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Generation 5 - Gottwald Port Technology

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Generation 5

You Name it, We Crane it

Hafenkrane der Generation 5


2

Gottwald eröffnet Horizonte

1.000 verkaufte Hafenkrane und jetzt die Generation 5

Seit 100 Jahren bewegt Gottwald

mit dem Bau von Hafenkranen

erfolgreich das Hafenumschlaggeschäft.

Das Unternehmen steht

heute als weltbekannte Marke, die

im Laufe der Jahrzehnte stets viel

Dynamik bewiesen hat.

Davon zeugt auch die Erfindung des

Hafenmobilkrans durch Gottwald

vor 50 Jahren. Ein Meilenstein in der

Geschichte des Kranbaus. Seither

sind 1.000 Krane dieser Bauart vom

Weltmarktführer Gottwald verkauft

worden. Eine Zahl, die das Vertrauen

vieler Kunden weltweit in Gottwald

widerspiegelt – in die Marke, in der

Bewegung steckt.

Die Generation 5

Gottwald Port Technology eröffnet

jetzt einmal mehr Horizonte. Mit

den Hafenkranen der Generation 5.

Eine Kran-Generation, die neue

Maßstäbe setzt. Variantenreich und

servicefreundlich wie nie zuvor. Mit

unterschiedlichsten Traglasten, Hubgeschwindigkeiten

und Antriebsleistungen.

Natürlich Gottwald-typisch dieselelektrisch

angetrieben und aufbauend

auf der Gottwald Hafenmobilkran-

Technologie. Leistungsstark bis hin

zu den größten Hafenmobilkranen

der Welt. Auf bereiftem Chassis,

schienengebundenem Portal oder

auf Ponton. Und überzeugend in

Kran-Klassifikation und Lebensdauer.

Neue Dimensionen

Mit den Gottwald Hafenkranen der

Generation 5 stößt der Hafenumschlag

in neue Dimensionen und

Anwendungsbereiche vor. Höher,

schneller, stärker. Für den profes-


sionellen Güterumschlag an allen

Schiffsgrößen in Hafenterminals

jeder Art. Jetzt mit noch höheren

Umschlagleistungen bei allen Anwendungen.

Ergebnis modernster Technologie,

die Gottwald Hafenkrane auf eine

Stufe stellt mit Spezialgerät für

Container- und Schüttgutumschlag.

Hafenkrane mit innovativer Ausstattung

und den Gottwaldspezifischen

Merkmalen höchster

Mobilität, Vielseitigkeit, Flexibilität

und Wirtschaftlichkeit.

Bedarfsgenau zugeschnitten auf

individuelle Kundenanforderungen,

Schiffsgrößen und Umschlagarten.

Die Hafenkrane der Generation 5 –

You Name it, We Crane it.

3


4

Globalisierung, Privatisierung, Konkurrenz-

und Kostendruck sowie

Konzessionen von begrenzter Dauer

stehen für einen dynamischen Wandel

im Umschlaggeschäft, der mit

wachsenden Schiffsgrößen sowie

der Erweiterung und dem Neubau

von Terminals einhergeht.

Dynamisch sind auch die Entwicklungen

in der Umschlagtechnik durch

die Forderung von Häfen, Stauereiunternehmen

und Schifffahrtslinien

nach:

■ höheren Umschlagleistungen

und Traglasten,

■ vielseitigen Einsatzmöglichkeiten

und/oder hohem Spezialisierungsgrad,

■ Wirtschaftlichkeit in Anschaffung

und Betrieb sowie

■ besonders individuellen Lösungen.

Gottwald erfüllt die Anforderungen

Hier greifen die Gottwald Hafenkrane

der Generation 5. Ein revolutionäres

Hafenkrankonzept, das sich erstreckt

auf:

■ Hafenmobilkrane,

■ Hafenschienenkrane und

■ Hafenpontonkrane.


Gottwald Hafenkrane der Generation 5

Für alle Schiffsgrößen, Terminals und Anwendungen

Die Generation 5

hat ihren Ursprung im

Hafenmobilkran, einem

weltweit 1.000-fach bewährten

Umschlaggerät für den universellen

oder speziellen Einsatz. Davon profitieren

auch schienengebundene

Krane sowie Pontonkrane, die je

nach Hafen-Infrastruktur auf engen

oder Spezialkais, bzw. im Schiff-zu-

Schiff-Umschlag, zum Einsatz kommen.

Großer Variantenreichtum

Besonderes Merkmal der Generation 5

ist die große Variantenvielfalt. Realisiert

auf der Basis von Kranmodellen,

die unter Nutzung vieler Gleichteile

einem einheitlichen Konstruktionsprinzip

folgen und kurze Lieferzeiten

haben. Dazu vergleichsweise niedrige

spezifische

Investitionskostensowohl

in Anschaffung

und Betrieb

als auch mit

Blick auf die

Erstellung

der gesamten

Kai-Infrastruktur.

Weitere Merkmale

Gottwald Hafenkrane

der Generation 5 ermöglichen:

■ bis zu 20% höhere Umschlagleistungen,

■ Traglasten bis zu 200 t,

■ bis zu 63-t-Greifer-Kurve,

■ das Arbeiten an allen Schiffsgrößen

bis hin zu Post-Panamax-

Schiffen sowie

■ lange Lebensdauer.

Mit Traglasten von 74 bis 200 t steht

die Generation 5 für ein bislang

beispielloses Konzept im Hafenkransegment

durch:

■ die Kranmodelle 6, 7 und 8 mit

ihren zahlreichen Varianten,

■ höchste Servicefreundlichkeit,

■ anwendungsorientierte

Kran-Klassifikation,

■ eine Vielzahl technischer

Verbesserungen,

■ zahlreiche serienmäßige Features,

Gottwald-typische diesel-elektrische

Antriebstechnik.

Das bahnbrechende Konzept der

Generation 5 orientiert sich an den

individuellen Anforderungen von

Betreibern. Dabei gilt es nicht nur,

Schiffsgrößen, Terminal-Infrastrukturen,

Umschlagleistungen und

Güterarten zu beachten, sondern

auch die jährliche Kraneinsatzdauer

sowie Umgebungsbedingungen mit

zu berücksichtigen.

Hafenkrane der Generation 5 sind

konzipiert für Spezial- oder Mehrzweckterminals

mit unterschiedlichsten

Schwerpunkten. Zu den

typischen Beispielen aus einer

Vielzahl von Anwendungen zählen:

■ intensiver und schneller Containerumschlag

an allen Schiffsgrößen,

einschließlich Twinliftbetrieb,

■ Containerumschlag an bestimmten

Schiffsgrößen, z.B. an Panamax-

Schiffen,

■ Containerumschlag sowie signifikanter

Anteil von Schwerlasthüben

in Mehrzweckterminals,

■ hohe Greiferkapazitäten für den

ununterbrochenen professionellen

Schüttgutumschlag (4-Seil-Greifer),

■ häufiger Wechsel zwischen

Umschlagarten einschließlich

Container-, Stückgut- und Schüttgutumschlag

in kleinen und

mittleren Mehrzweckhäfen,

■ hohe Umschlaggeschwindigkeiten

bei geringer Traglast für den

Umschlag von z.B. Paletten.

