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aerokurier 02/2016

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2/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

Top-Reise New York<br />

VFR über dem<br />

Hudson<br />

River<br />

HondaJet<br />

Erste Maschine<br />

ausgeliefert<br />

Schleppvergleich<br />

Wer zieht besser –<br />

Echo oder UL?<br />

World Air Games<br />

OLYMPIADE<br />

IN DER LUFT<br />

Spornrad-Einmot Kitfox 7<br />

Lastesel im Eigenbau<br />

Unfallanalyse<br />

Zusammenstoß<br />

in der Platzrunde<br />

Innovation Award<br />

Wählen und<br />

gewinnen


CH-53E<br />

Der größte Helikopter<br />

der US Marines<br />

Foto: Ted Carlson<br />

Dieses und viele weitere<br />

spannende Themen aktuell in<br />

FLUG REVUE, Deutschlands<br />

großem Luft- und Raumfahrt-<br />

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DIE GANZE WELT DER LUFT- UND RAUMFAHRT<br />

JETZT NEU<br />

IM HANDEL


[ EDITORIAL Februar ]<br />

LUFTSPORT-<br />

OLYMPIADE<br />

Die World Air Games (WAG)<br />

in Dubai haben gezeigt,<br />

dass es durchaus möglich<br />

ist, Luftsportwettbewerbe<br />

publikumswirksam darzustellen.<br />

Ob die WAG 2015<br />

den Durchbruch gebracht<br />

haben, wird sich in vier<br />

Jahren zeigen.<br />

Die Fédération Aéronautique Internationale (FAI) hat Mitte der neunziger Jahre die World Air Games<br />

(WAG) ins Leben gerufen, nachdem absehbar war, dass der Luftsport auf absehbare Zeit keine Chance<br />

erhalten wird, als Sportart bei den Olympischen Spielen anzutreten. Das WAG-Debüt in der Türkei<br />

1997 lief holprig, auch vier Jahre später bei den World Air Games in Spanien war man weit von dem<br />

eigenen Anspruch entfernt, „Weltluftsportspiele“ zu zeigen. Der angstrebte Vierjahres-Rhythmus<br />

wurde dann zweimal unterbrochen, erst 2009 war Italien Gastgeber der nächsten World Air Games.<br />

Die Vergabe der World Air Games 2015 an Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) war<br />

zunächst auch von Skepsis begleitet. Doch die war unbegründet: Was die lokalen Organisatoren in<br />

Zusammenarbeit mit der FAI auf die Beine gestellt haben, war vom Feinsten und hat die Luftsportler<br />

und die Zuschauer begeistert.<br />

Volker K. Thomalla, Chefredakteur<br />

Die World Air Games in Dubai haben sich den Titel „Olympiade des Luftsports“ redlich verdient. Die<br />

Dispziplinen wurden publikumswirksam und spannend präsentiert, nicht nur für die Zuschauer vor<br />

Ort, sondern auch über Livestreams im Internet. Eine bessere Werbung für das individuelle Fliegen<br />

kann in einem solchen Rahmen nicht gemacht werden. Die FAI will nach ihrem eigenen Anspruch<br />

aber nicht nur den Luftsport promoten, sondern mit den WAG auch eine Lanze für die Flugsicherheit<br />

brechen und ethische Werte wie gegenseitige Anerkennung und Respekt fördern.<br />

Den Veranstaltern kann man zu dem Event in Dubai nur gratulieren. Jetzt gilt es, dieses Niveau der<br />

Veranstaltung zu erhalten, damit alle vier Jahre die World Air Games zu einem festen Bestandteil der<br />

Terminkalender von Sportjournalisten und Interessierten werden. Ein einmaliges positives Event wie<br />

die World Air Games hat keinen Einfluss auf die Entwicklung des Luftsports. Für die FAI kommt es<br />

nun darauf an, bei der Wahl des Gastgeberlandes 2019 ein geschicktes Händchen zu beweisen.<br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Fotos: Marcus King, U. Thomalla<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 3


63<br />

Saftspender<br />

Neue Serie<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Wie Sie die Akkus Ihres<br />

Flugzeugs fit halten.<br />

Motorfliegen<br />

8 World Air Games<br />

Dubai versprach Superlative –<br />

und hat den olympischen<br />

Gedanken in die Luft gebracht<br />

18 Fuchs als Lastesel<br />

Ein Kitfox in der E-Klasse mit<br />

300 Kilogramm Zuladung<br />

26 Reise: Osten der USA<br />

Ein VFR-Flug über die Freiheitsstatue<br />

gehört zu den Highlights<br />

im Leben eines Piloten<br />

42 CASA Bücker<br />

Wie ein Motorradrennfahrer<br />

zum Doppeldecker fand<br />

104 Porträt<br />

Seit 78 Jahren geht Jupp<br />

Bachmann in die Luft.<br />

Zum alten Eisen zählt er<br />

dennoch nicht<br />

UL/LSA<br />

48 UL-Fliegen im Simulator<br />

Ruwe Aero bietet virtuelle<br />

Schulungsflüge für UL-Piloten an<br />

52 Unfallanalyse<br />

Mangelhafte Kommunikation als<br />

Ursache für Zusammenstoß<br />

Business Aviation<br />

54 Klein, aber oho!<br />

Turboprop-Singles erfreuen sich<br />

nach wie vor hoher Beliebtheit,<br />

besonders in den USA<br />

58 Erstauslieferung HondaJet<br />

Das erste Flugzeug von Honda<br />

Aircraft wurde übergeben<br />

Inhalt Nr. 2 <br />

Februar <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

26<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper


Magazin<br />

38 Serie Berufe<br />

Handling Agents sind die<br />

Multitalente am GA-Terminal<br />

Praxis<br />

59 Meteo: Wolkentops<br />

Drunter oder drüber? Die<br />

Analyse der Wolken sollte Teil<br />

jeder Flugplanung sein.<br />

62 Luftrecht<br />

Was sich mit der Anpassung der<br />

LuftVO an die SERA ändert<br />

64 Technik: Antennen<br />

Würfel, Drahtstab, Schiffchen:<br />

Welche gehört wohin?<br />

67 Sicherheit: Unfallanalyse<br />

Ein Pilot ignoriert Wetterwarnungen,<br />

gerät in IMC und stürzt ab<br />

Segelfliegen<br />

68 Stressbewältigung<br />

Wie man mit Stress<br />

richtig umgeht<br />

74 Meteorologie<br />

Das unterschätzte Potenzial<br />

der Warmluft<br />

76 F-Schlepp<br />

UL gegen Echo-Klasse:<br />

Wer hängt wen ab?<br />

<strong>aerokurier</strong>-Leserwahl <strong>2016</strong><br />

Stimmen Sie ab, wer in diesem Jahr<br />

einen Innovation Award erhalten<br />

und welche Firma als „Beste Marke“<br />

ausgezeichnet werden soll! Wir<br />

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78 Oldtimertreffen<br />

Roter Pirat und Blauer Condor<br />

zu Gast in Rothenburg/Görlitz<br />

80 Technische Entwicklung<br />

Wie mit dem FS 24 Phönix<br />

ein neues Zeitalter begann<br />

85 Gummiseilstart<br />

Reprise nach 75 Jahren auf<br />

der Innsbrucker Seegrube<br />

86 Neuer Vorstand<br />

Frischer Wind in der<br />

Bundeskommission<br />

87 WM Junioren<br />

Dank guter Mannschaftsleistung<br />

holen die Deutschen Teamgold<br />

58<br />

38<br />

68<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

6 Leserforum<br />

16 News<br />

88 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

96 Jobbörse<br />

1<strong>02</strong> Termine<br />

103 Impressum<br />

106 Vorschau<br />

42<br />

Titelfotos: Tokunaga Breitling, Frank Martini<br />

Fotos: Porta Air Service, Frank Herzog, Ulrike Ebner, Leonard Tusch, Tobias Enke, Honda Aircraft<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 7 und 75<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 5


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/2015<br />

Funkgeräte<br />

Handgurke? Fehlanzeige!<br />

Unsere tollen EU-Behörden haben mit<br />

dem neuen 8,33-kHz-Raster für uns Piloten<br />

mal wieder einen neuen Kostenfaktor<br />

geschaffen. Leider beschließen sie schneller<br />

Gesetze, als sie die neuen Funkgeräte<br />

zugelassen bekommen. Es gibt noch keine<br />

„Handgurke“, die man auch offiziell<br />

benutzen darf. Für Flugleiter an kleinen<br />

Plätzen ein unzumutbarer Zustand. Auch<br />

viele Eigner von offenen Flugzeugen und<br />

Drachen werden vor ein unlösbares Problem<br />

gestellt. An den Herstellern liegt es<br />

jedenfalls nicht, denn die warten auch nur<br />

auf das OK unserer Behörden.<br />

Ingo Mombach,<br />

Gudensberg/Dissen<br />

<strong>aerokurier</strong> allgemein<br />

Dank an die Helfer<br />

9. September 2015: Armin Reimann<br />

und ich starteten mit der Rockwell AC 11<br />

um 14:18 UTC, um via Osnabrück VOR<br />

mit Kurs 191° westlich von Area Frankfurt<br />

in FL 65 vorbeizufliegen. Der Sechszylinder-Lycoming<br />

mit seinen 260 PS schnurrte<br />

wie gewohnt. Das Anzeigegerät EDM 700<br />

(Abgastemperatur, Zylinderkopftemperatur<br />

und Kraftstoffdurchfluss) gab Auskunft:<br />

alles bestens!<br />

Schrecksekunde um 15.38 Uhr: Kurz<br />

nach Überfliegen der A 61 lief der Motor<br />

plötzlich rau und unrund. Das EDM zeigte,<br />

dass Zylinder 6 sich verabschiedet hatte.<br />

Schnelle Teamarbeit war jetzt gefragt. Zuerst<br />

Autopilot aus, Gemisch auf reich und<br />

Drehzahl vorerst gering zurücknehmen.<br />

Langen Info wurde benachrichtigt, und<br />

sofort kam der Vorschlag, in Langenlonsheim<br />

oder Bad Sobernheim zu landen.<br />

Aufgrund der längeren Piste entschieden<br />

wir uns für Bad Sobernheim. Frequenz<br />

118.925 gerastet und Info Sobernheim gerufen,<br />

die uns die Landebahn 04 freihielt.<br />

Landung 15:48 Uhr, Landemeldung an<br />

Langen Info und Abstellen vor dem Gebäude<br />

des Luftfahrtverbandes Rheinland-<br />

Pfalz.<br />

Wir durften unser Flugzeug in das<br />

Wartungszentrum stellen, tags darauf kamen<br />

die Mitarbeiter der Flugtechnik Damme<br />

– die sich auch um die Nachprüfung<br />

gekümmert hatten – und konnten in einer<br />

hervorragenden Werft den Austausch des<br />

Motors vornehmen. Ursache für den Schaden<br />

war ein abgerissenes Auslassventil<br />

an Zylinder 6. Da der Motor über 2000 Betriebsstunden<br />

hatte, durfte er nicht mehr<br />

repariert werden, doch ein Ersatzmotor<br />

mit 1000 Stunden lag noch auf Reserve.<br />

Wir fuhren den flugtüchtigen Motor in der<br />

Nacht noch nach Bad Sobernheim, wo er<br />

tags darauf von den Monteuren der Flugtechnik<br />

Damme eingebaut wurde. Zur<br />

Nachprüfung ging es dann auf dem Luftweg<br />

nach Damme.<br />

Aufgrund des sehr großzügigen Entgegenkommens<br />

durch den Luftsportverband<br />

Rheinland-Pfalz, der die Werft kostenlos<br />

zur Verfügung stellte, war dies alles so<br />

reibungslos möglich.<br />

Friedrich Dietz, Horb a. N.<br />

<strong>aerokurier</strong> 1/<strong>2016</strong><br />

Praxis: Angle of Attack Indicator<br />

Sinnvolles Instrument<br />

Ganz ohne Zweifel, es gibt zur Zeit<br />

nur zwei sinnvolle zusätzliche Avionikinstrumente<br />

für die General Aviation. Das ist<br />

zum einen das ADS-B und zum anderen<br />

das AoA. Deshalb fand ich Ihren Artikel<br />

Schreiben lohnt sich!<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

auch gut geschrieben. Dennoch stellt sich<br />

mir die Frage bei der Erläuterung der Anzeigen,<br />

warum Sie den Zustand 11 nicht<br />

erklärt haben? Aber vielleicht dachten Sie<br />

ja auch, der Pilot bekäme die Warnung situationsabhängig<br />

eh nicht mehr mit! Dennoch<br />

würde mich interessieren, was das<br />

AOA in diesem äußerst kritischen Flugzustand<br />

als optische Indikation und zusätzlich<br />

als akustische Alarmierung dann melden<br />

würde?<br />

Aber, mal Scherz beiseite, unabhängig<br />

von einem gerade gedanklich durchgeführten<br />

Landeanflug oder auch Streckenflug,<br />

der durchaus kritisch werden kann,<br />

gibt es ja auch darüber hinaus Airwork,<br />

bei dem wir den „stall“ bewusst vor einem<br />

„recovery“ herbeiführen. Was dort<br />

passiert, sollten wir nicht nur regelmäßig<br />

trainieren, sondern auch nutzen, um unser<br />

Bewusstsein zu schärfen. In allen Fällen<br />

jedoch bringt das AoA mit der „stall<br />

warning“ zusammen eine zusätzliche Sicherheit.<br />

Erik Rippel, per E-Mail<br />

Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen Monats hat die Redaktion ein<br />

Sammlermodell des vierstrahligen Kurzstrecken-Jets British Aerospace BAe<br />

146-300QT in der Lackierung von TNT aus der Herpa Wings Collection verlost.<br />

Das detailreiche Modell ist im Maßstab 1:200 gefertigt und hat einen Wert von<br />

59,90 Euro. Als Gewinner der Q400 wurde Friedrich Dietz aus Horb a. N. gezogen.<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der Redaktionsmeinung übereinstimmen.<br />

Wir behalten uns die Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Foto: Herpa<br />

6 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Piloten landen hier<br />

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Registergericht Stuttgart HRA 93<strong>02</strong>. Geschäftsführer:<br />

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Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch<br />

DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp (Vorsitz),<br />

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Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur<br />

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von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />

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[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

World Air Games<br />

GOLDSEGEN<br />

854 Luftsportler aus<br />

55 Nationen haben<br />

am Himmel über<br />

Dubai in 23 Disziplinen<br />

und zehn Sportarten<br />

die Weltelite<br />

gekürt. Dubai versprach<br />

Superlative<br />

– und hat Olympia in<br />

die Luft gebracht.<br />

IM MORGENLAND<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Kopfstand: Maciej<br />

Pospieszyński aus Polen<br />

beim Aerobatik-Training.<br />

AUTOR: Lars Reinhold<br />

Fotos: Maciej Pospieszyński, Marcus King<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

MARCO WIEDERKEHR KNACKT<br />

DEN REKORD — IN JEANS UND<br />

WINDSTOPPERHEMD<br />

Spickzettel I: Für die<br />

Navigationsflieger war<br />

akribische Vorbereitung<br />

essenziell, um sich über<br />

der Wüstenlandschaft<br />

zurecht zu finden.<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

Unter dem Motto „Wo der<br />

Himmel das Stadion ist“<br />

hatte das Wüstenemirat<br />

Dubai sich selbst und Luftsportfans<br />

aus aller Welt im Vorfeld<br />

auf die World Air Games eingestimmt.<br />

„Wintertemperaturen“ von 25 bis 30<br />

Grad Celsius und kaum eine Wolke<br />

am Himmel versprachen perfekte<br />

Bedingungen für die insgesamt 230<br />

Pflichten und Küren, die die Sportler<br />

im Kampf um die Medaillen zu absolvieren<br />

hatten. „Die besten Piloten der<br />

Welt sind hier. Wir freuen uns, beim<br />

größten Luftsport-Event, das jemals<br />

stattgefunden hat, auf großartige<br />

Wettbewerbe in einem wunderbaren<br />

Ambiente“, sagte Susanne Schödel,<br />

Generalsekretärin des Weltluftsportverbandes<br />

FAI, bei der Eröffnung.<br />

Wie zu erwarten hatten die Organisatoren<br />

alle Register gezogen, um<br />

der Luftsportwelt eine unvergessliche<br />

Atmosphäre zu bieten. Vom Modellhubschrauber-Kunstflug<br />

auf der Eislaufbahn<br />

in einer Shopping Mall über<br />

Fallschirmsprung- und Kunstflugwettkämpfe<br />

über den künstlichen Palmeninseln<br />

bis hin zu Ballonfahrten über<br />

dem Dach des höchsten Gebäudes<br />

der Welt – die Bilder der „Olympischen<br />

Spiele des Luftsports“ vor der Kulisse<br />

von Wüste, Wasser und Wolkenkratzern<br />

dürften lange im<br />

Gedächtnis bleiben.<br />

Das Gleiche gilt für den<br />

Geschwindigkeitsweltrekord<br />

des Schweizer Fallschirmspringers<br />

Marco Wiederkehr,<br />

der am 10. Dezember mit 533<br />

Kilometern pro Stunde für<br />

die Messdistanz von 1000<br />

Höhenmetern weniger als<br />

sieben Sekunden benötigte<br />

– in Windstopperhemd und<br />

Jeans. Zwar biete plastifizierte<br />

Kleidung laut Wiederkehr der<br />

Luft weniger Widerstand, aber sie<br />

enge den Springer ein. „Da der Körper<br />

aber mein Arbeitsgerät ist, muss<br />

ich mich frei bewegen können“, kommentierte<br />

der Weltrekordler seine<br />

legere Kluft.<br />

Auch wenn Yousif Hassan Al<br />

Hammadi von der Emirates Aerosports<br />

Federation betonte, Sicherheit stehe<br />

Startbereit: Die Wolken -<br />

kratzer der Skyline Dubais<br />

boten fantastische Kulissen.<br />

Bodenturnen: Bei den<br />

Airshows ging es stellenweise<br />

richtig tief zu.<br />

Fotos: Marcus King


Sunset: Mehrere Kunstflugstaffeln<br />

sorgten jenseits<br />

der Wettbewerbe für Show.<br />

Freifall: Das Teamspringen<br />

stellt höchste Anforderung<br />

an die Sportler.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 11


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

LANDUNGEN MIT DEM SCHAMAL<br />

GENAU VON DER SEITE.<br />

KEINE LEICHTE AUFGABE!<br />

Heli-Tänzer: Eric Weber<br />

zeigte mit seinem<br />

Modellhubschrauber die<br />

besten Freestyle-Flüge<br />

mit und ohne Musik.<br />

12 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

trotz des sportlichen Wettstreits an<br />

erster Stelle, ereignete sich im Laufe<br />

des Wettbewerbs ein Unfall. Ein niederländischer<br />

Gyrokopterpilot stürzte<br />

mit seinem Fluggerät aus bis Redaktionsschluss<br />

ungeklärter Ursache<br />

am 9. Dezember nahe der Dubai Palm<br />

Drop Zone ins Meer. Laut einer Pressemitteilung<br />

erlitt er dabei Verletzungen,<br />

nähere Angaben machten die<br />

Organisatoren nicht.<br />

Aus deutscher Sicht waren die Air<br />

Games ein Erfolg auf ganzer Linie.<br />

Mit seinem Sieg im Ballonfahren verhalf<br />

David Strasmann der „Nationalmannschaft“<br />

am letzten Wertungstag<br />

auf den vierten Platz im Medaillenspiegel<br />

– insgesamt drei Gold-, zwei<br />

Silber- und eine Bronzemedaille bringen<br />

die Sportler aus den<br />

Arabischen Emiraten mit<br />

nach Hause. „Es ging ganz<br />

entspannt“, fand David Strasmann.<br />

„Vielleicht hat auch<br />

die Umgebung unbewusst<br />

ein Ferien-Feeling erzeugt.“<br />

Den Medaillenreigen eröffneten<br />

Segelflieger Tilo<br />

Holighaus und Modellpilot<br />

Mario Müller. Müller hatte<br />

sich im Pylon Racing, bei<br />

dem es darum geht, mit dem<br />

Modellflugzeug einen rund 400 Meter<br />

langen Dreieckskurs zehnmal schnellstmöglich<br />

zu umrunden, mit komfortablem<br />

Vorsprung ins Finale gekämpft.<br />

Hier patzte er, als er – den Sieg vor<br />

Augen – den rund 180 Meter entfernten<br />

Pylon 1 des Kurses schnitt und<br />

sich so eine zehnprozentige Zeitstrafe<br />

einhandelte. Da rettete ihn auch<br />

die überragende Performance seines<br />

mehr als 300 Stundenkilometer schnellen<br />

Modellrenners nicht. Den Sieg<br />

holte sich schließlich Bruce de Chastel<br />

aus Australien.<br />

Auch Segelflieger Tilo Holighaus<br />

musste sich zwei Konkurrenten geschlagen<br />

geben. Bei der neuen Disziplin<br />

Glider Match Race, bei der je<br />

zwei Segler parallel einen vier mal<br />

fünf Kilometer langen Kurs zurücklegen<br />

müssen, kam es auf perfektes<br />

Energiemanagement und präzise<br />

Wenden an. Holighaus setzte sich im<br />

B-Finale gegen Rene Vidal aus Chile<br />

durch, den Sieg holte sich der mehrfache<br />

Weltmeister Sebastian Kawa<br />

aus Polen vor Werner Amann aus<br />

Österreich. „Ursprünglich dachten<br />

wir, dass das Ganze aufgrund fehlender<br />

Thermik eine reine Showveranstaltung<br />

wird“, sagte Holighaus<br />

dem <strong>aerokurier</strong>. „Aber als sich dann<br />

beim Fliegen herausstellte, dass es<br />

hier und dort tragende Luftschichten<br />

gibt, wurde aus dem vermeintlich<br />

belanglosen Abgleiten eine durchaus<br />

sportliche Herausforderung.“<br />

Das erste Gold für die Deutschen<br />

sammelten Astrid und Marcus Ciesielski<br />

ein. Das Ehepaar schaffte es<br />

in der ersten Disziplin der General<br />

Aviation, dem Navigationsflug, bis<br />

ins Viertelfinale, unterlag hier aber<br />

dem späteren Siegerteam aus Norwegen.<br />

„Die Navigation über der<br />

Wüstenlandschaft war schwierig“,<br />

sagte Ciesielski im Gespräch mit dem<br />

<strong>aerokurier</strong> und muss im Vorgriff auf<br />

seinen nächsten Satz schmunzeln.<br />

„Eine recht gute Orientierung boten<br />

allerdings die zahlreichen Kamelrennstecken,<br />

die auch in unseren Karten<br />

verzeichnet waren.“ Ohne intensive<br />

Nutzung der 45-minütigen Vorbereitungszeit,<br />

die dem Team von der<br />

Ausgabe der Karten bis zum Start zur<br />

Verfügung stand, wäre es kaum möglich<br />

gewesen, den 700 Meter breiten<br />

Korridor sauber zu befliegen. „Kurse<br />

eintragen, Wegpunkte suchen, Peilungen<br />

abschätzen und dann auf<br />

Kommando meiner Frau sauber fliegen,<br />

darauf kam es an.“ Insgesamt<br />

fünf Wertungsflüge à 35 Kilometer<br />

galt es zu absolvieren.<br />

In der zweiten Disziplin, dem Ziellandewettbewerb,<br />

zeigten die beiden<br />

Mitglieder der LSG Breitscheid-Haiger,<br />

wie gut sie die Cessna 172 SP<br />

trotz des Windes im Griff hatten. „Der<br />

arabische Schamal mit bis zu 17 Knoten<br />

genau von der Seite, das war<br />

grenzwertig“, sagte Ciesielski und<br />

ergänzte, dass es den Piloten freigestellt<br />

wurde, ob sie bei diesen Bedingungen<br />

fliegen wollten oder nicht.<br />

Zwei Wertungsanflüge galt es zu<br />

meistern, einen mit voller Motorkontrolle,<br />

einen im simulierten Engineoff-Modus,<br />

also im Leerlauf, nur mit<br />

Klappen und gegebenenfalls slippen.<br />

Keine leichte Aufgabe. Der Mut, den<br />

Bedingungen zu trotzen, hat sich<br />

ausgezahlt, hinter dem Team aus<br />

Südafrika „landeten“ die Ciesielskis<br />

auf Rang zwei – die erste Silbermedaille<br />

für das deutsche Team. Die<br />

Überraschung kam aber beim Blick<br />

Doppel-Schlepp:<br />

Start zum Glider<br />

Match Race.<br />

Fotos: Marcus King, Gerhard Wöbbeking


Mini-Renner: Mit Tempo<br />

300 sind die Modelle fast<br />

so schnell wie die Großen.<br />

Pylonenslalom:<br />

Wettkampf über<br />

offenem Meer.<br />

Viel heiße Luft: Auch<br />

Luftschiff- und Ballonfahrer<br />

sind dabei.<br />

Zielwurf: Wenn<br />

der Marker sitzt,<br />

gibt es Punkte.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

DUBAI BEDEUTET MODERNE<br />

UND TRADITION — UND<br />

KAMELE AUF DER LANDEBAHN<br />

Spickzettel II: Ob das<br />

Kunstflugprogramm auf<br />

dem Arm im Ernstfall<br />

wirklich die entscheidenden<br />

Punkte bringt, weiß<br />

nur der Gleitschirmpilot.<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

auf die Gesamtwertung. Hier flossen<br />

die Ergebnisse der Vorrunden des<br />

Navigationsfluges und des Ziellandewettbewerbs<br />

ein – und bescherte<br />

den Deutschen eine Goldmedaille<br />

obendrauf!<br />

Die dritte Goldmedaille<br />

für Deutschland holte sich<br />

Eric Weber mit seinem Modellflug-Helikopter.<br />

Er zeigte<br />

bei seinen fünf Wertungsflügen<br />

mit und ohne Musik<br />

die besten Freestyle-Präsentationen.<br />

Der siebenmalige<br />

Deutsche Meister, Europameister<br />

und zweimalige<br />

Weltmeister, der beim FMC<br />

Grundig Langenzenn trainiert, wurde<br />

damit seiner Favoritenrolle gerecht.<br />

Einig waren sich die deutschen<br />

Teilnehmer über die perfekte Organisation<br />

der World Air Games. „Das<br />

Motto ,just fly‘ war hier Programm“,<br />

sagte Marcus Ciesielski. „Man hat<br />

die Maschinen von Mechanikern in<br />

Topzustand übernommen, musste<br />

nur das Bordbuch abzeichnen und<br />

konnte losfliegen. Anschließend kümmerten<br />

sich die Techniker sofort<br />

wieder um die Flugzeuge.“ Dubai sei<br />

aber auch ein Kulturschock gewesen.<br />

„Auf der einen Seite diese virtuelle<br />

Stadt, das Modernste vom Modernsten.<br />

Mittendrin die einfachen Arbeiter<br />

auf den vielen Baustellen. Und<br />

dann, eine halbe Stunde mit dem Bus<br />

in die Wüste, das Arabien wie aus<br />

dem Märchenbuch mit Kamelen und<br />

Oasen – einfach unbeschreiblich.“<br />

Tilo Holighaus lobte das Engagement<br />

der Organisatoren ebenfalls:<br />

„Den olympischen Gedanken haben<br />

sie vortrefflich umgesetzt, Dubai war<br />

ein fantastischer Gastgeber.“ Schließlich<br />

musste auch der erfahrene Segelflieger<br />

zugeben, mit Dubai etwas<br />

Unvergessliches erlebt zu haben.<br />

„Wenn man auf der einen Seite im<br />

Hangaufwind der Wolkenkratzer entlanggleitet,<br />

auf der anderen Seite die<br />

Weite des Landes und die Wüste sieht,<br />

dann berührt einen das zutiefst. Das<br />

war echt Herzklopfen, einfach toll!<br />

Nach so einem Erlebnis wundert einen<br />

echt gar nichts mehr. Nicht mal<br />

ein Kamel auf der Landebahn.“ ae<br />

Sightseeing: Eine Gruppe<br />

Fallschirmspringer blickt auf<br />

die Skyline Dubais.<br />

Korkenzieher: Erst die<br />

Rauchfahnen lassen die<br />

Figuren erahnen.<br />

Fotos: Tilo Holighaus, Markus King, Tokunaga/Breitling


Häuserschluchten: Tilo<br />

Holighaus im „Hangaufwind“<br />

der Wolkenkratzer.<br />

Wingwalkers: Die<br />

Stearmans von Breitling<br />

über der Palmeninsel.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 15


[ NEWS ]<br />

Mooney-Revival nimmt Fahrt auf<br />

DER PROTOTYP DER<br />

M10T FLIEGT<br />

Für den Testpiloten Len Fox war der<br />

Dezember ein geschäftiger Monat: Erst brachte<br />

er den Wiederaufbau der Windecker Eagle<br />

in die Luft, dann folgte am 23. Dezember der<br />

Erstflug des Prototyps der Mooney M10T. Sie<br />

war erst vor einem Jahr auf der Zhuhai Airshow<br />

in China vorgestellt worden. Der Erstflug fand<br />

auf dem Flugplatz Chino statt und dauerte<br />

15 Minuten. „Der Flug war ein unglaublich<br />

wichtiger Meilenstein für das M10-Programm.<br />

Unser Ingenieursteam hat sehr hart auf diesen<br />

Tag hingearbeitet“, sagte Jerry Chen, der<br />

Hauptgeschäftsführer (CEO) von Mooney<br />

International nach der Landung der Einmot.<br />

Im Vergleich zum jetzt fliegenden Prototyp<br />

kann es bei den geplanten Serienflugzeugen<br />

noch zu deutlichen Änderungen kommen.<br />

Mooney sieht den ersten Prototyp als Proofof-Concept-Flugzeug<br />

an.<br />

Die Mooney M10T ist als Dreisitzer ausgelegt<br />

und soll vor allem Flugschulen als Kunden<br />

ansprechen. Deshalb ist sie auch mit einem<br />

Sidestick und Einhebelbedienung konstruiert<br />

worden. Sie verfügt über ein Festfahrwerk<br />

und soll als Serienflugzeug mit dem Garmin-G1000-Glascockpit<br />

ausgerüstet werden.<br />

Die M10T ist komplett aus Faserverbundwerkstoffen<br />

gefertigt und wird von einem Continental-CD-135-Dieselmotor<br />

angetrieben. Als<br />

Reisegeschwindigkeit nennt Mooney eine<br />

True Air Speed von 160 Knoten!<br />

Erstflug des Vorserienflugzeugs<br />

EPIC E1000 AUF DEM WEG ZUR ZULASSUNG<br />

Nettobestellungen für Falcon-Jets hat<br />

Dassault 2015 erhalten. Im Vorjahr waren<br />

es noch 90. Der Hersteller hat 55 neue Busi-<br />

25ness Jets ausgeliefert, 2014 waren es 66.<br />

Epic Aircraft aus Bend, Oregon hat am 23. Dezember den Erstflug<br />

ihres Vorserienflugzeugs FT1 der Epic E1000 geschafft. Die Turboprop-Einmot<br />

beruht auf dem Kitflugzeug Epic LT, ist aber ein voll<br />

zugelassenes Serienflugzeug. FT1 entspricht weitestgehend dem<br />

späteren Serienflugzeug. Beim Erstflug saß Testpilot David Robinson<br />

am Steuer. Er sagte nach dem 20-minütigen Testflug: „Das<br />

Flugzeug ließ sich extrem gut handeln und verhielt sich genauso<br />

wie erwartet.“ Doug King, der CEO von Epic Aircraft, sagte: „Dies<br />

ist eine großartige Leistung des Teams, auf das ich nicht stolzer<br />

sein könnte!“ FT1 wird die Mehrzahl der für die Zulassung noch erforderlichen<br />

Flüge durchführen. Im Frühjahr soll das zweite Vorserienflugzeug,<br />

FT2, fertig werden und ebenfalls Testflüge absolvieren.<br />

Es soll schon mit den Produktionswerkzeugen gebaut werden.<br />

Wintersport am Boden und in der Luft<br />

BITTE BRETTER UNTERSCHNALLEN<br />

Flockenwirbel, Frost, der kracht: Am Wochenende 13./14. Februar lädt die<br />

Luftsportgruppe Isny zu ihrem jährlichen Ski-Fly-in ein. Erwartet werden<br />

Ski-Flieger aus Deutschland und dem nahen Ausland. Neu in diesem Jahr<br />

ist, dass die Luftsportgruppe jetzt mit ihrem im Sommer erworbenen UL<br />

FK9 selbst am Flugbetrieb teilnehmen kann, da das Flugzeug bis dahin<br />

mit Skiern ausgerüstet wird. Das Treffen der „Ski-Flieger“ hat sich zu einer<br />

Attraktion am Flugplatz Isny-Rotmoos entwickelt, nicht nur Motor-, Ultraleichtflugzeug-<br />

und Motorseglerpiloten bevölkern das Fluggelände, sondern<br />

auch Skilangläufer und Spaziergänger. Hinweise zum Anflug und Mitteilungen<br />

sind unter www.lsg-isny.de zu finden.<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Textron Aviation bereinigt Produktportfolio<br />

CESSNA CITATION CJ2+ NICHT LÄNGER IN PRODUKTION<br />

Piaggio Aerospace hat im abgelaufenen<br />

Jahr drei Avanti EVO an Kunden<br />

übergeben. Zwei dieser Kunden<br />

sind in Europa beheimatet. Der<br />

Auftragsbestand lag Ende Dezember<br />

bei zehn Flugzeugen, von denen<br />

im nächsten Jahr acht Exemplare<br />

ausgeliefert werden sollen.<br />

Die Avanti EVO kostet rund 7,4 Millionen<br />

Dollar und ist eine leistungsgesteigerte<br />

Version der Piaggio<br />

Avanti II. Das Flugzeug wird in Genua<br />

in Norditalien gebaut.<br />

Die Cessna Aircraft Company hat den zweistrahligen Leichtjet Cessna Citation CJ2+ aus ihrem Produktportfolio<br />

gestrichen. Mit der Einführung der Citation M2 ist die Nachfrage nach dem Neunsitzer, der über eine<br />

Reichweite von 1610 nautischen Meilen verfügt, relativ schnell eingebrochen. Nach einer Statistik des Industrieverbandes<br />

GAMA hatte der Hersteller aus Wichita, Kansas, den letzten CJ2+ bereits im zweiten Quartal<br />

2014 an einen Kunden übergeben.<br />

Neuer Jet für die Smart Air<br />

ERSTE LEGACY 450 IN EUROPA<br />

Die erste in einem EASA-Land zugelassene Embraer Legacy<br />

450 landete am 6. Januar <strong>2016</strong> um elf Uhr auf dem Flughafen<br />

von Antwerpen. Sie war in der Weihnachtswoche in Sao<br />

José dos Campos in Brasilien an die belgische Smart Air<br />

übergeben und im neuen Jahr nach Belgien überführt worden.<br />

Der zweistrahlige Business Jet gehört der holländischen<br />

Firma ASL JetNetherlands, die ihn auch – unter belgischem<br />

Kennzeichen – betreibt, aber das Flugzeugmanagement<br />

in die Hände der Smart Air gelegt hat. Er wird seinen<br />

Heimatflughafen in Brüssel haben, aber auch von Antwerpen<br />

aus für Executive-Charterdienste angeboten. „Wir können es<br />

kaum abwarten, ihn fliegen zu sehen!“, sagte Stéphane Ledermann,<br />

Gründer und CEO der Smart Air SA.<br />

Fotos: 410ed, Embraer, Epic Aircraft, Gustafson, Iowa Flight Training, Mooney Aircraft,<br />

Piaggio Aircraft, Textron Aviation<br />

US-Luftfahrtbehörde war in Kamenz<br />

FLIGHT DESIGN VON DER FAA AUDITIERT<br />

Fast 400 LSA-Flugzeuge hat Flight Design aus Kamenz in den vergangenen<br />

zehn Jahren in die USA exportiert. Ende 2015 stattete die FAA<br />

dem Firmensitz einen Besuch ab, um das Unternehmen zu auditieren.<br />

Dazu hat die Behörde drei Prüfer nach Deutschland geschickt, um<br />

die Einhaltung der Standards bei der Produktion und der Qualitätskontrolle<br />

zu überprüfen. Die Überprüfung ergab keine sicherheitsrelevanten<br />

Punkte.<br />

Zweiter Erstflug nach 31 Jahren<br />

EAGLE IST WIEDER IN DER LUFT<br />

Nach einer fast ein Jahr dauernden Restaurierung ist die Kunststoff-Einmot<br />

Windecker Eagle im Dezember zu ihrem Erstflug gestartet. Das Flugzeug<br />

wurde vom Testpiloten Len Fox geflogen. Die Restaurierung der Eagle –<br />

das erste von der FAA zugelassene Flugzeug aus Faserverbundwerkstoffen<br />

– fand in Mooresville, North Carolina, statt. Von dem Flugzeug waren<br />

Ende der sechziger Jahre nur zwei Prototypen und sechs Serienflugzeuge<br />

gebaut worden. Don Atchinson, Hauptgeschäftsführer von Windecker Aircraft,<br />

sagte: „Obwohl das Flugzeug seit mehr als 30 Jahren nicht mehr<br />

geflogen war, roch es wie neu und fühlte sich auch wie ein neues Flugzeug<br />

an. Es ist ein gut konstruiertes Flugzeug, das auch nach heutigen<br />

Maßstäben zugelassen werden kann.“<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 17


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Kitfox Serie 7<br />

LASTESEL<br />

Der Kitfox erfreut sich in der UL-Szene größter Beliebtheit.<br />

Vor den RVs und Lancairs gehörten sie zu den<br />

wohl häufigsten Eigenbauten in der OUV. Der Mike-<br />

Klasse indes sind sie längst entwachsen.<br />

18 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


IM EIGENBAU<br />

AUTOR: Frank Martini<br />

FOTOS: Frank Martini<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 19


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Der Kitfox 7 zeichnet sich<br />

durch eine einfache<br />

Konstruktion und eine<br />

hohe Zuladung aus.<br />

20 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Ein französischer Verein<br />

hatte den Bausatz für ein<br />

Projekt mit Jugendlichen<br />

gekauft und nicht beendet.<br />

Kennen Sie Vulpes macrotis?<br />

Vulpini sind Tiere, die der<br />

Gattung der Echten Füchse<br />

angehören. Deren nur im<br />

Südwesten der USA vorkommende,<br />

recht kleine Spezies, der Kitfuchs, mit<br />

seinem katzenartigen Antlitz wiegt<br />

höchstens zweieinhalb Kilogramm –<br />

der bei uns heimische Rotfuchs wäre<br />

damit ein Hungerleider. Zur Entwicklung<br />

des Katzenfuchses gibt es<br />

im Norden der USA eine Entsprechung<br />

– nicht bei den Tieren,<br />

sondern im<br />

Leichtflugzeugbau.<br />

Passte der Name Kitfox<br />

zu den ULs aus<br />

Idaho noch sehr gut,<br />

ist dessen Entwicklung<br />

seit der Jahrtausendwende in<br />

unserer UL-Klasse kaum noch unterzubringen.<br />

Mit rund 300 Kilogramm<br />

ist die Serie 7 dafür schon ohne Motor<br />

zu schwer, längst werden auch<br />

gewichtige Aggregate für das Flugzeug<br />

angeboten. Vierzylinder-Boxer<br />

von Lycoming oder Continental gehören<br />

heute zum Kitfox-Standardangebot,<br />

sogar Sternmotoren mit sieben<br />

Zylindern sind möglich. Die leichteste<br />

sinnvolle Antriebsvariante ist allerdings<br />

der Rotax 912S: Er unterbietet<br />

inklusive der Anbauteile mit rund<br />

75 Kilogramm selbst den leichtesten<br />

Conti, den O-200, um mehr als 20 Kilogramm.<br />

Mit dem BRP-Antrieb könnte<br />

man den Kitfox 7 getrost Donkey<br />

DIE TEILE DES BAUSATZES LAGEN<br />

FAST ZEHN JAHRE HERUM<br />

UND STAUBTEN LANGSAM EIN<br />

oder Mule nennen. Denn wie ein deutsches<br />

Echo-Experimental zeigt,<br />

verfügt er über wahre Lasteselqualitäten.<br />

Auch deshalb haben sich Andreas<br />

Konzelmann und Hajo Kellner für<br />

diese Kombination entschieden.<br />

Die beiden<br />

kennen Sie aus dem<br />

<strong>aerokurier</strong> 11/2015, in dem<br />

wir deren kunstflugtauglichen<br />

Rans-S-9-Eigenbau<br />

vorgestellt haben. Weil damit aber<br />

immer nur jeweils einer fliegen kann,<br />

träumten die beiden Piloten bereits<br />

während des Einsitzer-Baus von einem<br />

weiteren Projekt – einem, das neben<br />

zwei Personen noch möglichst viel<br />

Gepäck aufnehmen<br />

sollte. Dass sie dabei<br />

auf einen Kitfox gekommen<br />

sind, ist<br />

allerdings dem Zufall<br />

geschuldet. Andreas<br />

fand die Basis für das<br />

Projekt in einer eher unspektakulären<br />

Kleinanzeige eines französischen<br />

Fluggerätemechanikers: „Ich habe<br />

hier einen Verein, der einen Schnellbausatz<br />

Kitfox 7 verkaufen möchte.<br />

Die Flügel sind schon verleimt, aber<br />

EIN FLUGVIDEO<br />

der D-EKKJ verbirgt sich<br />

hinter dem QR-Code und<br />

unter www.<strong>aerokurier</strong>.de/<br />

kitfox_video<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Die Rans S-9 und den Kitfox 7 haben Hajo Kellner und Andreas Konzelmann<br />

gemeinschaftlich gebaut. [ 2 ] Aus dieser Perspektive ist gut zu erkennen, wie weit<br />

sich die Flaperons über die Spannweite des Flugzeugs erstrecken. [ 3 ] Wenn Andreas<br />

und Hajo gemeinsam unterwegs sind, fällt dem Kitfox mit seinen 300 kg Zuladung<br />

immer die Rolle des Lastesels zu – die Rans ist nicht für hohe Nutzlasten geschaffen.<br />

