Kinderbuch

wacki21

“Hörnchen -Das Buch“
Kinder lieben Bücher, wenn sie schön illustriert sind.
Das Buch erzählt die Geschichte einer kleinen Schnecke , die sich den Gefahren der großen weiten Welt stellt.
Ein Kinderbuch ab 6 Jahre zum selber lesen, (falls man es schon kann)
oder aber auch zum vorlesen lassen, von Mama, Papa, Oma, Opa oder den großen Geschwistern (so man welche hat)

Impressum

Autor: R.D.V. Heldt

Kontaktmöglichkeit:

Ja.hr@t-online.de

Erstveröffentlichung:

April 2014 als e-Book bei Amazon

April 2014 als Printausgabe bei Amazon

Der Text aus diesem Buch darf nicht ohne Genehmigung vervielfältigt werden.

Bei Zitaten bitte einen Link auf die Amazon Buchseite setzen.

Covergestaltung:

R.D.V. Heldt

ISBN-13:978-1499141313

ISBN-10:1499141319

Bilder:

www.canstockphoto.de

R.D.V. Heldt

Hörnchen

Das Buch


1

Unter einer großen Eiche, im dichten Wald, lebte die Familie Schneck.

Vater, Mutter Schneck und viele, viele kleine

Schneckenkinder bewohnten ein wunderschönes Steinpilzhaus, welches

zwei Etagen besaß und in dem auch der Pilzhut ausgebaut war. Eines der

Schneckenkinder war Hörnchen.

Gemeinsam mit den Geschwistern hatte es eine schöne Kindheit. Wenn

das Wetter es zuließ, verbrachten sie die meiste Zeit draußen in der

Natur. Hier trafen sie sich mit Freunden, wie dem Würmchen

Kringelein, das so hieß, weil es so gelenkig war, dass es sich wie eine

Spirale zusammenkringeln konnte, dem Maulwurf Keinauge, der seinen


Namen bekam, weil er total blind war, dem Igel Vegetar, der entgegen

seiner Natur keine Schnecken fraß und dem Schmetterling Sonnenschön,

der noch schöner und bunter strahlte, wenn die Sonne auf seine Flügel

schien.

Wenn diese Rasselbande sich traf, blieb kein Grashalm gerade und die

Blumen bangten um ihre Blüten.

Alle lebten in Eintracht zusammen, denn Feinde kannten sie nicht. Dies

lag auch daran, dass sich alle an eine Regel halten mussten, nämlich, auf

keinen Fall den Hügel, der sich am nördlichen Waldrand befand, zu

überqueren. Vor diesem Hügel waren die Waldwächter postiert, die die

Aufgabe hatten, sofort Alarm zu schlagen, wenn Gefahr drohte und

Feinde von der anderen Seite des Hügels in ihren Wald kamen.

Bei diesen Wächtern handelte es sich häufig um Vögel, die in den hohen

Baumwipfeln lebten, aber auch Kröten übernahmen eine Bodenwache.

Zum Glück passierte es nicht oft, dass ungebetene Gäste die Grenze

überschritten. Sollte dies jedoch einmal der Fall sein, begann ein lautes

Gezwitscher und Gequake und alle Waldbewohner verschwanden in

ihren Behausungen.

Als Hörnchen klein war, dachte es sich nichts dabei, wenn Alarm

ertönte. Das war eben so. Doch je älter Hörnchen wurde, umso mehr

wuchs ihre Neugier.

Fragte sie ihre Eltern, was sich hinter dem Hügel befand, bekam sie

immer die Antwort:

„Das wirst du noch früh genug erfahren. Warte einfach ab.“

In der Schule lernte sie rechnen, schreiben, lesen und auch viele Dinge

des täglichen Lebens. Die weise Eule, die die Kinder unterrichtete,

wusste alles, aber auch sie wich Hörnchens Frage, was sich hinter dem

Hügel befand, immer wieder aus. Sie sagte nur:

„Klug ist, wer nicht danach trachtet in Erfahrung zu bringen, was auf der

dunklen Seite ist. Also sei klug.“

Hörnchen überlegte und ihr fiel ein, dass die Wächter es auch wissen

müssten, denn sie warnten ja schließlich vor den gefährlichen Wesen

oder Dingen, oder vor was auch immer. Doch auch bei ihnen stieß

Hörnchen auf Schweigen.

Es war wie eine Verschwörung und die jungen Waldbewohner bekamen

keine Informationen.