Für alle Schiffsgrößen, Terminals und

Anwendungen – der auf individuelle

Kundenanforderungen ausgelegte

Variantenreichtum der Generation 5.

Ausgedrückt durch das Versprechen

von Gottwald:

You Name it, We Crane it.

5


6

Die Generation 5 im Dialog

Kunden fragen, Gottwald antwortet

Hafenmobilkran G HMK 8710 im Containerumschlag an einem Panamax-Schiff

Kunde: ‘You Name it, We Crane it’

– hält die Aussage, was sie verspricht?

Betreiber sagen, wie sie

ihren Hafenkran gerne hätten

und Gottwald konfiguriert das

Gerät gemäß diesen Wünschen?

Gottwald: Genau das bedeutet es.

Jeder Kunde stellt andere, eben individuelle

Anforderungen an seinen

Hafenkran. Da muss man als Anbieter

flexibel reagieren. Deshalb haben wir

die Modelle 6, 7 und 8 entwickelt,

die sich wiederum in zahlreiche

Varianten erstrecken und ganz

unterschiedliche Konfigurationen

ermöglichen. Dabei umfasst die

Generation 5 alle Gottwald Krantypen

– also Hafenmobil-, Hafenschienen-

und auch Hafenpontonkrane.

Die Generation 5 verbindet Einheitlichkeit

mit Vielfalt. Sie ist einheitlich

in Baukonzept und -art über alle drei

Modelle und die eingesetzten Komponenten

hinweg – eine Art Baukastenprinzip

unter Nutzung vieler

Gleichteile, was auch die kurzen

Lieferzeiten der Hafenkrane erklärt.

Sie ist gleichzeitig variantenreich

durch das gezielte Zusammenstellen

von Komponenten bezogen auf das

Einsatzgebiet eines Krans.

Kunde: Können Sie das spezifizieren?

Gottwald: Die Hafenkrane der

Generation 5 folgen einem einheitlichen

und in sich geschlossenen

Konstruktionsprinzip mit gleichen

Geometrien für Unterwagen,

Oberwagen, Turm und Ausleger.

Die Krane orientieren sich an allen

Schiffsgrößen, der spezifischen

Art und Aufgabe eines Terminals

sowie den Anwendungen. Je

nach Modell verfügen sie

über Traglasten bis zu

200 t und Ausladungen

bis zu 56 m, Hubgeschwindigkeiten

von 75 bis

140 m/min

und Antriebsleistungen

von 750

bis 1.645 kW. Zudem

wurde darauf geachtet, jedem

Modell eine eigene 4-Seil-Greifer-

Variante zur Seite zu stellen, die

den besonderen Gegebenheiten des

professionellen Schüttgutumschlages

Rechnung trägt.

Das passende Kranmodell

samt passender Variante

wird mittels Kran-

Konfigurator ermittelt


Für den jeweiligen Einsatzfall werden

die Kranmodelle gezielt mit Hubwerken

unterschiedlicher Konfiguration

und unterschiedlichen Hubgeschwindigkeiten,

einer entsprechenden

Anzahl von Drehwerken sowie

der jeweils erforderlichen Antriebsleistung

ausgestattet. Ähnlich dem

Automobilbau, wo auf Basis einheitlicher

Plattformen Fahrzeuge hinsichtlich

Motorleistung und anderer

Austattungsmerkmale konfiguriert

werden.

Gleichzeitig sind die Hafenkrane

gemäß der geforderten Anwendung

und der jährlichen Betriebsstunden

für lange Lebensdauer ausgelegt.

Das ist eine Frage der

Kran-Klassifikation, und

auf die hat Gottwald bei

der Entwicklung der

Generation 5 ganz

besonderes Augenmerk

gelegt.

Kunde: Kran-

Klassifikation –

würden Sie das näher

erläutern?

Gottwald: Es kommt ja nicht nur

darauf an, in einen ‚starken’ Kran

zu investieren. Was nützt es, wenn

dieser nach ein paar Jahren schon

zum ‘alten Eisen’ zählt? Gerade bei

ununterbrochener Nutzung, wie

z.B. im intensiven Container- oder

im professionellen Dauerumschlag

von Schüttgütern mit bis zu 6.000

Betriebsstunden im Jahr, steht die

Lebensdauer

im

Zentrum.

Und damit

untrennbar verbunden

ist die

Kran-Klassifikation

– also die maschinen-

und stahlbautechnische

Auslegung,

Konstruktion und Beschaffenheit

des Geräts.

Ein wichtiger Zusammenhang,

den Gottwald besonders

transparent aufzeigt

und dem die Krane der

Generation 5 durch jeweils

geeignete und auf Kundenbedürfnisse

abgestimmte

Kran-Klassifikation bis hin zu

A8 gezielt Rechnung tragen.

Kunde: Wie kann Gottwald

bei der Vielzahl der Varianten

‘die’ Lösung finden?

Gottwald: Hier kommt uns

unsere Erfahrung aus 50 Jahren

Hafenkranbau zugute. Auf

dieser Basis haben wir einen

Kran-Konfigurator entwickelt,

der uns im Dialog mit dem Kunden

hilft, anhand aller maßgeblichen

Parameter (Schiffsgröße, Art

der Umschlaggüter, jährlicher

Einsatzdauer, etc.) das passende

Modell samt passender Variante

zu konfigurieren. Das Ganze

anschaulich und aussagekräftig

dargestellt und versehen mit allen

notwendigen Informationen.

7


8

Weiter im Dialog

Über Veränderungen und Verbesserungen

Einzeln gelenkte Achsen für kleinste Kurvenradien

und minimalen Reifenverschleiß

Kunde: Wie sieht es mit neuen

Ausstattungsmerkmalen oder

Verbesserungen im Detail aus?

Gottwald: Davon gibt es eine Vielzahl.

Nehmen Sie z.B. die einzeln

lenkbaren Achsen, die die exakte

Positionierung des Hafenmobilkrans

u.a. durch Krebsgang erleichtern.

Oder das automatische Abstützsystem,

das das Verfahren und die

Abstützung am Schiff beschleunigt.

Überzeugend aber auch die Funkfernsteuerung

für z.B. den vereinfachten

Wechsel von Lastaufnahmemitteln

sowie die Optionen für das

Lastführungssystem und die Lastpendeldämpfung

zur Erhöhung der

Umschlagleistung. In der Gesamtheit

der technischen Ausstattung kann

die Umschlagleistung mit Hafenkranen

der Generation 5 je nach Anwendung

und Umgebungsbedingungen um

maximal 20% ansteigen.

