12.01.2016 Aufrufe

Motocross Enduro - 02/2016

Auf ein Neues Die ersten Zeilen dieser Ausgabe wollen wir nutzen, um euch ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Racingjahr 2016 zu wünschen! Wir starten heuer mit einem Besuch bei den Fahrwerksspezialisten von WP! Genauer gesagt, bei Christian Meier von WP Germany. In Fachkreisen gilt Christian mit seinem geballten Knowhow in Sachen Fahrwerk als Koryphäe und er hat uns sogar in seine heiligen Hallen mitgenommen, wo wir ihm ein wenig über die Schulter schauen durften. Das Fahrwerk zählt zu den wichtigsten Baugruppen eines Motorrades, wenn es gar um Rennsport geht, zählt dieser Fakt gleich doppelt. Nur mit einem perfekt arbeitendem Fahrwerk sind Spitzensportler in der Lage, Höchstleistungen zu vollbringen.

Auf ein Neues
Die ersten Zeilen dieser Ausgabe wollen wir nutzen, um euch ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Racingjahr 2016 zu wünschen!
Wir starten heuer mit einem Besuch bei den Fahrwerksspezialisten von WP! Genauer gesagt, bei Christian Meier von WP Germany. In Fachkreisen gilt Christian mit seinem geballten Knowhow in Sachen Fahrwerk als Koryphäe und er hat uns sogar in seine heiligen Hallen mitgenommen, wo wir ihm ein wenig über die Schulter schauen durften. Das Fahrwerk zählt zu den wichtigsten Baugruppen eines Motorrades, wenn es gar um Rennsport geht, zählt dieser Fakt gleich doppelt. Nur mit einem perfekt arbeitendem Fahrwerk sind Spitzensportler in der Lage, Höchstleistungen zu vollbringen.

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FEBRUAR<br />

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ENDURO


EDITORIAL<br />

Neues<br />

Auf ein<br />

Ein Highlight der Strecke<br />

in Riesa war der Wallride<br />

• Foto: Marco Burkert<br />

Die ersten Zeilen dieser Ausgabe wollen wir nutzen,<br />

um euch ein erfolgreiches und vor allem gesundes<br />

neues Racingjahr <strong>2016</strong> zu wünschen!<br />

Wir starten heuer mit einem Besuch bei den Fahrwerksspezialisten<br />

von WP! Genauer gesagt, bei<br />

Christian Meier von WP Germany. In Fachkreisen gilt<br />

Christian mit seinem geballten Knowhow in Sachen<br />

Fahrwerk als Koryphäe und er hat uns sogar in seine<br />

heiligen Hallen mitgenommen, wo wir ihm ein wenig<br />

über die Schulter schauen durften. Das Fahrwerk<br />

zählt zu den wichtigsten Baugruppen eines<br />

Motorrades, wenn es gar um Rennsport geht, zählt<br />

dieser Fakt gleich doppelt. Nur mit einem perfekt arbeitendem<br />

Fahrwerk sind Spitzensportler in der Lage,<br />

Höchstleistungen zu vollbringen. Doch nicht nur<br />

Top-Athleten lassen ihr Fahrwerk regelmäßig von<br />

einem Spezialisten warten oder einstellen, gerade<br />

das Thema Wartung beziehungsweise Service ist im<br />

Hobbysportbereich ein oft unterschätztes. Wer mit<br />

seinem Fahrwerk nachlässig umgeht, wird im Laufe<br />

der Zeit wenig Freude an seinem Hobby finden.<br />

Eben über dieses und viele weitere Themen haben<br />

wir mit Christian Meier gesprochen!<br />

Zum Stichwort Fahrwerk passt auch der Konzeptvergleich<br />

von KTMs SX 250 gegen die Neuentwicklung<br />

SX-F 450. Zwar gehören beide in eine Klasse, könnten<br />

jedoch kaum verschiedener sein. Nicht nur wegen<br />

der Frage Zwei- oder Viertakt! Nein, diese MX-<br />

Bikes differenzieren sich nicht nur durch ihr<br />

Motorenkonzept, sondern auch durch weitere markante<br />

Details. Ein wesentlicher Unterschied ist unter<br />

anderem an der Federgabel zu finden, denn während<br />

die 250er noch auf ein konventionelles System<br />

vertraut, wurde bei der 450er die nagelneue „AER<br />

48“-Telegabel mit Luftfederung verbaut. Beim Blick<br />

auf den Rahmen fällt auf, in der 250er steckt noch<br />

der „Alte“ wobei der große Viertakter ein neues<br />

Rahmendesign besitzt. Cheftester Marko Barthel<br />

hat zusammen mit Gasttester Lukas Klotz getestet,<br />

was das Zeug hält und für euch einen Konzeptvergleich<br />

durchgeführt.<br />

Auch die Yamaha YZ 125 hat den Weg in unsere Testgarage<br />

gefunden. Der kleine Zweitakter ist eines<br />

der Fliegengewichte im MX-Bereich, ein unschlagbarer<br />

Vorteil gerade in Sachen Nachwuchsfahrer!<br />

Hinzu gesellen sich der gute Preis und die wartungsfreundliche<br />

Unterhaltung des MX-Bikes. Doch<br />

diese Fakten entscheiden nicht allein über ein gutes<br />

<strong>Motocross</strong>motorrad. Wie steht es um die Fahreigenschaften<br />

der Yamaha? Leider wollte uns der Wettergott<br />

bei diesem Test einen Strich durch die Rechnung<br />

machen und gab in der Nacht zuvor ordentlich<br />

Vollgas. Das Ergebnis war ein komplett aufgeweichter<br />

Testtrack. Harte Bedingungen also für eine<br />

125er! Wie sich die Yamaha geschlagen hat, lest ihr<br />

im Testbericht ab Seite 28.<br />

Nun, der Start ins neue Jahr wurde im Indoorsport<br />

ebenfalls gebührend eröffnet. Die Rede ist von der<br />

MAXXIS-FIM-Super<strong>Enduro</strong>-Weltmeisterschaft, die<br />

kurz nach dem Jahreswechsel ihren zweiten Lauf in<br />

der sächsischen Stadt Riesa austrug. Schon im Vorjahr<br />

machte die WM dort Station und sorgte für Furore.<br />

Die Rennen in diesem Jahr setzten noch eins<br />

drauf und versetzten mehr als 5000 Zuschauer in<br />

pures Staunen. Was die Jungs der <strong>Enduro</strong>szene können,<br />

können die Akteure der SX-Szene mindestens<br />

genauso gut. Das Finale des ADAC SX Cups war neben<br />

der Super<strong>Enduro</strong>-WM ein weiteres Highlight im<br />

Januar! Lest alles über diese und viele weitere<br />

Events in den Race-Berichten.<br />

In diesem Sinne wünscht euch das Redaktionsteam<br />

viel Spaß beim Lesen!<br />

3<br />

MCE<br />

Februar '16


SEITE 18<br />

Welches Konzept<br />

ist das bessere?<br />

KTM bietet mit der <strong>2016</strong>er <strong>Motocross</strong>palette<br />

zwei Konzepte an. Auf der einen Seite sind es<br />

die Viertaktmodelle und auf der anderen Seite<br />

sind es die Zweitakter. Bei den Viertaktmodellen<br />

sind gleichmäßige Leistungsentfaltung sowie<br />

stabile Fahreigenschaft die besonderen<br />

Merkmale. Dagegen sind die Zweitakter eher<br />

spritziger und weniger spurtreu, bieten aber<br />

einen niedrigeren Anschaffungspreis und die<br />

Unterhaltungskosten sind auch geringer. Wir<br />

haben uns zwei dieser Konzepte einmal näher<br />

angeschaut und diese gegeneinander antreten<br />

lassen. Die Kandidaten sind die 250 SX und die<br />

450 SX-F.<br />

4<br />

MCE<br />

Februar '16


INHALT<br />

Februar <strong>2016</strong><br />

VORSTELLUNG<br />

14 Montesa 4RIDE <strong>2016</strong><br />

78 Vorstellung Honda Africa Twin<br />

TESTS<br />

18 Konzeptvergleich 2-/4-Takt:<br />

KTM 250 SX/450 SX-F<br />

28 Yamaha YZ 125<br />

SPEZIAL<br />

35 Zu Besuch<br />

bei WP Performance Systems<br />

SUPERCROSS<br />

52 Dortmund<br />

SUPERENDURO<br />

58 WM Riesa/D<br />

MOTOCROSS<br />

68 Rockstar Kiedrowski Racing Team<br />

CROSS-COUNTRY<br />

70 Saisonvorschau <strong>2016</strong><br />

KOLUMNE<br />

72 Edward Hübner<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

6 Facts<br />

12 Produkte<br />

42 Poster: Cody Webb in Riesa<br />

74 Bike and Parts<br />

80 Events<br />

82 Vorschau März <strong>2016</strong>/<br />

Impressum<br />

Die digitale Ausgabe eurer MOTOCROSS ENDURO<br />

könnt ihr als Abonnent uneingeschränkt nutzen,<br />

wenn ihr eure Abonummer und das dazugehörige<br />

Passwort vom Adressaufkleber nutzt<br />

(www.mce-online.de)<br />

Im MOTOCROSS-ENDURO-Webkiosk könnt ihr<br />

ausgewählte Tests online nachlesen<br />

(www.webkiosk.mce-online.de)


FACTS<br />

SX-WM Anaheim1: Jason Andersons<br />

historischer Sieg für Husqvarna<br />

Es war ein verrückter Auftakt zur amerikanischen Supercrosssaison <strong>2016</strong>. Der<br />

Abend in Anaheim wurde von einigen harten Stürzen, in die auch Superstars wie<br />

Ken Roczen, Ryan Dungey und James Stewart verwickelt waren, begleitet. Für<br />

Roczen war es kein so wirklich guter, aber auch kein schlechter Start in die neue<br />

Saison. Bereits im Vorlauf musste der Thüringer einen Crash verkraften, sammelte<br />

sich aber wieder und schaffte den Einzug ins Finale über das Semi. Im Finale,<br />

das zunächst wegen eines üblen Crashes zwischen Dungey und Stewart<br />

abgebrochen werden musste, konnte Roczen nach dem Neustart letztendlich<br />

auf die 5. Position vorfahren.<br />

Der Überraschungssieger war indes Jason Anderson! Der Husqvarna-Pilot konnte<br />

sich nach dem Restart hinter den zunächst in Führung liegenden Cole Seely<br />

(Honda) setzen und diesen nach einigen Runden überholen. Anschließend blieb<br />

Anderson cool, behielt die Nerven und schaffte so seinen ersten Erfolg in der<br />

450er Klasse. Für seinen Arbeitgeber Husqvarna, der in Amerika auf eine lange<br />

Historie zurückblickt, war dieser Sieg ebenfalls ein Achtungserfolg. Das Podium<br />

komplettierten Ryan Dungey, der sich von seinem Crash wenig beeindrucken<br />

ließ, und Cole Seely. • Text: Marco Burkert; Foto: Simon Cudby<br />

SX-WM/AMA-SX - 1. Lauf - Anaheim/USA - 9.1.<strong>2016</strong> - 450 SX - gesamt u. Stand (nach 1 von 16 Veranstaltungen):<br />

1. Jason Anderson, Husqvarna, 25 Punkte; 2. Ryan Dungey, KTM, 22; 3. Cole Seely, Honda, 20; 4. Eli<br />

Tomac, Kawasaki, 18; 5. Ken Roczen, D, Suzuki, 16; 6. Chad Reed, Yamaha, 15; 7. Tey Canard, Honda, 14;<br />

8. David Millsaps, KTM, 13; 9. Dean Wilson, KTM, 12; 10. Justin Brayton, KTM.<br />

250 SX Westküste - gesamt u. Stand (nach 1 von 8 Veranstaltungen): 1. Cooper Webb, Yamaha, 25 Punkte;<br />

2. Jessy Nelson, KTM, 22; 3. Zach Osborne, Husqvarna, 20; 4. James Decotis, Honda, 18; 5. Jordon Smith,<br />

Honda, 16; 6. Alex Martin, Yamaha, 15; 7. Colt Nichols, Yamaha, 14; 8. Joey Savatgy, Kawasaki, 13: 9. Mitchell<br />

Oldenburg, KTM, 12; 10. Kyle Peters, Honda, 11.<br />

6<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

Brian Hsu<br />

verletzt<br />

Der 17-jährige Brian Hsu gilt als deutsche<br />

Nachwuchshoffnung in der<br />

250er Klasse, startet heuer in der<br />

kompletten MX-Weltmeisterschaft<br />

und hat dort mit Suzuki einen starken<br />

Partner an seiner Seite. Nun musste<br />

der Deutsch-Taiwanese einen Rückschlag<br />

verkraften, denn er verpasst<br />

aufgrund einer Verletzung am Handgelenk<br />

die ersten beiden Runden der<br />

MX2-Weltmeisterschaft in Qatar und<br />

Thailand. Zuletzt konnte Hsu eine hervorragende<br />

Podiumsplatzierung<br />

beim Supercross von Paris-Lille einfahren.<br />

Zum Verhängnis wurde dem<br />

Suzukifahrer ausgerechnet das SX-<br />

Rennen in Mailand, das im Rahmen<br />

der EICMA stattfand. Hsu stürzte und<br />

fiel auf seine linke Hand – mehrere Wochen Zwangspause. Laut Teamchef Stefan<br />

Everts steht Hsu voraussichtlich in Valkenswaard wieder am Startgatter.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: Steve Bauerschmidt<br />

Nick Kouwenberg bestreitet<br />

US-Supercross-Rennen<br />

Nick Kouwenberg, seines Zeichens EMX250-Champion tritt die Reise über den<br />

großen Teich an, um die AMA Supercross 250 SX West Championship zu bestreiten.<br />

Mit Unterstützung von American Honda wird der Niederländer acht Rennen<br />

der Serie fahren, bevor es wieder zurück zur europäischen <strong>Motocross</strong>meisterschaft<br />

geht, die Ende März in Valkenswaard beginnt. Der 24-Jährige möchte diese<br />

Rennen nutzen, um sich für seine anstehende Titelverteidigung vorzubereiten.<br />

„Ich kann es noch immer nicht glauben, in Amerika fahren zu können. Alles<br />

ging sehr schnell, davon habe ich immer geträumt! Ich bin wirklich dankbar,<br />

dass Honda Motor Europe mir diese Chance ermöglicht hat. Mein Dank gilt natürlich<br />

auch Honda America, die mich vor Ort massiv unterstützen. In den ersten<br />

Trainingstagen war ich super vorsichtig, weil ich nicht riskieren wollte, Anaheim1<br />

zu verpassen! Ich bin mir sicher, dass mir diese Supercrossrennen helfen<br />

werden, meinen EMX250-Titel zu verteidigen. Das Niveau ist hier enorm hoch,<br />

ganz anders als in Europa“, so Nick Kouwenberg. Davy Dousselaere, Honda Motor<br />

Europe Offroad-Manager: „Ich bin sehr erfreut, dass das SWR-Team zusammen<br />

mit American Honda unseren europäischen 250er Champion Nick Kouwenberg<br />

in der amerikanischen 250-SX-West-Meisterschaft unterstützt. Wir haben<br />

in diesem Jahr gesehen, wie stark und konsequent Nick als Fahrer ist, und ich bin<br />

gespannt, wie er in der amerikanischen Supercrossszene zurechtkommt. Es<br />

wird sicherlich sehr spannend werden!“ • Text: Marco Burkert; Foto: Honda<br />

Update MXGP und MX2-WM<br />

Der ursprünglich für den 13. März geplante MX-GP in Sepang/MYS wurde gecancelt.<br />

Stattdessen findet am 29. Mai ein GP in Talavera de la Reina/E statt.<br />

Nachstehend die aktualisierten Termine: MXGP + MX2: 27.2. Losail/Qatar; 6.3.<br />

Suphan Buri/THA; 28.3. Valkenswaard/NL; 10.4. Neuquen/ARG; 17.4. Leon/<br />

MEX; 1.5. Kegums/LV; 8.5. Teutschenthal/D; 15.5. Pietramurata/I; 29.5. Talavera<br />

de la Reina/E; 5.6. St. Jean d’Angély/F; 19.6. Matterley Basin/GB; 26.6.<br />

Mantova/I; 24.7. Loket/CZ; 31.7. Lommel/B; 7.8. Frauenfeld/CH; 28.8. Assen/<br />

NL; 3.9. Charlotte Motor Speedway/ USA; 11.9. Glen Helen/ USA.<br />

3x MX-Seitenwagen-WM<br />

in Deutschland<br />

Der für den 12. Juni in Chernivtsi/Ukraine geplante WM-Lauf wurde nach Schopfheim<br />

verlegt. Damit ist die Seitenwagen-WM dieses Jahr dreimal in Deutschland<br />

zu Gast, und zwar in Schopfheim, Straßbessenbach (17.7.) und Rudersberg<br />

(18.9.).<br />

Hier nochmals die aktualisierten Termine: 10.4. Oss/NL; 8.5. Kramolin/CZ; 15.5.<br />

Brou/F; 12.6. Schopfheim/D; 19.6. Valkenswaard/NL; 10.7. Genk/B (noch nicht<br />

bestätigt); 17.7. Straßbessenbach/D; 31.7. Bauska Stelpe/LV; 7.8. Kivioli/EST;<br />

28.8. Roggenburg/CH; 18.9. Rudersberg/D.<br />

FIM-S1GP-Termine<br />

Bereits im Dezember 2015 gab die FIM die <strong>2016</strong>er Termine für die Supermoto-<br />

WM bekannt: 3.4. Jerez/E; 1.5. Albaida/E; 12.6. Magione/I; 10.7. Poznan/PL<br />

(noch nicht bestätigt); 7.8. Chachagüi/COL (noch nicht bestätigt); 11.9. noch offen;<br />

18.9. Castelletto di Branduzzo/I; 1.10. Losail/Qatar (noch nicht bestätigt).<br />

Supermoto of Nations: 23.10. Barcelona/E.


Max Nagl: WM-Vorbereitungen<br />

laufen auf Hochtouren<br />

Das deutsche Aushängeschild in Sachen <strong>Motocross</strong>-Weltmeisterschaft bereitet<br />

sich bereits intensiv auf die bevorstehende Saison vor. Der Rockstar Energy<br />

Husqvarna-Factory-Racing-Pilot Max Nagl wird neben den üblichen Teamtrainings<br />

auch in der internationalen italienischen Meisterschaft starten. Dazu begibt<br />

sich das Ice One Team im Januar nach Sardinien, um sich für die am 27. Februar<br />

in Qatar startende MXGP-Weltmeisterschaft bereitzumachen. Wie Max auf<br />

seiner Homepage verriet, startete sein Trainingsprogramm bereits im November<br />

2015 mit einem speziell auf ihn abgestimmten Training. „Die letzte Saison<br />

hat uns gezeigt, dass wir mit der Art der Vorbereitung einen guten Plan hatten.<br />

Ich war pünktlich zu Saisonbeginn in sehr guter Form. Nach Möglichkeit soll das<br />

auch dieses Jahr wieder so sein. Vor dem MXGP-Start in Qatar werde ich die drei<br />

Rennen zur italienischen Meisterschaft fahren. Die Rennen dienen ausschließlich<br />

der Vorbereitung und Abstimmung auf die WM. Die Akkus sind wieder voll,<br />

ich habe die Zeit seit dem letzten Rennen in Ernée genutzt, um mich komplett zu<br />

erholen. Durch den bisher sehr milden Winter konnte ich mein Trainingsprogramm<br />

in Belgien super durchziehen. Noch vor der Jahreswende bin ich nach Benicassim<br />

in Spanien gereist. Hier haben wir optimale Bedingungen, um die körperliche<br />

Vorbereitung fortzusetzen. Die neue Saison umfasst viele Rennen und<br />

geht bis in den Oktober, aber ich freue mich schon auf den WM-Auftakt <strong>2016</strong>“, so<br />

Max. • Text: Marco Burkert; Foto: Husqvarna<br />

Ken de Dycker<br />

ProTaper neuer Sponsor<br />

bei 24MX Honda<br />

Das MXGP-Team Honda 24MX geht eine Partnerschaft mit Aftermarketspezialist<br />

ProTaper ein. Damit sind die Piloten Ken de Dycker und Matiss Karro in der kommenden<br />

Saison ausschließlich mit Produkten von ProTaper, wie Lenker, Kettenräder,<br />

Hebel und Griffe, versorgt.<br />

Im Rahmen dieser Partnerschaft wird natürlich auch das Design der Bikes angepasst<br />

und das ProTaper-Logo auf den 24MX-Hondas und der Teambekleidung zu<br />

sehen sein. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 hat ProTaper die Motorrad-Industrie<br />

mit ihren innovativen und extrem langlebigen Lenkern revolutioniert. Mittlerweile<br />

bietet die amerikanische Marke eine komplette Palette von Qualitätsprodukten<br />

in allen Disziplinen des Offroadmotorrad-Rennsports an.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: Honda


FACTS<br />

Gaildorf als bester MX-Masters-<br />

Veranstalter 2015 ausgezeichnet<br />

Der „Motor Sport Club Gaildorf“ hat das Triple geschafft: Zum dritten Mal hintereinander<br />

erhielt der Verein aus dem Großraum Stuttgart den Preis für die „Beste<br />

Organisation“ einer ADAC-MX-Masters-Veranstaltung. Damit setzten sich die<br />

Gaildorfer gegen den Motorsportclub „Eiserne Hand“ aus Aichwald und den<br />

MCE Tensfeld durch. „Den MSC Gaildorf zum dritten Mal als besten Veranstalter<br />

der ADAC MX Masters auszuzeichnen, ist eine Ehre und eine tolle Leistung des<br />

Clubs, die unsere besondere Anerkennung verdient. Das symbolisiert der mit<br />

1000 Euro dotierte Preis für den besten Veranstalter“, sagte ADAC-Motorradreferent<br />

Dieter Junge bei der Ehrung im Rahmen einer Tagung der Veranstalter der<br />

ADAC MX Masters in München. Auch in der Kategorie „Beste Strecke“ setzte sich<br />

der MSC Gaildorf durch. Die sehr gut präparierte Piste „Auf der Wacht“ begeisterte<br />

in der Saison 2015 Fahrer und Fans. Nach jedem Rennwochenende einer<br />

ADAC-MX-Masters-Veranstaltung verteilen Fahrer, Teams und Serienorganisation<br />

Noten für die Leistung des jeweiligen Ausrichters. Gaildorf wurde in diesem<br />

Jahr vor Fürstlich Drehna und Jauer als beste von insgesamt acht Strecken bewertet.<br />

Jauer schaffte es nach einem Umbau der Strecke auf Anhieb unter die<br />

Top-Drei-Strecken der ADAC MX Masters und in Fürstlich Drehna wurde das Experiment,<br />

die Fahrtrichtung zu ändern, von den Fahrern positiv angenommen.<br />

„Wir freuen uns, zum vierten Mal in Folge bester Veranstalter der ADAC-MX-Masters-Serie<br />

zu sein“, sagt Ralf Schweda, Präsident des MSC Gaildorf. „Ich bin<br />

stolz auf meine Mannschaft, denn an die Spitze zu kommen, ist schon eine starke<br />

Leistung, dies aber zu halten und seit zwei Jahren auch noch für die beste<br />

Strecke ausgezeichnet zu werden, ist fantastisch.“ Für die ADAC-MX-Masters-<br />

Saison <strong>2016</strong> sind Tickets bereits im Vorverkauf. Online können Karten unter<br />

www.adac.de/mx-masters Tickets bestellt werden.<br />

• Text: ADAC; Foto: Steve Bauerschmidt<br />

Wolfgang Thomas neuer<br />

Teamchef der deutschen<br />

MX-Nationalmannschaft<br />

Kurz vor Ende des Jahres 2015 gab es einen Wechsel an der Spitze der deutschen<br />

<strong>Motocross</strong>-Nationalmannschaft. Der bisherige Teamchef Hubert Nagl zog sich<br />

nach fünf Jahren zurück und übergab sein Amt an Wolfgang Thomas. Der Wahl-<br />

Baden-Württemberger engagiert sich seit mehr als 40 Jahren im <strong>Motocross</strong>sport<br />

und ist, wie er selbst sagt, „mit Herz und Seele dabei“. Als ehemaliger Geschäftsführer<br />

von Fox Deutschland hat der neue Teamchef des Team Germany<br />

profunde Kenntnisse der <strong>Motocross</strong>szene. „Ich freue mich wirklich sehr auf meine<br />

neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem Team. Unser gemeinsames<br />

Ziel ist es, mit dem Team Germany als Speerspitze des deutschen <strong>Motocross</strong>sports<br />

in den kommenden Jahren weiter um die Weltspitze zu kämpfen“, sagt<br />

Thomas.<br />

Nagl zog sich zum Jahresende planmäßig als Teamchef des „Team Germany“ zurück.<br />

Das <strong>Motocross</strong>-Urgestein führte die deutsche <strong>Motocross</strong>-Nationalmannschaft<br />

in seiner fünfjährigen Amtszeit zu ihrem bisher größten Erfolg. Das Team<br />

Germany gewann 2012 in Belgien die<br />

Mannschafts-Weltmeisterschaft „<strong>Motocross</strong><br />

of Nations“. Die Mannschaft<br />

mit dem Trio Max Nagl, Marcus Schiffer<br />

und Ken Roczen sorgte für den ersten<br />

deutschen Sieg in dem seit 1947<br />

ausgetragenen Traditionswettbewerb.<br />

„Hubert Nagl hat das deutsche<br />

<strong>Motocross</strong>team an die Weltspitze gebracht<br />

und sich in seiner Laufbahn<br />

sehr um den Sport verdient gemacht“,<br />

würdigt ADAC-Sportpräsident<br />

Hermann Tomczyk den Oberbayern.<br />

„Der Sport ist ihm zu großem<br />

Dank verpflichtet. Sein Nachfolger<br />

Wolfgang Thomas tritt in große<br />

Fußstapfen, aber ich bin überzeugt,<br />

dass er das Werk von Hubert Nagl erfolgreich<br />

weiterführen wird. Wolfgang<br />

Thomas hat durch sein großes<br />

Engagement in der Nachwuchsförderung<br />

einen ausgeprägten Blick für Talente<br />

und wird das Team Germany sicherlich<br />

in eine erfolgreiche Zukunft führen.“ • Text: u. Foto: ADAC<br />

Jeffrey Herlings erhält<br />

Hans de Beaufort Trophäe<br />

Der mehrfache FIM-<strong>Motocross</strong>-Weltmeister Jeffrey Herlings wurde mit der renommierten<br />