[ 3 ]<br />

unbespannt. Sämtliche Stahlrohrteile<br />

sind vom Werk gelb pulverbeschichtet.<br />

Rumpf ist unbespannt. Keine<br />

Instrumente. Kein Motor. Vieles ist<br />

noch in Säcken verpackt, muss aber<br />

auf Vollständigkeit überprüft werden.<br />

Keine Transportboxen vorhanden.<br />

Muss abgeholt werden, Region südlich<br />

von Genf.“<br />

Was im Flugzeugbau gänzlich<br />

Unerfahrene wohl abgeschreckt hätte,<br />

ließ die beiden Saarländer aufhorchen.<br />

Die gelbe Pulverbeschichtung<br />

schien schon mal gut zu ihrer Rans<br />

S-9 zu passen. Nach ein paar Mails,<br />

wenig aufschlussreichen Fotos und<br />

AUCH WENN TEILE FEHLTEN, WAR DER<br />

KITFOX DOCH EIN SCHNÄPPCHEN<br />

einem kurzfristig vereinbarten Treffen<br />

setzten sich Andreas und Hajo<br />

an einem Nachmittag im Sommer 2012<br />

ins Auto. Andreas fuhr, Hajo googelte<br />

auf seinem iPad. „Von einem Kitfox<br />

Serie 7“, räumt Andreas freimütig ein,<br />

„hatten wir bis zu dem Inserat noch<br />

nie etwas gehört.“ Hajos Internetrecherche<br />

ließ Andreas aufs Gaspedal<br />

treten: „705 Kilo Abfluggewicht, das<br />

sollte nach unserer Rechnung eine<br />

Zuladung von mehr als 300 Kilo ermöglichen.“<br />

Dieser für einen Zweisitzer<br />

erstaunliche Wert machte sie<br />

auf weitere Details neugierig. Die<br />

bekamen sie abends in einem Landgasthof<br />

irgendwo im französischen<br />

Savoyen von dem Inserenten zu hören<br />

– in einer abenteuerlichen Geschichte:<br />

Ein Künstler und ein Lehrer, so<br />

der Fluggerätemechaniker, wollten<br />

20<strong>02</strong> im Rahmen eines Projekts mit<br />

schwer erziehbaren Jugendlichen ein<br />

Flugzeug bauen. Und konnten, dank<br />

finanzieller Hilfe einer Lotteriegesellschaft,<br />

den Kitfox-Bausatz der gerade<br />

neu erschienenen Serie 7 bestellen<br />

– mit allen vom<br />

Werk angebotenen<br />

Optionen!<br />

Doch das Vorhaben<br />

schlief ein,<br />

und so lagen die<br />

Teile fast zehn Jahre herum und verstaubten,<br />

ehe der Anbieter den Platz<br />

in der Halle für anderes benötigte.<br />

Der Bausatz sollte also endlich weg.<br />

Schlappe 9500 Euro schienen dem<br />

Fliegerduo von der Saar ein überschaubares<br />

Risiko, und so kauften sie<br />

die Katze – pardon, den Katzenfuchs<br />

– buchstäblich im Sack, den sie gleich<br />

auf den vorsorglich mitgebrachten<br />

Anhänger verluden.<br />

„Auch wenn einzelne Teile fehlten,<br />

war es rückblickend ein echtes<br />

Schnäppchen“, sagen Hajo und Andreas<br />

heute. So gab es keine Cowling,<br />

keinen Motorträger, auch keinen<br />

Propeller oder Spinner. Sogar ein Reifen<br />

fehlte, und eine bei der Lagerung<br />

oder dem Transport gebrochene Flügelrippe<br />

musste geflickt werden.<br />

Die Aufhängung der Flaperons ist<br />

besonders stabil ausgelegt.<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


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„Nichts Dramatisches“, grinst Hajo,<br />

„die gute Ausstattung hat uns für<br />

diese Kleinigkeiten mehr als entschädigt.“<br />

Denn die optionalen Radschuhe,<br />

das Alufahrwerk mit innenverlegten<br />

Bremsleitungen und gewölbte<br />

statt flacher Plexiglasscheiben<br />

waren mit in den Paketen, die die<br />

beiden wie ein Überraschungsei erst<br />

ein knappes halbes Jahr nach dem<br />

Einkauf inspizierten. „Sogar ein Bügeleisen<br />

und Werkzeuge waren mit<br />

in dem Paket“, lacht Andreas, denn<br />

mit dem 110-Volt-Eisen war in der<br />

heimatlichen Werkstatt beim besten<br />

Willen nichts anzufangen.<br />

Im Herbst 2012 war das Projekt<br />

angemeldet, und der Bau konnte beginnen.<br />

Und gute eineinhalb Jahre<br />

nach dem Erstflug konnte es sich der<br />

<strong>aerokurier</strong> anschauen. „Das hier ist<br />

das absolute Highlight“, weist Hajo<br />

mit dem Finger unter das Panel. Eine<br />

Wasserheizung für den Kühlkreislauf<br />

des Rotax-Motors – „da brauchste dir<br />

auch über CO keine Gedanken mehr<br />

zu machen, und das Ding funktioniert<br />

super“, freut er sich. Neben der Absicht,<br />

ein möglichst zuladungsstarkes<br />

Flugzeug zu bauen, hatte der Kitfox<br />

für ihn noch einen besonderen Charme.<br />

Die beiden OUV-Mitglieder hatten<br />

noch einen abgelaufenen 912er-Motor<br />

auf Halde liegen, den Hajo als<br />

gelernter Werkzeugmachermeister<br />

problemlos grundüberholen konnte.<br />

Als Einzelstück zum Eigenbau angemeldet,<br />

war das auch fürs Luftfahrt-<br />

Bundesamt kein Problem – bei einem<br />

Experimental darf man so was.<br />

Kein halbes Jahr nach Baubeginn,<br />

Anfang 2013, bespannten sie ihre<br />

Neuerwerbung; im Frühjahr, nachdem<br />

der Belastungstest bestanden war,<br />

konnten die An- und Einbauten beginnen.<br />

Weil bis dahin alles so günstig<br />

gelaufen war, statteten sie das<br />

Panel fürstlich aus. Blickt man links<br />

der Heizung etwas tiefer hinter die<br />

sauber verlegten Kabel, entdeckt man<br />

ein kleines Kästchen mit der Aufschrift<br />

„Levil“ – ein hochsensibles AHRS-<br />

Modul, das sämtliche Lage-, Druckund<br />

Kompassdaten an zwei iPad-<br />

Mini-Docks liefert. Diese werden – wie<br />

der Heizungskörper – von hinterbauten<br />

Ventilatoren angepustet. So konnten<br />

Andreas und Hajo auf elektrische<br />

oder per Vakuum betriebene Kreiselinstrumente<br />

verzichten und das üb-<br />

Andreas Konzelmann fand<br />

den Bausatz des Kitfox in<br />

einer Kleinanzeige.<br />

Die einzelnen Elemente des Flügelbeiklappmechanismus zeigen: Hier waren Profis am Werk und haben eine besonders<br />

sorgfältige und gelungene Bauausführung an den Tag gelegt.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 23


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Mit einem Belastungstest müssen die Selbstbauer nachweisen, dass die<br />

geforderten Festigkeiten der Konstruktion auch eingehalten werden.<br />

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig hat den Kitfox 7<br />

mit dem Kennzeichen D-EKKJ als Einzelstück zugelassen.<br />

Daten Kitfox 7 D-EKKJ<br />

Hersteller (Bausatz): Kitfox Aircraft Zulassung: Experimental Sitzplätze: 2<br />

Bauweise: Gemischt Verwendung: Reiseflugzeug<br />

Antrieb<br />

Motor<br />

Rotax 912 S<br />

HerstellerBRP-Powertrain<br />

Leistung<br />

74 kW/100 PS<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

6,19 m<br />

Höhe<br />

2,50 m<br />

Spannweite<br />

9,80 m<br />

Flügelfläche 12,26 m²<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

MTOM<br />

375 kg<br />

705 kg<br />

Gepäckfach<br />

67 kg<br />

Tankinhalt 2 x 53 l Flächentanks<br />

+4 l Headertank (1<strong>02</strong> l ausfliegbar)<br />

Flugleistungen<br />

V NE <br />

240 km/h<br />

V max <br />

224 km/h<br />

V S1 <br />

75 km/h<br />

Startrollstrecke 98 m<br />

Steigrate<br />

4 m/s<br />

Dienstgipfelhöhe 4500 m<br />

liche Sixpack auf drei analoge Uhren<br />

und das „Schnapsglas“ reduzieren:<br />

Fahrtmesser, Vario, Höhenmesser –<br />

fertig. Anzeigen, die sich zusätzlich<br />

zum fehlenden Rest mit dem Levil<br />

auch auf den iPads darstellen lassen.<br />

Mit Apps wie AirNav Pro oder SkyMap<br />

können sich die beiden je nach Geschmack<br />

so ein zeitgemäßes Cockpit<br />

inklusive EFIS mit synthetischer Geländedarstellung<br />

stricken; Pilots Flight<br />

Support at its best. Zwei zusätzliche<br />

Anschlüsse für Smartphones mit einer<br />

der Apps ermöglichen<br />

eine<br />

gleichzeitige Kartendarstellung,<br />

wenn mit nur<br />

einem iPad geflogen<br />

wird.<br />

Nachdem alles die Gunst der Gutachter<br />

und Prüfer gefunden hatte und<br />

die vorläufige Verkehrszulassung<br />

vorlag, ging Hajo Ende Mai 2014<br />

schließlich das erste Mal mit dem<br />

Neubau in die Luft. Vor einem Jahr,<br />

sechs Monate nach dem Erstflug,<br />

hatte die D-EKKJ bereits 120 Stunden<br />

Flugzeit absolviert, nachdem sie im<br />

Sommer 2014 gleich einen Preis beim<br />

OUV-Sommertreffen eingeheimst<br />

hatte. Etwa 45 000 Euro hatten die<br />

Saarländer bis dahin in den Kitfox<br />

investiert; einschließlich aller Gutachten,<br />

der noch ausstehenden Lärmmessung,<br />

Gebühren und der endgültigen<br />

Verkehrszulassung schätzt<br />

Andreas die Gesamtkosten auf immer<br />

noch knapp unter 50 000 Euro. Dafür<br />

lässt sich sonst kein anderes Normalflugzeug<br />

der Echoklasse neu an den<br />

Himmel bringen – schon gar nicht<br />

mit dieser Ausstattung!<br />

Besonders zufrieden sind beide<br />

aber mit den technischen Daten ihres<br />

Kitfox: „Mit der Wägung haben wir<br />

tatsächlich 330 Kilo Zuladung hingekriegt!<br />

Rechnet man den Tankinhalt<br />

mit 80 Kilo und zwei Piloten mit 170<br />

Kilo, wäre selbst bei voller Auslastung<br />

des Gepäckfachs mit 67 Kilo das Flugzeug<br />

noch immer in den zulässigen<br />

FREUDE NACH DER WÄGUNG:<br />

300 KILOGRAMM ZULADUNG<br />

SIND BEIM KITFOX MÖGLICH<br />

Grenzen.“ Der Bau des heiß ersehnten<br />

Lastesels war also geschafft!<br />

Mit einem fertigen Kitfox wäre das<br />

nicht möglich gewesen, vom Preis<br />

ganz abgesehen. Knapp unter 100 000<br />

Dollar weist die Kitfox LL in Idaho<br />

den Preis für ihren rotaxgetriebenen<br />

‚Kitfox 7 Super Sport Fly away‘ aus.<br />

Nur dass man dann ein Flugzeug der<br />

amerikanischen LSA-Klasse hätte –<br />

mit einem MTOM von gut zwei Zentnern<br />

weniger als die D-EKKJ! Andreas<br />

und Hajo finden ihr Ergebnis<br />

höchst ermutigend für andere, die<br />

vom fliegenden Selbstbau träumen.<br />

„Okay, das war nach dem Wiederaufbau<br />

einer gebrauchten Rans S-10<br />

und unserer neu gebauten S-9 nicht<br />

unser erstes Projekt, aber auch wir<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Ein angelenktes Spornrad macht die<br />

Landungen komfortabler.<br />

Die Schläuche der Bremsleitungen verlaufen im inneren Kasten des Aluminiumfahrwerks<br />

zu den Bremssätteln an den Rädern.<br />

haben irgendwann mal angefangen“,<br />

so Hajo. Und mit Unterstützung durch<br />

die OUV sei es auch absoluten Anfängern<br />

möglich, erfolgreich und<br />

sicher im Eigenbau abzuheben. „Man<br />

muss ja auch nicht so schnell fertig<br />

werden wie wir mit dem Kitfox“, ergänzt<br />

Andreas, der diesen Bausatz<br />

auch Anfängern empfiehlt. „Das<br />

Flugzeug wird nicht umsonst als<br />

Schnellbausatz angeboten, der vor<br />

allem für Leute mit Platzproblemen<br />

ideal ist.“ Auch das fertige Flugzeug<br />

benötigt nicht viel Platz, denn die<br />

hintere Flächenmontage liegt genau<br />

auf der gleichen Vertikalachse wie<br />

der Fixpunkt der Flügelstreben – mit<br />

Entfernen der vorderen Sicherungen<br />

und Bolzen lassen sich die Flächen<br />

mit etwas Übung in wenigen Minuten<br />

um diese Achse einfach nach hinten<br />

an den Rumpf klappen. „Die Kitfox-<br />

Spornis in den USA montieren sich<br />

einfach eine Deichsel ans Spornrad<br />

und ziehen ihren Flieger mit dem Pkw<br />

in die heimische Garage“, so Hajo.<br />

Abgesehen vom günstigen Preis<br />

und der möglichen Zuladung haben<br />

die beiden Eigenbauer auch die Betriebswerte<br />

ihres Rotax-Kitfox überzeugt.<br />

108 KIAS Reise bei 20 Litern<br />

Mogas die Stunde – Fliegerherz, was<br />

willst du mehr!? „Ooch, da fällt mir<br />

schon noch was ein“, grinst Andreas.<br />

„Haste schon mal den Verner-Sternmotor<br />

gehört? Das ist ein richtig geiler<br />

Sound, der so einem klassischen<br />

Hochdecker super zu Gesicht steht!“<br />

Der tschechische Siebenzylinder bringt<br />

bei Hubräumen von 268 respektive<br />

311 Kubikinch 117 beziehungsweise<br />

137 PS auf den Propeller – bei etwa<br />

gleichem Gewicht wie ein Rotax mit<br />

allen Anbauteilen. Seit 2014 gibt es<br />

den Tschechenstern mit Maximalleistung<br />

sogar in einem magnesiumlegierten<br />

Leichtbau-Kurbelgehäuse mit<br />

knapp unter 80 Kilo Masse. Allerdings<br />

liegen die Verner-Motoren derzeit<br />

noch bei einer TBO von 600 Stunden.<br />

„Wie das bei neuem Zeug halt so ist.<br />

Da haben wir doch lieber auf Bewährtes<br />

gesetzt“, meint Andreas und klopft<br />

Hajo auf die Schulter. So günstig wie<br />

der von ihm generalüberholte Rotax<br />

wäre kein neuer Motor auch nur annähernd<br />

zu haben gewesen. Man<br />

merkt den Saarländern an, dass sie<br />

mit ihrem Kitfox rundheraus zufrieden<br />

sind. Das liegt auch an einer besonders<br />

sorgfältigen Bauausführung inklusive<br />

Ausstattung und Finish, selbst ohne<br />

den Klassiker unter den Flugzeugmotoren.<br />

„Aber“, meint Andreas, „auch<br />

als erfolgreicher Selberbauer wird man<br />

ja noch weiter träumen dürfen…“ ae<br />

Hajo Kellner beim Ölcheck.<br />

Er hat weitere Ideen für<br />

die Einmot.


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Vater und Sohn über dem „Big Apple“<br />

LOCKERES<br />

SIGHTSEE<br />

AUTOR: Jürgen Tusch<br />

FOTOS: Leonard Tusch<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


ING unterwegs<br />

Kann man im stark frequentierten<br />

Luftraum von New York<br />

und über den Inseln vor der<br />

Küste von Massachusetts<br />

entspannt nach VFR fliegen?<br />

Man kann, meint Piper-Pilot<br />

Jürgen Tusch, der mit Sohn<br />

Leonard unter anderem<br />

auch über dem „Big Apple“<br />

war.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 27


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

Am Republic Airport in<br />

Farmingdale charterte<br />

Jürgen Tusch diese<br />

Piper PA-28 Archer III.<br />

Ganz Manhattan ist ein Megastau,<br />

Autofahrer hupen<br />

wie verrückt, keinen Meter<br />

geht es voran. Es ist Freitagnachmittag<br />

vor dem Memorial<br />

Weekend. Ich fahre auf der 8th Avenue<br />

nordwärts an der Ecke 34. Straße,<br />

um meinen Sohn Leonard am Port-<br />

Authority-Busbahnhof abzuholen. Er<br />

hat ein Semester in Boston studiert,<br />

und wir wollen gemeinsam mit einer<br />

gecharterten PA-28 Archer die Ostküste<br />

von oben erkunden. Ich bin<br />

überglücklich, ihn nach so langer Zeit<br />

wiederzusehen.<br />

Nachdem ich 20 Dollar für eine<br />

Stunde Parken bezahlt habe, kämpfen<br />

VOR DER SPEKTAKULÄREN HUDSON-TOUR<br />

WIRD DER PILOT GRÜNDLICH EINGEWIESEN<br />

wir uns über die verstopften Straßen<br />

durch bis zum Times Square. Wir<br />

verlassen Manhattan über die Queensboro<br />

Bridge Richtung Farmingdale,<br />

wo wir im gemütlichen Jones Beach<br />

Hotel einchecken.<br />

Am nächsten Morgen fahre ich zu<br />

Ventura Flight Training am Republic<br />

Airport, etwa 35 Meilen östlich von<br />

New York, um das Check-out und das<br />

Biennial Flight Review zu absolvieren.<br />

Der Name des Airports geht auf Republic<br />

Aviation zurück, die auf dem<br />

Gelände von den späten 1930er bis<br />

in die 1960er Jahre Flugzeuge produzierte.<br />

Im Büro treffe ich Fluglehrer<br />

Evan, der gleich zur Sache kommt<br />

und uns mit den Besonderheiten des<br />

Luftraums um den Flughafen sowie<br />

den Meldepunkten für An- und Abflüge<br />

vertraut macht. Jetzt ist es Zeit<br />

für den Checkflug. Die Archer macht<br />

einen guten Eindruck. „Republic Tower,<br />

Archer 522JW, ready for departure“,<br />

melde ich mich am Rollhalt. Es<br />

kommt noch eine der vielen Challengers<br />

herein, die hier stationiert sind,<br />

und dann geht es ab in den amerikanischen<br />

Himmel. Das Programm des<br />

Flight Review ist<br />

dem Checkflug in<br />

Deutschland sehr<br />

ähnlich und schnell<br />

und problemlos erledigt. Wesentlich<br />

schwieriger ist es, mir sämtliche Meldepunkte<br />

namentlich zu merken und<br />

im Gedächtnis den Landschaftspunkten<br />

zuzuordnen.<br />

Am nächsten Morgen steht als<br />

Generalprobe die Hudson-Tour an,<br />

allerdings zunächst mit Fluglehrer.<br />

Die Anzahl möglicher Meldepunktvarianten<br />

ist wegen der zwei gekreuzten<br />

Landebahnen besonders hoch.<br />

Deshalb malt Evan eine geniale Skizze,<br />

die sämtliche Möglichkeiten für<br />

An- und Abflüge beinhaltet. Ich bin<br />

begeistert und schlage vor, er möge<br />

die Skizze bei Jeppesen zur Veröffentlichung<br />

einreichen, damit andere<br />

Piloten ebenfalls davon profitieren<br />

können.<br />

Etwas angespannt bin ich schon,<br />

als ich mich das erste Mal bei Kennedy<br />

Tower melde: „Archer 522JW,<br />

request South Shore westbound at<br />

400 with transition to Newark Tower<br />

for a Hudson tour.“ Ich beginne<br />

direkt mit dem Sinkflug auf 400 Fuß,<br />

denn der Anflug des John F. Kennedy<br />

International Airports, den wir<br />

unterfliegen müssen, ist nicht mehr<br />

weit. Im Tiefflug geht es am kilometerlangen,<br />

schneeweißen Strand vorbei.<br />

Vom Ozean her nähert sich von<br />

Südwesten eine Verkehrsmaschine<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[1 ] Viel Schiffsverkehr herrscht in der Upper Bay, während<br />

die Piper über Liberty Island kreist. [ 2 ] ATC erlaubt<br />

mehrere Runden um die „Lady“. [ 3 ] Herrlich weiße Strände<br />

gibt es auf Fire Island. [ 4 ] Manhattans neues Wahrzeichen:<br />

das 541 Meter hohe One World Trade Center.<br />

[ 4 ]<br />

im Anflug auf die Runway 04 von JFK.<br />

Als rechts unter uns Breezy Point,<br />

die Spitze einer Landzunge, vorbeizieht,<br />

fordert uns Kennedy Tower auf,<br />

Newark Tower zu kontaktieren. „Archer<br />

522JW, request East River northbound,<br />

Central Park, Hudson River<br />

southbound at 1500.” Newark gibt<br />

uns 2000 Fuß, was mehr Sicherheit<br />

für den Fall eines Motorausfalls bedeutet.<br />

Vor mir taucht die Verrazano-<br />

Narrows Bridge auf. Am Horizont<br />

sehe ich die Südspitze Manhattans<br />

mit dem markanten One World Trade<br />

Center (1 WTC). Als wir über die<br />

Manhattan vorgelagerte Insel<br />

Governors Island fliegen, bietet sich<br />

uns ein überwältigender Anblick: Der<br />

mit seiner Glasfassade in der Sonne<br />

schillernde, 541 Meter hohe Turm des<br />

1 WTC und die Hochhäuser des Finanzdistrikts<br />

sind direkt vor uns. Ich<br />

fliege über die Brooklyn Bridge, über<br />

die ich drei Tage zuvor noch mit dem<br />

Auto gefahren bin. Hier oben gibt es<br />

keine Verkehrsstaus, allerding tummeln<br />

sich unter uns jede Menge Helikopter.<br />

Es wäre schon gut, wenn<br />

der Motor die nächste Viertelstunde<br />

durchhalten würde, denke ich, während<br />

ich auf Öltemperatur- und Öldruckanzeige<br />

schaue. Alles ist in<br />

Ordnung, und ich fliege über der<br />

Queensboro Bridge eine Linkskurve.<br />

Kurze Zeit später erkenne ich das<br />

berühmte Plaza-Hotel an der Fifth<br />

Avenue. Rein fliegerisch gesehen ist<br />

die Linkskurve nicht anders als eine<br />

Linkskurve in der Platzrunde meines<br />

Heimatflugplatzes Aachen-Merzbrück;<br />

vom Erlebniswert her betrachtet<br />

scheint allerdings ein ganzes Universum<br />

dazwischenzuliegen.<br />

Bei der Ankunft am Republic Airport<br />

herrscht reger Flugverkehr. Als<br />

ich die Archer abgestellt habe, bin<br />

ich glücklich über die Erlebnisse,<br />

allerdings auch etwas geschafft.<br />

Tags darauf steht meine erste<br />

Solo-Manhattan-Tour an. Das Wetter<br />

ist super, und mein Sohn und ich<br />

stärken uns mit einem guten Frühstück.<br />

Wenig später sitzen wir im<br />

Flugzeug, und ich melde mich bei<br />

Republic Tower abflugbereit. Kurz<br />

darauf gleiten wir im Tiefflug die<br />

Küste von Long Island entlang. Diesmal<br />

wähle ich die entgegengesetzte<br />

Route und melde mich bei Newark<br />

Tower: „Archer 522JW, request Hudson<br />

River northbound, Central Park,<br />

East River southbound at 2000.“ Wir<br />

haben wieder Glück: „522JW, request<br />

approved.“ Yippiee! Mein Sohn sieht<br />

einen großen Teil der Tour ausschließlich<br />

durch die Linse der Spiegelreflexkamera,<br />

während er atemberaubende<br />

Bilder schießt.<br />

Diesmal fliegen wir derart nahe<br />

am eleganten 1 WTC vorbei, dass es<br />

zum Greifen nah scheint. Unter uns<br />

sehe ich die Lüftungstürme des<br />

Holland-Tunnels. Die wenig später<br />

folgende Rechtskurve lässt uns Kurs<br />

auf das Guggenheim-Museum nehmen,<br />

das mit seiner weißen, schneckenhausähnlichen<br />

Fassade in der Sonne<br />

strahlt. An der Queensboro Bridge<br />

geht es südwärts in Richtung des<br />

UN-Hauptquartiers, wobei wir zuvor<br />

noch das wunderschöne Chrysler<br />

Building passieren. Danach überqueren<br />

wir die Manhattan Bridge und<br />

kurz darauf die Brooklyn Bridge. La-<br />

Vater und Sohn gemeinsam<br />

und entspannt auf<br />

Ostküstentour: Jürgen<br />

und Leonard Tusch.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 29


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Der große Yachthafen von<br />

Montauk. Der Ort liegt an<br />

der Ostspitze von Long<br />

Island im Staat New York.<br />

Die Reiseroute<br />

Guardia Tower fordert mich auf, erneut<br />

Newark Tower zu kontaktieren. Wir<br />

erhalten eine niedrigere Höhe von<br />

1500 Fuß für die Umkreisung der<br />

Freiheitsstatue. Nach zwei Vollkreisen<br />

möchte Leonard noch weitere<br />

Fotos machen. „Newark Tower, 522JW<br />

request one more 360 around the<br />

Lady.“ Unsere Anfrage wird direkt<br />

positiv beschieden. So einfach kann<br />

selbst über Manhattan das Fliegen<br />

unter ATC-Aufsicht sein.<br />

Im Anflug auf den Republic Airport<br />

erwartet uns sehr böiger Wind, sodass<br />

noch einmal volle Konzentration gefordert<br />

ist. Beim Abendessen lassen<br />

wir die phänomenalen Eindrücke noch<br />

einmal Revue passieren und sind uns<br />

einig, dass die Tour über Manhattan<br />

schon was ganz Besonderes war.<br />

Kartenmaterial:<br />

FAA Sectional Aeronautical Charts Maßstab 1:500 000: New York; New York TAC; VFR Terminal<br />

Area Chart Maßstab 1:250 000; New York Helicopter Route Chart, Maßstab 1:125 000;<br />

NOAA National Weather Service (www.weather.gov) gibt detaillierte Wetterinformationen zur Flugvorbereitung;<br />

über AIRNAV (www.airnav.com) erhält man hilfreiche Daten zu US-Flugplätzen.<br />

SkyVector (www.skyvector.com) stellt online Luftfahrerkartenmaterial zur Verfügung;<br />

Flight Service Station 800-WX-BRIEF (Tel.: ++1-800-992-7433)<br />

Hotels: 160 Dollar im Jones<br />

Beach Hotel, Wantagh; 150 Dollar<br />

im Kenny’s Tipperary Inn, Montauk;<br />

280 Dollar im Thorncroft Inn,<br />

Vineyard Haven (Zimmerpreise)<br />

Charter: 169 Dollar nass pro<br />

Stunde für eine Piper Archer III bei<br />

www.flighttraining.ventura.aero<br />

Es ist sehr schwül, und die Wolkenuntergrenze<br />

beträgt nur 1000 Fuß.<br />

Das sind am nächsten Morgen keine<br />

guten Voraussetzungen für unseren<br />

Plan, nach Montauk zu fliegen. Wir<br />

warten. Gegen Mittag reißt die Wolkendecke<br />

auf, und wir machen uns<br />

wenig später auf den Weg. Er führt<br />

uns an den schneeweißen und ewig<br />

langen Sandständen der Südküste<br />

von Fire Island und den West Hampton<br />

Dunes entlang.<br />

Im Anflug auf den unkontrollierten<br />

Platz von Montauk muss ich mit extremen<br />

Böen kämpfen. Direkt vor der<br />

Landebahnschwelle der Piste 24 liegt<br />

eine Düne, die dann doch höher ist<br />

als zunächst angenommen. Immerhin<br />

sind die Böen hinter der Düne komplett<br />

verschwunden, sodass ich die PA-28<br />

sanft aufsetzen kann.<br />

Vom Flugplatz aus fahren wir mit<br />

dem Taxi auf die andere Seite des<br />

künstlich angelegten Yachthafenbeckens<br />

zu unserem Hotel. Der folgende<br />

Tag ist wie aus dem Bilderbuch<br />

– mit strahlendem Sonnenschein und<br />

bester Sicht. Ideal für einen Ausflug<br />

nach Martha‘s Vineyard. Alles scheint<br />

perfekt zu sein, bis auf die Tatsache,<br />

dass beim Magnetcheck die Drehzahl<br />

beim linken Magneten von 2000 rpm<br />

auf 1500 rpm abfällt. So kann ich auf<br />

keinen Fall fliegen, schon gar nicht<br />

30 Meilen über den offenen Atlantik.<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

Ich vermute, dass die Zündkerzen<br />

verrußt sind und lasse den Motor<br />

längere Zeit bei 2000 rpm laufen, um<br />

die Kerzen freizubrennen. Beim erneuten<br />

Magnetcheck ist alles okay,<br />

und wir verlassen Montauk auf der<br />

Piste 06 in nordöstliche Richtung.<br />

Auf unserem Weg zur Insel der<br />

Präsidenten (auch die Kennedys hatten<br />

hier einst eine Sommerresidenz)<br />

passieren wir Block Island. Die Insel<br />

liegt wie ein grüner Teppich mit gelben<br />

Kanten im dunkelblauen Atlantik.<br />

Als wir uns Martha‘s Vineyard Airport<br />

nähern, höre ich auf der Anflugfrequenz,<br />

dass ein Pilot „only one green“<br />

meldet. Ich sage zu Leonard: „Offenbar<br />

hat der Pilot Probleme mit seinem<br />

Fahrwerk. Da bin ich froh, ein festes<br />

Fahrwerk zu haben!“<br />

Wir haben noch genug Treibstoff<br />

an Bord, um uns die Insel ausgiebig<br />

von oben anzuschauen. Als ich nach<br />

der Landung dem als Follow-me-<br />

Fahrzeug eingesetzten Golf-Cart zum<br />

Abstellplatz folge, wird mir klar, dass<br />

wir absolut „untermotorisiert“ sind.<br />

Auf dem Vorfeld stehen ausschließlich<br />

Privatjets und ein Turboprop.<br />

Wir verzurren die Piper und das<br />

Golf-Cart bringt uns zum mit grauen<br />

Holzschindeln bedeckten Terminalgebäude.<br />

Danach fahren wir im Elektrotaxi<br />

nach Vineyard Haven zum<br />

Thorncraft Inn. In dem süßen Hotel<br />

[ 3 ]<br />

mit antikem Mobiliar werden wir sehr<br />

persönlich empfangen. Die Managerin<br />

empfiehlt uns, mit dem Shuttlebus<br />

eine Rundtour nach Oak Bluffs und<br />

ins kleine Städtchen Edgartown zu<br />

machen. Oak Bluffs ist zwar etwas<br />

rummelig, hat aber einen hübschen<br />

Hafen und sehr schöne viktorianische<br />

Häuser. Im Village Historic District<br />

des edlen und schicken Edgartown<br />

finden wir die typischen weiß gestrichenen<br />

Holzhäuser, die von weißen<br />

Zäunen umrahmt sind. Nach einem<br />

kleinen Stadtbummel genehmigen<br />

wir uns zur Feier des Tages Hummer<br />

in einem netten Fischrestaurant am<br />

Hafen.<br />

Am nächsten Morgen genießen<br />

Leonard und ich das leckere Frühstück<br />

im schönen Ambiente des antik eingerichteten<br />

Frühstücksraums. Heute<br />

wollen wir Vineyard Haven erkunden,<br />

und nachmittags wieder zurück nach<br />

Farmingdale fliegen. Es ist wichtig,<br />

dass wir heute Abend bei Ventura<br />

Flight Training sind, da für morgen<br />

schlechtes Wetter mit Gewittern angekündigt<br />

ist. Während wir gegen<br />

Mittag durch Vineyard Haven schlendern,<br />

ziehen bereits die ersten Wolken<br />

auf. „Lass uns lieber jetzt schon aufbrechen“,<br />

sage ich zu Leonard.<br />

Kurz darauf sitzen wir in dem ersten<br />

Elektrotaxi von Martha‘s Vineyard,<br />

wie uns der Besitzer stolz berichtet.<br />

Im Nebensatz erwähnt er, dass der<br />

Flughafen wegen eines Flugzeugunglücks<br />

gesperrt sei. Das fehlt uns jetzt<br />

noch, denke ich, als ich Rettungsfahrzeuge<br />

am Eingang des Flughafens<br />

sehe. Glücklicherweise ist aber nur<br />

das Fahrwerk einer King Air weggeknickt.<br />

Das Flugzeug blockiert allerdings<br />

einen Teil der Startbahn 06,<br />

der Flugverkehr geht auf der Piste<br />

15 weiter.<br />

Vom Atlantik her schiebt sich eine<br />

Wolkendecke mit etwa 500 Fuß Untergrenze<br />

herein. Jetzt müssen wir<br />

schnell in die Luft kommen! Da ein<br />

VFR-Abflug nicht mehr möglich ist,<br />

beantrage ich ein „Special VFR Departure“<br />

mit einer Linkskurve in 500<br />

Fuß Richtung Norden, wo noch blauer<br />

Himmel ist. Vor uns rollt eine Phenom<br />

300 zur 15. Dem Jet folgen wir<br />

kurz danach.<br />

Das war knapp! Keine Viertelstunde<br />

später und der Flugplatz wäre<br />

komplett mit Wolken verhangen gewesen.<br />

Als einige Zeit später unter<br />

uns Block Island vorbeizieht, sind die<br />

Wolken verschwunden, und der Himmel<br />

ist wieder blau. Da es später<br />

Samstagnachmittag ist, herrscht reger<br />

Flugverkehr von und zu den Plätzen<br />

auf Long Island und den Hamptons.<br />

Unser Traffic Warning System hat<br />

jede Menge zu tun. Es zeigt auf dem<br />

Bildschirm die Ziele in unserer direkten<br />

Umgebung an. Gleichzeitig bekomme<br />

ich die Verkehrsinformationen<br />

vom Controller von New York Approach<br />

zu den vielen Privatjets, Echo-Klasse-<br />

Flugzeugen und Helikoptern unter<br />

uns. „522JW, traffic three o‘clock<br />

climbing.“ Es ist ein CitationJet, der<br />

gerade in Brookhaven gestartet ist<br />

und sich schnell von unten nähert.<br />

„Traffic in sight“, melde ich, und auch<br />

der Citation-Pilot funkt: „Archer in<br />

sight.“ An der Captree Bridge melde<br />

ich mich bei Republic Tower zur Landung<br />

an.<br />

Die Sonne steht schon sehr tief<br />

und taucht unsere Archer in ein schönes<br />

Abendlicht, als Leonard und ich<br />

uns nochmal an die unvergesslichen<br />

Eindrücke dieser Tour erinnern. „Wollen<br />

wir nächstes Jahr wieder zum<br />

Fliegen in die USA?“ Das Ja kommt<br />

prompt.<br />

ae<br />

[ 1 ] Leonard Tusch vor<br />

dem Flughafengebäude<br />

von Martha‘s Vineyard.<br />

Hier haben viele reiche<br />

New Yorker ihre<br />

Sommerresidenz.<br />

[ 2 ] Abflug von Martha‘s<br />

Vineyard unter Special<br />

VFR. [ 3 ] Klein, aber fein:<br />

Viele mondäne Orte<br />

befinden sich an der<br />

Ostküste und auf den<br />

vorgelagerten Inseln.<br />

Point Judith Light in der<br />

Narragansett Bay, Rhode<br />

Island. Der Leuchtturm<br />

wurde im Jahr 1810 erbaut.<br />

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Weitere ausgewählte<br />

Reiseberichte finden<br />

Sie zum Download unter<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

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<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 31


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und schicken Sie sie an uns. Oder rufen Sie im<br />

Internet die Seite www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong><br />

auf, geben Sie den Teilnehmer-Code<br />

von der beigehefteten Postkarte ein und<br />

stimmen Sie ab, wer in diesem Jahr ausgezeichnet<br />

werden soll. Die Preisträger werden am ersten<br />

Tag der Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen<br />

bekanntgegeben. Als Dankeschön für<br />

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am 30. März um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden durch<br />

das Los ermittelt und ihre Namen veröffentlicht.<br />

Mitarbeiter der Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG<br />

sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.<br />

Es werden ausschließlich Sachpreise verlost,<br />

eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist<br />

ausgeschlossen.<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


GEWINNEN<br />

5. Preis: Flugzeugmodell<br />

Thai Airways Airbus A380-800<br />

von Herpa im Maßstab 1:200, Wert: 79 €<br />

6. Preis: Flugzeugmodell<br />

Swiss International Air Lines<br />

Airbus A340-300<br />

von Herpa im Maßstab 1:200, Wert: 69,50 €<br />

3. Preis<br />

Winglet Replika<br />

Couchtisch „Bobby“<br />

Alu, Maße: 45 x 50 x 160 cm<br />

Wert: 377,31 €<br />

www.flugzeugmoebel.de<br />

7. Preis: Flugzeugmodell<br />

British Airways Boeing 787-8<br />

Dreamliner<br />

von Herpa im Maßstab 1: 200, Wert: 69,50 €<br />

4. Preis<br />

TOTAL-Tankgutschein<br />

für 100 Liter Avgas, einlösbar an allen deutschen<br />

Flugplätzen mit TOTAL-Agenturen. Wert: ca. 200 €<br />

www.total.de<br />

8. Preis: Flugzeugmodell<br />

Emirates Airbus A340-500<br />

von Herpa im Maßstab 1:200, Wert: 59 €<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 33


KATEGORIE A/MOTORFLUGZEUG<br />

Aquila Aviation A211<br />

Cirrus SR22T Accelero<br />

So wird gewählt:<br />

Wählen Sie für jede der sechs Kategorien<br />

Ihren Favoriten – nur einen pro Kategorie<br />

– unter der Angabe des Kennbuchstabens<br />

und der folgenden Zahl. In allen<br />

Kategorien wird der Innovation Award<br />

verliehen. Teilnahmekarten finden Sie hier<br />

im Heft oder Sie nehmen online teil:<br />

www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong><br />

Aquila baut den Zweisitzer A211 in<br />

Schönhagen südlich von Berlin.<br />

Diamond Aircraft DA62<br />

A-01<br />

Die SR22T Accelero ist das<br />

Topmodell der SR-Familie.<br />

Flight Design C4<br />

A-<strong>02</strong><br />

Bei der online-Teilnahme bitte den<br />

Teilnehmer-Code von der beigehefteten<br />

Postkarte verwenden.<br />

Jeder Teilnehmer mit richtig frankierter<br />

Postkarte und einem vollständigen<br />

Absender hat die Chance, einen Preis zu<br />

gewinnen. Die Gewinner werden durch<br />

das Los ermittelt. Teilnahmeschluss<br />

ist der 30. März <strong>2016</strong>. Eine Barauszahlung<br />

der Preise ist nicht möglich.<br />

Mitarbeiter der Motor Presse Stuttgart<br />

sowie deren Angehörige dürfen nicht<br />

teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Die DA62 setzt Maßstäbe bei den<br />

Kolbenmotor-Zweimots.<br />

Mooney M10T<br />

A-03<br />

Flight Design hat die C4 im vergangenen<br />

Jahr in die Luft gebracht.<br />

Piper Archer DX<br />

A-04<br />

Veranstalter:<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG,<br />

Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart<br />

Fotos: Hersteller, Boric, Ganzmann, Herzog, Holland-Moritz,<br />

Koch, Thomalla, Zembold<br />

Der Prototyp der Mooney M10T<br />

flog im Dezember zum ersten Mal.<br />

A-05<br />

Die Piper Archer DX wird serienmäßig<br />

mit Dieselmotor verkauft.<br />

A-06<br />

Pipistrel Panthera<br />

Robin DR401 ecoflyer<br />

Tecnam P2010<br />

Der schlanke Viersitzer wird jetzt<br />

von einem IO-540-V angetrieben.<br />

A-07<br />

Der Antrieb der DR401 ecoflyer ist<br />

ein CD-155-Dieselmotor.<br />

A-08<br />

Tecnams P2010 verfügt über einen<br />

Kohlefaserrumpf und Metallflügel.<br />

A-09<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

WÄHLEN UND GEWINNEN SIE!


