PolarNEWS-Sonderexpeditionen_2016

polarreisen

PolarNEWS

Sonder-Expeditionen 2016

Tschukotka

Eine Schiffs-Expedition im

äussersten Osten Russlands

Sea & Save

Engagement und Abenteuer

im zauberhaften Spitzbergen

Richtig Reisen

Die wichtigsten Informationen

zu Reisen in polaren Gebieten


Liebe Reisende

Als wir 1997 das erste Mal in die

Region um den Südpol reisten,

ahnten wir noch nicht, wie sehr

diese Reise unser Leben verändern

würde. Hinger issen von der

Schönheit der Antarktis, ihrer unendlichen

Ruhe und ihrer wunderbaren

Tierwelt, haben wir

seither immer wieder unsere neue

«Heimat» besucht. Manchmal sogar

mehrere Male im Jahr. Seit

über fünfzehn Jahren bereisen wir

nun auch die nördliche Hemisphäre

der Erde, sprich die Arktis.

Völlig anders erleben wir diese

Region: Wilde Landschaften wechseln

sich ab mit blühender Tundra. Immer

wieder begegnen wir Eisbären, Walrossen,

Vögeln und Walen und haben regelmässig

Kontakt mit den Einwohnern dieser kargen

Regionen. Das ist aufregend, schön und

spannend.

Inzwischen bezeichnet man uns nicht nur

in Fotografenkreisen als Polar-Spezialisten.

Ohne falsche Bescheidenheit: Das stimmt.

Wir haben die «Kühlschränke» unserer Erde

unzählige Male be reist – auf Expeditionen

mit dem Flug zeug, auf Forschungs- und mit

Kreuzfahrtschiffen, auf Eis brechern und

Schneescootern oder ganz einfach zu Fuss.

Entsprechend werden wir oft von Reisebüros

um Rat oder Mitarbeit angefragt. Dank jahrelanger

Erfahrung und fundiertem Wissen

garantieren wir Ihnen eine kompetente Beratung

und Begleitung.

Mit PolarNEWS, unserem Magazin über polare

Gebiete, möchten wir Ihnen eine Plattform

schaffen, wo alle Themen zu den Polargebieten

zur Sprache kommen. Wir möchten

die Faszination der Regionen um den Nordpol

und den Südpol einem interessierten Publikum

näherbringen.

Denn kühle Gebiete sind unsere Leidenschaft.

Und wir möchten Sie mit dieser Begeisterung

anstecken. Deshalb haben wir

spannende und faszinierende Reise-Highlights

im ewigen Eis erarbeitet. Lassen Sie

sich also anstecken...

Heiner und Rosamaria Kubny

2


3


Arktis

Save & Sea:

Die Aufräum-Expedition

28. Juni bis 8. Juli 2016

Wir engagieren uns während drei Tagen unserer Reise tatkräftig für die Umwelt: Während unserer Expeditions-Kreuzfahrt erleben wir eine

wilde, ungezähmte Natur, einzigartige geologische Formationen und die grandiose Weiträumigkeit der arktischen Landschaft. Wir versuchen

bis nach Nordspitzbergen vorzudringen, um Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung aufzuspüren.

Bedauerlicherweise zeigt sich in diesem Tier- und Landschaftsidyll auch eine andere, weniger attraktive Seite von Spitzbergen, denn auch

hier ist die Belastung und Verschmutzung der Küsten durch Meeresmüll nicht zu übersehen. Unser niederländischer Reedereipartner Oceanwide

Expeditions hat daher bereits im Juli 2015 eine ganz besondere Kreuzfahrt erfolgreich durchgeführt mit dem Ziel, durch die Mithilfe der

Reisegäste einige Küstenstriche von Müllablagerungen, insbesondere Plastikmaterialien, zu befreien. Diese aussergewöhnliche Expeditions-

Kreuzfahrt mit dieser einzigartigen, dreitägigen Aufräumaktion möchten PolarNEWS und Oceanwide Expeditions 2016 wiederholen und

damit gemeinsam zum Schutz der Arktis einen starken Beitrag leisten.

1. Tag: Anreise

Linienflug mit SAS von Zürich nach Oslo. Übernachtung

im Viersterne-Flughafenhotel.

2. Tag: Einschiffung

Am Morgen Weiterflug nach Spitzbergen. Wir

erkunden Longyearbyen und schiffen am Nachmittag

ein.

