kulturwege schweiz - UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau ...

jungfraualetsch.ch

kulturwege schweiz - UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau ...

ERLEBNISMAGAZIN

ERLEBNIS-MAGAZIN

KULTURWEGE

SCHWEIZ

BERN–FREIBURG–

SOLOTHURN

WALLIS

Kulturwege Schweiz:

Das neue Tourismusangebot

Unterwegs auf historischen Wegen

Kultur und Natur – Genuss für alle Sinne


Inserat/PR


Der Raum Bern–Freiburg–Solothurn zählt zu den wirtschaftlich

innovativsten Gebieten der Schweiz – und gleichzeitig

bietet er eine einmalige landschaftliche und kulturelle

Vielfalt: Von den Jurahöhen über die weiten Flusstäler

des Mittellandes bis zu den verschneiten Alpengipfeln sind

hier alle Landschaftsformen der Schweiz vertreten. Klima

und Gelände haben den Alltag und das Leben der Menschen

in ihrer Umwelt während Jahrhunderten geprägt und

ihre Kultur bestimmt: Typische Siedlungs- und Wirtschaftsformen,

das Brauchtum und die regionalen Spezialitäten

zeugen von der Vielfalt der Lebensweisen.

Die Kulturlandschaft zwischen Alpengipfeln und Jurahöhen

hat schon die Reisenden des frühen 19. Jahrhunderts fasziniert.

Heute zählt sie zu den wichtigsten Trümpfen für

den Tourismus im Raum Bern–Freiburg–Solothurn, und

entsprechend hoch ist die Wertschätzung, die ihr von politischer

Seite entgegengebracht wird. Es ist ein wichtiges

Anliegen der Kantonsbehörden, dieses einmalige kulturelle

und landschaftliche Kapital zu erhalten und angemessen

touristisch zu nutzen.

Auch das Projekt Kulturwege Schweiz von ViaStoria setzt

sich für diese Ziele ein: Ein Netz von zwölf Routen auf historischen

Wegen und Strassen wird bald die Schweizer

Kultur- und Naturlandschaft erschliessen, die darauf aufbauende

Informationsplattform verbindet lokale Initiativen

Bild Titelseite:

Die Hälenplatten am Grimselpass.

Liebe Leserin, lieber Leser

und führt zu regionalen Spezialitäten. Kulturwege Schweiz

verspricht unbeschwertes Reisen, Bewegung und Genuss

für alle Sinne. Nicht weniger als sechs Routen führen durch

den Raum Bern–Freiburg–Solothurn und durch 2000 Jahre

Kulturgeschichte.

Das ganze Angebot von Kulturwege Schweiz steht im

Sommer 2007 bereit. Schon dieses Jahr aber starten zwei

Routen im Berner Oberland und im Wallis als Pilotprojekte.

Erleben Sie den Raum Bern–Freiburg–Solothurn aus

einem ganz neuen Blickwinkel – jetzt in diesem Erlebnismagazin

und bald auch unterwegs in unserer faszinierenden

Kulturlandschaft!

Mario Annoni

Regierungspräsident des Kantons Bern

Claude Grandjean

Staatsratspräsident des Kantons Freiburg

Christian Wanner

Landammann des Kantons Solothurn

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Publireportage

Mittendrin:

Das Schweizer Mittelland

SCHWEIZER MITTELLAND TOURISMUS UND BERN TOURISMUS

4

Das Mittelland hält die Schweiz

zusammen. Es verbindet die Alpen

und den Jura, die Ostschweiz

und die Westschweiz. So spielte

der Verkehr schon immer eine

wichtige Rolle im Mittelland. Er

hat viel zum Entstehen einer faszinierenden

Kulturlandschaft beigetragen,

die heute auf vielfältige

Weise immer wieder neu

entdeckt werden kann.

