

Hab und Gut in aller Welt

Chile

Südaustralien Die Bucht der

vergessenen Haie

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteuer Australien Faszination

Ayers Rock

Donauklöster Abtei Metten

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Afrika Von Sansibar

bis zu den Seychellen

Hab und Gut in aller Welt

Flüchtlinge in Uganda

Sulawesi Regenwald und Korallen

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteuer Australien Tasmanien,

Sydney und Singapur

Donauklöster Abtei Schweiklberg

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Arktis Von Island

zum Polarmeer

Hab und Gut in aller Welt

Guatemala

Tasmanien Reich der Seedrachen

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteuer Amazonas Start

Richtung Südamerika

Donauklöster St. Nikola, Passau

Philippusstift: News & Infofilm

Abenteuer Arktis Spitzbergen,

Nordkap und die Fjordwelt

Hab und Gut in aller Welt

Haiti

Portugal Von Fatima zur Algarve

Informationen zu den

Katholischen Kliniken Essen

Abenteuer Amazonas

Das Land der 10.000 Flüsse

Donauklöster St. Engelszell

Philippusstift: News & Infofilm

Chronische Schmerzen

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Kruger Park

und Madagaskar

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Unberührtes

Lappland

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Kraftquelle Schlaf

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Von Sansibar

bis zu den Seychellen

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Bialowieza:

Heimat der Wisente

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Volkskrankheit Rheuma

Gesundheitsreportage

Abenteuer Arktis Von Island

zum Polarmeer

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Quarks & Co. Warum

sterben die Bienen?

Philippusstift: News & Infofilm

Philippusstift: News & Infofilm

Volkskrankheit Diabetes

Gesundheitsreportage

Abenteuer Arktis Spitzbergen,

Nordkap und die Fjordwelt

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Quarks & Co. Warum werden

unsere Kinder immer dicker?

Philippusstift: News & Infofilm

Island Insel der Naturgewalten ·

Island ist de größte Vulkaninsel

der Welt

Soweit die Flügel tragen

Naturdokumentation

Berlin Ecke Bundesplatz

Mütter und Töchter · Marina Storbeck

wollte alles anders machen

als ihre Mutter

Yoga Der Ruf der Stille ·

Gesundheitsreportage

Unsere Ozeane Eine faszinierende

Dokumentation mit atemberaubenden

Bildern über die Bewohner

der Weltmeere

Berlin Ecke Bundesplatz

Schornsteinfegerglück · Zwei

junge Männer werden Schornsteinfeger

Microfinance Kredite für

die Armen

Die wunderbare Welt der Pilze

Überraschende Einblicke in die

erstaunliche Welt der Pilze

Als wären sie nicht von dieser

Welt Doku über Schleimpilze

Berlin Ecke Bundesplatz

Vater, Mutter, Kind · Gerhard Rehbein

ist U-Bahn-Abfertiger, seine

Frau Helga die quirlige Hausfrau

Bogenschießen Der Flug des

Pfeils

Fledermäuse Warte, bis es

dunkel wird

Königin für einen Sommer

Dokumentation über

Hummelvölker

Berlin Ecke Bundesplatz

Die Köpcke Bande · Niels

Köpcke hat zwei Berufe:

Sänger und Begräbnisredner

Sonne Zukunftsenergie und

Wirtschaftsmotor

Gesund in Essen

27


Fit für den Alltag

„Nicht mehr rehabilitationsfähig“: mit diesem Stempel werden ältere Menschen

ins Altersheim verbannt. Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung

des Katholischen Klinikums Essen bietet einen letzten Ausweg.

b nach einem Schlaganfall oder

einer Beckenfraktur: wer über

mehrere Wochen dauerhaft im

Bett liegen musste, verliert Muskeln und

damit auch Kraft. Häufig ist schon der

kurze Weg zur Toilette eine Herausforderung:

die Beine wackeln oder geben

nach, an ein selbstständiges Alltagsleben

oder gar Hausarbeiten ist nicht zu

denken. Damit ältere Patienten nach

großen Operationen oder schweren

Krankheiten nicht in die Pflegebedürftigkeit

rutschen, hilft die geriatrische

frührehabilitative Komplexbehandlung

des Katholischen Klinikums Essen mit

einer speziellen Therapie zu mehr Eigenständigkeit.