3. – 6. Tag: Nordwest-Spitzbergen

Neben dem Genuss der fantastischen Landschaftsszenarien

ist es unser Ziel, die Strände entlang

der Küstenlinien im Nordwesten Spitzbergens

zu reinigen: ein Gebiet, das am meisten von

angeschwemmtem Müll betroffen ist. In Abstimmung

mit dem Gouverneur von Spitzbergen wird

entschieden, welche Bereiche in diesen Tagen gereinigt

werden.

7. Tag: Nordspitzbergen

Auf unserer Fahrt halten wir stets Ausschau nach

Eisbären im Packeis. Wir nähern uns der Eiskante

und hoffen, in den Treibeisfeldern Eisbären

aufzuspüren. Unsere Suche bringt uns weiter ostwärts

in Richtung der Sieben Inseln. Dort planen

wir eine Anlandung.

8. Tag: Hinlopenstrasse

Je nach vorherrschenden Eisbedingungen werden

wir versuchen, die Hinlopenstrasse zu befahren.

Ein Höhepunkt sind sicherlich die Klippen

von Alkefjellet mit Tausenden von Dickschnabellummen.

Hier besteht die Möglichkeit, mit

Zodiacs bis an den Klippenrand zu fahren.

9. Tag: Im Packeis

Unser Kurs richtet sich westwärts entlang des

Packeises. Wir kreuzen die Abbruchkante des

Kontinentalschelfs. Hier halten sich im Sommer

gerne Blauwale und Finnwale auf.

10. Tag: Prins Karls Forland

Wir steuern nach Süden um Prinz Karls Forland

und planen einen Besuch der Walross-Kolonie

bei Poolepynten. Am Nachmittag wollen wir bei

Alkhornet anlanden, ein prominenter Vogelfelsen

mit einer grossen Kolonie von Dickschnabellummen

und Dreizehenmöwen.

11. Tag: Longyearbyen – Oslo – Zürich

Ankunft in Longyearbyen, Gruppentransfer zum

Flughafen und Rückflug über Oslo nach Zürich.

Programmänderungen wegen Wetter- und Eis -

bedingungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Im Preis inbegriffen

• sämtliche Flüge, Economyklasse

• 1 Übernachtung in Oslo

PolarNEWS-Reiseleitung

• Schiffsreise in der gebuchten Kategorie

• Vollpension an Bord

• alle Landgänge

• Zodiacausflüge laut Programm

• wissenschaftliche Vorträge an Bord

• Hafengebühren

• Flughafen- und Abflugtaxen

• Reisedokumentation

PolarNEWS Reiserucksack

Im Preis nicht inbegriffen

• alkoholische Getränke an Bord

• weitere Mahlzeiten

• Trinkgelder

• Versicherung

• evtl. Treibstoffzuschläge

Zahlungsbedingungen

Anzahlung 30% bei Buchungsbestätigung.

Restzahlung 60 Tage vor Abreise.

4


Annulationskonditionen

Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertrags -

bedingungen sowie die separaten Rück tritts-/

Annullierungsbedingungen von Glur Reisen.

Reiseleitung

Christian Hug, PolarNEWS

Verlangen Sie die detaillierten

Reise-Unterlagen.

M/V «Ortelius»

Das eisverstärkte Expeditionsschiff M/V «Ortelius»

wurde 1989 in der Gdynia Werft in Polen erbaut

und erhielt den Namen «Marina Svetaeva». Über

Jahre diente es als Arbeitsschiff für die Russische

Akademie der Wissenschaften und verbrachte

viele Jahre in den zugefrorenen Gewässern der

Arktis und im nördlichen Pazifik.

Im Frühjahr 2014 wurde das Deck 5 komplett

umgebaut und erfreut sich nun in neuer Frische.

Diese PolarNEWS-Leserreise wird mit

unserem Partner Glur Reisen durchgeführt.

PREISE FÜR PolarNEWS-EXPEDITION

Alle Preise in CHF pro Person CHF

4-Bett-Kabine mit Bullauge 5’195.–

3-Bett-Kabine mit Bullauge 5’925.–

2-Bett-Kabine mit Bullauge 6’595.–

2-Bett-Kabine mit Fenster 6’925.–

2-Bett-Kabine Deluxe 7’275.–

Superior Doppelkabine 7’950.–

5


Arktis

Fremdes Tsch

Die sibirische Arktis stellt für viele immer noch ein Gebiet voller Geheimnisse dar. Der Autonome Kreis der Tschuktschen umfasst den

äussersten Nordosten Russlands, ist abgelegen und äusserst dünn besiedelt. Das Klima ist rau. Nur selten kommen fremde Gäste in

diese Gegend. Noch heute haben Fahrten in diese entlengendsten Gebiete Expeditions-Charakter.

