Religion oder Evangelium

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Obwohl wir vom Sündenfall her von Gott getrennt

sind, hat Gott doch einen Anknüpfungspunkt im Menschen.

Dieser Anknüpfungspunkt ist sein Gewissen.

Du kannst darüber etwas im Römerbrief, Kapitel 2,

Vers 14-15, lesen. Auch an vielen anderen Stellen sagt

uns die Bibel, daß wir ein Gewissen haben.

Unser Gewissen ist nicht die Stimme Gottes. Es gibt

Leute, die sagen: „Ich lebe nach meinem Gewissen

und höre auf meine innere Stimme." Trotzdem ist

unser Gewissen nicht die Stimme Gottes. Es ist aber

so angelegt, daß es auf die Stimme Gottes reagieren

kann. Jemand hat einmal gesagt: „Unser Gewissen ist

das Echo der Stimme Gottes." Das ist sehr gut gesagt.

Unser Gewissen reagiert, wenn wir etwas Ungerechtes

tun. Wir alle haben es schon tausendfach erlebt.

Doch unser Gewissen reagiert sehr unterschiedlich.

Es gibt Menschen, deren Gewissen verhärtet ist.

Dr. Bergmann sagte einmal: „Bei manchen Menschen

ist das Gewissen mit einer geistigen Hornhaut überzogen."

Solche Menschen merken nicht mehr, wenn

sie lügen. Sie merken nicht mehr, wenn sie die Ehe

brechen. Sie merken nicht mehr, wenn sie Böses tun.

Ihr Gewissen ist abgestumpft, es ist verhärtet. Das ist

ein furchtbarer Zustand. Man kann so lange sein Gewissen

unterdrücken und totknüppeln, bis es nicht

mehr reagiert.

Doch es gibt auch das andere: daß jemand ein überempfindliches

Gewissen hat. Es gibt Menschen, die

mögen kaum über die Straße gehen, sie mögen nicht

nach links und rechts sehen, denn sie haben immer

ein schlechtes Gewissen. Sehr oft kommt das von

einer falschen religiösen Beeinflussung. Das ist eine

ganz große Not.

Aber es gibt auch das normal funktionierende Gewissen.

Und das habe ich bereits erwähnt, wie zum Bei-

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