Geriatrie und Pulmonologie – auf deren

vielfältige Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten

wie Ultraschall, Elektrokardiographie

und Endoskopie zurückgreifen.

In einem ganzheitlichen Ansatz

kombiniert ein Team aus Ärzten, Pflegekräften,

Therapeuten und dem Sozialdienst

die akutmedizinische Behandlung

mit rehabilitativer Therapie – und zwar interdisziplinär.

Weil ältere Patienten häufig

an mehreren Krankheiten leiden, arbeiten

Ärzte verschiedener Fachrichtungen

zusammen. Zunächst legen sie Behandlungsziele

fest, deren Ergebnisse in regel-

mäßigen Teambesprechungen überprüft

werden. Zweimal am Tag werden mithilfe

von Physio- und Ergotherapeuten körperliche

Kraft, Bewegungsabläufe, Koordination

und einfache Alltagsübungen

trainiert. „Neben Übungen für kräftigere

Muskeln und mehr Beweglichkeit trainieren

wir die Konzentration der Patienten“,

umreißt Prof. Krengel das vielfältige

Spektrum. „Damit wird auch das geistige

Leistungsvermögen gesteigert.“

Darüber hinaus können Patienten sich

in speziellen Schulungen zum Beispiel

zu den Themen Adipositas, Asthma oder

Osteoporose bereits während ihres Klinik-Aufenthalts

ausführlich informieren.

Über Selbsthilfegruppen unter anderem

zu Morbus Parkinson oder Hepatitis C ist

auch der Austausch mit Gleichgesinnten

möglich.

Patienten jenseits der 70

„Zu uns kommen ältere Patienten jenseits

der 70, die sich aktuell in Behandlung

befinden oder gerade daraus entlassen

wurden“, sagt Prof. Hans-Georg Krengel,

Chefarzt der Klinik für Innere Medizin

am St. Vincenz Krankenhaus und Marienhospital

Altenessen des Katholischen

Klinikums Essen, und verspricht: „Wir

machen sie wieder fit für den Alltag.“

Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung

kann als Teilbereich der

Medizinischen Klinik IV – Innere Medizin,

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Leitender Arzt

Medizinische Klinik IV – Innere

Medizin, Geriatrie und Pulmonologie

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1900

Mail: h.krengel@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1340

Mail: h.krengel@kk-essen.de

28 Gesund in Essen


60 Sekunden

für die Erstversorgung

ie Rettungsleitstelle meldet einen

Motorradunfall. Im St. Vincenz

Krankenhaus wird Alarm ausgelöst,

verschiedene Ärzte eilen in den

Schockraum. Wird ein Patient eingeliefert,

haben Dr. Peter Kaivers und sein

Team 60 Sekunden Zeit. Innerhalb dieser

einen Minute muss geklärt werden,

ob der Verletzte vital gefährdet ist.

„Wir bringen den Patienten in den

Schockraum, wo er per Ultraschall und

radiologisch untersucht wird“, erläutert

Dr. Kaivers, Leitender Arzt der Klinik für

Orthopädie und Unfallchirurgie, Handund

Fußchirurgie des Katholischen

Klinikums Essen. „Ist er instabil – mit

Kreislaufschwäche, Atemproblemen

oder einer Lungenverletzung – müssen

wir ihn schnellstens künstlich beatmen

und mit Flüssigkeit versorgen.“ Außerdem

wird geprüft, ob ein Schädel-Hirn-

Trauma vorliegt, sich Blut im Brustkorb

befindet und Halswirbelsäule sowie Becken

in Ordnung sind.

Becken stabilisieren

Bei einer Beckenfraktur können fünf Liter

Blut verloren gehen, was ohne Gegenmaßnahmen

zum schnellen Tod führen

würde. „Ein gebrochenes Becken müssen

wir umgehend stabilisieren“, sagt Dr. Kaivers

mit Nachdruck. Befindet sich Blut

Jede Minute zählt: Dr. Kaivers und

Dr. Feldmann mit einer Patientin

in der Notaufnahme.