1. Tag: Zürich –Moskau –Anadyr

Linienflug über Moskau nach Anadyr.

2. Tag: Anadyr

Transfer vom Flugplatz in den Hauptort von

Tschukotka und Übernachtung.

3. Tag: Anadyr – Einschiffung

Am Morgen können wir noch Anadyr ein wenig

erkunden. Danach schiffen wir auf der

«Spirit of Enderby» ein und am späten Nachmittag

lichten wir den Anker.

4. Tag: Egvekinot

Wir besuchen Egvekinot, eine kleine Stadt,

die von Gulag-Insassen erbaut wurde. Ursprünglich

diente die Ortschaft als Versorgungspunkt

der 200 Kilometer weiter im

Landesinnern gelegenen Lul’tin-Mine. In der

Stadt können wir das interessante Museum

besuchen. Ausserdem ist ein Ausflug in die

Umgebung geplant, um die einzigartige Tundra-Landschaft

geniessen zu können.

5. Tag: Konergino

Während der Nacht sind wir durch die Krestabucht

gesegelt und erreichen heute Konergino,

eine kleine Rentierhirten-Siedlung. Die

Rentierhaltung ist immer noch ein wichtiger

Faktor im Leben der Tschuktschen.

6. Tag: Presbrazhenya-Bucht

Am südlichen Ende Tschukotkas liegt die

Presbrazhenya-Bucht, wo wir mit den Zodiacs

entlang mächtiger Vogelfelsen fahren und

Papageitaucher, Lummen, Möwen und andere

Vögel bestaunen können. Auch Füchse und

mit etwas Glück Braunbären können beobachtet

werden. Bei guten Bedingungen landen

wir bei einem Jägerlager in der Nähe des

Dorfes Nunligren.

7. Tag: Yttigran Island, Whale Bone Alley

Die bedeutende und faszinierende archäologische

Stätte Whale Bone Alley auf Yttigran

Island geht bis ins 14. Jahrhundert zurück.

Zahlreiche Walknochen stehen und liegen in

der Nähe des Strandes und bilden eine Art

Allee. In den Gewässern rund um die Insel

sind häufig Grauwale zu sehen.

8. Tag: Novo Chaplino und die Beringia-

Arktis-Spiele

Unsere Reise führt uns zum Eröffnungstag

der Beringia Arctic Games, einem kulturellen

und sportlichen Höhepunkt im Kalender der

lokalen Bevölkerung. Walboot- und Baidara

Regatta, Tanz- und Sportanlässe sind Teil der

Spiele. Wir haben die einzigartige und einmalige

Möglichkeit, dieses Festival zu besuchen

und die Darbietungen zu geniessen.

9. Tag: Kap Dezhnev

Die nordöstlichste Ecke Tschukotkas ist auch

gleichzeitig der östlichste Punkt Russlands

und Teil der Beringstrasse zwischen Russland

und den USA. Bei guten Wellenbedingungen

landen wir am Strand an und spazieren den

steilen Hang hoch zu den Überresten der alten

Inuit-Siedlung Naukan.

10. Tag: Seetag in Richtung Norden

Unser Weg führt uns nach Norden und Nordwesten

in Richtung des Eises und Wrangel

Island.

11. – 13. Tag: Im Eis und/oder Wrangel Island

Die Tage werden im Expeditionscharakter der

Reise geführt und das Programm ist von Wetter-

und vor allem von den Eisbedingungen

abhängig. Wir fahren auf der Suche nach dem

König der Arktis, dem Eisbären, an der Eiskante

entlang. Aber auch Walrosse, Robben und

Wale sind hier häufig zu finden. Je nach Bedingungen

versuchen wir so nahe wie möglich

an Wrangel Island heranzufahren. Die Insel ist

viele Monate des Jahres von Eis umgeben.

14. Tag: Kolyuchin Island / Kolyuchin Inlet

Am Morgen ankern wir nahe der Insel Kolyuchin.

