Kurier_1-16_interaktiv

pullipull

Vereinskurier 1-16 der TradGem FKG 1 e.V.

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Vereinskurier der

Traditionsgemeinschaft

Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Landsberg am Lech

Ausgabe 01/2016 Februar 2016

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Postfach 10 17 02

86887 Landsberg am Lech

http://www.tradgem-fkg1.de


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Titelseite: G. Nimesheim bei der Übergabe seiner PERSHING Hinterlassenschaft

während der MV 2015 (geborgenes Bruchstück (G&C?) der ersten,

von Deutschen gestarteten P1 im Jahre 1964)

Rückseite: Bild im Original: P. Wodniok (Einmarsch zur Landsberger Wies´n 2015)

Unser Vereinslokal: Der Gasthof

„Zur Brücke“ (Brückenwirt), Brückenring 1, 86916 Kaufering Ost.

beginnend an der Autobahnausfahrt LANDSBERG Nord

Inhalt

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache 5

Die Frau als Hausärztin - Schwangerschaft bei anderen Völkern 6

Wer weiß es noch? - Wer wusste es? - Lösung 02/15 9

CHICAGO 1963 - 1964 10

Aktuelle Lage in den Einsatzgebieten der Bundeswehr (Afghanistan) 14

Mitgliederversammlung 2015 mit Neuwahl 19

Schwierige Beziehung 22

Die Vorstandschaft 23

Nachruf24

Cloud Dienste - was versteht man darunter? 25

In eigener Sache (Mitgliederliste) 29

Änderungsmeldung30

Traditionsgemeinschaft FKG 1 im Web 31

PERSHING im Web 31

Von der V2 (A4) zur PERSHING (Teil 6) 32

Ja, wo sind sie denn? 37

Das neue Transportflugzeug der Luftwaffe - A400M - (Teil 13) 38

Termine / Spenden 42

Es geschah vor 70 Jahren (Projekt „Manhattan“) 43

Rechte und Pflichten im Internet - Das digitale Testament 44

Herausgeber,

Gesamtherstellung

und verantwortlich f.

d. Inhalt:

Grafik und Layout:

Bilder:

Impressum

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Postfach 10 17 02

86887 Landsberg am Lech

E-Mail: info@fkg1.de

www.tradgem-fkg1.de

Peter Wodniok

AIRBUS Defence & Space, Ärzte ohne Grenzen, Bundeswehr, Flug Revue, Google

Earth, H. O. Hiller, B. Leitenberger, H. Lichnowski, G. Nimesheim, Ch. Ostyn, P. Wodniok

Texte:

Bundeswehr, Flug Revue, H. Lichnowski, G. Nimesheim, P. Wodniok,

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

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„Flugkörpergeschwader 1 - 1963 - 1991“

Preis: € 12,- zuzügl. Versand

Video CD (2 VCDs) mit

Rundgang Saarburgkaserne

Fahnenweihe TradGem FKG 1

Exercise Black Jack

Jahresschießen PERSHING

Waffensystem PATRIOT

Einsatzgeschwader 1 Lw

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Beide Artikel, Bildband wie auch VCDs, sind über jedes Vorstandsmitglied erhältlich.

Wir bieten außerdem an:

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8 Ziernähte, verstellbar durch Metallschnalle mit

Druckknopf und Stofföse hinten.

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Die Ausrüstung der Bundeswehr 2009

Taschenbuch mit jeweils ein- bis zweiseitigen Beiträgen

über die eingeführte bzw. in Entwicklung befindliche

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Sonderpreis für TradGem Mitglieder: € 13,--

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Liebe Mitglieder,

kaum waren die Einladungen zu unserer

Gruppenreise nach Rügen (11.-16.06.2016)

versandt, gingen auch schon die ersten Anmeldungen

ein. Weit vor Anmeldeschluss

lagen dann die Anmeldungen für insgesamt

26 Teilnehmer vor. Für einen Großteil davon

– aus dem Raum Landsberg / Kaufering

und Umgebung – konnten wir bereits –

nach mehrmaligen Anläufen – eine sehr

preisgünstige Gruppenreise mit der DB ab

Kaufering hin und zurück buchen. Jetzt

hoffen wir nur noch, dass kein Teilnehmer

zwischenzeitlich ausfällt und dass wir in den

Genuss schönen Wetters kommen werden.

Wie bereits mit dem Weihnachtsbrief angekündigt,

werden wir ab sofort unser

bisheriges Tagesgeldkonto für An- und

Rest-Zahlungen für Reisen o. ä. verwenden,

In eigener Sache

damit eine Abtrennung dieser treuhänderisch

verwalteten Gelder vom Vereinsvermögen

gewährleistet ist.

Die Organisatoren des Landsberger Volksfestes

(d´ Landsberger Wies’n) waren offensichtlich

mit der Verlegung des Einzuges und des

Abends der Vereine auf den zweiten Sonntag

zufrieden. Das wird in 2016 auch so sein: am

Sonntag, 19.06.2016. Gutscheine wird es

wieder nur vor Ort im Festzelt geben. Einladung

erfolgt zeitgerecht.

Die nächste Mitgliederversammlung findet

am Samstag, 15.10.2016 ab 15 Uhr

in Kaufering-Ost beim Brückenwirt (Gasthof

zur Brücke) statt. Beachten Sie bitte auch die

anderen Termine auf Seite 42.

Bis dahin,

Ihr Hans Lichnowski

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

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- Landsberg am Lech -

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Die Frau als Hausärztin -

Schwangerschaft bei anderen Völkern

Ein glücklicher Umstand während meines USA-Aufenthalts

führte dazu, dass ich in den Besitz eines 1928 erschienen

Buches mit dem Titel: „Die Frau als Hausärztin“ gelangte.

Es liest sich wie ein interessanter, gleichsam amüsanter Fortsetzungsroman.

Vergleichen Sie selbst! Ich werde in lockerer

Folge immer wieder einen Ausschnitt veröffentlichen.

Bei den meisten Völkern arbeitet die

Frau bis zur Zeit der Niederkunft;

doch wird ihr überall dort, wo sie in

ihrer Stellung als Frau und Mutter

Achtung genießt und ihre Behandlung

keine rohe ist, eine gewisse

Rücksicht zuteil.

Je kultivierter ein Volk ist, je reicher

und vornehmer die Familie ist, welcher

die schwangere Frau angehört,

desto mehr Schonung erfährt sie.

Der Grad derselben richtet sich auch

nach der Schätzung, welche das Kind

besitzt, was sich bei Naturvölkern

stark ausgeprägt.

Die Indianer Südamerikas und verschiedene

Inselbewohner gestatten

der Frau keine schwere Arbeit mehr,

wenn sie „guter Hoffnung„ ist; auf

den Karolinen Inseln bedient der

Mann seine Frau in diesem Zustand

und er verdoppelt seine Zärtlichkeit

für Sie. Leider vermögen wir nicht

zu berichten, dass es der unbemittelten

europäischen Frau der Gegenwart

auch immer so gut geht!

Der Mann aus dem Volke ist nur zu

oft trotz seiner höheren Kulturstufe

auch während ihrer Schwangerschaft

so roh wie vorher mit ihr, und das

Kind wird nicht „geschätzt“, sondern

mit Gleichgültigkeit, Kummer oder

gar Groll erwartet und empfangen.

Vermehrung der Familie ist ja im

alten Europa oft kein Glück mehr,

das man anstrebt, sondern eine Belastung,

ein Unglück, das man mit

allen Mitteln zu verhindern strebt.

Darnach fällt dann die Behandlung

der Frau und des Kindes aus.

Im alten Indien schon empfahlen die

Ärzte den Schwangeren größte Vorsicht,

verboten ihnen Lasten zu heben

wie jedwede Überanstrengung.

Die Chinesen nannten den Arzt, der

Schwangere überwacht, „Beschützer

der Leibesfrucht“; er wird bei jedem

Unwohlsein gerufen. Als Haupt

Regel gilt bei den Chinesen: mäßige

Bewegung, die nicht zu sehr ermüdet.

Die Römer waren überraschend fortgeschritten:

sie verboten den schwangeren

Frauen die so beliebten kalten

Bäder, ließen aber in den letzten Monaten

warme nehmen, mit oder ohne

Abkochung von Malven, Leinmehl

und anderem; auch machten Sie Einspritzungen

mit süßem Öl, um die

Geburtswege geschmeidiger zu machen

und da glauben wir Modernen,

dass die Naturheilmethode erst in

unseren Tagen erfunden worden sei!

In einem deutschen Hebammen

Büchlein aus dem Mittelalter sagt

Rösslin in seinem „Der Schwangeren

Frawen Rosengarten“: „Die

Schwangere soll nicht faul und müßig

sein, soll sanft einhergehen,

unmäßiges Drücken und Springen

unterlassen. Wenn die Entbindung

nahe ist, soll sie hohe Stiegen aufund

ablaufen, singen oder rufen“.

Dann würde die Entbindung eine

leichte sein. Auf die Ernährung nehmen

auch niedere Völker in auffallender

Weise Rücksicht.

Manche „fesche Wienerin“, manche

„schneidige Berlinerin“ unserer

Tage könnte sich ein Muster nehmen

an dem Ernst und der Treue, mit

welchem so manche Frau aus niederem

Volksstamm ihren Mutterpflichten

obliegt. Dem Genuss schädlicher

Reizmittel, wie Bier, Wein, Kaffee,

Essig, Gewürze, zu reichlicher

Fleischnahrung und so weiter wird

nicht leichtsinnig gefrönt, als wäre

es gleichgültig, was man in dieser

Zeit des Werdens in den mütterlichen

Körper hineinbringt; nein! Gehorsam

und ergeben entsagen sie auch

lieb gewonnenen Gewohnheiten.

Charaktervolle Männer, die in schöner

Ehe mit ihren Frauen leben, deren

Selbstachtung größer ist als ihre

tierischen Triebe, entwürdigen sich

auch niemals in dieser Weise, dass

sie während der Zeit der Schwangerschaft

in Bordelle gehen. Sie ertragen

kraftvoll die Enthaltsamkeit aus

Liebe und Rücksicht für Frau und

Kind. Dreifacher Lohn wird Ihnen

dafür zuteil. Die Kräftigung des eigenen

Körpers, der Gesundheit und

Achtung der Gattin, das Gedeihen

des geliebten Kindes!

