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RÜCKENzeit - Das Skoliose Magazin (Ausgabe 01/2016)

Ausgabe 1/2016 Tanzen als Therapie Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse Kampagne "Umsonst ist keine Reha"

Ausgabe 1/2016
Tanzen als Therapie
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse
Kampagne "Umsonst ist keine Reha"

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<strong>RÜCKENzeit</strong><br />

<strong>Ausgabe</strong> 1/2<strong>01</strong>6<br />

<strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong><br />

Tanzen als Therapie<br />

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse<br />

Kampagne „Umsonst ist keine Reha“<br />

Themen:<br />

Tanzmedizin: Dr. med. Elisabeth Exner-Grave, Tanzen mit <strong>Skoliose</strong><br />

Reha: Die Argentalklinik in Isny-Neutrauchburg<br />

Im Porträt: Tänzer Raimund Hoghe


de, so<br />

ANZEIGE<br />

PHYSIOTHERAPIE<br />

Nachtruhe durch eine Ko rektur-<br />

de<br />

ki senunterlage zur Entdrehung des w<br />

Rumpfes benutzen können. Es haben R<br />

sich mehrere Methoden herausgebildet,<br />

deren Grundlag einige Schroth-<br />

H<br />

Übungen aus meinem Buch sind. Es<br />

wird einfach gesagt und geschrieben,<br />

da s sie Teile der Methode Schroth<br />

integrieren. <strong>Das</strong> ist natürlich nicht<br />

richtig, weil si eigentlich andere Ziele<br />

verfolgen. Deshalb mu s ic hier gan<br />

deutlich sagen: Schroth mu s Schrot<br />

bleiben, nur dann kommen gute Erfo<br />

ge zustande. In Amerika hat sich<br />

Yogalehrerin Elise Miler mit Fünfge-Kursen<br />

für Yogalehrer etabl<br />

die „Yoga for Scoliosis“ lehrt. Sie<br />

darin a l die für <strong>Skoliose</strong> schädl<br />

Seitbeugen und Rumpfverdrehu<br />

» Die Ursache von S<br />

und ist nach wie v<br />

weswegen die Anzahl der<br />

patienten zunimmt und „w<br />

mehr „neue Patienten“ bek<br />

Wie denken Sie über S<br />

rationen und welche Ch<br />

operierte Patienten od<br />

patienten, mit der Sch<br />

voranzukommen?<br />

Natürlich kommen a<br />

lenoperierte Patiente<br />

denken: „Mir kan n<br />

sieren, ich bin ja wir<br />

worden.“ Sie hänge<br />

ihren Buckel und<br />

aufgeklärt werden<br />

samter Kö


z<br />

h<br />

zeigt<br />

ichen<br />

ngen,<br />

SPORT<br />

6<br />

In den Gruppen fördern wir gezielt<br />

das Selbstvertrauen, Verantwortung<br />

für und das Vertrauen in andere Menschen.<br />

Durch das Therapiemedium<br />

Kle tern kann man gezielt an Defiziten<br />

in der Wahrnehmung, Motorik, Kognition<br />

und im sozioemotionalen Bereich<br />

arbeiten. Wir scha fen Räume, um eigene<br />

Grenzen und Ängste zu überwinden<br />

und bieten die Möglichkeit,<br />

eim „Therapeutischen Kle tern“ weiterentwickelt und findet nun auch Rückschläge des A ltags positiv zu verarbeiten.<br />

<strong>Das</strong> Wichtigste ist jedoch,<br />

handelt e sich um eine sehr junge<br />

Therapieform. Die ersten neurologischen Rehabilitation. da s es einfach Spaß macht und jeder<br />

Einsatz in der orthopädischen und<br />

Ansätze gab es Ende der 80er-Jahre<br />

für diese besondere Kle terzeit seine<br />

im psychologischen Bereich. Kle tern Beim ergotherapeutischen Kle tern Krankheit verge sen kann.<br />

wurde damals zur Therapie von Suchtkranken,<br />

verhaltensau fä ligen Men-<br />

Gruppen, in denen wir ganz unter-<br />

Am besten jedoch können die Teil-<br />

arbeiten wir im Stützpunkt Inntal in<br />

schen sowie psychisch Kranken angewendet.<br />

Seit Anfang der 90er-Jahre auch gesunde Menschen – zusammen-<br />

Erfolg des Therapeutischen Kle terns<br />

schiedliche Krankheitsbilder – aber nehmer selbst oder ihre Eltern den<br />

wird das Kle tern als Therapie ständig<br />

bringen.<br />

beurteilen:<br />

Physiotherapie.<br />

gerückt.<br />

9<br />

entscheiden dafür sehe ich das Klettern.<br />

Warum?<br />

Mehr unter<br />

SPORT<br />

7<br />

EDITORIAL<br />

Iris Gabriel, <br />

Redaktionsleitung<br />

„Geh mit der Zeit, aber komm von Zeit zu Zeit zurück.“ <br />

<br />

Liebe Leserin, lieber Leser,<br />

Altirischer Segenswunsch<br />

wir gehen mit der Zeit und heißen Sie herzlich willkommen zur ersten Onlineausgabe der<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong>. Alle bisher erschienenen <strong>Ausgabe</strong>n sind noch als Printmagazin im Onlineshop<br />

erhältlich.<br />

TANZE. Inspiriert durch Salsa-Tanzstunden, die ich nahm, machte ich mich auf die Suche<br />

nach weiteren Patienten, die diese Art, in Bewegung zu kommen, für sich nutzen, es vielleicht<br />

sogar professionell ausüben, und fragte eine Expertin, wie <strong>Skoliose</strong>patienten vom Tanz<br />

profitieren können oder welche Risiken und Nebenwirkungen bedacht werden sollten.<br />

r Wirbelsäule. Aber der noch beegliche<br />

Teil weicht dann aus un die Schwedischen Umkrümmungs-Übun-<br />

wieder die altbekannten sogenannten<br />

umpfverformung verschlimmert sich. gen, die auch in der Yoga-Therapie<br />

ier wäre Aufklärung auch von Seiten zu fi nden und in meinem Buch nachzulesen<br />

sind. Traurig ist, da s nur die<br />

der Operateure nötig. Eine Haltungsund<br />

Atmungsverbeserung e reichen Schroth-Methode die richtigen Erkenntnise<br />

hat und die Behandlung da-<br />

diese Patienten sowieso. Unsere Patienten<br />

werden darüber aufgeklärt, was für kennt.<br />

sie in ihrem A ltag zu beachten haben,<br />

denn: „Wer Ohren hat, der höre!“ Was tun Sie für Ihr eigene Rückengesundheit?<br />

koliose war<br />

or ungelöst. «<br />

l-<br />

die<br />

Taiert,<br />

<strong>Skoliose</strong>ir“<br />

immer<br />

ommen.<br />

kolioseopeancen<br />

haben<br />

er Schmerzroth-Therapie<br />

uch wirbelsäun<br />

zu uns. Diese<br />

ichts weiter pasbelsäulenversteift<br />

n sich getrost in<br />

mü sen erst noch<br />

, dass nicht ihr gerper<br />

versteift wur-<br />

ndern nur ein Teil<br />

Mehr unter<br />

www.schroth-skoliosebehandlung.de<br />

Oft klagen Patienten über Schmerzen. In Bad Sobernheim hat sich eine Seniorengruppe<br />

zusammengefunden. Die-<br />

Dann mu s die Ursache gesucht werden.<br />

Meist reiben Knochen (Rippen) se Gruppe freut sich, mit mir montags<br />

auf Knochen (Becken), wobei die Knochenhaut<br />

den schmerzempfi ndlichs-<br />

Morgengymnastik im Freien machen<br />

bis freitags von 8:30 Uhr bis 9 Uhr<br />

ten Teil darstelt. Da helfe nur aktive<br />

Elongation in Verbindung mit der ich sieben Ka se ten mit Übungen<br />

zu können. Zu diesem Zweck habe<br />

spezie len Schroth´schen Atmung und besprochen, die wir a lerdings nur im<br />

anschließender isometrischer<br />

Festigung. Meist keine Stühle und auch keine Möglich-<br />

Stehen durchführen können, weil wir<br />

verschwinden diese keit für Übungen im Liegen haben, es<br />

Schmerzen dann „wie gibt lediglich ein Holzdach über dem<br />

von selbst“.<br />

Kopf. Jede Ka se te hat insgesamt<br />

eine Länge von 60 Minuten, so da s<br />

Welche neuen Erkenntnise gibt es wir zwei Wochen lang immer andere<br />

im Bereich der Forschung und Entwicklung,<br />

die auch für die Schroth- rer Schroth´schen Schwunggymnastik<br />

Körperübungen einschließlich unse-<br />

Therapie relevant sind?<br />

nach Musik durchführen können. Auf<br />

Nach wie vor versucht die Medizin, diese Weise kann auch ich mitüben<br />

neue Erkenntnise zu gewinnen. In und mu s nicht immer nach neuen<br />

Amerika gibt es die wi senschaftliche Übungen „suchen“.<br />

Forschung stele: „Scoliosis Research<br />

Society (SRS)“. Dort forscht man nach Was möchten Sie den Lesern noch<br />

der Ursache der <strong>Skoliose</strong>. Katharina mi teilen?<br />

Schrot hat sich aber gedacht: Wozu Die Ursache von <strong>Skoliose</strong> war und ist<br />

mu s ich wi sen, woher die <strong>Skoliose</strong> nach wie vor ungelöst.<br />

kommt? Ich weiß doch, wie ich sie wiede<br />

rückgängig machen kann. Wir kön-<br />

oft von den Menschen gelöst worden,<br />

Aber: „Ungelöste Probleme sind schon<br />

nen auch nach Büchern suchen, die die keine Ahnung ha ten, dass sie unlösbar<br />

sind.“ In einer französischen Flug-<br />

sich mit <strong>Skoliose</strong> befa sen. Doch die<br />

darin gezeigten Übungen sind immer zeug-Fabrik stand: „Es weiß auch die<br />

Hummel nicht, da s das Gewicht ihres<br />

Körpers mit den dünnen Flügeln das<br />

Fliegen unmöglich macht, und sie fl iegt<br />

trotzdem.“<br />

A le ziehen an<br />

einem Strang<br />

Spüren des Cranio-sacralen<br />

Rhythmus an den Knöcheln<br />

S<br />

Fotos: privat/ Gordon Krüger<br />

Therapeutisches Klettern –<br />

ein Weg zu mehr Lebensqualität<br />

Kle tern bedeutet für mich nicht immer kle tern um jeden Preis. Es<br />

bedeutet, sich mit sich selbst, seinen eigenen Stärken und Schwächen<br />

auseinanderzusetzen, persönliche Fähigkeiten zu entdecken und<br />

die Erfahrung machen zu können, eigene Grenzen zu überschreiten.<br />

Kle tern bietet für mich auch die Möglichkeit, Rückschläge des A l-<br />

tags positiv zu verarbeiten.<br />

Von Natascha Lindemann<br />

B<br />

Schmerzen und Haltungsfehler<br />

schonend behandeln –<br />

ein alternativer Ansatz<br />

Schmerzen haben ihre Ursache oft in Verspannungen,<br />

Fehlste lung des Beckens und einer damit<br />

einhergehenden falschen Belastungsintensität auf<br />

Sehnen und Bänder. Bleiben diese unbehandelt<br />

oder werden Schmerzen lediglich mit mi teln unterdrückt, können daraus weitere<br />

Fehlhaltungen wie <strong>Skoliose</strong> oder ein Schiefhals<br />

entstehen.<br />

Schmerz-<br />

Von Tony Schmidtke,<br />

Heilpraktiker<br />

Menschen gehen immer vom Gegenteil<br />

aus und denken aufgrund des Schmerzes<br />

sofort an größere Schäden, wie<br />

Immer wieder habe ich in meiner<br />

Praxis Patienten, die von jahrelangen<br />

Schmerzzuständen und häufi gen abnutzungen wie Arthrose.<br />

Bandscheibenvorfäle oder Gelenk-<br />

chmerzen somit als Hilfeschrei Arzt-/Therapeutenbesuchen mit mäßigen<br />

Behandlungserfolgen erzählen. Führt man sich einmal die Funktions-<br />

des Körpers zu verstehen, ansta<br />

t die Symptome einfach zu Die meisten Behandlungen setzen lokal<br />

am Schmerz an oder suchen zu-<br />

man, da s es sich bei ihnen um reine<br />

weise der Muskeln vor Augen, erkennt<br />

unterdrücken, machen sich alternative<br />

Behandlungsansätze zur Aufgabe. Der mindest dort den Fehler.<br />

Zugfedern handelt. Sie ziehen sich zusammen<br />

und lösen dadurch eine Be-<br />

Ganzheitlichkeit des menschlichen<br />

Wesens als auch der Komplexität Seitdem ich 1999 im Rahmen meiner<br />

Cranio-Sacral-Ausbildung begann, mals der Grund für Beschwerden im<br />

wegung aus. Und genau hier liegt oft-<br />

der Schmerzentstehung wird hier am<br />

ehesten eine sinnvole und individuelle<br />

Kombination verschiedener sanfter befa sen, und in den nächsten Jahbenswandel<br />

begünstigt mit seinen<br />

mich mit dem Bewegungsapparat zu Bewegungsapparat. Der heutige Le-<br />

Behandlungsmethoden gerecht. ren weitere Techniken erlernte, um überwiegend sitzenden Tätigkeiten<br />