Des weiteren ist die Achszahl des

Unterwagens so bemessen, dass die

Hafenkrane der Generation 5 auch

auf schwächeren Kais problemlos

eingesetzt werden können. Und da

die Stapelhöhe bei Containerschiffen

mittlerweile um zwei Container angestiegen

ist, sind die Türme der

Generation 5 insgesamt höher

konstruiert und die Turmkabinen

sind höher positioniert.

Schließlich haben wir auch den

Zuliefermarkt sehr genau analysiert

und nutzen für unsere Hafenkrane

in allen Bereichen modernste Technik

von führenden Herstellern. Im Gleichklang

mit Gottwald entwickeln auch

diese Partner sich ständig weiter.

Kunde: Haben Sie auch an den

Bereich ‘Service’ gedacht?

Gottwald: Ein ganz wichtiger Punkt.

Schließlich sind Hafenkrane Teil einer

Transportkette und werden vielfach

bis zu 6.000 Stunden p.a. betrieben.

Besonderen Wert haben wir daher

auf erweiterte Diagnosemöglichkeiten

gelegt. Natürlich auch auf gute

Erreichbarkeit aller Komponenten.

Daneben lassen sich alle Aggregate

schnell ausbauen, z.B. durch abnehmbare

Seitenwände am Oberwagen.

So kann auch der Diesel-

Generator, der auf einen Schlitten

montiert ist, seitlich leicht herausgezogen

werden. Mit Blick auf das

Der zunehmenden Stapelhöhe

bei Containerschiffen begegnet die

Generation 5 mit höheren Türmen

Servicepersonal wurde zudem darauf

geachtet, dass alle Arbeiten im

Stehen ausgeführt werden können.

Das zeigt sich gerade im jetzt zweistöckig

ausgelegten Oberwagen, der

über ein erweitertes Raumangebot

für Maschinen und Komponenten

Abnehmbare Seitenwand am Oberwagen und

auf Schlitten montierter Diesel-Generator

verfügt. Durch den hohen Anteil von

Gleichteilen in allen Kranmodellen –

und damit einheitlichen Ersatzteilen –

profitieren Kunden im Übrigen auch

von vereinfachter Ersatzteilhaltung.

Kunde: Spielen auch Umwelt und

Sicherheit eine Rolle?

Gottwald: Mit den Hafenkranen der

Generation 5 haben wir nicht nur

den Anwendungsbereich ausge-

Zwei G HMK 8710 der Generation 5

(hinten) und ein HMK 300 E der

Generation 4 (vorne) im Containerumschlag

im Hafen von Carrara, Italien


dehnt, sondern auch das Portfolio

erweitert und technisch weiterentwickelt.

Betreiber stellen heute

gezielte Anforderungen an umweltverträglichen

und sicheren Hafenkranbetrieb.

Schließlich gilt es,

mit den ‘Green-Port’-Bestrebungen

Schritt zu halten, Mensch und Gerät

zu schützen und die Umschlagleistung

im harten Wettbewerb auch durch

Teilautomatisierung anzuheben.

Einen wesentlichen Beitrag zum

Umweltgedanken leistet dabei das

Gottwald-typische diesel-elektrische

Antriebskonzept, das auch die

Generation 5 begleitet. Es sichert

geringe Schallemissionen und ausgezeichneten

Wirkungsgrad, der

seinerseits für geringen Kraftstoffverbrauch

und damit für minimale

Schadstoffemissionen steht.

Kunde: Was macht Sie so sicher,

dass die neue Generation 5

erfolgreich wird?

Gottwald: Natürlich haben wir

den intensiven Dialog mit Kunden

geführt. Und zwar mit ganz unterschiedlichen

Kunden. Da gibt es

welche, die Hafenkrane im Dauerbetrieb

über das ganze Jahr hinweg

einsetzen. Aber auch solche, deren

jährliche Kraneinsatzzeiten 2.000

Stunden nicht übersteigen.

So haben wir die ganze Bandbreite

unterschiedlichster Kundenanforderungen

angetroffen. Und daraus

dann das modulare Konzept der

Generation 5 entwickelt, das jedem

Kunden heute den Hafenkran

ermöglicht, der seinen individuellen

Bedürfnissen entspricht. Ganz nach

dem Leitsatz der Generation 5:

You Name it, We Crane it.

G HPK 8200 B beim Umschlag von Kohle

im Hafen von Amsterdam, Niederlande

9


Generation 1

Generation 2

Generation 3

Generation 4

10

1956: Vorstellung

des weltweit ersten

Hafenmobilkrans, noch

basierend auf dem Fahrwerk

eines Fahrzeugkrans

1978: Hafenmobilkran

mit speziell für die

Anforderungen des

Hafenumschlags entwickeltem

Ober- und

Unterwagen

1985: Einführung des

Hafenmobilkrans mit

Turm in ‘A-Frame’-Bauweise

1995/2000: Hafenmobilkran,

bei dem alle Maschinen und

Antriebe im Oberwagen integriert

sind

2006: Markteinführung der

Hafenkran-Generation 5 mit

einer nie zuvor dagewesenen

Variantenvielfalt


Der Variantenreichtum der Generation 5

You Name it, We Crane it

Nachdem Gottwald vor 50 Jahren

den Hafenmobilkran erfand und

dieses weltweit erfolgreiche Umschlaggerät

über die Jahrzehnte mit

immer neuen Kran-Generationen

kontinuierlich weiterentwickelt hat,

präsentiert das Unternehmen die

aktuelle Generation 5 mit den

Modellen 6, 7 und 8. Modernste

Hafenkrane mit nochmals erhöhter

Leistungsfähigkeit und einzigartigem

Variantenreichtum (s. Tabelle unten).

Modell 6

Modell 7

Modell 8

Krantyp Variante max. Traglasten [t] max. Hubgeschwindigkeiten [m/min] max. Ausladungen [m]

G HMK

(G HSK)

(G HPK)

G HMK

(G HSK)

(G HPK)

G HMK

(G HSK)

(G HPK)

74 100 140 200

Modell 6 auch mit 8 Achsen, Modell 7 auch mit 10 Achsen;

Vollständige technische Daten siehe Datenblätter im Anhang

Generation 5 mit neuen Krannamen

Aufgrund ihres Variantenreichtums

tragen die Hafenkrane der Generation 5

neue Bezeichnungen.

Den bekannten Krantyp-Kürzeln

’HMK’, ‘HSK’ und ‘HPK’ steht jetzt

ein ‘G’ für Gottwald voran. Gefolgt

werden die Kürzel von Zahlenangaben

für Modell und Hubwerk sowie

für Achsen oder Räder. Im Fall der

4-Seil-Greifer-Variante folgt als

ergänzender Buchstabe noch ein ‘B’.