„Hans de Beaufort Trophäe“ anlässlich der KNMV-Gala im Theater<br />

Amphion in Doetinchem (Niederlande) ausgezeichnet. Die Trophäe stellt die<br />

höchste Ehre im niederländischen Motorsport dar und ist eine Art Wanderpokal,<br />

der von Jahr zu Jahr weitergereicht wird. Hans de Beaufort war ein Rennfahrer,<br />

der sein Leben im 2. Weltkrieg verlor, während er versuchte, das Leben vieler anderer<br />

zu retten. Der Pokal wurde demzufolge nach ihm, in Gedenken an seine Taten,<br />

benannt.<br />

Sowohl 2014 und 2015 führte Jeffrey Herlings in der Gesamtwertung der MX2<br />

World Championship, hatte aber mehrfach Pech und konnte seine beeindruckende<br />

Liste der Weltmeistertitel nicht verlängern. Trotz des verletzungsbedingten<br />

Ausfalls in der letzten Saison hat er bewiesen, dass er der beste MX2-Fahrer<br />

ist. Herlings hat in den vergangenen Jahren mehrfach unter Beweis gestellt,<br />

dass er zu den absoluten Stars der Szene gehört und ebenso seine Weltklasseleistung<br />

gezeigt. Deshalb erhielt er nun die Hans de Beaufort Trophäe von FIM-<br />

Europa-Präsident Dr. Wolfgang Srb. „Er ist ein Fahrer mit einem unglaublichen<br />

Talent. Alles, was er auf dem Motorrad macht, sieht so einfach aus und ist wahrscheinlich<br />

das höchste fahrerische Niveau. Er hat sich im Laufe der Jahre zu einem<br />

echten Botschafter für den Sport entwickelt und hat das Potenzial, einer<br />

der erfolgreichsten <strong>Motocross</strong>fahrer in der Geschichte des Sports zu werden“,<br />

sagte Dr. Wolfgang Srb bei der Verleihung. • Text: Marco Burkert; Foto: FIM<br />

8<br />

MCE<br />

Februar '16


Rückrufaktion für KTM-SX-Modelle<br />

des Modelljahres <strong>2016</strong><br />

KTM ruft <strong>Motocross</strong>modelle des aktuellen Modelljahres <strong>2016</strong> zur Überprüfung<br />

und zum Umtausch der Vorderradspeichen in die Werkstätten der KTM-Vertragshändler.<br />

Bei routinemäßigen Überprüfungen in der laufenden Produktion hat<br />

KTM festgestellt, dass es durch Streuungen im Herstellungsprozess der Speichen<br />

an einzelnen Vorderradspeichen der Modelle 125, 150, 250 SX sowie 250,<br />

350, 450 SX-F zu Qualitätsabweichungen kommen kann. Dies kann je nach Montageposition,<br />

Pflege und Speichenspannung dazu führen, dass einzelne intakte<br />

Speichen in Folge von Überlastung im Fahrbetrieb brechen. Die Kunden betroffener<br />

und bereits ausgelieferter Motorräder werden mittels persönlichem<br />

Schreiben von KTM informiert und gebeten, umgehend einen autorisierten KTM-<br />

Händler zwecks Terminvereinbarung zu kontaktieren. Zudem kann im Bereich„Service“<br />

auf der KTM-Webseite online überprüft werden, ob das jeweilige<br />

Fahrzeug von der Rückrufaktion betroffen ist. Die Überprüfung bzw. der Austausch<br />

der Vorderradspeichen bzw. der betroffenen Vorderräder kann ausschließlich<br />

durch einen autorisierten KTM-Händler erfolgen. Hierbei handelt es<br />

sich um eine kostenfreie Garantieleistung. • Text u. Foto: KTM<br />

Dakar <strong>2016</strong>:<br />

Matthias<br />

Walkner<br />

schwer gestürzt<br />

Die siebte Etappe der Dakar stand unter<br />

keinem guten Stern. Nachdem am<br />

sechsten Fahrtag bereits Ruben Faria<br />

stürzte und die Rallye frühzeitig beenden<br />

musste, gab es einen Tag später<br />

erneut schlechte Nachrichten zu<br />

vermelden. Die 38. Ausgabe der Rallye<br />

hatte ihr erstes Todesopfer gefordert.<br />

Laut Angaben der Organisatoren handelt es sich dabei um einen 63-jährigen<br />

Mann, der in einer Sperrzone von einem Auto erfasst wurde. Lionel Baud<br />

kam mit seinem Rallye-Car von der Strecke ab und traf den Mann, der am Streckenrand<br />

stand. Die zweite schlechte Nachricht betrifft Matthias Walkner. Der<br />

Österreicher kam in den ersten Tagen der Rallye immer besser in Fahrt und lag<br />

zwischenzeitlich auf Gesamtrang 3 der Motorradwertung. Es lief im Grunde genommen<br />

perfekt für den 29-jährigen Salzburger, der sich nach seinem Debüt im<br />

letzten Jahr enorm gesteigert hat. Bereits 2015 musste Walkner wegen gesundheitlicher<br />

Probleme aufgeben. Und auch die Dakar <strong>2016</strong> nahm ein plötzliches<br />

Ende für den Salzburger, der bereits bei Kilometer 15 auf der Etappe von Uyuni<br />

nach Salta einen brutalen Crash verzeichnen musste. Im Staub des vor ihm fahrenden<br />

Teamkollegen Toby Price übersah Walkner einen Graben, versuchte diesen<br />

noch zu überspringen, was jedoch nicht klappte. Bei seinem Sturz brach<br />

sich Walkner den Oberschenkel und musste die Rallye demzufolge beenden!<br />

Honda-Pilot Paulo Goncalves traf als erster Fahrer am Unfallort ein und half dem<br />

am Boden liegenden Österreicher. Er blieb zehn Minuten bei Walkner und redete<br />

ihm gut zu, bis Pablo Quintanilla aus dem Husqvarna-Werksteam dazukam.<br />

Quintanilla blieb anschließend bei Walkner bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.<br />

KTM-Teammanager Alex Doringer gab in einem kurzen Statement bekannt,<br />

dass Walkner glücklicherweise keinen offenen Bruch erlitten hat, sich allerdings<br />

auch das Knie des anderen Beins verletzt hat (Stand bei Redaktionsschluss).<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: KTM<br />

RIDE<br />

WITH VISION<br />

NO SHORTCUTS<br />

45 years of experience is a big deal but we're<br />

still setting our sights on the future. We've<br />

culminated our experience into the Tyrant and<br />

Hustle goggles to give you the clearest ride<br />

of your life.<br />

SCOTT-SPORTS.COM<br />

© SCOTT SPORTS SA 2015.16 | Photo: TANNER YEAGER


FACTS<br />

Zupin-Katalog <strong>2016</strong>:<br />

The next big thing<br />

Er ist groß, er ist schwer, er hat 416 Seiten und liegt wie immer herrschaftlich in<br />

der Hand – der neue Zupin-Katalog <strong>2016</strong> kommt und bringt wieder detailliert die<br />

ganze fette Welt für den Racing-Fan zum Blättern, Schmökern und Bestellen ins<br />

Haus.<br />

Wie immer mit Klassikern und Champions Brands von Atlas bis X-Trig, von Fly bis<br />

Smith, von Brembo bis Öhlins. Dazu gibt es neue Marken wie zum Beispiel Ketten<br />

von TSUBAKI und neuartige Knee Braces von Mobius – alles wie immer übersichtlich<br />

und in Hochglanz aufbereitet sowie in bewährter Zupin-Qualität.<br />

Am besten gleich heute noch das kostenlose persönliche Exemplar anfordern:<br />

www.zupin-shop.de oder Tel. 08669 848110.<br />

Immer der richtige Reifen<br />

mit MotorradreifenDirekt.de<br />

Großer FIM-<strong>Enduro</strong>reifen-Test 2015/<strong>2016</strong> in <strong>Motocross</strong>-<strong>Enduro</strong><br />

Metzeler, Pirelli, Michelin, Bridgestone, Dunlop – oder was sonst? Als wichtigstes<br />

Kontaktstück und Bindeglied zwischen Fahrer, Maschine und Fahrbahn<br />

hängt von der Wahl des richtigen Reifens einiges ab. Nicht nur die Sicherheit<br />

muss gewährleistet sein, um das optimale Fahrgefühl zu bekommen. Gerade in<br />

intensiven Trainings oder bei Wettbewerbseinsätzen ist der Reifen oftmals das<br />

Zünglein an der Waage, der über Sieg oder Niederlage eines Teams entscheiden<br />

kann. Doch wie findet man als Motorradfahrer den richtigen Reifen für sich und<br />

seine Maschine? MotorradreifenDirekt.de, Delticoms Zweiradreifen-Onlineshop<br />

aus Hannover, erleichtert mit Reifentest-Berichten die Wahl. „Ob Straße<br />

oder Offroad, weiche oder harte Mischung, mehr oder weniger Profil: Die Wahl<br />

der Reifenmarke und des passenden Profils hängt vor allem davon ab, wie der<br />

Pneu eingesetzt werden soll und welche Anforderungen die Bodenbeschaffenheit<br />

an ihn stellt“, erläutert Oliver Pflaum, Vertriebsleiter Motorradreifen bei<br />

Delticom.<br />

FIM-<strong>Enduro</strong>reifen im Test: Metzler 6 Days Extreme ist „sehr gut“<br />

<strong>Motocross</strong> <strong>Enduro</strong> hat in der Dezemberausgabe mit Unterstützung von MotorradreifenDirekt.de<br />

gleich zehn verschiedene FIM-Stollenreifen von beliebten<br />

<strong>Enduro</strong>reifen-Herstellern auf Herz und Nieren in der Größe 90/90-21 und<br />

140/80-18 getestet. Die alles entscheidende Frage: Für welche Bodenbedingungen<br />

ist welcher <strong>Enduro</strong>reifen am besten geeignet?<br />

Um einen neutralen Bewertungsmodus zu schaffen, bestand das Testteam der<br />

<strong>Motocross</strong> <strong>Enduro</strong> aus drei Fahrern mit unterschiedlichen Backgrounds. Insgesamt<br />

wurden zehn Reifenpaare von acht verschiedenen Herstellern unter die Lupe<br />

genommen. Getestet wurden die <strong>Enduro</strong>reifen hinsichtlich ihrer Performance<br />

unter anderem auf klassischen Auf- und Abfahrten, einem Steinfeld<br />

sowie in diversen Kurvenelementen.<br />

Das Fazit: Der Allrounder Metzeler 6 Days Extreme siegte als „perfekter Reifen<br />

für jeden Untergrund“ und 89 Prozentpunkte vor dem Michelin III <strong>Enduro</strong> Competition<br />

MS (perfektes Bremsverhalten, 84 Prozentpunkte) und dem Pirelli Scorpion<br />

Pro FIM (hohe Spurtreue und stabiles Fahrverhalten, 78 Prozentpunkte).<br />

Um die ganz persönliche Wahl zu erleichtern, finden<br />

Offroader beim Testbericht jeden Reifens das<br />

empfohlene Einsatzgebiet – ob Allrounder, Hartboden<br />

oder auch Extreme <strong>Enduro</strong>. Die Testreifen und<br />

viele weitere <strong>Enduro</strong>-Reifenmodelle – ob für Straßen-,<br />

Trainings- oder Wettbewerbseinsatz – sind<br />

schnell und einfach online unter www.motorradrei<br />

fendirekt.de/Motorradreifen_<strong>Enduro</strong>.html in vielen<br />

Größen bestellbar – mit Top-Verfügbarkeiten zu<br />

jeder Jahreszeit. Wer bevorzugt „querfeldein“<br />

fährt, findet eine ebenso umfangreiche Produktpalette<br />

an <strong>Motocross</strong>reifen aller Marken und Größen<br />

online unter www.motorradreifendirekt.de/Motor<br />

radreifen_<strong>Motocross</strong>. html. Viele Tausende Bewertungen<br />

für Motorradreifen – nahezu 25.000 – aller<br />

Marken und Profile finden Interessierte zudem unter<br />

www.reifentest.com.<br />

Melahn-Katalog <strong>2016</strong><br />

Rechtzeitig zum 150-jährigen Jubiläum von Zweirad-Center Melahn ist der<br />

<strong>2016</strong>er Katalog erschienen. Er umfasst 504 Seiten, nochmals 28 Seiten mehr als<br />

im Vorjahr, und kann ab sofort kostenlos bestellt werden. Viel Neues umfasst<br />

das 17.000 Artikel starke Sortiment. Vor allem durch MTB-Bekleidung wurde die<br />

Warenvielfalt stark vergrößert.<br />

Bestellungen an: Zweirad-Center Melahn, Seebeckstraße 3, 24568 Kaltenkirchen,<br />

Tel. 04191 7226410, Fax 7226449, info@melahn.de, www.melahn.de<br />

10<br />

MCE<br />

Februar '16


Stillstand? Nein Danke!<br />

Nutzen Sie unseren Ersatzteil-Service, damit Ihr Motor weiter laufen kann!<br />

BRC Brockhausen Racing GmbH & Co. KG :: fon +49 (0)2584 358 :: fax +49 (0)2584 586 :: www.brc-racing.de<br />

Trainingslager der MXGP-Academy in Malaga/Spanien<br />

Großer Erfolg für MX-B-Zertifizierung: Malaga war der Austragungsort des zweiten Trainingslagers für <strong>Motocross</strong>fahrer aus ganz Europa. Insgesamt haben Fahrer<br />

aus acht Nationen, die meisten zwischen 10 und 18 Jahre alt, erfolgreich an dieser Veranstaltung teilgenommen. Acht junge Fahrer erhielten die MX-A-Zertifizierung,<br />

15 Fahrer die MX-B-Zertifizierung. Das ganze Programm erfolgte in Zusammenarbeit mit der JB-Training-School (John van den Berk) im Süden Spaniens bei perfekten<br />

Bedingungen sowohl auf und abseits der Strecke.<br />

Trainingsstrecke, Unterkünfte, Wetter und Hotel, alles hat gepasst. Es war die mittlerweile zweite Auflage dieses Trainingslagers und alle Teilnehmer freuen sich<br />

schon auf das nächste Jahr. Mit der Schweizerin Katja Zünd war erstmals auch eine weibliche MX-Fahrerin dabei. Das nächste Trainingslager findet in Tartu (Estland)<br />

im Sommer des nächsten Jahres statt. • Text: Marco Burkert; Foto: FIM<br />

11<br />

MCE<br />

Februar '16


PRODUKTE<br />

SM-SPORT<br />

DUNLOP<br />

Geomax-<strong>Motocross</strong>-Profile jetzt auch in 18-Zoll<br />

• Geomax MX32 heißt jetzt MX3S für „Soft“<br />

• Geomax MX52 ab sofort auch in 100/100-18 und 110/100-18 erhältlich<br />

• Geomax MX3S zusätzlich in 120/90-18 verfügbar<br />

Der Dunlop Geomax MX3S und der MX52 sind ab sofort auch in 18-Zoll-Dimensionen<br />

für das Hinterrad erhältlich. Auf den überragend erfolgreichen Geomax-<br />

<strong>Motocross</strong>reifen haben Fahrer wie Shaun Simpson, Gautier Paulin und Ryan Villopoto<br />

Läufe zur <strong>Motocross</strong>-WM 2015 gewonnen. In den USA sind die beiden<br />

Profile seit vier Jahren in Folge die Siegerreifen bei jeder nationalen Supercrossund<br />

<strong>Motocross</strong>-Meisterschaft. Angesichts der großen Nachfrage macht Dunlop<br />

dieses Potenzial jetzt auch für Fahrer von Maschinen mit 18-Zoll-Hinterrad verfügbar.<br />

„Im Rahmen dieser Ausweitung wird der Geomax MX32 zugleich in ‚MX3S‘ umbenannt“,<br />

erklärt David Steinmetz, Dunlop Vertriebsleiter Motorradreifen für<br />

Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Das ‚S‘ steht für ‚Soft‘ und macht<br />

deutlich, dass der Reifen speziell auf weiche bis mittlere Untergründe ausgelegt<br />

ist. Es ändert sich jedoch nur der Name – der Reifen ist nach wie vor der gleiche!”<br />

Der eher auf mittlere bis harte Böden spezialisierte Geomax MX52 ist jetzt zusätzlich<br />

in den Dimensionen 100/100-18 und 110/100-18 erhältlich. Der Geomax<br />

MX3S steht darüber hinaus auch in der Dimension 120/90-18 zur Verfügung.<br />

Beide Reifen zeichnen sich durch die gleichen Technologien aus, die sie zu Favoriten<br />

zahlreicher Profi- und Amateur-Rennfahrer gemacht haben.<br />

Die beiden Profile bieten dank des Block-im-Block-Designs der bewährten Progressive<br />

Cornering Block Technologie PCBT mehr Kontrolle beim Sliden, während<br />

das Carcass Tension Control System CTCS über gezielte Vertiefungen die<br />

Karkass-Spannung in verschiedenen Bereichen verbessert und so die Kontaktfläche<br />

und die Lenkpräzision optimiert. Die so erhöhte Flexibilität des Unterbaus<br />

bürgt zugleich für eine erhöhte Profilblock-Lebensdauer. Zudem verleiht<br />

die „Anti-Rebound“-Gummimischung der Seitenwand ein Plus an Eigendämpfung.<br />

Ein richtungsgebundenes Profildesign vorn optimiert nochmals den Grip<br />

und gewährleistet ein hervorragendes Lenkgefühl.<br />

Bezugsquelle:<br />

Fachhandel<br />

Ufo Recon Stiefel<br />

Der brandneue UFO-Recon-Offroad-Stiefel ist ein in Italien entwickelter und produzierter<br />

High-End-Stiefel mit patentiertem Gelenk-System. Sein neu entwickeltes<br />

E-AHL-System (Winkelsystem) schützt vor Überdehnung des Sprunggelenks<br />

(Neigungseinstellung von: 0° - 15° Std. - 11°) und bietet eine noch nie dagewesene<br />

Dynamik. Ein revolutionäres Exoskelett aus Edelstahl schützt zudem Sprunggelenk<br />

und Schienbein. Der Zehen- und Fersenschutz mit stoßabsorbierender<br />

Wirkung bietet maximalen Schutz und ermöglicht einen effektiven Gangwechsel<br />

in der Start-up-Phase. Für ausgezeichneten Komfort und verbesserte Stabilität<br />

sorgt ein neues luftdurchlässiges und antibakterielles Innenfutter und die<br />

neu entwickelte ergonomische Zwischensohle. Um dem Stiefel einen individuellen<br />

farblichen Look zu verleihen, sind im Zubehör austauschbare Schaftcover<br />

in den Farben Schwarz, Gelb, Rot und Weiß erhältlich. Außerdem bietet der Stiefel<br />

wasserbeständige und korrosionsfreie Materialien und ein sehr geringes Gewicht.<br />

Made in Italy.<br />

Erhältliche Grund-Farben: Schwarz/Weiß, Schwarz/Rot, Schwarz/Gelb, Weiß/<br />

Schwarz, Weiß/Gelb, Weiß/Rot, Schwarz und Weiß<br />

Größen: 37 bis 48<br />

Preis: 490,00 Euro (inkl. MwSt.)<br />

Bezugsquelle:<br />

SM-Sport Online-Shop: www.sm-sport.de, Tel. 06621 72346<br />

info@sm-sport.de, facebook.com/SMOffroadSport<br />

12<br />

MCE<br />

Februar '16


HUSKY24<br />

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Macht euer Bike startklar und schützt eure Gabelrohre vor Steinschlägen und Beschädigungen!<br />

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Tel. 05052 912798, Fax 912896, info@husky24.de<br />

WINTER<br />

SCHLUSS<br />

V<br />

ERKAUF<br />

KIEDROWSKI RACING<br />

Spokestyle - neu! Jetzt auch in Gold<br />

Bei der Firma Kiedrowski Racing bekommt ihr die Spokestyle-Speichencover in allen<br />

Farben! Vom neuen Hersteller MX Spoke kommt jetzt eine verbesserte Version der<br />

Spokestyle-Speichencover.<br />

Erhältlich als Satz für beide Räder zum Preis von nur 29,95 Euro.<br />

Verfügbare Farben: Pink, Weiß, Schwarz, Gelb, Grün, Blau, Orange, Rot, Lila, Neon-<br />

Orange, Gold.<br />

Bestellungen einfach per Mail mit kompletter Adresse an: kontakt@kiedrowski-racing.de<br />

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Kiedrowski Racing Motorcycletrading, Hetendorf 13, 29320 Hermannsburg<br />

Tel. 05052 912798, www.kiedrowski-racing.de<br />

24MX<br />

Neu: Flex-Hebelset von Twenty<br />

Die Bestseller von Twenty gibt es nun im Set! Bist<br />

du Hebel leid, die ständig kaputtgehen? Dann<br />

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du erhältst ein Jahr Garantie sowohl auf den<br />

Brems- als auch auf den Kupplungshebel!<br />

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Handgriff zum individuellen Anpassen<br />

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• Erhältlich in verschiedenen Farben<br />

Vorteilspreis: 99,90 Euro<br />

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Tel. 03222 1090900, info@24mx.de<br />

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Der Winterschlussverkauf läuft noch bis einschließlich<br />

den 16. Februar <strong>2016</strong>. Preisänderungen und Irrtümer<br />

vorbehalten. Solange der Vorrat reicht.<br />

24mx.de | info@24mx.de | 03 222 / 10 90 900


VORSTELLUNG MONTESA 4RIDE <strong>2016</strong><br />

Neues Offroadkonzept<br />

Montesa hat mit der neuen 4RIDE ein Modell entwickelt, das für ein völlig neues Offroad-Konzept steht. Dank dem extrem<br />

manövrierfähigen Fahrwerk und dem geringen Gewicht sorgt das neue Bike für unbegrenzten Fahrspaß, Komfort<br />

und puren Genuss – ob im Gelände oder auf anspruchsvollen Bergstrecken. Die 4RIDE kommt voraussichtlich im Februar<br />

in den Handel, der Preis wird noch bekanntgegeben.<br />

14<br />

MCE<br />

Februar '16


15<br />

MCE<br />

Februar '16


VORSTELLUNG MONTESA 4RIDE <strong>2016</strong><br />

Nachdem 1991 die letzte Evasion vom Band lief, hat<br />

sich Montesa danach ausschließlich auf die Produktion<br />

von Trial-Motorrädern konzentriert. Das Ergebnis:<br />

die Cota 311, die Cota 314 R, die Cota 315 R und<br />

schließlich die revolutionäre Cota 4 RT – ein modernes<br />

Viertaktmotorrad mit einem neuen, kompakten<br />

Vierventil-Triebwerk und elektronischer PGM-FI-<br />

Kraftstoffeinspritzung.<br />

Montesa blieb seinen Prinzipien – fortschrittliche<br />

Technologien mit umweltfreundlichen Aspekten zu<br />

verbinden – auch 2013 treu, als mit der Cota 4 RT<br />

260 ein völlig neues Modell vorgestellt wurde. Dieses<br />

behielt die Hauptmerkmale der Cota 4 RT bei,<br />

bot jedoch deutlich mehr Leistung. Mit der Cota 300<br />

RR präsentierte Montesa zudem kürzlich ein stärker<br />

auf Wettbewerb getrimmtes Modell, ebenfalls mit<br />

Viertakttechnik.<br />

<strong>2016</strong> bringt Montesa nun die 4RIDE auf den Markt.<br />

Auch dieses Bike bleibt den Grundzügen der Montesa-Modelle<br />

treu und setzt auf das gleiche Konzept,<br />

das bereits bei den Trial-Motorrädern zu sehen war.<br />

Fans der Marke werden in der 4RIDE Merkmale der<br />

Evasion erkennen – einem Trial-Excursion-Bike mit<br />

direkter Anlehnung an die Trial-Variante Cota 310.<br />

Entwicklungskonzept<br />

Bisher hatten Montesa-Kunden die Wahl zwischen<br />

drei qualitativ hochwertigen Modellen: der Cota<br />

4 RT260, der Race Replica und der Cota 300 RR, deren<br />

Hauptmerkmale ihre fortschrittliche Technologie,<br />

ihre Zuverlässigkeit und die Materialqualität<br />

sind. Unter Beibehaltung der Haupteigenschaften<br />

der Trial-Modelle entwickelte das Montesa-Team<br />

von Honda zusammen mit der Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung<br />

