2016 CUMINAIVEL #3

cuminaivel

Nr. 3 | Freitag, 15. Januar 2016

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2016

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 058 469 16 22 /// Mail: redaktion@cuminaivel.ch

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2 /// FREITAG, 15. JANUAR 2016 CUMINAIVEL

La logistica – dietro

le quinte del WEF

Il WEF è per certi versi una sfida. La logistica rappresenta un vero e proprio atto di

forza. In ogni caso non è consentito lasciarsi prendere dal panico. «Ce la faremo»,

dichiara convinto il responsabile dell’arsenale.

Nel centro logistico dell'esercito è richiesto il lavoro di squadra.

Foto: bw.

ac./lr. L’odore che giunge al naso dal

deposito militare di Coira, è di quelli

noti ad ogni militare fin dai tempi della

scuola reclute: nell’aria umida ristagnano

le esalazione del freddo cemento

frammiste a quelle di stoffa ammuffita e

benzina. Questo è il regno della logistica

dell’esercito. Che si tratti di un fanalino

di un veicolo, di una pala da neve, di filo

spinato o di qualsiasi altro attrezzo

necessario alle truppe impiegate al WEF,

è qui che occorre cercare. Andreas

Schneider è il responsabile dell’impianto

di Coira. Chi crede che il cinquantaseienne

sia sotto pressione in vista del

WEF resterà senz’altro deluso. «Chiaramente

c’è più movimento, ma d’altra

parte questo è il nostro lavoro», spiega

tranquillo Schneider. Lavoro che prevede

fra le svariate cose, riparazioni, controlli,

consegne e restituzione di materiale

militare. La manifestazione di

Davos, ad ogni buon conto ha un impatto

non indifferente sull’agenda di

Schneider. «Invece di una o due compagnie,

fra una settimana dovremo occuparci

delle esigenze di dieci.»

L’unione fa la forza

Per il personale della logistica la pianificazione

del WEF inizia svariati mesi prima

del convegno. Marcel Cathomas e

Waldmer Jakob devono assicurarsi che ai

militari non manchi nulla durante l’impiego.

A tale scopo è importante che il materiale

sia sufficiente, di qualità, che si trovi

nel posto giusto e che sia consegnato per

tempo. Mentre Jakob si occupa dell’intera

infrastruttura militare presente al WEF,

Cathomas pianifica e ordina il materiale

necessario in vista dell’impiego. Domandiamo

loro quale sia la ricetta per la buona

riuscita di un evento di tale dimensione. Il

lavoro di squadra, rispondono entrambi

senza esitazione. «L’unione delle forze e

delle rispettive esperienze, permette di

sviluppare un forte spirito di squadra», riferisce

Cathomas, che si dichiara fiducioso

in vista dell’imminente WEF, «Siamo

pronti. Ce la faremo».

Ma dunque, quando inizia l’agitazione?

Parrebbe, dunque, che neppure il WEF

sia in grado di minacciare la tranquillità

e la calma che regna di norma in arsenale.

La domanda conclusiva è dunque la

seguente: cosa dove accadere affinché

pure qui cominci a salire la tensione?

Dopo una breve riflessione Wlademar

Jakob ci risponde: «Sarebbe necessario

un avvenimento inconsueto ed eccezionale,

circostanza che potrebbe forse realizzarsi

la notte che precede una grossa

esercitazione militare.» Senza dubibo

anche in tale eventualità, il motto del

team sarà: «Ce la faremo».


CUMINAIVEL FREITAG, 15. JANUAR 2016

/// 3

Die stillen Arbeiter

für das WEF

Das WEF ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Auch logistisch bedeutet der

Grossanlass einen Kraftakt. Für Panik sorgt das aber keineswegs. «Wir schaffen das

schon», lautet der Grundtenor bei den Mitarbeitern in den Zeughäusern.

erfolgreiche Bewältigung des Gross-

Events, betonen beiden das Team-Work.

«Im Logistik-Zentrum werden Kräfte

gebündelt und Erfahrungen eingebunden.

Das führt zu einem guten Team

Spirit», sagt Cathomas. Für das WEF

zeigt er sich deshalb zuversichtlich:

«Wir sind bereit». Da ist er wieder, der

«Wir schaffen das schon»-Blick.