Ihren Freunden und Klassenkameraden war es egal. Sie interessierten

sich nicht dafür. Anders aber Hörnchen.


2

Tagelang beobachtete Hörnchen den Wechsel der Wächter und wartete

nur auf den Augenblick, unbemerkt auf den Hügel zu gelangen.

Eines Abends, Hörnchens Eltern waren überzeugt, dass alle Kinder

schliefen, schlich sie sich leise aus dem Haus und kroch so schnell sie

konnte einen schmalen Pfad entlang, der gerade nicht bewacht war, weil

die Wärter eine Lagebesprechung abhielten. Vor dem Hügel schaute sie

sich noch einmal nach allen Seiten um, ob auch wirklich niemand etwas

bemerkte, und begann dann mit dem Aufstieg.

Es war Sommer und somit lange hell. Erschöpft kam sie auf dem Hügel

an. Ängstlich war sie schon, aber die Neugier war stärker. Hörnchen

streckte ihren Kopf nach oben und schaute. - Hm, - dachte sie

- ich weiß nicht was alle haben, sieht doch gar nicht schlimm hier aus.- Doch im

nächsten Moment sollte sie erfahren, warum es hinter dem Hügel doch

gefährlich war.

Gerade drehte sie ihren Kopf nach rechts, als etwas Gewaltiges auf sie

zugeschossen kam. Blitzschnell verkroch sie sich in ihrem

Schneckenhaus und hoffte, so unentdeckt zu bleiben. Da irrte sie sich

sehr.

Ein junges Kätzchen hatte sie bemerkt und begann nun mit diesem

runden etwas zu spielen.

Mit ihren Tatzen bewegte

es Hörnchen hin und her,

dass es dieser ganz

schwindelig wurde. Es

hörte einfach nicht auf

und dann begann

Hörnchen zu rollen.

Immer wieder bekam sie

einen neuen Tatzenhieb

und immer weiter kullerte

sie, bis, ja bis sie über den

Rand eines Abhangs gestoßen wurde und fiel und fiel. Sie schlug auf und


lag ganz ruhig da. Immer noch benommen vernahm sie eigenartige

Geräusche, die stetig lauter wurden und die sie nie zuvor gehört hatte.

-Was mach ich bloß- dachte sie, noch immer zurückgezogen in ihrem

Häuschen. –Hätte ich nur gehört und wäre nicht so leichtsinnig über den Hügel

gekrochen-. Nun war es zu spät und sie musste sich dem Ungewissen

stellen.

3

Ganz vorsichtig streckte Hörnchen ihren Kopf aus dem Schneckenhaus

und zog ihn schnell wieder ein, denn was sie sah, machte ihr nun richtig

Angst. Mit viel Lärm huschte etwas an ihr vorbei, was so groß war, dass

sie es in diesem kurzen Augenblick gar nicht ganz erfassen konnte. Sie

war verzweifelt. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich wieder

einigermaßen beruhigt hatte. Weil ihr aber bisher nichts passiert war

beschloss sie, sich erneut aus ihrem Häuschen zu wagen.

Der Boden unter ihr war hart und rau. Hörnchen ahnte nicht in welcher

Gefahr sie sich befand, als sie langsam anfing vorwärts zu kriechen. Da

war es wieder, dieses Geräusch, welches immer lauter wurde und ganz

plötzlich huschte wieder solch ein Ungeheuer dicht an ihr vorbei.

„Dreh um und krieche ja nicht

weiter. Dreh um“, hörte sie

immer wieder jemand rufen.

Hörnchen befolgte den Rat,

drehte um und kroch so lange,

bis sie einen gewohnt weichen

Untergrund spürte.

Wieder rauschte ein

Ungeheuer vorbei. Dieses Mal

aber nicht ganz so nah.

Jetzt wollte sie wissen, wer sie

gewarnt hatte und schaute sich

um. In weiter Ferne sah sie eine

andere Schnecke, die sich auf

der anderen Seite dieses

hässlichen, dunklen, harten


Bodens befand und in Hörnchens Richtung blickte.

„Danke“, schrie Hörnchen hinüber. Mehr konnte sie nicht sagen, denn

der Lärm wurde stärker und es schossen immer mehr Ungeheuer an ihr

vorbei, die nun auch noch glühende Augen hatten.

Inzwischen war es dunkler geworden und ihren Retter konnte Hörnchen

auch nicht mehr sehen. Da begann sie zu weinen.