von Honda Motor Co. Ltd. die<br />

neue 4RIDE, ein Modell mit Trial-Eigenschaften, bei<br />

dem zugleich die hohen Qualitätsstandards der<br />

Marke gewahrt bleiben. Das Konzept des neuen Modells<br />

kommt bereits im Namen zum Ausdruck:<br />

4RIDE. Die „4“ erinnert an das Herzstück der Montesa-Modelle,<br />

den Viertaktmotor. Die englische Bezeichnung<br />

spielt zudem mit der Doppeldeutigkeit<br />

von 4 – als „for“ ausgesprochen spielt es auf die<br />

Verwendung des Bikes an und bedeutet „zum Fahren“.<br />

Schließlich hat Montesa mit der 4RIDE ein<br />

Bike entwickelt, das sich von zu Hause, über die<br />

Straße bis hin zur bevorzugten Bergstrecke fahren<br />

lässt.<br />

„4“ ist auch die Zahl der Ziele, denen sich die 4RIDE<br />

verschrieben hat: Abenteuer, Fun, Freiheit und Vielseitigkeit<br />

– also ein Motorrad, das einen überall hin<br />

begleitet. Mit Blick auf diese Ziele fällt vor allem der<br />

umfassende Stauraum auf. Unter dem Sitz, der einfach<br />

abgenommen werden kann, befindet sich ein<br />

großes Staufach, in dem sich problemlos Jacke,<br />

Handschuhe und mehr unterbringen lassen.<br />

Als Grundlage dient die Cota 4 RT 260. Damit schuf<br />

das Entwicklungsteam ein vielseitiges Bike mit einfachem<br />

Handling, das ganz auf Abenteuer ausgelegt<br />

ist. Zu diesem Zweck wurde das Getriebe mit einer<br />

größeren Übersetzungsspreizung ausgestattet,<br />

die sich von denen der Trial-Varianten unterscheidet.<br />

Damit verbindet das neue Modell hohen Komfort<br />

mit verbesserter Performance auf langen Strecken.<br />

Aus ähnlichen Gründen wurde auch die<br />

Ergonomie des Bikes überarbeitet: Sitz und Aufhängung<br />

einschließlich der Gabel und des Stoßdämpfers<br />

sitzen deutlich höher als bisher. Die Änderungen<br />

an der 4RIDE, die Führerscheinklasse A2<br />

erfordert, dienen allesamt dazu, ein breiteres Kundensegment<br />

anzusprechen. Für alle, die Spaß am<br />

Berg haben wollen, ohne auf Leistung und hochwertige<br />

Komponenten zu verzichten, die für anspruchsvollere<br />

Strecken oder Trial-Abschnitte benötigt werden.<br />

Fertigung und Montage<br />

Wie bei der Cota 4 RT 260, der Race Replica und der<br />

Cota 300 RR erfolgen Fertigung und Montage der<br />

4RIDE exklusiv im Montesa-Honda-Werk in Santa<br />

Perpètua de Mogoda bei Barcelona in Spanien. Von<br />

hier aus werden die Maschinen in alle Weltmärkte<br />

exportiert. Sämtliche Schweißarbeiten und Kunststoffspritzgussverfahren,<br />

die Montage der Motoren<br />

und die Fertigung des Tanks, der Schwingen und der<br />

Aluminiumrahmen werden im Werk durchgeführt.<br />

Höchste Fertigungsqualität, wie bei Honda und<br />

Montesa gewohnt, ist somit in allen Bereichen sichergestellt.<br />

Design und Ausstattung<br />

In Anlehnung an das Design der Cota 4 RT 260 und<br />

der Cota 300 RR dominiert bei der 4RIDE die Farbe<br />

Rot, die sich bei zahlreichen Komponenten wiederfindet:<br />

auf dem vorderen Kotflügel, der Seitenverkleidung<br />

und der Rückseite des Sitzes (hier in Kombination<br />

mit Schwarz) ebenso wie auf den Rad-<br />

naben und den Dekor-Elementen der Räder. Das<br />

4RIDE-Logo präsentiert sich in Schwarz-weiß neben<br />

dem Montesa-Logo. Beide sind auf der Seite und an<br />

den Standrohren zu sehen – einzige Variation ist eine<br />

rote „4“. Die Komponenten in kräftigem Rot setzen<br />

in Verbindung mit den hinteren Abdeckungen<br />

und Kotflügeln in Weiß gelungene Akzente. Auch<br />

hier findet sich das Montesa-„M“-Logo in verwischtem<br />

Grau mit dem Slogan „Off-road Adventure“ wieder<br />

– eine klare Aussage über die Orientierung des<br />

neuen Modells. Der Aluminiumtank bleibt unverkleidet<br />

und unterstreicht damit die hochwertigen<br />

Materialien.<br />

Das Ergebnis ist eine sorgfältig abgestimmte Aufhängung,<br />

die für Leichtigkeit, Komfort und gutes<br />

Ansprechverhalten sorgt und damit ein einfaches<br />

Handling gewährleistet. Dank der neuen Aufhängung<br />

werden Unebenheiten im Terrain problemlos<br />

abgedämpft. Mit den Einstellmöglichkeiten kann<br />

der Kunde die Federungscharakteristik seinem Geschmack<br />

entsprechend auf harten Wettbewerb oder<br />

eher relaxtes Freizeitvergnügen anpassen.<br />

Wie bei den Trial-Varianten ist die Hydraulik in einem<br />

der Gabelbeine untergebracht, während die<br />

andere die Federung aufnimmt, um das Bike leichter<br />

zu machen. Die progressiven Federn optimieren<br />

das Ansprechverhalten. Bei den Rädern sorgen die<br />

roten Dekor-Elemente und Radnaben in Kombination<br />

mit den schwarzen Felgen und Speichen für einen<br />

sportlich-attraktiven Look. Auch der Lenker ist<br />

in elegantem Schwarz gehalten.<br />

Erstklassige Verarbeitungsqualität, hochwertige<br />

Komponenten und zuverlässige Funktion über Jahre<br />

hinweg waren immer ein Markenzeichen der Montesa-Modelle.<br />

An dieser Produktphilosophie hält<br />

Montesa auch bei der 4RIDE fest – mit anspruchsvollem<br />

Design und hochwertigen Dekor-Elementen.<br />

Die 4RIDE zeichnet sich durch die gleiche qualitativ<br />

hochwertige Ausstattung wie die Trial-orientierten<br />

Modelle aus. Dazu zählt unter anderem die fortschrittliche<br />

digitale Transistorzündung, die ohne<br />

Batterie auskommt und unter anderem die Einspritzanlage<br />

und die Zündspule mit Strom versorgt.<br />

Weiter ist die Maschine mit einem Schräglagensensor<br />

ausgestattet, der die Zündung nach einem Sturz<br />

automatisch abschaltet. Der Sensor wird aktiviert,<br />

wenn das Bike länger als sieben Sekunden mit einem<br />

Winkel von über 65 Grad auf der Seite liegt. Die<br />

16<br />

MCE<br />

Februar '16


Sicherheitsschaltung erhöht nicht nur den Schutz<br />

des Fahrers in prekären Situationen, sondern bewahrt<br />

auch die Mechanik vor Schäden, weil so ausgeschlossen<br />

ist, dass der Motor nach einem Sturz<br />

unbeabsichtigt weiterläuft.<br />

Bei den Rädern wurde das 32-Speichen-Design beibehalten.<br />

An der Hinterradfelge sind die Speichen<br />

über einem Mittelsteg befestigt. Diese innovative<br />

Bauart hilft Gewicht einsparen, bietet Vorteile beim<br />

Nachspannen der Speichen und erlaubt dazu die<br />

Verwendung schlauchloser Bereifung, was ebenfalls<br />

zur Gewichtsreduzierung beiträgt.<br />

Motor<br />

Der Motor der 4RIDE basiert auf dem 258,9-ccm-<br />

Viertakt-Triebwerk der Cota 4RT 260 und der Race<br />

Replica. Im Gegensatz zu den Trial-Modellen verfügt<br />

die 4RIDE jedoch über ein völlig neues Übersetzungsverhältnis.<br />

Während Trial-Motorräder über eine<br />

feine Getriebeabstufung verfügen, um ein unmittelbares<br />

Ansprechverhalten in schwierigen Abschnitten<br />

zu gewährleisten, zeichnet sich das Fünfgang-Getriebe<br />

der 4RIDE durch ein größeres Übersetzungsverhältnis<br />

aus. Damit ist das Bike problemlos<br />

für längere Touren oder anspruchsvollere<br />

Gegebenheiten wie einspurige oder Trial-Strecken<br />

gerüstet.<br />

Die 4RIDE verfügt zudem über einen größeren und<br />

längeren Auspuff als die Cota 4RT und reagiert dadurch<br />

sanfter und weniger aggressiv als die Trial-<br />

Modelle. Dadurch werden eine leichtere Beherrschbarkeit<br />

und höherer Fahrkomfort erreicht. Auch der<br />

Kickstarter wurde verlängert und erleichtert so das<br />

Starten in jeder Situation. Dank der Pumpe mit gesteigerter<br />

Kraftstoffzufuhr (wie sie bereits bei der<br />

Cota 260 und der Race Replica zum Einsatz kommt)<br />

profitiert die 4RIDE von hervorragender Performance.<br />

Gemeinsam mit dem neuen Mapping in der<br />

ECU-Steuereinheit für die PGM-FI-Einspritzung und<br />

die Zündung führt diese dazu, dass die Leistungsentfaltung<br />

speziell im unteren und mittleren Drehzahlbereich<br />

angenehm füllig gestaltet werden<br />

konnte. Ein weiterer Aspekt zur Verbesserung der<br />

Performance: Die Honda-Techniker erreichten mit<br />

Hilfe eines speziellen Kurbelgehäuse-Dekompressionssystems,<br />

dass die Motorbremswirkung im<br />

Schiebebetrieb reduziert wird. Dank dieser Technik<br />

bleibt die Maschine immer angenehm leicht und gut<br />

beherrschbar.<br />

Fahrwerk<br />

Wie bereits bei der Cota 4 RT260 sind der Rahmen<br />

und die Schwinge der neuen 4RIDE aus leichtem<br />

Aluminium gefertigt und überzeugen in puncto Dauerhaltbarkeit<br />

ebenso wie mit perfekter Funktion.<br />

Beide Komponenten sind in hochwertigem, eloxiertem<br />

Aluminium gehalten, das die attraktive Linienführung<br />

und die perfekten Schweißnähte hervorhebt<br />

und damit den Qualitätsanspruch des Modells<br />

unterstreicht.<br />

Eines der wichtigsten Merkmale der 4RIDE ist der<br />

Sitz, der mit einer Sitzhöhe von 880 mm die gesamte<br />

Ergonomie des Bikes verändert. Damit ist das<br />

kompakte Modell deutlich komfortabler und empfiehlt<br />

sich auch für Adventure-Trial-Touren. Die<br />

4RIDE ist schlanker ausgeführt, sodass der Fahrer<br />

mit den Füßen bequem den Boden erreichen kann.<br />

Zur verbesserten Ergonomie trägt auch der Lenker<br />

bei, dessen Rohrführung höher und offener ist, was<br />

für ein besseres Ansprechen und mehr Komfort<br />

sorgt. Weiter verstärkt wird der Fahrkomfort auch<br />

durch die breiteren Fußrasten. Unter dem Sitz, der<br />

mit wenigen Handgriffen abnehmbar ist, befindet<br />

sich ein großes Staufach, in dem sich problemlos Jacke,<br />

Handschuhe und mehr unterbringen lassen.<br />

Da die 4RIDE gezielt auf Abenteuer ausgelegt ist,<br />

wurde der 1,9-Liter-Kraftstofftank der Trial-Modelle<br />

auf 4,4 Liter vergrößert. Damit erzielt das Modell eine<br />

Reichweite von 120 Kilometern. Die neuen Dunlop-D803GP-Reifen<br />

sorgen für hervorragenden<br />

Grip. Sie liefern nicht nur eine ausgezeichnete Kontrolle,<br />

sondern machen auch den vorderen Bereich<br />

des Bikes leichter.<br />

Insgesamt bringt die 4RIDE nur 85 Kilogramm auf<br />

die Waage und zeichnet sich damit durch hohe Agilität<br />

und leichte Manövrierbarkeit in jeder Situation<br />

aus.<br />

Aufhängung<br />

Die Aufhängung der 4RIDE wurde intensiv überarbeitet,<br />

um ein noch besseres Fahrverhalten beim<br />

Excursion-Trial zu erzielen. Die einstellbare TECH-<br />

Federgabel ist jetzt 38 mm höher, mit einem 24 mm<br />

längeren Federweg. Neben dem neuen Sitz und der<br />

überarbeiteten Ergonomie des Bikes wurde auch<br />

die Höhe der Aufhängung angepasst, um Verbesserungen<br />

bei Leistung, Ansprechverhalten und Komfort<br />

zu erzielen. Der mehrfach einstellbare hintere<br />

Stoßdämpfer der Marke R16V verfügt über den gleichen<br />

Federweg wie die Cota 4 RT 260, ist jedoch<br />

12 mm höher. Ohne die Leichtigkeit der Lenkung<br />

und damit des Fahrverhaltens zu beeinträchtigen.<br />

Bei der Hinterradaufhängung kann sowohl die<br />

Dämpfung der Zugstufe als auch der Druckstufe ohne<br />

Werkzeug verstellt werden.<br />

Bremsen<br />

Die 4RIDE ist mit Bremsen des Herstellers Braktec<br />

ausgestattet. Sowohl Vorder- als auch Hinterrad<br />

sind mit wellenförmigen Scheibenbremsen, die für<br />

eine bessere Kühlung sorgen und ein Überhitzen<br />

verhindern, bestückt. Das Vorderrad-Bremssystem<br />

ist mit einer Vierkolben-Monoblock-Zange ausgestattet,<br />

die die Bremseigenschaften und Performance<br />

des Modells verbessern. Zudem wurde der<br />

Durchmesser der hinteren Bremsscheibe von 150<br />

auf 180 mm vergrößert. Die 4RIDE ist für Strecken<br />

ausgelegt, die eine höhere Bremskraft erfordern.<br />

TECHNISCHE DATEN<br />

MOTOR<br />

Typ<br />

Hubraum<br />

KRAFTSTOFFSYSTEM<br />

Gemischaufbereitung<br />

Tankinhalt<br />

ANTRIEB<br />

Kupplung<br />

Getriebe<br />

Kupplungssystem<br />

RAHMEN<br />

Typ<br />

FAHRWERK<br />

Abmessungen<br />

L x B x H<br />

Sitzhöhe<br />

Bodenfreiheit<br />

Gewicht trocken<br />

RADAUFHÄNGUNG<br />

Vorne<br />

Hinten<br />

Flüssigkeitsgekühlter<br />

Einzylinder-Viertaktmotor,<br />

4 Ventile, SOHC<br />

258,9 ccm<br />

PGM FI Kraftstoffeinspritzung<br />

4,4 Liter<br />

Nass, Mehrscheibenkupplung<br />

mit Spiralfedern<br />

5 Gänge<br />

Hydraulisch betätigt<br />

Diamond-Aluminium-<br />

Brückenrahmen<br />

2034 × 832 × 1160 mm<br />

880 mm<br />

330 mm<br />

81 kg<br />

39 mm TECH Teleskopgabel,<br />

Federvorspannung<br />

und Dämpfer-Zugstufe<br />

einstellbar<br />

Federweg 199 mm<br />

R16V-Monodämpfer, Pro-<br />

Link-Umlenkung, Federvorspannung<br />

und<br />

Dämpfer-Zugstufe<br />

einstellbar<br />

Federweg 170 mm<br />

RÄDER<br />

Vorne<br />

Typ Aluminium-<br />

Speichenräder<br />

Hinten<br />

Typ Aluminium-<br />

Speichenräder<br />

Felgengröße vorne 21 × 1,60<br />

Felgengröße hinten 18 × 2,15<br />

Reifen vorne<br />

80/100 21 (Dunlop)<br />

Reifen hinten<br />

120/100 R18 (Dunlop)<br />

BREMSEN<br />

Vorne<br />

185 × 3,5 mm<br />

Einscheibenbremse,<br />

Vierkolben-Monobloc-<br />

Zange, hydraulisch<br />

betätigt<br />

Hinten<br />

180 × 3,5 mm<br />

Einscheibenbremse,<br />

Doppelkolbenbremszange,<br />

hydraulisch<br />

betätigt<br />

17<br />

MCE<br />

Februar '16


KONZEPTVERGLEICH: 2-/4-TAKT - KTM 250 SX/450 SX-F<br />

Welches Konzept ist das be<br />

18<br />

MCE<br />

Februar '16


ssere?<br />

KTM<br />

bietet mit der <strong>2016</strong>er <strong>Motocross</strong>palette zwei Konzepte an. Auf der einen Seite sind es die Viertaktmodelle<br />

und auf der anderen Seite sind es die Zweitakter. Bei den Viertaktmodellen sind gleichmäßige<br />

Leistungsentfaltung sowie stabile Fahreigenschaft die besonderen Merkmale. Dagegen sind die Zweitakter<br />

eher spritziger und weniger spurtreu, bieten aber einen niedrigeren Anschaffungspreis und die<br />

Unterhaltungskosten sind auch geringer. Wir haben uns zwei dieser Konzepte einmal näher angeschaut<br />

und diese gegeneinander antreten lassen. Die Kandidaten sind die 250 SX und die 450 SX-F. Zusätzlich<br />

ist der Vergleich auch noch interessant, weil die 250 SX noch über den „alten“ Rahmen verfügt<br />

und somit gegen die neue <strong>Motocross</strong>-Generation antritt.<br />

• Text/Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert<br />

19<br />

MCE<br />

Februar '16


KONZEPTVERGLEICH: 2-/4-TAKT - KTM 250 SX/450 SX-F<br />

KTM 250 SX<br />

Genug Leistung für Strecken aller Art und für jedes<br />

Gelände sowie ein niedriges Gewicht zeichnen die<br />

250 SX im <strong>Motocross</strong> aus. Mit der starken Power des<br />

leichten Zweitaktmotors macht sie den komplexeren<br />

Viertaktern ernsthaft zu schaffen. <strong>2016</strong> hat KTM<br />

die 250 SX im Detail optimiert und ihr neue Farben<br />

und Graphics spendiert, während Chassis und Motor<br />

im Grundsatz aus dem Modelljahr 2015 übernommen<br />

wurden.<br />

Details<br />

20<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

Neue CNC-gefräste Gabelbrücken<br />

mit 22 Millimeter Versatz und neue<br />

gummigelagerte Lenkerhalterung –<br />

hochwertige Serienausstattung, reduziertes<br />

Vibrationsaufkommen<br />

Räder mit neuen, leichteren Speichen:<br />

Gewichtsreduzierung von 100<br />

Gramm; neue Reifengeneration von<br />

Dunlop (Geomax MX 32)<br />

Nach wie vor ein<br />

Leichtgewicht: der<br />

250-SX-Motor mit<br />

Vergaser<br />

TECHNISCHE DETAILS<br />

MOTOR<br />

Bauart<br />

Einzylinder, Zweitakt<br />

Hubraum<br />

249 ccm<br />

Bohrung<br />

66,4 mm<br />

Hub<br />

72 mm<br />

Starter<br />

Kickstarter<br />

Getriebe<br />

5 Gänge<br />

Primärtrieb 26:72<br />

Sekundärübersetzung 13:48<br />

Kupplung<br />

FAHRWERK<br />

Rahmen Bauart<br />

Federung vorne<br />

Federung hinten<br />

Federweg vorne<br />

Federweg hinten<br />

Bremse vorne<br />

Bremse hinten<br />

Ø Bremsscheibe vorne<br />

Ø Bremsscheibe hinten 220 mm<br />

Kette 520<br />

Steuerkopfwinkel 63,5 °<br />

Radstand<br />

Bodenfreiheit<br />

Sitzhöhe<br />

Tankinhalt (ca.)<br />

Gewicht<br />

(ohne Kraftstoff)<br />

Hightech-Brembo-Bremsen<br />

mit<br />

neu konstruierten,<br />

leichteren<br />

Wave-Bremsscheiben<br />

DDS-Mehrscheibenkupplung<br />

im Ölbad,<br />

Brembo-Hydraulik,<br />

EMS, Kokusan<br />

Chrommolybdän-Stahl-<br />

Zentralrohrrahmen<br />

WP-USD Closed Cartridge<br />

Ø 48 mm<br />

WP-Federbein<br />

mit Umlenkung<br />

300 mm<br />

300 mm<br />

Scheibenbremse<br />

Scheibenbremse<br />

260 mm<br />

1495 ± 10 mm<br />

385 mm<br />

992 mm<br />

7 l<br />

95,9 kg<br />

Preis<br />

8295,00 Euro<br />

Unverbindliche Preisempfehlungen<br />

inklusive 19% MwSt., zzgl. Nebenkosten<br />

KTM 450 SX<br />

Die 450 SX-F ist gegenüber der 250 SX komplett<br />

überholt und gehört zur neuesten KTM-<strong>Motocross</strong>-<br />

Generation. Im Vergleich zur Vorgängergeneration<br />

sind mehr als 90 Prozent von Grund auf neu entwickelte<br />

Komponenten. Die 450er ist mit völlig neuem<br />

Chassis und Motor ausgestattet und wiegt fünf Kilogramm<br />

weniger. Zugleich liegt die Messlatte bei der<br />

Spitzenleistung noch einmal etwas höher auf jetzt<br />

62 PS.<br />

Die Highlights sind<br />

• massive Gewichtsreduzierung: Benchmark,<br />

geringstes Gewicht in jeder Klasse<br />

• Zentralisierung der Massen:<br />

erleichtertes, intuitives Handling<br />

• top aktuelles Fahrwerk mit optimierter Dämpfung<br />

• optimierte Fahrleistungen<br />

Details<br />

Neues Kühlsystem<br />

mit neu entwickelten<br />

WP-Leichtmetall-Kühlern<br />

und<br />

verbessertem<br />

Schutz vor Stürzen<br />

dank ausgefeilter<br />

Abdeckung<br />

Neu konstruierter<br />

Luftfilterkasten<br />

bietet maximalen<br />

Schutz vor Verschmutzungen<br />

und sorgt in Verbindung<br />

mit den<br />

neuen Ansaugstutzen<br />

zugleich<br />

für einen erhöhten<br />

Luftdurchsatz


Neuer Gasgriff mit anderer<br />

Gasgriffhülse<br />

Die WP-<br />

AER-48-<br />

Gabel ist eine<br />

Upsidedown-<br />

Gabel mit 48 Millimeter<br />

Standrohrdurchmesser<br />

und Luftfederung,<br />

die von WP Suspension<br />

in enger Zusammenarbeit<br />

mit KTM entwickelt wurde. Die<br />

beiden Gabelholme übernehmen<br />

hierbei unterschiedliche Funktionen:<br />

Die Dämpfung ist auf der rechten und die<br />

Luftfederung auf der linken Seite untergebracht<br />

Die Griffgummis werden<br />

nun aufgesteckt und festgeschraubt,<br />

dadurch ist<br />

ein Wechsel deutlich<br />

schneller möglich<br />

Unter der Sitzbank versteckt<br />

sich ein Schalter,<br />

der weitere Fahrmodi speichern<br />

kann. Diese können<br />

über den Mappingschalter<br />

am Lenker abgerufen werden<br />

Völlig neu entwickelter Rahmen aus Chrommolybdän-Stahlprofilen,<br />

der sich durch eine neu entwickelte Geometrie für mehr Agilität und<br />

bessere Fahrbarkeit auszeichnet. Im Vergleich zur 250 SX bietet der<br />

neue Rahmen mit sechs Millimeter breiteren und zwei Millimeter flacheren<br />

Rahmendreieck-Profilen etwa 20 Prozent mehr Torsionssteifigkeit<br />

bei einer um 30 Prozent verringerten Längssteifigkeit. Zugleich<br />

sorgt eine neu entwickelte Motoraufhängung für ein verringertes Vibrationsaufkommen.<br />

Dank der höheren Flexibilität werden über die<br />

Räder in das Fahrwerk eingeleitete Impulse besser absorbiert, was die<br />

Federung unterstützt und dem Fahrer ein Plus an Komfort beschert sowie<br />

seine physische Belastung reduziert. Der neue Rahmen fällt etwa<br />

380 Gramm leichter aus. Auch der Heckrahmen fällt etwa 20 Prozent<br />

leichter aus als zuvor und besteht aus neuen Leichtmetallprofilen. Die<br />

neue Konstruktion der Schwinge zeichnet sich durch ein verringertes<br />

Gewicht aus und unterstützt den Rahmen und die Federelemente durch<br />

ihre in einem Einkomponenten-Gussverfahren optimierte Biegesteifigkeit.<br />

Die Gewichtsreduzierung liegt bei 250 Gramm<br />

Eine sehr leichte<br />

und kompakte Lithium-Ionen-Batterie<br />

von Samsung<br />

verbessert das<br />

Startverhalten<br />

Der neue Krümmer mit einem<br />

zusätzlichen Resonator-System<br />

in Form einer kleinen, mit<br />

dem Abgasrohr verbundenen<br />

Kammer. Eigens für die 450<br />

SX-F entwickelten die Ingenieure<br />

eine komplexere Variante<br />

namens FDH (Flow Design<br />

Header), die dem 450er<br />

Viertakter ein zusätzliches<br />

Plus an Leistung bei verringerten<br />

Fahrgeräuschen beschert<br />

Die neue Federbein-Generation<br />

hat WP Suspension<br />

eigens für den<br />

neuen Rahmen und die<br />

neue Schwingengeometrie<br />

mit dem überarbeiteten<br />

Hebelsystem der<br />

jüngsten SX-Generation<br />

entwickelt und sorgfältig<br />

auf die neue AER-<br />

48-Gabel abgestimmt<br />

Der Mapping-Schalter ist in die Schelle des Handbremszylinders<br />

integriert. Dieser besitzt zwei wählbare Mappings:<br />

SOFT für tiefe Streckenverhältnisse und HARD für trockene,<br />

griffige Tracks. Im Vergleich zu früheren Modellen unterscheiden<br />

sich die alternativen Leistungskurven wesentlich<br />

deutlicher von der Standard-Kurve<br />

Neuer konifizierter Lenker aus hochfester Leichtmetall-Legierung<br />

von Neken. Eine gleichfalls neue, jetzt in Gummi<br />

gelagerte Lenkerhalterung gestattet es, den Lenker in zwei<br />

verschiedenen Positionen zu montieren<br />

TECHNISCHE DETAILS<br />

MOTOR<br />

Bauart<br />

Einzylinder, Viertakt<br />

Hubraum<br />

449,9 ccm<br />

Bohrung<br />

95 mm<br />

Hub<br />

63,4 mm<br />

Starter<br />

Elektrostarter<br />

Getriebe<br />

4 Gänge<br />

Primärtrieb 31:76<br />

Sekundärübersetzung 13:48<br />

Kupplung<br />

DDS-Mehrscheibenkupplung<br />

im Ölbad,<br />

Brembo-Hydraulik,<br />

EMS, Keihin EMS<br />

FAHRWERK<br />

Rahmen Bauart Zentralrohrrahmen<br />

25CrMo4 Stahl<br />

Federung vorne WP-USD, AER 48,<br />

Ø 48 mm<br />

Federung hinten WP-Federbein<br />

mit Umlenkung<br />

Federweg vorne 300 mm<br />

Federweg hinten 300 mm<br />

Bremse vorne<br />

Scheibenbremse<br />

Bremse hinten Scheibenbremse<br />

Ø Bremsscheibe vorne 260 mm<br />

Ø Bremsscheibe hinten 220 mm<br />

Kette 5/8 x 1/4“<br />

Steuerkopfwinkel 63,9 °<br />

Radstand<br />

1485 ± 10 mm<br />

Bodenfreiheit<br />

370 mm<br />

Sitzhöhe<br />

960 mm<br />

Tankinhalt (ca.) 7 l<br />

Gewicht<br />

(ohne Kraftstoff) 100,4 kg<br />

Preis<br />

9395,00 Euro<br />

Unverbindliche Preisempfehlungen<br />

inklusive 19% MwSt., zzgl. Nebenkosten<br />

Deutlich kompaktere Abmessungen,<br />

mehr Leistung<br />

über das gesamte<br />

Drehzahlband und 1,8 Kilogramm<br />

weniger Gewicht<br />

bietet der neue Motor<br />

21<br />

MCE<br />

Februar '16


KONZEPTVERGLEICH: 2-/4-TAKT - KTM 250 SX/450 SX-F<br />

FAHRBERICHT<br />

Perfektes Wetter – also nichts wie raus auf unsere<br />

Teststrecke, die freundlicherweise vom MC Flöha<br />

e.V. zur Verfügung gestellt wurde. Bevor es losgeht,<br />

überprüfen wir wie immer die korrekte Position der<br />

Bedienelemente. Die Positionen sind praktisch eingestellt<br />

und bedürfen nur minimaler Optimierung,<br />

die fahrerspezifisch sind. Wir haben uns die Frage<br />

gestellt: Ist der Unterschied zwischen den beiden<br />

<strong>Motocross</strong>-Generationen so gravierend oder ist der<br />

Hype größer, als er tatsächlich ist? Die 250 SX ist ein<br />

KTM-Crossmotorrad wie wir es kennen, die Sitzpo-<br />

22<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

sition im Zusammenhang mit der Lenkerposition ist<br />

altbekannt und wir kommen gut damit zurecht. Gestartet<br />

wird das Modell über den Kickstarter, der für<br />

den Start auch kräftig betätigt werden muss. Das<br />

Motorrad ist insgesamt agil zu bewegen und punktet<br />

in kurzen Kehren und engen Kurven. Der Zweitaktmotor<br />

zeigt eine durchaus brauchbare Leistungsentfaltung<br />

und lässt sich auch im unteren<br />

Drehzahlbereich gut fahren. Jedoch etwas zu viel<br />

am Gashahn gedreht und das Hinterrad bricht<br />

schnell aus der Bahn. Dafür ist der Vortrieb enorm<br />

250 SX – agil in jeder Situation!<br />

und bei guten Gripverhältnissen schiebt das Modell<br />

mächtig nach vorn. Das Fahrwerk ist relativ hart,<br />

aber bestens für die Crosspiste geeignet. Hier sind<br />

genügend Reserven vorhanden, sodass wir uns keine<br />

Gedanken über einen ungewollten „Durchschlag“<br />

machen müssen. Auch die Brembo-Bremsen<br />

harmonieren mit den neuen Galfer-Wave-<br />

Bremsscheiben tadellos und zeigen eine gute Performance.<br />

Insgesamt ist die 250 SX eine gestandene<br />

KTM und eine Zweitakter mit guter Leistungsentfaltung.