Schmerzzustände manuel zu „bedienen“,<br />

wuchs in mir ei neues Weltbild starke Muskelverkürzungen im Körper.<br />

und mangelnden Streckbewegungen<br />

In einer Zeit, in der die Medizin unter<br />

Schmerztherapie versteht, Patienten zu Wesen und Funktion der Muskulatur.<br />

Dieses Funktionsbild erklärt auf die im Gelenk oder der Wirbelsäule<br />

Dadurch entsteht Unbeweglichkeit,<br />

mit Schmerzmiteln in Form von Tabletten,<br />

Tropfen, Spritzen, Infusionen einfache und verständliche Weise, warum<br />

Schmerz überhaupt entsteht und führt. Dies erzeugt an der entspre-<br />

zu einer Zug- oder Druckerhöhung<br />

und Pfl astern helfen zu wolen, wird<br />

der Wunsch in vielen Menschen größer,<br />

nachhaltige und tief greifende Be-<br />

Bei einem Rückenschmerz könnte das<br />

vor a lem, warum er da ist.<br />

chend überlasteten Stele Schmerzen.<br />

handlungsmethoden zu fi nden. Diese Nicht selten ist Schmerz im Bewegungsapparat<br />

ein Hinweis des Körpers kel von zu vielem Sitzen verkürzt und<br />

bedeuten, da s sich der Bauchmus-<br />

so lten dauerhaft ihre Schmerzen lindern<br />

oder erst einmal herausfi nden, darauf, da s in einem Gelenk oder Wirbelsäulenabschnit<br />

ein starker Druck Zugs gegen den Bauchmuskel ver-<br />

der Rücken sich aufgrun de starken<br />

wo diese ihren Ursprung haben. Sie<br />

so lten an der Ursache der Schmerzentstehung<br />

ansetzen.<br />

Problemen führen kann. Die meisten schen Vorder- und Rückseite führt<br />

he rscht, der unbehandelt zu weiteren spannt. Dieses Ungleichgewicht zwi-<br />

un-<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Foto: Tom Trenkle Fotografie<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | 02/2<strong>01</strong>4<br />

SCHMERZTHERAPIE<br />

Fotos: privat, fotolia.de<br />

<br />

Manchmal …<br />

<br />

… hat man vor lauter Therapie keine Freizeit mehr<br />

… weiß man nicht genau, ob Einzeltherapie<br />

das Richtige ist<br />

… fehlen einem Integration und soziale Kontakte<br />

… möchte man nicht als „krank“ diagnostiziert werden<br />

… möchte man mehr, als einfach nur seinen<br />

A ltag zu scha fen<br />

Fotos: privat, fotolia.de<br />

So wie Lisa, die Mu ter von Ne ly (7 J.): Neben den körperlichen Fortschritten<br />

mu s noch erwähnt werden, da s<br />

die Kle tertherapie den Kindern viel<br />

Spaß macht und eine super Abwechslung<br />

zur normalen Physiotherapie ist,<br />

die gerade kleinen Kindern nicht immer<br />

so viel Freude macht.<br />

In einer Gruppe mit anderen Kindern<br />

kle tern, Ängste überwinden, sich gegenseitig<br />

sichern und füreinander da<br />

sein, lä st die eigene Krankheit oft<br />

ganz schne l verge sen und es fühlt<br />

sich nicht wie Therapie an!“<br />

Oder Agnes, die Mu ter von Traudi<br />

„Meine Tochter Ne ly ist fast sieben (15 J., kle tert seit zwei Jahren):<br />

Jahre alt und leidet an einer <strong>Skoliose</strong>,<br />

die aufgrund eines angeborenen Halbwirbels<br />

entstanden ist. Zum Zeitpunkt<br />

der Diagnose betrug der Cobb-Winkel<br />

der <strong>Skoliose</strong> 30° und Ne ly wurde<br />

mit einem Cheneau-Korse t versorgt.<br />

Scho nach kurzer Zeit haben wir auf<br />

Anraten unserer Physiotherapeutin<br />

mit dem Therapeutischen Kle tern bei<br />

Natascha Lindemann begonnen. Außerdem<br />

bekommt Ne ly eine Kombination<br />

aus Osteopathie, Manual- und<br />

Nach einem Jahr Kle tern, Korse t und<br />

Therapie hat sich der Cobb-Winkel „Als wir vor ein paar Wochen wieder<br />

zur Röntgenkontrole waren, wur-<br />

deutlich ve ringert und eine bevorstehende<br />

OP ist erst mal in weite Ferne de keine Verschlechterung der Krümmung<br />

festgestelt! Ziel e reicht ! Ganz<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Kurzvita Natascha Lindemann<br />

Natascha Lindema n, geb. 14.05.19 7,<br />

ist seit 2 0 Ergotherapeutin und hat<br />

in den Bereichen Neurologie (Erwachsene<br />

und Kinder), Geriatrie und Orthopädie<br />

Berufserfahrung gesammelt. Seit<br />

2 08 arbeitet sie selbstständig mit dem<br />

Schwerpunkt Therapeutisches Kle tern in<br />

den Kle terha len in Rosenheim.<br />

Erstens macht es Traudi sehr viel Spaß.<br />

Zweitens werden beim Kle tern viele<br />

verschiedene Muskelgruppen gestärkt.<br />

Die Bewegungen gehen in a le<br />

Richtungen. Nicht so bei ihren täglichen<br />

Selbstübungen an der Sprossenwand<br />

und auf der Ma te. <strong>Das</strong> ist<br />

schlicht eintönig und langweilig. Ich finde<br />

auch, da s sich ihre Muskeln beim<br />

Kle tern sehr schne l aufgebaut haben.<br />

<strong>Das</strong> kann man richtig sehen.<br />

<strong>Das</strong> Kle tern ist für sie aber auch ein<br />

schöner Ausgleich zum Schula lta geworden.<br />

Hier kommt sie auf andere<br />

Gedanken und konzentriert sich ganz<br />

auf sich. Mit dem Kle tern haben wir also<br />

zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:<br />

Sie trainiert ihre Rückenmuskulatur<br />

für ihre <strong>Skoliose</strong> und sie hat einen Sport<br />

gefunden, der sie fordert und dazu<br />

noch richtig Spaß macht. Letztendlich<br />

glaube ich, da s die Kombination Klettern,<br />

Schroth-Übungen und das Tragen<br />

des Korsetts für uns der Erfolg ist.<br />

www.stuetzpunkt-inntal.de<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> online:<br />

Unser <strong>Magazin</strong> können Sie<br />

im Shop bestellen unter<br />

www.rueckenzeit-magazin.de.<br />

Wir sind auch auf<br />

Facebook und Twitter<br />

www.facebook.com/Rueckenzeit<br />

twitter.com/rueckenzeit<br />

Tanzen kann nicht nur die aktive Aufrichtung und den Aufbau von Muskulatur fördern.<br />

Durch gezieltes Training wird Ausstrahlung, Koordination und Körpergefühl geschult. Die<br />

Muskeln der Beine und des Gesäßes, die Beckenbodenmuskulatur und die Bauchmuskulatur,<br />

aber auch die Rücken-, Arm- und Schultermuskeln werden angesprochen. Viele Bewegungen<br />

können Verspannungen des Rückens und der Schultern lockern. Wagen Sie doch<br />

mal ein Tänzchen, so wie die Korsisters auf unserer Titelseite.<br />

Neben Anregungen von Patienten und Selbsthilfeberichten sowie unserer neuen Kinderseite<br />

– danke an unsere jüngste Redakteurin Robbie – dürfen wissenschaftliche Erkenntnisse<br />

nicht zu kurz kommen. Wir versuchen hier internationale Kontakte zu Experten in der<br />

Branche auszubauen und uns Forschungsgruppen anzuschließen. Oft werden Studien nur<br />

unter Experten besprochen und kommen beim Patienten noch zu wenig an – dies soll sich<br />

ändern. Im Oktober 2<strong>01</strong>5 fand in Berlin der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie<br />

statt. Dr. med. Hans-Rudolf Weiß hielt dort einen Vortrag über wissenschaftliche<br />

Untersuchungsergebnisse zur <strong>Skoliose</strong>behandlung. Mehr dazu auf Seite 27.<br />

Komm von Zeit zu Zeit zurück ... zu Dir selbst und dem, was Dir gut tut.<br />

Wir hören wieder im Frühjahr 2<strong>01</strong>6 voneinander.<br />

Alles Gute!<br />

Ihre Iris Gabriel & das Redaktionsteam<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

3


INHALT<br />

<strong>Ausgabe</strong> 1/2<strong>01</strong>6<br />

Porträt Raimund Hoghe –<br />

„Diesen Körper gibt es auch ... “<br />

S.9<br />

Foto: Rosa Frank<br />

Kolumne – Tango Argentino<br />

S.11<br />

Editorial..............................................................................3<br />

Foto: billionphotos.com<br />

Therapiezeit<br />

Tanzen mit <strong>Skoliose</strong>......................................................6<br />

Porträt Raimund Hoghe<br />

„Diesen Körper gibt es auch ... “...........................9<br />

Kolumne<br />

Tango Argentino .......................................................11<br />

Übungsanleitung –<br />

„Shake-It“ – Mein Lieblings-Workout<br />

S.18<br />

Foto: © TOGU<br />

Meine Zeit<br />

Aufstieg in den Tanzolymp.....................................13<br />

Die perfekte Welle .................................................. 14<br />

Kinderzeit<br />

Clara, das grüne Kamel mit dem Trolley....... 16<br />

Übungsanleitung<br />

„Shake-It“ – Mein Lieblings-Workout............. 18<br />

4<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


INHALT<br />

Kinderzeit –<br />

Clara, das grüne Kamel mit dem Trolley<br />

S.16<br />

Foto: Nils Finnern<br />

Selbsthilfe<br />

Verein <strong>Skoliose</strong> Schweiz ........................................ 19<br />

Intensiv-Reha<br />

Mit Schwung in die richtige Richtung..............20<br />

Meine Zeit – Die perfekte Welle<br />

S.14<br />

Advertorial<br />

Argentalklinik.................................................................22<br />

Impressum ....................................................................33<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