Gehört auch zum Job der Logistiker: Reparaturen am Radschützenpanzer.

Bilder: bw.

ac. Der Duft, der einem im Vorortlager

Chur in die Nase steigt, ist jedem AdA

seit der RS bekannt: In der feuchten

Luft hängt der Geschmack von kaltem

Beton, etwas müffeligem Stoff und

Benzin. Ganz klar, hier ist das Reich

der Armee-Logistiker. Egal ob Verkehrssignale,

Schneeschaufeln oder

Stacheldraht: Was am WEF an Material

gebraucht wird, kann hier bezogen werden.

Andreas Schneider ist Chef der

Anlage in Chur. Wer glaubt, das WEF

sorge beim 56-Jährigen für Panik,

täuscht sich. «Klar läuft jetzt mehr, aber

das ist ja unser Job und der ist planbar»,

erklärt er seelenruhig. Was dieser Job

ist, kennt jeder Soldat nur zu gut: Reparaturen,

Kontrollen, Herausgabe und

Rücknahme von Militär-Material. Auswirkungen

hat das Meeting in Davos

für Schneider vor allem auf die Agenda.

«Statt wie sonst eine oder zwei Kompanien,

kommen nun innerhalb von einer

Woche gleich zehn.»

Wo die Kräfte gebündelt werden

Die schweizweite Planung für das WEF

beginnt bei den Logistikern bereits

mehrere Monate vor dem Anlass. Die

Fäden laufen dafür im Zentrum in

Hinwil zusammen. Dort sind Marcel

Cathomas und Waldemar Jakob verantwortlich,

dass es jedem AdA während

des Einsatzes am WEF an nichts fehlt.

Damit die Truppe den geforderten Einsatz

leisten kann, soll dass das Material

in der richtigen Menge, am richtigen

Ort, zur richtigen Zeit und in der geforderten

Qualität zur Verfügung stehen.

Während Jakob Herr über die gesamte

militärische Infrastruktur am WEF ist,

plant Cathomas das Material, welches

für den Einsatz gebraucht wird. Fragt

man die beiden nach dem Rezept für die

Wann ist ein Logistiker im Stress?

So schnell scheinen sich die Männer und

Frauen bei der Armee-Logistik also

auch durch einen Grossanlass wie das

WEF nicht aus der Ruhe bringen zu

lassen. Die abschliessende Frage lautet

deshalb: Was braucht es, damit auch bei

den Zeughaus-Mitarbeitern so etwas

wie Hektik aufkommt? Nach kurzem

Überlegen antwortet Waldemar Jakob:

«Dafür bräuchte es schon ein aussergewöhnliches

Ereignis, das quasi über

Nacht zu einem grossen Armee-Einsatz

führen würde. Doch wir üben auch das

regelmässig.» Sie würden wohl selbst

dann sagen: «Wir schaffen das schon.»

Waldemar Jakob


4 /// FREITAG, 15. JANUAR 2016 CUMINAIVEL

Das WEF im

persönlichen Umfeld

Anfang Dezember haben sich Vertreter von Polizei und Armee sowie verschiedene Partner

und Ressortleiter in Maienfeld zum Informationsaustausch getroffen. Cuminaivel

hat sich am Rande des Rapports bei einigen Teilnehmern erkundigt, was das WEF für ihr

persönliches Umfeld bedeutet.

as. Sie kommen aus der ganzen Schweiz,

arbeiten für die unterschiedlichsten

Organisationen und bringen sich im

Vorfeld des WEF gegenseitig auf den

neusten Wissensstand. Zwischen Espresso

und Stehlunch erzählen sechs

Anwesende, was das WEF für ihr persönliches

Umfeld bedeutet.

Heiner Kappert (47)

Verbindungsoffizier des Kommandanten

Subsidiärer Sicherungseinsatz

«Ich freue mich auf den Einsatz am

WEF. Schliesslich werde ich dafür ausgebildet.

Hier kann ich mein Wissen

eins zu eins anwenden. Meine beiden

Kinder im Alter von sechs und neun

Jahren wollten wissen, wo ich denn Mitte

Januar arbeite. Sie haben die geografische

Lage von Davos kennen gelernt.

Sonst bin ich in Bern stationiert.»