KATEGORIE B/JET<br />

Cessna Citation M2<br />

Cirrus SF50 Vision<br />

Dassault Falcon 8X<br />

Cessna hat in zwei Jahren über 100<br />

Citation M2 ausgeliefert.<br />

B-10<br />

In diesem Jahr soll der Einstrahler<br />

endlich seine Zulassung erhalten.<br />

B-11<br />

Die dreistrahlige Falcon 8X soll<br />

Mitte <strong>2016</strong> zertifiziert werden.<br />

B-12<br />

Eclipse 550<br />

Embraer Legacy 450<br />

Gulfstream G500<br />

Die Eclipse 550 ist die aktuellste<br />

Version des ersten Very Light Jets.<br />

HondaJet<br />

B-13<br />

Die Legacy 450 verfügt über ein<br />

komplettes Fly-by-Wire-System.<br />

Pilatus PC-24<br />

B-14<br />

Die Gulfstream G500 flog im Mai<br />

2015 zum ersten Mal.<br />

KATEGORIE C/AVIONIK<br />

Avidyne Entegra<br />

B-15<br />

Der HondaJet wurde im Dezember<br />

vergangenen Jahres zugelassen.<br />

B-16<br />

Die ersten drei Produktionsjahre<br />

der PC-24 sind schon ausverkauft.<br />

B-17<br />

Das Entegra Release 9 gibt‘s für<br />

Cirrus-, Piper- und Extra-Flugzeuge.<br />

C-18<br />

Dynon Avionics SkyView<br />

FLARM PowerFLARM<br />

Garmin G3000<br />

Das Avionikpaket aus den USA<br />

findet immer mehr Anhänger.<br />

C-19<br />

PowerFLARM hat in Europa schon<br />

eine weite Verbreitung gefunden.<br />

C-20<br />

Das G3000 ist unter anderem im<br />

HondaJet im Einsatz.<br />

C-21<br />

Stimmen Sie bis zum 30. März <strong>2016</strong> unter www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> online ab<br />

und geben Sie den Teilnehmer-Code von der beigehefteten Postkarte ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 35


KATEGORIE C/AVIONIK<br />

Honeywell Apex<br />

Moving Terrain<br />

Rockwell Collins Pro Line Fusion<br />

Das Honeywell Apex ist auch in<br />

der Pilatus PC-12 im Einsatz.<br />

C-22<br />

Die Avionik von Moving Terrain<br />

besticht durch ihre Kompaktheit.<br />

C-23<br />

Unter anderem nutzt die Embraer<br />

Legacy 500 das Pro Line Fusion.<br />

C-24<br />

KATEGORIE D/ANTRIEB<br />

Stauff Systec Flymap<br />

Austro Engine AE300<br />

BRP-Powertrain Rotax 912 iS Sport<br />

Flymap ist ein Vorreiter unter den<br />

VFR-Avioniksystemen.<br />

C-25<br />

Austro Engine bietet mit dem<br />

AE300 einen starken Flugdiesel an.<br />

D-26<br />

Den Standardmotor bei den ULs/<br />

LSAs gibt‘s auch als Einspritzer.<br />

D-27<br />

Continental Motors CD-155<br />

SMA SR305-230<br />

Textron Lycoming iE2<br />

Der CD-155 ist auch auf dem<br />

Nachrüstmarkt erfolgreich.<br />

D-28<br />

Der sma-Motor ist unter anderem<br />

in der Cessna 182 JT-A zu finden.<br />

D-29<br />

Der iE2 für Tecnams P2012 verfügt<br />

über eine elektronische Zündung.<br />

D-30<br />

KATEGORIE E/TRAGSCHRAUBER<br />

AutoGyro Free<br />

Brako Gyro GT<br />

Celier Aviation Xenon Executive<br />

Der Free ist ein Spaßgerät für<br />

Puristen mit Nehmerqualitäten.<br />

E-31<br />

Solide Leistungen und klassisches<br />

Design zeichnen den GT aus.<br />

E-32<br />

Der Executive ist das Flaggschiff<br />

von Celier Aviation.<br />

E-33<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

WÄHLEN UND GEWINNEN SIE!


KATEGORIE E/TRAGSCHRAUBER<br />

Magni Gyro M24<br />

Niki Rotor Aviation Lightning<br />

Trixy TrixFormer<br />

Mit dem M24 bietet auch Magni<br />

Gyro ein Side-by-side-Cockpit.<br />

E-34<br />

Der Prop im Ausleger hebt den<br />

Lightning von der Konkurrenz ab.<br />

E-35<br />

Tragschrauber und E-Motorrad?<br />

Der Trixformer ist beides.<br />

E-36<br />

KATEGORIE F/UL/LSA<br />

Alpi Aviation Pioneer 300 Kite<br />

Blackwing<br />

Breezer 400 UL<br />

Die Pioneer 300 Kite ist der jüngste<br />

UL-Spross von Alpi Aviation.<br />

F-37<br />

Der Schweden-Renner mit top<br />

Performance und Verarbeitung.<br />

F-38<br />

Mit 80 oder 100 PS kann die<br />

Breezer 400 UL geordert werden.<br />

F-39<br />

Flywhale Aircraft Flywhale 2<br />

ScaleWings AeroTec SW51 Mustang<br />

Shark Aero Shark<br />

Das Gerät für jene, die zu Wasser<br />

und in der Luft zuhause sind.<br />

F-40<br />

Warbird-Feeling zum UL-Preis<br />

verspricht die SW51 Mustang.<br />

F-41<br />

Schnell, scharf, Shark: Das UL im<br />

Jetformat setzt Maßstäbe.<br />

F-42<br />

Swiss Excellence Risen<br />

Tomark Aero Skyper<br />

VH2 Streamline<br />

Tempo und Eleganz zeichnen die<br />

Risen von Swiss Excellence aus.<br />

F-43<br />

Der Ganzmetall-Hochdecker für<br />

Schulung und Reise.<br />

F-44<br />

Mit dem schnittigen UL in CFK-<br />

Bauweise greifen die Franzosen an.<br />

F-45<br />

Stimmen Sie bis zum 30. März <strong>2016</strong> unter www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> online ab<br />

und geben Sie den Teilnehmer-Code von der beigehefteten Postkarte ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 37


[ MAGAZIN ]<br />

Handling Agent<br />

in der<br />

General Aviation<br />

Im Dienst<br />

Von der Landung<br />

bis zum Start,<br />

vom Tanken bis<br />

zum Catering:<br />

Handling Agents<br />

in der General<br />

Aviation sorgen<br />

für einen reibungslosen<br />

Ablauf.<br />

Dabei ist<br />

Organisationstalent<br />

gefragt.<br />

Lionel Richie war schon da,<br />

ebenso wie Niki Lauda und<br />

die Spieler des VfB Stuttgart:<br />

Vom General Aviation Terminal<br />

(GAT) am Stuttgarter Flughafen<br />

fliegen Promis, aber auch Geschäftsleute<br />

und ganz normale Privatpiloten<br />

ab. Dass der Betrieb reibungslos<br />

funktioniert, darum kümmern<br />

sich Menschen<br />

wie Sandra Schnell<br />

und Gerlinde Ortlieb.<br />

Sie sind sogenannte<br />

Handling<br />

Agents bei<br />

Kurz Aviation<br />

Service – einem<br />

Fixed-Base Operator<br />

(FBO), der<br />

am Stuttgarter<br />

Ein Tag als<br />

Handling<br />

Agent<br />

Flughafen Dienstleistungen rund<br />

um die General Aviation anbietet.<br />

Das Unternehmen beschäftigt 18<br />

Mitarbeiter und betreut rund 40<br />

Flugbewegungen pro Tag. Das<br />

entspricht nach Angaben<br />

von Kurz Aviation im<br />

Jahresdurchschnitt<br />

SERIE BERUFE<br />

der Privatflieger<br />

22,5 Prozent der<br />

gesamten Flugbewegungen<br />

des Stuttgarter<br />

Flughafens.<br />

„Wir sind<br />

für die Abfertigung<br />

von<br />

Privatflugzeugen zuständig“, erklärt<br />

Gerlinde Ortlieb in einem Satz die<br />

Aufgabe eines Handling Agents.<br />

Was so einfach klingt, umfasst<br />

eine Vielzahl an Tätigkeiten, die<br />

bereits vor der Landung eines<br />

Flugzeugs beginnen. Per Mail,<br />

telefonisch oder per Funk melden<br />

Piloten oder private Chartergesellschaften<br />

eine Landung an. „Wir<br />

holen dann die Airport-Slots ein,<br />

um die Landung zeitlich zu ermöglichen“,<br />

sagt Sandra Schnell. Dabei<br />

müssen Handling Agents immer<br />

die geltenden Auflagen im Blick<br />

haben, beispielsweise das Nachtflugverbot<br />

in Stuttgart. Jets dürfen<br />

nur bis 23.30 Uhr landen, Turboprops<br />

oder Propellermaschinen<br />

auch noch später. „Wir müssen<br />

sehr genau aufpassen, was möglich<br />

ist und was nicht“, erklärt<br />

Schnell.<br />

Offenes Ohr für<br />

Sonderwünsche<br />

Oft äußern Kunden bei der Anmeldung<br />

der Landung weitere<br />

Wünsche: dass sie am GAT mit<br />

einem Taxi oder einer Limousine<br />

abgeholt werden möchten oder


Organisationstalente am GAT: Gerlinde<br />

Ortlieb und Sandra Schnell (v. l.)<br />

Das Terminal der General Aviation ist die<br />

Basis der Handling Agents.<br />

Berufsinfo<br />

Es gibt keine festgelegte<br />

Ausbildung zum Handling<br />

Agent. FBOs bieten teilweise<br />

Ausbildungsplätze für den<br />

Beruf Luftverkehrskaufmann/-<br />

frau oder firmenspezifische<br />

Kurse an, um für die Tätigkeit<br />

des Handling Agents zu<br />

schulen. Interessenten sollten<br />

Erfahrungen in der Luftfahrt<br />

haben und gute Englischkenntnisse<br />

mitbringen.<br />

Fotos: Ulrike Ebner


[ MAGAZIN ]<br />

Follow me! Auch die Begleitung von<br />

Flugzeugen von und zu den Parkpositionen<br />

wird organisiert.<br />

Ludwig Haug ist für die Abfertigung auf<br />

dem Vorfeld zuständig.<br />

Fotos: Ebner, Fraport, Kurz Aviation Service<br />

Schengen-Ländern müssen wir<br />

auch darauf achten, dass die Bundespolizei<br />

die Passkontrolle vornimmt“,<br />

erklärt Gerlinde Ortlieb.<br />

Tanken, Frischwasserversorgung<br />

oder auch Reinigung des bordeigenen<br />

Geschirrs: Neben den Fluggästen<br />

stellt auch die Crew Ansprüche<br />

an die Handling Agents.<br />

Um eventuelle Wartezeit zwischen<br />

Landung und Start für die Crew<br />

und Begleitpersonen von Geschäftsleuten<br />

so kurzweilig wie möglich<br />

zu gestalten, geben Gerlinde Ortlieb<br />

und Sandra Schnell auch Tipps<br />

und organisieren auf Wunsch Ausfahrten<br />

zu Museen oder in die<br />

Stuttgarter Innenstadt.<br />

Vor dem Start eines Flugzeugs<br />

kümmern sich die Handling Agents<br />

um die Flugvorbereitung. „Die<br />

Crews bekommen Wetter- und<br />

noch eine Hotelreservierung für<br />

sich und die Crew benötigen. Auch<br />

um solche Angelegenheiten kümmern<br />

sich die Handling Agents.<br />

Sobald eine Maschine gelandet ist,<br />

wartet ein Ramp Agent auf dem<br />

Vorfeld mit einem Follow-me-<br />

Fahrzeug und begleitet sie zur<br />

Parkposition. Fluggäste und Gepäck<br />

werden als Erstes zum Terminal<br />

gebracht. „Bei Flügen aus Nicht-<br />

Windkarten und NOTAMs von uns“,<br />

sagt Sandra Schnell. Vor Ort erfolgt<br />

dann die Abrechnung der Lande-,<br />

Start- und Parkgebühren. Am Service<br />

Point im Terminal prüfen die<br />

Handling Agents auch Lizenzen<br />

und Passagierlisten und erteilen<br />

Berechtigungen fürs Vorfeld. Wenn<br />

Kunden an Bord Catering wünschen,<br />

organisieren die Handling Agents<br />

auch das im Voraus. Dabei arbeiten<br />

sie mit einem zertifizierten<br />

Caterer zusammen, der direkt aufs<br />

Rollfeld darf. „Es kam aber auch<br />

schon vor, dass Gäste VIP-Essen<br />

von einem Sternekoch wollten“,<br />

sagt Sandra Schnell.<br />

Neben Geschäftsleuten, Privatpiloten<br />

und Prominenten, die mit<br />

eigenen oder gecharterten Flugzeugen<br />

ankommen, werden am<br />

GAT in Stuttgart auch Ambulanzflüge<br />

abgefertigt. Und bei jedem<br />

Start und jeder Landung ist das<br />

Organisationstalent der Handling<br />

Agents gefordert. „Jeder einzelne<br />

Vorgang ist individuell“, sagt Gerlinde<br />

Ortlieb.<br />

ae<br />

Ulrike Ebner<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

Die Ramp Agents sind der verlängerte<br />

Arm der Handling Agents; sie kümmern<br />

sich um die Arbeit auf dem Vorfeld.


AERO<br />

FRIEDRICHSHAFEN<br />

SPECIAL <strong>2016</strong><br />

20. – 23. April <strong>2016</strong><br />

Das Heft im Heft bietet<br />

folgende Themen:<br />

■ Innovationen:<br />

Die wichtigsten Messeneuheiten<br />

aus der<br />

Allgemeinen Luftfahrt<br />

und dem Luftsport<br />

Foto: Messe Friedrichshafen/Kästle<br />

■ Beruf Pilot:<br />

Zukunftschancen für<br />

Cockpitpersonal<br />

■ Besucherservice:<br />

Geländeplan und<br />

Ausstellerverzeichnis<br />

April-Ausgabe<br />

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22. Februar <strong>2016</strong><br />

Verkauf am Kiosk<br />

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Tel.: +49 228 9565-114<br />

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[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

CASA 1.131<br />

DOPPELTER<br />

EINSATZ<br />

Was passiert, wenn ein Rennfahrer und Motorenkonstrukteur seine Leidenschaft<br />

für historisches „Geflügel“ entdeckt? Er kauft sich eine Lizenz-Bücker und<br />

restauriert sie — zum Schrecken der Behörden — nahezu im Alleingang.<br />

TEXT + FOTOS:<br />

Frank Herzog<br />

Eigentlich war es reiner Zufall,<br />

dass Gert Bender, Journalist<br />

und Fotograf, auf dem<br />

Degerfelder Flugplatz Anfang<br />

der 1980er Jahre auf Motivsuche<br />

für eine Fotoproduktion ging. Der<br />

ehemalige Motorrad-Rennfahrer und<br />

dreimalige Deutsche Meister aus Reutlingen,<br />

dekoriert mit etlichen Podestplätzen<br />

in der 125er-WM, musste für<br />

einen Kollegen einspringen.<br />

Im ersten Moment hielt sich die<br />

Begeisterung in Grenzen, beim Stichwort<br />

Oldtimer-Fliegertreffen war sein<br />

Interesse aber dann doch geweckt,<br />

gibt er zu. Bis dato hatte er mit der<br />

Fliegerei nichts zu tun. Als er jedoch<br />

zwischen den alten, glänzenden Doppeldeckern<br />

stand, habe es ihn „erwischt“,<br />

erzählt er. Das Blubbern und<br />

Fauchen aus den großvolumigen<br />

Stern- und Reihenmotoren klang wie<br />

Musik in seinen Ohren.<br />

Seit 35 Jahren ist er stolzer Besitzer<br />

eines jener seltenen Doppeldecker,<br />

über die er damals berichtete: einer<br />

CASA 1.131, einem Lizenzbau der<br />

Bücker 131. Dank Insidertipps war<br />

er auf der Suche nach einem günstigem<br />

Restaurierungsobjekt schnell<br />

fündig geworden, aber erst 1991<br />

brachte er das Flugzeug in die Luft.<br />

Bender musste erkennen, dass das<br />

Restaurieren nicht nur eine Frage des<br />

Könnens ist, sondern dass auch jede<br />

Menge Vorschriften zu erfüllen sind.<br />

Hier ist doppelter Einsatz nötig. So<br />

verlangt das LBA nach einem lizenzierten<br />

luftfahrttechnischen Betrieb,<br />

nur dessen Arbeit wird anerkannt.<br />

Wer meint, er kann den fertigen Flieger,<br />

und sei er noch so perfekt gemacht,<br />

durch die Zulassung bringen, irrt.<br />

Man hat dann bestenfalls fürs Museum<br />

gearbeitet. Ein echter Oldtimerfreak<br />

lässt sich allerdings durch solche<br />

Probleme nicht von seinem Plan abbringen.<br />

„Probleme“, so Gert Bender,<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Die klassisch-elegante Form<br />

macht die CASA in nahezu<br />

allen Fluglagen zum Hingucker.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 43


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

Daten CASA 1.131<br />

Hersteller: Construcciones Aeronáuticas<br />

Sociedad Anónima, Spanien Sitzplätze: 2<br />

Bauweise: Gemischtbauweise,<br />

Flügel Fichtenholz, Rumpf Stahlrohr<br />

Verwendung: Kunst- und Schulflugzeug<br />

Antrieb<br />

HerstellerElizalde<br />

Art Vierzylinder-Reihenmotor<br />

Typ<br />

Tigre G4A5<br />

maximale Leistung<br />

bei 2200 U/min 125 PS/91 kW<br />

Propeller<br />

HerstellerMT-Propeller<br />

Typ MT 211R162-6V (Zweiblatt)<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

6,72 m<br />

Spannweite<br />

7,40 m<br />

Flügelfläche 13,50 m²<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

500 kg<br />

Nutzlast<br />

220 kg<br />

Maximalmasse<br />

720 kg<br />

Tankinhalt<br />

85 l<br />

Flugeistungen<br />

Startrollstrecke<br />

280 m<br />

bestes Steigen<br />

393 ft/min<br />

Reisegeschwindigkeit 91 KIAS<br />

V NE <br />

161 kts<br />

Überziehgeschwindigkeit 44 KIAS<br />

Edel bis ins Detail:<br />

Seitenruderpedale mit<br />

Ledermanschette.<br />

44 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

„bringen mich erst richtig in Schwung.<br />

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“<br />

Sein Weg führte direkt zu Prüfern<br />

für Zelle und Motor, die Bender von<br />

seinen Fähigkeiten überzeugen und<br />

als Bauprüfer gewinnen konnte. Das<br />

gelang ihm bei der Firma Bitz Flugzeugbau<br />

in Haunstetten für die Zelle<br />

und bei Kula & Breuninger in Esslingen<br />

für den Motor. Allerdings war<br />

der Motorenexperte eine harte Nuss,<br />

denn der konnte sich kaum daran<br />

gewöhnen, dass ein technischer „Laie“<br />

einen Flugmotor selbst überholen<br />

wollte. Der Kompromiss sah dann so<br />

aus, dass Gert Bender für die Firma<br />

den Motor überholen konnte. Allerdings<br />

musste er damit rechnen, dass<br />

man ihn kurzerhand wieder nach<br />

Hause schicken würde und der Motor<br />

offiziell überholt werden musste,<br />

sollte die Arbeit nicht entsprechend<br />

sein. Bender nutzte seine Erfahrung,<br />

hatte er doch 20 Jahren lang Hochleistungsmotoren<br />

für Rennmotorräder<br />

konstruiert.<br />

Mister Kula war ein Prüfer vom<br />

alten Schlag, einer, der nicht nur Vorschriften<br />

kennt, sondern auf jahrzehntelange<br />

Praxis zurückblicken konnte.<br />

„Er verwickelte mich regelmäßig<br />

scheinbar nebenbei in technische<br />

Gespräche und checkte so mein Wissen.<br />

Wir verstanden uns auf Anhieb.<br />

Ich konnte sehr viel von ihm lernen.<br />

Schließlich ging es hier um großvolumige<br />

Langsamläufer und nicht um<br />

hochdrehende Motorradantriebe. Da<br />

galt es, gewaltig umzudenken.“<br />

Bender machte seine Arbeit so gut,<br />

dass Kula ihn nach rund einer Woche<br />

als Werkstattleiter einstellen wollte.<br />

Jedes Detail des Motors wurde vermessen<br />

– Ist, Soll, vorhandenes Spiel,<br />

zulässige Abweichung. Jedes Teil<br />

musste zudem rissgeprüft werden.<br />

Die Kurbelwelle wurde erneuert,<br />

Verdacht auf Haarriss. Die Zylinder<br />

wurden auf einen Satz gebrauchter<br />

Original-Übermaßkolben gehont, die<br />

Ventilführungen erneuert und die<br />

Ventile neu eingeschliffen. Lichtmaschine,<br />

Anlasser, Magnete und Zündgeschirr<br />

mussten ihre Funktion nach<br />

der Überholung einzeln auf dem<br />

Prüfstand unter Beweis stellen.<br />

Kula empfahl, den Motor der Rostbildung<br />

wegen erst dann zusammenzubauen,<br />

wenn er gebraucht würde.<br />

Das könne man dann zu Hause machen<br />

und zum Prüfstandlauf wiederkommen.<br />

„Das war Vertrauen pur!“, sagt Bender.<br />

Als der Motor dann, nach jahrelanger<br />

Arbeit an der Zelle, endlich<br />

fertig war, gab es die Firma Kula &<br />

Breuninger nicht mehr. Kula war<br />

schwer krank, der Betrieb aufgelöst,<br />

der Prüfstand verkauft. „Meine Prüflizenz<br />

läuft noch zwei Monate“, meinte<br />

der Experte. Wenn Gert Bender in<br />

dieser Zeit einen positiven Prüflauf<br />

bei einer Motorenfirma durchführe,<br />

könne er noch einen Nachprüfschein<br />

ausstellen. Da der Motor komplett<br />

montiert war, wollte natürlich niemand<br />

einen Prüflauf machen, da man ihn<br />

nicht von innen gesehen habe. Schließlich<br />

konnte er den Prüffeldleiter bei<br />

Röder in Egelsbach dann doch überzeugen,<br />

dass er nur einen Prüflauf<br />

ohne Nachprüfschein brauche. Die<br />

Sache hatte allerdings noch einen<br />

MÜNDLICHE PRÜFUNG –<br />

IM SMALLTALK GANZ NEBENBEI


[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

Haken: Bei Röder gab es für den Prüfstand<br />

kein Equipment für den Aufbau<br />

eines Tigre-Motors. Vier Wochen<br />

später war alles Notwendige beschafft,<br />

und der Lauf verlief positiv. Kula gab<br />

seinen Segen.<br />

Ähnlichen Aufwand verlangte auch<br />

die Zelle. Zerlegen, befunden, dokumentieren,<br />

instand setzen, Bauabschnittüberprüfung<br />

durch den Prüfer<br />

und weiter restaurieren bis zur nächsten<br />

Zwischenprüfung. Allein das<br />

Wälzen der Original-Arbeitsunterlagen<br />

war zeitintensiv – es darf nichts<br />

am Original verändert werden, alles<br />

muss bleiben wie es damals war.<br />

Benötigte Ersatzteile dürfen gebraucht,<br />

müssen aber original sein.<br />

Allerdings gibt es auch hier einige<br />

Ausnahmen. So hat Bender die<br />

gesamten Holzverleimungen an seiner<br />

CASA Jungmann gelöst, nachgeschliffen<br />

und mit modernem, alterungsbeständigem<br />

Aerodux-Flugzeugleim<br />

neu verklebt. Schließlich<br />

soll der Doppeldecker wieder voll<br />

kunstflugtauglich sein und +5/-3 g<br />

sicher aushalten. Die Originalverbindungen<br />

mit den früher üblichen,<br />

wasserlöslichen Leimen ließen sich<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Das Cockpit ist ein<br />

ganz klassischer Uhrenladen.<br />

Vorbildlich: Ein<br />

FLARM warnt vor gefährlichen<br />

Annäherungen.<br />

[2 ] Flott unterwegs:<br />

Der rote Strich liegt bei<br />

300 km/h.<br />

[ 3 ] Mensch und Maschine:<br />

Gert Bender hat den<br />

Motor selbst zerlegt,<br />

überholt und wieder<br />

zusammengesetzt.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 45


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ] [ 4 ]<br />

[ 1 ] Selbst ist der Mann –<br />

das gilt freilich auch fürs<br />

Tanken. [ 2 ] Fernbedienung:<br />

Zwei Hebel für Gas<br />

und Gemisch.<br />

[ 3 ] Der Ölkühler ist unter<br />

dem Rumpf angebracht.<br />

[ 4 ] Trommelbremsen<br />

sorgen für die Verzögerung<br />

auf der Bahn.<br />

ROLLEN, LOOPS UND TURNS<br />

ZU SONOREM SOUND<br />

46 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

nach dem Entfernen der Stoffbespannung<br />

nach rund 40 Jahren mühelos<br />

mit dem Fingernagel lösen. Bespannt<br />

wurde nicht mehr mit Baumwolle,<br />

sondern mit Ceco-nite, einem modernen<br />

Kunststoffgewebe, das weniger<br />

anfällig für Verrottung ist. Zum Lackieren<br />

wurden ebenfalls heute übliche<br />

Materialien verwendet.<br />

Wenn man wie Gert Bender zwischendurch<br />

noch den Flugschein<br />

machen muss, um überhaupt abheben<br />

zu dürfen, muss man sich nicht wundern,<br />

dass es fast zehn Jahre dauerte,<br />

bis das Ziel erreicht war. Seit fast<br />

25 Jahren ist er mit seinem Schmuckstück<br />

kreuz und quer durch Europa<br />

unterwegs, meistens auf Oldtimerflugtagen<br />

von Roskilde über die Hahnweide<br />

bis zur Klassikwelt Bodensee<br />

in Friedrichshafen. Immer mit Kunstflugvorführungen,<br />

in Formation oder<br />

einfach nur im Korso.<br />

Inzwischen hat Bender weit mehr<br />

als 1000 Stunden in seiner CASA<br />

verbracht, meint aber nachdenklich,<br />

dass in seinem Alter ein geschlossener<br />

Oldtimer des Komforts wegen<br />

auch nicht schlecht wäre. Eine Bücker<br />

181 Bestmann zum Beispiel. „Es regnet<br />

einem nicht mehr ins Genick, man<br />

hat eine Heizung, ist etwas schneller<br />

unterwegs, und für einen Mitflieger<br />

ist side-by-side auch komfortabler.<br />

Und wenn es juckt, geht Kunstflug<br />

auch noch.“ Ob er verkaufen würde?<br />

Nicht an jeden! Aber sollte der Richtige<br />

anklopfen – wahrscheinlich.<br />

Beobachtet man Gert Bender mit<br />

seinem weißen Doppeldecker, wie er<br />

zum sonoren Sound aus den Auspuffrohren<br />

des 6,5-Liter-Motors mit Loopings,<br />

Rollen und Turns am stahlblauen<br />

Abendhimmel turnt, kann man<br />

seinen jahrzehntelangen Enthusiasmus<br />

verstehen. Man wird an Filme<br />

erinnert wie „Quax, der Bruchpilot“<br />

mit Heinz Rühmann oder „Jenseits<br />

von Afrika“ mit Robert Redford. Das<br />

ist Fliegen pur!<br />

ae


digital<br />

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[ UL/LSA Flugschulen ]<br />

RUWE AERO<br />

In lockerer Folge stellt der <strong>aerokurier</strong> an dieser<br />

Stelle UL-Flugschulen vor, die sich durch Besonderheiten<br />

in ihrem Konzept von der Masse abheben.<br />

Auch am Boden in der Luft<br />

Strausberg-Turm, die D-MSIM<br />

dreht in den Endanflug zur<br />

Piste 05“, melde ich. „Der<br />

Wind liegt genau quer auf der Bahn<br />

mit 15 Knoten, Böen bis 25 Knoten“,<br />

schallt es zurück. Kaum bin ich mit<br />

meiner Viper auf der Centerline,<br />

da drückt mich der Wind kräftig<br />

zur Seite, und ich muss mit hängender<br />

Fläche und entsprechend<br />

großem Vorhaltewinkel die Richtung<br />

halten. Zusätzlich schütteln mich<br />

immer wieder heftige Böen durch<br />

und stören meinen Anflug. Kurz<br />

vor dem Aufsetzen kreuzt zu allem<br />

Überfluss auch noch ein Schwarm<br />

Vögel den Platz, und ich werde von<br />

einem getroffen. Die Frontscheibe<br />

bekommt Risse, und Blut verteilt<br />

sich. Unter diesen widrigen Umständen<br />

wird die Landung zwar<br />

nicht bilderbuchmäßig, aber immerhin<br />

bleibt sie knitterfrei. Als<br />

ich auf der Parkposition nach Klarliste<br />

abstelle, wird die Tür geöffnet<br />

und ein Mann fragt mich mit erwartungsvollem<br />

Lächeln: „Na, wie<br />

gefällt dir unser Simulator? Noch<br />

`ne Runde gefällig? Diesmal vielleicht<br />

mit Ruder- und Motorausfall?“<br />

Es ist Klaus Dieter Tschäpe,<br />

Inhaber der Ruwe Holding GmbH,<br />

zu der auch die Flugschule Ruwe<br />

Aero GmbH gehört. Der 58-Jährige<br />

begann sein Fliegerleben noch<br />

bei der Flugschule Aero-Light Club,<br />

hatte aber eine andere Vorstellung<br />

von fliegerischer Ausbildung. So<br />

kaufte er im August 2015 kurzerhand<br />

diesen Betrieb auf, nahm viel<br />

Geld in die Hand und modernisierte<br />

nicht nur den Flugzeugpark,<br />

sondern auch Gebäude, Ausstattung<br />

und Personal. „Ich möchte zeigen,<br />

dass man nicht nur in der kommerziellen<br />

Fliegerei, sondern auch<br />

im UL-Bereich qualitativ hochwertig<br />

ausbilden kann“, konstatiert<br />

er. Diesen Eindruck bekam ich<br />

schon beim Betreten des neuen,<br />

240 Quadratmeter großen Büro- und<br />

Schulungsgebäudes. Da gibt es<br />

einen großzügigen Empfangs- und<br />

Wartebereich, wo Gästen auf mehreren<br />

Monitoren das aktuelle Fluggeschehen<br />

am Platz gezeigt wird.<br />

Die Unterrichts- und Vorbereitungsräume<br />

sind alle mit modernsten<br />

elektronischen Geräten ausgestattet<br />

und miteinander vernetzt.<br />

48 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Der Pult-Operator ist<br />

Techniker, Fluglotse und<br />

Wettergott zugleich.<br />

Für die Theorie stehen<br />

modern ausgestattete<br />

Räume zur Verfügung.<br />

In dem 455 Quadratmeter großen<br />

Hangar, in dem gerade die<br />

firmeneigene Werkstatt aufgebaut<br />

wird, stehen neun fast nagelneue<br />

Flugzeuge für Schulung, Rund -<br />

flüge und Charter bereit.<br />

Und weil Tschäpe auch ein<br />

professionelles Erscheinungsbild<br />

wichtig ist, trägt die gesamte<br />

Schulcrew einheitliche Kleidung.<br />

Das Highlight der Ruwe Aero aber<br />

ist natürlich der Full-Motion-Simulator<br />

für Ultraleichtflugzeuge.<br />

Ausbildungsleiter Klaus Heinig,<br />

ein ehemaliger Militärpilot, erläutert<br />

mir das Schulkonzept: „Alle<br />

zwei Monate führen wir hier in<br />

Strausberg oder in Berlin einen<br />

Theorieblock mit 80 Unterrichtsstunden<br />

durch, wobei das BZF bei<br />

uns zur Standardausbildung gehört.“<br />

Wenn es zeitlich und wettermäßig<br />

passt, dann kommen die Flugschüler<br />

parallel dazu auch schon ins<br />

Cockpit. 15 Fluglehrer stehen zur<br />

Verfügung, die übrigens regelmäßig<br />

selbst eine interne Prüfung<br />

durchlaufen müssen.<br />

Defizite erkennen und<br />

darauf eingehen<br />

„In der elektronischen Schülerakte<br />

wird der Lernfortschritt detailliert<br />

dokumentiert, damit wir<br />

jederzeit Defizite erkennen und<br />

Nicht zuletzt in der modernen<br />

Flugzeugflotte spiegelt sich der<br />

Qualitätsanspruch von Ruwe Aero.<br />

Fotos: Toni Ganzmann, Ruwe<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 49


[ UL/LSA Flugschulen ]<br />

Kontaktdaten<br />

Ruwe Aero GmbH,<br />

Flugplatzstraße F 3, Haus 1,<br />

15344 Strausberg<br />

Telefon: +49 3341 306570<br />

www.ruwe.aero<br />

info@ruwe.aero<br />

darauf gezielt eingehen können“,<br />

erklärt er weiter. Für den Theorieblock<br />

müssen die Schüler 800<br />

Euro bezahlen und erhalten dafür<br />

alle benötigten Lehrbücher, Kartenmaterial<br />

und Navigationsbesteck,<br />

Fast wie im richtigen Flugzeug:<br />

Das Simulatorcockpit orientiert<br />

sich am ultraleichten Vorbild.<br />

den Fliegertaschenkalender und<br />

sogar ein wertiges Kniebrett.<br />

Betriebsleiter Derek Hans Pokorny<br />

stellt mir das neue KAPIair<br />

vor, das in alle Flugzeuge eingebaut<br />

wird. Damit kann man jederzeit<br />

Position, Flugweg, Höhe, Geschwindigkeit<br />

usw. am PC abrufen. Außerdem<br />

zeichnet es selbstständig<br />

Flugbetriebsdaten auf und meldet<br />

Überschreitungen ausgewählter<br />

Parameter sofort per SMS an die<br />

Schule. „Wir können mit dem<br />

KAPI auch eine Box definieren, in<br />

der sich der Flugschüler aufhalten<br />

muss“, erklärt er. „Beim Verlassen<br />

dieses Bereiches erfolgt die sofortige<br />

Benachrichtigung, und wir<br />

können den Schüler über Funk<br />

darauf aufmerksam machen und<br />

ihm helfen.“ Ist ein Flugschüler<br />

beispielsweise solo zu einem Flugplatz<br />

unterwegs, kann dieses Gerät<br />

den Lehrer daheim über die<br />

Landung informieren. Ganz nebenbei<br />

speichert es auch die Flugzeiten<br />

und sendet sie zur Dokumentation<br />

und Abrechnung an das<br />

Netzwerk der Schule.<br />

Simulator für Anfänger<br />

und Fortgeschrittene<br />

Aber zurück zur virtuellen Fliegerei.<br />

„Den Flugsimulator setzen<br />

wir nicht nur in der Grundschulung<br />

ein, sondern auch zum Verfahrenstraining<br />

für ausgebildete Piloten<br />

und interessierte Fluggäste“, sagt<br />

Klaus Dieter Tschäpe. Die Anlage<br />

besteht aus einem komplett ausgestatteten<br />

Flugzeugvorderteil in<br />

Originalgröße, das elektrisch um<br />

alle drei Achsen bewegt werden<br />

kann. Drei große Monitore generieren<br />

eine Rundumsicht von 180<br />

Grad, die in Kürze auf 220 Grad<br />

vergrößert wird. Im Inneren stellen<br />

zwei Multifunktionsdisplays alle<br />

gewünschten Flugbetriebs- und<br />

Navigationsdaten zur Verfügung.<br />

Ausbildung anders<br />

Wenn Sie, liebe Leser, eine<br />

Flugschule kennen, die sich<br />

durch besondere Angebote von<br />

Mitbewerbern abhebt, freuen<br />

wir uns über einen Hinweis an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de.<br />

Am Bedienpult kann der Operator,<br />

der gleichzeitig die Funktion<br />

des Fluglotsen übernimmt, mehr<br />

als 60 Missionen einspielen. Darunter<br />

sind auch Störungen, die<br />

UL-typische Reaktionen wie das<br />

Ziehen des Rettungssystems erfordern.<br />

Beim Debriefing lässt sich<br />

dann der Flug sekundengenau<br />

rekonstruieren und analysieren.<br />

Im Simulator könnten wiederkehrende<br />

Fehler des Flugschülers wie<br />

beispielsweise Schieben im Landeanflug<br />

konsequent abtrainiert<br />

werden – dank des Stundenpreises<br />

von 65 Euro um etwa die Hälfte<br />

billiger als im richtigen UL. Lizenzinhabern<br />

bietet Ruwe zudem die<br />

Chance, sich auf bestimmte Szenarien<br />

wie Vogelschlag virtuell<br />

vorzubereiten und die notwendigen<br />

Reaktionen und Handgriffe zu erlernen.<br />

Klaus Dieter Tschäpe ist es gelungen,<br />

in kürzester Zeit eine ausgesprochen<br />

moderne Flugschule<br />

aufzubauen, die demnächst sogar<br />

ISO-zertifiziert sein wird. Sein Ziel,<br />

jährlich 60 Piloten auszubilden,<br />

dürfte realistisch sein, denn eine<br />

so fortschrittliche Lernumgebung<br />

ist im UL-Segment selten. Die gebotene<br />

Qualität dürfte sich in der<br />

Szene schnell herumsprechen. ae<br />

Toni Ganzmann<br />

Zwei MFDs versorgen den<br />

Simulatorpiloten mit allen<br />

gewünschten Informationen.<br />

Fotos: Toni Ganzmann, Ruwe<br />

Klaus Dieter Tschäpe hat<br />

seine Vision moderner<br />

UL-Ausbildung umgesetzt.<br />

50 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Frühbucherpreise*<br />

bis 31. Januar <strong>2016</strong><br />

FLUG REVUE-Leserreisen<br />

Top-Touren <strong>2016</strong><br />

Erleben Sie die besten Airshows der Welt bei<br />

einer unserer spannenden Trips. Duxford ist immer<br />

ein Muss für die Fans von Warbirds. Auf unserer<br />

großen US-Tour sind wir bei Boeing und auf der<br />

Nellis Air Force Base.<br />

Fotos: Hoeveler, Schwarz (3)<br />

Flying Legends in Duxford<br />

8. – 10. Juli <strong>2016</strong><br />

Die Flying Legends Airshow gilt zu Recht als bester Warbird- und<br />

Oldtimer-Flugtag in Europa. Vor allem die speziellen Gäste und die<br />

Großformationen faszinieren immer wieder. Mit uns sind Sie hautnah<br />

dabei! Zudem machen wir einen Abstecher zur Shuttleworth Collection<br />

mit ihren seltenen Flugzeugen aus den Anfangsjahren der Fliegerei.<br />

Frühbucherpreis bis 31. Januar:<br />

1049 Euro* pro Person im Doppelzimmer, danach 1099 Euro<br />

Royal International<br />

Air Tattoo in Fairford<br />

8. – 11. Juli <strong>2016</strong><br />

Die größte militärische Airshow<br />

der Welt ist nach wie vor eine<br />

Klasse für sich. Das Flugprogramm dauert rund acht Stunden und<br />

bietet eine tolle Mischung aus Kunstflugteams, aktuellen Kampfjets,<br />

Hubschraubern und Warbirds. Dazu kommt immer wieder eine Überraschung<br />

in der statischen Ausstellung. Auf dem Hin- und Rückweg nach<br />

Fairford besuchen wir das große Imperial War Museum in Duxford und<br />

die exklusive Sammlung des de Havilland Aircraft Museum.<br />

Frühbucherpreis bis 31. Januar:<br />

1149 Euro* pro Person im Doppelzimmer, danach 1199 Euro<br />

US-Supertour Seattle und Las Vegas<br />

7. – 13. November <strong>2016</strong><br />

Zum 100. Gründungstag des heute größten Luft- und Raumfahrtkonzerns<br />

der Welt besuchen wir Boeing in Seattle. Werfen Sie einen Blick<br />

in die Produktion in Everett, wo unter anderem der Jumbo Jet, die 777<br />

und die hochmoderne 787 entstehen. Gleich nebenan befindet sich die<br />

Flying Heritage Collection von Milliardär Paul Allen mit ihren flugfähigen<br />

Warbirds. Natürlich sehen wir uns auch im Museum of Flight um, einer<br />

der besten Sammlungen in den USA. Von Seattle geht es in die Spielerstadt<br />

Las Vegas, wo die US Air Force zum 75. Geburtstag der Nellis Air<br />

Force Base einen großen Flugtag plant. Dort stationierte, neueste<br />

Muster wie die F-22 und die F-35 werden genauso wenig fehlen wie<br />

das berühmte Kunstflugteam Thunderbirds.<br />

Preis noch nicht verfügbar<br />

Ausführlicher Prospekt<br />

und Buchungen exklusiv bei:<br />

DER Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG<br />

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[ UL/LSA Sicherheit ]<br />

Segelflugzeug und UL<br />

verkeilten sich ineinander,<br />

beide schwebten am<br />

Schirm des Rettungssystems<br />

zu Boden.<br />

Unfallanalyse<br />

Positionsmeldung<br />

nicht ausreichend<br />

Ein Segelflieger und ein UL-Pilot übersehen einander im Anflug auf den Platz Koblenz-<br />

Winningen und stoßen zusammen. Das Gesamtrettungssystem des ULs rettet alle drei<br />

Insassen. Die Unfallursache: mangelhafte Luftraumbeobachtung und Kommunikation.<br />