Bericht: Peter Wodniok

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

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- Landsberg am Lech -

Wer weiß es noch?

Wer wusste es? - Lösung 02/15

Was bezeichnet man als

„Königszapfen“?

Lösung einsenden an:

Traditionsgemeinschaft FKG 1 e. V.

Postfach 10 17 02

D-86887 Landsberg am Lech

oder info@tradgem-fkg1.de

1

Als Königszapfen bezeichnet man den Schnuller eines Säuglings königlichen

Geblüts.

2

Als Königszapfen bezeichnet man die bewegliche Verbindung zweier Bauteile

in mehrere Raumrichtungen.

3

Als Königszapfen bezeichnet man den Zapfhahn, der mit leichten Schlägen

ins Zapfloch eines Bierfasses der königlich-bayerischen Brauerei Andechs geschlagen

wird.

Senden Sie Ihren Lösungsvorschlag bis spätestens 05.03.2016 per Post oder E-Mail an

einen der Vorstände (siehe rechts oben).

Bei richtiger Lösung erhalten bis zu 3 (ggf. ausgeloste) Teilnehmer die Hälfte ihres bezahlten

Jahresmitgliedsbeitrages zurückerstattet.

Im Zweibahnverkehr dürfen Kettenfahrzeuge der

Militärischen Lastenklasse 30 die Brücke in Kolonne

befahren (bei einem bestimmten Mindestabstand),

im Alleingang ist maximal die Militärische

Lastenklasse 150 erlaubt.

Schiesscrew 2./FKG 1 1988

Das gelbe MLC Schild erlaubt die

Konfiguration der Antwort 3.

Die richtige Lösung haben gefunden:

Peter Gottwald

Dieter Kayser

Antonello Taranto

Herzlichen Glückwunsch!

(Es gingen 6 richtige Antworten ein -

Die Gewinner wurden ausgelost!)

Viel Glück!

Viel Glück!

Mitgliederzahl

Stand: 31. Januar 2015

295 Mitglieder

davon 2 passive Mitglieder

8

9


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CHICAGO 1963 - 1964

(Georg und Martin

21.12.1963 - 06.01.1964)

Georg Nimesheim damals und heute

Wir hatten uns Koffer gekauft, denn mit

Seesäcken zu reisen war uns zu militärisch.

Es war wohl Pit Weirich, der uns abends um 4

Uhr mit seinem Buick zur Greyhound-Station

brachte. Es regnete und so waren unsere

Uniformen mit Schirmmütze und Mantel doch

eine warme Bekleidung und für ein kaltes

Chicago gerade recht. Mein Packplan wurde

fast von jedermann übernommen:

1. Strümpfe

2. Unterhosen/Hosen

3. Unterhemden/ Hemden/Pullover

4. Schuhe

5. Jacken/Mantel/Kopfbedeckung

6. Waschzeug/Rasierer

7. Papiere/Ausweis

8. Geld/Schlüssel

9. Adressen/Telefon.

10. Eigener Verbleib/Adresse.

Mit ca. 350 Dollar für jeden hatten wir üppig

Bares dabei. Unsere Koffer wurden verladen,

die Tickets geprüft und wir hatten von

Beginn an die größte Aufmerksamkeit aller

Mitreisenden.

Am 21.12.1964 zwei junge Deutsche

Luftwaffensoldaten in Ausgehuniform!

Wann hat es das jemals zuvor mitten in den

USA gegeben? Niemand nahm Anstoß, viele

sprechen uns an, sind beruhigt, wenn sie

hörten, wer und was wir sind und warum

hier in Amerika. Schließlich mussten wir dann

doch erfahren, dass Deutschland so ungefähr

nicht weit, aber doch gleich hinter Texas liegt

- etwas weiter südlich.

Der Greyhound setzte sich in Bewegung

von Huntsville/Alabama auf den Highway

65 Richtung Chicago.

Unser erster

Halt war die Stadt

mit den weißen und bunten Häusern -

Nashville/Tennessee. Die meisten blieben

im Bus, Zeit für Sightseeing war nicht im

Fahrplan. So ging es nach Louisville/Kentucky

und weiter nach Indianapolis/Indiana. Die

Landschaften wechselten, meist flach, mal

Wald oder Hügel, kaum Menschen.

Ein freies offenes Land, aber keiner da!

Spät abends erreichen wir Chicago/Illlinois.

Wir fahren am Lake Michigan entlang direkt

hinein in den hell strahlenden Mythos. Ein

Yellow Cab bringt uns in die 826 South

Wabash Avenue zum YMCA Hotel. Koffer

aufs Zimmer, Stadtplan studiert und ab ins

“Deutsche Eck”. Eine Berlinerin hatte sich

hier niedergelassen. Wir bestellen Schnitzel

mit Salzkartoffeln und Soße, Standard für die

über 3 Millionen Deutsche, die hier leben.

Ein riesiger Rundtresen mit Platz für wohl

40 Leute und alle trinken Bier. Wir stellen uns

dazu. Schon reicht uns jemand ein Glas: „Ich

bin Walter Motschul, Elektriker aus Köln, was

macht ihr hier?“

„Und ich bin Gerhard Kapfhammer, Bäcker aus

Bayern, wie heißt ihr?“ Also erzählen wir.

Tags darauf lernten wir die Familien kennen.

Christa Motschul und Barbara Kapfhammer mit

ihren je 2 Kindern. Heilig Abend kamen wir

bei Barbara und Gerhard alle zusammen.

Ein bayerisches Weihnachtsfest mitten in

Chicago. Die Tage danach waren bunt voller

Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen. Im

roten quarderförmigen Sandsteinkoloß von

Wrighly-Kaugummi arbeiteten über 3000

Frauen und teilweise wurde noch jeder

Kaugummistreifen per Hand verpackt. Die

Carnegie Hall, in der Harry Belafonte seine

zwei legendären Konzerte gab. Ich besitze

die Orginal-Aufnahmen auf LP, sensationell!

Damit will ich es bewenden lassen, denn

heute ist alles einfach zu googeln.

Meinen Namensvetter George Lagarow, einen

Bulgaren, trafen wir mittags am zweiten

Weihnachtstag im Wabash-Inn. Höflich setzte

er sich zu uns, weil wir deutsch sprachen. Er

stellte sich vor und bat, am Gespräch teilhaben

zu dürfen, um sein Deutsch wieder besser

anwenden zu können. George war Importeur

von Waren aus Deutschland und Bulgarien.

Ich bin der einzige aus unserer Familie der in

Deutschland geboren wurde, am 14.10.1942

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- Landsberg am Lech -

(der Tag an dem Stalingrad erobert worden

war). Das Klostergut Wülfinghausen ist eines

der größten Güter in Deutschland. Zeitweise

hatten 650 Menschen dort ihr Auskommen!?

Mein exakter Geburtsort ist FARRENSEN, der

eigentliche Name für das gesamte Gebiet.

Unsere Familie kommt aus Bela Slatina,

Bardarski Geran, einer deutschen Gemeinde

in Gostillia/Bulgarien.

Begeistert wurden wir sofort zum Orthodoxenfest

in den Bulgarischen Club eingeladen.

Egal, wir waren ja alle Römisch-Katholisch.

Nachdem der Pope seinen Segen gegeben

hatte, begann das fröhliche Essen und Trinken,

das Tanzen und Singen miteinander, wie

ich es selten erlebt habe. Fast wäre Martin

unter die Haube gekommen. Gut, dass uns

George ins YMCA-Hotel brachte. Der riesige

Haifischflossen Chevy schaukelte wie ein

Boot auf dem Michigan See.

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

der „Route 66“ und gleichzeitig auf dem

State Hightway 44, schon in Oklahoma, direkt

nach Tulsa rein. Hier werden wir 4 Wochen

später die größte offene „Gun-Show“ der

Welt erleben und uns aufrüsten. Oklahoma

City ist eine Stadt mit größtmöglicher Flächenausdehnung.

Nun verlassen wir die Route 66. Eine Stunde

noch bis Fort Sill/Lawton, unserem Standort.

Die Prärie beginnt zu grünen, so erlebten

es die ersten Siedler. Doch genau wie sie

werden wir im „bösen“ Traum erwachen,

wenn in wenigen Wochen nur noch Tumbleweeds

über das ausgedörrte Land rollen. Die

Jeden Morgen sahen wir ein Stück mehr von

unserer Gangsterstadt. Nachmittags wurde

es immer gemütlich. Jeder zweite Tag war

Wabash-Inn-Tag. Der riesige Ochse am Spieß

drehte im „Schaufenster“. Die U-förmige

Theke mit 30 m eine Seite, und den kleinen

Tischen an den Wänden, das gab eine tolle

Atmosphäre, der sich kein echter“ Chicago“

entziehen konnte.

Zwei Geschäftsfreunde von George waren

Juden. Eliaz Grün und Seth Rosewood. Sie

waren die besten Poker Freaks und Witzeerzähler.

Beim Spiel verloren wir fast immer.

Trotzdem machte es uns Spaß und über ihre

gekonnt vorgetragenen Witze lachten wir

uns alle krumm.

Silvester fängt in Chicago schon mittags am

30.12. an – Carneval - mit Kind und Kegel!

Als hätten die Geschäfte nur geöffnet, um

zu zeigen, wie man sich kostümiert und

verkleidet.

Wo war eigentlich der Winter am Michigan

See? Er kam mit wenigen, doch großen Flocken,

und der eisige Wind füllte alle Ecken

mit weißem Puder. Weit gefehlt, jetzt sei der

Spaß vorbei! Auch der dickste Mantel zeigte

Rüschen, Bänder und bunte Schals.

Chicago, the Town that never sleeps. Am 2.

+ 3. + 4. Januar waren wir jeweils mit unseren

Gastgebern Gerhard in seiner Bäckerei,

Walter im Elektroladen, und George zeigte

uns sein Büro und das Lager mit allen seinen

Handelsgütern.