Das Schweizer Mittelland hat viele

Gesichter. Es ist eine wichtige

Wirtschafts- und Entwicklungsregion

der Schweiz und die zentrale

Verkehrsdrehscheibe des Landes

– und doch hat die Kulturlandschaft

ihren Charme und ihre

Schönheit bewahrt und wartet

heute mit zahlreichen Attraktionen

auf: hübsche Städte und Dörfer,

stattliche Bauernhöfe, idyllische

Flusslandschaften, romantische

Seen und die satten grünen Viehweiden

des Voralpengebiets. Ein

Netz von Strassen und Wegen,

das im Verlauf von Jahrhunderten

entstanden ist, durchzieht das

Mittelland. Die gedeckten Holzbrücken

der Aare, tief eingeschnittene

Hohlwege an den Talflanken

und Wegbegleiter wie Gasthöfe

und Zollhäuser sind wichtige Zeugen

des historischen Verkehrs

und wertvolle Kulturgüter.

Ein Eldorado für Kultur- und

Bewegungshungrige

Im Schweizer Mittelland kommen

alle auf ihre Rechnung: Kulturtouristen,

Sportbegeisterte und Geniesser,

die eine Region von ihrer

kulinarischen Seite her erforschen.

Zu Fuss, mit dem Bike,

dem Strassenrad und den Skates

bietet sich Ihnen eine Vielzahl

von Routen mit ganz unterschiedlichem

Charakter an, mal flach

und beschaulich, mal gebirgigherausfordernd.

Die Human Powered

Mobility (HPM), die Fortbewegung

mit eigener Muskelkraft

in allen Formen, ist im Mittelland

geradezu ideal, denn die Städte

und Dörfer liegen dafür in bester

Distanz zueinander. Und machen

Sie sich auf Überraschungen gefasst:

ein stattlicher Landgasthof,

ein romantisches Plätzchen am

Flussufer kann dem Tag unversehens

eine ganz neue Wende geben.

Entdecken Sie das Mittelland! Das

Netz von Kulturwege Schweiz und

die zahlreichen HPM-Routen bieten

dafür die besten Voraussetzungen!

Schweizer Mittelland

Tourismus

Postfach

3001 Bern

Tel. 031 328 12 28

Fax 031 328 12 88

www.mittelland-yourself.ch


Das so genannte Martinsklafter am alten

Strassentrassee bei Frinvillier BE (ViaJura).

Die Häuser im Ryf am einstigen Hafen

von Murten FR (ViaSalina).

Mauerreste des römischen Castrums in Solothurn

(ViaRomana).

Inhalt

Erlebnismagazin Kulturwege Schweiz 2, 2006 · ISSN 1661-2337 · Auflage 200 000 · Verkaufspreis CHF 8.– · Das Erlebnismagazin Kulturwege Schweiz ist eine

Publikation der Fachorganisation ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte, Universität Bern. Es erscheint jährlich (ab 2007 zweimal jährlich); jede Ausgabe stellt

das Tourismusprogramm Kulturwege Schweiz in einer anderen Region der Schweiz vor · Kontaktadresse ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte

Finkenhubelweg 11, CH-3012 Bern, Tel. 031 631 35 35, Fax 031 631 35 40, info@viastoria.ch, www.viastoria.ch, www.kulturwege-schweiz.ch

Sind Sie an einer Zusammenarbeit im Projekt Kulturwege Schweiz interessiert?