Sturz vom Kletterfelsen, im Auto eingequetscht, gegen den Baum gefahren:

In der Notaufnahme des Katholischen Klinikums Essen zählt jede Sekunde.

„Gesund in Essen“ blickt in den Schockraum.

im Brustkorb, müssen die Ärzte ebenfalls

schleunigst ausmachen, wo die Blutung

herkommt und – wie auch bei einer Beckenfraktur

– den Patienten notoperieren.

Ist der Patient zwar schwer verletzt, aber

stabil, werden die klinischen Untersuchungen

fortgesetzt. In der Polytraumaspirale

(spezielle CT-Diagnostik) nimmt

das Ärzte-Team das Verletzungsmuster

genauer unter die Lupe und schaut, wo

Knochenbrüche vorliegen. Verletzungsfolgen,

die sofort versorgt werden müssen,

landen ebenfalls direkt im OP. „Am

häufigsten werden Extremitätenverletzungen

und Schädel-Hirntraumen behandelt

“, berichtet Dr. Kaivers.

Trauma-Netzwerk Ruhrgebiet

Für ihre ausgezeichnete Arbeit sind sowohl

das Philippusstift in Borbeck als

auch das St. Vincenz Krankenhaus in

Stoppenberg zertifiziert worden. Beide

sind darüber hinaus Teil des Trauma-

Netzwerks Ruhrgebiet der Deutschen

Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Solche Netzwerke steigern amerikanischen

Studien zufolge das Überleben

der schwerstverletzten Patienten um 25

Prozent. An der Kooperation beteiligt sind

Kliniken mit unterschiedlichen Kompetenz-Leveln,

die nach dem sogenannten

Weißbuch des DGU-Traumanetzwerkes

zertifiziert werden.

Als lokales Traumazentrum übernimmt

das Katholische Klinikum Essen die Basisversorgung.

„Unsere Kompetenzen

liegen jedoch darüber“, betont Dr. Kaivers.

„Für die Klassifizierung als regionales

Traumazentrum fehlt uns ein

Neurochirurg, den wir aber vis-à-vis am

Uniklinikum haben.“ Die Zertifizierung

als überregionales Traumazentrum erhalten

meist nur Unikliniken, weil sie

unter anderem für die Versorgung mehrerer

Patienten nach einem Massenunfall

ausgestattet sind.

Kurze Wege und Teleradiologie

Durch kurze Wege und gute Zusammenarbeit

wird sowohl am Philippusstift

als auch am St. Vincenz Krankenhaus

eine optimale Versorgung gewährleistet.

„Wir haben beispielsweise die

Möglichkeit der Teleradiologie, können

also Röntgen-Bilder elektronisch verschicken

und im Verbund vorstellen“,

erläutert der Arzt. So können Patienten

Klinik übergreifend behandelt werden.

Die moderne Technik und das schnelle

Handeln haben bereits etlichen Menschen

das Leben gerettet.

Kontakt

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Dr. med. Peter Kaivers

Leitender Arzt

Traumazentrum

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3201

Mail: p.kaivers@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 3101

Mail: p.kaivers@kk-essen.de

Gesund in Essen

29


Sie sind herzlich willkommen!

Veranstaltungen

Infotag zum Thema Brustkrebs

Samstag, den 21. November 2015, 10.00 – 15.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen

Geschwisterkurs

Dienstag, den 24. November 2015, 15.00 – 16.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Station A 4.2, Patientenlounge

Babymassage

2. November 2015 bis 30. November 2015,

montags 9.30 – 10.30 Uhr, mittwochs 9.30 – 10.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, 6. OG Raum 1

Regelmäßige Termine

Kreißsaalführung

Erster (werktäglicher) Freitag im Monat, 18.30 Uhr,

Treffpunkt Hörsaal Marienhospital Altenessen

Kreißsaalführung in russischer Sprache

Mittwoch, den 18.11.2015, 18.30 Uhr, Treffpunkt Pforte

oder Kreißsaal Marienhospital Altenessen

Quickschulung

Monatlich, Mitte des Monats an zwei Tagen (abhängig vom Dienstplan des

Arztes, meist Mo. und Di.), St. Vincenz Krankenhaus, EG, Konferenzraum

Kardiologie, Raum-Nr. E 18

Trockengymnastik für Herz- und Kreislauferkrankte

Dienstags, 16:30 – 17:30 Uhr und 17.30 – 18.30 Uhr, Philippusstift Physiotherapie,