5


Tanzen mit<br />

<strong>Skoliose</strong><br />

Die <strong>Skoliose</strong> ist eine dreidimensionale<br />

Achs abweichung der<br />

Wirbelsäule, deren seitliche<br />

Verbiegung im Röntgenbild<br />

mehr als 10° beträgt.<br />

trägt.<br />

von Dr. med. Elisabeth<br />

Exner-Grave<br />

Abb. 3: Korrektur der Rumpfasymmetrie<br />

bei rechtskonvexer Thorakalskoliose<br />

durch die Übung „Figure<br />

Eight“ in der GYROTONIC ® -Methode,<br />

hier an der Pulley Tower Combination<br />

Unit (PTCU).<br />

Die Ursache ist zu 80 % unbekannt<br />

(idiopathisch) und<br />

in 20 % der Fälle durch<br />

neuromuskuläre, traumatische oder<br />

schlichtweg angeborene Genese oder<br />

Störungen in der mesenchymalen Entwicklung<br />

während der Schwangerschaft<br />

bedingt. Wie stark die seitliche<br />

Verkrümmung des menschlichen Achsenorgans<br />

ausfällt, hängt wesentlich<br />

vom Ausmaß der Rotation der Wirbel<br />

sowie deren Formveränderung<br />

während des Wachstums ab. Die zu<br />

den idiopathischen <strong>Skoliose</strong>n zählende<br />

juvenile (3.–9. LJ) und adoleszente<br />

(10.–18. LJ) Form geben den Betroffenen<br />

und deren Eltern häufig Anlass,<br />

eine medizinische Beratung über das<br />

Pro und Kontra von sportlicher Aktivität<br />

einzuholen. Der folgende Beitrag<br />

beschäftigt sich mit den Auswirkungen<br />

des Tanzens auf die juvenile bzw. adoleszente<br />

Form der <strong>Skoliose</strong>.<br />

Epidemiologie der <strong>Skoliose</strong><br />

Die Geschlechterverteilung der <strong>Skoliose</strong><br />

steigt mit der Anzahl der Lebens-<br />

jahre von der infantilen bis zur adulten<br />

Form (ab 18. Lebensjahr) zugunsten<br />

des weiblichen Geschlechts. <strong>Das</strong> Verhältnis<br />

von Mädchen zu Jungen bei der<br />

adoleszenten <strong>Skoliose</strong> beträgt 6:1, die<br />

Prävalenz in dieser Altersstufe liegt<br />

bei etwa 2 %. Eine ähnliche Entwicklung<br />

besteht in Relation zum Kurvenausmaß.<br />

Mädchen dominieren bereits<br />

bei <strong>Skoliose</strong>n > 20° mit 5:1 und bei<br />

<strong>Skoliose</strong>n > 30 Grad mit 10:1.<br />

Keine ätiologische Bedeutung haben<br />

die asymmetrische sportliche Betätigung,<br />

das häufige Sitzen oder Stehen<br />

in skoliotischer Haltung und die Händigkeit.<br />

Zweifellos aber kann einseitige<br />

Rumpfbeanspruchung die <strong>Skoliose</strong>entwicklung<br />

begünstigen. So wird<br />

beim Speerwurf die Wirbelsäule immer<br />

wieder gleichförmig im Sinne einer<br />

Torsionsskoliose gekrümmt. Daher<br />

ist es möglich, dass sich aus der<br />

Summation dieser Bewegungen eine<br />

habituelle Fehlhaltung mit nachfolgender<br />

Fixation entwickelt. Tatsächlich<br />

fielen skoliotische Einstellungen bei 12<br />

von 14 leistungsmäßig trainierenden<br />

jugendlichen Speerwerfern mit Krümmungen<br />

bis zu 15° auf und von diesen<br />

war nur eine nicht fixiert. Sie sind<br />

meist in der oberen BWS konkav zur<br />

Wurfarmseite und entsprechen damit<br />

der Wirbelsäuleneinstellung des Werfers.<br />

Andererseits wird bei vorbestehenden<br />

fixierten <strong>Skoliose</strong>n wegen der<br />

Gefahr unerwünschter Lockerung und<br />

damit fortschreitendem Haltungsverfall<br />

nicht zu einem intensiven Training<br />

von Kraul- und Rückenschwimmen<br />

oder Trampolinspringen geraten. In<br />

einer Studie, veröffentlicht im New<br />

England Journal of Medicine in 1986,<br />

konnten Warren et al. nachweisen,<br />

dass die Prävalenz von <strong>Skoliose</strong>n bei<br />

professionellen Tänzerinnen mit einem<br />

durchschnittlichen Alter von 24<br />

Jahren das Dreifache gegenüber derjenigen<br />

in der Normalbevölkerung betrug.<br />

Zudem konnten bei Tänzerinnen<br />

mit einer späten Menarche häufiger<br />

<strong>Skoliose</strong>n und ein erhöhtes Risiko für<br />

eine sekundäre Amenorrhoe festgestellt<br />

werden als bei deren Kollegin-<br />

Fotos: ©medicos.AufSchalke<br />

6<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


THERAPIEZEIT<br />

nen. <strong>Das</strong> Hormon Östrogen spielt<br />

neben der multifaktoriellen Genese<br />

der <strong>Skoliose</strong> also auch eine Rolle bei<br />

der Entstehung, so dass bei Feststellung<br />

einer Wirbelsäulendeformität<br />

unter Tanzenden besonders auf das<br />

Screening einer Female Athlete Trias<br />

(Untergewicht, Zyklusstörungen und<br />

verminderte Knochendichte) fokussiert<br />

werden sollte.<br />

Tanzmedizinischer Check-up<br />

Die Untersuchung der Wirbelsäulenstatik<br />

und -dynamik im Stehen, der<br />

Bewegungsfreiheit aller Gelenke der<br />

Beine und Füße sowie die Messung<br />

der Rotationsfähigkeit der gestreckten<br />

Hüftgelenke im Liegen bilden neben<br />

der Erhebung der Beighton Scores<br />

zum Ausschluss einer generalisierten<br />

Hypermobilität einen unverzichtbaren<br />

Bestandteil bei der Check-up-Untersuchung<br />

von Tänzern in jeder Altersstufe.<br />

Daneben geben Fragen zur<br />

Ernährung, der Menarche, dem Zyklusverhalten,<br />

Verletzungen in der Vergangenheit,<br />

aktuellen Beschwerden<br />

sowie der Größenzunahme während<br />

der Wachstumsschübe unter anderem<br />

Aufschluss über den hormonellen<br />

Status und eventueller Einbußen in<br />

der Belastbarkeit bzw. in den koordinativen<br />

Fähigkeiten.<br />

Klinisch ist die <strong>Skoliose</strong> leicht durch<br />

den Adams-Vorneigetest von einer<br />

skoliotischen Fehlhaltung zu unterscheiden.<br />

Während die thorakale bzw.<br />

die lumbale <strong>Skoliose</strong> mit einem konvexseitigen<br />

Rippenbuckel bzw. Lendenwulst<br />

vergesellschaftet ist, fehlt<br />

dieser bei der zweidimensionalen Seitverkrümmung,<br />

z. B. infolge einer Beinlängendifferenz<br />

oder einer schmerzreflektorischen<br />

Schonhaltung. Meine<br />

Erfahrung mit Tänzern bestätigt die<br />

wissenschaftliche Lehrmeinung, dass<br />

die rechtskonvexe Thorakalskoliose<br />

die häufigste Form mit einem Scheitelpunkt<br />

auf Höhe BWK 7 bzw. BWK 8<br />

ist. Zum standardisierten Vorgehen<br />

bei der Untersuchung gehört die Beurteilung<br />

des Schulterstandes, der<br />

Brust-, Becken- und Taillensymmetrie.<br />

Eine reduzierte Beweglichkeit in den<br />

von der <strong>Skoliose</strong> betroffenen Wirbelsäulenabschnitten<br />

kann schnell festgestellt<br />

werden, indem der Zeige-, Mittel-<br />

und Ringfinger des Untersuchers<br />

drei benachbarte Dornfortsätze markiert<br />

und der Tänzer aufgefordert<br />

wird, sich aus dem Stand nach vorne<br />

(Flexion), hinten (Extension) und zur<br />

Seite (Lateralflexion) zu neigen. Bleibt<br />

der Abstand zwischen den Fingern bei<br />

der Bewegungsprüfung unverändert,<br />

kann von einer segmentalen Teilfixation<br />

der <strong>Skoliose</strong> ausgegangen werden.<br />

<strong>Skoliose</strong>n mit lumbaler oder thorakolumbaler<br />

Hauptkrümmung limitieren<br />

oftmals konvexseitig, seltener auch auf<br />

der Konkavseite die Beinfreiheit nach<br />

hinten für tanzspezifische Bewegungen<br />

des Spielbeins wie z. B. Arabesque,<br />

Attitude oder Grand battement<br />

derrière.<br />

Vom Tanz zur Therapie<br />

Bei <strong>Skoliose</strong>patienten, die Tanz als<br />

Hobby ausüben, dominiert pure Freude,<br />

wenn sie ihr Korsett einmal für die<br />

Dauer des Unterrichts weglassen können,<br />

um sich vollends der Bewegung<br />

nach Musik hinzugeben. Für einen Berufstänzer<br />

mit <strong>Skoliose</strong> kann die Einschränkung<br />

der Wirbelsäulenbeweglichkeit<br />

und der Beinfreiheit mangels<br />

Kompensationsmöglichkeiten in der<br />

LBH-Region schnell zum „K.-o.-Kriterium“<br />

werden. Denn der Beruf<br />

fordert seinen Ausübenden im 21.<br />

Jahrhundert grundsätzlich extensive<br />

Bewegungsausmaße aller Gelenke ab.<br />

Abb. 1: Phasengesteuertes Rehabilitationskonzept in der Tanzmedizin:<br />

Der Vorteil von tanzverwandten Bewegungskonzepten wie z. B. das Pilates-Gerätetraining<br />

sowie die GYROTONIC ® -Methode liegt in ihrer Anwendbarkeit<br />

bereits in der übungsstabilen Phase. Die Widerstände, mit denen<br />

bei beiden Konzepten gearbeitet wird, können von der Übungsstabilität<br />

bis zur Vollbelastungsstabilität kontinuierlich und individuell angepasst<br />

gesteigert werden.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Der Traum vom Tanzen weicht unter<br />

Umständen einem chronischen Rückenschmerz,<br />

der fortan den Alltag<br />

begleitet. Im Umkehrschluss hat der<br />

Tanz als Ausdruck von Lebensfreude<br />

ausgerechnet bei Rückenschmerzen<br />

lindernde Wirkung: Resignative<br />

bzw. emotional belastende Gedanken<br />

werden bei tänzerischer Aktivität<br />

quasi auf kognitiver Ebene „weggetanzt“<br />

und durch positive Ressourcen<br />

ersetzt. Diese Prinzipien sind fester<br />

Bestandteil der Tanztherapie, die im<br />

7


Abb. 2: Bei rechtskonvexer Thorakalskoliose unterstützt und führt<br />

die Therapeutin die aktiv von der Tänzerin durchgeführte Rotation der<br />

Wirbelsäule nach links, während der über Kopf befindliche Haltearm an<br />

der Tower Bar des Trapez-Tisches die Konkavseite der <strong>Skoliose</strong> dehnt.<br />

Diese Übung erhöht die Rumpfkontrolle bei gleichzeitiger Dehnung der<br />

rückseitigen Beinmuskeln.<br />

Gegensatz zur Tanzmedizin den psychotherapeutischen<br />

Behandlungsverfahren<br />

zugeordnet wird. Die Tanzmedizin<br />

hingegen ist ein Spezialgebiet der<br />

Sportmedizin, das der Vorbeugung,<br />

Erkennung und Behandlung tanzspezifischer<br />

Erkrankungen mit dem Ziel<br />

der Gesundheitsförderung und Wiederherstellung<br />

der Leistungsfähigkeit<br />

eines Tänzers Sorge trägt. Die tanzspezifische<br />

Rehabilitation beinhaltet<br />

vier Phasen, die von der Übungsstabilität<br />

der verletzten bzw. erkrankten<br />

Struktur bis hin zur Vollbelastungsstabilität<br />

reichen (s. Abb. 1).<br />

Die Stabilität des Rumpfes hat für die<br />

Tänzer mit einer <strong>Skoliose</strong> oberste Priorität.<br />

Nur wenn genügend Stabilität<br />

im Rumpf gewährleistet ist, können<br />

die Extremitäten frei bewegt werden.<br />

Beidem gilt die Aufmerksamkeit<br />

der im Folgenden näher erläuterten<br />

Bewegungskonzepte, die sich in der<br />

Behandlung der <strong>Skoliose</strong> bei Tänzern<br />

hervorragend bewährt haben.<br />

Prinzipien der Pilates-Methode<br />

Joseph Pilates (1883-1967) litt als<br />

Kind an Asthma, Rachitis und rheumatischem<br />

Fieber; er überwand seine<br />

Erkrankungen durch die Entwicklung<br />

seines Übungsprogrammes, das<br />

8<br />

er „Contrology“ nannte. Anfang der<br />

60er-Jahre entdeckten die Tänzer des<br />

New York City Ballet seine Trainingsmethode.<br />

Fortan verbreitete sich sein<br />

Konzept unter dem Namen „Pilates“.<br />

Ob auf der Matte oder mithilfe von<br />

Geräten, das Pilates-Training basiert<br />

auf den sechs nachfolgend näher erläuterten<br />

Bewegungsprinzipien, die je<br />

nach Zielführung des Trainings (z. B.<br />

Korrektur von Asymmetrien, Rumpfstabilität,<br />

Koordination) unterschiedlich<br />

gewichtet sein können:<br />

1. Atmung<br />

2. Axialverlängerung / Rumpfkontrolle<br />

3. Artikulation der Wirbelsäule /<br />

Erspüren der segmentalen (Rest-)<br />

Beweglichkeit<br />

4. Organisation von Kopf, Hals und<br />

Schultern<br />

5. Belastung und Ausrichtung der<br />

Extremitäten<br />

6. Integration von Bewegung<br />

Vita Dr. med. Elisabeth Exner-Grave<br />

Dreidimensionales Muskelfunktions<br />

kettentraining mit der<br />

GYROTONIC ® -Methode<br />

Mitte der 80er-Jahre entwickelte der<br />

ehemalige Tänzer Juliu Horvath aufgrund<br />

einer Verletzung seiner Wirbelsäule<br />

eine Trainingsmethode, welche<br />

diese zum zentralen Element jeglicher<br />

Bewegungsausführung macht. Von ihr<br />

aus werden fließende, dreidimensionale<br />

Bewegungen mithilfe eines Gerätes,<br />

der Pulley Tower Combination<br />

Unit (PTCU), in die Extremitäten<br />

weitergeleitet. Durch die Übung „Figure<br />

Eight“ kann die Konkavseite der<br />

<strong>Skoliose</strong> durch den nach vorne kreisenden<br />

linken Arm bei rechtskonvexer<br />

Thorakalskoliose Segment für<br />

Segment gedehnt werden (s. Abb. 3).<br />

Grundsätzlich ist für die Ausübung der<br />

GYROTONIC ® -Methode die Aufrichtung<br />

des Beckens, das sogenannte<br />

„narrowing of the pelvis“ gefordert.<br />

Dadurch wird das von Schroth beschriebene<br />

„Weiterlaufen der <strong>Skoliose</strong>“<br />

in das Becken effektiv verhindert.<br />

Die Muskulatur der Konvexseite wird<br />

mit vorher festgelegtem Widerstand<br />

der Armkurbel gekräftigt. Der Spannungsbogen<br />

der Arme läuft diagonal<br />

und in entgegengesetzte Richtung.<br />

Die Therapeutin führt mit gezielten<br />

„Hands on“ in die Diagonale und unterstützt<br />

durch die Spiralisierung der<br />

Arme gezielt den Bewegungsfluss.<br />

Es resultiert eine Erhöhung der Beweglichkeit,<br />

der Muskelkraft und<br />

der Gleitfähigkeit der Faszien. Jede<br />

Übungsserie verfolgt das Ziel, das Bewegungsausmaß<br />

unter kontrollierter<br />

Anspannung und Entspannung des<br />

Rumpfes zu vergrößern. Die Belastung<br />

der Wirbelsäule ist dabei gering, Körperwahrnehmung<br />

und Koordination<br />

werden geschult.<br />

Die Autorin ist Orthopädin und zertifizierte GYROTONIC ® -Trainerin; sie leitet<br />

das Kompetenzzentrum für Tanzmedizin im Gesundheitszentrum medicos.<br />

AufSchalke in Gelsenkirchen. In ihre Sprechstunde kommen Amateur- und<br />

Profitänzer mit Fragen, welche z. B. die körperbaulichen Voraussetzungen<br />

für eine professionelle Tanzausbildung betreffen, oder ob der Ballettunterricht<br />

mit einer <strong>Skoliose</strong> im Wachstumsalter empfohlen werden kann.<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6<br />