Geleitwort Seite 3

Inhalt, Impressum Seite 5

Unbeschwerte Kulturerlebnisse auf historischen Wegen Seite 6

ViaSbrinz: Wo nicht nur Käse transportiert wurde Seite 10

Brünigpass/Jochpass–Meiringen–Grimselpass

ViaCook: Pionierreise durch die Schweiz Seite 22

Gemmipass–Interlaken–Grindelwald–Brünigpass

Olten–Solothurn–Neuchâtel

ViaRomana: Götter, Gräber und Ruinen Seite 36

Avenches–Solothurn–Oberer Hauenstein

ViaJura: Auf und ab auf romantischen Wegen Seite 50

Delémont–Moutier–Tavannes–Biel

ViaJacobi: Faszinierender Weg zum Seelenheil Seite 58

Brünigpass/Huttwil–Rüeggisberg–Freiburg–Romont

ViaSalina: Auf den Spuren des weissen Goldes Seite 72

Yverdon–Murten/Aarberg–Bern

ViaRegio-Routen: Noch mehr Kulturwege Seite 86

Die Partner

Hotels und Restaurants Seite 99

Transport und vormoderner Verkehr Seite 103

Kultur und Natur Seite 107

Regionale Spezialitäten Seite 112

Porträts

Andreas Staeger Seite 17

Samuele Salm Seite 31

Hanspeter Spycher Seite 47

Susy Birrer Seite 81

Yves und Pascal Loutan Seite 95

Sandra Gessler Seite 101

Sabine Bolliger Seite 115

Impressum

Bitte nehmen Sie mit der Projektleitung Kontakt auf: Martino Froelicher, Projektleiter Kulturwege Schweiz, oder Hanspeter Schneider, Geschäftsführer ViaStoria

Tel. 031 631 35 35, Fax 031 631 35 40, info@viastoria.ch

Konzept und Redaktion Andres Betschart, ViaStoria · Texte Sandro Benedetti (sb), Andres Betschart (ab), Sabine Bolliger (sbo), Martino Froelicher (mf), ViaStoria

Fotos Heinz Dieter Finck, Zürich · Marketingexperte Othmar Rütsche · Das Erlebnismagazin erscheint auch in einer französischen Ausgabe · Grafische Gestaltung

und Verlag Weber AG, Thun · Druck Benteli Hallwag Druck AG, Bern · Die nächste Ausgabe des Erlebnismagazins erscheint im Frühjahr 2007.

MIT UNTERSTÜTZUNG DER

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Kulturwege Schweiz

Unbeschwerte Kulturerlebnisse auf

historischen Wegen

Kulturwege Schweiz – dieser Name steht für eine ganz neue Sicht auf die

Schweizer Kulturlandschaft: sorglos wandern, gut essen und trinken,

stilvoll übernachten und dabei die Schönheiten der Schweiz mit allen

Sinnen erleben.

(ab) Stellen Sie sich vor: Am dritten

Tag Ihrer Ferien sind Sie soeben im

Hotel eingetroffen. Freundlich hat Sie

die Gastgeberin begrüsst, Ihr Reisegepäck

haben Sie bereits im gemütlichen

Hotelzimmer vorgefunden. Wohlig müde

lassen Sie sich nun auf der Terrasse

nieder, geniessen den lauen Sommerabend

und blicken auf die letzten drei

Tage zurück. Sie sind zufrieden: Die

Tage waren ausgefüllt mit mehrstündigen

Wanderungen auf historischen

Wegen, Etappen einer abwechslungsreichen

Kulturwegroute. Unterwegs haben

Sie Burgen, Kirchen und andere

Kulturdenkmäler besucht, und im regionalen

Naturpark haben Sie sogar

einen Biber beobachten können. Ein

weiterer Höhepunkt war die Fahrt mit

der Dampfeisenbahn, mit der sie die

Wanderung um einige Stunden abgekürzt

haben.

Und dann erst die Abende – jeder war

für sich ein kleines Erlebnis: hübsche

Hotels, ein feines Nachtessen aus der

Region mit dem passenden Wein dazu.

Ihre Reisetasche hat sich gefüllt mit

Spezialitäten der Region: ein Käse, zwei

Flaschen Wein. Aber das macht nichts,

denn Sie müssen die Tasche ja nicht tragen,

sie wird Ihnen von einem Hotel

zum nächsten transportiert. In Ihrem

Rucksack führen Sie nur gerade das

Lunchpaket aus dem Hotel, einen Pullover

und die Fotokamera mit. Das Schönste

an allem: Es ist erst Halbzeit Ihrer

Ferien. Denn im regionalen Tourismusbüro

haben Sie eine Sechstagewanderung

auf einer Route von Kulturwege

Schweiz gebucht. Es stehen Ihnen drei

weitere unbeschwerte Ferientage bevor.

