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SchweineWelt

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Schweine-Welt Dezember 2012

Einheitlichkeit trotz Rein-Raus auch im Flatdeck...

immer in ein frisch gewaschenes und

aufgeheiztes Abteil verbracht. Seit

mehreren Jahren verzichtet der

Betrieb auf ätzende und scharfe Desinfektionsmittel

bei den Tieren. Stadler’s

Meinung und Erfahrung nach

reicht sauberes und gründliches

Waschen mit speziellem Schaumreiniger

aus. Nicht nur die Stallungen

werden gewaschen sondern auch

die Tiere, wenn diese vom Wartebereich

in die Abferkelbuchten wechseln.

Die Sauen lassen diese Behandlung

mit einer tierverträglichen

Reinigungslösung mit Wohlgefallen

über sich ergehen.

Als großen Betriebsvorteil sieht

Familie Stadler die relativ hohe Flächenausstattung.

Somit kann außer

Eiweiß und Mineralfutter auf hofeigenes

Getreide als Futter zurück gegriffen

werden.

... beständig bis zur Mastreife.

Aufgrund seiner Industrieerfahrung

und der dortigen Tätigkeit in Qualitätsmanagement

und -sicherung hinterfragt

Bernhard Stadler regelmäßig

die Betriebsabläufe. Um einer gewissen

Betriebsblindheit vorzubeugen

holt er sich auch gerne die Meinung

von Außenstehenden ein. Das Ehepaar

Stadler setzt auf Regionalität in

allen Bereichen von Haus und Hof.

Durch Optimierungen bei den

Betriebsabläufen (automatische Fütterung,

kurze Wege, strohlose Tierhaltung...)

konnte die tägliche

Arbeitsbelastung reduziert werden.

Dies kommt der Familie und seinem

einzigen Hobby, der Jagd, zugute.

Bernhard Stadler nimmt einige

Ehrenämter wahr. Früher war er Aufsichtsratsvorsitzender

der Südferkel,

seit deren Fusion in die VVG Oberbayern-Schwaben

ist er dort im Aufsichtsrat

als Beirat für Ferkelerzeugung

tätig.

Mit Sorge sieht Familie Stadler die

Entwicklung der letzten Jahre, das in

der Ferkelerzeugung der Kostendruck

an diese Betriebe weiter gegeben

wird. Im Gegensatz zu anderen

Branchen sind Deckungsbeiträge

eher zurück gegangen. Dadurch ist

es schwierig geeignete Pachtflächen

zu bezahlbaren Konditionen zu finden.

Als Fazit daraus sieht das

Betriebsleiterehepaar eine zukünftige

Entwicklung ihres Betriebes eher in

Richtung einer größeren Eigenmast

zu einem geschlossenen System.

Generell möchte die Famlie nicht in

Produktionsgrößen einsteigen, bei

denen man auf Fremdarbeitskräfte

angewiesen ist.

Armin Prosteder und Edwin Eifler,

Bayern-Genetik

Der neue Stall (rechts) wurde für einen barrierefreien

Anschluss tief ins Erdreich eingegraben.

Mit innovativer Technik geerntete Maisspindeln werden

als Heiz-Energieträger eingesetzt.

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