450 SX-F – hohe Spurtreue und Kurvenstabilität!<br />

Auf geht es mit der 450 SX-F, der neuen <strong>Motocross</strong>-<br />

Generation von KTM. Bevor wir starten, kommt hier<br />

noch ein Punkt hinzu, den wir bei der 250 SX nicht<br />

beachten mussten. Durch die neue Telegabel mit<br />

Luftfederung muss vor der Fahrt der Luftdruck überprüft<br />

werden. Falls dieser nicht stimmen sollte, das<br />

ist abhängig von Außen- und Betriebstemperatur,<br />

muss der korrekte Wert angepasst werden. Ein<br />

Nichtbeachten ist ziemlich schnell spürbar, denn<br />

die Telegabel spricht weniger optimal an bzw. arbeitet<br />

nicht optimal. Also Luftpumpe mit integriertem<br />

Luftdruckprüfer anschließen und dann geht’s erst<br />

auf die Piste. Der Anlasser funktioniert perfekt und<br />

durchzugsstark. Die neue Auspuffanlage bietet einen<br />

geringen Geräuschpegel und erfreut die Streckenbetreiber.<br />

Die ersten paar Runden sind gewöhnungsbedürftig,<br />

aber man fühlt sich durch die<br />

Massenzentralisierung und durch eine niedrigere<br />

Sitzhöhe mehr mit dem Motorrad verbunden. Auch<br />

die Agilität ist trotz des höheren Gewichtes im direkten<br />

Vergleich mit der 250 SX fast schon gleichwertig.<br />

Der Radstand ist knapp 10 mm geringer, was<br />

sicherlich positiv zum Handling beiträgt. Sehr positiv<br />

fiel uns die Fahrstabilität auf. Das Motorrad<br />

bleibt nicht nur stabil in der Fahrbahn, sondern ermöglicht<br />

uns sogar einen schnellen Spurwechsel,<br />

ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Das war bisher<br />

nur bedingt möglich und zeigt eine deutliche<br />

Verbesserung zur alten <strong>Motocross</strong>-Generation.<br />

Dank des Mappingschalters kann nun auch die Motorcharakteristik<br />

deutlich an die Streckenverhältnisse<br />

bzw. an die Vorlieben des Piloten angepasst<br />

werden. Ein paar Optimierungen am Fahrwerk ha-<br />

23<br />

MCE<br />

Februar '16


KONZEPTVERGLEICH: 2-/4-TAKT - KTM 250 SX/450 SX-F<br />

ben wir durchgeführt, wobei wir festgestellt haben,<br />

dass sich im Stand nach den Einstellungen am Stoßdämpfer<br />

bzw. an der Telegabel fast nichts spürbar<br />

ändert. Man muss wirklich erst auf der Strecke fahren,<br />

um eine Veränderung zu spüren. Das sollte man<br />

auf jeden Fall beachten und sich gegebenenfalls Notizen<br />

machen, welche Einstellungen vorgenommen<br />

wurden, um nicht durcheinanderzukommen. Ansonsten<br />

bietet das Fahrwerk, was es verspricht, gutes<br />

Ansprechverhalten und gute Dämpfungseigenschaften.<br />

Der Vergleich: Der direkte Vergleich zwischen KTM<br />

250 SX und 450 SX-F, also dem alten und neuen Modell,<br />

zeigt uns eine spürbare Verbesserung bei<br />

Handling und Spurtreue. Die neue Modellgeneration<br />

ist kompakter und agiler geworden. Dabei hat<br />

die 450 SX-F enorm abgespeckt und kommt schon<br />

fast ans Gewicht der leichten Zweitakt-250-SX heran.<br />

Auch die Motor-Performance ist in der neuen<br />

Generation fahrbarer und besser kontrollierbar. Also<br />

ist die neue Generation näher an die Fahreigenschaft<br />

einer Zweitakter herangerückt, bleibt dabei<br />

äußerst spurtreu und bietet mehr Reserven für den<br />

Fahrer.<br />

24<br />

MCE<br />

Februar '16


VON PROFIS<br />

FÜR CHAMPIONS!<br />

Um noch die Frage zu beantworten:<br />

„Ist die neue KTM-<strong>Motocross</strong>-Generation nun so gravierend?“<br />

Es liegt auf jeden Fall eine spürbare positive Veränderung in allen Bereichen vor, aber der Fahrer ist<br />

immer noch der entscheidende Faktor. Es wird wohl nicht so sein, dass ihr mit dem neuen Modell<br />

gleich mal 10 Sekunden schneller pro Runde fahren werdet, aber es fühlt sich auf jeden Fall kontrollierter<br />

und sicherer an!<br />

Photo:© S. Taglioni<br />

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Produkte erhältlich bei:<br />

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KONZEPTVERGLEICH: 2-/4-TAKT - KTM 250 SX/450 SX-F<br />

FRAGEN AN LUKAS<br />

Zusätzlich haben wir uns diesmal Lukas Klotz als Testfahrer eingeladen<br />

Persönliche Angaben<br />

Name: Lukas Klotz<br />

Wohnort: Falkenau<br />

Alter: 16<br />

Sportliche Erfolge: 4. Platz Sachsenmeisterschaft;<br />

9. Platz Petronas Masters Cup; 1. Platz Flöha-Pokal<br />

Team: Rema Ihle Racing<br />

Sponsoren: Castrol Deutschland, Die Brillenbauer,<br />

MC Flöha e.V.<br />

MCE: Hey Lukas, super, dass du uns heute als Gasttester<br />

zur Verfügung stehst. Bevor wir loslegen,<br />

was ist deine Meinung zum äußeren Erscheinungsbild<br />

der neuen KTM-MX-Modelle?<br />

Lukas Klotz: Ich finde sie optisch sehr gut.<br />

Nun hast du einige Runden mit der 450 SX-F gedreht,<br />

was ist dein erster Eindruck?<br />

Ich finde, dass sie sehr unrund fährt, besonders im<br />

unteren Bereich ist sie sehr aggressiv (Standard-<br />

Zündkurve). Die Kupplung lässt sich auch etwas<br />

schwer einstellen bzw. kann ich den Druckpunkt<br />

nicht weiter zurücknehmen, das ist schwer für mich,<br />

da meine Finger nicht so lang sind.<br />

Du bist ja mit gerade einmal 60 Kilogramm inklusive<br />

Bekleidung noch ein Leichtgewicht, dafür haben<br />

wir den Luftdruck in der neuen Luftgabel etwas reduziert,<br />

um damit eine weichere Federrate zu simulieren.<br />

Wie kommst du nun mit dem Fahrwerk zurecht?<br />

Nach der Optimierung war es für mich okay! Jedoch<br />

komme ich schlecht damit zurecht, die Telegabel<br />

korrekt einzustellen.<br />

Die 450er KTM bietet mit 62 PS richtig viel Leistung,<br />

was ist deine Meinung zur Fahrbarkeit und nutzt du<br />

die Zündkurvenverstellung, um eine andere Leistungsentfaltung<br />

zu bekommen?<br />

Also, dass man die Zündkurve verstellen kann, finde<br />

ich sehr gut. Die zweite Zündkurve lässt sich sehr<br />

gut fahren und dadurch ist die 450er sehr gut kontrollierbar.<br />

Die andere Zündkurve ist für mich eher<br />

zu aggressiv.<br />

Der neue Motor besitzt ein 4-Gang-Getriebe, wie<br />

kommst du damit zurecht?<br />

Ich finde es ziemlich gut, da braucht man weniger zu<br />

schalten und die 450er lässt sich flüssiger fahren.<br />

Jetzt bist du schon viele zügige Runden hier auf<br />

dem <strong>Motocross</strong>gelände gefahren, wie ist dein Gesamteindruck<br />

(Handling, Bremsen, Bedienelemente,<br />

Sitzposition).<br />

Ich finde das Handling sehr gut, da sie sehr gut in<br />

der Kurve liegt und auch ruhig fährt. Sehr schön finde<br />

ich auch die Bremsen, da man sie sehr fein dosieren<br />

kann, was ich als einen großen Vorteil sehe.<br />

Was hat dir besonders gut gefallen und was eher<br />

nicht?<br />

Mir hat sehr gut die ruhige Fahrweise gefallen. Die<br />

Bremsen haben mich auch positiv überrascht.<br />

Nicht so gut hat mir die Gabel gefallen, da sie sehr<br />

schwer einzustellen ist, wie auch die Kupplung.<br />

26<br />

MCE<br />

Februar '16


Die Punktevergabe ...<br />

WINTER<br />

SCHLUSS<br />

V<br />

ERKAUF<br />

Testchef Marko hat immer alles im Blick<br />

BEWERTUNG IM VERGLEICH<br />

JETZ SHOPPEN!<br />

Der Winterschlussverkauf läuft noch bis einschließlich<br />

den 16. Februar <strong>2016</strong>. Preisänderungen und Irrtümer<br />

vorbehalten. Solange der Vorrat reicht.<br />

KTM 250 SX<br />

KTM 450 SX-F<br />

Handling 4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten<br />

Fahrwerk 3,5 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten<br />

Traktion 3,5 von 5 Punkten 4,5 von 5 Punkten<br />

Motor 4 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten<br />

Bremsen 5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten<br />

Preis 3,5 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten<br />

24mx.de | info@24mx.de | 03 222 / 10 90 900


TEST - YAMAHA YZ 125<br />

Die leichteste Yamaha<br />

Mit der YZ 125 besitzt Yamaha eines der leichtesten <strong>Motocross</strong>motorräder auf dem Markt. Der<br />

kleine Zweitakter wiegt gerade einmal 86 kg (Leergewicht) und bietet einen drehfreudigen<br />

125-ccm-Motor. Zusätzlich liegt das Preisniveau auf einer akzeptablen Höhe und die wartungsfreundliche<br />

Zweitakt-Technologie ist ebenso ein Vorteil. Die neueste Version besitzt einen<br />

passenden Factory-Look und ist außerdem mit diversen Highlights ausgestattet wie sie<br />

auch bei den YZ-F (Viertaktmodellen) zu finden sind. Auf Wunsch gibt es auch ein Tuningkit<br />

von „Yamaha Rinaldi R&D“. Wir durften das <strong>2016</strong>er Modell fahren und wollen euch die Details<br />

nicht vorenthalten.<br />

28<br />

MCE<br />

Februar '16


29<br />

MCE<br />

Februar '16


TEST - YAMAHA YZ 125<br />

DIE HIGHLIGHTS<br />

• drehfreudiger und kompakter Zweitaktmotor<br />

mit 125 ccm<br />

• ultraleichter Zweischleifen-Aluminiumrahmen<br />

• Zweitakt-Power gepaart mit spielerischem<br />

Handling<br />

• 48 mm starke Telegabel mit separatem Luft/<br />

Öl-System wie YZ-F<br />

• Monocross-Hinterradaufhängung wie YZ-F<br />

• modern gestaltete Verkleidungsbauteile<br />

• einfach zu bedienender Kupplungseinstellmechanismus<br />

• breitere Fußrasten für noch mehr Kontrolle<br />

• wartungsfreundliche Zweitakt-Technologie<br />

• einfach einstellbarer 38-mm-Keihin-Vergaser<br />

• YRRD (Yamaha Rinaldi R&D) Tuningkit<br />

auf Wunsch gegen Aufpreis<br />

• breites Angebot an Original-Zubehör<br />

Die YZ 125 präsentiert sich mit modernen Verkleidungsbauteilen<br />

und Graphics. Kotflügel<br />

und Gabel-Protektoren unterstreichen die robusten<br />

Qualitäten, während Seitenverkleidung<br />

und Sitzbankbezug frische Akzente setzen<br />

Der Motor sitzt in einem Zweischleifen-<br />

Aluminiumrahmen, der besonders<br />

leicht und stabil ist. Mit einem Gewicht<br />

von fahrfertig gerade einmal 94 kg<br />

zählt die YZ 125 zu den leichtesten MX-<br />

Serienmotorrädern<br />

Wie die Telegabel ist auch die Monocross-Hinterradaufhängung<br />

eine<br />

Weiterentwicklung. Schwinge,<br />

Monofederbein und Hebelsystem<br />

stammen von den YZ-F-Viertaktmodellen<br />

Die kleine Yamaha profitiert von<br />

zahlreichen Ausstattungsmerkmalen,<br />

die auch in den aktuellen YZ-<br />

F-Viertaktmodellen zum Einsatz<br />

kommen. Ein Beispiel dafür sind die<br />

langen Fußrasten sowie der schnell<br />

und einfach zu bedienende Kupplungseinstellmechanismus<br />

A<br />

d<br />

1<br />

lu<br />

S<br />

s<br />

w<br />

m<br />

k<br />

b<br />

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a<br />

30<br />

MCE<br />

Februar '16


Die 48 mm starke Upsidedown-Telegabel ist ähnlich<br />

aufgebaut wie die der YZ-F-Viertaktmodelle.<br />

Das separate Luft/Öl-System gewährleistet stabilere<br />

Dämpfungseigenschaften. Die Telegabel ist<br />

speziell auf die YZ 125 abgestimmt und sorgt für<br />

leichtfüßige und agile Handlingeigenschaften<br />

ls Antrieb dient ein leichter und<br />

rehfreudiger Zweitaktmotor mit<br />

25 ccm und Flüssigkeitskühng.<br />

Das Yamaha Power Valve<br />

ystem (YPVS) sorgt für ein<br />

pürbares Leistungsplus. Der<br />

artungsfreundliche Motor ist<br />

it einem 6-Gang-Getriebe<br />

ombiniert. Für den Zweitakter<br />

ietet Yamaha einen leistungsteigernden<br />

Tuningkit von YRRD<br />

n (Aufpreis)<br />

31<br />

MCE<br />

Februar '16


TEST - YAMAHA YZ 125<br />

Leicht, leichter am leichtesten<br />

– mit der Yamaha YZ 125<br />

FAHRBERICHT<br />

Die Streckenbedingungen sind anspruchsvoll,<br />

denn es hat die letzte Nacht ständig geregnet und<br />

die Piste ist arg aufgeweicht. Wir lassen uns nicht<br />

unterkriegen und bereiten uns für den Test mit der<br />

<strong>2016</strong>er Yamaha YZ 125 vor. Die kleine Zweitakt-Yamaha<br />

wiegt nur 94 kg und das vollgetankt!<br />

Wie leicht das Bike ist, merken wir schon beim Hinund<br />

Herschieben und beim auf einen Mittelständer<br />

platzieren, wobei wir das Motorrad etwas anheben<br />

müssen. Damit ist das Motorrad schon einmal „gewichtsmäßig“<br />

optimal für den Nachwuchsfahrer geeignet.<br />

Vor der Fahrt überprüfen wir wie immer die<br />

Armaturen und passen nur etwas den Kupplungshe-<br />

bel an. Anschließend beginnt die erste Ausfahrt.<br />

Die MX-Strecke ist ziemlich rutschig und der Boden<br />

teilweise klebrig und schwer. Der Motor lässt sich<br />

davon nicht unterkriegen und schiebt mit hohen<br />

Drehzahlen gut voran. Dagegen wirkt er im unteren<br />

Drehzahlbereich etwas schwach und könnte in diesem<br />

Bereich mehr Leistung vertragen. Aber schon<br />

nach der zweiten Runde haben wir uns daran gewöhnt<br />

und prügeln unser Testmotorrad weiterhin<br />

über den nun griffigeren Boden.<br />

Sehr gut gefällt uns das agile und spurtreue Handling,<br />

was gerade bei diesen Bedingungen ein wichtiger<br />

Aspekt ist. Im Kurvenbereich glänzt die YZ 125<br />

mit sehr guter Fahrstabilität, was wir so nicht erwartet<br />

hatten. Über das Fahrwerk gibt es nichts Negatives<br />

zu berichten, es passt hervorragend zum Gesamtkonzept.<br />

Die Telegabel und der Stoßdämpfer<br />

mit Monocross-Hinterradaufhängung harmonieren<br />

gut. Das Fahrwerk bügelt jede Welle weg und zeigt<br />

auf dem schlammigen Parcours, dass genügend Reserven<br />

vorhanden sind. Auch über die Bremsperformance<br />

gibt es nur Positives zu berichten. Der Druckpunkt<br />

ist gleichbleibend und die Vorderradbremse<br />

verzögert stattlich, wobei auch die Hinterradbremse<br />

kaum aggressiv daher kommt. Damit ist die Yamaha<br />

im aktuellen Modelljahr eine gute 125er Zweitaktmaschine<br />

und gefällt uns aufgrund ihrer besonders<br />

positiven Fahreigenschaften.<br />

• Texte/Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert<br />

Sehr gute Fahrstabilität,<br />

besonders in<br />

Kurven<br />

Im oberen Drehzahlbereich<br />

geht es gut<br />

voran<br />

32<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

Schlamm und rutschiger Boden sind mit der YZ 125 kein Problem


BEWERTUNG<br />

Handling 5 von 5 Punkten<br />

Fahrwerk 4,5 von 5 Punkten<br />

Traktion 4 von 5 Punkten<br />

Motor 3,5 von 5 Punkten<br />

Bremsen 5 von 5 Punkten<br />

Durchschlagen Fehlanzeige – die<br />

YZ 125 bietet genug Reserven<br />

SPEZIELL FÜR DEN HARTEN OFFROAD-EINSATZ ENTWICKELT!<br />

S-TECH ULTRALIGHT<br />

STAHL-KETTENRAD<br />

S-TECH RITZEL<br />

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S-TECH HIGH PERFORMANCE LENKER<br />

• 8 VERSCHIEDENE FORMEN<br />

• IN 5 FARBEN<br />

• INKL. EASY POWER® SYSTEM<br />

Fazit<br />

Ähnlich wie auch schon die große Schwester, die YZ 250, macht mir die YZ 125<br />

richtig Laune. Besonders die sehr gute Fahrstabilität in Verbindung mit dem<br />

gut harmonierenden Fahrwerk sind hier die Highlights. Etwas mehr Leistung<br />

könnte der Motor im unteren Drehzahlbereich bis hin zum Übergang in den<br />

mittleren Bereich haben. Aber insgesamt eine gute 125er Zweitaktmaschine<br />

und durch das niedrige Gewicht sowie geringe Anschaffungskosten auch optimal<br />

für den MX-Nachwuchsfahrer geeignet.<br />

HÄNDLERVERZEICHNIS UNTER:<br />

WWW.S-TECH-RACING.DE<br />

TEL.: 06351 - 398 77 <strong>02</strong>


TEST - YAMAHA YZ 125<br />

TECHNISCHE DETAILS<br />

MOTOR<br />

Motortyp<br />

Hubraum<br />

Bohrung x Hub<br />

Verdichtung 8.6 ~10,7:1<br />

Leistung k. A.<br />

Drehmoment k. A.<br />

Schmierung<br />

Kupplung<br />

Gemischaufbereitung<br />

Zündung<br />

Startsystem<br />

Getriebe<br />

Sekundärantrieb<br />

34<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

flüssigkeitsgekühlt,<br />

2-Takt, nach vorn geneigter<br />

Einzylinder-Motor,<br />

Membranventil mit YPVS<br />

125 ccm<br />

54,0 mm x 54,5 mm<br />

vorgemischt<br />

Ölbad, Mehrscheiben<br />

Mikuni TMX38<br />

CDI<br />

Kickstarter<br />

sequentielles Getriebe,<br />

6-Gang<br />

Kette<br />

FAHRWERK<br />

Rahmenbauart Zweischleifen-<br />

Aluminiumrahmen<br />

Federung vorn Upsidedown-Gabel<br />

Federweg vorn 300 mm<br />

Lenkkopfwinkel 26°<br />

Nachlauf<br />

109 mm<br />

Federung hinten Schwinge,<br />

Zentralfederbein<br />

Federweg hinten 315 mm<br />

Bremse vorn<br />

Einscheibe, Ø 250 mm<br />

Bremse hinten Einscheibe, Ø 245 mm<br />

Reifen vorn<br />

80/100-21 51M<br />

Reifen hinten<br />

100/90-19 57M<br />

ABMESSUNGEN<br />

Gesamtlänge<br />

Gesamtbreite<br />

Gesamthöhe<br />

Sitzhöhe<br />

Radstand<br />

Bodenfreiheit<br />

Gewicht, fahrfertig,<br />

vollgetankt<br />

Tankinhalt<br />

Öltankinhalt<br />

2137 mm<br />

825 mm<br />

1295 mm<br />

975 mm<br />

1445 mm<br />

363 mm<br />

94 kg<br />

8,0 Liter<br />

0,7 Liter<br />

PREIS<br />

7050,00 Euro<br />

Unverbindliche Preisempfehlung zzgl. Nebenkosten.<br />

Den verbindlichen Endpreis – einschließlich<br />

anfallender Nebenkosten – erfahrt ihr bei eurem Yamaha-Vertragshändler.<br />

YAMAHA YZ125 CUP<br />

Europäischer YZ125 Cup<br />

Yamaha auf der Suche<br />

nach den MXGP-Stars von morgen<br />

Hast du das Zeug, der neue Romain Febvre zu werden?<br />

Jetzt hast du die Gelegenheit, es der Welt zu<br />

zeigen! Mit dem neuen YZ125 Cup bietet Yamaha<br />

jungen <strong>Motocross</strong>-Talenten die einmalige Chance,<br />

ihr Können unter Beweis zu stellen. Diese von Yamaha<br />

ins Leben gerufene Meisterschaft wird innerhalb<br />

von Europa auf nationaler Ebene durchgeführt<br />

und der Sieger wird mit einem Fahrervertrag für<br />

das offizielle Yamaha-EMX125-Team 2017 belohnt!<br />

Die YZ125-Meisterschaft wird in 13 Ländern ausgetragen<br />

und ist der ideale Einstieg in die MX-Rennwelt<br />

für Teenager, die die Nummer 1 in der FIM-<br />

EMX125-Klasse werden wollen.<br />

Die erfolgreichsten Fahrer der einzelnen nationalen<br />

Meisterschaften, die sich für den europäischen<br />

YZ125 Cup angemeldet haben, werden am 8. Oktober<br />

<strong>2016</strong> in der Schalker Veltins Arena vor 50.000<br />

begeisterten <strong>Motocross</strong>fans zum Superfinale gegeneinander<br />

antreten.<br />

Insgesamt werden bei diesem einmaligen Event 42<br />

YZ125-Cup-Fahrer an den Start gehen, um den Sieger<br />

zu ermitteln. Wieviele nationale YZ125-Fahrer<br />

jeweils an diesem YZ125-Meisterschaftsfinale teilnehmen,<br />

ist von Land zu Land unterschiedlich. Bei<br />

den nationalen Meisterschaften, die erst am 12.<br />

September <strong>2016</strong> beendet sind, wird die Berechtigung<br />

zur Teilnahme am Superfinale von den vorläufigen<br />

Platzierungen in den nationalen Meisterschaften<br />

mit Stand zum 12. September abhängen.<br />

Die sechs besten Fahrer des Superfinales sowie<br />

zwei weitere Wildcard-Fahrer gewinnen eine mehrtägige<br />

„Master Class“ mit MXGP-Fahrer und<br />

MX1-Weltmeister von 2008 David Philippaerts.<br />

Im Laufe dieser Master Class werden die Mentoren<br />

darüber entscheiden, welcher der teilnehmenden<br />

Fahrer bei der EMX125 2017 offiziell für Yamaha an<br />

den Start gehen und in die Fußstapfen von Maxime<br />

Renaux, dem 125-ccm-Juniorenweltmeister von<br />

2015, treten wird.<br />

Mit dieser wertvollen Unterstützung hat Yamaha<br />

maßgeblich zum Durchbruch Renaux’ in der 125er-<br />

<strong>Motocross</strong>szene beigetragen und hofft, mit ’Blu-<br />

Cru’, Yamahas Racing-Förderprogramm für neue<br />

junge MX-Talente, viele weitere Fahrer innerhalb<br />

der starken Yamaha-Renngemeinde auf ihrem Weg<br />

nach oben unterstützen zu können.<br />

Die Anmeldung zum ersten von BluCru veranstalteten<br />

Event zur Förderung junger Renntalente, dem<br />

europäischem YZ125 Cup, ist kinderleicht. Wenn du<br />

zwischen 2000 und 2004 geboren bist und an einer<br />

vom Motorradweltverband FIM anerkannten nationalen<br />

Meisterschaft teilnimmst, hast du bereits alle<br />

Voraussetzungen erfüllt! Mach den nächsten<br />

Schritt in deiner MX-Karriere und melde dich für<br />

den europäischen YZ125 Cup an.<br />

Sende dazu einfach dein ausgefülltes Anmeldeformular<br />

an yz125cup@yamaha-motor.nl. Anmeldungen<br />

werden bis zum 31. Januar <strong>2016</strong> entgegengenommen.<br />

Das Anmeldeformular kann unter www.ya<br />

maha-racing.com heruntergeladen werden.<br />

Zur Begrüßung in der BluCru-Familie von Yamaha<br />

erhältst du nach deiner Anmeldung ein kostenloses<br />

BluCru-Begrüßungspaket. Das Paket enthält ein<br />

T-Shirt, eine Kappe, ein Aufkleberabzeichen und einen<br />

YZ-Aufklebersatz, den alle Teilnehmer des europäischen<br />

YZ125 Cup bei ihren Rennen in den nationalen<br />

Meisterschaften verwenden müssen.