Eine neue Sicht auf die

Kulturlandschaft

So könnten Ihre Ferien im Sommer

2007 aussehen – dank dem Tourismus-

6

programm Kulturwege Schweiz. Dieser

Name steht für eine ganz neue Sicht

auf die Schweizer Kulturlandschaft:

sorglos wandern, gut essen und trinken,

stilvoll übernachten und dabei

die Schönheiten der Schweiz mit allen

Sinnen erleben.

Die Grundlage von Kulturwege Schweiz

ist ein Netz von zwölf Kulturwegrouten

auf historischen Wegen und Strassen.

Alle Routen sind von ihrem Charakter

und von ihrer Thematik her verschieden

und einmalig. Sie verbinden lokale

touristische Initiativen, Attraktionen der

Kultur- und Naturlandschaft und Angebote

regionaler Spezialitäten im ganzen

Land. Weiter werden auch Hotels

und Restaurants mit besonderer Atmosphäre

und einem typischen Angebot

in das Programm aufgenommen. Die

regionalen Verkehrsbüros bieten Packages

in verschiedenen Preislagen an, die

alle Zutaten für unbeschwerte Ferien

enthalten: Übernachtungen, Routeninformation,

Gepäcktransport, Museumseintritte,

Lunchpakete – für alles ist

gesorgt.

Der Raum Bern–Freiburg–

Solothurn: Vielfalt der Routen

und Themen

Gegenwärtig sind elf der zwölf Via-

Routen festgelegt; nicht weniger als

sechs von ihnen führen durch den

Raum Bern–Freiburg–Solothurn. Unter

verschiedenen thematischen Aspekten

können Sie auf ihnen die Reize von

Alpen, Mittelland und Jura erleben:

Die ViaCook folgt den Spuren der ersten

Reisegruppe, die der Engländer

Thomas Cook 1863 durch die Schweiz

geführt hat. Diese «First Conducted

Tour of Switzerland» führt vom Wallis

her über den Gemmipass zu den klassischen

Tourismusorten des Berner

Oberlands und von da weiter über den

Die 1804 erbaute Aarebrücke von Olten, ein

Wahrzeichen der Stadt (ViaCook).

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

ViaJacobi

Konstanz/Rorschach–Genf

ViaStockalper

Leuk–Brig–Domodossola

ViaSpluga

Thusis–Chiavenna

ViaValtellina

Tirano–Schruns

ViaCook

Genf–Interlaken–Luzern–Pontarlier

ViaSalina

Arc-et-Senans–Bern

ViaGottardo

Basel/Schaffhausen–Chiasso

ViaFrancigena

Pontarlier–Grosser St.Bernhard

ViaSbrinz

Luzern–Domodossola

ViaRomana

Genf–Augst

ViaJura

Basel–Delémont–Biel


Brünigpass in die Zentralschweiz. Dem

Jurafuss entlang berührt die Route ein

weiteres Mal die Region.

Die ViaSbrinz baut auf der traditionellen

Sbrinz-Route Brünig–Grimsel–

Gries auf, die vor einigen Jahren reaktiviert

worden ist. Der Berner Abschnitt

durch das Haslital auf den Grimselpass

lockt mit viel historischer Wegsubstanz

und grossartigen Gebirgslandschaften.

Die ViaRomana verbindet die Zentren

der römerzeitlichen Besiedlung entlang

dem Jura und in der Seenregion. Die

einzelnen Fundstellen und Museen erhalten

mit Kulturwege Schweiz eine

gemeinsame Informations- und Tourismusplattform.