Wieviel Zeit vergangen war, wusste sie nicht, doch plötzlich flatterte

Sonnenschön über ihr und rief:

„Hörnchen? Bist du es? Der ganze Wald ist in Aufruhr. Alle suchen nach

dir. Halte noch einen kurzen Moment aus, ich hole Hilfe.“

Dann flog der Schmetterling wieder davon.

Nach wenigen Minuten kehrte Sonnenschön

mit dem Raben Immerklug zurück.


Dieser packte Hörnchen vorsichtig mit seinen Krallen und schon flog

das Dreiergespann über den Hügel in den sicheren Wald.

Hier wurden sie ungeduldig erwartet.

Als sie gelandet waren, kam Hörnchens Mutter so schnell sie konnte auf

die drei zugekrochen, drückte ihr Kind ganz fest an sich, weinte und

schimpfte dabei:

„Wie konntest du so leichtsinnig sein und über den Hügel gehen, obwohl

du wusstest, dass dies nicht erlaubt ist?“

Innerlich war sie jedoch überglücklich, ihr Kind unbeschadet

wiederbekommen zu haben.

Inzwischen war auch der Vater bei ihnen. Auch er drückte sein

Hörnchen an sich. Ihm war klar, dass er solch ein Verhalten nicht

durchgehen lassen konnte und sagte darum:

„Damit du darüber nachdenken kannst was du angestellt und wie du uns

alle in Angst und Schrecken versetzt hast, bekommst du drei Tage

Hausarrest. Anschließend unterhalten wir uns dann.“

Eine Widerrede war zwecklos, dies war Hörnchen bewusst. Der Vater

dankte noch allen, die sich an der Suche beteiligt hatten und gemeinsam

gingen sie dann ins Haus.

Hörnchen teilte sich ein Zimmer mit ihren vier Geschwistern. Als sie

allein waren und die Eltern sich nach unten in ihr Schlafzimmer begeben

hatten, scharten sich alle um Hörnchen und wollten wissen, wie es denn

hinter dem Hügel war und was sie dort gesehen hatte. Hörnchen wollte

aber nicht darüber reden, denn sie hatte das Erlebte selbst noch nicht

begriffen. Darum sagte sie nur:

„Ich bin müde. Lasst mich in Ruhe. Wir sprechen später darüber.“

Enttäuscht gingen die vier in ihre Betten und schliefen bald ein. Nur

Hörnchen lag noch eine ganze Weile wach im Bett. Sie fand keine Ruhe,

dachte immer an die Ungeheuer und ärgerte sich auch über den

Hausarrest, bis sie dann doch endlich erschöpft einschlief.

4

Die nächsten drei Tage verliefen einer, wie der andere. Nach der Schule

wurden Hausaufgaben gemacht und während anschließend Hörnchens

Geschwister und ihre Freunde draußen spielten, schaute sie sehnsüchtig


aus ihrem Zimmerfenster zu. Jeder Versuch die Eltern umzustimmen, sie

doch raus zu lassen, schlug fehl. Die Eltern blieben hart.

Am vierten Tag riefen die Eltern Hörnchen zu sich.

„Nachdem du nun genügend Zeit zum Nachdenken hattest, erzähle uns

was passiert ist und was dich überhaupt veranlasst hat über den Hügel zu

gehen, obwohl du wusstest, dass es verboten ist“, begann der Vater das

Gespräch.

Hörnchen hatte sich tatsächlich Gedanken gemacht und fing an zu

erzählen:

„Als ich auf dem Hügel war, sah es erst gar nicht anders aus wie hier bei

uns. Doch plötzlich kam etwas auf mich zu und schubste mich so lange,

bis ich irgendwo hinunterfiel. Dort war es dann schon anders, irgendwie

gruselig. Große Ungeheuer huschten an mir vorbei und unter mir war es

hart und rau. Was dies war, weiß ich nicht. So etwas habe ich noch nie

gesehen. Es war einfach mitten in der Erde und ganz breit.

Aber ich habe auch eine Schnecke auf der anderen Seite dieser breiten

dunklen Fläche gesehen, die mir zugerufen hat, dass ich umkehren soll.

Wie kommt die Schnecke dort hin, wenn es uns doch verboten ist?“

Aufmerksam hörten die Eltern zu. Bevor sie jedoch auf Hörnchens

Frage antworteten, wollte der Vater noch den Grund wissen, warum

Hörnchen auf die andere Seite gegangen war.