Nachfolgend ein Beispiel:

100*

40

100*

50

80*

63

Gottwald Logoelement

75 90 100 110 120 140 50 51 56

6307 ● ● ●

6407 ● ● ● ●

6407 B ● ● ●

7308 ● ● ●

7408 ● ● ● ●

7608 ● ● ●

7408 B ● ● ●

8410 ● ● ● ●

8610 ● ● ●

8710 ● ● ● ●

8310 B ● ● ●

HMK

Krantyp

*Schwerlast (oben), 4-Seil-Greifer (unten)

Modell

Anzahl der Achsen (G HMK)

oder Räder (G HSK),

bei G HPK ‘00’

7408 B

Hubwerkvariante

Zusatz bei

4-Seil-Greifer-Kran

11


12

Krane und Komponenten

Konfigurationen für alle Kundenanforderungen

Die Generation 5 umfasst die

Hafenkrane der Modelle 6, 7 und 8.

Die Krane können mit verschiedenachsigen

Unterwagen ausgerüstet

werden sowie mit Portal oder Ponton.

Des weiteren mit Hubwerken unterschiedlicher

Konfiguration und Hub-

Turm

Oberwagen

Unterwagen

Modell 6

max. 51 m

Ausladung

geschwindigkeiten, einer entsprechenden

Anzahl von Drehwerken sowie

Diesel-Generatoren unterschiedlicher

Leistung. Jedem Modell steht darüber

hinaus eine spezielle 4-Seil-

Greifer-Variante für den professionellen

Schüttgutumschlag zur Seite.

Portal

max. 51 m

Ausladung

4-Seil-Greifer-Variante

mit vorgezogener

Kabine (optional)

7 Achsen 8 Achsen

Portal auf Ponton

In ihrer Gesamtheit bietet die Hafenkran-Generation

5 damit eine größtmögliche

Variantenvielfalt.

Modell 7

max. 51 m

Ausladung

max. 51 m

Ausladung

4-Seil-Greifer-

Variante mit

vorgezogener

Kabine (optional)


Modell 8

max. 56 m

Ausladung

4-Seil-Greifer-Variante

mit vorgezogener

Kabine (optional)

10 Achsen

Ponton

max. 50 m

Ausladung

Hubwerke

bis 100 t

ein 2-Seil-

Hubwerk

Drehwerke

1x

bis 140 t

ein 4-Seil-

Hubwerk

Diesel-Generatoren

750 kW

895 kW

1.112 kW

bis 200 t

und für

4-Seil-Greifer

zwei 2-Seil-

Hubwerke

2x 3x 4x

1.645 kW

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14

Eine neue Dimension entdecken

Generation 5

Mit innovativer Hand

und viel Kranverstand hat

Gottwald Port Technology

die Hafenkrane der

Generation 5 mit zahlreichenAusstattungsmerkmalen

versehen.

Drehmomentgeregelte

Kabeltrommel für gute

Stromkabelführung,

minimale Kabelbelastung

und lange Kabelstandzeiten.

Je nach Modell 7-, 8- oder 10-achsig. Jede Achse

einzeln gelenkt. Dadurch wendig und gut manövrierbar.

Krebsgang für einfache Positionierung am Schiff selbst

auf engstem Raum.

Dichtes Positionieren und Arbeiten

am Schiff durch erhöhten Ausleger-

Anlenkpunkt. Große Podeste für

einfachen Zutritt bei Wartungsarbeiten.

Schneller, wettergeschützter Auf-

und Abstieg (Treppenneigung 50°).

Hoher Turm in verwindungssteifer

geschlossener Kastenbauweise.

Vereinfachte Wartung und

Inspektion durch Podeste.

Gute Zugänglichkeit zu allen

Aggregaten und viel Platz für aufrechtes

Arbeiten in allen Bereichen durch doppelstöckigen

Oberwagen.


Dauerhaft spielfreie Flanschverbindungen

von Auslegerkopf- und -fußteil für hohe

Steifigkeit und exakte Kranbewegungen.

Hohe Verfügbarkeit durch erweiterte

Diagnosemöglichkeiten per Kran-

Management-System Visumatic ® .

Erhöhte Position der Turmkabine für

gute Sicht. Ergonomisch gestaltet mit

bestem Komfort.

Hubwerk und Diesel-

Generator hinten platziert

mit dem Vorteil eines reduzierten

Krangewichts.

Minimale Staubbelastung

der Maschinen und

Aggregate durch aktives

Staubschutzsystem.

Leitern für sicheren Aufstieg zum

Turmkopf. Erweitertes Podest für

einfachen Zugang zu allen Seilrollen

ohne Zusatzkran bei Wartungsarbeiten.

Noch bessere Sicht ins Schiff durch

vorgezogene Kabine (Option).

Bewährte H-Abstützung. Zwei Abstützträger-Varianten

für einfaches Passieren von

Engstellen. Automatisches Abstützsystem

mit Abstützdrucküberwachung.

Abstützplatten nach Kaibeschaffenheit.

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16

Einblicke in modernste Technologie

Generation 5

Oberes Stockwerk

■ 2,5 m lichte Höhe

■ separate, großzügig dimensionierte Räume für:

- bis zu 2 Hubwerke in unterschiedlichen

Konfigurationen

- Hydraulikeinheit inklusive -tank

- Elektroausrüstung

■ geräumiges Treppenhaus zum Turm hin

■ Hubwerk im hinteren Bereich des

Oberwagens platziert:

- für gute Seilführung außerhalb

des Turms

- zur Reduzierung des Krangewichts

Hubwerke

■ in Modulbauart

■ in U-Form für gute Zugänglichkeit

und Wärmeabfuhr

■ als 1 x 2-, 1 x 4- und 2 x 2-Konfiguration

gemäß Kranvariante

und Einsatzgebiet

■ einlagige Seilwicklung für

minimalen Seilverschleiß

■ Gleichstromantrieb für weiche

Beschleunigung und Verzögerung

der Hubbewegung


Zentralschmieranlage

■ garantiert regelmäßige und

gute Schmierung von Drehkranz,

Auslegerfuß- und Wippzylinderlager

■ optional erweiterbar für Unterwagen

und Seilrollen

Elektroraum

■ elektrische Steuerungs- und

Kontrolleinheiten

■ Gleichrichtereinheiten zur

Umwandlung von Dreh- in Gleichstrom

■ übersichtlich in Funktionsgruppen

unterteilt

■ Diagnosestand zur einfachen

Fehlerdiagnose

■ beheizt und klimatisiert

Hydraulikaggregat

■ drehstromangetriebene

Axialkolbenpumpe

■ versorgt Wippzylinder, Fahrwerk-,

Abstütz-, Lenk- und Bremssysteme

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18

Externe Stromversorgung (Option)

■ für Fremdstromeinspeisung

aus Hafennetz vorbereitet

■ einfaches Umschalten, da Krane

diesel-elektrisch angetrieben

■ verbessert Wirkungsgrad,

verringert Schadstoff- und

Schallemissionen

Aufstiege

■ bequemer Aufstieg

auf den Unterwagen

■ einheitliches Baukonzept

aller Treppen des Krans


Unteres Stockwerk

■ 2,5 m lichte Höhe

■ separate, großzügig ausgelegte

Räume für:

- Diesel-Generator

- bis zu 4 Drehwerke

■ geräumiges Treppenhaus zum

oberen Stockwerk hin

■ Diesel-Generator zur Reduzierung

des Krangewichts im hinteren

Bereich des Oberwagens platziert

Drehwerke

■ baugleiche Drehwerke in

Modulbauart

■ Anzahl gemäß Kranvariante

und Einsatzgebiet

■ Gleichstromantrieb für weiche

Beschleunigung und Verzögerung

der Drehbewegung

Diesel-Generator

■ auf Schlitten montiert

■ Tagestank daneben platziert,

automatische Befüllung aus dem

Hauptkraftstofftank im Unterwagen

■ ausreichend dimensioniert, um

alle Kranfunktionen gleichzeitig

und unabhängig voneinander

auszuführen

■ Leistung orientiert sich an

Einsatzgebiet und Varianten

19


20

Umschlagkraft braucht eine starke Basis

Der Unterwagen

Die bereiften und wendigen Unterwagen

der Modelle 6, 7 und 8

basieren auf einem einheitlichen

Konstruktionsprinzip. So entstehen

modellübergreifend Unterwagen

mit unterschiedlicher Achszahl, wobei

jeweils zwei Achsen durch leistungsstarke

Hydraulikmotoren angetrieben

werden. Modell 8 erhält optional

einen dritten Antrieb.

Große Räder mit 1.500 mm Durchmesser

ermöglichen das Überfahren

von Hindernissen, Schienen und

Kaiunebenheiten, während wartungsfreie

Radschwingen mit einem

Leistungsstarke Hydraulikmotoren

für den Achsantrieb

Vertikalausgleich bis zu 500 mm

(+/- 250 mm) für immer gleiche

Achslastverteilung sorgen.

Innovatives Achskonzept

Das innovative Achskonzept, bei dem

alle Achsen einzeln gelenkt werden,

garantiert nicht nur kleinste Kurvenradien,

sondern ermöglicht Krebsgang

im 25°-Winkel zur Kranlängsachse.

Gottwald Krane werden

dadurch selbst auf engstem Raum

einfach manövriert und am Schiff

positioniert. Zudem verringert sich

durch einzeln lenkbare Achsen der

Reifenverschleiß.

Im Betrieb betanken

Der Hauptkraftstofftank, der über ein

Fassungsvermögen bis zu 10.000 l

für intensiven Kranbetrieb verfügt,

befindet sich im Unterwagen. Dadurch

wird der Kran-Schwerpunkt

verlagert und Erschütterungen durch

Kraftstoffbewegungen werden minimiert.

Auch das Betanken während

des Kranbetriebs ist unter Beachtung

lokaler Richtlinien möglich.

Betankung während des

Kranbetriebs möglich


Verschränkte Abstützträger zur weiteren

Reduzierung der Durchfahrtsbreite

Wartungsfreie Radschwingen

für Vertikalausgleich bis zu

500 mm für immer gleiche

Achslastverteilung auch auf

unebenem Kaigelände

Einzeln gelenkte Achsen für

Krebsgang bis zu 25°

Die Unterwagen des Hafenmobilkrans werden je nach Modell 7-, 8- oder 10-achsig ausgeführt

Abstützung

Für beste Krafteinleitung in den

Kaiuntergrund setzt Gottwald auf

die bewährte H-Abstützung. Die

Abstützplatten werden bei Bedarf an

die Erfordernisse des Kais angepasst.

Das Abstützsystem mit Abstützdrucküberwachung

kann wahlweise

manuell oder automatisch betrieben

werden. Die Automatik ermöglicht

schnelle Nivellierung des Krans und

verkürzt die Zeit für Verfahren und

Abstützen am Schiff. Die Abstützträger

warten mit zwei Varianten auf:

einer konventionellen und, optional,

einer verschränkten, die die Durchfahrtbreite

je nach Modell um wertvolle

bis zu 1.300 mm reduziert.

An die Erfordernisse des Kais

angepasste Abstützplatten in der

bewährten H-Abstützung

21


22

Individuelle Lösungen in jeder Hinsicht

Generation 5 auch mit Portal oder auf Ponton

Portal oder Ponton statt

bereiftem Unterwagen

Die Hafenmobilkran-Technologie der

Generation 5 setzt Gottwald auch

auf Schiene und Ponton. Und bietet

damit modernste Hafenschienenkrane

auch für den Einsatz an Spezialkais

sowie Hafenpontonkrane für

den kailosen Schiff-zu-Schiff-Umschlag

z.B. auf Flüssen.

Die Hafenschienenkrane erhalten

ein Portal, dessen Gestaltung sich an

kundenspezifischen Schienenweiten,

Durchfahrtshöhen sowie zulässigen

Kai- und Schienenbelastungen orientiert.

Kai- und Schienenbelastung

bestimmen die Anzahl der notwendigen

Fahrwerksträger (Bogies) und

Räder. Individuelle Portallösungen

ermöglichen dabei gerade an engen

Elektrischer Antrieb –

zuverlässig, wirtschaftlich,

umwelt- und wartungsfreundlich

Ausgerüstet mit diesel-elektrischem

Antrieb, steht die Generation 5 in

der Kontinuität bewährter Gottwald

Hafenkran-Technologie. Dieser in

Häfen weit verbreitete Antrieb

garantiert beste Wirkungsgrade,

geringen Kraftstoffverbrauch und

maximale Verfügbarkeit.

Optional können die Hafenkrane

der Generation 5 auch mit externem

Strom aus dem Hafennetz betrieben

werden. Dabei profitieren Betreiber

von der weiteren Senkung ihrer

Betriebs- und Wartungskosten. Zudem

leistet die Nutzung externer Stromquellen

einen wichtigen Beitrag zum

Umweltschutz – durch Vermeidung

von Abgasen und zusätzlichen Schallemissionen

im Terminal. Gottwald

Hafenmobilkrane können optional für

die Nutzung externer Energie vorbereitet

werden, während Hafenschienenkrane

die erforderliche elektrische

Ausrüstung i.d.R. von vornherein

erhalten.

Förderbänder, Zug- und LKW-Verkehr

unterhalb von Hafenschienenkran-Portalen

Gottwald Hafenkrane werden entweder

diesel-elektrisch oder durch Energie aus

dem Hafenstromnetz betrieben

Diesel-Generator im Kran selbst

Externe Stromversorgung aus dem Hafenstromnetz

Kais den Verkehr von Zügen und

LKWs, bzw. den Betrieb von Förderbändern

unterhalb des Portals.

Bei Gottwald Hafenpontonkranen

wird der Unterwagen durch ein

kundenspezifisches Ponton samt

Sockel ersetzt, auf dem der Kran

errichtet wird.

Die Alternative für Spezialgerät

Konstruktionsprinzip, Variantenreichtum

und Ausstattungsmerkmale der

Generation 5 erstrecken sich somit

vom Drehkranz an aufwärts auch auf

Hafenschienen- und Hafenpontonkrane.