Die ViaSalina verfolgt den Weg des Salzes

von den Salinen im französischen

Jura nach Bern. Zu Wasser und zu Land

verbindet die Route die Zeugen des

1

10

8

6 ViaSalina

5 ViaCook

1 ViaJacobi

8 ViaFrancigena

11 ViaJura

10 ViaRomana

Freiburg

5 ViaCook

1

7

5

Solothurn

Bern

5

2 ViaStockalper

Die ersten elf der geplanten zwölf nationalen Kulturwegrouten.

1

9

9 ViaSbrinz

9

7 ViaGottardo

7

1

7 ViaGottardo

1 ViaJacobi

3 ViaSpluga

Kulturwege Schweiz

Das ehemalige Cluniazenserpriorat Rüeggisberg BE ist noch heute ein Ort mit spiritueller

Ausstrahlung (ViaJacobi).

Die Fachorganisation ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte, ein Annexbetrieb

der Universität Bern, setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Erforschung, Erhaltung

und sachgerechte Nutzung der historischen Verkehrswege ein. Sie hat das

Projekt Kulturwege Schweiz initiiert, erarbeitet eine umfassende Verkehrsgeschichte

der Schweiz und gibt die Zeitschrift «Wege und Geschichte» heraus. Mitglieder des

ViaStoria-Fördervereins unterstützen die Tätigkeiten von ViaStoria und profitieren

von speziellen Angeboten und Dienstleistungen.

Weitere Informationen: www.viastoria.ch

4 ViaValtellina

7

K606-01 ©2004 SWISSTOPO


Geniessen Sie die regionalen und

kulinarischen Köstlichkeiten.

Feine einheimische Spezialitäten, zubereitet mit frischen

saisongerechten Zutaten aus der Schweiz, verfeinert mit

Milch, Butter, Rahm oder Käse. Besuchen Sie uns im Internet und

eines der über 1’300 «Lust auf die Schweizer Küche»-Restaurants

entlang der Kulturwege der Schweiz.

www.schweizerkueche.ch


Handels mit dem wertvollen Gut im

Mittelland und gibt ihnen damit einen

Teil der einstigen Bedeutung zurück.

Die ViaJacobi ist als Schweizer Abschnitt

der europäischen Pilgerroute

nach Santiago de Compostela schon

heute international bekannt. Zwei Äste

führen aus der Zentralschweiz durch

das Aaretal und via Huttwil–Burgdorf

nach Westen und ziehen ab Rüeggisberg

gemeinsam gegen Freiburg. Im

Rahmen von Kulturwege Schweiz werden

die touristischen Angebote entlang

der Route erschlossen und vernetzt.

Die ViaJura bietet landschaftliche Reize

und Kultur auf den Höhen und in den

Klusen des Jura. Sie erschliesst mehr

als 2000 Jahre Kulturgeschichte entlang

der Birs und der Schüss (Suze).

Einige Dutzend ViaRegio-Routen verdichten

das Netz der Via-Routen auf

regionaler Ebene. Sie erschliessen die

Gebiete entlang der Via-Routen für Einund

Zweitagesausflüge auf historischen

Verkehrswegen. Unter ihnen finden sich

so attraktive Strecken wie der Saumpfad

von Grindelwald auf das Faulhorn,

der Touristenweg auf den Weissenstein

und der Weg aus dem Greyerzerland

über den Col de Jaman an den

Genfersee.

Zentrales Marketing,

regionale Verankerung

Kulturwege Schweiz wird initiiert und

geleitet von der Fachorganisation

ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte,

einem Betrieb der Universität

Bern. ViaStoria hat in den Jahren

1984–2003 im Auftrag des Bundes

das Inventar historischer Verkehrswege

der Schweiz IVS erarbeitet. Die

verkehrsgeschichtlichen Grundlagen dieses

Inventars fliessen in Kulturwege

Schweiz ein, womit das 40 Millionen

Franken teure Projekt volkswirtschaftlich

sinnvoll genutzt wird. ViaStoria legt

die Anforderungen an die Route und

das Angebot fest, definiert die Qualitätsstandards,

leitet die politischen

Kontakte auf nationaler und internationaler

Ebene und schafft die Voraussetzungen

für ein einheitliches

Marketing und Erscheinungsbild. Die

Fachorganisation ist auch Herausgeberin

des Erlebnismagazins Kulturwege

Mehrere Hohlwege verzweigen sich im Wald zwischen Altavilla und Löwenberg

bei Murten FR (ViaSalina).