Fotos: ©medicos.AufSchalke


PORTRÄT<br />

„Diesen Körper<br />

gibt es auch ... “<br />

Der außergewöhnliche Tänzer und Choreograf<br />

Raimund Hoghe leidet seit seiner Kindheit<br />

unter einer ausgeprägten Rückgratverkrümmung.<br />

Trotzdem begann er zu tanzen. Für seine<br />

Theaterarbeit erhielt er zahlreiche Preise, unter<br />

anderem den „Deutschen Produzentenpreis für<br />

Choreografie“ und den „Prix de la Critique Francaise“.<br />

Außerdem wurde er von der Zeitschrift<br />

„ballet-tanz“ 2008 zum „Tänzer des Jahres“<br />

gewählt.<br />

von Gerlinde Wronski<br />

Foto: Rosa Frank<br />

Raimund Hoghe – 1949 in Wuppertal<br />

geboren – leidet seit<br />

seiner Kindheit an einer ausgeprägten<br />

<strong>Skoliose</strong> der Brustwirbelsäule.<br />

Sie wurde im Kindesalter sichtbar,<br />

so mit fünf oder sechs Jahren:<br />

„Da war etwas, was man kaum sah.<br />

Sie wurde stärker und stärker, und der<br />

Buckel trat hervor.“ (Raimund Hoghe)<br />

Die Ärzte taten schon damals, was sie<br />

immer noch tun, sie verschrieben Massagen<br />

und Gymnastik und ein Gipsbett,<br />

„denn vielleicht könne man mich<br />

wieder gerade bekommen, wenn ich<br />

ein, zwei Jahre im Gipsbett läge. Dann<br />

gab es noch ein Korsett, es war aus<br />

Eisen, Leder und Stoff und wurde mit<br />

Schnüren zusammengezogen. Ich wurde<br />

wund davon, und der Geruch von<br />

Leder ekelte mich.“ (Raimund Hoghe)<br />

Mit 16 Jahren begann Hoghe ein Zeitungsvolontariat,<br />

er schrieb unter anderem<br />

eine preisgekrönte Serie über<br />

die Behinderteneinrichtung Bethel,<br />

außerdem Reportagen und Porträts<br />

für die „Zeit“.<br />

1979 porträtierte er Pina Bausch,<br />

Ballettdirektorin des Wuppertaler<br />

Tanztheaters und wurde 1980 als<br />

Dramaturg ihr langjähriger Weggefährte.<br />

Bis er dann 1990 die Truppe<br />

verließ und begann, selbst zu choreografieren.<br />

1994 kreierte er das Stück „Meinwärts“<br />

– eine Huldigung an den jüdischen<br />

Tenor Joseph Schmidt, der<br />

auf der Flucht vor den Nazis umkam<br />

– mit ihm selbst als Solisten. Hoghe<br />

wollte seinen Körper „in den Kampf<br />

werfen“. Dieses Zitat von Pier Paolo<br />

Pasolini ließ ihn nicht mehr los. Er<br />

wollte etwas schaffen, etwas Neues<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

9


PORTRÄT<br />

gestalten, er wollte, dass die Menschen<br />

aufmerksam werden und sehen: „Diesen<br />

Körper gibt es auch. Es gibt andere<br />

Körper als die bekannten Tänzerkörper.“<br />

In „Meinwärts“ hängt Hoghe an einem<br />

Trapez. Von hinten. Zuerst ist nur<br />

der Oberkörper frei, in späteren Aufführungen<br />

ist er komplett nackt. Man<br />

sieht seinen „Buckel“. Der Zuschauer<br />

ist hilflos, er kann sich mit diesem besonderen<br />

Körper nicht identifizieren:<br />

Hoghes Körper entspricht nicht dem<br />

allgemeinen Schönheitsideal, und dem<br />

Ideal eines Tänzerkörpers entspricht<br />

er schon gleich gar nicht: zu klein, Rücken<br />

krumm, viel zu krumm.<br />

Hoghe will sicher nicht provozieren<br />

oder schockieren mit seinem nicht<br />

normgerechten Körper, wenn er ihn<br />

im Theater – also im geschützten<br />

Raum – zeigt: „Ich kann meinen Körper<br />

auf der Bühne zeigen, aber es ist<br />

etwas anderes, ihn im Schwimmbad<br />

oder am Strand zu zeigen, da fehlen<br />

die Kunstform und der Theaterraum<br />

als Schutz. Auf der Bühne kann ich den<br />

Blick der Zuschauer dirigieren.“ Und es<br />

geht Hoghe um Schönheit, um Schönheit,<br />

die man auch in der Deformation<br />

entdecken kann.<br />

Raimund Hoghe hat keine Schmerzen,<br />

trotz seines Buckels. Er tanzt und bewegt<br />

sich seit Jahrzehnten. Er ist nicht<br />

operiert, die Muskelstränge der einen<br />

Rumpfseite sind offensichtlich überdehnt,<br />

die der anderen Seite offensichtlich<br />

verkürzt.<br />

Er lebt damit, er tanzt damit<br />

Heute wird jedem <strong>Skoliose</strong>patienten<br />

ab einer bestimmten Gradzahl<br />

eine OP empfohlen. Oft ohne Not.<br />

Nicht alle Patienten leiden. Muss man<br />

diesen auch zu einer Operation raten?<br />

Weil sie einen Buckel haben und<br />

weil sie krumm und schief sind? Sollte<br />

man nicht lieber – wie das auch Raimund<br />

Hoghe für sich fordert –, einen<br />

schmerzfreien, krummen Körper so<br />

akzeptieren, wie er ist? „Ich will, dass<br />

verschiedene Körper existieren können<br />

– auch verletzte und deformierte<br />

Körper ...“<br />

Mit seiner Truppe und seinen Produktionen<br />

tourt Raimund Hoghe<br />

sehr erfolgreich durch Europa.<br />

Wer Lust hat, Raimund Hoghe<br />

live tanzen zu sehen findet Einzelheiten<br />

auf seiner Homepage unter<br />

www.raimundhoghe.com<br />

Ich habe Raimund Hoghe im Rahmen<br />

der Münchner Ballettfestwoche auf<br />

der Bühne gesehen. Er beeindruckt<br />

durch seine schlichte, pure Präsenz.<br />

Er tanzt kleine Gesten, er schreitet,<br />

er fällt. Sein besonderer Rücken zwischen<br />

den glatten, muskulösen Tänzerrücken.<br />

Er fällt auf. Sein Körper ist kein<br />

Fremdkörper, er gehört dazu.<br />

Ich schickte ihm noch am gleichen<br />

Abend eine Mail, in der ich ihn bat, in<br />

der „<strong>RÜCKENzeit</strong>“ über ihn schreiben<br />

zu dürfen. Er antwortete postwendend<br />

und sandte noch einen Text<br />

von sich mit. Ich möchte daraus zitieren,<br />

denn besser und treffender geht<br />

es nicht:<br />

„<strong>Das</strong> Meer ist schön, und die Berge sind hässlich –<br />

das kann man so nicht sagen. Es gibt Berge, und es gibt das<br />

Meer, und man kann nicht sagen: Die Berge sollen alle weg,<br />

wir wollen nur noch flaches Land. Und vergleichbar mit den<br />

verschiedenen Landschaften sind für mich auch die Körper<br />

von Menschen. Der Körper ist wie eine Landschaft und es<br />

geht darum, dass man sorgsam mit ihnen umgeht –<br />

mit Körpern und Landschaften.“<br />

10<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


KOLUMNE<br />

Tango Argentino<br />

Der Tango Argentino ist ein toller Tanz. Wange an<br />

Wange, Brust an Brust. Enge Führung, Berührung,<br />

Nähe, Sinnlichkeit. Leidenschaft fließt aus der<br />

Musik in die Bewegung.<br />

von Petra Levator<br />

Fotos: billionphotos.com<br />

Nun, sie wollte es kürzlich<br />

einfach mal probieren. Mal<br />

schnuppern. Etwas tun, was<br />

sie immer schon mal tun wollte. Also<br />

wagte sie es endlich und meldete sich<br />

zu einem Tango Argentino Workshop<br />

an unter dem Motto „Carpe diem“:<br />

Nutze den Tag, nutze deine Chance.<br />

<strong>Das</strong> Problem war, alle hatten einen<br />

Partner, sie nicht. Ihr Mann tanzt<br />

nicht gerne, es interessiert ihn einfach<br />

nicht, dieses Herumgehopse, er nutzt<br />

seine rare Freizeit lieber anderweitig.<br />

<strong>Das</strong> ist schade, doch sie versteht und<br />

lässt ihn in Ruhe. Aber die erforderliche<br />

Nähe mit einem fremden Partner<br />

herstellen? Geht das? Nein, so einfach<br />

geht das nicht. Sie will das auch nicht.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Also konzentriert sie sich ganz alleine<br />

auf die Schrittfolgen, die Drehungen,<br />

die Musik. Manchmal tanzt die<br />

grazile Tanzlehrerin mit ihr, manchmal<br />

werden die Herren durchgewechselt,<br />

manchmal schaut sie auch nur zu. <strong>Das</strong><br />

genügt ihr. Dann aber folgen Einladungen<br />

zu Tanzkursen, wo Herren alleine<br />

tanzen, Fortgeschrittene, die eine<br />

Partnerin suchen. Sie lässt sich zweimal<br />

darauf ein, flexibel sollte man<br />

schon sein. Die Tochter kann auch<br />

mal alleine zu Abend essen nach einem<br />

langen Arbeitstag in der Klinik, ist<br />

alt genug mit ihren 18 Jahren. Aber eigentlich<br />

wäre die Mutter gerne mit ihr<br />

auf der Loggia gesessen. Doch Tango<br />

Argentino, das gibt es nicht jeden Tag.<br />

Vielleicht ist der neue, erwartungsvolle<br />

Tanzpartner ja der Hammer.<br />

Also rein in das schwarze lange Sommerkleid,<br />

die neuen Schuhe. Auf in<br />

das Abenteuer Tanz. Tango Argentino.<br />

Buchtipp<br />

Petra Levator<br />

Dr. Franz Begov<br />

Tarnkappe<br />

Schmerz und Depression überwinden. Durchhalten mit Sport.<br />

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Schmerz und Depressionen überwinden<br />

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Die Autorin wird 25 Jahre nach der operativen Korrektur<br />

(Harrington) ihrer schweren Lumbalskoliose mitten aus e<br />

aktiven Leben gerissen. Schwere chronische Schmerzen,<br />

Gelenkverschleiß, Stenosen, Depression bedrohen das<br />

Familienleben, lähmen die Arbeitskraft, führen zu schwer<br />

Krisen und fast in die Selbstzerstörung. Wie hielt sie das<br />

Was half?<br />

Ein aufklärender Erfahrungsbericht über Risiken<br />

Spätfolgen wirbelsäulenchirurgischer Eingriffe. Für Betro<br />

Angehörige und Eltern im Sinne von Prävention und m<br />

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enormen Folgekosten für das Gesundheitswesen und die<br />

gesamte Gesellschaft: authentisch, spannend, erschütter<br />

Die mitreißende Lektüre in das Leben einer leidenschaftl<br />

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11


KOLUMNE<br />

Nun, machen wir es nicht länger spannend.<br />

Es wurde ein Flop. Der Tanzpartner,<br />

ein schüchterner, kleiner, dünner<br />

Waldorflehrer. Ein wirklich netter,<br />

aber der Tanz nichts weiter als ein hoch<br />

konzentriertes Gestolper. Drehungen,<br />

ochos vorwärts und rückwärts, Wiegeschritt,<br />

Grundschritt, aber bitte mit<br />

Distanz. Nichts Leidenschaftliches,<br />

Sinnliches, keine Nähe. Harte Arbeit,<br />

kein Vergnügen. Tags darauf hatte sie<br />

Schmerzen. Keine Rückenschmerzen,<br />

Knieschmerzen. Die Drehungen auf<br />

dem Standbein taten dem rechten<br />

Knie nicht gut, das sie vor vielen Jahren<br />

mal überdehnt hatte. Es tat so weh,<br />

dass sie humpelte und den letzten<br />

Termin des Tango-Workshops absagte.<br />

Plötzlich war ihr das alles zuviel. Sie<br />

wäre eh wieder alleine gewesen, es sei<br />

denn, der kleine Waldorflehrer hätte<br />

seine Konferenz geschwänzt. Sie will es<br />

gar nicht wissen. Tango Argentino, ich<br />

habe dich geschnuppert. Mehr wollte<br />

sie nicht. Es ist o. k. so, Tangokurs ist<br />

abgehakt auf der Carpe-Diem-Liste.<br />

hoch belasteten Wissenschaftler, in<br />

ein Varieté. Ein Sommergastspiel zu<br />

Sonderpreisen für Menü und Champagner:<br />

Radio Tango, ein modernes<br />

Tanz- und Musikspektakel über Menschen,<br />

Tango und die Magie des Radios.<br />

Mit Enrique y Judita, Tanz. Mit<br />

einem Sextett aus Profimusikern an<br />

Piano, Bandoneon, Kontrabass, Violine<br />

und Gesang. Sie wollten schon lange<br />

mal wieder etwas für ihre Zweisamkeit<br />

tun, ausgehen, sich anstecken lassen<br />

von der Leichtigkeit des Seins, des<br />

Lebens. Wieder Kraft und Lust auftanken<br />

für die eigene Beziehung. Berufliche<br />

Anstrengungen, die Bedürfnisse<br />

der Kinder, das schmerzende Knie vergessen<br />

und das sein, das genießen, was<br />

sie auch nach langen entbehrungsreichen<br />

Jahren immer noch sind und sein<br />

wollen. Ein Paar. Ein Liebespaar. Nicht<br />

zum letzten Mal einen Tango tanzen<br />

für einen Moment im Paradies.<br />

Neuerscheinung<br />

Tango familial<br />

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12<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