Aufgrund der Witterung mussten wir den

ersten Greyhound am 5. Januar nehmen. Von

den Motschul’s und Kapfhammer’s konnten wir

uns verabschieden. Leider war George unerreichbar.

Später wanderten Briefe hin und her,

doch mit der Zeit versickerten die Kontakte.

Daher sage ich an dieser Stelle „danke“ all

diesen lieben und guten Menschen!

Unser Greyhound nahm die“ Route 66“

unter seine Räder. Wir passierten Springfield/

Illinois, überquerten den Missouri und rasteten

in St. Louis/Missouri. Freundlicherweise

spielte uns der Fahrer den „St Louis Blues

March“. Weiter ging es. Wir fahren jetzt auf

Unterkünfte sind prima, es gibt 4/5/6-Bett

Zimmer, das Essen war besser, und die „Ausgehmöglichkeiten“

vielfältig. Wir wohnen im

Indianerland, HOWGH!

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- Landsberg am Lech -

Aktuelle Lage

in den Einsatzgebieten der Bundeswehr (Afghanistan)

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

United Nations Mission in South Sudan (UNMISS) im Südsudan (14 / 0)

United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) in Afghanistan (1)

Mission der Vereinten Nationen in Westsahara (MINURSO) in der Westsahara (4)

Operation Active Endeavour (OAE) im Mittelmeer (0)

EUNAVFOR MED – Operation SOPHIA im Mittelmeer (240 / 23)

Ausbildungsunterstützung Irak (115 / 8)

United Nations Mission in Liberia (UNMIL) (3)

• Beitrag der Bundeswehr zur Verhütung und Unterbindung terroristischer Handlungen

durch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) (COUNTER IS Unterstützung) (285 / 16)

Resolute Support (RS)

Im Zeitraum vom 07.12.15 bis 13.12.15 (50. Kalenderwoche) sind keine Resolute Support

(RS)-Soldatinnen oder -Soldaten gefallen, 2 Soldaten wurden verwundet.

Derzeit beteiligt sich die Bundeswehr bei insgesamt 17 Einsätzen. Dies sind:

Resolute Support (RS) in Afghanistan (769 Soldaten, davon 66 Frauen)

Kosovo Force (KFOR) im Kosovo (648 Soldaten, davon 78 Frauen)

EUNAVFOR Somalia – Operation ATALANTA am Horn von Afrika (99 /9 Soldaten)

United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) vor der libanesischen Küste(99 /9)

European Union Training Mission Mali (EUTM MALI) in Mali (180 / 17)

United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali (MINUSMA) (10)

European Union Training Mission Somalia (EUTM Somalia) in Somalia (11 / 1)

• United Nations / African Union Mission in Darfur (UNAMID) im Sudan (8 / 1)

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Train-Advise-Assist-Command (TAAC) Capital / Teile Deutsches Einsatzkontingent

(EinsKtgt)

Am 11.12.15 kam es in Kabul, außerhalb der sogenannten „Green Zone“, zu einer Detonation

einer fahrzeuggestützten, behelfsmäßig hergestellten Sprengvorrichtung (Vehicle Borne

Improvised Explosive Device / VBIED) am hinteren Zugang eines internationalen Gästehauses,

das zur spanischen Botschaft gehört. In der Folge drangen drei mit Handwaffen ausgerüstete

regierungsfeindliche Kräfte (Opposing Militant Forces / OMF) in den Gebäudekomplex ein.

Bei dem Zwischenfall fielen zwei spanische Polizisten und vier Angehörige der afghanischen-

Sicherheitskräfte (Afghan National Security Forces / ANDSF). Eine afghanische Zivilperson

wurde getötet sowie ein RS-Soldat verwundet. Eine afghanische Spezialeinheit sicherte den

Anschlagsort ab und konnte die Operation schließlich am Morgen des 12.12.15 beenden. Die

Angreifer wurden getötet. Das Gästehaus ist durch den Zwischenfall stark beschädigt worden.

2015 konnten die Sicherheitskräfte zahlreiche Anschläge verhindern. Dies zeigt einerseits

das unverändert vorhandene OMF-Bedrohungspotenzial, andererseits aber auch die ANDSF-

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

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- Landsberg am Lech -

Fähigkeiten in der Hauptstadt deutlich auf.

Train-Advise-Assist-Command (TAAC) North / Deutsches Einsatzkontingent

Am 12.12.15 wurde in der Provinz Baghlan ein Anschlag gegen einen Distriktgouverneur

verübt, bei dem dieser getötet wurde.

Am 14.12.15 wurde in der Provinz Kunduz eine internationale Patrouille mit einem IED angegriffen.

Bei dem Zwischenfall sind zwei Angehörige der ANDSDF gefallen, zwei weitere

sowie ein RS-Soldat wurden verwundet.

Vom 28.11.15 bis zum 11.12.15 führten die

ANDSF in der Provinz Samangan eine Operation

durch, an der rund 350 Angehörige der

ANDSF beteiligt waren. Dabei wurde nach

afghanischen Angaben ein Angehöriger der

ANDSF verwundet, fünf OMF wurden verletzt.

Im Zeitraum vom 04.12.15 bis zum 07.12.15

führten die ANDSF eine Operation in der Provinz

Balkh durch.

Als eine Folgerung aus den Erfahrungen der afghanischen Sicherheitskräfte während des

Jahres 2015 wurde eine Umstrukturierung der Führung der afghanischen Polizei (Afghan

National Police / ANP) veranlasst. Dieser Prozess wird derzeit durch das TAAC North mit

einem Beraterteam (ANP Advisor Team) begleitet.

Für eine provinzübergreifende Koordinierung

der Polizeikräfte sollen zukünftig sogenannte

Zonenhauptquartiere eingerichtet werden.

Ziel dieser Maßnahme ist es, die provinzübergreifende

Zusammenarbeit zu verbessern.

Am 11.12.15 wurde im Rahmen einer feierlichen

Zeremonie die Auflösung des Strategischen

Lufttransportstützpunkts Termez durch

den Kommandeur des Deutschen Einsatzkontingents

RS und den Kommandeur des usbekischen

Militärbezirks Süd-West gewürdigt.

Seit Februar 2002 wurde der Flugplatz als Strategischer Lufttransportstützpunkt für den

Transport von Personal und Material nach Afghanistan genutzt.

1B ADAKHSHAN

2T AKHAR

3 KUNDUZ

4B ALKH

5J OWZJAN

6F ARYAB

7B ADGHIS

8H ERAT

9F ARAH

10 GHOR

11 SAR-E PUL

12 SAMANGAN

13 BAGHLAN

TAAC WEST

(Italien)

Verantwortungsbereich des deutschen

Train-Advise-Assist-Command (TAAC) NORTH

8

9

7

6

10

28 27 29

54

34

26

11

30

25

32

12 13

31

32

14

15 16

24

33

23

22

TAAC SOUTH

(USA)

1

17

18

19

20

21

TAAC CAPITAL

(Türkei)

TAAC EAST

(USA)

14 PANJSHAYR

15 PARWAN

16 KAPISA

17 NURISTAN

18 LAGHMAN

19 KUNAR

20 NANGARHAR

21 KHOST

22 PAKTIYA

23 LOGAR

24 KABUL

25 BAMYAN

26 URUZGAN

27 HELMAND

28 NIMROZ

29 KANDAHAR

30 ZABUL

31 GHAZNI

32 WARDAK

33 PAKTIKA

34 DAYKUNDI

Deutsche Beteiligung: 896 Soldatinnen und Soldaten (Stand 14.12.15).

Den ganzen Bericht durch

Scannen des QR Kodes

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- Landsberg am Lech -

Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan

Der Bundestag gibt grünes Licht für eine Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes. In namentlicher

Abstimmung votierten am Donnerstag, 17. Dezember 2015, 480 Abgeordnete für einen

entsprechenden Antrag der Bundesregierung. Damit erhöht sich die Zahl der einzusetzenden

Soldaten im Rahmen der Nato-Ausbildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmission „Resolute

Support“ von bisher 850 auf bis zu 980. Gegen den Antrag votierten 112 Abgeordnete,

zehn enthielten sich.

Klare Erwartungshaltung

Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) nannte 2015 ein „hartes Jahr für

Afghanistan“. Die ursprüngliche Ankündigung der ausländischen Truppen, sich aus der Fläche

zurückzuziehen, sei nicht ohne Wirkung geblieben und habe die Taliban „teilweise ermutigt“,

die afghanische Armee „teilweise entmutigt“. Es gehe beim Mandat nun darum, die „reine

Orientierung an Zeitlinien“ zu korrigieren und stattdessen die militärische Präsenz an den

Fortschritten im Land zu bemessen. Der Einsatz sei kein „Blankoscheck“, sondern mit einer

klareren Erwartungshaltung an die afghanische Regierung verbunden, endlich wichtige Reformen

konsequent anzugehen.

Gerade weil sich Deutschland militärisch mit dem Ende des Isaf-Mandates zurückgezogen

habe, „dürfen wir beim Wirtschaftsaufbau und der Entwicklungszusammenarbeit nicht

nachlassen“, sagte von der Leyen mit Blick auf Flüchtlinge aus Afghanistan. „Es kann in der

Tat nicht sein, dass wir über Jahre die Bundeswehr schicken – und gleichzeitig verlassen vor

allem die gut Ausgebildeten und Wohlhabenden das Land.“

Bericht: Die Bundeswehr

Bilder: Die Bundeswehr, Ärzte ohne Grenzen

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- Landsberg am Lech -

Die letztjährige Mitgliederversammlung mit

Neuwahl fand am 17.10.2015 in unserem

Vereinslokal „Zur Brücke“ in Alt-Kaufering

statt.

Der Vorsitzende, Hans Lichnowski, begrüßte

so gegen 15:10 Uhr die bis dahin anwesenden

Mitglieder und Gäste. Er berichtete

über die Aktivitäten der Gemeinschaft im

vergangen Jahr und hob besonders die

durchgeführte Fahrt nach Weltenburg hervor.