Die Insel ist zwar klein, aber hier nisten

in den steilen Felsen Dickschnabel- und Trottellummen

in grosser Zahl. Ausserdem sind hier

beide Papageitaucherarten der Region zu finden.

Zum anderen ist die Insel auch ein wichtiger

Walrossliegeplatz, wo sich bis zu mehrere

hundert Walrosse an einem kleinen Strand tummeln.

Hin und wieder sind auch Eisbären auf

der Insel anzureffen.

15. / 16. Tag: Entlang der Küste Tschukotkas

Noch einmal geniessen wir den Expeditionscharakter.

Je nach Bedingungen und Zeit sind die

Diomeden-Inseln mitten in der Beringstrasse, die

Ortschaften Uelen, Lawrentija oder einfach die

6


ukotka: Russlands Ferner Osten

16. Juli bis 2. August 2016

spektakuläre Landschaft Tschukotkas mögliche

Ziele. Walsichtungen sind möglich.

17. Tag: Anadyr und Rückreise

Unsere Reise endet wieder in Anadyr. Je nach

Flugplan werden wir eine Übernachtung nach

dem Flug in Moskau einlegen.

18 Tag: Flug Moskau – Zürich

Der Rückflug bringt uns zurück in die Heimat.

Programmänderungen wegen Wetter- und Eis -

bedingungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Im Preis inbegriffen

• Linienfüge ab/bis Zürich nach Moskau

• Flüge ab/bis Moskau nach/von Anadyr

• 1 bis 2 Übernachtungen in Moskau

• Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

inkl. Vollpension an Bord

• alle Landgänge und Zodiacfahrten

• erfahrenes Expeditionsteam an Bord

• informative Lektorenvorträge zu Flora,

Fauna und Gebiet

• ein Reisehandbuch nach Wahl

PolarNEWS-Reiseleitung ab/bis Zürich

Im Preis nicht inbegriffen

• Visum für Russland

• alkoholische Getränke an Bord

• weitere Mahlzeiten in Moskau und Anadyr

• Trinkgelder an Bord

• Versicherung

• evtl. Treibstoffzuschläge

Zahlungsbedingungen

Anzahlung 30% bei Buchungsbestätigung.

Restzahlung 60 Tage vor Abreise.

Annulationskonditionen

Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertrags -

bedingungen sowie die separaten Rück tritts-/

Annullierungsbedingungen von Glur Reisen.

Teilnehmerzahl

Mindestteilnehmerzahl: 10

Reiseleitung

Noch nicht bestimmt

Verlangen Sie die detaillierten

Reise-Unterlagen.

«Spirit of Enderby»

PREISE FÜR PolarNEWS-EXPEDITION

Alle Preise in CHF pro Person CHF

2-Bett-Kabine ohne D/WC 11’950.–

Superiorkabine mit D/WC 12’395.–

Superior-Plus-Kabine mit D/WC 12’925.–

Minisuite 13’265.–

Heritage-Suite 13’795.–

Die «Spirit of Enderby» wurde

1984 in Finnland als eisverstärktes,

russisches Forschungsschiff

für das ozeanographische Institut

gebaut. Schon seit einigen Jahren

ist das Schiff für Heritage Expeditions

unterwegs. Im März 2012

wurde die «Spirit of Enderby»

in Neuseeland komplett renoviert

und ist eines der letzten ehemaligen

kleinen russischen Forschungsschiffe,

welches noch in polaren

Regionen verkehrt.

7


Unsere Expeditionsschiffe

M/V «Ortelius»

Das eisverstärkte Expeditionsschiff M/V «Ortelius» wurde 1989 in der Gdynia-Werft in Polen erbaut und erhielt den Namen «Marina

Svetaeva». Über Jahre diente es als Arbeitsschiff für die Russische Akademie der Wissenschaften und war viele Jahre in den zugefrorenen

Gewässern der Arktis und im nördlichen Pazifik im Einsatz. Das Schiff hat die russische Eisklasse L1 (entspricht 1A) und ist daher

sehr gut geeignet, um in festem Einjahres-Meereis und losem mehrjährigem Packeis zu navigieren. Die M/V «Ortelius» ist ein robustes,

wendiges Schiff. Die mitgeführten Zodiacs ermöglichen jederzeit Anlandungen auch in kleinen Buchten. Im Jahre 2005 wurde es

renoviert, die Kabinen wurden komfortabler eingerichtet. Das Schiff zeichnet sich aus durch grosse, geräumige Kabinen und Aufenthaltsräume

einschliesslich der offenen Brücke.