Ansprechpartner: Frau Zuber, Fon: 0201 6400-5280

Selbsthilfegruppen

Marienhospital Altenessen:

Selbsthilfegruppe Poly Neuro Pathie (PNP)

Letzter Dienstag im Monat, 18.00 Uhr, im 6. OG

Selbsthilfegruppe für Frauen (Leben nach Krebs)

Erster Mittwoch im Monat, 15.00 – 16.30 Uhr,

Station A 4.2, Patientenlounge

Selbsthilfegruppe bei Depressionen für Frauen

14-tägig mittwochs, 18.00 Uhr

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen

mittwochs, 18.00 Uhr

Selbsthilfegruppe Lupus Erythematodes

Philippusstift:

Selbsthilfegruppe Poly Neuro Pathie (PNP)

Letzter Mittwoch im Monat, 18.00 Uhr, Haus F, Raum 1

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen

dienstags 17.30 Uhr, 14-tägig 19.00 Uhr und mittwochs 19.00 Uhr

Angehörigengruppe für psychisch Kranke in der Tagesklinik

Fon: 0201 6400 5363

Aphasiker-Zentrum NRW e. V., Fon: 0201 6099 422

Beratungsgruppe für Angehörige von neurologisch

erkrankten Patienten

Erster Mittwoch im Monat, 10.00 – 11.30 Uhr

im Aphasiker-Zentrum, Anmeldung unter 0201 6099 422

Anonyme Alkoholiker

montags, 19.30 Uhr

Aphasiker-Zentrum NRW e. V. und Schlaganfallbüro Ruhr,

Laarmannstraße 21, 45359 Essen

Beratungsgruppe für Angehörige von neurologisch erkrankten Patienten

Jeder 1. Mittwoch im Monat, 10.00 – 11.30 Uhr,

Anmeldung unter 0201/6099-422

Selbsthilfegruppe für Aphasiker und Angehörige

Jeden Montag, 15.00 – 16.30 Uhr

Selbsthilfegruppe junger Aphasiker und Schlaganfallpatienten Ruhr (25-50 Jahre)

Jeder 1. und 3. Mittwoch im Monat, 16.30 – 18.00 Uhr,

Anmeldung unter 0201/6099-422

Patientenhochschule

„Wenn der Daumen schmerzt“

Donnerstag, den 5. November 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

Philippusstift, Referent Dr. Christoph Eicker

„Gelenkverschleiß – Gelenkersatz“

Dienstag, den 10. November 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Referent Dr. Peter Feldmann

„Darmkrebs – Möglichkeiten der Minimalinvasiven Chirurgie“

Mittwoch, den 11. November 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Referent Dr. Olaf Guckelberger

„Pflegereform und Prävention – was ändert sich ab 2016?“

Donnerstag, den 12. November 2015, 18.00 – 19.00 Uhr,

AOK, Limbecker Platz, Referent Regionaldirektor Oliver Hartmann

„Was passiert im Krankenhaus hinter den Kulissen?“

Dienstag, den 17. November 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Referent Dr. Daniel Napieralski-Rahn

„Reanimationskurs“

Mittwoch, den 18. November 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Referenten Sven Mühlan und Robert Thomas Schruba

„Ernährung nach Bauchoperation“

Donnerstag, den 26. November 2015, 17.30 – 19.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Referent Dr. Andreas Kruschke

„Spiritual Care“

Dienstag, den 1. Dezember 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

Steinbeis Hochschule Kupferdreh, Referentin Doris Broszeit

„Lebermetastasen – Wie kann die Chirurgie helfen?“

Dienstag, den 8. Dezember 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Referent Dr. Olaf Guckelberger

„Aortenaneurysma – Die tickende Zeitbombe“

Mittwoch, den 9. Dezember 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Referentin Prof. Dr. Birgit Hailer