Nach einem stillen Gedenken an die verstorbenen

Kameraden arbeitet er die Tagesordnungspunkte

ab.

Helmut Dudla, unser Kassenwart präsentierte

in lustiger und ansprechender Form unsere

Finanzen. Fazit: die TradGem FKG 1 e.V. hatte

gut gewirtschaftet. Auf Einzelheiten ging er

nicht explizit ein sondern verwies auf den

verteilten schriftlichen Kassenbericht.

Der Kassenprüfer, Herr Riebesam berichtete

dem Gremium über die zusammen mit Herrn

Dieter Sponseil durchgeführte Kassenprüfung.

Beanstandungen wurden keine festgestellt

und so empfahl er den anwesenden Mitgliedern

die Entlastung des Vorstandes.

Für eine Entlastung stimmten 34 Mitglieder,

5 Mitglieder enthielten sich der Stimme.

Mitgliederversammlung 2015 mit Neuwahl

Für die Neuwahl des Vorstandes lag ein

Wahlvorschlag in Form der bisherigen Zusammensetzung

vor. Als Wahlvorstand fungierten

Herr Reindl, Herr Stürmer und Herr Hawlik.

Es wurde eine offene Wahl gemäß § 11,

Abs. 3.0 der Satzung durchgeführt. Herr

Lichnowski, Herr Staebler, Herr Dudla, Herr

Wodniok und Herr Madey wurden für die bisher

ausgeübte Funktion wieder gewählt. Für alle

neu gewählten Vorstandsmitglieder ergab

die Abstimmung entsprechend Niederschrift

des Wahlvorstandes folgendes Ergebnis (mit

abgestimmt hat Herr Adamek):

Ja-Stimmen: 35

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 5

Nach der Wahl meldete sich unser Mitglied

Georg Nimesheim zu Wort und berichtete

über seine Zeit im FKG 1 als ein Mann der

ersten Stunde.

In diesem Zusammenhang übergab er der

TradGem zu treuen Händen seinen gesamten

„PERSHING“-Nachlass.

Nach dem offiziellen Teil begann der gemütliche

Teil der Veranstaltung. Man gruppierte

sich entsprechend der ehemaligen

Staffelzugehörigkeit und schon gingen sie

los, die Gespräche über Übungserlebnisse,

besondere Charaktere und Ereignisse von

spezieller Bedeutung.

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Gespanntes Zuhören

G. Nimesheim mit seinem „PERSHING -Nachlass“

R. Leibinger im Gespräch mit H. - P. Pongratz

E. Günther im Gespräch mit H. Ritter

Die Ausführungen von G. Nimesheim erfahren Aufmerksamkeit

G. Nimesheim zeigt „Raketenschrott“ der ersten, von

Deutschen gestarteten PERSHING 1

K. - H. Hawlik im Vordergrund, dahinter G. Liedmann

Dem Vernehmen nach hielten es einige Teilnehmer

bis kurz vor Mitternacht aus, um dann

ein Taxi zu rufen, das sie ins nahe gelegene

Hotel brachte.

Alles in allem ein gelungener Nachmittag

bzw. Abend, der die besondere Zusammengehörigkeit

der ehemaligen FKG 1 Angehörigen

sichtbar unter Beweis stellte.

PS. Positiv ist auch zu vermerken, dass sich

Gespanntes Zuhören, auch von Teilen des Vorstandes

General a.D. Reindl im Gespräch mit F. Adamek

Sepp Jaksch beim Durst löschen

der als Gast anwesende OFw d.R. Wolfgang

Stübiger spontan entschloss, das 298. Mitglied

der TradGem FKG 1 e.V. zu werden.

Herzlich willkommen!

Text und Bilder: Peter Wodniok

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

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Schwierige Beziehung

Die Vorstandschaft

Afghanistan

Ein Soldat der Bundeswehr, der in Afghanistan stationiert ist, erhielt kürzlich

einen Brief von seiner Freundin Wendy aus der Heimat. Darin stand folgendes:

„Lieber Dieter, ich kann unsere Beziehung so leider nicht weiterführen.

Die Entfernung, die zwischen uns liegt, ist zu gross. Ich muss

auch zugeben, dass ich Dich viermal betrogen habe seit Du weg bist,

und das Ganze ist für keinen von uns in Ordnung. Sorry. Bitte

schick mir mein Foto zurück welches ich Dir gegeben habe.“

Gruss Wendy

Der Soldat - sichtlich verletzt - ging sogleich zu seinen Kameraden und sammelte

sämtliche Bilder, die sie entbehren konnten, ein. Von ihren Freundinnen,

Schwestern, Cousinen, Ex-Freundinnen, Tanten...

Zusammen mit dem Bild von Wendy steckte er all die Fotos von den hübschen

Frauen in einen Umschlag. Es waren insgesamt 61 Fotos.

Dazu schrieb er:

„Liebe Wendy, es tut mir leid, aber ich weiß leider nicht mehr, wer Du bist.

Bitte suche Dein Bild heraus und schick mir den Rest zurück.“

Gruss Dieter

1. Vorsitzender: Hans Lichnowski

Hauptfeldwebel d.R.

geboren am 28.06.1952;

Personalhauptverwalter, Informationsmeister und Spieß im Stab/FKG 1

5 ½ Jahre in der Vorstandschaft UHG Saarburgkaserne.

2. Vorsitzender und zugl. Geschäftsführer: Helmut Staebler

Oberstleutnant a.D.

geboren 1947

in verschiedenen Verwendungen im FKG 1 und FKG 2

sowie in versch. Stabsverwendungen beim BMVg und beim WBK.

Schriftführer: Werner Madey

Hauptmann a.D.

geboren am 10. Januar 1939.

Nach Schulabschluss von 1955 - 1961 im Bergbau tätig.

Am 1. April 1961 freiwillig zur Bundeswehr.

Am 1. April 1992 mit dem Dienstgrad Hauptmann in Pension.

Kassenverwalter: Helmut Dudla

Hauptmann d.R.

geboren 11.10.1955

Nachschubmeister bei S4 im Stab/FKG 1

Beamter des gehobenen Dienstes bei der Bundeswehrverwaltung

Medienbeauftragter: Peter Wodniok

Hauptmann a.D.

geboren 25.08.1944

VersStff/FKGrp 13 u. VersStff/FKG 1, Stab und StabsStff II./FKG1,

6. und 8. Inspektion RakSLw USA, II. Zug, 2./FKG 1 und FmOffz TSLw 1.

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Cloud Dienste - was versteht man darunter?

Nachruf

Wir trauern um unsere verstorbenen Mitglieder und Kameraden!

Herr Walter Mayer, verstorben am 13. 08. 2015

Herr Oskar Jaksche, verstorben am 14. 11. 2015

Was bedeutet „in der Cloud speichern“?

Cloud (Wolke) steht für Speicherplatz im Internet.

Legen Sie Ihre Dateien in der Cloud

ab, befinden sie sich auf dem Server des

Dienstleisters. Es ist dann möglich, mit einem

internetfähigen Gerät von überall auf die

Daten zuzugreifen; einzige Voraussetzung:

Sie sind online. Viele Anbieter stellen Apps

für iOS, Android und Windows Phone bereit,

mit denen Sie den Web-Speicher unterwegs

bequem nutzen.

Was kostet Cloud-Speicherplatz?

Die meisten Dienstleister bieten ihre Online-

Speicher kostenlos an – in der Regel dürfen

Sie wenige Gigabyte nutzen. Wer mehr

Speicher will, stockt die

Kapazität gegen eine

monatliche Gebühr auf.

Tipp: Wollen Sie mehr

kostenlosen Cloud-

Speicherplatz, nehmen

Sie die Gratis-Angebote

mehrerer Anbieter in

Anspruch. Das ist nicht

sehr praktisch, doch so

erhalten Sie viel Speicherplatz

umsonst.

Dateien online speichern – wie geht

das?

Sie befördern Dateien ins Internet, indem Sie

die Webseite Ihres Cloud-Anbieters aufrufen.

Nachdem Sie sich angemeldet haben, finden

Sie fast immer einen Hochladen-Button. Nach

einem Klick darauf wählen Sie die gewünschten

Dateien.

Wie sicher sind meine Daten?

Sicherheit auf Cloud-Speichern ist ein heiß

diskutiertes Thema. Ein Grundmaß an Sicherheit

dürfte durch Daten-Verschlüsselung

bei jedem Anbieter gegeben sein. Allerdings

sollte man Folgendes beachten: Auch wenn

der Dienstleister hohe Sicherheits-Standards

erfüllt, besteht immer die Gefahr, dass Hacker

einen Weg finden, Verschlüsselungen auszuhebeln.

Daten, die sich in einem Netzwerk

befinden, sind theoretisch abgreifbar. Sensible

Dateien deponieren Sie also besser nicht auf

einem Online-Speicher.

Anbieter bankrott – was jetzt?

Das Angebot an Cloud-

Speichern wächst, die

Konkurrenz unter den

Anbietern steigt. Insbesondere

kleinere Dienstleister

haben es schwer,

sich gegen Großkonzerne

wie Google zu behaupten.

Sie können ihre

Kunden oft nicht halten

und sind gezwungen,

den Dienst einzustellen. Für den Nutzer hat

das unangenehme Konsequenzen: Datenverlust

droht, ein Umzug auf den Server-Park

eines anderen Anbieters steht an. Speichern

Sie Ihre Daten also auf den Servern mehrerer

Anbieter: Muss einer schließen, haben Sie Ihre

Daten trotzdem noch.

Euer Medienbeauftragter

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Herzlichen

Glückwunsch!