Technische Daten

Baujahr: 1989, letzter Umbau Deck 5 im Jahr 2014

Tonnage: 4575 BRT

Länge: 91,25 m

Breite: 17,61 m

Tiefgang: 5,80 m

Antrieb: 4352 PS, Dieselmotoren

Geschwindigkeit: 12 bis 14 Knoten

Strom: 220 Volt

Eisklasse: L1 / 1A

Bordsprache: Englisch / Deutsch

Passagiere: 116

Besatzung: 41

Ausstattung

Für Unterhaltung auf der M/V «Ortelius» sorgen

eine Lounge, eine Bar und ein Restaurant mit Vortragsraum.

Die Lounge und die Bibliothek laden

zum Verweilen ein. Souvenirs sind im kleinen Kiosk

auf dem Hauptdeck erhältlich. Klinikzimmer für

Notfälle und Arzt an Bord.

8


M/V «Spirit of Enderby»

Die «Spirit of Enderby» wurden 1984 in Finnland als eisverstärktes, russisches Forschungsschiff für das ozeanographische Institut

gebaut. Schon seit einigen Jahren ist das Schiff für Heritage Expeditions unterwegs. Im März 2012 wurde die «Spirit of Enderby» in

Neuseeland komplett renoviert und ist eines der letzten ehemaligen kleinen russischen Forschungsschiffe, welche noch in polaren

Regionen verkehren. Die Ausstattung ist nicht luxuriös und es kommt noch der richtige Expeditions-Charakter zum Vorschein. Dank der

maximalen Passagierzahl von 48 sind Expeditions-Reisen in kleinen Gruppen möglich. Die erfahrenen Expeditionsleiter vermitteln ihr

Wissen während der Vorträge an Bord und auf den Zodiactouren.

Technische Daten

Baujahr: 1984

Tonnage: 2000 BRT

Länge: 66 m

Breite: 12,80 m

Tiefgang: 3,50 m

Antrieb: 2x Diesel-Motoren / 2 x 1560 PS

Geschwindigkeit: 12 Knoten

Stabilisatoren: nein

Strom: 220 V

Eisklasse: 1A Blohm & Voss

Bordsprache: Englisch

Passagiere: 48

Besatzung: 19

Ausstattung

Auf dem Deck 2 können Sie sich in der Bar/Lounge,

im Restaurant, in Bibliothek, Sauna oder Vortragsraum

verweilen. Bei allen Kabinen handelt es sich

um Aussenkabinen. Auf Deck 3 befinden sich 13

Kabinen mit Etagen-WC, alle anderen Kabinen haben

eine eigene Dusche/WC. Die Superior-Kabinen

auf Deck 4 verfügen zusätzlich über einen Wohnbereich.

9


Tschukotka – Russlands Ferner Osten

Tschukotka umfasst den äussersten Nordosten

Russlands. Es wird durch die Beringstrasse von

Alaska getrennt. Die Gegend ist vorwiegend

bergig und besitzt Mittelgebirgscharakter. An

den Küsten gibt es mehr oder weniger ausgedehnte

Tiefländer. Die Bergländer rechnet man

zum Ostsibirischen Bergland. Sie umfassen unter

anderem den Nordteil des Korjakengebirges,

das Anjuigebirge, das Anadyrgebirge bis

zur Tschuktschen-Halbinsel, wo im Kap Deschnjow

der östlichste Punkt Russlands beziehungsweise

Asiens liegt. Zum Bezirk gehören

auch mehrere grössere Inseln, wie das Unesco-

Weltnaturerbe-Gebiet Wrangel Island.

Tschukotka liegt fast vollständig nördlich der

Baumgrenze und wird von Tundra bedeckt. Das

Klima ist rau. Die Jahresdurchschnittstemperaturen

liegen zwischen −5 und −10 °C. Der

Winter beginnt im September und endet erst

im Mai. Wärmster Monat ist der Juli mit etwa

9 °C, kältester der Januar mit −25 °C, Tiefsttemperaturen

von unter −40 °C sind nicht ungewöhnlich.

Stürme sind zu jeder Jahreszeit

möglich und erreichen oft Orkanstärke.