Ein Ultraleichtflugzeug vom<br />

Typ Roland Aircraft Z 6<strong>02</strong><br />

XL startete am 7. September<br />

um 15.25 Uhr Ortszeit auf dem<br />

Flugplatz Mainz-Finthen zu einem<br />

VFR-Flug zum Verkehrslandeplatz<br />

Koblenz-Winningen. An Bord des<br />

Flugzeuges befanden sich der<br />

32-jährige Pilot und ein Fluggast,<br />

der am Flugplatz Nörvenich zugestiegen<br />

war.<br />

Laut BFU-Bericht habe der Luftfahrzeugführer<br />

zwölf Minuten vor<br />

Erreichen von Koblenz-Winningen<br />

Kontakt mit der Flugleitung aufgenommen<br />

und die Information<br />

erhalten, dass die Südplatzrunde<br />

zur Piste 24 in Betrieb sei, gleichzeitig<br />

habe ihn die Flugleitung noch<br />

zwei Mal nach dem Rufzeichen<br />

gefragt, da dieses zunächst nicht<br />

verstanden worden sei. Eine Information<br />

des Flugleiters mit dem<br />

Hinweis auf Segelflugbetrieb am<br />

Platz habe es nicht gegeben. Die<br />

nächste Meldung setzte der Pilot<br />

beim Einflug in den Gegenanflug<br />

in 1600 Fuß MSL ab. Außer ihm<br />

habe sich zu dem Zeitpunkt kein<br />

weiterer Verkehr in der Platzrunde<br />

befunden. Das Eindrehen in den<br />

Queranflug meldete er erneut. Im<br />

Anflugbereich sowie um den Bereich<br />

seines Flugzeuges habe er<br />

kein weiteres Flugzeug gesehen.<br />

Schatten von oben<br />

kurz vor dem Crash<br />

Nach dem Eindrehen in den<br />

Endanflug habe er kurz vor oder<br />

nach dem Absetzen der entsprechenden<br />

Meldung „eine Art Schatten<br />

von oben rechts kommend“<br />

bemerkt. Kurz darauf habe es einen<br />

„heftigen Schlag gegeben und der<br />

Horizont sei zur Hälfte weiß und<br />

wieder klar geworden“. Nachdem<br />

er die Situation bzw. die Kollision<br />

realisiert hatte, löste der Pilot das<br />

Gesamtrettungssystem aus. Der<br />

Schirm habe sich seinem Eindruck<br />

nach nicht vollständig geöffnet,<br />

und das UL sei dann nach links<br />

gekippt und später auch linksseitig<br />

aufgeschlagen. Während des<br />

Absinkens am Rettungsgerät habe<br />

er den Piloten des Segelflugzeuges<br />

vor sich wahrgenommen.<br />

Das Segelflugzeug vom Typ<br />

Schleicher Ka 8B war gegen 15.45<br />

Uhr in Koblenz-Winningen an der<br />

Seilwinde zu einem Übungsflug<br />

gestartet. Der 17-jährige Pilot gab<br />

an, dass er im Landeanflug zu<br />

Trainingszwecken einen Linksslip<br />

eingeleitet hatte. Er sei aus diesem<br />

Grund aus rund 220 Meter AGL<br />

an der Position abgeflogen. Das<br />

Abfliegen habe er mit dem Wort<br />

„Position“ gemeldet. Die Meldung<br />

sei vom Startleiter bestätigt worden.<br />

Weitere Positionsmeldungen<br />

seien nicht üblich und habe es<br />

seinerseits auch nicht gegeben.<br />

Das Eindrehen in den Queranflug<br />

erfolgte in Höhe des Sportplatzes<br />

des Stadtteils Gülz, der die<br />

maximal übliche Grenze für den<br />

Gegenanflug darstellt. Der Luftraum<br />

sei frei gewesen, und weitere Meldungen<br />

im Funk habe er nicht<br />

gehört. Etwa zwei Sekunden später,<br />

nach dem Einleiten eines Linksslips<br />

in rund 150 Meter AGL bei<br />

voll ausgefahrenen Klappen, habe<br />

er einen dumpfen Knall gehört,<br />

wobei die Flugzeugnase nach oben<br />

gegangen sei. Unmittelbar danach<br />

habe es einen weiteren lauten Knall<br />

gegeben. Dass es sich um eine<br />

Kollision handelte, bemerkte er<br />

zunächst nicht. Während einer<br />

Drehung um 180 Grad, bei der er<br />

das Segelflugzeug verlassen wollte,<br />

habe er registriert, dass er sich<br />

bereits in Bodennähe befand, und<br />

vor dem Aufschlag die Beine angewinkelt.<br />

Den Rettungsschirm<br />

des ULs habe er erst am Boden<br />

bemerkt.<br />

Die Angaben beider Luftfahrzeugführer<br />

zum Unfallhergang<br />

wurden im Wesentlichen durch<br />

Zeugenaussagen bestätigt. Der<br />

Flugleiter gab an, dass er den Anflug<br />

und die Kollision nicht gesehen<br />

habe. Das UL habe laut seiner<br />

Aussage den letzten Funkspruch<br />

beim Eindrehen in den Gegenanflug<br />

abgesetzt. Die Kollision ereignete<br />

sich rund 600 Meter nordöst-<br />

52 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


lich des Flugplatzes um 15:54 Uhr.<br />

Beide Luftfahrzeuge wurden beim<br />

Aufprall auf den Boden zerstört,<br />

die drei Insassen leicht verletzt.<br />

Wenngleich beide Piloten mit<br />

jeweils 100 Stunden Flugerfahrung<br />

laut BFU noch nicht als routiniert<br />

gelten konnten, war ihr jeweiliger<br />

Übungsstand gut. Die Flugzeuge<br />

waren ordnungsgemäß zugelassen<br />

und nachgeprüft, Hinweise auf<br />

technische Mängel fand die BFU<br />

mit Ausnahme der Sende- und<br />

Empfangsleistung der Funkgeräte<br />

nicht. Das Wetter zum Unfallzeitpunkt<br />

war bei Sichtweiten von mehr<br />

als zehn Kilometern und nur schwachem<br />

Wind gut, allerdings seien<br />

wegen der tief stehenden Sonne<br />

Blendungen möglich gewesen.<br />

Die BFU kommt zu dem Schluss,<br />

dass der Unfall im Wesentlichen<br />

darauf zurückzuführen ist, dass<br />

sich die Luftfahrzeugführer bis zur<br />

Kollision nicht wahrgenommen<br />

hatten. Neben generellen Defiziten<br />

in der Luftraumbeobachtung bei<br />

beiden Piloten habe zudem eine<br />

Reihe weiterer Faktoren maßgeblich<br />

zu dem Unfall beigetragen. So<br />

rekonstruierten die Experten eine<br />

unzureichende Kommunikation<br />

zwischen den Luftfahrzeugführern<br />

untereinander und der Flugleitung<br />

Koblenz Info, die zur Folge hatte,<br />

dass die Beteiligten nicht genau<br />

genug über die Verkehrslage in<br />

der Platzrunde informiert waren.<br />

Dies sei durch Mängel bei der Sende-<br />

bzw. Empfangsleistung bei<br />

einem oder mehreren der beteiligten<br />

Funkgeräte noch verstärkt<br />

worden. Als weiterer Faktor wird<br />

die unterschiedliche Flughöhe und<br />

Position der beiden Luftfahrzeuge<br />

zueinander ab dem Gegenflug<br />

genannt. Daraus habe sich eine<br />

erschwerte beiderseitige Erkennbarkeit<br />

ergeben, die möglicherweise<br />

wegen Blendung infolge der tief<br />

stehenden Sonne noch verstärkt<br />

wurde.<br />

Irreführende Platzrunde<br />

in der Anflugkarte<br />

Schließlich registrierte die BFU<br />

eine erhebliche Abweichung zwischen<br />

der Darstellung der Segelflugplatzrunde<br />

in der AIP und dem<br />

tatsächlich für die Platzrunde vom<br />

anfliegenden Segelflugzeug genutzten<br />

Luftraum. So ist die nördlich<br />

des Platzes dargestellte Segelflugplatzrunde<br />

mit 800 mal 1700<br />

Metern auffallend klein dimensioniert<br />

und stimmt nicht mit der<br />

tatsächlich geflogenen überein.<br />

Fotos: BFU<br />

Trotz der Zerstörungen an beiden Flugzeugen überstanden die drei<br />

Insassen den Unfall mit leichten Blessuren.<br />

Dies gilt insbesondere im Anflug<br />

auf die Graspiste 24. Auch wenn<br />

die Darstellung betriebsartbedingt<br />

idealisiert ist und nicht den konkreten<br />

Flugweg vorgeben kann<br />

und soll, so könne sie laut BFU bei<br />

ortsfremden Piloten den Eindruck<br />

erwecken, dass der Segelflugbetrieb<br />

nur bis zum südwestlichen Siedlungsrand<br />

von Bisholder geht. Das<br />

gelte umso mehr, da nordöstlich<br />

davon der Queranflug bzw. Querabflug<br />

der nördlichen Motorflugplatzrunde<br />

dargestellt ist.<br />

Unfallstelle<br />

Der Segelflugbetrieb in Koblenz-Winningen<br />

geht regelmäßig deutlich über<br />

die laut BFU in der Anflugkarte<br />

„auffallend klein“ dargestellte Platzrunde<br />

hinaus. Ortsfremde Piloten könnten hier<br />

den Eindruck gewinnen, der Segelflugbetrieb<br />

finde nur bis zum südwestlichen<br />

Siedlungsrand von Bisholder statt.<br />

Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Flugsicherung GmbH. Nicht für navigatorische Zwecke geeignet.<br />

Ein weiteres Defizit erkannten<br />

die Experten im Funkverkehr. Im<br />

normalen Segelflugbetrieb mit<br />

einer reinen Segelflugplatzrunde<br />

ist es üblich, dass sich landende<br />

Segelflugzeuge an der Position –<br />

also querab des Landefeldes – mit<br />

dem Wort „Position“ zur Landung<br />

anmelden. Diese kurze Meldung<br />

sei für den reinen Segelflugbetrieb<br />

in der Regel ausreichend. In Koblenz<br />

ist aufgrund des zu geringen<br />

Abstandes zwischen der Asphaltpiste<br />

und der Graspiste kein unabhängiger<br />

Segelflugbetrieb zulässig.<br />

Zum Tragen kommen die<br />

damit verbundenen Einschränkungen<br />

beim gleichzeitigen Anflug<br />

von Luftfahrzeugen auf die beiden<br />

Pisten.<br />

Vor diesem Hintergrund ist die<br />

knapp gehaltene Positionsmeldung<br />

eines anfliegenden Segelflugzeuges<br />

nicht immer ausreichend, um<br />

bei Piloten mit motorisierten Luftfahrzeugen<br />

ein plastisches Bild<br />

von der Verkehrssituation zu erzeugen.<br />

Zudem könne nicht jeder<br />

Luftfahrzeugführer die Bedeutung<br />

der Meldung „Position“ zuordnen.<br />

Die BFU konstatiert, dass beim<br />

Erstanruf eines anfliegenden Motorflugzeuges<br />

der Hinweis auf<br />

Segelflug grundsätzlich notwendig<br />

ist, um den Motorflieger für den<br />

in der Platzrunde zu erwartenden<br />

Verkehr zu sensibilisieren.<br />

Das Segelflugzeug war mit einem<br />

Kollisionswarngerät ausgestattet,<br />

das Ultraleichtflugzeug nicht. Laut<br />

BFU wäre es wahrscheinlich nicht<br />

zum Unfall gekommen, wenn beide<br />

Flugzeuge ein solches Gerät an<br />

Bord gehabt hätten.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 53


[ BUSINESS AVIATION Messe ]<br />

Die kleineren Muster unter den<br />

Geschäftsreiseflugzeugen mit<br />

Jet- und Turbopropantrieb haben<br />

im Gegensatz zu den Vorjahren im<br />

vergangenen Jahr ihren Herstellern<br />

gute Geschäfte eingebracht. Eine<br />

vorsichtige Modellpflege soll dafür<br />

sorgen, dass das Kundeninteresse<br />

auch in den kommenden Jahren<br />

hoch bleibt.<br />

Trends auf der NBAA in Las Vegas<br />

KLEIN, ABER<br />

AUTOR: Volker K. Thomalla<br />

Jetzt mit Fünfblattprop<br />

Pilatus PC-12 NG<br />

Ab dem Modelljahr <strong>2016</strong> gehört der Hartzell-Fünfblattpropeller<br />

zur Standardausstattung der Schweizer Turbinensingle.<br />

54 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

Fotos: Embraer, Pilatus Aircraft<br />

Der Präsident und Hauptgeschäftsführer<br />

(CEO) des<br />

brasilianischen Flugzeugherstellers<br />

Embraer Executive<br />

Jets, Marco Tulio Pellegrini,<br />

ist zufrieden: Auf der Geschäftsluftfahrtmesse<br />

NBAA in Las Vegas erinnerte<br />

er daran, dass sein Unternehmen<br />

ja gerade einmal zehn Jahre in<br />

diesem Segment der Luftfahrt vertreten<br />

ist. „Wir haben ein komplett<br />

zugelassenes Portfolio, das von dem<br />

Leichtjet Phenom 100 bis zum Bizliner<br />

Lineage 1000 reicht“, sagte er.<br />

In nur einer Dekade haben die Brasilianer<br />

nicht weniger als sieben verschiedene<br />

Muster von Geschäftsreiseflugzeugen<br />

entwickelt und zur Zulassung<br />

gebracht. Wurden sie anfangs<br />

noch skeptisch von der Konkurrenz<br />

beäugt, so muss diese Embraer heute<br />

auch Respekt zollen, denn in den


OHO<br />

Embraers Bestseller<br />

Phenom 300<br />

Von dem zweistrahligen Leichtjet haben die<br />

Brasilianer bislang über 300 Exemplare an<br />

Kunden übergeben.<br />

vergangenen zehn Jahren hat Embraer<br />

930 Business Jets in 60 verschiedene<br />

Länder geliefert.<br />

Als besonders erfolgreich in Bezug<br />

auf die ausgelieferten Stückzahlen<br />

erwiesen sich die Leichtjets Phenom<br />

100 und Phenom 300, die im neuen<br />

Embraer-Werk in Melbourne, Florida,<br />

montiert werden. Über 320 Phenom<br />

100 sind bereits in Kundenhand, von<br />

der Phenom 300 wurde kurz vor Beginn<br />

der NBAA in Las Vegas das 300.<br />

Exemplar übergeben (siehe Foto<br />

oben).<br />

Das neueste Embraer-Muster ist<br />

die Legacy 450, deren erstes Exemplar<br />

am 22. Dezember 2015 an die<br />

US-Firma LMG ging. Embraer hat bei<br />

der Flugerprobung herausgefunden,<br />

dass die Flugleistungen des von zwei<br />

Turbofans Honeywell HTF-750-E angetriebenen<br />

Midsize Jets besser sind<br />

als vorausberechnet. Deswegen gab<br />

Pellegrini auf der NBAA die neue<br />

garantierte Reichweite der Legacy<br />

450 mit 2900 NM (5370 km) an. Damit<br />

bietet der Jet nach Angaben des Herstellers<br />

in seiner Klasse die größte<br />

Reichweite. Außerdem ist die Legacy<br />

450 auch das einzige Muster in<br />

ihrer Klasse mit einer vollständigen<br />

Fly-by-Wire-Steuerung,<br />

Bei der größeren Schwester, der<br />

Legacy 500, von der erst zwölf Exemplare<br />

ausgeliefert worden sind,<br />

arbeitet der Hersteller auf Forderung<br />

von Kunden an der Zulassung von<br />

Steilanflügen auf den London City<br />

Airport. Diese Zertifizierung soll in<br />

Kürze erfolgen. Aufgrund der großen<br />

Baugleichheit von Legacy 500 und<br />

450 darf davon ausgegangen werden,<br />

dass auch die 450 in Zukunft für<br />

Steilanflüge qualifiziert wird.<br />

IN NUR ZEHN<br />

JAHREN AM<br />

MARKT HAT<br />

EMBRAER<br />

SIEBEN<br />

MUSTER<br />

ENTWICKELT<br />

UND ZU-<br />

GELASSEN<br />

Pilatus Aircraft betonte auf der<br />

NBAA in Las Vegas die Bedeutung<br />

des nordamerikanischen Marktes für<br />

einmotorige Turboprops wie die Pilatus<br />

PC-12. Von den bisher rund 1400<br />

ausgelieferten PC-12 fliegen rund 70<br />

Prozent in den USA und Kanada, sagte<br />

Tom Aniello, der Vice President<br />

für Marketing bei Pilatus Aircraft.<br />

Auch der Gebrauchtmarkt für diese<br />

Singles sei sehr stark.<br />

Die Schweizer haben mit dem Modelljahr<br />

<strong>2016</strong> der PC-12 einige Upgrades<br />

angedeihen lassen, die zu einer höheren<br />

Reisegeschwindigkeit und<br />

einer besseren Steigleistung führen,<br />

ohne den Treibstoffverbrauch zu erhöhen.<br />

Ab <strong>2016</strong> werden alle Pilatus<br />

PC-12 mit dem neuen Fünfblattpropeller<br />

von Hartzell ausgestattet, der<br />

in Kombination mit einigen aerodynamischen<br />

Verfeinerungen bis zu fünf<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 55


[ BUSINESS AVIATION Messe ]<br />

Die 100 sind erreicht<br />

Daher TBM 900<br />

Daher hat von seiner Turboprop-Einmot TBM 900<br />

2015 insgesamt 55 Exemplare ausgeliefert und<br />

damit die Gesamtzahl auf über 100 gehoben.<br />

Fotos: Daher, Bombardier, Rudas, Honeywell Aerospace<br />

DER<br />

WICHTIGSTE<br />

MARKT FÜR<br />

TURBINEN-<br />

SINGLES<br />

SIND DIE<br />

USA UND<br />

KANADA<br />

Knoten Geschwindigkeitszuwachs<br />

verspricht. Auch die Reichweite der<br />

PC-12 NG <strong>2016</strong> ist leicht gewachsen<br />

und beträgt nun 1840 NM (3405 km).<br />

Im Cockpit hielt die neueste Version<br />

Built 10 des Avionikpakets Honeywell<br />

Apex Einzug. Sie bietet unter anderem<br />

als neues Element die Möglichkeit,<br />

Flugpläne über die App MyGDC direkt<br />

in das Flight Management System zu<br />

laden. In der Kabine gibt es ebenfalls<br />

Neuerungen. So bietet Pilatus nun<br />

sechs neue Innendesigns an, die von<br />

BMW Designsworks USA entworfen<br />

wurden. Der Basispreis der PC-12<br />

liegt bei 4,055 Millionen Dollar.<br />

Einer der direkten Wettbewerber<br />

der PC-12 ist die Turboprop-Einmot<br />

TBM 900 des französischen Herstellers<br />

Daher. Für das Unternehmen lief<br />

das Jahr 2015 gut: Zehn Prozent<br />

Wachstum bei den TBM-900-Auslieferungen<br />

meldete Daher. 2015 hat die<br />

im südwestfranzösischen Tarbes<br />

beheimatete Firma 55 Exemplare der<br />

Single ausgeliefert und damit die<br />

Gesamtzahl aller ausgelieferten TBM<br />

900 auf über 100 gebracht. Das vergangene<br />

Jahr war in puncto Auslieferungen<br />

das zweitbeste seit der<br />

Auslieferung der ersten TBM 700 im<br />

Jahr 1991. Das beste Jahr war 2008,<br />

als 60 TBM 850 an Kunden übergeben<br />

werden konnten. Von allen Versionen<br />

der TBM-Familie (TBM 700, 850 und<br />

900) wurden bislang 767 Exemplare<br />

verkauft. Zusammen haben diese<br />

Flugzeuge 1,3 Millionen Flugstunden<br />

erflogen. Auch für Daher sind die USA<br />

der wichtigste Markt: Nach Angaben<br />

von Nicolas Chabbert, dem Senior<br />

Vice President der Business Aircraft<br />

Unit bei Daher, fliegen mehr als 500<br />

TBM in Nordamerika.<br />

Auf der Messe wurden auch Flugzeuge<br />

verkauft: Die Hahn Air, Deutschlands<br />

kleinste Linienfluggesellschaft,<br />

hat in Las Vegas bekanntgegeben,<br />

dass sie ihre Flotte um einen weiteren<br />

Business Jet aufstocken wird. Zu<br />

den bereits in Dienst stehenden beiden<br />

Cessna Citation CJ4 stößt nun<br />

eine Citation Sovereign, die bei Cessna<br />

in Wichita für die Hahn Air modifiziert<br />

wurde.<br />

Die Hahn Air fliegt bislang mit den<br />

beiden CJ4 Liniendienst zwischen<br />

Düsseldorf und Luxemburg und bietet<br />

die Flugzeuge auch im Charterdienst<br />

an. Die Ausstattung der beiden Business<br />

Jets entspricht den IATA-Standards<br />

für Linienflugzeuge und umfasst<br />

unter anderem eine Sicherheitstür für<br />

das Cockpit. Der Jet stand vorher bei<br />

der Cessna-Tochtergesellschaft CitationAir<br />

in den USA in Dienst. ae<br />

56 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Erstauslieferung<br />

Challenger 650<br />

Das Fractional-Ownership-Unternehmen NetJets<br />

steht kurz vor der Auslieferung der ersten<br />

Bombardier Challenger 650.<br />

Ihr Spezialist für Verkauf,<br />

Instandhaltung & Reparatur !<br />

Hahn Air expandiert<br />

Cessna Citation Sovereign<br />

Die Hahn Air hat eine Citation Sovereign von Cessna<br />

in Wichita für den Einsatz im Airlinedienst umbauen lassen.<br />

Immer erreichbar über Satellit<br />

Top Flugzeuge im Angebot:<br />

• 1991 Beech Bonanza A36AT - TT 2.155 hrs<br />

• 1992 Beech King Air C90B XP - TT 3.450 hrs<br />

• 2005 Beech King Air C90B - TT 1.450 hrs<br />

• 2010 Beech King Air 350i - TT 1.150 hrs<br />

• 2008 Cessna Citation XLS - TT 3.200 hrs<br />

Top Service:<br />

• Instandhaltung, Reparatur & Modifikation<br />

• Spezialleistungen bei Avionik / Instrumenten<br />

• Ganz- / Teillackierungen + indiv. Designs<br />

• Unfallinstandsetzung / -Bergung<br />

• Europas größtes Beechcraft-Ersatzteillager<br />

• CAMO+ Organisation<br />

Connectivity war ein großes Thema auf der Messe. Nutzer von<br />

Business Jets wollen auch im Flugzeug ständig mit dem<br />

Internet verbunden sein. Honeywell Aerospace zeigte den<br />

Prototyp eines Systems namens JetWave, das mit einer seitlich<br />

am Rumpf angebrachten Antenne (Foto) über das Satellitensystem<br />

von Inmarsat eine Bandbreite von bis zu 50 MBit/s<br />

liefern kann. Mit einer Satellitenschüssel auf dem Rumpfrücken<br />

sind mit JetWave bis zu 30 MBit/s möglich. Die Zulassung des<br />

Systems sollte bis Ende 2015 erfolgt sein.<br />

Service Info: +49 (0)821-7003 - 116<br />

Augsburg Air Service GmbH<br />

Flughafenstr. 5, 86169 Augsburg<br />

aas-augsburg.de<br />

• CAMO+ Organisation<br />

• EASA Part 21J und 145<br />

• FAA Repair Station<br />

Tel. +49 (0)821 - 7003 - 0<br />

Fax +49 (0)821 - 7003 - 153<br />

info@aas-augsburg.de<br />

<br />

Ein Unternehmen der Atlas Air Service AG


[ BUSINESS AVIATION Honda Jet ]<br />

Fotos: Honda Aircraft<br />

Meilenstein für Honda Aircraft<br />

Erster HondaJet<br />

an Kunden übergeben<br />

Die Honda Aircraft Company hat am 23. Dezember den ersten<br />

HondaJet an einen Kunden übergeben. Bereits am 8. Dezember<br />

hatte die Firma die FAA-Zulassung für das Muster erhalten.<br />

Honda Aircraft Company aus<br />

Greensboro im US-Bundesstaat<br />

North Carolina hat<br />

am Tag vor Heiligabend einen wichtigen<br />

Meilenstein in ihrer Geschichte<br />

erreicht: Am 23. Dezember übernahm<br />

der erste Kunde einen Leichtjet<br />

vom Typ HA-420 HondaJet.<br />

Wenige Tage zuvor, am 8. Dezember,<br />

hatte das Unternehmen von<br />

der amerikanischen Luftfahrtbehörde<br />

FAA die Musterzulassung<br />

erhalten. Michimasa Fujino, der<br />

Präsident und Hauptgeschäftsführer<br />

(CEO) von Honda Aircraft, sagte<br />

anlässlich der Übergabe: „Wir<br />

sind schon sehr aufgeregt, dass<br />

heute die Auslieferungen des HondaJets<br />

beginnen. Damit erfüllen<br />

wir das Bekenntnis von Honda, die<br />

menschliche Mobilität durch Inno-<br />

58 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

vation voranzutreiben. Honda hat<br />

dieses Bekenntnis nun auch in<br />

Richtung Himmel erfüllt, und ich<br />

hoffe, dass wir nun viele Honda-<br />

Jets auf den Flughäfen auf der ganzen<br />

Welt sehen werden.“<br />

Der HondaJet ist das erste Flugzeugmuster<br />

der 100-prozentigen<br />

Tochterfirma von American Honda<br />

Motor Co. Er ist in der Klasse der<br />

Leichtjets angesiedelt und zeichnet<br />

sich konstruktiv durch seine<br />

beiden in Pylonen auf der Tragflächenoberseite<br />

montierten Triebwerke<br />

aus. Das Flugzeug fasst bis<br />

zu sechs Passagiere und darf im<br />

Single-Pilot-Betrieb geflogen werden.<br />

Die Entwicklung des ersten<br />

Jets von Honda Aircraft hat viel<br />

länger gedauert, als vom Hersteller<br />

beim Programmlaunch erwartet.<br />

Das erste Exemplar des Musters<br />

flog schon vor mehr als zehn<br />

Jahren, am 3. Dezember 2003.<br />

Der HondaJet ist 12,99 m lang,<br />

hat eine Spannweite von 12,12 m<br />

und eine Höhe von 4,54 m. Als<br />

Antrieb wählten die Konstrukteure<br />

zwei Turbofans des Typs GE<br />

Honda HF120 mit je 9,12 kN (2050<br />

lbs) Startschub. Seine maximale<br />

Startmasse beträgt 4173 kg. Die<br />

Piloten des HondaJets finden im<br />

Cockpit mit dem von Honda angepassten<br />

Garmin 3000 die modernste<br />

Avionik ihrer Klasse vor. 2009<br />

hatte sich der Hersteller für das<br />

G3000 anstelle des G1000 entschieden.<br />

Den Namen des Erstkunden hat<br />

Honda nicht veröffentlicht. Als<br />

Besitzer des Jets mit dem Kennzeichen<br />

N420EX ist in der Luftfahrzeugrolle<br />

der USA allerdings<br />

die Wells Fargo Bank Northwest<br />

Trustee aus Salt Lake City in Utah<br />

eingetragen.<br />

ae<br />

Die Belegschaft von Honda Aircraft feierte kurz vor Weihnachten die<br />

Übergabe des ersten HondaJets an einen Kunden.


Praxis<br />

Know-how<br />

Februar <strong>2016</strong><br />

für<br />

Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

Foto: Yves Klett<br />

Meteo: Wolkentops<br />

Drunter und Drüber<br />

Ob ein geplanter Flug stattfinden kann, hängt maßgeblich von<br />

der Bewölkung ab. Moderne Softwarelösungen bereiten Wetterdaten<br />

verständlich auf und sind gute Helfer beim Selbstbriefing.<br />

Ein Blick in den Himmel. Ist das Wetter<br />

fliegbar? Jeder von uns prüft kurz vor<br />

dem Start noch einmal die Bedingungen.<br />

Ein Check, der so selbstverständlich ist wie<br />

die Ruderprobe oder es zumindest sein sollte.<br />

Aber Hand aufs Herz: Machen wir den Wettercheck<br />

genauso routiniert wie die Vorflugkontrolle?<br />

Wie lang ist der letzte Blick in die<br />

Vorhersagen und die aktuellsten Satellitenbilder<br />

her?<br />

Gerade die ganze Dynamik des Wetters – vor<br />

allem Zugrichtung und -geschwindigkeit – lässt<br />

sich mit keinem Hilfsmittel so gut erfassen<br />

wie mit Satellitenbildern. Dazu sind sie noch<br />

hochaktuell, bis kurz vor dem Start oder mittlerweile<br />

sogar während des Fluges. Mit ein<br />

wenig Übung lässt sich das Wetter der kommenden<br />

zwei bis drei Stunden (und damit für<br />

den bevorstehenden Flug) durch eine einfache<br />

Extrapolation recht sicher abschätzen. Kein<br />

Grund also, darauf zu verzichten. Und ein<br />

Grund, sich intensiver mit Satellitenbildern<br />

zu beschäftigen, auch weil TopMeteo zwei<br />

neue Analysen im Programm hat: zum einen<br />

eine neue Farbdarstellung, mit der gerade<br />

tiefe Wolken in der Nacht und der Tagesrandzeit<br />

besser zu erkennen sind, zum anderen<br />

eine Analyse der Wolkenobergrenzen, kombiniert<br />

mit der Information über die Untergrenzen.<br />

Sie bieten damit eine rasche und<br />

intuitive Entscheidungshilfe, ob ein Flug „on<br />

top“ eine mögliche und sichere Alternative<br />

ist, und die Information, wo tiefe Wolken möglicherweise<br />

den Weg versperren.<br />

Letztendlich geht es bei der Analyse und Interpretation<br />

von Satellitenbildern immer um<br />

zwei Fragen. Erstens: Wie ist die Dynamik<br />

des Wetters? Zweitens: Um welche Art von<br />

Wolken handelt es sich, und sind diese für<br />

mich relevant? Während wir uns mit der Dynamik<br />

später noch eingehend beschäftigen<br />

werden, hilft uns ein Blick auf den technischen<br />

Hintergrund bei der ersten Frage weiter.<br />

Satellitenbilder liefern<br />

aktuellste Informationen<br />

Mittlerweile ist die zweite Generation von<br />

Wettersatelliten im All. Im Vergleich zur ersten<br />

Generation konnten Bildrate und Auflösung<br />

gesteigert werden. Die für uns aktuell relevanten<br />

Bilder kommen alle 15 Minuten und<br />

sind fast unmittelbar nach der Aufnahme<br />

verfügbar. Ein aktuelles Bild liefert die aktuellste<br />

flächendeckende Wetterinformation,<br />

die verfügbar ist. Die höchste Auflösung haben<br />

die Bilder über der äquatorialen Position<br />

des Satelliten, während sie zum Bildrand hin<br />

abnimmt. Bei der hohen Auflösung von einigen<br />

Kilometern im mitteleuropäischen Bereich<br />

lassen sich einzelne Quellwolken zwar nicht<br />

mehr ausmachen, wetterrelevante Systeme<br />

wie Gewitter und Fronten sind aber sehr<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 59


[ PRAXIS Februar <strong>2016</strong> ]<br />

Fotos: Holger Weitzel, Bernd Fischer<br />

Für Segelflieger ist die Kenntnis der zu erwartenden Bewölkung essenziell, lässt sie doch Rückschlüsse<br />

darauf zu, wo mit Thermik zu rechnen ist.<br />

gut zu erkennen. Die Bilder werden in verschiedenen<br />

Frequenzbereichen aufgenommen:<br />

Vier Kanäle decken den visuellen Bereich (VIS)<br />

ab, acht Kanäle den infraroten (IR), wobei zwei<br />

davon Bilder aus dem Wasserdampfspektrum<br />

liefern.<br />

Sowohl der VIS- als auch der IR-Bereich haben<br />

Vor- und Nachteile, die für die Nutzung und<br />

Interpretation relevant sind: VIS liefert zwar<br />

tagsüber hochauflösende Bilder, die – wie mit<br />

dem Auge gesehen – vor allem tiefe und mittelhohe<br />

Wolken zeigen. Spätestens im Tagesrandbereich<br />

und natürlich in der Nacht sind<br />

aber keine (brauchbaren) Informationen mehr<br />

zu bekommen. IR dagegen liefert rund um<br />

die Uhr Bilder, wobei hohe und mittelhohe<br />

Wolken besser zu erkennen sind. Die insbesondere<br />

für uns relevanten tiefen Wolken sind<br />

dagegen nur schwer erkennbar. Damit fehlt<br />

vor allem in den frühen Tagesstunden eine<br />

sichere Information darüber.<br />

Um die Interpretation zu vereinfachen, werden<br />

Bilder verschiedener Frequenzbereiche miteinander<br />

gemischt und farblich nachbearbeitet.<br />

Ziel dabei ist es, die Daten jeweils für<br />

bestimmte Fragestellungen bestmöglich aufzubereiten.<br />

Ein Beispiel: Seit Jahren verfügbar<br />

ist die Kombination aus VIS und IR. Dabei<br />

werden dem sichtbaren Bild ab einem bestimmten<br />

Wert die Temperaturen der Wolkentops<br />

hinzugefügt, die aus dem IR ermittelt<br />

werden. Damit lassen sich Gewitterstrukturen<br />

(im sichtbaren Bereich sehr gut auszumachen)<br />

den entsprechenden Temperaturen zuordnen,<br />

was in Kombination einen guten Rückschluss<br />

auf die Obergrenzenund damit auf die Stärke<br />

der Gewitterentwicklung zulässt.<br />

Deutlich anspruchsvoller als dieser Fall ist<br />

dagegen die Analyse der tiefen Wolken, und<br />

das über die Tag-Nacht-Grenze hinweg. Im<br />

tiefen Niveau unterscheiden sich die Temperaturen<br />

nicht, können sogar von Bodentemperaturen<br />

überlagert sein, im Winter stören<br />

mitunter Eis- und Schneeflächen. Ziel ist es,<br />

aus den unterschiedlichen Kanälen ein Bild<br />

zu generieren, in dem über 24 Stunden hinweg<br />

genau diese tiefen Wolken gut zu erkennen<br />

sind.<br />

Das Ergebnis ist im Bild unten zu sehen: Tiefe<br />

Wolken im Nachtbild sind nach der Analyse<br />

in einem markanten Gelbton gehalten, der<br />

in deutlichem Kontrast zum bläulich-grauen<br />

Untergrund steht. An der Tag-Nacht-Grenze<br />

geht die Farbgebung dann in das „normale“<br />

VIS-Bild über, in dem die tiefen Wolken im<br />

gewohnten Hellgrau/Weiß dargestellt sind. In<br />

der Animation der Übersicht, lässt sich der<br />

Tiefe Wolken im Analysebild: Gut zu erkennen<br />

ist die Tag-Nacht-Grenze.<br />

sogenannte Terminator – die Tag-Nacht-<br />

Grenze – besonders gut erkennen.<br />

Sichtbar/Nachtsicht eignet sich daher besonders<br />

für die Planung oder Durchführung eines<br />

Fluges in der Tagesrandzeit, wenn VIS-Bilder<br />

wegen des noch zu niedrigen Sonnenstandes<br />

keine ausreichende Voraussetzungen bieten,<br />

vor allem tiefe Wolken zu erkennen. Dieses<br />

Bild dient bei TopMeteo denn auch als Hintergrund<br />

für die bereits bekannte Blitzkarte<br />

und für die Analyse der „Wolkentops und<br />

Untergrenzen“.<br />

Flug on top als bessere und<br />

sicherere Alternative?<br />

Die Analyse von Wolkentops und Untergrenzen<br />

ist ebenfalls neu im Programm von Top-<br />

Meteo: Ziel dieser automatisierten Analyse<br />

ist eine Angabe über die (höchsten) Wolkenobergrenzen<br />

und über die Untergrenzen (Ceiling).<br />

Damit können gleich zwei wesentliche<br />

Informationen gewonnen werden: ob ein Flug<br />

on top eine mögliche und sinnvolle Alternative<br />

ist und ob sich unterhalb der erkennbaren<br />

Bewölkung noch eine tiefe(re) Schicht befindet,<br />

die dem Flugvorhaben im wahrsten Sinne<br />

des Wortes im Wege steht.<br />

Dem Satellitenbild – das ebenfalls in den Tagesstunden<br />

automatisch auf das visuelle Bild<br />

wechselt – werden die Obergrenzen als numerischer<br />

Flight Level (FL) hinzugefügt. Zusätzlich<br />

wird diese Angabe noch farblich<br />

codiert. Dadurch erschließen sich dem Betrachter<br />

vor allem in der Übersicht flächige<br />

Ausprägungen einfacher. Das Satellitenbild<br />

selbst ist farblich etwas zurückgenommen, da<br />

die wesentlichen Informationen hier die Angaben<br />

zu den Ober-/Untergrenzen sind. Der<br />

Auswertealgorithmus erkennt dabei Bereiche<br />

mit einer signifikanten Bewölkung und ermittelt<br />

die zugehörigen Obergrenzen. Bedeckungen<br />

ab etwa 3- bis 4/8 (Grenzbereich SCT/<br />

BKN) werden entsprechend ausgewertet und<br />

Die Ober- und Untergrenzen der Wolken<br />

werden numerisch und grafisch dargestellt.<br />

60 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


dargestellt. Die Untergrenzen werden aus<br />

einer Kombination von Informationen aus<br />

Satellitenbild, Wettermeldungen und Modellprognosen<br />

berechnet.<br />

Die Codierung der Untergrenzen ist rein farblich<br />

und orientiert sich an den GAFOR-Klassifizierungen:<br />

Ein dicker roter Balken kennzeichnet<br />

dabei Untergrenzen von unter 500<br />

ft GND. Der Bereich bis 1000 ft GND wird<br />

durch einen orangen Balken dargestellt, Untergrenzen<br />

zwischen 1000 ft und 2000 ft durch<br />

einen gelben Halbkreis. Die geometrische<br />

Unterscheidung wurde gewählt, um diese<br />

wichtige Information auch für Menschen mit<br />

einer Farbsehschwäche eindeutig darzustellen.<br />

Ein dünner türkisfarbener Strich signalisiert<br />

schließlich eine unkritische Ceiling in<br />

über 2000 ft GND. Ein Flug in rote/orangene<br />

Bereiche sollte vermieden werden, die Grenzen<br />

sind hier fließend. Sowohl die Wetterentwicklung<br />

als auch die fehlende Auflösung vor<br />

allem in orografisch stark strukturiertem Gelände<br />

kann die Grenze von fliegbaren zu kritischen<br />

Bedingungen auch schnell in den<br />

negativen Bereich verschieben. Die Analyse<br />

in der Europaübersicht ist natürlich grober<br />

als in den regionalen Ausschnitten, weshalb<br />

man nach Betrachtung der Übersicht für die<br />

eigentliche Flugplanung auf die höchste Auflösungsstufe<br />

(Region) zurückgreifen sollte.<br />

Ein Blick in die Analyse von Wolkentops und<br />

Untergrenzen ist eine gute Entscheidungshilfe,<br />

ob ein Flug überhaupt machbar ist und<br />

ob Fliegen on top möglich und sinnvoll ist.<br />

Unabhängig davon, welche Information man<br />

aus den Bildern bekommen möchte – zwei<br />

Punkte sind bei der Herangehensweise wesentlich:<br />

Wie bei der Analyse und Interpretation<br />

von Modellvorhersagen sollte man<br />

immer vom Großen zum Kleinen vorgehen.<br />

Die Übersicht – das Satellitenbild von Europa<br />

bietet einen sinnvollen Einstieg – zeigt den<br />

großen Zusammenhang von Hochs/Tiefs und<br />

Fronten, die einem bei der alleinigen Betrachtung<br />

einer Aufnahme der Region auch mal<br />

„durch die Lappen“ gehen können. Außerdem<br />

sind die lokalen Phänomene besser zuzuordnen<br />

und damit leichter zu erkennen und zu<br />

verstehen. In den gezoomten Bildern sind<br />

kleinräumige Strukturen besser erkennbar<br />

und daher im weiteren Ablauf unverzichtbar.<br />

Wetter ist dynamisch! Und nirgends lässt sich<br />

das besser (und einfacher) erkennen als in<br />

der Animation der Satellitenbilder. Vor allem<br />

aus Strukturen, die in ihrer Entwicklung (nahezu)<br />

unabhängig von der Tageszeit sind, lässt<br />

sich die Entwicklung der folgenden Stunden<br />

durch eine einfache Extrapolation oft sehr<br />

sicher vorhersagen. Mittels Zugrichtung und<br />

-geschwindigkeit kann dies abgeschätzt werden.<br />

Die Verlagerung von ganzen Druckgebilden,<br />

insbesondere der Fronten, wird mit<br />

der Animation schnell greifbar.<br />

Ein letzter Überblick –<br />

am besten kurz vor dem Start<br />

Weniger geeignet ist diese Methode jedoch<br />

bei Wetterphänomenen, deren Entwicklung<br />

von der Tageszeit abhängig ist und die nur<br />

wenige Stunden dauern können. Beispielsweise<br />

isolierte Wärmegewitter mit einem<br />

Lebenszyklus von nur etwas mehr als einer<br />

Stunde lassen sich im Vorfeld kaum erkennen.<br />

Einmal entstanden, können dann weitere<br />

Entwicklung und Zugrichtung wiederum sehr<br />

gut abgeschätzt werden. Essenziell nicht nur<br />

dafür ist, dass man sich kurz vor dem Start<br />

noch einmal einen Überblick verschafft – was<br />

auch dafür spricht, diesen Punkt mit in den<br />

üblichen Vorflugcheck aufzunehmen. Das ist<br />

auch der richtige Zeitpunkt, an dem man<br />

nochmal mit dem VIS-Bild gegenchecken sollte,<br />

auf dem ja gerade die tiefen Wolken gut<br />

erkennbar sind. Auch ein Blick auf die Radarbilder<br />

ergänzt die Einschätzung der Wetterlage<br />

und sollte vor allem dann nicht fehlen,<br />

wenn frontale Strukturen und/oder ausgedehnte<br />

tiefe Wolkenschichten im Satellitenbild<br />

zu sehen sind.<br />

Mit der Möglichkeit, die Daten mobil abzurufen,<br />

kann man sich sogar im Flug laufend über<br />

die aktuelle Wetterentwicklung auf Kurs informieren.<br />

Mit einer ausreichend schnellen<br />

Verbindung wie LTE unterstützt die TopMet-<br />

Sat-App (aktuell erhältlich für Android/für iOS<br />

in Entwicklung) den Empfang selbst in größeren<br />

Höhen, da die Daten in kleinen Paketen<br />

übertragen und erst in der App zu einem<br />

Gesamtbild zusammengefügt werden. Zur<br />

Orientierung wird die aktuelle Position durch<br />

ein Symbol verortet. Der Loop über die letzten<br />

drei Bilder (Zeitspanne von 30 Minuten) ermöglicht<br />

eine gute Einschätzung der kurzfristigen<br />

Wetterentwicklung.<br />

[<br />

Autor Bernd Fischer<br />

... ist Diplom-Meteorologe,<br />

der sich in Beruf und Freizeit<br />

der harten Wirklichkeit<br />

stellt. Als Wettbewerbsmeteo<br />

rologe lässt er seine<br />

Prognosen sofort kritisch<br />

überprüfen. Bei TopMeteo<br />

erarbeitet er Vorhersagen<br />

für den Motor- und Segelflug.<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

Wann lohnt sich ein Blick in die<br />

Wolkentops zur Flugvorbereitung?<br />

a) Immer<br />

b) Nur bei Flügen in Regionen mit ansteigendem<br />

Relief<br />

c) Nur wenn von vornherein ein Flug on top<br />

geplant ist<br />

d) Die Berücksichtigung von Wolkentops<br />

ist grundsätzlich unnötig.<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 101.<br />

Welche Frequenzbereiche des Lichts<br />

sind für eine umfassende Wolkenanalyse<br />

notwendig?<br />

a) Allein das sichtbare Licht<br />

b) Sichtbares Licht und Infrarot<br />

c) Allein Infrarot<br />

d) Ultraviolett<br />

Wie geht man bei der Analyse und<br />

Interpretation von meteorologischen<br />

Informationen vor?<br />

a) Man ruft Übersichtskarten und Detailkarten<br />

parallel auf und vergleicht sie.<br />

b) Man arbeitet sich von Detailkarten zu<br />

Übersichtskarten hin.<br />

c) Die Reihenfolge der Kartenanalyse ist<br />

egal.<br />

d) Man beginnt bei Übersichtskarten und<br />

arbeitet sich dann zu Detailkarten vor.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 61


