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SchweineWelt

Schritt für Schritt Zukunft sichern

Familie Atzenberger: v. li. Johann, Sohn Johannes, Regina, zukünftige

Schwiegertochter Elisabeth und Tochter Eva-Maria.

An den Hängen des Vilstals steht

die Hofstelle der Familie Atzenberger

in Kramersepp. Herrlich gelegen

mit Blick auf die fruchtbaren Äcker

des Vilstals und dahinter die Hügelketten

welche Vils und Rott voneinander

trennen. Bei günstiger Wetterlage

sieht man sogar die Spitzen

der Ostalpen.

Im Jahr 1772 wurde die Hofstelle

erstmals urkundlich erwähnt. Seit

dieser Zeit befindet sich diese im

Familienbesitz. Nachdem der letzte

männliche Erbe im 2. Weltkrieg gefallen

war, kam es 1956 durch Heirat zur

Namensänderung. Aus dem bisherigen

Auggenthaler-Hof wurde der

Atzenberger-Hof. Vor 43 Jahren

wurde der Rinderbestand abgegeben

und man stellte auf reine Zuchtsauenhaltung

um. Damals lag die

Betriebsgröße bei 20 bis 25 Tieren

und 120 Mastplätzen. Johann Atzenberger

übernahm 1984 den Betrieb

von seinem Vater. Seither gab es

einige Aus- und Umbaumaßnahmen.

Der Maststall wurde 1988 erweitert.

1992 wurde eine neue Maschinenhalle

errichtet. Fünf Jahre später nahm

man eine zusätzliche Erweiterung

des Maststalles und die Erneuerung

der Flüssigfütterung in Angriff. Die

Fütterung wurde damals auf Computersteuerung

umgerüstet. Ein Fahrsilo

wurde 2008 gebaut.

Hofnachfolger Johannes kam während

seiner Ausbildung mit der Ferkelerzeugung

auf dem Betrieb Veitweber

näher in Kontakt. Der überaus

aufmerksame und praktisch veranlagte

Junglandwirt wollte diese

Erfahrungen gemeinsam mit seinem

Vater auf dem eigenen Hof umsetzen,

um die Zukunft des Betriebes

auf Dauer zu sichern. Mit Augenmaß

wurden die Planungen für einen

neuen Stall in Angriff genommen.

Getreu der Historie auf dem Betrieb:

stetige kleine Wachstumsschritte, die

finanziell überschaubar sind und

dadurch das Risiko gering halten. Im

Jahr 2012 kam es dann zum Neubau

eines Stalles und der Güllegrube. Am

2. Mai war Baubeginn, am 15.

November wurden die ersten Tiere

eingestallt. Die Hülle des 25 x 30

Meter großen Gebäudes ist von Ost

nach West augerichteten. Sie wurde

von der Firma Wolf in Fertigbauweise

erstellt. Die Inneneinrichtung lieferte

und montierte die Firma Schauer.

Der komplette Bau entstand aber in

erster Linie durch die sehr große

Eigenleistung, welche die Familie

aufbrachte. Die Besonderheit am

neuen Stall ist der überdachte und

windgeschützte Auslauf der Wartesauen.

Vom herrlichen Ausblick

bekommen die Tiere allerdings

nichts mit. Um keine Wildschweine

mit dem eigenen Bestand in Berührung

zu bringen, ist der Auslauf mit

Hof von Familie Atzenberger.

Der neue Stall. Links der überdachte Auslaufbereich.

Schweine-Welt - Dezember 2013 3

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