Bevölkerung

Tschukotka ist abgelegen und äusserst dünn

besiedelt. Infolge des Rückgangs des Goldabbaus

und der politischen Wende hat es seit

1989 fast 70 % seiner Einwohner eingebüsst.

Ein beachtlicher Anteil der Abwanderung waren

russische Militäreinheiten. Auch die früher

stark vertretenen Zuwanderergruppen der Ukrainer,

Weissrussen und Tataren sind in Scharen

weggezogen. Die indigenen Ethnien sind

jedoch, wie in den meisten Gebieten Sibiriens

und des Fernen Osten, trotzdem noch in der

Minderheit. Tschukotka zählt heute noch

knapp 50‘000 Einwohner, oder 0,07 Einwohner/km².

Der Hauptort Anadyr, mit ca. 12‘000

Einwohnern, hat den einzigen internationalen

Flughafen und wird wöchentlich von Moskau 2

bis 3 Mal in der Woche angeflogen.

Wirtschaft

Wichtigster Wirtschaftszweig ist immer noch

der Goldabbau, obwohl dieser in den letzten

Jahren zurückgegangen ist. Die derzeit laufenden

Investitionen einer kanadischen Bergbaufirma

werden in den nächsten Jahren wahrscheinlich

wieder zu einem Anstieg der

Goldproduktion führen. Die traditionellen

Wirtschaftszweige der Tschuktschen und anderer

indigener Ethnien sind Rentierzucht,

Pelzjagd und auch die Jagd auf Meeressäugetiere.

Wrangel Island

Wrangel Island wurde 2004 von der Unesco

zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt und in

die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der

Menschheit aufgenommen. Bereits seit 1976

existierte das Naturreservat Wrangel Island.

Die Insel besteht aus einer etwa 7608 km² grossen

Hauptinsel, ein paar kleinen vorgelagerten

Eilanden und der etwa 135 km weiter nordöstlich

liegenden und nur 11 km² grossen Insel

Herald. Obwohl das Gebirge bis zu 1096 m über

den Meeresspiegel aufragt und Wrangel Island

im Winter völlig von Treibeisschollen eingeschlossen

wird, ist das Land nicht vergletschert.

Allerdings ist die Insel, die etwa 500 bis 600 km

jenseits des nördlichen Polarkreises und etwa

2000 km vom Nordpol entfernt ist, nicht nur in

der Polarnacht des Winters von einer teils dicken

Schneedecke überzogen. Die sich nördlich

anschliessende polare Packeisgrenze ist in dieser

Gegend in der Regel nur etwa 100 bis 200

km entfernt. Daher kommt es vor, dass Wrangel

Island selbst im Sommer nur schwer erreichbar

ist, wenn sie von dicken Treibeisschollen umschlossen

wird.

Fossilienfunde belegen, dass auf Wrangel Island

noch bis etwa 1700 v. Chr. das zwergwüchsige,

zottige Wollhaarmammut zu Hause

war. Die bis vor etwa 12.000 Jahren auf Grund

des niedrigeren Meeresspiegels mit dem nordostasiatischen

Festland verbundene Insel stellte

damit eines der letzten Rückzugsgebiete

des Wollhaarmammuts dar.

Auf Wrangel Island leben Eisbären, Moschusochsen,

Robben und Walrosse. Zur artenreichen

Vogelwelt gehören die Eiderente, die

Schneegans, der Kormoran, die Ringelgans, der

Steinwälzer und die Zwergschneegänse.

10


Gut zu wissen

Fauna und Flora

Das Ökosystem reagiert sehr empfindlich auf jeden

Eingriff und die Blütezeit in der Arktis ist sehr kurz.

Das Pflücken von arktischen Gewächsen während

der Landgänge ist daher untersagt!

Während den Expeditionsfahrten wird kein Müll

ins Meer geleitet. Wir bitten auch Sie, keinen Müll

auf Landgängen zu hinterlassen.

Klima

Auf der Höhe von Spitzbergen und Wrangel Island

scheint die Mitternachtssonne von Mitte April bis

Mitte August. Die Durchschnittstemperatur beträgt

in Longyearbyen Mitte Juli 5 bis 10 Grad,

ähnliches gilt auch für Wrangel Island. Das Wetter

ist meist stabil, der Himmel ist oft bedeckt. Auch

Regen ist zu dieser Jahreszeit keine Seltenheit.