MEINE ZEIT<br />

Allerdings schauten mich die Leute an, und viele stellten<br />

mir Fragen. Zuerst war ich unangenehm berührt, so<br />

anders artig zu wirken. Aber alle waren äußerst hilfsbereit.<br />

Und wenn sie Fragen stellten und ich ihnen über <strong>Skoliose</strong><br />

erzählte, waren sie überrascht, besonders darüber, dass<br />

ich mit der Stütze tanzen konnte. In den ersten paar Wochen<br />

war das Tragen allerdings sehr unbequem. Ich bekam<br />

Verletzungen an den Stellen, wo das Korsett einschnitt,<br />

und hatte auch Probleme mit dem Essen, weil sie auf meinen<br />

Magen drückte. Aber ich fand bald heraus, wie ich die<br />

Orthese am bequemsten tragen konnte.<br />

Fotos: Jack Thomson<br />

Aufstieg in<br />

den Tanzolymp<br />

Wie es die Tanzelevin Oliva Roach trotz <strong>Skoliose</strong><br />

an die Rambert School of Ballet and Contemporary<br />

Dance schaffte.<br />

von Oliva Roach<br />

Als ich zwölf Jahre alt war, träumte ich davon, unbedingt<br />

Berufstänzerin zu werden. Als ich hörte „Du<br />

hast eine <strong>Skoliose</strong>“, war ich entsetzt, und das Herz<br />

brach mir. Ich war auf das Schlimmste gefasst, nämlich, dass<br />

ich meinen Traum aufgeben muss, um mich einer Operation<br />

meines verkrümmten Rückgrats zu unterziehen. Zu dieser<br />

Zeit machten mich meine Ärzte mit dem Korsett bekannt.<br />

Sie versicherten mir, dass ich beim Tragen dieser Stütze<br />

ganz normal verschiedene Tätigkeiten ausführen könne, sogar<br />

das Tanzen. Nach der ersten Nacht, in der ich sie trug,<br />

ging ich unglaublich selbstbewusst in die Tanzschule, mit<br />

der Stütze über meinem Dress. Viele Gedanken gingen mir<br />

durch den Kopf, so z. B., wie kann ich mich mit diesem Korsett<br />

bewegen, und werden mich alle anstarren und anders<br />

behandeln als sonst? Aber bald bemerkte ich dann, dass ich<br />

mich damit frei bewegen und so auch tanzen konnte. Ich<br />

erfuhr dadurch eine extra Unterstützung und merkte, dass<br />

eine gute Körperhaltung wesentlich für eine Tänzerin ist.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Ich trug sie fast vier Jahre lang, sieben Tage in der Woche<br />

und bis zu zwanzig Stunden täglich. Meine Erfahrungen<br />

damit waren unglaublich gut. Sie passte gut unter meine<br />

gewöhnliche Kleidung, sodass die Leute meistens gar<br />

nicht merkten, dass ich sie trug. Obwohl ich am Anfang der<br />

Behandlung furchtbare Angst vor der <strong>Skoliose</strong> hatte, ließ<br />

ich mich von nichts abhalten. <strong>Das</strong> Korsett machte es möglich,<br />

dass ich wöchentlich bis zu zwanzig Stunden trainierte.<br />

Während ich es trug, habe ich zahlreiche Wettbewerbe<br />

gewonnen, darunter „The English Ballet Championships“,<br />

„The English Modern Championships“, „The All England<br />

Ballet Finals“ and „The Genée Dance Challenge“. Außerdem<br />

bestand ich in dieser Zeit viele meiner Tanzprüfungen<br />

und trat in vielen Veranstaltungen auf.<br />

Im Mai 2<strong>01</strong>1, einige Monate vor meinem 16. Geburtstag,<br />

entschieden die Ärzte, dass ich kaum mehr weiter wuchs<br />

und das Korsett nicht mehr tragen musste. Die Biegung<br />

meines unteren Rückgrats betrug am Anfang der Behandlung<br />

36 Grad und am Ende 38 Grad. Am oberen Teil des<br />

Rückgrats waren es anfänglich etwa 24 Grad, am Schluss<br />

30 Grad. Ich war so froh, dass mein Rückgrat sich nicht<br />

wesentlich verschlechtert hatte und ich so einen operativen<br />

Eingriff vermeiden konnte. Kurz nachdem ich die Stütze<br />

abgelegt hatte, wurde ich in eine der Spitzentanzschulen<br />

Englands aufgenommen, der Rambert School of Ballet<br />

and Contemporary Dance, die ich mit einem Bachelor of<br />

Arts abschloss. Seither arbeite ich hauptberuflich für Ballett<br />

und zeitgenössischen Tanz, gegenwärtig bei der Richard<br />

Chappell Dance Company.<br />

Es war nicht immer leicht, und so manches Mal musste ich<br />

körperlich und geistig hart arbeiten, um trotzdem Tänzerin<br />

zu werden. Auch danach musste ich mir meiner <strong>Skoliose</strong><br />

immer voll bewusst sein, um sicherzugehen, dass meine<br />

Körperhaltung richtig war. Tanzen ist eben in erster Linie<br />

eine ästhetische Angelegenheit und soll die Schönheit des<br />

Körpers zeigen. Ich lernte, was mein Körper braucht und<br />

welche Muskeln gestärkt werden müssen. Jedenfalls glaube<br />

ich, dass mich positives Denken und Beständigkeit auf meinen<br />

heutigen Stand gebracht haben.<br />

13


MEINE ZEIT<br />

Die perfekte Welle ...<br />

„Wenn du jetzt nichts gegen<br />

deine <strong>Skoliose</strong> tust, wirst du<br />

mit 50 im Rollstuhl sitzen“ –<br />

mit diesen warmen Worten<br />

teilte mir damals, als ich 12 war,<br />

mein Orthopäde mit, dass ich<br />

eine schwere <strong>Skoliose</strong> habe und<br />

ab diesem Zeitpunkt täglich<br />

23 Stunden ein Korsett tragen<br />

müsse.<br />

von Anna Klein<br />

Heute, mit 27, lebe ich auf<br />

Fuerteventura, habe meine<br />

Leidenschaft zum Beruf<br />

gemacht und lebe meinen Traum vom<br />

Surfen, immer auf der Suche nach der<br />

perfekten Welle. Wie es dazu kam?!<br />

Damals wusste ich weder, was <strong>Skoliose</strong><br />

ist, noch was es überhaupt bedeutet,<br />

ein Korsett zu tragen. Trotzdem<br />

wusste ich, dass ich es hassen würde.<br />

Als das Korsett dann angefertigt war,<br />

war es noch schlimmer, als ich es mir<br />

vorgestellt hatte. Ich konnte es nicht<br />

verbergen, da es recht lang war und<br />

meine linke Schulter dadurch hochgezogen<br />

wurde. Trotzdem versuchte<br />

ich es. Ich schämte mich so sehr, anders<br />

zu sein. Wollte wie jedes pubertierende<br />

Mädchen einfach nur dazugehören,<br />

aber ich habe mich hässlich<br />

und komisch gefühlt. Ich hatte Berührungsängste,<br />

da ich ja nicht wollte, dass<br />

irgendwer meinen „Panzer“ bemerkt.<br />

Wenn ich jetzt zurückdenke, bin ich<br />

mir sicher, dass ich mir mein Leben<br />

und das meiner Familie um einiges<br />

einfacher hätte machen können, wenn<br />

ich zu mir und meinem Körper gestanden<br />

hätte. Heute weiß ich, dass es toll<br />

ist, sein Ding durchzuziehen, dass es<br />

nicht wichtig ist, was andere denken,<br />

und dass anders sein etwas ist, worauf<br />

man stolz sein kann.<br />

So schlimm die Zeit mit Korsett auch<br />

war (und das können nur die wirklich<br />

verstehen, die selbst eines haben/hatten)<br />

mit ihren Schmerzen, Druckstellen,<br />

schlaflosen Nächten und vielen<br />

Tränen, so möchte ich sie heute nicht<br />

mehr missen. Meine <strong>Skoliose</strong> hat mich<br />

zu der Person gemacht, die ich heu-<br />

14<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


MEINE ZEIT<br />

te bin. Ich habe gelernt, mich durchzubeißen,<br />

habe gesehen, dass es sich<br />

lohnt zu kämpfen, da ich es durch konsequentes<br />

Tragen des Korsetts, jahrelange<br />

Schroth-Physiotherapie und gezielten<br />

Muskelaufbau geschafft habe,<br />

meine <strong>Skoliose</strong> soweit in den Griff zu<br />

kriegen, dass ich alles tun kann, was<br />

ich möchte. Und was ich möchte? <strong>Das</strong><br />

weiß ich mittlerweile allzu gut – ich<br />

möchte jeden Augenblick leben!<br />

Ich habe den unkonventionellen Weg<br />

gewählt – bin nach dem Abi ein Jahr<br />

durch Australien gereist, bin nach<br />

Holland zum Studieren gezogen, und<br />

habe dann in Städten wie Barcelona<br />

und Valencia gelebt. Ich bin dann nach<br />

meinem abgeschlossenen Bachelorstudium<br />

nicht in den „normalen“ Berufsalltag<br />

nach Deutschland zurückgekehrt,<br />

sondern habe mich, meiner<br />

Intuition folgend, meiner Passion, dem<br />

Wellenreiten, intensiver gewidmet.<br />

Schon früh träumte ich davon, auf einer<br />

Insel zu leben, mein Hobby zum<br />

Beruf zu machen und jeden Tag aufs<br />

Meer blicken zu können. Doch dann<br />

sind da die „anderen“. Die Eltern, die<br />

sich Sorgen machen, dass aus dem<br />

Kind nichts wird, die Ärzte, die sagen,<br />

Wellenreiten sei nicht gut für meinen<br />

Rücken, und Freunde, die mich fragten,<br />

vor was ich eigentlich weglaufe, da<br />

ich nie lange an einem Ort war.<br />

Jetzt arbeite ich im Süden Fuerteventuras<br />

als Surflehrerin, und wenn ich<br />

mit meinen Schülern Richtung Strand<br />

fahre oder abends bei Sonnenuntergang<br />

noch die letzten Wellen des<br />

Tages surfe, durchströmt mich ein<br />

Glücksgefühl und ich bin stolz, meinen<br />

Traum verwirklicht zu haben.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Ich möchte anderen Menschen mit<br />