Diese beiden Hafenkrantypen

empfehlen sich bei Neu- und Ersatzinvestitionen

als ernst zu nehmende

Alternative auch für Spezialgerät, das

weitaus längere Lieferzeiten hat.


Die Anzahl der Fahrwerkträger (Bogies)

und Räder von Hafenschienenkranen

richtet sich nach der zulässigen

Kai- und Schienenbelastung

Hafenschienenkrane werden in

der Regel mit der Ausrüstung

für die Nutzung externer

Energie ausgeliefert

Die Portale werden mit Blick auf

Durchfahrtshöhen, Schienenweiten und

-belastungen individuell angepasst

Gottwald Hafenschienenkrane werden

mit kundenspezifischen Portalen

ausgestattet und können auch auf

einem Ponton errichtet werden

Bei Hafenpontonkranen

erhalten individuelle Pontons

einen Sockel, auf dem

der Kran errichtet wird

23


24

Viel Raum für modernste Technik

Der Oberwagen

Großzügige Podeste am zweistöckigen Oberwagen erleichtern die Zugänglichkeit bei Servicearbeiten

Die Oberwagen der Modelle 6, 7

und 8 folgen einem einheitlichen

Konstruktionsprinzip mit gleichen

Geometrien. Allein der zentrale

Bereich des Stahlbaus variiert. Sie

verfügen über ein aktives Staubschutzsystem

und zwei vollwertige

Stockwerke, die durch ein geräumiges

Treppenhaus miteinander verbunden

sind. Dank ihrer lichten

Höhe von je 2,5 m kann im Oberwagen

aufrecht gearbeitet werden.

Sämtliche Maschinen und Antriebe

sowie die Elektroausrüstung sind in

separaten Räumen des Oberwagens

untergebracht. Ein Lüfter erzeugt

einen Überdruck im Oberwagen

und verhindert so das Eindringen

von Staub. Diesel-Generator und

Hubwerke sind zur Reduzierung des

Krangewichts jeweils im hinteren Teil

des Oberwagens angeordnet. Die

Gegengewichte sind formschlüssig

mit dem Oberwagen verbunden.

Die Räume bieten nicht nur viel

Platz und guten Zugang zu allen

Aggregaten, sondern sind auch

so großzügig bemessen, dass

Maschinen und Antriebe unterschiedlicher

Anzahl, Größe und

Leistung eingebaut werden können.

Und bieten damit ausreichenden

Platz für die Variantenvielfalt bei

Diesel-Generatoren, Hub- und

Drehwerken.

Antriebsaggregat

Gottwald Hafenkrane werden entweder

diesel-elektrisch oder mit

Energie aus dem Hafennetz angetrieben.

Zur Nutzung externer Energie

werden alle Modelle optional auch

für eine Fremdstromeinspeisung

vorbereitet.

Sämtliche Dieselmotor-Generator-

Varianten stellen ausreichend

Leistung zur Verfügung, um alle

Kranfunktionen gleichzeitig und

unabhängig voneinander auszuführen.

Die Antriebsleistung orientiert sich

am Einsatzgebiet des Krans. Daher

sind Antriebsraum und Anschluss-

geometrie für Diesel-Generator und

Nebenanlagen so ausgelegt, dass

ausreichend Raum für Aggregate

unterschiedlicher Leistung zur

Verfügung steht.

Die gesamte Antriebseinheit ist im

schallisolierten Antriebsraum auf

einen Schlitten montiert, der für

Überholungsarbeiten mit Hilfe

hafenüblicher Geräte seitlich aus

dem Oberwagen gezogen wird.


Hydraulikaggregat

Das Hydraulikaggregat stellt die

Energie für das Wippwerk sowie

für die Abstütz-, Fahr-, und Bremssysteme

zur Verfügung. Der hoch

am Oberwagen angebrachte Wippzylinder

sowie der zugehörige

Ventilblock sind über ein Podest

leicht zugänglich.

Elektroraum

Elektroausrüstung und Steuerung

befinden sich in einem geschlossenen

und klimatisierten Raum. Alle

Bauteile sind nach Funktionsgruppen

übersichtlich angeordnet und daher

gut zugänglich. Ein Diagnosestand

ermöglicht einfache Fehlerdiagnose.

Hubwerkvarianten:

■ 1 x 2 = ein 2-Seil-Hubwerk

■ 1 x 4 = ein 4-Seil-Hubwerk

■ 2 x 2 = zwei 2-Seil-Hubwerke

Hubwerke

Die Hubwerke, die mit einer Endabschaltung

ausgerüstet sind,

bestehen aus einem Gleichstrommotor,

federbelasteter Scheibenbremse,

Getriebeeinheit und Seiltrommel.

Für gute Zugänglichkeit

und Wärmeabfuhr sind sie in U-Form

aufgebaut. Der Gleichstrommotor

sorgt für weiche Beschleunigung und

Verzögerung der Hubbewegung.

Die Hubwerkkonfiguration, also

Anzahl und Ausführung der Hubwerke

in 1 x 2-, 1 x 4- oder 2 x 2-

Bauart, ist abhängig von Kranvariante

und Einsatzgebiet. Auch

hier ist der entsprechende Raum

so bemessen, dass ausreichend

Platz für Service bleibt.

Diesel-Generator-Einheit

auf seitlich herausziehbarem

Schlitten

Gute Zugänglichkeit

zum Hubwerk

Drehwerke

Die Drehwerke, deren Anzahl

je nach Krantyp, -variante und

Einsatzgebiet von 1 bis 4 reicht,

sind ebenfalls modular ausgeführt.

Sie bestehen aus einem Gleichstrommotor

für weiche Beschleunigung

und Verzögerung der Drehbewegung,

flexibler Kupplung, Scheibenbremse

und Getriebeeinheit. Die Drehwerke

übertragen die Kraft auf eine innenverzahnte,

dreireihige Rollendrehverbindung.

Drehwerkritzel überträgt Kraft auf

innenverzahnte Rollendrehverbindung

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26

Mit neuer Konstruktion hoch hinaus

Turm und Ausleger

Turm

Die Türme der Modelle 6, 7 und 8

sind in verwindungssteifer Vollkastenbauweise

ausgeführt. Der

Aufstieg zur Turmkabine erfolgt

schnell, sicher und wettergeschützt

über komfortable Treppen mit einem

Neigungswinkel von 50° und Podeste

im Turminneren. Eine ausreichende

Anzahl leistungsstarker Leuchten an

Turm und Ausleger garantiert bei

Nacht gute Sicht auf den gesamten

Arbeitsbereich. Ausgezeichnete Sicht

in die Schifffrachträume bieten besonders

hohe Türme mit ebenfalls

hoch positionierten Kabinen. Um

die Sicht gerade beim Umschlag von

Schüttgütern noch zu verbessern,

lässt sich die Kabine auf Wunsch

noch 2,5 m nach vorne verlegen.

Ausleger

Der robuste und verwindungssteife

Ausleger in bewährter 3-Gurt-Bauweise

ist hoch am Turm angebracht,

um ausreichend Freiraum bei hoch

gestapelten Containern zu bieten.