Roland Wyss (45)

Koordinator Material und Fahrzeuge

«Im Dezember und Januar bin ich nur

mit dem WEF beschäftigt. Die Arbeitstage

sind in dieser Zeit sehr lang und ich

komme am Mittag nicht nach Hause,

wie das sonst üblich ist. Im Januar bin

ich während zwei Wochen in Davos stationiert.

Die Familie muss mich in dieser

Zeit entbehren.»

as./nb. Ils viennent des quatre coins de

la Suisse, travaillent pour divers organisations

et actualisent ensemble leur état

des connaissances préalablement au

WEF. Six personnes présentes racontent

entre expresso et repas ce que le WEF signifie

pour leur entourage personnel.

Officier de liaison du commandant

des engagements de sécurité subsidiaires

«Je me réjouis de l'engagement au WEF.

J'ai été formé pour ce dernier. Ici je peux

directement appliquer mes connaissances.

Mes deux enfants de l'âge de six et

neuf ans voulaient savoir ou je travaille

mi-janvier. Ils ont appris à situer Davos

sur une carte. Sinon je suis stationné à

Berne.»

Coordinateur matériel et véhicule

«En décembre et janvier le WEF est

la seule chose qui me préoccupe. Les

journées sont longues et je ne peux pas

rentrer à la maison à midi comme je le

fais d'habitude. En janvier je suis stationné

à Davos pendant deux semaines.

La famille doit se passer de moi durant

ce temps.»


CUMINAIVEL FREITAG, 15. JANUAR 2016

/// 5

Le WEF et l'entourage

personnel

Des représentants de la police et de l'armée ainsi que divers partenaires et chefs de

secteur se sont rencontrés en début décembre à Maienfeld pour l'échange d'informations.

Cuminaivel s'est renseigné en parallèle au rapport, que représente le WEF pour

l'entourage de certains participants?

Hugo Epp (52)

Pascal Ambass (33)

Martin Schütz (52)

Bilder/Photo: as.

Ressortchef Verkehr und Umfeld

«Ich muss mich während zwei Monaten

sehr gut organisieren. Um am Hallentraining

mit dem Fussball- und Veloclub

teilzunehmen, muss ich fortan schauen,

was möglich ist. Oft schaffe ich es auch

nur knapp in die Spinninglektion um

19.30 Uhr. Während dem WEF habe ich

jeweils am Vormittag verschiedene Rapporte

in Davos, nachmittags arbeite ich

als Regionenchef Rhein in Ilanz. Da bin

ich viel unterwegs.»

Stellvertreter Chef Verkehr Davos

«Das WEF bedeutet für mich privat, dass

ich meinen treuen Kameraden Mitch, einen

zweieinhalbjährigen Schutzhund in

Ausbildung, abgeben muss. Sonst praktisch

Tag und Nacht an meiner Seite,

bringe ich ihn im Januar für zwei Wochen

zurück in die Hundezucht, wo er

herkommt, den Zwinger ‹vom Kistenstein›

in Fideris.»

Chef Bundeslagezentrum des Nachrichtendienstes

des Bundes

«Ich arbeite seit 15 Jahren in dieser

Funktion, habe Routine erworben und

viele anstrengende Jahrestreffen mit

Demonstrationen erlebt. Das WEF ist

für mich ein Fixpunkt im Jahr, an dem

ich die Zusammenarbeit mit dem ganzen

Nachrichtenverbund pflegen und

Konzepte verfeinern kann. Das WEF

ist beispielhaft – ich übertrage Erfahrungen,

die ich damit mache, auf andere

Ereignisse.»

Chef du département de la circulation

et des entourages

«Je dois m'organiser particulièrement

bien pendant deux mois. Je dois voir

ce qui est possible pour participer aux

entraînements en salle avec les clubs de

football et de vélo. Souvent j'arrive tout

juste à la leçon de spinning à 19h30.

Durant le WEF j'ai différents rapports

le matin puis l'après-midi je travaille

en tant que chef des régions du Rhin à

Ilanz. Je parcours beaucoup de chemin.»

Chef remplacent de la circulation à

Davos

«Pour moi au privé le WEF veut dire

que je dois céder mon fidèle camarade

Mitch, un chien de protection en formation

de deux ans et demi. Généralement

à mes côtés tous les jours je l'amène au

chenil de Kistenstein pour deux semaines

en janvier. C'est l'élevage de chiens

à Fideris ou Mitch est né. Il est entre de

bonnes mains la-bas.»