<strong>Skoliose</strong> zeigen, dass sie sich nicht<br />

von ihrer Krankheit dominieren lassen<br />

müssen und dass man immer an<br />

seinem Traum festhalten sollte, denn<br />

nur wenn man aus seiner Komfortzone<br />

ausbricht, ist es möglich, das zu<br />

vollbringen, von dem man vorher nur<br />

geträumt hat.<br />

» Ich möchte anderen Menschen mit <strong>Skoliose</strong><br />

zeigen, dass sie sich nicht von ihrer Krankheit<br />

Projekt „Ekilibrio –<br />

Bent around the world"<br />

Mit meinem Projekt „Ekilibrio – Bent<br />

around the world“ verbinde ich meine<br />

zweite Passion, die Fotografie, mit der<br />

Motivation, andere dazu zu motivieren,<br />

ihre Träume zu verwirklichen. Da<br />

ich gerne reise, lerne ich viele verschiedene<br />

Länder, Kulturen und Menschen<br />

mit <strong>Skoliose</strong> kennen, denn<br />

es gibt sie auf der ganzen<br />

Welt. Ich möchte<br />

vor allem junge<br />

Mädchen dazu ermutigen,<br />

sich zu<br />

zeigen, stolz<br />

auf die Person<br />

zu sein,<br />

die hinter der<br />

<strong>Skoliose</strong> steckt, und ihnen<br />

so mehr Selbstbewusstsein<br />

geben. Hierfür<br />

suche ich Leute mit<br />

einer sichtbaren <strong>Skoliose</strong>,<br />

„Paddel gegen den Strom“ ;) <br />

die sich gerne von mir interviewen lassen<br />

und ein paar schöne Fotos von sich<br />

haben möchten. Auf dem Beispielbild<br />

von mir sieht man das Konzept. <strong>Das</strong><br />

erste Foto zeigt den Ort und die Natur<br />

des Landes, in dem das Bild entstanden<br />

ist, das zweite Bild die Person<br />

mit <strong>Skoliose</strong> und auf dem dritten wird<br />

der Traum oder die Leidenschaft der<br />

Person dargestellt.<br />

dominieren lassen müssen. «<br />

Die Termine und Orte für die Shootings<br />

könnt ihr auf meiner Facebook-<br />

Seite „Ekilibrio – Bent around the<br />

world“ herausfinden. Ich freue mich<br />

über aktive Teilnahme und Unterstützung<br />

bei diesem Projekt. Lebe deinen<br />

Traum!<br />

15<br />

Foto: Nils Finnern / www.noheroes-photostore.com


KINDERZEIT<br />

Clara,<br />

das grüne Kamel<br />

mit dem Trolley<br />

Hallo, liebe Kinder!<br />

Mögt ihr Geheimnisse? Ja, wirklich?<br />

Ich auch, obwohl ich erwachsen und Mama einer ganz tollen<br />

Tochter namens Robbie bin. Seit mehr als drei Jahren hüte ich ein<br />

Geheimnis in meiner Schublade – die Geschichte von Clara, dem<br />

grünen Kamel. Robbie und ich haben etwas gemeinsam, wir haben<br />

beide eine <strong>Skoliose</strong>, und wir lieben beide Geschichten.<br />

von Robbie und Josefine<br />

Manchmal tut uns der Rücken<br />

weh, und dann denken wir<br />

uns Geschichten aus. Robbie<br />

kann ganz wunderbar zeichnen, und<br />

so gingen wir auf die Reise, zusammen<br />

mit Clara, dem Kamel. Kamele haben<br />

Buckel, <strong>Skoliose</strong>patienten manchmal<br />

auch. Aber wir sind genau so hübsch<br />

wie alle anderen.<br />

Clara lebt in einer ägyptischen Oase,<br />

kann Menschen verstehen, und sie<br />

hat einen voll abgefahrenen Schulranzentrolley<br />

aus Holz, den sie mit dem<br />

Schwanz zur Oasenschule für Tiere<br />

16<br />

» «<br />

Gerade die Schulanfänger<br />

haben häufig einen viel zu schweren<br />

Ranzen auf dem Rücken.<br />

mitzieht, damit ihr der Rücken nicht<br />

wehtut. Andere Kamele finden das<br />

komisch – Clara findet es praktisch.<br />

Wer von euch kennt einen<br />

richtigen Schulranzentrolley?<br />

Der kann helfen, dass ihr nicht so einen<br />

schweren Schulranzen oder Rucksack<br />

tragen müsst. Nur sollte man<br />

schön gerade laufen und zum Ziehen<br />

die Arme abwechseln. Geschenkt bekommen<br />

hat Clara den Schulranzentrolley<br />

von den Brüdern Amsu und<br />

Amun, die Anbauer von Dattelpalmen<br />

sind – die beiden wissen eben, was<br />

praktisch ist!<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6<br />

Illustrationen: Robbie, Textquelle: www.schulranzentrolley.net


KINDERZEIT<br />

Wisst ihr eigentlich,<br />

wie schwer ein Schulranzen<br />

sein darf?<br />

Sicherlich habt ihr euch schon oft gefragt,<br />

wie schwer der Schulranzen eigentlich<br />

sein darf. Als Faustregel gilt,<br />

dass das Gesamtgewicht des vollständig<br />

gepackten Ranzens nicht mehr<br />

als 10 Prozent des Körpergewichtes<br />

betragen sollte. Gerade die Schulanfänger<br />

haben so häufig einen viel zu<br />

schweren Ranzen auf dem Rücken.<br />

Eltern sollten sich die Zeit nehmen<br />

und täglich den Inhalt des Schulranzens<br />

kontrollieren und darauf achten,<br />

dass wirklich nur die Bücher und Hefte<br />

im Ranzen landen, die am nächsten<br />

Tag benötigt werden. Achte darauf,<br />

dass Bücher und andere Materialien,<br />

die in der Schule bleiben können,<br />

auch in der Schule bleiben.<br />

Spreche notfalls mit<br />

den Lehrern und erkundige<br />

dich, ob es einen<br />

extra Raum oder<br />

abschließbare Schließfächer<br />

gibt. Sollest du<br />

es trotz allem nicht<br />

schaffen, das Gewicht<br />

des Schulranzens<br />

zu senken, empfiehlt<br />

sich der Einsatz eines Schulranzentrolleys.<br />

Kindertrolley – der komplette<br />

Trolleyrucksack für die Schule<br />

Wer sich gänzlich von seinem alten<br />

Schulranzen verabschieden mag, zum<br />

Beispiel für das bevorstehende neue<br />

Schuljahr, und sowieso einen neuen<br />

Ranzen kaufen wollte, sollte darüber<br />

nachdenken diesmal zu einem speziellen<br />

Kindertrolley bzw. Schultrolley zu<br />

greifen.<br />

Anders als bei dem eben erwähnten<br />

Schulranzentrolley ist hier der Schulranzen<br />

fest mit dem Trolleyelement<br />

verbunden, wie bei einem herkömmlichen<br />

Schulrucksack.<br />

Der Vorteil: Der Schulranzen Trolley<br />

muss nicht zwingend gezogen werden,<br />

» «<br />

Achte darauf, dass Bücher und andere<br />

Materialien, die in der Schule bleiben<br />

können, auch in der Schule bleiben.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

sondern kann je nach Lust und Laune<br />

auch wie ein normaler Schulranzen<br />

auf den Rücken geschnallt werden. Ein<br />

weiterer Vorteil ist, dass durch die<br />

Verbindung von Schulranzen und Trolley<br />

das Trolleyelement nicht stehen<br />

gelassen oder verloren gehen kann,<br />

wie bei der oben genannten Variante<br />

des Schulranzentrolley’s.<br />

Ist ein Schulranzen oder ein<br />

Schulranzentrolley besser?<br />

Ob ihr einen Schulranzen Trolley bzw.<br />

Kindertrolley kauft, solltet ihr zusammen<br />

überlegen. Da muss man auch<br />

über den Schulweg nachdenken, den<br />

du zurücklegen musst. Wenn du häufig<br />

im überfüllten Schulbus fahren<br />

musst, empfiehlt sich ganz klar ein<br />

Rucksack mit „integriertem Trolley“,<br />

da dieser weniger Platz benötigt und<br />

bei Bedarf auf dem Schoß, dem Sitz<br />

oder eben auf dem Rücken getragen<br />

werden kann. Auch die Treppen in der<br />

Schule lassen sich mit dieser Variante<br />

häufig etwas leichter und schneller<br />

meistern als mit dem Trolleygestell.<br />

Für welche Variante ihr euch auch entscheidet,<br />

ein Schulranzentrolley ist in<br />

jedem Fall eine echte Erleichterung für<br />

den Rücken.<br />

Elias, der Postesel<br />

Übrigens könnt ihr von Clara<br />

demnächst noch mehr lesen unter<br />

www.rueckenzeit-magazin.de und in<br />

den kommenden <strong>Ausgabe</strong>n.<br />

Wenn ihr Fragen habt zur Geschichte<br />

oder an Clara, Robbie und Josefine,<br />

dann schreibt an Elias, unseren Postesel<br />

(an die Redaktion <strong>RÜCKENzeit</strong>).<br />

Viel Spaß und eine<br />

gute Zeit in der Schule!<br />

17


ÜBUNGSANLEITUNG<br />

„Shake-It“ -<br />

Mein Lieblings-<br />

Workout<br />

Welche Übungen machen Spaß und lassen sich zu<br />

Hause leicht umsetzen? Wer hilft einem den inneren<br />

Schweine hund zu überwinden? Ich habe mir einen<br />

Personal Trainer nach Hause geholt.<br />

von Iris Gabriel<br />

Ein Workout das in die Handtasche passt!<br />

Brasil ® Workout erfüllt alle<br />

Ansprüche an ein effektives<br />

Bauch-Beine-Po-Training und<br />

an ein modernes Rücken- und Gesundheitstraining.<br />

Mit dem neuen<br />

handlichen Produkt von TOGU wird<br />

die Tiefenmuskulatur in kleinen Trainingseinheiten<br />

gezielt beansprucht.<br />

In gezielten Übungen, bei denen die<br />

Brasil ® in kleinen Bewegungsamplituden<br />

"geshaked" werden, kann durch<br />

die Füllung aus Metallsand und Luft<br />

eine reflektorische Anspannung des<br />

gesamten Rumpfes erreicht werden.<br />

Sie erhalten ein optimales Bewegungsfeedback<br />

und arbeiten durch die<br />

ideale Größe und das geringe Eigengewicht<br />

(270 g) zusätzlich gelenkschonend.<br />

Wissenschaftliche Untersuchungen<br />

zeigen, dass es besonders die tiefen<br />

Muskelschichten sind, die entscheidend<br />

unseren Körper stützen und<br />

formen. Um an diese tiefen Muskelschichten<br />

zu gelangen, ist ein spezielles<br />

Training notwendig. Hört sich kompliziert<br />

an, ist es aber nicht: Die verschiedenen<br />

Muskelschichten unterscheiden<br />

sich zwar sehr in ihren Aufgaben, es<br />

besteht jedoch ein enger Zusammenhang.<br />

Die Oberflächenmuskulatur vollzieht<br />

Körperbewegungen, die auf einem<br />

durch tiefe Muskeln stabilisierenden<br />

System erfolgen müssen, da sonst<br />

Schäden oder Abnutzungserscheinungen<br />

die Folge sein können.<br />

Die tiefe Muskelschicht koordiniert<br />

einzelne Segmente untereinander und<br />

erfüllt eine hohe Haltefunktion. Sie<br />

kann nur streckende und rotierende<br />

Bewegungen mit wenig Bewegungsumfang<br />

vollziehen.<br />

Gewinnspiel<br />

Sie möchten die Brasil ® testen?<br />

Wir verlosen diese 5 x. Schreiben Sie<br />

eine E-Mail oder eine Postkarte an die<br />

Redaktion. Die Gewinner werden schriftlich<br />

benachrichtigt.<br />

Viel Glück!<br />

Sowohl kleine Muskelstränge, die sich<br />

von einem Wirbel zum nächsten oder<br />

übernächsten Wirbel ziehen als auch<br />

die tiefe Bauchmuskulatur ermöglichen<br />

uns diese minimale Rotation<br />

bzw. Streckung.<br />

DESHALB: Kein Training mehr<br />

ohne Beanspruchung der Tiefenmuskulatur!<br />

Denn nicht nur eine<br />

wohlgeformte Figur ist entscheidend<br />

für eine gute Ausstrahlung und Schönheit,<br />

sondern auch ein starker Rücken<br />

und eine aufrechte Haltung.<br />

Autoren gesucht!<br />

Welches Übungsprogramm macht<br />

ihnen besonders Spaß? Schreiben Sie<br />

an die Redaktion, wir freuen uns auf<br />

ein Workout mit Ihnen!<br />

Fotos: © TOGU<br />

18<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


SELBSTHILFE<br />

Verein <strong>Skoliose</strong> Schweiz<br />

Wir bewegen ...<br />

Dieses Jahr feiern wir unser 15-jähriges Jubiläum. Den<br />

Grundstein für den Verein legte eine betroffene Familie,<br />

die bei der Diagnosestellung unzureichend über konservative<br />

Therapiemöglichkeiten informiert worden war und die<br />

Eigeninitiative ergriff zu recherchieren. So stießen sie auf<br />

die Spezialklinik in Bad Sobernheim, wo die Methode nach<br />

Katharina Schroth zur Anwendung kommt. Diese Erfahrung<br />

wollten sie mit anderen <strong>Skoliose</strong>betroffenen teilen und gründeten<br />

den Verein <strong>Skoliose</strong> Schweiz (VSS).<br />

von Christa Muck, Präsidentin VSS<br />

Auch mich als Physiotherapeutin<br />

hat<br />

Bad Sobernheim<br />

überzeugt, als ich nach einer<br />

professionellen und erfolgreichen<br />

<strong>Skoliose</strong>technik<br />

für meine Patienten suchte.<br />

2006 schloss ich die<br />

Ausbildung zur Schroth-​<br />

Therapeutin erfolgreich ab,<br />

wurde Mitglied vom VSS<br />

und schrieb mich auf der<br />

Physiotherapeutenliste des<br />

Vereins ein. 2<strong>01</strong>3 justierte<br />

sich der Vorstand neu und<br />

ich wurde zur Präsidentin<br />

gewählt. Seither wurden<br />

einige Dinge geändert, unter<br />

anderem das Logo, die<br />

Website und die Flyer. Unsere<br />

Fachtagungen werden<br />

seither wieder rege besucht.<br />

Die steigende Mitgliederzahl<br />

wirkt sich positiv<br />

auf das Vereinsleben aus.<br />

zung der Jugendlichen statt.<br />

Für Fachfragen und -artikel<br />

steht uns der Fachbeirat aus<br />

renommierten Spezialisten<br />

zur Seite. 2<strong>01</strong>2 gab dieser<br />

z. B. das Empfehlungsschreiben<br />

heraus über: „Die konservative<br />

Behandlung der<br />

idiopathischen Adoleszentenskoliose“.<br />

Unser Ziel ist es, die Betroffenen<br />

und ihre Angehörigen<br />

sowie auch Physiotherapeuten<br />

und Ärzte professionell<br />

und breitgefächert über die<br />

konservativen und operative<br />

Behandlungsmöglichkeiten<br />

zu informieren. Ein zukünftiges<br />

Ziel sollte es sein,<br />

die Früherkennung von<br />

<strong>Skoliose</strong> zu fördern, da leider<br />

die Anzahl spät erkannter<br />

<strong>Skoliose</strong>n nach wie vor<br />

sehr hoch ist.<br />

Physiotherapeuten auch in<br />

dem Punkt großes Interesse<br />

besteht, den Patienten fachgerecht<br />

behandeln zu können.<br />

Die Zusammenarbeit<br />

zwischen Orthopädietechniker<br />

und Physiotherapeut ist<br />

von großem Vorteil, so kann<br />

ein fehlerhaftes Tragen des<br />

Korsetts vermieden werden.<br />

Die Tagung am 07.03.2<strong>01</strong>5<br />

bot ein sehr abwechslungsreiches<br />

Programm, von idiopathischen<br />

und neuromuskulären<br />

<strong>Skoliose</strong>n über<br />

Schmerzbehandlung und<br />

Vor stellung der Vojtatherapie.<br />

In den Themengruppen<br />

am Nachmittag wurde die<br />

Gyrotonik-Methode praktisch<br />

vorgeführt, schmerzlindernde<br />

Übungen gezeigt<br />

und sich mit dem Thema<br />

„Leben mit dem Schmerz“<br />

auseinandergesetzt. Parallel<br />

dazu lief ein Jugendprogramm.<br />

So war für jeden etwas<br />

dabei.<br />

Auf unserer Webseite<br />

www.skoliose-schweiz.ch<br />

finden Sie alles über den<br />

Verein und unsere Angebote<br />

und Veranstaltungen.<br />

Schauen Sie bei uns rein,<br />

es lohnt sich!<br />

Fotos: billionphotos.com, VSS<br />

Derzeit liegt unser Fokus<br />

darauf, unser Angebot bezüglich<br />

regionaler Selbsthilfegruppen<br />

zu erweitern<br />

und die Jugendgruppe zu<br />

fördern. Dank aktueller Medien<br />

wie zum Beispiel Facebook<br />

findet eine Vernet-<br />

Im Januar dieses Jahres boten<br />

wir neu auch eine Weiterbildung<br />

für Physiotherapeuten<br />

an zum Thema:<br />

„Der sichere Umgang mit<br />

dem Korsett“. Wir erhielten<br />

positives Feedback und<br />

es zeigte uns, dass bei den<br />

Homepage Verein <strong>Skoliose</strong> Schweiz.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