Schweiz. Die einzelnen Via-Routen besitzen

eigenständige Trägerschaften, in

denen bereits bestehende Organisationen

leitend vertreten sind.

Der Aufbau schreitet voran

Das Angebot von Kulturwege Schweiz

wird bis im Frühjahr 2007 landesweit

aufgebaut. Bereits im Sommer 2006

werden einzelne Pilotrouten eröffnet,

so die ViaStockalper zwischen Brig und

Gondo. Das Erlebnismagazin Kulturwege

Schweiz führt Sie in Wort und

Bild über die Via-Routen und einige

ViaRegio-Routen in den Kantonen Bern,

Einführung

Das Tourismusprogramm Kulturwege Schweiz kann dank einer Anschubfinanzierung

des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco, Programm Innotour) sowie Beiträgen von

Kantonen, Stiftungen und Privatpersonen realisiert werden. Der Erlös der Schoggitaler-Aktion

2004 von Schweizer Heimatschutz und Pro Natura kommt der Sanierung

von Objekten entlang der Kulturwegrouten zu. Darüber hinaus profitiert das Projekt

von der fachlichen Unterstützung durch das Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus

der Universität Bern (Prof. Hansruedi Müller) sowie der Abteilung für Wirtschafts-,

Sozial- und Umweltgeschichte am Historischen Institut der Universität Bern

(Prof. Christian Pfister). Optimale Rahmenbedingungen für die Realisierung von

Kulturwege Schweiz haben die Kantone Bern und Solothurn geschaffen. ViaStoria erfüllt

in beiden Kantonen Leistungsaufträge im Bereich der Historischen Verkehrswege,

einerseits zur Erarbeitung des Inventars der regionalen und lokalen Strecken

und andererseits in der Vollzugsberatung: im Kanton Bern im Auftrage des Tiefbauamtes

und im Kanton Solothurn im Auftrage des Amtes für Verkehr und Tiefbau, des

Amtes für Raumplanung und des Amtes für Denkmalpflege und Archäologie. Die

Produktion dieser Publikation wird finanziell unterstützt durch den Lotteriefonds

Kanton Bern, den Lotteriefonds Kanton Solothurn und die Loterie Romande Freiburg.

Ihnen allen sei an dieser Stelle bestens gedankt.

Freiburg und Solothurn, und es stellt

Ihnen beispielhafte Angebote in den

Bereichen Hotellerie und Gastronomie,

historischer Verkehr, regionale Spezialitäten,

Natur und Kultur vor. Für jede

Route empfehlen wir Ihnen Schnuppertouren,

auf denen Sie schon jetzt

den Duft von Kulturwege Schweiz atmen

können. Entdecken Sie die Schweiz

ganz neu: unbeschwert und genussvoll

auf den Routen von Kulturwege

Schweiz.

Wir wünschen Ihnen viel Spass!

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ViaSbrinz:

Wo nicht nur Käse

transportiert wurde

Der Urschweizer Sbrinzkäse hat der traditionsreichen

Säumerroute aus der Zentralschweiz über den

Brünig-, Grimsel- und Griespass nach Domodossola

ihren Namen gegeben. Heute verläuft der Käsetransport

auf anderen Bahnen. Wer vom Brünig- auf

den Grimselpass wandert, kann daher viel Säumerromantik

erleben. Und ein grosses Thema begleitet

ihn auf der ganzen Strecke: die Energie des Wassers

in all ihren Formen.

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