[ PRAXIS Februar <strong>2016</strong> ]<br />

Nur wenige Teilnehmer des<br />

Luftverkehrs brauchen<br />

sich nicht an Mindestflughöhen<br />

zu halten.<br />

Fotos: Karin Jähne - Fotolia.de, Jochen Hägele<br />

Luftrecht<br />

LuftVO ergänzt SERA<br />

Viele Bereiche des Luftverkehrs sind in EU-Verordnungen<br />

geregelt. Wo Lücken klaffen, können die nationalen Gesetzgeber<br />

Vorschriften erlassen. Die neue LuftVO setzt hier an.<br />

Zum 6. November 2015 ist die neue Luft-<br />

Verkehrs-Ordnung (LuftVO) in Kraft<br />

getreten, die alten Bestimmungen sind<br />

nunmehr unwirksam. Abgesehen davon, dass<br />

Unkenntnis von diesen Verhaltensregeln ein<br />

erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt, führen<br />

bereits fahrlässige Verstöße gegen die LuftVO<br />

zu Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern<br />

bis zu 50 000 Euro belegt sind. Aus diesen<br />

und nicht zuletzt sicherheitsrelevanten Aspekten<br />

heraus ist es ratsam, sich die neue<br />

LuftVO einmal im Selbststudium genauer<br />

anzusehen.<br />

Dabei gilt es, diese neuen nationalen Regelungen<br />

im Lichte der SERA (Standardised<br />

European Rules of the Air) zu betrachten, da<br />

die in der VO (EU) Nr. 923/2012 veröffentlichten<br />

Regelungen der SERA als EU-Recht Vorrang<br />

vor nationalem Recht und damit vor der Luft-<br />

VO haben. Die Vorschriften der SERA sind<br />

die allgemein gültigen Verhaltensregeln für<br />

den Allgemeinen Luftverkehr im Geltungsbereich<br />

der Europäischen Gemeinschaft. Das<br />

bedeutet, dass die SERA bei Widerspruch zu<br />

nationalen Regelungen immer Vorrang hat.<br />

Nur an Stellen, an denen die SERA Regelungslücken<br />

und damit einen gewissen Gestaltungsspielraum<br />

für den nationalen Gesetzgeber<br />

offengelassen hat, konnten –<br />

und zwar lediglich als Ergänzung<br />

zur SERA – nationale<br />

Regelungen wie vorliegend<br />

die neue LuftVO geschaffen<br />

werden. Die Aktualisierung<br />

war notwendig, da einige Passagen der alten<br />

Verordnung in direktem Widerspruch zu den<br />

SERA-Regeln standen, die seit Anfang Dezember<br />

2014 ihre Wirkung entfalten.<br />

Die deutsche Besonderheit der „Überland-<br />

Mindestflughöhe“ von 2000 ft AGL, die vormals<br />

im alten § 6 Abs. 3 LuftVO normiert war, ist<br />

ersatzlos gestrichen worden. Daher gelten nur<br />

noch die in SERA 5005 Buchstabe f) genannten<br />

Bestimmungen zu den VFR-Sicherheitsmindesthöhen<br />

von 500 ft über dem höchsten<br />

Hindernis im Umkreis von 150 m (über Boden<br />

und Wasser) und 1000 ft über dem höchsten<br />

Hindernis im Umkreis von 600 m (über dicht<br />

besiedeltem Gebiet). Das bedeutet allerdings<br />

nicht, dass man nach Belieben tiefer fliegen<br />

kann. Denn es gilt nach wie vor der allgemeingültige<br />

Grundsatz, dass über Städten, dicht<br />

besiedelten Gebieten und Menschenansammlungen<br />

in einer solchen Höhe geflogen werden<br />

muss, die im Falle einer Notlage eine Landung<br />

ohne Gefährdung von Personen oder Sachen<br />

am Boden erlaubt (SERA 3105). Letztlich sollte<br />

jeder Pilot aus Sicherheits- und Lärmschutzerwägungen<br />

in ausreichender Höhe unterwegs<br />

sein, sodass es unterm Strich keine Rolle<br />

spielen dürfte, ob die vormals geregelte<br />

Überland-Mindestflughöhe weggefallen ist<br />

oder nicht. Eine weitere Änderung<br />

liegt in der Definition<br />

von Nacht. Nach der alten<br />

LuftVO wurde die Nacht als<br />

der Zeitraum zwischen SS +30<br />

und SR -30 definiert, § 33 Luft-<br />

VO a.F. Nach SERA beginnt die Nacht mit der<br />

bürgerlichen Abenddämmerung und endet<br />

mit der bürgerlichen Morgendämmerung. Das<br />

ist jeweils der Zeitpunkt, zu dem der Mittelpunkt<br />

der Sonnenscheibe sechs Grad unter<br />

dem Horizont steht – bei uns zirka 40 Minuten<br />

nach Sonnenuntergang. Allerdings sind hierbei<br />

die jeweiligen Flugbetriebsordnungen der<br />

Flugplätze zu berücksichtigen, die im Normalfall<br />

noch die alten Regelungen SS +30 und<br />

SR -30 festgelegt haben, sodass der zeitliche<br />

Gewinn rein theoretischer Natur sein dürfte.<br />

In diesem Zusammenhang sei noch auf die<br />

Änderung im Hinblick auf das Führen der<br />

Navigations-/Positionslichter hingewiesen.<br />

Nach § 17 der alten LuftVO waren die Navigationslichter<br />

von SS bis SR bei Betrieb des<br />

Luftfahrzeugs zu führen. Eine entsprechende<br />

Regelung ist in der neuen LuftVO nicht zu<br />

finden. Ausgehend von SERA 3215 sind Navigationslichter<br />

nur nachts zu führen, was zur<br />

Folge hat, dass beispielsweise ULs, die nicht<br />

mit Positionslichtern ausgestattet sind, bis<br />

zum Eintritt der Nacht (bürgerliche Abenddämmerung)<br />

fliegen können, während sie<br />

vorher bereits bei SS am Boden sein mussten.<br />

Ob ein Fliegen ohne Navigationslichter in der<br />

Dämmerung erstrebenswert ist, ist im Hinblick<br />

auf die Sicherheit zu bezweifeln.<br />

Zusammengefasst, hat sich nicht viel geändert,<br />

was vor allem daran liegt, dass die deutschen<br />

Luftverkehrsregeln sich schon immer weitgehend<br />

im Einklang mit den ICAO-Richtlinien<br />

befanden, an die sich die SERA hält.<br />

[ Autor Jochen Hägele<br />

... ist Leiter des Arbeitskreises<br />

der fliegenden<br />

Juristen und Steuerberater<br />

und Vizepräsident<br />

der AOPA-Germany.<br />

Er ist PPL-A-Inhaber<br />

und fliegt regelmäßig<br />

ab Pattonville.<br />

62 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

DIE NEUE LUFT-VO<br />

Über den QR-Code holen<br />

Sie sich die neue Ordnung<br />

direkt aufs Smartphone.


[ PRAXIS Februar <strong>2016</strong> ]<br />

Die Bezeichnung Batterie für den Bordakku ist<br />

eigentlich falsch, aber das sagen selbst die Hersteller.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Die Wintersaison ist die Zeit, in der<br />

Maschinen oft im Hangar stehen.<br />

Wenn dann herrliche Wintertage<br />

mit Sichten „bis zum Pol“ locken,<br />

gibt’s nur eins: Flugzeug aushallen, Vorflugkontrolle,<br />

Einsteigen. Aber dann springt der<br />

Motor nicht an. Das Ergebnis sind lange Gesichter,<br />

und das Flugzeug wird wieder eingeräumt.<br />

Aber mit ein paar Handgriffen wäre<br />

das zu verhindern gewesen.<br />

Der Bordakku wird oft stiefmütterlich behandelt.<br />

Er speichert die Energie in chemischer<br />

Form und ist selbstverständlich wieder aufladbar.<br />

Das unterscheidet ihn von der Batterie.<br />

Deshalb ist die Bezeichnung „Batterie“<br />

eigentlich falsch. Das Dumme ist nur, dass<br />

selbst die großen Flugzeughersteller in ihren<br />

technischen Unterlagen den Akku oft als „Battery“<br />

bezeichnen. In der Allgemeinen Luftfahrt<br />

haben wir es vorwiegend mit Blei-Säure-<br />

Akkumulatoren zu tun, die technologisch<br />

betrachtet etwas „Old School“ erscheinen.<br />

Was ist zu tun, wenn das Problem auftritt,<br />

dass zu wenig Energie im Speicher ist, um<br />

den Motor anzulassen? Hierbei sind hauptsächlich<br />

zwei Umstände zu berücksichtigen:<br />

Erstens: die Selbstentladung. Diese existiert<br />

immer, wenn gerade nicht geladen wird, macht<br />

sich aber erst über einen längeren Zeitraum<br />

stark bemerkbar. Außerdem ist dieser Vorgang<br />

temperaturabhängig und deshalb im Winter<br />

stärker ausgeprägt.<br />

Zweitens: die unvollständige Aufladung.<br />

Im Normalfall nutzt der Pilot zum Funken bevor<br />

der Motor läuft und zum Anlassen den<br />

eingebauten Bordakku. Die vorhandene Ladung<br />

wird dadurch geringer. Das ist dann kein Problem,<br />

wenn beim anschließenden Flug der<br />

Akku durch den Alternator wieder zu 100<br />

Prozent geladen wird. Dazu muss der Akku<br />

überhaupt in der Lage sein, die gewünschte<br />

Energiemenge zu speichern.<br />

Prüfen lässt sich das u.a. durch einen Kapazitäts-Check,<br />

dessen Ablauf die Hersteller in<br />

ihren Unterlagen vorgeben und der in der<br />

Werft durchgeführt werden kann. Akkus haben<br />

eine Lebensdauer von mehreren Jahren.<br />

01<br />

Torsten Matz<br />

Ob ein Akku geladen werden muss oder nicht,<br />

ist leicht zu prüfen. Oxidierte und verrostete<br />

Anschlüsse (unten) sind ein Zeichen dafür, dass<br />

der Akku mehr Aufmerksamkeit benötigt.<br />

Die Erfahrungen bei der Wartung von Flugzeugen<br />

aus der General Aviation zeigt, dass<br />

es Batterien gab, die erst nach zehn Jahren<br />

ihren Geist aufgaben. Unabhängig davon geben<br />

manche Hersteller eine empfohlene maximale<br />

Nutzungsdauer vor. Gill empfiehlt einen<br />

Wechsel alle zweieinhalb bis drei Jahre, Concorde<br />

für die RG-Serie den Austausch nach<br />

zwei Jahren.<br />

Als stark Lebensdauer verringernd gilt die<br />

Sulfatierung. Hierbei handelt es sich um eine<br />

schwer oder nicht vollständig rückgängig zu<br />

machende Schädigung der Bleiplatten in der<br />

Batterie durch einen Belag auf den Elektroden.<br />

Damit wird die Reaktionsfähigkeit der Elemente<br />

herabgesetzt, wodurch die Kapazität<br />

sinkt. Weiterhin können sich Ablagerungen<br />

auf dem Boden bilden. Diese, oft als Bleischlamm<br />

bezeichnete Schicht, kann zu einem Kurzschluss<br />

führen und den Akku unbrauchbar machen.<br />

Eine häufige Ursache für die genannten Erscheinungen<br />

ist die Tiefentladung. Man sollte<br />

also möglichst eine annähernd vollständige<br />

Entladung der Bleiakkus vermeiden. Wenn<br />

es dazu gekommen ist, muss man bald den<br />

vollen Ladezustand wieder herstellen. Um<br />

den tatsächlichen Zustand unseres Energiespeichers<br />

festzustellen, bleiben leider nur<br />

bescheidene Möglichkeiten. Dafür wäre eigentlich<br />

ein Kapazitätstest gemäß Herstelleranweisungen<br />

nötig. Auch nicht schlecht wäre<br />

eine Prüfung der Säuredichte, das ist aber<br />

alles mit dem Ausbau der Batterie verbunden.<br />

Der Akku mag’s im Winter warm<br />

Was kann man für ein Minimum an Batteriepflege<br />

selbst tun? Die beste Lösung ist tatsächlich<br />

die, den Akku von der Werft ausbauen<br />

zu lassen, ihn bei positiven Temperaturen<br />

einzulagern und mit einem modernen Ladeerhaltungsgerät<br />

geladen zu halten. Im Rahmen<br />

der Pilot/Owner Maintenance gemäß EASA<br />

Part M besteht sogar die Möglichkeit, den<br />

Akku selbst zu warten. Unter Berücksichtigung<br />

der Formalitäten ist das legal. In der Praxis<br />

gab es auch schon Lösungen wie das Nutzen<br />

des abgesicherten Zigarettenanzünders, um<br />

ein Erhaltungsladegerät einzustecken. Dabei<br />

sollte allerdings beachtet werden, dass diese<br />

Verkabelung nicht für das Laden mit höheren<br />

Strömen ausgelegt ist. Die Hersteller untersagen<br />

das externe Laden im eingebauten<br />

Zustand, da entstehenden Gase etc. nicht<br />

kontrolliert werden können.<br />

Zum Schluss sei noch der Einbau externer<br />

Ladebuchsen erwähnt. Das ist eine Änderung<br />

der Verkabelung und eventuell der Struktur,<br />

die Buchse ist nicht zugelassen, es ist also<br />

ein richtiges Zulassungs- und im Schadensfall<br />

auch ein Versicherungsproblem.<br />

[ Autor Torsten Matz<br />

...ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service in<br />

Porta Westfalica. Er verfügt<br />

über jahrelange Erfahrung<br />

in der Wartung und Überholung<br />

von Flugzeugen der<br />

Allgemeinen Luftfahrt und<br />

ist lizenziert von der EASA<br />

(B1) und der amerikanischen Luftfahrtbehörde<br />

FAA als A&P.<br />

Fotos: Porta Air Service<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 63


))))))<br />

[ PRAXIS Februar <strong>2016</strong> ]<br />

)<br />

) )))<br />

[ 1 ]<br />

Antennen<br />

Am Anfang<br />

war der Draht<br />

Würfel, Drahtstange oder Haifischflosse – je nach Funktion haben<br />

Antennen unterschiedlichste Formen. Aber auch die Position am<br />

Flugzeug variiert je nach Verwendungszweck. Der <strong>aerokurier</strong> gibt<br />

einen Überblick über die gängigsten Typen.<br />

Die ersten Flugzeuge kamen noch ganz<br />

ohne die zahlreichen Antennen, wie<br />

sie heute praktisch an jedem Luftfahrzeug<br />

zu sehen sind, aus. Im Ersten Weltkrieg<br />

wurden sie erstmals mit Funkanlagen für die<br />

Boden-Luft-Kommunikation ausgestattet. Die<br />

Technik der Sende- und Empfangsgeräte war<br />

primitiv, denn Radioröhren wurden erst Jahre<br />

später, ab 1919, produziert. Diese ersten<br />

Flugfunkanlagen konnten nur Morsezeichen<br />

übermitteln, sendeten im Lang- und Mittelwellenbereich<br />

und benötigten daher sehr<br />

lange Antennen. Mit der Weiterentwicklung<br />

der Funktechnik wurden die Sende- und Empfangsgeräte<br />

kleiner und die Frequenzen höher,<br />

sodass auch die Antennen schrumpften. Nach<br />

und nach wurden verschiedene Funknavigationsverfahren<br />

entwickelt, für die natürlich<br />

auch geeignete Antennen am Flugzeug angebracht<br />

werden mussten.<br />

Heute gibt es mehr als ein Dutzend verschiedener<br />

Systeme und eigene, speziell für die<br />

jeweilige Anwendung und den jeweiligen<br />

Frequenzbereich passende Antennen. Die<br />

meisten Antennen an Luftfahrzeugen dienen<br />

dazu, das elektrische Feld der Sendequelle<br />

zu empfangen. Die einzige Ausnahme ist der<br />

Radiokompass beziehungsweise Direction<br />

Finder, dazu aber später mehr.<br />

Am Luftfahrzeug kommen verschiedene Antennengrundtypen<br />

zum Einsatz. Für den<br />

Sprechfunk im Ultrakurzwellenbereich werden<br />

meist einfache Stabantennen verwendet – also<br />

Antennen, wie man sie von tragbaren<br />

Rundfunkempfängern oder Handfunkgeräten<br />

kennt. Die Länge der Antenne beträgt ein<br />

Viertel der Wellenlänge der Sendefrequenz.<br />

Da die Wellenlänge mit der gerasteten Frequenz<br />

variiert, stellt die gewählte Länge immer<br />

einen Kompromiss dar, da sie nur auf<br />

genau eine Frequenz optimal abgestimmt ist.<br />

Üblicherweise wird die Antennenlänge daher<br />

auf die Mitte des Frequenzbereiches ausgelegt.<br />

Beim UKW-Sprechfunk entspricht das einer<br />

Wellenlänge von 2,36 Metern. Die verwendeten<br />

Stabantennen haben daher meist eine<br />

Länge von zirka 59 Zentimetern.<br />

Damit eine Stabantenne gut senden und empfangen<br />

kann, benötigt sie eine Art elektrisches<br />

„Gegengewicht“ in Form einer metallischen<br />

Fläche. Bei Flugzeugen in Metallbauweise ist<br />

dies kein Problem, da durch eine Metallbeplankung<br />

oder auch einen Gitterrohrrumpf<br />

diese Bedingung gegeben ist. Bei Flugzeugen<br />

in Holz- oder Kunststoffbauweise muss eine<br />

elektrisch leitfähige Fläche im Bereich des<br />

Antennenbefestigungspunktes vorgesehen<br />

und angebracht werden. Häufig werden<br />

64 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ] [ 5 ]<br />

[ 6 ]<br />

[ 7 ]<br />

Die Antenne für VOR-<br />

Empfang [ 1 ] tragen die<br />

meisten Flugzeuge am<br />

Seitenleitwerk. Auf dem<br />

Rücken ist eine Funkantenne<br />

[ 2 ] montiert, die<br />

von einer zweiten unten am<br />

Bug [ 7 ] ergänzt wird. Auf<br />

dem Dach werden Antennen<br />

für Satellitennavigation und<br />

das Traffic Advisory System<br />

[ 3 ] angebracht. Transponderantennen<br />

[ 4 ] finden<br />

ebenso wie DME-Empfänger<br />

[ 5 ] mittig unter dem Rumpf<br />

Platz. Die Antenne zum<br />

Empfang von Signalen<br />

ungerichteter Funkfeuer<br />

(NDB) liegt unter dem Rumpf.<br />

Fotos: Mark Juhrig, Volker K. Thomalla (1), Textron Aviation<br />

hierzu Kupferfolien von innen in die Holzoder<br />

Kunststoffstruktur eingeklebt.<br />

Neben den Sprechfunkantennen gibt es zahlreiche<br />

Antennen, die für die Funk- und Satellitennavigation<br />

benötigt werden. Das älteste,<br />

heute noch gebräuchliche Funknavigationsverfahren<br />

ist der Radiokompass. Dieses im<br />

Aussterben begriffene Instrument ermittelt<br />

die Richtung zu einem ungerichteten Funkfeuer,<br />

welches im Lang- bzw. Mittelwellenband<br />

sendet. Hierzu werden sogar zwei Antennen<br />

benötigt: die Loop-Antenne und die Sense-<br />

Antenne. Erstere dient der Bestimmung der<br />

Richtung, in der sich das Funkfeuer befindet.<br />

Bei den ersten Systemen wurde die Loop-<br />

Antenne, die das magnetische Feld des Senders<br />

empfängt, manuell durch den Funker<br />

gedreht, bis die Feldstärkenanzeige am Empfangsgerät<br />

den minimalen Wert anzeigte. In<br />

diesem Moment ist die Loop-Antenne rechtwinklig<br />

zur Richtung zum Funkfeuer ausgerichtet,<br />

allerdings weiß der Funker dann noch<br />

nicht, auf welcher Seite der Antenne sich das<br />

Funkfeuer befindet.<br />

Diese kann er unter Zuhilfenahme der Sense-<br />

Antenne ermitteln, die das elektrische Feld<br />

des Funkfeuers empfängt. Die Sense-Antenne<br />

war ursprünglich ein langer Antennendraht,<br />

der meist zwischen Rumpfoberseite und Seitenleitwerk<br />

gespannt war, während die Loop-<br />

Antenne ober- oder unterhalb des Cockpits<br />

montiert war und aussah wie ein Tennisschläger,<br />

nur kreisrund. Die manuelle Ausrichtung<br />

der Loop-Antenne wurde später durch eine<br />

Automatik im Empfänger übernommen (Automatic<br />

Direction Finder, ADF). Anstelle einer<br />

drehbaren Loop-Antenne wurden zwei rechtwinklig<br />

zueinander angeordnete Antennen<br />

eingesetzt und die Richtung aus den Signalen<br />

der nun drei Antennen ermittelt. Die zum<br />

Seitenleitwerk gespannte Sense-Antenne<br />

wurde letztendlich ebenfalls in das Gehäuse<br />

der beiden Loop-Antennen integriert. Eine<br />

solche Loop-/Sense-Antenne hat in etwa die<br />

Größe eines dicken Buches und wird an der<br />

Unterseite des Flugzeugrumpfes montiert.<br />

Genau abgestimmt auf<br />

den Verwendungszweck<br />

Das auch heute noch sehr verbreitete Drehfunkfeuersystem<br />

benötigt im Vergleich zum<br />

ADF nur eine sehr einfache Antenne. In der<br />

Regel wird am Luftfahrzeug eine kombinierte<br />

Antenne zum Empfang der Signale von<br />

Drehfunkfeuern (very high frequency omnidirectional<br />

radio range, VOR), Landekurssendern<br />

(Localizer, LOC) und Gleitwegsendern<br />

(Glideslope, GS) verwendet. Drehfunkfeuer<br />

und Landekurssender senden in einem Frequenzbereich<br />

von 108 bis 112 Megahertz,<br />

Gleitwegsender hingegen im Bereich von 328<br />

bis 335 Megahertz. Die verwendeten Antennen<br />

sind für die VOR-Frequenzen optimiert,<br />

da bei der Überlandnavigation größere Distanzen<br />

zwischen Funkfeuer und Empfangsantenne<br />

bestehen.<br />

Im Gegensatz zu Sprechfunksendungen sind<br />

die Signale dieser Funknavigationssender<br />

horizontal polarisiert, die Funkwellen schlängeln<br />

sich sozusagen horizontal liegend durch<br />

den Raum. Aus diesem Grund kommt hier<br />

Schick: Diese Antenne einer Beechcraft<br />

Bonanza kombiniert Funknavigations- und<br />

Sprechfunkempfang.<br />

GPS-Antennen sind meist auf dem Rumpfrücken<br />

der Maschine angebracht. So werden<br />

Abschattungen vermieden.<br />

Transponder und<br />

Funkentfernungsmessgeräte<br />

(DME)<br />

nutzen vor allem<br />

Schiffchenantennen<br />

unter dem<br />

Rumpf.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 65


[ PRAXIS Februar <strong>2016</strong> ]<br />

eine sogenannte Dipolantenne zum Einsatz.<br />

Häufig wird diese V-förmig gebogene Antenne<br />

am Seitenleitwerk befestigt, damit eine<br />

möglichst geringe Abschattung durch Teile<br />

des Flugzeuges erreicht wird, schließlich soll<br />

die Antenne VOR-Signale aus allen möglichen<br />

Richtungen empfangen können. Bei Flugzeugzellen<br />

aus Holz oder Kunststoff kann sie auch<br />

unter dem Rumpf montiert werden<br />

Alternativ zur V-förmigen Dipolantenne können<br />

auch zwei Flachantennen rechts und links<br />

am Seitenleitwerk montiert werden. Diese<br />

Variante findet man besonders häufig an Flugzeugen<br />

neuerer Baujahre.<br />

An Hubschraubern werden hingegen meist<br />

ein paar sogenannter „Towel Bar Antennas“<br />

verbaut. Diese sehen in der Tat wie zwei<br />

Handtuchhalter aus; sie sind rechts und links<br />

am Heckausleger montiert. Dieser Antennentyp<br />

wird am Hubschrauber eingesetzt, da er<br />

unempfindlich gegen den starken abwärts<br />

gerichteten Luftstrahl des Hauptrotors ist.<br />

Eine besonders elegante Variante der VOR-<br />

Antenne findet man an älteren Beechcraft<br />

Bonanzas. Dort kam eine Kombination aus<br />

Funknavigations- und Sprechfunkantenne zum<br />

Einsatz. Die Sprechfunkantenne war in dem<br />

vertikalen Halter der V-förmigen Funknavigationsantenne<br />

eingebaut. Heute wird diese<br />

formschöne Antenne aufgrund des hohen<br />

Luftwiderstandes nicht mehr verwendet, da<br />

eine Kombination aus Stabantenne und zwei<br />

Flachantennen für die Funknavigation einen<br />

niedrigeren Luftwiderstand hat.<br />

) )))<br />

Immer kleiner?<br />

))))))<br />

Die klassische Stabantenne wird an vielen<br />

Flugzeugen für das Funkgerät verwendet.<br />

Ihre Länge ist immer ein Kompromiss.<br />

)<br />

Die benötigte Antennenlänge<br />

ist<br />

direkt mit der Wellenlänge<br />

– also der<br />

Sende- bzw. Empfangsfrequenz<br />

–<br />

verknüpft. Soll mit<br />

der Antenne ohne<br />

Leistungsverluste<br />

gesendet werden,<br />

um eine hohe<br />

Reichweite zu erzielen,<br />

muss die<br />

Antennenlänge<br />

zwingend passend abgestimmt sein.<br />

Wird die Antenne nur zum Empfang verwendet,<br />

so wie im Fall der Funknavigation,<br />

kann die Antennenlänge durchaus auch<br />

kürzer sein. Besonders deutlich wird dies<br />

bei der aktuellen Größe von GPS-<br />

Antennen.<br />

Einen besonders hohen Stellenwert haben<br />

heutzutage Antennen zum Empfang von Frequenzen<br />

des amerikanischen Satellitennavigationssystems<br />

(Global Positioning System,<br />

GPS) und inzwischen auch des russischen<br />

GLONASS-Systems (Globalnaja nawigazionnaja<br />

sputnikowaja sistema). Wegen der hohen<br />

Frequenzen der Satellitensignale zwischen<br />

ein und zwei Gigahertz sind die eigentlichen<br />

Antennen verhältnismäßig klein. Es gibt inzwischen<br />

Geräte von der Größe eines Zuckerwürfels.<br />

Der Abstand muss stimmen,<br />

sonst gibt es Störungen<br />

Wichtig bei der Installation der GPS-Antennen<br />

sind zwei Dinge: Zum einen muss die Antenne<br />

möglichst genau nach oben gerichtet sein,<br />

ohne dass die Sicht nach oben abgeschattet<br />

wird. Daher werden die Antennen auf der<br />

Rumpfoberseite montiert. Antennen von mobilen<br />

Navigationsgeräten werden meist auf<br />

dem Blendschutz über dem Instrumentenbrett<br />

montiert, auch wenn hier stets ein Teil des<br />

Himmels abgeschattet ist. Die zweite – kaum<br />

bekannte – Regel bei der Installation von GPS-<br />

Antennen ist folgende: Sind mehrere derartige<br />

Empfänger installiert, muss ein Mindestabstand<br />

eingehalten werden, da sie sich sonst<br />

gegenseitig beeinflussen. Dies liegt an dem<br />

auf Korrelation basierenden Empfangsverfahren.<br />

Sämtliche Satelliten senden auf derselben<br />

Frequenz, und nur durch die Korrelation mit<br />

einem intern erzeugten Signal kann der Empfänger<br />

die Signale der einzelnen Satelliten<br />

entschlüsseln. Daher strahlt jede GPS-Antenne<br />

auch ein wenig auf der Empfangsfrequenz<br />

und stört benachbarte Antennen. Besonders<br />

ausgeprägt ist dies bei sehr alten Systemen.<br />

Zum Beispiel wird kaum eine andere GPS-<br />

Antenne in der unmittelbaren Nähe der Antenne<br />

eines Trimble-2000-GPS-Empfängers<br />

Die kombinierte Antenne eines Radiokompasses<br />

ist unter dem Rumpf montiert. Diese Art der<br />

Navigation wird immer seltener.<br />

aus den neunziger Jahren funktionieren, so<br />

stark stört dessen Antenne. Bei aktuellen<br />

Modellen sollte ein Abstand von 20 Zentimetern<br />

zwischen den Antennen eingehalten<br />

werden, zu GPS-Antennen der ersten Generation<br />

jedoch mindestens ein halber Meter.<br />

Eine sehr wichtige Antenne am Flugzeug ist<br />

die des Transponders. Sie ist immer an der<br />

Rumpfunterseite montiert, um eine ungestörte<br />

Verbindung zur bodenseitigen Radarantenne<br />

zu gewährleisten. Aufgrund der verwendeten<br />

Frequenzen (1030 und 1090 MHz)<br />

beträgt ihre Länge nur wenige Zentimeter.<br />

Wegen des geringen Luftwiderstandes<br />

werden bevorzugt Schiffchenantennen verwendet.<br />

Das Entfernungsmessgerät (Distance Measurement<br />

Equipment, DME) verwendet den<br />

gleichen Antennentyp, da hier ein ähnlicher<br />

Frequenzbereich verwendet wird. Die Antenne<br />

des Antikollisionswarngerätes FLARM, das<br />

heute praktisch in jedem Segelflugzeug installiert<br />

ist, ist ebenfalls sehr klein. Die FLARM-<br />

Geräte kommunizieren untereinander auf 868<br />

MHz, entsprechend kurz ist die Antenne. Bei<br />

der Montage der FLARM-Antenne ist es wichtig,<br />

dass möglichst keine Abschattung durch<br />

die Flugzeugzelle erfolgt, damit das FLARM<br />

keine toten Winkel hat.<br />

[ Autor Mark Juhrig<br />

... fand mit dem Modellflug<br />

den Einstieg in die<br />

Fliegerei. Heute ist er in<br />

Cockpits von Motorflugzeugen<br />

ebenso zuhause<br />

wie in denen von Motorseglern<br />

und ULs. Das Interesse<br />

des Elektroningenieurs<br />

gilt insbesondere<br />

der Technik.<br />

Fotos: Mark Juhrig<br />

66 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Foto: Matthias Bein/dpa<br />

Sicherheit: Unfallanalyse<br />

Wetterwarnung ignoriert<br />

Im Nebel kollidierte eine Cessna 182 mit der Messantenne der Wetterstation<br />

auf dem Brocken. Der Pilot war vor seinem Start auf Rügen gewarnt<br />

worden, nicht auf direktem Weg zu seinem Ziel Reichelsheim zu fliegen,<br />

sondern wetterbedingt einen Umweg in Kauf zu nehmen. Sein Kurs<br />

führte jedoch geradewegs in IMC über die höchste Erhebung im Harz.<br />

Am frühen Morgen des 11. April 2014<br />

plante der Pilot mit einer Begleitperson<br />

an Bord einer Cessna 182 Q einen<br />

VFR-Flug von der Insel Rügen nach Reichelsheim<br />

in der Wetterau. Der 38-jährige Flugzeugführer<br />

wollte dort einen Geschäftstermin<br />

wahrnehmen.<br />

Das Wetter war an diesem Aprilmorgen nicht<br />

durchgehend VFR-tauglich. In weiten Teilen<br />

der für den Flug relevanten GAFOR-Gebiete<br />

(00 bis 23) zeigte sich 3/8 bis 7/8 Stratocumulus-Bewölkung<br />

(SCT/BKN SC) mit Untergrenzen<br />

zwischen 2500 und 3500 Fuß AMSL und<br />

Obergrenzen zwischen FL 060 und FL 080.<br />

Außerdem trat in der Osthälfte und in der<br />

Mitte 3/8 bis 7/8 Altocumulus-Bewölkung<br />

(SCN/BKN SC) zwischen FL 080 und FL 140<br />

auf. In Schleswig-Holstein und entlang der<br />

Oder hatte sich unter der Stratocumulus-<br />

Bewölkung eine 5/8- bis 8/8-Stratusbewölkung<br />

mit Basis zwischen 200 und 600 Fuß AGL und<br />

mit Obergrenzen zwischen 1500 und 2000 Fuß<br />

AMSL ausgebildet, die sich im Verlauf des<br />

Vormittags allmählich auflöste. In Niedersachsen,<br />

Sachsen-Anhalt und Brandenburg war<br />

örtlich leichter Regen oder Sprühregen mit<br />

Stratusbewölkung vorausgesagt.<br />

Für den Vorhersagezeitraum 8 bis 10 Uhr UTC<br />

galten für die GAFOR-Gebiete 11 und 13<br />

(Mecklenburgisches Tiefland und westliche<br />

Mecklenburgische Seenplatte) diese Bedingungen:<br />

Wolkenuntergrenze >2000 Fuß, Sicht<br />

am Boden: 8 bis 10 km; für die Gebiete 15<br />

und 20 (Altmark und Magdeburger Börde,<br />

nördliches Harzvorland): Wolkenuntergrenze<br />

Nachdem die<br />

Cessna mit der<br />

Antenne der<br />

Brocken-Wetterstation<br />

(im<br />

Hintergrund)<br />

kollidiert war,<br />

schlug sie auf<br />

den Boden auf,<br />

fing Feuer und<br />

brannte vollständig<br />

aus.<br />

>2000 Fuß, Sicht am Boden: 5 bis 8 km; für<br />

den Harz (GAFOR-Gebiet 21) galt: Wolkenuntergrenze<br />

500 bis 1000 Fuß, Sicht am Boden<br />

1,5 bis 5 km. Laut DWD hatte der Pilot keine<br />

individuelle Wetterberatung für seine 540<br />

Kilometer lange Flugstrecke eingeholt. Inwieweit<br />

er ein Selbstbriefing über pc_met durchgeführt<br />

hatte, konnte nach den Ermittlungen<br />

der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung<br />

(BFU) nicht festgestellt werden.<br />

Bekannt ist jedoch, dass der am Startplatz auf<br />

Rügen diensthabende Flugleiter, der gleichzeitig<br />

auch der ehemalige Fluglehrer des<br />

Piloten war, diesen angesichts der kritischen<br />

Wetterlage, vor allem über dem Harz, kurz<br />

vor dem Start warnte, und ihm riet, nicht auf<br />

direktem Kurs nach Reichelsheim zu fliegen,<br />

sondern eine Flugroute weiter westlich über<br />

Braunschweig zu wählen.<br />

Die Cessna startete um 7.01 Uhr (Ortszeit)<br />

auf dem Verkehrslandeplatz Rügen. Acht Minuten<br />

später befand sich die auf ein modernes<br />

Glascockpit umgerüstete Einmot auf 2000 Fuß<br />

AMSL, als der Pilot Kontakt mit Bremen Information<br />

aufnahm. Er teilte dem Lotsen mit,<br />

dass er auf 4000 Fuß steige. Die Flughöhe<br />

erreichte er sieben Minuten später.<br />

Um 8.31 Uhr informierte der Pilot den Lotsen,<br />

dass er beabsichtige, auf 2000 Fuß zu sinken.<br />

Der Lotse bestätigte dies mit der Übermittlung<br />

des QNH von 1019 hPa.<br />

Vier Minuten später informierte der Pilot den<br />

Lotsen, dass er in 3000 Fuß bleiben werde,<br />

da hier die Sicht okay sei. Damit endete der<br />

Funkkontakt. Auf erneute Versuche des Lotsen,<br />

ab 8.39 Uhr mit dem Piloten wieder Kontakt<br />

aufzunehmen, erhielt er keine Antwort<br />

mehr.<br />

Nur eine Minute nach dem letzten Funkspruch<br />

hatte die Cessna mit der rechten Tragfläche<br />

die Antenne der Messeinrichtung auf dem<br />

Dach der Brocken-Wetterstation gestreift, war<br />

dann in einem steilen Winkel auf den Boden<br />

geprallt und sofort in Brand geraten. Beide<br />

Insassen wurden dabei getötet.<br />

Das rechte Querruder der Cessna 182 war in<br />

der 27 Meter hohen Antenne hängengeblieben,<br />

ein Stück der Tragfläche lag auf dem Dach<br />

der Wetterstation. Das Hauptwrack befand<br />

sich in einer Distanz von 125 Metern zur Station<br />

in abschüssigem Gelände auf 1125 Metern<br />

Höhe, knapp unter dem Gipfel des Brocken.<br />

Das Flugzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr<br />

zugelassen, nachgeprüft und für Flüge<br />

nach IFR ausgerüstet. Allerdings war der<br />

Pilot nur für VFR-Flüge ausreichend qualifiziert.<br />

Seine Flugerfahrung, insbesondere die auf<br />

dem umgerüsteten Muster, wurde als gering<br />

bewertet.<br />

Der Pilot geriet in sich verschlechternde Wetterbedingungen,<br />

als er sich dem Harz näherte.<br />

Die Funkkontakte mit Bremen Information<br />

belegen, dass er offenbar bemüht war, durch<br />

Flughöhenwechsel Sichtflugbedingungen<br />

einzuhalten.<br />

Laut Radaraufzeichnungen wich der Pilot<br />

zwischen 8.27 und 8.29 Uhr um eine halbe<br />

Nautische Meile nach links von seinem Kurs<br />

ab, wahrscheinlich, um bessere Wetterbedingungen<br />

anzutreffen. Da dies vermutlich nicht<br />

gelang, leitete er einen Sinkflug ein und versuchte,<br />

in 2775 Fuß Sichtflugbedingungen zu<br />

bekommen. Nach einem kurzen Horizontalflug<br />

stieg die Cessna dann wieder.<br />

Die BFU-Ermittler gehen davon aus, dass sich<br />

der Pilot in dieser Phase des Fluges nicht darüber<br />

im Klaren war, dass die direkte Kurslinie<br />

von Rügen nach Reichelsheim exakt über<br />

den 1141,2 Meter hohen Brocken führte und<br />

er sich in diesem Augenblick, wahrscheinlich<br />

in IMC, bereits auf Kollisionskurs befand.<br />

Der Start auf Rügen war offenbar ohne ausreichende<br />

Flugvorbereitung und unter Termindruck<br />

erfolgt. Bei entsprechender Vorbereitung<br />

hätte der Pilot bemerkt, dass der<br />

Flugweg direkt über den Brocken führte und<br />

er eine entsprechende Sicherheitsmindesthöhe<br />

hätte einhalten müssen. Zudem wäre ihm<br />

bei meteorologischer Vorbereitung aufgefallen,<br />

dass über dem Brocken Nebel mit aufliegender<br />

Bewölkung zu erwarten war.<br />

Abgesehen davon, dass er den Rat seines<br />

ehemaligen Fluglehrers, nach Westen auszuweichen,<br />

ignorierte, hatte er auch die Chance<br />

zur rechtzeitigen Umkehr nicht genutzt.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 67


[ SEGELFLIEGEN Training ]<br />

TEXT UND FOTOS: Tobias Enke<br />

Stress – die unterschätzte Unfallursache<br />

WENN DIE<br />

PSYCHE<br />

INS TRUDELN<br />

GERÄT<br />

Stress kann helfen, Herausforderungen gut zu meistern, er darf nur nicht<br />

überdrehen und in Panik münden. Es gibt Hilfsmittel, das zu verhindern.<br />

68 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Kühlen Kopf bewahren, auch<br />

wenn die Welt kopfsteht.<br />

Dann sind auch ungewollte<br />

Situationen gut zu meistern.<br />

Ich war etwa 600 Meter hoch, unter<br />

mir das Holter Wasserschloss,<br />

ziemlich genau sechs Kilometer<br />

vom Flugplatz Oerlinghausen<br />

entfernt – da sollte man doch sogar<br />

mit einer Gleitzahl von 1:10 noch nach<br />

Hause kommen. Auf dem Weg zurück<br />

verlor die Ka 6 aber immer mehr an<br />

Höhe. Aus heutiger Sicht hatte ich<br />

wohl das Gegenteil einer tragenden<br />

Linie erwischt. Damals, Mitte der 90er<br />

Jahre, saß ich wie das Kaninchen vor<br />

der Schlange und beobachtete den<br />

Zeiger des Höhenmessers beim Fallen.<br />

Ich ließ eine Entscheidungsmöglichkeit<br />

nach der anderen verstreichen,<br />

bis ich schließlich in Ameisenkniehöhe<br />

über die Bäume huschte<br />

– und die Maschine sogar noch, mit<br />

der Flächenspitze knapp über der<br />

Grasnarbe, in die offizielle Landerichtung<br />

drehte. Das war gerade nochmal<br />

gut gegangen!<br />

Ein paar Jahre später wurde dann<br />

das Fach „menschliches Leistungsvermögen“<br />

für die Luftfahrerscheinprüfung<br />

eingeführt. Hätte ich damals<br />

bereits den Stoff gekannt, hätte mir<br />

das in der Situation auch nicht viel<br />

geholfen. Gut, ich hätte gewusst, dass<br />

Stress sich durch erhöhten Puls und<br />

flachen Atem ausdrückt, Schweiß auf<br />

der Stirn und vielleicht verkrampfte<br />

Hände. Vielleicht hätte ich schon mal<br />

etwas vom Tunnelblick gehört, und<br />

ich hätte für die Prüfung gelernt, dass<br />

das Leistungsvermögen ähnlich der<br />

Form des umgedrehten Buchstabens<br />

U mit steigendem Stress erst zu- und<br />

dann wieder abnimmt. Das klingt aber<br />

ziemlich abstrakt.<br />

Die gängigen Strategien zur Stressvermeidung<br />

drehen sich ja um Vorbeugung.<br />

Wir üben kritische Situationen<br />

mit Fluglehrer: Startunterbrechung,<br />

Außenlandung, Motorausfall.<br />

Die gleiche Strategie fahren auch<br />

Feuerwehr, Seenotrettung, Polizei<br />

teilweise im mentalen Training.<br />

Diese kostenlose Technik ist bei<br />

uns Fliegern noch nicht besonders<br />

weit verbreitet. Außer bei den Kunstfliegern,<br />

die gern mit ausgebreiteten<br />

Armen am Start umherlaufen – und<br />

sich damit eben nicht lächerlich machen!<br />

Training – ob mental oder real<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 69