19


ADVERTORIAL<br />

Mit Schwung in<br />

die richtige Richtung<br />

SKOLIOSE-INTENSIV-THERAPIE<br />

mit Cornelia Schmid-Döpfer<br />

In den Jahren nach der Eröffnung ihres Rehazentrum im Herzen<br />

der Oberpfalz kristallisierte sich für Cornelia Schmid-Döpfer schnell<br />

ihr besonderes Interesse an der Therapie von <strong>Skoliose</strong> und auch<br />

an dem dahinterstehenden Menschen heraus. Sie erkannte das<br />

Potenzial der dreidimensionalen Atmungsorthopädie nach Lehnert<br />

und Schroth und die fantastischen Erfolge, die Patienten mit ihrer<br />

Hilfe erzielten. Seitdem ist das Prinzip der Verlängerung, der<br />

Entdrehung und der Harmonisierung der natürlichen<br />

Schwünge feste Basis des therapeutischen Konzeptes.<br />

von Ilka Zintl-Liebelt<br />

Cornelia Schmid-Döpfer<br />

Intensiv – das sind die Kurse bei Cornelia<br />

Schmid-Döpfer tatsächlich –<br />

meistens auf ganz vielfältige Weise.<br />

Und manchmal wird es am Ende einer<br />

Einheit auch mal ganz still unter den<br />

Teilnehmern. Dann nämlich, wenn der<br />

Input ankommt und spürbar wird, dass<br />

Körper und Geist beginnen, das Erlernte<br />

zu verarbeiten. Die ruhigen Stunden zur<br />

freien Verfügung in der schönen Umgebung<br />

mit ihren weiten Landschaften<br />

sind dann Labsal für Körper und Seele<br />

und nötiger Teil der Therapie. Aus ganz<br />

Deutschland reisen mittlerweile Betroffene<br />

an, um unter kompetenter und<br />

menschlicher Betreuung an den <strong>Skoliose</strong>-Intensiv-Tagen<br />

teilzunehmen.<br />

In der nun mehr als 30-jährigen<br />

Geschichte des Rehazentrum<br />

Schmid-Döpfer entwickelte sich eine<br />

ganz eigene Interpretation bewährter<br />

und anerkannter Anwendungen. Augen<br />

und Ohren bleiben offen, um sinnvolle<br />

neue Erkenntnisse und therapeutische<br />

Möglichkeiten in das bestehende<br />

Konzept zu integrieren. Immer angetrieben<br />

durch den Wunsch, besonders<br />

Menschen mit <strong>Skoliose</strong> zu helfen. Entstanden<br />

ist aus diesem tiefen Interesse<br />

eine wirkungsvolle und wunderbare<br />

Kombination wertvoller Therapieformen<br />

– intensiv eben.<br />

Wissen wie es schwingt<br />

Jede Verformung der Wirbelsäule ist individuell,<br />

so wie kein Kiesel dem anderen<br />

gleicht. Deshalb ist es wichtig, mithilfe<br />

der Kriterien der Schroththerapie<br />

jede <strong>Skoliose</strong> zu klassifizieren, also einzuordnen<br />

und aufbauend auf diesem<br />

Wissen die Therapie zu gestalten. <strong>Skoliose</strong>betroffene<br />

kennen dieses Dilemma<br />

und wissen deshalb, wie wichtig es ist,<br />

spezialisierte, begleitende Therapeuten<br />

an seiner Seite zu haben, die „wissen<br />

wie es schwingt“. Der Strom der Patienten,<br />

die zu Cornelia Schmid-Döpfer<br />

kommen, die seit Jahren zwar in krankengymnastischer<br />

Therapie waren,<br />

aber zu wenig über die Eigenart ihrer<br />

<strong>Skoliose</strong> wissen, reißt nicht ab.<br />

Schlimmstenfalls wurde über Jahre hinweg<br />

in ein falsches Muster gearbeitet,<br />

was den weiteren Verlauf bei Nichteingreifen<br />

sogar verschlechtert hat.<br />

Schmerzen und Fehlhaltungen nehmen<br />

dann nicht ab – sondern sogar<br />

zu. Nicht nur einmal standen Patienten<br />

auf ihrem Weg kurz vor der Entscheidung<br />

zur Operation. Ein geschultes<br />

therapeutisches Auge kann das Problem<br />

aber erkennen, und nach einigem<br />

Üben mit den Therapeuten des Rehazentrums<br />

Schmid-Döpfer stellt der Patient<br />

schnell fest, dass mit dem richtigen<br />

Kniff jetzt etwas anders läuft und<br />

sich „irgendwie richtiger“ anfühlt. Die<br />

spür- und sichtbaren Erfolge sind dann<br />

der Lohn für die Anstrengung.<br />

Die Gruppen sind oft so bunt gemischt<br />

wie ein Blumenstrauß. <strong>Das</strong><br />

Konzept des Rehazentrums sieht vor,<br />

den Menschen in seiner ganzen körperlichen<br />

und auch personellen Individualität<br />

wahrzunehmen und so für optimale<br />

Therapieergebnisse zu sorgen.<br />

Fotos: Ilka Zintl-Liebelt<br />

20<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


ADVERTORIAL<br />

Es bleibt immer klar, dass jeder seine<br />

ganz eigenen Barrieren und Hindernisse<br />

besitzt, aber jeder auch in sich<br />

seine ganz eigenen Chancen und Möglichkeiten<br />

trägt, diese Hemmnisse erfolgreich<br />

zu überwinden.<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

„Wieder ein Gefühl für die<br />

eigene Handlungsfähigkeit<br />

bekommen“<br />

Cornelia Schmid-Döpfer weiß, dass<br />

vor allem oft ältere Patienten, die<br />

nach jahrelangem Leidensweg von<br />

ihrem Arzt die Diagnose „Sie haben<br />

<strong>Skoliose</strong>“ bekommen wie vor einer<br />

Wand stehen und das Gefühl bekommen,<br />

dem Schicksal hilflos ausgeliefert<br />

zu sein. Ihr Rücken sei „nun einmal so<br />

gewachsen“ und niemand könne daran<br />

etwas ändern ... schon gar nicht<br />

sie selbst. Dem Betroffenen an dieser<br />

Stelle klarzumachen, dass es durchaus<br />

auch noch möglich ist, bei bereits ausgewachsenen<br />

Wirbelsäulen Erwachsener<br />

erstaunliche Erfolge zu erzielen,<br />

sieht Cornelia Schmid-Döpfer mit ihrem<br />

Team als ihre Aufgabe. Zentrales<br />

Thema ist, den Menschen entsprechend<br />

seiner jeweiligen Lebensphase<br />

zu begleiten, um eine möglichst starke<br />

innere Motivation und Durchhaltevermögen<br />

zu schaffen – egal in welchem<br />

Alter.<br />

In einer Phase des Lebens junger Patienten,<br />

in der sie doch eigentlich nur<br />

tun und lassen wollen, was die Freunde<br />

ohne <strong>Skoliose</strong> auch tun, jetzt Sinn<br />

und Zweck der Therapie zu vermitteln<br />

und klarzumachen, warum es<br />

wichtig ist, genau jetzt Zeit und Kraft<br />

zu investieren, ist oft eine schwierige<br />

Aufgabe, der sich die erfahrene Therapeutin<br />

stellt. Genau in dieser Phase<br />

des Umbruchs kann es eben durch<br />

hormonelle Umstellungen auch rasch<br />

zu einer rapiden Verschlechterung der<br />

Bögen kommen, die nur durch intensive<br />

Therapie abgemildert bzw. verhindert<br />

werden kann – inklusive der oft<br />

gravierenden Spätfolgen.<br />

Frischer Wind in der Therapie<br />

Von diesen späten Folgen können besonders<br />

die „alten Hasen“ der <strong>Skoliose</strong>therapie<br />

ein langes Lied singen. Sie<br />

haben auf der Suche nach Hilfe schon<br />

vieles gesehen und erlebt. Allein mit<br />

den Erzählungen und Anekdoten dieser<br />

Patienten könnte man ein kleines<br />

Buch füllen. Oft sind es auch unschöne<br />

Dinge, die Cornelia Schmid-Döpfer<br />

zu hören bekommt und manchmal tun<br />

sich auch diese Patienten verständlicherweise<br />

schwer, am Ball zu bleiben<br />

und sie brauchen wieder Quellen aus<br />

denen sie Kraft, Mut und neue Motivation<br />

schöpfen können.<br />

Immer und immer wieder …<br />

Was alle auf jeden Fall immer mitnehmen<br />

ist, dass das Bewusstsein für die<br />

Arbeit an ihrer <strong>Skoliose</strong> sie ein Leben<br />

begleiten wird. <strong>Das</strong> in der Intensiv-Therapie<br />

neu erlangte Gefühl für<br />

die „richtige“ Haltung und der damit<br />

verbundene erforderliche aktive Ausgleich<br />

der Körperhaltung muss konsequent<br />

und dauerhaft beübt und gefestigt<br />

werden. Die dadurch erreichte<br />

tiefe Verinnerlichung der Korrekturen<br />

sorgt für die stabile Integration in den<br />

Alltag. Nach einiger Zeit wird der Betroffene<br />

zu seinem eigenen Therapeuten<br />

und kann intuitiv die Korrekturen<br />

im täglichen Leben anwenden. Ein längeres<br />

Aussetzen und Ignorieren bringt<br />

nach geraumer Zeit sowieso immer<br />

wieder die schmerzliche Einsicht, dass<br />

die <strong>Skoliose</strong> ihre Beachtung und ihren<br />

Raum fordert.<br />

<strong>Das</strong> Angebot im Rehazentrum<br />

Schmid-Döpfer wurde also dahingehend<br />

gestaltet, möglichst jeden seinen<br />

Platz und seine Motivation finden<br />

zu lassen. Von der Eins-zu-eins-Therapie<br />

über Gruppenstunden für Kinder,<br />

Jugendliche oder Erwachsene bis<br />

hin zu ein- oder mehrtägigen Workshops<br />

und Seminaren – mit wechselnden<br />

Therapieangeboten gestaltet<br />

das Team die Therapie nicht nur effektiv,<br />

sondern auch interessant und<br />

kurzweilig.<br />

Nach dem Ende eines Intensiv-Seminars<br />

ist es dann meist nicht mehr<br />

so still. Erfahrungen und Informationen<br />

werden ausgetauscht und Lachen<br />

klingt durch den Raum. Nicht nur einmal<br />

ist auch schon eine feste Freundschaft<br />

entstanden aus den gemeinsamen<br />

Therapiestunden.<br />

21


Die Argentalklinik in Isny-Neutrauchburg –<br />

ein starker Gesundheitspartner<br />

Klinikporträt<br />

In der Fachklinik für Konservative Orthopädie und Rheumatologie (BGSW) werden jährlich 5000<br />

Patienten behandelt. Wer in einem der baden-württembergischen oder bayerischen Krankenhäuser<br />

behandelt oder operiert wird, kommt oft in eine Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik zur weiteren<br />

Behandlung. Viele Patienten kehren gerne zurück, denn sie schätzen die medizinische Erfahrung,<br />

die ausgezeichnete physiotherapeutische Betreuung und die wohltuende Umgebung des<br />