Chef du centre fédéral de situation du

service de renseignement de la confédération

«J'exerce cette fonction depuis 15 ans,

j'ai acquis de la routine et j'ai vécu beaucoup

de rencontres annuelles avec

démonstrations. Pour moi le WEF est

un point fixe au cours de l'année durant

lequel je peux soigner la collaboration

avec tout le réseau de renseignements

et durant lequel je peux affiner certains

concepts. Le WEF est exemplaire – je

peux appliquer des expériences vécues à

d'autres événements.»


6 /// FREITAG, 15. JANUAR 2016 CUMINAIVEL

Das digitale

Sicherheitsdispositiv

Die Geschichte von Soldat Harzenmoser im Cyber-Raum (Teil 1)

zvg. Soldat Harzenmoser ist ein «Digital Native», er braucht

sein Smartphone täglich und kann sich kein Leben ohne sein

Smartphone vorstellen. Er ist nun auf dem Weg zum Einsatzort,

er muss heute den Zugang zu einem wichtigen Landeplatz bewachen.

Er macht vor der Wachtübernahme noch schnell ein

Selfie und stellt es auf Instagram, Twitter und Facebook mit dem

Post: «Ich bin heute im Einsatz und schlecht erreichbar».

Weil er für den Abend noch Musik downloaden will, sucht er

ein WiFi-Netz und findet eines mit dem Namen "Free-WiFi". Er

freut sich, dass dieses frei verfügbar ist, er hat nämlich nur ein

Abo mit 1 GB Daten pro Monat inklusive.

Kurz vor dem Einsatz erhält er noch ein Mail von einem ihm

nicht bekannten Onlineshopping-Anbieter mit einer Werbebroschüre

in Form eines pdf. Darin werden supergünstige Spielkonsolen

angeboten. Weil die Angebote vielversprechend sind,

sendet er das Mail an alle Dienstkameraden, das heisst, er kopiert

den Link der Webseite auf WhatsApp und schickt es seiner

Gruppe «Dienstkameraden» im Chat.

Bei der Mittagsablösung stellt er fest, dass der Akku seines

Smartphones fast leer ist. «Wo kriege ich Strom her», stellt er

sich die Frage. Er sieht einen Computer auf dem Kommandoposten

und schliesst sein Gerät an.

Nach dem Mittagessen holt er sein Smartphone und geht wieder

zum Einsatz. Mit dem Wachtkommandanten diskutiert er noch

über die Funk-Netzpläne SE-235 und über die Interventionsmassnahmen

im Falle eines Ereignisses.

Müde von seinem Einsatz geht er am Abend früh ins Bett.

Am nächsten Morgen erscheint folgende Medienmitteilung auf

allen Onlineportalen:

Attentat auf eine wichtige Person anlässlich einer

internationalen Veranstaltung

Offenbar wurden auf elektronischem Weg gezielt Details des

Sicherheitsdispositivs gestohlen. Dadurch konnte die noch unbekannte

Täterschaft ins Kerndispositiv der internationalen

Veranstaltung vordringen und ein Attentat auf eine VIP verüben.

Die Täter haben dabei das Führungs- und Informationssystem

der Armee lahm gelegt. Weiter wurde der genaue

Standort unzähliger Soldaten auf einer Online-Karte mit dem

Titel «Wacht auf Soldaten! Wir wissen wo ihr steht.» veröffentlicht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Zusammenhang

der Vorfälle bestehen könnte.

Was ist passiert?

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe des «Cuminaivel» …


CUMINAIVEL FREITAG, 15. JANUAR 2016

/// 7

Preparando l'impiego

Per il battaglione di fanteria di montagna 30 è già tempo di cominciare

l’impiego. Dopo i primi giorni di fitta istruzione i militi assicureranno

la sicurezza a favore del WEF.

Foto: lm.

lm. Dopo neanche una settimana

dall’entrata in servizio della truppa, il

battaglione di fanteria di montagna 30

comincia quest’oggi il suo impiego a

favore del World Economic Forum. E

seppur i giorni di preparazione non siano

stati parecchi, il battaglione ha dato

il suo meglio per cominciare con il piede

giusto il particolare compito assegnatogli.