März 2016

am 4. Steer, Konrad zum 78. Geburtstag

am 9. Lengenfelder, Mathias zum 75. Geburtstag

am 13. Piotrowski, Hans-Jürgen zum

65. Geburtstag

am 17. Kurz, Helmut zum

76. Geburtstag

am 29. Schönmüller, Wilhelm zum

79. Geburtstag

am 31. Köllner, Roland zum

55. Geburtstag

April 2016

am 6. Mohrenweiser, Hermann zum 78. Geburtstag

am 11. Ohland, Werner zum

71. Geburtstag

am 16. Rauprich, Dietmar zum

75. Geburtstag

am 17. Stumpf, Georg zum

73. Geburtstag

am 18. Hübel, Wolfgang zum

70. Geburtstag

am 20. Hartmann, Peter zum

60. Geburtstag

am 21. Masson, Manfred zum

76. Geburtstag

am 23. Schumm, Oswin zum

60. Geburtstag

am 24. Wenig, Dieter zum

71. Geburtstag

am 25. Pruss, Uwe K.H. zum

73. Geburtstag

am 27. Heider, Günter zum

55. Geburtstag

am 29. Schmitz, Peter N. zum

75. Geburtstag

am 29. Illigner, Harald zum

65. Geburtstag

Mai 2016

am 3. Beicht, Norbert zum 60. Geburtstag

am 6. Kreibich, Bodo zum 50. Geburtstag

am 8. Moog, Klaus zum 76. Geburtstag

am 9. Beck, Berthold zum 50. Geburtstag

am 11. Hommel, Hans zum

85. Geburtstag

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- Landsberg am Lech -

am 16. Gohlke, Gerhard zum

am 18. Oberweg, Klaus zum

am 22. Ladwig, Paul zum

am 23. Zajontz, Siegfried zum

am 23. Plahusch, Robert zum

am 26. Webers, Uwe zum

am 28. Fritsch, Albert zum

am 31. Bohr, Klaus zum

80. Geburtstag

50. Geburtstag

65. Geburtstag

78. Geburtstag

65. Geburtstag

73. Geburtstag

76. Geburtstag

79. Geburtstag

Juni 2016

am 4. Barth, Walter zum 71. Geburtstag

am 5. Stauch, Konrad zum 81. Geburtstag

am 6. Ameis, Heinz zum 74. Geburtstag

am 6. Loer, Hermann zum 72. Geburtstag

am 8. Ritter, Harald zum 77. Geburtstag

am 10. Höpner, Volker zum

75. Geburtstag

am 12. Riebesam, Rüdiger zum

72. Geburtstag

am 14. Werner, Curd zum

60. Geburtstag

am 17. Schäfer, Richard zum

55. Geburtstag

am 18. Koop, Klaus zum

74. Geburtstag

am 19. Sündermann, Ewald zum

85. Geburtstag

am 22. Linsenboll, Edgar zum

55. Geburtstag

am 23. Stadler, Ernst zum

75. Geburtstag

am 23. Voelzke, Karl-Heinz zum

74. Geburtstag

am 28. Sawrun, Ulrich zum

55. Geburtstag

am 30. Platzöder, Karl zum

74. Geburtstag

am 30. Weidenbacher, Martin zum

60. Geburtstag

Juli 2016

am 1. Tscherner, Peter zum 74. Geburtstag

am 1. Herrmann, Karl Heinz zum 65. Geburtstag

am 6. Lüer, Heinz zum 77. Geburtstag

am 9. Huber, Erasmus zum 89. Geburtstag

am 10. Schmidtpeter, Herbert zum

65. Geburtstag

am 11. Sons, Ellen zum

76. Geburtstag

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am 11. Pscheidl, Wolfgang zum

am 15. Brüggemann, Gerhard zum

am 21. Wender, Manfred zum

am 21. Schmid, Erwin zum

am 25. Kircher, Gottfried zum

am 27. Schneider, Friedhelm zum

am 29. Menacher, Günter zum

am 29. Pfeuffer, Gerd zum

am 30. Müller, Michael zum

am 31. Düvel, Jörg zum

am 31. Flintrop, Udo zum

am 31. Liedmann, Gerhard zum

72. Geburtstag

76. Geburtstag

79. Geburtstag

65. Geburtstag

78. Geburtstag

77. Geburtstag

70. Geburtstag

60. Geburtstag

60. Geburtstag

74. Geburtstag

72. Geburtstag

70. Geburtstag

In eigener Sache (Mitgliederliste)

Unser Aufruf, die Mitgliederliste auf unserer Webseite mit aktuellen Bildern (Passfoto) zu

ergänzen, trifft weiter auf gute Resonanz! Die 100er Grenze ist bereits überschritten!

Bis jetzt sind es schon 159 Mitglieder, also schon über die Hälfte unserer Mitglieder, von

denen wir ein Bild anbieten können.

Wenn sie es bisher noch nicht getan haben, senden Sie uns bitte ein aktuelles Passfoto/Foto,

egal wie, also entweder elektronisch oder in Papierform zu.

Wir werden es dann entsprechend bearbeiten und auf der Seite einbinden.

Man verändert sich halt doch im Lauf der Jahre!

Wir warten auf Ihr Konterfei!

August 2016

am 2. Kathan, Friedrich zum 79. Geburtstag

am 6. Fischer, Reinhard zum 71. Geburtstag

am 7. Günther, Erhard zum 78. Geburtstag

am 7. Hans, Gerd zum 75. Geburtstag

am 10. Reichold, Edelgard zum

90. Geburtstag

am 10. Kriebel, Manfred zum

77. Geburtstag

am 11. Krull, Herbert zum

76. Geburtstag

am 11. Dworsky, Klaus zum

75. Geburtstag

am 11. Hentschke, Claus zum

73. Geburtstag

am 15. Kramer, Erich zum

81. Geburtstag

am 15. Dittmaier, Fred zum

76. Geburtstag

am 22. Leibinger, Rigobert zum

79. Geburtstag

am 22. Hiller, Heinz Otto zum

71. Geburtstag

am 25. Wodniok , Peter zum

72. Geburtstag

Brüggemann

Buchner

Burkhardt

Busse

Carius

Gerhard

Andreas

Richard

Hermann

Kurt

Neumühle 45

Römerhang 47

FALLS Sie mit der Veröffentlichung Ihres

Fotos nicht / nicht mehr einverstanden sein

sollten, genügt der Widerspruch in Textform.

Pestalozzistr. 18

Richard.Burkhardt@web.de

91629 Weihenzell

86899 Landsberg am Lech

18609 Ostseebad Binz

D

D

D

09802 /

08191 /

0171 / 9

Am Kornfeld 19

86899 Landsberg am Lech

D 08191 /

hh.busse@gmx.de 0174 / 7

35, rue des Templiers

7343 Steinsel

L 0035 23

kcarius@pt.lu 00352 6

Die Vorstandschaft der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Chytry

Primo

Schlesische Str. 52

94315 Straubing

09421 /

primo.chytry@harman.com 0160 - 9

wünscht darüber hinaus allen anderen Geburtstagskindern Gesundheit, Glück, Erfolg und Gottes

Segen für das neue Lebensjahr!

Euer Webmaster und Medienbeauftragter: Peter Wodniok

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Änderungsmeldung

Traditionsgemeinschaft FKG 1 im Web

Name: ................................................................................................

Mitgliedsnummer (Mandatsreferenz)..............................................

Vorname: ...........................................................................

Strasse: ...........................................................................

PLZ: ........................ Ort: ............................

Neue Anschrift:

Strasse: ...........................................................................

PLZ: ........................ Ort: ............................

FON: ...........................................................................

E-Mail: .......................................................................................

FAX: ........................... Mobil: .........................................

Neue Bankverbindung:

BLZ: ........................Konto Nr.: ........................................

Bank: ...........................................................................

BIC: .......................................................................................

IBAN: ...........................................................................

Gläubiger-Identifikationsnummer: DE73ZZZ00000143476

Mit meiner Unterschrift erteile ich weiterhin die Erlaubnis, den fälligen Jahresbeitrag

im Lastschrifteinzug von meinem Konto abzubuchen.

........................................... .....................................

(Ort / Datum)

(Unterschrift)

Gehören sie immer noch zu denen, die keinen Internetanschluss

haben? Dann wird es Zeit, sich einen einzurichten. Nur mit ihm und

dem Besuch unserer Webseite sind Sie immer „up to date“! Bisher

schon weit über 76.500 Besucher!

Falls Sie also neu im „WEB“ sind, hier unsere Anschrift: Sie finden

uns unter der Adresse: http://www.tradgem-fkg1.de

Den QR-Code rechts mit einem Smartphone und der passenden QR

App „einscannen“ und schon sind Sie bei uns!

Nur für den Kontakt unserer Mitglieder

mit uns und untereinander

haben wir die Seiten „Kontakt“

und „Mitgliederliste“ eingerichtet,

welche die Adressdaten der Vorstandschaft, ihrer Organe und die aller Mitglieder

auflistet. Um diese Daten für Unbefugte unzugänglich zu machen, sind diese Seiten

passwortgeschützt. Wenn Sie diese Seiten aufrufen, werden Sie nach Benutzername

und Passwort gefragt. Diese werden zu Beginn der Mitgliedschaft und alljährlich mit dem

„Weihnachtsbrief“ allen Mitgliedern bekannt gegeben.

Bei Verlust genügt eine E-Mail an webmaster@tradgem-fkg1.de mit dem Stichwort: Benutzername

und die Daten gehen Ihnen nach Prüfung der Rechtmäßigkeit erneut zu.

PERSHING im Web

The Pershing Missile: Peace Through Strength

Die Firma Lockheed Martin, der Nachfolger von Martin Marietta, der Firma, die das

Waffensystem PERSHING entwickelt hat, arbeitet gerade ihre Geschichte auf. Interessant,

was dabei über unser Waffensystem geschrieben wird (auf Englisch).

Lesen Sie den Eintrag hier: http://www.lockheedmartin.com/us/100years/stories/pershing.html

Euer Medienbeauftragter und Webmaster: Peter Wodniok

Den QR-Code rechts mit einem Smartphone und der passenden

QR-App „einscannen“ und schon sind Sie auf der Web-Seite!

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Von der V2 (A4) zur PERSHING (Teil 6)

Division z.V.

Obwohl mehr als 20 Jahre Entwicklung dazwischen liegen, ist der prinzipielle Unterschied

zwischen den Waffensystemen Flüssigtreibstoffrakete V2 (Aggregat 4) und

dem Feststoffflugkörper PERSHING nur marginal.