„Egal wen man gefragt hat, warum es nicht erlaubt ist über den Hügel zu

gehen, man hat von keinem eine Antwort bekommen. Es war einfach

nur verboten. So war ich neugierig und wollte wissen, was denn so

schlimm dort drüben war, dass niemand darüber sprach. Warum erzählt

ihr uns nicht, welche Gefahren dort lauern? Dann wüssten alle Bescheid

und würden nie auf die Idee kommen, über den Hügel zu gehen.“

Ratlos schauten die Eltern sich an, denn insgeheim mussten sie

Hörnchen zustimmen. Es war durchaus richtig wenn sie sagte, dass sich

freiwillig niemand in Gefahr begeben und über den Hügel steigen würde,

wenn bekannt wäre, was ihn dort erwartet. Wie eine Schnecke dort

hingelangte und sogar auf der anderen Seite lebte, war auch ihnen ein

Rätsel. Um nichts Falsches zu sagen kam vom Vater die Antwort:

„Viele Dinge können wir dir auch nicht erklären und darum halte ich es

für das Beste, wir gehen gemeinsam die weise Eule besuchen. Sie wird

die Antworten haben.“


So geschah es und nachdem Hörnchen der Eule alles so berichtet hatte,

wie zuvor ihren Eltern, begann diese zu sprechen:

„Vor langer Zeit war alles ein großer Wald, in dem jedes Tier seinen

eigenen Bereich hatte. Sicherlich kam es schon vor, dass sie sich

untereinander bekriegten, hatten dann aber immer genügend Platz, sich

aus dem Weg zu gehen. Eines Tages fingen riesige aufrecht gehende

Zweibeiner, die Menschen genannt werden, damit an, eine Schneise in

den Wald zu schlagen. Bäume wurden gefällt und mit großen

Monstermaschinen wühlten sie den Boden auf. Anschließend stampften

sie ihn wieder ganz fest und gossen eine dampfende schwarze Masse

drauf, die nach einiger Zeit fest und hart wurde. Sie bauten eine Straße

mitten durch den Wald. Dies war es auch, was du gesehen hast,

Hörnchen. Eine Straße.

Bei den Ungeheuern die du beschreibst, handelt es sich um Autos. Diese

werden von den Menschen gebaut und dienen ihnen zur Fortbewegung.

Die Straße teilte nicht nur den Wald, sondern spaltete auch den

Lebensraum der Tiere. Es gibt also gleiche Tierarten auf beiden Seiten.

Darum hast du auch die Schnecke gesehen. Allerdings leben wir auf

unserer Seite friedlich miteinander, was drüben nicht der Fall ist. Dort

heißt es fressen, oder gefressen werden. Es herrscht keine Harmonie und

Zusammenhalt und eine Freundschaft zwischen Schnecken, Igeln,


Würmchen, Raben, Maulwürfen, um nur einige zu nennen, ist

undenkbar.

Aus diesem Grund, damit nicht jedes gefährliche Tier bei uns eindringen

kann, haben fleißige Waldbewohner damals den Hügel errichtet, der

seitdem bewacht wird und vor ungebetenen Eindringlingen schützt.

Hab ich deine Fragen beantworten können?“ wandte die Eule sich

Hörnchen zu.

Nicht nur Hörnchen, die fleißig mit dem Kopf nickte, war beeindruckt,

sondern auch ihre Eltern, denn so ausführlich hatte es ihnen noch

niemand erklärt und das, was sie wussten, erfuhren sie immer aus

Erzählungen anderer, die weitergaben was sie gehört hatten, aber keiner

von ihnen jemals hinter dem Hügel war.

Sie bedankten sich bei der Eule und wollten gerade den Heimweg

antreten, als diese sagte:

„Was mich nachdenklich gemacht hat, waren die Gründe die Hörnchen

angeführt hat, warum sie über den Hügel gegangen ist. Darum bin ich zu

der Meinung gelangt, alle darüber aufzuklären, was es mit dem Hügel auf

sich hat und welche Gefahren lauern, denn Wissen kann vor Fehlern

schützen. In Zukunft wird es also kein Geheimnis mehr bleiben, was auf

der anderen Seite geschieht. Dies ist ganz allein dein Verdienst,

Hörnchen, und dafür danke ich dir.“

Voller Stolz nahmen die Eltern ihr Hörnchen in die Mitte und krochen

gemeinsam heim.

Das Buch können sie bestellen als E-Book oder Printausgabe bei

Amazon.de

unter

R.D.V. Heldt

Trailer zum Buch > Hörnchen-Das Buch =

https://www.youtube.com/watch?v=ssYPnD_Mdwc

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