Da martedì a giovedì, infatti, le

compagnie del battaglione hanno assolto

tre intense giornate d’istruzione, dove

hanno potuto rivedere e rinfrescare numerose

tecniche d’impiego, ma anche

impararne delle nuove.

L’importanza dell’istruzione

La riuscita di un impiego è per la maggior

parte delle volte definita dall’attenzione

che si è data alla preparazione

personale. Ogni situazione, sia essa civile

o militare, che vanta di una buona

pianificazione e di un buon allenamento

è destinata a risolversi positivamente.

Così, in questi giorni, il battaglione ha

avuto modo di testare le proprie capacità

attraverso i diversi training giornalieri

e di correggere le ultime incertezze.

Perché è dalla conoscenza dei propri

limiti e dei propri punti di forza che si

può costruire un gruppo consapevole

che l’unione di ogni singolo, attraverso

la fiducia in se stesso e l’affidabilità verso

i camerati, è la nostra forza! Proponiamo

sotto alcune foto di questi giorni

di istruzione.


8 /// FREITAG, 15. JANUAR 2016 CUMINAIVEL

Den Wetterfronten

eine Nasenläge voraus

«WEF heisst frieren» – «WEF wäre angenehmer, wenn es im Sommer stattfinden würde»

– «Wie wohl das Wetter wird in der WEF-Woche?». Das Wetter ist entscheidend für

die Sicherheitskräfte im Einsatz am WEF. Den Wetterschmöckern über die Schulter

geschaut.

Wetterradar MeteoSchweiz auf der Pointe de la Plaine Morte im Kanton Wallis.

Bild: MeteoSchweiz

dok. «Messen, analysieren, rechnen, prognostizieren

und beraten», so fasst Barbara

Galliker vom Bundesamt für Meteorologie

und Klimatologie MeteoSchweiz

die Tätigkeit ihres Instituts zusammen.

Fast 400 Mitarbeitende in den verschiedensten

Bereichen kümmern sich darum,

dass Schweizerinnen und Schweizer zu

ihrem «Wetterbericht» gelangen. Dass

die Aufgaben von meteoschweiz in einem

Bundesgesetz umschrieben werden,

unterstreicht die Wichtigkeit dieses Bundesamtes

mit verschiedenen Standorten

in der Schweiz: Neben den Wetterprognosen

sind Gefahrenanalysen, Klimastudien

und Untersuchungen über Luftschadstoffe

wichtig.

Beantworten von individuelle Anfragen

Zu den Kunden gehören neben Privaten

und Medien vor allem Veranstalter

oder Untersuchungsbehörden,

die beispielsweise im Rahmen eines

Strafverfahrens wissen wollen, ob es

an einem ganz bestimmten Punkt zu

einer ganz bestimmten Zeit geregnet

hat oder nicht. In diesen Tagen ist

MeteoSchweiz auch für die Armee am

WEF tätig. Auf www.meteoschweiz.

admin.ch findet sich ein Blog zum Wettergeschehen.

Grafiken, Landkarten

und erklärenden Text. Unter einer kostenpflichtigen

Nummer können ganz

spezifische Wetterprognosen abgefragt

werden.

Prognosen auch auf dem Mobile

Mit dreieinhalb Millionen Downloads

ist das Wetter-App von MeteoSchweiz

eines der meist genutzten des Bundes

und wohl auf manchem Mobile von Sicherheitskräften

vorhanden. Es ist erhältlich

für iOS, Android und Windows.

Während die Daheimgebliebenen verfolgen

können, wie kalt, nass und windig

es derzeit in Davos ist, gibt es für die

Nutzer im Einsatz eine Übersicht über

die nächsten Tage auf einer zoombaren

Karte, mögliche Entwicklungen für die

Folgewoche und spannende Wetter-Animationen.

Nur eines kann auch die Wetter-App

nicht: Das Wetter besser machen,

als es ist.


CUMINAIVEL FREITAG, 15. JANUAR 2016

/// 9

Zimmer mit Aussicht

und Balkon

Von Thusis wandert der Stafettenstab weiter nach Klosters. Enrico Duschèn ist

hier Postenchef Stellvertreter. Rund zwanzig Prozent seiner Tätigkeit arbeitet

er aber für das World Economic Forum (WEF), nämlich als Chef Dienste WEF.