sanft-hügeligen Allgäus.<br />

von Claudia A. Beltz<br />

„Wir nehmen uns Zeit für die Gesundheit“,<br />

beschreibt Horst Veile-Reiter,<br />

kaufmännischer Direktor, das Credo<br />

der Neutrauchburger Fachklinik. Denn<br />

Rehabilitation ist keine „Wartung wie<br />

in der Autowerkstatt“, bei der dann<br />

eine eventuell gesundheitsgefährdende<br />

Lebensführung anschließend einfach<br />

weitergeführt werden kann. Dieser<br />

lebenslange Prozess liegt vielmehr<br />

in der Verantwortung des betroffenen<br />

Menschen selbst. „Unser entscheidender<br />

Vorteil gegenüber einem Krankenhaus<br />

oder einer ambulanten Praxis<br />

ist, dass unseren Patienten über mehrere<br />

Wochen, oft erstmals nach vielen<br />

Jahren im Berufsleben, Zeit für die<br />

körperliche und insbesondere geistige<br />

Gesundheitsbildung gegeben wird“, so<br />

Veile-Reiter. „Wir sorgen für die Entlastung<br />

und Distanzierung aus dem<br />

alltäglichen Umfeld – und unsere Patienten<br />

nutzen die Zeit während ihres<br />

Rehaaufenthaltes für ihre Genesung.“<br />

Diese Herangehensweise kommt Patienten<br />

mit chronischen Erkrankungen<br />

besonders zu Gute. Hier behandeln<br />

Ärzte und Therapeuten in der Argentalklinik<br />

Menschen mit orthopädischen<br />

Beschwerden, zum Beispiel mit<br />

<strong>Skoliose</strong>. Sie setzen zum einen auf die<br />

manuelle Therapie. „Wir genießen das<br />

Fotos: Ralf Lienert<br />

22<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


ADVERTORIAL<br />

Vertrauen der Fachgesellschaften und<br />

sind anerkannte Lehrklinik des Bundesverbandes<br />

für manuelle Medizin“,<br />

so Chefarzt Dr. Christoph Neukirch.<br />

„Aber auch Schmerzen gehen wir<br />

genau auf den Grund und bieten da<br />

ein multimodales Konzept.“ So trauen<br />

sich Patienten nach einem Aufenthalt<br />

in dem 360-Bettenhaus wieder<br />

mehr zu und gewinnen ihre Sicherheit<br />

im Leben zurück. „Ergänzend zu<br />

klassischen orthopädischen Behandlungskonzepten<br />

suchen wir, wenn es<br />

nötig ist, auch Kontakt zu unseren Kollegen<br />

der Psychosomatik“, erläutert<br />

Dr. Neukirch den interprofessionellen<br />

Behandlungsansatz am Campus Neutrauchburg.<br />

Neben der Argentalklinik<br />

gehören dazu die Klinik Schwabenland<br />

mit den Schwerpunkten Onkologie<br />

und Kardiologie sowie die Klinik Alpenblick,<br />

eine psychosomatische Fachklinik.<br />

Aus den Kursen im Therapeutischen<br />

Bewegungszentrum schöpfen<br />

Patienten der Argentalklinik darüber<br />

hinaus Motivation, trotz krankheitsbedingter<br />

Einschränkungen und etwaiger<br />

Schmerzen in Bewegung zu kommen<br />

und in Bewegung zu bleiben.<br />

Nimmt man alle 14 Einrichtungen zusammen,<br />

dann verfügen die Waldburg-Zeil<br />

Kliniken über 3100 Betten.<br />

Insgesamt beschäftigen sie rund 3100<br />

Mitarbeiter in zwei Fachkliniken, neun<br />

Rehabilitationskliniken, einem Therapeutischen<br />

Bewegungszentrum sowie<br />

zwei Seniorenresidenzen.<br />

Dr. Christoph Neukirch und Patient<br />

Patientenzimmer<br />

Waldburg-Zeil Kliniken<br />

Argentalklinik<br />

Dengeltshofen 1<br />

88316 Isny<br />

Tel. + 49 (0) 7562 71 1604<br />

Fax: + 49 (0) 07562 71 1695<br />

info@argentalklinik.de<br />

www.kliniken-neutrauchburg.de<br />

MTT-Training<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

23


ADVERTORIAL<br />

Warum mir die Reha<br />

in der Argentalklinik guttut<br />

Ein Erfahrungsbericht<br />

von Hannelore<br />

Umgebung der Argentalklinik<br />

Ich bin 63 Jahre alt, und meine <strong>Skoliose</strong><br />

wurde vor elf Jahren operiert.<br />

Ein- bis zweimal im Jahr fahre ich<br />

den weiten Weg aus Norddeutschland<br />

nach Neutrauchburg, um in erster<br />

Linie etwas für den Körper, aber<br />

auch für die Seele zu tun. Ich fühle<br />

mich dort von Ärzten, Therapeuten<br />

und Servicepersonal bestens betreut.<br />

Bei den bisherigen 5 Aufenthalten erlebte<br />

ich stets hohe Kompetenz von<br />

Seiten des gesamten behandelnden<br />

Teams, ein Gefühl des Willkommenseins<br />

und der Fürsorge sowie von allen<br />

Seiten große Freundlichkeit.<br />

Besonders wichtig ist mir ein auf meine<br />

Bedürfnisse abgestimmtes Therapieprogramm,<br />

das genügend Raum für<br />

individuelle Gestaltung lässt. Es basiert<br />

auf einer detaillierten Diagnostik und<br />

einer umfassenden Aufklärung ebenso<br />

wie auf der engen Abstimmung zwischen<br />

Ärzten und Therapeuten. Ich<br />

vertraue meinem behandelnden Arzt<br />

und meinem Physiotherapeuten in der<br />

Einzeltherapie voll und ganz – das ist für<br />

mich die Grundlage für eine erfolgreiche<br />

Therapie und gibt mir Sicherheit.<br />

Aus jedem Bereich, sei es die Physiotherapie,<br />

Ergotherapie, Psychotherapie<br />

oder die Ernährungsberatung,<br />

werden die Maßnahmen ausgewählt,<br />

die in meinem speziellen Fall notwendig<br />

sind und mir auch guttun. In verschiedenen<br />

Vorträgen erfährt man<br />

Neues und erhält Tipps, die sich gut in<br />

den Alltag integrieren lassen. Für mich<br />

ist es wichtig, mit meiner chronischen<br />

Schmerzproblematik – wie zum Beispiel<br />

meinen Kopfschmerzen – klarzukommen.<br />

Mir werden Ursachen und<br />

Zusammenhänge erklärt und vor allem<br />

werden mir meine noch offenen<br />

Potenziale zur Verbesserung der Situation<br />

aufgezeigt, so dass ich nach jedem<br />

Aufenthalt neu gestärkt und motiviert<br />

in meinen Alltag zurückkehre.<br />

Besonders dankbar bin ich in diesem<br />

Zusammenhang für die hervorragend<br />

ausgeführte manuelle Therapie, auf<br />

die meine Schmerzen besonders positiv<br />

ansprechen.<br />

<strong>Das</strong> Allgäu ist für mich ein Ort der<br />

Ruhe mit einer wunderschönen beruhigenden<br />

Landschaft, aus der ich meine<br />

Kraft schöpfe. Ich bin ein sehr dynamischer<br />

Typ, setze mich aufs Fahrrad<br />

und laufe viel. Ich kann wirklich sagen,<br />

dass ich hier Körper und Seele in Einklang<br />

bringen kann und ich davon noch<br />

Monate nach der Kur profitiere. Ich<br />

habe hier gelernt, mit meiner <strong>Skoliose</strong><br />

umzugehen, dafür bin ich sehr dankbar.<br />

<strong>Das</strong> Interview für diesen Bericht führte:<br />

Iris Gabriel, Argentalklinik 09/2<strong>01</strong>5.<br />

Fotos: Ralf Lienert<br />

24<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


ADVERTORIAL<br />

Reha-Kliniken aus Oberschwaben und<br />

Alb-Donau-Kreis: Über 3000 Unterstützer in<br />

der Region machen sich für die Reha stark<br />

Pressemitteilung<br />

Geschäftsführer übergeben die Kampagnen-Postkarten an die Politik<br />

von Claudia A. Beltz<br />

Bad Waldsee, 6. Juli 2<strong>01</strong>5. Jede<br />

medizinisch notwendige Rehabilitation<br />

muss genehmigt<br />

und angemessen vergütet werden –<br />

das fordern die Reha-Kliniken in ihrer<br />

Kampagne mit dem Motto „Umsonst<br />

ist keine Reha.“ Im Rahmen dieser von<br />

der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft<br />

(BWKG) initiierten<br />

Kampagne haben sich über 15000<br />

Menschen im Land für die Reha stark<br />

gemacht und Postkarten unterschrieben.<br />

Heute übergeben die Klinikvertreter<br />

von elf Reha-Einrichtungen aus<br />

Oberschwaben und dem Alb-Donau-<br />

Kreis mehr als 3000 Postkarten in Bad<br />

Waldsee an die Politik.<br />

Die positiven Wirkungen einer guten<br />

Rehabilitation sind unbestritten und<br />

weithin bekannt. Trotzdem wird noch<br />

immer nicht jede medizinisch notwendige<br />

Reha genehmigt und bezahlt.<br />

Menschen, die von einer guten Reha<br />

profitieren würden, bleiben noch immer<br />

im Antragsdickicht stecken, über<br />

notwendige Rehas wird teilweise nach<br />

Kassenlage entschieden und die Finanzierung<br />

der Reha-Kliniken ist nach wie<br />

vor unzureichend. Damit das nicht so<br />

bleibt, hat die BWKG im Herbst 2<strong>01</strong>4<br />

eine landesweite Kampagne unter<br />

dem Motto „Umsonst ist keine Reha“<br />

ins Leben gerufen. 91 Reha-Kliniken<br />

haben sich daran beteiligt, und mehr<br />

als 15000 ihrer Patienten und Mitarbeiter<br />

haben landesweit mit ihren<br />

Postkarten die Aktion unterstützt.<br />

Allein in den Kliniken in Aalen, Aulendorf,<br />

Bad Buchau, Bad Saulgau, Bad<br />

Waldsee, Bad Wurzach, Biberach,<br />

Friedrichshafen, Isny, Ravensburg, Ulm<br />

und Wangen wurden mehr als 3000<br />

Postkarten unterschrieben. Diese Unterschriften<br />

werden heute von den<br />

Geschäftsführern der Reha-Kliniken in<br />

Bad Waldsee an Politiker übergeben.<br />

„Wir freuen uns, dass über 3000 Patienten<br />

und Mitarbeiter aus unseren<br />

Kliniken mit ihren Unterschriften zeigen,<br />

dass ihnen die Rehabilitation am<br />

Herzen liegt“, sagte Ellio Schneider,<br />

Geschäftsführer der Waldburg-Zeil<br />

Kliniken, im Namen der anwesenden<br />

Klinikvertreter. Mit der Übergabe sind<br />

konkrete Forderungen verbunden.<br />

„Jede notwendige medizinische Reha<br />

muss angemessen vergütet werden“,<br />

so Schneider, „außerdem müssen die<br />

Antrags- und Genehmigungsprozesse<br />

dringend vereinfacht werden.“ Denn<br />

schließlich profitiere von einer guten<br />

Reha nicht nur jeder einzelne, sondern<br />

die ganze Gesellschaft. Patienten werden<br />

fit gemacht für den Alltag, Familie<br />

und Beruf. Damit steige auch die<br />

www.rueckenzeit-magazin.de<br />

Umsonst ist keine Reha<br />

25


ADVERTORIAL<br />

Lebensqualität. Frühverrentung und<br />

Pflegebedürftigkeit könnten damit<br />

verhindert werden und die Reha trage<br />

zur Sicherung der Arbeitskraft bei.<br />

Die zentralen Forderungen der<br />

Reha-Kampagne fasst Ellio Schneider<br />

wie folgt zusammen:<br />

1. Eine Reha muss schnell und einfach<br />

beantragt werden können. Im Fall<br />

einer Ablehnung müssen die Gründe<br />

dem Betroffenen transparent<br />

gemacht werden.<br />

2. Keine Reha-Steuerung nach Kassenlage:<br />

Jede medizinisch notwendige<br />

Reha muss finanziert werden.<br />

Die weiterhin bestehende Budgetierung<br />

der Reha-<strong>Ausgabe</strong>n der<br />

Rentenversicherung muss aufgehoben<br />

werden. Es muss einen finanziellen<br />

Ausgleich zwischen der<br />

Pflege- und der Krankenversicherung<br />

geben.<br />

3. Die aktuellen Vergütungssätze<br />

reichen nicht, um die notwendigen<br />

Reha-Leistungen zu finanzieren.<br />

Wir fordern ein Gesetz, das endlich<br />

die gerechte Vergütung von<br />

Reha-Leistungen festschreibt!<br />

Seit Herbst 2<strong>01</strong>4 beteiligen sich<br />

91 baden-württembergische Kliniken<br />

an der BWKG-Kampagne „Umsonst<br />

ist keine Reha." Im Mittelpunkt<br />

der Kampagne stehen die ganz persönlichen<br />

Geschichten von Patientinnen<br />

und Patienten. Sie machen<br />

sich für die Reha stark und zeigen in<br />

der Kampagne Gesicht: Auf Postern,<br />

Postkarten und im Internet unter<br />

www.umsonst-ist-keine-reha.de.<br />

Fast 16.000 Postkarten für die<br />

Reha-Kampagne kamen zusammen<br />

– 3000 wurden in Bad Waldsee an<br />

Bundespolitiker übergeben.<br />

Foto: Ralf Lienert<br />

26<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | <strong>01</strong>/2<strong>01</strong>6


Impressum<br />

Herausgeber<br />

Iris Gabriel<br />

Healthcare Marketing & Design<br />

Freilandstraße 41<br />

82194 Gröbenzell<br />

Tel. 08142 4689958<br />

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Iris Gabriel<br />

Redaktion<br />

Iris Gabriel<br />

Gerlinde Wronski<br />

Petra Levator, www.petra-levator.de<br />

Robbie und Josefine<br />

Korrektorat<br />

Dr. Susanne Wohlfarth, www.kodiwo.de<br />

Art Direktion<br />

Brigitte Viehauser, www.viehauser.de<br />

Fotografie<br />

Tom Trenkle, Foto Editorial<br />

Titelfoto<br />

Katrin Dinkel,www.fraudinkel.de<br />

Models: Die Korsisisters<br />

Bezugspreis<br />

je Exemplar 3,50 €<br />

©2<strong>01</strong>6 für den gesamten Inhalt verantwortlich ist<br />

Iris Gabriel. Zweitverwertung nur mit vorheriger<br />

Genehmigung des jeweiligen Autors. Für die Aktualität<br />

der Artikel und Anzeigen kann keinerlei<br />

Haftung übernommen werden. Werbung darf<br />

nicht als Empfehlung für ein Produkt verstanden<br />

werden. Die Redaktion behält sich Kürzungen<br />

und Überarbeitungen vor. Beiträge geben nicht<br />

in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.<br />

Für eingesandte Skripte und Bildmaterialien wird<br />

keine Haftung übernommen.<br />

Die nächste <strong>RÜCKENzeit</strong> erscheint<br />

im Frühjahr 2<strong>01</strong>6<br />

Gewidmet allen <strong>Skoliose</strong> Patienten,<br />

Christa Lehnert-Schroth ( † 22. März 2<strong>01</strong>5)<br />

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Foto: xxx<br />

<strong>RÜCKENzeit</strong> | <strong>Das</strong> <strong>Skoliose</strong>-<strong>Magazin</strong> | 02/2<strong>01</strong>3<br />

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