Expeditionen

Während der Reise vermitteln Ihnen die fachkundigen

Lektoren des Expedition Teams mit Vorträgen

viel Wissenswertes über Kultur, Flora und Fauna

sowie die Geschichte der besuchten Orte. Sie

begleiten Sie auch auf den Landgängen.

Ihr Expeditionsleiter wird Sie an Bord täglich über

die Einzelheiten zu den geplanten Landausflügen

informieren. Die Durchführung dieser Ausflüge ist

immer abhängig von den örtlichen Witterungsverhältnissen.

Kleidung

Die Atmosphäre an Bord ist leger. Entsprechend

wird auf Abendkleidung oder formelle Kleidung

verzichtet. Wichtig für die Ausflüge sind warme

Bekleidung und Regenhosen gegen Spritzwasser.

Das Wetter kann sich sehr schnell von sonnig und

relativ warm zu eisigen Temperaturen unter null

Grad ändern. Die Bekleidung sollte daher windund

wasserdicht sowie möglichst atmungsaktiv

sein.

Bei der Bekleidung sollten Sie auf das «Zwiebelprinzip»

achten und mehrere dünnere Schichten

übereinander ziehen, so dass Sie nach Belieben

eine Schicht aus- oder anziehen können.

Gummistiefel

Wir empfehlen Ihnen, während den Landgängen

unbedingt Gummistiefel zu tragen. Das Schiff

verfügt über Gummistiefel, welche Sie für die

Dauer der Seereise ausleihen können. Sie erhalten

mit der Reisebestätigung ein Formular, mit

welchem Sie Gummistiefel in Ihrer Grösse reservieren

können. Selbstverständlich können Sie

auch Ihre eigenen Gummistiefel mitnehmen.

Achten Sie auf gutes Profil.

Bordsprache

Die Bordsprache ist grundsätzlich Englisch. Während

unserer Expeditionsfahrt erhalten Sie aber

alle Informationen auch in Deutsch. Einige Polar-

NEWS-Abfahrten sind rein deutschsprachig.

Währung

Die norwegische Krone ist in Spitzbergen gültiges

Zahlungsmittel. Sie unterliegt keiner Ein- oder

Ausfuhrbeschränkung. In Longyearbyen können

Sie während der Öffnungszeiten der Banken

Geld wechseln. Bitte beachten Sie aber, dass

die Öffnungszeiten nicht immer mit den Liegezeiten

des Schiffes übereinstimmen. Gängige

Kreditkarten werden an zahlreichen Orten akzeptiert.

AECO

Association of Arctic Expedition Cruise Operators

Die AECO ist ein internationaler Zusammenschluss von Veranstaltern von Expeditionskreuzfahrten

in arktische Gebiete. Mitglieder der AECO verpflichten sich, Expeditionsreisen

in der Arktis unter grösstmöglicher Berücksichtigung der sensiblen Umwelt, heimischen

Kultur und historischen Stätten durchzuführen sowie Sicherheit auf See und an Land zu

gewährleisten.

PolarNEWS ist Mitglied der AECO.

11


Polar

Zeitschrift über polare Regionen www.polarnews.ch

Ausgabe 21 / Juni 2015

NEWS

PolarNEWS

Expeditionen 2016 / 2017

Polar

Zeitschrift über polare Regionen www.polarnews.ch

Ausgabe 22 / Dezember 2015

NEWS

Spitzbergen

Mit Skidoos im Land

der Sonnenfinsternis

Neue Partner

Knecht und Glur Reisen

im Team mit PolarNEWS

Rentier

Träger

der

Krone

Nordostpassage

Die lange Suche nach

dem kurzen Weg

Erlebnis

Auf Tuchfühlung mit der

eisigen Welt

Arktis

Mit dem Eisbrecher durch

die Nordostpassage

Antarktis

Naturerlebnis am südlichen

Ende der Welt

Im Eis

Eine Expedition um

die halbe Antarktis

Im Kleid

Walter Notter verarbeitet

die wärmste Wolle

Im Zelt

Das Volk der Nenzen

lebt nomadisch

PolarNEWS

Das Magazin zu polaren Regionen

Gratis abonnieren unter www.polarnews.ch

www.polar-reisen.ch

PolarNEWS Telefon +41 44 342 36 60

Heiner & Rosamaria Kubny Fax +41 44 342 36 61

Ackersteinstrasse 20

Mail redaktion@polarnews.ch

CH-8049 Zürich

Weitere Magazine dieses Users