Duschèn berichtet über die Aufgaben, die er in dieser Funktion wahrnimmt.

WEF – Stafette

as. Enrico Duschèn ist verantwortlich

für Unterkunft und Verpflegung für die

Sicherheitskräfte am WEF – und zwar

im ganzen Kanton Graubünden. Dazu

gehört auch die Bestellung von Baucontainern

und die Koordination des

Auf- und Abbaus im KP. «Die grösste

Herausforderung ist, dass genügend

Zimmer und Betten reserviert sind

und dass bei der Einteilung niemand

vergessen geht», erklärt Duschèn. Das

Organisationstalent bucht Zimmer für

die Polizei, die zivile Polizei, die Militärpolizei

sowie für Armeeangehörige.

Diskutieren, handeln, visieren

Duschèn ist bereits das vierte Jahr Chef

Dienste WEF. Im Mai beginnt er jeweils

mit der Planung, die Abrechnungen visiert

er bis im März. «So habe ich nur

im April nichts mit dem WEF zu tun»,

lacht er. Duschèn ist immer wieder in

Davos. Im Sommer werden die Verträge

für die Übernachtungen abgeschlossen,

später folgen Verträge mit Restaurants,

Container-Bestellungen und die Koordination

des KP. Fix in Davos stationiert

ist Duschèn jeweils den ganzen Monat

Januar. Er arbeitet eng mit allen Logistikern

der verschiedenen Dispos zusammen.

WEF-Stafette

Im «Cuminaivel»-Staffellauf werden

Akteure von Seiten der Polizei sowie

der Armee in einem Portrait wechselweise

vorgestellt. Wer den Stafettenstab

abgibt, kann seinem Nachfolger

eine Frage mitgeben, die dieser in der

nächsten Folge beantworten muss.

«Die ganze Aufgabe ist ein spezielles Erlebnis», sagt Enrico Duschèn.

Bild: dz.

Grösstenteils Mehrbettzimmer

Duschèn stehen im ganzen Kanton

Graubünden rund dreissig Hotels mit

Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern

zur Verfügung. In den meisten

Zimmern schlafen vier Personen und

mehr. Spezialwünsche wie Einzelzimmer

mit Aussicht nimmt Duschèn

gelassen entgegen. «Für viele ist die

Arbeit der Logistik einfach selbstverständlich,

sie wissen nicht, was

dahintersteckt», meint Duschèn nachdenklich

und wünscht sich mehr Wertschätzung.

Als Motivation für seine

Aufgabe nennt er die Organisation

und Planung, die Herausforderung, die

Abwechslung, die Verantwortung und

den Kontakt und die Zusammenarbeit

mit verschiedenen Unternehmen und

natürlich mit den Polizeikolleginnen

und -kollegen. Enrico Duschèn interessiert

sich für die Wachtsoldaten: «Wie

ist es, wenn man bei Wind und Wetter,

Tag und Nacht draussen stehen muss?»

Die Antwort auf diese Frage folgt demnächst

im Cuminaivel.


10 /// FREITAG, 15. JANUAR 2016 CUMINAIVEL

Flüchtige Begegnungen

zugänglich machen

Marcel Anderwert macht bewegte und bewegende Bilder. Egal, ob über Flüchtlinge

auf der Balkanroute oder am WEF bei den Mächtigen der Erde. Seine Filmbeiträge

werden in ganz Europa gezeigt. Anderwert macht so seine Begegnungen für viele

zugänglich.

Marcel Anderwert berichtet über Flüchtlinge auf der Balkanroute.

Bilder: SRF

dok. Eigentlich ist es einfach der Job des

42-jährigen Fernsehjournalisten Marcel

Anderwert. Da im perfekten Anzug mit

weissem, frisch gebügeltem Hemd auf

dem weichen Teppich in der Eingangshalle

des Kongresszentrums, einem der

mächtigsten Männern auflauernd, ein

Statement für Mikrofon und Kamera

erhaschend. Dort an einem namenlosen

Waldrand in Ungarn, im verschwitzten

T-Shirt am Boden kniend im Gespräch

mit dem Vater einer syrischen Flüchtlingsfamilie,

welche in der Nacht stundenlang

durch die Wälder marschiert

und über den Stacheldrahtzaun geklettert

ist. Flüchtige Begegnungen, aus denen

der Stoff für Anderwerts Geschichten

sind.