Auslegerkopf- und -fußteil sind nicht

mehr durch Bolzen, sondern durch

Flansche miteinander verbunden.

Diese Verbindung ist dauerhaft spielfrei

und gibt dem Ausleger noch

größere Steifigkeit, was wiederum

dem Kranfahrer den Betrieb erleichtert.

Eine speziell ausgelegteSeilgeometrie

zwischen

Turm und Ausleger

sorgt für horizontalen

Lastweg. Die

drehmomentgeregelte

Kabeltrommel sichert

gute Stromkabelführung

und lange Kabelstandzeiten.

Wartungsfreundlich

Alle Kranmodelle verfügen

im Bereich der Verbindungsstellen

von Turm/ Ausleger und

Turm/Seilrollen über großzügig

dimensionierte Podeste, die den

Einsatz von Zusatzkranen bei

Wartungsarbeiten überflüssig

machen.


Kran-Klassifikation und Lebensdauer

Bei Gottwald immer seriös und transparent

Die Investition in einen Kran unterliegt

zahlreichen Faktoren. Zu diesen

Faktoren zählen die Traglast, die Einsatzart

und die jährliche Nutzungsdauer,

mithin also die Anzahl der

Arbeitszyklen, der ein Kran im Betrieb

unterliegt.

Häufig soll der Kran ‘stark’ sein, also

hohe Traglast aufweisen. Wird dieser

Forderung allerdings zu viel Bedeutung

beigemessen, findet ein zweiter

Aspekt – nämlich die Frage nach der

Kranlebensdauer – in vielen Fällen zu

wenig Beachtung.

Die Lebensdauer aber in ihrer Bedeutung

aufzuwerten und die sie

bestimmenden Faktoren transparent

zu machen, ist Aufgabe der Hersteller

von Umschlaggerät. Denn was nützt

Betreibern ein nur ‘starker’ Kran,

wenn dieser bereits nach wenigen

Jahren ‘zum alten Eisen’ zählt.

Beanspruchung von Kranen

Die Beanspruchung von Kranen ist

aufgrund ihrer verschiedenen Betriebsarten

(Schwerlast-, Containeroder

Greiferbetrieb) uneinheitlich.

Und auch die Lasten variieren stark:

mal sind Container oder Greifer

gefüllt, mal sind sie leer. Und bei

Schwerlasthüben arbeiten Krane

nahe ihrer Traglastgrenze.

Diesen Mix erfasst man in so genannten

Beanspruchungskollektiven,

wie sie etwa die Berechnungsgrundlage

F.E.M. 1.001 ausweist. Und versucht

damit die wirkliche Belastung

eines Krans zu beschreiben.

Die insgesamt 4 Kollektive (bezeichnet

mit Q1 bis Q4) orientieren sich

an der Intensität des Kranbetriebs

und berücksichtigen z.B., ob ein Kran

‘überwiegend geringe und selten

max. zulässige Lasten’ oder aber

‘häufig max. Lasten’ zu bewegen hat.

Beanspruchbarkeit von Kranen

Während die Beanspruchung also

eine Frage der Intensität des Kranbetriebs

ist, ist die Beanspruchbarkeit

eine Sache des Krans selbst. Denn

der Kran kann vom Hersteller gemäß

der F.E.M. in acht Krangruppen

(bezeichnet mit A1 bis A8) ausgeführt

werden. Je höher dabei die Krangruppe

(max. A8), desto dicker wählt

der Hersteller die Wandstärken der

verwendeten Bleche und Rohre. Und

desto robuster ist folglich der Kran.

Lebensdauer

Aus der Art der Beanspruchung und

dem Beanspruchungskollektiv einerseits

sowie der Beanspruchbarkeit

(stahlbau- und auch maschinentechnische

Auslegung, Konstruktion und

Beschaffenheit des Krans) andererseits,

leiten sich die Anzahl der zu

erwartenden Arbeitszyklen und damit

die Lebensdauer eines Krans ab.

Je höher die Krangruppe,

desto länger die Lebensdauer

Ist die Krangruppe, in der der Kran

ausgelegt ist – man spricht auch von

der Klassifikation – hoch gewählt,

ergibt sich bei gleichem Beanspruchungskollektiv

eine längere Lebensdauer

als bei kleinerer Krangruppe.

So erklärt sich, dass ein in Krangruppe

A8 klassifizierter Kran für

mehr als 4 Millionen Arbeitszyklen

Traglast am

Haken [t]

100

63

50

150

140

130

120

110

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

G HMK 7408

A3

A6

A8

Schwerlast

0

8 12 16 20 24 28 32 36 40 44 48 52 56

Ausladung [m]

Gottwald Hafenkrane sind gemäß

der geforderten Anwendung und der

jährlichen Betriebsstunden für lange

Lebensdauer ausgelegt

ausgelegt ist, während ein Gerät der

Krangruppe A6 bei gleicher Beanspruchung

bereits nach 500.000 Arbeitszyklen

sein Lebensende erreicht hat.

Kran-Klassifikation auf Kunden

abgestimmt

Gottwalds neue Kran-Generation 5

trägt diesen Zusammenhängen durch

jeweils geeignete und auf Kundenbedürfnisse

abgestimmte Kran-

Klassifikation besonders Rechnung.

Stückgut

A7

Container einschließlich

9-t-Singlelift- Spreader

Bei gleicher Beanspruchung

eines Krans führt eine

Erhöhung um eine Krangruppe,

also z.B. von

A6 auf A7, zu einer Verdopplung

der zu erwartenden

Lebensdauer. Für den

Schritt von A7 auf A8 gilt

entsprechendes.

Motor-Greifer

a. d. Seilen

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28

Die Funkfernsteuerung

ermöglicht

den einfachen Wechsel von

Lastaufnahmemitteln, wie z.B.:

Singlelift- und

Twinlift-Spreader

Teleskop-Coil-Greifer

Magnet-Traversen

4-Seil-Greifer

Motor-Greifer

Traversen und Schlingen

Funkfernsteuerung

Zum Standardlieferumfang zählt eine Funkfernsteuerung,

mit deren Hilfe alle Kranfunktionen ausführt werden können.

Sie ist besonders vorteilhaft, wenn der Kran vom Kaiboden

aus verfahren oder Lastaufnahmemittel gewechselt werden

sollen. Aber auch bei Schwerlasthüben leistet sie wertvolle

Dienste.

Die zugehörige Bedieneinheit, die den Steuerstand

in der Fahrkabine ersetzt, wird einfach in eine

dafür vorgesehene Konsole eingesetzt.

Sie ist handlich, leicht, robust und

wetterfest. Ihr LCD-Display zeigt

dieselben Symbole wie der Bildschirm

in der Turmkabine, was

die Handhabung

besonders einfach

macht.