In diesem Bericht versuche ich, die Gliederung für den Einsatz der V2 mit der des WS

Pershing zu vergleichen.

Text / Bilder: Operation Backfire, Bernd Leitenberger, Charles Ostyn

Aggregat 4

Pershing 1

Nachr. Abt.

Funkhorch Abt.

Verm. Battr.

Flak Battr.

Flak Battr.

He. Flak Abt.

He. Flak Abt

Le (E) Flak Abt.

Le (E) Flak Abt.

Bau-Pi-Btl.

Nsch. Btl.

Feldgend. Trupp

3 Sich Trp Btn

Mot V2 Rgt z.V. (Süd)

Mot V2 Rgt z.V. (Nord)

Einsatz

Militärorganisatorisch beschritt das Deutsche Heer mit der neu aufzustellenden V2-Raketentruppe

Neuland.

Wie im Folgenden zu sehen, ist es nach unseren Erfahrungen mit dem WS Pershing gut gelungen.

Die Unterschiede sind hauptsächlich da zu erkennen, wo es um Tätigkeiten geht, die bei

unserem WS nicht vorkamen (Betanken etc.).

Für die V2 Organisation wurden ursprünglich 2 Gruppen (Gruppe Süd und Gruppe Nord) aufgestellt.

Sie unterschieden sich geringfügig, so dass hier nur die Gruppe Süd beschrieben wird.

Ihr unterstand die „Division z.V. (zur besonderen Verwendung)“ mit einem „Mot. V2-Rgt. z.V.“.

Der Regimentskommandeur war im Rang eines OTL. Seine Stabsbatterie war für die interne

Kommunikation verantwortlich, beinhaltete eine Sanitätskomponente, eine Schadensaufnahmekomponente

sowie eine Nachschubteileinheit.

Die Abschussabteilung bestand aus 3 Abschusseinheiten. Jede der 3 besaß eine Bodenplatte

(Abschussplatform) und einen Feuerleitpanzer. Pro Einheit gab es 3 Meillerwagen,

d.h. 9 Meillerwagen pro Abschussabteilung.

Die Fernmeldeeinheit war für die allgemeine Kommunikation, die Berechnung der Abschusspunkte,

des Brennschlusses der Rakete und die Leitstrahlstellung verantwortlich.

Die Technische Einheit hatte die Raketen ohne Gefechtskopf an den Eisenbahnumschlag-

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Stabsbatterie

Werkstattzug

I. Abteilung II. Abteilung III. Abteilung II. Fla Bttr SS V2 V-Abt.

Gruppe Führer 1 Schießzug 2 Tech. Zug 2 Treibstoff- und

Geräte Bttr.

punkten zu entladen und in die Einsatzräume zu transportieren. Dort wurden sie überprüft,

von den Vidalwagen auf die Meillerwagen umgeladen und an die schießende Truppe übergeben.

Der Betankungszug bestand aus 3 Gruppen.

• die erste Gruppe war zuständig für die Handhabung des flüssigen Sauerstoffs (A-Stoff)

• die zweite Gruppe war zuständig für die Handhabung des Alkohols (B-Stoff)

• die dritte Gruppe war zuständig für die Handhabung der Gefechtsköpfe und des Natrium

Permanganats (Z-Stoff)

Die Raketen, in der Regel 20 pro Lieferung, wurden vom Eisenbahnumschlagpunkt in den

Einsatzraum transportiert. Diese Aufgabe wurde von einer Nachschubeiheit innerhalb der

Technischen Truppe durchgeführt. Ihr standen dafür ca. 100 Pkw, 62 Zugmaschinen, 33 Kradmelder,

22 Betriebstoffanhänger für den flüssigen Sauerstoff, 2 STRABO Kräne, 48 Opel-Blitz

Alkohol Tankwagen, 4 Wasserstoff Peroxide Tankwagen und 4 Pumpen Anhänger für das Um-

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pumpen des Natrium Permanganat Gemischs (Z-Stoff) aus den Transportfässern zur Vefügung.

Eine Abschusseinheit bestand aus 3 Zügen a 39 Mann. Diese bildeten folgende Teileinheiten:

1. Schießtrupp mit dem Feuerleitpanzer

2. Rechen- und Auswertetrupp

3. Maschinentrupp

4. Elektrotrupp

5. Energieversorgungstrupp

6. Wagentrupp für Meillerwagen und Abschussplatform.

Mit Stand Januar 1945 war der Personalstand eines Mot. V2-Rgt. z.V. wie folgt:

Gruppe Führer

8 Offiziere

(Stab- und Stabstaffel) 3 zivile Ingenieure

27 Unteroffiziere

85 Mannschaften

Treibstoff- und Gerätestaffel

(Versorgungsstaffel)

3 Offiziere

25 Unteroffiziere

128 Mannschaften

Schießzug

(FK-Staffel)

4 Offiziere

4 zivile Ingenieure

40 Unteroffiziere

162 Mannschaften

Beim Schießen mit Leitstrahllenkung (Sonderfall) wurde der Stab um 1 Offizier, 1 zivilen

Ingenieur, 5 Unteroffiziere und 16 Mannschaften aufgestockt.

Nebenstehend ein Organigramm der V2-Organisation im Dezember 1944 wie es

von den Engländern im Rahmen der Operation „Backfire“ auf Befragen von deutschem

V2-Personal im September/Oktober 1945 erstellt wurde.

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Die Gliederung der PERSHING Geschwader wird als bekannt vorausgesetzt.

Ja, wo sind sie denn?

Sich im Feld möglichst unsichtbar zu machen, war schon immer

eine Aufgabe für mobile Verbände im Einsatz.

Das gelang jedoch nur mit Einschränkungen, wie die Auswertung

einer Luftbildaufnahme während einer Staffelübung der VersStff

FKGp 12 LANDSBERG vom 12. Juni 1969 zeigt.

1

Die Personalstärke eines Geschwaders betrug in Friedenszeiten etwa 1800 Personen, davon

je FK Staffel ca. 250 Personen.

Die Ausstattung mit Fahrzeugen und Anhängern belief sich auf ca. 800.

Bild: H. O. Hiller

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Das neue Transportflugzeug der Luftwaffe

- A400M - (Teil 13)

Dieser Artikel setzt die Reihe „Waffensysteme der Luftwaffe“ - A400M - fort.

Der Autor erarbeitete im Auftrag von EADS eine Vortragsreihe über Geschichte,

Anforderungen und Technik für dieses neue Flugzeugmuster.

Es soll in Zukunft die Transall C160 ersetzen.

Die neuesten Zahlen aus dem Ministerium sprechen nur noch von 40 anstatt

60 Flugzeugen! Das Verteidigungsministerium will weitere 13 Maschinen

übernehmen, dann aber an andere Länder weiterverkaufen. Auslieferung

abgeschlossen bis ca. 2021!

Heute ein weiterer Zwischenbericht zum Stand der Entwicklung/Fertigstellung/

Zertifizierung, Auslieferung und Einsatz.

Juli 2015

Deutscher A400M fliegt wieder

Die deutschen Luftstreitkräfte haben das

Flugverbot für ihren A400M wieder aufgehoben,

der Militärtransporter gilt wieder als

sicher.

Nach dem Absturz vom 9. Mai 2015 eines für

die Türkei bestimmten A400M Transporters

in Sevilla, haben alle A400M Betreiber den

europäischen Militärtransporter mit einem

Flugverbot belegt, so auch Deutschland. Die

meisten Luftstreitkräfte haben dieses jedoch

schon bald wieder aufgehoben, als Airbus

Defence and Space die Ursache für den Unfall

herausgefunden hatte.

Die Maschine ist wegen einer falschen Softwareversion

in der Triebwerksteuerung kurz

nach dem Start abgestürzt und tötete dabei

vier von sechs Besatzungsmitglieder. Der

deutsche Lufttransportverband in Wunstorf

hat nun dem einzigen deutschen A400M

wieder die Flugerlaubnis erteilt, dies teilte

die Bundeswehr mit.

September 2015

RAF übernimmt siebten A400M

Airbus Defence and Space hat am 15. September

2015 die Übergabe des siebten A400M

Atlas an die Royal Air Force bekanntgegeben.

Die britische Luftwaffe konnte ihren siebten

A400M Militärtransporter am 10. September

2015 vom Airbus Werk Sevilla zur Royal Air

Force Basis Brize Norton überfliegen. Auf der

A400M Basis sind momentan vier Maschinen

einsatzbereit, die übrigen drei Flugzeuge

erhalten noch das DASS Selbstschutzsystem.

Die Atlas C1 Militärtransporter haben bei der

Royal Air Force nun offiziell das In-Service

Date erreicht und dürfen auf weltweiten

Transportmissionen eingesetzt werden.

Großbritannien hat zweiundzwanzig A400M

in Auftrag gegeben, die Royal Air Force wird

mit dem A400M ihre älteren C-130K Hercules

ersetzen.

Oktober 2015

Beladeversuche mit Stryker

Die Royal Air Force hat mit einem ihrer

Airbus A400M Beladeversuche mit dem

amerikanischen Schützenpanzer Stryker ICV

durchgeführt.

Für die Tests flog die A400M mit der Kennung

ZM402 von Brize Norton nach Fort Bliss in

Texas. Dort rollte der 21 Tonnen schwere

und knapp sieben Meter lange Stryker in

den Laderaum. Laut Squadron Leader Kate

Houghton wurde „die Beladung, das Verzurren

und die Entladung mit Leichtigkeit“

bewältigt. „Wir sind alle optimistisch, dass

der Stryker in naher Zukunft für den Transport

in der A400M zugelassen wird“.

Mit der Möglichkeit, auch US-Gerät zu verfrachten,

werden gemeinsame Einsätze vereinfacht,

so die RAF. Dies gelte insbesondere

für die schnelle Eingreiftruppe der NATO, zu

der auch das 2. Kavallerieregiment der US

Army in Vilseck gehört.

Unterdessen erreichte die Royal Air Force mit

ihren A400M Anfang Oktober den Meilenstein

von 1000 Flugstunden.