Gegensätze und Gemeinsamkeiten

Ob er sich sicher fühle? Es seien schon

krasse Gegensätze, die er da erlebe. «Sowohl

in Davos als auch in der Flüchtlingsmenge

fühle ich mich als Journalist

sehr sicher.» Das Gemeinsame: überall

viel Stacheldraht. «Das Feindbild ist

aber völlig anders: Die Ungarn wollen

unbewaffnete Flüchtlinge fernhalten.

Der Stacheldraht in Davos dagegen soll

potenzielle Attentäter davon abhalten,

sich den VIPs aus Politik und Wirtschaft

zu nähern.»

Motto und informelle Themen

Motto des diesjährigen WEF ist die sogenannte

«Vierte industrielle Revolution».

Oft seien es aber die informellen

Themen, diejenigen, die näher bei den

«Ja, ich fühle mich

sicher – auf dem

Balkan und in Davos.»

Marcel Anderwert

News seien, welche beschäftigen, wie

es der erfahrene Fernsehjournalist ausdrückt.

Und das sei die Chance von Davos:

Regierungsvertreter von verfeindeten

Staaten halten sich nahe beieinander

auf, sie treffen sich vielleicht im Hotel,

im Kongresszentrum oder an einer Begleitveranstaltung.

«Ich denke, dass die

Flüchtlingsproblematik ein wichtiges

Thema sein wird», so Anderwert.

Bilder für ganz Europa

Innerhalb von SRF ist Anderwert am

WEF dafür zuständig, kleinere Filmbeiträge

zu produzieren, die von Eurovision

in ganz Europa verbreitet werden:

Da gehören Aufnahmen von Prominenten

dazu, wenn sie aus dem Helikopter

steigen, Spürhunde bei der Arbeit, ein

Interview mit dem Bündner Polizeikommandanten

Walter Schlegel und vieles

mehr. Vieles sei geplant. Spannend sei

sein Beruf dort, wo er nicht wisse, was

im nächsten Moment auf ihn zukomme.

Dann, wenn er sich frage: wen treffe ich?

Schaffe ich es, aus einer Begegnung das

Beste herauszuholen und sie zugänglich

zu machen? Sein Mobile, das hin und

wieder auch als professionelle Kamera

dient, summt: «Politiker kurz vor Ankunft

in Davos» – auflauern, Statement

für Mikrofon und Kamera erhaschen:

Eine weitere flüchtige Begegnung, die

Anderwert für sein Publikum zugänglich

macht.


CUMINAIVEL FREITAG, 15. JANUAR 2016

/// 11

Il dispositivo digitale

di sicurezza

La storia del soldato Bianchi nel cyberspazio (2a parte): Che cos’è accaduto?

Per concessione dello SMCOEs.

Il comportamento del soldato Bianchi ha permesso alla parte

avversa di infrangere più volte il «dispositivo digitale di sicurezza».

Passiamo in rassegna lo svolgimento della giornata del

soldato Bianchi dal punto di vista della parte avversa.

Dark Nörds è un giovane hacker che lavora su incarico dietro

compenso. Nel suo «ripostiglio delle armi» possiede diversi

malware. Su incarico del «cattivo» deve svolgere i seguenti

compiti:

• far passare al setaccio vari social media per trovare eventuali

foto scattate nella zona circostante la manifestazione

sulle quali appaiono dei soldati;

• attivare alcuni hotspot WiFi in quella zona assegnando loro

il nome di «Free-WiFi»;

• creare un sito web di uno shop online dal quale si possono

scaricare documenti pdf. Questi ultimi sono infettati con

malware.

Dato che le foto del soldato Bianchi sono state scattate con i

servizi di localizzazione attivi, Dark Nörds trova rapidamente

immagini della zona in cui si svolge la manifestazione. Cercando

tra le foto Dark Nörds ne trova una del soldato Bianchi,

di cui scopre l’identità consultando il profilo pubblicato dall’utente.