Besuch beim<br />

Fahrwerksspezialisten<br />

35<br />

MCE<br />

Februar '16


SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

36<br />

MCE<br />

Februar '16


Hauptsitz von WP Suspension<br />

im österreichischen Munderfingen<br />

Egal in welcher Motorsportart man sich umschaut,<br />

das Thema Fahrwerk spielt stets eine<br />

extrem wichtige Rolle. Hier bedarf es neben<br />

Fachwissen auch einer gehörigen Portion Erfahrung,<br />

um gerade im Hochleistungsbereich<br />

die richtigen Entscheidungen zu treffen. Fahrwerksspezialisten<br />

gehören dabei zu einem<br />

ganz eigenen Schlag von Menschen. Sie kommunizieren<br />

in eigener Sprache, die für Außenstehende<br />

oft nur Fragezeichen aufwirft. Hinzu<br />

kommt die Fähigkeit, aus den Worten des Motorsportlers<br />

die benötigten Informationen zu<br />

extrahieren und diese in ein nutzbares Fahrwerks-Set-up<br />

umzuwandeln. Was in der Theorie<br />

oft einfach klingt, ist in der Praxis jedoch<br />

ein komplexes und ausgesprochen zeitaufwändiges<br />

Unterfangen. Kaum ein anderer Bereich<br />

im Motorsport ist so facettenreich wie<br />

der der Fahrwerksoptimierung. Kleinste Veränderungen<br />

können weitreichende Folgen,<br />

egal ob im positiven oder negativen Sinne,<br />

mit sich bringen. Hinzu kommen ständig weiterentwickelte<br />

Fahrwerke, die es dem Durchschnittssportler<br />

zunehmend schwerer machen,<br />

ein für sich geeignetes Set-up zu finden.<br />

Im <strong>Motocross</strong>sport setzen die Hersteller<br />

mittlerweile vermehrt auf die leichteren Luftfahrwerke,<br />

die in der Praxis gegenüber den<br />

konventionellen Fahrwerken komplizierter zu<br />

handhaben sind. Der Gang zum Spezialisten<br />

ist daher heutzutage nicht mehr nur den Profis<br />

vorbehalten. Auch Hobbyfahrer setzen vermehrt<br />

auf das Knowhow eines Fahrwerksspezialisten.<br />

Um etwas mehr über dieses breit<br />

gefächerte Thema zu erfahren, haben wir die<br />

Firma WP Germany besucht und Fahrwerksspezialist<br />

Christian Meier (Foto) bei seiner<br />

täglichen Arbeit über die Schulter geschaut.<br />

37<br />

MCE<br />

Februar '16


SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

Rückblick<br />

Die Firma WP blickt auf eine lange Geschichte zurück<br />

und gehört mittlerweile zu den führenden europäischen<br />

Unternehmen im Bereich Federungselemente und Kühlsysteme.<br />

Das Kürzel WP stammt vom Gründer Wim Peters,<br />

einem ehemaligem <strong>Motocross</strong>profi aus den Niederlanden.<br />

Peters stürzte bei einem Rennen schwer und<br />

machte sich beim anschließenden Krankenhausaufenthalt<br />

Gedanken über die Sturzursache. Schuld war seiner<br />

Meinung nach das Fahrwerk, das Peters unbedingt verbessern<br />

wollte, um zukünftig Unfälle dieser Art zu vermeiden.<br />

Aus dieser Idee wurde eine heute weltweit bekannte,<br />

hochmoderne Firma.<br />

Das Unternehmen wurde im Jahr 1977 als „White Power<br />

Suspension“ in Malden (Niederlande) gegründet. Der<br />

Name „White Power“ entsprang dem wohl prägnantesten<br />

Merkmal seiner Zeit, der markanten weißen Schraubenfeder<br />

des Federbeins. Wieder genesen, suchte Peters<br />

in den Niederlanden den Kontakt zu einer Firma, die<br />

sich auf Metallbeschichtungen spezialisiert hatte. Damals<br />

beschichtete man jedoch ausschließlich Metallrahmen<br />

von Krankenhausbetten in der Farbe weiß, demzufolge<br />

gab es vorerst auch für die Fahrwerkskomponenten,<br />

allen voran die Schraubenfedern, nur eine Farbe.<br />

Somit entstand der zunächst verbreitete Name<br />

„White Power Performance“. Mit den innovativen Entwicklungen<br />

der noch jungen Firma ausgestattet, stellten<br />

sich im Profirennsport Ende der 1970er Jahre erste<br />

sportliche Erfolge ein. Der Durchbruch gelang jedoch<br />

erst in den 1980er Jahren, als ein gewisser Heinz Kinigadner<br />

1984 auf einer 250er KTM, ausgestattet mit WP-<br />

Fahrwerk, zum <strong>Motocross</strong>weltmeister gekürt wurde.<br />

Auch im Straßenrennsport vertrauten die Profis der<br />

80er, wie Fausto Gresini, Jorge Martinez oder Anton<br />

Mang zunehmend auf WP-Produkte und durften sich<br />

nicht zuletzt dank der guten Fahrwerke als Weltmeister<br />

feiern lassen. Stetige Weiterentwicklung führte auch in<br />

den folgenden Jahren zu immer neuen Innovationen und<br />

verband die Marke mit zahlreichen Weltmeistertiteln.<br />

Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte Ende der 80er Jahre,<br />

als sich KTM entschloss, WP als Erstausrüster für seine<br />

Motorräder ins Boot zu holen. Es folgten Marken wie<br />

Husaberg oder BMW, die das Potenzial dieser Produkte<br />

erkannten und ihre Serienfahrzeuge ebenfalls ab Werk<br />

mit WP-Produkten ausstatteten.<br />

Trotz dieser hohen Auslastung musste die Firma 1991<br />

Konkurs anmelden, wurde allerdings kurz darauf unter<br />

dem Namen „WP Suspension“ neu gegründet. Vier Jahre<br />

später übernahm KTM Power Sports die Firma WP, von<br />

diesem Zeitpunkt an verknüpfte man beide Unternehmen<br />

und leistete eine enorme technische Entwicklungsarbeit.<br />

Durch die enge Zusammenarbeit mit einem Motorradhersteller<br />

boten sich WP vollkommen neue Möglichkeiten.<br />

Im Jahre 2008 gehörte die WP Performance<br />

Systems GmbH zur österreichischen Cross Motorsport<br />

Systems AG, die ein Tochterunternehmen der Cross Industries<br />

AG ist, zu der auch die KTM Power Sports AG gehört.<br />

Der neue Name „Performance Systems“ wurde aus<br />

gutem Grund gewählt, denn in der jüngeren Firmengeschichte<br />

spezialisierte sich WP neben Fahrwerken auch<br />

auf Kühlsysteme, Rahmenbau und Auspuffsysteme. So<br />

ist beispielsweise im Audi R8 ein WP-Kühlsystem verbaut,<br />

doch nicht nur Audi, sondern auch Ferrari setzt auf<br />

das Knowhow der seit 2009 in Österreich produzierenden<br />

Firma. Heuer entwickelt WP leistungsbestimmende<br />

Komponenten für alle namhaften Hersteller der Motorrad-<br />

und Powersportindustrie. Mit dem vor wenigen Jahren<br />

neu errichteten Werk in Munderfingen (Österreich)<br />

wächst WP-Performance weiter und entwickelt rennsportnah<br />

Produkte, die für überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit<br />

und höchstmöglichen Fahrspaß bei einem<br />

hohen Maß an Sicherheit stehen. Die Statistik von<br />

WP brachte seit dem ersten Weltmeistertitel im Jahre<br />

1984 mehr als 200 Weltmeister, ausgestattet mit hochwertigen<br />

WP-Federungselementen, hervor.<br />

• Texte u. Fotos: Marco Burkert<br />

Bei Christian Meier konnte selbst MCE-Testchef<br />

Marko Barthel noch einige Tricks ablauschen<br />

38<br />

MCE<br />

Februar '16


WIR SIND AB SOFORT OFFIZIELLER<br />

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SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

Christian Meier kennt sich mit<br />

Fahrwerken aus wie kein Zweiter<br />

Interview Christian Meier<br />

MCE: Christian, zu Beginn gleich einmal die Frage:<br />

Wie wird man Fahrwerksspezialist?<br />

Christian Meier: Eine schwierige Frage. Fahrwerksspezialist<br />

oder Fahrwerksmechaniker ist leider kein<br />

Lehrberuf. Im Zweiradbereich bekommt man in der<br />

Ausbildung lediglich die Grundkenntnisse vermittelt.<br />

Das bezieht sich allerdings nur auf kleinere Servicearbeiten<br />

am Fahrwerk, in die Tiefe geht diese<br />

Ausbildung nicht. Das weitere Wissen muss man<br />

sich in Theorie und Praxis quasi selbst erarbeiten<br />

oder eben über Schulungen erlernen. Ich selbst habe<br />

unzählige Kurse besucht und mir vieles selbst erarbeitet.<br />

Zumeist sind es Leute aus Metallberufen<br />

oder eben Zweiradmechaniker, die sich für das Thema<br />

Fahrwerk interessieren und sich spezialisieren<br />

wollen. Der Weg zu einem vollwertigen „Spezialisten“<br />

ist jedoch lang und nicht ganz einfach. Fängt<br />

bei uns jemand an, dauert es in etwa drei Jahre, bis<br />

man alle Zusammenhänge und Variablen eines<br />

Fahrwerks versteht und das bei täglicher Arbeit an<br />

Fahrwerkskomponenten.<br />

Wie war das bei dir, wie bist du zu WP gekommen?<br />

Ich war von 1991 bis 2003 selbstständig im Motorradbereich<br />

tätig und habe mich in dieser Zeit nur<br />

sporadisch mit Fahrwerken beschäftigt, jedoch<br />

mein Wissen durch verschiedenste Schulungen stetig<br />

erweitert. Im Jahr 2003 suchte die Firma KRT, die<br />

zu jener Zeit den Vertrieb für WP-Produkte in<br />

Deutschland hatte, einen Verkaufsleiter. Diese<br />

Chance habe ich damals genutzt, wurde Verkaufsleiter<br />

und habe die vorhandenen Strukturen über<br />

die Jahre hinweg bis 2012 ausgebaut. KRT-Racing<br />

musste 2012 jedoch schließen und stellte den Vertrieb<br />

für WP-Produkte ein. Daher wurde WP-Germany<br />

anschließend von Norbert Zaha und Johann<br />

Haunschmid gegründet. So haben wir die vorhandenen<br />

Strukturen zum einen erhalten und zum anderen<br />

weiter verbessern können. Der Firmensitz von<br />

WP Germany ist in Ursensollen, also direkt bei KTM<br />

Deutschland. Durch diese hervorragende Infrastruktur<br />

können wir Service auf allerhöchstem Niveau<br />

gewährleisten.<br />

Was genau ist heute deine Aufgabe bei WP?<br />

Im Prinzip mache ich alles (lacht). Angefangen von<br />

der Serviceannahme, dem Service selbst bis hin zu<br />

organisatorischen und verkaufstechnischen Dingen<br />

liegt alles in meiner Hand. Wir planen, hier am<br />

Standort Ursensollen bis zu vier Mitarbeiter zu beschäftigen<br />

und sind natürlich dementsprechend auf<br />

der Suche nach qualifiziertem Personal.<br />

40<br />

MCE<br />

Februar '16


Christian ist nicht nur in der Werkstatt zu finden, neben<br />

Schraubenschlüssel und Co. muss er sich auch<br />

mit den neuesten Programmen in Sachen Fahrwerkstechnik<br />

auskennen<br />

Wenn wir von der Mithilfe des Fahrers sprechen:<br />

Stimmt ihr Fahrwerke auch direkt an der Strecke<br />

ab?<br />

Ja sicher, wobei das natürlich sehr kostenintensiv ist<br />

und selten von Einzelpersonen gewollt wird. Vorwiegend<br />

nehmen dies Rennteams in Anspruch, die für<br />

die jeweiligen Teamfahrer spezielle Set-ups möchgen<br />

vielleicht aus dem Straßenrennsport bekannt<br />

ist, war der Bezug zum Motorsport allzeit gegeben.<br />

Du hast eben den Service angesprochen. Vorab haben<br />

wir schon kurz über dieses Thema gesprochen.<br />

Was sollten potenzielle Kunden, die einen Service<br />

oder ihr Fahrwerk optimieren möchten, beachten?<br />

Oft werde ich gefragt: Was können wir am Fahrwerk<br />

machen? Die Antwort ist einfach, ich kann alles ma-<br />

Warst du selbst aktiver Motorsportler?<br />

Nein, ich bin nie selbst aktiv gefahren. Jedoch hat<br />

mich der Motorsportvirus immer fest im Griff. Durch<br />

meinen langjährigen Kumpel Harald Eckl, der einichen.<br />

Bevor jemand ein Fahrwerk<br />

zu uns schickt, um es einstellen zu<br />

lassen, sollte er sich zunächst überlegen,<br />

wo es zum Einsatz kommt.<br />

Zusätzlich benötigen wir grundlegende<br />

Informationen wie: Gewicht,<br />

Körpergröße und einige Details zu<br />

den Streckenbeschaffenheiten, auf<br />

denen das Fahrwerk überwiegend<br />

bewegt wird. Hinzu kommt das<br />

Fahrniveau desjenigen, hier muss<br />

man absolut ehrlich zu sich selbst<br />

sein. Warum? Nehmen wir das Beispiel<br />

<strong>Motocross</strong>sport. Wenn ich einem<br />

Hobbyfahrer ein Fahrwerk eines<br />

MX-Masters-Piloten, der in den<br />

Topdrei zu finden ist, schicken würde,<br />

würde dieser damit nicht zurechtkommen.<br />

Die eierlegende<br />

Wollmilchsau, die alles kann, gibt<br />

es nicht. Ein Fahrwerk, das auf<br />

Hartboden bestens funktioniert,<br />

kann im Sand nicht gleichermaßen<br />

gut arbeiten. Man muss hier schon<br />

genau wissen, worauf man hinarbeiten<br />

möchte oder soll und da ist<br />

natürlich auch die Mithilfe des Fahrers<br />

notwendig. Deshalb halten wir<br />

immer Rücksprache mit unseren<br />

Kunden, um jedem das bestmögliche<br />

Fahrwerks-Set-up zu geben.


SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

Bevor wir die heiligen Hallen von WP Germany betreten durften, erst einmal die Erläuterung am Modellquerschnitt<br />

ten. In der Praxis ist solch ein Testtag auf der Strecke<br />

enorm zeitintensiv und lässt sich in der Regel mit<br />

maximal vier Fahrern bewerkstelligen. Der Aufwand<br />

lässt sich, grob gesagt, pro Fahrer mit minimal fünf<br />

Stunden rechnen. Oft sind wir daher pro Tag nur mit<br />

einem Teamfahrer auf der Strecke und erarbeiten<br />

zusammen das gewünschte Setting.<br />

Gibt es etwas, was dich in deiner bisherigen Karriere<br />

besonders beeindruckt hat? Etwa verschiedene<br />

Entwicklungsstufen?<br />

Ja, über die Jahre sieht man schon einiges, das<br />

stimmt. Für mich jedoch ist die stetige Weiterentwicklung<br />

immer wieder faszinierend. Angefangen<br />

mit der Open Cartridge, die wegen ihrer kleineren<br />

Anzahl an Bauteilen sehr servicefreundlich ist. Oder<br />

das Closed Cartridge System, egal ob Standard oder<br />

4CS, das sich durch seinen großen Verstellbereich<br />

auszeichnet. Ganz aktuell ist ja bekanntlich das Thema<br />

Luftfahrwerke oder eben auch das Thema der semiaktiven<br />

Fahrwerke. Im Hochleistungsbereich sind<br />

die Ingenieure natürlich immer an gewichtssparenden<br />

Maßnahmen interessiert, das hat man mittlerweile<br />

mit dem Luftfahrwerk geschafft. Spannend<br />

bleibt natürlich zu sehen, wie hier die Weiterentwickelung<br />

ausschaut. Ein großes Zukunftsthema sind<br />

die gerade erwähnten semiaktiven Fahrwerke, hier<br />

ist wohl der größte Schritt zu erwarten. Wenn ich an<br />

die früheren Prototypen denke, die noch recht klobig<br />

waren, und sie mit den heutigen Serienprodukten<br />

vergleiche, hat man hier schon einen enormen<br />

Schritt gemacht. Die elektronischen Bauteile werden<br />

immer kleiner und sind mittlerweile im Stoßdämpfer<br />

an der Kolbenstange verbaut. So etwas war<br />

vor einigen Jahren noch undenkbar. Fakt ist bei solchen<br />

Geschichten aber auch: Je komplexer die Technik,<br />

desto höher ist der Wartungsaufwand. Da müssen<br />

sich die Kunden umstellen, denn bei solch<br />

modernen Fahrwerken ist es überaus wichtig, sich<br />

an die Herstellervorgaben zu halten. Nehmen wir<br />

als Beispiel die neue Luftgabel, hier ist vorgeschrieben,<br />

das Öl in der Außenkammer alle zehn Betriebsstunden<br />

zu erneuern. Das hat auch seinen guten<br />

Grund! Denn die Verschmutzungen beziehungsweise<br />

der Abrieb muss mit dem Öl ausgespült werden,<br />

ansonsten geht in diesen Systemen auf Dauer die<br />

Dichtung kaputt. Na ja, und eine kaputte Dichtung<br />

bei einer Luftgabel ist nicht gerade von Vorteil.<br />

Wann sollte ein Service durchgeführt werden?<br />

Es gibt verschiedene Anzeichen für einen notwendigen<br />

Service, jedoch ist es wichtig, das Fahrwerk<br />

schon vor den eigentlichen Merkmalen zu überprüfen<br />

und gegebenenfalls Verschleißteile zu wechseln.<br />

Wir gehen davon aus, dass je nach Fahrer und<br />

Einsatzgebiet ein Service nach 30 bis 40 Betriebsstunden<br />

notwendig ist. Dann ist das Öl mit Schmutz<br />

versetzt und das Ansprechverhalten der Gabel bzw.<br />

des Stoßdämpfers wird beeinträchtigt. Im schlimmsten<br />

Fall verliert die Telegabel oder der Stoßdämpfer<br />

Öl. Das ist natürlich in vieler Hinsicht schlecht:<br />

Einerseits kann das Öl auf die Bremsscheibe gelangen<br />

und damit das Bremsverhalten erheblich verschlechtern<br />

und andererseits wird das Ansprechverhalten<br />

gestört und auch die Durchschlagsresistenz<br />

wird verringert. Also kommt man um einen frühen<br />

Service nicht herum und sollte dieses Thema ernstnehmen.<br />

Was sollte bei einem Service durchgeführt werden?<br />

Ein zeitlich optimaler Service zwischen 30 bis 40 Betriebsstunden<br />

ist natürlich nur eine Richtlinie und<br />

kann je nach Einsatzgebiet und Fahreigenschaften<br />

stark variieren. Zum Beispiel lassen die Profifahrer<br />

einen Service nach jedem Rennen (zwischen 5 bis 15<br />

Betriebsstunden) durchführen, um immer die bestmögliche<br />

Qualität zu haben. Ein Hobbyfahrer dagegen<br />

kommt mit 30 bis 40 Betriebsstunden aus, sollte<br />

dabei aber immer auf die Verschleißhinweise des<br />

Herstellers achten. Viele Fahrwerke, die wir zum<br />

Service bekommen, haben weit über das Doppelte<br />

an Betriebsstunden und dementsprechend hoch ist<br />

der Verschleiß. Das bedeutet, es ist nicht nur Ölwechsel<br />

notwendig, sondern es müssen die Laufbuchsen,<br />

die Simmerringe und eventuell auch die<br />

Chimps gewechselt werden. Bei älteren Fahrwerken<br />

kann es sogar zu Verschleißerscheinung am Gabelholm<br />

bzw. an der Kolbenstange des Stoßdämpfers<br />

kommen. Ganz anders hingegen ist es bei der neuen<br />

WP AER 48.<br />

Du sprichst genau das Thema an, das wohl für viele<br />

Fahrer am interessantesten ist. Was genau hat es<br />

mit der neuen WP AER 48 auf sich, diese ist ja keine<br />

rein pneumatische Gabel, oder? Und wie verhält es<br />

sich mit dem Service bei dieser Gabel?<br />

Im Prinzip ist die WP AER 48 eine Kombination aus<br />

hydraulischer Dämpfung und Luftfederung. Man<br />

hat die Systeme gesplittet und im linken Gabelholm<br />

eine Luftfederungseinheit verbaut, während im<br />

rechten eine hydraulische Dämpfungseinheit arbeitet.<br />

Es wurden sozusagen die Vorteile sowohl der<br />

herkömmlichen als auch der neuen Technik kombiniert.<br />

So war es möglich, eine Gewichtsersparnis<br />

von 1,4 Kilogramm zu erreichen und eine voll einstellbare<br />

Dämpfungseinheit in Druck- und Zugstufe<br />

zu integrieren. Das irrtümlich verbreitete Gerücht<br />

einer zusammensackenden Gabel im Falle eines De-<br />

44<br />

MCE<br />

Februar '16


fekts hängt leider noch in vielen Köpfen fest. Dabei<br />

ist es bei der AER 48 durch die isolierte Luftkammer<br />

nicht möglich, die Gabel behält auch bei einer Fehlfunktion<br />

ihre Federungsfähigkeiten. Ich würde euch<br />

vorschlagen, wir gehen einmal in die Werkstatt und<br />

ich zeige euch die neue WP AER 48 einmal im Detail.<br />

Im Normalfall sollte die Telegabel gereinigt bei uns<br />

ankommen, falls nicht, ist eine äußerliche Reinigung<br />

die erste Tätigkeit. Wir reinigen das Fahrwerk<br />

mit einem speziellen Reiniger, der das Material<br />

nicht angreift und nur den Schmutz und gegebenenfalls<br />

Ölrückstände entfernt.<br />

Nun geht’s vom Büro<br />

in die Werkstatt<br />

WP Deutschland führt nicht nur den Service am<br />

Stoßdämpfer bzw. an der Telegabel durch, sondern<br />

besitzt auch die Technologie, das Fahrwerk personenspezifisch<br />

mit einem Prüfstand zu optimieren.<br />

Damit können sämtliche Ansprüche simuliert und<br />

das Fahrwerk kann optimal angepasst werden.


SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

Hier sieht man deutlich einen Unterschied zwischen verschlissenem<br />

(oben) und neuem Öl (unten)<br />

Nun können wir<br />

anfangen, die<br />

Telegabel zu<br />

zerlegen. Wir<br />

beginnen mit<br />

dem linken Gabelholm<br />

(das ist<br />

die Seite mit<br />

dem neuem<br />

Luftsystem) und<br />

öffnen die kleine<br />

Schraube<br />

oben neben<br />

dem Ventil zum<br />

Entlüften<br />

46<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

Jetzt kann der<br />

obere Teil an der<br />

großen schwarzen<br />

Mutter mit<br />

einem geeigneten<br />

Werkzeug<br />

aufgedreht und<br />

das verschlissene<br />

Öl herausgeschüttet<br />

werden<br />

Den kompletten Gabelholm mithilfe zweier Aluminiumhülsen, um<br />

Schäden am Gabelholm zu vermeiden, in einen Schraubstock einspannen<br />

und an der Unterseite aufschrauben


Jetzt kann die Cartridge aus dem Gabelholm herausgezogen und das restliche Öl aus dem Holm herausgeschüttet werden


SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

Nun den Luftdruck über das Ventil an der Oberseite ablassen. Das Ventil muss dazu nicht herausgedreht werden. Einfach mit einem Schraubendreher auf das Ventil drücken und die Luft<br />

kann entweichen<br />

Das Gewinde zum Öffnen der Cartridge mit einer Heißluftpistole erwärmen,<br />

damit löst sich der Schraubensicherungskleber und die<br />

Kolbenstange kann herausgedreht werden<br />

Als nächstes ist die rechte Gabelseite an der Reihe. Dazu drehen wir wieder an der oberen großen<br />

schwarzen Mutter, schütten das Öl heraus und entnehmen das Cartridge-System<br />

48<br />

MCE<br />

Februar '16


Jetzt öffnen wir die Cartridge und lösen den oberen Druckstufenteil<br />

49<br />

MCE<br />

Februar '16


SPEZIAL - WP PERFORMANCE SYSTEMS<br />

Am unteren Teil lösen wir mit einer Heißluftpistole oder wie hier mit einem Brenner die Schraubensicherung. Anschließend die Kolbenstange mit der Zugstufe entnehmen<br />

Beide Gabelseiten sind nun offen und können gegebenenfalls optimiert werden. Hier wurde nur ein Gabelservice mit Ölwechsel<br />

und ein Austausch der Simmerringe durchgeführt<br />

Bei der Zusammensetzung in umgekehrter Reihenfolge ist<br />

beim Auffüllen des Luftdrucks auf der linken Gabelseite darauf<br />

zu achten, dass mit der original WP-Luftdruckpumpe<br />

aufgepumpt wird. Niemals mit einem Kompressor die Luft<br />

befüllen, sonst kann es zu Schäden bzw. zu einer zu schnellen<br />

Befüllung kommen und damit die Funktion der Telegabel<br />

beeinträchtigt werden<br />

In der nächsten Ausgabe lest ihr den zweiten Teil<br />

unseres Besuchs bei WP Germany. In diesem werfen wir<br />

einen Blick auf die Aftermarket-Produkte.<br />

50<br />

MCE<br />

Februar '16


www.husqvarna-motorcycles.com<br />

Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, immer Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten!<br />

Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.<br />

Vorstoss ins<br />

unbekannte<br />

Photo: R. Schedl<br />

DIE ULTIMATIVE ALL-TERRAIN ENDURO<br />

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Bodo Schmidt GmbH & Co. KG, Tel. 06887/901090 | 70494 Filderstadt, Limbächer & Limbächer, Tel. 0711/7973030 | 71364 Winnenden, MPS Zweiradcenter, Tel. 07195/73723<br />

| 73560 Böbingen, MH Motorräder GmbH, Tel. 07173/92321 | 74252 Massenbachhausen, <strong>Enduro</strong> Koch, Tel. 07138/813393 | 74372 Sersheim, MSR-Einspurfahrzeuge GbR, Tel. 070 42 /84 0080<br />

| 75393 Ostelsheim, AIO Motorsport, Tel. 07033/4060766 | 78052 VS-Marbach, MXR-Bikes GbR, Tel. 07721/908200 | 80807 München, HSO GmbH, Tel. 0 89 / 3 09 05 3740<br />

| 82435 Bad Bayersoien, Mo-Sport Ammertal, Tel. 08867/9139653 | 83301 Traunreut, Moto-Sport Handels AG, Tel. 08669/8660 | 84051 Essenbach/Oberahrain, Streifeneder Motorrad-Team,<br />

Tel. 08703/91777 | 85055 Ingolstadt, Motorradzentrum Ingolstadt, Tel. 0841/99350800 | 85748 Garching b.München, KawaMotor Motorradvertriebs GmbH, Tel. 089/3<strong>02</strong>080<br />

| 86316 Friedberg-West, Motorräder Schreiz, Tel. 0821/3499752 | 86720 Nördlingen, Motorrad Dürr, Tel. 09081/8050181 | 87616 Marktoberdorf, Motorrad Waldmann, Tel. 08342/899704<br />

| 88074 Meckenbeuren, Bike Store Danckert, Tel. 07542/1290 | 90559 Burgthann, BSN-Racing GbR, Tel. 09183/9<strong>02</strong>9494 | 94234 Viechtach, Motorrad Weindl, Tel. 09942/9<strong>02</strong>932<br />

| 94469 Deggendorf, RiMoTec, Tel. 0991/299594 | 95666 Mitterteich, TG Motorsport, Tel. 09633/2793 | 96237 Ebersdorf b. Coburg, Buchholz <strong>Enduro</strong>sport, Tel. 09562/403372<br />

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SUPERCROSS - DORTMUND<br />

52<br />

MCE<br />

Februar '16


Greg Aranda mit viel Pech, am Ende<br />

wurde er verdient Cup-Sieger<br />

Dominique Thury zeigte hervorragende<br />

Rennen, hätte um ein Haar den Königstitel<br />

geholt<br />

Aranda holt 3. Gesamtsieg<br />

„Geil, wieder hier zu sein“ – das waren Tommy Deitenbachs erste Worte nach dem berühmten<br />

„Haaaaalloooo Dortmund“. Mit diesen Worten leitet die Streckensprecherlegende alljährlich<br />

das Finale zum ADAC SX Cup ein. <strong>2016</strong> stellte sich der Supercross-Track als extrem technisch<br />

heraus, veränderte sich von Runde zu Runde und forderte die Fahrer daher aufs Höchste. Zu<br />

den bereits bekannten Protagonisten um Topfavorit Gregory Aranda, Jace Owen und Ben Lamay<br />

gesellten sich auch einige neue Gesichter. So fand auch Ricky Renner, der kleine Bruder<br />

von Freestyle-Legende Ronnie Renner, den Weg nach Dortmund. Neben ihm war mit Nick Wey<br />

ein weiteres US-Kaliber am Start. Dortmund stellt mit drei Veranstaltungstagen den Höhepunkt<br />

des gesamten SX Cups dar. Die Besonderheit: Nur die ersten beide Tage gehen in die<br />

Wertung des SX Cups ein. Damit stehen bereits am Samstagabend die Gesamtsieger in der<br />

SX1- und SX2-Kategorie fest. Am Sonntag wird jedoch noch fleißig um die Titel, „König von<br />

Dortmund“ und „Prinz von Dortmund“, der Wertung des besten Fahrers aus allen drei Tagen,<br />

gefahren.<br />

König von Dortmund wurde<br />

der Franzose Valentin Teillet<br />

53<br />

MCE<br />

Februar '16


SUPERCROSS - DORTMUND<br />

54<br />

MCE<br />

Februar '16


Stefan Büttner konnte das<br />

Publikum in der SX2 absolut<br />

begeistern<br />

SX-Cup-Überflieger Gregory Aranda hatte einen denkbar schlechten Start beim<br />

Finale zum ADAC SX Cup in Dortmund. Pech schon am Donnerstag für den Toppiloten<br />

des Sturm Racing Teams, denn im Rahmen des Streckentests versagte der<br />

Motor an Arandas Maschine. Und auch am Freitagabend blieb die erwartete<br />

Aranda-Show aus! Das war wohl die größte Überraschung, die die 9000 Zuschauer<br />

in der Dortmunder Westfalenhalle zu sehen bekamen. Der Gesamtführende<br />

in der SX1-Cup-Wertung zeigte sich am Freitagabend in seinem Vorlauf gewohnt<br />

souverän und dominierte diesen. So sah es zunächst auch im ersten<br />

Semifinale der Big Boys aus, denn Aranda übernahm die Führung recht schnell,<br />

war dabei, sich abzusetzen und so auf dem besten Wege, den direkten Finaleinzug<br />

zu schaffen. Zur Halbzeit der Renndistanz plötzlich ein Aufschrei in der Halle,<br />

Gregory Aranda war inmitten der Rhythmussektion gestürzt und konnte aufgrund<br />

des heftigen Einschlags nicht weiterfahren! Auch im Last Chance Race<br />

fehlte der Franzose aus Sicherheitsgründen. Zu schwer war der Sturz, um den<br />

Abend ohne Weiteres fortsetzen zu können. Somit gab es keine Cup-Punkte für<br />

den Piloten am Freitag. Das spielte den US-Boys Jace Owen und Ben Lamay in die<br />

Karten, für die beiden war plötzlich wieder alles offen in Sachen Gesamtsieg.<br />

Dementsprechend packend ging es ins Finale des ersten Veranstaltungsabends.<br />

Dort zog Jason Clermont den Holeshot und ging zunächst auch in Führung,<br />

dahinter lauerten bereits die US-Amerikaner Owen und Lamay. Das Trio<br />

fuhr in den ersten vier Runden relativ konstant und setzte sich etwas vom restlichen<br />

Fahrerfeld ab, dabei war allerdings ersichtlich, dass Jace Owen schneller<br />

fahren konnte als der Führende Franzose Clermont. Die Attacke also nur eine<br />

Frage der Zeit, doch Owen, bekannt für seine hitzige Art, riskierte zu viel! Der Suzuki-Pilot<br />

setzte ein überhastetes Manöver gegen Clermont, touchierte dabei<br />

die Streckenbegrenzung und ging zu Boden. Clermont verlor nach dieser Aktion<br />

den Rhythmus und fiel zurück. Lachender Dritter war in diesem Fall Lamay, der<br />

sich diese Szene zunutze machte und prompt in Führung ging. Von diesem Zeitpunkt<br />

gab es kein Halten mehr für den Yamaha-Piloten. Souverän spulte er Runde<br />

um Runde ab und gewann das Finale am Freitag. Hinter ihm gelang Dominique<br />

Thury ein sensationeller Run. Angepeitscht vom tosenden Publikum ließ der<br />

Schneeberger seine Konkurrenten quasi links liegen und fuhr in seiner ersten<br />

SX1-Saison hinter Lamay aufs Podium. „Ich habe darauf hingearbeitet, aber an<br />

einen Podestplatz habe ich nicht geglaubt. Mein Team sagte mir, ich solle maximal<br />

90 Prozent geben und mich darauf konzentrieren, keine Fehler zu machen.<br />

Das war am Ende der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Thury über seinen 2. Platz.<br />

Die Tageswertung komplettierte Loic Rombaut auf KTM. Dieses Ergebnis würfelte<br />

die Gesamtwertung kräftig durcheinander, denn Aranda verlor durch seinen<br />

Nuller wichtige Punkte. Lamay überholte Owen in der Cupwertung und avancier-<br />

Start SX2 – Iker Larranaga (66)<br />

konnte sich hauchdünn den Gesamtsieg<br />

in der kleinen Klasse sichern<br />

55<br />

MCE<br />

Februar '16


SUPERCROSS - DORTMUND<br />

Benedikt Gödtner, seines Zeichens<br />

erster SX3-Champion des ADAC SX Cups<br />

56<br />

MCE<br />

Februar '16


te mit dem Tagessieg zum direkten Verfolger Arandas. Die beiden<br />

trennten vor dem alles entscheidenden Samstagabend nur<br />

19 Zähler.<br />

Vor ausverkauftem Haus und damit 10.000 Zuschauern stand<br />

den Protagonisten des SX Cups ein fulminanter Samstagabend<br />

bevor. Wieder mit dabei: Titelverteidiger Gregory Aranda! Er<br />

hielt sich in seinen Vorläufen bewusst zurück, um sich seine<br />

Kräfte für das spektakuläre Finale zu sparen. Mit exakt der gleichen<br />

Taktik war Lamay unterwegs, auch er gab in den Vorläufen<br />

keine 100 Prozent und sparte seine Energie für den Main Event.<br />

Thury und Owen hingegen ließen es von Beginn an ordentlich<br />

krachen. Owen legte bereits im Training die schnellste Zeit aller<br />

Piloten hin und Thury fuhr in seinem Vorlauf gleich einen Start-<br />

Ziel-Sieg ein.<br />

Im Finale über 15 Runden wurde es spannend und chaotisch zugleich.<br />

Die Ereignisse überschlugen sich gleich zu Beginn, denn<br />

beide Topfavoriten krachten nach dem Fall des Startgatters zusammen.<br />

Infolge dieses Crashes mussten sowohl Aranda als<br />

auch Lamay das Feld von hinten aufrollen. Dabei war der US-<br />

Amerikaner deutlich mehr unter Druck als sein französischer<br />

Konkurrent. Lamay musste, um sich den Gesamtsieg zu schnappen,<br />

bis an die Spitze fahren, während Aranda ein 9. Rang zur Titelverteidigung<br />

genügte. Die restliche Geschichte ist schnell erzählt,<br />

denn Lamay konnte nicht genügend Positionen gutmachen.<br />

Am Ende finishte der Yamaha-Pilot an 6. Stelle, während<br />

Aranda mit Platz 8 als Gesamtsieger hervorging. Mit dieser erfolgreichen<br />

Titelverteidigung gewann der schnelle Franzose<br />

nach 2014 und 2015 zum dritten Mal in Folge. Der Tagessieg ging<br />

an Valentin Teillet auf Honda vor Jace Owen, der diesmal ohne<br />

Sturz durchs Rennen kam. Hervorragender Dritter wurde Dominique<br />

Thury, der bis auf einen kleinen Patzer fehlerfrei ins Ziel<br />

fuhr.<br />

Am dritten Tag ging es vor allem für Thury um alles oder nichts.<br />

Der KTM-Pilot lag im Kampf um den Titel „König von Stuttgart“<br />

vorn. Siebzehn Jahre ist es her, dass sich ein deutscher Fahrer<br />

diesen Titel sichern konnte. Jochen Jasinski hatte damals die<br />

Chance, „König von Dortmund“ zu werden. Das Finale erreichte<br />

Thury problemlos, lag damit in bester Ausgangsposition. Der<br />

Schneeberger konnte sogar den finalen Start gewinnen, dann<br />

unterlief ihm in der zweiten Runde ausgangs des Waschbretts<br />

ein kapitaler Fehler. Thury stürzte und musste dem Feld hinterhereilen.<br />

Neuer Spitzenreiter war damit der Franzose Valentin<br />

Teillet. Er hatte in den vorangegangenen Tagen die meisten<br />

Punkte auf seinem Konto gesammelt. Der Honda-Pilot behielt<br />

schließlich auch die Nerven, finishte als Erster und war damit<br />

neuer „König von Dortmund“.<br />

SX2<br />

Die Entscheidung in der SX2-Wertung des ADAC SX Cups spitzte<br />

sich zu. Der Brite Paul Coates machte mit dem Tagessieg am Freitag<br />

wertvolle Punkte auf den Tabellenführer Iker Larranaga Olano<br />

gut. Der Vorsprung des Spaniers betrug vor dem Event in der<br />

Dortmunder Westfalenhalle 9,5 Punkte; vor den beiden finalen<br />

Cup-Rennen am Samstagabend war sein Polster auf 6,5 Zähler<br />

geschrumpft. „Die Strecke war heute extrem schwierig zu fahren<br />

– irgendwas zwischen weich und klebrig“, sagte Coates nach<br />

seinem Sieg in Rennen 2. „Ich habe erst an den Sieg geglaubt,<br />

als ich die weiße Flagge für die letzte Runde gesehen habe. Davor<br />

kann alles passieren und man kann sich nie sicher sein.“ Das<br />

musste ADAC-SX-Cup-Leader Larranaga Olano am eigenen Leib<br />

erfahren. Im zweiten Rennen stürzte er und rettete am Ende noch<br />

Platz 6 ins Ziel. Dank einem Sieg in Lauf 1 reichte es in der Tageswertung<br />

noch zu Platz 2. Einen tollen Erfolg konnte Stefan Büttner<br />

für sich verbuchen. Der Deutsche fuhr in Rennen 1 auf Platz<br />

6 und beendete den zweiten Heat auf dem hervorragenden<br />

2. Rang hinter Coates. In der Tageswertung belegte er hinter<br />

dem Franzosen Yannis Irsuti Rang 4. In der Cupwertung verteidigte<br />

er Rang 3 und hatte am Samstag weiterhin Chancen auf<br />

den Titel.<br />

Paul Coates war mit einem Sieg und einem 2. Platz auch am<br />

Samstag das Maß der Dinge in der SX2-Tageswertung. SX2-<br />

Mann des Abends aus Sicht der 10.000 Fans in der Dortmunder<br />

Westfalenhalle war jedoch Stephan Büttner. Der Thüringer gewann<br />

den zweiten Heat und beendete Rennen 1 als Dritter, ein<br />

großartiger Erfolg für den 20-Jährigen. „Ich hatte wie schon so<br />

oft einen schwierigen Start ins Wochenende“, sagte Büttner.<br />

„Heute bin ich viel besser zurechtgekommen als gestern und<br />

konnte nach einem Topergebnis in Rennen 1 noch einmal kräftig<br />

nachlegen.“<br />

Des einen Freud, des anderen Leid – mit zwei Siegen hätte<br />

Coates den Titel im ADAC SX Cup einfahren können, so musste<br />

sich der Brite am Ende mit hauchdünnen 2 Punkten Rückstand<br />

dem Spanier Larranaga Olano geschlagen geben. Dem reichte<br />

ein 2. und ein 3. Rang am Samstag zum Titelgewinn. „Ein verrücktes<br />

Jahr“, strahlte er. „Ich habe bewiesen, dass ich ’Balls’<br />

habe, denn das waren heute zwei sehr harte Rennen. Das wird<br />

jetzt gefeiert!“ Coates nahm die Niederlage gelassen: „Mal gewinnt<br />

man, mal verliert man“, sagte er. „Ich werde morgen noch<br />

einmal alles geben, denn erst dann geht es um den Titel Prinz<br />

von Dortmund, das ist jetzt mein Ziel.“ Und genau dieses Ziel<br />

sollte der Brite am darauffolgenden Sonntag auch erreichen.<br />

Coates konnte beide Wertungsläufe für sich entscheiden und<br />

wurde damit „Prinz von Dortmund“.<br />

SX3<br />

Benedikt Gödtner ist der erste SX3-Champion des ADAC SX<br />

Cups. Mit einem Sieg im Finalrennen am Auftaktabend in Dortmund<br />

ging das 14-jährige Nachwuchstalent aus Hennef bei Bonn<br />

in der Tabelle uneinholbar in Führung. Bei noch 25 zu vergebenden<br />

Punkten betrug sein Vorsprung komfortable 38 Zähler. „Das<br />

ist unglaublich aufregend“, sagte der Sieger völlig erschöpft.<br />

„Es ist immer schön, zu gewinnen, aber das hier ist ein ganz besonderer<br />

Sieg. Der Kurs ist extrem anspruchsvoll und die Stimmung<br />

ist eine ganz besondere.“ Im Rennen setzte sich Gödtner<br />

nach acht Runden mit einem Vorsprung von 8,434 Sekunden vor<br />

Ruben Schmidt durch. Dritter wurde Pascal Jungmann.<br />

Jungmann holte sich dann den Sieg beim SX3-Rennen am Samstagabend.<br />

Der 14-jährige Wuppertaler setzte sich in einem spannenden<br />

Finish gegen Gödtner durch. Im Ziel betrug der Vorsprung<br />

hauchdünne 0,598 Sekunden. „Fantastisch“, freute sich<br />

Jungman, der vor ausverkauften Rängen sein bestes Cup-Ergebnis<br />

feierte, „vor dieser Wahnsinnskulisse meinen ersten Sieg zu<br />

erringen, das hätte ich mir nicht träumen lassen.“ Neben seinem<br />

SX3-Titel machte Gödtner am Sonntag alles perfekt, indem er<br />

auch noch die neugeschaffene Wertung „kleiner Prinz von Dortmund“<br />

einheimste. Ein toller Erfolg für das junge Nachwuchstalent.<br />

• Text: Marco Burkert, ADAC Westfalen; Fotos: Jan Brucke<br />

ADAC-Supercross Dortmund - 8.-10.1.<strong>2016</strong>:<br />

Ergebnisse:<br />

Freitag - SX1 - Finale: 1. Ben Lamay, USA, Yamaha; 2. Dominique Thury, D, KTM; 3. Loic<br />

Rombaut, F, KTM; 4. Sulivan Jaulin, F, Suzuki; 5. Harri Kullas, FIN, KTM; 6. Filip Neugebauer,<br />

CZ, Kawasaki; 7. Valentin Teillet, F, Honda; 8. Steven Clarke, GB, KTM; 9. Jace<br />

Wayne Owen, USA, Suzuki; 10. Lukas Neurauter, A, KTM.<br />

SX2 - gesamt: 1. Paul Coates, GB, Kawasaki; 2. Iker Larranaga Olano, E, KTM; 3. Yannis<br />

Irsuti, F, Yamaha; 4. Stephan Büttner, D, Yamaha; 5. Fernandez Macanas, E, Kawasaki;<br />

6. Kade Walker, CDN, Kawasaki; 7. Anthony Bourdon, F, Kawasaki; 8. Pierre Lozzi, F, Kawasaki;<br />

9. Clement Briatte, F, Kawasaki; 10. Frederik Goul Jensen, DK, Honda.<br />

Ferner: 11. Florian Hellrigl, A, Husqvarna; 12. Johannes Klein, A, KTM.<br />

SX3 - Wertungslauf: 1. Benedikt Gödtner, KTM; 2. Ruben Schmid, KTM; 3. Pascal Jungmann,<br />

KTM; 4. Lennart Meurer, KTM; 5. John-Pascal Gieler, KTM; 6. Justin Trache, KTM;<br />

7. Paul Bloy, Suzuki; 8. Max Thunecke, KTM; 9. Nick Domann, KTM; 10. Carl Ostermann,<br />

KTM; 11. Max Lausch, KTM.<br />

Samstag - SX1 - Finale: 1. Teillet; 2. Owen; 3. Thury; 4. Rombaut; 5. Neugebauer; 6. Lamay;<br />

7. Clarke; 8. Gregory Aranda, F, Kawasaki; 9. Kullas; 10. Nick Wey, USA, Kawasaki.<br />

Endstand ADAC SX Cup: 1. Aranda, 139 Punkte; 2. Owen, 123; 3. Lamay, 122; 4. Neugebauer,<br />

85; 5. Austin Politelli, USA, Yamaha, 65; 6. Thury, 63; 7. Jaulin, 51; 8. Kullas,<br />

48; 9. Charles Lefrancois, F, Suzuki, 46; 10 Rombaut, 39.<br />

Ferner: 21. Neurauter, 6.<br />

SX2 - gesamt: 1. Coates; 2. Büttner; 3. Larranaga Olano; 4. Macanas; 5. Gaetan le Hir,<br />

F, Honda; 6. Lozzi; 7. Briatte; 8. Hellrigl; 9. Jensen; 10. Walker.<br />

Endstand ADAC SX Cup: 1. Larranaga Olano, 138 Punkte; 2. Coates, 136; 3. Büttner,<br />

121; 4. Macanas, 107,5; 5. Walker, 80,5; 6. Julien Lebeau, F, Honda, 68; 7. Irsuti, 66,5;<br />

8. Bourdon, 59; 9. Le Hir, 39,5; 10. Briatte, 38,5.<br />

Ferner: 12. Paul Haberland, D, Suzuki, 22,5; 15. Hellrigl, 20; 16. Klein, 15,5; 17. Moritz<br />

Schittenhelm, D, KTM, 13; 18. Dorian-Gabor Schirocki, D, Yamaha, 11,5.<br />

SX3 - Wertungslauf: 1. Jungmann; 2. Gödtner; 3. Gieler; 4. Trache; 5. Bloy; 6. Ostermann;<br />

7. Lausch; 8. Thunecke; 9. Meurer; 10. Domann; 11. Schmid.<br />

Endstand ADAC SX Cup: 1. Gödtner, 133 Punkte; 2. Trache, 87; 3. Schmid, 80; 4. Gieler,<br />

77; 5. Jungmann, 71; 6. Bloy, 64; 7. Meurer, 54; 8. Thunecke, 53; 9. Ostermann, 36;<br />

10. Nils Viertel, KTM, 32.<br />

Sonntag - SX1 - Finale: 1. Owen; 2. Teillet; 3. Aranda; 4. Lamay; 5. Neugebauer; 6. Wey;<br />

7. Kullas; 8. Jaulin; 9. Ricky Renner, USA, Yamaha; 10. Rombaut.<br />

König von Dortmund: 1. Teillet; 2. Owen; 3. Lamay; 4. Thury; 5. Rombaut; 6. Neugebauer;<br />

7. Kullas; 8. Jaulin; 9. Aranda; 10. Clarke. Ferner: 13. Neurauter.<br />

SX2 - gesamt: 1. Coates; 2. Büttner; 3. Larranaga Olano; 4. Irsuti; 5. Macanas; 6. Bourdon;<br />

7. Le Hir; 8. Briatte; 9. Lozzi; 10. Moritz Schittenhelm, D, KTM.<br />

Prinz von Dortmund: 1. Coates; 2. Büttner; 3. Larranaga Olano; 4. Macanas; 5. Irsuti;<br />

6. Bourdon; 7. Briatte; 8. Lozzi; 9. Le Hir; 10. Jensen.<br />

Ferner: 12. Hellrigl; 13. Schittenhelm; 15. Klein.<br />

SX3 - Wertungslauf: 1. Schmid; 2. Gödtner; 3. Jungmann; 4. Meurer; 5. Gieler; 6. Thunecke;<br />

7. Trache; 8. Bloy; 9. Ostermann; 10. Domann; 11. Lausch.<br />

Kleiner Prinz von Dortmund: 1. Gödtner; 2. Jungmann; 3. Schmid; 4. Gieler; 5. Meurer;<br />

6. Trache; 7. Bloy; 8. Thunecke; 9. Ostermann; 10. Lausch; 11. Domann.<br />

SX4 - Wertungslauf: 1. Jan Krug; 2. Luca Reusch; 3. Luca Bürger; 4. Lukas Eich; 5. Nico<br />

Mertens; 6. Morris Molitor; 7. Juline Schrade; 8. Julius Riepegerste; 9. Lena Gödtner;<br />

10. Lenn Borutta; 11. Henry Hauswirth; 12. Benedikt Romankiew.<br />

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SUPERENDURO-WM - RIESA/D<br />

58<br />

MCE<br />

Februar '16


Cody Webb konnte in Riesa seinen zweiten Gesamtsieg in Folge feiern<br />

Es ist angerichtet ...<br />

Wild Night – Cody Webb und<br />

Manuel Lettenbichler rocken<br />

Riesa<br />

Die zweite Station der Maxxis-FIM-Super<strong>Enduro</strong>-Weltmeisterschaft in Riesa<br />

war zugleich das erste Offroadspektakel des neuen Jahres <strong>2016</strong>. Und<br />

was für eins! Selbst ein Drehbuchautor hätte dieses Event nicht besser in<br />

Szene setzen können. Die Weltelite der Super<strong>Enduro</strong>-Szene übertraf sich<br />

einmal mehr selbst und legte vor ausverkaufter Halle äußerst spektakuläre<br />

Rennen aufs Parkett. Die Veranstalter Daniel und Tobias Auerswald hatten<br />

es wieder einmal geschafft, die SACHSENarena zum Mittelpunkt der<br />

Super<strong>Enduro</strong>-WM zu machen. Bereits im vergangenen Jahr sorgte der Parcours<br />

für frischen Wind in der WM, der Kurs in diesem Jahr setzte erneut<br />

Maßstäbe. Das Team um Streckendesigner Holger Dettmann benötigte gut<br />

sechs Tage, um den mit zahlreichen Hindernissen bestückten Track zu präparieren.<br />