November 2015

A400M für Starts und Landungen auf

Gras getestet

Mehrere A400M haben „exzellente Leistungen“

bewiesen und neben Starts und

Landungen auf einer 1500 Meter langen

Graspiste auch komplizierte Rollmanöver,

wie U-förmiges Wenden, bestanden. Zuvor

wurde die A400M im spanischen Ablitas

bereits erfolgreich auf Geröllpisten geprüft.

Im kommenden Jahr sind noch Tests auf

Sandpisten vorgesehen.

Das Video können Sie sehen,

wenn Sie den QR-Code mit

Ihrem Smartphone scannen.

Copyrigt: Flugrevue

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November 2015

Airbus A400M auf Langstrecke

Einsatzprüfung beim LTG 62: Airbus A400M

auf Langstrecke

Das Lufttransportgeschwader 62 hat die

Langstreckenflüge für die „Einsatzprüfung

Erstbefähigung“ des neuen A400M-Transporters

absolviert.

Auf dem McCarran Field in Las Vegas gab

es einen Stopp.

Seit die bisher einzige A400M der Luftwaffe

im letzten Dezember in Wunstorf eingetroffen

ist, hat das Personal des LTG 62 unzählige

Stunden investiert, um Arbeitsabläufe

zu optimieren und Verfahren zu entwickeln,

die einen stabilen Flugbetrieb gewährleisten.

Zuletzt ging es dabei nicht nur auf Plätze in

Deutschland und Europa, sondern auch über

den Großen Teich in die USA und schließlich

nach Afrika und Nahost.

Der Flug über den Atlantik führte dabei zu

bekannten Zielen, die über Jahrzehnte auch

von der Transall bedient wurden. Aufgabe

von Oberstleutnant Christan Schott und seiner

Crew war es bei der einwöchigen Mission

im August zunächst, 8,5 Tonnen Fracht von

Eindhoven zur Nellis AFB in Nevada zu bringen.

Als einziger Zwischenstopp dabei wurde

Halifax an der kanadischen Ostküste genutzt.

Zurück ging es dann nach Washington, wo

10,5 Tonnen Fracht aufgenommen wurden.

Über die Lajes Air Base auf den Azoren wurde

Köln erreicht.

23 000 Flugkilometer war die A400M Ende

August/Anfang September bei ihrer längsten

Einsatzprüfungsmission durch Afrika und

nach Abu Dhabi unterwegs. Es ging vor allem

um das Verhalten des Flugzeugs unter den

besonderen klimatischen Bedingungen in den

Regionen. Zur Cockpitbesatzung gehörten

drei Piloten des LTG 62, ein Sicherheits- und

Ausbildungspilot von Airbus, ferner drei Technische

Ladungsmeister, ein IT-Spezialist, ein

technischer Offizier der Technisch-Taktischen

Versuchsgruppe, ein Fliegerarzt und ein Techniker

von Airbus.

Von Wunstorf aus wurde mit elf Tonnen Fracht

zunächst nonstop in siebeneinhalb Stunden

Dakar angeflogen. Von dort ging es in acht

Stunden und zehn Minuten weiter nach

Windhuk. Für den Kontakt zum Geschwader

sorgte Hauptmann Daniel B., der eine mobile

Satellitenanlage bediente. Damit musste

er technische Daten des Luftfahrzeugs nach

Wunstorf übermitteln, aber auch Informationen

aus der Heimat empfangen.

Von Windhuk aus startete die A400M nach

Daressalam. Von dort aus wurde Addis Abeba

in Äthiopien angeflogen – Bestimmungsort

für den zweiten Teil der Fracht. Nach etwa

zweieinhalb Stunden Bodenzeit ging es weiter

nach Abu Dhabi in die Vereinigten Arabischen

Emirate. Nur vier Stunden benötigte

die A400M für die Strecke.

Nach einem Tag Pause war der Rückflug

angesetzt, doch der Termin konnte nicht gehalten

werden. Zunächst kämpfte die Crew

mit einem technischen Defekt, der aber von

dem Airbus-Techniker und der eigenen Crew

behoben wurde. Dann gab es eine weitere

Verzögerung, weil der Kraftstoff in den

Tanks zu heiß wurde. Bei 48 Grad Celsius

Außentemperatur erhitzte sich das Kerosin

ebenfalls auf 48 Grad. Das Überwachungssystem

schlug Alarm.

Der Kommandant entschied, einen weiteren

Tag zu warten, und so konnte die Crew des

LTG 62 mit 24 Stunden Verspätung den Rückflug

antreten. „Das war Einsatzprüfung pur“,

sagte Stabshauptmann Christian L. nach der

Ankunft in Wunstorf. „Wir haben viel mehr

Erkenntnisse gewonnen, als wir erhofft hatten.“

So sollten bei sehr hohen Temperaturen

externe Klimageräte zur Verfügung stehen.

Auch müssen unterschiedliche Schleppvorrichtungen

auf den Plätzen berücksichtigt

werden. „Es lief nicht alles rund, aber genau

dafür ist die Einsatzprüfung auch wichtig“,

sagte der A400M-Kommandant. „Wichtig

ist, dass aus den Erkenntnissen die richtigen

Schlüsse gezogen werden, damit nun zeitnah

der logistische Lufttransport mit dem Airbus

A400M aufgenommen werden kann.“

Dezember 2015

Luftwaffe übernimmt 2. + 3. A400M

Airbus hat am 2. Dezember 2015 im spanischen

Sevilla die zweite A400M an die

Luftwaffe übergeben. Das Flugzeug wurde

am 10. 12. nach Wunstorf überführt. Diese

A400M (MSN030) trägt bei der Luftwaffe das

Kennzeichen 54+03. Sie ist die 19. A400M

in Kundenhand und das neunte Exemplar

dieses Musters, das in diesem Jahr ausgeliefert

wurde.

Die dritte A400M für die Luftwaffe (Kennung

54+02) wurde am Freitag, 18. Dezember

2015 in Sevilla übernommen und am 21.

Dezember nach Wunstorf überführt.

Texte: Peter Wodniok, airliners.de, Flugrevue

Bilder: Airbus Defence & Space, Luftwaffe

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

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Termine

Es geschah vor 70 Jahren (Projekt „Manhattan“)

SAMSTAG

15:00 Uhr

Nicht vergessen:

Stammtische

23.01., 05.03., 07.05., 09.07., 17.09., 26.11.2016

jeweils 15:00 Uhr im Gasthof „Zur Brücke“,

beim Brückenwirt,

Brückenring 1, 86916 Kaufering

(Anfahrt siehe Seite 2)

D´Landsberger Wiesn vorauss. Sonntag, 19.06.2016

Der ursprüngliche Termin für die Probedetonation

von 100 Tonnen TNT war der 5.

Mai; wurde aber bald verschoben auf den

7. Mai, um die Installation von weiteren

Testgeräten zu ermöglichen.

Hunderte von Kisten mit Sprengstoff wurden

von Fort Wingate, New Mexico auf die

Testrange gebracht und vorsichtig auf die

Plattform eines ca. 9 Meter hohen Holzturms

Mitgliederversammlung:

Samstag 15.10.2016, 15:00 Uhr

Volkstrauertag am So., 13.11.2016 ab 10:00 Uhr,

Katharinenkirche in Landsberg

Spenden

war spektakulär! Ein riesiger, leuchtend orangefarbener

Feuerball stieg in den Wüstenhimmel

und erhellte die Morgendämmerung

so weit, dass selbst im 60 Meilen entfernten

südöstlich gelegenen Alamogordo der Feuerschein

noch zu sehen war.

Hr. Richter 26,50 €

Hr. Schmitz 50,50 €

Hr. Hubrich 14,00 €

Hr. Schiek 50,00 €

Hr. Trapp 12,00 €

Hr. Kreibich 81,50 €

Hr. Peter 12,00 €

Hr. Killig 26,50 €

Stammtische und MV 82,00 €

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Ein - licher Dank an alle Spender!

unsere Bankverbindung:

VR-Bank Landsberg-Ammersee eG

Kontonummer: 1 12 96 78

BLZ: 700 916 00

BIC: GENODEF1DSS

IBAN: DE 4170 0916 0000 0112 9678

Gläubiger-Identifikationsnr.: DE 73ZZ Z000 0014 3476

gestapelt. Rohre, die 1000 Curie radioaktives

Spaltmaterial enthielten, wurden im Stapel

verteilt, um die zu erwartenden radioaktiven

Abfallprodukte der Atomexplosion zu simulieren,

natürlich auf einem niedrigen Niveau.

Der gesamte „Testlauf“ wurde in etwa in der

Größenordnung der zu erwartenden Atomexplosion

entwickelt. Die Geräte zum Messen

der Detonationsstärke, der Schockwellen,

der Schäden von Gebäuden und Apparaten

wurden zur Kalibrierung in Position gebracht.

Dann, als der letzte Tag des europäischen

Krieges angebrochen war, wurden die 100

Tonnen TNT zur Detonation gebracht; und es

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

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Rechte und Pflichten im Internet - Das digitale Testament

Der Vorstand der TradGem FKG 1 hat es mir ermöglicht, ein

Seminar der Hans-Seidel Stiftung zu besuchen mit dem Titel:

„Verbraucherschutz - Rechte und Pflichten im Internet“.

Meine Erkenntnisse darüber will ich Ihnen (Euch) nicht vorenthalten.

Wir alle bewegen uns mehr oder weniger fahrlässig im

Internet und hoffen oder glauben, dass wir sicher sind.

Weit gefehlt! Beginnen möchte ich mit einem Thema, das uns

alle angeht: Das digitale Testament!

Hat der Verstorbene kurz vor seinem Tod

im Internet Verträge geschlossen, also zum

Beispiel bei ebay etwas versteigert, muss der

Erbe die Vertragspflichten erfüllen. Er muss

also etwa den versteigerten Gegenstand an

den Käufer schicken. Hat der Verstorbene

noch Musik oder Filme im Internet gekauft,

muss der Erbe die Rechnung begleichen.