Handhabung leicht gemacht

Ausstattungsmerkmale für den Hafenkranbetrieb

Hafenkrane der Generation 5 warten

mit einer Vielzahl technischer Verbesserungen

sowie mit einer Palette von

Ausstattungsmerkmalen auf, die auf

der Wunschliste von Betreibern, Kranfahrern

und Servicepersonal stehen.

Hierzu zählen auch hoher Bedienkomfort,

die Automatisierung sich

häufig wiederholender Bewegungen,

sicherer Kranbetrieb bei hoher Verfügbarkeit

und erweiterte Diagnose-

Möglichkeiten.

Kabinen

Zur Ausstattung zählen eine Turmsowie

eine Fahrkabine. Die Turmkabine,

von der aus die Steuerung

aller Kranfunktionen erfolgt, erlaubt

dem Kranfahrer ausgezeichnete Sicht

auf den gesamten Arbeitsbereich.

Besonders ergonomisch und komfortabel

gestaltet, bietet sie ihm das

ideale Umfeld zur Erzielung hoher

Umschlagleistungen. Unterstützt

auch durch ein Videosystem, das

Bilder von der Auslegerspitze aus in

die Turmkabine liefert.

Visumatic ® – Steuerung und

Visualisierung in einem

Auf der Grundlage großer Erfahrung

im Bau von Hafenkranen hat Gottwald

das Kran-Management-System

Visumatic ® entwickelt. Das System

basiert auf modernster Bustechnologie,

wodurch eine Vielzahl

von Daten gleichzeitig, sicher und

schnell übertragen werden kann.

Visumatic ® bietet die Darstellung

aller Kranfunktionen auf einem

Bildschirm, die menügeführte

Anwahl verschiedener Betriebszustände

sowie die statistische

Auswertung von u.a. Umschlagleistungen,

Betriebsstunden und

aktuellen Wartungsständen.

Die Palette der Möglichkeiten

Darüber hinaus stellt die Visumatic ®

eine Vielzahl weiterer Steuerungsmerkmale

bereit, die die Betriebssicherheit

und Kranverfügbarkeit

weiter erhöhen – und die die

Betreiber entweder standardmäßig

im Kran vorfinden oder aber wahl-

Hoch positionierte Kabine,

die optional um 2,5 m nach

vorne verlegt werden kann

weise unabhängig voneinander

installieren lassen können.

Zum Standard zählen z.B. eine automatische

Abstützfunktion einschließlich

Abstützdrucküberwachung sowie

eine Reihe von Diagnosefunktionen.

Noch sicherer und komfortabler

wird der Betrieb durch das optional

erhältliche Lastführungssystem einschließlich:

■ Linienführung,

■ Lastpendeldämpfung,

■ Punkt-zu-Punkt-Fahrt und

■ Hubhöhenbegrenzung.

Während z.B. mit der semiautomatischen

Punkt-zu-Punkt-Fahrt

Lasten auf schnellstem oder einfachstem

Weg zum Ziel, etwa zu

Hoppern, geführt werden, sorgt

die Hubhöhenbegrenzung für noch

sanfteres und sicheres Absetzen von

Containern auf dem Kai. Die Lastpendeldämpfung

unterstützt hingegen

primär ungeübte Kranfahrer

bei der Erreichung höherer Umschlagleistungen.

29


30

Weites Service-Portfolio

■ Kurze Reaktionszeiten durch dezentrales,

weltweites Service-Netzwerk,

■ zuverlässige Abwicklung aller

Kundenanfragen durch qualifiziertes

Service-Personal,

■ flexible Wahl von Service-Optionen

gemäß Kundenwünschen und

-anforderungen,

■ maßgeschneiderte Service-Vereinbarungen

bis hin zu Wartungsangeboten

großen Umfangs.

Weltweite Ersatzteilversorgung

■ Versorgung mit Original-Ersatzteilen

und hochwertigen Verschleißteilen

zur Erhaltung der hohen Gerätequalität,

■ kundenorientiertes Ersatzteil-

Management mit Ersatz- und

Verschleißteilpaketen für den Kranbetrieb;

maßgeschneidert für Intervalle

bis zu 5.000 Betriebsstunden,

■ zentrales Ersatzteillager in

Deutschland,

■ weitere Ersatzteillager in Nähe

von Gottwald Servicestützpunkten

weltweit,

■ Vernetzung aller Ersatzteillager,

■ flexible Logistik- und

Transportvereinbarungen,

■ benutzerfreundliche Bestellung

durch digitalen Ersatzteilkatalog.

Kundenspezifisches Produkttraining

■ Umfassendes Schulungsprogramm

für das Betreiberpersonal,

■ entweder im Gottwald-eigenen

Trainingszentrum in Düsseldorf

oder direkt beim Kunden vor Ort,

teilweise auch im Rahmen der

Inbetriebnahme.

Notfall-Hotline

Zusätzlich kann in Notfällen, z.B.

bei möglichen Kranstillständen, das

Gottwald ‘Service Competence Center‘

(SCC) professionelle Unterstützung

bieten. Hierfür ist eine weltweite

24-7 Notfall-Hotline eingerichtet, die

Betreiber unter folgender Nummer

erreichen können:

+49 (0)211 - 7102 3333

Vielfältige Serviceleistungen

Rund um die Welt, rund um die Uhr

Mit den Gottwald Hafenkranen der

Generation 5 geht auch ein umfangreiches

Service-Angebot einher. Die

vielfältigen Service-Leistungen zielen

darauf ab, sowohl die Zuverlässigkeit

und Verfügbarkeit als auch die

Leistung, Wirtschaftlichkeit und

Sicherheit der Geräte auf lange Zeit

zu sichern.

Der Gottwald Kundendienst verfügt

über ein globales Netzwerk von

Repräsentanten – qualifizierte und

erfahrene Fachkräfte, die ebenso

kontinuierlich weitergebildet werden

wie das Service-Leistungsspektrum

ständig erweitert wird. Schon heute

betreut die ‘Gottwald Service World‘

ca. 1.000 Hafenkrane in mehr als

80 Ländern – kompetent, schnell

und flexibel.


Mit der Generation 5 unterstreicht Gottwald Port Technology seine

Position als Weltmarktführer bei Hafenmobilkranen. Neben diesem

von Gottwald entwickelten Hafenkrantyp und den davon abgeleiteten

Hafenschienen- und -pontonkranen bietet das Unternehmen ein

breites Produktportfolio im Bereich konventioneller und automatisierter

Hafenlogistik.

Das Spektrum reicht von automatisierten Transportfahrzeugen (AGV)

über automatisierte Stapelkrane (ASC) bis hin zu Fachwerkportalkranen

(WSG). Hinzu addieren sich Consulting, Software-Entwicklungen für

automatisierte Systeme und Simulation/Emulation sowie das Projektmanagement.


Gottwald Port Technology GmbH • Postfach 18 03 43 • 40570 Düsseldorf

Tel.: 0211 7102-0 • Fax: 0211 7102-3651 • info@gottwald.com • www.gottwald.com

Generation 5 02/03.07 D S+S

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