[ SEGELFLIEGEN Training ]<br />

– ist sicherlich das beste Rezept, auch<br />

wenn man nicht alle Situationen trainieren<br />

kann.<br />

In der Luftfahrt wird zunehmend<br />

der Simulator eingesetzt – im Motorflug<br />

seit geraumer Zeit. Seit Kurzem<br />

testet die Segelflugschule Oerlinghausen<br />

den Simulatoreinsatz auch in<br />

der Segelflugausbildung. Auch wenn<br />

man eigentlich weiß, dass die schaukelnde<br />

Kiste sicher am Boden steht,<br />

stellen sich doch schnell echte Stresssymptome<br />

ein. Es bleibt die Frage:<br />

Wie kommt man da wieder raus?<br />

„WENN DIE JUNGS RICHTIG UNTER STRESS STEHEN,<br />

KÖNNEN DIE NICHT MEHR BIS DREI ZÄHLEN.“<br />

Wie fahre ich meinen Paniklevel<br />

wieder runter, um handlungs- und<br />

entscheidungsfähig zu bleiben? Gibt<br />

es Methoden, den Adrenalinspiegel<br />

gezielt zu senken, und zwar am besten<br />

innerhalb eines Atemzuges?<br />

Um diese Fragen zu beantworten,<br />

wählte ich das Thema für meine Lehrprobe<br />

in der Ausbildung zum Segelfluglehrer.<br />

Die Recherche gestaltete<br />

sich sehr interessant: Im Internet fand<br />

ich zum Thema Stressbewältigung<br />

ausschließlich Treffer zur Burnout-<br />

Vorbeugung. „Setzen Sie sich ins<br />

Nebenzimmer und machen Sie eine<br />

Entspannungsübung.“ Das geht beim<br />

Fliegen schlecht; wir können nicht<br />

rechts ranfahren, sondern müssen<br />

Stresskurve<br />

Leistungsfähigkeit<br />

Stresslevel<br />

Etwas Stress ist gut für das Leistungsvermögen, wird es zu viel,<br />

fällt die Leistungsfähigkeit stark ab.<br />

vor jedem Start einen sicheren Plan<br />

haben, wie wir heile wieder runterkommen!<br />

Strategien für akute Stresssituationen:<br />

Fehlanzeige.<br />

Auch bei der Lufthansa-Verkehrsfliegerschule<br />

gibt es offenbar nur<br />

gelegentlich Seminare, in denen Piloten<br />

gefragt werden, ob sie schon<br />

mal in einer Stresssituation waren<br />

und wie sie damit umgegangen sind.<br />

Ich sprach mit dem Ausbildungsleiter<br />

der Feuerwehr: Der hatte zwar mal<br />

ein Seminar zum Thema Stress besucht,<br />

aber da ging es um Führung<br />

von Gruppen unter Stress. „Wenn die<br />

Jungs richtig unter Stress sind, können<br />

die nicht mehr bis drei zählen<br />

– das müssen unsere Programme<br />

berücksichtigen!“<br />

Ich fragte einen befreundeten Polizisten:<br />

„Ihr geht doch auch bewusst<br />

in Situationen, wo‘s brenzlig wird.“<br />

– „Ja, in der Ausbildung war da mal<br />

was, P.S.I. – Positive Selbstinstruktion,<br />

genau weiß ich das aber nicht<br />

mehr.“ Also Internetsuche nach P.S.I.<br />

Dabei stieß ich auf ein Kampfsportzentrum,<br />

an dem auch Personenschützer<br />

ausgebildet werden: „Ja, P.S.I.<br />

heißt einfach nur, sich selbst zu sagen:<br />

‚Das habe ich geübt, ich kann das.‘<br />

Mehr steckt nicht dahinter.“<br />

Eine taugliche Anregung habe ich<br />

dann doch noch im Internet gefunden:<br />

70 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


eine Atemübung für Patienten mit<br />

Panik attacken. Eine Atemtherapeutin<br />

gab den ersten brauchbaren Tipp:<br />

„Ausatmen – bewusst und ruhig, am<br />

besten auf ‚Uuuu...‘. Das erdet und<br />

zentriert! Der Sympathikus ist fürs<br />

Einatmen, der Parasympathikus fürs<br />

Ausatmen zuständig, und bei Stress<br />

klinkt der sich aus. Wir müssen dann<br />

den Parasympathikus wieder in Gang<br />

kriegen!“<br />

Mir fiel die Geschichte von Hanna<br />

Reitsch mit dem Grunau Baby in der<br />

Wolke wieder ein: Irgendwann in der<br />

grauen Hölle fing sie an, laut mit sich<br />

selbst zu reden. „Man glaubt gar nicht,<br />

wie beruhigend der Klang einer<br />

2<br />

Eustress<br />

1<br />

3 4<br />

5<br />

Distress<br />

Panik<br />

6<br />

7<br />

8<br />

totale Entspannung<br />

optimale<br />

Konzentration<br />

Beginn der<br />

Überforderung<br />

„Mir geht ein<br />

bisschen die Düse“<br />

„Mir geht ziemlich<br />

die Düse“<br />

„Mir geht gewaltig<br />

die Düse“<br />

„Mir geht fürchterlich<br />

die Düse“<br />

Panik<br />

Stress-Fahrtmesser. Vom grünen Eustress-Bereich, der optimal<br />

auf die Anforderungen einstellt, geht es über Gelb zur Panik.<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

Wie kommt man hier<br />

wieder raus? Wer tiefer<br />

fliegt, sieht auch die<br />

Sonnenstellen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 71


[ SEGELFLIEGEN Training ]<br />

Das Landefeld ist belegt,<br />

und keiner macht<br />

Anstalten, es zu räumen?<br />

Kein Grund zur Panik.<br />

Platz für die Landung gibt<br />

es reichlich.<br />

menschlichen Stimme – und sei es<br />

die eigene – auf einen wirken kann!<br />

Das Wunder der menschlichen Stimme<br />

in den wilden Wolken hat die<br />

Angst gebannt.“ Das war ein Tipp<br />

des Segelflugpioniers Wolf Hirth gewesen.<br />

Wo der das damals wohl her<br />

hatte?<br />

Was sage ich nun, wenn ich laut<br />

mit mir selbst rede? Zunächst bietet<br />

es sich ja an, die Situation zu benennen:<br />

„Höhe etwa 300 Meter GND,<br />

Fahrt 100 km/h, Entfernung zum<br />

(nächsten) Platz zehn Kilometer.“<br />

Das ist bestimmt schon mal ganz<br />

gut. Man kann dem aber noch mehr<br />

Struktur geben, denn hier kommt Stoff<br />

aus dem Ausbildungsteil „human<br />

resources“ ins Spiel: Das Kunstwort<br />

FORDEC für die Checkliste umfasst<br />

Facts, Options, Risks, Decide, Execute,<br />

Check.<br />

Facts bezeichnet genau das, was<br />

wir gerade bereits intuitiv aufgezählt<br />

haben; im Motorsegler zusätzlich<br />

Drehzahl und Treibstoffmenge. Options:<br />

a) weiter geradeaus fliegen,<br />

b) Acker suchen und landen. So<br />

kriegen wir die panisch kreisenden<br />

Gedanken wieder in eine Richtung!<br />

Es macht vielleicht den entscheidenden<br />

Unterschied, die Instrumente<br />

einfach nur abzulesen oder die Anzeigeinformationen<br />

laut auszusprechen!<br />

Und was hat es mit dem Begriff<br />

NLP auf sich? Es bedeutet Neuro-<br />

Linguistisches Programmieren, laut<br />

Wikipedia „eine Sammlung von Kommunikationstechniken<br />

und Methoden<br />

zur Veränderung psychischer Abläufe<br />

im Menschen“. Eine wichtige<br />

Methode beim NLP ist das Ankern.<br />

Dabei wird quasi ein bestimmter<br />

(Gemüts-)Zustand mit einer Körperstelle<br />

verknüpft. Wie können wir das<br />

in der Fliegerei anwenden? Zunächst:<br />

Der Anker sollte an einer Stelle gesetzt<br />

werden, die ungewöhnlich, aber<br />

gut erreichbar ist, vielleicht an der<br />

Nasenwurzel. Dort müssten wir den<br />

Zustand speichern, den wir in kritischen<br />

Situationen abrufen wollen:<br />

„entscheidungsfreudig und besonnen“<br />

– „voll konzentriert“ könnte nach<br />

hinten losgehen und zum Tunnelblick<br />

führen.<br />

Ich war also bei einem Psychologen<br />

mit NLP-Ausbildung und habe mir<br />

einen Entspannungsanker für Paniksituationen<br />

setzen lassen. Es begann<br />

mit einer Entspannungsübung. Dann,<br />

in völliger Entspannung, sollte ich<br />

mir möglichst plastisch eine Situation<br />

vorstellen, in der ich mich entscheidungsfreudig<br />

und besonnen gefühlt<br />

habe – und dann fest meine Nasenwurzel<br />

drücken. Er fragte mich, ob<br />

es vielleicht eine Farbe oder einen<br />

Klang gebe, der mir dazu einfiele – da<br />

hörte ich spontan die Musik von „A-<br />

Team“! Nochmal Nasenwurzel drücken,<br />

langsam wieder die Augen öffnen,<br />

fertig!<br />

Was vielleicht auf den ersten Blick<br />

wie Hokuspokus wirkt, ist eine hochwirksame<br />

psychologische Methode.<br />

Wenn ich jetzt meine Nasenwurzel<br />

drücke und die entsprechende Melodie<br />

summe, bin ich jedenfalls sofort<br />

in einem wachen Zustand, in dem<br />

ich mich so ziemlich allem gewachsen<br />

fühle (ohne dabei übermütig zu<br />

werden).<br />

So langsam nahm meine Lehrprobe<br />

Gestalt an. Für den ersten Teil<br />

brauchte ich noch eine griffige Visualisierung<br />

des steigenden Stresslevels<br />

– ich habe deshalb das Tensiometer<br />

erfunden. Das Tensiometer<br />

hat wie alle Instrumente auch Messfehler.<br />

Abends in der Kneipe wird<br />

von Situationen erzählt, wo einem<br />

72 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Anwerfen von Hand kann<br />

brenzlig werden. Ein<br />

unwilliger Motor kann<br />

zurückschlagen oder zu<br />

schnell auf Touren kommen.<br />

„‚n büschn die Düse ging“ – in Wahrheit<br />

ging sie aber ganz gewaltig!<br />

Oder aber sie ging nur „‚n büschn“,<br />

erzählt wird aber, wie gewaltig sie<br />

ging und wie bravourös man die<br />

Lage gemeistert hat.<br />

Das berühmte umgedrehte U ist<br />

hier auch erkennbar. Bis zum Beginn<br />

des gelben Bogens nimmt das Leistungsvermögen<br />

zu, mit beginnender<br />

Überforderung nimmt es dann rapide<br />

ab – bis zum roten Strich, wo dann<br />

völliger Kontrollverlust eintritt. Gut<br />

gefällt mir in der Entsprechung auch<br />

das gelbe Dreieck für die optimale<br />

Konzentration sowie die Unterteilung<br />

in Eustress und Distress mit Beginn<br />

des gelben Bogens.<br />

„Sieh zu, dass du nicht in Stress<br />

kommst!“ heißt dann, spätestens<br />

wenn sich der Stresslevel dem gelben<br />

Bereich nähert, ausatmen (am besten<br />

auf „Uuuu“) und laut sprechen (FOR-<br />

DEC).<br />

Interessant ist noch, dass die<br />

Stressreaktion individuell unterschiedlich<br />

ist und unter anderem von der<br />

Erfahrung abhängt: Ich habe einen<br />

Flugschüler gesehen, dem beim Anschnallen<br />

schon die Hände zitterten,<br />

und in der Fluglehrer-Vorausbildung<br />

habe ich eine Seilrissübung mit einem<br />

schauspielerisch nicht so sehr begabten<br />

Fluglehrer als Schüler geflogen,<br />

der völlig unbeeindruckt geradeaus<br />

gelandet ist, anstatt einen gestressten<br />

Schüler zu mimen.<br />

Wir können uns allein im Cockpit<br />

nicht lächerlich machen – laut auf<br />

Uuuu ausatmen und Selbstgespräche<br />

führen hilft den Stresslevel senken.<br />

Es könnte unser Leben retten.<br />

Wir müssen unsere körperliche<br />

Reaktion im Auge behalten. Sobald<br />

wir merken, dass wir den Atem anhalten,<br />

dass wir verkrampfen (weiße<br />

Knöchel, die Füße in die Pedale stemmen),<br />

dass wir anfangen zu schwitzen<br />

und das Herz bis zum Hals schlägt,<br />

müssen wir Gegenmaßnahmen ergreifen:<br />

- tief ausatmen auf Uuuu<br />

- laut mit uns selbst reden (FORDEC)<br />

- NLP-Entspannungsanker aktivieren,<br />

sofern vorhanden<br />

- per Funk um Hilfe bitten (FIS)<br />

Der letzte Tipp ist sicher eher für<br />

Motorflieger brauchbar, aber es beruhigt<br />

zu wissen, dass unsere Augen<br />

am Boden (FIS) eine Notfallprozedur<br />

haben, um Piloten, die zum Beispiel<br />

über einer geschlossenen Wolkendecke<br />

gefangen sind, sicher nach unten<br />

zu lotsen: Dem Piloten wird ein Controller<br />

zugeordnet, der sich nur um<br />

ihn kümmert, und im Hintergrund<br />

gibt es noch einen Kollegen, der dann<br />

beispielsweise mit Ausweichflugplätzen<br />

telefoniert.<br />

Auch im Segelflugzeug mag es<br />

Situationen geben, in denen Kontakt<br />

zu FIS oder überhaupt mit einem<br />

Menschen die trudelnde Psyche zu<br />

beruhigen vermag – da sollten wir<br />

auch keine falsche Scheu haben!<br />

Ich wünsche mir, dass in dieser<br />

Richtung weiter geforscht wird und<br />

dass das Thema und neue Erkenntnisse<br />

dazu frühzeitig in die Ausbildung<br />

integriert werden.<br />

In diesem Sinne: Sieh zu, dass du<br />

niemals in Stress kommst und immer<br />

die Kontrolle behältst!<br />

ae<br />

Manchem Untrainierten<br />

treibt schon ein querstehender<br />

Windsack<br />

die Schweißperlen auf<br />

die Stirn.<br />

PROBLEME ANPACKEN MIT FORDEC:<br />

FACTS, OPTIONS, RISKS, DECIDE, EXECUTE, CHECK<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 73


[ SEGELFLIEGEN Wetter ]<br />

Der Sommer 2015<br />

Hitzewellen und rasche Wechsel<br />

Schnelle Flüge lassen sich nicht nur in Kaltluft absolvieren. Im Saisonrückblick zeigte<br />

der August das Potenzial der oft unterschätzten Warmluft.<br />

Rückblickend auf die Segelflugsaison<br />

2015 stellt man<br />

fest, dass es eine ganze<br />

Reihe von sehr warmen, um nicht<br />

zu sagen heißen Tage gegeben hat.<br />

2015 steht damit in der Tradition<br />

der Vorjahre mit Tagen, an denen<br />

man problemlos mit einem Fieberthermometer<br />

die Tageshöchsttemperatur<br />

messen konnte.<br />

Es hat sich gezeigt, dass auch<br />

die sehr warmen Tage durchaus<br />

fliegerisches Potenzial besaßen.<br />

Die schnellen Wetterwechsel, die<br />

das Jahr prägten, verhinderten<br />

aber auch in den späteren Sommermonaten<br />

die trockenen, kontinentalen<br />

Luftmassen.<br />

In der Warmluft schnell<br />

über kurze Strecken<br />

Fliegerisch brachte der Juli<br />

viele sehr gute Tage – sowohl mit<br />

kühler Luft im Norden und Nordosten<br />

als auch mit Warmluft im<br />

Süden, und da vor allem im Alpenraum.<br />

Die Zahl der Flüge blieb mit<br />

nur knapp 8000 ähnlich wie im<br />

Juli des Vorjahres gering.<br />

Deutlich besser schnitt dagegen<br />

der August ab, auch wenn keine<br />

Spitzentage mehr dabei waren:<br />

Deutlich über 10 000 gemeldete<br />

Flüge sind ein gutes Viertel mehr<br />

als im August 2014.<br />

Welch einen entscheidenden<br />

Einfluss die Art der Luftmasse auf<br />

die (potenzielle) Länge der Flüge<br />

hat, haben Juli und August gezeigt.<br />

Klar, Warmluft taugt in der Regel<br />

nicht für die ganz großen Flüge.<br />

Die Warmluft braucht im Tagesgang<br />

länger, bis sie gute Thermik<br />

produziert. Die ist dann aber<br />

durchaus für ein paar Stunden<br />

richtig gut. Die Kaltluft ist also eher<br />

etwas für Frühaufsteher mit Marathonkondition,<br />

die Warmluft die<br />

ideale Luftmasse für Langschläfer<br />

und Sprinter.<br />

2010 hat gezeigt, dass beides<br />

geht: Warmluft und lange Strecken.<br />

Aber was war anders als 2015?<br />

Die Warmluft war eine trockene<br />

Südostluft. Über Tage hinweg<br />

konnten Labilität und Basishöhe<br />

zunehmen. Die vertikale, konvektive<br />

Schicht reichte über die Warmlufttage<br />

immer höher, und mit<br />

Thermikbeginn stand rasch wieder<br />

der Konvektionsraum des Vortages<br />

zur Verfügung – oder eben sogar<br />

ein paar 100 m mehr. „Die Luftmasse<br />

hatte einen guten Gradienten“,<br />

würde man vielleicht auch<br />

sagen, um die nahezu trockenadiabatische<br />

Schichtung zu beschreiben.<br />

Die Warmluft im vergangenen<br />

Jahr war dagegen eher eine Südoder<br />

gar Südwestluft, die überdies<br />

immer wieder wechselte. Eine<br />

gute Schichtung konnte sich also<br />

nicht aufbauen. Stattdessen schoben<br />

sich wie Schlieren immer wieder<br />

warme feuchte Luftschichten<br />

herein, worunter der vertikale<br />

Gradient litt. Bis sich eine solche<br />

Luftmasse strukturiert hat, kann<br />

es im Tagesgang dauern. Es kann<br />

sogar vorkommen, dass sich ein<br />

toll aussehendes Himmelsbild aufbaut,<br />

die Cumuli sich aber als Simulanten<br />

entpuppen. Dieses Einschieben<br />

von Warmluft nur in<br />

einzelnen Schichten, diese Warmluftadvektion<br />

ist eben doch der Tod<br />

des Gradienten.<br />

Der Juli hatte trotzdem einiges<br />

zu bieten, auch weil sich immer<br />

wieder kühlere Luft einschleichen<br />

konnte. Ein Klassiker, möchte man<br />

ausrufen, wenn man die Wetterkarten<br />

vom 6. Juli betrachtet: Die<br />

Kaltfront war durch, das Hoch<br />

etablierte sich genau über der<br />

Mitte Deutschlands. Trotz Druckanstiegs<br />

und Abtrocknung gab es<br />

vor allem nach Norden noch gute,<br />

reihende Cumuli. Tim Altmann und<br />

Tobi Welsch waren mit einer EB28<br />

von Burgdorf aus unterwegs. Bei<br />

nur 16 Prozent Kurbelanteil standen<br />

am Ende 1167 km im OLC.<br />

Auch von Boberg und Wilsche aus<br />

wurde die 1000er-Marke geknackt.<br />

Anfangs noch wegen Restfeuchte<br />

der Schauer vom Vortag schwierig,<br />

wurde der Tag später immer homogener<br />

und besser. Wer aber<br />

abends in Richtung Rhein zurück<br />

musste, kam schon in den Geschmack<br />

der Warmluftadvektion.<br />

Bei Warmluft fast<br />

immer gut: die Alpen<br />

Wohin bei Warmluft? Am ehesten<br />

in die Alpen. Hier konnte sich<br />

die homogene Warmluft unter<br />

Hochdruck langsam labilisieren.<br />

Während Fronten schon wieder<br />

bis in die Mittelgebirge vorankamen,<br />

nutzte Matthias Schunk von<br />

Königsdorf aus das Wetter für einen<br />

Zielrückkehrflug über 1<strong>02</strong>5<br />

km, der ihn bis Moûtiers (bei Albertville)<br />

führte.<br />

Am darauffolgenden Tag war<br />

das Wetter sogar noch bis in die<br />

Ostalpen etwas großräumiger gut:<br />

Mit 925 km erflogen sich von Königsdorf<br />

aus Florian Seibel und<br />

Armin Behrendt den punkthöchsten<br />

Flug dieses Tages.<br />

Ebenfalls ein guter Warmlufttag<br />

war der 16. Juli, vor allem mit den<br />

klassischen Strecken über Schwarzwald<br />

und Alb. Gerhard Stübler flog<br />

knapp über 1000 km von Gruibingen<br />

aus. In seinem Barogramm<br />

erkennt man auch sehr schön, wie<br />

die Basis zum späteren Nachmittag<br />

über der Alb immer weiter<br />

anhob und am Ende knapp 3000<br />

m erreichte.<br />

Der Juli hatte aber noch einen<br />

weiteren 1000er-Tag zu bieten. Am<br />

20. brachte ein kurzer Kaltlufteinbruch,<br />

gepaart mit Hochdruckeinfluss,<br />

eine schmale, gute Lücke im<br />

Nordosten bis nach Polen hinein.<br />

Patrick Kutschat flog von Lüsse<br />

aus eine vierstellige Strecke. Bernd<br />

Goretzki war in Polen flächiger<br />

unterwegs, was ihm trotz rund 100<br />

km weniger die punkthöchste<br />

Wertung im OLC einbrachte.<br />

Der Juli legte an den zwei letzten<br />

Tagen nochmal nach: Am 30.<br />

setzte sich kühle Luft bis in den<br />

Süden durch. Nach einem zähen<br />

Beginn von Fürth aus bekam Lukas<br />

Flor über Erzgebirge und Riesengebirge<br />

Anschluss an das<br />

schnelle Wetter und erreichte am<br />

Ende des Tages – an dem ebenfalls<br />

die Basis kontinuierlich weiter<br />

angestiegen war – 1<strong>02</strong>5 km.<br />

Deutlich trockener und bereits<br />

wieder mit Warmlufteinschüben<br />

von Südwesten präsentierte sich<br />

der letzte Julitag. Noch blieb die<br />

„Flucht“ nach Osten möglich, wo<br />

die thermisch gute Luftmasse lag.<br />

Gleich mehrere Flüge jenseits der<br />

1000er-Marke fanden ihren Weg<br />

in den OLC, wobei die meisten<br />

Punkte Jörg Röpling mit Co Mario<br />

Wissmann erflog. Von Donauwörth<br />

aus nutzten sie vor allem den Bayerischen<br />

und den Thüringer Wald<br />

für 1015 km.<br />

Im selben Wetterraum war Alexander<br />

Müller (EB29) von Bayreuth<br />

aus unterwegs. Rund 50 Minuten<br />

nach dem Abflug musste er aber<br />

nochmal den Motor zu Hilfe nehmen.<br />

Trotzdem standen nach rund<br />

9:30 Stunden 1035 km auf dem<br />

Zähler. Nach Punkten lag Müller<br />

damit noch vor den weiteren Flügen<br />

von Wilfried Großkinsky (1060<br />

km) und Bernd Goretzki (1080 km).<br />

In diese Phalanx der Langstreckenspezialisten<br />

flog sich Benedikt<br />

Schmitt, der von Dobenreuth aus<br />

mit einer LS1-d bemerkenswerte<br />

775 km schaffte.<br />

Der August war alles in allem<br />

durch warme und vor allem trockene<br />

Luftmassen geprägt. Während<br />

der Westen und Norden es<br />

74 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


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Deutschland am 31. Juli 2015 um 12 Uhr UTC vom Meteosat<br />

gesehen. Im Osten hielt sich noch die gute Luftmasse, sie wurde<br />

für mehrere 1000-km-Flüge genutzt.<br />

immer wieder mit schwachen<br />

Fronten zu tun bekamen, war<br />

der Süden – und hier vor allem<br />

der Südosten und die Alpen –<br />

meist störungsfrei.<br />

Die Luftmasse für<br />

Langschläfer<br />

Fliegen konnte man fast an<br />

jedem Tag, die Luftmasse wollte<br />

aber kaum mal einen frühen<br />

Thermikbeginn hergeben, sodass<br />

die ganz großen Zahlen im OLC<br />

fehlen.<br />

Ausgerechnet an einem der<br />

wenigen Kaltlufttage wurden<br />

die weitesten Strecken geflogen.<br />

Am 21. August kam Martin Werner<br />

von Witts Berlinchen über<br />

944 km weit. Einen Tag später<br />

war die Luftmasse auch im Südosten<br />

angekommen, und Julian<br />

Mihm flog von der Wasserkuppe<br />

aus 918 km. Punktbesser<br />

waren an dem Tag Tobias Ladenburger/Leonard<br />

Kromer, die<br />

von Schwäbisch Gmünd aus ein<br />

772-km-FAI-Dreieck flogen. In<br />

der Folge waren große Strecken<br />

nur noch im Südföhn der Alpen<br />

möglich, zum Beispiel am 24.<br />

August von Königsdorf aus 1<strong>02</strong>1<br />

km, am 16. September 1114 km.<br />

Jan Lyczywek vollendete von<br />

Unterwössen aus eine 1077-km-<br />

Strecke.<br />

Die Wellenfliegerei gewinnt<br />

offensichtlich immer mehr Anhänger.<br />

Fliegbare Lagen werden<br />

in den sozialen Netzwerken<br />

angekündigt und diskutiert. Fuhr<br />

man früher an die Porta oder<br />

die Bergstraße, sind jetzt auch<br />

die Plätze im Lee von Pfälzer<br />

Wald, Harz und Vogesen Anziehungspunkte.<br />

Einer der sicher<br />

herausragenden Tage war der<br />

15. November, an dem die Welle<br />

des Pfälzer Waldes Tomek<br />

Ziarko bis auf FL 300 steigen<br />

ließ. So endet ein langes Jahr,<br />

das schon im Februar mit ersten<br />

ausgedehnten thermischen<br />

Überlandflügen begann. ae<br />

Bernd Fischer<br />

Foto: TopMeteo<br />

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[ SEGELFLIEGEN F-Schlepp ]<br />

Vergleichstest<br />

Was können UL-Schlepper?<br />

Die Robin DR400R Remorqueur gilt vor allem in Westdeutschland als das<br />

Schleppflugzeug schlechthin, insbesondere für den Start schwerer Doppelsitzer.<br />

Wie gut hier stark motorisierte ULs mithalten können, zeigt der Versuch.<br />

So gut die Remorqueur auch<br />

schwerste Segelflugzeuge in<br />

die Luft bringt – ihr hängt<br />

der Nachtteil an, mit ihren 180<br />

Lycoming-PS sehr durstig und in<br />

der Wartung sehr aufwendig zu<br />

sein. Das macht ihren Betrieb richtig<br />

teuer. Für viele Vereine ist ihr<br />

Unterhalt nicht mehr finanzierbar.<br />

Auf der Mönchsheide machte<br />

man sich deshalb auf die Suche<br />

nach einer Alternative und initiierte<br />

Vergleichsschlepps der eige-<br />

nen Remo mit zwei Ultraleichtflugzeugen<br />

von Aerospool, einer 115<br />

Turbo-PS starken Dynamic WT9<br />

und dem gleichen Muster mit 100<br />

Pferdestärken. Ihre Aufgabe bei<br />

annähernd gleichen meteorologischen<br />

Bedingungen auf der Graspiste<br />

des Segelfluggeländes über<br />

Bad Breisig: Sie mussten ihr<br />

Schleppvermögen mit einer ASK<br />

13 (630 kg), einer ASK 21 (585 kg)<br />

und einem Duo Discus T (630 kg)<br />

zeigen. Die Startmassen der Segelflugzeuge<br />

waren über die Testreihe<br />

für alle Schlepper gleich.<br />

Bei dem Vergleich Anfang Oktober<br />

vergangenen Jahres interessierten<br />

vor allem die Startroll- und<br />

Startstrecken sowie der Anfangssteigflug.<br />

In diesem Zusammenhang<br />

galt auch der Lärmbelastung der<br />

Flugplatzumgebung besonderes<br />

Augenmerk. Ob ein UL-Schleppzug<br />

nach Erreichen der Sicherheitshöhe<br />

vielleicht langsamer steigt,<br />

war weniger interessant.<br />

Die Temperatur (13 o C) spielte<br />

keine Rolle. Der Wind allerdings<br />

stand meist fast quer zur Piste,<br />

hauptsächlich kam er mit fünf bis<br />

zehn Knoten aus Nordost bis Ost.<br />

Die Graspiste in rund 672 ft Höhe<br />

war schon kein kurzer, glatter Teppich<br />

mehr, dazu aber jahreszeitgemäß<br />

etwas weich und nass. Als<br />

Piste standen in der Startrichtung<br />

„10“ 700 m plus weitere 190 m<br />

hinter der Schwelle zur Verfügung.<br />

Idealbedingungen, die sich für die<br />

Fotos: Gerhard Marzinzik, Christoph Dommermuth<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Das entscheidende Kriterium<br />

für einen sicheren F-Schlepp<br />

ist der schnelle Höhengewinn<br />

in Bodennähe.<br />

ULs als vorteilhaft hätten erweisen<br />

können, herrschten also keineswegs<br />

bei diesem Test. Und trotzdem<br />

schnitten die beiden Ultraleichten<br />

sehr gut ab – für viele überraschend.<br />

Wolfgang Schneider, Pilot der ASK<br />

13, fasste es zu zusammen: „Anzug<br />

und Startlauf bis zum Abheben<br />

waren nahezu identisch, wobei<br />

lediglich der Anzug mit der DR 400<br />

ein wenig zügiger war. Das Anfangssteigen<br />

war bei allen drei<br />

Flugzeugen gleich. DR400 und WT9<br />

Turbo waren auch im anschließenden<br />

Steigen mit zirka 3 m/s gleich.<br />

Das Steigen mit der 100 PS starken<br />

Dynamic lag zwischen 2 und 2,5<br />

m/s. Nach meinem persönlichen<br />

Eindruck waren die Schlepps hinter<br />

den beiden WT9 wesentlich<br />

ruhiger als hinter der DR400.“<br />

Martin Wagner, der mit Copilot<br />

den deutlich schwereren Duo Discus<br />

T steuerte, beschrieb seine<br />

Erfahrungen so: „Die 115 PS starke<br />

Dynamic zeigte im Anzug, Abheben<br />

und Steigflug kaum einen<br />

merklichen Unterschied zur Remo.<br />

Steigwerte im Geradeausflug betrugen<br />

etwa 2,5 m/s. Die 100-PS-<br />

Dynamic war bei minimalem Rückenwind<br />

langsamer im Anzug<br />

und hob später ab. Danach zeigte<br />

sich kein Unterschied mehr. Steigwerte<br />

im Geradeausflug waren<br />

etwa 0,2 m/s geringer als mit der<br />

Turbo-Dynamic. Bei allen drei Flügen<br />

hatte ich 120 bis 130 km/h auf<br />

dem Fahrtmesser.“<br />

„Ich hätte nicht gedacht, dass<br />

die WT9 mit 100 PS den Duo Discus<br />

T so problemlos mit Rückenwind<br />

rausschleppt“, sagte Auswerter<br />

Stefan Willnat, der die Schlepps<br />

vom Boden aus beobachtete. Willnat<br />

schränkte aber ein: „Dennoch<br />

glaube ich, dass bei stärkerem Wind<br />

und die dadurch am Platz entstehenden<br />

Abwindfelder die WT9 mit<br />

115 PS besser ist, vor allem an sehr<br />

warmen Tagen.“<br />

Bestätigt werden die subjektiven<br />

Eindrücke durch die Leistungskurven,<br />

die mittels schneller GPS-<br />

Aufzeichnungen erstellt wurden.<br />

Äpfel und Birnen im Vergleich? Leistungs- und gewichtsmäßig sicher,<br />

aber keinesfalls in Bezug auf die Schleppleistung.<br />

Rollstrecken und Steigverläufe<br />

werden dort objektiv wiedergegeben.<br />

Die Daten erlaubten Stefan<br />

Willnat ein sehr zuversichtliches<br />

Fazit: „Die Schleppleistungen der<br />

WT9 Turbo mit 115 PS sind mit<br />

der Schleppleistung der DR400R/180<br />

vergleichbar. Sowohl die Beschleunigungswerte<br />

als auch die Steigwerte<br />

sind nahezu identisch.<br />

Genug Reserve<br />

über den Bäumen<br />

Die Schleppleistung und die<br />

Beschleunigungswerte der WT9<br />

mit 100 PS sind minimal schlechter<br />

als die der Robin DR400R/180, die<br />

Steigwerte um rund 0,5 m/s geringer.<br />

Alle F-Schlepps hatten über<br />

den Bäumen genügend Sicherheitsreserven<br />

und verliefen zur vollsten<br />

Zufriedenheit.<br />

Für die größte Überraschung<br />

sorgte die AeroSpool Dynamic WT9<br />

mit 100 PS, die trotz aufkommenden<br />

Rückenwinds den Duo Discus<br />

T sicher über die Hindernisse<br />

schleppte.“ Gegenüber der eingesetzten<br />

Turboversion hatte die<br />

100-PS-Version der Dynamic beim<br />

Startgewicht einen Vorteil von rund<br />

60 kg. Beim Propeller gab es keinen<br />

Unterschied, beide ULs wurden<br />

von einem elektrischen Constant-<br />

Speed Woodcomp CS gezogen. An<br />

der Remo drehte sich ein starrer<br />

54er Sensenich, ein idealer Schlepp-<br />

Prop für die DR 400. Im Vergleich<br />

der Leermassen drückte die 625<br />

kg schwere Remo besonders stark<br />

auf die weiche Piste, während die<br />

WT9 Turbo 329 kg und die WT9<br />

mit Saugmotor 296 kg auf die Waage<br />

brachten.<br />

Bei der relativ geringen Temperatur<br />

und den niedrigen Schlepphöhen<br />

konnte die Dynamic die<br />

Vorteile ihres Turbos gegenüber<br />

dem schwächeren Schwestermodell<br />

und der Remorqueur allerdings<br />

nicht ausspielen. Es ist deshalb<br />

davon auszugehen, dass bei höheren<br />

Temperaturen der Unterschied<br />

zu den Vergleichsmodellen deutlicher<br />

ausfällt. Im Vergleich der<br />

Geräuschpegel waren die ULs<br />

während der Schlepps nicht zu<br />

schlagen. Ihre Schleppflüge waren<br />

um ein Vielfaches leiser als die der<br />

Remo.<br />

Dem LV Mönchsheide hat der<br />

Test Klarheit gebracht: Für den<br />

Grasplatz und für das dort mit 630<br />

kg schwerste stationierte Segelflugzeug<br />

sind die WT9/100 und die<br />

WT9/115 als Schleppflugzeuge<br />

geeignet.<br />

ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

Die Bilder zeigen,<br />

dass die beiden<br />

UL-Schleppzüge über<br />

der Schwelle ähnlich<br />

hoch sind wie der mit<br />

der Remo. Am Seil<br />

hängt hier der Duo<br />

Discus T.<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 77


[ SEGELFLIEGEN Historie ]<br />

OLDTIMERTREFFEN IN ROTHENBURG<br />

Für Auge und Herz<br />

„Antriebslos, aber hochmotiviert“ – diese Maxime hatte der<br />

Veranstalter für das 19. Kleine Segelflugzeug-Oldtimertreffen<br />

in Rothenburg an der Neiße ausgegeben.<br />

Vielleicht war es diese originelle<br />

Losung, die viele dazu<br />

bewog, in die Oberlausitz<br />

zum Kleinen Segelflugzeug-Oldtimertreffen<br />

zu kommen. Angereist<br />

waren 46 Piloten aus 22 Vereinen<br />

mit 28 Segelflugzeugen. Unter den<br />

Teilnehmern aus Deutschland, Polen<br />

und Tschechien hatten acht<br />

bereits mindestens einmal selbst<br />

das Kleine Segelflugzeug-Oldtimertreffen<br />

organisiert.<br />

Der große Zuspruch ließ den<br />

Organisator Volker Wollert zu dem<br />

Schluss gelangen, dass es sich doch<br />

nun um ein Großes Segelflugzeug-<br />

Oldtimertreffen handele. Das lag<br />

aber nie in der Absicht der Initiatoren<br />

dieses Treffens, das zum<br />

ersten Mal 1997 in Strausberg<br />

stattfand.<br />

Das Interesse, das diese Veranstaltung<br />

findet, ist – neben der<br />

überschaubaren Organisation und<br />

der Konzentration auf das Fliegen<br />

– auf die von Beginn an knallharten<br />

finanziellen Prämissen zurückzuführen:<br />

Die Organisationsgebühr,<br />

die einmalig jeder Pilot entrichtet,<br />

bleibt auch weiterhin auf 15 Euro<br />

beschränkt, das Campen ist ebenso<br />

kostenlos wie die Hangarierung.<br />

Mancher Ausrichter musste erst<br />

einmal lernen, diese strikten Vorgaben<br />

zu verdauen. Das Ergebnis<br />

ist sehenswert: Oldtimer, die auf<br />

das Feinste restauriert wurden und<br />

deren Halter auch weite Anreisen<br />

nicht scheuen.<br />

Der Flugplatz Rothenburg mit<br />

seinen langen Seilauslegestrecken<br />

(Startrichtung 18: 2930 m; Startrichtung<br />

36: 3130 m) bietet beste<br />

Bedingungen. Neben 20 Starts im<br />

Flugzeug- oder Trike-Schlepp waren<br />

besonders Höhenstarts an der<br />

Winde gefragt, von denen immerhin<br />

84 absolviert wurden. Trotz<br />

gelegentlich ungünstiger Windbedingungen<br />

gab es Ausklinkhöhen<br />

von mehr als 1000 Meter.<br />

Ein Höhepunkt dieses Treffens<br />

ist der Concours d’Elegance. Hier<br />

küren Zuschauer und Piloten die<br />

schönsten und interessantesten<br />

Segelflugzeuge. Platz eins ging<br />

diesmal mit großem Vorsprung an<br />

den Condor IV von Reginald Kasubeck<br />

aus Anklam.<br />

Aus Südamerika in den<br />

deutschen Norden<br />

Anfang der 1950er Jahre waren<br />

in Argentinien 18 Condor IV – der<br />

von Heini Dittmar konstruierte<br />

Doppelsitzer – aus kompletten<br />

Bausätzen nebst Zeichnungen<br />

entstanden, geliefert von Segelflugzeugbau<br />

Alexander Schleicher.<br />

Gebaut wurden die Condor IV bei<br />

Carpenteria Aeronautica Madse.<br />

Reginald Kasubecks Condor IV<br />

mit der Werknummer 18 stammt<br />

aus dieser Serie. Sein Condor flog<br />

ab 1954 beim Aero Club Carlos<br />

Casares in der Provinz Buenos<br />

Aires. Der Verein absolvierte mit<br />

dem Flugzeug bis zu seiner Auflösung<br />

1982 fast 697 Stunden bei<br />

2082 Landungen. Zehn Jahre später,<br />

nach Lagerung im stillgelegten<br />

Hangar des ehemaligen Clubs,<br />

kam der Condor IV nach Großbritannien.<br />

Peter Underwood restaurierte<br />

ihn. Heute befindet sich das<br />

Annex-II-Flugzeug bei Reginald<br />

Kasubeck im deutschen Zulassungsverfahren.<br />

Über die Plätze zwei und drei<br />

des Schönheitswettbewerbs hätten<br />

sich sicherlich die beiden Altmeister<br />

unter den westdeutschen<br />

Konstrukteuren, Egon Scheibe und<br />

Rudolf Kaiser, gewiss gefreut. Platz<br />

zwei errang der farblich gelungene<br />

Scheibe Bergfalke III des Hamburger<br />

Vereins für Luftfahrt mit<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Schön auffällig: Viel Farbe hat<br />

dieser Pirat abbekommen.<br />

Bergfalke III mit Cabrio-Cockpit<br />

in Lufthansa-Farben.<br />

Die 28 Segelflugzeuge von bunter<br />

technischer Vielfalt sind in den verschiedensten<br />

Ländern gebaut worden.<br />

seinem zum Cabrio umgestalteten<br />

Cockpit. Lackiert haben die Vereinsmitglieder<br />

den Rumpf im klassischen<br />

Lufthansa-Design in einer<br />

Gemeinschaftsleistung mit Lufthansa<br />

Technik. Der Schriftzug<br />

„Luftfahrt“ auf dem Rumpf anstelle<br />

der naheliegenden Aufschrift<br />

„Lufthansa“ verwirrt da allerdings.<br />

Die Fluggesellschaft hat ganz einfach<br />

die Benutzung ihres Namenszugs<br />

nicht erlaubt.<br />

Im Trend: verstrebte<br />

Cockpithauben<br />

Über Platz drei freute sich Patrick<br />

Zimmer aus Laucha mit seiner<br />

Schleicher Ka 2b, deren Flügel mit<br />

16 Metern Spannweite in trapezförmige<br />

Außenflügel münden. Auch<br />

ist der Rumpf 15 Zentimeter länger<br />

– gut am kleinen Knick im Rumpf<br />

vor dem Höhenleitwerk zu erkennen.<br />

Aber der eigentliche, sehenswerte<br />

Knüller ist die originale,<br />

verstrebte Kabinenhaube. Offenbar<br />

erleben diese Originalhauben eine<br />

Renaissance, auch Reinhard Mei-<br />

Die meisten<br />

Piloten waren<br />

mittleren und<br />

jüngeren<br />

Jahrgangs. Von<br />

Überalterung der<br />

Oldtimerszene<br />

kann also,<br />

zumindest beim<br />

Kleinen Segelflugzeug-Oldtimertreffen,<br />

nicht<br />

die Rede sein.<br />

er rüstete seine Ka 6CR damit aus.<br />

Etwas fürs Auge und das Herz<br />

waren auch viele andere Oldtimer<br />

in Rothenburg. Das traf insbesondere<br />

auf ein Flugzeug zu, von dem<br />

man dies am wenigsten erwartet<br />

hätte: die rot-weiß lackierte SZD-<br />

30 „Pirat“ des Aeroclub Perleberg.<br />

In einer Zeit, in der sich zahlreiche<br />

Vereine des hohen Wartungsaufwandes<br />

wegen von diesem Muster<br />

trennen, erwarben die Perleberger<br />

ihren Pirat in Österreich.<br />

Im nächsten Jahr kann das Kleine<br />

Segelflugzeug-Oldtimertreffen<br />

Jubiläum feiern. Die 20. Ausgabe<br />

findet vom 26. bis 28. August auf<br />

dem Flugplatz Hammelburg statt.<br />

Organisieren wird das Treffen Michael<br />

Uebel. Ihm gelangen bei den<br />

Veranstaltungen zuvor mit seiner<br />

Ka 6-0, gebaut im Jahre 1956 noch<br />

mit 14,4 Meter Spannweite und<br />

später auch mit einem Rad ausgestattet,<br />

immer die längsten Flüge;<br />

auch in Rothenburg kam er auf<br />

insgesamt fast 15 Flugstunden. Die<br />

Herausforderung in Hammelburg<br />

ist dann eine andere.<br />

ae<br />

Frank-Dieter Lemke<br />

Fotos: Lemke, Peereboom, Präger<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 79