Neben den Klassikern wie Baumstämmen samt der dazugehörigen<br />

Matrix, verschiedenen Sprungkombinationen, einer Wasserdurchfahrt<br />

und Radladerreifen gehörte heuer auch ein sehenswerter Wallride<br />

zum Streckenlayout. Für das obligatorische Steinfeld hatte sich Holger<br />

Dettmann etwas Besonderes einfallen lassen, denn dieses mussten die<br />

Akteure in einer Art Auf- und Abfahrt bewältigen. Im Anschluss an das<br />

Steinfeld folgte eine mit Spaltholz ausgelegte Kurve, die sich zum Scharfrichter<br />

der Strecke entwickeln sollte.<br />

59<br />

MCE<br />

Februar '16


SUPERENDURO-WM - RIESA/D<br />

Die Prestige-Klasse wurde ihrem Namen mit Multichampion<br />

Taddy Blazusiak, den starken US-Boys<br />

Cody Webb, Colton Haaker, Taylor Robert und Ty Tremaine<br />

sowie dem Briten Jonny Walker mehr als gerecht.<br />

Während Cody Webb bereits den Auftakt im<br />

polnischen Lodz für sich entscheiden konnte und<br />

damit als Favorit ins Rennen ging, meldete dessen<br />

Landsmann Colton Haaker in Riesa bereits am<br />

Nachmittag im Zeittraining mit der einzigen Zeit unter<br />

40 Sekunden Siegesambitionen an. Haaker, der<br />

hierzulande vor allem durch seine verrückten Youtube-Videos<br />

bekannt ist, gehört so ziemlich zu den<br />

schnellsten Super<strong>Enduro</strong>-Piloten jenseits des großen<br />

Teiches und das stellte er mit dieser Fabelzeit<br />

unter Beweis. Die zweitschnellste Zeit im Training<br />

kam von Taddy Blazusiak. Der mehrfache Super<strong>Enduro</strong>weltmeister<br />

erkrankte jedoch Mitte des Jahres<br />

2015 am Epstein-Barr-Virus und musste mehrere<br />

Monate pausieren. Somit stand die berechtigte Frage<br />

der konditionellen Verfassung des KTM-Werksfahrers<br />

im Raum. Ein weiteres heißes Eisen im Feuer<br />

war Aufsteiger Ty Tremaine. Der Juniorenweltmeister<br />

2015 wechselte in der aktuellen Saison in die<br />

Prestige-Klasse. Und nicht zu vergessen Taylor Robert,<br />

der mit seiner ganzen Erfahrung ebenso für eine<br />

Überraschung gut ist, wie Extreme-<strong>Enduro</strong>-Spezialist<br />

Jonny Walker. Bevor es bei Taylor Robert so<br />

richtig losgehen konnte, musste sich der US-Boy<br />

erst einmal um einen neuen Helm kümmern! Sein<br />

eigener wurde auf dem Transportweg beschädigt<br />

und bei der Helmabnahme nicht zugelassen. Einen<br />

Ersatz hatte der KTM-Profi jedoch nicht dabei und<br />

einen passenden Helm mit seinen Sponsoren zu finden,<br />

glich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.<br />

Zum Glück konnte Alfredo Gomez aushelfen! Aufmerksame<br />

Fans dürften die Nummer 89 am Helm<br />

des Amerikaners, der mit der Startnummer 33 unterwegs<br />

war, entdeckt haben.<br />

Wie eng das Feld der Spitzenpiloten beieinander<br />

lag, zeigte sich direkt nach dem Opening bei der sogenannten<br />

„Superpole“. Hier treten die acht<br />

schnellsten Piloten des Zeittrainings gegeneinander<br />

an, um die absolut schnellste Rundenzeit zu ermitteln.<br />

Damit jeder auf der Strecke freie Fahrt hat,<br />

starten jeweils nur zwei Piloten mit einer halben<br />

Runde Versatz. Nach einer Aufwärmrunde folgt die<br />

„Hotlap“, der Schnellste erhält hier bereits die ersten<br />

3 WM-Punkte!<br />

Den Anfang machte die Paarung Paul Bolton und Andreas<br />

Linusson. Unter den erstaunten Blicken der<br />

Zuschauer kratzte Bolton bereits an der 40-Sekunden-Marke.<br />

Doch es war Cody Webb, der kurze Zeit<br />

später als Erster diese Schallmauer durchbrach und<br />

eine Zeit von 39:997 Sekunden hinlegte. Es sollte allerdings<br />

noch schneller gehen! Entscheidend war<br />

ein riesiger Sprung, über ein Reifenhindernis hinweg,<br />

mitten in das bergauf führende Steinfeld! Viel<br />

Risiko also, denn der Sprung erforderte eine perfekte<br />

Landung, um mit Schwung weiterfahren zu können.<br />

Die finale Paarung Taddy Blazusiak und Colton<br />

Haaker toppte alles bisherige. Blazusiak musste<br />

vorlegen und meißelte eine Zeit von 38:825 Sekunden<br />

in die Tabelle. Unter frenetischem Applaus<br />

schoss Colton Haaker den Vogel ab und unterbot<br />

diese Zeit mit seiner Runde nochmals und das obwohl<br />

er den eben erwähnten Sprung im Gegensatz<br />

zu Taddy nicht riskierte! Seine Zeit von 38:710 Sekunden<br />

galt fortan als Richtwert für das, was folgte<br />

und brachte dem US-Boy die ersten wichtigen WM-<br />

Punkte des Abends ein.<br />

Jonny Walker (22) mit einem Fehler im Steinfeld,<br />

im Hintergrund geht Cody Webb vorbei<br />

US-Boy Colton Haaker gewann die Superpole mit einer<br />

bombastischen Zeit von 38:710 Sekunden<br />

60<br />

MCE<br />

Februar '16


Im ersten Heat des Abends sollte sich exakt dieses<br />

Duell zwischen Blazusiak und Haaker fortsetzen.<br />

Nach dem Fall des Gatters konnte sich die Nummer<br />

111, Taddy Blazusiak, den Holeshot sichern und<br />

übernahm sogleich die Führung. Direkt am Hinterrad<br />

des Polen lauerte allerdings schon Colton Haaker,<br />

der sich am Ende der zweiten Runde jedoch einen<br />

Fehler erlaubte und infolgedessen auf Position<br />

4 zurückfiel. Nun avancierte Walker zum direkten<br />

Verfolger Blazusiaks und versuchte, zu seinem<br />

Teamkollegen aufzuschließen. Es sollte bei einem<br />

Versuch bleiben, denn nur zwei Runden später<br />

musste sich der Brite nach hinten orientieren, um<br />

seinen Markenkollegen Cody Webb abzuwehren.<br />

Walker verhaspelte sich jedoch inmitten des Steinfeldes<br />

und war die 2. Position wieder los. Diesen<br />

Fehler nutzten Cody Webb und Colton Haaker aus<br />

und fuhren am gestürzten Briten vorbei. Beide wollten<br />

zur Halbzeit des ersten Laufs unbedingt zum in<br />

Führung liegenden Blazusiak aufschließen. Mit Erfolg!<br />

Quasi Rad an Rad pushten sich die Amis zur<br />

Höchstleistung und schafften es, Blazusiak zwei<br />

Runden vor Schluss einzuholen. Nun entbrannte ein<br />

wildes Duell dieses Spitzentrios, bei dem es zunächst<br />

so aussah, als ob Blazusiak die Oberhand<br />

behalten könnte. In den letzten eineinhalb Runden<br />

überschlugen sich die Ereignisse. Sowohl Blazusiak<br />

also auch Haaker und Webb blieben mehrmals<br />

hängen oder gingen gar zu Boden. Erst war es Blazusiak,<br />

der im Steinfeld strauchelte und die Führung<br />

an Haaker abgeben musste. Eine halbe Runde<br />

später stürzte dieser wiederum in der Sandpassage<br />

und kollidierte beim Aufheben seines Bikes mit Blazusiak.<br />

Colton Haaker (10) kollidierte beim Aufrichten seiner Husky<br />

mit Taddy Blazusiak in der vorletzten Runde des ersten<br />

Heats<br />

In der SACHSENarena<br />

hielt es nun keinen<br />

mehr auf den Sitzen.<br />

Das Publikum tobte,<br />

als Blazusiak trotz der<br />

Kollision mit Haaker<br />

knapp in Führung liegend<br />

in die letzte Runde<br />

ging. Diesmal jedoch<br />

gefolgt von Cody<br />

Webb, der im Grunde<br />

als lachender Dritter<br />

des ersten Laufes hervorgehen<br />

sollte. Denn<br />

Blazusiak geriet eingangs<br />

des Steinfeldes<br />

wieder ins Straucheln,<br />

diesmal konnte er den<br />

Sturz nicht vermeiden<br />

und musste sowohl<br />

Webb als auch Haaker<br />

passieren lassen! Somit<br />

endete der erste<br />

Heat mit Cody Webb als<br />

Sieger vor Haaker und<br />

Blazusiak. Walker und<br />

Mario Roman, der sich<br />

nach einem schlechten<br />

Start durch das halbe<br />

Fahrerfeld gekämpft<br />

hatte, komplettierten<br />

die Topfünf.<br />

Alfredo Gomez konnte im<br />

zweiten Lauf ein dickes<br />

Ausrufezeichen setzen<br />

61<br />

MCE<br />

Februar '16


SUPERENDURO-WM - RIESA/D<br />

Der zweite Heat im Super<strong>Enduro</strong> ist stets etwas Besonderes. In diesem<br />

wird in umgekehrter Startreihenfolge gefahren. Sprich, die langsameren<br />

Fahrer stehen vorn, die schnellen Jungs hinten! Also gewissermaßen<br />

das Salz in der Suppe eines jeden Super<strong>Enduro</strong>-Events, denn in eben<br />

diesem zweiten Durchgang müssen sich die Topfavoriten durchs komplette<br />

Fahrerfeld arbeiten, um zu gewinnen. Hier war es Alfredo Gomez,<br />

der den Holeshot zog und im Anschluss sein komplettes fahrerisches<br />

Können bewies, indem er einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg hinlegte.<br />

Der Spanier konnte seine Werks-Husqvarna in dem für ihn typischen ruhigen<br />

Fahrstil um den Parcours bewegen und sicherte sich so einen umjubelten<br />

Laufsieg. Hinter ihm gelang es Mario Roman vier Runden lang,<br />

die 2. Position vor der heranstürmenden Meute zu halten. In Runde<br />

5 hatte es Cody Webb nach einem sehr guten Start geschafft, sich aus<br />

der zweiten Reihe an die 2. Position zu setzen und er konnte diese auch<br />

bis zur Zielflagge halten.<br />

Kurios – gleiche Szene nur eben im zweiten Lauf, wieder geraten Haaker und Blazusiak<br />

an exakt gleicher Steller aneinander<br />

Taylor Robert sah fast wie der sichere<br />

Sieger des dritten Laufes aus<br />

Ebenfalls gut gestartet waren die zwei Crashpiloten des ersten Laufs,<br />

Taddy Blazusiak und Colton Haaker. Es hatte schon etwas von einer Slapstickeinlage,<br />

als beide, wie schon im ersten Heat, in der Sandpassage<br />

aneinandergerieten. Wieder war es Haaker, der zu Boden ging und beim<br />

Aufrichten seines Motorrades dem vorbeidrängenden Blazusiak in die<br />

Quere kam. Letzterer wühlte sich im tiefen Sand in einer Vollgasorgie<br />

kopfschüttelnd unter tosendem Applaus an seinem Konkurrenten vorbei,<br />

während der versuchte, seine Husky wieder in Gang zu bringen. Wenig<br />

begeistert von dieser Aktion und sichtlich aus dem Rhythmus unterlief<br />

Blazusiak wenig später ein weiterer Fehler, der ihn wichtige<br />

Positionen kostete. Damit endete der zweite Lauf für Taddy auf Platz<br />

6 und für Colton auf Rang 7. Clever fuhr indes Walker, der diesem Gerangel<br />

einfach aus dem Weg ging und sich so einen guten 3. Platz sichern<br />

konnte. Dieses Ergebnis sollte ihm im Nachhinein einen Podiumsplatz in<br />

der Gesamtwertung sichern!<br />

Im alles entscheidenden dritten Heat, nun wieder in der eigentlichen<br />

Startreihenfolge, krachte es gleich zu Beginn recht ordentlich! Aufmerksame<br />

Leser ahnen es bereits, richtig, wieder zogen sich die Nummern<br />

10 und 111 wie zwei Magnete magisch an. Während diesmal Robert den<br />

Holeshot zog, räumten sich Haaker und Blazusiak im Startgerangel gegenseitig<br />

ab. Der US-Boy konnte seine Fahrt relativ schnell fortsetzen,<br />

ganz im Gegenteil zu Blazusiak, der sich erst einmal aufrappeln musste,<br />

um dem Feld hinterherzueilen. Wer nun dachte, alles sei gelaufen, der<br />

irrte sich gewaltig! An der Spitze schien für Taylor Robert bis kurz vor<br />

Schluss alles wie am Schnürchen zu laufen. Bis dato hatte der US-Boy<br />

seine Führung zuerst gegen Cody Webb und später gegen Jonny Walker<br />

erfolgreich verteidigt. Walker versuchte allerdings, im letzten Drittel<br />

nochmals alles, um Robert unter Druck zu setzen und tatsächlich ließ<br />

sich der erfahrene KTM-Profi in einen winzigen Fehler treiben. Im letzten<br />

Umlauf wurde Robert ausgerechnet das Steinfeld zum Verhängnis, in<br />

dem er kurz zu Boden ging und den Sieg verspielte. Neben Walker nutzte<br />

auch Haaker die Chance, um an Robert vorbeizugehen. Damit standen<br />

die Topdrei des letzten Heats mit Walker, Haaker und Robert fest. Kaum<br />

einer hatte in diesem Durcheinander bemerkt, welch sensationelle Aufholjagd<br />

Taddy Blazusiak herbeigezaubert hatte! Der tauchte nach absolvierter<br />

Renndistanz urplötzlich auf Platz 4 auf. Nach seinem Startcrash<br />

mit Haaker zündete der KTM-Werkspilot den Turbo und überholte bereits<br />

in den ersten beiden Runden acht (!) Fahrer. Mit mächtig Wut im Bauch<br />

gelang ihm in den folgenden sieben Runden das Kunststück, weitere<br />

vier Fahrer, unter denen sich auch Webb befand, zu überholen! Die Rennleitung<br />

musste also den Rechenschieber auspacken, denn mit diesem<br />

Ergebnis wurde es noch einmal eng. Nach wenigen Minuten stand fest:<br />

Webb sicherte sich mit 49 Punkten einen denkbar knappen Gesamtsieg<br />

vor Walker (48) und Haaker (46). Taddy Blazusiak landete in der Endabrechnung<br />

auf einem undankbaren 4. Platz, Teamkollege Alfredo Gomez<br />

wurde Fünfter.<br />

62<br />

MCE<br />

Februar '16


63<br />

MCE<br />

Februar '16


SUPERENDURO-WM - RIESA/D<br />

Manuel Lettenbichler war das<br />

Maß der Dinge bei den Junioren<br />

Junioren<br />

Um den Nachwuchs in Sachen Super<strong>Enduro</strong> braucht<br />

sich niemand Gedanken zu machen, volles Starterfeld<br />

auch in dieser Klasse. Das hier durchaus auch<br />

deutsche Talente zu finden sind, zeigte kein Geringerer<br />

als Manuel Lettenbichler. Der erst 17-Jährige<br />

aus Kiefersfelden zählt zu den top Nachwuchstalenten<br />

in unseren Breitengraden und stellte dies zuletzt<br />

beim Auftakt der Super<strong>Enduro</strong>-WM in Lodz unter<br />

Beweis, indem er alle drei Wertungsläufe gewinnen<br />

konnte. Mit dieser lupenreinen Bilanz reiste<br />

das bayerische Ausnahmetalent als WM-Führender<br />

nach Riesa und hatte natürlich nur ein Ziel vor Augen:<br />

zu gewinnen! Der eher unscheinbar wirkende<br />

Lettenbichler hat mit seinen Trialskills beste Voraussetzungen,<br />

um einen Parcours im Super<strong>Enduro</strong>-<br />

Stil in schnellster Manier zu bewältigen. Zu seinen<br />

schärfsten Konkurrenten zählen Blake Gutzeit aus<br />

Südafrika und der Portugiese Luis Oliveira.<br />

Die beste Verteidigung ist Angriff, das wussten<br />

schon die Römer und getreu diesem Motto legte<br />

Manuel Lettenbichler im ersten von drei Heats los<br />

wie die Feuerwehr. Nach einem hervorragenden<br />

Start konnte der junge KTM-Pilot sofort die Führungsposition<br />

übernehmen und sich mit mehreren<br />

fehlerfreien Runden vom restlichen Feld absetzen.<br />

Luis Oliveira versuchte zwar, mit dem Speed von<br />

Lettenbichler Schritt zu halten, musste ihn aber<br />

schließlich ziehen lassen und sich im letzten Renndrittel<br />

gegen die Attacken von Blake Gutzeit wehren.<br />

Der Südafrikaner erwischte einen eher schlechten<br />

Start, hing im Verkehr fest und kämpfte sich fünf<br />

Runden lang an seinen Konkurrenten vorbei, bis er<br />

schließlich an 3. Stelle lag. Während Manuel Lettenbichler<br />

einem sicheren Start-Ziel-Sieg entgegenfuhr,<br />

wurde es im Kampf um Platz 2 in den letzten<br />

drei Runden noch einmal spannend. Gutzeit rückte<br />

mit großen Schritten ans Hinterrad von Oliveira und<br />

konnte in der vorletzten Runde zum entscheidenden<br />

Manöver ansetzen und den Portugiesen auf<br />

Rang 3 verweisen. Mit Tim Apolle mischte sich ein<br />

weiterer deutscher Nachwuchsfahrer ins internatio-<br />

64<br />

MCE<br />

Februar '16


nale Fahrerfeld. Apolle konnte sich im ersten Durchgang<br />

nach mäßigem Start noch auf die 8. Position<br />

vorarbeiten und damit einen soliden Grundstein für<br />

die verbleibenden zwei Läufe legen.<br />

Der Südafrikaner Blake Gutzeit belegte in Riesa Gesamtrang<br />

2<br />

Der Start zum zweiten Heat der Junioren findet<br />

ebenfalls in umgekehrter Startreihenfolge statt. Besonders<br />

dieser zweite Durchgang ist unter den<br />

Heißspornen bekannt für verrückte und spektakuläre<br />

Überholmanöver. Und so sollte es auch kommen!<br />

Das Zepter übernahm vorerst Lee Sealey. Der Brite<br />

konnte sich bis über die Hälfte der Renndistanz auf<br />

Position 1 halten. Sealy setzte sich, bedingt durch<br />

mehrere Stürze seiner Konkurrenten, zwischenzeitlich<br />

sogar ein gehöriges Stück ab. Lettenbichler be-<br />

hielt angesichts seines Startplatzes aus der zweiten<br />

Reihe einen kühlen Kopf, schnappte sich nach<br />

dem Start einen Konkurrenten nach dem anderen<br />

und lag bereits nach drei Runden auf Position 2! Unterdessen<br />

hatte sich im Steinfeld ein mittelgroßer<br />

Stau gebildet, in den auch der Führende Sealey involviert<br />

war. Beim Versuch, die „liegengebliebenen“<br />

Konkurrenten zu überrunden, ging Sealey<br />

selbst zu Boden und verlor wichtige Sekunden. Letti<br />

Junior nutzte die Gunst der Stunde und schnappte<br />

sich, sehr zur Freude des Publikums, auch den bis<br />

dato führenden Sealey in Runde 5. Mit einer fehlerfreien<br />

und ausgesprochen konstanten Fahrt endete<br />

auch dieser zweite Durchgang mit einem Sieg der<br />

Nummer 304! Sealey blieb bis auf dieses eine Missgeschick<br />

ebenfalls fehlerfrei und konnte den<br />

2. Platz sicher vor Luis Oliveira ins Ziel bringen. Die<br />

Husqvarna-Piloten Blake Gutzeit und Tim Apolle<br />

komplettierten in diesem Lauf die Topfünf.<br />

Nun hatte Lettenbichler im dritten Heat die Chance,<br />

seinen Hattrick des Auftakt-Grand-Prix zu wiederholen<br />

und auch in Riesa mit einer perfekten Siegesbilanz<br />

zu punkten. Blake Gutzeit wollte genau das<br />

verhindern und hatte mit dem Holeshot die besten<br />

Voraussetzungen dafür geschaffen. Seine Führung<br />

sollte aber nur bis zur dritten Runde halten, denn<br />

bereits gegen Ende der zweiten Runde tauchte Manuel<br />

Lettenbichler unter jubelnden Anfeuerungsrufen<br />

der Zuschauer hinter Gutzeit auf. Eine halbe<br />

Runde später folgte prompt das Überholmanöver<br />

und Letti Junior zog von dannen. Der 17-Jährige behielt<br />

die Ruhe und brachte den dritten Sieg in Folge<br />

an diesem Abend über die Ziellinie! Gutzeit konnte<br />

den 2. Platz im weiteren Rennverlauf halten, hatte<br />

im Ziel allerdings mehr als 12 Sekunden Rückstand<br />

auf Lettenbichler. Tim Apolle gelang in diesem letzten<br />

Lauf ebenfalls ein Achtungserfolg, denn trotz einer<br />

Zeitstrafe von fünf Sekunden wegen Verlassens<br />

der Strecke wurde er Dritter!<br />

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SUPERENDURO-WM - RIESA/D<br />

Mike Hartmann nutzte seine langjährige Erfahrung<br />

und gewann routiniert<br />

Der Gesamtsieg in der Juniorenklasse konnte den<br />

überragenden Ergebnissen aller drei Läufe entsprechend<br />

nur an einen gehen und der hieß Manuel Lettenbichler!<br />

Damit baute der Bayer seinen Gesamtvorsprung<br />

in der WM weiter aus und liegt nun mit<br />

34 Zählern Vorsprung auf Platz 1 der WM-Wertung!<br />

National<br />

Neben den internationalen Stars der Prestige- und<br />

der Junioren-Klasse waren natürlich die nationalen<br />

Topfahrer in einer eigens dafür geschaffenen Wertung<br />

am Start. Der Begriff „National“ täuscht etwas<br />

über die Tatsache hinweg, dass auch hier ein internationales<br />

Starterfeld zu finden war! So waren neben<br />

den favorisierten einheimischen Piloten wie<br />

Mike Hartmann, Mark Risse und Derrick Görner<br />

auch der österreichische KTM-Testfahrer Lars<br />

Enöckl sowie zahlreiche polnische Fahrer in dieser<br />

Klasse am Startgatter. Im Gegensatz zu den anderen<br />

beiden Klassen galt es für die nationale Klasse,<br />

lediglich zwei Heats zu absolvieren. Angesichts des<br />

Schwierigkeitsgrades der Strecke war dies absolut<br />

ausreichend, so der einheitliche Tenor im Fahrerfeld.<br />

Mit dem Fall des Gatters zum ersten Durchgang<br />

kristallisierte sich Mike Hartmann schnell als klarer<br />

Favorit heraus. Der GasGas-Pilot konnte sich relativ<br />

schnell von seinen Verfolgern Mark Risse und Lars<br />

Enöckl absetzen und das Rennen für sich entscheiden.<br />

Nicht zuletzt, weil sich Risse und Enöckl einen<br />

sehenswerten und teils schlagkräftigen Zweikampf<br />

lieferten. Risse konnte sich letztendlich gegen den<br />

Österreicher durchsetzen und Platz 2 einfahren,<br />

während Enöckl Dritter wurde. Im zweiten Durchgang<br />

bestätigte Hartmann seine Leistung aus dem<br />

ersten Lauf mit einem weiteren Laufsieg und wurde<br />

verdienter Gesamtsieger der nationalen Klasse.<br />

Hinter ihm lieferten sich erneut Risse und Enöckl ein<br />

Duell, das der Betafahrer erneut für sich entscheiden<br />

konnte und damit Gesamtzweiter wurde.<br />

Enöckl, der im Übrigen mit einem KTM-Prototypen<br />

unterwegs war, komplettierte das Podest der Gesamtwertung<br />

in dieser Klasse.<br />

• Text u. Fotos: Marco Burkert<br />

Prototyp? Mit welchem Bike Lars<br />

Enöckl unterwegs war, wollte er<br />

uns nicht verraten. Fest steht, es<br />

war kein <strong>2016</strong>er Modell!<br />

66<br />

MCE<br />

Februar '16<br />

Super<strong>Enduro</strong>-WM - 2. Lauf - Riesa/D - 2.1.<strong>2016</strong>:<br />

Gesamtergebnisse:<br />

Prestige: 1. Cody Webb, USA, KTM; 2. Jonny Walker, GB, KTM; 3. Colton<br />

Haaker, USA, Husqvarna; 4. Taddy Blazusiak, PL, KTM; 5. Alfredo<br />

Gomez, E, KTM; 6. Taylor Robert, USA, KTM; 7. Mario Roman, E,<br />

Husqvarna; 8. Dani Gibert, E, Sherco; 9. Ty Tremaine, USA, KTM;<br />

10. Andreas Linusson, S, KTM.<br />

Ferner: 13. Edward Hübner, D, Sherco.<br />

Stand (nach 2 von 6 Veranstaltungen): 1. Webb, 1<strong>02</strong> Punkte; 2. Walker,<br />

100; 3. Haaker, 84; 4. Blazusiak, 79; 5. Robert, 70; 6. Gomez, 70;<br />

7. Tremaine, 56; 8. Roman, 49; 9. Linusson, 45; 10. Gibert, 27.<br />

Ferner: 18. Hübner, 9.<br />

Junioren: 1. Manuel Lettenbichler, D, KTM; 2. Blake Gutzeit, ZA,<br />

Husqvarna; 3. Luis Oliveira, P, Yamaha; 4. Tim Apolle, D, Husqvarna;<br />

5. Emil Juszczak, PL, Sherco; 6. Gethin Humphreys, GB, Husqvarna;<br />

7. Lee Sealey, GB, Yamaha; 8. William Hoare, GB, Sherco; 9. Joshua<br />

Gotts, GB, TM; 10. Oskar Kaczmarczyk, PL, KTM.<br />

Stand (nach 2 von 6 Veranstaltungen): 1. Lettenbichler, 120 Punkte;<br />

2. Oliveira, 86; 3. Gutzeit, 82; 4. Humphreys, 71; 5. Apolle, 67;<br />

6. Sealey, 62; 7. Juszczak, 57; 8. Hoare, 53; 9. Gotts, 49;<br />

10. Kaczmarczyk, 35.<br />

National: 1. Mike Hartmann, GasGas; 2. Mark Risse, Beta; 3. Lars<br />

Enöckl, A, KTM; 4. Leon Hentschel, KTM; 5. Martin Wilholt, Beta;<br />

6. Marcel Teucher, KTM; 7. Martin Kradorf, KTM; 8. Jakob Lukaszczyk,<br />

PL, Sherco; 9. Tomas Hodas, SK, KTM; 10. Tomasz Zych, PL, Husqvarna.