Man kann sich merken: Der Erbe wird so

behandelt, als hätte er selbst den Vertrag

abgeschlossen.

In der Regel hinterlässt der Erblasser keine

Liste mit seinen Passwörtern. Wie also auf die

Mails zugreifen? Als Rechtsnachfolger tritt

der Erbe auch in den Vertrag ein, den der Verstorbene

mit dem E-Mail-Dienst geschlossen

hat. Um aber an das Kennwort zu kommen

und damit die Mails auch tatsächlich abrufen

und verwalten zu können, muss sich der Erbe

wieder als Erbe legitimieren. Und auch hier

lautet die Lösung: Erbschein.

Soziale Netzwerke betreuen

Wenn ein Mensch stirbt, gehen seine Rechte

und Pflichten komplett auf den oder die

Erben über – das gilt auch für seine Digitale

Identität.

Mit dem Tod endet das Leben – klare Sache.

Nicht ganz so klar aber, wenn es um das

„Leben im Netz“ geht. Mittlerweile haben

fast 80 % von uns einen Internetanschluss,

schreiben E-Mails, nutzen soziale Netzwerke

wie Facebook oder Google+ oder wir wickeln

unsere Bankgeschäfte online per Mausklick

ab. Was aber passiert nach dem Tod mit

den Daten im weltweiten Netz? Hier eine

Bestandsaufnahme.

Wie ist die rechtliche Ausgangslage?

Wenn ein Mensch stirbt, gehen seine

Rechte und Pflichten komplett auf den oder

die Erben über. Das passiert automatisch und

kann nur dadurch verhindert werden, dass

die Erbschaft im Ganzen ausgeschlagen wird.

Der Erbe kann also keine Rosinenpickerei betreiben

und zum Beispiel nur das Wohnhaus

des Verstorbenen übernehmen, die rechtlichen

Verpflichtungen, die der Erblasser im

Zeitpunkt seines Todes hatte, aber ablehnen.

Im Rahmen der sogenannten Gesamtrechtsnachfolge

wird der Erbe auch Inhaber der

Internetpersönlichkeit des Verstorbenen.

Worum sollte man sich kümmern?

Vertragspflichten erfüllen

Gelder auszahlen lassen

Im Internet können aber auch Guthaben

schlummern, zum Beispiel bei Bezahldiensten

oder auf Internetkonten. Die Erben

haben einen Anspruch darauf, diese Gelder

ausgezahlt zu bekommen. Denn auch hier

gilt das einfache Prinzip: Was vor dem Tod

dem Erblasser gehört, gehört nach dem Tod

den Erben. Allerdings müssen die Hinterbliebenen

nachweisen, dass sie Erben des

Verstorbenen geworden sind. Das geht in

aller Regel mit einem Erbschein.

Mailpostfächer verwalten

Auch die Mailpostfächer des Verstorbenen

sollte man nicht verwaisen lassen. In ihnen

schlummern oft eine Menge Daten. Aber:

Immer bedeutsamer wird die Frage, was

aus Profilen werden soll, die der Verstorbene

in sozialen Netzwerken hat. Das Problem:

Kümmert sich keiner, bleiben Fotos und persönliche

Daten auf ewig im Internet.

Für Facebook gibt es zwei Möglichkeiten:

Einerseits kann man das Profil in den sogenannten

Gedenkstatus versetzen. Dadurch

wird das Profil „eingefroren“, dient aber in

seinem Zustand weiter als „Gedenkstätte“.

Neue Posts auf der Pinnwand sind nicht mehr

möglich. Aber: Facebook-Nutzer können

weiterhin Nachrichten an den Verstorbenen

schreiben, die allerdings von den Angehörigen

nicht gelesen werden können. Denn

auch für sie ist das Profil eingefroren. Um

den Gedenkstatus zu aktivieren, bedarf es

lediglich einer Sterbeurkunde, also eines

Nachweises, dass der Angehörige nicht mehr

lebt. Einen Erbschein braucht man, wenn

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

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man das Profil löschen lassen möchte. Damit

verschwindet das Profil von Facebook und

kann von niemandem mehr aufgerufen werden.

Die Löschung kann aber nur erfolgen,

wenn sie von einem Erben beantragt wird,

der nachgewiesener Weise unmittelbarer Familienangehöriger

des Erblassers ist. Wichtig:

Die persönlichen Daten des Verstorbenen

bleiben trotz Löschung bei Facebook. Dessen

sollte man sich bewusst sein.

Google beschreitet für seine Dienste

mittlerweile neue Pfade: Das Unternehmen

hat einen sogenannten Konto-Inaktivitäts-

Manager installiert. Der Nutzer kann bis

zu zehn Personen bestimmen, die benachrichtigt

werden, wenn er seine Konten für

einen gewissen, längeren Zeitraum nicht

benutzt. Auch diesen Zeitraum kann der

Nutzer selbst festlegen. Läuft die Zeit dann

ab, erhält zunächst noch einmal der Nutzer

selbst eine Nachricht – per SMS oder E-Mail.

Meldet er sich daraufhin nicht, werden die

angegebenen Personen kontaktiert und

erhalten – wenn tatsächlich ein Todesfall

vorliegt – Zugriff auf die jeweiligen Konten.

Wer für welches Konto berechtigt ist, kann

der Nutzer zu Lebzeiten per Mausklick

bestimmen.

Wer hilft bei der digitalen Nachlassverwaltung?

Die erste Schwierigkeit taucht oft schon

beim Einschalten des Computers auf. Wie ist

das Passwort des Verstorbenen? Wo hat er

sich im Internet aufgehalten? Glücklich, wer

einen Bekannten hat, der sich mit Computern

auskennt. Alle anderen können die Hilfe von

Dienstleistern in Anspruch nehmen, die man

als „digitale Nachlassverwalter“ bezeichnen

könnte. Dabei gibt es zwei Modelle:

Die Hinterbliebenen geben den Computer

des Verstorbenen zur Auswertung an ein

Unternehmen heraus und erhalten einen

Überblick über vorhandene Dateien, Verträge

und Nutzerkonten im Internet, Profile

in Communities und E-Mail-Kontakte des

Verstorbenen. Allerdings sollte man sich stets

bewusst machen, dass Computer in der Regel

große Mengen an Daten enthalten und dass

vielleicht nicht alles für Dritte sichtbar werden

sollte. Entscheidet man sich dennoch für

dieses Modell, ist bei der Suche nach einem

vertrauenswürdigen Anbieter besondere

Sorgfalt geboten.

Darüber hinaus gibt es Unternehmen, die

für die Hinterbliebenen auf Spurensuche

im Internet gehen. Das Leistungsmodell ist

denkbar einfach: Der Anbieter nimmt Kontakt

mit den 130 gängigsten Online-Diensten

aus verschiedenen Sparten auf, zum Beispiel

Mailing, Online-Versandhandel und E-Commerce

und versucht herauszufinden, ob der

Verstorbene dort registriert war. Ermitteltes

Online-Guthaben wird treuhänderisch den

Erben zugeführt. Auch öffentliche Profile,

zum Beispiel Branchenbucheinträge, können

auf Wunsch deaktiviert werden. Wichtig ist,

dass man sich Folgendes klarmacht:

Die Anbieter sind auf die Kooperation der

Online-Plattformen angewiesen und können

letztlich nichts Anderes tun, als Anfragen

zu starten und auf deren Beantwortung zu

hoffen. Und: Auch hier geraten persönliche

Daten in die Hände von Fremden. Deshalb

sollte man das jeweilige Angebot sehr genau

prüfen.

Wie sorgt man zu Lebzeiten sinnvoll

vor?

Wer als Internetnutzer zu Lebzeiten an ein

paar Dinge denkt, kann seinen Angehörigen

viel Ärger ersparen. Neben einem bewussten

Umgang mit dem Internet ist es sinnvoll, im

Gespräch zu klären, wie der digitale Nachlass

verwaltet und abgewickelt werden soll. Idealer

Weise hält man seine Vorstellungen auch

schriftlich fest. Dabei sollte man auf folgende

Fragen eingehen: Was soll mit meinen Daten

geschehen? Wer soll auf den Computer Zugriff

bekommen? Was soll gelöscht, was soll

erhalten bleiben? Diese Wünsche können

zum Beispiel in einem Testament niedergeschrieben

werden. Es empfiehlt sich auch, zu

regeln, wer sich im Falle des Todes um den

digitalen Nachlass kümmern soll: Ein naher

Angehöriger oder doch ein Unternehmen?

Ganz wichtig ist, dass dieser Bevollmächtigte,

dann auch den Zugriff auf den Computer

und die entsprechenden Internetseiten hat.

Die Passwörter sollte man, auch wenn das

aufwendig ist, an einem sicheren Ort, zum

Beispiel in einem Bankschließfach oder in

einem Passwortmanager, verwahren.

Übrigens - wenn Sie wissen wollen, was

z.B. Google über sie alles gepeichert hat,

rufen Sie die Webseite : https://www.

google.com/settings/dashboard?hl=de,

loggen sich mit ihrem Konto ein und gehen

die einzelnen Punkte durch. Sie werden

überrascht sein!

Und denken Sie immer daran - im

Internet gibt es nichts umsonst. Sie

zahlen immer. Und wenn es nur mit

Ihren Daten ist!

Um z.B. meinem Erben Zugang zu meinen

digitalen Daten zu gewähren, führe ich

schon seit längerem einen Passwortmanager

(Steganos Passwort Manager). In diesen

trage ich alle meine Passwörter ein. Zugriff

darauf nur mit einem mir und meinem Erben

bekannten Passwort. Die Daten auf dem

Passwortmanger sind auf dem PC und einem

USB-Stick gespeichert, dessen Aufbewahrungsort

auch nur meinem Erben bekannt ist.

Passwortmanager gibt es „free“ oder auch

als Bezahlsoftware!

Hier ein paar Beispiele:

https://www.dashlane.com/download?from=page_premium-three#downloaded

http://keepass.info/download.html

https://www.steganos.com/de/steganos-passwort-manager-17

Euer Medienbeauftragter

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Abenteuer

erlebt man nicht

auf der Couch

.. aber bei der

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