Poco dopo si accorge che i suoi hotspot «Free-WiFi»

sono stati utilizzati. Li ha predisposti in modo tale da poter

vedere tutti i login, comprese le password create dagli utenti in

questa rete WLAN. Nell'elenco scopre anche il nome del sdt

Bianchi che ha consultato le proprie mail. Ora Dark Nörds dispone

dell’indirizzo e-mail e dei dati per accedere alla casella

mail del sdt Bianchi. Effettua il login e trova alcune mail di

produttori di console di gioco. Invia un'e-mail in cui viene offerta

una console di gioco, proveniente da una ditta fittizia,

all’indirizzo del sdt Bianchi. L’e-mail contiene un link verso

un sito creato appositamente, in cui vi sono dei documenti pdf.

Aprendo il documento pdf, il malware viene scaricato e avviato

con le seguenti funzioni: i dati di localizzazione dello smartphone

del proprietario vengono inviati a un server di Dark

Nörds. Il malware contenuto sullo smartphone attende di diffondersi

nel momento in cui vi viene collegato a un computer,

criptandone tutte le unità disco. Questo è tutto.

Tutti i militari che ora leggono la mail, consultano la chat o

l’offerta della console di gioco sono compromessi e le loro ubicazioni

vengono trasmesse al server del «cattivo». Ora quest’ultimo

ha anche accesso ai microfoni degli smartphone. Dato

che il soldato Bianchi ha ricaricato il suo smartphone servendosi

del computer del sistema di condotta e informazione

dell’esercito, ha criptato tutte le unità disco di quest’ultimo. Il

sistema diventa inutilizzabile per un periodo prolungato.

Grazie alle ubicazioni dei soldati e all’accesso ai loro microfoni

(discussione sui piani di rete SE 235 e sulle misure d’intervento),

il «lato oscuro del potere» ha esplorato il dispositivo

dell’unità e può penetrarvi per compiere un attentato contro un

VIP.

Cari militari: con il comportamento personale e seguendo le

seguenti 7 regole d’oro ci aiutate a difendere lo «sbarramento

digitale». Vi ringraziamo sentitamente della vostra collaborazione

e vi auguriamo pieno successo nel vostro impiego.


12 /// FREITAG, 15. JANUAR 2016 CUMINAIVEL

Kopf des Tages:

Franz Balzer

Bild des Tages

Bild: bw.

ac. Sein Büro hat Franz Balzer in

Chur. Doch darauf angesprochen, betont

er umgehend: «Ich versuche, so

oft wie möglich an der «Front» bei

den Leuten zu sein!» Balzer ist Chef

Bereitstellung und Betrieb Region

Süd und damit so etwas wie der Hauswart

des WEF. Er und sein Team sind

damit beauftragt, im gesamten Ein­

«Der Einsatz hat sich

sehr gewandelt.»

Davos, 13.01.2016, 12:33

Etwas gesehen – etwas gehört?

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Impressum

Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der

Kantonspolizei Graubünden und der Schweizer Armee

Redaktion: Kapo GR, EVB, EVL, FUB, LBA Infoline

Cuminaivel: 058 469 16 22

E-Mail: redaktion@cuminaivel.ch

Verantwortliche:

Senti Anita, C Komm Kapo GR

Oberst La Bella Marco, C Komm EVB

Ausgaben: Erscheint vom 13.01. – 26.01.2016

Bild: bw.

Franz Balzer

satzgebiet dafür zu sorgen, dass die

Infrastruktur einwandfrei funktioniert.

In diesen Tagen heisst das vor

allem: Schnee schaufeln! Dafür packt

der Chef auch mal selber mit an. Das

erste Mal war Balzer vor 14 Jahren für

das WEF engagiert. «In all den Jahren

hat sich der Einsatz sehr gewandelt.»

Immer grösser sei der Anlass geworden

und immer mehr Leistungen jeglicher

Art seien gefragt. «Die eigentliche

Arbeit ändert sich für uns auch

während des WEF nicht wirklich. Es

bestehen einfach ganz spezielle Auflagen,

vor allem in punkto Sicherheit»,

so Balzer. Dabei helfe vor allem

eines: «Die Erfahrung von allen im

Team ist auf jeden Fall Gold wert!»

Zum Glück

isch

Frrrrritig!

Illustration: han.

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