[ SEGELFLIEGEN Entwicklung ]<br />

Entwicklung der Segelflugzeuge<br />

GFK<br />

MAGISCHER<br />

Über viele Jahre dominierte Holz als<br />

Werkstoff den Segelflugzeugbau. Als<br />

Richard Eppler und Hermann Nägele<br />

von der Akaflieg Stuttgart ihre Versuche<br />

mit Glasfaser und Polyesterharz<br />

starteten, begann eine Revolution.<br />

AUTOR: Egon-Manfred Paech<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


STOFF<br />

Fotos: Holger Weitzel<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 81


[ SEGELFLIEGEN Entwicklung ]<br />

Daten FS 24 Phönix<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

16,00 m<br />

Flügelfläche<br />

14,40 m<br />

Flügelstreckung 17,83<br />

Rumpflänge<br />

6,8 m<br />

Massen und Mengen<br />

Höchstgewicht 265 kg<br />

Rüstgewicht <br />

164 kg<br />

Flächenbelastung 18,5 kg/m²<br />

Flugeistungen<br />

höchstzul. Geschw.<br />

bei ruhigem Wetter 175 km/h<br />

bei böigem Wetter 105 km/h<br />

geringstes Sinken<br />

bei 68 km/h 0,49 m/s<br />

Gleitzahl bei 79 km/h 40<br />

Stückzahlen<br />

1 Prototyp, 8 Serienflugzeuge<br />

Der Phoenix mit der<br />

Kennung D-9093 ist heute<br />

im Deutschen Museum in<br />

München ausgestellt.<br />

Es hatte sich schon Mitte der<br />

1950er Jahre abgezeichnet,<br />

dass mit Segelflugzeugen<br />

in Holz- oder Gemischtbauweise<br />

nur noch marginale Leistungssteigerungen<br />

möglich sein würden.<br />

Es sei denn, es würde – wie bei der<br />

HKS 3 – ein nicht vermarktbarer konstruktiver,<br />

handwerklicher und finanzieller<br />

Aufwand betrieben. Solche<br />

Flugzeuge blieben Einzelstücke; Höhepunkt<br />

und Abschluss ihrer Bauund<br />

Konstruktionsepoche.<br />

Die Ablösung aber stand schon<br />

bereit. GFK – Glasfaserverstärkter<br />

Kunststoff – ist fortan der magische<br />

Stoff, aus dem Segelflugzeuge gemacht<br />

werden. Die Superorchideen wurden<br />

aerodynamisch immer ausgefeilter,<br />

Laminarprofile immer stärker optimiert.<br />

Diese Kombination pulverisierte die<br />

alten Rekorde. Die 3000-Kilometer-<br />

Marke wurde bereits überschritten.<br />

Mit dem von Airbus gesponserten<br />

Forschungssegelflugzeug Perlan II<br />

(Erstflug 25.9.2015) sollen die Piloten<br />

bis auf die unwirtliche Höhe von mehr<br />

als 30 000 Meter steigen.<br />

Richard Eppler und Hermann Nägele<br />

von der Akaflieg Stuttgart sind<br />

die geistigen Väter dieser Entwicklung.<br />

Sie betraten Neuland in zweierlei<br />

Hinsicht: Sie bauten den FS 24 Phönix,<br />

das erste Segelflugzeug, das<br />

vollkommen aus glasfaserverstärktem<br />

Kunststoff bestand und in Form und<br />

Oberflächengüte eine noch nicht dagewesene<br />

Qualität aufwies.<br />

Sie nutzten die einzigartigen Eigenschaften<br />

dieses Materials: Es kann<br />

in beliebige Formen gebracht werden,<br />

die Oberflächen lassen sich zu höchster<br />

Güte veredeln. Der Werkstoff ist<br />

wie geschaffen für widerstandsarme<br />

Laminarprofile. An ihnen wurde schon<br />

[ X ]<br />

82 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


[ 1 ] Dem Phoenix werden angenehme Flugeigenschaften nachgesagt. Er ist nicht<br />

auf Höchstleistung, sondern auf Ausgewogenheit in allen Bereichen ausgelegt.<br />

[2 ] Bis heute ist bei der Herstellung von GFK-Flugzeugteilen Handarbeit angesagt.<br />

Viel hat sich dabei nicht verändert, die wesentlichen Arbeitsschritte sind noch die<br />

gleichen wie zur Anfangszeit der „Plasteflieger“.<br />

[ 1 ] [ 2]<br />

in den 1940er Jahren geforscht, in<br />

den 50ern noch intensiver. Und in<br />

diesem Forschungsfeld bewegte sich<br />

Richard Eppler. Für die Tragflächen<br />

des Phönix entwickelte er das Profil<br />

EC 86(-3)-914, später E 91. Speziell<br />

für den Segelflug konzipierte er weitere<br />

maßgebliche Profile.<br />

Am 27. November 1957 startete<br />

Hermann Nägele auf dem Flugplatz<br />

Schwaighofen bei Ulm mit dem Phönix<br />

an der Winde zum Erstflug. In<br />

schwacher Thermik, wo andere Flugzeuge<br />

bereits landeten, blieb er oben<br />

und konnte die Eigenschaften des<br />

Phönix testen. Einziger Kritikpunkt:<br />

Die Wirkung des Seitenruders war<br />

zu schwach.<br />

Es war der Tag, der den Segelflugzeugbau<br />

grundlegend verändern<br />

sollte. Nicht allein was das Material<br />

betrifft. Beim Bau des Phönix wurde<br />

noch Polyesterharz verwendet, später<br />

ausschließlich Epoxidharz. Auch<br />

die Bauart änderte sich. Ober- und<br />

Unterseiten der Flächen und die beiden<br />

Rumpfhälften wurden in Schalen<br />

gebaut. Allerdings erfolgte damals<br />

die Trennung des Rumpfes horizontal,<br />

nicht wie heute üblich vertikal.<br />

Die Flächenhälften, insgesamt vier,<br />

wurden einzeln von außen nach innen<br />

in Negativmulden gebaut – je eine<br />

für die Flächenober- und -unterseite.<br />

Die Flächen hatten keinen zentralen<br />

Holm, sondern drei Längsstege. Für<br />

die Profiltreue sorgten 13 Rippen aus<br />

mit GFK verstärktem Balsaholz. In die<br />

obere Flächenschale wurden die Antriebsstangen<br />

für Querruder und<br />

Spreizklappen eingelegt. Im nächsten<br />

Arbeitsgang wurden Querruder und<br />

Spreizklappen, allerdings nur an den<br />

Flächenunterseiten, ausgesägt. So<br />

konnten eine hohe Profiltreue und<br />

Erst die Pionierarbeit am<br />

Phoenix ermöglichte<br />

größere Spannweiten wie<br />

bei der ASW 17.<br />

Fotos: Egon-Manfred Paech, Holger Weitzel, Helmut Lindner, ae/Müller<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 83


[ SEGELFLIEGEN Entwicklung ]<br />

Der Dreiseitenriss zeigt die harmonischen Formen des Phoenix, die<br />

durch die GFK-Bauweise möglich wurden.<br />

Im Archiv der Akaflieg Stuttgart fanden sich auch Skizzen, die die<br />

Herstellungstechnik erklären.<br />

Der Prototyp startete noch<br />

auf einem Rollwagen und<br />

landete auf einer Kufe. Ein<br />

Fahrwerk kam erst später.<br />

eine gute Anpassung an die Flächen<br />

erreicht werden. Der Bau des Rumpfes<br />

erfolgte von innen nach außen.<br />

Auf einen Innenkern, der mit einer<br />

Balsafüllschicht versehen war, wurde<br />

GFK aufgetragen. Nach dem Aushärten<br />

wurde die so entstandene<br />

Rumpfröhre horizontal aufgetrennt<br />

und vom Kern abgenommen, wobei<br />

Trennmittel diesen Vorgang erleichterten.<br />

In die untere Rumpfhälfte<br />

wurden dann Steuerbeschläge, Flügelbrücke<br />

und Sitz eingebaut. Beide<br />

Teile verklebt bildeten einen stabilen<br />

und formfesten Rumpf, der keine<br />

zusätzlichen Versteifungen benötigte,<br />

wie spätere Belastungsversuche<br />

ergaben.<br />

Die gesamte Konstruktion führte<br />

zu einem leichten Segelflugzeug mit<br />

einer Spannweite von 16 Metern,<br />

einer Leermasse von 164 Kilogramm,<br />

einer Flugmasse von 265 Kilogramm<br />

und somit zu einer Flächenbelastung<br />

von 18,5 kg/m².<br />

Die Steuerung des Gleitwinkels<br />

erfolgte ausschließlich durch Spreizklappen<br />

auf der Flächenunterseite.<br />

DER PHOENIX WAR NICHT PRIMÄR FÜR DEN<br />

SCHNELLFLUG AUSGELEGT. ANGESTREBT WAREN<br />

GUTE ÜBERLANDFLUGEIGENSCHAFTEN.<br />

Sie konnten kontinuierlich bis zu 90<br />

Grad nach unten ausgefahren werden.<br />

Bis zum Vollausschlag gab es keine<br />

Lastigkeitsänderungen. Sie erhöhten<br />

den Auftrieb nicht nur in der Thermik.<br />

Es konnte über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum<br />

langsamer geflogen<br />

werden, auch bei der Landung. Darüber<br />

hinaus ermöglichten sie sehr<br />

steile Anflüge. Mit seiner harmonischen<br />

Ruderabstimmung ist der Phönix ein<br />

angenehm zu fliegendes Flugzeug.<br />

Er war von vornherein nicht für den<br />

Schnellflug ausgelegt. Angestrebt<br />

waren allgemein gute Überlandflugeigenschaften.<br />

Die Flügelfläche von<br />

14,4 Quadratmetern bei einer Spannweite<br />

von 16 Metern und einer Flügelstreckung<br />

von 17,83 verrät schon,<br />

dass der Phönix seine Stärke bei<br />

schwacher Thermik entwickelte.<br />

Seinen ersten großen<br />

Auftritt hatte das Flugzeug<br />

bei den Deutschen Meisterschaften<br />

1959 in Karlsruhe/<br />

Forchheim. Geflogen von<br />

Rudolf Lindner, belegte er<br />

den 5. Platz. Drei Jahre später<br />

gewann Lindner die Deutschen<br />

Meisterschaften in Freiburg.<br />

Rutschte der Ur-Phönix noch auf<br />

einer Kufe durchs Gras und hatte ein<br />

konventionelles Kreuzleitwerk, erhielt<br />

die spätere Version Phönix T ein einziehbares,<br />

gefedertes Fahrwerk und<br />

ein T-Leitwerk. Sieben Exemplare<br />

wurden gebaut. In Serie ging der<br />

Phönix TO. Den Prototyp flog Ernst-<br />

Günter Haase 1960 bei der Weltmeisterschaft<br />

in Köln. Dieses Flugzeug<br />

(D-8353) ist im Segelflugmuseum auf<br />

der Wasserkuppe ausgestellt. ae<br />

Fotos: Akaflieg Stuttgart<br />

84 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


[ SEGELFLIEGEN Gummiseilstart ]<br />

Wertvolle Fracht: 1940 wurde der Rhönbussard mit der Nordkettenbahn<br />

zur Seegrube transportiert.<br />

Die drei Bilder zeigen die Phasen des Gummiseilstarts: Seil straffen,<br />

Flugzeug freigeben und abheben.<br />

Fotos: ISV<br />

Gummiseilstart<br />

Jubiläumsflug<br />

Innsbrucker Segelflieger feiern ihr<br />

65-jähriges Vereinsbestehen mit einer<br />

ganz besonderen Reprise.<br />

Einen historischen Moment<br />

in der Tiroler Luftfahrtgeschichte<br />

gab es am 21. August<br />

2015 zu erleben: Exakt 75<br />

Jahre nach dem letzten Gummiseilstart<br />

eines Segelflugzeugs auf<br />

der Innsbrucker Seegrube mit Franz<br />

Auch vor 75 Jahren zog ein<br />

Segelflugzeug auf der Seegrube<br />

die Aufmerksamkeit auf sich.<br />

Koepf am Steuer organisierten die<br />

Mitglieder der Innsbrucker Segelflieger<br />

Vereinigung (ISV) nochmals<br />

einen solchen Start. Es war zweifellos<br />

der Höhepunkt der Feierlichkeiten<br />

des Vereins zu seinem<br />

65-jährigen Bestehen.<br />

Das Highlight dieses Starts war<br />

sicherlich, dass die Innsbrucker<br />

sogar das gleiche Flugzeug wie<br />

vor 75 Jahren auf den Berg schafften:<br />

einen Rhönbussard. Der Verein<br />

zur Förderung des historischen<br />

Segelfluges (VFhS) stellte das<br />

Flugzeug, von dem es weltweit<br />

nur noch vier flugfähige Exemplare<br />

gibt, zur Verfügung.<br />

Wie schon 1940 war der Transport<br />

des Segelflugzeuges eine<br />

große Herausforderung. Damals<br />

wurde der Bussard noch per Nord-<br />

kettenbahn auf den Berg gebracht.<br />

Dort wurde er etwas unterhalb der<br />

Bergstation Seegrube abgeseilt<br />

und per Hand zur etwa 300 Meter<br />

entfernten Startstelle getragen.<br />

Inzwischen wurde eine Forststraße<br />

bis zur Seegrube gebaut, was<br />

den Transport deutlich erleichterte,<br />

wenngleich die Fahrt mit solch<br />

wertvoller Fracht immer noch<br />

spannend war. Wie einst musste<br />

der Rhönbussard die letzten 100<br />

Höhenmeter händisch zur Startstelle<br />

gebracht werden, dort wurde<br />

er aufgerüstet.<br />

Großes Interesse<br />

in der Öffentlichkeit<br />

Auch in der Öffentlichkeit fand<br />

der Flug große Aufmerksamkeit.<br />

Printmedien und zwei große österreichische<br />

Fernsehsender berichteten<br />

über das Ereignis – eine<br />

gute Werbung für den Segelflug!<br />

Von 11 Uhr bis zum geplanten Start<br />

um 15 Uhr konnte der Rhönbussard<br />

an der Startstelle von Interessierten<br />

begutachtet werden. Mitglieder<br />

der ISV standen hier für Fragen<br />

rund ums Segelfliegen zur Verfügung.<br />

Walter Wartlsteiner, Fluglehrer<br />

der ISV und mehrfacher<br />

Streckenflug-Staatsmeister, hatte<br />

die Ehre, den Rhönbussard zu pilotieren.<br />

Um kurz vor 15 Uhr war es so<br />

weit: Mit Hilfe einiger Piloten der<br />

ISV sowie der Freiwilligen Feuerwehr<br />

Hungerburg, die sich als<br />

Startmannschaft zur Verfügung<br />

stellte, um das Gummiseil auszuziehen,<br />

wurde das Segelflugzeug<br />

gestartet und ein weiteres Kapitel<br />

in der Tiroler Luftfahrtgeschichte<br />

geschrieben. Nach einer Flugzeit<br />

von 22 Minuten landete der Rhönbussard<br />

am Innsbrucker Flughafen.<br />

Als Organisator und Pilot dieses<br />

Fluges möchte ich mich bei allen<br />

Helfern der ISV und der Freiwilligen<br />

Feuerwehr Hungerburg bedanken.<br />

Ein großes Dankeschön<br />

auch an den Verein zur Förderung<br />

des historischen Segelfluges, durch<br />

dessen Unterstützung es nicht nur<br />

möglich war, den Flug von 1940<br />

nachzustellen, sondern dass überhaupt<br />

wie bereits vor 75 Jahren<br />

mit einem Rhönbussard geflogen<br />

werden konnte.<br />

ae<br />

Walter Wartlsteiner<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 85


[ SEGELFLIEGEN Verband ]<br />

Neustart im DAeC Segelflug<br />

Buko Reloaded<br />

Beim Segelfliegertag 2015 in Freudenstadt wurde ein komplett<br />

neuer Vorstand der Bundeskommission Segelflug gewählt. Er hat<br />

inzwischen die Arbeit aufgenommen.<br />

Bei der Mitgliederversammlung<br />

der Bundeskommission<br />

Segelflug in Freudenstadt<br />

hatten die DAeC-Landesverbände<br />

nach mehrstündiger Debatte ein<br />

Ausgliedern der Segelflugaufgaben<br />

in einen neu gegründeten Segelflugverband<br />

abgelehnt. Sie wählten<br />

den alten Vorstand der Bundeskommission<br />

Segelflug (Buko)<br />

ab und erteilten einem neuen ein<br />

klares Mandat: Die Bundeskommission<br />

Segelflug bleibt danach<br />

mit all ihren Aufgaben im DAeC<br />

erhalten.<br />

Die Ziele des alten wie neuen<br />

Buko-Vorstands sind in einem<br />

grundlegenden Punkt deckungsgleich:<br />

Die Verantwortung und die<br />

finanzielle Ausstattung der zentralen<br />

Aufgaben in der Bundesgeschäftsstelle<br />

dürfen nicht überproportional<br />

von den Segelfliegern<br />

getragen werden. Dabei geht es<br />

beispielsweise um die Interessensvertretung<br />

bei Fragen des EU-<br />

Luftrechts, der Jugendarbeit, der<br />

Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung,<br />

des Luftraumes<br />

und vieles mehr.<br />

Stellen den neuen Vorstand: Vorsitzender Walter Eisele (2.v.l.) und seine<br />

Vertreter Rudi Baucke (v.l.), Uli Gmelin, Martin Kader (und Thomas Kuhn).<br />

100 000 Luftsportler vertreten<br />

werden.<br />

Der neue Vorstand muss sich<br />

jetzt erst einmal freischwimmen,<br />

wie es der Vorsitzende Walter Eisele<br />

ausdrückt. Dabei ist es den<br />

Vorständen mit einer hohen Motivation<br />

und dank des großen Zuspruchs<br />

aus der Segelfliegerschaft<br />

gelungen, die Fortführung der<br />

Buko-Aufgaben einschließlich aller<br />

Referate sicherzustellen. Viele<br />

kompetente Luftsportler haben<br />

bereits in den ersten Tagen nach<br />

dem Segelfliegertag ihre ehrenamtliche<br />

Mithilfe angeboten.<br />

Die Anforderungen an die Vorstände<br />

waren von Anfang an gestellt:<br />

Schwierigkeiten ergaben<br />

sich in den ersten Tagen der Vorstandsarbeit<br />

aus personellen Veränderungen<br />

in der Bundesgeschäftsstelle,<br />

denen die Buko-Vorstände<br />

einerseits kritisch gegenüberstehen.<br />

Andererseits respektieren sie<br />

die Personalführung und Einschätzung<br />

der Lage vor Ort seitens des<br />

Generalsekretariats. Dies, nicht<br />

ohne ihre kritische Meinung zu<br />

äußern und Empfehlungen zu geben,<br />

die auch gehört und in vielen<br />

Teilen umgesetzt werden.<br />

Kritisch zu sehen war auch die<br />

anfänglich nicht ausreichende<br />

Kommunikation des Vorstandes<br />

mit dem Ausschuss Unterer Luftraum<br />

(AUL). Dies konnte in Gesprächen<br />

auf der DAeC-Mitgliederhauptversammlung<br />

in Wiesbaden<br />

gelöst werden: Der AUL ist<br />

ein eigenes Organ des DAeC und<br />

braucht ein einheitliches Auftreten<br />

bei Flugsicherung und Behörden.<br />

Abgesehen von diesen Anlaufschwierigkeiten<br />

lässt die Öffentlichkeitsarbeit<br />

der Bundeskommission<br />

noch sehr zu wünschen übrig.<br />

Da muss noch viel getan werden.<br />

Über alle Aufgaben führen die<br />

Buko-Vorstände mit dem Generalsekretariat<br />

und dem DAeC-Präsidium<br />

einen engen, freundlichen<br />

und konstruktiven Dialog. Wir<br />

Vorstände sind alle aktive Segelflieger.<br />

Wir freuen uns über jedes<br />

Feedback aus den Vereinen und<br />

von den Segelfliegern direkt. Wir<br />

besuchten in den ersten Wochen<br />

nach der Wahl die Segelfliegertage<br />

und Segelflugkommissionen in<br />

den Landesverbänden Baden-<br />

Württemberg, Bayern, Niedersachsen,<br />

NRW und Berlin. Der Kontakt<br />

zur Basis ist uns wichtig. Wir sind<br />

ein Teil davon.<br />

ae<br />

Martin Kader<br />

Starke Vertretung<br />

In Hinblick auf diese Aufgaben<br />

stehen Segelflieger gemeinsam in<br />

der Verantwortung mit Motor-,<br />

Drachen-, Gleitschirm-, Modellfliegern,<br />

Fallschirmspringern und<br />

Ballonfahrern. Gemeinsam und auf<br />

Augenhöhe sind die verschiedenen<br />

Sparten des Luftsports besser aufgestellt<br />

und können bei den nationalen<br />

und europäischen Behörden<br />

mehr in unserem gemeinsamen<br />

Interesse bewirken.<br />

Gegenüber der starken Lobby<br />

der Verkehrsluftfahrt braucht der<br />

Luftsport einen starken Vertreter,<br />

um bestehen zu können. Da macht<br />

es eben einen Unterschied, ob<br />

rund 29 000 Segelflieger oder rund<br />

Bundeskommission Segelflug im DAeC<br />

Mitgliederversammlung<br />

(Segelflugreferenten der Landesverbände)<br />

Vorstand<br />

Vorsitzender – Walter Eisele<br />

Stellvertreter – Thomas Kuhn, Rudi Baucke, Uli Gmelin,<br />

Martin Kader<br />

Referate<br />

Sport – Markus Frank<br />

Ausbildung und Lizenzen – Günter Forneck<br />

Technik und Lufttüchtigkeit – Werner Scholz<br />

Luftraum und Flugbetrieb – Thomas Liebert<br />

PR und Marketing – Walter Eisele<br />

Fachbereiche und<br />

Beauftragte/Delegierte der Buko<br />

Fachbereich Sport/Beauftragte<br />

Breitensport<br />

Mirja Klicks<br />

Spitzensport<br />

Uli Gmelin<br />

Kunstflug<br />

Herrmann Kleber<br />

Bundestrainer<br />

Wolfgang Beyer<br />

Beratende Beauftragte<br />

Jugend<br />

Max Heilmann<br />

Umwelt<br />

Denise Kluge<br />

Frauen<br />

Ingrid Blecher<br />

Sonstige Beauftragte<br />

Europa<br />

Martin Kader<br />

Sporthilfe/DOSB<br />

Christine Grote<br />

Anti-Doping<br />

Hiltrud Garthe<br />

Delegierte<br />

Int. Gliding Commission (IGC) Christof Geißler<br />

European Gliding Union (EGU) Martin Kader<br />

Foto: Gerhard Marzinzik<br />

86 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Zehn Wertungstage,<br />

Strecken über 600<br />

Kilometer und Schnitte<br />

bis zu 158 km/h. Bei<br />

der Segelflug-WM der<br />

Junioren zeigte die<br />

deutsche Mannschaft<br />

ganzen Einsatz.<br />

Im Pulk: Schwierige Wetterbe<br />

dingungen machten die Flüge<br />

zu anspruchsvollen Prüfungen.<br />

[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

Das Teilnehmerfeld im australischen<br />

Narromine war<br />

stark: 33 Piloten aus 15<br />

Ländern in der Club- und 26 Piloten<br />

aus 11 Ländern in der Standardklasse.<br />

Doch nicht nur die<br />

Konkurrenz sorgte für Druck auf<br />

die deutschen Piloten, auch intern<br />

schienen die Voraussetzungen nach<br />

Rücktritt des Bundestrainers nicht<br />

optimal. Dennoch gelang es dem<br />

Team, auch dank zahlreicher Unterstützer,<br />

sich gut vorzubereiten.<br />

An den Trainingstagen zeigte<br />

sich, worauf sich die Piloten einzustellen<br />

hatten: Blauthermik und<br />

starker Wind im Wechsel mit sehr<br />

schnellen Tagen prägten das Wetter.<br />

In der Clubklasse waren die<br />

Deutschen mit Sportsoldat Robin<br />

Diesterweg, Philipp Schulz und<br />

Simon Schmidt-Meinzer vertreten,<br />

in der Standardklasse war neben<br />

Simon Briel und Thilo Scheffler mit<br />

Sebastian Nägel der einzige Deutsche<br />

mit WM-Erfahrung am Start.<br />

Standards schwächeln,<br />

„Clubbis“ holen auf<br />

Zu Beginn des Wettbewerbs lief<br />

es in beiden Klassen gut für die<br />

Deutschen, und so konnten alle in<br />

die Top Ten fliegen. Simon Briel<br />

und Sebastian Nägel übernahmen<br />

in der Standardklasse sogar die<br />

Führung, bis sich am vierten Tag<br />

zeigte, dass ein aktiver Flugstil<br />

hier auch zur Falle werden konnte.<br />

Nachdem das deutsche Team<br />

den Pulk über die ganze Aufgabe<br />

angeführt hatte, verpassten Simon<br />

und Sebastian vorfliegend den<br />

letzten Bart und mussten in schwachem<br />

Steigen kämpfen.<br />

Immer besser in Schwung kamen<br />

die Clubklassepiloten, und auch<br />

am schwierigen, von Abschirmungen<br />

geprägten siebten Tag arbeiteten<br />

sie hervorragend im Team<br />

und schlossen weiter auf die Podestplätze<br />

auf. In der Standard-<br />

Ein goldenes Team<br />

klasse lag das halbe Teilnehmerfeld<br />

auf dem Acker, auch Simon und<br />

Thilo hatte es erwischt. Sebastian<br />

hingegen schaffte es, wenn auch<br />

knapp, nach Hause.<br />

Nach dem Ruhetag war die<br />

Luftmasse deutlich feuchter, und<br />

so gab es endlich auch Cumuli.<br />

Philipp Schulz nutzte dieses Wetter<br />

zu einem überlegenen Tagessieg,<br />

was ihn in der Gesamtwertung<br />

den Sprung auf Platz eins brachte.<br />

Es folgte der thermisch beste Tag<br />

der WM, an dem Robin Smit aus<br />

den Niederlanden mit seiner LS8<br />

die 631-km-Task in unter vier Stunden<br />

mit einem Schnitt von 158 km/h<br />

abspulte, bevor es am vorletzten<br />

Tag mit aufziehender Bewölkung<br />

und 70 km/h Wind noch einmal<br />

richtig schwierig wurde. Letztendlich<br />

schaffte in der Clubklasse nur<br />

ein Pilot die Aufgabe.<br />

In der Standardklasse fanden<br />

zwar mehr Teilnehmer nach Hause,<br />

aufgrund der großen Geschwindigkeitsunterschiede<br />

bekamen aber<br />

nur drei von ihnen Speedpunkte.<br />

Die guten Leistungen der deutschen Piloten in beiden Klassen ergaben<br />

schließlich den Sieg in der Teamwertung.<br />

Der letzte Wettbewerbstag versprach<br />

Spannung pur. In der Clubklasse<br />

ging es darum, das Team<br />

der Briten auf Platz zwei und fünf<br />

in Schach zu halten. Bei den „Standards“<br />

planten Simon und Thilo<br />

Sebastian dabei zu helfen, die drei<br />

Polen hinter sich zu halten, die bis<br />

auf wenige Punkte aufgerückt<br />

waren. In der Teamwertung hatten<br />

sich die deutschen Piloten ebenfalls<br />

wieder auf Platz eins hocharbeiten<br />

können, die Briten und Polen aber<br />

dicht auf den Fersen. Nach taktisch<br />

spannenden Flügen schaffte es die<br />

Standardklasse mit einer tollen<br />

Teamleistung, Sebastians dritten<br />

Platz zu verteidigen, die „Clubbies“<br />

verpassten jedoch den letzten Bart,<br />

sodass der Brite Tom Arscott letztendlich<br />

die Nase vorn hatte.<br />

Die geschlossen starke Mannschaftsleistung<br />

brachte den Deutschen<br />

den Titel des Teamweltmeisters<br />

und somit einen vollständigen<br />

Medaillensatz. Der Titel war am<br />

Ende auch Zeichen eines immer<br />

besser harmonierenden Teams,<br />

und so gab es neben dem Sieg auch<br />

das, was allen am wichtigsten war:<br />

jede Menge Spaß.<br />

ae<br />

Karsten Leucker<br />

Fotos: Karsten Leucker, Thomas Levin<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 87


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doehl70069@aol.com<br />

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-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1<strong>02</strong>7<br />

Cessna 140, Standort EDRT, Bj.<br />

1947, TT 1650 Std., 2 Sitzpl. Very<br />

rare and original 1947 Cessna<br />

140 restored to new condition.<br />

Less than 10 hours SMOH on<br />

C85 by Don Dream Machines.<br />

New Millennium cylinders, accessories<br />

and upgrades equal<br />

unmatched performance. Garmin<br />

328 Mode S Xponder, GTR<br />

255 VHF with 8.33 kHz spacing<br />

and ACK 406 ELT. Interior and<br />

panel done to factory specs.<br />

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Europe is in better condition. A<br />

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Checkflug Rating und Training<br />

auf SEP + MEP VFR u. IFR sowie<br />

Citation Jet C-525 1-4 u. Cessna<br />

Citation C- 501, 551, competence<br />

based IRChecks, SEN-Examiner,<br />

CRE, TRE, IRE. Carlos de Pilar. Tel.<br />

089/8542303, www.checkflug.com,<br />

www.carlos-de-pilar.de<br />

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Cessna 172, unfallfrei, TT 7100h,<br />

SID Inspektion durchgeführt,<br />

Motor SMOH 1630h, neu Teillackiert,<br />

Interior neu, erhöhter<br />

Schallschutz, optionale Schleppkupplung,<br />

Tel. 0173/5706894,<br />

airwork@gmx.de<br />

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Cessna 172RG, Standort Schweiz,<br />

Bj. 1981, TT 3700 Std., 4 Sitzpl.,<br />

Preis VS. Engine: IO-360-C1E6 /<br />

Engine TSN 300h Prop TSN 300h<br />

/ Okt 11 COM NAV GPS Garmin<br />

430 WAAS / COM KY-196A / NAV<br />

KN-53 Marker GMA-340 / ADF<br />

ARC-546E / Transp. S GTX-328<br />

Kannad ELT 406 Autopilot S-TEC<br />

20 / 2x Altimeter / Flt Time Counter<br />

STC EASA.10014670 200HP<br />

Injection Engine Gomolzig Exhaust.<br />

Tel. 0041/79/4012206,<br />

hjh@duke59.ch, www.mfgolten.ch<br />

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Schöne Katana, TT 1400 Std.<br />

Engine und Prop. noch 1000 Std.<br />

frei. Tel. 0043/664/82279<strong>02</strong><br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658782<br />

88 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1<strong>02</strong>7 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Diamond DA20-A1 Katana, Standort<br />

Stuttgart, Bj. 1996, TT 3400 h,<br />

2 Sitzpl., 39.999,– €. Sehr gepflegt<br />

und stets im Hangar, neue 200 h<br />

Kontrolle gemacht, neue JNP,<br />

neues IHP, GPS, neuer Kühler, neue<br />

Reifen, neue Schläuche, neue<br />

Benzinpumpe, aus privatem Besitz<br />

gepflegt abzugeben. 0160/7415530,<br />

segelevent@yahoo.de<br />

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Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />

Marl (EDLM), Bj. 1952,<br />

52.000,– € VB. Nach 36 Jahren<br />

will ich meine, nur von mir geflogene,<br />

PA18 "Yankee Clipper" in<br />

gute Hände geben. Das Flugzeug<br />

befindet sich in exellentem Zustand<br />

innen und außen. Standort<br />

ist Marl(NRW)-Loemühle(EDLM).<br />

Tel. 0177/2632712, hschaeferl18@<br />

gmail.com<br />

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Beechcraft 35 Bonanza NEW<br />

ENGINE, Standort LHFM, Bj.<br />

1959, TT 3345 Std., 4 Sitzpl.,<br />

95.000,– € VB. Due to a multiengine<br />

upgrade we are selling<br />

this well maintained, IFR equipped<br />

V-tail Bonanza with a<br />

BRAND NEW ENGINE and ARC<br />

=> June <strong>2016</strong>; time since airframe<br />

overhaul 906FH; Conti<br />

IO-470-C TSN 13FH; Prop Mc­<br />

Cauley 218FH; Garmin GMA 340;<br />

Garmin 430 B-RNAV; King KX<br />

155; GTX 328 Mode S Transponder;<br />

KN62A DME; ELT 407; S-Tec<br />

55 Autopilot; Wx-8 Stormscope;<br />

under CAMO, flown regularly.<br />

Tel. 0043/676/9276843, Stephan.<br />

tauschmann@ames.co.at<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 652480<br />

Piper PA-28-181 Archer II, Standort<br />

EDBF, Bj. 1981, TT 7200 Std., 4<br />

Sitzpl., 37.000,– € VB. VFR, stets<br />

hangariert, CAMO überwacht,<br />

immer gewerblich gewartet, ARC<br />

(annual) 06/16. Tel. 0177/7365766,<br />

helmwilli@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 651738<br />

Aviat Husky A-1, Standort EDTM,<br />

Bj. 1997, TT 1243 Std., 2 Sitzpl.<br />

COM/NAV, TPX, ENC. ALT. Opt.<br />

Sky, JNP <strong>2016</strong>, Preis auf Anfrage.<br />

0173/8537513, p.v.z@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656143<br />

Bellanca Citabria 7GCBC, Standort<br />

LOAV, Bj. 1974, TT 3300 Std., 2<br />

Sitzpl., 49.500,– €. Der ultimative<br />

Taildragger, Kunstflug, Schleppflug,<br />

STOL oder einfach nur kostengünstig<br />

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Piper PA-28-140, Standort EDXF,<br />

Bj. 1969, TT 3775 Std. S/N:<br />

28-26<strong>02</strong>6, Max. TOW: 976 kg,<br />

Noise Level: 72,2 dB, Avionics:<br />

GNS 430 COM/NAV, Mode "S"<br />

Transponder TRIG TT 31, Encoder<br />

ACK A 30, ELT KANNAD 406 AG,<br />

Piper Autoc. III Autopilot, Flarm,<br />

TTSN: 3775:00 hours as of<br />

16.11.2015, LDGS: 6030 as of<br />

27.07.2015, Engine: Lycoming<br />

O-320 E2A OVH due at 3877 airframe<br />

hours or 01.2006 (12 years),<br />

Propeller: Sensenich 74 DM-6-0-58<br />

OVH due at 5277 airframe hours.<br />

Honest and solid aircraft, good<br />

Performer, no damage history,<br />

based on Flensburg-Schäferhaus<br />

(EDXF), above average condition<br />

for the Age. New leather seats,<br />

Outside 7/10, Inside 8/10. Make<br />

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info@luftsportverein-flensburg.de<br />

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Suchen Piper PA-28-181 Archer<br />

II/III. Suchen gepflegte<br />

Piper Archer II/III mit wenig Gesamtstunden<br />

für Vereinsbetrieb/­<br />

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04794/1648, info@flugplatzkarlshoefen.de,<br />

www.edwk.de<br />

Robin / APEX DR 400/180, Standort<br />

EDKL, Bj. 1980, TT 1650 Std.,<br />

4 Sitzpl., 108.000,– € VB, neuer<br />

Propeller, neuer Motor, neue Auspuffanlage,<br />

Lederausstattung, sehr<br />

gute Lackierung, gute VFR Avionik:<br />

Autopilot: Heading, Garmin 430<br />

(8,33 Khz), Com-Nav, 2 Glide-Slope-Ind.,<br />

2 Höhenmesser, Vario,<br />

Garm.-Transp., K.Horizont, ADF.-<br />

Zuladung vollgetankt 274 kg, max.<br />

Flugzeit 5,7 h, Reichweite ca. 1300<br />

km, ideales, nahezu neuwertiges<br />

Reiseflugzeug, auch als Schleppflugzeug<br />

geeignet. Ansprechpartner:<br />

0172/5136371, sekretariat@edkl.de<br />

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Piccolo UL. Tel. 0170/9535662<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656996<br />

Bölkow, Bj. 1966, 2 Sitzpl. Tel.<br />

0175/5805947, bo208@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656046<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 651808<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

89


-Markt<br />

Luftfahrzeug E-Klasse, Bj. 1992,<br />

TT 2140 Std., 118.000,– €. Socata<br />

TB 20 Trinidad, Bj. 1992, 2140 Std.<br />

total, Major Insp. 2000 Std. in 2013,<br />

Lufttüchtigkeitsprüfung neu 06/2015,<br />

Triebwerk: Lycoming IO-540-C4D5D,<br />

250hp Engine overhauled 06/2015<br />

15 Std., 3 Blatt Prop MTV-9-<br />

B/198-52, 198 cm Durchm., Com6<br />

posite Spinner P-666-2, beides<br />

neu 06/2015, Avionik: IFR 2x VHF-<br />

S/E 1 King 155/VHF-NAV, King KX<br />

155/Marker/ADF KR 87, Encoder/<br />

Alt 5032P2-P37, TXP Trig TT 31<br />

Transponder Mod S FLID, DME<br />

King KN 62 A-01, GPS Stauff Sy6<br />

stec Flymap L VFR, Autopilot 4AP<br />

Kap 150, PowerFlarm aufgeschal6<br />

tet auf GPS Flymap, ELT Kannad<br />

406AF Comp., sehr gepfl. Zustand,<br />

Leder innen neu, stets hangariert,<br />

Pr. 118.000,- € + Vat 19 %.Tel.<br />

0172/8721444, karl.witt@icloud.<br />

com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656506<br />

Cirrus SR20, Standort LSZF, Bj.<br />

2003, TT 1530 Std., 4 Sitzpl.,<br />

13.000,– € VB. 1/11 Halteranteil<br />

an schöner, gepflegter SR20 am<br />

Standort Birrfeld abzugeben.<br />

Avionik erneuert. VB Halteranteil<br />

CHF 14'000, jährliche Fixkosten<br />

CHF 2'700, Flugstunde CHF 240.<br />

stephan.nyfeler@gmx.ch<br />

www.cirrus-club.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 654118<br />

Maule MT-7-235, Standort Paderborn,<br />

Bj. 1999, TT 781 Std., 4<br />

Sitzpl., 97.000,– € VB. STOL,<br />

Startstrecke 150 m, ideal für<br />

Graspisten, Longrange-Tanks,<br />

Garmin 430, Autopilot, IFR-Ausrüstung,<br />

Lycoming 235 PS, hangariert,<br />

unfallfrei, von Privat, Auskunft<br />

Willy Ader, Paderborn.Tel.<br />

0049 (0) 2955/749018 oder<br />

Tel. 0041/71/2459494<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655919<br />

Globe Swift GC 1 B, Standort<br />

EDLP, Bj. 1948, TT 2210 Std., 2<br />

Sitzpl., 78.000,– € VB. originale<br />

Swift, poliert, innen neu Leder<br />

dunkelblau, C 150 Sitze, Auto Fuel<br />

STC, O 300 Motor 145 PS 385h<br />

TSMO, Frontscheiben neu, Sporn1<br />

rad steuerbar, Cleveland Bremsen,<br />

King KY97A TSO Radio, King<br />

KT76A Transponder, super origina1<br />

ler Zustand ohne Vorschäden, alle<br />

Dokumente seit 1948.<br />

Tel. +491713081431 oder<br />

Tel. +491792955583,<br />

oggi@engelsburg.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 66<strong>02</strong>16<br />

Bölkow Bo.209 Monsun, Standort<br />

EDNC, Bj. 1971, TT 2100 Std., 2<br />

Sitzpl., 42.500,– €. Low Time BO<br />

209 FF in very good condition. Always<br />

privately owned. Maintenance<br />

up to date (more than 8k<br />

Invested in the last 2 years), avionics<br />

updated incl Mode S and 8,33.<br />

Airframe 2100 h Engine Lycoming<br />

O-320-E2A (C) 650 hours (TBO<br />

2000h) Engine recently complete<br />

check incl new spark plugs and<br />

carburator overhaul (Röder Präzision)<br />

Propeller 550 h since Overhaul<br />

(Fix McCauly) Nav Com KX<br />

125 VOR with Glide Scope Dittel<br />

8,33 MHz Com PS 7000 Audio<br />

Panel IE Super Clock Becker Mode<br />

S Transponder 2nd Altimeter EGT<br />

/ CHT. Tel. 0049/151/73044161,<br />

palo9@freenet.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 657233<br />

Ultraleichte/<br />

LSA<br />

Flight Design CTSW zu verkaufen,<br />

Standort EDTG, Bj. 2006, TT<br />

206 Std., 2 Sitzpl., 67.000,– € VB.<br />

Wegen Aufgabe des Flugsports<br />

verkaufe ich meine CTSW.<br />

wolke137@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 652478<br />

SPEEDY-MOUSE UL, Einzelstück,<br />

nach deutsch. Bauvorschriften gebaut,<br />

kompl. Holzflächen, getempt.<br />

Rumpf, höchste Flatterfestigk., Rotax<br />

912 S, getönte Haube, klassische<br />

Instr., Rettung, wendig, solidesparsam,<br />

Preis: 44.900,- € ab Salzgitter.<br />

Germany EDV5. Stephan<br />

Becker, Tel. 0531/893535<br />

Ekolot Junior JK-05, Vollausstattung,<br />

80 PS Rotax 912UL, 2x Glass<br />

Cockpit Kanardia, Ledersitze, Galaxy<br />

Rettungssystem, Funkwerk<br />

TR-800, Transponder, Rutschkupplung,<br />

Vergaservorwärmung,<br />

Öl- und Wasserthermostat, Stroboskop,<br />

Positionsleuchten, Landescheinwerfer.<br />

0171/3315910,<br />

niederer.ernst@googlemail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655357<br />