Das Duell des Tages<br />

in der nationalen Klasse<br />

lieferten sich Mark Risse (111)<br />

und Lars Enöckl – Mark Risse<br />

konnte sich am Ende gegen<br />

den Österreicher durchsetzen<br />

67<br />

MCE<br />

Februar '16


ROCKSTAR KIEDROWSKI RACING TEAM<br />

Wintertraining<br />

Gut 40 Kiedrowski-Racing-Teamfahrer nutzten das tolle Wetter zwischen<br />

Weihnachten und Neujahr, um bei frühlingshaften Bedingungen<br />

auf der <strong>Motocross</strong>strecke in Steinitz bei Salzwedel ein paar schnelle<br />

Runden zu drehen. Nicht nur die <strong>Motocross</strong>er, auch einige <strong>Enduro</strong>fahrer<br />

waren am Start und so fand die 2015er Saison mit dem letzten Teamtraining<br />

des Jahres einen würdigen Abschluss!<br />

Am 6. und 7. Februar <strong>2016</strong> geht es für einige Kiedrowski-Racing-Fahrer<br />

schon wieder zum ersten Rennen der <strong>2016</strong>er Saison. Bei den ADAC<br />

Jump&Race Masters in der Kieler Ostseehalle geht das Team mit einigen<br />

Fahrern in allen Klassen von 65 bis 450 ccm an den Start.<br />

Von da an sind es dann nur noch wenige Wochen bis zum Saisonstart –<br />

auch in der <strong>2016</strong>er Saison wird es wieder mehrere Teamtrainings für die<br />

Kiedrowski-Racing-Fahrer geben, es wird ganz bestimmt nicht langweilig!<br />

Damit auch du in Zukunft den richtigen Support hast, solltest du die Vorteile<br />

nutzen, die man als Teamfahrer bei der Firma Kiedrowski Racing<br />

hat! Nicht nur die Race-Performance, auch der Bike-Support des Teams<br />

kann sich sehen lassen – so gibt es bei der Firma Kiedrowski Racing<br />

reichlich Sportfahrerprogramme verschiedener Hersteller – und das<br />

nicht nur für Teamfahrer – einfach nachfragen!<br />

Beim Kauf einer neuen <strong>2016</strong>er Suzuki RM-Z 250/450, Yamaha YZ/YZ-<br />

F/WR oder Honda CRF 250/450 beispielsweise gibt es für Sportfahrer<br />

top Konditionen und interessante Sportfahrerpakete. Beta-<strong>Enduro</strong>kunden<br />

erhalten je nach Meisterschaftsniveau neben Ersatzteilbudget und<br />

Fahrershirt das Bike zu absoluten Hammerpreisen. Auch bei den neuen<br />

Husqvarna-Modellen gibt es tollen Support – vor allem für <strong>Enduro</strong>-DM-/<br />

Pokal-, GCC- und auch Offroadscramble-Fahrer! Ruft an und lasst euch<br />

ein spezielles Angebot machen, Tel. 05052 912798.<br />

Die Firma Kiedrowski Racing Motorcycletrading ist mit mehr als 1000<br />

Quadratmetern der größte Offroad-Shop in Norddeutschland und bereits<br />

seit einigen Jahren offizieller Honda- und Suzuki-MX-Stützpunkt<br />

für Norddeutschland, Husqvarna Center sowie seit mehr als zehn Jahren<br />

auch Beta- und GasGas-Händler. Im Juni ist mit dem offiziellen Yamaha-MX-Stützpunkt<br />

für Norddeutschland eine weitere starke Marke<br />

hinzugekommen. Mehr Infos unter www.kiedrowski-racing.de<br />

Mit dem Onlineshop www.husky24.de hat die Firma Kiedrowski Racing<br />

eine Plattform geschaffen, auf der alle Husqvarna-Piloten ihre Originalersatzteile<br />

bequem raussuchen und Powerparts sowie Bekleidung bestellen<br />

können. Perfekt für die Kunden ist die Zahlung per PayPal und<br />

der kostenlose Versand innerhalb Deutschlands ab einem Warenwert<br />

von 99,- Euro.<br />

Ein besonderer Dank geht schon mal an die Sponsoren des Teams: Helge<br />

Schwark von der Firma HGT Greifer • Christian Keszler von Keszler<br />

Top Brands • Rockstar Energy Drink • BUY MX • Michelin • Castrol<br />

Power1 • P.O.W. Pro-Offroad-Wash (www.pro-offroad-wash.com) • ZAP-<br />

Technix • Silentsport • Ron und Dave vom Foliencenter Langenhagen<br />

und TRY-IT Stickers, die es mit ihrer Unterstützung ermöglichen, auch<br />

optisch immer professionell aufzutreten!<br />

Ihr wollt auch Teamfahrer werden? Ruft an unter 05052 912798!<br />

Infos zum Team gibt’s hier:<br />

Kiedrowski Racing Motorcycletrading<br />

Hetendorf 13, 29320 Hermannsburg<br />

Tel. 05052 912798<br />

Fax 05052 912896<br />

www.kiedrowski-racing.de • www.husky24.de<br />

Rennservice für alle Marken<br />

68<br />

MCE<br />

Februar '16


Tom Bahlke ließ die neue <strong>Enduro</strong> ordentlich laufen ...<br />

Martin Scheuch beim Teamtraining<br />

Top Bedingungen in Steinitz<br />

Supercross in der Kieler Ostseehalle


MAXXIS CROSS-COUNTRY MEISTERSCHAFT - SAISONVORSCHAU<br />

Die Deutsche Cross Country<br />

Meisterschaft gibt <strong>2016</strong> Vollgas<br />

15-jähriges Jubiläum • Riesiger Topf an Siegesprämien • Breitensportpreis • Jetzt einschreiben<br />

Rechts ist der Gashahn! Das sagen für die nächste<br />

Saison auch die Verantwortlichen der GCC gemeinsam<br />

mit Titelsponsor Maxxis. Ein Jubiläum ist angesagt.<br />

Auch im 15. Jahr bietet die Deutsche Cross-<br />

Country-Meisterschaft den Fahrern genau das, was<br />

sie wollen: unkomplizierten, actionreichen und dabei<br />

lizenzfreien Offroadsport in einem bewährten<br />

Format mit professioneller Organisation – und mit<br />

nationalem Prädikat. In der nächsten Saison werden<br />

die Fahrer zum Serien-Geburtstag für ihre Treue<br />

mit einem riesigen Topf an Siegesprämien belohnt.<br />

In einigen Klassen wurden die Preisgelder mehr als<br />

verdoppelt.<br />

Die Strahlkraft von Europas größter Motorradrennserie<br />

ist nach wie vor ungebrochen. Geheimrezept:<br />

Die Meisterschaftsfahrer und deren Bedürfnisse<br />

stehen im Mittelpunkt. Deshalb wird das Reglement<br />

immer wieder in Details an die Entwicklungen der<br />

Zeit angepasst. Ein Ergebnis dieser Trendarbeit:<br />

Erstmals in Deutschland wird es im Rahmen der GCC<br />

eine E-Motorrad-Klasse geben. Und natürlich wird<br />

weiterhin viel Wert auf Nachwuchsarbeit gelegt mit<br />

der integrierten WildChild-Serie. Ein echter Renner<br />

sind mittlerweile außerdem die Klassen für Youngund<br />

Oldtimer.<br />

Neu ist auch die Teamwertung, mit der nun Vereins-,<br />

Händler- und Werksteams in den Klassen XC Pro und<br />

XC Advanced um den Titel des Deutschen Cross<br />

Country Mannschaftsmeisters kämpfen können.<br />

Neben der Breitensportausrichtung, die bei der<br />

Maxxis Cross Country Meisterschaft Tradition hat,<br />

wird in der kommenden Saison speziell auch etwas<br />

für den Spitzensport getan. Die bisherigen drei<br />

„Profiklassen“ werden in zwei Klassen (XC Pro und<br />

XC Advanced) zusammengefasst. Den Topfahrern<br />

winkt über ein satt ausgestattetes Pricegiving direkte<br />

Unterstützung für ihren Sport. Neben den fetten<br />

Siegesprämien in den Tageswertungen, die<br />

auch für Gaststarter in der Klasse XC Pro hochinteressant<br />

sind, winkt zum Saisonende zusätzlich eine<br />

fünfstellige Summe, die bei der Meisterschaftsehrung<br />

verteilt wird.<br />

In allen anderen Klassen sind ausgeschriebene Siegesprämien<br />

und Meisterschaftspokale ausschließlich<br />

den eingeschriebenen Meisterschaftsfahrern<br />

vorbehalten. Allein das ist ein Argument für eine Serieneinschreibung.<br />

Ein weiteres Argument: Die<br />

Nenngelder sind für eingeschriebene Serienstarter<br />

wesentlich niedriger und die Startplätze in den einzelnen<br />

Läufen garantiert. Bereits ab dem dritten<br />

Start „rentiert“ sich die Einschreibung. Gaststarter<br />

müssen hingegen auf freie Startplätze hoffen. Etliche<br />

Klassen stehen Gästen grundsätzlich nicht offen.<br />

Für die Breitensportler der GCC gibt es <strong>2016</strong> derweil<br />

viele „Töpfe“ zu gewinnen – neben den Prämien bei<br />

den einzelnen Läufen allein 150 Pokale bei der<br />

Meisterschaftsfeier am Saisonende. Vor allem aber<br />

winkt in diesem Jahr bei dieser Feier ein großes<br />

70<br />

MCE<br />

Februar '16


Do it<br />

in the dirt <strong>2016</strong><br />

Knallbonbon. Anders als in den vergangenen Jahren<br />

wird unter allen eingeschriebenen Meisterschaftsfahrern,<br />

die persönlich bei der Siegehrung anwesend<br />

sind, ein Auto verlost. Wenn das kein Argument<br />

für die Serieneinschreibung ist …<br />

Die Einschreibegelder sowie die Nenngelder für die<br />

eingeschriebenen Fahrer bleiben übrigens konstant.<br />

Die Startgelder für Gaststarter müssen zugunsten<br />

des Seriengedankens etwas angepasst<br />

werden.<br />

Mit der Öffnung der Online-Nennung für die Rennen<br />

zur Maxxis Cross Country Meisterschaft am 1. Januar<br />

startete die neue Offroadsaison offiziell. Die<br />

Schnellsten haben sich ihre Topstartplätze beim<br />

ersten Rennen am 23. April in Walldorf bereits gesichert.<br />

Übrigens: Die Einschreibung ist nach wie vor geöffnet.<br />

Die Listen füllen sich schneller als im vergangenen<br />

Jahr. • Foto: Rudolf Schuler<br />

Hier die GCC-Spots der Saison <strong>2016</strong>:<br />

23./24.4. GCC Walldorf; 21./22.5. GCC Triptis;<br />

18./19.6. GCC Venusberg; 23./24.7. GCC Goldbach;<br />

27./28.8. GCC Rudolstadt; 17./18.9. GCC Schefflenz;<br />

1./2.10. GCC Bühlertann; 9.10. XCC Finale Ried (Österreich).<br />

71<br />

MCE<br />

Februar '16


Kolumne<br />

Eddi Hübner<br />

Fun und Action<br />

Hallo Leute,<br />

auch wenn der Jahreswechsel bereits ein paar Tage<br />

zurückliegt, wünsche ich euch noch ein erfolgreiches<br />

und vor allem gesundes neues Jahr <strong>2016</strong>! Ich<br />

hoffe, ihr habt Weihnachten und Silvester gut überstanden<br />

;-). Ich selbst verbrachte Weihnachten bei<br />

meiner Familie und habe mich gefreut, einige Tage<br />

ausspannen zu können. Wohlwissend, dass die<br />

neue Saison bereits am ersten Januarwochenende<br />

mit dem zweiten Lauf zur Super<strong>Enduro</strong>-WM startet.<br />

Doch bevor es wieder aufs Motorrad ging, stand Silvester<br />

vor der Tür und das will natürlich gefeiert werden.<br />

Die Jahreswende habe ich zusammen mit einigen<br />

Freunden in Riesa verbracht. Es war eine coole<br />

Party, mit jeder Menge Spaß.<br />

Bereits am 2. Januar ging es wieder rund, diesmal<br />

mit neuem Team und neuem Motorrad! Bei der Super<strong>Enduro</strong>-WM<br />

starten zu können, ist jedes Jahr aufs<br />

Neue etwas Besonderes. Zum einen fährt man Seite<br />

an Seite mit teils absolut durchgeknallten (sorry)<br />

Fahrertypen, zum anderen sind die Strecken stets<br />

eine Herausforderung für sich. Die Jungs in Riesa<br />

hatten es sich auch <strong>2016</strong> nicht nehmen lassen, einen<br />

sehr anspruchsvollen Track in die SACHSENarena<br />

zu zimmern. Für meinen Geschmack waren es auf<br />

dieser kurzen Strecke zwar ein paar Hindernisse zu<br />

viel, aber das ist es, was die Zuschauer nun mal sehen<br />

wollen. Im Prinzip gab es Aktion in jeder Ecke<br />

der Strecke, sodass man teilweise nicht wusste, wo<br />

man zuerst hinschauen sollte. Es ist eben eine<br />

Sportart für sich, die mit dem eigentlichen <strong>Enduro</strong>sport<br />

sehr wenig zu tun hat. Oft werde ich gefragt,<br />

warum die Top-Piloten so schnell fahren können.<br />

Die Antwort ist aber ganz simpel, weil Jungs wie Taddy<br />

Blazusiak & Co. das gesamte Jahr genau diese<br />

Streckenbedingungen trainieren und sich auf Super<br />

<strong>Enduro</strong> spezialisiert haben. Nehmen wir als Beispiel<br />

die <strong>Enduro</strong>-WM – dort herrschen wiederum ganz andere<br />

Gegebenheiten. Ungeachtet dessen macht es<br />

unheimlich Spaß, vor solch einem tollen Publikum<br />

wie dem in Riesa ein WM-Rennen zu bestreiten. Die<br />

Kulisse ist einmalig und das pusht natürlich ungemein.<br />

Als ich die Strecke im freien Training das erste Mal<br />

unter die Stollen nehmen konnte, bin ich es zunächst<br />

ganz bewusst langsam angegangen. Die<br />

richtige Linie zu finden, war angesichts der 16 Fahrer<br />

auf der Strecke ziemlich kompliziert. Entweder<br />

gab es Stau oder es lag ein gestürzter Fahrer inmitten<br />

der Hindernisse. Mit ein wenig Glück hatte man<br />

jedoch freie Fahrt und konnte alles sehr flüssig fahren.<br />

Nach dem freien Training war ich schon aufs<br />

Zeittraining gespannt. Die Befürchtungen eines<br />

ziemlich chaotischen Durchgangs wurden anschließend<br />

auch bestätigt. Klar, jeder versucht, eine Runde<br />

lang alles zu setzen, um die perfekte Ausgangsposition<br />

zu erhalten. Was wiederum zu unzähligen<br />

Stürzen führte und es deshalb kaum möglich war,<br />

ohne übertriebenes Risiko eine schnelle Zeit hinzulegen.<br />

Nach diesem Zeittraining bestand meine Taktik<br />

für die folgenden drei Wertungsläufe darin, so<br />

sauber wie möglich zu fahren. Und genau das habe<br />

ich in allen Heats durchgezogen. Bis auf wenige Patzer<br />

konnte ich mein Rennen fahren und wieder ein<br />

wenig Erfahrung sammeln. Der Sprung in die Topten<br />

blieb mir zwar verwehrt, besonders im dritten<br />

Durchgang lief es mit Platz 11 aber ganz anständig.<br />

Mit dem 13. Gesamtrang bin ich keinesfalls unzufrieden,<br />

ich hatte jede Menge Spaß und das neue<br />

Motorrad funktioniert absolut tadellos. Für mich war<br />

es ein erster Test unter verschärften Rennbedingungen,<br />

wenn man so will ;-).<br />

Nun geht es bald nach Spanien, um für den Saisonauftakt<br />

der <strong>Enduro</strong>-Weltmeisterschaft am 9. und 10.<br />

April in Agadir fit zu sein.<br />

Also, wir lesen uns in der nächsten Ausgabe!<br />

Euer Eddi #48<br />

72<br />

MCE<br />

Februar '16


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Inhalte: MOTOCROSS und ENDURO Tests der neuen <strong>2016</strong>er Offroad - Motorräder -<br />

Produktvorstellungen – Regionale Rennserien –<br />

Kolumnen führender Spitzenpiloten – Spezial und Rubriken – Standings<br />

– Renntermine – Produktvorstellungen


VORSTELLUNG<br />

78<br />

MCE<br />

Februar '16


Honda Africa Twin<br />

Frühbesteller-Aktion<br />

Tripmaster im Wert von über 500 Euro und limitiertes Buch inklusive<br />

Die Legende ist zurück! Am 23. Januar <strong>2016</strong> feiert die neue CRF 1000 L Africa Twin<br />

Premiere im Handel. Perfekt für Straße und Gelände. Drehmomentstarker Zweizylinder,<br />

95 PS, optional mit dem exklusiven Doppelkupplungsgetriebe.<br />

Die innovative <strong>Enduro</strong> eignet sich für abenteuerliche Reisen wie für tägliche<br />

Fahrten zur Arbeitsstätte oder erholsame Spritztouren am Wochenende. Drei<br />

Africa-Twin-Versionen stehen zur Auswahl. Erstens das „pure“ Standardbike ohne<br />

ABS und ohne Fahrhilfen. Zweitens mit einem ABS-System, das für Offroad-<br />

Betrieb am Hinterrad abschaltbar ist und der regelbaren Traktionskontrolle<br />

„Honda Selectable Torque Control“ (HSTC). Und drittens mit Hondas einzigartigem<br />

DCT-Doppelkupplungsgetriebe, das nun mit 3-Stufen-Sportmodus und einem<br />

speziell entwickelten Offroad-Modus modifiziert wurde, plus HSTC sowie<br />

dem (abschaltbaren) ABS-System.<br />

Die CRF 1000 L Africa Twin wird in vier Farbvarianten angeboten – zwei Standardfarben<br />

und zwei Special-Edition-Farben: CRF Rally Red, Tricolor, Digital Silver<br />

Metallic und Matt Ballistic Black Metallic.<br />

Frühbesteller-Aktion<br />

Die ersten Kunden, die die neue CRF 1000 L Africa Twin bestellen, erhalten einen<br />

nummerierten „RNS Tripmaster XL2“ in einer exklusiven Sonderedition im Wert<br />

von über 500 Euro. Der „RNS TripMaster XL2“ ist ein sehr geschätztes Instrument<br />

im Rallyesport zur Offroad-Navigation. Paulo Goncalves, Rallye-Weltmeister<br />

2013, vertraut auf den TripMaster und setzt diesen bei seiner CRF Rally ein.<br />

Zusätzlich erhalten die ersten Frühbesteller ein limitiertes Africa Twin Buch, das<br />

die Historie des Fahrzeuges widerspiegelt und unter anderem interessante und<br />

spannende Interviews mit Designern und Testfahrern der CRF 1000 L Africa Twin<br />

beinhaltet. Die Aktion ist gültig nur solange der Vorrat reicht.<br />

79<br />

MCE<br />

Februar '16


EVENTS<br />

Sonderschau Offroad bei der Motorrad-,<br />

Roller- und Tuning-Show SWISS-MOTO<br />

vom 18. bis 21. Februar <strong>2016</strong> in Zürich<br />

Schon bald hat das Warten für alle ausgehungerten Motorradfahrerinnen und<br />

Fahrer ein Ende, denn nach dem Winterschlaf ist vor der SWISS-MOTO. Es wird<br />

Zeit, die Maschinen zu lüften und die angestaubten Visiere von den letzten Mückenresten<br />

zu befreien, denn vom 18. bis 21. Februar <strong>2016</strong> eröffnet die Motorrad-,<br />

Roller- und Tuning-Show in der Messe Zürich die neue Saison. Neben exklusiven<br />

Premieren und spektakulären Shows, gehört <strong>2016</strong> die große Sonderausstellung<br />

Offroad zu den Highlights der Schweizer Motorradmesse.<br />

Einen Teil der SWISS-MOTO werden die Veranstalter in eine Offroad-Arena verwandeln,<br />

die ihren Namen redlich verdient hat. Inmitten einer aufwändig inszenierten<br />

Kulisse mit echten Felsen, Bäumen und Holzsplitt werden verschiedene<br />

Rennkategorien und Offroad-Disziplinen zur Schau gestellt. Von Kids, Classic,<br />

Quad, Seitenwagen und <strong>Motocross</strong> über Trial bis hin zu <strong>Enduro</strong>rennen und der<br />

Paris-Dakar-Meisterschaft ist dabei alles vertreten, was die Herzen aller Offroad-Fans<br />

höherschlagen lassen wird. Prominente Gäste wie der Schweizer<br />

MXGP-Star Jeremy Seewer, die beiden Trial-Profis Noé Pretalli aus der Schweiz<br />

und Jack Sheppard aus England, der <strong>Enduro</strong>-Champion Christophe Robert und<br />

der zehnfache Seitenwagenweltmeister Daniel Willemsen aus den Niederlanden<br />

zeigen ihren Sport hautnah und geben Autogramme. Ganz nach dem Motto<br />

„ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ wird es ein großes Kino mit spektakulären<br />

Kurzfilmen und einzigartigen Reisevorträgen rund um das Thema Offroad<br />

geben.<br />

Weitere Infos und Tickets unter www.swiss-moto.ch<br />

18.–21. FEBRUAR <strong>2016</strong><br />

Messe Zürich www.swiss-moto.ch<br />

Presenting Partner<br />

Co-Sponsors<br />

Parallel zur SWISS-MOTO


DMSB-Clubsport<br />

<strong>Motocross</strong><br />

Südwest-Cup <strong>2016</strong><br />

28. März Hoxberg<br />

Patric Ehrhardt, Tel. 06834 569388<br />

Patric.Ehrhardt@ZCHoxberg.de, www.zchoxberg.de<br />

23./24. April Winningen<br />

Klaus Mšlich, Tel. <strong>02</strong>606 1939<br />

klaus.moelich@msf-winningen.de, www.msf-winningen.de<br />

30. April/1. Mai Frankenthal<br />

Mike Schmitt, Tel. 06207 83078<br />

info@mike-schmitt.de, www.amc-frankenthal.de<br />

7./8. Mai Fischbach<br />

Lutz Gerlach, Tel. 06331 47437<br />

msc-fischbach@freenet.de, www.msc-fischbach.de<br />

15./16. Mai Niederwürzbach<br />

Martin Scheller, Tel. 0152 33895988<br />

vorstand@msc-niederwuerzbach.de<br />

www.msc-niederwuerzbach.de<br />

2./3. Juli Reil<br />

Jochen Gilgenberg, Tel. 0176 29200836<br />

gilgenbergj@web.de, www.msc-reil.de<br />

9./10. Juli Walldorf<br />

Birgit Vogel, Tel. 06227 64435<br />

joachim.69190@web.de, www.msc-walldorf-astoria.de<br />

7. August Ettringen<br />

Egon SchŠfer, Tel. <strong>02</strong>632 47908<br />

mogon@t-online.de, www.mcc-ettringen.de<br />

10./11. September Hennweiler<br />

Timo Dšnig, Tel. 06544 991832<br />

t.doenig@freenet.de, www.mschennweiler.de<br />

17./18. September Warndt<br />

Manuel KrŠmer, Tel. 0162 4638997<br />

Manuel@mccwarndt.de, www.mcc-warndt.de<br />

Einschreibeschluss: 21. Februar <strong>2016</strong><br />

Infos: Andreas Wack, E-Mail: andreaswack@handshake.de<br />

Tel. 06843 1476, Internet: www.südwest-cup.de<br />

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MCE<br />

Februar '16


VORSCHAU<br />

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Ziegler Verlags GmbH<br />

<strong>Motocross</strong> <strong>Enduro</strong><br />

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D-63505 Langenselbold<br />

Telefon: 06184 9233-30<br />

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Herausgeber:<br />

Ziegler Verlags GmbH<br />

USt-IdNr. DE170981131<br />

Gerichtsstand Hanau<br />

Geschäftsführer: Stefan Ziegler<br />

Gesamtanzeigenleitung: Dieter Ziegler<br />

Anzeigenverkaufsleitung: Ralf Ziegler<br />

Akquisition: Nadine Pfeiffer, Uwe Laurisch<br />

Anzeigenpreisliste Nr. 46/16<br />

Bei Anzeigenaufträgen aus dem Ausland<br />

Vorkasse<br />

Redaktionsleiterin:<br />

Brigitte Geyer-Bernhardt<br />

Redaktionsassistentin: Gaby Gasche<br />

Layout: Uwe Laurisch<br />

Aboservice: Nicole Bauer<br />

Tel. 06184 923330<br />

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Berichterstatter und Fotografen:<br />

Marko Barthel, Marco Burkert,<br />

Uwe Laurisch<br />

Teststützpunkt u. Onlineredaktion:<br />

Denise und Uwe Laurisch<br />

An der Strut 17, 91456 Diespeck<br />

Tel. 09161 6204144<br />

E-Mail: denise.mce.online@gmail.com<br />

Druck und Verarbeitung:<br />

Brühlsche Universitätsdruckerei<br />

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Vertrieb:<br />

IPS Pressevertrieb GmbH, Meckenheim.<br />

Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlages unter voller Quellenangabe.<br />

Unverlangte Manuskripte werden<br />

nur zurückgesandt, wenn Rückporto beigefügt<br />

wurde.<br />

Magazin € 5,20 inkl. MwSt.<br />

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und alle Beiträge sind urheberrechtlich<br />

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