„Das Gallensteinleiden“

Donnerstag, den 10. Dezember 2015, 18.00 – 20.00 Uhr,

Philippusstift, Referentin Dr. Christoph Wellmann

„Diabetes und Weihnachtsbäckerei“

Donnerstag, den 10. Dezember 2015, 17.30 – 19.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Referentin Sabine Hirschfeld

Informationen zu den Selbsthilfegruppen erhalten Sie

vom Katholischen Klinikum Essen. Fon: 0201 6400-1021

Weitere Informationen zu den Terminen finden Sie online unter www.kk-essen.de,

auf unserem Gesundheitsportal sowie bei Facebook, Twitter und Google+ und YouTube.

www.gesundinessen.de

www.twitter.com/

KK_Essen

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+Kk-essenDe/posts

www.youtube.com/KathKlinik

30 Gesund in Essen


Fachkliniken / Leitende Ärzte

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 1370

Fax: 0201 6400 1390

Mail: Info@kk-essen.de

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1310

Fax: 0201 6400 1330

Mail: Info@kk-essen.de

Katholisches Klinikum Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1340

Fax: 02016400 1452

Mail: Info@kk-essen.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Birgit Hailer

Medizinische Klinik II

Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Priv.-Doz. Dr. Horst Gerhard

Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Chirurgische Klinik II

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatische Medizin

Dr. Georg Bilitewski

Radiologische Klinik II

Klinik für Radiologie

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger

Chirurgische Klinik I

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik I

Gastroenterologie, Hepatologie

und Ernährungsmedizin

Dr. Martin Schütte

Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik IV

Innere Medizin, Geriatrie

und Pulmonologie

Dr. Winfried Berger

Medizinische Klinik III

Hämatologie und Internistische

Onkologie

Dr. Tarek Azhari

Radiologische Klinik I

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Prof. Dr. Robert Wammack

Klinik für Urologie und

Neurourologie

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger

Chirurgische Klinik I

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik IV

Innere Medizin, Geriatrie

und Pulmonologie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Medizinische Klinik II

Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Chirurgische Klinik II

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Tarek Azhari

Radiologische Klinik I

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Gesund in Essen

31


PHILIPPUSSTIFT | MARIENHOSPITAL ALTENESSEN | ST. VINCENZ KRANKENHAUS

Ein Haus mit drei Herzen.

Ihr Weg zu uns

Unsere drei Krankenhäuser befinden sich im

Essener Norden und sind sowohl mit dem Auto

als auch mit Bus und Bahn sehr gut zu erreichen.

Für eine problemlose Anfahrt stehen Ihnen auf

unserer Website www.kk-essen.de Anfahrtskizzen,

Lagepläne, Routenplaner und weitere

Beschreibungen zur Verfügung.

Zertifizierungen

• Angehörigenfreundliche Intensivstation Philippusstift

• Chest Pain Unit Philippusstift

• Chest Pain Unit St. Vincenz Krankenhaus

• Deutsche Herniengesellschaft Hernienchirurgie

• Endoprothetikzentrum Philippusstift

• Endoprothetikzentrum St. Vincenz Krankenhaus

• Europäische Gesellschaft für Onkologie ESMO Zertifikat

• Gefäßzentrum

• Hypertoniezentrum

• Stroke Unit

• Traumazentrum Philippusstift

• Traumazentrum St. Vincenz Krankenhaus

• Uni Brustzentrum Essen

• Westdeutsches Magen-Darm-Zentrum

www.gesundinessen.de

www.facebook.com/

katholischesklinikumessen

www.youtube.com/

KathKlinik

www.twitter.com/

KK_Essen

https://plus.google.com/

+Kk-essenDe/posts

Notfall

In medizinischen Notfällen wenden Sie sich bitte an die Integrierte

Leitstelle des Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über 112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei Arbeits-, Sport- und Schulunfällen

stehen Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen unserer Kliniken

zur Verfügung. Diese sind über unsere Standort-Zentralen zu erreichen

(siehe letzte Innenseite in diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten

Sie unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen

32 Gesund in Essen

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