Czech Aircraft Works, Standort<br />

Hangar LKSN, Bj. 2009, TT<br />

980 Std., 2 Sitzpl., 95.000,– € VB.<br />

Dynamic Speed for sale privat<br />

WT 09 Dynamic Speed, operation<br />

2009, Motor Rotax 912, 100<br />

HP, hours 980, Eguipment : EFIS<br />

Dynon D100, PCAS, GPS Garmin<br />

695, radiostation IC - A 200 E<br />

(FREQ setting by 8,33), transponder<br />

Garmin GTX 328 with<br />

mode S, fully original wheelens<br />

(position lights, strobe lights,<br />

landing light), ELT, autopilot Tru<br />

Track TS (two axes), propeller SR<br />

3000, heating, cooling in cabine,<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 660015<br />

Aerospool Dynamic WT9 - Einziehfahrwerk,<br />

Standort EDVT,<br />

Bj. 2010, TT 280 Std., 2 Sitzpl.,<br />

122.500,– € VB. Insgesamt ist die<br />

WT9 absolut wie neu. Die Zelle<br />

hat 275 Stunden, der Motor hat<br />

90 Stunden. Bj. April 2010. Ausrüstung:<br />

CFK-Rumpf, Winglets,<br />

Einziehfahrwerk, Heizung, verstellbare<br />

Pedale etc. Rotax 912<br />

ULS 100 PS, Duc Swirl Propeller,<br />

Öl- und Wasserthermostat, Kannad<br />

ELT Integra 406, Sky Map<br />

MFD, Funk ATR 833 8,33 MHz,<br />

Transponder Garrecht VT01,<br />

ADSB, Flarm, Kollisionswarnsystem<br />

AirAvionics (Garrecht)<br />

TRX 2000, Neuwert größer<br />

160.000,- €. Tel. 0170/9171460,<br />

dynamic@bremer-info.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 657577<br />

Wild Thing WT 01, Standort<br />

EDBW, Bj. 1998, TT 434 Std., 2<br />

Sitzpl., 32.000,– € VB. Tel.<br />

030/99005299<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 659726<br />

Czech Aircraft Works PS28<br />

Cruiser, Standort Milano/Italy,<br />

Bj. 2012, TT 160 Std., 2 Sitzpl.,<br />

90.000,– €. Engine: Rotax<br />

912ULS, Pro: Woodcomp Classic<br />

170/3/R, Dynon D-120,Dynon<br />

D100 EFIS, Backup Instruments,<br />

Garmin GTX 328,Intercom, GPS<br />

Garmin 695, 2 x 75 L Tanks, Dual<br />

Controls, Electric Aileron/Pitch<br />

Trim and Flaps, Hydraulic Brakes,<br />

Parking Brake, Wheel Fairings,<br />

Tow Bar, Lighting Package<br />

(Strobe/NAV/Landing Light), Canopy<br />

Sunshade, conditions like<br />

new. Tel. 0176/62012077, email@<br />

simonkreusel.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659307<br />

90 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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in sehr gepflegtem Zustand, Zelle<br />

2008/2009 komplett überholt,<br />

Motor Teilüberholung TT 1637 h,<br />

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Dyn Aero, Standort LSTB, Bj.<br />

2008, TT 562:06 Std., 2 Sitzpl.,<br />

44.000,– € VB. For sale (not airworthy).<br />

Type of aircraft: Dyn'Aéro<br />

MCR ULC. Registration: HB-<br />

WAW Cantilever low-mounted<br />

wing, fixed gear. T-tail all-moving<br />

tailplane. 2 seats. Carbon structure.<br />

Engine: Rotax 914 UL4,<br />

turbo, 115.HP. Propeller: Neuform–MKIHE10,<br />

3 blades, ground<br />

adjustable. Tel. 0041/78/8624181,<br />

mcr01@sg-freiburg.ch<br />

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-Markt<br />

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20<strong>02</strong> P Tecnam möglich, neuwert.<br />

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Alpi Aviation, Standort EDME,<br />

Bj. 2006, TT 470 Std., 2 Sitzpl.,<br />

63.000,– €. Pioneer 300, silber,<br />

Motor nur 290 h, Idrovario Constant<br />

Speed Prop. ca. 80 h, Flybox<br />

Regulator, stets hangariert<br />

und gewartet, keine Schulung,<br />

Funk Filser ATR600, Transponder<br />

Modes S TRT800, ELT 406, LED<br />

Strobes, elektr. Klappen, Querund<br />

Seitenrudertrimmung am<br />

Knüppel. Top Zustand .... Tel.<br />

0175/5851483, rs@rematec.org<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 652744<br />

FK14, leer 301 kg, Standort<br />

EDTY, Bj. 2004, TT 400 Std., 2<br />

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Jahren in 2. Hand. Nur Eigner<br />

geflogen. Rak.Fallsch. neu. CFK<br />

Tank. 210 km/h m. 15 l/h. 250 km/<br />

h m. 17 l/h. Reichw. 800 km.<br />

Vollausst. Leder/Alcant./CFK etc.<br />

Details: www.drgaida.de/D.pdf,<br />

Tel. 0163/7637636<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 652938<br />

Kits<br />

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Standort LSMF, Bj. 2001, TT<br />

350 Std., 2 Sitzpl., 69.500,– €.<br />

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Europa Monowheel mit<br />

Rotax 912 ULS (100 PS), Woodcomp<br />

Verstellpropeller und Transportanhänger<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 660018<br />

Oldtimer<br />

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Bj. 1958 Standort EDAM, Bj. 1958,<br />

Zulassung nach Gü 2013, 4-sitzig,<br />

Einziehfahrwerk, 200 km/h, 23 l/h,<br />

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mit Technikinteresse, Erwerb<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 655228<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 655301<br />

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Autopilot, Turbo, O2 Mountain<br />

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Info 0179/6413130,<br />

www.skybavaria.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655205<br />

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Chartermöglichkeit N-Reg. Viersitzer,<br />

IFR, möglichst Glass-Cockpit<br />

im Raum Berlin gesucht.<br />

tilmann@audiomobil.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655253<br />

94 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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Hilzingen, Blumberg, Neuhausen<br />

ob Eck, Donaueschingen oder Villingen<br />

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seit 5 Jahren, VFR, Single Engine<br />

Land, fliege ca. 20-40 Std p.a.<br />

Bitte melden unter Telefon 0172/<br />

6367637 (gerne auch als SMS, ich<br />

melde mich).<br />

Nutzergemeinschaft. Socata TB9,<br />

Bj. 1991, D-EURO, EDFL, werftgewartet,<br />

MOGAS-Zulassung, kein<br />

Kapitaleinsatz notwendig, höchste<br />

Verfügbarkeit. Infos 0177/2422767 -<br />

Thomas Eckardt,<br />

info@eckardt-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655180<br />

Haltergemeinschaft/Flugzeugkauf<br />

IFR. Suche Haltergemeinschaft<br />

von IFR tauglichem Flieger (Beech<br />

33, Cirrus, Mooney 201, Socata<br />

TB20 o. ä.) in EDLM/EDLE/EDLW.<br />

Tel. 0172/28<strong>02</strong>952, flieger2015a@<br />

gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653139<br />

Suche Haltergemeinschaft, 1/2<br />

oder 1/3 Teilhaberschaft Performance<br />

Class: Cirrus SR 22, Piper<br />

Arrow, Mooney oder ähnliches,<br />

EDMA oder EDML, Full IFR. Tel.<br />

01520/9378570<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658039<br />

Maintenance/Wartung<br />

50% Anteil Grumman AA5 Tiger<br />

1994 IFR, Standort EDLM, Motor<br />

erst 250h, Prop. neu, IFR Instrumentierung,<br />

GNS430, STEC30 mit<br />

Höhenhaltung, VB 27.500,- €.<br />

Tel. 0172/28<strong>02</strong>952,<br />

flieger2015a@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653138<br />

Katana DA 20, 50%-Anteil,<br />

3400 h, Prop. neu, Schläuche,<br />

Benzinpumpe, Reifen neu, neue<br />

200 h-Kontrolle, neues IHP, sehr<br />

gepflegt, stets im Hangar, Standort<br />

Stuttgart. Tel. 0160/7415530,<br />

segelevent@yahoo.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 653393<br />

-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1<strong>02</strong>7<br />

Suche Anteil/Haltergemeinsch.<br />

oder Partner an Rubin/Jodel im<br />

Großraum EDDL (Mönchengladbach).<br />

Tel. 0171/2233066<br />

Cessna T206H 25 %iger Anteil<br />

Berlin, ¼ Anteil an sehr gepflegter<br />

sechssitziger Cessna, Bj. 2008,<br />

Erstbesitz, nur ca. 600 h, IFR, TKS,<br />

Garmin G1000, TAS, Stormscope,<br />

Radar Alt., Golze SAT Wetter.<br />

C206@plane2fly.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655036<br />

HG - EDLW/EDLM/EDLE/EDLD,<br />

Haltergemeinschaft gesucht /<br />

Gründen einer Haltergemeinschaft.<br />

sanjan75@hotmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656664<br />

50 % Mooney M20K 252 TSE in<br />

EDKB. tom@mooney.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 654268<br />

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T67C, halber Anteil = 18.000,- € zu<br />

verkaufen, TT 4010, TTE 120 h (Lycoming<br />

O-320), Standort EDHL<br />

bzw. EDHE. Tel. 040/826575<br />

Sportavia RS 180 1/3 Anteil<br />

EDLE, Sportavia Pützer RS 180 1/3<br />

Halteranteil hangariert, Standort<br />

EDLE, Bauj. 1981 TT 3270 h, Motor<br />

O360, noch 730 h, King NAV/COM,<br />

Transp. Mode S, ELT 406, 9900,- €.<br />

Tel. 0172/2000812, <strong>02</strong>08/3044609,<br />

granina@arcor.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653086<br />

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Ausbildung / Umschulung wird angeboten.<br />

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Telefon 07157/61793, E-Mail:<br />

ultraleicht@aeroclub-stuttgart.de<br />

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0170/2042262, tobler@rst.de<br />

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to Service for Continued Maintenance<br />

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jackson_konni@web.de F<br />

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Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />

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Spornradtraining, Einweisung PA18 / 150<br />

Im Winter: Skifliegen auf Motorsegler und PA 18<br />

Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne!<br />

0831/5700-414<br />

Mobil:0171/9542846<br />

info@lu-bergmann.de<br />

www.lu-bergmann.de<br />

LEARN TO FLY<br />

Pensacola, Florida USA<br />

Home of the U.S. Navy Blue Angels<br />

FAA Part 141 School • M-1 Student Visas<br />

Private - IFR - Multi Engine - ATP • No Hidden Fees<br />

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Flugschulen und<br />

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Bei diesen Flugschulen bzw. Sonderver kaufs stellen erhalten Sie die jeweils<br />

ak tu elle Ausgabe von <strong>aerokurier</strong> bzw. FLUG REVUE!<br />

Flugplatzgesellschaft<br />

Schönhagen mbH<br />

Am Flugplatz Haus 2<br />

14959 Schönhagen<br />

Flugplatz Koblenz-Winningen<br />

GmbH<br />

56333 Winningen<br />

Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />

Flughafen Neuostheim<br />

68163 Mannheim<br />

RWL German Flight<br />

Academy GmbH<br />

Am Flughafen 20<br />

41066 Mönchengladbach<br />

Rhein-Mosel-Flug<br />

GmbH & Co. KG<br />

Flugplatz,<br />

56333 Winningen<br />

Mt-Propeller<br />

Flugplatz, Straubing-Wallmühle,<br />

94348 Atting<br />

Fahrschule Klippel<br />

Flugplatz Föhren<br />

54343 Föhren<br />

Take-Off Model Shop<br />

Alexanderstr. 22,<br />

64653 Lorsch<br />

Vöslauer Flugbetrieb<br />

Günter Watschinger GmbH,<br />

Flughafen,<br />

A-2540 Vöslau<br />

Möchten Sie auch mit Ihrer Flug schule oder Sonderverkaufs stelle hier aufge nommen sein? Fordern Sie unsere<br />

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Fax: 00 49 (0) 40/3 78 45 -9 36 00, E-Mail: fachhandel@dpv.de<br />

100 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


VERBAND DEUTSCHER VERKEHRSFLIEGERSCHULEN E.V.<br />

Helikopterschulen<br />

-Markt<br />

Anzeigenberatung/<br />

Verkauf<br />

Reinhard<br />

Wittstamm<br />

0711/182-2814<br />

Praxis-Quiz<br />

Lösungen von Seite 61<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

Frage 1: a) Ein Blick in die Wolkentops und Untergrenzen<br />

lohnt sich immer und dient als Entscheidungshilfe,<br />

ob das Fliegen „onTop“ möglich oder gar sinnvoll, weil<br />

dadurch sicherer ist.<br />

Frage 2: b) Satelliten analysieren im Bereich des sichtbaren<br />

Lichts (VIS) und im Infrarotbereich (IR). Tagsüber<br />

RHMCLHS5(2GNBG@TkŅRDMCD!HKCDQLŅFKHBGCHDUNQ@KKDL<br />

hohe und mittelhohe Wolken zeigen. Nachts sind keine<br />

VIS-Bilder mehr möglich. IR liefert rund um die Uhr Bilder,<br />

ebenfalls von hohen und mittelhohen Wolken.<br />

Frage 3: d) Man arbeitet sich vom „Großen“ ins „Kleine“<br />

vor. So lässt sich der Gesamtzusammenhang von Hochs,<br />

Tiefs und Fronten erkennen, denn das großräumige Wetter<br />

bestimmt lokale Phänomene. Geht man weiter ins Detail,<br />

lässt sich das lokale Wettergeschehen leichter verstehen.<br />

„50 Jahre Erfahrung – seit 1963“<br />

Die Flugschule für<br />

Hubschrauberführer<br />

Unser Ausbildungsprogramm:<br />

ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />

TRI(H), NFQ(H)<br />

Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />

Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />

Musterberechtigungen und<br />

Befähigungsüberprüfung auf:<br />

R22, R44, R66, B206, BO105,<br />

MD900/9<strong>02</strong>, EC135, BK117, HU369<br />

ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />

Autorisierter ROBINSON-Händler<br />

Kontaktieren Sie uns unter schulung@airlloyd.de oder<br />

AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH · www.airlloyd.de<br />

Flugplatz Bonn-Hangelar<br />

Flugplatz Halle-Oppin<br />

53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />

Tel.: +49(0)2241/2307-0 Tel.: +49(0)34604/309-14<br />

Fax: (0)2241/2307-30 Fax: (0)34604/309-15<br />

Eurofly Aviation GmbH<br />

Rosenheimer Straße 145 e-f<br />

81671 München<br />

Tel: +49 (0) 89-606 089 460<br />

info@eurofly-aviation.de<br />

www.eurofly-aviation.de<br />

Hubschrauberpiloten-<br />

Ausbildung (PPL-H)<br />

Type Rating auf Robinson 22<br />

& Robinson 44<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong><br />

101


[ Termine ]<br />

präsentiert<br />

von<br />

OO<br />

6./7. Februar<br />

Fluglehrerfortbildung,<br />

Hannover<br />

Flight Center Hannover, Airport<br />

Hannover, 30855 Langenhagen,<br />

Tel.: +49 511 2203858, E-Mail:<br />

selber@flightcenter-hannover.de,<br />

https://flightcenter-hannover.de<br />

OO<br />

29. Februar – 3. März<br />

Heli-Expo, Louisville,<br />

Kentucky, USA<br />

Helicopter Association International,<br />

1920 Ballenger Avenue, Alexandria,<br />

VA 22314-2898, USA, Tel.: +1 703<br />

683 4646 , E-Mail: heliexpo@rotor.<br />

com, www.heliexpo.com<br />

OO<br />

12./13. März<br />

Wintertagung der Oskar<br />

Ursinus Vereinigung, Speyer<br />

OUV-Geschäftsstelle, Schützenstraße<br />

2, 72511 Bingen-Hitzkofen,<br />

Tel.: +49 7571 62309,<br />

E-Mail: gs@ouv.de, www.ouv.de<br />

✘✘<br />

29. März – 3. April<br />

FIDAE <strong>2016</strong>,<br />

Santiago de Chile, Chile<br />

FIDAE, Av. Diego Barros Ortiz 2300,<br />

Pudahuel, Santiago, Chile,<br />

Tel.: +56 2 2976 95<strong>02</strong>, E-Mail:<br />

central@fidae.cl, www.fidae.cl<br />

seeekreis.de, www.airstudent.de<br />

✘✘<br />

20. – 23. April<br />

AERO, Friedrichshafen<br />

Messe Friedrichshafen, Neue<br />

Messe 1, 88046 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 708404,<br />

E-Mail: info@messe-fn.de,<br />

www.aero-expo.com<br />

OO<br />

29. April – 1. Mai<br />

Präzisionsfliegertraining,<br />

Donaueschingen<br />

Precision Flying Association of<br />

Switzerland, E-Mail: ester.rimensberger@pfa.ch,<br />

www.pfa.ch<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Tag der offenen Tür<br />

Flugplatz Erbach<br />

LSV Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

24. – 26. Mai<br />

44. Meeting Aérien, Cerny/<br />

La Ferté-Alais, Frankreich<br />

Amicale Jean-Baptiste Salis,<br />

Aérodrome de Cerny/La Ferté-Alais,<br />

91590 Cerny , Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 64 575585,<br />

E-Mail: info@ajbs.eu, www.ajbs.eu<br />

OO<br />

24. – 26. Mai<br />

16. EBACE, Genf, Schweiz<br />

European Business Aviation<br />

Association, Avenue de Tervuren<br />

13 a-b/Box 5, 1040 Brüssel, Belgien,<br />

Tel.: +32 2 766 0070,<br />

E-Mail: info-eu@ebace.aero,<br />

www.ebace.aero<br />

OO<br />

26. – 29. Mai<br />

Kehler Flugtage, Flugplatz<br />

Kehl-Sundheim<br />

Aero-Club Kehl, Sonderlandeplatz<br />

Kehl-Sundheim, Postfach 1131,<br />

77671 Kehl, Tel.: +49 7851 899568,<br />

www.kehler-flugtage.de<br />

✘✘1. – 4. Juni<br />

ILA – Internationale Luft- und<br />

Raumfahrtausstellung, Berlin<br />

Messe Berlin, Messedamm 22,<br />

14055 Berlin, Tel.: +49 30 30380,<br />

E-Mail: ila@messe-berlin.de,<br />

www.ila-berlin.de<br />

OO<br />

2. – 4. Juni<br />

France Air Expo, Pontoise –<br />

Cormeilles, Frankreich<br />

Adone Events, Aéroport Cannes-<br />

Mandelieu, 277 Avenue Françis<br />

Tonner, 06150 Cannes-La Bocca,<br />

Frankreich, Tel.: +33 4 92 975247,<br />

E-Mail: info@airexpo.aero<br />

OO<br />

3. – 5. Juni<br />

Klassikwelt Bodensee,<br />

Friedrichshafen<br />

Messe Friedrichshafen, Neue<br />

Messe 1, 88046 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 708405,<br />

E-Mail: info@messe-fn.de,<br />

www.klassikwelt-bodensee.de<br />

OO<br />

4./5. Juni<br />

Fortbildungslehrgang<br />

für Fluglehrer (FI), Tannheim<br />

Tannheimer Flieger- und Freizeitzentrum,<br />

Flugplatz, 88459 Tannheim,<br />

Tel.: +49 8395 93137,<br />

E-Mail: info@edmt.de, www.edmt.de<br />

OO<br />

10. – 12. Juni<br />

Piper-PA-28-Treffen,<br />

Ganderkesee<br />

E-Mail: j.westedt@t-online.de,<br />

www.pa28.de<br />

OO<br />

12. Juni<br />

Flugplatzfest, Lüneburg<br />

Luftsportverein Lüneburg, Zeppelinstraße,<br />

21337 Lüneburg, Tel.: +49<br />

4131 8549214, E-Mail: info@edhg.de,<br />

www.edhg.de<br />

OO<br />

16. – 19. Juni<br />

AOPA-Flugsicherheitstraining,<br />

Bautzen<br />

AOPA-Germany, Verband der Allgemeinen<br />

Luftfahrt, Flugplatz<br />

Außerhalb 27, 63329 Egelsbach,<br />

Tel.: +49 6103 42081, E-Mail:<br />

info@aopa.de, www.aopa.de<br />

OO<br />

17. /18. Juni<br />

75 Jahre Militärflugplatz<br />

Meiringen, Schweiz<br />

Schweizer Luftwaffe, Flugplatzkommando<br />

Meiringen, 3857 Unterbach,<br />

Schweiz,<br />

Tel.: +41 58461 6464, E-Mail:<br />

info.flplkdomei@vtg.admin.ch<br />

OO<br />

18./19. Juni<br />

Oldtimer-Fly-in<br />

Flugplatz Ithwiesen<br />

Luftsportvereinigung Ithwiesen,<br />

Markus Rheinländer, 37603 Holzminden,<br />

Tel.: +49 151 15376695,<br />

E-Mail: mrhein27@web.de,<br />

www.ithwiesen.de<br />

OO<br />

25./26. Juni<br />

OUV-Sommertreffen mit Fly-in,<br />

Hodenhagen<br />

OUV-Geschäftsstelle, Schützenstraße<br />

2, 72511 Bingen-Hitzkofen,<br />

Tel.: +49 7571 62309,<br />

E-Mail: gs@ouv.de, www.ouv.de<br />

OO<br />

25./26. Juni<br />

Flugplatzfest 80 Jahre Flugplatz<br />

Falkenberg/Lönnewitz<br />

Fliegerclub Falkenberg, Doberluger<br />

Straße 52, 04938 Uebigau,<br />

E-Mail: thomas.prophet@gmx.de,<br />

www.eduf.de<br />

OO<br />

5. – 10. April<br />

Sun’n Fun International<br />

Fly-in and Expo, Lakeland,<br />

Florida, USA<br />

Lakeland Linder Airport, 4175<br />

Medulla Road, Lakeland FL 33811,<br />

USA, Tel.: +1 863 644 2431,<br />

www.sun-n-fun.org<br />

OO<br />

16. April<br />

40. Internationale Flugzeugveteranen-Teilebörse<br />

im Technik Museum Speyer<br />

Peter Seelinger, Tel.: +49 6341 80906,<br />

E-Mail: pseelinger@t-online.de,<br />

www.technik-museum.de<br />

OO<br />

18. – 20. April<br />

AIRstudent, Karriereevent für<br />

Studenten, Friedrichshafen<br />

Wirtschaftsförderung Bodenseekreis,<br />

Heiligenbreite 34, 88662 Überlingen,<br />

Tel.: +49 7551 947 1938,<br />

E-Mail: sandra.kuehnle@wf-boden-<br />

Zur AERO <strong>2016</strong> erwarten die Veranstalter wieder viele Neuheiten.<br />

✘✘<br />

Terminankündigungen<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website www.<strong>aerokurier</strong>.de.<br />

Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für den Termin-Service an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />

OO<br />

1. – 3. Juli<br />

3. Stearman-Treffen<br />

Bienenfarm<br />

Alexander Stendel,<br />

Tel.: +49 172 650 8000,<br />

E-Mail: alex@quax-flieger.de,<br />

www.stearmanflyin.de<br />

OO<br />

2. – 3. Juli<br />

Open Airport, Rock im Hangar<br />

und Fly-in, Quirnheim<br />

Luftfahrtverein Grünstadt u. Umgebung,<br />

Postfach 1329, 67263 Grünstadt,<br />

Tel.: +49 6359 3100, E-Mail:<br />

kontakt@luftfahrtverein-gruenstadt.<br />

de, www.luftfahrtverein-gruenstadt.<br />

de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

3. Internationales Cessna-<br />

Treffen, Jena-Schöngleina<br />

Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina,<br />

Flugplatz 1, 07646 Schöngleina,<br />

Tel.: +49 36428 40669,<br />

1<strong>02</strong> <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Fotos: Messe Friedrichshafen, Thomalla<br />

Auf vielen Flugplatzfesten und Tagen der offenen Tür bieten sich Mitfluggelegenheiten<br />

auf Fluggeräten der General Aviation und des Luftsports.<br />

E-Mail: info@flugplatz-jena.com,<br />

www.edbj.de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

69. RSA Eurofly’in,<br />

Vichy-Charmeil, Frankreich<br />

Fédération RSA, 46, rue Sauffroy,<br />

75017 Paris, Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 4228 2554, E-Mail:<br />

communication@rsafrance.com,<br />

http://euroflyin.rsafrance.com/<br />

OO<br />

11. – 17. Juli<br />

Farnborough International<br />

Airshow, Farnborough,<br />

Großbritannien<br />

Farnborough International Limited,<br />

Show Centre, ETPS Road, Farnborough,<br />

Hampshire GU14 6FD, Großbritannien,<br />

Tel.: +44 1252 532800,<br />

E-Mail: enquiries@farnborough.com,<br />

www.farnborough.com<br />

OO<br />

16. /17. Juli<br />

46. Flugplatzfest<br />

Altötting-Osterwies<br />

Fluggruppe Alt-Neuötting, 84505<br />

Altötting,Tel.: +49 163 6673200,<br />

E-Mail: info@fgaoe.de, www.fgaoe.de<br />

OO<br />

24. Juli<br />

Flugplatzfest LSV Günzburg,<br />

60 Jahre Flugplatz Günzburg<br />

Luftsportverein Günzburg, Otto-Lilienthal-Weg<br />

7, 89312 Günzburg, Tel.:<br />

+49 8221 4336, E-Mail: info@lsvgz.<br />

de, www.lsvgz.de<br />

OO<br />

25. – 31. Juli<br />

EAA AirVenture,<br />

Oshkosh, Wisconsin, USA<br />

EAA Aviation Center,<br />

Tel.: +1 920 4264800,<br />

E-Mail: convention@eaa.org,<br />

www.airventure.org<br />

OO<br />

13. /14. August<br />

Do-Days <strong>2016</strong>, Friedrichshafen<br />

Dornier-Museum, Claude-Dornier-<br />

Platz1, 88406 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 4873640,<br />

E-Mail: info@dorniermuseum.de,<br />

www.dorniermuseum.de<br />

OO<br />

19. – 21. August<br />

Flugtage Soest und Fly-in, Flugplatz<br />

Soest/Bad Sassendorf<br />

Flugsportgemeinschaft Soest,<br />

Am Flugplatz 5, 59505 Soest,<br />

Tel.: +49 2927-340,<br />

E-Mail: info@flugplatz-soest.de,<br />

www.flugtage-soest.de<br />

OO<br />

27. August<br />

Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />

St. Stephan, Schweiz<br />

Hunterverein Obersimmental, Postfach<br />

23, 3772 St. Stephan, Schweiz<br />

E-Mail: info@hunterverein.ch<br />

www.hunterverein.ch<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Flugplatzfest<br />

Albstadt-Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld, Volker<br />

Rath, Postfach 562, 72426 Albstadt,<br />

Tel.: +49 7422 9493-17, E-Mail:<br />

volker.rath@schwarzwaelder-bote.de,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest, Flugplatz Erbach<br />

LSV Erbach, Burren 7, 89155 Erbach,<br />

Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Flugtag des Aero-Club<br />

Pirmasens<br />

Aero-Club Pirmasens, Ostring 18,<br />

66509 Rieschweiler-Mühlbach,<br />

Tel.: +49 6336 6266, E-Mail:<br />

info@aero-club-pirmasens.de,<br />

www.flugtag-pirmasens.de<br />

OO<br />

3./4. September<br />

Nostalgisches Flieger-Picknick<br />

und Classic-Cessna-Meeting,<br />

Wershofen/Eifel<br />

Segelfluggruppe Wershofen, Bergstraße<br />

7, 53520 Wershofen,<br />

Tel.: +49 2694 277,<br />

E-Mail: info@sfg-wershofen.de,<br />

www.flugtag-wershofen.de<br />

OO<br />

9. – 11. September<br />

18. Oldtimer-Fliegertreffen<br />

auf der Hahnweide<br />

Fliegergruppe Wolf Hirth, Klaus-Holighaus-Straße<br />

59, 73230 Kirchheim/<br />

Teck, Tel.: +49 7<strong>02</strong>1 816<strong>02</strong>,<br />

E-Mail: oldtimer@wolf-hirth.de,<br />

www.oldtimer-hahnweide.de<br />

OO<br />

10./11. September<br />

Flugtag Sinsheim<br />

Flugsportring Kraichgau,<br />

Sinsheim, Lilienthalstr. 15, 74889<br />

Sinsheim, Tel.: +49 7261 3005,<br />

E-Mail: flugsportring-kraichgau@<br />

gmx.de, www.flugtag-sinsheim.de<br />

OO<br />

10./11. September<br />

Fliegerfest Ammerbuch,<br />

Flugplatz Poltringen<br />

Flugsportverein Herrenberg, Postfach<br />

11<strong>02</strong>, 71070 Herrenberg,<br />

Tel.: +49 7032 286<strong>02</strong>,<br />

E-Mail: info@fsv-herrenberg.de,<br />

www.fsv-herrenberg.de<br />

OO<br />

17./18. September<br />

Fly-in 10 Jahre Quax-Flieger,<br />

Paderborn/Lippstadt<br />

Quax-Flieger, Heessener Dorfstraße<br />

46, 59073 Hamm, Tel.: +49 2381<br />

488842, E-Mail: info@Quax-flieger.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.<br />

de Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionelle Gesamtleitung<br />

Luft-und Raumfahrt und Chefredakteur: Volker K. Thomalla<br />

(VKT) Stellv. Chefredakteur: Gerhard Marzinzik (ma) Redaktionsleitung:<br />

Lars Reinhold (LR) Redaktion: Patrick Holland-Moritz,<br />

Renate Strecker (rst) Redaktionsassistenz, Sekretariat: Gabriele<br />

Beinert Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion:<br />

Jutta Clever Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und<br />

Layout: MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Harald Hornig, Katrin<br />

Sdun Repro: MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann<br />

(Ltg.), Catherine Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert<br />

Archiv: Marton Szigeti Ständige freie Mitarbeiter: Jörg Adam,<br />

Peter Brotschi, Toni Ganzmann, Bob Grimstead, Frank Herzog,<br />

Markus Koch, Heiko Link, Wolfgang Lintl, Egon-Manfred Paech,<br />

Michael Schneider, Holger Weitzel<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />

Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />

Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />

Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />

Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2813<br />

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Julia Ruprecht, Tel.: +49 711<br />

182-1548, Fax: -1<strong>02</strong>7, E-Mail: jruprecht@motorpresse.de Vertrieb/<br />

Einzelverkauf: DPV Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung:<br />

Dirk Geschke Herstellung: Rainer Jüttner<br />

Wir sind umgezogen! Seit 1. Januar <strong>2016</strong> haben wir eine neue Postanschrift:<br />

Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart<br />

Druck: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen. Printed<br />

in Germany.<br />

Fotoservice/Syndication/Lizenzen: Motor-Presse International,<br />

Tel.: +49 711 182-01<br />

ABO-SERVICE, 70138 Stuttgart<br />

Telefon +49 711 320 688 99, Telefax +49 711 182-25 50<br />

E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

ANSCHRIFTEN: Verlag: Motor Presse Stuttg art GmbH & Co.<br />

KG, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Postfach, 70162 Stuttgart,<br />

Telefon: +49 711 182-01, Fax: +49 711 182-1349 Ideeller Herausgeber:<br />

Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28,<br />

38108 Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC,<br />

AOPA Germany, Club der Luftfahrt e.V. Auslandsvertretungen:<br />

North American Marketing Office: International Aviation Magazine<br />

Group, Ed Hirsch, President, 12901 SW 64th Court, Miami,<br />

FL 33156, Tel.: +1 (305) 666-2055 Advertising Office USA: Lorrie<br />

Balding, Advertising Sales Manager, Tel.: +1 (786) 223 1852,<br />

E-Mail: lorrie.balding@iamgrp.com Frankreich: Defense & Communication<br />

Fabio Lancellotti, 48, Boulevard Jean-Jaurès, F-92110<br />

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Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />

von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong> 103


[ MOTORFLIEGEN Porträt ]<br />

Mit 94 Jahren gehört<br />

Josef „Jupp“ Bartmann<br />

zu den ältesten Piloten<br />

und Fluglehrern im<br />

Lande. Den Spaß am<br />

Fliegen hat er auch<br />

nach 78 Jahren in der<br />

Luft nicht verloren.<br />

Das Interview führte<br />

Patrick Holland-Moritz<br />

S<br />

ie sind jetzt 94 Jahre alt.<br />

Hat man da nicht genug<br />

vom Fliegen?<br />

Ich trete doch schon kürzer.<br />

Seit zwei Jahren bin ich nur noch<br />

Class Rating Instructor. Die Arbeit<br />

als Fluglehrer in der Anfängerschulung<br />

wurde mir echt zu anstrengend, und<br />

Segelflug schule ich schon lange nicht<br />

mehr. Ich habe genug Platzrunden<br />

gedreht. Trotzdem fliege ich immer<br />

noch sehr gerne. Mal geht’s nach<br />

Wangerooge, mal besuche ich meinen<br />

Sohn in Rotenburg/Wümme. Aber<br />

keine Sorge: alles nur mit Safety Pilot.<br />

Mein Fliegerarzt sagt übrigens, dass<br />

ich wiederkommen darf.<br />

Wann haben Sie mit dem Fliegen<br />

angefangen?<br />

Meine A-Prüfung flog ich 1937 in<br />

Meschede-Schüren. 1938 folgte die<br />

B-Prüfung in Rossitten auf der Kurischen<br />

Nehrung. Eine tolle Zeit!<br />

MEIN<br />

LIEBLINGS-<br />

FLUGZEUG?<br />

DER FALKE!<br />

Sind Sie dann direkt Pilot bei der<br />

Luftwaffe geworden?<br />

Zunächst war ich Propellerputzer,<br />

also Mechaniker. Später habe ich mich<br />

als Pilot beworben. Während der<br />

Ausbildung in Breslau bin ich viele<br />

verschiedene Muster geflogen: Focke-<br />

Wulf Stieglitz und Stößer, Heinkel He<br />

51, Arado Ar 66, Klemm Kl 35, ebenso<br />

Bücker Jungmann und Jungmeister.<br />

14 Stunden Ausbildung im Kunstflug<br />

rundeten das Programm ab. Im<br />

Sommer 1940 folgte in Zeltweg die<br />

Schulung auf den zweimotorigen<br />

Mustern Do 17, Ju 88 und der dreimotorigen<br />

Ju 52. Allzu schlecht kann<br />

ich wohl nicht gewesen sein, denn<br />

ich wurde zum Fluglehrer gemacht<br />

– unter anderem auf der Ju 52.<br />

Das lief alles reibungslos?<br />

Natürlich gab es Situationen, die mir<br />

104 <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2016</strong>


Fotos: Patrick Holland-Moritz<br />

den Schweiß auf die Stirn getrieben<br />

haben. Da war zum Beispiel ein Ausbildungsflug<br />

über Oberschlesien. Fünf<br />

Schüler, fünf Flugzeuge, tiefe Wolkenuntergrenze.<br />

Mein Kompass zeigte<br />

irgendwie nicht Westen an, und<br />

ich kam 20 Kilometer vor der Hohen<br />

Tatra aus dem Dreck raus und wurde<br />

Zeuge eines Blitzeinschlags in unmittelbarer<br />

Nähe. Von da an habe ich<br />

nichts mehr gefürchtet.<br />

Was war Ihr prägendstes Kriegserlebnis?<br />

1942 wurden zwei, drei Leute aus<br />

unserer Einheit in Zeltweg rausgezogen.<br />

Auf nach Stalingrad, hieß es<br />

für uns. Mit der Heinkel He 111 war<br />

ich an Versorgungsflügen beteiligt.<br />

Wir flogen Verpflegung rein und Verwundete<br />

raus. Unbewaffnet. Mit<br />

Lebensmitteln statt Bomben an Bord.<br />

Am 12. Dezember 1942, eine halbe<br />

Stunde vor Einbruch der Dunkelheit,<br />

dann ein Treffer. Auf einmal war ich<br />

wieder Segelflieger und legte eine<br />

Bauchlandung hin. Wir, die Verwundeten<br />

und ich, überquerten den zugefrorenen<br />

Don und erreichten den<br />

einzigen deutschen Brückenkopf.<br />

Glück gehabt! Rückblickend bin ich<br />

dem Tod mehrmals von der Schippe<br />

gesprungen.<br />

Wie endete der Krieg für Sie?<br />

Mit der längsten Wanderung meines<br />

Lebens. In Prien am Chiemsee geriet<br />

ich im Mai 1945 für eine Nacht in<br />

amerikanische Gefangenschaft. Mit<br />

einem Hechtsprung habe ich mich<br />

aus der Reihe in ein Gebüsch verabschiedet.<br />

Es folgte ein wochenlanger,<br />

700 Kilometer weiter Fußmarsch in<br />

meine Heimat ins Sauerland bei sommerlicher<br />

Hitze.<br />

Wie ging es dann weiter?<br />

1951 haben wir in Arnsberg die Luftsportgruppe<br />

gegründet, mit nichts<br />

weiter in den Händen als den Plänen<br />

für einen Bergfalken. Für mich persönlich<br />

stand der Zähler bei null.<br />

Meine Lizenzen wurden ja nicht anerkannt.<br />

Also fing ich eben wieder<br />

als Schüler mit dem Segelfliegen an.<br />

Ab 1958 war ich Segelfluglehrer. Die<br />

Ausbildung machte ich in Oerlinghausen.<br />

Und das Motorfliegen?<br />

Das ging für mich ab 1969 wieder<br />

los. 1972 erwarb ich die Berufspilotenlizenz,<br />

mit der ich zwei Jahre lang<br />

gewerblich unterwegs war. Ab 1975<br />

war ich dann wieder Motorfluglehrer.<br />

Zeitweise hatte ich einen eigenen<br />

Motorsegler, einen Falken. Eines der<br />

schönsten Erlebnisse war ein Ausflug<br />

nach Zeltweg, wo ich ja früher stationiert<br />

war. Mit einer Sondergenehmigung<br />

durfte ich dort bei den Eurofightern<br />

landen.<br />

Wie hat sich die Fliegerei aus<br />

Ihrer Sicht verändert?<br />

Heute gibt’s leider viel weniger Gemeinschaft<br />

als früher. Auch haben<br />

sich die Anforderungen verschoben.<br />

Wer früher nach 60 Starts nicht solo<br />

geflogen ist, der war raus. Heute unvorstellbar.<br />

Haben Sie Ihre Karriere schon<br />

einmal in Zahlen betrachtet?<br />

Gezählt habe ich das nie. Rund 8000<br />

Stunden auf mehr als 30 verschiedenen<br />

Mustern bin ich wohl geflogen.<br />

Ich habe aber keine Ahnung, wie<br />

viele Schüler ich ausgebildet habe.<br />

Ihr Lieblingsflugzeug?<br />

Einige. Die Aquila fliegt richtig toll.<br />

Zu ihrer Zeit fand ich die Heinkel He<br />

70 Blitz mit ihren Geschwindigkeitsrekorden<br />

faszinierend. Aber mein<br />

Favorit steht hier am Flugplatz: der<br />

SF-25 Falke des Vereins! Der trägt<br />

sogar meinen Namen.<br />

Gibt es auch einen Jupp Bartmann<br />

abseits vom Flugplatz?<br />

Natürlich. Gemeinsam mit meiner<br />

Frau Hildegard habe ich drei Kinder<br />

– vor drei Jahren ist sie gestorben.<br />

Sie fehlt mir sehr! Was meinen Beruf<br />

angeht: Ich war in der Metallverarbeitung<br />

selbstständig, später arbeitete<br />

ich in Arnsberg als Flugleiter. So<br />

ganz ohne Flugplatz geht’s eben doch<br />

nicht.<br />

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Motorflug in der jungen<br />

Bundesrepublik<br />

Jupp Bartmann war<br />

bei der Luftwaffe<br />

auch als Fluglehrer<br />

auf der Ju 52 tätig.<br />

Wertvolle Erinnerungen: Jupp<br />

Bartmann mit einem Fotoalbum aus<br />

den Anfangsjahren seiner Karriere.<br />

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945<br />

mussten die Deutschen zunächst am Boden bleiben,<br />

nachdem die Alliierten jegliche fliegerische<br />

Aktivitäten untersagt hatten. Im Juni 1951 wurde<br />

zunächst der Segelflug wieder erlaubt. Am 5. Mai<br />

1955 erlangte die junge Bundesrepublik Deutschland<br />

mit dem Inkrafttreten der Pariser Verträge<br />

schließlich ihre Souveränität und damit auch die<br />

Lufthoheit zurück. Damit war der Weg für den Motorflug endlich<br />

frei. Mit dem Deutschlandflug gab es 1956 unter der Regie des<br />

DAeC die erste fliegerische Großveranstaltung im Nachkriegsdeutschland.<br />

Selbst erfahrene Piloten mussten zu dieser Zeit<br />

ihre Lizenzen neu erlangen.<br />

In dieser Serie stellt<br />

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Rechte<br />

© Alle<br />

Rechte vorbehalten. Eine Verwertung<br />

- Ha ben Sie eine Pi lo ten li zenz? m nein 1<br />

m ja u m PPL m LAPL m SPL m Lizenz für Luftsportgeräteführer<br />

m CPL m ATPL m TMG m IR m Sonstige<br />

- Wel che Flug ge rä te flie gen Sie per sön lich?<br />

m Jet m Mo tor flug zeug m Hub schrau ber m UL/LSA m Motorsegler<br />

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Post fach<br />

70111 Stutt gart<br />

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